[{"ID": 184010105, "Datum": "10.10.1840, Samstag", "Haupttext": "Taufschein vom Ansfeldener Pfarrer Joseph Seebacher ausgestellt. Im Text werden die Patin Rosalia Mayrhofer und der seinerzeitige Geistliche, Karl Guttenthaller (*) erwähnt:\r\n»Taufschein \r\nDaß Anton, des Herrn Anton Bruckner, Schullehrers allhier, und der Theresia, dessenn Ehegattinn, geborne Helm, ehelicher Sohn, den vierten September Ein Tausend acht Hundert zwanzig vier /:1824:/ geboren, und in Gegenwart der Pathinn Jungfer Rosalia Mayrhofer, Wirthschafterin im Pfarrhofe zu Wolfern, von dem Hochwürdigen Herrn Joseph Gutenthaller, regul. Chorherren zu St. Florian, und damahligen Cooperator nach christkatholischem Gebrauche getauft worden sey, wird von Endesgefertigten [!] aus dem Taufbuche der hiesigem [!] Pfarr [»Pfare«?] hiemit bestätiget.\r\nAnsfelden am 10. October 1840. [bis hierher Hand eines Schreibers] \r\nJoseph Seebachermp \r\nR. Chorherr, w. [»u.«?] K. R. Pfarrer« (**).", "Letzte Änderung": "31.03.2025 21:47"}, {"ID": 184210105, "Datum": "(10.10.1842, Montag)", "Haupttext": "Linzer Erstaufführung von Lortzings »Zar und Zimmermann«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185710105, "Datum": "10.10.1857, Samstag", "Haupttext": "Bruckner begleitet Mendelssohn-Lieder bei einem Männerabend des »Frohsinn« im Nordico (*).\r\n   Die Solisten beim »Herbstlied« [Mendelssohns!] sind Hoffelner und Hametner.\r\n   Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Schnyder von Wartensee (»Das deutsche Lied«), Götze (»Die Treue«, Solist Bermannschläger), Kücken (»Rund ist alles auf der Welt« und »Der Heiratsantrag«), Storch (»Wann, wie, wo?«, gesungen von Baumgartner), Liszt (»Polka«) und Czerny (2. Kapellmeister am Linzer Theater), Mozart (aus der »Zauberflöte«, Baß-Solo: Weilnböck), Schubert (»Nachtgesang im Walde«), Abt (»Ständchen«, Solisten: Hoffelner, Hametner, Bermannschläger, Weilnböck) und Müller (»Das verhexte Dierndl«, gesungen von Baumgartner) (**).", "Letzte Änderung": "17.10.2024 14:46"}, {"ID": 186310105, "Datum": "10.10.1863, Samstag", "Haupttext": "Komposition des Klavierstückes »Stille Betrachtung an einem Herbstabend« [WAB 123], das seiner Klavierschülerin Emma Thaner, später verheiratete Krenn, gewidmet ist: »Fräulein Emma Thanner gewidmet [/] von Anton Bruckner mp [/] 10.10.1863.«", "Letzte Änderung": "19.08.2025 21:01"}, {"ID": 186410105, "Datum": "10.10.1864, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Verzögert wegen Warten auf Post aus Leipzig und Fertigstellung der d-moll-Messe, für die Dorn sehr schwärme. Aufführung am 22.11.1864 in Linz und später in Wien geplant. Berichtet vom Orgelspiel in Bad Ischl am 4.10.1864, von seiner Melancholie, von Schützenbergers Erkrankung. Grüße von Alois Weinwurm. Zwei Briefe Sechters seien noch unbeantwortet.\r\n[1. Seite:] »Lieber Freund!\r\n     Entschuldige, daß ich mit meinem Schreiben so liederlich war. Anfangs wartete ich im[m]er auf das Schreiben wegen Leipzig etc; dann erwartete ich Dich selbst im August; aber leider umsonst; dann schob ichs auf bis die Messe beendet wäre, um Dir das gleich berichten zu kön[n]en. Sie wird vielleicht zu Caecilia hier aufgeführt. Dorn bezeichnet selbe als so gelungen, dß er, wie man mir erzählt, stets schwärmt davon.\r\n   Nach der Aufführung hier werde ich selbe bringen, und sehen ob sie nicht in Wien zur Aufführung zu bringen wäre. In Ischl spielte ich den 4. Okt. beim Kaiseramt die Orgl; hatte aber [2. Seite] wenig Spielraum, u die Orgl ist leidend - Ich leide schon längere Zeit wieder an schrecklicher Melancholie. Wie gehts Dir. Sei doch nicht böse. Vor allem muß ich Dir einstweilen danken für Deine Güte gegen mich. Ich bin bedeutender Schuldner [...] Was denkst Du insgeheim? Welche Pläne schmiedest Du? Laß mich doch noch was von Dir hören. Freilich ists an mir u. längst an mir gewesen zu schreiben; aber ich glaube, wir nehmens so genau nicht; u. rechne auf völlige Verzeihung [...]« (*).\nBrief Bruckners an einen Professor:\r\n     Er habe Lausmann [siehe die Anmerkung] verständigt. Mit den anderen Herren habe er nie Kontakt. Ihm allein [als Abonnent?] sei die Musikzeitung zu teuer. Was sei mit Mexiko? Er sei nicht ganz gesund gewesen, sei immer ganz allein und wolle fleißig Partituren studieren (**).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 17:13"}, {"ID": 187510105, "Datum": "10.10.1875, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Deutschen Zeitung, Beilage zu Nr. 1356, auf S. 5 (*).\nBruckner wirkt als Organist bei der Messe um 10 Uhr anläßlich des Ordensfests der Minoriten (Franziskus-Fest) in der Pfarrkirche der Alservorstadt mit. Zur Aufführung gelangen unter Eders Leitung Haydns Mariazeller Messe (Solisten: Marie Kohn, Frl. Ritter, Dunkl, Eduard Teller), ein Graduale (mit Violinsolo: Karl Salaba) von Anton Richter und als Offertorium eine Kirchenarie (Altsolo: Frl. Wilhelmine Tremel) von Alessandro Stradella (**).\nDie Neue Illustrierte Zeitung Nr. 41 erwähnt auf S. 15 in ihrer Programmvorschau für die Gesellschaftskonzerte der nächsten Saison auch Bruckners 2. Symphonie [20.2.1876]:\r\n   »[...] Die ersteren finden am 14. November, 5. December, 27. Februar [sic! vgl. 18.2.1876] und 19. März statt [... »an größeren Tonwerken« ...] Brückner, Symphonie (neu) [...]« (***).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:28"}, {"ID": 187810105, "Datum": "10.10.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"IX. (10/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 14:35"}, {"ID": 188010105, "Datum": "10.10.1880, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt.\r\n   Um 9 Uhr Festpredigt. Zur Aufführung beim von Prälat Hasel zelebrierten Hochamt gelangen um 10 Uhr unter Eders Leitung Haydns Mariazeller Messe, ein Graduale (mit Violinsolo) von Gänsbacher und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Czerny. Zelebrant ist Dr. Hasel. Als Gesangssolisten wirken Passy-Cornet, Sophie König, Edmund Dunkl und Peter Soutschek mit. Violinsolo: Hr. Salaba (*).\nDer Musiker-Courier Nr. 2 [auch: Zeitschrift für die Musikalische Welt, später: »Lyra«] berichtet auf S. 15 in der Programmvorschau für die Philharmonischen Konzerte in einer Anmerkung der Redaktion, daß die 4. Symphonie [in einer Novitätenprobe] abgelehnt worden ist (**).", "Letzte Änderung": "13.09.2024 07:32"}, {"ID": 188210105, "Datum": "10.10.1882, Dienstag", "Haupttext": "Auch die Deutsche Zeitung Nr. 3870 berichtet auf S. 6 von der geplanten Aufführung der 6. Symphonie: »[...] Von den bisher durchgespielten Novitäten wurden zur Aufführung angenommen: Symphonie Nr. 6 von Bruckner und drei kleine Stücke für Streich=Orchester von M. Käßmayer.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510105, "Datum": "10.10.1885, Samstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 232 erwähnt in seinem Bericht auf S. 2f über die Kirchenmusik anläßlich des Diözesanjubiläums auch Bruckner:\r\n»Einige Schlußbemerkungen\r\nzu den musikalischen Aufführungen im Maria\r\nEmpfängniß=Dome.\r\nI.\r\n   Die Jubiläumsfestlichkeiten sind zu Ende, die musikalischen Aufführungen haben mit dem herrlichen Volksgesange: \"Großer Gott wir loben Dich\", ihren schönsten Abschluß gefunden. Es erübrigt uns nur noch zurückzublicken auf die Gesammtheit der Aufführungen und auf die dabei Betheiligten.\r\nWas wurde aufgeführt?\r\n   Es wurden echt kirchliche Tonstücke aufgeführt von alten, neueren und neuesten Meistern. Es wurden Messen gesungen von: [... Bruckners e-Moll-Messe ist nicht erwähnt, da sie im alten Dom aufgeführt worden war ...] Es wurden Gradualien und Offertorien gesungen von: Palestrina, Cacciolini, Aiblinger, Witt, Stehle, Preyer, Jordan Habert, Waldeck und Bruckner. Abends hörten wir Litaneien von : Witt, Johann Habert, Obersteiner und Stehle; wir hörten das große achtstimmige Te Deum von Witt, mehrere Tantum ergo von verschiedenen Komponisten, darunter ein 7stimmiges von P. M. Octwein [recte \"Ortwein\"?]. Wir hatten ferner alle Tage Gelegenheit, den römischen, gregorianischen Choralgesang schön, ausdrucksvoll und fließend vortragen zu hören.\r\nWer hat diese Werke aufgeführt?\r\n   [...] Der Chor des Maria Empfängniß=Domes ist eigentlich nichts anderes als der durch viele gute und ausgezeichnete Kräfte verstärkte Sängerchor der Votiv=Kapelle. Unter diesen ausgezeichneten Kräften meinen wir in erster Linie die geehrte Frau Marie Kerschbaum, dann Fr. Anna Jungwirth und die Fräuleins Rosa und Marie Gruber. Ohne die gütige Mitwirkung dieser Damen, insbesondere der Fr. Kerschbaum, würden wohl manche Tonwerke unaufführbar gewesen sein, so z. B. die Kompositionen Bruckners. [...] Die Orgel spielte in ausgezeichneter Weise Herr Ignaz Gruber, ein Schüler unseres Domorganisten Herrn Waldeck. Derselbe zeigte eine große Meisterschaft im freien Präludiren und eine vorzügliche Technik beim Vortrage klassischer Tonstücke; er berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. Der ganze Chor stand unter der umsichtigen und tüchtigen Leitung des Hochw. Herrn Chorvikars Johann Burgstaller. [...]« [keine Signatur] [siehe \"Anmerkung\"] (*).\nDie Aufführung der e-Moll-Messe [4.10.1885] wird auch von der »Warte am Inn« auf S. 3 gemeldet:\r\n»Bruckner in Linz. Anläßlich des Diöcesanfestes in Linz hat der Wiener Hoforganist, Herr Bruckner eine eigene Messe componirt, die unter großem Zustrom von Kunstfreunden zum erstenmale während des Kaiseramtes im alten Dome zur Aufführung gelangte. Das Tonwerk, von dem Musikverein unter Leitung seines Directors Hr. Schreyer durchgeführt, wobei der Componist persönlich die Orgel spielte, ist unstreitbar als eine der schönsten Kirchenmusiken zu bezeichnen. Das Meisterwerk errang insbesonders durch seine mächtigen Chorgesänge, der [sic] melodiösen Innigkeit sowie der künstlerisch nüancirten Tonfiguren ungetheilten Beifall, der nur aufs Beste das Talent unseres gefeierten Landsmannes neuerdings kund that.« (**).\nMehrere Zeitungen geben das Programm des Hellmesberger-Quartetts in der nächsten Saison mit der Aufführung des Quintetts [am 7.1.1886] bekannt:\nPresse Nr. 279 auf S. 11 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (***),\nFremdenblatt Nr. 279 auf S. 11 (°),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 279 auf S. 5 (°°),\nKonstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 279 auf S. 4 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (°°°),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2016 auf S. 6 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (#),\nWiener Zeitung Nr. 232 auf S. 3 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (##),\nNeue Freie Presse Nr. 7585 auf S. 5 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (###) und\nDas Vaterland Nr. 278 auf S. 5 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (a).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:30"}, {"ID": 188610105, "Datum": "10.10.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nHinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 281 auf S. 13 (Kalendarium im  Local-Anzeiger) [inhaltlich wie am 9.10.1886] (**).\nBruckner spielt um 10 Uhr Orgel beim Hochamt in der Pfarrkirche der Alservorstadt (Zelebrant Prälat Marschall, um 9 Uhr Festpredigt eines Missionspriesters).\r\nEs erklingen unter Eders Leitung Werke von Adalbert Gyrowetz (Festmesse), Winter (Graduale), Baronin Ernestine von Bauduin (Offertorium mit Altsolo) und J. F. Kloß (Tantum ergo für Männerquartett).\r\nBruckner improvisiert eine Fuge über die Kaiserhymne. Solisten sind Cosenza, Fabbrini, Pasching (**a).\nAufführung des »Te deum« durch den Männergesangverein Warnsdorf unter Eduard Wagner im Colosseum in Warnsdorf (***), möglicherweise nicht mit großem Orchester (»mit Instrumentalbegleitung«) (°a), sondern mit Streichinstrumenten, zwei Klavieren und Harmonium (°aa).\r\nBei der Aufführung in Warnsdorf soll ein von Bruckner ausgearbeitetes Arrangement für Streicher, Klavier und Horn [evtl. Lesefehler und recte \"Harm[onium]\" gemeint?] aufgeführt worden sein (°b).\r\n[Später, nach dem 11.10.1886] Meldung über die Aufführung in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung (Musikalische Chronik Bd. 5) auf S. 31:\r\n»Warnsdorf. 10. October: Concert ausser Abonnement des Warnsdorfer Männergesangvereins unter der Leitung des Herrn Schuldirectors Eduard Wagner und unter Mitwirkung von Frau Margarethe Geist-Seyrich, Frl. Hermine Menzel, Anna Langer, Bertha Rampfel und Marie Goldberg; [... Werke von Adolf Thiele, R. Volkmann, A. M. Storch, C. Santner, Edm. Kretschmer, Ferd. Hummel, Franz Liszt;] \"Te Deum\" von Ant. Bruckner.« (°c).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 2 kündigt auf S. 19 Aufführungen der 7. Symphonie in Deutschland an:\r\nin Berlin unter Joseph Joachim [recte: Klindworth am 31.1.1887]\r\n»- (Berlin) Professor Joachim hat die Programme der unter seiner Leitung stattfindenden Concerte der Berliner Philharmonischen Gesellschaft definitiv festgesetzt: [...] 5. Concert: Beethoven's Ouverture Op. 124, VII. Symphonie E-dur (neu Bruckner), [...]«\r\nund in Mainz [wann?]:\r\n»Aus Mainz wird geschrieben: Die Sinfonie-Concerte der Städtischen Capelle beginnen [...] An für Mainz neuen Sinfonien werden dieselben bringen: [...] E-dur Nr. 7 von Bruckner, [...]« (°°).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 5308 weist auf S. 6 darauf hin, daß bei Gutmann der vierhändige Klavierauszug der 7. Symphonie in neuer Auflage erschienen ist:\r\n»Neue Musikalien. [...] Bruckner, Siebente Symphonie, Bearbeitung für Clavier, vierhändig (neue Auflage). [...]« (°°°).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 15:29"}, {"ID": 188710105, "Datum": "10.10.1887, Montag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 2 meldet auf S. 19f, daß in Prag Muck auch ein Werk Bruckners [7. Symphonie am 15.1.1888] in einem der 6 Philharmonischen Konzerte bringen wird: \n»Kleine Mittheilungen und Berichte.\n  - (Prag.) [...] Im Laufe der Wintersaison sollen sechs philharmonische Concerte unter Leitung des Capellmeisters Dr. Muck veranstaltet werden. Das Programm dieser Concerte [...] umfaßt Werke von Beethoven, Wagner (C-Dur Symphonie), Bruckner usw. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188810105, "Datum": "10.10.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 3098 kündigt auf S. 6 das Konzert des Wagner-Vereins am 29.12.1888 an, bei dem auch zwei Chöre Bruckners [prov. WAB 67] auf dem Programm stehen [tatsächlich: 8.11.1888? Ave Maria (WAB 6) und Locus iste?]:\r\n     \" - Im Wiener akademischen Wagner=Verein beginnen die Wochenversammlungen der ordentlichen Vereinsmitglieder am Donnerstag den 11. October [... \"sohin an jedem Donnerstag\" ... erste Monatsversammlung am 18.10.1888, Chorproben seit dem 4.10.1888 jeden Donnerstag ..  im Winter 1888/89 wieder 4 interne Musikabende ...] Als Programme sind in Aussicht genommen: [... 8.11.1888 ...] Zweiter Abend am 29. December 1888: [...] A. Bruckner: Zwei Chöre [... 3. Abend Mitte Februar 1889, 4. Abend Ende März 1889 ...]\" (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 2 bringt auf S. 18 denselben Hinweis:\r\n\"Vereins-Chronik\r\n(Wiener akademischer Wagner-Verein) Vier interne Musikabende [...] II. (IV.) Abend am 29. December 1888 [...] 3. A. Bruckner: Zwei Chöre; [...]\" (**),\ninformiert auf S. 20 in einem Inserat [identisch mit 1.10.1888] über das Erscheinen der Chöre »Antiphon« [»Tota pulchra«] und »Ave Maria« [WAB 6] im Verlag Wetzler:\r\n\"Im Verlage von Em. Wetzler (Jul. Engelmann in Wien ist erschienen:\nAnton Bruckner\r\nZWEI KIRCHEN-CHÖRE\r\n[linke Spalte:]\r\nNr. 1.\nAntiphon\r\nfür gemischten Chor und Orgel.\r\n[rechte Spalte:]\r\nNr. 2.\nAve Maria\r\nfür Sopran, Alt I, II, Tenor I, II und Bass I, II.\r\n[wieder zentriert:]\r\nNr. 1. Antiphon. Partitur und Stimmen\r\n   Preis M. 1.25 = fl. -.75.\r\nNr. 2. Ave Maria. Partitur und Stimmen\r\n   Preis M. 1.- = fl. -.60\" (***),\nund informiert auf S. 21 [identisch mit 1.10.1888] über das bei der Kunsthandlung Heck erhältliche Portrait:\r\n   \"Von\nV. A. Heck, Kunsthandlung, Wien, I., Kärntnerring 12,\r\nist zu beziehen: \nGalerie deutscher Tondichter. [...]\nPorträt-Collection der Tondichter. Enthaltend: Abt, Adam, Auber, [...] Brahms, Bruckner, Cherubini, [...] Wagner, Weber. In sechs Grössen à fl. 9.-, fl. 5.40, fl. 3.-, fl. 1.80, fl. -.50 und fl. -.25 pro Blatt. [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189010105, "Datum": "10.10.1890, Freitag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 29 informiert auf S. 265 über das Programm der drei Konzerte der Wiener Singakademie, das auch ein Werk Bruckners [»Ave Maria« WAB 6] enthält:\r\n\"        Vermischtes.[...]      – Das Programm für die drei Concerte der Wiener Singakademie umfaßt u. a. an größeren Werken: [... Götz, Cherubini, Friedemann Bach ...], ferner mehrstimmig gesetzte Volkslieder und andere Chorwerke von Palestrina, [...], Peter Cornelius, Anton Bruckner, Johannes Brahms und Richard Heuberger.\"", "Letzte Änderung": "14.12.2023 22:42"}, {"ID": 189110105, "Datum": "10.10.1891, Samstag", "Haupttext": "Aktenvermerke auf dem Schriftstück [Protokoll einer Sitzung des Akademischen Senats] vom 9.10.1891:\n\"  Mundirt 10/10 ... Collationirt [Paraphe]\n   Expedirt 10/10   17./11\" (*).\n \nDie Südsteirische Post Nr. 81 bringt auf S. 1 den 7. Teil einer am 9.9.1891 beginnenden Artikelserie über die Versammlung des Cäcilien-Vereins am 24. bis 26.8.1891:\n     \"Meine Cäcilienfahrt nach Graz.\nOriginalbericht über die dreizehnte Generalversammlung das \"Allgemeinen Cäcilienvereines für die Diöcesen Deutschlands, Oesterreich=Ungarns und der Schweiz\", am 24., 25. und 26. August.\n                (6. Fortsetzung.)\nDie zweite Mitgliederversammlung.\n     [... erwähnt: Doppler, Pawelek ...]\n     Um 4 Uhr Nachmittags fand wiederum in der herrlichen Herz Jesukirche die Visitatio Sanctissimi statt. [... Orgel Herr Kern ... Orlando di Lasso, Handl [Gallus] ...] Das \"Ave verum corpus\" von Fr. Schmidt war nach Auffassung und Vortrag ganz den Intentionen des Componisten entsprechend. Ein Mißgriff war die letzte Nummer des Programmes, das \"Ave Maria\" von A. Bruckner [WAB 6]; diese Composition hat - musikalisch betrachtet - ohne Zweifel Kunstwerth, liturgisch ist sie werthlos. Der üble Eindruck dieses Tonstückes wurde jedoch bald gemildert und verwischt durch die edlen Klänge des \"Tantum ergo\" von Haller, welches am Schluß zur sacramentalen Segensspendung zum Vortrage kam.\n     [... Festversammlung ...]\n                      (Fortsetzung folgt.)\n[Signatur am 21.10.1891:]\n     Marburg, am 17. October 1891.\n                                           L. H.\" (**).\n \nDie Wiener Zeitung Nr. 232 bringt auf S. 12 das schon vertraute Inserat zum 20.12.1891:\n               \"Musikvereins-Säle.\r\nDie vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde\n                               in der\n                     Saison 1891/92,\ngeleitet von dem Concertdirector Herrn Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen, Mittags ½1 Uhr mit nachbenanntem Programme statt.\r\n[...]\r\nII. 20. December.\n[... Bach, Brahms, Schumann ...]\nAnt. Bruckner: Te Deum, für Chor, Soli Orchester und Orgel (2. Aufführung).\n[... weitere Termine, Kartenpreise ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:43"}, {"ID": 189210105, "Datum": "10.10.1892, Montag", "Haupttext": "In einem Artikel der »Warte am Inn« wird Bruckner als Orgellehrer Hermann Haböcks erwähnt:\r\n\"     Ein oberösterreichischer Tonkünstler. Aus Lukow bei Holleschau wird berichtet: Unter der Leitung des bekannten Orgelvirtuosen und gräfl. Seilern'schen Musikdirectors Hermann Haböck (aus Bad Hall gebürtig), ehemaligen Schülers des Meister Bruckner, fand am 30. Dezember zur Feier des hundertjährigen Todestages Mozarts ein Fest=Concert in Lukow statt, [...]\" (*).\n \nThe Hartford Courant Nr. 243 (Connecticut) überliefert auf S. 4 in der 2. Spalte eine Äußerung Wagners über Brahms:\r\n\"     The contemporary composers whom Wagner admired most were Robert Franz, Liszt and Anton Bruckner. As to Brahms he said, after trying one of his symphonies: Yes, if Brahms sounded as well as Beethoven, he would be a great composer, too.\" This seems another way of saying that form cannot take the place of ideas and that the \"logical development\" of a theme is not the final test.\" (**).\n \nEin Artikel im \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\" Nr. 239 auf S. 1 befasst sich mit der Abstimmung vom 1.10.1892 [vgl. 4.10.1892] und kommentiert sie ausführlich:\n\"           KUNSTKRONIEK.\n[...]\n     [...] Maar zoo men zich op deze meent te mogen beroepen bij Haydn, Mozart, Weber en Mendelssohn, zoo hadde men noch Beethoven, noch Sohumann, noch Brahms, noch Wagner behoeven uit te zonderen. Men hadde daa ook het doorschrappen nog verder kunnen uitstrekken, om ten slotte een logisch resultaat ie verkrijgen in den vorm van een programma, samen te stellen uit de onbekenden: Volkmann, Brückner, Spohr, Cherubini, Spontini en Berlioz.\n     Hiertegen is evenwel aan te voeren, dat niet het verlangen naar kennismakingen, maar naar het hooren wat een ieder het liefst is, door het Bestuur in het oog was gevat en dit standpunt is ook het beste. [...].\n                         Jhr. J. L. DE CASEMBROOT.\" (***).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 22:12"}, {"ID": 189310105, "Datum": "10.10.1893, Dienstag", "Haupttext": "Kritik Hanslicks über das Konzert vom 8.10.1893 (mit \"Helgoland\") in der Neuen Freien Presse Nr. 10465 auf S. 1-3:\r\n\"     Das fünfzigjährige Jubiläum des Wiener Männergesang=Vereins.\r\n    Ed. H. Mit Kränzen geschmückt, mit Geschenken beladen, von Lob und Liebe erdrückt, schließt der Wiener Männergesang=Verein das Fest seines fünfzigjährigen Bestandes. [... über die Gründung des Vereins durch August Schmidt ...]\r\nMit dem Chormeister Anton Storch wußte ich nicht viel anzufangen; das finstere Gesicht des schweigsamen Mannes paßte ganz zu seinem verwahrlosten Aeußern und seinen ungefälligen Manieren. [... über die weitere Entwicklung, die Bedeutung Herbecks, Dumbas und Olschbaurs, die Festschrift von Rudolph Hofmann ...]\r\n    Das große Festconcert des Männergesang=Vereins am 8. October zählte zu den glänzendsten Productionen dieser Art. Um den ungewöhnlich feierlichen Anlaß auch äußerlich zu kennzeichnen, hatte der Verein für dieses Concert die kaiserliche Winter=Reitschule gewählt. [...] Kremser, der mit Sicherheit und Energie die Chöre leitete, darf auch als Dirigent einen neuen großen Erfolg verzeichnen. Zur ersten Aufführung gelangten drei eigens für das Jubiläums=Concert geschriebene umfangreiche Compositionen für Männerchor und großes Orchester: „Leonidas” von Max Bruch, „Phöbos Apollon” von F. Gernsheim und „Helgoland” von Anton Bruckner. In ihrer Absicht und Ausführung erinnerten mich diese drei Novitäten an die langen, schwierigen und hochstrebenden Chorwerke, welche (1868) Liszt, Franz Lachner, Esser und Herbeck zu dem fünfundzwanzigjährigen Jubiläum des Männergesang=Vereins gespendet hatten. Ich fand die bis zum Zerspringen gewaltsame Ausdehnung der Grenzen des Männergesangs bedenklich und meinte, nach all den Anstrengungen, diesen Musikzweig zu höchsten Zielen und selbstständiger Kunstbedeutung emporzuziehen, werde derselbe doch immer wieder mit eigener Schwerkraft in jene bescheidene Region zurückfallen, die ihm von Haus aus behaglicher und natürlicher ist. Auch in den genannten neuesten Producten dreier geachteter Meister erkenne ich keinen reellen Gewinn; sie bestärken nur den Wunsch, es möge der vierstimmige Männerchor allmälig wieder mehr in seine Heimat, die Lyrik, und in den engeren Kreis  einer poetischen Geselligkeit zurückkehren. Im Vergleich zu jenen im Jahre 1868 aufgeführten Jubiläumschören scheinen mir die vom letzten Sonntag, bei gleich bedenklicher Wahl der Gedichte, noch anspruchsvoller, noch anstrengender, gekünstelter und erfindungsärmer. Man gebe sie einmal ohne Jubiläum und in Abwesenheit der geschätzten Componisten und sehe zu, wie das Publicum, bei aller Zärtlichkeit für den Männergesang=Verein, sich dabei langweilen wird. Um mit einer Composition so spröder Stoffe und so ermüdender Ausdehnung das Publicum zu erwärmen und zu entzücken, dazu gehört das Genie eines Schubert. Auch Sonntags schienen die Zuhörer von den neuen Werken mehr ermüdet als erbaut zu sein, doch bezeigten sie den Tondichtern die ihrem Rang und Namen gebührende Achtung. Es braucht nicht daran erinnert zu werden, daß wir von diesen (insbesondere von dem Componisten des „Frithjof” und „Achilleus”) ungleich frischere, gehaltvollere Stücke kennen; diesmal haben sie leider der blendenden Technik ein zu großes Uebergewicht über den musikalischen Gehalt eingeräumt und in dem gewaltsamen Streben nach größtmöglichem Effect das Geheimniß der echten Wirkung verloren.\" (*).\nAuf S. 13 weist ein Inserat auf die Gesellschaftskonzerte mit dem \"Te deum\" am 15.4.1894 hin:\n\"           GROSSER MUSIKVEREINSSAAL.\nDie 4 ordentl. und 2 ausserordentl. Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1893/94,\r\ngeleitet von dem Concertdirector Herrn Wilhelm Gericke, finden mit nachbenanntem Programme statt, u. zw.: A. Die ordentliche [... I. bis IV. ...] B. Die ausserordentl. I. am 18. Februar, Mittags ½1 Uhr: Händel, \"Messias\"; II. am 15. April, Mittags ½Uhr: [... Tschaikowski, Beethoven (mit Sophie Menter) ...] Götz, \"137. Psalm\", Bruckner, \"Tedeum.\"(*a).\n \nBerichte über das Jubiläumskonzert erscheinen auch in der Linzer Tages-Post Nr. 232 auf S. 3:\r\n\"     [Das Jubiläum des Wiener Männergesangvereins.] [... samstags Empfang im Rathaus ...]. – .Der Glanzpunkt der Jubiläumsfeier war das gestrige Festconcert in der Winterreitschule der Hofburg, also im Hause des Kaisers. Hiezu erschien der Kaiser, der König von Sachsen, Erzherzogin Stephanie und die Erzherzoge Ludwig Victor, Albrecht, Wilhelm und Rainer. Lewinsky sprach den Prolog von Ferdinand v. Saar. Max Bruch und Gernsheim dirigierten ihre Werke \"Leonidas\" und \"Phöbus Apollo\" selbst. Von A. Bruckner wurde ein neuer herrlicher Chor \"Helgoland\" aufgeführt. Sonst zierten das Programm: Schubert, Herbeck, Mendelssohn, Wagner. Als Solisten wirkten Ritter und Gustav Walter mit. – Abends fand der Festcommers in den Sophiensälen statt, an dem etwa 3000 Personen theilnahmen, und bei dem es weder an Toasten (es sprachen u. a. auch Dr. Beck aus Nürnberg, der Vorstand des Allgemeinen deutschen Sängerbundes und Bürgermeister Dr. Prix) noch an musikalischen Darbietungen fehlte.\" (**),\n \nder Linzer Zeitung auf S. 1227:\r\n„             Vermischtes.\r\n     – (Jubiläum des Wiener Männergesangvereines.) Zu Ehren des Wiener Männergesangvereines veranstatete Samstag der Herr Bürgermeister Dr. Prix im Festsaale des Rathhauses einen Empfangsabend. [… Ablauf des Abends … Anwesende: WMGV-Vizepräsident Hofmann, Vizebürgermeister Dr. Richter und Dr. Grübl, Präsidialsekretär Pohl …]. – – Das Festconcert fand am 8. d. Nachmittag in der Winterreitschule statt. Dem Vereine wurde die hohe Ehre zutheil, vor Sr. Majestät dem Kaiser singen zu dürfen. Die große Tribüne für die Sänger und das Orchester befand sich gerade gegenüber der prachtvoll decorirten Hofloge. […] Um halb 1 Uhr intonirte das Hofopernorchester die Volkshymne, und in der Hofloge [… Kaiser Franz Joseph, Erzherzogin Stephanie, die Erzherzoge Karl Ludwig, Ludwig Victor, Wilhelm, Rainer und Albrecht … Lewinsky spricht Prolog von Ferdinand Saar …]. Die einzelnen Nummern des Programmes wurden mit vollendeter Meisterschaft und unübertrefflicher Nuaucierung [sic] zum Vortrage gebracht. Das Hauptinteresse nahmen die drei großen Chorwerke „Phöbus Apollon“ von Friedrich Gernsheim, „Leonidas“ von Max Bruch und „Helgoland“ von Anton Bruckner als Jubiläumsgaben dieser Tondichter in Anspruch. Gernsheim und Bruch dirigierten ihre Werke persönlich; wenn dieselben bemerkt, [sic] die „Montags=Revue“, nicht tieferen Eindruck erzielten, so mag wohl der Mangel an großen, originellen Zügen die Hauptschuld tragen, für welchen auch die glänzendsten äußeren Effecte nicht zu entschädigen vermögen. Die bedeutendste Novität des Concertes, welche geniale Conception und großartigste Wirkung vereinte, war aber Bruckners „Helgoland“. Nach der vierten Nummer zog sich Se. Majestät der Kaiser mit dem König von Sachsen zurück. Am Schlusse des mehr als zweistündigen Concertes gab es natürlich noch mannigfache Ovationen für den Verein, Kremser und die anwesenden Tondichter Bruckner, Bruch und Gernsheim. Den Schluß der Jubiläums=Festlichkeiten bildete abends der Festcommers im Sophiensaale. [… Olschbaur, Beckh (Nürnberg), Dr. Prix, Alfred Grünfeld …]. Dann sprach noch Herr Stedli aus Stuttgart, welcher die Einigkeit der Deutschen mit den Oesterreichern betonte.“ (***),\n \nder Allgemeinen Zeitung München Nr. 281, Abendblatt auf S. 1, signiert \"R. H.\" [vermutlich Richard Heuberger].\r\n\"                   Kleine Zeitung.\r\n[...]\r\n     R. H. Wien, 9. Oct. Das Dichterwort \"Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen\", mag Manchem in den Sinn gekommen sein, der Zeuge des Monstre=Jubiläums des Wiener Männergesang=Vereins gewesen, das diese berühmte Corporation zur Feier ihres 50jährigen Bestandes inscenirte. [...]. – Der Sonntag war sogar mit zwei Festlichkeiten bedacht. Mittags fand das Monstre=Concert in der kais. Winter=Reitschule der k. k. Hofburg statt,  Abends ein großer Commers. [... Prolog mit Lewinsky ... Max Bruch (\"Leonidas\") und Gernsheim (\"Phöbus Apollon\") dirigierten selbst ...]. Nicht viel moderner war das prunkende, aber nicht gehaltvolle \"Helgoland\", das Bruckner beigesteuert hatte. Auch dieser Meister hatte die Toga umgeschlagen und lieferte eine dröhnende Schilderung des Unterganges einer römischen Flotte vor dem einsamen Felseneilande. –  Ein kleines wirksames Stück  von Kremser, \"Nachtlied\", das in übersehbaren Dimensionen gehalten war, fand wohl den aufrichtigsten Beifall, vielleicht auch schon um seiner geringen Ausdehnung willen. Da außer den drei einförmigen großen \"historischen Gemälden\" und dem Kremser'schen Stücke noch eine Anzahl anderer Nummern gesungen wurden, verließ das Publicum in etwas niedergedrückter Stimmung den Saal. \"Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe\" – von Männerchören. . . . – [... Commers ...]. – Müde von all dem Jubiliren gehen heute wieder die halb zersungenen Tenöre und Bässe ihrer bürgerlichen Beschäftigung nach und freuen sich gewiß, jetzt 25 ruhigere Jahre vor sich zu haben. Hoffentlich erinnern sich gelegentlich des 75jährigen Jubiläums noch etliche der heutigen Mitglieder der Lasten der jetzigen Jubiläumsfreuden und helfen das Festprogramm in natürlicheren Dimensionen entwerfen. Bei all der anfänglichen Begeisterung mag mancher Sangesbruder geseufzt haben: \"Alles in der Welt läßt sich ertragen u. s. w. . . .\" \" (°)\n \nund in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 4665 auf S. 8:\r\n\"Jubiläum des Wiener Männergesangvereines.\r\n                               Wien, 9. October.\r\n     Gestern hat der Männergesangverein die Reihe der Jubiläumsfestlichkeiten beendet und die rege Theilnahme, welche diese Veranstaltungen getroffen, beweisen, welcher Sympathien sich unsere Meistersänger erfreuen. [...]     Der Sonntag war dem Festconcerte in der Winterreitschule gewidmte. [... Beschreibung des Ortes ... anwesend u. a.: Bischof Dr. Angerer, Graf Trauttmannsdorff, Graf Szecsen, Minister v. Gautsch, Bgm. Prix etc., Olschbaur, Kronprinzessin Stephanie, König Albert von Sachsen, die Erzherzoge Ludwig Victor, Albrecht, Wilhelm und Rainer ... Joseph Lewinsky (Prolog von Ferdinand von Saar) ... Schubert, Schumann, Herbeck, Mendelssohn, Richard Wagner ...]; im Uebrigen gab es Novitäten von Gernsheim, Kremser, Bruckner und Bruch, welche sämmtlich den Verein zu seinem Jubelfeste mit Liedesgaben beschenkt hatten und dieselben (mit Ausnahme von Bruckner) persönlich dirigirten. [...] Den Mittelpunkt des Interesses bildete Bruckner's \"Helgoland\", ein überaus lebendiges und farbenvolles Tonstück, das in jeder Wendung unverkennbar die Meisterhand des genialen Musikers aufweist. Der Eindruck des Werkes war mächtig; der Beifall spontan und rauschend.     Der Kaiser, König Albert von Sachsen und Erzherzog Albrecht blieben eine Stunde im Saale und verließen nach Kremser's \"Nachtlied\" die Reitschule. Frau Kronprinzessin=Witwe Stephanie und die Herren Erzherzoge Ludwig Victor, Wilhelm und Rainer blieben bis zum Schlusse. [... über den Festcommers ...] und erst in frühester Morgenstunde nahm das Fest ein Ende, das allen Theilnehmern unvergeßlich bleiben wird.\" [keine Signatur] (°°).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 09:03"}, {"ID": 189410105, "Datum": "10.10.1894, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Hugo Wolf an Melanie Köchert:\r\n   Da zwei oder drei Stücke von ihm in Wien aufgeführt werden, werde er nicht nach Berlin gehen. »Eckstein hat mir in liebenswürdigster Weise sein Zimmer überlassen. Jedenfalls werde ich vor dem 20. [20.10.1894 oder 20.11.1894 gemeint?] in Wien eintreffen, da ich das Brucknerkonzert [4.11.1894 oder 25.11.1894 gemeint?] nicht verabsäumen möchte.« (*).\nBrief von Hugo Wolf an Ferdinand Löwe (in Schloss Matzen bei Baron Lipperheide geschrieben), u. a. über seine Schreiben an Kremser und Schott und das am 2.12.1894 geplante Konzert.\r\n   \"[...] Neu, wenn auch nicht überraschend, war mir die Kunde von der Aufführung meiner beiden Stücke im Gesellschaftskonzert. Also am 2. Dezember? u. wieder mit Musjö d'Albert! Vermuthlich auch wiederum in unmittelbarer Nachbarschaft der verbrahmsten Cantate nach dem Gedicht von Otto Ludwig? Na, eine nette Gesellschaft, zum Glück ganz unschädlich.\r\n   Für das Bruckner-Conzert hebe mir für alle Fälle einen Sitz auf. Ich hoffe zuversichtlich bis dahin in Wien einzutreffen. Das Conzertbillet brauchst du mir nicht zuzuspielen [?]; ich werde es persönlich in Empfang nehmen. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "31.01.2025 13:06"}, {"ID": 189510105, "Datum": "10.10.1895, Donnerstag", "Haupttext": "[vermutlich fehlerhafte Information!]\r\nEine Konzertanzeige im Grazer Volksblatt informiert, daß bei der heutigen Liedertafel des Sängerbundes im Haustheater des katholischen Gesellenvereins ein Chor Bruckners (»In die Ferne«) [prov. WAB 67] aufgeführt wird (*).\n \nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2431 kündigt auf S. 3 das Konzert vom 3.8.1896 an:\r\n\"    * [Das fünfte deutsche Sängerfest] wird in Stuttgart in den Tagen vom 1. bis 3. August 1896 abgehalten. [... Finanzen, Organisatorisches ...] Die Leitung der Hauptaufführungen ruht in den bewährten Händen der Musikdirectoren Kremser aus Wien, Professor Meyer=Olversleben [sic] aus Würzburg und Professor Förster [Förstler] aus Stuttgart. Das Programm umfaßt unter Anderem [... Beethoven, Rheinberger, Mendelssohn ...], Anton Bruckner's \"Germanenzug\" für Männerchor Halbchor und Orchester, J. C. Brambach's \"Der Wächter Deutschlands\" mit Orchester und vieles Andere.\" (**).\n \nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 278 kündigt auf S. 5 [für den 12.1.1896] den 150. Psalm [tatsächlich \"Te deum\"] an:\n\"Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.\r\n                        Großer Saal.\r\n                      Saison 1895–96.\nSechs Konzerte und zwar vier ordentliche und zwei außerordentliche unter der Leitung des Konzertdirektors Herrn Richard von Perger und unter Mitwirkung des Singvereines, dann einheimischer und auswärtiger Solisten und des Gesellschaftsorchesters.\r\n      A. Die ordentlichen Konzerte: Diese finden statt am 10. November 1895, am 12. Jänner, am 9. Februar und am 8. März 1896, Mittags halb 1 Uhr, und sind außer anderen Werken die nachstehenden zur Aufführung bestimmt:\r\n      J. Brahms: Frauenchöre mit Horn= und Harfenbegleitung. A. Bruckner: 150. Psalm für Soli, Chor und Orchester (2. Aufführung.) J. Massenet: [... alphabetisch bis Edgar Tinel ... B) die außerordentlichen Konzerte ... Kartenpreise etc. ...].\" (***).\n \nAuch die Wiener Zeitung Nr. 236 bringt auf S. 12 diesen Hinweis [inhaltlich mit (***) übereinstimmend] (°).\n \nThe Chicago Chronicle Nr. 136 meldet auf S. 6 ind der 6./7. Spalte:\r\n\"                     ELSEWHERE.\r\n[...]\r\n   The emperor of Austria has placed a suite of rooms in the Belvedere palace at the disposal of the aged composer, Anton Bruckner, who, like most good composers, has passed his life in poverty and obscurity.\r\n     Lahore's Sultan is said to be going to Paris, taking with him a bicycle of pure gold, set with precious stones. [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:13"}, {"ID": 189610105, "Datum": "10.10.1896, Samstag", "Haupttext": "Bruckners letzte Gebetsaufzeichnung (*).\nDr. Weißmayr macht einen Krankenbesuch. Bruckner ist auch beim Abschied noch in guter Verfassung (**).\n Die Salzburger Chronik Nr. 231 erwähnt auf S. 4 Hedleys Bruckner-Büste [IKO 77]:\r\n\"    * XII. Jahresausstellung im Künstlerhause. IV. Verkaufsliste: [... mehrere Objekte, darunter von Hedley Beethoven und Darwin ...]. Percival M. F. Hedley, Wien, \"Bruckner\", Gypsbüste. [... weitere Objekte ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 12:02"}, {"ID": 189710105, "Datum": "10.10.1897, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung (Morgenausgabe) bringt ein Bruckner gewidmetes Gedicht von Wolfgang Madjera (*). Die Neue Musikalische Presse gibt das Programm der Philharmonischen Konzerte 1897/98 mit der 3. Symphonie [am 9.1.1898] bekannt (**).\nBrief von Theodor Reisch an Ferdinand Moser: \n\n     Der Einladung nach St. Florian zu Bruckners Sterbetag werde er Folge leisten, könne aber erst morgen am Nachmittag nach Linz fahren. Bittet um einen Wagen, der ihn am Dienstag, 12.10.1897, um 7 Uhr früh vom Hotel Krebs nach St. Florian bringt, und um Verständigung Ignaz Bruckners (***).\nDer Los Angeles Herald Nr. 10 (California) bringt auf S. 20 die Anekdote von Bruckners Verhalten bei der Verleihung des Ehrendoktorats (am 7.11.1891):\n\"     The Viennese composer, Bruckner, who died a few months ago, was noted for bashfulness. It is related that when the University of Vienna made him an honorary doctor, he got up, after receiving his diploma, to make a few remarks. But the words stuck in his throat and he could not utter two coherent sentences. Finally he exclaimed, \"If I only had my organ here, I would know how to express myself,\" and sat down.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189910105, "Datum": "10.10.1899, Dienstag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 279 bringt auf S. 9 einen Aufruf des Wiener Akademischen Gesangvereins, dem Chor beizutreten, und weist auf die Aufführung der e-Moll-Messe am 15.10.1899 hin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190010105, "Datum": "10.10.1900, Mittwoch", "Haupttext": "Die Grazer Tagespost bringt eine mit \"-de-\" (= Ernst Decsey) signierte Buchrezension von Max Grafs Buch \"Wagner-Probleme und andere Studien\", dem auch kritische Studien zu Bruckner u. a. beigegeben sind.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190110105, "Datum": "10.10.1901, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Richard Strauss an Richard Sternfeld:\r\n[Über die Programmplanung seiner Novitätenkonzerte mit dem Berliner Tonkünstler-Orchester]\r\n   »Sie wissen, ich kann nur Novitäten bringen. Mit Bruckners d-Moll bin ich sowieso schon reingefallen, diese war aber schon zu weit vorstudiert, um sie noch absetzen zu können. ...« (*).\nArtikel »Zu Bruckners Todestag. Eine Partiturseite seiner Neunten Symphonie« im Neuen Wiener Journal (**) Nr. 2859 auf S. 8. Das Faksimile von 2 Takten aus dem Adagio beruht auf einer Photographie, die der Direkter der Hofbibliothek, Hofrat Karabacek, bewilligt hat. Ferdinand Löwe bewahrt den Nachlass der Skizzen zum Finale, die eine Überleitung zum \"Te deum\" erkennen lassen (***).\nAuf derselben Seite wird die Aufführung einer Bruckner-Symphonie [prov. WAB 86] durch den Wiener Konzertverein unter Ferdinand Löwe angekündigt (°).\nDiese Ankündigung bringt auch die Deutsche Kunst- und Musikzeitung auf S. 186 (°°).\nIm selben Heft wird auf S. 186 der 17. Jahrgang des Deutschen Musikkalenders von Max Hesse und der Allgemeine deutsche Musikkalender von Raabe und Plothow vorgestellt und dabei die auffallende Vernachlässigung von Bruckner, Volkmann, Hugo Wolf und anderen beklagt (°°°).", "Letzte Änderung": "27.10.2024 09:11"}, {"ID": 190210105, "Datum": "10.10.1902, Freitag", "Haupttext": "Aufführung von »Abendhimmel« [WAB 55? Vgl. 4.7.1900] durch den »Frohsinn« [in Linz?] (*).\n \nDas Unterhaltungsblatt des Vorwärts Nr. 198 (Beilage zum \"Vorwärts\" Berliner Volksblatt Nr. 237) bringt auf S. 3f (= S. 791f) einen mit \"SZ.\" signierten Konzertbericht \"Musik\", in dem auf S. 792 die Aufführung der 1. Symphonie [am 6.10.1902] besprochen wird (**).", "Letzte Änderung": "14.06.2026 19:33"}, {"ID": 190410105, "Datum": "10.10.1904, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Nikisch im 1. Philharmonischen Konzert in Berlin. Solist des Abends ist Felix von Kraus (*).\n\n\nIm Brünner Tagesboten Nr. 474 ist auf S. 6 im historischen Kalender für den 11. Oktober verzeichnet: \n\n\"1896 stirbt Anton Bruckner, der Meister der Symphonien; geboren am 4. September 1824 in Ansfelden.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190510105, "Datum": "10.10.1905, Dienstag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 18462 informiert auf S. 5 über die Philharmonischen Konzerte in Wien [4. Symphoníe am 17.12.1905]:\n\"                            MUSIC IN VIENNA.\n           (FROM A VIENNA CORRESPONDENT.)\n     The coming season promises to be a very interesting one. The Philharmonic Society's concerts will be conducted by Herr Felix Mottl and Dr. Carl Muck, and there will be eight of them, as usual. The principal works announced for performances are by Beethoven, Berlioz, Brahms, Brückner, Haydn, Liszt [... etc. ... Erstaufführungen ... Gesellschaftskonzerte ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190610105, "Datum": "10.10.1906, Mittwoch", "Haupttext": "Offener Brief von Hans Richter an den Herausgeber der \"Musik\" [Bernhard Schuster]:\r\n      Über sein und der Wiener Philharmoniker Verhalten Hugo Wolf und Bruckner gegenüber. Berichtet von der seinerzeitigen Probe der \"Penthesilea\", wehrt sich gegen den Vorwurf [in einem früheren Artikel?], Bruckner vernachlässigt zu haben. Er und die Philharmoniker hätten die höchsten Aufführungsziffern aufzuweisen. Auch in England stehe jede Saison eine Bruckner-Symphonie [prov. WAB 86] auf dem Programm. Schließt den Brief zur Bekräftigung mit dem zwar nicht wörtlich formulierten, aber eindeutig umschriebenen \"Götz\"-Zitat (*).\n\r\nArtikel von Dr. Karl Senn Anton Bruckner - ein Gedenkblatt zur Wiederkehr seines zehnten Todestages. in den Innsbrucker Nachrichten Nr. 190 auf S. 1 - 5 (**).\n\r\nDas Neue Wiener Journal Nr. 4658 teilt auf S. 9 mit, daß heute das Vorzugsrecht für Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde für das Nicolai-Konzert am 21.10.1906 [mit der 8. Symphonie] endet (***).\n\r\nDiese Meldung erscheint auch in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 280 auf S. 5 (°)\nund in Die Zeit Nr. 1453 auf S. 6 (°°).\n \nAufführung der 7. Symphonie im 1. Neuen Symphonie-Konzert in Prag (°°°).\n\r\n[Bruckner-Feier des Wiener Akademischen Gesangvereins siehe 25.10.1906]", "Letzte Änderung": "07.03.2023 10:32"}, {"ID": 190710105, "Datum": "10.10.1907, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie unter Nikisch im 1. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190910105, "Datum": "10.10.1909, Sonntag", "Haupttext": "The Chicago Tribune Nr. 41 kündigt auf S. 12 (= S. 2 des 2. Teils) die geplante Aufführung der 5. Symphonie [oder 8. Symphonie??] an:\n\"     The list of the novelties of the orchestral season has been made out [... so lang wie die Liste anderer Musikzentren ...]. The striking point about this collection of names and titles is the number of new symphonies–that form whose requiem has been sung so often. There are few new names among the composers, and anything of American architecture is small in quantity, but it must be remembered that Mr. Stock looked most earnestly in the direction of Europe, and, of course, where he sought he found.\n     Following is the list in full:\nSymphony No. 1, A flat major  . . . . . .  Elgar\nSymphony No. 8 [sic], B flat  . . . .  Bruckner\nSymphony No. 1, E flat  . . . .  . . . . . .  Gliere\n[... weitere 24 Orchesterwerke ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191010105, "Datum": "10.10.1910, Montag", "Haupttext": "Ferdinand Löwes vierhändiger und Cyrill Hynais' zweihändiger Klavierauszug der 4. Symphonie erscheinen mit der Nummer 2882 bzw. 2883 bei der Universal-Edition, zur 7. Symphonie Hermann Behns Auszug für 2 Klaviere mit der Nummer 2890, der vierhändige der Brüder Schalk mit der Nummer 2888 und der zweihändige Klavierauszug von Hynais mit der Nummer 2889 (*).\n \nThe Chicago Tribune Nr. 242 kündigt auf S. 12 die Aufführung der 8. Symphonie an:\n\"              Stock Tells Orchestra Plans.\n     Frederick Stock, conductor of the Thomas orchestra, who returned to Chicago yesterday via Pittsburg [...] has brought with him many novelties and much enthusiasm for the coming season. [... wird nicht Mahlers Nachfolger in New York, hat dessen achte Symphonie in München gehört ...].\n     The novelties for the season will be: Reger, variations; Elgar [... 10 weitere Komponisten ...]; Bruckner, eighth symphony; Sibelius, \"Nocturnal Ride\" and \"Sunrise.\" \" (**).\n[In dieser Saison wurde [stattdessen?] die 3. Symphonie aufgeführt, am 10./11.3.1911.]\n \nThe Inter Ocean Nr. 200 bringt auf S. 12 die Äußerungen Stocks zum neuen Saisonplan als wörtliche Zitate:\n\"     STOCK BACK WITH MUSICAL NOVELTIES\nDirector of Theodore Thomas Orchestra Returns From Germany and Says He Is Glad to Be in Chicago.\n     Frederick A. Stock, conductor of the Theodore Thomas orchestra, returned yesterday from his trip to Germany in search of recreation and novelties for the coming orchestral season, [...].\n                 Brings Back Novelties.\n     In response to a question as to the novelties he had chosen for the coming season, Stock said: \"I had better luck than I expected. We shall play a numer of new things. Among them are [... Tschaikowsky, Elgar-Violinkonzert, Debussy, Delius ...], three symphonies, one by Kallinakow [sic], Borodin's E flat symphony and Bruckner's eighth.\n     \"Also, I have chosen MacDowell's symphonic poem \"Lamia,\" [... weitere Werke ... evtl. Mahlers Achte? ... bleibt in Chicago ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "15.11.2024 09:37"}, {"ID": 191110105, "Datum": "10.10.1911, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Friedrich Waldeck an Franz Gräflinger (Postkarte):\r\n     Camillo Horn habe geschrieben, er sei überrumpelt worden, habe [den Boykott der \"Bausteine\"] \"aus purer Gefälligkeit unterschrieben\", was er bedauere. Vermutlich sei Horn \"jener berühmte Musiker, von dem Karpath geschrieben\" habe [siehe 16.8.1911].", "Letzte Änderung": "28.07.2025 22:05"}, {"ID": 191310105, "Datum": "10.10.1913, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Rudolf Siegel in Berlin. Solist bei der Uraufführung von Rudi Stephans »Musik für Geige und Orchester« ist Alexander Schmuller.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191510105, "Datum": "10.10.1915, Sonntag", "Haupttext": "Adolf Grassmann wohnt der Aufführung der d-Moll-Messe unter Carl Luze in der Hofkapelle bei (*).\n \nAufführung des \"Ave Maria\" [WAB 6] in der Textfassung \"O Lord Most Holy\" beim Vesper-Gottesdienst in der St. John's Episcopal Church in Yonkers (**).\n \nThe Los Angeles Times kündigt auf S. 26 (= S. 2 des 3. Teils) die Aufführung der 3. Symphonie für den 5./6.5.1916 an:\n\"     PAST SEASONS TO BE EXCELLED.\nSYMPHONY CONCERTS ARE FULL OF PROMISE.\n                   [... Abbildung Fritz Kreisler ...]\n                   BY EDWIN F. SCHALLERT\n     That the symphony concerts this season will far surpass in excellence those of any previous year goes without saying from the adoption of the plan of daily rehearsals for the members of the organization. [...].\n     [... zuvor nur eine wöchentliche Probe ... regelmäßige Gehaltszahlungen ... Qualitätssteigerung ... mehr Konzerte im Umkreis Südkaliforniens ...].\nMany New Offerings.\n     The schedule of programmes for the regular monthly concerts of this season already indicates the broadened scope of the orchestra. When such works as a Bruckner and Berlioz symphonies and Strauss's \"Till Eulenspiegel\" are to be played, music devotees may well smile their approval. These works have been intentionally reserved for the later concerts, in order that they may enjoy the fruits of thorough study.\n     The opening programme, to be given November 26 and 27, will contain [...].\n     Other regular symphony programmes, arranged by Adolf Tandler and approved by members of the board of directors, will be as follows: [... vier Konzerte 17./18. Dezember bis 24./25. März ...].\n     May 5-6– Symphony No. 3 in F [sic] (Bruckner,) \"Iberia\" from \"Images\" (Debussy,) and \"Till Eulenspiegel\" (Strauss.)\n     Programmes for the series of popular concerts will be selected at an early date. [... jeweils zwei Wochen nach den Symphoniekonzerten ...].\n     The descriptive analyses of the musical numbers will be written as heretofore by William E. Strobridge, Jr., who has also made many valuable suggestions regarding the features of the various programms.\" (***).\n \nThe San Francisco Examiner Nr. 102 kommt auf S. 50 (= S. 28 des Magazinteils) auf das lokale Konzertleben zu sprechen (wie schon am 7.10.1915):\n\"    MUSIC AND MUSICIANS\n               BY REDFERN MASON.\nA MUSICIAN'S DIRECTORY for San Francisco has long been needed. So I am glad to see that S. Wendell Silver is getting one out. [... über diese Publikation ... über kommende Konzerte (heute Russisches Programm mit dem Exposition Orchestra unter Max Bendix), Kammerkonzert ... über die mangelnde Vertrautheit mit wichtiger Musik und das Naserümpfen über leichte Muse ... andernorts erfolgreiche populäre Konzerte ...]\n     [... Jugend wäre so für großen Orchesterklang zu begeistern ...] with music they can understand and enjoy. Neither is there any reason why the \"tired business man\" cannot be brought to enjoy a fine orchestral concert and gradually be interested in the heavier works. The names Brahms, Bruckner, etc., often keep people away from the orchestra and chamber music concerts. Once get these people coming to hear programmes they appreciate and there is no telling what developments may come from it.\n     The programmes promised by Victor Herbert at Festival Hall during the week of November 1 [... lang gehegter Wunsch ...]. We have been fed a rather heavy diet of music in recent seasons.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.10.2025 14:17"}, {"ID": 191610105, "Datum": "10.10.1916, Dienstag", "Haupttext": "Im Salzburger Volksblatt erscheint Nr. 232 erscheint auf S. 2f ein Artikel von Max Auer \"Was bedeutet uns heute Anton Bruckner? | (Zum 20. Todestage des Meisters.)\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191810105, "Datum": "10.10.1918, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Nikisch im 1. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192010105, "Datum": "10.10.1920, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe unter Carl Luze in einem Kirchenkonzert der Wiener Hofkapelle (*).\n\n\nThe Boston Globe Nr. 102 setzt sich auf S. 54 mit der Planung der kommenden Saison auseinander:\n\"MUSIC AND MUSICIANS\nSymphony Concert Programs\n\n     The opening of a new Symphony season [... über Hörerwünsche (z. B. Carl Philipp Emanuel Bach) ...].\n     For our own part it is more Bruckner and more Volkmann we long for. We would gladly have traded the complete works of Saint-Saens, which we think we must have heard under Rabaud, for one more performance of that Seventh Symphony of Bruckner which seemed when we once heard it the nearest to Beethoven of anything not Beethoven we knew.\n     As for Volkmann he seems a sort of 19th century Haydn, born too late, [... weitere Werke ... Pierre Monteux' Pläne ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192110105, "Datum": "10.10.1921, Montag", "Haupttext": "6. Tag des Bruckner-Festes in Stuttgart.\r\nIm Festsaal der Liederhalle Aufführung der 9. und 8. Symphonie (teilweise gekürzt (*a)) durch das verstärkte Orchester des Württembergischen Landestheaters unter Fritz Busch (*).\nGedenkfeier der Wiener Philharmoniker im Großen Musikvereinsssal in Wien (**).\r\nAufführung der 1. und 9. Symphonie unter Franz Schalk (***).\r\nAlfred Zamaras Bericht zufolge wohnte Robert Fuchs dieser Aufführung bei (°).\r\nDer Wiener Korrespondent des Londoner Observer hält diese Aufführung für die beste in den Jubiläumstagen (°a).\nArtikel von Josef Reitler \"Anton Bruckner. Anläßlich des Meisters 25. Todestage\" in der Neuen Freien Presse Nr. 20516 auf S. 5 (°°).\r\nUnmittelbar folgend ein Bericht \"Die Enthüllung der Bruckner-Gedenktafel.\" (°°a).\nBrief von Wolfgang Madjera an Hans Wagner-Schönkirch:\r\n   Zur Enthüllung der Bruckner-Gedenktafel in Wien (°°°).\nArtikel von Dr. Robert Konta »Anton Bruckner« in der Wiener Mittags-Zeitung Nr. 231 auf S. 3 (#).\nDie Innsbrucker Nachrichten Nr. 231 teilen auf S. 5 mit, dass bei den Veranstaltungen des Innsbrucker Musikvereins eine Vortragsreihe von Direktor Emil Schennich [siehe die Anmerkung] über Bruckner vorgesehen ist (##).\nDie Montags-Zeitung Nr. 2080 berichtet auf S. 4f von der gestrigen Gedenktafelenthüllung (###).\nEin Bericht darüber erscheint auch in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 278 auf S. 8 (a).\nDer Wiener Konzertverein hatte eine Gedächtnisfeier mit Aufführung des Adagios der 7. Symphonie und der 9. Symphonie unter Ferdinand Löwes Leitung im Konzerthaus geplant (b), die jedoch wegen Erkrankung Löwes auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste (c).\nArtikel von Paul Matthai \"Anton Bruckner. Zu seinem 25. Todestage.\" in der Anhaltischen Rundschau Nr. 278 (d).", "Letzte Änderung": "20.05.2026 15:09"}, {"ID": 192210105, "Datum": "10.10.1922, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Städtische Orchester unter Heinrich Knapstein in der Treviris in Trier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192410105, "Datum": "10.10.1924, Freitag", "Haupttext": "Eduard Samhabers Bruckner-Gedicht ist im Freistädter Anzeiger zu lesen  (*).\n \nDie deutsche Zeit Nr. 132 gibt auf S. 7 einen Überblick über das Klosterneuburger Bruckner-Fest vom 11./12.10.1924 und kündigt für den 11.10.1924 das Requiem [WAB 39] und den Chor \"Am Grabe\", eine Bruckner-Huldigung am Rathausplatz mit einer Rede von Alfred Orel und zwei Bruckner-Chören [prov. WAB 67] an.\nErwähnt werden Schatz, Emil Schneider (Unterrichtsminister), Kluger, Bundesrat Hugelmann, Vize-Bgm Bauer, V. Ludwig, Orel, Meisel und Max Springer (**).\n \nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 279 kündigt auf S. 5 die Aufführung der e-Moll-Messe unter Karl Luze in der Hofburgkapelle (mit MItgliedern der Wiener Philharmoniker und des Opernchores) an (***).\nAuf Seite 7 Hinweis auf die Aufführung eines Orchesterstücks (WAB 97) am 13.101924 in Konzert des Schubertbundes (°)\nund auf die Bruckner-Gedenkfeier des Urania am 13.10.1924 (°°).\n \n(Brief des Wiener Männergesang-Vereins an Propst Vinzenz Hartl (°°°)).", "Letzte Änderung": "01.09.2025 12:37"}, {"ID": 192610105, "Datum": "10.10.1926, Sonntag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Journal Nr. 11.813 bringt auf S. 9f einen Aufsatz von Elsa Bienenfeld »Anton Bruckner bei Simon Sechter. Die Studienhefte des achtunddreißigjährigen Schülers«.\n     Robert Haas stellte die kürzlich von der ÖNB (\"aus dem Besitz eines Unbekannten\") erworbenen Studienhefte für diesen Artikel (mit 4 Faksimilia) zur Verfügung. Die vier Blätter (S. 15 - 18) seien einem größeren Heft entnommen worden. Wörtliche Wiedergabe einiger Anmerkungen Bruckners [siehe \"Archiv\"] (*).\n \nArtikel von Anna Schwabacher-Bleichröder »Anton Bruckner. Zum 30. Todestag am 11. Oktober« mit einer Federzeichnung von Hanf (Erfurt) (IKO 232) im Linzer Tagblatt (**).\n \nArtikel von Franz Gräflinger »Zum 30. Todestage Anton Bruckners« in der Linzer Tages-Post (***).\r\nIn derselben Zeitung (Nr. 235) Artikel von August Stradal »Eine Erinnerung an Anton Bruckner« (°).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch das Symphonieorchester Malmö unter Walther Meyer-Radon (°°).\n \nAnkündigung der morgigen Rundfunksendungen (Vortrag Decsey, 7. Symphonie und Credo der f-Moll-Messe) im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 478 auf S. 11 (°°°).\n \nBuchbesprechung von Gustav Renker \"Bruckner. Ernst Kurths Brucknerbuch (Verlag Max Hesse, Berlin W 15)\" im Feierabend, Wochenbeilage zum Vorarlberger Tagblatt (#).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 23:51"}, {"ID": 192710105, "Datum": "10.10.1927, Montag", "Haupttext": "Vilma Trenzani beantragt beim Ansfeldener Bruckner-Bund, das Grab von Bruckners Vater besser zu pflegen und zu schützen (*).\nAufführung der 4. Symphonie unter Josef Krips in Karlsruhe (**).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 06:25"}, {"ID": 192810105, "Datum": "10.10.1928, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Tor Mann (*).\nEinspielung des Scherzos der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 08:26"}, {"ID": 192910105, "Datum": "10.10.1929, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Heinz Unger im 1. Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde zu Berlin. Solist im Dvorak-Konzert ist Carl Flesch (*).\nFranz S. Forster vollendet das von Fritz Grüninger in Auftrag gegebene Holzrelief (IKO 243, wie IKO 239), das während der Karlsruher Bruckner-Ausstellung (3. - 10.11.1929) gezeigt wird und danach an die Gewerbeschule in Kehl am Rhein verkauft wird (**).", "Letzte Änderung": "18.02.2023 07:36"}, {"ID": 193210105, "Datum": "10.10.1932, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Leipziger Sinfonieorchester unter Heinrich Laber [siehe die Anmerkung] im Leipziger Senderaum im Bruckner-Zyklus des Mitteldeutschen Rundfunks (*).\r\nDas Konzert, das von 20:00 bis 22:00 Uhr vom Mitteldeutschen Rundfunk (Leipzig, Dresden) ausgestrahlt wird, bringt außerdem Werke von Gluck/Wagner (\"Iphigenie in Aulis\"), Beethoven (5. Klavierkonzert mit Franz Wagner (Dresden)) (**).", "Letzte Änderung": "30.03.2026 13:43"}, {"ID": 193410105, "Datum": "10.10.1934, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Smaragda Eger-Berg (Wien) an Alban Berg:\r\n    Sie sei mit Josef Polnauer in einem sehr schlecht besuchten Konzert [auf einem Orgelsitz, im Musikvereinssaal?] unter Leitung von Paul Breisach gewesen. Krenek habe mit einem schwachen Werk nur einen kleinsten Achtungserfolg erzielt. Mozart und Bruckner seien dagegen sehr schön gewesen (*).\nAm Vorabend des Karlsruher Brucknertages Vortrag von Fritz Grüninger »Über den Geistesgehalt der Werke Bruckners« mit Einführung in die 3. Symphonie [am 11.10.1934] und Anmerkungen zur d-Moll-Symphonie (»Nullte«), die für Pforzheim unter Franz Moißl vorgesehen ist. Aufführung dieses Werkes in einer [vermutlich von Elsa Krüger stammenden (vgl. 31.8.1934)] Fassung für zwei Klaviere durch Klara und Elisabeth Ernst aus Heidelberg (**).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 07:18"}, {"ID": 193510105, "Datum": "10.10.1935, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Friedrich Trojak »Steyrs Bruckner-Denkmal« in der Steyrer Zeitung (*).\r\n[in dieser Nummer?]\r\nArtikel von Karl Loidl \"Literarisches um Bruckner\" in der Steyrer Zeitung Nr. 122 [erschien in dieser Zeit dreimal wöchentlich] (**).\nAufführung des Requiems [?] in St. Florian und anschließend Besuch der Gruft mit Aufführung des \"Locus iste\" (***).\nAufführung einer Symphonie (\"Bruckner: Sinfonie d-moll, Nr. VI\" [recte Nr. III = 3. Symphonie?]) durch das Städtische Orchester unter Balzer im 1. Sinfoniekonzert in Düsseldorf. Auf dem Programm stehen zuvor eine Kantate von J. S. Bach und das B-Dur-Klavierkonzert von Brahms mit Alfred Höhn (°).", "Letzte Änderung": "19.12.2025 22:16"}, {"ID": 193610105, "Datum": "10.10.1936, Samstag", "Haupttext": "Vierter Tag des Wiener Bruckner-Festes:\nUm 9:30 Uhr Aufführung des Requiems [WAB 39] durch die Hofmusikkapelle unter Ferdinand Großmann in der Hofburgkapelle. Zelebrant beim Pontifikalrequiem ist Probst Vincenz Hartl aus St. Florian (a).\r\n \nUm 12 Uhr Gedenkfeier am Bruckner-Denkmal im Stadtpark.\r\nAnwesend: Minister Dr. Hans Pernter, Ministerialrat Petrin, Max Auer (IBG), Hofrat Rudolf Holzer (Wiener Bruckner-Bund), Prof. Meithner und Keldorfer (Schubertbund), Hofrat Niske (Wiener Männergesangverein und Singakademie), Dlabac und Krumpholz (Gesellschaft der Musikfreunde), aus Oberösterreich O.Reg.Rat Scheuba, Franz Gräflinger, Robert Keldorfer und Ahorner (Oö. Brucknerbund), MD Schmeidel (Graz), Burkhart (Wiener Philharmoniker), Robert Haas, Fritz Moißl \"und andere mehr\".\r\nAls musikalische Umrahmung erklingen Gollers Festfanfaren nach Bruckner-Motiven (Bläser der Wiener Philharmoniker unter Stieglers Leitung).\r\nBegrüßung durch Holzer, Rede Dr. Pernters und Kranzniederlegungen (b).\n \nUm 15 Uhr Aufführung des Adagios der 7. Symphonie und der 5. Symphonie (in der Originalfassung) durch die Wiener Philharmoniker unter Otto Klemperer im 1. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien (auch am 11.10.1936) (c).\n \nUm 20 Uhr Monster-Chorkonzert (d).\r\nDas Programmheft zeigt einen Papier-Prägedruck (IKO 269) nach einer Medaille (die vermutete Autorschaft Arnold Hartigs ist nicht gesichert) (e).\r\nIn diesem Chorkonzert im Großen Konzerthaussaal erklingen \"Nachruf\" (dirigiert von Keldorfer), \"Um Mitternacht\" [WAB 89? vermutlich WAB 90], \"Germanenzug\", der 150. Psalm (Wiener Singakademie und die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath (f), Sopransolo Erika Rokyta (g)), der Chor \"Abendzauber\" (durch den Wiener Männergesangverein und den Wiener Schubertbund unter Viktor Keldorfer (h)) und das \"Te Deum\" unter Oswald Kabasta mit den Solisten Erika Rokyta, Maria Helbling, Andreas von Rösler und Deszö Ernster.\r\nAufgeführt werden auch \"Helgoland\" und \"Das deutsche Lied\" [WAB 63] (i).\nWeitere Mitwirkende:\nWiener Symphoniker, Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wiener Singakademie, Erika Rokyta, Maria Helbling, Andreas v. Roesler, Deszö Ernster, F. K. Fuchs, Prof. Schütz, als weitere Dirigenten Anton Konrath und Ferdinand Großmann.\nIm Publikum u. a. Bundespräsident Miklas, Kardinal Dr. Innitzer, Vizebürgermeister Major Lahr und viele \"hohe Funktionäre\" (j).\n \nAm dritten Tag des Leipziger Bruckner-Festes\nleitet Karl Straube nachmittags eine Festmotette der Thomaner (k). \r\n \nAbends wird im Landeskonservatorium die 3. Symphonie durch das Orchester des Landeskonservatoriums unter Walter Davisson aufgeführt. Erstaufführung des Requiems unter Johann Nepomuk David in Leipzig (l).\n \nErster Tag der Bruckner-Feier in Stuttgart (bis 12.10.1936).\nAufgeführt werden in diesen Tagen das Quintett, das Intermezzo, a-capella-Chöre, die f-Moll-Messe in der Stiftskirche (am 11.10.1936), die 3. Symphonie und die f-Moll-Symphonie im Festsaal der Liederhalle. Mitwirkende: Kleemann-Quartett, Kammerchor Stuttgart, Verein für klassische Kirchenmusik, Liebfrauenchor Cannstadt, das Landesorchester Gau Württemberg-Hohenzollern, Gesamtleitung Martin Hahn (m). [Zu weiteren Aufführungen siehe \"3.10.1936\"]\n \nAufführung von \"Christus factus est\" [vermutlich WAB 11], \"Locus iste\", \"Os justi\", \"Virga Jesse\" und \"Vexilla regis\" in einem Konzert in der Stadtpfarrkirche in Hermannstadt. Als Organist wirkt Franz Xaver Dreßler mit (n).\n \nZeitungsartikel:\nArtikel von Hans Joachim Moser »Der tote Bruckner lebt« in der Linzer Tages-Post (*).\n \nArtikel von Otto Oster in der Kölnischen Zeitung (**).\n \nArtikel von Leo Perry »Anton Bruckner, der mystische Bauersmann« in der Österreichischen Volkspresse (***)\n \nArtikel »Die Bruckner-Festtage« in der Reichspost Nr. 280 auf S. 6 (°).\n \nArtikel \"Bruckner in Prag | Dokumente gefunden\", signiert \"fs\", im Prager Tagblatt Nr. 236 auf S. 7: \"     Dr. Robert Marschner, ein Bruder des in Leitmeritz geborenen Bruckner-Schülers, Franz Marschner (bekannt geworden als Komponist und Pädagoge), berichtete seinerzeit über den wenig bekannten Aufenthalt Bruckners im April 1884 in Prag. Die Böhmische Sparkasse, die das Prager Rudolfinum gebaut hatte, hatte nach Prag eine Reihe von Fachleuten zur Klangerprobung der neuen Konzertorgel im Rudolfinum berufen. Auf Grund der Angaben Marschners suchte der junge Bruckner-Forscher Dr. Herbert Hiebsch, auf dessen Veranlassung die Prager Bruckner-Gemeinde vor zwei Jahren anläßlich des 110. Todestages [sic] Bruckners gegründet wurde, in den Akten der Böhmischen Sparkasse. Er fand ein Protokoll vom 9. April 1884 [... Text siehe 9.4.1884 ... Faksimile von fünf Unterschriften ...].     Desgleichen fand man unter den Akten eine Visitkarte Bruckners [... Quittung über 150 Gulden, erhalten von Dotzauer, siehe 14.4.1884 ... Bericht Marschners von Ostern 1884 (erwähnt: Skroup [Skraup], Josef Förster, Kloster Emaus, Strahow, \"U Snelu\") ... 1873 Marienbad und Karlsbad ...]. Von seinem Marienbader Aufenthalt gibt heute noch eine Gedenktafel am sogenannten \"Brucknerhaus\" (\"Weißes Rößl\") Kunde.      fs \" (°°).\n \n[recte 9.10.1936] In derselben Zeitung ein Artikel von Karl Mumelter »Bruckners Sechste und der österreichische Zapfenstreich. Zur Aufführung beim Internationalen Brucknerfest am 12. Oktober« (°°°).", "Letzte Änderung": "04.06.2026 08:37"}, {"ID": 193910105, "Datum": "10.10.1939, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (Urfassung) durch das Gürzenich-Orchester unter Eugen Papst im 1. Gürzenich-Konzert in Köln.\r\nSolistin in Beethovens 5. Klavierkonzert ist Elly Ney.", "Letzte Änderung": "29.12.2024 08:56"}, {"ID": 194010105, "Datum": "10.10.1940, Donnerstag", "Haupttext": "1. Abonnementskonzert im Leipziger Gewandhaus mit Werken von Bach, Beethoven (Solist: Edwin Fischer) und Bruckners 5. Symphonie (Originalfassung) mit dem Gewandhausorchester unter Hermann Abendroth (*).\nArtikel von Helmut Müllner »Bruckners »Vierte« in Urfassung. Linzer Erstaufführung im zweiten Anrechtskonzert« in der Volksstimme (**).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 18:02"}, {"ID": 194110105, "Datum": "10.10.1941, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Franz Konwitschny im 2. Freitags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 18:30 Uhr. Auf dem Programm stehen vor der Pause Werke von W. Stojanoff (Tempeltanz aus \"Salambo\") und Respighi (Concerto gregoriano mit Guila Bustabo).", "Letzte Änderung": "19.12.2025 11:37"}, {"ID": 194210105, "Datum": "10.10.1942, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Mozarts A-Dur-Violinkon zert KV 219 ist Jaro Schmied.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194310105, "Datum": "10.10.1943, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Carl Hans Watzinger »Anton Bruckner in seinen Briefen« in der Oberdonau-Zeitung Nr. 280 auf S. 5 (*).\nAufführung der 9. Symphonie in St. Florian durch das Bruckner-Orchester unter Georg Ludwig Jochum (**).\nAufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Joseph Keilberth im Großen Musikvereinssaal in Wien [Wiederholung vom 9.10.1943] (***).", "Letzte Änderung": "11.03.2023 23:40"}, {"ID": 194410105, "Datum": "10.10.1944, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie (Originalfassung) [vermutlich unter Volkmar Andreae, in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 11.10.1944.", "Letzte Änderung": "07.01.2026 10:01"}, {"ID": 194610105, "Datum": "10.10.1946, Donnerstag", "Haupttext": "Erster Tag des Wiener Bruckner-Festes:\r\nAufführung der f-Moll-Messe und des »Te deum« durch die Wiener Symphoniker, den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde und den Wiener Männergesangverein unter Anton Lippe im Großen Musikvereinssaal. Solisten sind Irmgard Seefried, Elena Nicolaidi, Julius Patzak und Ludwig Weber (*).\r\nRede Leopold Nowaks \"Wesen und Aufgaben der Musiksammlung\" zur Eröffnung der von der Österreichischen Nationalbibliothek veranstalteten Gedächtnisausstellung (Veröffentlichung 1964) (*a).\nBruckner-Vortrag von F. X. Müller (auch am 11.10.1946) beim Katholischen Bildungswerk in Linz (**).\nBrief von Richard Strauss an Bernhard Paumgartner:\r\n      Programmvorschläge für Konzerte in Salzburg - im 1. Konzert Mozart und eine Bruckner-Symphonie [prov. WAB 86], im 6. Konzert u.a. die 9. Symphonie (***).\nVortrag Fritz Grüningers »Die VII. Sinfonie Anton Bruckners [/] Einführung in Wesen und Form mit musikalischen Erläuterungen« im Rahmen der Karlsruher Bruckner-Festwoche im Bonifatiushaus. An zwei Flügeln wirken Elisabeth und Klara Ernst (Heidelberg) mit (°).", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:47"}, {"ID": 194810105, "Datum": "10.10.1948, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Theodor Armbruster (Leipzig) an Propst Leopold Hager:\n     Dankt für den Kranz am Grab von Vincenz Hartl [vgl. 12.3.1948]. Beiliegend seine Druckschrift [vermutlich \"Erstdruckfassung oder Originalfassung?\"]. Ob Hager wisse, dass nach dem Tode des Ehepaares Armbruster dessen Bruckneriana (Autographen, Briefe, Bilder, Alben, Tagebücher) an das Bruckner-Archiv der Stiftsbibliothek gelangen sollen?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195410105, "Datum": "10.10.1954, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung eines Chores durch die Wiener Sängerknaben unter Helmut Froschauer im Kaufmännischen Vereinshaus in Linz.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 14:16"}, {"ID": 195510105, "Datum": "10.10.1955, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Städtische Orchester Trier unter Otto Söllner in der Treviris in Trier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195610105, "Datum": "10.10.1956, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Max Hilpert »Erinnerungen zweier Schwertberger an A. Bruckner« im Tagblatt (Linz), 60. Jg., Nr. 236 (*).\nArtikel von Leopold Matthias Walzel »Der Fall Bruckner - 60 Jahre nachher« in der Österreichischen Neuen Tageszeitung (**).", "Letzte Änderung": "30.01.2024 10:28"}, {"ID": 197110105, "Datum": "10.10.1971, Sonntag", "Haupttext": "Gedenkfeier des Bruckner-Bundes für Oberösterreich und der IBG an Bruckners Sarkophag in St. Florian. Gedenkworte von Toni Hofer und Leopold Nowak.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197310105, "Datum": "10.10.1973, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Carlo Maria Giulini in Bologna. Solist in Mozarts B-Dur-Klavierkonzert KV 595 ist Rudolf Buchbinder.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197410105, "Datum": "10.10.1974, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Alfred Kulhanek »Bruckner-Gedenken mit Welser Note (Gedenktafel)« in der Welser Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197610105, "Datum": "10.10.1976, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" durch den Aachener Domchor unter Rudolf Pohl im Aachener Dom (*).\nAufführung des Requiems in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "28.05.2025 19:33"}, {"ID": 197910105, "Datum": "10.10.1979, Mittwoch", "Haupttext": "Rundfunksendung (NCRV Hilversum) der ersten Fassung (1887) der 8. Symphonie mit dem Radio Filharmonisch Orkest unter Hans Vonk (Aufnahme am 29.9.1978).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198610105, "Datum": "10.10.1986, Freitag", "Haupttext": "Australische Erstaufführung des 150. Psalms in Adelaide.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199010105, "Datum": "10.10.1990, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Kurt Sanderling in der Royal Concert Hall in Glasgow. Solist in Mozarts D-Dur-Violinkonzert ist Frank Peter Zimmermann.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 10:00"}, {"ID": 199610105, "Datum": "10.10.1996, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Bettina Ahlers »Von religiöser Leidenschaft getragen. - Zum 100. Todestag des Komponisten Anton Bruckner« in der Deutschen Tages-Post Nr. 122 (*). Artikel von Hans Behr »Gottes Musikant. Vor 100 Jahren starb Anton Bruckner« in der Main-Post (**).\nArtikel »Anton Bruckner ... ein Außenseiter, in keinen Stil einzuordnen« im Volksblatt-Magazin (Linzer Volksblatt, Beilage) (***).\nArtikel von Wolfgang Katzböck Vor 100 Jahren starb Anton Bruckner in der Kirchenzeitung der Diözese Linz (°).\nMDR Kultur strahlt den ersten Teil des 1993 produzierten Hörspiels \"Anton Bruckner und Leipzig\" (\"Die Uraufführung der 7. Sinfonie\") aus. Mitwirkende: Friedhelm Eberle (Erzähler), Werner Godemann (Anton Bruckner), Matthias Hummitzsch (Arthur Nikisch) u. a.  (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202410105, "Datum": "10.10.2024, Donnerstag", "Haupttext": "Vortrag von Thomas Leibnitz im Rahmen der Wissenschaftlichen Vortragsreihe an der mdw (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) im Bankettsaal der mdw.", "Letzte Änderung": "12.07.2023 12:16"}, {"ID": 187910106, "Datum": "10./11.10.1879, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »I.mal v. 10. auf 11. Okt. Nachts Fenster geschlossen«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 195410107, "Datum": "10./11.10.1954, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Artur Rother im Saal der Hochschule für Musik in Berlin. Solist im Boccherini-Konzert ist André Navarra.", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:18"}, {"ID": 197111105, "Datum": "10./11.11.1971, Mittwoch, Donnerstag", "Haupttext": "Vortrag [Artikel?] Leopold Nowaks »Anton Bruckner und die Musik« für die Ortsgruppe Gmunden des Brucknerbundes für Oberösterreich (*).\nAufführungen der 3. Symphonie durch die Staatsphilharmonie Kosice (Kaschau) unter U. Schneider in Kosice bzw. Presov (Eperies) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198511105, "Datum": "10./11.11.1985, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache in München (Eröffnungskonzert der Philharmonie am Gasteig).", "Letzte Änderung": "22.02.2026 20:53"}, {"ID": 195901106, "Datum": "10./11.1.1959, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Rafael Kubelik im 4. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "07.06.2026 18:45"}, {"ID": 197701105, "Datum": "10./11.1.1977, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (Fassung 1889) durch die Wiener Symphoniker unter Eugen Jochum in Graz.", "Letzte Änderung": "07.04.2025 21:05"}, {"ID": 198101105, "Datum": "10./11.1.1981, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie (Linzer Fassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Riccardo Muti in der Neuen Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200310105, "Datum": "10./11./12.10.2003, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Seiji Ozawa in der Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 22:50"}, {"ID": 197811105, "Datum": "10./11./12.11.1978, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in der Neuen Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198011105, "Datum": "10./11./12.11.1980, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Günter Wand im 4. Gürzenich-Konzert in Köln.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200101105, "Datum": "10./11./12.1.2001, Mittwoch bis Freitag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) durch die Berliner Philharmoniker unter Iván Fischer in der Philharmonie in Berlin. Solist im Cellokonzert von Lutoslawski ist Miklós Perényi.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 22:41"}, {"ID": 197312105, "Datum": "10./11./12.12.1973, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Günter Wand im 5. Gürzenich-Konzert in Köln. \nSolisten in Mozarts Sinfonia concertante sind Alfred Trippner und Jürgen Kussmaul.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195512105, "Datum": "10./11.12.1955, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie (Linzer Fassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Joseph Keilberth im Saal der Hochschule für Musik in Berlin. Solisten im Brahmsschen Doppelkonzert sind Helmut Heller und Eberhard Finke.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198806107, "Datum": "10./11./12.6.1988, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie (als alleiniges Werk) durch die Wiener Philharmoniker unter Giulini im Großen Musikvereinssaal in Wien, am 11. Juni im Rahmen der Wiener Festwochen, am 12. und 13. Juni als 10. Abonnementskonzert.", "Letzte Änderung": "06.03.2023 11:01"}, {"ID": 185411105, "Datum": "10.11.1854, Freitag", "Haupttext": "Bruckner meldet sich bei der Direktion der Normal-Hauptschule in Linz zur Privatprüfung »für höhere Lehrer« an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511105, "Datum": "10.11.1855, Samstag", "Haupttext": "Schreiben Johann Baptist Schiedermayrs an die weltliche Vogtei der Stadtpfarrkirche:\n     Bittet, nach dem Tod Wenzel Pranghofers für die Stellenbewerber Lanz und Hain eine Prüfung festzusetzen, und schlägt für die Kommission Arminger, Dürrnberger und Paupie vor. Er favorisiert Lanz. »... ausgesuchten Komission sachkundiger Männer, wozu ich die Herren Chorvicar Arminger, den Herrn Vizebuchhalter Dürrnberger u den Lehrer in Wels Popier vorschlage«. [über Lanz:] »... durchgebildeten Musiker, ... der auch in dem Chorale u Harmonielehre bewandert ist.«", "Letzte Änderung": "11.10.2025 08:08"}, {"ID": 185611105, "Datum": "(10.11.1856, Montag)", "Haupttext": "Note der Statthalterei an das Bischöfliche Ordinariat: Man habe die Landesbaukommission angewiesen, bei der Hebung des Musikchores der Domkirche die alten Marmorsäulen weiterzuverwenden. Ferdinand Scheck werde die Baumaßnahmen leiten. Unterschrift von Eduard von Bach. (Weiterer Aktenvermerk »Praes. 17. Novbr 856«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111105, "Datum": "10.11.1861, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Direktion des Wiener Konservatoriums: \n   Übersendet kontrapunktische Ausarbeitungen, den Rest wird er am 19.11.1861 überbringen. An freien Kompositionen aus der Studienzeit liegen nur Werke für den »Frohsinn«, speziell das »Ave Maria« [WAB 6] vor. Improvisieren auf der Orgel und Konzertbesuche in Wien sollten vor »Trockenheit« bewahren. Bruckner wiederholt seinen Wunsch nach einem Zeugnis als Konservatoriumslehrer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211105, "Datum": "10.11.1862, Montag", "Haupttext": "Vollendung des zweiten der drei »Orchesterstücke« [WAB 97].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711105, "Datum": "10.11.1867, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"10ten Nov. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011105, "Datum": "10.11.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 260 schreibt auf S. 18: \n\n     \"Ansfelden. (Ob rösterreich.) Der hiesige Gemeindeausschuß hat den Herrn Anton Bruckner, k. k. Hof-Organist und Professor am Konservatorium in Wien, in Anerkennung seines ruhmreichen Wirkens auf dem Gebiete der Tonkunst, wodurch er seinem Geburtsorte Ansfelden in den weitesten Kreisen Ehre und Glanz zu verschaffen gewußt hat, einstimmig zum Ehrenbürger ernannt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211105, "Datum": "10.11.1872, Sonntag", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter der Leitung von Johannes Brahms mit Werken von (*) Händel, Mozart, Eccard, Isaak und Schubert (Orchesterfassung der C-Dur-Sonate D 812 von Joachim [°]) unter der Mitwirkung von Marie Wilt, Epstein, Hellmesberger u.a. und des Singvereins [#]; die neue Orgel übernimmt bei Händels »Te Deum« den von Brahms eingerichteten Basso-continuo-Part. Als Orgelspieler werden Bruckner (**) und [glaubhafter] Rudolf Bibl (***) überliefert.\n \nEin Inserat im Fremdenblatt Nr. 310 auf S. 29 macht auf das Orgelkonzert vom 15.11.1872 aufmerksam:\n     \"[...] 5. Improvisation des Herrn Prof. Bruckner. [...]\".\nAuf S. 30 eine Annonce für das heutige Wagner-Konzert von Eduard Strauß im Musikvereinssaal (°°).", "Letzte Änderung": "23.10.2024 07:48"}, {"ID": 187511105, "Datum": "10.11.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Von der Aufführung der Beethoven-Messe am 7.11.1875 (mit Bruckner an der Orgel) berichten\n \ndas Fremdenblatt Nr. 311 auf S. 10f:\n     \" - An der Feier des 50jährigen Bestandes des Kirchenmusik=Vereins bei St. Karl nahmen die Freunde der Kirchenmusik lebhaften Antheil. [... erwähnt werden J. B. Krall, Hermann Schubert, Josef Hellmesberger, Leeder, Marschall, Adams und Mayerhofer ...] Herr Professor Pruckner führte den Orgelpart aus. Nach Beendigung des Hochamtes überreichte eine Deputation des Vereins dem verdienten Chordirektor Herrn Rupprecht einen prachtvollen silbernen Pokal.\" (*)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 4027 auf S. 6f:\n     \" - Das fünfzigjährige Bestehen des Kirchenmusik=Vereins bei St. Karl ist ein Ereigniß, welches von dem musikalischen Wien, insbesondere aber von allen Freunden der Kirchenmusik, freudig begrüßt wurde. [... erwähnt werden J. B. Krall, Hermann Schubert, Joseph Hellmesberger, Leeder, Marschall, Adams und Mayerhofer ...] Herr Professor Pruckner führte den Orgelpart aus. Nach Beendigung des Hochamtes ging eine Deputation des Vereins auf das Chor und verehrte dem hochverdienten Chordirector, Herrn Rupprecht, einen prachtvollen silbernen Pocal.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611105, "Datum": "10.11.1876, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »2.« [Privatstunde Steiner] und »5.« [Privatstunde Pichler] (*).\nHerbeck dirigiert anläßlich der Enthüllung des Schiller-Denkmals ein Werk Mendelssohns (**). Chor mit etwa 1200 Sängern - darunter der Schubertbund (***), der Wiener Männergesangverein (°) und der Wiener Akademische Gesangverein (°°).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 10:30"}, {"ID": 187811105, "Datum": "10.11.1878, Sonntag", "Haupttext": "Die Wiener Blätter für katholische Kirchenmusik, Heft 2, berichten auf S. 7 über die Revision der Votivkirchenorgel [am 29.10.1878]; das Komitee sei von Dr. C. Hausleithner, Gottfried Preyer und - anstelle Hanslicks - Bruckner gebildet worden:\r\n»Nachrichten von Nah' und Fern'.\r\n   Am 30. October d. J. fand die Revision der von der Firma E. F. Walcker &amp; Cie. in Ludwigsburg (Würtemberg) neuerbauten Orgel der Votivkirche statt. Im Auftrage des Herrn k. k. Statthalters von Niederösterreich hat die Votivkirchen=Bauleitung die Herren k. k. Universitätsprofessor Dr. Eduard Hanslick, Dr. Carl Hausleithner, Präsesstellvertreter des Wiener Cäcilienvereines und k. k. Hof= und Domcapellmeister Gottfried Preyer zur Vornahme dieser Revision eingeladen. Nachdem Herr Professor Hanslick durch Unwohlsein verhindert war, dieser Einladung zu folgen, so trat über Ersuchen der Bauleitung an dessen Stelle Herr Professor Anton Bruckner.\r\n   Die Revision leitete an der Hand des zwischen der Bauleitung und dem Orgelbauer im Jahre 1874 abgeschlossenen Vertrages der Red. d. Bl., Herr Dr. Hausleithner und nahm die Prüfung des Werkes gegen 3 Stunden in Anspruch. Die Revisoren gewannen die Ueberzeugung, daß diese Orgel nach jeder Richtung hin vortrefflich ausgeführt sei, und bezeichneten dieselbe einstimmig als das schönste Werk in Wien, wohl auch in ganz Oesterreich.\r\n   Auf Grund des von Herrn Dr. Hausleihner verfaßten und von den Mitrevisoren unterfertigten Gutachtens erfolgte die formelle Uebergabe der Orgel an die Bauleitung. Ausführlicheres über Anlage des Werkes sowie das erwähnte Gutachten in der nächsten Nummer.« [keine Signatur] (*).\nIm 1. Gesellschaftskonzert unter Eduard Kremser wird neben Werken von J. S. Bach, Carl Goldmark, Beethoven und Mendelssohn auch Bizets Arlesienne-Suite aufgeführt (**).\r\nSollte Bruckner dieses Konzert besucht haben, dürfte er mit Erstaunen festgestellt haben, dass im Mittelteil des 1. Satzes eine Passage vorkommt, die mit den Takten 71-78 des 1. Satzes der 5. Symphonie nahezu identisch ist.\r\nDas Saxophon war durch ein Bassetthorn ersetzt worden (**a).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:04"}, {"ID": 187911105, "Datum": "10.11.1879, Montag", "Haupttext": "Erste Datierung in Rafael Loidols Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung.", "Letzte Änderung": "17.08.2026 14:41"}, {"ID": 188211105, "Datum": "10.11.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »10. [Nov.] 8.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411105, "Datum": "10.11.1884, Montag", "Haupttext": "[Wahrscheinlich an diesem Montag]\nNach der Universitätsvorlesung gehen Bruckner und Göllerich zu dem \"noblen Kreis\" in der Gartenbaugesellschaft. Diesmal ist auch Prinz Hohenlohe dabei (*).\n \nDatierung \"10. November 1884\" und falsche Datierung \"9. Nov 84.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (**).\nBruckner erzählt offensichtlich von der gestrigen f-Moll-Messe. Notiz Göllerichs \"Christus factus est. (Einlage.) Fdur Messe. am 9. November. Bruckner.\" (***).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:03"}, {"ID": 188511105, "Datum": "10.11.1885, Dienstag", "Haupttext": "Ein Inserat in der Neuen Freien Presse Nr. 7616 auf S. 12 macht auf den Erstdruck des \"Te deum\" aufmerksam: \n\n\"Soeben erschien:\nAnton Bruckner,\n\"TE DEUM\"\nfür Chor, Soli und Orchester (Orgel ad libitum).\nPartitur fl. 6 netto, Clavierauszug mit Text fl. 2.40 netto.\nErste Aufführung 10. Januar 1886 im \"Gesellschafts=Concert\" der Musikfreunde.\nTh. Rättig, Musik-Verlag,\nI., Bellariastraße Nr. 10, WIEN.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611105, "Datum": "10.11.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Anlässlich der Aufführung der 7. Symphonie [am 18.11.1886] schreibt das \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 17931 (Amsterdam) auf S. 1:\n\"               KUNST EN LETTEREN.\n[...]\n     Aan de aanteekeningen, welke in het programma van het aanstaand Caecilia-Concert zijn opgenomen en aan donateurs en donatrices zijn verzonden, ontleenen wij ten behoeve van onze lezers het volgende.\n     Anton Bruckner is thans 62 jaar, en behoor: tot de merkwaardigste persoonlijkheden op het get bied der muziek. In zijn a jeugd vervolgd door nood en ellende — hij bracht enkele jaren door, dat hij met f 24 per jaar moest leven en zich door het spelen op boerenbruiloften van den hongerdood redde — wist hij door eigen energie zich een weg te banen.\n     Sedert 1867 is hij organist van de hofkapel te Weenen, waar hij tevens leeraar is in het orgelspel, harmonie en contrapunt aan het Coniervatorium.\n     Eerst op 40-jarigen leeftijd trad hij te Linz als componist op met eene Sinfonie. In 1876 en 1877 werden zijn tweede en derde sinfonie te Weenen ten gehoore gebracht en wel door den invloed van Herbeck.\n     In 1873 had hij de groote voldoening, dat Wagner met groote sympathie de opdracht zijner derde Sinfonie aanvaardde. En deze sympathie eindigde eerst met Wagner's dood. Verleden jaar werd Bruckner door de uitvoering van zijne zevende Sinfonie en van zijn strijk-quintet ook buiten Weenen naar waarde geschat. Zoowel te Leipzig, te München als te Carlsruhe vond genoemde Sinfonie een gehoor vol geestdrift en weldra zal Bruckner's naam plaats innemen naast die der beste componisten uit den tegenwoordigen tijd.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711105, "Datum": "10.11.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Prager Tagblatt Nr. 310 auf S. 12 kündigt die Aufführung der 7. Symphonie am 15.1.1888 an:\n\"Königl. Deutsches Landestheater.\nIm Laufe der Saison 1887-88 finden\nVier philharmonische Concerte\nstatt, für welche ein besonderes Abonnement eröffnet wird. Für dies Concerte sind zur Mitwirkung unter anderen folgende Künstler gewonnen:\nEugen d'Albert, Annette Essipoff, David Popper. Das Orchester des Kgl. Deutschen Landestheaters, Dirigent: Carl Muck.\nNovitäten:\nJohannes Brahms, Symphonie Nr. 4; Anton Bruckner Symphonie Nr. 7; Richard Wagner, Symphonie C-dur. [... Konzerttermine 20.11.1887, 18.12.1882, 15.1.1888 und 12.2.1888 (Sonntag mittags 12 Uhr) ... Abonnementpreise ...] Nach Eröffnung des Neuen deutschen Theaters werden die philharmonischen Concerte im Neuen deutschen Theater fortgesetzt.\"", "Letzte Änderung": "11.11.2025 10:15"}, {"ID": 188811105, "Datum": "10.11.1888, Samstag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 3. Symphonie bei Takt 610-615 (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 5 kündigt auf S. 44 das Konzert der Wiener Singakademie [am 10.12.1888] an, bei dem das »Ave Maria« [WAB 6] aufgeführt wird:\r\n\"Kleine Mittheilungen und Berichte\r\nDie Wiener Singakademie versendet soeben das nachstehende Programm für die Saison 1888/89.\r\nI. Concert (im December 1888) [...]\r\nBruckner: \"Ave Maria\", achtstimmig [...]\" (**)\r\nund bringt auf S. 48 ein Inserat des Verlages Wetzler [identisch mit denen vom 1.10. und 10.10.1888?], das auf die Chöre »Antiphon« [»Tota pulchra«] und »Ave Maria« [WAB 6] aufmerksam macht (***).", "Letzte Änderung": "14.09.2024 13:41"}, {"ID": 188911105, "Datum": "10.11.1889, Sonntag", "Haupttext": "Ein Artikel in \"Der Kyffhäuser\" Nr. 45 auf S. 366f, signiert \"N-y.\", befasst sich mit der finanziellen Notlage Bruckners und erwähnt Göllerichs [angeblichen] Lortzing-Artikel im Deutschen Volksblatt [7.3.1889 (dort aber ohne \"Lortzing\") gemeint]:\n               \"Anton Bruckner.\n     Anfangs wollte ich \"unser\" oder \"Meister\" Bruckner als Überschrift setzten. Ich erachte jedoch heute diese Epitheta für überflüssig. [... Sonderstellung ...]\n     Man sollte glauben, dass ein solcher Mann, entrückt allen Frivolitäten des Alltaglebens, auch frei sei aller Lebenssorgen. Mit nichten. Haben wir ja doch erst kürzlich von dem ausgezeichneten Musikschriftsteller und Freunde Liszt's und Wagner's Herrn Göllerich im Feuilleton des \"Deutschen Volksblattes\": Lortzings, die beiden Schützen einen Mahnruf an alle Deutschen vernommen, unserm Bruckner [...] einen ihm würdigen Ehrensold zu leisten [...] Denn Bruckner komponirt und dichtet, nicht weil er will, sondern weil er muss, (wie es vielleicht von keinem der jetztlebenden Komponisten gesagt werden kann).\n     Viele kennen also den großen Tondichter Bruckner, wenige jedoch gewiss den Menschen Bruckner. [... Alltags\"gebrechen\" könnten das Bild großer Geister schwächen ...] Allein für Meister Bruckner habe ich dies nicht zu fürchten. Denn er ist eine Persönlichkeit von liebenswürdigster und gewinnendster Eigenart. - \"Unser Konzertpublikum\" * [Fußnote: * So ist ein Feuilleton im \"Fremdenblatt\" vom 25. November 1888 betitelt.] kennt ihn genau, und ein mir Unbekannter (weil das Feuilleton mit X gezeichnet ist) durfte es sich daher erlauben, aus dem Konzertsaal zu schwatzen.\n     Er schreibt, nachdem er \"Brahms\" und seiner Anhänger zuvor gedacht:\n     Ein ganz anderer Geist weht, wenn ein \"Bruckner\" gespielt wird. Da ist die ganze junge Welt am Platz, da geht es stürmisch her. Da hört man nicht den sittsam und wolerzogen abgedämpften Applaus der Brahminen, ein unbändiger Lärm, erzeugt von hundert jugendlichen Kehlen und Händen, braust durch den Saal und ruht nicht eher, bis der \"Meister\" am Podium erscheint. Welch' erfrischende Naivetät ist ihm zu eigen! [... über Bruckners äußere Erscheinung und sein Verhalten, seine Herzensgüte ... Anekdote (Besuch Herbecks in Linz, wo Bruckner wegen eines Gebetes den Hut abnimmt und dies trotz der Abendkühle so begründet:] \"Weil es so damisch heiss ist\", antwortete in naiver Verschämtheit der Gefragte.\n     Ob Alle sich mit dieser kleinen Darstellung zufrieden geben, vermag ich selbstverständlich nicht zu entscheiden. Wer Bruckner ganz und gut kennen lernen will, dem bietet sich jetzt volle Gelegenheit in dessen Vorlesungen** [Fußnote: ** (Ein zweiter Artikel folgt.)] an der Universität. Hier ist Bruckner der leutseligste Mensch und der bescheidenste Tondichter zugleich.      N-y.\" [siehe die Anmerkung] (*).\n \n(1. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Händels Oratorium \"Josua\" (**).\nMitwirkende: Rosa Papier-Paumgartner, Lenore Bach, Frl. Fanny Tschampon (vom Singverein), Hermann Winkelmann und Ludwig Weiglein (**a)).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:34"}, {"ID": 189011105, "Datum": "10.11.1890, Montag", "Haupttext": "Ein Artikel im Wiener Montags-Journal Nr. 461 (= Extrapost) auf S. 3, signiert \"de V.\",  befasst sich mit der kommenden Saison:\n     \"(Die beginnende Concertsaison.) Sie kommen, sie nahen, die Himmlischen alle! [... Orchester und andere Ensembles ... altbekannter behaglicher Musikstrom mit überfüllten Modekonzerten ...] Man muß es schon als ein Ereigniß betrachten, wenn die Philharmoniker sich endlich entschlossen haben, den Bann, den sie über Bruckner, einen der hervorragendsten Symphoniker der nachbeeethovenschen Periode, verhängt hatten, zu brechen. Gewiß ist es gute Musik, und es sind gute Aufführungen, die wir in Wien zu hören bekommen; [... aber die Programme sollen nicht zu beschränkt sein ...] Von der großen Schaar der gefürchteten Nothdurft=Concerte erzählt, man ja ohnedies nur aus persönlicher Gefälligkeit.      de V.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189111105, "Datum": "10.11.1891, Dienstag", "Haupttext": "Notiz über das Nürnberger Konzert [vom 28.10.1891] in der Musikalischen Rundschau Nr. 31 auf S. 273:\r\n\"     Nürnberg. Orchester-Concert den 28. October. (Dirigent: Director August Göllerich.) 1. Dr. Anton Bruckner: IV. (romantische) Symphonie in Es. - 2. Franz Liszt: Erstes Concert für Pianoforte und Orchester. (Pianoforte: August Göllerich) - 3. Franz Liszt: Mazeppa Symphonische Dichtung (nach V. Hugo).\" (*)\n\r\n[recte 15.11.1891! siehe dort] Bericht von Josef Stolzing in der Ostdeutschen Rundschau, in dem der Text von Göllerichs Einführung zur 4. Symphonie in Nürnberg abgedruckt ist (**).\nBerichte über die Verleihung der Ehrendoktorwürde erscheinen\nin der Linzer Tages-Post Nr. 258 auf S. 4 (Übernahme des Textes des Neuen Wiener Tagblatts vom 8.11.1891):\r\n     \"Der jüngste Ehrendoctor. Aus Wien wird unter dem 8. d. M. berichtet: Er geht bereits ins 68. Lebensjahr und ist frisch und lebendig und kindlich wie nur ein Zwanzigjähriger, aber er ist und bleibt vorläufig doch unser jüngster Ehrendoctor. Gestern vormittags fand nämlich auf der hiesigen Universität die Promovierung unseres Symphonikers Anton Bruckner, Lectors an der Universität, zum Ehrendoctor der Philosophie statt. [... Senatsbeschluss, Genehmigung des Kaisers ...] Der Rector Professor Exner hielt an Bruckner eine längere Anrede, worin er dessen Verdienste um die Musik und die Musikwissenschaft würdigte. In seiner Rede wies der Rector darauf hin, daß die Musikkünstler früher von den akademischen Gelehrten nicht geschätzt wurden, und in den früheren Jahrhunderten sei es nie geschehen, daß diese des Doctorhutes für würdig erkannt wurden. Indem die größte deutsche Universität einem Musiker den Doctortitel verleihe, zeige sich deutlich der Wandel der Gesinnung; auch der Promotor Hofrath Professor Stefan hielt eine längere Rede an Dr. Bruckner, welcher nunmehr für die ihm bewiesene Auszeichnung tief gerührt dankte. [... zur Biographie ...] Bruckner schrieb sechs [sic] Symphonien, ehe er es erlebte, daß eine derselben zur Aufführung gelangte. Die neueste Zeit scheint aber Vieles gut machen und unserem Künstler kräftige Revanche bieten zu wollen. In den Jahren 1890 und 1891 wurde seine dritte Symphonie in Wien, Prag, Salzburg, Köln und London, seine vierte Symphonie (die romantische) in München und Graz, sein Tedeum in Berlin zur Aufführung gebracht und überall wurden dem Komponisten große Ehren bereitet.\" (***),\nim Linzer Volksblatt Nr. 258 auf S. 4 (den Text des \"Vaterland\" vom 8./9.11.1891 übernehmend): \"Wien, 7. November. (Doctor Anton Bruckner.) Mit akademischem Gepränge fand heute im kleinen Festsaale der Universität die Promotion Anton Bruckners zum Ehrendoctor der Philosophie statt, bei welcher Hofrath Professor Stefan als Promotor fungierte. Die Wiener Universität hat damit dem größten österreichischen Tondichter der Gegenwart die höchste Ehre erwiesen, die sie zu vergeben hat, eine Ehre, die nur in den seltensten Fällen Künstlern zutheil wird. Die dankerfüllten Worte, welche der tiefbewegte greise Componist heute zu den akademischen Würdenträgern sprach, werden, so bemerkt das \"Vaterland\", einen mächtigen Nachhall in den Herzen aller jener finden, welche in Bruckner den Genius erkannt haben und an den Kämpfen theilgenommen haben, welche eine übermüthige Gegenpartei seit Jahr und Tag ertrotzt hat. [... steigender Ruhm ... es hat demonstrative Bedeutung], daß es nicht der Vertreter der musikgeschichtlichen Lehrkanzel, sondern Hofrath Stefan war, welcher jenen von der Facultät so freudig begrüßen Antrag stellte! - Für heute wollen wir von altbekannten Dingen schweigen und nur dem jüngsten Ehrendoctor der Wiener Universität unseren Glückwunsch darbringen. Möge unser Anton Bruckner in der neuen Ehrung einen kräftigen Ansporn zu weiterem genialen Schaffen erblicken! Ad multos annos!\"(°),\n\r\nin der Linzer Zeitung:\r\n\"     * (Dr. Anton Bruckner.) Am 7. d. fand eine ebenso seltene als interessante Promotion im Festsaale der Wiener Universität statt. Der Wiener akademische Senat hatte bekanntlich beschlossen, über Antrag der philosophischen Facultät dem Componisten und Musikgelehrten Anton Bruckner die Doctorswürde honoris causa zu verleihen. Se. Majestät der Kaiser genehmigte diesen Beschluß und so stand am Samstag der greise Componist als Candidatus philosophiae vor dem Rector magnificus Dr. A. Exner im Festsaale der Universität, um vor diesem das Doctorgelöbnis abzulegen. Professor Exner hielt an Bruckner eine längere Ansprache, in welcher er dessen Verdienste um die Musik und die Musikwissenschaft würdigte; ferner wies der Rector darauf hin, daß die Musikkünstler früher von den akademischen Gelehrten nicht nach Gebür [sic] geschätzt wurden. Indem die größte deutsche Universität einem Musiker den Doctortitel verleihe, zeige sich deutlich der Wandel der Gesinnung. Auch der Promotor Dr. Stefan hielt eine längere Rede an Dr. Bruckner, welcher für die ihm bewiesene Auszeichnung tiefgerührt dankte.\" (°°)\n\r\nund im Neuigkeitsweltblatt Nr. 257 auf S. 4 (mit Datierungsfehler bei der Textübernahme):\r\n     \"Ehrendoktor Professor Bruckner. Am 8. d. M. Vormittags fand an der Wiener Universität die Promovirung des berühmten Symphonikers und Musik=Theoretikers Professor Anton Bruckner, Lektors an der Universität, zum Ehrendoktor der Philosophie statt, bei welcher Hofrath Professor Stefan als Promotor fungirte. Die Wiener Universität hat damit dem größten österreichischen Tondichter der Gegenwart die höchste Ehre erwiesen, die sie zu vergeben hat, eine Ehre, die nur in den seltensten Fällen Künstlern zutheil wird.\" (°°°).\nKarl Kranzl, Mitglied der Liedertafel Vöcklabruck, beantragt, Bruckner telegraphisch zur Ehrendoktorwürde zu gratulieren (#).\nBrief von Oskar Berggruen (Paris) an Bruckner:\r\n   Gratuliert zur Ehrendoktorwürde. Wünscht, daß Bruckners Werke nun mehr Verbreitung finden - die Zeit werde für ihn, den größten absoluten Musiker nach Beethoven, arbeiten. Mehr als das Erleben [der Vollendung] der 9. Symphonie könne man nicht Bruckner nicht wünschen (##).\nKurze Notiz zum Ehrendoktorat in \"Het vaderland\" Nr. 265 ('s-Gravenhage) auf S. 2:\r\n\"    Anton Bruckner is den 7n te Weenen tot doctor philosophiae honoris causa gepromoveerd.\r\n     Felix Mottl is niet benoemd tot ridder van het Legioen van Eer, maar tot officier d’académie.\" (###).\nIn der Sitzung des Wiener Akademischen Gesangvereins wird beschlossen, zur Feier des Ehrendoktorates einen Bruckner-Commers [11.12.1891] zu veranstalten (a).\n(Bei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Victor Bause Orgelwerke von Mendelssohn und J. S. Bach (b)).", "Letzte Änderung": "20.11.2025 11:13"}, {"ID": 189211105, "Datum": "10.11.1892, Donnerstag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung XIX Nr. 32 erzählt auf S. 289 eine Anekdote mit Vincenz Lachner. Gefragt, \"ob er \"Lannerianer\" oder \"Wagnerianer\" sei, antwortete er ruhig: \"Ich bin selber Aner!\" An diese treffende Antwort erinnert uns die originelle Antwort unseres, durch seine Symphonien berühmten Tondichters Anton Bruckner. Ein Kunstfreund fragte den durch seine Bescheidenheit in Bezug auf materiellen Erfolg seiner Werke bekannten Meister, warum er denn nichts \"dankbareres\" als Symphonien schreibe? Bruckner antwortete auf diese naive Frage einfach: \"Sehen Sie, Lieber, der Eine hat Kanarienvögel, der Andere Balletmädeln gern – ich – ich hab' halt Symphonien gern\" und drehte dem verblüfften \"Kunstmäcen\" den Rücken. [...]\".", "Letzte Änderung": "15.12.2023 14:23"}, {"ID": 189311105, "Datum": "10.11.1893, Freitag", "Haupttext": "Bruckners Testament: 1. Beisetzung in St. Florian (Prälat Moser habe eingewilligt), Behandlung der Leiche durch Paltauf. 2. Kapital für Grabpflege und jährliche Messen. 3. Ignaz Bruckner und Rosalia Hueber als Alleinerben. 4. Die Manuskripte (*) werden der Hofbibliothek vermacht. Ausleihe an Eberle möglich. 5. Legat für Kathi Kachelmayr. 6. Dr. Reisch ist Testamentsvollstrecker. - Unterschriften von Ferdinand Löwe, Cyrill Hynais und Theodor Reisch (**).\nAufführung des Adagios der 7. Symphonie unter Nicodé im »Zweiten populären Concert im philharmonischen Styl« im Concerthaus Hamburg.\r\n   Aufgeführt werden außerdem Werke von Berlioz (»Le carneval romain«), Richard Wagner (Siegfried-Idyll), Nicodé (1. Satz aus der Symphonie-Ode »Das Meer«) und Brahms (1. Sinfonie) (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 11:13"}, {"ID": 189411105, "Datum": "10.11.1894, Samstag", "Haupttext": "Datierung des Einsichtsakts im Finanzministerium Wien bezüglich der Gewährung einer Ehrengabe [vgl. 6.11.1894] (*).\nIn der »Zeit« Nr. 6 erscheint auf S. 90f eine von Heinrich Rietsch verfaßte Kritik der f-Moll-Messe [am 4.11.1894] (**).\n(52. Stiftungsfeier des Wiener Männergesangvereins unter Eduard Kremsers Leitung im Sofien-Saal mit Werken von J. V. von Wöss, Franz Blümel, Camillo Horn, Engelsberg, Albert Becker, Kaiser Wilhelm II., Storch, Josef Piber, Pommer und Louis Lackenbacher (***)).", "Letzte Änderung": "29.11.2024 15:59"}, {"ID": 189511105, "Datum": "10.11.1895, Sonntag", "Haupttext": "Brief Joh. Ev. Haberts an Battlogg:\r\n     Bruckner habe wieder Universitätsvorlesungen angekündigt, sei aber sehr krank. Jedenfalls sei so der für Habert vorgesehene Platz [als Universitätslektor?] nicht frei. \"[...] Bruckner hat die Vorlesungen auf der Universität wieder angekündigt; wie ich aber erfuhr, ist er wieder sehr krank (Wassersucht). Solange er activ ist, ist eben der Platz nicht frei, den man mir vermeinte. [...]\"(*).\nDatierung Franz Bayers in einer von ihm geschriebenen Stimme zum Requiem [WAB 39] (Baß) (**).\nArtikel von Theodor Helm über die 4. Symphonie [Fortsetzung vom 27.10.1895] in der Neuen Musikalischen Presse Nr. 45 auf S. 2:\r\n\"   Bruckner's \"Romantische Symphonie\"\r\n                 von Theodor Helm.\r\n                            (Fortsetzung).\r\n     Dabei begnügt sich aber der erfindungsreiche Componist nicht mit der notengetreuen Wiederholung des ersten Theiles (der Sonatenform), sondern hebt dessen Interesse sofort noch mehr durch sinnvolle Veränderungen: Das von dem Tremolo des Streichquartettes gestützte Grundmotiv (Notenbeispiel 1) [27.10.1895] wird jetzt nicht mehr blos von dem ersten Horn allein, sondern verstärkt durch das dritte Horn intonirt, dazu haben die Flöten nach Vorschrift das Meisters \"so ruhig und leise als möglich\" eine lieblich umspielende Vierviertelfigur auszuführen (die eigentlich schon in der oben geschilderten orgelpunktartigen Rückleitung angedeutet war). Im Uebrigen entsprechen die nächsten Partitur-Seiten 21–27 (Buchstabe M–R, im Clavier-Auszug Seite 20–28) so organisch formgerecht den früher betrachteten Partien des ersten Theiles (bis Seite 13, Buchstabe F der Partitur), dass hier wohl eine weitere Schilderung überflüssig erscheinen dürfte.\r\n     Die einzelnen zum Theil sehr interessanten, für Bruckner's reiche Phantasie und unerschöpfliches contrapunktisches Vermögen zeugenden Abweichungen wird der Leser beim Anhören der Orchester-Aufführung oder Durchspielen des Clavier-Auszuges selbst finden. Es sei nur auf das kunstvolle polyphone Stimmgewebe hingewiesen, welches in der Partitur, Seite 25 (im vorletzten Takt), dadurch entsteht, dass den zwei Motiven des Gesangsthemas (Notenbeispiel 4) nun noch eine umspielende Achtelfigur der ersten Geigen (alternirend mit den Bratschen und den zweiten Violinen) an die Seite gestellt wird. Aus der trotzig kühnen Steigerung einer auf- und abwogenden Achtelfigur gewinnt der Meister schliesslich auch die mächtige Coda des Satzes, welche thematisch ganz und gar durch das Grundmotiv beherrrscht wird. Nachdem sich dieses auf einem Lieblingsaccorde Bruckner's (dem Quintsextaccord der zweiten Stufe – hier von Es-moll) mit titanischem Eigensinn förmlich eingebohrt, bildet den eigentlichen Schluss des Satzes ein brausendes Schwelgen und Jubeln im Dreiklang der Haupttonart, in welcher endlich ein letztes Mal jener anfängliche Hornruf ertönt und unter Zutritt der Trompete durch zwei Takte auf der Dominante B hochfeierlich aushallt, worauf dann im Vollschall des ganzen Orchesters der Schlussaccord wie ein Keulenschlag niedersaust.\r\n     Ich denke, es hat sich aus vorstehender sehr genauer Analyse ergeben, dass der so oft wider Bruckner erhobene Vorwurf musikalischer Zerrissenheit, Verworrenheit und Unlogik mindestens diesem Satze gegenüber in Nichts zerfällt. Erscheinen ja in demselben sogar die üblichen Theilglieder der klassischen Form eines ersten Sonaten- oder Symphonie-Satzes, nämlich erster Theil, zweiter oder Durchführungstheil, dritter oder Wiederholungstheil, Coda, mit allern dazu gehörigen Haupt- und Nebenthemen plastisch abgegrenzt, deutlich erkennbar. Freilich Alles in genial neuer Umbildung, womit jedenfalls den Interessen der Kunst weit mehr gedient ist, als mit sklavischer Nachbildung.\r\n     Einem feierlichen Umzuge frommer, bussfertiger Pilger, die inbrünstig nach dem Heil verlangen, möchte ich das nun folgende Andante (C-Moll 4/4) vergleichen, mit der gemessen schreitenden Hauptmelodie, die so sehnsüchtig erst aus dem Violoncell\r\n[11. Notenbeispiel: die ersten sechs Takte]\r\ndann aus den Holzbläsern, später besonders aus der Viola heraussingt. Die Fortsetzung, oder wenn man will, die Antwort auf diesen langathmigen Gesang, wie er in den vorstehenden Notenbeispiel ersichtlich, bildet ein kurzes Motiv der getheilten ersten Geigen in Dur.\r\n[12. Notenbeispiel: zwei Takte in Ces-Dur]\r\n     Im Grunde bilden diese beiden Gedanken, die sich etwa wie \"Bitte\" und \"Verheissung\" zu einander verhalten, das ganze thematische Material des sehr weit ausgeführten Andante's; um so bewunderungswürdiger erscheint die Kunst des Meisters in den immer neuen Wendungen, der immer mehr ergreifenden Ausprägung der Stimmung, durch welche er das Interesse des Hörers in disem Satz stets auf gleicher Höhe zu erhalten und gegen den Schluss noch überraschend zu steigern weiss.\r\n     Uebrigens muss man dieses Andante aus dem Orchester heraus hören und wieder hören, es ist schwer durch beschreibendes Wort und Notenbeispiel die rechte Vorstellung von seinem eigenartigen poetischen Zauber zu geben. Unwillkürlich wird man immer wieder zu dem obigen Phantasiebilde angeregt. Ein geheimnissvolles Dämmerlicht umfliesst die Scene, nur zeitweilig blinkt ein Hoffnungsstern, bei dem unsäglich, milden und weichen Hornsolo, welches (S. 36, Buchstabe E der Partitur) in Ces-Dur einsetzt, glaubt man Engelsstimmen zu vernehmen, die den müden Wanderern in der Irre heiligen Trost zusprechen. Den wunderbaren \"schier unendlichen\" Gesang der Bratsche (beginnend S. 40, Buchstabe H der Partitur) hat schon Prof. Schalk in jenem Grazer erklärenden Programm hervorgehoben. Ich wüsste überhaupt kaum ein Tonstück zu nennen, in welchem die Bratsche reicher, ausdrucksvoller verwendet würde, als in diesem auch sonst ganz herrlich instrumentirten Andante. Wie singen die Geigen mit den Hörnern und Holzbläsern um die Wette! Und dabei wird die fromme Stimmung immer zuversichtlicher, steigert sich zu fast ekstatischer Verzücktheit. Wenn gegen den Schluss des Satzes die Posaunen und die Basstuben [sic] das Hauptthema glanzvoll in H-Dur, weiterhin im Verein mit den Trompeten noch grandioser in C-, As- und Ces-Dur erschallen lassen, da ist's als ob die helle Sonne durch die Wolken bräche, um sich ein Meer von Licht verbreitend! Aber noch einmal verdüstert sich der Himmel, kehrt die bange Stimmung wieder, seufzt die zerknirschte Klage im Horn, in der Oboë und Clarinette tief auf. Dann aber winkt doch Erlösung: Unter leisen Paukenschlägen (C-G-C) und dem Pizzicato des Streichquartettes verhallt der Satz in Dur; dem mystischen Anfang entsprechend ein gleich mystischer Schluss.\r\n                     (Fortsetzung folgt.)\" (***).\nHinweis auf den zweiten Teil von Theodor Helms Artikel im Prager Tagblatt Nr. 311 auf S. 18:\r\n\"                         Literarisches.\r\n[...]\r\n     – Neue Musikalische Presse. Zeitschrift für Musik, Theater, Kunst, Sänger= und Vereinswesen. Herausgegeben von C. Kratochwil in Wien. Die vorliegende Nr. 43 des vierten Jahrganges dieser Zeitschrift bringt an leitender Stelle einen Aufsatz über Gemma Bellincioni nebst einem Porträtbilde der Sängerin. Weiter enthält das Heft die Fortsetzung einer Abhandlung über Bruckner's \"Romantische Symphonie\" von Theodor Helm und zahlreiche Musik= und Theaterberichte.\" (°).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 309 macht auf S. 39 auf eine Neuerscheinung aufmerksam:\r\n\"    * (Der \"Wiener Almanach\",) herausgegeben von H. Bohrmann und J. Jaeger, erscheint demnächst in seinem fünften Jahrgange. Wie früher bringt derselbe auch in dem neuen Bande eine große Zahl literarischer Originalbeiträge unserer hervorragendsten heimischen Autoren, darunter Pichler, Saar, Silberstein, Grasberger [...], Naaf [sic], [...]. Das vornehm ausgeführte Titelbild zeigt die Altmeister der Wiener Tonkunst, Brahms, Bruckner, Goldmark, welche zugleich mit Originalcompositionen in Facsimiledruck vertreten sind. Als weitere musikalische und künstlerische Beilagen schmücken das elegant ausgestattete Buch ein Schlummerlied von Tieck, vertont von E. v. Taund; [... Abbildungen (Heliogravüren etc.) ...] vervollständigen den interessanten Inhalt des \"Wiener Almanach\".  \" (°°).\nIrreführende Pressemeldung! Siehe die Anmerkung.\nThe New York Times Nr. 13797 informiert auf S. 13 in der 1. Spalte über die Besetzung der deutschen Opernkompanie (noch etwas ausführlicher als die Artikel vom 3.11.1895):\r\n\"A WEEK'S MUSICAL TOPICS\r\nTimely Gossip of the Concert Hall and the Opera House.\r\nMR. DAMROSCH AND GERMAN OPERA\r\n[...]\r\n     Frl. Gisela Stoll, one of the leading dramatic sopranos of the company, began her career at the age of seventeen in the Royal Opera in Buda-Pesth. She was the daughter of a leading scientist in Hungary and a pupil of Prof. Bruckner. Her success in Buda-Pesth was instantaneous, and she was immediately engaged at the Royal Opera in Regensberg [sic]. From Regensberg she went to Linz and other large European cities, and received applause wherever she appeared. The leading critics of Europe say that if Frl. Stoll did not possess such a beautiful voice she would still be a great actress. Her most popular rôles are: Brunnhilde, Brangaene, Elizabeth, Venus &amp;c. It is to be hoped that the European critics judge by the same standards as New-York audiences. [...]\" (°°°).\nNahezu identisch schreibt The Cincinnati Enquirer Nr. 313 auf S. 23:\r\n\"                     BRILLIANT\r\n            Season of Grand Opera\r\n[...]\r\n     Fraulein Gisela Stoll, one of the leading dramatic sopranos of the company, began her career at the age of 17 at the Royal Opera in Budapesth. She was the daughter of a leading scientist in Hungary, and a pupil of Prof. Bruckner. Her success in Budapesth was instantaneous, and she was immediately engaged at the Royal Opera in Regensburg. From Regensburg she went to Linz and other large European cities, and received ovations wherever she appeared. The leading critics of Europe say that if Fraulein Stoll did not possess such a beautiful voice she would still be a great actress. Her most popular roles are Brunnhilde, Brangaene, Elizabeth, Venus &amp;c. [...].\" (#).\n(1. Gesellschaftskonzert unter Richard von Perger mit Edgar Tinels Oratorium »Franciscus«) (##)).", "Letzte Änderung": "14.10.2025 09:26"}, {"ID": 189611105, "Datum": "10.11.1896, Dienstag", "Haupttext": "Kritik von FR Pfau über die 4. Symphonie in der Leipziger Zeitung (*).\nKritik Kalbecks zur 7. Symphonie im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 310 auf S. 1f:\r\n„                    Concerte. Ein schwarzes Kreuz bezeichnet den Beginn der heurigen Concertsaison des am 11. Oktober 1896 verstorbenen Componisten. [... Grab in St. Florian ...Vision: Einmal jährlich wird Bruckner dort Orgel spielen (Götterdämmerung, 7. Symphonie), die Chorherren in den Grüften kommen dazu ...]\r\n     [... zu Lebzeiten: Kopfschütteln, doch jetzt werden „Lober wie Tadler“ den Streit ruhen lassen; die Geschichte wird entscheiden ... \"Sage vom verkannten und verfolgten Genie\" ... geringe Produktion, Spätentwicklung, wenig Kontakt zum allgemeinen Publikum, keine \"Hausmusik\" (als \"sicherste Capitalsanlage\"), ohne seine bewegende Persönlichkeit noch schlechtere Popularität .. . von fanatischer Partei auf den Schild gehoben ...]\r\n     [... „dem Erzverführer und Dämon der modernen Kunst in die Arme getrieben“ (seit „Tristan“ 1865), dessen „Tonsprache er im Concertsaale nachstammelte“ ... Einfluss von „Kirche,\r\n     Bruckners Siebente Symphonie hat dem Komponisten allenthalben die reichste Anerkennung eingetragen. Ihre ersten beiden Sätze enthalten eine verschwenderische Fülle von prächtigen Gedanken, die, an Beethoven und Wagner anklingend, durch ihr strahlendes Instrumentalcolorit die Sinne der Zuhörer gefangen nehmen. Wenn man sich ohne kritische Bedenken ihrem Zauber hingibt, glaubt man die Bilder eines bunten Traumes an sich vorüberziehen zu sehen. So gewiß der Traum, uns unbekannten Gesetzen gehorcht, so gewiß sind auch die Bruckner'schen Tonfiguren durch ein geheimnißvolles Band miteinander verknüpft, welches festzuhalten selbst einen [sic] so fein gesponnenen Leitfaden, wie dem des Robert Hirschfeld'schen Programmbuches, nicht immer gelingen wird. Theodor Helm, der begeisterte Vorkämpfer des Componisten, hat in demselben Buche einen dankenswerthen Beitrag zur Statistik der Bruckner'schen Symphonien geliefert. Das von Hans Richter mit gewohnter Eleganz und Verve geleitete Hofopernorchester zeigte sich sowohl hier, als auch bei Beethovens Ouvertüre: „Weihe des Hauses“ auf der stolzen Höhe seiner Leistungsfähigkeit. [... Reinhold Hummer mit Volkmann ...]. Jede Nummer des Programms wurde lebhaft applaudiert, am lebhaftesten die Symphonie. Aber das wohlbekannte, verlegen lächelnde guthmütige Gesicht, das sich sonst von einer Parterreloge aus dankbar gegen Orchester und Publicum zu verneigen pflegte, wird nicht wieder zum Vorschein kommen – seine fünf Tuben haben ihm den letzten Marsch geblasen. Das von Hans Richter mit gewohnter Eleganz und Verve geleitete Hofopernorchester zeigte sich sowohl hier, als auch bei Beethovens Ouvertüre: „Weihe des Hauses“ auf der stolzen Höhe seiner Leistungsfähigkeit. [... Reinhold Hummer mit Volkmann ...]. Jede Nummer des Programms wurde lebhaft applaudiert, am lebhaftesten die Symphonie. Aber das wohlbekannte, verlegen lächelnde guthmütige Gesicht, das sich sonst von einer Parterreloge aus dankbar gegen Orchester und Publicum zu verneigen pflegte, wird nicht wieder zum Vorschein kommen – seine fünf Tuben haben ihm den letzten Marsch geblasen. Das von Hans Richter mit gewohnter Eleganz und Verve geleitete Hofopernorchester zeigte sich sowohl hier, als auch bei Beethovens Ouvertüre: „Weihe des Hauses“ auf der stolzen Höhe seiner Leistungsfähigkeit. [... Reinhold Hummer mit Volkmann ...]. Jede Nummer des Programms wurde lebhaft applaudiert, am lebhaftesten die Symphonie. Aber das wohlbekannte, verlegen lächelnde guthmütige Gesicht, das sich sonst von einer Parterreloge aus dankbar gegen Orchester und Publicum zu verneigen pflegte, wird nicht wieder zum Vorschein kommen – seine fünf Tuben haben ihm den letzten Marsch geblasen. Am lebhaftesten ist die Symphonie. Aber das wohlbekannte, verlegen lächelnde guthmütige Gesicht, das sich sonst von einer Parterreloge aus dankbar gegen Orchester und Publicum zu verneigen pflegte, wird nicht wieder zum Vorschein kommen – seine fünf Tuben haben ihm den letzten Marsch geblasen. Am lebhaftesten ist die Symphonie. Aber das wohlbekannte, verlegen lächelnde guthmütige Gesicht, das sich sonst von einer Parterreloge aus dankbar gegen Orchester und Publicum zu verneigen pflegte, wird nicht wieder zum Vorschein kommen – seine fünf Tuben haben ihm den letzten Marsch geblasen.\r\n     Obwohl das erste Concert der Philharmoniker erst recht eigentlich die Schleusen der musikalischen Saison aufzieht, haben doch schon früher einige Concertgeber ihr Glück versucht. [... über weitere Konzerte ...]. Ein klavierspielendes Fräulein Cäcilie Schwarz wandelte Schumanns „Faschingsschwank“ in eine Aschermittwochselegie um. Unter der Deckung der Violine in Brülls gefälliger Suite op . 42, die sie mit Herrn Julius Stwertka vortrug, fühlte sich die von Schumann's Geiste verlassene Jungfrau bei Weitem sicherer.\r\n                                                     Max Kalbeck.“ (**).\nBesprechungen dieses Konzerts auch im Neuigkeitsweltblatt Nr. 259 auf S. 10, signiert „Alpha.“ [Albert Gustav Roncourt]:\r\n„     I. Philharmonisches Konzert. Mit einer Akte der Pietät eröffneten gestern die Philharmoniker ihre neue Saison. Sie brachten als Todtenfeier für den dahingeschiedenen Tonmeister Anton Bruckner dessen siebente Symphonie zur Aufführung. Die großartige symphonische Schöpfung wurde unter Hans Richters genialer Führung ganz vorzüglich gespelet und ergriff namentlich das wundervolle Adagio, eine Trauerklage edelster Art, die Hörer auf's Tiefste. Die Symphonie fand trotz ihrer überlangen Ecksätze eine begeisterte Aufnahme. [... Volkmann, Hummer, Beethoven ... Genußreiches Konzert, das sich des gewohnten Massenbesuches zu erfreuen hatte.\r\n                                                          Alpha.\" (***),\nin der Ostdeutschen Rundschau Nr. 310 auf S. 5 (signiert „Hagen“):\r\n„     Erstes phiharmonisches Konzert. Es war nur eine Ehrenpflicht unserer Philharmoniker, ihr erstes Konzert den Manen Bruckner's zu weihen. Hans Richter hat dazu diejenige Symphonie gewählt, welche für eine Trauerfeier am geeignetsten erscheint, die siebente in E-dur , deren Adagio“ ( Cis-moll) Bruckner einst nach seinen eigenen Worten kurz vor Wagners Tod in der Vorahnung von dem baldigen Hingang des Meisters geschrieben hat. Jüngst, als man dem Schöpfer dieses Werkes selbst die letzte Ehre erwies, erbrausten mächtig und ergriffen die hehren Töne dieser Todesklage durch den Kuppelbau Fischer's v. Erlach, vorgestern erweckten sie auf's Neue den Schmerz um den todten Meister. Im ersten Satze finden wir, wie so oft in den ersten Sätzen bei Bruckner, ein tiefes Sichversenken in's eigenes Ich, ein Ringen mit den Gedanken, mit den Zweifeln, aus welchem ​​endlich wie Vollmond durch wechselndes Gewölk sieghafte Klarheit bricht. Im Scherzo, in welchem ​​hier sogar durch das Trio der Geigen in F-DurWeichere Gefühlstöne klingen, spricht sich nicht so sehr Heiterkeit und Frohsinn, als vielmehr ein gewisses humorvolles Selbstvertrauen, gekennzeichnet durch die wuchtigen Gänge der Trompeten, aus. Im Finale antwortet die bange Schicksalsfrage des Geigentremolos der einfachen, gottvertrauenden Choral, aus der sich mit voller Energie die alle Zweifel, Tod und Vergänglichkeit überwindende Kraft der Individualität, des Charakters heraus entwickelt. Ich möchte diese Symphonie ein Charakterbild nennen. Sie ist dem unglücklichen König Ludwig von Bayern gewidmet und war jenes Werk, das Bruckners Ruhm im Ausland zunächst und dauerhaft begründete. Den einzelnen Sätzen folgte bei der vorgestrigen Aufführung, welche Hans Richter, getragen von der Weihe des großen Augenblicks, mit ganzer Meisterschaft leitete, Begeisterter Beifall des übervollen Hauses, aber ach, er vermochte nicht mehr die theure Gestalt wie einstens vor die Hörerschaft zu rufen. Eingeleitet wurde das Konzert [... Beethoven, Volckmann [sic] (Reinhold Hummer) \"seicht sentimentale Serenade\" ...]. Sie hatten allerdings den Vortheil, an das Aufnahmsvermögen der Hörer keinerlei Anforderungen zu stellen, so dass diese sich hierauf ganz ungeschwächt dem Genusse des gewaltigen Bruckner'schen Werkes hingeben konnten.             Hagen.“ (°),\nim Wiener Tagblatt Nr. 310 auf S. 1f, signiert »R. Hr.« [Richard Heuberger]:\r\n„            Konzerte.\r\n      Es tröpfelt schon recht stark! Bald wird der Guß losbrechen und die Konzertfluth wird sich ergießen, wie sie sich in Wien noch nicht ergossen hat. [… ca. 400 Konzerte zu erwarten, in Berlin 800 …]. Die eigentliche Eröffnung de Saison bildete das vorgestern stattgehabte erste Konzert der Philharmoniker. Es brachte lauter Bekanntes [… Beethoven, Volkmann (mit Hummer) …] und zum Schlusse Bruckner’s E-dur=Symphonie, jenes Werk, welches hier seinerzeit den Erfolg hatte, die Anerkennung des nunmehr dahingeschiedenen Meister s auch über die engen Grenzen der ihm ergebenen Gemeinde hinaus einigermaßen durchzusetzen. Wir sagen einigermaßen, weil auch diesem Stücke gegenüber die Zweifel und Zweifler nicht verstummen wollen. Unter den Letzteren befand sich nebst vielen Anderen einer der gründlichsten Musiker Deutschlands, ein ebenso gelehrter als praktischer Künstler, Doktor Kretzschmar in Leipzig, der in seinem ausgezeichneten „Führer durch den Konzertsaal“ sich folgendermaßen äußerte: „. . . Das Werk (die E-dur=Symphonie) hat Gedanken von großem symphonischen Charakter: das Hauptthema des ersten und mehr das das Adagio legen dafür Zeugnis ab. Aber höhere Originalität und technische Reife suche man in dem Werke nicht. Selbst der Kontrapunkt ist steif, und der Entwicklung der Ideen fehlt die Logik, der Zusammenhang und das Maß in einem Grade, wie er in gedruckten Symphonien unerhört ist. Ohne alle Vermittlung, ohne jeglichen Uebergang stehen im ersten Satze pathetische Themen und Wiener Ländlerweisen nebeneinander, im letzten Choralmelodien und infernale Figuren. Der Entwurf dieser Hauptsätze scheint vom Zufall der täglichen Arbeitslaune bestimmt . . .“ Hiezu sei bemerkt, dass Kretzschmar keineswegs ein, dem Neuen oder berechtigten Kühnen grundsätzlich abgewandter „Zopf“, sondern ein eifriger Anhänger Berlioz’, Liszt’s und Anderer ist, also Einer, der Mängel auf einer Seite über einen originellen Einfall auf der anderen zu übersehen gerne bereit ist. . . . Die gestrige äußerst vollkommene Aufführung der E-dur=Symphonie hat uns, trotz dem vielen Schönen, das sie in hellstes Licht setzte, doch andererseits die stets empfundenen Mängel wieder schmerzlich empfinden lassen. Wir sind nicht so schroff, Worte zu gebrauchen, wie sie seinerzeit der Herausgeber des „Kalenders für die musikalische Welt“ gebrauchte, indem er über eine Bruckner’sche Symphonie schrieb: „. . . . ein interessantes Werk, an großen, kühnen Zügen reich, leider aber auch bar allen Schönheitssinnes, alles Maßes und der zwingenden Logik, so daß der Eindruck unmöglich ein künstlerischer zu nennen war . . . .“ – Aber wir müssen gestehen, dass wir es auch vorgestern zu keinem reinen, ungetrübten Genusse gebracht haben, wiewohl das Leid um den erst kürzlich verstorbenen Komponisten einer wesentlichen Vertiefung der Stimmung im Allgemeinen günstig war. Die Aufnahme der Symphonie war, der bewunderungswürdigen Ausführung entsprechend, eine glänzende. Herr Hofkapellmeister Hans Richter leitete sowohl dieses Werk, als die beiden anderen Programm=Nummern, wie nur er es kann. Die Philharmoniker haben sich auf der vollen Höhe ihrer Meisterschaft gezeigt. [… über andere Konzerte … Signatur auf S. 2:]          R.Hr.“ (°°)\nund in der Reichspost Nr. 274 auf S. 10:\r\n„ – Das erste philharmonische Concert, das gestern Mittags in dem dichtgefüllten Musikvereinssaale die musikalische Welt Wiens vereint, kann so recht als „officielle“ Eröffnung der gegenwärtigen Concertsaison gelten; [... Beethoven, Volkmann mit Reinhold Hummer . ..]. Das Hauptereigniß des Concertes aber folgte erst: nämlich Anton Bruckners siebente Symphonie in E-Dur(König Ludwig II. von Bayern gewidmet). Mit Spannung wurde sie erwartet, hat man doch schon lange eine Aufführung einer Symphonie dieses kürzlich verstorbenen größten Tonmeisters unseres Jahrhunderts verpasst. Eine dankbare und pietätvolle Intention war es daher, nur kurz nach dem Tode des heimgegangenen Meisters jener Symphonie aufzuführen, die die Erinnerung an diesen bedeutungsvollen Tag des Ablebens Bruckners am gewaltigsten wachruft. Und das vermochte die „Siebente“, die mit ihrem traurig stimmenden zweiten Satz in Cis-mollEin Charaktergemälde des unglücklichen Bayernkönigs entrollt, in ergreifendster Weise. Große Wirkungen brachten indeß auch der kurze dritte Satz mit dem herausfordernden Trompetenmotiv, das auf vielfältigere Weise wiederkehrt, hervor. Bewundert man hier den Instrumentalisten, der immer neue Orchestereffekte für dasselbe Motiv hervorbringt, so tritt uns im 4. Satze Bruckner in seiner ganzen Größe als Contrapunktiker entgegen. Leider mussten wir es sehen, wie schon nach dem ersten Satz einzelne Bruckner=Ignoranten aufstanden und den Saal verließen. Bruckner's Ruhm wird das nicht geschadet haben, Hans Richter aber, der umsichtige Dirigent, sowie die Philharmoniker, können mit dem großen Erfolge, den die Symphonie auch ohne die Bruckner=Ignoranten hatten, zufrieden sein“ [keine Signatur] (°°°).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 8932 meldet auf S. 7:\r\n\"     – Ein gelungenes, schön ausgeführtes Bild des verstorbenen Tondichters Dr. Bruckner, nach dem Porträt von Fenzl [sic, recte: Fenz, IKO 89], ist im Verlage von Edmund Uellmayer, 18. Bezirk, Theresienstraße Nr. 8, erschienen, woselbst auch Bestellungen per Postkarte entgegengenommen werden Von Bruckner gibt es bekanntlich auch treffliche kleine Büsten aus dem Atelier des Bildhauers Hedley [IKO 77], die in den Musikalienhandlungen Rättig, Doblinger u. s. f. zu haben sind.\" (#).\nGedenkblatt \"Anton Bruckner †. Bei der Kunde seines Ablebens.\" von Albert Josef Weltner mit einem Brief des Autors an Prälat Ferdinand Moser (##).\nDas Prager Tagblatt Nr. 310 berichtet auf S. 11 vom Konzert am 7.11.1896:\r\n\"     * Der Universitätsgesangverein \"Liedertafel der deutschen Studenten\" veranstaltete Samstag Abends im Wintergarten des \"Grand Hotel\" seine erste Winteraufführung. Die erste Abtheilung derselben bildete eine Gedenkfeier für den vor wenigen Wochen verstorbenen Componisten Anton Bruckner. Die Liedertafel hat dadurch einer Pflicht der Pietät gegenüber dem dahingegangenen Meister Genüge gethan und namentlich auch einem in musikalischen Kreisen Prags vielfach gehegten Wunsche entsprochen. Die stimmungsvolle Einleitung zu dieser Gedenkfeier bildete Silcher's majestätischer \"Schottischer Bardenchor\", welcher in fein nuancirtem Vortrage trefflich zur Geltung kam. Den Mittelpunkt der ersten Abtheilung bildete der \"Germanenzug\" von Anton Bruckner. Die prächtig aufgebaute und zu einem effectvollen Schlußsatze gesteigerte Composition bedarf einer sorgfältigen Wiedergabe durch einen starken Chor. Da der Universitätsgesangverein über hundert Sänger auf das Podium zu stellen vermochte, und da der bewährte Chormeister des Vereines Herr Universitätslector Hans Schneider seine Sängerschaar wie selten ein Dirigent in der Hand hat, war die Aufführung des \"Germanenzuges\" eine vorzügliche und des Anlasses durchaus würdige. Das Publicum gab seiner Anerkennung lebhaften Ausdruck, so daß der Schlußsatz des Chores zur Wiederholung gebracht werden mußte. Den Abschluß der Brucknerfeier bildete der von der Capelle des 91. Infanterie=Regiments unter der Leitung des Herrn Capellmeisters Dorfner in mustergiltiger Weise zur Aufführung gebrachte Trauermarsch aus der \"Götterdämmerung\". – Aus dem übrigen Programme [... Hugo Trinks als Chormeisterstellvertreter erwähnt ...]. Erwähnt sei noch, daß die Capelle des 91. Infanterie=Regiments mit einer Reihe trefflicher Musikvorträge wirksam in das Programm eingriff.\r\n     Das Concert war sehr gut besucht. Viele Professoren der beiden deutschen Hochschulen wohnten demselben bei.\" [keine Signatur] (###).\nThe Glasgow Herald Nr. 270 schreibt auf S. 5 in der 6. Spalte über Hans Richters Programmpläne in Wien:\r\n\"DRAMATIC AND MUSICAL.\r\n[...]\r\n     BEFORE he left London Dr Richter arranged the principal novelties which he proposes to produce at the Philharmonic Concerts at Vienna in the course of the present season, and these no doubt will eventually be brought to London. They comprise Dr Dvorak's three new symphonic poems, [... Richard Strauss \"Thus spake [sic] Zarathoastra\" ...] Another novelty will be the overture \"Prince Irgor,\" [sic] by the Russian composer Borodine; while the 7th symphony of Bruckner, who died only a few weeks ago, will be revived.\" (a).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 22:02"}, {"ID": 189711105, "Datum": "10.11.1897, Mittwoch", "Haupttext": "Das Grazer Volksblatt Nr. 257 bespricht auf S. 9 die Aufführung der 4. Symphonie am 7.11.1897, signiert \"-sdl-\" [vermutlich Carl Seydler]: \"\r\n           Musikvereins-Concert\r\n      Sonntag abends eröffnete der Steiermärkische Musikverein seine heurigen Orchester-Concerte. Aus der Vortragsordnung standen 'Eine nordische Heerfahrt', Trauerspiel-Ouverture von Emil Hartmann, das dritte Concert für Violine und Orchester von M. Bruch und Bruckners vierte Symphonie, die „romantische\". [...] Bruckners Symphonie wurde unter Herrn Degners meisterhafter Leitung vorzüglich gespielt. Über das großartige Werk habe ich bereits anlässlich der ersten Aufführung in Graz (unter Josef Schalk aus Wien) im 'Grazer Volksblatt' vom 6. Februar 1891 ausführlich geschrieben. Das herrliche Tongedicht machte auch diesmal eine mächtige Wirkung. Man wirft Bruckner oft und nicht mit Unrecht Mangel an festgefügter Formenkraft vor; eine gewisse rhapsodische Zersplitterung ist in den meisten seiner symphonischen Sätze bemerkbar, am wenigsten aber gerade in dieser, der vierten Symphonie; allein Bruckners Musik, seine Tonbilder von hinreißender Schönheit sind in erster Hinsicht auf ihren Empfindungsgehalt zu prüfen. Nicht die Logik strenger, geistiger Thematik beherrscht diese romantischen Klanggebiete, sondern das warme Empfinden und Fühlen, wie es sich unmittelbar in der Harmonie der Klangfarben auslebt. Bruckners Musik will nicht nur verstanden, sie will genossen werden, und man muss mit einer gewissen Zärtlichkeit den Pulsschlag ihres innersten Tonlebens zu fühlen verstehen. Sie ist trotz ihrer drängenden Gewalt reinste Lyrik. Der modernste Symphoniker mit dem orchestralen und harmonischen Prachtgewande Richard Wagners trägt heimlich tief im Herzen ein gutes Stück Schubert; Bruckner ist eben ein echter und rechter Wiener Meister.     -sdl- \" (*).\nDas Deutsche Blatt Brünn Nr. 88 bringt auf S. 1 den 2. Teil [vgl. 3.11.1897 und 13.11.1897] des Artikels von Redakteur Strauch \"Ein deutscher Tondichter (Josef Reiter)\", in dem wiederum auch  Bruckner erwähnt wird (**).\nBrief von Theodor Reisch an Stiftsdechant Johann B. Breselmayr:\r\n     Nach der Zusendung des Stiftsbriefes und der Gnadengabe von 100 fl vom 27.10.1897 habe er mit der Antwort gezögert, weil erst gestern nach wiederholter Einladung Kathi Kachelmayrs Tochter Ludowika die Gnadengabe entgegennehmen konnte. Die Empfangsbestätigung [vom 9.11.1897] liege bei (***).\nBeschluss des Linzer Gemeinerats, Bruckner durch mehrere Projekte zu ehren (Brucknerstraße, Brucknerstiftung, Bruckner-Denkmal) (°).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 258 gibt auf S. 4 die Tagesordnung der heutigen 40. Sitzung des Gemeinderats bekannT: \"[...] I. und II: Section: Antrag betreffend die Errichtung eines Bruckner Denkmales. II. Section: [...] (°°).\nDenselben Hinweis bringt auch die Linzer Tages-Post Nr. 258 auf S. 4 (°°°).", "Letzte Änderung": "31.08.2026 13:24"}, {"ID": 189811105, "Datum": "10.11.1898, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt erwähnt auf S. 646f im Berliner Musikbrief die 5. Symphonie [24.10.1898]. Tschaikowskys \"Manfred\"-Symphonie sei wie Bruckners Werk zutreffender als Phantase zu bezeichnen (*). \nAuf S. 650 wird eine Klavieraufführung der 8. Symphonie [vor dem 10.11.1898] besprochen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189911105, "Datum": "10.11.1899, Freitag", "Haupttext": "Besprechungen der 5. Symphonie\r\ndurch Th. Cursch-Bühren im Leipziger Tageblatt (*),\r\nMartin Krause in den Leipziger Neuesten Nachrichten (**)\r\nund (signiert anfangs »M-r«, am Ende »C. P.«) in der Leipziger Zeitung (***).\nHinweise auf das heutige Konzert\r\nin der Grazer Morgenpost Nr. 258 (mit zusätzlichem Inserat im Annoncenteil) (°),\r\nim Grazer Tagblatt Nr. 312 auf S. 3:\r\n\"    (Grazer Symphonie-Orchester.) Das heute im Rittersaale stattfindende Symphonie-Concert beginnt um halb 8 Uhr abends. An der Concertcasse werden gedruckte Erläuterungen zur „Bärenhäuter\"-Ouverture von Siegfried Wagner zum Preise von 15 kr. ver­kauft. Das Erträgnis fließt dem Fonds für die Unter­stützung der kriegführenden Buren in Deutsch-Südafrika zu.\"\r\nund auf Seite 10 mit einem Inserat (°°),\nin der Grazer Tagespost (°°°)\r\nund dem Grazer Volksblatt (#).\nAufführung der 4. Symphonie unter Martin Spörr im Landschaftlichen Rittersaal in Graz. Auf dem Programm stehen danach Stücke aus Richard Wagners \"Parsifal\" und die Ouvertüre zu Siegfried Wagners \"Bärenhäuter\" (##).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung bietet in den \"Nachrichten über bildene Kunst\" eine Beschreibung des Wiener Bruckner-Denkmals [25.10.1899] (###).", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:21"}, {"ID": 190011105, "Datum": "10.11.1900, Samstag", "Haupttext": "Die Grazer Tagespost übernimmt von der Wiener Abendpost den Nachruf auf Josef Schalk, in dem Bruckner mehrmals erwähnt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190211105, "Datum": "10.11.1902, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie in einer Fassung für 2 Klaviere beim Vereinsabend des Brünner Wagner-Vereins.\n     \"[...] die von den Brünner Philharmonikern geplante Aufnahme [in das Konzertprogramm] der dritten Brucknerschen Symphonie bot den Anlaß zu einer vorherigen Wiedergabe des Werkes im Rahmen des zweiten Vereinsabends.\" (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190311105, "Datum": "10.11.1903, Dienstag", "Haupttext": "Artikel \"Anton Bruckners Neunte Symphonie\" in den Münchner Neuesten Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190411105, "Datum": "10.11.1904, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie unter Nikisch im 5. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (erstmals dort) (*).\nBrief von Theodor Helm an Ferdinand Löwe:\r\n    Beiliegend Biogr. Daten. Mitteilung, daß sich »eine prachtvolle handschriftliche Orchesterpartitur der V. Symphonie Bruckners« mit Widmung im Nachlaß von Karl Strehmayer [Stremayr] befindet. Der Schwiegersohn, Karl Haidt [Hardt], bittet um ein Gutachten, ob diese Quelle die autographe Partitur von Bruckner sei (**).\n[Vermutlich auch in diesen Tagen]\r\nBrief von Theodor Helm an Richard Wallaschek mit Anmerkungen zu [vermutlich] derselben Symphonie und zu der Handschrift (***).\nThe Brooklyn Daily Eagle Nr. 313 bespricht auf S. 13 ein Buch über die Geschichte der Kammermusik, in dem auch Bruckner [vermutlich das Quintett] berücksichtigt wird: \"STORY OF CHAMBER MUSIC. A fresh addition to the \"Music Story Series,\" entitled \"The Story of Chamber Music,\" has recently been issued. It traces the development of chamber music from its beginning [...]. The author of the book, N. Kilburn, Mus. Bach. (Cantab) shatters the popular idea that the 5-4 movement in Tschaikowsky's pathetic symphony is a rhythmic novelty by stating that William Shield [...] has such a movement in a set of chamber trios published in 1790, and the movement is marked \"Alla Slavonica,\" [... zum Inhalt der Besprechungen, auch zur russischen Musik ...]. Chamber music compositions of Richard Strauss, F. [sic] Bruckner  and several of the modern English composers are referred to, and the volume should be interesting reading to professional and amateur musicians alike. The work is illustrated with reproductions from scores and with portraits and facsimile signatures of master musicians. \"Story of Chamber Music\" is imported by Charles Scribner's Sons, publishers.    8Price $1.25 net).\" [zu diesem Buch siehe \"Mai 1904\" (190405005)] (°).", "Letzte Änderung": "17.04.2024 12:15"}, {"ID": 190511105, "Datum": "10.11.1905, Freitag", "Haupttext": "Der Brünner Tagesbote Nr. 524 weist auf S. 4 in einem Inserat auf die heutige Generalprobe und das morgige Konzert mit Otto Kitzlers \"Trauermusik\" hin (*).\n \nUm halb 5 Uhr Generalprobe im großen Festsaal des Deutschen Hauses in Brünn (**).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 11:25"}, {"ID": 190611105, "Datum": "10.11.1906, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Doebber in Hannover (*).\nDie Zeit Nr. 1484 bringt auf S. 3 eine Kritik von Richard Wallaschek (signiert \"rw\") zum Konzert  mit 3. Symphonie und f-Moll-Messe [am 7.11.1906]:\n\"      rw Gesellschaftskonzert. Mit der Aufführung der F-moll-Messe und der Dritten Symphonie [...].\" (**).\n \nDer Brünner Tagesbote Nr. 526 weist auf S. 11 auf eine Publikation hin.\n     \"Das Blaubuch. Wochenschrift für öffentliches Leben, Literatur und Kunst, begründet von Albert Kalthoff, herausgegeben von H. Ilgenstein und H. Kienzl. (Concordia, Deutsche Verlagsanstalt, Hermann Ehbock in Berlin W. 50)\" enthält in Heft Nr. 44 (29.10.1906) einen Aufsatz \"Anton Bruckner\" von Willy Ticktin (***).\n \nBesprechung des gestrigen Konzerts in The Philadelphia Inquirer Nr. 133 auf S. 3: \"                  PHILADELPHIA ORCHESTRA\nIts Performance at the Academy of Music Yesterday Afternoon\n     There was another large audience at the Academy of Music yesterday afternoon, when the Philadelphia Orchestra, under the direction of Mr. Fritz Scheel, was heard in a program which had for its leading feature the E-flat major symphony of Bruckner, and which comprised the introduction to \"Lohengrin\" and Liszt's symphonic poem of \"Tasso.\" The Bruckner symphony was in the nature of a novelty. It has been given here before, but not under Mr. Scheel's direction, and it was probably unfamiliar to the majority of those who heard it. It is not great music, and it communicates the impression of having been written with that kind of fluency which has been described as fatal, but its thematic material is always interesting and not infrequently beautiful, and its development exhibits constructive ability of no ordinary quality.\n     Of its four movements unquestionable the best and the most effective is the scherzo, which in the conciseness of its statements and the geniality of its material steadily and easily holds the attention of the listener, but it is all very well worth hearing, at least once, and if it suggests the \"Im Walde\" symphony of Raff, it does not suffer from the comparison which it invites. Nothing but praise can be said of its performance, which was in all respects, in its balance, in its lucidity and in its sympathetic eloquence, thoroughly satisfying and enjoyable. In the Wagnerian vorspiel [... über Henselts Klavierkonzert und den Solisten (besseres Cantabile wünschenswert) ...]. The same program in every respect will be given this evening.\" [keine Signatur] (°).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch das Philadelphia Orchestra unter Fritz Scheel in Philadelphia. Es erklingen außerdem Werke von Richard Wagner (\"Lohengrin\"-Vorspiel), Henselt (Klavierkonzert mit Harold Randolph) und Liszt (\"Tasso\") [Wiederholung vom 9.11.1906] (°°).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 06:55"}, {"ID": 190711105, "Datum": "10.11.1907, Sonntag", "Haupttext": "The Buffalo Sunday Morning News Nr. 50 schreiben auf S. 8 über das Konzert vom 7.11.1907 mit der 9. Symphonie:\n\"MUSICAL HAPPENINGS IN THE METROPOLIS\n                   BY MARIE F. McCONNELL.\n     NEW YORK, Nov. 9.–Musically this has been a strenuous week. [... Paderewski ...]\n     Three orchestras have begun their New York season within the week, [... Walter Damrosch ...].\n     At the Boston Symphony concert last night the program was devoted to Bruckner's Ninth Symphony. Bach's B minor suite for string and flute and Beethoven's first Lenore [sic] overture.\n     The Boston Symphony orchestra is a great organization and Dr. Muck is a model of dignity, self-control and musical authority as a conductor, but neither his ability nor the superb ability of the orchestra could make Bruckner's symphony interesting. Fortunately for tomorrow's audience the program that Dr. Muck has announced is different and presents numbers of greater attraction.\n    The Philadelphia orchestra and its conductor Carl Pohlig did not cover itself with glory at its concert the afternoon of Election Day. Conductor Pohlig belongs to the gymnastic school of conductors, and he is even an extreme type of this. [... Programm ohne Bruckner ... weitere Meldungen ...].\" (*).\n \nThe Standard Union Nr. 132 (Brooklyn, New York) erwähnt auf S. 23 das Werk nur kurz:\n\"      IN THE MUSICAL WORLD\n[...]\n     The Boston Symphony Orchestra is this week making the first of its five trips to New York, Philadelphia, Baltimore, Washington and Brooklyn. At none of its concerts is there a soloist. The four symphonies chosen by Dr. Muck for the programmes are Mozart's in G minor, Beethovens' \"Pastoral,\" Bruckner's in D minor (the Unfinished), and D'Indy's \"Wallenstein Trilogy,\" [... gestern in NY Mozart und Beethoven ...].\" (**).\n \nNahezu gleichlautend die Meldung in The Washington Herald Nr. 399 auf S. 18:\n\"          MUSIC AND MUSICIANS\n[...]\n    The Boston Symphony Orchestra started last week making the first of its five trips to New York, Philadelphia, Baltimore, Washington, and Brooklyn. At none of its concerts is there a soloist. The four symphonies chosen by Dr. Muck for the programmes are Mozart's, in G minor, Beethovens' \"Pastoral,\" Bruckner's in D minor (the Unfinished), and d'Indy's \"Wallenstein Trilogy,\" which met with so great success in Boston when it was played there for the first time a few weeks ago.\" (***).\n \nDer Konzertbericht in The Sun Nr. 71 auf S. 9 über das gestrige Konzert kommt nicht ohne Seitenhieb auf das Konzert vom 7.11.1907 mit der 9. Symphonie aus:\n\"           THE BOSTON ORCHESTRA.\nA Programme of Two Classic Symphonies and No Solist Pleases Well.\n     Having come safely through the Bruckner desert, the Boston Symphony Orchestra at its first matinée in Carnegie Hall yesterday afternoon paused for refreshment at an oasis of real music. [... Mozart und Beethoven ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 15:40"}, {"ID": 191011105, "Datum": "10.11.1910, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Nürnberg unter Wilhelm Bruch in Erlangen (zuvor vermutlich auch eine Aufführung in Nürnberg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191211105, "Datum": "10.11.1912, Sonntag", "Haupttext": "The Brooklyn Daily Eagle Nr. 313 kündigt auf S. 15 (= S. 3 des 2. Teils) die Aufführung einer Bruckner-Symphonie an [6. Symphonie am 21.11.1912]:\n\"     The Philharmonic Society of New York, under Josef Stransky, with Mischa Elman, solo violinist, is to open its Manhattanconcerts at Carnegie Hall on Thursday evening and Friday afternoon. November 14 and 15 [...].\n     Other novelties to be presented by the Philharmonic during the season will be [... Dubois, Dvorak, Korngold ...], the thirteen-year-old Viennese composer and son of a prominent musical critic; furthermore, new works by Sibolius [sic], Bruckner, Debussy, Felix Draeseke, Max Reger, Emil Graener and others [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191511105, "Datum": "10.11.1915, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Georg Dohrn in Breslau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191611105, "Datum": "10.11.1916, Freitag", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an Franz Xaver Müller:\r\n     Wie gestern gewünscht, werde er das Requiem Bruckners [WAB 39], das ihm am 29.3.1911 übergeben worden war, zurückgeben und im St. Florianer Stiftshause [in Linz] hinterlegen. Die Stimmen wolle er noch behalten, bis er die Korrekturen überprüft habe.\r\n     Die Ermahnungen wegen der Biographie brauche er nicht, da er sie sich selbst sage. Jedoch sei er anderweitig übermäßig eingespannt.\r\n     Als Beleg der Zeitplan der aktuellen Woche, damit Müller die \"mir zugemuthete Faulheit voll beurtheilen u. werten\" könne).\r\n     Der Verlag komme derzeit mit dem Druck nicht voran.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191711105, "Datum": "10.11.1917, Samstag", "Haupttext": "Postkarte von Theodor Helm an Hans Wagner-Schönkirch: \n   Glückwünsche, auch zum Einsatz für Liszt und Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192111105, "Datum": "10.11.1921, Donnerstag", "Haupttext": "Münchner Erstaufführung des Andante der f-Moll-Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter F. C. Adler (*).\nArtikel »Bruckner-Wallfahrt« in der Linzer Tages-Post Nr. 257 auf S. 6.\r\nHeute [vermutlich gemeint: 9.11.1921. Oder recte: 11.10.1921?] seien die oberen Klassen der Linzer Mittelschulen auf Anregung Professor Gärtners nach St. Florian gefahren, wo unter Leitung Franz Müllers das Requiem [WAB 39] und der Chor mit Orgel \"Nachruf\"aufgeführt wurden. Zum Abschluss wurden die Schüler an den Sarkophag Bruckners geführt (**).\nVom Festkonzert in St. Pölten am 5.11.1921 berichten\r\ndie St. Pöltner deutsche Volkszeitung Nr. 45 auf S. 4f (***)\r\nund die St. Pöltner Zeitung Nr. 46 auf S. 4 (°).\nHinweis auf das heutige Furtwängler-Konzert in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 309 auf S. 7 (°°).\nAufführung der 8. Symphonie durch das Wiener Tonkünstlerorchester unter Wilhelm Furtwängler. Solisten in Händels Concerto grosso B-Dur sind Josef Peischer (Violine), Toon Verheij (Violoncello) und Alfred Wolf (Klavier) [Wiederholung am 11.11.1921] (°°°).\nIn Innsbruck erster der sechs von Emil Schennich geplanten volkstümlichen Vorträge über Bruckner (#).\nKurt Singer geht in seiner Konzertumschau \"Volks-Musik\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 532 auf S. 2 auch auf die Aufführungen der 9. Symphonie [am 7.11.1921, mit \"Te deum\"] und der 8. Symphonie [am 4.11.1921] ein und deutet beiläufig an, dass das Quintett vom Busch-Quartett gespielt wurde:\r\n\"[... Beethovens op. 135 ...]. Der süßlich gespielte letzte Satz zwingt zur Erde zurück, die uns bei Bruckner wieder freigibt. Werner Wolff, längst als Bruckner-Interpret anerkannt, spielt die Neunte mit dem Tedeum, die Lebens-Abschieds-Sinfonie. Und Furtwängler, der an dieser Stelle vor zwei Jahren enthusiastisch vorgefeiert wurde, als er das große tönende Symbolbild der VIII. Brucknerschen Sinfonie zum Leben brachte, spielt sie wiederum, und mit dem gleichen Erfolg und der gleichen inneren Besessenheit. Ein Berufener, ein Auserwählter, der sich in der Hast und Unruhe nicht verzetteln möge!\" (##).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 08:37"}, {"ID": 192211105, "Datum": "10.11.1922, Freitag", "Haupttext": "In einem Konzertbericht in The Manchester Guardian Nr. 23787 auf S. 11, signiert \"S. L.\", wird die Stellung der Bruckner-Symphonien [prov. WAB 86] in England beleuchtet\n\"      THE HALLÉ CONCERTS.\n[... über das gestrige Konzert ...].\n     The general popularising of orchestral music in England has so far done little for the symphony, which has rather been displayed by the many miscellaneous rivals for favor. We have even in England refused to make acquaintance with the latest symphonic writers, Bruckner and Mahler, though on the Comtinent they have steadily grown in favour, and are now in Germany, Austria, and Holland looked upon as favourite standard writers. In England, at least, no other post-Beethoven symphonies are held to compare with the four symphonies of Brahms. [... ausführlich über dessen Zweite Symphonie und die Möglichkeit, Musik poetisch zu beschreiben ...]. S. L.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192311105, "Datum": "10.11.1923, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Chores \"Träumen und Wachen\" durch den Wiener Männergesangverein (erstmals in dessen Konzerten).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192411105, "Datum": "10.11.1924, Montag", "Haupttext": "In der Österreichischen Volkszeitung Nr. 309 erscheint auf S. 4 eine mit \"E. K.\" signierte Kritik zur Aufführung des Requiems [WAB 39, am 2.11.1924].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192511105, "Datum": "10.11.1925, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Walther Better \"Ein Markstein zeitgenössischer Musikbiographie. Ein Hinweis auf Ernst Kurths Bruckner-Werk\" in den Danziger Neusten Nachrichten.", "Letzte Änderung": "05.08.2026 06:52"}, {"ID": 192911105, "Datum": "10.11.1929, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe unter Dr. Heinz Knöll beim Bruckner-Fest in Karlsruhe (*) im großen Saal der Festhalle.\r\nMitwirkende: Karlsruher Chorvereinigung, Orchester des Badischen Landestheaters, verstärkt durch Streicher des Orchesters des Stadttheaters Freiburg, die Solisten Rosel Landwehr (Darmstadt), Elfriede Haberkorn (Dresden), Robert Butz (Stuttgart) und Johannes Willy (Frankfurt) und als Organist Herr Krauß (Karlsruhe) (*a).\r\nDas Konzert wird ab 11:05 Uhr vom Stuttgarter Rundfunk übertragen (nächste Sendung: 12:30 Uhr) (*b).\nBrief von Josef Laubach (Stadtamt Karlsruhe, Leiter der Bruckner-Ausstellung) an Franz S. Forster:\r\n    »[...] Die Besucher sind von der Herrlichkeit des Werkes [Relief IKO 243] restlos begeistert [...]« (**).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Oswald Kabasta bei der RAVAG Wien. Solist in Cesar Francks Symphonischen Variationen ist der Pianist Paul Weingarten (***).\r\nDas Konzert wird ab 11:00 Uhr vom Rundfunk übertragen (***a).\nDie Mississippi-Blätter Nr. 314 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) bringen auf S. 13 eine (erfundene und dazu fehlerbehaftete) Geschichte aus Bruckners Leben:\r\n\"      Das letzte Adagio.\r\n          Von Carl Marilanu.\r\n     Das Sonntagsamt in der Wiener Burgkapelle war zu Ende. Ueber die Orgelstiege kam der Hoforganist Anton Bruckner herunter. [... Stichwörter: Sängerknabe Leopold, dessen schöne Schwester Floriana [!], mit der er ins Gespräch kommt: Arbeit am Adagio der 9. Symphonie im Belvedere, das geplante Ehrendoktorat, Stift St. Florian ... Bummel über eine Kirchweih, Kauf eines Gebetbuchs ... Abschied, Anregung zum Adagio der Neunten ...] – dieses Adagio, wußte Anton Bruckner, war ihm heute vom lieben Gott geschenkt worden.\" (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 17:27"}, {"ID": 193211105, "Datum": "10.11.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Willem Mengelberg in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193411105, "Datum": "10.11.1934, Samstag", "Haupttext": "Artikel über die Gesamtausgabe der Nationalbibliothek in \"Das Echo\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193511105, "Datum": "10.11.1935, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von Carl Führichs \"Praeludium und Fuge über eine Originalthema von Anton Bruckner\" durch Louis Dité in der Hofburgkapelle (*).\n\r\nUm 18 Uhr \"Musikalische Weihestunde\" in der Piaristenkirche anlässlich der Restaurierung der Orgel und des zehnjährigen Jubiläums der Erhebung zur Lateranbasilika. Neben Orgelwerken, gespielt von Louis Dité, erklingen unter Leitung von Carl Führich und Viktor Paul Heinrich Werke von Haydn, Herbeck, Bruckner [prov. WAB 67?], Weinzierl, Robert Fuchs und Führich (**).\nGründung der Dresdner Brucknervereinigung. Dem Vorstand gehören an: GMD Dr. Böhm, Kpm. van Kempen, Prof. Pembaur, Landeskirchenmusikdirektor Stier, Wehrkreisoberpfarrer Klesse, Vorsitzender ist Oberkirchenrat D. Artur Neuberg. Der Verein zählt bei Gründung bereits 50 Mitglieder (***).", "Letzte Änderung": "15.04.2025 19:37"}, {"ID": 193811105, "Datum": "10.11.1938, Donnerstag", "Haupttext": "Münchner Erstaufführung der Originalfassung der 2. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter A. Mennerich (*).\nBrief von Max Auer an Friedrich Werner:\r\n   Übermittelt ihm die Abschrift eines Schreibens der Gauleitung Oberdonau, wonach Auers Gesuch an den Führer [vermutlich: Wiederzulassung zur Mitarbeit in der Deutschen Bruckner-Gesellschaft] [positiv] erledigt wurde (**).\nFriedrich Herzfeld schildert in der Kölnischen Volkszeitung seine Eindrücke von den ersten Philharmonischen Konzerten in Berlin, u. a. bei der 5. Symphonie [am 7.11.1938]:\r\n   »[...] Da fragt man sich immer wieder nach der Quelle dieses überwältigenden Erlebnisses. Woher stammt der sieghafte Zauber dieses Mannes? Wir haben ihn in den beiden bisherigen Philharmonischen Konzerten Werke dirigieren hören, die wir schon unzählige Male von ihm hörten, etwa die 1. Brahmssinfonie, die G-moll-Sinfonie von Mozart und die 5. Sinfonie von Bruckner. Warum erleben wir sie jedesmal neu unter ihm? Weil auch Furtwängler sie jedesmal neu erlebt. [...]« (***).", "Letzte Änderung": "20.10.2024 17:22"}, {"ID": 193911105, "Datum": "10.11.1939, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (Originalfassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Carl Schuricht in Berlin.\r\nSolistin in Bachs E-Dur-Violinkonzert ist Alma Moodie.", "Letzte Änderung": "18.08.2025 13:28"}, {"ID": 194411105, "Datum": "10.11.1944, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Nils Schiörring (Kopenhagen) mit Bemerkungen über die f-Moll-Messe in der Nationaltidente.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194811105, "Datum": "10.11.1948, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Oskar Kromer in Winterthur (*).\nBrief von Max Auer an Anton Rußegger: \r\n    In einer Aussprache mit Prälat Schöfecker sei ihm empfohlen worden, sich mit seinem Anliegen [9. Symphonie in St. Florian] an die Bischofskonferenz zu wenden, da der Linzer Bischof [Fliesser] an den Beschluss der letzten Sitzung gebunden sei. Für dieses Gesuch erbitte er Unterstützung von der oberösterreichischen Landesregierung und vom österreichischen Gesandten in Rom (**).\nBrief von Rudolf Kohlruß an Max Auer:\r\n    Er habe mit einer \"maßgeblichen Persönlichkeit\" der Ritenkongregation [in Rom] gesprochen und ein Schriftstück zur Bedeutung der Aufführung überreicht, doch wolle man sich in Rom nicht in die Kompetenzen der Bischofskonferenz, die die lokalen Verhältnisse kenne, einmischen (***).", "Letzte Änderung": "14.02.2024 12:29"}, {"ID": 195611105, "Datum": "10.11.1956, Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Vortrag von Paul-Gilbert Langevin im Rahmen der »Jeunesses musicales de France« [?]. Eugen Jochum ist als Ehrengast anwesend.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195711105, "Datum": "10.11.1957, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Carl Schuricht in der Diesterwegschule in Linz.", "Letzte Änderung": "07.06.2026 15:02"}, {"ID": 196711105, "Datum": "10.11.1967, Freitag", "Haupttext": "Aufführung [oder Probe?] der 8. Symphonie in Innsbruck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196911105, "Datum": "10.11.1969, Montag", "Haupttext": "Kritik zur 5. Symphonie von Claude Rostand im Figaro littéraire.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198811105, "Datum": "10.11.1988, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Stavanger Symfoniorkester unter Gerard Oskamp in Stavanger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199111105, "Datum": "10.11.1991, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 146. Psalms mit dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester unter Heinz Wallberg in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199611105, "Datum": "10.11.1996, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von Präludium C-Dur [Perger Präludium] und Adagio und Scherzo der 6. Symphonie in einer Orgeltranskription von Bernhard Haas (außerdem Werke von J. S. Bach und César Franck und Rezitationen) in einem Orgelkonzert in der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart. Ausführende sind Bernhard Haas und Rudolf Guckelsberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 191103106, "Datum": "10./11.3.1911, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Chicago Symphony Orchestra unter Frederick Stock in Chicago.\nAufgeführt werden außerdem Werke von Weber (\"Oberon\"), Chopin (2. Klavierkonzert mit Heniot Levy) und Glasunow (Ouvertüre \"Carnaval\").", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 194203106, "Datum": "10./11.3.1942, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195903105, "Datum": "10./11.3.1959, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Georg Ludwog Jochum im Saal der Hochschule für Musik in Berlin. Klaviersolist des Abends ist Géza Anda.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195404105, "Datum": "10./11.4.1954, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (in der Erstdruck-Fassung (*a)) durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Musikvereinssaal in Wien. Schallplattenaufzeichnung des Nicolai-Konzertes am 10.4.1954 (*).", "Letzte Änderung": "07.06.2026 13:26"}, {"ID": 196405105, "Datum": "10./11.5.1964, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Joseph Keilberth in der Neuen Philharmonie in Berlin. Solist des Abends ist Robert Casadesus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197206106, "Datum": "10./11.6.1972, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Claudio Abbado in einem Jeunesse-Konzert bzw. Konzert im Rahmen der Wiener Festwochen im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nAm Sonntag ist David Oistrach der Solist im Brahms-Violinkonzert.", "Letzte Änderung": "10.06.2026 11:40"}, {"ID": 197406105, "Datum": "10./11.6.1974, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (Fassung 1889) durch die Slowakische Philharmonie unter Ludovit Rajter in Graz.", "Letzte Änderung": "07.04.2025 21:04"}, {"ID": 183801105, "Datum": "10.1.1838, Mittwoch", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001105, "Datum": "10.1.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »den 10. 1. St[und]e Rosenauer« und »2.« [Stunde für Wald].", "Letzte Änderung": "06.12.2024 08:55"}, {"ID": 186101105, "Datum": "10.1.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 10. Jän[n]er« auf Doppelbogen »No. 43« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186401105, "Datum": "10.1.1864, Sonntag", "Haupttext": "Wahl der beim Sängerbundesfest aufzuführenden Chöre (darunter der »Germanenzug«).\nEs waren 120 Kompositionen eingesendet worden, aus denen vier Vokalchöre (Edwin Schulz, Karl Mayrberger, S. A. Zimmermann, Heinrich Neeb) und vier Instrumentalchöre (J. Faist, Anton Bruckner, Karl Santner, Rudolf Weinwurm) gewählt werden. Josef Kränzl wird die Chöre verlegen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186501105, "Datum": "10.1.1865, Dienstag", "Haupttext": "Die Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 3 berichten auf S. 12 (= S. 4):\n     \" * Kürzlich wurde in Linz eine neue \"große Messe\" von Ant. Bruckner bei einem Concerte im ständischen Saale aufgeführt [18.12.1864]. Das neueste Werk des Compositeurs, der auch als ausgezeichneter Organist bekannt ist, fand bei der regsten Theilnahme den größten Beifall. - Wie wir vernehmen, soll die Aufführung dieses Werkes demnächst auch in Wien vorbereitet werden.\" [verantwortlicher Redakteur: L. A. Zellner].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801105, "Datum": "10.1.1868, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den »Frohsinn«: \n   Dankt für die Überlassung des Probenlokals und die Mitwirkung bei Einstudierung und Aufführung der d-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187301105, "Datum": "10.1.1873, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik berichtet auf S. 22 ([Musikbrief?] »Wien. [/] (Schluß.)«, signiert »R. B.«) über das Konzert vom 8.12.1873, bei dem de Lange als Organist mitwirkte (»von Hrn. Lange meisterlich gespielt«) und Brahms sein »Triumphlied« dirigierte. [... Einwände gegen die »Verhimmelung« von Brahms ...] »Die Gesellschaft der Musikfreunde gab uns auch [am 15.11.1872] das interessante Schauspiel eines Organisten=Zweikampfes. Der hiesige Hoforg. Bruckner und Hr. Fischer aus Dresden stritten um die Palme, da kam Hr. Lange aus Rotterdam, spielte und - siegte [8.12.1872 gemeint]. Lange gab auch ein eigenes Concert mit Compositionen von Bach, Mendelssohn, Schumann und Vivaldi. - [...] R. B.« [vgl. dazu 20.12.1872] (*).\n \n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Mit den Referaten habe er schon am 1.1.1873 gerechnet [vgl. 22.10.1872]. Einen Mitstreiter habe Traumihler nun im Salzburger Verein (Prof. A. Hübner). Nützlich seien Kurzberichte in der Presse. Ob sich Arminger den unbegründeten Ansichten Haberts über Witts Kompositionen, die beide nicht kennen, angeschlossen habe? Erbittet zum 20.1.1873 wenigstens die fertigen Referate (**)).\n \n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:21"}, {"ID": 187401105, "Datum": "10.1.1874, Samstag", "Haupttext": "Über Bruckners Petition an den oberösterreichischen Landtag um eine lebenslängliche Subvention referiert Dr. Bahr im Finanz-Ausschuß (*).\r\nDas Gesuch wird abgewiesen (**).\nBruckner wird durch ein von Dr. Eigner und Friedrich Hochenegg [siehe die Anmerkung] unterzeichnetes Schreiben davon in Kenntnis gesetzt (***).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 07:32"}, {"ID": 187501105, "Datum": "10.1.1875, Sonntag", "Haupttext": "Verspäteter Hinweis auf das gestrige Konzert in der Oesterreichisch=ungarischen Wehr=Zeitung \"Der Kamerad\" Nr. 3 auf S. 5:\r\n          \"Verschiedenes.\n     (Der Verein der Oesterreich.=Schlesier in Wien) veranstaltet zu Gunsten seines Unterstützungsfondes im großen Musikvereinssaale ein Fest=Concert, zu dem in gütiger Berücksichtigung des humanitären Zweckes der Wiener Sängerbund unter Professor E. Stoiber's persönlicher Leitung, Frau Professor Dr. Englisch, Herr Leo Friedrich, Mitglied des k. k. Hofburgtheaters, Herr Director Hellmesberger, die Herren Professoren Pruckner, Röver und Zamarra [Zamara] ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt haben.\n     Nach dem Concerte findet ein Ball statt, wobei die Regimentscapelle König von Baiern die Tanzmusik executirt.\" (*).\n \n(2. Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken von Mendelssohn, Joachim, Brahms, Schumann und Bach (**)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:31"}, {"ID": 187601105, "Datum": "(10.1.1876, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801105, "Datum": "10.1.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Ignaz Traumihler an die Steyrer Zeitung (dort am 17.1.1878 veröffentlicht): Über die kürzlich in einem Artikel ausgedrückte und seiner Meinung nach nicht berechtigte Kritik an Matthäus Mauracher. Vergleicht die Orgel in St. Florian mit den Orgeln in Ulm und Weingarten, erwähnt das günstige Urteil Linzer Fachkenner, der bei der Kollaudierung anwesenden Prominenz und »der Herren Domcapellmeister aus Köln und Münster, Kornen [recte: Koenen] und Schmidt, dann die vollwiegenden Atteste der musikalischen Celebritäten aus Wien, des Herrn Vice-Hofcapellmeisters Preyer, des sel. Directors Herbek [sic!], der Herren Professoren am Conservatorium Krenn und Bruckner und so vieler Anderer, deren Zahl Legion ist.« Da man mit Mauracher sehr zufrieden sei, überlasse man ihm sogar Räume im Schloß Hohenbrunn für seinen Betrieb. »St. Florian, den 10.Jänner 1878. [/] Ignaz Traumihler, [/] Regenschori.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301105, "Datum": "10.1.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Jänner 10. [Jan.] 23. - 24.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501105, "Datum": "10.1.1885, Samstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Erfolg des von Hellmesberger gut geprobten Quintetts im Musikverein. Der Wagner-Verein war gut vertreten. Bruckner kam mit Landgraf und Paumgartner danach zu Wandl. Er sei über Leipzig getröstet. Löwe und Josef gingen mit ihm die 7. Symphonie durch (Beckenschlag, Nikisch). Die Deutsche Zeitung habe den Artikel von Franz bereits gebracht [9.1.1885], den zweiten Artikel habe er, Josef, etwas ausgearbeitet. Er werde ihn zusammen mit der Kritik zum 22.12.1884 zusenden, die einen Tadel für Hirsch enthalte. Bruckner traf Franz in Dresden nicht (anderer Zug). Grüße auch von Eckstein. Winkler, Baron Seiler und Weiß fehlten am 22.12.; Zottmann sei von der 1. Symphonie begeistert. Die Aufführung des »Te deum« sei in Planung [siehe die Anmerkung] (*).\nDie Konstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 10 bringt auf S. 4 eine mit »R.« signierte Kritik des Quintetts [8.1.1885]:\r\n    »[...] Erfreulich ist, daß das Adagio (in der Partitur der dritte Satz, von Hellmesberger als zweiter gespielt), in welchem sich das Dasein innerer Musik stets am deutlichsten bekundet, den gelungensten Theil des Quintetts bildet. [...] Herzlich freuen wir uns des durchschlagenden Erfolges dieser genial angelegten Komposition, deren Schöpfer, nach jedem einzelnen Satze stürmisch applaudirt, wiederholt erscheinen mußte. R.« (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 7 meldet auf S. 3, den Text der Deutschen Zeitung vom 8.1.1885 nahezu unverändert übernehmend, daß in Leipzig die 7. Symphonie erfolgreich aufgeführt wurde [30.12.1884]:\r\n     » § Von unserem Landsmanne Bruckner. Aus Leipzig wird geschrieben: \"In dem im hiesigen Stadttheater zu Gunsten der Errichtung eines Richard Wagner=Denkmals veranstalteten Concerte kam Anton Bruckners siebente Symphonie zur ersten Aufführung. Dem größten Theil des Publicums war wohl der Name des Wiener Componisten noch unbekannt und es schien nur zu vermuthen, daß in einem Programm, welches, der Feier entsprechend, nur die auserlesensten Nummern enthielt, auch nur ein ungewöhnliches und würdiges neues Werk habe Raum finden können. Mit deutlich wahrnehmbarer Aufmerksamkeit und wachsendem Interesse folgte es nun der Entfaltung jener großartigen und tiefernsten symphonischen Gedanken, welche dieses Werk in sich birgt. Von Satz zu Satz steigerten sich Beifallskundgebung und Enthusiasmus. Am Schlusse erschien nach langanhaltenden Rufen der Componist und wurden ihm zwei Lorbeerkränze überreicht. Kapellmeister Nikisch hatte das Werk in seinen großen Zügen wahrhaft congenial erfaßt und brachte es durch sein Orchester zu überwältigendem Ausdruck. Eine Wiederholung dieser einzig dastehenden Aufführung findet schon im nächsten Monat statt.« (***).\nDie Österreichische Kunst-Chronik Nr. 2 bringt auf S. 24 - 27 einen Artikel von Dr. H. M. Schuster \"Das Doppel-Jubiläum des Jahres 1885.\", in dem auf S. 26 auch Bruckner erwähnt wird:\r\n     \"[... Kritik an der Programmgestaltung der Philharmonischen und Gesellschaftskonzerte; Bach und Händel würden vernachlässigt, je ein Konzert sei zu wenig ...] Das Richtige wäre nämlich, ausserdem ein drittes Concert zu veranstalten, welches Orgel-Compositionen (unsere Erwartung, dass man Bruckner zu einem Orgelvortrag Bach'scher und Händelscher Werke einladen werde, ist unerfüllt geblieben!), Orchester- und Kammer-Compositionen (sowol vocale als intsrumentae) von Beiden enthielte; [...] Dr. H. M. Schuster.\" (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2025 13:01"}, {"ID": 188601105, "Datum": "10.1.1886, Sonntag", "Haupttext": "Artikel Hugo Wolfs über das Quintett [am 7.1.1886] im Wiener Salonblatt Nr. 2 auf S. 8:\r\n      »Concerte.\r\nQuartett Hellmesberger. Anton Bruckner's Quintett ist eine jener seltenen künstlerischen Offenbarungen [... sehr günstige Besprechung ...]\r\n    Daß diese Composition Bruckner's bei ihrer Wiederholung mit gesteigertem Beifalle aufgenommen wurde, gereicht dem Publikum nicht minder zur Ehre als dem Componisten. [... über die weiteren Programmnummern und andere Konzerte ...] [Signatur:] Hugo Wolf.« (*).\nIn der Musikalischen Rundschau Nr. 12 erscheint auf S. 140 zusätzlich zur Quintett-Rezension:\r\n     »[...] Wiederholung des wundervollen Streichquintettes ... im Adagio, diesem edlen, tief zu Herzen gehenden Gesang, erreichte, gleich dem Componisten, auch die unvergleichliche Leitung Vater Hellmesberger's ihren Höhepunkt. Das Scherzo hätten wir etwas schneller gewünscht; die Wirkung desselben war im Vorjahre ungleich größer.«\r\nein Bericht über das Konzert vom 30.12.1885 (Klavieraufführung zweier Sätze der 7. Symphonie):\r\n    »[...] Die Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk [...] brachten zwei Sätze [...] für zwei Klaviere bearbeitet, in unübertrefflicher, orchestral gedachter Weise zu Gehör [...]« (*a).\nAuf die heutige Aufführung des »Te deum« weisen [mit nahezu identischen Texten]\r\ndie »Presse« Nr. 10 auf S. 15:\r\n     \" - Morgen (Sonntag) Mittags halb 1 Uhr findet im großen Musikvereinssaale das dritte ordentliche Gesellschafts=Concert statt. Das Programm bringt: Schubert: Myrjam's Siegesgesang; H. Schütz: Die sieben Worte Christi, und A. Bruckner: Tedeum (neu).\" (*b),\ndas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 10 auf S. 5: »[...] und A. Bruckner: „Te Deum” (neu).« (*c)\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2107 auf S. 7 (*d) hin.\n3. Gesellschaftskonzert mit dem Wiener Singverein (**a) unter Hans Richter mit Werken von Schubert (»Myriams Siegesgesang«), Schütz (»Die 7 Worte Christi«) und Bruckner (erste Aufführung des »Te deum« mit Orchester (**).\r\nIm Publikum Gräfin Amadei (**b), möglicherweise einige Linzer Freunde (**c), Mayfelds (**d), Anton Door - \"Das ist der deutsche Berlioz, nur dass ihm auch musikalisch immer Etwas einfällt.\" - (**e), Rudolf Weinwurm, Erzherzogin Stephanie (***), die Kritiker Helm, Kulke [?], Paumgartner und Kalbeck (°), Wilhelm Frey (°a), Ludwig Hevesi (°b), Speidel und Hanslick (°°), Hartmann (°°°), Laurencin (#) und Königstein (##).\n[mit 13.1.1886 (nachträglich?) datierter] Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner:\r\n   Über den grandiosen Eindruck des heute aufgeführten »Te deum« (###).\nBesprechung des Konzerts vom 30.12.1885 [7. Symphonie] in der Musikalischen Rundschau (a).", "Letzte Änderung": "28.04.2026 20:47"}, {"ID": 188701105, "Datum": "10.1.1887, Montag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 12, berichtet auf S. 192 über die Aufführung des »Te deum« in Prag [am 28.11.1886]: \n\n»Correspondenzen.\n\nPrag. [...] Die bereits so triste inaugurirte Musiksaison bot mit Ausnahme des Concerts des Geigenkönigs und der Aufführung von Anton Bruckner's \"Te Deum\" durch den \"Deutschen Singverein\" [...] nichts Nennenswerthes. Dass die beiden genannten Musikfürsten - der eine als genialer Virtuose auf seinem Instrumente, der andere als vielfach angefochtener, dennoch aber einer der bedeutendsten Componisten der Neuzeit - einen kaum geahnten Erfolg erzielten, braucht nicht erst besonders erwähnt zu werden. Namentlich des Letzteren hehre Composition versetzte das Publicum in den ungewöhnlichsten Enthusiasmus, der eine glänzende Rechtfertigung des bestgehassten unter den lebenden Componisten bildete. [...]« (*). Auf S. 194 wird eine Aufführung der 7. Symphonie durch die »Diligentia« in Den Haag angekündigt: \n\n»*** In Haag hat die Liszt'sche Muse nunmehr auch, in Folge des Rücktrittes Verhulst's [...] ihren Einzug in diesen Verein gehalten. [...] Voraussichtlich wird die \"Diligentia\" im Laufe der Saison Anton Bruckner's siebente Symphonie bringen. [...] Herr Verhulst hatte die Pforten sämmtlicher unter seiner Leitung stehenden Vereine der hehren Trias: Berlioz-Liszt-Wagner rigoros, mit eiserner, einer besseren Sache würdigen Consequenz verschlossen gehalten; nunmehr hat der nie zu hemmende Zeitlauf den Damm, Gott sei Dank, durchbrochen.« [zur Absage dieses Projekts siehe »7.3.1887« und  \"9.3.1887\" (3. Symphonie)] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801105, "Datum": "10.1.1888, Dienstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen kündigen das Bruckner-Konzert vom 22.1.1888 (mit der 4. Symphonie und dem »Te deum«) an:\nFremdenblatt Nr. 10 auf S. 12:\r\n    » - Sonntag den 22. d., Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter Leitung Hans Richters und unter gef. Mitwirkung des Hof=Opernorchesters, des Singvereins und Wagner=Vereins, ferner der Solisten: der k. k. Hof=Opernsängerinnen Frl. Forster und Frau Papier-Paumgartner, des Hof=Opernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Konzert statt. Zur Aufführung gelangen die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. Die Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde können ihr Vorkaufsrecht vom 9. bis 11. d. M. in der Musikalienhandlung Wetzler (Jul. Engelmann), Stadt, Kärntnerring 11, ausüben. Näheres über den Verkauf etc. enthalten die Plakate und Annoncen im Inseratentheile.« (*),\nKonstitutionelle Vorstadtzeitung (Österreichische Volkszeitung) Nr. 10 auf S. 4:\r\n    \" - Sonntag den 22. d. M., Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Hofkapellmeisters Hans Richter und unter gefälliger Mitwirkung des Hofopern=Orchesters, des Singvereins und Wagner=Vereins, ferner der Solisten: der Hofopernsängerinnen Frl. Forster und Frau Papier-Baumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Konzert statt. Zur Aufführung gelangen die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. Die Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde wollen ihr Vorkaufsrecht vom 9. bis 11. d. M. in der Musikalienhandlung Wetzler (J. Engelmann), Stadt, Kärntnerring 11, ausüben.\" (**),\nNeue Freie Presse Nr. 8396 auf S. 6:\r\n    \"[...] - Samstag den 22. d., Mittags halb 2 [sic] Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Hof-Capellmeisters Herrn Hanns Richter und unter gefälliger Mitwirkung des Hofopern=Orchesters, des Singvereins und Wagner=Vereins, der Damen Fräulein Forster und Frau Papier=Paumgartner, sowie der Herren Winkelmann und Schwegler ein großes Bruckner=Concert statt. Zur Aufführung gelangen die zweite [sic] Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. [...]\" [siehe auch (#)] (***),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2827 auf S. 7:\r\n    \" - Samstag [sic!] den 22. d. M., Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Hof=Capellmeisters Hans Richter und unter Mitwirkung des Hofopern=Orchesters, des Singvereines und Wagner=Vereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerinnen Fräulein Forster und Frau Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Concert statt. Zur Aufführung gelangen die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. [...]\" (°),\r\nauf S. 10 großes Inserat \"Grosses Bruckner-Concert\" (°a),\nWiener Tagblatt Nr. 10 auf S. 8:\r\n    \" - Sonntag den 22. Jänner, halb 1 Uhr Mittags, findet im großen Musikvereinssaale unter der Leitung des Hofkapellmeisters Herrn Hans Richter und unter gefälliger Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereins und Wagner=Vereins, ferner der Solisten: der Hofopernsängerinnen Frl. Forster und Frau Rosa Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Konzert statt. Zur Aufführung gelangen die IV. Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. [...]\"  (°°)\nund »Die Presse« Nr. 10 auf S. 11:\r\n     \" - Sonntag den 22. d. [inhaltlich wie die anderen Texte]\" (°°°).\nDie Neue Freie Presse bringt zusätzlich auf S. 11 den (seit dem 1.1.1888 routinemäßigen) täglichen Hinweis: \"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888]\nund darunter ein großes Inserat \"Grosses Bruckner-Concert\" mit Angabe aller Mitwirkenden, der Eintrittspreise und der Vorverkaufsstellen (#).\nDas Inserat \"Grosses Bruckner-Konzert\" im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 10 auf S. 16 ist inhaltlich gleich, aber anders im Layout (##).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:19"}, {"ID": 188901105, "Datum": "10.1.1889, Donnerstag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 11 meldet auf S. 83, daß die 7. Symphonie unter Mannstädt in Wiesbaden aufgeführt wurde:\r\n     \"Kleine Mittheilungen und Berichte\r\n(Wiesbaden.)\r\nMannstädt brachte mit dem trefflichen Hof-Theater-Orchester eine vorzügliche Aufführung der hochinteressanten 7. Symphonie von Anton Bruckner. [...]\" (*).\nIm Konzert der Brüder Thern im Bösendorfersaal singt Ferdinand Jäger mit großem Erfolg Lieder von Hugo Wolf (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189101105, "Datum": "10.1.1891, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet, die Besprechung Ludwig Speidels im Fremdenblatt [1.1.1891] zitierend, über die Aufführung der 3. Symphonie am 21.12.1890 und weist auf die Wiederholung des Werkes am 25.1.1891 hin:\r\n\"     - Ueber die D-moll-Symphonie Anton Bruckners schreibt Ludwig Speidel im \"Fremden=Blatt\" u. a.: \"Es ist für die Kritik eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe, dem Talente Bruckners, seiner Bedeutung und Künstlerschaft gerecht zu werden, seine Vorzüge anzuerkennen, ohne zu übertreiben, seine Mängel zu tadeln, ohne ihm wehe zu thun. Das Kunstwerk steht ja doch immer über der Kritik, wenn auch der Kritiker das Kunstwerk, wie der Ausdruck lautet, seinem Urtheil unterwirft. Bruckner hat große positive Eigenschaften [... Text wie bei 713/421 ...] zu schreiben. Er ist eine begeisterte Natur voll plötzlichen Eingebungen, voller Blitze und Donner des Genies. Mit dem Orchester steht Bruckner auf vertrautem Fuße und gewinnt ihm zuweilen großartige und entzückende Wirkungen ab. Seine Technik ist im einzelnen den verwickeltsten und höchsten Aufgaben gewachsen. Leider weiß Bruckner [... Text wie bei 713/421 ...] wie besessen; oft jagt ein Gedanke den andern, keiner läßt dem andern Zeit, sich deutlich und behglich auszusprechen. Durch solche Ungeduld der nachquellenden Gedanken werden die einfachen, großen Verhältnisse eines musikalischen Satzes verwischt, der Ueberblick über das Ganze erschwert. Was hilft es aber [... Text wie bei 713/421 ...] allgemein angesprochen.\"\r\n     - Anton Bruckners dritte Symphonie in D-moll wird in einer vom Wiener akademischen Wagner=Vereine unter Leitung des Hofkapellmeisters Hans Richter und Mitwirkung des philharmonischen Orchesters veranstalteten Aufführung am Sonntag den 25. d. mittags um halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale zur Wiederholung gelangen.\" (*).\nAuf dieses Konzert machen auch aufmerksam\r\ndie Musikalische Rundschau Nr. 2 auf S. 21:\r\n\"Aus den Concertsälen.\r\nWien.\r\n- Anton Bruckner's dritte Symphonie in D-moll wird in einer vom Wiener akademischen Wagner=Vereine unter Leitung des Hofcapellmeisters Hanns Richter und Mitwirkung des philharmonischen Orchesters veranstalteten Aufführung am Sonntag den 25. d. [...] zur Wiederholung gelangen, [...]\"  (**)\r\n \r\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 3808 auf S. 8:\r\n          \"Musik-Nachrichten.\r\n[...]\r\n     - Der Wiener akademische Wagner-Verein veranstaltet am 25. Januar l. J., Mittags halb 1 Uhr, eine Musikaufführung, welche unter Leitung des Hof-Capellmeisters Hans Richter und Mitwirkung des Hofopern-Orchesters im großen Musikvereinssaale stattfindet. Zur Aufführung gelangen Werke von Richard Wagner und Anton Bruckner. [... Kartenverkauf ...] Das ausführliche Programm ist im Annoncentheile unseres Blattes enthalten.\" (***).\r\n[Auf Seite 10 fehlt ein entsprechendes Inserat.]", "Letzte Änderung": "31.07.2023 16:07"}, {"ID": 189201105, "Datum": "10.1.1892, Sonntag", "Haupttext": "5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit der 2. Serenade von Volkmann (*), »Don Juan« von Richard Strauss (**) und Werken von Cherubini und Beethoven (1. Sinfonie).\nVermutlich hat Bruckner dieses Konzert besucht, denn er soll August Stradal zufolge dem \"Don Juan\" eine große Zukunft verheißen haben (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189301105, "Datum": "10.1.1893, Dienstag", "Haupttext": "Das Grazer Tagblatt Nr. 10 bringt auf S. 1f einen Feuilletonartikel Friedrich Hauseggers, in dem Bruckner erwähnt wird:\n»Hat Wagner eine Schule hinterlassen?]\n     Diese Frage wird in einer unter den \"Deutschen Schriften für Literatur und Kunst\" bei Lipsius und Tischer erschienenen Broschüre von Dr. Arthur Seidl in umfassender und geistvoller Weise behandelt. [... Beispiele für Opern: Kienzl, Weingartner und Alexander Ritter, im Theater der Dramatiker Hans Herrig ...]\r\n     [... über Entwicklungen in der Theater-Architektur und Theater-Regie ... Cäcilianismus ...]\n     Auf dem Gebiete des Liedes sind hervorragende Vertreter der Wagner'schen Anschauung, u. a. Hans Sommer und Hugo Wolf; auf dem der Symphonie hat als warmer Verehrer Wagners Anton Bruckner Bedeutung erlangt.\n     [... Wagners Einfluss in der Kunsttheorie ... über Sprachreinigung ...]\n     Für uns Steiermärker hat das zusammenfassende Bild, welches A. Seidl bietet, auch noch eine besondere Bedeutung durch die hervorragende Zahl von Mitstreitern, welche auf den verschiedensten Gebieten unser Land der geschilderten Bewegung zur Verfügung stellt.\n                                               Dr. Fr. v. Hausegger.« (*).\n \nBrief von Robert Lienau jun. an Bruckner:\r\n     Bittet ihn, die am 12.12.1892 überlassene Partitur der 8. Symphonie zurückzugeben oder dem Briefboten mitzuteilen, in wessen Händen sie derzeit sei, damit sie abgeholt werden könne (**).", "Letzte Änderung": "20.01.2024 23:28"}, {"ID": 189401105, "Datum": "10.1.1894, Mittwoch", "Haupttext": "In Anwesenheit Bruckners [zweite?] Aufführung des Quintetts im Konzert des Berliner Wagner-Vereins durch das Waldemar-Meyer-Quartett (*) in der Singakademie (**). Außerdem wirken Felix Dreyschock [Klavier?] und Gülzow ([2.] Viola) mit [siehe die Anmerkung](**).\nBrief Hugo Wolfs an Oskar Grohé: \r\n     Berichtet vom Konzert am 8.1.1894 und der Tristan-Aufführung unter Muck (***).\n[Verspäteter] Bericht der Neuen Zeitschrift für Musik 90, S. 18: Bruckner werde am Donnerstag [4.1.1894] erwartet; »Te deum« am 8.1.1894 (°).\nÜber die Berliner Erfolge schreibt das Neue Wiener Journal Nr. 76 auf S. 5:\r\n\"   * Anton Bruckner ist gegenwärtig in Berlin Gegenstand der glänzendsten Ovationen. Sowohl im Opernhaus, als im Concertsaal wurde Bruckner mit rauschendem Beifall ausgezeichnet.\" (°a).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 7914 meldet auf S. 6 die Berliner Erfolge der 7. Symphonie [6.1.1894] und des »Te deum« [am 8.1.1894]:\r\n\"     – Wir erhalten aus Berlin folgendes Telegramm [Bruckners, am 9.1.1894]: Die Aufnahme von Bruckner's Siebenter Symphonie in einem im königlichen Opernhause gegebenen Concerte war glänzend, wie fast noch nie, die Aufführung unter Dr. Muck's genialer Leitung herrlich. Der persönlich anwesende Meister mußte sich von seinem Logensitz und am Schluß vom Concertpodium zahllosemale bedanken. Zwei Tage später wurde unter Director Siegfried Ochs' ausgezeichneter Leitung das Tedeum Bruckner's mit einem Erfolg aufgeführt, der jeder Beschreibung spottet. Abgesehen von dem großartigen Jubel erhielt Bruckner auch einen mächtigen Lorbeerkranz.\" (°°).\nVon der Aufführung der 7. Symphonie im Berliner Opernhaus [6.1.1894] berichtet die Linzer Zeitung auf S. 26:\r\n„       Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n[…]\r\n     * (Dr. Anton Bruckners siebente Symphonie.) Am sechsten Symphonie=Abend, der im Berliner Opernhause am 6. d. unter Dr. Mucks Leitung stattfand, wurde nach Mendelssohns Melusinen=Ouverture die siebente Symphonie von Anton Bruckner (E-dur) aufgeführt, die in Berlin nur einmal vor Jahren in einem von Professor Klindworth geleiteten Concert zur Aufführung kam und für die Symphonie=Abende im Berliner Opernhause neu war. Der Referent des „Berliner Börsen=Courier“ [7.1.1896] bemerkt u. a.: „Es ist heute im wesentlichen nur festzustellen, daß die Symphonie diesmal in den prächtigen Farben, die ihr die königliche Kapelle lieh, womöglich noch bedeutsameren Eindruck machte als früher. Die Schwäche dieses Componisten, die nicht verhehlt werden soll, besteht öfter in nicht genügend organischer Zusammenfassung der verschiedenen Themen und Motive – und sie macht sich bei der E-dur-Symphonie besonders im letzten Satze geltend, der nur aus diesem Grunde an Wert gegen die drei ersten zurücksteht; aber dieser Fehler wird reichlich aufgehoben durch die, man kann sagen, berauschend schönen Themen, durch das alle Sätze durchglühende heiße und heilige Feuer und durch die wundervoll klingende Instrumentation. Wer hat nach Beethoven noch Symphonien geschrieben mit so herrlichen Themen, wie das erste des ersten oder die beiden des zweiten Satzes oder auch wie die des Scherzos? Brahms, dessen stilreine Meisterschaft sich vor allem in der Arbeit bewährt, gewiß nicht. Und auch sonst niemand. Freilich, und das ist auch ein Fehler Bruckners, daß er häufig vor lauter schönen Einfällen gar kein Ende finden kann, wie z. B. beim Adagio, dessen prächtiger Hymnus am Ende des Satzes sich so kolossal aufbaut, daß seine Höhe und Breite schier ins Unermeßliche wächst und dem dann doch noch eine lange Coda folgt, die, ungeachtet aller hübschen Sachen, die in ihr stecken, doch nur abschwächend wirken kann. Trotz allem aber ist dieser zweite Satz und ebensosehr der dritte, das Scherzo, von geradezu elementarer Gewalt und Größe. Die Aufnahme des Werkes durch das Publicum war eine im ganzen sehr freundliche, wenn auch keineswegs eine der Bedeutung der Composition angemessene – was ja bekanntlich fast niemals vorkommt. Der anwesende Componist wurde nach dem Scherzo und am Schlusse gerufen und dankte das erstemal von seiner Loge, das anderemal vom Podium aus.“ “ (°°°).\nAuf die Berlin-Reise Bruckners macht auch der Welser Anzeiger Nr. 2 auf S. 6 aufmerksam:\r\n\"                 Verschiedenes.\r\n[...]\r\n     Professor Anton Bruckner hat sich in Begleitung seines Schülers Prinzen Bojidar Karadjordjevics nach Berlin begeben, um daselbst einem Cyclus von Aufführungen seiner Werke beizuwohnen. Am 6. d. wird seine Siebente Symphonie in der königlichen Hofoper unter der Leitung des Hofcapellmeisters Dr. Muck, am 8. das Tedeum in der Philharmonie unter der Leitung des Dr. Siegfried Ochs, am 10. das Streichquintett F-dur zur Aufführung gebracht; am 11. findet eine Wiederholung des Tedeum statt.\" (#).\nVom Konzert am 8.1.1894 berichten die National-Zeitung (Morgenausgabe) (##)\nund die Norddeutsche Allgemeine Zeitung (###).\nNotiz zum Konzert mit dem \"Te deum\" [8.1.1894] in \"Het vaderland\" Nr. 8 ('s-Gravenhage) auf S. 2:\r\n\"     Na de uitvoering van zijn Te Deum te Berlijn werd Anton Bruckner onder daverende toejuichingen op het podium geroepen. De dames De Jong en Snijders boden hem een lauwerkrans aan, meldt de N. R. Ct.\" (a).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 18:41"}, {"ID": 189601105, "Datum": "10.1.1896, Freitag", "Haupttext": "Kritik Josef Scheus zur 4. Symphonie [am 5.1.1896] in der Arbeiter-Zeitung Nr. 8 auf S. 7:\r\n\"     Philharmonisches Konzert. Mit keinem ihrer diesjährigen Konzerte hatten die Philharmoniker ein so lebhaftes Interesse erweckt und einen so intensiven Erfolg erzielt wie mit ihrem fünften am letzten Sonntag. Schon einige Tage vorher waren sämmtliche Sitze vergriffen, und die bei der Bewerbung darum Abgewiesenen mußten sich an der Tageskasse um Eintrittskarten in das gestopft volle Stehparterre raufen. Und das haben mit ihren Kompositionen die Modernen Richard Strauß und Anton Bruckner gethan. Welch ein Umschwung in den Anschauungen und musikalischen Ueberzeugungen des Publikums! Wie lange ist es denn her, daß man über Anton Bruckner halb wohlwollend, halb mitleidig lächelte, als über einen ja ganz gewiß talentirten, leider aber konfusen, exaltirten und extravaganten Tonsetzer, ohne Kunstverstand, ohne Logik und Formensinn! Heute hat man einen Ueberblick gewonnen über die gigantischen Formen, in denen der Meister seinen erhabenen Gedanken Ausdruck verleiht; man ist zum Verständniß ihres genialen Inhaltes vorgedrungen; man bewundert mit Andacht und Begeisterung die Kraftfülle und Inhaltsschwere seiner Themen, den grandiosen Aufbau seiner Tonsätze, die nach jeder Richtung hin vollendete technische Meisterschaft, und man kann nach der sonntägigen glänzenden Aufführung seiner Es-dur-Symphonie – der romantischen, wie er sie nennt – gelassen sagen: Bruckner kann als Symphoniker nur mit Beethoven verglichen werden. Daran ändert nichts, daß ein Theil der Zuhörer, das Modepublikum unserer Konzerte, schon nach dem ersten und zweiten Satze, der gewissenhafte Berichterstatter der \"Neuen Freien Presse\" sogar schon vor Beginn der Symphonie die Flucht ergriff. Herr Hofrath Hanslik [sic] suchte ja auch schon nach der zweiten Abtheilung des sechssätzigen Bach'schen Weihnachtsoratoriums das Weite und zeigt nur dann Ausdauer, wenn es sich um eine Strauß'sche Operette handelt. Den zweiten Anziehungspunkt des fünften Philharmonischen bildete Richard Strauß' Tongemälde \"Till Eulenspiegel's lustige Streiche\", nach alter Schelmenweise in Rondeauform für großes Orchester besetzt. [... dennoch kein \"heilloser Lärm\", Bravourstück, fabelhaft, Beifallsstürme ... Mozart, Mendelssohn ...] wurde mit warmem und langandauerndem Beifall aufgenommen, der sich bei der den Schluß bildenden Bruckner'schen Symphonie zu begeisterten Ovationen für den in einer Loge dem Konzert beiwohnenden allverehrten greisen Bruckner, den Dirigenten, Hofkapellmeister Richter, und seine auserlesene Künstlerschaar steigerte. Der 5. Jänner war ein Ehrentag für unsere Philharmoniker.   J. S. \" (*).\n\r\nBesprechung dieses Konzerts auch in der Reichspost Nr. 9 auf S. 2f des Abendblatts, signiert »G. v. B.« [Gaigg von Bergheim]:\r\n\"    – Das 5. philharmonische Concert, Sonntag, den 5. Jänner, stand unter einem glücklichen Sterne. [... Mendelssohn, Mozart, Richard Strauss (geniale Juxkomposition) ...]. Dieses Werk und seine Aufführung fanden reichen Beifall. – Als vierte Aufführung brachten die Philharmoniker zum ersten Male die große romantische Symphonie Es-dur Nr. 4 von Anton Bruckner, welche wir bereits bei anderen Aufführungen drei Mal in Wien gehört haben. Wir können diese grandiose Tonschöpfung kurzweg als eines der bedeutendsten Werke seit den classischen Symphonien Beethovens bezeichnen. Die Tonfülle und die Tonmacht, der Reichthum an tiefsinnigen Motiven, der geniale Geist, welcher das ganze durchdringt, Heroismus im ersten Satze, Mystik und Elegie im zweiten, lustige Jagd und Waldesduft im dritten, und eine thematisch und dynamisch wahrhaft  kühn durchgeführte Zusammenfassung aller Einzelheiten zu einem mächtigen Ganzen, dies alles gibt ein Bild des himmelwärts schauenden Lebenskampfes, wie er nur in Beethoven's »Eroica« oder in dessen 5. Symphonie erscheint. Wir preisen den greisen gottbegnadeten Meister, dem es trotz seiner körperlichen Schwäche vergönnt war, von der Loge aus den begeisterten Jubel der Zuhörer, den Segen seiner so lang verkannten Tonmuse, ergriffen und gerührt entgegenzunehmen.     G. v. B.\" (**)\n\r\nund im Deutschen Volksblatt Nr. 2521 auf S. 1ff:\r\n\"                      Aus dem Concertsaal.\r\n     In der sehr empfehlenswerthen Abhandlung über \"Beethoven's Streichquartette\" *) [Fußnote mit Literaturhinweis] sagt der bekannte Fachschriftsteller und Kritiker Professor Theodor Helm unter Anderem Folgendes: \"Die immer gleichen, äußerlich beschränkten, dagegen der geistigen Combination eine unendliche Welt eröffnenden Mittel sind in den vier Instrumenten des Streichquartettes gegeben.\" [... über Bedeutung und Sonderstellung der Kammermusik und die Konzerte Fitzner, Hellmesberger und Rosé ... Tschaikowskys Pathétique im 4. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter ...]\r\n     Eine hohe Aufgabe hatte sich dieser ausgezeichnete Dirigent mit seiner kunstgeübten Schaar im V. Concert gestellt, mit Bruckner's (romantischer) Symphonie in Es-dur Nr. 4 und mit Richard Strauß' symphonischer Dichtung \"Till Eulenspiegel's lustige Streiche\". Während Bruckner's Werk für Wien nicht mehr als Neuheit gelten konnte, da die Philharmoniker die große Tonschöpfung, wenn auch nicht in ihren eigenen Concerten, bereits zweimal vorgetragen haben, war die genannte Composition von Strauß für uns ganz neu. [... volles Lob, fesselnd, viel Bravo, wenig Zischen ...]\r\n     [... über die Vorurteile gegen Neues ...]. Dies bewies uns auch ein Nachbar im Concert, der nach seinen Aeußerungen gar mancher Aufführung schon beigewohnt haben mochte. Als der zweite Satz von Bruckner's Symphonie, das edelernste Andante begann, meinte der Biedermann: \"O weh, ein Marche funébre [sic]!\" Hätte denn ein solcher nicht auch volle Berechtigung und hat sich etwa schon Jemand daran gestoßen, daß Beethoven in der Eroica einen Trauermarsch aufgenommen? [...] Der stets sich steigernde stürmische Beifall, den Bruckner für sein geniales Werk in Empfang nehmen durfte, veranlaßte unseren Nachbar zur Bemerkung: \"Heute sind wieder lauter Bruckner-Schüler da, die sich für ihren Meister einsetzen.\" Es wäre auch das nicht das Schlimmste, und gewiß verdient die Lehrthätigkeit Bruckner's alle Hochachtung, doch wir zweifeln, daß Bruckner eine so große Zahl von Schülern unterrichtet hat, als sich Händepaare für seine Symphonien einsetzen. Was würde unser Nachbar übrigens zu dem Urtheil des längst verstorbenen Hofcapellmeisters Herbeck sagen, der kein Bruckner-Schüler gewesen ist und sich über dieselbe Symphonie folgendermaßen aussprach: \"Das könnte Schubert geschrieben haben; wer so etwas schaffen kann, vor dem muß man Respect haben.\" Diesem Urtheil müssen wir uns rückhaltlos anschließen, übte doch des greisen Meisters, des gegenwärtig größten deutschösterreichischen  Tondichters Werk erhebende und begeisternde Wirkung. Es ist nicht leicht, all' den schönen Einzelheiten gerecht zu werden. Wir wissen nicht, welcher den Vorzug zu geben, ob dem ersten Satz (mit seinem poetischen und doch wieder so eindringlichen Hornthema, dem lieblichen Vogelsang, dem schwungvollen Triolenmotiv), oder dem prächtig gesteigerten Andante, der fröhlichen \"Jagd\" (im Scherzo mit seinem lieblichen, echt österreichischen  Trio), oder dem gewaltigen Finale (mit seinem entzückenden Schluß. Wir müssen uns enthalten, dem Leser all' die zahllosen Schönheiten, welche die Symphonie in Gedanken und Gestaltungen enthält, aufzuzählen. Wir wollen nur noch der – bis auf ein kleines Versehen im Scherzo – äußerst gelungenen, virtuosen Wiedergabe  durch die Philharmoniker gedenken. Der Bruckner'schen Symphonie ging Mendelssohn's \"Hebriden-Ouverture\" voran, welches Werk, an und für sich gewiß sehr schön, uns in den Rahmen dieses Concertes nicht zu passen schien, wie wir denn auch die Mozart'sche reizende Symphonie in D lieber am Schlusse, statt zu Beginn gehört hätten.\r\n                                              Camillo Horn.\" (***).\n\r\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 9 kündigt auf S. 9 das Konzert vom 12.1.1896 (mit dem »Te Deum«) an:\r\n\"     Das zweite ordentliche Gesellschaftskonzert findet Samstag [sic] den 12. Jänner, um  halb 1 Uhr Mittags, statt. In demselben werden zur Erinnerung an den berühmten Dirigenten und Gründer des Singvereins Herbeck's „Tanzmomente” zur Aufführung gebracht und vier der schönsten Chöre von Brahms, darunter zwei Frauenchöre mit Begleitung von Harfe und Hörnern, wiederholt. Das Konzert wird mit einer von F. Mottl bearbeiteten Ouverture von J. Ph. Rameau eingeleitet und mit A. Bruckner's mächtigem Te Deum geschlossen.\" (°).\n \nÄhnlich schreibt die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 5358 auf S. 7:\r\n\"     (Gesellschafts=Concerte.) Das zweite ordentliche Gesellschafts=Concertfindet Samstag den 11. Jänner [sic] um  halb 1 Uhr Mittags statt. In demselben werden zur Erinnerung an den berühmten Dirigenten und Gründer des Singvereins Herbeck's „Tanzmomente” zur Aufführung gebracht und vier der schönsten Chöre Brahm's [sic], darunter zwei Frauenchöre mit Begleitung von Harfe und Hörnern, wiederholt. Das Concert wird mit einer von F. Mottl bearbeiteten Ouverture von J. Ph. Rameau eingeleitet und mit A. Bruckner's mächtigem Te Deum geschlossen.\" (°a),\n\r\nDie Neue Freie Presse Nr. 11271 macht auf S. 13 mit einem Inserat auf dieses Konzert aufmerksam:\r\n\"     GROSSER MUSIKVEREINSSAAL.\r\n      Sonntag den 12. Januar 1896, Mittags halb 1 Uhr:\r\nZweites Gesellschafts-Concert\r\n       Dirigent: Concert-Director Herr Richard v. Perger.\r\nZur Aufführung gelangt: [... Rameau/Mottl, Brahms, Herbeck ...] 4. Bruckner: \"Te Deum\" für Soli. Chor, Orch. u. Orgel. [... Karten-Preise etc. ...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "16.02.2025 22:38"}, {"ID": 189701105, "Datum": "10.1.1897, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die Aufführung der 4. Symphonie am 10.1.1897 in den Münchner Neuesten Nachrichten (*).\nIm Alpen-Boten Nr. 3 wird auf S. 3 nochmals die Aufführung des Quintetts am 14.1.1897 angekündigt (**).\r\nEine ähnliche Meldung bringt die Neue Musikalische Presse (***).\nVon diesem Konzerttermin und über das Steyrer Bruckner-Denkmal in Form eines Votivfensters berichtet auch das Linzer Volksblatt Nr. 7 auf S. 4: \"— Bruckner-Denkmal in Steyr. Die Anregung seitens eines Comités, ein Bruckner-Denkmal in Form eines Votivfensters in der herrlichen Stadtpfarrkirche zu Steyr zu errichten, hat überall besten Anklang gefunden. [... 14.1.1897 Hotel Schiff, Quintett, Duesberg, Natalie Duesberg, Rudoif Mittermüller ...] NB. Spenden zu dem Bruckner-Denkmal werden unter der Adresse: Franz Bayer, Regenschori in Steyr, erbeten.\" (°).\nAuf die Aufführung der d-Moll-Messe am 17.1.1897 machen\r\ndas Deutsche Volksblatt Nr. 2882 auf S. 9 (Morgenausgabe) (\"15.1.1897\") (°°),\r\ndas Fremdenblatt Nr. 10 auf S. 11 (Morgenblatt) (\"15.1.1897\") (°°°),\r\ndie Neue Freie Presse Nr. 11632 auf S. 14 und 15 (#),\r\ndas Neue Wiener Journal Nr. 1155 auf S. 12 (##),\r\ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 10 auf S. 10 (\"15.1.1897\") (###),\r\ndie Ostdeutsche Rundschau Nr. 10 auf S. 9 (\"15.1.1897\") (a)\r\nund die Wiener Zeitung Nr. 7 auf S. 20 aufmerksam (b).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 20:16"}, {"ID": 189801105, "Datum": "10.1.1898, Montag", "Haupttext": "Kritiken zur 3. Symphonie [am 9.1.1898]\r\nim Deutschen Volksblatt Nr. 3240 auf S. 6, signiert \"H.\" [vermutlich Camillo Horn], (*),\r\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 9 auf S. 5, signiert \"rbt.\" (**),\r\nin der Reichswehr Nr. 1420 (Abendblatt) auf S. 3 (***) und\r\nim Wiener Tagblatt Nr. 9 auf S. 5 (°).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 23:23"}, {"ID": 189901105, "Datum": "10.1.1899, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung der Aufführung des Quintetts am 20.1.1899 im Deutschen Volksblatt Nr. 3601 auf S. 4.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190001105, "Datum": "10.1.1900, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik zur Aufführung des Quintetts am 3.1.1900 im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 8 auf S. 10f, signiert \"rbt.\":\r\n\"     Concerte.\r\n[...]     Das Quartett Fitzner, das in der Auf­führung von Novitäten einen rühmenswerthen Eifer bekundet, eröffnete seinen zweiten Kammermusikabend mit einem neuen Streichquartett von Ernst von Dohnányi. Das interessante Werk [...]. Bei dem darauf folgenden Es-dur-Trio von Beethoven bewährte sich Dohnányi wieder als feinfühliger Pianist. Eine vortreffliche Wiedergabe des schwierigen F-dur-Streichquintettes von Bruckner bildete den Abschluß dieser genuß­reichen Production. [...]     rbt.\"", "Letzte Änderung": "12.06.2026 10:10"}, {"ID": 190101105, "Datum": "10.1.1901, Donnerstag", "Haupttext": "Hinweis auf die Aufführung des 150. Psalms am 20.1.1901 im Wiener Tagblatt Nr. 10 auf S. 7.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190701105, "Datum": "10.1.1907, Dienstag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 18852 weist mit einem Inserat auf S. 1 (wie am 5.1.1907) auf das Konzert vom 10.1.1907 mit der 3. Symphonie hin:\n\n\"          THE HALLÉ CONCERTS SOCIETY,\n                       FREE-TRADE HALL.\nThe ELEVENTH CONCERT of the Forty-ninth Season will take place TO-NIGHT, January 10, at 7 30.\n                             ARTIST:\n      Solo Violin . . . . . . Lady HALLÉ.\n      Conductor–Dr. HANS RICHTER.\n                       PROGRAMME.\n                              PART I.\nSymphony, No. 3  . . . . .  . . . . .  Bruckner\n                              PART II.\n[... Mendelssohn, Richard Wagner, Saint-Saëns, Cherubini ... Kartenverkauf ...].\"\r\n (*)\n \nAufführung der 4. Sinfonie Beethovens [sic!] durch das Hallé-Orchester unter Hans Richter in der Free-Trade-Halle in Manchester. Es erklingen außerdem Werke von Mendelssohn, Wagner, Saint-Saëns und Cherubini. Violinsolistin ist Lady Hallé (**).\nZu Beginn des Konzerts wird Mozarts Maurerische Trauermusik aufgeführt (***).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 10:52"}, {"ID": 190801105, "Datum": "10.1.1908, Freitag", "Haupttext": "Der erste Vortrag von Dr. Ertel im Rahmen des Zyklus \"Komponisten der Neuzeit\" im Berliner Schiller-Theater ist Bruckner gewidmet. Die meisten Tonbeispiele stammen aus der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190901105, "Datum": "10.1.1909, Sonntag", "Haupttext": "The Pittsburgh Gazette Nr. 166 (Pittsburgh Post-Gazette, Pennsylvania) erwähnt auf S. 28 (= S. 6 des 4. Teils) in einer Buchbesprechung auch Bruckner:\n\"New Books About Music and Singing\n[...]\n     George P. Uptons's series of \"Standard\" musical works has been augmented by a \"Standard Concert Guide,\" which combines, in a measure, his \"Standard Symphonies,\" \"Standard Oratories\" and \"Standard Cantatas,\" abridging the text, but adding many new works by Bruckner, Dvorak, Elgar, Franck, Strauss, Tschaikowsky and others.\n     A brief chapter on the orchestra follows, [...]. A. C. Mcclurg &amp; Co. are the publishers.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191101105, "Datum": "10.1.1911, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Fritz Brun in Bern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191201105, "Datum": "10.1.1912, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse bringt Max Morolds Vortrag »Anton Bruckner und Hugo Wolf« (gehalten in der »Urania« in Wien).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191301105, "Datum": "10.1.1913, Freitag", "Haupttext": "Die Westliche Post Nr. 10 (St. Louis, Missouri) kündigt auf S. 7 die Aufführung der 4. Symphonie heute und morgen an (Text wie am 8.1.1913):\n\"               Symphonie-Konzerte.\n     Der Solist der beiden nächsten großen Symphonie-Konzerte, die heute Nachmittag und am Samstag Abend im Odeon gegeben werden, ist, wie schon des Oefteren an dieser Stelle hervorgehoben, der Cellist Carl Webster, der sich das große Volkmann'sche Cello-Concerto für sein Programmnummer gewählt hat. Die Orchesternummern bestehen aus der Bruckner'schen Symphonie No. 4, der Ouvertüre zu Wolf-Ferrari's bekannter Oper \"Das Geheimniß der Susanne\" und einer Spanischen Rhapsodie von Chabrier.\" (*).\n \nNahezu unveränderter Hinweis auch in der Zeitung \"Amerika\" Nr. 73 auf S. 2:\n\"                Symphonie=Orchester.\nCellospieler Karl Webster Solist der beiden nächsten großen Konzerte.\n                    Heute und morgen.\n     Die beiden nächsten großen Konzerte des St. Louiser Symphonie-Orchesters finden am Freitag Nachmittag, den 10. Januar, und am Samstag Abend, den 11. Januar, statt. Als Solist wird der Cellospieler Karl Webster angekündigt, dem ein ausgezeichneter Ruf vorausgeht und der als einer der bedeutendsten Cellisten der Neuzeit gilt. Er wird das große Volkmann'sche Concerto für Cello spielen, das ihm eine ausgezeichnete Gelegenheit bietet, seine Virtuosität eine glänzende Probe bestehen zu lassen. Die Orchesternummern dieser beiden Konzerte sind die Ouvertüre zu Wolf-Ferrari's bekannter Oper \"Das Geheimniß der Susanne\", Bruckner's Symphonie No. 4 und eine Spanische Rhapsodie von Chabrier.\" (**).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch das St. Louis Symphony Orchestra unter Max Zach im Odeon in St. Louis. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Wolf-Ferrari, Volkmann (Solist: Carl Webster, Cello) und Chabrier (***).\nWiederholung am 11.1.1913.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191401105, "Datum": "10.1.1914, Samstag", "Haupttext": "Erste Versammlung des Arbeitsausschusses für das Linzer Bruckner-Denkmal, mit Göllerich an der Spitze. Erzherzogin Marie Valerie hatte das Protektorat übernommen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191501105, "Datum": "10.1.1915, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Bernhard Paumgartner im Großen Musikvereinssaal. Solisten in J. S. Bachs Doppelkonzert sind die Geiger Adolf Menaszes und Otty Reiniger.", "Letzte Änderung": "14.05.2024 08:54"}, {"ID": 191601105, "Datum": "10.1.1916, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Nikisch im 6. Philharmonischen Konzert in Berlin. Solist des Abends ist Leo Slezak.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191701105, "Datum": "10.1.1917, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter (*) Alfred Lorentz in Karlsruhe. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Haydn, Mozart und Pfitzner (mit der Münchner Sopranistin Hermine Boselli) (*).", "Letzte Änderung": "16.02.2024 03:06"}, {"ID": 198109105, "Datum": "10./11.9.1981, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Tschechische Erstaufführung der Linzer Fassung der 1. Symphonie durch die Tschechische Philharmonie unter Václav Neumann in Prag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198909105, "Datum": "10./11.9.1989, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Carlo Maria Giulini in der Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "19.11.2025 23:28"}, {"ID": 192001105, "Datum": "10.1.1920, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Anton Konrath im Großen Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192101105, "Datum": "10.1.1921, Montag", "Haupttext": "Brief von Hans Brandenburg (München) an Walter Braunfels: \n   »Ihre Musik ist immer noch die einzige von mir gehörte moderne - seit Bruckner und Wolf - die ich bejahen kann [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192401105, "Datum": "(?) 10.1.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung der 8. Symphonie in »Der Bund« [Bern].", "Letzte Änderung": "24.08.2025 08:19"}, {"ID": 192601105, "Datum": "10.1.1926, Sonntag", "Haupttext": "The Brooklyn Daily Eagle Nr. 9 meldet auf S. 66 (= S. 6 des 6. Teils), dass Otto Klemperer (aus Wiesbaden) als Nachfolger von Eugene Goossens am 24.1.1926 sein erstes Konzert beim New York Symphony Orchestra leiten werde und für spätere Konzerte u. a. Bruckners 8. Symphonie ankündige (*).\n \nThe Knoxville Journal Nr. 29 (Knoxville, Tennessee) bringt auf S. 39 (= S. 9 des 4. Teils) den Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"Veteran Musician Sees Jazz As Fad\n[...] nothing but a fad [...].\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n     [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "26.09.2025 22:07"}, {"ID": 192701105, "Datum": "10.1.1927, Montag", "Haupttext": "Die Aufführung der 7. Symphonie mit dem Städtischen Orchester Dortmund [vermutlich unter Wilhelm Sieben (*)] wird nach 20 Uhr von Radio Münster übertragen.", "Letzte Änderung": "29.04.2025 19:23"}, {"ID": 192801105, "Datum": "10.1.1928, Dienstag", "Haupttext": "Einspielung des Scherzos der 5. Symphonie in Wien durch das Dol Dauber Orchestra unter Dol Dauber in einem Arrangement für Salonorchester von E. Bauer.", "Letzte Änderung": "16.06.2026 10:50"}, {"ID": 193001105, "Datum": "10.1.1930, Freitag", "Haupttext": "Widmung \"Meiner lieben Base Frau Anna Koller zum freundlichen Andenken von Burgstaller Heinrich. 10./I. 1930\" in dem sog. \"Präludienbuch\", das möglicherweise von Josef Seiberl geschrieben wurde [vgl. 29.10.1855] und 1947 von Louis Dité veröffentlicht wurde und angeblich auch Stücke Bruckners enthält [WAB 334] (*).\n \nThe Asheville Citizen-Times (Asheville, North Carolina) kündigt auf S. 2 das Münchner Bruckner-Fest für Juni 1930 [recte 27.-31.10.1930] an [Text (ausnahmsweise) nicht wie am 27.12.1929]:\n\"Munich To Welcome Passion Play Goers\n[... viele Besucher wegen der Oberammergauer Passionsspiele erwartet ... Mengelberg mit Amsterdam Philharmonic Orchestra, Toscanini mit New York Philharmonic Orchestra, Furtwängler mit den Berliner Philharmonikern, Karl Muck, Hans Knappertsbusch ...].\n    A Bruckner festival is contemplated for June, to be followed by a Richard Strauss week in July and a Mozart festival in August. [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "11.02.2024 22:28"}, {"ID": 193101105, "Datum": "10.1.1931, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des Chors \"O Lord Most Holy\" [= \"Ave Maria\" WAB 6] für den 11.1.1931 in The Ithaca Journal-News (Ithaca, New York) auf S. 3.", "Letzte Änderung": "24.09.2025 15:54"}, {"ID": 193401105, "Datum": "10.1.1934, Mittwoch", "Haupttext": "Der Bayerische Rundfunk (München, Nürnberg, Augsburg, Kaiserslautern) bringt von 20:10 bis 22:35 Uhr ein Österreichisches Konzert aus der Tonhalle [in München]. Die Bürgersängerzunft unter Sachsse singt \"Trösterin Musik\".", "Letzte Änderung": "05.04.2026 20:30"}, {"ID": 193501105, "Datum": "10.1.1935, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Moißl \"Die Brucknerfeste des Jahres 1935\" in der Reichspost Nr. 10 auf S. 7.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193601105, "Datum": "10.1.1936, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Franz Moißl »Die Brucknerfeste des Jahres 1935« in der Reichspost (*).\nDie Zeitung \"Duquesne Duke\" [Pittsburgh] weist auf S. 3 auf einen Radio-Vortrag [heute?] von Felix M. Gatz über Bruckner beim Congress of Women's Clubs hin (**).", "Letzte Änderung": "03.02.2026 10:57"}, {"ID": 193901105, "Datum": "10.1.1939, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Max Broesike-Schoen »Bruckner, Mozart und die zeitgenössische Musik«  im Hamburger Fremdenblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194001105, "Datum": "10.1.1940, Mittwoch", "Haupttext": "Stellungnahme des Urheberrechtsausschusses der STAGMA (Armin Knab, Günther Oberst, Hans Horend) zur 8. Symphonie:\r\n   Nicht die eher unerheblichen Unterschiede in Vortragszeichen und Instrumentierung begründeten eine neu zu schützende Fassung, sondern allein die Öffnung der Striche in Adagio und Finale. (*) Die Originalfassung genieße Schutz bis zum 31.12.1949 (*a).\nAufführung der 7. Symphonie durch das New Yorker Philharmonische Orchester unter John Barbirolli (**).", "Letzte Änderung": "03.01.2024 09:50"}, {"ID": 194101105, "Datum": "10.1.1941, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. In Werken Camillo Horns wirken mit der Wiener Männergesangverein und die Sopranistin Luise Brabbée.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195001105, "Datum": "10.1.1950, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts durch das Barylli-Quartett und Walter Weller in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195901105, "Datum": "10.1.1959, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Akademische Orchester Berlin unter Carl Gorvin im Auditorium Maximum der Freien Universität Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197901105, "Datum": "10.1.1979, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Walter Gürtelschmied \"Wir liegen glänzend. Brucknerfest Linz. Internationale Kritik an der Programmgestaltung des 5 Jahre alten Festivals\" in der \"Wochenpresse\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198601105, "Datum": "10.1.1986, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Wilhelm Sinkovicz \"Und wieder kein Bruckner. Anmerkungen zur \"Vollendungswut\" von Musikern\" in \"Die Presse\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201011106, "Datum": "10.-12.11.2010, Mittwoch bis Freitag", "Haupttext": "Aufführung und Einspielung des \"Te deum\" durch Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Bernard Haitink mit den Solisten Krassimira Stoyanova, Yvonne Naef, Christoph Strehl und Günther Groissböck in der Philharmonie am Gasteig in München.", "Letzte Änderung": "08.08.2025 20:00"}, {"ID": 183712105, "Datum": "10.12.1837, Sonntag", "Haupttext": "Modellbrief im Schulaufsatzheft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184912105, "Datum": "10.12.1849, Montag", "Haupttext": "Bruckner mit einem Begleiter nach Kremsmünster. Nach der Vesper Improvisation auf der Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512105, "Datum": "(10.12.1855, Montag)", "Haupttext": "J. B. Schiedermayr hält sich bei einer Inventur (wegen Wilhelm Schiedermayr?) in St. Florian auf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412105, "Datum": "10.12.1864, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzertprogramms vom 11.12.1864 in der Linzer Zeitung Nr. 282 auf S. 1173 [#]:\r\n»Linz, 9. Dezember.\r\n[...] * (Sängerbund.) Nachstehend theilen wir das Programm zum Gründungsconcerte des \"Sängerbundes\" (am 11 d. Abends 7 Uhr,) mit: ...[1. Motto, Werke von: 2. Santner (Text von Göllerich), 3. Ernst, 4. Graben-Hoffmann, 5. J. Beschnitt, 6. J. Wurda [siehe die Anmerkung], 7. C. Hennig, 8. Charles Schubert, ... 10. S. Thalberg (Donizetti), 11. Möhring, 12. Engelsberg] 9. Um Mitternacht, Gedicht von R. Prutz, für eine Altstimme, Männer=Chor und Piano=Begleitung componirt und dem Sängerbunde gewidmet von A. Bruckner. [...]« [WAB 89]", "Letzte Änderung": "24.12.2024 17:56"}, {"ID": 186512105, "Datum": "10.12.1865, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"11ten Dez. Pf.\" [sic].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612105, "Datum": "10.12.1866, Montag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 8.12.1866 im Linzer Abendboten (ohne Erwähnung Bruckners).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186912105, "Datum": "(10.12.1869, Freitag)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Konservatoriums, bei dem u.a. ein Quintettsatz von A. Nikisch aufgeführt wird, wirkt von Bruckners Schülern Carl Lux mit.", "Letzte Änderung": "18.02.2024 23:16"}, {"ID": 187012105, "Datum": "10.12.1870, Samstag", "Haupttext": "Gründungsfest der Währinger Liedertafel im ”Wilden Mann” in Währing, zu dem Bruckner als neues Ehrenmitglied eingeladen war.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187212105, "Datum": "10.12.1872, Dienstag", "Haupttext": "In der Kritik des 1. außerordentlichen Gesellschaftskonzerts [8.12.1872] im Pester Lloyd Nr. 286 wird Bruckner erwähnt: Über den Orgelvirtuosen de Lange, der ein Orgelkonzert Händels spielte. \n   »[...] (der holländische Gast scheint uns Herrn Fischer aus Dresden und unserm einheimischen Organisten Herrn Bruckner in Technik und Kraft des Anschlages ungleich überlegen) [...]« (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412105, "Datum": "(10.12.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Konzert des Orchester-Vereins der Gesellschaft der Musikfreunde unter Hessler mit Robert Volkmanns 1. Serenade.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612105, "Datum": "(10.12.1876, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Gade, de Swert, R. Fuchs und Mendelssohn (3. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812105, "Datum": "10.12.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXV. (10/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:08"}, {"ID": 187912105, "Datum": "10.12.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Uraufführung des Chores »Das hohe Lied« [WAB 74] in einer Probe des Wiener Akademischen Gesangvereins unter Bruckners Leitung. \n\n   »In der Probe vom 10. December 1879 sang der Verein den ihm von Professor Anton Bruckner gewidmeten Chor: »Das hohe Lied« unter persönlicher Leitung des Componisten.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112105, "Datum": "10.12.1881, Samstag", "Haupttext": "[Am 6.12.1881 begonnener?] Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\nErwartet, daß die 4. Symphonie heute »durchfällt«. Das Orchester genüge den Anforderungen nicht. Mottl habe ungeniert gestrichen, meine, die Symphonie habe große Schwächen (*).\n3. Abonnementskonzert in Karlsruhe unter Mottl mit Werken von (laut Planung) Cherubini, Haydn, Schubert, Schumann, Gade und Bruckner (4. Symphonie) im großen Saal des Museums (**).\r\nFür den erkrankten J. Hauser sprang Staudigl ein, der statt Händel und Cornelius Lieder von Haydn, Schubert und Schumann sang (**a).\r\nBei der Aufführung wurde das Wiener Material (20.2.1881) verwendet (Partiturabschrift heute in New York) (***).\r\nFriedrich Klose erlebte die Aufführung mit (°).\nDas Karlsruher Tagblatt Nr. 337 (Erstes Blatt) hatte auf S. 3175 in einem Inserat darauf aufmerksam gemacht:\r\n\"Samstag den 10. Dezember | im großen Museumssaale | III. Abonnements=Konzert | des | Großherzoglichen Hoforchesters, | unter gefälliger Mitwirkung des Großh. Kammersängers Herrn J. Hauser. | Programm. | 1) Cherubini. Ouverture zu \"Der Wasserträger\". 2) Händel. Arie aus \"Ezio\". 3) N. Gade. Konzert für Violine mit Begleitung des Orchesters (D-moll, neu). Herr Konzertmeister H. Deeke. 4) Peter Cornelius. Weihnachtslieder. 5) Anton Bruckner. Sinfonie in Es-dur. (Manuscript). | Anfang 7 Uhr. Ende gegen 9 Uhr. | [... Preise, Karten ...] | Generalprobe Samstag den 10. Dezember, Vormittags 10 Uhr. [... Billets ...]\" (°°).\nDie Karlsruher Zeitung hatte geschrieben:\r\n\"[... die] für Karlsruhe neue Symphonie in Es dur des berühmten Orgelvirtuosen Anton Bruckner, Professor der Musiktheorie am Wiener Konservatorium. Die Symphonie hat kürzlich in Wien im Philharmonischen Orchesterverein unter Hans Richters Leitung außerordentlichen Beifall gefunden\" (°°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:14"}, {"ID": 188212105, "Datum": "(10.12.1882, Sonntag) (2. Advent)", "Haupttext": "Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Haydns »Jahreszeiten« (*).\nAufführung einer Serenade von Ad. Hrimaly [siehe die Anmerkung] unter Kretschmann im Ehrbar-Saal (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 15:24"}, {"ID": 188412105, "Datum": "10.12.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Nikischs an Bruckner:\r\n     Wegen der vielen »Tristan«-Proben konnte die 7. Symphonie nicht mehr im November aufgeführt werden. Definitiver Termin sei der 30.12.1884. Falls Bruckner lieber die 4. Symphonie spielen lassen wolle, bitte er um sofortige Zusendung des Materials und in jedem Fall um telegraphischen Bescheid. In Leipzig stünden keine Wagner-Tuben zur Verfügung (*).\r\nBruckner notierte auf Seite 4 des Briefes \"Ptog Frl. Friederike\" [Ptoy? Prag?] (*a).\nKalendernotizen Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »7. Samstag Pocherilles Conserv.« [durchgestrichen, als Zeichen der Erledigung? Siehe Anmerkung] (**). [Folgende Seite:] »Mittw 5 - 6 [zuerst: »4 - 6«] Horn 3 sch[uldig?] [/] 6 - 7 [zuerst: »1/2 6 - 1/2 7«] Direkt. [Eckstein] 5 do [schuldig] [/] 7 - 9 Vockner [/] 5 - 6 Horn [/] Freitag. 6 - 7 Direkt. [/] 1/2 8 Frl Pocherilles u Dienst. 8 Uhr.«, [separate Notiz:] »Mittw 6 - 7 [zuerst: »5 - 6«] Direkt. [/] Freitag 6 - 7. [Direkt.]« und [separate Notiz:] »Mittw. 12 Uhr Direktor« (***).\n \n(Brief von Josef Mauracher (Hohenbrunn) an Bernhard Deubler:\r\n     Seine Orgelbaufirma werde oft angefeindet, so von Witt, der Maurachers als ahnungslose Autodidakten bezeichnet habe. Mit dem Ruhm des deutschen Orgelbaus sei es nicht weit her: das Pleno in Kremsmünster sei besser als in der Wiener Votivkirche (Walker) und im Musikvereinssaal (Ladegast). Vergleich der diversen Laden-Systeme und Koppelungen. Wehrt sich gegen die Forderung, deutschen Orgelbau auch in Österreich zu lehren. (°)).", "Letzte Änderung": "11.12.2025 14:47"}, {"ID": 188512105, "Datum": "10.12.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Bote &amp; Bock an Ernst von Schuch:\r\n     Im Auftrag Bruckners übersenden sie Partitur, zwei- und vierhändigen Klavierauszug der 4. Symphonie.\r\n[Vorgedrucktes unterstrichen, lateinisch Geschriebenes kursiv]\r\n\"Löbl. Herrn Hofcapellmeister Hofrath Schuch in Dresden.\r\nIm Auftrag des Componisten Herrn Professor Anton Bruckner in Wien beehren wir uns, Ihnen anbei dessen 4.te Symphonie in Partitur, 2händigen und vierhändigen Klavierauszug ergebenst zu übersenden, und empfehlen uns Euer Hochwohlgeboren\r\nHochachtungsvoll u. ergebenst / Berlin W., den 10. December 1885        ser. [fer? her?] Ed. Bote  G. Bock\r\n[links:] Leipziger Str. 37. / U. d. Linden 3. [rechts:] Königl. Hof-Musikhandlung.\"", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:35"}, {"ID": 188612105, "Datum": "10.12.1886, Freitag", "Haupttext": "Meldungen der Musikalischen Rundschau Nr. 8 auf S. 84-86:\r\nAufführung des »Te deum« am 28.11.1886 in Prag:\r\n»Eingesandte Concertprogramme \r\n    Prag. Deutscher Singverein. I. Concert unter Mitwirkung des Orchesters des Deutschen Landestheaters. 28. November 1886: [...] 5. Anton Bruckner: \"Te Deum\" (neu)« und\r\nKritik hierzu:\r\n»Kleine Mittheilungen und Berichte\r\n   (Prag). Erstes Concert des Deutschen Singvereins. [...] Den Schluss bildete das mächtig ergreifende Te Deum für Chor, Soloquartett und Orchester von Anton Bruckner, dem bedeutenden Meister, dem es beschieden war, erst im hohen Alter die gebührende Würdigung als Componist zu finden. Das Te Deum, dessen Analyse in musikalischer Beziehung nach einmaligem Hören kaum möglich ist, machte durch die innige, von tiefer Religiosität durchwehte Betonung [recte: Vertonung?] einen mächtigen Eindruck auf die Hörer. [...]«;\nBericht über die 7. Symphonie in New York [12./13.11.1886]:\r\n   »(New York.) [...] Im ersten philharmonischen Concert wurde die dritte Leonoren-Ouverture [...] aufgeführt. Enthusiastische Aufnahme fand die herrlich gespielte Bruckner'sche Symphonie (E-dur, Nr. 7) unter Herrn Thomas' Leitung. [...]«;\nAufführung der 7. Symphonie in Amsterdam [am 18.11.1886]:\r\n   »- Anton Bruckner's 7. Symphonie hat kürzlich auch in Holland ihren Einzug gehalten. Sie kam im letzten Cäcilia-Concerte zu Amsterdam unter der gewiegten Leitung des Herrn Dan. de Lange zur Aufführung und erfreute sich eines bedeutenden Erfolges.« [vgl. »25.11.1886«].", "Letzte Änderung": "02.10.2025 09:53"}, {"ID": 188712105, "Datum": "10.12.1887, Samstag", "Haupttext": "Bericht über das Konzert vom 7.12.1887 in der Linzer Zeitung auf S. 1301:\n» * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Der vorgestern im Volksgartensalon von der Liedertafel \"Frohsinn\" veranstaltete Herrenabend, welcher viele Mitglieder und Freunde dieses geschätzten Vereines versammelte, verlief in der gelungensten Weise und reihte sich würdig den bisherigen Unternehmungen der Liedertafel an. Das musikalische Programm war sehr reichhaltig und glücklich gewählt. Compositionen von Schubert, Bruckner und Floderer boten dem Gesangverein, dessen tüchtige Schulung und Durchbildung ja allseitig anerkannt ist, neuerdings Gelegenheit zu Proben seines Könnens. [...] Vermehrter, geradezu stürmischer Beifall wurde Anton Bruckners romantischem Chor \"Um Mitternacht\", welchen der Meister zur Jubiläumsfeier im Jahre 1870 der Liedertafel \"Frohsinn\" gewidmet hatte, zutheil. Der Vortrag dieser Nummer war von zauberhafter Wirkung und hinterließ bei den Zuhörern einen tiefen Eindruck. Das in den Chor eingeflochtene Quintett sangen die Herren Poscher, Rossi, Milbeck, Gartenauer und Piber in vollendeter Weise und verdienen dieselben uneingeschränkte Anerkennung wie der Gesammtchor, der die nicht unbedeutenden Schwierigkeiten der Composition mit Leichtigkeit überwand. [...].« [keine Signatur] (*)\n \nBesprechung dieses Konzerts auch in der Linzer Tages-Post Nr. 281 auf S. 3f:\n     \" § Liedertafel \"Frohsinn\". Mit einem äußerst gelungenen, von einem ebenso zahlreichen als distinguierten Publicum besuchten Herrenabende eröffnete die Liedertafel \"Frohsinn\" am Mittwoch den 7. d. im städt. Volksgartensalon den Reigen ihrer Productionen im 43. Vereinsjahre. [... Schubert-Chor], dessen Nuancierung von der gediegenen Qualität der Sängerschar zeugte, wie nicht minder der von Bruckner der Liedertafel gewidmete Chor mit Soloquintett und Clavierbegleitung \"Mitternacht\", welcher trotz der ihm innewohnenden Eigenarten eine große Wirkung erzielte. [... Lob für Solotenor Rossi, das seriöse Quartett Poscher, Milbeck, Gartenauer und Piber und das komische Quartett Donnerbauer, Schausberger, Brandl und Passy, für Floderer als Komponist und Dirigent, der mit Arnleitner abwechselte ...]\" [keine Signatur] (**).\n \nIm Bericht des Linzer Volksblatts Nr. 281 auf S. 2 wird Bruckner nicht genannt:\n     \"  - Die Liedertafel \"Frohsinn\" veranstaltete am vergangenen Mittwoch im städt. Volksgarten unter der artistischen Leitung der Vereins-Chormeister W. Floderer und F. Arnleitner einen Herren=Abend. [...]\" (***).\n \nNochmalige Aufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80] durch den »Frohsinn« in Linz (°).\n \n(Gründungsliedertafel des Wiener Akademischen Gesangvereins in den Sophien-Sälen (°°)).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 22:59"}, {"ID": 188812105, "Datum": "10.12.1888, Montag", "Haupttext": "In einem Konzert der Wiener Singakademie unter Max von Weinzierl im Großen Musikvereinssaal werden Werke von Brahms (2 Frauenchöre »Minnelied« und »Der Bräutigam« und B-Dur-Sextett), Wilhelm Friedemann Bach (Chor »Lasset uns ablegen«), Vittoria (»Et incarnatus est«), Laurentius Lemlin (»Der Gutzgauch«), Palestrina (»Tu es Petrus«), C. W. Schauseil (Volkslieder), Schubert (»Mirjams Siegesgesang«) und Bruckners »Ave Maria« [WAB 6] aufgeführt.\r\n   Mitwirkende: Hanns Kreuzinger, August Siebert, Anton Stecher, Franz Jaksch, Theobald Kretschmann und Franz Giller. (*) Solisten: Caroline Wogrinez [Wogrinz] (Sopran) und Josef Lamberg (Klavier).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 07:07"}, {"ID": 189012105, "Datum": "10.12.1890, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie im 3. Abonnementskonzert des Hoforchesters im Münchner Odeon-Saal unter Franz Fischer.\r\n   Im Publikum sitzen u. a. Paul Heyse (*), Porges (**), Fiedlers (***) und Rheinberger (°), nicht aber Levi und Prinzessin Amalie (***). \r\n   Auf dem Programm stehen außerdem Wagners »Faust«-Ouvertüre, Bruchs »Frithjof«-Szene (Baritonsolo: Otto Brucks) und die Haydn-Variationen von Brahms (#).\nKalendernotiz Bruckners: »Fr Kathi 7 fl [zuerst: 10 fl] für Jänner 1891. am 10. [?] Dez.« (##).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 35 berichtet auf S. 323f (signiert \"N.\") vom Konzert am 27.11.1890 mit dem Quintett:\r\n   \"Zweiter Kammermusikabend Hellmesberger.\r\n    [... Klavierquartett von Julius Zellner, A-Dur-Quartett Beethovens ...] Richtiger wäre es allerdings gewesen, dieses helle, freundliche Werk zum Beginn des Concertes zu spielen und das Quintett von Bruckner, mit welchem das Concert eröffnet wurde, als Schlußnummer zu bringen. Das Anspruchsvollere zerstört uns jederzeit die Empfänglichkeit für das Bescheidene, während dieses stets Raum genug läßt für die Wirkung des Aeußerlicheren. Bei der Aufführung des Quintetts, welches wieder mit fanatischem Beifall aufgenommen wurde, fiel uns zweierlei auf: ein übertrieben langsames Tempo des Scherzosatzes und die Umstellung der beiden Mittelsätze. Wir glauben nicht, daß dies im Sinne des Componisten lag. Denn nach dem ersten Satz, der doch im Tempo nicht heftig ist, paßt besser das Scherzo als das Adagio. Und wenn das Scherzo ein behagliches Tempo erhält, paßt es auch schlecht vor den letzten Satz. Das Quintett wurde, wie der Concertzettel besagte, \"auf vielseitiges Verlangen\" aufgeführt. Uns will eine so triviale Anpreisung eines stets mit großem Beifall aufgeführten Werkes auf einem Programme, an dessen Spitze der in der Wiener Concertgeschichte so bedeutungsvolle Name Hellmesberger steht, gar nicht gefallen; denn eine Aeußerlichkeit dieser Art scheint und [sic! recte: uns] dieses Namens unwürdig zu sein.            N.\" (###).\nDiese Aufführung wird auch in der Musikalischen Rundschau Nr. 31 auf S. 208 erwähnt:\r\n\"Wiener Concerte\r\nQuartett Hellmesberger\r\n     [...] Bruckner's F-dur Quintett und Beethoven's A-dur-Quartett (op. 18) waren die Anfangs- und Schlussnummer dieses Abends, an welchem sich das [...] Quartett durch besondere Exactheit im Vortrage auszeichnete.\" (a).", "Letzte Änderung": "13.11.2024 10:48"}, {"ID": 189112105, "Datum": "10.12.1891, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 50 meldet auf S. 646 die Amsterdamer Aufführung des »Te deum« am 3.12.1891:\r\n          Vermischte Mittheilungen und Notizen.\r\n[...]\r\n     * Zu den eifrigsten musikalischen Pionieren in Holland gehört ohnstreitig Hr. Dr. H. Viotta in Amsterdam. Seine neueste That ist die von glänzendem Erfolg gekrönt gewesene Aufführung von Berlioz' Symphonie \"Romeo und Julie\" und dem \"Te Deum\" von A. Bruckner durch den Verein \"Excelsior\" daselbst am 3. Dec.\" (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 34 weist auf S. 303 auf das Konzert vom 13.12.1891 (mit der 1. Symphonie) und auf das Konzert vom 20.12.1891 (mit dem »Te deum«) hin:\r\n\"          Concerte.\r\nWiener Concerte vom 10. bis 20. December:\r\n[...]\r\n13.: III. Philharmonisches Concert, Gr. Musikvereinssaal.\r\n[...] 3. A. Bruckner, Symphonie C-moll / I. Aufführung. \r\n(...)\r\n20.: II. Gesellschaftsconcert, Gr. Musikvereinssaal.\r\n[...] 4. Bruckner Tedeum (II. Aufführung).\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189212105, "Datum": "10.12.1892, Samstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Hans Richter:\r\n     Übersendet beiliegend den von ihm in Bruckners Auftrag verfaßten Programmtext zur 8. Symphonie (*).\nRobert Lienau jun. überläßt Bruckner eine Partitur der 8. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 09:38"}, {"ID": 189312105, "Datum": "(10.12.1893, Sonntag) (2. Advent)", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Schumann, Grieg (Peer Gynt), Bach/Abert und Fibich.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189412105, "Datum": "10.12.1894, Montag", "Haupttext": "Die Linzer Montagspost Nr. 50 berichtet auf S. 4 vom Gründungsfest des »Sängerbundes« am 8.12.1894, in dem das Quartett »Du bist wie eine Blume« gesungen wurde:\r\n„         Tagesneuigkeiten.\r\n                     Linz, 10. December.\r\n      Sängerbund Linz. In würdiger Weise feierte Samstag den 8. d. der hiesige Männergesangverein „Sängerbund“ sein 37. Gründungsfest durch die Abhaltung eines Concertes im Redoutensaale. Das reichhaltige Programm umfaßte folgende Vorträge: Eduard Griegs „Landkennung“, Chor mit Orchester und Baritonsolo, gesungen von Herrn C. Astner, dann Anton Bruckners „Du bist wie eine Blume“, Quartett für Sopran, Alt, Tenor und Baß, gesungen von den Damen Frau Susanne Pelschimovsky und Frl. Marie Zelenka und den Herren Ludwig und Franz Haslinger, ferner [… weitere Werke und Mitwirkende (Ernst Deutl, Josef Markus, Hans Knapp, Otto Hummel) ...]. Unter den Zuhörern wurden unter anderen Herr Hofrath Just, Herr Landesgerichtspräsident Derleth und Herr Bürgermeister Poche bemerkt.“ (*).\n \nDas Neue Wiener Journal Nr. 406 berichtet auf S. 3 über Bruckners Gesundheitszustand und etwas fehlerhaft von der Aufführung der f-Moll-Messe am 4.11.1894:\n\"     (Professor Anton Bruckner.) In dem Befinden des Componisten Professor Anton Bruckner ist im Laufe des gestrigen Tages eine leichte Besserung eingetreten. Gelegentlich des letzten Gesellschaftsconcertes, in welchem Bruckner's Messe und die 9. Symphonie [sic] zur Aufführung gelangte, ließ sich der Meister in einer Sänfte nach dem Musikvereinssaale tragen.\" (**)\n \nund bringt auf Seite 5 die bereits bekannte Ankündigung des Konzerts vom 21.12.1894:\r\n\"     Musikvereins-Säle.\r\n               Repertoir:\r\nMontag, 10.: [...]\r\nFreitag, 21.: Bruckner-Conc. (WagnerV.) gr. S.\r\nSamstag, 22.: [... bis 30.12.1894 ...]\" (***).\n \n\"Das Vaterland\" Nr. 338 schreibt auf S. 5:\n\"     * [Personalnachrichten.] [...] – In dem Befinden des Componisten, Professor Dr. Anton Bruckner, ist im Laufe des gestrigen Tages eine leichte Besserung eingetreten.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 08:52"}, {"ID": 189512105, "Datum": "10.12.1895, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Bayer in Steyr:\r\n    Dankt voller Ergriffenheit und legt 25 fl bei [vermutlich für die Aufführung des Requiems WAB 39]. Grüße an Bradl, Pointner, den Pfarr-Provisor und alle Künstler (*).\r\n   [Diesem Brief lag vermutlich bei das] Zeugnis Bruckners für Franz Bayer: Er stehe als Dirigent und Organist in Oberösterreich oben an (**).\nBrief Bruckners an Ernest Lanninger [Antwort auf eine Anfrage (vgl. 25.10.1896)]:\r\n    Es stimme, daß er von 1835-37 bei J. Weiß in Hörsching war. Bittet um Fürbitte für ihn (***).\nBrief Bruckners an Rosalia Hueber in Vöcklabruck:\r\n    Glückwünsche für die Feiertage und das Neue Jahr. Legt 10 fl bei. Er selber sei immer noch leidend und habe wegen seiner drei Ärzte [Schrötter, Weißmayr? Heller?] hohe Kosten zu tragen (°).\nBrief Bruckners an Ignaz Bruckner in St. Florian:\r\n    [Nahezu identischer Inhalt] (°°).\nDie Dresdner Nachrichten Nr. 343 schreiben auf S. 3 zur Aufführung der 8. Symphonie am 18.12.1895:\r\n\"    † Nicodé=Concert. Zu der am 18. d. M. zur Aufführung gelangenden Sinfonie (Nr. 8, C-moll) von Bruckner wird das Orchester besonders verstärkt werden; außer der dreifachen Besetzung der Holzbläser werden 8 Hörner und die Wagner'schen Nibelungen=Instrumente (2 Tenor=, 2 Baßtuben und eine Contrabaßtuba) zur Verwendung kommen. Die letztere hat der Berliner Wagner=Verein für diese Aufführung zur Verfügung gestellt.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:16"}, {"ID": 189612105, "Datum": "10.12.1896, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Anton Bruckner« von Theodor Helm im Musikalischen Wochenblatt Nr. 51 auf S. 679 - 681 [der komplette Text ist über den Link abrufbar]:\r\n\"                Biographisches.\r\n                     Anton Bruckner.\r\n(Eine Ergänzung zu der in No. 1–5 des Jahrganges 1886 des \"Musikalischen Wochenblattes\" enthaltenen biographischen Skizze.)\r\n     \"Es dürfte wohl nicht oft vorkommen, dass ein bedeutender Tondichter, der durch mehrere Jahrzehente [sic!] hindurch ununterbrochen auf das Fleissigste und im grössten Stile geschaffen, erst sein sechszigstes [sic] Lebensjahr erreichen muss, um über die Grenzmarken seines Heimathlandes auch nur genannt zu werden, dann aber auch sofort, und zwar durch ein einziges Werk zum gefeierten Mann des Tages wird. Beides: die langjährige Ignorirung und die endlich um so glorreichere Anerkennung war das Loos Anton Bruckner's, des genialen Wiener Symphonikers und Kirchencomponisten, dessen Name, bis zur Jahreswende 1884 – 1885 in ganz Deutschland kaum gekannt, nun mit Einem Male durch den sensationellen Erfolg seiner siebenten Symphonie (Edur) in Leipzig und München in den Mund aller Musiker und Musikfreunde kam.\"\r\n     Wörtlich so lautet die Einleitung zu dem biographischen Artikel über Anton Bruckner, welchen der Unterzeichnete auf Wunsch des Herausgebers dieser Fachzeitung [E. W. Fritzsch] zur Eröffnung des neuen Jahrganges 1886 unseres \"Musikal. Wochenbl.\" schrieb, und es erscheint wohl die in besagter Einleitung constatirte Thatsache noch heute so sehr geeignet, das Interesse aller Musiker und Musikfreunde zu erregen, dass ich mir gestatten konnte, auf meine damaligen, oben citirten Anfangsworte hier nochmals zurückkommen. Seither [... 30.12.1884 Nikisch 7. Symphonie, 10.3.1885 Levi ...] sind fast zwölf Jahre vergangen. Was sich in dieser langen Zeit am Lebensabende  Bruckner's Bedeutsames ereignet – und es war meist für den greisen Componisten höchst Ehrenvolles und Erfreuliches, so sehr ihm andererseits ein Theil der Kritik die Freude an den immer grösseren Erfolgen beim Publicum verbitterte –, ist zwar den Lesern dieses Blattes aus meinen Wiener Musikbriefen von Fall zu Fall bekannt geworden, es dürfte aber eine zusammenhängende Darstellung jetzt um so mehr am Platze sein, als vor Kurzem – am 11. October 1896 – der Meister zu seinen Vätern versammelt worden, und nun, da wir von ihm keine neue Schöpfung mehr zu erwarten haben, die Möglichkeit gegeben, die künstlerische Bilanz seines vielgepriesenen und vielbestrittenen Schaffens zu ziehen. Eine Möglichkeit, die aber noch nicht so bald in die von des Meisters Verehrern so heissersehnte Wirklichkeit übergehen dürfte. Denn so lange man Bruckner's Symphonien und Chorwerke nicht ganz genau kennt – sei es durch wiederholte Aufführungen oder wenigstens durch gründliches Studium der betreffenden Partituren und Clavierauszüge – wird man über diesen höchst individuellen Titanen der Töne kein entscheidendes Urtheil sprechen können. Am wenigsten berechtigt ein erstmaliges, durch keinerlei häusliche Vorbereitung unterstütztes Hören dazu: ich spreche hier durchaus aus eigener Erfahrung. Wie fremd bin ich anfangs z. B. der zweiten, dritten, selbst der mir jetzt besonders lieben vierten Symphonie des Meisters gegenübergestanden, und wie habe ich mich durch öfteres Hören (und nicht zum Mindesten durch wiederholtes Durchspielen der vortrefflichen vierhändigen Clavierauszüge mit verstehenden Partnern) in die kühnen, nicht mit herkömmlichem Maasse zu messenden Schöpfungen endlich eingelebt! Doch es soll in nachfolgenden Zeilen nicht mehr von Beurtheilung der grossen Bruckner'schen Tondichtungen die Rede sein – wozu wohl wirklich die unmittelbare Gegenwart noch nicht reif ist –, und am wenigsten kann es mir beifallen, gegen irgend Jemanden, über Bruckner anders Denkenden (wie ich weiss, sind das noch sehr Viele) irgendwie zu polemisiren. Es soll, wie gesagt, nur das rein Thatsächliche aus den zehn letzten Jahren des an Ehren und Dornen reichen Bruckner'schen Erdenwallens den Lesern in Erinnerung gebracht werden. [... 7. Symphonie 21.3.1886 in Wien ...]. Aber die eigentlichen Stammabonennten (darunter freilich viele als unmusikalisch bekannte reiche Leute, die nur um der lieben Mode Willen diese Concerte besuchen) nahmen schon nach dem ersten Satz – ohne nur das erhabene Adagio abzuwarten – in hellen Schaaren Reissaus, sodass das Finale vor arg gelichteten Bänken spielte. [... Stichwörter: Hanslick, Wiener Akademischer Wagner- Verein, Herbeck 3. Symphonie 16.12.1877, David Poppers Appell \"von den übel unterrichteten an die besser zu unterrichtenden Collegen\" und Bruckners \"glühender Dank\" für dessen Eintreten, Hans Richter 21.12.1890 ...]. Nur wenige Hörer verliessen diesmal  vor Ende des Ganzen den Saal, und weit herzliche rund einhelliger erklang nach den einzelnen Sätzen der Beifall. Damit war eigentlich erst das Eis für Bruckner in Wien gebrochen. [...] Der Name Bruckner verbürgte von jetzt an den Herren Musikern ohne Weiteres den hohen ästhetischen Werth, eine Auszeichnung, welche bisher von den Philharmonikern nur ganz wenigen hervorragenden Zeitgenossen eingeräumt war, vor Allem natürlich Brahms, dann etwa Dvořák, Goldmark, in neuester Zeit auch Richard Strauss. [... 1. Symphonie 13.12.1891, Ehrendoktorat, Exner ...] Ich, der Rector magnificus der Wiener Universität, beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhag.\"\r\n                   (Schluss folgt.)\" [Signatur am 17.12.1896: \"Theodor Helm.\"] (*a).\nAuf Seite 685 sind als »Aufgeführte Novitäten« verzeichnet die 4. Symphonie in Leipzig [9.11.1896], Laibach [18.10.1896] und Frankfurt [30.10.1896] und das Adagio der 7. Symphonie in Berlin [26.10.1896] und Dresden [28.10.1896]:\r\n\"Bruckner (A.), Romant. Symph. (Frankfurt a. M., 2. Freitagsconc. der Museumsgesellschaft [Kogel]. Laibach, 1. Mitgliederconc. der Philharm. Gesellschaft [Zöhrer]. Leipzig, 3. Concert des Liszt-Ver. [Sitt].\r\n– – 2. Satz a. der Edur-Symph. (Berlin, 2. Philharmon. Conc. [Nikisch a. Leipzig]. Dresden, 1. Nicodé-Conc.)\" [die eckigen Klammern so im Original] (*b).\nIm Bericht der Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 574 (Vorabend-Blatt) auf S. 3 über das Konzert vom 8.12.1896, signiert \"M.\", werden die Motetten »Christus factus est« [WAB 11] und »Virga Jesse« als »sehr stimmungsvolle Kirchengesänge« bezeichnet:\r\n\"Theater und Musik.\r\n[...]\r\n      M. Das Kirchenkonzert des Porges'schen Chorvereins, das gestern (Dienstag) in der neuen protestantischen Kirche am Mariannenplatz zu einem Wohlthätigkeitszwecke stattfand, nahm einen sehr schönen Verlauf. Die Leistungsfähigkeit dieser Chorvereinigung, die unter der energischen, bahnbrechenden Führung ihres Dirigenten sich in der verhältnismäßig kurzen Zeit ihres Bestehens schon einen sehr bedeutenden Namen in der Musikwelt errungen hat, trat auch diesmal rühmlich hervor. Vorübergehende kleine Schwankungen in der Reinheit der Tongebung bei einigen Nummern mögen in der für den Chor noch ungewohnten Akustik des neuen Raumes ihren Grund gehabt haben. Das Programm wies, wie dies bei Porges rühmlicherweise Regel ist, Namen der Pioniere der neueren Konzertmusik auf. Das sagt mehr, als es auf den ersten Blick aussieht. Denn die Schreibweise der neueren Tonsetzer für den Vokalsatz ist wesentlich komplizirter als die ihrer Kunstgenossen der vorausgegangenen Periode und es ist natürlich ein viel schwierigeres, aber deshalb auch verdienstvolleres Unternehmen, ihnen auf ihren neuen Pfaden zu folgen, als, wie sonst meist üblich, längst ausgetretene Geleise fortzuwandeln. Zwei sehr stimmungsvolle Kirchengesänge \"Christus factus est\" und \"Virgo Jesse floruit\" des jüngst ver-verstorbenen [sic] Wiener Tonsetzers Anton Bruckner eröffneten die Vorträge des Chores in sehr schöner Weise. Desgleichen [... weitere Werke, darunter auch von Hugo Wolf ...]. Der Organist Herr Franz Reidl, der sich um die Musikaufführung durch Begleitung sämmtlicher Vokalnummern in hervorragendem Maße  verdient machte, erfreute die Zuhörer überdies durch außerordentlich fesselnde und mit großer Kunstfertigkeit ausgeführte Orgelvorträge. [...].\" (**).\nDie Allgemeine Zeitung München Nr. 341 informiert im Abendblatt auf S. 3 über die Pläne zu einem Bruckner-Denkmal in Wien:\r\n\"     * Wien, 6. Dec. Ein Bruckner=Denkmal wird für Wien angeregt. Das gibt dem conservativen \"Vaterland\" Anlaß, die Platzfrage für Wiener Monumente im allgemeinen zu erörtern. Richard Kralik stimmt in einem sehr gescheidten [sic] Aufsatze [...], 1) die Arcaden des Wiener Rathhauses [...], und 2) die Außenseiten der Votiv=Kirche mit Monumenten von deutsch=österreichischen Fürsten und Künstlern [...] zu bedenken. [...dadurch auch Förderung der Bildhauergilde (Beispiel: Ludwig I.) ...]. Hoffentlich findet die Mahnung allerorten Gehör.\" (***).\nVon dem entsprechenden Projekt in Steyr (Glasfenster) berichtet die St. Pöltner Zeitung Nr. 50 auf S. 11:\r\n\"                      Aufruf\r\nzur Ehrung des Andenkens an Dr. Anton\r\n       Bruckner in Stadt Steyr.\r\n     Das Hinscheiden des großen Symphonikers Dr. Anton Bruckner hat in der ganzen musikalischen Welt die innigste Theilnahme hervorgerufen, denn mit ihm ist ein Tondichter dahingegangen, der zu den bedeutendsten Componisten der Gegenwart zählt. – Bruckner war bekanntlich ein geborener Oberösterreicher und der große Meister weilte mit besonderer Vorliebe in der Stadt Steyr, wo er im Stadtpfarrhofe alljährlich Sommeraufenthalt nahm und dortselbst viele seiner unsterblichen Werke schuf.\r\n     Geleitet von dem Bestreben nun, das Andenken an Dr. Bruckner und an seinen Aufenthalt in Steyr dauernd und würdig zu ehren, hegt man die Absicht, dem großen Todten ein Denkmal in dieser Stadt zu errichten, und man glaubt dies am besten zu erreichen durch Schaffung eines Votivfensters in der hiesigen Stadtpfarrkirche in der Nähe des Chores, woselbst der Verewigte durch sein meisterhaftes Spiel so oft die Andächtigen erhob.\r\n     Sollte die zur Herstellung eines solchen Votivfensters nöthige Summe, welche sich auf circa 6000 fl. stellen dürfte, nicht aufgebracht werden können, so würde eine andere Form des Denkmales gewählt werden.\r\n     Zur Durchführung dieser Idee ist das unterzeichnete Comité zusammengetreten und erlaubt sich, zur Aufbringung der Kosten eine Sammlung einzuleiten und alle Verehrer des verblichenen Meisters, insbesondere die musikalischen Vereine zu bitten, sich mit einem entsprechenden Beitrage gütigst betheiligen zu wollen.\r\n     Spenden nimmt Herr Franz Bayer, Regenschori und Chormeister des Männergesangvereines \"Kränzchen\" entgegen, und werden dieselben in den hiesigen Localblättern veröffentlicht.\r\n     Steyr, im November 1896.\nJohann Redl, Bürgermeister, Obmann. Joh. Ev. Strobl, geistlicher Rath und Stadtpfarrer, Obmann=Stellvertreter. Franz Bayer, Chorregent und Chormeister des Männergesang=Vereines \"Kränzchen\", Cassier. Hermann Bachtrog, Secretär der \"Gesellschaft der Musikfreunde\", Schriftführer. Franz Tomitz, Gemeinderath. Dr. Franz Angermann, Vorstand der \"Steyrer Liedertafel\". Dr. Hermann Spaengler, Vorstand des Männergesangvereines \"Kränzchen\". Josef Tobisch, Chormeister der \"Steyrer Liedertafel\". \" (°).\nÜber das Konzert am 16.12.1896 (mit dem 2. Satz der 3. Symphonie) schreibt das Salzburger Volksblatt Nr. 282 auf S. 2:\r\n\"     * Mozarteums=Concert. Das letzte diesjährige Abonnements=Concert am Mittwoch den 16. d. M., Abends halb 8 Uhr im Kursaale bringt zur Erinnerung an Mozart's Todestag [ ... D-Dur-Klavierkonzert mit Josef Pembaur ...]. Das Mozarteum gedenkt in diesem Concerte auch des jüngst verstorbenen österreichischen Meisters Dr. Anton Bruckner. Bei der Fülle der verschiedenen musikalischen Vorführungen, die um diese Zeit das Publikum in Anspruch nehmen, war es nicht möglich, eine Feier größeren Styles zum Gedenken des verblichenen Meisters zu veranstalten. Gewiß ist aber die Wahl des Adagio aus seiner Symphonie Nr. 3, R. Wagner gewidmet, als eine gelungene zu nennen, es sind wunderbare Harmonien, die in stimmungsvoller Abwechslung und Schönheit Bewunderung einflößen. [... \"Eroica\" ...].\" (°°).\nDie Zeitung The San Francisco Call Nr. 10 berichtet auf S. 6 vom Denkmalprojekt und von der geplanten Aufführung der d-Moll-Messe in Wien:\r\n\"           MUSIC AND MUSICIANS.\r\n[...]\r\n     The Austrian composer, Antoine Bruckner, was not so much made of during his lifetime, but his death has been the signal for all sorts of post mortem honors. A statue is to be erected to his memory in Vienna, and in the same city his grandioso Mass in D minor, which he never had the pleasure of hearing well performed, will be rendered next month, in a concert hall, with the best orchestra and chorus procurable.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 16:21"}, {"ID": 189712105, "Datum": "10.12.1897, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Gründungsliedertafel des Wiener Akademischen Gesangvereins mit dem \"Tafellied\" in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 339 (*).\nDas Grazer Tagblatt Nr. 341 berichtet auf S. 6 vom Konzert am 8.12.1897:\r\n\"     Klagenfurt, 8. December. (Concert des Männergesangvereines \"Eintracht\".) In dem heute im großen Wappensaale des Landhauses abgehaltenen Concerte bewies dieser rührige Verein, dass er nicht nur über einen kräftigen, fleißig geschulten Chorgesang, sondern auch über dichterische Kräfte und Tonmeister verfügt.[...] In dem darauffolgenden Männerchor mit Orchesterbegleitung, „Germanenzug\" von Anton Bruckner, trat der große Organist und Contrapunktist in den Vordergrund. Verhältnismäßig durchgreifender wirkte Josef Brambachs \"Loreley\", [...] So bildet dieses Concert einen Glanzpunkt in der Geschichte des Vereines. Das Concert wurde auch durch einen großen Besuch ausgezeichnet.\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "01.09.2026 15:05"}, {"ID": 189812105, "Datum": "10.12.1898, Samstag", "Haupttext": "In der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung bespricht Otto Keller Neue Bücher, darunter Felix Weingartners Die Symphonie nach Beethoven. Weingartner vergleiche Bruckner mit Schubert und erwähne als wichtigstes Werk die 7. Symphonie (*).\nIn einem Artikel der Deutschen Zeitung über Gustav Mahler wird auch Bruckner genannt (**).", "Letzte Änderung": "25.11.2024 22:47"}, {"ID": 189912105, "Datum": "10.12.1899, Sonntag", "Haupttext": "The Chicago Tribune Nr. 344 bringt auf S. 41 den schon vom 3.12.1899 bekannten Vergleich zwischen Bruckners Werken und Beethovens Hammerklaviersonate:\n\"     A monument to the memory of Anton Bruckner, the composer of many symphonies and much else, has been erected in the Stadtpark of Vienna. The imperial city believed in Bruckner, and is faithful to his memory. Dr. Richter believed, also, and became the apostle of his works in England. But he preached mainly to unappreciative ears. If any exclaimed \"Bella!\" they probably added, like Guiglini, after listening to Beethoven's great sonata in B flat, \"ma lunga!\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190112105, "Datum": "10.12.1901, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch den Wiener Konzertverein unter Ferdinand Löwe im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190212105, "Datum": "(10.12.1902, Mittwoch)", "Haupttext": "[Aufführung der 5. Symphonie in Wien durch den Wiener Konzert-Verein unter Ferdinand Löwe siehe recte \"10.12.1901\"]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190412105, "Datum": "10.12.1904, Samstag [?]", "Haupttext": "[recte 11.12.1904?] Die Wochenschrift für Kunst und Musik berichtet von einer Aufführung der 7. Symphonie unter Weingartner in München [24.10.1904 gemeint?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190512105, "Datum": "10.12.1905, Sonntag", "Haupttext": "The Boston Globe Nr. 163 macht auf S. 46 auf das Konzert vom 12.12.1905 aufmerksam:\n\"     —Among the pleasant events of the coming week in a musical way will be the concert at Jordan hall tomorrow evening by Mr Harold Bauer, acknowledged to be in the first rank af pianists, and on Tuesday evening the first of the Cecilia concerts, when an unusually interesting program will be presented–a grand \"Te Deum\" by Bruckner, \"The Blessed Damozel\" for women's voices, by Debussy, and the \"Departure of Hiawatha,\" by Coleridge Taylor, for full chorus and orchestra. One of the soloists will be Mrs Bertha Cushing Child, who sang delightfully [...] Thursday evening. [... weitere Konzerte (darunter Jan Kubelik) ...].\"", "Letzte Änderung": "20.04.2023 12:05"}, {"ID": 190712105, "Datum": "10.12.1907, Dienstag", "Haupttext": "Kritik zur 7. Symphonie [in Budapest, vor dem 5.12.1907] im Musikblatt (»Zenelap«) (*).\nAufführung der 9. Symphonie unter Kutzschbach in Mannheim (**).", "Letzte Änderung": "14.09.2025 13:25"}, {"ID": 190812105, "Datum": "10.12.1908, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Tonkünstler-Orchester unter O. Fried in München.", "Letzte Änderung": "19.02.2023 23:16"}, {"ID": 190912105, "Datum": "10.12.1909, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie (und der »Harzreise«) durch das Hofopernorchester unter Mottl in einem Akademie-Konzert in München (*).\n \nVorbesprechung zur 7. Symphonie in The Minneapolis Tribune Nr. 193 (Star Tribune, Minneapolis) auf S. 4:\n\"BRUCKNER SYMPHONY BY THE ORCHESTRA TONIGHT\n     For the first time in the history of the organization, the Minneapolis Symphony orchestra will play a Bruckner symphony at its concert in the Auditorium this evening. Anton Bruckner was a humble schoolmaster and organist in an obscure village of upper Austria, who conceived the noble ambition of placing absolute music where Richard Wagner placed the music of the opera. Not fully successful in attaining this great purpose, Bruckner frequently touched the heights to which he aspired, notably in the Seventh symphony, to be played this evening. Great and absorbingly beautiful throughout, it reaches its greatest point in the second movement, an Adagio that has been compared to the funeral march in Beethoven's Heroic Symphony. This Adagio may be considered a memorial to Richard Wagner, for though it was written before Wagner's death, it was inspired by a contemplation of that dreaded occurence.\n     Richard Czerwonky will be tonight's soloist [... Joseph Joachim, Berlioz ...].\" (**).\n \nNachmittags Einführungsvortrag von Donald M. Ferguson zur 7. Symphonie (mit Klavierbeispielen) in Minneapolis (Wiederholung vom 3.12.1909) (***).\n \nAbends um 20:15 drittes Konzert des Minneapolis Symphony Orchestra unter Emil Oberhoffer mit der 7. Symphonie. Vor der Pause erklingen Werke von Berlioz (\"Römischer Karneval\") und Joseph Joachim (Violinkonzert mit Richard Czerwonky) (°).", "Letzte Änderung": "25.09.2025 09:10"}, {"ID": 191012105, "Datum": "10.12.1910, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe in Budapest.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191112105, "Datum": "10.12.1911, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung der 5. Symphonie für den 14./15.12.1911 in The Brooklyn Eagle Nr. 341 auf S. 36 (= S. 4 des Kulturteils):\n\"          MUSIC THIS WEEK.\n\n     The New York Philharmonic Society, under Josef Stransky, will give a popular concert at Carnegie Hall Sunday afternoon [... Solist Paolo Gallico und Programm ...].\n     Mme. Nordica, at the regular Philharmonic Concerts of Thursday evening and Friday afternoon next, will sing [...]. Notable features, too, will be the first performance in New York of Bruckner's \"Symphony No. 5,\" and Beethoven's Overture, \"Leonore,\" No 3.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192112105, "Datum": "10.12.1921, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Chores \"Mitternacht\" (WAB 80) durch Josef Sailer und Dr. Alois Walde (Klavier) im Konzert des Deutschen Männergesangvereins in Innsbruck. Solistin in Liedern Schuberts und Hugo Wolfs ist Emma Haupolter (*).\n \nAufführung von \"Helgoland\" durch das Wiener Sinfonieorchester und den Wiener Männergesangverein unter Karl Luze im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solistin in der Alt-Rhapsodie von Brahms ist Rosette Andy (**).\n \n\nDie Wochenzeitung Brooklyn Life Nr. 1652  berichtet auf S. 11 vom Konzert am 1.12.1921 [mit dem Bruckner-Chor \"The Song of the Birds\"? [prov. WAB 67?]]:\n\"First Chaminde Concert of the Season\n     On Thursday evening, December first, the Chaminade gave its first concert of the season in the Music Hall of the Academy of Music. [... Ehrengäste ...]. Mme. Emma Richardson-Kuster, the conductor, presented a most enjoyable program, opening with \"The Gypsies,\" by Brahms-Shelley [...]. The \"Bird's Song,\" by Bruckner, was brilliant, Mrs. Elizabeth Zimmer Merkert, soloist. [...].\"\n[Bruckner oder Brückner? siehe die Anmerkung zum 3.4.1921] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192212105, "Datum": "10.12.1922, Sonntag", "Haupttext": "The New York Times Nr. 23696 meldet auf S. 125 (= S. 5 des 8. Teils) die Aufführung der g-Moll-Ouvertüre in Köln [vorläufige Datierung: Oktober 1922]:\n\"Current Music Notes of Interest And Events in Foreign Lands\n\n[...]\n            CENTRAL EUROPE.\n\n[...]\n     Rudolf Polk, an American violinist, gave an orchestral Concert in Cologne that The Cologne Gazette thinks must have cost some American dollars. The violinist is praised for his technical and artistic accomplishment.\n                           —–—–—–   \n     In this concert a newly discovered overture in G minor by Bruckner was played. It was written in the composer's \"middle period.\" There was also a piece called \"Music for Orchestra,\" by Rudi Stephan, a young Cologne composer, who was killed in the war. The piece is highly praised as original, modern without burning bridges in the rear. Finally, a set of orchestral variations on a waltz of Strauss by Adolf Busch.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192412105, "Datum": "10.12.1924, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und des »Te deum« durch das Symphonieorchester Göteborg unter Ture Rangström (*).\nDie »Signale für die musikalische Welt« berichten von der bisherigen Hamburger Konzertsaison. Im ersten Philharmonischen Konzert wurde die 5. Symphonie unter Karl Muck aufgeführt (**).\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 337 bringt auf S. 8 eine Kurzkritik zum Konzert der Eisenbahnbeamten [am 22.11.1924] (***).\nDie Reichspost Nr. 338 kündigt auf S. 10 das Chorkonzert vom 13.12.1924 (mit \"Trösterin Musik\") an (°).\nVortrag von Franz Moißl \"Unbekannte Instrumentalwerke Anton Bruckners\" im Plenarsaal des ehemaligen Herrenhauses in Berlin (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192512105, "Datum": "10.12.1925, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel \"Alfred Orel: Anton Bruckner. Das Werk, der Künstler, die Zeit., Ernst Kurth: Bruckner. 2 Bd. Max Hesse Verlag Berlin\" in der Sonderhäuser Verband Zeitung.", "Letzte Änderung": "05.08.2026 07:31"}, {"ID": 192612105, "Datum": "10.12.1926, Freitag", "Haupttext": "Brief von Emilie Hinghofer (Linz, Harrachstr. 14) an Max Auer:\n     Er werde sich sicher an sie als die Nichte von Olga Dürrnberger erinnern. \"Ich finde beim Ordnen der Familienbriefe eine kleine Nachricht über Bruckner, die Sie vielleicht interessieren wird, außerdem einen aus Berlin stammenden Aufsatz.\" Ihren Namen möge er bei einer Veröffentlichung nicht nennen, die Angabe \"Nichte seines Lehrers Dürrnberger\" genüge.", "Letzte Änderung": "22.10.2024 06:31"}, {"ID": 192712105, "Datum": "10.12.1927, Samstag", "Haupttext": "The Leader-Post Nr. 289 (Regina, Saskatchewan, Canada) veröffentlicht auf S. 15 einen [ironisch gefärbten] Leserbrief zu der Programmplanung in New York:\n\"          In The Music World\nCONDUCTED BY DAN A. CAMERON\n[... Konzertankündigungen ...].\n                Pleasing the Public\n     Here are two letters suggesting what is wanted on New York orchestral programs. Together they form a speaking commentary on \"how to please everybody\":\nTo the Editor of the New York Times:\n     The first three concert programs of the Philharmonic Orchestra in the Sunday afternoon series at Carnegie Hall have presented, among other novelties, the \"Leonore\" overture and the Second Symphony of Beethoven, \"Les Preludes\" and the E-flat concerto of Liszt, Grieg's \"Peer Gynt\" suite and Goldmark's \"Negro Phapsody\" [sic]–not to mention the infrequently played \"Pathetic\" symphony of Tchaikovsky.\n     Is it gratuitous to congratulate New York's leading orchestral organization and its dynamic conductor on avoiding such oft-played and too frequently heard works as Berlioz's \"Fantastic\" symphony, Mozart's \"Jupiter\" and the symphonies of Sibelius, Bruckner, Glazounoff–and Brahms's Third? Or such other music chestnuts as d'Indy's \"Istar\" variations, [... fünf andere Werke ...] and other things one cannot escape, turn and twist as one may?\n     Before the Sunday afternoon series ends we hope to hear even greater innovations–dare we say Beethoven's Fifth and Seventh symphonies and one of Liszt's rhapsodies, as well as a repetition of the \"Leonore\" overture and \"Les Preludes,\" to which Mr. Mengelberg's devotion has been so rarely proved?\n                            HOWARD DEVREE.\n              Another Dissatisfied\n     [... an die New York Times ... Olin Downes Wunsch 1926 nach mehr Werken englischer Komponisten sei unerfüllt geblieben ... Vorschläge hierzu ...].\n                            E. G. LAWFORD.\" (*).\n \nBrief von Ernst Kurth an Max Auer (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 05:53"}, {"ID": 192812105, "Datum": "10.12.1928, Montag", "Haupttext": "Das Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 582 meldet auf S. 3, dass beim gestrigen Konzert mit der 4. Symphonie in Wien Furtwängler mit Zischen empfangen wurde.", "Letzte Änderung": "07.08.2026 07:06"}, {"ID": 192912105, "Datum": "10.12.1929, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Siegmund von Hausegger an Max Auer: \n\n     Die Deutsche Akademie werde doch nicht mit der Internationalen Bruckner-Gesellschaft bei der Gesamtausgabe zusammenarbeiten [vgl. 29.3.1927], da man nicht mit der Wiener Nationalbibliothek konkurrieren wolle (*).\n\n\nAufführung der 2. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Leopold Reichwein im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert ist Walter Gieseking [Wiederholung am 11.12.1929] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193012105, "Datum": "10.12.1930, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Tor Mann.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193112105, "Datum": "10.12.1931, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. und 5. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Siegmund von Hausegger im 3. Konzert des Münchner Bruckner-Zyklus in der Tonhalle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193212105, "Datum": "10.12.1932, Samstag", "Haupttext": "Das Rundfunkorchester unter Gustav Görlich und der Gesangverein Eintracht-Harmonie, Stuttgart, unter Gauchormeister Schneider gestalten das Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters, das vom Süddeutschen Rundfunk (Mühlacker, Stuttgart, Freiburg) von 17:00 bis 18:15 Uhr übertragen wird. In der ersten Abteilung bildet Bruckners \"Trösterin Musik\" den Abschluss.", "Letzte Änderung": "30.03.2026 23:19"}, {"ID": 193412105, "Datum": "10.12.1934, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Bayerische Staatsorchester unter Hans Knappertsbusch in einem Konzert der Musikalischen Akademie [im Münchner Odeon?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193812105, "Datum": "10.12.1938, Samstag", "Haupttext": "Anlässlich der Eröffnung der Zweiten deutschen Architektur- und Kunsthandwerksausstellung durch Adolf Hitler im Haus der deutschen Kunst in München spielt das Bayerische Staatsorchester unter Clemens Krauss den Schlusssatz der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "06.02.2026 13:24"}, {"ID": 193912105, "Datum": "10.12.1939, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Symphonieorchester Malmö unter Georg Schnéevoigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194312105, "Datum": "10.12.1943, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des Finales der 5. Symphonie durch das Bruckner-Orchester [unter Georg Ludwig Jochum?] bei der Feierstunde der SS-Standarte 37 in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195012105, "Datum": "10.12.1950, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Beatrix Leal Guimarnes »Anton Bruckner« im Journal do Brasil (*).\nArtikel von Joseph Marx »Bruckner als Lehrmeister« in der Wiener Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "12.07.2024 15:26"}, {"ID": 195912105, "Datum": "10.12.1959, Donnerstag", "Haupttext": "Zeitungsartikel [mit Bruckner-Bezug?] in den Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "09.01.2024 18:20"}, {"ID": 196112105, "Datum": "10.12.1961, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Giulio Confalonieri »Il pubblico della Scala ha dato ragione a Bruckner« in der Epoca.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196812105, "Datum": "10.12.1968, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Japan Philharmonic Orchestra unter Asahina in Tokyo (Bunka Kaikan).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202404106, "Datum": "10.-12.4.2024, Mittwoch bis Freitag", "Haupttext": "Bruckner-Symposion \"Bruckner-Aspekte: 200 Jahre Bruckner – 100 Jahre Bruckner-Forschung\" in Wien.", "Letzte Änderung": "28.03.2025 08:32"}, {"ID": 198605107, "Datum": "10.-12.5.1986, Samstag bis Montag", "Haupttext": "Aufführungen der 3. Symphonie durch das Bayerische Ärzteorchester unter Reinhard Steinberg in Bad Kissingen, Erlangen und München. Der Text des Programmheftes stammt von Franz Scheder.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 12:13"}, {"ID": 202109115, "Datum": "10.-12.9.2021, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "\"Brucknerathon\" (East), organisiert von John Berky und Michael Cucka, in Connecticut.", "Letzte Änderung": "13.02.2026 13:02"}, {"ID": 200705106, "Datum": "10.-12. und 15.5.2007, Donnerstag bis Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Chicago Symphony Orchestra unter Bernard Haitink in der Orchestra Hall, Symphony Center.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194010104, "Datum": "10. - 13.10.1940", "Haupttext": "Zweites Leipziger Brucknerfest, veranstaltet von der Leipziger Bruckner-Gemeinschaft in Verbindung mit der NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude«, dem Gewandhaus zu Leipzig und dem Reichssender Leipzig.\r\nDie Einführungstexte im Programmheft stammen von Fritz Oeser (S. 13f: »Zur Studienaufführung des Finalefragmentes der IX. Symphonie« (*)), Max Auer und Waldemar Rosen. Max Auer steuert einen Artikel »Leipzig in der Bruckner-Bewegung« (mit Faksimilia aus Bruckners Taschenkalender) bei, Robert Haas referiert über die Gesamtausgabe (S. 28f), und Amelie Klose berichtet von ihren Begegnungen mit Bruckner (S. 29f).\r\nEnthalten sind ferner ein Artikel »Arthur Nikisch und Anton Bruckner« aus den Leipziger Neuesten Nachrichten vom 8.10.1919, vier »Sonette an Bruckner« von Max Dehnert und ein Inserat des Musikwissenschaftlichen Verlages (Leipzig).", "Letzte Änderung": "21.10.2025 21:23"}, {"ID": 195512107, "Datum": "10.-13.12.1955, Samstag bis Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Volkmar Andreae im Großen Musikvereinssaal in Wien. Bei Mozarts \"Litaniae de venerabili altaris sacramento\" KV 243 wirken mit Camilla Williams, Polly Batic, Julius Patzak und Ernst Stadler. Violoncello-Solo Viktor Görlich, an der Orgel Franz Schütz.", "Letzte Änderung": "13.12.2024 16:01"}, {"ID": 195612106, "Datum": "10./13.12.1956, Montag/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung (+ Einspielung) der 2. Symphonie durch das \"German RSO\" unter Hans Rosbaud.", "Letzte Änderung": "23.02.2026 17:02"}, {"ID": 196705107, "Datum": "10.-13.5.1967, Mittwoch bis Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Wolfgang Sawallisch im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Bartoks 2. Klavierkonzert ist Michael Ponti.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 192806107, "Datum": "10.-13.6.1928, Sonntag bis Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Hermann Abendroth im Rahmen des Rheinischen Musikfestes in Köln in Verbindung mit der \"Pressa\"-Ausstellung.\r\nAuf dem Programm stehen außertem Werke von J. S. Bach und Janacek.", "Letzte Änderung": "28.12.2024 14:23"}, {"ID": 199610107, "Datum": "10. - 14.10.1996, Donnerstag bis Montag", "Haupttext": "Internationales Symposion »Anton Bruckner: Tradition und Fortschritt in der Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts« in Mainz.\r\nAm 11.10.1996 im Mainzer Dom Festvortrag von Bischof Paul-Werner Scheele »Anton Bruckners Vermächtnis« (*).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 19:35"}, {"ID": 190307105, "Datum": "10./17.7.1903, Freitag", "Haupttext": "[Zweiteiliger?] Artikel von Bernhard Ziehn »Ueber den ersten Akkord im Scherzo der Neunten Symphonie von Bruckner« in der Allgemeinen Musikzeitung Nr. 28 - 29, S. 467.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 181602105, "Datum": "10.2.1816, Samstag", "Haupttext": "Erklärung der Geschwister Josepha Weiß, geb. Bruckner, Anton Bruckner sen. und Anna Maria Bruckner in Erbschaftsangelegenheiten der 1809 verstorbenen Mutter (Ehefrau von Joseph Bruckner).\r\n[Text in der Kopie unvollständig und schwer lesbar:]\r\n\"[...] in Folge deßen das säm[m]tliche Vermögen ihren Vater [?] und respective Wittwer, Joseph Bruckner, zur beliebigen Benützung in Handen bleiben solle, auch vollkom[m]en zufrieden und einverstanden sind, und daher selbe auch auf[?], die dermalige Herauszahlung ihrer ausfallenden, in der Hälfte des Gesam[m]t-Vermögens bestehenden mit[?]vorliegend Erbschaft hiermit ausdrücklich so lang Verzicht leisten, als unser Vater Joseph Bruckner an Leben sich befinden wird. | Ansfelden am 10 Hornung [1]816, | Josepha Weißin | gebohrne Brucknerin, [die folgende Unterschrift ausgeschnitten]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183902105, "Datum": "(10.2.1839, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung einer Arie von Paisiello, umgearbeitet in das Offertorium \"Gaudens gaudebo in Domino\", in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185702105, "Datum": "10.2.1857, Dienstag", "Haupttext": "Brief Marie Madeleine Dürrnbergers an ihren Bruder Dr. Adolf Dürrnberger: \r\nBruckner sei ein »ziemlich guter Tänzer«.\r\n     »[...] Schon glaubte ich, während einer Quadrille sitzenbleiben zu müssen, doch ein guter Genius erbarmte sich meiner, sandte mir Bruckner, den Du wohl kennen wirst, und ich ward erlöst; überhaupt hat er sehr viel mit mir getanzt und ist ein ziemlich guter Tänzer.«", "Letzte Änderung": "26.01.2024 16:23"}, {"ID": 186002105, "Datum": "10.2.1860, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 115v:\n\"10. Febr ¾ auf 4 Uhr Morge[ns]\" (*).\n \nBreinbauer stellt das mittlere Manualwerk der Linzer Domorgel fertig:\n»[...] Auf diese Zuschrift [Bruckners Brief vom 15.12.1857] welche ich in Handen habe, liß ich mir die Arbeit noch mehr angelegen sein, und liferte bis 10. Feb. 1860 das mittlere Manualwerk, am 13. Feb. 1860 überreichte ich ein Gesuch mit Rechnung um Zahlungsanweisung pr 1050 fl, nach villen, ja sehr villen Betreibungen erst erfolgte die Anweisung am 30. Juni 1862 [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102105, "Datum": "10.2.1861, Faschingssonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n   Dankt für die Briefe, bestätigt Ankunftstermin Mittwoch 12 Uhr und richtet Grüße von Alois Weinwurm aus; wird die Chöre mitbringen; klagt über die letztjährige unruhige Unterkunft, wünscht lieber Privatwohnung als Hotel; ist mit den Linzer Verhältnissen unzufrieden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702105, "Datum": "10.2.1867, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung in der »Presse« Nr. 40:\r\n»Local-Anzeiger.\r\n(Kirchenmusik.) In der k.k. Hofcapelle am Sonntag den 10. Februar: Messe in D, Graduale und Offertorium von Anton Bruckner, Dom-Organist in Linz.« (*).\nErste Wiener Aufführung der d-moll-Messe unter Herbeck in der Hofburgkapelle. Bruckner spielt Orgel. Außerdem erklingen das »Afferentur« [WAB 1] und das »Ave Maria« [WAB 6] (**). Als Kritiker ist Speidel anwesend (#).\r\nAnschließend findet ein Philharmonisches Konzert statt (***) mit Werken von Bargiel, Mozart (Solist: J. Epstein), Weber und Schumann. Dessoff dirigiert (°).\nBruckners St. Florianer Geigenlehrer Franz Gruber gestorben (°°).\r\n[Möglicherweise (wahrscheinlicher aber erst am 12.9.1867 bei Simon Sechters Beerdigung) hätte Bruckner bei dieser Gelegenheit mit Prof. Ottokar Lorenz zusammentreffen und den Plan, sich als Lektor an der Wiener Universität zu bewerben, besprechen können (°°°).]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187302105, "Datum": "(10.2.1873, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "23.04.2023 13:51"}, {"ID": 187402105, "Datum": "10.2.1874, Dienstag", "Haupttext": "Streicherpartitur des 1. Satzes der 4. Symphonie fertig.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187602105, "Datum": "(10.2.1876, Donnerstag)", "Haupttext": "Generalversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins. Zum Vorstand gehören Karl Wolf, Ludwig Koch, Franz Köstinger, Moritz Wlasak und Ludwig Lechner, zum artistischen Ausschuß Obmann Wolf, Guido Adler, Boller, Felix Mottl und Nechansky.", "Letzte Änderung": "12.11.2024 11:58"}, {"ID": 187702105, "Datum": "10.2.1877, Samstag", "Haupttext": "Separate Aufzeichnung des Morgengebetes im aktuellen Kalender.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187802105, "Datum": "10.2.1878, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche um 11 Uhr. Es erklingen eine Messe von Mozart, ein Graduale (mit Baritonsolo: Julius von Nagy) von Händel und ein Offertorium (mit Altsolo: Wilhelmine Obrist) von Randhartinger..", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002105, "Datum": "10.2.1880, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Enthusiastischer Bericht Theodor Helms in der »Neuen Wiener Zeitschrift für Musik« Heft Nr. 14, S. 110, über die Teilaufführung der 4. Symphonie am 4.2.1880 (*). In derselben Zeitschrift wird auf S. 112 das Quintett für die Quartett-Soiree Hellmesbergers am 6.3.1880 angekündigt (**).\nBericht [über den 4.2.] in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung Nr. 6 auf S. 36: \n   »[...] Das Scherzo aus Bruckner's Symphonie fand stürmischen Beifall, der sich beim Erscheinen des Componisten noch erheblich steigerte. [...]« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102105, "Datum": "10.2.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Mittw [9.2.1881?] 10 H Schwickerath« (*).\n\n\nEin Inserat im Morgenblatt der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 341 auf S. 10 macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (ohne die 4. Symphonie zu nennen): \n\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde.\n\n     [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302105, "Datum": "10.2.1883, Samstag", "Haupttext": "Josef Schalk und Franz Zottmann spielen im Bösendorfersaal an 2 Klavieren den 1. und 3. Satz der 7. Symphonie (*).\nWie aus der Eintrittskarte hervorgeht, handelt es sich nicht um einen internen Abend des Wagner-Vereins (*a).\n\r\nTraumihler erzählt Oddo Loidol, daß er bei seinem Wien-Aufenthalt von Bruckner, der sich einen Stehplatz besorgt habe, dessen Sitzplatz für das Philharmonische Konzert bekommen habe. Bruckner habe damals Jahn, der zwei Sätze der 6. Symphonie aufführen werde, als seinen Freund bezeichnet. Traumihler berichtet von Bruckners Werdegang (als Organist in St. Florian, 1855 in Linz, nach Sechters Tod von Herbeck nach Wien geholt). [am selben Tag?] Gruber fordert Loidol auf, nach St. Florian zu kommen, wenn Bruckner Orgel spiele, und lobt das Adagio der 3. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402105, "Datum": "10.2.1884, Sonntag", "Haupttext": "In der zweiten Matinée [in Stradals Wohnung] spielen August Göllerich und August Stradal auf zwei Klavieren den 1. und 2. Satz der 3. Symphonie und Werke von Liszt (Totentanz, 2. Satz der Faust-Symphonie und Mazeppa).\nUnter den über 30 Zuhörern sind Robert von Zimmermann, Heinrich Maria Schuster, die Brüder Thern, das Ehepaar Novotny [Onkel und Tante von Göllerich], Emilie Harnwolf [und wohl auch Bruckner selbst].", "Letzte Änderung": "04.05.2024 20:38"}, {"ID": 188502105, "Datum": "10.2.1885, Dienstag", "Haupttext": "Der Haagsche Courant Nr. 565 erwähnt in der Konzertübersicht auf S. 3 auch die Aufführung der 3. Symphonie am 4.2.1885:\n\"              KUNSTNIEUWS.\n[...]\n     Woensdag-avond vijfde Concert Diligentia met eene nieuwe Sinfonie van Anton Bruckner, wiens zevende in het afgeloopen jaar in Duitschland reeds werd uitgevoerd maar die hier nog geheel onbekend was.\n     Nu Brahms, Dvorak en Bruckner, van de nieuweren, hun beurt hebben gehad, wordt het o. i. tijd ook eens aan Haydn, Mozart, Mendelsohn, Gade enz. te denken.\n     De Sinfonie, benevens Beethoven's ouverture König Stephan en Mendelsohn's Nocturne uit de Sommernachtstraum-musik, werden door ons Diligentia-orkest op verdienstelijke wijze gespeeld, vooral de Sinfonie, eene eerste uitvoering.\n     [...].\n                           S. I. M. – F. I. R.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602105, "Datum": "10.2.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 15 meldet auf S. 173, daß Partitur und Klavierauszug des »Te deum« (Orgel ad libitum) im Verlag Th. Rättig erschienen sind (*).\nTheodor Helms Artikel »Wiener Musikbriefe« im Pester Lloyd Nr. 41 bringt eine Kritik des »Te deum« [10.1.1886] und erwähnt die Aufführungen der 7. Symphonie in Leipzig [30.12.1884] und München [10.3.1885]:\r\n»Feuilleton.\r\nWiener Musikbrief.\r\n   [... ausführlichst über das Gastspiel des Tenors Emil Götze ...] Als die wichtigsten Wiener Konzert-Ereignisse seit Jahresanfang haben wir die erste Aufführung des Bruckner'schen Tedeum durch die Gesellschaft der Musikfreunde und der neuen (vierten) Symphonie von Brahms durch die Philharmoniker zu verzeichnen. [... über Bruckners Schicksal, verkannt zu werden ... Umschwung dank 7. Symphonie und Quintett ...] der wahrhaft großartige Eindruck des Tedeums selbst machte aus so manchem bisher das Schaffen Bruckner's heftig anfeindenden Saulus einen begeisterten Paulus. Ein durch seine entschiedene Gegnerschaft bekannter Wiener Konservatoriums-Professor sprach das geflügelte Wort: \"Das ist der deutsche Berlioz, nur daß ihm auch musikalisch immer etwas einfällt.\" [... das »Te deum« habe nicht das Ausschweifende, Jähe und Bizarre der Instrumentalkompositionen ...] Des Komponisten reich gewährende, aber mitunter wild ausschweifende Phantasie bedarf eben eines festen Anhaltes, um sich nicht ins Regellose zu verlieren und dieser feste Anhalt wurde Bruckner diesmal als ein wahrer Segen von oben in dem Worte des Herrn! [...] eine tief ergreifende Interpretation des Mysteriums der Menschwerdung [...Beethoven-würdig ... in der Schlußfuge ein förmlich niederwerfender Schwung und Zug ... glückliche formale Gestaltung ...] Der Erfolg der Bruckner'schen Novität ist umso höher anzuschlagen, als er fast ausschließlich der Komposition, nicht der Aufführung verdankt wurde, welch' letztere in den Chören, noch mehr im Soloquartett sehr viel zu wünschen ließ und durch die überstark besetzte und unglücklich aufgestellte Blech-Harmonie häufig die interessantesten Gesangskombinationen in betäubendem Lärm untergehen machte.\r\n   Einer wahren Muster=Aufführung erfreute sich dagegen Brahms' neue Symphonie (Nr. 4, E-moll) am 17. Jänner bei den Philharmonikern. [... Besprechung dieses Werkes ...]\r\nDr. Theodor Helm.« (**).", "Letzte Änderung": "07.03.2023 09:39"}, {"ID": 188702105, "Datum": "10.2.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht über die 7. Symphonie in Berlin [31.1.1887] im Musikalischen Wochenblatt Nr. 7 auf S. 85:\r\n           »Vermischte Mittheilungen und Notizen.\n        * Anton Bruckner's 7. Symphonie ist kürzlich auch in Berlin, in einem von Hrn. Prof. Klindworth geleiteten Philharmonischen Concert, aufgeführt worden, hat aber trotz vorzüglicher Ausführung mehr absprechende, als zustimmende Beurtheilungen erfahren.« (*).\n \nAuf S. 84 wird [irrtümlich] eine Aufführung in Dresden gemeldet, möglicherweise auf Grund der ursprünglichen Ankündigung für den 11.1.1887 [tatsächlich fand die Aufführung erst am 15.3.1887 statt]:\n          \"Concertumschau.\n[...]\n     Dresden. 4. Philharm. Conc. (Nicodé): 7. Symphonie von Bruckner, Dmoll-Variat. f. Orch. v. Rudorff [siehe die Anmerkung], Hmoll-Clavierconc. v. E. d'Albert (der Comp.).\" (**).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:29"}, {"ID": 188802105, "Datum": "10.2.1888, Freitag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 14 zitiert auf S. 153 aus einem Leserbrief:\r\n»H. M. in T. Was Bruckner auf dem Gebiete der Symphonie bedeutet, wird wahrscheinlich erst eine spätere Zeit vollkommen begreifen, wie das ja immer so der Fall zu sein pflegt.« (*).\nBesprechung des Konzerts vom 22.1.1888 (mit 4. Symphonie und »Te deum«) durch Robert Hirschfeld in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2858 auf S. 1:\r\n          \"Concerte.\r\n     \"Aber den größten Defect díeser Music verursachet die Opera\" ... Diese gelegentlichen Klageworte Johann Sebastian Bach's drängt uns die Aufführung einer Symphonie von Bruckner jedesmal auf die Lippen. Auch Bruckner's vierte Symphonie (Es -dur) leidet durch die \"Opera\"; sie steht völlig auf dem Boden des dramatischen Styls, auf einem Fundament, das durch ein unheimliches inneres Feuer stetig in Bebung und Unruhe erhalten wird, durch Rückungen und Risse zu Spalten und zum Bersten gelangt. Das Hasten und Stocken, der erregte Puls der dramatischen Schreibweise, jene eigenthümliche Beweglichkeit, die immer des Wechsels und der Veränderung gewärtig scheint, will dem symphonischen Styl nicht frommen. Die Bruckner'schen Symphonien, so weit wir sie kennen, haben ihren Styl und somit gewissermaßen ihren Beruf verfehlt. Anders als mit dieser Erkenntniß können wir den großartigen, in vielen Theilen überwältigend schönen Tonschöpfungen Bruckner's nicht näher treten. Es ist eine Musik, welche fast durchwegs von scenischen Wandelvorstellungen losgelöst oder zu solchen hinzuleiten scheint, also Dramenmusik, welche aus Musikdramen ihre Stärke holt. Nur Musik solcher Art kann mit einem Schein von Recht von solchen \"Programmen\" behelligt werden, wie Joseph Schalk, dessen Dirigenten=Tugenden wir weit mehr schätzen als seine programmatischen Visionen, sie zu verfassen liebt. [... Zitate aus Schalks Text und Kommentar dazu ...] so wird es völlig klar, daß die Symphonie erst ohne dieses Programm wirklich ernst zu nehmen sei ... An schöpferischer Kraft, welche sich in der Erfindung bedeutender und beseelter Themen offenbart, übertrifft Bruckner alle lebenden Symphoniker. [... Themen ungekünstelt, von Naturkraft getrieben ... schlagfeste Motive im Geiste Beethovens ...an Schubert gemahnende Melodien ...] Wenn Bruckner nur den Strom seiner Erfindung auch zu lenken und in das Bett zwingender Formen zu leiten wüßte! [... das Scherzo gehöre zu dem Besten in der symphonischen Literatur ... unvermitteltes Aufeinanderprallen von Gegensätzen ... der dramatisch bewegte Zug des modernen Lebens findet sich in der Symphonie wieder ... Bruckners Werke sind so ein getreues Spiegelbild ihrer Zeit ... kurz über das \"Te deum\" ... typisch für die beklagenswerten Kunstzustände sei es, daß ein Konzert, in welchem sich so viele] zu einer glänzenden Kunstthat sich verbinden, von einem Theile unserer Kritik einfach todtgeschwiegen wird, als handle es sich um sie pianistische Missethat eines Clavierunholdes.\r\n     [... es folgt die Besprechung eines Wagner-Konzertes mit der Jugend-Symphonie in C-Dur, nochmal mit Bemerkungen zu Bruckner: ... \"Dort die weit ausgreifende Symphonie eines greisen Mannes, dessen Künstlergeist aber noch in Gährung begrifffen scheint; hier ...\" ... \"Beim alten Bruckner ein Ueberschäumen der Phantasie, beim jungen Wagner ein ängstliches Haushalten mit Ideen\" ... kurz über weitere Konzerte ... Signatur auf S. 3:]\r\n                Dr. Robert Hirschfeld.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188902105, "Datum": "10.2.1889, Sonntag", "Haupttext": "Datierung im Trio der 3. Symphonie bei Takt 73-89 und 90-116(*).\nMehrere Zeitungen kündigen das Konzert vom 24.2.1889 (mit der 7. Symphonie) an:\nDeutsche Zeitung Nr. 6149 auf S. 12 (**),\nMusikalische Rundschau Nr. 13 auf S. 97:\n\"Kleine Mittheilungen und Berichte\r\nDer Wiener akademische Wagner-Verein veranstaltet [...] Sonntag den 24. Februar 1889 Mittags [...] unter Leitung des Hof-Kapellmeisters Herrn Hans Richter eine grosse Musikaufführung. [...] 2. Anton Bruckner's siebente Symphonie (E-dur). [...]\" (***),\n\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 41 auf S. 8:\r\n     \" * Der Wiener akademische Wagner=Verein veranstaltet zu dem Zwecke, minderbemittelten Künstlern und Kunstfreunden den Besuch der Bayreuther Festspiele im Jahre 1889 zu erleichtern, Sonntag den 24. d., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale unter Leitung Hans Richter's eine große Musikaufführung. [...] 2. Ant. Bruckner's VII. Symphonie (E-dur). [... Kartenverkauf: \"Sitze von Fl. 1.20 bis fl. 5\"...]\" (°),\nDeutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 4 auf S. 29:\r\n\"          Vermischtes.\r\n[...]\r\n     Der Wiener akademische Wagnerverein veranstaltet am 24. Februar, Mittags um halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Herrn Richter ein großes Concert, bei dem das Hofopernorchester, Frau Materna und Herr Jäger mitwirken. Zur Aufführung gelangen: Liszt: Marsch der drei Könige aus \"Christus\"; Bruckner: Siebente Symphonie, und Wagner: [... Tannhäuser ...]. Der Reinertrag ist dazu bestimmt, unbemittelten Kunstjüngern den Besuch der heurigen Bayreuther Festspiele zu ermöglichen.\" (°°),\n»Die Presse« Nr. 41 auf S. 15:\r\n\"      - Der Wiener akademische Wagner=Verein veranstaltet zu dem Zwecke, minderbemittelten Künstlern und Kunstfreunden den Besuch der Bayreuther Festspiele im Jahre 1889 zu erleichtern, Sonntag den 24. d. Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Hofcapellmeisters Herrn Hans Richter eine große Musikaufführung. [...] 2. Anton Bruckner's VII. Symphonie (E-dur). [... Kartenverkauf: \"Sitze von fl. 1.20 bis fl. 5\"...]\" (°°°),\ndas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 41 auf S. 23 mit einem Inserat (#)\nund die Neue Freie Presse Nr. 8788 auf S. 6: \" - Der Wiener Akademische Wagner=Verein veranstaltet zu dem Zwecke, minderbemittelten Künstlern und Kunstfreunden den Besuch der Bayreuther Festspiele im Jahre 1889 zu erleichtern, Sonntag den 24. d., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Herrn Hanns Richter eine große Musik=Aufführung. [...] 2. Anton Bruckner's VII. Symphonie (E-dur). [... Kartenverkauf siehe Inserat ...]\" (##).\r\nInserat \"Grosse Musik-Aufführung\" auf S. 12 (###).", "Letzte Änderung": "14.12.2023 11:04"}, {"ID": 189002105, "Datum": "10.2.1890, Montag", "Haupttext": "Vermerk »Wien, 10. Fbr 890 fertig. 8te Sinfonie fertig - 10. Februar 1890 ABrucknermp 1890.« auf Bogen 20/3 (am Ende) des 1. Satzes der 8. Symphonie (*). Carl Speisers Mitschrift einer Universitätsvorlesung Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189102105, "Datum": "10.2.1891, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n      Genesungswünsche. Hans Richter werde in London die 3. Symphonie aufführen, von der auch Schönaich sehr schwärme. Weingartner habe keine Rechnung [für das Kopieren der 8. Symphonie] geschickt. Von der 1. Symphonie seien nur noch drei Bogen Vortragszeichen zu machen, dann gehe es an die 9. Symphonie, wozu er bereits die meisten Themen notiert habe. Grüße an Paul Heyse (*).\nBrief von Theodor Hämmerle an Max von Oberleithner:\r\n      Beiliegend das von S. A. Reiß zugesandte Schreiben des Notendruckers [Röder]. Um die Kostenfrage zu klären, habe er die Partitur der d-Moll-Messe direkt an Röder in Leipzig geschickt und seinen Schwiegervater [Reiß] gebeten, den Kostenvoranschlag und die Rücksendung der Partitur baldmöglichst zu veranlassen, damit hier [in Wien] das Kopieren erfolgen könne. Oberleithner möge Bruckner informieren (**).\nDie Nachricht von Bruckners Ernennung zum Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde [15.1.1891, 8.2.1891] erscheint im Deutschen Volksblatt Nr. 754 auf S. 7:\r\n    \"Classische Volksconcerte in Wien.\r\n      Samstag Abend fand im kleinen Musikvereinssaale die diesjährige Generalversammlung der Gesellschaft der Musikfreunde statt, welche ein ganz besonderes Interesse dadurch erweckte, weil in derselben die vom Hofmusikalienhändler Albert J. Gutmann bereits im Vorjahre angeregte Frage nach Veranstaltung billiger Volksconcerte der Lösung einen Schritt näher gebracht wurde.\r\n     [... Tagesordnung ... Vorschlag eines Konzertorchesters ... Diskussion ...]\r\n     Dr. Billing stellte hierauf den Antrag, den mehrjährigen Dirigenten der Gesellschafts-Concerte, Hans Richter, sowie den aus dem Verband des Lehrkörpers des Conservatoriums scheidenden hochverdienten Tonkünstler Anton Bruckner zu Ehrenmitgliedern der Gesellschaft zu ernennen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. (Beifall.) [...]\" (***)\nund in der Musikalischen Rundschau Nr. 5 auf S. 51:\r\n\"Personalnachrichten.\r\n- Der aus dem Lehrkörper des Wiener Conservatoriums scheidende Professor Anton Bruckner und der durch mehrere Jahre als Dirigent der Gesellschaftsconcerte thätige Hofcapellmeister Hans Richter wurden in der letzten Generalversammlung der Gesellschaft der Musikfreunde mit Stimmeneinhelligkeit zu Ehrenmitgliedern ernannt. [...]\" (°).\nNotiz im »Vaterland« Nr. 40 auf S. 6:\r\n               »Theater und Kunst.\r\n      - Neue Wiener Musik=Zeitung Nr. 9. Inhalt: Anton Bruckner's D-moll-Symphonie. Ein analytischer Versuch von Dr. R. Hirschfeld. [...]« [vgl. 1.2.1891] (°°).", "Letzte Änderung": "22.03.2023 22:11"}, {"ID": 189202105, "Datum": "10.2.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel Josef Pembaurs über seinen Antrittsbesuch bei Bruckner [September/Oktober 1870] [??] (*a) und die d-moll-Messe in den Blättern für Kirchenmusik Nr. 1, einer Beilage der Neuen Wiener Musik-Zeitung 7 [Musikalische Rundschau] (1892) S.1f:\r\n\"         Messe in D-dur\r\n    von Anton Bruckner.\r\nAls ich im Herbste des Jahres 1870 aus meiner naturschönen Heimat Tirol in die berühmte Musikstadt Wien fuhr, um zur Fortsetzung meiner Musikstudien das Conservatorium zu beziehen, erschien es mir als eine meiner ersten Aufgaben, mich dem damals ganz besonders durch sein virtuoses Orgelspiel und seine stets überraschenden, zündenden und von genialen Geistesblitzen durchzuckten, freien Phantasien auf der Königin der Instrumente weit berühmten Professor Anton Bruckner als seinen angehenden Schüler des Contrapunktes in pflichtschuldiger Verehrung vorzustellen.\r\n    Frohen Schrittes durchwanderte ich die Währingerstrasse und gelangte endlich, wenn ich nicht irre, an das Haus Nr. 45, in welchem Anton Bruckner damals sein Künstlerheim aufgethan hatte. Nicht ohne Aufregung folgte ich einem fast befehlenden \"Herein\" und wurde von dem Herrn eines bescheidenen Zimmers, in dem ein einfacher Flügel stand,  unter welchem ein stummes Pedal angebracht war, in der ihm damals besonders sympathischen Toilette, in Hemdärmels, recht freundlich empfangen. Ich weiss nicht, wollte er mir die Verlegenheit abkürzen, die meiner Antrittsrede wohl deutlich genug anhaftete, oder war er von dem herrlichen Herbsttage, der ihm in goldenenSonnenstrahlen die lauterste Freude in sein einfaches Zimmer warf, so entzückt, er nahm mich beim Arme und unterbrach meine kaum begonnene Rede mit den Worten: No, wos sogen's denn, hob' i' nit a prochtvolli Aussicht!\r\n     Nach kurzer Detaillierung der vornehmsten Punkte dieser Aussicht, entliess er mich mit der lakonischen Abfertigung, dass wir uns im Conservatorium wieder finden werden. Mir bleibt diese erste Begegnung mit dem zerstreuten Professor, den seine Phantasie beständig in den Regionen des doppelten, drei- und vierfachen Contrapunktes gefangen hielt, unvergesslich. Heute, nach einundzwanzig Jahren gerade mit dem Studium eines seiner hervorragendsten Werke der Messe für Chor, Solo und Orchester beschäftigt, erscheint mir wieder der bewegliche Mann mit den stets ängstlich kurz geschorenen Haaren, mit der typischen Habichtsnase, welche sein gutmüthiges Gesicht zu einem Vogelgesicht seltenster Charakteristik stempelt. Habe ich ihn auch nicht persönlich vor mir, den nun grau gewordenen mit der Doctorswürde der Wiener Universität ausgezeichneten Componisten, so steckt doch der ganze Mensch und Künstler mit seinen guten und sonderbaren Eigenschaften, mit seinem eigenartigen Gesichte in der genannten Partitur.\r\n     Die d-Messe Bruckner's ist eine Schöpfung so eigenthümlicher Art, theils von so seltener Tiefe der Empfindung in einem nicht immer gefälligen Gewande, dass es für die Beurtheilung sehr schwer wird, auf die vielen Schönheiten derselben aufmerksam zu machen, und das Werk in seiner merkwürdigen Bedeutung in unsere Kirchenmusik-Literatur einzureihen.\r\n     Manche Musik bietet in dieser Beziehung der Kritik gar keine Schwierigkeiten, das ist nämlich die in den gewohnten Geleisen in den alten Formen sich bewegende aber auch selten etwas Eigenes, Neues sagende Musik. Wir begegnen ja auch so vielen Menschen, die kein eigenes Gesicht haben, an denen wir eindruckslos vorübergehen, nach dem charakteristischen und eigenartigen Gesichte drängt es uns aber umzusehen, dasselbe zu beobachten und zu studiren.\r\n     Ein ganz eigenes Gesicht ist nun so wie allen Bruckner'schen Werken auch der vorliegenden Messe, welche aus früherer Zeit seines originellen Schaffens stammt, nicht abzustreiten und hierin liegt wohl der Grund des Widerspruchs, der sich in der Beurtheilung Bruckner's bisher so vielfach geltend machte.\r\n     Diese Messe ist nämlich eigenartig in ihrer Rhythmik, in harmonischer und melodischer Beziehung und ganz besonders in ihrem oft merkwürdig klingenden instrumentalem Gewande.\r\n     Ihre rhythmische Eigenart liegt nicht in einer diesbezüglichen Prägnanz der Themen, ist also nicht direct erfunden, sondern das Resultat einer bewundernswerthen Kunst des Contrapunktirens, welche den breiten pathetischen Gesang ds Chores mit den verschiedenartigsten Figuren und Arabesken umrankt, die wieder unter sich, auf strengster Nachahmung beruhend, die wunderbarsten, manchmal wunderlichsten Gebilde raffinirtesten Contrapunktes entfalten. Der durch diese Compositionsart festgesetzten Aufgabe bleibt das Streichorchester fast ausnahmslos in ascetischer Strenge treu, und erinnert hierin in einzelnen Theilen des Kyrie, in der ausgezeichneten Schlussfuge des Gloria in vielen Sätzen des Credos und des Agnus an unsere besten Vorbilder, die wir in dieser Gattung in Mozart's Requiem besitzen. Bruckner lässt sich aber in seiner contrapunktischen Tendenz nirgends durch Speculation auf Klangschönheit irre machen, das Streichorchester bleibt stets in seiner Unabhängigkeit von den leitenden Gesangstimmen, vermeidet sogar im Basse die Begleitung der Chorstimme und in den Violinen jene, die Singstimmen unterstützende rhythmisch lebhafte aber melodisch mit den Singstimmen gleichlautende Figuration, durch welche unsere ersten Meister und gerade Mozart so packende Wirkung erzielt haben.\r\n     Darin dürfen wir wohl die fremdartige Wirkung des Orchesters begründet finden, welche durch viele ganz eigenthümliche isolirte Stellen der Bläser noch erhöht wird.\r\n     Die auffallende Enthaltsamkeit des Componisten in melodischer Beziehung verleiht dem Werke einen einheitlich ernsten Charakter, welcher in vielen choralmässigen Motiven einen weihevoll kirchlichen Ton erhält. Dafür gewinnen einzelne Stellen durch ihre vorherrschend melodische Gestaltung, das \"Gratias agimus\", das \"Qui tollis peccata mundi\" im Gloria, das \"Incarnatus\" im Credo, das \"Benedictus\", das \"Agnus Dei\" und \"dona nobis pasem\" einen besonders innigenAusdruck tiefer und frommer Empfindung.\r\n     In harmonischer und formeller Beziehung zeigt sich Bruckner durchaus als souveräner Herr aller zu Gebote stehenden Mittel. Seine Sätze sind in ihrer Form ebenso eigenartig wie seine Contrapunktik. Er ist kein Freund vieler Cadenzen, denen wir zum Beispiele so oft im Lohengrin begegnen, und versteht durch überraschende harmonische Wendungen einen ganz originellen Fluss in seine Musik zu bringen. Wenn ich nicht unerwähnt lassen kann, dass mir die orchestrale Einleitung des \"et resurrexit\" im Credo in ihrer naiven Tonmalerei einen etwas kleinlichen, und an manches heitere Vorbild vergangener Jahre unseres Jahrhunderts erinnernden Eindruck macht, so muss ich dem gegenüber als genialen Kunstgriff in der formellen Gestaltung der Messe ganz besonders das \"dona nobis\" hervorheben, welches an das ernste und ergreifende Agnus Dei in d-moll anschliessend, in d-dur die Themen des Kyrie wieder bringt, und zwar nicht in einer vielfach beliebten Wiederholung, sondern in neuer, dem Empfindungsgehalte der Textworte entsprechenden Form.\r\n     Die Ausführung dieser Messe bietet freilich viele Schwierigkeiten; die Exponirung der einzelnen Stimmen in Chor und Orchester bedingt eine verlässliche Besetzung aller einzelnen Partien, die man nur von wenigen Kirchenchören verlangen darf. Bruckner, der als Hoforganist der Hofcapelle in Wien seit vielen Jahren wirkende Componist, schreibt eben nicht für das Bedürfniss der Kirchenchöre wie die Componisten des Cäcilienvereines, welche wohl leicht auszuführen, aber auch seicht anzuhören sind. Gerade diesen Herren sei das gründliche Studium dieser, unter den Producten der Gegenwart im Gebiete der Kirchenmusik obenan zu nennenden Messe angelegentlichst empfohlen, zwar nicht damit sie Bruckner nachzuahmen suchen, sondern einen untrüglichen Gradmesser für die Abschätzung der eigenen Werke besitzen sollen.\r\n     Die Herausgabe dieses umfangreichen Werkes in Partitur, sammt Clavierauszug, Chor- und Orchesterstimmen ist ein ganz besonderes Verdienst der Verlagshandlung Johann Gross in Innsbruck. Wir müssen dieses umsomehr anerkennen, als sich die Verlagshandlung durch die Thatsache, dass die Messe sehr schwer ausführbar ist, also kein Cassestück für den Verleger werden wird, nicht abhalten liess, das ausgezeichnete Werk eines der eigenartigsten Componisten der Gegenwart zu veröffentlichen und der gesammten Musikwelt in schöner Ausgabe als Gemeingut zu vermitteln.\r\n        J. Pembaur,\nstädt. Musikdirector in Innsbruck.\" (*).\nAuf S. 3 wird gemeldet, daß am 31.1.1892 das »Os justi« aufgeführt wurde:\r\n\"   Repertoire der Votivkirche im Monate Jänner 1892.\r\n1. Jänner: [...]\r\n31.   \"   C. Kempter, Missa in C.\r\n            A. Bruckner,  Grad. \"Os justi\",\r\n            Mettenleiter,    Offert. \"In virtute tua\".\" (**).\nEin Inserat auf S. 4 informiert über den Erstdruck der d-Moll-Messe (Verlag Joh. Gross in Innsbruck, Partitur, Orchesterstimmen, Singstimmen und Klavierauszug von Ferdinand Löwe [hier ohne den Zeilenumbruch des Originals]:\r\n\"Anton Bruckner. | Soeben erschien: | Messe in D für Chor, Soli und Orchester. | Partitur . . . . . . . netto M. 20.– | Orchesterstimmen . . . . . . . netto M. 25.– | Singstimmen (à M. 1.25) . . . . . . .  M. 5.– | (Clavier-Auszug mit Text, bearbeitet von Ferd. Loewe, für M. 5.– netto, unter der Presse.) | Verlag von Joh. Gross in Innsbruck.\" (***).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:44"}, {"ID": 189302105, "Datum": "10.2.1893 [?], Freitag", "Haupttext": "Besprechung der d-moll-Messe durch Josef Pembaur in den Blättern für Kirchenmusik.", "Letzte Änderung": "21.02.2023 11:23"}, {"ID": 189402105, "Datum": "10.2.1894, Samstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   Über die Schwierigkeiten bei der Einstudierung des »Tristan« [am 12.2.1894]. Konzerttermin 19. [19.2.1894?] noch ungewiß. Würde Bruckner [zur 5. Symphonie] kommen? Wo die Rechnung des Kopisten bleibe? Josef möge Artikel über Bruckner zur Veröffentlichung vor dem Konzert zuschicken (*).\nBesprechung des Konzerts vom 9.2.1894 (mit dem Adagio der 7. Symphonie) im Dresdner Journal Nr. 34 auf S. 211f, signiert \"-v-\":\r\n\"           Kunst und Wissenschaft.\r\n[...]\r\n     Konzert. Der gestern von Hrn. Nicodé veranstaltete dritte Orchesterabend brachte als Neuheit eine Symphonie „Sommerklänge aus Südrußland\" von Victor Bendix. [...]. Als zweite Orchesterkomposition folgte das Cis-moll-Adagio aus Anton Bruckners E-dur-Symphonie (Nr. 7). Das maßlos gedehnte, in manchen Motiven und Gedankenzügen aus der „Götterdämmerung\" und Beethovens Neunter Symphonie abgeleitete Stück verweist uns durchaus auf den Genuß von wahrhaft glänzenden und schönen Einzelheiten und imposanten Tonkombinationen, unter denen die Stelle der das volle Orchesterrauschen übertönenden Trompete wohl die im besten Sinn effektvollste ist. Die Leistungen der Chemnitzer Städtischen Kapelle hielten sich in den beiden schwierigen Aufgaben ganz auf der Höhe der früheren, durch vollendete Sicherheit, Klarheit, Beweglichkeit und feinste Nuancierungen des Tonkolorits ausgezeichneten Darbietungen. Es ist ein wahrer Feiertag für den Kritiker, diesen künstlerisch fertigen Vorträgen zu folgen und sich an dem Walten eines Dirigenten von kräftigster Begeistigung und einschneidendem Verständnis für die mannigfachsten Kompositionrrichtungen zu erfreuen!  .  .  .  Solistisch wirkte in dem Konzert Frau Julie Uzielli (aus Frankfurt a. M.) mit. [... Rubinstein ...].\r\n     Der Besuch des gestrigen Abends zeigt in noch stärkerem Maße als derjenige des zwetten Konzerts die tiefbedauerliche Gleichgiltigkeit unseres Publikums gegen eine Folge von künstlerischen Veranstaltungen, welche neben denen der Königl. Kapelle den Kern unseres ganzen öffentlichen Musiktreibens zu bilden geeignet erscheinen.      -v- “ (**).", "Letzte Änderung": "29.02.2024 06:43"}, {"ID": 189502105, "Datum": "10.2.1895, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert\n \nin der Grazer Tagespost Nr. 41 (Inserat): \"Steiermärk. Musikverein. | III. Concert | am Sonntag den 10. Februar 1895 | Nachmittags  halb 5 Uhr, | im Stephanien-Saale | unter Leitung des artistischen Directors Herrn | E. W. Degner. | PROGRAMM: | 1. Ouverture Nr. 1 zur Oper \"Leonore\"   Beethoven. | 2. Passacaglia in C-moll für Orgel  . .  J. S. Bach. | (Vorgetragen von Herrn Director Degner.) | 3. Symphonie Nr. 3, D-moll  .  .  .  .  .  .   Bruckner. [... Preise, Kartenverkauf ...]\" (*a),\n \nim Grazer Volksblatt Nr. 34 auf S. 12 (Inserat):\n\"     Steierm. Musikverein. | III. Concert | Heute  Sonntag den 10. Februar nachmittags halb 5 Uhr | im Stephanien-Saale | unter der Leitung des artistischen Directors Herrn | Erich Degner. | Programm: | 1. Ouverture Nr. 1 zur Oper \"Leonore\". Beethoven. | 2. Passacaglia in C-moll, für Orgel  .  J. S. Bach. | (Vorgetragen von Hrn. Director Degner.) | 3. Symphonie Nr. 3, D-moll  .  .  .  .   Bruckner. | [... Preise, Kartenverkauf ...]\" [siehe auch (***)] (*b),\n \nin der Grazer Morgenpost Nr. 34\n\"Steierm. Musikverein. | III. Concert | Heute Sonntag den 10. Februar nachmittags halb 5 Uhr | im Stephanien-Saale | unter der Leitung des artistischen Directors Herrn | Erich Degner. | Programm: | 1. Ouverture Nr. 1 zur Oper ‚Leonore‘ Beethoven. | 2. Passacaglia in C-moll, für Orgel .  J. S. Bach. | (Vorgetragen von Hrn. Director Degner.) | 3. Symphonie Nr. 3, D-moll . . . . Bruckner. | [... Preise, Kartenverkauf ...]\"  (*c)\n \nund im Grazer Tagblatt Nr. 41 auf S. 18 (Inserat):\n\"Steierm. Musikverein. | 3. Concert | heute Sonntag den 10. Februar, halb 5 Uhr abends | im Stephanien-Saale | unter der Leitung des artistischen Directors Herrn | E. W. Degner. | Programm: | 1. Ouverture Nr. 1 zur Oper \"Leonore\". Beethoven. | 2. Passacaglia in C-moll für Orgel  . .  J. S. Bach. | (Vorgetragen von Herrn Director Degner.) | 3. Symphonie Nr. 3, D-moll  .  .  .  .  .  .  .  .   Bruckner. | [... Preise, Kartenverkauf ...]\"(*d).\n \nAufführung der 3. Symphonie im Stephaniensaal in Graz unter E. W. Degner in einem Konzert des Steiermärkischen Musikvereins (**).\n \nDas Grazer Volksblatt [siehe (*b)] berichtet außerdem auf S. 13 - 15 von der Orgelkollaudierung am 24.1.1895:\r\n\"                  Die hundertste Orgel\r\nder k. k. Hof=Orgelbau=Anstalt von Matthäus Maurachers Söhnen.\r\n     Am 24. Jänner d. J. wurde in Steyr die große, umgebaute und gänzlich neu disponierte Orgel der Stadtpfarrkirche von Sachverständigen geprüft und sodann von den gegenwärtigen Vertretern der berühmten Firma, den Herren Josef Mauracher (St. Florian), Hans Mauracher (Salzburg) und Matthäus Mauracher (Graz), der hochw. Pfarr=Vorstehung übergeben.\r\n     [... Firmengeschichte, technische Details, Besonderheiten in Steyr (Umbau einer Krismann-Orgel [sic]), Geschichte der dortigen Orgel ...]\r\n     Endlich einigten sich alle maßgebenden Persönlichkeiten für die Firma Matthäus Maurachers Söhne. Den Ausschlag mochte wohl der k. k. Hof=Organist Dr. Anton Bruckner gegeben haben, welcher an den Chorregenten von Steyr, Herrn Franz Bayer, schrieb: \"Ich bleibe bei meinem Urtheile über Mauracher, kenne seine Gegner u. s. w., habe viele Orgeln gesehen in Frankreich, England, Deutschland etc., kenne auch die Werke der Begünstigten und muss nach meinem besten Gewissen sagen: Würde Mauracher nicht genommen werden, so nur noch Walker [sic] aus Ludwigsburg.\"\r\n     Die von Dr. Anton Bruckner und dem k. k. Hof=Organisten und Vice-Hofkapellmeister Pius Richter überprüfte Disposition Maurachers wurde also angenommen und der Umbau dieser Firma übergeben. Bereits vor Weihnachten v. J. war die Orgel soweit fertig, dass sie eingeweiht und dem Gebrauche übergeben werden konnte.\r\n     Die amtliche Collaudierung wurde am 24. v. M. durch den hochw. Professor Dr. Martin Fuchs und den pensionierten k. k. Übungsschul= und Musiklehrer Herrn Engelbert Lanz aus Linz vorgenommen.\r\n     Der hochw. Herr Consistorialrath und Stadtpfarrer von Steyr, Herr Joh. E. Aichinger, ein überaus freundlicher, in allen Kreisen der Stadt sich der größten Verehrung erfreuender Priester, hatte auch mich zur Orgelprobe eingeladen.\r\n     [... Vorführung durch Franz Bayer, Ablauf der Prüfung, Beschreibung der Ausstattung (incl. Disposition), Orgelprospekt, Kosten ...].\r\n     Einer liebenswürdigen Einladung des in Steyr anwesenden Regenschori von St. Florian, hochw. Herrn Professor Dr. Deybler [sic] folgend fuhr ich am Tage nach der Collaudierung über Enns nach St. Florian. [... Beschreibung der dortigen Orgel inkl. Disposition (4 32-Füße, davon einer aus Metall), Baugeschichte (1875 Mauracher) ... einstündiges Orgelspiel Josef Grubers ...]\r\n     [... Gastfreundschaft von Propst Ferdinand Moser ...], so dass mir die zwei Tage, welche ich in St. Florian zugebracht habe, stets eine schöne Erinnerung bleiben werden.\r\n                                          Anton Seydler.\" (***).\n \n(3. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Händels »Judas Maccabäus« (°)).", "Letzte Änderung": "20.09.2025 13:13"}, {"ID": 189602105, "Datum": "10.2.1896, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 6 weist mit einem Inserat auf S. 7 auf eine neue Veröffentlichung mit einer Bruckner-Abbildung [IKO deest] hin:\n\"     Soeben ist erschienen und durch alle Buchhandlungen des In= und Auslandes zu beziehen:\n  Wiener Almanach 1896\n\nJahrbuch für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.\n\n     Herausgeber: Heinrich Bohrmann – Jacques Jaeger.\n\n          Ein elegant ausgestattes Buch für Salon und Familie, mit prachtvollen Kunst- und Musikbeilagen, künstlerischen Reproductionen in Farbendruck und mit einem vornehmen Titelbilde unserer heimischen Tonkünstler Brahms, Bruckner, Goldmark, deren Original=Compositionen dem diesjährigen \"Wiener Almanach\" zu besonderem Schmucke gereichen; eine Fülle literarischer Kleinode, [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189802105, "Datum": "10.2.1898, Donnerstag", "Haupttext": "Aachener Erstaufführung der 4. Symphonie unter Eberhard Schwickerath in einem städtischen Konzert (*).\nBrief von Ferdinand Löwe an Albert Gutmann:\r\n   Betrifft Bruckners Quintett und Kartenreservierungen (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 12021 geht auf S. 3 in einem Feuilleton Eduard Hanslicks auf Weingartners Ansichten zur Musik ein, wobei auch Bruckner erwähnt wird (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189902105, "Datum": "10.2.1899, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Kaim-Orchester unter Hausegger in München (*).\nDie Deutsche Zeitung bespricht die Aufführung des Quintetts durch Rosé [am 7.2.1899] und erwähnt auch das Konzert von Duesberg [am 5.2.1899] (**).\r\nDas Konzert vom 7.2.1899 wird auch im Neuen Wiener Abendblatt besprochen (***),\r\ndie Aufführung am 5.2.1899 im Neuigkeitsweltblatt (°).\r\nEine Kritik zu beiden Konzerten erscheint auch in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 41 auf S. 7, signiert \"Hagen\" (°°).\nIm Deutschen Volksblatt Nr. 3632 wird auf S. 8 in der Kritik des Konzerts zugunsten des Brahms-Denkmalfonds auch Bruckner erwähnt (°°°).\nEin Inserat in The Boston Globe Nr. 41 auf S. 10 macht auf die Konzerte heute und morgen aufmerksam:\r\n\"MUSIC HALL |   BOSTON SYMPHONY ORCHESTRA\r\n        Mr. WILHELM GERICKE, Conductor\r\nFRIDAY AFTERNOON, Feb. 10, at 2.30.\r\n       SATURDAY EVENING, Feb. 11, at 8.\r\n                Soloist, MISS AUS DER OHE.\r\n     PROGRAMME [... Beethoven, Brahms ...] –Symphony No. 4, Bruckner.\r\n     A limited number of reserved seats and admission tickets for the Saturday evening concert only on sale.\" (#).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Boston Symphony Orchestra unter Wilhelm Gericke um 14:30 Uhr in der Music Hall in Boston (##).", "Letzte Änderung": "12.02.2023 10:55"}, {"ID": 190002105, "Datum": "10.2.1900, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Hovkapelle unter Wilhelm Stenhammar [in Stockholm] (*).\nKarl Grunsky veröffentlicht im Schwäbischen Merkur (Abendblatt) fünf Briefe Bruckners an Mottl (**).", "Letzte Änderung": "18.03.2023 20:55"}, {"ID": 190102105, "Datum": "10.2.1901, Sonntag", "Haupttext": "In der Deutschen Kunst- und Musikzeitung bespricht auf S. 32 Theodor Helm die von F. Gustav Jansen besorgte Neuauflage von Bernhard Kothes \"Abriß der Musikgeschichte\", in dem Bruckner zwei volle Buchseiten mit Bildnis gewidmet sind. Er wird als der bedeutendste Symphoniker und Kirchenkomponist des 19. Jahrhunderts bezeichnet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190202105, "Datum": "10.2.1902, Montag", "Haupttext": "Kritik (signiert »M-r.«) zur e-Moll-Messe in der Leipziger Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190302105, "Datum": "10.2.1903, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Robert Hirschfeld über die 9. Symphonie in der Wiener Zeitung (Abendpost).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190402105, "Datum": "10.2.1904, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Karl Waldeck an Friedrich Waldeck: [Über seine Kompositionen] \n   »[...] Mein „laetentur coeli” gefiel Bruckner so, daß ich es ihm wiederholt vorspielen mußte. [...] Es war ein Fehler von mir, daß ich nicht schon längst die besten Orgelstücke ausarbeitete und mich mit denselben an Autoritäten um ihr Urteil gewendet habe. Ich habe nicht einmal die Bekanntschaft mit Bruckner ausgenützt. [...] In Betreff meiner Orgelphantasien wäre mir die Gelegenheit erwünscht, wenn einmal in irgend einer anderen größeren Stadt ein tüchtiger Organist eine solche vortragen würde. In den meisten ist viel Kontrapunkt und der Einfluß des Brucknerschen Spieles, das ich von 1861 bis 1868 (also in der Glanzzeit) hörte, ist unverkennbar; sehr schwer ist es, solche Orgelstücke auszuarbeiten, da man dabei immer die Antwort Bruckners vor sich hat, der, als ich ihn fragte, warum er nichts für Orgel schreibe, sagte: „Weil man nicht so schreibt, wie man spielt.” [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190502105, "Datum": "10.2.1905, Freitag [oder 10.2.1906?]", "Haupttext": "Bericht der Österreichischen Volkszeitung über den Brucknerabend »vergangenen Donnerstag« [9.2.1905 oder 2.2.1905?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190602105, "Datum": "10.2.1906, Samstag [oder 10.2.1905?]", "Haupttext": "Bericht der Österreichischen Volkszeitung über den Brucknerabend »vergangenen Donnerstag« [8.2.1906?]]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191202105, "Datum": "10.2.1912, Samstag", "Haupttext": "Kritik zur 3. Symphonie von Géza Csáth in »Világ« (*).\n \nBrief der Vereinigung Wiener Musikreferenten an den Rektor der Universität Wien:\r\n\"     Vereinigung Wiener Musikreferenten\nWien, 10. Februar 1912\n                   Euere Magnificenz!\n     Mit aufrichtiger und herzlicher Freude begrüßen wir die Enthüllung des in den Räumen der Wiener Universität errichteten Anton Bruckner-Denkmals. Wenn irgendwo ein Standbild Bruckners seinen idealen Zweck und Sinn voll erfüllt, so ist es an der altehrwürdigen Stätte der Wissenschaft, wo der geniale Meister deutscher Tonkunst, getragen von der Liebe der akademischen Jugend, als Lehrer wirkte, zumal es auch diese Liebe war, die ihm nach langjähriger Verkennung und böswilliger Verkleinerung den Lebensabend verklärte.\n     Von jeher ist es die akademische Jugend gewesen, die mit ihrer Begeisterung die Fernwirkung von Großtaten deutschen Geistes und deutscher Kunst werktätig gefördert hat. Sie war es, welche die Freiheitsideale Schillers zuerst ergriff und sich diese zu eigen machte, sie war es auch, die in Bruckners kindlicher Herzenseinfalt die überragende Größe dieses künstlerischen Genius schon zu einer Zeit erkannte und verehrte, da andere noch Spott und Hohn dafür hatten. Der akademische Gesangverein darf es darum zu seinen schönsten Taten der Pietät zählen, der Wiener Universität ein Bruckner-Denkmal gewidmet zu haben. Solange es sich in den Arkaden der Alma mater erhebt, wird es Zeugnis geben von dem hohen und edlen Sinn derer, die es errichtet haben, wird es die wirksamste Mahnung an die akademische Jugend bleiben, durch Ehrung deutscher Meister gute Geister zu bannen.\n     Indem wir Euere Magnificenz bitten, sich unserer freudigsten Anteilnahme an dem schönen Pietätsakte versichert zu halten,\n      zeichnen mit dem Ausdrucke\n        geziemender Hochachtung\nfür die VEREINIGUNG WIENER MUSIKREFERENTEN\n                      [dieser Titel als Stempel eingefügt]\n[links:]\nDer Vorsitzende: | Theodor Antropp\n[rechts:]\nDer Schriftführer: | Paul Stauber\"\n \nDarunter eine mit \"14. Febr. 1912\" datierte sechszeilige stenographierte Notiz, in der die ausgeschriebenen Wörter \"pietätvollen\", \"Bruckner\" und \"Wien\" lesbar sind.\nGanz unten ein Vermerk zur Provenienz: \"Redlich-Nachl. Fasz. 2\" (**).", "Letzte Änderung": "26.07.2026 13:19"}, {"ID": 191602105, "Datum": "10.2.1916, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Nikisch im 15. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191702105, "Datum": "10.2.1917, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der 3. Symphonie für den 16./17.2.1917 im Los Angeles Evening Express Nr. 275 auf S. 7:\n\"            Melolog at Next Symphony\n\n     Early in the season it was announced by Manager F. W. Blanchard of the Los Angeles Symphony orchestra that the seventh program would be one of extraordinary interest, and for that reason the forthcoming event, scheduled for Friday aftetrnoon [sic] and Saturday evening, February 16 and 17, is being looked forward to with keen anticipation by the music lovers of the city and surroundings towns.\n     This seventh program will have for its major featuere George Edward's melolog, The Hunter, [... ausführlich über dieses Werk, Constance Crawley als Sprecherin ... vielversprechender junger Komponist ...] whose works will become classics.\n     In addition to this special feature, there also will be played by the orchestra, Bruckner's Symphony No. 3 in D minor and Saint-Saens' Phaeton.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191802105, "Datum": "10.2.1918, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Martin Spörr im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistin in Liszts A-Dur-Klavierkonzert ist Claire Trost-Fiedler.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192302105, "Datum": "10.2.1923, Samstag", "Haupttext": "The San Bernardino County Sun Nr. 55 (San Bernardino, California) bringt auf S. 15 den am 13.8.1922 im New York Herald veröffentlichten Bericht von der Situation in Österreich:\n\"AUSTRIA GAINS HOPE OF STANDING ALONE AND OF WINNING BACK TO PROSPERITY\n\n[... Politisches, Wirtschaftliches, gesellschaftliches und kulturelles Leben ...].\n     Vienna is a nursery of music. Mozart, Johann Strauss (the waltz king), Beethoven, Brahms, Bruckner, Schubert, Mahler were either born here or spent part of their lives in Vienna. Among the universally known living composers Richard Strauss, the writer of Salome and the Rosenkavalier, Schoenberg and his highly gifted disciple, Anton von Webern, and Korngold, author of the famous opera \"Die tote Stadt,\" deserve to be specially mentioned.\n     The concerts and recitals are excellent, and there are two famous orchestras, [... Südamerikatournee der Philharmoniker ... Kursverfall der Krone ... Theater, Universität ... Wert eines Viertel Weins als heimliche Währung ... Mode, Sport, Verkehrswesen ...].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192402105, "Datum": "10.2.1924, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Karl Muck in Amsterdam (*).\n \nAufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] in St. Josef (Wien V.) (**).\n \nAufführung des \"Ecce sacerdos\" unter Ferdinand Habel um 9 Uhr im Dom zu St. Stephan (Papstfeier) in Anwesenheit fast aller Regierungsmitglieder (***).\n \nDas Neue Wiener Journal Nr. 10857 meldet auf S. 26, dass das 6. Philharmonische Konzert vom 17.2. auf den 9.3.1924 verschoben wird und am 17.2.1924 Franz Schalk ein außerordentliches Bruckner-Konzert leitet (°).\nHinweis auf das heutige Konzert auf derselben Seite (°a).\nAuf dieses Konzert macht auch die Österreichische Volkszeitung Nr. 40 auf S. 8 aufmerksam (°b).\n \nAufführung der 2. Symphonie durch das Wiener Tonkünstlerorchester unter Anton Konrath im Großen Musikvereinssaal. Als Solistin bei Opernarien wirkt Rosette Anday mit, als Pianistin in Beethovens 3. Klavierkonzert Berta Beer-Jahn (°°).\n \nAuf das heutige Konzert und die Verschiebung des Philharmonischen Konzerts wegen der Aufführung der 1. und 9. Symphonie am 17.2.1924 macht auch das Neue Wiener Tagblatt Nr. 40 auf S. 15 aufmerksam (°°°).\n \nDie Reichspost Nr. 40 meldet auf S. 10, dass der Bruckner-Chor am 12.2.1924 bei Haydns \"Jahreszeiten\" mitwirkt (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192502105, "Datum": "10.2.1925, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Richard Anton Franz \"Bruckner im Kapelldienst\" in der Frankfurter Zeitung (*).\n\nAufführung des 150. Psalms durch das verstärkte städtische Kurorchester unter Carl Schuricht mit dem Cäcilien-Verein Wiesbaden im Großen Saal des Kurhauses in Wiesbaden (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192602105, "Datum": "10.2.1926, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung von Werken Mahlers und Bruckners [vermutlich, da mit großem Orchester, einer Symphonie] unter Hermann Scherchen in der Stadtkirche in Winterthur.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192802105, "Datum": "10.2.1928, Freitag", "Haupttext": "Die Aufführung der 6. Symphonie in Essen wird ab 20:10 Uhr vom Rundfunk Köln-Langenberg übertragen\r\nAuf dem Programm stehen außerdem Arien von Händel, Johann Christian Bach und Marcello und eine D-Dur-Symphonie von Haydn.", "Letzte Änderung": "30.05.2025 07:29"}, {"ID": 192902105, "Datum": "10.2.1929, Sonntag", "Haupttext": "Edward Moore kündigt in der Konzertvorschau in der Chicago Tribune Nr. 6 (Sonntagsausgabe) auf S. 96 (= S. 4 des 7. Teils) die 7. Symphonie für den 15./16.2.1929 an (außerdem u. a. das Debut von Andres Segovia und andere Solisten) (*).\n \nAufführung der e-Moll-Messe durch den Oratorienverein Kiel und das Städtische Orchester unter Fritz Stein in der Nikolaikirche in Kiel (**).\n \nDer Bildrundfunk der RAVAG strahlt als Nr. 485 das Bild \"Der berühmte österr. Komponist Anton Bruckner\" aus. Die Bildrundfunksendung dauert von 15:15 bis 15:50 Uhr [siehe die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 13:46"}, {"ID": 193002105, "Datum": "10.2.1930, Montag", "Haupttext": "Radio Wien bringt um 15:30 Uhr ein Nachmittagskonzert mit dem Orchester Fritz Recktenwald, in dem u.a. Recktenwalds \"Variationen über \" 's kommt ein Vogerl geflogen\" (im Stile neuerer Meister: Suppé, Smetana, Offenbach, Thomas, Delibes, Liszt, Czibulka, Tschaikowsky, Mahler, Bruckner und Schlußmarsch)\" aufgeführt wird.", "Letzte Änderung": "25.03.2026 07:00"}, {"ID": 193102106, "Datum": "10.2.1931, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Leopold Reichwein im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.\nSolist in Händels A-Dur-Orgelkonzert ist Franz Schütz, das Sopransolo in J. S. Bachs Kantate \"Jauchzet Gott in allen Landen\" BWV 51 singt Ria Ginster. Wiederholung am 11.2.1931 (*).\n \nAufführung der 9. Symphonie durch das Chicago Symphony Orchestra unter Frederick Stock in Chicago.\nAuf dem Programm stehen außerdem Georg Schumanns Ouvertüre \"Liebesfrühling\" und Beethovens G-Dur-Klavierkonzert mit dem Solisten José Iturbi (**).\n \nRadio Wien bringt um ca. 22:00 Uhr ein Abendkonzert des Orchesters Fritz Recktenwald, in dem u.a. Recktenwalds Variationen über „s kommt ein Vogerl geflogen“ im Stile verschiedener Meister: […] Tschaikowsky, Mahler, Bruckner, Richard Strauss und Schlußmarsch\" aufgeführt werden (***).", "Letzte Änderung": "27.03.2026 14:52"}, {"ID": 193202105, "Datum": "10.2.1932, Mittwoch", "Haupttext": "Fünfter Abend des neunteiligen Bruckner-Kurses, in dem Mathilde Helm zusammen mit Mara Friedländer jeweils eine Symphonie [heute die 5. Symphonie?] erläutert und in einer vierhändigen Klavierfassung in ihrer Privatwohnung (Wien III:, Rochusgasse 10) aufführt (*).\nDer Rundfunksender Breslau/Gleiwitz (= Schlesicher Rundfunk) überträgt von 20:00 bis 21:05 Uhr ein Sinfoniekonzert, in dem nach der Uraufführung einer Ballade von H. Buchal Bruckners 1. Symphonie von der Schlesischen Philharmonie unter Dr. E. Nick gespielt wird (**).", "Letzte Änderung": "29.03.2026 09:55"}, {"ID": 193702105, "Datum": "10.2.1937, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Hilde Wendler an Max Auer:\r\n   Die von Peter Raabe geplante Aufführung der 5. Symphonie in der Schalk-Fassung in Bremen (März 1937) müsse unbedingt verhindert werden, da nichts der Sache der Originalfassungen mehr schaden könne (*).\nRobert Haas gibt das Autograph der Erstfassung und ausgeschiedene Partiturbögen der Endfassung des »Te deum« und die Partiturabschrift der 2. Symphonie an das Stift Kremsmünster zurück (**).\nBesprechung der 5. Symphonie in »Der Bund« [Bern] (***).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 09:57"}, {"ID": 193802105, "Datum": "10.2.1938, Donnerstag", "Haupttext": "Hinweis auf das Konzert vom 13.2.1938 mit der 3. Symphonie in der Neuen Freien Presse Nr. 26372 auf S. 12.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194002105, "Datum": "10.2.1940, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das NBC Orchestra unter Bruno Walter.", "Letzte Änderung": "22.02.2026 23:02"}, {"ID": 194102105, "Datum": "10.2.1941, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Deutschen Museum in München.\nAuf dem Programm steht zuvor Mozarts Serenade Nr. 10.", "Letzte Änderung": "05.06.2026 19:24"}, {"ID": 194402105, "Datum": "10.2.1944, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Hermann Abendroth im 11. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195302105, "Datum": "10.2.1953, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Norbert Furreg an Theodor Bernhard Rehmann:\r\n    Die Unterstützung der drei Kardinäle (Köln, Wien, Paris) sei für die \"Aktion Rom\" unerläßlich. Ob Rehmann Übereinstimmung zwischen Köln und Wien erreichen könne?", "Letzte Änderung": "04.11.2025 14:03"}, {"ID": 195802105, "Datum": "10.2.1958, Montag", "Haupttext": "Einspielung [Aufführung?] der 9. Symphonie (Löwe-Fassung) durch das Bayerische Staatsorchester München (*) im Deutschen Museum (**) unter Hans Knappertsbusch.", "Letzte Änderung": "16.07.2026 12:22"}, {"ID": 196102105, "Datum": "10.2.1961, Freitag", "Haupttext": "Brief von Fritz Rauch an Propst Leopold Hager:\n     Entscheidung fiel gestern [9.2.1961]. Beiliegend Abschrift des Briefes an Herrn Firlei. Die Restaurierung werde Ende April beendet sein. Offizielle Feierlichkeit am 14.5.1961, geplant die 4. Symphonie im Marmorsaal (unter Dr. Mayer), danach Feier in der Gruft (Motetten [prov. WAB 67] mit dem Stiftschor), danach \"Te deum\". Hager möge alles bewilligen, evtl. auch für Verbesserungen in der Gruft sorgen (*).\n \nBrief von Fritz Rauch an Franz Firlei:\n     Dankt für das gestrige Erscheinen und die fachmännische Beratung. Er habe Vollmacht, bei der Sarkophag-Restaurierung Verhandlungen zu führen (z. B. Firma Dobretsberger), enge Kontake zu St. Florian seien unerlässlich (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:50"}, {"ID": 196402105, "Datum": "10.2.1964, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Wolfgang Sawallisch in Englewood, NJ.", "Letzte Änderung": "23.09.2025 06:58"}, {"ID": 198302105, "Datum": "10.2.1983, Donnerstag", "Haupttext": "Münchner Erstaufführung der Erstfassung (1873) der 3. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Eliahu Inbal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201502105, "Datum": "10.2.2015, Dienstag", "Haupttext": "Norbert Trawöger (Flöte), Andrej Serkov (Akkordeon), Petra Rischanek (Hackbrett) und Didi Hollinetz (Kontrabass) spielen eine Bearbeitung (Improvisation?) von Bruckners Klavierstück \"Erinnerung\" [WAB 117] in der Philharmonie in Bratislava.", "Letzte Änderung": "30.08.2024 05:03"}, {"ID": 194610104, "Datum": "10. - 27.10.1946, Donnerstag bis Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Fest in Wien (*).\r\nDazu erscheint u.a. ein Artikel von Karl Kobald »Anton Bruckner und die Wiener Hofmusikkapelle« (**),\r\nvon Karl Borromäus Jindracek »Bruckner als Kirchenkomponist« auf S. 10 - 13 (***),\r\nvon Wilhelm Fischer »Die heilige Symphonie« (°)\r\nund von Max Auer »Anton Bruckner in unserer Zeit« (°°).\r\n[Wann genau?] Gedenkkonzert unter Josef Krips (°°°).", "Letzte Änderung": "07.11.2025 08:07"}, {"ID": 200609106, "Datum": "10. - 30.9.2006, Sonntag bis Samstag", "Haupttext": "33. Internationales Bruckner-Fest in Linz\r\nmit Aufführungen der 5. Symphonie durch das Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst (*),\r\nder 1. Symphonie und der g-Moll-Ouvertüre durch die Slowenische Philharmonie unter George Pehlivanian,\r\nder 9. Symphonie in der Fassung für Klavier vierhändig durch August Humer und Johannes Marian und der 8. Symphonie in der Orgelversion von Lionel Rogg.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:40"}, {"ID": 186003105, "Datum": "10.3.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners (auf der Seite »April 1860«): »10 März« und [daneben, dazugehörend?] »4 Butte[r]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303105, "Datum": "(10.3.1863, Dienstag", "Haupttext": "Anläßlich des 60. Geburtstages von Bürgermeister Reinhold Körner veranstalten die Linzer Gesangvereine einen Fackelzug.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186503105, "Datum": "10.3.1865, Freitag", "Haupttext": "Skizze zum Scherzo der 1. Symphonie (*).\r\nZum Scherzothema soll Bruckner bei einem Spaziergang mit Franz Schober in Wilhering angeregt worden sei, wo ein im Stiftsgarten gehaltener Affe sein Interesse fand [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 20:13"}, {"ID": 187103105, "Datum": "(10.3.1871, Freitag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187203105, "Datum": "(10.3.1872, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Mendelssohn, Beethoven und Berlioz (Phantastische).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187403105, "Datum": "(10.3.1874, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187503105, "Datum": "(10.3.1875, Mittwoch)", "Haupttext": "Von Herbeck geförderte Premiere von Goldmarks »Königin von Saba« unter Gericke (*).\nKonzert des Wiener Akademischen Gesangvereins im Großen Musikvereinssaal (**).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 10:09"}, {"ID": 187703105, "Datum": "10.3.1877, Samstag", "Haupttext": "Bruckner besucht eine Aufführung von Wagners »Walküre«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803105, "Datum": "10.3.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »D« [Dienst an der Hofkapelle] beim Datum (*).\n(Im 7. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter werden die 1. Serenade von Fuchs (**), Wagners »Siegfried-Idyll« (***) und Werke von Cherubini und Beethoven (Eroica) (°) aufgeführt).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903105, "Datum": "10.3.1879, Montag", "Haupttext": "Adagio des Quintetts begonnen. Die Entstehung des Hauptthemas konnten Rudolf Dittrich und Franz Schalk miterleben (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003105, "Datum": "10.3.1880, Mittwoch", "Haupttext": "In der »Neuen Wiener Zeitschrift für Musik«, Heft Nr. 17, wird das Erscheinen des Klavierauszugs [und der Partitur?] der 3. Symphonie angezeigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203105, "Datum": "10.3.1882, Freitag", "Haupttext": "Anstelle des Morgengebets notiert Bruckner »h B.« [heilige Beichte].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403105, "Datum": "10.3.1884, Montag", "Haupttext": "Brief Goldschmidts an Josef Schalk:\n     Nikisch sehe für Schalks Projekt keine Schwierigkeiten. Blüthner verlange nichts für den Saal, etwa 150 Einladungen müßten erfolgen. Empfehlenswert sei, wenn Löwe mitkomme. Zweifelsfreie Aussicht, in Leipzig einen Verleger zu finden.Die für Leipzig geplante Klavier-Aufführung [der 7. Symphonie] könne um den 25.3.1884 stattfinden (*).\n \nDatierung \"10. März\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (**).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 18:06"}, {"ID": 188503105, "Datum": "10.3.1885, Dienstag", "Haupttext": "Hans Paumgartner bespricht in der Wiener Abendpost auf S. 6 die Feier vom 13.2.1885 und das Konzert mit dem Chor »Mitternacht« [WAB 80] [s. 22.2.1885]:\r\n»Feuilleton.\r\nConcerte.\r\n     Eine Specialität der heurigen Concertsaison waren die Ende Jänner [...] veranstalteten Compositions=Abende. [... über diese drei Konzerte ...] Eine ernste schöne Feier veranstaltete der Wiener akademische Wagner=Verein am 13. Februar zum Gedächtnisse an den vor zwei Jahren uns durch seinen jähen Tod entrissenen Meister Richard Wagner. [... über weitere Konzerte und Liederabende ...] Der Wiener akademische Gesangverein brachte in seinem letzten Concerte unter der Leitung seines tüchtigen Leiters Herrn Universitäts=Musikdirectors Professors Rudolph Weinwurm verschiedene Männerchöre und außerdem gemischte Chöre von Johannes Brahms und Heuberger zur Aufführung. [...] Eine hochinteressante, bedeutsame Tondichtung ist Bruckners Männerchor \"Um Mitternacht\" mit Tenorsolo und Klavierbegleitung. Der Zug einer wahrhaft großen, künstlerischen Empfindung geht durch diese Composition, an deren Ausführung sich Herr Schaumann durch den Vortrag des Tenorsolo mit Glück betheiligte. [...] Wir freuen uns, daß der akademische Gesangverein unter Weinwurms Leitung ein so prosperirendes künstlerisches Dasein führt, wie die letzten Vorträge es wieder auf das wirksamste bezeugten. [... über weitere Konzerte ...] Unstreitig gewährte die zum Schlusse aufgeführte Haydn'schen [sic] Symphonie in C (im Jahre 1788 für Paris componirt) eine wahre Erquickung. An dem seeligen Mittelsatze in F-dur kann man sich wohl niemals genug satt hören.\ndr. h. p.« (*).\nHinweis auf das heutige Konzert in der 2. Beilage der Allgemeinen Zeitung (München) Nr. 69, S. 1:\r\n\"      † (Königl. Odeon.) Morgen, Dienstag, den 10. d., findet das zweite Abonnement=Concert der Musikalischen Akademie mit folgendem Programm statt: I. Abtheilung. [...] II. Abtheilung. 5) Siebente Sinfonie, E-dur (Manuscript), von Anton Bruckner. Allegro Moderato. Adagio. Scherzo. Finale, Allegro. Anfang 7 Uhr. Ende 9 Uhr.\" (**).\nUm 19 Uhr 2. Abonnements-Konzert der Kgl. Hofkapelle im Odeon-Saal in München. Neben Werken von Schumann (5 Lieder, zum Teil nach Justinus Kerner, gesungen von Lili Dreßler - ursprünglich waren von Brahms Romanzen aus Tiecks »Magelone«, gesungen von Eugen Gura, vorgesehen (**a)) und Fr. Sander (Violinstücke »Legende« und »Capriccio«) erklingen, von Levi dirigiert, Werke von Mehul (Ouvertüre »Die Jagd Heinrichs IV.«), Viotti (22. Violinkonzert, Solist Benno Walter) und Bruckners 7. Symphonie (***).\r\nAnwesend sind Rheinberger (°), Prof. Riehl [»Pfui« beim Beckenschlag], Josef Schalk (°°), Fiedler (°°°), die Kritiker Porges, Ostini und Marsop (#), Heyse (##), Richard Strauss (»sehr originelle Sinfonie eines alten Wiener Organisten Anton Bruckner«) (###) und der 15jährige August Schmid-Lindner (a), vermutlich auch Ludwig Thuille (b), Hermann Haböck (b1) und Ferdinand Löwe (c) und sicher wohl auch die Teilnehmer der Nachfeier.\r\nNach der umjubelten Aufführung der 7. Symphonie erhält Bruckner zwei Lorbeerkränze, einen von der Gesellschaft »Allotria«, in deren Clubräumen anschließend gefeiert wird. Anwesend sind u.a. Kaulbach, Defregger, Uhde, Heyse, Stieler, Fiedler, Ostini, Levi, Franz Fischer und Bruckners Wiener Freunde Josef Schalk, [Löwe, Eckstein und Almeroth] (d), ein junger Mann namens Busch (e), der Schüler Hans Schilling (überliefert seine Lehrer Thoms, Ranftler und Horbelt als Orchestermitglieder) (f), vermutlich Lenbach (g), vielleicht auch Piloty [siehe die Anmerkung] (h).\nDas Münchner Fremdenblatt Nr. 69 verzeichnet auf S. 7 (»In München angekommene Fremde«) für das »Hotel Vier Jahreszeiten.« auch »[...] Bruckner, Profess., Wien [...]« (i).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (j)).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:09"}, {"ID": 188603105, "Datum": "10.3.1886, Aschermittwoch", "Haupttext": "Brief des Hofsekretärs Ludwig Klug [siehe die Anmerkung] an den Kammerlakaien Lorenz Mayr:\r\n   Er habe heute die von Bruckner eingesendete Widmungspartitur der 7. Symphonie an König Ludwig II. in Hohenschwangau geschickt (*).\nArtikel (Zitate aus Sittards Artikel über die Hamburger Aufführung der 7. Symphonie [19.2.1886]) in der Musikalischen Rundschau Nr. 18 auf S. 201f:\r\n»Von Auswärts.\r\n   Hamburg. Am 19. Februar d. J. gelangte in Hamburg, durch das philharmonische Orchester unter Professor von Bernuth's Leitung, Anton Bruckner's VII. Symphonie (E-dur) zur Aufführung. [... im Hamburger Correspondenten schreibt J. Sittard u.a.:] „Es ist nicht das erste Mal, dass ein genialer Künstler einsam und unbeachtet durch das Leben schreiten musste und seinen Schöpfungen nur kühle Zurückhaltung oder absichtliches Ignoriren zu Theil wurde. [... seit der Münchner Aufführung zunehmende Resonanz ...] Man mag sich nun aber zu Bruckner's Kunstschaffen stellen wie man will, auch Diejenigen, welche sich nicht mit demselben befreunden können, werden zugeben müssen, dass aus seiner siebenten Symphonie ein genialer Künstler zu uns spricht. [... der Vorwurf der Formlosigkeit ist unberechtigt ...] Die Formgesetze sind in allen vier Sätzen auf das Strengste gewahrt. [... über die Dreithemigkeit ... ausführliche, positive Besprechung des Werkes ... besonderes Lob für das Adagio ...] Wer ein solches Kunstwerk, wie diesen Satz zu schaffen vermochte, der gehört zu den Unsterblichen. [... Lob für die Ausführenden ... öfteres Hören nötig ...] Uns hat das Riesenwerk einen Eindruck hinterlassen, wie wenige andere Werke der Neuzeit”.« [keine (Wiener) Signatur] (**).\nAuf S. 203 (»Eingesandte Concertprogramme«) ist die Hamburger Aufführung nochmals erwähnt (***).\nAuf S. 205f wird in einem Artikel über Krenn (»Vereins-Chronik [/] Ambrosius-Verein«) auch Bruckner erwähnt: das unverdiente Fehlen eines großen Verehrerkreises sei »ein Erb-Verhängnis vieler österreichischer Componisten; man denke an Bruckner und Andere. [...]« (°).", "Letzte Änderung": "31.10.2024 13:06"}, {"ID": 188703105, "Datum": "10.3.1887, Donnerstag", "Haupttext": "In Anwesenheit Kloses empört sich Bruckner über die »gemeinen Zeitungsartikel« [Kalbecks u.a.] zum Konzert vom 6.3.1887 (*).\nPostkarte Levis an Santen Kolff in Berlin:\r\n     Die 7. Symphonie Bruckners sei unter Nikischs Leitung uraufgeführt worden. Er, Levi, habe sie in München am 10.3.1885 und das »Te deum« am 7.4.1886 aufgeführt (**) [vgl. 6.9.1888].\nDie Musikalische Rundschau Nr. 17 vergleicht auf S. 175 den Massenaufbruch bei Liszts Faust-Symphonie [6.3.1887] mit dem bei Bruckners 7. Symphonie [21.3.1886]:\r\n      »[...] Das große Publikum [...] rannte [...] in hellen Schaaren davon. Der Ehre solchen Massenaufbruches wurden erst in jüngster Zeit 2 symphonische Werke theilhaftig: Bruckner's E-dur-Symphonie und die \"Vierte\" von Brahms.« (***).\nAuf S. 177 wird das Konzert vom 5.2.1887 erwähnt:\r\n    »Eingesandte Concertprogramme [...] Boston. Symphony Orchestra. (Wilhelm Gericke) XVII. Concert. February 5th. [...] A. Bruckner: Symphony in E-major, Nr. 7 [...]« (°).\nAuf S. 178 folgt ein Bericht über die Aufführung der 7. Symphonie in Berlin [am 31.1.1887]:\r\n           »Kleine Mittheilungen und Berichte.\r\n    [...] - Ueber die Aufführung von Bruckner's siebenter Symphonie in Berlin schreibt das \"Deutsche Tageblatt\" [2.2.1887]: \"Das vierte Klindworth=Concert vermittelte die erste Bekanntschaft des musikalischen Berlins mit Anton Bruckner. Dessen siebente Symphonie in E-dur wurde aufgeführt, zum erstenmale überhaupt hier ein Werk von Anton Bruckner, und der Mann ist 63 Jahre alt. Nun hat zwar schon mancher Componist sieben und mehr Symphonien geschrieben und sie sind nicht aufgeführt worden, und die Welt hat nichts daran verloren. Hier aber liegt die Sache wesentlich anders. In dieser Symphonie ist ein vom Kopf bis zu den Füssen geharnischter Riese vor uns hingetreten, so dass wir uns nur staunend fragen: Wie ist es möglich, dass ein solcher Mann bis an seinen Lebensabend unbekannt bleiben konnte, dass er fast das Schicksal so Vieler theilte und erst nach seinem Tode anfing zu leben? Die Symphonie hat die hergebrachten vier Sätze, ein Allego in E-dur, ein Adagio in Cis-moll, ein Scherzo in A-moll und ein Finale in E-dur;aber das sind nur ungefähre Grundtonarten, an die sich Bruckner sonst im wesentlichen nicht bindet. Seine Melodiegestaltung schreitet in Wagner'schem Sinne vorwärts, Modulation und nun gar die Instrumentation sind ganz Wagner, u. zw. in so eminent eigenartigem Sinne, dass man recht wohl sagen kann: Bruckner ist einer von den Wenigen, die den Bayreuther Meister wirklich verstanden haben, der in Folge dessen auch weiss, wie dessen Weise auf dies andere Feld zu übertragen ist. [... Text auch weiterhin wie bei 37/520, dort mit einigen lediglich orthographischen Abweichungen (der komplette Text auch im Artikel vom 25.2.1887) ...] Es wird hoffentlich Gelegenheit geboten werden, diesen verblüffenden Coloss baldigst mehr als einmal wiederholt hören zu können und dann könnte man der Sache erst näher treten.« [keine Signatur] (°°). \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 11 führt auf S. 140 (»Aufgeführte Novitäten«) bereits die 7. Symphonie in Dresden an:\r\n»Bruckner (A.), 7. Symph. (Dresden, 4. Philharm. Conc.)« [das Werk war zuerst für den 11.1.1887 angekündigt] (°°°).\nAuf S. 138 wird eine Aufführung der 7. Symphonie in Boston gemeldet:\r\n          \"Concertumschau.\r\n[...]\n     Boston. 17. Symphonieconcert: 7. Symph. v. Bruckner, Ouvert. \"In the Mountains\" v. A. Foote, Dmoll-Violinconc. v. Wieniawski (Hr. Adamowski).\" (#).\n(Konzert der Philharmoniker unter Eduard Schütt zugunsten des Vogelweide-Denkmals mit Werken von Wagner, Liszt (»Elisabeth«), Löwe u.a. (##).", "Letzte Änderung": "12.07.2024 12:43"}, {"ID": 188803105, "Datum": "10.3.1888, Samstag", "Haupttext": "Die New York Tribune Nr. 15091 macht auf S.9 in einem Inserat in der 6. Spalte auf das Konzert vom 16.3.1888 (mit der 4. Symphonie) wie am Vortag aufmerksam:\r\n\"CHICKERING HALL. Seidl Symph. Concert\r\n              FRIDAY EVENING, March 16.\r\n                         SEIDL CONCERT.\r\n     The programme for the second of the SEIDL SYMPHONY CONCERTS – the first of which produced so brilliant and profound an impression – will appear in SUNDAY'S Papers. Seats may be secured at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union Square. Early application necessary.\" (*).\n \n[10./11.3.1888:]\r\nGeplanter Abfahrtstermin noch München (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188903105, "Datum": "10.3.1889, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 7 bringt auf S. 53 eine Kritik zur 7. Symphonie am 24.2.1889 und kündigt die Aufführung des Quintetts am 14.3.1889 an:\r\n   \"     – Der Wiener akademische Wagnerverein veranstaltete [...] eine große Musikaufführung, in Form einer Matinèe [sic] im großen Musikvereinssaale am 24. Februar, die wiederum vom größtem [sic] künstlerischen Erfolge begleitet war. Und wie konnte dies auch anders sein, da unsere Philharmoniker unter Richter's genialer Leitung, Frau Materna und Herr Jäger die Ausführenden waren und auf dem Programme die Namen Liszt, Bruckner, Wagner standen. [... Liszt ...]. Es folgte Bruckner's siebente Symphonie in E-dur, die uns keine Fremde mehr war, ein gewaltiges Werk, dessen Ausführung eine Stunde in Anspruch nahm; wie früher schon packte das prächtige Scherzo die Zuhörer wieder am unmittelbarsten. Nach jedem Satze wurden dem greisen Componisten jubelnde Ovationen dargebracht, die ihm, dem vielfach Verkannten, wahrlich von Herzen zu gönnen waren. Die Philharmoniker führten das Werk in einer Weise durch, die über alles Lob erhaben ist. [... über die anderen Werke ...] Jedenfalls verdient die Vereinsleitung den aufrichtigsten Dank, diesen herrlichen Genuß den Zuhörern vermittelt zu haben.      O. v. Kapff.\".\nIn der Rubrik \"Vermischtes\", ebenfalls auf S. 53, die Ankündigung des Quintetts:\r\n\"     – In dem Donnerstag den 14. März Abends halb 8 Uhr im kleinen Musikvereinssale stattfindenden fünften Hellmesberger=Quartett gelangen folgende Werke zur Aufführung: Bruckner, Quintett F-dur; [...].\" (*).\n(4. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Beethovens »Missa solemnis« (**)).", "Letzte Änderung": "14.12.2023 10:59"}, {"ID": 189003105, "Datum": "10.3.1890, Montag", "Haupttext": "Vermerk »10. März ganz fertig ABrmp« (#) auf Bogen 20/3, am Ende des 1. Satzes der 8. Symphonie (*).\r\nViktor Christ notiert [später] in einer seiner zwei Abschriften der 8. Symphonie (ohne das Scherzo) beim 1. Satz »10. März mir übergeben [/] V. Ch.« (*a).\nCarl Speisers Mitschrift einer Universitätsvorlesung Bruckners (**), der letzten des Wintersemesters (***).\nBesprechung des Konzerts vom 5.3.1890 (3. Symphonie, f-Moll-Messe), signiert \"M. P.\", in der Musikalischen Rundschau Nr. 8 auf S. 76:\r\n          \"Vereins-Nachrichten.\r\n     - Im III. internen Abende des Wiener akademischen Wagner-Vereines bildete die fragmentarische Aufführung von Anton Bruckner's F-moll-Messe (Kyrie und Gloria) die bedeutendste Programmnummer. Die Ehrung unseres grössten vaterländischen Tondichters geschah solcherart in kleiner Münze, das Mehr musste die Aufrichtigkeit, mit der sie gemeint war und die Begeisterung, mit der sie durchgeführt wurde, ersetzen. Kein vollständiges Werk, kein imposanter Chor und statt des Orchesters blos ein Nothbehelf (eine Mesalliance von Clavier und Blechinstrumente [sic], wobei die Orgel die Vermittlerin spielte) - und doch bekamen wir ein gutes, richtiges Bild von der Grösse Bruckner's durch die Interpretation dieses frommen Kyries und des tonfreudigen, von hoher contrapunktischer Kunst getragenen Glorias. Jeder, der sie gehört hat, wird sie in das Buch seiner Erinnerungen legen - ein farbensattes Heiligenbild auf gleissendem Goldgrunde.\r\n     Von Bruckner kam ausserdem das Andante und Scherzo der III. Symphonie zur Aufführung. Herr Ferd. Löwe trug diese zwei Sätze auf dem Claviere vor, mit aller Tüchtigkeit und Genialität, befeuert von dem Werke selbst, und leistete namentlich in der Verdeutlichung der Vielstimmigkeit das denkbar Beste. Vorher spielte er [... Beethoven, Th. Luka, Rosa Papier, Franz Schubert, Cornelius ... zu Beginn zwei altdeutsche Chöre (\"Kukuk\", \"Ballet\") ...] Hier wie in der Messe Bruckner's leistete der Chor, unter der ausgezeichneten Leitung Josef Schalk's Anerkennenswerthes.                 M. P.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 18:12"}, {"ID": 189103105, "Datum": "10.3.1891, Dienstag", "Haupttext": "Dr. Max Dietz erwähnt in seiner Besprechung des Gesellschaftkonzerts [vom 8.3.1891] in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 6, 2. Märzheft, auf S. 165 auch Bruckner:\r\n\"[...] Noch mussten wir Arnold Krug's symphonischen Prolog zu Shakespeare's \"Othello\" über uns ergehen lassen, eine Zukünftelei von reinstem Wasser, die ihre Wirkung mit allerhand aufgewärmten, von Anderen (Wagner, Bruckner, Massenet) entlehnten Phrasen bestreitet und bei innerster Hohlheit das Ansehen des Tiefsinns sich antäuscht. [... Tadel für das Konzert der Singakademie ...] Dr. Max Dietz.\" (*).\n\"Die Presse\" Nr. 68 berichtet auf S. 9 von der Trauerfeier am 9.3.1891:\r\n                \"Wien, 9. März.\r\n[...]\n     [Dr. Franz Ritter v. Miklosich †.] In der Pfarrkirche zu Maria=Treu wurde heute Nachmittags um ¼3 Uhr die sterbliche Hülle des geheimen Rathes Professor Dr. Franz Ritter v. Miklosich eingesegnet. Die Betheiligung an der Leichenfeier war eine der Bedeutung des Verblichenen entsprechende. Um 2 Uhr ging der Trauerzug vom Sterbehause, Josefstädterstraße 11, ab. [... Teilnehmer ... namentlich: Söhne Miklosich, Schwager Dr. Deimel, Rector Hartel, Graf Trauttmansdorff, Graf Abensperg=Traun, Simics, v. Stremayr, Baron Falke, Graf Enzenberg, Ritter v. Hermann, Rittner, v. Inama=Sternegg, Fürst Czartoryski, Baron Helfert, Baron Hye, Prälat Hauswirth, Gögl, Dumba, Ritter v. Cramer, Ritter v. Arneth, Prof. Siegel, Prof. Albert, Hauer, Germann, Gubastow, Prof. Sueß, Dr. Jaques ...] Componist Professor Bruckner, Dr. L. A. v. Frankl u. v. A. Die Einsegnung wurde vom Piaristenpfarrer und hierauf von einem slavischen Priester nach beiden Riten vollzogen. Ehe man den Sarg aus der Kirche trug, executirte der slavische Gesangsverein einen Trauerchoral. Am Grabe auf dem Centralfriedhofe sprach Professor Jagics den Nachruf.\n     [Der verbrannte Bart.] Einem unserer ersten Specialisten für Halsleiden, einem sehr liebenswürdigen Professor, der sich nicht nur eines Weltrufes, sondern auch eines langmächtigen Vollbartes erfreut, ist mit dieser seiner Manneszier gestern ein gar böses Malheur passirt. Der Herr Laryngologe verbrannte sich nämlich besagten Vollbart bei dem Anzünden einer Upman Flor so stark, daß ihm gar nichts Anderes übrig blieb, als sich blutenden Herzens stracks in den nächsten Barbierladen zu begeben, aus welchem nach kurzer Zeit ein derart glattrasirter Herr heraustrat, daß er erst seine eigene Visitkarte studiren mußte, um sich von seiner Identität mit dem berühmten Specialisten zu überzeugen. [... hatte Probleme, erkannt zu werden und Einlass zu erhalten ... verfasste darüber ein Gedicht \"Vom Barte und dem Zündhölzchen\"   ]\" (**).\r\n[Bei \"Upmann\" handelt es sich um eine kubanische Zigarrensorte (vgl. https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/332609/15/0/). Es liegt nahe, hier an Bruckners Arzt Prof. Leopold Schrötter von Kristelli zu denken.]\n \nInhaltlich und sprachlich nahezu identisch ist der Bericht des Deutschen Volksblatts Nr. 782 auf S. 4 (Rubrik datiert \"9. März\"): \" * (Leichenbegängnis des Professor Mikolich †.] [... wie (**)], Componist Prof. Bruckner, Domcapellmeister kaiserl. Rath Preyer, Polizeirath Witt und viele Andere. [... Einsegnung etc. wie oben (**) ...]\" (***).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 9532 ergänzt ihren Bericht auf S. 5 noch durch Details zu den liturgischen Besonderheiten: \"[Leichenbegängniß.] Heute Nachmittags hat unter zahlreicher Betheiligung das Leichenbegängniß des Geheimrathes Professors Dr. Franz R. v. Miklosich stattgefunden. [... Aufzählung der anwesenden Prominenz wie (**) ...], Componist Professor Bruckner, Dr. L. A. v. Frankl u. A. Die Einsegnung [... in lateinischer und kirchenslavischer Sprache ... Erklärung dazu ... Kondolenzen etc. ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "20.11.2024 22:31"}, {"ID": 189203105, "Datum": "10.3.1892, Donnerstag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 8 bringt auf S. 65 einen Artikel von August Hamm über die Musikzustände in Österreich. Auch Bruckner teile das Schicksal österreichischer Komponisten, zu Lebzeiten nicht beachtet zu werden:\r\n\"                         Faul ist Manches\r\nim Staate Dänemark! würde Hamlet bei genauerem Einblick in unsere Musikzustände neuerdings ausgerufen haben, namentlich wenn er Zeuge gewesen wäre des tosenden Korybantenlärms [... im philharmonischen Concert und in der Oper (Massenets \"Werther\" ...]. Das Wahrwort: Nemo propheta in patria, scheint wirklich eigens für Oesterreich erfunden zu sein. Einen wahren Musterbeleg hiefür bietet Anton Bruckner, ein Mann, der (noch dazu von glücklichen Umständen begünstigt) in hohem Greisenalter die Früchte erntet, die er irgend anderswo schon als Mann gepflückt. Er erntet . . .   wie viele aber säen, ohne je zu ernten, und dies auf den verschiedensten Gebieten musikalischen Schaffens – auch auf dem der Opernproduction, wo allerdings von den massgebenden Kreisen das Wenigste geschieht, um, wie es ja doch nur billig wäre, den einheimischen Talenten das Durchdringen zu erleichtern und ihnen die Geltendmachung ihrer Gaben zu ermöglichen. Es ist eine bittere Wahrheit, dass man dem Kunstschaffen der lebenden Generation auffallend geringe Interesses entgegenbringt. [...].\" [eine Signatur auf der kopierten ersten Seite nicht sichtbar] (*).\n \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 11 erwähnt auf S. 136 nochmals ganz kurz Bruckner und die 1. Symphonie [am 13.12.1891]:\n                                              \"Wien.\n                             (Fortsetzung.)\n     Wenden wir uns jetzt zu den Philharmonischen Concerten zurück,so finden wir im fünften Strauss' kühnen \"Don Juan\", [...] Rücksichtlich des dritten Concertes haben wir noch nachzutragen, dass vor Bruckner's Linzer Symphonie ein in Wien noch unbekannter holländischer Geiger Hr. Johannes Wolff mit sehr schönem Ton und vollendeter Technik, daher entsprechend unter grossem Beifall Spohr's \"Gesangsscene\" vortrug [... Signatur am 7.7.1892:] Dr. Theodor Helm.\" (**).", "Letzte Änderung": "01.10.2023 18:56"}, {"ID": 189303105, "Datum": "10.3.1893, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Göllerich:\r\n     Genesungswünsche (*a). Ihm selber gehe es besser, die Füße seien noch angeschwollen. Kaum jemand komme zu Besuch. Sogar Oberleithner, von Josef Schalk umgarnt, sei nur im Wagner-Verein. Schalk habe erst vor Tagen Bruckner die Aufführung der f-moll-Messe angekündigt, die laut Frau von Paszthory schon am 23.3.1893 stattfinden solle (*).\nBrief Hugo Wolfs an Emil Kauffmann:\r\n     Freute sich über Kauffmanns Äußerungen zur 8. Symphonie. Hoffentlich werde die Neunte noch fertig (**).\nAnkündigung der morgigen Aufführung des »Tafellieds« im »Vaterland« Nr. 69 auf S. 6:\r\n\"     – Samstag, 11. d. M., findet im großen Musikvereinssaale unter der Leitung des Chormeisters Professor Raoul Mader das Concert des Wiener Akademischen Gesangvereines statt. [... Mitwirkende: Amalie Mollner, Louis v. Bignio, Carl Osske ... Vortragsordnung ...] Dr. A. Bruckner: \"Tafellied\" (im Jahre 1843 in Kronstorf componirt, neu, erste Aufführung.); [...]\" (***).\r\n \nAuf die Aufführung der f-Moll-Messe am 23.3.1893 weisen mehrere Zeitungen hin:\nDeutsches Volksblatt Nr. 1504 auf S. 7:\r\n\"        Aufführung von Bruckner's F-moll-Messe.\r\n     Der Wiener akademische Wagner=Verein veranstaltet Donnerstag, den 23. d. M., Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale eine Musikaufführung, bei welcher Anton Bruckner's Große Messe in F-moll unter der Leitung des Herrn Josef Schalk zur Aufführung gelangt. [... Kartenverkauf ...]\" (°),\nFremdenblatt Nr. 69 auf S. 8:\r\n„     – Der Wiener akademische Wagnerverein veranstaltet Donnerstag den 23. d., Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale eine Musikaufführung, bei welcher Anton Bruckner's Große Messe in F-moll unter der Leitung des Herrn Jos. Schalk zur Aufführung gelangt. Karten (zu volksthümlichen Preisen) sind zu haben […]. Der allgemeine Kartenverkauf beginnt am 14. d.“ (°°),\nIllustrirtes Wiener Extrablatt Nr. 69 auf S. 5:\r\n„       Theaterzeitung.\r\n[…]\r\n     * Der Wiener akademische Wagner=Verein veranstaltet Donnerstag, den 23. d. M., Abends ½8 Uhr im großen Musikvereinssaale eine Musikaufführung, bei welcher Anton Bruckner's Große Messe in F-moll unter der Leitung des Herrn Jos. Schalk zur Aufführung gelangt. Karten (zu volksthümlichen Preisen) sind zu haben in der Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann.“ (°°°),\n»Die Presse« Nr. 69 auf S. 10: \" – Concerte. [...] – Der Wiener akademische Wagner=Verein veranstaltet Donnerstag den 23. März, Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale eine Musikaufführung, bei welcher Anton Bruckner's große Messe in F-moll unter der Leitung des Herrn Josef Schalk zur Aufführung gelangt. [... Kartenverkauf ...]\" (#),\n»Das Vaterland« Nr. 69 auf S. 6:\r\n\"     – Der Wiener akademische Wagner=Verein veranstaltet Donnerstag, 23. d. M., Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale eine Musikaufführung, bei welcher Anton Bruckner's \"Große Messe in F-moll\" unter der Leitung des Herrn Joseph Schalk zur Aufführung gelangt. [... Kartenverkauf ...]\" (##)\nund das Neue Wiener Abendblatt Nr. 69 auf S. 3 (Neues Wiener Tagblatt):\r\n\"     * Der Wiener akademische Wagner=Verein veranstaltet Donnerstag den 23. d. M., Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale eine Musikaufführung, bei welcher Anton Bruckner's große Messe in F-moll zur Aufführung gelangt.\" (###).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 16:23"}, {"ID": 189403105, "Datum": "10.3.1894, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Siegfried Ochs:\r\n   Dankt für den Brief. Er habe Heimweh nach Berlin bekommen. Auch er sei krank gewesen. Niemand besuche ihn, auch Hugo Wolf nicht. Levi habe ihn besucht und von [einer Aufführung] der 8. Symphonie gesprochen. Hans Richter habe die 2. Symphonie [am 14.1.1894] nicht aufgeführt und werde dafür in der Deutschen Zeitung vom 9.3. getadelt. Er plane sie fürs Wagner-Konzert am 15.4.1894. Hanslicks Einfluß!! Das »Te deum« soll auch aufgeführt werden (*).\nBrief von Hugo Wolf an Oskar Grohé:\r\n   »[...] Am 1. April dirigiert hier Siegf. Wagner unter anderem auch Bruckners II. Symphonie. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 12:17"}, {"ID": 189503105, "Datum": "10.3.1895, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 58 berichtet auf S. 6 über die Jubiläumsfeierlichkeiten der Liedertafel »Frohsinn« und verzeichnet in einem Überblick über die Vereinsgeschichte auch die Aufführung des »Te deum« [am 15.4.1886]:\n\"     Wirksamkeit der Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz\r\n                           1845 bis 1895.\r\n     Die Liedertafel \"Frohsinn\" wurde am 17. März 1845 gegründet.\r\n     [... Anfangszeit ... aktiv für patriotische, religiöse, caritative Ziele, Gedenktage, Auswärtskontakte, Gesangsfeste (u. a. Krems und Nürnberg).\r\n     Sie ehrte durch Veranstaltungen von Festlichkeiten oder Mitwirkung bei solchen hervorragende Dichter, Componisten u. s. w., wie Beethoven, Bach, Binzer, Bruckner, Gölm, Goethe, Händel, [... bis Wagner ...]; sie ernannte hervorragende Männer zu Ehrenmitgliedern.\n     Die Liedertafel wurde auch von fremden Gesangvereinen besucht [... WMGV 1851 bis Steyr 1891].\r\n     Was die Liedertafel zur Pflege der Kunst gethan, ist außer dem Streben nach möglichster Vervollkommnung des Männergesangs und des gemischten Chorgesangs vornehmlich auch daraus ersichtlich, dass sie große Werke von Meistern aufführt, z. B. von Allegri, [...], Brahms, Bruck [sic] (hierunter Scene aus der \"Frijthofssage\" [sic]), Bruckner (hierunter sein Tedeum, Messegesang Cherubini), David [...bis Wagner und Weber ...][... Sängerfahrten, Faschingsfeste, Kostümfeste ... Dank, Gedenken, Ausblick ...].\" [keine Signatur] (*).\n \nFür den heutigen Sonntag war ursprünglich die Enthüllung der Bruckner-Gedenktafel in Ansfelden vorgesehen (**).\n \n(4. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Bach, Humperdinck, Haydn und Brahms (***)).", "Letzte Änderung": "23.08.2025 07:57"}, {"ID": 189703105, "Datum": "10.3.1897, Mittwoch", "Haupttext": "Der Linzer Gemeinderat beschließt auf Antrag von Hofrat Bancalari, durch eine Stiftung alle zwei Jahre Bruckner-Konzerte zu sichern (*).\r\nVorgesehen sind ein Bruckner-Denkmal und die Subventionierung von 13 Volkskonzerten (**).\r\n\"Subvention für 13 große, durch eine genügende Anzahl von billigen Plätzen als Volksconcerte gekennzeichnete Concerte vom Frühjahr 1898 angefangen im Betrage von jedesmal 300 fl\" (**a).\nBei der Ausschußsitzung der Liedertafel \"Frohsinn\" wird beschlossen, für das Steyrer Votivfenster keinen Beitrag zu leisten. Milbeck, der die Liedertafel bei der Gemeinderatssitzung vertreten hat, hat die Aufstellung einer Bruckner-Büste auf dem Linzer Pfarrplatz angeregt (***).\nArtikel \"Bruckner-Ehrung\" [in der Linzer Zeitung?] (°).\nDas Prager Tagblatt Nr. 69 kündigt auf S. 9 die Aufführung des \"Te deum\" am 17.3.1897 an (°°).", "Letzte Änderung": "23.08.2026 19:47"}, {"ID": 189803105, "Datum": "10.3.1898, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung der 5. Symphonie [1.3.1898] durch Theodor Helm in der Deutschen Zeitung (*). Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung bringt auf S. 50 ebenfalls eine Besprechung dieser Aufführung (**a) \nund auf S. 51 eine Kritik des Konzerts vom 7.3.1898 mit dem \"Te deum\" (mit Drapal als Baßsolisten) (**b). \nÜber dieses Konzert schreiben auch das Deutsche Volksblatt Nr. 3299 auf S. 4 (***) \nund die Ostdeutsche Rundschau Nr. 68 auf S. 7 (signiert \"Hagen\") (°).\nIm Artikel des Wiener Tagblatts über das Jubiläum des Verlags Gutmann wird auch Bruckner erwähnt (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189903105, "Datum": "10.3.1899, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt das Konzert der Liedertafel \"Frohsinn\" am 25.3.1899 an, in dem auch ein Bruckner-Werk [\"Te deum\"] aufgeführt werden wird (*\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 69 bringt auf S. 8 die Kritik eines Konzerts von Robert Gound und Alexander Zemlinsky, in der auch Bruckner erwähnt wird (**).\nIn der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung wird auf S. 43 die Aufführung der 6. Symphonie [am 26.2.1899] besprochen (***).\r\nIn der Kritik des Konzerts des Duesberg-Quartetts am 5.3.1899, ebenfalls auf S. 43,  wird eine vorangegangene Aufführung des Quintetts [am 5.2.1899] erwähnt (°).\r\nAuf S. 46 wird im Artikel \"Zeitungssplitter\" aus Kritiken der Aufführung der 6. Symphonie zitiert, signiert \"Dr. R. H.\" [Robert Hirschfeld], \"M. K.\" [vermutlich Max Kalbeck], \"G. Sch.\" [vermutlich Gustav Schönaich], \"H. W.\" [vermutlich Hans Woerz], \"F. A.\" [?] und \"Dr. Th. H.\" [Theodor Helm]. Theodor Helm schreibt auch über die Adagios der 7. und 8. Symphonie (°°).", "Letzte Änderung": "12.02.2023 10:59"}, {"ID": 190003105, "Datum": "10.3.1900, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Allgemeine Zeitung vergleicht bei der Besprechung eines Konzerts mit der 1. Sinfonie von Brahms den Erfolg von Ferdinand Löwe mit dem Gustav Mahlers am 30.1.1900 (mit Bruckners 4. Symphonie) [recte 28.1.1900].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190103105, "Datum": "10.3.1901, Sonntag", "Haupttext": "In der Deutschen Kunst- und Musikzeitung wird auf S. 52 das Programm des Oberösterreichischen Musikfestes mit der 4. Symphonie am 24.3.1901 bekannt gegeben (*).\n\r\nEinen ähnlichen Hinweis bringt der Alpen-Bote Nr. 20 auf S. 6 (**).\n\r\nDas Fremdenblatt Nr. 68 (Morgenblatt) kündigt auf S. 11 das Konzert vom 16.3.1901 mit dem Chor \"Mitternacht\" [WAB 80] an (***).\n\r\nDatierung \"10/III 1901\" am Ende von Franz Bayers Abschrift des Männerchors \"Abendzauber\" (WAB 57) [mit unvollständigen Pausenzeichen in den Hornstimmen] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190303105, "Datum": "10.3.1903, Dienstag", "Haupttext": "Bericht von Wymetal »Bruckners f-Moll-Messe im 4. außerordentlichen Gesellschafts-Konzert« in der Brünner Tagespost (*).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Berliner Tonkünstler-Orchester unter Richard Strauss im Teatro Fenice in Venedig. Treffen mit Ph. Wolfrum, B. Pollini und A. Smareglia [vermutlich auch Konzertbesucher] (**).\n(Postkarte) Brief von Theodor Helm an Wagner-Schönkirch:\r\n   Sagt für einen Bruckner-Abend ab (***).", "Letzte Änderung": "02.07.2024 14:11"}, {"ID": 190403105, "Datum": "10.3.1904, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Bayer »Dr. Anton Bruckners II. Symphonie. (Zur Aufführung des Werkes am 20. März, 1/2 4 Uhr nachmittags, im Festsaale des Industriehalle in Steyr« in der Steyrer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190603105, "Datum": "10.3.1906, Samstag", "Haupttext": "In der Reichspost Nr. 56 erscheint auf S. 10 eine Kritik, signiert \"G. v. B.\" [Gaigg von Bergheim], zum Konzert mit der 9. Symphonie am 4.3.1906 (*).\nUnmittelbar danach berichtet \"Dr. W. O.\" vom Autorenabend von Mathilde und Richard Kralik am 7.3.1906, wo mehrere Lieder unter großem Beifall aufgeführt wurden [Bruckner wird in der Kritik nicht erwähnt] (**).\n \nBesprechung des Konzerts vom 9.3.1906 mit der 7. Symphonie im Grazer Tagblatt Nr. 68 auf S. 3, signiert \"-ald-\":\n\"Viertes Orchester Konzert des Steiermärkischen Musikvereines.\n     Die Vortragsordnung dieses Konzertes enthielt nur zwei Nummern. Je weniger sie aber mit der Zahl der Werke prunkte, desto bedeutsamer war deren Wert. Es waren zwei Symphonien: die siebente in E-dur von Anton Bruckner und die achte in F-dur von Beethoven. [...]\n     Gerade die unmittelbare Folge eines Beethoven auf einen Bruckner zeigte uns gestern wieder den hohen Wert der »geschlossenen Form«. Um wie viel leichter würden wir Bruckner verstehen, um wie viel inniger würden wir ihn lieben, wenn er die erprobte Form nicht nur in der Einteilung und Folge der vier Sätze, sondern auch in der ebenmäßigen Gliederung eines jeden einzelnen Satzes eingehalten hätte! Auch hier zeigt sich in der Beschränkung der Meister: Und wer hätte diese Beschränkung weniger zu scheuen gebraucht, als Bruckner? Blicken wir nun auf die vier Musikvereins-Konzerte zurück, so können wir mit aufrichtiger Freude feststellen, daß sie uns sehr viel des Schönen gebracht haben, und daß sie des Rufes einer so angesehenen Anstalt, wie der Steiermärkische Musikverein es ist, würdig waren.     -ald- \" (***).\n \nAufführung der 7. Symphonie durch das Chicago Symphony Orchestra unter Frederick Stock [in Chicago] [Wiederholung des Konzerts vom 9.3.1906] (°).\nEs erklingen außerdem Werke von Richard Strauss und Hugo Wolf, gesungen von George Hamlin, und Richard Wagner (aus \"Tristan\") (°a).\n \nBesprechung des gestrigen Konzerts in The Chicago Tribune Nr. 60 auf S. 8:\n\"              NEWS OF THE THEATER.\nThomas Orchestra.\n     Mr. Stock gave us Bruckner yesterday for the first time since he assumed directorship of the Thomas orchestra. He succeeded well–as well as any one can with Bruckner. But the mistake he made was one which has its origin in a lack of courage.\n     His greatest deed should have been performed before the rehearsing of the symphony was begun. But for the doing of this deed he evidently was not sufficiently brave. The shortcoming casts no great reflection on him, it is true, for it proves him to be but as are the majority of the orchestral conductors of the world. They, too, lack much courage, but it was hoped that he would show himself one of the more progressive and do for the seventh symphony of Bruckner what should be done for it and all its fellows if they are to be made effective in the concert room and acceptable to the abcd_db. They should be shortened. Mahler and Weingartner have been frank enough and bold enough to condense the Bruckner scores and by thus freeing the works of the musically barren or musically tedious spots which they contain have performed a service to the public and to the composer.\n     Bruckner was a writer of undeniably great gifts, but his music is diffuse, unduly long, and in certain places obviously \"made.\" Utterances of the greatest beauty and import will be followed by commonplaces and worse, and the impressive message which ever seems just ready to be delivered is delayed or wholly prevented by a sudden switch into something which appears totally foreign to what has gone before or distinctly inferior to it. By judicious and skillful cutting these weak spots in the scores can be eliminated, the works lent conciseness, and their beauties made evident to those who listen. The performance gains immensely in effectiveness and Bruckner's standing as a composer is appreciable enhanced in the public mind. Mahler, Weingartner, and certain other leaders have realized this fact and have adopted the plan of cutting the Bruckner symphonies before performing them.\n     Mr. Stock cannot do better than to follow the lead of his progressive colleagues. That is, if he purposes the giving of much Bruckner at the Thomas orchestra concerts. Of course, if he offers a symphony only about once in every two years, as Mr. Thomas did, he propably may as well humor the Brucknerites and give the works \"complete.\" The general public will endure just as it has every time one of the symphonies has been played in the past, and the worshipers of the \"master\" to whom the suggestion of omitting a single note will be regarded as sacrilege and blasphemy, will be happy. But Bruckner is worth the making known, and in order to accomplish this the symphonies should be condensed as Mr. Stock, with his excellent taste and his extensive knowledge, will understand how to condense them. They can be made to appeal in no inconsiderable measure to the public if they are shortened, and to achieve this Mr. Stock should take his blue pencil in his hand, screw up his courage, and \"edit\" the seventh symphony and present it again next season. He will be doing Bruckner a service, and certainly can count on the approval of the major portion of his audience.\n     The Bruckner symphony played yesterday is the most attractive of its nine fellows and barring its undue length and its thin spots contains much of beauty and interest. The Adagio is a movement of exceptional nobility and impressiveness and needs but a slight condensing to be a masterpiece. The Scherzo, too, possesses undeniable charm and could be made unusually attractive. The whole work is one which speaks of the high gifts of Bruckner, and the orchestra gave a performance which calls for naught save unqualified commendation.\n     The second half of the program proved delightful. [... Richard Strauss, Hugo Wolf, Richard Wagner (aus \"Tristan\" ...]. A more beautiful performance, tonally, technically, and spiritually of this intensely passionate music has not been heard here.\n                                              W. L. HUBBARD.\" (°b).\n \nAuch The Inter Ocean Nr. 351 (Chicago, Illinois) bringt auf S. 6 einen Bericht:\n\"Thomas Orchestra Publicly Rehearses a Delightful Program\r\n     This week's program of the Thomas orchestra is in many ways the most interesting that Mr. Stock has yet arranged. [... fast nur Novitäten ...], aside from their novelty, the compositions performed are every one beautiful, grateful, and strikingly characteristic of the masters they represent. To these virtues of novelty and beauty is to be added the most vital factor of all in kindling the interest and enthusiasm of an audience, namely, great vigor, spirit, and at times a truly inspiring temperamental warmth on the part of the conductor and the orchestra. The result at the public rehearsal in Orchestra hall yesterday was an afternoon of rarely complete artistic enjoyment.\r\n     Bruckner is a composer who has thus far not found favor with Chicago audiences. He was last represented on the programs of the Thomas orchestra by his ninth symphony, a work of such inordinate length and such profound seriousness that his name has ever since called up memories of tedium unparalleled in the annals of the concert hall. But in his seventh symphony, heard yesterday afternoon for the first time, one learned to know a kindlier side of his art. But it cannot be said that one came any nearer to a knowledge of Bruckner's musical personality. All of us would recognize Wagner or Beethoven, Brahms or Schumann, even in an unknown work. But I am persuaded that few would similarly recognize the stamp of Bruckner's individuality. Unquestionably he has originality. But it is not at once to be perceived, much less put into words.\n     It is, however, quite easy to find in his work a number of worthy qualities. The spirit of the German romantic school predominates in this symphony, It has much of the melodic fluency of Schubert, the nobility of Beethoven, the sonority of Wagner. It displays further a highly developed technic in the manipulation of the grateful thematic content, and likewise in the treatment of the orchestra. But it leaves the hearer still groping vainly after the illusive personality of the composer.\n     The lyric mood of the allegro and the serene and almost majestic beauty of the adagio bring one closest to him, only to be repelled and confused by the contradictions of a technically brilliant and musically barren scherzo, a contrast so glaring that it is in no way mitigated by the more graceful melodic content of the finale.\n     [... über Richard Strauss, Hugo Wolf, Wagner ...].\n     The program will be repeated tonight at 8:15 o'clock.\n[... kurzer Hinweis auf weitere Konzerte ...]\n                                              GLENN DILLARD GUNN.\" (°c).\n \nAufführung der 4. Symphonie unter Van der Stucken in Cincinnati. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Schytte (Klavierkonzert mit Hans Richard), Humperdinck (Ouvertüre zu \"Hänsel und Gretel\"), Sibelius (Der Schwan von Tuonela) und Liszt (Les Preludes) [Wiederholung des Konzerts vom 9.3.1906] (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190803105, "Datum": "10.3.1908, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms und des Kyrie der d-Moll-Messe durch die Hovkapelle und den Musikföreningens kör unter Franz Neruda [in Stockholm?] (*).\n \n\nThe Manchester Guardian Nr. 19215 weist in einem Inserat auf S.1 auf das Konzert vom 12.3.1908 hin:\n\"                   FREE-TRADE HALL.\n                THE HALLÉ CONCERTS.\n                          50TH SEASON.\n                         JUBILEE YEAR.\nTWENTIETH CONCERT, THURSDAY NEXT,\n                        March 12, at 7 30.\nLAST CONCERT OF THE JUBILEE SEASON.\n                    CHORAL EVENING.\n                      Principal Vocalists:\n               Miss PERCEVAL ALLEN,\n               Miss EDNA THORNTON,\n               Mr. WEBSTER MILLAR,\n               Mr. WILLIAM HIGLEY.\n                        PROGRAMME.\n                              PART I.\nTe Deum . . . . . . . . . . . . . . . . . Bruckner\n                          [... Bach ...]\n                              PART II.\nChoral Symphony No. 9 . . .  Beethoven\n     Conductor–Dr. HANS RICHTER.\n     The Orchestra will consist of upwards of 350 Performers.\nChorus Director . . Mr. R. H. WILSON, Mus.Bac., Oxon.\nOrganist . . . . . . . . Mr. C. H. BOGG.\n[... Kartenverkauf ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:16"}, {"ID": 191103105, "Datum": "10.3.1911, Freitag", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an Franz Xaver Müller:\r\n     Wegen der Korrekturarbeiten an der Messe [b-Moll-Messe am 29.3.1911] komme sein Dank für die Aufzeichnungen [zur Bruckner-Biographie] verspätet. Das Material möge Göllerichs Arbeit reserviert bleiben.\r\n     Bittet um Einsicht in die Requiem-Partitur [WAB 39], um Bruckners Posaunensatz zu Aumanns \"Ecce quomodo\" [WAB 265] und \"Tenebrae\" [WAB 268], eine Abschrift des Grabliedes [\"Vor Arneths Grab\", WAB 53], und - falls überliefert - um die Improvisationsthemen vom 18.10.1875 und 25.3.1894. Müller könne ihm die Abschriften am 29.3.1911 übergeben. (*).\n \nAnkündigung des Konzerts am 10./11.3.1911 mit der 3. Symphonie in The Inter Ocean Nr. 351 auf S. 6:\n\"     Heniot Levy, pianist, will be the soloist with the Theodore Thomas orchestra (Frederick Stock, conductor) in its regular weekly concerts to be given in Orchestra hall tomorrow [sic] afternoon and Saturday evening. Following is the program: Overture to \"Oberon.\" Weber; symphony No. 3, D minor, Bruckner; concerto for pianoforte No. 2, Chopin; overture, \"Carnaval,\" Glazounow.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191203105, "Datum": "10.3.1912, Sonntag", "Haupttext": "The Chattanooga Daily Times Nr. 87 (The Sunday Times, Chattanooga, Tennessee) kündigt auf S. 27 (= S. 11 des 3. Teils) das Wiener Musikfest im Juni [mit Aufführung der 9. Symphonie am 24.6.1912] an:\n\"                 MUSICAL MENTION\n[... über Liszt-Konzerte in Deutschland ... Wagner-Jubiläum 1913 (Verlagsrechte!) ...].\n     No city has had such a great musical past as Vienna. [... leider abseits der Touristenströme ...]. During the fourth week of next June, however, Vienna will offer a musical feast that will doubtless attract thousands of foreigners. [... Opern- und Konzertaufführungen ...]. Vienna was the place where Mozart, Gluck, Beethoven, Schubert, Bruckner, Brahms and Mahler wrote their masterworks, [... Smetana, Dvorak, Hugo Wolf, Lanner, Johann Strauß ...].\" (*).\n \nMehr Details zu diesen Konzerten erfährt man in The Minneapolis Tribune Nr. 182  (Minnesota) auf S. 52:\n\"       New York Music Letter\n              By S. S. Schroff.\n[...]\n        Vienna Music Festival.\n     The long-drawn deliberations of Vienna artistic circles upon the organization of an annual music festival week have at length reached a close [... Beginn 21.6.1912 ... Hofoper, Burgtheater ...].\n     First Philharmonic concert: symphony by Haydn, Ninth Symphony by Gustav Mahler (first performance from manuscript); conductor, Bruno Walter.\n     Second Philharmonic concert: Fourth Symphony by Brahms, Ninth Symphony by Bruckner; conductor, Arthur Nikisch.\n     Third Philharmonic concert: [... und weitere Konzerte (WMGV, Hofburgkapelle) ...].\" (**).\n \nAufführung der 4. Symphonie im 5. Abonnementskonzert der Meininger Hofkapelle unter Max Reger im Eisenacher Stadttheater. Auf dem Programm stehen zuvor Regers Lustspielouvertüre, Haydns Cellokonzert D-Dur (mit dem Solisten Karl Piening [siehe die Anmerkung]) und Mendelssohns Sommernachtstraum-Ouvertüre (***).", "Letzte Änderung": "26.09.2025 21:55"}, {"ID": 191303105, "Datum": "10.3.1913, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und - nach der Pause - von Beethovens 5. Sinfonie durch die Berliner Philharmoniker unter Arthur Nikisch im 10. Philharmonischen Konzert in der Berliner Philharmonie.\nDas von Paul Bekker verfaßte Programmheft enthält einen 18-seitigen Artikel zu Bruckners Werk (*)\nDieses Konzert wird vom New Yorker Musikkritiker James Huneker besucht, der den Beethoven als \"young and vital\" empfand, den Bruckner dagegen als \"antique, almost decrepit\" (*a).\n[»Uraufführung des Andante der f-Moll-Symphonie in Wien« siehe 31.10.1913 (**)].", "Letzte Änderung": "10.01.2026 23:38"}, {"ID": 191403105, "Datum": "10.3.1914, Dienstag", "Haupttext": "The New York Times Nr. 20499 macht auf S. 20 mit einem Inserat auf das heutige Konzert aufmerksam:\n\"           MUSICAL ART SOCIETY\n              CHOIR OF 75 SINGERS.\n              Frank Damrosch Director \n           To-Night at 8.30 Carnegie Hall\n                  SPRING CONCERT.\nWORKS BY Palestrina, Jasquin de Pree, Sweelinck, Bruckner, Cornelius, Brahms.\nDIVERTIMENTO FOR WOOD WIND &amp; STRINGS, MOZART.\nTickets [...].\" (*).\n \nAufführung des siebenstimmigen \"Ave Maria\" [WAB 6] durch den Chor der Musical Art Society unter Frank Damrosch um 20:30 Uhr in der Carnegie Hall in New York (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191503105, "Datum": "10.3.1915, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Georg Dohrn in Breslau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191803105, "Datum": "10.3.1918, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Anton Konrath im Großen Musikvereinssaal. Die Sopranistin Edith Richter wirkt bei Werken von Franz Schubert, Joseph Marx und Gustav Mahler mit, Leo Birkenfeld ist der Solist in Mendelssohns g-Moll-Klavierkonzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192103105, "Datum": "10.3.1921, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Karl Muck in Amsterdam (*).\n \nKurt Singer schreibt im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 115 auf S. 2 in der Konzertumschau:\n\"     Von Vaclav Talich möchte ich nur verraten, daß er im Dirigieren des Philharmonischen Orchesters Geschicklichkeit und Kraft zeigt. Er scheint der Konkurrent der Schakschen Philharmonie zu sein, die wir im vorigen Winter begrüßten. Schak bereitet einen Zyklus von 9 Beethovenschen und 9 Brucknerschen Sinfonien vor – für Prag, und nicht nur für Prag oder Böhmen eine Kulturtat von Bedeutung. (Wer bringt z. B. in Berlin mehr als 4 Brucknersche Sinfonien heraus?). [... über Talichs Bestreben, Deutsches zu unterdrücken ...]. (**).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 07:11"}, {"ID": 192203105, "Datum": "10.3.1922, Freitag", "Haupttext": "Im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 117 bespricht Kurt Singer in seiner Konzertumschau \"Geschichtslügen\" auf S. 2 u. a. \"[...] eine endlose, im Gedankenflug winzige Sinfonie von Robert Heger. Wer ist das? Nach der Redseligkeit (der Redunseligkeit) stammt er aus Wien, nach dem Bläsersatz lernte er bei Bruckner, nach der Aeußerlichkeit thematischer Kombinationen ist er sehr jung, nach der Dichte, Unfiltriertheit seines Orchesters steht er am Anfang. Der vielversprechend wäre, wenn [...].\"", "Letzte Änderung": "04.08.2026 14:55"}, {"ID": 192303105, "Datum": "10.3.1923, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Chores \"Das deutsche Lied\" [WAB 63], der 9. Symphonie und von \"Helgoland\" durch das Wiener Sinfonie-Orchester und den Wiener Schubertbund unter Viktor Keldorfer im Großen Saal des Wiener Konzerthauses [Wiederholung am 11.3.1923].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192403105, "Datum": "10.3.1924, Freitag", "Haupttext": "Premiere von \"The Ten Commandments\" im Tremont Theatre in Boston. Die Bühnenmusik stammt von Dr. Hugo Riesenfeld, der dafür eigene und fremde Kompositionen verwendet hat, darunter auch Bruckners 4. Symphonie für die Szene \"Israel in Ägypten\" [siehe die Anmerkung] (*).\n \nThe Lexington Leader (Lexington Herald-Leader, Kentucky) meldet am 2.3.1924 auf S. 31 (= S. 7 des 3. Teils), dass der Film bereits im Woods Theatre in Chicago installiert wurde und im Aldine Theatre in Philadelphia installiert werden wird, und dass der Supervisor Harry Rubin um den 6.3.1924 nach Boston kommen werde.]\r\n\"[...] Hugo Riesenfeld is giving the musical score at the Woods, Aldine and Tremont theatres the same individual scope and treatment that characterized the original and efective [sic] presentation at the George M. Cohan theatre in New York.\" (**).\n \nAm 11.3.1924 wird die Vorstellung in The Boston Globe Nr. 71 auf S. 17 besprochen:\n\"[... ausführlich über den ersten, alttestamentarischen Teil ...]. You forget DeMille, you forget the Famous-Players, you forget the wonderful music, you forget everything but the immortal story unfolding on the screen.\n     [... über den zweiten, modernen Teil ...].\n     The music which accompaies [sic] the film is resonsible for at least half the enjoyment of the photoplay. Dr Hugo Riesenfeld has arranged a truly inspiring score to accompany \"The Ten Commandments,\" and one could almost follow the story with closed eyes, so vivid are the musical effects. Two well-known compositions, \"Mother Machree\" and \"Love's Old Sweet Song\" are used in connection with the score, and made a noteworthy success last night with the audience.\n     The technicolor process has been used in the first part of the photoplay and the effects were so unusual that the audience burst into spontaneous applause.\"\n[Bruckner ist nicht erwähnt] (***).\n \nEtwas mehr über die Musik erfährt man am 12.3.1924 in The Lancaster Intelligence Journal Nr. 187 (Lancaster, Pennsylvania) auf S. 11: \"[... über Riesenfelds Wirken, Arbeitsweise und Bedeutung ... er vermisse echte passende Hintergrundsmusik (\"pitter-patter background of music\"), die nicht vom Film ablenke  ...].     When Mr. Riesenfeld cannot find music that exactly represents a scene he composes it himself. The stirring march \"Westward Ho\" in \"The Covered Wagon\" which signalizes the start of the caravan across the plains is his own. So are a number of the most effective parts of \"The Ten Commandments.\" The opening scene, where the Israelites are dragging the gigantic idol through the sand, and the accompaniment for the crossing of the Red Sea, are the result of the combined efforts of Rubinstein, Rimsky-Korsakoff and Riesenfeld.\" [Bruckner ist nicht erwähnt] (°).\n \nDie Premiere des Films in New York fand am 21.12.1923 statt. In keinem der dazu erschienenen Zeitungsartikel erfährt man etwas über die Quellen von Riesenfelds Filmmusik.\n \nVerlagsvertrag zwischen Ernst Kurth und dem Berliner Max-Hesse-Verlag (Hans Krill) zu Kurths Bruckner-Buch (zweite Datierung: 12.4.1924) (°°).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 22:48"}, {"ID": 192503105, "Datum": "10.3.1925, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie unter Fritz Brun in Bern (zuvor fand eine öffentliche Hauptprobe statt) (*).\n\n\nInserat für das morgige Konzert in der St. Louis Post-Dispatch Nr. 184 auf S. 10 [nur das \"Te deum\" als Programmpunkt angegeben] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192603105, "Datum": "10.3.1926, Mittwoch", "Haupttext": "Ein Inserat im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 115 auf S. 8 macht auf das heutige Konzert aufmerksam (\"Orgel: Prof. W. Fischer\") (*).\n \nAufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Felix Maria Gatz im 1. Konzert der Bruckner-Vereinigung in Berlin. Solist ist Fritz Kleiner (Orgel-Toccata von Franz Schmidt) [oder: W. Fischer?] (**).\n \nArtikel »Wilhelm Kienzl und Anton Bruckner« in der Oberösterreichischen Tageszeitung (***).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 12:05"}, {"ID": 192703105, "Datum": "10.3.1927, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Abendroth in Mannheim.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192803105, "Datum": "10.3.1928, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« und Pariser Erstaufführung der f-Moll-Messe durch den Chor von St. Guillaume (Straßburg) und die Société des Concerts unter Fritz Münch in der Salle Pleyel (*).\nAufführung der f-Moll-Messe [unter Hermann Lang?] in der Kathedrale von Lausanne (**).", "Letzte Änderung": "30.11.2024 13:10"}, {"ID": 192903105, "Datum": "10.3.1929, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Symphonieorchester unter Rudolf Gerhart Schwarz in einem Arbeiter-Symphoniekonzert im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Beethovens G-Dur-Klavierkonzert ist Gisela Springer, Solist in der \"Arbeitersage\" von Paul Amadeus Pisk ist der Tenor Hans Schwarz-Glossy (*).\nAufführung der 5. Symphonie unter Lindemann in Freiburg [vgl. Anmerkung] (**).\nArtikel von August Stradal \"Erinnerungen aus Bruckners letzter Zeit\" in \"Der kleine Bund\", Jg. 10, Nr. 10, S. 73 - 79 [Fortsetzung am 17.3.1929] (***).\nAufführung eines Bruckner-Präludiums [vermutlich des Perger Präludiums] im Orgelkonzert von Dr. Caspar Koch um 15 Uhr in der Carnegie Hall, Northside, in Pittsburgh.\r\nAußerdem erklingen Orgelstücke von Richard Wagner (aus \"Lohengrin\"), Martini, Batiste und Knaebel und fünf Lieder (Antonio Regero, Bariton, und Viola Regero, Begleitung) (°).\nJohn Alan Haughton nützt in The Sun (The Baltimore Sun, Maryland) auf S. 64 (= S. 4 des Zeitungsteils) eine Kritik zu einem Heifetz-Konzert zu einem kleinen Seitenhieb gegen einige Komponisten:\r\n\"[...]     Heifetz began with Medtner's Sonata. We seem to be getting quite a lot of Medtner these days, whether we like him or not. Another case similar to that of Reger, Bruckner and Mahler in the orchestral field. [...].\" (°°).\nIm Begleittext zur Rundfunksendung von 19:10 bis 19:45 mit Franz Marschners gis-Moll-Klavierquintett (Weißgärber-Mayr-Quartett und Leopold Steiner) wird Bruckner als Marschners Lehrer erwähnt (°°°).\nDer Rundfunksender Frankfurt/Kassel überträgt ab 13:10 eine Aufführung der 7. Symphonie im Rahmen des Bruckner-Zyklus. Die nächste Sendung beginnt um 15:30 Uhr (#).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 14:02"}, {"ID": 193003105, "Datum": "10.3.1930, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter GMD Balzer in Freiburg (*).\nDie Rundfunksender Stuttgart und Frankfurt übertragen um 19:30 Uhr das 10. Montagskonzert im großen Saal des Saalbaus in Frankfurt. Dritter und letzter Programmpunkt ist die 9. Symphonie. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Karol Rathaus (Ouvertüre op. 22) und Schumann (Cellokonzert). In der Pause liest Franz Wallner Gedichte von Eichendorff. Die vorgesehene Sendezeit beträgt 90 Minuten (**).", "Letzte Änderung": "25.03.2026 10:52"}, {"ID": 193303105, "Datum": "10.3.1933, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Felix Maria Gatz im 4. Konzert der Bruckner-Vereinigung in Berlin. Solisten des Abends sind Elfriede Drobowolny (Klavier) und Georg Kniestädt (Violine, Mendelssohn-Violinkonzert) (*).\nDas Mittagskonzert des Rundfunksenders Mährisch-Ostrau mit dem Radiojournalorchester wird um 12:30 Uhr mit der g-Moll-Ouvertüre eröffnet. Das Programm übernehmen auch die Sender Brünn und Prag (**).", "Letzte Änderung": "04.04.2026 08:30"}, {"ID": 193503105, "Datum": "10.3.1935, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Emil Nikolaus von Reznicek an Richard Strauss:\r\n     Über die Planung des Hamburger Musikfestes.\r\n   »[...] Den Reger haben die A.d.M.Vaner [Allgemeiner deutscher Musikverein] präsentiert, ebenso wie das »Gott sei Dank, dass es aus ist« [»Te deum«, vgl. 8.3.1935]. Ich habe natürlich nichts gegen einen jüngeren Deutschen - aber was? Bitte zu bedenken, dass es sich um den Schlußstein des ganzen Festivals handelt. [...]«.", "Letzte Änderung": "03.07.2024 21:42"}, {"ID": 193803105, "Datum": "10.3.1938, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 26400 kündigt auf S. 15 die Aufführung der 8. Symphonie am 15.3.1938 an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194303105, "Datum": "10.3.1943, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Fritz Skorzeny \"Beethoven - Bruckner\" [6. Symphonie am 7./8.3.1943] im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 69 auf S. 4 (*).\n \nAufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Max Regers Bach-Variationen ist K. H. Pillney (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2023 07:53"}, {"ID": 194403105, "Datum": "10.3.1944, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Knappertsbusch im Dom in Berlin (*).\r\n[nicht 8.9.1944]\r\nSchallplattenaufnahme der 4. Symphonie (Löwe-Fassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch in Berlin (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 17:23"}, {"ID": 194603105, "Datum": "10.3.1946, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Ernst Kurth (in Bad Ischl geschrieben, mit Grußzeile von Irma Auer).", "Letzte Änderung": "17.12.2025 17:05"}, {"ID": 194903105, "Datum": "10.3.1949, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das städtische Orchester St. Gallen unter Carl Schuricht in der Tonhalle in St. Gallen. \nSolist in Beethovens 1. Klavierkonzert ist Franz Osborn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195303105, "Datum": "10.3.1953, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Leopold Weismann (Vöcklabruck) an Propst Leopold Hager:\n     Dankt für die Gratulation zur Geburt des jüngsten Sohnes. Der Brucknerbund Vöcklabruck plane die Gründung eines Kammerorchesters. Jedoch könne die auch Hager bekannte Person in der hiesigen Liedertafel noch querschießen. Beantwortungsvermerk Hagers (15.3.1953).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195403105, "Datum": "10.3.1954, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Rundfunksinfonieorchester Stuttgart unter Carl Schuricht im Waldheim in Stuttgart-Degerloch.", "Letzte Änderung": "23.02.2026 17:40"}, {"ID": 195503105, "Datum": "10.3.1955, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von George H. L. Smith »Symphony No. 8 in C Minor by Anton Bruckner. Historical and Analytical Notes« im Programmheft des Cleveland Symphony Orchestra.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195703105, "Datum": "10.3.1957, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Hans Knappertsbusch: \n     Nimmt zu einer Aufführung der 5. Symphonie in der Löwe-Fassung Stellung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196503105, "Datum": "10.3.1965, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Mozarteum-Orchester Salzburg unter Mladen Basic.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197203105, "Datum": "10.3.1972, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der f-Moll-Messe durch Giorgio Vigolo in Il Mondo (Rom).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197403105, "Datum": "10.3.1974, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Wolfgang Kindler Familienerinnerungen einer Welserin: In Bruckners Armen\" in der Neuen Kronenzeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199403105, "Datum": "10.3.1994, Dienstag", "Haupttext": "Artikel »Fast ganz Österreich war zu Gast im Brucknerhaus« in der Linzer Rundschau (*).\nIm selben Heft auch ein Artikel \"Der nasse Mantel von Bruckner und das Genie Ludwig Boltzmann\" (**).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 10:40"}, {"ID": 186304105, "Datum": "10.4.1863, Freitag", "Haupttext": "2. Satz der f-moll-Symphonie beendet ( »Linz ... 10 Uhr morgens« (*)).\r\nEntwürfe zum Scherzo (**) und zum Trio (»10 - 12 Uhr Vormittags« und »4 - 5 Uhr abends«) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404105, "Datum": "10.4.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"10ten April 864 Pf. und Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804105, "Datum": "10.4.1868, Karfreitag", "Haupttext": "Brief Hilleprandts (Präsident des Salzburger Mozarteums) an Dr. Krackowitzer in Linz:\r\n   Über Bruckners Bewerbung; die d-moll-Messe soll im Mai im Salzburger Dom aufgeführt werden (*).\nSchreiben des Dommusikvereins und Mozarteums Salzburg (Sekretär: Hilleprandt) an Bruckner:\r\n   Dankt für die Zusendung der d-Moll-Messe, die man baldmöglichst einstudieren wolle (**).", "Letzte Änderung": "21.10.2024 12:33"}, {"ID": 187004105, "Datum": "10.4.1870, Palmsonntag", "Haupttext": "Die Allgemeine Volkszeitung Nr. 89 kündigt das Konzert vom 15.5.1870 an [Text wie in der Linzer Zeitung vom 9.4.1870]; unter den dem »Frohsinn« gewidmeten Werken befindet sich auch Bruckners Chor »Mitternacht« [WAB 80] (*).\n(Aufführung eines Oratoriums von Rudolf Schachner in Wien. Mittermair und Maximilian Kerschbaum (aus Kremsmünster) im Publikum (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204105, "Datum": "10.4.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Mozart-Requiems unter Eders Leitung bei der Trauerfeier für Tegetthoff um 10 Uhr in der Augustinerkirche (*).\nBruckner wirkt als Organist mit, wie einigen heutigen Ankündigungen zu entnehmen ist:\nDeutsche Zeitung Nr. 98 auf S. 8:\r\n     \"(Kirchenmusik.) Heute, Mittwoch, Vormittags 19 Uhr, werden in der k. k. Hofkirche St. Augustin auf Ansuchen der Capellmeisters Eder die k. k. Hofopernsänger  Dustmann, Tremel, Walter und Dr. Schmid aus Pietät für Tegethoff im Mozart=Requiem die Soli singen, wie auch Solo=Posaunist Mettenleitner, Hoforganist Bruckner und die Chor= und Orchester=Mitglieder des Hofoperntheaters ihre Mitwirkung zusicherten.\" (**),\nFremdenblatt Nr. 98 auf S. 6:\r\n     \" - Heute, Mittwoch, 10 Uhr werden bei dem feierlichen Requiem [... Eder, Dustmann, Tremml, Walter, Dr. Schmidt ...] das Posaun=Solo hat Hr. Mettenleitner, die Orgel Hoforganist Bruckner Chor und Orchester die Mitglieder des Hofoperntheaters übernommen.\" (***),\nTagespresse Nr. 98 (°)\nund \"Die Presse\" Nr. 98 auf S. 10:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin werden Mittwoch um 10 Uhr, auf Ansuchen der Capellmeisters Eder, Frau Dustmann, Fräulein Tremml, Herr Walter und Dr. Schmidt vom Hofoperntheater aus Pietät für Tegethoff die Soli in Mozart's Requiem vortragen, wie auch Solo=Posaunist Mettenleitner, Hoforganist Bruckner und die Chor= und Orchester=Mitglieder des Hofoperntheaters ihre Mitwirkung zusicherten. Am Samstag den 13. April, als dem Sterbetage weiland des Feldmarschalls Heß, wird um 10 Uhr ein Militär=Seelenamt abgehalten werden.\" (°°).\nBereits in der Abendausgabe der Deutschen Zeitung Nr. 98 erscheint auf S. 1 ein Bericht:\r\n     \"(Tegetthoff=Requiem.) Zum Andenken des nur zu früh von uns geschiedenen Vice=Admirals v. Tegetthoff veranstaltete der Veteranen=Verein, welcher den Namen des großen Todten führt, eine dessen würdige Gedenkfeier. [... Kirche überfüllt ... entsprechend ausgeschmückt ... Zusammensetzung des Publikums ...] Punkt 10 Uhr begann die Celebrirung der heiligen Messe und in andächtiger, weihevoller Stimmung lauschten die Anwesenden den KLängen des Mozart'schen Rewuiems, an dessen wahrhaft künstlerischer Executirung sich die Damen Dustmann und Tremel, die Herren Walter, Dr. Schmidt, Mettenleitner und Bruckne, sowie die CHor= und Orchester=Mitglieder des Hofoperntheaters unter den bewährten Leitung des Capellmeisters Eder betheiligten.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:07"}, {"ID": 187404105, "Datum": "10.4.1874, Freitag", "Haupttext": "2. Satz der 4. Symphonie begonnen [?(*)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504105, "Datum": "10.4.1875, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen kündigen Bruckners morgiges Orgelspiel an: \n\n\n\nDeutsche Zeitung, Beilage zu Nr. 1174, S. 5 (*), \n\n\n\n Die Presse Nr. 99 auf S. 9:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Capellmeister Leopold Eder Sonntag den 11. April um 11 Uhr eine Mozartmesse, Graduale (Flötensolo mit Chor) von Richter, Offertorium (Violinsolo mit Chor) von Gänsbacher aufführen. Die Soli der Messe werden von den Herren Julius Kohlert und Johann Maxintsack, Mitglied des k. k. Hofoperntheaters, vorgetragen. Die Orgel spielt Hoforganist Anton Bruckner.\" (**), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 99 auf S. 11:\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Jos. Maxintsack ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3815 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (**) ... J. Maxintsak ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°) \n\n\n\n und Neues Fremdenblatt Nr. 99 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804105, "Datum": "10.4.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »2« [Numerierung von Unterrichtsstunden].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104105, "Datum": "(10.4.1881, Palmsonntag)", "Haupttext": "Konzert der Philharmoniker unter Hans Richter mit Werken von Brahms, Schumann, Wagner (Tristan-Vorspiel etc.) und Goldmark (Violinkonzert mit dem 17jährigen Arnold Rosé als Solisten).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304105, "Datum": "(10.4.1883, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504105, "Datum": "10.4.1885, Freitag", "Haupttext": "[?] Brief Ecksteins an Bruckner [zumindest so angekündigt, vielleicht 9.4. geschrieben, mutmaßlicher Inhalt]:\r\n    Über die Aufführung des Quintetts in Köln am 8.4.1885 (*).\nGeplanter Erscheinungstermin von Dr. Guckeisens Kritik zum Quintett [in Dr. Klesers Kölnischer Zeitung] (**).\nBrief Bruckners an Eva Wagner:\r\n    Eine Kopie des gewünschten Wagner-Briefs habe er [am 13.9.1884] an Groß nach Bayreuth geschickt. Sendet auch Eva ein Exemplar. An O. Bach habe er sogleich geschrieben. Berichtet vom Erfolg der 7. Symphonie in München und Leipzig, des Quintetts in Wien, München und Köln. Nach der »Walküre« wurde die Trauermusik aus dem Adagio zum Andenken Wagners gespielt. Genesungswünsche. Dankt für den Brief, Grüße an Cosima, Siegfried und die Schwestern (***).\nBrief Bruckners an Levi:\r\n    Dankt für den Erfolg in München. Zitiert Telegramm und Brief über Quintett in Köln. Kleser bringt Artikel. Dankt für Levis Telegramm (war in Oberösterreich); Gruß an Fiedler. Der Prälat lud ihn nach St. Florian ein, Almeroth bot seine Steyrer Villa für die Ferien an; Levi halte hoffentlich Wort. Keine Kritik Ostinis [zum Quintett]. Greif schickte Stimmen zurück. Wenn aber der König eine Aufführung wünsche? Grüße von Frey. Richter darf wegen Hanslick die 7. Symphonie erst nach Erscheinen des Drucks bringen. Erwähnt die Süddeutsche Presse und einen Artikel in der Cöln’schen Zeitung. Im Artikel der Kölner Zeitung [vermutlich über das Quintett mit Heckmann] werde er mit Beethoven verglichen (°).", "Letzte Änderung": "02.04.2025 07:00"}, {"ID": 188604105, "Datum": "10.4.1886, Samstag", "Haupttext": "Kritik des »Te deum« in den Münchener Neuesten Nachrichten [recte: 9.4.1886?] (*a)\nund in der Allgemeinen Zeitung München Nr. 100, 2. Beilage, auf S. 1f: (*b)\r\n      »Bayerische Chronik.\r\nMünchen, 9. April. [...] [signiert mit dem griechischen Buchstaben »my«] (Die musikalische Akademie) gab am Mittwoch den 7.d. unter Mitwirkung der kgl. sächsischen Kammersängerin Frau Schuch=Proska ihr drittes Abonnement=Concert. [... über Mendelssohn, die Sängerin und den Harfenisten Skerle ...] Der Schluß des minder gut besuchten Concertes brachte das Bedeutendste, eine Novität, die am Orte ihrer Entstehung, in Wien, zur Zeit die musikalischen Gemüther pro und contra nicht wenig erhitzt hat - das \"Te Deum\" für Chor, Soli, Orchester und Orgel von Anton Bruckner, zu dessen ziemlich später Anerkennung beigetragen zu haben auch München sich rühmen darf, [... über das Werk dieses »trotz seines Alters so feurigen Componisten«: genial, großartig angelegt, von elementarer Gewalt ... würdige Aufführung, Erwähnung der Solisten ... Text buchstabengetreu bei 1101/252f (ohne die typographische Hervorhebung der lateinischen Wörter, Tedeum später immer Fraktur) ...] immer stürmischer gerufene Componist dankend erschien.« [keine namentliche Signatur] (*b).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Montag Dr [Behn] 1/2 10 Uhr.« (**).\nDie Linzer Zeitung (***) und die Linzer Tages-Post Nr. 82 auf S. 4 (°) kündigen das Konzert vom 15.4.1886 (mit »Germanenzug«, »Um Mitternacht« [WAB 90], 3. Symphonie und »Te deum«) an:\r\n(***)   » * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Das Programm [...] enthält folgende Compositionen [... die Werke, Mitwirkende (noch G. Meder als Tenorsolist angegeben, Frau Kerschbaum kehre nur auf Bruckners brieflichen Wunsch hin auf das Konzertpodium zurück ...]« (***),\r\n(°)   » § Liedertafel Frohsinn. Das Programm [...] enthält folgende Compositionen [... mit (***) identischer Inhalt]« (°).\nAnkündigung der morgigen Aufführung von »Trösterin Musik« in der Musikalischen Rundschau Nr. 21 auf S. 240 [Text wie am 7.4.1886] (°°).\n(°°°) Robert Hirschfeld bespricht in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 15 auf S. 318-322 die Aufführung der 7. Symphonie [am 21.3.1886]:\r\n                »Musik.\r\n     Dass in Wien ein kräftiges, reges Musikleben herrscht, wird kein eifriger Kaffeehausbesucher leugnen wollen. [... in den Konzertsälen herrsche öde Einsamkeit, den Pulsschlag des Musiklebens vernehme man im Rauschen der Tagesblätter ...] So eine Bruckner'sche Symphonie, und sei es selbst die siebente, fängt erst zu leben an, wenn sie nicht mehr dem aufmerksamen Hörer, sondern schon dem geneigten Leser im Zerrbild einer Laien-Analyse gegenübergestellt wird. Dann findet erst das Publicum den bequemen Standpunkt für kritische Beurtheilung. [... und könne über Begriffe wie »Verwesungs-Contrapunkt«, »krankhaft« und »aufgeblasen« [Dömpke und Hanslick am 30.3.1886] nachdenken ... Leute, die winters Kritiken schreiben und sich im Sommer dafür stärken, seien nicht berechtigt,] einem Künstlergreise mit unflätigen Worten zu begegnen, der in schwerem Ringen und Kämpfen den höchsten Aufgaben der Tonkunst, der Symphonie und Messe, sein ganzes ernstes und heiliges Streben zugewendet hat. [... diese Zeitschrift habe schon viel für Bruckner getan, eine gründliche Analyse werde aber auf später verschoben ...] Kleinliche Parteikämpfe, hässliche Polemik und übertriebene Lobeshymnen haben die Freude an dem bedeutenden, in vieler Hinsicht hoch interessanten Werke sehr getrübt.\r\n     Mit der Aufführung der Bruckner'schen E-dur-Symphonie leisteten die Philharmoniker unter Richter's Leitung Vortreffliches. [... über die anderen Programmnummern, Klavierabende und das letzte Gesellschaftkonzert, Lob für die »Alt-Rhapsodie« von Brahms ... über den letzten internen Abend des Wagnervereins ...] Vor Allem weiss ich nicht, ob der Verein dazu berufen ist, auch die glattesten Nachahmungen Wagner'scher Musik in seinen Schutz zu nehmen. Herr Adalbert Ritter v. Goldschmidt ist ein so opferfreudiger Kunstmäcen, dass sich der Componist Goldschmidt lediglich dessen häuslicher Pflege getrost anvertrauen kann.\r\n           Dr. Robert Hirschfeld.« (°°°).\nBruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Gedecke (Mahlzeiten) mit \"3\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 12.4.1886 wieder ab (#).\nBrief der Liedertafel Frohsinn (unterzeichnet von Milbeck und C. Kerschbaum) an Propst Ferdinand Moser in St. Florian:\r\n     Einladung zum Bruckner-Konzert im Volksgarten-Salon am 15.4.1886 (##).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:23"}, {"ID": 188704105, "Datum": "10.4.1887, Ostersonntag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 20 meldet auf S. 205, daß im 6. Philharmonischen Konzert unter Nicodé [15.3.1887 oder April 1887?] die 7. Symphonie gespielt wurde:\r\n    » - In Dresden brachte das sechste und letzte Philharmonische Concert unter Leitung des Herrn Nicodé als orchestrales Hauptwerk die siebente Symphonie von Bruckner. Die Wiedergabe des schwierigen Werkes war eine vortreffliche. Als Solisten liessen sich hören: Frl. Aline Fried aus Berlin [...] und der Violinvirtuose Emile Sauret [...]. Wagner's Kaisermarsch mit Chor beschloss den Abend.« (*).\nAuf S. 206 wird auf Neuerscheinungen hingewiesen:\r\n      » * Im Verlage Em. Wetzler's (Jul. Engelmann) in Wien sind soeben zwei neue Kirchen-Compositionen von Anton Bruckner erschienen u. zw. \"Antiphon\" für gemischten Chor mit Orgelbegleitung und \"Ave Maria\", ein siebenstimmiger Vocalchor.« [WAB 6] (**a).\nEin zugehöriges Inserat findet sich auf S. 208:\r\n»Soeben erschienen:\r\nAnton Bruckner\r\nZwei Kirchen-Chöre\r\nNr. 1 Antiphon. Für gemischten Chor und Orgel.\r\nPartitur und Stimmen .... Mk.1 Pfg. -- \r\nNr. 2 Ave Maria. Für Sopran, Alt I/II, Tenor I/II\r\nund Bass I/II. Part. u. Stimmen .... [Mk.] 1 [Pfg.] 25\r\nVerlag von Em. Wetzler (Jul. Engelmann) in Wien.« (**b).\n[Ostern 1887] Bischof Ernst Müller erläßt eine »Verordnung über die Kirchenmusik in der Linzer Diözese«, veröffentlicht im Linzer Diözesanblatt Nr. 4, 1887, S. 25-32 [#]. Er soll [in diesem Zusammenhang oder später?] Kritik an Waldeck geäußert haben: »In Linz kann man nicht Orgel spielen.« (***).\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 82 veröffentlicht auf S. 533-536 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 536 unter \"VII. Fertigkeiten\":\r\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre: Beginn der Moltonarten [sic]; Tonwechslung, chromatische Schritte, Harmonisirung etc., Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, [ohne Tages- und Uhrzeitangabe] vom Lector Prof. Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2023 23:22"}, {"ID": 188804105, "Datum": "10.4.1888, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung auf S. 375 (*) und Linzer Volksblatt Nr. 83 auf S. 2, signiert \"M. S.\" [Maximilian Schwarz (vgl. 1.10.1887 (***a)] (**) berichten vom Konzert am 7.4.1888 (mit der Klavier-Teilaufführung der 4. Symphonie). (*) Linzer Zeitung: \n »Zweiter Vortragsabend des Linzer Wagner=Zweigvereines.\nLinz, 8. April.\n     Samstag den 7. d. fand im landschaftlichen Redoutensaale der zweite Vortragsabend des Linzer Zweigvereines des allgemeinen Richard Wagner=Vereines statt und erfreute sich eines guten Besuches.\n     Das Programm enthielt theils Vorträge von Chorgesängen alter Musikmeister aus dem 16., 17. und 18. Jahrhunderte, theils Vorführungen Wagner'scher und Bruckner'scher Compositionen für das Clavier übertragen. [... Lob für den Chor unter Leitung des artistischen Leiters Theodor Schmidt, für Frau Schmidt-Allizar und für die von Josef Schalk und Ferdinand Löwe an zwei Klavieren gespielten Wagnerschen Stücke ...] Ebenso entzückten die genannten ausgezeichneten Künstler das andächtig lauschende Publicum durch die Vorführung von zwei Theilen aus der romantischen (IV.) Symphonie unseres großen Landsmannes Anton Bruckner, und zwar spielte Herr Löwe den herrlichen ersten Satz und Herr Schalk das wunderliebliche Scherzo. [... lebhafter Beifall ... interessant ein Zitat aus Speidels Besprechung im Fremdenblatt (vgl. 7.4.1888):] In einer Gesellschaft von Freunden wurde Bruckner aufgefordert, das Programm seiner Symphonie zu entwickeln, was er denn mit jener Mischung von Ernst und Schalkhaftigkeit, die in seinem Wesen liegt, auch sofort that. \"Im ersten Satz,\" sagte Bruckner, \"wird von der Linzer Stadtkirche das neue Jahr ausgeblasen [sic]. Im zweiten will ein verliebter Bursch fensterln gehen, wird aber von dem Mädchen nicht eingelassen. Der dritte stellt eine Hasenjagd vor und im vierten - ja, da weiß ich selbst nicht mehr, was ich dabei gedacht habe ...\" In Bruckners Worten, wie in seinen Werken liegt Geniallität. [...] [... über das Passionswerk von Graun ...] Die Anwesenden spendeten den Mitwirkenden und insbesondere dem artistischen Leiter des jungen aufblühenden Vereines, Herrn Theodor Schmidt, welcher sich um das Zustandekommen des Concertes große Verdienste erworben hat, stürmischen Beifall. Wir wünschen dem Vereine, welcher seinen Mitgliedern so Vortreffliches bietet, daß er allerorten jene Unterstützung finden möge, welche er im Interesse der Sache, die er vertritt, verdient.« [keine Signatur] (*).\n\n(**) Linzer Volksblatt:\n     \" - Wagner=Verein. Der Linzer Zweigverein des allgemeinen Richard Wagnervereines bereitete an seinem zweiten Vortragsabende seinen Freunden und allen Liebhabern der ernsten Musik einen seltenen und auserlesenen Genuss. [... ausführlich über die älteren Werke ...] Wir müssen nun auch die neuere Musik erwähnen. Richard Wagner's Werke sind bekannt und sie werden trotz vielseitigem Widerspruche immer bekannter. Viel weniger bekannt, ja von vielen auch verkannt, sind Anton Bruckner's Tonschöpfungen. Es wurden uns aus der IV. sogenannten romantischen Symphonie Bruckner's der erste Satz und das Scherzo vorgeführt und wir waren hochentzückt von der Schönheit dieses Werkes. [... Lob für die Interpreten und den Dirigenten Theodor Schmidt ...] Das Concert war sehr gut besucht; das Publicum spendete allen Mitwirkenden reichlichen Beifall und harrte standhaft aus, obgleich die gewöhnliche Concertdauer weit überschritten wurde.   M. S.\" (**).\n[Tagesbote Brünn siehe 11.4.1888] (***)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188904105, "Datum": "10.4.1889, Mittwoch", "Haupttext": "Ein Inserat des Wetzler-Verlags in der Musikalischen Rundschau Nr. 19 auf S. 145 macht auf die Chöre »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] aufmerksam:\n\"Im Verlage von EM. WETZLER (Jul. Engelmann) in Wien ist erschienen:\nAnton Bruckner\nZWEI KIRCHEN-CHÖRE\nNr. 1. Antiphon für gemischten Chor und Orgel.\nNr. 2. Ave Maria für Sopran, Alt I, II, Tenor I, II und Bass I, II.\nNr. 1. Antiphon. Partitur u. Stimmen Preis Mk. 1.25 = fl. -.75.\nNr. 2. Ave Maria. Partitur u. Stimmen Preis Mk. 1.- = fl. -.60\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189004105, "Datum": "10.4.1890, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen wieder auf (lückenlos bis zum 14.9.1890). [Vermutlich wieder zeitlich zusammenfallend mit seiner Rückfahrt nach Wien] (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 11 berichtet auf S. 104 vom Konzert am 4.4.1890 [Graduale, Kyrie der f-Moll-Messe]:\r\n\"Vereins-Nachrichten\r\n - Am Charfreitag (4. April) veranstaltete der Vereinschor des Wiener akademischen Wagner-Vereines um 6 Uhr Abends eine Musikaufführung in der Minoritenkirche, welche Chöre von Bruckner, Liszt, Mozart etc. [...] enthielt.\" (**).", "Letzte Änderung": "31.01.2025 12:21"}, {"ID": 189104105, "Datum": "10.4.1891, Freitag", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an Helm (Visitenkarte):\r\n     »Telegramm aus Salzburg, D-moll Sinfonie gestern großartiger sensationeller Erfolg. [/] Hoch! zum Mai-Wein! Edler Gönner.« (*).\nKritiken über die 3. Symphonie erscheinen\r\nin der Salzburger Zeitung Nr. 80 auf S. 3f:\r\n           \"Concert.\r\n     Gestern fand im großen Cursaale das zweite Vereins- und Abonnements-Concert der internationalen Stiftung \"Mozarteum\" statt. [... Mozarteumsdirektor J. F. Hummel ... C. Gerber und sein Schüler Rabl ...]\r\n     Mit hochgespanntem Interesse sah man der Aufführung der D-moll-Symphonie Bruckner's entgegen. Ueber Bruckner hatte sich zwischen München und Wien eine Fehde entsponnen. In Wien trat man eben Bruckner so nergelnd [sic] entgegen, daß es einer systematischen Verfolgung dieses Mannes glich, ja es mischten sich sogar politische Parteimotive ein. [... über die Konkurrenz Brahms-Bruckner ... Auflistung der Wiener Aufführungen in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung bringt Klarheit ... über den Einfluss der Claqueure ...] Wir sind weit entfernt, über diese gewaltige Composition ein Urtheil abzugeben und sagen nur von dem, was uns besonders angesprochen hat und das ist das Trio des Scherzo und das zweite Motiv des Finalsatzes, weiters die Instrumentation und das Sprunghafte in der Durchführung der Motive, das einen eigenartigen Reiz gewährt.\r\n     Die Symphonie errang den ausgesprochensten Beifall des Auditoriums. Herr Director Hummel leitete die Vorführung mit gewohnter, verständnißvoller Umsicht und erhielt den wohlverdienten Beifall, der durch Spendung eines Kranzes einen ganz besonderen Ausdruck erhielt.\r\n     Das Concert war sehr gut besucht.\" [keine Signatur] (**)\n\r\nund in der Salzburger Chronik Nr. 81 auf S. 2:\r\n     \" * Das gestrige Konzert im großen Kursaale war sehr gut besucht. Wird auch keine einzige Persönlichkeit gereut haben! Das Programm schien kurz zusein, enthielt aber einen ungeahnten Reichthum. Daß die Produktion sehr gelang, braucht wohl nicht erwähnt zu werden. [... Kranzehrung für Hummel (30 Jahre Dirigententätigkeit), seit 11 Jahren Direktor des Mozarteums ...] Der Glanzpunkt der Aufführungen war unbestritten Nr. 3, die 3. Symphonie von unserem oberösterreichischen Komponisten A. Bruckner. Da uns ein Referat vom musikkundiger Feder gerade über diese Nummer gütigst in Aussicht gestellt wurde, bemerken wir nur, daß Herr Bruckner Hoforganist in Wien ist, daß es des Einflußes vom Auslande bedurfte, um seinen Kompositionen bei einer gewissen Klique Geltung und Anerkennung zu verschaffen. Heute aber dürfte er sich eines ungetheilten Rufes als Meister im Fache der Musik erfreuen.\" [keine Signatur]\" (***).\nDatierung \"Vom 10. April 1891 bis 1. August 1891.\" im Meldungsbuch von Felix Kraus, mit einem Eintrag in der 6. Zeile \"Harmonielehre (Contrapunkt) Bruckner | 2 [Stunden] | [Stempel des Quästors] Anton Köppl k. k. Controlor\" (°).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 13:23"}, {"ID": 189204105, "Datum": "10.4.1892, Sonntag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 11 berichtet auf S. 91 vom Philharmonischen Konzert [am 3.4.1892]:\r\n\"                Wiener Concerte.\r\nDas letzte Concert der Philharmoniker verkündete den officiellen Abschluss der Concertsaison. Das Programm zeugte das gewohnte Alltagsgesicht: es entholet nur drei Werke. [... Schumanns \"Braut von Messina\", A-Dur-Serenade von Brahms (im Publikum Schweigen und Zischen)... Beethovens \"Eroica\" ...]. Die Philharmoniker haben unter Richter's Leitung zu gemässigt und ruhig gespielt, so dass auch z. B. Meister Bruckner nach dem ersten Eröffnungssatze sein Haupt schüttelte und meinte: \"Na, so hat sich der Beethoven seine Symphonie nit gedacht.\" Wenn Welten zusammenstürzen, geht es kaum so wohlanständig zu, wie uns Herr Richter hat glauben machen wollen. [... \"zahme Aufführung\" ...]. So schloss denn das Concert ohne irgend eine sensationelle Rede. [... über Liederabende etc. ...]\" [die Kopie der folgenden Seite mit einer mutmaßlichen Signatur ist nicht vorhanden] (*).\nBesprechung des Konzerts vom 27.3.1892 (mit dem »Ave Maria« [WAB 6]) durch Josef Stolzing in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 15 auf S. 6:\r\n\"               Concerte.\r\n     Manches Neue brachte uns das letzte Concert des \"Schubertbundes\", aber es war nicht allzuviel Gutes darunter. [... Lob für die Ausführenden und Adolf Kirchl ...]\r\n     Vieles Schöne bot die Musikaufführung des \"Akademischen Gesangvereines\" am 27. März d. J. Es gelangten zur Aufführung [... Beethoven, Schubert, Richard Wagner ...] und der achtstimmige Chor \"Ave Maria\" von Anton Bruckner. Der letzte Chor wurde von Bruckner im Jahre 1861 componirt zur Aufführung in Linz. Schöne Stellen enthält der Männerchor mit Baritonsolo, Orchester und Orgel von Eduard Grieg \"Landkennung\", [... Henriette Standthartner, Franz Neidl ... zwiespältiges Urteil zu Graf Zichy ...]\r\n     Wir wissen nicht, welche Gründe den \"Akademischen Gesangverein\" bewogen, so warm für die Producte des Dilettantismus eines ungarischen Grafen einzutreten. Warum aber brachte der Verein, nachdem ihm solche künstlerische Kräfte zu Gebote standen, nicht eine Messe von Bruckner oder ein Oratorium Lißt's zur Aufführung? – Besonders dem greisen Meister Bruckner wäre der Verein eine solche That schuldig, da derselbe mit Recht alles für die Verbreitung und Anerkennung seiner Werke von der Jugend und vor allem von seinen lieben \"Gaudeamus\" erwartet.        Josef Stolzing.\" (**).\n\"Das Vaterland\" Nr. 101 berichtet auf S. 5 von der Fastenpredigt am 9.4.1892:\r\n\"Feierlicher Schluß der Abendvorträge für Männer bei St. Augustin.\r\n     Das alte Mahnwort, daß \"was vom Herzen kommt, zum Herzen dringt\", machte sich in den Abendvorträgen des hochw. P. Heinrich Abel S. J. von Tag zu Tag in gesteigertem Maße geltend. [... ausführliche Beschreibung der Predigt ...]\r\n     Se. Eminenz der Cardinal Fürsterzbischof Dr. Anton Gruscha, welcher diesem Schlußvortrage beigewohnt hatte, bestieg nun die Kanzel, um den versammelten tausenden katholischen Männern den apostolischen Segen zu ertheilen: [...]\r\n     Am Hochaltare stimmte dann Se. Eminenz das Tedeum an und schloß diese Gnadentage mit dem sacramentalen Segen\r\n     Meister Bruckner präludirte und begleitete auf der Orgel das Fastenlied und Tedeum. Großen Dank verdient der hochw. Herr Pfarrer bei St. Augustin, geistlicher Rath Msgr. Carl Dörfler, dessen freundliches Entgegenkommen diese unvergeßlichen heilbringenden Tage ermöglichte. [... Text des Telegramms an den Papst und von dessen Antwort ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 21:36"}, {"ID": 189304105, "Datum": "10.4.1893, Montag", "Haupttext": "Bruckner [vermutlich wieder nach Wien zurückgekehrt] nimmt seine Gebetsaufzeichnungen im Akademischen Hochschulkalender 1891 wieder auf, für die ab dem 28.7.1892 keine Nachweise vorhanden sind. [Nächste Lücke ab 18.9.1893]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189404105, "Datum": "10.4.1894, Dienstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Bruckner:\r\n    Die 5. Symphonie habe eine ungeheure Wirkung hervorgerufen. Die niederschmetternde Gewalt des Finales sei unvorstellbar (*).\nBesprechungen der gestrigen Aufführung\ndurch Julius Schuch im Grazer Tagblatt Nr. 97 auf S. 4:\r\n\"     (Symphonie-Concert im Theater am Stadtpark.) Eine der gewaltigsten Erscheinungen unter den zur Zeit lebenden Symphonikern ist Anton Bruckner. In einer stattlichen Reihe von Symphonien hat er seine Meisterschaft in der Contrapunktik, seine kraftstrotzende Schöpfergabe glänzend bewiesen. Bedauerlich ist es, dass diese genialen Tonschöpfungen bisher so selten zur Aufführung kamen. Man scheute sich offenbar vor den nicht geringen Schwierigkeiten dieser Werke. Umso höher darf daher das Verdienst, des greisen Tondichters Ruhm durch Wiedergabe einer seiner Symphonien gemehrt zu haben, angeschlagen werden und Herrn Kapellmeister Schalk gebürt außerdem noch die Anerkennung, dass er die allererste Aufführung von seines Meisters „Fünfter\" zustande gebracht hat. Diese Umstände drängten im gestrigen Symphonie-Concerte Bruckners B-dur-Symphonie in den Vordergrund des Interesses. Es thut mir leid, in dem engen Rahmen meines Re­ferates nicht tiefer auf das inhaltsreiche Werk eingehen zu können, zu dessen voller Würdigung übrigens ein einmaliges und erstmaliges Anhören wohl kaum hin­reicht. Bruckners innige Verehrung für Wagner tönt aus jedem Satze. Tief empfindet Bruckner den großen Musikdramatiker nach, doch ohne dass dadurch seine eigene Individualität geschmälert würde. Sowohl die romantische Es-dur-Symphonie, welche im Jahre 1871 [sic] durch den Bruder unseres Kapellmeisters, durch Josef Schalk, aufgeführt wurde, wie die gestrige, bewogen mich zu diesem Urtheile. Charakteristisch für die Zukunfts-Symphonie in B-dur, wie ich sie nennen möchte, ist das Episodenhafte in deren Anlage. Fast wie ein musikalisches Tagebuch eines geistreichen genialen Künst­lers, der seine verschiedenen Stimmungen in interessanten Zügen schildert, erschien mir das Werk. Am meisten trifft dies beim ersten Satze zu. Eine ernste, fast klagende Grundstimmung erfüllt das Adagio. Den größten Erfolg erzielte das rythmisch und melodisch reizvolle Scherzo. Der Meister des Contrapunktes spricht aber am deutlichsten im Finale, das grandios choralmäßig in mächtigster Steigerung durch die Bläser ab­schließt. Zu den wertvollsten Gaben der Liszt'schen Muse zählt dessen Es-dur-Clavierconcert, das glänzend zeigt, wie innig Liszt's musikalisches Schaffen mit dem Wesen des Claviers zusammenhängt. Das Concert, welches in technischer .Hinsicht viele harte Nüsse zu knacken gibt, ist bei voller Beherrschung aller Schwierig­keiten stets eine dankbare Aufgabe für den Solisten. Der große Erfolg, den Herr Richard Epstein mit der Wiedergabe des Solopartes erzielte, spricht deutlich für dessen hochentwickeltes Können. Seine gestrige Leistung erhöhte den guten Eindruck, den dieser junge Künstler unlängst bei einem Kammermusik-Abende des Quartettes Rosé bei unseren Musikfreunden gemacht hatte.  —  Beethovens Ouverture, op. 124, welche der Eröffnung des Josefstädter Theaters gewidmet war, eröffnete sehr stimmungsvoll das Concert, welches Wagners Vorspiel zu den „Meistersängern\" [sic] würdig beschloss. Das Orchester, das brillant studiert war, gieng sorgfältig auf die Intentionen seines Dirigenten ein. Dass hiebei die Autoren wie das Publicum nicht zu kurz kamen, braucht bei der künstlerischen Tüchtigkeit Herrn Franz Schalks wohl keiner Erwähnung.     Julius Schuch.\" (**)\nund Franz Petrich im Abendblatt der Grazer Tagespost Nr. 97:\r\n\"               Symphonieconcert.\r\n     Das am gestrigen Tage im Theater am Stadtpark stattgefundene Symphonieconcert des Capellmeisters Herrn F. Schalk und der Orchestermitglieder der vereinigten Grazer Bühnen darf zweifellos zu den bedeutungsvollsten musikalischen Ereignissen der dießjährigen Concertsaison gezählt werden. Berechtigter künstlerischer Ehrgeiz veranlaßte den unermüdlich thätigen und begabten Dirigenten, welcher als Operncapellmeister schon zahlreiche ehrenvolle Erfolge zu verzeichnen hatte, auch als Concertleiter seine Befähigung zu zeigen. Herr Schalk hat bei dieser Veranlassung sich und seinen Musikern Eine der schwierigsten Aufgaben gestellt, indem er den rühmlichen Entschluß faßte, Eines der großartigsten, an die Ausführenden ungewöhnliche Anforderungen stellenden symphonischen Tonwerke seines glühend verehrten Lehrers, des berühmten vaterländischen Componisten Anton Bruckner, an welches sich bis jetzt kein Concertinstitut herangewagt, zur ersten Aufführung zu bringen. Dirigent und Orchester haben mit der glänzenden Lösung der gestellten Aufgabe ein nachahmenswürdiges, nicht genug zu rühmendes Beispiel von Muth, Opferwilligkeit, Fleiß und Ausdauer, sowie von überraschender künstlerischer Befähigung geliefert. Mit der ersten, von außerordentlichem Erfolge begleiteten Aufführung des bewunderungswürdigen symphonischen Riesenwerkes des großen Meisters wird der Name Derjenigen, welche sich um die vorzügliche Wiedergabe desselben verdient gemacht, in steter Erinnerung bleiben. Es bleibt das Verdienst der betheiligten künstlerischen Factoren, einer neuen, epochemachenden symphonischen Schöpfung Meister Bruckner's siegreich Bahn gebrochen zu haben.\r\n     Anton Bruckner, welcher bekanntlich 1824 zu Ansfelden in Oberösterreich geboren wurde, begann seine Laufbahn in mühseliger Weise, als ärmlich besoldeter Schulgehilfe, Meßner und Organist, und wurde kraft seines Genies, und durch Fleiß und rastloses Studium jener große deutsche Meister, als welcher er heute die Achtung und Bewunderung der musikalischen Welt und die Liebe und Verehrung einer stetig wachsenden Zahl begeisterter Anhänger genießt. Auch ihm blieb jedoch nicht das Schicksal erspart, unbeachtet, verkannt und angefeindel zu werden. Erst spät wurde ihm die verdiente Anerkennung zutheil, welche dem theils unverstandenen, theils gefürchteten und unbequemen Genius, von Seite einer einflußreichen und mächtigen Clique versagt wurde. Da der Meister Dank den eifrigen und erfolgreichen Bestrebungen seiner Schüler und Freunde nicht mehr todtzuschweigen und von den Concertinstituten nicht mehr zu ignoriren war, so wurde von Seite seiner kritischen Gegner, welche sich in ihrer gewohnten Ruhe und in ihren Interessen bedroht erachteten, ein erbitterter Kampf gegen den gefährlichen musikalischen Neuerer geführt, der trotz der stets wachsenden zahlreichen Erfolge der Brucknerschen Schöpfungen noch immer nicht gänzlich verstummt ist. Man warf dem Meister vor, die Mehrzahl seiner Werke sei nicht aufführbar. Ein Kritiker schrieb: Bruckner schreibe wie ein „Betrunkener\". Ein maßgebender Wiener Kritiker fühlte sich von dieser Musik antipathisch berührt; er findet sie krankhaft, aufgeblasen, von bleierner Langweile, ja – verderblich und fieberhaft überreizt. Ein deutscher Kriliker strenger Observanz nannte die herrliche, überall mit Enthusiasmus aufgenommene siebente Symphonie Bruckner's „einen wüsten Traum eines durch zwanzig „Tristan=Proben überreizten Orchestermusikers\". Ueber die nämliche Symphonie schrieb Bernhard Vogel (Leipzig): „Das Werk fordert die höchste Bewunderung heraus – es offenbart eine geradezu jugendfrische Unmittelbarbeit der Empfindung eine echte Congenialität mit Berlioz, Liszt, und vor allem mit Wagner, kraft welcher sich Bruckner wie ein Riese aus der Schaar der den großen Meistern nachplappernden Pygmäen heraushebt.\" Ueber dasselbe Werk schrieb Th. Helm (Wien): „Ob wohl seit Beethoven eine Symphonie componirt wurde, welche spannender, feierlicher ist, als die siebente von Bruckner? Das Adagio ist vielleicht das größte und erhabendste [sic] seit Beethoven geschriebene Symphonie=Adagio. In diesem Satze reicht ein großer Künstler (Wagner) auf dem Grabe heraus seinem würdigen Jünger und Nachfolger die Hand, und noch ein anderer großer Meister (Beethoven) hat dem im Entstehen begriffenen Tonbild aus himmlischen Höhen herab seinen Segen ertheilt.\"\r\n     Eine fünfte Symphonie in B-Dur reiht sich in würdiger Weise an die beiden uns bekannten Symphonien in Es-Dur und E-Dur an. Energische Rhythmik, gewaltiger Gedankenreichthum, bedeutende, in großen Zügen entworfene Themen, hervorragende melodiöse Schönheiten, unvergleichliche Polyphonie, kühne Harmonik, überraschende Modulationen, großartige Orgelpunkte und überwältigende Steigerungen, immense contrapunktische Kunst, Humor, tiefe Empfindung und eine berauschende Farbenpracht der Instrumentation sind dem gestern gehörten Werke zu eigen.\r\n    Die Tondichtung übt einen überwältigenden, an manchen Stellen beim ersten Anhören beinahe verwirrenden Eindruck, da es bei angestrengtester Aufmerksamkeit nicht möglich ist, stets den Zusammenhang der einzelnen Theile festzuhalten und sich in dem Labyrinthe der verschiedenen Stimmen und der meisterhaften, tiefsinnigen, contrapunktischen Räthsel zurechtzufinden. Die Einleitung der Symphonie beginnt mit einem langgezogenen Gesange der Violinen, von dem Pizzicato der Bässe und Celli leise begleitet, woran sich ein festliches Thema des Bläserchores anreiht, welches, von einem stürmisch aufstrebenden Motive der Streicher unterbrochen, wieder in feierlicher Weise einsetzt, um in das Allegro des ersten Satzes überzuleiten. Der Fluß dieses, an harmonischen, melodischen und orchestralen Schönheiten reichen Satzes wird indessen oft durch wuchtige Fermaten und bedeutungsvolle Pausen unterbrochen und ließ uns beim erstmaligen Hören Plastik und Klarheit vermissen. Von schöner Wirkung erwies sich der von dem Tremolo der Violinen begleitete Gesang der Celli, wie auch die folgende vom Pizzicato der Celli begleitete Cantilene der Violinen und der Holzbläser, welche Stelle eine nahe Verwandtschaft mit dem zweiten Satze der „romantischen Symphonie“ aufweist. Von imponirender Meisterschaft zeugt die geistvolle Durchführung des Satzes. Auch einzelne reizende Klangeffecte des Hornes und der einzelnen Holzbläser seien hier in Kürze erwähnl. Auch in dem breit angelegten herrlichen Adagio versteht es der Meister, den Gesang abwechselnd in mannigfaltigster und überraschendster Weise dem Bläser= und Streicherchore zuzuweisen; besonderen Eindruck machte das wirksame, trefflich ausgeführte Staccato der Holzbläser, das herrlich aufsteigende Hornthema, sowie der vollausströmende Gesang des Streicherchores. Das an das Adagio anschließende Scherzo ist ein genialer, rhythmisch packender Satz, welcher Beethoven'schen Geist athmet. Der zweite Theil des Scherzo rief durch seine fesselnde Rhythmik und entzückende Melodik einen bezaubernden Eindruck hervor. Von grandioser Wirkung war der letzte Satz der Symphonie mit seinen kolossalen Steigerungen, in welchem der Tondichter die ganze Fülle seines ungeheuren contrapunktischen Könnens und die Wunder seiner blendenden Instrumentirungskunst aufgestapelt hat. Wahrhaft überwältigend wirkte der mächtige und prachtvolle Choral, welcher, von dem verstärkten Bläserchore ausgeführt, das großartige Meisterwerk zum triumphirenden Abschluß brachte. Capellmeister Schalk dirigirte in feuriger und schwungvoller Weise das gewaltige Tonwerk, dessen Inhalt er sichtlich nach allen Richtungen geistig beherrschte und zu vollendetem Ausdrucke brachte.\r\n     Vollstes Lob verdienen aber auch die wackeren Künstler, welche gestern ihr Bestes leisteten und den enormen rhythmischen, technischen und physischen Anforderungen, welche das Werk an die Ausführenden stellt, in so glänzender und überraschender Weise gerecht wurden. Bläser und Streicher stellten ausnahmslos ihren Mann, und jeder Einzelne darf das stolze Bewußtsein in sich tragen, zum schönen Gelingen des Abends Ersprießliches beigetragen zu haben. Die gestrige Leistung des Orchesters ist umso höher anzuschlagen, wenn man in Betracht zieht, daß die geplagten Musiker, abgesehen von den vorhergehenden Proben und der Opernaufführung des Vorabends, noch am Tage des Concertes selbst, eine zweieinhalbstündige Generalprobe  absolvirten! Capellmeister Schalk wurde stürmisch gerufen, und auch das Orchester mußte in corpore durch Erheben von den Sitzen für den rauschenden Beifall danken. Die Akustik des Theaters erwies sich gestern infolge der geschlossenen Bühne für die Gesammtklangwirkung viel günstiger, als sonst bei ähnlichen Gelegenheiten.\r\n     Herr Richard Epstein spielte gestern Abend [... Liszt ... außerdem: Beethoven ... mit Richard Wagner ...], fand das Concert seinen würdigen künstlerischen Abschluß.          Franz Petrich.\" (***).\nKurzkritik (signiert »Dr. G.«) [= Dr. O. Grosse?] in der Grazer Morgenpost Nr. 80:\r\n„      Theater und Kunst.\r\n[…]\r\n     * Das gestern Abend im Theater am Stadtpark stattgefundene Symphonie=Concert war gut besucht und von schönem künstlerischem erfolge begleitet. Von der Bruckner’schen Symphonie fand das Finale großen, allgemeinen Beifall, wogegen die ersteren Sätze etwas kühler aufgenommen wurden. Wir kommen auf dieses Concert, bei welchem Herr Kapellmeister Schalk, wie der Pianist Herr Epstein, stürmischen Applaus ernteten, noch zurück.\r\n                                 Dr. G.“ (°).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 1892 weist auf S. 8 auf das heutige Konzert hin:\r\n\"              Theater, Kunst und Literatur.\r\n[...]\r\n     – Der Primarius des I. Wiener Volks=Quartettes, Herr August Duesberg, veranstaltet heute Dienstag, den 10. d. M., Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale ein II. Volksconcert. [... Mitwirkende, Programmfolge ...]; Dr. Bruckner: Streichquintett, Volksquartett; [... (nur dieses Werk gesperrt gedruckt!) ...]\" (°°)\nEinen ausführlicheren Hinweis bringt die Arbeiter-Zeitung Nr. 29 auf S. 6:\r\n\"     Am Dienstag, den 10. April 1894, Abends halb 8 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale das 2. Volks=Konzert veranstaltet von August Duesberg statt. Mitwirkende sind: Das Erste Wiener Volks=Quartett für klassische Musik (August Duesberg, 1. Violine, Fräulein Philomena Kurz, 2. Violine, Fräulein Anna v. Baumgarten, Viola, Herr Anton Nitsch, Cello, Herr Richard Hajek, 2. Viola); Fräulein Johanna Schönberger, Opernsängerin, Fräulein Natalie Javurek, Klavier=Virtuosin, Herr Ernst Appel, Balladensänger und Herr Josef Reiter, Komponist. Die Begleitung der Lieder und Violinsolo=Vorträge hat Herr Viktor Bause übernommen.\r\n                                Vortrags=Ordnung:\r\n1. Grieg [... 2. Hugo Wolf und Camillo Horn, 3. Wagner-Wilhelmj und Leclair ...].\r\n4. Dr. Anton Bruckner: Streich=Quintett F-dur.\r\n          Moderato – Scherzo – Adagio – Finale.\r\n                     I. Wiener Volks=Quartett.\r\n5. Schütt: [... 6. Reiter, 7. Wagner-Wilhelmj, Schablaß, Bach-Wilhelmj ...].\" (°°a).\nDer Termin und die Besetzung, nicht aber die Werke, werden in der Neuen Freien Presse Nr. 10642 auf S. 7 mitgeteilt (°°b).\nFür die Ostdeutsche Rundschau Nr. 97, S. 6, scheint nur ein politischer Aspekt wichtig gewesen zu sein:\r\n\"                  Gesinnungsgenossen!\r\n     An alle deutschen Kunstfreunde richten wir nochmals die dringende Bitte, das zweite Volkskonzert des Herrn August Duesberg, das heute Abends halb 8 Uhr im großen Musikvereinssaale stattfindet, zahlreich zu besuchen. Gilt es doch zu beweisen, daß wir deutsche Kunst zu schätzen und die Bestrebungen deutscher Künstler zu fördern wissen. August Duesberg ist ein Künstler, dessen Streben unsere Unterstützung in reichlichstem Maße verdient.\r\n                            Mit u. d. Gr.\r\n     Die Schriftleitung der \"Ostdeutschen Rundschau\". \" (°°c).\nAufführung des Quintetts durch das I. Wiener Volksquartett (Duesberg-Quartett) in Wien (°°°).\r\n   Es erklingen außerdem u.a. Werke von Josef Reiter, Hugo Wolf und Camillo Horn. An diesem Abend wirken mit: A. Duesberg, Frl. Javurek, Frl. Schönberger, Herr Bause und Ernst Appel (#) und als zweiter Bratscher Herr Hajek (#a).\nTheodor Helm berichtet im Pester Lloyd Nr. 87 auf S. 5 (= Beilage) von der Aufführung des »Germanenzugs« [am 29.3.1894]:\r\n\"                          Feuilleton.\r\n               Wiener Musikbrief.\r\n     Die großartige Trauerfeier der ungarischen Nation ist vorüber, [... kompletter Text bei www.anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pel&amp;datum=18940410&amp;seite=5 ... über das Deutsche Requiem von Brahms (20.3.1894) und ein Konzert des Wiener Evangelischen Singvereins ...]\r\n     Unter den nach Ostern gegebenen Konzerten nennen wir zunächst das der Wiener Singakademie. [...] Die Direktion führten abwechselnd die betreffenden Chormeister. Unter Herrn Ad. Kirchl's Leitung eröffneten \"Schubertbund\" und Philharmoniker mit Bruckner's 1863 [sic] vom Linzer Männergesangverein preisgekröntem, glänzend orchestrirtem \"Germanenzug\". Ein recht effektvolles Stück, das sich aber doch - bei sonst würdiger Haltung - von den Tendenzen der deutschen Liedertafel nicht ganz befreien kann und jedenfalls den späteren kühnen Symphoniker und Kirchenkomponisten Bruckner kaum ahnen läßt. Zwei sehr verschiedenartige und verschiedenwerthige Kompositionen von Beethoven (beide von Professor H. Grädener dirigirt) bildeten das übrige Programm [... Vorbehalte zu \"Christus am Ölberg\" ... über andere Konzerte, den Liederabend Hugo Wolfs (3.4.1894) und weitere Konzerte ...Signatur auf S. 6:] Dr. Theodor Helm.\" (##).\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 81 veröffentlicht auf S. 489 - 492 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 492 unter \"X. Fertigkeiten\":\r\n\"     [... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] – Harmonielehre: Fortsetzung in Moll, Tonwechslung, Chromatik etc. Harmonisirung, Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, vom Lector Prof. Dr. Anton Bruckner; [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (###).", "Letzte Änderung": "05.01.2026 09:34"}, {"ID": 189604105, "Datum": "10.4.1896, Freitag", "Haupttext": "Bruckner ist Taufpate von Anton Zachhuber, des Sohnes seines Neffen (zweiten Grades) Eduard Zachhuber in Wolfern bei Steyr. Bei der Taufe wird er von Franz Bayer vertreten (*).\n[recte 9.4.1896] Das Grazer Volksblatt [weist auf die heutige Generalprobe und das morgige Konzert mit der 1. Symphonie hin (**).\nIn einer Buchbesprechung in der Reichspost Nr. 98 auf S. 1f, signiert \"G. v. B.\" [Gaigg von Bergheim], wird wegen eines biographischen Details Bruckner erwähnt:\r\n\"          Professor Josef Böhm †.\r\nNach der Denkschrift: Professor Josef Böhm. – Abriß seines Lebens und Wirkens von Dr. Josef Mantuoni. [sic]\r\n     Wir haben vor uns ein mit ebensoviel Fachkenntniß als Pietät geschriebenes Büchlein über den am 6. November 1893 verstorbenen Capellmeister an der landesfürstlichen Stadtpfarrkirche \"Am Hof\" zu Wien Josef Böhm. [... seine Entwicklung, Lebensstationen und Förderer (... Aßmayer, Franz Krenn, Bocklet, Grädener, Storch, Fibich, Benewitz (Prag) etc. ...]; sie bringen ihn nach Wien in Bilka's Erziehungsanstalt als Clavierlehrer: über dringende Aufforderung seines früheren Lehrers Krenn betheiligt er sich an einem Concursspiele auf der Orgel, welches er – wie einst Meister Bruckner – glänzend besteht, er wird nun auf Grund dessen Organist an der Hofpfarre St. Michael [... Reform der Wiener Kirchenmusik (nicht Zweck, sondern Mittel), Kontakte zu Ambros, F. X. Witt und zum Cäcilianismus ... Ambrosius-Verein ... Aufzählung der \"reformierten\" Wiener Kirchen ...]. G. v. B.\" (***).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 11:11"}, {"ID": 189704105, "Datum": "10.4.1897, Samstag", "Haupttext": "Letztes von sechs Konzerten der Berliner Philharmoniker (5. - 10.4., unter Felix Weingartner [5./6.4.], Arthur Nikisch [7.4.] und [10.4.] Ferdinand Löwe) im Großen Musikvereinssaal in Wien. \r\nIn einer Ankündigung vom Vortag ist zu lesen:\r\n   \"[...] Die geplante Aufführung der Bruckner'schen Symphonie E-dur muss, da die Zeit zu den nothwendigen Proben nicht mehr ausreichte, einem späteren Gastspiel der Berliner Philharmoniker überlassen bleiben. [...]\" (*).\r\nDiese Absage wird auch vom Deutschen Volksblatt Nr. 2972 auf S. 9 (*a),\r\nvom Fremdenblatt Nr. 100 auf S. 28 (Morgenblatt) (*b),\r\nvon der Neuen Freien Presse Nr. 11722 auf S. 8 (*c),\r\nvom Neuen Wiener Tagblatt Nr. 100 auf S. 11 (*d),\r\nder Reichswehr Nr. 1140 auf S. 10 (Morgenblatt) (*e),\r\ndem Vaterland Nr. 100 auf S. 4 des Abendblatts (*f)\r\nund dem Wiener Tagblatt Nr. 100 auf S. 9 (*g) gebracht.\r\nFür diese dritte Konzert des zweiten Zyklus war neben Werken von Robert Fuchs, Eduard Schütt und Richard Heuberger zuerst die 4. Symphonie vorgesehen gewesen. Hauptdirigent wäre Franz Mannstädt gewesen, allerdings sollten drei Gastdirigenten mitwirken: Fuchs, Heuberger und [vermutlich für Bruckner] Ferdinand Löwe (**).\r\nWenige Tage vor dem Konzert scheint man eine Aufführung der 7. Symphonie geplant zu haben (***).\r\nEinen Überblick über die Konzerte gibt folgender Zettel:\r\n\"Concert=Direction Albert J. Gutmann / Wien, k. k. Hof-Opernhaus. / Philharmonische Concerte / 6 Symphonie-Concerte / der / Berliner Philharmoniker. / 5.-10. April, Abends halb 8 Uhr. / Programme: / Erster Cyclus. [... 5. April Felix Weingartner, 7. April Arthur Nikisch, 9. April Felix Mottl ...]\r\n[verso:]\r\nZweiter Cyclus. [... 6. April Weingartner, 8. April Nikisch ...]\r\nDritter Abend (10. April). / (Wiener Componisten=Abend.) / Gast=Dirigenten: / Robert Fuchs, Richard Heuberger, Ferdinand Löwe.\nRobert Fuchs, Huldigungs=Serenade (Johann Strauß gewidmet).\nEduard Schütt, Clavier=Concert (Clavier: Der Componist).\nArie und Lieder, gesungen von Camilla Landi.\nHeuberger, Variationen über ein Thema von Franz Schubert.\nAnton Bruckner, Symphonie Nr. 7, E-dur.\nUm auch den Besuch einzelner Concerte zu ermöglichen, wurde das Abonnement bereits geschlossen.\nBillets für einzelne Abende (soweit vorhanden) à fl. 5, 3, 2, 1.50 und 1 in / Gutmann's k. u. k. Hof=Musikalienhandlung / Wien, k. k. Hof-Opernhaus.\" (a).\n\r\nTatsächlich dirigiert Löwe als Hauptdirigent folgende Werke: Liszts \"Tasso\", Schütts Klavierkonzert, Altarien von Berlioz, Tschaikowsky und Bizet (Solistin: Camilla Landi) und Wagners Vorspiel und Liebestod aus \"Tristan\". Robert Fuchs war der einzige sonstige Dirigent bei seiner eigenen Huldigungs-Serenade (°).\nDas Deutsche Blatt Brünn Nr. 29 bringt auf S. 1f einen Nachruf auf Johannes Brahms von Richard Wickenhaußer, in dem auch Bruckner erwähnt wird (°°).\nDie Neue Warte am Inn Nr. 15 kündigt auf S. 4 für den 17.4.1897 die Aufführung eines Brucknerschen \"Tantum ergo\" [prov. WAB 48] unter Leitung von Chorregent J. Putscher in Braunau an (°°°).\nVon der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderats mit Gedenkworten zu Johannes Brahms berichtet das Deutsche Volksblatt Nr. 2972 auf S. 2: \"           Ehre den Todten!     Vorsitzender Vice-Bürgermeister Dr. Lueger eröffnet die Sitzung mit folgendem Nachrufe:      Wenige Monate sind verflossen, seit wir Anton Bruckner das letzte Geleite gegeben haben. Nun hat der Tod wieder einen Meister dahin gerufen, Johannes Brahms, einen Tondichter, der in den Bahnen des gewaltigen Beethoven und des geinalen Schubert's gewandelt ist.     Mit ihm ist abermals einer von den großen deutschen Meistern geschieden, die in unserer Stadt gelebt  und gewirkt haben und durch deren Schöpfungen Wien eine hervorragende Stellung in der Geschichte der Musik erlangt hat. [...]\" (#),\ndie Neue Freie Presse Nr. 11722 auf S. 7 (#a), \ndie Wiener Zeitung Nr. 82 auf S. 9 (#b)\nund \"Das Vaterland\" Nr. 100 auf S. 9 (##).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 82 meldet auf S. 4: \"     Wien. (Zu Ehren Bruckners und Johannes Brahms.) Um das Andenken der beiden Tondichter Anton Bruckner und Johannes Brahms, welche viele Jahre ihres Lebens in Wien zubrachten, zu ehren, wurde im Wiener Stadtrath der Antrag ge­stellt, es seien die städtischen Aemter zu beauftragen, zwei der neuen Straßen in der Umgebung der Karlskirche nach dem Namen dieser beiden berühmten Todten zu benennen. Der Antrag fand im Stadtrathe  sympathische Aufnahme und wurde der geschäftsordnungsmäßigen Behandlung zugeführt.\" (###).", "Letzte Änderung": "25.08.2026 19:54"}, {"ID": 189804105, "Datum": "10.4.1898, Ostersonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe in der Stadtpfarrkirche in Steyr [siehe die Anmerkung] (*a).\r\nDie Solisten sind Therese Klaffenböck, Johanna Jonasch, Friedrich Donaubauer und Edmund Köstler (*b).\r\nDie Chorleitung [oder wohl auch Gesamtleitung] hat Franz Bayer (*c).\nDie Neue Musikalische Presse bringt eine Mitteilung der \"D. Z.\" aus Linz [vermutlich Artikel der Deutschen Zeitung vom 3.4.1898 gemeint], die vom Konzert am 27.3.1898 mit dem Chor \"Um Mitternacht\" [WAB 90] berichtet (**).\nDie Linzer Tages-Post meldet, daß in der Buchhandlung Fink die Bruckner-Büste Tilgners ausgestellt ist (***).", "Letzte Änderung": "11.04.2025 21:45"}, {"ID": 189904105, "Datum": "10.4.1899, Montag", "Haupttext": "In der Kritik des Deutschen Volksblatt Nr. 3689 auf S. 5 über Gustav Mahlers II. Symphonie (signiert \"H.\" [vermutlich Camillo Horn]) wird Bruckner erwähnt.", "Letzte Änderung": "15.02.2025 23:26"}, {"ID": 190004105, "Datum": "10.4.1900, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von August Göllerich \"Bruckners D-moll-Symphonie. Ein Beitrag zu ihrer Leidens- und Ruhmesgeschichte\" in der Deutschen Zeitung (Wien) (*).\nDie Linzer Tages-Post gibt einen kurzen Bericht vom Konzert am 8.4.1900 (3. Symphonie, \"Locus iste\", 150. Psalm); nach der Symphonie wurde Göllerich die Partitur der 5. Symphonie überreicht (**).\nEine Kritik zu diesem Konzert erscheint auch im Linzer Volksblatt (***).", "Letzte Änderung": "16.02.2025 23:17"}, {"ID": 190404105, "Datum": "10.4.1904, Sonntag", "Haupttext": "Wiederholung des gestrigen Konzerts mit der 4. Symphonie unter Ferdinand Löwe in Reichenberg (*).\n \nThe Buffalo Sunday Morning News Nr. 27 informieren auf S. 8 über das Mai-Festival in Cincinnati mit der 9. Symphonie [am 14.5.1904]:\n\"Cincinnati May Music Festival.\n     It is the general feeling that the 16th Biennal Festival to be held in Music Hall, Cincinnati, May 11, 12, 13 and 14, will be perhaps the most successful in this chain of musical events. [... Chorwerke, Chor auf Höchstniveau, 500 Personen ...].\n     The orchestra will number 100, including the entire Chicago orchestra and some additional players of first character that Mr. Thomas has engaged in New York. The important orchestral novelty will be Bruckner's Ninth Symphony, and one of the great Strauss tone-poems will be played, \"Death and Transfiguration;\" Symphonies by Beethoven, Mozart and a Bach Suite will also be heard.\n     [... Gesangssolisten aus England ... Preise und Vorverkauf ...].\"\nAuf derselben Seite wird Bruckner als Lehrer von Emil Paur genannt:\n\"     [...] He came to the Vienna Conservatoire of Music when a young man, where he was a pupil of Hellmesberger, Dessoff and Anton Bruckner. After several years [... Wien, Berlin etc. ...]\" (**).\n \nGrößtenteils identisch die Ankündigung in The Buffalo Courier Nr. 101 auf S. 38:\r\n\"     It is the general feeling that the sixteenth Biennal Festival to be held in Music Hall, Cincinnati, May 11th, 12th, 13th and 14th, will be perhaps the most successful in this chain of musical events. [... Chorwerke, Chor auf Höchstniveau, 500 Personen ...].\r\n     The orchestra will number 100, including the entire Chicago Orchestra and some additional players of first character that Mr. Thomas has engaged in New York. The important orchestral novelty will be Bruckner's Ninth Symphony, and one of the great Strauss tone-poems will be played, \"Death and Transfiguration;\" Symphonies by Beethoven, Mozart and a Bach Suite will also be heard.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190504105, "Datum": "10.4.1905, Montag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch den Grazer Männergesangverein unter F. Weiß-Ostborn [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "07.04.2025 19:17"}, {"ID": 191004105, "Datum": "10.4.1910, Sonntag", "Haupttext": "Das Münchner Musik-Festival wird erwähnt in den Mississippi-Blättern Nr. 100 auf S. 27 (= S. 11 des 2. Teils):\n\"Wien-Münchener Korrespondenz.\n              Von Ottilie Bondy.\n[...]\n                   München, 24. März. Die Charwoche verspricht kein fröhliches Osterfest; [... Frühling ... Lueger gestorben ... Wiener Ereignisse (u. a. Vanderbilt) ... Mozart in Salzburg ...  Venus von Willendorf ... Isarstadt München ... Ausstellung mohammedanischer Kunst ... Schumann-Gedenkfeier, Richard Strauss-Woche ... ].\n     [...] Der Konzertverein München veranstaltet einen Beethoven-Brahms-Bruckner Zyklus. Am 10. September wird Mahler die Uraufführung seiner 8. Symphonie unter Mitwirkung von 1000 Personen dirigiren. [... Wiener Philharmoniker, Wagner-Festspiele, Mozart-Festspiele ...].\n     Kann irgend eine Stadt ein reichhaltigeres Programm darbieten? Und \"last not least\"! Das Oktoberfest \"auf der Wiese\" begeht sein Zentennarium und wird Außerordentliches aufweisen, und nach den Königsschlössern werden reiche Leute im Luftschiff fliegen können, – aber viel Geld wird es kosten!\"", "Letzte Änderung": "06.10.2025 09:50"}, {"ID": 191104105, "Datum": "10.4.1911, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und des »Te deum« durch das Münchner Konzertvereins-Orchester unter Löwe in München (letzter Abend des Bruckner-Zyklus) im 12. Abonnementskonzert.", "Letzte Änderung": "24.07.2025 20:56"}, {"ID": 191204105, "Datum": "10.4.1912, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Brahms' d-Moll-Klavierkonzert ist Leopold Godowsky.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191304105, "Datum": "10.4.1913, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht über das Frühlingskonzert (»Mitternacht« [WAB 80] am 5.4.1913) in der Steyrer Zeitung (*).\n \nBrief von Ernst Eulenburg an Albert Gutmann:\nBetrifft den Ankauf des Streichquintetts. Gutmanns Antwort [12.4.1913] als Konzept auf dem Brief Eulenburgs (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 12:41"}, {"ID": 191404105, "Datum": "10.4.1914, Freitag", "Haupttext": "Artikel »Paul Heyse als Bruckner-Verehrer« in der Frankfurter Zeitung.\r\n[Bei 1101/362 datiert 14.10.1914.]", "Letzte Änderung": "31.03.2023 22:19"}, {"ID": 191704105, "Datum": "10.4.1917, Dienstag", "Haupttext": "Artikel \"(Kapellmeister Wilhelm Floderer †.)\" in der Linzer Tages-Post Nr. 86 auf S. 3: Am 6.4.1917 in Marienbad.\r\nBiographisches (* 10.5.1843 in Brünn, 1872 -1875 Theaterkapellmeister und Chorleiter des \"Frohsinn\" in Linz. 1877 wieder zurück nach Linz als Opernkapellmeister und bis 1899 Chorleiter des \"Frohsinn\" (Mai 1885 Ehrenmitglied), Komposition des \"Bruckner-Hymnus\". Zunehmendes Augenleiden, 1901/02 nach Wien und Marienbad. War verheiratet mit Katharina Pachleitner, hinterlässt zwei Söhne, darunter Oberarzt Dr. Wilhelm Floderer. Der Badearzt Dr. Floderer in Marienbad ist sein Neffe [Linzer Tages-Post 4.5.1906, S: 3: Dr. Heinrich Floderer].", "Letzte Änderung": "09.05.2025 22:06"}, {"ID": 191804105, "Datum": "10.4.1918, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192004105, "Datum": "10.4.1920, Samstag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie (mit einem Strich im Finale (*)) durch das Concertgebouworchester unter Arthur Nikisch in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192104105, "Datum": "10.4.1921, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe unter Carl Luze in einem Kirchenkonzert der Wiener Hofkapelle (*).\n \nBruckner wird erwähnt in einem Artikel von Max Graf \"Wiener Musikkritik. Glossen über Kunst und Kultur\" im Neuen Wiener Journal Nr. 9850 auf S. 7f.\nNeben Hanslick werden auch Kalbeck, Speidel, Hirschfeld, Paumgartner, Albert Kauders, Heuberger und Theodor Helm geschildert und beurteilt (**).\n \nIn einem Bericht aus München in den Mississippi-Blättern Nr. 100 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) auf S. 20 (= S. 4 des 2. Teils) wird Bruckner kurz erwähnt:\n\"MÜNCHENER NACHRICHTEN.  \n    Von Eva Gräfin von Baudissin.\n            (Copyright, 1920, [...])\n              München, Mitte März.\n     Der Würfel ist gefallen, die furchtbare Spannung gelöst. [... Politisches ... über kriegsbedingte Verluste an Archivalien (= Altpapier) ...].\n     Größten Erfolg in ihren Konzerten hatten einige besondere Münchner Lieblinge: Emmy Krüger, [...], – Emmi Leisner [...] – Oestwig, der Wiener Heldentenor – Kapellmeister Löwe aus Wien als Bester und unvergeßlicher Interpret Bruckners und schließlich als Dirigent Siegmund von Hausegger [... Hans Pfitzner in Berlin gefeiert ... Abstimmung der Oberschlesier ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 08:56"}, {"ID": 192304105, "Datum": "10.4.1923, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und des »Te deum« unter Kleiber in Mannheim.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192404105, "Datum": "10.4.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 100 kündigt auf S. 8 das Konzert am 16.4.1924 mit der f-Moll-Messe und die Generalprobe am 15.4.1924 an (*).\n \nDie St. Pöltner Zeitung Nr. 15 bringt auf S. 2 eine mit \"F. ...k.\" signierte Besprechung des Konzerts vom 3.4.1924 (mit einem mit \"Gottvertrauen\" betitelten Chor Bruckners [prov. WAB 67]) und auf S. 5 einen Aufruf, dem Dom-Musikverein in St. Pölten beizutreten (**).\n \nÜber dasselbe Konzert schreibt auch Dr. Rudolf Schneider in der St. Pöltner deutschen Volkszeitung Nr. 15 auf S. 3f (***).\n \nSitzung der Stadt Wien zur Planung des Musik- und Theaterfestes im Herbst 1924. Für die Konzerte sind auch Werke Bruckners vorgesehen (°).\n \nBrief des Wiener Eisenbahn-Gesangvereins an Propst Vinzent Hartl [möglicherweise in Zusammenhang mit dem Konzert in Linz am 17.5.1924 und der Bruckner-Huldigung in St. Florian am 18.5.1924] (°°).\nWeitere Briefe gehen an den Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten (°°°)\nund an das Erzbischöfliche Ordinariat [in Linz?] (#).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 08:26"}, {"ID": 192504105, "Datum": "10.4.1925, Karfreitag", "Haupttext": "Brief von Hermann Scherchen an Werner Reinhart:\r\n   In Mailand mache er zwei Konzerte am 11. und 17., die am 12. und 18. wiederholt würden. Im ersten Programm sei ein Adagio von Bruckner [7. Symphonie??] vorgesehen.", "Letzte Änderung": "03.06.2024 10:20"}, {"ID": 192804105, "Datum": "10.4.1928, Dienstag", "Haupttext": "Rundfunksendung [wo?] eines Konzerts mit Rezitation: ein Symphonie-Scherzo, Lesung aus Lissauers \"Bruckner\" und Hohlbaums \"Die Stunde der Sterne\" (*).\nAufführung der 5. Symphonie [vermutlich unter Volkmar Andreae, in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 11.4.1928 (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 09:35"}, {"ID": 193004105, "Datum": "10.4.1930, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Walter Meyer-Giesow in Berlin. Solistin im zweiten Brahms-Konzert ist Elly Ney.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193104105, "Datum": "10.4.1931, Freitag", "Haupttext": "Eintrag von Theodor Armbruster in seinem Photoalbum [Bruckner-Büste von Fritz Zalisz]: »Der Marmor ist vollendet-.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193204106, "Datum": "10.4.1932, Sonntag", "Haupttext": "[9./10.4.1932, Samstag/Sonntag]\r\nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Nicolai-Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Richard Strauss (\"Till Eulenspiegel\") und Richard Wagner (\"Tannhäuser\"-Ouvertüre).\nAm 9.4.1932 gab es eine Voraufführung (öffentliche Generalprobe?) (*).\n \n[10.4.1932, Sonntag]\r\nZwischen 9:00 und 10:00 Uhr überträgt Radio Linz ein Chorkonzert des a-capella-Chores \"Sängerlust\" unter Franz Wegschaider in Steyr. Den Anfang macht Bruckners \"Trösterin Musik\" (**).", "Letzte Änderung": "27.05.2026 07:50"}, {"ID": 193404105, "Datum": "10.4.1934, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses [Wiederholung am 11.4.1934 mit anderem Dirigenten] (*).\r\nAls Teilübertragung dieses Konzerts bringt Radio Wien die Symphonie zwischen 20:15 und 21.20 Uhr. Die Sendung wird von den anderen österreichischen Rundfunkanstalten übernommen (**).\r\nAm 6.4.1934 hatte Radio Wien auf S. 3 eine Einführung zum Werk gebracht (***).\r\nAm 30.3.1934 hatte Radio Wien die Aufführung für den 9.4.1934 angekündigt (°).", "Letzte Änderung": "06.04.2026 12:58"}, {"ID": 193504105, "Datum": "10.4.1935, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel »Wo Anton Bruckner starb« in der Linzer Tagespost.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193904105, "Datum": "10.4.1939, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194004105, "Datum": "10.4.1940, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das NBC Symphony Orchestra unter Bruno Walter.", "Letzte Änderung": "24.02.2026 14:25"}, {"ID": 194104105, "Datum": "10.4.1941, Gründonnerstag", "Haupttext": "Artikel von Herbert Caspers »Das Stift St. Florian. Der künftige Hüter des Bruckner-Erbes« im Neuen Wiener Tagblatt auf S. 6.", "Letzte Änderung": "28.05.2025 15:18"}, {"ID": 194204105, "Datum": "10.4.1942, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie (Originalfassung) unter Franz Konwitschny im (nachgeholten) 8. Freitags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 18:30 Uhr. Auf dem Programm stehen vor der Pause Werke von Beethoven (8. Sinfonie) und Joseph Haydn (D-Dur-Violoncellokonzert mit Slavko Popoff (Sofia)).", "Letzte Änderung": "19.12.2025 11:34"}, {"ID": 195204105, "Datum": "10.4.1952, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Leopold Weismann an Max Auer:\r\n    Kronsteiner habe sich erfolgreich [bei Alois Hudal um eine Aufführung der e-Moll-Messe in Rom] bermüht (*).\nBrief von Leopold Weismann an Bundesminister Ernst Kolb:\r\n    Wegen der Finanzierung der Aufführung der e-Moll-Messe in Rom [am 15.6.1952]. Sie verdiene kulturell-nationales Interesse, weil damit nicht nur Bruckner, sondern auch Österreich und seine Kultur geehrt würden (**). In einem beiliegenden (undatierten) Brief von Alois Hudal an Kronsteiner wird betont, daß es auch das erste Auftreten eines österreichischen Chores in Rom sei (***).", "Letzte Änderung": "30.08.2024 16:36"}, {"ID": 195304105, "Datum": "10.4.1953, Freitag", "Haupttext": "Theodor Bernhard Rehmann und der apostolische Nuntius Aloysius Joseph Kardinal Muench werden von Kardinal Frings in einer Audienz empfangen. Frings übergibt eine Kopie seines Schreibens an Papst Pius XII. [vom 4.4.1953].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196504105, "Datum": "10.4.1965, Samstag", "Haupttext": "Kritik zur 8. Symphonie von Jean Cotté \"Un Piège d'ennui mortel\" in France-Soir (*).\n\n\nJean Mistler schreibt darüber in L'Aurore (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197404105, "Datum": "10.4.1974, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Josef Strobl »Uraufführung oder Irreführung? Zur Diskussion über die Aufführung von Bruckners f-Moll-Symphonie« im Volksblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198004105, "Datum": "10.4.1980, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Bergen Filharmoniske Orkester unter Gabriel Chmura in Bergen (*).\nAufführung des Adagios des Quintetts durch Andreas Steinbauer, Brigitte Buchberger, Gerlinde Wall, Gabriele Öhlinger und Thomas Wall in einem Vortragsabend des Linzer Bruckner-Konservatoriums im Göllerich-Saal (**).", "Letzte Änderung": "07.09.2024 03:25"}, {"ID": 199604105, "Datum": "10.4.1996, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Fritz Peßl \"Alles dreht sich um Anton Bruckner. Landesausstellung - Stift St. Florian restauriert\" in den Salzburger Nachrichten.", "Letzte Änderung": "31.08.2024 22:20"}, {"ID": 199904105, "Datum": "10.4.1999, Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Konferenz in Nottingham.", "Letzte Änderung": "26.03.2023 22:15"}, {"ID": 185005105, "Datum": "10.5.1850, Freitag", "Haupttext": "Bruckner nimmt mit sehr gutem Erfolg an der Externistenprüfung an der Unterrealschule in Linz, 1. Jahrgang (1. Semester) (*) (als externer Privatschüler) teil. Das Zeugnis ist unterzeichnet von Franz Rieder, F. Schierfenecker und G. Schauer. -\r\nDer Text lautet:\r\n»Zeugniß.\r\nBruckner Anton aus Ansfelden in Oberösterreich gebürtig, Schüler der ersten Classe der Unter-Realschule zu Linz, hat im ersten Curse des Schuljahres 1850 bei der am 10. May vorgenommenen Prüfung beigewohnt [sic! Vordruck, nicht gestrichen] folgende Fortgangsnoten erhalten:\r\nGegenstand. [...] Verwendung. [...] Fortgang.\r\nReligionslehre ... sehr gut ... sehr gut \r\nDeutsche Sprache ... sehr gut ... sehr gut\r\n[... (weitere) Sprache: kein Eintrag] \r\nGeographie und Geschichte ... sehr gut ... sehr gut \r\nMathematik und Geometrie ... sehr gut ... sehr gut \r\n[Angewandte Arithmetik: kein Eintrag] \r\nNaturgeschichte ... sehr gut ... sehr gut \r\nNaturlehre ... sehr gut ... sehr gut \r\n[Technologie: kein Eintrag]\r\n[Zeichnen: kein Eintrag] \r\nSchönschreiben ... sehr gut ... sehr gut \r\nVon der k. k. Normal-Hauptschule zu Linz den 10. May 1850. \r\nDr. Franz Rieder \r\nDomscholaster \r\nF. Schierfeneder \r\nDirector \r\nG. Schauer mpia, Katechet«.\n\r\nAuf S. 2 eine Notiz Bruckners \"H.\" - das Zeugnis diente als Anlage zu Bruckners Bewerbung als Linzer Domorganist am 18.12.1855 (*a).", "Letzte Änderung": "09.12.2024 13:24"}, {"ID": 186505105, "Datum": "(10.5.1865, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief von Rudolf Weinwurm [wohl an ein »Frohsinn«-Mitglied]: \n»Euer Wohlgeboren!\n   Empfangen Sie meinen verbindlichsten Dank für die mir am 5. Mai zugekom[m]ene Einladung zur persönlichen Theilnahme an dem Gesangsfeste des Sängerbundes v. Oberösterr. u Salzburg und mein Versprechen, dieser ehrenden Einladung - wen[n] nicht unvorhergesehene Umstände mich abhalten sollten - Folge zu leisten.\n   Die mir unter Einem übermittelte Einladung von dem Dichter meines Chores Herrn Gustav Kühne ist in meinen Händen unbestellbar, da ich mit demselben weder bekan[n]t bin noch auch weiß, wo er sich aufhält. Ich habe den Text aus einem älteren Liederbuche, welches den Beisatz anführt: aus dem Drama: „Kaiser Friedrich in Prag” v. Gustav Kühne.\n   Mit dem herzlichen Wunsche, daß die Vorbereitungen zum Sängerfeste und dieses selbst glücklich gedeihen mögen, habe ich die Ehre mich zu unterzeichnen als\n   Euer Wohlgeboren\nergebenster \nRud. Weinwurm.\n[links:] Wien 10. Mai 865.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805105, "Datum": "10.5.1868, Sonntag", "Haupttext": "Beim Hochamt zum Gründungsfest des »Frohsinn« dirigiert Bruckner eine Messe von Lotti, sein »Ave Maria« [WAB 6] als Graduale und die Uraufführung des Offertoriums »Inveni David« [WAB 19] (*).\n(Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"10ten Mai Pf.\" (**)).", "Letzte Änderung": "23.02.2023 09:46"}, {"ID": 187405105, "Datum": "10.5.1874, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Universität (Professorenkollegium der philosophischen Fakultät):\n     Hochlöbliches Professoren=Collegium der philosofischen Facultät der kk. Universität!\nDer Gefertigte erlaubt sich, [... berichtigt sein Gesuch vom 18.4.1874 - er bitte nicht um eine Professur, sondern nur um eine Lehrstelle. Auch Weinwurm habe eine Anstellung gefunden. Der Klavierunterricht an Lehrerbildungsanstalten dürfte bald eingestellt werden. Ihm, Bruckner, sei nur durch Anstellung an der Universität eine bleibende Stellung in Wien und somit Zeit zum Komponieren gesichert ...] die Kunst nie verläßt, sondern stets unterstützt.\nWien den 10. Mai 1874.\n                      Anton Brucknermp.\"\nAuf der letzten Seite oben der Kanzleivermerk vom 11.5.1874, unten die Vermerke vom 11.5.1874 (Sueß) und 15.5.1874 (Hanslick).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:51"}, {"ID": 187505105, "Datum": "10.5.1875, Montag", "Haupttext": "Skizze zum Finalebeginn der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187605105, "Datum": "(10.5.1876, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705105, "Datum": "10.5.1877, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der 11-Uhr-Messe in der Augustinerkirche mit. Es erklingen eine Festmesse von Wittassek (Soli: Frl. Hermine Woda, Frl. Schlager und Eduard Teller), ein Graduale von Anton Bernhard und ein Offertorium (mit Sopransolo: Louise Högler) von Carl Czerny.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805105, "Datum": "10.5.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »2« [Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?] (*).\nDatumsstempel \"10/5 78\" auf der Universitäts-Nationale von Gustav Mahler (\"Harmonielehre | 1 [Stunde] | Bruckner\") (**).", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:03"}, {"ID": 187905105, "Datum": "10.5.1879, Samstag", "Haupttext": "Auf das morgige Konzert machen nochmals mehrere Blätter aufmerksam: \nNeues Wiener Tagblatt Nr. 128 (»Professor Bruckner«) (*), \nDeutsche Zeitung Nr. 2641 auf S. 6 (»Professor Bruckner«) (**)\nMorgenpost Nr. 128 auf S. 4 (»Professor Pruckner«) (***)\nNeue Freie Presse Nr. 5281 auf S. 7 [?] (»Professor Bruckner«) (°)\nWiener Signale Nr. 20, S. 159 (»Pruckner«) (°°),\nDie Presse Nr. 128 auf S. 10 (\"Professor Bruckner\") (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005105, "Datum": "10.5.1880, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Igl [recte: Gasthaus »Roter Igel«?] Schankbier Schluß«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188105105, "Datum": "10.5.1881, Dienstag", "Haupttext": "Arbeit an der Erstfassung des »Te deum«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205105, "Datum": "10.5.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »10. [Mai] 9. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505105, "Datum": "10.5.1885, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 16.5.1885) [über geschriebene und noch zu schreibende Briefe]: »10./5. Briefe: König, Redakt. Linz, Mottl, Riedel, Ostini, Wolzogen, Levi, Demar, Rappoldi, Friedrich (Regensburg.) P Richter, Mayfeld, Fritsch. Perfall. Linz Red.« (*).\nBrief Bruckners [an einen Redakteur in Linz].\r\nBrief Bruckners an Riedel [Leipzig].\r\nBrief Bruckners an Ostini [München].\r\nBrief Bruckners an Friedrich (Regensburg).\r\nBrief Bruckners an Pius Richter.\r\nBrief Bruckners an Perfall [evtl. auch 11./12.5.] (**).\nBrief Bruckners an Wolzogen in Bayreuth:\r\n     Dankt für die heuer erwiesene Unterstützung. Mottl werde am 30.5.1885 das Adagio der 7. Symphonie in Karlsruhe dirigieren. Eben habe er geschrieben, wie entzückt er über das Werk sei. Am 2.5.1885 umjubelte Aufführung des Quintetts durch Hellmesberger und des »Te deum« beim Wagner-Verein. Wetzler wolle das »Te deum« verlegen, Gutmann die 7. Symphonie, die Ludwig II. gewidmet ist - Levis Werk! Beiliegend Artikel der Deutschen Zeitung [3.5.1885] und des Tagblatts [5.5.1885] (***).\nBrief Bruckners an Levi in Rom:\r\n     Durch die Intendanz [Perfall] habe er die Entschließung wegen der Widmungsannahme durch Ludwig II. erhalten und gestern das Dankschreiben an Ministerialrat von Schneider abgesendet. Dankt für Levis Einsatz hierbei. Gutmann sei sehr erfreut. Mottl schrieb mehrmals, erst vor Stunden in einer Karte, wie entzückt er sei. »Te deum« und Quintett (Hellmesberger) umjubelt. Wetzler sei als Verleger vorgesehen. Hans Richter dirigiere in London im Doktormantel! Wünscht Levi in den Ferien zu sehen (°).\nBruckner erhält eine Karte von Mottl mit lobenden Äußerungen zur 7. Symphonie [oder 9.5. spätnachmittag?] (°°).\nArtikel Hugo Wolfs im Wiener Salonblatt Nr. 19 auf S. 10 mit kurzer Erwähnung des Konzerts vom 2.5.1885:\r\n          \"Hofoper.\r\n     Frau Sucher gehört zu den wenigen tröstlichen Erscheinungen [... über ihr Gastspiel u. a. ...]\r\n     Ueber den jüngst verflossenen, vom Wagnervereine veranstalteten Bruckner=Abend ausführlich zu referiren, gebricht es mir an Raum. Ich spare mir eine eingehendere Beurtheilung des Streichquartettes [sic] und des Te Deums von Anton Bruckner für eine bessere Gelegenheit auf. Für heute sei uns die exakte Aufführung des ersteren, von Seite des Helmesberger'schen Streichpuartetts [sic], und des anderen Werkes, von Seite des Vereins=Chores, constatirt. Der geniale Componist leitete die letztere Comosition [sic] persönlich; der Eindruck dieses Werkes auf die Zuhörer war ein geradezu überwältigender, selbst ohne die unterstützenden Orchestermassen. Wir werden viel Gutes und Schönes über diesen Abend zu berichten haben.\r\n               Hugo Wolf\" (°°°).\n[Vermutlich] Postscriptum zum gestrigen Brief an Mottl] (#).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7434 meldet auf S. 6, daß das Quintett bei Gutmann erschienen ist und daß der Druck der 7. Symphonie vorbereitet werde:\r\n      »Neue Musikalien. (Bericht der k. k. Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus.) Bruckner, Quintett für Streichinstrumente (F-dur) Stimmen [...]\r\nUnter der Presse: Bruckner, Symphonie Nr. 7, E-dur (dem Könige von Bayern gewidmet), Schmitt, Hanns, Gesangschule.« (##).", "Letzte Änderung": "13.11.2024 14:17"}, {"ID": 188605105, "Datum": "10.5.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »G P 2.« [Graf Pückler, 2. Lektion] beim Datum (*).\nH. M. Schusters »Wunschzettel für die nächste Concert-Saison« in der Musikalischen Rundschau Nr. 24 enthält die 1. bis 4. und die 7. Symphonie:\r\n   »Wenn wir im Folgenden wie in früheren Jahren einzelne Werke nennen, deren Aufführung als eine künstlerische Notwendigkeit bezeichnet werden muß [...] [1 Stern = das »Wichtige«, 2 Sterne = das »Wichtigste«] Bruckner: * Symphonien in ** E-Dur, ** Es-Dur, C-moll Nr. 1 und 2 und ** D-moll. [...] Dr. H. M. Schuster« (**).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:40"}, {"ID": 188705105, "Datum": "10.5.1887, Dienstag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 23 meldet auf S. 229, daß in London die 7. Symphonie aufgeführt wird [23.5.1887]:\r\n»Kleine Mittheilungen und Berichte.\r\n   - Zwischen dem 2. Mai und 4. Juli werden in London neun Richter-Concerte stattfinden. Unter den Novitäten sind zu erwähnen Bruckner's Siebente Symphonie, [...]« (*).\nBei der Vortragsübung des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Orgelschüler Paur eine Orgelfuge von Bach (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 10:01"}, {"ID": 188805105, "Datum": "10.5.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 20 bringt auf S. 227f eine mit »B.« signierte Kritik über das Konzert des Lehrer-Vereins in Frankfurt unter M. Fleisch, bei dem der »Germanenzug« aufgeführt wurde [vor dem 8.5.1888].\r\n         \"Musikbrief.\r\n                 Frankfurt a. M., im April.\r\n           (Schluss.)\r\n     Das Ehepaar Max und Blanche Schwarz ist uns ein lieber Frühlingsbote [... über dessen Konzerte ...] - Mit dem zweiten Abonnementconcert des Sängerchors des hiesigen Lehrer-Vereins, an welchem sich die Violinistin Frl. Soldat und der ausgezeichnete Harfenvirtuose Hr. Posse erfolgreich betheiligten, dürfte die hiesige Concertsaison ihren Abschluss gefunden haben. Das letzte Wort hatte A. Bruckner mit seinem \"Germanenzug\". Soweit unsere Kenntniss der Werke des wohl nicht genügend anerkannten Wiener Meisters reicht, gehört die bezeichnete Tonschöpfung, obschon ihr dramatische Belebung und Effect nicht abzusprechen sind, nicht zu dessen bedeutenderen Werken. Dass die Wiedergabe des harmonisch nicht leichten Chores, sowie die Ausführung des übrigen höchst gewählten Programms unter der sicheren Leitung des vortrefflichen Hrn. Musikdirector M. Fleisch eine durchaus mustergiltig war, bedarf nach unseren früheren Berichten keiner besonderen Erwähnung.      B.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189005105, "Datum": "10.5.1890, Samstag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 14 berichtet auf S. 134 vom Gründungsfest des »Frohsinn« am 25.4.1890 in Linz. Frühere Festkonzerte seien Werken Wagners, Beethovens, Bruckners und Mozarts gewidmet gewesen, das diesjährige ausschließlich Werken Schuberts.\r\n   \"Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz. Es ist eine schöne Gepflogenheit dieses Vereines, schon seit einer Reihe von Jahren seine Gründungsfeste durch die Einführung von Werken eines Meisters zu feiern. [...] Gleichwie nun in dieser Weise bereits R. Wagner, Beethoven, A. Bruckner, Mozart u. A. an die Reihe gekommen waren, so enthielt das Programm des am 25. April stattgefundenen Festconcertes anläßlich des 45jährigen Bestandes der Liedertafel \"Frohsinn\" ausschließlich Schubert'sche Schöpfungen [...]\"", "Letzte Änderung": "14.12.2023 22:39"}, {"ID": 189305105, "Datum": "10.5.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Klavieraufführung des 1. Satzes der 4. Symphonie durch Bause und Schnabl beim Vereinsabend des Neuen Richard-Wagner-Vereins in Wien (*).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 1563 kündigt auf S. 3 des Abendblatts die Aufführung des »Te deum« [am 21.5.1893] an:\r\n\"               Bruckner's Te Deum.\r\n     Meister Anton Bruckner, dem erst kürzlich wieder neue große Erfolge in Deutschland beschieden waren, gelangt daselbst zu immer größerer Anerkennung und es muß als ein ebenso pietätvoller, wie glücklicher Gedanke bezeichnet werden, daß das 70. Niederrheinische Musikfest, welches zu Pfingsten in Düsseldorf stattfindet, auch ein Werk dieses großen Künstlers zur Aufführung bringt. Es ist dies sein berühmtes \"Te Deum\", das am ersten Tag zum Vortrage kommen und das Fest in feierlicher Weise eröffnen wird. Außer Bruckner ist unter Anderen auch Berlioz mit der \"Verdammung Faust's\" und Wagner mit der Schlußscene aus dem dritten Acte des \"Siegfried\" vertreten.\" (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 170 berichtet auf S. 4 vom Aufbau und der Ausstattung der Gemäldegalerie in Linz und erwähnt dabei ein geplantes Bruckner-Porträt [vermutlich Josef Büche und IKO 66 gemeint] (die Rubrik ist datiert \"9. Mai\"):\r\n\"     (Von der Landesgallerie.) In der heutigen Sitzung des Landtages lag auch ein Bericht vor, welcher über die zur allgemeinen Zugänglichmachung der Landesgallerie unternommenen Schritte nähere Aufschlüsse gibt. [... Ausstattung der Räume, Lichtführung, erfolgte Ankäufe, geplanter Erwerb von Gemälden, Berücksichtigung oberösterreichischer Künstler ...] Dazu paßt auch sehr gut, wenn die Bildnisse berühmter Söhne Oberösterreichs die Künstler, hervorragende Meister auf anderen Gebieten des menschlichen Schaffens, der Landesgallerie einverleibt werden. Der Tonkünstler Dr. Anton Bruckner, dessen Wiege in der Schulstube zu Ansfelden stand, der lange zurückgesetzt wurde, aber endlich doch die allgemeine Anerkennung sich erzwang, dass er den größten Musikmeistern aller Zeiten und aller Völker beigezählt werden muss, würde mit seinem Porträt gewiss einen Platz in der Landesgallerie verdienen. Dr. Bruckner gehört nicht zu jenen, die mit dem Feuerscheine ihres Genies, ihres Ruhmes die Schattenseiten des Charakters überstrahlen müssen; Dr. Bruckner ist ein genialer Mann und ein durchaus mackelloser, reiner, edler Charakter ohne die großen Schattenseiten und menschlichen Schwachheiten mancher anderer; er ist nach jeder Seite, nach seinem Genie und nach seinem Charakter durchaus achtenswert und makelrein; ein Wiener Künstler wäre geneigt, ein künstlerisch ausgeführtes Porträt dieses unseres Landsmannes, der seinem Vaterlande gewiss zur Ehre gereicht, anzufertigen für unsere Landesgallerie. Dieser Entschluss ist besonders zu begrüßen. [... erwähnt: Dr. Theodor v. Frimmel, Josef Prem ... Neuaufstellung geplant ...] Auch ist die Drucklegung eines Kataloges in Aussicht genommen.\" [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 08:59"}, {"ID": 189505105, "Datum": "10.5.1895, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herzogin Gisela von Bayern [recte Herzogin Amalie?]:\r\n    Dankt für ihr Schreiben. Seit der Aufführung der 2. Symphonie am 11.11.1894 [recte: 25.11.1894] habe er seine Wohnung nicht verlassen. Von den Ärzten aufgegeben, habe er am 8. und 9.12.1894 die Sterbesakramente empfangen. Jetzt gehe es besser. Dankt für die Fürsprache bei der Fürstin von Monaco [Marie Alice Heine]. Für eine Aufführung in Monaco schlage er die 7. Symphonie vor (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 108 kündigt auf S. 4 die Enthüllung der Bruckner-Gedenktafel in Ansfelden am 12.5.1895 an. Fahrkarten seine bei Vereinscassier Huber erhältlich:\r\n\"    (Liedertafel \"Frohsinn\".) Wie bereits bekanntgegeben wurde, findet die Enthüllung der Bruckner=Gedenktafel in Ansfelden am Sonntag den 12. d. M. statt. Die Abfahrt des zu diesem Zwecke verkehrenden Separatzuges der Kremsthalbahn erfolgt um 1.56 Uhr nachmittags, die Rückfahrt um ½7 Uhr abends. [... Kartenpreise ...]. Das Programm der Feier ist: Festchor, componiert von W. Floderer; Ansprache des Vereinsvorstandes; Enthüllung der Tafel; \"Die Ehre Gottes\", Männerchor von Beethoven.\" (**).\nDas Programm der Feier wird auch in der Linzer Zeitung Nr. 108 auf S. 531 bekannt gegeben:\r\n„    Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n                                          Linz, 9. Mai.\r\n[...]\r\n      * (Liedertafel „Frohsinn“.) Wie bereits bekanntgegeben wurde, findet die Enthüllung der Bruckner=Gedenktafel in Ansfelden am Sonntag den 12. d. statt. Die Abfahrt des zu diesem Zwecke verkehrenden Separatzuges der Kremsthalbahn erfolgt um 1 Uhr 56 Min. nachmittags, die Rückfahrt um ½7 Uhr abends. Den unterstützenden Mitgliedern des Vereines diene zur Nachricht, daß der Preis einer Karte für die Hin= und Rückfahrt 53 kr. pro Person beträgt und die Fahrkarten, soweit der Vorrath reicht, am Samstag den 11. d. bei Herrn Vereinscassier Huber, Herrenstraße Nr. 4, bezogen werden können. Eine allfällige Absage der Fahrt wegen schlechter Witterung wird mittelst Placate am Sonntag bekanntgegeben. Das Programm der Feier lautet: Festchor, componiert von W. Floderer; Ansprache des Vereinsvorstandes; Enthüllung der Tafel, Absingung von „Die Ehre Gottes“, Männerchor von Beethoven.“ (***).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 108 teilt auf S. 4 mit:\r\n\"    – Liedertafel \"Frohsinn.\" Wie bereits bekanntgegeben wurde, findet die Enthüllung der Bruckner=Gedenktafel in Ansfelden am Sonntag, den 12. Mai d. J. statt. Die Abfahrt des zu diesem Zwecke verkehrenden Separatzuges der Kremsthalbahn erfolgt um 1 Uhr 56 Minuten nachmittags, die Rückfahrt um ½7 Uhr abends. [... Kartenpreise ...]. Das Programm der Feier ist: Festchor, componiert von W. Floderer; Ansprache des Vereinsvorstandes; Enthüllung der Tafel; \"Die Ehre Gottes\", Männerchor von Beethoven.\" (°).", "Letzte Änderung": "30.08.2025 03:02"}, {"ID": 189605105, "Datum": "10.5.1896, Sonntag", "Haupttext": "Bericht der Steyrer Zeitung Nr. 38 auf S. 3 über Franz Bayers dreitägigen Besuch bei Bruckner und die Arbeit an der 9. Symphonie:\r\n\"                  Localnachrichten.\r\n                             Steyr, am 9. Mai 1896.\r\n[...]\r\n     Bei unserem großen Meister Dr. Anton Bruckner in Wien weilte auf dessen speciellen Wunsch vor Kurzem der hiesige Regens chori Herr Franz Bayer drei Tage. Wie uns Herr Bayer mittheilt, ist der Gesundheitszustand Bruckner's nicht der beste und, obwohl größtentheils außer Bett, verbringt er die meiste Zeit des Tages schlafend in seinem Lehnstuhl. Den Schlußsatz seiner 9. Symphonie hat er wohl vollständig skizzirt, doch wie er zu Herrn Bayer selbst äußerte, hofft er selber nicht mehr, diesen ganz fertig ausarbeiten zu können. Seiner \"lieben Steyrer\" erinnert er sich äußerst gerne, und speciell freut es ihn, daß in Steyr so ein reger Sinn für seine Compositionen existirt, und er läßt für alles den \"lieben Steyrern\" danken. Weiters ersuchte Dr. Bruckner Herrn Bayer, den neuen hochw. Herrn Stadtpfarrer zu bitten, die paar Gegenstände (Lorbeerkränze &amp;c) im sogenannten \"Bruckner=Zimmer\", welches im Stadtpfarrhofe (2. Stock) sich befindet, belassen zu wollen. In letzterer Zeit übernahm Bruckner von einem Verwandten Namens Zachhuber in Wolfern die Taufpathenstelle, wobei ihn Herr Bayer vertreten mußte. Außer dem üblichen Taufgeschenk, welches der Taufpathe=Stellvertreter überbrachte, übergab jetzt Bruckner an Herrn Bayer für sein Taufkind Anton Zachhuber eine große Photographie mit der eigenhändigen Fertigung \"Erinnerung an Deinen Taufpathen 1896, Dr. Anton Bruckner\", um dieselbe dem Vater des Kindes einzuhändigen. \" \" (*).\nDiesem Besuch und Bruckners Gesundheitszustand widmet sich auch ein Artikel im Alpen-Boten Nr. 38 auf S. 3.\r\n\"                  Oertliches.\r\n[...]\n     (Von Dr. Anton Bruckner.) Auf speciellen Wunsch des Herrn Dr. Bruckner weilte Herr Chorregens Bayer kürzlich drei Tage bei demselben, dessen Gesundheitszustand leider nicht der beste ist. Die meiste Zeit des Tages bringt der Tonheros schlafend im Lehnsessel zu. Von seiner neunten Symphonie sind die drei ersten Sätze fertig, während der letzte Satz nur skizziert, aber nicht ausgeführt ist. Nach eigener Aeußerung hofft Dr. Bruckner selber nicht mehr, diesen Satz fertig bringen zu können. Um \"seine lieben Steyrer\" erkundigte sich der Kranke sehr lebhaft und sein Wunsch wäre, unter denselben wieder einige Zeit weilen zu können. Uebergroße Freude machen ihm \"seine lieben Steyrer\" durch die Aufführung seiner Compositionen und er kann denselben nicht genug Worte des Dankes widmen. Herr Bruckner empfieng Herrn Bayer recht herzlich, der Abschied war ein überaus rührender. Dr. Bruckner küsste seinen Gast mit thränendem Auge, bedankte sich für alles, speciell wieder für das Zustandekommen der Aufführung seiner Messe und des Requiems &amp;c., und bat Herrn Bayer, ihm recht bald wieder zu schreiben, eventuell ihn zu besuchen, und den Herrn Stadtpfarrer [Strobl] zu ersuchen, die noch von ihm hier zurückgelassenen paar Gegenstände im sogenannten \"Bruckner=Zimmer\" im Stadtpfarrhof zu belassen. Für sein Taufkind Anton Zachhuber in Wolfern übergab der berühmte Tonkünstler dem Herrrn Bayer eine große Photographie mit der eigenhändigen Widmung \"Erinnerung an Deinen Taufpathen, 1896. Dr. Anton Bruckner.\" (**).\nBericht des »Ménestrel« über die Verleihung eines hohen Ordens an Brahms, was eine Besonderheit darstelle. Lediglich Bruckner habe als 60jähriger eine kleine Auszeichnung [Franz-Josephs-Orden] erhalten (***).", "Letzte Änderung": "07.02.2025 18:16"}, {"ID": 189805105, "Datum": "10.5.1898, Dienstag", "Haupttext": "In der Deutschen Zeitung bietet Theodor Helm einen Rückblick auf die Wiener Saison 1897/98. Die Aufführung der 5. Symphonie unter Löwe [am 1.3.1898] sei das bedeutendste Ereignis gewesen. Eine Wiederholung durch die Wiener Philharmoniker sei zu erhoffen, auf die 6. Symphonie werde man verbegebens warten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190005105, "Datum": "10.5.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Josef Gruber \"Anton Bruckner in St. Florian. Ein biographischer Beitrag\" [2. Teil] in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung 27, S. 59f (*).\nAuf S. 63 finden sich eine Kritik zum Musikabend des Wagner-Vereins mit dem Finale der 6. Symphonie [am 7.4.1900] (**)\r\nund ein Artikel über die Gedenktafelenthüllung in Vöcklabruck am 24.5.1900 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190105105, "Datum": "10.5.1901, Freitag", "Haupttext": "Brief von Theodor Reisch an Ignaz Bruckner:\n     Die Bewilligung zur Exhumierung des Leichnams von Maria Anna Bruckner sei erteilt worden. Das Leichenbestattungsunternehmen Carl Raups Witwe werde die Exhumierung am 17.5.1901 in Währing vornehmen; der Transport werde am Samstag früh [18.5.1901] in Asten eintreffen. Ignaz möge den Linzer Bezirksarzt informieren (soll in Asten anwesend sein), für einen Wagen für die Überführung nach St. Florian und für eine ordnungsgemäße Bestattung der Leichenreste sorgen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190505105, "Datum": "10.5.1905, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel in der New York Tribune Nr. 21360 auf S. 7 mit Korrekturen zu einem Erstaufführungsverzeichnis von Theodor Thomas, das auch die 4. Symphonie erwähnt und die EA am 16.3.1888 unterschlägt, signiert \"H. E. K.\" [= Krehbiel]:\n\"                         MUSIC.\n\nTheodore Thomas's First Performances.\n\n     The second chapter of the work recently published in Chicago under the title \"Theodore Thomas: an Autobiography,\" is given up to a list of compositions which the editor of the book, Mr. George P. Upton, asserts were introduced into this country by Mr. Thomas. [... angeblich sorgfältige Recherchen, dennoch Verdacht auf falsche Informationen zur Mehrung des Ruhmes von Thomas, zudem Rivalität mit Damrosch ... Fehlerbeispiele (Beethovens 9. Sinfonie, Quartett op. 130 etc.) ...].\n     In making the following corrections [...] the sources of information are the Tribune's criticisms written by the same hand for the last twenty-four years [... und andere Quellen ...].\n     Bach-Raff–Ciaconne arranged for grand orchestra. [... Datumskorrektur ...].\n     Bruckner–\"Romantic\" Symphony, in E flat; Thomas, Chicago, January 28, 1897 [recte 22./23.1.1897]. It was performed at one of Mr. Anton Seidl's concerts in Chickering Hall, this city, on March 16, 1888.\n     Dohnanyi–Symphony in D minor. [... 18 weitere Komponisten in alphabetischer Reihung ...].              H. E. K.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190605105, "Datum": "10.5.1906, Donnerstag", "Haupttext": "Der Brünner Tagesbote Nr. 218 berichtet auf S. 4 von der Silhouetten-Ausstellung, in der auch Otto Böhlers Musikersilhouetten zu sehen sind. \n\n     \"[…] Dr. Otto Böhler in Wien hat (Nr. 446-457) Musikersilhouetten ausgestellt. Die der Zeit nach ferner stehenden Komponisten, wie Beethoven und Schubert, treten auf in Gestalt und Haltung gleich den Heldenspielern eines Hoftheaters; die Zeitgenossen dagegen sind mit greifbarem oder besser noch mit packendem Realismus dargestellt. Zumal Brahms, dessen korpulente Gestalt mit dem sich etwas schwerfällig schwingenden Wesen ganz vorzüglich gelungen ist. Der kleine rote Igel, der ihm nachläuft, repräsentiert die Schildmarke seines langjährigen »Stammbeisels«. Wagner und Bruckner erscheinen am offenen Fenster vor einem blaßblauen Himmel, ersterer in liebenswürdig-aufgeräumter Stimmung diesem eine Priese anbietend. Und den etwas weitläufigen und weitschweifigen Bruckner kann man noch öfter sehen, sogar in einer Begegnung mit Dr. Hanslick, wo der Humor des Künstlers, der in allen Bildern durchschimmert, eine etwas schärfere Note zeigt. […]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190705105, "Datum": "10.5.1907, Freitag", "Haupttext": "Konzert des Wiener Männergesangvereins in Philadelphia [ob auch mit einem Werk Bruckners, konnte noch nicht festgestellt werden].", "Letzte Änderung": "10.09.2025 06:17"}, {"ID": 190905105, "Datum": "10.5.1909, Montag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 19579 bringt auf S. 8 einen Bericht, signiert \"A. K.\", über das Konzert vom 8.5.1909 mit der 2. Symphonie:\n\"             MUSIC IN LONDON.\n                             LONDON, SATURDAY.\n     One often notices strange cases of composers with a great reputation in one country who are quite unknown in another, but no case is more striking than that of Bruckner, who is hardly more than a name to most English people, in spite of the attempts of Dr. Richter, who was one of his warmest personal friends, to popularise his music. It has an army of enthusiastic admirers in Germany, and still more in Vienna. There are certain elements of greatness in it, but its peculiar vein of Schwärmerei and austerity and its characteristic manifestation of thoroughness make it more suitable to German than to British soil. Bruckner was an unpractcal dreamer in private life. As the saying went, he wrote a seventh symphony, and was surprised to wake up one day and find himself famous. He is in a class by himself; he was touched to a certain extent by all the prevailing influences of the day, but was not a follower of any school; and such a composer has, after all, unless he has the energy and the strongly marked characteristics which enable him to found a school of his own, the smallest chance of popularity. To-day Herr Nikisch conducted the London Symphony Orchestra at the Queen's Hall, and included in his programme the Symphony in C minor of Bruckner, which dates from 1873. It was played magnificently, but the public, with its characteristic distrust of the unfamiliar, received it but lukewarmly. It is a work of considerable beauty and power, and shows a great command of the most important forms of composition. The most interesting and original movement are the slow movement and the scherzo. The former, with its lofty vein of thought and abstraction from the workaday world, strikes a deep note of feeling, not like that of anyone else, though, curiously enough, it somehow suggested a mood not unrelated to that of the slow movement of     Elgar's Symphony. The scherzo is partly Beethovenish, in a curiously unexpected way, and the trio is delightfully and naively Viennese. Herr Nikisch also conducted a splendidly picturesque and dramatic performance of Tschaïkovski's \"Romeo and Julie.\"\n                                                        A. K.\" (*).\n \nDieses Konzert wird auch von The Times Nr. 38955 (London) auf S. 12 besprochen:\n\"                          MUSIC.\n           LONDON SYMPHONY CONCERT.\n     The concert of Saturday last was a good deal less interesting than usual, for an undue proprtion of the time was occupied with Bruckner's second symphony, in C minor. On two former occasions symphonies by this composer have been played, both times under Dr. Richter; but neither the third (played 1891) nor the seventh (played in 1887) has succeeded in making a very permanent impression, excepting on account of the great length at which the composer was fond of expanding his ideas, a characteristic which the second symphony shares with these.\n     Considering the time the movements occupy, it might be thought that the ideas, such as they are, were worth developing at corresponding length; but the odd part of the symphony is that most rarely is there any attempt to develop the subjects, so that very little interest attaches to them after they are once delivered. Some recur oftener, some less often, than could be desired; but none are subjected to the kind of treatment for the sake of which the symphonic form has been valued ever since the time of Haydn and Mozart. The result is, of course, that while there is a plethora of musical ideas, there is little logical sequence in their appearance; and though the mere bones of the form remain, the spirit that should vitalize them is absent, and the whole symphony is rightly pronounced exceedingly dull, even by those who give it their undivided attention at first. The best portions are a slow movement of rather Weberish character and a vigorous scherzo with a singularly undistinguished trio. The first movement is unusually full of wagnerian reminiscences.\n     Herr Nikisch conducted it with great care and skill, and kept its rhythmic movement going so that its good points appeared in the best light. In the \"Egmont\" overture, which began the concert, [...]. The violoncello concerto of Raff is not an inspired composition, but, as excellently played by Mr. B. Patterson Parker, it was heard to the best advantage after the tiresome symphony, [... Tschaikowsky, Liszt ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "23.05.2024 13:04"}, {"ID": 191705105, "Datum": "10.5.1917, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung August Stradals in seinem zweihändigen Klavierauszug des Benedictus der f-Moll-Messe, den er Ernst Kurth widmet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192105105, "Datum": "10.5.1921, Dienstag", "Haupttext": "Vertrag zwischen August Göllerich und dem Regensburger Verleger Bosse, die Bruckner-Biographie betreffend. \"Teil I: Erwachen (in 2 Bänden = Band 1 u. 2) | Teil II: Erreichen (in 2 Bänden = Band 3 u. 4)\". Erstauflage 3000 + 200, Honorar 1800 Mark.\r\n[Zusatzvertrag mit Gisela Böllerich am 15.9.1930]", "Letzte Änderung": "07.01.2024 10:24"}, {"ID": 192405105, "Datum": "10.5.1924, Samstag", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 129 kündigt auf S. 6 für Anfang Oktober eine Bruckner-Feier im Wiener Stephansdom mit der f-Moll-Messe unter Leopold Reichwein an (*).\n \nDer Welser Anzeiger (Folge 19) teilt auf S. 6 mit, dass am 16.5.1924 das \"Ave Maria\" (WAB 6) in kirchenmusikalischen Feiern aufgeführt wird (**).\n \nIn der 100-Jahr-Feier des Stuttgarter Liederkranzes wird u.a. \"Trösterin Musik\" aufgeführt (***).\n \n(Brief von Karl Zappe (Männergesangverein Wels 1847) an Propst Vinzenz Hartl (°)).\n \n(Brief von Dr. Josef Peßl [an das Stift St. Florian?] (°°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192505105, "Datum": "10.5.1925, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch den Mödlinger Gesangverein (Josef Hueber) und das Volksopernorchester unter Anton Webern in St. Othmar in Mödling (*).\n\n\nThe Detroit Free Press Nr. 225 (Detroit, Michigan) informiert auf S. 15 über das Niederrheinische Musikfest in Köln (11.-15.6.1925), ohne Bruckner zu erwähnen, und kündigt einen Beethoven-Bruckner-Abend der Berliner Philharmoniker unter Furtwängler in Köln anlässlich der Tausendjahrfeier des Rheinlands an (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192705105, "Datum": "10.5.1927, Dienstag", "Haupttext": "\"     Der Gesangverein österreichischer Eisenbahnbeamten, [sic] der Dienstag, den 10. d. M., auf drei Tage zum Besuch des Berliner Sängervereins und des Berliner Sängerbundes eintrifft, veranstaltet am Ankunftstage in der Philharmonie ein großes Konzert. Die Sängerschar, aus höheren Beamten bestehend, steht unter der Stabführung ihres Chormeisters Prof. Karl Führich auf hoher künstlerischer Stufe und steht in Wien mit an führender Stelle. Die Sopranistin Luise Helletsgruber von der Staatsoper Wien begleitet den Chor. Die Wiener werden einen österreichischen Komponistenabend veranstalten und Chöre von Bruckner, Jos. Reiter, Karl Führich, Weinzierl, Herbeck, Strauß zu Gehör bringen. – Karten im Vorverkauf zu ermäßigten Preisen [...]. An der Abendkasse erhöhte Preise.\"", "Letzte Änderung": "12.10.2025 08:33"}, {"ID": 192805105, "Datum": "10.5.1928, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung der 5. Symphonie für den 10.-13.6.1928 in Köln in The Sumter Item Nr. 22 (The Item, Sumter, South Carolina) auf S. 4 (*).\nDie Kölnische Zeitung bringt einen Bericht von der Wiener Aufführung der 7. Symphonie (am 6.5.1928): \"[...] Das Konzert war ausverkauft und brachte den Kölnern einen großen Triumph [... Haydn, Mozart, Bruckner ...]. Abendroth wurde begeistert empfangen und nach den beiden Sinfonien und am Schluß stürmisch beklatscht, und ließ das Orchester durch Erheben von den Sitzen an dem Beifall teilnehmen. [...] Besonders lebendig und in den Tempi richtig kam in der Brucknerschen Sinfonie das Scherzo heraus, und das Adagio war tief ergreifend. Auffallend war besonders die Reinheit der Bläser. Die Bruckner-Sinfonie ist heuer hier schon zweimal aufgeführt worden, einmal unter Furtwängler [recte viermal: 8.1.1928 Anton Webern, 26.2.1928 Anton Konrath, 14./15.4.1928 Furtwängler]. Leute, die alle drei Aufführungen gehört haben, erklären die Aufführung durch Abendroth als die plastischste. Es war ein hoher Genuß. Das Konzert lehrte die Wiener, daß auch im Reich vortreffliche Musik gemacht wird und daß insbesondere das alte, berühmte Gürzenich-Orchester mit seiner Feinheit, Sicherheit und Manneszucht den Vergleich mit Wien nicht  zu scheuen braucht. Dem Konzert wohnten bei Bundespräsident Dr. Hainisch mit Gattin, der deutsche Gesandte Graf Lerchenfeld und viele andere Angehörige der besten Wiener Gesellschaft.\" (**).", "Letzte Änderung": "28.12.2024 13:57"}, {"ID": 192905105, "Datum": "10.5.1929, Freitag", "Haupttext": "Gründung des Westfälischen Brucknerbundes in Münster, der die Landesgruppe Westfalen der IBG bildet. Protektorat: Landeshauptmann Dr. Franz Dieckmann. Vorläufiger Vorstand: Verlagsbuchhändler Dr. Eduard Hüffer und Studienrat Bernhard Kieslich (Vorsitzende), Dr. Hermann Ensslin [siehe die Anmerkung] und Dr. Richard Greß (Schriftführer), Dr. Carl Weyler (Kassenwart); Beisitzer: GMD Dr. Richard von Alpenburg, Fr. Karl Gustav Fellerer, Katharina Müller und Ludwig Schäffler.\n[Siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "17.08.2026 16:46"}, {"ID": 193005105, "Datum": "10.5.1930, Samstag", "Haupttext": "Radio Wien bringt von 15:15 bis 16:55 Uhr ein Nachmittagskonzert mit dem Orchester Alois Dostal. Auf dem Programm stehen u.a. von Siegfried Ochs und Fritz Recktenwald \" 's kommt ein Vogerl geflogen\" Variationen über das Lied im Stile alter und neuer Meister: J. S. Bach. J. Haydn, W. A. Mozart, Johann Strauß, G. Verdi, Ch. Gounod, R. Wagner, L. v. Beethoven, G. Meyerbeer, [ab hier die alten Beiträge Recktenwalds:] J. Offenbach, Gustav Mahler, A. Bruckner, R. Strauß, Schlußmarsch\".", "Letzte Änderung": "26.03.2026 08:14"}, {"ID": 193105105, "Datum": "10.5.1931, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Chors \"O Lord Most Holy\" [= \"Ave Maria\" WAB 6] durch den Paul Tincher Smith Memorial Choir beim Vormittagsgottesdienst in der First Methodist Episcopal Church (Pastoren: Rev. M. C. Hunt und Rev. H. D. Bollinger) in Lafayette (*).\n \nAufführung desselben Chors im Vormittagsgottesdienst um 11 Uhr in der Methodist Episcopal\nChurch in Sayre (Pennsylvania), \"Rev. Einar Bohne-Echol, Minister. Miss C. Lucille Christman, minister of Music.\" (**).\n \nAnkündigung des Ann Arbor May Festivals (u. a. mit der 9. Symphonie [am 16.5.1831]) in The Detroit Free Press Nr. 6 auf S. 76 (= S. 4 des 4. Teils) (***).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 12:08"}, {"ID": 193305105, "Datum": "10.5.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Auf Einladung des Badischen Brucknerbundes hält F. X. Müller einen Vortrag »Persönliche Erinnerungen an A. Bruckner« in Karlsruhe. Zwei Lehrkräfte der Musikhochschule spielen [in einer Klaviertranskription?] die beiden ersten Sätze der 7. Symphonie (*).\nAufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Clemens Krauß in der Ausstellungshalle in Innsbruck (**).", "Letzte Änderung": "01.06.2026 07:51"}, {"ID": 193405105, "Datum": "10.5.1934, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der Chöre »Um Mitternacht« [WAB 89] und »Herbstlied« durch den »Sängerbund Frohsinn« [in Linz?] (*).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke:\r\n\"Heute Bruckner, aus verschiedenen Symphonien. Das ist mein Leben. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "31.03.2025 08:27"}, {"ID": 193705105, "Datum": "10.5.1937, Montag", "Haupttext": "Vortrag [?] um 20 Uhr \"Anton Bruckner. Ein Künstlerleben in Wort, Bild und Werk\", zusammengestellt von Franz Ledwinka, in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193805105, "Datum": "10.5.1938, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Siegmund von Hausegger an Max Auer:\r\n   Grüninger sei in großer Verlegenheit, ob das Mannheimer Bruckner-Fest [29.10. - 3.11.1938] als Veranstaltung der Internationalen Bruckner-Gesellschaft aufgezogen werden könne, nachdem dies für Hamburg verwehrt worden sei [vgl. 19.4.1938] (*).\n[frühere Datierungen: 26./28.2.1938 und 1./3.5.1938]\r\nSchallplattenaufnahme der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Carl Schuricht (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 13:50"}, {"ID": 194205105, "Datum": "10.5.1942, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von W. Bloem »Anton Bruckner« in der Deutschen Zeitung im Ostland.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194305105, "Datum": "10.5.1943, Montag", "Haupttext": "Brief von Karl Grunsky an die Reichsschrifttumskammer: \n    Bittet um die Erlaubnis, sein neues Brucknerbuch im Ausland zu veröffentlichen [gemeint: »zu drucken«?], da sein bisheriger Drucker an der Front sei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194405105, "Datum": "10.5.1944, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie im 6. Gesellschaftkonzert in Wien durch das Bruckner-Orchester unter Georg Ludwig Jochum (kurzfristig eingesprungen für die Münchner Philharmoniker unter Kabasta) (*).\nBrief des Präsidenten der GdM, Franz Schütz, an Goebbels:\r\n    Berichtet über das gestrige Konzert (**).\nBesprechung der gestrigen Aufführung der 5. Symphonie durch Walter Zeleny in den Neuesten Wiener Nachrichten (***).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 15:51"}, {"ID": 195405105, "Datum": "10.5.1954, Montag", "Haupttext": "Sitzung des Oberösterreichischen Brucknerbundes. Dr. Krejci stellt den Antrag, auch in Kirchen Symphonien aufzuführen. Ludwig Daxsperger schlägt vor, sich \"möglichst unmerklich\" um das Grab von Bruckners Mutter zu kümmern [?].", "Letzte Änderung": "08.02.2023 15:40"}, {"ID": 196305105, "Datum": "10.5.1963, Freitag", "Haupttext": "[Aufführung?] Einspielung der 7. Symphonie durch das Rundfunk-Sinfonieorchester Köln unter Hans Knappertsbusch in Köln.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196505105, "Datum": "10.5.1965, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Zubin Mehta im Stephaniensaal in Graz.", "Letzte Änderung": "08.06.2026 19:11"}, {"ID": 197805105, "Datum": "10.5.1978, Mittwoch", "Haupttext": "Überreichung der Bruckner-Medaille der IBG an Hans Hubert Schönzeler. Laudatio von Leopold Nowak.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197905105, "Datum": "10.5.1979, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Camillo Gamnitzer »Bruckner-Color oder die Faszination der Technik« in der Linzer Rundschau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198705105, "Datum": "10.5.1987, Sonntag", "Haupttext": "Eröffnung der Wochen des Linzer Bruckner-Konservatoriums mit einer Kranzniederlegung am Sarkophag Bruckners in der Krypta in St. Florian. Im Eröffnungskonzert im Marmorsaal erklingen Werke von J. S. Bach und Händels \"Messias\" unter Gerhard Dallinger.", "Letzte Änderung": "10.01.2024 14:01"}, {"ID": 199205105, "Datum": "10.5.1992, Sonntag", "Haupttext": "Vincent Crosnier bringt in seinem Orgelkonzert in St. Eustache in Paris neben Werken von J. S. Bach (C-Dur BWV 546) und Liszt (Orgeltranskiption Jean Guillous von \"Orpheus\") auch das Perger Präludium.", "Letzte Änderung": "11.12.2025 09:59"}, {"ID": 185206105, "Datum": "10.6.1852, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Ecce Panis Angelorum« von Cherubini in St. Florian (*).\n\n\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"10. Juni  4 Musiker, worunter ein Tenorist u. ein Bassist   10 fl\" (**).\nAm 25.9.1854 eine weitere Notiz:\n\"25 September     für das Uebernachten von 6 Musiker am h. Frohnleichnamsfeste a. 1852 /: nachträglich vom Leithner-Gastwirth die Rechnung erhalten:/     1 [fl] 46 [kr] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185406105, "Datum": "10.6.1854, Samstag", "Haupttext": "Zeugnis für Ignaz Bruckner, der vom 1.9.1851 bis 10.6.1854 seine Lehrzeit als Gärtner am Stiftshofgarten St. Florian abgeleistet hat und bestens empfohlen werden kann. \n\n     Unterzeichnet von Joh. Müller (Stiftshofgärtner), Jad. Oberlebart [oder \"Jod.\" = Jodok?] (Gartenmeister) und als Zeugen von Jakob Ominger (Obergärtner bei Graf O'Hegerty).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006105, "Datum": "10.6.1860, Sonntag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 10. Juni [1]860.« auf Doppelbogen »No. 7« (»Rückgängige Canons«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506105, "Datum": "10.6.1865, Samstag", "Haupttext": "Eher ungünstige Kritik über Rudolf Weinwurms »Germania« in der Linzer Zeitung Nr. 132 auf S. 547, signiert \"F.\":\n»                              Zum Sängerbundes-Fest.\n\n                                                  II.\n     F. Linz, 6. Juni. Bei dem zweiten Preischore [... Neeb ... S. A. Zimmermann ...]\n      Den Schluß der ersten Abtheilung bildete Germania, Gedicht von Gustav Kühne, componirt für Männerchor und Solo mit vollständiger Militärmusik von Rudolf Weinwurm. Der Text ist ziemlich kläglich und würde wohl selbst dem 'deutschesten Deutschen' einige Bemerkungen abzwingen [...] Der Baß-Solo-Eintritt [...] wird schon beim dritten Takte hinlänglich schmachtend und nun beginnt die sentimentale Steigerung durch den Eintritt des Tenors, dann der übrigen Stimmen des Soloquartetts im etwas bewegteren Tempo (denn Germania fängt bereits an, ungeduldig zu werden) und endlich des Chores und der nun auch begleitenden Instrumente, durch ein poco ritenuto und crescendo bis ins ff, in welchem endlich die Jungfrau Germania (bei der vierten Strophe kommt noch ein Anfangsritenuto und eine Riesenfermate dazu) unter Pauken-Wirbeln von allen Stimmen gefunden zu sein scheint. Wir führen dies an, um die Ansicht zu rechtfertigen, daß dieser Chor rein auf Effekt berechnet wurde und Hr. Weinwurm seine bessere musikalische Seite, die uns hinlänglich bekannt ist [...] dem Effekte zu lieb abgestreift hat. [...]\n     [... über die weiteren Chöre der ersten Abteilung ... Wunsch nach besserer Qualitätskontrolle durch das Festkomité schon im voraus ...].\n     Es ist dies nicht nur ein [sic] Erforderniß der öffentlichen Rücksicht gegen das Publikum, sondern auch gegen die künstlerische Weihe eines solchen Festes, welches hierdurch schwer verletzt werden kann.« (*).\n\n\nBericht über das Konzert vom 5.6.1865 in der Salzburger Zeitung Nr. 132 auf S. 1-3:\nErstes Sängerbundes=Fest für Oberösterreich\n\n                 und Salzburg zu Linz\n\n               am 4., 5. und 6. Juni 1865.\n\n                       Zweiter Tag.\n\n                       (Fortsetzung.)\n     Die Festproduktion begann mit folgender zündender Ansprache des ersten Bundesvorstandes Herrn August Göllerich: [... Text der Rede ... drei Preis-Chöre von Santner dirigiert, Einzelchöre ... Rudolf Weinwurm und Carl Mayrberger dirigierten selbst (4. und 5. Preis-Chor), Solotenor Köchl (Salzburg) ...].\n                      (Schluß folgt.)\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186806105, "Datum": "10.6.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Herbecks an Bruckner:\r\n   Hat mit Hofrat von Imhof gesprochen - eine Absicherung für den Fall der Erwerbsunfähigkeit sei nicht möglich. Herbeck weist Bruckner darauf hin, daß die neue Stellung am Konservatorium vor allem mit Unterrichtstätigkeit verbunden, materiell nicht glänzend ausgestattet und nicht mit absoluter Sicherheit verbunden sei. Will sich um eine Anhebung des Gehaltes bemühen. Bruckner solle sich nach reiflicher Überlegung und mit freiem Willen entscheiden.", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:23"}, {"ID": 187006105, "Datum": "10.6.1870, Freitag", "Haupttext": "Orgelimprovisation Bruckners in der Piaristenkirche anläßlich eines Lehrertages (*). Er spielt auch die cis-moll-Fuge aus Bachs »Wohltemperiertem Klavier« (**).\r\n     Ein Zuhörer, Th. Mann, fragte Bruckner im Brief vom 8.9.1870 nach Einzelheiten des Programms (***).\n(Bei den Veranstaltungen des Lehrertages (z.B. am 8.6.1870) war auch der Schubertbund beteiligt (°)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:06"}, {"ID": 187206105, "Datum": "10.6.1872, Montag", "Haupttext": "Brief der Londoner Ausstellungskommission an Bruckner:\r\n   Bestätigt, den Brief vom 30.4.1872 und die Partitur der d-moll-Messe empfangen zu haben. Unterschrift des Sekretärs J. A. Wright (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\r\n     Dankt für das Referat. Der Angriff des Linzer Volksblatts sei zu bedauern. Man könne die Österreicher nicht zum deutschen Cäcilien-Vereins zwingen. Dass Traumihler in Eichstätt war und als Referent gewählt wurde, sei Gottes Fügung. 1871 habe Habert in seiner Zeitschrift zum Protest gegen Witt aufgerufen; er, Witt, werde aber dazu nicht mehr viel schreiben, erhalte auch die Zeitschrift nicht mehr (auch Metten nicht). Traumihlers Plan zur Gründung eines Bezirksvereines sei zu begrüßen. Kleinere Gruppen seien wirkungsvoller. Die Tatsachen entscheiden: für Habert sei in Brixen, Trient, Vorarlberg und bald auch Salzburg und Seckau nichts zu gewinnen. In Linz spiele Traumihler eine wichtige Rolle. Wenn es gelänge, in Linz einen Chor zusammenzustellen, könnte man auch den Bischof für die Sache gewinnen (***)).", "Letzte Änderung": "25.09.2025 12:08"}, {"ID": 187306105, "Datum": "10.6.1873, Dienstag", "Haupttext": "Streicherpartitur des 1. Satzes der 3. Symphonie beendet (*).\nSchreiben der Stadt Tulln an das Bischöfliche Consistorium in St. Pölten:\r\n     Der Gemeindeausschuß der Stadt Tulln habe am 8.6.1873 den Ankauf der Bruckner zugedachten Uhr [vgl. 23.4.1873] bewilligt. Antrag auf Kostenübernahme (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 132 bringt auf S. 3 eine Stellungnahme von Johann Evangelist Habert [vgl. Witts Artikel vom 1.6.1873]:\r\n     \"Kundgebungen aus dem Volke.\n          Offene Antwort und Einladung.\r\n     Obwohl ich schon erklärt habe [... über Vorwürfe Franz Xaver Witts gegen den österreichischen Cäcilien-Verein, die von Traumihler unterstützt würden ...]\r\n     Der Verein wurde nicht von mir, sondern von Lambach aus aufgelöst, ohne daß ich mithalf. Ich erfuhr die Auflösung aus dem \"Linzer Volksblatte.\" -\r\n     Von Zeit zu Zeit findet es Witt für nothwendig, seinen Lesern mitzutheilen, daß meine Compositionen niemand aufführt. Diesesmal (in Nr. 6 der Mus. sacra d. J.) kommt ihm Traumihler zu Hilfe und berichtet: \"Habert's Cäcilienmesse wurde heuer (?) in der Hofburgkapelle zu Wien aufgeführt, aber, wie ich durch Herrn Bruckner erfahren, ohne merklichen Erfolg. (?) Die Messe ist für das vollständige Orchester (?) eingerichtet. Dechant Arminger in Steyr führte heuer bei Gelegenheit des hundertjährigen Bestehens der dortigen Stadtpfarrorgel eine Messe Habert's unter dessen eigener Direktion auf. Das ist aber Alles, was mir über die Aufführungen Habert'scher Werke bekannt ist.\" -\r\n     Sagen Sie einmal Herr Traumihler, haben Sie schon einmal etwas von mir aufgeführt? [... Traumihler habe das wohl vergessen und nicht nach Regensburg berichtet. Auch T.s Gesinnungsgenossen verschweigen Haberts Aufführungen - Parteidiziplin! Traumihler habe früher sogar Haberts Werke über die Wittschen gestellt ... über die Kritik an seiner Zeitschrift. Lädt Witt ein, gemeinsam zu Ambros in Wien (als Schiedsrichter) zu gehen. Sollte dieser Witts Urteile bestätigen, so werde er, Habert, Abbitte leisten und dem deutschen Cäcilien-Verein beitreten. Jedoch müsse Witt eine anders ausfallende Beurteilung im Gegenzug aber auch akzeptieren. ...] Kann ich mehr thun? Also, ist's gefällig, wollen Sie den Tanz wagen?\r\n     Josef Habert.\" [sic] (***).\r\nWitt reagierte darauf im Linzer Volksblatt vom 19.6.1873 auf S. 3. Am 26.6.1873 ergreift ein mit \"F. H.\" signierter Leserbrief Partei für Habert.\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "04.09.2024 07:00"}, {"ID": 187406105, "Datum": "10.6.1874, Mittwoch", "Haupttext": "2. Satz der 4. Symphonie beendet (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187506105, "Datum": "10.6.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramtes an die Hofmusikkapelle:\r\n   Antrag vom 31.5.1875 wird genehmigt - Bibls Stelle als Vize-Archivar und 2. Singlehrer der Hofsängerknaben wird Bruckner übertragen. Jahresgehalt 300 fl.; die 100 fl. Remuneration für Bruckner und Hellmesberger werden nicht genehmigt. Unterschriften von Hohenlohe und Westermayer.\r\n   Aktenvermerke von Wlassack, Max Imhof und Anton Böhm.", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:30"}, {"ID": 187606105, "Datum": "10.6.1876, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Orgelspiel bei der morgigen Kirchenmusik wird von mehreren Blättern angekündigt:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1593 auf S. 6 (*),\n \nFremdenblatt Nr. 158 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (°) ... J. P. Gotthard ...] Hoforganist Professor Bruckner wird am Schlusse eine Orgelfuge spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4234 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (°) ... J. P. Gotthard ...] Hof=Organist Professor Bruckner spielt die Orgel.\"(***)\n \nund \"Presse\" Nr. 158 auf S. 11:\r\n     \" - In der Pfarre Alservorstadt wird Capellmeister Leopold Eder Sonntag den 11. Juni um 10 Uhr eine Festmesse von Wittassek, Graduale (Sopransolo mit Chor) von Gotthard und Offertorium, Kirchen=Arie von Stradella (Altsolo) zur Aufführung bringen und werden die Soli der Messe Frau Marie Kohn, Fräulein Schlager, Herr Dunkl und Herr Eduard Teller, das Altsolo die k. k. Hofopernsängerin Wilhelmine Tremel vortragen. Hoforganist Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:31"}, {"ID": 187706105, "Datum": "10.6.1877, Sonntag", "Haupttext": "Josef Seiberl, Bruckners Nachfolger als Stiftsorganist in St. Florian, in Karlsbad gestorben (*).\nBruckner hält sich in Klosterneuburg auf, wo er sich dankbar an Oelzelt-Newin erinnert [vgl. 4.10.1876 und 7.2.1877] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2025 09:17"}, {"ID": 187806105, "Datum": "10.6.1878, Pfingstmontag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle. Aufgeführt werden Werke von Rotter. Notiz (in der Zeile vom 30.6.1878): »Die Eintragungen vom 2. - 16. sind von Bruckners Hand.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188106105, "Datum": "10.6.1881, Freitag", "Haupttext": "Brief Marie Bartls aus Oberammergau an Bruckner:\r\n   Gratulation zum Namenstag [13.6.1881] (*).\nIm Musiker-Courier Nr. 32 (Zeitschrift für die Musikalische Welt 1880/81, 4. Jg.) wird auf S. 311f »Mendel-Reißmann's Musikalisches Conversations-Lexikon« besprochen, signiert »(K.)«. Es wird auf S. 312 kritisch bemerkt, daß A. M. Storch, Franz Mair, Kremser und Bruckner darin nicht enthalten sind:\r\n   »[...] ---Anton Bruckner, der geniale Componist, hat zwar noch keine 300 Tanzcompositionen wie der berlinisirte Magyare Gungl producirt, dafür wiederfährt ihm auch nicht die Ehre, in einer seitenlangen Biografie verewigt zu werden. Er scheint überhaupt in Berlin und Leipzig eine völlig unbekannte Größe zu sein, denn auch nach seinem Namen wird man vergebens herumblättern. Das sind nur Stichproben, weiter nichts! Aeußerungen des Localpatriotismus, die für Deutschland gewiß wenig Werth haben. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 08:50"}, {"ID": 188206105, "Datum": "10.6.1882, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »10. [Juni] 9. [Lektion Lamberg] 6 [Uhr?]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306105, "Datum": "10.6.1883, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung [(?) siehe Anmerkung] des Göllerich sen. gewidmeten Männerchores »Sängerbund« [WAB 82] beim Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundfest in Wels unter Leitung von Eduard Binder (*).\nUrsprünglich waren Bruckner und Rudolf Weinwurm als Dirigenten ihrer Chöre angekündigt worden. August Göllerich sen. war erkrankt und nahm an dem Fest nicht teil (*a).\r\nUnter den Teilnehmern ist auch die Liedertafel Vöcklabruck (*b).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).\nEmpfehlungsschreiben Wilhelm Jahns für Bruckner:\r\n     Er habe bei den Philharmonikern die 4. Symphonie gehört, zwei Sätze der 6. Symphonie selber dirigiert und kürzlich die 7. Symphonie eingehend studiert und könne Bruckners Werke jedem Konzertunternehmen empfehlen (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406105, "Datum": "10.6.1884, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Weilnböck in Linz:\r\n     Sendet ein Buch zurück (*).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 159 meldet auf S. 3, daß in Leipzig eine Aufführung [der 7. Symphonie] geplant sei:\r\n     \" * Von unserem ausgezeichneten Professor Brückner kommt demnächst dessen siebente Symphonie in Leipzig zur ersten Aufführung, und zwar zum Besten des daselbst projektirten Richard=Wagner=Denkmales.\" (**).\n(Aufführung von Beethovens »Fidelio« in Wien (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706105, "Datum": "10.6.1887, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners [vermutlich Briefentwurf]:\r\n   Bittet, in Zukunft ihn mit Zuschriften (wegen Zeitungsabonnements [Vindobona?]) zu verschonen (*).\n[?? vgl. 11.6.1887, 18.6.1887 und Juli 1887]\r\nSchreiben der Amsterdamer Maatschappij tot bevordering van Toonkunst an Bruckner:\r\n     Ernennung zum Correspondierenden Mitglied (**). Unterschrift von Daniel de Lange (***).\r\nDie Sitzung fand in Utrecht statt (°).\r\nDe Lange übersandte Bruckner sein Lied ”De Roze”, das sich in Bruckners Nachlaß befand (°°).", "Letzte Änderung": "11.05.2023 17:46"}, {"ID": 188806105, "Datum": "10.6.1888, Sonntag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n   Grüße von Hisch, Löwe und Bruckner, der immer noch am Finale der 3. Symphonie sitze, Satzfehler ausmerze, einiges umkomponiert und Franz Schalks Striche und Übergänge (*) beibehalten habe. Die 4. Symphonie werde bis zum Herbst bei Gutmann, dem Dr. Reisch einen Kontrakt [15.5.1888 gemeint?] abgerungen habe, erscheinen; Löwe arbeite an einem leichten vierhändigen Klavierauszug (**).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:28"}, {"ID": 188906105, "Datum": "10.6.1889, Montag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »10. Juni Fr Kathi 7 fl pro Juni.«", "Letzte Änderung": "28.07.2025 10:47"}, {"ID": 189106105, "Datum": "10.6.1891, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht von Reinhold Frhr. v. Lichtenberg über Bruckners Berliner Erfolge [31.5.1891] im Deutschen Volksblatt Nr. 872, S. 8:\r\n     \"Theater, Kunst und Literatur.\r\n          Anton Bruckner in Berlin. \r\n      In der Zeit vom 31. Mai bis 3. Juni 1891 fand in Berlin die 28. Tonkünstlerversammlung des \"Allgemeinen Musikvereines\" statt. In den aus diesem Anlasse stattgefundenen fünf Concerten bildete entschieden das Te Deum unseres in Wien weilenden Meisters Anton Bruckner den Glanzpunkt des ganzen Festes. Das Publikum nahm dieses herrliche Werk mit lautem Jubel und heller Begeisterung auf. Meister Bruckner mußte immer und immer wieder auf der Musikerbühne erscheinen und es wurde ihm ein großer Lorbeerkranz überreicht, wobei das Publikum wieder laute Beifallsbezeugungen kundgab. Auch nicht Einer verließ den vollen Saal der Philharmoniker, ohne im Innersten von diesem echt religiösen und ein warm empfindendes Gemüth zeigenden Werke ergriffen zu sein.\r\n     Die Aufführung selbst vom philharmonischen Chor und Orchester unter Leitung des Herrn Siegfried Ochs, sowie den Einzelkräften Frau E. Herzog, Frl. C. Kloppenburg und den Herren J. Mödlinger und Dr. Reimann (Orgel) war eine ausgezeichnete und bis in die Einzelheiten fein durchgearbeitete.\r\n     Mögen unserem geliebten Meister Bruckner noch recht viele solche Triumphe, wie er einen am 31. Mai feierte, beschieden sein. In seinen Werken haben wir echte deutsche Kunst.\r\n          Reinhold Frhr. v. Lichtenberg.\" (*).\nÜbertragung der Überreste Herbecks in ein Ehrengrab und Enthüllung des Denkmals (**). \r\n   \"[...] Den Sarg umgaben Lampen- und Wappenträger, während den Saum des Bahrtuches die Herren Bruckner, Bösendorfer, Dumba, Hellmesberger, Carl Ritter v. Olschbaur und Dr. Ritter v. Raindl hielten. [...]\" (***).    \r\n   Anwesend sind auch Lekisch, Kremser, Epstein und Udel (°).\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 23 bespricht auf S. 277 - 279 die Konzerte des 31.5.1891:\r\n     \"Die 28. Tonkünstler-Versammlung des Allgem. Deutschen Musikvereins zu Berlin.\r\n                  31. Mai bis 3. Juni.\r\n            Erstes und zweites Concert.\r\n          Besprochen von William Wolf.\r\n     Endlich hat sich erfüllt, was so lange gehofft, so lange vergeblich erwartet worden war: der Allgemeine Deutsche Musikverein hat sein Wanderzelt einmal in Berlin aufgeschlagen, [... musikalisch hohes Niveau, im geselligen Teil primitiv ...]\r\n     [... 1. Konzert mittags (Rosé-Quartett zuviel Tremolo, Lieder von Hans Sommer etc.) ...]\r\n     [... abends 2. Konzert ... Dr. Reimann (Orgel), Max Bruch, Carl Halir (Dvorak), d'Albert (fiel aus - das Konzert war auch so zu lang), Draeseke, Th. Carreno (MacDowell) ...]\r\n     Den Schluß der Aufführung bildete ein mächtiges Chorwerk mit Orchester= und Orgelbegleitung, das Bruckner'sche Te deum, zu welchem als Solisten außer Frau Herzog die Altistin Frl. Kloppenburg und die Herren Dietzel (Tenor) [Diezel] und Mödlinger (Baß) hinzugezogen wurden, die sich sämmtlich als stimmbegabte und musikalisch=tüchtige Künstler erwiesen. Bruckner, der geniale, trotz seines ziemlich hohen Alters erst in letzter Zeit bei uns zu Ansehn gelangte Wiener Componist, hat hier ein Werk voll Kraft, voll würdiger kirchlicher Grundempfindung, dabei reich an Eigenartigem und an modulatorischer Kühnheit geschaffen. Allerdings dürfte man für diese an sich wirklungsvollen Kühnheiten und Eigenthümlichkeiten nicht immer im Texte genügenden Grund finden, und die Kraft erhält oft durch eine militärisch harte Instrumentation und häufige Anwendung höchster Soprantöne etwas Forcirtes. Aber man wird entschädigt durch so schöne Parthieen, wie das Ausdrucksvolle und in Stimmenverwebungen vorzügliche te ergo quaesumus, und das Werk als Ganzes entläßt uns mit einem erfreuenden, erfrischenden Eindruck. Dem anwesenden Componisten brachte das Publikum die lebhaftesten Beifallsbezeugungen dar.\r\n                          (Fortsetzung folgt.)\" (°°).", "Letzte Änderung": "22.04.2026 16:11"}, {"ID": 189206105, "Datum": "10.6.1892, Freitag", "Haupttext": "Brief P. Georg Huemers an Bruckner:\r\n   Bedauert, daß Bruckner an Pfingsten nicht nach Kremsmünster kommen konnte. Gratuliert zum Namenstag [am 13.6.1892], auch im Namen des erkrankten P. Oddo Loidol (*).\nDie Aufführung der 4. Symphonie am 15.6.1892 wird angekündigt\nim Deutschen Volksblatt Nr. 1233 auf S. 9:\r\n\"     Internationale Ausstellung für Musik= und Theaterwesen.\r\n[...]\r\n     Samstag und Sonntag finden populäre Concerte des Symphonie=Orchesters der Ausstellung statt. Das Programm wird sich demnächst sehr mannigfach gestalten, so sind u. A. Symphonien von Berlioz, Anton Bruckner, symphonische Dichtungen von Franz Liszt und Compositionen von Robert Fuchs und Richard Heuberger in Vorbereitung.\r\n     Mittwoch, den 15. d. M., veranstaltet der Wiener Akademische Wagner=Verein unter Mitwirkung des Symphonie=Orchesters der Ausstellung und des Vereinschores unter Leitung des Dirigenten Josef Schalk eine große Musikaufführung in der Musikhalle. Es werden aufgeführt: [... Richard Wagner, Hugo Wolf ...]; Anton Bruckner, IV. (romantische) Symphonie (Es-dur); [... weitere Werke, Kartenpreise und Vorverkauf ...].\" (**)\nund in der »Presse« Nr. 160 auf S. 10:\r\n\"     Internationale Musik- und Theater-Ausstellung.\r\n[...]\r\n      – Samstag und Sonntag finden populäre Concerte des Symphonie=Orchesters der Ausstellung statt – Mittwoch den 15. d. veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein unter Mitwirkung des Symphonie=Orchesters der Ausstellung und des Vereinschores unter Leitung des Dirigenten Josef Schalk eine große Musikaufführung in der Musikhalle. Es werden aufgeführt: [... Richard Wagner, Hugo Wolf ...]; Anton Bruckner, IV. (romanische [sic]) Symphonie (Es-dur); [... weitere Werke, Kartenpreise und Vorverkauf ...].\" (***).\nDie Neue Freie Presse Nr. 9983 beschränkt sich auf S. 4 auf  die ungenauere Ankündigung:\r\n\"     Die Musik- und Theater-Ausstellung.\r\n[...]\r\n     Samstag und Sonntag finden populäre Concerte des Symphonie=Orchesters der Ausstellung statt. Das Programm wird sich demnächst sehr mannigfach gestalten, so sind unter Anderem Symphonien von Berlioz, Anton Bruckner, symphonische Dichtungen von Franz Liszt und Compositionen von Robert Fuchs und Richard Heuberger in Vorbereitung.\" (°),\nähnlich auch das Neue Wiener Tagblatt Nr. 160 auf S. 4:\r\n\"     Morgen und übermorgen finden populäre Konzerte des Symphonie=Orchesters der Ausstellung statt. Das Programm wird sich demnächst sehr mannigfach gestalten, so sind u. A. Symphonien von Berlioz, Anton Bruckner, symphonische Dichtungen von Franz Liszt und Kompositionen von Robert Fuchs und Richard Heuberger in Vorbereitung.\" (°°).\nAuch \"Das Vaterland\" Nr. 160 bringt auf S. 4 eine Ankündigung:\r\n\"    Internationale Musik- und Theaterausstellung.\r\n[...]\r\n      Samstag und Sonntag finden populäre Concerte des Symphonie=Orchesters der Ausstellung statt. Das Programm wird sich demnächst sehr mannigfach gestalten, so sind unter Anderem Symphonien von Berlioz, Anton Bruckner, symphonische Dichtungen von Franz Liszt und Compositionen von Robert Fuchs und Richard Heuberger in Vorbereitung.\r\n     Mittwoch, 15. d. M., veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein unter Mitwirkung des Symphonie=Orchesters der Ausstellung und des Vereinschores unter Leitung des Dirigenten Josef Schalk eine große Musikaufführung in der Musikhalle. Es werden aufgeführt: [... Richard Wagner, Hugo Wolf ...]; Anton Bruckner, IV. (romantische) Symphonie (Es-dur); [... weitere Werke, Kartenpreise und Vorverkauf ...].\" (°°°).\nDie Wiener Zeitung Nr. 133 schreibt (noch kürzer) auf S. 6:\r\n\"     Samstag und Sonntag finden populäre Concerte des Symphonie=Orchesters der Ausstellung statt. Es sind unter Anderem Symphonien von Berlioz, Anton Bruckner, symphonische Dichtungen von Franz Liszt und Compositionen von Robert Fuchs und Richard Heuberger in Vorbereitung.\" (#).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 11:13"}, {"ID": 189306105, "Datum": "10.6.1893, Samstag", "Haupttext": "Kurzkritik zum Adagio der 7. Symphonie [am 27.5.1893] in der Illustrierten Zeitung Nr. 2606 auf S. 627:\r\n„       Theater und Musik.\r\n[…]\r\n     – Die 29. Tonkünstlerversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins wurde in den letzten Tagen des Monats Mai zu München abgehalten. Eröffnet wurde die Reihe der musikalischen Aufführungen mit einer Matinée im königl. Odéon […]. Abends folgte das zweite Concert im Hoftheater, das an Orchesterwerken Wagner’s „Huldigungsmarsch“, ein Adagio aus Bruckner’s „7. Symphonie“, eine „Phantasie für Orchester“ von Tschaikowsky, „Francesca da Rimini“ betitelt, und Liszt’s symphonische Dichtung „Die Ideale“ bot. Von den beiden Gesangsvorträgen fesselte besonders die Gralserzählung aus „Lohengrin“ in der ursprünglichen Fassung, gesungen von Heinrich Vogl. Das dritte Concert […].“ (*).\n \nDas Deutsche Volksblatt Nr. 1593 meldet auf S. 6 die Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig [am 6.6.1893]:\n\"     Theater, Kunst und Literatur.\r\n[...]\r\n     – Die Geheimnisse des Walkürenrittes in der Großen Pariser Oper verräth Dr. M. Seiffert der \"Allgemeinen Musik=Zeitung\". [... ausführliche Beschreibung der bühnentechnischen Einrichtungen ...] In der That, ein prächtiges, überraschendes Bild!\n     – Wie aus Leipzig mitgetheilt wird, fand daselbst eine Aufführung von Anton Bruckner's gewaltiger Symphonie Nr. 7 durch den dortigen Liszt=Verein statt. Das berühmte Werk hatte sich großen Beifalles zu erfreuen, der insbesondere den beiden Vordersätzen galt.\r\n     – [...]\" (**).\n \n(30-Jahr-Feier des Schubertbundes im Ronacher-Saal (***)).", "Letzte Änderung": "30.11.2023 22:47"}, {"ID": 189406105, "Datum": "10.6.1894, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung des [am 6.6.1894 erschienenen] Artikel Kerschagls durch Robert Hirschfeld in der »Presse« Nr. 157 auf S. 15:\n\"    – Ein österreichischer Schulmeister. In der \"Oesterreichischen Schulzeitung\", dem von Karl Huber geleiteten Organe des Niederösterreichischen Landeslehrervereins, veröffentlicht Karl Egsch (Pseudonym des Bürgerschullehrers J. N. Kerschagl) eine sehr verdienstvolle biographische Skizze, welche den Lebensgang Anton Bruckner's in den Hauptzügen darstellt. [... mit einer Würdigung solle nicht bis zum Nekrolog gewartet werden ... Lebensstationen: Windhaag (12 fl.), Strafversetzung nach Kronstorf, Messen, Orgelerfolge in München [sic], Nancy und London, Symphonien, Ehrendoktorat und Orden, als Förderer Schalk und Ferdinand Löwe ... dieses 23. Heft ...] sei Musikfreunden und Verehrern der Bruckner'schen Kunst wärmstens empfohlen.     r. h.\" (*).\n \nAuf die heutige Kirchenmusik weisen hin:\n \ndas Neue Wiener Journal Nr. 225 auf S. 6: \"(Kirchenmusik.) [...] – Gumpendorfer Pfarrkirche, durch Mitglieder des Ambrosius-Vereines: \"Asperges me\", Choral, 4 Stimmen, Messe in B von Mitterer, Graduale \"Locus iste\" von Anton Bruckner, Offertorium \"Pater noster\" von Hermann Gschwandl. Soli: Fräulein Laura Petrus. – [...].\" (**)\n \nund die Reichspost Nr. 132 auf S. 6: \"[...] In der Gumpendorfer Pfarrkirche um 11 Uhr: \"Asperges me\", Messe in B von Mitterer, Graduale (\"Locus iste\") von A. Bruckner und Offertorium (\"Pater noster\") von Hermann Gschwandel, Orgel: Herr Johann Deditsch. – [...]\" (***).\n \nAufführung des »Locus iste« als Graduale durch Mitglieder des Ambrosius-Vereins unter Franz X. Büllik in der Gumpendorfer Pfarrkirche St. Aegyd (°).\n \nWiederholung der gestrigen Annonce in der Neuen Freien Presse Nr. 10702 auf S. 25: \"Gediegener Privat=Clavier|unterricht, Correpetition, Schule Bruckner. Adresse im Ank.=Bur. d. Bl., oder Briefe unter \"Tüchtig 35\" a. d. Ank.=Bur. d. Bl.    35645–4\" (°°).", "Letzte Änderung": "29.10.2024 23:19"}, {"ID": 189606105, "Datum": "10.6.1896, Mittwoch", "Haupttext": "In einer Buchbesprechung der Ostdeutschen Rundschau Nr. 159 auf S. 8, signiert \"-tr-\", wird Bruckner als vermisst gemeldet:\n\"     \"Einführung in die Musik.\" Von Adolf Pochhammer. (Verlag des \"Musikführer\", H. Bechhold, Frankfurt a. M.) – Dieses an 200 Seiten starke Büchlein ist für den billigen Preis von einer Mark so übel nicht. Es enthält in kurzer Zusammenfassung und übersichtlicher Anordnung Alles in einer auch für den Laien faßlichen Weise erklärt. [... Inhalt u. a.: Musikgeschichte, Theorie, Lexikon ...gutes Hilfsmittel ...]. Aber gerade deshalb, weil wir diese Ueberzeugung gewonnen haben und weil diese Ueberzeugung durch die verständige, aus der Schablone der Musiklexika heraustretende Art, in welcher hier über Richard Wagner und sein Kunstwerk berichtet wird, bestärkt wurde, gerade deshalb erfüllte uns eine Stichprobe, die uns im Stiche ließ, mit doppeltem Aerger. Vergeblich fahndeten wir in dem Werkchen nach dem Namen: Anton Bruckner. Wir finden wohl Max Bruch, Johannes Brahms, Richard Strauß, Goldmark, H. Hofmann und noch ein Dutzend Kleinerer und Unbedeutenderer verzeichnet und gewürdigt, Anton Bruckner jedoch nicht. Man mag über Bruckner denken, wie man will, man mag für oder gegen die von ihm vertretene Richtung sein, das Eine wird man aber nicht ableugnen dürfen, daß er unter den zeitgenössischen Symphonikern der bedeutendste ist. Wir glauben auch nicht, daß Adolf Pochhammer, der verdienstvolle Verfasser dieses Werkchens, diese Thatsache aus der Welt wird schaffen wollen, und deshalb hoffen wir, in einer zweiten Auflage des Büchleins eine so grobe Unterlassungssünde nicht wieder vorzufinden.            –tr– \"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189706105, "Datum": "10.6.1897, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet vom Ennser Sängerfest am 6.6.1897 und der Fahrt des Neubauer Männerchores nach St. Florian am 7.6.1897 [Werke Bruckners sind nicht erwähnt]", "Letzte Änderung": "14.04.2024 08:27"}, {"ID": 189806105, "Datum": "10.6.1898, Freitag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung berichtet vom Begrüßungsabend beim Sängerbundesfest in Steyr [am 28.5.1898] und erwähnt dabei die Festrede auf Bruckner von Ignaz Pennerstorfer und die Lobrede von Panny [Pany] (*).\nIn der Reichswehr Nr. 1557 wird auf S. 3 die Aufführung des Chores \"Dir, holde Heimat\" [WAB 76] am 15.6.1898 angekündigt (**).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 23:49"}, {"ID": 189906105, "Datum": "10.6.1899, Samstag", "Haupttext": "Artikel über \"Das deutsche Lied\" [am 7.6.1899] in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 157 auf S. 5.\r\n\"[...] Der Glanzpunkt der Vortragsordnung dürfte wohl Bruckner's gewaltiges \"Deutsches Lied\" gewesen sein, welches stürmisch zur Wiederholung verlangt wurde. In gewaltigen Akkorden, unterbrochen durch drohende Trompetenklänge, brauste die Weise, welche Bruckner den eindrucksvollen Worten unseres Polzer gab, durch die ergriffen lauschende Zuhörerschaft bis hinüber zum Denkmal des \"beharrlichen Kämpfers für Deutschlands Ehre\". Nur ein Künstler, der in treuem Herzen die Leiden und Freuden seines Volkes miterlebt, kann Volkesnoth und Volkeszorn in so tief zu Herzen gehenden Tönen schildern. Was ist da die übliche \"patroitische\" Liedertafelmusik dagegen! [...] Die Radfahrercapelle (W. Zit) hielt sich sehr wacker [...]\" [im Jahresbericht keine Signatur angegeben].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190006105, "Datum": "10.6.1900, Sonntag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 157 (Morgenblatt) auf S. 14 (*) \n\nund die Reichswehr Nr. 2275 (Morgenblatt) auf S. 9 (**) \n\ngeben das Programm des Konzerts am 21.6.1900 in Paris (mit dem Scherzo der 4. Symphonie) bekannt.\n\n\nEinladungsschreiben der Liedertafel St. Florian an Ignaz Bruckner zur Gedenktafelenthüllung am 29.6.1900. Auflistung der Programmpunkte. Unterzeichnet von Hans Kohlberger (Sekretär) und Franz Iglseger (Vorstand) (***).\n\n\nÄhnlich lautendes Einladungsschreiben [an Unbekannt] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191106105, "Datum": "10.6.1911, Samstag", "Haupttext": "The Brooklyn Citizen Nr. 160 übernimmt abgewandelt den Artikel vom 4.6.1911:\n\"    Concerning Josef Stransky, of Berlin, the Bohemian conductor who has been engaged by the New York Philharmonic Society for next season, it is said that [... Förderung durch Dvorak und Smetana ...]. He studied subsequently under Jadassohn at Leipsic, and under Fuchs and Bruckner at Vienna, after which he served with distinction for five years at Prague and seven at Hamburg [...].\"", "Letzte Änderung": "21.02.2023 18:45"}, {"ID": 192306105, "Datum": "10.6.1923, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter A. Pachernegg in Leoben im Rahmen der 2. obersteirischen Musikwoche.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192906105, "Datum": "10.6.1929, Montag", "Haupttext": "Lichtbildervortrag Fritz Grüningers über Bruckner in der Musikhochschule in Karlsruhe bei der Karlsruher Ortsgruppe des Katholischen Akademikerverbandes (Vorsitz: Ministerialdirektor Dr. Huber). Anschließend spielt Franz Philipp [auf dem Klavier] Teile der 7. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193106105, "Datum": "10.6.1931, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Franz Xaver Osterrieder »Die bayerischen Tänze und Anton Bruckner« in »Heimatklänge. Hallesteiner Generalanzeiger« (*).\n \nDas Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 266 bringt auf S. 3 einen Konzertbericht \"Eine Woche Hochschulmusik\", signiert \"K. P.\" [vermutlich Klaus Pringsheim], in dem von einer Aufführung der 8. Symphonie durch das Orchesterschule des Deutschen Musikerverbandes unter Professor W. Gmeindl [vorläufige Datierung \"vor dem 10.6.1931\"] (und tags zuvor der \"Gurrelieder\" unter Franz Schrekers Leitung) berichtet wird (**).\n \nDer Rundfunksender Beromünster (angeschlossen: Basel und Bern) überträgt aus Bern zwischen 20:00 und 21:00 Uhr eine Aufführung der d-Moll-Messe in einer Bearbeitung für Chor, Streichorchester und Orgel von J. I. Müller, der auch die Aufführung leitet. Mitwirkende: der Pfarr-Cäcilienverein Bern, das Orchester Cäcilia und Emil Dobler (Orgel) (***).", "Letzte Änderung": "26.05.2026 19:54"}, {"ID": 193306105, "Datum": "10.6.1933, Samstag", "Haupttext": "Brief von Wolfgang Bartels an Max Auer: Adolf Rothenburger plane eine Marmorbüste Bruckners (IKO 176), die vom Bayerischen Staat erworben und in der Walhalla aufgestellt werden solle. Wenn die Internationale Bruckner-Gesellschaft dies befürworte, werde die Ortsgruppe München vorfühlen (*).\nBesprechung der Aufführung der e-Moll-Messe in Mecheln im \"Standaard\" (Brüssel) (**).", "Letzte Änderung": "03.11.2025 14:25"}, {"ID": 193606105, "Datum": "10.6.1936, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Siegmund von Hausegger an Volkmar Andreae: \n   Zur Orchesteraufstellung (»zweite Geigen rechts«) [bei der 5. und 6. Symphonie in Zürich].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193706105, "Datum": "10.6.1937, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Wilhelm Zentner »Anton Bruckners Einzug in die Walhalla« in der Schlesischen Volkszeitung (*).\nArtikel von Ludwig Lade »Bruckner-Fest in Regensburg« in der Kölnischen Zeitung (**).\n[Datierung und Erscheinungsort unbekannt]\r\nArtikel von Ludwig Lade \"Die Bruckner-Büste in der Walhalla aufgestellt\" (***).\nArtikel in der Rieder Volkszeitung \"Anton Bruckner – gleichgeschaltet\" über die Vereinnahmung Bruckners durch die Nationalsozialisten (°).", "Letzte Änderung": "26.07.2024 07:10"}, {"ID": 193806105, "Datum": "10.6.1938, Freitag", "Haupttext": "[Eingangsdatum (bei Ernst Ludwig im Propagandaministerium)] Gutachten der STAGMA (von Armin Knab und Günther Oberst) zum Urheberrecht bei den Originalfassungen der Gesamtausgabe: Schutz bis 1946 hätten die Originalfassungen nur, wenn sie nach dem 31.12.1926 veröffentlicht worden wären [vgl. aber \"28.3.1936\"]. Sie seien aber seit 1906 in der Nationalbibliothek öffentlich zugänglich gewesen (laut Brief vom 25.4.1938 (*a)). Urheberrecht genieße nur der Text der Vorlagenberichte (*).\nAufnahme der e-Moll-Messe durch Chor und Orchester der Hamburger Staatsoper unter Max Thurn (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 03:23"}, {"ID": 194306105, "Datum": "10.6.1943, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms und der f-Moll-Messe durch den Bruckner-Chor und das Gewandhaus-Orchester unter Günther Ramin im Leipziger Gewandhaus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195006105, "Datum": "10.6.1950, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (Originalfassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Münster.\nAuf dem Programm stehen zuvor Werke von Händel (Concerto grosso Nr. 10) und Brahms (\"Haydn-Variationen\") (*).\n\n\nZur Unterstützung des Brucknerhaus-Projekts in Linz wird ein Blumenkorso veranstaltet und \"ein beträchtlicher Reingewinn erzielt\" [zur \"Baustein\"-Aktion siehe 16.3.1950] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195406105, "Datum": "10.6.1954, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Jean Sibelius an Hans Joachim Schaefer:\n     Reagiert auf dessen Brief vom 2.6.1954 (mit Vergleichen zwischen Sibelius und Bruckner).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195906105, "Datum": "10.6.1959, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Adagios der 7. Symphonie in der Bearbeitung von Ferdinand Löwe durch die Wiener Symphoniker unter Robert Kolisko im Festsaal des Wiener Rathaus [vermutlich anlässlich eines Traueraktes, da auch der 2. Satz aus Beethovens Eroica gespielt wurde].", "Letzte Änderung": "20.04.2023 14:00"}, {"ID": 196106105, "Datum": "10.6.1961, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Rudolf Pfann »Anton Bruckner und Melsungen« (u.a. Erinnerungsbericht von Maria Floßmann Kraus in der Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197306105, "Datum": "10.6.1973, Sonntag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« (Mitwirkende: Edith Mathis, Christa Ludwig, Horst Laubenthal und Louis Hendrikx, Orgel: Rudolf Scholz, Chor: Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Leitung H. Froschauer) in einer Matinée und der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan im Abendkonzert bei den Pfingstfestspielen Salzburg. Solisten des Abends (in Mozarts Konzert KV 242) sind Christoph Eschenbach, Justus Frantz und Herbert von Karajan.\r\nDas Konzert wird im Rundfunk übertragen (*).\nAufführung der f-Moll-Messe mit dem Stiftschor und den Sängerknaben in St. Florian (die erste Aufführung seit 1945) (**).", "Letzte Änderung": "28.05.2025 19:09"}, {"ID": 197706105, "Datum": "10.6.1977, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Paolo Isotta in Il Giornale Nuovo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197906105, "Datum": "[?] 10.6.1979 [1978?], Sonntag", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester unter Günter Wand.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198006105, "Datum": "10.6.1980, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch die Wiener Singakademie und (*) das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester unter Matti Miron mit den Solisten Annemarie Kögler, Yoshi Tanaka, Carlos Orlando und Michael Fritthum im Großen Stadtsaal in St. Pölten.", "Letzte Änderung": "12.12.2025 13:20"}, {"ID": 198406105, "Datum": "10.6.1984, Sonntag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe unter Kropfreiter in St. Florian.", "Letzte Änderung": "28.05.2025 19:48"}, {"ID": 198706105, "Datum": "10.6.1987, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des \"Pange lingua\" [WAB 33?] in einer Fassung für Posaunenquartett durch M. Enzenhofer, S. Punz, C. Aigner und G. Innerlohinger in einer Bläserserenade der Posauenenklasse Josef Kürner in der Pfarrkirche in Neuhofen a. d. Krems.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199306105, "Datum": "10.6.1993, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Christoph Silber \"Ein Stift unter dem Hakenkreuz. Der \"Führer\" betraute das Barockstift St. Florian \"mit besonderen Aufgaben für die deutsche Musik\"\" in \"Die Furche\" (*).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Georg Solti (**).", "Letzte Änderung": "23.02.2026 17:54"}, {"ID": 199506105, "Datum": "10.6.1995, Samstag", "Haupttext": "Erwin Horn und Franz Zamazal entdecken das Autograph des Perger Präludiums im Privatbesitz von Erika Potyka in Linz. Im Pfarramt von Perg wird eine Kopie als Vorlage für die an Josef Diernhofers Haus geplante Gedenktafel abgegeben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200406105, "Datum": "10.6.2004, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Harnoncourt.", "Letzte Änderung": "27.06.2025 14:05"}, {"ID": 201306105, "Datum": "10.6.2013, Montag", "Haupttext": "Erstaufführung von Fridolin Dallingers 1999 entstandener Fassung des Klavierstücks \"Erinnerung\" [WAB 117] für Streichorchester und Harfe durch das Orchester der Anton-Bruckner-Privatuniversität unter Dennis Russel Davies im Linzer Brucknerhaus.", "Letzte Änderung": "12.01.2024 09:13"}, {"ID": 185007105, "Datum": "10.7.1850, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckners Firmpate Johann Baptist Weiß begeht Selbstmord.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 07:07"}, {"ID": 185307105, "Datum": "10.7.1853, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Liedertafel »Frohsinn« unternimmt eine Sängerfahrt nach St. Florian. Bruckner spielt dabei Orgel (*).\r\n   »[... Zuerst frühmorgendliche Wanderung nach Kleinmünchen ...] Daselbst wurden einige Chöre gesungen, und nach kurzer Rast der Weg nach St. Florian angetreten; dort, von der großen Hitze ermattet, angelangt, zerstreuten sich die Sänger, bis sie um 12 Uhr ein heiteres Mahl im Saale des Gastwirthes zum \"Sperl\" wieder versammelte; in den Pausen wechselten heitere Chöre mit fröhlichen Trinksprüchen, wobei in freundlicher Erinnerung besonders des herrlichen Sängerfestes in Passau gedacht wurde.\r\n   Um 4 Uhr Nachmittags wurden auf dem Chore der Stiftskirche \"das Bettagslied\" von Abt und \"das Kirchlein\" von Becker gesungen, wornach [sic] die Sänger im Schiff der Kirche die herrlichen Töne der prachtvollen Orgel unter des dortigen Organisten, Herrn Bruckner's, meisterhafter Behandlung bewunderten.\r\n   Dann versammelten sich, einer freundlichen Einladung der hochwürdigen Chorherren folgend, die Liedertafler auf einem grünen, schattigen Platze des großen Klosterhofes und sangen verschiedene Chöre, bis um 7 Uhr Abends ein herannahendes Gewitter an den Aufbruch mahnte, und die Sänger den Rückweg antraten.« (**).\r\n   Es wurden außerdem Chöre von Abt, Veit, Otto, Santner, Zöllner, Weber und Kreutzer gesungen (***).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:45"}, {"ID": 185707105, "Datum": "10.7.1857, Freitag", "Haupttext": "Datierung in der Schimatschek-Kopie der 1. Hornstimme von »Auf, Brüder, auf ...« [WAB 61].", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:49"}, {"ID": 185807105, "Datum": "10.7.1858, Samstag", "Haupttext": "Zeugnis Sechters über die Generalbaß-Studien: \n\n»Zeugniß.\ndaß Herr Anton Bruckner, Dom- und Stadtorganist in Linz mein Werk über die richtige Folge der Grundharmonien oder vom Fundamentalbaß gründlich studirt hat, und zugleich alles dasjenige, was im Wiener Conservatorium der Musik von diesem Gegenstande in den ersten zwei Jahren gelehrt wird, sich vollständig zu eigen gemacht hat, davon habe ich mich sowohl durch mündliche als schriftliche Prüfung überzeugt, und kann ihn daher nach meinem Gewissen als einen tüchtigen Lehrer in diesem Fache empfehlen.\nWien den 10ten Juli 1858.\nSimon Sechter mp.\nkaiserl. königl. erster Hoforganist und Professor\nder Harmonielehre am Conservatorium der Musik in Wien.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186307105, "Datum": "10.7.1863, Freitag", "Haupttext": "Bruckner feiert mit Otto Kitzler und (*) Karl Zappe beim Jäger am Kürnberg die Beendigung seiner Studien.\r\nEr vermerkt am Ende seines Studienheftes (**) - »Ouverture - dann Symphonie u Psalm beschlossen 10. Juli 1863« (°).\r\nKitzler stellt Bruckner ein Zeugnis über die Studien in Komposition und Instrumentation aus (***):\r\n   »Herr Anton Bruckner, Domorganist zu Linz hat unter meiner Leitung die Lehre von der musikalischen Composition und Instrumentation studiert und sich diesem Studium mit solchem Fleiße und solcher Ausdauer hingegeben, daß derselbe schon nach 19 Monaten den eigentlich zweijährigen Cursus absolvirt hatte. \r\n   Meine aufrichtigen Glückwünsche begleiten diesen talentvollen, strebsamen Künstler auf seiner weiteren musikalischen Laufbahn. \r\n[links, in drei Zeilen:] Linz, d. 10. Juli 1863.\r\n[rechts:] Otto Kitzler [/] Kapellmeister [/] am landsch. Theater« (***).\n(Aufführung der Wagner-Parodie \"Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg\" von David Kalisch in Linz (°)).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:06"}, {"ID": 186507105, "Datum": "10.7.1865, Montag", "Haupttext": "Ein Inserat im Fremdenblatt Nr. 188 auf S. 12 gibt das Programm des heutigen Konzerts bekannt: \n\n     \"[... Joseph Kumenecker ...] 5. Bruckner (Domorganist in Linz) \"Germanenzug,\" Männerchor mit Orchesterbegleitung. (Zweite Preiskomposition.) [...] Im Falle ungünstiger Witterung findet die Festliedertafel Montag den 17. Juli statt [...]\" (*). \n\n\n\nEin nahezu identisches Inserat erscheint auch im Neuen Fremdenblatt Nr. 57 auf S. 11: \n\n     \"[... Josef Kumenecker ...] 5. Bruckner (Dom=Organist in Linz) \"Germanenzug\", Männerchor mit Orchesterbegleitung. (Zweite Preis=Komposition.) [...]\" (*a).\n\n\n[Geplant, aber vermutlich wegen starken Regens auf den 15.7.1865 verschoben (siehe Anmerkung)] Aufführung des \"Germanenzugs\" durch den Männergesangverein \"Wiener Liedgenossen\" unter Joseph Kumenecker im k. k. Volksgarten in Wien. \n\nEs kommen alle Preischöre des Linzer Sängerfestes [4.-6.6.1865] zur Aufführung. Die Instrumentalbegleitung der Chöre übernehmen zivile Musiker, wogegen bei den anderen Programmnummern zwei Regiments-Musikkapellen mitwirken, König von Preußen-Husaren und Graf Jellacic. \n\nDer Ertrag des Konzerts ist für den Schubert-Denkmalfond bestimmt. (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187107105, "Datum": "10.7.1871, Montag", "Haupttext": "Brief der Handels- und Gewerbekammer an Bruckner:\r\n   Die englische Kommission habe den 2.8.1871 als Beginn der Orgelkonzerte in der Albert-Hall festgelegt. Geplant seien für eine Woche zwei Produktionen täglich von mindestens einstündiger Dauer. Das Honorar betrage 50 Pfund Sterling (*). Unterschriften von Holdhaus und Johann Gögl.", "Letzte Änderung": "14.10.2024 08:02"}, {"ID": 187507105, "Datum": "10.7.1875, Samstag", "Haupttext": "Das Kremser Wochenblatt Nr. 28 berichtet auf S. 4 von der Orgel-Kollaudierung am 8.7.1875:\n     \"(Die neue Orgel) ist fertig und wird Donnerstag am 8. Juli collaudirt! So ging die Sage in den ersten Tagen dieser Woche von Mund zu Mund, und obwohl uns hierüber jede sichere Nachricht von kompetenter Seite fehlte, erzählte man sich, daß die Meister des Orgelspieles, Bruckner und Krenn aus Wien zur Probe des Werkes hieher kommen sollen.\n     Und so war es auch. Am genannten Tage fand sich um die 2. Nachmittagsstunde ein aus allen Schichten der Bevölkerung bestehendes Publikum in der Pfarrkirche ein. Die Herren Professoren des Wiener Konservatoriums, Bruckner und Krenn, ersterer ein Künstler von europäischem Ruf, zeigten auch hier durch die zum Vortrag gebrachten Piecen einerseits, daß sie in edelster Bedeutung des Wortes Künstler des Orgelspieles sind, andererseits, daß dieses neue Werk, als ein in jeder Beziehung gelungenes betrachtet werden muß. Von den sanftesten Stimmen bis zum Pleno des Werkes tritt die Tonfülle in recht wohlthuender Weise hervor, und sind es namentlich die Bässe, die im Plenospiele markant durchgreifen. - Hat sich der Erbauer des Orgelwerkes durch seine anspruchslose Erscheinung, durch seinen herzgewinnenden, liebwerthen Umgang während seines mehrmonatlichen Aufenthaltes hier recht viele Freunde erworben, und sieht man darum seinem Scheiden mit schwerem Herzen entgegen, so kann wohl nur das eine Bewußtsein trösten, daß er sich durch eines seiner besten Werke für unsere Stadt unvergeßlich und unsterblich gemacht hat.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607105, "Datum": "10.7.1876, Montag", "Haupttext": "Ein Feuilleton-Artikel in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 57 auf S. 1f, signiert »Florestan« [= Woerz], erwähnt dabei auch Bruckner [»Germanenzug« am 6.7.1876]: \n\n         »Musik.\n\n      (Liedertafeln. - Hofoperntheater.)\n    Zweimal flehten die sangesfreudigen Musensöhne unserer Universität zu dem Götter= und Menschen=Beherrscher, dem wolkenumgürteten Zeus, er möge Sonnenlicht und Mondenschein spenden der Sommer=Liedertafel im k. k. Volksgarten. Doch umsonst blickte der akademische Gesangverein am 3. und 5. d. M. zu den eilenden Wolken empor, umsonst bereiteten die Anschlagzettel das Publikum auf eine Reihe neuer Lieder und Chöre von Heuberger, Speidel, Bruckner, Engelsberg u. s. w. vor; Papa Kronion wollte es den Studenten offenbar fühlen lassen [...] Als aber am 6. d. M. der akademische Verein zum dritten Male um gutes Wetter betet, [...] sprach der Donnerer: »Gewährt sei euch, was ihr verlangt [...]« [... am Donnerstag fand dann auch das Konkurrenzunternehmen des Wiener Männergesangvereins statt, zu dem sich der Rezensent begab ...].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907105, "Datum": "10.7.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Zeugnis des Wiener Konservatoriums für Josef Schalk, unterzeichnet von Josef Hellmesberger und L. A. Zellner. Bruckner ist als Kontrapunktlehrer eingetragen (*).\nKritik (»Nachrichten aus nah und fern«) zur Gedenkfeier vom 19.6.1879 in den Wiener Blättern für Katholische Kirchenmusik Nr. 10, S. 7f [nicht signiert; die Herausgeber sind Josef Böhm und Dr. Carl Hausleithner (dieser möglicherweise der Verfasser?)] (**).\r\n   Sehr kritische Bemerkungen über Bruckners anzuzweifelnde besondere Qualitäten als Organist (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188107105, "Datum": "10.7.1881, Sonntag", "Haupttext": "[fraglich?] Bruckner spielt um 10 Uhr Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt. Es erklingen [wie am 12.6.1881!!] unter Eders Leitung eine Festmesse von Wittassek, ein Graduale (mit Violinsolo: Stecher) von Gänsbacher und ein Offertorium (mit Sopransolo: Josephine Weyringer) von Czerny.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607105, "Datum": "10.7.1886, Samstag", "Haupttext": "Kurzberichte über die Verleihung des Franz-Joseph-Ordens in\n \nder Wiener Zeitung Nr. 155 auf S. 1:\n          \"Amtlicher Theil.\n     Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juli d. J. dem Mitgliede der Hofmusikcapelle, Organisten Anton Bruckner das Ritterkreuz des Franz=Joseph=Ordens allergnädigst zu verleihen geruht.\" (*a),\n \nder \"Presse\" Nr. 189 auf S. 3 des Abendblatts:\n     [Auszeichnung.] Dem verdienstvollen Componisten Anton Bruckner, Organist und Mitglied des Hofmusikcapelle, Professor der Harmonielehre am Conservatorium, wurde von Sr. Majestät dem Kaiser das Ritterkreuz des Franz=Josef=Ordens verliehen.\" (*b)\n \nund im Abendblatt der Neuen Freien Presse Nr. 7855 auf S. 1:\n     »Dem Mitgliede der Hof=Musikcapelle, Organisten Anton Bruckner, wurde das Ritterkreuz des Franz=Joseph=Ordens verliehen.« (*c)\n[Linzer Volksblatt siehe 11.7.1886]\nSchreiben der Kanzlei des Franz-Joseph-Ordens an das Obersthofmeisteramt:\r\n      Übersendet infolge der Entschließung vom 8.7.1886 Ritterkreuz und Diplom mit der Bitte, die Zustellung zu veranlassen und die Empfangsbestätigung zurückzusenden. Unterschrift von Eduard Ritter Bayer von Mörthal. Dr. Ludwig Geiter bestätigt [ohne Datierung], die Dekoration an Bruckner übergeben und die Empfangsbestätigung erhalten zu haben (**).\nTagebucheintragung Amélies:\r\n»Abends bekam ich einen Brief von Bruckner, der mir für meine Verwendung beim Kaiser dankt.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707105, "Datum": "10.7.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188907105, "Datum": "(10.7.1889, Mittwoch)", "Haupttext": "Außerordentliche Sommer-Liedertafel des Wiener Männergesangvereins im \"Dreher-Park\" in Meidling unter Leitung von Eduard Kremser mit Chören von Esser, Saupe, Berner, Storch, Kremser, Herbeck, Rud. Wagner, Abt, Koschat und Josef Koch v. Langentreu und Orchesterwerken.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189007105, "Datum": "10.7.1890, Donnerstag", "Haupttext": "Der St. Pöltner Bote Nr. 55 schreibt auf S. 7 zu der Feier am 31.7.1890:\n     \" * Zur Vermählung der Erzherzogin Marie Valerie. [... Aufzählung der \"Kranzeldamen\" ...] Zu den Feierlichkeiten anläßlich der Vermählung der Frau Erzherzogin st noch nachzutragen, daß beim Einzuge vor der Trauung, sowie nach derselben Hoforganist Professor Anton Bruckner auf der Orgel der Ischler Kirche präludieren wird.\"", "Letzte Änderung": "16.05.2026 10:31"}, {"ID": 189107105, "Datum": "10.7.1891, Freitag", "Haupttext": "Protokoll der Wiener Universität:\n\"                       Studienjahr 1890/91\nAkademischer Senat der k. k. Universtät in Wien.\n[linke Spalte.]\nProtokoll No 2714\nDatum 10/7 1891   Zahl 1055\nPraesentatum 10/7 1891\nmundirt 16/7   Collationirt [Paraphe]\nExpedirt 18/7 [18]91\nZustellungsbuch, Seite 174\n[rechte Spalte:]\nPriora No\nPosteriorea No 98 91/92\n[Farbstift:] VIII Sitz 15\n[linke Spalte:]\nphil. Dekanat | in der am 4. Juli d. J. stattgefundenen VI. Sitzung des philos. Professoren-Collegiums wurde über Antrag des Hofr. Stefan die Verleihung der philos. Doktorwürde an den berühmten Symphoniker Anton Bruckner einstimmig mit Acclamation angenommen.\"\n[In der rechten Spalte die Mittheilungen vom 11.7.1891] (*).\n \nBericht der Philosophischen Fakultät an den akademischen Senat (Ausfertigung) (*a).\n \nSchreiben des Dekans der Philosophischen Fakultät, Reinisch, an das Rektorat der Universität:\r\n\" Z. 1055. \r\n                         Hohes Rectorat\nIn der am 4. Juli d. J. stattgeha abgehaltenen VI. Sitzung [... am 4.7.1891 sei der Antrag Dr. Stefans, Bruckner die Ehrendoktorwürde zu verleihen, einstimmig angenommen worden. Unterschrift des Dekans Reinisch ...] die ämtliche Mittheilung zu machen.\n     Wien den 10. Juli 1891\r\n                       Der Decan der phil. Facultät\n                                                  Reinisch\n     Mund 10/7 1891\n               Wolschan [Welschmann]\" (**).\n \n(Brief von Ignaz Mitterer (Ehrenburg) an Bernhard Deubler:\r\n     Versicherungsinspektor Meyer aus Bregenz wolle seinen Sohn Anton als Sängerknaben in St. Florian anmelden. Dieser sei sehr begabt und mache den besten Eindruck. Beiliegend das Zeugnis des Gesangslehrers, Chordirektor Schrenk in Bregenz (***).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 13:37"}, {"ID": 189207105, "Datum": "10.7.1892, Sonntag", "Haupttext": "Artikel Josef Stolzings über »Das deutsche Lied« (WAB 63, am 2.7.1892) in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 28 auf S. 10:\n\"          Sommer-Liedertafel des akademischen Gesang-Vereines am 2. d. M.\n     Mit dem \"deutschen Liede\", welches Meister Bruckner für das \"erste deutsch=akademische Sängerfest in Salzburg\" componirte, nahm die Vortragsordnung ihren Anfang.\n     Die Dichtung ist von Erich Fels (Aurelius Polzer) und hat folgenden Wortlaut:\n   Wie durch's Bergthal dumpf grollt Donnergedröhn',\r\n   [...]\r\n   Der deutsche Gesang durch's gefährdete Land.\r\n     Bruckner's Composition ist markig und von der titanischen Kraft seiner symphonischen Schöpfungen durchdrungen. Auf zwei Noten ist der ganze Männerchor eigentlich aufgebaut. Die Tenöre setzen fortissimo auf dem d ein, die Bässe eine Octave tiefer, dieses erste (auf der Zeile) wird lange gehalten, dann gehen Tenöre und Bässe auf das nächste tiefere a auf dem Wort durchs herab, um wieder auf das frühere d auf dem Worte Berg emporzuschnellen. Aus diesem Thema entwickelt sich der ganze Gesang. Begleitet werden die Singstimmen von Blechmusik. [... Beschreibung einiger musikalischer Verläufe (Tenöre von d aufwärts bis b, Bass vom f zum ges abwärts etc.) ... Beschreibung der Schlusstakte ...] – Anton Bruckner, der zugegen war, wurde stürmisch bejubelt, und sein neuestes Werk begeistert aufgenommen. Volksthümlich dürfte es nicht werden, da es zu schwierig gestaltet ist, als daß unsere Liedertafelgesangvereine es bewältigen könnten. Der akademische Gesangverein wurde seiner großen Aufgabe so ziemlich gerecht, nur die hohen Tenöre kamen bei einigen Stellen, wo sie fortwährend as, a, b und h zu singen haben, nicht zur Geltung, diese Noten sind aber, wenn sie mit der nöthigen Kraft wirken sollen, nur im Falsett zu bringen.\n     [... außer Schubert sonst nur unbedeutende Chöre ...] die bekannten \"Alpenstimmen aus Oesterreich\" von Rudolf Weinwurm machten den Schluß.\n                            Josef Stolzing.\" (*).\n\r\nVon der Aufführung der 3. Symphonie am 9.7.1892 berichten\r\ndie Deutsche Zeitung Nr. 7374, Beilage S. 5, signiert \"h-m.\" [Theodor Helm]:\r\n\"Drittes Symphonie=Concert der Componisten und Gastdirigenten.\r\n     Der heutige Abend brachte uns in Herrn Ferdinand Löwe einen neuen Dirigenten und durch ihn Meister Bruckner einen neuen glorreichen Triumph seiner kühnen, hehren Muse. [... über Löwes und Schalks verdienstvolle Klavieraufführungen, heute: Löwes Dirigentendebüt ...] Herr Löwe hat heute durch seinen, in alle Tiefen der Tondichtung eindringenden Vortrag der dritten Symphonie Bruckner's (D-moll) - derselben, welche im December 1890 bei den Philharmonikern so zündete und dann auf Verlangen in einem besonderen Concerte des Wagner=Vereines wiederholt wurde - zu einem völlig durchschlagenden Erfolge auch bei dem Ausstellungs=Publicum verholfen. Bruckner wurde nach jedem Satze seines Meisterwerkes stürmisch gerufen und am Schlusse auch wieder mit einem Lorbeerkranz bedacht. Die Aufführung war mit Bezug auf die ungewöhnliche Schwierigkeit der Aufgabe auch eine ungewöhnlich gute. [... über die anderen Werke...] Das Concert war massenhaft besucht. Zu rügen ist schließlich die unglaubliche Stümperhaftigkeit, mit der diesmal das im Saal verkaufte  Programmbuch verfaßt war. Beim reizenden Gesangsthema des ersten Satzes der Bruckner'schen Symphonie wurde statt der entscheidenden Triolenmelodie der Geigen nur der ohne diese nichtssagende begleitende Contrapunkt des Horns mitgetheilt! Auch im Uebrigen verräth die Besprechung ein solches Unverständniß und Uebersehen der wichtigsten Dinge, daß man beinahe auf die geheime Absicht schließen möchte, das Publicum irreführen und gegen den Componisten einnehmen zu wollen.     h-m.\" (**),\n\r\nRobert Hirschfeld in der »Presse« Nr. 190 auf S. 10: \"(Concert.) Als Gastdirigent erschien heute Ferdiannd Löwe an der Spitze des Ausstellungs=Orchesters. [...seine Qualitäten ... herrliche Programm-Auslese ... guter Besuch ...] Löwe dirigirte ohne Partitur=Vorlage mit gefestigter Ruhe und Sicherheit, so daß dem Orchester die Ausführung, den Hörern das Aufnehmen zur Freude wurde. [... Vorzüge seines Dirigierstils ...] Nach jedem Satze der gewaltigen, Richard Wagner gewidmeten Symphonie wurde Anton Bruckner von dem Auditorium laut bejubelt imd wie im Triumphe durch den Saal bis zur Estrade geleitet. Das Orchester folgte der Führung des gediegenen Dirigenten in allen Stücken mit rühmenswerther Kunstfertigkeit. Nach der zündenden Aufführung des Meistersinger Vorspiels wollte der Beifall nicht enden. Zu dem Lorbeerkranz, welchen die Ausstellungs=Commission dem Dirigenten Löwe überreichte, kann die Kritik ihren aufrichtigen Glückwunsch gesellen.     r. h.\" (***),\n\r\ndas Wiener Tagblatt Nr. 190 auf S. 7 (signiert »R. Hr.« [= Heuberger]):\r\n     \" * Das zehnte populäre Konzert des Ausstellungsorchesters in der Tonhalle wurde von Herrn Löwe, dem bekannten und trefflichen Musiker und glänzenden Pianisten, dirigirt und gipfelte in einem großen Erfolge des greisen Komponisten Dr. A. Bruckner, dessen bekannte D-moll-Symphonie die Hauptnummer des Programms bildete. Wie es kürzlich Herr Schalk gemacht hatte, welcher allen Applaus von seiner Person ab und auf den anwesenden Meister hinzulenken verstand, so wich auch Herr Löwe allen ihm zugedachten Ehren aus, und Dr. Bruckner wurde der Mittelpunkt großer Huldigungen, deren bekanntlich typischer Verlauf der Herzlichkeit keinen Eintrag that. - Das Orchester unter Herrn Löwe's Leitung schien uns gestern etwas weniger fein zu nuanciren und den Stoff nicht so vollständig zu beherrschen, wie bei früheren Anlässen. In Anbetracht des Umstandes aber, daß erst zwei Tage vorher ein Konzert mit ganz neuem Programm vom Stapel gegangen war, durfte man die Aufführung, welche außer der genannten Symphonie noch Beethoven's \"Coriolan\"-Ouverture, zwei Stücke aus Berlioz, \"Damnation de Faust\" und Wagner's \"Meistersinger\"-Vorspiel bot, eine recht gelungene nennen.     R. Hr.\" (°)\n\r\nund die Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 15 im 2. Juliheft (von dreien, daher nicht bei \"Mitte Juli 1892\" einsortiert) auf S. 367:\r\n\"               Ausstellungskonzerte.\n     Nulla dies sine linea! d. h. ins Austellungsidiom übersetzt: Kein Tag ohne Konzert! An Productionen, welche eine kritische Besprechung erheischen, ist da wirklich kein Mangel. In allererster Reihe müssen die beiden letzten Konzerte des Amsterdamer A capella-Chors genannt werden, [...  unter Daniel de Lange ... staunenswürdig, einzigartig,  \"seine Sängerschar spottet ... jeden Vergleichs\" ...]\r\n     [... nach der ältesten Musik dann amerikanische Werke unter Arens (riechen nach europäischen Vorbildern) ...]\r\n     Außer Herrn Arens trat der Klavierlehrer Herr Ferdinand Löwe als Gastdirigent auf, ein Neuling, der beherzt an eine Aufgabe sich herangewagt, die selbst geübten Orchesterleitern manche Nuss zu knacken gibt, und die er ohne Lampenfieber sicher bewältigte. Den Mittelpunkt der Produktion bildete Anton Bruckner's D-moll-Symphonie, ein pathetisches Werk, das seitens des dem Komponisten befreundeten Zuhörerkreises gleich seiner unlängst aufgeführten jüngeren Musenschwester hell bejubelt ward. Die bei der Vorführung Bruckner'scher Tonschöpfungen sich regelmäßig abspielenden Szenen zu schildern, wollen wir uns erlassen. Man wird da gar aufdringlich an das Sprichwort erinnert, dass vom Erhabenen zum Lächerlichen der Schritt nicht weit ist.\r\n     Professor Grädener [... dessen Konzert mit \"Eroica\" und Werken Labors und Heubergers (einheimisches Talent, zu selten aufgeführt) ...] Wann gibt man den lebenden vaterländischen Meistern endlich ihr Recht?       Dr. Max Dietz.\" (°°).", "Letzte Änderung": "09.02.2023 15:19"}, {"ID": 189507105, "Datum": "10.7.1895, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung (fremde Schrift) bei September 1895: Adresse[n] von Dr. Theodor Reisch: »Dr Theodor Reisch vom 10. Juli 895 XIX. Gatterburggasse Döbling No 19. vormals Theresienplatz.) (*).\n \nVom \"Frohsinn\"-Abend am 5.7.1895 berichtet die Neue Freie Presse Nr. 11089 auf S. 7:\r\n\"                        Vereins=Nachrichten.\r\n     [Jubiläums=Nachfeier.] Man schreibt uns aus Linz: Am 5. d. erschien Abends im Vereinslocal der hiesigen Liedertafel \"Frohsinn\" die schon vor einigen Monaten anläßlich der fünfzigjährigen Jubiläums=Feier unserer Liedertafel angekündigte Deputation des Wiener Männergesang=Vereines, um dem Jubelvereine nachträglich die Glückwünsche und ein Ehrengeschenk zu überbringen. Die Herren von Wien, und zwar der Vorstand=Stellvertreter Hofrath Koch v. Langentreu und Ausschußrath Sommerfeld, wurden bei ihrem Erscheinen von den Liedertaflern lebhaft acclamiert. [... Grußwort Kochs ... er] nannte die Sänger des \"Frohsinn\" die Pionniere [sic] des Kunstgesanges in Oberösterreich. Als größtes Verdienst aber, das die ganze musikalische Welt dem \"Frohsinn\" danken muß, bezeichnete er die werkthätige Unterstützung und künstlerische Förderung des gefeierten Landsmannes Dr. Anton Bruckner. Zum Schlusse seiner Rede überreichte der Redner der Liedertafel \"Frohsinn\" das Ehrengeschenk des Wiener Männergesang=Vereines, einen künstlerisch ausgeführten Silberpocal. [... erwähnt sind: Dank Milbecks, Gedenken an Olschbaur (†), Markus, Schausberger, Passy ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189707105, "Datum": "10.7.1897, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung teilt mit, daß für das Steyrer Bruckner-Denkmal bis jetzt 2321 Gulden gespendet worden seien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189807105, "Datum": "10.7.1898, Sonntag", "Haupttext": "Artikel (mit Abbildung) über das  Denkmal Anton Bruckners in Steyr in den Wiener Bildern Nr. 28 auf S. 5f:\r\n\"          Das Bruckner-Denkmal in Steyr.\r\n                       (Mit Illustration.)\r\n     Der im Vorjahre [sic] zu Aller Leid der Kunst entrissene Anton Bruckner hat in seiner Vaterstadt Steyr ein würdiges Denkmal erhalten, [... erwähnt sind: Tilgner, Almeroth, Franz Xaver Angermann, Bgm. Redl, Pfarrer Strobl, Generaldirektor Dr. Johann Hochhauser, Waffenfabrik [Werndl], Sparkasse Steyr ...].\r\n     Es sei hier noch bemerkt, daß den prächtigen Granitstein zum Sockel des Denkmals Herr Anton Poschacher zu einem anläßlich des edlen Zweckes außergewöhnlich billigen Preise geliefert hat und der Bronze=Abguß der berühmten Büste Tilgner's (im Besitze des Herrn Almeroth) und der Guß der von Meister Zerritsch geschaffenen Putti und Zieraten von der berühmten Turbain'schen Kunstgießerei in tadelloser Vollkommenheit besorgt wurde. Ein Bruder Meister Tilgner's, Herr Oscar Tilgner, und Bildhauer Zerritsch wohnten der Enthüllungsfeier bei.\" (*).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung berichtet in einer 2. Fortsetzung vom Sängerbundesfest in Steyr, wo am 29.5.1898 das Bruckner-Denkmal enthüllt wurde, und teilt die Namen einiger Anwesender und den Inhalt der Festrede von Franz Babsch mit (**).\nDie Mississippi-Blätter Nr. 191 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) besprechen auf S. 25 ein Buch, in dem auch Bruckner erwähnt wird:\r\n\"Ein interessantes Buch für Musiker und Musikfreunde.\r\n     Im Verlage von Friedrich Hofmeister in Leipzig ist vor Kurzem ein Buch erschienen, [...]: Kritik der Tonkunst. Ein Nachschlagbuch für Freunde der Tonkunst, von Julius Fuchs.\r\n     Abgesehen von dem literarischen resp. bibliographischen Werthe des Buches [... Julius Fuchs lebte einige Jahrzehnte in New York und Chicago ... Buch in drei Teile gegliedert, im ersten wird eine Rangordnung vorgestellt ... Erste Klasse: 1. Bach, Beethoven, Händel, Mozart, 2. Schubert, 3. Gluck und Haydn ...].\r\n     An der Spitze der zweiten Klasse, aber immerhin schon eine Rangstufe tiefer als die eben Genannten, stehen Brahms, Mendelssohn, Schumann, Wagner und Weber. – Noch einer Abtheilung weiter nach unten, der 2. Klasse, 2. Abtheilung, sind eingereiht: Bellini, Berlioz, Bruckner, Chopin, [...] Rich. Strauß, Tschaikowsky, Verdi und 17 Andere. Die 3. Abtheilung der 2. Klasse zählt 174 Componisten, darunter Auber, [...], Vanderstuecken, C. Zellner u. s. w.\r\n     Weit zurück, in die 4. Klasse [... Lieder, Walzer- und Salonstücke-Komponisten ... Auswahl nach subjektivem Ermessen ...].\r\n     Der 2. und 3. Theil des Buches bildet eine Art Musiklexicon, [... mit Werkauswahl, auch mit Rangzeichen ... 2576 Tonkünstler, 50000 Werke ...].\r\n                                                       Konrad Nies.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.08.2023 07:09"}, {"ID": 190007105, "Datum": "10.7.1900, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe unter Emil Kauffmann in Tübingen (*) durch den Akademischen Musikverein (*a) unter Mitwirkung von Hugo Faißt (*b).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190107105, "Datum": "10.7.1901, Mittwoch", "Haupttext": "In der Deutschen Kunst- und Musikzeitung berichtet Klaus von der Flue auf S. 145 von der Fahrt des Wiener Schubertbundes nach Linz am 6.7.1901 mit Aufführung des Chores \"Dir, holde, Heimat\" (WAB 76).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190207105, "Datum": "10.7.1902, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Musikzeitung XXIII bringt in Heft 15 die Fortsetzungen der am 12.6.1902 begonnenen Artikel von August Helm (\"Melodie, Harmonie und Themenbildung bei Anton Bruckner\", S. 196ff, mit Notenbeispiel aus dem 1. Satz der 8. Symphonie) und Rudolf  Louis (\"Anton Bruckner. Der Mann und sein Werk.\", S. 200f).", "Letzte Änderung": "11.04.2025 07:23"}, {"ID": 190407105, "Datum": "10.7.1904, Sonntag", "Haupttext": "The Los Angeles Times bringt auf S. 51 die Anekdote von der Probe zur 4. Symphonie, in der Bruckner Hans Richter einen Taler schenkte [\"vor dem 20.2.1881\", vgl. die Veröffentlichung auf Italienisch am 14.5.1904]:\n\"     According to Le Guide Musical, Dr. Hans Richter tells the following story concerning a Maria Theresa [sic] thaler worn as a trinket on his watch chain. \"It is a souvenir of a day on which I wept. I conducted for the first time, at rehearsal, a symphony by Anton Bruckner, who, though then an old man, had not yet won fame as a composer, and was not taken seriously, and hardly ever had his works performed. When I had finished Bruckner came to me, beaming with ecstatic looks and a happy smile. I felt him put something into my hand. \"Take it,\" said he, \"and drink my health in a glass of beer.\" Richter took the thaler, and preserves it in memory of an excellent man and of the tears which the old musician's naiveté compelled the conductor to shed.\" (*).\n \nAnkündigung der 3. Symphonie für die Berliner Konzerte unter Nikisch in der nächsten Saison [tatsächlich erst am 16.10.1905] in The Illustrated Buffalo Express auf S. 28:\r\n\"     For the Hermann Wolff series of Berlin Philharmonic concerts, under Nikisch, next season, the following symphonies have been selected for production:\n     Sinfonia Domestica, Richard Strauss; Bruckner's third; Dvorak's fourth; Mahler's fifth. and symphonies by Beethoven, Brahms, Mendelssohn, Liszt (Faust) and Berlioz.\" (**).", "Letzte Änderung": "19.06.2025 14:10"}, {"ID": 190607105, "Datum": "10.7.1906, Dienstag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 188 berichtet auf S. 4 von der Aufführung des Germanenzugs beim Gaufest der Waldviertler Sängerschaft unter der Leitung von Klein (*).\n\r\nAufführung des Germanenzugs durch den Wiener Eisenbahngesangverein unter Leitung von Reim in Hamburg (**).", "Letzte Änderung": "30.09.2025 06:38"}, {"ID": 190807105, "Datum": "10.7.1908, Freitag", "Haupttext": "[Poststempel Steyr] Postkarte mit einer Abbildung des Bruckner-Denkmals in Steyr (P. Ledermann, Wien 1908, Nr. 4544) [IKO 104], geschrieben von Atzlesberger, Th. Großmann und Kooperator Fr. Nesslböck an Franz Xaver Müller in St. Florian. Ankunftsstempel 11.7.1908.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192007105, "Datum": "10.7.1920, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch Chor und Orchester des Mozarteums u.a. unter Bernhard Paumgartner im großen Saal des Mozarthauses in Salzburg (*).\n \nThe Province (Vancouver, British Columbia, Canada) bringt auf S. 15 einen Musikbericht, der Mengelberg gewidmet ist und zwei Bruckner-Aufführungen [prov. WAB 86] in einer vergangenen Saison erwähnt:\n\"MUSICAL EUROPE.\n     I often think, writes Mr. Stokvis, that some musician might employ a leisure hour by drawing a map of Europe and instead of inserting the names of cities and rivers, writing down those of famous musicians at the places of their birth. [... hypothetische Beispiele ... in Holland wäre ein Name zu finden: Mengelberg ...].\n     An idea of the ground covered by Mengelberg will be gained if some of the features of a winter's concerts are mentioned. In the prospectus of a past season we find details of the works to be given at the subscription concerts. To begin with, the classics are amply represented. Bach, Beethoven, Brahms, Cherubini, Corelli, Gluck, Handel, Haydn and Mozart are all drawn upon.Berlioz is generously greeted, the \"Symphonie Fantastique\" and four other pieces being promised. Two symphonies of Bruckner, the \"Faust\" symphony of Liszt, six symphonies of Mahler, and five Strauss tone-poems are likewise included. [... andere Komponisten ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 08:56"}, {"ID": 192307105, "Datum": "10.7.1923, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Richard Strauss an Ludwig Karpath (auf der Schiffsreise von Buenos Aires nach Rio de Janeiro geschrieben): \n   »[...] Als Raritäten wollen wir [Wiener Philharmoniker] den Südamerikanern diesmal Bruckner Siebente, Brahms Vierte Sinfonie bringen, außerdem [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192407105, "Datum": "10.7.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben des akademischen Bildhauers Prof. Anton Grath (Wien) an den Sängerbund \"Frohsinn\":\nBietet sich für die Errichtung eines Bruckner-Denkmals [in Linz] an.", "Letzte Änderung": "21.04.2023 10:07"}, {"ID": 192507105, "Datum": "10.7.1925, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung des Quintetts in Duisburg für den 17.7.1925 in einem Inserat im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 321 auf S. 13.", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:39"}, {"ID": 192607105, "Datum": "10.7.1926, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms und der 8. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Hermann Abendroth im letzten von vier Konzerten im Opernhaus in Köln. \nDas Sopransolo singt Anna Marie Lenzberg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192807105, "Datum": "10.7.1928, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Gritli Renker an Franz S. Forster: \n   Dank für die »vollendete Arbeit« (Holzrelief IKO 239).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193107105, "Datum": "10.7.1931, Freitag", "Haupttext": "Joseph A. Miller stellt in The Standard Union Nr. 8 (Brooklyn, New York) auf S. 6 das Programm des heutigen Konzerts im Lewisohn Stadium vor und befasst sich ausführlich mit der Ersten Symphonie von Sibelius.\n\"[...] New York concert audiences are slowly beginning to realize that in this Sibelius' symphony they have a work that can be classed with Brahms at his best and with Bruckner. [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193607105, "Datum": "10.7.1936, Freitag", "Haupttext": "Bei der Leipziger Brucknergemeinschaft spricht Fritz Oeser über \"Die Originalgestalt der Brucknerschen Symphonie und ihre Interpretationen\". Anschließend singt die Kantorei des Landeskonservatoriums unter J. N. David vier Motetten Bruckners.", "Letzte Änderung": "19.04.2025 17:30"}, {"ID": 193707105, "Datum": "10.7.1937, Samstag", "Haupttext": "Artikel im Berner Tagblatt über den Austritt des Schweizerischen Brucknerbundes aus der Internationalen Bruckner-Gesellschaft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193807105, "Datum": "10.7.1938, Sonntag", "Haupttext": "Peter Raabe dirigiert die Münchner Philharmoniker bei einem Konzert im Alten Hof in München. Zur Einleitung ertönen Fanfaren, die auf einem Symphoniethema Bruckners beruhen.", "Letzte Änderung": "09.01.2026 21:36"}, {"ID": 193907105, "Datum": "10.7.1939, Montag", "Haupttext": "Artikel von Karl Adametz »Anton Bruckner schuf 25 Männerchöre« in der Volkszeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194207105, "Datum": "10.7.1942, Freitag", "Haupttext": "Artikel [3. Teil] von Carl Hans Watzinger »Anton Bruckner und seine Beziehungen zu Steyr« im Steyrer Heimatblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194907105, "Datum": "10.7.1949, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch den Linzer Domchor und Bläser des Theaterorchesters unter Joseph Kronsteiner im Neuen Dom in Linz und Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Volkmar Andreae im Marmorsaal von Stift St. Florian [oder in der Stiftskirche?] (*).\n \nAbends findet ein Festabend mit Ehrengästen statt (**).", "Letzte Änderung": "08.01.2026 09:52"}, {"ID": 195007105, "Datum": "10.7.1950, Montag", "Haupttext": "Die Österreichische Nationalbibliothek erwirbt von Walter Schaumann das Autograph von »Der Abendhimmel« (WAB 56) (*).\nAustralische Erstaufführung der 1. Symphonie unter Eugene Goossens in Sydney (**).", "Letzte Änderung": "31.07.2024 12:40"}, {"ID": 195307105, "Datum": "10.7.1953, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Ljubomir Romansky in Bad Hersfeld. Solist in Max von Schillings Hexenlied ist Otto Ströhlin (Sprecher).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197107105, "Datum": "10.7.1971, Samstag", "Haupttext": "Am früheren Wohnhaus von F. X. Perfahl in Goisern Nr. 34, heute Kirchengasse 10, wird eine Gedenktafel angebracht.", "Letzte Änderung": "15.08.2026 19:08"}, {"ID": 199407105, "Datum": "10.7.1994, Sonntag", "Haupttext": "Im wöchentlichen Orgelkonzert in St. Eustache in Paris spielt Bernhard Haas den 2. und 3. Satz der 6. Symphonie in seiner Orgeltranskription.", "Letzte Änderung": "11.12.2025 09:53"}, {"ID": 200407105, "Datum": "10.7.2004, Samstag", "Haupttext": "Einspielung der 1. Symphonie durch die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter Roberto Paternostro in der Basilika Weingarten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185908105, "Datum": "10.8.1859, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 183r:\nam Ende der 2. Akkolade \"Zum Anfang bis hieher.\"\nund am Beginn der 3. Akkolade \"10. August\".\n\n\nEintrag auf fol. 183v:\n\"10. Aug. [1]859 (H. Prof.) Beim Bestim[m]en der Fund. auch auf die gute Melodie der Begleitungsstim[m]e sehen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008105, "Datum": "10.8.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »H« [Klavierstunde Hofmann] und [Honorarberechnung] »Aug. 10.  2 fl 10 kr Fuhr [Fuhrmannslohn?] 1 fl«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208105, "Datum": "10.8.1862, Sonntag", "Haupttext": "Primiz von P. Georg Huemer in Kremsmünster. Möglicherweise der Anlass, für den \"Heil dir zum schönen Erstlingsfeste\" [WAB 61c], umgetextet von P. Beda Piringer, aufgeführt wurde (*).\nAufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 10. August Dom\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508105, "Datum": "10.8.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 182 berichtet auf S. 4 über das Gründungsfest der Welser Liedertafel am 6.8.1865:\r\n          »Korrespondenz. \n     § Wels, 8. August. Das Gründungsfest der Welser »Liedertafel« ist am 6. d. M. mit den besten Erfolgen abgehalten worden. [...]\n     Aber noch eine andere Freude war den Welsern zu Theil. Sie durften die Kompositeure Sandtner und Bruckner begrüßen, die gekommen waren, um an dem Fest theilzunehmen und die ihre beiden Chöre: »Das ganze Deutschland soll es sein« und »Germanenzug« mit jener Energie und jenem Erfolge selbst dirigirten, der bei so bewährten Meistern selbstverständlich ist. [/] Die Kapelle des hiesigen Husaren=Regimentes, welche die Instrumentalbegleitung übernommen hatte, bewährte ihren alten Ruf [...] der Linzer »Sängerbund« erfreute unter Bruckners Leitung mit der sehr gediegenen Vorführung der »Waldeinsamkeit« von Storch [...] Am Beginne des Festes hielt der zweite Vorstand der Welser Liedertafel, Bundesvorstand Göllerich eine sehr beifällig aufgenommene Ansprache. [...] Ein von Herrn Göllerich den Herren Sandtner und Bruckner ausgebrachter Toast fand jubelnde Aufnahme. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186708105, "Datum": "10.8.1867, Samstag", "Haupttext": "Brief von Alois Brutscher an Bruckner:\r\n   War 4 Wochen von Krems fort und erhielt Bruckners Brief erst gestern. Er hoffe, daß die Kur in Kreuzen Bruckners Gesundheit gefördert hat. Er solle nicht grübeln und trübsinnig sein. Grüße an Schiedermayr.", "Letzte Änderung": "19.09.2024 09:57"}, {"ID": 186808105, "Datum": "10.8.1868, Montag", "Haupttext": "Eingangsvermerk auf dem Schreiben vom 8.8.1868", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187108105, "Datum": "10.8.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner hat heute kein Orgelkonzert.\n \nAnkündigungen in den Daily News Nr. 7888 auf S. 4:\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITAL THIS DAY –at 3, by M. Mailly, the Belgian Organist.\" (*)\n \nund inhaltlich identisch in The Morning Post Nr. 30474 auf S. 1 (**).", "Letzte Änderung": "15.11.2024 14:17"}, {"ID": 187208105, "Datum": "10.8.1872, Samstag", "Haupttext": "Partiturniederschrift des Finales der 2. Symphonie in Linz begonnen (*).\nSchreiben der Hofkapelle an das Obersthofmeisteramt:\r\n   Unterbreitet die Bitte Bruckners und Johann Zoczeks um Urlaub. Als Vertreter stünden Bibl, Rotter und Pius Richter zur Verfügung. Unterschrift Herbecks. Aktenvermerk Wlassacks (?). Eingangsstempel 17.8.1872 (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 09:28"}, {"ID": 187908105, "Datum": "10.8.1879, Sonntag", "Haupttext": "Dekret der N. Ö. Statthalterei an das Dekanat betr. Remuneration:\n\"      Z. 24708.\n     Der Herr Minister für Cultus und Unterricht hat mit dem hohen Erlasse vom 28. Juli 1879 Z. 11594 über ein unmittelbar an das hohe Ministerium gerichtetes Einschreiten des Hoforganisten und Professors am Conservatorium in Wien Anton Bruckner demselben für die im Studienjahre 1878/9 an der Wiener Universität als Lector abgehaltenen Vorträge über Harmonielehrer und Contrapunkt eine Remuneration von Achthundert /:800:/ Gulden bewilligt.\n     Die kk. n.ö. Landeshauptkasse wird demnach unter Einem angewiesen, dem Genannten, diesen Betrag gegen vorschriftsmäßig gestempelte vom Dekanate der philosophischen Fakultät vidirte Quittung und Vorweisung der Intimation zu erfolgen.\n[verso:]\n     Hievon wird das Dekanat zur weiteren Verständigung in die Kenntnis gesetzt.\n     Wien, Am 10 August 1879.\n       Für den Statthalter:\n                [Unterschrift \"Pitner\"]\n[unten:]\n        An\n     das Decanat der philosophischen Fakultät\n                            in\n                                        Wien.\"\nKanzleivermerke am 14.8.1879 und 15.8.1879.", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:06"}, {"ID": 188008105, "Datum": "10.8.1880, Dienstag", "Haupttext": "Die Wiener Blätter für Katholische Kirchenmusik, II. Jg. 1879/80, Nr. 11, beschäftigen sich in einem Artikel auf S. 145 mit Bruckners d-Moll-Messe [Kritik zum 6.6.1880]: \n»Wien. (Kirchenmusik in der Hofcapelle:) Das Repertoir der Hofcapelle brachte im Laufe des vorletzten Monats einige interessante Tonwerke, darunter auch Messen von A. Bruckner und F. Krenn. Die D-Messe von Bruckner ist ein großartig angelegtes Werk, das Einzelnheiten [sic] von großer Schönheit und Erhabenheit (wie z. B. Kyrie), zuweilen höchst geniale, ja ergreifende, aber auch viele, für eine liturgische Meßcomposition wenig zusagende, wunderliche Züge (vide Credo) enthält und sich im Ganzen mehr dem Oratorien= als Kirchenmusik=Style zuneigt. Reiche Polyphonie und thematische Arbeit hat diese Tonschöpfung des renommirten Contrapunktisten Bruckner nicht aufzuweisen. Die beiden Vocaleinlagen überraschten uns auf das angenehmste, denn dieselben sind Kirchenmusik der edelsten Art. [... über Krenns C-Dur-Messe ...] [Signatur:] B.« [der Herausgeber Josef Böhm?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208105, "Datum": "10.8.1882, Donnerstag", "Haupttext": "M. J. Beer berichtet in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 28 auf S. 297 von den Parsifal-Aufführungen in Bayreuth, darunter auch von der von Bruckner besuchten Vorstellung am 30.7.1882.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308105, "Datum": "10.8.1883, Freitag", "Haupttext": "Bruckner beendet in St. Florian die Partiturskizze des Finales der 7. Symphonie (*).\nAm Ende, nach T. 339, notiert »St. Florian [/] 10./8. [1]883.« (**)\nDatierung \"St. Flor. | 10. Aug. | [1]883.\" auf einem ausgeschiedenen 12. Bogen (**a).\n\r\nBrief Bruckners an Josef Schalk:\r\n   Dankt ihm und Goldschmidt für die Güte [Einladung an den Grundlsee (vgl. 30.7.1883)]. Er sei »eben im Begriffe, nach Wien abzuschnalzen«. Genesungswünsche und Grüße (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:39"}, {"ID": 188408105, "Datum": "10.8.1884, Sonntag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n   Heute [vgl. aber 2.8.1884] habe Dr. Schusters Abhandlung über Bruckner in der Kunst-Chronik begonnen. Wolzogen habe ihm kürzlich das Erscheinen seines Artikels [vgl. 11.6.1884] für das Oktoberheft der Bayreuther Blätter zugesagt.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:45"}, {"ID": 188508105, "Datum": "10.8.1885, Montag", "Haupttext": "Großangelegter Aufsatz von Paul Marsop über Bruckner \n\nim Berliner Tagblatt (*) \n\nund [(?) anderer Titel desselben Blattes? Synonyme?] im Deutschen Montags-Blatt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608105, "Datum": "10.8.1886, Dienstag", "Haupttext": "Bericht der Musikalischen Rundschau Nr. 32/33 [Doppelnummer 1./10.8.?] über den Liszt-Trauergottesdienst und Bruckners Orgelspiel:\r\n»Von Auswärts \r\nBayreuth, 4. August (Liszt's Leichenbegängnis.) \r\n    [...] Der Trauergottesdienst für Liszt fand heute Vormittags statt, Meister Bruckner's Orgelspiel, besonders ein Präludium seiner eigenen Composition, wirkte ergreifend und erregte höchste Bewunderung. [...]« (*).\nDer Fränkische Kurier (Abendausgabe) listet über 100 Kranzspenden an Liszts Grab auf - viele Wiener Künstler und Vereine, Stradal, Goldschmidt und »Nr. 87) Lorbeerkranz von Anton Bruckner (Wien)« (**).\nDatierung \"10. August\" (durch Schalk) mit [vermutlich irrigem] Zusatz \"887\" von fremder Hand in Josef Schalks Vierhändig-Klavierauszug am Ende des 1. Satzes der 8. Symphonie (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:14"}, {"ID": 188708105, "Datum": "10.8.1887, Mittwoch", "Haupttext": "[Letzte] Datierung \"10. August 1887. ABrucknermp\" am Ende der 8. Symphonie (*).\n\n\n\n[recte 10.8.1886?] \n\nDatierung \"10. August\" (durch Schalk) mit [vermutlich irrigem] Zusatz \"887\" von fremder Hand in Josef Schalks Vierhändig-Klavierauszug am Ende des 1. Satzes der 8. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189308105, "Datum": "10.8.1893, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Ignaz Putz an Bruckner:      Bittet den beiliegenden Text als Motto für die Amstettener Liedertafel zu komponieren. Er, Putz, sei kürzlich abwesend gewesen, als Bruckner Amstetten besucht habe (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 33 verzeichnet auf S. 462 die Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig [6.6.1893], die des Adagios in München [27.5.1893] und die des »Te deum« in Düsseldorf [ am 21.5.1893]:\r\n»                  Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\nBruckner (A.), 7. Symph. (Leipzig, 5. Conc. des Liszt-Ver.)\r\n– –  And. [sic] a. der 7. Symph. (München, 29. Tonkünstlerversamml. des Allgem. deutschen Musikver.)\r\n– –  \"Te Deum\" f. Chor u. Orch. (Düsseldorf, 70. Niederrhein. Musikfest.)« (**).\nAuf S. 461, im Wiener Musikbrief, kommt Bruckners Einfluss auf Josef Reiter zur Sprache:\r\n\"                                     Wien.\r\n                (Fortsetzung.)\r\n     Compositionsconcerte veranstalteten in der verflossenen Saison ein galizischer und ein russischer Pole [... Zelénski und Barjanski ...], dann ein junger einheimischer Tonsetzer, Hr. Josef Reiter. Grössere Bedeutung kann man wohl Keiner der in Rede stehenden Aufführungen zusprechen. [...].\r\n     Der liebenswürdigste, feurigste, jugendfrischeste, modernste Bahnen verfolgende Compositions-Concertgeber der Saison war jedenfalls Hr. Josef Reiter. Wenn ihm nur etwas mehr Ursprünglichkeit der Erfindung verliehen wäre! [... Regelverstöße (Quinten, Oktaven): Absicht oder Unkenntnis? ... Protektion von deutschnationaler, antisemitischer Seite ... Konzert (12.1.1893) hatte 700 Gulden Ertrag ... erfolgreiche Lieder und Balladen, weniger gut das Quartett (durchwegs homophon gehalten), wie eine Ballade für Streichquartett ...] Dabei wimmelt es von Wagner'schen und Bruckner'schen Reminiscenzen. [... Opernplan ...].\r\n          (Fortsetzung folgt.)\r\n[Signatur am 24.8.1893:]     Dr. Theodor Helm.\" (***).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 17:07"}, {"ID": 189608105, "Datum": "10.8.1896, Montag", "Haupttext": "[um den 10. August 1896] Bruckner widmet Dr. Heller eine Photographie mit seiner Unterschrift.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189708105, "Datum": "10.8.1897, Dienstag", "Haupttext": "Das Bischöfliche Ordinariat genehmigt die Errichtung einer Stiftung für Abhaltung von Gottesdiensten in St. Florian [vgl. 16.8.1897] (*).\n\n\n(Brief von Max Filke (Breslau) an Bernhard Deubler:\n     Sendet anbei die [am 29.3.1897] versprochene Partitur  des \"Te deum\" [von Brosig und Horak], empfiehlt seine neue Messe (bei Böhm in Augsburg) (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190108105, "Datum": "10.8.1901, Samstag", "Haupttext": "In der Reichspost Nr. 182 berichtet Gaigg von Bergheim auf S. 10 unter Erwähnung u. a. Bruckners von der Gründung der Universal-Edition.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190208105, "Datum": "10.8.1902, Sonntag", "Haupttext": "Tagebuchnotiz von Laura Hueber:\r\n   »[...] Nach Tisch waren wir in Schöndorf, wo ich das herrliche »Ave Maria« [WAB 7] von Bruckner probierte. Ich werde es also doch singen am Freitag; wenn ich nur nicht umschnapple. Oberst Friedel singt zum Offertorium und ich zum Graduale. Ich hoffe doch, daß es gehen wird. Übrigens hätten mir es Gustav und Großvater und auch H. A. [Max Auer] gewiß gesagt, wenn ich es nicht ordentlich singen könnte. Frisch gewagt! [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191108105, "Datum": "10.8.1911, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Richard Batka an Franz Gräflinger:\r\n     Mit seiner Replik [Artikel im Fremdenblatt vom 8.8.1911] habe er, Batka, wohl auch persönliche Freunde auf sich gehetzt. Einige [in der Erklärung vom 4.8.1911 Genannte] hätten sicher ohne Kenntnis des Buches unterzeichnet; vielleicht gehe die Hetze von Göllerich aus? Ferdinand Löwe und Theodor Helm hätten sich dem Protest nicht angeschlossen.", "Letzte Änderung": "28.07.2025 14:27"}, {"ID": 191908105, "Datum": "10.8.1919. Sonntag", "Haupttext": "The Observer Nr. 6690 (London) schreibt auf S. 7 über die Frage, ob man Musik von Kriegsgegnern aufführen können:\n\"      Music and Musicians.\n            SETTLING DOWN.\n           (By Ernest Newman.)\n     Mr. Willliam Boosey, of the firm of Messrs. Chappell and Co., has raised a rather nice point for musical patriots. [... hat vor dem Krieg eine ungarische Oper \"Sybil\" erworben und wird sie baldmöglichst aufführen ... ]. The difficulty, as the \"Daily News\" says, \"will be to define the area from which music may not be taken. Is it only Prussia that is out of bounds? [...].\n    That is a subtle point. If all Germany was as guilty in the recent war as Prussia, then all Germany's allies were as guilty as she, and we ought to be still as set against Turkish or Bulgarian music (supposing there to be any) as against Meyerbeer and Wagner. [...]. As it is, we do not exactly know where we stand. Bruckner is still to be taboo because he was an Austrian; while the composer of \"Sybil,\" –do I gather–is to be restored to grace because he was only a Hungarian, and therefore, in the eye of impartial justice, an enemy malgré lui. [... Hugo Wolf gilt als eine Art Tschechoslowake ...]. Richter was half Hungarian and half German, so that we really ought to have disliked him latterly only half as much as we did. Liszt was a Hungarian pur sang, [...].\n    Anyhow, whatever we did or ought to have done during the war, the sensible thing to be done now is alear enough, and that is to give ourselves as quickly as possible the opportunity of hearing any German music that is likely to give us pleasure. German goods of all sorts are bound to come to us now, for unless we trade with Germany she cannot pay us our indemnity. [...]. If the \"Rosenkavalier\" was ever a good work, it is just as good now as it was on the 3rd of August, 1914, and there is no longer any reason why we should not hear it if we want to. [...].\"", "Letzte Änderung": "27.08.2025 10:10"}, {"ID": 192908105, "Datum": "10.8.1929, Samstag", "Haupttext": "Radio Wien bringt zwischen 15:45 und 17:20 Uhr ein Nachmittagskonzert des Orchesters Emil Bauer mit elf Nummern, deren dritte die g-Moll-Ouvertüre (Bauer [Bearbeitung für dieses Orchester, Salonorchester?]) ist.", "Letzte Änderung": "07.08.2026 21:57"}, {"ID": 193008105, "Datum": "10.8.1930, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von Joseph Messners »Improvisation über ein Thema von Anton Bruckner« op. 19 für Orgel durch Franz Sauer und der f-Moll-Messe durch den Salzburger Domchor und den Dom-Musik-Verein unter Joseph Messner im Salzburger Dom. Solisten: Josefine Stransky, Elisabeth von Pander, Hermann Gallos und Richard Mayr (*).\n \nAufführung des Pange lingua (WAB 31) in der Pfarrkirche Spitz an der Donau (**).\n \nIn einem Leserbrief \"For American Music\" in The Brooklyn Times (Times Union, Brooklyn, New York) auf S. 32 (= S. 4) befasst sich James P. Dunn mit der Programmgestaltung der Sommerkonzerte im Lewisohn Stadium.\nBruckner wird einmal kurz erwähnt: \"[...] Thus the modern Germans have been somewhat slighted although the rumor of a forthcoming performance of Bruckner may somewhat palliate this. [...].\" [8. Symphonie am 21.8.1930] (***).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 22:25"}, {"ID": 193208105, "Datum": "10.8.1932, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung von d-Moll-Messe, »Tota pulchra« und »Ave Maria« [vermutlich WAB 6] durch den Domchor und das Orchester des Dom-Musikvereins (Orgel Franz Sauer) unter Joseph Messner im Salzburger Dom. Solisten: Paula Neßwetha, Emma Wolf-Dengel, Franz Köth und Alfred Holländer.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 21:55"}, {"ID": 193408105, "Datum": "10.8.1934, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Oskar Lang »Die Entwürfe zum Finale der 9. Symphonie Anton Bruckners« in der Allgemeinen Musikzeitung (Wochenschrift für das Musikleben der Gegenwart) 61, Nr. 32/33, S. 445-447.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193508105, "Datum": "10.8.1935, Samstag", "Haupttext": "Brief von Siegmund von Hausegger an Max Auer: \n   Verspricht die Erstaufführung der 5. Symphonie für den 28.10.1935 in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193708105, "Datum": "10.8.1937, Dienstag", "Haupttext": "Tagebucheintragung von Oskar Loerke:\r\n\"[...] – Trotz Leid und Leiden viel studiert an Bruckner. Lieber Brief von Hermann Hesse.\" (*).\nAufführung von \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] und \"Locus iste\" durch den Regensburger Domchor [= Regensburger Domspatzen?] unter Theobald Schrems in Rio de Janeiro (**).", "Letzte Änderung": "13.09.2025 22:06"}, {"ID": 194608105, "Datum": "10.8.1946, Samstag", "Haupttext": "Artikel von F. H. »Anton Bruckners kleine Freuden. Aus den Erinnerungen eines ehemaligen Sängerknaben« in der Weltpresse (*).\nArtikel von Franz Gräflinger »Unbekannte Bruckner-Briefe« (mit Bruckners Brief vom 8.10.1873) in »Die Warte«, dem Beiblatt der »Furche« 2 (1946), Nr. 32 (**).\nArtikel von Louise George Bachmann »Die Bruckner-Festtage 1946 in Oberösterreich« in der »Furche« (***).\nAufführung von Chören Bruckners [prov. WAB 67] durch den Aachener Domchor unter Rehmann im 4. Städtischen Chorkonzert in Aachen (°).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 20:43"}, {"ID": 197008105, "Datum": "10.8.1970, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Staatsorchester Athen unter Franz Paul Decker beim Festival Herodes Atticus in Athen.", "Letzte Änderung": "22.09.2024 21:51"}, {"ID": 198108105, "Datum": "10.8.1981, Montag", "Haupttext": "Im Festgottesdienst zum Dienstende des Limburger Bischofs Wilhelm Kempf wird das »Te deum« von Domsingknaben und Domchor unter Hans Bernhard aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199008105, "Datum": "10.8.1990, Freitag", "Haupttext": "Brief von Leopold Nowak [an Herbert Vogg?]:\r\n    Seine Erkrankung zwinge ihn, von der Leitung der Gesamtausgabe zurückzutreten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199708105, "Datum": "10.8.1997, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie bei den Salzburger Festspielen. Der Einführungstext im Programmheft auf S. 29-31 \"Anton Bruckners \"Siebente Sinfonie\"\" stammt von Manfred Wagner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200508105, "Datum": "10.8.2005, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Deutsche Sinfonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano im 36. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Carl Maria von Weber (\"Freischütz\"-Ouvertüre) und Unsuk Chin (mit Christiane Oelze).", "Letzte Änderung": "11.01.2024 22:58"}, {"ID": 201208105, "Datum": "10.8.2012, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Orchester des Maggio Musicale unter Fiorentino Zubin Mehta in Santiago in Chile.", "Letzte Änderung": "02.08.2025 22:45"}, {"ID": 201908105, "Datum": "10.8.2019, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Philharmonia Orchestra unter Esa-Pekka Salonen im 31. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London.\nAuf dem Programm stehen zuvor Werke von Brahms (Haydn-Variationen) und Richard Strauss (4 Lieder op. 27 mit Lise Davidsen).", "Letzte Änderung": "14.01.2024 16:36"}, {"ID": 198909106, "Datum": "10.9. - 1.10.1989, Sonntag bis Sonntag", "Haupttext": "Internationales Bruckner-Fest in Linz, u. a. mit einer Aufführung der 4. Symphonie.\nDas Festival-Magazin bringt einen Aufsatz von Elisabeth Maier \"Die \"unbekannte\" Romantische\".", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:30"}, {"ID": 199509107, "Datum": "10.9. - 1.10.1995, Sonntag bis Sonntag", "Haupttext": "Internationales Brucknerfest in Linz. Zur Eröffnung Aufführung der 7. Symphonie durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Lorin Maazel.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:34"}, {"ID": 200009105, "Datum": "10.9. - 1.10.2000, Sonntag bis Sonntag", "Haupttext": "Brucknerfest in Linz. Bei der Eröffnung wird eine Komposition »Monument« (Hommage an Anton Bruckner) von Axel Seidelmann aufgeführt.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:37"}, {"ID": 185609105, "Datum": "10.9.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Die Liedertafel »Frohsinn« verläßt um 8 Uhr Salzburg und fährt per Schiff an Laufen und Tittmaning nach Burghausen. Nachmittags Weiterfahrt nach Braunau, wo sich abends im Saal der Brauerei Meindl auch die Passauer und die Burghausener Liedertafel einfinden (*).\r\nIn Burghausen spielt Bruckner auf der Orgel der Jakobskirche (**).\r\nDie Orgel war 1854 von Joseph Philipp Frosch (um 1810 - 1869) aus München errichtet worden (**a).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 12:13"}, {"ID": 186009105, "Datum": "10.9.1860, Montag", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm reist von Linz ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186209105, "Datum": "10.9.1862, Mittwoch", "Haupttext": "Benedikt Randhartinger wird als Nachfolger Aßmayrs zum 1. Hofkapellmeister ernannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709105, "Datum": "10.9.1867, Dienstag", "Haupttext": "Simon Sechter in Wien gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809105, "Datum": "10.9.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Vollendung der »Fantasie« [WAB 118] für Klavier, gewidmet Frl. Alexandrine Soika aus Linz: »Fräulein [/] Alexandrin Soika [/] achtungsvollst gewidmet [/] von [/] Anton Bruckner [/] Linz den 10. September [/] 1868.« (*). Die Linzer Zeitung gibt auf S. 855 das Programm für den 12.9.1868 bekannt: \n   »Linz, 9. September. [...] * (Concert.) Nachstehend theilen wir das Programm des großen Concertes mit ... [...] 2. Abtheilung: ... Germanenzug, Chor mit Harmonie=Begleitung, von Anton Bruckner; [...]« (**). \nAuch die Tagespost bringt eine Programmankündigung: \n»9. Sept. 1868. [...] § Wir theilen hier das Programm des großen Konzertes mit ... [...] \"Germanenzug\", Chor mit Harmoniebegleitung von Anton Bruckner. [...] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187009105, "Datum": "10.9.1870, Samstag", "Haupttext": "Die Salzburger Zeitung Nr 204 kündigt auf S. 2 die morgige Aufführung der d-moll-Messe an: \n\n     » - Dem Vernehmen nach wird morgen im hiesigen Dome die D-Messe des eben hier anwesenden k. k. Hoforganisten Anton Bruckner zur Aufführung kommen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109105, "Datum": "10.9.1871, Sonntag", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Zeitung, S. 877, über Bruckners Orgelspiel in London:\r\n»Linz, 9. September.\r\n   * (Künstlerisches.) Herr Professor Bruckner ist von seiner Kunstreise aus London bereits zurückgekehrt und befindet sich gegenwärtig in Linz. [... es folgt der Artikel des Morning Advertiser vom 1.9.1871 ...] [zum] Vergnügen des musikalischen Publikums, welches, wie wir versichert sind, höchst erfreut sein würde, besser bekannt zu werden mit den Meisterwerken dieses vollkommenen Künstlers.« (*).\nEinen Überblick zum London-Aufenthalt bietet auch der Artikel in der Neuen Freien Presse Nr. 2530 auf S. 8:\r\n»[Orgel=Concerte in London.] Nach Eröffnung der internationalen Ausstellung und der Royal Albert Hall [... über Bruckners Erfolg und die Artikel in Daily News und Morning Advertiser ...] unser Landsmann möge einige seiner gelungensten Compositionen der musikalischen Welt zugänglich machen.« (**).\nEin Artikel in der \"Presse\" Nr. 251 auf S. 15 greift ebenfalls auf den Artikel vom 1.9.1871 zurück:\r\n     \" - Der in London erscheinende Morning Advertiser schreibt: Als die internationale Ausstellung und die Albert=Halle  eröffnet wurden, sendete das Comité eine Einladung an die Künstler aller Nationen, nach England zu kommen und die Vorzüglichkeit der großen Orgel zu probiren. Unter denen, welche dieser Einladung Folge leisteten, war auch Herr Anton Bruckner, Hoforganist und Professor des Conservatoriums in Wien. Die Aufführungen dieses Künstlers sind wirklich ausgezeichnet und ganz würdig des Vaterlandes von Haydn und Mozart. Herr Bruckner spielte die classischen Compositionen von Bach, Mendelssohn und andere mit einer Leichtigkeit, welche dem Hörer nichts zu wünschen übrig ließ und welche die Componisten selbst im höchsten Grade befriedigt haben würde; doch wo Herr Bruckner besonders excellirt, das ist in seinen Improvisationen, in denen man eine Ungezwungenheit und eine Fülle von Ideen findet und die geniale Art, mit welcher diese Ideen ausgeführt sind, ob ernst oder feierlich, melodiös oder lieblich, brillant oder großartig, ist sehr merkwürdig. Das Londoner Publicum hat Herrn Bruckner's vollendete Ausführungen anerkannt und Viele drückten die Hoffnung aus, es werde dieser erste Besuch nicht der letzte sein. Wir stimmen in diesen Wunsch ein und fügen noch einen andern bei, nämlich, daß Herr Bruckner einige der wirkungsvollsten seiner Compositionen zum Besten und zur Freude des musikalischen Publicums veröffentlichen möge, denn dieses würde, wir sind dessen gewiß, sehr erfreut sein, wenn es mit den Werken dieses vollendeten Künstlers etwas mehr bekannt gemacht wird.\" (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:16"}, {"ID": 187409105, "Datum": "[?] 10.9.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Blatt mit Eintragungen Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187509105, "Datum": "10.9.1875, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 37 bringt auf S. 361 (»Correspondenzen. [/] Wien.«, am Ende auf S. 363 signiert »......z.-«) einen Bericht über die organisatorische (neue Schauspielschule) und personelle Situation am Wiener Konservatorium.\n     »[... viel Lob für Hellmesberger. Wünsche und Hoffnungen für eine gründliche Ausbildung nicht nur dank und durch Hellmesberger, sondern für alle einzelnen Schüler, ...] wofür Namen wie der Professoren Bruckner, Doppler, Dachs, Epstein, Heißler, Gottank, Ramesch, Schmied, Kren [Krenn], Kleinecke[,] Zamara, Zellner etc., welche als ausübende Künstler wie als Lehrer bekannt und bewährt sind, Bürgschaft leisten.«", "Letzte Änderung": "19.10.2024 15:10"}, {"ID": 187709105, "Datum": "10.9.1877, Montag", "Haupttext": "In St. Florian treffen laut Gäste- und Fremdenbuch die Pröpste von Melk und Klosterneuburg ein, außerdem [aus Wien] Gottfried Preyer, Laurenz Mayer (Hof- und Burgpfarrer) und Franz Kornheisl (Dompfarrer zu St. Stephan). Sie bleiben hier über Nacht. \nZiemlich sicher hatte Bruckner Kontakt mit Ihnen und spielte vermutlich auch für sie Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009105, "Datum": "10.9.1880, Freitag", "Haupttext": "Von Rigi-Kulm nach Luzern. Nachmittags Weiterfahrt in Richtung München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109105, "Datum": "10.9.1881, Samstag", "Haupttext": "Orgelimprovisation im Alten Dom [*] anläßlich eines Lehrertages in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209105, "Datum": "10.9.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« neben der beginnenden Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n\n\nDatierung \"Rudolf Dittrich Wien am 10. September 1882\" in seiner Bearbeitung eines Orgelkonzerts von Händel, die sich in Bruckners Besitz befand (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409105, "Datum": "10.9.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Die [Linzer] Tages-Post Nr. 209 berichtet auf S. 3 von Bruckners Orgelspiel am 7.9.1884:\r\n    » § Kirchenmusik. Aus Schwanenstadt wird uns unterm 7. d. M. geschrieben: Heute vormittags während des Hochamtes spielte in der hiesigen Stadtpfarrkirche der eben hier anwesend gewesene Professor des Wiener Conservatoriums, Compositeur und Hoforganist Herr Bruckner mit wahrhaft seltener Virtuosität die Orgel.« (*).\nAuch der Welser Anzeiger (Nr. 37, S. 2) berichtet von seinem Spiel in Schwanenstadt [nicht Wels]:\r\n   »Korrespondenzen.\r\nSchwanenstadt, 8. September. (Orig.=Korr.) [...]\r\n   Am Sonntag den 7. d. M. spielte in der hiesigen Stadt=Pfarrkirche während des Hochamtes der eben im vorübergehenden Aufenthalte hier anwesend gewesene Professor des Wiener Konservatoriums, Kompositeur und Hoforganist Herr Bruckner die Orgel mit wahrhaft seltener Virtuosität. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609105, "Datum": "10.9.1886, Freitag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 36 meldet auf S. 364 die Aufführung des »Germanenzugs« beim Sommerfest des Kölner Männergesangvereins [ca. Juli 1886]: \n»Eingesandte Concertprogramme \n[...] Sommerfeste des Cölner Männergesangvereines (Zöllner) auf der Marienburg und Kaisergarten: [...] \"Germanenzug\" für Chor und Soli mit Blechorchester von A. Bruckner. [...]« (*). Auf S. 368 ist einem Inserat des Verlages Gutmann zu entnehmen, daß von der 7. Symphonie die Orchesterpartitur, die Orchesterstimmen und der vierhändige Klavierauszug von Franz und Josef Schalk erhältlich sind: \n»[...] Symphonische Werke aus dem Verlage von Albert J. Gutmann, Wien [...] Aus dem Repertoire der Philharmonischen Concerte in Wien. [...] Bruckner, Anton, Siebente Symphonie (E-dur) für grosses Orchester. Partitur 30 Mk. netto. Orchesterstimmen 30 Mk. netto. Bearbeitung für Klavier vierhändig von Franz und Josef Schalk 12 Mk. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188809105, "Datum": "10.9.1888, Montag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 3. Symphonie bei Takt 622-632 »10. Sept.« und Takt 633-641 »10. Sept. 1888 ABrmp Abds 3/4 6 Uhr.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189009105, "Datum": "10.9.1890, Mittwoch", "Haupttext": "Brief der Leipziger Druckerei Brandstetter an Rättig:\r\n    »Die Platten zu Bruckners Symphonie d-Moll sind infolge Ihres Auftrages ... eingeschmolzen und Ihnen lt. meines Briefes vom 20.8.1890 gutgeschrieben worden« (*).\r\nAuf der Rückseite des Briefes merkt Rättig an, dass Freunde Bruckners ihn zu Änderungen veranlasst hatten, die auf Anraten Gustav Mahlers wieder verworfen wurden, wodurch 50 neugestochene Platten überflüssig wurden. Er habe bei diesem Projekt mindestens 4000 Gulden Verlust gemacht (*a).\nBrief von Ferdinand Weidinger an Bruckner:\r\n    Welche Symphonie er den Wiener Philharmonikern für die nächste Saison überlassen wolle? Das Comité wolle rechtzeitig planen, damit nicht, wie im letzten Jahr, als man schon mit dem Abschreiben der Stimmen für die 1. Symphonie begonnen hatte, wegen einer Umarbeitungsidee Bruckners die Aufführung vereitelt werde. Hans Richter habe eine kürzlich vollendete Symphonie [8. Symphonie oder - vgl. »Oktober 1890« - 3. Symphonie?] erwähnt, deren Aufführung in den Philharmonischen Konzerten angestrebt werde. Bruckner möge sich mit Richter, der noch persönlich schreiben werde, in Verbindung setzen (**).\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 37 bringt auf S. 413 die Fortsetzung des am 3.9.1890 begonnenen Artikels über das Wiener Konservatorium:\r\n          \"Wien (Fortsetzung).\r\n    Daß mit diesem Principe der Vielheit auch eine Vielheit in den Verwaltungsauslagen verbunden, ist begreiflich. [... über den Geschäftssinn, die Saalvermietungen, die Rückforderung von Honorarbefreiungen bei Besserstellung der Schüler ... der materielle Charakter der Bestimmungen widerspreche den Idealen der Kunst ... dennoch günstige Resultate bei der Schlußproduktion [am 7.7.1890, 9.7.1890 und 12.7.1890] ...]\r\n     [... über die Programmnummern dieser Produktionen, zuerst vom 12.7.1890 ... die Gesangsklassen seien schlechter ausgebildet als die Instrumentalklassen ... die Violinschüler hätten eine gute Technik, aber man hörte] keinen einzigen der einen großen Ton besaß. - Durchgängig Vorzügliches wurde nur in der Orgelclasse geleistet. Von den Abiturienten nennen wir die Herren Feinsinger und Victor Lorenz, von welchen ersterer eine Fuge von J. S. Bach, letzterer die Phantasie und Fuge über B. A. C. H. von Franz Liszt spielte. Beide lösten ihre Aufgaben unter genauer Berücksichtigung der Polyphonie und vollständiger Verwendung aller technischen Behelfe, die das Orgelspiel verlangt und wurden hier fürmit [sic] lautem und verdiensten Beifall ausgezeichnet. Hier war es aber nicht nur die persönliche Befähigung der Schüler, sondern auch das Verdienst ihres Meisters, des Professors A. Bruckner, der diese Kunsterfolge vorbereitete, und welcher unter allen Professoren des Wiener Conservatoriums der einzige, der in künstlerischer wie in pädagogischer Beziehung gleich Vollendetes geleistet hat.\r\n     Hiermit können wir den Bericht über diese Schülerproduction in der günstigsten Weise abschließen und der Voraussetzung Raum geben, daß diese Resultate auch in den andern Lehrfächern möglich, da das Wiener Conservatorium das Allerwichtigste besitzt, das eine Musikschule besitzen muß, um erfolgreich zu wirken: eine bildungsfähige Jugend, die kunstbegeistert ihren Zielen entgegen strebt.\r\n          F. W.\" (***).", "Letzte Änderung": "17.04.2025 04:40"}, {"ID": 189109105, "Datum": "10.9.1891, Donnerstag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 25 meldet auf S. 216:\n\"          Personalnachrichten.\n[...]\n     - Anton Bruckner, der bekannte Componist, ist von der philosophischen Facultät der Universität zum Ehrendoctor ernannt worden.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189309105, "Datum": "10.9.1893, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Irma Neweklowski an Bruckner [vermutlich geschrieben am 8.9.1893 und erst anläßlich des Nachtrags am 10.9. datiert?]:\r\n     Dankt für die gestern erhaltene Karte mit den Namenstagsgrüßen und die Blumen. Es sei die schönste Gratulation zum heutigen Namenstag gewesen. Hofft auf den versprochenen Besuch. - [Nachschrift (am 10.9.?):] Gestern sei der Brief durch ein Versehen des Überbringers nicht abgegeben worden. Bittet für die Verzögerung um Entschuldigung.", "Letzte Änderung": "09.03.2025 22:29"}, {"ID": 189409105, "Datum": "10.9.1894, Montag", "Haupttext": "Artikel (signiert »H. W.« [= Hans Woerz]) in der Wiener Sonn- und Montagszeitung Nr. 37 auf S. 1f:\r\n\"                  Anton Bruckner.\r\n          (Geboren am 4. September 1824).\n     H. W. In aller Stille, fern von Wien, der Hauptstätte seines künstlerischen Wirkens, beging der vaterländische Tondichter, dessen Name an der Spitze dieser Zeilen steht, in der verflossenen Woche zu Steyr in Oberösterreich den Tag, an welchem es ihm beschieden war, sein siebzigstes Lebensjahr zu vollenden. [... Huldigungen fielen aus, können in der Konzertsaison nachgeholt werden ... seine Erfolge verdanken sich nicht nur der neuen Kunstrichtung, haben außerhalb der Parteiungen \"allgemein giltigen Werth\" ... der passive Widerstand mancher Kunstfreunde wird sinken,wenn Missionseifer und Reklametrommeln der \"Korybanten\" nachlassen ...]\r\n     [... zur Biographie ...33jährig [sic] nach Linz ... Wien (Konservatorium, St. Anna, Universität) ...]; allein das Unterrichten Anderer hat nie zu den starken Seiten in Bruckner's Veranlagung gehört, und es ist daher ein glückliches Ereigniß zu nennen, [... dank Ehrenpension keine Unterrichtstätigkeit mehr nötig ...]\r\n     [... Orgel-Erfolge ... Komponist ...] Wenn der Bischof von Linz erklärte, er habe bei der Aufführung der Bruckner'schen Messe im dortigen Dome \"gar nicht beten können,\" so mag man daraus immerhin folgern, daß es dem Bischofe an dem nöthigen musikalischen Verständniß gefehlt habe: aber das läßt sich gewiß nicht daraus folgern, daß diese Messe oder doch so mancher Theil derselben \"kirchlichen Charakter\" besitze. Auf symphonistischem Gebiete regte sich der Geist Bruckner's schon während der Zeit des Linzer Aufenthaltes; [... kurz über die Symphonien u. a. Werke, keine \"einhellige Anerkennung\" ...] Umso stürmischer brauste freilich der Jubel der wagnerisch gefärbten \"Brucknerianer.\" Diese Herren scheuen sich ebensowenig vor dem Vorwurfe der Aufdringlichkeit, wir vor den nachtheiligen Rückwirkungen ihres Gebahrens auf die Beurtheilung, die der gemäßigte Theil der Zuhörer einem aus Parteirücksichten in den Himmel gehobenen Werke von genialer Anlage, aber fragwürdiger Formvollendung angedeihen läßt. [... manches Positive ...], das Alles genügt für sich allein nicht zu einem Kunstwerke ersten Ranges, als welches jede Tondichtung Bruckner's von seinen Anhängern den Gläubigen wie den Ungläubigen zur bedingungs- und besinnungslosen Anbetung auf den Altar gestellt wird. Aber der Künstler, den wir mit diesen Zeilen ehren wollen, trägt in seiner Brust zweifellos den Funken des Genies; er hat in kleineren und größeren Formen Einzelnes geschaffen, über dessen Werth es unter verständigen, fühlenden und unparteiischen Beurtheilern keine Meinungsverschiedenheit geben sollte, – und selbst jene zahlreichen Edelsteine, die zuweilen aus der chaotischen Verwirrung eines Tonsatzes hervorleuchten, sind von so vornehmer Schönheit, daß sie ihren Schöpfer für Jeden, der sehen will, als einen Mann von ungewöhnlicher Begabung, als einen Tondichter erkennen lassen, der – so, wie er nun einmal im Laufe seiner siebzig Lebens= und Schicksalsjahre geworden ist, – trotz aller ihm anhaftenden Mängel und Schwächen über die Schaaren der \"beliebtesten\" Mode= und Speculationscomponisten gewaltig erhaben ist.\r\n     Wir wissen, daß wir mit unserem Urtheile über Anton Bruckner der heutigen öffentlichen Meinung nicht entsprechen und weder seinen Freunden, noch den Gegnern seines Wesens genugthun. Als Künstler ist unser Jubilar ein self made man – und \"was kein Verstand der Verständigen sieht, das übet in Einfalt ein kindlich' Gemüth.\" \" (*)\n \nund (teilweise irrig) in der Wiener Montagspost Nr. 44 auf S. 5:\r\n\"     Prof. Dr. Anton Bruckner, der größte lebende Symphonik [sic] feierte am 4. September d. J. seinen 70. Geburtstag. Unser Meister, welcher sich in Steyr momentan aufhält, wurde von zwei Gesangs= und Musikvereinen durch ein Ständchen überrascht, und von einer Deputation, der Bürgermeister an der Spitze, begrüßt. Langezeit war Bruckner eine vielbestrittene Erscheinung. [... biographische Angaben: u. a. \"Dom=Organist in St. Florian\", dann Linz, 1867 [sic] nach Wien, Konservatorium, Universität, Ehrendoktorat ...] Was Bruckner als Lehrer anbelangt, ist er höchst originell. Man muß nur wissen wie der Meister bei der Dissonanz anklopft, und ihr quasi mit allen Schrecknissen der Hölle droht, sich aufzulösen, und wie er dann mit freudestrahlenden Augen die Dissonanz (auch Waucherl) seiner Auflösung zuführt. [... zu einzelnen Werken, u. a. \"Halleluja\" [= 150. Psalm], Adagio des Quintetts etc. ...] Die Fuge \"Alles was Odem hat, lobet [sic] den Herrn\" aus dem 150 Psalm, ist contrapunctisch so großartig gebaut, wie nur ein J. S. Bach es vermocht hatte. Und wahrlich, wenn auch Bruckner heute noch nicht anerkennt werden will, theils wegen seiner nationalen Richtung, theils wegen der Presse, wir sind Oesterreicher und reichen ihm gleich dem \"Deutschen Michel\" die Hände und rufen ihm zu: Eine Deiner Symphonien hören, Meister dann mach' mit uns was Du willst! – Zu seinem siebzigsten Geburtstage wollen wir ihm nicht nur als Auserwählten des österreichischen Volkes wissen, sondern auch in Liebe und Verehrung den größten lebenden Symphoniker nennen.\" [keine Signatur] (**).\n\r\nBrief von Lothar Fleischanderl (Steyr) an Bruckner:\r\n     Wegen eines Abitur-Treffens in Linz habe er versäumt, die Glückwünsche und Blumengrüße des Neuen Richard-Wagner-Vereins rechtzeitig zu übermitteln (***).\n \nBrief von Anton von Ölzelt-Newin (Maria Wörth) an Bruckner:\r\n     Gratuliert verspätet, da er als säumiger Zeitungsleser erst heute vom 70. Geburtstag erfahren habe (°).\n \nAdolf Exner gestorben. Der entsprechende Partezettel hat sich erhalten (°°).\n \nDie Extrapost Nr. 660 (Wiener Montags-Journal) setzt sich auf S. 4 mit dem Phänomen \"Ehrungen\" auseinander:\r\n\"     (Was sich Wien erzählt!) Sonst war es in Wien Gebrauch, Künstler, Dichter und Musiker unserer Heimat würdig, wenn sie nur erst ein Alter von mindestens 80 Jahren erreicht hatten, zu ehren. Das sollte sie für die allgemeine Theilnahmslosigkeit, für Erniedrigungen, Entbehrungen und Hohn der jüngeren Jahre entschädigen, die ihnen, wie etwa Grillparzer und Saar, bei uns zumeist zutheil werden. Bei solchen Gelegenheiten erinnern sich gewöhnlich alle Vereine und Körperschaften, die Wohlhabenden der Gesellschaft einer Art von Pflicht gegen unsere Meister. Diplome, Adressen und Spenden aller Art mit geistreichen Widmungen, sind die äußeren Zeichen, denen man gerne die weiteste Publicität gibt, denn sie verdienen Nachahmung. Nun kam Bruckner an die Reihe. Berufene Kritik hat seine hohe Kunst eingehend gewürdigt. Den zweiten Beethoven nannte man ihn, Das mußte genügen. Feste, Feierlichkeiten, die üblichen Ehrungen, oder gar Salvatormedaillen gab es diesmal nicht. Man begeht die Einen und verleiht die anderen jüngster Zeit nur wenn es gilt einen besonderen Künstler zu ehren wie etwa – Girardi. Und wer ist der greise Jubilar der vergangenen Woche, das Musikgenie, das große Kind Bruckner, der bescheiden und still ein dornenvolles Leben muthig durchgelebt, wohl für die große Menge der geistreichen Jubiläumskibitze? Wer ist der Organist Bruckner wohl für den Gemeinderath? Und darum können wir diesmal nichts von großen Jubiläumsfeierlichkeiten melden, von Auszeichnungen und kostbaren Geschenken, die man, um Meister Bruckner zu ehren, gespendet hat. \" [keine Signatur] (°°°).\n \n\"Het vaderland\" Nr. 213 ('s-Gravenhage) schreibt auf S. 6 zum 70. Geburtstag ergänzend: \"     Bij gelegenheid van zijn 70n verjaardag werd Bruckner ook eereburger van Linz en eerelid van den Schubert-bond te Weenen. Onder de gelukwenschen was er ook een van prof. baron Eiselberg te Utrecht.\" (#).", "Letzte Änderung": "16.01.2024 10:24"}, {"ID": 189509105, "Datum": "10.9.1895, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner werde, da er sich von seiner Krankheit erholt habe, seine Vorlesung an der Universität wieder aufnehmen - dies melden\n \ndas Deutsche Volksblatt Nr. 2401 auf S. 2 des Abendblatts:\r\n\"     * [Hochschulnachricht.] Professor Bruckner, der nun vollkommen genesen ist, wird an der Wiener Universität im Winter=Semester über Harmonielehre Vorlesungen halten.\" (*),\n \ndie Österreichische Volkszeitung Nr. 248 auf S. 2:\r\n\"Neuigkeitsbote.\r\n     Professor Bruckner, der sich von seiner schweren Krankheit bereits vollständig erholt hat und dessen Gesundheitszustand derzeit nichts zu wünschen übrig läßt, hat an die Wiener Universität die Mittheilung gelangenlassen, daß er im kommenden Wintersemester über HarmonielehreVorlesungen halten werde.\" (**),\n \ndieselbe Zeitung auf S. 4 in der 2-Kreuzer-Ausgabe:\r\n\"     * Professor Bruckner, der sich von seiner schweren Krankheit bereits vollständig erholt hat und dessen Gesundheitszustand derzeit nichts zu wünschen übrig läßt, hat an die Wiener Universität die Mittheilung gelangenlassen, daß er im kommenden Wintersemester über HarmonielehreVorlesungen halten werde.\" (***)\n \nund \"Das Vaterland\" Nr. 248 auf S. 4:\n\"    * [Professor Bruckner.] Die Verehrer des Professors Dr. Anton Bruckner werden mit der größten Freude die Nachricht vernehmen, daß der Meister, der sich von seiner schweren Krankheit bereits vollständig erholt hat und dessen Gesundheitszustand derzeit nichts zu wünschen übrig läßt, an die Wiener Universität die Mittheilung gelangen ließ, daß er im kommenden Wintersemester über Formenlehre eine und eine halbe Stunde wöchentlich, Montag von 6 bis halb 8 Uhr Abends, Vorlesungen halten werde. Professor Bruckner, der an der philosophischen Facultät die Stelle eines Lectors bekleidet, wird im Hörsaale Nr. 26 unentgeltlich lesen.\" (°).\n \nDas Dekanat der philosophischen Fakultät der Wiener Universität richtet die Anfrage, die am 22.4.1895 an Bruckner gerichtet worden war, gleichlautend an Johann Nepomuk Fuchs, den Direktor des Wiener Konservatoriums. \"Ein gleichlautendes Schreiben erging auch an den Director des Conservatoriums Joh. Fuchs dto 10/IX [18]95\".\nEr möge sich gutachterlich äußern, ob Franz Marschners genügend qualifiziert sei, um sein Gesuch um Verleihung einer Privatdozenten- oder Lektorenstelle für Praktische Ästhetik der Tonkunst zu befürworten (°°).\nAm 17.10.1896 [sic] wurde Johann Fuchs vom Dekan [Ernst Mach?] um Stellungnahme gebeten und erklärte am 26.10.l896, irrtümlich angenommen zu haben, die Angelegenheit sei erledigt. Er halte angesichts der drei Arbeiten die Qualifikation Marschners für den Posten als genügend erwiesen.\nAm 6.11.1897 entschied das Professoren-Collegium, das Gesuch nicht weiter zu bearbeiten, da derzeit eine geeignete Gutachterpersönlichkeit nicht zur Verfügung stehe, und teilte am 13.11.1897 Marschner mit, er möge sein Gesuch wieder vorlegen, \"wenn die durch Herrn Hofrath Hanslick's Abgang erledigte Lehrkanzel besetzt sein wird.\" (°°°).\n \nDie Dresdner Nachrichten Nr. 252 kündigen auf S. [3] die Aufführung der 8. Symphonie [am 18.12.1895] an:\r\n\"     Kunst und Wissenschaft.\r\n[...]\r\n      † In der Serie der Nicodé=Concerte sind als Hauptwerke und Novitäten in Aussicht genommen: Sinfonien von Bruckner (C-moll Nr. 8), Nielsen, Glazonnow, [...]. – Am 23. September wird das allgemeine Abonnement eröffnet.\" (#).", "Letzte Änderung": "29.12.2023 14:44"}, {"ID": 189609105, "Datum": "10.9.1896, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 38 bietet auf S. 491 - 493 im »Grazer Musikbrief« einen Rückblick auf die Konzertsaison, in dem auch die 1. Symphonie [Aufführung am 11.4.1896] erwähnt wird:\r\n\"                       Graz, im August.\r\n     Gegen die Vorjahre wies unsere Spielzeit 1895/96 ein merkbar matteres musikalisches Getriebe auf. [... Kienzl, Siegmund von Hausegger etc. ... Opernbetrieb ...].\r\n     Im Concertsaale entwickelt seit jeher der Steiermärkische Musikverein die dankenswertheste Thätigkeit. In den Vereinsconcerten fanden die modernen Meister heuer eine ganz besondere Berücksichtigung. Brahms und Bruckner waren mit ihren Symphonien in Fdur, Op.90, und Cmoll in der Vortragsordnung vertreten. [...Ouvertüren und andere Werke, Gastsolisten ... Degner ...]. Die nicht sonderlich glücklichen Orchesterverhältnisse, deren ich in meinem vorjährigen Musikbriefe Erwähnung that, machen die Aufgabe des artistischen Leiters im Musikvereine zu einer erhöht schwierigen. Mit grosser Thatkraft und Unverdrossenheit ringt sich Hr. Degner zu erfreulichen Erfolgen. [... Gesangvereine ... andere Konzerte, Gastspiele ...].\r\n                                    (Schluss folgt.)\" [Signatur am 17.9.1896: \"Julius Schuch.\"]", "Letzte Änderung": "30.09.2023 12:17"}, {"ID": 189709105, "Datum": "10.9.1897, Freitag", "Haupttext": "Aufstellung des vom Linzer Steinmetzen Georg Horner geschaffenen Piedestals zu Bruckners Sarg (Kostenvoranschlag vom 19.5.1897).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190109105, "Datum": "10.9.1901, Dienstag", "Haupttext": "Tagebuchnotiz von Laura Hueber: \n   »Um 4 h kamen zwei Herren, der eine ist Conservatorist [vgl. Anm.] und ein Verehrer Bruckner, der andere Ingeneur. Sie hätten gern das Bruckner-Clavier gesehen, aber leider konnten wir ihren Wunsch nicht erfüllen. Es waren zwei ganz nette Herren.« (*).\nAbends Abfahrt nach Wien (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190609105, "Datum": "10.9.1906, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereins-Orchester unter Spörr in Bad Kissingen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190709105, "Datum": "10.9.1907, Dienstag", "Haupttext": "Postkarte von Max Auer an Hans Wagner-Schönkirch (Photo des Bruckner-Zimmers in St. Florian), in Vöcklabruck geschrieben, [?] St. Florian mit Unterschrift von Ignaz Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190809105, "Datum": "10.9.1908, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Karl Grunsky an Heinrich Schenker:\r\n   Verteidigt Bruckners Kompositionstechnik gegen Schenkers Kritik. Wundert sich, daß zwei Fachleute wie Schenker und August Halm so gegensätzlich urteilen können.\r\n\"[...] 1) inbezug auf die Form. Wenn die Setzung der bekannten Folge im Sonatensatz einen klaren Sinn hat, so kann es nur der sein: über den Eintritt neuer Themen, über den Ort der durchgeführten Themen, über die Wiederkehr + Rückkehr, zu orientieren. . . . Übergänge u. alles was das Gerippe als Fleisch gleichsam umkleidet—das ist ja, soweit notwendig da. . . . 2) Einsatz auf gute Taktteile (wenigstens mit Vorliebe; Ausnahmen immerhin zahlreich!): ist ebenso ein gutes Zeichen für mich! [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191109105, "Datum": "10.9.1911, Sonntag", "Haupttext": "The Illustrated Buffalo Express Nr. 51 (Buffalo Morning Express) schreibt auf S. 30:\n\"     Josef Stransky, the new director of the New York Philharmonic Orchestra, is a Bohemian, born in 1872 [... Prag, Dvorak und Smetana ...]. His preparation was most complete, comprising a thorough course under Jadassohn at Leipsic, and under Fuchs and Bruckner at Vienna. After five years [... Prag, 7 Jahre in Hamburg ...].\" (*).\n \nThe Buffalo Sunday Morning News Nr. 39 bringen auf S. 36 einen Artikel, der in Auszügen auf dem Artikel vom 7.5.1911 beruht:\n\"                Liszt as Innovator.\n     Mr. H. T. Finck writes as follows of some points in connection with Liszt as an innovator in musical effects:\n     \"The much-vaunted vagueness of tonalitiy that is praised so much in Debussy [...] is merely one of the many things in which Liszt anticipated the most modern of modern composers, as Adolf Brune poited out in an admirable paper read by him at the recent convention of the Illinois Music Teachers' Association. [... ausführlicher Bericht über diesen Vortrag ...]. On this point, after describing the symphonic poem created by Lizt, Mr. Brune remarks:\n    \"If we except the works of Brahms and Bruckner, then all the greater works since Schumann are influenced by or based upon these principles of Liszt. We may mention the symphonic poems of [...].\" (**).\n \nDie Mississippi-Blätter Nr. 253 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) bringen auf S. 26 (= S. 10 des 2. Teils) einen Bericht aus Deutschland, in dem auch das Münchner Musikfest [u. a. mit der 7. Symphonie \"vor dem 17.8.1911\"] zur Sprache kommt:\n\"Wien=Münchener Korrespondenz.\n                 Von Ottilie Bondy.\n                               [...]\n   München, am 24. Aug. 1911.\n     Der Geburtstag, der 81. Geburtstag des Kaisers Franz Joseph ist im Bad Ischl im Familienkreise [...] gefeiert worden. [... Gesellschaftliches aus Wien (u.a. Anton Gruscha 91jährig verstorben; ausführlich über Eduard Sueß (Hochquellenleitung 24.10.1873!) am 20.8.1911 80 Jahre; Fleischimporte aus Argentinien, Wohnungsnot) ...].\n     Ins [sic] München lebt es sich derzeit leichter als in Wien. [... Mozart-Festspiele 30.7. bis 8.9.1911, die vier ersten Konzerte des Beethoven-Zyklus unter Ferdinand Löwe ...]; als Beigaben wurden auserlesene Kompositionen älterer und jüngerer Tondichter aufgeführt. Haydn, Mozart, Liszt, Brahms, Bruckner, Schumann, Mendelssohn, Wagner, Richard Strauß gut zu gruppiren war eine schwierige – wie mir scheint gut gelöste Aufgabe.\n     Der zweite Cyklus der Wagner-Festspiele fand gestern seinen Abschluß mit der \"Götterdämmerung\". [... Mottls† Nachfolger ... Ausstellungen ... etc. ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 18:47"}, {"ID": 191309105, "Datum": "10.9.1913, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Chores \"Mitternacht\" [WAB 80] durch die Berliner Liedertafel (Chormeister Max Wiedemann) im Volkskonzert der Berliner Philharmoniker unter Camillo Hildebrand in der Brauerei Friedrichshain.\nAußerdem erklingen Werke von Richard Sternfeld, Edvard Grieg, Beethoven, Karl Kämpf, Friedrich Silcher, Carl Maria von Weber und Richard Wagner.", "Letzte Änderung": "21.04.2023 10:31"}, {"ID": 191509105, "Datum": "10.9.1915, Freitag", "Haupttext": "Im Nachruf auf Otto Kitzler im Linzer Volksblatt Nr. 224 auf S. 5f wird auch Bruckner erwähnt:\n     \"Zu Musikdirektor Otto Kitzlers Ende. Aus Steyr schreibt man uns vom 8. d.: Aus Graz kam gestern die Nachricht, daß dortselbst am 6. d. früh der gewesene Musikdirektor des Brünner Musikvereines, Otto Kitzler, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone und Ehrenmitglied vieler Musik- und Gesangsvereine, ihm hohen Alter von 82 Jahren durch Selbstmord geendet hat. Otto Kitzler interessiert uns deshalb besonders, weil er von 1860 bis 1862 als erster Kapellmeister am Landestheater in Linz wirkte und zu jener Zeit Richard Wagners »Tannhäuser« zum erstenmal in Linz zur Aufführung brachte, Wagner somit in unserer Landeshauptstadt sozusagen einführte, nachdem daselbst vorher noch nie eine Wagner-Oper zur Aufführung gebracht worden war. Otto Kitzler ist aber auch deshalb für die musikalische Welt von Bedeutung, weil er der Lehrer Dr. Anton Bruckners für musikalische Formenlehre war und ihm das Verdienst zufällt, Meister Bruckner die Kenntnis des modernen Orchesters vermittelt und ihm zuerst die neue Welt der Kunst Richard Wagners erschlossen zu haben. Otto Kitzler war zu Dresden geboren. Hervorgegangen aus der Schule Hans von Bülows, lernte er auch in Dresden die Opern Richard Wagners kennen, der damals auf der Höhe seiner Kapellmeistertätigkeit stand. Er studierte an den Konservatorien in Brüssel und Prag und kam, nach mehrjähriger Tätigkeit von dort zurückkehrend, nach Linz, wo er Bruckner gelegentlich am Domchore kennen lernte. Er wußte diesen so für sich einzunehmen, daß Bruckner sich entschloß, bei ihm, dem zehn Jahre jüngeren, weiteren Unterricht in der musikalischen Formenlehre zu nehmen. Kitzler führte dabei Bruckner in die damals noch ganz neue Wagnersche Art der Instrumentierung ein und fand an Bruckner einen gelehrigen Schüler, der großartige Fortschritte machte und bald den Lehrer übertraf. Unausgesetzte Freundschaft verband beide bis zu Bruckners Tode. Otto Kitzler, der sich somit, was übrigens allgemein anerkannt ist, um Bruckners Ausbildung in der Instrumentierungskunst ein großes Verdienst erworben hat, wurde vor einigen Jahren auch seitens des Männergesangvereines »Kränzchen» in Steyr durch Verleihung der silbernen Bruckner-Medaille geehrt.\" (*).\n\n\n\nDass Bruckner durchaus nichts Selbstverständliches im Konzertleben war, schimmert in einem Artikel im Evening Ledger Nr. 309 (Evening Public Leger, Philadelphia, Pennsylvania) auf S. 8 durch:\n\"             CAN PHILADELPHIA PAY ITS ORCHESTRA?\n\nGood Music Is Not a Profitable Business, But It Is a Good Public Enterprise, None the Less\n                      By GILBERT V. SELDES\nA LITTLE more than a month from now the Philadelphia Orchestra will begin its 16th season of concerts in the Academy of Music. [... über die Entwicklung der Konzerte (u. a. Statistik) und des Orchesters ... Finanzen (Kosten 200000 $ pro Jahr, davon 1/4 durch Sponsoren) ... nur Boston und Chicago tragen sich selbst ... auch ausverkaufte Konzerte reichen nicht aus ...].\n                  The Riddle in the Orchestra\n     All in all, the plight of an orchestra looks like a riddle. It looks like a bad business proposition, and there are many economists and efficiency experts who would say at once that an organization which serves the people and cannot make its expenses is not serving the people properly and ought to be abandoned. Which may be very good economics, but is very bad human nature.\n     Listening to the Orchestra is a growth. One must begin with casual interest and an open mind, preferably in youth. There may be a sharp struggle when Bruckner is put on, or a positive rebellion when Schoenberg is played. But one must go on. In the end the Orchestra will repay. To evolve a music-loving, and particularly a symphonic-loving populace, the Orchestra is now playing popular concerts, of which there will be three weeks this year against two last year. [... Vorschlag: verbilligte Konzerte am Sonntag nachmittags ... bei den Samstagskonzerten gebe es freie Plätze, die gefüllt werden könnten ... die Wichtigkeit des Orchesters für das gesellschaftliche Leben ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191609105, "Datum": "10.9.1916, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung der 7. Symphonie für die nächste Saison in The Cincinnati Enquirer Nr. 254 auf S. 44 (= S. 2 des 3. Teils):\n\"                     Matters Musical.\n     Never has the Cincinnati Symphony Orchestra faced a season so full of promise as the one about to open. [... beste Solisten, Orchester in Hochform ... mehrere Gastspielreisen (mit Ortsangaben) ...].\n     A partial list of compositions which Dr. Kunwald and the orchestra will perform this winter follows:\n     Bach, Brandenburg Concerto [... Beethoven, Berlioz, Brahms ...]; Bruch, Scotch Fantasie for violin; Bruckner, Symphony No. 7, E major; Carpenter, suite ; [... usw. bis Wagner ...].\n     The auction sale of tickets will take place at the Sinton October 17 and 18, while the first pair of concerts will be given in Emery Auditorium October 27 and 28.\"", "Letzte Änderung": "02.05.2023 21:46"}, {"ID": 191709105, "Datum": "10.9.1917, Montag", "Haupttext": "Briefe des Stiftes St. Florian an Hermann Schrötter und die Firma Kotykiewicz [wegen des Harmonium-Transportes].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192209105, "Datum": "10.9.1922, Sonntag", "Haupttext": "The Spokesman-Review Nr. 119 (Spokane, Washington) kündigt auf S. 26 (= S. 2 des 3. Teils) die Aufführung des Quintetts für den 11.2.1923 an:\n\"        HERBST QUARTET IN CONCERT\nWill Present Four Programs of Chamber Music.\n     The Herbst string quartet will give the first of their series of four Sunday afternoon chamber concerts at the Central Christian church, Third and Stevens, October 15 at 4 o'clock. The dates and programs are as follows:\n[... 15.10.1922, 26.11.1922 ...]\n                February 11.\n\"Quartet Amerikan,\" op. 61 [sic] . . Dvorak\n\"Love Songs\" . . . . . . . . . . . .  Brahms\n\"Quintet in F major\" . . . . . . .  Bruckner\n[... 1.4.1923 ...].\n     These chamber concerts were a distinctive feature of last winter's musical season. Gottfried Herbst, the leader and originator, introduced more than one novelty [... zunehmende Publikumsresonanz ...].\n    Chamber music is to a certain extent a new manifestation in this city and Mr. Herbst is fully qualified to be its interpreter. He has gathered around him the following assisting instrumentalists: Gottfried Herbst, Fred La Fond, violine; Ferdinand Sorenson, viola; Julius Blinn, cello; Miss Pauline Kimmel will play the piano in the Beethoven [Klavierquartett op. 16] and the Brahms quintets.\"\n[Das dritte Konzert fand erst am 18.2.1923 statt und brachte Dvoraks Amerikanisches Quartett; die Quintette von Brahms und Bruckner wurden am 1.4.1923 aufgeführt.]", "Letzte Änderung": "26.09.2025 21:37"}, {"ID": 192409105, "Datum": "10.9.1924, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben der Neffen Bruckners (Theodor Hueber im Namen seiner Brüder Anton und Gustav Hueber) an eine Wiener Künstlervereinigung:\r\n     Bitten um Unterstützung bei dem Vorhaben, die Universal-Edition, die die Rechte zur 4. und 7. Symphonie vor 3 Jahren von Gutmann erworben hat (aber angeblich keine Verträge vorliegen hat), zu veranlassen, höhere Tantiemen-Zahlungen zu leisten. Haslinger habe allein für die 8. Symphonie in den Jahren 1922 und 1923 ein Mehrfaches gezahlt. Der Brief von Notar Dr. Reiter in Vöcklabruck vom Mai 1924 sei bisher unbeantwortet geblieben.", "Letzte Änderung": "06.06.2023 21:51"}, {"ID": 193309105, "Datum": "10.9.1933, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Otto Klemperer im Geistlichen Festkonzert im Großen Musikvereinssaal in Wien anläßlich des Deutschen Katholikentages (am 8. - 12.9.1933, Freitag bis Dienstag) (*).\n[Wann genau?] Im Zusammenhang mit dem Katholikentag kam es auch zu Aufführungen des \"Te deum\" unter Ferdinand Habel, der e-Moll-Messe unter Luze, der Festkantate unter F. Burkhart und mehrerer Motetten [prov. WAB 67] (**).", "Letzte Änderung": "01.06.2026 08:07"}, {"ID": 194009105, "Datum": "10.9.1940, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Hans Deißinger »Das Hutfutter. Eine Bruckner-Erinnerung« im Völkischen Beobachter (*).\nArtikel von Reinhold Zimmermann »César Frank als Organist« (mit Erwähnung Bruckners) im Aachener Anzeiger (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2024 06:55"}, {"ID": 194809105, "Datum": "10.9.1948, Freitag", "Haupttext": "[Datierung der Versandnotiz] Brief von Anton Rußegger an Max Auer: \n    Berichtet im Auftrag des Landeshauptmannes [Heinrich Gleißner] von den Kontakten mit dem bischöflichen Ordinariat [vgl. 27.8.1948 und 1.9.1948]. Auers Wünsche [Aufführung der 9. Symphonie in St. Florian] stimmten derzeit nicht mit den kirchlichen Intentionen überein. Eine Intervention in Rom halte er ebenfalls nicht für erfolgversprechend.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194909105, "Datum": "10.9.1949, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Umstrittener Bruckner. Uraufführung in München.« in der Neuen Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195309105, "Datum": "10.9.1953, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Anton Bruckners Briefträger erzählt« in der Welser Zeitung 57, Nr. 37, S. 9 (*).\nBrief von Franz Gräflinger an Joseph Marx:\r\n    Mit einer Beilage, den Vertrag für sein Buch »Bruckner und Wien« betreffend (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2024 10:43"}, {"ID": 195809105, "Datum": "10.9.1958, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Josef Krips in Edinburgh. Solistin in Mozarts \"Exsultate, jubilate\" ist Maria Stader.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196809105, "Datum": "10.9.1968, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das BBC Symphony Orchestra unter Edward Downes im 48. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London. Solist in Beethovens C-Dur-Klavierkonzert ist Christoph Eschenbach.", "Letzte Änderung": "09.01.2024 22:39"}, {"ID": 197009105, "Datum": "10.9.1970, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das London Symphony Orchestra unter Jascha Horenstein im 51. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London. Auf dem Programm steht zuvor Mozarts Bläserserenade in c-Moll KV 388 mit dem London Symphony Orchestra Wind Ensemble unter Gervase de Payer.", "Letzte Änderung": "27.11.2024 16:59"}, {"ID": 197409105, "Datum": "10.9.1974, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe und der 4. Symphonie durch das Radio Filharmonisch Orkest unter Bernard Haitink in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197609105, "Datum": "10.9.1976, Freitag", "Haupttext": "Paul Badura-Skoda spielt in seinem Konzert beim 3. Bruckner-Fest in Linz als Zugabe Bruckners »Stille Betrachtung an einem Herbstabend«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199209105, "Datum": "10.9.1992, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Oslo Filharmoniske Orkester unter Paavo Berglund in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199309105, "Datum": "10.9.1993, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Tokyo Symphony Orchestra unter Asahina.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199409105, "Datum": "10.9.1994, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199509105, "Datum": "10.9.1995, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache in München (*). \n\nAufführungen auch am 8. und 13.9.1995 (**). \n\nDer Text \"Unversöhnlich - unvollendet - vollkommen. Zu Anton Bruckners IX. Symphonie\" im Programmheft stammt von  Bernhard Rzehulka (**), der Artikel \"An den Wurzeln des Klanges: Anton Bruckner und seine neunte Symphonie\" von Reinhard Schulz (***)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199809105, "Datum": "10.9.1998, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Steffen Georgi »Visionen von Himmelsfernen und Meerestiefen«, Einführung zur Aufführung der 4. Symphonie durch das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Kurt Masur bei den 48. Berliner Festwochen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201609105, "Datum": "10.9.2016, Samstag", "Haupttext": "8. \"Brucknerathon\", organisiert von John Berky, bei Ken und Ruth Jacobson in Simsbury (Connecticut). Vorgestellt werden Einspielungen von zehn Symphonien [prov. WAB 86], Orgelwerken [prov. WAB 88] (mit Gerd Schaller) und des 146. Psalms.", "Letzte Änderung": "24.09.2025 23:31"}, {"ID": 185210015, "Datum": "1.10.1852, Freitag", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Zeitung, S. 940, über die vorgestrige Namenstagsfeier für Michael Arneth in Anwesenheit des Ministers v. Baumgartner. Bruckners Orgelspiel wird - ohne Nennung seines Namens - erwähnt (*).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:07"}, {"ID": 185610015, "Datum": "1.10.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Bescheid des Bischöflichen Ordinariates (Konzept):\r\n   Den fachmännischen Urteilen zufolge sei die Hebung des Musikchores in der Domkirche gefahrlos möglich und in Angriff zu nehmen. Wegen der Kosten sei mit der Statthalterei zu verhandeln (*).\nNote des Bischöflichen Ordinariates (Konzept):\r\n   Maler Scheck sei mit der Hebung des Musikchores beauftragt worden. Er solle noch zu den sich dabei ergebenden Reparaturen der Orgel den Rat einiger Orgelbauer einholen. Man billige den beiliegenden Kostenvoranschlag Breinbauers. Die Kosten seien aus dem Religionsfond oder aus dem Nachlaß von Bischof Ziegler zu bestreiten. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (**).\nNote des Bischöflichen Ordinariates an die Statthalterei:\r\n   Bittet um Würdigung des Schreibens Reisingers [vom 26.9.1856], dessen Vorstellungen man unterstütze. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (***).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 16:36"}, {"ID": 186010015, "Datum": "1.10.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 7. Seite des 29. Doppelbogens:\n\"1. Oktober. Versuch\" (*).\n\n\nDatierung \"Für [1]861. 1. Oktober [1]860.\" auf Doppelbogen \"No. 30\" in diesem Studienheft 1860/61 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710015, "Datum": "(1.10.1867, Dienstag)", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariates an die Vermögensverwaltung der Domkirche (Konzept, auf dem Schreiben vom 22.9.1867 notiert): Teilt den Inhalt dieses Schreibens mit. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186810015, "Datum": "1.10.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung Bruckners »Wien 1. Oktober 1868. [/] Anton Brucknermp.« in einer Partitur-Abschrift der f-moll-Messe, die von »Anonymus L2« erstellt wurde (*) und Hofrat Imhof gewidmet ist (*a).\nBeginn der Lehrtätigkeit am Wiener Konservatorium (**).\r\nBruckner erscheint im »Personalstand des Konservatoriums im Schuljahre 1868-69«:\r\n   »[Herr] Anton Bruckner (Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel) vom J. 1868 (1 J.).« (**a).\nZu den ersten Schülern gehören Leopold Landskron (26-jährig), Wilhelm Rauch, August Sturm (14 J.), Hugo Reinhold, Anton Huber, Wl. von Pachmann, Ed. Stransky, F. Mottl, Latzelsberger und Emil Rotter (***).\r\nIn Kontrapunkt (K) und Orgel (O) werden 1868/69 folgende Schüler unterrichtet:\r\nKarl von Bettenhausen aus Pest, (15jährig, K), Anton Huber (23 J., K), Josef Latzelsberger aus Allhartsberg in NÖ. (19 J., Orgel und Harmonielehre), Wilhelm Rauch aus Deutsch-Braussnitz in Böhmen (24 J., H und O), Hugo Reinhold (14 J., H und O), Emil Rotter aus Schönberg in Mähren (17 J., H und O), Franz Wenusch aus Stozendorf in NÖ. (16 J., H und O) [siehe die Anmerkung] (°). Der geprüfte Unterrichtsstoff 1868/69 und die Erfolge der Schüler sind im Jahresbericht festgehalten (°°).\n[ohne Datierung] Eintrag Bruckners in seinem \"0. Studienbuch\" (das offensichtlich im Unterricht verwendet wurde):\r\n\"Pachmann I [/] Stransky I [/] Wenusch I - II [/] Rotter I - II \" (°°a).\nIm Orgelunterricht verwendet Bruckner die Lehrbücher von Stick [??], Rinck und Habert, in Theorie die Bücher Sechters und Dürrnbergers (°°°).\n[ohne Datierung, nicht vor 1868]\r\nBruckner besitzt zwei, teilweise sehr unvollständige Exemplare von E. F. Richters Katechismus der Orgel (Illustrirte Katechismen Nr. 64) des Leipziger Verlegers J. J. Weber 1868, in dem die Technik des Orgelbaues beschrieben wird. Von einem Exemplar fehlen die Seiten 33 - 112; es enthält auf vier Seiten Eintragungen Bruckners; von dem anderen Exemplar haben sich nur die S. 145f und der hintere Umschlag mit dem Vorsatzpapier erhalten, auf dem sich Bruckner Notizen zur Orgelbautechnik gemacht hat (#).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 12:19"}, {"ID": 186910015, "Datum": "1.10.1869, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner:\r\n     Über das Engagement als Professor am Konservatorium für Orgelspiel, Details zum Unterrichtsumfang, zur finanziellen Gestaltung (360 fl Jahresgehalt) und zur Überstundenregelung. Unterschriften von Dr. Egger und L. A. Zellner (*).\n \nSchreiben der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner [größtenteils Vordruck, mit dem vom Schreiben (*) identisch]:\r\n     Über das Engagement als Professor am Konservatorium für Harmonielehre und Kontrapunkt, Details zum Unterrichtsumfang (9 Stunden wöchentlich), zur finanziellen Gestaltung (440 fl Jahresgehalt in 10 Monatsraten) und zur Überstundenregelung. Unterschriften von Dr. Egger, L. A. Zellner und Nikolaus Dumba. Es liegt eine \"Instruktion für den Lehrkörper am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien\" bei. (*a).\n\r\nBericht im Österreichischen Volksfreund Nr. 225, S. 2, über die Aufführung der e-Moll-Messe am 29.9.1869:\r\n     »[...] Nach dem feierlichen Hochamt, unter welchem die schöne, eigens für die Feier componirte Festmesse von Professor Bruckner aufgeführt wurde, ward von dem hochwürdigsten Bischof das Tedeum angestimmt [...]« (**).\n \nVon diesem Ereignis berichtet auch die Gemeindezeitung Nr. 227 auf S. 3:\r\n     »Linz (Zur Konsekrationsfeier der neuen Domkapelle) hatten sich bis zum 29. September 400 - 500 Priester und eine zahllose Menge weltlicher Theilnehmer hier eingefunden. Die Stadt war geschmückt. Es wurde eine Messe von (dem Wiener Hoforganisten) Bruckner aufgeführt. Der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister, die militärischen Würdenträger, zwei Bischöfe, acht Prälaten und eine große Volksmenge wohnten der Feier bei.« (***).\n \nDas Grazer Volksblatt Nr. 225 übernimmt auf S. 4 den Artikel des \"Vaterlands\" vom Vortag:\r\n     \"Linz, 29. September. (Privattelegramm des \"Vaterland.\") Die Consecration der Domcapelle gestaltete sich zu einer großartigen Feier. Die Stadt war geschmückt. Es wurde eine Messe von (dem Wiener Hoforganisten) Bruckner aufgeführt. Der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister, die militärischen Würdenträger, zwei Bischöfe, acht Prälaten und eine große Volksmenge wohnten der Feier bei.\" (°).", "Letzte Änderung": "30.01.2025 09:48"}, {"ID": 187010015, "Datum": "1.10.1870, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 224 berichtet auf S. 2 über die Versammlung am 27.9.1870:\n     \"Der Festabend der Lehrer Oberösterreichs [... Frohsinn-Darbietungen ... erwähnt werden Holzner, Johann Ortner, Oberlehrer Menhart aus Steyr, Göllerich, Realschul-Direktor Rotter, mehr als 800 Anwesende ... Grußadressen, Toasts ...] Urgemüthlich war der Dank des Herrn Professors Bruckner aus Wien, welcher von dem Linzer Lehrervereine zum Ehrenmitgliede ernannt wurde. [... Signatur:] K. Sch.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110015, "Datum": "(1.10.1871, Sonntag)", "Haupttext": "Datierung für den Skizzierungsbeginn zum 1. Satz der 2. Symphonie?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210015, "Datum": "1.10.1872, Dienstag", "Haupttext": "Gehaltsdekret der Gesellschaft der Musikfreunde für Bruckners Konservatoriumsunterricht in Harmonielehre und Kontrapunkt:\r\nSchreiben der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner [größtenteils Vordruck]:\r\n     Über das Engagement als Professor am Konservatorium für Harmonielehre und Kontrapunkt, Details zum Unterrichtsumfang (12 Stunden wöchentlich), zur finanziellen Gestaltung (800 fl Jahresgehalt in 10 Monatsraten) und zur Überstundenregelung. Unterschriften von Dr. Egger und L. A. Zellner (*).\n \nGehaltsdekret für den Orgelunterricht:\r\nSchreiben der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner [größtenteils Vordruck]:\r\n     Über das Engagement als Professor am Konservatorium für Orgelspiel, Details zum Unterrichtsumfang (4 Stunden wöchentlich), zur finanziellen Gestaltung (240 fl Jahresgehalt in 10 Monatsraten) und zur Überstundenregelung. Unterschriften von Dr. Egger und L. A. Zellner. Es liegt eine \"Instruktion für den Lehrkörper am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien\" bei (**).\nAufnahmeprüfung für die Ausbildungsklassen am Konservatorium (bei Bedarf bis 4.10.1872 fortgeführt) (***).", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:27"}, {"ID": 187310015, "Datum": "1.10.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 16.9.1873 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410015, "Datum": "(1.10.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Artikel über die österreichische Nordpolexpedition im »Volksblatt für Stadt und Land« Nr. 40 auf S. 2f.", "Letzte Änderung": "27.08.2024 12:11"}, {"ID": 187610015, "Datum": "1.10.1876, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Dankt für Einladung, die 4. Symphonie nach Berlin zu senden. Hans Richter (*) wolle die Partitur wieder für eine Aufführung in Wien im April 1877 haben. Grüße von Schelle.\r\n   Biographische Beilage [Lebenslauf, in Stichwörtern]: Ansfelden, St. Florian, Linz, durch Herbeck nach Wien. Studien bei Sechter und Kitzler. Orgelerfolge in Nancy, Paris (vor Auber, Gounod, Thomas), London (Zeitungen vom 1.9.1871 etc.). Anerkennung durch Bülow (1. Symphonie, bei »Tristan« in München 1865) und Wagner (Meistersinger-Schlußchor am 4.4.1868, Widmungsannahme der 3. Symphonie 1873 in Bayreuth, lobende Worte zu Gräfin Dönhoff, am Westbahnhof [21.2.1875], beim »Siegfried« [29.8.1876?]). Die Einzelstimmen zur 3. Symphonie [2. Fassung gemeint; die zur 1. Fassung wurden 1874 und 1875 für die Durchspielproben benötigt (867/142)] fehlten noch. Gegnerschaft Hanslicks seit Bruckners Universitätstätigkeit. Schlechte finanzielle Lage: keine Besoldung als Lektor und Hoforganist; das Lehreranfangsgehalt betrug 10 fl. jährlich.siehe Anmerkung].", "Letzte Änderung": "10.02.2023 11:42"}, {"ID": 187810015, "Datum": "1.10.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"V. (1/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 13:00"}, {"ID": 187910015, "Datum": "1.10.1879, Mittwoch", "Haupttext": "In Bösendorfers »Neuer Wiener Zeitschrift für Musik« Jahrgang 1, Nr. 1 wird die in Kürze erscheinende 3. Symphonie Bruckners angekündigt (*).\n \nBeginn des Wintersemesters an der Wiener Universität [Bruckners erste Vorlesung demnach am 6.10.1879] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188010015, "Datum": "1.10.1880, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »[Migräne ...] bis Freitag 10 Uhr Morgens. Nachweh I. um 3 Uhr Nachmittag bis Abends;« (*)\nIn der Generalversammlung des Wiener Männergesangvereins werden nach \"eingehender Debatte\" in geheimer Wahl aus den 16 Bewerbern um die Chormeisterstelle (darunter auch Bruckner) sechs Kandidaten für ein Probedirigat bestimmt: Hugo Reinhold, Dr. Paumgartner, Adolph Nowak, Heuberger, Weinzierl und J. P. Gotthardt (**).\n \n(Operndirektor Jauner wird von Franz Dingelstedt, der bis zum Jahresende amtiert, abgelöst (**)).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:39"}, {"ID": 188210015, "Datum": "1.10.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bei Zugrundelegung des üblichen dreiwöchigen Turnus: Bruckner hat Dienst an der Hofkapelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410015, "Datum": "1.10.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Partiturskizze (überwiegend der Streicher) zum 1. Satz der 8. Symphonie beendet (*).\r\nDatierung in drei Partiturskizzen (*a), \"1. Okt 1884. Scitze\"(*b), \"1. Okt. 884.\" (*c), \"1. Okt 884.\" (*d).\nEinem Inserat des Verlages Albert J. Gutmann in den Wiener Signalen Nr. 28 auf S. 224 ist zu entnehmen, daß Partitur und Stimmen des Quintetts erscheinen: \r\n   »[...] Bruckner Anton, Quintett (F-dur) für Streich-Instrumente. Partitur .... [fl.] 6.- [/] Stimmen .... [fl.] 6 - [...]« (**).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 15:17"}, {"ID": 188510015, "Datum": "1.10.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 224 berichtet auf S. 2, daß am Jahrestag der Votivkapelleneinweihung [29.9.1885] das »Locus iste« aufgeführt wurde:\r\n»Musikalische Aufführungen im Mariä Empfängniß-Dome.\r\n[...]\r\n     Am 29. September war der Jahrestag der Einweihung der Votiv=Kapelle.\n     Damals, vor 16 Jahren, wurde die große Messe von Bruckner aufgeführt, welche wir am nächsten Sonntag im alten Dome hören werden. Von all' den damals Mitwirkenden wird wohl Frau Marie Kerschbaum die einzige sein, die damals als Solistin [sic] mitsang, und die auch heute, als am 16. Erinnerungstage, auf dem Chore des neuen Marien=Domes mitwirkte.\n     Bei dem Pontifikal=Amte wurden uns Kompositionen von drei Oesterreichern vorgeführt; nämlich eine Messe in D-moll von Gottf. Preyer, Domkapellmeister bei St. Stephan in Wien, ein Graduale: \"Iste locus\" von A. Bruckner, Hoforganist und Professor am Konservatorium in Wien und ein Offertorium: \"Stetit Angelus\" con C. Waldeck, Domorganist in Linz. Unstreitig müssen wir den Vorrang dem genialen Meister Bruckner lassen; denn seine Komposition ist von wunderbarer Zartheit und Schönheit. Diese sehr heiklige Komposition wurde vom Chore mit vollendeter Sicherheit und feiner Nuancirung vorgetragen. [... über Waldeck und Preyer ...]« [keine Signatur] (*).\n \nDie Musikalische Rundschau Nr. 2 kündigt auf S. 27 die Aufführung des »Te deum« am 10.1.1886 an (**).\n \nDie Wiener Signale Nr. 19 bringen auf S. 158 ein Inserat des Verlages Albert J. Gutmann, in dem das Erscheinen von Partitur und vierhändigem Klavierauszug der 7. Symphonie angezeigt wird:\r\n»Verlag von ALBERT J. GUTMANN in WIEN\r\nkaiserl. königl. Hof-Musikalienhandlung.\r\nAnfangs October erscheint:\r\nANTON BRUCKNER\r\nSymphonie E-dur\r\n(In Leipzig, München und Karlsruhe mit ausserordentlichem Erfolge aufgeführt; für nächste Concert-Saison von 18 Orchester-Gesellschaften zur Aufführung angenommen.)\r\nPartitur fl. 18.-, Orchesterstimmen fl. 18.-.\r\nVierhändiger Clavierauszug von Franz und Josef Schatt [sic!] fl. 7.20.« (***).\n \n(Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Linzer Diözesanjubiläum werden Werke von Haller, Palestrina, Moll, Joh. Ev. Habert und Adolf Festl aufgeführt (°)).", "Letzte Änderung": "28.05.2026 20:03"}, {"ID": 188610015, "Datum": "1.10.1886, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckner:\r\n»Fr. Kathi 7 fl gezahlt für Oktober 1886. am 1.« (*).\nArtikel [des Herausgebers Anton August Naaff?] über Bruckner (mit dessen Portrait »Anton Bruckner. [/] Nach einer der »Lyra« gewidmeten photogr. Aufnahme.« (**) auf S. 1 [Artikel »Zum 10. Jahrgang.«]) in der Zeitschrift »Lyra« Nr. 1 auf S. 2 - 3:\r\n                  »Anton Bruckner. \r\n           (Hiezu Abbildung auf der Stirnseite des Blattes.) \r\n    Getreu der bisherigen Uebung und Richtung dieser Zeitschrift, nur wirklich hervorragende und verdienstvolle deutsche Künstler und nicht etwa eitle hohle Schein=Größen und Schooßkinder einer gewerbsmäßig aufdringlichen Tagesreclame oder unreife Anfänger mit dem Preise öffentlicher Darstellung und Anerkennung auszuzeichnen, eröffnen wir den neuen Jahrgang mit dem Bilde und dem kurzen - wie man finden wird - von aller Marktschreierei und Lobgleißnerei freien, sachgetreuen Lebensabriß eines deutschösterreichischen Tonmeisters, dem die Oeffentlichkeit und Allgemeinheit leider viel zu lange und allzusehr den Dank öffentlicher Ehre und Anerkennung schuldig blieb. [... der wirklich Bedeutende: totgeschwiegen, gehöhnt, lächerlich gemacht ... Lebenslauf vom 4.9.1824 an, [irrig: »Musiklehrer an der Lehrerbildungsanstalt zu Linz«], Nennung der ersten Wiener Schüler (Leopold Landskron, W. Rauch, A. Huber, E. Rotter, Josef Latzelsberger und W. v. Pachmann), [irrig: 1869 nach England und Frankreich, wo er auch »vor dem Hofe Napoleon III. Orgelconcerte gab« ... »Im Jahre 1885 besuchte er Dresden«], Beziehung zu Richard Wagner ...] Im August d. J.« [sic] erhielt er vom Kaiser von Oesterreich das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens.\r\n     Zu bedauern ist, daß Bruckner erst spät - zu spät - volle Anerkennung fand!« [keine Signatur] (***).\n[Später] Dieser Artikel ist in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung (Musikalische Chronik Bd. 5 1886/87) auf S. 29 in der Zeitschriftenrevue erwähnt (°).\nPostkarte von Hermann Levi an Gutmann: Ob er daran interessiert sei, eine weitere Symphonie [4. Symphonie] zu verlegen:\r\n»Geehrter Herr! Dürfte ich Sie bitten, mir baldigst mitzutheilen, ob Sie auf meinen (die Herausgabe neuer Bruckner'schen Sinfonie betreffenden) Vorschlag einzugehen geneigt sind, oder nicht? Besten Gruß! Ergebenst Levi.« (°°).\nDie Wiener Signale Nr. 18/19 kündigen auf S. 128 in einem Inserat [inhaltlich, nicht aber in der Reihenfolge der Komponisten identisch mit dem vom 10.9.1886] an, daß bei Gutmann die Partitur der 7. Symphonie und der Klavierauszug von Franz und Josef Schalk erscheinen:\r\n»[...] Symphonische Werke aus dem Verlage von Albert J. Gutmann, Wien [...] Aus dem Repertoire der Philharmonischen Concerte in Wien. [...] Neu: \r\nBruckner, Anton, Siebente Symphonie (E-dur) für grosses Orchester. Partitur 30 Mk. netto. Orchesterstimmen 30 Mk. netto. Bearbeitung für Clavier vierhändig von Franz und Josef Schalk 12 Mk. [...]« (°°°).\n[vermutlich 1.10.1886] Musikalische Chronik mit Hinweis auf den Artikel von Hermann Genss siehe »Oktober 1886«.", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:04"}, {"ID": 188710015, "Datum": "1.10.1887, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners:\r\n»Fr Kathi 7 fl für Okt 1. Okt gezalt.« (*).\nDie Katholischen Blätter Nr. 40 berichten auf S. 4 von der Aufführung des »Te deum« [am 29.9.1887]: \r\n     »Die Jubelfeier im neuen Dome.\r\n[...] worauf der hochwürdigste Bischof den feierlichen Segen gab und das Te Deum anstimmte. Bei dieser Gelegenheit wurde dem andächtig lauschenden Publikum ein Kunstgenuß geboten, wie man selbst in den größten Städten selten einen solchen findet. Des k.k. Hoforganisten Anton Bruckners großes Te Deum, welches unser berühmter Landsmann aus Dankbarkeit für den Empfang einer besonderen Gnade komponirt hat, wurde von der \"Liedertafel\" in Linz unter Leitung ihres Kapellmeisters Floderer in entzückender Weise zu Gehör gebracht. [...]« (**).\nArtikel von Maximilian Schwarz (***a) hierüber auch im (***) Linzer Volksblatt Nr. 224 auf S. 3:\r\n»Kirchenmusik im Mariä Empfängnis-Dome\r\nbei der 25jährigen Jubelfeier der Grundsteinlegung am 29. September 1887. \r\n     Zwei große musikalische Werke waren es, deren gediegene Aufführung der 25jährigen Jubelfeier der Grundsteinlegung des Mariä Empfängnis-Domes einen ganz besonderen Glanz verlieh, nämlich Johann Habert's Cäcilien-Messe und Anton Bruckner's Te Deum.\r\n     [... über Haberts Messe, unter den Solisten Frau Kerschbaum und Schuldirektor Weilnböck, Einlagen von Kothe und Waldeck, die Leitung hatte Burgstaller ...]\r\n     Beim Einzuge des hochwst. Herrn Bischofes spielte Herr Habert die neue prächtige Domorgel und beim Auszuge erfreute Herr Bruckner die Zuhörer durch sein Orgelspiel.\r\n     Die Abendandacht wurde verherrlicht durch die vorzügliche Aufführung von Anton Bruckner's großartigem Te Deum. Diese herrliche Composition wurde gestern zum erstenmale in einer Kirche bei einem Gottesdienste aufgeführt; denn bisher wurde sie wegen ihrer Ausdehnung und wegen der immensen, schwierigen Anforderungen, die Bruckner an den Chor und an das Orchester stellt, nur im Concertsaale zur Aufführung gebracht. Um so höher ist es anzuschlagen, daß es gelungen ist, diese Composition im Mariä Empfängnis=Dome in so vollendeter, ausgezeichneter Weise zu Gehör zu bringen. Bruckner selbst äußerte sich dem Schreiber dieser Zeilen gegenüber, daß es ihn unendlich freue, sein Te Deum zum erstenmale beim Gottesdienste in jener Kirche zu hören, welche ihm so sehr an's Herz gewachsen sei und in welcher auch im Jahre 1869 bei der Einweihung der Votivkapelle seine E-moll-Messe zum erstenmale gesungen wurde.\r\n     Wir brauchen heute wohl nicht auf die einzelnen Schönheiten des großartigen Werkes einzugehen, wir haben dies im vorigen Jahre ausführlich gethan, als wir das Te Deum beim 41. Gründungsfest der Liedertafel Frohsinn im Volksgarten=Salon zum erstenmale hörten.\r\n     Aber all' die tausend und abermal tausend andächtigen Zuhörer, welche gestern die weiten Räume des Mariä Empfängnis=Domes bis auf den letzten Winkel füllten, werden sagen müssen, daß die 25jährige Jubelfeier der Grundsteinlegung nicht schöner und erhabener hätte geschlossen werden können, als durch die grandiose Schöpfung unseres heimatlichen Künstlers Anton Bruckner. Ueber die vollendet schöne Aufführung des Te Deum's durch die Liedertafel \"Frohsinn\" herrscht nur eine Stimme des Lobes, und dieses Lob gilt allen, die mitgewirkt haben, dem vorzüglichen Soloquartett, Fr. Kerschbaum, Fr. Schmidt=Allizar, Hrn. Poscher und Hrn. Hellmann, den Sängerinnen und den Sängern, den Orchestermitgliedern und endlich dem vortrefflichen, umsichtigen Chormeister Herrn Floderer. Die gestrige Aufführung füllt ein neues Ehrenblatt in der Geschichte der \"Liedertafel Frohsinn\". Meister Bruckner präludierte in seiner bekannten vorzüglichen Weise während des Ein- und Auszuges des hochwürdigsten Herrn Bischofes. [Signatur:]      M. S.« (***),\nund in der (°) Linzer Zeitung Nr. 224 auf S. 1034:\r\n     » * (Festdiner.) Zu dem gestern vom hochwürdigsten Herrn Bischof Dr. Ernest Maria Müller im bischöflichen Palais aus Anlaß der Feier des fünfundzwanzigsten Jahrestages der Grundsteinlegung des neuen Domes gegebenen Festdiner hatten die Ehre geladen zu werden: [... Leonard Achleuthner, Alois Dorfer (Wilhering), Ferdinand Moser (St. Florian), Norbert Schachinger (Schlägl), Dr. Doppelbauer (Rom), Gerhard Haslroither (Schlierbach), J. Müller (Pfarrer in Penzing), alle Dechante, Professoren des Priesterseminars und anderer Institute, der Obmann des oö. Cäcilienvereins, Polizeirat Milbeck,] Herr Hoforganist A. Bruckner, Herr Kapellmeister Floderer, Dombau=Architekt Schirmer, Baumeister Höbarth und noch einige andere Herren.«\nund auf derselben Seite:\r\n     » * (Kirchenmusik im neuen Dom.) Die Jubelfeier der Grundsteinlegung im neuen Dome wurde auch in musikalischer Beziehung in würdigster Weise begangen. [... beim Hochamt Habert-Messe unter Burgstallers Leitung mit Frau Kerschbaum und Herrn Weilnböck u.a. ... über Haberts Talent, diesjährige Aufführungen an der Wiener Hofkapelle ...] - Am gleichen Tage wurde bei der Abendandacht Bruckners grandioses Tedeum, das von uns seinerzeit bereits besprochen wurde, durch die Liedertafel \"Frohsinn\" und das Theaterorchester in vorzüglicher Weise zur Aufführung gebracht. Daß das Werk in der Kirche und mit Herbeiziehung der Orgel eine noch großartigere Wirkung hervorbrachte, als seinerzeit im Concertsaale, läßt sich denken. Daß Bruckners Tedeum, obwohl von tief religiösem Empfinden des Componisten zeugend, keine Kirchenmusik im eigentlichen Sinne ist, ist wohl unbestreitbar; gleichwohl können wir die Aufführung desselben in der Kirche bei außergewöhnlichen festlichen Anlässen, wo überhaupt der Superlativ dominirt, nur billigen. Zur Erhöhung der Feier trug in hohem Grade Brucknes [sic] unerreichtes Orgelspiel bei. [Signatur:] K.« (°).\nVon der Aufführung des \"Te deum\" berichtet auch die Linzer Tages-Post Nr. 224 auf S. 3:\r\n     \" § Bruckners Tedeum. Bei der kirchlichen Jubelfeier der Grundsteinlegung des neuen Linzer Domes gelangte gestern abends durch die Liedertafel \"Frohsinn\", einen Damenchor und großes Orchester unter Kapellmeister Floderers Leitung Bruckners Tedeum im neuen Dome zur Aufführung. Das groß gedachte, imposante und interessante, von Beethoven'schem Geiste inspirierte Werk unseres Landsmannes wurde im vorigen Frühjahre bereits in einem Bruckner=Concerte der Liedertafel \"Frohsinn\" im Concertsaale aufgeführt und hat damals auch in diesem Blatte eingehende Besprechung und Würdigung gefunden. Wie alle kirchlichen Tonwerke, wenn sie nicht gar zusehr modern dramatisch gehalten sind, macht auch Bruckners Tedeum auf seinem wahren Platze, im Gotteshause, eine noch tiefere, erhebendere Wirkung als im Concertsaale, wo man auch kirchliche Compositionen unwillkütlich mehr nach ihrem musikalischen Gehalte überhaupt untersucht. Daß die dynamische Wirkung im Dome geringer ist als im Concertsaale, ist begreiflich, sowie etwaige Differenzen dort bei weitem eher fühlbar werden als hier. Auch ist die akustische Wirkung im neuen Dome nicht auf jedem Standpunkte gleich günstig. Das schwierige Werk, welches große Anforderungen an die Sänger stellt, wurde würdig zu Gehör gebracht. Außerordentlich günstig klangen von den Solostimmen Sopran und Alt. Der persönlich anwesende Meister Bruckner beglückte die Anwesenden auch durch ein Präludium auf der schönen neuen Orgel.\" (°°).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 1 teilt auf S. 6 mit, daß im Verlag Wetzler Bruckners »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] erschienen sind. Kurze Beschreibung beider Chöre:\r\n     »Musik-Literatur.\r\nAnton Bruckner: Zwei Kirchen-Chöre: 1. Antiphon, 2. Ave Maria. - Em. Wetzler, Wien.\r\n    Wie schon der Titel andeutet, sind die beiden neuen Chorcompositionen Bruckner's eine Bereicherung der Kirchenmusik-Literatur im engeren Sinne und lediglich zur Aufführung beim katholischen Gottesdienste bestimmt. In denselben verräth Meister Bruckner wieder den würdigen Cäcilianer, der als gehorsamer Sohn seiner Kirche, die Vertonung der Texte im rein liturgischen Geiste durchführt, und fesselt im hohen Grade auch unser musikalisches Interesse, obwohl er seine Kunst den Intentionen kirchlicher Vorschriften vollkommen unterordnet. - Der erste der beiden Chöre enthält weihevolle \"Antiphonien\" für gemischten Chor, wobei der Componist sein Lieblingsinstrument, die Orgel, in origineller und doch streng kirchlicher Weise behandelt. Anstatt dieselbe nämlich als stete Begleitung des Gesanges zu verwenden, tritt erst bei den Worten \"Tu gloria\" des psalmodirenden Solotenors das ganze Orgelwerk ein und erhöht mit seiner Macht auch den in voller Stärke einfallenden Chor. - Das \"Ave Maria\" ist ein zart empfundener vollstimmiger Vocalchor für Sopran, getheilte Alte, Tenore und Bässe, in welchem sich die Knaben- und Männerstimmen nach innig schlichtem Wechselgesang zu effectreichem Chorsatze vereinigen. Wir hoffen den beiden schönen Compositionen recht bald in der Hofcapelle und anderen durch Aufführung guter Musik hervorragenden Kirchenchören zu begegnen. [Signatur:] v. L.«.\r\nInserat (wie am 10.4.1887) hierzu auf S. 12 (°°°).\n\"Die Lyra\" Nr. 1 (302) weist auf S. 12 auf einen Bruckner-Artikel hin:\r\n                \"Bücherschau.\r\n[...]\r\n     Deutschnationaler Kalender für Oesterreich. Herausgegeben von Carl W. Gawalowski. (Graz. F. Goll.) [... bald erscheint der 3. Jahrgang ...] Von besonderem Werthe wird auch diesmal das dem Kalender beigegebene reich illustrirte Deutsche Jahrbuch sein. Der Inhalt desselben [... u. A. Robert Hamerling, Felix Dahn, Aurel Polzer ...]. Deutsche Sprüche von A. A. Naaff. Anton Bruckner. Deutsches Lied von A. Ohorn. Nationales Allerlei. Deutscher Humor.\" (a).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:16"}, {"ID": 188810015, "Datum": "1.10.1888, Montag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau gibt auf S. 11 bekannt, daß die Kunsthandlung Heck Portraits bekannter Tondichter, darunter auch Bruckners, verkauft:\n\"Von\nV. A. Heck, Kunsthandlung, Wien, I., Kärntnerring 12,\nist zu beziehen: \nGalerie deutscher Tondichter. [...]\nPorträt-Collection der Tondichter. Enthaltend: Abt, Adam, Auber, [...] Brahms, Bruckner, Cherubini, [...] Wagner, Weber. In sechs Grössen à fl. 9.-, fl. 5.40, fl. 3.-, fl. 1.80, fl. -.50 und fl. -.25 pro Blatt. [...]\" (*). Auf S. 12 informiert ein Inserat des Verlages Wetzler, daß die Chöre »Antiphon« (»Tota pulchra es«) und »Ave Maria« [WAB 6] erschienen sind:\n\"Im Verlage von Em. Wetzler (Jul. Engelmann in Wien ist erschienen:\nAnton Bruckner\nZWEI KIRCHEN-CHÖRE\n[linke Spalte:]\nNr. 1.\nAntiphon\nfür gemischten Chor und Orgel.\n[rechte Spalte:]\nNr. 2.\nAve Maria\nfür Sopran, Alt I, II, Tenor I, II und Bass I, II.\n[wieder zentriert:]\nNr. 1. Antiphon. Partitur und Stimmen\n   Preis M. 1.25 = fl. -.75.\nNr. 2. Ave Maria. Partitur und Stimmen\n   Preis M. 1.- = fl. -.60\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188910015, "Datum": "1.10.1889, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Schalk: \n   Gratulation zum Namenstag [am 4.10.1889] und Genesungswünsche.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189010015, "Datum": "1.10.1890, Mittwoch", "Haupttext": "Brief der k.k. privilegierten allgemeinen Boden-Credit-Anstalt an Bruckner:\r\n   Im Auftrage von Johann Almeroth in Steyr wird er benachrichtigt, daß verschiedene Persönlichkeiten [u.a. der Vater von Max Oberleithner (*a), Erbengemeinschaft Werndl, Almeroth (= Bruckner-Consortium)] 1025 fl zugunsten Bruckners bar einbezahlt haben. Unterzeichnet von Dery [?] und Albaniy (*).\r\nAuch der Beitrag Friedrich Ecksteins (50 fl) wird erstmals fällig (**).\nBesprechung der Feier vom 27.9.1890 (»Sängerbund« [WAB 82] in Steyr) im Welser Anzeiger Nr. 39 auf S. 2 [eckige Klammern am Anfang so im Original]:\r\n     \"Steyr, 28. September. [Orig.=Korr.] Am 27. und 28. September feierte die Steyrer Liedertafel das Fest ihres 40jähriugen Bestehens. Die Haupttheile dieser Feier waren das Festkonzert am Samstag und die Enthüllung der Schubert=Gedenktafel am Sonntag. Das erstere versammelte um 8 Uhr abends ein zahlreiches und distinguirtes Publikum in den Räumen des Kasino's. Das reichhaltige Programm war eine wahre Blumenlese herrlicher Chöre. Wir nennen daraus den imposanten Chor \"Sängerbund\" von Anton Bruckner; [... über die weiteren Programmnummern, die anschließende Abendunterhaltung bis 1 Uhr, den Ablauf der Feier am 28.9.1890, um 12 Uhr Empfang von Dr. Olschbauer (vom Wiener Männergesangverein), Festdiner um 1 Uhr, um 16 Uhr Festzug, Enthüllung der Gedenktafel am Haus Nr. 16 ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189110015, "Datum": "1.10.1891, Donnerstag", "Haupttext": "[vermutlich 3.10.1891] Brief Bruckners an Anna Sturm in Admont:\r\n    Sendet ihr über ihren Bruder [Emanuel Sturm] seine Photographie und bittet um ein Bild von ihr (*).\nKalendernotiz Bruckners: »1. Okt. 1891. Fußnägel beschnitten.« (**).\nDie Aufführung des »Te deum« am 20.12.1891 wird angekündigt\r\nim Deutschen Volksblatt Nr. 983 auf S. 9:\r\n           \"Theater, Kunst und Literatur.\r\n[...]\r\n    - Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1891/92, geleitet von dem Concertdirector Herrn Wilhelm Gericke, finden [...] mit nachbenanntem Programme statt: [...] II. 20. December: S. Bach: I. Satz aus der Cantate \"Wie schön leuchtet der Morgenstern\" [...]; Joh. Brahms' Violinconcert. Robert Schumann: Requiem für Mignon [...]; Ant. Bruckner: Te Deum für Chor, Soli, Orchester und Orgel (2. Aufführung). [...]\" (***)\nund in der Musikalischen Rundschau Nr. 27 auf S. 236:\r\n\"          Concerte.\r\n     - Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1891-1892, geleitet von dem Concertdirector Herrn Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen, Mittags halb 1 Uhr mit nachbenannten [sic] Programme statt: [...] II. 20. December: S. Bach: 1. Satz aus der Cantate \"Wie schön leuchtet der Morgenstern\" [...] - Joh. Brahms: Violinconcert - Robert Schumann: Requiem für Mignon [...]; Ant. Bruckner: Te Deum für Chor, Soli, Orchester und Orgel (2. Aufführung).\" (°).\n\"Die Lyra\" Nr. 1 (398) ruft auf S. 3 zu einer Huldigung des Ehrendoktors Bruckner auf:\r\n           \"Zur Ehrung Anton Bruckners.\r\n     Anton Bruckner, der hervorragende und eigenartige heimathliche Tonmeister, auf welchen Deutsch=Oesterreich mit Recht stolz sein darf, wurde von der Wiener Hochschule durch Verleihung des Ehrendoctorates ausgezeichnet. Die Ueberreichung des Diplomes soll demnächst stattfinden. Im Anschlusse an diese Ehrung seitens der ersten und berühmtesten wissenschaftlichen Lehrstätte Oesterreichs dürfte gewiß auch eine besondere Huldigung zu Ehren des hochverehrten greisen Meisters seitens seiner ehemaligen Schüler zur Zeit sehr am Platze sein, und wir regen somit in Kurzem dazu an, dem hochverdienten Componisten und Lehrer eine entsprechende Ehrung auch aus seinen Schülerkreisen zu bereiten. Form und Art derselben (ob Adresse u. s. w.) hätte ein besonderer Ausschuß festzustellen und durchzuführen. Wir glauben, daß es nur dieses kurzen offenen Hinweises und Erinnerns bedürfen wird, um das Nöthige zu veranlassen und enthalten uns jeder eingehenderen, uns überflüssig erscheinenden Darlegung.\r\n    Wien, im September 1891.\r\n                    Die Schriftleitung der \"Lyra\".\r\n[Herausgeber und Schriftleiter war Anton August Naaff]\" (°°).\nEin Inserat in der Neuen Freien Presse Nr. 9733 macht auf S. 13 auf Bruckner-Erstdrucke (3. Symphonie, \"Te deum\" und einige Chöre) aufmerksam:\r\n          \"Neue Musikalien.\r\nVerlag von Th. Rättig in Wien, I., Wallnerstraße 1.\nAnton Bruckner, Symphonie in D-moll (Rich. Wagner gewidmet). Neue Auflage. Clav.=Auszug, 4/ms., arrang. von Ferd. Loewe und Jos. Schalk . . . .  . .  fl. 6.-\nAnton Bruckner, \"Te Deum\", für Chor, Soli, Orchester und Orgel, Partitur fl. 6.-, Clav=Auszug mit Text . . fl. 2.40 netto\nAnton Bruckner, \"Träumen und Wachen\" (Grillparzer), für Männerchor und Tenorsolo. Partitur 48 kr., Stimmen ..  .  72 kr.\nAnton Bruckner, \"Vier Graduale\", für gemischten Chor und Capelle. Heft I, II, à Partitur 60 kr., Stimmen .  . .  78 kr.\r\n[...]\" [Christus factus est (WAB 11), Locus iste, Os justi, Virga Jesse] (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2025 20:48"}, {"ID": 189210015, "Datum": "1.10.1892, Samstag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 9. Symphonie im Bogen Nr. 17 (in der Reprise bei Takt 398) (*).\nBrief Bruckners an Anna Rogl:\r\n     Sendet wie versprochen sein Bild [IKO 36c (**a)], bittet um das ihrige. Am 5.10.1892 nachmittags werde er mit dem Zug in Amstetten sein. Ob er sie dann später einmal besuchen solle? (**).\nDer Fortsetzungsartikel »Internationale Ausstellung für Musik- und Theaterwesen« in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung XIX Nr. 28 erwähnt auf S. 254f die von Tilgner geschaffenen Büsten: Brahms, Bruckner, Goldmark und Hanslick: \"     Die bunteste Gruppe ist selbstverständlich die, die uns die lebenden Tonkünstler vorführt. Hier ist fast alles vertreten, was in unserer musikalischen Welt nur irgendwie einen Namen hat; da sehen wir wohl Autographe und Bilder von den herrlichsten Künstlern unserer Zeit, deren Namen wirklich durch die ganze gebildete Welt gehen, aber daneben auch von vielen, namentlich Wiener Localgrößen und von solchen, die wenigstens das gerne wären. Brahms wird uns in der Büste von Tilgner, im Pastellbild von Michalek (beide Kunstwerke sind aus der vorjährigen Ausstellung im Künstlerhause bekannt) und in einem aus dem historischen Museum der Stadt Wien stammenden Oelgemälde vorgeführt, welches ihn in jüngeren Jahren darstellt. Seine Schriftzüge sehen wir in den Handschriften des Deutschen Requiem, der sapphischen Ode, des Mädchenliedes. Andere Pastellbilder von Michalek zeigen uns Rubinstein, Goldmark, Bülow, Joachim und Dworak; andere Büsten von Tilgner: Goldmark und Bruckner. Ein sehr hübsches Aquarell zeigt Rubinstein als Knaben. Director Jahn ist in einem Oelgemälde von Cihlarz, Gustav Walter in einem solchen von Antoine, Stockhausen in einer Büste von Toberenz, Joachim in einer solchen von Donndorf, Hans Richter in einem Gemälde von einem unbekannten Meister dargestellt.  Gounod, Verdi, Saint-Saëns, Tschaikovsky und viele andere sind mit Autographen vertreten. [...]\" (***).\nVon der Büste berichtet auch ein Ausstellungsbericht im Grazer Volksblatt Nr. 224 auf S. 1f:\r\n\" Internationale Ausstellung für Musik- und Theaterwesen in Wien.\r\n             (Original=Bericht von Anton Seydler.)\r\n                                     VI.\r\n                        (Schlussbericht.)*\r\n[Fußnote mit Hinweis auf die vorher erschienenen Nummern]\r\n     Kehren wir wieder in die Rotunde zurück; hier im Westtransept betreten wir den kostbarsten Theil, gewissermaßen das musikalische Allerheiligste des Ausstellungs=Tempels. [... Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Bach, Händel, Gluck ... Romantiker ...]\r\n     Auch den lebenden großen Tonmeisteren wurde eine eigene, mehrere gesonderte Räume umfassende Ausstellung eingeräumt. Wir finden hier Brahms und Goldmark in wohlgetroffenen Bildern und unseren herrlichen Altmeister Bruckner in einer schönen, überlebensgroßen Büste. Einer Scheußlichkeit sei hier Erwähnung gethan, die uns mit gerechtem Abscheu und Ekel erfüllte: ein gewisser Hermann Lewy, Kapellmeister irgendwo in Deutschland, hängt hier portraitirt als – Christuskopf auf dem Schweißtuche der Magdalena, ganz im Stile des bekannten Christus von Gabriel Marx. Und eine derartige Gotteslästerung ließ ein Comité zu, an dessen Spitze eine christliche Fürstin als Ehrenpräsidentin steht.\r\n     [... Russland, Polen, Frankreich, Italien ... in der gewerblichen Abteilung Klaviere und Orgeln (von Brauner - mit Janko-Klaviatur - und Matthäus Mauracher - Mitteilung der technischen Ausrüstung und der Disposition) ... kein Bericht über Konzerte und Theater (war nur 5 Tage in Wien, \"Donaunixe\" nicht besucht) ... zwiespältiges Gesamturteil ... Innenräume (mit erhabenem Inhalt) oft leer, Publikum konzentriert sich im Park (lärmend, gedankenlos. ordinär) ...]\r\n     Man hat vor allem den Cardinalfehler begangen und das Ganze falsch benannt; man hätte ihm nicht den vielversprechenden Namen \"Ausstellung für Musik= und Theaterwesen\" geben, sondern einen das ganze Unternehmen scharf und schlagend bezeichnenden und noch dazu classischen, musikalischen, an Richard Wagner erinnernden Titel beilegen sollen, den Titel: \"Das Judenthum in der Musik\". \" (°).\nDie Internationale Musik- und Instrumenten-Zeitung meldet in der »Novitätenschau« auf S. 7, daß bei F. E. C. Leuckart vier Chöre op. 173 von Josef Rheinberger erschienen sind, deren erstem August Silbersteins »Germanenzug« zugrundeliege.\r\n\"[...] Nr. 1 dieser Serie: \"Germanenzug\", Text von August Silberstein, ist eine wohlgelungene Composition, nicht schwer zu bewältigen und bei entsprechender Aufführung sehr dankbar. Freilich darf man beim Anhören dieses Chores nicht an den titanenhaften Bruckner'schen Chor gleichen Namens denken! Es ist überhaupt ein kühnes Unterfangen sich nach Bruckner nochmals an die Vertonung dieses Textes zu wagen.\" [... über vier weitere Novitäten ...]     Eduard Kremser.\" (°°).\nSchreiben der Boden-Credit-Anstalt an Bruckner:\r\n     Im Auftrag von Carl Almeroth teilt sie mit, dass \"seitens verschiedener Persönlichkeiten\" 1100.- fl. in bar auf Bruckners Konto eingezahlt wurden. Unterzeichnet von Dery [?] und [unleserlich] (°°°).\n\"Die Lyra\" Nr. 1 (420) erwähnt Bruckner auf S. 9 (9):\r\n\"     Deutscher Sängerbund in österr. Schlesien.\r\n     Der von Seite der Bundesleitung der \"Lyra\" kürzlich zugekomme Bericht über das Bundesjahr 1891/92, in trefflicher Weise verfaßt und zusammengestellt vom Vorstande Dr. V. Pretzlik in Troppau, gibt abermals ein Uebersichtsbild erfreulichen Weiterstrebens und Gedeihens des Bundes, unter bewährter, umsichtiger und einsichtsvoller Leitung. [... Statistik, Organisation ... im Repertoire wenig Wiederholungen; Engelsberg, Koschat, Kremser, Abt und Weinzierl am häufigsten aufgeführt ...] Der Bundesbericht mahnt nun:\r\n     \"Diese Zusammenstellung ist wohl geeignet, den im allgemeinen guten Geschmack der Bundesvereine dazuthun. Immerhin aber muß betont werden, daß hervorragende und ausgezeichnete Tondichter, vor allem Schubert, ferner aber auch Bruckner, Storch, Spohr, Marschner, Lachner, Jüngst, Herbeck, Abt, Otto, Zöllner u. s. w. verhältnismäßig selten die Vortragsordnungen unserer Vereine schmücken, während mancher nichtssagende und seichte Chor eines in der Männergesangs=Literatur gar nicht bewährten Tonsetzers in denselben Aufnahme findet. [... kleinere Vereine sollten leichtere Stücke, auch Volkslieder pflegen ... zunehmend auch mehr Kirchengesang und Erweiterung um Damenchöre ...]\".\r\n                          (Fortsetzung folgt.)\"\r\n[der 2. Teil (15.10.1892) trägt ebenfalls keine Signatur] (#).\nAnkündigung einer Bruckner-Symphonie [vgl. 4.10.1892 (7. Symphonie)] in \"Het vaderland\" Nr. 232 ('s-Gravenhage) auf S. 2:\r\n\"              KUNST- en LETTERNIEUWS.\r\n[...]\r\n     Het bestuur der Maatschappij »Caeci!ia” heeft aan de leden dier Maatschappij een lijst gezonden van oude en nieuwe instrumentale werken, die voor de uitvoering van het seizoen 1892/93 in aanmerking zouden kunnen komen. De lijst bevat niet minder dan 18 Symphonieën en 26 Ouvertures, Symphonische Dichtungen enz. van Haydn, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Weber, Spohr, Schumann, Brahms, Berlioz, Saint-Saëns, Raff, Volkmann, Bruckner, Niels Gade, Cherubini, Spontini, Schubert en Wagner. De leden hebben i vrijheid drie Symphonieën en zes Ouvertures eaz. op te geven. De programma’s der twee eerstvolgende concerten zullen worden samengesteld uit die werken, waarvoor zich de meeste stemmen verklaard hebben.\" (##).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 08:17"}, {"ID": 189310015, "Datum": "1.10.1893, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnung für wenige Tage wieder auf (*).\nAuf die Aufführung von »Helgoland« am 8.10.1893 weisen hin\ndie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 19 auf S. 252:\r\n\"     Wir theilen nachstehend das Programm des Wiener Männergesangvereines mit, welches derselbe anläßlich seiner Jubiläums=Festlichkeiten zur Aufführung bringt:\r\n[...]\r\n      Festconcert am 8. October 1893, mittags halb 1 Uhr in der Winterreitschule der k. k. Hofburg, unter gefälliger Mitwirkung des k. u. k. Kammersängers Herrn Gustav Walter, Ehrenmitglied des Vereines, des k. u. k. Hofopern=Sängers Herrn Josef Ritter und des k. u. k. Hofopern=Orchesters.\r\n     Wahlspruch. – 1 Prolog. – 2. [...]. – 6. \"Ritornell\" (Fr. Rückert), fünfstimmiger Chor von R. Schumann. – *7. \"Helgoland\" (Dr. Aug. Silberstein), für Männerchor und Orchester von Dr. Ant. Bruckner. – *8. \"Leonidas\" [...].\r\n[Fußnote:]\r\n     *) Mit Stern Bezeichnetes wurde dem Vereine anläßlich der Feier seiner fünfzigjährigen Bestandes gewidmet.\"\r\n[Auf S. 249 Abbildungen einiger Vorstände (darunter Nicolaus Dumba und Carl von Olschbaur), auf S. 250ff ausführliche Darstellung der Vereinsgeschichte bis 1852] (**)\nund die Internationale Musik- und Instrumenten-Zeitung Nr. 10 auf S. 11 (mit Details zum Programm des ganzen Festes):\r\n„           Vereins-Unternehmungen.\r\n      Wiener Männer=Gesang=Verein. (Zum 50jährigen Jubiläum am 6., 7. und 8. d. M.) [… Ablauf des Festes … Programm des Hochamts und des Begrüßungsabends am 6.10.1893 … Rathausempfang 7.10.1893 …].\r\n      Sonntag, den 8. October, Mittags halb 1 Uhr, findet in der Winter=Reitschule der k. k. Hofburg unter Mitwirkung des k. u. k. Kammersängers Herrn Gustav Walter, Ehrenmitglied des Vereines, des k. u. k. Hofopern=Sängers Herrn Josef Ritter und des k. u. k. Hofopern=Orchesters das große Fest=Concert statt. Das Programm desselben lautet:\r\n     Wahlspruch. 1. Prolog. 2. [… Schubert, Gernsheim*, Herbeck, Kremser*, Schumann …]. 7.* [Fußnote: „*) Dem Vereine anläßlich der Feier seines 50jährigen Bestandes gewidmet.“] „Helgoland“, (Dr. Aug. Silberstein), für Männerchor und Orchester von Dr. Ant. Bruckner; unter der Leitung des Componisten. 8.* [… Bruch, Mendelssohn, Wagner …]     Seine Majestät der Kaiser hat sein Erscheinen zum Fest=Concerte in Aussicht gestellt.     [… Ablauf und Programm des Commerses …].“ (***).\nMehrere Zeitungen stellen das Programm der kommenden Philharmonischen Konzerte, das auch Bruckners 2. Symphonie enthält [am 14.1.1894 oder 11.3.1894 geplant] vor:\nDeutsche Zeitung Nr. 7817 auf S. 8:\r\n\"     – In den Philharmonischen Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven, Berlioz, Brahms ...]; Bruckner: Symphonie Nr. 2 (erste Aufführung in den Philharmonischen Concerten); [... Cherubini bis Weber ...].\" (°),\nFremdenblatt Nr. 271 auf S. 6:\r\n\"     – In den diesjährigen philharmonischen Konzerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven, Berlioz, Brahms ...]; Bruckner: Symphonie Nr. 2 (erste Aufführung in den philharmonischen Konzerten); [... Cherubini bis Weber ...]. Die weitere Bekanntgabe von Novitäten, sowie die der mitwirkenden Künstler folgt demnächst.“ (°°),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 271 auf S. 5:\r\n„      Theaterzeitung.\r\n[...]\r\n    * In den Philharmonischen Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven, Berlioz, Brahms ...]; Bruckner: Symphonie Nr. 2 (Erste Aufführung in den Philharmonischen Concerten); [... Cherubini bis Weber ...]. Die weitere Bekanntgabe von Novitäten, sowie die der mitwirkenden Künstler folgt demnächst.\" (°°°),\n»Die Presse« Nr. 271 auf S. 15:\r\n\"     – Bei den Philharmonischen Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven, Berlioz, Brahms ...]; Bruckner: Symphonie Nr. 2 (erste Aufführung in den Philharmonischen Concerten); [... Cherubini bis Weber ...]. Die weitere Bekanntgabe von Novitäten, sowie die der mitwirkenden Künstler folgt demnächst.\" (#),\n»Das Vaterland« Nr. 271 auf S. III des 1. Beiblatts (= S. 11):\r\n»     – In den Philharmonischen Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven, Berlioz, Brahms ...]; Bruckner: Symphonie Nr. 2 (erste Aufführung in den Philharmonischen Concerten); [... Cherubini bis Weber ...]. Die weitere Bekanntgabe von Novitäten, sowie die der mitwirkenden Künstler folgt demnächst.« (##)\nund Wiener Zeitung Nr. 225 auf S. 4 [identischer Text] (###).\n \nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 1 gibt auf S. 7 nach antisemitischen Spitzen gegen Mendelssohn und der Meldung, dass Richard Voß in Wien eingetroffen sei, die Termine der Philharmonischen Konzerte bekannt, stellt einen Gesangverein vor und kündigt eine Aufführung des Quintetts [am 10.4.1894] an:\r\n\"    Philharmonische Konzerte. [... 29.10.1893, 12.11.1893, 26.11.1893, 10.12.1893, 14.1.1894, 28.1.1894, 25.2.1894, 11.3.1894 (ohne Angabe der Werke) ... Vorverkauf ...].\r\n     Deutscher Gesangverein. Für das mit Oktober beginnende Vereinsjahr hat der bekannte deutschnationale Tonkünstler Herr Josef Reiter die gesangliche Leitung des Vereines übernommen. Es ist Pflicht jedes stimmbegabten Genossen, jedes deutschen Weibes, diesen wahrhaft nationalen Verein durch den Beitritt zu unterstützen, damit er mächtig eingreifen kann in die Reinigung der deutschen Kunst und des nationalen Gesanges. Alle deutschen Kunstelemente Wiens sollten sich um die unverfälschte Fahne schaaren und  eine herrliche deutsche Kunstgemeinde in der durch Fremdlinge verwälschten Donaustadt schaffen. [...]\r\n     Das I. Wiener Volksquartett veranstaltet auch im heurigen Jahre wieder seine klassischen Kammermusikkonzerte. [... guten Ruf erworben, Lob für Duesberg ...] Für einen der ersten Konzertabende steht uns eine Aufführung des Bruckner'schen Streichquartettes [sic] bevor, worauf wir schon heute aufmerksam machen.\r\n     Josef Reiter. [... Oper \"Klopstock in Zürich\" (Text Max Morold) ist fertiggestellt ...]\" (a).", "Letzte Änderung": "09.09.2025 14:00"}, {"ID": 189410015, "Datum": "1.10.1894, Montag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 18 kündigt auf S. 129 die Aufführung der f-Moll-Messe in den Gesellschaftskonzerten [am 4.11.1894] an:\r\n\"              Wiener Opern und Concerte.\r\n[...] Das Programm der diesjährigen Gesellschaftsconcerte ist in großen Zügen bereits festgestellt; es enthält höchst erfreulicher Weise Bruckner's Messe in F-moll, [...]\" (*).\n \n\"Die Lyra\" Nr. 1 (468) berichtet auf S. 13 von den Aktivitäten des Troppauer Männergesangvereins und erwähnt dabei auch das Gratulationsschreiben zum 4.9.1894:\r\n\"     Troppau Oesterr. Schlesien. Nach der so gelungenen gemeinsamen Gesangsaufführung [... Ereignisse ab Juni ...] Am 4. September unterließ es der Verein nicht, sich den vielen glückwünschenden Körperschaften anzuschließen und dem hochverehrten Ehrenmitgliede Dr. Bruckner zum 70. Geburtsfeste den treu ergebenen Glückwunsch darzubringen. [... Herbstkonzert ... Signatur nicht lesbar (Nh.? Rh.?)] (**).\n \n\"Das Vaterland\" Nr. 269 meldet auf S. 2 (Abendblatt):\n\"    * [Personalnachrichten.] [...] – Wie die \"Steyrer Ztg.\" mittheilt, verließ Herr Professor Dr. Anton Bruckner nach mehrmonatlichem Aufenthalte im Stadtpfarrhofe zu Steyr Sonntag Nachmittags die Stadt und reiste nach Wien. Der Gesundheitszustand des berühmten Componisten ist erfreulicherweise etwas besser.\" (***).", "Letzte Änderung": "07.10.2023 23:31"}, {"ID": 189510015, "Datum": "1.10.1895, Dienstag", "Haupttext": "Das Programm der Gesellschaftskonzerte, das auch den 150. Psalm [recte: »Te deum« am 12.1.1896] bringen werde, wird bekannt gegeben\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 269 auf S. 13:\n\"Gesellschaft der Musikfreunde | in Wien. – Grosser Saal. |  Saison 1895–96. | Sechs CONCERTE | und zwar: 4 ordentliche und 2 ausserordentliche unter der Leitung des Concert=Directors Herrn Richard von Perger und unter Mitwirkung des Singvereines, dann einheimischer und auswärtiger Solisten und des Gesellschafts-Orchesters. A) Die ordentlichen Concerte: Diese finden statt am 10. November 1895, am 12. Jänner, am 9. Februar und am 8. März 1896, Mittags ½1 Uhr, und sind außer anderen Werken die nachstehenden zur Aufführung bestimmt: J. Brahms: Frauen=Chöre mit Horn= und Harfenbegleitung. A. Bruckner: 150. Psalm für Soli, Chor u. Orchester (II. Aufführung). J. Massenet: [... alphabetisch bis Edgar Tinel ...] B) die ausserordentlichen Concerte: [ ... Kartenpreise etc. ...].\" (*),\nin der Österreichischen Volkszeitung Nr. 269 auf S. 7 (Inserat):\r\n\"Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.\n                        Grosser Saal.\r\n                      Saison 1895–96.\n         Sechs Concerte\r\nu. zw.: 4 ordentliche und 2 ausserordentliche\r\nunter der Leitung des Concert-Directors Herrn Richard von Perger und unter Mitwirkung des Singvereines, dann einheimischer und auswärtiger Solisten und des Gesellschafts-Orchesters. A) Die ordentlichen Concerte: Diese finden statt am 10. November 1895, am 12. Jänner, am 9. Februar und am 8. März 1896, Mittags ½1 Uhr, und sind ausser anderen Werken die nachstehenden zur Aufführung bestimmt: J. Brahms: Frauen-Chöre mit Horn- u. Harfenbegleitung. A. Bruckner: 150. Psalm für Soli, Chor u. Orchester (II. Auff.). J. Massenet: [... alphabetisch bis Edgar Tinel ...] B) die ausserordentlichen Concerte; [ ... Kartenpreise etc. ...].\" (**),\n \nin der \"Presse\" Nr. 269 auf S. 12 (Inserat):\n\"Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.\r\n                        Grosser Saal.\r\n                      Saison 1895–96.\nSechs Concerte, und zwar 4 ordentliche und 2 ausserordentliche unter der Leitung des Concert-Directors Herrn Richard von Perger und unter Mitwirkung des Singvereines, dann einheimischer und auswärtiger Solisten und des Gesellschafts-Orchesters.\r\nA) Die ordentlichen Concerte: Diese finden statt am 16. [sic] Nov. 1895, am 12. Jänner, am 9. Februar und am 8. März 1896, Mittags halb 1 Uhr, und sind ausser anderen Werken die nachstehenden zur Aufführung bestimmt:\nJ. Brahms: Frauen-Chöre mit Horn und Harfenbegleitung.\nA. Bruckner: 150. Psalm für Soli, Chor und Orchester (II. Aufführung).\nJ. Massenet: [... alphabetisch bis Edgar Tinel ... B) die ausserordentlichen Concerte ... Kartenpreise etc. ...].\" (***),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 11172 auf S. 12:\n\"       GROSSER MUSIKVEREINSSAAL.\r\n                        Saison 1895/96.\nSechs Concerte unter der Leitung des Concert-Directors Hr. Richard v. Perger und Mitwirkung des Singvereines, einheimischer u. auswärtiger Solisten und des Gesellschafts-Orchesters.\r\n     A. Die ordentl. Concerte am 10. Nov. 1895, 12. Januar, 9. Februar und 8. März 1896, Mitt. ½1 Uhr, und sind u. A. nachst. Werke zur Aufführung bestimmt: J. Brahms: Frauen-Chöre mit Horn- u. Harfenbegl.; A. Pruckner: 150. Psalm für Soli, Chor u. Orchester (II. Aufführ.); J. Massenet: [... alphabetisch bis Edgar Tinel ... B. die ausserordentlichen Concerte ... Kartenpreise etc. ...].\" (°),\n \nin der Ostdeutschen Rundschau Nr. 269 auf S. 5 [inhaltlich mit (***) übereinstimmend] (°°)\n \nund in der Wiener Zeitung Nr. 228 auf S. 16 [inhaltlich mit (***) übereinstimmend] (°°°).\n \n\"Die Lyra\" XIX, Nr. 1 (492)  meldet auf S. 8, daß Bruckner die Lehrtätigkeit an der Universität wieder aufnehmen werde:\r\n\"                  Aus der musikalischen Welt.\r\n   [...]\r\n   Anton Bruckner lehrt weiter! Die vielen Verehrer Anton Bruckner's werden mit Freude die Nachricht vernehmen, daß der Meister, dessen Gesundheitszustand derzeit nichts zu wünschen übrig läßt, an die Wiener Universität die Mittheilung gelangen ließ, daß er im kommenden Wintersemester über Harmonielehre, drei=, vier= und fünf Klänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferten Baß, in Dur, eine und eine halbe Stunde wöchentlich (Montag von 6 bis halb 8 Uhr) Vorlesung halten wird. Professor Bruckner wird im Hörsaale Nr. 36 unentgeltlich lesen.\" (#).", "Letzte Änderung": "29.11.2023 14:43"}, {"ID": 189610015, "Datum": "1.10.1896, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 41 teilt auf S. 534 mit, daß das »Te Deum« für die Leipziger Gewandhauskonzerte unter Nikisch geplant sei:\r\n\"         Vermischte Mittheilungen und Notizen.\r\n      * Die Direction der Gewandhaus-Anonnementconcerte zu Leipzig unter Nikisch's leitung eröffnet am 15. Oct. ihre Concerte in pietätvoller Weise mit einer Gedenkfeier an die vor einigen Wochen heimgegangene Altmeisterin des Clavierspiels Clara Schumann, in dem sie ausschliesslich Compositionen von dern Gatten auf das Programm gesetzt hat. Im 2. Concert wird an dieser Stelle zum 1. Male Liszt's grandiose Faust-Symphonie zur Aufführung gelangen [...]. Als weitere Novitäten für die nächstfolgenden Concerte haben die 5.Symphonie von Tschaïkowsky, zwei Symphoniesätze von Gustav Mahler, das \"Te Deum\" von A. Bruckner, das Chorwerk \"Sylvesterglocken\" von Koessler, das Violoncellconcert von Dvořák etc. zu gelten. [... weitere Komponisten ...]. Der durch ausgesuchtes männliches Stimmmaterial ausserordentlich verbesserte Chor verspricht Leistungen erster Güte. [...].\" (*).\n \nDie Wiener Zeitung Nr. 227 kündigt auf S. 5 die Aufführung des \"Locus iste\" am 18.10.1896 an:\r\n\"     (Kirchenmusik.) in der k. k. Hofcapelle ist die Austheilung für den Monat October 1896 die folgende:\r\n[...]\r\n[\"Tag\" und \"Fest\":]\r\n     18. Dom. XXI. post. [sic] Pent. Dedic. Ecclesiae.\r\n[\"aufzuführen\" und \"Autor\":]\r\n          Missa: C (Pauken)   J. Haydn.\r\n          Grad.: Locus iste     Ant. Bruckner.\r\n          Offert.: Magna .   .  Eybler.\r\n     25. Dom. XXII. post Pent. [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 18:52"}, {"ID": 189710015, "Datum": "1.10.1897, Freitag", "Haupttext": "Die \"Lyra\" Nr. 1 (542) teilt auf S. 8 mit, daß die 5. Symphonie unter Franz Schalk in Prag [20.1.1898] aufgeführt wird.", "Letzte Änderung": "30.08.2026 09:04"}, {"ID": 189810015, "Datum": "1.10.1898, Samstag", "Haupttext": "Datierung »1.10.98 Alexander Rosé« auf einer Postkarte mit Böhlers »Struwwelpeter«-Karikatur [IKO 101b].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189910015, "Datum": "1.10.1899, Sonntag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt teilt mit, daß am 15.10.1899 in der Wiener Votivkirche die e-Moll-Messe aufgeführt wird. Das Bruckner-Denkmal werde am 25.10.1899 enthüllt (*).\nDie Österreichische Musiker-Zeitung Nr. 19 kündigt auf S. 134 an, daß Symphonien Bruckners [prov. WAB 86] aufgeführt werden:\r\n\"            Vermischtes.\r\n     \"Wiener Symphonie-Orchester\". Herr Capellmeister Emil Kaiser veranstaltet im Laufe dieser Saison in Hopfner's Casino, Wien Hietzing, einen Cyclus von sieben Symphonie-Concerten. Zur Aufführung gelangen Symphonien [...], A. Bruckner, [...]\" (**).\nDer Alpen-Bote (Steyr) Nr. 79 kündigt auf S. 4 die Aufführung der e-Moll-Messe am 15.10.1899 an (***).\nThe Philadelphia Times Nr. 8764 (The Times, Pennsylvania) gibt auf S. 31 einen ausführlichen Überblick über die Konzertsaison in Boston:\r\n\"NEWS OF THE MUSICAL WORLD\r\nThe Boston Symphony Orchestra–Its Prospectus for This Season.\r\n     [... Ticketvorverkauf als Auktion ... Bau einer neuen Music Hall ... Gastspiel der Met ... BSO 10 Konzerte (2 Serien à 5) ... alle Konzerttermine (Programme noch unbekannt, \"historic policy of musically inadequate programmes\") ...].\r\n     In Boston it is different, as the following novelties are announced for performance for the first time at concerts there: Symphonies by Glazounow (No. 6), Tschaikowsky (No. 3), Anton Bruckner, Wilhelm Berger, [...].\"  (°).\n[...", "Letzte Änderung": "11.09.2023 15:57"}, {"ID": 190010015, "Datum": "1.10.1900, Montag", "Haupttext": "Im Neuen Wiener Journal Nr. 2492 wird auf S. 5 die Aufführung des 150. Psalm in den Gesellschaftskonzerten [geplant für den 10.2.1901, tatsächlich am 20.1.1901] angekündigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190110015, "Datum": "1.10.1901, Dienstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 269 (Morgenblatt) erwähnt im Artikel über die Gründung der Universal-Edition auf S. 15 auch Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190410015, "Datum": "1.10.1904, Samstag", "Haupttext": "Die Österreichische Kronenzeitung Nr. 1705 teilt auf S. 9 mit, dass Prof. F. Weber [Franz Weber], ein Orgelschüler Bruckners, sein 25-jähriges Dienstjubiläum als Archivar der Wiener Philharmoniker feiert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190510015, "Datum": "1.10.1905, Sonntag", "Haupttext": "In der Wochenschrift für Kunst und Musik wird Karl Grunskys Buch \"Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts\" besprochen, in welchem auch Bruckner berücksichtigt werde (*).\n\n(Artikel von August Halm \"Über den Wert der Brucknerschen Musik\" in \"Die Musik\" siehe \"Anfang Oktober 1906\").", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190610015, "Datum": "1.10.1906, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereins-Orchester unter Martin Spörr [oder Ferdinand Löwe?] in Bamberg (*). Solisten in Brahms' Doppelkonzert sind Paul Grümmer und Soma Picksteiner (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190710015, "Datum": "1.10.1907, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Alfred Westarp durch das (verdeckte) Kaim-Orchester (*a) in der Tonhalle in München (*).\nWestarps Fassung gilt als verschollen (**).\n \nDer Los Angeles Herald Nr. 365 bringt auf S. 12 die Anekdote vom Treffen Bruckners mit Brahms [im \"Roten Igel\"]:\n\"               The Musical World\n     By Genevra Johnstone-Bishop\n[...]\n     Here is a little story of Brahms and Bruckner which may be new to many readers. In their work the two composers were not exactly in sympathy, as Brahms regarded Bruckner as a dull dog, and the latter may well have been envious of Brahms' greatness. Yet the two often met at the same restaurant, and on one occasion it is related that Bruckner entered to find Brahms seated with his favorite dish of pokelfleisch, sauerkraut and dumpling in front of him. This happening to be Bruckner's favorite dish as well, he therefore ordered it, and turning to Brahms said, \"Ah, Herr Brahms, here, at any rate, we understand each other.\" –Pall Mall Gazette.\" (***).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 12:01"}, {"ID": 190810015, "Datum": "1.10.1908, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Martin Spörr in Bamberg.\nSolist in Beethovens Violinkonzert ist Adolf Grohmann (*).\n \nÜber die Aufführungspläne in Boston (darunter die 8. Symphonie [12.3.1909]) informiert auch The Los Angeles Times auf S. 21:\n\"                 MUSIC AND STAGE.\n[...]\n     Max Fiedler, the new conductor of the Boston Symphony Orchestra, has made public a partial list of the novelties which he expects to produce during the coming season. There are two symphonies in the list–Bruckner's Eighth, which has never been played in Boston and possibly never in this country, and a new symphony by Paderewski, which will have its first performance when the composer visits Boston early in the next year. [... weitere Werke ... Solisten ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 11:11"}, {"ID": 191110015, "Datum": "1.10.1911, Sonntag", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an Franz Xaver Müller:\r\n     Hat die Symphonie studiert [vgl. 18.12.1910] und plant sie zusammen mit Bruckners Requiem [WAB 39] am 1.11.1911 [tatsächlich am 12.11.1911 ohne Müllers Symphonie, die im 2. Konzert am 26.11.1911 gebracht wurde]. Bittet um thematische Erläuterung und biographische Angaben und als Bruckner-Biograph um Informationen zu \"Amaranths Waldeslieder\" [WAB 58] (Datum), zu einem angeblichen Bruckner-Chor \"Dextera Domini\", zum vierstimmigen  \"Ave Maria\" [WAB 5], zum Dechant von Enns [Josef Peßler], zu Traumihler (Vorgänger, biographische Daten, Amtsantritt Deubler und F. X. Müller), Vornamen [Franz Schäfler, Karl Ebner, Ernst Marinelli, Josef Rom, Joh. Nep. Paulitsch, Josef Aigner, Anton Kattinger], Pfarrer Grabmer in Ansfelden, Schulgehilfe [Georg] Steinmayr, Bruckners Gesangslehrer 1837 (Raab?), Hans Schläger, Textdichter außer Marinelli, beruflicher Werdegang von Friedrich Mayr, Josef Seiberl (Biographisches, Dirigent des \"Nachruf\" [28.10.1877]), Chorsolisten in St. Florian (Sopran), Hausnummer des Geburtshauses, Kronstorf (zu St. Florian gehörig?), Kattinger (biographische Daten), biogaphische Daten zu den Äbten seit Arneth.\r\n     Grüße an Karl Aigner und Ignaz Bruckner.", "Letzte Änderung": "13.02.2023 16:54"}, {"ID": 191610015, "Datum": "1.10.1916, Sonntag", "Haupttext": "The Brooklyn Daily Eagle Nr. 273 kündigt auf S. 33 (= S. 5 des 3. Teils) die Aufführung des Quintetts an:\n\"[... Abbildungen u. a. von Fritz Kreisler, Walter Damrosch, Franz Kneisel und Ernest Schelling ...]\n[...]\n          Kneisel Quartet's Concerts.\n     The Kneisel Quartet announces that the concerts of its twenty-fifth season in New York will take place at Aeolian Hall on the following Tuesday evenings: [... Termine: 14.11.1916, 5.12.1916, 9.1.1917, 6.2.1917, 6.3.1917 und 3.4.1917 ...]. Among the works to be given for the first time are Beethoven's arrangement for string quartet of his pianoforte sonata in E major, Op. 14, No. 1, and the viola quintet in F major by Anton Bruckner. The sextet \"Verklarte Nacht\" of Schoenberg, which made a deep impression at its first performances by this organization several seasons ago, is also to be revived. [... weitere Komponisten ...] the assisting artists, who will include Mme. Olga Samaroff and Mr. Gabrilowitsch.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192010015, "Datum": "1.10.1920, Freitag", "Haupttext": "Arthur Nikisch erhält zum 25jährigen Jubiläum als Gewandhauskapellmeister u. a. das Bruckner-Portrait von Emil Orlik (IKO 133 (*a)) zum Geschenk. Seinen Dank verbindet er mit der Bemerkung, daß Bruckner bald zu den Klassikern der Symphonie zählen wird (*).\n \nArtikel von Max Auer \"Anton Bruckner. Eine Lebensskizze ... Anläßlich der Aufführung von Bruckners siebenter Symphonie in Bern am 2. Oktober 1920\" im Berner Tagblatt, Sonntagsbeilage \"Berner Heim\" (**).\n \nAufführung der 3. Symphonie durch das Städtische Orchester Essen unter Max Fiedler. Solist in Beethovens Violin-Romanzen ist Alexander Klosmann (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192110015, "Datum": "1.10.1921, Samstag", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 269 gibt auf S. 6 die Kirchenmusik vom 2.10.1921 bekannt (*).\n \nAbends Aufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] in der Dominikanerkirche in Wien (**).\n \nArtikel von Ernst Decsey \"Bruckner und seine Welt\" in \"Die Musikwelt. Monatshefte für Oper und Konzert\", S. 1-4 (***).\n \nArtikel von Robert Müller-Hartmann \"Der Romantiker Bruckner\" in \"Die Musikwelt. Monatshefte für Oper und Konzert\", S. 7-9 (°).", "Letzte Änderung": "03.08.2026 21:47"}, {"ID": 192210015, "Datum": "1.10.1922, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Orchester des Konzertvereins unter Anton Webern im Großen Saal des Wiener Konzerthauses (*).\n \nThe Observer Nr. 6853 (London) kündigt auf S. 16 die 4. Symphonie für die kommende Saison an:\n\"THE COMING MUSICAL SEASON.\n            TOSCANINI TO APPEAR.\n     The programme of the Royal Philharmonic Society has now appeared. [... Dirigenten, Werke ...].\n     The new season's programme of the London Symphony Orchestra has also now been issued [... zehn Konzerte, Dirigenten (Albert Coates, Koussevitzki, Goossens, Busoni), Solisten, Chorwerke ...]. New works or works previously unheard here are [... vier Werke ...], and three Preludes of Gerrard Williams. Bruckner's Fourth Symphony and Scriabin's \"Prometheus\" find a place in the list.\n     The Philharmonic Choir announces [...].\" (**).\n \nThe New York Herald Nr. 32 weist auf S. 39 (= S. 7 des 3. Teils) auf die kommende Bostoner Saison hin:\n\"    Having interviewed several composers during his sojourn in Europe last July, Pierre Monteux [...] announces a number of new works of interest.\n     [... französische und russische Komponisten, englische und italienische, Turina ...]. A number of works by native composers are to be announced later. There will be several revivals of German pieces, notably those of Bruckner, Mahler, Max Reger and Strauss's \"Zarathustra.\" \" (***).\nBruckner-Meldungen in Heft 1 der »Musik« XV: \nRolf Cunz berichtet von der Aufführung der 5. Symphonie unter Paul Scheinpflug beim Duisburger Musikfest im Sommer 1922 (a),\nWalter Jacobs von der 8. Symphonie unter Abendroth beim 92. Niederrheinischen Musikfest in Köln (b).\nAnkündigungen für die Saison 1922/23: 5. und 6. Symphonie unter Peter Raabe in Aachen, 2. und 9. Symphonie in Elberfeld, »Werke« in Flensburg (c).", "Letzte Änderung": "25.09.2025 10:40"}, {"ID": 192410015, "Datum": "1.10.1924, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung des heutigen Konzerts von Hanns Rohr (mit Zitaten aus Oskar Langs Bruckner-Buch) in den Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 268 auf S. 2:\r\n\"             Bruckner in St. Michael\r\n       Messe in f-moll und 150. Psalm\r\n     Zu feierlicher Abendstunde soll heute der Riesenraum der St. Michaels-Kirche in München, [... zum Aufführungsort und zu den Werken ...] Er ist der wahre Erbe Beethovens! Möge er es auch in uns werden!\" So Oscar Lang in seinem Buche Anton Bruckner. | Dr. Hanns Rohr\" (*).\nIn der Unterhaltungsbeilage \"Die Einkehr\" Nr. 54 erscheint auf S. 219f ein Artikel von Franz Sigl \"Sankt Florian und Anton Bruckner. Eine Reise-Erinnerung von Prof. ---\" (*a).\n \nVierte Veranstaltung des Bruckner-Festes in München.\nAufführung von f-Moll-Messe und 150. Psalm durch das Konzertvereinsorchester und die Gesellschaft für Chorgesang unter Dr. Hanns Rohr und die Solisten Amalie Merz-Tunner, Luise Willer, Karl Erb und Julius Gleß, Organist Hermann Sagerer in St. Michael (**).\n \nIm mit \"O. R.\" [Otto Repp] signierten Bericht \"Uraufführung von Max Springers Festmesse in D-Dur\" in der Reichspost Nr. 271 auf S. 7 werden Bruckner, seine f-Moll-Messe und der Bruckner-Chor erwähnt (***).", "Letzte Änderung": "13.04.2023 20:45"}, {"ID": 192510015, "Datum": "1.10.1925, Donnerstag", "Haupttext": "Kurt Singer bespricht in der Konzertumschau \"Musikantische Arbeit\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 463 auf S. 2 die Aufführung der 8. Symphonie [am 27.9.1925]:\r\n\"[... \"Fidelio\" unter Kleiber ...].     Auch Otto Klemperer hat die Neigung, sich persönlich im dargestellten Werk spiegeln zu lassen. [... letztes Jahr bei Mozart und Beethoven 'aufdringliche Auslegungswut' ... für das Gegenteil ist] Furtwängler das ragendste Beispiel. Klemperer bot es in der Volksbühne bei der Aufführung von Bruckners VIII. Sinfonie. Wer an Bruckner modelt, verdirbt das Beste seiner begnadeten Kunst, ihre kühne Einfalt, ihre sorglose Musizierseligkeit, [... Lob für Klemperers Interpretation ...]. Das Philharmonische Orchester, ganz Hingabe und lebendige Folgsamkeit, wollte an jenem Morgen nicht so klingen wie sonst. Liegt es am Podium der Volksbühne?     [... über den Arbeiter-Sängerbund und weitere Konzerte ...].\"", "Letzte Änderung": "07.08.2026 13:15"}, {"ID": 192710015, "Datum": "1.10.1927, Samstag", "Haupttext": "Widmung und Datierung »Württ. Hochschule f. Musik. 1. X. 27.« Wilhelm Kempffs in einer Partitur der 8. Symphonie (C. F. Peters, VNr. 10398, 194 S.) (*).\nAufführung von e-Moll-Messe und »Ecce sacerdos« unter Franz Zeman [siehe die Anmerkung] anläßlich des 60. Geburtstages von Bischof Dr. Josef Groß in Leitmeritz (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 05:41"}, {"ID": 192810015, "Datum": "1.10.1928, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Staatsorchester Stuttgart unter Hans Swarowsky im Stuttgarter Opernhaus (*).\n\n\nAufführung der 4. Symphonie durch das Orchester des Mannheimer Hoftheaters unter Wilhelm Furtwängler in Mannheim.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Schubert (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192910015, "Datum": "1.10.1929, Dienstag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Hamburg (angeschlossen sind Bremen, Hannover und Kiel) bringt um 20:00 Uhr ein \"Wiener Symphoniekonzert\" mit dem Chor \"Das hohe Lied\" (für Tenorsolo, Männerchor und Bläser) als zweitem Programmpunkt.", "Letzte Änderung": "17.08.2026 17:07"}, {"ID": 193010015, "Datum": "1.10.1930, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Franz Schalk an Max Auer:\r\n     Dem Schreiben [vom 23.9.] liege ein Mißverständnis zugrunde. Er habe »niemals daran gedacht, den Vorsitz der Wiener Ortsgruppe [der Internationalen Bruckner-Gesellschaft] zu übernehmen.« (*).\nHinweis auf die heutige Radioübertragung in The Manchester Guardian Nr. 26233 auf S. 12:\n\"      WIRELESS NOTES AND PROGRAMMES\n[...]\n     The Continental programmes contain two opera broadcasts [... Paris, Leipzig ...]. There are several symphony concerts. Bruckner's No. 4 in E flat major (the \"Romantic\") will be played at Berlin (Witzleben) at 9  10, Beethoven's Second at Rome at 8  35 [... Stockholm etc. ...].\" (**).\n \nDie Aufführung der 4. Symphonie durch das Berliner Funkorchester unter Otto Klemperer wird von den Rundfunksendern Berlin (Witzleben) und Königswusterhausen übertragen (***).\nDr. Alfred Einstein bringt eine Werkeinführung (°).", "Letzte Änderung": "26.03.2026 15:01"}, {"ID": 193110015, "Datum": "1.10.1931, Donnerstag", "Haupttext": "Der Wiener Rundfunk bringt zwischen 17:00 und 18:15 Uhr \"Musik der Nationen. Österreich\". Bruckner wird vom Klavierstück \"Erinnerung\", gespielt von Leo Birkenfeld, vertreten.", "Letzte Änderung": "28.03.2026 18:02"}, {"ID": 193410015, "Datum": "1.10.1934, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter Hans Swarowsky im Hamburger Opernhaus (*).\nAufführung des \"Te deum\" durch den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde unter Oswald Kabasta [in WIen?] (**).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 22:29"}, {"ID": 193510015, "Datum": "1.10.1935, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie [vermutlich unter Volkmar Andreae, in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 2.10.1935.", "Letzte Änderung": "07.01.2026 07:59"}, {"ID": 193610015, "Datum": "1.10.1936, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Ernst Decsey im Neuen Wiener Tagblatt (*).\nSchreiben der \"Ghibellinen\" (vormals Wiener Akademischer Gesangverein) an das Rektorat der Wiener Universität: Es sei unmöglich, vor Semesterbeginn Proben für die Bruckner-Feier [am 12.10.1936] abzuhalten.\r\nRichard Meister hatte in der Festfolge \"Das hohe Lied\" vorgesehen, das in der Urfassung nicht zu realisieren sei.\r\n(Letztendlich war bei der Feier die Sängerschaft nicht beteiligt. Wegen der Absage zog der Rektor seine Zusage zurück, bei der Feier Chargierte zuzulassen) (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2025 21:31"}, {"ID": 194410015, "Datum": "1.10.1944, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Bruckner-Orchester unter Georg Ludwig Jochum in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194710015, "Datum": "1.10.1947, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Orchester des Linzer Landestheaters unter Ludwig Leschetizky im Ersten Symphoniekonzert im Kaufmännischen Vereinshaus in Linz.\nSolist in Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert ist Friedrich Gulda.", "Letzte Änderung": "08.01.2024 20:26"}, {"ID": 194810015, "Datum": "1.10.1948, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des »Ave Maria« [vermutlich WAB 6] durch den Wiener Akademie-Kammerchor unter Ferdinand Großmann im Kaufmännischen Vereinshaus in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194910015, "Datum": "1.10.1949, Samstag [?]", "Haupttext": "Artikel von Alfred Orel »Bruckner und die Wiener Philharmoniker« in den Musikblättern der Wiener Philharmoniker 4 (1949/50), S. 3-6 und 55-58.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195310015, "Datum": "1.10.1953, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Oslo Filharmoniske Orkester unter Odd Grüner-Hegge in Oslo (*).\nBrief von Leopold Weismann an Theodor Bernhard Rehmann:\r\n    Es liegt der Entwurf eines Vorstandsbeschlusses der IBG bei: Den Briefen an die Kardinäle Frings und Innitzer [11.7.1953] zufolge können einzelne Meisterwerke nicht durch den Heiligen Stuhl geehrt werden; Bruckners Werke in Kirchen aufzuführen sei von der Entscheidung der Bischöfe abhängig; während des Gottesdienstes sollen [weltliche] Werke nur bei Feiern zu Ehren Bruckners aufgeführt werden.\r\n    Rehmann möge den Entwurf prüfen und ihm, Weismann, oder Max Auer oder Furreg antworten (**)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195510015, "Datum": "1.10.1955, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch die Wiener Singakademie (*), die Wiener Symphoniker unter Sergiu Celibidache und die Solisten Laurence Dutoit, Christa Ludwig, Waldemar Kmentt und Frederick Guthrie in der Basilica di San Pietro in Perugia (**).", "Letzte Änderung": "12.12.2025 14:36"}, {"ID": 196910015, "Datum": "1.10.1969, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch die Wiener Symphoniker und den Philharmonischen Chor Prag unter Wolfgang Sawallisch in Perugia. Solisten sind Ingrid Bjoner, Maya Bazuky, Joszef Rethy und Karl Ridderbusch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197410015, "Datum": "1.10.1974, Dienstag", "Haupttext": "Vor einem Konzert des Los Angeles Philharmonic Orchestra in Linz überreicht Frank J. Plash dem Dirigenten Zubin Mehta die Bruckner-Medaille des Bruckner Society of America (*).\r\nAufgeführt wird die 8. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 21:17"}, {"ID": 197710015, "Datum": "1.10.1977, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Lothar Sträter \"Brucknerfest - Brucknerentlarvung. Das überkommene Anekdoten-verfälschte Bild des großen Komponisten sollte gereinigt werden\" in der Südost-Tages-Post (Graz).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199810015, "Datum": "1.10.1998, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Linzer Bruckner-Orchester. Zweiseitiger deutsch-französischer Einführungsartikel im Programmheft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200010015, "Datum": "1.10.2000, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des 22. Psalms durch die St. Florianer Sängerknaben unter Franz Farnberger im Marmorsaal des Stiftes St. Florian (*).\n In diesem Benefizkonzert zugunsten des Konviktsumbaus erklingen im 1. Teil außerdem Werke von Britten, Mendelssohn und Duruflé; danach dirigiert Franz Welser-Möst Mozarts Krönungsmesse (Solisten: Zwei Sängerknaben, Kurz Azesberger und Markus Schulz) (**).", "Letzte Änderung": "29.05.2025 09:23"}, {"ID": 201610015, "Datum": "1.10.2016, Samstag", "Haupttext": "Einspielung der 7. Symphonie durch das Moores School Symphony Orchestra unter Franz Krager in Houston.", "Letzte Änderung": "30.08.2025 03:25"}, {"ID": 202010015, "Datum": "1.10.2020, Donnerstag", "Haupttext": "Österreich-Premiere des Films \"Anton Bruckner – Das verkannte Genie\" von Reiner E. Moritz in Linz.", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:08"}, {"ID": 202310015, "Datum": "1.10.2023, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie (Fassung 1877) durch die Philharmonie Festiva unter Gerd Schaller in der Abteikirche in Ebrach.", "Letzte Änderung": "25.02.2026 10:40"}, {"ID": 183810115, "Datum": "11.10.1838, Donnerstag", "Haupttext": "»Ouverture aus der Oper Tancred vom Joachim Rossini für das Piano Forte. Anton Bruckner m.pria.« Datierung am Schluß: »St:Florian den 11. Oktober [1]838« [WAB 325]. Titelblatt und 11 1/2 Seiten (3-14) im Hochformat.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710115, "Datum": "11.10.1867, Freitag", "Haupttext": "Eine von Bruckner angefertigte Abschrift des Zeugnisses vom 22.11.1861 wird vom Linzer Bezirksgericht beglaubigt (*),\r\ndesgleichen die Zeugnisse vom 10.7.1858, 12.7.1858, 12.8.1859, 3.4.1860, 26.3.1861, 22.11.1861 und 10.7.1863 (**).\r\n[10.7.1858] \"Collationirt, und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einen dreissig Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**a).\r\n[12.7.1858] \"Kollationirt, und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selbem vorgewiesenen, auf einer dreissig Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**b).\r\n[12.8.1859, 3.4.1860] \"Collationirt, und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einer sechzig drei Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**c).\r\n[26.3.1861] \"Collationirt und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einen sechzig drei Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**d).\r\n[22.11.1861] \"Collationirt und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einen fünfzehn Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**e).\r\n[10.7.1863] \"Collationirt, und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einen fünfzig Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**f).", "Letzte Änderung": "01.05.2023 18:26"}, {"ID": 186810115, "Datum": "(11.10.1868, Sonntag)", "Haupttext": "Jubiläumskonzert des Wiener Männergesangvereins mit Kompositionen Herbecks, Schuberts, Liszts und - als Dirigenten mitwirkend - Essers und Lachners. Als Solisten Marie Wilt und Gustav Walter. Prominentester Zuhörer ist Kaiser Franz Joseph.", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:55"}, {"ID": 187010115, "Datum": "11.10.1870, Dienstag", "Haupttext": "Die Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 81 schreiben auf S. 298 (= S. 4):\n     \" * Man schreibt aus Salzburg: Der Salzburger Dom nimmt auch auf dem Gebiete der Kirchenmusik jene hervorragende Stellung ein, die dem  monumentalen Bauwerke geziemt. [... es werden] auch aus der neuesten Zeit hervorgehende Kirchenwerke vorgeführt, wenn dieselben Anspruch auf Bedeutsamkeit besitzen. Unter den letzteren sind in kurzer Aufeinanderfolge zwei brillant durchgeführte musikalische Werke, die Messe von Bruckner und jene von Dr. Otto Bach im hiesigen Dome zur Aufführung gelangt. Die erstere hat bereits unlängst ihre Besprechung gefunden. [... über Bachs Messe ...]\" [vgl. 6.10.1870].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110115, "Datum": "11.10.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung am Beginn des 1. Satzes der 2. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210115, "Datum": "11.10.1872, Freitag", "Haupttext": "Das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 198 kündigt auf S. 5 das Konzert vom 27.10.1872 an:\n     \" * Im Musikvereinssaale findet am 27. d. M. ein Doppelkonzert statt, bei welchem Frau Wilt und Herr Walter mitwirken werden. Der Organist Herr Bruckner wird eine Phantasie auf der Orgel vortragen.\"", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:07"}, {"ID": 187310115, "Datum": "11.10.1873, Samstag", "Haupttext": "Eingangsvermerk des Tullner Bürgermeisters Pollmann auf Bruckners Brief vom 8.10.1873.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 08:33"}, {"ID": 187610115, "Datum": "11.10.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: Datum angestrichen. Am oberen Rand: »11. d. Okt. Schreiben an Stöhr. Bitte b. et c.« und »11. Mittw. Fr Stöhr: Dank.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210115, "Datum": "11.10.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »11. [Oktober] 5.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410115, "Datum": "11.10.1884, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 18.10.1884):\r\n   »Fr Kathi für Oktober gezalt am 11. Okt.« (*).\nDie Wiener Signale Nr. 29 bringen auf S. 232 ein Inserat des Verlergers Albert J. Gutmann »Empfehlenswerthe Werke für Clavier zu vier Händen« zum Quintett:\r\n   »[...] Bruckner, Anton. Quintett für Saiteninstrumente. Bearbeitung für das Clavier zu vier Händen vom Componisten [sic!] ....... [fl.] 6.- = [M.] 10.- [...]« (**).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 11:29"}, {"ID": 188510115, "Datum": "11.10.1885, Sonntag", "Haupttext": "Die Aufführung des Quintetts durch Hellmesberger [am 7.1.1886] wird von Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung auf S. 79 (*)\n \nund vom Wiener Salonblatt Nr. 41 auf S. 8 (**) angekündigt:\n \n»Das Programm des Hellmesberger'schen Quartettes enthält folgende Werke: [...] Bruckner: Quintett F-dur..« [...]« (**).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 7586 meldet auf S. 6 das Erscheinen des Klavierauszugs des Adagios des Quintetts:\n     \"Neue Musikalien. (Bericht der k. k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann in Wien, Hofopernhaus.) Bruckner A.: Adagio aus dem Streichquintett, für Clavier bearbeitet von Joseph Schalk. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610115, "Datum": "11.10.1886, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots am »I. giltigen Jubilaeums-Fasttag«, an dem er »gar nicht ausgegangen« ist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188810115, "Datum": "11.10.1888, Donnerstag", "Haupttext": "100. Geburtstag von Simon Sechter (*).\nIn einem Artikel der »Presse« Nr. 282 auf S. 9f (Local-Anzeiger) wird Bruckner als einer der Sechter-Schüler erwähnt (die Rubrik ist datiert \"10. October.\"):\r\n\"[Simon Sechter.]  Morgen werden es hundert Jahre, daß am 11. October 1788 Simon Sechter, der als einer der hervorragendsten Musik=Theoretiker und als Begründer der Lehre vom Fundamentalbasse die volle Anerkennung der musikalischen Welt gefunden hat, von armen, unmusikalischen Eltern in dem böhmischen Städtchen Friedberg geboren wurde. [...] Von seinen zahlreichen Schülern seien hier genannt: Preyer, Fürst Georg und Konstantin Czartoryski, Nottebohm, Bruckner, Rufinatscha, Derffl, Pohl, Stanzieri, Filtsch, Hoven, Bagge, Pauer, Vieuxtemps, Thalberg. [... Ehrung im Konservatorium ... über Sechters Grab auf dem Schmelzer Friedhof ...] - Der Deutsche Böhmerwaldbund gibt eine Broschüre (Biographie Sechter's) heraus und ließ das 1840 von Kriehuber [siehe die Anmerkung] gezeichnete Porträt desselben abermals im Druck erscheinen. Das Porträt ist in allen Musikalienhandlungen um den Preis von 75 kr. zu haben.\" (**),\nebenso in einem Feuilleton der Linzer Tages-Post Nr. 235 auf S. 4:\r\n\"Simon Sechter. Linz, 10. October. Am 11. October 1888 werden es hundert Jahre, daß der berühmte Generalbaßlehrer und Contrapunktist Simon Sechter zu Friedberg in Böhmen das Licht der Welt erblickte. [... Lebenslauf ... hunderte von Schülern] Wir nennen unter anderen: Pedrigatti, Thalberg, Blahetka, Preyer, Bibl, Herbeck, Gericke, Floderer und vor allen unseren berühmten Landsmann Bruckner. [... Beschreibung des Grabes, den J. K. Markus setzen ließ ...]\" (***),\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 282 auf der Titelseite des Abendausgabe (°):\r\n      »Zum hundertsten Geburtstage Simon Sechter's.\r\nAbbildung mit faksimilierter Unterschrift »Simon Sechtermpia«] \r\n   Die musikalische und mit ihr die ganze gebildete Welt begeht heute den Gedenktag, da vor 100 Jahren der größte Contrabassist [sic] unserer Zeit, der schlichte Simon Sechter in dem böhmischen Städtchen Friedberg geboren wurde. [... über den Werdegang ...] Die Zahl seiner Schüler dürfte nach Hunderten zählen und unsere größten heute lebenden Meister sind darunter. Wir wollen hier nur anführen: Engelbert Aigner, Otto Bach, Anton Bruckner, Fedrigotti, Friedr. Schnell [... weitere Schüler ... Werke ... Nachlaß ... theoretische Schriften sichern] ihm für alle Zeiten einen Ehrenplatz neben den größten Contrapunctisten. Sein Einfluß auf Beethoven und sein Verkehr mit Schubert, an dessen Sterbebette er saß, ist bekannt.« [keine Signatur] (°),\nin der Neuen Freien Presse Nr. 8668 auf S. 5 [inhaltlich wie (**)] (°°),\nin der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 3099 auf S. 4 [inhaltlich wie (**)] (°°°)\nund in der Wiener Zeitung Nr. 235 auf S. 3 [inhaltlich wie (**)] (#).\nTheodor Helm widmet in der Deutschen Zeitung Sechter einen ausführlichen Feuilleton-Artikel:\r\n\"                     Simon Sechter.\r\n     Am 11. October werden es hundert Jahre, [... Biographie ... tägliches Fugen-Komponieren ... Schüler]. Sechter's hervorragendster Schüler aber ist der große Orgelspieler, Contrapunktist und noch größere Tondichter Anton Bruckner, welcher noch heute das Andenken seines einstigen Lehrers mit wahrer Begeisterung hochhält. Die oft gebrauchte Phrase: dass Lehrer und Schüler wechselseitig auf einander stolz sein können, auf wen passt sie mehr als auf Simon Sechter und Anton Bruckner? Einer Lehre aber, die anerkannte Meister zu ihren Bekennern zählt, ist selbst ein Stück Unsterblichkeit gesichert in der Kunstgeschichte. Mit dieser erhebenden Empfindung wollen wir am 11. October das Gedächtnis Simon Sechter's begehen, eines der würdigsten Söhne unseres lieben deutschen Böhmerwaldes.\r\n                                   Dr. Theodor Helm.\" (##).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:16"}, {"ID": 188910115, "Datum": "11.10.1889, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Floderer in Linz: Über die Eignung eines neuen Textes [von Karl Kerschbaum (*)] zur Musik des Chores »Sängerbund« [WAB 82] (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189010115, "Datum": "11.10.1890, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Weingartner in Mannheim: \n\n      »[...] So eben habe ich die Partitur [Viktor Christs Abschrift der 8. Symphonie (*)] H. v. Levi nach München gesendet, welcher die Stimmen herausschreiben läßt. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189110115, "Datum": "11.10.1891, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle], Dienstbeginn für den 10.10.1891 markiert (*).\nDie Wiener Zeitung Nr. 233 kündigt auf S. 4 die Termine und einige Werke der Philharmonischen Konzerte der Saison 1891/92 an, darunter die 1. Symphonie [13.12.1891]: \"(Philharmonische Concerte.) In den von den Mitgliedern des k. k. Hofopernorchesters veranstalteten philharmonischen Concerten [... Termine etc. ...] gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 1, C-moll (erste Aufführung); [...]\" (**). \n\r\nAuf dieses Konzert weisen auch hin:\n\nDeutsches Volksblatt Nr. 993 auf S. 8\r\n            \"Theater, Kunst und Literatur.\r\n[...]\r\n     - In den von den Mitgliedern des k. k. Hof=Opernorchesters veranstalteten philharmonischen Concerten [...] gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 1, C-moll (1. Aufführung): [..]\",\r\nwobei auf S. 17 ein Inserat zusätzlich auf das Konzert vom 20.12.1891 hinweist: \"[...] II. 20. December. [... Bach, Brahms, Schumann ...] A. Bruckner: Te Deum (2. Aufführ.). [... weitere Termine, Kartenpreise ...]\" (***),\n\"Die Presse\" Nr. 279 auf S. 16:\r\n     \" - In den von den Mitgliedern des k. k. Hofopernorchesters veranstalteten Philharmonischen Concerten [... Termine etc. ...] gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 1, C-moll (erste Aufführung); [...]\",\r\n    wo auch ein Inserat für die Gesellschaftskonzerte (»Te deum« am 20.12.1891) sich findet: \"[...] 2. 20. December. [... Bach, Brahms, Schumann ...] Ant. Bruckner: Te Deum, für Chor, Soli, Orchester und Orgel (2. Aufführung). [... weitere Termine, Kartenpreise ...]\" (°),\n\nFremdenblatt Nr. 279 auf S. 13:\r\n     \" - In den von den Mitgliedern des k. k. Hof=Opernorchesters veranstalteten Philharmonischen Konzerten, welche [... acht Termine ...] Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale stattfinden werden, gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... alphabetische Reihenfolge ...] Bruckner: Symphonie Nr. 1 C-moll (1. Aufführung); [...]\" (°°),\n\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 279 auf S. 22:\r\n\"Theaterzeitung.\r\n[...]\r\n     * In den von den Mitgliedern des Hofopern=Orchesters veranstalteten Philharmonischen Concerten, welche [... acht Termine ...] Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereins=Saale stattfinden werden, gelangen unter Anderem folgende Werke zur Aufführung: [... alphabetische Reihenfolge ...] Bruckner: Symphonie Nr. 1, C-moll (1. Aufführung); [...]\" (°°°) und\n\nNeue Freie Presse Nr. 9743 auf S. 7:\r\n   \" - In den von den Mitgliedern des k. k. Hofopern=Orchesters veranstalteten Philharmonischen Concerten [... Termine etc. ...] gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 1, C-moll (erste Aufführung); [...]\"\r\nund auf S. 14 per Inserat auf das Konzert vom 20.12.1891 hinweist [inhaltlich wie die anderen] (#).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 09:12"}, {"ID": 189210115, "Datum": "11.10.1892, Dienstag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 234 macht mit einem Inserat auf S. 16 auf die Aufführung des 150. Psalms am 13.11.1892 aufmerksam [hier ohne den Zeilenumbruch des Originals]:\n       \"Musikvereins-Säle. Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1892/93, geleitet von dem Concertdirector Herrn Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen um halb 1 Uhr Mittags mit nachbenanntem Programme statt. I. 13. November. Franz Schubert: Ouverture in E-moll; A. Bruckner: Psalm für Solo, Chor und Orchester (erste Aufführung); [... Werke, Solisten, andere Konzerte, Kartenverkauf ...]\" (*).\n\n\nEin Inserat im \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 19914 (Amsterdam) auf S. 6 macht auf das Konzert vom 13.10.1892 und einzig und allein auf die 3. Symphonie aufmerksam (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189310115, "Datum": "11.10.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Datumstempel der Firma Eberle auf einem Klavierauszug von »Helgoland«, den Hynais Ferdinand Foll widmete (*).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 1235, auf Mitteilungen der Wiener Presse (Wiener Abendpost [9.10.1893], Vaterland [9.10.], Fremdenblatt [9.10.], Wiener Allgemeine Zeitung [10.10.1893], Neues Wiener Tagblatt) sich stützend, von der Aufführung von »Helgoland« am 8.10.1893:\r\n„       Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n                           Linz, 10. October.\r\n[…]\r\n     * (Dr. Anton Bruckners „Helgoland“.) Unser Landsmann Dr. Anton Bruckner hat den [sic] „Wiener Männergesangverein“ zu dessen 50jährigen Jubiläum eine Composition gewidmet, und zwar den Chor mit Orchesterbegleitung „Helgoland“ der bei dem Festconcerte des genannten Vereines am 8. d. zum erstenmale zur Aufführung gelangte. Wir haben schon gestern den großen Erfolg vermelden können, den diese Composition Bruckners erzielte; heute liegen uns die Urtheile mehrerer Wiener Blätter vor, von denen wir nachstehend einige verzeichnen. So äußert sich Dr. Hans Paumgarten [sic] in der „Wiener Abendpost“ 9.10.1893] . „. . . Außerdem gelangten von Chorwerken größeren Stiles (mit Orchester) noch ‚Phöbos Apollon‘ von Friedrich Gernsheim, ‚Helgoland‘ von Anton Bruckner und ‚Leonidas‘ von Max Bruch zur Aufführung. Aus diesen drei Werken ragt hoch der Bruckner'sche Chor heraus. Es ist eine mächtige dramatische Gestaltungskraft, eine große Kunst, zu stimmen und zu steigern in diesem Werke, so daß der überwältigende Eindruck desselben auf das Publicum – dasselbe rief mit stürmischem Beifalle wiederholt den Componisten hervor – wohl zu begreifen ist.“ – Der Referent des Vaterland“ [9.10.1893] bespricht zuerst die Compositionen von Gernsheim und Bruch, die trotz einzelner Schönheiten außer Stande seien, einen tieferen Eindruck zu machen, und fährt dann fort: „Wesentlich anders gestaltete sich die Aufnahme des Bruckner'schen Chores ‚Helgoland‘. Obwohl das Werk nicht sehr geschickt als sechste Nummer eingereiht war und mit der verminderten Aufnahmsfähigkeit des stark ermüdeten Publicums zu rechnen hatte, brach am Schlusse des Chores ein Sturm von Beifall los, und Bruckner mußte zum Danke inmitten der Sänger auf dem Podium erscheinen. Das Werk ist ein echtes Stück Bruckner'scher Kunst, genial und großartig in der Anlage, unerschöpflich in seinem Ideengehalte, überwältigend in der Verwendung der Kunstmittel. Das ungemein schwierige Werk wurde mit sichtlicher Begeisterung und bewundernswerter Sicherheit gesungen. Auch das Orchester löste seine nicht minder schwierige Aufgabe glänzend.“ – Im „Fremdenblatt“ [9-10.1893] lesen wir: „Der Widmungschor Anton Bruckners, die Composition eines altsächsischen Kriegsliedes auf Helgoland von August Silberstein, ist so ganz reckenhaft gedacht. Da werden die Sänger zu hühenhaften Kriegern; Donner und Blitz, Sturm und Wetter, Schwerter= und Schilderklang tobt in der Musik, Wagners ‚Nibelungen‘ sind harmlose Zwerge neben diesen Recken. Ob wohl ein zweiter Männerchor das Wunder zu vollbringen, diesen Chor zu bewältigen vermag? Anton Bruckner erschien mit tiefen Verbeugungen auf dem Podium nach dem Beifallssturme, der diesem musikalischen Orkane folgte; wer traute diesem ehrwürdigen Greise mit dem Senekakopfe [sic] diese Wildheit zu!“ – Die Wiener Allg. Ztg.“ [10.10.1893] schreibt! [sic] Den Mittelpunkt des Interesses bildete Bruckners ‚Helgoland‘, ein überaus lebendiges und farbenvolles Tonstück, das in jeder Wendung unverkennbar die Meisterhand des genialen Musikers aufweist. Der Eindruck des Werkes war mächtig; der Beifall spontan und rauschend.“ – Schließlich erwähnen wir noch die Aeußerung des Referenten des „Neuen Wiener Tagblatt“ [9.10.1893], derselbe bemerkt: „Nun folgte die groß angelegte Composition des Silberstein'schen Gedichtes ‚Helgoland‘. Die Dichtung schildert, wie die Römer dereinst Helgoland erobern wollten, wie die Bewohner der Rothen Insel sich zum Gebet zusammenscharten um die Gefahr abzuwenden, und wie dann ein brausender Sturm die feindlichen Schiffe verschlang. Die Composition hebt in großen Zügen an, das [sic] kräftig aufgebaute Cantus entspricht vollkommen den Intentionen des Dichters. Im Mittelsatz verliert sich der Componist einigermaßen in modulatorische Spitzfindigkeiten, und zum Schlusse spielt er sogar mit einem kleinen fugierten Satze. Dadurch wird die künstlerische Architektonik des Ganzen ein wenig beeinträchtigt. Nichtsdestoweniger wurde auch in diesem seinem neuesten Opus Anton Bruckner als der Contrapunktist geehrt und gefeiert.“ “ (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 10466 meldet auf S. 8, daß \"Helgoland\" bei Doblinger im Verlag erschienen ist:\r\n   \" – Im Verlage der Musikalien=Handlung L. Doblinger (B. Herzmansky), Wien, erschienen soeben folgende Novitäten aus dem fünfzigjährigen Jubiläums=Feier des Wiener Männergesang=Vereins: Anton Bruckner, „Helgoland”, für Männerchor mit Orchester= oder Clavierbegleitung; Georg Valker, „Morgenständchen” für Männerchor.\" (***).\nDer Berliner Börsen-Courier weist auf die Aufführung der 3. Symphonie am 16.10.1893 hin (°).", "Letzte Änderung": "06.11.2023 13:51"}, {"ID": 189410115, "Datum": "11.10.1894, Donnerstag", "Haupttext": "(Datum des Poststempels auf dem Umschlag) Brief Bruckners an Max von Oberleithner.\r\nText des Umschlags:\r\n»Hochwohlgeboren / Herrn Dr. Max Edler / von Oberleithner / loco 4. Bez. / Karolinenplatz 4 a«. 2 Briefmarken (5 und 3 Kreuzer) »R Einschreiben 71 No 18« (*).\nEine Annonce in der Deutschen Zeitung 8184 auf S. 15 macht auf die Aufführung der f-Moll-Messe am 4.11.1894 aufmerksam: \"\"Grosser Musikvereins-Saal. Die 4 ordentl. und 2 ausserordentl. Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1894–95, geleitet von dem Concertdirector Wilhelm Gericke finden mit nachbenanntem Programme statt, u. zwar. A) die ordentl., 1. am 4. November Mittags halb 1 Uhr: Bruckner: Messe in F-moll (1. Auff. i. d.Gesell =Conc.); 2. am 2. December [... die anderen Konzerte, Kartenverkauf ...].\"  (**).\nEinen Hinweis auf dieses Konzert bringt auch die Linzer Tages-Post Nr. 233 auf S. 4:\r\n\"     (Anton Bruckner.) Man schreibt uns aus Steyr, 10. d. M.: Am 4. November kommt im Musikvereinssaale in Wien in den unter Gerickes Leitung stattfindenden Gesellschaftsconcerten (Singverein etc.) Bruckners herrliche Messe in F, welche im Vorjahre im Wiener Wagnerverein großen Beifall fand, zur Aufführung.\" (***).\nArtikel im Wiener Tagblatt Nr. 279 auf S. 6 über einen Antrag an die Wiener Philharmoniker, Bruckner zu ehren:\r\n„             Theater, Kunst und Literatur.\r\n[…]\r\n     * Vor Kurzem trat ein Komité, das zum siebzigsten Geburtstage Anton Bruckner’s ein Orchesterkonzert veranstalten wollte, an die Philharmoniker mit der Frage heran, ob sie bereit wären, ihr weltberühmtes Orchester aus diesem Anlasse zur Verfügung zu stellen. Die Philharmoniker erklärten, nur unter der Leitung ihres Dirigenten oder eines Hofopern=Kapellmeisters zu konzertiren. Im Uebrigen werden die Philharmoniker aus Anlaß dieses Ehrentages Werke des hochverdienten Komponisten in einem ihrer Konzerte zur Aufführung bringen.“ (°).", "Letzte Änderung": "19.10.2023 10:41"}, {"ID": 189510115, "Datum": "11.10.1895, Freitag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 279 wiederholt auf S. 7 den Hinweis auf die Aufführung des 150. Psalsm [tatsächlich \"Te deum\", 12.1.1896] an: \n\n \"Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.\n                         Großer Saal.\n                       Saison 1895–96.\nSechs Konzerte und zwar vier ordentliche und zwei außerordentliche unter der Leitung des Konzertdirektors Herrn Richard von Perger und unter Mitwirkung des Singvereines, dann einheimischer und auswärtiger Solisten und des Gesellschaftsorchesters.\n      \nA. Die ordentlichen Konzerte: Diese finden statt am 10. November 1895, am 12. Jänner, am 9. Februar und am 8. März 1896, Mittags halb 1 \nUhr, und sind außer anderen Werken die nachstehenden zur Aufführung \nbestimmt:\n      \nJ. Brahms: Frauenchöre mit Horn= und Harfenbegleitung. A. Bruckner: 150. Psalm für Soli, Chor und Orchester (2. Aufführung.) J. Massenet: [... alphabetisch bis Edgar Tinel ... B) die außerordentlichen Konzerte ... Kartenpreise etc. ...].\" (*).\n\n\nAuch die Elmira Gazette Nr. 237 berichtet auf S. 4 in der 4. Spalte kurz über Bruckners Lebenssituation [vgl. 8.10.1895]:\n\"                       PERSONAL. [...] The\n Emperor of Austria has placed a suite of rooms in the Belvedere Palace \nat the disposal of the aged composer Anton Bruckner, who, like most good\n composers, has passed his life in poverty and obscurity.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189610115, "Datum": "11.10.1896, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner fühlt sich am Morgen wohl und arbeitet am Klavier am Finale der 9. Symphonie. Gegen Mittag kommt Dr. Sorgo zur Visite; er rät vom geplanten Spaziergang ab. Gegen 3 Uhr klagt Bruckner über ein Kältegefühl und legt sich auf Anraten Frau Kathis zu Bett, wobei ihm die Wärterin und Kathis Tochter helfen. Bruckner kann noch kurz am gewünschten Tee nippen und stirbt nach wenigen tiefen Atemzügen.\r\n     Meißner, der kurz davor noch nach Bruckner gesehen hatte, und Pater Heribert Witsch werden aus der nahen Schloßkapelle geholt. Meißner läßt in der Karlskirche die Sterbeglocke läuten und verständigt Dr. Reisch, Stradal (a) (der wiederum Universität und Gesellschaft der Musikfreunde informieren sollte), Hans Richter und Speidel (*).\nDr. Heller wird telephonisch benachrichtigt und kommt eine halbe Stunde später zu dem Toten (**).\nAuch Ignaz Bruckner und Rosalia Hueber werden informiert (***).\nEintragung in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle:\r\n»Am 11. Oktober starb der berühmte Komponist Herr Dr. Anton Bruckner in seinem 73. Lebensjahre. Es war auch k. und k. Hoforganist.« (°).\nEine Aufzeichnung der Börsenkurse vom 11.10.1896 wurde später zur Vermögensfeststellung dem Verlassenschaftsakt beigefügt (°°).\nDie Neue Musikalische Presse Nr. 41 gibt auf S. 5 das Programm der Philharmonischen Konzerte in Wien (mit der 7. Symphonie) bekannt, signiert \"r. h.\":\r\n\"           Concerte.\r\n     Wien, 10. October 1896.     Das Programm der Philharmoniker.     * Bach: [...]; Bruckner: Symphonie Nr 7 E-dur; [... Komponisten im alphabetischer Reihenfolge ...].\r\n     Die Vielseitigkeit des Programmes muss auf den ersten Blick auffallen. [...] Wir gewahren in dem philharmonischen Programme viele fortschrittliche Elemente. [... Mozart Fehlanzeuge ...].    r. h.\" (°°°).\nAuf S. 6 wird die 4. Symphonie [18.10.1896] für die Philharmonischen Konzerte in Laibach angekündigt:\r\n\"     *  In den Concerten der Philharmonischen Gesellschaft in Laibach kommen in der Saison 1896/97 u. a. folgende Werke zur Aufführung: Symphonien von Bruckner (in Es), Svendsen [... etc. ...]. Das erste ordentliche Concert ist für Sonntag, den 18. ds. angesetzt.\" (#).\nDas Programm der Philharmonischen Konzert in Wien wird auch in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 280 auf S. 8 mitgeteilt:\r\n\"     Philharmonische Konzerte. Die von den Mitgliedern des k. k. Hofopernorchesters unter der Leitung des Herrn Hofkapellmeisters Hans Richter in der bevorstehenden Saison veranstalteten philharmonischen Konzerte finden [... Termine siehe Anmerkung ...] Mittags halb 1 Uhr, im Großen Musikvereinssaale statt. Zur Aufführung wurden unter Anderem folgende Werke bestimmt: Bach: [..., Beethoven, Berlioz, Borodine, Brahms, ...]; Bruckner: Symphonie Nr. 7, E-dur; Cherubini: [... bis Volkmann und Weber ...Kartenverkauf ...].\" (##).\nDie in Rochester erscheinende Zeitung Democrat and Chronicle Nr. 285 informiert auf S. 11 in der 4. Spalte über die Vorlesungen an der Wiener Universität:\r\n\"           In the Musical World.\r\n[...]\r\n    –Music holds an important place in the courses of the Vienna University. The students of music have each week three courses on modern classicism, two on Gregorian chant, one on new methods of studying harmony, two for beginners, and one on harmony, the last named being under the direction of Bruckner. [...]\" (###).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 21:36"}, {"ID": 189710115, "Datum": "11.10.1897, Montag", "Haupttext": "Vermerk Rudolf Weinwurms\r\n\"Von Dr. Theod. Reisch aus dem Nachlaß Bruckners mir mit Zuschrift v. 11. Okt [1]897 übersendet [/] R. Weinwurm.\"\r\nim Autograph des \"Christus factus est\" [WAB 10].\r\nEin späterer Vermerk dokumentiert die Weitergabe an Franz Schaumann [April 1905] (*).\nBrief von Guido Peters an Paula Rotter:\r\n     Seine finanzielle Situation ist schwierig, weswegen er abrät, daß Paula nach Graz kommen soll. Erwähnt ein Bruckner-Gedicht von [Wolfgang] Madjera, anläßlich seines Todestages. Hat gehört, daß Hugo Wolf „tobsüchtig“ geworden sei. Peters meint, in dieser undankbaren Welt müssen ja die Künstler geisteskrank werden. Im November muß dringend ein Konzert stattfinden, da man ihn wieder hören sollte (**).\nAnläßlich des Todestages erhält der Wiener Akademische Wagner-Verein von Theodor Reisch aus Bruckners Nachlaß die Autographen von Trio und Finale der 4. Symphonie und von J. Tautenhayn jun. ein Exemplar der Bruckner-Medaille. \"Diese Medaille kann von den Vereinsmitgliedern im Vereinslocale I., Canovagasse 3 an den Donnerstagen (7 bis 9 Uhr) um den Preis von 3 fl. bezogen werden.\" (***).\nReisch übersendet Autographen auch an den Wiener Akademischen Gesangverein.\r\n     \"11. Oktober [...] Gemeinderath Dr. Theodor Reisch bereitete dem Verein große Freude durch Uebersendung von Manuscripten unseres verstorbenen Ehrenmitgliedes Dr. Anton Bruckner. Wir sprachen dafür unseren tiefgefühlten Dank aus.\" (°).\nIn St. Florian wird ein feierliches Requiem abgehalten (°°).\nDie Arbeiter-Zeitung Nr. 281 erinnert auf S. 2 an den 11.10.1896:\r\n\"     Geschichtlicher Kalender. 11. Oktober 1531. Tod Zwingli's in der Schlacht bei Kappel. – 1745. Kleist erfindet die elektrische Verstärkungsflasche. – 1870. Erstürmung von Orleans. – 1893. Taaffe bringt seine Wahlreformvorlagc ein. – 1896. Anton Bruckner gestorben.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "30.08.2026 10:59"}, {"ID": 189810115, "Datum": "11.10.1898, Dienstag", "Haupttext": "Im Deutschen Volksblatt Nr. 3511 erscheint auf S. 3 ein Artikel (signiert \"H. P.\" [= Hans Puchstein?]) anläßlich des 2. Todestags, in dem zu Spenden für das Bruckner-Denkmal aufgerufen wird (*).\nDas Rieder Wochenblatt Nr. 41 meldet auf S. 6, daß der Wiener Stadtrat [am 6.10.1898] 4000 fl. für ein Bruckner-Denkmal bewilligt hat. Als Mitglieder des Comités werden die Stadträte Dr. Wähner, Dr. Krenn und Vizebürgermeister Dr. Neumayer erwähnt (**).\nFeierliches Requiem anläßlich des Todestages in St. Florian (***).\n[Wagner-Verein siehe 13.10.1898]", "Letzte Änderung": "22.11.2024 09:10"}, {"ID": 189910115, "Datum": "11.10.1899, Mittwoch", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 3871 kündigt auf S. 3 die Aufführung der e-Moll-Messe [am 15.10.1899] und die Aufführung des \"Germanenzugs\" anläßlich der Denkmalsenthüllung am 25.10.1899 an (*).\nAuf das Konzert am 15.10.1899 weist auch die Reichswehr Nr. 2039 (Abendblatt) auf S. 3 hin (**)\r\nund auf den Termin 25.10.1899 auch das Wiener Tagblatt Nr. 280 auf S. 6 (***).\nBruckners Todestag war der ursprünglich vorgesehene Termin für die Enthüllung des Wiener Bruckner-Denkmals (°).\nThe Jewell County Monitor Nr. 49 (Mankato, Kansas) erinnert (mit der damals amerika-üblich irrigen Datierung 12.10.1896) an Bruckners Todestag:\r\n\"       TIMELY ANNIVERSARIES.\r\n[...]\r\n                     October 12.\r\n1492–Columbus first saw land in the new world.\r\n[...]\r\n1896–Herr Bruckner, celebrated musical composer, died in Vienna; born 1824.\" (°°).\nIn St. Florian wird das von Bruckner gestiftete Requiem abgehalten; es zelebriert Joh. Bap. Breslmayr. Es erklingt ein F-Dur-Requiem von Joh. Ev. Habert (°°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 16:30"}, {"ID": 190010115, "Datum": "11.10.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Ernst Decsey \"Wie Brahms und Bruckner sich verstanden\", der Grazer Tagespost entnommen (\"Heiteres und Ernstes aus dem Künstlerleben\"), in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung 27, S.179f (*).\nDas Musikalische Wochenblatt verzeichnet auf S. 359 eine Aufführung der 3. Symphonie unter Labitzky in Karlsbad [am 4.5.1900 gemeint? vgl. 9.8.1900] (*).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 13:12"}, {"ID": 190210115, "Datum": "11.10.1902, Samstag", "Haupttext": "Der Brünner Tagesbote Nr. 476 macht auf S. 4 auf das Konzert vom 15.11.1902 mit der 3. Symphonie aufmerksam:\n     \"Brünner Philharmoniker. Diese durchwegs aus tüchtigen Kräften gebildete Musikervereinigung, welcher das gesamte Stadttheaterorchester angehört und die sich aus bewährten, leistungsfähigen Dilettanten ergänzt, tritt am 15. November zum ersten Male vor die Öffentlichkeit, was gewiß bei den Verehrern wahrer Kunst lebhaftes Interesse erregen dürfte. Die Vortragsordnung wurde von fachkundiger Seite auf das sorgfältigste zusammengestellt und enthält für Brünn nur Novitäten. Die Weihe erhalten die Philharmoniker durch die herrliche Brucknersche Symphonie Nr. 3 d-moll. Dieser folgen 2 Legenden von dem finnländischen Tondichter Sibelius; ferner die Ouvertüre zu dem Äschylosschen Drama »Der gefesselte Prometheus« von Goldmark und »Suite Neapolitain« von Massenet. Zum Dirigenten wurde einstimmig Herr Kapellmeister August Veith ernannt. […]\".", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:18"}, {"ID": 190310115, "Datum": "11.10.1903, Sonntag", "Haupttext": "In einem Artikel über die Briefe Hugo Wolfs an Emil Kauffmann in der Wochenschrift für Kunst und Musik auf S. 148f wird Bruckner mehrere Male erwähnt (*).\nAuf S. 184 informiert eine Anzeige, dass bei Doblinger die Orchesterpartitur und ein vierhändiger Klavierauszug (von Schalk und Löwe bearbeitet) zur 9. Symphonie erschienen sind (**).\n \nThe Philadelphia Inquirer Nr. 103 kündigt auf S. 8 eine Aufführung der 3. Symphonie an:\r\n\"     NEWS OF THE MUSICAL SEASON\r\n[... Abbildungen: Richard Strauss, Mme. Strauss de Ahne, Jacques Thibaud, Miss Adele Aus der Ohe) ... Gastspiel des Boston Symphony Orchestra ...]\n              The Philadelphia Orchestra\n     As previously announced, the fourth season of the Philadelphia Orchestra under Mr. Fritz Scheel will begin an the Academy of Music with a public rehearsal on Freiday afternoon, October 30, to be followed by a concert the next evening. [... Programm und Solistin (Adele Aus der Ohe) ...].\r\n     An important novelty to be produced during the season is the Mahler symphony [... andere Werke ...] Bruckner's Symphony No. 3, Bach's Suite in D Major, [... weitere Werke ... Vorverkauf ...].\" (***).\n \nThe Houston Post Nr. 189 (Houston, Texas) schreibt auf S. 15 in der 4./5. Spalte über Richard Wagners Begabung als Sänger und erwähnt das Treffen vom 4.3.1875:\r\n\"     We had occasion to refer last week to the fact that Richard Wagner was a hopelessly poor performer on any imstrument, though we did not mention what is equally true, though not so generally, known about him, and that ist, that he could sing grandly. But he never did before big audiences. Heckel records that in Vienna in 1875 he heard the master sing the third act of \"Die Götterdämmerung\" with Joseph Rubenstein [sic] at the piano. \"It was prodigious,\" writes Heckel, \"and favored indeed were those who had the privilege of listening.\" Among the listeners were the Baroness von Dohnhof [recte: Dönhoff] and Anton Bruckner.\" (°).\n \nAufführung der 4. Symphonie unter Hausegger im 1. Sonntags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 17:30 Uhr. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Weber (\"Euryanthe\"), Mozart, Karl Löwe (3 Balladen mit Josef Loritz) und Schubert (\"Unvollendete\") (°°).", "Letzte Änderung": "08.12.2025 11:33"}, {"ID": 190510115, "Datum": "11.10.1905, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Kaim-Orchester unter Peter Raabe in München (*).\nBrief von Ferdinand Löwe an Oskar Grohé: Über die 1. Symphonie (**).\nBrief von Otto Kitzler an August Göllerich:\r\nÜber die \"Trauermusik\" in memoriam Anton Bruckner. Ersucht um Berücksichtigung der Trauermusik beim Musikverein.\r\n\"Wenn es Ihnen opportun erscheint mich der Vaterschaft zu zeihen, so kann dies meinetwegen auch geschehen, da Vater und Sohn denselben Vornamen tragen.\" Ersucht um Mitteilung, \"ob ich Ihnen die Partitur zur Ansicht senden darf.\" Am 11.11.1905 sei die Erstaufführung in Brünn (***).", "Letzte Änderung": "03.01.2024 11:04"}, {"ID": 190610115, "Datum": "11.10.1906, Donnerstag", "Haupttext": "Übersicht:\nA. Geschehenes (Ereignisse)\nB. Geschriebenes (Briefe, Dokumente)\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung)\n\nA. Geschehenes\nDie St. Florianer Sängerknaben, unter ihnen Johann Nepomuk David, singen an Bruckners geöffnetem Sarkophag das »Os justi« (*).\r\nBei der überhaupt ersten [dieser?] Sargöffnung 1906 war auch Karl Zappe (III) anwesend (**).\r\nFranz Xaver Müller hält eine Ansprache und bringt einen von ihm getexteten Chor »Dem lieben Meister« zur Aufführung [siehe die Anmerkung] (***).\nBei der Vollversammlung des Wiener Akademischen Gesangvereins gedenkt Vorstand Pawlikowsky des Todestages (°).\nDer Wiener Männergesangverein veranstaltet einen Ehrenabend. In der Ehrenmitglieder-Karteikarte des Vereins ist in der Spalte »Besondere weitere Ehrung durch den Verein« notiert: »[Datum] 11/10.1906 [Anlaß] 10. Todestag [Art] Ehrenabend und Kranz« (°°).\nAufführung der 9. Symphonie (°°°) unter Paul Ottenheimer und des »Te deum« (#) im 1. Philharmonischen Konzert in Prag.\nAufführung der 4. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Willem Mengelberg in Amsterdam (##).\n\nB. Geschriebenes (Briefe, Dokumente)\nPostkarte von Guido Peters an Paula Rotter (mit Abbildung: Wien, Belvedere):\r\n   „Bruckner + (1896-1906) Wehmütiger Gruß! Guido“ (###).\nBrief von Franz Xaver Müller an Guido Peters:\r\n   Über eine Gedächtnisfeier am 11.10. für Anton Bruckner. Zuerst wurde ein Requiem abgehalten, danach ein Andenken vor dem Sarkophag Bruckners, wobei Müller eine kleine Rede gehalten hatte. Danach machte er mit dem Sängerchor einen Ausflug nach Ansfelden. Am 21.10.1906 ist in Linz ein Bruckner-Konzert (a).\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel)\nArtikel von Albert Kauders Anton Bruckner im Fremdenblatt Nr. 281 auf S. 10f, signiert \"A. K.\" (b).\nArtikel von Emil Lamberg Anton Bruckner. (Zu seinem zehnten Sterbetage.) Von seinem ehemaligen Schüler Emil Lamberg, Professor in Rio de Janeiro (u.a. über Bruckners Paris-Aufenthalt und die Aufführung der 6. Symphonie am 11.2.1883) im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 281 auf S. 6f (c). [siehe Archiv]\nArtikel Anton Bruckner in Frankreich und England im Linzer Volksblatt Nr. 232 (d1), S. 1f - zitiert und referiert den Artikel von Rudolf Louis im ersten Oktoberheft der Zeitschrift »Die Musik« (d2).\nArtikel von Maximilian Muntz Zum zehnten Todestag Anton Bruckners in der Morgenausgabe der Deutschen Zeitung (e).\nArtikel Zu Bruckners Todestag von Richard Wallaschek in Die Zeit Nr. 1454 auf S. 2f (f).\r\nIm Abendblatt wird auf S. 2 gemeldet, daß die Wiener Philharmoniker am Bruckner-Denkmal im Stadtpark einen Kranz niedergelegt haben (f1).\nNochmalige Ankündigung der d-Moll-Messe [14.10.1906] in der Wiener Mittagszeitung Nr. 233 auf S. 2 (g).\nFeuilleton \"Anton Bruckner. Eine Betrachtung\", signiert \"r. h.\" [Robert Hirschfeld], in der Wiener Abendpost (Beilage zur Wiener Zeitung) Nr. 234 auf S. 4f (h).\nArtikel von Max Morold \"Zur Erinnerung an Anton Bruckner. († 11. Oktober 1896).\" in der Grazer Tagespost (i).\n[wann? zum 11.10.1906]\r\nArtikel [nur Einleitung zum nächsten Artikel?] \"Zum 10. Todestage Bruckners. Stift St. Florian, Oberösterreich, 11. Oktober 1906.\", signiert \"H. H.\" [Hugo Holle (Schriftleiter?)] und\r\nArtikel von Eugen Schmitz \"Zum 10. Todestage Bruckners.\" in der Gregorianischen Rundschau auf S. 164ff (j).\nArtikel von Max Auer \"Anton Bruckner. († 11. Oktober 1896) (Zur Wiederkehr seines Todestages.)\" (k).", "Letzte Änderung": "15.06.2026 07:47"}, {"ID": 190710115, "Datum": "11.10.1907, Freitag", "Haupttext": "The Jewish Voice Nr. 15 (St. Louis, Missouri) erwähnt auf S. 6 Bruckner kurz im Nachruf auf Ignaz Brüll:\n\"                          IGNAZ BRUELL.\n              (Corr. London Jewish Chronicle.)\n     The death of Ignaz Bruell is a heavy blow not only to lovers of music, [... sein Charakter ... zur Biographie ...]. Vienna was the city of music, the home of Gluck, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, von Weber, Meyerbeer, Lanner, Strauss, Czerny, Bruckner, Johann Strauss and other great masters; Brahms, who was to become Bruell's friend, came much later; [...].\"", "Letzte Änderung": "11.11.2024 20:20"}, {"ID": 190810115, "Datum": "11.10.1908, Sonntag", "Haupttext": "Die Aufführung der 8. Symphonie [12.3.1909] wird in The Inter Ocean Nr. 201 (Chicago, Illinois) auf S. 37 (= S. 9 des Magazin-Teils) angekündigt (o.D.):\n\"Gossip of the Artists and the Orchestras.\n\n     The Boston Symphony orchestra began his season last Friday afternoon and Saturday evening. [... Programm ...] Mr. Fiedler announces the following novelties for the season: There are two symphonies on the list, Bruckner's Eighth, which has never been played in Boston, and possibly never in this country, and a new symphony by Paderewski which will have its first performance anywhere when the composer-pianist visits Boston after the first of the year. [... weitere Werke ... Solisten ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191210115, "Datum": "11.10.1912, Freitag", "Haupttext": "Die Studienpartitur der 4. Symphonie erscheint mit der Plattennummer 3596 bei der Universal-Edition (*).\n\r\nKonzert der Dresdner Hofkapelle unter Ernst von Schuch mit Schumanns Genoveva-Ouvertüre, Max Regers Romantischer Suite op. 125 (Uraufführung) und Bruckners 5. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "30.07.2026 15:37"}, {"ID": 191410115, "Datum": "11.10.1914, Sonntag", "Haupttext": "The Spokesman-Review Nr. 118 (Spokane, Washington) bringt auf S. 31 (= S. 4 des 4. Teils) einen Kurzbericht vom Worcester Festival mit dem \"Te deum\" [am 24.9.1914]:\n\"         EVAN WILLIAMS SUBLIME TENOR\n\n[...]\n                     New Compositions Heard.\n     The fifty-seventh Worcester (Mass.) music festival, the opening event of the musical season in the east, introduced some new compositions. Wolf-Ferrari's \"Vita Nuova,\" after Dante, and Anton Bruckner's \"Te Deum\" were fine specimen of modern music.\n     Wolf Ferrari's masterpiece made a deep and immediate impression by its ideality, its rapture of spiritual beauty. Quite different, but even more effective is Bruckner's \"Te Deum.\" It is at once naive and tremendous. The ideas are great throughout and it has the merit of conciseness and brevity. Evan Williams, who is next on the list of Spokane artists, was the tenor soloist.\n     Efrem Zimbalist, who will also be heard here later on, gave a fine exhibition of his sincerity in Art. [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191610115, "Datum": "11.10.1916, Mittwoch", "Haupttext": "Die Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 518 bringen einen mit \"P. E.\" signierten Artikel \"Anton Bruckner zum Gedächtnis.\" (*).\nAufführung eines Requiems von Dr. A. Faist in St. Florian. Anschließend in der Gruft am Sarkophag Bruckners eine Festrede Franz X. Müllers und die traditionelle Aufführung von Palestrinas \"O bone Jesu\" (**).", "Letzte Änderung": "21.05.2025 22:14"}, {"ID": 191710115, "Datum": "11.10.1917, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie unter Nikisch im 2. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (*).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Georg Schnéevoigt (**).", "Letzte Änderung": "02.05.2024 10:01"}, {"ID": 191810115, "Datum": "11.10.1918, Freitag", "Haupttext": "Aufführung eines »Pange lingua« [vermutlich WAB 33] und des »Vexilla regis« unter Ernst Graf im Berner Münster.", "Letzte Änderung": "30.08.2025 11:03"}, {"ID": 191910115, "Datum": "11.10.1919, Samstag", "Haupttext": "Der Artikel »Arthur Nikisch und Anton Bruckner« (wie in den Leipziger Neuesten Nachrichten vom 8.10.1919) mit Nikischs Bruckner-Erinnerungen wird auch vom Neuen Wiener Journal veröffentlicht (*).\nDatierung des Vorwortes zu Ernst Decseys Bruckner-Biographie (**).", "Letzte Änderung": "02.05.2024 10:07"}, {"ID": 192110115, "Datum": "11.10.1921, Dienstag", "Haupttext": "Übersicht:\nA. Geschehenes (Ereignisse)\nB. Gedrucktes (Bücher, Notendrucke)\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung)\nD. Varia\n\nA. Geschehenes\nGedenkfeier in St. Florian.\r\nDen Gottesdienst zelebriert Propst Vinzenz Hartl, Franz Xaver Müller führt mit dem Kirchenchor Bruckners Requiem [WAB 39] (in einer gekürzten Fassung Deublers, mit Karl Aigner am ersten Geigenpult und den Solisten Grüll-Huber, Erhart (nicht Zelenka), Dr. König und Rechnungsrat Forster) und nach dem Totenamt den Chor \"Nachruf\" auf. Am offenen Sarkophag spricht Franz Xaver Müller Gedenkworte (*).\r\nAnschließend Konzert im Barocktafelzimmer.\r\nAnwesend sind u.a. Neuhofer, Josef Gruber, Ignaz Gruber, Johann Hayböck, Handel-Mazetti, Schnopfhagen, Meiß-Teuffen, Hofrat Höfler (Wien), Dr. Ludwig (Klosterneuburg), Göllerich (hielt eine Rede), Max Auer, Gräflinger, Riegel [recte Riegl?], Dr. Ludwig, Professor Täubler, Benno Feyrer, Isidor Mayrhofer, Dr. Lang (Enns) (*a).\r\nAufgeführt werden die Kantate »Auf, Brüder, auf zur frohen Feier« [WAB 61], der 22. Psalm, der Chor »Das Lied vom deutschen Vaterland« (Uraufführung (*b)) - mit drei von Müller dazugedichteten Strophen (*c)\r\nund das Lied »Entsagen« (Solistin: Anna Grüll-Huber (*d)) unter Franz Xaver Müller (*e).\r\nIn einigen Chorstimmen sind Namenseintragungen vermerkt: Ploberger, Dr. König, Rogl, Hayb. jun, Aigner, »die beiden Herrn Lehrer« und Oberlehrer Hayböck (*f).\r\nBei diesem Konzert wirkt der \"Sängerbund Frohsinn\" mit (*g).\nFranz Gräflinger wird Ehrenmitglied des Brucknerbundes Wien (**).\nIn Wels findet unter Leitung von Karl Zappe eine Bruckner-Feier statt, in der \"Ich habe mich ergeben\" [??] aufgeführt wird. Fachlehrer Hans Straßer hält eine Festrede (***).\n[In Linz?] Beginn einer bis zum 23.10.1921 dauernden Vortragsreise von V. O. Ludwig zu Bruckner-Huldigungsfeiern in Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Zur musikalischen Umrahmung tragen bei (mit ihren Schülern) Dkpm. Gruber in Linz, Prof. Schwammel in Innsbruck und Prof. Alfons Schlögl in Salzburg (°).\n\nB. Gedrucktes (Bücher, Notendrucke)\nDie Partitur der Ouvertüre in g-Moll wird mit der Nummer 6570 (in Orels Schrift »Unbekannte Frühwerke ...« als Nr. 6570a) von der Universal-Edition veröffentlicht (°°).\nDatierung des Einleitungskapitels von Max Auers 1923 im Amalthea-Verlag erschienenen Bruckner-Buch (°°°).\nDatierung des Vorwortes zu Band I von Göllerichs Bruckner-Biographie (#).\n\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung)\nArtikel von Franz Schalk in der Arbeiter-Zeitung (za).\nArtikel von James Simon in der Deutschen Allgemeinen Zeitung (zd).\nArtikel von Ernst Decsey »Meister Antonius« in den Leipziger Neuesten Nachrichten (zl1).\nArtikel »Bruckner-Gedenkfeier in St. Florian« in der Linzer Tagespost (zl2).\nArtikel »Bruckner-Glaube« in den Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 429 (zm1).\r\nDiese Zeitung bringt auch in ihrer Unterhaltungsbeilage »Die Einkehr« Nr. 41, Sonderheft »Anton Bruckner + 11. Okt. 1896« (zm2),\r\nauf S. 225f einen Artikel von Wilhelm Matthiessen »Gevatter Tod« (zm3),\r\nauf S. 227 einen Artikel von Vinzenz Oskar Ludwig »Klosterneuburg: Menschliches von Bruckner« (zm4),\r\nauf S. 227f einen Artikel von Paul Marsop »Zu wenig Bruckner-Aufführungen?« (zm5)\r\nund auf S.230f einen Artikel von Franz Gräflinger »Bruckner und sein Kopist« [siehe die Anmerkung] (zm6).\nArtikel »Bruckner-Anekdoten« in der Morgenausgabe des Neuen Grazer Tagblatts (zn1).\r\nIn derselben Zeitung ein Artikel »Anton Bruckners Todestag« (zn2).\nArtikel von P. Cornelius »Anton Bruckner« in der Neuen Preußischen Zeitung (zn3).\nArtikel von Max Graf »Anton Bruckner. Zum 11. October« im Neuen Wiener Journal Nr. 10032 auf S. 1f (zn4).\nArtikel von Balduin Bricht \"Anton Bruckner. Zur fünfundzwanzigsten Wiederkehr seines Todestages, 11. Oktober 1896\" in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 279 auf S. 1f (zo1).\nArtikel von Max Springer Anton Bruckner. (Ein kleines Erinnerungsblatt zu seinem 25. Todestag am 11. Oktober 1921.) in der Reichspost Nr. 279 auf S. 1f [schildert eingangs die Enthüllung der Belvedere-Gedenktafel am 9.10.1921] (zr1).\nDie Reichspost Nr. 279 bringt auf S. 4 einen Artikel von Franz Müller Neue Bruckner-Funde. Zum fünfundzwanzigsten Todestage des Meisters (zr2).\nArtikel von Hans Teßmer in der Sächsischen Staatszeitung (zs1).\nArtikel »Anton Bruckner« in der Schlesischen Zeitung (zs2).\nArtikel von Johann Prinz »Zu Anton Bruckners 25. Todestag« [1. Teil? vgl. 16.10.] in der Steyrer Zeitung (zs3).\nArtikel von V. O. Ludwig »Zu Bruckners Gedächtnis« in »Der Tag« (zt).\nArtikel von Karl Werner \"Anton Bruckner. Zur 25. Wiederkehr seines Todestages\" im Vorwärts, Berliner Volksblatt, Nr. 479 auf S. 2 (zv1).\nDie Wiener Mittagszeitung Nr. 232 berichtet auf S. 5 von Ernst Decseys Vortrag [am 8.10.1921], signiert \"K.\" (zw1).\n[11.10.1921?]\r\nArtikel von Hans F. Schaub \"Bruckners Formgebung\": \"Fünfundzwanzig Jahre sind es heute, daß Anton Bruckner die Augen für immer schloß. [...]\" (zx).\nD. Varia\nSignatur \"FF 11.10.1921\" in einem Gipsrelief von Franz Forster (Brustbild en face, etwas nach links, IKO deest) (a).", "Letzte Änderung": "03.08.2026 21:49"}, {"ID": 192310115, "Datum": "11.10.1923, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel in der Steyrer Zeitung über die vom »Kränzchen« betriebenen Vorbereitungen für die Feiern zu Bruckners 100. Geburtstag (*).\n \nArtikel von Vinzenz Oskar Ludwig \"Aus Meisters Antons Kindheitstagen\" in den Wiener Stimmen (**).\n \nKurt Singer zeigt sich in seiner Konzertumschau \"Musik-Hausse\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 475 auf S. 2 unzufrieden mit der Aufführung der e-Moll-Messe durch Hamburger Gäste [vorläufige Datierung \"Anfang Oktober 1923\"]:\n\"[... über Orchester- und Solistenkonzerte ...].\n     Alfred Sittard aus Hamburg ist nicht das, was man einen geborenen Dirigenten nennt. Sein Organistenamt bringt ihn dazu, auch Chöre zu dirigieren. Er tut das mit akademischer Richtigkeit, [... über den Chor von St. Michael ...]. Und die Bläsermesse Bruckners (die überhaupt nicht in den Konzertsaal paßt) konnte nur in den Allegro-Partien, kaum aber in der Darlegung des außergewöhnlich reichen Stimmungswertes sowie der reichen Kontrapunktik (Sanctus) befriedigen. Warum also die teure Reise? Sittard ist ein hervorragender Organist. Seiner vielseitigen Orgelkunst zu lauschen war der Gewinn der beiden Abende und wohl auch der tiefere Zweck. Wir werden ihm weiter zuhören, wenn er spielt, nicht wenn er singen läßt.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 10:28"}, {"ID": 192410115, "Datum": "11.10.1924, Samstag", "Haupttext": "Erster Tag des Klosterneuburger Bruckner-Festes.\r\nWährend der von Dr. Kluger zelebrierten Seelenmesse in der Stiftskirche werden Teile des Requiems [WAB 39] unter Andreas Weißenbäck, das Libera [vermutlich WAB 22] und der Chor »Am Grabe« aufgeführt.\r\nBeim abendlichen Konzert im Konzertsaal des Stifts stehen nach einer Rede von Viktor Ludwig das »Ave Maria« [WAB 7?] (Kammersänger Boruttau), »Entsagen« (Kirchenchor St. Martin), ein Orgelpräludium (F. Moißl) und das Quintett (Dr. Hendrych) auf dem Programm (*).\nDas Programmheft [?] enthält einen Teilabdruck von Max von Millenkovichs Gedicht »Festspruch« (*a).\nAm Rathausplatz findet eine Bruckner-Huldigung mit einer Rede von Alfred Orel und zwei Bruckner-Chören [prov. WAB 67] statt (*b).\nIn den Berichten werden auch erwähnt die Klosterneuburg gewidmete Marienantiphon (WAB 8), \"Tota pulchra es\", \"Amaranths Waldeslieder\", eine Improvisation Springers über den Beginn der 6. Symphonie, der Ehrenschutz durch Minister Schneider, der bei der Gedächtnisfeier von Rusiczka gesprochende Prolog von Ed. Böhm, der Kirchenmusikverein St. Martin unter Franz Moißl, der Chor des Gesang- und Orchestervereins unter Chormeister Karpf und als Solisten Sedlak, Gärtner, Gruber, Bauer, Dr. Hendrych, KS Borutta und Annemarie Lischke (*c).\nAnläßlich des Klosterneuburger Festes erscheint ein von Theo Henning gestaltetes Gedenkblatt (IKO 201, Radierung) (**).\nBei der Universal-Edition erscheint die von J. V. Wöss revidierte Partitur der e-Moll-Messe unter der Nummer 7534 (***).\nBildhauer Plany entfernt die künstliche Patina des Ansfeldener Bruckner-Denkmales (°).\nUm 19:30 Uhr Festabend des Österreichisch-deutschen Volksbundes und der Bruckner-Vereinigung anlässlich des 100. Geburtstags unter dem Protektorat von Wilhelm Marx, der auch eine Rede hält, in der Wandelhalle des Berliner Reichstag. Reichspräsident Friedrich Ebert und einige Regierungsmitglieder nehmen an der Feier teil. Der Vortrag von Dr. Fleischer leidet unter inhaltlichen und akustischen Schwächen.\r\nDer Bruckner-Chor unter Dr. Felix M. Gatz singt das \"Salvum fac populum\" und das Benedictus aus der f-Moll-Messe.\r\nAnschließend Gesellschaftsabend mit kaltem Büffet, Rezitation und Gesang (°°).\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 280 kündigt auf S. 5 die Aufführung der f-Moll-Messe unter Habel am 12.10.1924 an (°°°).\nHinweis auf die morgige Aufführung der f-Moll-Messe [irrtümlich \"e-moll-Messe\"] im Stefansdom in der Reichspost Nr. 281 auf S. 7 (#).\nDer Welser Anzeiger, Folge 41, kündigt auf S. 6 eine Bruckner-Feier in Wels Anfang Dezember an (##)\r\nund berichtet auf derselben Seite von der Jahresversammlung des Männergesangvereins Wels 1847 am 1.10.1924 (###).\nDie Wiener Stimmen Nr. 235 machen auf S. 2 auf die morgige Kirchenmusik in St. Stefan, der Hofburgkapelle und der Schottenkirche aufmerksam (a).\nArtikel von Dr. Franz Lenneis \"Erinnerungen an Bruckner. Zum Todestage Anton Bruckners (11. Oktober 1896).\" in der Deutschösterreichischen Tageszeitung (b).\nDer Los Angeles Evening Express Nr. 171 schreibt auf S. 11 über Bruckner und stellt die 3. oder 4. Symphonie in Aussicht:\r\n\"      Sounding Board\nTwo Anneversaries Schoenberg and Bruckner\r\n     Eastern and European mail brings a flood of articles, entire magazine numbers in honor od Arnold Schoenberg [...].\r\n     Though late (owing to lack of space), I would say a few words of another anniversary. One hundred years had passed September 4 since Anton Bruckner, Austrian composer, almost unknown in this country, was born. Just as people boxed each other's ears because of disagreeing on Schoenberg's music in Vienna concert halls,  battles were fought also over Bruckner, though not fistically. Opposed by followers of Brahms, those of Wagner worshiped him. The criticism that Bruckner lacks form in his symphonies is undisputable, also that he was not always discriminating in his choice of themes. Yet, he belongs to the near-classic composers of symphony, particularly of romantic symphony. Like Gustav Mahler, who studied under him, Bruckner found inspiration in folklore, and his music, too, is steeped in religious and nature mysticism[.] Born poor and remaining poor until aged, a child at heart, deeply religious, he dedicated his ninth symphony, \"To Our Dear Lord.\" His symphonies are without programs, but forceful outpourings, somewhat in Wagnerian idiom, yet original in thought and colossal in detail of effects. He has written sacred music of deep feeling. Of chamber music his string quintet is most worth while, though difficult. Director Rothwell is planning to give Bruckner's third or fourth (romantic) symphony. They should prove epochal events.\" [keine Signatur] (c).\nAnkündigung des Festkonzerts vom 12.10.1924 mit einer d-Moll-Symphonie Bruckners [3. Symphonie?] im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 480 auf S. 6.\r\nAuf derselben Seite wird angekündigt, dass der Reichspräsident [Friedrich Ebert] das Konzert mit der 8. Symphonie [am 17.10.1924] besuchen werde (d).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 18:57"}, {"ID": 192510115, "Datum": "11.10.1925, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Ernst Decsey »Wie Anton Bruckner mir auf den Zahn fühlte und ich ihm« im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 279 (*).\n \nIn Radio Wien Nr. 2 wird auf S. 32 und 36 die heutige Rundfunkübertragung eines Bruckner-Konzerts um 16:15 Uhr bei Radio Bremen 330 angekündigt (**).\n \nAufführung der 4. Symphonie unter Clemens Krauß im 1. Sonntags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 11 Uhr. Auf dem Programm stehen anschließend Richard Wagners \"Wesendonck\"-Lieder (mit Lotte Lehmann) und das \"Meistersinger\"-Vorspiel [Wiederholung vom 9.10.1925] (***).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:48"}, {"ID": 192610115, "Datum": "11.10.1926, Montag", "Haupttext": "Der dreißigste Todestag Bruckners ist der Anlaß zur Herausgabe der von Robert Lach bearbeiteten Bruckner-Akten des Archivs der Universität Wien (*).\nDatierung von Max Auers Vorwort zum 2. Band der Bruckner-Biographie von Göllerich/Auer (**).\n[?] Rundfunkvortrag von Alfred Orel »Bruckners Sendung« in Berlin [siehe die Anmerkung] (***).\n[zum 11.10.1926, noch ohne genaue Datierung:]\r\nArtikel von Fritz Grüninger \"Zum 30. Todestag Anton Bruckners. (Am 11. Oktober 1926).\" (Vermerk von Max Auer: \"Zeitung aus Baden (Friberg?)\" (°).\n[zum 11.10.1926, noch ohne genaue Datierung:]\r\nArtikel von Josef Karl Resch \"Der Gottesmusikant und seine Heimat. Zum 30. Todestag Anton Bruckners am 11. Oktober 1926.\" (°°).\nRundfunkprogramm des Berliner Senders:\r\n\"9 Uhr [recte 20 Uhr] abends: Prof. Decsey, Wien, spricht über Bruckner. 8.30 Uhr abends: Bruckner-Feier. (Zum 30. Todestag des Komponisten). Dirigent: Dr. Felix. M. Gatz. Mitwirkende: Emmy von Stetten, Sopran; Agnes Schulz-Lichterfeld, Alt; Karl Jöken, Tenor; Theodor Heß van der Wyk, Baßbariton; Chor der Bruckner-Vereinigung. 1. VII. Sinfonie (E-Dur) Allegro moderato – Adagio – Scherzo – Finale. 2. Credo aus der F-Moll-Messe (Berliner Funkorchester). Anschließend: [... Nachrichten, Wetter, Sport etc. ...]. 10.30–12.30 Uhr abends: Tanzmusik (Tanzorchester Etté).\"\r\nDieses Programm wurde auch vom Sender Königswusterhausen übertragen (ab 20 Uhr) (°°°).\n\"Radio Wien\" Nr. 2 kündigt auf S. 92 ebenfalls die heutige Berliner Sendung (Welle 504) mit Decsey an, außerdem die Sendungen vom 14.10.1926 und 15.10.1926 (#).\nBruckner-Konzert in Königsberg. Einführung von Dr. Erwin Kroll, Aufführung der g-Moll-Ouvertüre, des Scherzos der 2. Symphonie, das Andante der 4. Symphonie und des Adagios der 7. Symphonie. Anschließend Sport und Nachrichten. Das Konzert wird ab 21:10 vom Rundfunksender Königsberg (Welle 463) übertragen (##).\nAufführung des Liedes \"Im April\" (mit Penickova-Rochova) und des Quintetts in Prag. Das Konzert wird ab 20 Uhr vom Prager Rundfunksender II (Welle 372) übertragen (###).\nDie Anton-Bruckner-Gedenkstunde des Rundfunkorchesters unter Kpm. Nebe wird von 13:30 - 14:30 vom Radiosender Münster (Welle 410) übertragen (a).", "Letzte Änderung": "14.04.2025 11:59"}, {"ID": 192710115, "Datum": "11.10.1927, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch den Linzer Musikerbund unter Franz Xaver Müller (dessen Debut mit einer Bruckner-Symphonie) in einem Konzert der Ortsgruppe Linz des Bruckner-Bundes (*).\r\nGisela Göllerich ist im Publikum (**).\nAufführung des \"Te deum\" durch den Kirchenchor von St. Michaelis unter Alfred Sittard im 1. Abonnementskonzert des Chors in Hamburg. Auf dem Programm steht zuvor die Erstaufführung von Honeggers \"König David\" (***).", "Letzte Änderung": "27.05.2025 09:50"}, {"ID": 192910115, "Datum": "11.10.1929, Freitag", "Haupttext": "Ständchen der Liedertafel Vöcklabruck vor der Bruckner-Büste, die Gustav Hueber in diesem Jahr in seinem Blumenpavillon hatte aufstellen lassen.", "Letzte Änderung": "07.01.2024 09:37"}, {"ID": 193010115, "Datum": "11.10.1930, Samstag", "Haupttext": "Datierung von Max Auers Vorwort zu Band III/1 von Göllerich/Auers Bruckner-Biographie (*).\n\n\nThe Gazette (Montreal, Quebec, Canada) meldet auf S. 10 in der Ankündigung eines Orgelkonzerts von Dr. Louis L. Balogh in der St. Patrick's Church, dass dieser mit seinem Chor nächstes Jahr [Saison 1930/31] Chorwerke von Bruckner, Mendelssohn, Sibelius, Szymanowski u. a. aufführen werde (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193110115, "Datum": "11.10.1931, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Karl Moser \"Unbekanntes von Bruckner. Wie der Meister zu seinem Streichquintett ein neues Finale schrieb\" (mit Mitteilungen von Julius Winkler (*a)) im Neuen Wiener Journal Nr. 13609 auf S. 16.\nBruckner habe Josef Schalk geklagt, dass Hellmesberger mit dem Quintett nicht zurechtkomme. Franz Schalk, Geigenschüler Winklers, habe im Winkler-Quartett Bratsche gespielt. Der greise Winkler habe nun in einem Gespräch \"in seltener Geistesfrische\" einiges dazu mitgeteilt. Er habe das Werk einstudieren wollen, doch Bruckner hatte \"in einem Anfall von Raserei\" die Stimmen zerrissen. Die Partitur hatte Hans Richter nach London mitgenommen, doch konnten die Stimmen der ersten drei Sätze nach dem vierhändigen Klavierauszug rekonstruiert werden, den Josef Schalk und Ferdinand Löwe erstellt hatten. Diese Sätze wurden dann beim Wagner-Verein aufgeführt [am 17.11.1881]. Für die Drucklegung 1884 habe Bruckner nach seinen Skizzen das Finale neu geschrieben. Somit war die vollständige Aufführung am 8.1.1885 möglich. Später sei das Original wieder in Bruckners Hände gekommen, und Bruckner habe insbesondere die Schlusstakte des Finales \"in teilweiser Anlehnung an die erste Druckausgabe umgearbeitet.\" Die Darstellung von Wöß (Universal-Edition Nr. 2924, 1922 erschienen) stütze diesen Bericht, jedoch seien die Stichvorlage und die Korrekturabzüge nicht auffindbar. Winkler schildert noch Bruckners Anwesenheit bei Quintett-Proben und sein Klavierspiel mit dem Michel-Thema\" aus der 8. Symphonie (*).\n\r\nEnthüllung einer Gedenktafel am Schulhaus in Hörsching und kleine musikalische Feier mit dem Oberösterreichischen Brucknerbund (**).\r\nBeim Gottesdienst werden aufgeführt: Tantum ergo C-Dur [WAB 41], »In jener letzten der Nächte«, »Dir Herr, dir will ich ...« [WAB 12], »Christus factus est« und »Sanctus« aus der Gründonnerstagsmesse [WAB 9] und Werke von J. B. Weiß.\r\nDanach auf dem Festplatz das »Lied vom deutschen Vaterland« und \"O du liebes Jesuskind\" (Gesangverein Hörsching unter Oberlehrer Alfred Ertl aus Kirchberg, dazu der Jugendchor unter Barth), Festansprache von F. X. Müller, Vortrag eines Gedichtes von Samhaber, als Abschluß das »Locus iste« (»Frohsinn« unter Robert Keldorfer).\r\nAnwesend sind u.a. BM Sallmann, Max Auer, Josef Pfund (Oberösterreichischer Brucknerbund), Gisela Göllerich, Direktor Günzel und Daxsperger.\r\nDie Gedenktafel war von Gemeindeausschuß Brunhumer angeregt und vom Linzer Steinmetz B. A. Steller (a) ausgeführt worden (***).\r\nEine von Hans Sallmann verfasste Einladung war als gedrucktes Flublatt verteilt worden (b).\n \nDatierung des Vorworts von Max Auers Bruckner-Biographie (c).\n \nGedenkfeier mit einem Vortrag Fritz Grüningers im Theater in Freiburg (d).", "Letzte Änderung": "02.11.2025 11:02"}, {"ID": 193310115, "Datum": "11.10.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Erstmalige Veranstaltung eines jährlich am Todestag geplanten Karlsruher Brucknertages (*).\nRadio Linz sendet um 16;30 Uhr einen 25-minütigen Beitrag \"Bruckner-Gedenkstunde. (Anläßlich seines Todestages.)“ von Dr. Hans Ahorner.\nAbbildung von Hans Ahorner in Radio Wien vom 6.10.1933 auf S. 12 (**).", "Letzte Änderung": "06.04.2026 05:27"}, {"ID": 193410115, "Datum": "11.10.1934, Donnerstag", "Haupttext": "Amerikanische Erstaufführung der Originalfassung der 9. Symphonie unter Otto Klemperer (*) mit dem New York Philharmonic Orchestra in New York (*a).\nArtikel von Paul Günzel »Siegmund v. Hausegger, der Bruckner-Künder. (Zur Bruckner-Aufführung [der 5. Symphonie] am 16. Oktober)« in der Linzer Tagespost (dort auch die g-Moll-Ouvertüre erwähnt) (**).\nArtikel von Rudolf Réti »Eine Uraufführung von Anton Bruckner« im Telegraf (***).\nAbhaltung des jährlichen Brucknertages in Karlsruhe. Aufführung der 3. Symphonie unter GMD Klaus Nettstraeter im Staatstheater. Nachmittags Jahressitzung des Vorstandes des Badischen Brucknerbundes und Mitgliederversammlung in der Badischen Hochschule für Musik, u.a. mit Oberbürgermeister Jaeger und Prof. Dr. Asal vom Kultusministerium (°).\nUraufführung der Vier Orchesterstücke [WAB 97 und Marsch WAB 96] im Rahmen eines Programms »Unbekannter Bruckner« beim Wiener Rundfunk (Ravag) [unter Kabasta] geplant, tatsächlich dann mit Aufführung der 1. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath (°°).", "Letzte Änderung": "21.10.2025 20:27"}, {"ID": 193510115, "Datum": "11.10.1935, Freitag", "Haupttext": "Brief von Friedrich Eckstein an Max Auer: \n   Sendet die im Brief vom 28.9.1935 gewünschte Abschrift einiger Takte des Manuskripts von »Tota pulchra es«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193610115, "Datum": "11.10.1936, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Feier in Prag (1. Teil): \"Geistliche Bruckner-Gedenkstunde\" der Prager Bruckner-Gemeinde unter Herbert Hiebsch in der Malteserkirche (\"Unsere liebe Frau unter der Kette\"). Aufgeführt werden das phrygische \"Tantum ergo\" [WAB 33], \"Christus factus est\" [vermutlich WAB 11], \"Os justi\", \"Tota pulchra es\" (Tenor: Dr. Franz Longin), \"Virga Jesse\", \"Ave Maria\" [WAB 7] mit der Altistin Dr. Herta Kalix, \"Vexilla regis\", außerdem das Adagio des Quintetts (Mitglieder der Prager Musikakademie: Berger, Pazdziora, Schreiner, Gotlib und Jindra) und durch Josef Langer an der Orgel Vorspiel und Fuge c-Moll [WAB 131] und Bachs F-Dur-Tokkata (*).\nArtikel von Ferdinand Scherber »Anton Bruckner und das Burgtheater« in der Sonntagsbeilage der Wiener Zeitung (**).\n[Wann und wo genau?] Artikel von Max Reinl »Menschliches, Allzumenschliches über und von Anton Bruckner« (mit den Erinnerungen von Bruckners Schneider Stefan Janovicz) (***).\nArtikel von Dr. H. »Feier vor dem Bruckner-Denkmal. Festrede des Unterrichtsministers Dr. Pernter« im Neuen Wiener Journal Nr. 15408 auf S. 4 (°).\nAuf S. 5 Artikel »Das große Monsterkonzert«, signiert »Dr. H.« (°a).\nArtikel von Ewens in der Germania (°°).\nArtikel von Max Graf in »Der Tag« (°°°).\nArtikel von Karl Laux »Bruckner lebt!« in den Dresdner Neuesten Nachrichten (#).\nArtikel von Jürgen Petersen im Darmstädter Tagblatt (##).\nArtikel von Josef Reitler in der Neuen Freien Presse (###).\nArtikel von Max Auer (Rundfunkvortrag) »Anton Bruckners Tod« in der Sonntagsbeilage der Wiener Zeitung (a).\nArtikel von Max Auer im Neuen Wiener Journal (a1).\nArtikel \"Die Bruckner Festtage. Gedenkfeier vor dem Bruckner-Denkmal\", signiert \"O. R.\" [Otto Repp], in der Reichspost Nr. 281 auf S. 6 (a2).\nArtikel von Hans Watzlik »Die Brüder Bruckner. Eine Bruckner-Novelle« in der Volkszeitung \r\nund Artikel »Apostel des Musikanten Gottes erzählen« [Auer, Kabasta, Haas, Moißl, Franz Schalk] im Neuen Wiener Journal Nr. 15.408, S. 28 (b).\n[13.10.?] Artikel von Gertrud Engelhart-Heller »Bruckners Arzt erzählt« in der Sonntagsbeilage des Neuen Wiener Journals (c).\nArtikel von Waldemar Rosen »Der Meister des Glaubens. 1. Leipziger Bruckner-Fest« in den Leipziger Neuesten Nachrichten (d).\n»Widmungsdatum« von Fritz Grüningers Buch »Wege zu Anton Bruckner« (e).\n[Wann genau?] Artikel von J. V. von Wöss »Zum 11. Oktober« in Musica 8 (1936/37) Nr. 3 und 4 (f).\nAufführung der b-Moll-Messe (Missa solemnis) im Linzer Dom unter F. X. Müller (g).\nArtikel »Meister Anton. Kleine Geschichten aus dem Leben Bruckners« (h)\r\nund »Das Brucknerfest in Wien« im Völkischen Beobachter (i).\nArtikel von Karl Grunsky »Musikant aus Herzensgrund. Frühes Beginnen, Widerstände und endlicher Triumph« im Völkischen Beobachter, »Kulturpolitik und Unterhaltung« (j).\r\nIn derselben Beilage ein Artikel von Joseph Klingenbeck »Weg zur Wahrheit. Der Streit um den »echten« Bruckner. Zum 40. Todestag des Meisters am 11. Oktober« (k)\r\nund ein Artikel von Ludwig Karl Mayer »Die Symphonien Anton Bruckners« (l).\nPontifikalamt in Klosterneuburg zum Gedenken an Bruckner. Möglicherweise [an welchem Tag?] findet auch eine Veranstaltung im Rahmen des Bruckner-Festes in Klosterneuburg statt (m).\n[wann genau?] Artikel von G. Kraner \"Bruckner in Admont. Zum 40. Todestag am 11. Oktober\" [vermutlich in Linz erschienen] (n).\nAufführung der f-Moll-Messe unter Martin Hahn in der Stiftskirche in Stuttgart am zweiten Tag des Stuttgarter Bruckner-Festes (o).\n[genaue Datierung nicht bekannt]\r\nAnlässlich des Todestages 1936 wird in St. Florian der Sarkophag geöffnet und durch ein Ensemble der Wiener Philharmoniker (mit dem Cellisten Richard Krotschak) das Quintett aufgeführt (o1).\n[Datum geschätzt, vermutlich an einem Sonntag]\r\nAnlässlich des 40. Todestages Aufführung der e-Moll-Messe unter Th. B. Rehmann im Aachener Dom (o2).\n[Datum geschätzt]\r\nBei der Gedächtnisfeier der Ortsgruppe Aachen hält Dr. Cl. Springsfeld die Gedenkrede, und GMD Karajan erläutert mit Klavierbeispielen die  Unterschiede zwischen den Fassungen der 4. Symphonie. Anschließend Vorführung der 4. Symphonie mit Karl Böhms Platteneinspielung (o3).\n[Datum geschätzt]\r\nAufführung der 3. Symphonie unter Rudolf Kloiber in Regensburg \"anläßlich des 40. Todestages\" (o4).\nFünfter Tag des Wiener Bruckner-Festes: \nUm 9 Uhr Aufführung der e-Moll-Messe durch den Domchor und die Wiener Symphoniker unter Ferdinand Habel in St. Stephan. Zelebrant des Pontifikalamtes ist Kardinal Theodor Innitzer.\nUm 9:30 Uhr Aufführung der d-Moll-Messe durch den Wiener Bruckner-Chor unter I. L. Weber in der Meidlinger Pfarrkirche.\nUm 11 Uhr Hochamt in der Hofburgkapelle mit der Hofmusikkapelle unter Ferdinand Großmann.\nUm 11:30 Gedächtnisfeier der Wiener Philharmoniker mit Aufführung des Adagios der 7. Symphonie und der 5. Symphonie unter Otto Klemperer im 1. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nUm 16:30 Uhr Volkstümliches Symphoniekonzert mit der 1. Symphonie (Linzer Fassung) und der 4. Symphonie (Originalfassung mit dem \"Volksfest\"-Finale von 1878) durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses (p).\nAbends im Stephansdom Aufführung der f-Moll-Messe und des \"Te deum\" unter Ferdinand Habel mit dem Domchor, dem Wiener Kammerorchester und den Solisten Rokyta, Rutschka, Maikl und Ettl (p1).\n[wann genau?] Bruckner-Gedenken an der staatlichen Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien mit Teilaufführungen des Quintetts und der 4. Symphonie (p2).\r\n \nVierter Tag des Leipziger Bruckner-Festes: \nUm 9 Uhr Hochamt in der Probstei-Kirche mit Aufführung der d-Moll-Messe und einiger Motetten durch das Leipziger Konzertorchester und den Chor der Probsteikirche unter Kantor Georg Trexler.\nUm 11 Uhr im Landeskonservatorium Vortrag von Oskar Lang \"Bruckner in seiner Zeit und seine überzeitliche Bedeutung\" und Aufführung von Intermezzo und Adagio des Quintetts durch das Gewandhausquartett.\nUm 20 Uhr im Gewandhaus Aufführung der 5. Symphonie (in der Originalfassung) durch das Leipziger Sinfonieorchester unter GMD Hans Weisbach; dieses Konzert wird vom Leipziger Reichssender im Rundfunk übertragen (q).", "Letzte Änderung": "04.06.2026 08:39"}, {"ID": 193710115, "Datum": "11.10.1937, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Carl Schuricht in Berlin (1. Klassischer Abend).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193810115, "Datum": "11.10.1938, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Eugen Papst im 1. Gürzenich-Konzert in Köln.\r\nSolistin des Abends ist die Altistin Emmi Leisner. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Brahms (Schicksalslied und Alt-Rhapsodie) und Max Reger (\"An die Hoffnung\").", "Letzte Änderung": "29.12.2024 08:51"}, {"ID": 194010115, "Datum": "11.10.1940, Freitag", "Haupttext": "Chorkonzert in der Leipziger Thomaskirche mit Aufführung der f-Moll-Messe und des 150. Psalms durch den Riedel-Verein und das verstärkte Leipziger Kammerorchester unter Max Ludwig. Solisten: Anna Maria Augenstein, Dorothea Schröder, Paul Reinecke und Philipp Göpelt (*).\nDatierung des Vorwortes zur 3. Auflage von Max Auers Bruckner-Biographie (**).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 20:07"}, {"ID": 194110115, "Datum": "11.10.1941, Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Ehrung in St. Florian (*).\nArtikel von Hans Joachim Moser in den Straßburger Neuesten Nachrichten und in der Pariser Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 15:12"}, {"ID": 194210115, "Datum": "11.10.1942, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von E. Scherbaum »Anton Bruckner im oberen Mühlviertel« in der Volksstimme.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194310115, "Datum": "11.10.1943, Montag", "Haupttext": "Orgelkonzert Daxspergers in St. Florian mit Werken Bachs und Bruckners.", "Letzte Änderung": "18.08.2025 13:35"}, {"ID": 194410115, "Datum": "11.10.1944, Mittwoch", "Haupttext": "Furtwängler dirigiert die 9. Symphonie (letztmals in seinem Leben) in St. Florian (*)\r\nin einem Konzert des Reichs-Bruckner-Orchesters (**).", "Letzte Änderung": "13.06.2024 06:36"}, {"ID": 194610115, "Datum": "11.10.1946, Freitag", "Haupttext": "Datierung auf der Bruckner-Medaille (IKO 298) von Alfred Hofmann (*).\nArtikel von Grete Helfgott in der Arbeiterzeitung (**).\nEine »Rede auf Anton Bruckner« von Joseph Marx wird im Wiener Kurier veröffentlicht (***).\nArtikel von Max Graf »Meine erste Begegnung mit Bruckner« [2. Teil?] in »Neues Österreich« (°).\nArtikel (signiert »-ey«) »Bruckner schreibt 'Halleluja'« in der Welt am Abend (°°).\nArtikel von Karl B. Jindracek »Bruckner« in »Das kleine Volksblatt« (°°°).\nGedenkfeier der Universität Wien im Auditorium maximum (#).\r\nBeim Festakt im Auditorium maximum der Universität sprechen Rektor Dr. Ludwig Adamovich [1890 - 1955], Stadtrat Dr. Viktor Matejka [1901 - 1993], Max Auer und Joseph Marx. Aufführung der 1. Symphonie (in der Wiener Fassung) durch die Wiener Symphoniker unter Hans Swarowsky [ursprüngich war Rudolf Moralt vorgesehen, vgl. 20.7.1946].\r\nAbends Wiederholung des gestrigen Konzerts: Aufführung der f-Moll-Messe und des »Te deum« durch die Wiener Symphoniker, den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde und den Wiener Männergesangverein unter Anton Lippe im Großen Musikvereinssaal. Solisten sind Irmgard Seefried, Elena Nicolaidi, Julius Patzak und Ludwig Weber (#a).\nDatierung des Vorwortes zu Alfons Bopps Buch »Der Sängerknabe von St. Florian« (##).\nGedenkfeier im Ansfeldener Schulhaus. In St. Florian vom Bischof zelebriertes Requiem [Aufführung des Bruckner-Requiems [WAB 39] ?] (###).\nFahnenschleife »Dem großen Meister Professor Dr. Anton Bruckner Zum 50. Todestag« (a).\nGedenk-Medaille der Niederländischen Bruckner-Vereinigung (b).\nBruckner-Chorkonzert des Aachener Domchors unter Rehmann in der Aula der Universität Köln [prov. WAB 67] (c).\nGedächtnisfeier im Rahmen der Karlsruher Bruckner-Festwoche in der Markuskirche.\r\nAufführung des Quintetts (mit dem Heidelberger Bach-Quartett: Hans Bender, Adam Rettig, Hermann Otto und Margot Gutbrod und August Eichhorn (Tenorgeige). Fritz Grüninger spricht Gedenkworte »Anton Bruckner [/] Werk und Mensch«. Den feierlichen Ausklang der Orgel gestaltet Dr. Karl Greß (Ottobeuren).\r\nDas Programmheft bringt auf S. 34 einen mit »W. Sch.« signierten Text »11. Oktober 1896« (d).\nArtikel von Edmund Nick »Der Meister von St. Florian. Zum 50. Todestage Anton Bruckners« in der Neuen Zeitung (München?) (e).\nDas Katholische Bildungswerk Linz veranstaltet einen \"Bruckner-Festabend zum 50. Todestag\" (f).\nRelief IKO 279 [vgl. \"1946 (f)\"] von Franz Forster mit Vermerk \"Gewidmet für eine 1000 S Spende zur Brucknerorgel im Stifte St. Florian zum 50. Todestage Anton Bruckners 11. Oktober 1946 Leop. Hager, Propst.\" (g).\nIn St. Florian Aufführung des Requiems in dem von Bischof Dr. Fließer zelebrierten Gottesdienst. Anschließend an Bruckners Sarkophag Gedenkworte Franz Xaver Müllers und Aufführung des \"Libera\" [WAB 22] (h).\nAufführung von f-Moll-Messe und »Te deum« [im Kaufmännischen Vereinshaus?] in Linz durch die Wiener Philharmoniker und den Brucknerchor Linz unter Ludwig Daxsperger. Solisten: Irmgard Seefried, Else Schürhoff, Anton Dermota und Herbert Alsen) (i).", "Letzte Änderung": "08.01.2026 10:03"}, {"ID": 194810115, "Datum": "11.10.1948, Montag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Anton Rußegger: \n    Das bischöfliche Ordinariat hätte auch das Brucknerfest 1949 fast totgesagt. Man sei auf sein Anliegen [9. Symphonie in St. Florian] nicht eingegangen und habe sich auf das geltende Verbot von Kirchenkonzerten berufen. Dabei handle es sich bei Bruckner um einen Sonderfall, nämlich Kirchenmusik [= auch 9. Symphonie] in den vom Meister vorgesehenen Rahmen zu stellen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195010115, "Datum": "11.10.1950, Mittwoch", "Haupttext": "Vortrag von Josef Drausinger über Bruckner in Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195110115, "Datum": "11.10.1951, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der Windhaager Messe durch den Kirchenchor Ansfelden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195410115, "Datum": "11.10.1954", "Haupttext": "Einspielung der 3. Symphonie durch das Bayerische Staatsorchester unter Hans Knappertsbusch im Deutschen Museum (*) in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195610115, "Datum": "11.10.1956, Donnerstag", "Haupttext": "Edward Neill gründet in Genua die »Associazione Italiana Anton Bruckner«. Gründungsmitglieder sind Luigi Bellingardi, Angiolina Peirano und Gianni Speich. Später als Präsident Giulio Confalonieri, als Presseagent Nicola Vasvari (*).\nArtikel »Anton Bruckner. Zum 60. Todestag« im Neuen Deutschland (**).\nArtikel von Norbert Tschulik in der Neuen Zeitung (***).\nArtikel von Leopold Weismann »Anton Bruckners menschliche Bedeutung« in den Oberösterreichischen Nachrichten (°).\n»Artikel (signiert »Y.«) in »Neues Österreich« (°°).\nAufführung der 7. Symphonie durch das Theaterorchester unter Robert Wagner in der Diesterwegschule in Linz (°°°).\nOtto Jungmairs Gedicht »Ausklang (IX. Symphonie.)« aus dem 1936 erschienenen Bruckner-Zyklus »Non confundar« wird zum 60. Todestag [in welcher Zeitschrift?] wiederveröffentlicht (#).\nIm Heimathaus Vöcklabruck wird eine \"Brucknerecke\" mit Erinnerungsstücken überwiegend aus dem Besitz der Familie Hueber eingerichtet (##).", "Letzte Änderung": "09.06.2024 11:57"}, {"ID": 195710115, "Datum": "11.10.1957, Freitag", "Haupttext": "Gründung der Société francaise 'Anton Bruckner' durch Paul-Gilbert Langevin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195810115, "Datum": "11.10.1958, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Gräflinger »Tilgners Bruckner-Büste. Eine Erinnerung zum 11. Oktober« im Linzer Tagblatt, Wochenbeilage »Zeit und Welt« (*).\n[vermutlich auch ca. 11.10.1958]\r\nArtikel von Franz Gräflinger \"Wie die Brucknerbüste von Tilgner entstand. Zum 62. Todestag Anton Bruckners am 11. Oktober\" in der Salzkammergut-Zeitung Nr. 41 (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2024 18:15"}, {"ID": 196110115, "Datum": "11.10.1961, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung des Nachwortes in Friedrich Erdtels Buch »Anton Bruckner - ein Mensch wie alle!« (*).\n[ca. 11.10.1961] Artikel von Alfred Peschek \"Te Deum laudamus\" im Linzer Volksblatt Nr. 236 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196510115, "Datum": "11.10.1965, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Solon Michailidis in Thessaloniki (erste Bruckner-Aufführung dort) (*).\n\n\nAufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Wolfgang Sawallisch in der Philharmonie in Essen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196610115, "Datum": "11.10.1966, Dienstag", "Haupttext": "Zu Bruckners 70. Todestag erscheint ein Artikel von Leopold Nowak »Das Bruckner-Erbe der Österreichischen Nationalbibliothek« in der ÖMZ 21, S. 526-531. [Identischer Text?] Vortrag [oder Artikel?] bei der Wiener Katholischen Akademie am 20.10.1966 (*).\n\n\n[wann genau? identisch mit 20.10.1966?]\nAus Anlass des 70. Todestages hält Nowak bei der Katholischen Akademie einen Vortrag über Bruckner, der mit einer Messfeier eingeleitet wird (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196910115, "Datum": "11.10.1969, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Wolfgang Sawallisch in Genua.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197110115, "Datum": "11.10.1971, Montag", "Haupttext": "Artikel »Vor 75 Jahren Anton Bruckner †« im Linzer Tagblatt und von Johannes Unfried »Was bietet Bruckner heute?« im Linzer Volksblatt (*).\nGedenkfeier vor Bruckners Sterbehaus am Belvedere mit einer Rede von Dr. Haschek. Rezitation von [Mayfelds] Gedicht zur Uraufführung der d-Moll-Messe am 20.11.1864, Aufführung eines Bläsersatzes über das Adagio der 7. Symphonie. Abends in der Piaristenkirche Aufführung von Präludium und Fuge e-Moll [? recte c-Moll, WAB 131?] durch Alois Forer, von 3 Motetten [prov. WAB 67] und der e-Moll-Messe durch den Wiener Kammerchor und die Bläser der Wiener Symphoniker unter Hans Gillesberger (**).\nDie Gedenkschrift des Bruckner-Bundes für Oberösterreich bringt eine Graphik von Toni Holzer (Bruckners Sarkophag mit dem \"Te deum\"-Zitat \"Non confundar in aeternum\" (IKO 640b) (***).", "Letzte Änderung": "29.07.2025 07:21"}, {"ID": 197410115, "Datum": "11.10.1974, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] durch die Wiener Hofmusikkapelle zum Gedenken an Heinrich Reif-Gintl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197810115, "Datum": "11.10.1978, Mittwoch", "Haupttext": "Gründung der japanischen Bruckner-Gesellschaft in Osaka. Präsident ist Takashi Asahina, Ehrenpräsident der österreichische Botschafter Clemens Weichs an der Glon.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198010115, "Datum": "11.10.1980, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (Fassung 1878, Ausgabe Oeser) durch das Orchestre de Paris unter Daniel Barenboim in Paris [geplant].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198110115, "Datum": "11.10.1981, Sonntag", "Haupttext": "Österreichische Erstaufführung von Alfred Schnittkes 2. Symphonie »St. Florian« durch Kurt Wöss in der Siftskirche St. Florian (*).\nVerleihung des Anton-Bruckner-Rings der Wiener Symphoniker an Lovro von Matacic im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (**).", "Letzte Änderung": "06.07.2024 11:42"}, {"ID": 198610115, "Datum": "11.10.1986, Samstag", "Haupttext": "In der Steyrer Pfarrkirche St. Josef werden das Requiem [WAB 39] (Solisten: Annelore Sommerer, Sigrid Hagmüller, Johann Sommerer und Johann Öhlinger) und einige Motetten [prov. WAB 67] unter Leitung Gerald Reiters aufgeführt. Augustinus Franz Kropfreiter spielt Orgelstücke Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198710115, "Datum": "11.10.1987, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Gedenkfeier anläßlich des V. Gewandhaus-Symposions singt der Thomanerchor unter Hans-Joachim Rotzsch Graduale von Bruckner - »Ave Maria« [vermutlich WAB 6], »Locus iste« und »Os justi« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199310115, "Datum": "11.10.1993, Montag", "Haupttext": "Artikel (signiert \"os.\") \"Gutheißung der Welt. Eröffnung des Bruckner-Festes und der Bruckner-Ausstellung\" im Linzer Volksblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199610115, "Datum": "11.10.1996, Freitag", "Haupttext": "Zum 100. Todestag erstellt das Archiv der Universität Wien eine Dokumentation »Anton Bruckner - Lektor für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Universität Wien 1875 - 1896« (*).\nGedenkfeier im Großen Festsaal des Oberen Belvedere und Pontifikalamt mit Erzbischof Christoph Schönborn als Prediger in der Universitätskirche in Wien (**).\nDatierung in Klaus Kindlers Vorwort zu »Fugen für Orgel« [WAB deest] (***).\nAufführung von »Te deum«, 150. Psalm, Perger Präludium, »Ave Maria« [vermutlich WAB 6], »Locus iste« und dem Adagio aus dem Quintett durch den Linzer Domchor, den Philharmonischen Chor und das Philharmonische Orchester Brünn unter Anton Reinthaler im Neuen Dom in Linz (°).\r\nSolisten: Gabriele Daniel, Lydia Vierlinger, Piotr Beczala und Franz Kalchmair. Orgel: Wolfgang Kreuzhuber (°°).\n[Wann genau?] Gedenkartikel »Zum 100. Todestag von Anton Bruckner« im Amtsblatt der Stadtgemeinde Klosterneuburg 31 (mit einem Scherenschnitt von Josefine Allmayer [vor 1977]) (°°°).\nDatierung von Günter Bergers Text in: »Anton Bruckners VIII. und IX. als Improvisationskonzept / Musik von gestern - Provokation für heute / Reflexionen zum Einfluß Bruckners auf die musikalische Gegenwart. Herausgeber Günter Berger. Eine Ergänzung zum Improvisationslehrgang für Kirchenmusiker. Heft VI. Musikverlag Robert Forberg« (a).\nArtikel von Max Ulrich Balsiger »Anton Bruckners Sinfonien in Bern. Musikleben. Die Pflege von Bruckners sinfonischem Schaffen hat beginnend im 1911, in der Bundesstadt Tradition« in »Der Bund« (Bern), S. 8 (b).\nArtikel »Gehaßt und hochverehrt. Vor 100 Jahren starb der Komponist Anton Bruckner« in der Main-Post Nr. 235 (c).\nAufführung von Requiem [WAB 39] (Solisten: Annelore Sommerer, Sigrid Hagmüller, Hans Sommerer und Alfred Sausack) und »Locus iste« unter Gerald Reiter in der Steyrer Stadtpfarrkirche (d).\nAufführung von 9. Symphonie und »Te deum« durch das Linzer Bruckner-Orchester unter Martin Sieghart in der Ikebukuro-Hall in Tokyo (e).\nAufführung der f-Moll-Messe und des \"Te deum\" durch die Wiener Singakademie, den Concentus Vocalis und das Wiener Jeunesse Orchester unter Herbert Böck mit den Solisten Adrianna Pieczonka, Barbara Hölzl, Gert Henning-Jensen und Cornelius Hauptmann im Wiener Konzerthaus (f).\nAufführung der 7. Symphonie durch das Gewandhausorchester unter Kurt Masur im Neuen Gewandhaus in Leipzig. Das Konzert wird auch im französischen und tschechischen Rundfunk live übertragen (g).\nSonderstempel \"Wo ich alljährlich so gerne weile\" anlässlich einer Briefmarkenausstellung in Steyr (h).\nArtikel von Gerhard Ritschel \"Bruckners Musik lebt aus sich selbst heraus\" in den Oberösterreichischen Nachrichten auf S. 5 (i).\r\nIn derselben Nummer ein Artikel \"Wie lebendig ist Anton Bruckner heute? Todestag. Vor 100 Jahren starb der bedeutendste Komponist Oberösterreichs\" (Veranstaltungskalender, Statements von Prälat Wilhelm Neuwirth, Peter Androsch, Thomas Daniel Schlee u. a.) (i1).\nArtikel von Michael Struck-Schloen \"Flucht in die Stärke. Genialität und Lächerlichkeit: Vor hundert Jahren starb Anton Bruckner\" im Kölner Stadt-Anzeiger Nr. 237 (j).\nAufführung einiger Motetten (prov. WAB 67) und des Requiems durch die St. Florianer Sängerknaben [unter Franz Farnberger] im Frankfurter Kaiserdom im Rahmen der Frankfurter Domkonzerte (k).", "Letzte Änderung": "11.12.2025 09:44"}, {"ID": 199710115, "Datum": "11.10.1997, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des CD-Programms (siehe April 1997: Requiem, Magnificat, 22. Psalm und vier Motetten [prov. WAB 67, darunter \"Ave Maria\" und \"Tota pulchra es\"]) durch die St. Florianer Sängerknaben unter Franz Farnberger in St. Florian.", "Letzte Änderung": "29.05.2025 08:46"}, {"ID": 200210115, "Datum": "11.10.2002, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle in der Royal Festival Hall in London. Gesangssolistin in Schönbergs Streichquartett op. 10 ist Dawn Upshaw.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 22:47"}, {"ID": 200810115, "Datum": "11.10.2008, Samstag", "Haupttext": "In The Daily Telegraph wird das Buch Perfumes von Luca Turin und Tania Sanchez besprochen:\r\n\"[...] Kate Colquhoun hails a magnificent book that could do for the perfume industry what the best guides do for wine [...] Amouage, like Bruckner's ninth symphony, is 'about texture rather than structure, a hundred flying carpets of scent overlapping each other ... as if Joy eloped with Scheherazade for a thousand and one nights of illicit fun.' Doesn't that make you want to smell it for yourself?\"", "Letzte Änderung": "19.02.2026 22:46"}, {"ID": 201410115, "Datum": "11.10.2014, Samstag", "Haupttext": "Eröffnung einer Dauerausstellung zu Johann Nepomuk David, die auch dessen Auseinandersetzung mit Bruckners Werk beleuchtet, im Instrumentenmuseum Schloss Kremsegg.", "Letzte Änderung": "01.08.2026 17:21"}, {"ID": 201910115, "Datum": "11.10.2019, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des Magnificat [WAB 24], der b-Moll-Messe [WAB 29], der Zwei Aequale [WAB 114 und WAB 149], \"Nachruf\" [WAB 81a] [ursprünglich das \"Libera me\" [WAB 22] geplant] und des Requiems [WAB 39] durch den RIAS-Kammerchor und die Akademie für Alte Musik Berlin unter Lukasz Borowicz im Abschlusskonzert des Internationalen Brucknerfestes in der Stiftskirche St. Florian.\nSolisten sind Johanna Winkel, Sophie Harmsen, Martin Mitterrutzner (ursprünglich vorgesehen Sebastian Kohlhepp) und Ludwig Mittelhammer.\nDem Requiem und der Missa solemnis liegen die Ausgaben der Anton Bruckner Urtext Gesamtausgabe (ABUGA) zugrunde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202110115, "Datum": "11.10.2021, Montag", "Haupttext": "Der 125. Todestag Bruckners wird in vielen Medien und von vielen Veranstaltern gewürdigt.", "Letzte Änderung": "03.06.2025 08:18"}, {"ID": 181411115, "Datum": "11.11.1814, Freitag", "Haupttext": "Zettel mit Familiennotizen von Rosalia Mayrhofer: Bruder Gotthard Mayrhofer gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184911115, "Datum": "11.11.1849, Sonntag", "Haupttext": "", "Letzte Änderung": "30.04.2024 22:02"}, {"ID": 185511115, "Datum": "11.11.1855, Sonntag", "Haupttext": "Briefentwürfe Josef Dierzer von Traunthals an Georg Arminger, Johann Nepomuk Dürrnberger, Anton M. Storch und Vinzenz Fink:\r\n    Über die nach dem Tod Pranghofers notwendige provisorische Besetzung der Organistenstelle werde am Dienstag [13.11.1855] entschieden. Bittet um Anwesenheit bei der Prüfung in der Stadtpfarrkirche. Unterschrift Dierzers (*a).\nBriefentwurf an Johann Baptist Schiedermayr:\r\n    Bezugnehmend auf das Schreiben vom 10.11.1855 erinnere er an die am 13.11.1855 stattfindende Prüfung, zu der er auch Arminger, Dürrnberger, Fink und Storch, nicht aber Paupie (der selbst zu den Bewerbern zähle) geladen habe. Unterschriften von Weichhart und Dierzer (*b).\nBriefentwurf an Karl Zappe, Engelbert Lanz und Raimund Hain:\r\n    Hinweis auf die Prüfung am 13.11.1855, zu der Zappe als Sachverständiger, Lanz und Hain als Kompetenten geladen werden. Unterschriften: Weichhardt und Dierzer (*c).\nSchreiben der Gemeindevorstehung an Johann Baptist Schiedermayr (Reinschrift von (*b)) (*d).\nBrief Dierzer von Traunthals an Dürrnberger: \r\n     Prüfung für die Pranghofer-Nachfolger (bisher zwei Bewerber) am 13.11.1855 in der Stadtpfarrkirche:\r\n»G.-V. Linz Nr. 8044.\r\nSe. Wohlgeb. Herrn Joh. Nep. Dürrnberger, ständischer Vicebuchhalter,\r\nHier.\r\nHerr Wenzel Pranghofer, Dom- und Stadtpfarr-Organist, ist am 9. d. M. mit Tod abgegangen, und es ist die prov. Besetzung dieses Postens dringend nothwendig. Da sich um denselben bereits zwei Competenten gemeldet haben, so wurde bestimmt, diese beyden Competenten einer kleinen Prüfung auf der Orgel im Beiseyn sachverständiger Männer zu unterziehen. Ich erlaube mir demnach Euer Wohlgeboren zu dieser Prüfung, welche am 13. d. M. nachmittags 2 1/2 Uhr auf der hiesigen Stadtpfarrorgel stattfinden wird, mit dem Ersuchen ergebenst einzuladen, hiebei gefälligst zu intervenieren und sonach zu beurteilen, welchem der Competenten bei Besetzung des Provisoriums der Vorzug zu geben wäre.\r\nLinz 11. November 1855.\r\nDer k. k. Rath und provis. Gemeinde-Vorstand\r\nDierzer von Traunthal.« (*e).\nTodesanzeige Wenzel Pranghofers in der Linzer Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 16:27"}, {"ID": 186011115, "Datum": "11.11.1860, Sonntag", "Haupttext": "Bruckners Mutter nach zweitägigem Krankenlager in Ebelsberg Nr. 70 (heute Kremsmünsterer Straße 2 [858/105, 858/139]) gestorben.\r\nBruckner läßt von einem Linzer Photographen [Zinnogger (°) [siehe die Anmerkung]] eine Aufnahme anfertigen (*).\nEintragung im Taschenkalender »Mutter gestorben« (**).\nBrief Bruckners an Rosalia Hueber (in Ebelsberg geschrieben):\r\n   Benachrichtigt sie vom Tod der Mutter. Die Beerdigung werde am Dienstag sein (***).\nNotiz »Mutter gestorben« bei einer Fugenübung im Studienheft 1860/61 (°).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:48"}, {"ID": 186211115, "Datum": "11.11.1862, Dienstag", "Haupttext": "Datierung im  Kitzler-Studienbuch bei den Particellentwürfen zu den Orchesterstücken [WAB 97] (im Anschluss an die Instrumentierung des 1. Satzes von Beethovens \"Pathetique\" [WAB 266]).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011115, "Datum": "11.11.1870, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 46 erwähnt in der Rubrik \"Kirchenmusik.\" auf S. 733 (= S. 13) Bruckners Orgelspiel am 1.11.1870: \n\n     \"[...] (Solo im Grad. und Offert.: Frau Louise Dustmann; Orgelpart: Herr Bruckner.)\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211115, "Datum": "(11.11.1872, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187511115, "Datum": "11.11.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Die Tagespost erwähnt Bruckner auf S. 3 im Bericht über das erste Konzert der Linzer Liedertafel »Frohsinn« unter dem neuen Chormeister Hummel: »Liedertafel »Frohsinn«. [/] Linz, 9. November 1875. [/] Die Liedertafel »Frohsinn« gab gestern im städtischen Volksgartensalon ihr erstes Konzert unter ihrem neuen Chormeister Herrn Hummel. [...] lauschten wir nicht nur dem wundervollen, blos geflüsterten Pianissimo aus der Pruckner'schen Dirigentenzeit, sondern erwärmten uns auch an der ergreifenden Wirkung des zum mächtigen Fortissimo anschwellenden Crescendo, an der Energie im Ausdrucke und der tadellosen Präcision des Vortrages. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711115, "Datum": "11.11.1877, Sonntag", "Haupttext": "Kaiser Franz Joseph ermächtigt den Obersthofmeister [Hohenlohe], Hellmesberger zum Hofkapellmeister zu ernennen (*).\n1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Schumann (Genoveva-Ouvertüre, Bach, Wagner (Tristan-Vorspiel und Liebestod) und Beethoven (5. Sinfonie) (**). Hugo Wolf ist unter den Zuhörern (***).\nKalendernotiz (Nachtrag zu »11.5.1877«):\r\n   »Am 11 Nov 877. von H. Karl Kiss [für den am 19.5.1877 verstorbenen Akos Kiss] 50 fl erhalten: 514 [-] 50 [=] 464 Rest.« (°).", "Letzte Änderung": "17.10.2025 15:04"}, {"ID": 187911115, "Datum": "11.11.1879, Dienstag", "Haupttext": "In der \"Presse\" Nr. 310 wird auf S. 10 das morgige Konzert (mit Teilen der 3. Symphonie) angekündigt.", "Letzte Änderung": "12.02.2025 08:07"}, {"ID": 188211115, "Datum": "11.11.1882, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Montag [13.11.1882?] 11 H Caro. [/] [Montag] 10 [H] Lamb.« [Lamberg] (*).\nDie morgige Kirchenmusik wird angekündigt\nin der Deutschen Zeitung Nr. 3902 auf S. 7 (**),\nim Fremden-Blatt Nr. 312 auf S. 13: \"     In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird morgen um 11 Uhr eine Messe von Mozart, Graduale (Chor von Czerny) und Offertorium (Sopransolo von Laurenz Weiß) aufgeführt. Hoforganist Professor Bruckner spielt die Orgel.\" (***),\nin der Neuen Freien Presse Nr. 6542 auf S. 6:\r\n     \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin wird um 11 Uhr eine Messe von Mozart, Graduale (Chor) von Czerny und Offertorium (Sopran=Solo) von Laurenz Weiß aufgeführt. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°)\nund in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 973 auf S. 6 [inhaltlich wie (°)] (°°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:32"}, {"ID": 188311115, "Datum": "(11.11.1883, Sonntag)", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Bach und Händel.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:47"}, {"ID": 188511115, "Datum": "11.11.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz Bruckners »†« [Totengebet? für die Muttter Theresia Bruckner?] bei den Gebetsaufzeichnungen (*).\nBei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Xanthopoulos eine Orgelfuge in c-Moll von Rink (und Rudolf Wilfert einen Satz aus einer Klaviersonate von Rubinstein) (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:56"}, {"ID": 188611115, "Datum": "11.11.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 312 informiert auf S. 10 über den Erstdruck des Chores \"Um Mitternacht\" [WAB 90]:\r\n     \"[Ein Sängerheim in Straßburg.] Dem Straßburger Männergesang=Verein, der unter dem Protectorat des deutschen Kronzprinzen steht, ist von Frau Kastner=Boursault, der Mutter des verstorbenen Componisten, ein Beitrag von 40.000 Mark zu den Baukosten eines Sängerhauses zugesichert worden; einen Theil des übrigen Baufonds will der Männergesang=Verein durch den Verkauf eines autographischen Albums bisher ungedruckter musikalischer und poetischer Blätter sich verschaffen. Beiträge lieferten unter den Componisten: Franz Abt, Anton Bruckner (Wien), Ernst Herzog von Coburg=Gotha, Leopold Damrosch (Newyork) [...]\" (*).\nThe New York Times Nr. 10981 macht mit einem Inserat auf S. 7 in der 6. Spalte auf das Konzert vom 13.11.1886 (öffentliche Generalprobe am 12.11.1886) aufmerksam: \"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-YORK\r\n         FORTY-FIFTH SEASON, 1886-7.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor\r\nFirst public rehearsal FRIDAY, Nov. 12, at 2 P. M.\r\n  First concert, SATURDAY, Nov. 13, at 8 P. M.,\r\n       at the Metropolitan Opera House.\r\n                         Programme:\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, e major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (**).\n[Für die Tage zuvor (bis 8.11.1886 kontrolliert) sind keine Inserate nachweisbar.]\n \nNahezu identisch das Inserat in der New York Tribune Nr. 14606 auf S. 7 in der 5. Spalte: \"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-YORK.–45th Season, 1886-'87.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor.\r\nFirst public rehearsal FRIDAY, NOV. 12, at 2 P. M.\r\n  First concert, SATURDAY, NOV. 13, at 8 P. M.,\r\n       AT THE METROPOLITAN OPERA HOUSE.\r\n                         PROGRAMME.\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, E major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188811115, "Datum": "11.11.1888, Sonntag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 3. Symphonie bei Takt 428-437, Takt 601-609 »11. Nov.« und Takt 633-641 »11. Nov = Viola mit Streichern.« (*).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Wagner (Faust-Ouvertüre), Bach, Bruch und Beethoven (5. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "15.10.2025 06:53"}, {"ID": 188911115, "Datum": "11.11.1889, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hofmeyer in Steyr:\r\n   Gratulation zum Namenstag [am 15.11.1889]. Wie es dem Scherzo der 8. Symphonie gehe? Das Trio liegt bei [für die Anfertigung der Kopie]. Hans Richter schwärme für die 1. Symphonie, lasse sie abschreiben und wolle sie in einem Philharmonischen Konzert aufführen. Grüße an Herrn Dorfer, der sein Versprechen wegen Hr. v. Ritterstein noch erfüllen möge; er, Bruckner, habe noch keine Photographie bekommen (*).\nCarl Speisers Mitschrift der Universitätsvorlesung (**).\n(Erste Vorführung von Edisons Phonograph im Bösendorfersaal (***), siehe auch 2.12.1889).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 16:44"}, {"ID": 189011115, "Datum": "11.11.1890, Dienstag", "Haupttext": "Brief Hugo Wolfs an Humperdinck:\r\n    Er werde Bruckner die Grüße Humperdincks überbringen (*).\nBrief des Landeshauptmannes Abt L. Achleitner [Achleuthner] an Bruckner:\r\n    Der oberösterreichische Landtag habe am 30.10.1890 beschlossen, Bruckner auf Lebenszeit eine Ehrengabe von 400 fl jährlich zu bewilligen, deren Monatsraten ab dem 1.11.1890 ausgezahlt werden (**).\nBei der Wochenversammlung des Wiener Akademischen Gesangvereins wird beschlossen, an der am Vortag (10.11.1890) vom Senat der Universität beschlossenen Grillparzer-Feier am 15.1.1891 mitzuwirken und einen Fackelzug der studentischen Corporationen zu veranstalten (***).", "Letzte Änderung": "12.09.2025 13:06"}, {"ID": 189111115, "Datum": "11.11.1891, Mittwoch", "Haupttext": "Der Wiener Akademische Gesangverein beschließt, anläßlich Bruckners Ernennung zum Ehrendoktor einen Festkommers am 11.12.1891 zu veranstalten. Dr. Dlauhy will sich um die finanzielle Seite kümmern.\n     Gegen die Teilnahme Göllerichs als Festredner werden in der Folgezeit Bedenken laut. Stadtrat Dr. Wähner führt darüber einen Briefwechsel mit Göllerich (*). \n In der Chronik des Vereins heißt es:\n \"11. November. In der Wochenversammlung wurde über Antrag des Ausschusses beschlossen, anlässlich der Ernennung Professor Bruckner's zum Ehrendoctor der Wiener Univversität einen Commers zu veranstalten. Die Beschickung der Muzsik- und Theaterausstellung wurde einstimmig abgelehnt.\" (*a).\n\nEin Artikel über das Ehrendoktorat Bruckners erscheint auch im Welser Anzeiger Nr. 45 auf S. 5:\n      \"Kronlandsnachrichten.\n[...]\n       Ehrung für Bruckner. Mittels kais. Entschließung wurde der Beschluß der Wiener Universität, den Komponisten und Profesor Anton Bruckner zum Ehrendoktor zu ernennen, bestätigt.\" (**).\nBrief Karl Waldecks an Bruckner: \n     Gratuliert zur Ehrendoktorwürde und dankt für Bruckners Namenstagsgrüße [ca. 3.11.1891?]. Mit Anton L. [Anton Lang] habe er über Frl. C. [Karoline Weilnböck] in N [Neufelden] gesprochen. Wegen des großen Altersunterschieds [Bruckner/Weilnböck] wolle dieser aber nicht für Bruckner eine Lanze brechen. Allein ausschlaggebend sei die Neigung der Braut. Frl. C. komme im Fasching einige Wochen nach Linz (***).\nDie Pettauer Zeitung Nr. 34 bringt auf S. 1f eine ausführliche Konzertankündigung, in der auch Bruckner kurz erwähnt wird:\n\"    v  Concert des Herrn Josef Labor. Ein Kunstgenuß von seltener Bedeutung steht den Pettauern bevor. [...] Josef Labor's Bedeutung ist jedoch mit dem obigen Hinweis auf seine clavieristischen Leistungen nicht erschöpft. Zusammen mit Meister Anton Bruckner hat derselbe bei dem berühmten Professor Simon Sechter am Conservatorium in Wien den gediegensten Unterricht in der Compositionslehre genossen und ist ein Meister des Contrapunktes geworden. [... Orgelspieler ... Ehrungen etc. Konzert am 25.11.1891 ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189211115, "Datum": "11.11.1892, Freitag", "Haupttext": "Brief von Josef Schalk an Franz Schalk:\r\n     Falls eine Aufführung [vermutlich: der 5. Symphonie] gesichert sei, werde Oberleithner die Kosten der Orchesterstimmen tragen. Wäre das Stimmenschreiben in Graz billiger? Wie es mit dem Finale [der 5. Symphonie, vgl. 23.9.1892] stehe? Hier in Wien komme nun die 8. Symphonie, wie die 1. Symphonie letztes Jahr [13.12.1891] im Dezember [18.12.1891]. Bruckner habe den 1. Satz der 9. Symphonie nahezu fertig, auch das Scherzo sei weit gediehen. Ob Franz die von Josef bearbeitete Partitur von Kyrie und Credo der f-Moll-Messe durchsehen könne. Sei eine Anstellung in Frankfurt angesichts der Verschlechterung in Graz undenkbar? (*).\n(Brief von Thaddaeus König (Traunstein) an Bernhard Deubler:\r\n     Wegen der Herausgabe und des Verlages von Kompositionen. Würde gerne helfen, wenn er Geld hätte. Er habe sich erfolglos an Gross in Innsbruck gewendet. 1893 werde hoffentlich einiges erscheinen.\nIm Nachlass Deublers befindet sich ein Reklameblatt mit Werbung für einige Werke Königs (**)).", "Letzte Änderung": "24.04.2026 13:27"}, {"ID": 189311115, "Datum": "11.11.1893, Samstag", "Haupttext": "[??] Die Salzburger Zeitung schreibt in einem Artikel über das Jubiläumsfest des Wiener Männergesangvereins, daß sich Bruckners »Helgoland« [am 8.10.1893] als der beste neue Chor erwiesen habe (*).\n\r\n(51. Stiftungsfeier des Wiener Männergesangvereins unter Leitung Eduard Kremsers im Sofien-Saal mit Werken von Mendelssohn, Schubert, Gericke, Jüngst, Attenhofer, Ferd. Debois, Storch, Kremser, Kristinus, Pommer, Engelsberg u. a. (**)).", "Letzte Änderung": "09.12.2023 14:18"}, {"ID": 189411115, "Datum": "11.11.1894, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der f-Moll-Messe [am 4.11.1894], signiert »Hg.«, im »Vaterland« Nr. 310 auf S. 6:\n\"                      Concerte.\n     Hg. Die Aufführung der Messe in F-moll von Anton Bruckner im ersten Gesellschafts=Concerte am vorigen Sonntage hat vollauf die Erwartungen bestätigt, die vor einer Woche an dieser Stelle ausgesprochen wurden. Die monumentale Größe dieses Werkes wurde von dem größten Theile des Publicums in vollster Begeisterung erfaßt. [... beklagt die ungünstige Uhrzeit (Mittag) und das Fehlen des äußeren festlichen Rahmens ...]. – Der Singverein hat seine schwierige Aufgabe mit gewohnter Sicherheit gelöst, und das Orchester that sein Möglichstes, um die Schönheiten der Partitur zu enthüllen. Minder glücklich war das Soloquartett in der Ausführung seiner allerdings nicht sonderlich dankbaren Partie. Man sollte doch bei solchen Gelegenheiten nur mit allerersten Kräften hervortreten und namentlich auf die Gewinnung solcher Sänger verzichten, von denen sich nichts sicherer erwarten läßt als eine Absage [Reichenberg gemeint?]. So war der Gesammteindruck der Aufführung ein immerhin großartiger, doch wäre es mit nur wenig Mühe möglich gewesen, ihn noch erhebender zu gestalten. Für den greisen Meister war es wohl ein Ehrentag, wie er ihm auf seinem dornenvollen Lebenspfade leider nur selten gegönnt war. Seine Anwesenheit bei der Aufführung hatte natürlich zur Folge, daß sich die Beifallsbezeigungendas Publicums von den Aasführenden ausschließlich auf den Componisten lenkten, desses [sic] verklärtes Antlitz von den freudigen Gefühlen Ausdruck gab, die er in diesen Stunden wohl empfunden haben mochte. Um die Vorbereitung und Leitung der Aufführung hat sich Herr Concertdirector Wilhelm Gericke sehr verdient gemacht.\r\n     Tags zuvor [... über das Konzert Bellincioni, einen exzellenten englischen Liederabend, den Klavierabend Pachmann ...]\" (*).\n\r\n1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber (Oberon), Smetana (Sarka), Beethoven (8. Sinfonie) und der 5. Serenade von Fuchs (**), nicht aber Bruckners 2. Symphonie (***).\n\r\n[??] Angeblich soll Bruckner ab heute bis Pfingsten 1895 [12.5.1895] seine Wohnung nicht verlassen haben (°).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 10:03"}, {"ID": 189511115, "Datum": "11.11.1895, Montag", "Haupttext": "Ein Inserat in den Wiener Neuesten Nachrichten Nr. 53 auf S. 8 macht wie an den vergangenen Montagen auf das Konzert vom 12.1.1896 [statt des 150. Psalms das \"Te deum\"] aufmerksam:\n\"Gesellsch. d. Musikfreunde in Wien.\n\n     Großer Saal (Saison 1895/96).\nSechs Concerte, und zw.: 4 ordentliche und 2 außerordentliche unter der Leitung des Concert=Directors Herrn Richard v. Perger und unter der Mitwirkung des Singvereines, dann einheimischer und \nauswärtiger Solisten u. des Gesellschafts=Orchesters. – A. Die ordentlichen Concerte: Diese finden statt am 10. November 1895, [\"am 12. Jänner\" fehlt!], am \n9. Februar und am 8. März 1896 Mittags halb 1 Uhr und sind außer anderen\n Werken die nachstehenden zur Aufführung bestimmt:\n     J. Brahms: Frauen=Chöre mit Horn= u. Harfenbegl. A. Bruckner: 150. Psalm für Soli, Chor und Orchester (II. Auff.) J. Massenet: [... alphabetisch bis Edgar Tinel ... B. Die ausserordentlichen Konzerte ... Kartenpreise etc. ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189611115, "Datum": "11.11.1896, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechungen der 4. Symphonie durch Bernhard Vogel in den Leipziger Neuesten Nachrichten (*)\n \nund Gustav Schlemüller im Leipziger Tageblatt Nr. 574 (Morgenausgabe) auf S. 8263 (= 13):\r\n\"                                Musik.\r\n                Drittes Liszt=Vereins=Concert.\r\n     Leipzig, 10. November. Kein unbekannter oder auswärtiger Dirigent hatte die Leitung des gestrigen Concerts übernommen, sondern unser durch seine verdienstvolle Thätigkeit am königl. Conservatorium und als Dirigent verschiedener großer Vereine bekannter Herr Capellmeister Hans Sitt, dessen hervorragende Eigenschaften schon so oft gerühmt und gefeiert worden sind, daß hier nur zu bestätigen bleibt, daß auch gestern seine Leitung eine in jeder Beziehung unanfechtbare und die Vorbereitungen durchaus sorgfältige waren. Die mit der Capelle des 134. Regiments vereinigte Winderstein'sche Capelle spielte unter der sicheren und umsichtigen Leitung ganz ausgezeichnet und kaum ein Versehen ließen sich die trefflichen Musiker zu Schulden kommen. Der Abend wurde eröffnet mit der \"Romantischen Symphonie\" (Es dur, op. 4) von Bruckner, eine Wahl, die gewiß zu billigen ist, umsomehr als die Werke dieses Meisters noch fast alle unbekannt sind und trotz ihres Alters und ihres musikalsichen Werthes beinahe gänzlich vernachlässigt wurden. Zur leichteren Verständlichkeit der Symphonie war dem Programm eine kurze Analyse mit Notenbeispielen beigegeben, eine Einrichtung, die dankbar anzuerkennen ist, wennschon man wol behaupten kann, daß eine etwas vollständigere und eingehendere Analyse zu wünschen gewesen wäre; doch auch so bewährte sich dies Verfahren sowohl bei dem ersten Werke, wie auch bei den nachfolgenden recht gut; hoffentlich bleibt man bei dieser Neuerung. Bruckner's Symphonie hatte einen guten Erfolg; sie zeichnet sich zwar, gleich der früher gespielten in E dur, durch ihre bedeutende Länge aus, bleibt jedoch überall interessant und fesselnd nicht blos durch die Bedeutung der Themta [sic], sondern auch durch deren Verarbeitung, den Aufbau und die Durchführung derselben und durch eine überall ausgesucht wirksame Instrumentation. [...] Sämmtlichen Sätzen folgte lebhaftester Beifall und am Schluß Hervorruf des Dirigenten. [... die anderen Werke, die Solisten ...]. Herr Krasa erfreute sich seiner gediegenen Leistung halber reichen Beifalls und Hervorrufs. Die Alberthalle war wieder nahezu ausverkauft.\r\n                                                       G. Schlemüller.\" (**).\n \nDatierung von M. Preiner auf einer Photographie Bruckners [IKO 39] [siehe die Anmerkung] (***).\n \nIm Deutschen Blatt Brünn Nr. 89 berichtet auf S. 4 Strauch vom Konzert am 4.11.1896 (mit dem Quintett):\r\n\"                 Vereinsnachrichten.\r\n     Brünner Wagner=Verein. Den am 4. l. M. abgehaltenen, ungemein stark besuchten Vereinsabend kann man mit Recht als eine Nachfeier für Dr. Anton Bruckner ansehen, da dessen Streichquintett in F-dur als Haupt=Vortragsnummer, selbstverständlich auch das größte Interesse für sich in Anspruch nahm. Wie überall, so begegnete das herrliche Werk auch hier der begeistertsten Aufnahme, umsomehr, als es, durch unsere trefflichen Kammermusiker, die Herren Koretz, Zdara, Juda und J. u. G. Mraczek, wieder mit Hingebung und Begeisterung gespielt, im kleineren Goethezimmer, wie vielfach behauptet wurde, noch besser klang, als anlässlich des Kammermusik=Concertes im großen Festsaale [25.10.1896]. Herr Dr. Flögl hielt einen Vortrag über den Werdegang des Parsifal, und Herr Organist Hofmeier spielte [...] drei eigene Compositionen [...]. Mir hat das Waldmärchen am besten gefallen; es ist ein prächtiges Werk, das Schalkhaftigkeit, Waldduft und Märchenzauber förmlich ausathmet.         Strauch.\" (°).\n \nDie Aufführung des Quintetts durch Fitzner [am 2.12.1896] wird im Deutschen Volksblatt Nr. 2823 auf S. 9 angekündigt:\r\n\"    – Das Quartett Fitzner wird im Laufe dieser Saison fünf Kammermusikabende unter gefälliger Mitwirkung der Fräuleins Olga v. Hueber, Ella Kerndl und der Herren Professor Brüll, Professor Löwe und Guido Peters veranstalten. Zur Aufführung gelangen folgende Werke: [ ... Beethoven, Brahms ...]; Bruckner, Streich=Quintett; Dvorak [... bis Zemlinsky ... 20.1.1897 Schubert-Abend ...].\" (°°).\n \nKarl Aigner bestätigt, für die Trauermusik [am 15.10.1896] 28 fl 50 x (für 15 einheimische und 2 auswärtige Bläser) erhalten zu haben (°°°).\n \nJohann B. Breselmayr bestätigt, für die Arbeit der Kirchendiener (Ministranten zum Glockenläuten, Mesner, Sacristan, Totengräber, Leichen-Ansager und Kreuzträger) 18 fl 80 xr erhalten und verteilt zu haben (#).\n \nKarl Aigner bestätigt, für die Trauermusik beim Leichenbegängnis für 15 einheimische und 2 auswärtige Bläser 28 fl 50 xr erhalten zu haben (##).\n \nDie Arbeiter-Zeitung Nr. 311 berichtet auf S. 7 von der Aufführung der 7. Symphonie am 8.11.1896:\r\n\"     Erstes philharmonisches Konzert. Die erste musikalische Körperschaft Wiens, die Philharmoniker, feierten letzten Sonntag das Andenken des jüngst verstorbenen Meisters Anton Bruckner mit einer wahrhaft großartigen Aufführung seiner Siebenten Symphonie. Es war wohl einer der tiefsten, erschütterndsten Eindrücke, die wir je von einer musikalischen Aufführung empfangen haben. Die Es-dur-Symphonie [sic] gehört zu den faßlichsten der Bruckner'schen Tondichtungen; sie ist in der Form am geschlossensten von allen, und die Themen wachsen organisch eines aus dem anderen heraus. Die Todtenklage des zweiten Satzes wirkte jetzt, wo der Meister, der sie geschaffen, nicht mehr unter den Lebenden weilt, doppelt ergreifend. Der Beifall war denn auch ein stürmischer, einmüthiger, an dem das ganze Publikum theilnahm. Einige wenige Konzertbesucher unter den Tausenden hielten es für nöthig, ihr musikalisches Unverständniß allen ad oculos zu demonstriren, indem sie nach dem Adagio das Weite suchten. Wer eine so erhabene Musik so theilnahmslos an sich vorübergehen lassen kann, der beweist, daß er überhaupt ein musikalischer Analphabet ist; der wage es auch nicht, Bach verstehen zu wollen oder Beethoven. Das Programm enthielt nebst der genannten Symphonie noch Beethoven's Ouverture \"Weihe des Hauses\" und die bekannte Serenade von Volkmann in D-moll mit dem Violoncellsolo, das von Professor Hummer mit vollendeter Meisterschaft gespielt wurde.\" [keine Signatur] (###).\n \nDie Linzer Tages-Post Nr. 261 erwähnt Bruckner in einem Konzertbericht auf S. 5f, in dem Göllerichs Leistungen sehr gelobt werden, sein Sprachstil jedoch leise gerügt wird (signiert \"D-zl.\" [vermutlich Dr. Kränzl]):\r\n\"                I. Musikvereins=Concert.\r\n     Der neue Musikdirector, Herr August Göllerich, hat sich für sein erstes Auftreten als Orchester=Dirigent die Sache gar nicht so leicht gemacht. [... ausführlich zu Beethovens \"Eroica\" ... im Umfang (neben der Neunten) bis vor kurzem unübertroffen ...]. Wie die modernen Rathhäuser und Parlamentsgebäude unserer Großstädte auch die stolzesten Renaissance=Paläste an Umfang äußerlich übertreffen, so hat auch die neueste Zeit Monstre=Symphonien geschaffen, wie Bruckners achte, die einen ganzen Concertabend ausfüllt. Beethovens heroische Symphonie hat auf die spätere Kunst den mächtigsten Einfluss geübt, der ganze Bruckner wurzelt in ihr, und man darf wohl annehmen, dass erst unsere Zeit sie in ihrer Erhabenheit und Größe ganz zu ermessen und wahrhaft und voll zu würdigen weiß. [...].\r\n     [... weiter über die Eroica und Göllerichs Interpretation ... Liszt-Klavierkonzert (Göllerich als Solist, Floderer als Dirigent) ...]\r\n     [... Lob für Göllerichs thematischen Leitfaden ...]. Nur hüte man sich vor allzu freien dichterischen Auslegungsversuchen! Leicht kann, wo das Wort versagt, die Phrase einspringen.                D–zl.\" (a).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:31"}, {"ID": 189711115, "Datum": "11.11.1897, Donnerstag", "Haupttext": "Holländische Erstaufführung der 4. Symphonie durch das Concertgebouworkest unter Mengelberg in Amsterdam (*).\nDatierung von Josef Neubauers Abschrift des Männerchors \"Tafellied\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2026 16:19"}, {"ID": 189811115, "Datum": "11.11.1898, Freitag", "Haupttext": "Brief von Josef Schalk an Franz Schalk (in New York):\n     Seit einigen Tagen sitze er wegen des von Eberle bestellten Klavierauszugs über der Partitur der 6. Symphonie (*).\n \nDas Unterhaltungsblatt des Vorwärts Nr. 221 (Beilage zu \"Vorwärts\" Berliner Volksblatt Nr. 265) bringt auf S. 3 eine mit \"sz.\" signierte Buchbesprechung:\n\"                Literarisches.\n     Graf, Max: Deutsche Musik im neunzehnten Jahrhundert. Berlin 1898. [... Kritikpunkte: fehlendes Inhaltsverzeichnis und Register, Art der Darstellung, Lückenhaftigkeit ...] und ebenso sind unter den Instrumentalkomponisten der letzten Zeit wiederum, wie fast immer bei solchen Darstellungen, nur Brahms und Bruckner angeführt. Daß es bei all dem nicht ohne sehr subjektive und parteiische Urtheile abgeht, der Aufgabe gemeinfaßlicher Belehrung zum Trotz, liegt nahe.\n     Die Vorzüge des Werks sind zunächst [...]. sz.\" (**).", "Letzte Änderung": "12.06.2026 09:54"}, {"ID": 189911115, "Datum": "11.11.1899, Samstag", "Haupttext": "Besprechungen gestrigen Aufführung der 4. Symphonie\ndurch Prochaska in der Grazer Morgenpost Nr. 259 (signiert \"V. P.\") (*),\nPetrich in der Grazer Tagespost Nr. 313 (**)\nund Kienzl im Grazer Tagblatt Nr. 313 auf S. 1ff:\r\n auf S. 1ff:\r\n\"         Viertes Spörr-Concert.\r\n     Es bleibt unstreitig ein nicht genug hoch anzuerkennendes Verdienst des Herrn Kapellmeisters Spörr, das Grazer Publicum mit den bedeutendsten Orchester-Werken der neueren Meister theils bekannt zu machen, theils die fast entschwundene Erinnerung an einige wenige von ihnen, die man hier schon gehört hat, wieder aufzufrischen. Zur zweiten Gattung gehört Anton Bruckners vierte Symphonie in Es-dur, die sogenannte „romantische\". Dass der nur von wenigen in seiner vollen Bedeutung erkannte oberösterreichische Meister der größte symphonische Erfinder auf dem Gebiete der reinen Instrumentalmusik seit Beethoven und Schubert war, dieser Erkenntnis verschließen sich heute nur mehr jene unter den Musikern, die hartnäckig am Alten festhalten zu müssen glauben, indem sie sich dem Fortschritte blind und taub gegen­überstellen, oder jene, denen jede Fähigkeit fehlt, sich in eine neue reiche Welt einzuleben, deren Inhalt ihnen nicht schon mit der Muttermilch eingeflößt worden ist.\" [... der Text ist komplett über den Link oben zu lesbar ...]. Die sehr gut ausgeführte Ouverture fand reichen Beifall, sowie alle anderen Nummern des ungemein fesselnden Programmes, das des Guten fast zu viel brachte.     Dr. Wilhelm Kienzl.\" (***).", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:23"}, {"ID": 190011115, "Datum": "11.11.1900, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Musikalische Presse würdigt Josef Schalks Einsatz für Bruckner als Leiter des Wagner-Vereins, als Dirigent, als Klavierbearbeiter und als Schriftsteller.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190211115, "Datum": "11.11.1902, Dienstag", "Haupttext": "Der Brünner Tagesbote Nr. 527 berichtet auf S. 4 von den Proben zur 3. Symphonie für den 15.11.1902:\n     \"Erstes Konzert der Brünner Philharmoniker. Die Gesamtproben zu dem am 15. d. um ½8 Uhr abends im großen Festsaale des Deutschen Hauses stattfindenden Konzerte unserer Philharmoniker haben bereits unter der Leitung des Herrn Kapellmeisters Veit begonnen. Von den zur Aufführung gelangenden Werken übte Bruckners gewaltige D-moll-Symphonie bereits bei der ersten Probe einen mächtigen Eindruck auf die Ausübenden. […]\".", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:58"}, {"ID": 190311115, "Datum": "11.11.1903, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 15.11.1903 mit dem Quintett-Adagio im Brünner Tagesboten Nr. 527 auf S. 4:\n     \"[…] Bei dem, dank des liebenswürdigen und opferwilligen Entgegenkommens des Herrn Professors Karl Koretz, hierauf zur Aufführung gelangenden Adagio, 3. Satz aus dem Streichquartett [sic] von Anton Bruckner, spielen Fräulein Olga Fischböck die erste Violine, Fräulein Angela Vallazza die zweite Violine, Herr Rudolf Nowotny die erste Viola, Herr Julius Dworzak die zweite Viola und Herr Ignaz Mraczek Cello. […]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190411115, "Datum": "11.11.1904, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Königliche Hoforchester unter Felix Mottl in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190511115, "Datum": "11.11.1905, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von Otto Kitzlers »Trauermusik für großes Orchester. Dem Andenken Anton Bruckners« durch die Brünner Philharmoniker in Brünn (Kitzlers Abschiedskonzert) unter Otto Kitzler jun.; die anderen Werke (Mozart, Ernst Boehe und Beethoven) leitet Franz Zeischka (*).\r\nMöglicherweise ist das Werk eine gemeinsame Arbeit von Kitzler sen. und jun. oder nur von Kitzler jun. (**).", "Letzte Änderung": "15.06.2026 07:39"}, {"ID": 190611115, "Datum": "11.11.1906, Sonntag", "Haupttext": "Im Artikel Alte und neue Musik. Das Museum der Gesellschaft der Musikfreunde im Neuen Wiener Journal Nr. 4690 auf S. 4f wird auch Bruckner erwähnt [ohne Angabe, um welches Autograph es sich handelt] (*). \nAuf S. 12f berichtet H. Reinhardt von den Konzerten mit dem Adagio der 7. Symphonie und der 8. Symphonie [am 31.10.1906] und (ganz knapp) von der Bruckner-Feier mit der 3. Symphonie und der f-Moll-Messe [am 7.11.1906] (**).\n\nVom Museum des Konservatoriums berichtet auch die Österreichische Volkszeitung Nr. 312 auf S. 4 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191011115, "Datum": "11.11.1910, Freitag", "Haupttext": "Artikel »Bruckners Neunte in Düsseldorf« [vgl. »Herbst 1910«] in der Deutschen Militärmusikerzeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191211115, "Datum": "11.11.1912, Montag", "Haupttext": "Artikel von H. Schmedding (über eine Aufführung der f-Moll-Messe in Mühlheim) in der Rhein- und Ruhrzeitung, Essen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191311115, "Datum": "11.11.1913, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Meininger Hofkapelle unter Max Reger im 1. Öffentlichen Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde im Kaisersaal der Tonhalle in Düsseldorf. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Beethoven (Egmont-Ouvertüre), Reger (Böcklin-Suite op. 128) und Chopin (mit der Pianistin Helene Morcztyn).", "Letzte Änderung": "06.03.2024 14:38"}, {"ID": 191411115, "Datum": "11.11.1914, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung einer Aufführung der f-Moll-Messe (mit dem Riedel-Verein, unter Richard Wetz (*)) durch Max Steinitzer [siehe die Anmerkung] in den Leipziger Neuesten Nachrichten.", "Letzte Änderung": "06.03.2025 21:15"}, {"ID": 191511115, "Datum": "11.11.1915, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Nikisch im 4. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (*).\nAufführung der 1. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hermann Henze in Berlin (**).\nBrief von Max Reger (Jena) an Friedrich Roesch:\r\n     Berichtet von einem Gespräch mit einem Mitglied des Gewandhaus-Direktoriums, das bereit wäre, mit der Genossenschaft deutscher Tonsetzer einen Pauschalvertrag zu schließen und informiert, dass das Direktorium jedoch auch mit der österreichischen Autorengesellschaft und der von Breitkopf &amp; Härtel gegründeten Tantiemengesellschaft rechnen müsse. Er habe dargelegt, dass die österreichische Tantiemengesellschaft nur Aufführungsrechte von Bruckner hätte und die Institution von Breitkopf fast gar keine. Die Werke von Liszt seien in zwei Jahren von Tantiemen frei. Er habe dem Direktoriumsmitglied die Argumente der Komponisten zum Aufführungsrecht dargelegt zu haben und hoffe auf baldige Versöhnung der Genossenschaft deutscher Tonsetzer mit der Gewandhausdirektion. Rät vorsichtig, der Gewandhausdirektion etwas entgegen zu kommen (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2024 11:50"}, {"ID": 192111115, "Datum": "11.11.1921, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Hovkapelle unter Armas Järnefelt [in Stockholm?] (*).\nAn der Gedenkfeier im Wiener Rathaus nimmt auch der Wiener Männergesangverein teil. In der Ehrenmitglieder-Karteikarte des Vereins ist in der Spalte »Besondere weitere Ehrung durch den Verein« notiert: »[Datum] 11/11. » [= 1921] [Anlaß] 25. Todestag: Feier im Rathaus [Art] » [= Chor]« (**).\nAufführung der 8. Symphonie durch das Wiener Tonkünstlerorchester unter Wilhelm Furtwängler. Solisten in Händels Concerto grosso B-Dur sind Josef Peischer (Violine), Toon Verheij (Violoncello) und Alfred Wolf (Klavier) [Wiederholung vom 10.11.1921] (***).\nDas Hermanner Volksblatt Nr. 6 (Hermann, Missouri) schreibt über das Bruckner-Fest in Stuttgart [5.10.1921 bis 10.10.1921] in Form einer Ankündigung:\r\n\"        Schwäbisches Bruckner-Fest.\r\n     Aus Anlaß von Bruckners 25jährigem Todestag (Bruckner starb 11. Oktober 1896) veranstaltet der Bayreuther Bund im September in Stuttgart, ein mehrtägiges Bruckner-Fest, wofür außer kirchenmusikalischen Werken vier Symphonien (4., 5., 8. u. 9.) geplant sind unter Leitung von Generalmusikdirektor Fritz Busch. Für das Kirchenkonzert ist Kapellmeister Erich Band, Leiter des Vereins für klssische Kirchenmusik bestimmt worden; u. a. wird die große Messe in \"f-moll\" aufgeführt.\" (°).", "Letzte Änderung": "12.04.2023 10:13"}, {"ID": 192311115, "Datum": "11.11.1923, Sonntag", "Haupttext": "Weihe des neuen Grabsteines vom Grab von Anton Bruckner sen. in Ansfelden in Anwesenheit des St. Florianer Prälaten Dr. Hartl und von Franz Xaver Müller. Lehrer Alois Holzer hält eine Rede.\nWährend der von Hartl zelebrierten Messe singt Frau Schmid-Paintner (Wien) Werke von Bruckner (\"Entsagen\" mit Müller an der Orgel\"), Schubert und Mozart. Anwesend sind u.a. auch Musikdirektor Klietmann (Frohsinn und Linzer Musikverein), Herr Lischka (oö. Lehrerverein) und Franz Gräflinger (Bruckner-Bund) (*).\r\nGrabinschrift: \"Nehmt dieses teure Grab in eure Hut, | denn Bruckners Vater ist es der hier ruht. | Dr. Edward Samhaber. | Errichtet von den Kindern der III. Kl. 1922/23 | unter Leitung ihres Lehrers | und Mitwirkung gütiger Spender.\" (*).\r\nText des Grabsteins: \"Herr | Anton Bruckner | Schullehrer. | gestorben den 7. Juni 1837. | im 46. Lebensjahre. | R. I. P.\" [darunter:] \"UNVERGESSLICH! | Meine gute Mutter | EVA MARIA PÜRSTINGER | gestorben den 22. Sept. 1850 | im 71. Jah.[sic] ihres Alters. | im 19. ihres Wittwenstandes.\" (**).", "Letzte Änderung": "05.01.2024 10:29"}, {"ID": 192411115, "Datum": "11.11.1924, Dienstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Journal Nr. 11128 macht auf S. 11 auf das von Karl Kobald herausgegebene Buch \"In memoriam Anton Bruckner\" aufmerksam (Beiträge von Guido Adler, Wilhelm Fischer, Franz Gräflinger, August Göllerich, Ferdinand Löwe und Ernst Decsey etc., Vorwort von Unterrichtsminister Dr. Schneider) (*).\n \nAufführung des Chores \"Um Mitternacht\" [WAB 89] mit Emilie Rutschka (Altsolo) im Konzert des Wiener Männergesangvereins unter Karl Luze um 20 Uhr. Bei einigen der anderen Werke (Schubert, Schumann, Brahms. Herbeck, Kremser, Silcher und Johann Strauß) wirken mit als Gesangssolisten Lucy Weidt und Anton Tausche und als Pianist Dr. Fritz Löwenrosen (**).\r\nDas Konzert wird im Rundfunk übertragen (***).", "Letzte Änderung": "14.04.2025 08:21"}, {"ID": 192511115, "Datum": "11.11.1925, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel \"\"Bruckner\" von Ernst Kurth\", signiert \"W. Z.\", in der Königsberger Hartungschen Zeitung.", "Letzte Änderung": "05.08.2026 06:53"}, {"ID": 192711115, "Datum": "11.11.1927, Freitag", "Haupttext": "Aufführung von \"Trösterin Musik\" in einem Festkonzert, überwiegend mit Männerchören, in Stettin.\r\nDas Konzert wird ab 20 Uhr vom Sender Stettin übertragen (*).\nAufführung der 9. Symphonie unter Clemens Krauß im 4. Freitagskonzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 20 Uhr. Zuvor wird das B-Dur-Klavierkonzert von Brahms (mit Wladimir Horowitz) aufgeführt [Wiederholung am 13.11.1927] (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 05:49"}, {"ID": 192811115, "Datum": "11.11.1928, Sonntag", "Haupttext": "[ca 11.11.1928]\r\nAbbildung von Franz S. Forsters Holzrelief (IKO 239) in der Bilderwoche der Tagespost Nr. 46 [Linzer Tages-Post?] (*).\nDer Hamburger Rundfunk (angeschlossen die Sender Bremen, Hannover und Kiel) sendet um 20:00 Uhr ein \"Deutsches Konzert\", dessen 5. Nummer (von neun) das \"Hohe Lied\" ist (**).", "Letzte Änderung": "02.06.2025 14:57"}, {"ID": 192911115, "Datum": "11.11.1929, Montag", "Haupttext": "Kritik zur Aufführung der 1. und 5. Symphonie [8.11.1929] im General-Anzeiger [Karlsruhe?].", "Letzte Änderung": "03.11.2025 23:32"}, {"ID": 193011115, "Datum": "11.11.1930, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Franz Schalk:\r\n   Über die Herausgabe der 6. Symphonie im Rahmen der Gesamtausgabe. (Schalk hatte in München [27.10.] mitgeteilt, daß die Universal-Edition sein Material für eine Neuauflage verwenden wolle.) Laut dem Vertrag zwischen der Nationalbibliothek und dem Verlag Benno Filser dürfe kein anderer Verlag die Originale für Ausgaben benützen. Zudem seien die Leihgebühren der Universal-Edition zu hoch (*).\nAufführung von \"Trösterin Musik\" im 50. Gründungskonzert des Arbeiter-Sängerbundes in Linz (**).\n \nDer Prager Rundfunk überträgt von 20:00 bis 22:00 Uhr (einschließlich 10 Minuten Konzerteinführung) aus dem Smetana-Saal des Repräsentationshauses ein Konzert der Vereinigung für geistliche Musik in Prag. Auf einen Psalm von K. B.Jirak folgen Bruckners d-Moll-Messe und das \"Te deum\" (***).", "Letzte Änderung": "27.03.2026 05:10"}, {"ID": 193111115, "Datum": "11.11.1931, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von A. R. [= Anton Riegl?] »Bruckner-Feier des Domchores in St. Florian« in der Linzer Tages-Post (*).\nAufführung der 2. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Václav Talich (**).\nBrief der Universal-Edition an Lili Schalk:\r\n    Fordert das Franz Schalk leihweise zur Verfügung gestellte Material zur 6. Symphonie zurück (***).", "Letzte Änderung": "06.06.2024 10:33"}, {"ID": 193211115, "Datum": "11.11.1932, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie unter Georg Göhler im Leipziger Senderaum im Bruckner-Zyklus des Mitteldeutschen Rundfunks (*).\nDas Konzert wird vom Mitteldeutschen Rundfunk (Leipzig, Dresden) in zwei Teilen ausgestrahlt: die Symphonie zwischen 20:15 und 21:00 Uhr, Göhlers Violinkonzert [vermutlich im selben Konzert aufgeführt] von 21:45 bis 22:20 Uhr (auch vom Schlesischen Rundfunk) (**).\n[e-Moll-Messe in Breslau siehe 16.11.1932]", "Letzte Änderung": "09.08.2026 02:58"}, {"ID": 193511115, "Datum": "11.11.1935, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie (in der Originalfassung) durch das Leipziger Sinfonie-Orchester unter Hans Weisbach im Leipziger Gewandhaus um 20 Uhr im zweiten großen Sinfonie-Konzert der NS-Kulturgemeinde, Ortsverband Leipzig.\r\nIm ersten Teil erklingen Mozarts \"Gran Partita\" und drei von Anny van Kruywyk gesungene Sopran-Arien.", "Letzte Änderung": "15.04.2025 19:23"}, {"ID": 193711115, "Datum": "11.11.1937, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Hilde Wendler an Max Auer:\r\n   Er habe sicher aus Wien [Furreg?] gehört, daß sein »Berliner Besuch [schon für Oktober geplant, vgl. »28.9.1937«] völlig von der Loslösung von der UE« abhänge (*).\n»Bruckner-Wagner-Festkonzert« in Prag. Die Brucknerschen Werke dirigiert Dr. Herbert Hiebsch, die Wagnerschen Dr. Karl Nowak (**).", "Letzte Änderung": "10.05.2025 06:52"}, {"ID": 193911115, "Datum": "11.11.1939, Samstag", "Haupttext": "Lili Schalk übergibt die Bruckner-Manuskripte aus dem Nachlaß von Franz Schalk an die Internationale Bruckner-Gesellschaft (Friedrich Werner).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194011115, "Datum": "11.11.1940, Montag", "Haupttext": "Aktennotiz des Propagandaministeriums:\r\n     Furtwänglers Sekretariat habe Dr. Drewes mitgeteilt, dass der Dirigent um die Absetzung des Wiener Konzerts mit den Fragmenten [des Trios und des Finales?] der 9. Symphonie bitte. Zwischen Dr. Werner und Herrn Blaschke vom Wiener Kulturamt sei es zu Meinungsverschiedenheiten gekommen; doch verfüge allein die Deutsche Bruckner-Gesellschaft über die Aufführung der Fragmente.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194311115, "Datum": "11.11.1943, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eugen Jochum in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194511115, "Datum": "11.11.1945, Sonntag", "Haupttext": "Orgel- und Chorkonzert zugunsten der Orgelrestaurierung des Straßburger Münsters in Notre Dame in Paris. Neben Orgelwerken, gespielt von Léonce de Saint-Martin (1886-1954), werden duch den Chor der Cathédrale de Strasbourg unter der Leitung von Abbé Hoch und René Blin (1884-1951) an der Chororgel Chöre aufgeführt, darunter von Bruckner \"Ave Maria\", \"Locus iste\" und ein \"Tantum ergo\".", "Letzte Änderung": "17.12.2025 17:07"}, {"ID": 194711115, "Datum": "11.11.1947, Dienstag", "Haupttext": "Die Österreichische Nationalbibliothek erwirbt von der Witwe Julius Hermanns ein Blatt zum Adagio der 9. Symphonie (*).\nBrief von Hella von Hausegger an Volkmar Andreae: Über Siegmund von Hauseggers Einstellung zu den Originalfassungen. Erwähnt werden die 9., 5., 8., 2., 4. und 6. Symphonie. Bei der Gesamtausgabe sei die Meinung der Dirigenten (Peter Raabes Vorschlag) zu wenig beachtet worden (**).", "Letzte Änderung": "08.01.2026 06:42"}, {"ID": 194811115, "Datum": "11.11.1948, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Bergen Filharmoniske Orkester unter Olav Kielland in Bergen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195111115, "Datum": "11.11.1951, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Staatsorchester Athen unter Theodor Vavajanis in Athen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195611115, "Datum": "11.11.1956, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Massimo Mila »Bruckner musicista dimenticato« im L'Espresso.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195711115, "Datum": "11.11.1957, Montag", "Haupttext": "Vortrag von Franz Kosch \"Anton Bruckner und die instrumentale Kirchenmusik\" im Österreichischen Kulturinstitut in Rom (*), gehalten in italienischer Sprache und bezogen auf die Aufführug der f-Moll-Messe am 13.11.1958 (*a).\n\r\nAufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Carl Schuricht in der Stuttgarter Liederhalle (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2026 15:04"}, {"ID": 196311115, "Datum": "11.11.1963, Montag", "Haupttext": "Besprechung einer Aufführung der 8. Symphonie durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Rafael Kubelik durch Edmund Nick in der Süddeutschen Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198011115, "Datum": "11.11.1980, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« unter Michel Plasson in Toulouse (in der Halle aux Grains vor über 3500 Zuhörern). Einführungsrede von George Canet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198311115, "Datum": "11.11.1983, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (Fassung Haas) durch das BBC Symphony Orchestra unter Günter Wand.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 184511015, "Datum": "(1.11.1845, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Timete Dominum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184611015, "Datum": "(1.11.1846, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Timete Dominum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184711015, "Datum": "(1.11.1847, Montag)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Timete Dominum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184811015, "Datum": "1.11.1848, Mittwoch, Allerheiligen", "Haupttext": "Bruckner notiert sich ein (Orgel-Improvisations-?)Thema in c-moll und auf demselben Blatt 6 weitere Themen (diese ohne Datierung) (*).\r\nDie Datierung »Am [/] Allerh. [/] fest [/] [1]848.« steht neben einem Notenzitat »Timete dominum« von Michael Haydn; darüber sind [am selben Tag oder früher?] Themen von Mozart, Beethoven, Keinersdorfer, Preindl und nochmals Michael Haydn notiert (*a).\nInsgesamt befinden sich Abschriften aus folgenden Werken auf den zwei Bögen: Fuge aus dem Agnus Dei der Missa in C pro coronatione Francisci II. von Albrechtsberger [WAB 300], Offertorium Protege Domine plebem tuam von Nefischer [WAB 305], Kyrie der Missa in D von Albrechtsberger [WAB 311], Fuge aus dem Te Deum von Michael Haydn [WAB 292], Fuge aus dem Gloria der Missa Sancti Georgii von Eybler [WAB 296],  Fuge aus dem Schlusschor Preiset ihn, Ihr Engelschöre aus dem Oratorium Christus am Ölberge op. 85 von Beethoven [WAB 310], zweistimmige Themenskizze einer Basso-continuo-Stimme [WAB 327], ein eintaktiges Motiv von Kattinger [WAB 318], ein zweistimmiger, viertaktiger Themenentwurf von Bruckner [WAB 245], nicht identifizierte Themenskizzen [WAB 327], Agnus Dei aus dem Requiem von Aiblinger [WAB 281],  Halleluja aus dem Oratorium Messiah von Händel [WAB 304], Missa Sancti Ruperti von Michael Haydn [WAB 270], Responsoria ad Resurexionem Domini nostri Jesu Christi von Kainersdorfer [WAB 315], eintaktige Motivskizze von Preindl [WAB 319], Messe in C-Dur op. 86 von Beethoven [WAB 274], Offertorium Tremendum ac vivicum sacramentum von Mozart [WAB 317], Missa pro defuncto Archiepiscopo Sigismundo von Michael Haydn [WAB 272], Offertorium Timete Dominum von Michael Haydn [WAB 309] (*b).\r\nDer Fugen-Beginn aus dem Gloria der Missa Sancti Ruperti von Michael Haydn [WAB 270] ist auch auf einem anderen Blatt zu finden (*c).\nWährend des Gottesdienstes wurden laut Traumihlers [? (°)] Liste Werke von Aumann, Zaininger und Michael Haydn gespielt (**).\nAm gleichen Tag beschäftigt sich Bruckner auch mit kontrapunktischen Studien zu Mendelssohns »Paulus« (***).\r\nEinen dreifachen Kontrapunkt auf diesem Blatt hat Bruckner später in der b-moll-Messe wiederverwendet (°).", "Letzte Änderung": "17.02.2023 09:30"}, {"ID": 184911015, "Datum": "1.11.1849, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner übernimmt für 3 fl monatlich den Privatunterricht der Sängerknaben \"in den Gegenständen der dritten Normalklasse\" (*).\r\nMichael Arneth hatte verfügt, dass die Sängerknaben wieder vom Stift betreut werden, jeoch wie bisher in der Marktschule (Michael Bogner) von einem Privatlehrer eine Stunde täglich unterrichtet werden. \"Gegenwärtig ist Hr. Schulgehülfe Bruckner dieser Lehrer; und zwar vom Eingang November 1849 an.\" (*a).\n \nAufführung des Offertoriums »Timete Dominum« von Michael Haydn in St. Florian. (**).", "Letzte Änderung": "09.05.2025 10:51"}, {"ID": 185211015, "Datum": "1.11.1852, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"Am 1. Nov.     2 Musiker /: Trompeter :/ 4 [fl] \" [zum Fest Allerheiligen].\n\n\nAuf der übernächsten Seite eine zweite Notiz \"1853. | Vom 1. November. | [...] 1. Novemb. Allerheiligenfest 2 Trompet.     4 [fl] \" zu Beginn des Rechnungsjahres 1853 [das vermutlich wie das Militärjahr am 1. November des Vorjahres begann (vgl. dazu 31.1.1854)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185311015, "Datum": "1.11.1853, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der Missa Solemnis in C-Dur von Albrechtsberger in St. Florian (*).\n\n\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1. Nov.     Zum Fest Om. Sanctorum 1 Trompeter u 1 Tenoristen     4 [fl] \".\nAuf der übernächsten Seite eine weitere Notiz:\n\"Cum Deo | annus 1854.\n\n[...]\n1. Nov.     Ad festum oo. Sanct. 1 Tenoristen u 1 Tromp.    4 [fl] \" [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511015, "Datum": "1.11.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Cum Deo | annus 1856\n\nZum Feste Allerheiligen 1 Trompeter     2 fl.\nZu Allerheiligen einen Sopranisten     40 xr \".\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185601115, "Datum": "11.1.1856, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Geistlichen und Weltlichen Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche (im Briefkopf der Reinschrift »Die Gemeinde-Vorstehung der Landeshauptstadt Linz«) (gez. Dierzer von Traunthal) an das bischöfliche Konsistorium: Nimmt Bezug auf die Schreiben vom 14.11.1855 (provisorische Anstellung Bruckners) und 14.12.1855 (Bestätigung der Statthalterei).\r\nDen Termin für den Konkurs zur definitiven Besetzung habe man Ende Dezember 1855 festgesetzt. Daraufhin hätten Georg Müller, Ludwig Paupie, Anton Bruckner und Raimund Hain Gesuche eingereicht. Man schlage Bruckner als den »tauglichsten, geschicktesten und würdigsten« Bewerber für die Domorganistenstelle vor:\r\n»... 1. weil er sich schon bey der, wegen Besetzung des Provisoriums abgehaltenen, musikalischen Probe als den geschicktesten Bewerber erprobte, und ihn sohin provisorisch anstellte, in der sicheren Hoffnung, daß ihm dieser Dienstesposten auch definitiv werde verliehen werden, indem gewöhnlich das Provisorium in das Definitivum übergeht.\r\n2.) hat Anton Bruckner das in ihn gesetzte Vertrauen während der Zeit seiner gegenwärtigen Dienstleistung im vollen Maße gerechtfertigt, und es läßt sich bey seinem Kunstsinn und seiner besonderen Vorliebe für die Musick und insbesondere für die Kirchenmusick mit vollem Rechte erwarten, daß er dieses Vertrauen auch in Zukunft rechtfertigen werde.\r\n3.) Ist derselbe in einem so ansehnlichen Kloster gebildet worden, wo er mehr, als jeder andere der Kompetenten Gelegenheit hatte, sich in dem, besonders für eine Kathedrale so nothwendigen Choral-Gesange hinlänglich auszubilden.\r\n4) hat derselbe, um ganz seinem musikalischen Berufe zu folgen, seine Stellung als Organist und Schulgehülfe in St. Florian aufgegeben, und würde sonach, wenn ihm ein anderer der Kompetenten vorgezogen würde, dadurch, daß er dem ehrenvollen Rufe folgte, brodlos dastehen, was um so unbilliger wäre, nachdem jeder der Mitkompetenten eine Anstellung, od. doch einen Erwerb hat, bey denen sie ihr Fortkom[m]en finden«.\r\nZudem habe Bruckner seinen alten Posten zugunsten der Linzer Anstellung aufgegeben, um seine Mutter besser unterstützen zu können [diese Anmerkung nur in der Reinschrift]. Diesen Vorschlag (Bruckner zu bevorzugen) möge man an die Statthalterei weiterleiten.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:17"}, {"ID": 185911015, "Datum": "1.11.1859, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 21r:\n\"Für [1]860.     Schluß v. doppelten Contrap. der Tredez.     No 6. | (1. November [1]859.)\"\nIn der fünften Akkolade Beginn eines neuen Kapitels:\n\"       Doppelter Contrapunct der Quatuordec.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011015, "Datum": "1.11.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 2. Seite des 33. Doppelbogens:\n\"1. November [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001115, "Datum": "11.1.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Sext u Duodez\" auf fol. 77r:\n\"¾ auf 3 Uhr Morgens den 11. Jän[n]er.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186301115, "Datum": "(11.1.1863, Sonntag?)", "Haupttext": "Drittes Konzert Wagners in Wien. Auf seinem Programmentwurf hierzu finden sich Eintragungen aus dem Kreise Standthartners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186701115, "Datum": "11.1.1867, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des »Germanenzugs« und anderer Chöre des Sängerfestes durch Hermann Zopff in der von Franz Brendel herausgegebenen Neuen Zeitschrift für Musik 63 (1867) S. 19f (= S. 3f):\n»                      Musik für Gesangvereine.\n                             Für Männerstimmen.\n     Acht Preis-Chöre für das erste oberösterreichische Sängerfest im Verlage von Josef Kränzl in Ried (Oberösterreich).\nAnton Bruckner, \"Germanenzug\", Gedicht von Dr. A. Silberstein, für Männerchor und Harmoniebegleitung. Partitur mit untergelegtem Clavierauszuge (ohne Preisangabe).\n[... bei den anderen sieben Werken mit Preisangabe, Partitur und Stimmen ... über die unterschiedlichen Besetzungen ...]\n     Was den inneren Werth jener Werke betrifft, so erscheint uns Bruckner's »Germanenzug« am Gehaltvollsten. Stellenweise wäre breiteres Aussprechen der musikalischen Gedanken wünschenswerth gewesen, und möchten wir u. A. dem Dirigenten rathen, die beiden letzten Tacte des Stücks behufs gesättigteren Abschlusses noch einmal so langsam zu nehmen, auch will uns der, am Anfange besonders etwas bizarre Solosatz weniger munden; abgesehen hiervon ist aber das Ganze voll Charakter und Stimmung, das altgermanische Colorit erscheint vortrefflich getroffen und der von Freiheit und Heimath handelnde D dur-Satz ist durch seine glanzvolle Entfaltung von packender Wirkung. –\n     [... über die anderen Kompositionen ...]\n     Die Ausstattung sämmtlicher Stücke ist (bis auf einige Stichfehler in den Clavierauszügen) einfach, aber correct. –\n                                  Hermann Zopff.\"«", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:17"}, {"ID": 186801115, "Datum": "11.1.1868, Samstag", "Haupttext": "Fortsetzung des Artikels über die d-Moll-Messe in den Katholischen Blättern Nr. 5 auf S. 28f:\r\n»Feuilleton.\r\nHeiligen drei König und - Bruckner's Messe.\r\n(Schluß.)\r\n   Niemand kann mit größerem Rechte [...] Ganz anders verhält sich die Sache bei dem Meister im Orgelspiele, bei unserm lieben Bruckner [... es folgen Anmerkungen zu Bruckner als Musiker und eine Besprechung der übrigen Sätze der Messe ...] - Wir aber sprechen hiemit dem gar lieben und bescheidenen Meister, Herrn Anton Bruckner, unsern innigsten Dank aus für so viele Freude, welche uns Heiligen drei König noch einmal so schön und feierlich gemacht hat.\r\n   Auch den lieben Mitwirkenden unsern herzlichsten Dank und unsere vollste Anerkennung dafür, daß sie mit beharrlichem Eifer und edler Begeisterung für die Kunst eine so schwungvolle und gerundete Aufführung des unstreitig sehr schwierigen Tonwerkes ermöglicht haben. -« (*).\nBrief von Wenzel Kopriva an den »Frohsinn«:\r\n»Verehrliche Liedertafel \"Frohsinn!\r\n   Im Interesse unseres Vereines lege ich mein Mandat für die Chormeisterstelle in die Hände meiner geehrten Herrn Wähler zurük und ersuche um Enthebung von diesem Ehrenamte mit dem Beifügen, daß ich fortan ab als ausübendes Mitglied dem löbl. Vereine anzugehören wünsche.\r\n   Indem ich der verehrlichen Liedertafel für das ehrende Vertrauen, deßen Sie mich durch die Wahl für jenes Amt würdigte, und jenen Herrn Mitgliedern, die mich während der kurzen Dauer meiner Funktion bereitwilligst unterstüzten [sic!], meinen innigsten Dank sage, bitte ich, die vorliegende Erklärung nicht etwa als einen unzeitigen Fühler [sic!], sondern als Kundgabe eines unwiderruflichen Entschlußes anzusehen, den mich die Überzeugung faßen ließ, es werde meinem Nachfolger besser als mir gelingen, jene Gesangsfreudigkeit unter allen Herrn Mitgliedern zu erhalten, welche für das Gedeihen des löbl. Vereines und zur Erzielung guter Erfolge unentbehrlich ist.\r\nHochachtungsvoll\r\nW. Kopriva\r\nLinz 11t. Jänner 1868« (**).\nBrief von Engelsberg (Dr. E. Schön) an den Frohsinn:\r\nDankt für eine erfolgreiche Aufführung in Passau, kann die rechtzeitige Zusendung der Partitur von »Liederspiel«, die er nach Graz geschickt habe, nicht zusichern. Das Stück sei allerdings auch ernst, ausgedehnt und schwer zu besetzen.\r\n»[...] Doch dieß ist Ihre Sache; was mich betrifft, so werde ich, wenn oben erwähnte zwei Voraussetzungen nicht entgegen stehen, Ihnen mit Vergnügen dienen. Binnen 14 Tagen dürfte [sic] die Vorfragen erledigt sein.\r\n   Allen Herren des Vereines, insbesondere den Herren im leitenden Ausschusse u. dem Hrn. Chormeister meinen herzlichsten Gruß sagend, zeichne ich in Hochachtung\r\nergebenst\nD Schön\r\n[links unten:] An die verehrliche Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz«\r\n[mit »Chormeister« hier wohl noch Wenzel Kopriva und noch nicht Bruckner gemeint] (***).", "Letzte Änderung": "15.02.2023 23:31"}, {"ID": 186811015, "Datum": "(1.11.1868, Sonntag)", "Haupttext": "Datierung zweier Wertpapiere (\"Notenrenten\") à 1000 Gulden, die Ignaz Bruckner im Oktober 1908 dem Stift St. Florian überlässt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186901115, "Datum": "11.1.1869, Montag", "Haupttext": "Schulausschußsitzung zur Bildung eines Komitees wegen des Orgelprojektes für den Musikvereinssaal der Gesellschaft der Musikfreunde. Neben Bruckner gehören dazu L. A. Zellner, Hellmesberger, Herbeck, Pius Richter, Rotter, Orgelbauer Titz, Herr Wilt, Baron Prandau. Folgende Firmen werden [am 21.1.1869] beauftragt: Ladegast, Walcker, Schulze, Ibach, Merklin-Schütze, Cavaillé-Coll und Titz-Hesse.", "Letzte Änderung": "18.12.2024 23:10"}, {"ID": 187011015, "Datum": "1.11.1870, Dienstag", "Haupttext": "Bruckners heutige Mitwirkung als Organist wird\n \nin der Allgemeinen Volkszeitung Nr. 282 erwähnt (*a),\n \ndesgleichen in der »Presse« Nr. 302 auf S. 14:\n     \"Am Allerheiligentag, 11 Uhr Früh, wird Capellmeister Eder in der Hofpfarrkirche St. Augustin Haydn's Mariazeller Messe mit dem prachtvollen Gratias (Sopransolo) aufführen, und die Soli der Messe Fräulein Emilie Ribarz, Graduale Krall, Offertorium Schimon, beide Einlagen die k. k. Kammersängerin Frau Louise Dustmann vortragen, die Orgel Hoforganist Bruckner spielen.\"  (*b),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 2220 auf S. 7: \"[... es wird] die Orgel Hof-Organist Bruckner spielen.\" (*c)\n \nund im Neuen Fremdenblatt Nr. 302 auf S. 3:\n     \" - in der Pfarrkirche bei St. Augustin wird um 11 Uhr Kapellmeister Eder Haydn's Mariazeller Messe, Graduale von Krall und Offertorium von Schimon aufführen, die Soli der Messe werden Fräulein Ribarz, beide Einlagen die k. k. Kammersängerin Dustmann vortragen, die Orgel spielt Hoforganist Bruckner;\"(*d).\nOrgelspiel um 11 Uhr in der Augustinerkirche. Zur Aufführung gelangen unter Eders Leitung beim Gottesdienst Haydns Mariazellermesse (und ein »Gratias«), ein Graduale »O sanctissima« von Joh. Krall und als Offertorium »Ave Maria« von Adolf Schimon. Neben Bruckner wirken als Solistinnen Frl. Ribarz (bei Haydn) und Louise Dustmann (Solo im Graduale und Offertorium) mit (**).", "Letzte Änderung": "09.12.2024 22:06"}, {"ID": 187001115, "Datum": "11.1.1870, Dienstag", "Haupttext": "Hanslick erwähnt in der »Neuen Freien Presse« Nr. 1928 auf S. 2 (in der eingangs mit »Ed. H.« signierten Kritik des Eröffnungskonzertes vom 6.1.1870), daß das »malerische Gehäuse« des »stattlichen Orgelkastens« noch seines Inhaltes harre, der Orgel, und bemängelt, daß Wien keine Orgelkonzerte kenne [vgl. 19.11.1872!] und daß Bruckner zu wenig Gelegenheit erhält, die Wiener Orgeln zum Üben oder für Aufführungen zu nutzen: \n\n   »An dem Professor des hiesigen Conservatoriums, Anton Bruckner, besitzen wir einen der hervorragendsten Orgel=Virtuosen, der bei dem letzten Musikfeste in Nancy, dann in Paris unter dem Zudrange der ganzen musikalischen Elite sich auf den berühmten Orgeln von St. Epore [recte »St. Epvre«], St. Sulpice und Notre Dame mit solchem Erfolge producirte, daß er in förmlichem Wettkampf die renommirtesten belgischen und französischen Organisten besiegt hat. Nur in Wien ist es unmöglich, Bruckner zu hören; denn ihm, dem k. k. Hof=Organisten, ist die Benützung der Orgeln behufs einer Production oder auch nur der Privatübung bis jetzt nicht gestattet. [...]« Die geplante Musikvereinsorgel werde diese auf der Engherzigkeit der katholischen Kirchenvorstände beruhende Situation verbessern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101115, "Datum": "(11.1.1871, Mittwoch)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Adam's »Postillon von Lonjumeau« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111015, "Datum": "1.11.1871, Mittwoch, Allerheiligen", "Haupttext": "Bruckner spielt beim Amt in der Hofkapelle Orgel. Herbeck lacht ihn [wegen des Artikels in der »Bombe« vom 22.10.1871] aus, berichtet von einem zweiten Brief von Hofrat Alois von Hermann [nicht: Hermann Heiß]. Demnach solle Bruckner an St. Anna auch die weibliche Klasse beibehalten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211015, "Datum": "1.11.1872, Freitag", "Haupttext": "Auf die heutige Kirchenmusik wird in mehreren Blättern hingewiesen:\n\n\nFremdenblatt S.6 (*),\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2942 auf S. 9:\n\"     [Kirchenmusik.] Am Freitag den 1. November wird in der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin um 11 Uhr unter Leitung des Capellmeisters Eder Haydn's Paukensolo=Messe, Graduale (Baß= und Violonsolo) von Johann Krall und Offertorium (Sopran=, Cello= und Flötensolo) von Czerny aufgeführt. Die Soli werden die Damen Lederer, Dittel, die Herren Hofsänger Dr. Krauß, Hellmesberger, Nowy, Weidinger und Feistenberger, sämmtlich Mitglieder des Hofoperntheaters, vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel. [...].\" (**)\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 301 auf S. 3: \"[... ähnlich wie NFP ... Graduale mit Krauß und Hellmesberger, Offertorium mit Lederer, Weidinger und Nowy ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (***),\n\n\nTagespresse Nr. 297 auf S. 7 (°). Bruckner wirkt bei der Messe in der Augustinerkirche um 11 Uhr als Organist mit. Unter Eders Leitung erklingen die Paukensolo-Messe von Haydn, ein Graduale mit Baß- und Violinsolo von Johann Krall und ein Offertorium für Sopran, Violoncello- und Flötensolo von Czerny [Krall?]. Solisten sind Lederer, Dittel und Dr. Krauß [Gesang], Hellmesberger, Weidinger [Vc.], Nowy (Flöte) und Feistenberger (Pauke) (°°).\n[Wann? ca. November/Dezember 1872]\n(In der Zeitschrift für katholische Kirchenmusik Nr. 11/12 wird auf S. 94f [von Joh. Ev. Habert] von den Entwicklungen beim Österreichischen Cäcilien-Verein berichtet. Die Genehmigung der vor einem Jahr an die österreichischen Diözesen versendeten Statuten sei von Witt hintertrieben worden, der in der Presse intrigiert und bei den Ordinariaten die Einführung des Deutschen Cäcilien-Vereins beantragt habe. Traumihler habe ihn dabei unterstützt. Der österreichische Verein sei nur in Gurk erfolgreich gewesen. [...] Wir können also vorläufig nichts thun. Zudem erscheint mit dieser Nummer meine Zeitschrift zum letzten Male, und ich kann daher durch dieselbe nichts mehr wirken. [...].\" Auf S. 98 eine weitere abschließende \"Nachricht\" Haberts, auf S. 100 eine Stellungnahme Haberts zu einem Artikel \"Vorgänge in der Diözese Linz\" in Nr. 1 der Musica sacra 1872 (erwähnt Fr. X. Witt, Traumihler, Greith). – J. E. H.\" (°°°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187311015, "Datum": "1.11.1873, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeindezeitung Nr. 254 auf S. 3: \n\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 31.10.1873 ... Treml ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (*). \nBruckner wirkt als Organist bei der Messe um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Unter Eders Stabführung erklingen die Mariazeller Messe von Haydn und Einlagen von Randhartinger [Tagespresse: Johann Krall, mit Sopran- und Altsolo]. Solisten: Passy-Cornet und Tremmel (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 253 berichtet auf S. 2 vom Konzert am 26.10.1873, bei dem Bruckner [mit der 2. Symphonie] größte Triumphe gefeiert habe: \n\n   » - Professor Bruckner, k. k. Hoforganist, hat in einem am 26. d. gegebenen Concerte zu Wien die größten Triumphe gefeiert. Vom heutigen Tage an, sagt die \"L.Z,\" [Linzer Zeitung] wird die Geschichte der Musik über Bruckner's Werke nicht mehr zur Tagesordnung übergehen können; sie wird ihn vielmehr unter die gottbegnadeten Künstler aufnehmen, ihm den gebührenden ehrenvollen Platz unter denselben einräumen und seine Werke für die Mit= und Nachwelt verzeichnen müssen.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187401115, "Datum": "(11.1.1874, Sonntag)", "Haupttext": "Herbeck dirigiert im Musikvereinssaal Werke Liszts und Schuberts mit Liszt als Solist (*). Brahms dirigiert den Singverein bei einem Mendelssohn-Psalm und einer Chorfuge Bachs (**). Eine Ouvertüre Webers und Auszüge aus Goldmarks »Königin von Saba« werden von Dessoff in Anwesenheit Goldmarks dirigiert (***). Als Dirigenten des Wiener Männergesangvereins mit Chören Schumanns und Schuberts wirken außerdem Dessoff und Rudolf Weinwurm mit (°). Konzertmeister ist Hellmesberger, Bibl spielt Orgel (°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:28"}, {"ID": 187411015, "Datum": "1.11.1874, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner erfährt von Dekan Dr. Hartel (*) das Ergebnis der gestrigen Abstimmung.\n\"            Z. 689. Bruckner.\nHerr Bruckner wurde von dem abweisenden Votum ds Collegiums verständigt u nahm seine Beilagen zurück.\n1/11 74.                            Hartel\"", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:41"}, {"ID": 187511015, "Datum": "1.11.1875, Montag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr spielt Bruckner Orgel.\r\nEs erklingen unter Eders Dirigat eine Festmesse von Schubert und Graduale (mit Altsolo: Anna Weydl-Pokorny) und Offertorium (mit Sopransolo und 2 Violinen: Marie Haas, Violine: Natalie und Helene Lechner) von Randhartinger. Solisten bei der Messe: Ida Stenzl, Frl.Ritter, Wilhelm Emrich und Teller (*).\nSchreiben der Universität an das Kultusministerium [Stremayr]:\r\n     Dem Auftrag vom 14.10.1875 folgend werde Hanslicks Gutachten vorgelegt. In der Sitzung vom 29.10.1875 sei der Antrag, Bruckner als unbesoldeten Lehrer zu bestellen, einstimmig angenommen worden. Unterschrift Dekan Schneiders.\r\n\"Z. 84.\nHohes kk Unterr-Ministerium!\r\nDer ergebenst Gefertigte beehrt sich in Befolgung des h. Indorsat Auftrags vom 14 Oktbr dJ. Z. 15184, das Gutachten des Herrn Professor Hanslik über die Bestellung des Herrn Bruckner als Lector für Harmonielehre und Contrapunkt mit der Beifügung vorzulegen, daß dieses Gutachten Berathungsgegenstand des Professoren Collegiums in der Sitzung am 29 Oktbr dJ. gewesen ist, und daß der Schlußantrag des Professors Hanslik sich dahin zu äußern: \"daß gegen die Bestellung Herrn Bruckners als unbesoldeter Lehrer der Harmonielehre und des Contrapunktes an der Wiener Universität kein Bedenken obwalte\" einstimig angenomen wurde. Das Comunicat folgt sub ./. zurück samt Referat.\r\n       Wien am 1. Novber 1875.\r\n                          Schneider m/p\" (**).\nAnkunft Wagners in Wien (***).\r\nEr kommt in den nächsten Wochen auch mit Bruckner in Kontakt (°).\nWiederaufnahme von Verdis Requiem [vgl. Juni 1875] (°°).\nIn der Hofkapelle Aufführung von Mozarts C-Dur-Messe (°°°).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:53"}, {"ID": 187501115, "Datum": "11.1.1875, Montag", "Haupttext": "Die Troppauer Zeitung Nr. 7 funktioniert auf S. 1 den Text der Ankündigungen vom 8./9.1.1875 in einen Bericht über das Konzert um:\n     \"Wien, 10. Jänner. (Concert und Bälle.) Der Verein der Oesterreichisch=Schlesier in Wien veranstaltete zu Gunsten seines Unterstützungsfonds am 9. Jänner, im großen Musikvereinssaale ein Festconcert, zu dem in gütiger Berücksichtigung des humanitären Zweckes der Wiener Sängerbund unter Prof. E. Stoibers persönlicher Leitung, Frau Professor Dr. Englisch, Herr Leo Friedrich, Mitglied des k. k. Hofburgtheaters, Herr Director Hellmesberger, die Herren Professoren Bruckner, Röver und Zamarra [Zamara] ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt hatten. Nach dem Concerte fand ein Ball statt, wobei die Regimentscapelle König von Baiern die Tanzmusik executirte.\" (*).\n \nEin tatsächlich aktueller Bericht erscheint in der Wiener Zeitung (= Wiener Abendpost) Nr. 7 auf S. 2:\n     \"(Verein der Oesterreichisch=Schlesier.) Der unter dem Protectorate Sr. Exc. des Herrn Obersthofmarschalls Grafen Larisch=Mönnich stehende \"Verein der Oesterreichisch=Schlesier in Wien\" veranstaltete vorgestern im großen Musikvereinssaale zu Gunsten seines Unterstützungsfonds einen Ball, der mit einem Concerte verbunden war. [...] Unter den Anwesenden bemerkten wir auch den französischen Botschafter, den brasilianischen Gesandten, Se. Exc. den Herrn Sectionschef Baron Hofmann und andere Notabilitäten. Dem Balle ging ein hübsches Concert voraus, bei welchem der Wiener Sängerbund, Director Joseph Hellmesberger, die Professoren Bruckner, Röver und Zamarra, Frau Dr. Englisch und Schauspieler Pettera mitwirkten. Sämmtliche Nummern, besonders zwei Duos von Hellmesberger und Zamarra, ein Gesangsvortrag der Frau Dr. Englisch und eine Orgelimprovisation Bruckners erhielten lebhaften, wohlverdienten´Beifall. Nach dem Concerte gab sich die Gesellschaft bis Morgens 4 Uhr den Freuden des Tanzes hin.\" (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 20:44"}, {"ID": 187711015, "Datum": "(1.11.1877, Donnerstag)", "Haupttext": "Brief der Familie Herbeck an den »Frohsinn«: \n»Löbliche Vereinsleitung!\n   Tief erschüttert durch den uns betroffenen unersetzlichen Verlust, hat es unseren Herzen wol gethan von Nah und Fern so zalreiche Beweise herzlichster Theilnahme zu empfangen.\n   Auch Ihr verehrlicher Verein hat uns mit dem Ausdrucke seines Beileids beehrt, und erlauben wir uns einer löblichen Vereinsleitung so wie allen Mitgliedern unsern tiefgefühltesten Dank mit der Versicherung auszusprechen, daß sowie uns das Andenken an den theuren Verblichenen immer heilig sein wird, wir auch den für uns so trostreichen Beweis Ihrer Theilnahme in dankbarster Erinnerung bewahren werden.\nGenehmigen Sie die Versicherung unserer ausgezeichnetsten\nHochachtung [bis dahin fremde Schrift]\nMarie v Herbeck \nWolfgang v Herbeck\nLudwig v Herbeck\nMax v. Herbeck\nWien, 1. Novbr. 1877«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187811015, "Datum": "1.11.1878, Freitag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Aufgeführt werden unter Eders Stabführung Mozarts Krönungsmesse und ein Graduale und ein Offertorium von Krall, eine der Einlagen mit Sopransolo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911015, "Datum": "1.11.1879, Samstag", "Haupttext": "Beim Hochamt in der Hofkapelle werden Werke von Joseph Haydn (Messe Hob 22/9), Salieri und Eybler (Fremit mare) aufgeführt (*).\r\n   Kalendernotiz Bruckners: »1. Nov. 1879 habe Segenmesse u Segen Dienst gemacht. War im Hochamt in der Hofkapelle unten. (B Messe v Haydn. Tremet mare etc.)« (**).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 17:10"}, {"ID": 188111015, "Datum": "1.11.1881, Dienstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks aus Karlsruhe an Josef Schalk: \n   Wundert sich, daß Bruckner die 4. Symphonie nicht aus der Hand geben will. Mottl habe den 14.12.1881 für die Aufführung vorgesehen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311015, "Datum": "1.11.1883, Donnerstag (Allerheiligen)", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »1. Nov. war in der Kirche der Hofkapelle B-Messe Haydn.« (*). \nFür seine Gebetsaufzeichnungen verwendet Bruckner ab sofort (bis zum 31.1.1887) einen Akademischen Hochschulkalender von 1879 [sic! nicht 1878 - vgl. »Archiv« und die Anmerkung zum 28.12.1883] (**).", "Letzte Änderung": "19.10.2025 09:56"}, {"ID": 188411015, "Datum": "1.11.1884, Samstag", "Haupttext": "Nahezu gleichlautende Hinweise auf das Konzert am 4.11.1884 (die Sätze aus der 4. und 7. Symphonie sind nicht erwähnt) im\n \nNeuen Wiener Tagblatt Nr. 302 auf S. 6:\n     \" * Der Wiener akademische Wagner=Verein hat seine Thätigkeit [...] wieder aufgenommen [... Vereinslokal Hotel Wandl, Petersplatz ...] Die erste größere musikalische Unternehmung in dieser Saison bildet der interne musikalische Abend, welcher bereits am Dienstag den 4. November, Abends halb 8 Uhr, im Saale Bösendorfer, stattfindet. Hiebei gelangen [... mit Frau Kupfer-Berger, Theodor Reichmann, Quartett Radnicki-Kretschmann, Vereins-Chor u. a. ...] zur Aufführung: Chorwerke von J. S. Bach, Palestrina, Vittoria und Orlando Lasso, Instrumentalwerke von Mozart, Spohr und Anton Bruckner, ferner Werke von Gluck, Glinka, Schubert und R. Wagner. [... Eintritt ... 4. Abend Ende Dezember mit Mottl ...]\" (*)\n \nund in der Deutschen Zeitung Nr. 4610 auf S. 6 (**),\n \ndie - wie auch die Morgenpost Nr. 302 (mit gleichlautendem Text) auf S. 3 (***) -\n \nzusätzlich die geplante Aufführung des »Te deum« [2.5.1885] ankündigt;\n     \"Im künftigen Jahre wird [...] auch ein neues größeres Chorwerk des Hoforganisten und Professors Herrn Anton Bruckner ein \"Te Deum\", von dem Wiener akademischen Wagner Vereine zur ersten Aufführung gedracht [sic] werden.\".\nFür das Quintett kann die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1681 auf S. 7 bereits den Aufführungstermin melden: 8.1.1885:\r\n   »[...] III. Donnerstag den 8. Januar 1885: [...] 3. Bruckner, Quintett (neu, erste Aufführung), zweite Viola: Herr Kupka. [...]« (°).", "Letzte Änderung": "10.11.2024 08:36"}, {"ID": 188511015, "Datum": "1.11.1885, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der Amsterdamer Aufführung der 3. Symphonie in der Zeitschrift ”Caecilia” Nr. 21, S. 205f:\r\n\"         CONCERTVERSLAGEN.\n                  AMSTERDAM.\nJaarlijksch concert der Maatschappij Apollo.\n      Het jaarlijksch concert der Maatschappij Apollo had plaats op Donderdag 15 Oct. in den Stadsschouwburg. Het verwonderde ons ten zeerste dat dit concert niet beter bezocht werd, daar toch het programma in hooge mate belangwekkend was; ten minste, wij veronderstellen, dat elk muziekliefhebber belang moet stellen in de uitvoering van een nieuwe symphonie en dit was heden het geval met die van Anton Brückner. Zij scheen de aanwezenden slechts ten deele te bevallen en wij kunnen ons dit best voorstellen, daar in dit werk, zelfs voor hen, die zich rekenschap geven van hetgeen zij hooren, verscheidene gedeelten voorkomen, die men niet gewoon is. Wij zullen onze indrukken in het kort pogen weer te geven; hoewel die slechts oppervlakkig kunnen zijn na een enkele maal hooren zonder de partituur gezien te hebben.\r\n     De symphonie is opgedragen aan Rich. Wagner, wiens invloed zeer dikwijls te bespeuren, is; niet alleen doordien de componist de Wagner'sche wijze van instrumenteeren en moduleeren zoekt na te volgen, doch ook door de nauwe verwantschap met Tristan en TannJuiuser. Logische bewerking, welke wij zoo gaarne in een symphonisch werk hooren, konden wij niet ontdekken. De componist heeft een groote rijkdom van gedachten, zóó zelfs dat dit o. i. aan den indruk van het geheel schade doet. Ook moduleert hij zoo dikwerf (meestal op zeer bedekte wijze), dat dit vooral den opmerkzamen hoorder vermoeit en hem den draad van het geheel doet verliezen, terwijl ook de instrumentatie ons vrij overladen voorkomt. Blijkbaar heeft Brückner in deze symphonie „nieuwe banen\" wenschen te betreden, hetgeen zeer dikwijls merkbaar is, zelfs aan het afsluiten der onderdeelen. Ons ten minste kwam het plotseling afsluiten van het lsto en 3de deel vreemd voor. Ook konden wij het slot van het finale niet vrij van effectbejag vinden. Ondanks deze opmerkingen komt ons deze compositie als een zeer degelijk werk voor, dat zeer zeker bij meerder hooren veel zal winnen; de uitvoerenden, die wij spraken waren er ten minste vol bewondering over. Ons bevielen Scherzo en Finale het best, terwijl het Andante ons het minst begrijpelijk voorkwam. Zeer gaarne zouden wij deze symphonie meermalen hooren; misschien wordt dan onze eerste indruk gewijzigd; het zijn niet altijd de beste werken, die dadelijk bevallen.\r\n     Den uitvoerenden komt, met den heer Dan. de Lange aan het hoofd, alle lof toe voor de wijze waarop zij hunne werkelijk zware taak vervulden. Wel waren er oogenhlikken, die men anders gewensoht zou hebben: b. v. een ongelijkheid in het strijkkwartet na de reprise van het 1ste deel; ook waren de trompet en hobo in het Andante en Scherzo niet altijd zooals zij hadden moeten zijn; maar dit werk biedt de uitvoerders zóóveel moeielijkheden aan, dat men hen die het eerst kort geleden leerden kennen, over enkele vlekjes niet te hard mag vallen. Wij herhalen dus: alle eer aan den heer D. de Lange en zijn wakker orkest!\r\n     Het tweede nommer van het programma was de aria (?) uit de Fliegende Holländer. Bij het aanhooren van dit nommer kwam ons onwillekeurig de prachtvolle vertolking van Carl Hill op het 1ste concert der WagnerVereeniging voor den geest en tot onze groote spijt moeten wij vermelden, dat de heer Messchaert beneden het pijl van die uitvoering bleef. Wij begrijpen volstrekt niet waarom hij dit nommer koos, daar het in het geheel niet in zijn stem ligt (deze partij is voor baryton geschreven) ; ook liet de intonatie hier en daar wel wat te wenschen over. Beter beviel deze .zanger ons in de liederen, die hij met veel gevoel en waarheid weergaf, vooral het eerste „Der letzte Gruss\" van Herm. Levi (een zeer fraaie compositie). Toch hebben wij den heer Messchaert meermalen veel beter bij stem gehoord en van harte hopen wij dan ook, dat onze talentvolle stadgenoot ons spoedig in staat zal stellen om, even als wij steeds gedaan hebben, zijn zang met bewondering te vermelden. De heer de Lange begeleidde den heer Messchaert de liederen op uitstekende wijze.\r\n     De verdere nommers werden voldoende weergegeven, hoewel wij gaarne met de geheele „Manfred-muziek\" kennis hadden gemaakt in plaats van met de nu gespeelde korte instrumentaal gedeelten.\r\n     Aan het eind van dit verslag zeggen wij den heer de Lange dank voor dezen hoogst interessanten avond.\" (*).\n \nDie Musikalische Rundschau Nr. 5 berichtet auf S. 64, daß Bruckner im Deutschen Musiker-Kalender (Verlag Max Hesse, Leipzig) enthusiastisch erwähnt werde, und kündigt ein Konzert des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (mit einem Werk Bruckners) am 17.11.1885 an:\r\n»Literarisches\r\nDeutscher Musiker-Kalender - Leipzig, Max Hesse's Verlag\r\n   - [...] und in geradezu begeisterter Weise spricht sich der Verfasser über unseren Anton Bruckner aus, der »bereits an der Schwelle des Greisenalters stehend, für seine grossangelegten Schöpfungen die Anerkennung findet, auf die er freilich schon dreissig Jahre vergeblich hat warten müssen«.\r\n»Kleine Mittheilungen und Berichte\r\n   Der Wiener akademische Wagner-Verein veranstaltet, wie in früheren Jahren, .... vier interne Musik-Abende im kleinen Musikvereinssaale. Für das Programm sind folgende Werke in Aussicht genommen: [...] III. Interner Abend (am 17. November 1885): [...] 5. a) Bruckner, Cornelius, Franz oder Schmaus. [...]«(**).\n \nIn einer Konzertvorschau der Zeitschrift \"Unverfälschte Deutsche Worte\" Nr. 21 auf S. 15 wird Bruckner erwähnt:\r\n     \"Der Wiener akademische Wagner-Verein, Zweigverein des Allgemeinen Richard Wagner-Vereins, veranstaltet wie in früheren Jahren für seine Mitglieder und für geladene Gäste während des Winterhalbjahres 1885/86 4 interne Musikabende im kleinen Musikvereinssaale. Als Programme sind in Aussicht genommen: III. Interner Abend am 17. November 1885: [...] 5. a) Bruckner, Cornelius, Franz oder Schumann. b) Mozart: \"Ave verum\" (vierstimmige Chöre). [... 4. Abend Ende Dezember, 1. Abend am 13.2.1886 (Wagner-Gedächtnisfeier, 2. Abend im April 1886 ...] Die Vereins-Versammlungen und geselligen Zusammenkünfte finden heuer (wie bisher in der Regel alle Donnerstage Abends, von 8 Uhr an) in dem, allen Ansprüchen entsprechenden neuen Vereinslokale: Restauration im Musikvereinsgebäude (Zugang: Canovagasse, Tegetthoffsaal) statt [... über die Bestrebungen der Vereinsleitung, gute Qualität zu bieten ...]\" (***).\n \n\"Die Lyra\" Nr. 3 kündigt auf S. 31/3 die Aufführung der 7. Symphonie in den Philharmonischen Konzerten [28.3.1886] an:\r\n     \"[...] Bruckner: Symphonie in E-dur (1. Aufführung in den philh. Concerten) [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "30.09.2025 11:34"}, {"ID": 188501115, "Datum": "11.1.1885, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung des Quintetts in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 4 auf S. 3 durch »Florestan« [= Dr. Woerz (*a)]:\r\n                »Concerte.\r\n    Vierzig Jahre sind verflossen, seit Felicien David [... über ein Konzert des WMGV und das 3. Gesellschaftskonzert ...]\r\n     Es erübrigt noch, der in die letzte Woche fallenden Quartettproductionen von Radnitzky und Hellmesberger zu gedenken. Im Wesentlichen handelte es sich für uns bei Radnitzky um Labor's Quintett (mit Clavier und Contrabaß), bei Hellmesberger um das Streich=Quintett in F von Bruckner. [... über Labors Werk und seine Präsenz in der Öffentlichkeit ...] Anders liegt die Sache bei Anton Bruckner, der es längst aufgegeben hat, als Orgelvirtuose in den Concertsälen zu glänzen. [... positive Besprechung des Quintetts, Einwände gegen das Finale ...] Bruckner hatte allen Grund, sich bei Hellmesberger bestens zu bedanken; aber Hellmesberger durfte auch im Vorhinein überzeugt sein, daß die auf das Einstudieren dieses Quintetts verwendete Mühe keine verlorene ist. Es fehlte nicht viel, und die Beiden wären sich coram publico in den Armen gelegen. Die Dankesbezeigungen waren übrigens auch ohnedieß dramatisch genug.\r\n    Schließlich wollen wir auch noch dem Bedauern Ausdruck geben, daß uns ein Gastspiel im Operntheater verhinderte, den ersten Liederabend Gust. Walter's mitzugenießen. Hoffentlich werden wir am zweiten und dritten Abende glücklicher sein.    Florestan.« (*).\n(**) Artikel im Alpenboten Nr. 3 auf S. 3 über die Aufführung der 7. Symphonie [30.12.1884], mit wörtlicher Übernahme des Artikels der Deutschen Zeitung vom 8.1.1885:\r\n    »(Erfolg eines Oberösterreichers.) Aus Leipzig wird unterm 3. d. geschrieben: „In dem im hiesigen Stadttheater zu Gunsten der Errichtung eines Richard Wagner=Denkmal [sic] veranstalteten Concerte kam Anton Bruckner's siebente Symphonie zur ersten Aufführung. Dem größten Theil des Publicums war wol der Name des Wiener Componisten noch unbekannt und es schien nur zu vermuthen, daß in einem Programm, welches, der Feier entsprechend, nur die auserlesensten Nummern enthielt, auch nur ein ungewöhnliches und würdiges neues Werk habe Raum finden können. Mit deutlich wahrnehmbarer Aufmerksamkeit und wachsendem Interesse folgte es nun der Entfaltung jener großartigen und tiefernsten symphonischen Gedanken, welche dieses Werk in sich birgt. Von Satz zu Satz steigerten sich Beifallskundgebung und Enthusiasmus. Am Schlusse erschien nach langanhaltenden Rufen der Componist und wurden ihm zwei Lorbeerkränze überreicht. Capellmeister Nikisch hatte das Werk in seinen großen Zügen wahrhaft congenial erfaßt und brachte es durch sein Orchester zu überwältigendem Ausdruck. Eine Wiederholung dieser einzig dastehenden Aufführung findet schon im nächsten Monat statt”. Es ist dies gewiß ein sehr schmeichelhafter Erfolg unseres bescheidenen Landsmannes, den wir besonders als Oberösterreicher mit Freude und Stolz bezeichnen. [... zur Biographie Bruckners ... über die Zurücksetzung in Wien ...] was zum Theile auch in dem überaus bescheidenen und nichts weniger als weltläufigen Wesen unsers [sic] bedeutenden Landsmanns gelegen sein mag. Der Erfolg in der Musikstadt Leipzig wird nicht verfehlen, Bruckner auch als Componist berümht [sic!] zu machen.« (**).\n(***) Von der Aufführung des Quintetts berichtet auch der Sonn- und Feiertagskurier Nr. 3 auf S. 3, signiert »H-e.«):\r\n           » Quartett Hellmesberger.\n    H-e. Ein genußreicher Abend. [... über die anderen Werke ...] Und zum Schluß eine Novität - Quintett von Bruckner. Eine durchaus interessante Composition und namentlich in den beiden Mittelsätzen von echter musikalischer Schönheit, wenn auch nicht völlig frei von gesuchten Efecten, zu denen auch der gar zu süßliche und gar zu lang ausgesponnene Schluß des Adagio zu rechnen ist. Dem letzten, etwas ruppigen Satze fehlt es an schönem Fluß sowohl als an Geschlossenheit. Der glückliche Componist dankte persönlich für den außerordentlichen Beifall und gab davon symbolisch einen Theil an die Künstler ab, die sich durch ihre vorzügliche Interpretation des neuen Werkes auch gerechten Anspruch darauf erworben hatten.« (***).\nBericht in der Wiener Sonntags-Post auf S. 2f, signiert \"ahm.\":\r\n      \"Musik.\r\n[...]\r\n    Am Tag darauf erfocht das Quartett Hellmesberger einen glänzenden Sieg im großen Musikvereinssaal. Ueber das wunderbare Zusammenspiel erfreute man sich wie immer, die Wahl des Schauplatzes muß man ebenfalls wie immer, beklagen. [... nicht ausverkauft, der kleine Saal brächte künstlerischen Gewinn ...] Zum Vortrage kam [...] schließlich ein neues Quintett von Bruckner. Nach dem spectakulösen Beifall zu schließen, mit dem jeder Satz dieses Quintetts aufgenommen wurde, muß man glauben, daß uns der neue musikalische Messias erschienen ist. Wir gönnen dem vielverdienten, tüchtigen und geschickten Musiker, der ja so manches Schöne geschaffen hat, von Herzen den großen Erfolg und bedauern nur, in den Jubel der Brucknerianer nicht so ganz von Herzen einstimmen zu können. Daß Bruckner Wagnerianer ist, weiß die ganze Welt, daß er demnach bestrebt sein wird, Wagner'sche Ausdrucksweisen, Wagner'sche Harmonisirungen und dessen Ueberschwänglichkeiten möglichst getreu zu copiren, darf nicht Wunder nehmen. Es frägt sich nur, ob der Kammermusikstyl derlei Experimente verträgt. Hier muß die Musik ihre eigenste Sprache reden und auf alle Ausdeutungen und Ergänzungen durch das Wort oder die Scene verzichten. Wo Herr Bruckner nichts sein will, als Musiker, ist er auch des Gelingens sicher, so z. B. im Adagio (wenigstens im größten Theile) und im Trio des Scherzos. In den anderen Sätzen will er zuviel geben und bleibt eben darum weit vom Ziel. Die einzelnen Abschnitte und Perioden verfließen unklar ineinander, die Themen treten nicht prägnant genug auf und die Form scheint vielfach zerstückelt und zerpflückt. Herr Bruckner ist ein hochbegabter ernst strebender Mann, das ist nicht zu leugnen, aber er ist auf falschem Wege; leider scheint er vollkommen überzeugt, daß gerade dieser Weg der richtige ist.\r\n    [... weitere Konzerte, Liederabend Gustav Walter ...] Ungerecht wäre es, die discrete und verständnißinnige Begleitung der Lieder durch Herrn Erben, nicht mit einigen lobenden Worten zu erwähnen!               ahm.\" (°).\nDa eine Reaktion von Brahms ausbleibt, bittet Frau von Herzogenberg in einem weiteren Brief ihn um seine Stellungnahme zu Bruckner (°°).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Cherubini, Bach und Mendelssohn (3. Sinfonie) (°°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:51"}, {"ID": 188611015, "Datum": "1.11.1886, Montag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 4 berichtet auf S. 37, daß die New York Philharmonic Society in dieser Saison die 7. Symphonie aufführen wird [am 12.11.1886]:\r\n»Kleine Mittheilungen und Berichte\n   - Die New-Yorker Philharmonic Society wird Brahms' Vierte und Bruckner's E-dur-Symphonie im Laufe der Saison zur Aufführung bringen.« (*).\n \nDas in Topeka (Kansas) erscheinende The Welcome Musical &amp; Home Journal berichtet auf S. 8 über die Vorbereitungen zur Aufführung der 7. Symphonie [12./13.11.1886]:\r\n\"         MUSICAL MENTION\r\n[...]\r\n   –THE Bruckner symphony to be produced by the Thomas orchestra this season is scored for four tubas. Mr. Thomas has just received from Germany the set of tubas ordered from there to enable him to give not only the Bruckner symphony as scored, but also other modern selections, like Siegfried's Death, which require four tubas, for which, however, horns have been substituted. The following new players have been engaged by Mr. Thomas: Moser, harpist; Volker and Muller, violinists, and Oelhy, violoncellist, recently recipient of the first prize at the Brussels Conservatory.\" (**).\n\r\nDie \"Caecilia\" Nr. 21 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) meldet auf S. 218 die Orgeleinweihung [am 6.10.1886]:\n\"     Weenen —. Johannes Brahms is voor eenige dagen van zijn zomer-uitstapje hier teruggekeerd met een groot aantal voltooide en onvoltooide instrumentaal- en vokaal-werken. Daaronder behooren een viool-sonate, die weldra met medewerking van den componist zal worden uitgevoerd, en verscheidene liederen.\n     — In de Stefanus-kerk is een nieuw orgel ingewijd, vervaardigd door de firma E. F. Walker &amp; Co. te Ludwigsburg. Het instrument bevat 6700 pijpen, heeft 90 registers. 3 manualen, 1 pedaal, 272 toetsen, 12 koppels en 6 combinatietreden. Het heeft 63.800 Mark (ƒ38.280) gekost. Meer dan 3000 menschen woonden de inwijding bij, waarbij de hh. Bruckner, Bibl en Homeyer hun talenten ten beste gaven.\" (***).", "Letzte Änderung": "24.09.2025 22:29"}, {"ID": 188601115, "Datum": "11.1.1886, Montag", "Haupttext": "Bei einem Konzert des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal spielen Josef Schalk und Ferdinand Löwe die 7. Symphonie in einer vierhändigen Bearbeitung (*).\nBrief von Gräfin Amadei an Bruckner:\r\n   Das ”Te deum” gestern habe sie und ihren Sohn hingerissen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711015, "Datum": "1.11.1887, Dienstag", "Haupttext": "In einem Artikel der Musikalischen Rundschau Nr. 4 auf S. 42 wird auch Bruckner erwähnt: \n\n»Zur zehnten Jahreswende von Herbeck's Todestage.\n\n   A m 28. October war es ein Decennium, dass ein Unvergessener und wohl noch auf lange hinaus Unvergesslicher aus unserer Mitte schied. [...] Er hat [... über Schubert ...], muthig bahnbrechend für den Symphoniker Anton Bruckner gewirkt, er hat endlich mit der Einstudirung und Aufführung von Wagner's \"Meistersinger\" (1870) dem Dichtercomponisten den Boden für das Musikdrama geebnet. [...]«. Auf S. 46 wird angekündigt, daß am 18.2.1888 das Kyrie der f-Moll-Messe aufgeführt wird:\n     \n»Vereins-Chronik.\n\nDer Wiener akademische Wagner-Verein [...] veranstaltet [...] während des Winterhalbjahres 1887/88 vier interne Musikabende [...] Als Programme sind in Aussicht genommen: [...] III. Abend am 18.2.1888: [...] 4. Anton Bruckner, \"Kyrie\" aus der Messe in f-moll. [...]«. (*).\n\"Die Lyra\" Nr. 3 (304) beschäftigt sich auf S. 29/5 mit dem Jahresbericht des Wiener Akademischen Gesangvereins (signiert \"R. O.\"): \n          \"Wiener Vereins=Chronik.\n     Der akademische Gesangverein hat seinen Jahresbericht über das 57. und 58. Semester herausgegeben. [... Überblick ... Rudolf Weinwurm ... Aufführungen, darunter 2 Liedertafeln ...] die zweite mit ganz deutschnationalem Programm brachte den alten Chor von Bruckner \"Germanenzug\" - [... weitere Konzerte ... bisheriger Vorstand Schaumann wurde nach Haag/NÖ. versetzt] - Möge es dem Vereine gelingen, den schweren Verlust, den er durch das Ausscheiden Schaumanns erlitten, in Bälde zu ersetzen.       R. O.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701115, "Datum": "11.1.1887, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner improvisiert anläßlich des Ritterschlags von Erzherzog Eugen in der Augustinerkirche über die Kaiserhymne. Unter Leitung von Leopold Eder erklingen außerdem eine Festmesse von Seyler, ein Graduale (mit Baritonsolo) von Viktor Rokitansky, ein Offertorium (mit Altsolo) von Baronin de Bauduin, das »Agnus dei« aus Mozarts Krönungsmesse, eine »Veni sancte« von Kloß und ein »Tedeum« von Gänsbacher (*).\nFür das Philharmonische Konzert in Dresden war die 7. Symphonie vorgesehen (**).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 08:02"}, {"ID": 188801115, "Datum": "11.1.1888, Mittwoch", "Haupttext": "[Jedenfalls vor dem 12.1., vielleicht auch früher geschriebene] Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»Pius [Richter], Frl, Hanslick. 2. [/] Corda [/] Speidl 4.« [Kartenempfänger für die 4. Symphonie am 22.1.1888?] (*).\nDie Linzer Zeitung meldet mit fast identischem Text vom 10.1.1888, daß am 22.1.1888 die 4. Symphonie und das »Te deum« aufgeführt werden:\r\n   » * (Bruckner=Concert in Wien.) Sonntag den 22. d. M., mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter der Leitung des Hofkapellmeisters Hans Richter unter Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereines und Wagnervereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerin Fräulein Forster und Frau Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Concert statt. Zur Aufführung gelangt die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum.« (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 8397 kündigt auf S. 11 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888] (***).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2025 08:00"}, {"ID": 188911015, "Datum": "1.11.1889, Freitag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik\n \nin der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 3438 auf S. 3: \" - Freitag (Allerheiligen) um 11 Uhr Vormittags wird in der Hofpfarrkirche St. Augustin Capellmeister Eder eine Festmesse von Ferd. Schubert, Graduale (Alt=Solo) von Händel, Offertorium (Baß=Solo) von Sechter aufführen. Orgel: Hoforganist Professor Bruckner. Soli: Fräulein Nüchtern und Herr Fochler, Harmonium: Dr. August Nüchtern.\" (*)\nund in der »Presse« Nr. 301 auf S. 13 (Kalendarium im Local-Anzeiger) [inhaltlich gleich] (**).\nBruckner spielt Orgel beim Gottesdienst um 11 Uhr in der Augustinerkirche. Zur Aufführung gelangen unter Eders Leitung Werke von Ferdinand Schubert (Festmesse), Händel (Graduale mit Altsolo) und Sechter (Offertorium mit Baßsolo). Mitwirkende: Fräulein Nüchtern und Herr Fochler (Gesang) und Dr. August Nüchtern (Harmonium) (***).", "Letzte Änderung": "05.04.2023 19:53"}, {"ID": 189011015, "Datum": "1.11.1890, Samstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt meldet, daß die 3. Symphonie nächstens aufgeführt werde und in der umgearbeiteten Fassung bei Rättig im Druck erschienen ist:\r\n   \" - Die demnächst bei den Philharmonikern zur Aufführung gelangende Symphonie Nr. 3 D-moll, Richard Wagner gewidmet, von Anton Bruckner, wurde in der ursprünglichen Fassung Anfang 1769 [sic!] in einem Gesellschafts-Konzert der Musikfreunde unter Direktion des Komponisten erstmalig aufgeführt und war das erste größere Werk dieses Meisters, welches (1879) in Druck erschien. Nachdem der Komponist einige Partien daraus, insbesondere bezüglich der Instrumentation, einer theilweisen Umarbeitung unterzogen, erschien das Werk soeben in neuer Auflage, Partitur, Stimmen und Klavierauszug vierhändig im Verlage von Th. Rättig in Wien und wurde, wie erwähnt, für diese Saison in das Programm der philharmonischen Konzerte aufgenommen.\" (*).\nEine Programmankündigung bringt auch die \"Lyra\" XIV, Nr. 3 (376), auf S. 23 [= S. 3]:\r\n   \"In den Philharmonischen Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 3 D-moll (erste Aufführung in den Phylharmonischen Concerten) [...]\" (**).\nIm Linzer Volksblatt Nr. 253 heißt es auf S. 2 ergänzend zum Hinweis auf die Aufführung der 3. Symphonie, daß ein Chor von der Wiener Singakademie eingeplant sei [Mai 1891], das Quintett in Hellmesbergers Quartettabenden vorgesehen sei [27.11.1890] und Bruckners Gradualien und Offertorien [prov. WAB 67] von den Wiener Kirchenchören gesungen würden.\r\n\"    –  Musikalisches. Die Wiener diesjährige Concertsaison scheint erfreulicherweise der Bruckner'schen Muse volle Aufmerksamkeit zuzuwenden: [...].\".\r\nMöglicherweise wurde diese Meldung von Oddo Loidol veranlasst [siehe \"Archiv\"] (***).\nEin Inserat in der Neuen Freien Presse Nr. 9408 auf S. 15 macht auf den Erstdruck der 3. Symphonie [2. Fassung] aufmerksam:\r\n  \"Neue Musikalien.\r\n      Soeben erschienen:\nBruckner, Anton, \"Symphonie in D-moll.\" Neue\r\n      Auflage. 4/ms., arr. von F. Loewe u. J. Schalk fl. 6.-\nSchoen, Carl, [...]\n               Verlag von\r\nTH. RÄTTIG, Musikalienhandlung\r\n                     und\r\n    Erstes Musikalien-Leihinstitut [...]\" (°).\nDie Steyrer Zeitung Nr. 88 veröffentlicht auf S. 2f das Protokoll vom 30.10.1890:\r\n     \"(10. Sitzung, am 30. Oktober.)  Der Hochwürdigste Herr Bischof Dr. Doppelbauer brachte nachstehenden, von zahlreichen Abgeordneten beider Parteien unterzeichneten Dringlichkeitsantrag ein:\r\n     \"Die leuchtendsten Blätter der oberösterreichischen Geschichte sind jene, in welchen die Träger der Wissenschaft und Kunst mit flammenden Lettern eingetragen erscheinen. [... Franz Kurz, Franz Stelzhammer ...] Oberösterreich braucht jedoch nicht allein von der Vergangenheit zu zehren; die Gegenwart hat uns in der Poesie der Töne einen Meister verliehen, gleich groß in souveräner Beherrschung der Orgel, jenes vielsprachigen, in aller Herzen dringenden Instruments, wie in dem höchsten Genre der absoluten Musik, der Symphonie, würdig einem Beethoven an die Seite gestellt zu werden. In seinem engeren Heimatlande schon längst nach Gebür geschätzt und gewürdigt, hat er von der musikalischen Welt zwar späte, aber desto rückhaltslosere Anerkennung gefunden. Sein Name schwebt auf aller Lippen: Hoforganist Anton Bruckner aus Ansfelden. Im Jahre 1824 geboren, hat der Künstler die rüstigsten Jahre des Lebens, welche er der Pflege der edlen Tonkunst geweiht, längst hinter sich. Oberösterreich hält es daher für eine selbstverständliche Pflicht, diesem Mann, welcher seinem Heimatlande zur besonderen Zierde gereicht, als geringen Ausdruck seiner innigen Verehrung und Werthschätzung eine Ehrengabe auf die Zeit seiner Lebens zu bieten. Die Gefertigten stellen demnach den Dringlichkeitsantrag: Der hohe Landtag wolle dem vaterländischen Tonkünstler Anton Bruckner zum Zeichen der Anerkennung seines dem Lande zur hohen Ehre gereichenden Wirkens eine Ehrengabe auf die Zeit seines Lebens im jährlichen Betrage von 400 fl. bewilligen.\"\r\n     Unter Anerkennung der Dinglichkeit wurde dieser Antrag sofort einstimmig zum Beschlusse erhoben.\" (°°).\nDas Vaterland Nr. 301 fügt auf S. 4 diesem Text noch eine Anmerkung an:\r\n                 \"Die Ehrengabe für Bruckner.\r\n     Bekanntlich hat der oberösterreichische Landtag gestern dem Hoforganisten und Componisten Anton Bruckner eine jährliche Ehrengabe von 400 fl. votirt. Der bezügliche Antrag wurde vom Kunstsinnigen hochw. Bischof von Linz eingebracht. Der Wortlaut des Antrages ist folgender:\r\n      \"Die leuchtendsten Blätter der oberösterreichischen Geschichte sind jene, in welchen die Träger der Wissenschaft und Kunst mit flammenden Lettern eingetragen erscheinen. [... Text wie oben ...] Der hohe Landtag wolle dem vaterländischen Tonkünstler Anton Bruckner zum Zeichen der Anerkennung seines dem Lande zur hohen Ehre gereichenden Wirkens eine Ehrengabe auf die Zeit seines Lebens im jährlichen Betrage von 400 fl. bewilligen.\"\r\n      Der Antrag trug bereits bei seiner Einbringung die Unterschriften der meisten Abgeordneten beider Parteien, wurde als dringlich erklärt und sofort ohne Debatte und einstimmig angenommen.\r\n     Der Beschluß ehrt sowohl den gefeierten Künstler wie den oberösterreichischen Landtag und mit besonderer Befriedigung muß constatirt werden, daß in diesem Falle der gesammte Landtag bereitwilligst der Initiative des hochw. Bischofs folgte.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "30.03.2023 13:00"}, {"ID": 189111015, "Datum": "1.11.1891", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle], Dienstbeginn für den 31.10.1891 graphisch markiert. (*).\nDie Grazer Tagespost Nr. 300 bringt auf der ersten Seite des 5. Bogens einen »Musikalischen Wunschzettel« für die neue Konzertsaison von Franz Petrich, der von Bruckners Werken das »Te deum« und die 4. Symphonie (die, wie die 7. Symphonie, schon in Graz aufgeführt wurde) anführt:\r\n          \"Musikalischer Wunschzettel.\r\n     Nur noch kurze Zeit trennt uns von dem Beginne der Concert-Saison, welche in diesem Winter allem Anscheine nach sehr interessant zu werden verspricht. [... Aufführungsankündigungen ... Empfehlungen, z. B. Brahms-Requiem ...] Dafür aber sei dem Vereine schon jetzt das Studium des berühmten \"Tedeum\" des größten zeitgenössischen österreichischen Kirchencomponisten und Symphonikers \"Anton Bruckner\" dringend empfohlen, welches Werk keine große Zeitdauer beansprucht und bei seiner Aufführung zu Wien, sowie in diesem Jahre in Berlin, den größten Enthusiasmus erregte und die ehrendste Anerkennung der bedeutendsten Musikkenner erzielte. [... über Orchestermusik ... keine Klavierlieder in Symphoniekonzerten! auch keine Violin- und Klavier-Solovorträge, keine seichten Zugaben ... auch zeitgenössische Symphonien gewünscht ... Brahms erlange dabei eine Vorherrschaft ...] Anders steht es mit dem seinem berühmten Vorgänger mindestens ebenbürtigen Genossen und Meister im Reiche der Symphonie, Anton Bruckner, welcher meiner Ansicht nach an Feuer und hinreißendem Schwung, sowie an reicher, melodischer Erfindungsgabe Brahms überragt, während Letzterer ihm vielleicht in der strengen Logik des Aufbaues, sowie in der Einheitlichkeit der Form in einzelnen Sätzen überlegen ist. [... Bruckners Anhänger arbeiten für ihn ... Erfolge auch im Ausland ...] Graz hatte Gelegenheit, Bruckner's herrliche siebente Symphonie unter Dr. Muk's [sic] ausgezeichneter Leitung zu bewundern, und im verflossenen Jahre folgte die Aufführung der vierten \"romantischen\" Symphonie das großen Meisters, welche unter der Leitung des Professors Schalk aus Wien, eines begeisterten Schülers und Apostel Bruckner's, eine vorzügliche Wiedergabe erlebte und denselben tiefgehenden Eindruck auf die Zuhörer ausübte. Es wäre daher unter allen Umständen angezeigt, dieses Werk schon im kommenden Winter zu wiederholen, um das Publikum besser damit vertraut zu machen. Das Studium dieser Symphonie würde weder besondere Schwierigkeiten bereiten, noch viel Zeitverlust und Unkosten verursachen, da ja die dabei betheiligten Mitglieder im vorigen Jahr dieser Tondichtung ein eifriges Studium widmeten und die lebhafte Erinnerung an die Vortragsweise derselben bewahrt haben müssen. [... empfiehlt auch Grieg, Liszt, Smetana u. a., Vorspiele zu Wagner-Opern ... es sei dem Ausschuss und dem Dirigenten], Herrn Capellmeister Degner, überlassen, diesen wohlgemeinten Vorschlägen gelegentlich Beachtung zu schenken, soweit es die Verhältnisse und die eigene Uebereinstimmung damit gestatten sollten.      Franz Petrich. (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 251 meldet auf S. 2 die Aufführung der 4. Symphonie [am 28.11.1891]: \" - Anton Bruckners vierte (romantische) Symphonie in Es wurde vor kurzem in Nürnberg unter großem Beifalle aufgeführt. Bruckner, wird, so heißt es in einer Kritik, der Musikgeschichte endgiltig als größter Symphoniker nach Beethoven und im eigentlichen Sinne Beethovens gelten müssen.\" (***).\n(Im Konzert des Duisberg-Quartetts singt Frl. Lechky des \"Gebet\" von Hugo Wolf (°)).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 08:16"}, {"ID": 189101115, "Datum": "11.1.1891, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der 3. Symphonie [am 21.12.1890] durch Josef Stolzing in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 2 auf S. 8:\r\n\"Viertes philharmonisches Concert am 21. December 1890.\r\nErste Aufführung der D-moll-Symphonie Nr. 3 von Anton Bruckner in den philharmonischen Concerten.\r\nLeitspruch: Ganz unverständliche Melodei! | Aus allen Tönen ein Mischgebräu'! | (Beckmesser, vulgo Hans Lick.)\r\n     \"Die Musik ist nämlich eine so unmittelbare Objectivation und Abbild des ganzen Willens [... Schopenhauer etc. ...] \r\n     Die Symphonie ist eine durchaus deutsche Schöpfung, in ihr legte der Deutsche das lautere Gold seines Geistes nieder [... über die Entwicklung der Gattung ...]\r\n     Anton Bruckner hat die alte Form behalten und nur die rein technischen Fortschritte in der Musik, im Orchester, verwendet. Der greise Meister ist viel zu sehr absoluter Musiker, als daß er bei seinem künstlerischen Schaffen an etwas Anderes, als an Musik denken würde. [... naiv, frisch, wohltuend nach dem \"Geschwätze von Brahms\" ... lächerliche Referate in allen Blättern (angeblich Programmmusik, über Richard Heuberger, Hanslick (\"dreißigjährige Freundschaft mit Bruckner! Der spaßhafte Mann!\" ... ein Rätsel,] daß Anton Bruckner, der gewiß nicht  bei der Presse und beim Publicum im Verdachte einer deutschnationalen Gesinnung steht, in der Weise von der sogenannten öffentlichen Meinung angegriffen wird? - Der große deutsche Meister ist als Mensch naiv und liebenswürdig, sein innerstes Wesen wird so wenig von dem Einflusse jüdischer Elemente berührt, daß er sogar mit Juden oder doch Judenstämmlingen in freundschaftlicher Weise verkehrt. Auch hat er kein \"Judenthum in der Musik\", kein \"Modern\", kein \"Erkenne dich selbst\" auf dem Gewissen! - Anton Bruckner wurde von dem Zeitpunkte an so befehdet, als er seine vierte Symphonie [sic] dem Meister Richard Wagner widmete. Und wehe denen in der Ostmark, die sich als Vollblut-Wagnerianer, wie Wolzogen so trefflich dieselben nennt, bekennt! Erlebt doch der akademische Wagnerverein genug Angriffe, obgleich er alle Jene ausgeschieden hatte, die den Vorstand daran in zarter oder grober Weise erinnerten, daß Wagner bis an sein Lebensende Antisemit war.\r\n      [... Wagners Aufführungsversprechen zu Bruckner und Ablehnung der Presse ...]\n      Mit welchem Jubel, mit welcher Freude die D moll-Symphonie von den zahlreich erschienenen Freunden unverfälschter deutscher Kunst begrüßt wurde, mag dem Meister beweisen, daß das deutsche Volk [...] ihn stets auch nennt, wenn es die Namen Wagner und Liszt ausspricht. Bruckner ist ein echter Künstler, der die Herzen begeister und erhebt. Doch wenn seine Musik uns entzückt und hinreißt, dann steht er vor uns - der schlichte Mann, und wir erinnern uns mit inniger Rührung daran, daß die heiligsten Thränen seinen Augen entfließen, wenn er Richard Wagner's gedenkt.    cc Josef Stolzing.\"\n[das Werk, die Musik und die Aufführung erfahren keine Besprechung!] (*).\n  \r\nIn derselben Zeitung wird auf S. 5f von den zehn Abenden des Neuen Richard-Wagner-Vereins berichtet, an denen auch das Adagio des Quintetts erklang, einmal in einer Fassung für Klavier vierhändig und einmal für Klavier zweihändig:\r\n\" [...] Außerdem wurden aufgeführt: [...] c) vierhändig: Bruckner: Adagio aus dem Streich=Quintett; [...] d) zweihändig: [...] Bruckner-Adagio aus dem Streichquintett. Vorgelelsen wurde: [...]\" (**).\nAnkündigung des Konzerts vom 25.1.1891 mit der 3. Symphonie im »Vaterland« Nr. 11, 1. Beiblatt S. 1f: \" - Anton Bruckner's dritte Symphonie in D-moll  (R. Wagner gewidmet), welche im vorletzten philharmonischen Concerte am 21. December v. J. den bekannten großen Erfolg gehabt hat, wird in einer vom Wiener akademischen Wagner=Vereine unter Leitung des k. und k. Hofkapellmeisters Hans Richter und Mitwirkung des philharmonischen Orchesters veranstalteten Musikaufführung am Sonntag den 25. d. M., Nachmittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale zur Wiederholung gelangen, und es werden hiebei [... die weiteren Werke, Vorverkauf ...]\" (***)\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 9475 mit einem Inserat auf S. 13: \"GROSSER MUSIKVEREINS-SAAL. | Der Wiener Akademische Wagner=Verein, Zweigverein des Allgemeinen Richard Wagner=Vereins, veranstaltet eine | Musik-Aufführung | am Sonntag den 25. Januar, Mittags ½1 Uhr, | unter Leitung des Herrn k. k. Hof=Capellmeisters Hans Richter und Mitwirkung des k. k. Hof-Opern-Orchesters. | PROGRAMM: [...] - 3. Anton Bruckner: III. Symphonie D-moll (Richard Wagner gewidmet). | [... über den Kartenverkauf ...]\r\nDas Reinerträgniss der Musik=Aufführung dient zur Ausgabe von Stipendien und Freiplätzen an minderbemittelte Künstler, Kunstjünger und Kunstfreunde für die Bayreuther Bühnenfestspiele 1891.\" (°).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (°°).\n(2. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Bach, Mozart, Brahms und Händel (°°°)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 09:06"}, {"ID": 189211015, "Datum": "1.11.1892, Dienstag", "Haupttext": "Kritik über die Amsterdamer Aufführung der 3. Symphonie [am 13.10.1892] in der Zeitschrift »Caecilia« 49 Nr. 21, auf S. 170 (= S. 4):\n\"                         KRONIEK.\n                        CONCERTEN.\n     Uit Amsterdam:\n[... Konzerte im Oktober ...]\n     Op het abonnementsconcert in het Concertgebouw werd 10 [recte: 13.10.1892] dezer eene Symphonie van A. Bruckner uitgevoerd.\n     Dat mij dit werk bizonder heeft voldaan, kan ik in geenen deele zeggen. Wanneer ik van het Scherzo vermeld heb, dat het mij als het best geslaagd gedeelte voorkomt en dat het, in tegenstelling met de drie andere deelen, door kortheid uitmunt, dan blijft mij slechts over te zeggen, dat het eerste gedeelte, hoe veelbelovend ook van opzet, nòch door bewerking nòch door oorspronkelijkheid veel belang blijft inboezemen, waarbij nog komt, dat na veel gerektheid plotseling een zeer weinig pakkend slot als uit de lucht komt vallen.\n     Van het tweede gedeelte durf ik zeggen, dat het gevoeglijk zou kunnen dienen als staaltje van bedrevenheid in de kunst van moduleeren, doch tevens als voorbeeld aan jongere toonzetters om met deze kunst niet al te buitensporig te zijn; want de weelderigste modulatiën zelfs zijn nog niet in staat een mensch in vervoering te brengen ofto wel een oogenblik van zaligheid te doen doorleven.\n     Wat Bruckner heeft bezield om in de Finale, die ook al geen hooge vlucht neemt, een motief te brengen, dat geknipt is voor balletmuziek en waarbij men, waarlijk zonder veel verbeeldingskracht, eene gratievolle danseuse allerlei evolutiën met H.Ed.'s welgevormde onderdanen meent te zien uitvoeren, is mij een even groot raadsel, als te verklaren wat den heer Kes heeft bewogen zich en de zijnen zóóveel moeite te geven om op hunne manier, dat wil zeggen, voortreffelijk in de hoogste mate, een werk uit te voeren, wat misschien enkelen geboeid, doch velen met mij min of meer verveeld heeft.\n    [... über weitere Oktober-Konzerte].\" [keine Signatur] (*).\n\r\nDie \"Lyra\" XVI, Nr. 3 (422), bringt auf S. 3 [= S. 25] eine Vorschau auf die Philharmonischen Konzerte, u.a. mit der 8. Symphonie [am 18.12.1892]:\r\n\"    Philharmonische Concerte. In den von den Mitgliedern des k. k. Hof=Opernorchesters veranstalteten Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 8 C-moll (Sr. k. u. k. Apost. Maj. Kaiser Franz Josef gewidmet) 1. Aufführung; [...]\" (**).\r\n[Siehe auch die Anmerkung]\n\r\nEine Annonce in der Deutschen Zeitung Nr. 7487 auf S. 10 weist auf das Gesellschaftskonzert (mit dem 150. Psalm) am 13.11.1892 hin:\r\n\"Großer Musikvereins=Saal. / Sonntag, den 13. November 1892, 1/2 1 Uhr Mittags / Erstes Gesellschafts-Concert. / Dirigent: Herr Wilhelm Gericke. / Mitwirkende: Fräulein Adele aus der Ohe (Clavier-Virtuosin), J. M. Grün, / Concertmeister (Violin-Dirigent), Singverein, Gesellschafts-Orchester. / Programm. / Schubert: Ouverture (E-moll).\nA. Bruckner: Psalm, für Solo, Chor und Orchester (1. Aufführung).\r\n[... Liszt, Strauss, Mendelssohn ...]\r\nCasse- und Saal-Eröffnung am Concerttage um 1/2 12 Uhr Mittags.\" (***).\n\r\nDas Inserat in der \"Presse\" Nr. 303 auf S. 12 hat fast identischen Wortlaut: \"Grosser Musikvereins-Saal. / Sonntag den 13. November 1892, halb 1 Uhr Mittags: / Erstes Gesellschafts-Concert. / Dirigent: Herr Wilhelm Gericke. Mitwirkende: Fräulein Adele aus der Ohe (Clavier-Virtuosin); J. M. Grün,  Concertmeister (Violin-Dirigent). Singverein. Gesellschafts-Orchester. / Programm:  Schubert: Ouverture (E-moll). A. Bruckner: Psalm, für Solo, Chor und Orchester (1. Aufführung).\r\n[... Liszt, Strauss, Mendelssohn ...] Cassa- und Saal-Eröffnung am Concerttage um halb 12 Uhr Mittags.\" (°),\n\r\nso auch das im Druckbild unterschiedliche Inserat des Neuen Wiener Tagblatts Nr. 303 auf S. 25 (°a).\n\r\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 1376 macht auf S. 7 auf den Erstdruck der 8. Symphonie aufmerksam:\r\n    \" – Neue Musikalien. Anläßlich der bevorstehenden ersten Aufführung von Meister Bruckner's 8. Symphonie in C-moll, machen wir darauf aufmerksam, daß dieselbe im Verlage von Carl Haslinger, vormals Tobias Haslinger, Wien, I., Tuchlauben, erschienen ist. Dieselbe liegt in der Partitur und im vierhändigen Arrangement, letzteres von Professor Josef Schalk, in geradezu musterhafter Weise besorgt, vor, und stellt sich der Preis der Partitur auf nur 30, jener des Clavierauszuges auf nur Mark 10.–, Orchesterstimmen 50 Mark. Wir können das geniale Werk des Meisters seinen Verehrern wärmstens empfehlen. –\" (°°).\n\r\nIn der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 23 kommt in einer Buchbesprechung auf S. 572f Bruckners Beziehung zu Richard Wagner zur Sprache:\r\n\"                     Musikliteratur.\r\n     In der musikalischen Literatur beherrscht die Wagner-Frage nach wie vor den Markt. [...] Herr Arthur Seidl hat über das Thema \"Hat Richard Wagner eine Schule hinterlassen?\" (Kiel und Leipzig, Lipsius &amp; Tischer) eine Flugschrift geschrieben. [... Wagner habe keine Schule hinterlasssen ...] Der Verfasser ist gegentheiliger Ansicht und sucht dieselbe mit langen Umschweifen zu begründen. Er erzählt von den Ausstrahlungen des Genies [... verlässt aber dabei das musikalische Feld ... Cornelius werde Berlioz zugewiesen ... so werde] unter den Jüngsten Alexander Ritter mit seinen beiden Einaktern \"Der faule Hans\" und \"Wem die Krone?\" als \"vollberufener (?) ebenbürtiger (!)\" Nachfolger Wagner's hingestellt. Anton Bruckner, der \"doch mehr nur Wagner'sche Formeln, Harmonik, Instrumentation, Rhythmik auf die Symphonie einfach übertragen\", wird als spezieller Erbe Schubert's ausgegeben, \"als ein Kind desselben liebenswürdig naiven, österreichischen und speciell wienerischen Geistes, der schon in Haydn und Mozart so unverwüstlich lebte und sich namentlich wieder in dem urtiefen Empfindungsquell seiner Adagios bewährt\". Von Richard Strauß wird gerühmt, dass er aus dem Liszt'schen Stahl sein eigen Schwert geschmiedet habe, im Liedfach endlich auf Hans Sommer und Hugo Wolf verwiesen. Damit ist die Ausbeute an musikalischen Ansichten erschöpft. [... viele Einflüsse Wagners auf andere Bereiche ... Wagner habe Poesie und Musik vereinigt ...] unter den 'Berufenen' der 'Auserwählte' [...]    Dr. Max Dietz.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "27.03.2023 22:32"}, {"ID": 189201115, "Datum": "11.1.1892, Montag", "Haupttext": "Schwanzaras Aufzeichnung der Universitätsvorlesung Bruckners, der darüber nachsinnt, daß, wie seinerzeit Beethoven, er jetzt von Hanslick verkannt werde (*). (Konzert von Joseph Joachim in Wien (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189311015, "Datum": "1.11.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Die Internationale Musik- und Instrumenten-Zeitung Nr. 11 bringt auf S. 2 eine Besprechung der Olmützer Aufführung der 8. Symphonie am 22.10.1893, signiert „J. F.“:\r\n„            Vereins-Unternehmungen.\r\n    Olmütz. Der Olmützer Musikverein brachte am 22. v. M. die achte Symphonie von Max Bruckner [sic] im bürgerlich=Städtischen Redoutensaale unter Leitung des Musikdirectors Wladimir Labler zur Aufführung. Man muß diese Aufführung als ein großes Musikfest betrachten, denn wenn jeder Besucher eingeweiht wäre in diese geheimnisvolle Tonwelt, in das künstlerische Streben des großen Tondichters, dann würde eine solche Production geradezu epochemachend sein. Schon lange vermißte Olmütz ein solch’ Monstre=Concert; nur dem Dirigenten haben wir es zu danken, denn nur durch seine besondere Mühe, seinen Fleiß und sein Verständnis war es möglich, ein solches Werk zur Geltung zu bringen. Aber auch allen jenen, die an der Mitwirkung theilnahmen, sei der wärmste Dank dargebracht, denn sie sind diejenigen, welche den guten Ruf der alten Musikstadt Olmütz nach außen wahren und vertreten. Die Aufführung war durchwegs eine erhabene, besonders leisteten die Cello, Contrabässe und die Bläser Hervorragendes; jeder Einsatz wurde mit Sicherheit gebracht, der achtstimmige Hornsatz war prächtig vorgeführt, man sah in dem großen Orchester, welches aus 90 Mann bestand, ein Streben und eine Aufmerksamkeit, die wirklich zu bewundern war. Herr Musikdirector Labler wurde nach jedem Satze stürmisch gerufen. Der Besuch des Concertes war ein außerordentlich guter, nur ist es zu bedauern, daß eine Wiederholung dieses großen Tonwerkes nicht stattfindet.\r\n                        J. F.“ (*)\r\nund auf S. 6f (Sänger-Zeitung. | Organ für die Interessen des Männer-Gesanges. […] redigirt von Eduard Kremser. | Beiblatt der „Internationalen Musik-Zeitung) einen mit »F. W.« signierten Bericht über das Jubiläumsfest des Wiener Männergesangvereins (mit »Helgoland« am 8.10.1893), mit Details auch zum Festcommers am Abend: 1.11.1893, Nr. 11, S. 6f, signiert „F. W.“:\r\n           Vereins-Unternehmungen.\r\n[…]\r\n      50jähriges Jubiläum des Wiener Männer=Gesang=Vereines. Die Festtage vom 6. bis 8. October 1893 sind vorbei. Es erübrigt uns nur noch die wichtigsten Ereignisse derselben, welcher sich eigentlich schon die Tagespresse bemächtigte, heute namentlich vom fachmännischen Standpunkte zu recapituliren.  […]. Der dritte Tag brachte das Festconcert, in welchem bis zur vierten Nummer Se. Majestät der Kaiser Franz Josef, sowie der König Albert von Sachsen theilnahmen. Wir lernten wieder neue Compositionen von Brahms, Goldmark, Bruckner, Max Bruch, S. [sic] Gernsheim, Kremser und anderen kennen, welche sich zumeist großen Erfolges erfreuten. *) [Fußnote: „*) Besprechung derselben siehe Novitätenschau.“] Der Abend des dritten Festtages [… Commers …].\r\n                                              F. W.“ (**). \r\nIn der »Novitätenschau« von Eduard Kremser auf S. 9f ist auch »Helgoland« verzeichnet:\r\n„          Novitätenschau.\r\n              (Fortsetzung.)\r\n     Der Wiener Männer=Gesang=Verein hatte seinerzeit den Beschluß gefaßt seinem goldenen Jubelfeste in künstlerischer Beziehung dadurch erhöhte Bedeutung zu geben, daß er hervorragende Componisten des In= und Auslandes zur Schaffung neuer, für die Festproductionen berechneter Werke anregte.\r\n    […]\r\n     Von den siebzehn Novitäten, welche während der Festtage zur Aufführung kamen, fesseln wohl diejenigen, welche das Programm des Festconcertes am 8. October in der k. k. Winterreitschule zierten, in erster Linie unsere Aufmerksamkeit, es sei ihnen daher im Rahmen dieser Besprechung der erste Platz eingeräumt.\r\n     Dr. Anton Bruckner’s „Helgoland“, vom Componisten selbst als „symphonischer Chor mit Orchester“ bezeichnet, reiht sich den größten und bedeutendsten Werken des genialen Meisters würdig an. Dem Chore liegt ein Gesicht von Dr. August Silberstein zugrunde, welches in fast überkräftiger Weise das Erscheinen römischer Eroberer an der Küste Helgoland’s, die Verzweiflung der Bewohner, ihre brünstige Bitte an „Allvater“ um Schutz und Befreiung und den endlichen Untergang der Schiffe durch Sturm und Wetter schildert.\r\n     Ein großartig gedachtes Motiv g-moll Allabreve-Takt leitet den Chor ein, steigert sich rasch bis zum ff, sinkt dann im plötzlichen Piano zurück und leitet durch 2 Takte ritenuto in einen feierlichen Satz C „O weh um die Stätten, so heilig gewahrt“, vocal nur von einigen Hornstößen unterbrochen. Die überraschendsten und schwierigsten Modulationen von herrlicher Schönheit nehmen den Zuhörer in diesem Satze gefangen, so z. B. der Eintritt des pp fis-dur unmittelbar nach der Dominante von g-moll und durch diese vermittelt, hierauf das Aufschwingen der Oberstimmen nach b-dur, die Rückung des Terzquartaccordes [von oben nach unten:] h g f d in den Terzquartaccord c as ges es und so weiter. Der kleine Raum vom Buchstaben A bis B gehört zum Genialsten, das Bruckner je  geschrieben.\r\n      Beim Buchstaben B erscheint das Anfangs=Motiv bewegter und in mehrfacher Veränderung, um in gewaltiger Steigerung bei C mit den Worten „die brünstige Bitte“ einem gewaltigen Motive Platz zu machen, welches in grandiosen Weisen in das Gebet der ersten Tenore: „Der Du in den Wolken thronest“ einleitet, welchen sich nach und nach die anderen Stimmen anschließen. Der ganze Chor vereinigt sich dann bei B [sic] zum erhabenen Ausrufe: „Allvater!“ Bei G schildert der Meister in großartiger Weise das Herannahen des Sturmes nach einer Mahnung an das Gebet=Motiv der Tenore, diesmal vom Horn gebracht, steigert sich die Composition mit den Worten „der flammenden Pfeile erblitzend Geschoß“ bis zu einer, ich möchte sagen herabstürzenden ff-Scala, welche, auf verschiedenen Stufen immer langsamer und leiser wiederholt, durch ein 4 Takte währendes poco ritenuto in das Hauptmotiv einleitet. Dieses wird nach ähnlicher Steigerung wie anfangs von einem Orgelpunkte auf d abgelöst, welcher zu einem Schlußsatze führt, der grandioser nicht gedacht werden kann. Bruckner hat hier ein contrapunktisches Meisterwerk allerersten Ranges geschaffen. Die Orchestrirung ist glänzend und höchst originell, man beachte z. B. die Stelle „Lass’ toben grause Wetter“, in welche die Trompete grelle Blitze hineinschmettert und so vieles andere. Bruckner’s „Helgoland“ kann mit Recht ein Meisterwerk im vollsten Sinne des Wortes genannt werden. An die Sänger stellt Bruckner die höchsten Anforderungen, die Tenore schweben zumeist in den höchsten Lagen, in modulatorischer Beziehung bieten sich Schwierigkeiten, welche nur mit der größten Hingebung überwunden werden können. Das Werk fand eine enthusiastische Aufnahme.\r\n            [kleinere Type!]            Ed. Kremser.\r\n       (Fortsetzung folgt.)“\r\n[in Nr. 12 am 1.12.1893 auf S. 10 ohne weitere Erwähnung Bruckners] (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 13:05"}, {"ID": 189301115, "Datum": "11.1.1893, Mittwoch", "Haupttext": "[zum Datum siehe Anmerkung] \n Aufführung des Adagios der 7. Symphonie in Breslau (*) durch den Breslauer Orchesterverein unter Rafal Maszkowski (*a). \nAußerdem werden u. a. Werke von Mendelssohn, Gluck und d'Albert (mit Teresa Carreno) aufgeführt (*b).\n Besprechungen erscheinen in der Breslauer Zeitung Nr. 31 und der Schlesischen Zeitung Nr. 31 (*a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189411015, "Datum": "1.11.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen kündigen die Aufführung der f-Moll-Messe am 4.11.1894 (als nachträgliche Geburtstagsfeier) an:\n \nNeue Freie Presse siehe (b1).\n \nDeutsches Volksblatt Nr. 2095 auf S. 9: \"    – Als nachträgliche Feier des 70. Geburtstages von Dr. Anton Bruckner veranstaltet die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem ersten Concerte am 4. November eine Aufführung der großen F-moll-Messe des Gefeierten. Der greise Meister, der die letzte Probe seines Werkes im Singverein besucht hat, wird, wenn es seine ärztlichen Rathgeber gestatten, auch der bevorstehenden Aufführung beiwohnen. [... Mitwirkende: Gericke, S. Chotek, R. Erxleben, L. Kusmitsch, Franz von Reichenberg, Arnold Rosé ...] Für die Aufführung des Werkes, das schon im vorigen Jahre in einem Concerte des Wiener akademischen Gesangvereines [sic] einen großen Erfolg erzielte, gibt sich im musikalischen Wien, wie in den weitesten Kreisen der persönlichen Verehrer des Componisten schon jetzt das lebhafteste Interesse kund.\" (*),\n \nDeutsche Zeitung Nr. 8205 auf S. 7:\r\n\"    – Als nachträgliche Feier des 70. Geburtstages von Dr. Anton Bruckner veranstaltet die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem ersten Concert am 4. November eine Aufführung der großen F-moll=Messe des Gefeierten. Der greise Meister wird, wenn es sein Zustand gestattet, auch der bevorstehenden Aufführung beiwohnen. In dieser werden unter der Leitung des Directors Gericke die Singvereinsmitglieder Fräulein S. Chotek und Herr R. Erxleben, die Opernsängerin L. Kusmitsch und der Hofcapell= und Hofopernsänger Herr v. Reichenberg die Gesangs=Soli, Concertmeister A. Rosé das Violin=Solo ausführen.\" (**),\n \nFremdenblatt Nr. 300 auf S. 9:\r\n„      Theater und Kunst.\r\n[…]\r\n     – Als nachträgliche Feier des 70. Geburtstages von Anton Bruckner veranstaltet die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem ersten Konzerte am 4. November eine Aufführung der großen F-moll=Messe des Meisters. Dr. Bruckner, der die letzte Probe seines Werkes im Singverein besucht hat, wird, wenn es seine ärztlichen Rathgeber gestatten, auch der bevorstehenden Aufführung beiwohnen. In dieser werden unter der Leitung des Konzertdirektors Herrn Gericke die Singvereinsmitglieder Fräulein S. Chotek und Herr R. Erxleben, die Opernsängerin Fräulein R. [sic] Kusmitsch, eine Schülerin der Frau Professor Nicklaß=Kempner und der Hofopernsänger Herr Franz v. Reichenberg die Gesangsoli, Herr Konzertmeister Prof. A. Rosé das Violinsolo ausführen. Für die Aufführung des Werkes, das schon im vorigen Jahre in einem Konzert des Wiener akademischen Gesangvereines [sic] einen großen Erfolg erzielte, gibt sich im musikalischen Wien schon jetzt das lebhafteste Interesse kund. Sitzpresie im heutigen Inserat ersichtlich.“ [das Inserat als Kopie nicht vorhanden] (***),\n \nNeues Wiener Tagblatt Nr. 300 auf S. 8:\r\n\"    * Als nachträgliche Feier des 70. Geburtstages von Dr. Anton Bruckner veranstaltet die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem ersten Konzerte am 7. [sic] d. M. eine Aufführung der großen F-moll-Messe dieses Meisters. In dieser Aufführung wirken mit: Der Singverein, Herr v. Reichenberg, Frl. Chotek, Herr Erxleben und Frl. Kusmitsch. Sitzpreise im heutigen Inserat ersichtlich.\" (°)\nund auf Seite 29 in dem erwähnten Inserat:\r\n\"Grosser Musikvereinssaal. Sonntag den 4. Nov. 1894, Mittags ½1 Uhr: Erstes Gesellschafts-Concert. Dirigent: Concert=Director Herr Wilhelm Gericke. Soli: Fräulein Sophie Chotek; Fräulein Betti Kusmitsch Opernsängerin; Herr R. Erxleben; Herr Franz von Reichenberg, k. u. k. Hof=Kapell= und Hofopernsänger. Der Singverein. Das Gesellschaftsorchester. Programm: Dr. Anton Bruckner: Große Messe in F-moll für Soli, Chor u. Orchester. (1. Aufführung in den Gesellschafts=Concerten.) [... Kartenpreise ...]\" (°a),\n \nÖsterreichische Volkszeitung Nr. 301 auf S. 4f:\r\n\"Theater- und Kunstnachrichten.\r\n[...]\r\n    – Als nachträgliche Feier des 70. Geburtstages von Dr. Anton Bruckner veranstaltet die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem ersten Konzerte am 4. November eine Aufführung der großen F-moll-Messe [...]\" (°°),\n.\n»Die Presse« Nr. 300 auf S. 11:\r\n\"    – Als nachträgliche Feier des 70. Geburtstags von Dr. Anton Bruckner veranstaltet die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem ersten Concerte am 4 November eine Aufführung der großen F-moll-Messe des Gefeierten. Der greise Meister, der die letzte Probe seines Werkes im Singverein besucht hat, wird, wenn es seine ärztlichen Rathgeber gestatten, auch der bevorstehenden Aufführung beiwohnen. [... Mitwirkende: Gericke, S. Chotek, R. Erxleben, L. Kusmitsch, Franz von Reichenberg, Arnold Rosé ...] Für die Aufführung des Werkes, das schon im vorigen Jahre in einem Concerte des Wiener akademischen Gesangvereins [sic] einen großen Erfolg erzielte, gibt sich im musikalischen Wien wie in den weiten Kreisen der persönlichen Verehrer des Componisten schon jetzt das lebhafteste Interesse kund.\" (°°°),\n \nMusikalische Rundschau Nr. 20 auf S. 145:\r\n\"           Wiener Opern und Concerte.\r\n[...] Im ersten Gesellschaftsconcerte am 4. November d. J. (Mittags ½ 1 Uhr) gelangt Dr. Anton Bruckner's große Messe in F-moll zur Aufführung.\" (#),\n \nWiener Tagblatt Nr. 300 auf S. 9:\n„            Theater, Kunst und Literatur:\n[…]\n     * Als nachträgliche Feier des 70. Geburtstages Dr. Anton Bruckner’s veranstaltet die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem ersten Konzerte am 4. November eine Aufführung der großen F-moll=Messe des Komponisten. Der greise Meister, der die letzte Probe seines Werkes im Singverein besucht hat, wird, wenn es seine ärztlichen Rathgeber gestatten, auch der bevorstehenden Aufführung beiwohnen. In dieser werden unter der Leitung des Konzertdirektors Herrn Gericke die Singvereinsmitglieder Frl. S. Chotek und Herr Erxleben, die Opernsängerin Frl. L. Kusmitsch und der Hofkapell= und Hofopernsänger Herr Franz von Reichenberg die Gesangssoli, Herr Konzertmeister Professor A. Rosé das Violinsolo ausführen.“ (##)\n \nund Wiener Zeitung Nr. 252 auf S. 5:\r\n\"     (Bruckner=Feier.) Als nachträgliche Feier des 70. Geburtstages von Dr. Anton Bruckner veranstaltet die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem ersten Concerte am 4. November eine Aufführung der großen F-moll-Messe des Componisten. Der greise Meister, der die letzte Probe seines Werkes im Singverein besucht hat, wird, wenn es sein Befinden gestattet, auch der bevorstehenden Aufführung beiwohnen. Unter der Leitung des Concertdirectors Herrn Gericke werden die Singvereins-Mitglieder Frl. S. Chotek und Herr Erxleben, die Opernsängerin Frl. L. Kusmitsch und der Hofopernsänger Herr Franz von Reichenberg die Gesangsoli, Herr Concertmeister Professor A. Rosé das Violinsolo ausführen. Die Sitzpreise sind aus dem betreffenden Inserate in der vorliegenden Nummer ersichtlich.\"\nund auf Seite 12 in dem erwähnten Inserat:\r\n\"     Grosser Musikvereins-Saal. Sonntag den 4. November 1894, Mittags halb 1 Uhr. Erstes Gesellschafts-Concert. Dirigent: Concertdirector Herr Wilhelm Gericke. Soli: Frl. Sophie Chotek. Frl. Lotti Kusmitsch, Opernsängerin. Herr R. Erxleben. Herr Franz von Reichenberg, k. und k. Hofcapell= und Hofopernsänger. Der Singverein. Das Gesellschaftsorchester. Programm: Dr. Anton Bruckner: Große Messe in F-moll für Soli, Chor und Orchester. (Erste Aufführung in den Gesellschafts=Concerten.) [... Kartenpreise ...]\"  (###).\n \nDie Musikalische Rundschau Nr. 20 bringt außerdem auf S. 146 einen Bericht über Bruckners Gesundheitszustand, der tägliche Arbeit an der 9. Symphonie erlaube. Laut Professor Schrötter können Bruckner noch viele Jahre beschieden sein:\r\n\"            Personalnachrichten.\r\n     Ueber Dr. Anton Bruckner's Gesundheitszustand waren in Wien ungünstige Nachrichten verbreitet, welche jedoch unbegründet scheinen. Wenigstens schrieb der \"Neuen Freien Presse\" ein Freund des Componisten [vgl. 17.10.1894]: \"Soeben komme ich von einem Besuch bei Anton Bruckner zurück, den ich – wie alle seine Freunde – noch in Steyr vermuthete, während er seit einiger Zeit nach Wien zurückgekehrt ist. Bruckner lächelte über die ihn betreffenden alarmirenden Nachrichten. Er fühlt sich gegenwärtig bedeutend wohler, als er sich diesen Sommer in Steyr befunden hat. Thatsache ist allerdings, daß er seit einigen Jahren herzleidend ist und in den Füssen sich Wasser bildet, was ihm das Treppensteigen erschwert. Trotzdem wohnte er letzten Sonntag in der Michaelskirche dem Gottesdienst bei und arbeitet täglich an seiner neunten Symphonie. Professor Schrötter, sein Freund und Hausarzt, sagt, daß Bruckner bei guter Pflege noch viele Jahre leben könne.\" (a).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 10845 berichtet auf S. 7 von der Versammlung am 25.10.1894:\r\n\"     [Verein der Harmonium=Musikfreunde in Wien.] Die constituirende Vollversammlung fand am 25. d. M. unter reger Betheiligung im Gebäude des Wiener Conservatoriums statt. [... Vorsitzender Bing: Ziele des Vereins, Mitgliedsbeiträge ...]. In die Vereinsleitung wurden gewählt die Herren: J. N. Vockner, Professor am Conservatorium (Vorstand); A. Glickh (Vorstands=Stellvertreter); Theophil Kotikiewicz [sic] (Cassier); Dr. Karl Schreiber (Schriftführer). Beiräthe: Ludwig Koch,General=Secretär des Conservatoriums; Emil Rotter, Mitglied der k. und k. Hofcapelle und des k. k. Hofopern=Orchesters; Robert Steinbach, Moriz Alter, Dr. Bing. Zu Ehrenmitgliedern wurden per acclamationem ernannt: Dr. Anton Bruckner, Regierungsrath L. A. Zellner, General=Secretär Ludwig Koch, Professor Vockner, Emil Rotter, Dr. Nawratil. Die musikalische Gründungsfeier wird Anfangs November stattfinden und das Nähere in den Tagesblättern bekanntgegeben werden.\" (b)\n \nund meldet auf Seite 8, daß das Hellmesberger-Quartett in seinen Konzerten auch Bruckners Quintett [am 19.12.1894] spielen wird:\r\n   \" - Das Quartett Hellmesberger hat für seine Kammermusik=Abende folgendes Programm zusammengestellt: [... Volkmann, Schumann mit der Pianistin Fannie Davies, Beethoven ...]; Bruckner, Quintett F-dur; [... die Werke weiterer Konzerte ...]\" (b1).\n \nAuf Seite 14 macht ein Inserat auf die Aufführung der f-Moll-Messe aufmerksam:\r\n\"     GROSSER MUSIKVEREINSSAAL.\r\n          Sonntag den 4. November 1894, Mittags ½1 Uhr:\r\n      Erstes Gesellschafts-Concert.\r\n           Dirigent: Concert-Director Herr Wilhelm Gericke.\r\nSoli: Frl. Sofie Chotek; Frl. Lotti Kusmitsch, Opernsängerin; Herr R. Erxleben; Herr Franz v. Reichenberg, k. und k. Hofcapell= und Hofopernsänger. Der Singverein. Das Gesellschafts-Orchester.\r\nPROGRAMM: Dr. Anton Bruckner: Grosse Messe in F-moll für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung in den Gesellschafts-Concerten). [... Kartenpreise ...]\" (b2).\n \nSchließlich informiert, ebenfalls auf S. 14, ein Inserat über Erstdrucke Brucknerscher Werke:\r\n\"                 Soeben erschienen:\n                      Anton Bruckner.\r\n           Grosse Messe Nr. 3 in F-moll.\nClavierauszug mit Text, arr. v. Josef Schalk netto fl. 7.20 | Orchester=Partitur netto fl. 21. Orchesterstimmen, netto fl. 21. Chorstimm. fl. 3.60.\nErste Aufführung im 1. Concert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien am 4. November.\n              Zweite Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arr. v. Josef Schalk fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18.–. Orchesterstimmen netto fl. 18.–.\nI. Aufführung in einem der ersten philharmon. Concerte.\r\n     Früher erschien von demselben Componisten:\n               Erste Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arr  v. Ferd. Löwe fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18.–. Orchesterstimmen netto fl. 18.–.\n     Der 150. Psalm für Chor, Soli und Orchester.\nClavierauszug mit Text, arr. v. Cyrill Hynais netto fl. 2.40\r\nPartitur netto fl. 6.–. Orchesterstimmen netto fl. 6.–, Singstimmen fl. 1.20.\nHelgoland, Gedicht v. Dr. Aug. Silberstein, f. Männerchor u. Orchester.\nClavierauszug mit Text, arr. v. Cyrill Hynais fl. 3 –\nOrchester=Partitur, Orchesterstimmen in Abschr., Chorstimmen fl. 1.44\r\nVerlag von Ludwig Doblinger (B. Herzmansky),\r\n     [... Adresse etc. ...]\" (b3).\n \nDas Österreichische Litteraturblatt Nr. 21 meldet auf S. 658, daß in der Zeitschrift »Der Kunstwart« VIII, Heft 1 und 2, ein mit »K. S.« signierter Artikel über Bruckner erschienen ist [\"Anfang Oktober 1894\", nur Heft 1]:\r\n\"                 Kunst und Kunstgeschichte.\r\n[...]\nDer Kunstwart. (Hrsg. F. Avenarius.) VIII, 1 u. 2.     Erdmann, Kennen u. Können. – [... E. Die, Farinelli, Reich, Bie...] Carstanjen, Münchener Theater. – K. S., A. Bruckner. – Söhle, Neue musik. Litt.. – [...].\" (c).\n \nDas Linzer Volksblatt Nr. 251 berichtet auf S. 4f vom Konzert am 28.10.1894 [WAB 82]:\r\n\"     Eferding, 29. October. (Liedertafel=Concert.) Sonntag den 28. d. M. fand im Saale des Herrn Obermair \"zum Hofwirt\" ein Liedertafel=Concert statt, welches sehr gut besucht war. Die Vorträge der Liedertafel, sowie die des mitwirkenden Streich=Septettes fanden reichlichen Beifall. [... Lob für Kneißl als Violindirigent ...] Nachstehend des Programm: 1. \"Sängerbund\", Männerchor von Anton Bruckner. 2. [...] 5. \"Germania\" [sic], Männerchor mit Clavierbegleitung von Anton Bruckner. 6. [...]\" (d).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 300 (siehe auch (°)) berichtet auf S. 4 von dem Festakt am 31.10.1894:\r\n\"    * (Hofrath Zimmermann.) Der glänzenden Feier, welche die Grillparzer=Gesellschaft aus Anlaß des 70. Geburtstages des Hofrathes Professor Dr. Robert Zimmermann veranstaltete, folgte gestern Abends die Festfeier der Philosophischen Gesellschaft an der Wiener Universität. Nach einer Begrüßungsansprache des Obmannstellvertreters Professor Dr. Hillebrand verlas Professor Höfler die prachtvoll ausgestattete, mit mehr als 900 Unterschriften versehene Adresse, in der es u. A. heißt: [...] Von den Unterschriften der Adresse seien einige hier angeführt: Arneth, [... Graf Latour u. a. ...], Ludwig Speidel, Hofrath Friedrich Uhl, Bruckner, Sektionsrath Erich Wolf , [...]\" (e).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 08:57"}, {"ID": 189401115, "Datum": "11.1.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Abends Wohltätigkeitskonzert in der Singakademie in Anwesenheit der Kaiserin mit Werken von Berlioz, Liszt - Klaviersolistin: Martha Remmert - (*), und Bruckner (»Te deum«) (**) -\r\nSolisten: Elise Leutheusser, Ottilie Fellwock, Georg Ritter, B. Lurgenstein (Gesang) und als Organist Reimann (**a).\r\nDie Leitung des »Te deum« hatte Ochs wegen Erkrankung abgeben müssen (***).\r\n    [Ersatzweise könnte F. Mannstaedt, der die übrigen Orchesterwerke leitete (°), eingesprungen sein. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass August Scharrers glaubwürdigem Bericht zufolge Karl Muck nicht als Zuhörer dem Konzert beiwohnte, sondern als Ersatzdirigent beim »Te deum«].\n[Vermutlich 11.1.1894] August Scharrer beobachtet Bruckners Verhalten auf dem Podium und seine devote Gesten in Richtung kaiserliche Loge (Kaiserin Augusta Viktoria). Er und Muck begleiten Bruckner ins Hotel Kaiserhof, bleiben aber nicht länger beisammen (°°).\nBrief Hugo Wolfs an Emil Kauffmann: Über den Verlauf des Konzerts vom 8.1.1894 [Bruckner wird nicht erwähnt] (°°°).\n[Aufführung des Quintetts? Siehe 10.1.].\nDer Steyrer Alpen-Bote Nr. 3 berichtet auf S. 4 von Bruckners Erfolgen in Berlin:\r\n\"          Verschiedenes.\r\n(Bruckner in Berlin.) Aus Berlin wird berichtet: Im Concert der Philharmonie am 8. d. M. bereitete das musikalische Berlin dem Wiener Componisten Anton Bruckner demonstrative Ovationen. Eine wahre Begeisterung rief Bruckner's Tedeum hervor, das in glänzendster Besetzung unter Mitwirkung des niederländischen Trios unter Leitung von Siegfried Ochs vollendet wiedergegeben wurde. Begrüßt von jubelnden Zurufen des Publicums und der 300 Mitwirkenden, empfangen vom philharmonischen Orchester durch brausenden Tusch mußte Bruckner wiederholt auf dem Posdum erscheinen, woselbst er außerdem durch Ueberreichung eines mit österreichischen Farben geschmückten Kranzes geehrt wurde.\" (#).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 7 erwähnt auf S. 6 die Aufführungen der 7. Symphonie am 6.1.1894 und des »Te deum« am 8.1.1894:\r\n\"     Aus Berlin, 9. d. M., wird gemeldet: Im Opernhause gelangte Samstag Bruckners \"Siebte Symphonie\" zur ersten [sic] Aufführung. Das Publicum applaudierte stürmisch und der greise Componist musste auf der Bühne erscheinen, worauf auch das Orchester in den Applaus einstimmte. Montag wurde unter Director Siegfried Ochs' ausgezeichneter Leitung das \"Tedeum\" Bruckners mit einem Erfolge aufgeführt, der jeder Beschreibung spottet. Abgesehen von dem großartigen Jubel erhielt Bruckner auch einen mächtigen Lorbeerkranz.\" (##).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 33 von der Berliner Aufführung des »Te deum«:\r\n„     * (Anton Bruckners Tedeum.) Im zweiten Concerte des unter Leitung des Herrn Siegfried Ochs stehenden Philharmonischen Chors wurde in Berlin am Sonntag u. a. auch Bruckners Tedeum aufgeführt. Der Referent des „Berliner Börsen=Couriers“ schreibt: „ Das Bruckner’sche Tedeum ist hier vor zwei [sic] Jahren bei Gelegenheit des Tonkünstler=Musikfestes bereits zur Aufführung gekommen. Es wirkte diesmal wie früher durch die machtvolle Kraft der großen Begeisterung, mit der der Componist sich den Text zu eigen machte, besonders in den Chorstellen. Von der Größe der Auffassung oder von dem Schwunge der Phantasie, der Bruckner eigen ist, bekommt man in diesem Tedeum den deutlichsten Begriff. Das sehr zahlreich erschienene Publicum zeigte sich sehr dankbar. Den Löwenantheil an Beifall trug Herr Bruckner davon. Er mußte unter dem Jubel der Anwesenden auf das Podium, die Damen luden ihm einen großen Lorbeerkranz auf, und das Orchester brachte ihm einen Tusch.“ “ (###).\nDas Feuilleton im Deutschen Volksblatt Nr. 1804 auf S. 1f bringt Kurzkritiken zu den Wiener Aufführungen des Quintetts [am 28.12.1893] und des »Vexilla regis« [am 22.12.1893]:\r\n»                Aus dem Concertsaale.\r\n     Auch sie ist verflossen, die freudenbringende, segenspendende Weihnachtszeit! [... über weihnachtliche Musikliteratur ... Konzert des Wagner-Vereins (Solisten: Oberhauser, Frl. Leschky) ...] Das Quartett Hellmesberger, dem sich noch Herr Stecher anschloß, stellte sich wieder einmal in den Dienst des genialen Meisters Bruckner; nur fanden wir, daß des Letzteren berühmtes Streichquintett diesmal nicht in dem Maße vollendet ausgeführt wurde, als es sonst geschah; die erste Violine ließ es an energischer Führung fehlen, die Viola gefiel sich öfter in koketter Aufdringlichkeit u. s. w.; doch ungeachtet dessen zollten die Anwesenden jedem einzelnen Satze, vor Allem aber denm Adagio als dem bedeutendsten Theile wahre Stürme des Beifalles. Geboten wurde diesmal mehr als genügend, bei minder zahlreichen Gaben hätten diese vielleicht ausgefeilter sein können.\r\n     Ein recht anregendes Concert war auch jenes der Wiener Singakademie unter der strammen Leitung des Herrn Prof. Grädener. Von den Chorvorträgen, die mit Bruckner's \"Vexilla regis\" stimmungsvoll, aber nicht immer in reiner Stimmung eröffnet wurden, nennen wir [... Weckbecker, Albert Hermann, Mandyczewski, Brahms, Heuberger, Seling, Hugo Wolf ... Frl. Leschky, Frl. Baumayer, Svoboda, Syrinek, Wipperich, Thaten ... über weitere Konzerte ...].\r\n                       Camillo Horn.« (a).\nAuf S. 7 steht ein Bericht über Bruckners Berlin-Aufenthalt:\r\n\"               Anton Bruckner in Berlin.\r\n     Meister Bruckner, der gegenwärtig in Berlin weilt, um daselbst der Aufführung seiner Werke beizuwohnen, ist daselbst Gegenstand großartiger Ovationen. Das Publikum jubelt ihn zu und die Blätter besprechen in spaltenlangen Berichten die zur Aufführung gelangten Werke. So lesen wir in der \"Täglichen Rundschau\": Wir stehen im Zeichen Anton Bruckner's, dessen Stern endlich auch über den Berliner Concertsälen aufzuleuchten beginnt und hoffentlich recht lange unseren nordischen Musikhimmel mit seinem warmen Glanze verschönen wird. Im sechsten, vom Capellmeister Dr. Carl Muck vortrefflich geleiteten Symphonie=Abend der königlichrn Capelle kam des Wiener Tondichters E-dur-Symphonie mit dem wärmsten, herzlichsten Beifall zur Aufführung, und Montag, den 8. d. M., erregte das vom Philharmonischen Chor unter Leitung von Siegfried Ochs prächtig vorgetragene, empfindungsgewaltige Tedeum einen wahren Sturm der Begeisterung. Hier wie dort mußte der greise Künstler – Anton Bruckner ist am 4. September 1824 geboren – auf dem Podium erscheinen, um persönlich die Huldigung alter und neuer Verehrer entgegenzunehmen. Eine überreiche, lebenstrotzende musikalische Naturkraft tritt mit Anton Bruckner in den Kreis unseres Musiklebens. Möge sie durch die Ursprünglichkeit und Tiefe ihrer Empfindung, durch die reine Naivetät und blühende sinnliche Schönheit ihrer Erscheinung belebend auf das Schaffen und Nachschaffen unserer Tonkunst wirken! Die beiden mit so großem Erfolge aufgeführten Werke entstammen der nämlichen Zeit. Die Symphonie wurde in den Jahren 1883–84, das Te deum im Jahre 1884 niedergeschrieben, sie sind also Schöpfungen eines sechzigjährigen Mannes, was ihrer Kraft und Frische wohl kein Hörer angemerkt hat. Nachdem Hofcapellmeister Levi in München zuerst den neuen unbekannten Symphoniker auf den Schild gehoben, versuchte Klindworth, ihm auch in Berlin die gebührende Achtung zu verschaffen. Leider blieb sein redliches Bemühen ohne Erfolg, und erst seit der ebenfalls durch Siegfried Ochs ermöglichten Aufführung des Te deum, bei der Tonkünstler=Versammlung des Jahres 1891, ist die Brucknerfrage für Berlin eine brennende geworden. Die Aufführungen vom 6. und 8. Januar 1893 [sic] haben sie der Lösung entgegengeführt: Bruckner's Name ist jetztmit unverlöschlichen Zügen in die Geshichte der Berlinischen Musikwesens eingezeichnet. Das bedeutendste der beiden Werke ist sicherlich die E-dur-Symphonie. Sie ist die siebente und vorletzte, die Bruckner geschaffen und darf als sein \"Meisterwerk\" im eigentlichen Sinne gelten. Häufigere Aufführungen des umfangreichen und schwierigen Werkes werden dies erweisen und namentlich auch das Verständnis für die in freierem Stile gestalteten und deshalb schwerer zu erfassenden beiden Außensätze erschließen.Ein Tongedicht von so überirdischer Schönheit und Weihe wie das große (20 Minuten dauernde!) Adagio, ein symphonischer Satz von so fester Gedrungenheit wie das Scherzo mußten natürlich schon beim erstenmale \"einschlagen\". Die Aufführung der Symphonie durch die königl. Capelle war eine mustergiltige und wir können nur wünschen, daß Herr Dr. Muck, der damit sein Meisterstück als Concertdirigent geliefert hat, sie bald wiederholen möge.\" (b).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 08:59"}, {"ID": 189511015, "Datum": "1.11.1895, Freitag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 21 gibt auf S. 270 einen Überblick über die Konzerte des Böhmischen Streichquartetts, in denen auch Bruckners Quintett erklingen wird:\r\n\"             Zur Concert-Saison.\r\n     Vorläufig herrscht noch Waffenstillstand in allen Concertsälen, aber gar bald wird die große Musikschlacht losgehen. Die Saison beginnt gleich mit einem Concert im großen Musikvereinssaale [...]. — Das Böhmische Streichquartett\" hat für seine diesjährigen Wiener Soiréen folgendes Programm festgestellt: Beethoven: Streichquartett Cis-moll; [...]; Borodin: Streichquartett (neu); Anton Bruckner: Streichquintett (Erste Aufführung im „Böhmischen Streichquartett\"); Dvorak: Streichquartett D-moll (neu); Paumgartner: Clavierquintett (neu) [...] – Ein sehr interessantes Concert findet am 20. November, dem Todestage Anton Rubinstein's statt. Die Pianistin Frl. Valerie v. Pistor veranstaltet nämlich unter Mitwirkung der großherzoglich=hessischen Kammersängerin Frl. Sidonie Roth an diesem Tage einen Rubinstein=Abend, dessen Programm folgende Werke des verblichenen Meisters enthält: [...]\" (*).\n \nIm Feuilleton der Ostdeutschen Rundschau Nr. 300 auf S. 1 - 4 wird auf S. 4 die Bruckner-Büste Tilgners [IKO 55] erwähnt:\r\n\"   Die erste internationale Kunstausstellung in Venedig.\n     Venedig verdankt seine Hauptanziehungskraft doch noch immer seiner Vergangenheit. Ja, seine Gegenwart ist sogar so träge und gewissenlos genug, die glänzenden Schätze des Mittelalters und der Renaissance der Verwahrlosung zu überlassen, [... \"Ueberlegenheit der germanischen Kunst der Gegenwart über die romanische\" ... über die deutschen Künstler, darunter Lenbach, Liebermann, Stuck, Uhde, Menzel ...].\n     Die übrigen stammverwandten Nationen halfen wacker mit, den Triumph der germanischen Kunst zu vervollständigen. [... Holländer, Skandinavier, Engländer, Österreicher ...].\n     Wenden wir uns zu den Romanen, so wollen wir den Italienern, als den Hausherren, den Vortritt lassen, auch schon deshalb, weil sie weitaus den größten Raum einnahmen. [... \"Niedergang der Kunst\" ...].\n     Trostlos ist der Verfall der französischen Malerei, welchen wir ja schon bei unsern internationalen Ausstellungen zu verfolgen Gelegenheit hatten, [... Beispiele ... positiver über die Spanier ...].\n     Der Eindruck, welchen die Malerei hervorrief, erhielt durch die ausgestellte Plastik nur seine Bestätigung, obwohl hier das Vergleichsmaterial fehlte, indem eigentlich, wenn man von der kleinen, kräftig modellirten Statuette \"Der Athlet\" von Stuck absah, Tilgner der einzige deutsche, ja der einzige germanische Bildhauer war, welcher ausgestellt hatte. Seine Büsten – darunter Bruckner und Johann Strauß – waren aber auch die besten von allen, und so gewann unsere Heimat auf diesem Gebiete den Ruhm, um welchen ihre Malerei zu bescheiden nicht geworben. [... statt Wettstreit \"alte oder neue Kunst\" war es ein] Wettstreit der Nationen, und wir können darauf stolz sein, daß Alte und Junge sich vereinigten, um der germanischen Kunst zum Siege zu verhelfen.\n      Venedig, Ende Oktober.\n                                                    Hagen.\" (**).\n \nDer Pester Lloyd Nr. 262 kündigt auf S. 9 die Aufführung der 5. Symphonie am 18.12.1895 in Budapest an:\n\"              \"Philharmonische Gesellschaft.\"\r\n     Dem leitenden Komité der \"Philharmonischen Gesellschaft\" ist es gelungen, [... als Gastdirigent noch Ernst v. Schuch ... als erste Josef Großmann und Richard Strauss ...].\r\n     Drittes Konzert am 18. Dezember. Dirigent ist Herr Ferdinand Löwe, Professor am Konservatorium in Wien. Mitwirkende Solistin Frau Lilli Kalisch=Lehmann, k. u. k. Kammersängerin. Aufgeführt werden: [... Viktor Herzfeld, Beethoven ...]; 3. Bruckner's \"V. Symphonie\" (zum ersten Male); 4. Wagner's Schlußszene aus \"Götterdämmerung\", Brünhilde: Frau Lilli K.=Lehmann.\r\n     Viertes Konzert am 8. Jänner 1896. Dirigent  ist Herr Dr. Karl Muck, [...]\r\n     [... 5. Hans Richter, 6. Ernst Schuch, 7. Eduard Colonne, 8. Leopold von Auer, außerordentliches Konzert unter Felix Mottl ...].\" (***).\n \n\"Das Vaterland\" Nr. 300 schreibt auf S. 6:\r\n\"    * [Das Künstleralbum für Laibach.] Das von der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens zusammengestellte Album, dessen Reinerträgniß für die durch das Erdbeben in Laibach Geschädigten bestimmt ist, wurde heute von der Verlagshandlung Carl Gerold's Sohn in Wien der Oeffentlichkeit übergeben. Der stattliche Band enthält eine solche Fülle von künstlerischen und schriftstellerischen Beiträgen, daß man manches Minderwerthige gerne übersieht. [... Bilder und Illustartionen \"in prächtiger Ausführung\" ...]. Zahlreich sind die literarischen Beiträge in Poesie und Prosa, von Schriftstellern und Journalisten; auch einige namhafte Componisten, wie Bruckner und Johann Strauß, haben sich mit ihren Unterschriften eingestellt. Autographen=Sammler können in dem Album ganz mühelos einigen Ersatz für etwa schon erlittene Abweisungen finden. [...]\r\n          [... Gedicht von Erzherzogin Marie Valerie ...].\r\n     Das Künstleralbum wird gewiß überall mit Interesse aufgenommen werden. Schon um des guten Zweckes willen ist dem Werke, dessen Anschaffungspreis (3 fl.) ein sehr geringer ist, die weiteste Verbreitung zu wünschen.\" (°).\r\n[Das Erdbeben hatte sich am 14./15.4.1895 ereignet (Presseberichte ab 16.4.1895).]", "Letzte Änderung": "30.11.2024 05:46"}, {"ID": 189501115, "Datum": "11.1.1895, Freitag", "Haupttext": "Kritik zum Konzert vom 19.12.1894 mit dem Quintett im Fremdenblatt Nr. 11 auf S. 7, signiert \"L. Sp.\" [Ludwig Speidel]:\r\n„     […. zuletzt über das vierte Philharmonische Konzert und einen Liederabend …].\r\n     Das Quartett Hellmesberger hat bereits seinen zweiten Abend hinter sich. An diesem Abend hat Herr Robert Fischhof mit Josef Hellmesberger seine neue Klavier=Violinsonate in B-moll vorgetragen, die namentlich in den beiden elegant und pikant empfundenen, mittleren Sätzen freundlichen Anklang hervorgerufen. Die Wiederholung von Anton Bruckner’s Streichquintett hat ein hingebendes Publikum gefunden. Man folgte mit steigendem, Interesse den geistvollen Kombinatioonen des ersten Satzes und dem breit ausgelegten Gesange des Adagio. Man sprach von einem kühnen Beethoven’schen Fluge. Im Vortrage stand das Hellmesberger’sche Quartett, durch Herrn Dittrich (zweite Viola) verstärkt, in der vollen Blüthe seiner Leistungsfähigkeit. Vater Hellmesberger lebt geistig unter diesen jungen Künstlern fort. Leider mußten wir den Abend theilen, da im Saale gegenüber der Männergesangverein ein Konzert gab. [… über dieses Konzert …]. Der Chor von Kauders ist, wenn man das Wort wagen darf, ein monumentales Liebeslied.        L. Sp.“", "Letzte Änderung": "04.12.2023 08:07"}, {"ID": 189601115, "Datum": "11.1.1896, Samstag", "Haupttext": "Stellungnahme [H. Bahrs?] zu Helms biographischer Skizze [vom 15.12.1895] in der Zeitschrift »Die Zeit«:\r\n   »[...] Bruckners Lebensgang ist der wahre Typus desjenigen, den nahezu all' die großen Kirchenkomponisten der früheren Zeit durchlaufen. Alumne und Sängerknabe in einem Stift, umrauschen ihn von früher Kindheit an die Wogen geistlicher Musik und in dämmrigen weihrauchigen Kirchenhallen, unter den mystischen Schauern der Andacht kommt der heilige Geist der Kunst über ihn. In geistlicher Musik strömt sich denn auch sein Talent zuerst aus, wie er ins Leben tritt und die einzige, ihm offenstehende Laufbahn als Schullehrer und Organist beginnt [...]« (*).\nAusführliche Besprechung der 4. Symphonie [am 5.1.1896] durch Theodor Helm in der Deutschen Zeitung Nr. 8632 auf S. 1:\r\n\"           Concerte.\r\n     Noch immer zittert der mächtige Eindruck von Bruckner's \"Romantischer Symphonie\" in uns nach! Noch ganz erfüllt von dieser tönenden Wunderwelt, wie sie uns im letzten philharmonischen Concert neuerdings geradezu überwältigte, kommt uns nun das nachträgliche Herumnörgeln der verschiedenen unverbesserlichen Wiener Beckmesser doppelt kleinlich vor. was soll man aber nun erst dazu sagen, wenn der be–rühmte [sic] Ober=Beckmesser [Hanslick], der sich vor der \"Romantischen Symphonie\" \"respectvoll davondrückte\" (obwohl er über die erhabene Schöpfung nie eine Zeile wirklicher Kritik geschrieben!!), in dem großen Beifall, welche die zum Anfang gespielte, reizende Mozart'sche Symphonie fand, eine \"anticipirte Demonstration\" wider die späteren Programmnummern von Richard Strauß und Bruckner herauswitterte?! Ein schönes Vertrauensvotum, das er da dem unsterblichen Mozart ausstellt. Als könnten dessen Werke heute gar nicht mehr um ihrer selbst willen gefallen, sondern hätte man in jedem ehrlichen Applaus für sie einen versteckten Hintergedanken, den Ingrimm musikalischer Rückschrittler zu suchen! Gott sei Dank, daß dem nicht so ist. Ich kann dem p. t. Herrn Kritiker vielmehr als Augenzeuge die Versicherung geben, daß die in Rede stehende dreisätzige Mozart'sche D-dur=Symphonie (Köchel 504), deren Andante zu dem Innigsten gehört, was wir dem großen Meister verdanken, ganz besonders stürmisch von verschiedenen Concertbesuchern applaudirt wurde, die ich als enthusiastische Verehrer Bruckner's kenne.\r\n     Sollen vielleicht auch Die wider die \"Romantische Symphonie\" demonstrirt haben? – Was das soeben genannte Meisterwerk selbst betrifft, so kann ich mich einer eingehenden Schilderung seiner Herrlichkeiten (wie ich sie bereits 1888 in der \"Deutschen Zeitung\" brachte [27.1.1888]) hier um so eher entschlagen, als ja Dr. Robert Hirschfeld so freundlich war, den Auszug einer technischen Analyse, welche ich über die \"Romantische Symphonie\" in die \"Neue Musikalische Presse\" schrieb [20.10.1895], ins letzte Programmbuch der Philharmoniker aufzunehmen. Besonders dankenswerth erschienen uns in eben diesem Programmbuch die zahlreichen, zur Erläuterung der R. Strauß'schen Humoreske \"Till Eulenspiegel's lustige Streiche\" mitgetheilten Notenbeispiele. [... positive Besprechung ... Wiederholung gewünscht ... über andere Konzerte ...].\" (**).\n»Die Zeit« Nr. 67 bringt auf S. 31 eine Rezension der Bruckner-Nummer der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung vom 15.12.1895 (***).\nAnton Scholze, Bürgerschullehrer in Graslitz, hält einen einstündigen Vortrag über Bruckner bei der Versammlung des Graslitzer Lehrervereins (°).", "Letzte Änderung": "20.06.2025 02:53"}, {"ID": 189611015, "Datum": "1.11.1896, Sonntag (Allerheiligen)", "Haupttext": "A. Geschehenes (Ereignisse)\nAufführung der 7. Symphonie durch das Hoforchester unter Franz Fischer im Odeonssaal in München (*).\nAufführung des Tantum ergo in C-Dur [WAB 41/4] durch den Kirchenmusikverein in St. Thomas in Nußdorf (*a).\nB. Gedrucktes (Zeitungsartikel)\nArtikel von Bernhard Ziehn \"Dem Andenken Anton Bruckners\" im Sonntagsblatt der New Yorker Staatszeitung (**).\nIn der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung 21 (1896) erscheint auf S. 267 ein Gedicht von Albert Josef Weltner:\r\n\"             Anton Bruckner †.\nBei der Kunde seines Ablebens.\r\nSpätsommersonnenleuchten spielt zu Thal\r\nUnd Abendfriede ruht auf Stadt und Land;\r\nEin sanfter Wind kos't mit dem Laub, das fahl\r\nAm Baume hängt und kaum noch Widerstand\r\nDem Kusse bietend, rasch zur Erde fällt —\r\nEs rüstet rings zum Sterben sich die Welt.\n\r\nSchwül geht die Luft — am Himmel sturmgetrieben\r\nJagt das Gewölk in flüchtiger Eile hin,\r\nUm zu verhängen dicht sich über Wien,\r\nWo eben Er gestorben, den zu lieben\r\nUnd hochzuhaiten sich begeistert einten,\r\nDie lang der Künste Niedergang beweinten.\n\r\nDer Töne Meister, der in seinem Wesen\r\nUnsagbar schlicht, dem Kind an Einfalt gleich.\r\nDoch in der Sterne ewiger Schrift gelesen.\r\nDaß in des Klanges unermeß'nem Reich\r\nEin Fürst zu sein, ihn Gottes Huld berufen,\r\nUnd daß Beethoven's langverwaisten Thron,\r\nDie mit an seinen Werken segnend schufen,\r\nDie Musen boten ihm als Siegeslohn —.\r\nDer Hohepriester der Musik entschlief\r\nUnd in die Sphären schwang sich seine Seele.\r\nUnd an die Herzen greift das Weh uns tief.\r\nDaß, wenn wir künftig seinen Werken lauschen,\r\nAn ihrer Schönheit seelig uns berauschen,\r\nDer milde Greis in uns'rer Mitte fehle.\r\nDer zaghaft schüchtern ab den Jubel wehrte.\r\nDer huldigend sich über ihn ergoß.\r\nWenngleich sein Auge leuchtend sich verklärte,\r\nBis glückbewältigt er es sinnend schloß.\n\r\nEs brauchte lang, bis ihn, den Gottgesandten\r\nDer Tonkunst Freunde als Titan erkannten\r\nDer für die Erde mit dem Himmel ringt.\r\nDaß voll das Schönste er ihr wiederbringt;\r\nDer mit den altgewohnten Normen brach\r\nUnd kühn das Werde seines Wollens sprach. —\r\nBeachtet kaum von seiner Kunst Genossen,\r\nUnd von der Menge gänzlich unverstanden,\r\nWard er das Ziel von feindlichen Geschossen\r\nUnd wenn sich ab und zu auch Freunde fanden,\r\nDie seines Können» stolze Kraft begeistert\r\nUnd die für ihn gekämpft in Wort und Schrift,\r\nBald von der Zunftgelehrten Macht bemeistert\r\nVerstummten sie und nur das herbe Gift\r\nDes Neides ward im gleißenden Pokale\r\nDer Heuchelei und Lüge ihm credenzt,\r\nDen längst bei seines Schaffens kargem Mahle\r\nDie Muse selber der Musik bekränzt.\n\r\nSo ward er alt— es bleichten seine Haare\r\nUnd um ihn wob des Silbers matter Glanz,\r\nDoch nimmer fühlte er die Last der Jahre,\r\nDenn um sein Haupt schlang nun sich ja der Kranz,\r\nDen er begehrt in frohen Jugendtagen\r\nUnd der geblieben seines Strebens Ziel\r\nUnd den er nun wird unbestritten tragen,\r\nBis jäh verklingt de» Lebens Wechselspiel.\n\r\nDaß unentwegt die Ideale siegen,\r\nDas wahrhaft Große nimmerdar vergeht,\r\nUnd mag der kühne Kämpfer unterliegen,\r\nSein Lichtgedanke dennoch weitersät,\r\nUm schließlich als Goldfrucht zu erscheinen,\r\nDie unaufhörlich neuen Segen bringt,\r\nObschon die Menschheit niemals dem Gemeinen\r\nUnd seiner Uebermacht sich ganz entringt —\r\nDie trauernd wir an Anton Bruckner's Bahre\r\nIn dieser Stunde stehen, fühlen tief,\r\nDaß für die Kunst, die ewige und wahre,\r\nGott immer wieder einen Streiter rief\r\nUnd daß die Zeiten, wo in tiefste Nacht\r\nVersunken schien das Gute wie das Schöne,\r\nDen Helden immer auf den Plan gebracht,\r\nBestimmt, daß Leben er und Kunst versöhne.\nWien, 11. October 1896.\r\n                       Albert Josef Weltner. (***).\nAuf Seite 270 ein Hinweis auf ein im Verlag E. Ullmayer erschienenes lithographisches Porträt Bruckners mit Faksimile [IKO 89]:\r\n\"      Vermischtes.     – Im Verlage von E. Ullmayer, XVIII., Theresiengasse 8, ist.ein vortrefflich gelungenes lithographisches Porträt Anton Bruckner's mit Facsimile erschienen. Dasselbe kostet auf fünffachem Elfenbeincarton 62 Centimeter hoch und\r\n49 Centimeter breit 4 fl., 50 Centimeter hoch und 33 Centimeter breit 2 fl. 80 kr. und für Verpackung 90 kr. ö. W.\" (°).\nErster Teil eines Aufsatzes von Theodor Helm (»Anton Bruckner als Tondichter«) in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung IX, Nr. 5 auf S. 4 - 6:\r\n\"              Anton Bruckner als Tondichter.\r\n                      Von Dr. Theodor Helm.\r\n                                        I.\r\n    Noch waren die sterblichen Ueberreste Bruckner's nicht der Erde übergeben, als schon in dem ersten Blatte der Residenz aus der Feder eines namhaften Kritikers ein grosses Feuilleton erschien mit der unverkennbaren Absicht, den auf der Bahre liegenden Meister nun auch geistig in den Augen der Welt völlig todt zu machen. Es wurde ihm zunächst Originalität der melodischen Erfindung abgesprochen [... (der komplette Text kann über den Link oben gelesen werden) ...]. Wir wissen nicht, was in dem unleugbar mit grossem Geschick verfassten Artikel lediglich auf Ordre des Mufti geschrieben, was eigener Ueberzeugung des Autors seine Entstehung verdankt. [... über Heubergers Kompetenz und Urteilsvermögen ... über Hirschfelds Artikel über die 3. Symphonie in der Neuen Wiener Musikzeitung 1891 ... über Helms eigenes Verhältnis zu Bruckner ... über den ungewöhnlichen Umfang und die formale Ausweitung der Symphonien ... \"ungewohnt\" bedeute nicht \"unlogisch\" ... über das Auftreten eines zweiten Hauptgedankens, auch wieder in den Finale ...]. Wahrhaft zerschmetternd tritt ein solcher zweiter Hauptgedanke in dem ersten Satz der dritten Symphonie und dem je letzten der zweiten und vierten Symphonie auf. Armuth der Erfindung verräth eine solche überreiche gewaltige Thematik gerade nicht.\r\n                                                 (Schluss folgt.)\n     Facsimile Dr. Anton Bruckner's. *) \r\n5. Sinf.\r\nAllegro\r\n[4 Takte aus der 5. Symphonie: Hauptthema der Violoncelli, Klavierauszug] etc \r\nAnton Brucknermp.\r\n[Fußnote:] *) Im Besitze Dr. Theodor Helm's, Wien.\" (°°a).\nAuf Seite 8 ein Artikel zur Photographie auf S. 5:\r\n\"                  Zu unserem Bruckner-Bilde.\r\n    Unser interessantes Bild auf S. 5 verdanken wir der Freundlichkeit des Herrn Friedrich Ehrbar jun., welchem es durch Vermittlung Professor Schrötter's gelang, diese Aufnahme ungefähr einen Monat vor Bruckner's Tode, ohne Wissen des Meisters, vorzunehmen. Bruckner war in seinen letzten Lebensjahren photographischen Aufnahmen höchst abhold, und gelang es nur mit Mühe und öfters unter Anwendung einer Kriegslist, die Aufnahme zu erzielen. Das Bild zeigt Bruckner, wie er unter Assistenz seiner getreuen Haushälterin Kathi trotz seines Leidens es sich nicht nehmen lässt, den ihn behandelnden Professor Schrötter zum Wagen zu begleiten. Die anderen Personen sind Bruckner's Bruder und der Assistenzarzt.\" (°°b)\nund auf Seite 9 der Beilage ein Bericht über die Trauerfeierlichkeiten (»Des Meisters letzte Fahrt«):\r\n\"                 Des Meisters letzte Fahrt.\r\n     Ein imposanter Zug war es, der dem todten Meister, Dr. Anton Bruckner, das letzte Geleite gab. - Vor dem Künstlerheim im oberen Belvedere versammelten sich die zahllosen Trauergäste, die Abordnungen der Gemeinde Wien, der Wiener Universität, der Gesellschaft der Musikfreunde, der Künstler-Genossenschaft, des Wiener Männergesangvereines, des Schubertbundes und der Wiener Singakademie. Nachdem um 3 Uhr die Einsegnung der Leiche erfolgt war, trug der Wiener akademische Gesangverein unter Leitung seines Chormeisters Dr. Neubauer Bruckner's „Germanenzug” vor, worauf sich der Trauerzug zur Carlskirche in Bewegung setzte. Viele Tausende standen in den Strassen, die der Conduct passirte, und vom Belvedere bis zur Carlskirche bildete eine dichtgedrängte Menschenmenge das Ehrenspalier für den todten Meister. Während der Einsegnung in der Kirche trug der Wiener Männergesangverein unter Eduard Kremser's Leitung das „Libera” von Herbeck vor, eine sinnige Huldigung für die Manen Herbeck's, der als Erster das Talent Bruckner's entdeckt und den Meister nach Wien gebracht hat. Nachdem hierauf der Singverein die „Litanei” von Schubert vorgetragen, wurde der Sarg auf den sechsspännigen Leichenwagen gehoben, die zahllosen Trauergäste strömten aus der Kirche und schlossen einen Kreis um den Wagen, als ein junger Mediciner der Wiener Facultät vortrat und im Namen der Wiener Studentenschaft dem todten „Heros deutscher Tonkunst” einen warmen Abschiedsgruss widmete. Unter grosser Betheiligung der Wiener Bevölkerung fuhr sodann der Leichenwagen zum Westbahnhofe, von wo aus die Ueberführung und Beisetzung der Leiche im Stifte St. Florian erfolgte.\" (°°c).\nEin Artikel der Münchner Musikalischen Nachrichten berichtet von Bruckners Testament, von einer Audienz beim Kaiser Franz Joseph [am 23.9.1886] und von seinem Aufenthalt in Berlin [31.5.1891], wo er einem Bericht des Berliner Tagblattes zufolge Heiratsabsichten gehabt habe. Bei Bruckners zweitem Berlin-Besuch [Januar 1894] habe Weingartner [recte: Muck] die 7. Symphonie und Joseph Joachim [recte: Waldemar Meyer] das Quintett aufgeführt. In München [30.12.1896] und Berlin [16.11.1896] seien Aufführungen des »Te deum« geplant (°°°).\nDie Münchner Neuesten Nachrichten erwähnen im »Berliner Musikbericht« die Aufführung des Adagios der 7. Symphonie [am 26.10.1896] (#).\nArtikel (Nachruf) in »The Musical Times« 37/645, S. 742 (##).\nDie Neue Musikalische Presse Nr. 44 bringt auf S. 5 eine Kritik zur Brünner Aufführung des Quintetts am 25.10.1896:\r\n\"                   Concerte.\r\n[...]\r\n     * Der Brünner Kammermusik-Verein brachte am 25. d. M. in seinem ersten Vereins-Concerte Bruckner's Quintett in F-dur zur Aufführung. Das Publikum verhielt sich anfangs kühl, um nach dem Finale in anhaltenden Beifall auszubrechen, für welchen die Ausführenden, die Herren Koretz, Zdara, Juda, dann Josef und Franz Mraczek zu danken hatten.\" (###a)\nund teilt auf S. 7 mit, daß am 28.10.1896 ein Trauercommers abgehalten wurde:\r\n\"     Wien. Der Academische Gesangverein veranstaltete im Concertsaale des Etablissement Ronacher am 28. v. M. einen Trauer-Commers für Anton Bruckner. Der Feier wohnte ein zahlreiches Publicum bei.\" (###b)\n\r\nund daß Bruckners Originalmanuskripte der Hofbibliothek vermacht worden sind:\r\n\"           Vermischtes.\r\n     *  Die Originalmanuscripte der Compositionen Anton Bruckner's, welche derselbe testamentarisch der Hofbibliothek vermacht hat, wurden dem genannten Institute bereits übergeben. Bei der Uebergabe intervenirten der Director der Hofbibliothek, Hofrath Professor Dr. Heinrich Ritter von Zeissberg, in Begleitung des Custos des Musikaliendepartements der Hofsammlung, Dr. Franz Xaver Wöber, eines persönlichen Freundes des verblichenen Componisten.\" (###c).\nÜber den Trauercommers schreibt auch der Alpen-Bote Nr. 88 auf S. 3:\r\n\"(Trauer-Commers für Anton Bruckner.)     Ein vom Wiener akademischen Gesangverein am Mittwoch abends im Concertsaale des Etablissements Ronacher veranstaltete Trauer-Commers für Anton Bruckner war sehr gut besucht und nahm einen erhebenden Verlauf. Unter den Anwesenden bemerkte man den Rector der Wiener Universität, Professor Dr. Leo Reinisch, die Decane der juristischen und medicinischen Facultät, Obersanitätsrath Professor Dr. Max Gruber, viele Professoren aller Hochschulen, Abgeordnete, Gemeinderäthe, Vertreter der hervorragenden Gesangvereine, akademischer Corps- und Landsmannschaften etc. etc. Die Gedächtnisrede hielt Ehrenmitglied Schaumann. Vor Schluß der Trauerfeier widmete der Rector, der seinerzeit die Promovierung Bruckners zum Ehrendoctor in Antrag gebracht hatte, den Manen desselben ein Fiducit.\" (a).\r\n \nAnkündigung der morgigen Aufführung des Requiems [WAB 39]\n\r\nim Deutschen Volksblatt Nr. 2813 auf S. 9:\r\n\"    – Auf Anregung der Leo=Gesellschaft, die sich um die Aufführung religiöser Tonwerke schon zu wiederholtenmalen verdient gemacht hat, gelangt am Allerseelentage, um 10 Uhr Vormittags in der Stadtpfarrkirche am Hof das Requiem in D-moll von Dr. Anton Bruckner zur Wiedergebe.\" (b1),\n\r\nin der Neuen Freien Presse Nr. 11563 auf S. 7: \"[Kirchenmusik am Montag den 2. November.] [...] – In der Stadtpfarrkirche Am Hof um 10 Uhr: Requiem in D-moll von Dr. Anton Bruckner und \"Libera\" von P. Singer. – [...]\" (b2),\n\r\nin der Wiener Zeitung Nr. 254 auf S. 16:\r\n\"     (Kirchenmusik.) [...]\r\n     In der Stadtpfarrkirche Am Hof [...] Montag, den 2 (Allerseelen), um 10 Uhr: Requíem in D-moll von Dr. Anton Bruckner und \"Libera\" von P. Singer.\" (b3)\nund im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 301 auf S. 35: \"     * (Kirchenmusik.) [...] – In der Stadtpfarrkirche Am Hof Sonntag um 10 Uhr: [...]. Montag um 10 Uhr: Requiem in D-moll von Dr. Anton Bruckner, Libera von P. Singer. – [...]\" (b4).\r\n \nDas Programm des Philharmonischen Konzerts (mit der 7. Symphonie am 8.11.1896) wird bekannt gegeben\n\r\nim Fremdenblatt Nr. 301 auf S. 1 der 1. Beilage:\r\n„        Theater und Kunst.\r\n[...]\r\n     – Die Philharmoniker bringen in ihrem ersten Abonnementkonzerte Sonntag den 8. November, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: [.... Beethoven, Volkmann (mit Reinhold Hummer) ...]; A. Bruckner: Symphonie in E-dur, Nr. 7.\" (c1),\n\r\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 301 auf S. 5:\n„                  Theaterzeitung.\r\n[...]\r\n     * Die Philharmoniker bringen in ihrem 1. Abonnement=Concerte Sonntag, den 8. November, Mittags halb 1 Uhr im Großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: [… Beethoven, Volkmann …], Violoncello=Solo: Herr Reinhold Hummer; A. Bruckner: Symphonie in E-dur Nr. 7.“ (c2),\n\r\nin der Österreichischen Volkszeitung Nr. 301 auf S. 7:\r\n\"Theater- und Kunstnachrichten.\r\n[...]\r\n     \"    – Die Philharmoniker bringen in ihrem ersten Abonnement=Konzerte, Sonntag den 8. November, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: [.... Beethoven, Volkmann (mit Reinhold Hummer) ...]; A. Bruckner: Symphonie in E-dur, Nr. 7.\" (c3),\nim  \"Vaterland\" Nr. 301  auf S. 6:\r\n\"    – Die Philharmoniker bringen in ihrem ersten Abonnementconcerte, Sonntag 8. November, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: [.... Beethoven, Volkmann (mit Reinhold Hummer) ...]; A. Bruckner: Symphonie in E-dur, Nr. 7.\" (c4)\nund in der Wiener Zeitung (b3) auf S. 17:\r\n\"     (Philharmonisches Concert.) Die Philharmoniker bringen in ihrem ersten Abonnement=Concerte Sonntag, den 8. November, Mittags 12½ Uhr im großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: [.... Beethoven, Volkmann (mit Reinhold Hummer) ...]; A. Bruckner: Symphonie in E-dur, Nr. 7.\" (c5).\n\r\nIm Linzer Volksblatt Nr. 253 wird auf S. 4 der Text des Kodizills zu Bruckners Testament veröffentlicht:\r\n\"    – Ein Codicill zum Testamente Bruckners. Nachdem das Testament des dahingeschiedenen Meisters durch die Blätter publiciert worden, ist die Wiener \"Neue Musikalische Presse\" nun auch in der Lage, ein Codicill zum Testamente Anton Bruckners, welches derselbe in Steyr hinterlegt hatte, zu veröffentlichen. Dasselbe ist vom 25. September 1894 datiert und hat folgenden Wortlaut:\r\n          Codicill zum Testamente Anton Bruckners.\r\n     Ueber die Bestimmung meiner seligen Ueberreste ordne ich folgendes an: [... \"mein Leib nach seinem Tode\" [sic] in der Gruft in St. Florian ... Präparation, Sarg mit Glasdeckel ... St. Florian 4000 fl. Stiftung, davon 3000 für Gottesdienste, Steyr 300 fl.  ... Alternative: Gruft in Steyr, Stiftung 5000, davon 3000 für Gottesdienste ...]\r\n     25. September 1894.\r\n                                         Dr. Anton Bruckner.\r\nLudwig J. Bermanschläger, Domprediger in Linz, als Zeuge. Theodor Gutschick, Stadtpfarr-Cooperator in Steyr, als Zeuge. Franz Bayer, Regenschori in Steyr, als Zeuge.\" (d).\nBericht über die Trauerfeier, Text der Todesanzeige, Artikel über Bruckners Testament und Schattenbilder von Hans Schließmann in der »Lyra« XX, Nr. 3 (518) auf S. 6 [= S. 34]:\r\n\"               Aus der musikalischen Welt.\r\n               Anton Bruckner's Todtenfeier.\r\n     Als die erste Kunde vom Ableben Bruckner's in Wien sich verbreitete, war die vorige Nummer unserer Zeitschrift schon unter der Presse, und die „Lyra\", die deshalb neulich nur kurz den Tod des großen Musikers melden konnte, vervollständigt nunmehr den Bericht durch die Darstellung seiner Todtenfeier.\r\n     [... Anwesende: u.a. die Bürgermeister Strobach, Dr. C. Lueger und Dr. Neumayer, der Wiener Akademische Gesangverein unter Dr. Neubauer, der Schubertbund mit Obmann Fetzmann, aus Linz Göllerich, Milbeck und Floderer, Ignaz Bruckner, Rosalia Hueber, Pfarrer Dobner (Einsegnung), Födisch (Abschiedsrede) ... Beisetzung in St. Florian ...] Mit Anton Bruckner ist ein Künstlergeist erloschen, der noch mit voller genialer Ursprünglichkeit und Größe zu schaffen im Stande war, weil er, dem kraftvollen, kernhaften deutschen Bauernstamme Oberösterreichs entsprossen, von Jugend auf an die großen Ideale des Glaubens und der Edelkunst sich hielt und sich nicht von dem Tausend=Klein=Kram unserer großstädtischen Modekünstelei beirren ließ. Die „Lyra\" hat Anton Bruckner's Leben und Werke bereits seit langem und oft, unter Anderem auch schon zu einer Zeit durch Bild und Biographie zu würdigen sich bestrebt, als es noch recht wenige Anhänger und Verkünder seiner Musik gab! Die „Lyra\" wartet eben nicht, bis verdiente Männer in's Grab sinken, sondern sucht für sie und ihre Werke zu wirken, so lange es noch Tag ist, es ruhig manchen anderen überlassend, am Sarge der Todten ihre Reclamefackeln anzuzünden.\r\n    A. Bruckner's Todesanzeige. Die Gemeinde Wien hat folgende gedruckte Todesanzeige ausgegeben: Der Gemeinderath der k. k. Reichshaupt= und Residenzstadt Wien gibt, von tiefer Trauer erfüllt, hiemit Nachricht von dem Ableben des Herrn Prof. Anton Bruckner, Ehrendoctor der Philosophie der k. k. Universität in Wien, Ritter des Franz Josef=Ordens, k. k. Hoforganist, Mitglied der k. u. k. Hofmusikcapelle, Lector für Harmonielehre und Contrapunkt an der k. k. Universität Wien, Ehrenbürger von Ansfelden und Linz, Ehrenmitglied des Wiener Männergesangvereines u. s. w., welcher Sonntag den 11. October 1896, um halb 4 Uhr Nachmittags, nach langem schmerzvollen Leiden und Empfang der heiligen Sterbesacremente [sic] im 73. Lebensjahre selig in dem Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des Verblichenen wird Mittwoch den 14. d. um 3 Uhr Nachmittags vom Trauerhause, III. Heugasse 3, Oberes Belvedere, in die Pfarrkirche zu St. Carl Borromäus überführt, daselbst feierlichst eingesegnet, worauf die Beisetzung in der Stiftskirche zu St. Florian in Oberösterreich nach nochmaliger kirchlicher Feierlichkeit erfolgt. Die heiligen Seelenmessen werden Donnerstag den 15. d., um 10 Uhr Vormittags, in obgenannter Pfarrkirche, sowie in mehreren anderen Kirchen gelesen. Wien, den 13. October 1896.\r\n                    Bruckner's letzter Wille.\r\n    Für den Fall meines Ablebens treffe ich nach reiflicher Erwägung folgende letztwillige Verfügungen: [... es folgt der Wortlaut von Bruckners Testament ...]\r\n                                     Als ersuchte Testamentszeugen:\r\nFerdinand Löwe m. p., Cyrill Hynais m. p., Dr. Theodor Reisch m. p.\r\n    Bruckner=Schattenbilder. Ein gut gelungenes und charakteristisches Schattenbild Meister Bruckner's (wie er eifrig spielend an der Orgel sitzt) von Hans Schließmann ist im Verlage Rob. Mahr's in Wien erschienen.\" (e).\n\r\nEbenfalls auf Seite 6 ein Bericht von der Aufführung der 4. Symphonie am 18.10.1896 in Laibach:\r\n\"     Laibach. Die philharmonische Gesellschaft, die im Jahre 1702 gegründet, als einer der ältesten Musikvereine gelten kann, eröffnete am 18./10. die neue Spielzeit mit einem Concerte, in welchem die romantische Symphonie Ant. Bruckner's und das Vorspiel zu den Meistersingern Wagner's von einem 60 Mann starken Orchester sehr anerkennenswerth aufgeführt wurden. Seit langem wirkt diese deutsche Musikgesellschaft still und erfolgreich in windischem Gebiete. [... Kritik an der mangelnden Zusammenarbeit mit dem slowenischen Verein \"Glasbena matica\" ...]\" [keine Signatur] (e1).\nDas Feuilleton der Brünner Sonntagszeitung Nr. 3 auf S. 5, signiert »Dr. J. K.«, befaßt sich auch mit der Aufführung des Quintetts [25.10.1896 oder 4.11.1896 gemeint?].\r\n\"              Feuilleton. \r\n                  Musik.\r\nvon Dr. J. K. [...] Bruckner's F-dur Quintett.)\r\n[... über Patti als Carmen ...].\r\n     \"Carmen\" ist jene Oper, von deren Musik Nietzsche meinte, dass \"sie nicht schwitze\". Er sagte dies, als er Bayreuth abschwur und Bizet gegen Wagner ausspielte. Wie wenn sich nun der überhitzten Tonsprache Wagners der Schweiß des Contrapunktes zugesellt? Eine Frage – sie trifft die Kunst des in diesen Tagen dahingeschiedenen greisen Tonmeisters – die erfreulicher Weise angesichts des Streichquintetts in F zurücktreten kann, dessen Aufführung der Brünner Kammermusikverein dem Andenken Bruckners gewidmet hat. Es ist unserer Empfindung nach seine besonnenste, reinste Schöpfung, die stärker bleiben dürfte als seine acht Symphonien. Die strenge Form des Streichquintetts hat alle guten Geister dieser reichen Begabung herbeigerufen; sie zwang eine ausschweifende Fantasie zur Beschränkung, verbannte coloristische Excesse zu Gunsten der Zeichnung. Gerade darum ist auch das Werk nur in zweiter Linie – brucknerisch. Schreiber dieses durfte als Zeuge der Entstehung des Werkes bewundern, mit welch' außerordentlicher Sorgfalt, Hingebung und – Selbstbeherrschung Bruckner gerade an diesem Werke arbeitete, das nicht, wie so vieles Andere von ihm, Musik auf dem Papier bleiben, sondern durch das Quartett Hellmesberger klangliches Leben erhalten sollte. In Sätzen wie das [sic] klare, anmutige Scherzo, strömen die alten reinen Quellen der Musik. Und auch in den Außensätzen ist weniger die Erfindung brucknerisch, als ein paar wilde Modulationen, hartnäckig festgehaltene Gangsätzchen, kleine contrapunktische Schrullen, darunter die unvermeidliche Umkehrung der Themen, und die kleinen sich über den Schlußdreiklang festlich wölbenden Apotheosen. Alle diese kleinen Abirrungen vergessen wir aber gerne angesichts des freudigen Genusses, mit dem wir uns einem Satze, wie dem schönen Adagio hingeben. Ein wahrer Zaubergarten blühenden Gesanges, durch den uns die Geister Beethovens und Schuberts still geleiten. Hie und da machen uns allerdings nach Art mittelalterlicher Gärten einige Vexierkünste stutzig – aber das Stück verklingt wie eine wehmüthige Mahnung daran, was sein Schöpfer der Musik hätte werden können und nicht geworden ist. Mit Begeisterung und schönem Gelingen erledigte das Quartett Koretz seine schwierige Aufgabe. In guter Nachbarscgaft folgte auf Bruckner Brahms. Seine schlichte, spielselige Violinsonate in A dur ist ein Blumenstrauß von Lyrik, den Schubert binden geholfen hat. Einen wirklichen, lebenden verdiente sich Frl. Schäfer dazu, welche am Clavier redlich, gewissenhafte Arbeit verrichtete. Den Schluß machte Mozarts Es dur=Qartett [sic]; es bedeutet immer in genußreiches Ausruhen in Schönheit, wenn der heilige Name Mozart's erklingt.\" (f).\nIn der Linzer Tages-Post Nr. 253 wird auf S. 7 gemeldet, daß sich ein Tiroler Leser über die erbärmliche Spende des oberösterreichischen Landesausschusses (statt Kranz eine Spende von 25 fl für den Dombauverein) empört und daß ein Hinweis aus Enns vom 30.10.1896 sich mit Bruckners Beziehung zu Zenetti befaßt:\r\n\"    (Noch einmal Dr. Bruckner und der Landesausschuss.) Ein Tiroler, der derzeit in Linz ansässig ist, schreibt uns: \"Von einer Reise zurückgekehrt, erhalte ich erst Kenntnis davon, in welch munificenter Weise der oberösterreichische Landesausschuss den todten Meister und großen Oberösterreicher Anton Bruckner ehrte, wie er mit schmerzerfüllter Hand in den Sack griff und zur Ehrung Bruckners 25 fl., schreibe ganze fünfundzwanzig Gulden, dem Dombauvereine widmete! Mir fiel dabei ein, wie sich seinerzeit der Tiroler Landesausschuss den Manen des Dichters Hermann von Gilm gegenüber benahm. [... vorbildliches Beispiel ...]. Und unsere clericalen Landesväter haben für einen Bruckner, den sie ja stets für einen ihrer Gesinnungsgenpossen ausgaben, nichts als erbärmliche fünfundzwanzig Gulden! Wahrlich hätten die Herren den Bettel lieber behalten und gar nichts hergegeben, es wäre würdiger gewesen. Man hätte dann nicht sehr gemerkt, wie wenig Verständnis für einen großen Mann, aber auch wie wenig Verständnis für die Würde des Landes diejenigen besitzen, die sie zu wahren berufen sind.\r\n     (Aus dem Leben Dr. Anton Bruckners.) Man schreibt uns aus Enns, 30. October: Wie bekannt, war der große Meister im Reiche der Töne im Jahre 1843 als Schulgehilfe nach Kronstorf gekommen. Von Kronstorf ging er nun trotz der weiten Entfernung wöchentlich dreimal nach Enns, um bei dem im Alter von 87 Jahren am 12. October 1892 verstorbenen, tüchtigen Organisten Leopold Edlen v. Zenetti im Clavier= und Orgelspiel, insbesondere im Generalpass [sic] Unterricht zu nehmen. Leopold v. Zenetti animierte auch den verstorbenen Meister, welcher in seiner großen Bescheidenheit seine damals schon sehr hervorragenden Leistungen unter ihrem wahren Werte anschlug, zur Bewerbung um die Domorganistenstelle in Linz, wo er wie immer glänzend siegte. Eine innige Zuneigung und Freundschaft verband ihn daher auch mit dem verstorbenen Ennser Organisten Edlen v. Zenetti, und wie sich die älteren Leute gut erinnern, versäumte Bruckner nie, bei einem Besuche im Heimatlande zu seinem alten Freund nach Enns zu kommen und ihn seiner Dankbarkeit zu versichern.\" (g).\nAuf Seite 3 ein Bericht über eine Vereinssitzung am 28.10.1896:\r\n\"     Eferding, 30. October. (Liedertafel. – Abschiedsfeier.) Mittwoch den 28. d. M. hielt die hiesige Liedertafel die 11. Generalversammlung seit ihrer zweiten Gründung ab. [... erwähnt: Archivar Kneißl, Vorstand Reisser, Nadler, Chormeister Karl David, Pianistin Mizzi Loitzenbauer ...]. Herr Reisser widmete auch einen warmen Nachruf dem jüngst verstorbenen heimatlichen Tondichter Dr. Anton Bruckner und schilderte in schwungvollen Worten die Bedeutung dieses Mannes in der Geschichte der Musik. [... Jahresbericht, Vorstandswahl ...].\" (g1).\nHinweis auf die heutige Kirchenmusik im Deutschen Volksblatt Nr. 2813 auf S. 8: \"     * [Kirchenmusik für Sonntag, 1. November.] [...]. – Der Kirchenmusikverein zum heiligen Thomas in Nußdorf bringt zur Aufführung: Tantum ergo von A. Bruckner [prov. WAB 48], Messe für vier Singstimmen mit Orgelbegleitung von G. Preyer, Offertorium von F. Schöpf.\" (h)\nund in der Reichspost Nr. 267 auf S. 4: \"[...] – St.Thomas in Nußdorf, Sonntag: Tantum ergo in C von A. Bruckner, Messe vierstimmig mit Orgelbegleitung von G. Preyer, Offertorium von F. Schöpf. – [...].\" (h1).\nEin Inserat in der Neuen Freien Presse (b2) auf S. 16 macht auf Verlagserzeugnisse Rättigs aufmerksam:\r\n\"  † Anton Bruckner. †\n\"Te Deum\" für Chor, Soli u. Orchester, Partitur, fl. 6, Cl.=Auszug fl. 2.40\nSymphonie Nr. 3, D-moll, für gr. Orchester, Cl.=Auszug 4/ms. fl 6. Scherzo 2/ms.  . . . . . .  fl. 1.20\nTräumen und Wachen, für Männerchor und Tenor-Solo, Part. 48 kr., Stimmen  . . . . .  72 kr.\nVerlag von Th. Rättig in Wien, I., Wallnerstrasse 1.\" (i).\nAnkündigung des Konzerts vom 7.11.1896 im Prager Tagblatt Nr. 301 auf S. 10:\r\n\"    *** Das diesjährige I. Winterconcert des Universitätsgesangvereins Liedertafel der deutschen Studenten in Prag findet, wie bereits gemeldet, Samstag den 7. Nov. l. J. im Wintergarten des Grand Hotel statt. Dasselbe soll zugleich den Charakter einer Gedächtnißfeier für den jüngst verstorbenen Componisten Anton Bruckner tragen und wird deshalb mit dessen Chor \"Germanenzug\" eröffnet werden. Das Orchester stellt die Musikcapelle der k. u. k. 91. Inf.=Reg. Ritter von Fröhlich.\" (j).\nDen bisher ausführlichsten amerikanischen Nachruf bringt der in St. Louis (Missouri) erscheinende Anzeiger des Westens Nr. 44 auf S. 3 in der 5. und 6. Spalte (unter Verwendung des größten Teils des Artikels in den Münchner Neuesten Nachrichten vom 14.10.1896, mit minimalen Ergänzungen und dem Fehler \"1876\" statt \"1867\"):\r\n\"    Der große Musikmeister Anton Bruckner ist, wie uns bereits ein Telegramm gemeldet hat, zwei und siebzig Jahre alt in Wien gestorben, ein Tonschöpfer, dessen Bedeutung erst nach seinem Tode ganz erkannt werden wird. An ihm ist wieder das alte Wort wahr geworden, daß der große Künstler erst sterben muß, um anerkannt zu werden und in seinen Werken zu leben. Ein Menschenalter lang blieb Bruckner fast ganz unbeachtet, begegneten seine Compositionen keinem Verständniß, und als ihm spät erst Anerkennung zu theil wurde, da war er zu alt und zu kränklich, als daß er noch für den Ruhm empfänglich gewesen wäre. Bruckner ist in dem von Kaiser Franz Joseph ihm bereiteten Heim im Belvedere=Schloß an einem Herzleiden verschieden, das schon schon [die nächsten sieben Wörter kaum lesbar] seit zwei Jahren ihn peinigte und keine Hoffnung auf Heilung mehr zuließ. Seit 1876 [sic] wirkte Bruckner in Wien als Hof=Organist und lehrte am Conservatorium für Musik Orgel, Harmonielehrer und Contrapunkt. Der bescheidene Mann mit dem glattrasierten Gesicht und dem ganz kurzgeschnittenen Haupthaare war von äußerster Anspruchslosigkeit. Er wohnte früher im vierten Stocke einer Miethskaserne, und erst in den letzten Jahren hatte er durch die Fürsprache der Erzherzogin Marie Valerie ein behagliches Heim im Belvedere, wo er mit seiner treuen Wirthschafterin Kathi Kachelin [sic], die seit 25 Jahren seinen Haushalt führte, wohnte. In der neuen Wohnung fühlte sich Bruckner sehr wohl. Er unternahm in den Morgenstunden häufig Spaziergänge im Belvedere=Garten. Bruckner starb am 11. October Nachmittags gegen halb 4 Uhr. Er hatte in der letzten Zeit oft wochenlang das Bett hüten müssen. Manchmal besserte sich sein Zustand und er konnte mehrere Stunden lang auf einer Bank im Freien sitzen. Ueber Bruckners letzte Augenblicke wird den M. N. N. unterm 12. ds. aus Wien geschrieben: Gestern Mittag ging er mit seiner Wirthschafterin im Park spazieren. Nachmittags gegen halb 4 Uhr verlangte er eine Tasse Thee, plötzlich aber sank er in den Lehnstuhl zurück und war todt. In einem Testament, das auch Bestimmungen über den künstlerischen Nachlaß enthält, äußert Bruckner den Wunsch, in St. Florian bei Steyr begraben zu werden; dorthin wird die Leiche am Mittwoch überführt werden. Bruckner war unvermählt, nur zwei Geschwister bildeten seine Familie. Lange hat es gedauert, bis er sich zur Geltung durchrang; eine kleine treue Gemeinde hatte sich freilich längst um ihn geschart. Seine acht Symphonien – von der neunten hatte er nur die ersten drei Sätze vollendet – sowie sein \"Tedeum\" und seine Messe in F sind gewaltige Tonwerke. Die zweite Symphonie (in C=moll) wurde im Jahre 1876, die dritte (D=moll) 1877 von den Wiener Philharmonikern aufgeführt. Richard Wagner hatte die Widmung der dritten Symphonie entgegengenommen. Die siebente Symphonie (E) fand bei ihrer Aufführung in München stürmische Aufnahme. Das herrliche Adagio, eine Trauermusik auf Richard Wagners Tod, erregte Bewunderung. Von jener Aufführung datiert eigentlich der Ruhm Bruckners. Die achte Symphonie wurde in Wien im Jahre 1892 vorgeführt. Bruckner hat in seinen Compositionen eine Fülle von musikalischer Kraft entfaltet. Welch ein Gegensatz zwischen Künstler und Mensch! Jener titanenhaft, gewaltig,– dieser einfach, bescheiden, ja fast furchtsam und ängstlich. Wenn die Mitwelt auch erst spät seine Bedeutung erkannt hat, die Nachwelt wird ihn als einen gottbegnadeten Künstler ehren.\" [keine Signatur]. (k).\nEinen ebenfalls ausführlichen Nachruf bringt die ebenfalls in St. Louis erscheinende Westliche Post Nr. 306 (Mississippi-Blätter) auf S. 14 in der 3. Spalte:\r\n\"     Einer der bedeutendsten Tondichter für Kirchenmusik, Anton Bruckner, liegt aufgebahrt im kaiserlichen Schlosse Belvedere, wo ihm der Monarch auf Fürbitte der Erzherzogin Marie Valerie eine freundliche Gartenwohnung eingeräumt hat. Sein Lebenslauf war ein seltsamer. Als Dorfschulmeister und später als Stiftsorganist im Kloster zu St. Florian trieb er regellos seine Kunst, bis der Wiener Kapellmeister Herbeck auf ihn aufmerksam wurde und die Berufung des mehr als vierzigjährigen Mannes zum Organisten an die Wiener Hofkapelle durchsetzte. Bei Leid und Freud im Kaiserhause hat Bruckner der Orgel schwellende Töne entlockt, auch bei der Hochzeit der Erzherzogin Marie Valerie, die es ihm mit inniger Verehrung lohnte. Später wurde er zum Professor des Contrapunktes und der Harmonielehre am Conservatorium ernannt, doch mußte er sich früher einer Prüfung unterziehen; die theoretischen Fragen erließ man taktvoll dem gereiften Künstler, die Commission begnügte sich, ihm ein Thema zu geben, das er in so genialer Weise fugirte, daß sich alle vor dem Prüfling neigten. Die Universität Wien hat ihn zum Ehrendoktor ernannt, wobei der Rektor bei Ueberreichung des Diploms sagte: \"Ich, der Rektor der Wiener Universität, beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhag.\"\r\n     Der Einfluß Richard Wagner's war mächtig über Bruckner, und die Wagnerianer haben viel zur Popularisirung seiner Tonwerke beigetragen. Man hat ihn stets mit Beethoven verglichen; gleich ihm hat er neun Symphonien geschrieben, von denen die dritte Richard Wagner, die vierte \"Die Romantische\", dem unglücklichen Baiernkönig Ludwig dem Zweiten [sic] gewidmet ist. Die neunte ist unvollendet, es sind nur drei Sätze vorhanden, der vierte sollte, nach des Componisten eigenen Worten, \"dem lieben Gott gewidmet sein.\" In seinem Testament fand sich die Verfügung, wenn er diesen vierten Satz nicht beenden würde, sein Tedeum als Schluß anzufügen. Der letzte Wille enthält auch die Bestimmung, daß er in der Stiftskirche zu St. Florian unter der großen Orgel begraben werden möge, obgleich der verstorbene Bischof von Linz, der starre Verfechter der Kirchenrechte, Rudigier, der in trübsten Stunden von Bruckne's Orgelspiel Beruhigung erfahren hatte, längst eine Grabstätte in der dortigen Domkirche für ihn gesichert hatte. Der dreiundsiebzigjährige Mann starb ohne Todeskampf; mehr als je gleicht sein edles Antlitz dem römischen Imperator Claudius. Weltliche Musik hat er nie geschrieben; er war der Tondichter der Kirche, der katholischen Kirche, der Messen, des Tedeums, der Symphonien und der virtuoseste Orgelspieler unserer Tage. Ein tüchtiger hiesiger Musikkritiker sagt heute von ihm: \"Hat Bach die Gebote Gottes komponirt, so hat Bruckner die richtigen Töne für die Gebote der Kirche gefunden, für den brennenden Eifer zürnender Glaubensfanatiker.\" Im Leben aber war er mild, freundlich und bescheiden wie Wenige, und er wird betrauert, wie es nur Wenigen zu Theil wird. Die Ueberführung und Beerdigung findet auf Kosten der Stadt Wien statt.\" [keine Signatur] (l).\nArtikel über die Aufführung der 4. Symphonie in Frankfurt [30.10.1896] \"Anton Bruckners Symphonie in E. [recte: Es] in Frankfurt A. M.\", signiert \"r.\", in den Neuesten Nachrichten München (m).", "Letzte Änderung": "02.05.2026 08:23"}, {"ID": 189711015, "Datum": "1.11.1897, Montag", "Haupttext": "\"... Ein wertvolles und ehrendes Angebinde erhielt die Steyrer Liedertafel, indem ihr aus dem Nachlasse des verstorbenen Symphonikers Dr. A. Bruckner das Original-Manuscript \"Libera\" für Chor, Posaunen und Orgel [WAB 22?] als Andenken an den Meister gewidmet wurde.\" (*)\r\nauf Veranlassung von Theodor Reisch und mit Einverständnis von Ferdinand Löwe und Franz Schalk (**).\nAufführung eines \"Tantum ergo\" [prov. WAB 48] unter Georg Schedl in der Pfarrkirche St. Thomas in Nußdorf (***).\nDie Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 5 kündigt auf S. 14 die Aufführung des Quintetts durch das Prillquartett [am 19.2.1898] an (°).\nIn der Wiener Montagspost Nr. 179 erscheint auf S. 6 eine Rezension, in der bei einem dänischen Komponisten fremde Einflüsse festgestellt werden:\r\n\"     Neue Musikalien. [... Breitkopf &amp; Härtel ...] – In demselben Verlage erschien eine „Nocturne\" für Mezzosopran, Solo-, Flöte und Streichinstrumente von Asger Hamerik. Zu Anfang glaubt man eine Faust-Ouverture von Wagner, Liszt, Bruckner oder irgendeinem Vertreter der neuen Richtung zu hören. Der Componist ergeht sich in die denkbar möglichen und unmöglichsten Accorde und Modulationen (wenn man das so nennen darf.) Ein Chaos von Ouerständen übermäßiger Accorde sind wahrscheinlich dazu da, um dem Zuhörer den Kopf recht dick zu machen, [...]\" [keine Signatur]\" (°°).", "Letzte Änderung": "31.08.2026 12:41"}, {"ID": 189701115, "Datum": "11.1.1897, Montag", "Haupttext": "In der Allgemeinen Zeitung München Nr. 11 wird auf S. 6 die Aufführung der 4. Symphonie am 13.1.1897 angekündigt (*).\nHinweis auf die Aufführung der d-Moll-Messe am 15.1.1897 [recte: 17.1.1897] in der Neuen Freien Presse Nr. 11633 auf S. 3 (**).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 20:17"}, {"ID": 189811015, "Datum": "1.11.1898, Dienstag", "Haupttext": "Die Zeitschrift \"Lyra\" berichtet auf S. 32(6) über die Sitzung am 21.10.1898. Für das Bruckner-Denkmal werde die Tilgner-Büste für 2400 fl. erworben, den Sockel mache Fritz Zerritsch (*).\nIn der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 6 [recte Nr. 5?] wird auf S. 4 die Aufführung der 4. Symphonie in Dresden [am 9.11.1898] angekündigt (**).\r\nAuf derselben Seite ist die Berliner Aufführung der 5. Symphonie [am 24.10.1898] verzeichnet (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189801115, "Datum": "11.1.1898, Dienstag", "Haupttext": "Kritik von Josef Scheu [zur 3. Symphonie] in der Arbeiter-Zeitung (*). Weitere Besprechungen in der Deutschen Zeitung Nr. 9351 (**), \nin der Neuen Freien Presse (***) \nund in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 10 auf S. 5, signiert \"Hagen\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189911015, "Datum": "1.11.1899, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie [durch den Breslauer Orchesterverein unter Maszkowski (*a)]  in Breslau (*).\r\nDazu erscheinen Kritiken in der Breslauer Zeitung 1899 Nr. 775 und der Schlesischen Zeitung 1899 Nr. 775 (*b).\nDie \"Lyra\" berichtet auf S. 33 von der Aufführung von e-Moll-Messe, \"Ave Maria\" [WAB 6] und \"Locus iste\" am 15.10.1899 und von der Enthüllung des Bruckner-Denkmals am 25.10.1899 (**).\nDie Reichspost Nr. 250 kündigt auf S. 11 den Vortrag von Prof. Gaigg von Bergheim am 5.11.1899 an (***).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 22:12"}, {"ID": 190011015, "Datum": "1.11.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung bringt die Fortsetzung von Theodor Helms Artikel vom 28.10.1900 (*) In der \"Lyra\" wird auf S. 33 die Aufführung des 150. Psalms für den 10.2.1901 [recte 20.1.1901] angekündigt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190001115, "Datum": "11.1.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Kritiken zur Aufführung des Quintetts am 3.1.1900 erscheinen\nim Illustrierten Wiener Extrablatt auf S. 10f, signiert \"rbt.\" [recte 10.1.1900], (*)\r\nund im Neuen Wiener Journal Nr. 2232 auf S. 8 (**).", "Letzte Änderung": "12.06.2026 10:11"}, {"ID": 190101115, "Datum": "11.1.1901, Freitag", "Haupttext": "Hinweis auf die Aufführung des 150. Psalms am 20.1.1901 in der Reichspost Nr. 9 auf S. 11.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190311015, "Datum": "1.11.1903, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der Aufführung des \"Te deum\" (am 16.10.1903 in Birmingham) in The Musical Times.", "Letzte Änderung": "14.06.2026 19:59"}, {"ID": 190301115, "Datum": "11.1.1903, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Felix Mottl [vermutlich an Theodor Helm, vgl. 9.1.1911]:\n\"[Vordruck: \"MOTTL | KARLSRUHE | 44 WESTENDSTRASSE\"]\n                  K. 11.1.1903.\n     Hochverehrter Herr und Freund!\nHaben Sie vielen Dank für Ihren sehr freundlichen Brief und für Ihren Rath, betreffs des Programmes vom 30./I. Sie haben wohl Recht, daß die Bruckner-Symphonie [4. Symphonie am 30.1.1903]  mit ihrem unerbittlichen Ernst zum Schlusse des ausgedehnten Programmes deplacirt sein könnte! Andrerseits ist es bedenklich mit der Tannhäuser-Musik zu schliessen, da dieselbe in ein zartestes Pianissimo verhaucht! Aber schliesslich ist dieses Bedenken geringer, als das von Ihnen wegen Bruckner beigebrachte! Ich habe heute an Gutmann und Schönaich geschrieben, (welcher letztere sich sehr für mein Concert interessirt,) und die beiden Herren gebeten, sich mit Ihnen ins Einvernehmen [zu setzen (?) ... 2. Seite nicht abgebildet]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190611015, "Datum": "1.11.1906, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch den Lehrergesangverein unter Mottl in München (*) [in einem Konzert der Musikalischen Akademie? (*a)].\nBrief von Max Reger an Felix Mottl:\r\n     Beglückwünscht ihn zu der »grandiosen Aufführung« von Bruckners Messe. Bittet um die Probentermine zum Bachkonzert und der Serenade und teilt seine Reisetermine mit sowie Terminvorschläge für die Proben mit. Schreibt einige Bemerkungen zu der Interpretation seiner Serenade. \"[...] Soeben kom[m]e ich von der Bruckner'schen Messe nach Hause; es war eine grandiose Aufführung, beste Glückwünsche! [...]\" (*b).\n\r\nHinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Reichspost Nr. 250 auf S. 11 (**).\r\nIn der Kritik zum 1. Philharmonischen Konzert [am 28.10.1906] auf derselben Seite, signiert \"G. v. B.\" [Gaigg von Bergheim], wird Bruckner erwähnt (**a).\n\r\nAufführung des fünfstimmigen Tantum ergo (WAB 42) unter Ignaz Weber in der Marienkirche in Neumargareten (***).\n\r\nIm Neuen Wiener Journal Nr. 4680 erscheint auf S. 17 eine Anzeige des Verlages Doblinger, in der auf die Aufführung der f-Moll-Messe am 7.11.1906 hingewiesen wird und folgende Werke aufgelistet sind:\r\ndie f-Moll-Messe (Klavierauszug von Josef Schalk, Partitur, Orchester- und Chorstimmen), die vierhändigen Klavierauszüge von Ferdinand Löwe und Josef Schalk (1., 2., 5., 6. und 9. Symphonie), die [zweihändigen] Klavierauszüge von August Stradal (1. - 8. Symphonie) und Löwe (9.), Erinnerung, die Klavierauszüge von e-Moll-Messe, 150. Psalm und Helgoland von Hynais und die Chöre Mitternacht (WAB 80), O könnt ich dich beglücken (WAB 92), Der Abendhimmel (WAB 56) und Das Hohe Lied (WAB 74) in Hans Wagners Einrichtung (°).\r\nAuf S. 10 wird gemeldet, dass am 6.11.1906 die öffentliche Generalprobe für das Gesellschaftskonzert [mit 3. Symphonie und f-Moll-Messe] stattfindet (°°).\n\r\nIn der Österreichischen Volkszeitung Nr. 302 erscheint auf S. 6 ein Bericht, signiert \"B. B-t.\" [Balduin Bricht], über das Konzert mit dem Adagio der 7. Symphonie und der 8. Symphonie [31.10.1906] (°°°).", "Letzte Änderung": "30.07.2026 12:58"}, {"ID": 190601115, "Datum": "11.1.1906, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Nikisch im 12. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (erstmals dort).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190711015, "Datum": "1.11.1907, Freitag", "Haupttext": "Bis zu diesem Tag ist Ignaz Bruckner als Kalkant in St. Florian tätig.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190701115, "Datum": "11.1.1907, Freitag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 18853 berichtet auf S. 6 vom Konzert am 10.1.1907, bei dem ursprünglich die 3. Symphonie aufgeführt werden sollte (signiert \"S. L.\"):\n\"          THE HALLÉ CONCERTS.\n                     PROGRAMME.\nSymphonie No. 4 . . . . . . . . . .  Beethoven\n[... Mendelssohn, Wagner, Saint-Saens, Cherubini ...]\n     At last night's concert the music of the printed programme was preceded by the Moorish Trauer Music composed by Mozart on the death of a friend who was a Freemason. This was of course intended as a mark of respect for the late Mr. James Forsyth, whose connection with the Hallé Concerts has been so long, arduous, and honourable.\n     In the programme proper there was a surprise awaiting the audience–a surprise that would be a disappointment to very many, and yet a relief, perhaps, to more. It was the substitution of Beethoven's Fourth Symphony for the promised symphony by Bruckner. It was a pity, which it is to be hoped was unavoidable, that people should have to come to the concert under so serious a misapprehension. Dr. Richter has recently, in \"Die Musik,\" protested himself, to some extent at least, a champion of Bruckner, and it is to be hoped it may also be taken for granted that the admirers of Bruckner who came to the concert last night, only to be disappointed, will have some consideration shown to them before the close of the season. The great crowd at the concert probably came mainly to hear Lady Hallé, who played once more, in her way that is in so many respects incomparable, Mendelssohn's Concerto. [... über die anderen Programmnummern ...].        S. L.\"", "Letzte Änderung": "21.04.2023 12:03"}, {"ID": 191001115, "Datum": "11.1.1910, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Katharina Kachelmayr an Ignaz Bruckner [von fremder Hand geschrieben, Eingangsstempel St. Florian 12.1.1910]: \n\n     Teilt in Beantwortung seiner Karte mit, dass sie \"gleich nach Erhalt des Geldes\" ihm gedankt habe. Ob er ihren Brief nicht erhalten habe? Adresse: III. Adamsgasse 12 Tür 2.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191111015, "Datum": "1.11.1911, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung von Gräflingers Bruckner-Biographie im »Musiksalon«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191101115, "Datum": "11.1.1911, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der 4. Symphonie in »Der Bund« [Bern].", "Letzte Änderung": "24.08.2025 08:07"}, {"ID": 191211015, "Datum": "1.11.1912, Freitag", "Haupttext": "Dem Bericht zum Konzert am 31.10.1912 in The Manchester Guardian Nr. 20667, signiert \"S. L.\", könnte man entnehmen, dass eine angekündigte Bruckner-Symphonie [prov. WAB 86] [siehe die Anmerkung] durch Mozarts Es-Dur-Sinfonie ersetzt wurde:\n\"            THE HALLÉ CONCERTS.\n                      PROGRAMME.\n[... Mozart, Tschaikowsky, Bantock, Händel/Mottl, Liszt und Brahms ...]\n     For last night's Hallé Concert, if we are not mistaken, one of Bruckner's symphonies was promised at the opening of the season. As the symphony in E flat of Mozart was brought forward from a later concert, we trust that Bruckner's symphony is no more than postponed, for Bruckner has been an unfortunate composer amongst us, and we still hope that this winter will see something more like justice shown to him. [... über Mozart und die anderen Werke ...]. S. L.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191301115, "Datum": "11.1.1913, Samstag", "Haupttext": "Kritik zur Amsterdamer Aufführung der 2. Symphonie im Algemeen Handelsblad (*).\n\n\nJoseph Riederer bestätigt, 4 Kr für die Totenschaugebühr (Ignaz Bruckner am 4.1.1913) erhalten zu haben (**).\n\n\nJohann Leixl quittiert den Empfang von 84 Kr für die Rechnung vom 10.1.1913 (Sarg für Ignaz Bruckner) (***).\n\n\nAufführung der 4. Symphonie durch das St. Louis \nSymphony Orchestra unter Max Zach im Odeon in St. Louis. Auf dem Programm stehen \naußerdem Werke von Wolf-Ferrari, Volkmann (Solist: Carl Webster, Cello) und Chabrier (°).\n[Wiederholung vom 10.1.1913.]\n\n\nDer St. Louis Globe-Democrat Nr. 237 bringt auf S. 4 eine Besprechung des gestrigen Konzerts:\n\"                 FINEST MUSIC MATINEE\nST. LOUIS SYMPHONY ORCHESTRA AND CELLO SOLOIST IN BEST FORM.\n\n                                      [...]\n     At the seventh Symphony Orchestra concert yesterday afternoon the body of the programme was German, the ornamentations Italian and French. Mr. Zach began with the Wolf-Ferrari overture to The Secret of Suzanne, and followed with Bruckner's \"Fourth Symphony\" in E flat, known as the \"Romantic.\" [... wetterbedingt schlechter Besuch ... \"one of the pleasantest musical afternoons\" ...].\n     And so it was, richly and resonantly. [... Wolf-Ferrari ...].\n     Then came Anton Bruckner's important symphony. Again is Mr. Zach to be commended for choosing this work, in which the unhappy composer attempts to say a great deal, but has to fall back on numerous inconsequential repetitions to fill his symphonic form.\n                 As to Bruckner's Romantic.\n     Abounding in many curiously wrought tone effects which demonstrate the possesion on the part of the tone-poet of a firm grasp of orchestral resource, Bruckner's Romantic keeps the word of promise to the ear, but breaks it to the heart. Its message is nothing in particular and leaves the dirigent no choice save that of following his partiture. The andante, in nearly all other similar works a melodious and dignified passage, becomes a series of almost funeral strains in the Bruckner; and, as on a former occasion, while the orchestra was playing it, the bells of the near-by Rock Church tolled, the hour being 3:30 (their custom always in the afternoon), and this added the further note of lugubriousness to the moment. The audience, however, instinctively assured itself that this sad strain could not last. Nothing preceding indicated that an andante ought to be transformed into a marcia funebre, even though one sad-hearted German, struggling with adverse life conditions, could not have been in a joyous humor when he wrote it. The succeeding scherzo was truly bright, \"heiter,\" as the Germans would say, joyous, almost jocose, as we have it in  our mother tongue. The finale partook of a martial nature. While the orchestra wrought earnestly to weave into a cable of perdurable toughness all the loose strands of the previous movements it was beyond the band to do more than accentuate the pale content of the composition. Mr. Zach extracted all its music value, but it was plainly to be seen that he had to call on his reserve force to do it.\n                  Webster Simply a Joy.\n\n      A little innovation in cello-solo presentation [... Cello-Podest, \"ein Resonanzboden\" ... zwei Zugaben ... Chabrier ...].\n     To-night at 8:15 the same programme will be repeated.\" [keine Signatur] (°°).\n\n\nDie St. Louis Post-Dispatch Nr. 144 schreibt auf S. 4:\n\"SOLO CELLIST AND ORCHESTRA SCORE AT ODEON CONCERT\n\n                             [...]\n     By RIPLEY D. SAUNDERS.\nTHE Symphony Orchestra essayed its first interpretation of Wolf-Ferrari's \"Secret of Suzanne\" overture at its Odeon concert of Friday afternoon, to be repeated this evening, and also presented, for the first time in St. Louis, the Symphony No. 4 in E Flat of Anton Bruckner's composing.\n     [... Carl Webster (Bostoner Cellist), Volkmann a-Moll op. 33, 2 Zugaben ...].\n     Max Zach's men presented [... Wolf-Ferrari ...]. Then, in fine contrast with this superficial though piquantly relishful \"bit,\" they gave to the Bruckner symphony as full a revelation of inner meaning as is possible to that composition.\n     Bruckner, however, does not measure up to the standard of genuinely great symphonic dreamers. He says a vast lot of things–in quantity–and his inventive ingenuity is marvelous, as, also his knowledge of the orchestra as an expressional voice. But he says nothing really big and deep, and, indeed, does not carry to a satisfying conclusion the many things which he apparently starts out to say.\n     He approaches most closely the complete expression of a mood in the second movement of this symphony, the andante, but there his form is not correct, the song of his singing being far more somberly dramatic, even tragic, after the fashion of a dirge, than purely lyric. But there is much richness and novelty in the score, the full beauty of which was well developed by the Symphony Orchestra's treatment.\n     The ever popular and colorfully picturesque  \"Espana\" rhapsody of Emmanuel Chabrier's composing, constitutes the program's final number. [...]\n     And such a vile afternoon as it was, speaking by the weather card! Lowering dun skies of a dismal gray-brown, a persistant rain of exasperating chilliness, streets fairly swimming in sleety slush, sidewalks slippery and wetly treacherous–the wonder is that enough people to fill the Odeon nearly half full were sufficiently loyal to music to venture out in such a day.\" (°°°).\n\n\nThe St. Louis Star and Times Nr. 11288 bespricht das Konzert auf S. 7:\n\"Carl Webster Wins Favor of Symphony Audience\n\n     Rain and slush did not prevent a good crowd going to the Odeon, Finney and Grand avenues, Friday afternoon, to hear the Symphony Orchestra, aided by Carl Webster, violoncellist, who appeared as soloist.\n[...]\n     The house was more than half filled. [... Volkmann, 2 Zugaben ... Wolf-Ferrari ...].\n     The somewhat heavy and stilled Symphony No. 4 in E flat, by Anton Bruckner followed. Though this Austrian's light symphonies are not branded as meritorious by the musical world, this one was received by the concert-goers Friday with a measure of genuine admiration. The intricate inwoven melodies offered no impediment to Mr. Zach and his musicians. He made the meaning of the composition obvious. The printed programme presented both a biographical sketch of the author and an explanation of the music of each number, thus lending personal interest as well as teaching \"how to listen.\" In presenting this fourth symphony. Mr. Zach gave an offering not before heard in St. Louis. It is rather austere music, at times catching the mood of Wagner, and always abounding in originality of melody.\n     The \"Espana\" rhapsody, [...]. It was perhaps the most generally enjoyed of all the orchestral work. The programme will be repeated tonight.\n     [... Ankündigung der nächsten Konzerte ...].\" [keine Signatur] (#).\n\n\nDie Westliche Post Nr. 11 (St. Louis, Missouri) schreibt auf S. 5:\n\"                              Das Symphonie-Konzert.\n             Orchester und Solist bieten vorzügliche Leistungen.\nBruckner's Symphonie No. 4 die Glanznummer des Orchesterprogramms.\n       Carl Webster findet als Solo-Cellist begeisterte Aufnahme.\n\n     Das [sic] trotz des miserablen Wetters der Besuch des gestrigen Symphoniekonzerts kaum hinter dem der übrigen bisherigen Freitag Nachmittag-Konzerte blieb, bewies zur Genüge, daß diese Konzerte unter ihren regelmäßigen Besuchern festen Fuß gefaßt haben, und daß sie die Genüsse, die ihnen bei denselben geboten werden, hoch genug schätzen, um sich nicht durch lästige Witterungsverhältnisse von ihrem Besuch abhalten zu lassen. [... Hochgenuss ... Carl Webster (Volkmann und zwei Zugaben) ...].\n     Die Glanznummer des Orchesterprogramms war unstreitig Bruckner's Symphonie No. 4 (Romantisch\"), die bei dieser Gelegenheit zum ersten Male in St. Louis zu Gehör gebracht wurde. Das Tonwerk erfuhr durch das Orchester unter Max Zach's Leitung eine Wiedergabe, die seine Schönheiten und Eigenheiten zur vollen Geltung kommen ließ. Seiner Bezeichnung \"romantisch\" kommt es im dritten Satz einem wunderhübschen Scherzo, am nächsten. Im Allgemeinen ist es eine recht gefällige Tondichtung, der durch eine reiche Instrumentation ein imposantes Gepräge verliehen wird. Wenn man in dem vierten Satz vielleicht eine weniger starke Verwerthung der Blechinstrumente wünschen möchte, so ist das doch schließlich Geschmackssache, die den eigentlichen Werth des Tonwerks nicht beeinträchtigt. Die Streichinstrumente haben eine sehr dankbare Aufgabe und dasselbe gilt von den Flöten und Klarinetten, Und da gerade in dieser Hinsicht die Leistungsfähigkeit unseres Orchesters auf einer hohen Stufe der Vollkommenheit steht, konnte eine vorzügliche Wiedergabe des Tonwerks nicht ausbleiben.\n     Das Konzert wurde mit der Ouvertüre zu \"Susannes Geheimniß\" von Wolf-Ferrari eröffnet [... Chabrier ... Lob für das Orchester ...].\n     Das Konzert wird heute Abend wiederholt.\n     [... die nächsten Konzerte ...].\" [keine Signatur] (##).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191401115, "Datum": "11.1.1914, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Meininger Hofkapelle unter Max Reger in einem Konzert des Musikvereins in der Landauer Festhalle. Auf dem Programm stehen zuvor Wagners Tannhäuser-Ouvertüre und danach Regers Romantische Suite und das Meistersinger-Vorspiel (*).\n \nAufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Martin Spörr im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistinnen in einem Duett aus Mozarts \"Figaro\" sind Steffi Freyer und Louise Kornfeld (**).\n \nThe Boston Globe Nr. 11 macht auf S. 39 auf das Konzert mit der 9. Symphonie [am 16./17.1.1914] aufmerksam:\n\"Harold Bauer, Soloist at the Symphony Concerts\n     Dr Muck's annual offering of a Bruckner sympony [sic] is set for this week when he will play the ninth or \"Unfinished\" symphony of the great Austrian master. This ninth symphony of Bruckner's has appeared but twice on the Boston programs of the orchestra, in 1904 when Mr Gericke played it and in the Fall of 1907 when Dr Muck performed ist. The Bruckner symphony will occupy the first part of the program.\n     The second part will be devoted to Brahm's [sic] concerto for pinaforte [sic] in D minor, No. 1, opus 14. The soloist will be Harold Bauer. This cencerto [sic] has been played but once at a Symphony concert here, and then by Bauer in the Fall of 1900.\" (***).", "Letzte Änderung": "06.08.2024 15:57"}, {"ID": 191601115, "Datum": "11.1.1916, Dienstag", "Haupttext": "The Dayton Herald (Dayton, Ohio) bringt auf S. 6 einen Artikel, in dem erörtert wird, wie man das Publikum für moderne Werke erwärmen könnte:\n\"   The Music Festival As Source of Education\n                 By DR. ERNST KUNWALD.\nConductor of the Cincinnati Symphony Orchestra, in the January \"Craftsman.\"\n                                PART I.\n\"I believe that the way for America to become a musical nation is for all the people, young and old, rich and poor, to wish to play good music. When you play music yourself, serious music, Chamber music, you at once become a better listener [...\n     [... Bedeutung von Musik-Festivals ... Mitwirkung von Chören mit zwei Jahren Vorbereitungszeit ... Beispiel Cincinnati ... zunehmendes Interesse in Schulen ... Nachmittagskonzerte ...].\n     \"A great factor in our musical life is our symphony orchestra, about which, as it is connected with me personally, I rather like not to say too much. [... kaum Unterschiede im Publikumsgeschmack zwischen Europa und Amerika ... populäre Novitäten im Vorteil ...], but with the serious music which is new I find everywhere that training is necessary to bring about a genuine appreciation. Where it is impossible to give a complicated modern novelty twice in a season or two consecutive seasons, because of the restricted number of concerts, as for instance in Cincinnati, I recommend very highly the institution of lectures, such as I have accustomed myself to give before the performance of a difficult work. For instance, the last time I gave a Bruckner symphony the people were not very enthusiastic, but before performing a Bruckner symphony again I gave a lecture to my public, in which I told them many things about this work, and played parts from the score, and I am confident that at the next concert which I am to give, the Bruckner symphony will be understood with a great deal of interest and pleasure.\"\n[Die Fortsetzung des Artikels enthält die Zeitung vom 4.2.1916.]\n[Einführungsvortrag am 1.12.1915, Aufführung der 4. Symphonie am 17./18.12.1915]", "Letzte Änderung": "02.05.2023 21:42"}, {"ID": 191611015, "Datum": "1.11.1916, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Wilhelm Stenhammar (*).\n\n\nBesprechung des gestrigen Konzerts mit dem Quintett in The Boston Globe Nr. 124 auf S. 2:\n\"                  KNEISEL QUARTET\n\n                                  [...]\n     The Kneisel Quartet–Messrs Kneisel, Letz, Svecenski and Willeke–began its 32d season yesterday at Steinert Hall with the first of the series of four concerts, which will be held in the afternoon instead of evening. The audience nearly filled the hall and was cordial. The program included Bruckner's quintet in F major for two violins, two violas and 'cello, with Louis Bostelmann as the second viola; [... Rubinstein, Beethoven ...].\n     The quintet opened the season cautiously. Perhaps the first work of the year should not be chosen with daring. But Bruckner was not merely a conservative. He can be seen in this music pottering about the classroom, expounding a detail, warning, admonishing, correcting. Literal, pedantic, dust-covered pages, with much that is hopelessly dull, with few momentary ideas that have beauty. There is the chief theme of the first movement, at once given out by the first violin, or thoughts in the slow movement escaping the childishness which some fondly believe is simplicity in Bruckner and naivete. Endless and reasonless repetition of an idea, a foolishly abrupt ending of movements, as a jack-in-the-box, needless length, the record of a limited and pedestrian imagination. The performance was the first at these concerts. Some applauded warmly.\n     Rubinstein's sonata [... Willeke ...].\n     Mr Ebell, as a less experienced artist, played creditably, in many recpects well. [...]. The ensemble performance of the Bruckner was careful, painstaking and made no attempt to give rhetorical effect to uninspired measures.\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191711015, "Datum": "1.11.1917, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Symphonieorchester Helsingfors unter Karl Ekman.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191701115, "Datum": "11.1.1917, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Blüthner-Orchester im 5. Sinfonie-Abend.\nAls Solistin in Arien von Mozart und Richard Strauss wirkt Lola Artot de Padilla mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191811015, "Datum": "1.11.1918, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Ernst Decsey \"Die Perle des Jahrhunderts\" (1. Teil) in der Österreichischen Rundschau, Jg. 20, auf S. 124 - 135. [Fortsetzungen S. 172-179 und S. 223-230]", "Letzte Änderung": "09.06.2025 13:11"}, {"ID": 191801115, "Datum": "11.1.1918, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe in Budapest. Solist in Liszts \"Totentanz\" ist Theodor Szanto (*).\n\n\nAufführung der 5. Symphonie durch das New York Philharmonic Orchestra unter Josef Stransky im 8. Konzert um 14:30 Uhr in der Carnegie Hall in New York.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Delius, Saint-Saens (Violinkonzert mit dem Konzertmeister Alfred Megerlin) und Berlioz (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191901115, "Datum": "11.1.1919, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Adagios der 7. Symphonie (Fassung für Bläser von Löwe, in memoriam Viktor Adler) durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe in einem Arbeiter-Symphoniekonzert im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solisten in Beethovens 9. Sinfonie sind Mina Lesler, Olga Bauer-Pilecka, Karl Fälbl und Rudolf Moest.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 11:58"}, {"ID": 192101115, "Datum": "11.1.1921, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Hoesslin in Mannheim (*).\n\nAufführung der 3. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Hermann Abendroth im 7. Gürzenich-Konzert in Köln (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192211015, "Datum": "1.11.1922, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe in einem außerordentlichen Konzert des Konzertvereins im Großen Konzerthaussaal in Wien. \"Volkstümliche Preise. Karten zu 15,000, 10,000, 5000 K., Stehplätze 3000 K.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192201115, "Datum": "11.1.1922, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Siegmund von Hausegger (*).\nArtikel der Arbeiter-Zeitung auf S. 9 über das Konzert vom 13./16.1.1922 (mit der 4. Symphonie) (**).", "Letzte Änderung": "06.09.2025 21:22"}, {"ID": 192411015, "Datum": "1.11.1924, Samstag", "Haupttext": "Die Aufführungen der 8. Symphonie unter Clemens Krauß am 6. und 7.11.1924 werden angekündigt \n\nim Neuen Wiener Journal Nr. 11119 auf S. 27 (*) \n\nund in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 301 auf S. 8 (**). \n\nAuf derselben Seite Hinweis auf die Bruckner-Feier des Unterrichtsministeriums mit der b-Moll-Messe (***) \n\nund die Mitteilung, dass die Rathaus-Ausstellung \"Ernste Musik in Wien von Anton Bruckner bis zur jüngsten Gegenwart\" bis zum 15.11.1924 geöffnet bleibt (°).\n\n\nAnkündigung der morgigen Kirchenmusik in der St. Pöltner Zeitung Nr. 44 auf S. 3 (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192511015, "Datum": "1.11.1925, Sonntag", "Haupttext": "Artikel \"\"Bruckner\" von Ernst Kurth\", signiert \"W. Z.\", in der Mitteldeutschen Zeitung [Berlin].", "Letzte Änderung": "05.08.2026 06:50"}, {"ID": 192611015, "Datum": "1.11.1926, Montag", "Haupttext": "Erste deutsche Aufführung des Requiems [WAB 39] durch den Chorverein St. Rupert unter Josef Ruzek in einem Konzert der »Deutschen Bruckner-Gemeinde zur Pflege geistlicher Musik« (Vorstand: Alfred Zehelein) in München (*).\nBericht der Arbeiter-Sänger-Zeitung auf S. 199 über die Aufführung von »Herbstlied« am 9.10.1926 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192601115, "Datum": "11.1.1926, Montag", "Haupttext": "Wiener Premiere von Ernst Decseys Theaterstück »Der Musikant Gottes« im Stadttheater (*).\n \nThe Daily Times Nr. 13 (Davenport, Iowa) bringt auf S. 20 den Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"Manoly Declares Symphonic Jazz Is Merely a Fad\n[...] nothing but a fad [...].\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n     [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2025 18:44"}, {"ID": 192711015, "Datum": "1.11.1927, Dienstag", "Haupttext": "Eine Aufführung des Quintetts in München wird ab 17:55 Uhr vom Sender München übertragen.", "Letzte Änderung": "06.05.2025 08:28"}, {"ID": 192701115, "Datum": "11.1.1927, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des Andante der f-Moll-Symphonie durch das Orchester \"Little Symphony\" unter Adolf Tandler um 20:15 Uhr im Shakespeare Clubhouse in Pasadena. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Mozart (\"Idomeneo\"-Ouvertüre), Eugen Goossens jr., Strawinsky (\"Three Japanese Poems\") und Sigurd Frederiksen (*).\n \nAnkündigung desselben Programms für morgen im Hollywood Daily Citizen Nr. 244 (Los Angeles Evening News, Hollywood, California) auf S. 2:\n\"TANDLER LITTLE SYMPHONY HERE TOMORROW NIGHT\n[...]\n     Bruckner's \"Andante\" from the posthumous Symphony in F minor will be played and the program will close with Sigurd Frederiksen [... Mitglied des Philharmonischen Orchesters Los Angeles ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 21:37"}, {"ID": 192811015, "Datum": "1.11.1928, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik zur 6. Symphonie von Wilhelm Peterson-Berger in Dagens Nyheter (*).\nRadio München sendet um 11:30 Uhr eine Morgenfeier, bei der das Ave Maria [WAB 7], Marienlieder für Alt, Violine und Klavier, bearbeitet von Oscar von Plander, und Bruckners Quintett (alle vier Sätze) aufgeführt werden (**).", "Letzte Änderung": "02.06.2025 13:39"}, {"ID": 192911015, "Datum": "1.11.1929, Freitag", "Haupttext": "Kritik zur 9. Symphonie von Adolf Aber in den Leipziger Neuesten Nachrichten (*).\r\nTheodor Armbruster reagiert 14 Tage später mit einem Artikel »Bruckner, Nikisch und wir« in der gleichen Zeitung (*a).\nEin weiterer Artikel von ihm »Bruckners Neunte im Gewandhaus im Spiegel der Leipziger Zeitungskritik vom 1. November 1929« erscheint in den Bruckner-Blättern 2 (1930) auf S. 8-10 (**).\n \nAufführung der 8. Symphonie durch den Orchesterverein unter Hans Glenewinkel in Osnabrück (***).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch das Minnesota Symphony Orchestra unter Henri Verbrugghen im 3. Konzert um 20:15 Uhr im Lyceum Theater in Minneapolis.\nAuf dem Programm stehen zuvor Beethovens \"Coriolan\"-Ouvertüre und nach der Pause Werke von Verdi (Arie aus \"Die Macht des Schicksals\"), Chabrier (\"Espana\") und Bellini (\"Casta Diva\" aus \"Norma\"). Solistin: Gina Pinnera, Sopran (°).\n \nThe Plainfield Courier-News (Plainfield (Bridgewater), New Jersey) stellt auf S. 33 den Pianisten Ernest Schelling vor und erwähnt dabei, dass er auch Schüler Bruckners gewesen sei (Text nahezu identisch mit dem vom 27.10.1929):\r\n\r\n\"[...]\n    New Jersey is particularly proud of Schelling who was born in Belvidere. He made his public debut as a pianist at the astonishing age of four and a half. At seven he was studying in Paris, at eight he made a concert tour of Europe, at nine he was in Russia, and at nine he was in Russia, and at ten he was in Switzerland, always devoting his time to the piano. He began his studies in the Paris Conservatoire under Mathias, and continued with Moszkowski, Gotschius, Bruckner, Leschetizky, Huber, Barth and Paderewski, with whom he worked for three years. When the World War came he was a captain in the American Army and was decorated with the Distinguished Service Medal by the United States and with the Legion of Honor by France.\" (°°).\nDer Rundfunksender Königsberg/Danzig überträgt zwischen 20:00 und 22:30 Uhr ein Konzert des Orchesters des Opernhauses Königsberg in der Stadthalle Königsberg mit Werken von Beethoven, Bartok, Busoni und zuletzt Bruckners 2. Symphonie (°°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 17:19"}, {"ID": 192901115, "Datum": "11.1.1929, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Otto Volkmann in Osnabrück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193011015, "Datum": "1.11.1930, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe im Linzer Dom (*).\n \nPostkarte von Richard Heller an Ernst Schwanzara.\r\n[Mutmaßlicher Inhalt] Ob er Hellers Brief vom 18.9.1930 erhalten habe? (**).\n \nAufführung der d-Moll-Messe durch den Domchor unter Ludwig Berberich beim Hochamt im Münchner Dom (***).\n \nDer Rundfunksender Breslau (angeschlossen: Gleiwitz) bringt zwischen 16:45 und 17:15 Uhr ein Konzert der Funkkapelle unter Franz Marszalek, das mit dem Andante der 4. Symphonie beginnt (°).\n \nDer Sender Langenberg (angeschlossen: Köln, Münster, Aachen) überträgt zwischen 16:30 und 18:00 Uhr ein Vesperkonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks unter Buschkötter mit Werken von Mahler (Kindertotenlieder mit Hermine Szenkar-Zeitschel) und Bruckner (7. Symphonie) (°°).\r\nMit denselben Interpreten und einem weiteren Werk (Händel) ist die Übertragung des Konzerts auch für den 2.11.1930 (16:00 bis 18:00 Uhr) angekündigt (°°°).", "Letzte Änderung": "26.03.2026 20:05"}, {"ID": 193111015, "Datum": "1.11.1931, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Willem Mengelberg in Amsterdam (*).\nBrief von Hermine [Wittgenstein?] an ihren Bruder Ludwig Wittgenstein: mit Bemerkungen zum Klaviervortrag der 3. Symphonie und über das Adagio der 1. Symphonie (**).\nDer Rundfunksender Langenberg (angeschlossen sind Köln, Münster und Aachen) überträgt von 20:00 bis 22:00 Uhr ein Konzert zu Allerheiligen mit Orchester und Kammerchor des Westdeutschen Rundfunks unter Buschkötter. Aufgeführt werden Max Regers \"Weihe der Nacht\" und Bruckners 9. Symphonie (***)", "Letzte Änderung": "28.03.2026 21:21"}, {"ID": 193101115, "Datum": "11.1.1931, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Chors \"O Lord Most Holy\" [= \"Ave Maria\" WAB 6] durch den Paul Tincher Smith Memorial Choir unter Mrs. Paul T. Smith beim Morgengottesdienst in der First Methodist Episcopal Church in Lafayette (Pastoren Rev. M. C. Hunt und Rev. H. D. Bollinger). Präludium und Postludium (von Renaud und Saint-Saens) werden von Mrs. F. J. Roberts gespielt (*).\n \nDerselbe Chor wird auch aufgeführt vom Westminster Chapel Choir beim Abendgottesdienst um 19:15 Uhr in der First Methodist Episcopal Church in Ithaca, Aurora und Court Streets. Prediger: Rev. Alfred P. Coman. Orgelmeditation: Miss Lucille Christman [siehe die Anmerkung] (**).\n \nDas Santa Ana Register Nr. 37 (Santa Ana, California) bringt auf S. 15 den ersten Teil eines biographischen Artikels, der zu Beginn etwas irritierend formuliert ist:\n\"       ANTON BRUCKNER\n        BY RUTH ANDREWS\n                       Part I\n     Anton Bruckner is today recognized among the more important American composers of the nineteenth century, although his works have been slower in winning popular favor than those of many of his centemporaries. [... Biographisches bis 1863 ...].\" [Fortsetzung am 18.1.1931] (***).\n \nDer Rundfunksender Berlin bringt um 18:30 eine halbe Stunde mit Chormusik (Funkchor unter Maximilian Albrecht). Unter den neun Nummern ist aucg Bruckners \"Pange lingua\" [vermutlich WAB 33] (°).", "Letzte Änderung": "27.03.2026 12:41"}, {"ID": 193211015, "Datum": "1.11.1932, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung der 5. Symphonie [28./30.10.] von Karl Holl in der Frankfurter Zeitung (*).\nBrief von Franz Moißl (Briefkopf: Internationale Bruckner-Gesellschaft, Wien) an Hans Wagner-Schönkirch:\r\n   Der Programmvorschlag zum Bruckner-Fest [vgl. 9.7.1932] sei angenommen worden (**).\nDer Norddeutsche Rundfunk (Hamburg, Hannover, Bremen, Kiel, Flensburg) überträgt zwischen 20:00 und 21.10 Uhr von Hamburg aus „Freie Straße – freies Land. Eine musikalisch-literarische Hörfolge.“ Die dritte und letzte Musiknummer ist das Finale der 7. Symphonie mit dem Norag-Orchester (Hamburger Philharmonie) (***).", "Letzte Änderung": "30.03.2026 15:11"}, {"ID": 193311015, "Datum": "1.11.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der zweimaligen Aufführung der 7. Symphonie (in Budapest am 12.11.1933) in der Zeitschrift »A Zene«, die auch zwei Aufsätze des Dirigenten Felix Gatz (»Zur Aufführung der Siebenten« und »Liszt und Bruckner«) bringt (*).\nBrief von Max Auer an Ernst Kurth:\r\n   [vermutlich Versuch, ihn zum Verbleib in der IBG zu überreden, vgl. 23.10. und 22.11.] (**).", "Letzte Änderung": "01.03.2023 23:41"}, {"ID": 193301115, "Datum": "11.1.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der Originalfassung der 9. Symphonie durch die Stockholmer Philharmoniker unter Hans Weisbach (*).\n\r\nBrief von Richard Strauss an Clemens Krauss:\r\n     \"Lieber Freund!\r\n     Soeben aus Neapel zurück finde ich Ihren freundlichen Brief und freue mich, daß Sie sich endlich zu der Erkenntnis durchgerungen haben, daß die oberste musikalische und Opernleitung der Salzburger Festspiele nur in einer Hand liegen kann, nämlich in der des Direktors der Wiener Oper.\r\n     Alle Nebenströmungen müssen ausgeschaltet werden: Bruno Walter, Paumgartner, Domkapellmeister, Brucknerverein etc. etc.Können gehört werden und Wünsche äußern[,] aber entscheiden können nur Sie in Zusammenhang mit Dr. Kerber, der ja sehr intelligent ist ...\" (**).", "Letzte Änderung": "26.08.2024 14:38"}, {"ID": 193501115, "Datum": "11.1.1935, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Peter Raabe im 2. Konzert der N.S.-Kulturgemeinde in Berlin (*).\nAufführung der 6. Symphonie unter Eugene Goosens in Cincinnati (**).", "Letzte Änderung": "15.07.2024 14:46"}, {"ID": 193611015, "Datum": "1.11.1936, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Walter Gmeindl an Joseph Marx:\r\n   Über die Aufführung der 4. Symphonie [in Berlin?] (*).\nEinspielung des \"Locus iste\" durch den Regensburger Domchor [= Regensburger Domspatzen?] unter Theobald Schrems (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 13:38"}, {"ID": 193711015, "Datum": "1.11.1937, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Oslo unter Hans Weisbach (*).\nGründung der »Schweizer Bruckner-Gesellschaft« unter Leitung von Volkmar Andreae in Zürich (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194011015, "Datum": "1.11.1940, Freitag", "Haupttext": "Vortrag von Oscar Lang \"Anton Bruckner, Wesen und Bedeutung\" bei einer Veranstaltung des Goethe-Bundes im Goldenen Saal in Bremen.\nMitglieder des Bremer Staatsorchesters spielen das Adagio von Bruckners Quintett.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194211015, "Datum": "1.11.1942, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hermann Abendroth in Berlin. Solist des Abends ist der Pianist Georg Kuhlmann (*).\n[Jahresangabe richtig?] Aufführung des 150. Psalms unter Domkapellmeister Rehmann mit Irmgard Seefried als Solistin im Alten Kurhaus in Aachen [vgl. 19.-21.11.] (**).", "Letzte Änderung": "26.05.2024 17:54"}, {"ID": 194301115, "Datum": "11.1.1943, Montag", "Haupttext": "Brief Franz Xaver Müllers an Dr. Heinrich Glasmeier: \n    Gutachten zur Orgel in St. Florian. Bruckner habe sich mit Maurachers Umbau [1875] völlig identifiziert (*). \nSpricht sich gegen große Änderungen und für Beibehaltung des Klangcharakters von 1875 aus. Bruckner habe die alte Krismannorgel geliebt und öfters gesagt »Über die Florianer-Orgel steht nichts auf!« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194411015, "Datum": "1.11.1944, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Bruckner-Orchester unter Georg Ludwig Jochum in Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194511015, "Datum": "1.11.1945, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Symphonieorchester Malmö unter Georg Schnéevoigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194501115, "Datum": "11.1.1945, Donnerstag", "Haupttext": "Rundfunkaufnahme der Vier Orchesterstücke [WAB 97 und Marsch WAB 96] durch das Bruckner-Orchester [unter Georg Ludwig Jochum] in Linz.", "Letzte Änderung": "16.01.2025 14:15"}, {"ID": 195001115, "Datum": "11.1.1950, Mittwoch", "Haupttext": "Gründung der Brucknerhausgemeinde in Linz. Der Vorstand besteht aus Gerhard Schröder, Fritz Rauch und Toni Hofer (*).\nBesprechung der Münchner Aufführung der 3. Symphonie [am 4.1.1950] durch Heinz Pringsheim in der Süddeutschen Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:39"}, {"ID": 195301115, "Datum": "11.1.1953, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester unter Volkmar Andreae in Wien.", "Letzte Änderung": "08.01.2026 07:23"}, {"ID": 195601115, "Datum": "11.1.1956, Mittwoch", "Haupttext": "Einspielung der 4. Symphonie durch das Radio Filharmonisch Orkest unter Bernard Haitink.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196211015, "Datum": "1.11.1962, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie in Karlsruhe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196301115, "Datum": "11.1.1963, Freitag", "Haupttext": "Artikel von L. Fait »Il centenario di un'autocritica di Anton Bruckner« im Osservatore Romano.", "Letzte Änderung": "07.10.2024 16:21"}, {"ID": 196511015, "Datum": "1.11.1965, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Staatsorchester Athen unter Theodor Vavajanis in Athen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196701115, "Datum": "11.1.1967, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Oslo Filharmoniske Orkester unter Hans Swarowsky in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196811015, "Datum": "1.11.1968, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch das Bayerische Staatsorchester unter Hans Zanotelli, den Münchner Lehrergesangverein (Einstudierung Wolfgang Baumgart) und die Solisten Farah Afiatpour, Norma Lerer, Manfred Schmidt und Hans Günther Nöcker im Deutschen Museum in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196911015, "Datum": "1.11.1969, Samstag", "Haupttext": "Kritik von Jacques Lonchampt in Le Monde zur Aufführung der 5. Symphonie [am 22.10.1969].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198101115, "Datum": "11.1.1981, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Karolos Trikolidis in Thessaloniki (Erstaufführung in Thessaloniki).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198411015, "Datum": "1.11.1984, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Bergen Filharmoniske Orkester unter Jerzy Semkov in Bergen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199011015, "Datum": "1.11.1990, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch das Orquesta Filarmónica de Buenos Aires und den Coro Lagun Onak unter Pedro Ignacio Calderón im Teatro Colon.", "Letzte Änderung": "27.07.2026 17:15"}, {"ID": 199311015, "Datum": "1.11.1993, Montag", "Haupttext": "Artikel \"Wie Prominente ruhen.\" (Julius Raab ... Bruno Kreisky, Anton Bruckner, Herbert v. Karajan ... Beethoven, Schubert) in Täglich alles.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199611015, "Datum": "1.11.1996, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe durch den Domchor St. Eberhard, das Staatsorchester Stuttgart unter Martin Dücker und die Solisten Eva Lebherz-Valentin, Jolanta Michalska, Michael Kurz und Franz Josef Selig beim Gottesdienst in der Benediktinerabtei Ulm-Wiblingen, der im ersten Programm der ARD übertragen wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199701115, "Datum": "11.1.1997, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3 Orchesterstücke [WAB 97] durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Karolos Trikolidis in Thessaloniki (Erstaufführung in Griechenland).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199811015, "Datum": "1.11.1998, Sonntag", "Haupttext": "Norwegische Erstaufführung des Requiems [WAB 39]  unter Kjetil Kvangarsnes in Alesund.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200411015, "Datum": "1.11.2004, Montag", "Haupttext": "Erstaufführung der 1. Fassung (1872) der 2. Symphonie durch das Deutsche Sinfonieorchester Berlin unter Simone Young in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202111015, "Datum": "1.11.2021, Montag", "Haupttext": "[geplant:]\r\nAufführung der d-Moll-Messe durch das Altomonte-Orchester unter Franz Farnberger.\r\n[falls wie am 11.6.2021: im Marmorsaal in St. Florian. Solisten am 11. Juni waren: ein Sängerknabe, Alois Mühlbacher, Matthäus Schmidlechner und Klemens Sander].", "Letzte Änderung": "29.05.2025 11:50"}, {"ID": 194110116, "Datum": "11./12.10.1941, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch im 1. Philharmonischen Konzert um 11:30 (öffentliche Generalprobe am 11.10.1941 um 15:30) im Großen Musikvereinssaal in Wien. Sie ist dem Andenken Franz Schalks zum 10. Todestag am 3.9.1931 gewidmet.\nZuvor wird die 8. Sinfonie Beethovens aufgeführt.", "Letzte Änderung": "05.06.2026 19:32"}, {"ID": 196310115, "Datum": "11./12.10.1963, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch Het Residentie Orkest unter Carl Schuricht in der Houtrust Hallen (11. Oktober) und in der Maison des Arts (12. Oktober) in Haag [Den Haag]. \nSolist in Beethovens 4. Klavierkonzert ist Arthur Rubinstein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199610116, "Datum": "11./12.10.1996. Freitag/Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie [?] durch das Deutsche Symphonieorchester Berlin unter Vladimir Ashkenazy in Berlin. Der Text im Programmheft \"Das Erbe der Religion\" stammt von Habakuk Traber.", "Letzte Änderung": "17.06.2025 22:21"}, {"ID": 196911115, "Datum": "11./12.11.1969, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in der Neuen Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198111115, "Datum": "11./12.11.1981, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Haitink.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194701116, "Datum": "11./12.1.1947, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie (Originalfassung) durch die Wiener Philharmoniker unter Volkmar Andreae im 2. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "07.06.2026 06:38"}, {"ID": 198101116, "Datum": "11./12.1.1981, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Heinz Finger in Osnabrück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194812117, "Datum": "11./12.12.1948, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von 9. Symphonie und »Te deum« durch die Wiener Symphoniker, den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde und die Solisten Irmgard Seefried, Gertrude Burgsthaler-Schuster, Anton Dermota [Hugo Meyer-Welfing?] und Ludwig Weber unter Herbert von Karajan in einem Gesellschaftskonzert im Wiener Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:36"}, {"ID": 197012117, "Datum": "11./12.12.1970, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das St. Louis Symphony Orchestra unter Walter Susskind [Süsskind].", "Letzte Änderung": "19.05.2026 07:30"}, {"ID": 197612116, "Datum": "11./12.12.1976, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan in der Neuen Philharmonie in Berlin (*).\n\nDas Konzert vom 11. Dezember wird im Rundfunk übertragen (*a).\n\n\nAufführung der e-Moll-Messe durch die Wiener Philharmoniker unter Zubin Mehta im Großen Musikvereinssaal in Wien (**). \n\n[Vermutlich in Zusammenhang damit] Artikel von Leopold Nowak \"Messe in e-Moll (Fassung 1882)\" in den Musikblättern der Wiener Philharmoniker 31 (1976/77), Folge 4, S. 100-107 (**a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196203115, "Datum": "11./12./13.3.1962, Sonntag bis Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan im Saal der Hochschule für Musik in Berlin. Mozarts Maurerische Trauermusik wird zum Gedenken Bruno Walters aufgeführt. Bei Strawinskys Psalmensymphonie wirken der Rias-Kammerchor und der Berliner Motettenchor (Leitung: Günther Arnst) mit.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 10:59"}, {"ID": 198004115, "Datum": "11./12./13.4.1980, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) durch die Berliner Philharmoniker unter Hubert Soudant in der Neuen Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 184912115, "Datum": "11.12.1849, Dienstag, Todestag Tassilos II.", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] in Kremsmünster unter dem Regens chori P. Maximilian Kerschbaum (*). Der damalige Abt war Thomas Mitterndorfer [siehe die Anmerkung] (**).\r\nP. Beda Piringer [?] vermerkt das Ereignis in seinem Tagebuch:\r\n    \"Es wurde ein Requiem von einem Schulgehilfen zu St. Florian, Bruckner, aufgeführt. Es fiel sehr gut aus. Der 25jährige junge Mann ist Virtuos auf der Orgel [siehe dazu die Anmerkung]. Nach der Vesper produzierte er sich. Er und sein Begleiter waren zur Tafel geladen.\" (***).\r\nBruckner trifft mit Johann Pauspertl von Drachenthal zusammen (°).", "Letzte Änderung": "20.08.2025 06:52"}, {"ID": 185512115, "Datum": "(11.12.1855, Dienstag)", "Haupttext": "J. B. Schiedermayr reist nach Wien zum Justizminister wegen Joseph Schiedermayr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012115, "Datum": "11.12.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412115, "Datum": "11.12.1864, Sonntag (3. Advent)", "Haupttext": "2. Fortsetzung der Besprechung der d-moll-Messe vom 30.11. in der Linzer Zeitung Nr. 283 auf S. 1177:\r\n»Messe in D., komponirt von Anton Bruckner,\r\nausgeführt am 20. November in der Domkirche zu Linz.\r\nIII.\n   F. Linz, 10. Dezember. Namentlich ist es Mozart und eine nicht unbedeutende Zahl von Anhängern, welche der Kirchenmusik wieder einen gewaltigen Aufschwung verliehen. ... [u. a. über Beethoven, Liszt und seine Graner Messe] ... daß dieses Werk die hervorragendste Leistung der Jetztzeit auf kirchlichem Gebiete und namentlich dadurch ausgezeichnet ist, daß wir in demselben nicht mehr das Suchen nach einem neuen Ziele, das Ringen darnach, sondern das Ergreifen desselben voraus haben. Es ist eine abgeschlossene, in sich fertige Leistung.« (*).\n»Um Mitternacht« [WAB 89] beim Gründungsfest des Sängerbundes (Chormeister: Alois Weinwurm) unter Bruckners Leitung im Redoutensaal uraufgeführt. Das Alt-Solo singt Frl. v. Lutterotti (**).\r\nAußerdem werden Werke von Carl Santner (»Oberösterreich«, Männerchor mit Soloquartett, Gedicht von Göllerich), Heinrich Wilhelm Ernst (»Elegie« für Violine und Klavier), Gustav Graben-Hoffmann (»Hafis«, Lied für Alt und Klavier), Johannes Beschnitt (»Drei Blumen«, Chor mit Tenorsolo), J. Wurda (»Das erste Lied«, Sopran und Klavier), Carl Wilhelm Hennig (»Frosch-Kantate«, Männerchor mit Klavier), Charles Schubert (Nocturne für 2 Celli und Klavier), Sigismund Thalberg (aus »Lucia di Lammermor«), Ferdinand Möhring (»Noch ist die blühende, goldene Zeit«, Männerchor und Sopran), Otto Roquette und E. S. Engelsberg [= Eduard Schön] (»Ballszenen«, Chor mit Klavier) aufgeführt. Unter den Mitwirkenden sind die Damen Petermandel, Schönfeld, v. Tarnoczi und die Herren Mayfeld, Pflug, Prohaska und Schober (***).\r\nAls Kritiker ist Franz Gamon anwesend (°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 07:56"}, {"ID": 186612115, "Datum": "11.12.1866, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Storch:\r\n   Freute sich - »von aller Welt zurückgezogen und auch verlassen« - über die erwiesene Auszeichnung, hatte keine Chöre fertig und komponierte in den letzten Wochen »Abendhimmel«, »Vaterländisches Weinlied« und, dem niederösterreichischen Sängerbund gewidmet, das »Vaterlandslied« nach einem Text von Silberstein. Verzichtet auf Ehrensold, eine Aufführung wäre Lohn genug.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186912115, "Datum": "11.12.1869, Samstag", "Haupttext": "Datierung des Autographs von \"Mitternacht\" [WAB 80] auf der letzten Seite:\r\n\"Wien 11. Dez.\r\n1869.\r\nAnton Brucknermp.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187012115, "Datum": "(11.12.1870, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Cherubini, Beethoven (Solist: J. Labor), Berlioz und Schubert (9. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187212115, "Datum": "11.12.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt Nr. 341 berichtet auf S. 18 vom Gesellschaftskonzert vom 8.12.1872:\n     \"[... über das Triumphlied von Brahms ...] Ein Herr de Lange aus Rotterdam zeigte uns die Vorzüge der neuen Orgel des Musikvereins in weit hellerem Licht, als es die Herren Bruckner und Fischer im neulichen Orgelkonzerte [15.11.1872] langweiligen Angedenkens vermocht hatten. Er spielte ebenso kräftig als klar und fein schattiert ein reizendes Konzert von Händel und ein großes Bach'sches Präludium mit Fuge (Es-dur). [... über Amalie Joachim ...] Das Konzert war leider nur mäßig besucht.       h- \"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312115, "Datum": "11.12.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 284 meldet auf S. 3 die Aufführung der f-Moll-Messe am 8.12.1873:\r\n»      § Professor Bruckner. Aus Wien wird uns geschrieben: Gestern den 8. d. dirigirte Herrn [sic!] Professor Anton Bruckner in der Hofkapelle seine Messe Nr. 3 in F; dieselbe wurde sehr gut aufgeführt (Herr Walter sang die Tenor=Soli) und erntete so großartige Anerkennung wie im vorigen Jahre bei den Augustinern.« (*).\nBruckner stellt seinem Schüler Heinrich Benies ein Zeugnis aus:\n\"[von fremder Hand:]\n     Attest. | Daß Herr H. Benies bis vor | Kurzem bei mir Unterricht in der Musik- | theorie genossen, u ziemlich Geschick an den | Tag legte, bestätige ich hiermit. |\n[von Bruckner geschrieben:]\n     Wien 11. Dezember | 1873     Anton Brucknermp.\" (**).", "Letzte Änderung": "11.12.2025 15:21"}, {"ID": 187712115, "Datum": "11.12.1877, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts mit der 3. Symphonie (*)\n \nim Fremdenblatt Nr. 339 auf S. 6 (a),\n \nin der Morgenpost Nr. 340 auf S. 4 [nahezu identisch mit (d)] (b),\n \nder Neuen Freien Presse Nr. 4775 auf S. 6 [textlich identisch mit (d)] (c),\n \nder ”Presse” Nr. 340 auf S. 10:\n     \" - Das zweite ordentliche Gesellschaftconcert, welches am nächsten Sonntag den 16. December - und nicht wie auf den Billetten irrthümlich angegeben am 26. - stattfindet, bietet folgendes interessante Programm: [...] und eine neue Symphonie in D-moll von Herrn Professor Anton Bruckner, der sein Werk persönlich dirigieren wird. Herr Hof=Capellmeister Director Hellmesberger leitet das Concert.\" (d),\n \nder Wiener Zeitung Nr. 282 auf S. 5 [nahezu identisch mit (d)] (e),\n \nder Tagespresse Nr. 339, S. 5 (f)\n \nund im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 341 auf S. 4 [nahezu identisch mit (d)] (g).\n\r\n(Soiree der Philharmoniker mit Werken von Mendelssohn, Delibes, Franz Doppler und Johann Strauß. Dirigenten des Abends sind Delibes, Doppler, Gericke und Strauß (**)).\n\r\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:15"}, {"ID": 187912115, "Datum": "(11.12.1879, Donnerstag)", "Haupttext": "4. Interner Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im Bösendorfer-Saal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112115, "Datum": "11.12.1881, Sonntag", "Haupttext": "Brief [Korrespondenzkarte] Bruckners an Johann Hueber: \n   Beim Brand des Ringtheaters sei er trotz der unmittelbaren Nähe seiner Wohnung mit dem Schrecken davongekommen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412115, "Datum": "(11.12.1884, Donnerstag)", "Haupttext": "Karl Waldeck und Franz Prestl geben anläßlich der Orgeleinweihung ein Konzert in Wilhering. Die Orgel war von Leopold Breinbauer nach Plänen Waldecks und Arnleitners erbaut worden. Waldecks Phantasie für zwei Orgeln kombinierte ein Choral-Alleluja mit dem Händel-Alleluja und dem Osterlied (*).\r\n   Weitere Mitwirkende sind u.a. Alois Weißgärber (Violine) und Frau Weißgärber (Gesang) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512115, "Datum": "11.12.1885, Freitag", "Haupttext": "Konzert-Ankündigung im Dresdner Anzeiger (*)\n \nund in den Dresdner Nachrichten Nr. 345 auf S. 3:\n\"     † Das heutige Sinfonie=Konzert der Kgl. Kapelle, welches unter Herrn Hofkapellmeister Schuch's Leitung steht, bringt Mendelssohn's Ouverture zu \"Ruy Blas\", die G-moll=Sinfonie von Mozart und die siebente Sinfonie [sic] von A. Bruckner (Wien) zur Aufführung.\" (*a).\n \nAufführung der 3. Symphonie unter Schuch in Dresden (**).\r\n   Anwesend sind Otto Kitzlers Bruder (***), Emil Naumann (°), König Albert, [sein Bruder] Prinz Georg und [dessen Töchter,] die Prinzessinnen Mathilde und Maria Josepha (°a) und die Kritiker Niese [siehe die Anmerkung] und Seuberlich (°°), »A. B.« (°°°) und »F. G.« (#), vermutlich auch das Ehepaar Rappoldi-Kahrer (##).\n \nKurze Besprechung des Konzerts vom 5.12.1885 (mit der 3. Symphonie) in der Chicago Tribune auf S. 5:\r\n\"                      AMUSEMENTS.\r\n[... über eine Primadonna ...]\r\n                              ———\r\n     A new symphony was played by the New York Symphony society at its last concert. It was Bruckner's 6th [sic] symphony in D minor. The work was regarded as clever and musicianly, but uninspired. Its first movement recalles Beethoven's 9th; the others, Wagner. This is the first time that Bruckner's name has appeared on an American program.\r\n     Anton Rubinstein is now giving in Vienna his Cyclus [...].\" (###).\n \nÜber New York berichtet auch die in New Orleans erscheinende Zeitung The Daily Picayune Nr. 312 auf S. 8 in der 3. Spalte, signiert \"Vidette\":\r\n\"           GOTHAM GOSSIP.\r\n[... Übersicht: \"[...] –SECOND SYMPHONY CONCERT–ANTON BRUCKNER'S NEW COMPOSITION– [...]\" ...]\r\nSpecial Correspondence of the Picayune.]\r\n               NEW YORK, Dec. 6, 1885.\r\n[...]\r\n     The Second Symphony Concert, at the Metropolitan Opera House last evening, was especially interesting because of the production for the first time here of Anton Bruckner's new symphony in D Minor. This composition has these movements: Moderato, piu agitate [sic], misterioso; Adagio, quasi andante; Scherzo and Finale, allegro. It is a pretentious work and one of much technical excellence. Perhaps it might properly be calle [sic] a symphony of the Wagner school, for it is full of sudden transitions and strange surprises and is marked by a good deal of fury of sound. Still it is consistent and the themes are very deftly evolved. What it lacks is artistic soul. It does not reach the inner being of the listener, but is coldly admired. It was performed in a masterly manner by the orchestra under the conductorship of Walter Damrosch, who revealed with great precision and faithfulness its highest merits. The warmer applause that greeted the delightful interpretation of the Airs de Ballet from Gluck's \"Iphigenie in Aulis\" and the Overture to Mendelssohn's \"Fingal's Cave\" showed, however, that the audience had no decided affinity for Bruckner. [... die restlichen Werke, Plan einer konzertanten \"Parsifal\"-Aufführung (in London zweimal vor 6 - 8000 Besuchern) ... weitere kulturelle Beiträge ...].        VIDETTE.\" (a).", "Letzte Änderung": "24.11.2024 18:08"}, {"ID": 188612115, "Datum": "11.12.1886, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wird in der Hofburg von Herzogin Amalie und Erzherzogin Valerie empfangen. Er berichtet vom letzten Treffen mit Wagner und erzählt vom programmatischen Inhalt der 8. Symphonie und bringt seine Freude über den Franz-Joseph-Orden zum Ausdruck (*).\nVor dieser Audienz hatte er bei Gause Adalbert von Goldschmidt getroffen (**).\nAufführung des Quintetts in Felix Meritis in Amsterdam durch Joseph Hubert Cramer, Hendrik Willem Hofmeester, Willem Kes, Herman Meerloo und Henri Bosmans (***).\r\nAls Zuhörer sind die Kritiker Jacques Hartog und Maurice Hageman überliefert (°).\r\nDaniel de Langes Bruder (Samuel de Lange?) wohnt ebenfalls dem Konzert bei (°a).\n[andere Datierung 6.12.1886]\r\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Bittet um Rücksendung des [schon früher?] übersandten Klavierauszugs des 1. Satzes der 8. Symphonie [vgl. 9.7.1886]. Bruckner lasse grüßen; er wünsche mit Franz über das Finale zu sprechen. Einstweilen fungiere Löwe als musikalischer Berater (°°).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:33"}, {"ID": 188712115, "Datum": "11.12.1887, Sonntag (3. Advent)", "Haupttext": "Prinzessin Amélie, zu Besuch bei König Albert in Dresden, notiert eine Mitteilung Levis in ihrem Tagebuch: »Bruckner Symphonie (8.) verschoben, da Stimmen noch nicht fertig corrigiert sind und Bruckner gerade gar kein Reisegeld hat.« (*).\n(2. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Moszkowski, Bruch und Händel (**)).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 13:02"}, {"ID": 188812115, "Datum": "11.12.1888, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung bringt auf S. 1303 einen Bericht über das Konzert vom 9.12.1888 (mit »Du bist wie eine Blume«), signiert \"K.\":\r\n           „Sängerbund”=Concert.\r\n    Das gestrige 31. Gründungsfestconcert des „Sängerbund”, dessen Erträgnis der hiesigen Volksküche gewidmet war, fiel sowohl in künstlerischer Hinsicht als auch quoad taxam recht befriedigend aus. [...] Ein Vocalquartett von Bruckner: „Du bist wie eine Blume” wurde von den Damen Spängler und Schütze und den Herren Ludwig und Franz Haslinger so wirksam vorgetragen, daß es vom Publicum da capo verlangt wurde. Das Quartett ist, wie das Programm besagt, dem „Sängerbunde\"” gewidmet; nach der Art und Weise, wie Bruckner das oft componirte Heine'sche Lied behandelt, möchten wir die Composition in eine frühere Schaffensperiode des Künstlers versetzen. Die Stimmen, von denen der Alt wie ein Protagonist hervortritt, sind mehr contrapunktisch behandelt und deutet der ganze Satz auf den gewandten Orgelcomponisten. Gleichwohl zeugt die Composition von ungewöhnlich tiefem und richtigem Empfinden.\nDie Leitung des Concertes lag in den bewährten Händen des Herrn Chormeisters Schreyer.      K.\" (*).\n \nEine Besprechung dieses Konzerts erscheint auch in der Linzer Tages-Post Nr. 284 auf S. 4, signiert \"Dr. -zl.\":\n          \"Sängerbundconcert.\r\n                    Linz, 10. December.\r\n     Der Männergesangverein \"Sängerbund\" veranstaltete gestern im Redoutensaale ein anziehendes Concert, welches sehr gut besucht war, und dessen Reinerträgnis der Linzer Volksküche gewidmet war. Sowohl die Auswahl der Chöre, als auch deren Ausführung war sehr befriedigend. [... keine Dutzendware ...]\r\n     Von besonderem Interesse war endlich ein gemischtes Vocalquartett \"Du bist wie eine Blume\" von Anton Bruckner, gesungen von den Damen Spängler und Schütze und den Herren Ludwig und Franz Haslinger, welches sehr beifällig aufgenommen wurde und wiederholt werden mußte. Diese Composition, welche dem Sängerbunde gewidmet ist, läßt zwar die Einfachheit des Gedichtes vermissen, ist aber, wie alle Werke Meister Bruckners, höchst reizvoll.\r\n     Der Herr Concertmeister Malina spielte mit vorzüglicher Technik eine ungarische Composition von Ernst.    Dr. -zl.\" (**).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:50"}, {"ID": 188912115, "Datum": "11.12.1889, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung \"11 Dezember. 1889. Abends 5 Uhr.\" in Victor Christs Mitschrift von Bruckners Kontrapunkt-Kurs.", "Letzte Änderung": "24.03.2025 15:36"}, {"ID": 189012115, "Datum": "11.12.1890, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner:\r\n     Konnte wegen Erkrankung weder das Quintett [am 19.11.1890] noch die 4. Symphonie hören. Fiedlers (nach dem Konzert) und Fischer (heute) hätten von einem großen Erfolg berichtet. Fischer habe sich nach dem 1. Satz dreimal verneigen müssen. Die Proben litten unter dem fehlerhaften Stimmenmaterial. Gutmann habe nur inkorrekte Stimmen (Streicher zudem nur einfach) geschickt. Die Stimmen [der 8. Symphonie] seien in Mannheim geschrieben worden [siehe Anmerkung]. Er, Levi, leite auch keine eigenen Konzerte mehr. Prinzessin Amalie war nicht im Konzert (*).\nBrief Franz Fischers an Bruckner:\r\n     Die 4. Symphonie habe gestern einen sensationellen Erfolg gehabt. Das Notenmaterial des Verlegers Gutmann sei völlig unkorrekt gewesen. Grüße von Levi, der wegen seiner Erkrankung sogar die Aufführung versäumen mußte (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189112115, "Datum": "11.12.1891, Freitag", "Haupttext": "Im Sophiensaal Festkommers des Akademischen Gesangvereins anläßlich Bruckners Promotion. Karl Lorenz holt Bruckner zu Hause ab, der auf die große Zahl der Gäste (ca. 3000) nicht vorbereitet ist. Die Kapelle des Wiener Schützenvereins unter Josef Kopetzky spielt Stücke von Wagner (Tannhäuser, Rienzi) und Weber (Freischütz). Bruckner wird vom Präsidium (Dr. Wähner, A. Riß und Hemetsberger) begrüßt. Der Akad. Gesangverein unter Mader singt neben einigen Burschenschaftsliedern Richard Wagners Chor »An die Kunst« (orchestriert von R. Weinwurm (*a)) und Bruckners »Germanenzug« (*).\nNach dem Überreichen eines Kranzes »Seinem Ehrenmitgliede Dr. Anton Bruckner. / Der Wiener Akademische Gesangverein 11.12.1891« (**) folgt die Festrede Franz Schaumanns (***).\r\n    Bruckner dankt in schlichten und herzlichen Worten und erwähnt Hartl, Reinisch, Stefan, Schenkl [siehe die Anmerkung], Exner und Haan [Hann] als seine Gönner an der Universität (°).\r\n   Rektor Exner spricht über die Beziehung Wissenschaft-Kunst (»Ich beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhaag«).\r\n   Nach dem Salamander-Reiben werden Briefe und Telegramme verlesen:\r\nVon Dr. Boller, Prof. Stefan, Wiener Männergesangverein, Hellmesberger, Konservatorium, aus Linz (Altwirth, Fink, Dr. Hoke, Kanamüller, Maurhard [siehe die Anmerkung], Dierkes, Wilh. Kienzl, Sängerbund, »Frohsinn« (°°a), Musikverein, Wagner-Verein, Bgm. Wimhölzl [siehe die Anmerkung]), von Graf Lamberg, aus Steyr (°°b), Pressburg, Graz, Innsbruck, St. Florian, Krems, Berlin (Schwalm, Ochs), Pest (Gianicelli), München (Levi), Salzburg (Hummel), Karlsruhe (Mottl) und Bayreuth (Wolzogen) (°°).\r\n   Reimers trägt ein Gedicht Grillparzers vor. Zum Schluß spricht Prof. Höfler vom Wagner-Verein noch einen Toast (°°°).\nBruckner ist bei der von Reimers organisierten Exkneipe noch anwesend, außerdem u. a. noch Prof. Toula, die Abgeordneten Kaiser und Homann von Wellenhof, Frau Papier (#).\nAn dem Kommers nehmen u.a. teil: Almeroth, Dr. Dlauhy, Oberleithner und Török [als »Sponsoren«] (##), Gutmann (###), Schwanzara (a), Gäste aus Graz und Prag (b), Grande (c), Göllerich (d) und viele weitere Gäste:\r\ndie Professoren Benndorf, Friedrich Müller, Neumann, Swoboda, Toula und Wiesner, die Reichsratabgeordneten Dr. Bareuther, Dötz, Fuß, Hofmann von Wellenhof, Kaiser, Kindermann, Pattai, Riegler und Steinwender, Frau Rosa Papier, Theodor Helm, Österlein, Rektor Almwarth aus Berlin und Dr. Fischer (e).\r\nZu Göllerich bemerkt der Jahresbericht:\r\n\"Herr Göllerich hatte ebenfalls zugesagt, eine Festrede zuhalten, und hatte in anerkennenswerthester Weise die Reise nach Wien gemacht, um an dem Commmers theilnehmen zu können. Er lehnte nunmehr aber die wiederholten dringenden Bitten der Vereinsleitung, zu diesem Zeitpunkte [nach Exners Rede] zu sprechen, unter Hinweis auf die vorgerückte Stunde ab. Es hatte dies, da die Commerstheilnehmer in Unkenntnis von der Sachlage waren, wiederholte, leider vergebliche Göllerich-Rufe zur Folge. Wir würden es bedauern, wenn Herr Göllerich sich gekränkt fühlen solle. Die daraus abgeleiteten muthwilligen Angriffe des \"Deutschen Volksblattes\" aber gegen den Verein und seine Leitung müssen wir auf das Energischeste zurückweisen. Dieses Blatt zeigte auch in der Folge dem Vereine gegenüber wiederholt eine feindselige Haltung.\" (e1).\nJosef Kluger begleitet Bruckner nach Hause (f).\nIm Jahresbericht 1891/92 des Wiener Akademischen Gesangvereins ist auf S. 7f zu lesen:\r\n     \"Die Bedeutung des Bruckner-Commerses ist in doppelter Hinsicht zu würdigen. [... Rückblick auf frühere Commerse und die Absage der Körner-Feier ...] Als bald darauf die Idee eines Bruckner-Commerses auftauchte, entschloss sich der \"Akademische\", durch die Vereitelung der Körner-Feier belehrt, die Angelegenheit allein in die Hand zu nehmen.\r\n     Was andererseits die innere Berechtigung dieser grossen Feier betrifft, so sagen wohl alles die Worte: Bruckner, der grösste lebende Symphoniker, Bruckner, der lang verkannte, von einer neidischen Kritik Geschmähte, an dem die Gegenwart alle Ursache hat, gut zu machen, was die Vergangenheit verschuldet. Die Wiener Universität hatte diesen Mann der höchsten Auszeichnung für würdig erachtet, die sie zu verleihen vermag, der Würde eines Ehrendoctors. Sollte nicht die Studentenschaft ihre begeisterte Zustimmung kundgeben?\r\n     Die Bedeutung Bruckner's hier zu erörtern, kann nicht Sache des Berichterstatters sein; der \"Akademische\" hat dieselbe früh gewürdigt und seiner Anschauung schon vor mehreren Jahren durch Ernennung Bruckner's zum Ehrenmitgliede Ausdruck verliehen. Wir verweisen im Uebrigen auf die Rede, welche unser Ehrenmitglied Franz Schaumann am Commerse gehalten, deren Wortlaut wir im ersten Abschnitte des Jahresberichtes veröffentlichen.\r\n     Ueber den glänzenden Verlauf des Commerses, an dem weit über dreitausend Personen theilnahmen, müssen wir ebenfalls auf die Chronik verweisen.\" (f1).\r\nUnd auf S. 14 bei den Danksagungen heißt es: \"anlässlich des Bruckner-Commerses liefen von mehreren Seiten bedeutende Beträge ein, insbesondere von den Herren Karl Almroth [sic! recte Almeroth] in Steyr, Dr. Max v. Oberleithner, Dr. Guido Török (namens mehrerer Bruckner-Verehrer) und dem akademischen Richard Wagner-Vereine.\" (f2).\n[??] Auf die Aufführung des »Germanenzugs« hatte auch die »Presse« vom Tage hingewiesen (g).\nAnkündigung des Konzerts vom 13.12.1891 (mit der 1. Symphonie) durch ein Inserat im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 340 auf S. 11:\r\n\"Grosser Musikvereins-Saal. / Sonntag, den 13. December, Mittags halb 1 Uhr: / III. Philharmonisches Concert. / Programm: / [...] A. Bruckner: Symphonie in C-moll, Nr. 1 (Erste Aufführung.) [... Kartenverkauf bei Berté ...]\" (h).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 11:28"}, {"ID": 189212115, "Datum": "11.12.1892, Sonntag (3. Advent)", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Die 3 Sätze der 5. Symphonie schicke er, sobald Franz es wolle (*). ... Bruckner gegenüber fehle es Hans Richter und Mottl an moralischer Kraft. Am 18.12.1892 sei die Aufführung der 8. Symphonie. Warum Franz nie an Bruckner schreibe (**)?\nMehrere Zeitungen kündigen die Aufführung der 8. Symphonie am 18.12.1892 an: \n\nDeutsche Zeitung Nr. 7527 auf S. 14 (Annonce):\r\n\"Grosser Musikvereins-Saal. / Sonntag den 18. December 1892 / Mittags halb 1 Uhr: / Viertes Philharmonisches Concert. / PROGRAMM: / A. Bruckner: Symphonie in C-moll Nr. 8 (Sr. k. u. k. apost. Majestät Kaiser Franz Josef I. gewidmet). Erste Aufführung. / Kartenverkauf in der Musikalienhandlung Em. Berté &amp; Cie., Stadt, Kärntnerring 6.\" (***),\n\n»Die Presse« Nr. 334 auf S. 19:\r\n\"    [...]  – Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnement=Concerte Sonntag den 18. d., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale zur Aufführung: A. Bruckner: Symphonie in C-moll Nr. 8 (Sr. Majestät Kaiser Franz Josef I. gewidmet.) Erste Aufführung.\" (°),\r\n(enthält auch einen Artikel von Robert Hirschfeld »Concert-Führer. (IV. Philharmonisches Concert am Sonntag den 18. Dezember 1892). Anton Bruckner. Achte Symphonie ...« im Local-Anzeiger [Nur am 18.12.1892!] (°a)],\nFremdenblatt Nr. 343 in der 2. Beilage:\r\n     \" – Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnements-Konzerte Sonntag den 18. d., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale zur Aufführung: A. Bruckner: Symphonie in C-moll Nr. 8 (Sr. k. und k. Apostolischen Majestät Kaiser Franz Joseph I. gewidmet.) Erste Aufführung.\" (°°),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 343 auf S. 5:\r\n     \" * Die Philharmoniker bringen in ihrem IV. Abonnement-Concerte Sonntag, den 18. d. M., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale zur ersten Aufführung: A. Bruckner's Symphonie in C-moll Nr. 8 (Sr. k. und k. Apostolischen Majestät Kaiser Franz Joseph I. gewidmet.)\"  (°°°),\nNeue Freie Presse Nr. 10166 auf S. 8:\r\n   \" – Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnements-Concerte Sonntag den 18. d., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale zur Aufführung: A. Bruckner, Symphonie in C-moll Nr. 8. (Dem Kaiser Franz Joseph I. gewidmet, erste Aufführung.)\" [siehe auch Punkt (b)] (#)\n\"Das Vaterland\" Nr. 343 auf S. 6: \" – Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnementconcerte Sonntag, 18. d. M., Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale zur Aufführung: A. Bruckner, Symphonie in C-moll Nr. 8. (Sr. k. und k. apostolischen Majestät Kaiser Franz Joseph I. gewidmet.) Erste Aufführung.\" (#a),\nWiener Zeitung Nr. 284 auf S. 6: \"(Philharmonisches Concert.) Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnementsconcerte Sonntag  den 18. d. M., Mittags 12½ Uhr im großen Musikvereinssaale zur ersten Aufführung: A. Bruckner: Symphonie in C moll Nr. 8. (Sr. Majestät dem Kaiser gewidmet).\" (#b)\nund Neues Wiener Tagblatt Nr. 343 auf S. 8: \" * Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnementkonzerte Sonntag 18. d., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale zur Aufführung: A. Bruckner: Symphonie in C-moll Nr. 8, dem Kaiser Franz Josef gewidmet. (erste Aufführung).\" (##).\nDas Neuigkeitsweltblatt Nr. 283 bringt [auf S. 9] eine Kritik zur Aufführung des 150. Psalms [am 13.11.1892], signiert \"Alpha.\" [Albert Gustav Roncourt]:\r\n\"                 Konzerte.\r\n     Die Litfaß=Säulen auf der Ringstraße und die Anschlage=Tafeln vor den Konzert=Sälen sind mir Konzert=Anzeigen aller Art übersät. [... darauf beschränken], von Zeit zu Zeit eine Blumenlese der bemerkenswertesten Erscheinungen zusammen zu stellen. Von den philharmonischen Konzerten abgesehen, die in diesem Blatte ihre jedesmalige spezielle Würdigung finden, haben wir nun zunächst des ersten diesjährigen Konzertes der Gesellschaft der Musikfreunde zu gedenken, das den großen Musikvereinssaal mit einer ebenso zahlreichen, wie auserlesenen Zuhörerschaft füllte. Die Brennpunkte des Interesses bildeten diesmal das Liszt'sche Es-dur-Konzert, gespielt von Fräulein Adele aus der Ohe, der 150. Psalm von Anton Bruckner und \"Wanderer's Sturmlied\" von Richard Strauß. Die beiden letztgenannten Werke kamen zur ersten Aufführung und erzielten vielen Beifall. Bei aller Verehrung für den hochverdienten Meister Bruckner müssen wir aber doch gestehen, daß sein 150. Psalm nicht zu seinen besten Schöpfungen gezählt werden kann. So viele schöne Details diese Komposiiton auch enthält, und so bedeutend die Behandlung des Orchesters erscheint, so leidet das Werk doch sehr durch die gewaltsame Behandlung der Singstimmen.\r\n     Richard Strauß [... über dessen Werk und das Liszt-Konzert ... Schubert ...] und die \"Loreley\" von Mendelsohn [sic], in welcher die Hofopernsängerin Fräulein Standthartner die Solopartie mit glockenreiner Intonation, sehr schönem Ausdrucke und musikalischer Sicherheit zu Gehör brachte. Die Aufführungen der Chorwerke waren unter der Leitung des Herr [sic] Wilhelm Gericke sehr lobenswerth. Das künstlerische Feuer eines Hans Richter allerdings fährt diesem Dirigenten nicht aus dem Taktstocke.\r\n     Im Bösendorfer-Saale begrüßten wir [... über weitere Konzerte ...].    Alpha.\" (###).\nEine ganzseitige Annonce der Musikalienhandlung Emil Berté im Wiener Salonblatt Nr. 50 auf S. 16 macht auf das »Wiener Componisten-Album« [mit dem »Vaterländischen Weinlied«] aufmerksam[hier ohne den Zeilenumbruch wiedergegeben]: \"Emil Berté &amp; Cie.  [...] Verlagsstelle des zur Feier der internationalen Ausstellung für Musik- und Theaterwesen, Wien, im Mai 1892 erschienenen Wiener Componisten-Album, enthaltend 27 Compositionen von: Bayer, Brahms Johannes, Brandl J., Bruckner Anton Dr., Brüll Ignaz, [... Zamara, Ziehrer. [... weitere Geschenkideen ...]\" (a).\nDie Neue Freie Presse bringt auf S. 15 auch wieder das bekannte Inserat [zum Erstdruck des \"Vexilla regis\"]:\r\n\"          Musikalisches Prachtgeschenk!\n                  Preis 90 Kreuzer netto.\nWiener Meister-Album,\r\nenthaltend durchgehends hervorragende Compositionen der berühmtesten Meister, als: Brahms, Bruckner, Brüll, [...] Zellner, Ziehrer.\r\n    Theils für Clavier, theils für Gesang, zumeist Novitäten.\r\n71 Seiten stark. Künstlerische Ausstattung, mit den Porträts sämmtlicher Meister! Prachtdruck auf besonderem Papier!\r\nProvinz=Aufträge werden gegen Zusendung von fl. 1 per Exemplar franco effectuirt.\nVerlag von Jos. Weinberger, Wien, Kohlmarkt 8,\r\n             Mezzanin, sowie durch alle Handlungen.\"(b).\nAufführung des \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] durch den Klein Koor à capella unter Anton Averkamp im 4. Konzert um 14 Uhr in der Nieuwe Luthersche Kerk (Koepelkerk, Singel) in Amsterdam (c).\n(1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Verdis Requiem (d)).", "Letzte Änderung": "07.02.2025 11:20"}, {"ID": 189312115, "Datum": "11.12.1893, Montag", "Haupttext": "Das \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\" Nr. 292 kündigt auf S. 7 das Konzert vom 19.12.1893 mit dem \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] an:\n\"        Kunst en Wetenschap.\n[...]\n      *  Het a capella-koor van den heer Ant. Averkamp te Amsterdam zal zich den 19n dezer in de Nederlandsche Toonkunstenaars-Vereeniging te Utrecht in de Pieterskerk doen hooren.\n     Het programma bestaat uit de volgende nummers: Psalm 90 van J. P. Sweelinck, Qui sollis [sic] van Jac. Obrecht, Benedictus van G. P. da Palestrina, Stabat mater van Jasquin [sic] de Près, Crucifixus van Ant. Lotti, Jerusalem Surge van Jac. Clemens, Non Papa, Nigra sum en Fenebrae [sic] van G. P. da Palestrina, Du Hirte Israëls van Dim. Bortniausky [sic], Ruf zur Maria van Joh. Brahms en Ave Maria van Ant. Bruckner.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189412115, "Datum": "11.12.1894, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner setzt seine Gebetsaufzeichnungen (lückenlos bis 30.4.1895) fort (*).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 1390f vom Gründungsfest des »Sängerbundes« am 8.12.1894 mit dem Quartett »Du bist wie eine Blume«:\n„                  Concert des „Sängerbund“.\r\n     Ungeachtet der geringen Productivität der modernen Componisten im Männergesange ist es unserem „Sängerbund“ bisher noch immer gelungen, für seine größeren Concerte recht interessante Programme zusammenstellen. Auch für das gestrige 37. Gründungsfestconcert hatte der Verein in Griegs „Landkennung“ eine recht dankbare Nummer gefunden. [… über dieses Werk und eine Kantate von Franz Wüllner …]\r\n     Der „Sängerbund“ brachte beide Werke unter Herrn Chormeister Schreyers Leitung bestens zur Geltung und wurde hiebei vom Orchester wirksam unterstützt. Die Soli lagen in den Händen der Herren Astner und Haslinger, zweier Sänger, die nicht nur durch die Schönheit und Kraft ihrer Stimmittel, sondern auch durch ihren geschmackvollen Vortag hervorragen. [… Vorbehalte gegen das Werk von Peter Cornelius …]\r\n      Mit sehr schöner Wirkung sangen Frau Pelschimovsky und Fräulein Zelenka mit den Herren Ludwig und Franz Haslinger Bruckners Quartett „Du bist wie eine Blume“. Bruckner hat über das Heine’sche Gedicht eine, man kann sagen, religiöse Weihe verbreitet und demselben einen contemplativen Zug verliehen, welcher der Dichtung vielleicht fremd, für die Auffassung des Componisten jedoch höchst charakteristisch ist. Das zahlreich anwesende Publicum nahm den sehr dankenswerten Quartettvortrag beifälligst auf.“ [keine Signatur]. (**).\nDie Besprechung im Linzer Volksblatt Nr. 282 auf S. 4 ist signiert \"M. S.\":\r\n\"     37. Gründungsfest-Concert des Männergesangvereines \"Sängerbund.\" Seit mehreren Jahren nimmt auch der Männergesangverein \"Sängerbund\" größere Chorwerke für Männerchor und Orchester in das Programm seiner Gründungsfest=Concerte auf, und nicht mit Unrecht. [... Kantate \"Heinrich der Finkler\" von Franz Wüllner (mit C. Astner, Deutl, Franz Haslinger) ...] Die Chöre zeugten vom tiefen, eingehenden Studium und gelangten mit großer Sicherheit und Reinheit zur Ausführung. [... Peter Cornelius ...] Zart und duftig klang das gemischte Quartett \"Du bist wie eine Blume\" von Anton Bruckner dem \"Sängerbund\" gewimet. Die Damen Sus. Pelschymovsky und Marie Zelenka, sowie die Herren Ludwig Haslinger und Franz Haslinger sangen das Quartett mit großer Zartheit und ernteten großen Beifall. [... Griegs \"Landerkennung\" ... Lob für Chor und Chormeister Adalbert Schreyer ...] Das Concert war sehr gut besucht; die Misere mit der Garderobe am Schlusse des Concertes war wieder eine sehr große.     M. S. \" (***).\nIn der »Presse« Nr. 339 wird auf S. 15 das Konzert vom 19.12.1894 (mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90]) angekündigt:\r\n\"    – Concertanzeigen. [...] – Das erste diesjährige Concert des Wiener Männergesang-Vereins findet Mittwoch den 19. d., um ½8 Uhr Abends, im großen Musikvereinssaale unter der  Leitung des Vereins-Chormeisters Herrn Eduard Kremser statt. Zur Aufführung gelangen Novitäten von J. V. v. Wöß, A. Kauders und Ed. Kremser, dann Chöre von A. Rubinstein, Fr. Schubert, A. Bruckner, Frank van der Stuucken, F. Mendelssohn, E. S. Engelsberg und M. J. Beer. Außerdem wirken mit die Concertsängerin Frau Charlotte Barensfeld und die Claviervirtuosin Fräulein M. Unschuld v. Melasfeld. [... Kartenverkauf ...].\" (°).\nNahezu identisch die Ankündigungen im \"Vaterland\" Nr. 339 auf S. 10 (= S. II des Beiblatts):\r\n\"    – Das erste diesjährige Concert des Wiener Männergesangvereines findet Mittwoch, 19. d. M., um halb 8 Uhr Abends, im großen Musikvereinssaale unter der  Leitung des Vereinschormeisters Herrn Eduard Kremser statt. Zur Aufführung gelangen Novitäten von J. V. v. Wöß, A. Kauders und Ed. Kremser, dann Chöre von A. Rubinstein, Fr. Schubert, A. Bruckner, Frank van der Stucken, F. Mendelssohn, E. S. Engelsberg und M. J. Beer. Außerdem wirken mit die Concertsängerin Frau Charlotte Barensfeld und die Claviervirtuosin, Fräulein M. Unschuld v. Melasfeld. [... Kartenverkauf ...].\" (°°)\nund in der Wiener Zeitung Nr. 284 auf S. 10:\r\n\"     (Wiener Männergesangverein.) Das erste diesjährige Concert des Wiener Männergesangvereines findet Mittwoch, den 19. d. M., um 7½ Uhr Abends im großen Musikvereinssaale unter der  Leitung des Vereinschormeisters Herrn Eduard Kremser statt. Zur Aufführung gelangen Novitäten von J. V. v. Wöß, A. Kauders und Eduard Kremser, dann Chöre von A. Rubinstein, Fr. Schubert, A. Bruckner, Frank van der Strecken [sic], F. Mendelssohn, E. S. Engelsberg und M. J. Beer. Außerdem wirken mit die Concertsängerin Frau Charlotte Barensfeld und die Clavier=Virtuosin Fräulein M. Unschuld von Melasfeld.\" (°°°).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2134 berichtet auf S. 8 über den Krankheitsverlauf:\r\n\"     * [Professor Anton Bruckner.] In dem Befinden des Professors Anton Bruckner ist eine leichte Besserung eingetreten. Der greise Künstler verbringt den ganzen Tag im Lehnstuhle sitzend. Er leidet auch an Schlaflosigkeit.\" (#).\nErneute Ankündigung des Konzerts vom 21.12.1894 im Neuen Wiener Journal Nr. 407 auf S. 9: \"     Musikvereins-Säle.\r\n               Repertoir:\r\nDienstag, 11.: [...]\r\nFreitag, 21.: Bruckner-Conc. (WagnerV.) gr. S.\r\nSamstag, 22.: [... bis 30.12.1894 ...]\" (##).", "Letzte Änderung": "20.11.2023 18:13"}, {"ID": 189512115, "Datum": "11.12.1895, Mittwoch", "Haupttext": "Der Pester Lloyd Nr. 296 kündigt auf S. 7 die Aufführung der 5. Symphonie am 18.12.1895 an:\r\n\"      Theater, Kunst und Literatur.\r\n[...]\r\n     Das am 18. d. M. (Mittwoch, stattfindende dritte philharmonische Konzert gestaltet sich durch gestaltet sich durch die Mitwirkung [... kompletter Text bei www.anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pel&amp;datum=18951211&amp;seite=7 ... Stichwörter: Lilli Lehmann-Kalisch ...], sowie durch die Erstaufführung eines der großen Meisterwerke Anton Bruckner's (V. Symphonie B-dur, und der preisgekrönten Ouvertüre [... Viktor von Herzfeld ...] zu einem der interessantesten Ereignisse der heurigen Konzert=Saison. [...] Zur Leitung dieses Konzertes haben die Philharmoniker einen der hervorragendsten Kenner der Werke Bruckner's, den Professor am Wiener Konservatorium Herrn Ferdinand Löwe berufen. [... keine Signatur ...]\".", "Letzte Änderung": "26.10.2024 22:36"}, {"ID": 189612115, "Datum": "11.12.1896, Freitag", "Haupttext": "Das Grazer Tagblatt Nr. 342 teilt auf S. 5 mit, daß der Grazer Wagner-Verein die Aufführung der d-Moll-Messe unter Oskar Noë plane [am 22.12.1896]:\r\n\"     (Der Grazer Richard Wagner=Verein) wird im Laufe dieses Monats das Andenken Anton Bruckners durch die Aufführung der D-moll=Messe dieses Tondichters feiern. Der dem Vereine beigetretene Damen= und Herrenchor wird sich daran betheiligen. Die Leitung hat Herr Oskar Noë übernommen. Außerdem sind Meistersingerabende, Liederabende, Kammermusikabende [... und Alexander Ritters \"Der faule Hans\" ...] geplant.\" (*).\n \nDie Salzburger Chronik für Stadt und Land Nr. 283 gibt auf S. 5 das Programm des Konzerts vom 16.12.1896 bekannt, das den 2. Satz der 3. Symphonie enthält:\r\n\"     * Mozarteum. Im großen Cursaal findet am Mittwoch, den 16. Dezember, Abends ½8 Uhr, das III. Vereins= und Abonnements=Concert statt. Gast: Herr Josef Pembaur jun., Pianist aus München. Das Programm ist folgendes: Zur Erinnerung an W. A. Mozart's Todestag (5. Dezember 1791): 1. XXVI. Conzert für das Pianoforte mit Orchester=Begleitung. Von Mozart. (Pembaur). Zum Gedächtnisse an den am 11. Oktober d. J. verstorbenen Meister: 2. Zweiter Satz aus der III. Symphonie, für großes Orchester von Anton Bruckner. 3. Pianoforte=Vorträge [... 4. Eroica ... Kartenpreise ...]. – Anfang ½8 Uhr. – Ende nach 9 Uhr.\" (**).\n \nAnkündigung eines Bruckner-Chors [Germanenzug] bei der Liedertafel vom 14.12.1896 in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 340 auf S. 9:\r\n\"  Von deutschen Hochschulen.\r\n     Der Technisch-akademische Gesangverein hält Montag den 14. d. M. [...] eine Liedertafel [...] Zum Vortrage gelangen Chöre von Binzer, A. M. Storch, A. Bruckner, [...].\" (***).\n \nVom Konzert am 5.12.1896 berichtet die Linzer Tages-Post Nr. 286 auf S. 3:\r\n\"                          Correspondenzen.\r\n     Wels, 6. December. (Männergesangverein Wels.) Der in der städtischen Volksfesthalle abgehaltene erste statutenmäßige Liedertafelabend im 50. Vereinsjahre des Männergesangvereins Wels war sehr zahlreich besucht. Der Männergesangverein sowohl als der Frauenchor und das Quartett haben recht brav gesungen; alles zeigte [sic] von eingehendem Studium. Ganz vortreffliche Vorträge boten uns: Fräulein Auguste von Bauer und Herr Anton Stark in ihren Soli. Die größte Leistung des Abends war die des Männergesangvereins im \"Germanenzug\", Chor mit Soloquartett von Dr. Anton Bruckner. Herr Chormeister Stockhammer und die Vereinsmitglieder haben mit der vortrefflichen Aufführung dieses Chores gezeigt, was durch ein einhelliges Zusammenwirken, durch Fleiß und Mühe zustande gebracht werden kann. [... zu den Frauenchören unter L. Albrecht ...], zu den Soli und Männerchören besorgten Fräulein von Benack, beziehungsweise die Herren Stockhammer und Redl in ausgezeichneter Weise die Clavierbegleitung. Es war ein herrlicher, genussreicher Abend.\" [keine Signatur] (°).\n \nBesprechung des Konzerts vom 9.12.1896 (mit der 4. Symphonie) im Prager Tagblatt Nr. 341 auf S. 9, signiert \"Dr. v. B.\":\r\n\"     *– Neues deutsches Theater. Das diesjährige erste philharmonische Concert erfreute sich eines sehr lebhaften Besuches. [... die Qualitätssteigerung im Orchester ...] sei als besonderes Verdienst des Herrn Capellmeisters Schalk hervorgehoben, welcher sich mit der Einstudirung aller vorgetragenen Tonwerke offenbar große Mühe gegeben hat. Diese Mühe war jedenfalls keine verlorene, wie man an vielen Einzelnheiten leicht wahrnehmen konnte. Die Disciplin der Blasinstrumente stand zum erstenmal auf jener Höhe, auf der wir sie uns stets gewünscht hatten und die zu erreichen bisher keinem Vorgänger in so ergiebiger Weise geglückt war. Ein nicht zu unterschätzender Fortschritt ließ sich in Bezug auf Feinheit der Vortragsabstufungen und Rhythmisirungen wahrnehmen, ein Verdienst, das bei der großen Tagesaufgabe unseres Opernorchesters umso höher angeschlagen werden muß. – Das Concert wurde durch A. Bruckner's in kritischen Kreisen vielfach umstrittene vierte Symphonie eingeleitet. Mochte sich Bruckner auch Formen dienstbar gemacht haben, die in einer nicht als reine Programmmusik gedachten Symphonie wenig Berechtigung haben, so muß doch die Fülle der Gedanken und die Gediegenheit der thematischen Ausführung jedem Musiker von Fach großen Respect einflößen. Unklar erscheint uns indessen, was sich der Autor unter einer romantischen Symphonie vorstellte. Wenn man im gemeiniglichen Sinne des Wortes eine Gegend romantisch nennt, die sich durch Unregelmäßigkeit ihres Gebildes, durch Ungleichartigkeit der Einzelnheiten auszeichnet, dann hatte Bruckner jedenfalls Recht, seine Symphonie eine romantische zu nennen. Mehr Anhaltspunkte für die Berechtigung dieses Begriffes vermögen wir dem Werke trotz der beigefügten Erläuterung nicht zu entnehmen. Ernst gestimmt ist der erste Satz, in allen übrigen herrscht Frohsinn und Freude am Leben vor. Wo der Autor pathetisch wirkt, dort kann er der Einflüsse Wagner's nicht entrathen, während die heiteren Seiten seines Talentes originelle Erfindung zeigen. Das Publicum nahm das interessante Werk, in welchem namentlich das Finale eine mächtige Wirkung hinterläßt, mit großer Aufmerksamkeit auf. – Einen durchschlagenden Erfolg hatte die Suite für Orchester von Joseph Habert. [sic] [... Berlioz, Tschaikowsky (mit Ossip Gabrilowitsch), Rubinstein und C. M. Weber (mit Frl. Kaminski) ...].\r\n                                        Dr. v. B.\" (°°).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 17:52"}, {"ID": 189712115, "Datum": "11.12.1897, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 340 (*).\nAufführung des \"Tafellieds\" bei der Gründungsliedertafel des Wiener Akademischen Gesangvereins (**).\nIm Feuilleton \"Concerte\" der Reichswehr Nr. 1380 auf S. 2 (Morgenblatt) übt Hans Liebstoeckl Kritik an der Programmgestaltung der Wiener Philharmoniker und erwähnt dabei auch Bruckner (***).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 3212 meldet auf S. 8:\r\n\"     – Ein Denkmal für Anton Bruckner. Das Comité in Steyr, welches als Andenken an Professor Anton Bruckner ein Kirchenfenster stiften wollte, ist davon ab­gekommen und hat sich entschlossen, dem Tondichter ein wirkliches Denkmal zu setzen. Bildhauer Zerritch [sic], ein Schüler Tilgner's, hat den Entwurf hergestellt. Der Denkmalsfond soll auf 2000 fl. gebracht werden, worauf die Enthüllung des Denkmales stattfinden wird.\" (°).", "Letzte Änderung": "01.09.2026 15:12"}, {"ID": 189812115, "Datum": "11.12.1898, Sonntag", "Haupttext": "[recte 17.12.1898? oder zweimalige Aufführung?] Uraufführung des Männerchores \"Abendhimmel\" (WAB 56) durch den Wiener Männergesangverein unter Kremser (*).\nDas Konzert vom 17.12.1898 mit dem Chor \"Abendhimmel\" wird von mehreren Zeitungen angekündigt:\r\ndem Fremdenblatt Nr. 341 (Morgenblatt) auf S. 11f (**),\r\ndem Neuen Wiener Journal Nr. 1845 auf S. 5 (***)\r\nund der Reichswehr Nr. 1740 (Morgenblatt) auf S. 5 (°).\nThe Los Angeles Times (California) erwähnt auf S. 49 Bruckner in einem Artikel über die New Yorker Dirigenten:\r\n\"     Musical conductors, or \"maestri,\" to use the professional word, are born, not manufactured, says the New York World. [... in New York fünf Dirigenten ... Mancinelli ...]. Schalk, who is to conduct the Wagner operas for Manager Grau, is a stranger. He is still a young man, a pupil of Hellmeserger [sic] and Bruckner. His career has been short, but it has sufficed to place him in turn at Gratz as dr. Muck's successor, at Prague as Seidl's successor, and at Berlin as a temporary substitute for Weingarttner. Bevignani is a veteran. [... alte italienische Schule ...]\r\n     [... Emil Paur, Wilhelm Gericke ...].\" (°°).", "Letzte Änderung": "09.06.2024 08:59"}, {"ID": 190212115, "Datum": "11.12.1902, Donnerstag", "Haupttext": "Zweiter Bruckner-Abend (von sieben) des Wiener Akademischen Gesangvereins [vermutlich wie am 27.11.1902 im kleinen Festsaal der Universität mit Einführungsvortrag Theodor Helms und Klavieraufführungen von Mathilde Helm und Hans Wagner].", "Letzte Änderung": "24.11.2025 23:46"}, {"ID": 190312115, "Datum": "11.12.1903, Freitag", "Haupttext": "Theodor Helm bespricht im »Wiener Musikbrief« im Pester Lloyd die 9. Symphonie (am 1./2.12.1903).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190412115, "Datum": "11.12.1904, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms durch den Orchesterverein unter Heinrich Schwartz um 17 Uhr im 100. Konzert des Vereins im Odeonssaal in München (*).\r\nSopransolo: Frl. Valborg Svärdström, Violinsolo: Dr. Gustav Schulze. Als Organist bei einer Gabrieli-Intrata wirkt Hoforganist Ludwig Maier mit. Der Vereins-Chor war von Hermann Abendroth einstudiert worden (*a).\nPostkarte von Rudolf Louis an Hans Wagner-Schönkirch:\r\n    Übersendet seine Bruckner-Biographie und bittet um Besprechung (**).\nArtikel \"Musikvereinskonzert.\" (signiert Dr. E. D.) [Ernst Decsey?] in der Linzer Tages-Post  [siehe die Anmerkung] (***).\nBruckner wird erwähnt in den Mississippi-Blättern Nr. 346 (St. Louis, Missouri) auf S. 31:\r\n\"Die Weiterentwicklung der modernen Musik.\r\n              Von Dr. Paul Ertel, Berlin.\r\n     Auf der letzten Tonkünstlerversammlung zu Frankfurt a. M., die Ende Mai dieses Jahres stattfand, kam es bei dem Gros aller einsichtigen Musiker zu einer Art von geistiger Demonstration. Man erklärte sich dahin, daß der bisher eingeschlagene Weg der sogenannten Programm-Musik aller Wahrscheinlichkeit nach wieder verlassen werden, daß man zur absoluten, d. h. nicht programmmäßigen Musik zurückkehren müsse. [... Geschichte der Programmmusik seit Dittersdorf ... Gedanken zum Programmatischen in der Musik ...].\r\n     Nachdem dies festgestellt, erscheint es begreiflich, daß man jetzt wieder sich von den mehr oder weniger genau zerlegten Vorwürfen entfernen und sich sogar wieder der reinen, absoluten Musik zuwenden will. Bruckner, einer der Hochmodernen, kann hierzu den Anstoß gegeben haben. Gustav Mahler, der temperamentvolle Wiener Hofkapellmeister und hochbegabte Komponist, hat es \"ausdrücklich\" abgelehnt, die seinen sinfonischen Werken zu Grunde liegenden Ideen der Oeffentlichkeit preiszugeben. [... ausführlich über Richard Strauss ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "20.11.2024 09:37"}, {"ID": 190512115, "Datum": "11.12.1905, Montag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 14.12.1905 mit der 5. Symphonie im Brünner Tagesboten Nr. 575 aunf S. 4:\n     \"In die Mitte des Konzertes ist Bruckners fünfte Symphonie gestellt, ein Werk, das sich der Bewunderung und des ungeteilten Beifalles aller Kunstkenner zu erfreuen hat. […]\" (*).\n\n\nAufführung des \"Te deum\" unter B. J. Lang in einem Konzert der Cecilia Society in der Symphony Hall in Boston (Voraufführung als \"Wage Earners Concert\", Hauptaufführung am 12.12.1905). Außerdem erklingen Werke von Debussy (\"Blessed Damosel\") und Coleridge-Taylor (\"The Departure of Hiawatha\"). Solisten beim \"Te deum\" sind Corinne Rider-Kelsey, Lilla Ormond, Ellison Van Hoose und Charles Delmont (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190612115, "Datum": "11.12.1906, Dienstag", "Haupttext": "Artikel in der Tages-Post, Linz, Nr. 281 auf S. 4, über den in Linz [kürzlich] verstorbenen Ludwig Bermanschläger. Dieser sei mit Bruckner befreundet gewesen, \"dessen oftmaliger Begleiter er auch in den letzten Jahren seines Lebens bei dessen Ausfahrten in Steyr war\" (*).\n\r\nDie Reichspost Nr. 281 bringt auf S. 1f ein mit \"a. v. b.\" signiertes Feuilleton, in dem detailreich von der Berlinreise des Wiener Männergesangvereins mit der Aufführung von Helgoland [am 8.12.1906] berichtet wird (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190712115, "Datum": "11.12.1907, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Paul Ottenheimer in Prag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190812115, "Datum": "11.12.1908, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe in Budapest.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190912115, "Datum": "11.12.1909, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der Pariser Aufführung der 7. Symphonie [5.12.1909] durch Joseph Jemain im Ménestrel (*).\n \nArtikel \"Johann Strauß über das Bummeln\" in \"Die Zeit\" [mit Bezug auf Bruckner?] (**).\n \nThe Minneapolis Tribune Nr. 194 (Star Tribune, Minnesota) bringt auf S. 4 eine Besprechung des gestrigen Konzerts mit der 7. Symphonie:\n\"                AUDITORIUM\nMinneapolis Symphony Orchestra with Richard Czerwonky.\n     It was a menu of solid food that Mr. Oberhoffer served last evening at the third evening concert of the season by the Minneapolis Symphony orchestra. There were only three numbers on the program; an overture that occupied 15 minutes, a violin concerto of 34 minutes and a symphony of 46 minutes. Even with the usual intermission of 15 minutes prolonged to 20, the concert ended 20 minutes earlier than usual.\n     But the ledger-like column of figures has nothing whatever to do with the quality of the concert. Despite its few numbers and their unusual length, the orchestra has never given better account of itself or furnished the lovers of music greater satisfaction and those really interested in entering the door into this region of beauty and mystery a better opportunity. While there was no Schumann-Heink or Sembrich to spread allurement of a name in the advance notices, and there were, therefore, more unoccupied seats than usual; and though there was a noticeable exodus during the intermission and between the movements of the symphony, Mr. Overhoffer will be thanked by all devotees of music who want to think as well as listen, for last evening's program.\n     For the first time the orchestra played a work by Anton Bruckner; his most popular symphony, the seventh in E major, having been judiciously selected. Music, to the Austrian peasant composer, was both a science and a ceremonial ritual, and beauty for beauty's own sake hardly entered into what was his life's devotion. Bruckner was to music what the monk is to religion; beauty and sublimity were necessarily a part of his cult, but not its essence. This brings his compositions into a classification almost peculiar to themselves, and not easy to reflect in writing, which depends so much upon the ready expedient of comparison. The Seventh symphony is, perhaps, his greatest work, and while the solecisms mentioned in Weingartner's appreciation are plainly apparent, so is the \"wonderful magic\" of which the same writer speaks. One cannot but listen, respect and marvel. The symphony is filled with big thoughts, which center in the profoundly beautiful Adagio, over-long perhaps, but sublimely clear and simple in its conception, utterance and structure. Bruckner's constant and dominating use of the brasses enabled Mr. Oberhoffer to demonstrate again the orchestra's improvement in this important quarter, while the Adagio movement showed the excellent quality of the second violin section, which in so few compositions are set apart from the general mass of tone.\n     In Joachim's Concerto in the Hungarian Style, also given for the first time in Minneapolis, the rare value of the orchestra's recent acquisition Richard Czerwonky, was proven more than satisfactorily. [...] and he was greeted cordially again by the audience when he appeared, after the intermission, to take his place at the concert-meister's desk to p lay the symphony.\n     The concert opened with [... kurz zur Berlioz-Ouvertüre ...]. The brasses again distinguished themselves in the final chord of startlingly sudden scarlet.\n                                                   CARYL B. STORRS.\" (***).", "Letzte Änderung": "24.11.2024 21:33"}, {"ID": 191012115, "Datum": "11.12.1910, Sonntag", "Haupttext": "Adolf Brune erwähnt Bruckner in einem ausführlichen Artikel in The Inter Ocean Nr. 262 (Chicago, Illinois) auf S. 37 (= S. 9 des Magazin-Teils):\n\"A Critical Study of Debussy's Methods and Style.\n                 BY ADOLF BRUNE.\nTHE greatest difficulty in discussing Debussy is that his sincere followers seem to think that that which they claim as a great merit in Debussy–vagueness–is also advisable to them as regards the distinguishing features of his compositions. [... Grundlagen der klassischen Harmonielehre, Erweiterung duch Chromatik].\n     The basis of modern composition is not the seven-tone diatonic scale, but a scale [...], so that the tonality is merely widened, not destroyed.\n    Although the works of the great classis composers made the major and minor scales so predominant as to almost exclude the modes, still they never passed entirely out of use. Bach used them [... dorisch, Beethoven (lydisch) ... Buch von A. W. Ambros über Niederländer und Palestrina-Schule ... auch andere Autoren ...] made those works again accessible. Liszt was one of the most effective champions by his own compositions to reintroduce this neglected melodic element into modern music; any one acquainted with his works can easily verify this fact. Wagner, Caesar Franck and Anton Bruckner are his followers.\n     The Gregorian chant has itself no rhythm which may be cast into our measures nor does it have that periodical construction which forces everything into the Procrustean bed of dance music, with its monotonous regularity of cadencing. [... über Akkorde ohne harmonische Funktion, leere Quinten, Liszts Neuerungen ... Debussys Stellung ...].\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:21"}, {"ID": 191212115, "Datum": "11.12.1912, Mittwoch", "Haupttext": "Die Studienpartitur der 7. Symphonie erscheint mit der Nummer 3599 bei der Universal-Edition [Revision von J. V. Wöss? vgl. auch »1927«] (*).\nArtikel (signiert »H. Ch.« [Heinrich Chevalley?]) »Die c-Moll Symphonie von Bruckner in Hamburg« [Kritik einer Aufführung der 1. Symphonie] im Hamburger Fremdenblatt (**).\r\nDie Aufführung hatte José Eibenschütz geleitet (**a).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 23:42"}, {"ID": 191512115, "Datum": "11.12.1915, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts durch das Fitzner-Quartett (Rudolf Fitzner, Max Weißgaerber, Jaroslav Czerny, Anton Wamter) mit Franz Jelinek um halb 8 Uhr abends im Kleinen Musikvereins-Saal in einem Konzert der Konzertdirektion Hugo Heller in Wien (*).\nHandschriftliche Notiz »VI. [Aufführung] »[=Fitzner], 11.XII.15.« in einer gedruckten Partitur mit dem Besitzervermerk »D Bock« [L. Bock?] (*a).\n \nDie Wochenzeitschrift Brooklyn Life Nr. 1345 erinnert in der Besprechung des Konzerts vom 3.12.1915 in Brooklyn an den Eindruck, den die 7. Symphonie am 2.12.1915 in New York gemacht hat:\n\"                Musical Comment.\n     DR. MUCK sometimes tries out his ideas regarding new music and the revival of old on his New York subscribers, but his only object seemingly in the making up of his Brooklyn programs is to convey joy to his hearers by the production of such works as are either beloved because of their familiarity or surely inoffensive because of their nature. Hence it was that although the Thursday evening audience in Manhattan was regaled–and let it be added bored–by Bruckner's Seventh Symphony, that in Brooklyn on Friday listened to a program with the exception of one selection classic in its nature and with that one exception scarcely revolutionary. [...Mozart Es-Dur, Rachmaninoff (Toteninsel), Brahms (mit Fritz Kreisler), Mendelssohn ...].\"\n[Auf S. 28 (Fortsetzung dieser Rubrik) ist die letzte Meldung signiert: \"WILLIAM B. MURRAY, JR.\"] (**).", "Letzte Änderung": "19.07.2026 15:16"}, {"ID": 192112115, "Datum": "11.12.1921, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von \"Träumen und Wachen\" (Tenorsolo Ferdinand Soeser) durch den Schubertbund unter Anton Webern [in Wien]. Weiter Mitwirkende sind Gutheil-Schoder und Wilhelm Winkler (Violoncello) (*).\n \nAufführung von \"Helgoland\" durch den Wiener Männergesangverein unter Luze.\nBei anderen Programmnummern wirken mit Frl. Anday (Brahms-Rhapsodie) und Georg Valker (Orgel bei Josef Marx \"Morgengesang\") (**).\n \nIm Kirchenkonzert des [Wiener] Kirchenmusikvereins an der Pfarre St. Rochus und Sebastian unter Robert Lußnigg erklingen u. a. das \"Locus iste\" und ein Tantum ergo [prov. WAB 48].\nEs wirken außerdem mit: Else Schmidt (Sopran), Marianne Smola (Alt), Eduard Mang (Tenor), Heinrich Tische (Bass), Edith Steinbauer (Violine), Hedwig Steinbauer (Harfe) und Franz Bichler (Orgel) (***).", "Letzte Änderung": "17.09.2024 17:01"}, {"ID": 192312115, "Datum": "11.12.1923, Dienstag", "Haupttext": "Kritik von Felix Adler zur 8. Symphonie [9.12.1923] in der »Bohemia« (*).\nAufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80] durch den Steyrer Männergesangverein »Kränzchen« unter Johann Prinz. Solist ist Josef Buresch vom Wiener Lehrer-a-capella-Chor (**).\nAufführung der 6. Symphonie durch das Städtische Orchester Trier unter Heinrich Knapstein in der Treviris in Trier (Eintrittspreise: 600 - 5000 Milliarden) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192412115, "Datum": "11.12.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Die Universal-Edition bringt die Partitur (Nr. 6577) und die Stimmen (Nr. 6578) der 7. Symphonie heraus (*).\n\n\nDie Innsbrucker Nachrichten Nr. 283 bringen auf S. 9 eine mit \"NN\" signierte Kritik zur Aufführung des Quintetts [am 1.12.1924] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192512115, "Datum": "11.12.1925, Freitag", "Haupttext": "Artikel \"Das zweibändige Werk \"Bruckner\" von Ernst Kurth\", signiert \"O. D.\" [vermutlich: Otto Dorn], in der Unterhaltungsbeilage des Wiesbadener Tagblatts.", "Letzte Änderung": "05.08.2026 07:32"}, {"ID": 192612115, "Datum": "11.12.1926, Samstag", "Haupttext": "Artikel \"Bruckner – Vortrag in Grosshöchstetten\" (über einen Vortrag von Ernst Kurth) im Berner Schulblatt Nr. 37 auf S. 540, signiert \"l. r.\".", "Letzte Änderung": "06.08.2026 00:14"}, {"ID": 192912115, "Datum": "11.12.1929, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Felix Maria Gatz im 2. Konzert der Bruckner-Vereinigung in Berlin. Solistin im Tschaikowsky-Konzert ist Erika Morini (*).\nAußerdem steht Rudi Stephans \"Musik für Orchester\" auf dem Programm (*a).\n\n\n\nAufführung der 2. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Leopold Reichwein im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert ist Walter Gieseking [Wiederholung vom 10.12.1929] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193012115, "Datum": "11.12.1930, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Wolfgang v. Bartels »1. Internationales Bruckner-Fest« in den Leipziger Neuesten Nachrichten (*).\nAufführung der 8. Symphonie unter Bruno Walter im 9. Abonnementskonzert des Leipziger Gewandhauses (**).", "Letzte Änderung": "27.07.2024 22:55"}, {"ID": 193112115, "Datum": "11.12.1931, Freitag", "Haupttext": "Brief von Siegmund von Hausegger an Max Auer: \n   Schlägt anläßlich der Orgeleinweihung in St. Florian [5.5.1932] die Linzer Fassung der 1. Symphonie vor. Filser möge möglichst bald die Partitur liefern. Für effektive Proben brauche er aber die Erlaubnis, Partitur und Stimmen einzurichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193212115, "Datum": "11.12.1932, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Chores »Trösterin Musik« durch die Freie Typographia.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193312115, "Datum": "11.12.1933, Montag", "Haupttext": "Radio Beromünster überträgt zwischen 19:50 und 21:40 Uhr ein Pensionskassenkonzert der Tonhalle-Gesellschaft Zürich unter Volkmar Andreae in der Tonhalle Zürich mit Werken von Mozart (\"Symph. Nr. 41, in Es-dur\") und Bruckner (7. Symphonie).", "Letzte Änderung": "05.04.2026 09:16"}, {"ID": 193412115, "Datum": "11.12.1934, Dienstag", "Haupttext": "Veranstaltung der Münchner Ortsgruppe der IBG mit einem Vortrag Hauseggers über die Linzer Fassung der 1. Symphonie mit Klavierbeispielen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193512115, "Datum": "11.12.1935, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des \"Requiems\" (WAB 39) mit einem von Altman Kellner komponierten \"Quam olim Abrahae\" anlässlich des Stiftertags in Kremsmünster.\r\nVermerk Kellners \"[Aufgef. Stiftertag] 1935 –– Quam olim: NEU (– V11)\" auf dem Vorsatzblatt der Partiturabschrift.", "Letzte Änderung": "08.02.2025 08:15"}, {"ID": 193612115, "Datum": "11.12.1936, Freitag", "Haupttext": "Besprechung bei Friedrich Werner (Musikwissenschaftlicher Verlag): \n   Alfred Orel erklärt sich bereit, die Berliner Skizzen zur 9. Symphonie in seine Publikation [nachträglich, vgl. 20.11.1936] einzuarbeiten. Keine Entscheidung über sein Ausscheiden aus der Gesamtausgabe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193712115, "Datum": "11.12.1937, Samstag", "Haupttext": "Postkarte von Franz Gräflinger an Joseph Marx.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193812115, "Datum": "11.12.1938, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Adagios der 6. Symphonie unter Ernst Wolters bei einer Trauerfeier in Winterthur.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 20:14"}, {"ID": 194212115, "Datum": "11.12.1942, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Carl Hans Watzinger »Über einen Freund Anton Bruckners (C. Almeroth)« im Neuen Wiener Tagblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194612115, "Datum": "11.12.1946, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] unter Altman Kellner in Kremsmünster.", "Letzte Änderung": "08.01.2024 20:14"}, {"ID": 194712115, "Datum": "11.12.1947, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe und des »Te deum« durch den Chor der St. Hedwigs-Kathedrale und die Berliner Philharmoniker unter Karl Forster im Titania-Palast in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194812115, "Datum": "11.12.1948, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Musikalische Streifzüge« von Edmund Nick im Münchner Tagebuch mit Erwähnung eines Konzerts der Münchner Philharmoniker:\r\n    »Etwas von der Orgelkunst hat auch die Fünfte von Bruckner, die Eugen Jochum in einer bewundernswert großen Leistung den Philharmonikern abverlangte. Wenn der Holzbläsersatz von den Streichern und diese wieder vom Blech abgelöst werden, dann ist es oft, als glitten die Hände des Stiftsorganisten von St. Florian von einem Manual aufs andere.« (*).\n[Ca. 11.12.] Aufführung der 7. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Fritz Rieger in München (**).", "Letzte Änderung": "06.10.2025 09:45"}, {"ID": 195812115, "Datum": "11.12.1958, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Niederösterreichische Tonkünstler-Orchester unter Volkmar Andreae (dessen Abschiedskonzert dort) in Steyr (*).\nAufführung des \"Requiems\" (WAB 39) [ohne das von Altman Kellner komponierte \"Quam olim Abrahae\"] anlässlich des Stiftertags in Kremsmünster.\r\nVermerk Kellners \"[Aufgef. Stiftertag] 1958 (alles wie ursprünglich geschrieben steht.\" auf dem Vorsatzblatt der Partiturabschrift (**).", "Letzte Änderung": "08.02.2025 08:23"}, {"ID": 196512115, "Datum": "11.12.1965, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Kurt Wöss im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solisten im Concertino für Fagott und Klarinette von Richard Strauss sind Leo Cermak und Richard Schönhofer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198112115, "Datum": "11.12.1981, Freitag", "Haupttext": "Einspielung der 1. Symphonie (Wiener Fassung) durch das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester unter Günter Wand in Köln.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198212115, "Datum": "11.12.1982, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von Bachs Magnificat und Bruckners Te Deum durch den Philharmonischen Chor Berlin und die Berliner Philharmoniker unter Uwe Gronostay und die Solisten Sheila Armstrong, Julia Hamari, Eberhard Büchner und Gerd Feldhoff im 2. Abonnementskonzert (= Festkonzert zum 100jährigen Jubiläum des Chors) in der Berliner Philharmonie.", "Letzte Änderung": "18.08.2025 13:45"}, {"ID": 198312115, "Datum": "11.12.1983, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch das Bergen Filharmoniske Orkester und den Oratoriekor unter Magnar Mangersnes in Bergen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198612115, "Datum": "11.12.1986, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] durch die Sofioter Philharmonie unter Jordan Dafov [in Sofia?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 192802116, "Datum": "11./12.2.1928, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Franz Schalk im 5. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "21.05.2026 11:29"}, {"ID": 195102116, "Datum": "11./12.2.1951, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Leopold Ludwig in Berlin. Solist im Dvorak-Konzert ist Gerhard Taschner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195402117, "Datum": "11./12.2.1954, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Chicago Symphony Orchestra unter Bruno Walter in der Orchestra Hall in Chicago.\nAuf dem Programm stehen vor der Pause Werke von Brahms (\"Tragische Ouvertüre\") und Arien von Händel, Mozart und Mahlers \"Wunderhorn\"-Lieder mit der Sopranistin Hilde Güden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196402115, "Datum": "11./12.2.1964, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan im 4. Philharmonischen Konzert in der Neuen Philharmonie in Berlin.\r\nCembalistin bei Bachs 6. Brandenburgischem Konzert ist die Cembalistin Edith Picht-Axenfeld.\r\nDie Programmbeiträge sind signiert \"P. W.\" [Peter Wapnewski].", "Letzte Änderung": "18.08.2025 13:42"}, {"ID": 197102115, "Datum": "11./12.2.1971, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Daniel Barenboim in einem Gedenkkonzert für John Barbirolli in der Neuen Philharmonie in Berlin. Solist des Abends ist Clifford Curzon.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197802115, "Datum": "11./12.2.1978, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan in der Neuen Philharmonie in Berlin. Solistin des Abends ist Anne-Sophie Mutter.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198402115, "Datum": "11./12.2.1984, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Carlo Maria Giulini in Berlin.", "Letzte Änderung": "19.11.2025 17:02"}, {"ID": 195103114, "Datum": "11./12.3.1951, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Joseph Keilberth in Berlin.", "Letzte Änderung": "17.04.2023 16:38"}, {"ID": 195903115, "Datum": "11./12.3.1959, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Concertgebouworkest unter Eduard van Beinum (dessen letzte Aufnahme) in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "17.02.2026 15:23"}, {"ID": 198603116, "Datum": "11./12.3.1986, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Riccardo Muti in der Berliner Philharmonie (*). Im Programmheft ein Artikel von Rudolf Stephan \"Zur Sechsten Symphonie von Anton Bruckner\" (**).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 23:17"}, {"ID": 195404116, "Datum": "11./12.4.1954, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Karl Böhm im Titania-Palast in Berlin. Solist im Haydn-Konzert ist Ludwig Hoelscher.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198804115, "Datum": "11./12.4.1988, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Staatskapelle Dresden unter Hans Vonk in Graz.", "Letzte Änderung": "07.04.2025 21:11"}, {"ID": 191305116, "Datum": "11./12.5.1913, Pfingsten", "Haupttext": "In einem Nachmittagskonzert beim 4. Bayerischen Musikfest in Nürnberg dirigiert Löwe den Lehrergesangverein (Ltg.: Hans Laber) und das Münchner Konzertvereins-Orchester bei »Te deum« und Adagio der 8. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 194905116, "Datum": "11./12.5.1949, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Eugen Jochum im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert ist Wilhelm Backhaus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197405116, "Datum": "11./12.5.1974, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Claudio Abbado im 8. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nBei Arnold Schönbergs \"Ein Überlebender aus Warschau\" wirken mit der Wiener Jeunesse-Chor und Eberhard Wächter als Sprecher.", "Letzte Änderung": "10.06.2026 11:55"}, {"ID": 198705115, "Datum": "11./12.5.1987, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Referat von Cornelis van Zwol über das Finale der 9. Symphonie bei einem Symposion im Österreichischen Kulturinstitut in Rom (*).\nGunnar Cohrs referiert über die Trio-Entwürfe (**).\n(12.5.1987) Referat von Peter Gülke \"Vollendet - Unvollendet. Einige Anmerkungen zur IX. Sinfonie Anton Bruckners\" (***).\nNicola Samale und Giuseppe Mazzuca präsentieren ihre Arbeit \"Anmerkungen zur Rekonstruktion des Finales der 9. Symphonie Anton Bruckners\" (°).\nWeitere Beiträge kommen von Edward Neill (über seine \"Rekonstruktion\"), William Carragan (\"Structural Aspects of the revision of Bruckner's symphonic finales\", gelesen von David Aldeborgh), Mario della Chiesa (Vergleich Carragan/Samale-Mazzuca), Jack Diether (gelesen von der Witwe), Robert Simpson (\"Bruckner and his Unique Finale Problem\"), Josette Leone Gomel, Erich Nowotny, Gianfranco Zaccaro, Saviero Franchi, Daniele Calcagno und Alberto Basso (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197506116, "Datum": "11./12.6.1975, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Orchestre de Paris unter Daniel Barenboim [in Paris].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199006116, "Datum": "11./12.6.1990, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Gewandhaus-Orchester Leipzig unter Kurt Masur im Stephanien-Saal in Graz.\r\nAuf dem Programm steht zuvor Tschaikowskys b-Moll-Klavierkonzert mit Peter Rösel.", "Letzte Änderung": "07.04.2025 19:44"}, {"ID": 201506116, "Datum": "11./12.6.2015, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "ABIL-Tagung \"Die Klaviermusik Anton Bruckners\" in Schloss Kremsegg in Kremsmünster.", "Letzte Änderung": "24.02.2026 21:52"}, {"ID": 198609117, "Datum": "11./12.9.1986, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung (und TELDEC-Produktion) der Samale/Mazzuca-Fassung des Finales der 9. Symphonie durch das Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks unter Eliahu Inbal in der Alten Oper in Frankfurt (*).\r\nManfred Wagner hatte die Programmbeiträge geschrieben - \"9. Symphonie d-Moll. (+ Finale)\" und \"Bruckners unvollendetes Finale der 9. Sinfonie. Bemerkungen zu Ergänzungsversuchen von N. Samale und G. Mazzuca\" (*a).", "Letzte Änderung": "31.03.2023 12:07"}, {"ID": 199610117, "Datum": "11. - 13.10.1996, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Symposion in Brüssel geplant [verschoben auf 28./29.11.1997].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202410117, "Datum": "11.-13.10.2024, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Symposion \"200 Jahre Anton Bruckner \"... ist mehr als Musik\" \" in Brixen.\r\nReferate von Siegfried Oechsle (Bruckner und Brahms), Fabian Freisberg (Kirchenmusik), Carl F. Pichler (Lebensabfolgen), Remy Ballot (symphonische Kunst),\r\nmusikalische Beiträge von Hansjörg Albrecht (Olivier Messiaen, Erwin Horns Improvisation über das Thema vom 6.10.1886, f-Moll-Symphonie in einer Orgelfassung von Eberhard Klotz), Kammerchor Stuttgart unter Frieder Bernius (Arvo Pärt, \"Virga Jesse\", Os justi\", \"Christus factus est\" und e-Moll-Messe), beim Gottesdienst am 13. Oktober das \"Locus iste\".\r\nWeitere Beteiligte: Josef Lanz (künstlerische Leitung), Bischof Ivo Muser, Peter  Kislinger (Interview mit Remy Ballot).", "Letzte Änderung": "26.06.2025 06:18"}, {"ID": 199811116, "Datum": "11.-13.11.1998, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Filarmónica de Santiago unter Gabor Ötvös in Santiago in Chile.", "Letzte Änderung": "03.08.2025 10:08"}, {"ID": 199911116, "Datum": "11. - 13.11.1999, Donnerstag bis Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Tagung des ABIL in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194703115, "Datum": "11./13./14./16.3.1947, Dienstag bis Sonntag", "Haupttext": "Vier Aufführungen der 7. Symphonie im 7. Konzert des Bruckner-Zyklus der Münchner Philharmoniker unter Hans Rosbaud in der Aula der Universität. Den Programmartikel verfaßte Wilhelm Zentner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193204116, "Datum": "11.-13.4.1932, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Franz S. Forster fertigt ein Gips-Relief (IKO 257), dessen zwei erste Abgüsse an den Wiener Arzt Dr. Carl Kristinus und an den Städtischen Chor Augsburg (für den stellvertretenden Chormeister Prof. Lautenbacher) verkauft werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196904116, "Datum": "11.-13.4.1969, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Claudio Abbado im Philharmonischen Konzert (am Freitag als Jeunesse-Konzert) im Großen Musikvereinssaal in Wien.\r\nMitwirkende bei einer Bach-Kantate und Strawinskys Psalmen-Symphonie sind Christa Ludwig, Anton Heiller (Orgel) und der Wiener Jeunesse-Chor.", "Letzte Änderung": "10.06.2026 08:48"}, {"ID": 197812115, "Datum": "11.-15.12.1978, Montag bis Freitag", "Haupttext": "Einspielung der 1. Symphonie durch die Staatskapelle Dresden unter Eugen Jochum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195103115, "Datum": "11.-15.3.1951, Sonntag bis Donnerstag", "Haupttext": "Einspielung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Klemperer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201308116, "Datum": "11. - 17.8.2013, Sonntag bis Samstag", "Haupttext": "Das 36. Internationale Wittgenstein Symposion in Kirchberg am Wechsel/NÖ befasst sich u. a. auch mit den Strukturbeziehungen zwischen Bruckner und Wittgenstein.", "Letzte Änderung": "25.07.2024 09:56"}, {"ID": 183901015, "Datum": "1.1.1839, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der C-Dur-Messe (D 452) und des C-Dur-Offertoriums (D 136) von Franz Schubert in St. Florian.", "Letzte Änderung": "13.04.2026 20:39"}, {"ID": 185301015, "Datum": "1.1.1853, Samstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"1. Jänner     1 Tenoristen u. 1. Trompeter     4 [fl] \".\n\n\nMehrere Seiten später eine weitere Notiz: \"Nachträgliche Auslagen zum Jahre 1852 [...] 1. Jänner [1853 gemeint] 1 Tromp. u 1 Tenoristen     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185401015, "Datum": "1.1.1854, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1. Jänner     Zum Neujahrsfest 1 Ten. u 1 Tromp.     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185501015, "Datum": "1.1.1855, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1. Jänner     Zum Neujahrsfest 1 Tromp.     2 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185601015, "Datum": "1.1.1856, Dienstag", "Haupttext": "Joseph Seiberl tritt als Stiftsorganist in St. Florian die Nachfolge Bruckners an.", "Letzte Änderung": "09.12.2024 14:27"}, {"ID": 186101015, "Datum": "1.1.1861, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 2. Seite des 41. Doppelbogens:\n\"1. Jän[n]er [1]861.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186201015, "Datum": "1.1.1862, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung \"1 Jän[n]er 862\" auf S. 25 (*a) im Kitzler-Studienbuch (verschiedene Tanzformen: Walzer, Polka, Galopp, Mazurka und Menuett).\r\nKomposition eines Klavier-Walzers in Es-Dur [WAB 224/1] (*b).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186501015, "Datum": "1.1.1865, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner beginnt das Jahr »mit schrecklichem Kopfweh«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186901015, "Datum": "1.1.1869, Freitag", "Haupttext": "Orgelspiel in der Dominikanerkirche. Aufgeführt wird eine Messe von Cyrill Wolf.\nDieser (1825 - 1815) war der dortige Regens chori. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Orgel war 1864-65 von Franz Ullmann (1815 - 1892) umgebaut worden (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187001015, "Datum": "(1.1.1870, Samstag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Webers »Freischütz« unter Herbeck an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187301015, "Datum": "1.1.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der heutigen Kirchenmusik in mehreren Blättern:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 361 auf S. 8 [Rubrik datiert 31.12.1872]:\n     \"(Kirchenmusik.) Morgen, am Neujahrstage, wird in der k.k. Hofkirche St. Augustin um 11 Uhr Vormittags eine Festmesse von Mercadante, Graduale von Johann Kral und Offertorium von Eder zur Aufführung kommen und werden die Soli von den Damen Baumgartner, Girsa und Marie Steinburger vorgetragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\"(a),\n \nDie Presse Nr. 1 auf  S. 12 (b),\n \nFremdenblatt Nr. 1 auf S. 5:\n     \" - Heute (Neujahrstag), 11 Uhr, kommt in der k. k. Hofkirche St. Augustin eine Festmesse von Mercadante, Graduale von Joh. Krall, Offertorium von Leopold Eder zur Aufführung. - Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3002 auf S. 6 (d).\nBruckner spielt um 11 Uhr Orgel in der Augustinerkirche. Zur Aufführung gelangen Werke von Mercadante (Festmesse), Joh. Krall (Graduale) und Leopold Eder (Offertorium). Solisten: Baumgartner, Girsa und Marie Steinburg [Steinburger?] (*).\n(Besprechung des Orgelkonzerts von Samuel de Lange [am 13.12.1872] in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187401015, "Datum": "1.1.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Die \"Caecilia\", Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland Jg. 31 Nr. 1, berichtet auf S. 10 von der Aufführung der 2. Symphonie am 26.10.1873 und erwähnt die Arbeit an der 3. Symphonie:\n\"     Anton Bruckner, sedert 3 jaar professor in het orgelspel aan het conservatorium te Weenen, gaf aldaar in de laatste dagen van October, zonderling genoeg »zum Schluss der Weltausstellung\", een concert, waarin hij optrad als organist (C-dur-toccata van Bach en een vrije phantasie) en componist (een symphonie in c-mol, no. 2). Hij is ongeveer 40 jaar oud, begon zijn loopbaan als dorpsschoolmeester in Opper-Oostenrijk, leerde het orgelspel in het »Chorherrnstift\" St. Florian, en werd later domorganist te Linz, waar verscheiden zijner composities bekend werden. Genoemde c-mol-symphonie duurt een kwartier langer dan de groote van Schubert. Bruckner schrijft een 3de symphonie in d-mol.\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:28"}, {"ID": 187501015, "Datum": "1.1.1875, Freitag", "Haupttext": "Bei der Messe um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine Festmesse von Laurenz Weiß, ein Graduale (mit Baß-Solo) und ein »Benedictus« (mit Violinsolo) von Sechter und ein Offertorium (mit Sopran- und Violinsolo) von Karl Hoffmann. Solisten: Frl. Girsa, Frl. Ritter, Marie Fröhlich (im Offertorium), Eduard Teller (Graduale), Maxintsak (Violine).", "Letzte Änderung": "27.12.2024 11:57"}, {"ID": 187801015, "Datum": "1.1.1878, Dienstag", "Haupttext": "Arbeit am Adagio der 5. Symphonie; diesbezüglicher Vermerk Bruckners im Krakauer Schreibkalender: »1. Jänner 1878. Sinfonie N 5 im 4. u 5. Bogen Zeichen. Br« (*).\nIn einer Konzertübersicht der »Neuen Zeitschrift für Musik« Nr. 1 wird auf S. 9 das Programm vom 16.12.1877 nur mitgeteilt, die 3. Symphonie aber nicht eigens besprochen:\r\n     \"Am 16. Dec. Gesellschaftsconcert unter Helmesberger [sic] [...] und Symphonie von Anton Bruckner.\" (**).\nIn der Kritik des Illustrierten Wiener Extrablatts Nr. 1, S. 4f (signiert »k. st.« [= Königstein]), zur neuen Brahms-Symphonie [30.12.1877] wird auch die Aufführung der 3. Symphonie [am 16.12.1877] erwähnt:\r\n»            Eine neue Symphonie.\n      k. st. - Es war ein böses Jahr für Symphonien, das nun glücklich zu Grabe getragene Jahr 1877. So viele ihrer aus dem Repertoire unserer großen Konzertinstitute hervorsproßten, so viele waren mißrathen. Zu den durchgefallenen zwei Symphonien von Herbeck und Bruckner gesellte sich Sonntags im vierten philharmonischen Konzerte eine neue - die zweite - Symphonie von Brahms. [...] Nach dieser jüngsten Probe Brahms'scher Symphonik möchten wir alle diesbezüglich an den Komponisten geknüpften Hoffnungen am liebsten mit den berühmten Worten anthun: \"Lasciate ogni speranza!\"\r\n   Doch vielleicht sind die Symphonien nur in diesem Jahre nicht gerathen und das neue bescheert uns vielleicht Besseres. Hoffen wir!« (***).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 16:27"}, {"ID": 187901015, "Datum": "1.1.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 22.12.1878 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001015, "Datum": "1.1.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Erscheinungsdatum von Gustav Mahlers Klavierauszug der 3. Symphonie (*).\n(Brief Gustav Huebers an seine Eltern, Johann Nepomuk und Rosalia Hueber (Vöcklabruck):\r\n   Dankesgrüße und Glückwünsche zum Neuen Jahr (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101015, "Datum": "(1.1.1881, Samstag)", "Haupttext": "Als Nachfolger Franz Dingelstedts wird Wilhelm Jahn Direktor der Hofoper.", "Letzte Änderung": "23.09.2024 21:50"}, {"ID": 188201015, "Datum": "1.1.1882, Sonntag", "Haupttext": "Wettbewerbsausschreibung [wieder, wie am 16.10.1881, von der Deutschen Zeitung] für eine »Hymne für das deutsche Volk in Oesterreich« nach dem Text von Josef Winter. - (Unter den 1320 eingereichten Werken ist auch Bruckners »Volkslied« (WAB 94), vgl.1.4.1882 und 16.4.1882).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401015, "Datum": "1.1.1884, Dienstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »NB (1. Jänner 884 ebenfalls.)« auf dem Schriftstück vom 23.2.1876, auf dem er die Regelungen seiner Fastendispens festgehalten hat.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501015, "Datum": "1.1.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Emil von Hartmann (signiert »E. v. H.«) schreibt in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung (Jahrgang XII) Nr. 1 auf S. 3 über das Konzert vom 22.12.1884 (in Anwesenheit Bruckners). Er erwähnt Löwe (4. Symphonie und 1. Symphonie) und Josef Schalk (3. Symphonie), die Aufführung der 7. Symphonie unter Nikisch in Leipzig 30.12.1884] und Levis Pläne für München [10.3.1885]. Das Quintett werde demnächst von Hellmesberger gebracht [8.1.1885], und eine Aufführung des »Te deum« werde vom Wiener Akademischen Wagner-Verein geplant [2.5.1885].\r\n»Eine künstlerische That [... Text bei 120/77f mit minimalen Abweichungen ... Bruckner's VII. ... Hofcapellmeister ... an's ...] [Fußnote zu »sieben herrliche Symphonien*)«:] »*) Von den sieben Symphonien ist bis jetzt eine einzige (die IV. [sic!] in D-moll) bei Th. Rättig in Wien im Druck erschienen.« [Fortsetzung des Haupttextes (wie bei 120/78) ...] zu würdigen wissen wird. (Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß Hofcapellmeister Hellmesberger in seiner nächsten Kammermusik=Soirée Bruckner's \"Quintett\" und der Wiener akademische Wagner-Verein im Frühjahre ein \"Te Deum\" des genannten Meisters zur Aufführung bringen wird.) Auf die Details der neulich gehörten Bruckner'schen Symphonie=Sätze des Näheren einzugehen [... ohne Notenbeispiele unmöglich ... »Gehet hin und höret!« ... Lob für die Pianisten ... Bruckner umjubelt ... Dank für den Wotan-Monolog des 2. Walküren-Aktes, endlich ohne Striche ...] Herr Richard Hirsch sang denselben, von Herrn Schalk begleitet, mit etwas spröder Stimme, aber vortrefflicher Declamation. E. v. H.« (*).\n(**) Die Zeitschrift »Lyra« Nr. 7 erwähnt auf S. 3f (signiert »A D-r.«) die Aufführung der 1. Symphonie [am 22.12.1884]:\r\n»Concerte. [... über Konzerte der Philharmoniker und der Singakademie ...].\r\n     Endlich noch etwas vom Bruckner=Abend. Er hatte einen wohlgefüllten Saal (Bösendorfer), tüchtige Leistungen und den besonders günstigen Erfolg der 1. Symphonie des Concert=Führers zu verzeichnen, A. Bruckners bestes opus fand stürmischen Beifall und auch einen Riesen=Lorbeerkranz als öffentlichen Kunst=Dank. Man kann auch diesen diesmal sanctioniren.\nA D–r.« (**).\nBesprechung der 7. Symphonie durch Bernhard Vogel in den Leipziger Neuesten Nachrichten (»Concert im Neuen Theater«) (***)\nund durch Hans Merian im Leipziger Tageblatt Nr. 1 auf S. 18:\r\n\"                       Musik.\r\n                 Neues Theater.\n     * Leipzig, 30. December. Wenn Leipzig nicht schon an und für sich so viele wahrhaft gediegene musikalische Genüsse bieten würde, so könnte man es eigentlich bedauern, daß sich die Räume des neuen Theaters nicht öfters in einen Concertsaal umwandeln, denn das heutige Concert, das als eine Leistung ersten Ranges bezeichnet werden muß, hat wiederum gezeigt, was unser Orchester kann und vermag. Das Programm enthielt ausschließlich Werke, die der neueren Richtung angehören und dadurch wurde die Aufführung besonders interessant. [... Lob für Liszts \"Les Préludes\" ...]. Nicht dieselben Vorzüge kann man der Symphonie von Anton Bruckner nachrühmen. [... \"Erwartungen nicht recht erfüllt\" ... Publikum \"verhielt sich ziemlich kühl\" ... Wagner-Reminiszenzen ...]. Die ganze Composition hat mehr einen theatralisch=dramatischen als einen symphonischen Charakter, sie macht einen ähnlichen Eindruck, wie wenn Jemand sich an das Clavier setzt und sich in freier Phantasie über bekannte Themen ergeht und dieselben, ohne ein festes Ziel im Auge zu haben, klangschön, aber bedeutungslos mit einander verwebt und verarbeitet .  .   Einen wahrhaft erfrischenden Eindruck machten dagegen die im zweiten Theile des Concertes aufgeführten zwei Bruchstücke aus der \"Götterdämmerung\". Hier zeigte es sich deutlich, wie weit der Meister allen seinen Schülern überlegen ist. [... über die Werke des 2. Teils ...].\r\n     Im großen Ganzen kann das Concert als ein gelungenes bezeichnet werden. Die Leistung des Orchesters ist als eine wundervolle anzuerkennen. Die Klangwirkung war bei der sinnvollen terrassenförmigen Anordnung und der vollständigen Abschließung der Bühne nach allen Seiten hin, besonders auch nach oben, ganz vorzüglich. Herr Capellmeister Nikisch zeigte sich wiederum an diesem Abend als ungemein genialer Dirigent, der es versteht, in jedem Werke die einzelnen Schönheiten in origineller Auffassung zur Geltung zu bringen.                   Hans Merian.\" (°).\n[Eine dieser Zeitungen oder ein anders Blatt? 1.1.1885?]\r\nFragment aus einer Leipziger Zeitung mit Theaterannoncen, vermutlich aus Bruckners Besitz (°a).\nEnde des für den Leipzig-Aufenthalt bewilligten Urlaubs (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:58"}, {"ID": 188601015, "Datum": "1.1.1886, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 7.1.1886 (Quintett) in den Wiener Signalen Nr. 1 auf S. 6:\r\n    » - Hellmesberger's dritter Kammermusikabend findet [... am 7.1.1886 ...] mit folgendem Programm statt: Bruckner: Quintett [F-dur] (2. Aufführung). [...] Das ursprüngliche Programm des dritten Kammermusikabendes gelangt an einem späteren Abende zur Aufführung.« (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 11 weist auf S. 131 (»Wiener Concert-Repertoire«) auf dieses Konzert (»Bruckner: Quintett F-dur (2. Aufführung.)«) und jenes vom 10.1.1886 (»Bruckner \"Te deum\" für Soli, Chor und Orchester (1. Aufführung).«) hin (**),\nberichtet auf S. 133 von der New Yorker Aufführung der 3. Symphonie [5.12.1885]:\r\n     »Im zweiten Concerte der \"Sinfonie-Gesellschaft\" ebendaselbst gelangte Anton Bruckner's D-moll-Sinfonie zur Aufführung.«)\r\nund meldet in der »Vereins-Chronik«:\r\n     »Der Vereinsbibliothek des Tonkünstlervereins wurde der vierhändige Klavierauszug von Anton Bruckner's E-dur-Symphonie einverleibt.« (***).\n[vermutlich 1.1.1886] Undatierter Neujahrsgruß Theodor Helms an Oesterlein:\r\n     ”Es leben die Unsterblichen: Richard Ludwig Ferdinand. Heil den Lebenden: Franz – Anton – Nikolaus!” (°).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7667 meldet auf S. 7, dass der Klavierauszug der 7. Symphonie erschienen ist:\r\n     \"Neue Musikalien. (Bericht der k. k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann, k. k. Hofopernhaus.) Bruckner: Siebente Symphonie (E-dur) Clavier=Auszug zu vier Händen von Franz Joseph Schalk [sic]. Kirchner: [...].\" [siehe die Anmerkung] (°°).\nDas in Topeka (Kansas) erscheinende The Welcome Musical &amp; Home Journal kündigt auf S. 6 die Aufführung der 7. Symphonie in Dresden an [tatsächlich erst am 15.3.1887]:\r\n\"           MUSICAL MENTION.\r\n[...]\r\n   –EUGEN D'ALBERT has written a symphony that will be performed at the Nicodé symphony concerts, Dresden. Bruckner's 7th symphony is also to be given in these concerts.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "24.09.2025 22:26"}, {"ID": 188701015, "Datum": "1.1.1887, Samstag", "Haupttext": "Vermerk Bruckners auf dem Schriftstück vom 23.2.1876 über die Fastendispens:\r\n»Gewährt von Sr. Eminenz pro 1887, am 1. Jänner 1887.« (*).\nBrief Bruckners an Franz Schalk:\r\n     Gute Wünsche und Gratulation zu Erfolgen. Seit Schalks Abreise sei er wieder Einsiedler; nur Josef Schalk komme manchmal zu ihm (**).\nBrief Bruckners an Nikisch:\r\n     Dankes- und Neujahrsgrüße, auch an Direktor [Staegemann] und Vogel. Bitte die [beiliegende?] Karte Mahler geben. Der Abschied in Bayreuth sei ihm schwergefallen (***).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 10 bemerkt auf S. 108:\r\n      »Kirchenmusik (Von der Hofcapelle in Wien.) [...] Der Sonntag (19. v. M.) brachte uns [...] Gänsbacher's Messe in C, ein mässig ansprechendes Werk, [...] An Stelle Gänsbacher's [...] hätte eher [...] Anton Bruckner (z. B. mit der in Wien noch nicht gehörten E-Moll-Messe mit Blechharmoniebegleitung) den Vorzug verdient. - « (°).\nAuf S. 109 wird richtiggestellt, daß in einem der letzten Artikel Bruckner mit Brüll verwechselt wurde:\r\n»[...] Eine picante Neuigkeit theilt uns der Kobold im Setzkasten mit, welcher, offenbar von dem Grundsatz \"Les extremes se touchent\" ausgehend, hinter dem Rücken des ahnungslosen Redacteurs einen Brüll in einen Bruckner verwandelt und uns allen Ernstes versichert: \"Bruckner wurde Anfangs nur als einer der lieb[en]swürdigsten und gediegensten Pianisten (!) geschätzt, seit der Erstaufführung seiner kleinen Spieloper \"Das goldene Kreuz\" (!) aber bald einer der populärsten Componisten.« (°°).\nIn einem Feuilleton »Der Bilderstreit im Musikverein« in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 1 auf S. 17f wird auch der Punkt »Brahmsbild/Brucknerstatue« angesprochen. Der Tonkünstlerverein habe dem Wagner-Bild im »Wagner-Saal« Bilder klassischer Komponisten hinzugefügt, worauf der Wagner-Verein wiederum mit einer Wagner-Büste und einem Liszt-Bildnis reagiert habe. »[...] Ohne Zweifel schlummert aber in seinem [= Tonkünstlerverein] Schosse der Spender eines Brahmsbildes, das natürlich sofort eine Brucknerstatue auf der gegnerischen Seite entfesseln müsste. [...]« (°°°).\nIn der \"Caecilia\" Nr. 1 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) bespricht auf S. 4 Maurice Hageman die Aufführung des Quintetts in Amsterdam [am 11.12.1886]:\r\n\"    Van de uitvoering voor kamermuziek (zie progr.) hoorde ik nog het laatste gedeelte van Brückner's kwintet en Beethoven's kwartet. Het eerste, bij het binnenkomen in Felix, trof mij het verschil van publiek, op dien avond, in de beide verschillende concertzalen.\r\n     Bij het concert van den heer Zeldenrust bestond het publiek grootendeels uit familie, belangstellende vrienden en geloofsgenooten. Er straalde eene zekere voldoening, tevredenheid, verheerlijking op aller gezichten. Bij de kamermuziek-soirée zag men meestal ernstige trekken met een waas van Heiliger Scheu. Eenigen met een partituur gewapend en meest allen stil, onder den indruk van iets grootsch, iets verhevens; en, al verdenk ik nu ook een enkele \"de schoonheden van Brückner's werk niet allen gesnapt te hebben, en alleen aanwezig te zijn omdat het goed staat\"; het is eene aangename gewaarwording, die soirées zoo talrijk bezocht te zien en wel door een aandachtig publiek. Laat ik beginnen met te zeggen, dat ik met genoegen den heer J. Cramer weder aan het hoofd zag. Zijn spel is nog even breed en degelijk als vroeger, en hij bezielt als het ware het geheel. Ook de medespelers, de heeren Hofmeester, Kes, Meerloo en Bosmans waren allen uitmuntend op hun plaats, beurtelings bescheiden, meegaande, ondergeschikt, vóórkomend, zelfstandig, overheerschend. Het geheel doet, wat achevé betreft, aan de Florentijners denken, maar ze overtreffen die.in ensemble, in harmonisch geheel. Jean Becker wilde altijd eerste viool spelen (behalve als zijne dochter eerste viool op de piano speelde); dat wil de heer Cramer niet, en te recht. Al kan ik mij niet met het begin van het finale uit Brückner's kwintet vereenigen, het overige heeft mij zeer geïnteresseerd, en ik kan niet anders dan den man bewonderen, die met zoo weinig hulpmiddelen (5 instrumenten) zulk eene macht van harmonieën, zulk eene zee van toongolven, zulk een bergketen van klanken, zulk een regenboog van kleuren te voorschijn roept.\r\n     Ik bewonder, maar ik word niet aangedaan; mijn geest wordt levendig gehouden, maar ik leef niet mede; ik ben verbaasd, maar niet getroffen.\r\n    En nu de compositie en de uitvoering van Beethoven's kwartet; [... in der Folge auch über andere Konzerte ... Signatur auf S. 5:]. MAURICE HAGEMAN.\" (#).\n[Vor dem 1.1.1887? oder ein anderes Jahr?]\r\nBrief von Carl Bernhard Oehn an Bruckner:\r\n      Glückwünsche zum Neuen Jahr.\r\nAuf der Rückseite finden sich Notizen Bruckners:\r\n      \"1. Taufschein | 2. Lebenszeugniß | 50 kr Stempel | kk. Notar, 2 Zeugen | Amtssiegel | Bürgermeister | 2 Zeugen | u Amtssiegel\".\r\nDiese könnten sich auf ein der Schwester gewährtes Darlehen beziehen (vgl. 29.9.1887 und 5.10.1887) und die hier vorgenommene Datierung zum Jahresanfang 1887 nahelegen (##).\n\"Die Lyra\" Nr. 7 berichtet auf S. 61/7 [vom Konzert am 14.11.1886]:\r\n     \"Köln a. Rhein. Der Kölner Männergesangverein (unter dem Protectorate Sr. Majestät des deutschen Kaisers und Königs von Preußen Wilhelm I. Leiter: Herr Musik=Director H. Zöllner) brachte im großen Gürzenichsaale anläßlich des Concertes zum Besten der Erneuerung der Kirche St. Gereon unter gefälliger Mitwirkung der Frau Mensing=Odrich aus Aachen (Sopran), des Herrn Prof. Eibenschütz vom hiesigen Conservatorium, des Herrn C. Hungar, Concertsänger von hier und des Herrn Georg Ritter vom Kölner Stadt=Theater, sowie der verstärkten Capelle des 5. Rheinischen Infanterie=Regiments Nr. 65, zur Aufführung: Erste Abtheilung: \"Germanenzug\" von A. Bruckner [... weitere Werke ...] Zweite Abtheilung: \"Columbus\" von Heinr. Zöllner.\" (###).\nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 1 schreibt auf S. 17f über die Ausstattung des Musikvereins mit Komponisten-Bildern:\r\n     \"Der Bilderstreit im \"Musikverein\".\r\n          (Eine fast wahre Geschichte.)\r\n     Allabendlich wenn in der Musikburg der Canovagasse [... nach Unterrichtsende am Konservatorium ...] selbst der nimmermüde gelehrte General-Akustiker des Hauses [vermutlich gemeint: L. A. Zellner] seine singenden Röhren und Stäbe zum  Schweigen bringt und seine fruchtbringende Versuchsclause verlässt - da regt sich's unten in den Restaurationsräumen des Musikpalastes [... diverse Vereine ... Wiederhall [sic] ...] von dem Sirenengesang der \"grünen Insel\" und von den Bruckner-Symphonien des Wagnervereins, der dem grossen Vereinssaal sogar den Namen gegeben und zum Wahrzeichen ein Wagnerbild für den Saal gestiftet hat. [... Der Tonkünstlerverein, der dort am Dienstag tage, habe veranlasst, dass - wie in einem Pantheon - auch andere Götter vertreten sind (Bach, Mozart, Haydn und andere Klassiker) ... der Wagner-Verein konterte mit einer Wagner-Büste - \"zufällig\" erhielt der Tonkünstlerverein eine Beethoven-Büste geschenkt, Schumann und Schubert folgten ... neues Aufgebot des Wagner-Vereins war ein Liszt-Bildnis ... jetzt Waffenruhe ...] Der Tonkünstlerverein ist vorderhand noch verblüfft. Ohne Zweifel schlummert aber in seinem Schosse der Spender eines Brahmsbildes, das natürlich sofort eine Brucknerstatue auf der gegnerischen Seite entfesseln müsste. Es ist also gar nicht abzusehen, wie der Bilderstreit, den die Vielgötterei des Tonkünstlervereins herausbeschworen hat, enden wird. Man male sich selbst die Situation aus, wenn die Zahl der Musikgötter einmal gänzlich erschöpft sein sollte und der Kampf etwa mit den schreckhaften Bildern gegnerischer Kritiker fortgesetzt würde . . . \" [keine Signatur] (a).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:08"}, {"ID": 188801015, "Datum": "1.1.1888, Sonntag", "Haupttext": "Die Lyra Nr. 7 (308) berichtet auf S. 72/6 vom Konzert am 4.12.1888:\n          \"Von Nah und Fern.\n[...]\nBrünn. Dem am 4. v. M. im städtischen Redoutensaal veranstalteten Concerte des Brünner Männergesangvereins verlieh die Mitwirkung des gefeierten Geigers Pablo de Sarasate ein erhöhtes Interesse. Der Saal war von Zuhörern ganz gefüllt. Der Verein brachte sechs Chornummern zur Aufführung, wovon drei für Brünn neu sind, und zwar: \"Germanenzug\", Chor mit Clavierbegleitung von Anton Bruckner, [... die weiteren Werke ...] Die Aufführung der Chöre - hiebei sei der gediegenen und verdienstvollen Mitwirkung des Solo=Baritons Herrn Pfeiffer besonders lobend erwähnt - war eine durchwegs gelungene [... Lob und Ovationen für Otto Kitzler ... Sarasate mit dem 1. Satz aus Beethovens Violinkonzert ...] Sarasate  wurde zum Schluße unzählige Male gerufen.\" [keine Signatur] (*).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 8387 kündigt auf S. 14 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n     \"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen.\n     [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" (**).\n \nÄhnlicher Hinweis in der Wiener Zeitung Nr. 1 auf S. 9:\n     \"[...] Sonntag, 22, Concert Bruckner im großen Saale um 12 1/2 Mittags; Strauß=Concert im großen Saale um 5 Uhr Abends. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "17.05.2024 11:59"}, {"ID": 188901015, "Datum": "1.1.1889, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Wolzogen: \n\n     Neujahrsgrüße. Er sei wieder gesund und arbeite seit Juni 1888 [29.5.1888] an der gründlich verbesserten 3. Symphonie. Der Brahms-Kultus in Wien habe zur Folge, daß auch Hans Richter wegen Hanslick keine Werke Bruckners aufführe (*). Brief Bruckners an Franz Schalk:\n\n     Neujahrsgrüße und Dank für alles erwiesene Gute und das Schreiben [28.12.1888]. Gestern habe er einen Toast auf ihn ausgebracht (**).\nBericht der Musikalischen Rundschau Nr. 10 auf S. 73 über das Konzert vom 10.12.1888 mit dem »Ave Maria« [WAB 6]:\n      \"Berichte\n      Von Wien. \n      Die Wiener Singakademie bot in ihrem jüngsten Concerte einige sehr gute Leistungen. Besonders Anton Bruckner's \"Ave Maria\", [...] erfuhren eine sorgfältig vorbereitete Wiedergabe.\" (***).\n\"Die Lyra\" Nr. 7 (332) bringt auf S. 53f (= S. 1f) einen Artikel über Emil Paur, in dem auch Bruckner erwähnt wird: \n           \"Emil Paur\n                (Hofkapellmeister in Mannheim).\n      Wenn die Kämpfer für die Wagner'sche Kunst aufgezählt werden, darf man Emil Paur nicht vergessen [... Paurs Bedeutung und Biographie ... gegen den Wunsch des Vaters ans Konservatorium ...] Mit wahrem Feuereifer, weil so lange unterdrückt, widmete er sich nun der so heißgeliebten Musik. Bei Hellmersberger [sic] lernte er Violine, unter Bruckner und Dessof Theorie und Komposition, während Epstein dem hochbegabten Knaben Klavier=Unterricht ertheilte. [... Geiger an der Hofoper, Kontakte mit Goldschmidt (Dirigat in Berlin) ... nach Königsberg nun in Mannheim ...] Herm. Louran.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189001015, "Datum": "1.1.1890, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung \"1.1.890.\" im 1. Satz der 8. Symphonie auf Bogen 12/1.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189101015, "Datum": "1.1.1891, Donnerstag", "Haupttext": "Inhalt:\nA. Briefe: (*) und (**)\nB. Besprechungen des Konzerts vom 21.12.1890 (3. Symphonie):\n     Speidel (***), \"D.\" (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung) (°),\r\n     Dillingers Reisezeitung (°a), Neue Wiener Musikzeitung (°°°)\r\n     Lyra (#), \"Rbt.\" (Musikalische Rundschau) (##)\nC. Varia:\r\n     Artikel Burgstaller (°°), Bericht Ehrengabe (###), Böhler Consortium (a) etc.\n \nA. Briefe\n \nBrief Bruckners an Göllerich in Wels:\r\n    Neujahrsgrüße. Am 21.12.1890 sei er vom Publikum 12mal gerufen worden. Gestern habe Hanslick ihm (dem »verehrten Freunde«) eine Photographie verehrt. Göllerich wisse ja schon von Paul Heyses Brief aus München. Puchstein sei ein herrlicher Freund. Die neue 3. Symphonie sei ihm jetzt ans Herz gewachsen. Mit Wolf und einem Dritten [= Josef Schalk, vgl. 31.12.1890] habe er nach dem Konzert ein Weinterzett gebildet. Grüße an Seiberl, den Onkel und die Schwester (*).\n \nBrief von Ludmilla Barwick an Bruckner:\r\n    Dankt in Gedichtform für Bruckners Rat, wegen ihres Halsleidens Dr. Schrötter zu konsultieren (**).\n \nB. Besprechungen des Konzerts vom 21.12.1890 (3. Symphonie)\n(***) Artikel Speidels im Fremdenblatt Nr. 1 auf S. 5 über die 3. Symphonie:\r\n           \"Konzerte.\r\n     Es ist immer ein Ereigniß für Wien, wenn eine Symphonie von Anton Bruckner aufgeführt wird, schon wegen der Seltenheit der Aufführungen und nicht minder wegen der eigenthümlichen Begabung und Richtung des Komponisten. [... Text wie bei 713/421 ...] hat gewinnen können. Die Jugend läuft dem alten Herrn nach, wie die Kinder dem Rattenfänger von Hameln; die Anderen beschränken sich ihm gegenüber, indem sie dem Zug der todesmuthigen Schwärmer lächelnd nachblicken, auf eine vorsichtige Bewunderung. Es ist für die Kritik eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe, dem Talente Bruckner's, seiner Bedeutung und Künstlerschaft gerecht zu werden, seine Vorzüge anzuerkennen, ohne zu übertreiben, seine Mängel zu tadeln, ohne ihm wehe zu thun. Das Kunstwerk steht ja doch immer über der Kritik, wenn auch der Kritiker das Kunstwerk, wie der Ausdruck lautet, seinem Urtheil unterwirft. Bruckner hat große positive Eigenschaften [... Text wie bei 713/421 ...] zu schreiben. Er ist eine begeisterte Natur voll plötzlichen Eingebungen, voller Blitze und Donner des Genies. Mit dem Orchester steht Bruckner auf vertrautem Fuße und gewinnt ihm zuweilen großartige und entzückende Wirkungen ab. Seine Technik ist im Einzelnen den verwickeltsten und höchsten Aufgaben gewachsen. Leider weiß Bruckner [... Text wie bei 713/421 ...] wie besessen; oft jagt ein Gedanke den Anderen, keiner läßt dem anderen Zeit, sich deutlich und behglich auszusprechen. Durch solche Ungeduld der nachquellenden Gedanken werden die einfachen, großen Verhältnisse eines musikalischen Satzes verwischt, der Ueberblick über das Ganze erschwert. Was hilft es aber [... Text wie bei 713/421 ...] allgemein angesprochen. [... über Brodsky und Grädener  und andere Konzerte ... Signatur:] L. Sp.\" (***).\n(°) Artikel der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 1 auf S. 4 (signiert \"D.\") über die 3. Symphonie am 21.12.1890 und frühere Aufführungen Brucknerscher Werke:\r\n     Das vierte philharmonische Concert.\r\nfand am 21. December statt und begann mit der Leonoren=Ouverture Nr. 2 von Beethoven. [...] machte einen so tiefen Eindruck, daß derselbe selbst durch die Plagen der folgenden Programmnummern nicht ganz verlöscht werden konnte. Und das will viel sagen. Es folgten nämlich ein Violinconcert von Grädener und die dritte Symphonie (D-moll) von Anton Bruckner. [... über Grädeners Violinkonzert, Lob für den Solisten Brodsky, Tadel für die Komposition ...] Die Symphonie von Bruckner machte den Beschluß des Concertes. Es ist schwer, heutzutage ruhig über Bruckner's Werke zu schreiben. Sie werden von jenen unreifen Elementen, die sich einbilden, Wagner besser zu verstehen als Wagner selbst, in so widerlich extatischer Weise in den Himmel erhoben, daß diesem lärmenden Treiben gegenüber ein ruhig sachliches Urtheil schon aus allgemein menschlichen Rücksichten fast unmöglich erscheint. Je toller der Fanatismus auftritt, desto mehr reizt er zum Widerspruch. Versuchen wir es, alles Aeußerliche bei Seite zu lassen, die ausgezeichnele Aufführung der Symphonie durch die Philharmoniker, die Stimmung, die dafür durch vorangegangene Mittheilungen persönlicher Natur in der Tagespresse gemacht worden ist, den tosenden Beifall einer ungebändigten Jugend, der sich nach jedem Satze stets von neuem erhob und den Componisten unzählige Male hervorrief, aber auch manchen fried- und musikliebenden Zuhörer aus dem Saale vertrieb, ja selbst die persönliche Rücksicht auf das graue Haupt des Componisten, und wenden wir uns dem Werke selbst zu, so finden wir zunächst, daß wir das Werk bereits in einem Gesellschaftsconcerte 1877 gehört haben, und zwar unter Bruckner's eigener Leitung. Diese Aufführung, die noch Herbeck veranlaßt, aber nicht mehr erlebt hat, blieb vereinzelt. Trotz des großen Beifalles, den die Symphonie in Wien hatte, trug man nirgends das Verlangen, sie zu hören. Ein schwärmerischer Verleger hatte die Partitur sogar gedruckt, aber die Nachfrage blieb aus. Als man heuer wieder an diese Svmphonie dachte, scheint sie dem Componisten — oder seinen mitarbeitenden Freunden ? — nicht mehr genügt zu haben. Sie wurde umgearbetet und neu gedruckt. Vergleicht man nun beide Partituren, die ältere und die neuere, so findet man zwischen beiden keinen wesentlichen, keinen, die musikalischen Gedanken oder den Aufbau der einzelnen Sätze betreffenden Unterschied. Mehr oder weniger sind es nur Striche oder Aenderungen kleiner Partien, die vorgenommen wurden. Einen großen Strich erlitt der letzte Satz; aber die Möglichkeit dieser Kürzung war schon in der älteren Partitur angedeutet. Nur die Schlußpartie des letzten Satzes hat eine gründliche Aenderung erfahren und wurde in eine neue Fassung gebracht. Mit den Forderungen musikalischer Logik darf man an eine Bruckner'sche Symphonie nicht herantreten. Darüber ist die Schule, der sie angehören, schon zu Liszt's Zeiten erhaben gewesen. Die Bestrebungen dieser Richtung gehen ja dahin, die Grenzen der Musik in's Unendliche zu erweitern. Zunächst bekommt die Musik poetische Ziele, dann soll sie malerisch auftreten, und so weiter. Ist sie einmal bei der Architektur angelangt, dann wird sie die richtige erstarrte Musik sein, die sich vor lauter Intention nicht mehr auskennt. Und auf diesem Wege sehen wir Bruckner. Da ist alles nur Intention, fast gar nichts mehr Musik. Treten irgendwo musikalische Elemente hervor, das heißt Tonreihen, die einen rein musikalischen Sinn haben, so sind sie von großer musikalischer Dürftigkeit, bewegen sich meist hilflos auf den Tönen des Dreiklanges herum und bedürfen dringend des Aufputzes durch die Farbenpracht des modernen Orchesters, um einigermaßen zur Geltung zu kommen. So ist das erste Thema des ersten Satzes dieser Symphonie, so sind die meisten Themen Bruckner'scher Symphonien überhaupt beschaffen. Diejenigen, die Ausnahmen davon bilden, so das zweite Thema des ersten, das erste des zweiten Satzes, kommen über den ersten Ansatz nicht weit hinaus. Die Fortentwicklung des Begonnenen widerspricht eben der musikalischen Logik, an Stelle dieser tritt gleich poetische oder malerische Intention, das musikalische Kunstwerk ist zerstört, Zerfahrenheit, Zusammenhanglosigkeit, Unestimmtheit und Unsicherheit treten als Folgen auf, der Componist verliert in seiner eigenen Welt den Faden der Orientirung und phantasirt statt zu componiren. Diesen Charakter haben im Allgemeinen alle Werke von Bruckner. Sie sind Erzeugnisse eines Geistes, der die mächtigen sinnlichen Anregungen der nendeutschen Schule wohl in sich aufgenommen aber nicht verarbeitet hat, zu schwach ist, um zur Erkenntniß seiner selbst zu kommen und sich selbständig zu machen, und zu wenig Bildung und Durchbildung besitzt, um sich über das innerste Wesen der Kunst klar zu sein. Stets hat er die Absicht, etwas zu schaffen, aber es fehlt ihm dazu die Fähigkeit, es fehlt ihm dazu die Kraft. Einige Tage vor der Aufführung der Symphonie wurde ein Brief Paul Heyse's an Bruckner veröffentlicht, in welchem der berühmte Dichter dem Componisten für den großen Genuß, den ihm die Aufführung einer Symphonie in München bereitet hat, in schwärmerischen Worten dankt, und die „beispiellose Vernachlässigung\", die dessen Werke in der Heimat erfahren, an den Pranger stellt. Wir ehren in Paul Heyse, wie ganz Deutschland, einen der ersten lebenden Dichter. Aber sein Urtheil in musikalischen Dingen bleibt das eines Laien, das einen Privatwerth für Bruckner haben, aber keinen Maßstab für die Beurtheilung des Kunstwerthes einer Symphonie abgeben kann. Goethe meinte ja auch bei Zelter'schen Gesängen zu schwelgen, während er die Zusendung der schönsten Lieder von Franz Schubert nicht einmal einer Antwort würdigte. Und doch stand unter allen musikalischen Lyrikern keiner auf der Höhe Goethe'scher Lyrik, wie Schubert. Diese Erkenntniß blieb Göthen verschlossen und Paul Heyse's musikalisches Urtheil muß man auch nicht unterschreiben. Goethe stand unter Zelter's persönlichem Einfluß und wir sind geneigt, auch Heyse's Urtheil auf persönlichen Einfluß zurückzuführen, zumal er gewiß nicht aus eigener Erfahrung weiß, daß wir Oesterreicher uns einer „beispiellosen Vernachlässigung\" Bruckner'scher Werke schuldig machen, denn nirgends sind so viele Aufführungen Bruckner'scher Werke veranstaltet worden, wie gerade in seiner Heimat, in Wien. Zwei Messen und mehrere kleinere Einlagsstücke (Offertorien und Graduale) stehen schon seit Herbeck's Zeiten auf dem Repertoire der kaiserlichen Hofkapelle. Compositionen für Männerchor hat der „Akademische Gesangverein\" seit zwanzig Jahren von Fall zu Fall immer wieder aufgeführt und bekannt ist Bruckner's rührende Dankbarkeit für „seine Herren Gaudeamus“. Die Gesellschaftsconcerte brachten die C-moll=Symphonie am 20. Februar 1876, die D-moll=Symphonie am 16. December 1877, das Te Deum am 10. Januar 1886. Die Philharmoniker spielten die Es-dur=Symphonie am 20. Februar 1881, Adagio und Scherzo aus der A-dur=Symphonie am 11. Februar 1883, die E-dur=Symphonie am 21. März 1886. In Hellmesberger's Kammermusik-Soireen war das F-dur=Quintett bereits viermal zu hören und zwar in den Jahren 1885, 1886, 1889, 1890  Daß endlich der Wiener „Wagnerverein\" Bruckner's Werke ganz besonders pflegt, ist selbstverständlich. Und nun fragen wir die Gewährsmänner Paul Heyse's, in welcher Stadt auf der ganzen Welt auch nur annähernd so viel Bruckner aufgeführt worden ist. Man darf sich die Mühe nicht verdrießen lassen, im eigenen Gedächtnis und in alten Concertzetteln gehörig nachzuschlagen, wenn man aus der Luft gegriffene Behauptungen widerlegen will. Wie herzlich würde Paul Heyse lachen, wenn er z. B. in einem Buche über die neueste deutsche Literatur lesen würde: \"Paul Heyse schrieb auch einige Novellen\". So ungefähr muthet uns seine Behauptung über die Vernachlässigung Bruckner's in Wien an.                    D.\" (°).\n(°a) Über dieses Konzert informiert auch Dillinger's Reisezeitung Nr. 1 auf S. 6:\r\n               \"Concert\n     Die Wiener Philharmoniker brachten am 21. v. M. die dritte, Richard Wagner gewidmete Symphonie (D-moll) des vaterländischen Tondichters Anton Bruckner, welche der Componist im vorigen Jahre einer eingreifenden Umarbeitung unterzogen hatte, zur Aufführung. Das grossartige symphonische Werk mit seinen herrlichen Gedanken, seinem kühnen Aufbau, seiner strahlenden Klangschönheit hatte einen ausserordentlichen Erfolg. Bruckner wurde nach jedem Satze stürmisch gerufen und musste zahllose Male vor dem Publicum erscheinen, natürlich zum nicht geringen Aerger seiner Neider. \"In der Melodei ist er eine wenig frei . . . . und das ärgert unsere Alten!\" (°a).\n(°°) Artikel Burgstallers über die Linzer Kirchenmusik mit [indirekten] Bemerkungen über Waldeck, Zappe und den Wagner-Stil [Bruckner?] in der Kirche (°°).\n(°°°) Bericht über die Aufführung der 3. Symphonie in der Neuen Wiener Musikzeitung (°°°).\n\r\nDas Konzert vom 21.12.1890 (mit der 3. Symphonie) wird in der Lyra XIV, Nr. 7 (380) auf S. 64 [= S. 4] (#)\r\nund in der Musikalischen Rundschau Nr. 1 auf S. 5, signiert \"Rbt.\" (##) besprochen (Texte folgen unten).\n\r\n(#) Text der \"Lyra\":\r\n   \"Die Philharmoniker traten in ihrem vierten Concerte mit der ersten großen Neuheit heraus, der D-moll=Symphonie von Anton Bruckner. Diese im Jahre 1876 [sic] in einem Gesellschaftsconcerte erstmalig aufgeführte Symphonie war vom Componisten einer Durchsicht und theilweisen Umarbeitung unterzogen worden, die nun auch im Verlage von Th. Rättig in Wien vorliegt und in dieser Form zum erstenmale gebracht wurde. Das Werk ist, wie alle Symphonien unseres Meisters Bruckner im größten Style angelegt und verläugnet nirgends den Einfluß, den Beethovens \"Neunte\" auf dasselbe genommen. Es liegt eine Menge geradezu titanischer musikalischer Gedanken darin, deren Durchführung zum höchsten Staunen herausfordert. Gleichwohl vermißt man an demselben jenes künstlerische Gleichgewicht, das selbst bei Werken weniger bedeutender Erfindung einen harmonischeren Gesammteindruck hervorruft. In diesem Sinne wäre besonders auf einige Stellen der ersten zwei Sätze hinzuweisen, deren Zusammenhang mit dem Ganzen nicht leicht ergründlich ist und die den Sätzen eine übermäßige Ausdehnung geben. Andererseits stehen wir aber vor einer Menge Einzelheiten, die nur ein großer Meister erfunden haben konnte, und zu denen wir vor Allem die Wiederkehr des Hauptthemas des ersten Satzes rechnen. Jedenfalls verlangt ein so großes Werk ein genaues Eingehen auf dasselbe, wozu eine einmalige Aufführung nicht hinreicht, umsoweniger, wenn der Hörer einigermaßen erschöpft an dasselbe heranzutreten gezwungen ist. Wann [sic] man es (und gewiß nicht mit Unrecht) für gut gehalten hat, die wiederholt gehörte und verhältnißmäßig leicht zu fassende 2. Symphonie von Brahms auf die zweite Stelle des Programmes eines der früheren Concerte zu setzen, so hätte die Bruckner'sche Symphonie gewiß dieselbe Rücksicht verdient. Statt dessen aber hat man vor dieselbe ein neues, langes und gedankenarmes Violinconcert gesetzt, das die Geduld des Hörers mehr als gebührlich in Anspruch nahm und denselben für die folgende Nummer abstumpfte. Gleichwohl hatte die Bruckner'sche Symphonie einen großen Erfolg, selbst wenn man von dem tollen Geschrei der „Partei” absieht, das durch sein Uebermaß eher zum Widerspruch als zur Mitbegeisterung herausfordert. Und dieser Erfolg sei Veranlassung, daß unsere erste Concertgesellschaft Anton Bruckner nunmehr nach Gebühr würdige!\" [keine Signatur] (#).\n(##) Text der Musikalischen Rundschau:\r\n\"          Wiener Concerte.\r\n     In unsere sonst so conservativen Philharmoniker scheint ein neuer Geist gefahren zu sein; sie bringen - es ist unglaublich! - Novitäten zur Aufführung! In ihrer vierten Matinée bekamen wir ein neues Violinconcert von H. Grädener, und zum erstenmale in einem philharmonischen Concerte Bruckner's dritte Symphonie in D-moll zu hören. Letztere wurde im zweiten Gesellschafts-Concerte der Saison 1877/78 (am 16. December 1877) aufgeführt, und zwar gegen den wohlgemeinten Rath des damaligen provisorischen Dirigenten Josef Hellmesberger sen. (Herbeck war kurz vorher gestorben) unter der persönlichen, höchst nervösen Leitung des Componisten, ohne irgend welchen Erfolg zu erzielen. [... über die angebliche Vernachlässigung Bruckners in Wien ... die Parteien-Bildung ... heutige Verehrer hätten früher ihn auch getadelt [Theodor Helm ist gemeint] ...] Also piano, piano, meine Herren! Nicht gleich denjenigen steinigen, der auch heute noch derselben Ansicht ist.\r\n     Die Symphonie Bruckner's besteht aus vier Sätzen [... Adagio und Scherzo am bedeutendsten ... bewundernswerte Erfindung ... keine organische Entwicklung, sondern Mosaikarbeit ... starke Kontraste zwischen schön und unschön, unmotivierte Abbrüche ...] Bruckner ist - ähnlich wie Grabbe als Dichter - eine so eigenartige Erscheinung, wie sie in der ganzen Musikgeschichte nicht mehr vorkommt: ein mit blühendster Phantasie ausgestatteter Künstler, der die musikalische Technik vollkommen beherrscht, aber immer, gleichsam absichtlich, die eine gegen die andere ausspielt, anstatt sie mit einander zu verbinden.\r\n     Den einheitlichsten Eindruck ruft das prächtige Scherzo hervor, ein Stück voll besonders anmuthiger Melodik. Für die jugenliche Bruckner-Gemeinde gibt es aber bekanntlich kein \"Besser\" und \"Bestes\" bei ihrem Meister, Alles, was von ihm stammt, ist himmlisch. Und so tobten denn die Herren schon nach dem ersten Satze, bis der Componist erschien, und dieses Schreien und Stampfen wiederholte sich nach jedem Theile der Symphonie und artete zum Schlusse zu einem wahrhaften Beifalls-Kravall aus. Die Mehrzahl des Auditoriums sah und hörte dieser wütenden Demonstration zuerst kopfschüttelnd, endlich aber ärgerlich zu.\r\n     Die Wiedergabe des an die Ausführenden die höchsten Anforderungen stellenden Werkes war eine ganz vorzügliche; [... Signatur \"Rbt.\" wegen Fehlens der nächsten Seite nicht feststellbar]\" (##).\n \nC. Varia\nsiehe auch (°°).\n(###) Die Niederösterreichische Schul-Zeitung Nr. 1 meldet auf S. 20, daß Bruckner [am 30.10.1890] eine Ehrengabe von 400 fl bewilligt wurde:\r\n     \"Der oberösterreichische Landtag hat dem großen Landsmanne und ehemaligen Volksschullehrer, einem der bedeutendsten Tondichter der Gegenwart, Anton Bruckner, eine Ehrengabe von jährlich 400 fl. bewilligt.\" (###).\n(a) An diesem Tag wird die erste Zahlung Albert Böhlers in Höhe von 50 fl fällig (a).\n(Brief von Joh. Bap. Katschthaler an Bernhard Deubler:\r\n     Dankt für die Gratulation [wozu?]; er werde weiterhin Präfekt des diözesanischen Cäcilien-Vereins bleiben. Dankt für die musikgeschichtlichen Informationen [vgl. 22.11.1890]. Grüße an Josef Moisl und Ackerl (b)).", "Letzte Änderung": "01.01.2026 18:27"}, {"ID": 189201015, "Datum": "1.1.1892, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Anton von Ölzelt-Newin:\r\n    Neujahrsgrüße und Dank für die seit 1877 erwiesenen Wohltaten [Wohnung Heßgasse] (*).\n[ca. 1.1.1892] Franz Schalk sendet Bruckner einen Neujahrsgruß (**).\nKritik des Konzerts vom 30.12.1891 (mit Teilen der 1. Symphonie), signiert \"h-m.\" (Theodor Helm) in der Deutschen Zeitung Nr. 7185 auf S. 6f :\r\n\"Theater, Kunst und Literatur.\r\n(Musikabend des Wagner=Vereins.) Der gestern (Mittwoch) veranstaltete, die Aufführungen des Jahres 1891 würdig abschließende Interne Musikabend des Akademischen Wagner=Vereins brachte zwar keine Note von Wagner, dafür aber Interessantestes von dem Meister geistesverwandten oder durch ihn beeinflußten Tondichtern. [... Werke von Cornelius, Liszt und Hugo Wolf, als Mitwirkende Frau L. v. Ehrenstein, Ferdinand Foll und F. Jäger ...] Zuletzt zeigte sich Professor F. Löwe, der auch die Wolf'schen Lieder ausgezeichnet begleitet hatte, wieder am Clavier als unübertrefflicher Interpret Bruckner's, indem er das Adagio und Finale der jüngst von den Philharmonikern vorgeführten C-moll-Symphonie - welcher von Herrn Schalk sinnig Citate aus \"Faust\" unterlegt worden waren - mit hinreißender Wirkung aus dem Gedächtniß spielte.          h-m.\" (***).\nIn dem Artikel \"Wiener Concerte\" von Carl Schön [signiert \"C. S.\"] in der \"Lyra\" XV, Nr. 6 (402), auf S. 64 [= S. 2] werden die Aufführungen der 1. Symphonie [13.12.1891] und des \"Te deum\" [20.12.1891] besprochen:\r\n\"                  Wiener Concerte.\r\n    Das dritte philharmonische Concert führte zum erstenmale Bruckners erste Symphonie vor. Das nun in seiner Urform ein Vierteljahrhundert alte, in jüngster Zeit ausgearbeitete Werk, zeigt Bruckners Muse in keiner wesentlich anderen Gesichte, als in der, die wir hinreichend kennen. Große, bedeutende Themen, eine bewunderungswürdige, den Hörer in ihrer Gelehrsamkeit oft erdrückende Durchführung, vortrefflicher Klang charakterisiren das Werk, wie alle andere [sic] Symphonien Bruckners, es fehlen aber auch die unvermittelten oder beim ersten Hören mindestens unvermittelt scheinenden Sprünge nicht, die wir an allen diesen Symphonien gewohnt sind. Im Ganzen ist die Symphonie besonders im Adagio (As=dur) und Finale (C=moll) schwer verständlich, schwerer, als irgend eine andere des Meisters, der erste Satz ist zunächst, der dritte, ein Scherzo von ungestümem, ja dämonischem Charakter vollkommen übersichtlich. Mehr läßt sich nach einmaligem Hören eines ungedruckten, umfangreichen Werkes nicht leicht sagen. Daß man aber einer großen, nicht gewöhnlichen Musik gegenüberstehe, dessen schien sich diesmal die ganze Hörerschaft bewußt zu sein, und es ist mit Vergnügen festzustellen, daß der Jubel der Brucknergemeinde bei dieser Erstaufführung keine Gegnerschaft fand. Desselben Meisters „Te Deum”, im zweiten Gesellschaftsconcert aufgeführt, aber begegnete allgemeinem Gefallen und wir freuen uns dessen herzlich; es ist ein Zeichen dafür, daß die Menge endlich beginnt, der Führung am Leitseile sich zu entwinden. [... über die Mitwirkenden: die Geiger Johannes Wolff [13.12.1891] und [ 20.12.1891] Hans Wessely und die Sängerin Friederike Mayer bei Schumann; die Aufführung] war eine wohl abgerundete und würdige.             C. S.\" (°).\r\n    Auf S. 65 findet sich ein mit \"S.\" signierter Bericht über den Festcommers [am 11.12.1891]:\r\n\"           Aus der musikalischen Welt.\r\n    Bruckner=Commers. Zur Feier der Ernennung Anton Bruckners zum Ehrendoctor der Wiener Universität veranstaltete der akademische Gesangverein einen Festcommers, dessen überaus gelungener Verlauf allen Anwesenden lange in Erinnerung bleiben wird. Das Fest, an dem die ganze deutsche akademische Jugend theilnahm, gipfelte in der Festrede Dr. Schaumanns, der Bruckners Lebenslauf darstellte, in der Erwiderung Bruckners, der betonte, daß er glücklich sei, für die Wissenschaft seine Kunst in sein „Gaudeamus” übertragen zu können und in der Rede des Rectors Exner, welcher überaus launig den Gedanken ausführte, daß die Wissenschaft über der Kunst stehe, und daß er, der Rector der Wiener Almamater sich gern vor dem (einst mit 12 fl. jährlich besoldeten „Unterlehrer” Bruckner beuge. Die Bruckner dargebrachte Huldigung war ein Ehrentag im Leben des genialen Tonkünstlers, der für manche von der Kritik erlebte Bitternisse entschädigen wird.           S.\" (°°).\nKritik über das Konzert vom 20.12.1891 mit dem »Te deum«\r\nin der Musikalischen Rundschau Nr. 1 auf S. 3:\r\n\"                   Concerte.\r\nUnter den Concerten der letzten Tage sei vorerst ein Curiosum erwähnt: die Production des siebenjährigen Wunderknaben Raoul Koczalski. [...].\r\n     Das letzte Philharmonische Concert [...bekannte Nummern ... wir] wenden uns dem letzten Gesellschaftsconcerte zu. Ein buntes Allerlei ward da vorgetischt; [...]. Dafür schlug das grossartige Te Deum von Anton Bruckner wieder voll ein. Dieses markige Product, das in mächtigem Schwung sich aufthürmt und mit starken Schwingen wiederholt zu riesenhafter Gewalt sich erhebt, riss das Publicum zu frenetischen Beifallsbezeugungen hin. Es ward nicht müde, den grossen vaterländischen Tondicher zu bejubeln und war sichtlich bestrebt, so, wenn auch spät, die Schuld abzutragen, die es durch langjährige Hintansetzung und Verkennung dieses genialen Componisten auf sich geladen.                    Dr. Max Dietz.\" (°°°)\nund - signiert \"-d-r.\" - in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung XIX, Nr. 1, auf S. 3:\r\n\"               II. Gesellschaftsconcert.\r\n     Sonntag den 20. December 1891 fand das zweite Gesellschaftsconcert unter Gericke's Leitung statt. Das Programm begann mit dem Großvater der modernen Instrumentalmusik P. E. Bach und endete mit dem etwas wildgewachsenen jüngsten Enkel A. Bruckner, dessen effectvoll daherbrausendes Te deum mit der üblichen Personalausstellung des Componisten abschloß. [über die anderen Stücke des Programms ...] Der Besuch des Concertes war ein recht spärlicher.     –d–r.\" (#).\nEin Inserat in der Neuen Freien Presse Nr. 9824 auf S. 5 macht auf die am 31.12.1891 veröffentlichten Komponistenporträts aufmerksam: \"Das \"Interessante Blatt\" enthält in der dieswöchentlichen Nummer folgende Illustrationen: [...] Die Porträts der Componisten: Dr. Johannes Brahms, Dr. Anton Bruckner, Karl Goldmark [... über den weiteren Inhalt ... Abonnementsbedingungen ...]\" (##).\nIn den \"Kunst-Nachrichten.\" der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 1 wird auf S. 12 die Aufführung des \"Te deum\" am 20.12.1891 erwähnt:\r\n\"   Wien. Eine merkwürdige Erscheinung lernten wir an dem siebenjährigen persischen Hofpianisten Raoul Koczalski kennen [...].\r\n     Von größeren Konzerten, die in der letzten Zeit stattfanden, ist allein das Gesellschaftskonzert hervorzuheben, dessen Programm an Mannigfaltigkeit sicherlich nichts zu wünschen übrig ließ. [... Programmnummern ...], endlich das großartige Te Deum des neuesten philosophischen Ehrendoktors Anton Bruckner, ein Ehrendenkmal deutscher Kraft und Tiefe, worin der altösterreichische Kampfgeist seine Schwingen regt und mit dröhnender Gewalt wie aus tausend Kehlen seinen Jubel und Schmerz in die Welt schreit. Das Publikum hätte auf den Ohren sitzen müssen, um nicht mächtig ergriffen zu sein und als Ausdruck davon dem greisen Schöpfer dieser meisterhaft kühnen Komposition begeisterte Huldigungen zu bereiten.\r\n                                             m. d.\" (###).", "Letzte Änderung": "15.12.2023 13:53"}, {"ID": 189301015, "Datum": "1.1.1893, Sonntag", "Haupttext": "Besprechungen der 8. Symphonie\n \ndurch Eusebius Mandyczewski in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung XX Nr. 1 (1893) S. 3:\r\n\"          Das vierte philharmonische Concert hatte ein ganz eigenartiges Programm, ein Programm, wie es wohl noch bei keinem philharmonischen Concerte vorgekommen ist: es wurde nur eine Nummer aufgeführt und zwar die achte Symphonie von Anton Bruckner. Diese Ausnahme mag in zwei Dingen ihre Begründung gehabt haben, nämlich darin, daß die Symphonie über fünf Viertelstunden dauert, und darin, daß Seine Majestät der Kaiser, dem das Werk gewidmet ist, sein Erscheinen bei der Aufführung zugesagt hatte. Das erstere ist eingetroffen, trotz zweier Striche im letzten Satze; die Hoffnung für das Letztere ist aber unerfüllt geblieben. Die Aufführung war wieder ein Triumph für Bruckner. Sie war eine Prachtleistung unseres Orchesters, und jeder Satz wurde mit endlosem Beifall aufgenommen. Von Enthusiasmus und Lorbeerkränzen fast erdrückt, konnte sich der Componist nach dem letzten Satze kaum entfernen. Ihrem Inhalte nach ist die Symphonie nicht viel anders als ihre bereits bekannten Schwestern. Blendend, aber hohl und zusammenhanglos. Unter allen Symphonien Bruckner's hat die siebente (in E-dur) bisher den weitesten Weg gemacht. Se wurde nicht nur in Wien, sondern auch in anderen Städten aufgeführt, aber nach einem Jahre allerwärts bei Seite gelegt. Und an Farbenpracht kommt ihr die achte (in C-moII) nicht gleich. Wie wird es dieser nun ergehen? Ueber Werke, die zunächst einander so widersprechende Beurtheilungen erfahren, wie die Symphonien von Bruckner, spricht doch erst die allmächtige Zeit das einzig objective Urtheil.            E. Mandyczewski.\" (*)\n \nund Max Graf in der Musikalischen Rundschau 8 (1893) Nr. 1, S. 3f [einige Wörter mussten wegen unvollständiger Vorlage ergänzt werden]:\r\n\"Anton Bruckner's achte Symphonie (C-moll).\r\n[(???] Aufführung in den Philharmonischen Concerten den 18. December 1882). [sic]\r\n      \". . .  Gott bewahre! Es ist nicht mehr von Klar[heit] und Deutlichkeit, Haltung der Leidenschaft, wie [die] alten Künstler Gluck, Händel, Mozart [wähn]ten, die Rede. Nein, hört das Recept der neuesten Symphonie, das ich soeben von Wien erhalte, und [urthe]ilt darnach: Erstens, ein langsames Tempo, voll [kurzer] abgerissener Ideen, wo ja keine mit der anderen [Zusa]mmenhang haben darf! Alle Viertelstunden drei [oder] vier Noten! – Das spannt! Dann ein dumpfer [Pauk]enwirbel und mysteriöse Bratschensätze, dann [Alles] mit der nöthigen Portion Generalpausen und [Halte] geschmückt; endlich nachdem der Zuhörer vor [laute]r Spannung auf das Allegro Verzicht gethan, ein [wüth]endes  Tempo, in welchem aber hauptsächlich dafür [gesor]gt sein muss, dass kein Hauptgedanke hervortritt, [und] dem Zuhörer desto mehr zu suchen übrig bleibt; [Ueber]gänge von einem Ton in den andren dürfen [nicht] fehlen; man braucht sich aber deswegen nicht [zu ge]niren, man braucht z. B. wie Pär [Paer] in der \"Leonore\" [nur e]inen Lauf durch die halben Töne zu machen und [auf d]em Tone, in dem man es nur will, stehen zu [bleib]en, so ist die Modulation fertig. Ueberhaupt ver[meid]e man alles Geregelte, denn die Regel fesselt nur [das] Genie . .  .\r\n     Diese Worte standen nicht in unseren hervor[ragen]dsten Wiener Blättern, stammen auch nicht aus [der F]eder des \"Führers der Wiener Kritik\", beziehen [sich] auch nicht – wie wohl die meisten Leser glauben [dürf?]ten – auf eine Symphonie Anton Bruckner's, [sonde]rn sind in einem Stuttgarter Blatte zu lesen, [stamm]en aus der Feder Carl Maria von Weber's und [bezie]hen sich – auf Beethoven's vierte Sym[pho]nie. Dieses Meisterwerk von symphonischer[???]eit, Präcision und musikalischer Logik erschien [dem] genialen Tondichter als regelloses, aller zwingenden [???] bares Werk, das die Traditionen der Mozart['schen] Symphonien frech über den Haufen zu werfen [droh?]e. Gewaltiger, als es uns heute scheint, war damals [der] Abstand, den das classiche Beethoven'sche Werk [von] dem Mozart'schen trennte, dass es nicht als Erbe [der] Mozart'schen Symphonie, sondern als grellster Con[trast] und Gegensatz derselben erschien. Hanslick hätte [den] Styl der Beethoven'schen Symphonie wahrschein[lich] consequenterweise \"Katzenjammermusikstyl der [Zukun]ft genannt, wenn er in jener Zeit gelebt hätte. Als etwas Neues erschien in jener Zeit Beet[oven]'s vierte Symphonie, und Weber mass sie nach [alten?] hergebrachten Formeln – nach Mozart, wie er [selbst?] sagt. Weil das neue Werk nach der alten Elle [nur?] gemessen werden konnte, fand man es jedes [Werte?Sinne?]s bar, weil die einfachen logischen Schlussformen der Mozart'schen Symphonien nicht für die complicirten Syllogismen der Beethoven'schen Gedanken reichten, fand man es jeder Logik fremd – just wie heute die Symphonien Bruckner's mit Mozart'schem und Beethoven'schem Masse gemessen.\r\n     Man sollte jetzt endlich doch einmal das Credo der modernen Philosophie, dass die Natur an die Stelle einfacher Organismen immer complicirtere setzt, schon soweit in Fleisch und Blut aufgenommen haben, um es auch auf geistige Entwicklungen anzuwenden. [... Gluck, Mozart, Weber, Wagner in der Oper ...]. Wie in der Oper so in der Symphonie! Von Haydn zu Mozart, von Mozart zu Beethoven, von Beethoven zu Bruckner immer steigen complicirtere Gebilde auf und beurtheilt man den Nachfolger nach dem Vorgänger, so findet man kein Mass. Es sind incommensurable Grössen, mit welchen man rechnet, um [sic! recte und?] wer mit kleineren Massen Riesenhaftes misst, der gleicht mir immer dem Prokrustes, der denen, welche das Mass seines Bettes überragten, einige Glieder abhieb. Wir haben in den letzten Tagen ein solches Beispiel gesehen.\r\n     Wie also messen?\r\n          \"Wollt ihr nach Regeln messen\r\n          Was nicht nach eurer Regeln Lauf,\r\n          Der eig'nen Spur vergessen\r\n          Sucht davon erst die Regeln auf.\"\r\n     Hierin liegt die Lösung. Das ist das Wesen einer modernen Aesthetik, Werke aus dem Wesen des Componisten selbst zu begreifen, in ihm liegt das Maass seines Werkes, aus ihm wird es auch am unträglichsten [sic] gewonnen. Die Individualität des Componisten ist das Mass seines Werkes und nicht die Individualität seiner Vorgänger.\r\n     Unlogisch nennt man die Gedankenfolge der Bruckner'schen Werke. Unlogisch? Im steten Kampf mit der umgebenden tauben Welt aufgewachsen, um jeden Schritt Lebens ringend, hat sich Bruckner nicht jene Sammlung, jene Concentration erringen können, welche nur ein beschauliches, friedliches Leben gewährt, nicht jene akademische Glätte gewinnen können, die etwa der glücklichere Meister Brahms im ruhigen Laufe seines Lebens gewann. Und jene, welche am meisten gegen Bruckner's Grösse hämisch ankämpften, ihm den Weg versperrten und ihn zum Kampfe zwangen, wagen ihm das vorzuwerfen, woran sie selbst schuld sind. Heuchler und Pharisäer!\r\n     In fortwährendem Kampfe aufgewachsen, hat Bruckner alle Frische der Jugend bewahrt. Während Meister Brahms immer mehr in den glatten Formen greisenhaft erstarrt, hat sich Bruckner alle Schlagkraft der Jugend bewahrt, seine derbe Naturkraft, die rücksichtslos und elementar alle Schranken durchbricht. Thema nach Thema, Einfall nach Einfall sprudeln aus seiner Phantasie, und wenn Bruckner die Fülle der überströmenden Gedanken nicht zu ordnen vermag, dann nennt man seinen Gedankengang unlogisch.\r\n     Ein glänzendes Denkmal deutscher Kunst, steht das riesenhafte Werk vor uns. Im ersten Satze: tiefste Tragik, im zweiten: wohllaute Fröhlichkeit, im dritten: religiöse Empfindung, im vierten: tosender Siegesjubel – alle Empfindungen des menschlichen Herzens regt es auf und führt vom quälendsten Erdenweh zur himmelerhebenden Verklärung. Der erste und dritte Satz sind im Schlusse parallelistisch gegliedert; beide streben in den Schlusstakten in mächtiger, weitgreifender Durchführung bis zu einem dissonierenden Höhepunkte auf, um dann sanft abzufallen und die zersplitterten Hauptthemen ruhig austönen zu lassen – die Gipfelpunkte der Tragik. Mit ihnen contrastirt die gemüthvolle Heiterkeit des zweiten und der festliche Jubel des vierten Satzes. Den zweiten Satz hat Bruckner den \"deutschen Michel\" genannt. Ihn charakterisirt im Haupttheile eine breitspurig dahintappende Melodie C-moll ¾), über welche rasch dahinfliessende Violingruppen munter übergleiten. Im Trio erklingt zuerst eine sinnende, elegische Weise (\"Der Michel träumt ins Land hinaus\"), nach welcher es mit einigen Harfenaccorden wie Frühlingswehen ins Werk rauscht. Welch eigenartiger Eddect! und so ganz neu in der Form, wie ihn Bruckner benützt. Breite Bläseraccorde heben den Grundton, in anmuthiger Figuration erklingt darüber die Harfe, deren Thema Thema vonder Violin im Wechsel übernommen wird. Auch im Adagio geben Harfenklänge – zum ersten Male in einer Symphonie – dem Tonstück weihevolles Gepräge. Wie ein begeisterter Hymnus, eine Gebetrhapsodie, die auf den Fittichen einer starken religiösen Erhebung aufwärts strebt, klingt das Adagio der achten Symphonie. Viermal hebt das breite Hauptthema des ersten Satzes in verschiedener Form seinen seelenvollen Gesang an, gefolgt von einer Fülle der herrlichsten Seitenmotive. Und wie erschütternd wirkt nach dem weihevollen Aufschwunge des Chorales jener obenerwähnte tragische Schluss, der uns aus dem Frieden der himmlischen Höhen in die Qualen der Erde zurückschleudert. Die freudenvolle Erhebung folgt im vierten Satze. Gleich mit dem ersten Thema erschallen fröhliche Einzugsfanfaren. Der weitere Inhalt ist zwischen religiöser Andacht (ein choralartiges Thema) und freudiger Festesstimmung getheilt. Eine Fülle von herrlichen Motiven entwickelt das Bild friedensvoller Thätigkeit, das in einem Kolossalabschlusse seine triumphale Krönung findet. Das Hauptmotiv des ersten Satzes – das gleich in dem Secundenzusammenstoss des Grundtones f und des Motivansatzes f-ges den tragischen Kern des ganzen Satzes birgt – das Adagiothema und der \"Deutsche Michel\" (in Vergrösserung) werden übereinandergestürzt und erscheinen in diesem dreifachen Bau als imposanter Schlussstein des Werkes. Staunend standen wir vor diesem schwindelnden Baue, überwältigt durch die Geniekraft des greisen Meisters und stolz auf die Grösse unserer Zeit, welche ein solches Kunstwerk schaffen konnte.\r\n     In einer Stunde reinster Empfindung, wie sie einem im Tagesgewühle stehenden Kritiker selten kommt, als ehrlicher Kunstfreund, der das Werk ganz unmittelbar auf sich wirken lässt, habe ich diese Zeilen niedergeschrieben: statt einer partiturgemässen Analyse der Technik des Bruckner'schen Werkes – welche für die nächste Nummer aufgespart bleibt – ist diesmal nur in grossen Zügen das allgemeine Charakteristische herausgehoben. Nicht wie das Werk sich der kritisirenden Reflexion, sondern dem musikalischen Empfinden darstellt, habe ich hier aufgezeichnet: ist ja doch nur der Eindruck auf das Empfinden das Primäre, Ursprüngliche und Untrügliche, was sich durch kalte Reflexion herauslesen lässt, das Secundäre der Donner nach dem Blitze. Ein empfindungsarmer Kritiker, der Musik nur als Formen-, d. h. Verstandessspiel auffasst, hat zu donnern versucht, ohne dass es blitzte. Das kann nicht einmal Gott, höchstens ein – Theatergott.\r\n             Max Graf.\" (**a).\n \n     Auf S. 12 teilt die Musikalische Rundschau zudem mit, daß bei Doblinger der 150. Psalm und die 2. Symphonie erschienen sind (Inserat wie am 15.11.1892):\r\n\"Novitäten von Anton Bruckner.\nDer 150. Psalm, Clavierauszug mit Text arr. von C. Hynais netto fl. 2.40, Singstimmen fl. 1.20; Partitur netto fl. 6.–, Orchesterstimmen netto fl. 6.–.\nZweite Symphonie C-moll. Clavierauszug zn [sic] vier Händen arr. von Josef Schalk fl. 7.20, Orchesterpartitur netto fl. 18.–, Orchesterstimmen netto fl. 18.–.\nGrosse in allen Fächern der Musik reich assortirte MUSIKALIEN-LEIH-ANSTALT. [...]\nLUDWIG DOBLINGER (Bernhard Herzmansky) [...].\" (**b).\n \nVon der Aufführung der 8. Symphonie am 18.12.1892 berichtet, die Wiener Abendpost zitierend, auch die Linzer Zeitung auf S. 3:\r\n„     * (Bruckners achte Symphonie.) Ueber die Aufführung dieses Tonwerkes lesen wir in der „Wiener Abendpost“ [30.12.1892]: „Es ist eine nicht wegzuleugnende Erscheinung, daß die noch nicht gereiften, aber frischen geistigen Organe des heranwachsenden Geschlechtes das wahrhaft Neue einer Erscheinung sicherer zu erfassen vermögen als das sicher fühlende Urtheil des gereiften „Kenners“, welcher zunächst nur diejenigen Elemente herausfühlt und hört, welche den Zusammenhang dieser Erscheinung mit früheren verwandten und ihm wohlvertrauten bestätigen. Gegen die Thatsache, daß die Hervorbringungen gewisser Individualitäten in den Herzen der Jugend einen besonders lauten Wiederhall [sic] finden und deren Empfindung besonders lebhaft berühren, gibt es keine wirksame Appellation. So konnte es geschehen, daß die Philharmoniker, ohne auf eine beachtenswerthe Opposition zu stoßen, unter lebhafter Spannung der Zuhörer eine Symphonie von Bruckner als einzige Nummer auf das Programm setzen konnten. Bruckner ist auch durchaus der Mann, der es verdient, einmal allein zu Wort zu kommen. Seine Vergangenheit als Componist bietet die Gewähr, dass er bei einer bedeutenden Gelegenheit auch etwas Außergewöhnliches werde zu sagen haben. Bruckners C-moll-Symphonie ist ein Werk der Vollreife einer Individualität, aber kein Alterswerk. Weit klarer noch als so manche seiner vorhergegangenen Symphonien, befreit von den intermittierenden Pulsschlägen, welche den vollen Genuß manches Satzes aus seinen früheren Symphonien gefährden, in allen Theilen auf machtvollen oder süß in die Seele sich singenden Themen aufgebaut, ist Bruckners Werk der Ausdruck einer starken musikalischen Individualität, einer scharf profilierten, sich von allen Vorgängern und Mitstrebenden abhebenden Erscheinung. Bruckners Melodik nicht als eine ihm völlig eigene, in ihrem Kerne nur aus seiner Individualität geschöpfte anzuerkennen, wird künftighin nicht mehr möglich sein. Zu viele sind schon von ihrem Geiste, von der ihr entströmenden Empfindungswelt berührt und haben sie als ein Unverlierbares in sich aufgenommen. Das Singen und Weben der Mittelstimmen, deren ausschweifendste Combinationen noch immer von Phantasie und echt musikalischem Geiste erfüllt sind, ein Orchestercolorit, welches in sicherer Vertheilung das Ganze in Glanz und erwärmendem Wohllaut erklingen läßt, vollenden den Eindruck einer aus dem Vollen schöpfenden musikalischen Natur. Wir wären in Verlegenheit, einem der drei Sätze, welche dem Finale vorangehen, den Vorzug einzuräumen.\r\n     Auf die völlig neue, durch keine Beschreibung auch nur anzudeutende Eigenthümlichkeit der Stimmung des ersten Satzes in C-moll möchten wir doch besonders hinweisen. Ein edles Pathos durchdringt dieses vollendet formschöne Gebilde, markig und herzbewegend erklingt die Klage einer großen Seele. Aber um die kräftigen Grundformen dieses Satzes wie der folgenden schlingen sich jene weichen Schleier, welche, das Herbste verhüllend, sich über alle Gebilde echt süddeutscher Künstler ausbreiten. Wir haben umsomehr Grund, in Bruckner einen echt österreichischen Tondichter zu feiern, als sich in ihm nur das Vornehmste seines Stammes verkörpert und er in seinem künstlerischen Thun und Empfinden völlig frei ist von verfälschenden Zusätzen eines banalen Autochthonenthums. Ahnenreich treten uns seine Tongestalten entgegen, und trotz seiner modernen Ausdrucksweise will uns die Empfindung einer geheimen Continuität mit den Gestalten aus der fernsten Vergangenheit der Donau=Gegend nicht verlassen. Bei der letzten Aufführung der Philharmoniker stellte sich der intimste Contact zwischen dem Componisten und dem Publicum her. Nicht mehr befremdend wie ehemals wirkte die Tonwelt Bruckners auf die Hörer, welche dem Künstler jenes Maß von Vertrauen und Eingehen auf seine Eigenart willig entgegenbrachten, ohne welche ein bestimmender Eindruck nicht hervorgebracht werden kann. Schwer und leicht zugleich machten es die Philharmoniker dem Publicum, solches Vertrauen zu fassen. Schwer durch die Vertheilung eines Programmes, in welchem mit den morschen Knochen abstracter, möglichst leerer Begriffe in wenig einladender Weise geklappert wurde, leicht durch eine Aufführung, welche durch das mächtige Erfassen der großen Intentionen des Componisten, durch liebevolles und verdeutlichendes Eingehen auf die zahllosen Details und durch zauberhaften Wohllaut des Klanges zugleich einen Ehrentag unseres unübertroffenen Hans Richter bedeutet.“ “ [keine Signatur] (***).\n \nEine Kritik zum selben Konzert erscheint auch in der \"Lyra\" XVI, Nr. 7 (426), auf S. 2 [= S. 60]:\r\n\"               Wiener Concerte.\r\n    Die Aufführung des Requiems von Verdi, welches die Gesellschaft der Musikfreunde im 1. außerordentlichen Concerte brachte, hat nennenswerthe Opfer gekostet. Es wurden um viel Geld vier italienische Gesangskräfte herangezogen [... gut war nur der Bassist ...]. [...] Im 4. philharmonischen Concerte wurde ausschließlich Bruckners C-moll Symphonie zu Gehör gebracht. Man hatte dem neuen Werke mit begreiflicher Spannung entgegengesehen und demselben eine sehr ehrenvolle Aufnahme bereitet, wie es ein so großes, ernstes Werk unter allen Umständen verdient, selbst wenn zahlreiche Einzelheiten oder der Bau des großartig gearbeiteten Schlußsatzes beim ersten Hören nicht genug gewürdigt werden konnten. Zu einer Bruckner'schen Symphonie sollte man eigentlich immer durch das Studium der Partitur oder des Clavierauszuges vorbereitet kommen, man hätte dann einen ungleich höheren Genuß, der beim ersten hören [sic] des Werkes durch die allzugroßen Anforderungen eines solchen an die Aufnahmsfähigkeit einigermaßen getrübt wird. Namentlich betrifft dies, wie in früheren Werken, die letzten Sätze, deren Entwicklung zufolge [recte: zu folgen], selbst für den gebildeten Musiker keine leichte Aufgabe ist. Wir verzichten darauf, das neue Werk Bruckners eingehend zu zergliedern, weil wir dies grundsätzlich für eine Arbeit halten, welche dem, der das Werk nicht kennt, gleichwohl keinen Begriff von demselben beibringt, und für den, der das Werk gehört hat, theils überflüssig, theils nutzlos ist. Am vollsten hat das Scherzo befriedigt, jener Satz, in welchem die knappe Form den Componisten so zu sagen von selbst vor Ausscheidungen [sic] bewahrt, das Adagio weißt [sic] großartige Gedanken auf, spinnt sich aber in allzugroße Länge aus. Der erste Satz ist von diesem Fehler frei und nicht schwer verständlich, nicht so der letzte, dessen contrapunktische Wunder ein eingehenderes Studium dringend fordern. Das häufige Hinüberziehen Wagner'scher Phrasen und Steigungen [sic] aus den Nibelungen (die im Theater alle wohlbegründet sind), in die Symphonie erschien uns in diesem Werk, welches übrigens nahezu das vollständige Nibelungen=Orchester erfordert, störender als in mancher früheren Symphonie Bruckners; doch sind die Sätze einheitlicher und fließender, als je in einer Symphonie des greisen Meisters des Contrapunktes. Alles in Allem ist der Gesammteindruck der Symphonie ein solcher, daß man weiß, einem bedeutenden Werke gegenüber zu stehen, wenngleich man in die Einzelheiten nicht sofort einzudringen vermag. Wir freuen uns des bedeutenden neuen Erfolges Bruckners und beglückwünschen den Meister zu demselben auf das Herzlichste.\" [keine Signatur - der nächste Bericht \"Wiener Concerte\" am 1.2.1893 ist signiert \"C. S.\" (Carl Schön)] (°).\n \n»Das Vaterland« bringt auf S. 1f »Musikalische Neujahrsbetrachtungen« (signiert »-n.«), in denen die Aufführung der 8. Symphonie als größtes Konzertereignis des Jahres 1892 bezeichnet wird (°°).\n \nBesprechung der 3. Symphonie [am 21.12.1892 in Den Haag] in der ”Caecilia” 50, Nr. 1, auf S. 1: \"KRONIEK. CONCERTEN. Uit 's Gravenhage: [...]     „Het tweede Diligentia-concert werd geopend met Anton Bruckner's 3de Symphonie, een werk, dat hier thans voor den derden keer werd uitgevoerd, telkens wel is waar met groote tusschenruimten, maar ook iederen keer zonder den bijval van de meerderheid der concertbezoekers te verwerven. Men vindt er te weinig éénheid in en zou liever een der overige symphonieën van denzelfden toonzetter hooren, — naar wij meenen, heeft hij er acht geschreven.     Na de Symphonie liet zich mej. Elsie A. Lincoln uit Denver hooren, [... über die anderen Werke ...].\" [keine Signatur] (°°°).", "Letzte Änderung": "01.07.2024 17:46"}, {"ID": 189401015, "Datum": "1.1.1894, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Aigner (Visitenkarte in Umschlag, der diese Poststempel-Datierung trägt):\r\n     Bittet um die Rechnung [für Kopien?]. Fragt nach dem Finale in d-moll [3. Symphonie?] (*).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 1 erwähnt Bruckner mehrfach:\r\nauf S. 2 in der Kritik des Konzerts vom 22.12.1893 (mit dem »Vexilla regis«), signiert \"E.\":\r\n\"                  Concerte.\r\n     Das erste diesjährige Concert der Wiener Singakademie hat am 22. December im Saale Bösendorfer stattgefunden. Unter der Leitung Professor Hermann Grädener's brachte der Verein ein Reihe von neuen, kurzen Chorstücken zur Aufführung, die durchwegs von Wiener Componsiten herstammen. Eröffnet wurde das Concert mit Bruckner [sic] \"Vexilla regis\", einem Kirchenstück in phrygischer Tonart, das den Anforderungen des Cultus in schönster Weise entspricht, ohne gerade musikalisch bedeuitehnd zu sein. Es folgten [...]. Auffallend war im Ganzen die Unsicherheit des Chores in der Intonation, und als Folge dessen seine Unfähigkeit die absolute Tonhöhe festzuhalten. Daher konnte es geschehen, daß ein Stück z. B. in E-dur anfing und in Cis-dur schloß, und ein anderes, das drei Strophen hatte, in jeder Strophe um einen ganzen Ton tiefer stand und im Klange immer matter wurde. Doch verlor sich dieser Mangel im Laufe des Concertes nach und nach. [... Lied-Einlagen mit Lilly Leschky, Mozarts Klavier-Bläser-Quintett] in Es, vortrefflich gespielt von Frl. Marie Baumayer und den Mitgliedern des Opernorchesters Herren Straßky, Syrinek, Wipperich und Thaten.        E.\" (**)\nund auf Seite 12f im Bericht über die Feier des Musikvereins Stockerau am 15.11.1893 (mit einem »Ave Maria« [WAB 5 oder WAB 7]):\r\n\"     Stockerau. Am 15. d. M. beging der hiesige Gesang- und Musikverein eine Festfeier aus Anlaß des zehnjährigen Bestandes, die in würdiger, glänzender Weise verlief. Vormittags brachte der Verein im Hochamte Becker's \"Deutsche Messe\" zur Aufführung; Chor und Solisten boten unter trefflicher Leitung des Vereinschormeisters Prof. Wasserburger ihr Bestes. Das Tantum ergo, gesungen von Frl. Waltenburger unter Begleitung eines Soloquartettes, Bruckner's herrliches \"Ave Maria\" als Graduale, gesungen von Herrn Max Riß, und das Offertorium \"Confitemi\", gesungen von Frl. Louise Weiß fügten sich in schöner Weise der Messe ein. [...]\" [keine Signatur] (***).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 1 gibt auf S. 5 eine Übersicht über die in Berlin geplanten Werke: 7. Symphonie am 6.1.1894, »Te deum« am 8.1.1894 und 11.1.1894, Quintett am 10.1.1894. Bruckner werde von seinem Schüler Prinz Karageorgievic begleitet:\r\n\"           Opern- und Concertnachrichten.\r\n[...] Meister Anton Bruckner hat sich in Begleitung seines Schülers Prinzen Bojidar Kargeorgievic nach Berlin begeben, um daselbst einem Cyclus von Aufführungen seiner Werke beizuwohnen. Am 6. d. wird dessen 7. Symphonie in der königlichen Hofoper unter der Leitung des Hofcapellmeisters Dr. Muck, am 8. d. das Tedeum in der Philharmonie unter Leitung des Dr. Siegfried Ochs, am 10. d. das Streichquintett F-dur zur Aufführung gebracht. Am 11. d. findet eine Wiederholung des Tedeum statt.\"  (°).\n     Auf S. 6 wird unter »Vermischtes« mitgeteilt, daß die Ärzte Bruckner das Komponieren verboten hätten und daß Bruckner in seiner Vorlesung einen Appell an die zukünftigen Musikkritiker gerichtet habe:\r\n\"     – Anton Bruckner erschien jüngst vor seinen Hörern in der Wiener Universität, um ihnen mitzutheilen, daß ihm das Componiren vorläufig von ärztlicher Seite verboten wurde und sagte unter Anderem Folgendes: \"Wenn einem von Ihnen, meine Herren, ein musikalischer Gedanke kommt, den Sie der Ausführung würdig halten, schreiben Sie ihn ruhig auf und kümmern Sie sich nicht darum, was die Pedanten und Scholastiker dazu sagen. Wenn Ihre Idee gut ist, wird sie früher oder später als gut erkannt werden und wenn sie schlecht ist, werden Sie nicht einmal eingesperrt. Sie werden höchstens in der Zeitung verrissen werden; das ist mit schon sehr oft passirt und – sehen Sie – ich schreibe doch ruhig weiter. – Wie ich weiß, befinden sich einige Herren unter Ihnen, die sich dereinst den Kunstkritikern zugesellen wollen; an diese Herren richte ich im Namen aller Kunstjünger die Bitte: Seien Sie milde in Ihrem Urtheil! Sie glauben nicht, wie zerstörend ein allzuhartes Urtheil auf den Künstler, der sein Bestes gegeben zu haben glaubt, wirken kann.\" Begeisterter Beifall folgte den Worten des genialen, vielfach verkannten, greisen Symphonikers.\" (°°).\nDie \"Caecilia\" Nr. 1/2 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) schreibt auf S. 2 über den a-capalle-Chor Amsterdam:\r\n\"        Het Klein koor a cappella\r\n              TE AMSTERDAM.\r\n    Dit koor werd opgericht door den heer Anton Averkamp in medewerking van eenige dames en heeren, — voor het meerendeel tot zijne leerlingen behoorende, — met het doel de a cappella-muziek, zoowel van vroegere eeuwen als van lateren tijd, te beoefenen en bekend te maken. [...].\r\n    In den beginne bevatten de programma's voor t meerendeel werken van beroemde oude meesters als: Obrecht, Josquin des Prés, Orlandus Lassus, Clemens non Papa, Sweelinck en Palestrina.\r\n     Later werd ook aan de nieuwere componisten eene plaats toegekend en trof men de namen aan van Bach, — met een 2-tal Motetten, — Mozart, Mendelssohn, Bruckner en Brahms.\r\n     [...].\" (°°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:01"}, {"ID": 189501015, "Datum": "1.1.1895, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Ignaz Bruckner an Johann Nepomuk Hueber in Vöcklabruck (Korrespondenzkarte):\r\n    Antons schnelle Besserung erstaune die Ärzte [Schrötter, Weißmayr? Heller?] und gebe Anlaß zu Hoffnung. Er, Ignaz, müsse noch einige Zeit in Wien bleiben. Neujahrsgrüße (*).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 1 bringt auf S. 3 eine Kritik zum Konzert vom 19.12.1894 (mit dem Quintett):\r\n\"        Concerte.\r\n     Die Weihnachtszeit brachte nach der musikalischen Flut die alljährliche Ebbe in der Concertsaison. Die letzte Woche vor Weihnachten war durchwegs nur der Kammermusik gewidmet. [… über zwei Konzerte ...]\r\n     [...]. Der nächstfolgende Tag, der 19. December, brachte gar zwei Kammermusik=Soiréen, bei Bösendorfer führte sich das neugebildete Quartett Fitzner, Czerny, Zert und Buxbaum außerordentlich gut ein und im kleinen Musikvereinssaale gab das Quartett Hellmesberger seinen zweiten Abend, wozu es sich ein altes und ein modernes Hauptwerk gewählt hatte, Beethoven's Es-dur=Ouartett und Bruckner's F-dur=Ouintett (zweite Viola Herr Dietrich). Bereiteten diese zwei Werke, in so mustergiltiger Weise durchgeführt, dem ernsten Musiker den höchsten Genuß, so konnte man an der Novität, Fischhof's zweiten [sic] Violinsonate, keinen sonderlichen Geschmack finden. Weder der Clavier= noch der Violintheil bieten in den vier Sätzen irgend ein Originelles und Fesselndes dar, es ist anspruchslose Salonmusik, die am Ohre eindruckslos vorüberrauscht. Der Componist und Herr Hellmesberger gaben dem Opus die beste Interpretation.\r\n     Gleichfalls seinen zweiten Abend hatte am 20. December bei Bösendorfer das Böhmische Quartett, und zwar vor ausverkauftem Saile.  –ff.\" (**a).\nIn einer Zusammenstellung von »Concert-Nummern für Männer-Gesangs-Vereine ausgewählt aus dem reichhaltigen Chorverlage von Adolf Robitschek in Leipzig.« auf Seite 6 ist der »Germanenzug« verzeichnet: \"1. Männerchöre mit Orchester- und Clavierbegleitung. [...] Germanenzug. (Dr. A. Silberstein) M.-Ch. mit Harmoniebegleitung von Anton Bruckner. Part. m. unterl. Clv.-A. fl. 3.–, Begleitstimmen fl. 1.50 netto, Chorstimmen 72 kr. [...]\" (**b).\r\nEine Anzeige des Verlages Ludwig Doblinger auf derselben Seite informiert [wie am 15.11.1894, 1.12.1894 und 15.12.1894] über im Druck erschienene Werke Bruckner\r\n\"                 Soeben erschienen:\n                      Anton Bruckner.\r\n           Grosse Messe Nr. 3 in F-moll.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Josef Schalk netto fl. 7.20 | Orchester=Partitur netto fl. 21, Orchesterstimmen, netto fl. 21, Chorstimmen fl. 3.60.\nErste Aufführung im 1. Concert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien am 4. November.\n              Zweite Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arrangirt von Josef Schalk fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18     Orchesterstimmen netto fl. 18.\nI. Aufführung in einem der ersten philharmonischen Concerte.\r\n     Früher erschien von demselben Componisten:\n               Erste Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arrangirt  von Ferd. Löwe fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18.     Orchesterstimmen netto fl. 18.\n     Der 150. Psalm für Chor, Soli und Orchester.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Cyrill Hynais netto fl. 2.40\r\nPartitur netto fl. 6, Orchesterstimmen netto fl. 6, Singstimmen fl. 1.20\nHelgoland, Gedicht v. Dr. Aug. Silberstein, für Männerchor und Orchester.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Cyrill Hynais fl. 3. –\nOrchester=Partitur, Orchesterstimmen in Abschr., Chorstimmen fl. 1.44.\r\nVerlag von Ludwig Doblinger (B. Herzmansky),\r\n     [... Adresse etc. ...]\" (**c).\nAuf Seite 10 wird das Konzert vom 19.12.1894 mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] besprochen:\r\n\"     Wiener Männergesangverein. 589. öffentliche Production. Am 19. December 1894, abends halb 8 Uhr, fand das erste statutenmäßige Concert des Wiener Männergesangvereines im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Chormeisters Eduard Kremser statt. Das Programm enthielt elf Nummern, von denen drei als Ersaufführungen zu verzeichnen sind. Es waren dies: „Unter dem Lindenbaum\" von J. V. v. Wöß, die überaus duftige und hübsch erfundene Arbeit eines reich begabten Componisten, der auch von Seite des Publicums die verdiente Anerkennung zutheil wurde; sodann ein „Altes Weihnachtslied\" für Chor mit Orgelbegleitung, Trompeten und Pauken von Chormeister Ed. Kremser, das so gut gefiel, daß eine Wiederholung erfolgen konnte und last not least „Der Elborus\", Chor von Albert Kauders. Der Componist des „Elborus\" erscheint hier zum erstenmale in dem Programme eines Wiener Gesangvereines und wir hoffen, ihm recht bald wieder zu begegnen. Der Chor macht den Eindruck, daß wir es mit einem eben so nobel veranlagten als tüchtig musikalisch=gebildeten Manne zu thun haben! Von älteren Chornummern brachte der Verein zu Gehör: „Frühlingslied,\" Chor mit Clavierbegleitung von Fr. Schubert, „Kriegslied\" von A. Rubinstein (zum Andenken an das kürzlich verstorbene Ehrenmitglied des Vereines), „Meerfahrt,\" Männerchor mit vierhändiger Clavierbegleitung von Max Jos. Beer, „Um Mitternacht\" von Ant. Bruckner, „Wegewart\" von Frank van der Stucken, „Pagenlied\" und „Das allerliebste Mäuschen\" von Engelsberg und als Schlußnummer des Concertes „Sängerspruch\" von Mendelssohn. Fast alle Chöre wurden lebhaft applaudirt; trotzdem schien es uns an diesem Abend, als hätte ein Theil der Sänger unter dem Einflüsse des Winterbeginnes gestanden. Es klang nicht alles so, wie wir es vom Wiener Männergesangvereine zu hören gewohnt sind. Von den mitwirkenden Gästen fand Frl. M. Unschuld v. Melasfeld für ihre sehr correct durchgeführten Claviervorträge lebhaften Beifall; die Concert=Sängerin Frau Lotti Barensfeld war offenbar nicht gut disponirt. Erwähnen wollen wir noch die Herren Georg Valker und Ed. Reim, welche die Clavier=, resp. Orgelbegleitung in mustergiltiger Weise besorgten.                 R.\" (**d).\nAuf Seite 13 findet sich ein Bericht über das Konzert des Linzer Sängerbundes mit dem Vokalquartett »Du bist wie eine Blume« [am 8.12.1894]:\r\n\"     Linz. 37. Gründungsfest=Concert des Männergesangvereines \"Sängerbund\". [...] Der 1. Abschnitt des Concertes war äußerst glücklich zusammengestellt. Grieg's „Landerkennung\" für Männerchor, Baritonsolo und Orchester ist ein frisches, glänzendes Stück, insbesondere auch der Orchesterpart fesselnd und reizvoll. Das Baritonsolo sang auch in diesem Chore Herr C. Astner mit warmem Vortrage. Der Chor des „Sängerbund\" ist so reichlich mit klangvollen Stimmen besetzt, daß die Gesammt-wirkung (namentlich in Verbindung mit dem Orchester) oft imposant war. [...]. Zart und duftig klang das gemischte Quartett „Du bist wie eine Blume\" von Anton Bruckner dem „Sängerbund\" gewidmet. Die Damen Sus. Pelschymovsky und Marie ZeIenka, sowie die Herren Ludwig Haslinger und Franz Haslinger sangen das Quartett mit  großer Zartheit und ernteten großen Beifall. Der Männergesangverein „Sängerbund\" hat auch bei seinem 37. Gründungsfest=Concerte einen schönen Beweis seines Könnens und ernstlichen Strebens geliefert: wir können den strebsamen Verein und seinen eifrigen Chormeister Herrn Adalbert Schreyer zum schönen Erfolge nur bestens beglückwünschen und sprechen die Hoffnung aus, daß der Verein in seinem Streben auch in Zukunft nicht erlahmen möge. Das Concert war sehr gut besucht.\" [keine Signatur] (**e).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 1 meldet auf S. 3:\r\n\"     (Professor Bruckner.) Der Zustand des kranken Professors Anton Bruckner hat sich in der letzten Zeit so weit gebessert, dass der Patient schon täglich zwei Stunden des Tages außerhalb des Bettes zubringt. Der Patient, welcher in Behandlung des Professors v. Schrötter steht, kann nur sehr wenig Nahrung nehmen und fühlt sich deshalb auch noch schwach.\" (***).\n\"Die Lyra\" Nr. 7 (474) bespricht auf S. 9 (85) das Konzert vom 19.12.1894:\r\n\"     Wiener Männergesangverein. Das erste Concert im 52. Vereinsjahre wurde diesmal der Weihnachtszeit fast zu nahegerückt. Es fand am 19. December abends im starkbesuchten Musikvereinssaale statt und hatte sich unter Ed. Kremser's feingeschliffener Leitung eines ausgesprochenen künstlerischen Gesammterfolges zu erfreuen, [... Schubert, Rubinstein, Wöß, M. J. Beer (nach einem Text von A. A. Naaff, Klavier: Ed. Reim und G. Valker) ...]. Sehr willkommen und interessant war der Chor \"Um Mitternacht\" (R. Prutz) des greisen Meisters A. Bruckner. Er ist in der Erfindung echtpoetisch und ursprünglich, freilich auch so schwierig, daß er vollkommen wohl nur auf den Kenner wirkt. An eigenartiger Schönheit der Harmonie fehlt es ihm ebensowenig als an Klarheit, die man Bruckner so gerne abspricht, so oft man ihn eben nicht begreift. Ueberraschend wirkt der echt Bruckner'sche Originalitätssprung im Finale. Frank van der Stuckens in's Volksthümliche zielende [sic] Chor: \"Wegewart\" [... Kremser, Engelsberg, Albert Kauders, Mendelssohn, Lotte Barensfeld, Frl. M. Unschuld von Melasfeld ...]. Die Letztere darf wohl noch an eine hoffnungsvolle Zukunft erfolgreicher Entwicklung glauben.\" [keine Signatur] (°).\nTheresia Tiefenböck (* ca. 1845) betreut bis zum 8.7.1895 Bruckner als Pflegerin (°°).", "Letzte Änderung": "23.09.2024 15:21"}, {"ID": 189601015, "Datum": "1.1.1896, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik von Alphonce Maurice [siehe die Anmerkung] über die Dresdner Aufführung der 8. Symphonie am 18.12.1895 in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung VIII (1895/96), Nr. 8/9, S. 11:\r\n\"      Musikbriefe. \r\n    Dresden, 19. December. Aufrichtiger Dank gebührt Herrn Jean Louis NIcodé für die wahrhaft künstlerische That, an seinem gestrigen zweiten Orchester-Abende zum erstenmale ein reichsdeutsches Publicum mit der achten Symphonie des greisen Meisters Anton Bruckner bekannt gemacht zu haben. Diese in ihrem Seelenadel, in ihrer majestätischen Kraft und Grösse bewundernswerthe Tonschöpfung [...  Theodor Helms Analyse wurde im Auditorium verteilt - \"einige hundert Exemplare\" ...]. Mit wärmsten Interesse sieht man den im neuen Jahre folgenden ferneren vier Orchester-Abenden des Herrn Nicodé entgegen.          Alphonce Maurice.\" (*).\nSeite 13 bringt eine Berichtigung zum Artikel von Theodor Helm über Bruckners Dirigenten [am 15.12.1895]:\r\n\"     –  In unserer jüngsten Nummer ist im Artikel: \"Bruckner's Dirigenten\" ein kleiner Irrthum unterlaufen; nicht Hofrath Schuh [sic! recte Schuch] leitete die Erstaufführung von Bruckner's VII. Symphonie in Dresden. Es war dies Herr J. L. Nicodé, welcher das genannte Werk am 15. März 1887 zum erstenmale den Dresdenern vorführte.\" (*a)\r\nund verzeichnet die Aufführung der 4. Symphonie [sic! recte 7. Symphonie] in Frankfurt [am 18.12.1895]:\r\n\"     –  Im III. Abonnements-Concerte des Frankfurter Opernhauses fand unter Dr. Ludwig Rottenberg's ausgezeichneter Leitung die Erstaufführung von Ant. Bruckner's IV. Symphonie (romantische) statt; in demselben Concerte [... Richard Strauss, aus \"Guntram\" , ohne Wirkung ...]. Wir kommen auf diese Aufführung noch des Näheren zurück.\" (*b).\nKontoauszug der Privaten Allgemeinen Österreichischen Bodencredit-Anstalt über 165 fl Guthaben (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 1 erwähnt in ihrem Rückblick auf das Jahr 1895 auf S. 4f auch die Aufführung der 4. Symphonie durch den Linzer Musikverein [am 27.10.1895]:\r\n\"                   Rückblicke.\r\n     Sylvesterabend, der letzte des scheidenden Jahres! Um des Lichtes gesellige Flamme sitzen heute fröhlich die Hausgenossen und klingen mit dem [sic] Punschgläsern an, während von den Thürmen der Stadt Linz die zwölfte Stunde feierlich ertönt. Prosit Neujahr! Tausende rufen's beim schäumenden Biere in raucherfüllten Wirtsstuben.\r\n     Zu solcher Zeit ist es wohl gestattet, auch des scheidenden Jahres nicht zu vergessen [... Wetter, Festlichkeiten, Handel und Verkehr, Stadtbild, Versammlungen, Militär, Landestheater ...].\r\n     In den Concerten wurde den Musikfreunden an der blauen Donau manches Interessante dargeboten. Außer den zwei Kammermusikconcerten im Frühjahre und im Herbste, fanden zwei Concerte des tüchtigen Musikvereines statt, in deren einem Bruckners romantische Symphonie gut zur Ausführung gelangte. Das gewaltige Organ des Herrn Reichmann und die blühende Stimme der Herrn Schrödter gewährten in zwei Concerten großen Genuss. [... weitere Konzerte ... keine großen Werke,] weil der einzige hiefür ausreichende Raum, die herrliche Volksfesthalle, auf mehrere Jahre nicht mehr benützt werden kann.\r\n     [... literarische Vorträge ... wir] rufen dem kommenden Schaltjahre ein fröhliches \"Prosit!\"! zu.\" [keine Signatur] (***).\nDie Aufführung der 4. Symphonie am 5.1.1896 wird in mehreren Zeitungen angekündigt:\nim Fremdenblatt Nr. 1 auf S. 10:\r\n„     – Die Philharmoniker bringen in ihrem 5. Abonnementskonzerte Sonntag den 5. Jänner, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: [... Mozart, Strauss, Mendelssohn ...] Bruckner: Symphonie (romantische) in Es-dur Nr. 4 (erste Aufführung in den philharmonischen Konzerten).\" (°a)\nund in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 1 auf S. 9:\r\n\"Theater- und Kunstnachrichten.\r\n[...]\r\n     – Die Philharmoniker bringen in ihrem 5. Abonnementskonzerte Sonntag, den 5. Jänner, Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: [... Mozart, Strauss, Mendelssohn ...] Bruckner: Symphonie (romantische) in Es-dur Nr. 4. Erste Aufführung in den philharmonischen Konzerten.\" (°b).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 1 berichtet auf S. 9 von der Aufführung des »Locus iste« durch den Wiener Akademischen Wagner-Verein unter Josef Schalk:\r\n\"     Akademischer Wagner-Verein. Das Zustandekommen des zweiten internen Musikabends war mit mancherlei, hauptsächlich durch die unmittelbar vorausgehenden Feiertage hervorgerufenen Schwierigkeiten verbunden, und das hatte den Ausfall mehrerer geplanter Stücke zur Folge. Umsomehr hatte diesmal der Vereinschor, welcher nur zu oft zur Rolle eines Lückenbüßers herabgedrückt wird, unter der feinsinnigen Leitung Prof. Schalk's Gelegenheit, hervorzutreten. Er erfreute durch die zarte Wiedergabe des alten Weihnachtsliedes \"Es ist ein Reis entsprungen\" von Praetorius (eigentlich Schulze, 1571–1621), von Mozart's ewig schönem \"Ave verum\" und Bruckner's \"Locus iste\" mit seinen eigenartigen Mozartischen Anklängen. Zum Schlusse sang er auch den Schlußchor aus \"Tannhäuser\" mit Schwung. [... Frau Kaulich, Irene von Brennerberg ...] Die Herren Prof. Schalk und Foll spielten den schönen Dreikönigsmarsch aus Liszt's \"Christus\", einem Werke, das leider seit Jahrzehnten für Wien verschollen ist.      Hagen.\" (°°).\n\"De Hollandsche revue\" Jg. 1 erwähnt in einer Zeitschriften-Umschau auf S. 809f (= S. 61f) auch \"Die Gesellschaft\" mit einem Aufsatz von Max Graf über Bruckner:\r\n\"          DIE GESELLSCHAFT.\r\n[...]\r\n    Bij een portret van wijlen Anton Bruckner, een spitsen, zeer karakteristieken pop, levert Max Graf een studie vol waardeering over Bruckner's enorme muzikale gaven.\r\n     De ouden rekenen Bruckner tot de jonge hervormers. Van hem hoorden zij het eerst het breede geluid van een nieuw, hen vreemd leven, dat door zijn werken schalt. De jongen noemen hem den meester, want hij heeft het nieuwe leven in den eeuwigen vorm gegoten.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 10:27"}, {"ID": 189701015, "Datum": "1.1.1897, Freitag", "Haupttext": "Brief Hugo Wolfs an Oskar Grohé:\r\n    Dr. Garbe aus Mannheim habe ihm die Partitur der 7. Symphonie geschenkt. (*).\nBesprechung des Konzerts vom 30.12.1896 (mit dem \"Te deum\") in den Münchner Neuesten Nachrichten (**).\nDie Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 9 bringt auf S. 4f eine Kurzkritik zum Konzert des Wiener Männergesangvereins mit dem Chor \"Um Mitternacht\" [WAB 90, am 16.12.1896] (***a)\r\nund berichtet auf S. 10 von der Aufführung des \"Te Deum\" in Brünn [am 19.12.1896] (***b).\nAnkündigung des Konzerts vom 17.1.1897 (mit der d-Moll-Messe) im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 1 auf S. 25 (Inserat) (°)\nund in der Wiener Zeitung Nr. 1 auf S. 16 (Inserat) (°a).\nErster Teil eines Artikels \"Die Toten des Jahres 1896\" in der Linzer Zeitung (Bruckner im zweiten Teil am 3.1.1897 erwähnt) (°°).\n\"Die Lyra\" XX, Nr. 7 (522) bringt auf S. 6 [= S. 78] den Bericht einer Leipziger Zeitung [Musikalisches Wochenblatt? Theodor Helm?] zur Wiener Erstaufführung der 7. Symphonie [am 21.3.1886]:\r\n   \"Aus der musikalischen Welt. [...]\r\n   Zur Wiener Bruckner=Verdrückung gibt ein Wiener Berichterstatter der „M. W.” in Leipzig folgende Mittheilungen: Vor das Wiener „Publikum” gelangte die 1883 in Wien geschaffene, kurz nach Richard Wagner's Tode vollendete 7. Symphonie Bruckner's erst am 21. März 1886, und zwar auf dem Umwege über Leipzig, München, Hamburg und andere Musikstädte! Die Wiener Aufführung war überhaupt die erste (!) vollständige einer Bruckner'schen Symphonie, welche die Philharmoniker - unter Hans Richter's Leitung - ihren Stammabonnenten in ihren eigenen Concerten zu bieten wagten (!) und der äußere Erfolg war nicht gerade geeignet, zur Fortsetzung derartiger Versuche aufzumuntern. Es wurde zwar die neue Symphonie rauschend „applaudirt” und Bruckner nach jedem Satz stürmisch gerufen. Aber die eigentlichen Stammabonnenten (darunter freilich viele als unmusikalisch bekannte reiche Leute, die nur um der lieben Mode Willen diese Concerte besuchen!) nahmen schon nach dem ersten Satz - ohne nur das erhabene Adagio abzuwarten - in hellen Schaaren Reißaus, so daß das Finale vor arg gelichteten Bänken spielte (!!!) Dies und eine gnadenlos vernichtende Kritik der „Neuen Fr. Presse” schüchterte Hans Richter derart ein, daß er Bruckner in den nächsten vier Jahren im Programm der philharmonischen Concerte vollkommen unvertreten ließ! Allerdings erklärte er sich bereit, Bruckner'sche Symphonien mit seinen Philharmonikern in von anderer Seite veranstalteten Concerten aufzuführen!” Also immer wieder die gewissen „reichen Leute” mit der dem Großcapitalismus dienenden Internationel=Presse halten die deutsche beste Kunst (wie einst auch die Wagner'sche) nieder, während sie die internationale Markt=Ware speculativ fördern!  Und noch immer gibt es Deutsche, die sich das bieten lassen!?\" [keine Signatur] (°°°).\nPostkarte von Wilhelm Kienzl an August Göllerich, dessen Wirken in Linz betreffend:\r\n   \"[...] Schon recht, dass Sie die guten Mostschädeln ordentlich Bruckner-Lisztisch aufmischen [...] Auf Wiedersehen in Linz. [...]\" (#).\nThe Morning News Nr. 1 (Wilmington/Delaware) erwähnen auf S. 5 Bruckner im Jahresrückblick auf 1896:\r\n\"HISTORY OF A YEAR\r\n[...]\nOCTOBER.\r\n[...]\r\n12. Storm: A West India hurricane swept the Atlantic coast from New England to New Jersey.\r\n     Obituary: Herr Bruckner, celebrated musical composer, in Vienna; aged 72. [...].\" (##).\nGleichlautend The Lima Clipper (Ohio) auf S. 1:\r\n\"HISTORY OF A YEAR\r\n[...]\nOCTOBER.\r\n[...]\r\n12. Storm: A West India hurricane swept the Atlantic coast from New England to New Jersey.\r\n     Obituary: Herr Bruckner, celebrated musical composer, in Vienna; aged 72. [...].\" (##a),\nThe Morning Democrat (Davenport, Iowa) auf S. 3: \"CLOSE OF THE YEAR. [... dann wie (##a) ...].\" (##b),\ndie Ukiah Republican Press (Ukiah, California) Nr. 27 auf S. 3 [identischer Text, in derTitelzeile \"January 1, 1896\"] (##c),\nder Wilkes-Barre Evening Leader (Pennsylvania) auf S. 5 [identischer Text] (##d)\nund The Topeka State Journal (Kansas) [siehe auch (a)] auf S. 2 [identischer Text] (##e).\nEbenfalls mit einem falschen Datum ist in der Chicago Tribune auf S. 20 zu lesen:\r\n\"         Necrology of 1896.\r\n     [...] Aug. 10, Prof. Otto Lilienthal, scientist, Germany; [...] Oct. 14, Anton Bruckner, composer, Germany; [...] Nov. 30, William Steinway, piano manufacturer, United States; [...]\" (###).\r\nAuf Seite 6 ist zu lesen:\r\n\"         NECROLOGICAL RECORD OF 1896.\r\n     [...]\r\n     The death of Prof. Lilienthal in Germany was a severe blow to science. His flying machine experiments had steadily advanced to a point where success seemed ultimately probable, and no one can take up the work where he left it. [...].\r\n     The necrology of the Year in music has been large and notable. [...] Anton Bruckner, the Viennese symphony composer, was among the leaders in his special field. [...]\" (###a).\nDie schon am 19.12.1896 veraltete Meldung erscheint auch in The Topeka State Journal (Kansas) [siehe auch (##e)] auf S. 6 in der 7. Spalte:\r\n\"FOREIGN MUSICAL GOSSIP. [...] Music holds an important place in the courses of the Vienna University. The students of music have each week three courses on modern classicism, two on Gregorian chant, one on new methods of studying harmony, two for beginners, and one on harmony, the last named being under the direction of Bruckner.\" (a).\nDer Anzeiger des Westens (St. Louis, Missouri) schreibt auf S. 7:\r\n\"Chronologie für 1896.\r\n[...]\n          Oktober.\r\n[...] 5. Riesige Waldbrände bei Pasadena, Cal.\r\n[...].\r\n12. † Anton Bruckner in Wien, bekannter Komponist.–Seebeben in Dunbarton, Schottland.\r\n13. Virchows 75. Geburtstag in Berlin gefeiert. [...]\" (b).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 14:10"}, {"ID": 189801015, "Datum": "1.1.1898, Samstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung macht auf die Aufführung der 3. Symphonie am 9.1.1898 aufmerksam (*).\n\"Die Lyra\", Heft Nr. 7, berichtet auf S. 6/92 vom geplanten Bruckner-Denkmal in Steyr (**).\nDie Reichspost Nr. 1 teilt auf S. 5 mit, dass am 2.1.1898 in der Pfarrkirche von St. Othmar unter den Weißgärbern neben einer Messe in C von F. Schöpf und einem Offertorium von F. J. Bigler ein Tantum ergo [prov. WAB 48] von Bruckner aufgeführt wird (***).\nThe Chicago Tribune Nr. 1 erwähnt auf S. 19 im Jahresrückblick die Aufführung der 4. Symphonie am 22./23.1.1897:\r\n\"MUSIC OF THE YEAR 1897.\r\n[...]\r\n     The plan of the Chicago Orchestra series under Mr. Thomas' direction, the list of principal works ans soloists being given herewith, took place as follows:\r\n[...]\r\n     Jan. 22 and 23:\r\n[... Weber ...]\r\nSymphony No. 4, E flat [romantic], Anton Bruckner\r\n     Jan. 29 and 30 [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.09.2026 22:16"}, {"ID": 189901015, "Datum": "1.1.1899, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Bernhard Ziehn an Hugo Kaun, in Chicago geschrieben: \n\n     Neujahrswünsche. \n\n     \"Die Geschichte mit den Brucknerbildern in Wien ist sehr spaßig &amp; sehr traurig. Machen Sie einen Strich darunter. (Der Dr. R. Louis hat sich noch nicht bemüssigt gesehen, mir die Ankunft meines Bruckner Artikels zu melden. Auch von Sulzer Nachfolger in Berlin habe ich im Lauf des letzten Jahres nicht die Spur erfahren, trotzdem ich mehrere Male schrieb &amp; Verschiedenes bestellte.)\" \n\n     Gustav Grube werde nie ein bedeutender Komponist werden, eher noch Albert Grube. August Spanuth werde demnächst \"geheiratet werden\". Erwähnt einen Herrn Protherve.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190101015, "Datum": "1.1.1901, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Theodor Helm (signiert \"h-m.\") »Ein unbekanntes Clavierstück Anton Bruckners« [Erinnerung] in der Deutschen Zeitung, Morgenausgabe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190401015, "Datum": "1.1.1904, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Theodor Helm »Musikbrief Wien« (9. Symphonie am 1./2.12.1903) im Musikalischen Wochenblatt, S. 13.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190501015, "Datum": "1.1.1905, Sonntag", "Haupttext": "Bericht über die Aufführung der 8. Symphonie am 6.12.1904 in der Wochenschrift für Kunst und Musik.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190801015, "Datum": "1.1.1908, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel »Anton Bruckner« im Gregorius-Blatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191001015, "Datum": "1.1.1910, Samstag", "Haupttext": "Artikel von William Ritter »A. Bruckner à Notre-Dame de Fourvière« in der Revue Musicale de Lyon 7, S. 364 - 370.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191101015, "Datum": "1.1.1911, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« unter Balling in Rom.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191601015, "Datum": "1.1.1916, Samstag", "Haupttext": "The Chicago Tribune Nr. 1 vergleicht auf S. 15 das Programm eines \"ernsten\" Symphoniekonzertes [18.12.1915 mit der 4. Symphonie] mit dem eines volkstümlichen: \"Fifth \"Pop\" Concert.     [... einige der Werke ...].\nNot only the large audiences at Orchestra hall on Thursday, but a very, very erudite musician confessed a peace and joy in the program played by the Chicago Symphoiny orchestra, Mr. Stock conducting. In fact, there were invidious comparisons between this choice of \"pop concert\" music and the Bruckner and Beethoven epics lately presented–greatly to the disparagement of the latter. Heretic is this, but human.     [... über weitere Programmnummern ...].\" (*).\n \nPostkarte von Rudolf Fitzner an Franz Gräflinger [auf Bruckner bezugnehmend?] (**).", "Letzte Änderung": "27.06.2024 09:44"}, {"ID": 191801015, "Datum": "1.1.1918, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Anton Konrath im Großen Musikvereinssaal. Solistin in Tschaikowskys Violinkonzert ist Natalie Duesberg [recte vermutlich Nora Duesberg].", "Letzte Änderung": "12.02.2023 11:06"}, {"ID": 192001015, "Datum": "1.1.1920, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Martin Spörr im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistin in Sentas Ballade ist Minna Lefler.", "Letzte Änderung": "12.11.2024 16:07"}, {"ID": 192101015, "Datum": "1.1.1921, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Nikisch im 11. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192201015, "Datum": "1.1.1922, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Nikisch im 9. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (*).\nArtikel der Arbeiter-Zeitung auf S. 6 über das Konzert vom 13./16.1.1922 (mit der 4. Symphonie) (**).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Anton Konrath im Großen Musikvereinssaal in Wien. Als Solist [in welchem Werk?] wirkt der Geiger Hugo Gottesmann mit (***).\nIn einem ausführlichen Artikel über eine Bearbeitung von Schumanns \"Rheinischer Symphonie\" in The New York Times Nr. 23353 auf S. 86 (= S. 4 des 6. Teils) kommen auch Kürzungen bei einer New Yorker Bruckner-Aufführung [vielleicht die 8. Symphonie am 28.11.1919 gemeint?] zur Sprache:\r\n\"MUSIC RESCORING A MASTERPIECE\r\nFREDERICK STOCK, conductor of the Chicago Orchestra, at one of his recent concerts played a reorchestration, made by himself, greatly daring, of Schumann's \"Rhenish\" symphony in E flat. [... Beweggründe, Vorgehen ...].\r\n     [... auch Schuberts C-Dur-Symphonie sollte bearbeitet werden ...]. They would not touch the instrumentation, but the redundancies, and conductors have been known to make cuts for this or that performance. But none has ventured to publish a revised and curtailed edition for others to inspect, criticise and use, as Harold Bauer has done of Schubert's B flat piano sonata – and has done so skillfully that he might well be urged to turn his attention to the symphony. And some will remember a performance here some seasons ago of one of Bruckner's huge and amorphous symphonies in which some of its excessive lengths were vigorously and none too judiciously hacked off, without any mention of it on the program.\r\n     But reorchestrating a symphony is a much more serious and daring undertaking and means a much more drastic surgical operation. [...].\" (°).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 11:57"}, {"ID": 192401015, "Datum": "1.1.1924, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Furtwängler im 10. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.\nAuf dem Programm stehen zuvor Max Regers Präludium und Fuge über B-A-C-H  (Orgel: G. Ramin) und Pfitzners \"Alte Weisen\" mit Irene Eden (Klavierbegleitung: G. Ramin) (*).\n \nIm Ekkart-Jahrbuch würdigt Wilhelm Schwarz den Komponisten und Organisten Franz Philipp:\n\"[... außergewöhnliche Improvisationen ...] Zum ersten hat Philipp damit eine vollständig in Vergessenheit geratene, aber zu Bachs Zeiten und seit da nur von wenigen Außerordentlichen (Bruckner, Reger) gepflogene Übung wieder aufgenommen. Zum zweiten aber gestaltet er seine Improvisationen wirklich zum Erlebnis. [...]\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:38"}, {"ID": 192501015, "Datum": "1.1.1925, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Otto Klemperer im 10. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (*).\n \nAufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] in der Pfarrkirche St. Leopold (Wien II.) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192601015, "Datum": "1.1.1926, Freitag", "Haupttext": "Bericht der Arbeiter-Sänger-Zeitung auf S. 12 über die Aufführung des Chores »Um Mitternacht« [WAB 90? vermutlich WAB 89] durch den Arbeitersängerbund Brigittenau am 4.10.1925 (*).\n \nDer Los Angeles Evening Express Nr. 241 bringt auf S. 5 einen ausführlichen Artikel über Ernest Bloch, in dem auch Bruckner neben anderen Komponisten kurz erwähnt wird.\n[Da der Absatz unvollständig gedruckt ist, ist der Zusammenhang nicht sicher zu erschließen.] (**).\n \nDie Lancaster New Era (Lancaster, Pennsylvania) bringt auf S. 5 einen Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"VETERAN MUSICIAN SEES SYMPHONIC JAZZ AS FAD\n[...] nothing but a fad [...].\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n     [... 1874 unter Wagner in Wien, \"bass fiddle\", ca. 1875/76 in die USA, 1877 unter Leopold Damrosch ...].\" (***).\n \nDieser Artikel erscheint inhaltlich identisch auch in The Ardmore Daily Press Nr. 100 (Ardmore, Oklahoma) auf S. 2 (°),\n \nim Lincoln State Journal (The Nebraska State Journal, Lincoln, Nebraska) auf S. 14 (°°)\n \nund in The Honolulu Advertiser Nr. 13844 (Honolulu, Hawaii) auf S. 3 (°°°).\n \n\"Radio Wien\" Nr. 14 bringt auf S. 8 (= S. 522) einen Artikel von Julius Schlegel \"Etwas zu Bruckner | Zur Aufführung am Mittwoch, den 6. Jänner\" [8. Symphonie am 6.1.1926] (#).", "Letzte Änderung": "14.04.2025 09:53"}, {"ID": 192701015, "Datum": "1.1.1927, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 8.1.1927 [mit dem Andante der f-Moll-Symphonie] in den Illustrated Daily News Nr. 104 (Los Angeles, California) auf S. 8:\n\"         Music Notes\nBy CAROLYN PEARSON\n[...]\n     Adolf Tandler's delightful and unique Little Symphony concerts begin their third season next Saturday morning, January 8, at the Biltmore ballroom, and the policy of performing many new works by modern composers will be continued. A new suite by Sigurd Frederiksen of this city will be heard at the first concert, as well as compositions by Goossens, Stravinsky, Bruckner and Mozart.\" (*).\n \nAufführung des \"Locus iste\" [mit deutschem Text, siehe die Anmerkung] in einer Morgenandacht (mit Generalsuperintendent Dr. Kalweit) in Danzig. Die Feier wird zwischen 9 und 11:30 Uhr vom Rundfunksender Königsberg (Welle 303) übertragen (**).", "Letzte Änderung": "29.04.2025 19:07"}, {"ID": 192801015, "Datum": "1.1.1928, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Wilhelm Furtwängler im 10. Abonnementkonzert im Leipziger Gewandhaus.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von J. S. Bach (Präludium und Fuge für Orgel mit Günther Ramin), Gluck (Arien mit Lotte Schöne), Mozart (Gavotte aus \"Idomeneo\" und Arie aus \"Zaide\") (*).\n \nAnkündigung der 9. Symphonie für den 6./7.1.1928 in der Chicago Tribune Nr. 1 auf  S. 2 des 6. Teils (**).\n \nArtikel \"Linz im Jahre 1868\" von Dr. Krackowizer im Linzer Volksblatt auf S. 33f der Festbeilage (60 Jahre Linzer Volksblatt). Erwähnt werden Stadtanlage, wichtige Straßen, Vinzenz Fink (Buchhandlung), Emil Fink (jüngster Sohn, Bruckner-Schüler, Maler Alois Greil, Notar Alois Bahr (Sohn: Hermann Bahr), e-Moll-Messe 1868 [sic], Gesellschaftsleben, Kaffeehäuser (Traxlmair, Steinböck (\"Stadt Frankfurt\"), Café Hartl, Jax (Musikfreund) am Hofberg), Journalistik, Linzer Zeitung (Anton Tuczek, Karl Hilarius Proschko, Josef M. Kaiser (Zeichenprofessor, Theaterkritiker), Dr. Gamon (Musikkritik), 1600 Abonnenten), Linzer Tages.Post (Red. Netwald (= Doktor der Medizin, früher Badearzt in Hall), Herausgeber Josef Wimmer, Musikkritiker Ernst Ortner), Buchhandlungen (Fink, Theodor Ewert aus Danzig, Friedrich Eurich, Franz Winter, Quirein, Ebenhöch, Haslinger), Druckereien, Gasthäuser, Klaviermacher Just (dessen Sohn war der Onkel von Bischof Rudolf Hittmair), stadtbekannte Originale, 22 Ärzte (Födinger, Homöopath Simon Reiß, Augenarzt Essenwein (Vetter vom Nürnberger E. am GNM), Adam Haller, Irrenärzte Knörlein und Schasching, Thaller, Leitgeb, Kreisarzt Lutterotti (testete an seinem Diener eine reine Milchernährung!)), 19 Advokaten, Notare (Alois Bahr, Effenberger, Wenzel Hocke, Dr. Pröll), Theater (Franz Thomé, Gericke, Komzak etc.), Musikverein (3 große Konzerte, Kerschbaum Engelbert Lanz, Dr. Prohaska, Weilnböck, Zappe), \"Frohsinn\", \"Sängerbund\" (Alois Weinwurm), das September-Volksfest.\r\nAuf Seite 35f ein Artikel \"Sechs Jahrzehnte heimisches Musikleben\" von Cornelius Preiß (Musikverein, Frohsinn, Bruckner, Adalbert Schreyer, Martin Einfalt, Franz S. Reiter, Wilhelm Floderer, August Göllerich, Kirchenmusik (Karl Waldeck, Ignaz Gruber, Franz Neuhofer, Franz Xaver Müller), heutiges Musikleben (auch in Wels, Steyr, Vöcklabruck, Ried, Gmunden, Bad Ischl, Hall, St. Florian. - Auf Seite 35 auch ein Artikel \"60 Jahre Konzertberichterstattung\" von Anton Riegl (erst ab Ende der 1880er Jahre, zuvor fallweise u. a. 1869 Joh. Ev. Habert, 1891 Priester Maximilian Schwarz (Taubstummenlehrer, + 1895), ab Göllerichs Wirken Domvikar Christian Stöger (+ 1914), über 25 Jahre lang Viktor Kerbler, \"pi\", O. B. (= Dr. Otto Bahr), ab 1919 Georg Rauter (+ Februar 1920), Anton Riegl [Antisemit?]) (***).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 22:13"}, {"ID": 192901015, "Datum": "1.1.1929, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] im Vesperkonzert des Rheinischen Madrigalchors.\r\nDas Konzert wird von 16:30 bis 18:35 Uhr von den Sendern Langenberg, Köln, Münster und Aachen übertragen.", "Letzte Änderung": "29.08.2025 22:09"}, {"ID": 193001015, "Datum": "1.1.1930, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Bruno Walter im 11. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (*).\r\nAuf dem Programm stehen zuvor Max Regers Orgelphantasie \"Wie schön leuchtet der Morgenstern\" und Mozarts \"Exsultate, jubilate\". Das Konzert wird von 19:30 bis 21:30 Uhr vom Leipziger Rundfunk (angeschlossen: Dresden) übertragen (*a).\n»Aufruf zur Rettung eines hohen Kulturgutes des deutschen Volkstumes. - Die sterbende Brucknerorgel von St. Florian« des Oberösterreichischen Brucknerbundes in Linz [in welcher Zeitung?] mit einer Abbildung Bruckners (IKO 89) (**).\nThe Evening News (Wilkes-Barre, Pennsylvania) kündigen auf S. 2 das Münchner Bruckner-Fest für Juni 1930 [recte 27.-31.10.1930] an [Text (abgesehen von Umstellungen) wie am 27.12.1929]:\r\n\"MUNICH WILL SEEK PASSION PLAYCROWD\r\n[... viele Besucher wegen der Oberammergauer Passionsspiele erwartet ... im Mai 1930 Mengelberg, Toscanini mit New York Philharmonic Orchestra, Furtwängler mit den Berliner Philharmonikern] in the same month.\r\n     In July Reinhart [sic] will present his staging of Johann Strauss' \"Fledermaus,\" Pfitzner will conduct a \"romantic evening,\" and Doebereiner will present old music\r\n     Mozart and Beethoven will dominate in August. [...].\r\n     June will bring the international Bruckner Festival, a Brahms concert under Knappertsbusch, Mahlers's Eighth Symphony under Bruno Walter, and a Richard Strauss week.\" (***).\nThe Charlotte Observer (Charlotte, North Carolina) meldet auf S. 12 den gestrigen tödlichen Unfall von Alexander Lambert, der ein Schüler Bruckners gewesen war:\r\n\"TAXICAB KILLS FAMED PIANIST\r\n[...].\r\n     Born in Warsaw, Poland, 66 years ago, the son od a violinist, Lambert studied with Julius Epstein at the Vienna conservatory with Liszt, composed with Bruckner and concertized in Germany with Joachim and in Russia with Sarasate. [...].\r\n     He first came to this country in 1881, returning here to reside permanently in 1884.\" (°).", "Letzte Änderung": "24.03.2026 20:06"}, {"ID": 193101015, "Datum": "1.1.1931, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Oswald Kabasta bei der RAVAG Wien (*).\r\nDas Konzert (von 11:05 bis 13:00 Uhr, vor der Pause Beethovens Fünfte) wird von Radio Wien übertragen (**).", "Letzte Änderung": "27.03.2026 11:07"}, {"ID": 193201015, "Datum": "1.1.1932, Freitag", "Haupttext": "Radio Wien Nr. 14 bringt auf S. 23 ein Kreuzworträtsel, in dem nach einem \"Ber. österr. Komponist (†) gefragt wird. Auflösung am 15.1.1932.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193301015, "Datum": "1.1.1933, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Otto Klemperer im 9. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (*).\r\nDieses Konzert wird im Rahmen des Bruckner-Zyklus des Mitteldeutschen Rundfunks (Leipzig, Dresden) von 19:30 bis 21:30 Uhr im Rundfunk übertragen. Am Beginn des Programms stehen J. S. Bachs c-Moll-Passacaglia (Orgel: Günther Ramin) und Mozarts c-Moll-Klavierkonzert (mit Arthur Schnabel) (*a).\nDer Schuldenstand des Orgelfonds St. Florian beträgt S 31.100. Der Brucknerbund für Oberösterreich ruft in der Folgezeit zu weiteren Spenden auf und kündigt die Aufstellung einer Büste in der Walhalla und die Errichtung eines Bruckner-Festspielhauses mit Bruckner-Denkmal an (**).", "Letzte Änderung": "31.03.2026 12:21"}, {"ID": 193501015, "Datum": "1.1.1935, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Hans Ferdinand Redlich »Vom unbekannten Bruckner« in der Frankfurter Zeitung (*).\n\n\n[?] Aufführung der 9. Symphonie unter Hans Swarowsky in Wien (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193601015, "Datum": "1.1.1936, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Hermann Abendroth im Neujahrskonzert in Leipzig (*).\nArtikel von Oboussier in der Deutschen Allgemeinen Zeitung Berlin über Schurichts erstes Konzert im großen Saal des Funkhauses mit der \"gestrigen\" Berliner Erstaufführung der \"erst kürzlich zugänglich gemachten Urfassung\" der 5. Symphonie durch das große Berliner Funkorchester unter Carl Schuricht (**).", "Letzte Änderung": "14.06.2024 09:22"}, {"ID": 193901015, "Datum": "1.1.1939, Sonntag", "Haupttext": "Datierung »München Neujahr 1939« in Ludwig Berberichs Vorwort zu seiner Ausgabe »Bruckner. Ausgewählte geistliche Chöre« (C. F. Peters Nr. 4185), Plattennummer 11400.\n\nDas Verlagsverzeichnis auf der letzten Umschlagsseite (»2/39« [= Februar 1939?]) enthält noch die Klavierauszüge (und Aufführungsmaterialien) der f-Moll-Messe (Nr. 3845) und des »Te deum« (Nr. 3843) (*).\n\n\nAufführung des Pange lingua (WAB 31) in der Pfarrkirche Spitz an der Donau (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194501015, "Datum": "1.1.1945, Montag", "Haupttext": "Brief Hohlbaums an Glasmeier: \n    Berichtet über die Arbeit an seinem Bruckner-Roman.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194601015, "Datum": "1.1.1946, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der b-Moll-Messe durch den Linzer Domchor und das Theaterorchester (*) unter Joseph Kronsteiner in der Linzer Ursulinenkirche.", "Letzte Änderung": "03.01.2024 10:34"}, {"ID": 194701015, "Datum": "1.1.1947, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Leopold Nowak über die Gesamtausgabe in der Wiener Zeitung, S. 9.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195201015, "Datum": "1.1.1952, Dienstag", "Haupttext": "Wegen zu geringer Mitgliederzahl wird die im Juni 1947 wiederbelebte Nederlandsche Bruckner-Vereeniging aufgelöst (*).\n \nAufführung der 1. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Volkmar Andreae im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Beethovens c-Moll-Klavierkonzert ist Friedrich Gulda [Wiederholungen am 2., 3. und 4.1.1952] (**).", "Letzte Änderung": "13.03.2026 11:02"}, {"ID": 195901015, "Datum": "1.1.1959, Donnerstag", "Haupttext": "Einspielung der 1. Symphonie (Linzer Fassung) durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Eugen Jochum.", "Letzte Änderung": "29.01.2026 09:38"}, {"ID": 196101015, "Datum": "1.1.1961, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") durch das Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks unter Paul Schmitz.", "Letzte Änderung": "14.02.2026 08:35"}, {"ID": 196201015, "Datum": "1.1.1962, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Bamberger Symphoniker unter Joseph Keilberth.", "Letzte Änderung": "29.01.2026 12:49"}, {"ID": 197501015, "Datum": "1.1.1975, Mittwoch", "Haupttext": "Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks [Erstes Programm, ARD?]: Eugen Jochum dirigiert die 7. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200210116, "Datum": "11. - 20.10.2002, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Fest in Würzburg. Aufgeführt werden auch Werke von Hans Rott.\r\nGründung der Internationalen Hans-Rott-Gesellschaft (*).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:38"}, {"ID": 202401015, "Datum": "1.1.2024, Montag", "Haupttext": "Aufführung der Quadrille (WAB 121) in einer Orchesterfassung von Wolfgang Dörner im Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann.", "Letzte Änderung": "27.03.2025 11:10"}, {"ID": 183712015, "Datum": "1.12.1837, Freitag", "Haupttext": "Modellbrief an die Mutter in einem Schulheft.\r\n\"Liebe Mutter! | Durch Ihre Güte erhielt ich schon gestern die Leinwand, um welche ich Sie in meinem letzten Briefe gebethen habe. Wie undankbar wäre ich, wen[n] ich Ihnen nicht so gleich in[n]igst dafür danken würde. Ich weiß, wie schwer es Ihnen fällt, mich im[m]er mit allem Nöthigen zu versorgen; allein ich verspreche Ihnen, mit den neuen Hemden recht schonend umzugehen, um Ihnen nicht wieder mit ähnlichen Auslagen beschwerlich zu fallen. Indem ich Ihnen nochmahl dafür danke, bin ich | Ihr | dankbarer Sohn | Anton Bruckner. | St. Florian am 1. Dezember 837.\"", "Letzte Änderung": "03.12.2025 15:50"}, {"ID": 185412015, "Datum": "1.12.1854, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Direktion der Normal-Hauptschule an Bruckner:\r\nBewilligung zur Ablegung einer privaten Prüfung für Lehrer an Hauptschulen. Termin 25.1.1855 8 Uhr in Linz (*).\r\n\"An Herrn Anton Bruckner, Lehrgehilfen in St. Florian / Auf Ihre Eingabe vom 10. Nov. d. J. wird Ihnen bedeutet, daß Sie am 25. Jänner des k. J. sich zur Privatprüfung für Lehrer an Hauptschulen und zwar um 8 Uhr Morgens bei der gefertigten Direction einzufinden haben. / Direction der k. k. Normal-Hauptschule / Linz am 1.Dezember 854. / M. Lucht Director.\" (**).", "Letzte Änderung": "17.02.2024 08:50"}, {"ID": 185512015, "Datum": "1.12.1855, Samstag", "Haupttext": "Die Kundmachung vom 14.11.1855 wird in der Linzer Zeitung, Amtsblatt Nr.97, zum 3. Mal veröffentlicht (in gleicher Form wie am 28.11.1855).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185602115, "Datum": "11.2.1856 (?), Montag", "Haupttext": "Marie Madeleine Dürrnberger, die Nichte Joh. Aug. Dürrnbergers, berichtet ihrem Bruder Dr. Adolf Dürrnberger, daß sich bei einem Faschingsball Bruckner als »ziemlich guter Tänzer« erwiesen habe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012015, "Datum": "1.12.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102115, "Datum": "11.2.1861, Rosenmontag", "Haupttext": "Besprechung des Faschingskonzertes vom 9.2.1861 im »Linzer Abendboten« Nr. 34, S. 1:\r\n»Die Liedertafel \"Frohsinn\" und der Herren-Abend am 9. Febr. 1861. \r\n   Seit Langem schon sahen wir die hiesige Liedertafel einen Standpunkt in musikalischer Beziehung einnehmen, der jeden, der es mit dem Gesange ehrlich meint, mit inniger Freude erfüllen mußte. In letzterer Zeit, wie vorzüglich der jüngst verflossene Damen-Abend zeigte, ist sie zum wahren Kunstinstitute geworden, und kann sich nunmehr mit solchen Leistungen jeder anderen Liedertafel kühn an die Seite stellen. \r\n   Die Linzer Liedertafel ist groß geworden. Wohin aber war der Frohsinn gekommen? Seine Devise war zerrissen und die Theile flatterten im Winde, wir kannten den \"Frohsinn\" beinahe nimmer.\r\n   Zu viel Studieren ohne Erholung, ewige Konzertluft, ununterbrochene Anstrengung hat seine Nerven angegriffen, er war mißmuthig geworden, wie so viele Denker und Gelehrte. \r\n   Nicht lange mehr und er wäre ernstlich erkrankt.\r\n   Da zum Glücke erkannte man seine Unpäßlichkeit, man gab ihm zur Arznei Erholung, Freude und Lust, und siehe da! mit neuen Kräften ist er erstanden, neu erstarkt mit frischem Leben in den Adern gab er am 9. Februar 1861 riesige Beweise seiner wieder erlangten Gesundheit. \r\n   So dachten wir uns stets einen wahren Sänger-Abend, Kunst und Frohsinn gleich repräsentirt; der Frohsinn in fröhlichen Chören, heiterer und geselliger Unterhaltung, in der Menge und Verschiedenheit der Maskenanzüge und anderen scherzhaften Piecen.\r\n   [...] Aber nicht bloß für den Frohsinn ward gesorgt, auch der Kunstliebhaber ging gewiß befriedigt von dannen. \r\n   Der schönste Beweis, was die Liedertafel kann, ist der, daß in Mitten der Lust, wo alle Fiber der Fröhlichkeit erregt sind, wo wir bei derlei Scherz-Abenden in gesanglicher Beziehung nur mittelmäßiges zu hören gewohnt waren, eine solche Präcision in der Aufführung herrschte, daß im vollen Taumel der Freude und Heiterkeit der unübertrefflich gesungene Chor \"Der fahrende Student\", von Speidel, Thränen der Rührung in die Augen lockte; das war die Krone der Bemühung, darauf kann die Liedertafel stolz sein.\r\n   Möge sie in ihrem Kunststreben sich eng an ihren tief und gründlich gebildeten Chormeister Herrn Brukner anschließen, in ihm erkennen wir den Mann, der sie zum Ruhme und zur Ehre führen kann. \r\n   [Textlücke?] Möge aber auch die Liedertafel einen wohlgemeinten Rath nicht verschmähen, möge sie Kunst und Geselligkeit in gleicher Weise pflegen, möge sie wohl nicht zum Unterhaltungs-Verein herabsinken, aber auch nicht der Kunst ausschließlich sich widmen, damit sie ihren eigentlichen Zweck nie aus den Augen verliere.\r\n   Das Deutschen Liedesklänge sollen nicht stets nur in ungeselligen Concerten und für diese gepfleget werden; nicht im schwarzen Frack und weißer Weste mit ängstlich bebender Brust müssen sie gesungen werden, um ihren mächtigen Eindruck auszuüben: der freien, frohen Brust müssen sie entströmen, in geselligen Kreisen müssen sie ertönen, von heiteren, lebenslustigen Sängern müssen sie gesungen werden - dann wird die Größe seiner Macht offenbar, dann wird bei seinen trüben Weisen Wehmuth die Brust des Hörers durchzucken, dann wird das Herz frischer und freier schlagen bei den frohen Klängen, dann wird das Lied den Sieg erringen, wird Sänger und Zuhörer gleich begeistern, und nur so und auf solche Weise ist der Liedertafel langes und kräftiges Bestehen möglich, nur so werden die ausübenden und unterstützenden Mitglieder mit gleicher Lust und Liebe an diesem so schönen Vereine hängen.« (*).\n[10.2.1861?] Bei der Beerdigung von Josefine Hafferl, der Mutter des »Frohsinn«-Vorstandes Josef Hafferl, wird der Chor »Am Grabe« [WAB 002] vom »Frohsinn« unter Bruckners Leitung uraufgeführt (**), und zwar in der Kirche und am Grab (***).\nEintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 3. Seite des 51. Doppelbogens:\r\n\"Den 11. Febr. [1]861.\"\r\nDatierung auch auf der 7. Seite dieser Lage am Ende des zweiten achtstimmigen Kanons: \"11. Februar 9 Uhr Abends.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186112015, "Datum": "1.12.1861, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwurstessen bei Karl Zappe (*).\nBericht in der »Wiener Zeitung« Nr. 279, S. 4400 [= S. 4], über Bruckners Prüfung und Orgelspiel in der Piaristenkirche (**):\r\n»Vermischte Nachrichten.\r\n   [...] * Der Linzer Dom-Organist Anton Bruckner, welcher durch eine Reihe von Jahren den randvollen Becher Simon Sechter'scher Schulweisheit bis auf die Neige geleert, befand sich in diesen Tagen in Wien, um sich am Konservatorium musikalisch prüfen zu lassen. Das Zeugniß, von den Herren Hellmesberger, Herbeck, Bischoff [recte: Dessoff] und Sechter unterzeichnet, ist so ehrenvoll ausgefallen, daß Herr Bruckner dasselbe als einen wahren Meisterbrief betrachten kann. „Aus den vorgelegten Arbeiten – sagt das Zeugniß – ergeben sich die umfassendsten Studien im Contrapunkt und eine gründliche Kenntniß des strengen Styls in seinen verschiedenen Formen. Als Orgelspieler bewies Herr Bruckner eine sehr bedeutende Festigkeit [gemeint: Fertigkeit] mit genauer Kenntniß des Instrumentes und zeigte sich gleich geübt im Vortrage fremder Kompositionen, wie in der improvisirten Durchführung eigener und aufgegebener Themen.” – Herr Bruckner wird ferner als Lehrer der Musik an Konservatorien und zur Unterweisung von Lehrzöglingen bestens empfohlen. Möchte der ebenso tüchtige als bescheidene Tonkünstler so glücklich sein, eine seinem Talent und seinem Können angemessene Stellung in Wien zu finden.« (**).", "Letzte Änderung": "03.05.2026 02:04"}, {"ID": 186402115, "Datum": "(11.2.1864, Donnerstag)", "Haupttext": "Brief von A. Nowotny (Budweis) an den »Frohsinn« [ohne Bezug auf Bruckner].", "Letzte Änderung": "11.07.2024 06:03"}, {"ID": 186602115, "Datum": "11.2.1866, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in Linz. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"12ten Feb.\" [sic].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702115, "Datum": "11.2.1867, Montag", "Haupttext": "Die d-moll-Messe und Bruckners Orgelspiel werden von Ludwig Speidel im Wiener Fremdenblatt Nr. 41 auf S. 5 besprochen:\r\n     »[...] Vor dem philharmonischen Konzerte hörten wir in der Hofkapelle eine große Messe von Anton Bruckner, dem Linzer Domorganisten. Vor Jahren hat dieser Tonkünstler bei dem Altmeister Sechter die Kompositionslehre durchgemacht, und ist aus dieser Schule, die an Strenge und Grausamkeit der Priesnitz'schen Wasserkur vergleichbar, mit glänzenden Fähigkeiten ausgestattet hervorgegangen. In Bruckner's Messe läßt sich diese Schule wohl stellenweise an der Kunst der Mache durchfühlen; was aber die Auffassung des Meßtextes betrifft, so liegt sie von Sechter's Richtung meilenweit ab. Sie ist nämlich wesentlich poetisch, und zwar zu einem großen Theile poetisch im Sinne der Zukunftsmusiker, so daß meistens eben so viel an Musik verloren geht, als an Poesie gewonnen wird. Namentlich macht sich diese poetisirende, schildernde und malende Tendenz im eigentlichen Herzen des Meßtextes, im Credo, bemerkbar; hier geht Bruckner jeder Verlockung zu poetischer Illustration in die Falle. Auf solche Weise geht der Satz der einheitlichen Stimmung verlustig, er zerbröckelt unter der Hand wie Linzer Torte. In grellen Instrumentaleffekten, in unsangbarer Behandlung der Menschenstimme, in harten harmonischen Fortschreitungen leistet Bruckner mitunter das Kühnste, obgleich ihm, was den letzten Punkt betrifft, der oberösterreichische Organist in treuherzigen Sequenzen hin und wieder in den Nacken schlägt. In anderen Sätzen, wie im Kyrie und im Agnus, bleibt er strenge bei der Stange, und aus diesen Stücken leuchtet eine unleugbare musikalische Begabung von nicht gewöhnlicher Art. Offenbar hat sich bei Bruckner in ein ursprünglich gesundes Kernholz ein fremdartiges Propfreis gesenkt, welches an seinen besten Kräften zehrt. Möge er dieses Gewächs bei der Wurzel fassen und es um seiner eigenen musikalischen Zukunft willen herzhaft herausreißen. Und nun sprechen wir schließlich einen alten Lieblingsgedanken aus, wenn wir Herrn Bruckner wünschen, es möchte ihm gelingen, sich in Wien auf die Dauer musikalisch niederzulassen. Man könnte in Wien diesen zu Linz internirten Tonkünstler, der sich einer fast sträflichen Bescheidenheit befleißigt, an zwei Handhaben fassen: an seinen großen theoretischen Kenntnissen aund an seinem wahrhaft bedeutenden Orgelspiel. Ist keine Kirche für ihn gebaut, kein Lehrstuhl für ihn vakant? Was er als Lehrer sein könnte, wissen wir freilich nicht aus eigener Anschauung; wie er aber die Orgel meistert, haben wir wiederholt erlebt. Auch gestern, am Schluß seiner Messe, setzte er sich an die Orgel und führte ein Thema frei durch. Mit welcher Kraft und Fülle das durch die Kapelle brauste! In virtuoser Behandlung des Pedals hat Herr Bruckner nicht leicht einen Nebenbuhler; er entwickelt darin eine wahre Fingerfertigkeit der Füße. Und dem entspricht seine wunderbare Gewandtheit auf dem Manual, eine Gewandtheit, für die kaum eine Schwierigkeit vorhanden ist. Es liegt zwar nicht in unserer Art, die Kirche so leicht zu Hilfe zu rufen; wenn sie aber einem Manne wie Anton Bruckner die seinen Fähigkeiten entsprechende Stelle anwiese, würde sie nur in ihrem eigenen Interesse handeln.   sp.«", "Letzte Änderung": "24.12.2024 18:08"}, {"ID": 186712015, "Datum": "1.12.1867, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwurstessen bei Karl Zappe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186802115, "Datum": "11.2.1868, Dienstag", "Haupttext": "Telegramm Hans Richters: \n»Liedertafel Frohsinn in Linz. binnen 8 Tagen erhalten Sie Meistersinger[.] bitte Antwort ob so lange warten können. Hans Richter.« Auf der Rückseite Konzept der Antwort: \n»Hans Richter, Theater München. Danken herzlich für Ihre Güte erwarten Sendung »Meistersinger« 3. Act mit Anfang »Verachtet mir die Meister nicht[«]. für die Liedertafel Frohsinn Dr. Weismann Vorstand.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187112015, "Datum": "1.12.1871, Freitag", "Haupttext": "Brief Zimmermanns an Bruckner:\r\n   Freut sich über die Erfolge Bruckners in London. Denkt gerne an Bruckners Aufenthalt [in Nürnberg], an die gemeinsame Reise und die Tage in London. Las einen Artikel über die Londoner Konzerte in der »Illustrierten Zeitung« [18.11.1871]. Grüße von seiner Familie, speziell von Schwester Toni. Bittet um eine Photographie Bruckners (*).\nDie Gemeindezeitung Nr. 277 bringt auf S. 6 einen [vermutlich wörtlich auf dem Artikel vom 22.11.1871 oder 26.11.1871 beruhenden] Bericht über Seiberls Orgelspiel in Wien »am vergangenen Sonntag« [recte aber nicht 26.11., sondern 19.11.1871 gemeint], allerdings ohne den Bruckner erwähnenden Nachsatz (**).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 21:24"}, {"ID": 187102115, "Datum": "(11.2.1871, Samstag)", "Haupttext": "Verdis »Rigoletto« erstmals im neuen Opernhaus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202115, "Datum": "(11.2.1872, Faschingssonntag)", "Haupttext": "Premiere von Nicolais »Lustigen Weibern von Windsor«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187212015, "Datum": "(1.12.1872, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Weber (Oberon), Mozart (Solist: J. Labor), Lachner und Beethoven (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312015, "Datum": "1.12.1873, Montag", "Haupttext": "Hinweis auf die morgige Kirchenmusik in der Morgen-Post Nr. 329 auf S. 4:\r\n\"        Theater, Kunst und Literatur.\r\n[...]\r\n     *  Aus Anlaß des Kaiserjubiläums wird morgen um 11 Uhr in der Hofkirche St. Augustin Herr Prälat Georg Etz das Hochamt zelebriren, wobei Kapellmeister Eder Mozart's Krönungsmesse, Grad. Solo Terzett von Curschmann für Sopran, Alt und Tenor, Offert. Terzett von Adams aufführt und die Soli die Hofopernsänger Frl. v. Dillner, Frl. Wilhelmine Tremml und Herr Adams vortragen. Hoforganist Bruckner spielt am Schlusse eine Orgelfuge über \"Gott erhalte unseren Kaiser.\"  \"", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:22"}, {"ID": 187502115, "Datum": "11.2.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Berliner Musikzeitung Nr. 6 berichtet auf S. 44 (= S. 4) vom Wagner-Konzert am 24.1.1875: \n\n     \"[...] Das gesammte Hofopernorchester, eine bedeutende Chorgliederanzahl des ersten unserer \"Männergesangsvereine\", Basssolist Dr. Emil Kraus und Hoforganist Bruckner waren von hiesiger Stelle, Hans Richter, Director der ungarischen Nationaloper und präsumtiver Lenker des vorderhand noch in den Sternen geschriebenen Bayreuther Festspiels, von Pesth aus zur Führung eines von genanntem Vereine in Scene gesetzten grossen Concertes geladen, das mit R. Wagner's \"Huldigungsmarsch\" anhub, [... über die weiteren Wagner-Werke ...] Von der \"Faustsymphonie\" Liszt's war bisher nur deren entschieden populärstes Viertel, der \"Gretchensatz\", in die Oeffentlichkeit gedrungen. \n\n     Die orchestral-vocale Wiedergabe alles in diesem Concerte Vernommenen war einer der glanzvollsten Würfe bisheriger Saison. [... höchstes Lob für Hans Richter ... Dr. Kraus bot \"ächte Künstlerleistung\" ... ich] glaube, in diesem kurzen Lobspruche alles über die Lösungsart so riersig schwerer Aufgaben zusammengefasst zu haben.     Dr. L.\" [Laurencin?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812015, "Datum": "(1.12.1878, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Volkmann, Grädener, Rubinstein und Beethoven (2. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212015, "Datum": "1.12.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »1. Dez. 4.« [Lektion Lamberg] (*).\n\n(Richard Strauss sucht Hans Richter auf, der ihm verspricht, ihn wegen einer Aufführung der Bläserserenade Wilhelm Jahn vorzustellen. Kalbeck - sehr liebenswürdig - sagt eine Vorbesprechung des Konzerts [5.12.1882] zu; Speidel und Hanslick sind nicht zu Hause (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302115, "Datum": "11.2.1883, Sonntag", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert der Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Jahn mit Werken von Louis Spohr (5. Sinfonie c-Moll), Beethoven (Leonoren-Ouvertüre Nr. 2), C. Eckert (Violoncello-Konzert, Solist: Reinhold Hummer) und der Uraufführung der Mittelsätze von Bruckners 6. Symphonie (*). Brahms ist unter den Zuhörern. Bruckner war von Lamberg, der die Reaktionen Hanslicks und Brahms' beobachten sollte, zum Konzert abgeholt worden (**).\r\n   Außer von Hanslick wird das Konzert u.a. von den Kritikern Paumgartner, Kalbeck, Königstein, Helm, Woerz und Hahn besucht.", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:11"}, {"ID": 188412015, "Datum": "1.12.1884, Montag", "Haupttext": "Konzert Bülows »unter Mitwirkung des Meininger Orchesters« mit Werken von Weber, Beethoven, Raff, Chopin und Schubert (*).\nBrief von Brahms an Simrock:\r\n     »... Wegen der Sinfonie [3. Sinfonie in F-Dur] denke ich, Sie setzen sich mit Kistner oder Gutmann in Verbindung, u. mischen nun Ihre Artikel - wie ich es mit den Liqueuren u. Schnäpsen mache - Süß u. bitter, scharf u. sanft, Dräseke, Fuchs u. Bruckner hübsch durch einander - da sollten die Leute doch endlich zufrieden sein!...« (**).\nDatierungen \"1. December 84.\" und \"1. December\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (***).\r\nBruckner bezeichnet Septketten als \"Bachs Leibspeise\" (°).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:06"}, {"ID": 188402115, "Datum": "11.2.1884, Montag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »11. Fbr fl 6 [?] + - 1«  (*).\n \nDatierung \"11. Febr.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (**).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 05:56"}, {"ID": 188512015, "Datum": "1.12.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Theodor Helm:\r\n   Skizzierung des Lebenslaufs - Ansfelden, St. Florian, 1841 bis 1855 Lehrer, die letzten fünf Jahre auch Stiftsorganist, 1855 - 1868 Domorganist in Linz, seit 1868 in Wien an der Hofmusikkapelle und am Konservatorium. Studien bei Sechter in Wien und Otto Kitzler aus Dresden. 1869 Orgelkonzerte in Nancy und Paris, 1871 in London (6mal Alberthalle, 5mal Kristallpalast). Drei große Messen, Te deum, Quintett, 7 Symphonien, Chöre etc. Seit 1875 an der Universität.\r\n[Der folgende Textteil ist bei Auer/Briefe dem Brief an Pohl vom 31.12.1885 zugeordnet! Vgl. die Anmerkung unten!]\r\n    Nachtrag: Aufführungsgeschichte der Messen (Dirigenten: Herbeck, Schreyer, meistens Bruckner selbst; Widmungsträger: Rudigier bzw. Imhof), Hanslicks Lob zum 16.6.1872. Weitere Werke: Festkantate 1862 [WAB 16], b-Moll-Messe (für Prälat Mayer), Requiem (für Sailer) [WAB 39]. (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 8 berichtet auf S. 104 von der Versammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins am 19.11.1885:\r\n»Vereins-Chronik.\r\n   Gelegentlich der am 19. v. M. stattgefundenen geselligen Vereinigung der ordentlichen Mitglieder des Wiener akademischen Wagner-Vereins hielt Herr Josef Schalk, weiteren Kreisen als ausgezeichneter Bruckner-Interpret bekannt, einen geistvollen Vortrag über „Anton Bruckner und die moderne Musikwelt”, welcher mit stürmischem Beifalle aufgenommen wurde. [...]« (**).\n(***) Laut Meldung der Wiener Signale Nr. 23 auf S. 190 ist die Partitur der 7. Symphonie nun mit Verspätung bei Gutmann erschienen [vgl. »1.10.1885«] (***).\r\n»Durch technische Hindernisse verspätet, erscheint nunmehr am 1. December a. c. die bereits vor ihrer Stichvollendung (durch Aufführung aus dem Manuscripte)\r\nberühmt gewordene\r\nSiebente Symphonie \r\nE-dur\r\nvon\r\nANTON BRUCKNER.\r\nDieses Werk wurde mit sensationellem Erfolge aufgeführt\r\nin München durch Hofcapellmeister LEVI,\r\nin Leipzig durch Capellmeister NIKISCH,\r\nin Karlsruhe beim Musikfeste des \"Deutschen Tonkünstler-Vereins\" durch Hofcapellmeister MOTTL.\r\nFür die diesjährige Saison bereits von\r\n22 Concert-Directionen\r\nzur Aufführung angenommen.\r\nPartitur 30 Mark. - Orchesterstimmen 30 Mark. - Vierhändiger Clavierauszug von Franz und Josef Schalk 12 Mark.\r\nVerlag von ALBERT J. GUTMANN in WIEN.\r\nkaiserl. königl. Hof-Musikalienhandlung.« (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:31"}, {"ID": 188602115, "Datum": "11.2.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Vollendung des Männerchores »Um Mitternacht« [WAB 90] (zweite Vertonung des Textes von R. Prutz), der dem Straßburger Männergesangverein gewidmet ist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612015, "Datum": "1.12.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der Amsterdamer Aufführung der 7. Symphonie durch Moritz Hagemann in der Zeitschrift ”Caecilia” Nr. 23 auf S. 235f:\n\"     De vele en ernstige repetitiën die gehouden waren, deden eene goede uitvoering van het 97ste Caeciliaconcert verwachten, en deze verwachting is niet beschaamd geworden.\n     Het publiek had zeker in grooter getale kunnen opkomen (onder de toonkunstenaren bemerkte ik de heeren Hol, Appy, Röntgen en Tibbe), maar de aanwezigen luisterden met groote belangstelling en schenen zeer ingenomen met de reproductie. De symphonie van Bruckner is een hoogst interessante, in Wagner-stijl geschrevene compositie. Nu zal zeker de Red. van dit blad niet verlangen en tot conditie stellen, dat ik mijn verslag schrijf van het standpunt van een Wagneriaan, zoo als een zeker redacteur van mijn kennis; maar zij zou toch zeker mijne opinie niet deelen, wanneer ik mij over de Wagner-richting uitliet zoo als een onzer bekende toonkunstenaars in Leipzig, die mij eenmaal woordelijk schreef: . . . .  „en overtuigd [... ausführliches Zitat ...].\"\n     Doch, — om op Bruckner terug te komen, — als mijn geheugen mij niet bedriegt is reeds vroeger, op een Apollo-concert, eene symphonie van dien comp. uitgevoerd.\n     Het voorwoord van den heer de Lange is niet onbelangrijk en ook daaruit is eene groote leering te trekken. Dat Wagner in Bruckner een waar kunstbroeder heeft ontdekt, zal niemand verwonderen, die gisteren de uitvoering bijwoonde van zijne 7de symphonie; zelfs al ware die ge-enrageerde, altijd terugkeerende cis van den eersten hoorn in de 2de Afdeeling weggebleven. Wist ik nu maar wat dat helsche oogenblik voor moet stellen; maar wat heeft men aan programma-muziek zonder programma, want dat ze daaronder ressorteert, geloof ik toch wel.\n     De bouw, de bewerking, de imitatie, de omkeering van het thema 7 (waarop de heer de Lange niet heeft gewezen), de grootsche aanleg, de instrumentatie, dat alles heb ik bewonderd, maar maakt op mij niet den indruk van door inspiratie te zijn voortgebracht, eerder door eene pen, meer door de wetenschap dan door het gemoed bestuurd. Het schijnt mij toe eene analyse van gecombineerde theoretische vraagstukken te zijn, met een groot meesterschap over het materiaal geschreven en hier en daar met een climax ontwikkeld die aan Berlioz' instrumentatie-leer doet denken.\n     Dat er nog jaren zullen voorbij gaan alvorens deze symphonie die van Mozart, Beethoven, Schubert en Brahms zullen doen vergeten, dat houd ik voor zeker.\n     De uitvoering was voortreffelijk en de directeur doordrongen van alle te releveeren schoone momenten.\n     De symphonische dichting „Tasso\" van Liszt was voor het publiek geen noviteit. Reeds onder den heer Bunten moet dit werk uitgevoerd zijn.\n     Het behoort onder dezelfde categorie als het voorgaande , maar men bemerkt er uit, dat Liszt nooit zoo als Bruckner (volgens Dr. Th. Helm) van 24 florijnen per jaar heeft moeten leven.\n     [...]\n                         MAURICE HAGEMAN.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702115, "Datum": "11.2.1887, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hans Herrig in Berlin:\r\nDankt für das ihn ehrende Schreiben und das geistvolle Buch, auf dessen baldige Lektüre er sich freue (*).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 16, schreibt auf S. 263:\r\n»Musikliterarische Umschau\r\nHermann Kretzschmar: \"Führer durch den Concertsaal\"\r\nI. Abtheilung: Sinfonie (!) und Suite.\r\n(Leipzig 1887 bei A. G. Liebeskind.) [...] Was wir nach unserer Lectüre der wesentlichsten Capitel des Buches von [... Komponistennamen von Händel bis Rubinstein ...] Bruch, Gernsheim, Draeseke, Brahms, Bruckner etc. sagen können, betrifft im grossen und ganzen nur Gutes. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "20.01.2024 23:25"}, {"ID": 188812015, "Datum": "1.12.1888, Samstag", "Haupttext": "[recte 4.12.1888] Aufführung des »Ave Maria« [WAB 6] unter Porges in München (*)\n \nDas in Topeka (Kansas) erscheinende Welcome Musical &amp; Home Journal berichtet auf S. 9 von den Ereignissen des 22. und 23.9.1888:\r\n\"       FRANZ SCHUBERT'S REMAINS.\r\n     An account of the recent transfer to the central cemetery of the remains of Franz Schubert [...] may be of interest to our readers. [... Exhumierung in Währing (dabei P. Hermann Schubert, Andreas Schubert und Schwiegersohn Ing. Siegmund, Dumba, Hans Richter, Rudolf Weinwurm) ...]\r\n     [... am Folgetag Überführung (dabei H. Itterweim), Prozession ...].\n     Another assembly of musical and other celebrities including the Vice-burgomaster Herr Prix, Professor Gansbacher, Door, Epstein, Bruckner, Dr. Ludwig August Frankl, etc., awaited the procession at the central Friedhof. [... Bischof Angerer, WMGV mit Herbeck-Chor unter Kremser, Hofschauspieler Gabilllon, Olschbaur ...]\r\n     [... Beschreibung des Grabmonumentes ...] \"Seinem Andenken der Wiener Mannergesang-Verein.\" \" [keine Signatur] (**).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "04.12.2025 21:12"}, {"ID": 188802115, "Datum": "11.2.1888, Samstag", "Haupttext": "Brief Ecksteins an Marie Lang: \n   Für morgen müsse er ihr absagen, da er mit Bruckner eine Schlittenpartie nach Klosterneuburg vereinbart habe. Er hoffe, daß es genügend Schnee gebe und sie nicht wie letztes Mal kentern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188902115, "Datum": "11.2.1889, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Am 11. Febr. 1889 Sinf. in Dmoll Nr. 3 ganz fertig.« (*). Umarbeitung des Trios der 3. Symphonie beendet (**) [letzte Datierung in diesem Satz, bei Takt 39-56 (***)].\nAnkündigung des Konzerts vom 24.2.1889 (mit der 7. Symphonie) im Sonn- und Feiertags-Courier Nr. 6 auf S. 2f:\n\n     \"(Concert=Nachrichten) [... S. 3:] Der Wiener Akademische Wagner=Verein veranstaltet zu dem Zwecke minderbemittelten Künstlern und Kunstfreunden den Besuch der Bayreuther Festspiele im Jahre 1889 zu erleichtern, Sonntag den 24. Februar 1889, Mittags ½1 Uhr, im großen Musikvereinssaale unter Leitung des k. k. Hofcapellmeisters Herrn Hans Richter eine große Musikaufführung. Hiebei gelangen [... mitwirkend: Materna, Ferdinand Jäger ...] zur Aufführung: [... Liszt ...]; 2. Ant. Bruckner's VII. Symphonie (E-dur) und 3. [... Wagner ... Näheres über den Kartenverkauf im Inserat ...]\" (°).\n(Konzert von Josef Joachim und Hans Richter (°°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188912015, "Datum": "1.12.1889, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Bruckner lernt beim 3. Philharmonischen Konzert Valerie von Pistor kennen [?] (*).\r\nHans Richter dirigiert Werke von Nicodé, Händel/Bachrich, Goldmark und Mozart (**).\nKalendereintragung Bruckners:\r\n   »1. Dez. 7 fl gezalt Fr Kathi pro Dezember.« (***).\nAnkündigung des heutigen Konzerts in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 3464 auf S. 9:\r\n     \" - Der Kirchenmusik=Verein an der Votivkirche veranstaltet unter Leitung Th. Kretschmann's am Sonntag den 1. December, Abends halb 8 Uhr, eine Musikaufführung im Saale Ehrbar unter Mitwirkung eines Streichorchesters. Im Programme sind unter Anderen Compositionen von [...] Orlando Lasso, A. Bruckner, J. E. Habert (gemischte Chöre) verzeichnet; als Solisten [...]\" (°).\nAufführung zweier Gradualien (»Locus iste« und »Os justi« (°a)) durch den Kirchenmusikverein der Votivkirche (im Saal Ehrbar unter Kretschmann (°b)).\r\n    Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Händel (Konzert g-Moll), Pergolesi, Corelli, Bach (Klavierkonzert d-Moll), Habert und Orlando di Lasso (°°).\r\nHabert ist nicht in Wien anwesend (°°a).\r\n    Bei Solovorträgen wirken mit: Hans Laschek (Gesang), Franz Giller (Cello), Natalie Wierer (Klavier) und H. v. Bocklet als Klavierbegleiter (°°b).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 34 bespricht auf S. 293 ein Konzert des Deutschen Männergesangvereins in Prag unter Mohaupts Leitung, auf dessen Programm der »Germanenzug« stand [26.10.1889]:\r\n      \"Vereins-Chronik\r\n(Prag.) Der deutsche Männergesangsverein inaugurirte die diesjährige Wintersaison [...] Von den aufgeführten Chören [...] ist besonders der unter Chormeister Herrn Mohaupt's Leitung gesungene Chor von Bruckner \"Germanenzug\" hervorzuheben, [...]\" (°°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 08:57"}, {"ID": 189002115, "Datum": "11.2.1890, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners bei der Gebetsaufzeichnung vom 19.2.1890: »11 Febr. Dr. Fränkl [= Dr. Fränkel von der Riedhof-Runde?]: nein! nein! nein! gewiß nicht. z.B. Kronpr.« [= Kronprinz Rudolf? Vgl. 30.1.1889]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189012015, "Datum": "1.12.1890, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Gruber:\r\n     Kündigt die Aufführung der 3. Symphonie für den 21.12.1890 an und fragt, ob jemand aus St. Florian komme, wonach sich gestern Hans Richter beim Hochamt erkundigt habe. Grüße an Deubler, Leberbauer und Ignaz Bruckner (*).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Wie mit Dr. Zwiedineck besprochen, führe er am 21.12. [in Graz] die 4. Symphonie auf. Franz solle die Vorproben halten. Stimmen bei Gutmann beziehen (gedruckte - so Löwe - noch nicht vorhanden). Die zugeschickte Partitur sei nicht die authentische mit Bruckners und Löwes Änderungen. Grüße von Bruckner, der sich dank Consortium als Privatier fühle (**).\nZum Konzert vom 27.11.1890 (mit dem Quintett) erscheinen Besprechungen\r\nim Wiener Tagblatt Nr. 329 auf S. 1f (signiert »R. Hr.« [= Heuberger?]):\r\n          \"Konzerte.\r\n     Die Komponisten sind bei uns jetzt so billig wie - ehemals die Brombeeren waren. Wer sich auch nur einen sogenannten \"Stehsitz\" zu einem Konzerte kaufen kann, erhält als \"Prämie\" irgend einen Komponisten gratis drauf. In der verflossenene Woche bekamen wir vier Tonsetzer zu sehen, also für je zwei Tage einen. Von diesen vieren ist der eine, Anton Bruckner, von seinen Freunden zur Berühmtheit ausgerufen worden, der zweite, Stavenhagen, macht sich selbst zur Berühmtheit, [... Jul. Zellner, Lamond ... über deren Konzerte ...] Bei Hellmesberger wurde Bruckner's Quintett, wie es hieß, \"auf vielseitiges Verlangen\" unter unsäglichem Lärm und satzweiser Hervorholung des Komponisten aufgeführt. Danach fand Jul. Zellner's freundliches Quintett [...] ein dankbares Publikum [... über weitere Konzerte ...].\r\n          \"R. Hr.\" (***)\r\nund von Max Kalbeck in der Montagsrevue Nr. 48 auf S. 1-4:\r\n    \"Concerte.\r\nSobald Hans Richter im Musikvereinssaale den Tactstock erhebt, ist die Concert=Saison eröffnet. [... über das Philharmonische Konzert, das Konzert des Rosé-Quartetts mit Brahms' G-Dur-Quintett ... ab S. 2f:]\r\n    Das Quartett Hellmesberger hatte ebenfalls seinen Componisten=Abend, an welchem es nicht minder geräuschvoll zuging. \"Auf vielseitiges Verlangen\" wurde das F-dur-Quintett Anton Bruckner's wieder aufgeführt, jenes wunderliche, an abstoßenden wie anziehenden Einfällen reiche Werk, welches vor Jahren zu heftigen Debatten Veranlassung gegeben hat. Der persönlich anwesende Componist genoß die verdiente Freude, sich ausgezeichnet interpretirt zu hören, und fand Gelegenheit, nach dem Adagio, sowie nach dem Schlusse des Werkes wiederholt dem Publicum und den Spielern in seiner drolligen, rührend unbeholfenen Weise zu danken. Auch wir wissen es den Herren Hellmesberger und Genossen Dank, daß sie uns an Stelle des anfänglich verheißenen, hinlänglich bekannten und berühmten Brahms'schen Sextetts, welches merkwürdiger Weise in demselben Augenblicke von ihrem Programme verschwand, als das neue Quintett bei Rosé angekündigt wurde, das weit seltener gespielte Bruckner'sche Werk hören ließen. Denn hier meisterten sie das Werk, ohne fürchten zu müssen, von dem Werke gemeistert zu werden. [... über die anderen Werke des Abends, über das Gesellschaftskonzert, das Konzert mit Franz Ondricek und das mit Bernhard Stavenhagen (u. a. mit Liszts \"nach dem Leichenhause duftenden\" Werk \"Totentanz\") ...] In unserer physischen Widerstandsfähigkeit gebrochen, mußten wir den Saal verlassen, ohne Liszt's A-dur=Concert gehört zu haben, betrauern diesen Verlust und bitten um stille Theilnahme.         Max Kalbeck.\" (°).\nVon der am 30.10.1890 bewilligten Ehrengabe berichtet die \"Caecilia\" Nr. 23 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 229 (= S. 19):\r\n\"    — De oostenrijksche Landdag heeft een voorstel aangenomen van den bisschop Doppelbauer, waarbij aan den componist Anton Brückner, als hulde voor zijn — het vaderland tot eer strekkend — werken en streven als toonkunstenaar, eene jaarlijksche toelage van 400 florijnen wordt toegestaan.\" (°°).", "Letzte Änderung": "25.11.2024 22:42"}, {"ID": 189102115, "Datum": "11.2.1891, Aschermittwoch", "Haupttext": "Brief Wolzogens an Bruckner:\r\n   In seinen »Erinnerungen an Richard Wagner« [vgl. 20.9.1891] erzähle er als einzige nicht selbsterlebte Geschichte die Widmungsannahme der 3. Symphonie durch Wagner (Textstelle im Brief zitiert). Ob das korrekt berichtet sei? Gratuliert zum Erfolg der 4. Symphonie in München und der 3. Symphonie in Wien. Über München habe man ihm geschrieben, daß ohne die »Zöpfe« die Begeisterten unter sich gewesen seien und Rheinberger, wie neulich Hanslick, beifällig mit dem Kopf genickt habe (*).\nHauptprobe der 3. Symphonie unter Muck in Prag (**).", "Letzte Änderung": "29.08.2024 19:09"}, {"ID": 189112015, "Datum": "1.12.1891, Dienstag", "Haupttext": "In der »Musica sacra« bestätigt P. Edmund Langer Haberls Verriß des »Ave Maria« [WAB 6] vom 1.9.1891. Man könne »dieses Stück nicht scharf genug für die Kirche zurückweisen« (*).\n \n\nHinweis auf das heutige Konzert in der Zeitung \"St. Louis Post-Dispatch\" Nr. 115 auf S. 6 in Spalte 2/3 [siehe auch die Anmerkung]:\r\n\"                  SACRED CONCERT TO-NIGHT.\r\nPROGRAMME OF THE EXERCISES TO BE HELD AT THE EXPOSITION.\n     The sacred concert to-night in honor of Archbishop Kenrick will be in keeping with all the magnificent celebrations which have preceded it in the last two days. The concert will combine a sacred concert of the highest order and a reception participated in by prominent people of the city and State. Those who have not had a chance heretofore to pay their respects to His Grace will do so to-night, and the State of Missouri will, in the person of its Governor, pay its tribute to the Archbishop.\n   The programme for to-night will be as follows:\n   1. \"Huldigung.\" March (of ovation) ..... Wagner\n[... 2. - 4. Grußadressen, 5. Gloria aus der 12. Messe von Mozart, 6. - 8. Grußadresse, 9. \"Oberon\"-Ouvertüre, 10. - 13. Grußadressen ...]\n  14. \"Te Deum Laudamus\" .............. Bruckner\nMiss Adelaide Kalkman, Miss Theresa Finn, Mr. Charles Humphrey, Mr. Edward Dierkes, Jubilee Chorus and Orchestra.\n  15. \"God of Might, We Praise Thee.\"\n              Mr. Joseph Otten, Conductor.\n     Of this programme the \"Te Deum\" will be the feature and will be well rendered. The music has made its composer famous and it ranks with the great Te Deums of the great composers. It is composed by Anton Bruckner of Vienna and will be given as well as the best trained voices can render it.\n     Mr. Joseph Otten will conduct the orchestra and the chorus of 400 voices, which is made up from the church choirs of the city. All of the visiting clergy will attend and be given prominent places among tose [sic] reserved for distinguished guests.\" (**).\n \nDeutlich geringer wieder der Informationsgehalt des St. Louis Globe-Democrat Nr. 184 auf S. 3 in der 7. Spalte:\n\"          To-Day's Programme.\n     At 9 o'clock this morning there will be a children's concert at the Exposition by a large chorus from the parochial schools, interspersed with adresses in several languages. at night, commencing at 8 o'clock, there will be a sacred concert, at which Bruckner's te Deum will be rendered for the first time.\" (**a).\n \nDie Westliche Post Nr. 335 wiederholt auf S. 5 in der 5. Spalte ihr gestrige Ankündigung:\r\n\r\n\"                        Sacred Concert.\n     Um 8 Uhr Abends am Dienstag, den 1. December beginnt das Sacred Concert der vereinigten katholischen Kirchenchöre der Stadt in der großen Musik Halle. Während der Pausen bringen die Laien dem Hochw'sten Erzbischof ihre Glückwünsche und Huldigungen dar. Se. Excellenz der Gouverneur von Missouri wird im Namen der Bürger des Staates eine Anrede an den Jubilar halten.\n                   Musik=Programm:\n   1. [... Richard Wagner, Mozart, Carl Maria von Weber ...]\n   4. \"Te Deum Laudamus\" ................. Buckner [sic]\nSolisten: Adelaide Kalkmann, Therese Finn, Charles Humphrey, Edward Dierkes. Chor und Orchester.\r\n   5. Der Ambrosianische Lobgesang.\" (**b).\n \nAufführung des \"Te deum\" in St. Louis anlässlich des 50jährigen Bischofsjubiläums von Erzbischof Richard Kenrick durch den Jubiläums-Chor und das Jubiläums-Orchester unter Joseph Otten und die Solisten Adelaide Kalkman, Theresa Finn, Charles Humphrey und Edward Dierkes in der Musikhalle in der Ausstellung. Anwesend sind u. a. über 50 Bischöfe (darunter 12 Erzbischöfe) (***). Der Saal fasst über 3500 Personen (°).\n \nAls Mitwirkende erinnert sich später Mrs. E. Kohlberg an eine \"Te deum\"-Aufführung in St. Louis [an die heutige oder jene vom 17.9.1893 oder beide?], meint aber möglicherweise die heutige, da sie Theresa Finn als Altistin erwähnt (°a).\n \nDie in Österreich erschienenen Berichte erwähnen Bruckner nicht:\r\n\"    (Goldenes Bischofsjubiläum.) Aus Newyork wird der \"Kölnischen Volksztg.\" geschreiben: Erzbischof Kenrick von St. Louis hat am 30. November das goldene Bischofsjubiläum gefeiert; diesem Jubiläum wohnten Cardinal Gibbons, 11 Erzbischöfe, 33 Bischöfe und 2 Aebte bei. [... Kenricks Verdienste ... Zahlen: 290 Priester, 200 Kirchen etc., 126 Pfarrschulen mit 20000 Kindern, 15 Hospitäler ...] und eine katholische Bevölkerung von 300.000 Seelen.\" (°°).\n(Bei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Albert Dörnhöfer die c-Moll-Passacaglia von J. S. Bach (°°°).", "Letzte Änderung": "24.04.2026 12:15"}, {"ID": 189202115, "Datum": "(11.2.1892, Donnerstag)", "Haupttext": "Brief von Maximilian Schwarz an Bernhard Deubler:\r\n     Anbei die Noten des Mozart-Quintetts dankend zurück. Bei der Namenstagsfeier des Bischofs [Franz (von Sales) Maria Doppelbauer, am 24.1.1892] hätten sie zwei Sätze gespielt. Vom Cäcilien-Verein höre man nicht viel in Linz. Als Vereinsgabe sei eine eine Messe Jordan Haberts vorgesehen.  Der Obmann [Burgstaller?] tue ab und zu etwas: Am 8.2.1892 sei er nach Wilhering zur Beisetzung von Abt Alois Dorfer (= Ehrenmitglied des Cäcilien-Vereins) gefahren. \"Sonst hört man nicht viel von dem ganzen Verein. So arbeitet in Linz jeder auf seine eigene Jause weiter.\"", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:45"}, {"ID": 189212015, "Datum": "1.12.1892, Donnerstag", "Haupttext": "Kurzkritik zur Aufführung des 150. Psalms [am 13.11.1892] in der »Lyra« XVI, Nr. 5 (424), auf S. 3 [= S. 41]:\r\n\"               Wiener Concerte.\r\n    Die Gesellschaft der Musikfreunde hatte ihr erstes diesjähriges Concert buntgemischt ausgestattet; [... neben Schuberts Ouvertüre und Mendelssohns \"Loreley\" mit Frl. Standhartner als Solistin ...] traten zwei Neuigkeiten hervor: ein Psalm unseres greisen Meisters Bruckner und „Wanderers Sturmlied” von Richard Strauß, zwei Werke, die beide sich sämmtliche Errungenschaften der neudeutschen Schule zu Nutze machen, also zum richtigen und treffenden Ausdruck sich aller harmonischen und orchestralen Kunst bedienen. Daß dabei an Chor und Orchester die größten Anforderungen gestellt werden, ist beinahe selbstverständlich. [... über Richard Strauss ...] Der Bruckner'sche Psalm ist ein moderner Händel, so kraft= und lebensvoll in der Erfindung; dabei klingt er majestätisch und ist so knapp und abgerundet in der Form, wie kaum ein anderes Werk des Meisters. Zur Eröffnung der Musik= und Theater=Ausstellung war der Psalm, wie so manches andere ... zu spät fertig geworden; dafür hat er das heurige Concertjahr glänzend eröffnet. [... über Liszts Klavierkonzert mit Adele aus der Ohe, über Philharmonische Konzerte ...]\" [keine Signatur] auf S. 3 (*).\nDie Internationale Musik- und Instrumenten-Zeitung bringt auf S. 3f ein Feuilleton von Otto Keller, in dem auch Bruckner genannt wird:\r\n\"SÄNGER-ZEITUNG. | Organ für die Interessen des Männer-Gesanges. | Unter Mitwirkung der hervorragendsten Fachmänner redigirt von EDUARD KREMSER. | Beiblatt der \"Internationalen Musik-Zeitung.\" [...]\nDie Componisten des österreichischen Männergesanges.\r\n     Der vierstimmige Männergesang ist seit dem ersten Tage seines Bestehens ein getreues Spiegelbnild seiner Zeit. Was das Herz des deutschen Mannes je bewegt, was ihn mit Freude oder Trauer erfüllt. das lässt er im Lied ertönen. [... Herbeck, Franz Mair (geb. 11.3.1821), der ] mit jedem neuen Werke neue Freunde und begeisterte Verehrer erwarb. In der Geschichte des österreichischen Männergesanges ebenfalls unvergänglich eingeschrieben sind Anton Bruckner (geboren am 4. September 1824 zu Ansfelden in Oberösterreich), der mächtig emporstrebende, aber die Schranken der Gesetze weit überschreitende Epigone Beethovens, der leider zu früh dahingeschiedene Lyriker E. S. Engelsberg [... mit Lebensdaten, auch bei Rudolf Weinwurm, Heinrich Fiby, Thomas Koschat, Eduard Kremser, außerdem Ignaz Machanek, J. C. Metzger, Ernst Stoiber, Franz Mögele, Ernst Schmid, dessen Bruder Carl Schmid, Ferdinand Debois, Max von Weinzierl, C. R. Kristinus, Franz Köstinger, Adolf Schmidt, Joseph Pombauer, Johann Forster, Max Joseph Beer, Dr. J. Pommer, Wilhelm Gericke, Robert Fuchs und Richard Heuberger ... einige Vertreter der jüngsten Generation ...]\r\n          Otto Keller.\" (**).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 28 informiert in einem Inserat [wie 15.10.1892], daß bei Doblinger der 150. Psalm und die 2. Symphonie erschienen sind: \"Novitäten von Anton Bruckner.\nDer 150. Psalm, Clavierauszug mit Text arr. von C. Hynais netto fl. 2.40, Singstimmen fl. 1.20; Partitur netto fl. 6.–, Orchesterstimmen netto fl. 6.–.\nZweite Symphonie C-moll. Clavierauszug zn [sic] vier Händen arr. von Josef Schalk fl. 7.20, Orchesterpartitur netto fl. 18.–, Orchesterstimmen netto fl. 18.–.\nGrosse in allen Fächern der Musik reich assortirte MUSIKALIEN-LEIH-ANSTALT. [...]\nLUDWIG DOBLINGER (Bernhard Herzmansky) [...].\" (***).\nAuf S. 234 ein Bericht über das Konzert vom 13.11.1892 mit dem 150. Psalm:\r\n\"                   Wiener Concerte.\r\n     Wie zur Bestätigung unserer letzhin ausgesprochenen Ansicht von der Nachwirkung der Theater- und Musikausstellung auf unsere diesjährige Concertsaison [Max Graf am 15.10.1892] wies das erste Gesellschaftsconcert zwei neue Werke auf – mahnende Erben der vergangenen Ausstellung. Der 150. Psalm von Anton Bruckner hätte mit seinen weihevoll erhebenden Klängen das Ausstellungswerk einweihen sollen, das \"Sturmlied\" von Richard Strauss hätte in den Tagen des deutschen Musikfestes zur Aufführung gelangen sollen. Zwei grosse Kunstleistungen – sie fehlten schliesslich – natürlich möchte ich sagen – im Rahmen der Ausstellung. [...].\r\n     Das neue Werk Altmeister Bruckner's gehört zu den grossartigsten Tonschöpfungen unseres einheimischen Tonmeisters. Tiefe religiöse Empfindung, gewaltige festliche Erhebung. markige, selbstbewusste Kraft und Grösse der Erfindung schliessen sich zu einem gewaltig aufstrebenden Baue. Ja, noch mehr, wir finden in dem neuen Werke eine Einheit der Conception, wie sie nur noch vom ersten Satze der Es-dur-Symphonie (\"romantische\") erreicht wird. Um von der Klarheit seines Aufbaues den Beweis zu geben, sei dieser einer kleinen Analyse unterzogen.*) [Fußnote: \"*) Dieselbe erfolgt nach dem von Cyrill Hynais sehr geschickt arrangirten Clavierauszuge (erschienen im Verlage von Ludwig Doblinger).\"]\r\n     Das Werk zerfällt in zwei grosse, deutlich von einander geschiedene Hauptsätze, welchen die gleiche Einleitung ein feierlich imposant eintretender Chorsatz \"Halleluja\" (C-dur), der in kräftiger Weise auf die Dominante, cadencirt vorangeht. (Einleitung Seite 2 bis Seite 3 A.**) [Fußnote: \"**) Die Buchstaben beziehen sich auf die Buchstabeneintheilung des Clavierauszuges.\"] I. Hauptsatz Seite 3 A bis Seite 11 K. – Einleitung Seite 11 K bis Seite 12 L, II. Hauptsatz [Fuge] Seite 12 a bis Schluss).\r\n     Der erste Haupttheil zerfällt wiederum in zwei deutlich geschiedene Theile (1. A bis E, 2. E bis K), welche beide in ruhiger altkirchlicher Weise cadenciren. Der erste Theil trägt sanften Charakter und steigt von Phrase zu Phrase in chromatischen Stufen, As-dur, A-dur, H-dur, um über Es-dur in die Dominant einzulenken, der zweite schwillt stärker an, von einer constanten Streicherfigur umgeben, um auf A-moll zu cadenciren.\r\n     Der zweite Haupttheil ist eine gewaltige chromatische Fuge, basirt auf c' c des des', welche durch das – von der alten Harmonielehre verpönte, von Wagner in der Meistersingerfuge angewandte – Mittel der Rosalie (chromatisches Hinauftreiben des Motivs) zu einem überwältigenden reinen C-durabschluss (Soprane bis c'') aufsteigt.\r\n     So zeigt sich Bruckner's Werk als Bild einer gewaltigen musikalischen Erfindung, die sich in regelmässigsten Grenzen bewegt: die Analyse hat es wohl aufs Deutlichste dargethan. Das Skelett des Psalmes ist also:\r\n     I. Einleitung C-dur Dominantschluss (G-dur).\r\n     II. I. Haupttheil [Schweifklammer vor a und b] a As-dur, A-dur, Hdur über Es-dur in den Dominantschluss (G-dur). | b Durchführung A-moll-Schluss.\r\n     III. Einleitung C-dur – Dominantschluss (G-dur).\r\n     IV. 2. Haupttheil – chromatische Fuge.\r\n     V. Schluss I und III verwandt C-dur.\r\n     Stimmungsverwandt mit dem Bruckner'schen Tonwerke ist das \"Sturmlied\" von R. Strauss. Ist ja der alte Meister Bruckner noch immer in Stürmer und Dränger, und mit dem jungen Componistengeschlechte ein Junger geblieben. Richard Strauss ist der Hervorragendste der jungdeutschen Componisten [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 09:38"}, {"ID": 189312015, "Datum": "1.12.1893, Freitag", "Haupttext": "Professor Schrötter macht mittags einen Krankenbesuch bei Bruckner (*).\nBescheinigung über die Weihe eines Elfenbein-Kruzifixes durch Kardinal Joseph Anton Gruscha, unterzeichnet von Dr. Joseph Pfluger [siehe die Anmerkung] (**).\nBruckner wird zum Ehrenmitglied des Troppauer Männergesangvereins ernannt (***).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 23 erwähnt auf S. 312 in ihrem Feuilleton »Wiener Männergesangverein« das Orgelspiel Bruckners am 14.4.1870 und zitiert aus dem Brief vom 29.3.1870:\r\n\"[...]\r\n     In der Generalversammlung des neuen Vereinsjahres 1869 70 [... als Nachfolger Herbecks Rudolf Weinwurm und Eduard Kremser als Chormeister ...Konzert 20.3.1870 ...]. Um die geistliche, kirchliche Musik mehr zu pflegen, wurde im April in der Augustinerkirche ein geistliches Concert veranstaltet; Hoforganist Anton Bruckner leitete dasselbe mit herrlichem Orgelspiel ein. Auf die ihm zugegangene Einladung antwortete dieser große Künstler und Componist mit der ihm eigenen Bescheidenheit: \"Ich fühle mich sehr geehrt durch die mir gewordene Einladung; ich glaube hierin ein Zeichen besonderen Vertrauens erblicken zu dürfen. Stets werde ich stolz sein, wenn ich dem Vereine irgend durch meine schwachen Leistungen werde zu Diensten sein können\". [... Dumba, weitere Ereignisse ... Vereinsjahr 1871/72 ... Schubert-Denkmal ...]. (Fortsetzung folgt.)\" (°).\n[Anfang Dezember 1893]\r\nAnkündigung der 2. Symphonie [ursprünglich geplant am 14.1.1894, tatsächlich am 25.11.1894] in der Allgemeinen Kunst-Chronik XVII Nr. 24 (1. Dezemberheft) auf S. 699:\r\n\"     In den Wiener Philharmonischen Konzerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven, Berlioz, Brahms ...]; Bruckner: Symphonie No. 2 (erste Aufführung in den Philharmonischen Konzerten); [... Cherubini bis Weber ...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "24.04.2026 15:24"}, {"ID": 189302115, "Datum": "11.2.1893, Samstag", "Haupttext": "Beim Kostümfest des »Frohsinn« unter dem Motto »Internationale Theater- und Musikausstellung Linz 1893« ist »ein gewaltiger Orgelvirtuose, der Bruckner Amerikas« zu bestaunen (*).\nBrief Bruckners an Ignaz Bruckner:\r\n   Dankt für das Fleisch. Jedoch müsse er eine Milchdiät einhalten und sei wegen Wassersucht bettlägerig (**).", "Letzte Änderung": "22.09.2025 22:03"}, {"ID": 189412015, "Datum": "1.12.1894, Samstag", "Haupttext": "In der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 23 erscheint auf S. 289 ein Bericht über die Aufführung der f-Moll-Messe [am 4.11.1894]:\r\n\"                Concerte.\r\n     Unsere zwei großen Concert=Unternehmungen, die Philharmoniker und die Gesellschaft der Musikfreunde, haben ihre Thätigkeit in dieser Saison wieder aufgenommen. und wenn nicht alle Zeichen täuschen, unter einem „neuen Curs\", zu welchem unseren österreichischen Componisten nur zu gratuliren wäre. Oder ist es vielleicht nur Zufall, daß das erste philharmonische Concert neben Smetana's „Sarka\" aus dem symphonischen Cyklns „Mein Vaterland\" auch noch Robert Fuchs' Serenade Nr. 5, welche dieser treffliche Meister zum Strauß=Jubiläum geschrieben hatte, aufführte. Während das erstgenannte Werk wegen seiner schönen, dramatisch=bewegten Musik, die allerdings etwas darstellen soll, das nicht in der Macht der Tonkunst liegt, gerne wiedergehört werden wird, ist Fuchs' Arbeit lediglich Gelegenheitsmusik, geistreich und schön gearbeitet, wie alle Musik dieses Meisters, doch von geringerer Bedeutung und jedenfalls nur deshalb in das Programm der philharmonischen Concerte aufgenommen, um die Serenade auch einem weiteren Kreise der Wiener Musikfreunde vorzuführen. Die Gesellschafts=Concerte eröffneten ihren Reigen mit Bruckner's F-MoII-Messe. Ganz abgesehen von der Ehrung des Meisters, welche anläßlich seines 70. Geburtsfestes damit beabsichtigt war, verdiente das herrliche Werk eine Wiederaufführung schon deshalb, weil es den Altmeister der gegenwärtigen Componisten in seinem besten Lichte zeigt. — Auch sonst hat es an Concerten in Wien nicht gefehlt. [...]    Keller.\" [Otto Keller] (*).\nAuf Seite 300 informiert ein Inserat des Verlages Doblinger über gedruckte Bruckner-Werke [inhaltlich wie am 15.11.1894]:\r\n\"                 Soeben erschienen:\n                      Anton Bruckner.\r\n           Grosse Messe Nr. 3 in F-moll.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Josef Schalk netto fl. 7.20 | Orchester=Partitur netto fl. 21, Orchesterstimmen, netto fl. 21, Chorstimmen fl. 3.60.\nErste Aufführung im 1. Concert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien am 4. November.\n              Zweite Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arrangirt von Josef Schalk fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18     Orchesterstimmen netto fl. 18.\nI. Aufführung in einem der ersten philharmonischen Concerte.\r\n     Früher erschien von demselben Componisten:\n               Erste Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arrangirt  von Ferd. Löwe fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18.     Orchesterstimmen netto fl. 18.\n     Der 150. Psalm für Chor, Soli und Orchester.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Cyrill Hynais netto fl. 2.40\r\nPartitur netto fl. 6, Orchesterstimmen netto fl. 6, Singstimmen fl. 1.20\nHelgoland, Gedicht v. Dr. Aug. Silberstein, für Männerchor und Orchester.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Cyrill Hynais fl. 3. –\nOrchester=Partitur, Orchesterstimmen in Abschr., Chorstimmen fl. 1.44.\r\nVerlag von Ludwig Doblinger (B. Herzmansky),\r\n     [... Adresse etc. ...]\" (**).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 22 erwähnt Bruckner auf S. 157:\r\n\"            Pariser Brief.\r\n(Berlioz-Aufführungen.) [...] Will man übrigens, da wir dabei sind, ein Beispiel anderer Art und aus jüngerer Zeit, so erinnere man sich, daß auch das ursprünglich von den (oder mit den) Philharmonikern geplante Bruckner-Concert [2. Symphonie am 14.1.1894] abgesagt wurde. – \"Wegen Ueberbürdung des philharmonischen Orchesters\" hieß es in den Zeitungen, und sicher verhielt es sich auch so. – Es ist nur die Frage, ob das philharmonische Orchester, da es sich um die Feier des 70. Geburtstages des großen Meisters handelte, nicht etwa auf anderer Seite hätte entlastet werden können – selbst wenn hierdurch das neu-italienische und sonstige merkwürdige Repertoire der Hofoper zu kurz gekommen wäre.\" (***).\nAuf S. 160 werden die Konzerte vom 4.11.1894 (mit der f-Moll-Messe) und 25.11.1894 (mit der 2. Symphonie) besprochen, signiert \"G.\" [vermutlich Max Graf]:\r\n\"           Bruckner-Concerte.\r\n     Den 70. Geburtstag Anton Bruckner's feierte die Gesellschaft der Musikfreunde mit der Aufführung seiner F-moll-Messe. Da das Werk in Nr. 7 des Jahrganges 1893 gelegentlich seiner Aufführung im Concerte des Wagnervereines (23.März 1893) ausführlich besprochen wurde, sei hier nur erwähnt, daß der Eindruck wiederum der eines echten Kirchenmusikwerkes eines großartigen modernen Tonmeisters war, wenn gleich die Aufführung es oft an Schwung und mitreißender Begeisterung fehlen ließ. Die Philharmoniker gratulirten mit Bruckner's II. Symphonie (C-moll). Das Werk steht zwischen Bruckner's I. Symphonie (C-moll), in welcher sich die Themen wie erotische [sic] Blöcke gigantisch, aber formlos ineinanderthürmen und der dritten Symphonie (D-moll), die in ihrem Gemisch heroischen Aufschwungs (1. Satz), fröhlicher Jagdstimmung (3. Satz) und mit Tanzlust unterbrochener Tragik (4. Satz) ein seltsam ungegohrenes Ganze [sic] bietet. Bei solcher Nachbarschaft wird man sich über den Mangel einheitlichen Aufbaues – diese Kunst hat Bruckner erst in seiner \"romantischen\" 4. Symphionie (Es-dur) gelernt – nicht wundern. Jeder Satz zerfällt in mehrere Episoden, welche einzelne Themen in wunderbarer Contrapunktik ausbauen, die Entwicklung auf einem Orgelpunkt ausruhen lassen und mit einer langen Generalpause abbrechen, ohne daß die Episoden selbst organisch verbunden sind oder sich im Gegensatze steigern. Staunenswerth bleibt jedoch der Reichthum lyrischer Episoden: so schmeichelt sich die Gesangsgruppe des ersten Außensatzes mit ihrer schwellenden, von den übrigen Streichern umrankten Cellomelodie unfehlbar in's Ohr ein. Von den drei Hauptthemen des ersten Satzes trägt überhaupt keines – wie sonst bei Bruckner – heroische Physiognomie. Die Perle des Werkes ist ein in religiösem Hymnus anhebendes und großartig aufgebautes Adagio, mag auch das Scherzo mit seinen kräftigen Rhythmen und dem wienerisch anklingenden Mittelsatze bei der Aufführung den größten Jubel geweckt haben.     Mit Ausnahme des Scherzos ist das Verständnis der Symphonie – wenn wir nicht irren – auf große Schwierigkeiten gestoßen. Das will nicht verwundern bei einem Werke, welches jedes Maß althergebrachter Größe verschmäht. Wer wagt zu entscheiden, ob nicht gerade Dasjenige, was unklar schien, das Wetterleuchten einer fernen Zukunft war, das heute den Blick blendet? Daß sich darin die Größten hierin oft geirrt, mag eine Kritik Karl Maria Weber's über Beethoven's 4. Symphonie, dieses Muster [sic] an klarem Ebenmaß, beweisen: \"Hört das Recept der neuesten Symphonie, das ich soeben von Wien erhalte, und urtheilt darnach: Erstens ein langsames Tempo voll kurzer, abgerissener Ideen, wo ja keine mit der anderen [Zusa]mmenhang haben darf! Alle Viertelstunden drei oder vier Noten! – Das spannt! Dann ein dumpfer Paukenwirbel und mysteriöse Bratschensätze, Alles mit der gehörigen Portion Generalpausen und Halte geschmückt. Endlich, nachdem der Zuhörer vor lauter Spannung auf das Allegro Verzicht gethan, ein wüthendes  Tempo, in welchem aber hauptsächlich dafür gesorgt ist, daß kein Hauptgedanke hervortritt und dem Zuhörer desto mehr zu suchen übrig bleibt; Uebergänge von einem Ton in den anderen dürfen nicht fehlen.  .  .  .  Ueberhaupt vermeide man alles Geregelte, denn die Regel fesselt nur das Genie.\"               G.\" (°).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 330 veröffentlicht auf S. 1f eine Kritik August Püringers zur Aufführung der 2. Symphonie:\r\n\"               Zweites philharmonisches Konzert.\r\n     Wenn man von dem Höllentanz moderner Musikmacherei schon ganz schwindlig und taumelig geworden ist, so wirkt das echtgezeugte und freigeborne Werk des Genies auf Einen, als ob man mitten in dem heißen hautzerschneidenden Wirbel eines wüsten Sand= und Staubsturmes hätte Stand halten müssen, während plötzlich aeolische Gunst die graue, grieslige Wand vor unserem Gesichte zerreißt und uns einen entzückenden Asublick auf die fernen blauen Berge jenes Wunderlandes der Geheimnnisse des Daseins öffnet, das nur die ernsten Forscherblicke des entkörperten Geistes, des schaffenden Genius genießend durschweifen [sic] dürfen. [... über die Diskrepanz zwischen dem Genie und den anderen sich zur Bedeutung Aufspielenden, die nur Staub aufwirbeln (Liszt: \"Mundus vult schundus!\") ...]\r\n     [... über Beethovens \"Egmont\", Liszts Klavierkonzert mit Richard Epstein ...], wenn auch nicht mit allzugroßer Empfindung, die durch das unleidliche Arpeggiren weicher Akkorde nicht ersetzt werden kann.\r\n     Zum Schlusse gab's noch ein wahrhaftiges Meisterstück: Bruckner's zweite Symphonie. Bruckner war noch um gut 20 Jahre jünger, als er dieses Werk schuf, welches denn auch eine straffe Gedankenkonzentration aufweist, die z. B. der F-moll Messe und Werken des greiseren Bruckner unseres Erachtens an manchen Stellen mangelt. Es gibt kaum etwas Zündenderes auf dem Gebiete der symphonischen Tonkunst, als das knappe Scherzo dieser zweiten Symphonie mit dem kecken Rythmus [sic] der Pauken und Trompeten und der geradezu überwältigend herzinnigen Gesangsstelle im Trio; selten hat uns ein Adagio eine solche geniale Weltschau eröffnet, wie der zweite Satz dieser Symphonie, in dessen großartigem Schlusse wir nur an das sehnsüchtig schmerzliche leise, wie über einen weiten blauen See herüberdringende Flötenthema zu erinnern brauchen, um eine Stimmung heraufzubeschwören, wie man sie sehnsuchtsvoller sich gar nicht ausdenken kann. –\r\n     Der Beifall, den dieses Werk fand, war begeistert und begeisternd.\r\n                                         Aug. Püringer.\" (°°).\nIn seinem Konzertbericht im Deutschen Volksblatt Nr. 2125 auf S. 1ff geht Camillo Horn auch auf die Aufführung der 2. Symphonie (am 25.11.1894) ein:\r\n\"                      Aus dem Concertsaal.\r\n     Wenige Anzeichen deuten bis nun darauf hin, daß wir schon in strenger Winterszeit leben; die milden Tage könnten uns noch den Herbst vorspiegeln, wären nicht die Abende, die unermüdlich Concerte auf Concerte bringen, ungeachtet dessen, daß fast alle einer gewissen Kälte und Frostigkeit begegnen. [... große Zahl, spärliche Anziehhungskraft ...] Nur ein ähnlich gefesteter Ruhm und eine fast sagenhafte Beliebtheit, wie sie die Philharmoniker besitzen, veranlassen das Publikum, sich in Schaaren heranzudrängen, um auch den geräumigsten Saal zu füllen. Es war dies beim 2. Abonnement=Concert der Philharmoniker zu bemerken, welch' letztere sich diesmal mit einem besonders gewählten, ebenso stilvollen als fesselnden Programm eingefunden hatten. [... Beethoven, Hans Richter, Richard Epstein, Liszt ...] Besonderes Interesse weckte die 2. C-moll=Symphonie von Anton Bruckner, welche im Concerte der Philharmoniker zum erstenmale gespielt wurde, nachdem sie schon am 26. October 1873 (wie der Bruckner=Kenner Dr. Th. Helm in dem sehr empfehlenswerthen Programmbuch der Philharmoniker nachweist), in einer Art Festconcert unter des Componisten persönlicher Leitung zum Schlusse der Weltausstellung aufgeführt worden war. An Kühnheit und an Mächtigkeit der Gedanken wird dieses Werk von anderen uns bisher bekannt gewordenen Symphonien Doctos Bruckner's wohl noch übertroffen. Gleichwohl trägt es in allen vier Sätzen ein geniales, durchaus originelles Gepräge und bekundet glänzend Bruckner's meisterhafte Gestaltungskraft und seine geradezu verschwenderische Fülle herrlicher Gedanken. Schon der erste Satz mit seinem ausgedehnten Hauptthema, der idyllischen, echt Bruckner'schen Ges-dur=Stelle und sonstigen reizenden Einzelheiten fand lebhaften Beifall, der sich nach den beiden folgenden Sätzen noch erheblich steigerte. Das feierliche Andante fesselte nicht wenig durch seinen ungemein interessanten Seitensatz mit seiner hartnäckig festgehaltenen Pizzicato=Begleitung, durch die später auftretende äußerst kunstvolle Polyphonie und den poetischen, an fernes Glockengeläute mahnenden Schluß. Wie aus einem Gusse erscheint mit überschäumender Lebenslust das Scherzo, zu welchem das liebliche, gemüthvolle Trio in wirkungsvollem Gegensatz steht. Dieser letztere Theil muthet wie ein Stimmungsbild aus Bruckner's Heimat an. Die Begeisterung, welche sich in ebenso stürmischer als herzlicher Weise äußerte, darf der berühmte Componist als einen vollgiltigen Beweis seiner großen Beliebtheit ansehen.\r\n     Mit minder anziehendem Programme führte sich dieses Jahr das tschechische Streichquartett ein. [... über dieses und andere Konzerte, die Hans-Sachs-Feier der \"Meistersinger zu Wien\" mit einem Vortrag Otto Kellers ...]\r\n     [... über den Meistersänger Eugen Gura, unterstützt durch die] Hilfeleistung, welche Herr Dr. Paumgartner durch seine ausgezeichnete Begleitung dem Sänger und den Tondichtern gewährte.                                 Camillo Horn.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "22.01.2025 12:17"}, {"ID": 189402115, "Datum": "11.2.1894, Sonntag", "Haupttext": "\"Die Presse\" Nr. 40 berichtet auf S. 13 von Aktivitäten der Kronprinzessin Stephanie und erwähnt dabei die Bruckner-Büste [IKO 55] (die Rubrik ist datiert \"10. Februar\"):\n      \"[Kronprinzessin=Witwe Stephanie] hat gestern Mittags [... Besprechung wegen eines Ausstellungsprojektes \"Internationales Dorf\" ...] – Heute Mittags [10.2.1894] stattete die Kronprinzessin=Witwe [sic] dem Bildhauer Victor Tilgner in seinem Atelier im Palais Schwarzenberg einen Besuch ab. Die hohe Frau nahm zuerst die Colossalstatue des Groß=Industriellen Werndl in Augenschein, welche für Steyr angefertigt wird, besichtigte dann den Entwurf zum Mozart=Denkmal, ferner die Porträtbüsten der Fürstin Therese Liechtenstein, von Johann Strauß, Anton Bruckner und Baron Königswarter. [...] Die Frau Kronprinzessin=Witwe fand huldvollste Worte der Anerkennung für die Werke des Meisters und berührte in längerer Conversation künstlerische Fragen. [...]\" (*).\n \nDas Konzert vom 9.2.1894 (mit dem Adagio der 7. Symphonie) wird in den Dresdner Nachrichten Nr. 42 auf S. 3 besprochen:\r\n\"     † Der 3. Orchester=Abend von Jean Louis Nicodé wurde eingeleitet durch eine noch ungedruckte Sinfonie, Nr. 2, D-dur, von Victor Bendix [... über dieses Werk ...]. Das folgende Adagio (Cis-moll) aus der 7. Sinfonie von Anton Bruckner ermüdete durch seine Ausdehnung. Schließt man von der Länge dieses Satzes, in dem übrigens die verschiedensten Motive und modulatorischen Wendungen wie in einem Kaleidoskop durcheinander geschüttelt sind, auf die Länge des ganzen Werkes, so kann man sich eines gelinden Schreckens nicht entwehren, und im Interesse seiner musikalischen Mitmenschen möchte man wünschen, daß diese Riesensinfonie Niemandem im Zusammenhang vorgesetzt werde. – Als Sängerin [... Julia Uzielli (Frankfurt a. M.) mit Rubinstein und Berlioz ... Webers \"Freischütz\"-Ouvertüre], welche ebenso die schon wiederholt gerühmte Sicherheit, Schneidigkeit und Disziplin der Chemnitzer Stadtkapelle erkennen ließ, als das Direktionstalent des Veranstalters und Leiters der Concerte.\" [keine Signatur] (**).\n \n(Nicolai-Konzert der Philharmoniker unter Hans Richter mit Werken von Beethoven, d'Albert, Weber, Grieg (Peer Gynt) und Liszt (***)).", "Letzte Änderung": "14.06.2024 21:44"}, {"ID": 189502115, "Datum": "11.2.1895, Montag", "Haupttext": "Besprechung der 3. Symphonie\n \ndurch Petrich in der Grazer Tagespost Nr. 42:\r\n\"Concert des Steiermärkischen Musikvereines.\r\n     Im gestrigen Concert des Steiermärkischen Musikvereines gelangten die Ouverture Nr. 1 zu \"Leonore\" von Beethoven, die Passacaglia in C-moll (für Orgel) von J. S. Bach und die Symphonie Nr. 3 in D-moll von Anton Bruckner unter der Leitung des artistischen Directors Herrn Erich Degner zur Aufführung. An der Spitze des Programms stand Beethoven's selten gespielte erste Leonoren=Ouverture, welche Marx als Einleitung der Oper den übrigen Ouverturen derselben vorzieht. Die Composition einer neuen Ouverture und eine nochmalige Umarbeitung derselben — der dritten großen Leonoren=Ouverture, — lieferte den Beweis, das [sic] der Meister — und mit Recht — sich von dem erstgenannter Vorspiel nicht befriedigt fühlte. Die gestern aufgeführte Ouverture hörten wir zum letztenmal vor Jahren von den Meininger=Orchester unter dem berühmten Dirigenten Haus v. Bülow und erinnern uns noch lebhaft an die unvergleichliche und virtuose Wiedergabe dieses Tonwerkes durch die genannte Capelle. Die gestrige Aufführung der Ouverlure war im allgemeinen ganz verdienstlich. In der heiklen Einleitung ließen die die verschiedenen Instrumente durchlaufenden Sechzehntel=Staccati etwas an Deutlichkeit, Gleichmäßigkeit und Präcision vermissen; ein kleines Versehen des Horns im langsamen Mittelsatze trübte einen Moment die Wirkung der schönen Gesangstelle. Ganz lobenswerth war die weitere Durchführung der Ouverture, deren Schluß lebhaften Beifall hervorrief.\r\n     Einen bedeutenden Eindruck erzielte Herr E. Degner mit dem ausgezeichneten Vortrage der gewaltigen Bachschen Passacaglia in C-moll. In der Wiedergabe diese großartigen und außerordentlich schwierigen Tonwerkes erwies sich Herr Degner als trefflicher und außerordentlich gediegener Künstler, welcher es verstand, durch feinsinnige und höchst wirksame Farbenmischung der verschiedenen Register den Eindruck der bewunderungswürdigen Tondichtung des großen Altmeisters zu erhöhen und die Vorzüge der herrlichen Orgel im vollen Umfang zur Geltung zu bringen. Zu der entzückenden und sphärenhaften Wirkung der zarten und sanft klingenden Register gesellte sich noch der überwältigende Eindruck des vollen Werkes mit dessen imposanter Tonfülle. Die Deutlichkeit der Tonfolge des Instrumentes hätte durch eine etwas breitere Temponahme jenes Theiles, dessen basso ostinato durch die reichere Triolenbegleitung figurirt wird, gewonnen. Die Ausführung der „Passacaglia\" – welches Tonwerk vor mehreren Jahren unser trefflicher heimischer Orgelvirtuose Dr. Zechner auf demselben Instrumente spielte – verdient die vollste Anerkennung. Die höchst achtbare Leistung Herrn Degner's wurde verdientermaßen durch stürmischen Beifall und oftmalige Hervorrufe ausgezeichnet.\r\n     Um die erfolgreiche Aufführung der hochbedeutenden symphonischen Schöpfung des großen österreichischen Tondichters Anton Bruckner haben sich der Verein und dessen Dirigent Herr E. Degner unleugbare Verdienste erworben. Die Schöpfungen des gefeierten Tondichters begegnen von Jahr zu Jahr einer gesteigerten Anerkennung und Werthschätzung; jede Aufführung Eines der Werke des genannten Meisters vermehrt die Zahl seiner Anhänger und Bewunderer; eine Thatsache, welcher die zahlreichen Widersacher Bruckner's, trotz eifriger jahrelang betriebener Agitation mit ohnmächtigem Grimme gegenüberstehen. Der Genius des würdigen Erben der großen Meister Beethoven und Wagner bricht sich allmählich siegreich Bahn und wir hatten gestern wieder Gelegenheit, mit Freude und Genugthuung die tiefgehende Wirkung zu beobachten, welche die großartige Tonschöpfung Anton Bruckner's auf die Zuhörerschaft ausübte.\r\n     Die dritte Symphonie in D-moll reiht sich in würdiger Weise den anderen schon früher in Graz zur Aufführung gelangten Symphonien Bruckner's (der vierten, siebenten und fünften) an. Sie wurde vom Componisten dem von ihm hochverehrten Meister Richard Wagner gewidmet, welcher die Widmung freudig annahm und mit sichtlichem Erstaunen das Werk durchsah. Nicht lange vor seinem Ableben soll Wagner zu Bruckner gesagt haben: Wenn Niemand Ihre Symphonien aufführt, so werde ich es thun!\r\n     Es ist unmöglich – auch nach mehrmaligem Anhören eines solchen complicirten Riesenwerkes – ohne Zuhilfenahme und eingehenderes Studium der Partitur oder mindestens eines Clavierauszuges ein erschöpfendes Urtheil über dasselbe zu fällen. Die D-moll-Symphonie, welche, wie alle uns bis jetzt bekannten Werke Bruckner's, den unverkennbaren Stempel des Genies an sich trägt, scheint uns, wenn auch nicht an Bedeutung, doch (in einzelnen Sätzen) an Uebersichtlichkeit der Gliederung, der Plastik und organischem Zusammenhange gegen die vierte (romantische) und siebente Symphonie zurückzustehen. Wir vermögen uns auch nach wiederholtem Anhören dieser kolossalen Tonschöpfung in dem Labyrinthe derselben noch nicht immer zurechtzufinden. Mannigfache Stockungen und scheinbare Willkürlichkeiten verleihen einzelnen Partien der beiden Ecksätze einen rhapsodischen Charakter. Dieselben scheinen die symphonische Form zu sprengen und machen anfänglich den Eindruck einer großartigen überwältigenden Orchesterphantasie. Wir gestehen indeß, daß wir schon nach dem dritten Anhören der Symphonie manche uns verwirrende Unklarheiten nicht mehr empfanden und setzen gerne voraus, daß eine eingehendere Bekanntschaft mit dem Werke uns auch den organischen Zusammenhang und die motivirte Begründung der einzelnen Theile erkennen lassen werde. Die Combinationsgabe und der unerschöpfliche Erfindungsreichthum des Tondichters erregen, die unbegrenzte Bewunderung. Unvergleichliche Polyphonie, gewaltige Rhythmik, Kraft und Energie der Themen sind die hauptsächlichsten Vorzüge der Werke Bruckner's. Dieselben zeichnen sich auch durch großartige, unerhörte Steigerungen und durch souveräne Beherrschung aller moderner orchestralen Ausdrucksmittel aus, mit welchen der Componist farbenprächtige, oft wahrhaft dramatische Wirkungen erzielt. Auch Diejenigen, welche nicht viel von dem verstanden, was der Componist darbot, mögen die Empfindung gehabt haben, daß hier etwas Ungewöhnliches, Großes und Erhabenes vorsichgehe.\r\n      Ganz merkwürdig ist der architektonische Bau des ersten Satzes mit seiner – an die neunte Symphonie Beethovens erinnernden Einleitung mit den mächtigen recitativartigen Einsätzen der Bläser. Eine Eigenthümlichkeit Bruckner's ist seine Gabe, die beiden Chöre der Bläser und Streicher oft feindlich gegeneinander zu führen, um sie später in siegreicher und versöhnender Weise wieder zu vereinen. In dem, von melodischen Reizen überquellenden Stimmengewebe der späteren Entwicklung des Satzes sei besonders der zarten, rührenden Klage des Hornes gedacht, welche, von den leisen Figuren der Violinen umspielt, eine zauberhafte Wirkung ausübt. Finstere Energie und dämonische Einflüsse machen sich wieder geltend. Großartig ist die Stelle, wo das von der Trompete leise angestimmte Hauptthema in voller Macht und Herrlichkeit unisono vom vollen Orchester aufgenommen wird. Der ergreifende zweite Satz (Adagio) mit seiner verklärten, überschwänglichen Stimmung und seinem fortströmenden Gesange erinnert in seiner unerschöpflich mannigfaltigen Variirung und Langathmigkeit der Melodie an Beethoven's  Adagios der letzten Periode. Von eigenthümlicher Wirkung sind das leise Tremolo der Violinen und die an die Schlummerscene der „Walküre\" mahnenden Harmonien dieses Satzes.\r\n     Der dritte Satz ist zweifellos der formell abgeschlossenste der Symphonie. Der thematische Aufbau dieses Satzes ist meisterhaft, die kräftige Rhythmik desselben bewunderungswürdig. Die überschäumende Kraft; der Trotz dieses dämonischen Scherzos wirken überwältigend. Den entsprechenden Gegensatz bildet das blühende und anmuthsvolle Trio, welches den Charakter eines köstlichen ländlichen Tanzes aufweist, der eines Schubert würdig wäre.\r\n     Der letzte Satz bringt neben zahlreichen unvergleichlichen Schönheiten und Geistesblitzen auch einige Stellen, welche uns unvermittelt erscheinen und deren Zusammenhang wir noch nicht verfolgen können. Der Eingang des Satzes in seiner mächtigen Steigerung steht, unserer Ansicht nach, mit der darauffolgenden, recht hübschen, aber etwas leichtfertig im Polka=Rhytmus sich bewegenden Melodie in Widerspruch; dieselbe ist nicht symphonisch in der Erfindung. Eigenthümlich ist die Stelle mit den nachschlagenden synkopirten Bässen und den Posannen. Mit dem Zurückgreifen auf das Anfangsthema des ersten Satzes, welches von dem ganzen Orchester mit voller Wucht und mit blendendem Glanze aufgenommen wird, findet das ganze Werk den denkbar großartigsten und wahrhaft überwaltigenden Abschluß.\r\n     Das symphonische Wunderwerk Bruckner's fand eine enthusiastische Aufnahme und übte sichtlich einen tiefen und erhebenden Eindruck auf die Zuhörerschaft aus.\r\n     Inwieweit der Dirigent im Verlaufe des Werkes hinsichtlich der Temponahme den Intentionen des Componisten entsprach, können wir nicht entscheiden, doch scheint es uns, als ob das Adagio noch ein langsameres Zeitmaß vertragen hätte. Die Ausführung der Symphonie, welche dem Dirigenten und den Musikern zahllose ungewöhnliche Schwierigleiten aller Art bietel, verdient die größte Anerkennung, und wir können beide Factoren zu dem ehrenvollen Resultate des gestrigen Abends aufrichtig beglückwünschen. Sowohl das Streichorchester als auch die mitwirkenden Bläser der Regimentscapelle boten ihre besten Kräfte auf, ihre bedeutenden Aufgaben in bestmöglicher Weise zu lösen. Der Dirigent Herr Director Degner, welcher sich mit so schönem Erfolge dem schwierigen, anstrengenden und zeitraubenden Studium der Tondichtung Bruckner's gewidmet, darf mit Befriebigung auf den gestrigen Abend zurückblicken. Herr Degner wurde nach den einzelnen Sätzen und am Schlusse der Symphonie durch wohlverdienten Beifall und mehrfache Hervorrufe geehrt. Ein zahlreiches Publikum füllte sämmtliche Räume des Stefanien=Saales.            Franz Petrich.\" (*)\n \nund Julius Schuch im Grazer Tagblatt Nr. 42 auf S. 1f.\n\"Drittes Concert des Steiermärkischen Musikvereines.\n     Um Schranken zu durchbrechen und neue Bahnen zu wandeln, bedarf es Kraft und Muth im Leben wie in der Kunst. Unvermeidlich ist jeder Sieg mit Kampf verbunden und je glänzender der Sieg, desto heißer der Kampf. Ungezählte Beispiele hiefür gibt die Geschichte der Weltereignisse, zahlreiche die Musikgeschichte.\n     Beethoven und Wagner sind für diese Thatsachen bedeutsame Beweise, und Anton Bruckner mit seinem Ringen und Kämpfen kann ihnen würdig an die Seite gestellt werden. [... Schicksal der Symphonien, ihre Eigenheiten führten zu unterschiedlicher Beurteilung, Parteienstreit und Ignorierung ...]\n     [... im 1. Satz hervorzuheben: Triolen, Unisoni, Orgelpunkte, Steigerungen, Choräle, Kontrapunktik ...] Und trotzdem kann ich den Satz nicht schwerfasslich finden. Es dünkt mir, dass er jedem musikalisch Gebildeten verständlich sei, der ihn nur verstehen – will.\n     Zu dem prächtigen Klangschimmer des Eingangssatzes bildet das sanfte Adagio quasi Andante einen beruhigenden Gegensatz. [... Anklänge an \"Tristan\" ... Widmung an Wagner ...] Bruckner empfand, wie er selbst gesteht, die größte Freude seines Lebens!\n     Ungestüm drängend und pochend setzt das Scherzo ein. Das ernste Gesicht des gestrengen Contrapunktikers hellt sich aber bald auf. [...].\n     Ein klarer Satz, der nur leicht durch ein etwas zurückgehaltenes Zeitmaß im ersten Theile pathetisch werden kann, wie es bei der Generalprobe der Fall war.\n     Den eigentlichen Humor scheint mir aber der Tondichter fast mehr für das Finale, wenigstens für den Eingang desselben, aufgespart zu haben. [... \"Gavotte\" [= 2. Gruppe], Anklänge an Walküre (Wotans Zorn) und Tannhäuser (Venusbergmusik) ...].\n     Manche nennen das Finale paradox. Ich möchte [es] dahingestellt lassen, ob in diesem Punkte nicht ein Ausspruch Nietzsches modificiert anwendbar wäre, der da sagt: Die sogenannten Paradoxien des Autors, an welchen der Hörer Anstoß nimmt, stehen häufig gar nicht im Kopfe des Autors, sondern im Kopfe des Hörers. Beistimmen möchte ich mit Rücksicht auf den phantastischen Flug und die effectvolle Instrumentation des letzten Satzes den Worten Professors [sic] Doors, der Bruckner den \"deutschen Berlioz nennt, nur dass ihm auch musikalisch immer etwas einfällt\". Wenn es auch schwer ist, dem hyperkühnen Adlerschwunge und den complicirten contrapunktischen Künsten Bruckners zu folgen, so wäre es Unrecht, ihm darob einen Vorwurf zu machen und ihm geringere Anerkennung zu zollen.\n     Ich gestehe, dass ich bisher den Werken Bruckners recht ferne stand, dass mich aber seine D-moll-Symphonie, die ich eine dramatische nennen möchte, zu einem treuen Verehrer des Meisters gemacht hat.\n     Der Musikverein mit Director Degner an der Spitze hat sich mit der sorgfältig studierten Aufführung des schwierigen Werkes ein bedeutendes Verdienst erworben. Der sich steigernde Beifall der Zuhörerschaft sprach sowohl für die sich erschließende Schönheit, wie für die Ausführung der gewaltigen Tondichtung.\n     [... Degner spielte J. S. Bachs Orgel-Passacaglia ... Leonoren-Ouvertüre (zum 100. Geburtstag Anselm Hüttenbrenners hätte auch dessen Opus gespielt werden können) ...]\n                                                Julius Schuch.\" (**).\n \nVom Gesundheitszustand Bruckners und seiner Lebenssituation berichtet die Extrapost Nr. 682 (Wiener Montags-Journal) auf S. 4, signiert \"Bmfld.\" [siehe die Anmerkung: Moriz Baumfeld]:\n   \"Ein Besuch beim kranken Meister.\n     Seit dem vergangenen Frühling war ich in keine persönliche Beziehung mehr zu ihm getreten. Wir standen damals in der Nähe der Universität, als er daherkam in seiner regelmäßigen, rührenden Unbeholfenheit. Theils in einer übermüthigen Wallung, theils um dem alten Manne, dem wir ja mit all' seinen Schrullen aufrichtig zugethan waren, wirklich eine Freude zu bereiten, brachen wir in Hochrufe auf ihn aus. Er lächelte verlegen und ungeschickt wie immer, wenn er irgendwie gefeiert wurde. Wir umringten ihn, und da er in einigen von uns seine Schüler erkannte, reichte er uns Allen mit der ihm eigenen Wärme die Hand. Wir ließen es uns nicht nehmen, ihm bis vor sein Haus das Geleite zu geben im regen Austausch der Meinungen, dem er wie immer rasch eine humorvolle Färbung zu geben wußte.\n     [... Wiedergabe einer wörtlichen Äußerung Bruckners über die Büste Tilgners (nicht vor dem 28.3.1893) ...]\n     Wie ich nun neulich vor der Thüre stehe, tüchtig verschnaufend nach der Ersteigung eines ausgiebigen dritten Stockes mit dazugehörigem heuchlerischen Mezzanin, der dem alten Manne in den letzten Jahren wohl recht schwer geworden, trat mir so ganz das glückliche Lächeln vor Augen, mit dem dieses große Kind damals seine Worte begleitete.\n     [...]\n     \"Es wird ersucht, nicht zu läuten.\" Der Zettel an seiner Thüre mahnt mich, daß mein Besuch einem Kranken gelte. [dessen] Tage vielleicht schon gezählt sind.\n     [... Beschreibung der Wohnung: Vorzimmer, geräumige Küche, Wohnzimmer ...] Er ist gerade im Begriffe, sein Bett zu verlassen – 4 Uhr Nachmittag. Welch' sonderbares Gemach!\n     Die Wände grellblau bemalt, alles regellos durch= und übereinander. In der Mitte ein geschlossenes Clavier sehr alter Construction, an der Wand ein unförmliches Harmonium, über und über mit beschriebenen und leeren Notenblättern im Kunterbunt bedeckt.\n     [... Christbäumchen ...]\n     An der anderen Wand sein Bild, vermuthlich von einem schlechtbegeisterten Anfänger so in der Art der deutschen Schule des XII. Jahrhunderts gemalt; bei aller Stümperarbeit ein gewisser Zug, der ihn wirklich ganz aus jener Zeit herausgewachsen erscheinen läßt.\n     [... Esstisch ...]\n     Die Thüre zum anstoßenden Schlafzimmer öffnet sich, er kehrt mir noch den Rücken. Schwerfällig wird er in einem gewöhnlichen, verschossenen Fauteuil in's Zimmer geschoben.\n     Das dauert zum Glück eine geraume Weile, gerade lange genug, um meiner tiefgehenden Bewegung wenigstens einigermaßen Herr zu werden.\n     Bis zur Unkenntlichkeit verändert  .  .  . \n     Sein \"Charakterkopf\", auf den er bei all' seiner Bescheidenheit so stolz gewesen, dahin. – – – \n    Ein weißer, etwas im Spitz verlaufender struppiger Bart umrahmt das früher stets glattrasirte Gesicht, kurzes, borstiges Haar nimmt dem sonst so gewaltigen, gleichfalls fast bis zur Nacktheit rasirten Kopf ein eigenthümliches Gepräge.\n     Ein zahnloser, eingekniffener Greisenmund theilt das vergrämte, eingefallene Antlitz in zwei ungleiche Hälften. [... Ausdruck nicht heiter, \"mürrisch, hart, anklagend.\" ... Misstrauen ... Sprechschwierigkeiten ...]\n     [... langsam kehrt Erinnerung an den Besucher wieder ... starkes Zittern ... Wunsch, das Gespräch nicht zu veröffentlichen ...]\n     Nur darauf sei hingewiesen, daß es sein Wunsch ist, seiner \"Neunten\", von der drei Sätze bereits fertig sind, möge, falls ihm nicht mehr vergönnt sei, den vierten hinzuzufügen, das \"Tedeum\" aus der hohen Messe als Schlußsatz angefügt werden, so daß das Werk auch äußerlich der \"Neunten\" seines großen Vorbildes Beethoven ähnlich werde. [... \"bittere Anklagen\", Verbitterung, Verlassenheitsgefühl (auch die akademische Jugend!) ... Abschiednehmen ... Parallele zu Grillparzer ...]\n     Es ist dringend zu wünschen, daß sich dies nicht im verschärften Maße wiederholt.\n     Jetzt ist es noch Zeit. Manches kann noch gut gemacht werden, um wenigstens den Lebensabend eines unserer bedeutendsten Künstler zu verschönern.\n     \"Alle Gerechtigkeit der Erde wiegt nicht so viel, denn ein Körnchen Samen, darin die Liebe wohnt.\"\n     Wird sich dereinst ein Grabmal erheben über der Stätte, wo seine Gebeine ruhen, ein Grabmal in schlichter, einfacher Größe, wie er selbst eine war, dann wüßte ich keine passendere Inschrift, als diese Worte für Anton Bruckner.    Bmfld.\" (***).", "Letzte Änderung": "03.09.2025 10:37"}, {"ID": 189512015, "Datum": "1.12.1895, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Theodor Helm über die 4. Symphonie in der Neuen Musikalischen Presse, Nr. 48 auf S. 2f [irrig im Druck \"Nr. 47\"]:\r\n\"               Bruckner's \"Romantische Symphonie\"\n                            von Theodor Helm.\n                                          (Schluss).\r\n     Ehe wir den Verlauf unseres romantischen Tongedichtes bis zu Ende begleiten, möchte ich die Leser bitten, zwei in den letzten Notenbeispielen dieses Artikels störende Druckfehler zu verbessern. Es hat im Notenbeispiel 18 (Nr. 47 [24.11.1895], Seite 2 der \"Neuen Mus. Pr.\") die erste Viertelpause in der Violinstimme einfach zu entfallen. Dagegen hat im Notenbeispiel 19, Takt 1, der die Note a und g verbindende Achtelstrich sich auch auf die nächste Note fis zu erstrecken, dadurch erst wird die richtige Triolen-Figur a-g-fis hergestellt. Wahrscheinlich dürften das die aufmerksamen Leser durch einen Vergleich des mit \"fis\" überschriebenen Taktes mit dem dieselbe Triolenfigur enthaltenden dritten (bezüglich vierten) Takte schon selbst bemerkt haben.\r\n                          *\r\n     Wir sind in der Analyse des Finale's der Symphonie bis Seite 76, Buchstaben E der Partitur gelangt, von wo an die im Notenbeispiel 19 citirten Motive oder Motivenglieder  ihre liebenswürdigste melodische Ausführung finden. Die Stimmung wird hier heiter, behaglich, man fühlt sich wieder auf's Land, in einen fröhlichen Reigen tanzender Bauern versetzt und gar lieblich begleitet dazu alsbald eine Art Vogelgezwitscher in der unter die Geigen und Clarinetten einerseits, die Oboën und Flöten andererseits nachahmend vertheilten Figur.\r\n[20. Notenbeispiel: 1 Takt mit punktierten Achteln und 32teln (Takt 135 Oboe)]\r\n     Man denkt hier unwillkürlich wieder an Schubert. Das fröhliche Tonspiel verliert sich indess allmählig in ernsten, selbst geheimnissvollen Wendungen. Schier zauberhaft istr die Klangwirkung in den sechs letzten Takten, S. 78 der Partitur, wo die dreigetheilten Flöten immer leiser die im Notenbeispiel 19, Takt 8, (das \"bis\" eingerechnet: Takt 9) ersichtliche motivische Figur ausführen, während gestopfte Hörner ein lang ausgehaltenes f verklingen lassen, wie aus der Ferne gedämpfter Paukenwirbel ertönt, in den ersten Geigen sich – ppp – der Pizzicato-Sprung ges''-a' [im Original Striche über dem Tonbuchstaben] wiederholt und die Bratschen, gefolgt von den Clarinetten ein Bruchstück der chromatischen Tonleiter in Achteln murmeln. Diese Achtel vergrössern sich in den Clarinetten – bei zugleich verlangsamter Bewegung – zu Vierteln, währernd Flöten und Oboën die verhauchende Accordfolge es''-ges''-des''' : a'-es''-f'' haben und ausserdem nur noch in der Pauke eine letzte, leiseste Regung zu vernehmen ist, alle anderen Instrumente sind schon früher verstummt . . . . .  Wohin führt nun diese wunderbar geheimnissvolle Ueberleitung, bei welcher Alles im Saale mit verhaltenem Athem lauscht? – Ganz unerwartet stellt sich jeztt [sic] in voller Kraft ein scheinbar neuer titanischer Gedanke ein, der aber eigentlich aus der Fortsetzung des Hauptthema's (Notenbeispiel 17) mit den drängenden Sextolen hervorgegangen. Man hat hier wieder ein Doppelthema von echt Bruckner'scher polyphoner Kühnheit und Grossartigkeit vor sich.\r\n     Während die Holzbläser die Sextolenfigur auf Triolen vertheilt vortragen und daran ein kurzes, aber ermuthigendes neues Motiv reihen (Notenbeispiel 21), beginnen Fagott, Bratschen und Bässe wie früher (S. 71 der Partitur, Zahl 9 vom Buchstaben B gerechnet) mit den ausgehaltenen Halbnoten, denen die stürmischen Sextolen folgen. (Notenbeispiel 22).\r\n[21. und 22. Notenbeispiel: Takte 155 - 158 (je 1 System)]\r\n     Dazwischen schmettern in getheilten Sextolen die Hörner, führen die Geigen ebenfalls in Sextolen die Figur der Holzbläser aus, wirbelt die Pauke und bringen die Trompeten in entgegengesetzter, die Posaunen in gleicher Bewegung das oben mit NB. bezeichnete knappe Motiv [Takt 155] der Flöten und Oboën. Den markig absteigenden und dann wieder aufwärts dringenden Gang haben die Trompeten und Posaunen mit denn Bässen unisono. Es entwickelt sich nun aus obigem kriegerischen Doppelthema eine Partie voll heroischer Streitlust, sie verrauscht, da begrüsst uns überraschend wieder der Orgelpunkt, mit welchem das Finale angefangen, aber jetzt in der Umkehrung der ganzen Noten. Dieser neue Orgelpunkt geht in eine ungemein zarte Episode über, wobei zu den gleichmässig fortklopfenden je vier Achteln [recte: mit Achtelpausen, also Viertelrhythmus] der Violoncello [sic], dem Pizzicato der ersten Geigen und weichen Figuren der mittleren Streichinstrumente die Oboë (zuerst von der Trompete unterstützt) folgendes schwärmerisch klingendes Solo singt:\r\n[23. Notenbeispiel: Takte 229 - 237 (Oboe)]\r\n     Mit edelstem Ausdruck bringen nun die Hörner, Trompeten und Posaunen in Fis das (Notenbeispiel 19 mit NB. bezeichnet!) zuerst von den Holzbläsern gesungene wunderschöne Motiv, das hierauf noch nachdrücklicher die Streicher intoniren und welches dann Anlass zu den reizendsten Imitatiuonen der Holzbläser gibt. Es folgt eine Reprise der ersten Gesangsgruppe des Satzes (den Anfang im Notenbeispiel 18 mitgetheilt) in sinnigster contrapunktischer Verbindung der verschiedenen melodischen Motive, insbesondere die in Zahl 2 des 18. Notenbeispieles ersichtliche Triolen herrlich steigend [sic]. Der überzeugendste musikalische Ausdruck sehnsuchtsvoller innerer Herzensglut! Gehören die eben betrachteten Partitur-Seiten (84 bis einschl. 86) unstreitig zu den melodisch schönsten des Werkes, so die nun weiter anschliessdenden (S. 87 bis einschl. 91) zu den grossartigsten – oder, wenn man will, dramatisch aufgeregtesten. Das gewaltige Hauptthema ist es, welches sich jetzt wieder an die Spitze des Tonsatzes stellt und zwar theils in der modificirten Gestalt, wie Notenbeispiel 21– 22 citirt, theils in seiner ursprünglichen Unisono-Form (Notenbeispiel 12 [sic]). Und nun entbrennt heiss der Sturm der Feldschlacht, man könnte auch hier, wie bei dem unsterblichen Durchführungstheil des ersten Satzes der Eroica an R. Wagner's berühmtes Wort von dem titanischen Weltzermalmer denken, der mit den Göttern ringt. Und merkwürdig ist eigentlich ein einfacher contrapunktischer Kunstgriff, die Gegenüberstellung von einer Triolenfigur in Achteln und in Halbnoten (man vergleiche nochmals Notenbeispiel 17), also eine Verkürzung und Vergrösserung, welche in dieser Partie des Finale's am Stärksten, wahrhaft hochdramatisch wirkt. So stehen bei Bruckner immer technische Meisterschaft und seelischer Ausdruck im innigsten Einklang.\r\n     Die kühnsten contrapunktischen Combinationen wagt unser Meister auf den nächsten Partiturseiten, das ganze Notenmotiv des Hauptthemas und dessen Fortsetzung mit allen möglichen Nebenmotiven verbindend: nur mit grösster Aufmerksamkeit ist es hier dem Hörer möglich, der überreichen Polyphonie von Vergrösserungen, Verkürzungen, Umkehrungen u. s. w. zu folgen.\r\n     Dabei überraschen ganz eigens stimmungsvolle Rückblicke, z. B. auf das Motiv des Jagdgetöns im dritten Satze. Ergreifend blüht auch noch einmal die ganze seelenvolle Melodik der Gesangsgruppe auf. Und nun heisst es endlich scheiden von der romantischen Wunderwelt, die uns der Tondichter hat durchziehen lassen. Wir stehen vor der unbeschreiblich erhabenen, in ihrer Art einzigen Schlussperiode von 65 Takten (6/4 Rhythmus), in welche das Finale der Symphonie ausmündet. Technisch genommen eigentlich nur die genialste unter den orgelpunktartigen Gestaltungen, an welchen gerade dieses Werk so reich ist. Zu den Bebetönen der Streichinstrumente, welche eine Secundenfigur in Sextolen zuerst mit der Gleichförmigkeit  des Pendels, dann immer leidenschaftlicher vibrirend (gleichsam die ablaufende Lebensuhr des Menschen!) wiederholen, erklingt aus dem Ganznoten-Motiv des Satzes, entwickelt in den Bläsern ein Klagegesang, anfangs feierlich ruhig, dann aber unwiderstehlich machtvoll anschwellend, um endlich unter schrillen Wehlauten (das in den Es-Dur-Einklang scharf hineinreissende Ces der Geigen, Flöten und Oboën), aber riesenhaft aufgerichtet den befreienden Schlussaccord zu erreichen.\r\n     Hier lässt uns persönlich das Bild des sterbenden Helden nicht los, dem noch im Tode die Siegesgöttin die Palme reicht. Das Ende des edelsten Gothenkönigs Totila, in F. Dahn's \"Kampf um Rom\", könnte so componirt werden.\r\n     Professor Schalk hat in der Eingangs dieser Skizze mitgetheilten programmatischen Erklärung diesem wunderbaren Ausgange ein andere, über ein einzelnes Heldenleben hinausreichende, allgemein ethische, auf das Jenseits hinweisende Deutung gegeben. Schliesse man sich der einen, oder der anderen Auffassung an, so viel steht fest: feierlicher hat noch kein Tonwerk ausgeklungen und könnte unter diesen letzten Bläser-Accorden der Vorhang über der erhabensten Tragödie niedergehen.\" (*).\nIn der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung VIII, Nr. 5 wird auf S. 2f von B. Lvovský bemängelt, daß in den Philharmonischen Konzerten nur ein Werk Bruckners [4. Symphonie am 5.1.1896] aufgeführt werde:\r\n\"                          Wiener Concerte.\r\n    [S. 2 ...] Also das erste philharmonische Concert wäre glanzvoll absolvirt; wie steht's aber mit den Programmen dieser Saison? Leider ist das meiste beim Alten geblieben und ich „sehe wieder Viele, die nicht da sind”. [... S. 3: über Draeseke, Klughardt, Raff ...] Schliesslich muss es den Musiker befremden, dass Bruckner und Smetana bloss mit je einem Werke im Programme der dieswinterlichen Concerte vertreten sind, während Dvořak mit zwei grösseren Compositionen [...] vertreten ist. [... über den Mascagni-Rummel = Mode-Mumpitz ... Signatur auf S. 4:]    B. Lvovský.\" (**a).\r\nIn der Beilage dieses Heftes, auf Seite 11, wird Bruckner zweimal erwähnt:\r\n    \" - Herr Jean Louis Nicodé, der bekannte Componist und Dirigent, veranstaltet in der Saison 1895/96 in Dresden vier Orchesterabende, und zwar am 27. November, 18. December, 26. Februar und 18. März, mit ungewöhnlich interessantem Programme; um nebst der schon genannten achten Symphonie Bruckner's nur noch einige Nummern hervorzuheben, nennen wir [...]\",\r\nund in einer anderen Mitteilung auf derselben Seite:\r\n    \" - Der 18. December d. J. dürfte für die täglich mehr an Zahl gewinnende grosse Gemeinde der Verehrer des greisen Meisters Dr. Anton Bruckner, der bereits drei Sätze seiner neuen neunten Symphonie fertiggestellt hat, ein wahrer Festtag sein. Denn an diesem Tage erfolgt im Dresdener Gewerbehause unter J. L. Nicode's Leitung die Erstaufführung der achten Symphonie des Meisters in Dresden und in Budapest unter Prof. Loewe's Direction die Aufführung der fünften Symphonie.\" (**b).\nDas Prager Tagblatt Nr. 332 macht auf S. 19 auf Theodor Helms Aufsatz über die 4. Symphonie aufmerksam:\r\n\"                     Literarisches.\r\n[...]\r\n     – Neue musikalische Presse. Zeitschrift für Musik, Theater, Kunst, Sänger= und Vereinswesen. Herausgegeben von Carl Kratochwill. Die Nummern 46 und 47 enthalten einen Aufsatz über das böhmische Streichquartett, die Fortsetzungen des Artikels über Bruckner's \"Romantische Symphonie\", Besprechungen des Oratoriums \"Der heilige Franciscus\" von Edgar Tinel und der Oper \"Rothkäppchen\" von Boieldieu, ferner Musik= und Theaterberichte.\" (***).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit der 1. Sinfonie von Brahms, Schumanns Klavierkonzert und Dvoraks Othello-Ouvertüre (°)).", "Letzte Änderung": "25.04.2026 02:24"}, {"ID": 189612015, "Datum": "1.12.1896, Dienstag", "Haupttext": "Kritik zum Konzert des Wagner-Vereins am 21.11.1896 in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 23 auf S. 290:\n\"     Der Wagnerverein hatte die erste Abtheilung seines dritten Musik=Abends, der am 21. November stattfand, dem Andenken Anton Bruckner's gewidmet, dessen Tonmuse in diesem Vereine ja stets die reichste und freudigste Förderung und Anerkennung fand; gehören doch u. a. die Herren J. Schalk und F. Löwe zu den eifrigsten und verständnisvollsten Jüngern Bruckner's, die für die Verbreitung der Bruckner'schen Werke ihr ganzes Können eingesetzt haben. Nach einem etwas lang ausgesponnenen Orgelpräludium des Herrn C. Hynais, in das er Bruckner'sche und Wagner'sche Motive verwebte, kamen das Kyrie und Agnus aus der achtstimmigen Messe Nr. 2 in E-moll zur ersten Ausführung, ungemein schwierige Sätze, die der gemischte Chor mit großer Präcision durchführte. In der Melodie von ziemlich herbem und strengen [sic] Reiz, sind sie im contrapunktischen Aufbau nach den Altitalienern und Niederländern gebildet, ohne jedoch bei aller Kunst und Schönheit der Stimmenführung die einheitliche, ich möchte sagen in unendlicher Melodie sich fortbewegende Geschlossenheit des Palestrina=Satzes ganz zu erreichen. War also der erste Theil des Programmes einem ruhmvoll weiterlebenden Todten geweiht, so beherrschte den weiteren Abend ein heuer in Bayreuth neu aufgegangener glänzender Gesangsstern, die Primadonna Frau Ellen Gulbranson, die bei den Festspielen mit großem Gelingen die Brünnhilde darstellte. [...]. Das übrige Programm füllten der junge Violinist Herr M. Herold mit soliden Vorträgen (Ciaccona von Vitali und Elegie von Liszt), der Chor mit dem hübschen Abendlied von Haydn.           O. v. Kapff.\" (*).\nAufführung des »Germanenzug« im 1. Konzert der Innsbrucker Liedertafel. Violinsolist an diesem Abend ist Konzertmeister Edelmann (**a).\r\nWeitere Mitwirkende: Tenor Auer und die Spörrsche Kapelle unter Leitung Spörrs (**b).\n\"Die Lyra\" XX, Nr. 5 (520) berichtet auf S. 6 [= S. 56] vom Plan der Leo-Gesellschaft, ein Bruckner-Denkmal zu errichten:\r\n\"           Aus der musikalischen Welt.\r\n[...]\n     Bruckner=Denkmale. Die Abtheilung für Kunst und Literatur der Leo=Gesellschaft in Wien hat beschlossen, Bruckner durch Errichtung eines Denkmales zu ehren. – In Steyr wird zum Andenken Bruckner's die Herstellung eines Bruckner=Glasgemälde=Fensters in der Stadtpfarrkirche bei der Orgel geplant.\" (***).\nAuf derselben Seite wird das Konzert vom 8.11.1896 mit der 4. Symphonie besprochen:\r\n\"     Olmütz (Mähren). Das im Redoutensaale am 8./11. abgehaltene 174. Concert des Musikvereines erfreute sich eines sehr zahlreichen Besuches. Dasselbe bot in allen Theilen außerordentliche Vorführungen, zu denen wir den Musikverein und seinen Dirigenten, Herrn Musikdirector Wladimir Labler, der stets bestrebt ist, der kunstsinnigen Bevölkerung das Beste zu bieten, aufrichtig beglückwünschen können. Meister Bruckner's \"Vierte Symphonie\" errang einen großartigen Erfolg. Die Besucher des Concertes haben durch wiederholten stürmischen Beifall gezeigt, daß sie dieselbe zu würdigen wissen; allerdings mag auch ein Theil der Zustimmung auf Rechnung der musterhaften Leitung und der Aufführung zu setzen sein. Dem wackeren Orchester gebührt vollstes Lob. [... Mendelssohn (Carl Lafite), Grieg ...].\" [keine Signatur] (°).\nAuf Seite 9 (59) Besprechung des Konzerts vom 7.11.1896, signiert \"V. B.\":\r\n\"     Prag. Am 7 /11. eröffnete der wackere Universitäts=Gesangverein \"Liedertafel der deutschen Studenten in Prag\" in vielversprechender Weise die Reihe der diesjährigen \"Winteraufführungen\". Der erste Theil der reichhaltigen Vortragsordnung war dem Andenken des jüngst dahingeschiedenen Meisters Anton Bruckner gewidmet. Nach dem \"Schottischen Bardenchor\" von Silcher war es der Genius Bruckner's selbst, der uns in dessen herrlichem \"Germanenzuge\"  mit heiligem Ernste näher trat. Uns Pragern war bis jetzt leider nur selten Gelegenheit geboten, mit dem Geiste der Bruckner'schen Muse näher bekannt zu werden. Die Tonsprache des \"Germanenzuges\" ist bei weitem nicht so abseits gelegen, als man nach den geläufig gewordenen Urtheilen einer gewissen Presse leicht anzunehmen geneigt wäre. Nach einem gediegenen Vortrage des \"Trauermarsches\" aus der Götterdämmerung für Orchester, beschloß eine auffällig auf den Effect gearbeitete Hymne von Bruch: \"Friede den Schlummernden\" die erste Abtheilung. [... weitere Werke (eines von J. U. C. Trinks dirigiert) ...], während die Leitung der übrigen Chöre in den bewährten Händen des Chormeisters, Herrn Lector Hans Schneider, lag. Was nun die technische Durchführung der Gesangsvorträge anbelangt, so konnte eine gewisse Unausgeglichenheit der Stimmen nicht übersehen werden, welcher Umstand jedoch auf die neue Zusammensetzung des Männerchores zu Beginn des Studienjahres zurückzuführen sein dürfte.     V. B.\" (°°).\nIn einem Artikel Theodor Helms in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung IX, Nr. 7, S. 8f,  wird auf S. 9 auch Bruckner erwähnt:\r\n\"        Dreissig Jahre Wiener Musikleben.\r\n                        (1866 - 1896)\r\n    Erinnerungen eines Musikkritikers.\r\n                 Von Dr. Theodor Helm.\r\n[... über das Musikjahr 1867 - 1868, zuletzt über eine Symphonie Volkmanns, deren Finale dem letzten Satz von Tschaikowskys Serenade op. 48 auffallend ähnele ...] Auf besagte Aehnlichkeit weist auch der in orchestraler Literatur sehr belesene (leider nur unserem Bruckner gegenüber unglaublich beschränkte!) Leipziger Musikgelehrte Dr. H. Kretzschmar in seinem „Führer durch den Concertsaal” ausdrücklich hin.    (Fortsetzung folgt.)\" (°°°).", "Letzte Änderung": "03.05.2026 02:52"}, {"ID": 189602115, "Datum": "11.2.1896, Dienstag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 41 erwähnt im Konzertbericht auf S. 1f kurz die Aufführung des \"Te deum\" [am 12.1.1896]:\n\"Drittes ordentliches Gesellschaftskonzert. \n\n     Händel's wenig bekanntes Oratorium \"Sieg der Zeit und Wahrheit\" gehört zu jenen Werken, welche erst durch die Betrachtung ihres Zusammenhanges mit dem Lebensgang und den Schicksalen ihres Schöpfers Interesse gewinnen. [... Perger wählte ein Fragment ...].\n     Leider glauben wir bei Herrn v. Perger an keine künstlerischen Absichten mehr, denn er hat die himmelschreiende Geschmacklosigkeit des letzten Gesellschaftskonzertes, neben Bruckner's Te Deum Herbeck's Tanzmomente aufzuführen, nicht eingesehen und bereut, sondern diesmal vollinhaltlich mit großem Behagen wiederholt, indem er Händel mit – Massenet zusammenspannte. [... übertraf die schlimmsten Erwartungen ... dazwischen \"war Brahms' Violinkonzert eingeklemmt\" ...]; es wird oft genug gespielt – zuletzt erst kürzlich von Hubermann; eine um so größere Nothwendigkeit, es gleich darauf wieder im Gesellschaftskonzerte aufzuführen!       Hagen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189702115, "Datum": "11.2.1897, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt berichtet\r\nauf S. 91f von der Aufführung der d-Moll-Messe [am 17.1.1897] (*)\r\nund auf S. 95 vom Genfer Konzert am 8.11.1896 mit dem \"Ave Maria\" (WAB 5) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189712015, "Datum": "1.12.1897, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik zur Amsterdamer Aufführung der 4. Symphonie [11.11.1897] in der Caecilia 54, S. 163 (*).\n[recte 2.12.1897?] Kritik L. Bödeckers zur Hamburger Aufführung der 4. Symphonie [12.11.] im Musikalischen Wochenblatt (**).\nBesprechung des Konzerts vom 23.11.1897 mit der 4. Symphonie in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung (***).\nDie Aufführung der 4. Symphonie wird auch in der Arbeiter-Zeitung Nr. 330 auf S. 7 erwähnt, die (auf S. 6f) zugleich mitteilt, daß das Neue Symphonie-Orchester aufgelöst werden wird, signiert \"J. S.\" [Josef Scheu]:\r\n\"[... wenig Resonanz, im ersten Monat Defizit 6000 fl. ...] Die letzten Konzerte des dem Tode geweihten Symphonie-Orchesters brachten Proben bemerkenswerther Leistungsfähigkeit. Wagner's Faust-Ouverture, Bruckner's Romantische Symphonie, Mendelssohn's Sommcrnachtstraum-Ouverture, alles wurde erfolgreich bewältigt und ließ die Fähigkeiten des Orchesterkörpers wie seines trefflichen Dirigenten im besten Lichte erscheinen. [...]     J. S. \" (°).\nDie Mährisch-Schlesische Presse Nr. 96 (Freiwaldau) berichtet auf S. 4 [falsch numeriert \"6\"]:\r\n\"     (Ein Bruckner-Denkmal.) Das Comité zur Errichtung eines Bruckner-Denkmals in Steyr hat wie uns gemeldet wird, beschlossen, anstatt, wie dies geplant war, ein Bruckner-Fenster in der dortigen Stadtpfarrkirche zu stiften, ein Denkmal zu errichten. Der Entwurf stammt von dem Bildhauer Zerritsch, einem Schüler Tilgner's. her. Das Denkmal soll, wenn die noch fehlende Summe von über 2000 fl. aufgebracht werden kann, schon im nächsten Frühjahre enthüllt werden.\" (°°).", "Letzte Änderung": "01.09.2026 07:19"}, {"ID": 189812015, "Datum": "1.12.1898, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Franz Schalk an Josef Schalk:\r\n    Der Klavierauszug zur 6. Symphonie sei nicht gerade eine Erholungsarbeit (*).\nDie Linzer Tages-Post berichtet über das Konzert vom 27.11.1898 mit der 2. Symphonie und geht dabei auch auf die Werkentstehung ein (**).", "Letzte Änderung": "09.06.2024 08:58"}, {"ID": 189802115, "Datum": "11.2.1898, Freitag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 3272 teilt auf S. 8 mit, dass zu Pfingsten [29.5.1898] das Bruckner-Denkmal in Steyr enthüllt wird (*).\nAuf die Aufführung des Quintetts am 19.2.1898 machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\nFremdenblatt Nr. 41 (Morgenblatt) auf S. 14 (\"Streichquartett\") (**),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 41 auf S. 5 (***),\r\ndie Neue Freie Presse (2. Viola \"Hr. Heldenberger\") (°)\r\nund das Neue Wiener Tagblatt (°°).", "Letzte Änderung": "30.03.2023 09:23"}, {"ID": 189912015, "Datum": "1.12.1899, Freitag", "Haupttext": "Artikel \"Bruckners Fünfte Symphonie in Leipzig\" [9.11.1899] in \"Der Chorgesang\" 13 (*).\nIm Konzert des Kirchenmusikvereins an der Votivkirche im Ehrbar-Saal werden u. a. unter Leitung von Th. Kretschmann zwei Gradualien Bruckners [prov. WAB 67] aufgeführt.\r\nBei anderen Programmnummern wirken mit: Hans Laschek (Gesang), Franz Giller (Violoncello), Natalie Wierer (Klavier) und H. v. Bocklet (Klavierbegleitung (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189902115, "Datum": "11.2.1899, Samstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Zeitung München Nr. 42 (Abendblatt) bringt auf S. 1 im Feuilleton eine Besprechung des Konzerts mit der 7. Symphonie [10.2.1899] (*).\nKritik zur Aufführung des Quintetts durch das Duesberg-Quartett [5.2.1899] im Deutschen Volksblatt Nr. 3633 auf S. 8 (**).\nThe Boston Globe Nr. 42 weist auf S. 10 auf das heutige Konzert hin:\r\n\"                AMUSEMENT NOTES.\r\n[...]\r\n     Miss Aus der Ohe will be the piano soloist at the symphony concert tonight in Music hall. The program will be as follows: Overture to \"Leonore,\" No. 3 Beethoven–concerto for pianoforte, Brahms–symphony No. 4. Bruckner.\" (***).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Boston Symphony Orchestra unter Wilhelm Gericke um 20 Uhr in der Music Hall in Boston (°).\r\nNächste Aufführung der 4. Symphonie in Boston: 1931 (°a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190012015, "Datum": "1.12.1900, Samstag", "Haupttext": "Die \"Lyra\" erwähnt auf S. 57 Bruckner im Nachruf auf Josef Schalk und schreibt auf derselben Seite über die Aufführung der 4. Symphonie am 20.11.1900 (*).\nDie Linzer Tages-Post berichtet von der Aufführung von \"Locus iste\" und \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] am 28.11.1900 in Vöcklabruck (**).\nBesprechung der Aufführung der 4. Symphonie [am 20.11.1900], signiert \"R. W.\" [= Richard Wallaschek], in der \"Zeit\" Nr. 322 auf S. 141 (***).", "Letzte Änderung": "15.01.2025 17:18"}, {"ID": 190002115, "Datum": "11.2.1900, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe im 3. Gesellschaftskonzert\r\nmit dem Chor des Wiener Singvereins (*a)\r\nund den Solisten Mathilde v. Hochmeister, Gisela Körner [bei Bruckner (*b), Dr. Josef Meyer und Ferdinand Marian (*c) unter Richard von Perger in Wien (*).\r\nGeorg Valker wirkt als Organist mit. Auf dem Programm stehen anschließend Mozarts Serenade in D-Dur (KV 320) und die Uraufführung von Zemlinskys \"Frühlingsbegräbnis\". Das vierseitige Programmblatt informiert u. a. über die bisherigen Bruckner-Aufführungen in Gesellschaftskonzerten (*d).\nIm Neuen Wiener Journal Nr. 2263 wird auf S. 8 ein Aufsatz von Arthur Seidl über moderne Dirigenten besprochen und dabei auch Bruckner erwähnt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190112015, "Datum": "1.12.1901, Sonntag", "Haupttext": "In der Deutschen Zeitung wird die Aufführung der 6. Symphonie am 13.12.1901 angekündigt (*).\n \nThe Buffalo Courier Nr. 335 (Buffalo, New York) bringt auf S. 13 einen Artikel über Liszt, in dem das Konzert vom 21.10.1901 mit der 3. Symphonie erwähnt wird:\r\n\"     The world will never hear the last of the proofs that Liszt had the noblest, biggest heart that ever beat in a musicians's breast. [... Briefwechsel mit Raff ... Liszt werde vor allem in Deutschland noch hochgeschätzt ...] In describing a recent concert in Berlin under Richard Strauss, the programme of which was devoted chiefly to Liszt's first symphonic poem, \"What One Hears on the  Mountain,\" and Bruckner's third symphony, the correspondent of the Musical Courier writes:\r\n     On Monday, October 21st, this great genius, Richard Strauss, played for us the first of his six concerts, played with what is technically termed a \"scratch\" orchestra, and achieved for himself, his programme, and his men a unanimous, frenzied triumph, such as staid, stolid Berlin has rarely known in all the many years of its musical history.   *    *    * \r\n     Liszt built his piece on the Victor Hugo poem of the same name. [... über das Werk ...]. \" (**).", "Letzte Änderung": "23.05.2024 12:57"}, {"ID": 190202115, "Datum": "11.2.1902, Dienstag", "Haupttext": "Besprechungen der e-Moll-Messe durch Winterberger in den Leipziger Neuesten Nachrichten (*) und Eugen Segnitz im Leipziger Tageblatt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190312015, "Datum": "1.12.1903, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Rottenberg in Frankfurt [zusätzlich zu \"November 1903\"?] und durch das Orchester des Wiener Konzertvereins unter Ferdinand Löwe (ohne das \"Te deum\", stattdessen Beethovens Coriolan-Ouvertüre und Händels Orgelkonzert in g-Moll (*)) im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190302115, "Datum": "11.2.1903, Mittwoch", "Haupttext": "Uraufführung der 9. Symphonie in Wien in einem Außerordentlichen Konzert des Wiener Akademischen Wagner-Vereins und des Wiener Konzert-Vereins unter Ferdinand Löwe im Großen Musikvereinssaal (*).\r\nAgnes Bricht-Pyllemann singt das Sopransolo im »Te deum« (#), bei dem die Chöre des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde, des Wiener Akademischen Gesangvereins und des Wiener akademischen Wagner-Vereins mitwirken (**)\r\nund als weitere Solisten Gisela Körner, Hermann Winkelmann, Richard Mayr und als Organist Georg Valker (##). Mathilde Kralik wirkte im Chor mit und hatte Bekannte und Verwandte, darunter ihre Schwägerin Maia Kralik, zum Konzertbesuch animiert (##a). Im Orchester wirken mit der Cellist Josef Lasner, der von der Probenarbeit, anfänglich aus Stimmen nach Bruckners Partitur [recte (vgl. Nefzger!) aus gedruckten Stimmen], berichtete (##b), und der vierte Hornist (Eintrag in der gedruckten Stimme \"Uraufführung B. Nefzger\") (##c).\nUnter den Besuchern sind Max Auer, August Göllerich und Karl Aigner (als Vertreter von Ignaz Bruckner (##d) und Wilhelm Kienzl (##e).\nDer Programmheftartikel stammt von Robert Hirschfeld (***).\nLöwe hatte, auswendig spielend, einen Einführungsabend am Klavier veranstaltet (°).\nArtikel von Karl Josef Fromm im  Deutschen Volksblatt Nr. 5065 auf S. 1f:\r\n               \"Bruckners \"Neunte\".\r\n          (Zur heutigen Uraufführung.)\r\n     Es war an einem Januartag des Jahres 1894.\r\n     In der ärmlichen, fast leeren, aus zwei Zimmers bestehenden Wohnung des todkranken, siebzigjährigen Tondichters Bruckner in der Heßgasse Nr. 7 hatten sich einige Freunde desselben, darunter Musikprofessor Dr. Helm und andre, eingefunden, um dem verehrten Meister einen Besuch abzustatten [25.1.1894]. [... Bruckner spielte aus dem Adagio ... die Finaleskizzen seien nach Josef Schalks Tod an Franz Schalk übergegangen ... im März 1889 habe Bruckner Göllerich ein alternatives Hauptthema vorgespielt und auf dessen Rat das ursprüngliche (mit dem Oktavsprung) beibehalten ... über die Pläne, als Finale-Ersatz das \"Te deum\" in C-Dur zu nehmen - eine Lösung, die Bruckner laut Löwe normalerweise nie gutgeheißen hätte ...] Und man wird beim Verklingen dieses Adagios den letzten Gruß des scheidenden Meisters und den Flügelschlag seines zu sonnigen Höhen emporsteigenden Titanengeistes wahrnehmen!..\r\n               Karl Jos. Fromm.\" (°°).\nGustav Mahler hatte abends Dienst an der Hofoper und konnte das Konzert nicht besuchen (°°°).", "Letzte Änderung": "03.04.2025 06:26"}, {"ID": 190412015, "Datum": "1.12.1904, Donnerstag [?]", "Haupttext": "[recte 4.12.1904?] Die Wochenschrift für Kunst und Musik berichtet von der Aufführung der 5. Symphonie [am 20.11.1904].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190402115, "Datum": "11.2.1904, Donnerstag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 17942 kündigt in einem Inserat auf S. 1 das Konzert vom 11.2.1904 mit der 7. Symphonie an [fast identisch mit vom 6. und 9.2.1904]:\n \"                                   THE\n              HALLÉ CONCERTS SOCIETY.\n                        FREE-TRADE HALL.\n The FIFTEENTH CONCERT of the FORTY-SIXTH SEASON\nwill take place TO-NIGHT, FEBRUARY 11, at 7 30.\n                                 ARTISTS:\n              Vocalist–Miss MURIEL FOSTER.\n  Solo Pianoforte–Mr. ARTHUR FRIEDHEIM.\n              Conductor–Dr. HANS RICHTER.\n                           PROGRAMME.\n                                    PART I.\n[Cherubini. J. S. Bach, Liszt, Elgar ...] \n                                    PART II.\nSymphony No. 7, in E . . . . . . . .  . . Bruckner\n              (First time at these Concerts.)\n [... Kartenpreise ...].\" (°°).\n\n\nAufführung der 7. Symphonie durch das Hallé-Orchestra unter Hans Richter in Manchester (**).\n\nAuf dem Programm stehen außerdem das 2. Klavierkonzert von Liszt (Solist: Friedheim), die Altrhapsodie von Brahms (mit Muriel Foster) und Arien von Bach (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190612015, "Datum": "1.12.1906, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Rottenberg in Frankfurt (*).\n\r\nArtikel Eröffnungskonzert der Liedertafel \"Frohsinn\" im Deutschen Michel auf S. 11 (**).\n\r\nDas Wiener Salonblatt Nr. 48 weist auf S. 15f auf das heutige Konzert und die Wiederholung am 3.12.1906 hin (***).\nAufführung von Helgoland im 1. Ordentlichen Konzert des Wiener Männergesangvereins unter Eduard Kremser. Richard Heuberger wirkt als Dirigent einiger anderer Nummern mit. Es spielt das Orchester des Wiener Konzertvereins. Der Chor zählt 400 Kehlen. Bei der Gralsfeier aus Wagners Parsifal wirken die Herren Maschat und Dr. Halatschka (als Parsifal bzw. Gurnemanz) mit. Aufgeführt werden auch der Pilgerchor aus Tannhäuser und Werke von Josef Reiter, Viktor Keldorfer, Schubert und Heuberger. Außerdem tritt die elfjärige Pianistin Mena Töpfer mit vier Solostücken auf (°). Die Konzerte gelten quasi als \"Generalprobe\" für das Berliner Konzert des Männergesangvereins [am 8.12.1906] (°°).\n \nBruckner wird in einer Buchbesprechung in der New York Tribune Nr. 21930 auf S. 5 erwähnt:\n\"                       Literary News and Criticism.\nFelix Weingartner on the Symphonists Since Beethoven.\nSYMPHONY WRITERS SINCE BEETHOVEN.\n     By Felix Weingartner. From the German by Arthur Bles. With twelve portraits. 12mo, pp. 163. Imported by Charles Scribner's Sons.\n     The student of orchestral composition, who is confronted this winter by about as crowded a concert season as any in the musical history of New York, must rejoice in the helpful and suggestive reading which he will find in this book of Felix Weingartner's. [... positiver Eindruck trotz \"hölzerner\" Übersetzung ... allgemein zum Begriff Symphonie und zur Gattungsentwicklung ... zu einzelnen Komponisten ...]. He admits that Brahms's complexity \"induces at first reflection and research,\" but he protests that in the long run it means monotony and boredom. Side by side with this merciless analysis of Brahms he has some warm sayings on Anton Brückner, his rival, whom he criticises for his lack of skill in the development of his ideas, but praises for the merits of his themes and for his devotion to a noble ideal. \"I should like Nature,\" he says, \"to give us a musician reuniting in himself the qualities of the two composers, the immense imagination of Brückner with the knowledge of Brahms. From such a combination would arise an artistic figure of the highest possible value.\" The references to Raff, César Franck, Rubinstein and one or two others of kindred standing, are very brief [... ausführliches Zitat zu Berlioz ... über Liszt, Richard Strauss ...].\" [keine Signatur] (°°°).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 12:51"}, {"ID": 190602115, "Datum": "11.2.1906, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung kündigt auf S. 9 [oder S. 8f?] die Aufführung der 9. Symphonie am 15.3.1906 an (*).\n\n\nEine ähnliche Meldung bringt auch das Neue Wiener Journal Nr. 4419 auf S. 2 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190702115, "Datum": "11.2.1907, Montag", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert in Berlin unter Nikisch mit Berlioz' »Lear«-Ouvertüre, Liszts 2. Klavierkonzert (mit Alfred Reisenauer), Wagners Trauermarsch aus der »Götterdämmerung« und Bruckners 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "21.04.2023 12:02"}, {"ID": 190812015, "Datum": "1.12.1908, Dienstag", "Haupttext": "Artikel »Bruckners Sechste Symphonie in A-Dur in München« in der Beilage »Der Sammler« der Münchener-Augsburger Abendzeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190802115, "Datum": "11.2.1908, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Nürnberg in Erlangen (vermutlich zuvor ein Konzert auch in Nürnberg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191002115, "Datum": "11.2.1910, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Boston Symphony Orchestra unter Max Fiedler in Boston. Außerdem wird eine Sinfonietta von Chardick aufgeführt.\n[Vermutlich wurde dieses Programm auch am 12.2.1910 aufgeführt.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191102115, "Datum": "11.2.1911, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Münchner Tonkünstlerorchester unter José Lasalle in Lyon (*).\r\nMarcel Montadon hatte den Programmtext geschrieben (*a).\nBesprechung der 9. Symphonie durch E. Segnitz (Aufführungskritik) im Leipziger Tageblatt (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2024 16:17"}, {"ID": 191212015, "Datum": "1.12.1912, Sonntag", "Haupttext": "Die Mississippi-Blätter Nr. 336 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) berichten auf S. 28 (= S. 12 des 2. Teils) ausführlich über das Jubiläumsfest in Wien [mit Aufführung der 9. Symphonie am 7.12.1912]:\n\"Jubiläumsfeier der k. k. Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.\n     Vor hundert Jahren, in einer großen Zeit der Welt- und Kulturgeschichte, wurde in Wien von einer stattlichen Anzahl kunstsinniger und kunstgebildeter Angehöriger hoher Kreise und des musikalischen Bürgerthums die Gesellschaft der Musikfreunde gegründet, [... geschichtlicher Überblick ...].\n     Zur Feier dieses bedeutsamen Moments begeht die k. k. Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1912/13 das Fest ihres hundertjährigen Bestandes. Die eigentliche Festwoche dauert vom 30. November bis 7. Dezember [... Festmesse unter Franz Schalk in der Augustinerkirche, drei Festkonzerte: \"Missa solemnis\" und Orchesterkonzert (mit d'Albert als Solisten), von denen ...] das dritte ein gemischtes Programm mit Werken von J. S. Bach, Anton Bruckner und Richard Wagner enthält. Zwischen diesen großen Aufführungen ist ein Kammerkonzert eingeschoben [... 2.12.1912 ... weitere Konzerte, auch anderer Orchester ... Solisten ... weitere Veranstaltungen ...].\"", "Letzte Änderung": "21.04.2023 10:37"}, {"ID": 191202115, "Datum": "11.2.1912, Sonntag", "Haupttext": "Die von Josef Tautenhayn d. J. geschaffene und vom Wiener Akademischen Gesangverein gestiftete Gedenktafel [IKO 126] in der Neuen Universität (Senatssitzungssaal) wird in Anwesenheit von Minister R. v. Hussarek und Rektor Redlich enthüllt (*).\r\nIn seiner Festrede verlangt Göllerich die Herausgabe einer Bruckner-Gesamtausgabe in Originalpartituren (**).\r\nReimers spricht einen von Franz Schaumann gedichteten Prolog; der Wiener Akademische Gesangverein unter Pawlikowsky führt »Mitternacht« [WAB 80] und »Germanenzug« auf (***).\nArtikel \"(Anton Bruckner.)\" im Neuen Wiener Journal Nr. 6574 auf S. 9 (unter Bruckners Schülern erscheint auch der Name Lafite) (°)\r\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 17051 auf S. 11 (\"[Zur Enthüllung des Anton Bruckner-Denkmals.]\", mit Schilderung von Bruckners Vorlesungsstil) (°°).\nBemerkungen zu Brahms und Bruckner (3. Symphonie) in einer Kritik von Géza Csáth in »Világ« (°°°).\nArtikel von Max Graf \"Das Bruckner-Denkmal der Universität.\" (#).", "Letzte Änderung": "26.07.2026 13:23"}, {"ID": 191402115, "Datum": "11.2.1914, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie in Nürnberg (*).\nErster Teil der Besprechung der Marburger Musiktage [mit der 3. Symphonie am 7.2.1914] in der Oberhessischen Zeitung (Marburg) Jg. 49 Nr. 35 auf S. 2:\r\n\"            Die  Meininger Musiktage.\r\n     Das waren nicht \"Meininger Musiktage\", die hinter uns liegen, nein eher schon ein Marburger Musikfest, das hinter uns liegt! Wenngleich der das Konzert gebende Verein dabei auch für sich auf jede künstlerische Mitwirkung verzichtete, so bliebe der Begriff \"Marburger Musikfest\" doch berechtigt [...].\r\n     Es ist keine Frage: die Meininger Hofkapelle steht in einer Blüte, die sie seit Bülow nicht besessen hat. Sie ist unter den deutschen Kapellen, die ihre Kunst durch die Lande tragen, wieder an die Spitze gerückt unter dem Zepter eines Mannes, der sich weitab von den Direktionsvirtuosen stellt und doch mit dem, was er als Dirigent erreicht, nicht im mindesten zurücksteht, sondern mit vorangeht. [...] Die Universalität, die Max Reger als Dirigent entfaltet, ist bewundernswert: [...] durch ihn spricht Mozarts, Beethovens, Wagners, Brückners Geist zu uns, eindringlich in jeder musikalischen Phrase. Seine universale Begabung, die ihn als Tondichter fortschreitend ständig neues Land seiner Kunst gewinnen läßt, trat in der Augestaltung [sic] der Werke, die er dirigierte, hell an den Tag: restloses Herausarbeiten aller Feinheiten und auffallend starker Sinn für große Linienführung, [...]. Und dabei dieser erstaunlich geringe Aufwand an äußeren Mitteln in der Direktionsart! Bewegungen des Taktstockes klein und zierlich fast wie bei Reineke, dem typischen Mozartdirigenten, nur in seltensten Fällen weiter ausgreifend, die linke Hand fast völlig an ihre einzige Tätigkeit des Umblätterns gebannt! Blick und Geberde tun alles – und doch, welch ein Leben winkt er aus den Tiefen herauf! [...].\r\n     Erstes Konzert: Symphoniekonzert. [... Böcklin-Suite ... Siegfried-Idyll ...]. – Den zweiten Teil des Konzerts füllte Anton Brückners dritte Symphonie D-moll aus – das Werk, an das Brückner mit allem Recht größte Hoffnungen geknüpft hat, die sich freilich erst nach mehreren Jahrzehnten zu erfüllen anfingen. Der Musikgeschichte gehört längst das trübe Kapitel des Kampfes um Brückner und Brahms an, der sich gottlob gelegt hat, weil es in der Musik wie überall gelten muß, daß es mehrere Facons gibt, um durch Töne und Rythmen [sic] beglückt und beseligt zu werden. Brückners dritte Symphonie ist das erste gewaltige Bekenntnis eines in Beethovenschen Maßen schöpferischen Genius auf Richard Wagner; da konnte es denn freilich erst durchdringen, als Wagner, dem es \"in tiefster Ehrfurcht\" gewidmet ist, mit seinem Werk den festen Boden der Begeisterung seiner Freunde und der allgemeinen Duldung gewonnen hatte. Mit Aufführungen, wie wir sie hier durch die Meininger erleben durften, erfüllt Reger geradezu eine Mission. Wenn je, so ist er der Künstler, den Brückners Werk gebraucht: mit seinem ausgeprägten Sinn für die klare Gestaltung der großen Linien[,] die monumentale Größe der meist weit, in breiter Wucht angelegten, Ton=Symphonien des Wieners zu vervollkommenen [sic] Ausdruck zu bringen. Wenn dem begeisternd sieghaften Beschluß des ersten Abends wohl große Wärme der Beifallsäußerungen, aber nicht allgemein Beifallsbegeisterung folgte, so liegt das an der Schwere des Werkes und dem sich erst allmählich anbahnenden Verständnis für den allzu selten hier gehörten Brückner, nicht an der Leistung von Orchester und Dirigent, die eine Leistung von erstem Range war.    (Schluß folgt.)\"\r\n[am Ende des 3. Teils, 13.2.1914, S. 1f:]\r\n[...] Möchte ein gütiges Geschick die Gefahr abwenden, die den Meiningern droht – Regers Verlust, von dem es in den Zeitungen raunt –, so daß dem Wunsche der Marburger Musikfreunde die Erfüllung des heißen Wunsches zuteil werde: Reger und die Meininger übers Jahr wieder hier zu haben!  [keine Signatur]\r\n     *  Kein Rücktritt Regers. Die durch die Tagespresse gehende Nachricht von dem Rücktritt Max Regers von der Leitung der Meinnger Hofkapelle wird von Reger selbst dementiert.\"  [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 07:41"}, {"ID": 191512015, "Datum": "1.12.1915, Mittwoch", "Haupttext": "Einführungsvortrag (mit Klavierbeispielen) von Dr. Ernst Kunwald über die drei Symphonien des nächsten Konzerts (Haydn, Mozart, Beethoven) und die am 17./18.12.1915 gespielte 4. Symphonie in der Memorial Hall in Cincinnati.", "Letzte Änderung": "02.05.2023 21:35"}, {"ID": 191712015, "Datum": "1.12.1917, Samstag", "Haupttext": "Schrötters Harmonium trifft [mit starker Verzögerung, vgl. 5.10.1917] in Wien-Westbahnhof ein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191702115, "Datum": "11.2.1917, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung der 3. Symphonie für den 16./17.2.1917 in The Los Angeles Times auf S. 31 (= S. 1 des 3. Teils):\n\"              MUSICAL.\n\n                               [...]\nSOME LOCAL PREMIERES OF THE NEAR PAST AND FUTURE.\n                By Edwin Schallert.\n     Nearly every composer at some time during his career has had the ambition to write an opera. [... ausführlich über das Opernschaffen ... lokale Opern-Premieren ... leichte Muse (Victor Herbert)].\n                    ———\nProgramme of Week.\n     While Los Angeles will not have an opportunity to hear any new operas this week by local composers, it is at least a matter of note that one Southern California composer is to be presented in prominent fashion in the week's events. This is George Edwards of San Diego, whose musical setting of Olive Schreiner's \"The Hunter\" will be presented [...]. His work is very promising.\n     The symphony concert will also be notable in that it will record the first presentation of a symphony by Bruckner locally. That strange composer's No. 3 in D minor will be given. It promises distinct novelty. The remaining number on the programme will be Saint-Saens's \"Phaeton.\" \" [... weitere Konzerte ...].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191812015, "Datum": "1.12.1918, Sonntag", "Haupttext": "Öffentliche Hauptprobe zum 4. Philharmonischen Konzert in Berlin unter Nikisch um 12:00 Uhr mit Schumanns Genoveva-Ouvertüre, Bruckners 8. Symphonie, Wagners Wesendonck-Liedern (mit Emmi Leisner) und dem \"Meistersinger\"-Vorspiel.\nHauptaufführung am 2.12.1918.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191912015, "Datum": "1.12.1919, Montag", "Haupttext": "Aufsatz \"Anton Bruckner / Persönliche Erinnerungen von Hans Thornton\" im Dezember-Heft der Monatsschrift \"Donauland\" auf S. 944ff.\nGeschildert werden die Universitätsvorlesungen Bruckners und die Wiener Erstaufführung der 7. Symphonie mit dem anschließenden Bankett (anwesend u. a. Dr. Boller und Dr. Höfler).\n[Ergänzung Höflers dazu am 1.2.1920]", "Letzte Änderung": "18.12.2024 16:44"}, {"ID": 192012015, "Datum": "1.12.1920, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Chores »Herbstlied« durch den »Sängerbund Frohsinn« (Sopransoli: Grüll und Dusel, Klavierbegleitung [vermutlich] Frl. Sommerhuber) unter August Göllerich in einem Vokalkonzert (1. satzungsmäßige Veranstaltung) in Linz; einige Chöre dirigierte auch Heinrich Keldorfer. Franz Gräflingers Chor \"Nacht im Walde\" gelangt zur Uraufführung.", "Letzte Änderung": "04.01.2024 09:16"}, {"ID": 192112015, "Datum": "1.12.1921, Donnerstag", "Haupttext": "Prof. Josef Lorenz Wenzl berichtet in der St. Pöltner deutschen Volkszeitung Nr. 47 auf S. 5 von der Bruckner-Gedenkfeier der Urania [am 25.11.1921] (*).\n \n[Anton Bruckner betreffend?] Aufführung eines Bruckner-Chorus \"The Bird's Song\"  [identisch mit \"The Song of the Birds\"?] [prov. WAB 67?] durch den [Damen]Chor der Chaminade in der Music Hall der Academy of Music in Brooklyn. Die Chorleitung hat Emma Richardson Kuster, das Solo singt Elizabeth Zimmer Merker [recte Merkert?]\n[Bruckner oder Brückner? siehe die Anmerkung zum 3.4.1921] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192212015, "Datum": "1.12.1922, Freitag", "Haupttext": "The Lincoln Star (Lincoln, Nebraska) bringt auf S. 10 den bereits bekannten Artikel über die österreichischen Briefmarken [darunter IKO 142]:\n\"                Music Notes\n\n[...]\n     Some of the most artistic postage stamps recently come from Europe, according to the New York Times [25.6.1922], is a series of what may be called \"music\" stamps, issued by Austria. There are seven values, [...].\n     The pictures follow a choronologcal [sic] sequence in respect to values. The oldest of this famous group of seven, Haydn, is on the 2½-crown value. Mozart appears on the 5-crown, [fehlt: \"Beethoven on the 7½-crown\"], Schubert on the 10-crown, Anton Bruckner on the 25-crown, Johann Strauss, the younger, on the 50-crown and Hugo Wolf on the 100-crown stamp, the highest value in the set. Wolf was a well known song writer who died about twenty years ago. Bruckner, who died in 1896 was a composer of many symphonies and for years was the organist at Linz.    As specimens of beautiful engravin gthese [sic] latest Austrian stamps are veritable gems of art. Most of the American dealers were ignorant of their issue until recently. [... Wohlfahrtsmarken ...] and, although available for postage at the designated values, are being sold, according to a Paris dealer, at ten times their face value, the excess being used for some charitable purpose. [... also 2000 Kronen für den Satz (= 25-30 US-Cents) ...].\n    The stamps bear no names. The portraits of the musicians form the chief feature in the design ,being in a large oval in the centre surrounded by artistic scrolls, with \"Oesterreich\" in the top panel and the value in the lower panel.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192312015, "Datum": "1.12.1923, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik im Linzer Volksblatt Nr. 275 auf S. 5.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192302115, "Datum": "11.2.1923, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Karl Muck in Amsterdam (*).\n \n[geplant! aber erst am 1.4.1923 mit geändertem Programm]\nAufführung des Quintetts durch das Gottfried-Herbst-Quartett im dritten Kammerkonzert in der Central Christian Church in Spokane. Mitwirkende: Gottfried Herbst, Fred La Fond, Ferdinand Sorenson, Julius Blinn [2. Viola N.N.].\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Dvorak (op. 61 oder op. 96) und Brahms (\"Love Songs\") (**).", "Letzte Änderung": "26.09.2025 21:38"}, {"ID": 192412015, "Datum": "1.12.1924, Montag", "Haupttext": "Artikel von Max Springer »Bruckner-Feiern« in der Reichspost Nr. 330 auf S. 3 über die Konzerte vom 29.11.1924 (Quintett) und 30.11.1924 (g-Moll-Ouvertüre und 7. Symphonie) (*).\nAufführung des »Te deum« durch die Troppauer Singakademie und den Liederkranz unter Grande in Troppau (**).\nAufführung des Quintetts im 1. Kammermusikabend in Innsbruck. Ausführende: Hedwig Schennich, Josef Werner, Hugo Morawetz, Karl Misof und Richard Strohal (***).\nIn der Österreichischen Volkszeitung Nr. 329 bespricht auf S. 5 Balduin Bricht (signiert \"B. B-t.\") das Konzert mit der 7. Symphonie [am 30.11.1924] (°).\r\nAuf Seite 6 Ankündigung des Konzerts vom 6.12.1924 mit der 4. Symphonie (°°).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 09:59"}, {"ID": 192512015, "Datum": "1.12.1925, Dienstag", "Haupttext": "Artikel \"\"Bruckner\" von Ernst Kurth\", signiert \"W. Z.\", im Karlsruher Tagblatt.", "Letzte Änderung": "05.08.2026 07:18"}, {"ID": 192602115, "Datum": "11.2.1926, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik zur 8. Symphonie [am 4.2.1926 in New York] im Musical Courier (*).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke am 14.2.1926: \"Donnerstag ein paar Reime gemacht als Beilage für das Bruckner-Buch, das das junge Paar Bermann als Geschenk empfangen soll.\" (**).", "Letzte Änderung": "30.03.2025 17:56"}, {"ID": 192612015, "Datum": "1.12.1926, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Tor Mann (*).\nDatierung von Josef V. Wöss' Vorwort zur Ausgabe von Perger Präludium und Fuge in d-Moll [WAB 125] bei der Universal-Edition (Nr. 8752) (**).\nAufführung der f-Moll-Messe durch die Konzertgesellschaft für Chorgesang unter Hanns Rohr in München (2. Festkonzert zum 40-jährigen Jubiläum des ursprünglichen Porges-Chores) (***).\nArtikel von Josef Offner in der Arbeiter-Sänger-Zeitung auf S. 180f über die Eignung von Bruckners Messen und Symphonien für Arbeiterkonzerte (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192712015, "Datum": "1.12.1927, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Carl Schuricht im 8. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (*). Solist in Mendelssohns 1. Klavierkonzert ist Max von Pauer (*a).\nKritik der 6. Symphonie [9.11. in Paris] durch A. Febre-Longeray im Courrier musical (erwähnt ein abfälliges Urteil über Bruckner von Herrn Schwenke) (**).\nAufführung der 9. Symphonie durch das New York Philharmonic Orchestra unter Willem Mengelberg im 6. Abendkonzert in der Carnegie Hall in New York.\r\nAuf dem Programm stehen danach Liszts A-Dur-Klavierkonzert (mit Yolanda Mero) und Richard Wagners \"Meistersinger\"-Vorspiel. Wiederholung am 2.12.1927 (***).\r\nDas Konzert wird vom Rundfunk übertragen (Sendestation WOR) (°).\r\nUnmittelbar nach dem Konzert gibt es ein Novum in der Geschichte der Konzertübertragungen: I. A. Hirschmann formuliert seine Kritik unmittelbar nach dem Konzert – „probably the first time in the history of music that a criticism had been presented less than one minute after the rendition of a composition.“ (°°).", "Letzte Änderung": "07.05.2025 11:07"}, {"ID": 192702115, "Datum": "11.2.1927, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Otto Volkmann in Osnabrück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192812015, "Datum": "1.12.1928, Samstag", "Haupttext": "Im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 568 wird auf S. 7 ein Fehler in der gestrigen Kritik über ein Konzert der Bruckner-Gemeinde korrigiert. \n[Ob das fragliche Konzert [vor dem 30.11.1928] ein Werk Bruckners brachte, ist vorläufig nicht feststellbar, da weder am 30.11.1928 noch am 29.11.1928 eine Konzert-Besprechung zu finden ist.]", "Letzte Änderung": "07.08.2026 15:02"}, {"ID": 192802115, "Datum": "11.2.1928, Samstag", "Haupttext": "Der Wiener Rundfunk überträgt von 16:10 bis 17:50 Uhr das Konzert des Wiener Konzertorchesters unter Fritz Recktenwald: Auf dem Programm steht u.a. die Uraufführung von Recktenwalds Variationen über „s kommt ein Vogerl geflogen“ (im Stile neuer Meister: […] Tschaikowsky, Bruckner, Mahler [… insgesamt 11 Teile]. [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "17.08.2026 16:40"}, {"ID": 192902115, "Datum": "11.2.1929, Montag (Rosenmontag)", "Haupttext": "Ankündigung der 4. Symphonie für den 13.2.1929 im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 70 auf S. 3.", "Letzte Änderung": "07.08.2026 13:46"}, {"ID": 192912015, "Datum": "1.12.1929, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von »Trösterin Musik« und »Um Mitternacht« [WAB 90? vermutlich WAB 89] durch den Männerchor Wiedikon/Zürich unter Johannes Fuchs (*).\nAufführung des »Te deum« durch das Symphonieorchester Malmö unter Walther Meyer-Radon (**).\nDie Arbeiter-Sänger-Zeitung berichtet auf S. 187 von der Aufführung des Chores »Festlied« [WAB 59] durch den Arbeitersängerbund Linz und vom Konzert des Männergesangvereins Margarethen (mit »Trösterin Musik« und »Um Mitternacht«) im November 1929 (***).\nAufführung des Chores »Trösterin Musik« durch die Freie Typographia (°).\nDer Rundfunksender Stuttgart überträgt von 20:00 bis 21:15 Uhr eine Abendmusik des Württembergischen Bruckner-Bundes in der Stuttgarter Markuskirche mit Werken von J. S. Bach und Bruckner – Tantum ergo Nr. 3, Os justi, Vexilla regis, Ave Maria [WAB 6] mit Orgelbegleitung, Adagio des Quartetts [recte: Quintetts] (Orgelfassung von Hermann Keller), Christus factus est, Virga Jesse, Genitori (Chor mit Orgel), Tantum ergo Nr. 5 (Chor mit Orgel) (°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 22:07"}, {"ID": 193012015, "Datum": "1.12.1930, Montag", "Haupttext": "The Boston Globe Nr. 154 berichtet auf S. 6 vom gestrigen Abendgottesdienst:\n\"SERVICES FOR FIRST SUNDAY IN ADVENT\n\n[...]\n Musical Service Afterward\n\n     [...]. Included in the service was [... Präludium von Karg-Elert ...], and for a postlude, Joseph Messner's \"Improvision [sic] on a theme by Anton Bruckner.\"\n     The music rendered by the choir included [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193102115, "Datum": "11.2.1931, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Leopold Reichwein im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Händels A-Dur-Orgelkonzert ist Franz Schütz, das Sopransolo in J. S. Bachs Kantate \"Jauchzet Gott in allen Landen\" BWV 51 singt Ria Ginster. Wiederholung am 11.2.1931 (*).\n \nBesprechung des gestrigen Konzerts durch Edward Moore (mit wenigen Sätzen für die 9. Symphonie) in der Chicago Tribune Nr. 36 auf S. 23.\r\n\"[...] It is an excellent sedative in an age of automobile and radio, a reminder that speed is not necessarily the best thing in life.\" (**).\n \n[vermutlich am 11.2.1931]\nAufführung der 9. Symphonie durch das Chicago Symphony Orchestra unter Frederick Stock in Chicago. Auf dem Programm stehen außerdem Georg Schumanns Ouvertüre \"Liebesfrühling\" und Beethovens G-Dur-Klavierkonzert mit dem Solisten José Iturbi.\nWiederholung vom 10.2.1931 (***).\r\nIm Januar/Februar 1931 wurde die 9. Symphonie neben den zwei Konzerten in Chicago auch in Milwaukee aufgeführt (°).", "Letzte Änderung": "01.11.2025 16:35"}, {"ID": 193212015, "Datum": "1.12.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der Originalfassung der 9. Symphonie unter Bruno Walter im 6. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (mit Rundfunkübertragung, im Rahmen des Bruckner-Zyklus des Mitteldeutschen Rundfunks).\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "30.03.2026 21:13"}, {"ID": 193202115, "Datum": "11.2.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik zur Londoner Aufführung der 7. Symphonie [vgl. 6.2.] von Neville Cardus in The Manchester Guardian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193312015, "Datum": "1.12.1933, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie [30.11.1933] durch Julius Goetz in den Leipziger Neuen Nachrichten: \n   »[...] Wenn nun der 74jährige Muck mit seiner wohl berühmtesten Leistung auf dem Gebiete der symphonischen Musik, der Darstellung der Siebenten von Bruckner, auf dem Gewandhaus-Podium erscheint, so wirkt in der ehrfurchtgebietenden Künstlergestalt mit dem ergreifenden Wagner-Profil eine andere bedeutsame Erinnerung fort. Muck dirigiert die gleiche Symphonie, die er im Jahre 1886, zwei Jahre nach der Uraufführung in Leipzig unter Nikisch, in Anwesenheit ihres Schöpfers in Graz zum ersten Male aufführte. (Bruckner soll von dem Klang so erschüttert gewesen sein, daß er dem 27jährigen Muck in seiner überströmenden Dankbarkeit das 'Du' angeboten habe.) \n   Die 47 Jahre, die Dr. Muck nun schon mit dieser Partitur geistig verbunden ist, schaffen auch an seiner Deutung des Werkes mit und verleihen dem Konzert eine Weihe, die über den Bannkreis des reinen Kunstwerkes weit hinausreicht und Menschliches mit einschließt. Aus diesem Grunde wäre es verfehlt, die Aufführung mit anderen Aufführungen von Bruckners E-Dur-Symphonie zu vergleichen oder gar dem Dirigenten Muck und seiner sichtbaren Eigenart irgendeinen Dirigiervirtuosen mit seinen Besonderheiten abwägend gegenüberzustellen. Muck musiziert diesen Bruckner mit einer abgeklärten künstlerischen Weisheit, für die jedes Geheimnis der Partitur längst enträtselt und jedes Problem ihrer Form endgültig gelöst ist. Die überaus sparsame Dirigierbewegung, mit der er das Orchester lenkt, spricht einen Gestaltungswillen aus, für den es keine Entdeckung, keine Eroberung und keine neue Ueberwältigung mehr gibt und dem jede Eigenwilligkeit fernliegt. Diese geistige Ruhe bestimmt in allen Teilen der Aufführung die Klanggebung. Sie ist in dem seelischen Aufschwung der Ecksätze zu spüren, sie füllt die Inbrunst des Adagios aus, und sie rechtfertigt selbst noch die auffallend breiten Zeitmaße im Scherzo. Das Gewandhaus-Orchester spielt so schön, wie es vermag. [...] \n   Muck wurde bei seinem Erscheinen auf dem Podium mit betonter Herzlichkeit begrüßt und nach dem Bruckner mit besonderer Wärme gefeiert.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193512015, "Datum": "1.12.1935, Sonntag", "Haupttext": "Einspielung des \"Ave Maria\" durch den Dresdner Kreuzchor unter Mauersberger.", "Letzte Änderung": "23.06.2026 06:33"}, {"ID": 193612015, "Datum": "1.12.1936, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Hilde Wendler an Max Auer:\r\n     Der Musikwissenschaftliche Verlag befasse sich derzeit mit der Aufgabe, den Komplex der Originalfassungen den höchsten Parteistellen verständlich zu machen und diese dafür zu gewinnen (*).\nBrief von Alfred Orel an Leonhardt Groß:\r\n     Robert Haas habe nach dem 20.11.1936 über die Zusammenarbeit mit Orel und über die Endredaktion der 9. Symphonie entscheiden wollen und habe dann am 27.11.1936 um eine weitere Unterredung am 30.11.1936 gebeten. Dabei sei auch Orels Aufsatz [in der Deutschen Musikkultur] zur Sprache gekommen. Haas könne Kritik an der Gesamtausgabe nicht akzeptieren, obwohl er »wunde Punkte« zugeben müsse (unvollständige Quellenlage und daher kein endgültiger Text). Daß Hausegger an den Originaltexten Retuschen anbringe, kümmere ihn nicht. Haas befürworte bei den Skizzen zur 9. Symphonie eine diplomatisch getreue Wiedergabe, obwohl er, Orel, die Änderungen durch Nowaks Revision und die Berliner Skizzen für unwesentlich halte. Er wolle sich nun weder vom Musikwissenschaftichen Verlag noch von Haas oder Josef Bick hinhalten lassen und fordere die Auflösung des eh nur »papierenen« Vertrags. Groß solle diesbezüglich mit dem Verlag Kontakt aufnehmen (**).", "Letzte Änderung": "30.07.2025 11:35"}, {"ID": 193712015, "Datum": "1.12.1937, Mittwoch", "Haupttext": "Postkarte von Franz Gräflinger an Joseph Marx (*).\n\n\nAufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Karl Böhm im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert ist Wilhelm Backhaus [Wiederholung vom 30.11.1937] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194012015, "Datum": "1.12.1940, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre durch das Symphonieorchester Norrköping unter Heinz Freudenthal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194002115, "Datum": "11.2.1940, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Guido Binkau im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Brahms' d-Moll-Klavierkonzert ist Hans Weber.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194102115, "Datum": "11.2.1941, Dienstag", "Haupttext": "Brief des Propagandaministeriums [?] an Friedrich Werner: \n    Der Kauf des Autographs der 3. Symphonie (von Alma Mahler-Werfel) müsse vorerst aus devisenpolitischen Gründen zurückgestellt werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194302115, "Datum": "11.2.1943, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194602115, "Datum": "11.2.1946, Montag", "Haupttext": "Brief von Robert Haas an Max Auer: \n     Am 8.2.1946 sei er aller Ämter enthoben worden. Bittet um Unterstützung, da die Gesamtausgabe gefährdet sei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194612015, "Datum": "1.12.1946, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung der 1. Fassung der 3. Symphonie durch die Staatskapelle unter Joseph Keilberth im Kurhaus Bühlau in Dresden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194902115, "Datum": "11.2.1949, Freitag", "Haupttext": "In einem Rundfunkkonzert in Turin dirigiert Nino Sanzogno die 7. Symphonie (*).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Städtische Orchester Trier unter Otto Söllner im Stadttheater in Trier (**).", "Letzte Änderung": "07.09.2024 13:42"}, {"ID": 195102115, "Datum": "11.2.1951, Sonntag", "Haupttext": "Rundfunkübertragung der 9. Symphonie mit dem Radiosinfonieorchester Stuttgart unter Carl Schuricht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195302115, "Datum": "11.2.1953, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Orchestre de la Suisse Romande unter Carl Schuricht im 9. Abonnementkonzert in der Victoria-Halle in Genf. \nSolist in Haydns Cellokonzert ist Henri Honegger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196702115, "Datum": "11.2.1967, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Viktor Quirin Plasser »Der haut mir noch die ganze Orgel zusammen!« in »Samstag«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197112015, "Datum": "1.12.1971, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Rafael Kubelik im Wiener Musikvereinssaal (*).\nAufführung der 7. Symphonie durch das Oslo Filharmoniske Orkester unter Miltiades Caridis in Oslo (**).", "Letzte Änderung": "27.08.2025 10:33"}, {"ID": 197312015, "Datum": "1.12.1973, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Bergen Filharmoniske Orkester unter Karsten Andersen in Bergen (*).\nAufführung der 2. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Horst Stein im 3. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien (die zweite Aufführung mit diesem Orchester überhaupt nach Bruckners Tod! Wiederholung am 2.12.1973).\r\nSolist in Brahms' d-Moll-Klavierkonzert ist Walter Klien (**).\r\n[Vermutlich zu diesem Konzert]\r\nDie Musikblätter der Wiener Philharmoniker 28 (1973/74) enthalten auf S. 111 -117 einen einführenden Artikel von Leopold Nowak (***). Auf S. 122-132 ein Artikel von Franz Grasberger \"Die Symphonie ohne Widmung. Zur zweiten Symphonie von Anton Bruckner.\" (°)", "Letzte Änderung": "10.06.2026 11:51"}, {"ID": 197402115, "Datum": "11.2.1974, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Karolos Trikolidis in Thessaloniki (dort als Erstaufführung).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197412015, "Datum": "1.12.1974, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung der »Messe ohne Gloria« (WAB 146) durch die St. Florianer Sängerknaben und den Stiftschor unter Augustinus Franz Kropfreiter in St. Florian.", "Letzte Änderung": "28.05.2025 19:20"}, {"ID": 197512015, "Datum": "1.12.1975, Montag", "Haupttext": "Dr. Haschek überreicht in Wien Heinz Wallberg die Bruckner-Medaille der IBG.", "Letzte Änderung": "27.03.2023 16:35"}, {"ID": 198302115, "Datum": "11.2.1983, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der Münchner Aufführung der 3. Symphonie [10.2.1983] durch Baldur Bockhoff in der Süddeutschen Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198412015, "Datum": "1.12.1984, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der von William Carragan erstellten Orchesterfassung des Finales der 9. Symphonie durch das Orange County Pacific Symphony Orchestra unter Keith Clark im Santa Ana High School Auditorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198712015, "Datum": "1.12.1987, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Iceland Symphony Orchestra unter Frank Shipway.", "Letzte Änderung": "15.02.2026 06:49"}, {"ID": 198812015, "Datum": "1.12.1988, Donnerstag", "Haupttext": "Pressekonferenz des ABIL (anläßlich des zehnjährigen Bestehens) im Linzer Brucknerhaus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199512015, "Datum": "1.12.1995, Freitag", "Haupttext": "Artikel \"Orgelklänge aus Nougat. Konditorei Schmeissl würdigt Anton Bruckner auf \"süsse\" Art\" in Oberösterreich - Panorama.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199612015, "Datum": "1.12.1996, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von f-Moll-Messe und 150. Psalm durch den Rottenburger Domchor, die Sinfonietta Tübingen unter Frank Leenen und die Solisten Monika Meier-Schmid, Christiane Götz, Berthold Schmid und Bruce Abel in der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199812015, "Datum": "1.12.1998, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts durch Miglieder der Berliner Philharmoniker (Rainer Kussmaul, Madeleine Carruzzo, Wolfram Christ, Tanja Schneider, Georg Faust) im Kammermusiksaal der Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 22:30"}, {"ID": 199912015, "Datum": "1.12.1999, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie (Löwe-Fassung) durch das American Symphony Orchestra unter Leon Botstein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201012015, "Datum": "1.12.2010, Mittwoch", "Haupttext": "Bei einer Sotheby's-Auktion wird das Autograph von »Mitternacht« (WAB 80) von der ÖNB ersteigert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 184903115, "Datum": "11.3.1849, 3. Fastensonntag", "Haupttext": "Vollendung des Requiems [WAB 39] »den 11. März 849, als am Sonntage in der Fasten« (*) in der unvollständigen Urschrift (Partiturskizze), dem verstorbenen Franz Sailer gewidmet.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:45"}, {"ID": 185203115, "Datum": "11.3.1852, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckners Requiem [WAB 39] wird bei der Beerdigung Schäflers aufgeführt.", "Letzte Änderung": "12.01.2026 16:16"}, {"ID": 185603115, "Datum": "11.3.1856, Dienstag", "Haupttext": "Aktenvermerk »exp. 11/3« auf dem Schreiben an die Statthalterei vom 5.3.1856 (*), Aktenvermerk »p. 11. Merz 845« auf der entsprechenden Reinschrift (**).", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:50"}, {"ID": 186003115, "Datum": "11.3.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 145r (\"Dreifacher Contrapunct der Octav\"):\n\"11. März [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103115, "Datum": "11.3.1861, Montag", "Haupttext": "Datierung »Wien 11. März [1]861« auf Doppelbogen »No. 58« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903115, "Datum": "11.3.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Waldeck:\r\n   Hat seinen Brief erhalten. Hafferl sei hier gewesen. Gedanken an eine Rückkehr habe er nicht, und obwohl er das Recht auf Reservierung des Postens habe, werde er sich schon wegen der Wiener Presse nicht [um die Linzer Organistenstelle] bewerben, es sei denn, es wäre [für Waldeck] von Vorteil. Grüße an Schiedermayr. Waldeck solle wegen der Petition Hafferl und den Bürgermeister [Drouot] fragen, die auch er; Bruckner, sprechen werde, wenn er (ab 24.3.1869 mittags) in Linz sein werde.", "Letzte Änderung": "25.09.2024 07:09"}, {"ID": 187303115, "Datum": "11.3.1873, Dienstag", "Haupttext": "Komposition des Scherzos der 3. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703115, "Datum": "11.3.1877, Sonntag", "Haupttext": "4. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Schubert, Herbeck, Ernst und Mozart (*).\nBruckner notiert im »Krakauer Schreibkalender«:\r\n    »Migrän ganzen Tag u[nd] Walküre« (**).\nFranz Schimatschek in Linz gestorben (***).\nAufführung des »Germanenzugs« durch den Linzer Sängerbund unter Alois Weinwurm im Redoutensaal, [vermutlich] mit Max Brava als Klavierbegleiter (°).\r\n    Solisten: Haslinger, Kohlendorfer, Wolf und Hummel (°a). Weitere Mitwirkende sind Betty Münch, Weilnböck und Franz Nowak (°b).\r\n   Einmal jährlich waren diese Konzerte Benefiz-Konzerte zugunsten des Linzer Staatsgymnasiums, und es ist möglich, daß auch Rafael Loidol [später: Oddo Loidol] dem Konzert beiwohnte (°c).\n(Liszt kommt in Wien an. Ab dem 24.3.1877 ist er in Bayreuth (°°)).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 06:55"}, {"ID": 188103115, "Datum": "11.3.1881, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Pfarrer Klinger in Taufkirchen [recte: Linz?]:\r\n     Dankt für die große Güte; nicht er, sondern vermutlich der Hausmeister habe etwas zurückgesendet. Macht auf die Besprechungen der 4. Symphonie vom 3.3.1881 und - in der Vorstadt-Zeitung - 8.3.1881 [? vgl. 21.2.1881] aufmerksam. Dankesgruß an Waldeck (*).\nBesprechung des Konzerts mit der 4. Symphonie [am 20.2.1881] in der Kölnischen Zeitung Nr. 70 auf S. 2:\n\"                Kunst und Literatur.\n     In einem dieser Tage unter Leitung von Hans v. Bülow gegebenen großen Orchesterconcert der Philharmoniker in Wien kamen unter anderm zwei interessante neue Werke zur Aufführung. [... Bülows Ballade ...] und eine neue Symphonie in Es-dur vom Hoforganisten und Professor Anton Bruckner. [... Bülows Werk ...]. Die neue Symphonie Bruckners in Es-dur aber hat hat einen Erfolg gehabt, wie sich eines ähnlichen in Wien kaum jemand erinnert. [... 3. Symphonie 1877, Bericht in der Kölnischen Zeitung ...] Bruckner hat mehr musicalisch=schöpferisches Genie, als ein halbes Dutzend neuerer Componisten, deren Erzeugnissen man auf allen Programmzetteln begegnet. Zwei und ein halbes Jahr lang hat es gedauert, bis Bruckner sich durch die Intriguen einer engherzigen und nicht immer unzweifelhaft parteilosen Clique so weit durcharbeitete, bis er ein neues Werk zur Aufführung bringen konnte. Diesmal war dasselbe musterhaft studirt und die Darstellung des freilich nicht leichten Werkes gereicht den Philharmonikern und Hans Richter zu neuen Ehren. Der Erfolg hat gezeigt, wie sehr wir vor zwei und ein halb Jahren mit der Anerkennung Bruckners Recht hatten. Selbst die kritische Clique in Wien muß ihm diesmal, wenn auch unter Drehen und Winden, die verdiente Anerkennung zollen. Die Referenten der \"Presse\" und des \"Fremdenblattes\", die übrigens auch früher am meisten Unbefangenheit bewiesen hatten, halten mit ihrer Bewunderung dieses selten reichen Talentes nicht mehr zurück. \"Die Composition\" – so lesen wir im Fremdenblatt – \"des vielbegabten Mannes (Bruckner) fand den größten Beifall und wie oft wurde der Componist stürmisch gerufen! Man kann mit wenig Worten viel Gutes sagen über dieses Tonwerk. Es spricht sich darin ein entschieden musicalischer Beruf aus, ein Geist, der sich musicalisch nicht nur aussprechen will, sondern muß. Die Erfindung quillt reich und voll, mehr als ein bedeutender Gedanke zwingt uns zum Hören. Der erste Satz und das Finale übertreffen die beiden anderen Sätze an gewichtigen Motiven und Fluß der Entwicklung; das zweite Thema im Finale ist so schön und wohlig behandelt, daß es sich in der Nachbarschaft der süßesten Gesänge von Schubert ehrenvoll behaupten kann. Was den Gehalt betrifft, so ist Bruckners neueste Symphonie gewiß eine bedeutende Schöpfung.\"  Schreiber dieser Zeilen kennt die neue Symphonie nur nach einem Claviervortrag, den er vor zwei Jahren von Bruckner selbst gehört, und kann auch danach nur bestätigen, daß das hier dem Werke gespendete Lob  hinter dem Verdienste noch zurückbleibt. Auch darin aber gibt er dem Kritiker des Fremdenblattes Recht, daß die Harmonie hin und wieder titanenhaft und gewaltsam vorbricht, wenigstens für die an unsere neueste sanftclassiche Concertmusik gewohnten Ohren, die durch etwas Unerwartetes nicht aufgestört sein mögen. Aber den Klagen wegen einiger Längen – die wir gleichfalls für berechtigt halten – wird leicht Rechnung getragen werden können. Bruckner ist kein junger Mann mehr und hat manches schöne Werk geschaffen. Sollte unser so fortgeschrittenes und in allen Ländern nach dem guten Neuen suchendes musicalisches Köln uns nicht mit einem Brucknerschen Werke demnächst bekannt machen wollen?\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:28"}, {"ID": 188303115, "Datum": "(11.3.1883, Sonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Jahn mit Volkmanns 2. Serenade und Werken von Weber (Euryanthe) und Schubert (9. Sinfonie) (*). Konzert des Orchestervereins »Accord« im Bösendorfersaal mit Volkmanns 3. Serenade (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403115, "Datum": "11.3.1884, Dienstag", "Haupttext": "Im Bericht der Linzer Zeitung (auf S. 273) vom Herrenabend des »Frohsinn« am 8.3.1884 zitiert der Kritiker (signiert »-k.«) aus einem Gedicht von Joseph Hermann Hillisch (dem »Frohsinn« zum Gründungsfest am 18.3.1855 gewidmet) und stellt diesen neben so bedeutende Männer wie Gericke, Bruckner und Hummel. »[...] J. H.Hillisch, der noch unter uns weilt, genießt als oberösterreichischer Dichter eines guten Klangs und unter den vollwichtigen Namen wie Gericke, Bruckner und Humel [sic] und vieler anderer, die einst der Liedertafel angehört haben, schlägt auch sein Herz warm für den »Frohsinn« [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503115, "Datum": "11.3.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Eckstein begleitet Bruckner in das Atelier Kaulbachs. Bruckner ist mit dem Bild [IKO 19] (*) nicht einverstanden [Nase zu groß]. Am Mittagessen in Kaulbachs Wohnung nehmen auch Stieler u.a. teil. Bruckner spielt aus der 7. Symphonie und dem »Te deum« (**).\nBrief Fiedlers an Hildebrand:\r\n     \"Liebster Adolf! [... über seine Reisepläne, erst nach der Johannespassion am 21.3.1885 ...]  Hier ists wieder recht rauh geworden; gestern früh lag Schnee. - Gestern war hier die Symphonie von Bruckner mit colossalem Erfolg. Ich kann mir nicht helfen, mir machte sie trotz Herzogenbergs und Ethel [Smyth] einen sehr bedeuteten [so bei 1190/240 und 1191/261] Eindruck; ich hätte was drum gegeben, wenn Du hier gewesen wärst; übrigens war sie unter Levis Direction gegen Leipzig kaum wiederzuerkennen. Bruckner selbst ist hier und ein unglaubliches Original; ich war gestern noch bis spät in der Nacht mit ihm und vielen Musikern in der Allotria zusammen; morgen Mittag ißt er bei uns. Ich bin wieder ganz Musikgenosse\" ...\" (***).\nLevi setzt statt des »Trompeters von Säckingen« in der Münchner Oper Bruckner zuliebe Wagners »Walküre« auf das Programm [siehe die Anmerkung]. Bruckner und Eckstein sitzen neben Levi im Orchestergraben (°). Der Aufführung wohnen u.a. Prinzessin Amalie und (°a) Josef Schalk bei. Danach läßt Levi für Bruckner dreimal die Trauermusik aus dem Adagio der 7. Symphonie spielen.\nKritik in der »Presse« Nr. 69 auf S. 11 zum Konzert vom 22.2.1885 (»Mitternacht« [WAB 80]):\r\n      » - Unter den vielen Concerten, welche die letzten Wochen gebracht, mag noch des einen nachträglich gedacht werden, das sich durch sein interessantes Programm günstig bemerkbar machte. Es ist dies das Concert des Akademischen Gesangvereins, das im großen Musikvereinssaale unter Weinwurm's Leitung abgehalten wurde und dem Verein und dessen Dirigenten für die vorzügliche Durchführung den lebhaftesten Beifall eintrug. [...] [Heubergers Chor] erscheint im Ganzen aber doch etwas gesucht. Fast das gleiche ließe sich von dem Eingangschor \"Um Mitternacht\" von Bruckner sagen. [... Lob für die Solisten ...]« [keine Signatur] (°°).\n(°°°) Das Konzert vom 8.3.1885 (Aufführung des Quintetts in Linz) wird von der Linzer Zeitung auf S. 260 besprochen:\r\n           »Concert Hellmesberger.\r\n    Man wird es begreiflich finden, wenn wir bei Besprechung des am Sonntag stattgefundenen Concertes \"Hellmesberger und Söhne\" über die Köpfe der Quartettisten hinweg uns sofort Anton Bruckner zuwenden, aus dessen F-dur=Quintett drei Sätze - leider nur drei - in vollendeter Weise gespielt wurden. [... die Symphonien in Linz wohl auch zukünftig ein »Buch mit sieben Siegeln« ... das Quintett hat gefallen, am meisten das Adagio, der erste Satz ähnele der schweifenden Phantasie eines Organisten, der abrupt schließen müsse ... kurze Bemerkungen zu den anderen Stücken ...] Daß Herr Director Hellmesberger von dem zahlreich anwesenden Publicum mit lautestem Beifalle ausgezeichnet wurde, brauchen wir wohl kaum zu erwähnen. K.« [? Kopie am Rand unvollständig] (°°°).\n(#) Kritik der Linzer Tages-Post Nr. 57 auf S. 4:\r\n           »Concert Hellmesberger.\r\n    [signiert Δ (Symbol »gleichseitiges Dreieck« oder Delta)] Eine Production so hervorragender Künstler, wie sie das Quartett Hellmesberger bekanntlich in sich vereinigt, ist für Linz stets ein musikalisches Ereignis [... über Mozart ...]\r\n     Auf Bruckners Quintett in F-dur, von welchem uns leider der letzte Satz vorenthalten wurde, war das Interesse des Publicums lebhaft gespannt. [... im Inland habe sich Bruckner noch nicht durchsetzen können ... anspruchsvolle Werke würden nur durch eine ausgezeichnete Wiedergabe wie der diesmaligen genießbar ... über Bruckners Eigenarten, seine Meisterschaft und sein Ideenreichtum ... Adagio als zweiter Satz gespielt ...] Dieser Theil des Quintetts steht den schönsten Adagios Beethovens unserer Meinung nach ebenbürtig zur Seite.\r\n    Die Zuhörerschaft brachte, wie erwähnt, der Composition das wärmste Interesse entgegen und gab ihrem Wohlgefallen durch lauten Beifall nach jedem Satze Ausdruck.\r\n     [... exzellenter Cellist ... das Publikum verlangte eine Tarantella] stürmisch zu [sic] Wiederholung, welchem Verlangen Herr Hellmesberger auch Folge leistete.«\r\n[keine Namenssignatur] (#).\n(##) Kritik zum Quintett im Linzer Volksblatt Nr. 57 auf S. 3:\r\n    » - Das Concert Hellmesberger, das am verflossenen Sonntag abends im hiesigen Redoutensaale gehalten wurde, war von einem äußerst zahlreichen und sehr distinguirten Publicum besucht. Der hiebei gebotene Genuß war aber auch eines solchen Besuches werth. [... über Mozart, den großartigen Cellisten, den Knaben Winternitz ...] Die künstlerische Perle des ganzen Concertes war indessen die letzte Nummer: Anton Bruckner's Quintett und in diesem selber wieder das Adagio. [... am Ende des Abends habe der Hörer jedoch nicht mehr die geistige Spannkraft zur vollen Würdigung eines so erhabenen Kunstwerks, Lob für Hellmesberger ...]; wir glauben, Linz habe am verflossenen Sonntag hinlänglich bewiesen, daß es die Ehre eines solchen Besuches zu schätzen wisse.« [keine Signatur] (##).\nDie Münchner Neuesten Nachrichten melden in einer kurzen Notiz den gestrigen Erfolg der 7. Symphonie (###).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:11"}, {"ID": 188603115, "Datum": "11.3.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 11 bringt auf S. 142 eine Besprechung der Hamburger Aufführung der 7. Symphonie [19.2.1886], signiert »-s -r.«: \n     \n»Hamburg, 1. März. [...] \n     Den Philharmonikern danken wir im vergangenen Monat zwei sehr interessante Concerte. Von hervorragender Bedeutung war der Abend, an welchem die E dur-symphonie von Anton Bruckner auf dem Programm stand. Wir schätzen das Werk als eine musikalische Grossthat, die unmittelbar neben den unvergänglichen symphonischen Meisterschöpfungen von Beethoven, Schumann und Brahms ihren Platz einnimmt. Bruckner hat Gedanken, wie sie nur selten Einem verliehen werden, und sein Können und Wissen ist so gross und gewaltig, dass nur Wenige ihm darin gleichkommen. Josef Sittard hat in seiner geistvoll und warm geschriebenen Besprechung dieser Symphonie-Aufführung sehr recht, wenn er sagt: \"Wer ein solches Kunstwerk zu schaffen vermochte, der gehört zu den Unsterblichen\". Hr. Prof. v. Bernuth hatte diese die höchsten Anforderungen stellende Tonschöpfung seinem Orchester mit Verständniss und Eifer einstudirt, sodass ihm Worte der Anerkennung gebühren. [... über andere Konzerte ...] [Signatur:] - s - r.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703115, "Datum": "11.3.1887, Freitag", "Haupttext": "[? oder 2.3.1887?]\nBrief von Jean Louis Nicodé an Bruckner:\n     Er werde die großartige 7. Symphonie am 15.3.1887 in Dresden aufführen (*)\n \nBesprechung des Konzerts vom 9.3.1887 mit der 3. Symphonie im \"Haagsche courant\" Nr. 1223 ('s-Gravenhage) auf S. 2:\n\"               KUNST en LETTEREN.\r\n             Zevende Diligentia-Concert.\n     Ter afwisseling van de vele buitenlandsche solisten die het Diligentia-Concert dit seizoen zijn leden te hooren gaf, kreeg men gisteren-avond weder eens eene landgenoote te zien, in de liefelijke gestalte van Mej. Dyna Beumer. [... über die Solisten ...].\r\n     De symphonie No. 3 van Anton Brückner, werd op verzoek (van wien?) nog eens herhaald, en mocht door de fraaie uitvoering vooral van het origineele scherzo en presto, een succès d'estime behalen. Na de pauze speelde het orkest Bruch's Einleitung Loreley, terwijl de ouverture Zauberflöte op waardige wijze dit concert besloot.\n                            H.\" (**).\r\n \n\"Het vaderland\" Nr. 59 ('s-Gravenhage) bringt auf S. 5 ebenfalls eine Kritik zu diesem Konzert:\n\"          Kunst- en Letternieuws.\n         CONCERT-DILIGENTIA.\n    Eenige leden van het »C.-D.” vroegen om de 3e Symphonie van Bruckner en het bestuur was aanstonds bereid dat verzoek intewilligen. Ziedaar een precedent, dat wel eens gevaarlijk zou kunnen worden. Want zoo men met «eenige” leden rekening moet houden, «andere” leden— om in Kamer-stijl te spreken hebben ook hun wenschen, hun voorkeur en wanneer dezen nu het voorbeeld gingen volgen van «eenige”, dan zou het bestuur in een zeer moeilijk parket komen. De Symphonie van Bruckner was pas in Maart 1886 voor den tweeden keer uitgevoerd; een aantal werken van niet minder beteekenis wachten nog op een eerste herhaling; een aantal nieuwe werken van beteekenis, o. a. Brahms’ 4e Symphonie, vragen om gehoor; een aantal meesterwerken van vroegeren tijd dreigen geheel in het vergeetboek te geraken. Onder deze omstandigheden ware het bestuur gerechtvaardigd geweest, indien het op het verzoek van «eenige” leden afwijzend had beschikt. De ontvangst, die aan Bruckners werk gisterenavond ten deel viel, was eigenaardig. Na het Allegro een zeer zwak, na het Scherzo in het geheel geen applaus; na het Adagio vrij warme, na het Presto warme, ja lang aanhoudende toejuichingen. Toch is het Allegro verreweg het belangrijkst, het Scherzo het dankbaarst en bevattelijkst gedeelte van het werk. Het indrukwekkend slot van het Presto verklaart den daaraan geschonken bijval; toch blijven die »Satz” en het Adagio, voor ons, ondanks themas Beethoven en Wagner waardig, ondanks schitterende instrumentaal-effecten, onbevredigend wegens hun vormloosheid. De uitvoering van het Allegro liet in zekerheid te wenschen over, die van de drie laatste gedeelten was zeer verdienstelijk. De stemming van het koper was den geheelen avond niet boven bedenking. Bruchs effectvolle «Loreley”- en Mozarts onvergelijkelijke »Zauberflöte”-ouverture, mochten zich in een flinke vertolking verheugen; in Mozarts werk echter stonden de houten blaasinstrumenten niet boven de moeilijkheden.\n     Solisten waren Dyna Beumer en Jules De Swert, [...].\" [keine Signatur] (***).\n \nÜber das Konzert schreibt auch das \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\" Nr. 59 auf S. 5:\n\"                 Kunst en Wetenschap\n        Vierde [sic] Concert Diligentia.\r\n     Waren op het vorige concert twee solisten opgetreden, hier geheel onbekend, nu hadden wij weder twee goede oude bekenden en, blijkens de goed bezette zaal, twee zeer gewaardeerde gasten.\n     [... über die Solisten und ihre Nummern ...].\n     Beide artisten werden op de piano begeleid door mej. Z. Moriamé, die als pianiste met hen medereist en bv. heden-avond in Delft en Zaterdag in Amsterdam met hen in concerten optreedt. Wij behooren niet tot diegenen, op wier verzoek de 3e symphonie van Brückner ten derden male werd gespeeld, en zoud [unlesbar] volkomen genoegen mede nemen als men die nu [unlesbar] wat liet rusten.\r\n     Mochten eenige leden het verzoek doen die weder uit te voeren, dan zou het Bestuur die bv. in het tweede gedeelte alleen kunnen laten, spelen, of eens drie malen achter elkander op één avond; dan zou men kunnen zien hoevelen oprechte bewonderaars van dit werk zijn. Behalve Brückner stonden Loreley’s //Inleiding van Max Bruch en //die Zauberflöte” van Mozart op het programma, [...].\" [keine Signatur] (°).\n(Konzert des Geigers Wilhelmj in Wien (°°)).", "Letzte Änderung": "15.10.2025 16:16"}, {"ID": 188803115, "Datum": "11.3.1888, Sonntag", "Haupttext": "In einem Artikel der »Warte am Inn« wird auf S. 5 Bruckner als Lehrer Josef Reiters erwähnt:\r\n    \"Musikzeitung.\nWien, 4. März 1888.\n(Josef Reiter, Lieder von - ). Wer sich noch des trefflichen Orgelspiels erinnert [...] Josef Reiter [...] hat sich auf autodidactischem Wege eine sichere Grundlage für sein musikalisches Können geschaffen, das zunächst in dem Ausdruck fand, daß er im Iahre 1884 von der Prüfungscommission für Musik an Mittelschulen und Lehrerbildungsschulen für seine Leistungen aus (gleichzeitig) drei Fächern: \"Gesang, Orgel und Clavier\" (unter Hanslick, Krenn[,] Bruckner) ein Prüfungszeugnis erwarb, das sich sehen lassen kann. [...]\" (*).\n \nDie New York Tribune Nr. 15092 gibt auf S. 4 in der 6. Spalte einen Überblick über die nächsten Konzerte [darunter die 4. Symphonie am 16.3.1888]:\r\n\"MUSICAL COMMENT.\r\n[...].\r\n     The concert list of the work before us includes a final concert for the season of the Boston Symphony Orchestra at Steinway Hall [... Gericke, 14.3.1888 ...], a public rehearsal for Mr. Thomas's tenth symphony concert on Thursday afternoon, and Mr. Seidl's second concert in Chickering Hall on Friday evening. [... Programm und Solisten bei Gericke ...].\r\n     Both Mr. Thomas and Mr. Seidl will bring out new works at their concert. Mr. Thomas's novelty is a symphonic fantasia entitled \"Italy,\" by Richard Strauss; Mr. Seidl's, a symphony surnamed \"Romantic,\" by Anton Bruckner. In view of the fact that a symphony by Herr Bruckner drove half the audience out of the Opera House at a Philharmonic Concert last Season, Mr. Seidl's proceeding is daring and complimentary to the Viennese composer, to say the least. [... die weiteren Programmnummern (Solisten Mr. Sherwood, Frau Kalisch-Lehmann und Herr Kalisch) ... Frl. Brandt sagt wegen des Todes von Kaiser Wilhelm an der Oper ab ...].\" (**).\n \nEin Inserat erscheint dazu auf Seite 7 in der 5. Spalte :\r\n\"CHICKERING HALL.\r\n                        FRIDAY EVENING, March16.\r\n                              SECOND\r\n                     SEIDL CONCERT.\r\n                        PROGRAMME:\r\n     1. \"Emperor\" concerto [...]; 2. \"Romantic Symphony,\" No. 4, by Anton Brueckner (first performance in America). 3. \"Tannhäuser\" music [... Solisten, Karten ...]. \" (***).\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, St. Stocker, Liszt und Brahms (2. Sinfonie) (°).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 17:29"}, {"ID": 188903115, "Datum": "11.3.1889, Montag", "Haupttext": "Bruckners Nichte Johanna Hueber in Vöcklabruck gestorben (*).\n[Wann genau?] Brief Oddo Loidols an Bruckner:\r\n   Bittet nicht mehr benötigte Aufzeichnungen, Skizzen etc. für P. Hugos Autographensammlung in Kremsmünster zur Verfügung zu stellen (**).\nHinweis auf die Aufführung des Quintetts am 14.3.1889 in der Montagsrevue Nr. 10 auf S. 7 (Inserat):\r\n\"KLEINER MUSIKVEREINS-SAAL.\r\nDonnerstag den 14. März, Abends halb 8 Uhr:\r\nV. Hellmesberger=Quartett.\r\nProgramm: Bruckner, Quintett. Prinz Reuß, Quartett. Beethoven, Quartett, A-moll, op. 132.\r\n   Das VI. Quartett findet am 4. April im goßen Musikvereins=Saale statt. [...] Karten à fl. 3, 2, 1.50 und fl. 1 [...]\" (***).\nBei einem Treffen mit seinem (nicht inskribierten) Universitätshörer Josef Lob sagt Bruckner, er wünsche sich, daß Beethoven aus seinem Grab käme und sich zufrieden über die 7. Symphonie äußere (°).", "Letzte Änderung": "23.09.2024 20:07"}, {"ID": 189003115, "Datum": "11.3.1890, Dienstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners bei den Gebetsaufzeichnungen: »1/2 8 Eschenbachgasse 11.« (*).\n(Konzert des Rosé-Quartetts mit Brahms (**)).\nMit der Umarbeitung der 1. Symphonie begonnen: Datierung in einer Partitur der »Linzer Fassung« (***).\nDie Aufführung von Liszts \"Legende von der heiligen Elisabeth\" in der Hofoper wird von Cosima Wagner [und auch Göllerich?] besucht (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189203115, "Datum": "11.3.1892, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 9894 informiert auf S. 7 über die Kammermusikkonzerte des 1. Wiener Volksquartetts, bei denen auch Werke Bruckners aufgeführt werden: \n\"    - Das XXII. Concert des Ersten Wiener Volksquartetts für classische Musik (Quartett Duesberg) findet nächsten Sonntag den 13. März, Nachmittags von halb 5 bis 6 Uhr, im Festsaale des Architekten=Vereins, I., Eschenbachgasse 9 [... über die Mitwirkenden ...] statt. [... über das Programm ...] In den nächsten Concerten gelangen Werke von Brahms, Prinz Reuß, Lios, Grädener, Bruckner und Silvio Lazzari zur Aufführung.\" (*). Auf derselben Seite ist weiter unten zu lesen: \n\"    [... über eine bei Karl Haslinger qdm. Tobias erschienene Dvorak-Suite ...] In demselben Verlage erscheint demnächst Anton Bruckner's achte Symphonie in C-moll. Es gelangen die Partitur, Orchesterstimmen, sowie der vollständige Clavierauszug zu vier Händen zur Ausgabe.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189303115, "Datum": "11.3.1893, Samstag", "Haupttext": "Uraufführung des »Tafelliedes« [WAB 59] im Großen Musikvereinssaal durch den Wiener Akademischen Gesangverein unter Raoul Mader (*) im 3. satzungsgemäßen Konzert (*a). Bruckner, der anwesend ist (*b), ist mit dem zuletzt vereinbarten Tempo wieder nicht zufrieden (**).\r\n     Auf dem Programm des Konzerts stehen außerdem Solovorträge und Werke von Brahms (»Freiwillige her«), Weber (»Schlummerlied«), Herbeck (»Handwerksbusch«), K. Pfeffer (»Schmiedelied«), Schubert (»Du bist die Ruh«, arrangiert von Max v. Weinzierl), Fr. Hegar (»Todtenvolk«) und Liszt (18. Psalm, mit Orgelbegleitung) (***).\r\n     Unter den Mitwirkenden sind Frl. Amalie Mollner (Violine), k. k. Kammersänger Louis v. Bignio, Carl Osske (Orgelvirtuose aus Weimar, Chormeister des Akademischen Gesangvereins Innsbruck) (°) und Ravoni (°a).\r\n     \"Die erste Abtheilung brachte als Neuheiten das vom Meister Bruckner im Jahre 1843, also vor fünfzig Jahren in Kronstorf componirte Tafellied, welchem vom Vereinsmitgliede Ptak ein neuer Text unterlegt worden war, ferner aus Herbeck's Nachlaß den im Jahre 1853 componirten Chor \"Handwerksbusch\". Bruckner's feierlich ernster Chor mußte wiederholt werden. [...]\r\n     Unter den Zuhörern seien namentlich erwähnt: Professor Dr. Finger [Josef Finger, Prof. an der TH], Privatdocent Dr. Franz Wähner, Componist Heuberger, die Ehrenmitglieder Dr. Bruckner, Dr. Fischer [Karl Fischer] und Schaumann, die Alten Herren Dr. Bareuther [Abgeordneter Ernst Bareuther] und Dr. Staniek [Hofburgtheaterarzt Dr. Heinrich Staniek], Herr v. Herbeck, der Sohn des Componisten; vertreten waren ferner fast sämmtliche Burschenschaften und nationalen Vereine, darunter auch der Rede- und Leseverein der deutschen Hochschüler \"Gemania\".\r\n     Nach dem Concerte fand eine fröhliche Exkneipe im Lannersaale statt, auf welche dann am Sonntag ein Frühschoppen im Löwenbräu folgte. [...]\" (°b).\nDie Neue Freie Presse Nr. 10255 berichtet auf S. 7, daß Bruckner, Brahms, Goldmark, Rubinstein und Kremser um Kompositionen für den Wiener Männergesangverein [\"Helgoland\", am 8.10.1893] gebeten wurden:\r\n\"     – Die Leitung des Wiener Männergesang=Vereins hat die Herren Brahms, Bruckner, Goldmark, Rubinstein und den Chormeister Kremser eingeladen, für das im October dieses Jahres stattfindende 50jährige Jubiläum des Vereins Festchöre zu componiren. Das Jubiläum soll am 6. October mit einer kirchlichen Feier eingeleitet werden; am nächsten Tage soll ein Commers und am 8. October ein Festconcert abgehalten werden.\" (°°).\nDas Neuigkeits-Weltblatt Nr. 58 kündigt auf S. 10 (2. S. des 3. Bogens) die Aufführung der f-Moll-Messe am 23.3.1893 an:\r\n\"     Der Wiener akademische Wagnerverein veranstaltet Donnerstag den 23. d. M., Abends halb 8 Uhr im großen Musikvereinssaale eine Musikaufführung, bei welcher Anton Bruckner's Große Mese in F-moll unter der Leitung des Herrn Jos. Schalk zur Aufführung gelangt.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 12:47"}, {"ID": 189403115, "Datum": "11.3.1894, Sonntag", "Haupttext": "Artikel in der Deutschen Zeitung »Die Philharmoniker und die Bruckner-Sinfonie (Ein Brief Hans Richters)« (*).\n(8. Philharmonisches Konzert unter der Leitung von J. N. Fuchs - Hans Richter war erkrankt (**) – mit Werken von Weber (Euryanthe), Goldmark, Beethoven (Eroica) und dem 1. Klavierkonzert von Brahms mit Eugen d'Albert als Solisten (***).\nFür dieses Konzert [oder zuerst oder ausschließlich am 14.1.1894?] war ursprünglich Bruckners 2. Symphonie vorgesehen [unter Siegfried Wagner, vgl. \"April 1894\"] (°).\nEiner von 19 Aphorismen (darunter wieder einige mit antisemitischen Spitzen) in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 68 auf S. 1 ist Bruckner gewidmet:\r\n\"          Lose Gedanken.\r\n        Von F. F. Masaidek.\r\n     Ein wahrhaft volksthümliches Parlament braucht keine Schutzvorrichtungen gegen Bombenattentate.\r\n            *   *   *  \r\n[...]\r\n            *   *   *\r\n     Je mehr die Zeitungen den genialen Bruckner todtschweigen, desto lebendiger wird er.\r\n            *   *   *\r\n[... zuletzt über eine Prominenten-Beerdigung ...]\r\n            *   *   *  \r\n     [...] \"Kein Fürst, kein militärischer Würdenträger ward jemals so zu Grabe getragen, wie gestern Dr. Prix, Wiens Bürgermeister!\"  \" (°°).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 12:26"}, {"ID": 189503115, "Datum": "11.3.1895, Montag", "Haupttext": "Brief der Baronin Maria Vecsey (Lichtenegg) an Fürst Hohenlohe: \n   Ihre Kaiserliche Hoheit [Marie Valerie] wäre sehr dankbar, wenn das beiliegende Gesuch Bruckners [um eine Wohnung, vom 19.2.1895] recht bald bewilligt würde. Bruckner sei hoffnungslos krank.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189603115, "Datum": "11.3.1896, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der Aufführung der 4. Symphonie (Benefiz-Konzert und Abschiedsfeier für Adalbert Schreyer am 25.3.1896]\r\n \nim Linzer Volksblatt Nr. 59 auf S. 4:\n\"    – Musikverein. Den Concerten, welche für den Monat März noch in Aussicht stehen, reiht sich auch das Beneficeconcert an, welches der Musikverein seinem scheidenden Musikdirector Herrn Adalbert Schreyer am 25. März d. J., nachmittags 5 Uhr, im landschaftlichen Redoutensaal veranstalten wird. Zur Aufführung gelangen: Bruckner Symphonie Nr. 4 in Es-dur und Beethoven Clavierconcert in C-moll. Den Kartenverkauf besorgt die Hof=Musikalienhandlung Fink.\" (*)\n \nund in der Linzer Zeitung auf S. 278:\r\n„     * (Musikverein.) Den Concerten, welche für den Monat März noch in Aussicht stehen, reiht sich auch das Benefiz=Concert an, welches der Musikverein seinem scheidenden Musikdirector Herrn Adalbert Schreyer am 25. d., nachmittags 5 Uhr, im landschaftlichen Redoutensaal veranstalten wird. Zur Aufführung gelangen: Bruckner, Symphonie Nr. 4 in Es-dur, und Beethoven, Clavierconcert in C-moll. Den Kartenverkauf besorgt die Hof=Musikalienhandlung Fink.“ (**).", "Letzte Änderung": "23.11.2023 14:41"}, {"ID": 189703115, "Datum": "11.3.1897, Donnerstag", "Haupttext": "Erneuter Aufruf zur Ehrung des Andenkens Bruckners in Steyr im Alpen-Boten Nr. 20 auf S. 6 (*).\nDas Musikalische Wochenblatt erwähnt\r\nauf S. 156 die Bruckner-Feier der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien mit der Aufführung der 7. Symphonie [8.11.1896 gemeint?] (**)\r\nund meldet auf S. 162 die Innsbrucker Aufführung der 4. Symphonie [am 5.3.1897] (***).", "Letzte Änderung": "23.08.2026 19:51"}, {"ID": 189803115, "Datum": "11.3.1898, Freitag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 3300 bringt auf S. 7f eine Kritik Camillo Horns zum Konzert mit der 5. Symphonie [am 1.3.1898] (*).\nVom Konzert des Wagner-Vereins [am 7.3.1898] mit dem \"Te deum\" berichtet das Neuigkeitsweltblatt (dort \"Draval\" [recte \"Drapal\"?] als Baßsolist angegeben) (**).\nBruckner ist in einem Artikel der Ostdeutschen Rundschau Nr. 69 auf S. 8 erwähnt, in dem das Jubiläumskonzert anläßlich des Gutmannschen Geschäftsjubiläums [am 1.3.1898 mit der  5. Symphonie gemeint?] besprochen wird (***).", "Letzte Änderung": "16.02.2025 23:03"}, {"ID": 189903115, "Datum": "11.3.1899, Samstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung erinnert in einem Artikel über das Münchner Kaim-Orchester an die Aufführung der 5. Symphonie am 1.3.1898 (*).\nDas Neue Wiener Journal Nr. 1934 berichtet auf S. 6 vom Bruckner-Denkmal im Atelier Zerritsch (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190003115, "Datum": "11.3.1900, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die Münchner Aufführung der 4. Symphonie [am 12.3.1900] in der Allgemeinen Zeitung München auf S. 69 (*). Die Deutsche Zeitung bringt einen Artikel über Hans Richter und äußert darin Unverständnis für Richters anfängliche demütigende Behandlung Bruckners und die zu späte Anerkennung (**).\nDas Konzert vom 17.3.1900 mit der 3. Symphonie wird angekündigt \nin der Deutschen Zeitung (***), \nim Fremdenblatt Nr. 68 auf S. 11 (°), \nin der Neuen Freien Presse (°°), \nim Neuen Wiener Journal Nr. 2291 auf S. 9 (°°°), \nim Neuen Wiener Tagblatt (#) \nund in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 69 auf S. 6 (##).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190103115, "Datum": "11.3.1901, Montag", "Haupttext": "Brief von Ignaz Bruckner an Göllerich:\r\n   Wegen seiner schlechten Augen habe er nicht Lehrer werden können. Berichtet vom Tod des Vaters [1837] und von Jugendstreichen seines Bruders Anton. 1880 Augenoperation durch Dr. Karl Denk (*).\nAufführung des »Te deum« durch das Kaim-Orchester unter Siegmund von Hausegger in München (**).\nDie Linzer Montagspost teilt das Programm des oberösterreichischen Musikfest mit der 4. Symphonie am 24.3.1901 mit (***).", "Letzte Änderung": "11.05.2025 19:12"}, {"ID": 190203115, "Datum": "11.3.1902, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 13.3.1902 in der Wiener Zeitung Nr. 58 auf S. 8:\r\n\"     (Concert.) Für das Concert des Wiener akademischen Gesangvereines, welches am 13. d. M. um 7½ Uhr Abends im großen Musikvereinssaale unter Leitung Hans Wagners und unter Mitwirkung der Damen Frau Marie Seyff-Katzmayr, Frl. Josephine von Statzer, der Herren Franz Naval, Dr. Raimund Halatschka, Professor Joseph Vockner und des Wiener Concertvereins-Orchesters stattfindet, wurde folgende Vortragsordnung festgesetzt: 1. Johannes Brahms: akademische Festouverture; 2. Männerchöre: a. Hans Wagner: \"Zwei Könige\", Ballade; b. Anton Bruckner: \"Das hohe Lied\" (neu, erste Aufführung) für den akademischen Chor mit Orchester-Begleitung eingerichtet von Hans Wagner; c. Martin Plüddemann: \"Das Schweden-Grab\", Ballade von August Anton Naaff für Chor und Orchester bearbeitet von Joseph Pembauer; 3. Max Jentsch: Vierter Satz aus der Symphonie Es-dur op. 35; 4. Gemischte Chöre: Hugo Wolf: a. \"Erhebung\", b. \"Aufblick\", Camillo Horn \"Deutsches Festlied\" (A. A. Naaff). 5. Anton Bruckner \"Tedeum\" für Soli, Chor, großes Orchesters [sic] und Orgel. [...].\"", "Letzte Änderung": "14.06.2026 10:59"}, {"ID": 190503115, "Datum": "11.3.1905, Samstag", "Haupttext": "Das Bulletin de l'art ancien et moderne (Paris) enthält einen Artikel von M. Montadon »Le festival Bruckner«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190603115, "Datum": "11.3.1906, Sonntag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 6173 bespricht auf S. 9 das Konzert vom 4.3.1906 (mit der 9. Symphonie):\n     \"Konzerte. Geraume Zeit währte es, ehe unsere zaghaften Philharmoniker dem größten modernen Symphoniker, Anton Bruckner, die Ehre erwiesen, seine »Neunte« aufzuführen. Ferdinand Löwe, der Wagemutigere, hatte die Wiener durch mehrfache und stets auf das sorgfältigste vorbereitete Wiedergaben mit den Schönheiten der Partitur längst vertraut gemacht und so erscheint es leicht erklärlich, daß man nun auch die Aufnahme dieses leider unvollendeten Riesenwerkes im Spielplane der ausgezeichneten Künstler mit doppelter Freude begrüßt. Ein Sturm von Beifall, der sich mit besonderer Stärke nach dem genialen und mit berückender Virtuosität gespielten Scherzo über die Häupter der vielleicht darob erstaunten Philharmoniker entlud, bezeugte, daß dieser nur allzu ängstlich erwogene Schritt nicht zu bereuen sei. Und auch Dr. Karl Muck, dem diesmal die Führung zugefallen, durfte sich eines so großen Erfolges vom Herzen freuen. Seine klugen Befehle trugen nicht wenig zur klaren Ausführung und somit zum Verständnisse des Werkes bei. Auch der Umstand, daß er das III. Brandenburgische Konzert von Bach, das nur die Streicher beschäftigt, dieser »Neunten« vorangestellt hatte, kam ihr zugute, während andererseits zu bedauern blieb, daß Bruckners zum Schlußsatze der Symphonie erhobenes »Te Deum« entfiel. [… über ein Konzert mit Busoni ... Signatur auf S. 2] H.\" (*).\n \nIn der Nachbesprechung des Konzerts vom 9.3.1906 in The Inter Ocean Nr. 352 (Chicago) auf S. 35 (= S. 7 des Magazins) wird Bruckner kurz erwähnt:\n\"WHY THE GREATEST WORKS OF MUSIC ARE SECULAR IN THEME\n                      BY GLENN DILLARD GUNN.\n     At the last concerts of the Thomas orchestra two of the most interesting of modern German composers–Richard Strauss and Hugo Wolf–were represented by works which revealed a new side of their art. [... ausführlich über beide, vor allem Strauss ... über \"sacred music\" ... Vergleich zur säkularen Musik zu deren Gunsten (auch \"Tristan\" vs. \"Parsifal\" ...]. Or if further evidence be desired, then it is again abundantly to be found in this same program, where Bruckner, Strauss, and Wolf alike paled before the mighty light of Wagner, as he sings the power of human love in that grandest of all love songs, the \"Liebestod.\" Search the archives of sacred music as you will. Nowhere will you find a work that in beauty or in power to move the heart can compare to this one song of sorrowing love. Its strength lies not in Wagner's genius alone. It is greatest because it sings the greatest sorrow and the greatest joy the human heart can know.\" (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:11"}, {"ID": 190803115, "Datum": "11.3.1908, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Fritz Prelinger »Anton Bruckner als Symphoniker« in den Signalen für die musikalische Welt 66, Nr. 11, S. 329 - 333.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191003115, "Datum": "11.3.1910, Freitag", "Haupttext": "The Chicago Tribune Nr. 60 macht mit einem Inserat auf S. 22 (wie am 28.2.1910 und 4.3.1910) auf das Münchner Kunst-Festival aufmerksam:\n\"Under the Patronage of His Royal Highness, Prince Regent Luitpold of Bavaria.\n      May to October\n        Munich 1910.\n\nEXHIBITION of MASTERPIECES\n     of MOHAMMEDAN ART\n\nfrom the time of the Caliphs to the Present. Oriental Artisans at Work; Interesting Entertainments; Daily Concerts.\n     MUSIC FESTIVAL\n\n     Schumann Celebration; Richard Strauss Week; \nBeethoven-Brahms-Bruckner Cyclus; First Performance of Gustav Mahler's \n8th Symphony.\nBOOKLETS FROM 389 FIFTH AV., NEW YORK.\"\n\n[Bruckner: 4. Symphonie 22.8.1910, 7. Symphonie 27.8.1910, 5. Symphonie 31.8.1910, 8. Symphonie 2.9.1910]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191103115, "Datum": "11.3.1911, Samstag", "Haupttext": "Besprechung des gestrigen Konzerts mit der 3. Symphonie in The Inter Ocean Nr. 352 auf S. 6:\n\"                  THOMAS ORCHESTRA CONCERT.\n     In the supercilious attitude of a large portion of the musical public toward the more erudite form of orchestral composition is something of a disquieting promise for the future. So ingrained has become the belief in \"program music\" that works of astounding complexity are accepted with the boisterous hosanna, [... poetische Titel im Wohltemperierten Klavier würden \"hysteric delight\" hervorrufen ...]. But let us not become cynical with a Bruckner symphony as the text. That worthy musicmaker has enough to fight as it is.\n     Mr. Stock elected to play the third Bruckner symphony in D minor yesterday afternoon. Several seasons have passed since its appearance on the programs. [... wie auch Mahlers Werke \"a risk for the conductor\" ...], and he who cannot find in them the sympathetic throb hates them with a cordial hatred.\n     This D minor symphony by Bruckner is something in the order of the gigantically simple. It is like slow, powerful blank verse; its creator finds nothing in common with some of our modern juvenile squirts [...]. Moments pass during which Bruckner seems to be trying to get at the idea itself–as though he had the feeling for a certain and defined mood which would not adapt itself to the mold.\n     In a Bruckner score, moreover, there is always the hint of another instrument's influence. As is well known, the composer was an organist [... Rolle der Improvisationen (\"independence of spirit\", Orchestrierung eigener Art) ...]. Moreover there is a trait of the stolid, obstinate peasant in Bruckner's work. Therefore loving care on matters of style is not according to his belief, and he hammers away at his argument as though every one were interested in arguments.\n     It can easily be understood, therefore, that Mr. Stock chose a difficult problem for this concert. From a severely critical point of view, his interpretation deserves high praise. Eith his customary attention to the emotional content, he joined a scholarly regard for the details of execution. The scherzo is a good example. [... \"a species of bucolic high spirits\" ... wichtige Rolle kontrapunktischer Mittel ...], but their air of \"counterpoint for counterpoint's sake\" disappeared in a unity of aim–the expression of a true scherzo's mood.\n     The slow movement has its pedagogic aspects at times. Its melodies, for all their long windedness, rarely threaten to flood the symphonic structure with passionate excitement. [...] The first movement remains in memory with less clarity of outline, possibly on acount of its episodic nature. But of the finale, conductor and orchestra joined hands to make a brave, resounding song; the Titan motif (though it be as old as the hills) became the inspiration of an impressive piece of absolute music. All the tricks of augmentation and dimunition [sic], of inversion and retrogression seemed to be logically a part of the design; and it was a pleasure to note the applause which followed.\n     Mr. Stock's faith is justified and a repetition of the Bruckner symphony would be a desirable thing.\n     The soloist of the day was the local pianist, Heniot Levy. [... Chopin ...]. Wisely he refused to give an encore.\n     The other numbers of the program were the Weber \"Oberon\" overture [...] and the Glazounow \"Carnaval\" overture. This spicy Russian concoction wound up the day's proceedings with the dash of excitement appropriate as a antidote for the symphony.\n                                              ERIC DELAMARTER.\" (*).\n \nEine Kritik erscheint auch in The Chicago Tribune Nr. 60 auf S. 4:\n\"                     Music and the Drama.\n   Local Pianist Soloist with Thomas Orchestra.\n               BY GLENN DILLARD GUNN.\nTHE selection by the Thomas orchestra management of a resident pianist as soloist at yesterday's matinée was amply justified by the results. [... Heniot Levy mit Chopin ...] an angranted encore.\n     The symphony was Bruckner's third. It has not been performed at the Thomas concerts for ten years, a circumstance that is difficult, indeed, to explain. For this symphony accomplishes the expression of a most attractive spirit in music. Strength, an abiding love of the beautiful, and a fearless effort toward emancipation from the hampering traditions of form are its dominant qualities. It has moments of great inspiration, like the principal themes of the first and last movements or the climax of the adagio.\n     It moves to widely opposed contrasts, as in the passages in scherzo and finale that so faithfully reflect the grace and sensuous charm peculiar to the dance rhythms of the Viennese. It unfolds strong orchestral and harmonic traits that are markedly individual.\n     But for all its freedom, its harmonic and orchestral originality, it does not establish the conviction that the composer has couched his messages in a new and vital musical idiom. One perceives the beauty of that message and gladly acknowledges its portent of dignity and power, and is yet unable to accept it fully because it has employed the worn out, four cornered rhythms of sequential elaboration. An ordinary and commonplace meter would ill comport with the dignity and beauty of the Psalms of David. So it is with Bruckner's sequences.\n     The program opened with [... Weber ...]. The symphony likewise was read with splendid authority and the Glazounow \"Carnival\" made effective close to the afternoon.\" (**).\n \nAbends Wiederholung des Konzerts.", "Letzte Änderung": "27.06.2024 09:28"}, {"ID": 191303115, "Datum": "11.3.1913, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Meininger Hofkapelle unter Max Reger im 6. Abonnementskonzert in Meiningen. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Reger (Symphonischer Prolog zu einer Tragödie) und Mozart (A-Dur-Violinkonzert mit Carl Wendling) (*).\n \nBesprechung der Konzerte in Eisenach (8.3.1913) und Hildburghausen (9.3.1913) in der Dorfzeitung Hildburghausen Nr. 59 auf S. 3 bzw. 4:\n[Seite 3:]\n\"    Hildburghausen, 10. März. Der dauernd starke Besuch der Abonnements=Konzerte der herzoglichen Hofkapelle ist ein erfreulicher Beweis für die Wertschätzung, die man hier wie in der näheren und weiteren Umgegend der gediegenen Musik angedeihen läßt. Reger macht es in der Tat dem Publikum nicht gerade leicht, er setzt manchmal schwere Kost vor, die dem und jenem wohl [kaum lesbar: viel zu] schwer erscheinen mag, aber er versteht es wiederum, eine Wahl zu treffen, die auch dem weniger Eingeweihten das Gebotene schmackhaft [und] gefällig werden läßt. Um so mehr darf man anerkennen, daß die Zuhörer gern und willig einer meisterlich dargebotenen Musik folgen, die nichts weniger ist als Alltagsmusik. Die bei Regers Übersiedlung nach Meiningen hier ausgesprochene Befürchtung einer gewissen Einseitigkeit in der Wahl der Programme ist nunmehr glänzend widerlegt: Reger hat bisher eine umfassende Vielseitigkeit bewiesen, für die man nur Bewunderung haben kann. Nur drei Namen brachte das Programm: Reger, Mozart, Bruckner; aber welch eine Fülle in den Werken dieser drei so grundverschiedenen Meister! [... über Reger, Mozart und Carl Wendling ...]. Endlich scheint der Bann gebrochen zu sein, der nicht nur zu Lebzeiten Anton Bruckners, sondern auch noch längere Zeit nach dem Tod des großen Wiener Meisters seine Werke der gebührenden Würdigung entzog. Es scheint, als ob der so lange Verkannte  endlich Anerkennung finden soll. [... über die Symphonie ...]. Man muß es Reger dank wissen, daß er den verhüllenden Schleier lichtet. [... bedeutende Gedanken, einzelne fremde Einflüsse, aber \"ureigene Empfindung\" ...]. Der Dirigent sowohl wie die Kapelle hatten sich des schönen Werkes mit voller Hingabe angenommen. Zieht man das Fazit aus den bisherigen Konzerten unter Regers Leitung, so muß konstatiert werden, daß die Kapelle unter seiner Führung rüstig fortgeschritten ist, daß Straffheit und Gediegenheit keinen Wunsch offen lassen und wir rufen beiden zu: Auf Wiedersehen im nächsten Winter!\" [keine Signatur]\n[Seite 4:]\r\n\"     § Eisenach, 9. März. Die Meininger Hofkapelle beendete gestern abend unter Hofkapellmeisters Dr. Max Regers Leitung die Reihe ihrer im hiesigen Stadttheater veranstalteten Abonnementskonzerte. Da das Programm das gleiche war, wie das im heutigen Konzert der Meininger in Hildburghausen, erübrigt sich ein Eingehen auf die einzelnen Werke. Summarisch mag festgestellt werden, daß sämtliche Tonschöpfungen in unvergleichlicher Weise zum Vortrag kamen und der Kapelle und ihrem Leiter, vor allem aber auch dem mitwirkenden Prof. Wendling=Stuttgart, lebhaften und wohlverdienten Beifall brachten. [… Lorbeerkranz …]. Am Schluß wurde Reger immer und immer wieder hervorgerufen und mit lauten Bravorufen ausgezeichnet. Wenn wir rückblickend den Stand der Hofkapelle unter Regers Leitung einer Betrachtung unterziehen, so muß festgestellt werden, daß sie, was Disziplin und Ausdrucksfähigkeit anlangt, völlig auf der alten Höhe steht. In ihrem Spiel herrschte stets eine Plastik der Darstellung, wie sie oft selbst unter Steinbach nicht erreicht wurde. Groß und von tiefstem Ernst getragen, strömten in allen zu Gehör gebrachten Tonwerken die Wogen der Töne dahin und ließen alle Unterschiede der Stimmungen zu faszinierendem Ausdruck gelangen. Diese vollendete Kunst kan nur das Produkt von dem Können des Einzelnen und dem Einfluß des Leiters sein. Möge sie auch in Zukunft auf gleicher Höhe bleiben.“ [keine Signatur] (**).\n \nAlois Obermüller, Stadtpfarrer in Vöcklabruck, bestätigt, von der Stiftsvorstehung St. Florian aus dem Nachlass Ignaz Bruckners als Legat für eine Meßstiftung 200 Kr erhalten zu haben (***).", "Letzte Änderung": "06.08.2025 15:12"}, {"ID": 191403115, "Datum": "11.3.1914, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung des gestrigen Konzerts in The New York Times Nr. 20500 auf S. 11:\n\"              MUSICAL ART SOCIETY.\nProgramme of Old and New Choruses, Religious and Secular.\n     The Musical Art Society's Spring concert given last evening in Carnegie Hall was like its Spring concerts for twenty years past, as finely chosen as to its programme, as satisfying as to its performance. [... zu den einzelnen Werken (Palestrina, Josquin Desprez, Sweelinck, Perti ...] in an obviously later style than those that precede it.\n     The chorus was less successful in coping wth it and sang with less steadiness and certainly than in the music that had gone before. The last number of this group was Bruckner's \"Ave Maria,\" [WAB 6] that had been sung at the Christmastide concert, a striving after the spirit and manner of the older scholl by y follower of Wagner.\n     The vocal sections of the programme were divided by a performance of a \"divertimento\" by Mozart [...].\n     In the modern group Peter Cornelius's name led as the composer of a religous song [... Hans Leo Haßler, Gastoldi, Donato etc. ... Brahms-Zigeunerlieder (arr. Damrosch)] a small orchestra, instead of the piano, which were sung with much spirit.\" [keine Signatur] (*).\n \nThe Evening World (New York) schreibt auf S. 15:\n\"Musical Art's Spring Concert One of its Best\n       By Sylvester Rawling.\nTHE spring concert of the Musical Art Society at Carnegie Hall last evening, which marked the close of its twenty-first season, challenged the best of the always choice concerts that the society has given. Dr. Frank Damrosch was especially happy in the making of his programme, and the mixed choir of seventy well trained voices, under his direction, interpreted it with beauty of tone and technical excellence altogether admirable. [... lateinische Motetten (Palestrina, Josquin de Pres, Sweelinck (wurde wiederholt), Perti) ...]. Added to this group, and belonging to it by reason of construction and intent, was the beautiful nineteenth century \"Ave Maria\" of Bruckner's.\n     Next there was played by a small orchestra [... Mozart, a-capella-Chöre, Zigeunerlieder (Brahms) ...].\n     The audience was large, musically cultivated, fashionable and enthusiastic.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191703115, "Datum": "11.3.1917, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Oskar Nedbal im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist im 2. Klavierkonzert von Brahms ist Juan Reyes.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192003115, "Datum": "11.3.1920, Donnerstag", "Haupttext": "Letztes Konzert des Leipziger Bruckner-Zyklus (= 20. Gewandhaus-Konzert) mit der Aufführung der 9. Symphonie und des »Te deum« durch das Gewandhaus-Orchester unter Nikisch.\r\nSolisten sind Ilse Helling-Rosenthal, Marta Adam, Hans Lißmann und Wolfgang Rosenthal (*).\r\nDer Organist ist Karl Straube (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2024 07:35"}, {"ID": 192103115, "Datum": "11.3.1921, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Bernhard Tittel im 6. Tittel-Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192203115, "Datum": "11.3.1922, Samstag", "Haupttext": "[?] Aufführung des Perger Präludiums siehe »11.3.1923«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192303115, "Datum": "11.3.1923, Sonntag", "Haupttext": "[?] Aufführung des Perger Präludiums, des Chores \"Das deutsche Lied\" [WAB 63], der 9. Symphonie und von \"Helgoland\" durch das Wiener Sinfonie-Orchester und den Wiener Schubertbund unter Viktor Keldorfer im Großen Saal des Wiener Konzerthauses [Voraufführung am 10.3.1923] (*).\n \nAufführung von Werken Bruckners [sicher das Quintett], Hugo Wolfs und Mozarts durch das Karl-Klingler-Quartett im 5. Festkonzert des Bezirksbildungsausschusses Groß-Berlin in der Berliner Philharmonie. Wiederholung am 1.4.1923 (**).", "Letzte Änderung": "07.04.2023 22:16"}, {"ID": 192503115, "Datum": "11.3.1925, Mittwoch", "Haupttext": "Die St. Louis Dispatch Nr. 183 meldet auf S. 35, dass das heutige Konzert im Radio übertragen wird und gibt das detaillierte Programm bekannt [... Station KSD, 545,1 Meter, 20 Uhr Konzert des St. Louis Massenchors unter Hugo Anschuetz, Programm (Schubert \"Allmacht\" (gemischter Chor, Sopransolo und Orchester), Volkslieder \"Königskinder\" und \"Der Jäger\" (gemischter Chor a capella), Max Bruch (\"Frithjof\", Frauenchor, Sopransolo und Orchester), Kornig (\"Die Macht der Musik\", Männerchor, Sopransolo und Orchester), Pause, Bruckner \"Te deum\") ...] (*).\n \nNochmaliger Konzerthinweis (Inserat?) im St. Louis Globe-Democrat Nr. 296 auf S. 15 (**).\n \nAufführung des \"Te deum\" durch den St. Louis Massenchor unter Hugo Anschütz im 6. Wohltätigkeitskonzert zugunsten der St. Louiser Waisenheime und Altenheime im Kolosseum in St. Louis (Missouri). Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Schubert, Max Bruch und Kornig und Volkslieder (***).", "Letzte Änderung": "14.04.2025 09:03"}, {"ID": 192603115, "Datum": "11.3.1926, Donnerstag", "Haupttext": "Der Camden Courier Nr. 244 (Courier-Post, Camden, New Jersey) bringt auf S. 18 einen Artikel über die Konzerte in Philadelphia und die Rolle der Moderne:\n\"NEWS AND COMMENTS OF THE WEEK IN MUSIC\n              EDITED BY ARTHUR D. PIERCE\n[... Stokowski könne zwei Konzertserien anbieten, eine konservative und eine \"for the more adventurous music lovers\" ...]\nULTRA-MODERN works would not, however, dominate this special series. Equal place must be given to the neglected and unheard works of any period. Spohr's symphonies may not be \"great\" but I would like to hear at least one of them. Anton Bruckner is pretty much of a stranger, while Max Reger and Pfitzner deserve at least occasional representation.\n     [... Schumann, Haydn ...].\"", "Letzte Änderung": "07.03.2024 08:31"}, {"ID": 192803115, "Datum": "11.3.1928, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung mehrerer a-capella-Chöre Bruckners [prov. WAB 67] unter Fritz Haas in der protestantischen Markuskirche in Stuttgart (*).\r\nAufführung des Adagios der 3. Symphonie in einer Orgelbearbeitung von Hermann Keller (*a).\r\nDas Konzert wird um 20 Uhr vom Rundfunk übertragen. Auf dem Programm stehen Präludium in Es, ein Sanctus und Agnus dei, \"Dir, Herr\", Tantum ergo, Präludium in C [Perger Präludium], Fuge in d-Moll, ein Agnus dei, Locus iste, Tantum ergo, Os justi, Tantum ergo in Es-Dur, 7stg. Ave Maria, Pange lingua, Christus factus est, Vexilla regis und Virga Jesse (*b).\nAufführung der f-Moll-Messe [unter Hermann Lang?] in der Kathedrale von Lausanne (**).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Theodor Christoph im Großen Musikvereinssaal. René Gärtner ist der Solist in Artur Hennebergs Klavierkonzert (dirigiert vom Komponisten), der Bariton Arthur Wolken ist Solist in Carl Frühlings \"Gesang Buddhas\" (***).\nEin Kammerkonzert mit dem Quintett (mit dem Buxbaum-Quartett) und drei Liedern Hugo Wolfs (mit der Sopranistin Josefine Stransky und dem Pianisten Erich Meller) wird von 19:15 bis 20:15 Uhr vom Wiener Rundfunk übertragen (°).", "Letzte Änderung": "30.05.2025 11:44"}, {"ID": 192903115, "Datum": "11.3.1929, Montag", "Haupttext": "Einführungsvortrag Karl Grunskys zur 5. Symphonie [Aufführung am 10.3.1929??] mit Aufführung seiner Bearbeitung für zwei Klaviere in Freiburg (*).\n \nAufführung der 9. Symphonie und (ohne Pause) des \"Te deum\" durch das Leipziger Sinfonieorchester und den Riedel-Verein unter Max Ludwig im 10. Philharmonischen Konzert (= 4. Anrechtskonzert des Riedel-Vereins) um 19:30 in der Alberthalle (Krystallpalast) in Leipzig. Solisten sind Charlotte Schrader, Meta Jung-Steinbrück, Paul Beinert und Franz Schmidt (**).\n \nDie Aufführung der 7. Symphonie im Staatstheater Schwerin wird zwischen 19:55 und 21:45 Uhr von den Rundfunksendern Hamburg, Bremen, Hannover und Kiel übertragen. Das Adagio wird als 3. Satz gespielt. Auf dem Programm stehen anschließend Chorwerke mit Orchester, ein \"Abendlied\" und ein \"Stabat mater\" (***).\n \nDer Rundfunksender Bern überträgt von 20:00 bis 22:00 Uhr ein Konzert mit Werken von Vivaldi, Mozart, Stradella und Pergolesi und Bruckners 5. Symphonie (°).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 14:03"}, {"ID": 193003115, "Datum": "11.3.1930, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von J. K. F. Naumann »Theodor Hämmerle und die Musik« (mit Bericht von der Trauerfeier am 22.2.1930 [mit dem Quintett-Adagio]) im Vorarlberger Volksblatt, S. 3 (*).\n \nBrief von Adalbert Gattermann (Leitmeritz) an Franz Xaver Müller \"Sie würden uns mit der Zusendung\" [Inhalt nicht erschlossen, vermutlich zum Bruckner-Fest am 25.-27.4.1930] (**).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 22:30"}, {"ID": 193103115, "Datum": "11.3.1931, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Robert G. Grey an Max Auer:\r\n   25 Mitglieder der Bruckner Society of America seien der österreichischen Ortsgruppe [der Internationalen Bruckner-Gesellschaft?] beigetreten (*).\nDer Rundfunksender Mailand hat für 21:15 Uhr ein Symphoniekonzert unter Arrigo Pedrollo mit österreichischer Musik angekündigt. Der fünfte von sechs Komponisten ist \"Antonio Bruckner: Andante della sinfonia in fa minore\".\r\n[Für den 18.3.1931 liegt eine nahezu identische Ankündigung vor (in deutscher Sprache, sieben Komponisten); möglicherweise gab es eine Terminverschiebung?] (**).", "Letzte Änderung": "28.03.2026 08:02"}, {"ID": 193403115, "Datum": "11.3.1934, Sonntag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Berlin überträgt zwischen 19:30 und 22:00 Uhr eine \"Reichssendung\" (die von allen anderen deutschen Sendern übernommen wird), deren 2. Teil (ab 21:00 Uhr) Hugo Wolf und Bruckner gewidmet ist. Auf dem Programm: \"Amaranths Waldeslieder\" und das Intermezzo (mit dem Steiner-Quartett) (*).\nDer Leipziger Rundfunk bringt zwischen 18:15 und 19:30 Uhr eine Aufführuing der 8. Symphonie mit dem Leipziger Symphonieorchester unter Hans Weisbach (**).", "Letzte Änderung": "06.04.2026 07:13"}, {"ID": 193603115, "Datum": "11.3.1936, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Liszts A-Dur-Klavierkonzert ist Karl Pembaur [Wiederholung am 12.3.1936] (*).\n\n\n\n[vielleicht auch 12.3.] Artikel über die Aufführung der Originalfassung der 5. Symphonie am 13.3. im Neuen Wiener Tagblatt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193703115, "Datum": "11.3.1937, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Bruno Walter in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193803115, "Datum": "11.3.1938, Freitag", "Haupttext": "Brief von Hilde Wendler an Max Auer:\r\n   Bei der Aufführung der 5. Symphonie unter Eugen Jochum in Berlin habe dieser »ziemlich willkürlich dirigiert«, insbesondere im Finale »den Bläserchor als Knalleffekt in doppelter Besetzung aufgesetzt« (*).\n[12./13.3.1938] »Anschluß« Österreichs an das Deutsche Reich (**).\nAufführung der 2. Symphonie unter Julius Lehnert [in Wien?] (***).\nPaul Winter, Schüler Pfitzners und Komponist der \"Olympia-Fanfare\" 1936, spielt auf der Orgel in St. Florian Variationen über das Hauptthema der 3. Symphonie. Dadurch angeregt entsteht danach eine Fanfare \"Großdeutschland\", deren Autograph er der Stadt Linz übergibt (°).\nDie letzte Rundfunkansprache von Kurt Schuschnigg wird auch von den Schülern und Sängerknaben in St. Florian am Radio mitverfolgt. Aus dem Zimmer von Lepopold Hager ertönt laute Schallplatten-Musik, darunter auch Bruckner (°°).", "Letzte Änderung": "28.05.2025 09:50"}, {"ID": 197803115, "Datum": "11.3.1978, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Willy Hess \"Ein Jugendwerk Bruckners. (Windhaager Messe).\" in \"Der Landbote\" (Winterthur).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199903115, "Datum": "11.3.1999, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Lorin Maazel in der Philharmonie am Gasteig in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 184004115, "Datum": "(11.4.1840, Samstag)", "Haupttext": "Linzer Premiere von Bellinis »Norma« unter Karl Zappes Leitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184604115, "Datum": "(11.4.1846, Karsamstag)", "Haupttext": "Aufführung der C-Dur-Messe (Cäcilienmesse) von Michael Haydn in St. Florian (*). Aufführung des »Hallelujah« aus Händels »Messias« in St. Florian (**), vermutlich auch der Osterresponsorien »Gloria Patri« von Keinersdorfer (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185104115, "Datum": "11.4.1851, Freitag", "Haupttext": "Prüfung über den 1. Kurs der 2. Klasse an der Unterrealschule in Linz. Das Zeugnis [vom 25.4.1851] ist unterzeichnet von Schierfeneder, J. Strigl und G. Schauer.", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:42"}, {"ID": 185604115, "Datum": "11.4.1856, Freitag", "Haupttext": "Das bischöfliche Konsistorium verleiht Bruckner definitiv die Dom- und Stadtpfarrorganistenstelle. Auf die Ernennung beziehen sich die zustimmenden Noten des bischöflichen Konsistoriums an die Statthalterei (Konzept und Reinschrift, Bezug nehmend auf die Schreiben vom 20.3.1856/26.3.1856, die Reinschrift unterzeichnet von Joseph Schropp und Joseph Illich):\r\n   »... sein Einverständniß mit dem vom Gemeinde-Vorstande im Einvernehmen mit der Hochwürdigen Stadtpfarr Administration gemachten Vorschlage für die Dom u. Stadtpfarr-Organisten Stelle auszusprechen u. diese Stelle seinerseits dem Anton Bruckner provisorischen Dom u. Stadtpfarrorganisten definitiv zu verleihen.« (*)\r\nund an die geistliche Vogtei (Konzept, unterzeichnet von Rieder) (**)\r\nund die Note der Statthalterei an die weltliche Vogtei (über die Besoldung, Konzept, unterzeichnet von [?] Hauer, Reinschrift am 18.4.1856) (***).", "Letzte Änderung": "07.03.2023 12:05"}, {"ID": 186304115, "Datum": "11.4.1863, Samstag", "Haupttext": "Partitur des Scherzos der f-moll-Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186504115, "Datum": "11.4.1865, Kardienstag", "Haupttext": "Artikel [Hanslicks?] in der Neuen Freien Presse Nr. 221, Morgenblatt, S. 4, über die d-moll-Messe:\r\n»Kleine Chronik. \r\n10. April.\n   [...] Die Linzer Tagesblätter bringen wiederholt eingehende Besprechungen einer Messe von Anton Bruckner, welche dort ungewöhnliche Sensation erregt hat. Der Componist, gegenwärtig Domorganist in Linz, einer der besten Schüler des Wiener Conservatoriums und renommirter Orgelspieler, ließ diese Messe kürzlich in der Domkirche aufführen. Die (als ergreifend und originell geschilderte) Musik machte auf die Hörer einen solchen Eindruck, daß man ein eigenes \"Concert=Spirituel\" arrangirte, um darin Bruckner's Messe vollständig zu wiederholen.« [keine Signatur]. (*).\n \n\"Die Presse\" Nr. 100 gibt auf S. 11 \"Angekommene in Wien.\" bekannt:\n     \"Kaiserin Elisabeth, Stadt, Weißburggasse: [...] - A. Bruckner, Dom-Organist, v. Linz. - [... keine weiteren Gäste aus Linz ...]\" (**).\n \nDas Fremdenblatt Nr. 100 notiert auf S. 9 \"A. Bruckner, Linz.\" (**a).\n \nAufführung von J. S. Bachs Matthäus-Passion unter Johann Herbecks Leitung im 2. Gesellschaftskonzert um 7 Uhr abends im k. k. Redoutensaal, \"die erste bedeutende und wirklich großartige Aufführung in Wien\" [nach jener durch die Singakademie unter Stegmayer 1862].\nSolisten: Marie Wilt, Marianne Brandt [?] (auch angekündigt: Ritter - in den Besprechungen werden zwei Altistinnen erwähnt, Bischoff und Ritter), Dr. Gustav Gunz (als Gast aus Hannover, Tenor), Prof. Förchtgott [Förchgott?] und Dr. Panzer (Bass), Hellmesberger als Konzertmeister, Flötensolisten die Herren Doppler, Continuo-Klavier: Nottebohm, weitere Mitspieler u.a. Beck und Karlhofer (***).", "Letzte Änderung": "24.12.2024 18:07"}, {"ID": 186804115, "Datum": "11.4.1868, Karsamstag", "Haupttext": "Kritik über das Konzert vom 4.4.1868 im Welser Anzeiger Nr. 15 auf S. 2f: \n      \n»Correspondenz.\n\n   ## Linz. (Der Musikverein und die Liedertafel \"Frohsinn\".) [...] Der Musikverein kündigte in bombastisch=pompöser Weise - auf mehr als ellengroßen Anschlagzetteln - die von circa 200 Mitwirkenden aufzuführende \"Schöpfung von Haydn\" unter Leitung des Herrn Engelbert Lanz für den 29. März und die Liedertafel \"Frohsinn\" ihr vierundzwanzigstes (?)*) [Fußnote in Kopie nicht enthalten] Gründungsfest unter Leitung ihres neuen Chormeisters Herrn Anton Bruckner in einer zwar viel bescheideneren, aber dennoch auffallenden - und für einen so renommirten Verein unnöthigen Programmsreclame für den 4. April an.\n\n   Wir haben den Generalproben und Aufführungen beider Vereine die gespannteste Aufmerksamkeit gewidmet [... es folgt eine recht schlechte Kritik zum Konzert des Musikvereins ...] Um so mehr freuen wir uns, den vortrefflichen Leistungen der Liedertafel \"Frohsinn\" bei ihrem letzten Gründungsfeste sowie der ausgezeichneten Leitung ihres Chormeisters Herrn Bruckner unsere vollste Anerkennung auszusprechen und dem einstimmigen, den Verein hochehrenden Urtheile des Publicums aus innigster Ueberzeugung beizustimmen. Das ganze Concert Programm war mit Geschmack und Kunstsinn zusammengestellt und brillant durchgeführt.\n\n   Wir haben seit Storch's Abgang die Liedertafel nicht wieder so kunstgerecht singen gehört als an diesem Abende.\n\n   Und so rufen wir denn unserem genialen Bruckner für sein reizendes Pianissimo ein herzliches \"Bravo!\" und der Liedertafel ein glückliches Gedeihen und Fortbestehen zu!! -«.\n\n\n[Replik auf diese Besprechung siehe 19.4.1868.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904115, "Datum": "11.4.1869, Sonntag", "Haupttext": "Wiederholung der Liszt'schen »Legende von der Hl. Elisabeth« unter Johann Herbeck. In diesem Zeitraum trifft Bruckner auch mit Liszt zusammen (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004115, "Datum": "(11.4.1870, Montag)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Konservatoriums mit Werken von Moscheles wirkt Bruckners Schüler Damian Rößl als Pianist mit.", "Letzte Änderung": "05.12.2024 22:38"}, {"ID": 187204115, "Datum": "11.4.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat in der Wiener Zeitung Nr. 82 auf S. 152 (= S. 8) erwähnt Bruckners Mitwirkung beim Konzert am 14.4.1872 [Text nahezu identisch mit dem vom 9.4.1872].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187304115, "Datum": "11.4.1873, Karfreitag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Streicher [Martin Streicher (1828-1897) Pfarrer aus Asten], Organist Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"2\" [für beide] angegeben. Er fährt noch am gleichen Tag wieder weiter (*).\n\n\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler: Erbittet (für einen Aufsatz im \"Hausschatz\") biographische Daten. Erkundigt sich nach den jetzigen Verhältnissen und nach Herrn Arminger (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404115, "Datum": "11.4.1874, Samstag", "Haupttext": "[Eintrag fehlt, muss noch nachgereicht werden]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504115, "Datum": "11.4.1875, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeinde-Zeitung Nr. 42, S. 5:\r\n\"In der Hofpfarrkirche St. Augustin wird um 11 Uhr Kapellmeister Eder eine Mozart-Messe, Graduale (Flötensolo mit Chor) von Richter und Offertorium (Violinsolo mit Chor) von Gänsbacher aufführen. Die Soli werden die Herren Julius Kohlert und J. Maxintsak, Mitglied des Hofoperntheaters vortragen. Hof-Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*).\nBruckner spielt in der Augustinerkirche Orgel.\r\n   Es erklingen um 11 Uhr unter Eders Stabführung eine Messe von Mozart, eine Graduale (mit Flötensolo: Julius Kohlert) von Richter und ein Offertorium (mit Violinsolo: Josef Maxintsak) von Gänsbacher (**).\n(Sonderkonzert, zu Ehren Dessoffs von Herbeck, Hellmesberger und den Sängerinnen Dustmann und Materna arrangiert, mit Beethovens 9. Sinfonie (***).\r\n   Zuvor wurden Werke von Weber (Euryanthe), Beethoven und Mozart (u.a. B. Ehnn als Solistin) aufgeführt (°).\nDankschreiben von Gericke, Nikisch, August Sturm, Hugo Reinhold, Mottl und R. Fuchs an Dessoff (°°)).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 21:27"}, {"ID": 187604115, "Datum": "(11.4.1876, Kardienstag)", "Haupttext": "2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Mozart, Crasselius, Walther, Bach, Schumann, Beethoven, Händel, Schubert und Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:11"}, {"ID": 187704115, "Datum": "(11.4.1877, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187904115, "Datum": "11.4.1879, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Aufführung der Responsorien Ecce quomodo (mit den drei neuen Posaunenstimmen Bruckners) [WAB 265] und Tenebrae factae sunt (ebenfalls mit Posaunensatz von Bruckner [WAB 268]) von Franz Joseph Aumann in St. Florian (*).\nIm Aufführungsverzeichnis vermerkte Traumihler zu den Posaunenstimmen \"quae a Domino Antonio Bruckner ad meliorem concentum redacta sunt\" (**).\n \nDie mit 1879 datierten Posaunenstimmen des Ecce quomodo sind möglicherweise für diese Aufführung aus Bruckners am 15.9.1878 entstandener Partitur herausgeschrieben worden. Die Tenorposaunenstimme trägt den Namenszug \"Forster Franz.\". Die Partitur des Tenebrae ist undatiert, die Posaunenstimmen scheinen nicht erhalten zu sein (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104115, "Datum": "11.4.1881, Montag", "Haupttext": "Vermerk \"11/4 884 1 Rate\" [sic! recte vermutlich \"11/4 881\", siehe Anmerkung] [400 fl, 1. Rate der 800-fl-Jahresremuneration der Universität] auf dem Dokument vom 16.12.1880.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504115, "Datum": "11.4.1885, Samstag", "Haupttext": "Paumgartner zitiert in einem Feuilleton-Artikel der Wiener Abendpost) Wiener Zeitung Nr. 82 auf S. 1f (signiert »dr. h. p.«) aus der Münchner Kritik zur 7. Symphonie [vom 14.3.1885] und beanstandet, daß Bruckner in den Philharmonischen Konzerten vernachlässigt werde:\r\n         »Musik.\n               Concerte.\n     Die Concertsaison ist zu Ende; [...]\n     [...] - Einen neuen Triumph hat im verflossenen Monate unser genialer Landsmann Herr Anton Bruckner in München gefeiert, wo unter Hofcapellmeister Levy's künstlerischer Leitung die siebente Symphonie (in E-dur) unseres meisterhaften Symphonikers im zweiten Akademieconcerte zur Aufführung gelangte. Sämmtliche uns vorliegenden Münchner Blätter äußern sich mit Enthusiasmus über Aufführung und Aufnahme der Bruckner'schen Symphonie. Die \"Süddeutsche Presse\" schreibt unter Anderem: \"In grandioser, abgeklärter Ruhe [... Text wie 14.3.1885 (1101/213), mit Abweichungen: ... classischen ... Composition ... dieser eine Satz würde ... Componisten ...] unter die Unvergänglichen einzureihen.\" Der Musikreferent der \"Süddeutschen Presse\" gelangt sodann zu folgender Schlußbemerkung über Bruckners Symphonie: \"Daß ein solches Werk [... Text wie 14.3.1885 bei 1101/213f, mit folgenden Abweichungen: ... unserer ... an deren Anfange ... dem echten Musikfreunde ...] gereichen dürfen.\"\n    Also in München haben sich nicht nur die Kräfte, sondern auch das lebhafte, verständnißvolle Interesse für die Aufführung der Bruckner'schen Symphonie vorgefunden. Und unser Wien soll zurückbleiben und soll ewig und immer unser geniales und gemüthvolles Heimatskind Bruckner ausschließen, als Fremdling, als Verbannten behandeln? [... Mahnung an die Philharmoniker ... künstlerische Pflichten ... Appell an Hans Richter:] Er zögere nicht länger, diesem Gebote zu folgen und damit zugleich ein Vermächtniß Richard Wagners, der für die Bruckner'schen Werke stets so schöne, warme Worte hatte, zu erfüllen.\r\n                dr. h. p.« (*).\nÖffentliche Generalprobe zum morgigen Konzert (**).\n(***) Die Deutsche Zeitung berichtet von der Aufführung des Quintetts in Köln [8.4.1885]:\r\n      »(Anton Bruckner's Quintett.) Wie uns aus Köln berichtet wird, erzielte daselbst Professor Anton Bruckner's Quintett, von dem auch in Wien rühmlichst bekannten Quartett Heckmann am 8. d. zur Aufführung gebracht, einen glänzenden Erfolg und ist für November eine Wiederholung dieses auch in München kürzlich mit großem Beifall aufgeführten Werkes unseres heimischen Componisten in Aussicht genommen. Köln wird aber auch darin nicht hinter Leipzig und München zurückstehen, daß es den großen symphonischen Werken Bruckner's den ihnen gebührenden Platz in seinem Musikleben anweist, welches, seitdem Wüllner als Nachfolger Hiller's die Leitung des dortigen Concertwesens übernommen, einen bedeutenden Aufschwung genommen hat. Wüllner wird es auch zu danken sein, wenn in der nächsten Concertsaison Bruckner's letzte (siebente) Symphonie in Köln, und wohl mit demselben glänzenden Erfolg wie in München und Leipzig, zur Aufführung gelangt.« (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:20"}, {"ID": 188604115, "Datum": "11.4.1886, Sonntag", "Haupttext": "»Trösterin Musik« [WAB 81, früher 88] in einem Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins unter Rudolf Weinwurm im großen Musikvereinssaal (um halb 1 Uhr) uraufgeführt (*).\r\n    (Für diesen Chor wurde der Komposition »Nachruf« [WAB 81] ein neuer Text von August Seuffert unterlegt (*a)).\r\nAuf dem Programm stehen außerdem Chorwerke von Carl Maria von Weber (»Schlummerlied«), Robert Schumann (»Zigeunerleben«), Klavierstücke von Scarlatti-Bülow, Schumann und Moszkowski (Solistin: Gabriele Frankl-Joèl), Solostücke für Violine (von Tirindelli und Vieuxtemps; Solistin Metaura Torricelli, Klavier Robert Erben), Chöre von Orlando di Lasso (»Landsknecht-Ständchen«), Brahms (Tafellied) und Heuberger (aus der Oper »Die Abenteuer einer Neujahrsnacht« nach einem Text von Franz Schaumann) (**), möglicherweise auch Werke von Franz Schubert (»An die Musik«) und Engelsberg »Behüt' dich Gott«) (**a).\r\n      Als Solisten wirken Franz Schaumann und Albert von Hermann (Orgel) mit (**b), an der Spitze des Damenchors steht Frau Schaumann (**c), bei Schumann wirken die Wiener Philharmoniker mit, als Bassist Raimund Halatschka (**d).\nIn Linz Aufführung von »Amaranths Waldeslieder« [WAB 58] in einer Bearbeitung von F. S. Reiter in einem Konzert des Gutenbergbundes unter Reiters Leitung. Sopransolo: Marie Reiter [siehe Anmerkung]. Weitere Mitwirkende: Eduard Stockhammer (Tenor aus Wels) und die Musikkapelle des vaterländischen Infanterie-Regiments unter Kpm. Rezek. Im Publikum Erzherzog Johann, Statthalter Freiherr von Weber-Ebenhof, Hofrat Heyß und Oberpostdirektor Klimesch (***).\nAnkündigung des Konzerts vom 15.4.1886 im Linzer Volksblatt Nr. 83 auf S. 2:\r\n    » - Liedertafel \"Frohsinn.\" Das Programm des am 15. April stattfindenden Gründungsfestes enthält [... Text nahezu identisch mit dem vom 10.4.1886]« (°),\naußerdem auf S. 3 ein Artikel über Bruckner und seine Werke, mit Erwähnung einer Messenaufführung im Vorjahr durch den Linzer Musikverein:\r\n    »Zum Gründungs-Concerte der Liedertafel \"Frohsinn.\"\r\n     Anläßlich des demnächst stattfindenden Gründungs=Concertes [... seien Anmerkungen angebracht. In Wien urteile die deutsch-jüdische Presse durchwegs ungünstig,sogar abfällig, Beispiel Hanslick. Bruckners Ruhm werde den Hanslicks überdauern. Nach der letztjährigen Aufführung einer Messe [e-Moll-Messe] durch den Musikverein bringe nun der \"Frohsinn\" Werke Bruckners, und dessen Leistungen und die Kompetenz Floderers] sind uns genügende Bürgen, dass für unseren Landsmann Bruckner hier nur Lorbeeren erwachsen werden und sein Concert die dankbarste Anerkennung finden werde.« [keine Signatur] (°a).\nDer Steyrer »Alpenbote« Nr. 29 berichtet auf S. 3 von der Aufführung der 7. Symphonie in Wien:\r\n   »(Bruckner in Wien.) Die große \"Siebente Symphonie\" unseres genialen Landsmannes [... Text von Hans Richters Rede beim Festbankett am 21.3.1886 ...] Nein, in Wien selbst, in den philharmonischen Concerten soll und wird künftighin jede neue Bruckner'sche Symphonie zuerst aus den Partiturblättern in tönende Wirklichkeit übertreten!« [keine Signatur]« (°°).", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:15"}, {"ID": 188804115, "Datum": "11.4.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Der Tagesbote aus Mähren und Schlesien Nr. 84 kündigt auf S. 4 (dort wie auf allen Seiten außer dem Titelblatt \"Mittwoch 10. April 1888\") das Konzert vom 13.4.1888 (mit dem »Te deum«) an:     \" * Das zweite diesjährige Concert des Brünner Musikvereines findet am 13. April um halb 8 Uhr Abends statt, da das Theaterorchester am Sonntag den 15. l. M. verhindert ist, mitzuwirken und der Redoutensaal von Montag den 16. an den Kunstverein vergeben wurde. Das Concert bringt das Tedeum von Anton Bruckner und führt damit diesen Componisten, der die Wagner'sche Schule in die Symphonik hineingetragen hat, erst hier ein. Es ist interessant, dass Bruckner, welcher mit Recht als ein hervorragender Orchester=Compositeur gilt, im Jahre 1861 bis 1863 [sic!] Organist in Linz war und dort von dem gegenwärtigen artistischen Director des Musikvereines Herrn Otto Kitzler in der Formenlehre und Instrumentation Unterricht genoß. Frl. Kollar, welche in dem Tedeum mitwirkt und nebstbei eine Arie aus der \"Schöpfung\" vorträgt, verabschiedet sich in diesem Concerte als Concertsängerin von dem Publicum. [... über Wagners Äußerungen zur 7. Sinfonie Beethovens, Vergleich des Finales mit einer Wassernixe in einer schwedischen Sage (eine elfte Tanzvariation ist tabu, weil sie dem Nachtgeist gehört) ...].\n\n    Der letzte Satz der A-dur Symphonie ist die eilfte Variation.\" [keine Signatur] (*),\nund bringt auf S. 6 nochmals ein Inserat (identisch mit dem vom 7.4.1888):\n\n   \"Freitag den 13. April, 7 1/2 Uhr Abends\n\nfindet im [/] städt. Redoutensaale [/] das II. diesjährige ordentliche [/] CONCERT [/] des [/] Brünner Musikvereins [/] unter gefälliger Mitwirkung der Opernsängerin [/] Frl. Sophie Kollar [/] vom hiesigen Stadttheater [/] und unter Leitung des artistischen Directors Herrn Otto Kitzler [/] statt.\n\n        Programm: \n\n1. Anton Bruckner: Te Deum, für Chor, Soli und Orchester (neu).\n\n    Sopran im Soloquartett: Fräulein Sophie Kollar.\n\n[... Haydn, Arie aus der \"Schöpfung\" ... Beethoven, 7. Sinfonie ... über den Kartenverkauf... ]\n\n    Die Generalprobe findet am Donnerstag den 12. April Abends 5 Uhr statt und kostet der Eintritt per Person 40 kr. [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188904115, "Datum": "11.4.1889, Donnerstag", "Haupttext": "Ein »Musikbrief aus Wien« im Musikalischen Wochenblatt Nr. 16 auf S. 197f berichtet von der Aufführung der 7. Symphonie [am 24.2.1889]. Ludwig Speidel habe [am 7.3.1889] sich diesmal lobend geäußert:\r\n     \"Wien.\r\n     (Fortsetzung.)\r\n     Eine Reihe grossartiger Concerte spielt sich in der Zeit von Ende Februar bis Mitte März in Wien ab. [...] In der Mitte des Programms stand Anton Bruckner's 7. Symphonie (E dur; 21. [sic]Aufführung in Wien), eingerahmt von [... Liszt, Wagners Tannhäuser-Musik ...]. Bruckner's E dur-Symphonie machte einen ganz gewaltigen Eindruck auf die alle Räume des grossen Musikvereinssaales füllende, andächtig lauschende Hörerschaft. Der Erfolg des nach meinem Dafürhalten höchst bedeutenden und in der Gegenwart an Grossartigkeit unübertroffen dastehenden Werkes war diesmal ein viel einhelligerer, durchgreifenderer, als bei der ersten Aufführung in einem Philharmonischen Concert vor drei Jahren (21. März 1886). Damals erwies sich zwar eine enthusiastische Minderheit unermüdlich im Beifallsklatschen, die eigentlichen Stammabonnenten der Philharmonie aber - von denen freilich Viele nur um der lieben Mode Willen in diesen Concerten erscheinen - nahmen vom Adagio der Symphonie in hellen Schaaren Reissaus, sodass das Finale vor halbleeren Bänken spielte. Diesmal aber rührte sich Niemand vom Platze, stand Alles wie unter einem Zauber und brach nach jedem der vier Sätze der Bruckner'schen Symphonie ein Riesenbeifall los, wie er selbst in dem, wenn einmal hingerissen, fast fanatischen Wiener Publicum selten vorkommt. Und dieser grossartige Triumph unseres greisen vaterländischen Meisters wurde von der \"Neuen freien Presse\" und Consorten vollständig todtgeschwiegen! Eine rühmliche Ausnahme im reactionären Chorus machte aber diesmal der bekannte leidenschaftliche Anti-Wagnerianer Ludwig Speidel, welcher Bruckner's E dur-Symphonie vor drei Jahren als zu \"wagnerisch\" ignoriren zu müssen glaubte, während er sich nach dem jetzigen zweiten Anhören zum Geständniss gedrängt fühlte: \"Könne er auch Bruckner nicht in die letzten Consequenzen seines Werkes folgen, so sei er doch gezwungen, die Genialität anzuerkennen, die in dessen Erfindung und mächtigen Combinationen walte. Der Grösse des Adagio stehe man geradezu staunend gegenüber. Der Spott sei allseits verstummt, Bruckner habe sich durchgesetzt. So viel an dieser Erscheinung auch fremdartig anmuthe, es sei unmöglich, sie nicht zu ehren.\" (\"Wiener Fremdenblatt\" v. 7. März d. J.) Dass sich unser unübertreffliches Orchester bei dieser Gelegenheit in seinem vollen Glanze zeigte, braucht kaum besonderer Bemerkung. [... über die weiteren Werke, das Nicolai-Konzert, das 4. Gesellschaftskonzert, kurze Erwähnung des Konzertes von Joseph Joachim und des Konzertes des Wiener Männergesangvereins, in dem Heinrich Hofmann ...] als Componist einen Achtungserfolg errang, während Rich. Wagner's \"Liebesmahl der Apostel\" wie gewöhnlich mächtig zündete.\r\n       (Fortsetzung folgt.)\" [Signatur am 13.6.1889:] Dr. Theodor Helm. (*).\nBruckners Orgelschüler Hermann Haböck spielt die Solostimme in Händels Orgelkonzert im 2. öffentlichen Konzert des Wiener Konservatoriums mit dem Zöglingsorchester unter Hellmesberger (**).\nLaut einer Meldung des Neuen Wiener Tagblatts Nr. 100 auf S. 4 ist ein Bruckner-Porträt [IKO 28 oder IKO 32?] demnächst in einer Ausstellung zu sehen:\r\n     \" * (Der \"Salon der Zurückgewiesenen\".) Der \"Salon der Zurückgewiesenen\" wird nicht vor Mitte der nächsten Woche eröffnet werden können. An der Ausstellung sind etwa 55 Künstler betheiligt. [... italienische Künstler u. a. ...] Vita bringt mehrere Porträts, Krenn mehrere Aquarelle, Beraton Porträts von Bruckner und Sulzer, Leo Diet ein Bildniß der Sängerin Lola Beeth [...] Die Werke können nunmehr am Eislaufvereinsplatze abgeliefert werden, wo bereits das Bureau des \"Salons der Zurückgewiesenen\" etablirt ist.\" (***).", "Letzte Änderung": "22.03.2023 07:33"}, {"ID": 189004115, "Datum": "11.4.1890, Freitag", "Haupttext": "Viktor Christ notiert in einer seiner zwei Abschriften der 8. Symphonie (ohne das Scherzo) [vgl. 10.3.1890 und April 1890] am Ende des 1. Satzes »11. April vollenden | 1890« [recte »vollendet«?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189104115, "Datum": "11.4.1891, Samstag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 1. Symphonie (*).\nBrief von Hugo Wolf an Emil Kauffmann:\r\nEr sei nach dem Mannheimer Konzert nun bei Oskar Grohe in Philippsburg und bitte um umgehende Zusendung der drei vierhändigen Klavierauszüge von Bruckner-Symphonien [prov. WAB 86], die Kauffmann ja besitze. Er, Wolf, werde diese dann nach Tübingen wieder mitnehmen [siehe die Anmerkung] (**).\nUrsprünglich geplanter Termin des Gründungsfests des »Frohsinn«, bei dem der »Germanenzug« aufgeführt werden sollte (***).\n(Konzert von Ferdinand Löwe (Klavierwerke) und Ferdinand Jäger (Lieder von Hugo Wolf) im Bösendorfer-Saal (°)).", "Letzte Änderung": "29.04.2026 21:56"}, {"ID": 189204115, "Datum": "(11.4.1892, Montag)", "Haupttext": "Konzert [des Wagner-Vereins?] im Bösendorfersaal mit von Josef Schalk (*) begleiteten Liedern Hugo Wolfs.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189304115, "Datum": "11.4.1893, Dienstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n    Aus der 5. Symphonie sei diese Konzertsaison nichts geworden. Er wolle im Sommer das Finale in Ruhe ausarbeiten (*).\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 82 veröffentlicht auf S. 507 - 510 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 510 unter \"X. Fertigkeiten\":\r\n\"     [... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] - Harmonielehre: Fundamentalschritte in Moll, die möglichen Arten von Tonwechslung, Chromatik etc., Harmonisirung, Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, vom Lector Prof. Dr. Anton Bruckner; [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (**).\n \nBei der dritten Zusammenkunft des Brünner Wagner-Vereins spielen Wickenhaußer und Eder zwei Sätze [vermutlich 1. und 2. Satz] der 4. Symphonie. Dr. Flögl liest aus Richard Wagners \"Nibelungen-Mythos\" und spielt das Tristan-Vorspiel, Dr. Gürtler singt aus der \"Walküre\" (***).", "Letzte Änderung": "17.01.2024 10:21"}, {"ID": 189404115, "Datum": "11.4.1894, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechungen der 5. Symphonie\n \ndurch Carl L. Seydler im Grazer Volksblatt Nr. 81 auf S. 6 (signiert \"-sdl-\"):\r\n\"                  Symphonie=Concert.\r\n     Diesmal hat die Theater=Direction in der That einem dringenden künstlerischen Bedürfnisse abgeholfen, indem sie im Theater am Stadtparke ein Symphonie=Concert veranstaltete. Wir sind seit zwei Jahren gerade gegenüber der herrlichsten Kunstform der Tonkunst so stiefmütterlich bedacht, dass wir jede Symphonie=Aufführung mit Freuden begrüßen müssen; und die gestrige brachte uns ein noch unaufgeführtes Werk Meister Bruckners, also ein musikalisches Ereignis.\n     Bruckner hat bis jetzt acht große Symphonien componiert: Nr. 1 in C-moll. 1865 [... vollständige Auflistung ...]. Von diesen Meisterwerken sind nur Nr. 4 und 7 in Graz aufgeführt worden.\n     Bruckners Bedeutung als Orchester=Componist ist noch immer viel zu wenig gewürdiget; und doch ist er heute einer der allerersten im Reiche des orchestralen Denkens. Man vergleicht ihn mit Richard Wagner; mit Recht und mit Unrecht: mit Richard Wagner theilt er die machtvolle Darstellungskraft instrumentaler Klangfarben, den bunten Wechsel chromatischer Modulationen und jene vielen, kleinen Einzelnheiten im melodischen, harmonischen und rhythmischen Sprachgebrauche, welche die Menge für das Wesentliche hält, und die doch nichts anderes sind, als die Farbe und der Zuschnitt der Kleider, welche die gleiche Zeit den verschiedensten Menschen conventionell umzuhängen bemüßigt ist. Und doch ist Bruckner ein ganz anderer als Wagner, ist er gleichsam der nach innen gekehrte Meister von Bayreuth; denn während dieser sich durch und durch als Dramatiker bewährt, zeigt sich Bruckner als Lyriker; Wagner ist anschaulich, Bruckner beschaulich, Wagner eine offene, hinreißende Künstler=Objectivität, welche wir nur durch die kaleidoskopische Farbenpracht seiner Bühnenbilder hindurchfühlen, Bruckner hingegen eine starke subjective Dichter=Natur, deren Werke wir erst dann begreifen, wenn wir uns, unbekümmert um ihre scheinbare Formloisigkeit, ganz in der Tiefe des reichen, hochherzigen Gemüthes ihres Schöpfers versenken.\n     Bruckner wird darum schwer populär werden, man muss ihn erst lieben, wenn man ihn loben will. Und alle diese Eigenschaften trägt auch seine V. Symphonie an sich, ein Tongemälde von eigenartiger, milder Schönheit, bestrickend durch süßen Wohlklang des Orchesters, reich an geistvoller contrapunktischer Erfindung und fesselnd durch eine originelle und durchwegs vornehme Melodik. Ein so gewaltiges Werk ohne eingehendes Studium der Partitur (was mir leider nicht möglich war) zwischen den Zeilen einer Tagesnotiz analysieren zu wollen, wäre vermessen, und ich berichte daher kurz, dass alle vier Sätze rauschenden Beifall fanden, welcher nicht minder dem Meister wie der vortrefflichen Aufführung galt. Herr Kapellmeister Schalk hat mit seiner wackeren Künstlerschar bewiesen, dass unser Theater=Orchester den höchsten Aufgaben gewachsen ist,die man heute an ein modernes Orchester zu stellen imstande ist.\n     Die bekannte Gewissenhaftigkeit und schneidige Sicherheit im Beherrschen großer Tonmassen, welche wir oft an Herrn Schalk bewunderten, wurde diesmal aufs edelste durchgeistigt von der Liebe des dankbaren Schülers zu seinem großen Lehrer (Schalk ist ein Schüler Bruckners).\n     Gleiches Lob verdient die Wiedergabe der das Concert beginnenden und schließenden Nummern, [... Beethoven, Wagner, Liszt (mir Richard Epstein) ...] Wie wäre es, wenn die Direction solche Orchester=Concerte, allerdings zu passender Zeit, im Beginne der nächsten Saison wiederholen würde?     -sdl- \" (*)\n \nund (signiert »Dr. G.«) [= Dr. O. Grosse?] in der Grazer Morgenpost Nr. 81:\n„            Theater und Kunst.\r\n     * In dem Symphonie=Concerte, welches, wie bereits mitgetheilt, vorgestern abends im Theater am Stadtpark stattfand, begrüßen wir mit Freude die beginnende Verwirklichung des von uns vor längerer Zeit gemachten Vorschlages, dass dem Mangel an symphonischen Aufführungen auf leichte Weise dadurch abgeholfen werden könnte, dass der Theater=Director Orchesterconcerte veranstaltet. – Die fünfte Bruckner’sche Symphonie, welche die Hauptnummer des vorgestrigen Programmes bildete, ist eine überaus kunstvolle Arbeit, welche dem Zuhörer großen Respect einflößt, aber keine volle Befriedigung gewährt, weil es dem Werke, abgesehen von dem Mangel an bedeutenden anziehenden Themen, an Tiefe der Empfindung gebricht. Man bewundert, aber man wird nicht ergriffen. Ein großes Stück Kunst ohne Seele, ohne wahre Genialität. Die wirksamsten Theile der Symphonie sind das Finale mit der imposanten Fuge und das anmuthige Trio des Scherzos. In allen Sätzen der Symphonie zeigt sich Bruckner als Meister der Instrumentation und des Contrapunktes. Ueber die beifällige Aufnahme des Werkes, namentlich des letzten Satzes, haben wir bereits berichtet. Jedenfalls war der Erfolg zum großen Theil ein Verdienst der trefflichen Aufführung, mit welcher das durch Civil= und Militärgäste bedeutend verstärkte Opernorchester unter Kapellmeister Schalks vielvermögender Leitung eine enorm schwierige Aufgabe glänzend gelöst hat. Herr Kapellmeister Schalk musste nach dem letzten Satze der Symphonie mehrmaligen stürmischen Hervorrufen folgeleisten und wies dankend auf die Musiker hin. – Außer der Bruckner’schen Symphonie bot das Orchester [… Beethoven, Richard Wagner, Liszt, Richard Epstein …]. Die Akustik des Parktheaters erwies sich wie immer als eine mangelhafte. Das Orchester klang trotz der respectablen Besetzung verhältnismäßig schwach und trocken. Auch der von Herrn Fiedler beigestellte Bösendorfer-Flügel vermochte nicht zur Geltung zu kommen. Dr. G.[…] * Der für heute angekündigte Lieder=Abend von Hugo Wolf findet am Freitag, den 13. d. M., um halb 8 Uhr abends, im landschaftlichen Rittersaale statt, und zwar, wie bereits erwähnt, unter Mitwirkung der Opernsängerin Frl. Zerny aus Mainz, sowie der Herren Opernsänger Faißt aus Stuttgart und Jaeger aus Wien.“ (**).\n \nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n    Über die Empfindungen bei der Aufführung der 5. Symphonie. Heute abend sei er bei Bruckner gewesen, der noch bettlägerig sei, und habe ihm vom Konzert berichtet. Bruckner wünsche sich eine Aufführung der 5. Symphonie unter der Leitung von Franz in Wien. Franz möge bald die Partitur der Symphonie an Josef schicken und über Hugo Wolfs Konzert berichten (***).\n \nBrief von Elsa Ahsbahs [Aßbaß?] (Graz) an Bruckner:\r\n    Sie sei mit ihrem Vater [Hugo Ahsbahs] im Konzert gewesen. Direktor Gottinger in der Nachbarloge habe die 5. Symphonie als »großartig« bezeichnet. Im Herbst zögen sie nach Wien um und freuen sich, Bruckner wieder zu sehen. Beiliegend der Theaterzettel zum Konzert (°).", "Letzte Änderung": "05.01.2026 10:11"}, {"ID": 189504115, "Datum": "11.4.1895, Gründonnerstag", "Haupttext": "Im Bericht der Ostdeutschen Rundschau Nr. 99 auf S. 1 über das Gastspiel der Berliner Philharmoniker [2. - 4.4.1895, signiert \"A. Prgr.\"] wird Bruckner erwähnt:\n\n\"Die Berliner Philharmoniker in Wien.\n\n         Drei Konzerte im Großen Musikvereinssaale am 2., 3. und 4. April.\n\n     Es ist nicht zu leugnen, daß sich das musikalische Leben Wiens in gewissen, ziemlich ausgetretenen Gewohnheitsgeleisen jahraus und jahrein bewegt, daß man musikalisch hier so gut wie nichts erlebt. [... Musikleben leide an asthmatischer Verfettung ...]\n\n     [... Lob allenfalls für die Philharmonischen Konzerte ... Niedergang der Gesellschaftskonzerte (Graner Messe stattdessen beim Wagner-Verein mit einer Militärkapelle) ... monotone Programme: ...] Beethoven, Brahms und Goldmark – diese drei sehr ungleichen Größen werden in unaufhörlicher Reihenfolge aufgeführt; dabei verstehen sich die Wiener trotz alledem so wenig auf Lokalpatriotismus, daß sie Hugo Wolf ruhig und unerkannt nach Berlin flüchten lassen, daß sie Bruckner mit einer einmaligen Aufführung im Jahre abgethan zu haben glauben, während man in Berlin, in Paris, ja sogar in Chicago und New=York seine Symphonien begeistert und fleißig vornimmt. Die neueren Schöpfungsgebiete des modernen Deutschlands bleiben von uns unberührt. Daß wir einmal von Richard Strauß oder von Bungert oder Wilhelm Berger etwas hörten! [...]\n\n     [... über das Berliner Orchester (unter Richard Strauss,  Felix Weingartner und Felix Mottl) und die gebotenen Werke ...].       A. Prgr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189604115, "Datum": "11.4.1896, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert (Anzeige)\n \nim Grazer Tagblatt Nr. 100 auf S. 8:\r\n\"      Steierm. Musikverein.\r\nHeute Samstag, 11. April, 7 Uhr abends\r\n                        im\n           Stephanien-Saale\n        IV. Orchester-Concert\nunter der Leitung des artistischen Directors Herrn\r\n                E. W. Degner.\r\n                 Programm:\r\n1. [... \"Corregidor\" ...]  Hugo Wolf.\r\n2. \"Drei Bagatellen\", für Orchester eingerichtet von E. W. Degner .  .  Beethoven.\r\n3. Erste Symphonie, C-moll  .  .  .  Anton Bruckner.\r\nDie Saalthüren bleiben während der Vorträge geschlossen.\r\n[... Preise, Karten ...].\" (*)\n \nund in der Grazer Tagespost Nr. 100:\r\n\"Steiermärk. Musikverein | Graz. | Heute Samstag den 11. April, | 7 Uhr Abends. im | Stephanien-Saale | IV. Orchester-Concert | unter der Leitung des artistischen Directors Herrn | E. W. Degner. | PROGRAMM: | 1. [... \"Corregidor\" ...]  Hugo Wolf. | 2. Drei Bagatellen . .  Beethoven. | Für Orchester eingerichtet von E. W. Degner. | 3. Erste Symphonie, C-moll    . .  Anton Bruckner. | Die Saalthüren bleiben während der Vorträge geschlossen. | [... Preise, Karten ...].\" (*a).\n \nDas Grazer Tagblatt bringt auf Seite 3 des Abendblatts noch eine fehlerhafte Ankündigung:\r\n\"     (Grazer Tagesanzeiger.) Samstag den 11. April. [... Theater ...] – \"Stephaniensaal\": Generalprobe des Steiermärkischen Musikvereines. (7 Uhr.) – [...]\" (*b).\n \nAufführung der 1. Symphonie unter Erich W. Degner in einem Konzert des Steiermärkischen Musikvereins in Graz (**).", "Letzte Änderung": "21.07.2024 19:59"}, {"ID": 189704115, "Datum": "11.4.1897, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung meldet, daß beim letzten Konzert der Berliner Philharmoniker [am 10.4.1897] das Programm geändert worden war und die 7. Symphonie nicht aufgeführt wurde (*).\nDies berichtet (mit eintägiger Verspätung: \"Heute, Samstag\") auch die Reichspost Nr. 83 auf S. 5 (**).\nDas Wiener Salonblatt Nr. 15 bringt auf S. 10 einen Nachruf auf Johannes Brahms, in dem auch Bruckner erwähnt wird:\r\n\"[...] Wie [sic] werden arm in Wien. Binnen kurzer Zeit sind sie Beide dahingegangen, die großen B von Wien: Bruckner und Brahms: Wien hat zwei hoch­ragende Riesen der Kunst verloren – es bleibt ihr, unserer Stadt, nur der Ruhm, sie besessen, geliebt und geehrt, sie belebt und begeistert zu haben.\" [keine Signatur] (***).\nEin Nachruf (mit Abbildung) erscheint auch in der Österreichischen Illustrierten Zeitung Nr. 11 auf S. 8:\r\n\"Noch ist Meister Bruckner's Todtenfeier in aller Gedächtnis und schon wieder hat Frau Musika einen ihrer edelsten Söhne verloren.\r\n     Johannes Brahms, der große Tonmeister, ist nach langem Siechthum einem tückischen Leberleiden erlegen. [...].\" (°).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2973 berichtet auf S. 7 von der Klavieraufführung des Scherzos der 5. Symphonie [am 6.4.1897]:\r\n\"[...] Sinding begegneten wir bald darauf auch in einer zweiten Schülerproduction, welche Fräulein Ella Kerndl bei Ehrbar veranstaltete. Diese vorzügliche Concertpianistin, deren wir erst neulich zu gedenken Gelegenheit hatten, zeigte sich hierbei als höchst schätzenswerthe Pädagogin, die bestrebt ist, nicht nur die technischen Fertigkeiten ihrer Schüler, sondern auch deren  Geschmack zu bilden. Beweis dessen gleich die erste Nummer: Das Scherzo aus der 5. Symphonie von Bruckner, von Th. Helm jun. für zwei Claviere in gewandter Weise gesetzt, das wohl kaum jemals vorher von Schülern gespielt worden sein düfte, ferner die schon genannten Variationen von Sinding, die von den Fräuleins Frieda Kühn und Paula Schinerer brillant ausgeführt wurden. [...]\" [keine Signhatur] (°°).", "Letzte Änderung": "25.08.2026 20:39"}, {"ID": 189904115, "Datum": "11.4.1899, Dienstag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 99 bringt auf S. 6 die Kritik (signiert \"Hagen\") zur 2. Sinfonie von Gustav Mahler und erwähnt darin auch Bruckner (*).\nDie Linzer Zeitung teilt, sich auf einen Artikel der Wiener Abendpost stützend, mit, daß das Wiener Bruckner-Denkmal beinahe vollendet sei (**).\nEin Inserat in der Linzer Tages-Post informiert, daß in der Buchhandlung Vinzenz Fink soeben der von Josef Schalk erarbeitete vierhändige Klavierauszug der 6. Symphonie, die am 26.2.1899 erstaufgeführt wurde, erschienen ist (***).\nReichswehr Nr. 1858 (Abendblatt) auf S. 3 (°) und Wiener Allgemeine Presse (°°) machen auf das Konzert vom 15.4.1899 mit der 5. Symphonie und dem 150. Psalm aufmerksam.", "Letzte Änderung": "10.01.2026 23:28"}, {"ID": 190004115, "Datum": "11.4.1900, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Josef Friedrich Hummel in Salzburg (*).\nBrief von Paula Rotter (Wien) an Guido Peters:\r\n   Erwähnt, daß sie die 3. Symphonie von Anton Bruckner von dem „neuen Orchester“ [am 20.4.1900] hören möchte. Mit der Aufnahme des Publikums der [ländlichen] Symphonie [1.] ist Guido Peters zufrieden. Sie ist ziemlich gut gespielt worden. Des weiteren schreibt sie davon, daß sie aus finanziellen Gründen nur sehr wenige kulturelle Veranstaltungen hier in Wien genießen kann. Guido Peters schrieb ihr, daß Graz für ihn traurig ist (**).\nBesprechung des Konzerts vom 8.4.1900 (3. Symphonie, \"Locus iste\", 150. Psalm) in der Linzer Zeitung auf S. 429, signiert \"B\":\r\n    \"Zweites Festconcert der Bruckner=Stiftung.\r\n    Dem musikalischen Ereignisse von vorgestern mittags hatte man allgemein mit dem regsten Interesse entgegengesehen. [... Lob für Göllerichs Leistung, Lorbeerkranz mit dem Text \"Dem Vorkämpfer Bruckner's die ausübenden Mitglieder\" und \"Verachtet mir die Meister nicht und ehrt mir ihre Kunst!\", Lob für seine Programmerläuterungen, Violinsolo von Konzertmeister Lauboek [Lauboeck] tadellos, Beifall nach jedem Satz der Symphonie, Orchester 90 Mann stark, Chor mit 200 Sängern ...] Der ungewöhnlich starke Erfolg des vorgestrigen Concertes bildet ein wichtiges Ereignis in der Geschichte des hiesigen Musiklebens. Der vorgestrige Tag wird den Mitwirkenden und der Zuhörerschaft stets unvergeßlich bleiben.     B\" (***).\nDas Neue Wiener Tagblatt berichtet über die Konzerte des Neuen Philharmonischen Orchesters mit der 3. Symphonie [am 17.3.1900 oder nur am 2.4.1900 gemeint?] (°).\nAnkündigung des Konzerts vom 20.4.1900 mit der 3. Symphonie in der Reichspost Nr. 83 auf S. 10 (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190204115, "Datum": "11.4.1902, Freitag", "Haupttext": "Der Brünner Tagesbote Nr. 170 (Abendblatt) kritisiert auf S. 4 die gestrige Programmgestaltung von Kitzlers (zweitem) Nachfolger Karl Frotzler (signiert Dr. H. F.):\n\"[…] Mosaikartig schillern die letzten Konzertprogramme nach vielen Richtungen; fast wären wir schon versucht gewesen, Herrn Frotzler für einen Apostel der modernen Kunst zu nehmen, wäre er nicht mit dem gestrigen Programme auch an dieser vorübergegangen. Wir hätten da als letztes Dokument etwa einen Bruckner erwartet; Herr Frotzler brachte – sich selbst. […] Suite für großes Orchester in f-Moll, neu, Manuskript I. Aufführung [...] ohne ausgeprägte Physiognomie, ohne inneren Zusammenhang\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190404115, "Datum": "11.4.1904, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Wiener Konzertvereins-Orchester unter Ferdinand Löwe in Prag (*).\nVermerk Göllerichs »(Für Kremsmünster) Erhalten 11. April 04 von Dr. Reisch.« auf Schimatscheks Abschrift von »Iam lucis orto sidere« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190504115, "Datum": "11.4.1905, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Konsertföreningen unter Tor Aulin [in Stockholm?] (*).\n\nIn einer Besprechung eines Konzerts unter Ferdinand Löwe in der Wochenschrift für Kunst und Musik wird auch Bruckner erwähnt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191004115, "Datum": "11.4.1910, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Oskar Nedbal in Klagenfurt.", "Letzte Änderung": "03.08.2025 13:14"}, {"ID": 191104115, "Datum": "11.4.1911, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Ernst Decsey an Franz Gräflinger:\r\n     Die Buchbesprechung [vom 6.4.1911] stamme von ihm, jedoch habe er den Artikel nicht signiert, weil er nicht immer seinen Namen in der Zeitung sehen wolle.", "Letzte Änderung": "24.07.2025 21:13"}, {"ID": 191704115, "Datum": "11.4.1917, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Saal des Wiener Konzerthauses (*).\nIm Nachruf auf Wilhelm Floderer, signiert \"O. B.\" [Otto Bahr], im Linzer Volksblatt Nr. 86 auf S. 3 wird auch dessen Wirken für Bruckner gewürdigt (**).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 10:44"}, {"ID": 192004115, "Datum": "11.4.1920, Sonntag", "Haupttext": "Die Mississippi-Blätter Nr. 10 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) bringen auf S. 12 einen ausführlichen Artikel über Bruckner und Liszt:\n\"               Musikalische Betrachtungen.\nFranz Liszt und Anton Bruckner in ihrem Schaffen.\n     Den einst die Väter einen Tollen nannten, verehren die Söhne oft als erwählten Apostel. [... über anfänglich unverstandene Werke ...].\n     \"Ich kann warten\", sagte Franz Liszt einmal, [... in Rom ...]. Es liegt eine ungeheure Resignation in diesem Worte, das auch Anton Bruckner gesagt haben könnte. Man hatte den Kosmopoliten Liszt als Pianisten angestaunt, geliebt und vergöttert, aber man wandte sich ab, als er seine großen Werke, die Dante- und Faustsinfonie, das Christusoratorium und die Elisabethlegende, die H-Moll-Sonate und die Graner Messe schrieb. Und Bruckner? Lange Zeit  ging man an dem ehemaligen Dorfschullehrer vorüber, der erst im 44. Lebensjahre als Tonsetzer recht eigentlich vor die Oeffentlichkeit trat, nachdem er mit der ersten Sinfonie den Grundstein seines musikalischen Lebenswerkes gelegt hatte. Bei seinem Tode begann die Erkenntnis zu dämmern, daß einer der größten Künstler abgeschieden sei.\n     Der epochemachenden Tat des Gewandhausorchesters verdankt Leipzig die zyklische Aufführung der neuen Sinfonien Bruckners [prov. WAB 86]. Und seine kirchlichen Werke schon sehr zeitig aufgeführt zu haben, gereicht dem Leipziger Riedel-Verein zu besonderem Ruhm. Das Bußtags-Konzert bringt die F-Moll-Messe und Liszts 13. Psalm für Tenorsolo – Grund genug, zuvor bereits die Aufmerksamkeit auf diese hervorragenden kirchenmusikalischen Werke zu richten.\n     [... über Liszt und den 13. Psalm ...].\n     Wie Liszt stand auch Bruckner zu seiner Kunst in einem fast religiös zu nennenden Verhältnis. Die Musik war ihm ein und alles, Offenbarung und Prophetin, Mysterium und Eingang zu einer gottdurchdrungenen Welt. Sein Schaffen ruhte auf Bach, Beethoven und Wagner, und seine Melodik knüpft an den größten deutschen Lyriker, Franz Schubert, an.\n     In Bruckners Persönlichkeit identifizierten sich Mensch und Künstler völlig. Am Kirchenkomponisten Bruckner ist alles echt und wahrhaft, und bei ihm finden sich die religiösen Gefühlswerte und künstlerischen Kräfte restlos in Einklang gebracht, wie dies auch die erste [sic] Messe in F-Moll erweist. Kongenial ist der ehrwürdige Messetext inhaltlich erfaßt und so in die Gesfühlssprache üebrsetzt, daß der Hörer sich vom Genius dieses Meisters unmittelbar ergriffen und emporgetragen fühlt. Zuweilen werden die Schranken durch die Sehnsucht nach dem Göttlichen, ähnlich wie in Beethovens Hoher Messe, fast durchbrochen, denn des Meisters gewaltige Subjektivität läßt allen theoretischen Formelkram oft beiseite, stellt sich unbewußt die eigene Regel auf als Form für seine Gedanken. Unentwegt auf dem Boden strenger Kirchlichkeit verharrend, entwickelt Bruckner in der F-Moll-Messe, ihren Vokalpartien und ihrem Instrumentalsatz, eine erstaunliche und bis ins letzte gehende Charakterisierung und führt alles Gewollte in der Tat auch künstlerisch aus und durch.\n     Beide Werke, der Psalm und die Messe, rufen zu innerer Einkehr und Selbstbesinnung, beide Meister haben im Streben wie im Lebensschicksal manches Gemeinsame; so weit sie sich immerhin voneinander unterschieden, in einem fanden sie sich zusammen: in der Unerschütterlichkeit ihres Strebens und im Bewußtsein ihres Gottes.\" (*).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt berichtet von der Gründung des Bruckner-Bundes in Wien unter dem Präsidenten Dr. Felix Decker (**).", "Letzte Änderung": "29.08.2025 14:03"}, {"ID": 192104115, "Datum": "11.4.1921, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im 6. Meisterkonzert in Berlin.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Mendelssohn (\"Hebriden\"-Ouvertüre) und Joseph Haydn (Cellokonzert mit Arnold Foldesy).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192404115, "Datum": "11.4.1924, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des Chores »Herbstlied« durch den a-capella-Chor »Sängerlust« unter Franz Wegscheider in Steyr. Die Soli singen Therese Jurkowitsch und Klara Drobnitsch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192504115, "Datum": "11.4.1925, Karsamstag", "Haupttext": "Aufführung eines Bruckner-Adagios [vielleicht 7. Symphonie??] unter Hermann Scherchen im Mailänder Konservatorium (*).\nArtikel »Festaufführung des »Parsifal« in der Wiener Staatsoper zu Gunsten der Bruckner-Orgelspende« in der Tages-Post, Linz, S. 9 (**).", "Letzte Änderung": "03.06.2024 10:45"}, {"ID": 192604115, "Datum": "11.4.1926, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Anton Konrath im Großen Musikvereinssaal in Wien. In \"Zarathustra\" von Richard Strauss wirkt Franz Schütz an der Orgel mit (*).\n \nIm nochmaligen Saisonrückblick (vgl. 4.11.1926) in The Brooklyn Times (Times Union, Brooklyn) auf S. 30 (= S. 6 des 2. Teils) wird auch Bruckner kurz erwähnt. Der Autor, der sonst \"H. A. S.\" signiert, wird diesmal mit Namen genannt:\n\"      MUSIC IN REVIEW AND PROSPECT\nBeethoven Vogue Withstands Rise of Modernists\n             By HAROLD A. STRICKLAND.\n     Despite the steadily increasing wave of modernism [... Beethoven beherrscht die Programme ... Beispiele für moderne Beiträge ...].\n     Other composers represented on the orchestra's programs included Berlioz, Bruckner, Dvorak [... elf weitere Namen ... etc. ...].\" (**).\n \nInhaltlich ähnlich fällt die Saisonrückschau in The Brooklyn Daily Eagle Nr. 100 auf S. 69 (= S. 5 des 5. Teils) aus:\n\"      The Philharmonic Log\n     By EDWARD CUSHING\n[... Mengelberg (56 Konzerte),  Toscanini (15), Furtwängler (42), Hadley (2), Fritz Reiner (2) ... New York Philharmonic Orchestra (\"Mr. Gilman's admirable program books\") ... Solisten ... Novitäten ...].\n      \"The standard works were, of course, in the majority. [... Bach 4, Beethoven 11, Brahms 7, Haydn 3 etc. ...]. Other composers who figured on the programs of 1925-26 included Berlioz, Bruckner, Cherubini, [... 16 weitere Namen ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:43"}, {"ID": 192904115, "Datum": "11.4.1929, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von K. Kramer »Zur Schweriner Erstaufführung von Bruckners Streichquintett« in der Mecklenburger Zeitung.", "Letzte Änderung": "20.02.2023 12:43"}, {"ID": 193004115, "Datum": "11.4.1930, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch den »Sängerbund Frohsinn« anlässlich des Gründungsfestes [in Linz].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193104115, "Datum": "11.4.1931, Samstag", "Haupttext": "The Indianapolis Star Nr. 310 (Indianapolis, Indiana) kündigt auf S. 10 die morgige Kirchenmusik mit dem \"Ave Maria\" [WAB 6] an.", "Letzte Änderung": "24.09.2025 11:24"}, {"ID": 193304115, "Datum": "11.4.1933, Dienstag", "Haupttext": "Das Programm des Bayrischen Rundfunks (München, Nürnberg, Augsburg und Kaiserslautern) endet mit einer Ausstrahlung der 3. Symphonie mit dem Rundfunkorchester unter Rudolf Siegel a. G. ab 21:20 Uhr.", "Letzte Änderung": "02.04.2026 03:39"}, {"ID": 193404115, "Datum": "11.4.1934, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Leopold Reichwein im Großen Saal des Wiener Konzerthauses [Wiederholung vom 10.4.1934 mit anderem Dirigenten].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193504115, "Datum": "11.4.1935, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms durch den Wiener Staatsopernchor und die Wiener Philharmoniker unter Felix Weingartner im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistin ist die Sopranistin Zdenka Zika.", "Letzte Änderung": "02.06.2026 01:12"}, {"ID": 193804115, "Datum": "11.4.1938, Montag", "Haupttext": "Brief der STAGMA an die Wiener Nationalbibliothek: \n\n     Inwieweit die Bruckner-Autographen der Öffentlichkeit zugänglich gewesen seien (*).\n\n\nAufführung des \"Germanenzugs\" durch die Wiener Symphoniker und den Wiener Staatsopernchor unter Leopold Reichwein bei der RAVAG Wien. Solist bei der Schlussansprache des Hans Sachs ist Alfred Jerger (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194104115, "Datum": "11.4.1941, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Aufführung von Chorwerken (»Deutsche Passion«) [gleiche Werke wie am 19.4.1946?] im Linzer Dom (*).\nAufführung der 9. Symphonie durch das Landes-Symphonie-Orchester Innsbruck unter Fritz Weidlich. Auf dem Programm steht zuvor J. S. Bachs Toccata und Fuge d-Moll in einer Orchesterfassung von Emil Berlanda (**).", "Letzte Änderung": "19.12.2025 15:36"}, {"ID": 194304115, "Datum": "11.4.1943, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Franz Konwitschny im 6. Sonntags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft.", "Letzte Änderung": "17.12.2025 17:15"}, {"ID": 195404115, "Datum": "11.4.1954, Samstag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Theodor Bernhard Rehmann:\r\n    Die Aachener Aufführung der 9. Symphonie könne man im Jubiläumsjahr 1956 realisieren. Der Salzburger Erzbischof Rohracher habe seine Ablehnung mit schlechten Erfahrungen mit dem snobistischen Festspielpublikum bei Kirchenkonzerten begründet, und Bischof Zauner habe Leopold Hager erklärt, bei der Bischofskonferenz [18./19.11.1953] habe man sich global gegen Kirchenkonzerte ausgesprochen und nicht konkret gegen die 9. Symphonie votiert. Die Bruckner-Gesellschaft habe aber um die Genehmigung von \"Weihestunden\" gebeten (wie in Basel und jetzt in München geschehen), ohne das übliche Konzert-Ritual, und schließlich müssten ja auch alle kirchlichen Andachten irgendwie \"unsichtbar\" finanziert werden (*).\r\n    Franz Kosch werde das Anliegen der Bruckner-Gesellschaft beim Kirchenmusikkongress [Oktober 1954] zur Sprache bringen (**).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 15:27"}, {"ID": 196104115, "Datum": "11.4.1961, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Fritz Rauch an Ludwig Daxperger und Propst Leopold Hager:\n     \"Fahrplan\" für den 7.5.1961: 13:30 Friedhof Ebelsberg, Gedenken an Bruckners Mutter, 7 st. Ave Maria [WAB 6] (Bruckner-Chor), 14:30 Probe Stiftskirche (Sperre von Kirche und Gruft), ca. 15 Uhr Gruftfeierlichkeiten (Programm bereits festgelegt), kurz vor 16 Uhr Orgelvortrag Kropfreiter, danach Gottesdienst mit \"Te deum\" (Bruckner-Chor), Tantum ergo D-Dur [WAB 32 oder WAB 42?] , Abschluss mit 4 st. Ave Maria [WAB 5] (Stiftschor). Ende 17 Uhr, danach geladene Gäste beim Prälaten.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:57"}, {"ID": 197204115, "Datum": "11.4.1972, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" durch das St. Louis Symphony Orchestra unter Walter Susskind [Süsskind].", "Letzte Änderung": "19.05.2026 07:44"}, {"ID": 197704115, "Datum": "11.4.1977, Ostermontag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan bei den Osterfestspielen Salzburg (*).\nAufführung der Choralmesse [WAB 9?] durch den Kirchenchor unter Ignaz Huber in Kronstorf (Organist war Erich Nowotny) (**).", "Letzte Änderung": "04.04.2025 22:18"}, {"ID": 199204115, "Datum": "11.4.1992, Samstag", "Haupttext": "Der Wiener Kurier bringt in seiner Beilage Kurier-Freizeit Nr. 134 ein Rätsel \"Musik für Gott\", das auf Bruckners Augen Bezug nimmt (*).\nAufführung der 6. Symphonie durch das Youth Symphony Orchestra (Island) unter Paul Zukofskys (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2026 06:50"}, {"ID": 199504115, "Datum": "11.4.1995, Dienstag", "Haupttext": "Einspielung der 1. Symphonie (Linzer Fassung) durch das Bruckner-Orchester Linz unter Sieghart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201004115, "Datum": "11.4.2010, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Requiems, des \"Ave Maria\" [WAB 6] und des \"Te deum\" durch ein klein besetztes Orchester und einen klein besetzten Chor (unter 30 Sänger*innen) unter Susana Acra-Brache in der Regina Angelorum Kapelle in Santo Domingo (Dominikanische Republik). [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "26.02.2026 21:07"}, {"ID": 200007015, "Datum": "1. - 14.7.2000", "Haupttext": "Anläßlich der Präsentation Oberösterreichs auf der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover ist Bruckner eine eigene Ausstellung gewidmet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185305115, "Datum": "11.5.1853, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"11. Mai     Draht für die Orgel     20 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185905115, "Datum": "(11.5.1859, Mittwoch)", "Haupttext": "Wahl von Jodok Stülz zum neuen Probst in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005115, "Datum": "11.5.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum doppelt angestrichen (vermutlich Klavier-Doppelstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186605115, "Datum": "(11.5.1866, Freitag)", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm wird Dirigent des Wiener Männergesangvereins.", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:52"}, {"ID": 186805115, "Datum": "11.5.1868, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm (*):\r\n     Gratuliert zur »hohen Auszeichnung«, berichtet von Proben und Aufführung der 1. Symphonie. Grüße von Alois Weinwurm.\n(**) Brief des Dom-Musikvereins und Mozarteums aus Salzburg an Bruckner, bezogen auf das Gesuch vom 29.3.1868:\r\n     Mozarteums-Direktor wurde Dr. Otto Bach. Bruckner wegen Interesses am Verein und Unterstützung mit Kompositionen [d-moll-Messe] zum Ehrenmitglied ernannt. Unterschrift Franz von Hilleprandts (? (***)).\nKritik des Linzer Abendboten Nr. 109 auf S. 3 (°):\r\n»Zwischenakt.\r\nLinz. Bruckner's Concert. Wer überhaupt noch einen Zweifel gehabt hätte, ob unser vorzüglicher Domorganist Bruckner, der allgemein anerkannte Meister im Orgelspiele, auch den schwierigsten Aufgaben der musikalischen Composition gewachsen sein würde, ist gewiß durch das vorgestrige Concert desselben in jeder Beziehung eines Besseren belehrt. Herr Bruckner führte uns sein neuestes Werk, die große Symphonie in C-moll vor und gab uns dadurch Gelegenheit, seine Schöpfungskraft und echt musikalische Durchbildung auf dem reichen Felde polyphoner Musik zu beurtheilen. Wir freuen uns, vor Allem konstatiren zu können, daß Herr Bruckner, stets das Vorbild des großen Meisters Richard Wagner vor Augen, immer mehr nach freier und selbstständiger Gestaltung ringt und in dieser Symphonie bereits zu einer Klärung seiner großartigen musikalischen Gedanken gelangt ist, welche zu den schönsten Hoffnungen für die weitere Entwicklung dieses Componisten berechtigen. Denn wer die Messe und die früheren kleineren Arbeiten Bruckner's noch im Gedächtnisse behalten hat, wird wohl keinen Augenblick anstehen, in diesem seinem neuesten Werke einen wahrhaft bedeutungsvollen Fortschritt anzuerkennen, welcher mit Nothwendigkeit auch zu fernerem Vorwärtsstreben drängt. Es kann nicht unsere Aufgabe sein, in das musikalische Detail der Symphonie einzugehen, und wir beschränken uns daher, dieses Amt berufeneren Federn überlassend, lediglich darauf, den Eindruck, den das Werk auf gebildete Zuhörer überhaupt macht, in Kürze anzudeuten.\r\n   Der erste Satz führt uns eine Reihe genialer Geistesfunken vor, welche den Zuhörer zeitweise förmlich elektrisiren und für die späteren Sätze trefflich vorbereiten. Im Adagio finden wir ein wunderliebliches Thema durch eine kunstvolle Figur der Violinen durchgeführt, dessen Wirkung sich jedoch gegen Ende etwas abschwächt. Von dem darauffolgenden Scherzo werden wir durch ungemein lebendige Charakterisirung in Verbindung mit der schönsten harmonischen Durchführung der kühnen und doch wie natürlich sich ergebenden Sprünge im wahren Sinne des Wortes hingerissen und dieser ganze Satz hält uns von Anfang bis an's Ende in unveränderter Spannung. Im Finale zeigt uns endlich der Componist, wie derselbe gewaltige Tonmassen zu behandeln und deren Wirkung auf den Zuhörer zu berechnen versteht. Das ganze Werk jedoch macht den Eindruck einer echt schöpferischen Leistung und wurde demgemäß auch mit dem aufrichtigsten, lebhaftesten Beifalle sowohl nach den einzelnen Sätzen, als auch insbesondere am Schluße aufgenommen, wobei sich die Anerkennung für den Componisten zu einer wahren Ovation steigerte. Man fühlte eben allgemein das Bedürfniß, Herrn Bruckner recht deutlich zu zeigen, wie hoch man seine künstlerische Bedeutung zu schätzen wisse und wie sehr man einen Verlust desselben für das hiesige musikalische Leben der Stadt beklagen würde. Möchte es doch gelingen, die hiesige Stellung des bescheidenen Componisten so zu festigen, daß derselbe nicht weiter nöthig hätte, sich anderswo nach einer gesicherteren Existenz umzusehen. Die Aufführung der Symphonie, welche über eine Stunde in Anspruch nahm, war sowohl von Seite der Streich- als Blasinstrumente eine vorzügliche, und die zahlreichen bedeutenden Schwierigkeiten wurden in der lobenswerthesten Weise bewältigt.\r\n   Frl. v. Sachse, schon bei ihrem Erscheinen lebhaft begrüßt, brachte mit ihrer herrlichen Stimme zwei Lieder von Mendelssohn und Brahms in vortrefflicher Weise zum Vortrage und erntete hiefür den reichlichsten Beifall.\r\n   Die Liedertafel „Frohsinn” ehrte ihren Chormeister durch den Vortrag des Ritornelle's von Schumann und des Chores „An die Entfernte” von Schubert, in der bereits vom letzten Gründungsfeste bekannten vorzüglichen Weise, welcher selbstverständlich auch der Beifall nicht fehlte.\r\n   Das Concert war von einem sehr gewählten Publikum besucht und auch durch die Anwesenheit des hochwürdigsten Herrn Bischofes ausgezeichnet.\r\n   So rufen wir denn Herrn Bruckner, von dessen Compositionstalente wir auch bei der gestrigen Liedertafel=Messe wieder zwei herrliche Geistesblüthen kennen zu lernen Gelegenheit hatten, ein herzliches Glückauf mit dem aufrichtigen Wunsche zu, daß seine Symphonie auch anderwärts die gleiche glänzende Aufnahme finden möge.« [keine Signatur] (°).", "Letzte Änderung": "21.10.2024 12:34"}, {"ID": 187005115, "Datum": "11.5.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Kultusministerium [Stremayr]:\r\n   Bittet um Verleihung eines Künstlerstipendiums, da er durch seine Nervenkrankheit vor drei Jahren und den Tod seiner Schwester bedeutende Schulden habe und am Konservatorium als Sechter-Nachfolger nur Fächer mit wenig Privatschülern vertrete und obendrein mehr komponieren wolle. Legt eine neue Symphonie [»Nullte«?] bei und verweist auf seine Erfolge in Nancy und Paris (*).\r\nKanzleivermerke 19.5.1879 [recte 19.5.1870?], 7.11.1870, 8.11.1870, 9.11.1870, 10.11.1870, 4.1.1874, 6.1.1874.\n(»Zöglingsproduktion« am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:30"}, {"ID": 187105115, "Datum": "(11.5.1871, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187305115, "Datum": "(11.5.1873, Sonntag)", "Haupttext": "Festkonzert (anläßlich der Weltausstellung) unter Dessoff mit Werken Beethovens (u.a. 9. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405115, "Datum": "11.5.1874, Montag", "Haupttext": "Dekan Sueß leitet das gestrige Gesuch an Hanslick weiter; dieser solle sich mit Bezug auf sein Referat vom 4.5.1874 dazu äußern.\nEintragungen auf der letzten Seite von Bruckners Gesuch vom 10.5.1874,\noben Kanzleivermerk \"prs. 11. Mai 1874. | Z. 729.\"\nund unten \"H. Prof. Hanslick zur gef. Einsicht und Aeusserung mit Bezug auf das am 4. l. M. gutigst erstattete Referat. | 11.5.74.       Sueß | d. z. Decan.\" (*).\n \nEintragung in einer Aktenübersicht der Wiener Universität:\n\"729. | 11. Mai [1]874 Eingabe des H Ant Bruckner an das Decanat.\" (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:52"}, {"ID": 187705115, "Datum": "11.5.1877, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei »Mai 1877«): »v. Karl Kiss 150 fl am 11. Mai erhalten: 264 [-] 150 [=] 114 fl noch schuldig.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805115, "Datum": "11.5.1878, Samstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt u.a. Franz Weber den 2. und 4. Satz aus Mendelssohns Orgelsonate in B-Dur.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905115, "Datum": "11.5.1879, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert\r\nim Neuen Wiener Tagblatt Nr. 129 (*),\r\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 129 auf S. 5 (»... Professor Bruckner ...«) (*a),\nin der Deutschen Zeitung Nr. 2642 auf S. 7 ([Kolumne vermutlich datiert »10.3.1879«] »Morgen (Sonntag) Mittags um halb 1 Uhr«) (*b),\nin der »Presse« Nr. 129 auf S. 9 (*c),\nim Neuigkeitsweltblatt Nr. 109 auf S. 7 (S. 1 des 4. Bogens) (*d),\nin der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 129, S. 3 (Prof. Pruckner«) (**),\r\nin der Morgen-Post Nr. 129 auf S. 4:\r\n\"     *  Heute (Sonntag) Mittags um halb 1 Uhr findet im großen Musikvereins-Saale das große Concert zum Besten des Journalisten- und Schriftsteller-Vereines \"Concordia\" statt, in welchem die Damen: Fräulein d'Angeri und Fräulein Bianca Bianchi, sowie die Herren: Professor Bruckner, Maurice Dengremont, Director Hellmesberger, Rafael Joseffy und Gustav Walter mitwirken werden. Eintrittskarten [...]\" (***)\r\nund der Neuen Freien Presse Nr. 5282 auf S. 7 (°).\nBruckner wirkt als Orgelimprovisator bei dem »übervollen« Konzert zum Besten der »Concordia« im Großen Musikvereinssaal mit (°°).\r\n   Aufgeführt werden Werke von Leonard (Phantasie über »Dragons de Villard« mit Maurice Dengremont, Klavier: Hubert de Blanc), Schumann (»Frühlingslied«), Franz (»Herbstlied« mit Frl. d'Angeri), Pergolesi (Aria, Solist: Jossefy), Chopin (Präludium und Studie über Des-Dur-Walzer von Raphael Jossefy), Liszt (Tarantella aus »Venezia-Napoli« mit Joseffy), Mozart (Arie aus Figaro mit Bianca Bianchi), Mendelssohn (»Suleika« mit Bianchi, »Sommernachtstraum« mit Joseffy), Verdi (Arie aus »Don Carlos«, Gustav Walter - oder d'Angeri?), Kalliwoda (»Die Lerche«, Bianchi), Bellini (Rondo aus »Nachtwandlerin«, Bianchi und Felix Mottl), Rubinstein (»Asra« und »Persisches Lied« mit Walter), Brahms (»Sonntag« mit Walter) und Corelli (Violinsonate, bearbeitet für 20 Violinsolisten von Hellmesberger) (°°°).\r\n   Dem Konzert wohnt auch Prominenz bei: Erzherzogin Elisabeth, Erzherzogin Christine, Herzogin von Cumberland, Prinzessin Friederike von Hannover und der Kronprinz von Schweden (#).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 16:32"}, {"ID": 188105115, "Datum": "11.5.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musikzeitung Nr. 17 berichtet auf S. 120 vom Zöglingskonzert des Konservatoriums am 3.5.1881, signiert \"h.\":\r\n\"     Das am 3. d. stattgefundene zweite Zöglings=Concert zeichnete sich ebenso durch die geschmackvolle Wahl des Programmes, wie durch die eminente Ausführung desselben aus. [... Lob für Hellmesbergers Orchester ...  über zwei Pianistinnen ...]. Ebenso machte Herr Adolf Veith seinem Lehrer, Professor Bruckner, durch die prächtige Interpretation von Händel's Orgel=Concert in D-moll alle Ehre. [... die weiteren Nummern ...] fanden freundlichen Beifall.     h.\"", "Letzte Änderung": "13.01.2025 23:02"}, {"ID": 188305115, "Datum": "11.5.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »11. [Mai] 8. [Lect.]« [Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505115, "Datum": "11.5.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Marie Demar:\r\n     Dankt für die Photographie. Bittet um weitere Freundschaft. Soeben habe er sich bei König Ludwig II. für die Widmungsannahme der 7. Symphonie bedankt (Levis Werk) (*).\nBrief Bruckners an die Redaktion des Musikalischen Wochenblattes [Fritsch?] in Leipzig (**).\nBrief Bruckners an Hupfauf:\r\n     Dankt für die freundliche Anfrage und bittet um Geduld - das »Te deum« werde wohl bei Wetzler gedruckt und sei dann leicht zu beziehen. Würde es gern im Salzburger Dom hören (***).\nBrief Bruckners an Rappoldi in Dresden:\r\n     Dankt für seine Güte. Angaben zu den Verlegern: Quintett bei Gutmann, 3. Symphonie (Wagner gewidmet) [Rättig (°a)?], 7. Symphonie (König Ludwig II. gewidmet) bei Gutmann, »Te deum« bei Wetzler geplant, »Germanenzug« bei Kränzl in Ried (°).\nBrief Bruckners an Helm:\r\n     Beiliegend Zeitungsberichte aus München zur 7. Symphonie, die Levi zum Bedeutendsten nach Beethovens Tod erklärt habe. Auch Mottl in Karlsruhe und Nikisch seien begeistert. Das Werk sei nun Ludwig II. gewidmet und werde von Gutmann verlegt. Im Wagnervereinskonzert [2.5.1885] wurde das Quintett von Hellmesberger und das Te Deum (Wetzler als Verleger vorgesehen) aufgeführt. Bittet um Unterstützung gegen Hanslick und Weitergabe von Informationen an B. Vogel [in Leipzig] (°°).\nDatierung \"11. Mai 85.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (°°°).\nDass Bruckner im Prager Konzertleben noch unbekannt ist, klingt an in einem Bericht der Montags-Revue aus Böhmen Nr. 19 auf S. 9 (signiert \"h.\") über ein Konzert, in dem das Konservatoriumsorchester mitgewirkt hatte:\r\n               \"Musik.\r\n     Den Beschluß der Concertsaison bildete [... über dieses Konzert ...] Der nicht geringe Aufwand von Zeit, Mühe und Anstrengung, den die äußerst schwierige Fibich'sche Symphonie jedenfalls in Anspruch nahm, hätte sich gewiß nicht schlechter gelohnt, wenn er einer Novität, etwa einem der wenig bekannten symphonischen Werke von Brahms, oder der in Prag noch gar nicht gekannten des originellen Bruckner zugewendet worden wäre.\r\n                    h.\" (#).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:16"}, {"ID": 188605115, "Datum": "11.5.1886, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Carl Riedel in Weimar: \n   Beiliegend alle Stimmen der e-Moll-Messe, die er habe (es seien diejenigen der Hofkapelle). Am 4.10.1885 sei die Messe sehr gut in Linz aufgeführt worden. Die Fagotte könnten durch eine Orgel ersetzt werden, keinesfalls aber das Blech.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188805115, "Datum": "11.5.1888, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei Februar 1888): »Vockner 11. Mai Schluß des Unterrichtes.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189005115, "Datum": "11.5.1890, Sonntag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 6 erwähnt auf S. 7 in einem Artikel über Göllerich, der nun Wien verlassen habe, daß dieser Musiktheorie bei Bruckner studiert habe.\n\n     \"August Göllerich, unser geschätzter Mitarbeiter, welcher berufen schien, wahrer Kunsterkenntnis und nationaler Musikpflege in Wien ein Bahnbrecher und Vorkämpfer zu sein, ist unserer Stadt, leider für längere Zeit, verloren gegangen. [... Abdruck eines Artikels des Fränkischen Kuriers (Nürnberg), erwähnt sind Theodor Schmidt, Anna Schmidt=Allizar, Ramann=Volckmann'sche Schule ...] Als ausübender Künstler genießt er einen sehr guten Ruf. Er hat seine theoretischen Studien bei dem Symphoniker Anton Bruckner in Wien gemacht. [...] F. Jäger.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189105115, "Datum": "11.5.1891, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Göllerich: \n\n     Dankt für das herrliche Bild (das schöne Geschlecht Nürnbergs werde verrückt werden!). Wenn Göllerich ein kurzes Gedicht von Erzherzogin Valerie beschaffen könne, würde er einen Frauenchor komponieren. Hofft ihn in Berlin zu sehen. Göllerich sei selbstverständlich sein autorisierter Biograph (*).\n\n\n(Brief von Joh. Bap. Katschthaler (Salzburg) an Bernhard Deubler:\n     Dankt für die Kurs-Zusage; jetzt müsse er noch Kursteilnehmer rekrutieren (mindestens 60) [der Kurs wurde verschoben, siehe 18.6.1891] (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189205115, "Datum": "11.5.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 108 informiert auf S. 2 über das Sängerfest [am 5.6.1892, WAB 63]:\n\"               Correspondenzen.\n[...]\r\n     Unseren bisherigen Berichten bezüglich des bevorstehenden Deutsch=akademischen Sängerfestes haben wir nachzutragen, daß der Wiener Hofburgschauspieler Herr Reimers einen von dem Münchener Dichter Herrn Professor Max Haushofer verfaßten Festprolog zum Vortrage bringen wird. Unter den Gesammtchören wird ein Chor von Anton Bruckner, \"Das deutsche Lied\", gesungen werden (Worte von Erich Fels), welchen Meister Bruckner eigens für dieses Fest componirt hat. [...]\" (*).\n \n\"Het vaderland\" Nr. 111 ('s-Gravenhage) berichtet auf S. 1 von der Eröffnung der Musik- und Theaterausstellung und erwähnt dabei auch das Album der Wiener Meister [mit dem \"Vexilla regis\"].\n\"       De Muziek- en Tooneeltentoonstelling.\n[...]\n     Een van de gevolgen der tentoonstellingen is ook ’t verschijnen van albums der Wiener Meister, waar men het zeldzame voorrecht heeft Brahms, Millöcker, Bruckner, Suppé, en nog vele andere onmiddellijk na elkaar te kunnen bewonderen. Voor ditmaal wil ik eindigen, en hoop u de volgende maal meer in ’t bijzonder over de muziek, die er te zien en te hooren is, te schrijven. Ik hoop u dan ook te kunnen melden, dat ik nog andere Hollaadsche dingen ontdekte.\n                                         JAN BRANDTS BUIJS.\" (**).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 19:02"}, {"ID": 189405115, "Datum": "11.5.1894, Freitag", "Haupttext": "Datierung (Bleistift) im Adagio der 9. Symphonie bei Takt 239 (*).\n\"Besprechungen\" des vorgestrigen Konzerts [vorgefertiger an die Zeitungen verteilter Text?] mit dem »Ave Maria« [WAB 6] erscheinen\nim Deutschen Volksblatt Nr. 1923 auf S. 4 des Abendblatts:\r\n\"     – Wiener Singakademie. Da \"Kirchenconcerte\" in den katholischen Kirchen Wiens von geistlicher Seite nicht mehr gestattet werden, so sah sich die hiesige Singakademie auch heuer, wie im Vorjahre, veranlaßt, ihre III. statutarische [sic] Production in directe Verbindung mit dem kirchlichen Gottesdienste zu bringen und verlieh am 9. d. M. der \"Maiandacht\" in der Pfarrkirche Am Hof einen ungewöhnlichen musikalischen Schmuck. [... Predigt, C. Führich (Orgel) mit Bach, unter Graedeners Leitung Chöre von Mendelssohn (Frauenchor) ...] und gemischte Chöre von Pierre de la Rue, Sweelinck, Johann Brahms (\"Ruf zu Maria\") und A. Bruckner (Ave Maria) in würdigster Weise vorgetragen wurden. Der weite Raum des Gotteshauses war mit eine den heiligen Klängen andächtig lauschenden Menge gefüllt.\" (**),\nim Fremdenblatt Nr. 128 auf S. 26:\r\n„      Theater und Kunst.\r\n[…]\r\n     – Da „Kirchenkonzerte“ in den katholischen Kirchen Wiens von geistlicher Seite nicht mehr gestattet werden, so sah sich die hiesige Singakademie auch heur, wie im Vorjahre, veranlaßt, ihre dritte statutarische Produktion in direkte Verbindung mit dem kirchlichen Gottesdienste zu bringen und verlieh am 9. d. M. der „Maiandacht“ in der Pfarrkirche Am Hof einen ungewöhnlichen musikalischen Schmuck. Nach der bei dieser Marienfeier üblichen Predigt leitete Herr Karl Führich mit der Bach’schen Orgelphantasie in G-moll die geistliche Musikaufführung ein, bei welcher unter Professor Graedener’s Leitung der dreistimmige Frauenchor „Laudate pueri“ von Mendelssohn, und gemischte Chöre von Pierre de la Rue, Swerlinek, Joh. Brahms (Ruf zu Maria) und Anton Bruckner (Ave Maria) in würdigster Weise vorgetragen wurden. Der weite Raum des Gotteshauses war mit einer andächtig lauschenden Menge gefüllt.“ (***),\nin der »Presse« Nr. 128 auf S. 15:\r\n\"     – Wiener Singakademie. Da \"Kirchen-Concerte\" in den katholischen Kirchen Wiens von geistlicher Seite nicht mehr gestattet werden, so sah sich die hiesige Singakademie auch heuer wie im Vorjahre veranlaßt, ihre dritte statutarische [sic] Production in directe Verbindung mit dem kirchlichen Gottesdienste zu bringen und verlieh am 9. d. der \"Mai=Andacht\" in der Pfarrkirche Am Hof einen ungewöhnlichen musikalischen Schmuck. [... Predigt, Karl Führich (Orgel) mit Bach, unter Graedeners Leitung Chöre von Mendelssohn (Frauenchor) ...] und gemischte Chöre von Pierre de la Rue, Sweelinck, Joh. Brahms (Ruf zu Marie) und Anton Bruckner (Ave Maria) in würdigster Weise vorgetragen wurden. Der weite Raum des Gotteshauses war mit eine den heiligen Klängen andächtig lauschenden Menge gefüllt.\" (°)\nund (minimal gekürzt) im Neuen Wiener Journal Nr. 196 auf S. 5:\r\n\"   * Da \"Kirchenconcerte\" in den katholischen Kirchen Wiens von geistlicher Seite nicht mehr gestattet werden, so sah sich die hiesige Singakademie auch heuer wie im Vorjahre veranlaßt, ihre dritte statutarische [sic] Production in directe Verbindung mit dem kirchlichen Gottesdienste zu bringen und verlieh am 9. d. M. der \"Maiandacht\" in der Pfarrkirche Am Hof einen ungewöhnlichen musikalischen Schmuck. [... Predigt, Karl Führich (Orgel) mit Bach, unter Graedeners Leitung Chöre von Mendelssohn (Frauenchor) ...] und gemischte Chöre von Pierre de la Rue, Swalinek [sic], Joh. Brahms (Ruf zu Maria) und Anton Bruckner (Ave Maria) in würdigster Weise vorgetragen wurden.\" (°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:04"}, {"ID": 189505115, "Datum": "11.5.1895, Samstag", "Haupttext": "Theodor Reisch legt Kanzleidirektor Theodor von Westermayer Schrötters Bestätigung [vom 7.5.1895] vor und bittet, Bruckner vom nun möglichen Umzug zu verständigen (*).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 8391 berichtet auf S. 4f von Bruckners angegriffenem Gesundheitszustand und meldet, daß Herzogin Amalie die Aufführung eines seiner großen Werke [7. Symphonie] in Monte Carlo vermittelt habe.\r\n\"     – Dr. Anton Bruckner, der sich – Gott sei Dank – auf dem Wege der Wiedergenesung befindet, erhielt soeben von der Frau Herzogin Amalie von Baiern ein höchst schmeichelhaftes Schreiben, in welchem die hohe Dame den Meister im Namen der Fürstin von Monaco dringend ersucht, die Aufführung eines seiner großen Werke in Monte Carlo zu gestatten und womöglich dieser Aufführung persönlich beizuwohnen. Leider ist der Gesundheitszustand des Meisters doch noch nicht der Art, um der ehrenden Einladung Folge leisten zu können.\" (**).", "Letzte Änderung": "15.06.2023 08:21"}, {"ID": 189605115, "Datum": "11.5.1896, Montag", "Haupttext": "Hedwig Abel rezensiert in der Montags Revue Nr. 19 auf S. 2 ein neues Buch Eduard Hanslicks und erwähnt dabei auch Bruckner. \n„Fünf Jahre Musik. (Rezension von: Fünf Jahre Musik“. Neue Kritiken von Eduard Hanslick. Berlin. Allgemeiner Verein für deutsche Literatur, 1896.) […] Die Kritiken über die Orchesterwerke Richard Strauß’, Bruckner’s, Tschaikowsky’s, Goldmark’s, Smetana’s, Dworak’s u.s.w. sind wahre Meisterstücke. […]“.", "Letzte Änderung": "30.10.2023 19:54"}, {"ID": 189705115, "Datum": "11.5.1897, Dienstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Journal Nr. 1276 berichtet auf S. 5, daß der Linzer Gemeinderat beschlossen habe, ein Bruckner-Denkmal zu errichten (*).\n \nDie Aufführung der d-Moll-Messe [am 17.1.1897] wird erwähnt im Wiener Brief vom 16.2.1897, der in The News-Palladium [oder: The Evening News Nr. 497?] (Benton Harbor, Michigan) auf S. 2 veröffentlicht wird:\n\"LETTERS FROM VIENNA–XXI.\r\n              [Inhaltsübersicht]\n                     VIENNA, Austria, Feb. 16.\r\n     EDITOR PALLADIUM: As time rolls by our list of acquaintances is swelling und includes none but very pleasant people, [... ausführlich über Besuche, Döbling und eine Probe des Singvereins unter Perger [für ein Konzert am 24.3.1897] mit anschließendem Vergnügungsabend ... Bedeutung und Tätigkeit des Singvereins ...]. this year they have already given \"Elijah\", \"The Creation,\", a Bruckner \"Mass\", the \"Schubert Mass,\" two miscellaneous programs and will give the Bach \"Passion Music\" just before Easter, which will probably be their last effort this season.   NELLIE H. SMYTH.\" (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 18:54"}, {"ID": 189805115, "Datum": "11.5.1898, Mittwoch", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung verbindet die Meldung von der Aufführung der 5. Symphonie in München am 4.4.1898 mit einem Lob für Ferdinand Löwe als Bruckner-Interpreten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189905115, "Datum": "11.5.1899, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt geht auf S. 287f in der Kritik zu Gustav Mahlers Zweiter Symphonie auf Kretzschmars Konzertführer ein und erwähnt Bruckner mit einigen Werken und als Lehrer Mahlers (*).\n\r\n(Artikel von Alois Hartl (datiert 7.5.1899) \"Wie steht es mit der Herausgabe der Werke Johann Haberts?\" im Linzer Volksblatt Nr. 108 auf S. 1f. Wottawas Aufsatz in der \"Lyra\" vom 1.5.1899 wird erwähnt, Bruckner nicht (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190405115, "Datum": "11.5.1904, Mittwoch", "Haupttext": "Im Inserat für das Musikfestival (mit der 9. Symphonie am 14.5.1904) in The Cincinnati Enquirer Nr. 132 auf S. 7 werden nur die Solistinnen genannt:\n\"         TO-NIGHT.\n      MAY FESTIVAL\n[... J. S. Bach ... \"Chorus of 450.\" ...] Saturday at 1:30: Program with Orchestra and Schumann-Heink and Miss Foster. At 7:30, Beethoven [...].\"\n[ähnlich auch am 10.5.1904 und 9.5.1904]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190505115, "Datum": "11.5.1905, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Wilhelm Kienzl und Ernst Decsey an Richard Strauss:\r\n   Wegen der Programmgestaltung [8. Symphonie] beim Grazer Tonkünstlerfest.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190705115, "Datum": "11.5.1907, Samstag", "Haupttext": "Konzert des Wiener Männergesangvereins in Baltimore [ob auch mit einem Werk Bruckners, konnte noch nicht festgestellt werden].", "Letzte Änderung": "23.09.2025 15:39"}, {"ID": 191305115, "Datum": "11.5.1913, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe unter Carl Luze in der Wiener Hofkapelle (*).\nAufführung der f-Moll-Messe in Nürnberg (**).", "Letzte Änderung": "28.08.2024 08:34"}, {"ID": 191505115, "Datum": "11.5.1915, Dienstag", "Haupttext": "Artikel in der Linzer Tages-Post Nr. 117 auf S. 7:\n\"     (Vereinsgründungen und das erste oberösterreichisch-salzburgische Sängerfest in Linz vor 50 Jahren.) Am 8. Mai 1865 fand die konstituierende Versammlung [... 8.5.1865 Juristische Gesellschaft ... 1.1.1865 Linzer Tages-Post ... 12.6.1865 Verschönerungsverein ... 5.6.1865 Sängerbundesfest (u.a. mit \"Germanenzug\") ...].\"", "Letzte Änderung": "22.09.2025 20:03"}, {"ID": 192005115, "Datum": "11.5.1920, Dienstag", "Haupttext": "Das Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 240 bringt auf S. 2 einen Konzertbericht \"Orchester- und Kammer-Musik\" von Kurt Singer, in dem eine Aufführung der Zweiten Symphonie Gustav Mahlers besprochen wird:\n\"    Wir sind in der Zeit der Mahler-Sehnsucht, die eine Sucht der Dirigenten und der hungrigen  Menge ist. [...]. Ich bezweifle, ob uns eine Mahler-Propaganda in diesem Sinne heute schon Bedeutung gewinnen kann; gehört doch unser Herz noch allzu sehr seinem großen Gegenpol, dem Musikbeter Anton Bruckner.\n     Merowitz spielt die zweite, die Auferstehungs.Sinfonie. [... über dieses und andere Konzerte ...].      Dr. Kurt Singer.\"", "Letzte Änderung": "02.08.2026 06:50"}, {"ID": 192305115, "Datum": "11.5.1923, Freitag", "Haupttext": "Besprechungen der 5. Symphonie im Salzburger Volksblatt Nr. 106 und in der Salzburger Wacht Nr. 106.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192405115, "Datum": "11.5.1924, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Max Auer \"Ein tönendes Denkmal für Anton Bruckner. Zur Zentenarfeier seiner Geburt\" [über die Orgel in St. Florian] im Linzer Volksblatt Nr. 109 auf S. 3 und in der Linzer Tagespost Nr. 109 auf S. 4 (*).\n\n\nIm Neuen Wiener Journal Nr. 10947 wird auf S. 23 die Aufführung von f-Moll-Messe und \"Te deum\" am 19.5.1924 angekündigt (**). \n\nAuf derselben Seite ist in der Vorschau auf die Saison 1924/25 der Gesellschaft der Musikfreunde die d-Moll-Messe verzeichnet (***).\nAuf S. 23 auch ein Hinweis auf das Konzert des Fitzner-Quartetts (Quintett mit Paul Doktor vom Busch-Quartett) am 13.5.1924 (°).\n\n\n\nAuf das Konzert vom 19.5.1924 weisen auch die Österreichische Volkszeitung Nr. 130 auf S. 8 (°°) und die Reichspost Nr. 130 auf S. 9 hin (°°°).\n\n\nBruckner wird in einem Artikel in The Observer Nr. 6937 (London) auf S. 8 erwähnt: \"RICHARD STRAUSS FESTIVAL.\n\n[...]\n                                            VIENNA.\n     Although Richard Strauss's sixtieth birthday is not till June 14, the festival in his honour is already in full swing.     Strauss, the son of a Munich orchestral player, has been fortunate from the beginning. The opposition to his first bold works soon subsided, and since he came to reside in Vienna, the city of Beethoven, Brahms, Bruckner, and Mahler, he has had such honour or recognition as none of those ever enjoyed. [... über das Festival ... private Aufführung von Schönbergs \"Serenade\" op. 24 ...].\" (#).\n\n\nIn einem Artikel über Filmmusik [vgl. die Bostoner Premiere am 10.3.1924] in The Hartford Courant auf S. 53 (= S. 5 des 5. Teils) wird auch Bruckner [dessen 4. Symphonie (vgl. 7.3.1924)] erwähnt:\n\"          HUGO RIESENFELD PLANS ROAD MUSIC\nTrained Symphony Players to Accompany Photoplay on Tour.\n     Dr. Hugo Riesenfeld who spends $1,000,000 a year in the music of the four Paramount playhouses of New York City has thought out unique plans ensuring a high level of excellence to the presentations of \"The Ten Commandments\"  en tour.\n     The essential feature of the plan (now being organized by Famous Players-Lasky) is to send a group of Symphony players on the road with each of the traveling companies. Headed by an operatic conductor trained by Mr. Riesenfeld, they will present a musical accompaniment equaling the grand effects at the parent house, the George M. Cohan Theater, New York. This is something that only a highly trained orchestra of symphonists can achieve.\n     \"The Ten Commandments\" music written and arranged by Riesenfeld, is admittedly the most difficult ever synchronized to the screen. Parts of great compositions like Bruckner's and \"Die Valkyrie\" are used and the climax of Rubinstein's \"Demon\" opera accompanies the barbaric Golden Calf orgy.\n     An original theme of tremendous awe and power introduces the giving of the Commandments from Mt: Sinai. Musically and visually it is as of [sic] the whole might of Heaven were let loose and the law belched forth out of Sinai's fire and lightening and thunder even as the Bible describes it. In the modern part [... über den zweiten Teil ... Probenablauf ...].\" (##).\n\n\n\n(Brief der Landesgruppe Oberösterreich des Reichsverbandes des befugten Zahntechniker Österreichs [an das Stift St. Florian?] (###).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192505115, "Datum": "11.5.1925, Montag", "Haupttext": "Heinrich Maurer bespricht im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 220 auf S. 2 das Konzert des Mainzer Männergesangvereins mit \"Trösterin Musik\" [vorläufige Datierung \"vor dem 11.5.1925\"].", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:36"}, {"ID": 192705115, "Datum": "11.5.1927, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des 2. Satzes der 2. Symphonie durch das Rundfunkorchester unter Franz Adam im Konzert „Österreich\" um 20 Uhr bei Radio München.\r\nNach \"Worten um Österreich\", gesprochen von Joachim von Delbrück, folgen der 2. Satz aus Gustav Mahlers 2. Symphonie und ab 20:30 Uhr neben weiteren Textbeiträgen Werke von Julius Bittner, Joseph Marx und Wilhelm Kienzl.", "Letzte Änderung": "05.05.2025 07:43"}, {"ID": 192905115, "Datum": "11.5.1929, Samstag", "Haupttext": "Brief von Robert Haas an Max Auer: \n   Franz Schalk habe ihm seine privaten »Brucknerschätze« [u.a. Material zur 9. Symphonie] versprochen (*). \nWährend der Arbeit an der Gesamtausgabe lege er mit Bewilligung des Verlages [Filser] ein Photogrammarchiv an, das auch Quellen in anderem Besitz erfasse (a). \nLöwe habe an der 9. Symphonie »sehr viel geändert« (b).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193005115, "Datum": "11.5.1930, Sonntag", "Haupttext": "Radio Wien überträgt von 15:00 bis 16:00 Uhr ein Konzert der Neuen Wiener Madrigalvereinigung unter Dr. Hans Pleß, in dem auch das Vexilla regis aufgeführt wird.", "Letzte Änderung": "26.03.2026 08:37"}, {"ID": 193105115, "Datum": "11.5.1931, Montag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Langenberg (angeschlossen: Köln, Münster und Aachen) überträgt zwischen 20:00 und 21:40 Uhr aus dem Kleinen Haus der Städtischen Bühnen Düsseldorf eine Veranstaltung des Collegium Musicum unter Dr. Alfred Fröhlich [siehe die Anmerkung] mit der 2. Symphonie. Der Aufführung geht ein Vortrag voraus: „Der musikalische Rhythmus in Zeiten und Persönlichkeiten. Das Rätsel der Pause.“", "Letzte Änderung": "28.03.2026 13:03"}, {"ID": 193205115, "Datum": "11.5.1932, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Felix Gatz an Max Auer:\r\n     Wenn er die frühere Einladung zum Eintritt der Berliner Bruckner-Gesellschaft in die Internationale Bruckner-Gesellschaft [vgl. 31.5.1931] nicht aufrecht erhalten könne, so werde man auf die Zugehörigkeit zur IBG verzichten (*).\nArtikel von Franz Moißl »Abschluß der St. Florianer Bruckner-Festlichkeiten« in der Reichspost auf S. 7 (**).", "Letzte Änderung": "01.03.2023 23:39"}, {"ID": 193305115, "Datum": "11.5.1933, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Franz Xaver Müller (in Weinheim) an Vinzenz Hartl \"Der 1. Akt in Karlsruhe\", mit einer Grußadresse von Fritz Grüninger [Inhalt nicht erschlossen, vermutlich den gestrigen Abend betreffend].", "Letzte Änderung": "22.10.2025 08:44"}, {"ID": 193805115, "Datum": "11.5.1938, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Karl Böhm im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195005115, "Datum": "11.5.1950, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Orchester des Steyrer Musikvereins unter Weinschenk in Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195105115, "Datum": "11.5.1951, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (Originalfassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Essen.\nAuf dem Programm stehen außerdem zuvor Joseph Haydns Sinfonie Nr. 101 und Nuages und Fêtes aus Debussys \"Nocturnes\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195805115, "Datum": "11.5.1958, Sonntag", "Haupttext": "Enthüllung und Einweihung des Grabes von Bruckners Mutter in Ebelsberg (*).\n[mutmaßliche Datierung]\r\nArtikel \"Anton Bruckners Mutter\" im Linzer \"Tagblatt\" Nr. 108 (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2024 18:13"}, {"ID": 196605115, "Datum": "11.5.1966, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" durch den Städtischen Chor Flensburg (Einstudierung: Josef Beischer und Heinrich Blum), den Städtischen Chor Kiel (Einstudierung: Norbert Scherlich),  das Nordmark-Sinfonie-Orchester und das Sonderjyllands Symfoniorkester unter Heinrich Steiner im Deutschen Haus in Flensburg. Solisten sind Edith Brodersen, Maryam Hagiopanm, William Ingle und Russell Smith.", "Letzte Änderung": "12.12.2025 14:27"}, {"ID": 196805115, "Datum": "11.5.1968, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des »Ave Maria« (7-stg.) [WAB 6] durch den Chor der Stadtpfarre und des Bundesgymnasiums Ried unter Joseph Werndl in Ried.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199605115, "Datum": "11.5.1996, Samstag", "Haupttext": "Eröffnung des Anton-Bruckner-Sinfoniewanderwegs zwischen St. Florian und Ansfelden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199905115, "Datum": "11.5.1999, Dienstag", "Haupttext": "Präsentation der Ausstellung »Anton Bruckner - Lebenswelt - Lebenswerk« (konzipiert von Christina Budimir-Halbmayr, Renate Grasberger und Elisabeth Maier) im Linzer Brucknerhaus (Wanderausstellung der Oberösterreichischen Landesregierung).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201305115, "Datum": "(11.5.2013, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung von Werken von J. S. Bach und Johann Baptist Weiß (Tantum ergo, Regina coeli und Requiem in Es) durch die St. Florianer Sängerknaben unter Franz Farnberger und die Ars Antiqua Austria unter Gunar Letzbor in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202405115, "Datum": "11.5.2024, Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Feier in Ansfelden anlässlich des 100jährigen Bestehens des Brucknerbundes Ansfelden.  Aufführung der 7. Symphonie in der Bearbeitung für Kammerensemble in der Pfarrkirche.", "Letzte Änderung": "27.01.2026 20:18"}, {"ID": 179106115, "Datum": "11.6.1791, Samstag", "Haupttext": "Anton Bruckner (sen.) in Ansfelden geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185506115, "Datum": "11.6.1855, Montag", "Haupttext": "Im 3. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 2. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1855.\n[mittig:]\nObere Abtheilung.\n[linke Spalte:]\n1. Huber Josef | 2. Leipl Ignaz | 3. Pallestorfer August | 4. Dirnberger Leopold | 5. Holzner Georg | 6. Hummer Leopold\n[rechte Spalte:]\n1. Marböck Marie | 2. Bräuer Barbara | 3. Schilhuber Katharina | 4. Staudinger Theres | 5. Huber Klara | 6. Fuchs Rosina | 7. Stummer Maria | 8. Zaiser Josefa\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Marböck Josef | 2. Löscher Karl | 3. Brunbaur Johann | 4. Staudinger Mathias | 5. Mair Michael | 6. Plöckinger Ferdinand.\n[rechte Spalte:]\n1. Zaiser Juliana | 2. Eckl Maria | 3. Schmöll Elisabeth | 4. Baumgartshuber Barbara | 5. Eisinger Theres | 6. Matheweber Anna.\n[unten:]\nDen 11. Juni.     ABrucknermp.\"", "Letzte Änderung": "17.12.2024 23:02"}, {"ID": 186106115, "Datum": "11.6.1861, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »11. Juni [1]861.« im neuen Doppelbogen »Nachtrag No. 6« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186406115, "Datum": "(11.6.1864, Samstag)", "Haupttext": "Brief von Rudolf Weinwurm an Josef Kränzl in Ried: \n   U. a. über die Aufführungen beim Sängerfest 1865.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506115, "Datum": "11.6.1865, Sonntag", "Haupttext": "Kritik in der Linzer Zeitung Nr. 133 auf S. 551 [*] über den »Germanenzug«, signiert \"F.\":\r\n»              Zum Sängerbundes-Fest.\r\n                                  III.\n      F. [= Franz Gamon?] Linz, 6. Juni. Der Anfang der zweiten Abtheilung brachte einen Preischor [... C. Mayrberger]\n     Im gewaltigen Kontraste mit diesem Chore stand der darauffolgende Preischor: \"Germanenzug\", Gedicht von Dr. August Silberstein, komponirt für Männerchor und Harmoniebegleitung von Anton Bruckner. Wir sagten Kontrast, denn bezeichneten wir Hrn. Mayrberger als Lyriker, so ist Hr. Bruckner in diesem Chore der Epiker. Das Gedicht von Dr. August Silberstein ist schwungvoll und erhaben, erfordert aber so viel deklamatorisch=musikalischen Accent, daß wir es als nicht sehr geeignet zur musikalischen Bearbeitung, zum mindestens als eine sehr gefährliche Klippe für den Komponisten ansehen müssen. Die Komposition als solche hat Schwung und liefert einen neuen Beweis für Hrn. Bruckners große Begabung für den höheren Styl und seine mächtige und sichere Beherrschung des gesammten Darstellungs-Materials. Von großartiger, imponirender Wirkung ist der erste, sowie der Schluß-Satz, von driginaler [sic] Schönheit der Eintritt des Soloquartetts. Der Dichter, der dem Feste beiwohnte, wird wohl dem Komponisten mit seiner Auffassung hinlänglich an die Hand gegangen sein, und in so ferne können wir Nichts dagegen einwenden; daß uns aber, wenn schon dieses Gedicht in Musik gesetzt werden sollte, unter Andern der im Forte gezeichnete Schluß des ersten Satzes: \n\"Denn der Walkyren bewachend Geleit \r\nUmschwebet die Helden und singet vom Streit,\"\num das hierauf im Piano eintretende Soloquartett hervorzuheben, oder die deklamatorisch unrichtige Accentuirung des Wortes »in« bei dem Soloquartette nicht recht gefallen kann, müssen wir aussprechen. Herr Bruckner leitete persönlich die Aufführung, welcher gleichfalls stürmischer Beifall folgte.\n     [... 3. Preischor von Edwin Schultz ...]«", "Letzte Änderung": "25.02.2023 13:22"}, {"ID": 186906115, "Datum": "11.6.1869, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet auf S. 555, daß der »Frohsinn« Bruckner zum Ehrenmitglied ernannt hat:\r\n   »* (Liedertafel „Frohsinn”.) Die Liedertafel „Frohsinn” hat ihren ehemaligen Chormeister Herrn Anton Bruckner einstimmig zum Ehrenmitgliede ernannt und ist das hübsch ausgefertigte Diplom an denselben bereits abgegangen.« (*).\nDieselbe Information erscheint auch textidentisch in der Linzer Tages-Post Nr. 131 auf S. 3:\r\n»    § Die Liedertafel „Frohsinn” hat ihren ehemaligen Chormeister Herrn Anton Bruckner einstimmig zum Ehrenmitgliede ernannt und ist das hübsch ausgefertigte Diplom an denselben bereits abgegangen.« (**)\nund im Linzer Volksblatt Nr. 131 auf S. 3:\r\n»    – Die Liedertafel „Frohsinn” hat ihren ehemaligen Chormeister Herrn Anton Bruckner einstimmig zum Ehrenmitgliede ernannt und ist das hübsch ausgefertigte Diplom an denselben bereits abgegangen.« (***).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:32"}, {"ID": 187206115, "Datum": "11.6.1872, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld: \n   Am 16.6.1872 um 11 Uhr werde in der Augustinerkirche unter seiner Leitung die f-moll-Messe aufgeführt unter Mitwirkung von Hofopernorchester und -chor, Hellmesberger, Dr. Kraus etc. Habe in den Proben sehr gefallen. Stremayr wolle auch kommen. Nachsatz »Liszts Urtheil habe ich seinerzeit geschrieben«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187606115, "Datum": "11.6.1876, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Tagespresse Nr. 160 auf S. 6 (*).\nBei der Kirchenmusik in der Pfarrkirche Alservorstadt um 10 Uhr wirkt Bruckner als Organist (Orgelfuge am Schluß) mit. \r\n   Aufgeführt werden unter Eder eine Festmesse von Wittassek, ein Graduale (mit Sopransolo: Marie Kohn) von J. P. Gotthard und als Offertorium eine Kirchenarie (mit Altsolo: Wilhelmine Tremel) von Alessandro Stradella. Solisten bei der Messe: Marie Kohn, Frl. Schlager, Dunkel und Teller (**).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:32"}, {"ID": 187706115, "Datum": "11.6.1877, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Oelzelt-Newin: \n   Gratulation zum Namenstag [13.6.1877]. Gestern in Klosterneuburg habe er an seinen Wohltäter gedacht. Lädt Oelzelt für den nächsten Sonntag ein: um 11 Uhr dirigiere er selbst die f-Moll-Messe samt Einlagen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006115, "Datum": "11.6.1880, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet alle Kirchenmusikaufführungen der Wiener Hofkapelle im Monat Juni und erwähnt dabei auch die Aufführung von d-Moll-Messe, »Locus iste« und »Os justi« am 6.6.1880.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188106115, "Datum": "11.6.1881, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\n \ndas Fremdenblatt Nr. 159 auf S. 6 (*),\n \ndie Neue Freie Presse Nr. 6029 auf S. 5:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird das Fest der heiligen Dreifaltigkeit am Sonntag um 10 Uhr durch ein solennes Hochamt feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Eder Wittassek's Festmesse, Graduale (Violin=Solo) von Gänsbacher und Offertorium (Sopran=Solo mit Chor) von Czerny aufführt. Die Soli werden Violin=Director Stecher und Fräulein Josephine Weyringer vortragen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\n \nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 460 auf S. 5 [inhaltlich wie (**)] (***).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:35"}, {"ID": 188406115, "Datum": "11.6.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch in Leipzig:\r\n     Gratuliert zur Verlobung. Ob die Aufführung der 7. Symphonie am 21.6.1884 stattfinde? Er müsse rechtzeitig sein Urlaubsgesuch einreichen. Erwähnt die erfreulichen Zeitungsartikel der jüngsten Zeit [8.4.1884, 22.5.1884 und (wann? Vgl. Oktober 1884) Bayreuther Blätter] (*).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 160 meldet auf S. 5, daß die 7. Symphonie [Termin am 21.6.1884 ist nicht erwähnt] in Leipzig aufgeführt werde:\r\n    »In der gestrigen Notiz über die Symphonie=Aufführung in Leipzig war der Name des Komponisten verdruckt, er lautet Bruckner, nicht Brückner; es ist unser ausgezeichneter Hoforganist Anton Bruckner, Professor am Konservatorium. Man führt in Leipzig seine siebente Symphonie auf. Wann in Wien?« (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:44"}, {"ID": 188506115, "Datum": "11.6.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Marie Reinhardt an Bruckner:\r\n     Gratuliert zum Namenstag [13.6.1886]. Bei Hynais habe sie sich nach Bruckners Befinden erkundigt. Ob er böse auf sie sei? Erinnert ihn an den versprochenen Besuch (*).\nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 25 wird auf S. 308 das Konzert vom 30.5.1885 (mit dem Adagio der 7. Symphonie) erwähnt:\r\n                »Concertumschau.\r\n      Carlsruhe. 22. Tonkünstler-Versamml. des Allgem. deutschen Musikver. unt. Leit. des Hrn. Mottl ... [...] - Concert am 30. Mai Abends im Saale der „Eintracht”: 1. Satz der Fmoll-Symphonie von A. Klughardt (unter der Leitung des Componisten), Cismoll-Clavierconc. v. L. Schytte (Hr. Friedheim a. St. Petersburg), Adagio a. der 7. Symphonie von Ant. Bruckner, 1. Satz des Violinconc. Op. 30 v. C. Rübner (Hr. Schuster), „Mignon” v. Liszt (Frl. Belce), Adur-Clavierconc. v. Liszt (Frl. Schmalhausen a. Coburg), zwei Sätze a. der Orchesterseren. „Sommernächte” v. H. Huber. - « (**).", "Letzte Änderung": "10.12.2024 10:13"}, {"ID": 188606115, "Datum": "11.6.1886, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (zwischen den Gebetsaufzeichnungen vom 10.6. und 11.6.): »Freit 10 Uhr D Behn 2 L. [Lektionen?] - Klose L.« (*).\nDas Leipziger Tageblatt Nr. 162 berichtet auf S. 14 vom Konzert in Sondershausen mit der Aufführung des Quintetts [6.6.1886]:\r\n\"       Tonkünstler-Versammlung in Sondershausen.\r\n     Im Mittelpuncte des fünften Fest-Concertes stand, Alles überstrahlend und das meiste Interesse der Hörer in Anspruch nehmend, Anton Bruckner’s Streich-Quintett in Fdur. Das Werk macht einen unendlich sympathischen Eindruck durch die stille Verklärung, welche es umfließt, und die nur hin und wieder dem helleren Glanze einer edlen Leidenschaftlichkeit weicht. „Idyllisch\" das Werk zu nennen, wäre trotzdem nicht ganz zutreffend, da wehmütige Schatten manchmal die Stimmung mit sanftem Schleier umwehen und auf überwundene Schmerzen in düsterer Erinnerung hindeuten. Aber immer wieder weicht alles Andere der stillen Beschaulichkeit des Tondichters, die dem herrlichen Genießen gleicht, welches die Aussicht aus stillem Waldesdunkel in die offene Landschaft gewährt. Draußen ist es hell, es regt sich allenthalben, aber die Wirren des Kampfes ums Dasein treffen nur unser Auge, nicht das Herz, welches das Waldesdunkel in seinen süßen Zauber bannt; wie ein Gebet umfängt es die Seele: süßer Friede, komm', o komm' in meine Brust! Wenn wir der Entstehungsgeschichte des hochpoetischen Bruckner'schen Werkes nachspüren wollten, würden wir sicher auf den letzten Beethoven als anregenden Factor kommen: namentlich das Scherzo, ein gemäßigtes Allegro, hat ein so merkwürdiges Profil, daß man die Aehnlichkeit mit Beethoven kaum übersehen darf. Freundlich und hell, prächtig in der Thematik und hochoriginell in der Durchführung ist der erste Satz, ein stillbewegtes Allegro. Diese merkwürdige Bewegungsart ist dem ganzen Werke eigen: nirgends jene nervöse Unruhe, ohne welche heutzutage kaum ein musikalisches Werk in die Erscheinung treten kann. Als zweiter Satz steht das schon erwähnte Scherzo, dem ein Adagio von bedeutsamer Tiefe folgt. Im Finalsatz zeigt sich Bruckner's Eigenart am deutlichsten; nicht die Bewegung, sondern die merkwürdige Färbung geben dem Satze den Charakter eines Finale, das in seiner graciösen Lieblichkeit Ohr und Herz gefangen nimmt. Bruckner hatte das Glück, ausgezeichnete Interpreten seines Werkes zu finden: die Herren Halir, Freiberg, Nagel, Hager, Leopold Grützmacher errangen dem Werke einen großen verdienten Erfolg. Weit steht A. Urspruch hinter Bruckner als Kammermusik-Componist zurück, seine Musik scheint nur geschrieben zu sein, um zu gefallen. [… über die anderen Programmnummern …].\r\n     Herr Eugen d’Albert beschloß das sehr lange Concert mit dem Vortrage seiner vier Charakterstücke […] Der benutzte Flügel war diesmal ein Bechstein'scher von außerordentlicher Schönheit, groß und voll im Ton und allen Anforderungen der Spieler gerecht werdend. Herr Rehberg, der oft belobte [besetzte?] Begleiter, war in jeder Beziehung präcise zur Stelle.    Martin Krause.\" (**).\nVon diesem Konzert berichtet auch Otto Lessmann in der Allgemeinen Musik-Zeitung auf S. 248 [Zitat in englischer Übersetzung]:\r\n     \"[...] So much is now being said and written about Bruckner that every opportunity must be welcomed with joy that enables the public to form its own judgment in the dispute of opinions for and against. The quintet ist bursting with bizarreness and musical quirks [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:52"}, {"ID": 188706115, "Datum": "11.6.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Wochenzeitung The Graphic Nr. 915 erwähnt Bruckner [7. Symphonie am 23.5.1887] in einem Konzertbericht auf S. 13:\r\n\"                           Music\r\n[...]\n     DR. PARRY'S \"UNIVERSITY\" SYMPHONY.—Dr. Richter has undertaken to produce four new symphonies this summer. One by Bruckner was given last month, one by Dr. Parry was performed on Monday [... über dieses Konzert ...].\" (*).\n \nDas \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 18142 (Amsterdam) berichtet auf S. 1f ausführlich über die Versammlung der Maatschappij tot bevordering der Toonkunst:\n\"     Uit Utrecht schrijft men ons dd. 9 Juni: [... über eine Vereinsversammlung ...]\n[dieses Datum auch für den folgenden Bericht gültig?]\n     Heden is te Utrecht de jaarvergadering gehouden van de Maatschappij tot bevordering der Toonkunst[.] Het jaarverslag, uitgebracht door den algemeenen secretaris den heer Dan. de Lange, vangt aan met een warm woord van hulde aan Joh. J. H. Verhulst.\n     \"Noode zien wij, zegt het verslag o. a., deze kunstenaarsfiguur van ons scheiden: immers aan zijne persoonlijkheid zijn de herinneringen aan de schoonste bladzijden onzer geschiedenis verbonden. [... ausführlich über die Vereinssitzung ... in der 2. Spalte auf S. 2 eine kurze Notiz:]\n     Na het uitbringen van het verslag werden benoemd: tot lid van verdienste de heer G. Verdi, en tot correspondeerende leden de heeren: A. Brückner en H. A. Meyroos.\n    [...].\" (**).\n \n\"Het nieuws van den dag\" Nr. 5315 (Amsterdam) schreiben auf S. 11:\n\"     In de heden te Utrecht gehouden 58e gewone Algemeene Vergadering der Maatschappij tot bevordering der Toonkunst werden, na het uitbrengen van het Verslag (zie 2e Blad) benoemd: tot lid van verdienste de Heer G. Verdi, en tot correspondeerende leden de heeren: A. Brückner en H. A. Meyroos.\n     De commissie voor het kunstenaarsfonds werd herbenoemd [...].\"\n[der erwähnte 2. Bogen bringt auf S. 5 einen ausführlichen Bericht von der Vereinssitzung, ohne die Ehrenmitgliederernennung etc. zu erwähnen] (***).", "Letzte Änderung": "01.07.2024 17:28"}, {"ID": 188806115, "Datum": "11.6.1888, Montag", "Haupttext": "Schreiben von Gutmann an Reisch: \n   [Vermutlich] den Verlagschein zur 4. Symphonie betreffend.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189006115, "Datum": "11.6.1890, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Karl Waldeck an Bruckner:\r\n     Glückwünsche zum Namenstag [13.6.1890]. Er fahre für einige Tage zur Kneippkur [nach Wörishofen] und dann über Bregenz/Innsbruck zurück. Zappe sei seit Weihnachten an einem Kehlkopfleiden ernstlich erkrankt. Als Nachfolger sei u.a. auch Habert im Gespräch. Da ihm, Waldeck, das Orgelspielen immer schwerer falle, denke auch er daran, sich zu bewerben. Laut Statthaltereirat Hauer sei geplant, die Stellen [der Kirchenmusiker] durch Pensionszahlungen aufzubessern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189106115, "Datum": "11.6.1891, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner wird im Bericht des Deutschen Volksblatts Nr. 873, S. 6, über die gestrige Herbeck-Feier erwähnt:\r\n               \"Tagesneuigkeiten.\r\n                            Wien, 10. Juni.\nHerbeck-Feier auf dem Centralfriedhofe.\n     Johann Herbeck's sterbliche Hülle wurde gestern Nachmittags um 6 Uhr mit großer Feierlichkeit von der alten Grabstätte, aus der sie Vormittags auf dem Centralfriedhofe gehoben worden war, zur neuen Gruft gebracht, die sich im Rondeau der Musikgrößen in den Anlagen der berühmten Todten befindet. [... über die Kranzspenden ... anwesend: Wolfgang Herbeck, Ludwig Herbeck, Max Herbeck, Nikolaus Dumba, Magistratsrath Lekisch, Olschbaur, Kremser, Ingenieur Koch von der GdM, Dr. Reindl, Bösendorfer, Hellmesberger, von den Philharmonikern Otter und] Professor Faistenberger, Professor Bruckner, Professor Udel, [... Koschat, Gotthard, Professorin Pruckner, Marianne Brandt, die Bildhauer Kundmann und Seib, Graf (Hofoper), Fabrikant Beschorner ... Mitglieder des Wiener Männergesangvereins gingen dem Zug voran ... ]. Den Sarg umgaben Lampen= und Wappenträger und den Saum des Bahrtuches hielten die Herren Bruckner, Bösendorfer, Dumba, Hellmesberger, Olschbaur und Dr. Reindl. Hierauf kamen die Herren des Singvereines und die übrigen Gäste. [... Einsegnung durch P. Schubert und P. Lutz ... Herbecks \"Libera\" vom WMGV gesungen ...Rede Dumbas ... Enthüllung des Denkmals ... Singverein unter Köstinger mit Schubert-Chor, Reden von Reindl und Olschbaur, Ende halb 8 Uhr abends ...]\" (*).\n \nÜber dieses Ereignis schreibt nahezu gleichlautend (etwas ausführlicher) auch \"Die Presse\" Nr. 159 auf S. 9: \"Die Herbeck-Feier auf dem Centralfriedhofe.\r\n                                             Wien, 10. Juni.\r\n     Johann Herbeck's sterbliche Hülle wurde heute Nachmittags um 6 Uhr mit großer Feierlichkeit von der alten Grabstätte, aus der sie Vormittags auf dem Centralfriedhofe gehoben worden war, zur neuen Gruft gebracht, die sich im Rondeau der Musikgrößen in den Anlagen der berühmten Todten befindet. [... über die Kranzspenden ... anwesend: Wolfgang Herbeck, Ludwig Herbeck, Max Herbeck, Nikolaus Dumba, Magistratsrath Lekisch, Olschbaur, Kremser, Ingenieur Koch von der GdM, Dr. Reindl, Bösendorfer, Hellmesberger, von den Philharmonikern Otter,] Professor Faistenberger, Professor Simandl, Buchta, Gilbert und Stelzig, Professor Epstein, Professor Bruckner, Professor Udel, [... Koschat, Gotthard, Professorin Pruckner, Marianne Brandt, die Bildhauer Kundmann und Seib, Graf (Hofoper) ... Mitglieder des Wiener Männergesangvereins gingen dem Zug voran ... ]. Den Sarg umgaben Lampen= und Wappenträger und den Saum des Bahrtuches hielten die Herrn Bruckner, Bösendorfer, Dumba, Hellmesberger, Olschbaur und Dr. Reindl. Es folgten die Herren des Singvereins und die übrigen Gäste. [... Einsegnung durch P. Schubert und P. Lutz ... Herbecks \"Libera\" vom WMGV gesungen ...Rede Dumbas ... Enthüllung des Denkmals ... Singverein unter Köstinger mit Schubert-Chor, Reden von Reindl und Olschbaur, Ende halb 8 Uhr abends ...]\" (**).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 9623 greift auf S. 4f offensichtlich auf dieselbe Textquelle zurück:\r\n     \"[Herbeck=Feier] Johann Herbeck's Leiche wurde heute Nachmittags um 6 Uhr mit großer Feierlichkeit von der alten Grabstätte, aus der sie Vormittags gehoben worden war, zur neuen Gruft gebracht, die sich im Rondeau der Tondichter in den Anlagen der berühmten Todten befindet. [... etwas gekürzt ...] Bei der Uebertragung des Sarges hielten die Herrn Bruckner, Bösendorfer, Dumba, Hellmesberger, Olschbaur und Dr. Reindl den Saum des Bahrtuchs. Professor Pater Schubert nahm die Einsegnung vor [...]\" (***),\n \ndesgleichen auch das Neue Wiener Tagblatt Nr. 159 auf S. 5:\r\n           \"Herbeck's zweite Bestattung.\r\n      Johann Herbeck's sterbliche Hülle wurde gestern Nachmittags um 6 Uhr mit großer Feierlichkeit von der alten Grabstätte, aus der sie Vormittags auf dem Centralfriedhofe gehoben worden war, zur neuen Gruft gebracht, die sich im Rondeau der Musikgrößen in den Anlagen der berühmten Todten befindet. [... über die Kranzspenden ... anwesend: Wolfgang Herbeck, Ludwig Herbeck, Max Herbeck, Nikolaus Dumba, Magistratsrath Lekisch, Olschbaur, Kremser, Bösendorfer, Hellmesberger, Philharmoniker, Epstein] , Professor Bruckner, Professor Udel, [... Koschat, Gotthard, Professorin Pruckner, Marianne Brandt, die Bildhauer Kundmann und Seib ...]\r\n     [... Mitglieder des Wiener Männergesangvereins gingen dem Zug voran ... ]. Den Sarg umgaben Lampen= und Wappenträger und den Saum des Bahrtuches hielten die Herrn Bruckner, Bösendorfer, Dumba, Hellmesberger, Olschbaur und Dr. Reindl. Hierauf kamen die Herren des Singvereines und die übrigen Gäste. [... Einsegnung durch P. Schubert und P. Lutz ... Herbecks \"Libera\" vom WMGV gesungen ...Rede Dumbas ... Enthüllung des Denkmals ... Singverein unter Köstinger mit Schubert-Chor, Reden von Reindl und Olschbaur, Ende halb 8 Uhr abends ...]\"(°).\n \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 24 berichtet auf S. 313f von der Tonkünstlerversammlung in Berlin (mit dem »Te deum« am 31.5.1891):\r\n\"          Concertumschau. [...]\r\n     Berlin. 28. Tonkünstler-Versamml. des Allgem. deutschen Musikver.: [...] 2. Conc. (31. Mai, Abends) in der Philharmonie unt. Mitwirk. des Philharm. Orch. u. des Philharm. Chors. [Werke von J. S. Bach (c-Moll-Präludium, Dr. Reimann), Bruch (Ochs, Frl. Berg aus Nürnberg und Frau Herzog), Dvorak (Halir), Draeseke (Weingartner), Mac-Dowell (Carreno), Cornelius (Kalisch)], \"Te Deum\" f. Chor Soli, Orch. u. Org. v. A. Bruckner (Leit.: Hr. Ochs, Solisten: Frau Herzog, Frl. Kloppenburg a. Frankfurt a. M. u. Hr. Mödlinger). 3. Conc. [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 09:31"}, {"ID": 189206115, "Datum": "11.6.1892, Samstag", "Haupttext": "Datierung im 150. Psalm bei Takt 138 (*).\nDie Allgemeine Zeitung München Nr. 161 bringt auf S. 1f einen Bericht Max Zengers vom Sängerfest in Salzburg (mit dem Chor »Das deutsche Lied« [WAB 63] am 5.6.1892):\r\n\"Das erste deutsch=akademische Sängerfest in Salzburg.\r\n     * Pfingstfest, Sängerfahrt und - Salzburg, das sind nun einmal des Jupiter pluvius erklärte Lieblinge. [...] \r\n     Das Festconcert, welches am Pfingstsonntag um 11 Uhr in der Aula des alten Universitätsgebäudes stattfand, nahm einen glänzenden, für die deutsch=akademischen Sänger im ganzen höchst ehrenvollen Verlauf. [... zuerst eine Bitte an die österreichischen Kollegen:] Wie wir zu großer Ueberraschung schon in der dem Empfangsabend vorausgehenden Probe wahrnahmen, hat man in Salzburg noch immer nicht die Pariser, sondern noch die alte Wiener Stimmung, und diese wird noch durch Cooptirung von Militärbläseren erhöht, was im Orchester unvermeidliche Differenzen zur Folge haben muß. in dem von Blechmusik allein begleiteten Chor von Dr. Anton Bruckner \"Das deutsche Lied\" hatte der ohnedies sehr hochliegende erste Tenor unmenschliche Anstrengungen zu bestehen; man denke sich nur jedes a als scharfes b, jedes b als scharfes h! - [... über die Vorträge der einzelnen Vereine und den weiteren Festverlauf. Signatur auf S. 2:] Max Zenger.\" (**).\nVom Sängerfest berichtet auch ein mit »Dr. B.« signierter Artikel im Deutschen Blatt Brünn Nr. 45 auf S. 1ff:\r\n\"Das erste deutsch=akademische Sängerfest in Salzburg, Pfingsten 1892.\r\n[... Festprolog etc. ...]\r\n     Ueber die Bedeutung des deutschen Männergesanges für das Deutschthum ist viel gesagt und geschrieben worden, aber niemals ist dieselbe eindrucksvoller verkündet worden, als durch die von Bruckner für das Salzburger Fest vertonten Worte von Erich Fels:\r\n[... Sechs Gedichtzeilen \"Wie durch's Bergthal ... gefährdete Land\" ...]\r\ndie als Gesammtchor mit Blechmusikbegleitung beim Fest=Concerte einen tiefen Eindruck machten.\r\n[... über die teilnehmenden Vereine, das Konzert am Sonntag (die Gesamtchöre mit über 600 Sängern und Begleitung durch den Salzburger Musikverein \"Mozarteum\"), über den weiteren Verlauf der Festtage, das schlechte Wetter, die Festschrift des Wiener akademischen Gesangvereins ... auf S. 3:] Zum Schlusse muß noch hervorgehoben werden, daß das Hauptverdienst um das Zustandekommen dieses Festes dem Wiener akademischen Gesangvereine gebührt und insbesondere seinem Vorstand Herrn Dr. Phil. Theodor Wähner.     Dr. B.\" (***).\nBrief Bruckners an Anton Ölzelt-Newin:\r\n   Dankt für dessen »Edelmuth« [kostenfreie Überlassung der Wohnung] und gratuliert zum Namenstag [13.6.1892] (°).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 19:03"}, {"ID": 189306115, "Datum": "11.6.1893, Sonntag", "Haupttext": "Brief Ignaz Bruckners an Anton Bruckner:\r\n     Namenstagsgratulation [zum 13.6.1893]. Heute sei Firmung in St. Florian gewesen. Geht auf den Brief vom 25.5.1893 ein. Grüße an Frau Kathi. Herr Hofmeister [Langthaler (*)] sei vom Pferd gestürzt.", "Letzte Änderung": "17.01.2024 15:42"}, {"ID": 189606115, "Datum": "11.6.1896, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 24/25 berichtet auf S. 322 - 324 von der 32. Tonkünstler-Versammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Leipzig, erwähnt dabei mehrmals Bruckners Symphonien und stellt Fehler des Programmbuchs richtig:\r\n\"                        Musikbriefe.\nDie 32. Tonkünstler-Versammlung des Allgemeinen deutschen Musikvereins in Leipzig.\r\n     So Mancher unserer Leser dürfte überrascht sein, als Berichterstatter über das vorstehend genannte Kunstereigniss diesmal nicht einen einheimischen Referenten, sondern den langjährigen Wiener Correspondenten ders \"M. W.\" zu vernehmen. Die Sache kam mir selbst ganz unerwartet. [... über Kammermusikkonzerte, Nikisch mit Richard Strauss und Brahms (entgegen den Statuten – \"bedeutende, wenig gehörte Tonwerke\" – auf dem Programm) ...]. Nun ist Brahms' Cmoll-Symphonie wohl allerwärts in Deutschland als Eine der bedeutendsten Schöpfungen nach Beethoven bekannt und anerkannt, während man von Bruckner's erster, zweiter, fünfter, sechster Symphonie – kolossale Werke, die, was man auch sonst gegen sie einwenden möge, auf die Dauer doch nicht völlig ignorirt werden können – auf reichsdeutschem Boden so viel wie Nichts weiss. Aber auch die sogenannte Romantische Symphonie (No. 4, Es dur) des Wiener Altmeisters, welche sich durch ihre reiche, blühende Melodik und Klangpracht zur Aufführung besonders empfohlen hätte, oder auch die dritte (R. Wagner gewidmete) in D moll, selbst die in den riesenhaftesten Dimensionen gehaltene achte (welche freilich ihre erste und bisher einzige reichsdeutsche Aufführung bereits am 18. December 1895 durch Capellmeister Nicodé in Dresden erlebte) wären den meisten Besuchern des Musikfestes völlig neu gewesen und hätten wohl auch auf dieselben, nach der hier jeder Musik entgegengebrachten, so hoch rühmenswerthen Aufmerksamkeit ihre Wirkung nicht verfehlt. Eben diese unverbrüchliche Aufmerksamkeit, welche man besser Kunstandacht nennen könnte, dieser dsadurch erzeugte schöne Contact zwischen Spieler und Dirigenten einerseits und dem Publicum andererseits waren es wohl, welche diesmal auch die Wirkung der Brahms'schen Cmoll-Symphonie, wie des Strauss'schen \"Don Juan\" so mächtig erhöhten. [...]. Uebrigens drängen mich einige auffallend irrige Angaben in dem für die Leipziger Tonkünstler-Versammlung ausgegeben Programmbuch, nochmals auf die von dem Allgemeinen deutschen Musikverein etwas vernachlässigte Bruckner-Pflege zurückzukommen. Es heisst nämlich S. 13 des Programmbuches, dass 1885 auf der Tonkünstler-Versammlung in Carlsruhe das Adagio der Esdur-Symphonie Bruckner's zur Aufführung gekommen sei. In Wirklichkeit handelte es sich damals um das erhabene Trauer-Adagio aus der siebenten, in Edur geschriebenen Symphonie des Tondichters. Dass bei dieser Verwechslung im Programmbuch nicht lediglich ein Druckfehler mitspielt, bezeugt der gleich darauf folgende, von der Tonkünstler-Versammlung in Sondershausen (1886) die Aufführung des 1. und 3. Satzes \"aus derselben Symphonie\" meldende Passus. Wirklich wurden dort das erste Allegro und Scherzo der Es dur-Symphonie (seither unter dem Namen der \"romantischen\" bekannt) aufgeführt, aber zu dieser gehörte eben das im Jahr vorher in Carlsruhe gespielte Adagio (aus der Edur-Symphonie) keineswegs. Dass einige Zeilen später als Tonart der siebenten Symphonie Bruckner's falsch A dur statt des richtigen E dur steht, ist möglicherweise ein Druckfehler. Immerhin spricht es für kein seitens der Leitung des Allgemeinen deutschen Musikvereins dem Wiener Altmeister dargebrachtes besonders liebevolles Interesse, wenn erstlich das Programmbuch nur fünf Aufführungen Bruckner'scher Werke (und darunter nicht eine vollständige Symphonie) zu verzeichnen hat und bei diesen fünf Angaben überdies drei Irrthümer zu berichtigen sind. Man verzeihe diese kleine Abschweifung, welcher ich mich im Interesse eines noch zu wenig gewürdigten genialen Tondichters nicht entziehen zu können glaubte. Nun, nachdem ich, was ich bezüglich Bruckner's dem Allgemeinen deutschen Musikverein gegenüber auf dem Herzen hatte, offen herausgesagt, seien Meister Nikisch und das prächtige Orchester um so herzlicher bedankt für ihre grossartigen Leistungen am 29. Mai. [...].\r\n                        (Schluss folgt.)\" [Signatur am 25.6.1896: \"Dr. Theodor Helm.\"] (*).\nIm »Stuttgarter Musikbrief« auf Seite 326 wird mitgeteilt, daß in einem Abonnementkonzert des Kgl. Hofkapelle das Adagio der 7. Symphonie aufgeführt wurde [am 16.2.1896]:\r\n\"                  Stuttgart.\r\n     Es ist Zeit, auch in diesen Blättern einmal wieder der musikalischen Thätigkeit unserer Residenzstadt zu gedenken, welche namentlich im Norden unseres gesammten Vaterlandes nicht eben in dem Ruf einer sogenannten \"musikalischen\" Stadt steht. [...].\r\n     Richten wir zunächst unser Augenmerk auf die Abonnementconcerte der k. Hofcapelle, deren Leitung seit Abgang von Herman Zumpe unser neuer Hofcapellmeister Dr. Obrist übernommen hat. Wer die ungewöhnlichen Dirigenteneigenschaften dessen Vorgängers kennen lernte, der hier eine Popularität erlangt hatte, wie sie je kaum einem Musiker vor ihm zu Theil wurde, wird leicht ermessen, dass es für den Nachfolger des Ersteren keine leichte Aufgabe war, dessen Erbschaft anzutreten. Umsomehr gereicht es dem noch jungen und sehr veranlagten Dirigenten zur Ehre, wenn sich schon heute, nach kaum einjähriger Thätigkeit, alle Anzeichen mehren, dass wir in demselben einen sehr schätzenswerthen Ersatz gewonnen haben.\r\n     Unter den in die Programme aufgenommenen symphonischen Werken kamen zu trefflicher Aufführung: [...]. In einer weiteren Novität, dem 2. Satze (Adagio) aus der 7. Symphonie von Ant. Bruckner lernte unser Concertpublicum zum ersten Male diesen Tonsetzer kennen, dessen Bedeutung in diesem breit angelegten Werke namentlich intelligenteren musikalischen Zuhörern zu bester Ueberzeugung gelangte. [... weitere Komponisten, andere Konzerte, Solisten ...].\r\n                       (Fortsetzung folgt.)\" [Signatur am 9.7.1896: \"– d – \"] (**).\nAuf Seite 329 (»Aufgeführte Novitäten«) ist die Brünner Aufführung der 2. Symphonie [am 25.3.1896] verzeichnet:\r\n\"Bruch (M.), \"Dithyrambe\" f. Tenorsolo, Chor und Orch. (Brünn, 2. ordentl. Conc. des Musikver. [Kitzler].) Bruckner (Ant.), 2. Symph. (Ebendaselbst.)\" (***).\nDie Zeitung The Indianapolis News Nr. 61/8263 berichtet auf S. 5 in der 3. Spalte von Bruckners Gesundheitszustand:\r\n\"              The Larger Musical World.\r\n[...]\r\n     Anton Bruckner, the Austrian composer, is fast failing in health. He is suffering from heart disease and his case is reported as hopeless.\" (°).", "Letzte Änderung": "24.09.2025 10:53"}, {"ID": 189706115, "Datum": "11.6.1897, Freitag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 3031 meldet auf S. 2 der Abendausgabe, daß der Neubauer Männerchor [am 7.6.1897] einen Kranz an Bruckners Grab niedergelegt hat:\r\n\"     * [Eine Ehrung Bruckner's.] Anläßlich seiner Sängerfahrt nach Enns unternahm der Neubauer Männerchor einen Abstecher nach dem bcnachbarten Stifte St. Florian, wo obgenannter Verein in der Gruft, aut dem Sarge des großen Tonkünstlers A. Bruckner einen Kranz mit der Schleifeninschrift: „Dem unsterblichen Meister, Der Neubauer Männerchor\" niederlegte.\"", "Letzte Änderung": "28.08.2026 14:40"}, {"ID": 189806115, "Datum": "11.6.1898, Samstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung bringt eine Besprechung des Buches \"Künstler und Kritiker\" oder \"Tonkunst und Kritik\" von Dr. Karl Fuchs, dem Musikreferenten der Danziger Zeitung. Bruckner wird darin erwähnt (*).\nAnkündigung des Konzerts vom 15.6.1898 (mit dem Chor \"Dir holde Heimat\") im Deutschen Volksblatt Nr. 3390 auf S. 8 (**).", "Letzte Änderung": "12.06.2026 09:51"}, {"ID": 189906115, "Datum": "11.6.1899, Sonntag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 3749 bringt auf S. 8 eine Kritik (signiert \"H.\" [vermutlich Camillo Horn]) zum Konzert am 7.6.1899 mit dem Chor \"Das deutsche Lied\" [WAB 63] (*).\nDas Wiener Tagblatt Nr. 168 meldet auf S. 3, daß Hermann Theodor Otto Graedener Bruckners Nachfolger als Lektor für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Wiener Universität ist (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 23:26"}, {"ID": 190106115, "Datum": "11.6.1901, Dienstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Journal Nr. 2739 meldet auf S. 6, dass am 12.6.1901 ein Chor Bruckners [\"Dir, holde Heimat\" WAB 76] aufgeführt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191006115, "Datum": "11.6.1910, Montag", "Haupttext": "Brief von Franz Xaver Müller an Franz Gräflinger (der Briefentwurf erhalten geblieben):\r\n\" I) Br. war abwechselnd ...\" [... über Informationen, die Müller von Ignaz Bruckner erhalten hat, insbesondere zu Franz Sailer ... Sailer hatte viele Firmpatenkinder (17 [recte 13]), die 100 fl vermacht bekamen [recte 40] ... Firmung von Ignaz am 4.6.1843 ... Sailer sei auch Musiker gewesen ... Personenbeschreibung (\"fettleibig\") ... Klavier in Wien gekauft, Bruckners Wunsch, auch eines zu besitzen ...] \r\n[Inhalt nicht komplett erschlossen].", "Letzte Änderung": "12.06.2025 22:19"}, {"ID": 191106115, "Datum": "11.6.1911, Sonntag", "Haupttext": "Der gestrige Artrikel erscheint, leicht abgewandelt, auch in The Standard Union Nr. 342 (Brooklyn, New York) auf S. 14 (= S. 2 des 2. Teils):\n\"    Concerning Josef Stransky, of Berlin, the Bohemian conductor who has been engaged by the New York Philharmonic Society for next season, it is worthy of note [... Förderung durch Dvorak und Smetana ...]. He studied subsequently under Jadassohn at Leipsic, and under Fuchs and Bruckner at Vienna, after which he served with distinction for five years at Prague and seven at Hamburg [...].\" (*).\n \nIm Zusammenhang mit Mahler wird Bruckner erwähnt in den Mississippi-Bättern Nr. 162 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) auf S. 18 (= S. 2 des 2. Teils):\n\"           Gustav Mahler.\n     Von Paul Bekker.\n     Eine der bedeutendsten Erscheinungen unter den Musikern der Gegenwart, eine der merkwürdigsten und meist-umstrittenen Künstlerpersönlichkeiten unserer Tage ist für immer vom Schauplatz abgetreten. [... Lebenslauf ... über den Dirigenten (u. a. über die Probenarbeit) ...].\n    Hat sein umfassendes Wissen und Können, seine unerreichte Orchesterpädagogik Mahler als Dirigenten schnell allseitige Anerkennung verschafft, so ist der Streit um seine Kompositionen bis jetzt noch unentschieden geblieben. [...]. Bald ist er volksthümlich, bald extrem modern. Er kopirt den liebenswürdig heiteren Dialekt Vater Haydens [sic], den zierlich verschnörkelten altväterlichen Stil des 18. Jahrhunderts ebenso täuschend wie die impressionistische Ausdrucksweise der Modernsten und die lapidare Größe seines Lehrers Bruckner. Aber was gerade jedem dieser Gegensätze im Original wesentlich ist: der nothwendige innere Zusammenhang von Form und Inhalt – der fehlt ihm meist.\n     Meist – nicht immer. Mahler hat Momente, in denen er bis an die Sterne reicht [... ]. Es gibt wenige Künstler, an denen das Wort \"Mensch sein heißt ein Kämpfer sein\" so in Erfüllung gegangen ist, wie an Gustav Mahler.\n            ——————\nWollt Ihr befreit sein von Gallen- und Nierenleiden, Blasensteinen oder Biliosität, gebraucht Wm. Craemer's Gallenstein-Mittel. Pamphlet frei per Post. Adresse: 3200 Hebert Str., St. Louis.\n           ——————\n  Intriguen am chinesischen Hofe. [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 18:46"}, {"ID": 191206115, "Datum": "11.6.1912, Dienstag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 20544 kündigt auf S. 11 die Aufführung einer Bruckner-Symphonie in der kommenden Saison an [9. Symphonie und \"Te deum\" am 28.11.1912]:\n\"           THE HALLÉ CONCERTS.\nTHE PROGRAMME FOR NEXT SEASON.\n[... gestern Vereinsversammlung (Bericht, Rückschau, Vorschau) ... Chorwerke, Wagner-Abend mit \"Parsifal\", klassische Orchesterwerke ...] and among the interesting novelties would be a symphony by Mahler and orchestral works by Reger, Wallace, Humperdinck, Bruckner, Klose, Bleyle, Berger, Strauss, and others. Among the soloists engaged for next season were: [... weitere Planungen und Vereins-Interna ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191306115, "Datum": "11.6.1913, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel »Enthüllungsfeier einer Bruckner-Gedenktafel in Kronstorf« in der Linzer Tagespost (*) Nr. 132, S. 4:\r\n   Ankündigung für den 15.6. - Empfang 2 Uhr, Festzug 3 Uhr, Begrüßung durch Kaufmann Steinleitner, Festrede Prof. Lehofers, Besichtigung des Bruckner-Zimmers, Aufführung einiger Chöre (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192006115, "Datum": "11.6.1920, Freitag", "Haupttext": "Brief von Arthur Wolheim an den Wiener Männergesangverein:\r\n   Seine Frau, Hermine Wolheim-Urban, wolle dem Verein die Skizzen zu einer Orgelimprovisation Bruckners [am 3.7.1893 bei Almeroths Hochzeit über »Helgoland«] schenken. Er habe das Autograph bereits Keldorfer übergeben.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 08:04"}, {"ID": 192106115, "Datum": "11.6.1921, Samstag", "Haupttext": "Gedicht von Ernst Ludwig Schellenberg »Bruckner« (*a) in der Linzer Tages-Post Nr. 131, S. 1f, am Beginn von Gräflingers Artikel »Zum Bruckner-Festkonzert. I. (Führer zur »achten Sinfonie«.)« [Wertung der 8. Symphonie, Entstehung, Schilderung der einzelnen Sätze].\r\n   Auf S. 3 Artikel von Robert Kollitsch \"Die Linzer Musikfeste und die Festhalle am Südbahnhof\" über die Linzer Festhalle (plädiert für Renovierung und bessere Ausstattung der »glänzend geeigneten Halle«, in der am 18.6.1921 die Wiener Philharmoniker die 8. Symphonie aufführen).\r\n   Auf S. 15 (Sonntagsbeilage) Bruckner-Gedicht (Sonett) von Robert Hohlbaum »So mal' ich dich: ... zum Himmel steigt.« (*).\nBrief von Richard Strauss an Franz Schalk:\r\n   »[...] Wir wollen also auf jeden Fall den Juni ein für alle Mal als Festmonat frisieren [...] [Vorschlag für Juni 1922 in Wien:] [...] Brucknercyklus unter Nikisch oder Furtwängler?« (**).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 14:47"}, {"ID": 192406115, "Datum": "11.6.1924, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie und des Adagios aus dem Quintett durch das Linzer Theaterorchester, Mitglieder der Steyrer Bürgermusik und \"Steyrer Kunstkräfte\" unter Emil Münzberg in der Industriehalle in Steyr (*).\n \nIn einem Artikel von Balduin Bricht zum 60. Geburtstag von Richard Strauss in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 160 auf S. 1f wird auch Bruckner erwähnt (**).\n \nKurt Singers Artikel \"Richard Strauß. Zum sechzigsten Geburtstag des Meisters\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 270 [Kaufpreis gesunken auf 10 Goldpfennig | 100 Milliarden] auf S. 2 bietet eine kritische Sicht auf die künstlerische (Nicht-)Entwicklung des Jubilars.\n\"[...] starr an sein Programm gebunden, ohne das Senkbeil [sic] in die Tiefe des menschlichen Daseins zu werfen. Vergleicht man Strauß mit den Sinfonikern unserer Zeit, Bruckner und Mahler, auch Brahms, so fällt dieser Mangel an Tiefgang auf. [...] daß Richard Strauß ein zeitgebundenes Genie ist. Ein Genie immerhin. Wir ziehen vor solchen Meistern den Hut.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 22:59"}, {"ID": 192506115, "Datum": "11.6.1925, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Hermann Abendroth am 1. Tag des 94. Niederrheinischen Musikfestes in der Großen Halle im Rheinpark Köln-Deutz.\r\n     Auf dem Programm stehen zuvor ein Orgelkonzert von Hermann Unger (mit Musikdirektor Heinrich Boell), 5 Lieder von Gustav Mahler [vermutlich die Rückert-Lieder] mit der Altistin Sigrid Onégin und die Uraufführung des 69. Psalms von Heinrich Kaminski (mit dem Tenor Anton Maria Topitz [siehe die Anmerkung]).\r\n     Öffentliche Generalprobe war am 10. Juni.\r\n     Am 13. Juni dirigierte Richard Strauss eigene Werke (Generalprobe am 12. Juni). Das 3. Konzert fand am 14. Juni statt.", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:38"}, {"ID": 193006115, "Datum": "11.6.1930, Mittwoch", "Haupttext": "Radio Graz überträgt von 21:30 bis 22:15 Uhr ein Konzert des Grazer Männergesangvereins unter Professor Roman Köle. Die dritte von neun Nummern ist Bruckners \"Mitternacht\" (Tenorsolo Ingenieur Kirschner, Klavier Dr. Alfred Schmidt).", "Letzte Änderung": "26.03.2026 11:05"}, {"ID": 193306115, "Datum": "11.6.1933, Sonntag", "Haupttext": "Radio Wien sendet von 10:00 bis 10:30 Uhr „Vorträge auf der Bruckner-Orgel. Ludwig Daxsperger. Übertragung aus St. Florian.“ Darunter ist Franz Xaver Müllers Komposition \"In memoriam Anton Bruckner“ (*).\nAufführung der f-Moll-Messe durch die Wiener Sängerknaben und die Wiener Philharmoniker unter Oswald Kabasta um 11:00 Uhr in der Hofburgkapelle (**).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 12:37"}, {"ID": 193506115, "Datum": "11.6.1935, Dienstag", "Haupttext": "Artikel »Das Bruckner-Fest in Freiburg i. B.« in der Linzer Tagespost.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193606115, "Datum": "11.6.1936, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Die Bruckner-Erkenntnis und die Originalfassungen. Vortrag von Oskar Lang«, signiert »M.«, im Heidelberger Anzeiger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193806115, "Datum": "11.6.1938, Samstag", "Haupttext": "Die STAGMA genehmigt der Internationalen Bruckner-Gesellschaft die Aufführungsrechte der Symphonien 1 (beide Fassungen), 4, 5, 6 und 9.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193906115, "Datum": "[?] 11.6.1939, Sonntag", "Haupttext": "Artikel im Neuen Wiener Tagblatt über die Gründung der Deutschen Bruckner-Gesellschaft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194906115, "Datum": "11.6.1949, Samstag", "Haupttext": "Brief von Rudolf Kohlruß (österreichische Vertretung beim Vatikan in Rom) an Max Auer: \n    Die Ritenkongregation unterscheide zwischen liturgischer und sakraler Musik und habe zu Auers Eingabe [nach dem 29.3.1949] festgestellt, daß für liturgische Musik keine Eintrittsgebühr verlangt werden dürfe; für sakrale Musik sei die Konzilskongregation zuständig. Die Diözesanleitung in Linz oder die österreichische Bischofskonferenz sollten entscheiden, um welche Art von Musik es sich handele. Die Meinung der Konzilskongregation werde wahrscheinlich nicht von der [ablehnenden] der Bischofskonferenz abweichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195006115, "Datum": "11.6.1950, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (Originalfassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Bremen.\nAuf dem Programm stehen zuvor Werke von Beethoven (1. Sinfonie und \"Leonoren\"-Ouvertüre Nr. 3) (*).\n\n\nAufführung der e-Moll-Messe durch die Wiener Symphoniker und den Wiener Staatsopernchor unter Volkmar Andreae in der Stiftskirche St. Florian. Anton Heiller wirkt als Organist mit (**).\nDieses Konzert wurde im Rahmen des Internationalen Bach-Festes (1. bis 15.6.1950) veranstaltet (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195306115, "Datum": "11.6.1953, Donnerstag", "Haupttext": "Max Auer erhält eine Durchschrift des Briefes von Kardinal Innitzer an Papst Pius XII., in dem er das Vorhaben der Bruckner-Gesellschaft unterstützt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195506115, "Datum": "11.6.1955, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Josef Krips im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Beethovens G-Dur-Klavierkonzert ist Claudio Arrau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195606115, "Datum": "11.6.1956, Montag", "Haupttext": "Der Bericht von Hans Rutz über die Aufführung der 8. Symphonie (durch das Concertgebouworchester unter Van Beinum beim Mozartfest in Wien) wird im Algemeen Handelsblad veröffentlicht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196006115, "Datum": "11.6.1960, Samstag [??]", "Haupttext": "Einspielung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Ferdinand Leitner im Herkulessaal in München.", "Letzte Änderung": "13.02.2024 13:27"}, {"ID": 196106115, "Datum": "11.6.1961, Sonntag", "Haupttext": "Rede Leopold Nowaks anläßlich der Enthüllung der Bruckner-Gedenktafel an der Piaristenkirche in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196206115, "Datum": "11.6.1962, Montag (Pfingstmontag)", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe und des \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] durch die Wiener Philharmoniker und den Wiener Staatsopernchor unter Herbert von Karajan in der Hofburgkapelle in Wien. An der Orgel [bei welchem Werk?] Josef Böhm.", "Letzte Änderung": "08.06.2026 13:38"}, {"ID": 197006115, "Datum": "11.6.1970, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Leonard Bernstein in Wien (*).\n[?] Einspielung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Ferdinand Leitner (**).", "Letzte Änderung": "13.02.2024 13:21"}, {"ID": 197306115, "Datum": "11.6.1973, Pfingstmontag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan bei den Pfingstfestspielen Salzburg.\r\nDas Konzert wird vom Rundfunk übertragen (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197406115, "Datum": "11.6.1974, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Symphonie unter Kurt Wöss in Wien.", "Letzte Änderung": "29.01.2026 09:35"}, {"ID": 198006115, "Datum": "11.6.1980, Mittwoch", "Haupttext": "Auf der Stargardt-Auktion 620 wird der autographe Stimmensatz des Chors \"Das edle Herz\" (WAB 65) angeboten.\r\nDer zugehörige Titelbogen (Querformat) trägt den Vermerk \"Das edle Herz [darunter der Rest eines radierten anders lautenden Titels sichtbar, endend mit \"lied\" (Abendlied?)] | Män[n]erchor. | Anton Brucknermp\". Die vier Stimmen (je 1 ½ Seiten) im Hochformat.", "Letzte Änderung": "20.01.2025 10:34"}, {"ID": 199806115, "Datum": "11.6.1998, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung einer Bruckner-Symphonie [prov. WAB 86] durch die Nordwestdeutsche Philharmonie unter Rolf Agop (90. Geburtstag) in Bad Salzuflen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200006115, "Datum": "11.6.2000, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Aufführung der b-Moll-Messe durch die Florianer Sängerknaben, den Stiftschor und das Stiftsorchester [nicht die Budweiser Philharmoniker] unter A. F. Kropfreiter in St. Florian.", "Letzte Änderung": "29.05.2025 09:17"}, {"ID": 200106115, "Datum": "11.6.2001, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Lothar Koenigs in Osnabrück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202106115, "Datum": "11.6.2021, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe durch das Bruckner-Orchester Linz unter Franz Welser-Möst im Marmorsaal in St. Florian anlässlich des Jubiläums des Unterstützungsvereins der Sängerknaben. Solisten: ein Sängerknabe, Alois Mühlbacher, Matthäus Schmidlechner und Klemens Sander.", "Letzte Änderung": "03.06.2025 08:16"}, {"ID": 197106114, "Datum": "11.6. - 31.8.1971, Freitag bis Dienstag", "Haupttext": "Ausstellung »Anton Bruckner und die Wiener Philharmoniker« in der Österreichischen Nationalbibliothek.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 186007115, "Datum": "11.7.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 11. Juli [1]860« auf Bogen »No. 15« (»Canons der Vergrößerung (mehrfach)«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907115, "Datum": "11.7.1869, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt in der Hofkapelle. Herbeck ist, wie schon die ganze Woche zuvor, ausnehmend freundlich zu ihm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187007115, "Datum": "(11.7.1870, Montag)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Konservatoriums wirkt Bruckners Schüler Wilhelm Rauch als Pianist mit.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:19"}, {"ID": 187707115, "Datum": "11.7.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz der Wiener Zeitung Nr. 156, S. 5, über Bruckners Berufung in eine Wettbewerbsjury des Konservatoriums:\r\n   »(Conservatorium.) Bei dem am 7. Juli am Conservatorium abgehaltenen Concurse der Schüler der Opernschule hat die Jury, bestehend aus den Herren [hier ohne die Titel: Hellmesberger, Bruckner, J. Epstein, L. Freiherr v. Hofmann, Dr. J. Standhartner. Dr. Wörz und Dr. Schelle], zuerkannt [Preisträger: Marie Linde, Ottilie Neus, Amalie Stahl, Henriette Klunzinger und Marianne Zips ... Termine der Schlußproduktionen: 11.7.1877, 12.7.1877 und 14.7.1877 um 3 Uhr im großen Musikvereinssaal]« (*).\nÄhnliche Meldungen erscheinen auch\n \nin der \"Presse\" Nr. 188 auf S. 10 (*a),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 4624 auf S. 5 (*b)\n \nund im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 188 auf S. 4 (*c).\n \nEduard Kulke erwähnt Bruckner lobend in seinem Artikel im \"Vaterland\" Nr. 188 auf S. 1f:\n\"Richard Wagner über katholische Kirchenmusik.\n     Ed. K. Vor Kurzem wurde in der Augustinerkirche Mozart's Requiem aufgeführt [11.6.1877]. Ich versäume eine Aufführung dieses Werkes niemals. Einige Tage später kam in der Hofcapelle eine Messe von Bruckner zur Aufführung [17.6.1877]; auch Bruckner's Compositionen gehe ich, so viel ich kann, gerne nach; sie haben für mich ein doppeltes Interesse - die in ihrem eigenen Werthe liegende Anziehungskraft, und die Freude an der Schöpferkraft eines befreundeten Künstlers von hoher Begabung. Von Mozart bis Bruckner ist auf dem Gebiete der Kirchenmusik ein weiter Weg zurückgelegt worden, fast ein ebenso weiter, wie von Palestrina bis Mozart. [... Auszüge aus Wagners Gesammelten Schriften, 2. Band, S. 307-359 ... neben der neu propagierten vokalen Kirchenmusik müsse zumindest anfangs der bisherige Bestand (mit Orchester) erhalten bleiben, das Orchester behalte aber seine Bedeutung in größeren geistlichen Konzerten - der gemischte Stil als selbständie Musikgattung ...] Was mich betrifft, so habe ich Wagner's Ansichten hier mitgetheilt ohne jeden Commentar, aber auch ohne mich von der Strenge seiner Forderungen so weit bestimmen zu lassen, Mozart's Requiem z. B. aus dem Gebiete der Kirchenmusik auszuschließen, und was die Neueren betrifft, wie z. B. Bruckner, so sagt derselbe vielleicht nicht mit Unrecht, wenn die Instrumentalmusik einmal zugelassen wird (und dies ist vorläufig noch der Fall), so muß sie so weit zugelassen werden, als ihre Mittel reichen, da gibt es keine Schranke.\" (**).\n\r\n(Erstes Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter der Leitung Hellmesbergers mit Werken von Schumann (Louise Bergmann, Klavier), Godefroid (Marie Rosenegger, Harfe), Chopin (Caroline Geißler, Klavier), Bach (Konzert für Orgel a-Moll, 1. Satz, Christian Schröder), Thomas und Schubert (Lieder, Marianne Zips), Schubert-Liszt (Wanderer-Fantasie, Anna Gyurkovich) und Henselt (Amalie Töpper, Klavier) (***)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:36"}, {"ID": 187807115, "Datum": "11.7.1878, Donnerstag", "Haupttext": "[Ausflug zum (?)] Kahlenberg (*).\n10 fl an Franz Weber [= Notenschreiber Weber?] [voraus?]gezahlt (**).\nIm 1. Abschlußkonzert des Wiener Konservatoriums werden u.a. das Adagio aus einem Streichsextett Rudolf Krzyzanowskys und das Scherzo aus einem Klavierquintett Gustav Mahlers aufgeführt (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188307115, "Datum": "11.7.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   \"[...] Das Adagio ist noch unberührt, da meine Sachen noch nicht hinausgeschafft werden konnten. [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188407115, "Datum": "11.7.1884, Freitag", "Haupttext": "Beim 2. Abschlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Carl Führich eine Orgel-Toccata von J. S. Bach.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507115, "Datum": "11.7.1885, Samstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 188 zitiert auf S. 5 aus Paul Marsops am 25.6.1885 erschienener Besprechung der Aufführung der 7. Symphonie am 10.3.1885:\n     \" * Ueber Anton Bruckners Adagio in dessen E-dur-Symphonie schreibt das Leipziger \"Musikalische Wochenblatt\", eines der leitenden deutschen Musikorgane, unter Anderem: \"Wo ist Jemand unter den Lebenden, der etwas Aehnliches geschaffen oder dem wir es zutrauen, daß er es schaffen könnte,und wie weit müssen wir in die Vergangenheit zurückgreifen, um Gleichwerthiges aufzufinden! Ehre, wem Ehre gebührt - aber dieses Adagio ist ein Unikum unter den Schöpfungen der Nach=Beethoven'schen Dezennien!\" - Und weiter wird gesagt: \"Es ist eine Ehrenpflicht für die großen Konzertinstitute in Berlin, Dresden und Frankfurt am Main, hinter Leipzig und München nicht zurückzubleiben. Auch Herrn v. Bülow, dem unerschrockenen Vertheidiger der unverdientermaßen Zurückgesetzten, würde sich in der Bruckner=Propaganda eine dankbare und lohnende Aufgabe bieten. Den Wienern aber möge der Ruhm vorbehalten bleiben, ihrem ausgezeichneten Mitbürger dann zu huldigen, wenn auch Krähwinkel und Pfaffenbeerfurt sich endlich bewogen fühlen werden, ihre Stimmen für Anton Bruckner abzugeben. Oder sollte es wirklich erst noch einer französischen oder ungarischen Komtesse bedürfen, welche Bruckner zu protegiren geneigt sein möchte?\" Es ist traurig, daß in dem letzten Passus ein Körnchen oder mehr noch an Wahrheit enthalten ist. Freilich versteht es die künstlerische Bescheidenheit Bruckner's nicht, für sich Reklame zu machen, wie andere seiner komponirenden Kollegen, die mit einer wahren Sturzftuth von \"Nummern\" irgend ein Musikfest, sagen wir in Bonn, überschütten, daß der \"berühmte\" Name von allen Ecken und Engen widerhallt.\" [keine Signatur] (*).\n \n(Schlußkonzert der Preisträger am Wiener Konservatorium (**).)\n \nDie Wiener Allgemeine Zeitung meldet, dass Herrr Gericke aus Boston im Hotel Erzherzog Karl Quartier genommen hat.\r\nEs ist denkbar, dass Gericke bei seinem Wien-Aufenthalt auch mit Bruckner Aufführungspläne besprocehn hat (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:27"}, {"ID": 188607115, "Datum": "11.7.1886, Sonntag", "Haupttext": "Brief des St. Florianer Propstes Ferdinand Moser an Bruckner:\r\n    Gratuliert zur Auszeichnung. Bittet um weitere Freundschaft mit St. Florian (*).\nMehrere Zeitungen melden die Verleihung des Franz-Joseph-Ordens an Bruckner:\ndie Morgenpost Nr. 190 auf S. 6:\r\n      » * Dem tüchtigen, in musikalischen Kreisen überaus geschätzten Componisten und Mitgliede der Hofmusikcapelle Herrn Anton Bruckner wurde vom Kaiser das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens verliehen. Herr Bruckner, dessen Symphonien heute schon Gemeingut der ganzen musikalischen Welt sind, ist auch als Professor des Orgelspiels und des Contrapunktes am hiesigen Conservatorium thätig.« [keine Signatur] (**),\ndas Neuigkeitsweltblatt Nr. 156 auf S. 3 (= S. 1 des 2. Bogens):\r\n      »Verleihung. Der Kaiser hat dem Mitgliede der Hofmusik=Kapelle, Organisten Anton Bruckner das Ritterkreuz des Franz=Josef=Ordens verliehen.« (***),\ndie Linzer Tages-Post Nr. 157 auf S. 3:\r\n      » § Personalnachrichten. Seine Majestät der Kaiser hat mit allerhöchster Entschließung vom 8. Juli dem Mitgliede der Hofmusikkapelle, Organisten Anton Bruckner, das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens verliehen.« (°),\ndas Linzer Volksblatt Nr. 156 auf S. 2:\r\n      » - Auszeichnung. Se. Majestät der Kaiser hat mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juli d. J. dem Mitgliede der Hofmusik=Capelle, Organisten Anton Bruckner das Ritterkreuz des Franz=Josef=Ordens allergnädigst zu verleihen geruht.« (°°),\nDas Vaterland Nr. 190 auf S. 9:\r\n          \"Amtliches.\r\n               Wien, 10. Juli.\r\n      Se. Majestät der Kaiser hat dem Mitgliede der Hofmusikcapelle, Organisten Anton Bruckner das Ritterkreuz des Franz Joseph=Ordens verliehen.\" (°°°).\nKaroline Weißgärber in Ottensheim geboren (#).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:47"}, {"ID": 188707115, "Datum": "11.7.1887, Montag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 24 bringt auf S. 211 eine mit \"G. K.\" signierte Kritik zum Konzert am 23.6.1887 (mit dem »Germanenzug«):\r\n»Aus dem Vereinsleben. \r\nIn Wien.\r\n   Am 22. v M [sic] fand im \"Dreher=Park\" in Meidling unter Leitung des Ehren=Chormeisters Herrn Professor Rudolf Weinwurm und Mitwirkung der Musikcapelle des Herrn Ph. Fahrbach, vom Wetter begünstigt, eine gut besuchte \"Sommer=Liedertafel\" des renommirten \"Wiener akademischen Gesangvereines\" statt, die aufs Neue glänzende Proben der Leistungsfähigkeit dieses kunstbegeisterten Vereins ablegte und mit einem vorzüglich gewählten Programme ganz besonders das \"Deutschthum\" zu verherrlichen bestrebt war. Nach einigen von der Musikcapelle Ph. Fahrbach sehr gut gespielten Orchesternummern, eröffnete der Verein mit Anton Bruckner's ergreifendem \"Germanenzug\" für Chor mit Solo und Orchesterbegleitung den Reigen und erzielte das herzliche noch viel zu wenig bekannte Werk und die gut studirte Aufführung desselben eine grandiose Wirkung. [...] das den Schluß bildende \"Deutsche Lied\" von Kalliwoda fand stürmischen Applaus.\nG. K.«.", "Letzte Änderung": "07.10.2024 15:55"}, {"ID": 188807115, "Datum": "11.7.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Die Presse Nr. 191 ergänzt auf S. 11 ihren Bericht vom 9.7.1888 auf S. 2\n     \"[Jubiläum der \"Währinger Liedertafel\".] Als Nachtrag zu unserem gestrigen Berichte über die kirchliche Feier anläßlich des Jubiläums des genannten Vereins sei noch des ausgezeichneten Orgelspiels des Hoforganisten Herrn Anton Bruckner erwähnt, sowie des Umstandes, daß das Waldhornquartett aus den Herrn Bajusz, Cischkowsky, Heibl und Suchanek (Mitgliedern der Capelle Kopetzky) bestand.\"", "Letzte Änderung": "01.11.2024 12:27"}, {"ID": 189107115, "Datum": "11.7.1891, Samstag", "Haupttext": "Schreiben des Senats der Universität an das Kultusministerium (Konzept in der rechten Spalte des Protokolls vom 10.7.1891):\n\"   Mittheilungen\n   Auf Grund des Senatsbeschlusses vom 10/7 91\n   H. Min. f. C. u. U.\n   Das Dekanat der phil. Fac. hat in der Eingabe vom [... am 10.7.1891 habe die Philosophische Fakultät den Beschluß des Professorenkollegiums vom 4.7.1891 angezeigt, auf Antrag Prof. Dr. Stefans Bruckner die Ehrendoktorwürde zu verleihen. Der Senat habe in der Sitzung vom 10.7.1891 diesem Beschluß zugestimmt und bitte das Ministerium, die kaiserliche Genehmigung zur Ausstellung des Diploms zu beantragen. Unterschrift von Rektor Hartel ...] für den genannten Lector Anton Bruckner gütigst erwirken einhol beantragen\n         Wien 11/7 91\n             der Rector\n                Hartel\"\n[Notiz in der linken Spalte:]\n\"      Accl.\nExh. 2714 samt\n      2 Beil.\" (*).\n \nBericht des Rektors an das Ministerium (Ausfertigung) mit Kanzleivermerken am 28.7.1891 und 1.8.1891 (*a).\n \nAdagio des Quintetts in Steyr aufgeführt (**), in einem Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde im Hotel »Schiff«. Cellist ist Alois Bubla (**a).\r\n   Außerdem wirken mit: Frl. A. Buberl (Klavier), Prof. V. Lavogler (Harfe), Franz Bayer (Orgel) und M. Großauer (Violine) (**b).\n \n[Vermutlich 11.7.1891] Bruckner macht bei einem Ausflug Josef Schalks nach Dornbach »in der heitersten Stimmung« mit (***).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 13:39"}, {"ID": 189207115, "Datum": "11.7.1892, Montag", "Haupttext": "Ärztliches Zeugnis, unterzeichnet von Dr. Guido von Török, Dr. Friedrich Kraus und Dr. Otto Kahler:\r\n    Bruckner werde seit Sommer 1890, zuletzt seit dem 3.5.1892 von ihnen behandelt. Er leide 1. an Arteriosklerose, Herzinsuffizienz, Ödemen in den unteren Extremitäten und Krampfadern, 2. an Leber-Zirrhose und 3. an Diabetes mellitus. Diese Leiden seien unheilbar. Bruckner bedürfe der allergrößten Schonung und sei zu jeder Dienstleistung dauernd unfähig (*).\nDatierung (anläßlich einer letzten Revision) im 150. Psalm (**).\nSchwanzaras Mitschrift der letzten Universitätsvorlesung Bruckners im Sommersemester (***). Den Abend verbringen Bruckner und Schwanzara beim Gasthaus »Zur blauen Kugel« (°).\nBesprechung der 3. Symphonie (Aufführung am 9.7.1892) in der Wiener Abendpost Nr. 156 auf S. 5f, signiert \"p.\" [Paumgartner?]:\r\n\"            Theater= und Musik=Ausstellung.\r\n                                                 Wien, 11 Juli.\r\n     p. Vorgestern Samstag fand in der Musikhalle der Ausstellung das dritte Symphonie=Concert der Componisten und Gastdirigenten statt. Herr Ferdinand Loewe war diesmal berufen, am Dirigentenpult zu wirken. [... beim Wagner-Verein als Klavierspieler bekannt, ehrenvoller Erfolg vorgestern, auswendig dirigiert ...] – Besondere bewundernde Anerkennung verdient Herr Loewe für die ausgezeichnete Aufführung der grandiosen dritten (D-moll-)Symphonie von Anton Bruckner (Richard Wagner gewidmet). Das gewaltige symphonische Tongedicht wurde in allen Sätzen unter Herrn Loewe's ausgezeichneter Leitung prächtig gespielt. Ueber die Ausführung der Beethoven'schen \"Coriolan\"=Ouverture läßt sich Manches sagen. [... Tempofreiheiten ...] Das Publicum, welches Bruckner große Ovationen bereitete, zeichnete auch Herrn Loewe in der ehrenvollsten Art mit stürmischem Beifalle aus. Der übliche Lorbeerkranz durfte dabei natürlich auch diesmal nicht fehlen.\" (°°)\nund in der Extrapost Nr. 547 auf S. 6 (signiert \"-a-\"):\r\n     \"Von der Ausstellung. [...] Beethoven, Wagner, Berlioz und Bruckner bildeten die Signatur des letzten Componistenabends, der auf diese Art eine Zukunftsmusikphysiognomie annahm, die ihm - wie alle Freunde des Fortschrittes in der Musik einhellig zugaben - gar nicht übel stand. Bruckner's D-Moll-Symphonie, dieselbe, welche dem Componisten einst bei Wagner das \"leitmotivisch\" wiederkehrende Scherzwort \"Bruckner - die Trompete!\"! eintrug, bildete den Mittelpunkt des Concertes. Das in letzter Zeit oft gehörte große Werk gab Anlaß zu den stürmischesten Ovationen für den greisen Meister. Professor Ferdinand Löwe, der Dirigent dieses Abends, leitete das Orchester mit vieler Umsicht, aber wenig Temperament. Er stand anstatt in der Mitte des Orchesters zu hoch über demselben und legte eine Objectivität an den Tag, die den Anschein vollständiger Kälte erweckte; thatsächlich waren die sonst so feurigen Leistungen des Symphonieorchesters (besonders die Ausführung der \"Coriolan\"-Ouverture) wenig temperamenztvoll. Die Fortellen [sic] klangen wenig wuchtig, die Uebergänge matt und die Gesangsmelodien schwunglos. Wenn es nicht die Werke selbst gethan hätten, die Ausführung hätte nicht hingerissen. [... die Populärkonzerte sollten eine Dauereinrichtung werden, die Gesellschaft der Musikfreunde sei da in der Pflicht ...]. -a-\" (°°a).\n(Bei der Schluß-Produktion des Wiener Konservatoriums spielt Viktor Christ eine [Trompeten]-Bearbeitung von Schuberts »Ständchen« (°°°). In diesem Konzert wird auch der 1. Satz von Zemlinskys Symphonie aufgeführt. Bei dieser Gelegenheit wird er durch Johann Nepomuk Fuchs mit Brahms bekannt gemacht (#)).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 08:26"}, {"ID": 189307115, "Datum": "11.7.1893, Dienstag", "Haupttext": "Die Grazer Tagespost Nr. 189 bringt auf S. 1f den zweiten Teil des Artikels »Allerlei aus dem Wiener Concertleben«, signiert »M. v. K.«, in dem auch die Aufführung der 8. Symphonie [am 18.12.1892] erwähnt wird.\r\n\"Allerlei aus dem Wiener Concertleben.\r\n                    von M. v. K.\r\n                              II.\r\n     Einer der wundesten Punkte im Wiener Musikleben ist die geringe Anzahl von Orchesterconcerten; [... ungünstige Uhrzeit und andere Negativa, Musikvereinssaal \"unpraktischer Bau\", Programmgestaltung unduchschaubar (Hans Richter vielleicht \"das Zünglein an der Wage\"), viele in Deutschland anerkannte Werke fehlen  ... ]; dagegen war fast kein Programm ohne Bruckner, Liszt oder Richard Strauß. *) [Fußnote: nie dirigieren die Komponisten, sondern der Hofkapellmeister] Das vierte Philharmonische Concert brachte Bruckner's 8. Symphonie allein, die in ihrer zeitlichen Ausdehnung von über 1 ½ Stunden das ganze Concert ausfüllte. Das Experiment mißlang, viele Abonnenten ließen ihre Sitze leer, nach dem zweiten und dritten Satze demonstrirte das Publikum durch eine förmliche Fahnenflucht; umso lauter tobte am Schlusse die Claque der Bruckner=Anhänger und erkämpfte so einen Pyrrhussieg. Bei aller Achtung vor dem Können und dem Fluge der Begeisterung des greisen Meisters, finden seine excentrischen Geistesproducte doch nur sehr getheilte Anerkennung.    [... weitere Konzerte, Lob für Brahms, Tadel für Liszt und (\"noch schlimmer\") Richard Strauss \"Tod und Verklärung\" ...].    Einige Worte seien an dieser Stelle gestattet über den Stand der zeitgenössischen Kritik. Die Verwilderung der Umgagsformen – ein trauriges Zeichen unserer Zeit – hat jetzt auch auf die musikalische Kritik in und außerhalb Wiens übergegriffen. Musiker und Kritiker, welche nicht durch Dick und Dünn gehen mit Berlioz, Wagner, Liszt, Bruckner &amp;c., werden in der brutalsten Weise angegriffen; namentlich einige in Leipzig erscheinende Musikblätter gefallen sich in dem rüden Ton, der unsere antisemitische Presse auszeichnet. [... Zielscheibe ist Hanslick ... über den Plan von Volks-Symphoniekonzerten (Schriften von Duesberg und Albert Gutmann) ... Wunsch: ein Wien], das nicht mehr überflügelt wird von den großen deutschen Städten. Bis dahin hat es noch weite Wege.\"", "Letzte Änderung": "05.08.2023 14:04"}, {"ID": 189407115, "Datum": "11.7.1894, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 156 weist auf S. 5 auf die heutige Sitzung hin:\n\"     – Tagesordnung zur 27. Sitzung des Gemeinderathes am 11. Juli 1894. [...] I. Section: [... 1. Landwehrkaserne, 2. Übergangssteg ...] 3. Antrag über das Gesuch des \"Sängerbund\" Liedertafel und Musikvereines wegen Verleihung des Ehrenbürgerrechts an H. Bruckner. [... weitere Punkte und Sektionen ...] (*).\n \nDie Tagesordnung wird auch von der Linzer Tages-Post Nr. 156 auf S. 5 bekannt gegeben:\r\n      \"(Gemeinderath in Linz.) Tagesordnung zur 27. Sitzung 11. d. M.: [...], über das Gesuch des \"Sängerbundes\", der Liedertafel und des Musikvereines wegen Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Dr. Bruckner, [...].\" (*a).\n\n \nBruckner wird in der Sitzung des Gemeinderats zum Ehrenbürger von Linz ernannt (**).\nDer Antrag wurde von »Frohsinn«, »Sängerbund« und Musikverein angeregt und von Gemeinderat Prohaska gestellt (***).\r\n[Text der biographischen Skizze, die dem Gesuch beiliegt, in der Linzer Tages-Post vom 8.9.1894, Text des Beschlusses siehe Linzer Volksblatt vom 13.7.1894, Text des von Professor Leitner gestalteten Diploms (unterzeichnet von Bürgermeister Franz Poche und den Gemeinderäten Franz Schober und Dr. Rudolf Prohaska) in der Tages-Post vom 7.9.1894 und im Alpen-Boten vom 6.9.1894]", "Letzte Änderung": "06.01.2026 21:27"}, {"ID": 189507115, "Datum": "11.7.1895, Donnerstag", "Haupttext": "Josef Schalk besucht Bruckner (*).\nBrief Oelzelts an Bruckner:\r\n   Er werde mit Vergnügen weiterhin Bruckners Hausherr bleiben und den »Zinsbeitrag« direkt an ihn senden (**).", "Letzte Änderung": "10.10.2025 12:21"}, {"ID": 189707115, "Datum": "11.7.1897, Sonntag", "Haupttext": "Der Alpen-Bote Nr. 55 veröffentlicht auf S. 5 den \"XI. Ausweis der Spender für das Bruckner-Denkmal\" (*).\nAufführung des \"Asperges\" (WAB 4) im Neuen Dom in Linz. Eintrag \"Konsul [?] F. J. in einer Chorstimme (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2026 16:16"}, {"ID": 189907115, "Datum": "11.7.1899, Dienstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse meldet, daß Otto Grädener Nachfolger Bruckners als Lektor an der Wiener Universität geworden ist (*). \nDavon berichtet auch die Reichswehr Nr. 1947 (Morgenblatt) auf S. 4 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190407115, "Datum": "11.7.1904, Montag", "Haupttext": "Die Westliche Post Nr. 193 (St. Louis, Missouri) kündigt auf S. 4 das Salzburger Mozartfest mit der 4. Symphonie am 13.8.1904 an:\n\"    –Salzburger Musikfest. Man schreibt uns aus Salzburg: [... zuletzt 1901 ... Gesamtleitung Felix Mottl, Wiener Philharmoniker, Mitwirkende (Lilli Lehmann-Kalisch, Erika Wedekind, Laura Hilgermann, Andreas Dippel, Leo Slezak, Hans Bussard, Georg Sieglitz, Mark Hambourg, Henry Marteau, Streichquartett Karl Prill) ...]. Zur Aufführung gelangen Werke von Mozart, Beethoven, Händel, Liszt und Bruckner (4. Symphonie (romantische) Es-Dur). Den Abschluß des Musikfestes bildet die [...] Messe in C-Moll (Bearb. von A. Schmitt), die Mozarteumsdirektor J. F. Hummel dirigiren wird [...].\" (*).\n \nIn der Daily Country Edition derselbe Text auf S. 2 (*a).", "Letzte Änderung": "26.10.2024 22:39"}, {"ID": 190907115, "Datum": "11.7.1909, Sonntag", "Haupttext": "The Nebraska State Journal (Lincoln, Nebraska) berichtet auf S. 17 (= S. 5 des 2. Teils \"Society Section\") in der 4./5. Spalte von einem Artikel des Musical Courier, in dem fiktive Briefe an Komponisten beschrieben werden:\n\"                    Great Men in Today's Light\n     Nigh two pages of \"Variations\" in the Musical Courier are worth reading for the evidence they give of the present appreciation of music. The pages contain  a number of letters from \"X. Y. Z. company\" to several not unknown composers who are supposed to have submitted compositions to these publishers. To Palestrina the X. Y. Z. says: [... Briefzitat ...]. The letter to J. S. Bach is very severe. His \"pedantic style of composition,\" he is informed, \"has gone out of fashion long ago, and is now strictly confined to harmony exercises and classics in counterpoint. [...]\" The X. Y. Z. company observes to G. F. Handel that there is shall value in his manuscripts, except in America between December 24 and 31, and tell Haydn that his work is too easy; [... Boccherini (Menuett), Gluck (möge bei Puccini und Bizet studieren), Mozart (schreibe leider im Mozart-Stil), Beethoven (schreibe Strauss-Imitate; man habe einige Kreutzersonaten-Drucke dank Tolstoi verkauft), Weber (recte Joe Weber?) möge Liste seiner Werke zuschicken ...]. Passing over the letters to Liszt and Bruckner, Wagner and Berlioz, we quote this note of the X. Y. Z. company to \"Mr. Francis Chopin,\" [...].\n      Thanks for the manuscripts. Nocturnes are not selling at this season, as the days are very long and our customers complain that they cannot step to your waltzes. [... etc. (Etüden, Balladen, Sonaten) ...] at a Polish ball given here recently we sold the band some of your mazurkas and several persons twisted their legs fatally in trying to dance them. Your scherzi are too sad and your concertos too gay. What kind of a composer are you anyway? Hoping to hear from you by return mail.\"", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:19"}, {"ID": 191107115, "Datum": "11.7.1911, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Moißl \"Eine boykottierte Bruckner-Biographie\" in der Abendausgabe des Grazer Tagblatts Nr. 190 auf S. 4.", "Letzte Änderung": "25.07.2025 11:18"}, {"ID": 192107115, "Datum": "11.7.1921, Montag", "Haupttext": "Brief von Jula Bayer an Franz Gräflinger:\r\n\"Steyr, 11./III.21.\nSehr geehrter Herr Gräflinger!\r\nIhre Karte vom 30./II. erhalten u. teile Ihnen mit, daß ich leider von meinem Man[n] keine näheren Auskünfte mehr haben kan[n]. Ich weiß nur, daß Br. ein Kind in Wolfern bei Steyr taufen ließ. (Vielleicht kan[n] Pfarramt dort Auskunft geben) Handkuß an gnädige Frau galt der ersten Frau meines Man[n]es. Der Name Zachhuber dürfte der des Täuflings sein. Ich bin nicht geneigt Br. Briefe aus der Hand zu geben oder abschreiben zu lassen. –\nGöllerich besitzt hat einiges noch im[m]er, welches mein Man[n] vor 20 Jahren zur Biographie auslieh, lasse jetzt darum ersuchen, da ich alles beisam[m]en haben will, was doch ganz natürlich ist. –\r\nZustand meines Man[n]es ist hoffnungslos, finanzielle Lage elend, da momentan Stillstand im Geschäft. – Möchte Kollitsch nicht in Steyr eine Filiale für Konzerte etc.? Ich würde gerne die Sache deixeln, da hiesige Firma Lintl gewiß nicht erstklassig ist. Klavierfrage ist wol das peinlichste. Für Kartenverkauf hätte ich im Centrum der Stadt, Gelegenheit. Ich wäre froh noch in irgend einer Weise Geld zu verdienen besonders auf künstlerischem Gebiet. Falls Kollitsch Interesse hätte, bitte Nachricht, kom[m]e oft nach Linz, kön[n]te dan[n] Rücksprache nehmen.\r\nViele Grüße\r\nIhre\nJulie Bayer\".", "Letzte Änderung": "04.01.2024 09:35"}, {"ID": 192707115, "Datum": "11.7.1927, Montag", "Haupttext": "Brief von Karl Böhm an die Universal-Edition (Emil Hertzka): \n    Er plane für seine Konzertsaison [in Darmstadt] u.a. die 7. Symphonie und für die Chorkonzerte die f-Moll-Messe und den 150. Psalm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193107115, "Datum": "11.7.1931, Samstag", "Haupttext": "In einem Artikel \"Vienna \"City of Music\" \" [vgl. 27.2.1931] in The Mendocino Coast Beacon Nr. 41 (Mendocino, California) auf S. 3 wird Bruckner als einer der Wiener Komponisten kurz erwähnt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193307115, "Datum": "11.7.1933, Dienstag", "Haupttext": "Der Musikwissenschaftliche Verlag wird ins Handelsregister eingetragen.\nZum Vorstand gehören Max Auer, Heinrich Damisch, Norbert Furreg, Ferdinand Habel, Hugo Hitschmann, Rudolf Holzer, Franz Moißl, Martha Schnürch, Martin Spörr und Friedrich Werner.\nRobert Haas hatte verzichtet. Geschäftsführer ist Furreg, Hitschmann sein Stellvertreter.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193607115, "Datum": "11.7.1936, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Gräflinger (Kunst und Kultur im Brucknerland) »Bruckners Umwelt in Linz« im Linzer Volksblatt Nr. 158, S. 3f (*).\nArtikel »Um den »echten« Bruckner« in der Linzer Tages-Post (**) Nr. 158, S. 7f:\r\nGroßenteils Auszüge aus Auers Artikel in der Zeitschrift für Musik.\r\nAuf S. 5 Ankündigung: Am 12.7.1936 von 14.20 bis 14.50 Radiosendung »Das Bruckner-Zimmer im Geburtshaus in Ansfelden. Ein Hörbericht von der feierlichen Eröffnung. (Schallplattenwiedergabe.)« (***).\nEröffnung des Bruckner-Zimmers in Ansfelden durch Landeshauptmann Heinrich Gleißner. Anwesend sind u.a. Propst Dr. Hartl, Franz Xaver Müller und der Linzer Bruckner-Chor unter Daxsperger (°).\nArtikel von Paul Günzel »Die Einweihung des Bruckner-Zimmers in Ansfelden« in der Linzer Tages-Post (°°).\nDr. Oskar Scheuba, Leiter des oberösterreichischen Landesverkehrsamtes, spricht von 18:15 bis 18:30 Uhr beim Wiener Rundfunksender über das \"Oesterreichische Bruckner-Fest 1936\" (°°°).", "Letzte Änderung": "07.01.2024 20:51"}, {"ID": 193707115, "Datum": "11.7.1937, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194107115, "Datum": "11.7.1941, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Rotterdamer Philharmonische Orchester unter Carl Schuricht im Kursaal in Scheveningen.\r\nAm 10.7.1941 Hinweis auf das Konzert im Vaderland.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194907115, "Datum": "11.7.1949, Montag", "Haupttext": "Sichtvermerk Leopold Nowaks auf einem Photogramm des Widmungsexemplares von »Mein Herz und deine Stimme« (WAB 79) (*).\nAufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Volkmar Andreae in Steyr. Im Publikum der 86-jährige J. Karmazin, der Bruckner noch kennengelernt hatte (**).", "Letzte Änderung": "27.10.2024 23:01"}, {"ID": 195307115, "Datum": "11.7.1953, Samstag", "Haupttext": "Brief von Giovanni Battista Montini an Joseph Kardinal Frings:\r\n    Teilt bezugnehmend auf das Schreiben vom 4.4.1953 mit, dass musikalische Meisterwerke (hier speziell die e-Moll-Messe und die 9. Symphonie) vom Heiligen Stuhl nicht offiziell geehrt werden könnten. Die Bischöfe sollten über einmalige Aufführungen in ihren Kirchen selber entscheiden. Diese Regelung möge auch dem IBG-Vorstand [Max Auer] mitgeteilt werden.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 13:03"}, {"ID": 196407115, "Datum": "11.7.1964, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Ein Neufeldner Familientreffen. Im Mittelpunkt stand Frau Grubbauer, Anton Bruckners »lieber Ersatz«.«, signiert »E. Sche.«, im Mühlviertler Bote.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 13:55"}, {"ID": 197407115, "Datum": "11.7.1974, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des Finales der 9. Symphonie (Exposition in der Fassung von Fritz Oeser, vgl. 12.10.1940) in Stuttgart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197907115, "Datum": "11.7.1979, Mittwoch", "Haupttext": "Anfangsdatierung Leopold Nowaks \"IND [in nomine domini?] 11. Juli 1879\" [sic] auf seinem Manuskript \"Glaube und Musik: die Credo-Sätze in den Messen von Anton Bruckner.\"", "Letzte Änderung": "23.06.2025 14:13"}, {"ID": 199107115, "Datum": "11.7.1991, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Rudolf Zinnhobler \"Franz Joseph Rudigier - ein politischer Bischof?\" in der Kirchenzeitung der Diözese Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199207115, "Datum": "11.7.1992, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Wilhelm Sinkovicz \"Der Teufel tanzt es mit mir. Ist eine \"Unvollendete\" auch ein vollendetes Stück Musik? Eine tonale Spekulation\" in der Beilage \"Spektrum\" zu \"Die Presse\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199607115, "Datum": "11.7.1996, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Karin Kathrein Vom Ruf zum Nachruf: Kunst, Leben, Lust und Leid. Oberösterreichische Landesausstellung in Mondsee und St. Florian. im Kurier (*).\nAufführung einiger Motetten (prov. WAB 67) und des Requiems durch die St. Florianer Sängerknaben unter Franz Farnberger in Bad Ischl (**).", "Letzte Änderung": "29.05.2025 08:01"}, {"ID": 199807115, "Datum": "11.7.1998, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie im Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein Musik-Festivals. Der Einführungstext im Programmheft auf S. 4-15 stammt von Manfred Wagner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202407115, "Datum": "11.7.2024, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Bamberger Symphoniker unter Herbert Blomstedt an dessen 97. Geburtstag in St. Florian.", "Letzte Änderung": "17.02.2026 16:09"}, {"ID": 184608115, "Datum": "(11.8.1846, Dienstag)", "Haupttext": "Aufführung der »Responsoria ad resurrectionem« [WAB 315] von Keinersdorfer in St. Florian.", "Letzte Änderung": "14.04.2023 08:13"}, {"ID": 185908115, "Datum": "11.8.1859, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol.116r links oben:\n\"Wien, 11. Aug. [1]859.\" (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 184v: \"Wien. 11. August [1]859. | 12. Aug.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008115, "Datum": "11.8.1860, Samstag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 185 kündigt auf S. 1 das Konzert vom 18.8.1860 an:\r\n   »Unsere gefeierte Landsmännin Frau von Marra=Vollmer wird am Tage des Geburtsfestes Allerhöchst Sr. Majestät des Kaisers im ständ. Redoutensaale ein Concert veranstalten, dessen halber Reinertrag dem hiesigen Taubstummen=Institut gewidmet wird. Wie wir ferner vernehmen wird die hiesige Liedertafel „Frohsinn” dabei aus Gefälligkeit mitwirken und Herr Dom=Organist Pruckner das Accompagnement freundlichst übernehmen.« (*).\n(Bei der Feier anläßlich der Eröffnung der Elisabeth-Bahn im Redoutensaal trägt der »Frohsinn« mehrere Chöre vor (**)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:30"}, {"ID": 186108115, "Datum": "11.8.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 11ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186708115, "Datum": "11.8.1867, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"11ten August 1867 Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808115, "Datum": "11.8.1868, Dienstag", "Haupttext": "Gloria der f-moll-Messe in St. Florian beendet (*). Datierung »11. Aug [1]868. [/] fertig in St. Florian. [/] Anton Brucknermp.« am Ende des Satzes (*a).\nBericht des Linzer Abendboten Nr. 184, S. 3, über die zwei Konzerte der letzten Tage (mit dem »Germanenzug« am 7.8.1868) (**):\r\n»Zwischenakt.\r\nLinz. Unsere wackere Liedertafel \"Frohsinn\" beschloß am Freitage die Damen-Abende dieses Vereinsjahres mit einer ungemein animirten Produktion im Volksgarten, welche sich auch eines sehr zahlreichen Besuches und des günstigsten Wetters zu erfreuen hatte. Alle mit großer Sorgfalt gewählten Nummern wurden mit lebhaftem Beifalle aufgenommen und es war nur zu bedauern, daß so viele musikalische Schönheiten ungeachtet der präcisen Vortragsweise in Folge der schlechten Akustik des Volksgartens verloren gingen. Außer dem bekannten Bruckner'schen \"Germanenzuge\", dessen wahrer, auch bereits von einem der gewiegtesten deutschen Musikkritiker gewürdigter Werth mit jeder neuen Aufführung mehr hervortritt, erregte insbesondere der Eirich'sche Chor \"Beim Scheiden\" ein so großes Interesse, daß es zu einer Wiederholung desselben kam. Eine heitere Tanzunterhaltung schloß das prächtige Fest, bei welchem sich auch unsere Regimentskapelle in gewohnter Weise hervorthat. - Samstag wirkte die Liedertafel durch den Vortrag der beiden Piecen \"Vineta\" von Abt und Jäger's \"Aufenthalt im Walde\" von Becker auch bei der zum Besten des hiesigen Chorpersonals veranstalteten musikalisch-deklamatorischen Akademie mit, welche leider sehr schlecht besucht war, und erzielte insbesondere mit dem letzteren Chore einen so stürmischen Beifall, daß dieser Chor vollständig wiederholt werden mußte. Zahlreiche Hervorrufe bewiesen auch dem ausgezeichneten Chormeister Bruckner, wie sehr dessen Verdienste um die exacte Vorführung der Gesangsstücke allseitig anerkannt werden, und wir können dem Vereine selbst und seiner thätigen Vorstehung zu den ausnamslos gelungenen, jüngsten Gesangsproduktionen nur vom Herzen Glück wünschen. Auch die übrigen Nummern der musikalisch-deklamatorischen Akademie erfreuten sich großen Beifalles und zahlreicher Wiederholungen, wobei insbesondere die Gesangsvorträge der Frls. Kaufmann und Schwarz, der Herren Ulbricht und Riedel, sowie die Deklamationen von Frau Bleibtreu und Herrn Peterra und endlich das Violoncellspiel des Herrn Seelig hervorgehoben werden müssen. -« (**).", "Letzte Änderung": "11.05.2025 09:03"}, {"ID": 186908115, "Datum": "11.8.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Signierung einer Partiturabschrift des »Locus iste« [WAB 23] [= Kompositionsdatum?] in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187108115, "Datum": "11.8.1871, Freitag", "Haupttext": "[vermutlich Fehlmeldung!]\r\nOrgelkonzert Bruckners in der Albert Hall um 15 Uhr (*).\nAnkündigungen in den Daily News Nr. 7889 auf S. 4:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITAL THIS DAY -at 3, by M. Mailly, the Belgian Organist.\" (*a)\nund inhaltlich identisch in The Morning Post Nr. 30475 auf S. 1 (*b).\n \n[Nicht 19.8.1871] Artikel »Concert-Organ Playing at the Royal Albert Hall« in »The Orchestra« 16, Nr. 411, S. 297f:\r\n\"[...] grand extempore Fantasia which, although not very original in thought or design, was clever, remarkable for its canonic counterpoint, and for the surmounting of much difficulty in the pedal passages. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 11:03"}, {"ID": 187708115, "Datum": "11.8.1877, Samstag", "Haupttext": "Datierung und Vermerk » Wien 11. Aug. 877. Scitze (verbessert)« am Ende des Adagios der 5. Symphonie (*).\nAuf Bruckners Orgelspiel morgen machen einige Blätter aufmerksam:\nDie Presse Nr. 219 auf S. 11:\r\n      \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird am Sonntag den 12. August um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe und Graduale (Altsolo) von Fräulein Angelika Henn und Offertorium (Baßsolo mit Chor) von Ladislaus Wieniec zur Aufführung bringen und werden die Soli der Messe Fräulein Hermine Woda, Frau Ida Flatz (Alt) und Herr Soutschek, Mitglied des Hofoperntheaters, vortragen. Die Orgel wird Hoforganist Professor Bruckner spielen.\" (**),\nDeutsche Zeitung Nr. 2014 auf S. 6 (***),\nFremdenblatt Nr. 219 auf S. 7 (°),\nNeue Freie Presse Nr. 4655 auf S. 4:\r\n      \"[inhaltlich wie (**) ... Angelica Henn, Wienic, Peter Soutschek ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°)\nund Illustrirtes Wiener Extrablatt Nr. 219 auf S. 4:\r\n     \"[... inhaltlich wie (**) ... und werden die Soli Frl. Hermine Woda, Frau Ida Flatz (Alt) und Herr Soutschek, Mitglied des Hofoperntheaters, vortragen. Die Orgel wird Hoforganist Professor Bruckner spielen.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:10"}, {"ID": 187808115, "Datum": "11.8.1878, Sonntag", "Haupttext": "[Vermutlich:] Bruckner übernimmt für Pius Richter den Orgeldienst an der Hofkapelle (*). Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen [Dienst an der Hofkapelle]. Außerdem ist das Datum 10.8.1878 unterstrichen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308115, "Datum": "11.8.1883, Samstag", "Haupttext": "Bruckner fährt von St. Florian nach Wien zum Hofkapellendienst.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608115, "Datum": "(11.8.1886, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief von Richard Strauss an Bülow:\r\n   Letzten Montag [9.8.] sei er vom fünftägigen Bayreuth-Aufenthalt zurückgekehrt. Er habe dort die Sänger Sucher, Gudehus, Gura, Vogl u. a. erlebt und als Besucher auch Klindworth, Lessmann und Davidoff.", "Letzte Änderung": "22.09.2024 17:43"}, {"ID": 188908115, "Datum": "11.8.1889, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner in Wien wegen des Dienstes an der Hofkapelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189108115, "Datum": "11.8.1891, Dienstag", "Haupttext": "Vermerk »Steyr. 11. Aug. 891.« in Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie (Durchführung Takt 367-375 und Überleitung zur Reprise des Gesangsthemas Takt 400ff) (*).\nBrief von Robert Lienau an Max von Oberleithner:\r\n   Bestätigt den Empfang des 3. Satzes der 8. Symphonie. Die ersten beiden Sätze befänden sich bereits im Stich (**). Josef Schalk werde auf die ersten Abzüge mindestens noch vier Wochen warten müssen. Der Fertigstellungstermin Oktober sei aber nicht gefährdet. Die ihm, Lienau, zugesandte Partitur der 4. Symphonie [vgl. Brief vom 19.6.1891] gehe über Haslinger wieder an Oberleithner zurück. Bittet um beschleunigte Zusendung der Stimmen [vgl. 13.8.1891] (***).", "Letzte Änderung": "27.03.2023 22:19"}, {"ID": 189208115, "Datum": "11.8.1892, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Cyrill Hynais:\r\n    Sendet im voraus 10 Gulden. Wieviel er von Gutmann für die Musikausstellung verlange, sei seine Sache. Das deutsche Musikfest gehöre zur Ausstellung. Diese erste Aufführung [des 150. Psalms] sei eigentlich die Probe für die Schlußfeier. Der Singverein müsse das Werk sowieso studieren. Hynais möge herausfinden, ob Gericke oder Hans Richter dirigiere. Direktor L. Koch werde ihm alles sagen. Zu den letzten drei Proben wolle er, Bruckner, [aus Steyr] nach Wien kommen (*).\nBruckner wird erwähnt in einer Konzertbesprechung im Deutschen Volksblatt Nr. 1295 auf S. 8:\n\"                   Austellungs-Concerte.\n     Zu den wenigen Institutionen, die im Gegensatze zu dem allgemeinen Niedergange des Interesses für die Veranstaltungen der Ausstellung sich bleibender, ja steigernder Sympathien des gebildeten Publikums erfreuen, rechnen wir in erster Linie die Concerte des Ausstellunsgorchesters. Zu der Höhe jener glorreichen Tage, an denen wir die beiden imposanten Bruckner'schen Symphonien zu hören bekamen, schwang sich das Orchester wohl in der jüngsten Vergangenheit nicht mehr auf [... über Konzerte unter Grädener und Svendsen ... pro Liszt ...].\n                     Hans Puchstein.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 11:18"}, {"ID": 189308115, "Datum": "11.8.1893, Freitag", "Haupttext": "Brief Josef Büches [an ?]: In der letzten Sitzung habe Bruckner das Ölgemälde [IKO 66] als sein bestes Portrait bezeichnet.", "Letzte Änderung": "19.09.2024 11:02"}, {"ID": 189608115, "Datum": "11.8.1896, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Gruber in St. Florian:\r\n    Er habe auf drei Briefe an Ignaz keine Antwort bekommen. Gruber möge ihm sagen, ob Ignaz krank oder böse auf Bruckner sei. Ein paar Worte könnten ja kein Grund zu Feindschaft sein [siehe die Anmerkung] (*).\nDatierung in Skizzen zum Finale der 9. Symphonie [Verarbeitung der »Te deum«-Begleitfigur (**), Durchführung Bogen 17 (***)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190708115, "Datum": "11.8.1907, Sonntag", "Haupttext": "The Gazette Nr. 6819 (York, Pennsylvania) erwähnt auf S. 5 Bruckner in Zusammenhang mit Karl Pohlig:\n\"    Through the courtesy of the king of Wurtemberg, Carl Pohlig, director of the Imperial orchestra at Stuttgart, has been secured by the Philadelphia Orchestra association as the successor to the late Fritz Scheel. Herr Pohlig was recommended to Mr. Charles Augustus Davis, who went abroad in search of a new conductor by such authorities as Felix Molte [sic], Dr. Otto Neitzel, Ernest von Schuch and Felix Weingartner. He enjoys a wide reputation as a composer, has had much orchestral experience and is noted as an interpreter of Wagner, Bruckner and Liszt.\n     [... Lebenslauf, Karrierestationen ...].\"", "Letzte Änderung": "08.02.2023 12:56"}, {"ID": 190908115, "Datum": "11.8.1909, Mittwoch", "Haupttext": "4. Konzert des Münchner Beethoven-Brahms-Bruckner-Zyklus mit der Aufführung der 4. Symphonie durch das Orchester des Konzertvereins unter Ferdinand Löwe in der Tonhalle (Kaim-Saal).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191108115, "Datum": "11.8.1911, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Ernst Decsey \"Der bekämpfte Biograph\" zu Gräflingers Bruckner-Buch (und dessen Boykott-Erklärung, mit Bemerkungen zu Göllerich) in der Grazer Tagespost auf S. 1f, signiert \"e. d.\" (*).\nBrief von Ernst Decsey (**) an Oskar Grohé (**a).", "Letzte Änderung": "28.07.2025 16:06"}, {"ID": 191208115, "Datum": "11.8.1912, Sonntag", "Haupttext": "The Nebraska State Journal (Lincoln, Nebraska) kündigt auf S. 15 (= S. 3 des 2. Teils) die Aufführung einer Bruckner-Symphonie in Manchester an [9. Symphonie und \"Te deum\" am 28.11.1912]:\n\"     Unusual interest attaches to the prospectus of the next season of the Halle concerts, which will be the first under the control of Mr. Balling, says the London correspondent of Musical America. The program, taken all around, is more catholic than those of the Hale [recte: Hallé] season have been for some time past. Among the unfamiliar works included are [... Beethoven (Kantate), Max Reger (100. Psalm), Berlioz (Requiem), \"Parsifal\" 2. und 3. Akt ...], the symphony of Mahler, and works by Bruckner, Klose, Bleyle and Berger. A new departure is indicated in the announcement that Prof, Balling will give explanatory lectures on some, at least, of the important new works.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192108115, "Datum": "11.8.1921, Donnerstag", "Haupttext": "Max Voigt schreibt in der Neuen Musik-Zeitung, Heft 21, auf S. 343f über die \"Bochumer Bruckner-Tage.\" [26.6. - 6.7.1921] (mit Angabe der Werke und der Ausführenden).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192208115, "Datum": "11.8.1922, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird kurz erwähnt in einem Artikel in der Wochenzeitung New Ulm Post Nr. 32 (New Ulm, Minnesota) auf S. 9:\n\"Wiens Vergangenheit im Spiegel seiner Straßennamen.\n                 Von Ilse Goslich.\n     Wir Deutschen, die wir aus unserem Vaterlande nach Oesterreich ausgewandert sind, haben hier eine zweite Heimat gefunden. [... Straßennamen als Mittel, die Geschichte der Stadt kennen zu lernen ... Frühgeschichte, Historisches, Militärs, Handwerker, Baumeister, Maler ...]. So spiegelt Wien mannigfach die Blüte seiner Kunst und seiner künstlerischen Entwicklung wider.\n     Wer könnte versuchen, Wien zu schildern und dabei seine engen Beziehungen zur edlen Musika vergessen. Es hieße eine Blume ohne Duft als Königin des Gartens verherrlichen. Hier lebten und webten die Meister deutscher Musik, der Hauch ihrer Töne umwehte die Stadt wie ein zarter Schleier das Gewand einer schönen Frau. Müssen Haydn, Gluck, Mozart, Beethoven, Schubert, Bruckner, Brahms erst im Straßennamen unsere Erinnerung wachrufen? Nein, sie leben in Oesterreich und Deutschland, durch sie haben wir ein Heimatsgefühl in jeder Fremde und fühlen uns unter Brüdern. Da sie hier zu Hause waren, fühlen auch wir uns heimisch. Schmeichelnd werben auch die Namen von Ziehrer, Strauß und Lanner, wer könnte ihrer heiterer [sic] Kunst widerstehen?\n     Wer aber der holden Musik fremd gegenübersteht, findet andere Werber. [... Literaten ...] wir können gar nicht anders: Wir sind hier zu Hause!\"", "Letzte Änderung": "11.11.2024 20:25"}, {"ID": 192308115, "Datum": "11.8.1923, Samstag", "Haupttext": "Artikel \"Bruckner bei Richard Wagner\" [ohne Autorenangabe, evtl. Franz Gräflinger, der zugleich auf Max Auers Bruckner-Biographie als Quelle verweist] in der Linzer Tages-Post Nr. 182 auf S. 3.\nSchilderung von Bruckners Besuch in Bayreuth (13.9.1873) und über die Widmung der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "22.08.2025 07:57"}, {"ID": 192408115, "Datum": "11.8.1924, Montag", "Haupttext": "recte 31.8.1924 Artikel von Emil Seling im Neuen Wiener Journal (*).\n \nThe Scranton Republican Nr. 36 (The Tribune, Scranton, Pennsylvania) bringt auf S. 16 den vom 6.7.1924 bekannten Text über das Urheberrecht:\n\"AUSTRIA'S MEASURE TO GUARD AUTHOR'S RIGHTS\n    At the general meeting of the Austrian Authors' society it was pointed out that while the rights of authors and composers in France are protected for fifty years, and in Italy and Spain for eighty years, the rights of Austrians (and also of Germans) expire after a lapse of thirty years.\nThus in some cases the descendants have been exposed to something like starvation. In two years Bruckner will be \"free\"; in three years Brahms, and in five years Johann Strauss. In a resolution the meeting demanded the introduction of the fifty years' protection period for the Austrians' works.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192608115, "Datum": "11.8.1926, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Julian »Der Anatom als Seelensucher. Josef Hyrtl und Anton Bruckner« im Neuen Wiener Journal.", "Letzte Änderung": "22.10.2024 18:57"}, {"ID": 192808115, "Datum": "11.8.1928, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms durch den Kittelschen Chor, die Berliner Philharmoniker und das Berliner Sinfonie-Orchester [angekündigt als Vereinigtes Philharmonisches Symphonieorchester] unter Wilhelm Furtwängler anläßlich der Verfassungsfeier der Reichsregierung um 20:30 Uhr in der Oper am Platz der Republik (Kroll-Oper) in Berlin. Weitere Mitwirkende sind Waldemar von Baußnern (Dirigent eines eigenen Werkes \"Hymnus zur Verfassungsfeier\" mit dem Deutschlandlied) und Lotte Leonard (Gesang). Außerdem wird  Concerto grosso op. 6 Nr. 10 von Händel aufgeführt.\nDer Berliner OBM. Dr. Böß hält die Festrede (*).\r\nDas Konzert wird vom Rundfunksender Berlin übertragen (**).", "Letzte Änderung": "01.06.2025 14:48"}, {"ID": 192908115, "Datum": "11.8.1929, Sonntag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Stuttgart bringt zwischen 17:00 und 18:15 ein Unterhaltungskonzert, an dessen 5. Stelle eine \"Symph. Suite, Bruckner.\" steht.", "Letzte Änderung": "07.08.2026 21:58"}, {"ID": 193208115, "Datum": "11.8.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Orquestra Filarmônica do Rio de Janeiro (mit Wagner-Tuben) unter Walter Burle Marx [siehe die Anmerkung] in Rio de Janeiro. Nach der Pause stehen noch Rimsky-Korsakows Ouvertüre \"Russische Ostern\" und Mendelssohns Sommernachtstraum-Ouvertüre auf dem Programm.", "Letzte Änderung": "29.07.2026 07:40"}, {"ID": 193508115, "Datum": "11.8.1935, Sonntag", "Haupttext": "Am ersten Tag der 700-Jahrfeier des Limburger Domes führt Hans Pabst während des Pontifikalamtes die e-Moll-Messe auf. Die abendliche Aufführung des »Te deum« wird - zum Mißfallen der Nazis - mit der seinerzeit größten Lautsprecheranlage nach draußen übertragen.", "Letzte Änderung": "14.05.2024 15:58"}, {"ID": 193908115, "Datum": "11.8.1939, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch Het Residentie Orkest unter Carl Schuricht im Kurhaus in Scheveningen. \nAn diesem Tag erschien hierzu ein Artikel im \"Vaderland\". Solist in Mozarts Violinkonzert Nr. 6 ist Jean Oellers.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194608115, "Datum": "11.8.1946, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Carl Schuricht im Salzburger Festspielhaus.", "Letzte Änderung": "07.06.2026 06:31"}, {"ID": 194708115, "Datum": "11.8.1947, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Swarowsky in Kufstein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195308115, "Datum": "11.8.1953, Dienstag", "Haupttext": "Der Beschluss des Päpstlichen Stuhl [über Symphonie-Aufführungen in Kirchen, siehe \"Juli 1953\"] wird an Kardinal Innitzer weitergeleitet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195808115, "Datum": "11.8.1958, Montag", "Haupttext": "Aufführung von »Tota pulchra« und »Te deum« durch den Domchor und das Mozarteum-Orchester unter Joseph Messner in der Aula academica in Salzburg. Solisten: Hanni Mack-Cossak, Paula de Backer, Lorenz Fehenberger (oder Hubert F. Grabner?) und Georg Littasy  (*).\n\r\nBrief von Max Auer an den Salzburger Landeshauptmann Josef Klaus:\r\n     Bringt sein Anliegen vor, Bruckner-Symphonien [prov. WAB 86] bei den Salzburger Festspielen aufführen zu lassen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197608115, "Datum": "11.8.1976, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre durch das BBC Philharmonic Orchestra unter John Pritchard im 26. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London.\nAuf dem Programm stehen danach Werke von Richard Strauss (Don Quixote mit Heinrich Schiff), Peter Racine Fricker und Benjamin Britten.", "Letzte Änderung": "10.01.2024 08:09"}, {"ID": 198008115, "Datum": "11.8.1980, Montag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre und des 150. Psalms durch BBC Symphony Orchestra und Chorus, die BBC Singers und Pamela Priestley-Smith [Jill Gomez: Sopran bei Britten?] unter Gennadi Rozhdestvensky im 25. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London.\nAuf dem Programm stehen danach Werke von Benjamin Britten (Cantata Academica) und Brahms (2. Klavierkonzert mit John Lill).\nDie Aufführung des Psalms war ursprünglich am 21.7.1980 geplant.", "Letzte Änderung": "10.01.2024 08:41"}, {"ID": 198908115, "Datum": "11.8.1989, Freitag", "Haupttext": "Artikel \"Steckbrief. Anton Bruckner\" in der Wochenpresse auf S. 11.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199208115, "Datum": "11.8.1992, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Ungdomssymfoniorkester unter Hans Vonk in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200308115, "Datum": "11.8.2003, Montag", "Haupttext": "[\"11. August\", o. J.] \n\nDr. Bruno Kaufmann (Aesch/Schweiz) übergibt [in St. Florian? persönlich? an wen?] eine Kunststoffwanne, in der sich die Blumen und Grabbeigaben befinden, die anlässlich der Konservierung des Leichnams Bruckners [1.4.1996 fertig] sichergestellt, gereinigt, entschimmelt und teilweise gammabestrahlt worden waren: Rosen (auf der Brust des Toten), Blumenstrauß (auf den Beinen) - die Pflanzen zuletzt Anfang August 2003 gammabestrahlt -, Seidenbändchen mit Lorbeerlaub, Rosenkranzreste, ein Säckchen (mit Geweberesten? ungewöhnlich schwer), Materialien aus dem Sarg und ein defektes Glasgefäß (ursprünglich wohl mit Formalin gefüllt als Konservierungsmittelreserve).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201108115, "Datum": "11.8.2011, Donnerstag", "Haupttext": "Orgelkonzert Rudolf Jungwirths im Alten Dom zu Linz, u.a. mit einer Improvisation über ein Thema aus Bruckners \"Ave Maria\" und Aufführung des \"Ave Maria\" (WAB 5) in einer Bearbeitung für Orgel und des Adagios aus der 7. Symphonie (gekürzt und für Orgel bearbeitet von Vinzenz Goller).", "Letzte Änderung": "15.10.2025 15:57"}, {"ID": 201408115, "Datum": "11.8.2014, Montag", "Haupttext": "Die Bruckner Society of America überreicht Kurt Masur die Kilenyi Medal of Honor.", "Letzte Änderung": "23.09.2025 21:22"}, {"ID": 185409115, "Datum": "11.9.1854, Montag", "Haupttext": "Rechnung von Franz Schimatschek für Kopistentätigkeit.\nFür 27 Stimmen der b-Moll-Messe 8 fl 18xr, für ein Graduale von Umlauf 20 xr und für ein Offertorium von Eybler 33 xr.\nVermerk Bruckners \"gezahlt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609115, "Datum": "11.9.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Um 9 Uhr Abfahrt von Braunau mit Ignaz Mayers Dampfschiff »Inn« nach Passau. Nach dreistündigem Aufenthalt Weiterreise nach Linz, wo der »Frohsinn« um halb acht Uhr abends eintrifft (*).\r\nDie Liedertafel »Frohsinn« wird bei ihrer Ankunft in Linz vom bereits aus Ischl eingetroffenen Wiener Männergesangverein begrüßt. Am nächsten Tag fahren die Wiener mit dem Dampfschiff weiter.\r\n\"In Linz kam bald nach dem Wiener Vereine die Linzer Liedertafel von Passau an, so daß die Mitglieder des erstern, die große  Dienstfertigkeit der Linzer Freunde mit einem herzlichen Willkommen anzuerkennen vermochten. –\" (**).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:35"}, {"ID": 186709115, "Datum": "11.9.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Vermerk von Karl Waldeck in seinen Kontrapunktstudien 1864-1868 auf S. 10 (Fuge e-Moll, 68 Takte):\n\"geschrieben den | 11. September 867. | Thema v. Bruckner\".", "Letzte Änderung": "03.05.2024 07:31"}, {"ID": 186809115, "Datum": "11.9.1868, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 209 meldet auf S. 3, daß Bruckner zum Hoforganisten ernannt wurde:\r\n      »10. Sept. 1868. [...] § Herr Anton Bruckner, derzeit Domorganist und Chormeister der Liedertafel „Frohsinn” in Linz, welcher vor Kurzem eine Professorstelle an dem Musik=Konservatorium in Wien erhalten hat, ist von Sr. Majestät dem Kaiser zum überzähligen k. k. Hof=Organisten ernannt worden« (*).\nIn einer ähnlichen Notiz erwähnt die Linzer Zeitung Nr. 209 auf S. 859, daß die f-Moll-Messe fertiggestellt ist:\r\n      »Personalnachricht. Der hiesige Domorganist Herr Bruckner wurde zum k. k. Hoforganisten ernannt. Wir sind überzeugt, daß seine zahlreichen Freunde diese Nachricht mit aufrichtiger Freude vernehmen werden. Wir theilen denselben bei diesem Anlasse zugleich mit, daß Herr Bruckner dieser Tage mit der Composition seiner dritten Messe fertig geworden ist, und daß der Herr Hofrath und Kanzlei-Director des k. k. Obersthofmeisteramtes Ritter v. Imhof-Geißlinghof die Widmung derselben angenommen hat.« (**).\nDie Gemeindezeitung (Wien) Nr. 211 schreibt auf S. 4:\r\n     \" - (Der hiesige [sic] Domorganist Bruckner) wurde von Sr. Majestät zum überzähligen Hoforganisten ernannt.\" (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:25"}, {"ID": 187009115, "Datum": "11.9.1870, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-moll-Messe im Salzburger Dom. Bruckner ist möglicherweise nur als Zuhörer dabei (*).\r\n     Es werden die am 31.12.1867 von Schimatschek fertiggestellten Stimmen verwendet (**), in denen sich Kommentare der Musiker (3. Posaune) erhalten haben (***): [Kyrie:] »neun Minuten o Gott«, [Gloria:] »10 Minuten, Sakrament«, [Credo:] »14 Minuten, jetzt lauf ich aber bald fort«, [Sanctus:] »3 Minuten, sehr gnädig«, [Benedictus:] »7 Minuten, bis jetzt 43 Minuten, ohne Comuszulage« (***).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 883 von Bruckners Orgelspiel am 9.9.1870 in Salzburg und vom Ausflug nach Kirchdorf [25.8.1870] und von der Ehrung durch die dortige Liedertafel:\r\n     »Linz, 10. September. [...] * (Hoforganist Anton Bruckner.) Der kaiserliche Hoforganist Herr Anton Bruckner weilt seit einigen Tagen in Salzburg und hat am 9. d. mehrere Musikfreunde durch eine interessante Production auf der schönen Orgel in der Collegienkirche erfreut. Vor Kurzem befand sich Herr Bruckner auf einem Ausfluge in Kirchdorf, woselbst ihn die dortige Liedertafel mit besonderer Auszeichnung empfing.« (°).", "Letzte Änderung": "01.09.2025 20:58"}, {"ID": 187209115, "Datum": "11.9.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Finale der 2. Symphonie in \"St. Florian | fertig. 11. September 1872.\" in Partitur geschrieben.\nBleistiftnotiz \"Schlußsatz Takt 806.\" (*).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:30"}, {"ID": 187409115, "Datum": "11.9.1874, Freitag", "Haupttext": "In der Sitzung des philharmonischen Komitees zur Planung der aufzuführenden Novitäten steht auch Bruckners 3. Symphonie (\"Bruckner Ant. Sinfonie in D m (Wagner dedicirt).\") zur Debatte.\r\nAußerdem sind vorgeschlagen Werke von Julius Zellner, Heinrich Hofmann, Leo Grill, R. Fuchs, Robert Schumann (\"Bilder aus dem Osten\" orchestriert von Reinecke), Rheinthaler, Remi und Volkmann.", "Letzte Änderung": "15.10.2024 07:48"}, {"ID": 188009115, "Datum": "11.9.1880, Samstag", "Haupttext": "Ankunft in München um 7 Uhr, um 3/4 10 Uhr über Salzburg nach Vöcklabruck, wo Bruckner sich mit der Familie Braun trifft. Ankunft in Linz um 5 Uhr abends.\nIn Traunstein bei Salzburg sah Bruckner [auf der Hin- oder Rückreise?] die Hoteliers-Tochter Frl. Wisbauer (*).", "Letzte Änderung": "03.09.2024 20:08"}, {"ID": 188109115, "Datum": "11.9.1881, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 920 von Bruckners Orgelkonzert am 10.9.1881:\n»     * (Orgelconcert.) Anläßlich des heute hier abgehaltenen Lehrertages veranstaltete Herr Professor Bruckner aus Wien in der Domkirche um 1 Uhr Mittags ein Orgelconcert, dem nicht nur die hier anwesenden Lehrer, sondern auch viele andere Kirchenmusikfreunde beiwohnten. Der geistvolle Vortrag des rühmlichst bekannten Künstlers erfüllte alle Zuhörer mit großer Befriedigung.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309115, "Datum": "11.9.1883, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner reist nachmittags von St. Florian (*) nach Kremsmünster ab.\r\nEr trifft dort u.a. mit P. Romuald Lang (**a), Loidol, Prälat Leonhard Achleuthner, Chordirektor Pater Georg und Organist Leitenmaier zusammen. Auf dem Klavier spielt er aus dem Te deum, der 7. [?] und 4. Symphonie vor (**).\r\n   »Am 11. September kam Bruckner in Kremsmünster an. Am folgenden Tage bereitete er den Kremsmünsterern einen Kunstgenuß. Über das Orgelkonzert wird von Frater Oddo Loidol in Zeitung erwähnt.« [12.9.1883 bzw. 19.9.1883] (***).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 20:46"}, {"ID": 188409115, "Datum": "(11.9.1884, Donnerstag)", "Haupttext": "Oddo Loidol legt in Kremsmünster die Ordensgelübde ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709115, "Datum": "11.9.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle (geplant)] (*).\r\nDas Abendgebet wird nicht notiert. [Stattdessen (=Kirchenbesuch?) eine doppelte waagerechte Linie] (**).\n\r\nBruckner reist (laut Gäste- und Fremdenbuch) von St. Florian ab [er war am 24.7.1887 angekommen] (***).", "Letzte Änderung": "20.11.2024 22:36"}, {"ID": 189009115, "Datum": "11.9.1890, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n\"11. Sept. Frl. Marie Payrleitner, Frl. Johanna Mair, H Mair mit den Ausflug nach Christkindl gemacht.\" [siehe die Anmerkung] (*).\n\r\nJohanna Mayr notiert in ihrem Tagebuch [Notiz 1953 niedergeschrieben?]:\r\n\"Ein schöner Ausflug mit Bruckner, meinem lieben Vater [Anton Mayr], meiner Schwester Mizzi und meiner Freundin [Marie Payrleitner gemeint?] nach Christkindl ist mir zeitlebens in Erinnerung. In dem großen Gastgarten hinter der Kirche saßen wir fröhlich beisammen, als Bruckner plötzlich ernst wurde, seinen Rockärmel zurückstreifte und mit verklärtem Gesichtsausdruck (neben?) auf seine Manschette schrieb: \"Mein Micherl, das ist für meinen Micherl!!\", sagte er (8. Symphonie c-moll).\" (**).\n\r\n[In diesem Zeitraum? Oder zum 4.9.1889 gehörend?] Visitenkarte Bruckners an Maria Mayr: \"Hochverehrtes Fräulein!\r\nDanke sehr! und freue mich überaus auf die 3. Stunde. Küsse Ihnen u Frl Johanna die Hände!\nABruckner.\" (***).\n \nEin Inserat im Musikalischen Wochenblatt Nr. 38 macht auf den Erstdruck der [revidierten] 3. Symphonie aufmerksam:\r\n                 \"Neue Auflage.\n     Soeben erschien in neuer Auflage:\nAnton Bruckner: Symphonie in D moll,\n        No. 3. (Richard Wagner gewidmet.)\n   Partitur M 25,-. netto.    Stimmen M 45,-. netto.\n   Clavier-Auszug zu vier Händen M 6,-.\nConcertdirectionen steht die Partitur ansichtsweise zur Verfügung.\n     Th. Rättig, Musikverlag, Wien.\n               I. Wallnerstrasse 1.\" (°).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 12:33"}, {"ID": 189409115, "Datum": "11.9.1894, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner dankt in einem Inserat (Text datiert 7.9.1894) in der Neuen Freien Presse Nr. 10794 auf S. 15 für die Glückwünsche zum 70. Geburtstag (*).\r\nDer Rechnungsbeleg darüber befand sich in Bruckners Nachlaß [siehe 12.9.1894] (**).\nBrief von Professor Leopold Schrötter (Ebensee) an Bruckner:\r\n     Er solle den Anweisungen Dr. Weißmayrs folgen und bei Wetterverschlechterung von Steyr nach Wien zurückkehren. Er, Schrötter, sei jeden Mittwoch in Wien und könne Ende September auch von Kremsmünster über Steyr heimfahren, um Bruckner zu besuchen (***).\nBrief Breselmayrs (St. Florian) an Pfarrer Aichinger:\r\n     Er habe gestern Aichingers Brief [vom 9.9.1894?] dem Prälaten gezeigt und füge nun dessen schriftliche Antwort im Original bei. Beiliegend ein Brief des Prälaten Ferdinand Moser [vom selben Tag]: Er werde für die richtige Sarkophagaufstellung in St. Florian sorgen (°).\nDie Allgemeine Zeitung München Nr. 251 (Morgenblatt) bringt auf S. 1 eine kurze Notiz zu Bruckners Geburtstag:\r\n\"     * Wien, 5. Sept. Die Zurüstungen zu Johann Strauß' 50jährigem Künstlerjubiläum haben unsere officiellen Kreise völlig den gestrigen 70. Geburtstag von Anton Bruckner vergessen lassen. Es ist darum ein doppeltes Unrecht, daß weder die Stadt Wien, noch unsere Ordenskanzleien des großen Orgelspielers und verdienten Tondichters sich erinnerten, der vor drei Jahren zum Ehrendoctor der Philosophie unsrer Universität gewählt und in Bayreuth, München und Berlin bei Richard Wagner, Ihrem Levi und Anderen längst wohlwollende Förderung erfahren hat. Wie der arme Schulmeisterssohn aus eigener Kraft sich zum angesehenen Symphoniker emporarbeitete, bleibt ebenso denkwürdig, wie die zähe, ausgiebige Gehässigkeit, die seinem Schaffen das Dasein in Wien jahrzehntelang verbitterte. – \" [keine Signatur] (°°).\nIn der Linzer Tages-Post Nr. 207 erscheint auf S. 5 eine Mitteilung aus Steyr, derzufolge am 12.9.1894 die Steyrer Liedertafel Bruckner zum Ehrenmitglied ernennen wird: \"     (Dr. Anton Bruckner.) Man berichtet uns aus Steyr unterm 9. d. M.: Kommenden Mittwoch den 12. d. M. wird die Liedertafel Steyr in der stattfindenden Generalversammlung den Tondichter Anton Bruckner zum Ehrenmitgliede der Steyrer Liedertafel ernennen.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "25.04.2026 02:01"}, {"ID": 189509115, "Datum": "11.9.1895, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 209 schreibt auf S. 4:\n\"    – Professor Bruckner. Die Verehrer des Prof. Doctor Anton Bruckner werden mit der größten Freude die Nachricht vernehmen, daß der Meister, der sich von seiner schweren Krankheit bereits vollständig erholt hat und dessen Gesundheitszustand derzeit nichts zu wünschen übrig lässt, an die Wiener Universität die Mittheilung gelangen ließ, daß er im kommenden Wintersemester über Formenlehre eine und eine halbe Stunde wöchentlich, Montag von 6 bis halb 8 Uhr Abends, Vorlesungen halten werde. Prof. Bruckner, der an der philosophischen Facultät die Stelle eines Lectors bekleidet, wird im Hörsale Nr. 26 unentgeltlich lesen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189809115, "Datum": "11.9.1898, Sonntag", "Haupttext": "The Times Nr. 8379 (Philadelphia, Pennsylvania) erwähnt Bruckner in Zusammenhang mit Schalk:\r\n\"   NEWS OF THE MUSICAL WORLD\r\n[...]\r\n     According to the Musical Courier, Franz Schalk, the young conductor whom Maurice Grau has engaged for his German operas, is of Hebraic extraction [sic] and was born in 1863. He studied violin with Hellmesberger and composition with Bruckner at the Vienna Conservatory, and went to Graz, in Bohemia, to conduct in 1888. [...].\"", "Letzte Änderung": "09.06.2024 08:54"}, {"ID": 190109115, "Datum": "11.9.1901, Mittwoch", "Haupttext": "Tagebuchnotiz von Laura Hueber: »[...] Noch Vormittag besuchten wir den Stadtpark, der sehr schön ist. Wunderbare Parkanlagen sind dort. Sonst ist der Gr. Stadtp. [Grazer Stadtpark] schöner. Das Bruckner-Denkmal ist sehr schön. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190209115, "Datum": "11.9.1902, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von R. v. Waldheim / Jos. Eberle, vertreten von Josef Stritzko, an August Göllerich:\n     Dankt für Göllerichs Schreiben. Ob der \"Frohsinn\" bereit sei, zum Kopieren für den Notenstich die Autographen von \"Trauungschor\" [WAB 49], \"Herbstlied\" und \"Um Mitternacht\" [vermutlich WAB 89] für eine Woche zu überlassen? \"Der deutsche Gesang [WAB 63] sei bereits in ihrem Besitz. Die Jodlerstimmen [zu \"Abendzauber\"] würden auch eingerichtet.\n     Göllerichs Wunsch nach den Aufführungsdaten der Symphonien und einer Auflistung der Erstdrucke werde er, soweit ihm möglich, bald erfüllen, doch seien die 7. Symphonie und das Quintett immer noch bei Gutmann im Verlag.\n     Beiliegend erhalte Göllerich die Partituren [= Autographen?] von \"Germanenzug\", \"Träumen und Wachen\", \"O könnt ich dich beglücken\" [WAB 92] und \"Im April\" zurück.\n     Ob die Erstaufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker oder den Wiener Akademischen Wagner-Verein erfolgen wird, sei noch ungeklärt. Göllerichs Wunsch nach der Zweitaufführung der 9. Symphonie könne nach Erlangung des Aufführungsrechtes erfüllt werden.\n     Die Adresse Silbersteins kenne er nicht. Freut sich über die geplante Aufführung eines eigenen Chores durch den \"Frohsinn\".\n     PS: Im \"Lehmann\" sei nur die Adresse von Magdalena Silberstein (\"Schriftstellers-Witwe | I Naglergasse 29\" zu finden. Möglicherweise sei August Silberstein verstorben [7.3.1900]. Unterzeichnet von Josef Stritzko.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 07:47"}, {"ID": 190609115, "Datum": "11.9.1906, Dienstag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 251 teilt auf S. 15 mit, daß der Wiener Konzertverein ein Bruckner-Gedächtniskonzert plant [Trauermusik aus der 7. Symphonie und 8. Symphonie am 31.10.1896].", "Letzte Änderung": "20.04.2023 10:45"}, {"ID": 192409115, "Datum": "11.9.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Bergen unter Harald Heide (*).\nVierseitiger Brief von Carl Reder an Franz Gräflinger:\r\n\"[gedruckter Briefkopf:] ENGELHOF\r\n[handschriftlich, sehr klein geschrieben:] Steyr am 11. September 1924\nSehr geehrter Herr!\r\nIch las vor einigen Tagen in der \"Tagespost\" [4.9.1924] Ihren schönen Artikel \"Bruckner &amp; der liebe Gott\" ferner in der N. F. P. von Hermann Bahr \"Denkmal für Bruckner\" [Neue Freie Presse 4.9.1924] in den Alpenländischen Monatsheften \"Erinnerungen an Anton Bruckner\" von Dr Carl Diannoni [Giannoni] und erinnerte ich mich beim Lesen dieser [an] den Tonkünstler gerichten [? gemeint: \"gerichteten?] Artikel an eine Begebenheit aus dem Leben Bruckners, die Sie verehrter Herr interessieren dürfte.\r\n      In den Jahren 1882 bis 1888 verbrachte ich in Wien wöchentlich einigemal die Abende in Bruckners Gesellschaft, ausgenommen in den Ferienmonaten, im Restaurant Gause in der Johannesgasse &amp; waren wir Oberösterreicher zu dritt; durch meinen Freund Almeroth wurde ich mit Bruckner bekannt, denn dieser war ein großer Verehrer des Meisters, galt er doch selbst in unserem Kreis als musikalisches Genie.\r\n      Zum letztenmal war ich mit Bruckner zusam[m]en als ich ihn in schwerkranken Zustand auf der Fahrt von Steyr nach Wien begleitete &amp; ihn dort seiner Wirthschafterin Kathi in der Hessgasse spät abends übergab.\r\n      Bruckner jammerte uns zu dieser Zeit oft vor, wie sehr er durch seine Vorlesungen an der Universität über Harmonielehre, abgehalten werde, sich seinen Musikstudien zu wiedmen [sic?], erstere jedoch nicht aufzugeben vermöge, weil er auf die bescheidenen Einkünfte seines Unterrichtes angewiesen sei.\r\n      Und so kam es denn, daß Bruckner unsern gemeinsamen Freund Almeroth anging, bei Gräfin Lamberg, geborne Werndl und deren Schester [sic] Baronin Imhof, bei mir und noch einem [einer?] Bekannten anzufragen, ob wir nicht bereit wären, je hundert Gulden [eingefügt: monatlich] beizusteuern um mit dem erzielten Betrag von ÖWFl [öw hochgestellt] 500.- jenen Fond zu schaffen, der ihn ermöglichen sollte, seine Professur am Nagel zu hängen.\r\n      Bei Gelegenheit der rechtskräftigen Fassung dieser Zuwendung wurde uns aber von den beigezogenen Notar bedeutet, daß dieselbe einer Schenkung gleichkäme, wodurch sie einem wesentlichen Steuersatze unterliegen würde. Um dieser Abzapfung nun zu entgehen, machte sich Bruckner erbötig für unsere [unsern?] bescheidene[n?] Besteuer [? Beisteuer?] eine Gegenleistung in der Art zu bieten, daß er uns alljährlich, u. z. in den langen Ferien die große Orgel in St. Florian spiele &amp; hielt er auch getreulich dieses Versprechen. Und so fuhren wir denn alljährlich einmal zum Orgelspiele dieses erhabenen Tonkünstlers mit Bekannten nach St. Florian &amp; verbrachten wir auch jedesmal den Abend mit Bruckner zusammen dort.\r\n     Wahren und eigentlichen Genuß an diesem Spiele fand wohl am meisten unser Freund Almeroth, denn uns andern fehlte leider jedwelches Verständniß für diese musikalischerhabene Darbietung.\r\n     Wie oft wir zu diesem Zwecke diese schöne Klosterkirche aufsuchten, weiß ich mich heute nicht mehr zu erinnern, ebensowenig weiß ich noch, wie viele Jahre wir die oben erwähnten Beiträge leisteten.\r\n      Bruckner verbrachte den Großtheil des langen Ferienaufenthaltes im hiesigen Stadtpfarrhof, verblieb, als ich damals jung verheiratet war, Abends häufig bei uns &amp; thut es mir heute erst besonders leid, daß ich von den etlichen Briefen, die Bruckner an uns richtete, kaum einen noch haben werde, denn sie wurden uns von den Verehrern des Meisters nach und nach abgebettelt und vermag ich meinen Enkelkindern höchstens einen [zu] hinterlassen.\r\n     Nach den oben erfolgten Ausführungen komme [ich] nun zu den eigentlichen Zweck dieser Zeilen. Ich nehme nämlich an, daß Sie verehrter Herr zu den besonderen Verehrern Bruckners gehören, denn ich glaube mich erinnern zu können, von Ihnen in der \"Tagespost\" über Bruckner vor längerer Zeit schon gelesen zu haben. Und als solchen Verehrer will ich Sie fragen, ob Sie Werth darauf legen in den Besitz der vorerwähnten notariellen [nachträglich eingefügt:] Original Urkunde zu kommen, in welchem Falle ich es mir angelegen sein lassen würde, um diese bei den beiden hiesigen [nachträglich eingefügt:] mir bekannten Notaren Nachsuche zu halten; finde &amp; erhalte ich dieses Dokument, werde ich mir erlauben, Ihnen dasselbe zuzusenden.\r\n     Verzeihen Sie verehrter Herr wenn ich Ihre Zeit einige Minuten in unerlaubter Weise in Anspruch genommen habe und bitte ich bei diesem Anlasse die aufrichtige Versicherung meiner Werthschätzung entgegen nehmen zu wollen.\r\nIhr ergenebster C. Reder.\r\n      NB. Ich habe zur Zeit als ihn sein Erbfeind [sic] Hanslick viele Qual bereitete [nachträglich eingefügt:] oft tagtäglich seine Auslassungen über dieselbe anhören müssen, aber es war ihm ein Trost sich aussprechen zu können. Bruckner war, insbesondere seinen Landsleuten gegenüber aufrichtig freundschaftlich gesinnt, aber [nachträglich eingefügt:] er war doch oft auch recht eigensinnig, daß es vorübergehend Zank gab.\" (**).\r\n[Siehe auch 15.9.1924 und 21.9.1924]", "Letzte Änderung": "19.10.2024 07:59"}, {"ID": 192509115, "Datum": "11.9.1925, Freitag", "Haupttext": "Das Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 429 bringt auf S. 2 einen Artikel \"Eduard Hanslick. Zu seinem 100. Geburtstag am 11. September 1925\", in dem nicht nur die Anekdote von Bruckners Audienz beim Kaiser Franz Joseph mitgeteilt wird, sondern auch die von Richard Wagners Bitte an seine Gäste vom Akademischen Wiener Wagner-Verein, ordentlich zu tafeln und fidel zu sein, damit ihm nicht von Hanslick Geiz vorgeworfen werde.", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:43"}, {"ID": 193109115, "Datum": "11.9.1931, Freitag", "Haupttext": "In The Manchester Guardian Nr. 26526 berichtet \"N. C.\" vom \"Three Choirs Festival\" in Gloucester, bei dem überwiegend Werke englischer Komponisten aufgeführt wurden.\n     \"[...] \"A Prophet in the Land\" is a very good specimen of its kind, as indigenious to a Three Choirs Festival as a Bruckner symphony is to Vienna. Of all the English composers heard nowadays at the Three Choirs Festival Elgar is apparently the only one who can write freely for the orchestra. [...].\" (*).\n\n\nDer Artikel \"Vienna \"City of Music\" \" [vgl. 27.2.1931 etc.], in dem Bruckner als einer der Wiener Komponisten kurz erwähnt wird, erscheint auch in The Gresham Gazette Nr. 25 (Gresham, Nebraska) auf S. 1 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193209115, "Datum": "11.9.1932, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193309115, "Datum": "11.9.1933, Montag", "Haupttext": "Radio Wien überträgt zwischen 20:00 und 22:00 Uhr das Geistliche Konzert anlässlich des Allgemeinen Deutschen Katholikentages aus dem Großen Musikvereinssaal. Der Wiener Staatsopernchor unter Ferdinand Großmann singt u.a. auch Bruckners \"Ave Maria\".", "Letzte Änderung": "04.04.2026 08:39"}, {"ID": 193509115, "Datum": "11.9.1935, Mittwoch", "Haupttext": "Produktion [?] des Reichssenders München zu den Finaleskizzen der 9. Symphonie. Elsa Krüger und Kurt Bohnen präsentieren Elsa Krügers Bearbeitung für zwei Klavier nach einem Einführungsvortrag von Oskar Lang.", "Letzte Änderung": "15.04.2025 18:29"}, {"ID": 193809115, "Datum": "11.9.1938, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Propst Hartl an Hitler:\r\n    Erinnert an die Enthüllung der Bruckner-Büste in der Walhalla und bittet um ein rettendes Wort zugunsten des St. Florianer Stifts-Gymnasiums und der Bruckner-Schule.", "Letzte Änderung": "28.05.2025 14:52"}, {"ID": 194009115, "Datum": "11.9.1940, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4 Orchesterstücke [WAB 97 und Marsch WAB 96] durch die Wiener Symphoniker unter Rudolf Nilius beim Reichssender Wien. Solist in einer Svendsen-Romanze ist der Geiger Rudolf Malcher (*).\nArtikel von Franz Gräflinger \"Bruckners letzter Lehrer\" [Otto Kitzler] im Neuen Wiener Tagblatt [zum Entwurf siehe 6.9.1940] (**).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 07:46"}, {"ID": 194209115, "Datum": "11.9.1942, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Jury Arbatsky »Anton Bruckners Lehrer (S. Sechter)« im Neuen Wiener Tagblatt und in der Linzer Tages-Post.", "Letzte Änderung": "16.06.2024 22:31"}, {"ID": 194509115, "Datum": "11.9.1945, Dienstag", "Haupttext": "Artikel »Erneuerung der Bruckner-Gesellschaft« im Neuen Österreich.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194709115, "Datum": "11.9.1947, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Rudolf Nilius im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194909115, "Datum": "11.9.1949, Sonntag", "Haupttext": "Photographien von der Bruckner-Ausstellung im Kaufhaus Gerngroß. Sie zeigen Details der Ausstellung und Besucher, darunter Dr. Theodor Körner, Dr. Franz Grasberger und Propst Leopold Hager.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195409115, "Datum": "11.9.1954, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch im Saal der Hochschule für Musik in Berlin. Solistin im Bruch-Konzert ist Ariana Bronne.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195509115, "Datum": "11.9.1955, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Volkmar Andreae auf dem Heiligenstädter Pfarrplatz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196309115, "Datum": "11.9.1963, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Orchestre National de France unter Carl Schuricht im Théâtre Municipal in Besançon.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197209115, "Datum": "11.9.1972, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Rudolf Kempe im 52. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London.\nSolisten in Mozarts Sinfonia Concertante KV 364 sind Norbert Brainin und Peter Schidlof.", "Letzte Änderung": "09.01.2024 23:05"}, {"ID": 197409115, "Datum": "11.9.1974, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Claudio Abbado in der Kathedrale St. Bavo in Gent.", "Letzte Änderung": "10.06.2026 12:05"}, {"ID": 198009115, "Datum": "11.9.1980, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt meldet, dass die von Franz Pühretmayr geschnitzte Bruckner-Holzbüste (IKO 459) Landeshauptmann Ratzenböck überreicht wurde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198609115, "Datum": "11.9.1986, Donnerstag", "Haupttext": "Einspielung der 2. Symphonie (Edition Haas) durch das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra unter Asahina (*).\n\n\nArtikel von Franz Scheder \"Das Lob galt den \"lieblichen\" Frauen und schäumenden Humpen. Reminiszenzen eines Nürnberger Sängerfestes im Jahr 1861\" in den Nürnberger Nachrichten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198709115, "Datum": "11.9.1987, Freitag", "Haupttext": "Jean Guillou bringt in seinem Orgelkonzert in St. Sulpice in Paris neben Werken von Nadja Boulanger, Vierne und Widor auch das Perger Präludium.", "Letzte Änderung": "12.12.2025 13:13"}, {"ID": 198909115, "Datum": "11.9.1989, Montag", "Haupttext": "Artikel von Reinhold Tauber \"Schritt ins nächste Jahrtausend. Eröffnung des Brucknerfestes mit kritischen Bemerkungen zum österreichischen Kulturverständnis\" in den Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199009115, "Datum": "11.9.1990, Dienstag", "Haupttext": "Artikel Komponist aus Berufung. Anton Bruckner - \"Symphoniker ... mein Lebensberuf\". im Haller Tagblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199409115, "Datum": "11.9. - 2.10.1994, Sonntag bis Sonntag", "Haupttext": "Internationales Bruckner-Fest in Linz. Eröffnung mit einer Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:32"}, {"ID": 200509115, "Datum": "11.9. - 2.10.2005", "Haupttext": "Brucknerfest in Linz. Am 11.9.2005 Aufführung des Bruckner zugeschriebenen Symphonischen Präludiums unter Heinrich Schiff.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:39"}, {"ID": 199809115, "Datum": "11.9. - 4.10.1998, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Internationales Bruckner-Fest in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201109115, "Datum": "11.9. - 7.10.2011, Sonntag bis Freitag", "Haupttext": "Ausstellung des ABIL \"Bruckner-Raritäten\" im Foyer des Brucknerhauses in Linz im Rahmen des Brucknerfestes.\r\n(*) Beim Bruckner-Fest werden u. a. die 6. Symphonie (in St. Florian) durch das Gewandhaus-Orchester unter Riccardo Chailly), die 2. Symphonie (Fassung 1872) durch das Bruckner Orchester Linz unter Dennis Russell Davies, die 8. Symphonie in einer Version für Jazz-Ensemble von Ohad Talmor (*a) und Vokalwerke aufgeführt. Tomasz Adam Nowak spielt im Neuen Dom auf der Rudigier-Orgel eine \"Improvisation in Form einer sinfonischen Skizze über Themen aus der Sinfonie Nr. 6 von Anton Bruckner\".", "Letzte Änderung": "01.08.2026 18:38"}, {"ID": 195412115, "Datum": "11. und 14.12.1954, Samstag bzw. Dienstag", "Haupttext": "Einspielung der 4. Symphonie durch das Philharmonia Orchestra unter Lovro von Matacic in der Kingsway Hall in London (1. Sitzung am 12./13.10.).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194504125, "Datum": "11. und/oder 12.4.1945, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Robert Heger im 18. Konzert für die Rüstungsindustrie. Aufführung der Schlußszene aus Richard Wagners »Götterdämmerung« (Sopran: Gertrud Rünger) auf Wunsch Albert Speers. Solist im Beethoven-Konzert ist Gerhard Taschner.", "Letzte Änderung": "08.01.2026 14:47"}, {"ID": 184910125, "Datum": "12.10.1849, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird Privatlehrer der Sängerknaben in St. Florian. Er erhält dafür zusätzlich 36 Gulden [jährlich] und Verpflegung im Stift (*).", "Letzte Änderung": "07.08.2025 09:56"}, {"ID": 185810125, "Datum": "12.10.1858, Dienstag", "Haupttext": "Mitwirkung des »Frohsinn« bei einem Konzert von A. M. Storch in der Urfahrer Bierhalle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186210125, "Datum": "12.10.1862, Sonntag", "Haupttext": "»Marsch« für Orchester [WAB 96] vollendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186410125, "Datum": "12.10.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner:\r\n   Hat von Dr. Langer (Leipzig) keine Antwort, bedauert Schützenbergers Los. Ob Sechter nichts von der geplanten Orgelklasse am Konservatorium wisse? Aufstiegschance für Bruckner! Hermann Köhler sei zum Professor berufen. Grüße an Alois Weinwurm, Otzelberger, Hartl und Maier. Hanslick habe einen Artikel über Beethovens finanzielle Lage verfaßt. Singverein plane Werke von Händel, Beethoven und Bach. Klagen über die rückständige Programmgestaltung der Philharmoniker.", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:09"}, {"ID": 186710125, "Datum": "12.10.1867, Samstag", "Haupttext": "Eine Abschrift des Zeugnisses vom 12.8.1859 wird [vom Linzer Bezirksgericht?] beglaubigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186810125, "Datum": "(12.10.1868, Montag)", "Haupttext": "Herbeck dirigiert den Wiener Männergesangverein bei der Grundsteinlegung zum Schubert-Denkmal, bei der auch ein Schubert-Chor mit unterlegtem Text von August Silberstein gesungen wird. Dumba hält die Festrede.", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:56"}, {"ID": 187110125, "Datum": "12.10.1871, Donnerstag", "Haupttext": "[den nahezu identischen Artikel in der Linzer Tages-Post siehe »13.10.1871]\nArtikel in der Morgenpost Nr. 282 auf S. 4: Bruckner sei denunziert worden; Schulrat Becker habe ihm die Entlassung mitgeteilt:\r\n   » * Eine eigenthümliche, schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jireczek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt - so schreibt man uns - in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Vor Kurzem kehrte der am Wiener Pädagogium als Professor des Orgelspiels angestellte k. k. Hoforganist, Herr Bruckner, aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, hieher zurück und war sich keines Argen bewußt, als er sich eines Tages mittelst Zitation vor dem Schulrath des Pädagogiums beschieden sah. Hier wurde er vom Schulrath Becker mit vorwurfsvoller und barscher Rede empfangen und ihm eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nech dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Prof. Bruckner wagte es in seiner bekannten Bescheiden= und Schüchternheit nicht, auf diese Insinuation die gebührende Antwort zu geben und nahm die Entlassung an, obschon es sich hiebei buchstäblich um seine Existenz handelte. Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an das hiesige Pädagogium, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. und als vierter k. k. Hoforganist einen Zuschuß von 200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. In der Angst um seine Zukunft wandte er sich an den König von Baiern, um für sich eine passende Stellung an einem Münchener Institute zu erbitten, und erwartet jetzt von der königlichen Antwort sein Heil oder Weh'. Jene anonyme Denunziation aber, welche den deutschen Prof. Bruckner in die Lage setzte, einem czechischen Nachfolger Platz zu machen, entspricht nur insofern der Wahrheit, als der Herr Professor ein Mal eine Schülerin mit „Liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei. So wird uns der Fall von völlig unbefangener Seite dargestellt. Eine Bürschaft für die volle Richtigkeit können wir trotzdem nicht übernehmen. Die offizielle Aufklärung wird indessen wohl nicht lange auf sich warten lassen.« (*).\n\r\nZeugnis Hellmesberger über Bruckners Erfolge als Lehrer am Konservatorium (Unterricht, Prüfungen, Disziplin):\r\n     \"Daß der k. k. Hoforganist Herr Bruckner am hiesigen Conservatorium als Professor für Generalbaß - Harmonielehre u praktisches Orgelspiel in ganz vortrefflicher Weise Unterricht ertheilt, durch ausgezeichnete Prüfungs-Resultate sich als eine Lehrerkraft [sic] gediegenster Art erweist - sowie dß der geschätzte Künstler in den von ihm geführten Classen tadellose Disciplin erhält, bestätige hiemit\r\nWien 12. Okt. 1871.\r\nHellmesberger,\r\nArtist. Director d. Conservatorium.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:12"}, {"ID": 187610125, "Datum": "12.10.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Das Grazer Volksblatt Nr. 234 prangert [wie schon am 8.10.1874] auf S. 3f die Kirchenmusik in Wien an: \n\n     \" * (Kirchenmusikalisches aus Wien.) In der \"N. Fr. Pr.\" [Neue Freie Presse 7.10.1876] fand sich, was übrigens regelmäßig zu finden, vorigen Samstag folgende Anzeige: \"Am Sonntag den 8. Oktober kommen zur Aufführung [... es folgen 6 Kirchen mit dem kompletten Programm und den Mitwirkenden, als fünfte die Pfarrkirche Alservorstadt ...] Am Schlusse des Hochamtes wird Hof=Organist Bruckner eine Fuge über: \"Gott erhalte unsern Kaiser\" vortragen.\" [... Altlerchenfelder Kirchenmusikverein ...]\n     Das \"Tiroler Volksblatt\" berichtete ja letzthin, daß es in Wien geschehe, daß Sänger und Sängerinnen sogar um Geld sich das Recht erkaufen, ein Solo in der Kirche singen zu dürfen; natürlich unter Bekanntgabe, damit der Zweck erreicht werde. - Die Entwürdigung und Profanirung kann schon nicht mehr weiter getrieben werden!!\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710125, "Datum": "12.10.1877, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Will 4. Symphonie umarbeiten; auch Herbeck habe ihn darin bestärkt. Bilse möge Partitur und Stimmen zurückzusenden. Die 3. Symphonie sei fertig. Aufführung am 16.12.1877 unter Herbeck. Die Symphonie stehe dann für Berlin [Bilse] zur Verfügung. Die Wiener Philharmoniker hätten seine Werke schon mehrfach abgelehnt, und Richter habe beste Kontakte zu den heftigsten Wagner-Gegnern. Wiederholt seine Bitte vom 1.5.1877 (*).\nDatierung am Ende des Adagios der 3. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187810125, "Datum": "12.10.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"X. (12/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 15:39"}, {"ID": 188010125, "Datum": "12.10.1880, Dienstag", "Haupttext": "Gustav Hueber wird in Vöcklabruck von Bischof Rudigier gefirmt. Bruckner ist der Firmpate, läßt sich aber vertreten (*).\n(Aufführung von Wagners »Meistersingern« unter Hans Richter, erstmals mit Scaria als Sachs und ungekürztem Wahnmonolog (**)).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 10:27"}, {"ID": 188210125, "Datum": "12.10.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 1118 über das Konzert des Welser Männergesangvereins am 8.10.1882, bei dem der Chor »Sängerbund« [WAB 82] aufgeführt worden ist:\n     »C Wels, 9. October. (Vom Männergesang=Verein.) Die gestrige Herbstproduction des hiesigen Männergesang=Vereines unter der Leitung des Chormeisters Herrn Eduard Binder in der städtischen Volkshalle nahm einen äußerst günstigen Verlauf und erfreute sich eines zahlreichen Besuches. Zum Eingange wurde der Männerchor von A. Bruckner: »Sängerbund« gesungen, den der bekannte Tonkünstler für das im nächsten Jahre stattfindende salzburgisch=oberösterreichische Sänger=Bundesfest eigens componirt und Herrn Stadtrath Göllerich zugeeignet hat. Der Chor ist kraft= und wirkungsvoll, erinnert aber nicht undeutlich an das bekannte »Deutsche Lied« [Kalliwodas] und ist textlich von sehr bescheidenem Werthe. [... keine Signatur]« (**).\n \nEin Bericht erscheint auch in der Linzer Tages-Post Nr. 234 auf S. 2:\n          \"Korrespondenzen.\n               Wels, 9. Oktober.\n     (Liedertafel.) Das Programm der gestern Abends in der Volkshalle abgehaltenen Produktion unseres Männergesangvereines war folgendes: 1. A. Bruckner: \"Sängerbund.\" Männerchor. (Als Gesammtchor für das im nächsten Jahre stattfindende oberösterreichisch=salzburgische Sänger=Bundesfest komponirt und Herrn Stadtrath Göllerich gewidmet.) 2. [...] Daß die Durchführung dieses schönen Programmes eine ausgezeichnete war, ist bei der umsichtigen Leitung des Vereinschormeisters Herrn Eduard Binder selbstverständlich.\n     Vorzugsweise muß das Klavierspiel des Herrn A. Göllerich jun. erwähnt werden, der mit dem Vortrage zweier brillanter Klavierstücke bewies, zu welcher Leistung auch ein überspieltes Instrument noch vermocht werden kann, wenn ein Meister es behandelt. [... Mitwirkende: Josefine Schenkel, Josefine Gütlinger, die Fräuleins Danner, Haberfellner und Mayer ...] Von den Männerchören waren neu: der \"Sängerbund\" von A. Bruckner, mit einer glücklichen Reminiszenz an \"Das deutsche Lied\"; für einen Massenchor besonders geeignet. [... weitere Mitwirkende: die Herren v. Lendl, Wessely, Emersdorfer, Peter und Moritz ... zahlreiche Besucher, anschließend Tanz ...] \" (**).", "Letzte Änderung": "01.08.2025 08:25"}, {"ID": 188410125, "Datum": "12.10.1884, Sonntag", "Haupttext": "Ignaz Traumihler in St. Florian gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510125, "Datum": "12.10.1885, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 46 gibt auf S. 4 das Programm des Hellmesberger-Quartetts in der nächsten Saison mit der Aufführung des Quintetts [am 7.1.1886] bekannt (\"[...] Bruckner: Quintett F-dur, [...]\" (*).\n\n\n\n[??] Josef Schalk hält beim Wiener Akademischen Wagner-Verein einen Vortrag über »Anton Bruckner und die moderne Kunstwelt« [siehe Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610125, "Datum": "12.10.1886, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots anläßlich der Jubiläums-Fasttage. »NB Den Zwetschken um 11 Uhr Abds gegessen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710125, "Datum": "12.10.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n»An Dr. Scherer wegen Vormerk. im Grundbuche am 12. Oktober geschrieben.« [vgl. Schuldschein vom 29.9.1887] (*).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 5668 gibt auf S. 6 die Programmplanung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins bekannt und erwähnt dabei auch die Aufführung des Kyrie der f-Moll-Messe am 18.2.1888:\r\n»- Der Wiener akademische Wagner-Verein veranstaltet [...] während des Winter=Halbjahres 1887/88 vier interne Musikabende im kleinen Musikvereinssaale (Abends halb 8 Uhr). [... am 17.11.1887, 22.12.1887 ...] Dritter Abend am 18. Februar 1888: [...] 4. Anton Bruckner: \"Kyrie\" aus der Messe in F-moll [... 4. Abend am 24.3.1888 ...]« [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "31.01.2025 12:12"}, {"ID": 188810125, "Datum": "12.10.1888, Freitag", "Haupttext": "»Die Presse« Nr. 283 kündigt auf S. 11 an, daß am 29.12.1888 im Konzert des Wagner-Vereins zwei Chöre Bruckners [prov. WAB 67? oder Ave Maria (WAB 6) und Locus iste?] aufgeführt werden:\r\n     \" - Der Wiener akademische Wagner=Verein, Zweigverein des Allgemeinen Richard Wagner=Vereins, veranstaltet, wie bereits berichtet, während des Winterhalbjahres 1888/89 vier interne Musik=Abende im kleinen Musikvereinssaale. Als Programm sind in Aussicht genommen: [...] - II. (IV.) Abend am 29. December 1888. 1. [... Beethoven, Carl Maria von Weber ...] 3. A. Bruckner: 2 Chöre. 4. Wagner [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189010125, "Datum": "12.10.1890, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum markiert und Name »Maximilian« [Namenstag (Kaiser Maximilian?)] unterstrichen (*).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 9388 macht auf S. 7 auf den Erstdruck [?] der 4. Symphonie aufmerksam:\n     \"Neue Musikalien (Bericht der k. u. k. Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus). Anton Bruckner, Romantische Symphonie, Es-dur (Partitur u. vierhändig); Ferrucio Busoni [...]\" (**).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 281 informiert auf S. 8 über das Programm der drei Konzerte der Wiener Singakademie, das auch ein Werk Bruckners [»Ave Maria« WAB 6] enthält:\r\n   \" * Das Programm für die drei diesjährigen Konzerte der Wiener Singakademie umfaßt unter Anderem an größeren Werken: [... Götz, Cherubini, Friedemann Bach ...], ferner mehrstimmig gesetzte Volkslieder und andere Chorwerke von Palestrina, [...], Peter Cornelius, Anton Bruckner, Johannes Brahms und Richard Heuberger.\" (***).\n \nDie umfangreiche Besprechung des \"Barbier von Bagdad\" in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 28 auf S. 5f gibt Josef Stolzing Gelegenheit, auch Bruckner zu erwähnen:\r\n    \"Der Barbier von Bagdad.\n[... von Peter Cornelius, Liszt gewidmet, am 4.10.1880 ...]\n     Das Wesen des deutschen Volkes, sein tiefstes und innigstes Seelenleben offenbart sich am herrlichsten in der Musik, in jener Kunst, die durch unsere großen Meister zur höchsten Vollendung gebracht wurde. Alles, was die menschliche Brust bewegt, die leiseste Empfindung, die das Herz durchzittert, die furchtbarste Leidenschaft, die es zerreißt, die ungeheuersten Ideen, die unser Denken und Schaffen bestimmen, die Natur, wenn sie in wildem Aufruhr uns beängstigt oder still in Abenddämmerung ruht, - lebt in der Tonwelt Mozart's und Beethoven's, Bach's und Wagner's, Liszt's und Bruckner's. Diese Entwicklung der Musik, die unendliche Vertiefung ihres inneren Gehaltes, ist nur den deutschen Meistern eigen, die deutsche Tonkunst ist die Philosophie der Musik.\n     [... ausführlich über das Werk ... Lob für die Aufführung ... ] Wir freuen uns, daß die künstlerische Leitung der Hofoper dieses liebliche Werk zu neuem Leben erweckt, und jeder Freund wahrer deutscher Kunst wird uns nur zustimmen.         Josef Stolzing.\" (°).", "Letzte Änderung": "14.09.2024 13:43"}, {"ID": 189110125, "Datum": "12.10.1891, Montag", "Haupttext": "Ankündigung des Kartenvorverkaufs für Göllerichs Nürnberger Konzert [28.10.1891] im Fränkischen Kurier (Abendblatt, S. 4).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189210125, "Datum": "12.10.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 4354 kündigt auf S. 10 das Konzert vom 13.11.1892 (mit dem 150. Psalm) an:\r\n\"     Concerte. Musikvereins-Säle. Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1892 bis 1893, geleitet von dem Concert-Director Herrn Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen um halb 1 Uhr Mittags, mit nachbenanntem Programme statt. I. 13. November. Franz Schubert: Ouverture in E-moll; A. Bruckner: Psalm, für Solo, Chor und Orchester (Erste Aufführung); [... Werke, Solisten, andere Konzerte, Kartenverkauf ...]\" (*).\n \nÄhnlich auch \"Die Presse\" Nr. 283 mit einem Inserat auf S. 12 [hier ohne den Zeilenumbruch des Originals]:\n\"     CONCERTE Musikvereins-Säle. Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1892/93 geleitet von dem Concert-Director Herrn Wilhelm Gericke finden an folgenden Sonntagen, um halb 1 Uhr Mittags, mit nachbenannten [sic] Programme statt. I. 13. November Franz Schubert: Ouverture E-mol. A. Bruckner: Psalm, für Solo Chor und Orchester (I. Aufführung); [... Werke, Solisten, andere Konzerte, Kartenverkauf ...]\" (*a)\n \nund die Wiener Zeitung Nr. 235 auf S. 12 [inhaltlich identisch] (*b).\n \nLeopold von Zenetti in Enns gestorben (**).\r\nBruckner wird durch Zusendung eines Partezettels benachrichtigt (***).\n \nEin Inserat im \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 19915 (Amsterdam) auf S. 8 macht auf das Konzert vom 13.10.1892 und eigens auf die 3. Symphonie aufmerksam (°).", "Letzte Änderung": "01.12.2024 08:57"}, {"ID": 189310125, "Datum": "12.10.1893, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung von »Helgoland« durch Robert Hirschfeld in der »Presse« Nr. 282 auf S. 1f:\r\n»                              Musik.\r\n                        [... Übersicht ...]\r\n     \"In Arkadien ist er geboren, der Männergesang=Verein Wiens!\" . . . Das Festconcert in der Winterreitschule setzte zu diesem dithyrambischen Ausbruch der Teuber'schen Festschrift ein Ausrufzeichen. [... \"Phöbus Apollon\", \"Leonidas\" ...] Einem Lobgesang auf eine altassyrische Gottheit sind wir also nur durch Zufall entronnen. Anton Bruckner's Wetterchor erzählte, wie \"hoch auf der Nordsee, am fernesten Rand\" die Römer im Ansturme auf Helgoland zerschmettert wurden. [... über das Programm (ohne Volkslied), Virtuosität \"an gleichgiltigem Inhalte\" gezeigt, ohne Bewusstsein der Vereinsgeschichte ...]\r\n     [...] Unter den modernen Sturm- und Drangchören des Konzertes stand Bruckners „Helgoland” am höchsten. Die Wucht der Feuermotive, welche sich zum Schlusse mächtig ineinanderstemmen, die Kühnheit der Conception, die meisterlich zwingende Behandlung des Bläserchors, die in flammender Gluth aufschießenden Blitzklänge, welche aus dem erregten Orchester wettern, verrathen die immer lebensfreudige Jugendkraft des greisen Tonsetzters. Aber der Chor bricht rücksichtslos wie ein Instrumentalkörper aus den Schranken des vokalen Styles, aus den Grenzen der Möglichkeit. Ueber wilde, brandende Harmonien und Stimmensprünge spannt der erste Tenor, wiederholt ins H und immer knapp darunter sich festsetzend, seine Foltertöne. Das ist mehr Kraftprobe als Kunstwerk. An den Klippen dieses fürchterlichen Tonsatzes zerschellt der Gesang. Ist das die Zukunft des Männergesanges, dann hat er keine.\r\n     Milder wirkt Gernsheim mit seinem Apollo=Hymnus und Max Bruch mit seinem \"Leonidas\" – aber wie langweilig! Tönender Schwulst, eine Dehnen und Strecken ohne Ende. [... die Mitwirkenden gaben] das Beste – und doch war Ermüdung und Erschlaffung der Hörer das Ergebniß.\r\n     [... großes Lob für die \"Meistersinger\" unter Hans Richter (mit Szenenapplaus) ...] Rob. Hirschfeld.« (*a).\nVom Jubiläumskonzert am 8.10.1893 berichten auch der Alpen-Bote Nr. 82 auf S. 3:\r\n\"                 Verschiedenes.\r\n(Das 50jährige Jubikläum des Wiener Männergesangvereines) hat am Freitag begonnen. [...] Der Glanzpunkt der Jubiläumsfeier war das Festconcert am 8. d. M. in der Winterreitschule der Hofburg, also im Hause des Kaisers. [...] Von A. Bruckner wurde ein neuer herrlicher Chor \"Helgoland\" aufgeführt. Hierüber bemerkt die Montags-Revue\" [9.10.1893]: Die bedeutendste Novität des Concertes, welche geniale Conception und großartigste Wirkung vereinte, war aber Bruckners \"Helgoland\". Die Wiener Abendpost [9.10.1893] schreibt: \"Aus diesen drei Werken ragt hoch der Brucknersche Chor heraus. Es ist eine mächtige dramatische Gestaltungskraft, eine große Kunst, zu stimmen und zu steigern in diesem Werke, so daß der überwältigende Eindruck desselben auf das Publicum – dasselbe rief mit stürmischem Beifalle wiederholt den Componisten hervor – wohl zu begreifen ist.\" \" (*b),\ndas Deutsche Volksblatt Nr. 1717 auf S. 1f:\r\n»  Nachklänge zum Jubelfest des Männergesangvereins.\r\n     Verbraust ist der Jubel, dessen der mit Recht verwöhnte Wiener Männergesangverein ja im Vorhinein sicher sein konnte; [... Rückblick (37 Werke vorbereitet!) ... Schubert (bravo für das Pianissimo), Schumann, Herbeck, Kremser ...]\r\n     Größere Anforderungen an Chor und Orchester stellten die umfangreichen Widmungen von Gernsheim, Bruch und Bruckner. [... die beiden ersten nicht hinreißend  (inhaltslos) ...]\r\n     Anders verhält es sich mit Bruckner's \"Helgoland\", einer Composition, welche nicht nur alle die anderen Festwidmungen überragt, sondern infolge seiner Eigenart und gigantischen Anlage in der Chorliteratur kaum seinesgleichen finden dürfte. Nirgends stoßen wir hier auf musikalische Herkömmlichkeiten. Bruckner spricht seine eigene Tonsprache und das trägt eben nicht wenig zu seiner Größe bei. Gleich der gewaltige Beginn mit dem Dreiklang ohne Terz, verweist auf seinen bekannten charakteristischen Stil, den wir weiter in der Fülle neuer Harmonien und Verknüpfung von Motiven, in nachschlagenden Achteln, zahlreichen Generalpausen u. s. w. wiederfinden. [... Beispiele zur Gestaltung einzelner Textstellen und Schilderung des musikalischen Ablaufes ...] – Bruckner hat den Singstimmen in seinem neuen Chor in Bezug auf Intonation, Umfang und Ausdauer Aufgaben gestellt, denen nur ganz hervorragende Vereine gewachsen sind.Glücklicherweise finden sich doch noch solche, von denen wir hoffen, daß sie sich bald \"Helgolands\" annehmen werden. Die Ueberwältigung besonderer Schwierigkeiten stählt ja nicht nur die Kräfte, sondern wird auch zugleich zur Quelle neuer Anregungen. Wie uns mehrfach versichert wurde, ging der Männergesangverein mit Liebe und Begeisterung an das Studium des Chorwerkes von Bruckner. Die Aufführung selbst war denn auch eine vorzügliche und schon deshalb, wie auch behufs genauerer Erkenntnis der Composition würde uns eine baldige Wiederholung sehr erfreuen. Dann wäre vielleicht eine maßvollere Orchesterbegleitung am Platze, denn diesmal fochten die Sänger einen verzweifelten Kampf mit den Bläsern. – Partitur und Stimmen von \"Helgoland\" sind im Verlage der bekannten Wiener Firma Ludwig Doblinger erschienen. Der Clavierauszug stammt von Cyrill Hynais, einem sehr begabten Schüler Bruckner's.\r\n     [... Lob für Wagners Pilgerchor, kurz zum Commers ...].\r\n                                                    Camillo Horn.« (*c)\nund die Steyrer Zeitung Nr. 82 auf S. 3:\r\n\"                 Localnachrichten.\r\n      Steyr, 12. October 1893\r\n[...]\r\n     Aus Wien wird uns zum 50jährigen Jubiläum des Wiener Männer=Gesangvereines noch berichtet, daß der Empfang am Samstag in den Prachträumen des Rathauses großartig ausfiel, und bei demselben die Deputationen der Gesangvereine \"Liedertafel\" und \"Kränzchen\" aus Stadt Steyr mit noch mehreren aus Oberösterreich gemeinsam dem Bürgermeister Dr. Prix vorgestellt wurden. [... Festkonzert ... anwesende Prominenz ]. Von den vorgetragenen Nummern gefiel in hervorragender Weise der dem jubilirenden Vereine gewidmete Chor unseres Landsmannes Dr. Anton Bruckner, \"Helgoland\", eine überaus mächtige Composition mit großartiger Instrumentirung, welche Tondichtung auszuführen überhaupt nur einem Wiener Männer=Gesang=Vereine im Vereine mit dem k. k. Hofopern=Orchester möglich ist. Der von seiner Krankheit wieder hergestellte Componist wurde mehrmals stürmisch gerufen. – [... über den Festcommers ... Erinnerung an den Besuch des WMGV 1884 in Steyr - Wiederholung? ...]. Die Stadt Steyr würde gewiß diesem weltberühmte Vereine herzlichste Aufnahme gewähren.\" [keine Signatur] (*d).\nBrief von Minna Reischl an Bruckner:\r\n     Sie hoffe, im Lauf der Zeit die Einwilligung der Eltern [zur Verheiratung] zu erhalten. Im heutigen Konzert der [Altheimer] Liedertafel werde sie Schuberts »Wanderer« singen. Auch das »Tantum ergo« [prov. WAB 48] habe sie schon studiert. Letzten Sonntag habe sie das Altsolo in einem Offertorium von Clotilde Kainerstorfer gesungen (**).\nTelegramm Levis an Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern]:\r\n»&lt;TELEGRAMM No&gt; 2992 &lt;an&gt; doctor bruckner heszgasse 7 wien = \r\n[Stempel links: »Berlin-42 [/] 12/10 1893«]\r\n&lt;Text.&gt; v [recte »w« (= Wien)?] de berlin 329 24 1 30 = \r\nsoeben drei stunden dritte sinfGonie probirt . sonntag vormittag \r\ngeneralprobe , montag auffuehrung . kommen sie doch !\r\nherzlichen grusz = levi hotel bellevue * » (***).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 7828 gibt auf S. 2 bekannt, daß in den Musikabenden des Wiener Akademischen Wagner-Vereins das Quintett Ende Dezember 1893 [28.12.1893?] und die Mittelsätze der 5. Symphonie in einer Fassung für zwei Klaviere Ende März 1894 aufgeführt werden [inhaltlich identisch mit (°°)] (°).\nEine ähnliche Programmvorschau erscheint auch in der »Presse« Nr. 282 auf S. 11:\r\n\"     – Der Wiener akademische Wagner=Verein, Zweigverein des Allgemeinen Richard Wagner=Vereins, veranstaltet wie in früheren Jahren unter Mitwirkung erster Kunstkräfte und des Vereinschores für seine Mitglieder und für geladene Gäste während des Winterhalbjahres 1893/94 vier interne Musik=Abende im kleinen Musikvereinssaale (Abends halb 8 Uhr).\r\n     Als Programme sind in Aussicht genommen: [...]. – Zweiter (vierter) Abend: Ende December. 1. [... Gluck, Weber, Hugo Wolf ...] 4. Bruckner, Quintett. 5. Wagner, Wanderer=Scenen aus \"Siegfried\". [... 3. Abend ...] Vierter (zweiter) Abend: Ende März. 1. [... Haydn, Mozart, Schubert, Berlioz ...] 5. Bruckner, Adagio und Scherzo der fünften Symphonie (B-dur) für zwei Claviere. 6. Wagner, Ueberleitungsmusik und Chöre aus dem ersten Acte \"Parsifal\".\r\n     Die Uebungen des Vereinschores finden unter Leitung des Herrn Josef Schalk an jedem Donnerstag, Abends von 7 bis gegen 9 Uhr, im Vereinslocale (1. Bezirk, Musikvereinsrestautation, Canovasaal) statt. [... Organisatorisches ...]\" (°°).\nÜberblick über die Philharmonischen Konzerte 1893/94 in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 282 auf S. 7; demnach ist die 2. Symphonie vorgesehen:\r\n\"     – In den Philharmonischen Konzerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven, Berlioz, Brahms ...]; Bruckner: Symphonie Nr. 2 (1. Aufführung in den Philharmonischen Konzerten); [... Cherubini bis Weber ...]. Die weitere Bekanntgabe von Novitäten sowie die der mitwirkenden Künstler folgt demnächst.\" (°°°).\nDas Dresdner Journal Nr. 238 kündigt auf S. 1638f die Aufführung des Adagios der 7. Symphonie [am 9.2.1894 unter Nicodé] an:\r\n\"     Orchesterabende. Für die vier Orchesterabende, welche Hr. Jean Louis Nicodé mit dem Chemnitzer Städtischen Orchester am 4. Dezember, 10. Januar, 9. Februar und 16. März im großen Saale des Gewerbehauses veranstalten wird, ist folgendes Programm aufgestellt: [...] Im dritten Konzert eine Symphonie von G. Sgambati als weitere Neuheit – [...] –, ferner ebenfalls zum ersten Male hierorts vorgeführt, das Adagio aus der siebenten Symphonie (E-dur) von Anton Bruckner (diese Symphonie ist die bedeutendste und in anderen Musikzentren auch am meisten beachtete des Wiener Tonsetzers; speziell ihr langsamer Satz enthält, obwohl gleich den anderen voller Ursprünglichkeit und Formenreife entbehrend und namentlich aus der Götterdämmerung und der Neunten Symphonie schöpfend, großartige Tonkombinationen und ist vor allem durch den hinreißenden Schwung des Vortrags ausgezeichnet) und die Freischütz=Ouverture von C. M. v. Weber. Im vierten Konzert [...]. Wir machen unser musikliebendes Publikum nochmals mit allem Nachdruck auf diese Veranstaltungen aufmerksam; sie werden voraussichtlich neben den Konzerten der Königl. Kapelle Glanzpunkte im dieswinterlichen Konzertleben Dresdens bilden. [... Karten ...]\" (#).", "Letzte Änderung": "10.07.2024 10:58"}, {"ID": 189410125, "Datum": "12.10.1894, Freitag", "Haupttext": "Brief von Hugo Wolf an Melanie Köchert:\r\n     Dankt für den Brief vom 11.10.1894 [in dem ihm vermutlich das Datum des Konzerts mitgeteilt worden war]. »Das Brucknerkonzert anlangend, weiß ich nun nicht, ob dasselbe am 25. od. 28. stattfindet. Sie schreiben die Zahl so undeutlich, daß ich Sie bitten muß, mich darüber aufzuklären.« (*).\nAuf das Konzert am 21.10.1894, für das der Wiener Akademische Wagner-Verein die 7. Symphonie und das »Te deum« vorgesehen hat, machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\nDeutsches Volksblatt Nr. 2075 auf S. 6:\r\n\"    – Zur Feier des 70. Geburtstages Anton Bruckner's veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein am 21. d. M., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale ein Festconcert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk und Mitwirkung der Damen: Mary Lederer, k. k. Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch; der Herren: Hermann Winkelmann, k. u. k. Kammersänger, Ferdinand Graf und Prof. Josef Vockner des k. k. Hofopernorchesters, des Wiener Männergesangvereines „Schubertbund”, des Wagnervereins=Chores die „siebente Symphonie” und das „Te deum” des Meisters zur Aufführung gelangen. – Sitze sind zu haben in der Hofmusikalienhandlung Gutmann (Hofopernhaus) und in der Musikalienhandlung Th. Rättig (Wallnerstraße).\" (**),\nFremdenblatt Nr. 280 auf S. 6:\r\n\"     – Zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein am 21. Oktober, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale ein Festkonzert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk und unter Mitwirkung der Damen Mary Lederer, k. k. Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch und der Herren Hermann Winkelmann, Kammersänger, Ferdinand Graf und Professor Josef Vockner des Hofopernorchesters, des Wiener Männergesangvereines „Schubertbund”, des Wagnervereinschores die siebente Symphonie und das Tedeum des Meisters zur Aufführung gelangen. Sitze sind zu haben in der Hofmusikalienhandlung Gutmann (Hofopernhaus) und in der Musikalienhandlung Th. Rättig (Wallnerstraße).\" (***),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 280 auf S. 5: 12.10.1894, Nr. 280, S. 5:\r\n„       Theaterzeitung.\r\n[...]\r\n      * Zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner’s veranstaltet der Wiener Akademische Wagner=Verein am 21. October d. J. Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale ein Festconcert.“ (°),\nNeue Freie Presse Nr. 10825 auf S. 6: \r\n\"    – Zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein am 21. October d. J., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale ein Festconcert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Joseph Schalk und Mitwirkung der Damen: Mary Lederer, k. k. Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch, der Herren: Hermann Winkelmann, k. und k. Kammersänger, Ferdinand Graf und Professor Joseph Vockner, des k. k. Hofopern=Orchesters, des Wiener Männergesang=Vereines „Schubertbund”, des Wagner=Vereins=Chors die „Siebente Symphonie” und das „Tedeum” des Meisters zur Aufführung gelangen. Sitze sind zu haben in der Hof=Musikalien=Handlung Gutmann und in der Musikalien=Handlung Th. Rättig.\" (°°),\nNeues Wiener Journal Nr. 348 auf S. 6:\r\n\"    * Zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein am 21. October d. J., Mittags halb 1 Uhr, im Großen Musikvereinssaale ein Festconcert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk und Mitwirkung der Damen Mary Lederer, k. k. Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch, der Herren Hermann Winkelmann, Ferdinand Graf und Professor Josef Vockner des Hofopernorchesters, des Wiener Männergesangvereines „Schubertbund”, des Wagner=Vereins=Chores die „Siebente Symphonie” und das „Te deum” des Meisters zur Aufführung gelangen. Sitze sind zu haben in der Hof=Musikalienhandlung Gutmann (Hofopernhaus) und in der Musikalienhandlung Th. Röttig[sic] (Wallnerstraße).\" (°°°),\nÖsterreichische Volkszeitung Nr. 281 auf S. 3:\r\n\"      Theater- und Kunstnachrichten.\r\n[...]\r\n     – Zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein am 21. d. M., Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale ein Festkonzert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk und Mitwirkung der Damen Mary Lederer, Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch; der Herren Hermann Winkelmann, Kammersänger, Ferdinand Graf, Professor Josef Vockner, des Hofopernorchesters, des Wiener Männergesangvereins „Schubertbund”, des Wagnervereins=Chores die „siebente Symphonie” und das „Tedeum” des Meisters zur Aufführung gelangen.\" (#)\nund »Die Presse« Nr. 280 auf S. 11:\r\n\"    –  Zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein am 21. d., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale ein Festconcert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk und Mitwirkung der Damen Mary Lederer, Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch, der Herren Hermann Winkelmann, Kammersänger, Ferdinand Graf und Professor Josef Vockner, des Hofopernorchesters, des Wiener Männergesang=Vereines „Schubertbund”, des Wagner=Vereins=Chores die „Siebente Symphonie” und das „Tedeum” des Meisters zur Aufführung gelangen. Sitze sind zu haben in der Hof=Musikalienhandlung Gutmann (Hofopernhaus) und in der Musikalienhandlung Th. Rättig (Wallnerstraße).\" (##).\nDas Wiener Abendblatt Nr. 280 teilt auf S. 3 mit, daß im Rahmen der Quartettabende Hellmesbergers am 19.12.1894 das Quintett aufgeführt wird:\r\n„                 Theater, Kunst und Literatur.\r\n[…]\r\n     * Die Quartett=Abende Hellmesberger der diesjährigen Saison werden am 5., 19. Dezember d. J., 16., 23. Jänner, 6. und 20. Februar 1895 stattfinden. Zur Aufführung kommen: […] am 19. Dezember: Bruckner (F-dur=Quintett), Fischhof (Klavier=Violin=Sonate) und Beethoven (Es-dur=Quartett); […]. – Am 19. Dezember wird Bruckner’s F-dur=Quintett zur Feier seines 70. Geburtsfestes aufgeführt. Ferner ist noch zu bemerken, daß die am 6. Februar im Programme angeführte Suite für Klavier und Violine von Christian Sinding, einem Kollegen Grieg’s, stammt.“ (###).\nDas Neue Wiener Journal Nr. 348 macht außerdem auf S. 11 in einem Inserat auf die Aufführung der f-Moll-Messe am 4.11.1894 aufmerksam:\r\n\"     GROSSER MUSIKVEREINSSAAL. Die 4 ordentlichen und 2 ausserordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1894/95, geleitet von dem Concert=Director Wilhelm Gericke, finden mit nachbenanntem Programme statt, u. zw.: A. Die ordentl. 1. am 4. November, Mittags ½1 Uhr: Bruckner, Messe in F-moll (1. Auff. i. d. Gesells.=Conc.); 2. am 2. December [... die anderen Konzerte, Kartenverkauf ....].\" (a).", "Letzte Änderung": "03.12.2023 21:28"}, {"ID": 189510125, "Datum": "12.10.1895, Samstag", "Haupttext": "The Montgomery Advertiser Nr. 98 (Alabama) übernimmt auf S. 4 die Meldung vom 8. und 10.10.1895:\r\n\"                 PEOPLE TALKED ABOUT.\r\n[...]\r\n     The Emperor of Austria has placed a suite of rooms in the Belvedere palace at the disposal of the aged composer, Anton Bruckner, who, like most good composers, has passed his life in poverty and obscurity.\r\n     Lahore's Sultan is said to be going to Paris, taking with him a bicycle of pure gold, set with precious stones.\r\n     [...]\"", "Letzte Änderung": "23.09.2025 11:11"}, {"ID": 189610125, "Datum": "12.10.1896, Montag", "Haupttext": "Übersicht:\r\nA. Geschehenes (Ereignisse)\r\nB. Geschriebenes (Briefe, Dokumente)\r\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung)\n \nA. Geschehenes (Ereignisse)\nDr. Heller beobachtete, dass sich » Befugte und Unbefugte wie die Geier « auf Bruckners Nachlaß stürzen. Dr. Reisch als Testamentsvollstrecker ordnet die Sicherstellung der nachgelassenen Manuskripte an.\r\nBis zum Eintreffen von Ignaz Bruckner [*a, Anm.] nimmt Meißner die Kondolenzen (u. a. kommt Dr. Weißmayr) entgegen (*).\n(**) Bruckners Geschwister veranlassen den Druck einer Todesanzeige.\r\n   » + \r\n   Vom tiefsten Schmerz gebeugt, geben die Unterzeichneten Nachricht von dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten, unvergeßlichen Bruders, der Herrn \r\n    Prof. Anton Bruckner \r\n    Ehren=Doktor der Philosophie der k.k. Universität in Wien, Ritter des Franz Josef=Ordens, k.k. Hoforganist, Mitglied der kuk Hofmusik=Capelle, Lektor für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Universität Wien, Ehrenbürger von Ansfelden und Linz etc.\r\n   welcher Sonntag den 11. Oktober 1896, um 1/2 4 Uhr Nachmittags, nach langem schmerzvollen Leiden und Empfang der heiligen Sterbe=Sacramente im 73 . Lebensjahre selig in dem Herrn entschlafen ist.\r\n   Die irdische Hülle des uns theueren Verblichenen wird Mittwoch den 14. d. M., um 3 Uhr Nachmittags, vom Trauerhause: III. Bezirk, Heugasse Nr. 3, oberes Belvedere, in die Pfarrkirche zu St. Carl Borromäus überführt, daselbst feierlich eingesegnet, woraufhin die Beisetzung in der Stiftskirche zu St. Florian in Oberösterreich nach nochmaliger feierlicher Einsetzung und Requiem erfolgt.\r\n   Die heiligen Seelenmessen werden Donnerstag den 15. d. M., um 10 Uhr Vormittags, in obgenannter Pfarrkirche sowie in mehreren anderen Kirchen gelesen.\r\nWien, den 12. Oktober 1896.\r\nRosalie Huber, geb. Bruckner\r\nals Schwester.\r\nIgnatz Bruckner\r\nals Bruder.\nEntreprise des pompes funèbres, Wien.\r\nCH. Reisser &amp; M. Werthner. « (**).\nDer Partezettel wird u. a. an die Stadt Wien und in St. Florian an Dechant Breselmayr, Bernhard Deubler und Ferdinand Moser (**a) verschickt.\nBei der Direktionssitzung der Gesellschaft der Musikfreunde spricht Baron Bezecny einige Gedenkworte (***).\nDer Unterricht in der 5. Klasse des Bischöflichen Knabenseminars in Linz beginnt mit einem Gebet für den Verstorbenen. Der Name Bruckner war keinem Schüler ein Begriff (°).\nAm Nachmittag Aufbahrung der Leiche durch die Entreprise des pompes funèbres [siehe die Anmerkung] (°°).\nB. Geschriebenes\nSchreiben der Schloßinspektion Belvedere an das Obersthofmeisteramt:\r\n      Meldet den Tod Bruckners gestern um 1/2 4 Uhr. Unterschrift Eduard Henrichs. Rückseitiger Sichtvermerk des Beamten Carl Bayer (br1).\nÄhnliches Schreiben an das Obersthofmarschallamt (br2).\nBrief Hugo Wolfs an Dr. Potpeschnigg:\r\n      Die Leute hatten heute noch keine Ahnung von Bruckners Bedeutung (br3).\nBrief von Hanslick an Heuberger (Korrespondenzkarte):\r\n      Er solle seinen Bruckner-Aufsatz unabhängig vom Begräbnis und ohne Rückfrage bei Hanslick veröffentlichen (br4).\n[ca. 12.10.] Eingabe von Dr. Reisch an die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land wegen der »Überführung der Leiche Bruckners nach St. Florian« (br5).\nTelegramm von Dr. Theodor Reisch an Propst Ferdinand Moser in St. Florian:\r\n     Nachricht vom Tod Bruckners. Laut letztem Willen Beisetzung in der Stiftskirche. Bitte um telegraphische Antwort, ob am Mittwoch [14.10.1896] die Überführung stattfinden kann (br6).\nBrief von Theodor Reisch an Propst Ferdinand Moser:\r\n     Ausführlicher zum Inhalt des Telegramms vom Vormittag. Heute nachmittag werde Prof. Paltauf den Leichnam injizieren (br7).\nDokument des Schubertbundes (Vordruck mit - kursiv -handschriftlichen Einträgen):\r\n\"Todes-Anzeige. | Der M.-G.-V. \"Schubertbund\" hat durch das Ableben seines Ehren- Mitgliedes, des Herrn Dr. Anton Bruckner, Tonkünstlers in Wien einen schmerzlichen Verlust erlitten . _ _ _ _ ?), am Unterrand nachgetragen] dem Dahingeschiedenen mit einem Liedergrusse die letzten Sangestreue erweisen wollen. Schwarze Kleidung Zylinder| Eine Probe des zu singenden Trauerchores findet nicht statt. | WIEN, am 10.12.96. Der Sangrath des Schubertbundes.“ (br8).\n \nC. Gedrucktes\r\nTodesmeldungen, Nachrufe etc. in:\nArbeiter-Zeitung Nr. 281 auf S. 2 [Josef Scheu?]:\r\n„ * Anton Bruckner gestorben.Gestern Nachmittags um halb 4 Uhr ist nach langem und schwerem Leiden der große Musiker und Komponist Anton Bruckner in seinem Heim im Belvedere gestorben. Brucknerkrieg wurde am 4. September 1824 in Ansfelden in Oberösterreich geboren. Im Stift St. Florian erhielt er seinen ersten Unterricht im Klavier-, Violin- und Orgelspiel; Als Schulgehilfe bildete er sich im Orgelspiel zur Meisterschaft aus und errang hierin als bald seinen Ruf als größten Meister der Gegenwart. Seine Bedeutung als Komponist wurde erst in neuester Zeit erkannt; Lange Zeit waren seine sieben großartigen Symphonien und sonstigen Werke so gut wie unbekannt. Erst das immer mehr um sich greifende Verständnis für die Kunstrichtung Richard Wagners bahnte auch Bruckner und seine Musik die Wege.“ [keine Signatur] (za1).\nEinen ausführlichen Nachruf bringt die Allgemeine Zeitung München Nr. 282 auf S. 2:\r\n\"      * Wien, 12. Oct. Tel. Der Componist Anton Bruckner ist gestorben. (Bruckner war in letzter Zeit mehrmals schwer erkrankt. Seine gute Natur riß ihn aber immer wieder heraus. Er war geboren am 4. September 1824 zu Ansfelden (Oberösterreich) als Sohn eines Dorfschullehrers, von dem er den ersten Musikunterricht erhielt. Nach des Vaters frühem Tode wurde er als Sängerknabe in das Stift St. Florian aufgenommen. Unter außerordentlich dürftigen Verhältnissen als Schulgehilfe in Windhag bei Freistadt und später als Lehrer und provisorischer Stiftsorganist in St. Florian bildete sich Bruckner zu einem ausgezeichneten Contrapunktiker und vorzüglichen Organisten aus, so daß er 1855 bei der Concurrenz um die Domorganistenstelle in Linz glänzend siegte. Wie schon von St. Florian aus, reiste Bruckner von Linz aus wiederholt nach Wien, um bei Sechter weitere Ausbildung im Contrapunkt zu suchen; von 1861 bis 1863 studirte er sodann noch Composition bei Otto Kitzler. Auf Herbecks Veranlassung wurde Bruckner nach Sechters Tod an dessen Stelle als Hofcapellorganist und zugleich als Professor für Orgelspiel, Contrapunkt und Composition am Conservatorium nach Wien berufen, mit welchen Functionen er 1875 noch die eines Lectors für Musik an der Universität verband. 1891 ernannte ihn die Wiener Universität zum Dr. phil. hon. c. Bruckner schrieb sieben Symphonien, von denen die 2. (C-moll) 1876 und die 3. (D-moll) 1877 in Wien aufgeführt wurden, doch ohne besonderen Erfolg zu machen. Die dritte erschien im Druck. Erst durch die 7. (E-dur), die mit großem Reclame=Aufwand in die Welt eingeführt wurde, kam der Name Bruckners in Aller Mund (1885; gedruckt), wenn auch seine Musik nirgends ungetheilte Anerkennung gefunden hat. Bruckners Eigenart war eine frappante, oft genug sprunghafte harmonische Vielgestaltigkeit, welche sich aus seiner Tendenz, Wagners Bühnenstil auf die absolute Musik zu übertragen, erklärt; derselben Quelle entspringt seine glänzende Instrumentirung. Dabei war aber Bruckner ein Meister des Contrapunktes, der Hochachtung abnöthigt, so daß man nur bedauern muß, daß seine Entwicklungen nicht einheitlicher, stetiger, logischer sind. – Den obengenannten Werken haben wir noch vervollständigend hinzuzufügen ein großes Tedeum, ein Streichquintett, ein Männerchorwerk „Germanenzug“, einige Gradualien und Offertorien, sowie im Manuscript außer den Symphonien drei große Messen und größere und kleiner Männerchorwerke.)“ (za2).\nEine Kurzmeldung erscheint in der Alexandria Gazette Nr. 244 (Virginia/USA) auf S. 2 in der 6. Spalte:\r\n„                 Foreign News.\r\n     WIEN, 12. Okt. – Herr Bruckner, der gefeierte Musikkomponist, ist tot.“ (za3).\nDatierung einer Todesmeldung » Wien , 12. Oktober, 10 Uhr Vorm. ( Telegr . unsere s na. = Correspondente n.)« in einer Berliner Zeitung [vom 13.10.1896?] (zb1).\nKurze Meldung zu Bruckners Tod im Boston Globe Nr. 104 auf S. 1 in der 2. Spalte:\r\n„          Komponist Bruckner tot.\r\n     WIEN, 12. Okt. – Herr Bruckner, der gefeierte Musikkomponist, ist tot.“ (zb2),\nin The Brooklyn Citizen Nr. 103 (4-Uhr-Ausgabe) auf S. 2 in der 3. Spalte:\r\n„          Herr Bruckner tot.\r\n     WIEN, 12. Okt. – Herr Bruckner, der berühmte Musikkomponist, ist tot.“ (zb3)\nund in The Buffalo Enquirer Nr. 141 auf S. 1 in der 6. Spalte:\r\n„           GEFEIERTER KOMPONIST TOT.\r\n     Wien, 12. Okt. – Herr Bruckner, der gefeierte Komponist der Musik, ist tot.“ (zb4).\nDeutsches Volksblatt Nr. 2793 (Abendausgabe) auf S. 1 - 4 Feuilleton von Camillo Horn:\r\n»          Anton Bruckner †.\r\n     „Stumm schläft der Sänger, dessen Ohr Gelauschet hat an and'rer Welten Thor. Ein naher Waldstrom brauste seinen Gesang Und säuselt auch, wie ferne Quellen Klang.“ Dieses bekannte schöne Lied, seit Jahren meiner Erinnerung völlig entschwunden, taucht plötzlich vor mir auf, als die tieferschütternde Kunde von dem Hinscheiden Bruckner's erscholl. [... Bruckners Bedeutung, Stilistik, Werke, Orgelspiel (Horn war Ohrenzeuge), Orgel- und Theorielehrer, Religiosität, Bescheidenheit, Kathi Kachelmayr, Originalität, Biographie und Werkgeschichte (ausführlich) ...]. Unerbitterlich raffte der Tod ein Menschenleben dahin, das sich ganz aus sich selbst durch Nacht zum Licht, aus den ärmlichsten Verhältnissen, aus bitterster Noth zu höchstem Rang, zu den Gipfeln der Kunst emporzuringen musstete, gehoben durch das Festhalten an seiner idealen Anschauung, geführt durch die dem Genius innewohnende sieghafte Kraft, gestärkt durch des Glaubens heilige Weihe. Camillo Horn.« (zd1),\nauf Seite 5 ein Bericht über Bruckners Tod:\r\n„                     Anton Bruckner †.\r\n     In derselben Zeit, als sich in der inneren Stadt in und um die Stadtpfarrkirche von St. Peter Tausende versammelt hatten, um dem Leichenbegängnisse Dr. Albert Wiesingers beizuwohnen, verlor Wien und die gesammte Kunstwelt eine Zierde allerersten Ranges, den großen Tondichter Professor Doktor Anton Bruckner. [... Ereignisse 11.10.1896, Kathi Kachelmayr, Ludowika Kutschera, Heribert Witsch, Anton Meißner ...]\r\n     [... Herzleiden, Asthma, 9. Symphonie, Dr. Sorger (recte Sorgo)...]. Meister Bruckners Bruder und Schwester, die in Oberösterreich leben, und der von dem Todten bestimmte Testamentsvollstrecker Gemeinderath und Hof- und Gerichtsanwalt Dr. Reisch wurden sofort in Kenntnis gesetzt. Alsbald fand sich die ersten Leidtragenden ein: Schloß-Inspektor Heinrich [Henrich], der Obmann des Richard Wagner-Vereines, Dr. Schaumann, der Testamentsvollstrecker Dr. Reisch, der Pianist August Stradal. Anton Meißner und Frau Kachelin [sic] empfingen die Trauergäste. Das Leichenbegängnis dürfte am Mittwoch stattfinden. Die Leiche wird hier eingesegnet und in das Stift St. Florian in Oberösterreich gebracht, wo sie in der Stiftskirche beigesetzt wird. Die Leichenfeier wird sich ungemein imposant gestalten.\r\n     Sein letztes großes Werk, an dem Bruckner bis zum Tode arbeitete, die neunte Symphonie, ist bis zum letzten Satz gediehen. In Vorahnung dessen, dass der Tod ihm möglicherweise die Feder aus der Feder nehmen könnte, hatte der Altmeister bestimmt, dass für den Fall, als der letzte Satz unvollendet bleiben sollte, sein Te Deum den Schluss des großen Werkes bilden möge.“ [ keine Unterschrift ] (zd1a).\nDeutsche Zeitung Nr. 8903, Abendausgabe S. 1f:\r\n„           Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Gestern hat Deutschland einen seiner größten Musiker verloren.\r\n[ab hier ist der Text größtenteils identisch mit dem vom Deutschen Volksblatt ]\r\n     Wiewohl Bruckner in den letzten Monaten oft und viel zu leiden, ist sein Tod sanft und schmerzlos eingetreten, er kam plötzlich über ihn, bald, nachdem er noch an seinem letzten großen Werke, der neunten Symphonie, gearbeitet hatte. [... zur Krankengeschichte, über die letzten Stunden und die Ereignisse nach dem Tod: um 12.30 Uhr Besuch von Dr. Sorger [recte: Sorgo] (rät vom Spaziergang ab), anwesend sind Kathi Kachelin [sic], deren Tochter und Anton Meißner ...].\r\n     [... 15:15 Wunsch nach Tee, 15:30 getrunken und verstorben ...].\r\n     [... Sofortige Verständigung von P. Heribert Witsch (betet mit Meißner ein \"de profundis\") ...]. Meister Bruckners Bruder und Schwester, die in Oberösterreich leben, und der von dem Todten bestimmte Testamentsvollstrecker, Gemeinderath und Hof- und Gerichtsanwalt Dr. Reisch wurden sofort in Kenntniß gesetzt.\r\n     Alsbald fand sich die ersten Leidtragenden ein: Schloß-Inspektor Heinric h [Henrich], des [sic] Obmann des Richard Wagner = Vereines Dr. Schaumann , der Testamentsvollstrecker Dr. Reisch , der Pianist August Stradal. Anton Meißner und Frau Kachelin [sic] empfingen die Trauergäste. Das Leichenbegängniß dürfte Mittwoch stattfinden. Die Leiche wird hier eingesegnet und in das Stift St. Florian in Oberösterreich gebracht, wo sie in der Stiftskirche beigesetzt wird. Die Leichenfeier wird sich ungemein imposant gestalten.\r\n     Sein letztes großes Werk, an dem Bruckner bis zum Tode arbeitete, die neunte Symphonie, ist bis zum letzten Satz gediehen. In Vorahnung dessen, dass der Tod ihm möglicherweise die Feder aus der Feder nehmen könnte, hatte der Altmeister bestimmt, dass für den Fall, als der letzte Satz unvollendet bleiben sollte, sein Te Deum den Schluss des großen Werkes bilden möge.\r\n[Text ab hier nicht mehr identisch mit dem Deutschen Volksblatt]\r\n     Bruckner stand im 73. Lebensjahr. Heute ist sein Name weltbekannt, aber lange Jahre hatte es gebraucht, bis der einstige Organist an eine Stelle gerufen wurde, die seinem Geist entsprach. [... seit 1867 [sic] an Konservatorium und Universität, Symphonien, Te deum, Messe in F und A [sic], Chorwerke, Quintett, viele Verehrer, aber auch viele Gegner, Protektion Hans Richters, 1890 [sic] Ehrendoktor, Unterstützung durch WAWV, Josef Schalk und Ferdinand Löwe ...].“ (zd2).\r\n[Der Text, der über große Strecken mit dem des Deutschen Volksblatts wörtlich übereinstimmt, stammt vermutlich von einem externen Autor und nicht von Theodor Helm, dem die zahlreichen Ungenauigkeiten und Fehler nicht unterlaufen wären.]\nKurzmeldung im Dayton Herald Nr. 141 auf S. 1:\r\n„HERR BRÜCKNER, der berühmte Musikkomponist, ist tot.“ (zd3).\nDie Elmira Gazette Nr. 143 ( Star-Gazette ) auf S. 1:\r\n„          HERR BRUCKNER TOT.\r\n     Wien, 12. Okt. – Herr Bruckner, der berühmte Komponist der Musik, ist tot.“ (ze1).\nFremdenblatt Nr. 281 auf S. 5f:\r\n„        Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Die Tonkunst hat einen schweren Verlust zu beklagen. Dr. Anton Bruckner, der geniale Komponist und Meister des Orgelspieles, ist gestern Nachmittags hier gestorben. Im 73. Jahre seines erst spät von den Strahlen einer warmen Sonne beschienenen, an Arbeit und Sorgen so reichen Lebens wurde er uns entrissen.\r\n     Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 in dem Flecken Ansfelden in Oberösterreich als Sohn armer Eltern geboren. In frühester Kindheit als Sängerknabe in das Stift St. Florian aufgenommen, erhielt er dort den ersten musikalischen Unterricht, der sich auf die Pflege des Klavier=, Violin= und Orgelspiels ersteckte [sic]. Zum Jüngling herangewachsen, wurde er Schulgehilfe in einer Landschule; er bezog als solcher einen monatlichen Gehalt von 2 fl. Um sich vor Hunger zu schützen, spielte er auf Bauernhochzeiten und Kirchtagen um einen Zwanziger eine ganze Nacht zum Tanze auf. Diese harte Zeit fand ihr Ende, als Bruckner als Domorganist nach Linz berufen wurde. Wie glücklich fühlte er sich, nunmehr wenigstens vor Nahrungssorgen geschützt zu sein; nun konnte er sich wenigstens mit Muße seinen kontrapunktischen Studien hingeben, denen er mit dem ganzen Eifer seines künstlerischen Strebens oblag. Um die Unterweisung Simon Sechters genießen zu können, dieses strengsten Theoretikers des Kontrapunkt, lebte Bruckner längere Zeit hindurch sozusagen zwischen Linz und Wien. Besonders zu Ostern und Weihnachten weilte er stets hier, um bei Sechter kompositorisch zu arbeiten. Nach einigen Jahren schweren Studiums, das ihm den Schlaf vieler Nächte geraubt hatte, machte sich Bruckner daran, am Wiener Konservatorium die Maturitätsprüfung im Kontrapunkt abzulegen. In der Biographie seines Vaters theilt Ludwig Herbeck die näheren Umstände dieser Prüfung folgendermaßen mit: „Die Prüfungskommission bestand aus seinem Lehrer Sechter, aus Hellmesberger, Otto Dessoff und Johann Herbeck. Man kam sofort davon ab, an Bruckner theoretische Fragen zu stellen; als Künstler sollte er beweisen, was er konnte. Sich für Klavier oder Orgel zu entscheiden, stellte man dem Kandidaten frei. Bruckner entschied sich für sein Lieblingsinstrument die Orgel. Man traf sich in der Piaristenkirche in der Josefstadt, wo eine gute Orgel steht. Sechter wurde aufgefordert, ein Fugenthema niederzuschreiben. Es waren vier Takte. Darauf ersuchte Herbeck seinen Kollegen Dessoff, das Thema zu verlängern; auf die Weigerung Dessoff’s  nahm Herbeck die Verlängerung auf acht Takte selbst vor. „Sie Grausamer!“ rief ihm Dessoff zu. Bruckner besah sich das Thema, zögerte eine Weile, fing aber dann zu präludiren an und ließ eine so genial durchgeführte Fuge folgen, daß die Herren der Prüfungskommission erstaunt und entzückt waren. „Er hätte uns prüfen sollen,“ hörten wir Herbeck sagen.“\r\n     Herbeck ließ nun den begabten Landsmann nicht mehr aus den Augen. Seinen Bemühungen ist es zu danken, daß Bruckner für das Wiener Konservatorium und für die Wiener Hofkapelle gewonnen wurde. Anton Bruckner machte seinem Freunde Herbeck viel zu schaffen, bevor er endlich in Wien eintraf. „Meine Landsleute stoßen mich zurück, ich will aus der Welt hinaus,“ schrieb er ihm; nein, schrieb ihm Herbeck zurück, Sie müssen nicht aus der Welt hinaus, „Sie müssen erst in die Welt hinein!“ So lange Herbeck lebte, hat Bruckner einen starken Rückhalt an ihm gehabt, Herbeck hielt die größten Stücke auf Bruckner’s Kompositionstalent. Nach einer Probe von Bruckner’s C-moll-Symphonie sagte er zu dem Komponisten: \"Noch habe ich Ihnen keine Komplimente gemacht, aber ich sage Ihnen, wenn Brahms im Stande wäre, eine solche Symphonie zu schreiben, dann würde der Saal demolirt vor Applaus\". Von Bruckner’s vierter („romantischer“) Symphonie äußert Herbeck: „Die könnte Schubert geschrieben haben; wer so etwas schaffen kann, vor dem muß man Respekt haben.“\r\n     Die Bedeutung Bruckner’s als Komponist errang sich im Laufe der Jahre immer mehr Geltung. Im Jahre 1891 ernannte ihn die Wiener Universität zum Ehrendoktor. Seit dem Jahre 1867 [sic] wirkte er als Hoforganist. Am Konservatorium lehrte er Orgel, Harmonielehre und Kontrapunkt. Im Jahre 1894 feierte Wiens musikalische Welt den siebzigsten Geburtstag Bruckner’s; die studirende Jugend der Universität schloß sich dieser Feier an und veranstaltete einen Kommers [recte 1891] zu Ehren des Meisters, der von dieser Ovation so gerührt war, daß er kaum danken konnte.\r\n     Bruckner war Zeit seines Lebens von einer Bescheidenheit des Auftretens – wenn man von einem solchen überhaupt sprechen kann – die nur von seiner Anspruchslosigkeit, was die Annehmlichkeiten des Lebens anbelangt, übertroffen wurde. Erst in den letzten Jahren hatte der einsame alte Mann wenigstens ein behagliches Heim. Dieses hatte Bruckner seiner hohen Gönnerin, Ihrer k. und k. Hoheit der Frau Erzherzogin Marie Valerie, zu verdanken, welche – wie Dr. Bruckner mit Stolz und Dankbarkeit erzählte – seinerzeit aus Wels in einem Schreiben ihren kaiserlichen Vater bat, dem Meister Bruckner eine Wohnung zu gewähren. Diese Bitte der hochherzigen Frau war bald erfüllt.\r\n     Einer der größten Genießer von Bruckner’s Orgelspiel war Bischof Rudigier von Linz. Gar oft mußte Bruckner plötzlich nach Linz fahren, weil der musikfreudige Kirchenfürst sich nach dieser klingenden Andachtsübung sehnte. Er ließ sich von Bruckner erheben und erschüttern, eas [sic] war für ihn eine Herzenskur. Und eines Tages – so erzählten damals die Musiker – als Bruckner ihn wieder „geheilt“ hatte, wie David’s Harfe den König Saul, und der Meister wieder nach Wien zurück mußte, da führte ihn der Bischof an eine Stelle der Domkirche und sagte: „Lieber Bruckner, Sie haben mir wieder, wie schon so oft, sehr wohl gethan, aber auch ich habe an Sie gedacht. Womit könnte ich Ihnen meinen Dank besser abtragen? Hier dieses Plätzchen in heiligem Boden gehört Ihnen; ich habe es Ihnen als Grabstätte gewidmet.“ In frommer Rührung dankte der Künstler, der die Meinung des Bischofs wohl verstand. Nun wird er wohl Gebrauch machen von der kühlen Gabe  .  .  .\r\n               *       *       *\r\n     Bruckner litt seit Langem an einem Herzleiden. Schon zur Zeit, als er noch seine frühere Wohnung in der Heßgasse Nr. 7 innehatte – vor eineinhalb Jahren – waren nach dem Ausspruch der Aerzte seine Tage gezählt. Wie erwähnt, erhielt Bruckner durch die Munifizenz des Kaisers eine Wohnung im sogenannten Custodentrakt im oberen Belvedere zugewiesen. Dorthin übersiedelte er mit seiner Wirthschafterin Katharina Kachelin, die seit 25 Jahren den bescheidenen Haushalt des alten Herrn leitete und ihm in den Tagen seiner Krankheit eine treue Pflegerin war. Bruckner fühlte sich in der neuen Wohnung ungemein wohl, sie lag abseits von dem Straßenlärm umgeben von dem Grün des Parkes. Oft äußerte Bruckner, die Wohnung gefalle ihm so gut, daß er in ihr seine Lebenstage zu beschließen wünsche. In den Morgenstunden, wenn die Alleen des Belvederes noch wenig belebt sind, unternahm er beinahe täglich bei schönem Wetter Spaziergänge. Dem Stammpublikum des Belvederes war Bruckner in seinem schwarzen, bis hinauf zugeknöpften Ueberrock, dem weichen schwarzen Hute und dem knotigen Stock, auf welchen er sich stützte, gar wohlbekannt.\r\n     Der Tod Bruckner’s trat gestern Nachmittags um halb 4 Uhr ein. In den letzten Stunden hatte sich zu dem Herzleiden noch die Wassersucht gesellt. Die Krankheit Bruckner’s hatte einen wechselvollen Verlauf genommen. Oft mußte Bruckner wochenlang das Bett hüten, und mehrmals hatten die Aerzte jede Hoffnung aufgegeben. Bald besserte sich sein Zustand wieder, so daß er das Bett und sein Zimmer verlassen und sich ins freie begeben konnte, wo er oft mehrere Stunden, auf einer Bank sitzend, zubrachte. In der letzten Zeit  fühlte sich Bruckner bedeutend besser. Gestern Mittags unternahm er in Begleitung seiner Wirthschafterin einen längeren Spaziergang im Parke und kehrte dann wieder in seine Wohnung zurück. Dort empfing er den Besuch seines Arztes Dr. Sorger und hierauf den seines langjährigen Freundes und Schülers Anton Meißner. Im Gespräche mit seinem Freunde vergingen die ersten Stunden des Nachmittags. Gegen halb 4 Uhr verlangte Bruckner eine Tasse Thee. Die Haushälterin ging, diesen zu bereiten und Meißner blieb bei dem alten Herrn, der aufrecht im Lehnstuhle saß, zurück. Als die Wirthschafterin den Thee brachte, nahm Meißner die Tasse und überreichte dieselbe dem vor ihm Sitzenden, der schon die Hände zum Empfange vorgestreckt hatte. Plötzlich ließ Bruckner die Hände sinken, lehnte den Kopf an die Rückwand des Sessels und hauchte nach wenigen Sekunden seinen Geist aus. So ohne jeden Todeskampf starb Bruckner, daß die beiden Anwesenden zuerst meinen, der alte Herr sei nur von einer plötzlichen Schwäche befallen und vom Schlafe übermannt worden. Der im Belvedere wohnhafte Hofkaplan Herbert Witsch verrichtete bei dem Todten die Sterbegebete. Bruckner war bis zu seiner Todesstunde geistig frisch und regsam. An allen künstlerischen und Tagesfragen nahm er regsten Antheil. Bis in die letzte Zeit arbeitete er in jenen Stunden, wo ihm sein Leiden weniger Beschwerden verursachte, an der Vollendung des vierten Satzes der neunten Symphonie, der bereits weit gediehen war. Der Verstorbene hinterließ ein Testament, in welchem er über seinen künstlerischen Nachlaß verfügte. In demselben äußert er auch den Wunsch, in St. Florian bei Steyr begraben zu werden.. Bruckner hat zwei Geschwister, einen Bruder, welcher in St. Florian ansässig ist, und eine Schwester, die in Vöcklabruck in Oberösterreich lebt.\r\n     Das Leichenbegängniß findet Mittwoch Nachmittags am halb 4 Uhr statt, die Einsegnung erfolgt in der Kirche zu St. Karl, worauf die Leiche nach Sanct Florian überführt wird.“ (zf1).\nKurzmeldung in den Fall River Daily Evening News auf S. 1 in der 1. Spalte:\r\n„               Nachruf.\r\n     WIEN, 12. Okt. – Herr Bruckner, der gefeierte Musikkomponist, ist tot.“ (zf2)\nund im Fall River Daily Globe Nr. 142 auf S. 7 in der 2. Spalte:\r\n„KOMPONIST TOT.\r\n     WIEN, 12. Okt. – Herr Bruckner, der berühmte Musikkomponist, ist tot.“ (zf3).\nGrazer Tagespost  Nr. 282:\r\n\"     -r. Wien, 12. Oktober. Gestern Nachmittags ist im Schlosse Belvedere der berühmte Tondichter Anton Bruckner im 72. Lebensjahre gestorben. Bruckner war schon längere Zeit leidend und über Wunsch der Erzherzogin Marie Valerie wurde dem greisen Tonkünstler eine Wohnung im Belvedere ein, damit er dort leichter genese. Sein Zustand verschlimmerte sich jedoch immer mehr und gestern erlag er seinem Leiden. (zg1).\nHarrisburg Daily Independent  auf S. 1 in der 5. Spalte:\r\n„                Ein Musikkomponist tot.\r\nVon United Associated Press.\r\n     Wien, 12. Okt. – Herr Bruckner, der berühmte Musikkomponist, ist tot.“ (zh1)\nund Harrisburg Telegraph Nr. 245 auf S. 1 in der 7, Spalte:\r\n„          Musikkomponist tot.\r\n     Wien, 12. Okt. – Herr Bruckner, der gefeierte Musikkomponist, ist tot.“ (zh2).\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 281, S. 3 (Theodor Vogl[?]) [die sachlichen Fehler sind nicht im einzelnen angezeigt!]:\n\"        Was gibt’s denn Neues?\r\n             Anton Bruckner †.\r\n     Im „Custodenstöckl“ des Belvedereparkes liegt ein Todter, Anton Bruckner hat er geheißen und ein Fürst im Reiche der Tonkunst ist er gewesen. Schon seit zwei Jahren glomm seine Lebenslämpchen spärlich, gestern ist es verlöscht. Nicht im furchtbarem [sic] Ringen mit dem Tode ist der Meister gesunken, er ist hinübergeschlummert in jenes Land, durch dessen Gefilde die ewigen Harmonien rauschen.\r\n     Dreiundsiebzig Jahre hat Bruckner gelebt, und wenn auch nicht sämmtliche Darbietungen seines Genius in der Erinnerung der Nachwelt bleiben werden, so wird doch Vieles, was er geschaffen, für alle Zeiten einen Ehrenplatz finden in der Geschichte der Musik.\r\n     Bruckner gehörte zu den originellsten Straßenfiguren Wiens. Wenn er in den hochgeschürzten schwarzen Hosen, welche die matten Röhrenstiefel sehen ließen, daherschritt, den Leib mit dem Schmerbauche von einem langen schwarzen Rock umflattert, in der Hand den Calabreser schwingend, um den massigen, wie eine Billardkugel schimmernden Schädel von der frischen Luft umfächeln zu lassen – dann blieben die Leute stehen und blickten dem immer eiligen alten Herrn nach, der gut gelaunt die ihm gewidmeten Grüße erwiderte. Er liebte es, mit persönlichen Bekannten an einer stillen Straßenecke ein Gespräch über Kunstfragen anzuknüpfen, und immer hörte man den Pulsschlag eines guten Herzens in den Urtheilen. Er war von großer Milde und Duldsamkeit, er, der oft Gegeißelte, kannte die Sucht nach Vergeltung nicht. Während ein Theil des Publicums den Meister übermäßig pries und fast Abgötterei mit ihm trieb, wurde er von anderer Seite auf das Heftigste angegriffen und seine Bedeutung arg herabgesetzt. Bruckner war eine geniale Natur, dem leider oft die Selbstkritik und die Kraft fehlte, die Eingebungen seiner überschwänglichen Phantasie zu controliren. Richard Wagner hatte es ihm angethan und dem Banne dieses Giganten vermochte er sich nicht immer zu entziehen. Wenn er aber frei die Schwingen entfaltete, wenn er sich löste vom Vorbildlichen, Bizarrerien abwies und dem reinen Schönen nachsttrebte in gewaltigem Fluge seiner Erfindungsgabe, dann gelang ihm Großartiges und er bereicherte die Musikliteratur mit unvergänglichen Werken. Zu diesen rechnen wir sein Streichquintett und seine siebente Symphonie. Diese imposante Dichtung enthält einen Trauermarsch. Die Philharmoniker haben auf ihrem kürzlich veröffentlichten Programme für diese Saison die Composition angesetzt und Bruckner freute sich dessen herzlich . . . er dachte wol nicht, daß dieser Trauermarsch einige Tage später über seiner Bahre erklingen werde.\r\n     Der Schreiber dieser Zeilen genoß die Ehre der persönlichen Bekanntschaft mit dem Meister. Wiederholt erzählte Bruckner von seiner traurigen Jugendzeit in Ansfelden, wo sein Vater Schullehrer war. Dann kam er nach dem altberühmten Stifte St. Florian als Sängerknabe und erhielt später als 20jähriger Mann eine Stelle als Lehrergehilfe ebenfalls in einem Dorfe Oberösterreichs. Drei Gulden monatlich war das Salair. Doch Bruckner verbauerte [sic] nicht und verkümmerte nicht. Aus der Schule flüchtet er zu seinen Musikinstrumenten und aus dem Studium der alten Componisten sog er Lebenskraft, aus der Zwiesprache mit den Heroen der Musik schöpfte er mächtige Anregungen. So lernte er das Singen und Sagen, wurde ein tüchtiger Orgel=, Clavier= und Violinspieler, und als er mit Simon Sechter in Berührung kam, unterwies ihn dieser in der Compositonslehre.\r\n     Die Dorfschule war längst verlassen, durch die Welt wanderte der Musiker, die Brust geschwellt von Entwürfen. Bruckner producirte sehr rasch und war nicht immer wählerisch, weßhalb seine Hervorbringungen nur getheiltem Interesse begegneten. Da wurde Herbeck auf ihn aufmerksam und – es ist dies nicht allgemein bekannt – Herbeck war es, der die erste Symphonie Bruckner’s aus dem Manuscripte dirigirte, dem musikalischen Wien zuerst die Bekanntschaft mit diesem Werke vermittelte. Nach Herbeck wurde der baierische Hofkapellmeister Lewi auf Bruckner aufmerksam. Es war nach einer Aufführung von Wagner’s „Die Meistersinger von Nürnberg“. Die Vorstellung im Münchener Hoftheater hatte bis halb 12 Uhr Nachts gedauert und das Publicum verließ das Haus. Lewi versuchte [sic] das Orchester, zurückzubleiben, und stellte Bruckner vor.\r\n     „Meine Herren“ – sagte Lewi – „in diesem Hause haben wir schon oft vor dem Könige allein Meisterwerke gespielt. Gestatten Sie mir, Ihnen einen Fürsten im Reiche der Kunst vorzustellen, und ich bitte Sie, eine seiner Schöpfungen zu spielen.“\r\n     Das Orchester erklärte sich sofort hiezu bereit und aus der mitternächtlichen Production drang die Botschaft der machtvollen Dichtung in alle Welt hinaus.\r\n     Richard Wagner hielt große Stücke auf Bruckner und nahm die Widmung seiner dritten Symphonie an, während die vierte Symphonie, („Die Romantische“,) dem König Ludwig II. von Baiern zugeeignet ist.\r\n     Nach einigen Concertreisen durch die ersten Städte des Continents erhielt Bruckner eine Berufung als Organist an die Wiener Hofkapelle. Herbeck verschaffte ihm diesen Posten und setzte dann durch, daß Bruckner auch eine Professur für Harmonielehre und Contrapunkt erhielt. Nun war der Meister an Wien gefesselt, seine Anstellungen gewährten ihm guten Lebensunterhalt und wenn bei Sanct Stephan sein unvergleichliches Orgelspiel erscholl, dann drängte sich das Publicum zu den Productionen, die köstliches Vergnügen, seltenen Genuß garantirten. Bei allen Hochzeiten im Hause Habsburg spielte Bruckner die Orgel – zuletzt in der Kirche zu Ischl bei der Vermälung [sic] der Frau Erzherzogin Marie Valerie.\r\n     Und immer reichere Blüten trieb seine wunderbare Begabung, es entstanden zwei Messen und acht Symphonien, um deren Popularisirung Hof=Musikalienverleger Gutmann sich große Verdienste erworben hat. Die neunte Symphonie zu vollenden war Bruckner nicht mehr beschieden, es sind blos drei Sätze vorhanden – der letzte, vierte Satz sollte nach den Worten des Componisten „dem lieben Gott gewidmet“ sein.\r\n      Im Jahre 1891 erfolgte die Ernennung Bruckner’s zum Ehrendoctor der Wiener Universität und der damalige Rector Hofrath Exner sprach folgende Worte bei Ueberreichung des Diploms: „Ich, der Rector magnificus der Wiener Universität, beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhag.“\r\n     Se. Majestär der Kaiser zeichnete den Tondichter durch Verleihung des Franz Joseph=Ordens aus und im vorigen Jahre überließ der Monarch dem Musiker das Custodenstöckl im Belvedere zum Aufenthalte.\r\n     Dort ist Anton Bruckner gestern um halb 4 Uhr Nachmittags gestorben.\r\n                       Die letzten Momente.\r\n     Noch am verflossenen Samstag spazierte der Meister ohne Stock im Belvedereparke in der Allee nächst dem „Stöckl“. Er ging zwar langsam, weil das Herzleiden und Asthma rasche Promenade verbot, doch trug er sich ziemlich aufrecht. Er kam bis zur dritten Bank in der Allee, seinem Lieblingsplätzchen, umrauscht von Bäumen, von welchen jetzt die Blätter niederrieseln. Das war sein Lieblingsplätzchen und heißt auch im Publicum das „Bruckner=Bankl“. Am Samstag Abends und gestern Früh spielte Bruckner Clavier – er benützte einen alten Bösendorfer – dann verlangte er von seiner treuen Pflegerin Frau Katharina Kachelmayer Thee und war guter Dinge. Um 3 Uhr Nachmittags äußerte Bruckner Kältegefühl, wurde zu Bett gebracht, wandte den Kopf zur Wand und entschlief.\r\n     Dr. Weißmayer constatirte den Tod.\r\n     Bruckner ist an einem Herzleiden gestorben, das Professor v. Schrötter, der zu den Verehrern des Meisters zählte, schon vor Jahren erkannte. Dieser Gelehrte widmete ihm auch sorgsame Pflege.\r\n     Bruckner hat noch bis zuletzt componirt und immer beklagt, dass die Gicht in den Fingern ihn hindere, Orgel zu spielen. Wenn er nicht componirte, dann betete er.\r\n                     Der letzte Wille.\r\n     Ein Testament befindet sich in den Händen des GR. Dr. Reisch. Bruckner hat zu Erben seines geringen Nachlasses die zwei Kinder seines Bruders eingesetzt und die Manuscripte seiner Compositionen der Hofbibliothek vermacht. Er verlangte, in der Stiftskirche zu St. Florian unter der großen Orgel begraben zu werden. Diesem Wunsche entsprechend, wird die Leiche am Mittwoch Nachmittags 3 Uhr in der Carlskirche eingesegnet und nach Oberösterreich überführt. Wahrscheinlich wird die Stadt Wien die Kosten tragen.\r\n     Ehre dem Angedenken des genialen Meisters!“ [keine Signatur] (zi1).\nLas Vegas Daily Optic Nr. 295 auf S. 1 in der 1. Spalte:\r\n„          Komponist tot.\r\n     WIEN, Österreich, 12. Oktober – Herr Bruckner, der gefeierte Musikkomponist, ist tot.“(zl1).\nLeipziger Tageblatt Nr. 521 (Abendausgabe) auf S. 7485 (= 5):\r\n„                     Musik.\r\n[... 4 ausführliche Konzertbesprechungen ...].\r\n     * Wien, 12. Oktober. Der Komponist Bruckner ist gestern Nachmittag gestorben.“ (zl2).\nMontags-Revue Nr. 41 auf S. 6:\r\n    Wien, 11. October,\r\n[…]\r\n      (Anton Bruckner †.) Heute Nachmittags ist hier hochbetagt der Componist Anton Bruckner, der schon seit Jahren schwer leidend war, gestorben. Bruckner war einer der bedeutendsten Componisten Oesterreichs und ein ausgezeichneter Orgelspieler; seine Symphonien und Messen, seine großen Chöre, seine berühmte Messe haben den Namen Bruckner weit über die Grenzen seines Vaterlandes bekanntgemacht. Bruckner war lange Jahre hiedurch an der Wiener Universität Lector für Harmonielehre und Contrapunkt und Professor am Conservatorium.“ (zm1).\nMontags-Revue aus Böhmen Nr. 41 auf S. 3:\r\n„      Komponist Anton Bruckner †. Wien, 11. Oktober. (Priv.=Tel.) Der Komponist Anton Bruckner ist heute Nachmittag gestorben.“ (zm2).\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 281 auf S. 1f (Kalbeck??):\r\n„                 Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Anton Bruckner ist gestern Nachmittags gestorben. Der Tod war für den schwerkranken Mann in des Wortes wahrster Bedeutung eine Erlösung. [... Religiosität, späte Erfolge, Parteienstreit , Biographie, letzte Lebensphase ...].\r\n     Bruckner, dieser oberösterreichische Rusticus, galt als Sonderling, wozu sein ungebundenes, schlichtes Wesen den Anlaß geben wollte. Nie war es verletzt. Er war eine wohlwollende Natur und wie wohl ein tief religiöser Katholik, doch tolerant gegen Andersgläubige und ganz unschuldig daran, dass er gerade von strukturellen Elementen auf dem Schild erhoben wurde, welche auch in der Kunst unduldsam sind und seine integre Persönlichkeit zum Mittelpunkte häßlichster Parteileidenschaft machten. \" [keine Signatur] (zn1).\nNeues Wiener Journal Nr. 1066 auf S. 2f (Albert Kauders):\r\n„                   Anton Bruckner †.\n      In seinem stillen Heim, das ihm die Munificenz des Kaisers im Belvedere eingeräumt hat, ist gestern Nachmittags um halb 4 Uhr Dr. Anton Bruckner nach langem schwerem Leiden im 73. Lebensjahre an Herzlähmung gestorben. Der Tod erlöste den greisen Componisten von den Qualen eines asthmatischen Leidens, das ihn seit Jahren peinigte. * * *\r\n            Wovor\r\n     seit Monaten den ehrlich empfindenden Kunstfreunden bangte, nun ist es bittere Thatsache geworden: Anton Bruckner ist nicht mehr. [. .. einsam, kleine Gemeinde gegen die Kritiker-Pharisäer, Parteienstreit, späte Erfolge, Sonderstellung (Schaffen, Lebenslauf, Charakter) ...]\r\n     Und so erscheint Bruckner als einer der merkwürdigsten musikalischen Charakterköpfe aller Zeiten! Diese Kunst in diesem Menschen ist und bleibt ein Wunder, dem Mann mit dem Rüstzeug der Logik und Psychologie nicht beizukommen vermag. Man muss an etwas Göttliches glauben, das in dieser unscheinbaren Menschenhülle wirkte und glorreich sich manifestierte. Eine künstlerische Würdigung der Werke Bruckners musste fachlichen Monographien vorbehalten werden. Hier nur so viel, dass ich die Symphonien Nr. 3, 4, 7 und 8, das „Tedeum“, das Quintett und die F-Dur -Messe (in dieser zumal das „ Resurrexit “) als die Krone seines Schaffens erchte und die überzeugte Ansicht ausspreche, dass sich Anton Bruckner in Notenwerken ein Kolossaldenkmal für die Ewigkeit gesetzt hat.\r\n                                    Albert Kauders\r\n            * * *   \r\n     Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 zu Ansfelden in Oberösterreich geboren; [... Biographisches, Werkgeschichte ...].\r\n            * * *\r\n             Die letzten Stunden Bruckner's. \r\n     Über die letzten Stunden Bruckner's wird uns mitgetheilt: [... erwähnt: Dr. Sorda [recte Sorgo], Kathi Klacheling [sic], Anton Meißner ... Beisetzung, Dr. Reisch ...].\r\n     Wie wir erfahren haben, hat Bruckner seine neunte Symphonie bis zum letzten Satz vollendet. Er hatte verfügt, wenn die Symphonie bei seinem Ableben unvollendet bleibe, sein Tedeum als Abschluß anzufügen.“ [keine Signatur] (zn2),\nNeue Freie Presse Nr. 11543 , Abendblatt, S. 2f:\r\n»              † Anton Bruckner.\r\n                                     Wien, 12.Oktober.\r\n    Eine der originellsten und eigenartigsten Erscheinungen im Musikleben Wiens, Professor Dr. Anton Bruckner, ist gestern Nachmittags im 72. [sic] Lebensjahre einem langen Leiden erlegen. [... über die Bedeutung, den Lebenslauf, die Werke ...]. Anton Bruckner hatte Gegener seiner musikalischen Richtung, aber keine Feinde. Sein Tod wird eine schmerzliche, nicht leicht auszufüllende Lücke in der Wiener Musikwelt zurücklassen, welche ihn zu ihren charakteristischsten Vertretern zählte.\r\n        * * * \r\n     Bruckner war schon seit mehreren Jahren herzleidend, [... die letzten Wochen (erwähnt: Schrötter, Anton Meißner, Kathi Kachelmayr, Heribert Witsch), Todestag, die testamentarischen Bestimmungen, Eberle, 9. Symphonie Finale-Skizzen, Dr. Reisch .. .].\r\n     Das letzte Werk, an dem Bruckner bis zum Tode arbeitete, die neunte Symphonie, ist, wie schon erwähnt, bis zum letzten Satz gediehen. Der Verblichene hat bestimmt, dass für den Fall, als der letzte Satz unvollendet bleiben sollte, sein Tedeum den Schluss des großen Werkes bilden möge.« [keine Signatur] (zn3).\nOstdeutsche Rundschau Nr. 281 auf S. 2:\r\n„      Meister Bruckner †. In seinem stillen Heim im Belvedere ist gestern Nachmittags um halb 4 Uhr der Komponist Dr. Anton Bruckner nach langem schweren Leiden im 73. Lebensjahr gestorben.“ (zo1).\nArtikel, signiert B. Bt. [Balduin Bricht], in der Österreichischen Volks-Zeitung Nr. 281 auf S. 1f:\r\n\"                  † Anton Bruckner.\r\n     Nicht ganz 72 Jahre alt, ist gestern Nachmittags Anton Bruckner auf dem Hochsitze im Wiener Belvedere, der ihm durch die Freundlichkeit des Erzherzogin Marie Valerie eingeräumt worden war, von hinnen gegangen. Von dem schönen Schlosse aus glitt der müde, nur manchmal aufblitzende Blick des greisen, kranken Meisters über die Stadt hin und haftete lange an dem herrlichsten Bauwerke der Stadt, an dem Stefansthurm. Die himmelaufstrebenden Spitzbögen, Säulen und Krabben des Wahrzeichens von Wien begeisterten den Meister zu seiner neunten Symphonie. So lange ihn die Füße noch tragen mochten, hielt er sich gerne ganz in der Nähe des Thurmes auf, der ihm die stets sich erneuernde Anregung geben sollte für seine \"gothische\" Symphonie. Warum er seine Neunte die gothische nennen wollte, mochte ihm kaum ganz klar gewesen sein. Wenn wirklich eine innere Gleichartigkeit zwischen Musik und Architektur besteht und man, das bekannte Wort umkehrend, sagen dürfte, die Musik sei flüssig gewordene Architektur, dann könnte man in Bruckner's Kompositionsweise gewiß nur den romanischen Baustyl wiedererkennen. Seine Neunte aber wollte er um jeden Preis fertig machen, weil er so viele Symphonien geschrieben haben wollte wie Beethoven. Das war nichts weniger als Selbstüberhebung, das war vielmehr die schlichte Art und Weise, wie Bruckner dem größten Musikgenie aller Zeiten seine Verehrung bezeugen mochte. Lange schon quälte ihn die Furcht, daß seine Krankheit ihn hindern werde, den vollendeten drei Sätzen der Symphonie den vierten anzufügen. Er arbeitete mit Hast und Eifer, so oft die lähmende Krankheit dies zuließ. Aber er hatte sich, gemüthlich und naiv wie immer, den Rücken gedeckt. Sollte er unverrichteter Dinge sterben, so hatte sein \"Tedeum\" als vierter Satz zu gelten. Es war ihm nicht gegönnt, die Skizzen zu diesem vierten Satze aufzuarbeiten. In der himmelstürmenden, jubelseligen Begeisterung des Tedeums hat man des Meisters Testament zu erkennen\r\n     So offenbart sich noch an Lebens= und Schaffensende des Meisters der merkwürdige Kontrast zwischen seiner persönlichen und seiner künstlerischen Erscheinung. Gelegentlich der siebzigsten Geburtstagsfeier Bruckner's, am 4. September 1894, ist es in diesem Blatte ausgesprochen worden [5.9.1894], daß der Meister, bereits weit berühmt, Professor und Ehrendoktor der Wiener Universität, in seinem ganzen Gehaben stets der weltfremde kleine Schulmeiser von Windhag mit den zwei Gulden Monatsgehalt geblieben war. Seine Musik hingegen verleugnet nirgends ein gewaltiges Pathos, eine fortreißende Kraft, eine revolutionäre Rücksichtslosigkeit. Der anerkannt größte Kontrapunktist unserer Tage, dem schon vor vierzig Jahren die ganze Wissenschaft der Musik in den Fingerspitzen saß, hat kein einziges schulgerechtes, geschweige denn vergrübeltes, pedantisches Musikstück geschrieben. Die kalte Lexikonweisheit unterschiebt ihm die Absicht, er habe Wagner's dramatische Prinzipien auf die absolute Musik anwenden wollen. Das ist Bruckner in Wirklichkeit aber niemals in den Sinn gekommen. Beweis dafür, daß man unter den modernen Komponisten nicht leicht einen wird nennen können, in dessen Werken so wenig Anklänge an Wagner's Melodik zu finden sind, als in denen Bruckner's. Bruckner ist niemals Nachahmer gewesen, er geht schon in seiner ersten Symphonie seinen eigenen, freilich nichts weniger als ebenen Weg, er ist sein eigenes Vorbild. Weil sein merkwürdiges Temperament oft über seinen unzweifelhaft vorhandenen großen Kunstverstand den Sieg davontrug, wollten ihm seine zahlreichen Gegner diesen Kunstverstand absprechen, und weil eine große Wiener Gemeinde ihn als ihren eingebornen Wagner auf den Schild hob, mußte Bruckner sich die herbsten Urtheile der Konservativen gefallen lassen. Bis auf seine Physiognomie erstreckte sich der hüben und drüben mit Uebertreibung geführte Streit. \"Ein Cäsarenschädel!\" riefen die Jünger, \"ein Bauernschädel\", entgegneten die verbissenen Anti=Brucknerianer. Der Alte vertrug eine gehörige Dosis Lob, denn er war zu klug, als daß er für seinen eigenen Kunstwerth kein Verständniß hätte haben sollen. Er war vollkommen überzeugt, seinen lange ersehnten \"Ehrendoktor\" ehrlich verdient zu haben. Aber das Uebermaß des Preises ärgerte und beängstigte ihn, er fürchtete, sich zu versündigen, wenn er sich von Jung=Wien auf den Schultern umhertragen lassen mußte. Die Feinde und Nergler aber konnten ihm die Galle recht erregen, und wenn er dann zu erzählen begann, wie der und jener einflußreiche Mann aus seinem Anhänger sein unerbittlicher Gegner geworden war, dann konnte man erstaunen über die Folgen mancher dem großen Publikum verborgen gebliebenen Begebenheit und zugleich über die Energie, mit welcher der Meister seine eigene Sache führte. Er glaubte an die Gerechtigkeit der Nachwelt. Und wenn auch seine Demuth und sein leicht entzündlicher Enthusiasmus ihn bewog, gelegentlich einmal einem jungen Musiker die Hand zu küssen, so hatte er Stunden der Einkehr doch das Bewußtsein, einer derjenigen zu sein, welche sich als Geweihte reinen Herzens dem Kreise der unsterblichen großen Meister nahen dürfen.\r\n     Ein naiver Mensch und Musiker, der Haydn unserer geistesregen, ahnungsvollen, umstürzlerischen Zeitläufte, so hat Bruckner gelebt und gewirkt, so ist er von uns gegangen. Sein schwankendes Bild wird in der Nachwelt sich festigen, höher emporsteigen, und wenn erst der Fetischismus einer Bekennerschaft, welcher die Musik zum staubigen Kampffelde geworden, hinter ihm liegt \"im wesenlosen Scheine\", dann wird seinem Genius auch die allgemeine, dankbare und dauernde Bewunderung zu Theil werden.                    B. B–t.\r\n                        *     *    *\r\n     Anton Bruckner ist in Ansfelden (Oberösterreich) am 4. September 1824 als Sohn eines Dorfschullehrers geboren, von dem er den ersten Musikunterricht erhielt. [... Biographisches (irrig: 1867 nach Wien, Druckfehler \"1871 ... Ehrendoktor\") ...].\r\n     Professor Bruckner litt schon seit vielen Jahren an einem Herzübel. Schon im vergangenen Jahre hielt man die Tage des greisen Komponisten für gezählt und man war auf den Eintritt einer Katastrophe gefaßt. Im August vorigen Jahres bezog Bruckner eine bequeme Wohnung im sogenannten Kustodentrakt des Belvedere. Er gefiel ihm hier so gut, daß er wiederholt den Wunsch aussprach, auch in diesem seine letzten Lebenstage beschließen zu können. In der verflossenen Woche fühlte sich Bruckner wohler als sonst und am Samstag noch machte er, begleitet von seiner Wirthschafterin Frau Katharina Kachelmayer, die ihn seit nahezu 25 Jahren betreute, einen Spaziergang in den Belvedere=Anlagen. Er beschäftigte sich auch bis in die jüngste Zeit mit Kompositionen und bei der Arbeit ereilte ihn der Tod. Er schuf eben an der Komposition des vierten Satzes der Neunten Symphonie. Den gestrigen Vormittag brachte Professor Bruckner noch außer Bette zu. Nachmittags begab er sich wieder zu Bette, um nach dem Mittagessen der Ruhe zu pflegen. Um halb 4 Uhr bat Professor Bruckner den behandelnden Arzt Dr. R. v. Weißmayer, der eben im Krankenzimmer weilte, um eine Tasse Thee. Im Augenblick, als ihm die Wirthschafterin den Thee verabreichen wollte, schloß der greise Kompositeur seine Augen, ohne vorangegangenen Todeskampf. Von dem Ableben Bruckner's wurde zunächst das Obersthofmeisteramt verständigt. Der Verblichene hinterläßt einen in St. Florian bei Steyr lebenden Bruder und eine Schwester in Vöcklabruck. Professor Bruckner's Testament ist bei dem Gemeinderathe und Advokaten Dr. Reisch deponirt. In seinen letzwilligen [sic] Verfügungen bestimmt Bruckner, daß seine Leiche nach St. Florian überführt werde. Die Einsegnung in Wien wird voraussichtlich Mittwoch Nachmittags in der St. Karlskirche erfolgen.\" (zo2).\n» Presse « Nr. 281 (Abendausgabe) auf S. 3:\r\n»                         Dr. Anton Bruckner †. \r\n    Anton Bruckner ist am 4. September 1824 als der Sohn eines armenischen Dorfschullehrers zu Amsfeld [sic] in Oberösterreich geboren. [... über die Biographie und die wichtigsten Kompositionen ...].\r\n                        * \r\n     die ihn in den schwersten Tagen mit Aufopferung pflegten und sein langjähriger Schüler und Freund Anton Meißner. Um ¼4 Uhr ließ sich Bruckner einen Thee bereiten. Unterdessen begab er sich zu Bette und trank den Thee gegen halb 4 Uhr mit großem Behagen. Nichts deutete auf das Nahen der Katastrophe. Als Dr. Bruckner den Thee getrunken hatte, legte er sich mit Hilfe der Wirthschafterin auf die linke Seite. Kaum hatte diese Position eingenommen, als er plötzlich zwei tiefe Athemzüge und sanft verschiedene war. Ohne Schmerz kam der Tod über den greisen Tondichter. Außer Frau Kachelin und der Tochter war nur Herr Meißner zugegen. Sofort wurde der Caplan des Schlosses Belvedere verständigt. Unterdessen begab er sich zu Bette und trank den Thee gegen halb 4 Uhr mit großem Behagen. Nichts deutete auf das Nahen der Katastrophe. Als Dr. Bruckner den Thee getrunken hatte, legte er sich mit Hilfe der Wirthschafterin auf die linke Seite. Kaum hatte diese Position eingenommen, als er plötzlich zwei tiefe Athemzüge und sanft verschiedene war. Ohne Schmerz kam der Tod über den greisen Tondichter. Außer Frau Kachelin und der Tochter war nur Herr Meißner zugegen. Sofort wurde der Caplan des Schlosses Belvedere verständigt. Unterdessen begab er sich zu Bette und trank den Thee gegen halb 4 Uhr mit großem Behagen. Nichts deutete auf das Nahen der Katastrophe. Als Dr. Bruckner den Thee getrunken hatte, legte er sich mit Hilfe der Wirthschafterin auf die linke Seite. Kaum hatte diese Position eingenommen, als er plötzlich zwei tiefe Athemzüge und sanft verschiedene war. Ohne Schmerz kam der Tod über den greisen Tondichter. Außer Frau Kachelin und der Tochter war nur Herr Meißner zugegen. Sofort wurde der Caplan des Schlosses Belvedere verständigt. Ohne Schmerz kam der Tod über den greisen Tondichter. Außer Frau Kachelin und der Tochter war nur Herr Meißner zugegen. Sofort wurde der Caplan des Schlosses Belvedere verständigt. Ohne Schmerz kam der Tod über den greisen Tondichter. Außer Frau Kachelin und der Tochter war nur Herr Meißner zugegen. Sofort wurde der Caplan des Schlosses Belvedere verständigt.P. _ Heribert Wilsch [sic] kam eilends und betete mit Meißner am Sterbebette ein De profundis . Meister Bruckners Bruder und Schwester, die in Oberösterreich leben, und der von dem Todten bestimmte Testamentsvollstrecker Gemeinderath und Hof- und Gerichtsadvocat Dr. Reisch wurden sofort in Kenntniß gesetzt.\r\n     Alsbald fand sich die ersten Leidtragenden ein: Schloß-Inspektor Heinrich [Henrich], der Obmann des Richard-Wagner-Vereins Dr. Schaumann, der Testamentsvollstrecker Dr. Reisch, der Pianist August Stradal. Anton Meißner und Frau Kachelin empfingen die Trauergäste. Das Leichenbegängniß dürfte Mittwoch stattfinden. Die Leiche wird hier eingesegnet und in das Stift St. Florian in Oberösterreich gebracht, wo sie in der Stiftskirche beigesetzt wird.« [keine Signatur] (zp1).\nPester Lloyd Nr. 234 (      Abendblatt) aufS.3:\r\n„                 Tagesneuigkeiten Schon dem Greisenalter nahe, bis es ihm vergönnt war, in weiteren Kreisen ernste Beachtung und kaum theilweise Wertschätzung zu finden. In Wien, wo er, der geborene Oberösterreicher, seit 1868 seinen letzten Aufenthalt nahm und als Hoforganist, sowie als Lehrer für Kontrapunkt und Generalbaß „Am Konservatorium wirkte, wird eine zahlreiche Gemeinde von Bruckner-Verehren sein Hinscheiden betrauern.“ (zp2).\r\n \nPrager Tagblatt Nr. 281 auf S. 5, signiert \"M\":\r\n\"                  Anton Bruckner †.\r\n     M Wien, 12. October. (Priv.) Der bekannte Componist Prof. Anton Bruckner ist gestern Nachmittag hier gestorben. Bruckner ist geboren im Jahre 1824, wurde 1867 [sic] Organist an der Wiener Hofcapelle und Professor am Conservatorium. Seine Orchesterwerke gelangten trotz ihrer zahlreichen Gegner in den ersten Concertinstituten Deutschlands zur Aufführung, und auch er selbst trat zu wiederholten Malen als Concertorganist in die Oeffentlichkeit).\" (zp3).\nThe Pittsburgh Presse Nr. 283 auf S. 3 in der 3. Spalte:\r\n\"          Herr Bruckner Dead.\r\n     Vienna, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zp4).\nSalzburger Volksblatt Nr. 232 auf S. 4:\r\n\"     Wien, 12. Oktober. Der bekannte Komponist Anton Bruckner ist gestorben. (Bruckner war einer der bedeutendsten Komponisten Oesterreichs und ein ausgezeichneter Orgelspieler; seine Symphonien und Messen, seine großen Chöre, seine berühmte Messe haben den Namen Bruckner weit über die Grenzen seines Vaterlandes bekannt gemacht. Bruckner war lange Jahre hindurch an der Wiener Universität Lector für Harmonielehre und Contrapunkt und Professor am Konservatorium)\" (zs1).\nStandard Union Nr. 88 (Brooklyn) auf S. 1 in der 8. Spalte: \"          HERR BRUCKNER DEAD.\r\n     Vienna, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zs2).\nTagesbote aus Mähren und Schlesien (Brünn) Nr. 235, Morgenblatt, S. 3:\r\n     \"Wien, 12. Oktober. Der bekannte Componist Anton Bruckner ist gestern nachmittags im 72. Lebensjahre gestorben. Er war Hofkapellen-Organist in Wien, Lehrer für Orgelspiel und Composition am Wiener Conservatorium und auch Lector für Musik an der Wiener Universität. Unter seinen Compositionen sind die geistlichen Chorwerke hervorzuheben. Seine Instrumentalmusik zeichnet sich durch ungewöhnliche harmonische Mannigfaltigkeit und instrumentales Raffinement aus.\"\r\nund Abendblatt, S. 5:\r\n\"Wien, 12. October, 2 Uhr nachmittags.&lt;\r\n     Der verstorbene Componist Bruckner litt an einem Herzfehler. In der letzten Zeit hatte er durch eine Munificenz des Kaisers eine Wohnung im Belvedere inne. Der Tod erfolgte gestern um 4 Uhr nachmittags. In den ersten Nachmittagsstunden hatte er noch einen Spaziergang im Belvederepark unternommen. Vor 4 Uhr verlangte er noch eine Tasse Thee. Als die Bedienerin damit ins Zimmer kam, hauchte er ohne jeden Todeskampf den Geist aus. Das Leich[en]begängnis findet Mittwoch nachmittags statt. Die Leiche wird nach Oberösterreich überführt.\" (zt1).\nDas Vaterland Nr. 281 auf S. 3:\r\n»     * [Professor Bruckner †.] Der Hoforganist und Lector für Harmonielehre und Contrapunct an der Wiener Universität, Dr. Anton Bruckner, ist gestern, halb 4 Uhr Nachmittags, [...] verstorben. [... über Biographie und Werke ... ], besonders aber seine sieben Symphonien, deren einige in den Achtziger=Jahren solchen Erfolg hatten, daß sein Name nun endlich in den weitesten Kreisen bekannt wurde.« (zv1).\nVossische Zeitung Nr. 480, Abendausgabe (Berlin) (zv2).\nWiener Tagblatt Nr. 281 auf S. 6:\r\n„Wiener Tagesbericht.\r\n           Anton Bruckner gestorben.\r\n     Gestern, Sonntag um ¼ Uhr Nachmittags, ist Anton Bruckner in seinem Asyle im Belvedere gestorben. Bereits seit Jahresfrist gab der Zustand des greisen Tondichters zu den ernsthaftesten Besorgnissen Anlaß, und in fast regelmäßigen, immer kürzer werdenden Zwischenräumen verbreitete sich das Gerücht, daß der Eintritt der Katastrophe unmittelbar bevorstehe. Gerade in der allerletzten Zeit aber waren diese Gerüchte nicht aufgetreten, und so kam es, daß der Tod Bruckner’s, des Dreiundsiebzigjährigen, den man schon so oft als unmittelbar bevorstehend gefürchtet hat, als er gestern plötzlich – ohne sich von Neuem anzukündigen – eintrat, uns dennoch unvorbereitet traf. Der Arzt hatte den Patienten erst kurz vor Eintritt der Katastrophe verlassen, ohne eine besorgnißerregende Verschlimmerung zu bemerken. Bruckner selbst schien sich leichter zu fühlen und äußerte sogar das Verlangen nach einer Tasse Thee. Ehe jedoch die Wärterin den Wunsch des Kranken erfüllen konnte, hatte eine plötzliche Herzlähmung dem Leben Bruckner’s ein Ende bereitet. Kraftlos war er in die Kissen zurückgesunken und ohne Todeskampf verschieden. Die entsetzte Wärterin brachte den Labtrunk bereits an das Bett eines Todten. Der rasch herbeigerufene Arzt konnte nur mehr konstatiren, daß Bruckner hinübergegangen sei in das Reich der unendlichen Harmonie.\r\n      *        *        *    \n     Bruckner hat keine Reichthümer gesammelt. Er ist eigentlich arm gestorben und sein letztes Heim verdankt er der Gnade des Kaisers. Aber auch mit dem Wenigen, was er hinterließ, hat Bruckner gewissenhaft Ordnung gemacht. Die Originalfassungen seiner Manuskripte sind für die Hofbibliothek bestimmt. Bruckner will in der Kirche des Stiftes St. Florian in Oberösterreich, wo er viele Jahre hindurch Organist mit fünf Gulden Monatsgehalt war, begraben werden. Ueber den Tag des Leichenbegängnisses ist noch keine endgiltige Verfügung getroffen. Gemeinderath Dr. Reisch wurde mit dem Vollzuge der letzten Anordnungen des Verstorbenen betraut.\r\n    Anton Bruckner, geboren 4. September 1824 zu Ansfelden (in Oberösterrerich), war zuerst Schulgehilfe, später Organist im Stifte St. Florian in Oberösterreich. Nach dem Tode seines Lehrers Sechter, des berühmten Kontrapunktisten, brachte ihn Herbeck als Lehrer desselben Faches an das Konservatorium zu Wien (1868) und erwirkte auch dessen Anstellung als Hoforganist. Später wurde er Lektor, 1892 Ehrendoktor der Wiener Universität. Bruckner schrieb acht Symphonien (und arbeitet [sic] an der neunten), drei große Messen, ein Tedeum, ein Streichquintett und mehrere Gelegenheits=Kompositionen. In Wien wurden seit Jahren Bruckner’s Werke gepflegt. Auswärts begann des Meisters Ruhmeskarrière mit der von A. Nikisch geleiteten Erstaufführung seiner E-dur-Symphonie (30. Dezember 1884), die bald von den meisten größeren Konzertinstituten gebracht wurde. Die anderen Symphonien und die Messen verbreiteten sich verhältnißmäßig langsam, dagegen wurde das Tedeum rasch in zahlreichen Konzertsälen vernommen. Bruckner’s Stärke ist ein farbenglühendes Kolorit. Kühnheit, ja Ungeheuerlichkeit de Konzeption ist auch seinen schwächeren Werken eigen, Mangel an strenger Logik, an Ebenmaß der Form, leiden auch seine besten. Eine Zeitlang entbrannte ein förmlicher Streit um die Werke Bruckner’s, ein Kampf, den der Komponist vielleicht selbst nicht guthieß. Seit einiger Zeit ist aber auch da einige Beruhigung zu merken.\r\n       *         *         *\r\n      Anton Bruckner war selbst eine merkwürdige, sphinxartige, nicht leicht zu deutende Erscheinung. Während Leib und Gliedmaßen unverkennbar die Struktur des oberösterreichischen Bauers [sic] zeigten, kreuzten sich auf seinem frappanten Haupte die charakteristischen Züge des vornehmen Römers aus der Imperatorenzeit mit den typischen Linien des katholischen Klerikers. Der  Totaleindruck seiner physischen Persönlichkeit war der einer seltenen Weltfremdheit. Es wird sich nicht leicht eine zweite, in gewisser Richtung hochveranlagte Individualität finden, der die realen Verhältnisse des Weltgetriebes so wenig zum Bewußtsein gekommen wären, wie Anton Bruckner. Sein Pendel schwang zwischen Kaspar Hauser und Beethoven. Durch den schweren Weihrauchdunst, der sich von frühester Jugend an über sein Gehirn gelagert hatte, erblickte er von Zeit zu Zeit göttliche Gesichte und drangen himmlische Melodien an sein inneres Ohr. Aber frei konnte er sich nimmermehr davon machen.  So schuf er, wie Wieland der Schmied, den eine durchschnittene Sehne am Gebrauche seiner übermenschlichen Kraft hinderte. Als der vierundvierzigjährige Mann, der bis dahin ein Schulmeister= und Klosterleben von schier unfaßbarer Dürftigkeit geführt hatte, durch Herbeck’s Vermittlung nach Wien und in eine menschenwürdige Lage versetzt wurde, vermochte er die Luft in den Regionen der Geistesfreiheit nicht mehr zu athmen. Er mußte vollenden nach dem Gesetz, wonach er angetreten.“ [keine Signatur] (zw1).\nWiener Abendpost Nr. 235 (Beilage zur Wiener Zeitung) auf S. 5f (signiert \"r. h.\", Robert Hirschfeld) [der Artikel ist bei ANNO nur unvollständig erhalten, Teile des Textes werden aber im Alpen-Boten vom 15.10.1896 und in der Grazer Morgenpost vom 14.10.1896 zitiert]:\r\n\"[...] Anton Bruckner zählt zu den schlichten deutschen Männern, welche als Schulmeister begannen und als Meister endeten. Es sind, wenn wir nur an Schubert und Bruckner denken, Schollenmenschen, deren Geist hoch fliegt, deren Leben aber im engen heimatlichen Kreise sich ruhig abspielt. Was sie wirken, wird jedesmal ein Kunstereignis; doch an äußeren Ereignissen, also Geschehnissen, ist ihr Lebensweg nicht reich. Anton Bruckner ist am 4. September 1824 als der Sohn eines Dorfschulmeisters in Ansfelden (Oberösterreich) geboren. Er war der Erstgeborene, zu dem sich später noch eilf Geschwister gesellten. Den Vater, welchem er die ersten musikalischen Unterweisungen dankte, verlor der junge Bruckner schon im Jahre 1836 [sic]. Im Stifte St. Florian wurde der verwaiste Lehrerssohn mit zwölf Jahren als Sängerknabe aufgenommen.\r\n     Nach absolviertem Präparanden=Curse erhielt der siebzehnjährige Bruckner eine Anstellung als Schulgehilfe in Windhag an der Maltsch in Oberösterreich. Hier lernte er die ganze Tonleiter von Freuden und Leiden des in einer Person vereinigten Lehrers, Musikers und Meßners der vormärzlichen Zeit kennen. Sein Gehalt von zwei Gulden monatlich schnitt die Scala der Freuden früh genug ab. Der junge Musikus mußte bei Bauernhochzeiten und Kirchweihfesten aufspielen, um den Lebensunterhalt zu finden.\r\n     Von Windhag wanderte der Schulgehilfe Bruckner nach Kronsdorf [sic] bei Enns, von da zurück zum Ausgangspunkte nach St. Florian, wo er Lehrer und supplierender Stiftsorganist wurde. Im Orgelspiele, in der Composition leistete Bruckner damals schon große Stücke.\r\n     Bruckners äußere Entwicklung war trotz der genialischen Veranlagung eine stetige, ruhige. Mit dem Jahre 1851 wurde er schon erster Stiftsorganist in St. Florian. Ein Jahresgehalt von 80 fl., zu welchem sich der Lehrersold von 36 fl. jährlich schob, gestattete dem jungen Bruckner schon manche Reise nach Wien, wo er den gelahrten Hofkapellmeistern Aßmayer, Preyer, dem Hoforganisten und Theoretiker Sechter sich nähern durfte. Proben seiner Orgelkunst brachten ihm damals schon reiche Ehren. Am 25. Jänner 1856 gieng Bruckner aber als Sieger in einer Concurrenz zur Besetzung der Dom=Organistenstelle in Linz hervor. Durch die „Königin der Instrumente“ wurde Bruckner aus den Banden der Schule gelöst. Vier Jahre hindurch, stets gegen Ostern und Weihnachten, war Bruckner regelmäßig in Wien zu finden, wo er bei Sechter strenge Studien machte. Sechters „Fundamente“ wurden das Fundament Bruckners. „Bei aller Wertschätzung seines Schülers“, sagt der Biograph Bruckners, „den er die schwierigsten Formen des Contrapunktes spielend beherrschen gelehrt hatte, schlug Sechter dennoch ein Kreuz über den kühnen Revolutionär Bruckner. Sechter mußte sich vorkommen wie ein Huhn, das aus einem unterlegten Ei einen Adler ausgebrütet hat.“\r\n     Bruckner legte alsbald vor Dessoff, Herbeck, Hellmesberger, den Schulgrößen des Conservatoriums, eine Reifeprüfung ab. Professor Sechter zeichnete vier Takte eines Themas auf, das Bruckner auf der Orgel durchführen sollte, Dessoff verlängerte das Thema um vier Takte, Herbeck verlängerte es abermals. Das grausame Thema wurde zu einer genial durchgeführten Fuge gestaltet. Die Commission konnte die Kunst Bruckners nicht genug preisen. Herbeck veranlaßte die Berufung Bruckners nach Wien. So wurde Bruckner exspectierender Organist in der Hofkapelle, später Professor des Orgelspieles und des Contrapunktes am Conservatorium. Der Lehrerberuf zog Bruckner wieder in seine stillen Kreise, aber in ungleich höherer Geltung als dereinst. Wer das Glück hatte, unter Bruckners Leitung in die Geheimnisse des Contrapunktes eingeweiht zu werden, wurde dessen froh fürs ganze Leben.\r\n     Bruckners erste schöpferische That war die Messe in D, welche im Jahre 1864 entstand. Erst in allerletzter Zeit fand sich für diese Messe, welche freilich genug Bewunderer gefunden hatte, auch ein Verleger. Im Jahre 1865 vollendete Bruckner seine erste Symphonie. Damals führten ihn die „Tristan“=Vorstellungen nach München, wo Bruckner mit Glück um die Freundschaft Wagners warb. Zwei Jahre später brachte Herbeck in der Augustiner=Kirche die Bruckner’sche D-Messe zur Aufführung. Von Bedeutung und bezeichnend für die Hochachtung, welche Wagner dem aufstrebenden Meister zollte, ist ein Concert, welches Bruckner im Jahre 1868 in Linz dirigierte. Er führte dem Linzer Publicum den Schlußchor des zweiten Actes aus den „Meistersingern“ vor, dessen bis dahin unveröffentlichte Partitur Richard Wagner an Bruckner gesendet hatte. Mit seiner ersten Symphonie holte sich Bruckner aber im Jahre 1868 bei den Linzern, zumal die Orchestermittel unzureichend waren, keinen Erfolg. Trost suchte Bruckner im Schaffen. Zu Weihnachten des Jahres 1868 war die herrliche F-moll-Messe vollendet. „Es bezeichnet so recht unseres Meisters naiv=frommen Sinn“, sagt sein Biograph, der Lehrer Brunner in Linz treffend, „daß er im Dankgefühle für die ihm von oben gewordene geistige Wiedergeburt eine der schönsten Stellen des Benedictus aus dieser Messe später in das Adagio der zweiten Symphonie aufnahm.“     Noch in demselben Jahre war zur Einweihung der Votivkapelle des Maria Empfängnis=Domes zu Linz die zweite große Messe in E-moll mit Begleitung von Blas=Instrumenten entstanden. Als Organist trat der Meister bald darauf siegreich in einem Wettspiele in der Kathedrale von Nancy hervor. Er schlug alle seine bedeutenden Nebenbuhler. Einen noch größeren Triumph feierte Bruckner in London bei einem neuerlichen Wettstreite. Er gab nach seinem Siege acht Concerte in der Albert=Hall, [... ab hier nach dem Original bei ANNO ...] fünf im Krystallpalaste. London wollte den unvergleichlichen Meister an England fesseln. Bruckner aber blieb seinem Vaterlande treu. Die Lebensgeschichte Bruckners ist fortan nur die Geschichte seines Schaffens, seiner Werke.\r\n     Die zweite Symphonie war im Anfange der Siebziger Jahre componirt worden. Ihr folgte unmittelbar noch vor dem Weltausstellungs=Concerte, in welchem die zweite zur Aufführung gelangte, die dritte, Richard Wagner gewidmete Symphonie in D-moll. Dieses grandiose Werk wanderte bis zu den Lamoureux=Concerten. Die Gesellschaft der Musikfreunde machte im Jahre 1877 zum ersten Male die Wiener mit dieser monumentalen Schöpfung bekannt. Herbeck hatte sie aufs Programm gesetzt, erlebte aber diese Aufführung nicht mehr. Der Streit um Bruckner war damals schon hell entbrannt. Der kritischen Verdienste des Dr. Helm, welcher ein begeisterter Lobsprecher Bruckners wurde, muß hier dankbar gedacht werden. Als im Jahre 1877 die dritte Symphonie zur Aufführung kam, war die vierte in Es-dur, die „Romantische“, bereits vollendet, und eine fünfte in B-dur harrte schon der Vollendung. Die romantische Symphonie wurde von den Philharmonikern unter Hans Richters Leitung im Jahre 1881 in einem Concerte zum Besten des deutschen Schulvereines zum ersten Male gespielt.\r\n     Im großen Publicum fand Bruckner nur langsam Anerkennung. Jeden neuen Schritt zu allgemeinerer Würdigung suchten die gegnerischen „Merker“ immer wieder zu vereiteln. Mit der siebenten Symphonie – ihr war im Jahre 1883 die sechste vorangegangen – errang aber Bruckner vom Jahre 1884 ab auch die nöthigen äußeren Erfolge. Leipzig und München giengen mit dem Werke voran. Den Ruhm Bruckners – natürlich immer nur in den Grenzen vorurtheilsfreier Kreise – befestigte das F-dur=Quintett, welches von Hellmesberger 1885 ans Licht gebracht wurde. Im folgenden Jahre gelangte das Te=Deum in einem Gesellschafts=Concerte zur Aufführung. Das Werk begeisterte die Anwesenden. Die Philharmoniker, lange zurückhaltend, führten Bruckner mit der Siebenten im Jahre 1889 [sic] in ihre Concerte ein. Einige Jahre später füllten sie allein mit der Achten zum Mißvergnügen der Gegner das Programm eines ganzen Concertes. Nur die sechste Symphonie ist, wie uns die Aufzeichnungen Helms belehren, vollständig bisher nicht aufgeführt worden. Die Fünfte hat Capellmeister Franz Schalk bereits in Graz mit außerordentlichem Erfolge zur Aufführung gebracht. Bruckners Schöpfungen gewinnen nun stätig an Boden.\r\n     Im hohen Alter fehlte es dem Meister auch an bedeutenden Ehrungen nicht. Se. Majestät der Kaiser verlieh ihm im Jahre 1886 das Ritterkreuz des Franz Joseph=Ordens; der akademische Senat ernannte ihn zum Ehrendoctor der Universität Wien. Hofrath Exner, damals Rector der Universität, schloß seine Ansprache mit den Worten: „Ich, der Rector=Magnificus der Wiener Universität, beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhag.“\r\n     Ein jährlicher Ehrensold, welchen die Landesvertretung Ober=Oesterreichs Bruckner bewilligte, ein Ehrensold, welchen Se. Majestät und angesehene Kunstfreunde dem greisen Meister aussetzten, und schließlich die Begünstigung, im Belvedere eine behagliche, herrlich gelegene freie Wohnung zu beziehen, scheuchten von dem Meister die Sorgen des Tages. Er konnte, von Aemtern frei, ganz seinem Schaffen leben. Das Schicksal hat ihm die Vollendung der Chor=Symphonie, der Neunten, nicht gegönnt. Die Kunstwelt hat einen der bedeutendsten Symphoniker, einen erhabenen Kirchen=Componisten, einen unübertrefflichen Orgelkünstler, das Vaterland hat einen seiner treuesten Söhne verloren. [Wir] trauern um den Meister. Wir gaben im Augen[blick] des Verlustes ein Bild seines hohen Strebens. [Wir] zeigten, was er geschaffen hat. Wie er aber [zu] schaffen verstand, diese Darlegung möge einem [spät]eren Zeitpunkte, in welchem das Fühlen hinter [das] Urtheil gedrängt wird, vorbehalten bleiben.   r. h.\" (zw2).\nWiener Allgemeine Zeitung (zw3).\nIn der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 41 wird Bruckner – unabhängig von der Todesnachricht – im Feuilleton erwähnt:\r\n\"                    Burgtheater.\r\n                 [Inhaltsübersicht]\r\n     Sudermann ist eine vielspältige Natur, also keine Natur. Man kann seiner nie recht froh werden. [... drei Einakter mit dem Übertitel \"Morituri\" ...]. Der Collectivtitel Sudermann's erinnert mich lebhaft an Meister Bruckner, welcher seine Hörer, unbekümmert um ihren individuellen Seelenzustand immer nur \"Meine lieben Gaudeamus\" nennt. Wie wär's, wenn Einer nächstens zwei Lustspiele und ein Trauerstück unter dem Titel \"Gaudeamus\" ins Burgtheater brächte. [... oder umgekehrt \"Requiem\" ... über die einzelnen Stücke ...] LA Terne. \" (zw4).\nWilkes-Barré Times (Wilkes-Barre, Pennsylvania) Nr. 2277 auf S. 1:\r\n„Wien, 12. Okt. – Bruckner, der berühmte Musikkomponist, ist tot.“ (zw5).\nAnonymer Artikel „ Anton Bruckner gestorben “ in der Rubrik „ Wiener Tagesbericht “ (zx1).", "Letzte Änderung": "05.01.2026 09:42"}, {"ID": 189710125, "Datum": "12.10.1897, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Hans Puchstein \"Zum Gedächtnis dreier Todter\" im Deutschen Volksblatt Nr. 3154 auf S. 1-3:\r\n\"     Genau ein Jahr ist es her, seit wir den großen Meister der Töne, den wir und mit uns viele Tausende als den bedeutendsten Symphoniker seit Beethoven und den hervorragendsten Kirchencomponisten seit den Zeiten des großen Bach, bewunderten, seit wir unseren Anton Bruckner auf die Todtcnbahre legten. [... über Bruckner, Martin Plüddemann (gest. 8.10.1897) und dessen Antisemitismus ... Hugo Wolf (geistig tod) ... Appell an Karl Lueger (Förderung des Deutschen) ...]      Hans Puchstein.\" (*).\n \n[Zumindest so geplant:]\nTheodor Reisch fährt frühmorgens vom Linzer Hotel Krebs nach St. Florian, wo er ziemlich sicher außer Propst Ferdinand Moser auch Ignaz Bruckner trifft und ihm (oder Karl Aigner persönlich) das Autograph des Vexilla regis übergibt [vgl. Anmerkung] (**).\nBrief von Theodor Reisch an Carl Aigner [vermutlich in St. Florian auf mitgebrachtem Briefpapier (mit Wien als vorgedruckter Ortsangabe) geschrieben]:\r\n    Übersendet aufgrund testamentarischer Verfügung und auf Wunsch Ignaz Bruckners ihm als Bruckners \"liebstem Florianer-Freunde\" die autographe Partitur von \"Vexilla regis\" (**a).\nIn der Grazer Morgenpost Nr. 233 wird die 4. Symphonie für die Konzertsaison 1897/98 des Steiermärkischen Musikvereins angekündigt (***).\nAnkündigung der 3. Symphonie für die Philharmonischen Konzerte in Wien [9.1.1898] in der Reichswehr Nr. 1322 auf S. 7 (Morgenblatt) (°).\nDie Buffalo Evening News Nr. 2 erwähnen auf S. 10 in der 5. Spalte Bruckner mit irrtümlicher Datierung des Todestages (12.10.1896):\r\n\"THIS DATE IN HISTORY, OCT. 12.\r\n     1492–Columbus first saw land in the new world.\r\n[... u. a. 1859 Robert Stephenson ...]\r\n     1896–Herr Bruckner, celebrated musical composer, died in Vienna; born 1824.\" (°°).\nDies ist auch in The Kearney Daily Hub Nr. 303 (Kearney, Nebraska) auf S. 2 zu lesen:\r\n\"     This Date In History–Oct. 12.\r\n1492–Columbus first saw land in the new world.\r\n[... u. a. 1859 Robert Stephenson ...]\r\n1896–Herr Bruckner, celebrated musical composer, died in Vienna; born 1824.\" (°°°),\nin The Atchison Daily Globe Nr. 6202 (Atchison, Kansas) auf S. 2 (#),\nin The Meriden Journal Nr. 152 (Meriden, Connecticut) auf S. 4 (##)\nund in The Owensboro Messenger Nr. 243 (Owensboro, Kentucky) auf S. 4 (###).\n\"Das Vaterland\" Nr. 282 berichtet auf S. 3 des Abendblatts von der gestrigen Trauerfeier in St. Florian:\r\n\"     *  [Anton Bruckner.] Montag, 11. d. M., als dem Todestage des Tonkünstlers Bruckner, fand in der Stiftskirche von St. Florian, in deren Gruft der Verstorbene ruht, ein feierliches Requiem für denselben statt. Viele Bewohner des Marktes, an der Spitze der Bezirksrichter von St. Florian, wohnten dem Trauergottesdienste bei.\" (a).", "Letzte Änderung": "30.08.2026 11:17"}, {"ID": 189910125, "Datum": "12.10.1899, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Mathilde Kralik von Meyrswalden:\r\n     »Sehr geehrter Herr Doktor!\r\n     Erlauben Sie, dass ich Ihnen hiemit von zwei Verehrern der Bruckner'schen Muse einen Beitrag zum Denkmal des Meisters übersende und zwar: von meinem Bruder Oberingenieur Ludwig v. Kralik 50 fl und ebenso von mir 50 fl., welche beide Beträge ich dem Denkmalfond gütigst zuzuführen bitte.\r\n     Ich freue mich für meinen Theil ganz besonders, bei dieser Gelegenheit auch der begeisterungsvollen und treuen Dankbarkeit gegenüber meinem grossen Lehrer doch wenigstens einen schwachen Ausdruck verleihen zu können.\r\n     Hochachtungsvoll ergebenst\r\n     Mathilde vKralik\r\n     Wien I. Elisabethstr. 1.\r\n     Wien 12. Oktober 1899.« (*).\nEinige Zeitungen weisen auf die Enthüllung des Bruckner-Denkmals am 25.10.1899 hin:\nNeue Freie Presse Nr. 12622 auf S. 7 (**)\r\nund das Wiener Tagblatt Nr. 281 auf S. 4 (***).\r\nDie Deutsche Zeitung berichtet, daß dabei das Adagio der 7. Symphonie in Ferdinand Löwes Fassung für Bläser und der \"Germanenzug\" erklingen werden (°).\nDaß das Denkmal im Atelier Zerritsch kurz vor der Fertigstellung steht, melden\r\ndas Fremdenblatt Nr. 281 (Morgenblatt) auf S. 5 (°°),\r\ndas Neue Wiener Journal Nr. 2145 auf S. 5 (°°°)\r\nund die Reichswehr Nr. 2040 (Morgenblatt) auf S. 5 (#).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 3872 gibt auf S. 9 eine Beschreibung des Denkmals und kündigt die Aufführung der e-Moll-Messe am 15.10.1899 an (##).\r\nAuf S. 2 der Abendausgabe wird gemeldet, daß Grädener Nachfolger Bruckners am Konservatorium [recte: Wiener Universität?] ist (###).\r\nVon Grädeners Vorlesungsbeginn und von der Denkmalsenthüllung berichtet auch die Österreichische Volkszeitung Nr. 281 auf S. 5 (a).\nHinweis auf die e-Moll-Messe unter Dr. Neubauer auch in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 281 auf S. 5 (b)\r\nund in der Wiener Allgemeinen Zeitung (c).\r\n \nDer falsch datierte Hinweis auf den Todestag (vgl. 11.10.1899) erscheint auch in\n\nSalinas Daily Index Nr. 112 (The Californian, Salinas, California) auf S. 2:\r\n\"     This Date In History–Oct.12.\r\n1492–Columbus first saw land in the new world.\r\n[...]\r\n1896–Herr Bruckner, celebrated musical composer, died in Vienna; born 1824.\" (d),\nBuffalo Evening News Nr. 2 (Buffalo, New York) auf S. 2:\r\n\"THIS DATE IN HISTORY, OCT. 12.\r\n[... identischer Text ...]\" (e),\n \nThe Yonkers Herald Nr. 3269 (Yonkers, New York) auf S. 3:\r\n\"THIS DATE IN HISTORY, OCT. 12.\r\n[... identischer Text ...]\" (f),\n \nThe Atchison Daily Globe Nr. 6828 (Atchison, Kansas) auf S. 2:\r\n\"This Date In History–Oct. 12.\r\n[... identischer Text ...]\" (g),\n \nKenosha News Nr. 299 (Kenosha, Wisconsin) auf S. 4:\r\n\"     This Date In History–Oct.12. \r\n[... identischer Text ...]\" (h),\n \nThe Argus-Leader (Sioux Falls, South Dakota) auf S. 4: \"This Date In History–Oct. 12.\r\n[... identischer Text ...]\" (i)\n \nund in The North Adams Transcript (North Adams, Massachusetts) auf S. 5:\r\n\"     THIS DATE IN HISTORY\r\n[... identischer Text ...]\" (j).\n \nDas Unterhaltungsblatt des Vorwärts Nr. 200 (Beilage zum \"Vorwärts\" Berliner Volksblatt Nr. 239) bringt auf S. 3f (= S. 799f) einen mit \"SZ.\" signierten Feuilleton-Artikel, in dem Bruckner erwähnt wird:\n\"                      Musik.\n     Im Reich der Töne besteht die Frauenemanzipation schon lange [... über das Konzert des Frauen-Streich-Orchester-Vereins ... Berliner Philharmoniker spielten Cesar Francks d-Moll-Symphonie ...]. Die Kompositionsweise ist die bei den neueren Franzosen und Russen wie auch bei dem Deutschen Bruckner übliche: mehrere, zum Teil etwas abgeänderte Themen werden einem äußerst geschickten Spiel von Kombinationen unterzogen, bis meistens das erste mit eindringlicher Verstärkung den Satz wirkungsvoll schließt, im Gegensatz zu der älteren deutschen Weise eines Haydn, Beethoven und Anderer, bei der aus einem oder wenigen Themen eine innerliche Entwickelung geschieht. [... Seele wird durch Pathos vertreten ...].     SZ.\" (k).", "Letzte Änderung": "12.06.2026 10:03"}, {"ID": 190010125, "Datum": "12.10.1900, Donnerstag", "Haupttext": "In einem Bericht der Reichswehr Nr. 2398 (Morgenblatt) auf S. 3 über die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Marie von Ebner-Eschenbach wird Bruckner erwähnt (*).\n \nWie jedes Jahr seit 1897 erscheint im historischen Überblick einiger amerikanischer Zeitungen Bruckners Todestag mit falschem Datum: \"     This Date In History–Oct. 12. 1492–Columbus first saw land in the new world. [...] 1896–Herr Bruckner, celebrated musical composer, died in Vienna; born 1824.\"\n\nMessenger-Inquirer Nr. 96 (Owensboro Weekly Inquirer, Owensboro, Kentucky) auf S. 6 (**),\n \nThe Californian Nr. 115 (Salinas Daily Index, Salinas, California) auf S. 2 (***),\n \nBuffalo Evening News Nr. 2 (Buffalo, New York) auf S. 2 [in abweichendem Layout] (°),\n \nThe Journal Nr. 152 (The Meriden Daily Journal, Meriden, Connecticut) auf S. 6 (°°).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 08:25"}, {"ID": 190110125, "Datum": "12.10.1901, Samstag", "Haupttext": "Wie jedes Jahr seit dem 12.10.1897 bringen die amerikanischen Zeitungen einen historischen Rückblick mit dem falschen Sterbedatum Bruckners.\r\n(Im Unterschied zu den Vorjahren fehlt diesmal die Entdeckung Amerikas durch Columbus 1492.)\n \nBuffalo Evening News Nr. 2 auf S. 2:\r\n\"THIS DATE IN HISTORY, OCT. 12.\r\n     1537–Edward VI. of England was born at Hampton Court.\r\n[...]\n     1896–Herr Bruckner, celebrated musical composer, died in Vienna; born 1824.\n     1899–Boers began hostilities in South Africa [...].\" (*).\n \nThe Sandusky Star-Journal Nr. 188 (Sandusky, Ohio) auf S. 4: \"This Date In History–Oct. 12.\r\n     1537–Edward VI. of England was born at Hampton Court.\r\n[...]\r\n     1896–Herr Bruckner, celebrated musical composer, died in Vienna; born 1824.\n     1899–Boers began hostilities in South Africa [...].\" (**).\n \nThe Chronicle-Tribune Nr. 5247 (Leavenworth, Kansas) auf S. 4 [identisch] (***),\n \nThe Daily Notes Nr. 2320 (The Canonsburg Notes, Canonsburg, Pennsylvania) auf S. 4 [identisch] (°),\n \nAlameda Daily Argus (Alameda, California) auf S. 2 [identisch] (°°),\n \nThe Wichita Beacon Nr. 146 (Wichita, Kansas) auf S. 12 [identisch] (°°°) und\n \nBeatrice Evening Times (Beatrice, Nebraska) auf S. 4 [identisch] (#).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 08:26"}, {"ID": 190210125, "Datum": "12.10.1902, Sonntag", "Haupttext": "The Brooklyn Daily Eagle Nr. 283 (Brooklyn, New York) veröffentlicht auf S. 43 einen Artikel aus der Zeitschrift Forum:\r\n\"                 LENGTH OF THE SYMPHONY.\r\nOver Elaboration Is Not a Virtue but a Vice.\r\n     There can be no doubt that the art form of the future for orchestral music is the symphonic poem as constructed by Liszt, Saint-Saens and Dvorak. I would add the name of Richard Strauss [...].\r\n     As the three volume novel has had its day, so the four movement symphony is doomed to extinction. It is too long. Its writers usually labor under the strange delusion that genius consists in taking some insignificant theme and developing it interminably with the utmost display of technical skill and ingenuity. Genius, on the contrary, consists in the faculty of originating significant ideas, expressing them in the simplest possible way and stopping short when all that is new has been said, whether it makes one page or a dozen or more. In architecture there is some excuse for skyscrapers, because if not beautiful they are at any rate useful and profitable. But long symphonies are the reverse of useful and profitable. A very talented composer, who died six years ago, the Viennese, Anton Bruckner, practically wreeked his whole career by writing skyscraper symphonies lasting up to an hour and a half. No conductor dared in risk the success of a whole concert on such works, and, consequently, they were ignored, and the poor deluded man died broken-hearted. He had been unable to read the signs of the times.\n \n     Apart from its usually excessive length, the symphony has the fatal defect of not being an organic form of art. With a few exceptions, there is no more connection between its four movements than there is between four Pullman cars; less, indeed, because the best Pullman trains are vestibuled, whereas Haydn made the blunder of entirely detaching the symphonic movements, and this blunder has been perpetuated to the present day, although Mendelssohn, Schumann and a few more recent writers have, in single instances, run their movements together and also tried to connect them     organically by employing, in a slight extent, the same thematic material in two or more of them. But the symphony can hardly be saved by that device. It is too artificial in structure to survive much longer.–Henry T. Finck in the Forum.\" (*).\n \nThe Washington Times Nr. 3044 berichtet auf S. 9 über die Zukunftspläne der Library of Congress:\r\n\"MUSICAL UNDERTAKING OF GREAT LOCAL INTEREST\r\nThrough Zeal of Librarian Putnam Washington Will Possess Most Extensive Library of Music in Country.\r\n     [... über Bestrebungen, die großen Lücken im Bibliotheksbestand vor allem bei Publikationen vor 1891 zu schließen ... 30000 Neuanschaffungen geplant ...].\r\n     The new books to be purchased include all the world's most important works of the history and psychology of music, [...].\r\n     The new music to be added embraces the complete works of Orlando di Lasso, Bach, Mozart, [... weitere sechs Komponisten ...]; nearly all of the Brahms and a goodly selection from the works of Dvorak, Castillon, Sgambati, [... fünf Namen ...], Stanford, Anton Lalo, Bruckner, Fibich, Cesar Franck, Reyer, Saint-Saens, Liszt, Massenet, Raff, Nicode, and many athers, too numerous to mention.\r\n     The general plan of the present enlargement of the music departement is to devote [... primär Partituren ... Musikzeitschriften ... zur Person von Bibliothekar Oscar G. Sonneck [siehe die Anmerkung] und über dessen vierbändiges Buch zur amerikanischen Musikgeschichte ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "14.06.2026 19:35"}, {"ID": 190310125, "Datum": "12.10.1903, Montag", "Haupttext": "Brief von Karl Muck an die Wiener Philharmoniker [Franz Heinrich?]: \n   Über die Programmplanung der zwei von ihm zu dirigierenden Philharmonischen Konzerte [vgl. 7.2.1904]. Wie er zur 7. Symphonie stehe?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190410125, "Datum": "12.10.1904, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Kaim-Orchester unter Peter Raabe in einem Volks-Symphoniekonzert in München (*).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke:\r\n\"Wie schwer es mir wird, die Einsamkeit zu ertragen, kann ich nicht aussprechen. [...] O wenn mir die Einsamkeit eigen wäre, die in Bruckners neunter Symphonie lebt!\" (**).", "Letzte Änderung": "28.03.2025 11:16"}, {"ID": 190410126, "Datum": "12.10.1904, Mittwoch", "Haupttext": "Oskar Loerke S. 21f        39/236", "Letzte Änderung": "13.02.2025 15:43"}, {"ID": 190510125, "Datum": "12.10.1905, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung von Otto Kitzlers \"Trauermusik (dem Andenken Bruckners)\" in der Fassung für Klavier vierhändig beim geselligen Donnerstag-Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 11:30"}, {"ID": 190610125, "Datum": "12.10.1906, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Elsa Bienenfeld Anton Bruckner. Zum 10. Todestag im Neuen Wiener Journal Nr. 4660 auf S. 5 [mit vielen Vorbehalten und dem Geburtsdatum 24.9.1824] (*).\n\r\nArtikel Bruckners Todestag in der Arbeiter-Zeitung Nr. 282 auf S. 5f, nicht signiert (**).\n\r\nDie Deutsche Zeitung weist darauf hin, daß heute das Vorzugsrecht für das Nicolai-Konzert am 21.10.1906 [mit der 8. Symphonie] endet (**).\n\r\nDiese Meldung erscheint auch in Die Zeit Nr. 1455 auf S. 4. (°).\n\r\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 282 verzeichnet auf S. 4 Bruckners Todestag (12.10.!) in der Rubrik Historischer Kalender und Gedenktage (°°).\r\nAuf S. 5 wird gemeldet, daß die Wiener Philharmoniker am Todestag am Denkmal im Stadtpark einen Kranz niederlegen [niedergelegt haben, vgl. 11.10.1906] (°°°).\r\n \nAufführung von Otto Kitzlers \"Trauermusik zur Erinnerung an Anton Bruckner\" in einer vierhändigen Klavierfassung im Wiener Bösendorfersaal (#).\n \nBesprechung des Königsberger Konzerts mit Otto Kitzlers (jun.) \"Trauermusik dem Andenken Anton Bruckners\" in der Neuen Zeitschrift für Musik (##).\n \nArtikel \"Ein hübsches Wort von Bruckner\" im Linzer Volksblatt Nr. 233 auf S. 4. Die Steyrer Zeitung gebe eine Anekdote wieder, derzufolge Bruckner bei einem Mittagstisch in Steyr sagte, er werde vor dem lieben Gott sein \"Te deum\" vorweisen und werde so sicher in den Himmel eingelassen werden (###).\nAuf derselben Seite wird neben der 2. Symphonie auch Otto Kitzlers \"Trauermusik dem Andenken Anton Bruckners\" für das 1. Musikvereinskonzert am 21.10.1906 angekündigt. Otto Kitzner jun. habe sie komponiert, vom Vater stamme die Instrumentierung (a).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 10:47"}, {"ID": 191110125, "Datum": "12.10.1911, Donnerstag", "Haupttext": "Bei der Universal-Edition erscheinen die Hornstimmen zu »Abendzauber« mit der Plattennummer 2914 a/d.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191310125, "Datum": "12.10.1913, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe unter Carl Luze in der Wiener Hofkapelle (*).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Willem Mengelberg in Amsterdam (**).\nDie Aufführung der 5. Symphonie in Chicago in der neuen Saison [am 6./7.3.1914] wird angekündigt in The Illustrated Buffalo Express (Buffalo Morning Express) auf S. 38:\r\n\"     Among the novelties which Mr. Stock and the Chicago Symphony Orchestra will play at their regular concerts this season are Reger's Romantic Suite; Bruckner's fifth symphony; Markische Suite, Hugo Kaun [... Korngold und vier weitere Komponisten ... Novitäten aus neun Ländern ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "27.06.2024 09:37"}, {"ID": 191910125, "Datum": "12.10.1919, Sonntag", "Haupttext": "The Brooklyn Daily Eagle Nr. 283 stellt auf S. 47 [oder recte S. 59?] (= S. 15 des 4. Teils) die Pläne für die nächste Konzertsaison vor [mit der 8. Symphonie am 28.11.1919]:\n\"      THE ORCHESTRA'S PLANS\n\n[... New York Symphony Orchestra ...\n              The Philharmonic.\n     This season the Philharmonic Society will adopt the scheme, successfully tried out at the final pair of concerts last season, of offering different programs on Thursday Evenings and Friday afternoons. The practice of giving concerts in so-called \"pairs,\" common to the Philharmonic and the majority of symphonic organizations implied in the past that the program of the first concert would be repeated at the second. [...].\n     In outlining his general program plan for the season, Conductor Stransky announces that, while the master works of the classicists and romanticists, Bach, Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Bruckner, etc., will have their proper place on his programs, there will also be a number of French novelties [... vier Namen ... \"American composers\" (acht Namen) und Werke aus anderen Ländern ...].\" (*).\n\n\nGleichlautend die Ankündigungen in The Brooklyn Citizen Nr. 103 auf S. 25:\n\"             PHILHARMONIC PLANS.\nDifferent Programmes on Thursdays and Fridays.\n\n     This season the Philharmonic Society will adopt the scheme [wie oben (*)].\" (**)\n\n\nund in The Sun Nr. 42 auf S. 91 (= S. 5 des 8. Teils):\n\"CONCERTS, RECITALS, NOTES OF MUSIC.\n     This season the Philharmonic Society will adopt the scheme [wie oben (*)].\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192110125, "Datum": "12.10.1921, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Curt Rudolph Mengelberg in der Kölnischen Zeitung (*).\nArtikel von Hans Teßmer im Hannoverschen Kurier (**).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Georg Schnéevoigt [in Stockholm?] (***).\nArtikel von Karl Werner »Anton Bruckner. Gelegentlich der 25. Wiederkehr seines Todestages (11. Oktober 1896.)« im Steyrer Tagblatt (°).\nDas Neue Wiener Journal Nr. 10033 kündigt auf S. 8 eine Bruckner-Gedenkfeier der Gesellschaft der Musikfreunde (mit 150. Psalm und 8. Symphonie) für den 30.10.1921 an (°°).\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 280 berichtet auf S. 6, signiert \"-t.\", von der Gedenkfeier der Stadt Wien (mit \"O könnt ich dich beglücken\" [WAB 92], Quintett, \"Um Mitternacht\" [WAB 89 oder WAB 90?]).\r\nErwähnt werden Bgm. Neumann [vermutlich recte Jakob Reumann], Josef Hellmesberger, der Wiener Männergesangverein unter Luze, als Solisten Boruttau und Hauswirth, beim Quintett Mairecker, Buxbaum, Starkmann, Morawetz und (2. Viola) Pirscht (°°°).\r\nAuf derselben Seite wird die Gedenkfeier am 30.10.1921 angekündigt (#).\nDie Gedenkfeier im Stadtratsitzungssaal des Wiener Rathaus wird auch in der Wiener Mittagszeitung Nr. 233 auf S. 2 gemeldet (##).\nDie Reichspost Nr. 280 berichtet auf S. 7\r\nebenfalls von der heutigen [sic! recte 11.10.1921?] Gedenkfeier im Wiener Rathaus (als Anwesende werden genannt: aus Deutschland Dr. von Rosenberg und Konsul Edler von Vivenot, Everlöf (Schweden) Dr. Fernando Perez (Argentinien), Vizekanzler Breisky, Sektionschef Förster-Streffleur, Sektionschef Dr. Vetter, Rektor Dr. Fischer, Professor Ferstel, Professor Becke, Prof. Dr. Weissenbäck, die Wiener Bürgermeister, Mitglieder des Gemeinderats)\r\nund von der am 30.10.1921 geplanten Gedenkfeier der Gesellschaft der Musikfreunde\r\nund kündigt überdies ein Festkonzert des Kirchenmusikvereins Lainz-Speising am 23.10.1921 mit dem \"Te Deum\" und dem Chor \"Um Mitternacht\" [vermutlich WAB 89] an (###).\nIm Welser Anzeiger Nr. 82 erscheint auf S. 2 ein Bericht über die Enthüllung der Gedenktafel [am 9.10.1921] (a).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 233 bringt auf S. 4 eine Ergänzung zum Aufsatz vom 8.10.1921 (der \"Frohsinn\" habe am 12.5.1895 eine Gedenktafel am Geburtshaus in Ansfelden anbringen lassen) und teilt auf derselben Seite mit, dass wegen Unvollständigkeit des Orchesters des Linzer Musikerbundes das für den 23.10.1921 geplante Festkonzert entfallen muss; auch die damit verbundene Feier im Redoutensaal muss bis auf weiteres verschoben werden (b).\n[vermutlich 12.10.1921]\r\nArtikel \"Bruckner-Feier im Rathause. Im Sitzungssaale des Stadtsenates veranstaltete heute die Stadt Wien eine Bruckner-Feier [... Bgm. Reumann, Karl Luze, Wiener Männergesangverein, Maierecker, Buxbaum, Pirschl, \"O könnt ich dich beglücken\", \"Um Mitternacht\" ...] (c).", "Letzte Änderung": "16.04.2024 11:05"}, {"ID": 192210125, "Datum": "12.10.1922, Donnerstag", "Haupttext": "Furtwänglers Debut als Gewandhausdirigent mit der 7. Symphonie im 1. Abonnementkonzert in memoriam Nikisch (geboren am 12.10.1855).\nAuf dem Programm steht zuvor Beethovens \"Leonoren\"-Ouvertüre Nr. 3 (*).\n \nKurt Singers Konzertumschau \"Das große B.\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 482 auf S. 2 beschäftigt sich zuerst mit Bach, Beethoven und Brahms.\n\"[...] In der Sinfonie verdrängt ihn Bruckner. Diesem Kompliziertesten unter den Primitiven ist schwer beizukommen. [...]. Loewe kann das, Nikisch konnte es bei der 7. Sinfonie. War es die Erinnerung an ihn, der diesmal bei Furtwänglers Divition keine große Stimmung zuwege brachte? Die seligen Weisen wurden saumselig, im Himmelssturm flog Erdenstaub, nach und nach erst stand das ganze Wort und der rechte Rhythmus. Unnütz zu sagen, wieviel Schönheit nebenbei offenbar wurde. Nur: Furtwängler hatte schon bessere Bruckner-Tage. [7. Symphonie am 8./9.10.1922]\n    Busoni und die Moderne: Ob Busoni je zu den großen B's gerechnet werden wird – wer will es verraten! [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 07:14"}, {"ID": 192410125, "Datum": "12.10.1924, Sonntag", "Haupttext": "Zweiter Tag des Klosterneuburger Bruckner-Festes.\r\n     Beim Pontifikalamt wird die e-Moll-Messe von Andreas Weißenbäck dirigiert.\r\n     Danach »Turmchoral« (Musik Bruckners, von V. Goller bearbeitet), Akademische Huldigung vor dem Rathaus (u.a. Rede Orels und Aufführung des »Germanenzugs« mit dem Wiener Akademischen Gesangverein »Ghibellinen« unter Franz Pawlikowsky).\r\n     Nachmittags Festkonzert im Stiftskeller (»Aufgesang« von Max Springer, Bruckners »Marsch« für Orchester, Uraufführung des Scherzos der f-Moll-Symphonie, erste vollständige Darbietung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) und »Wach auf«-Chor (Dirigent: Franz Moißl).\r\n     Abends Festkommers mit Vorträgen des »Ghibellinen« und des Klosterneuburger MGV unter F. Karpf (*).\r\nEmil Petschnig, der spätere Verfasser des Klavierauszugs, erlebt die Uraufführung [oder die Teilaufführung am 17.5.1924?] mit (*a).\nAufführung des Quintett-Adagios in einer Orchesterbearbeitung durch die Hovkapelle [Stockholm] unter Olallo Morales (**).\nAufführung der e-Moll-Messe in der Hofburgkapelle mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und des Opernchors unter Karl Luze (***).\nDas Neue Wiener Journal Nr. 11099 kündigt auf S. 24 die Aufführung eines Orchesterstücks [WAB 97] für den 13.10.1924 an (°).\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 281 berichtet auf S. 8 von dem gestrigen Verlauf des Klosterneuburger Bruckner-Festes (°°).\nAufführung der f-Moll-Messe unter Ferdinand Habel in St. Stefan in Wien (°°°).\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 281 kündigt auf S. 8 das Kirchenkonzert des Roßauer Männergesangvereins an. Erwähnt werden Chormeister Sigismund Schnabel und als Mitwirkende Olga Göbbel-Haberfellner (Gesang) und H. A. Dorfmeister (Orgel) (#).\nBericht der Reichspost Nr. 282 auf S. 8 über die gestrige Bruckner-Gedenkfeier in Berlin mit Ansprache des Reichskanzlers Dr. Marx (##).\r\nBericht darüber auch in der Deutschen Allgemeinen Zeitung, signiert \"E.F.\" (##a).\nAufführung eines Graduales in der Schottenkirche (###).\nDie Mississippi-Blätter Nr. 286 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) berichten auf S. 5 von der Katholikentagung in Dresden [September 1924, 5.9.1924 - 12.9.1924:\r\n\"           Aus katholischen Kreisen.\r\n[...]\nDie Tonkunst auf der Dresdner Tagung für katholische Weltanschauung.\r\n     Zum erstenmal, seit es Tagungen der katholischen Akademiker in Deutschland gibt, nimmt die Musik einen breiteren Raum im Arbeitsprogramm ein. [... gute Musikpflege in Dresden ...]. Ein ausgezeichnet geschulter Chor, Solisten der Staatsoper und die Sächsische Staatskapelle führen unter der Leitung von Karl Pembaur allsonntäglich die erhabensten Werke kirchlicher Tonkunst auf. Aus Anlaß der Tagung kam beim Pontifikalamt die E-Moll-Messe von Anton Bruckner zur Wiedergabe und bildete so gleichzeitig die schönste Huldigung für den eben hundert Jahre gewordenen Meister. Ein Bruckner-Konzert in der Staatsoper beschloß die Tagung [5. Symphonie, vermutlich 12.9.1924]. [... a-capella-Chöre aus Münster und Paderborn unter Dr. Hermann Müller ...].\" (a).\nAufführung von Werken Beethovens und Bruckners (3. Symphonie) durch die Berliner Philharmoniker unter Hermann v. Schmeidel im ersten der vier großen Festkonzerte des Berliner Bezirksbildungsausschusses Groß-Berliner SPD um 15:45 Uhr in der Berliner Philharmonie (b).\nDas Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 482 hatte auf S. 7 nochmals auf das Konzert hingewiesen (c).\nAuf Seite 3 ein kurzer Bericht über die gestrige Feier:\r\n\"     Eine Bruckner-Gedenkfeier wurde Sonnabendabend im Reichstag von der Bruckner-Vereinigung veranstaltet. Reichskanzler Marx hielt dabei eine Ansprache, worin er den großen Künstler und einfachen, innerlichen Menschen feierte und im Hinblick auf Bruckners Oesterreichertum die kulturelle Verbundenheit zwischen Deutschland und Oesterreich hervorhob.\" (d).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 19:00"}, {"ID": 192610125, "Datum": "12.10.1926, Dienstag", "Haupttext": "Artikel (signiert »Iron.«) »Der Bruckner-Enthusiast Professor Dr. Alois Höfler. Unbekannte Zitate aus dem Hörsaal des Meisters« im Neuen Wiener Journal (*).\n \nDas Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 480 bringt auf S. 6 in der Rubrik \"Funkwinkel\" einen Bericht vom gestrigen Konzert unter Gatz (7. Symphonie und Credo der f-Moll-Messe) (**).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 23:52"}, {"ID": 192710125, "Datum": "12.10.1927, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Václav Talich.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192810125, "Datum": "12.10.1928, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts mit der 4. Symphonie unter Furtwängler [am 7.10.1928] durch Klaus Pringsheim im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 484 auf S. 3 (*).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke:\r\n\"Besuch Emanuel bin Gorion. Über seine Pläne. Ich suchte die Situation der Dichtkunst heute auseinanderzusetzen, besonders der Lyrik. Über Heimanns Nachlaß. Bruckner, 4. Symphonie, viel Versenkung und Freude.\" (**).\nDie \"Vormittagsmusik\" beim Wiener Rundfunk wird (wie am 6.10.1928) vom Quartett Dr. Ph. de la Cerda bestritten. Diesmal wird die \"E-Musik\" durch das https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=raw&amp;datum=19281005&amp;seite=27Andante der 4. Symphonie vertreten (***).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 06:14"}, {"ID": 192910125, "Datum": "12.10.1929, Samstag", "Haupttext": "Brief von Julius Finter (Karlsruhe) an Franz Xaver Müller (gedruckte Einladung zur 1. Badischen Bruckner-Woche) [Inhalt nicht erschlossen] (*).\nHauptversammlung des Bruckner-Bundes für Oberösterreich im Ländlersaal in Linz. Anwesend u. a. Franz Gräflinger (Obmann), Propst Vinzenz Hartl, Max Auer, Ortsgruppen-Vertreter, Franz Deschl (Kassier), Meiß-Teuffen.\r\nVorstandswahl: Josef Pfund (Obmann), Franz Xaver Müller und Hans Ahorner (1. und 2. Stellvertreter), Walter König (Schriftführer, Stellvertreter: Alfred Mayr), Franz Deschl (Kassier). Beiräte: Dr. Hartl, Vize-BM Dr. Josef Stampfl, Max Auer, Dr. Hans Hierzenberger, Ing. Theodor Fruhwirth, Dr. Fritz Herzeyschy, Hans Bohr, Wilhelm Lischka, Martin Rietschl, Vinzenz Müller. - Ortsgruppen-Vertreter: Dr. Alois Nikolussi (St. Florian), Dr. Iser (Wels), Dir. Kagerer (Enns), Max Auer (Vöcklabruck), Prof. Dr. Lang (Steyr), Franz Hollwöger (Braunau), Dir. Rudolf Lemberger (Bad Hall), Lehrerin Frl. Skalnik (Attnang), Oberlehrer Josef Gaisberger (Steyregg), Zahntechniker Josef Kalina (Freistadt), Medizinalrat Dr. Rudolf Steiner (Bad Ischl).\r\nAufsichtsrat: Oskar Meiß-Teuffen, Karl Baubin, August Forster, Franz Neuhofer.\r\nStatt Vinzenz Hartl wird Franz Xaver Müller den Bruckner-Bund bei der Bruckner-Feier in Karlsruhe Anfang November vertreten (**).", "Letzte Änderung": "07.09.2025 07:29"}, {"ID": 193010125, "Datum": "12.10.1930, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Bei der \"Chaconne\" von Tomaso Antonio Vitali wirken Georg Steiner (Violine) und Erhard Kranz (Orgel) mit (*).\n\n\nBrief von Paul Arlet an Franz Xaver Müller:\n     \"Als begeisterter Verehrer Bruckners\" [Inhalt  nicht erschlossen] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193110125, "Datum": "12.10.1931, Montag", "Haupttext": "Artikel von Paul Günzel »Eine Bruckner-Gedenktafel in Hörsching. (Enthüllungsfeier am 11. Oktober)« in der Linzer Tages-Post (*).\nAufführung der 7. Symphonie durch das städtische Orchester unter GMD Balzer in Freiburg (**).", "Letzte Änderung": "30.10.2025 22:08"}, {"ID": 193210125, "Datum": "12.10.1932, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 237 meldet in einem Artikel \"Die Urfassung der Neunten Bruckner-Sinfonie\" auf S. 13, dass Clemens Krauß die 9. Symphonie in einem Philharmonischen Konzert [in Wien, am 23.10.1932] erstaufführen werde. Es folgt eine der Wiener Allgemeinen Zeitung entnommene Stellungnahme von Krauß dazu (*).\n \nAnkündigung der 7. Symphonie für den 14.10.1932 im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 481 auf S. 6 (**).", "Letzte Änderung": "26.05.2026 23:06"}, {"ID": 193310125, "Datum": "12.10.1933, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Furreg an Max Auer: \n   Laut Robert Haas, dem die Ausreise nach München [23. - 30.10.] nicht bewilligt wurde, müsse man dort mit der Forderung rechnen, den Titel »International« [der IBG] abzuschaffen, oder alternativ mit der Abspaltung der deutschen Verbände.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193610125, "Datum": "12.10.1936, Montag", "Haupttext": "Artikel »Bruckner-Gedenkfeier an der Wiener Universität« in der Linzer Tages-Post auf S. 2 der Abendausgabe (*).\nArtikel von Leopold Nowak »Eine neue Bruckner-Biographie [von Robert Haas]« in der Reichspost (**).\nArtikel »Erstes Leipziger Brucknerfest« in den Leipziger Neuesten Nachrichten (***).\nDatierung auf einem vierstimmigen, der Linzer Liedertafel »Frohsinn« gewidmeten Männerchor »An Anton Bruckner!« von Josef Netzer (Berchtesgaden) nach einem Text von Fritz Grüninger (°).\nBrief von Siegmund von Hausegger an Max Auer:\r\n   Obwohl die Umdichtung des »Germanenzug« [von Richard Gottschalk, vgl. Brief vom 1.9.1936] geschmackvoll und gekonnt sei, verzichte er bei seinem Konzert [6.6.1937 in Regensburg] auf eine Aufführung (°°).\nAufführung der 8. Symphonie durch das Orchester des Badischen Staatstheaters unter Hermann Abendroth in Karlsruhe (°°°).\nSechster Tag des Wiener Bruckner-Festes:\nUm 11 Uhr Festversammlung der Universität Wien und der IBG.\r\n(1.) Festfanfaren, (2.) Aufführung der g-Moll-Ouvertüre (mit dem Akademischen Orchesterverein unter Großmann), Ansprachen von (3.) Rektor Dr. Leopold Arzt und (4.) IBG-Präsident Max Auer und (5.) Festrede von Dr. Robert Lach.\r\nAufführung von \"Das hohe Lied\" mit der Akademischen Sängerschaft \"Ghibellinen\".\r\n(6.) Laut Vortragsordnung in der Einladung: Zum Schluss Aufführung der \"Festkantate\" durch die Kathol.-akademische Sängerschaft \"Waltharia\" und den Akademischen Orchester-Verein unter Franz Burkhart.\r\nAnschließend Kranzniederlegung im Arkadenhof (#).\r\nUnter den Anwesenden sind der Bundespräsident, Kardinal Dr. Innitzer, Unterrichtsminister Pernter, Sektionschef Baron Löwenthal, Minister Glaise-Horstenau, Vizebürgermeister Lahr und die Gesandten Frankreichs, Italiens und der Schweiz (#a).\nUm 21 Uhr Studiosendung der RAVAG mit Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Oswald Kabasta (#).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 09:29"}, {"ID": 193710125, "Datum": "12.10.1937, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Carl Schuricht in einem Meisterkonzert für \"K. d. F.\" in Berlin (*).\n\r\nAufführung des \"Te Deum\" und der 8. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Eugen Papst im 1. Gürzenich-Konzert in der Großen Halle im Rheinpark in Köln. Die Gesangssolisten sind Gisela Derpsch, Hildegard Hennecke, Heinz Marten, Wilhelm Hezel und an der Orgel Hans Bachem (**).", "Letzte Änderung": "28.12.2024 23:56"}, {"ID": 193810125, "Datum": "12.10.1938, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie (Originalfassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in einem Konzert für »K. d. F.« und die Berliner Konzertgemeinde in Berlin. Gesangssolist des Konzerts ist Fred Drissen (*).\n\n\nAufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Oswald Kabasta im Großen Musikvereinssaal in Wien. Orgelsolist in Werner Egks Olympischer Festmusik ist Franz Eybner (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194010125, "Datum": "12.10.1940, Samstag", "Haupttext": "Nachmittags in der Leipziger Universitätskirche Aufführung von Vorspiel und Fuge in c-Moll [WAB 131] (Fassung von Franz Philipp, Orgel: Heinrich Fleischer), der Motetten »Locus iste«, »Christus factus est« [vermutlich WAB 11], »Virga jesse« und »Os justi« durch die Kantorei des Landeskonservatoriums unter Joh. Nep. David und von Davids »Introitus, Choral und Fuge über ein Thema von Anton Bruckner«.\nAbends im Gewandhaus Uraufführung des Finalefragments der 9. Symphonie (Exposition, eingerichtet von Fritz Oeser [siehe dazu die Anmerkung]) und der 9. Symphonie (Originalfassung) durch das Große Orchester des Reichssenders Leipzig unter Hans Weisbach (Wien) (*).\n \n[auch 13.10.1940] Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch im 1. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien (**).", "Letzte Änderung": "11.08.2026 12:50"}, {"ID": 194310125, "Datum": "12.10.1943, Dienstag", "Haupttext": "Kritik von Hugo Ruth über die 9. Symphonie in der Oberdonau-Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194410125, "Datum": "12.10.1944, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Moralt im Teatro Comunale in Triest (*).\nBrief von Fritzsche an Gutterer:\r\n    Karajan habe die 8. Symphonie sehr zeitaufwendig mit der Preußischen Staatskapelle im großen Sendesaal aufgenommen. Für spätere Projekte mit dem Bruckner-Orchester in St. Florian solle er dieses Werk nicht wieder als erstes dirigieren (**).\nBrief von Robert Haas [an das Musikreferat im Propagandaministerium?]:\r\n    In der Rede von Drewes am 6.8.1944 würden die Brucknertexte ganz anders beurteilt, als es seinen Forschungen entspreche. Die Sachlage sei einfach genug - bei der 5., 6., 7., 8. [!] und 9. Symphonie und bei der f-Moll-Messe gebe es nur je einen Haupttext. Man könne daher nicht von verschiedenen Lesarten sprechen, sondern nur von »zuvor verstümmelten Texten« (***).\nAufführung der 2. Symphonie durch das Radio-orkester unter Fritz W. Wallenborn in Oslo (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194610125, "Datum": "12.10.1946, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Friedrich Wildgans »Anton Bruckner. Zu seinem 50. Todestag am 11. Oktober« mit der Reproduktion einer Federzeichnung (IKO 306, signiert »KOS« [Gojmir Anton Kos]) in der Österreichischen Zeitung (*).\nArtikel von Franz Xaver Müller »Persönliche Erinnerungen an Meister Antonius« im Linzer Volksblatt (**) Nr. 237, S. 4f,\r\nmit einem Bruckner-Porträt (IKO 305) eines unbekannten Künstlers (**a): \r\n    Berichtet von Bruckners Aussehen und Verhalten, von Bruckner als Schwimmer und Eisstockschütze, von der Tenor-Panne beim »Tantum ergo« [prov. WAB 48] in St. Florian, dem Wettstreit mit Organist Lohr [12./13.9.1882], der Beerdigung Traumihlers [recte: 15.10.1884] (***).\r\nIn derselben Zeitung anonymer Artikel »Bruckner - der religiöse Künstler« (°a)\r\nund Wiedergabe der Anekdote »Entenbraten in Bad Ischl« [31.7.1890] (°).\r\nAuf S. 5 Artikel von J. Unfried »Bruckners Werk und wir« (°°).\nAuf Seite 2 Bericht Dr. Josef Häupls von der Gedenkstunde am 11.10.1946 (°°a).\n[Vermutlich an diesem Tag] Artikel »Aus den Aufzeichnungen Anton Meißners« in »Die Warte« Nr. 41, der Beilage der »Furche« (°°°).\r\nDieselbe Zeitschrift bringt auch V. O. Ludwigs 1924 veröffentlichtes Gedicht »Der schlimmste seiner Erdentage« (#).\nChorkonzert anläßlich des Wiener Bruckner-Festes im Großen Musikvereinssaal mit dem Wiener Männergesangverein, dem Wiener Schubertbund und der Wiener Kantorei unter den Dirigenten Viktor Keldorfer, Ferdinand Großmann und Hans Gillesberger (##).\nArtikel »Zwei Bruckner-Briefe. »Sehr geehrtes, liebenswürdiges Fräulein!« Bruckner schreibt aus St. Florian.«, »Bruckner im Urteil großer Zeitgenossen« und »Bruckner in der Anekdote« im Linzer Tagblatt Nr. 214 (###).\r\nIn derselben Zeitung ein Artikel »Der letzte Weg« (a)\r\nund ein Artikel von Franz Gräflinger »«Bitte innigst, retten Sie mich«. Eine Episode von Anton Bruckners Leidensweg« (b).\nAufführung der 7. Symphonie durch die Württembergische Staatskapelle unter Bertil Wetzelsberger im Rahmen der Karlsruher Bruckner-Festtage im Konzerthaus (c).\nIn Frankfurt Bruckner-Feierstunde um 17 Uhr im Handwerkersaal mit Gedenkworten von Dr. Fred Hamel und einer Aufführung des Quintetts durch das Stamitz-Quartett (Roman Schimmer, Otto Sedlmayr, Frieder Betz und Kurt Friedrich) mit Michael Smit (2. Viola) (d).", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:45"}, {"ID": 195110125, "Datum": "12.10.1951, Freitag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Theodor Bernhard Rehmann:\r\n    Über die kirchliche Anerkennung Bruckners und den Vergleich mit der Bedeutung Palestrinas. Zweck der geplanten Rom-Reise sei die Aufnahme der e-Moll-Messe (= \"moderne Missa Papae Marcelli\", Blasorchester = \"lebendige Orgel\") in das Repertoire des Petersdoms und die Anerkennung der 9. Symphonie (\"der höchste Ausdruck des Metaphysischen\") als geistliches Werk. Mit der Symphonie könne man auch Andersgläubige ansprechen, und Rehmann könne seinen Vortrag beim Brucknerfest 1952 in Basel darauf aufbauen.", "Letzte Änderung": "16.05.2024 11:03"}, {"ID": 195910125, "Datum": "12.10.1959, Montag", "Haupttext": "Brief von Bruno Walter (Beverly Hills) an Erika Mann: \n    Im November dirigiere er im 1. Philharmonischen Konzert hier [Los Angeles?] die 9. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196710125, "Datum": "12.10.1967, Donnerstag", "Haupttext": "Edmund Nick bespricht in der Süddeutschen Zeitung eine Aufführung der 4. Symphonie durch das Bayerische Staatsorchester unter Joseph Keilberth im 1. Akademiekonzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197410125, "Datum": "12.10.1974, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der »Missa Anton Bruckner« von Hermann Kronsteiner im Neuen Dom in Linz und in der Stadtpfarrkirche Ried/Innkreis (*).\nBei der Fahnenweihe des Vereins der Oberösterreicher in Wien in der Piaristenkirche sind u.a. anwesend: Landeshauptmann Erwin Wenzl, Dr. Franz Loidl (Zelebrant), Alfred Bamer (Orgel), die Chorgemeinschaft und die Musikkapelle Leonding (Bruckner-Choral), Obmann Ferdinand Hasibeder (Kranzniederlegung an der Gedenktafel), Leopold Nowak (als Redner) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197810125, "Datum": "12.10.1978, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Stavanger Symfoniorkester unter Volker Schmidt-Gertenbach in Stavanger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198410125, "Datum": "12.10.1984, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der Windhaager Messe durch den Kirchenchor Ansfelden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198910125, "Datum": "12.10.1989, Donnerstag", "Haupttext": "IBG, MWV, ÖNB und ABIL veranstalten in der Österreichischen Gesellschaft für Musik einen »Abend für Leopold Nowak« zu dessen 85. Geburtstag (*). \n\nHerbert Vogg trägt ein Gedicht über Nowak und seine Bedeutung für die Bruckner-Gesamtausgabe und -Forschung vor (*a). Aufführung der 4. Symphonie durch das Kristiansand Symfoniorkester unter Jan Robertson in Kristiansand (**).\nArtikel von Georgina Szelles \"Im Bruckner-Land\" in \"Die Furche\" Nr. 41 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199510125, "Datum": "12.10.1995, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel \"Bruckners Reinkarnation als Kekserl\" in den Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199610125, "Datum": "12.10.1996, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Gerald Felber »Es lockte das Rauschhafte. Zum 100. Todestag von Anton Bruckner. Die 9. widmete er keinem Geringeren als dem lieben Gott« in den Salzburger Nachrichten (*).\nArtikel von Willy Hess \"Der Leidensweg der Bruckner-Gesamtausgabe. Zu Anton Bruckners 100. Todestag. Ein Überblick über die Editionsgeschichte seiner Werke. Das Problem der originalen Fassungen.\" in \"Der Landbote\" (Winterthur), kulturelle Beilage \"Zeichen und Werte\" auf S. 25 (**).\r\nIn derselben Beilage auf S. 26 ein Artikel von Fritz Schaub \"Dem Komponisten beim Arbeiten über die Schulter blicken\" (***).\nArtikel von Wolfgang Schreiber \"Mystiker der Moderne. Musizieren zwischen Welt und Gott. Hundert Jahre nach seinem Tod ist der lange mißverstandene Komponist Anton Bruckner aktuell geworden\" in der Süddeutschen Zeitung (°).\nArtikel von Reinhold Tauber \"Vom Geist Bruckners\" in den Oberösterreichischen Nachrichten (°°).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 09:05"}, {"ID": 199910125, "Datum": "12.10.1999, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Rotterdam Philharmonic Orchestra unter Gergiev.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202110017, "Datum": "1./2.10.2021, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Symposion in Linz zum Thema \"Bruckner und seine Schüler*innen\".\nReferent*innen sind Regina Thumser-Wöhs, Klaus Aringer, Clemens Gubsch, Franz Scheder, Thomas Leibnitz, Franz Metz, Andrea Harrandt, Eva Teimel, Christian Neuhuber, Andreas Lindner, Felix Diergarten, Johannes Leopold Mayer und Friedrich Buchmayr.\n \nDer Inhalt des Symposionsberichtes:\r\nRegina Thumser-Wöhs, \"... Bis mir der Kopf fieberhaft glühte und die Adern an den Schläfen mir zu zerspringen drohten\". | Zur Lehrer-Schüler-Interaktion im 19. Jahrhundert. S. 9 - 20.\r\nKlaus Aringer, Eine unbekannte Generalbass-Quelle zu Anton Bruckners Lehrzeit bei Johann Baptist Weiß. S. 21 - 53. (1301/..)\r\nFranz Schieder, Bruckners Schüler. Ein Überblick über ein weites, noch zu erforschendes Gebiet mit markanten und bemerkenswerten Anziehungspunkten –  mit einem Blick auf einen weißen Fleck in Amerika. S. 55 - 112. (1302/..)\r\nThomas Leibnitz: Das Bild Anton Bruckners, gezeichnet von seinen Schülern. S. 113 - 128.\r\nFranz Metz: Anton Bruckners Schüler aus den Nachbarländern Österreichs: Ungarn, Rumänien, Ukraine. S. 129 - 157. (1303/..)\r\nEva Teimel: Die Tücken des \"On-dit\", oder: Was macht einen Schüler zum Schüler? – Anton Bruckner und Gustav Mahler. S. 159 - 170 (1304/..)\r\nChristian Neuhuber: Ernst Decsey und die Popularisierung Bruckners. S. 171 - 188 (1305/..).\r\nAndreas Lindner: Bruckner-Schüler Franz Marschner (1855 -1932). S. 189 - 257 (1306/..)\r\nAndrea Harrandt: Von Bruckner zur leichten Muse. Leo Held, Karl Kapeller, Heinrich Reinhardt, Julius Stern und Leopold Welleba. S. 259 - 280 (1307/..).\r\nFelix Diergarten: Bruckner als Kontrapunktlehrer. Die Aufzeichnungen Friedrich Ecksteins. S. 281 - 292 (1308/..).\r\nClemens Gubsch: Das \"Nullte\" Studienbuch – Lern- und Lehrmaterial von Anton Bruckner. S. 293 - 327 (1309/..)\r\nJohannes Leopold Mayer: War Bruckner auch ihr Lehrer? – Eine Frage zur geistigen Nachkommenschaft. S. 329 - 340 (1311/..)\r\nFriedrich Buchmayr: Anton Bruckners St. Florianer Mäzen Franz Sailer. S. 341 - 361 (1310/..).\r\n(*).", "Letzte Änderung": "01.08.2026 16:58"}, {"ID": 199011127, "Datum": "12.11. - 13.12.1990, Montag bis Donnerstag", "Haupttext": "Ein Teil der Linzer Ausstellung »Als Bruckner Modell saß. Bilder im Wandel« wird in der ÖNB in Wien gezeigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185411017, "Datum": "1./2.11.1854, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1 zu 2. Nov.     Zum Feste Allerheilg u. Allerseelen 2 Trompeter u. 1 Tenoristen     10 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511125, "Datum": "12.11.1855, Montag", "Haupttext": "Der gestern geladenen Kommission wird noch Zappe beigezogen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011125, "Datum": "12.11.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, [vermutlich Klavierstunde Landa].", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:14"}, {"ID": 186411125, "Datum": "12.11.1864, Samstag", "Haupttext": "Datierung Schimatscheks in einer Violin-Stimme der d-moll-Messe (*). Der Welser Anzeiger Nr. 46 kündigt auf S. 2 die Aufführung der d-Moll-Messe an: \n   »Wir bemerken hier noch in musikalischer Beziehung, daß am 20. l. M. in der Domkirche eine vom Herrn Domorganisten Bruckner componirte Messe unter Mitwirkung vieler Musikfreunde zur Aufführung gelangt.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011125, "Datum": "(12.11.1870, Samstag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Halévys »Jüdin« an der Wiener Oper (*).\nKonzert des Singvereins (**).", "Letzte Änderung": "17.10.2024 08:22"}, {"ID": 187111125, "Datum": "(12.11.1871, Sonntag)", "Haupttext": "1. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Cherubini, Mendelssohn, Wagner (Huldigungsmarsch) und Beethoven (7. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187311125, "Datum": "12.11.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Theodor Helm berichtet im Pester Lloyd Nr. 259 von der Aufführung der 2. Symphonie am 26.10.1873: \n\n   »Feuilleton.\n\nWiener Musikbriefe.\n\nVon Dr. Theodor Helm.\n\n   Die Monate September und Oktober haben in musikalischer Hinsicht durchaus nicht gehalten, was man sich von ihnen versprach. [... über Bruckners seltsame Privatinitiative und selbstbezogene Programmgestaltung ... Besprechung der Symphonie ...] die längste aller uns bekannten Symphonien, sie dauerte nahe 1 1/4 [?] Stunde [...] Der äußere Erfolg war der denkbar glänzendste (indeß waren sehr viele Freunde, Kollegen und Schüler des Konzertgebers im Saale), die unparteiische Kritik muß sich reservirter verhalten. [...] daß das Werk ganz gut die Pausensymphonie heißen könnte [...] oder auch die Pizzicato-Symphonie [... gekürzt wäre das Werk jedem Orchester zu empfehlen ...] Der Vortrag der Bach'schen Toccata war zwar klar und schwungvoll, die Komposition aber für das Publikum zu exklusiv, die Improvisation ermannte sich erst gegen den Schluß zur rechten Polyphonie. [...]« (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611125, "Datum": "(12.11.1876, Sonntag)", "Haupttext": "1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber, Bach/Raff, Boccherini und Beethoven (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:21"}, {"ID": 187811125, "Datum": "12.11.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XXIII. (12/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 08:29"}, {"ID": 187911125, "Datum": "12.11.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Im 3. Internen Abend des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal spielen Mottl und Paumgartner den 2. und 3. Satz der 3. Symphonie in einer Fassung für Klavier vierhändig (*), außerdem auf 2 Klavieren Liszts Symphonische Dichtung »Ideale« (**).\r\n     Auf dem Programm stehen noch Werke von Cornelius (Duett aus »Barbier von Bagdad«), Richard Wagner (aus »Holländer«, »Meistersinger«, Kaisermarsch) und Beethoven (aus »Fidelio«). Weitere Mitwirkende sind Herr Schütte-Harmsen, Anna d'Angeri, Herr S. Weltlinger, Herr Schmidt und Schalk (***).\r\n     Unter den Hörern sind die Minister v. Hofmann und Stremayr und die Professoren Gänsbacher, Epstein, Door u.a. und der Kritiker Eduard Schelle (#).", "Letzte Änderung": "24.09.2024 19:18"}, {"ID": 188011125, "Datum": "12.11.1880, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Fliege mich gequält - und vernichtet.«", "Letzte Änderung": "28.07.2026 19:27"}, {"ID": 188211125, "Datum": "12.11.1882, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der \"Presse\" Nr. 313 auf S. 13 [inhaltlich wie am 11.11.1882] (*).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).\nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Beim Gottesdienst um 11 Uhr erklingen Werke von Mozart (Messe), Czerny (Graduale) und Laurenz Weiß (Offertorium mit Sopran-Solo) (***).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Jahn mit Werken von Franz Lachner, Schumann und Beethoven (8. Sinfonie) (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311125, "Datum": "12.11.1883, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »12. Nov. 1.mal geheizt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411125, "Datum": "12.11.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 262 meldet auf S. 2, daß Bruckner von Herzog Max Emanuel für die Widmung des Quintetts [vgl. 29.10.1884] ausgezeichnet worden sei [vgl. 9.11.1884]:\n     »Tagesneuigkeiten aus Stadt u. Land.\n               Linz, 11. November 1884.\n[...]\n      - Auszeichnung. Der k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium in Wien, Herr Anton Bruckner, wurde von Herzog Max Emanuel in Baiern für die Widmung eines Streichquintettes durch Uebersendung einer Busennadel mit der Herzogskrone in Brillanten ausgezeichnet. - Wir fügen hier die Bemerkung bei, daß es vielen Musikfreunden zu großer Freude gereichen würde, wenn der tüchtige Linzer Musikverein in der heurigen Concertsaison auch ein Werk des großen Meisters, der von so hoher Seite ausgezeichnet worden ist und den wir mit Stolz unseren Landsmann nennen, zu Gehör bringen würde. - Möge dieser Wunsch in Erfüllung gehen!«", "Letzte Änderung": "08.10.2024 15:07"}, {"ID": 188511125, "Datum": "(12.11.1885, Donnerstag)", "Haupttext": "Bei der Trauerfeier für Leopold Friedrich von Hofmann, den Intendanten der Hoftheater, wird unter Hellmesbergers Leitung Mozarts Requiem aufgeführt.", "Letzte Änderung": "13.12.2024 09:17"}, {"ID": 188611125, "Datum": "12.11.1886, Freitag", "Haupttext": "The New York Times Nr. 10982 macht auf S. 4 auf das heutige Konzert aufmerksam, in der Übersicht in der 1. Spalte: \"AMUSEMENTS THIS EVENING. [...] METROPOLITAN OPERA HOUSE – At 8 – AIDA. At 2 – PHILHARMONIC (Rehearsal.)\" und in der 7. Spalte: \"GENERAL MENTION: [...] The programme for this afternoon's Philharmonic rehearsal and to-morrow evening's Philharmonic concert – both events occurring at the Metropolitan Opera House – includes Schumann's B flat symphony No. 1, a new symphony by Bruckner. Beethoven's \"Leonore\" averture, No. 3, and scenes from Rubinstein's \"Nero,\" these last being interpreted, as to the vocal musik, by Miss Juch and Mr. Ludwig. The performance of \"Aida\" [... heute, deutsche Sänger, szenisch bedeutsam ...].\" (*)\n \nund auf Seite 7 in einem Inserat:\r\n\"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-YORK\r\n         FORTY-FIFTH SEASON, 1886-7.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor\r\nFirst public rehearsal FRIDAY, Nov. 12, at 2 P. M.\r\n  First concert, SATURDAY, Nov. 13, at 8 P. M.,\r\n       at the Metropolitan Opera House.\r\n                         Programme:\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, e major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (**).\n \nEin ähnliches Inserat erscheint auch in der New York Tribune Nr. 14607 auf S. 7 in der 5. Spalte:\n\"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-\r\n       YORK. – 45th Season,1886-'87.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor.\r\n     First public rehearsal FRIDAY, NOV. 12, at 2 P. M.\r\n            First concert, SATURDAY, NOV. 13, at 8 P. M.\r\n            AT THE METROPOLITAN OPERA HOUSE\r\n                            PROGRAMME.\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, E major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (***).\n \nAufführung der 7. Symphonie unter Th. Thomas in New York [siehe die Anmerkung] (°).\nAuf dem Programm außerdem Robert Schumanns B-Dur-Symphonie, Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 und Szenen aus Rubinsteins \"Nero\", gesungen von Frl. Juch und Herrn Ludwig (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:06"}, {"ID": 188711125, "Datum": "12.11.1887, Samstag", "Haupttext": "Klavierabend Stradals mit Werken Liszts im Bösendorfersaal. [Vermutlich hat Bruckner dieses Konzert - wie auch das am 19.1.1889 - besucht.]", "Letzte Änderung": "14.10.2024 15:02"}, {"ID": 188811125, "Datum": "12.11.1888, Montag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 3. Symphonie bei Takt 22-28 (*). In einem mit »Bn.« [Berggruen?] signierten Artikel des Wiener Tagblatts Nr. 314 auf S. 5 wird kritisiert, daß Bruckner in den Philharmonischen Konzert nicht berücksichtigt wird:\n\"     (Philharmonische Konzert.) Das erste philharmonische Konzert begann und schloß mit einem unvergänglichen Meisterwerke: mit der \"Faust\"=Ouverture Richard Wagner's und mit Beethoven's fünfter Symphonie. [... weniger erfreulich die anderen Stücke ...] Ueber den Programmen der Philharmoniker schwebt ein eigener Unstern. Allerdings muß zu fragwürdigen Arbeiten gegriffen werden, wenn unter den lebenden Komponisten Meister wie Anton Bruckner ohne Berücksichtigung bleiben.     Bn.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189011125, "Datum": "12.11.1890, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hofmeyr in Steyr:\r\n   Gratuliert zum Namenstag [am 15.11.1890]. Legt im voraus 7 fl bei [für Abschrift der 8. Symphonie?]. Die Wäsche habe er schon vor zwei Wochen erhalten. Wie es der kranken künftigen Schwägerin seines »Secretarius II« [= vermutlich Dorfer (*)] gehe?", "Letzte Änderung": "30.03.2023 12:58"}, {"ID": 189111125, "Datum": "12.11.1891, Donnerstag", "Haupttext": "Der Alpenbote Nr. 90 übernimmt auf S. 4f den Artikel ”Unser jüngster Ehrendoctor” vom Neuen Wiener Tagblatt:\r\n          Verschiedenes.\r\n                    Steyr, 12. November.\r\n     (Unser jüngster Ehrendoctor:) Unter diesem Titel schreibt das N. Wr. Tagblatt: Er geht bereits ins 68. Lebensjahr und ist frisch und lebendig und kindlich wie nur ein Zwanzigjähriger, aber er ist und bleibt vorläufig doch unser jüngster Ehrendoctor. Gestern (7. d. M.) vormittags nämlich fand auf der hiesigen Universität die Promovirung unseres Symphonikers Anton Bruckner, Lectors an der Universität, zum Ehrendoctor der Philosophie statt. Der akademische Senat hatte beschlossen, dem genannten Musiker die Doctorswürde honoris causa zu verleihen, und der Kaiser hat diesen Beschluss genehmigt. Der Rector Professor Exner hielt an Bruckner eine längere Anrede, worin er dessen Verdienste um die Musik und die Musikwissenschaft würdigte. In seiner Rede wies der Rector darauf hin, dass die Musikkünstler früher von den akademischen Gelehrten nicht geschätzt wurden, und in den früheren Jahrhunderten sei es nie geschehen, dass diese des Doctorhutes für würdig erkannt wurden. Indem die größte deutsche Universität einem Musiker den Doctortitel verleihe, zeige sich deutlich der Wandel der Gesinnung; auch der Promotor Hofrath Professor Stefan hielt eine längere Rede an Dr. Bruckner, welcher nunmehr für die ihm bewiesene Auszeichnung tief gerührt dankte. Anton Bruckner, am 4. September 1824 zu Ansfelden in Oberösterreich geboren, ist bekanntlich Professor der Harmonielehre und des Contrapunktes am hiesigen Conservatorium und Lector an der Wiener Universität. Bruckner schrieb sechs Symphonien, ehe er es erlebte, dass eine derselben zur Aufführung gelangte. Die neueste Zeit scheint aber vieles gut machen und unserem Künstler kräftige Revanche bieten zu wollen. In den Jahren 1890 und 1891 wurde seine dritte Symphonie in Wien, Prag, Köln und London, seine vierte Symphonie (die romantische) in München und Graz, sein Te deum in Berlin zur Aufführung gebracht und überall wurden dem Componisten große Ehren bereitet. Freuen wir uns, dass dem wackren Manne eine neue Huldigung dargebracht wurde.\" (*).\nArtikel in der Steyrer Zeitung Nr. 90:\r\n     \"Dr. Anton Bruckner. Am 7. d. fand eine ebenso seltene als interessante Promotion im Festsaale der Wiener Universität statt. Der Wiener akademische Senat hatte bekanntlich beschlossen, über Antrag der philosophischen Facultät dem Componisten und Musikgelehrten Anton Bruckner (unserem berühmten, hier in Steyr so gern und oft weilenden, in Ansfelden geborenen Landsmanne) die Doctorwürde honoris causa zu verleihen. [... Genehmigung des Kaisers, Ansprache Exners, der betont], daß die Musikkünstler früher von den akademischen Gelehrten nicht nach Gebühr geschätzt wurden; indem die größte deutsche Universität einem Musiker den Doctortitel verleihe, zeige sich deutlich der Wandel der Gesinnung. Auch der Promotor Hofrath Dr. Stefan hielt eine längere Rede an Dr. Bruckner, welcher für die ihm bewiesene Auszeichnung tiefgerührt dankte.\" (**).\nAuch das Musikalische Wochenblatt Nr. 46 bringt auf S. 600 eine Notiz:\r\n\"     * Die Wiener Universität hat den Componisten Hrn. Anton Bruckner zum Doctor philosophiae honoris causa promovirt.\" (***).\nAuf S. 598 wird die Aufführung der 4. Symphonie am 28.10.1891 gemeldet: \"Nürnberg. Wohlthätigkeitsconc. des Hrn. Göllerich unt. Mitwirk. des Winderstein'schen Orch. am 28. Oct.: 4. Symph. v. A. Bruckner, \"Mazeppa\" u. 1. Clavierconc. (Hr. Göllerich) v. Liszt. \"Die uns vorliegenden Berichte sind voll des rückhaltslosen, begeisterten Lobes über die ausgezeichnete Ausführung der Werke und constatiren den mächtigen Erfolg der Letzteren, zu welchem Hr. Göllerich als völlig mit seiner Aufgabe vertrauter und elektrisirender Dirigent, wie \"unvergleichlicher\" Interpret des Clavierconcertes das Seine in rühmlichster Weise beigetragen habe.)\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189211125, "Datum": "12.11.1892, Samstag", "Haupttext": "[sicher nicht Anton Bruckner gemeint] Hinweis auf \"Bruckner's Notenspiel\" im Verlag Weinberger in der Deutschen Zeitung Nr. 7498 auf S. 5:\r\n\"(Bruckner's Notenspiel) für Klein und Groß, Verlag Weinberger. Diese geistreiche Erfindung, welche ein billiges und interessantes Weihnachtsgeschenk ist, dürfte gleich dem Fröbel'schen Lesespiel durch die ganze Welt ihren Weg machen, da damit das musikalische Talent der Kinder, ehe der eigentliche Unterricht beginnt, geweckt wird, was zur wesentlichen Erleichterung der Unterweisung beiträgt. Doch dürfte diese Erfindung bei der großen Ausbreitung des Musikunterrichtes auch für Lehrer ein neues Feld bieten, da auf Grund dieser Methode schon im vierten Lebensjahre der Kinder mit dem Musikunterricht begonnen werden kann.\" (*).\nIn der Zeitschrift \"Petersburgskaja Zizn'\" erscheint ein Interview (signiert \"G. B.\", = vermutlich Grigori Anatoljewitsch Bloch (1867 - 1927)) mit Peter Iljitsch Tschaikowsky, der auf die Frage \"Was denken Sie über die gegenwärtige Situation der Musik im Westen und wie schätzen Sie deren Zukunft ein?\" antwortet:\r\n     \"Mir scheint, daß die Musik in Westeuropa sich heute in einer gewissen Übergangsphase befindet. Wagner war lange Zeit der einzige große Vertreter der deutschen Schuile. [... genialer Mann, majestätische Einsamkeit ... zwar gebe es Brahms ...] aber der Brahmskult ist eher als eine Art Protest gegen Übertreibungen und Ausuferungen des Wagnerismus zu verstehen. Trotz all seiner Meisterschaft und ungeachtet der Reinheit und Ernsthaftigkeit seiner Bestrebungen hat Brahms wohl kaum etwas Dauerhaftes und Wertvolles für die deutsche Musik geleistet. Es lassen sich natürlich noch zwei, drei weitere Namen herausragender deutscher Komponisten nennen, etwa Goldmark, Bruckner und der junge Richard Strauss, und man kann auch möglicherweise auf Moritz Moszkowski verweisen, der trotz seines slawischen Namens in Deutschland wirkt. [... von  Einfluß sei derzeit nur noch Bayreuth und Wagners Musik, und es] kann die von ihr ausgehende Kraft, ihre grundlegende Bedeutung und der Einfluß auf die gesamte Musik der Gegenwart nicht geleugnet werden.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189311125, "Datum": "12.11.1893, Sonntag", "Haupttext": "Einem Artikel im Alpen-Boten Nr. 91 auf S. 3f ist zu entnehmen, daß Bruckner im Steyrer Geschäfts- und Unterhaltungskalender erwähnt wird:\r\n\"                 Oertliches.\r\n                                Steyr, 11. November.\r\n     (Illustrierter Steyrer Geschäfts- und Unterhaltungskalender.) [...] Er enthält einen Schematismus der Behörden [...], ein Adreßbuch der Handel- u. Gewerbetreibenden, ein Häuserverzeichnis [...]. Mit aufrichtiger Befriedigung wird auch jeden Oberösterreicher die Biographie unseres berühmten Landsmannes Dr. Anton Bruckner und der Nekrolog über den Volksdichter Josef Moser erfüllen, deren wohlgetroffene Porträts uns aus den Blättern entgegensehen. [...]\" (*).\nEine Annonce in der Deutschen Zeitung Nr. 7859 auf S. 21 informiert, daß im Verlag Doblinger die 1. und die 2. Symphonie erschienen sind [inhaltlich identisch mit (***)] (**).\nDieses Inserat findet sich auch in der Neuen Freien Presse Nr. 10498 auf S. 14 (Zeilenumbruch angedeutet):\r\n\"     Soeben erschien in meinem Verlage: | Anton Bruckner | Erste Symphonie C-moll | Clavierauszug zu vier Händen, arrang von Ferd. Löwe fl. 7.20. | Orchester=Partitur netto fl. 18.  –   Orchesterstimmen unter der Presse. | Früher erschien vom selben Componisten: | Zweite Symphonie C-moll. | Clavierauszug zu vier Händen, arrang von Jos. Schalk fl. 7.20. | Orchester=Partitur netto fl. 18.  –  Orchesterstimmen netto fl. 18. | Erste Aufführung in einem der nächsten Philharmonischen Concerte. | Ferner empfehle ich [... Musikalien-Leihanstalt ...] | Ludwig Doblinger (Bernhard Herzmansky), | Musikalien-Handlung, Antiquariat und Leihanstalt, | Wien, I., Dorotheergasse 10. Telephon 3708.\" (***).\n(2. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Smetana (Vysehrad), Beethoven (8. Sinfonie) und Brahms. Hans Paumgartner hatte eine ausführliche Besprechung für das Programmheft (25 S.) verfaßt (°)).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 23:28"}, {"ID": 189411125, "Datum": "12.11.1894, Montag", "Haupttext": "Letzte Universitätsvorlesung Bruckners (*).\r\nEr berichtet von der Arbeit an der 9. Symphonie - das Adagio sei fertig, das »Te deum« könnte als Finale genommen werden (**). Auch heute habe er fleißig gearbeitet. Die körperliche Anstrengung (Treppensteigen) peinige ihn sehr, er leide dann unter Asthma. Heuer werde die 2. Symphonie aufgeführt, die nur 1873 und - \"aber nicht gut gegangen\" - 1876 unter seiner Leitung gespielt wurde. Er kommt noch auf das Schreiben des Tonkünstlervereins [Oktober 1894] und die [für den 21.12.1894] geplante Aufführung der 7. Symphonie und des \"Te deum\" unter Löwe zu sprechen. Als Sängerknabe habe er für seinen Lehrer [wohl Michael Bogner] auf Anraten von \"Muckerl\" [wohl Anton Haus] zu einer Baßstimme [parallel verschobene] Grunddreiklänge gesetzt und sei dafür bestraft worden (**a).\r\nPortraitskizze von Adolf Luntz [IKO 76] (***).\n(Artikel von Theodor Helm über die Aufführung der f-Moll-Messe [am 4.11.1894] im Pester Lloyd Nr. 273 siehe \"13.11.1894\" (°)).", "Letzte Änderung": "18.02.2024 18:46"}, {"ID": 189511125, "Datum": "12.11.1895, Dienstag", "Haupttext": "Das Prager Tagblatt Nr. 313 macht auf S. 9f auf eine Neuerscheinung aufmerksam:\n\"               Literarisches.\n     – Der \"Wiener Almanach\", herausgegeben von H. Bohrmann und J. Jaeger, erscheint demnächst in seinem V. Jahrgange. Wie früher bringt derselbe auch in dem neuen Bande eine große Zahl literarischer Originalbeiträge hervorragender heimischer Autoren, darunter Pichler, Saar, Silberstein, Grasberger [...], Naaf [sic], [...]. Das vornehm ausgeführte Titelbild zeigt die Altmeister der Wiener Tonkunst: Brahms, Bruckner, Goldmark, welche zugleich mit Original-Compositionen in Facsimiledruck vertreten sind. Als weitere musikalische und künstlerische Beilagen schmücken das elegant ausgestattete Buch ein Schlummerlied von Tieck, vertont von E. v. Taund, [... Abbildungen (Heliogravüren etc.) ...].\".", "Letzte Änderung": "14.10.2025 09:26"}, {"ID": 189611125, "Datum": "12.11.1896, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie in Helsinki durch das Helsingfors Stadsorkester unter Robert Kajanus (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 47 verzeichnet auf S. 622 (»Concertumschau«) die Aufführungen des Adagios der 7. Symphonie in Berlin [am 26.10.1896]:\r\n\"     Berlin. [...]. – 2. Philharmon. Conc. (Nikisch a. Leipzig): 3. Symph. v. Beethoven, 2. Satz a. der Edur-Symph. v. Bruckner, \"Hebriden\"-Ouvert. v. Mendelssohn, Conc. eroico f. Clav. (Hr. Busoni) u. Orch. v. O. Novaček. – \" (**a)\r\nund in Dresden [am 28.10.1896]:\r\n\"    Dresden. [...] – 1. Nicodé-Conc.: 2. Symph. v. Brahms, Adagio aus der 7. Symph. v. Bruckner, \"Meistersinger\"-Vorspiel v. Wagner, Concerto eroico f. Clav. (Hr. Busoni a. Berlin) u. Orch. v. O. Novaček. – \" (**b),\nbringt auf S. 623 eine Kritik zur Aufführung der 4. Symphonie in Laibach [am 18.10.1896] und bespricht auf S. 623f die Aufführung der 4. Symphonie in Leipzig:\r\n\"     Laibach. 1. Mitglieder-Conc. der Philharm. Gesellschaft (Zöhrer): Romant. Symph. v. A. Bruckner, \"Meistersinger\"-Vorspiel v. Wagner. (Die \"L. Z.\" schreibt über die Ausführung der Bruckner'schen Symphonie u. A.: \"Die Aufführung des gewaltigen Werkes in Laibach bedeutet einen Markstein in der musikalischen Entwickelung der Stadt, es bildet die Wiedergabe der epochemachenden Schöpfung ein Ehrenblatt in der an musikalischen Ereignissen reichen zweihundertjährigen Geschichte der Philharmonischen Gesellschaft. Verschiedene Vorbedingungen knüpfen sich an solch ein Ereigniss; es muss vor Allem ein kunsterfahrener, geistvoller Dirigent da sein, der seine Kunstbegeisterung einem Orchester mitzutheilen vermag, das selbstverständlich die nöthigen Eigenschaften besitzen muss, die das Gelingen sicherstellen. Zum vollen Gelingen gehört aber eine Zuhörerschaft, die dem Unternehmen Begeisterung, Kunstverstand und Anerkennung entgegenbringt. Das Concert der Philharmonischen Gesellschaft hat überzeugend erwiesen, dass alle Voraussetzungen zur Durchführung des gewaltigen Werkes vorhanden waren: der kunsterfahrene, geistvolle Dirigent, das zur Bewältigung seiner schweren Aufgabe befähigte Orchester und die kunstverständige Zuhörerschaft, die sich in hellen Schaaren herbeidrängte und ihre Anerkennung in würdigster Weise kund gab. Das Verständniss der Symphonie erleichterte in hohem Maasse die ausgezeichnete Wiedergabe, die liebevoll in alle Einzelnheiten eindrang, die Hauptgedanken plastisch hervortreten, die ausdrucksvollen Motive klar herausleuchten liess, die grossartigen Steigerungen mit einer Begeisterung in unwiderstehlichem Zuge brachte, die auch die Zuhörer mitriss und der poesievollen Verklärung der edlen Gesangsthemen überraschend zarten seelischen Ausdruck verlieh. Mit unermüdetem Eifer, in aufopfernder Hingabe hatte Meister Zöhrer in zahlreichen, langwierigen Proben die ausübenden Orchestermitglieder in die schwierigen Einzelnheiten des grossen Werkes eingeweiht. Eine kräftige Unterstützung fand er hierbei an den mitwirkenden Lehrern der Gesellschaft und der stattlichen Anzahl von Dilettanten, die den Streicherchor in erfreulicher Weise verstärkten. Volle Anerkennung gebührt ferner den mitwirkenden Mitgliedern des Militärorchesters, insbesondere den Leistungen der ausgezeichneten Blechharmonie, an deren Können und Ausdauer Bruckner und Wagner die höchsten Anforderungen stellten. Mit umsichtiger, kunsterfahrener Hand leitete DirectorZöhrer die Aufführung und führte das Kunstwerk zum Siege.\")\r\n     Leipzig. 4. Abonn.-Conc. im Neuen Gewandhaus (Nikisch): [... über mehrere Konzerte ...]. – 3. Conc. des Liszt-Vereins (Sitt) unt. Mitw. des Frl. Sauer a. Berlin (Ges.), des Hrn. Prof. Krasa a. Prag (Violonc.) u.des durch die Mitglieder der Cap. des 134. Inf.-Reg. verstärkten Winderstein-Orch.: Romant. Symphonie v. A.Bruckner, \"Les Préludes\" v. Liszt, Soli f. Gesang v. Tschaïkowsky(Arie der Johanna a. \"Die Jungfrau von Orleans\"), Durante u.Liszt (\"Die todte Nachtigall\" und \"In Liebeslust\") u. f. Violinc. v. Dvořák (Concert).\" (**c)\nKritik, signiert »-t.« [= Bricht?], zur Aufführung der 7. Symphonie [am 8.11.1896] in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 312 auf S. 6: \"        Konzerte.    Mit der plötzlichen Gewalt einer Springfluth ist diesmal die Konzertsaison zum Ausbruch gekommen. Nach dem Andrange der Konzertisten zu schließen, scheinen diese weder an Konzertmüdigkeit, noch an die Sparbedürftigkeit unseres Pubikums zu glauben. Es wäre nur zu wünschen, daß die Konzertbesucher annähernd den gleichen Eifer entwickeln wie die Konzertgeber, besonders aber der ewig weibliche Theil der letzteren.     Ein besonders hervorstechendes Ereigniß haben die bisherigen Produktionen nicht zu Tage gebracht. Die Philharmoniker haben mit der Aufführung der siebenten Symphonie (E-dur) von Bruckner, dem unter der Orgel von St. Florian alles Uebelwollen und allen Enthusiasmus der Welt verschaffenden Meister, eine würdige Todtenfeier bereitet. [... über weitere Konzerte ...].     –t.\" (***).\nIn der St. Pöltner deutschen Volkszeitung [früher St. Pöltner Wochenblatt] Nr. 46 erscheint auf S. 1 ein Nachruf auf Bruckner mit Porträt [IKO deest]:\r\n\"Ein österreichischer Tondichter.\r\n     Vor wenigen Wochen ist einer der hervorragendsten Tondichter Oesterreichs aus dem Leben geschieden dessen Schicksale in mancher Beziehung interessant sind.\r\n     Am 4. September 1824 als der Sohn eines armen Dorfschullehrers zu Amsfeld [sic] geboren, lernte er alle Bitternisse des damaligen Lehrerlebens kennen, des Lehrerlebens jener Zeit, wo der Lehrer der Bediente des Pfarrers war und schlechter behandelt wurde als dessen Knecht. Nach einer Kindheit, die unter den ärmlichsten Verhältnissen verlief, stand der Knabe nach dem Tode des Vaters im Alter von zwölf Jahren völlig verwaist da. Das Stift St. Florian nahm ihn zu dieser Zeit als Sängerknaben auf.\r\n     Im Jahre 1841, im Alter von siebzehn Jahren, erhielt Bruckner eine Anstellung als Schulgehilfe zu Windhag bei Freiberg in Oberösterreich. Der üppige Monatsgehalt von zwei Gulden zwang ihn oft genug, auf Bauernhochzeiten und Kirchweihfesten um einen Zwanziger die ganze Nacht zum Tanze aufzuspielen. Sein Ruf als Organist verschaffte ihm jedoch bald die Chormeisterstelle der Linzer Liedertafel, und von diesem Zeitpunkte an fand auch Bruckner's Schaffen als Componist die Beachtung der Oeffentlichkeit.\r\n     In seinem 44. Lebensjahre erst wurde er durch Hofcapellmeister Herbeck in die Hofcapelle und als Lehrer an das Conservatorium nach Wien berufen.\r\n     Die bedeutendsten Leistungen Bruckner's liegen auf dem Gebiete der Kirchenmusik. Die erste seiner beiden großen Messen in D-moll fällt noch in seine Linzer Periode. Die zweite, noch bedeutendere, in F-moll ist in Wien componirt. Mit Kleinigkeiten hat sich Anton Bruckner nur selten abgegeben. Einige Männerchöre und ein Streichquintett in F-dur dürften Alles sein, was Meister Bruckner in bescheideneren Formen geschaffen. Der Meister wurde von Sr. Majestät dem Kaiser durch den Franz Joseph=Orden und von der Universität Wien, an der er die Würde eines Lectors bekleidete, durch das Ehrendoctorat ausgezeichnet.\"\n\r\nZwischen den zwei Textspalten ein Porträt [IKO deest, Blick nach rechts, Signatur \"J. Hess\" (?)] (°).\nHofmeister Johann Langhaler bestätigt, für seine Rechnung vom 18.10.1896 27 fl erhalten zu haben (°°).\nAufführung eines Bruckner-Chores [prov. WAB 67] bei der Gründungs-Liedertafel des Wiedener Männerchors in den Sälen \"zu den 3 Engeln\", IV., Große Neugasse 36, unter der Leitung des Chormeisters Herrn Georg Kremser (außerdem im Konzert mitwirkend: die Kapelle k des k. u. k. bosnisch=herzegowinischen Infanterie=Regiments Nr.1) (°°°).\nDas Neuigkeits-Weltblatt Nr. 261 bringt auf S. 35 die Auflösung des am 29.10.1896 gestellten Rätsels:\r\n\"Auflösung des Gedenkstein=Räthsels v. Nr. 249\r\n[links die Anordnung der senkrechten Lösungswörter:]\r\nOb Saar Hindu Rostock Ahorn Ente Ur\n                  R\r\n             H  o   A\r\n          S  i   s   h  E\r\n           a  n  t   o  n\r\n       O a  d  o   r   t  U\r\n       b  r  u ck n  e  r\n[rechts die waagerechten Lösungswörter:]\n                                                      Anton Bruckner.\r\n                          Auflösungen.\r\n[...]\r\n     Das Gedenkstein=Räthsel (Anton Bruckner) lösten richtig die Damen: \"Industrielehrerin in Kleinzell\", Anna Wolf, Minna Kretschmann, Olga von Zechner; – die Herren: Johann Angerer, Josef Woltrich, Karl Laßner, Heinrich Täubner, Franz Eigner Eduard Stauß.\" [recte Eduard Strauß?] (#).", "Letzte Änderung": "03.11.2024 09:23"}, {"ID": 189711125, "Datum": "12.11.1897, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Richard Barth im 2. Philharmonischen Konzert in Hamburg (*).\nKritik zur Amsterdamer Aufführung der 4. Symphonie im Algemeen Handelsblad (**).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 10:06"}, {"ID": 189811125, "Datum": "12.11.1898, Samstag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 3543 erwähnt Bruckner auf S. 9 in einem Artikel, der sich gegen die Errichtung eines Brahms-Denkmals ausspricht (*).\n\n\nDer Brünner Tagesbote Nr. 258 kündigt auf S. 4 die Klavieraufführung der 1. Symphonie am 14.11.1898 an: \n\n\"(Brünner Wagnerverein.) An dem Montag den 14. d. um 8 Uhr abends im Goethezimmer des Deutschen Hauses stattfindenden Vereinsabende wird Herr Wickenhauser die Besprechung über »Die Meistersinger von Nürnberg« fortsetzen. Ferner gelangt am Clavier Bruckners erste Symphonie von Frl. Schäfer und Herrn Malatta zur ersten Aufführung.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189911125, "Datum": "12.11.1899, Sonntag", "Haupttext": "Die Grazer Tagespost kündigt an, daß das Spörr-Konzert (4. Symphonie am 10.11.1899) am 13.11.1899 wiederholt wird (*).\nDie Neue Musikalische Presse bringt ein Feuilleton von Anton Krtsmáry \"Ein Halb-Jahrhundert Quartett Hellmesberger\", in der auch die Aufführungen des Brucknerschen Quintetts am 8.1.1885 und 7.1.1886 erwähnt werden. Die heutige Besetzung: Josef Hellmesberger jun., Julius Egghardt, Theodor Schwendt und Ferdinand Hellmesberger (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190011125, "Datum": "12.11.1900, Montag", "Haupttext": "Das Deutsche Blatt Brünn Nr. 259  bringt auf S. 4 einen Artikel \"Heinrich Janoch. Zum Jubelfeste seiner Schüler am 10. Nebenmond\" von Strauch. Bruckner wird neben anderen Wiener Professoren, Künstlern und vielen Schülern von Janoch erwähnt (*).\nDie Montagsrevue Nr. 46 bringt auf S. 5 eine Kritik von H. Friedländer-Abel [Hedwig Abel] zu den Konzerten des Konzertvereins, in der Bruckner erwähnt wird (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190311125, "Datum": "12.11.1903, Donnerstag", "Haupttext": "Der von Josef Schalk und Löwe verfertigte vierhändige Klavierauszug der 9. Symphonie erscheint bei der Universal-Edition mit der Nummer 844 (*).\nAufführung von »Abendhimmel« [WAB 55? Vgl. 4.7.1900] durch den »Frohsinn« [in Linz?] (**).\nBrief von Max von Schillings an Richard Strauss:\r\n   »[...] Auch die Österreicher müssen bald brav gemacht werden: sie verlangten (und bekamen) von Stavenhagen für eine Aufführung von Bruckners »Neunter« 100 M (für jede weitere 50 M)!!! Das ist auch infam. Morgen (Freitag) Abend feiern wir eine Erinnerung an das gemütliche Heidelberger Fest [26.10.]: Bruckner IX., Hexenlied und Taillefer, der im Kaimsaal einen unglaublich schönen Lärm macht! [...]« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190611125, "Datum": "12.11.1906, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Kaim-Orchester unter Schneevoigt in München (*).\n\r\nAufführung der 4. Symphonie durch die Stadttheaterkapelle unter Krug-Waldsee in Magdeburg (**).\n\r\nIn der Montagsrevue Nr. 46 erscheint auf S. 2 der Beilage eine Kritik, signiert \"H. v. F.-A. [Hedwig von Friedlaender-Abel], zum Konzert mit 3. Symphonie und f-Moll-Messe [am 7.11.1906] (***).\n\r\nDieses Konzert wird auch in der Wiener Mittagszeitung Nr. 259 auf S. 3 besprochen, signiert \"rr.\" (°).", "Letzte Änderung": "09.11.2024 17:41"}, {"ID": 190711125, "Datum": "12.11.1907, Dienstag", "Haupttext": "The Scranton Republican (The Tribune, Scranton, Pennsylvania) berichtet auf S. 3 nicht nur über das örtliche Musikleben, sondern auch vom Konzert am 7.11.1907 in New York mit der 9. Symphonie:\n\"                     Musical.\n     The Scranton Symphony orchestra will open its eleventh season [...]\n     Paderewski will not appear in Scranton this season [... vielleicht Pachmann ...].\n     The first concert of the Boston Symphony orchestra in New York this season was given an Carnegie hall on Thursday evening, and a remarkable concert it was. The Boston orchestra [... eine Zeile im Knick nicht lesbar ...][con]ductor, Dr. Karl Muck, is one of the greatest of European leaders. A very large audience greeted the orchestra, which proceeded at once to delve into the intricacies of Bruckner's Unfinished Symphony in D minor, No. 9. Now, Dr. Muck is an ardent admirer of Bruckner's music, which also bears the endorsement of Felix Weingartner, another of Europe's great musical analysts and authority.\n     But the New York public and critics will have none of it. The symphony, though unfinished, requires an hour's time for its performance, and a miserable hour at that. Aside from a perfecrtly constructed work regarding scholarly attainments, the symphony is totally devoid of anything contributing to musical satisfaction, and it fell like a pall upon the ears of the audience. Of course, it was played besutifully, and the scherzo even elicited a little enthusiasm which was shortlived, however, for the adagio following plunged all again into the utmost despair. Needless to say that it will never be willingly placed upon another New York programme. Nothing but the utmost respect mingled with a litltle sympathy for the conductor and orchestra could have elicited the faint applause following the performance. The remainder of the programme consisted of [... Beethoven, J. S. Bach ...]. The ennui of the first hour was totally dispelled by these numbers. [... Lob für die Stericher und den Flötisten A. Maquarre ...]. Dr. Muck impresses one as a magnificent man. While he has an admirable organization, there is no question of his superiority as a musician and conductor. The details of Bach were marvelous and his conception brought some touch of order, even from the chaotic music of Bruckner.\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "12.05.2024 14:20"}, {"ID": 190711017, "Datum": "1./2.11.1907, Freitag/Samstag", "Haupttext": "[mutmaßliches Datum]\nAufführung der 9. Symphonie durch das Boston Symphony Orchestra [vermutlich unter Karl Muck] in Boston. Solistin bei drei Schubert-Liedern in Orchesterfassungen ist Ernestine Schumann-Heink.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191111125, "Datum": "12.11.1911, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] (erste Konzertwiedergabe) im 1. Konzert des Linzer Musikvereins unter Göllerich (*) im Festsaal des Kaufmännischen Vereinshauses.\r\nAnlaß war der Tod von Karl Reininger, dem Präsidenten des Musikvereins (*a). Es wurde das Stimmenmaterial Franz Bayers aus Steyr verwendet (*b).\r\nDie Stimmen von Horn in B und Baßposaune tragen Vermerke der Spieler (»Linz 12.11.1911, Heidl« bzw. »Linz am 12/11 1911, [?] G. M.« (*c).\nUrsprünglich war geplant, auch die D-Dur-Symphonie von Franz Xaver Müller aufzuführen (**).\r\nStattdessen wurde Richard Wagners C-Dur-Symphonie gegeben. Das Konzert war dem Gedächtnis Karl Reiningers gewidmet (***).\r\n     Statt Wagners Jugend-Symphonie war zuerst Schuberts f-Moll-Phantasie in einer Orchesterfassung von Felix Mottl vorgesehen (°).\n \nThe Baltimore Sun Nr. 180 (The Sun, Baltimore, Maryland) schreibt auf S. 27 (= S. 3 des 4. Teils:\n\"                     New York Philharmonic\nSPECIAL interest attaches to the forthcoming concert in Baltimore by the Philharmonic Society of New York because of the fame of its new conductor, Josef Stransky.\n     [... Abbildung ... Biographisches ...]. His preparation was complete, comprising a thorough course under Jadassohn, at Leipzig, and under Fuhs [sic] and Bruckner, at Vienna. After five years of successes in Prague, [... 7 Jahre Hamburg, Berlin (Blüthner-Orchester) ...]\n     [... Angebote andernorts ...] when the invitation came from the Philharmonic Society of New York.\"\n[kein Hinweis auf die Programmplanung] (°°).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 15:47"}, {"ID": 191211125, "Datum": "12.11.1912, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191311125, "Datum": "12.11.1913, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel »Ein unbekannter Sinfonie-Satz Bruckners«, (signiert »-ä-« [Gräflinger]) in der Linzer Tages-Post Nr. 261, S. 10:\r\n   Die f-Moll-Symphonie sei vor dem 13.2.1863 entstanden [sic! Irrtum Kitzlers in seinen »Erinnerungen«]. Hynais berichte in den »Signalen«, daß er im Frühjahr 1896, als er eine Reinschrift der 9. Symphonie besorgte, bei Bruckner auf Grund eines Hinweises von Frau Kathi drei Sätze entdeckte (ohne Scherzo), die Bruckner ihm schenkte. Das Andante sei am 30.10.1913 uraufgeführt worden (*).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Dirk Fock (**).", "Letzte Änderung": "09.02.2025 17:50"}, {"ID": 191511125, "Datum": "12.11.1915, Freitag", "Haupttext": "Die New Ulm Post Nr. 45 (New Ulm, Minnesota) meldet auf S. 8:\n\"         Deutsche Lokalnachrichten\n[...]\n                Oesterreich=Ungarn.\n [...].\n     Brünn. Otto Kitzler, der verdienstvolle Brünner Musikdirektor und einstige Lehrer Anton Bruckners, wurde dieser Tage in Graz zu Grabe getragen. Er war über 81 Jahre alt geworden und während seines ereignisreichen und tatenfrohen Lebens mit manchen Großen unserer deutschen Kunst in nähere Fühlung gekommen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191911125, "Datum": "12.11.1919, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie in Karlsruhe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192111125, "Datum": "12.11.1921, Samstag", "Haupttext": "Gedenkfeier des Linzer Musikerbundes und des Neuhofer-Vereins im Alten Dom zu Linz. Aufführung des Requiems [WAB 39] in der Originalfassung (nicht in der Deubler-Fassung) durch den Neuhofer-Chor - Solisten: Dr. Grüll-Huber, Bauer, Dr. König, Pfund. Der Männerchor singt »Nachruf« und einige weltlicher Chöre (*).\n   »societas musicorum Linciensium [...] in honorem celeberrimi musici Antonii Bruckner iam in Domino defuncti opus ejus praeclarum Requiem cantavit.« (*a).\n \nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 311 meldet auf S. 7, dass Magda Hattingberg und Max Millenkovich-Morold  Kurse über Bruckners Symphonien anbieten (**).\n \nDie Reichspost Nr. 311 kündigt auf S. 9 die morgige Aufführung der e-Moll-Messe (***) und auf S. 10 die Aufführung von Ecce Sacerdos und e-Moll-Messe an (°).\n \nKonzert des neugegründeten Bruckner-Chores der Neumargaretner Kirche unter Ignaz L. Weber [ohne eine Werk Bruckners] (°°).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 11:57"}, {"ID": 192211125, "Datum": "12.11.1922, Sonntag", "Haupttext": "The New York Times Nr. 23668 meldet auf S. 123 (= S. 5 des 8. Teils) die Aufführung der 7. Symphonie [am 8./9.10.1922]:\n\"Current Music Notes of Interest And Events in Foreign Lands\n\n[...]\n                  GERMANY.\n\n     The Philharmonic concerts in Berlin, formerly conducted by Arthur Nikisch, have been intrusted to Wilhelm Furtwängler. In the first concert he played Bruckner's seventh symphony, of which the Germans never tire.\n             ———–\n     The Germans now speak of \"the former B's,\" and in the Volkszeitung of Berlin Kurt Singer says that Bruckner is now driving out Brahms as a symphonist.\" [am 19.11.1922 \"Vorwärts\"]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192311125, "Datum": "12.11.1923, Montag", "Haupttext": "[12.11.1923?]\nAufführung der 4. Symphonie durch das Bayerische Staatsorchester unter Hans Knappertsbusch im 3. Abonnementkonzert der Musikalischen Akademie im Münchner Odeon (*).\n \nThe News-Sentinel (Fort Wayne Sentinel, Fort Wayne, Indiana) übernimmt auf S. 4 die Artikelserie (vgl. zu Bruckner 9.9.1923), in der das Jugendschicksal berühmter Männer dargestellt wird:\n\"Poor Boys Who Became Great\n         By Frederick Houk Law.\n              (By Frederick Houk Law)\nAnton Bruckner, Who Taught Himself Music.\n     \"I never had the chance to learn to play well! You see I took only a few lessons and then I gave it up. But people say that if I had kept on I might have made a first class player.\"\n     Well, there was Anton Bruckner, who lived over in Austria less than a hundred years ago. In 1924 the people who love organ music, and who delight in symphonies and masses and requiems, may celebrate the one hundredth anniversary of the birth of Anton Bruckner, one of the greatest of organists and one of the greatest composers of organ music. Anton Bruckner came before the world in a most dramatic manner.\n     In the town of Linz in Austria there was open a place for an organist. The authorities announced that the place would be given to the man who could play the organ best. Many celebrated musicians came, and played–men who had years of training under the best masters. Then there stepped forward young Anton Bruckner. He was nobody at all. He had had no master worth the mention. His father and mother had died, leaving him to the mercies of a selfish world.\n     The lonely boy liked music as he liked life. He actually picked up the art of playing. Then he set himself to it, and without much help, mastered the organ. He was unknown, poor, friendless. He won the competition–for he could play better than the celebrated musicians who had come. He studied more, and lo! he became the organist for the emperor up in Vienna. The years went on, and before he died in 1896 at the age of 72 he had traveled through Europe, playing his own great compositions. His music arose in cathedrals. His symphonies delighted great audiences. He had taught himself, and he had made himself a master!  Why try to excuse shortcomings by saying that you never had a chance to do better. The chance lies in you yourself and not in outward circumstances!\n             –————\nNext: James Ferguson, Who Made the Sun and Moon Go Around.\" (**).\n \nThe Sun Nr. 154 (The Baltimore Sun) bringt auf S. 9 einen Bericht von Hendrik Willem van Loon aus Den Haag in Form von Tagebuchnotizen, in deren einer (vom 23.10.1923) Bruckner erwähnt wird [erste und letzte Zeile sind wie handgeschrieben gedruckt]:\n\"       H  v  L\nOf the Editorial Staff of The Sun.\n                          THE HAGUE, October 18.\nSEVERAL thrifty Dutchmen have been in to see me and ask particulars about a certain Edward Bok [... über Friedensaktivisten ...].\n                   *    *    *\n                                    October 23.\nONE does desperate things in Holland when it has rained steadily for three weeks and when the only choice of amusement is between Mahler's Seventeenth Symphonie and Bruckner's Sixteenth.\n     I have gone back to Spinoza.\n     I always go back to Spinoza.\n     In the arid wilderness of modern philosophy he is the only oasis where pure and unadulterated water can be found by those lucky enough to discover the hidden source.     But this oasis lies many years away [...]\n[signiert mit handschriftlicher Unterschrift:]\nHendrik Willem von Loon.\" (***).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 15:52"}, {"ID": 192411125, "Datum": "12.11.1924, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Wilhelm Sieben (*).\n \nAufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] unter Alois Anderl in der Leopoldstädter Pfarrkirche in Wien (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192511125, "Datum": "12.11.1925, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Furtwängler im 6. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses. Auf dem Programm steht zuvor Mozarts Klavierkonzert Nr. 26 KV 537 mit Artur Schnabel.", "Letzte Änderung": "05.08.2026 06:54"}, {"ID": 192611125, "Datum": "12.11.1926, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Gysi \"Ein Bruckner-Werk\" [Konzertbericht oder Besprechung von Ernst Kurths Buch?] in der Zürcher Post.", "Letzte Änderung": "06.08.2026 00:06"}, {"ID": 192811125, "Datum": "12.11.1928, Montag", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] in der Stiftskirche St. Florian und anschließend des \"Libera\" [vermutlich WAB 22] am Sarkophag Bruckners durch den Linzer Domchor unter F. X. Müller (*) mit den Solisten Frl. Zelenka, Frau Erhard und den Herren Raidl und Ebermann. Zelebrant ist Propst Dr. Hartl. Danach A-Cappella-Konzert des Domchors unter Müller (erhält von Regierungsrat Pfund einen Lorbeerkranz) im Marmorsaal des Stiftes (*a).\nAufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Robert Heger mit Rundfunkübertragung von 10:45 bis 13:00 Uhr in Wien. Nach Abspielen der Bundeshymne (anlässlich des Staatsfeiertages) erklingen Liszts \"Festklänge\" und Beethovens Violinkonzert (mit Hugo Gottesmann) (**).\nAufführung der 4. Symphonie unter Poppen in Heidelberg (***).", "Letzte Änderung": "21.05.2026 11:37"}, {"ID": 192911125, "Datum": "12.11.1929, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner-Fest in St. Florian: Aufführung des Requiems [WAB 39] durch den Linzer Domchor unter F. X. Müller und - beim Besuch an Bruckners Grab - des Libera [WAB 22]. Beim Chorkonzert im Marmorsaal wird von Bruckner das \"Ave Maria\" [WAB 6] gesungen (*).\n \nArtikel \"Das I. badische Brucknerfest in Karlsruhe | I. \" im Linzer Volksblatt Nr. 262 auf S. 7, datiert 8.11.1929.\n     Erwähnt werden: OBM Dr. Finter, Dr. Karl Grunsky (Einführungsabend am 6.11.1929, mit Erläuterung und Klaviervortrag der 5. Symphonie (auf 2 Flügeln), Dr. Grüninger (eröffnete die Ausstellung, Hinweis auf das Buch \"Der metaphysische Kern ...\"), Dr. Robert Haas (Wien) und Amtsrat Laubach (Karlsruhe) (Ausstellung), Max Auer, Karl Aigner, Domchor, \"Frohsinn\" und Stift St. Florian als Leihgeber, Franz Forsters Bruckner-Relief, Konzert am 7.11.1929 in St. Stephan (Prälat Stumpf, Wilhelm Krauß mit Vorspiel und Fuge 1847 [WAB 131] in der Version von Franz Philipp, Choralmesse [WAB 9] und andere kleinere Chöre unter Philipp, 7 st. Ave Maria [WAB 6], Locus iste, Os justi, Tota pulchra es, Vexilla regis, Christus factus est [vermutlich WAB 11], Virga Jesse, Tantum ergo D-Dur [WAB 32 oder WAB 42 (fünfstimmig)] (zu schnell), Streichquintett stilistisch unpassend. Heute abend 1. und 5. Symphonie unter Krips (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 12:45"}, {"ID": 193011125, "Datum": "12.11.1930, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Oswald Kabasta in einem RAVAG-Rundfunkkonzert in Wien (*).\r\nDie Übertragung durch den Wiener Rundfunk beginnt um 11:15 Uhr (die nächste Sendung um 13:00 Uhr).\r\nIn Radio Wien vom 7.11.1930 war auf S. 6 ein Artikel von Ernst Decsey \"Bruckners Achte Symphonie\" erschienen, mit einer Abbildung Bruckners (\"Aufn. Otto Kaiser, Linz\") (*a),\n \nIn The Morning Call Nr. 116 (Paterson, New Jersey) kommentiert auf S. 13 John Festeneck das Konzert vom 9.11.1930 anlässlich der Orgeleinweihung in Ridgewood [vgl. 17.10.1930] und vergleicht das \"Te deum\" von Pietro Yon mit jenem von Bruckner und erwähnt Äußerungen Schachleithners über die e-Moll-Messe:\n\"[...\n     In words of comparison I could think of only one masterwork, this is Bruckner's \"Te Deum.\" [...] Bruckner the Great, as Karl Schaelzer [recte Karl Schaezler?] calls him in an article which appeared in the Commonwealth of Sept. 17, 1930. This attribute we may earnestly accept, for it is universally accepted, especially in Europe [...].\n     There is, however, still another of Bruckner's compositions, his magnificent \"Mass\" in E minor, which desreves [sic] mention in this discussion, chiefly because it convinces the musician of the composer's childlike and mystically deep faith combined with an astounding musical skill. The revered master of a scola Gregorian, Abbot Schachleitner characterizes this work as an \"ideal mass.\" Pietro Yon's \"Te Deum\" fully deserves the same characterization, an ideal \"Te Deum.\" [...] Bruckner's \"Te Deum\" was called the \"pearl of great prize.\" Yon's \"Te Deum\" is a \"prize of great faith, a demonstration of [...].\n     My esteemed readers may rest assured that I am not partial to Pietro Yon's works because I enjoy the honor of his friendship and not partial to Anton Bouckner [sic] because I had the great privilege of having been his pupil. [...].\n     Anton Bruckner and Pietro Yon have both established their fame and do not need my support. The world has spoken and we can only admire and believe in the words, \"Vox Populi Vox Dei.\" \" (**).", "Letzte Änderung": "21.05.2026 12:13"}, {"ID": 193111125, "Datum": "12.11.1931, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 1. und 9. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Siegmund von Hausegger im 1. Konzert des Bruckner-Zyklus der Theatergemeinde München in der Tonhalle (*).\n \nAufführung der g-Moll-Ouvertüre durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Robert Heger bei der RAVAG in Wien. Solistin in Liedern von Joseph Marx, Gustav Mahler und Alban Berg ist die Sopranistin Wanda Achsel-Clemens, Solistin in Franz Schuberts \"Wanderer-Fantasie\" (bearbeitet von Liszt) ist Grete Hinterhofer (**).\r\nDas Konzert (Motto \"Österreichische Meister\" [Nationalfeiertag!]) wird zwischen 11:00 und 13:00 Uhr von Radio Wien übertragen. Zuvor wurde die Bundeshymne gesungen (**a).\n \nDer ursprüngliche geplante Termin (12. November 1931) zur Wiederherstellung der Bruckner-Orgel in St. Florian konnte wegen Problemen bei der Intonation und Mängeln einiger Pfeifen nicht eingehalten werden. Jedoch können (pünktlich zum heutigen Staatsfeiertag) wenigstens 50 Register gespielt werden. Aufführung des Requiems – eine Tradiiton seit einigen Jahren – durch den Linzer Domchor unter Franz Xaver Müller (Zelebrant Vinzenz Hartl). Aufführung des Libera in der Gruft und Vokalkonzert im Marmorsaal des Stiftes mit Kompositionen ehemaliger Stiftssängerknaben (inkl. Bruckner), anschließend Orgelführung mit Vinzenz Goller. Es fehlen zur Finanzierung noch 20000 Schilling (***).\n \nAlfred Lorenz hält in Bern einen Vortrag \"Eine musikalische Formenlehre. Neue Wege zu Bach, Beethoven, Bruckner\" (°).", "Letzte Änderung": "28.03.2026 21:34"}, {"ID": 193211125, "Datum": "12.11.1932, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Willem Mengelberg in Den Haag (*).\n \nAufführung des Pange lingua (WAB 31) in der Pfarrkirche Spitz an der Donau (**).\n \nRadio Wien überträgt von 15:30 bis 16:20 Uhr eine Aufführung des Quintetts durch das Mairecker-Quartett (Franz Mairecker, Max Weißgärber, Ernst Morawetz, Richard Krotschak) und Alfons Grünberg (2. Viola) (***).\n \nDer Prager Rundfunksender bringt zwischen 21:00 und 22:20 Minuten „Österreichische Volksmusik in Bearbeitung großer Komponisten (Mozart, Schubert, Bruckner, Mahler)\" (°).", "Letzte Änderung": "30.03.2026 18:04"}, {"ID": 193311125, "Datum": "12.11.1933, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (zweimal hintereinander im selben Konzert) durch das Hauptstädtische Orchester Budapest unter Felix Gatz in der Budapester Redoute (*).\n\n\nArtikel Franz Moißls \"Internationale Brucknergesellschaft\" über das Bruckner-Fest in München (23.-30.10.1933) im Tagblatt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193511125, "Datum": "12.11.1935, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Fritz Zaun im 2. Gürzenich-Konzert in Köln.\r\nDas Tenorsolo in Gottfried Müllers \"Deutschem Heldenrequiem\" singt Werner Alsen (*).\nDie Aufführung der d-Moll-Messe, des \"Ecce sacerdos\" und des siebenstimmigen \"Ave Maria\" (WAB 6) unter Chordirektor Franz Strunz im Haus der Städtischen Parksäle in Komotau wird vom Prager Rundfunk übernommen (**).", "Letzte Änderung": "16.04.2025 07:45"}, {"ID": 193711125, "Datum": "12.11.1937, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Oswald Kabasta in München (*).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch das Niedersächsiche Landesorchester Hannover unter Fritz Lehmann um 20 Uhr im Stadttheater Minden.\nAuf dem Programm stehen außerdem nach der Pause Werke von Beethoven, zwei Arien mit der Solistin Lotte Schrader und die dritte Leonoren-Ouvertüre.\nDas Konzert ist eine Veranstaltung des Richard-Wagner-Verbandes Deutscher Frauen in Gemeinschaft mit der KdF-Kulturgemeinde (**).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 16:39"}, {"ID": 193811125, "Datum": "12.11.1938, Samstag", "Haupttext": "[Eingangsdatum] Brief von Friedrich Werner an das Propagandaministerium [Heinz Drewes?]:\r\n   Lili Schalk habe ihre Bruckner-Manuskripte dem deutschen Staat gestiftet [vgl. 6.12.1938]. Die ersten zwei Sätze der Erstfassung der 8. Symphonie fehlten noch, da sie an Gertrud Staub-Schläpfer ausgeliehen waren (*).\r\n[In der Auflistung fehlt auch das Adagio der 2. Fassung der 8. Symphonie, das laut Robert Haas für die Gesamtausgabe von Lili Schalk zur Verfügung gestellt worden war (**)].\r\nWerner erwähnt auch die [geplante? vgl. 20.9.1939] Übernahme der Quellen aus Friedrich Ecksteins Besitz (***).\nBrief von Friedrich Werner an Max Auer:\r\n   Bestätigt dessen Brief vom 10.11.1938 mit der Erledigung des Gesuchs an den Führer und gratuliert ihm, daß gegen seine Mitarbeit in der Deutschen Bruckner-Gesellschaft keine Einwände mehr erhoben werden. Er werde dies sofort dem Propagandaministerium und Furtwängler mitteilen (°).\nAmerikanische Erstaufführung der 1. Symphonie durch das Amateurorchester Brooklyn Civic Orchestra unter P. Kosok in Brooklyn (°°).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 22:12"}, {"ID": 193911125, "Datum": "12.11.1939, Sonntag", "Haupttext": "Münchner Erstaufführung der Originalfassung der 8. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Oswald Kabasta (*).\nBrief von Friedrich Werner (Internationale Bruckner-Gesellschaft) an Justus Brandstetter (Musikwissenschaftlicher Verlag) in Wien: \r\n   »[...] Ich erlaube mir, Ihnen mitzuteilen, daß mir gestern Frau Lilli Schalk zu treuen Händen für den deutschen Staat das gesamte bei ihr befindliche Brucknermaterial übergeben hat. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194011125, "Datum": "12.11.1940, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Tonhalle- und Radio-Orchester Zürich unter Wilhelm Furtwängler in Zürich.\nAuf dem Programm steht außerdem die 1. Sinfonie von Beethoven. Wiederholung am 17.11.1940", "Letzte Änderung": "07.01.2026 09:21"}, {"ID": 194111125, "Datum": "12.11.1941, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Orchester der Mailänder Scala unter Carl Schuricht. Solist im Violinkonzert von Brahms ist Enrico Campajola (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194311125, "Datum": "12.11.1943, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie [unter Richard Kraus?] in Halle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194311015, "Datum": "1./2.11.1943, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch das Gürzenich-Orchester unter Eugen Papst im 3. Gürzenich-Konzert im Opernhaus in Köln. \nSolisten in Carl Orffs Bearbeitung von Monteverdis \"Klage der Ariadne\" sind Amalie Merz-Tunner, Irmgard Barth, Karl Erb und Rudolf Watzke.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194911125, "Datum": "12.11.1949, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (Fassung Schalk/Löwe) durch das Orchester der Mailänder Scala unter  Hans Knappertsbusch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195711125, "Datum": "12.11.1957, Dienstag", "Haupttext": "Artikel über die Aufführung der f-Moll-Messe in Rom [am 13.11.1957] in den Salzburger Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197311015, "Datum": "1./2.11.1973, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Slowakische Philharmonie unter Zdenek Kosler in Bratislava.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197411125, "Datum": "12.11.1974, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner-Sonderausgabe der Kronstorfer Gemeinde-Zeitung u. a. mit Aufsätzen von Erich Nowotny, Otto Biba und Erwin Ruprechtsberger [siehe die Anmerkung] (*).\nSie enthält eine Zeichnung von Konrad Minichberger (IKO 442).", "Letzte Änderung": "04.04.2025 21:57"}, {"ID": 197711125, "Datum": "12.11.1977, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« und der 6. Symphonie durch den Lehrergesangverein unter Wolfram Röhrig in der Meistersingerhalle in Nürnberg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199311125, "Datum": "12.11.1993, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Östls. Musikk-konservatorium unter Bjarne Engeset in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199711125, "Datum": "12.11.1997, Mittwoch", "Haupttext": "Konzert \"Le romantisme allemand\" in St. Eustache in Paris. Jean Guillou spielt Werke von Mozart (KV 594), [vermutlich] Liszt (\"Orpheus\") und Mendelssohn (1. Sonate), das Ensemble vocal Michel Piquemal singt Chöre von Brahms, Cornelius und Bruckner.\r\nDie Aufzeichnung des Konzerts wird am 26.2.1998 vom Rundfunk (France Musique) gesendet.", "Letzte Änderung": "10.12.2025 17:20"}, {"ID": 199811125, "Datum": "12.11.1998, Donnerstag", "Haupttext": "20 Jahr-Feier des Anton Bruckner Institutes Linz im Barocksaal des Musikhauses Doblinger in Wien mit einem Festvortrag von Paul Hawkshaw \"Wo steht die Bruckner-Forschung heute?\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200311125, "Datum": "12.11.2003, Mittwoch", "Haupttext": "Festakt zum 25-jährigen Jubiläum des ABIL im Barocksaal des Musikhauses Doblinger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 183801125, "Datum": "12.1.1838, Freitag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001125, "Datum": "12.1.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »I« [Klavierstunde, in der Spalte] »H.«[Hofmann]. [Am rechten Rand, in der Spalte] »W.« [Wald]: »3. [Stunde] zahlen obwohl abwes[end]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801125, "Datum": "12.1.1868, Sonntag", "Haupttext": "Artikel [Mayfelds?] in der Linzer Zeitung Nr. 9, S. 35, mit »versöhnlichen« Worten zur d-moll-Messe [vgl. 8.1.1868] und Erwähnung der gerade entstehenden f-moll-Messe:\r\n»Linz, 11. Jänner.\r\n[...] * (Musikalisches.) Wir haben kürzlich in diesen Blättern die Aufführung der Messe in D des Herrn Bruckner in der hiesigen Domkirche besprochen, eines Werkes, welches für die Zukunft des tüchtigen Componisten zu den schönsten Hoffnungen berechtiget, und es freut uns, daß man sich in allen musikalischen Kreisen in sehr ehrender Weise über dieses hervorragende Werk ausspricht. Wenn wir daran einige Bemerkungen knüpften, und der Ueberzeugung Worte liehen, Herr Bruckner brauche sich in Hinkunft in der Behandlung seiner Themata nicht zu ängstlich an die ihm vorschwebenden Vorbilder zu halten, so wollten wir damit andeuten, wie hoch wir seine reiche Begabung schätzen und wie sehr wir sie zu vollkommen selbstständigem Schaffen für fähig halten. Wie wir hören, ist Herr Domorganist Bruckner bereits mit der Composition einer neuen Messe emsig beschäftigt, welche schon bis zum Credo gediehen ist und von welcher wir uns sehr viel versprechen.« (*).\nAufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"12ten Jänner 1868 Dom\" (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2023 11:27"}, {"ID": 187301125, "Datum": "12.1.1873, Sonntag", "Haupttext": "»Der Wanderer« berichtet auf S. 6, daß Gönner eine Aufführung der f-Moll-Messe finanzieren wollen:\r\n   »Mehrere Gönner und Freunde des talentvollen Komponisten Bruckner, k. k. Hoforganisten und Professor am Konservatorium haben sich zur Bestreitung der Kosten anheischig gemacht, wenn derselbe seine große Messe wiederholt zur Aufführung bringen wollte. Herr Bruckner hat eingewilligt und es soll demnächst dieses ausgezeichnete Kirchen=Tonwerk nächstens bei den Augustinern in reicher Besetzung mit den besten Kunstkräften zur Aufführung gelangen.« (*).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Mendelssohn, J. Zellner, Beethoven (Coriolan) und Schumann (4. Sinfonie)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187501125, "Datum": "12.1.1875, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld:\r\n     4. Symphonie ist fertig, 3. Symphonie verbessert. Hans Richter habe von Wagners Lob erzählt. Dessoff probte in den Ferien, habe seine Zusage vom Oktober widerrufen. Brahms habe die 2. Symphonie in Leipzig unterdrückt. Richter plane die 3. für Pest. Am 25.12.1874 Artikel über Hanslicks Verhalten. Herbeck riet, bei Wagner anzufragen. Trotz Privatstunden war Geldaufnahme im September nötig. Stremayr tue nichts. Im Ausland (England) ginge es besser. Er sei deprimiert. (*).\nDas Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 12 berichtet auf S. 5 vom Konzert am 9.1.1875:\n          \"Ball=Chronik.\n     Der Verein der Oesterreich=Schlesier inaugurirte vorigen Samstag mit seinem \"Künstlerabend\" die Saison der Elitebälle; das Fest fand in den Musikvereins=Sälen statt und dem eigentlichen Balle - dem Tanzvergnügen - ging ein Festkonzert voraus, dessen Programm manche vortreffliche Nummer enthielt.\n     [... Wiener Sängerbund mit Schubert und Engelsberg, Pettera mit Gedichten, Zamara und Hellmesberger mit Zamaras \"Reverie\" - Beifallsorkan ...]\n     Frau Professor Englisch sang eine Arie aus \"Stradella\", Bruckner spielte seine \"Improvisation\" auf der Orgel und Professor Röver gab eine Reverie und eine Mazurka eigener Komposition auf dem Balle zum Besten. Für die Bach'sche \"Air für Violine\" wurde ein zweites Tonstück für Violin und Harfe eingeschoben, welches die Herren Hellmesberger und Zamarra zum Vortrage brachten.\n     Kaum waren die Konzertvorträge zu Ende, so war der Saal auch schon von den Stühlen geräumt und der Tanz begann.\n[...]\n     Von Persönlichkeiten waren der Protektor des Vereins, Graf Larisch=Mönnich, der unvermeidliche Sektionschef Hofmann und Baron Wertheim anwesend.\n     Die Unterhaltung war eine gemüthlich animirte und währte bis zum frühen Morgen.\n     Die Restauration glänzte mehr durch hohe Preise als Güte der Speisen, wogegen die Getränke fast Alles zu wünschen übrig ließen.\" [keine Signatur] (**).\n \nAuch das Neue Fremdenblatt Nr. 12 berichtet auf S. 2 davon:\n     \" - (Ballchronik.) In glücklichster Weise eröffnete Samstag Nachts der Verein der Oesterreichisch=Schlesier den Elitekarneval in den Musikvereinssälen mit einem Ballfeste, dem eine Reihe gelungener, musikalischer Produktionen voranging. Der Wiener Sängerbund trug unter der Leitung Professor Stoiber's zwei Chöre brillant vor, Frau Dr. Englisch sang mit anerkennenswerther Routine und Reinheit eine Arie aus \"\"Stradella\" und die Professoren Hellmesberger, Zamara, Rürer [sic] und Bruckner gaben mit gewohnter Meisterschaft Piecen auf ihren Instrumenten - Violine, Harfe, Cello und Orgel - zum Besten. [... der Beitrag von Frl. Buska entfiel ... anwesend: Baron Hofmann, Polizeipräsident Marx, der französische und der brasilianische Gesandte, Baron d'Harcourt, Freiherr von Varnhagen ... anschließend Tanz bis 5 Uhr ...]\" (***).\n \nVerspäteter Hinweis auf dieses Konzert im Neuigkeits-Weltblatt Nr. 9 auf S. 9:\n     \"Der Verein der Oesterreichisch=Schlesier in Wien veranstaltet zu Gunsten seines Unterstützungsfondes im großen Musikvereinssaale ein Fest=Konzert, zu dem in gütiger Berücksichtigung des humanitären Zweckes der \"Wiener Sängerbund\" unter Professor E. Stoiber's persönlicher Leitung, Frau Professor Dr. Englisch, Herr Leo Friedrich, Mitglied des k. k. Hofburgtheaters, Herr Direktor Hellmesberger, die Herren Professoren Pruckner, Röver und Zamarra [Zamara] ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt haben. Nach dem Konzerte findet ein Ball statt, wobei die Regimentskapelle König v. Baiern die Tanzmusik exekutirt.\" (°).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 20:45"}, {"ID": 187701125, "Datum": "12.1.1877, Freitag", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an das Kultusministerium [Stremayr]:    \n\"Hohes k.k. Ministerium\nfür Cultus und Unterricht!\nAuf Grund seiner Wirksamkeit durch mehrere Semester als Lector an der kk Universität; u auf Grund der sehr zahlreichen Betheiligung [... bittet unter Hinweis auf die hohe Zahl seiner Universitätshörer (etwa 70) und die Wissenschaftlichkeit der musiktheoretischen Fächer um ein festes Jahresgehalt oder zumindest um eine bleibende, jährliche fixe Remuneration, wie sie auch der Gesangslehrer [Rudolf Weinwurm] erhalten habe ...], unterthänigst zu bitten.\nWien den 12. Jänner 1877.\n                          Anton Brucknermp\n                                     Lector.\"\nEingangsvermerk am 13.1.1877.\nWeitere Kanzleivermerke (13.1.1877 und 15.1.1877) auf dem Schriftstück vom 20.1.1877.", "Letzte Änderung": "14.11.2025 14:03"}, {"ID": 188001125, "Datum": "12.1.1880, Montag", "Haupttext": "Datierung in Loidols Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101125, "Datum": "12.1.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Klavieraufführung einiger Sätze der 4. Symphonie bei einem Treffen des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (*). \n   Viktor Boller spricht über »Richard Wagners Gedanken über die Kunst und das Leben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188201125, "Datum": "12.1.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben des Dekanats der Philosophischen Fakultät der Universität:\r\n     Bezeugt auf Wunsch Bruckners, daß an keiner österreichischen Universität ein Doktorat der Musik besteht. Anläßlich Bruckners Bewerbung um den Doktorgrad in Cambridge wird bestätigt, daß er seit 1875 als Lektor für Harmonielehre tätig ist und als Künstler, Komponist und Theoretiker »rühmlich bekannt« ist. Unterschrift Wiesners (*).\nKonzept dieses Schreibens:\n\"Z. 301.\n                Aemtliche Bestätigung.\n     Dem Wunsche ds Herrn Anton Bruckner, k. k. Hoforganist, Professor am Conservatorium für Musik und Lector an der k. k. Universität, entsprechend, bezeugt ds gefertigte Decanat, dß weder an der Wiener, noch an einer anderen öster. Universität ein Doctorat der Musik nicht besteht.\n     Anläßlich der Bewerbung des Herrn Bruckner um die Verleihung des Doctorgrades der Philosophie [darüber:] Musik an der Universität Cambridge gereicht es dem gefertigten Secanate zum besonderen Vergnügen hiermit  bestätgen/[darüber:]zeugenstätigen zu können, dß Herr Bruckner, seit dem Ja als ausübender Künstler, Compositeur und theoretischer Musiker gleich rühmlichst bekannt, seit dem Jahre 1875 an der k. k. Wiener Universität als Lector dr Harmonielehre und des Contrapunktes thätig ist, und thätig ist und vor einem großen Hörerkreise mit allseits anerkanntem Erfolge wirkt in jedem Semester lehrt.\nWien 12 Jan [18]82\n                        Wiesner\n                     Mund 12/1 [1]882\n                                  W [Wolschan, Welschmann?]\nSr. Wohlgeboren Herrn Anton Bruckner kk Hoforganist, Prof am Wr Musik Conservatorium, Lector an der kk Universität etc etc in Wien\nI Heßgasse No. 7.\" (**).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:20"}, {"ID": 188301125, "Datum": "12.1.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »12. Jänner 12 Pils.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »12. [Jan.] 25. - 26.« [Lektion Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501125, "Datum": "12.1.1885, Montag", "Haupttext": "Bruckner erneuert seine Fastendispens [Schreiben vom 23.2.1876] (*).\nBrief von Brahms an Elisabeth von Herzogenberg:\r\n     Sie dürfe ihrem Urteil über die 7. Symphonie trauen. Den Brief [5.1.] habe auch Hanslick gelesen. Das Quintett und eine Symphonie Bruckners seien gedruckt. Man könne über die Musik und den Menschen nicht reden, den die »Pfaffen von St. Florian auf dem Gewissen« hätten (**).\nKönigstein über Quintett im Illustrierten Wiener Extrablatt, \"Die Leich' auf der Alm und die Wüste Davids\" (***).\nDatierung \"12. Jänner 885.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (°).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:08"}, {"ID": 188601125, "Datum": "12.1.1886, Dienstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 5038 meldet auf S. 6 einen glänzenden Erfolg der Aufführung des »Te deum« [am 10.1.1886]:\r\n      »(Bruckner's Tedeum) hatte bei der gestrigen ersten Aufführung im dritten Gesellschafts=Concerte einen glänzenden Erfolg. [... Bruckner selbst endlos stürmisch gerufen ... kurz über] die übrigen Nummern des Concertes, welches leider nach Seite der Ausführung sehr viel zu wünschen ließ. Ausführliches darüber in unserem nächsten Feuilleton.\nh-m.« [Theodor Helm] (*).\nBericht über dasselbe Konzert in der Morgen-Post Nr. 12 auf S. 5:\r\n      » * Das dritte Gesellschafts=Concert brachte vorgestern [... Schubert, Schütz (mit unzureichenden Soli) ...] Noch schlimmer machte sich dieser Uebelstand bei dem schon aus dem akademischen Wagner=Vereine bekannten schwung- und stilvollen, durch Fülle der Erfindung und contrapunktische Meisterschaft der Durchführung gleich ausgezeichnete \"Te Deum\" von Bruckner geltend. Tenor und Sopran waren mit unzulänglich geschulten, wenig verläßlichen Stimmen von unangenehmer Qualität besetzt und verdarben das schöne Quartett \"Te ergo quaesumus\", noch mehr aber das empfindungsvolle, reizend geführte Quartett mit Chorbegleitung \"Salvum fac\" sogar durch mehrfache empfindliche Unreinheit. Selbst die Chöre setzten einigemale schwankend und incorrect ein. Derartiges darf in den Concerten, welche die Gesellschaft der Musikfreunde ihren Mitgliedern bietet, nicht vorkommen und das Princip, mit den Mitgliedern des Singvereines auch für die Soli das Auslangen zu finden, läßt sich so wenig aufrechterhalten, daß selbst gestern ein Hofcapellensänger aushelfen mußte. Trotz aller Mängel der Aufführung machte Bruckner's Werk einen großen Eindruck und bekundete auf's Neue die Bedeutung dieses Componisten für die moderne Kirchenmusik. [Signatur:] Bn.« [vermutlich Oskar Berggruen] (**).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 14:46"}, {"ID": 188701125, "Datum": "(12.1.1887, Mittwoch)", "Haupttext": "Aufführung der 1. Serenade von Fuchs unter Kretschmann im Bösendorfersaal.", "Letzte Änderung": "21.02.2023 00:02"}, {"ID": 188801125, "Datum": "12.1.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Die Steyrer erfahren vom Konzert am 22.1.1888 (mit 4. Symphonie und »Te deum«)\r\ndurch den Alpen-Boten Nr. 4 auf S. 3:\r\n   »Verschiedenes.\r\n(Bruckner-Concert in Wien.) Sonntag, den 22. d. M., Mittags halb 1 Uhr, findet unter der Leitung des Hofcapellmeisters Hans Richter und Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereines und Wagnervereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerin Fräulein Forster und Frau Papier-Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner-Concert statt. Zur Aufführung gelangt die 4. Symphonie (Es-dur) und das Tedeum.« (*)\nund durch die Steyrer Zeitung Nr. 4 auf S. 4:\r\n    \"Bruckner=Concert in Wien. Sonntag den 22. d. M., Mittags halb1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale in Wien unter der Leitung des Hofkapellmeisters Hans Richter unter Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereines und Wagnervereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerin Fräulein Forster und Frau Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Concert statt. Zur Aufführung gelangt die 4. Symphonie (Es-dur) und das Tedeum.\" (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 8398 kündigt auf S. 11 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., hald [sic] 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888] (***).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:58"}, {"ID": 188901125, "Datum": "12.1.1889, Samstag", "Haupttext": "[oder 11.1.1889? siehe Anmerkung] \n\nIm Deutschen Volksblatt Nr. 11 wird auf S. 6 des Abendblatts Josef Labors Konzert am 6.1.1889 (mit einem Graduale Bruckners) besprochen:\n\n     \n\"g. [Orgel=Concert Labor.] Vor einer sehr zahlreichen aber verständigen Zuhörerschaft der ernsteren Musikkreise gab [...] Josef Labor im großen Musikvereinssaale sein Orgel=Concert, alljährlich leider die einzige, derartige Production, welche unser Concertleben aufzuweisen hat. [... über die Geringschätzung der modernen Orgelkunst im Wiener Musikleben ...] Den größten lebenden Organisten aber, Meister Anton Bruckner, hat man im Laufe der Zeit glücklich so „behandelt”, daß er es vorziehen muß, friedlich sein Können in bescheidenem Begleiten der Segenlieder in der Hofburgcapelle (!) erkennen zu geben. Frankreich und England haben den namentlich in der freien Improvisation unerreichten Meister des großen Orgelspieles gefeiert und gepriesen wie selten einen, - in Wien aber geht man an diesem Können ängstlich vorüber, furchtsam besorgt, nur ja nie diesen Meister zu Gehör zu bekommen! [... über die weiteren Programmnummern ...] und angenehme Abwechslung spendeten drei Vorträge des Wagnervereins=Chores unter Leitung des Hr. Robert Erben. Diese Vorträge waren [... Palestrina, Michael Haydn ...] und ein \"Graduale\" von Anton Bruckner, ein wahres Meisterwerk, vollendet in Inspiration und formeller Ausführung. Dies Werk war wohl die erquickendste Leistung des ganzen Concertes und rief wieder die Sehnsucht wach, doch endlich die Kirchen=Werke Bruckner's, diese echteste religiöse Musik neben Palestrina, Mozart und Liszt eingehend durch große öffentliche Aufführungen - etwa in Gesellschafts=Concerten - würdigen zu können, wohl ein Wunsch so fromm, wie diese Werke selbst!     g.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189001125, "Datum": "12.1.1890, Sonntag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Oberleithner:\r\n   Empfiehlt Bruckner als Lehrer. Rät ihm, zuerst bei diesem das Studium des strengen Satzes zu absolvieren (*).\n([?] 2. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Schumanns »Szenen aus Goethes Faust« (**)).", "Letzte Änderung": "23.06.2025 22:31"}, {"ID": 189101125, "Datum": "12.1.1891, Montag", "Haupttext": "Erste Datierung am Ende des 1. Satzes der 1. Symphonie (*).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Grüße von Bruckner, der sich über den Neujahrsbrief sehr gefreut habe. Ob Franz zum Konzert des Wagner-Vereins am 25.1.1891 mit der 3. Symphonie nach Wien kommen könne? Sie könnten dann gemeinsam nach Graz fahren (**).\nBrief der Fürstlich Liechtensteinschen Hofkanzlei an Bruckner:\r\n     Die Ehrengabe von 300 fl werde ihm als jährliche Zahlung solange bewilligt, bis sich seine finanzielle Lage stabilisiert habe. Aktenvermerk von Walcher und Zipfl [?] (***).\r\nSchreiben der Hofkanzlei an die Hauptcassa:\r\n     Laut Auftrag vom 3.1.1891 erhalte Bruckner den Beitrag bis auf Widerruf als Jahresunterstützung; die am 2.8.1890 angewiesene Summe solle für das Jahr 1890 gelten. Aktenvermerk von Heng... [?] (°).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 07:34"}, {"ID": 189301125, "Datum": "12.1.1893, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner:\r\n     Er leite wieder die Konzerte in München und würde gern am 3.2.1893 die 3. Symphonie aufführen. Oder die 7. Symphonie? Für die 8. Symphonie fehle ihm noch der Mut. Im Mai 1893 tage der Allgemeine Deutsche Musikverein; er habe sich bei den Herren in Weimar und Leipzig ausgebeten, dabei eine Bruckner-Symphonie (die 7.?) [prov. WAB 86] zu bringen (*).\nBrief von Josef Reiter an Bruckner:\r\n     Lädt ihn zum Besuch des heute abend stattfindenden Kompositionskonzerts im Großen Musikvereinssaal ein. Die heutigen Hörer seien großenteils auch begeisterte Anhänger der Brucknerschen Kunst (**).\nBruckner besucht dieses Konzert (***).\nIm Deutschen Volksblatt Nr. 1447 beantwortet auf S. 12 die Redaktion Leseranfragen: \"Antworten der Schriftleitung. [...] – Herrn Mi . . . . . .  in Agram. Bezüglich der ersten Frage wenden Sie sich an die Bank und Wechselstube von Schelhammer und Schattera, Wien, I., Kärntnerstraße Nr. 20. Zweitens sind Sie im Irrthum, Vockner ist mit Bruckner nicht identisch. – [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189401125, "Datum": "12.1.1894, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des »Te deum« und der 7. Symphonie durch Otto Leßmann in der Allgemeinen Musik-Zeitung 21 (1894) S. 25f (*). Kritik der gestrigen »Te deum«-Aufführung in der Neuen Preußischen Zeitung Nr. 19, Abendausgabe S. 2, signiert »-ok« (**).\nAugust Scharrer leistet Bruckner beim Frühstück im Hotel Gesellschaft und - wegen der Zittrigkeit - Hilfe. Bruckner erfüllt Scharrers Wunsch nach einem Eintrag in dessen Partitur der 7. Symphonie - »Dem so liebenswürdigen Andenken meines p t Collegen Scharrer mich empfehlend - Dr. Anton Bruckner« - und in ein Musikeralbum - »Hoch allem Genialen! Berlin, Jänner 1894, Dr. A. Bruckner.« (***).\nDie Neue Freie Presse Nr. 10555 bringt auf S. 7 einen Bericht über die Berliner Aufführungen der 7. Symphonie [6.1.1894] und des \"Te deum\" [8.1.1894]: \n    \" – Man schreibt uns aus Berlin, 9. Januar: In den letzten Tagen fanden hier Werke zweier österreichischer Componisten in ausgezeichneten musikalischen Aufführungen besondere Anerkennung. Der Eine ist der betagte, aber erst neuerdings zur Geltung gekommene frühere Wiener Hof=Organist Anton Bruckner, der Andere ein noch jugendlicher Tonsetzer, Hugo Wolf, ein geborener Steirer, der sich namentlich als musikalischer Interpret classischer Gedichte hervorgethan hat. Von Bruckner wurde zunächst am 7. d. [sic] im Symphonie=Concert der Hofoper unter Leitung Dr. Muck's die Es-dur-Symphonie [sic], sodann gestern mit ungewöhnlichem Erfolge von dem unter Leitung des bekannten Componisten und Dirigenten Siegfried Ochs stehenden „Philharmonischen Chor” das Tedeum aufgeführt. Als die letzten Töne der mächtigen, von dem trefflich geschulten und besonders an schönen Frauenstimmen reichen Ensemble vorgetragenen Chöre kaum verklungen waren, erhob sich minutenlanges Beifallsklatschen, der anwesende Componist mußte vier oder fünf stürmischen Hervorrufen folgen, die sich erneuerten, als das Orchester einen Tusch anstimmte und die Damen den freudestrahlenden alten Herrn mit einem Lorbeerkranze schmückten. Auch Hugo Wolf's neue Compositionen, besonders das „Elfenlied” für Sopran=Solo (Fräulein Jeannette de Jong), Frauenchor und kleines Orchester und die Ballade „Der Feuerreiter” für gemischten Chor und großes Orchester fanden brausenden Beifall.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189601125, "Datum": "12.1.1896, Sonntag", "Haupttext": "2. Gesellschaftskonzert unter Richard von Perger mit Werken von Rameau/Mottl (Ouvertüre zur Ballettoper »Nais«), Brahms (Zwei Frauenchöre mit Harfen- und Hörnerbegleitung), Herbeck (Tanzmomente) und Bruckner (»Te deum«) [siehe die Anmerkung].\r\nBruckner hört zum letzten Mal ein eigenes Werk (*).\r\n   Den Chor stellt der Wiener Singverein (*a). Als Solisten wirkten mit: Sofie Chotek, Eugenie Hofmann, Eugen Weiß, Andreas Dippel, Georg Valker (Orgel) und J. M. Grün (Violinsolo) (**).\r\n   Im Publikum sitzen u.a. die Kritiker Theodor Helm und Hanslick.\nKritik Schönaichs über die 4. Symphonie [5.1.1896] in der Neuen musikalischen Presse Nr. 2 auf S. 4f:\r\n\"Opern- und Concertberichte.\r\n     Wien. \"Philharmonisches Concert. Lillian Henschel, Ilona Eibenschütz, Florence May.) Das Programm des am vergangenen Sonntag stattgehabten philharmonischen Concertes schien in der Voraussetzung angeordnet, dass jeder Zuhörer einen Drehstuhl im Gehirn mit sich trage. Anders können wir uns die Anforderung nicht erklären von viererlei so schnell wechselnden Standpunkten aus Musik zu hören. Eine Mozartsymphonie aus Arkadien, Strauss \"Till Eulenspiegel\" aus Cayenne, Mendelssohn's Hebridenouverture in tadelloser Eleganz, wie Bulwers \"Pelham\" vorüberschreitend und Bruckners Es-dur Symphonie, echter Hermelin unter dem die oberösterreichische Bauernjacke hervorguckt, welche von Knöpfen zusammengehalten wird, die theils aus contrapunktischen Zwanzigern, theils aus echten Diamanten gedreht sind! Wohl bekomm's! Und dazu ½1 Uhr Mittag, der Zenith menschlicher Nüchternheit.\r\n     Unter den jungen Componisten, von denen die meisten von der Wucht der Erscheinung Richard Wagners bereits zerquetscht, eigene Laute nur mehr stammelnd oder gar nicht hervorbringen können, nimmt Richard Strauss eine hervorragende Stelle ein. [... Till Eulenspiegel (\"eminent unterhaltend ... genialer Wurf\") ...].\r\n     Den Schluss bildete also Bruckner's Es-dur Symphonie. Wir haben unsern Lesern vor Kurzem die ausgezeichnete Analyse dieses Werkes aus der Feder unseres Mitarbeiters Dr. Theodor Helm gebracht und glauben dadurch unsere Hochachtung für den Componisten und dessen Werk genügend erwiesen zu haben. Ich – und damit entkleide ich mich des üblichen Pluralis majestatis, den ich nur widerwillig gebrauche und verzeichne einen persönlichen Eindruck – habe diesmal bei bester Prädisposition für das geniale Product, die volle Befriedigung nicht finden können, welche ein Werk aus einem Guss bietet. Selten war ich so bewegt und ergriffen, wie bei Anhörung der ersten zwei Drittel des ersten Satzes. Warum aber verliess mich dieser Eindruck im letzten Theil, warum verwandelten sich die entzückenden Auen, in denen ich bisher gewandelt, allmälig in Wasser, aus denen da und dort versunkene Schätze aufleuchteten. Im Adagio schien mir ein aus tiefer Brust geholter Gesang von kindischen Stammellauten unterbrochen zu werden. Die augenscheinlich verfehlte Architektur des Satzes, mit ihren mehrfachen excentrischen Höhepunken, macht die Göttlichkeit seiner Längen sehr verdächtig. Der herrliche Schluss vermag diesen unerquicklichen Eindruck nicht wettzumachen. Und nun der letzte Satz: Da liegt das kostbarste Baumaterial in wildem Durcheinander verstreut. Ein ordnender Geist könnte ein herrliches Gebäude daraus errichten. So wie es jetzt geschichtet ist, gleicht er der Wohnung von Cyklopen, nicht der Krönung eines symphonischen Gebäudes. Ich wünsche lebhaft, dass, was ich als Mangel des Werkes empfinde, mit der Zeit als Fehler meiner Aufnahmsfähigkeit erkannt werde.\r\n     Frau Lillian Henschel erschien diessmal mit ihrem Gatten, der die Begleitung am Clavier als eminenter Musiker besorgte. [... über ihren Liederabend und andere Konzerte ...] Die Pianistin Florence May aus London scheint Wien mit Kamerun verwechselt zu haben. Wenn der Kritiker im Bösendorfersaale solche Gefahren läuft, wie die, mit denen das Spiel dieser Dame ihn bedroht, so wird er wohl daran thun, die Praxis der Europäer in der Colonie sich zu eigen zu machen, welche, bevor sie baden einen Schwarzen ins Wasser schicken, um zu erproben ob keine Haifische sie bedrohen. Auch ein Neger würde uns vor den Schrecknissen warnen, welche Miss May durch ihre Vorträge von Beethoven's F-moll-Sonate oder Schuberts C dur-Phantasie hervorrief.          Gustav Schoenaich.\" (***).", "Letzte Änderung": "25.04.2026 02:27"}, {"ID": 189701125, "Datum": "12.1.1897, Dienstag", "Haupttext": "Daß die d-Moll-Messe am 15.1.1897 [recte: 17.1.1897] aufgeführt werden wird, melden\r\ndie Deutsche Zeitung (*),\r\ndas Neue Wiener Journal Nr. 1157 auf S. 7 (**)\r\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 5661 auf S. 3 (***).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 20:18"}, {"ID": 189901125, "Datum": "12.1.1899, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Alpen-Boten (Steyr) Nr. 4 auf S. 7 weist auf das Erscheinen von Postkarten mit dem Bruckner-Denkmal und Bruckners Porträt hin (*). Das Musikalische Wochenblatt bringt auf S. 37f einen Musikbrief aus Frankfurt (Dezember 1898), in dem die Aufführung der 5. Symphonie unter Dr. Rottenberg im 2. Opernhausconcert erwähnt wird; Gesangssolist bei den aufgeführten Liedern war Hr. Giesswein (**). \nAuf S. 43 wird von der Aufführung der 3. Symphonie unter Manns in Oldenburg berichtet [vor dem 18.8.1898, vermutlich Frühjahr 1898] (***).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 3603 bringt auf S. 1-4 ein Feuilleton von H. Puchstein \"Musikleben in Wien und anderswo\", in dem Bruckner erwähnt wird (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190501125, "Datum": "12.1.1905, Donnerstag", "Haupttext": "The Buffalo Commercial (Buffalo, New York) erwähnt auf S. 7 Bruckner als Lehrer von Emil Paur:\n\"                   A MUSICAL EVENT.\n\n[... Konzert des Pittsburg Orchestra am 18.1.1905, 53 Spieler ...]. Emil Paur, the new conductor, was born at Crernovitz [sic], Austria, and is about 42 years old. He entered the Vienna Conservatory of Music when a young man, where he was a pupil of Hellmesberger, Dessoff and Anton Bruckner. After several years in the imperial opera house [... die weiteren Stationen ... Eugen d'Albert als Solist ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190701125, "Datum": "12.1.1907, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch die Musikforeningen unter Franz Neruda [in Kopenhagen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190801125, "Datum": "12.1.1908, Sonntag", "Haupttext": "Tschechische Erstaufführung der 6. Symphonie durch die Tschechische Philharmonie unter Adolf Zemánek [in Prag?] (*).\n\n\nDie Meldung in The Sun vom 19.12.1907, dass nach dem Konzert des Boston Symphony Orchestra [9. Symphonie am 7.11.1907] ein an Anton Bruckner gerichtetes lobendes Schreiben an der Carnegie Hall abgegeben wurde, erscheint auch in The Arizona Republican Nr. 244 (Phoenix, Arizona) auf S. 4:\n\"                    AN UNCLAIMED LETTER.\n      A letter addressed to Anton Bruckner, the Austrian composer, who died some years ago, is unclaimed at Carnegie hall. The performance of one of Bruckner's symphonies by the Boston Symphony orchestra was not received with any noticeable signs of delight by the public, while the critics had little to say in its favor. One small voice of praise was heard, however. So a clipping bureau cut out this commendatory criticism and inclosed it in an envelope addressed to Anton Bruckner, Carnegie hall, with a promise to keep him supplied with all similar clippings if he subscribed to the bureau.–New York Sun.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191001125, "Datum": "12.1.1910, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Nürnberg unter Löwe in Nürnberg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191301125, "Datum": "12.1.1913, Sonntag", "Haupttext": "The Observer (London) Nr. 6347 kommt auf S. 7 kurz auf die Beziehung Bruckners zu Mahler zu sprechen:\n\"                  GUSTAV MAHLER.\nNEXT SATURDAY'S \"IN MEMORIAM\" CONCERT.\n\n[... Erstaufführung der Siebenten Symphonie ...].\n     Mahler was at once an idealist and an absolutist. His nine symphonies, the last of which he was never destined to hear, probably hold all that he would desire to be judged by. A pupil of Bruckner, and a great admirer of a much under-appreciated composer, his musical inclinations almost definitely tended towards a completion of that master's art-work in the symphonic form. His mastery of orchestral technique enabled him to strengthen with striking colour effects weaknesses in the matter of formal longueurs that were too often betrayed at the hand of Bruckner. He worked on a very large scale, and many of his symphonies call in the human voice, as well as additional instruments, to the aid of his broadly planned orchestral schemes. [...].\" (*).\n\n\nDer St. Louis Globe-Democrat Nr. 238 bespricht auf S. 12 das gestrige Konzert mit der 4. Symphonie\n\"               WEBSTER AGAIN PLEASES\n\n[... Solist am Samstag anders gekleidet, Wetter noch schlechter als am Freitag ... Max Zach, Wolf-Ferrari ...].\n     A second hearing of the Bruckner E-flat symphony brought into relief some of the hidden beauties of the work. The composer shows himself to have been a pioneer in the creation of rare effects, at least rare during his day; but these were elaborated quite extensively by later masters of both the French and the German schools. The names of Claude Debussy and Richard Strauss come to mind in this relation. In the management of the brass, Bruckner indicates an approach to Richard Wagner. Fortunately, both the French horn and the trombones choirs were in fine spirit and responsiveness last night and the work in its entirety made a much better impression than on the previous occasion.\n     The Volkmann Concerto [... Webster, Zugaben ... Chabrier ... nächste Konzerte ...].\" [keine Signatur] (**).\n\n\nThe Chicago Tribune Nr. 2 (Sonntagsausgabe) kündigt auf S. 19 (= S. 5 des 2. Teils) die Aufführung der 9. Symphonie am 17./18.1.1913 an:\n\"     Ernest Schelling, pianist, will be the soloist with the Theodore Thomas orchestra at the regular weekly concerts in Orchestra hall next Friday afternoon and Saturday evening. He will play the Liszt Pianoforte Concerto No. 2 in A major. The symphony is the No. 9 in D minor (unfinished) of Bruckner, which will be played as a tribute to the memory of the distinguished Chicago musician, Mr. Bernhard Ziehn, whose death occurred last September. The program also includes Hugo Kaun's symphonic prolog, \"Mary Magdalene,\" and Berlioz's overture to \"Benvenuto Cellini.\"\n[...]\n           Concerts for the Week. \n\n...]\n                    FRIDAY.\nOrchestra hall–The Thomas orchestra, Ernst Schelling, soloist. 2:15 p. m.\n                SATURDAY.\nOrchestra hall–The Thomas orchestra. 8:15 p. m.\" (***).\n\n\nAuf diese Konzerte macht auch der Chicago Examiner Nr. 26 auf S. 27 (= S. 9 des Teils) aufmerksam:\n\"Thomas Orchestra Concerts.\n\n     The Theodore Thomas Orchestra, Frederick Stock conductor, will have the assistance of Ernest Schelling, pianist, as soloist at its regular weekly concerts to be given in Orchestra hall next Friday afternoon and \nSaturday evening. Mr. Schelling will play the Liszt pianoforte concerto No. 2 in A \nmajor. In these concerts Director Stock and the orchestra will pay tribute to the memory of Bernhard Ziehn, the distinguished \nChicago musician, whose death occurred last \nSeptember.\n     The program in full is as follows:\nSymphonic prolog, \"Mary Magdalene,\" opus 44 . . . . . Kaun\nSymphony No. 9, D minor (unfinished) . . . . . . . . . Bruckner\n(In memory of Bernhard Ziehn, Jan. 20, 1845 - Sept. 8, 1912.)\nConcerto for Pianoforte, No. 2, A major . . . . . . . . . . .  Liszt\nOverture to \"Benvenuto Cellini,\" opus 23 . . . . . . . . Berlioz\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191401125, "Datum": "12.1.1914, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Meininger Hofkapelle unter Max Reger im 6. Abonnements-Konzert des Bach-Vereins im Großen Saal der Stadthalle in Heidelberg. Auf dem Programm stehen zuvor Werke Regers (die Ballett-Suite op. 130 und die Böcklin-Suite op. 128) (*).\nBesprechung des gestrigen Konzerts im Landauer Anzeiger:\r\n\"           Pfälzische Nachrichten.\r\n     √   Landau, 12. Jan. Max Reger, der Töne großer Meister und Interpret, war gestern mit seinem berühmten Meininger Hoforchester wieder zu uns gekommen, und wir können mit Recht stolz darauf sein, daß Landau die alleinige Auserkorene unter allen Städten der Pfalz war, in der die vielbegehrten Künstler in dieser Konzertsaison Einkehr hielten. [... Dank dem Musikverein ... Besuch zwar nicht schlecht, aber nicht ausverkauft ... Tannhäuser ...]. Ueber Anton Bruckners 3. Symphonie in D=moll ist das Erforderliche bereits in einer unserer Vorbesprechungen gesagt worden, so daß wir uns lediglich über den Eindruck der gestrigen hiesigen Aufführung auszulassen haben. Die etwas ausgedehnte Tondichtung mit ihrer Fülle von Gedanken und musikalischen Schönheiten wurde von den Meiningern in allen Sätzen vollinhaltlich erschöpft. Es ist bewundernswert, wie Reger sein Orchester in der Gewalt hat, und mit welcher Ruhe der Dirigent über die schwierigsten Stellen hinwegkommt. Wie aus einem Guß wurde das Werk herausgebracht. Nach einer wirklich notwendigen Pause ertönten die feinen, zarten Harmonien des Notturnos von Regers „Romantischer Suite,“ op. 125, die eine echt Regerschen Geist atmende Komposition ist. [...]. Ein Beifallssturm durchbrauste die Festhalle, als das Konzert beendet war, und immer wieder mußte Generalmusikdirektor Reger für die Huldigungen danken, die ihm das von seiner titanenhaften Kunst als Komponist und Orchester=Dirigent begeisterte Publikum bereitete.“ [keine Signatur] (**).\nVom selben Konzert berichtet auch \"Der Rheinpfälzer\", signiert =e=:\r\n\"        Kunst, Bühne und Konzertsaal.\r\n                   Musikvereins=Konzert.\r\n                                      =e=  Landau, 12. Jan.\r\n     Mit dem gestrigen außerordentlichen Konzert des Musikvereins dürfte wohl das bedeutendste musikalische Ereignis für die diesjährige Landauer Konzertsaison vorüber sein. Man hatte sich dazu die Herzogl. Meininger Hofkapelle unter der Leitung des Herrn Generalmusikdirkeotr Hofrat Prof. Dr. Max Reger verschrieben, ein Orchester, das gegenwärtig an der Spitze sämtlicher deutscher Konzertorchester steht. Und alles, was die Künstlerschar unter ihrem Meister Reger hier geboten, wurde in solch' künstlerischer Vollendung zu Gehör gebracht, daß es als eine musikalische Offenbarung in die Erscheinung trat. [...]. Nur das eine sei gesagt, an jedem Pulte sitzt ein Meister seines Instruments, technische Schwierigkeiten treten überhaupt nicht in die Erscheinung und diese Masse künstlerischen Könnens ist durchdrungen von dem Geiste Regers, sodaß auch nicht die kleinste Intention unbeachtet bleibt und dadurch Leistungen wie aus einem Gusse entstehen. Reger hat den stattlichen Orchesterkörper sicher in der Hand und weiß dem Ganzen den Stempel seiner künstlerischen Individualität aufzudrücken. Seine geniale Auffassung und wunderbare Dynamik feierte gestern wahre Triumphe.\r\n     [... Tannhäuser ...]. Die D=moll Sinfonie (Nr. 3) von A. Bruckner hörte man hier zum erstenmal. Es ist eine Ueberfülle musikalsicher Gedanken und Einfälle, die uns in dieser Sinfonie entgegentreten, sodaß man bei einmaligem Anhören unmöglich den inneren Zusammenhang der 4 Sätze herauskonstruieren kann. Dem ersten, mäßig bewegten Alegrosatz [sic] gibt ein heroisches, zuerst von den Trompeten gebrachtes Thema ein charakteristisches Gepräge. Bald lieblich dahinfließend, bald gigantisch einherstürmend, treffen die Tonwellen unser Ohr, ein Gemälde der Natur wirkungsvoll unterbrochen durch überirdische Gedanken. Der 2. Satz, Adagio, klingt wie ein sehnsuchtsvolles Gebet (wunderbares Bratschensolo) stark an Schubert erinnernd, um in verheißungsvollen Akkorden auszuklingen. Der dritte Satz, ein Scherzo, tändelt im ¾ Takt dahin und zaubert das schönste Waldkonzert in unser Ohr. Das Finale spiegelt Seelenkämpfe wieder, um in einem überwältigenden Schlußaufbau auf das heroische Thema des ersten Satzes zurückzukommen, den Sieg verkündend.\r\n     Eine weitere Erstaufführung für Landau war die \"Romantische Suite\" von M. Reger. [...]. Das Publikum war begeistert. Nach jeder Darbietung wurde herzlicher Beifall gespendet und nach der letzten Programmnummer wollte der Beifall schier kein Ende nehmen.\r\n     Leider ist der finanzielle Erfolg des Konzertes nicht analog dem künstlerischen. Wohl war die Festhalle sehr gut besucht, doch zeigten sich noch manche Lücken. Ein solches Konzert müßte unbedingt ein ausverkauftes Haus bringen. Sehr zahlreich waren die auswärtigen Musikfreunde erschienen, für viele hiesige Konzertbesucher scheint aber das Rodeln ein wichtiger Abhaltungsgrund gewesen zu sein. Ja Schnee gibt es eben nicht immer und die \"Meininger\" werden ja noch öfters hierherkommen! Des herzl. Dankes aller Konzertbesucher darf die Vorstandschaft des Musikvereins gewiß sein. Meister Reger aber und seinen Getreuen ein herzliches \"Auf Wiedersehen!\" [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "10.08.2024 15:18"}, {"ID": 191601125, "Datum": "12.1.1916, Mittwoch", "Haupttext": "In The Ithaca Journal Nr. 9 (Ithaca, New York) wird auf S. 7 ein Konzertorganist als Bruckner-Schüler vorgestellt:\n\"NOTED MUSICIAN WILL PLAY AT ORGAN RECITAL\n     The organ recital this week will be given in Bailey Hall on Friday afternoon at the usual hour. George C. Vieh, professor of music at Smith College, Northampton, Mass., will be the special soloist [... Klavier und Orgel, Klavier solo ...]. Mr. Vieh is a native of St. Louis, where he was a pupil of Victor Ehling, one of the best piano pedagogues of that city. He spent three years at the Vienna conservatory, where he was the pupil of Joseph Dachs in piano, Anton Bruckner, harmony, Joseph and Nepomuk Fuchs, counterpoint and composition.\n     He graduated from this institution taking the silver medal [... Stationen in Amerika ...].\n     Mr. Vieh is a brilliant pianist and a musician of scholarly attainments, and the University community is fortunate in having this opportunity of hearing him.\"", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:06"}, {"ID": 191801125, "Datum": "12.1.1918, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der gestrigen Aufführung der 5. Symphonie in The Sun Nr. 134 (New York) auf S. 7:\n\"      BRUCKNER'S MUSIC PLAYED AT CONCERT\nHis Fifth Symphony Is Performed by Philharmonic Society.\n                  FINE SKILL DISPLAYED\nConductor Stransky Gives Unique Work Excellent Reading.\n     At the Philharmonic Society's concert yesterday afternoon Conductor Joseph Stransky repeated Anton Bruckner's fifth symphony, which he introduced to New York on December 14, 1911. That production was the eighth performance of Bruckner's symphonic music in this city and the fifth since his death in 1885 [sic]. Since Mr. Stransky's previous presentation of the fifth symphony the Boston Orchestra has played the seventh, so that yesterday's was the tenth revelation of Bruckner's orchestral work in New York.\n     What was said in this place after the performance of 1911 can be said again without modification. A unique and pathetic figure in the history of music was Bruckner, a dreamer of vast dreams, which his unflagging industry could never translate into musical reality. He was a master of counterpoint and his compositions are rich in inexorably logical developments. More than that, he sometimes rises to splendid heights of poetic beauty, as in the great, slow movement of his eighth, but he almost  invariably remains too long in his empyrean and less inspired mortals become chilled.\n     The fifth symphony is rectangular in the allegros and grandiose in the adagios. It is ponderous in the scherzo and pompous in the finale. Even a brass band is invoked to add to the plangency of the last movement and to stun the hearer into the belief that he has received a stupendous message. The composition seems to be congenial to Mr. Stransky (who studied with the composer) and he gave it an excellent reading, which his orchestra presented with fine skill.\n     The other orchestral numbers on the programme [...].\" [keine Signatur] (*).\n \nDie New York Tribune Nr. 25990 lässt es auf S. 9 mit einer bloßen Erwähnung gut sein:\n\"                  Music\nSascha Jacobsen and Philharmonic Give Recitals in Aeolian and Carnegie Halls\n     Sascha Jacobsen, a young violinist [...]. The audience was large.\n     The somewhat faded impressionism of Frederick Delius was on view yesterday afternoon at the Philharmonic Concert in Carnegie Hall. [...].\n     Alfred Megerlein, concertmaster of the orchestra, played the Saint-Saëns B minor Concerto (recently performed by Mr. Heifetz) quite admirably, and Mr. Stransky kept his orchestra to a most discreet accompaniment. The gigantic Bruckner Symphony No. 5 (\"The Tragic\") opened the programme.\n     Berlioz's \"Rakoczy March,\" which closed the afternoon, was played quite as badly as is humanly possible. Can it be that such minor pieces are performed quite without rehearsal? Is the schedule of the Philharmonic musicians too severe to permit of careful preparation?\" [keine Signatur] (**).\n \nÄhnlich knapp schreibt The Evening World (New York) auf S. 5:\n\"  \"St. Elizabeth\" At the Opera; the Philharmonic\n                  By Sylvester Rawling\nLISZT'S \"Saint Elizabeth\" got a second hearing at the Metropolitan Opera House last night. [...]. Mr. Bodanzky's conducting was as reverent as it was masterful.\n                     ———\n     Bruckner's fifth symphony was the principal offering at the Philharmonic Society's concert in Carnegie Hall yesterday afternoon. It has a super-abundance of length and much of it is interesting. The Hungarian march from Berlioz's \"The Damnation of Faust,\" Delius's \"In a Summer Garden\" and Saint-Saens's third violin concerto were the other numbers. [... kurz über den Solisten Alfred Megerlin ...]. Mr. Stransky led and his musicians played to the enjoyment of a large audience.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.08.2025 22:18"}, {"ID": 192101125, "Datum": "12.1.1921, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Hoesslin in Mannheim.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192601125, "Datum": "12.1.1926, Dienstag", "Haupttext": "Bei der Universal-Edition erscheinen die Chorstimmen des 112. Psalms unter der Nummer 6687a/d (*).\n\n\nThe Morning Chronicle Nr. 265 (Manhattan, Kansas) bringt auf S. 10 den Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"            SYMPHONIC JAZZ A FAD\n\nVeteran Musician Says It Has no Symptoms of Originality\n\n[...] nothing but a fad [...].\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n\n     [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192701125, "Datum": "12.1.1927, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Andante der f-Moll-Symphonie durch das Orchester \"Little Symphony\" unter Adolf Tandler um 20:15 Uhr im Memorial Auditorium der Hollywood High School, unter der Schirmherrschaft des Kiwanis Club of Hollywood.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Mozart (\"Idomeneo\"-Ouvertüre), Eugen Goossens jr., Strawinsky (\"Three Japanese Poems\") und Sigurd Frederiksen (*).\n\n\nHinweis auf die Aufführung der 4. Symphonie am 13./14.1.1927 in The Los Angeles Record (Los Angeles Evening Post-Record) auf S. 17 (mit Abbildung der Solistin Olga Steeb) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192801125, "Datum": "12.1.1928, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 8.1.1928 (mit der 7. Symphonie) in der Arbeiter-Zeitung auf S. 8 (*).\nEin Konzert mit Aufführung der 4. Symphonie (und zuvor Werken Händels und Mozarts) wird ab 20 Uhr vom Rundfunksender Köln-Langenberg übertragen (**).", "Letzte Änderung": "29.05.2025 21:46"}, {"ID": 193001125, "Datum": "12.1.1930, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Martin Spörr im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solisten im Doppelkonzert von Brahms sind Rudolf Malcher und Richard Krotschak (*).\n\n \r\nAnkündigung der 8. Symphonie für den 24./25.1.1930 in The Cincinnati Enquirer Nr. 12 auf S. 88 (= S. 6 des 3. Teils) (**).\n \nThe Montgomery Advertiser Nr. 12 (Montgomery, Alabama) kündigt auf S. 32 (= S. 8 des 2. Teils) das Münchner Bruckner-Fest für Juni 1930 [recte 27.-31.10.1930] an [Text wie am 10.1.1930]:\n\"Munich To Entertain Passion Play Throng\n[... viele Besucher wegen der Oberammergauer Passionsspiele erwartet ... Mengelberg mit Amsterdam Philharmonic Orchestra, Toscanini mit New York Philharmonic Orchestra, Furtwängler mit den Berliner Philharmonikern, Karl Muck, Hans Knappertsbusch ...].\n     A Bruckner festival is contemplated for June, to be followed by a Richard Strauss Week in July and a Mozart festival in August. [...].\" (***).\n \nDiese Ankündigung erscheint auch in The Nashville Tennessean Nr. 248 (The Tennessean, Nashville, Tennessee) auf S. 3:\n\"Munich To Welcome Passion Play Goers [...]\" (°),\n \nim Fort Worth Star-Telegram and Sunday Record Nr. 343 (Fort Worth, Texas) auf S. 17 (= S. 9 des 2. Teils)  (°°),\n \nin The Helena Daily Independent Nr. 24 (The Independent-Record, Helena, Montana) auf S. 2 (°°°),\n \nin The Los Angeles Times auf S. 61 (= S. 7 des 4. Teils) (#),\n \nim Miami News-Record Nr. 167 (Miami, Oklahoma) auf S. 10 (##),\n \nim Rochester Democrat and Chronicle (Rochester, New York) auf S. 52 (= S. 6 des 3. Teils) (###),\n \nin The Sioux City Journal Nr. 39 (Sioux City, Iowa) auf S. 23 (= S. 5 des 3. Teils) (a),\n \nin The Detroit Free Press Nr. 253 (Detroit, Michigan) auf S. 11 (b),\n \nin The Muncie Sunday Star Nr. 259 (The Star Press, Muncie, Indiana) auf S. 16 (c),\n \nim Clarion-Ledger (Jackson, Mississippi) auf S. 22 (= S. 6 des 2. Teils) (d),\n \nin The Salt Lake Tribune Nr. 89 (Utah) auf S. 56 (= S. 12 des 6. Teils) (e),\n \nin The Wichita Eagle Nr. 24 (Wichita, Kansas) auf S. 13 (f),\n \nin The Spokesman-Review Nr. 243 (Spokane, Washington) auf S. 1 (g)\n \nund in der St. Joseph Gazette Nr. 324 (St. Joseph, Missouri) auf S. 7 (h).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 11:34"}, {"ID": 193101125, "Datum": "12.1.1931, Montag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Bern überträgt zwischen 20:00 und 22:00 ein Konzert der Bernischen Musikgesellschaft unter Fritz Brun mit der 8. Symphonie und dem 150. Psalm. Mitwirkende: der Cäcilienverein und die Berner Liedertafel.", "Letzte Änderung": "27.03.2026 12:50"}, {"ID": 193301125, "Datum": "12.1.1933, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Heinz Unger im Festkonzert aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Gesellschaft der Musikfreunde in Berlin.\r\nSolisten des Abends sind die Geiger Maurits van den Berg, Wilfried Hanke, Roman Totenberg und Stefan Frenkel, die Pianisten Georg Bertram, Bruno Eisner, Leonid Kreutzer und Franz Osborn und (Cembalo) Gertrud Wertheim (*).\r\nDie anderen Werke sind Vivaldis Konzert für vier Violinen, J. S. Bachs Bearbeitung für vier Klaviere und Beethovens Große Fuge. Da die Deutsche Welle (Sender Königswusterhausen) für die Übertragung dieses Konzerts nur die Zeit von 20:05 bis 21:10 Uhr vorgesehen hat und eine Pause gegen 20:40 Uhr einplant (*a), ist fraglich, ob und wann Bruckners Symphonie am Radio zu hören war.\nAufführung der 3. Symphonie unter Frederick A. Stock in Chicago. Wiederholung am folgenden Tag.\r\nMartin Dumler war eigens aus Cincinnati nach Chicago gekommen, um Stock die bronzene Bruckner-Medaille der »Bruckner Society of America« zu überreichen (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 03:07"}, {"ID": 193401125, "Datum": "12.1.1934, Freitag", "Haupttext": "Der Berliner Rundfunk überträgt von 19:00 bis 20:00 Uhr ein Konzert aus der Hochschule für Musik in Berlin. Nach drei Werken von Hugo Wolf bildet Bruckners \"Te deum\" den Abschluss des Programms. Mitwirkende: das Berliner Funkorchester und der Bruno-Kittelsche Chor unter Bruno Kittel und die Solisten Else Schön, Maria Peschken, Walter Ludwig und Fred Drissen und (an der Orgel) Johann E. Kölder.\r\nDiese Übertragung ist eine \"Reichssendung\" und wird von allen deutschen Rundfunkanstalten übernommen.", "Letzte Änderung": "05.04.2026 20:40"}, {"ID": 193501125, "Datum": "12.1.1935, Samstag", "Haupttext": "Brief von Friedrich Klose an Max Auer:\r\n   U. a. über die Bearbeitung der Brucknerschen Werke durch zeitgenössische Freunde (*).\nAufführung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Rotterdam (**).\nAufführung der 6. Symphonie unter Eugene Goosens in Cincinnati (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193601125, "Datum": "12.1.1936, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe in San Francisco (*).\nAufführung der e-Moll-Messe (amerikanische Erstaufführung) unter Raymund Nold in der Kirche St. Mary the Virgin in New York. Der Organist Westerfield spielt verbindende Orgelstücke (**).", "Letzte Änderung": "16.04.2025 17:05"}, {"ID": 193901125, "Datum": "12.1.1939, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Willy Hoffmann an das Propagandaministerium [Ernst Ludwig]: \n   Inzwischen [vgl. 10. und 15.6.1938] gestehe die STAGMA wenigstens den Urheberschutz für die Originalfassungen der 5. und 9. Symphonie und für das Finale 1878 der 4. Symphonie zu.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194301125, "Datum": "12.1.1943, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Gräflinger »Unbekannte Bruckner-Akten« im Neuen Wiener Tagblatt (*).\nAufführung der 2. Symphonie unter Ernst Wolters in einem Freikonzert in Winterthur (**).\nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Mozarts C-Dur-Klavierkonzert KV 467 ist Friedrich Wührer [Wiederholung am 13.1.1943] (***).", "Letzte Änderung": "31.08.2025 22:32"}, {"ID": 195101125, "Datum": "12.1.1951, Freitag", "Haupttext": "Aufführung [vermutlich des Quintetts] durch das Wiener Konzerthausquartett in Steyr (*).\n\n\nAufführung der 5. Symphonie durch die Staatskapelle Dresden unter Hans Swarowsky um 19 Uhr im Großen Haus der Staatstheater in Dresden.\nVor der Pause wird Mozarts A-Dur-Sinfonie KV 201 gespielt.\nDie öffentliche Hauptprobe findet um 11 Uhr statt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196101125, "Datum": "12.1.1961, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie und [am selben Tag?] des »Te deum« durch BBC Symphony Orchestra and Chorus und die Solisten Heather Harper, Janet Baker, Richard Lewis und Marian Nowakowski unter Otto Klemperer in einem Studiokonzert der BBC in Maida Vale.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197301125, "Datum": "12.1.1973, Freitag", "Haupttext": "Tschechische Erstaufführung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) durch die Tschechische Philharmonie unter Genadij Rozdestvenský [in Prag?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197601125, "Datum": "12.1.1976, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie im 6. Philharmonischen Konzert in Bremen unter Hans Heintze (eingesprungen für den erkrankten Vaclav Neumann).", "Letzte Änderung": "19.10.2024 14:46"}, {"ID": 199501125, "Datum": "12.1.1995, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Karolos Trikolidis in Thessaloniki (Erstaufführung in Griechenland).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199601125, "Datum": "12.1.1996, Freitag", "Haupttext": "Bruckners Sarkophag wird von Dr. Bruno Kaufmann (Schweiz) inspiziert. Der Innensarg bleibt noch geschlossen. Durch das Sichtfenster kann starker Schimmelbefall festgestellt werden.\n\n\nErste Anfragen des Landesdenkmalamtes und des Stiftes St. Florian waren 1995 erfolgt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202201125, "Datum": "12.1.2022, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung des Vorworts zu John A. Phillips' modifizierter Version des Finales der 9. Symphonie (Sydney, September/Oktober 2021).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 184912125, "Datum": "12.12.1849, Mittwoch", "Haupttext": "Anweisung von Propst Michael Arneth an das Rentamt des Stiftes St. Florian:\n     Die Sängerknaben erhalten täglich eine Stunde Privatunterricht. Der Privatlehrer erhalte dafür 3 fl monatlich. \"Gegenwärtig ist Hr. Schulgehülfe Bruckner dieser Lehrer; und zwar vom Eingang November 1849 an.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912125, "Datum": "12.12.1859, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. fol. 50 v:\n\"Sext u Octav      Seite 100. Den 12. Dezember 4 Uhr Morgen [1]859.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412125, "Datum": "12.12.1864, Montag", "Haupttext": "Hinweis auf die Wiederholung der d-moll-Messe am 18.12.1864 im Linzer Abendboten Nr. 283 auf S. 2:\n\n   » + Die ersten Kräfte unserer Oper, die Damen Pappenheim und König, so wie die Herren Neudolt, Sodoma und Krolop haben mit echter Künstler=Collegialität sich bereit erklärt, bei der am 18. d. M. stattfindenden Aufführung der Bruckner'schen Messe im Chore mitzuwirken. Die Anzahl der für dieses höchst interessante Concert vorgemerkten Sperrsitze ist bereits so groß, daß die Subskription sehr bald wird abgeschlossen werden müssen, daher Diejenigen, welche noch Sperrsitze zu haben wünschen, gut thun dürften, ihre Anmeldung um keinen Tag zu verzögern.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612125, "Datum": "12.12.1866, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post berichtet vom Konzert am 8.12.1866 mit durchaus kritischen Anmerkungen (auch zu den anderen aufgeführten Stücken):\r\n»[...] Der wunde Fleck der ganzen Produktion war das gemischte Quartett \"Du bist wie eine Blume\", dessen herrliche so zarte Komposition unseres genialen Bruckner durch den mangelhaften Vortrag der für den Concertgesang noch viel zu jungen und schwachen Sopranistin zu Grabe getragen wurde. - [...]«.", "Letzte Änderung": "18.01.2025 17:42"}, {"ID": 186912125, "Datum": "(12.12.1869, Sonntag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Meyerbeers »Prophet« an der Wiener Oper (*).\nBrahms dirigiert im 3. Philharmonischen Konzert seine 1. Serenade (**). Dessoff dirigiert Bach und Mendelssohn (4. Sinfonie) (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:04"}, {"ID": 187012125, "Datum": "12.12.1870, Montag", "Haupttext": "In der Vorschau auf Proben und Aufführungen der Beethoven-Feiern in der Morgenpost Nr. 343 auf S. 4 wird für den 18.12.1870 auch Bruckner als Mitwirkender genannt:\n     \"Festkonzerte im großen Saale der Gesellschaft der Musikfreunde. Anfang derselben präzise halb 1 Uhr Mittags [...] 2. Festkonzert Sonntag, den 18. Dezember. Programm: Missa solennis in D (op. 123). Gesangsoli: Sopran, Fr. Wilt; Alt, Fr. Gomperz-Bettelheim; Tenor, Hr. Walter; Baß, Hr. Rokitansky; Violinsolo, Hr. Grün; Orgel, Hr. Bruckner; Festchor und Orchester wie zuvor. Dirigent: Herr Hellmesberger.\" [für das 1. Festkonzert werden angekündigt: Wiener Akademischer Gesangverein, Schubertbund, Singakademie, Singverein, Wiener Männergesangverein, Hofopernorchester].", "Letzte Änderung": "18.11.2025 16:48"}, {"ID": 187412125, "Datum": "12.12.1874, Samstag", "Haupttext": "Die Troppauer Zeitung Nr. 284 berichtet auf S. 3 von der Versammlung des Österreich-Schlesier-Vereins in Wien am 3.12.1874:\n     \" * Troppau, am 12. December. (Verein der Oesterreich.=Schlesier in Wien. - 124. Ausschußsitzung am 3. December 1874. Vorsitzender: Friedrich Bayer. Anwesend die Ausschußmitglieder: Lazar, Dietrich, Goldmann, Hertzka, Koppitz, Künstler, Dr. Löw, Paschanda, Dr. Pohl, Posch, Schindler, Schreinzer und Wanke. - [...]\n    Der Vorsitzende [...] theilt ferner mit, daß er sich in Verhinderung des academischen Gesangvereins an den unter Professor und Bundeschormeister, Herrn Ernst Stoiber stehenden \"Wiener Sängerbund\" betreff Mitwirkung bei unserem Fest=Concerte am 9. Jänner 1875 bittlich gewendet hat, und daß die Leitung dieses Gesangvereins dessen Mitwirkung in liebenswürdigster Weise zusicherte; ferner, daß über seine persönlich vorgebrachte Bitte, die Herrn: Director Helmesberger [sic] (Violine), Professor Röver (Cello) und Professor Bruckner (Orgel) ebenfalls ihre Mitwirkung freundlichst zusagten. (Lebhaftes Bravo!)\n     [... unter den neu aufgenommenen unterstützenden Mitgliedern sind \"906 Gustav und 907 Otto Rieger, Orgelbauer in Jägerndorf\" ...]\"", "Letzte Änderung": "14.10.2024 08:38"}, {"ID": 187512125, "Datum": "(12.12.1875, Sonntag)", "Haupttext": "Richard und Cosima Wagner mit Carl Goldmark im 3. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter. [*] Aufgeführt wurden Werke von Berlioz, Chopin und Schumann (2. Sinfonie). Anschließend trifft Wagner mit Hugo Wolf zusammen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712125, "Datum": "12.12.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Das Vaterland Nr. 340 kündigt auf S. 3 die Aufführung der 3. Symphonie am 16.12.1877 an: \n\n     \" - Das zweite ordentliche Gesellschaftconcert, welches am nächsten Sonntag den 16. d. M. - und nicht, wie auf den Billetten irrthümlich angegeben, am 26. - stattfindet, bietet folgendes Programm: [...] und eine Symphonie in D-moll von Herrn Professor Anton Bruckner, der sein Werk persönlich dirigieren wird. Herr Hofcapellmeister Director Hellmesberger leitet das Concert.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812125, "Datum": "12.12.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXVI. (12/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:14"}, {"ID": 188012125, "Datum": "(12.12.1880, Sonntag, 3. Advent)", "Haupttext": "2. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Scharwenka, Liszt und Beethoven.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212125, "Datum": "12.12.1882, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n   Stremayr bitte um die Aufführung der 5. Symphonie [an zwei Klavieren] am 16.12.1882. Schalk möge Zottmann benachrichtigen und am Samstag baldmöglichst bei Bruckner sich einfinden.", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:54"}, {"ID": 188512125, "Datum": "12.12.1885, Samstag", "Haupttext": "[11.12.1885?] Aufführungsmeldung der Neuen Zeitschrift für Musik 81 (1885) S. 522: »Frankfurt a. M., 4. Decbr. Dmoll-Symphonie von A. Bruckner« (*).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Samstag 1/2 11 Uhr Poher. [Poheryles]« (**).\n[??] Bei einer geselligen Zusammenkunft des Wiener Akademischen Wagner-Vereins in der Restauration des Musikvereinsgebäudes hält Josef Schalk [zum wiederholten Male? oder Vortragsfolge in drei Teilen? vgl. 12.10.1885 und 19.11.1885] dem Jahresbericht zufolge einen Vortrag: »Anton Bruckner und die moderne Musikwelt*). [Fußnote: »*) Abgedruckt im Decemberhefte 1885 der »Deutschen Worte« von Engelbert Pernerstorfer.«] - Herr Professor Josef Schalk. (12. December):« (***).", "Letzte Änderung": "29.11.2024 07:28"}, {"ID": 188612125, "Datum": "12.12.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 9, berichtet auf S. 141 von der Aufführung der 7. Symphonie in Amsterdam [18.11.1886] und erinnert an die dortige Aufführung der 3. Symphonie »vor einigen Jahren« [15.10.1885]:\r\n   »Amsterdam. [...] Seit dem Rücktritt des holländischen Musik-Nestor Joh. Verhulst vom öffentlichen Musikleben [...] durchweht ein frischer, moderner Luftzug die Concertsäle der Hauptstadt und der Residenz. Das erste „Caecilia”-Concert in Amsterdam brachte [...] die siebente Symphonie Anton Bruckner's (erste Aufführung in Holland), [...] ja, mit dem Zopf geht's allmälig zu Ende. Vor einigen Jahren schon hatte Herr de Lange Bruckner's D-moll-(dritte, Wagner gewidmete) Symphonie in Amsterdam („Apollo-Concert”) aufgeführt.« (**).\n(2. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Franz Liszt (***)).", "Letzte Änderung": "16.04.2023 14:28"}, {"ID": 188812125, "Datum": "12.12.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 285 bespricht auf S. 3 das Konzert vom 9.12.1888, signiert \"M. S.\" [Maximilian Schwarz]: \n\n\"31. Gründungsfestconcert des Männergesangvereines \"Sängerbund\". \n\n     Der Männergesangverein \"Sängerbund\" hielt am Sonntag den 9. December im landschaftl. Redoutensaale sein 31. Gründungsfestconcert ab. Der Verein hatte für dieses Festconcert ein sehr reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm aufgestellt, welches in allen Theilen sehr gut durchgeführt wurde. Der \"Sängerbund\" ist ohne Zweifel unter den Gesangvereinen der Landeshauptstadt Linz der Zahl nach der stärkste; er bleibt aber auch in seinen musikalischen Leistungen hinter keinem Vereine zurück. [... jugendfrische Stimmen, sehr guter Besuch ...] \n\n     Die musikalisch wertvollste Composition, die wir bei dem Festconcerte hörten, war das schöne Lied \"Du bist wie eine Blume\", componiert von Anton Bruckner und dem \"Sängerbunde\" gewidmet. Es gibt über diesen Text sehr viele, zumeist sehr schmachtende Compositionen, aber wir hörten noch keine Composition, die uns so gefallen hätte, wie die unseres Landsmannes Anton Bruckner. Die Damen Fr. Spängler, Fräulein Schütze und die Herren Ludwig Haslinger und Franz Haslinger sangen dieses Quartett in so vorzüglicher Weise, dass dasselbe stürmisch zur Wiederholung verlangt wurde. \n\n     Herr Musikdirector A. Schreyer, zugleich Vereinschormeister des \"Sängerbund\", leitete das Festconcert mit Umsicht und Verständnis. Der \"Sängerbund\" kann sowohl mit dem musikalischen Eerfolge seines Gründungsconcertes, als auch mit dem materiellen Erfolge (der Reingewinn ist der I. Linzer Volksküche gewidmet) in hohem Grade zufrieden sein. Das Publicum war in sehr animierter Stimmung und kargte nicht mit seinem Beifalle.    M. S.\" (*).\n\n\nIn der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 50 erwidert Hugo Riemann auf S. 545 auf eine Besprechung seines \"Katechismus der Musikgeschichte\" durch Bernhard Vogel [am 28.11.1888 erschienen]. \n\n     Er beklagt vor allem Vogels Kritik an vermeintlichen stilistischen Schwächen, die mit unvollständigen Zitaten belegt würden. Positiv wertet er, dass Vogel drei Druckfehler entdeckt hat. Dass im Buch einige Komponisten nicht genannt werden (wie Volkmann, Hiller, Reinecke), sei kein Zeichen der Geringschätzung. \"Bruch schätze ich hoch, und bestreite Hrn. Vogel das Recht, mir deswegen Mangel an Unterscheidungskraft vorzuwerfen; hält Hr. Vogel etwa Dvorak für bedeutender als Mendelssohn, oder Bruckner für bedeutender als Brahms, so mag er das mit der Nachwelt abmachen. \n\n     [... über Lobes Katechismus der Musik ... sein (Riemanns) Buch habe sicher genug Fehler, mit deren Richtigstellung man] drei Spalten füllen könnte. Hr. Vogel aber hat dieselben nicht gefunden und doch drei Spalten über das Buch geschrieben! \n\n     Hamburg, den 30. November 1888.      Dr. Hugo Riemann.\" \n\n[in der Buchbesprechung vom 28.11.1888 wird Bruckners Name nicht genannt] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188912125, "Datum": "(12.12.1889, Donnerstag)", "Haupttext": "1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Haydns »Schöpfung«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189012125, "Datum": "12.12.1890, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Hans Puchstein im Deutschen Volksblatt Nr. 696, S. 1 - 3, auf S. 2 über das Quintett [27.11.1890] mit Bemerkung zum Vergleich Beethoven-Bruckner-Brahms:\n    \"Aus den Concertsälen. [... Verriss der zweiten Brahms-Symphonie, Philharmonisches Konzert ...]\n     Der Kammermusik-Abend des Quartettes Hellmesberger brachte [... neben einem Werk Zellners ein Quartett Beethovens, die beide der Referent nicht hören konnte, und die nach Aussage zuverlässiger Zeugen] mit einer Vollendung gespielt wurden, die in Wien bisher noch nicht erreicht wurde. Dasselbe gilt von dem berühmten großartigen Quintett von Anton Bruckner. [... Wegen einiger Kritiker wie Hanslick wagten es die Gesellschaft der Musikfreunde und die Philharmoniker nicht], die Werke dieses größten Meisters der Gegenwart, des einzigen berufenen Nachfolgers Beethoven's, in der Zahl aufzuführen, die die Bedeutung Anton Bruckner's erfordert, während man gegen die eigene bessere Ueberzeugung in jedem Jahre mehrere Werke desselben Brahms aufführt, den mit A. Bruckner zu vergleichen, ein Verbrechen an den heiligen Idealen der Kunst ist. Das letzte Jahr brachten die beiden eben erwähnten musikalischen Gesellschaften kein Werk des großen Symphonikers und auch das Programm dieser Saison hat nur eine einzige seine Symphonien aufzuweisen!\n    Da ist es denn umso erfreulicher, daß sich die erste Gesellschaft, die in Wien der Pflege der Kammermusik huldigt, des greisen Meisters annahm und sein herrliches Quintett, trotz der Opposition der \"N. Fr. Pr.\", aufführte. Das Edle zieht eben den Edlen an, das Vornehme findet bei dem wahrhaft Vornehmen die eifrigste Pflege, mag auch die große Menge der niedrig Denkenden und geistig Armen darüber zetern wie sie will. Die Aufführung war eine der Namen Bruckner und Hellmesberger würdige. Man hatte das erhabene Werk sorgfältig, wie wir hören, in nicht weniger als zehn Proben einstudirt und so war denn auch der Erfolg ein beispielloser. Schon nach dem ersten Satze mußte sich der unter nicht endenwollendem Jubel gerufene Meister dem Publikum mehreremale zeigen und dasselbe Schauspiel wiederholte sich am Schlusse der anderen Sätze, um sich am Ende des Quintettes zu den begeistertsten Ovationen für unseren großen Mitbürger zu gestalten.\r\n    Möge der Beifall, der am 27. November den kleinen Musikvereinssaal durchhallte, nicht ungehört verklingen, möge er den Leitern der Gesellschafts- und der philharmonischen Concerte eine Mahnung sein, daß das Publikum ein Recht hat, die Beseitigung der falschen Götzen zu fordern und die weitgehendste Pflege von Anton Bruckner's wahrhaft erhabener Kunst, die eine würdige Fortsetzung der Wege Beethoven's bedeutet, zu verlangen. [... Liszt-Abende mit Stavenhagen, Stradal (in Prag) und Göllerich (in Nürnberg) ... wünscht, dass Liszt] endlich in seiner ganzen Größe anerkannt und dementsprechend auch in den Concertsälen gefeiert werde.         Hans Puchstein.\" (*).\nKritik zur Aufführung der 4. Symphonie [am 10.12.1890] im Münchener Fremdenblatt Nr. 570 auf S. 3, signiert „+“:\r\n\"      + Das dritte Abonnement=Concert der musikalischen Akademie führte am Mittwoch ein zahlreiches Auditorium in das k. Odeon. Das Programm enthielt diesmal ausschließlich Werke von modernen Compositeuren und wurde mit Wagners Faust=Ouverture eröffnet. Die Durchführung der Komposition war von Seite der Concertgeber unter der Leitung des k. Hofkapellmeisters Herrn Fischer eine vorzügliche und das Publikum spendete reichlichen Applaus. [… Max Bruch, Bariton Brucks, „stürmisch applaudirt“ … Brahms „lauter Beifall“ …]. Die zweite Abtheilung des Programms brachte eine Novität, eine Symphonie in Es=dur von Anton Bruckner. Der Name Bruckner ist auf den Concert=Programmen der letzten Jahre keine Seltenheit und schon einige hoch beachtenswerthe Kompositionen wurden von dem in Wien lebenden Komponisten aufgeführt. Die ersten Sätze der Symphonie, die bei der herrlichen Exekutirung durch das Hoforchester Beifall erzielten, erwecken wohl das Interesse des Auditoriums, aber in Bezug auf den Bau ist kein einheitlicher Guß zu bemerken. Dem Hoforchester war mit dem Bruckner’schen Werke keine leichte Aufgabe gestellt, es muß daher die Leistung der ausübenden Künstler für die vorzügliche Durchführung aller Sätze mit besonderer Auszeichnung erwähnt werden.“ (**).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 08:57"}, {"ID": 189112125, "Datum": "12.12.1891, Samstag", "Haupttext": "Bericht über den Bruckner-Kommers\r\nim Deutschen Volksblatt Nr. 1055 auf S. 9 und im Abendblatt auf S. 2f:\r\n          \"Der Bruckner-Commers.\r\n     Gestern Abends fand im Sofiensaale ein von unserem wackeren Akademischen Gesangvereine veranstalteter Commers statt, bestimmt, die Ernennung Bruckner's zum Ehrendoctor unserer Universität zu verherrlichen. Zu derselben [sic] hatte sich ein äußerst distinguirtes Publikum eingefunden, das so zahlreich erschienen war, daß es die gewaltigen Räumlichkeiten dicht füllte.\n[... Inhaltsangabe: Anwesende: Professoren des Konservatoriums, der Universität und anderer Hochschulen, Rosa Papier, Dr. Pattai, Kindermann, Dr. Fuß, Kaiser, Dötz, Bareuther, Dr. Hofmann v. Wellenhof, Sr. Steinwender, Riegler, Hofrath Wuchert (Deutsche Botschaft), Dr. Benndorf, Müller, Neumann, Toula, Swoboda, Burgschauspieler Reimers, den Besitzer des Wagner-Museums [Oesterlein?], Vertreter beider Wagner-Vereine, der Burschenschaften, Dr. Wähner. Bruckner traf in Begleitung Göllerichs um 8 Uhr 45 Minuten ein und saß in der Mitte des WAGV der Rednertribüne gegenüber. Absingen des \"Gaudeamus\", Eintreffen von Exner. Kapelle spielte Einzugsmarsch aus \"Tannhäuser\" und Rienzi-Ouvertüre. Lieder, Wagners Chor \"An die Kunst\". Danach \"Germanenzug\", stehende Ovationen, Lorbeerkranz, Bruckner verneigt sich dankend von der Rednertribüne aus.] (Fortsetzung im Abendblatte.)\"\nFortsetzung im Abendblatt auf S. 2f:\r\n         \"Der Bruckner-Commers.\r\n     Der Commers, der in seinem Beginne einen so äußerst gelungenen Verlauf nahm, war auch in seiner Fortsetzung reich an vielen recht interessanten Einzelheiten. Leider vermögen wir jedoch nicht zu sagen, daß er die Erwartungen hielt, die man in ihn gesetzt hatte. [... Göllerich war vom WAGV seit Wochen als Festredner eingeplant, doch sollte nun Schaumann als erster reden, Göllerich als zweiter. Göllerich war im gedruckten Programm nicht angeführt, und nach Schaumanns Rede wäre eine zweite von Göllerich unpassend gewesen. Die \"Mundtotmachung\" Göllerichs vielleicht mit Rücksicht auf die von G. oft angegriffene feindliche Kritik, um Bruckner nicht noch mehr zu schaden? Die Zukunft werde zeigen, daß dieser Rückzieher des WAGV die Art der Kritik nicht ändern wird. Kein Verständnis für die Entscheidung des Commersleiters, viele Rufe nach Göllerich aus der Studentenschaft. Die Rede Göllerichs in der morgigen Ausgabe!]\r\n     Doch nun zum Berichte über den Schluß der Versammlung selbst. [... Festrede Schaumanns, es folgt ein Beifallssturm], in dem es Dr. Bruckner nur mit Mühe gelang, zum Worte zu gelangen. Unter athemloser Spannung der ganzen Versammlung wies der Gefeierte in herzlichen, schlichten Worten auf seine künstlerischen Bestrebungen hin. Die Mehrzahl der Anwesenden\", sagte er, \"sind nach der ernsten Beschäftigung mit der Wissenschaft, die so viele Berührungspunkte mit der Kunst [hat,] in ernster Begeisterung für diese erglüht. Mein Weg war ein anderer. Mich hat die Liebe zur Kunst, der Wunsch, deren Geheimnisse zu ergründen und tiefer und immer tiefer in sie einzudringen, dazugetrieben, diese wissenschaftlich zu betreiben, ich habe ihre Regeln studirt und bin dadurch in Berührung gekommen mit den Männern der Wissenschaft, und ohne zu wissen, wie das möglich, geschah beinahe auf wunderbare Weise meine Ernennung zum Lector. Dies brachte mich mit den jungen Männern in engere Verbindung und so viel es mir möglich war, theilte ich das Erlernte meiner Wissenschaft in Musik mit. Dieses Material von dem Erlernten der Wissenschaft sowohl, als die aus dieser Wissenschaft entsprungene Composition, das ist es, was mir von der hohen Universität diese hohe Auszeichung eintrug. Tief gerührt gedenke ich dieser hohen Institution und freue mich dieser Auszeichnung von ganzem Herzen, die mir wohl unverdienterweise (Oho=Rufe) geworden.\r\n     Indem ich meine dankbaren Gefühle für diese große, außerordentliche Auszeichnung Ihnen bekanntgebe und mir erlaube, meinen Dank auszudrücken allen Herren Professoren, dem akademischen Senate, Herrn Prorector Hartel, Herrn Rector Hofrath Exner, dem Decan und Prodecan Reinisch, Decan Hann, den Herren Hofräthen Stefan und Schenkl und allen übrigen Herren, die sich um mich verdient gemacht haben. Wollen Sie mir gestatten, für diese Auszeichnung, die mir die Universität als Musicus erwiesen hat, unzählige Hoch! auf die Universität und deren Vorstände auszubringen.\" Brausende Hochrufe beantworteten diese Rede, die sich immer wieder erneuerten und sich erst legten, als der Vorsitzende silentium für Seine Magnificenz den Rector Hofrath Exner gebot. Der Rector wies auf die enge Zusammengehörigkeit von Kunst und Wissenschaft hin, bezeichnete die Kunst als das Höhere von Beiden [...]. Nach einer kurzen, nochmaligen Ansprache des Gefeierten stieg sodann nach einer kleinen Pause unter lautloser Stille aller Anwesenden der zu Ehren Bruckner's geriebene Salamander, der in Anbetracht der gewaltigen Zahl der Theilnehmer brillant klappte. [... als Schluß des offiziellen Teils eine Rede von Dr. Höfler vom WAWV über die Beziehung Bruckners zu Richard Wagner, Absingen von Liedern und Verlesung zahlreicher Glückwunschtelegramme ... der Exkneipe präsidierte Reimers. Abgeordneter Kaiser hielt eine \"begeisterte nationale Rede\"], in der er Namens der anwesenden Abgeordneten Meister Bruckner als deutschen Meister pries, und auf die hohen Verdienste der deutschen Kunst für die Reinerhaltung unseres Volksthums hinwies. Nachdem noch Abgeordneter Hofmann=Wellenhof auf Bruckner gesprochen hatte, wurde auch dieser Theil des Commerses geschlossen.\" [keine Signatur] (*).\nBerichte über den Bruckner-Kommers auch\r\nim Neuen Wiener Abendblatt Nr. 341 (= Neues Wiener Tagblatt) auf S. 2:\r\n\"     * (Bruckner=Kommers.) Der akademische Gesangverein hat gestern Abends aus Anlaß der Ernennung seines Ehrenmitgliedes Anton Bruckner zum Ehrendoktor der Wiener Universität einen solennen Kommers in den Sofiensälen abgehalten, welchem nebst vielen Professoren auch der Rector magnificus Dr. Adolf Exner beiwohnte. Gesangsvorträge des festgebenden Vereins wechselten mit Toasten auf den jungen Ehrendoktor und selbstverständlich fehlte auch nicht die Salamander in honorem clarissimi doctoris Anton Bruckner, excellentissimi melopoei. In der Festrede brachte Franz Schaumann \"als alter Student dem alten Knaben Bruckner\" ein Prosit und kam [sic] ihm einen Ganzen pro laude. Rektor Exner feierte Bruckner als den ernsten gediegenen Vertreter der Musik, dieses Kunstzweiges, der in Wien stets eine so treue und ersprießliche Pflege gefunden habe. Bruckner dankte gerührt mit einem Hoch auf die Alma mater, die auch ihm eine Mutter geworden sei.\" (**),\nund in der Deutschen Zeitung Nr. 7166 auf S. 5f, signiert \"h-m.\" [= Theodor Helm]:\r\n     \"(Bruckner=Commers.) Der vom Akademischen Gesangverein ergangenen Einladung, die Ernennung unseres großen vaterländischen Tondichters Anton Bruckner zum Ehrendoctor der Wiener Universität in einem Festcommers zu feiern, war so allgemeine Zustimmung begegnet, daß der Sophiensaal die Zahl der Besucher kaum zu fassen vermochte. [... als anwesend notiert: Kapelle des Wiener Schützenvereins unter J. Kopetzky, Exner, Wähner, die Professoren Müller, Neumann, Swoboda, Benndorf, Toula, die Abgeordneten Fuß, Bareuther, Hofmann v. Wellenhof, Kindermann, Pattai, Steinwender, als Künstler Rosa Paumgartner=Papier, Reimers, ferner Studentenvertreter. Vereinsvorträge: \"Gaudeamus\", \"Sind wir vereint zur guten Stunde\" (E. M. Arndt), Wagners Huldigungschor an König Friedrich von Sachsen (mit unterlegtem Text \"An die Kunst\" von A. Seuffert) ..] und Bruckner's markiger \"Germanenzug\" mit Orchester, in dessen Ausführung die Soli Einiges zu wünschen ließen. Der prächtige Schluß erweckte wieder endlosen, donnernden Beifall. Die ganze Versammlung erhob sich von den Sitzen, um Bruckner, der nach allen Seiten gerührt dankte, zuzujubeln. Der Jubel steigerte sich wo möglich, als dem Meister ein riesiger Lorbeerkranz überreicht wurde. - Den Bericht über den Schluß des Commerses, namentlich Dr. Schaumann's Festrede, tragen wir morgen nach.\r\n                    h-m.\" (***)\nund im Welser Anzeiger Nr. 50 auf S. 5 ein kurzer Hinweis:\r\n          \"Verschiedenes.\r\n     Bruckner-Kommers. Der Wiener akademische Gesangverein veranstaltet am 11. d. M. aus Anlaß der Ernennung des Komponisten Anton Bruckner zum Ehrendoktor der Wiener Universität im großen Sofiensaale einen Festkommers.\" (°).\nEin Inserat in der »Presse« Nr. 341 auf S. 12 macht auf die morgige Aufführung der 1. Symphonie aufmerksam:\r\n\"     [...] A. Bruckner: Symphonie in C-moll Nr. 1 (Erste Aufführung). [...]\" (°°).\nInhaltlich gleich ist das Inserat in der Wiener Zeitung Nr. 286 auf S. 16:\r\n\"     [...] A. Bruckner: Symphonie in C-moll Nr. 1 (Erste Aufführung). [...]\" (°°°).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 16:42"}, {"ID": 189212125, "Datum": "12.12.1892, Montag", "Haupttext": "Kaiser Franz Joseph gewährt Bruckner und Hans Richter eine Audienz und verspricht, wenn möglich, am 18.12.1892 die Aufführung der 8. Symphonie zu besuchen (*). \n\n\n\nDavon berichtet bereits die Wiener Abendpost Nr. 283 (Wiener Zeitung) auf S. 3:\n\"                    Kleine Chronik.\n                   Wien, 12. December.\n     Se. Majestät der Kaiser geruhten heute Vormittags Audienzen zu ertheilen; es hatten unter Anderen die Ehre empfangen zu werden: [... Auflistung offensichtlich nach gesellschaftlicher Stellung und Titel geordnet ... zuletzt:] Vice=Hofcapellmeister Johann Richter, Professor Dr. Bruckner.\"\nWeiter unten in derselben Spalte wird Bruckner durch eine Separatmeldung quasi aufgewertet:\n\"     (Empfang.) Der Componist Professor Dr. A. Bruckner und Vice=Hofcapellmeister Dr. Hans Richter hatten, wie oben gemeldet, die Ehre, heute von Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen zu werden. Se. Majestät geruhten die ehrerbietige Einladung zu der am 18. d. M. im vierten philharmonischen Concerte, zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner (Sr. k. und k. Apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Joseph I. gewidmet) in huldvollster Weise entgegenzunehmen und für den Fall, als es die Zeit zuläßt, Allerhöchstsein Erscheinen in Aussicht zu stellen.\" (*a).\n\nDieses Konzert wird im Deutschen Volksblatt Nr. 1417 auf S. 5 angekündigt:\n\n\"     – Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnement=Concerte Sonntag, den 18. d. M., Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale zur Aufführung: A. Bruckner: Symphonie in C-moll Nr. 8. (Sr. k. und k. Apostolischen Majestät Kaiser Franz Josef I. gewidmet.) Erste Aufführung.\" (**).\nIn der Universitätsvorlesung erzählt Bruckner, daß Speidel ihm einmal gesagt habe, was wohl Beethoven von Bruckners Werken und deren Kritikern gehalten hätte (***).\nRobert Lienau schickt [oder: lässt übergeben?] ein Exemplar des Erstdruckes der 8. Symphonie an Bruckner [siehe Anmerkung] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189312125, "Datum": "12.12.1893, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie [(*a) durch Wolfrum] in Heidelberg (*). Solistin im Mendelssohn-Violinkonzert ist Frl. Schwabe (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189412125, "Datum": "12.12.1894, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik 90 (1894) meldet auf S. 563, daß zu Bruckners 70. Geburtstag die f-Moll-Messe durch die Gesellschaft der Musikfreunde [am 4.11.1894] und die 2. Symphonie durch die Philharmoniker [am 25.11.1894] aufgeführt wurden (*).\n \nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2135 berichtet auf S. 4 über Bruckners Gesundheitszustand:\n\"    * [Professor Anton Bruckner.] In dem Befinden Professor Bruckner's ist in den letzen [sic] Tagen eine kleine Besserung eingetreten. Der greise Componist muß noch immer das Bett hüten, doch hofft Professor Schrötter, dem Patienten für die nächsten Tage das Verlassen des Bettes gestatten zu können. Professor Bruckner ist sehr geschwächt und nimmt nur äußerst wenig Nahrung zu sich.\" (**).\n \nDie Reichspost Nr. 284 meldet auf S. 6 noch den früheren Zustand:\n\"    * Professor Bruckner. Das Befinden des Componisten Anton Bruckner, der seit längerer Zeit leidend ist, hat sich in den letzten Tagen sehr besorgnißerregend gestaltet, und wurde derselbe Samstag mit den heiligen Sterbesacramenten versehen.\" (***).\n \nDas Neue Wiener Journal Nr. 408 verzeichnet das Konzert vom 21.12.1894 immer noch in seiner Repertorie-Übersicht auf S. 10:\r\n\"     Musikvereins-Säle.\r\n               Repertoir:\r\nDonnerstag, 13.: [...]\r\nFreitag, 21.: Bruckner-Conc. (WagnerV.) gr. S.\r\nSamstag, 22.: [... bis 30.12.1894 ...]\" (°).\n \nBesprechung des Konzerts vom 8.12.1894 in der Linzer Tages-Post Nr. 283 auf S. 6, signiert \"Dr. -zl.\" [ziemlich sicher: Dr. Emil Kränzl]:\r\n\"     Sängerbund=Concert. Linz, 10. December. Der Chormeister eines Männergesangvereins, der ein Programm für eine größere ernstere Production des Vereins zusammenstellen soll, hat eine gar schwere Wahl; [... Schreyer wählte für den 2. Teil \"Heinrich der Finkler\" von Franz Wüllner ...] Für den ersten Theil des Programms, der die Namen Grieg, Cornelius und Bruckner enthielt, war dagegen die Wahl sehr gut ausgefallen. [... enttäuscht von Wüllners Werk (auch im Text), vermisste einen Frauenchor ... ]. Wie anfangs erwähnt, war der erste Abschnitt des Concertes äußerst glücklich zusammengestellt. [... Griegs \"Landeserkennung\" mit C. Astner, von Cornelius ein neunstimmiger Mänenrchor ...] Ein Soloquartett, bestehend aus den Damen Frau S. Pelschimovsky und Fräulein M. Zelenka und den Herren Ludwig Haslinger und Franz Haslinger, sang ein Quartett Bruckners \"Du bist wie eine Blume\"; es ist dies eine ungemein poetische, duftig zarte Tondichtung bei herrlicher Stimmführung.     Dr. –zl.\" (°°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 21:30"}, {"ID": 189512125, "Datum": "12.12.1895, Donnerstag", "Haupttext": "Probe des Chores »Das Hohe Lied« [WAB 74] unter Josef Neubauer [vermutlich mit dem Wiener Akademischen Gesangverein] (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 51 verzeichnet auf S. 658 (»Aufgeführte Novitäten«) das Quintett in Halle an der Saale:\r\n\"Bruckner (A.), Streichquint. (Halle a. S., 1. Kammermusik der HH. Prill u. Gen. a.Leipzig.)\" (**).\nDie Dresdner Nachrichten Nr. 345 kündigen auf S. 3 die 8. Symphonie für den 18.12.1895 an:\r\n\"     † In den musikalischen Kreisen sieht man mit Spannung der am 18. Dez. im zweiten Nicodé=Orchester=Abend stattfindenden ersten Aufführung von Anton Bruckner's achter Sinfonie in C-moll entgegen. Das lebhafte Interesse für dieses Werk zieht aber auch weitere Kreise, denn zu der Aufführung kommen Vertreter namhafter Tages= und Fachblätter, sowie Anhänger und Verehrer des Wiener Tonmeisters aus Berlin, Leipzig, Wien und einigen bedeutenden Städten des nahegelegenen Böhmens. – Möge es dem 72jährigen Bruckner beschieden sein, bei seinen Lebzeiten gebührendem Interesse zu begegnen, anstatt – wie dies gewöhnlich zu gehen pflegt – erst achtlos übergangen, um später maßlos überschätzt zu werden!\" (***).", "Letzte Änderung": "28.09.2023 21:34"}, {"ID": 189612125, "Datum": "12.12.1896, Samstag", "Haupttext": "Das Deutsche Blatt Brünn Nr. 99 berichtet auf S. 9 (signiert \"-r.\") vom Konzert am 7.12.1896 mit dem »Germanenzug«:\r\n\"        Concert des Männergesangvereines.\r\n                   (Montag, den 7. Julmond.)\r\n     Der genannte Verein gab am verflossenen Montag sein zweites satzungsgemäßes Concert, und zwar, wie ich gleich hinzusetzen will, mit erfreulichem Erfolge. An Mitgliederzahl scheint derselbe seit einigen Jahren bedeutend zugenommen zu haben, mit welcher Thatsache die musikalische Sicherheit des Chores aber nicht ganz gleichen Schritt gehalten zu haben scheint. Manches kleine Versehen dürfte auf die mangelhafte musikalische Vorbildung einzelner zurückzuführen sein, und mit verlässlichen Solisten scheint der Verein auch nicht gerade gesegnet zu sein; immerhin waren die Chorleistungen besonders diesmal im Ganzen und großen zufriedenstellende. Den Hauptantheil an der Vortragsordnung hatte diesmal Eduard Kremser mit seinen \"Balkanbildern\" [... über dieses Werk ...]; im Orchester kamen hier sowohl, wie in Bruckner's \"Germanenzug\" bedauerliche Schwankungen vor, und das Baritonsolo würde einen temperamentvolleren, stimmkräftigeren Sänger, als Herr Talpa es ist, sehr gut vertragen haben. Das Sopransolo war einem Frl. Leopoldine Ullmann aus Prag anvertraut, deren größter Vorzug eine gewisse musikalische Intelligenz ist. [...]. Bruckner's \"Germanenzug\" machte auch diesmal einen packenden Eindruck, der leider durch die schwächere Leistung des Soloquartettes beeinträchtigt wurde. [.... Bernhard Scholz, Organist Hofmeier, Karl Bendel ...]. – Herr Otto Kitzler, der umsichtige Chormeister des Vereines, hatte sämmtliche Chöre mit Sorgfalt und Liebe einstudiert und fand wiederholten, verdienten Beifall.     –r.\" (*).\nDie Brünner Aufführung des »Te Deum« am 19.12.1896 wird im Tagesboten aus Mähren und Schlesien Nr. 287 auf S. 11 in einem Inserat angekündigt:\r\n\"Brünner Musikverein. | XXXV. Vereinsjahr. | Samstag den 19. December 1896, abends 7½ Uhr, findet im | grossen Festsaale der Deutschen Hauses | das vierte diesjährige ordentliche |  CONCERT | des | Brünner Musikvereines | unter gefälliger Mitwirkung der | Frau Beatrix Friedländer geb. von Prechtl | aus Wien, des Herrn Concertorganisten | Andreas Hofmeier | und unter Leitung des artistischen Directors Herrn Otto Kitzler, statt. |\r\n              Zur Aufführung gelangt:\r\n[... Schumann Zweite, Dvoraks \"In der Natur\" ...]\r\n3. Anton Bruckner: Te Deum. Für Soli, Chor Orchester und Orgel. (Zum Gedächtnis an den am 11. October 1896 verstorbenen Componisten.) | Sopransolo: Frau Beatrix Friedländer. | Altsolo: Frau Aurelie Kaulich, | Tenorsolo: Herr Felix Oplusstil [sic], | Basssolo: Herr Hermann Neuber, [die drei letzten mit einer Schweifklammer als \"Vereinsmitglieder\" geführt] | Orgel: Herr Andreas Hofmeier.\r\n[... Kartenverkauf, Kartenpreise ...]\r\nDie öffentliche Generalprobe findet am Freitag den 18. December 1896, nachmittags 4½ Uhr statt und kostet hiezu: [... Preise ...].\r\nCassa=Eröffnung 6½ Uhr. | Concertanfang präcise 7½ Uhr. Ende 9¼ Uhr abends. | Während der einzelnen Productionen bleiben die Saalthüren geschlossen.\" (**).\nDie Österreichische Buchhändler-Correspondenz Nr. 50 macht auf S. 691 auf den Klavierauszug der d-Moll-Messe aufmerksam:\r\n\"                   Musikalien.\r\n[...]\r\n                  Johann Gross In Innsbruck.\nBruckner, Ant., Messe in D für Chor und Orchester. Clavier-Auszug    netto 3. –\nEgger, T., [...].\" (***).\nDie Meldung von Bruckners Tod im \"Evening Journal\" Nr. 8141 (Adelaide, South Australia) auf S. 5 ist mit einer Anekdote verknüpft:\r\n\"            MUSICAL NOTES.\r\n[...]\r\n    The death is announced, on October 12 [sic], at Vienna, of Anton Bruckner, the great organ virtuoso and composer. The deceased musician is said to have been one of the finest improvisers of his day, and his several symphonies for orchestra have won for him a considerable reputation. The following excellent story is related of him:—\"When Richter rehearsed his seventh symphony in Vienna there was some doubt in the mind of a clarinettist whether a certain note was F or F sharp. Richter appealed to the composer, who was sitting in the hall eagerly enjoying his own music. ' Play F or F sharp, just as you please, Herr 'Doctor,' answered Bruckner, who had reached such a point of happiness that he did care whether his music was played incorrectly or not.\" (°).\nDie Welser Zeitung Nr. 50 bringt auf S. 6 den\r\n\"Aufruf zur Ehrung des Andenkens an Dr. Anton Bruckner in Stadt Steyr.\r\n     Das Hinscheiden des großen Symphonikers Dr. Anton Bruckner hat in der ganzen musikalischen Welt die innigste Theilnahme hervorgerufen, denn mit ihm ist ein Tondichter dahingegangen, der zu den bedeutendsten Componisten der Gegenwart zählt. – Bruckner war bekanntlich ein geborener Oberösterreicher und der große Meister weilte mit besonderer Vorliebe in der Stadt Steyr, wo er im Stadtpfarrhofe alljährlich Sommeraufenthalt nahm und dortselbst viele seiner unsterblichen Werke schuf.\r\n     Geleitet von dem Bestreben nun, das Andenken an Dr. Bruckner und an seinen Aufenthalt in Steyr dauernd und würdig zu ehren, hegt man die Absicht, dem großen Todten ein Denkmal in dieser Stadt zu errichten, und man glaubt dies am besten zu erreichen durch Schaffung eines Votivfensters in der hiesigen Stadtpfarrkirche in der Nähe des Chores, woselbst der Verewigte durch sein meisterhaftes Spiel so oft die Andächtigen erhob.\r\n     Sollte die zur Herstellung eines solchen Votivfensters nöthige Summe, welche sich auf circa 6000 fl. stellen dürfte, nicht aufgebracht werden können, so würde eine andere Form des Denkmals gewählt werden.\r\n     Zur Durchführung dieser Idee ist ein Comité zusammengetreten und erlaubt sich, zur Aufbringung der Kosten eine Sammlung einzuleiten und alle Verehrer des verblichenen Meisters, insbesondere die musikalischen Vereine zu bitten, sich mit einem entsprechenden Beitrage gütigst betheiligen zu wollen.\r\n     Spenden nimmt Herr Franz Bayer, Regenschori und Chormeister des Männergesangvereins \"Kränzchen\" entgegen, und werden dieselben in den hiesigen Localblättern veröffentlicht.\r\n     Steyr, im November 1896.\r\n                            (Folgen die Unterschriften.) (°°).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 12:45"}, {"ID": 189712125, "Datum": "12.12.1897, Sonntag", "Haupttext": "Der Alpen-Bote Nr. 99 veröffentlicht auf S. 4 einen Aufruf des Steyrer Bruckner-Denkmal-Komitees (*).\nDie Deutsche Zeitung berichtet von einer Privatmatinee der Brüder Willi und Louis Thern, bei der die Mittelsätze der 7. Symphonie aufgeführt wurden (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189812125, "Datum": "12.12.1898, Montag", "Haupttext": "Die Extrapost/Montags-Zeitung weist auf S. 4 auf das Konzert vom 17.12.1898 mit dem Chor \"Abendhimmel\" hin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189912125, "Datum": "12.12.1899, Dienstag", "Haupttext": "Datierung Leopold Hofmeyrs in Kontrapunkstudien, die er auf den leeren Seiten eines ausgeschiedenen Partiturbogens 3 vom Scherzo der 8. Symphonie (1. Fassung) notierte.", "Letzte Änderung": "24.02.2025 15:00"}, {"ID": 190112125, "Datum": "12.12.1901, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik Theodor Helms über die 5. Symphonie (\"Wiener Concertverein\" 10.12.1901) in der Deutschen Zeitung, S. 6f (*).\nIn derselben Nummer wird auf S. 3 nochmals auf die Aufführung der 6. Symphonie am 13.12.1901 hingewiesen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190212125, "Datum": "12.12.1902, Freitag", "Haupttext": "Die Wochenschrift für Kunst und Musik berichtet\r\nauf S. 15f vom Konzert am 15.11.1902 in Brünn mit der 3. Symphonie (*)\nund auf S. 20 von der Klavieraufführung der 1. Symphonie durch Mathilde Helm und Hans Wagner, verbunden mit einem Einführungsvortrag von Theodor Helm, am 27.11.1902 (**).\n \nInserat in The Philadelphia Inquirer Nr. 165 auf S. 9:\r\n\"                  AMUSEMENTS\n[...]\nPHILADELPHIA ORCHESTRA | FRITZ SCHEEL Conductor. | ACADEMY OF MUSIC | Fri. 3 P. M. | Sat. 8.15 P. M. | Solist this week. GABRILOWITSCH, Pianist | Seats now on sale at Heppe's, 1115 Chestnut St.\" (***).\n \nAufführung der 2. Symphonie durch das Philadelphia Orchestra unter Fritz Scheel in der öffentlichen Generalprobe in der Academy of Music. Außerdem erklingen Werke von Chopin (mit Ossip Gabrilowitsch), Borodin und Goldmark (°).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 12:00"}, {"ID": 190312125, "Datum": "12.12.1903, Samstag", "Haupttext": "Die Studienpartitur der 9. Symphonie erscheint bei der Universal-Edition mit der Nummer 931.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190512125, "Datum": "12.12.1905, Dienstag", "Haupttext": "Kurzbericht vom gestrigen Konzert in The Boston Globe Nr. 165 auf S. 6:\n\"                  M VINCENT D'INDY.\n\n[... Bericht über dessen gestriges Konzert ...].\n                   Cecilia Society Concert.\n\n     Last evening the wage earners' concert was given by the Cecilia society in Symphony hall, and tonight the regular concert will be in order. The soloists are Corinne Ricker-Kelsey [sic], Bertha Cushing, Elleson [sic] Van Hoose, Stephen Townsend and Charles Delmont.\n     The works to be sung are Bruckner's \"Te deum,\" Debussy's \"Blessed Damosel\" and Coleridge-Taylor's \"Hiawatha's Departure.\" Mr. B. J. Lang will conduct. The concert will beginn at 8 o'clock.\" (*).\n\n\nAufführung des \"Te deum\" unter B. J. Lang im ersten Konzert der Cecilia Society in der Symphony Hall in Boston (Voraufführung am 11.12.1905).\nAußerdem erklingen Werke von Debussy (\"Blessed Damosel\") und Coleridge-Taylor (\"The Departure of Hiawatha\"). Solisten beim \"Te deum\" sind Corinne Rider-Kelsey, Lilla Ormond, Ellison Van Hoose und Charles Delmont (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190612125, "Datum": "12.12.1906, Mittwoch", "Haupttext": "In der Österreichischen Volkszeitung Nr. 343 wird auf S. 7 die Aufführung des siebenstimmigen Ave Maria (WAB 6) am 15.12.1906 angekündigt (*).\n \nBesprechung des Konzerts vom 8.12.1906 mit dem Chor \"Nachruf\" in der Linzer Tages-Post Nr. 282 auf S. 8f, signiert \"Ae. P.\" [Aemilian Posch]:\n\"              Gründungsfestkonzert \"Sängerbund\".\n     Der Gesangverein \"Sängerbund\" steht dicht vor der Schwelle des halben Jahrhunderts seines Bestehens [... über Josef Seiberl, das Florianer Quartett (Seiberl, Hasenleitner, Neubauer, Bogner), Peter Kubo (Denkmal im Karlsbader Friedhof), Text des Chores von Heinrich von der Mattig = Heinrich Wallmann, Ignaz Grubers achtstimmiger Bläserchor als Orgelersatz, die anderen Werke und Mitwirkenden ...].          Ae. P.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 12:03"}, {"ID": 190712125, "Datum": "12.12.1907, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Franz Gräflinger an Hans Wagner-Schönkirch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190812125, "Datum": "12.12.1908, Samstag", "Haupttext": "Kritik zur 3. Symphonie von Géza Csáth in »A Polgár«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190912125, "Datum": "12.12.1909, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 283 weist auf S. 4 auf das heutige Konzert hin (*).\n \nAufführung der 4. Symphonie mit der Uraufführung des Scherzos der Erstfassung durch Göllerich im 3. Konzert des Linzer Musikvereins (**)\nAußerdem wird die 4. Symphonie Beethovens aufgeführt. Das 28-seitige Programmheft enthält auf den Seiten 3-27 Werkeinführungen von August Göllerich (**a).\n \nBesprechung der Pariser Aufführung der 7. Symphonie [5.12.] durch M. Danbresse im Guide musical (***).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 22:44"}, {"ID": 191212125, "Datum": "12.12.1912, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Nikisch im 10. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191512125, "Datum": "12.12.1915, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung der 4. Symphonie für den 17./18.12.1915 in The Cincinnati Enquirer Nr. 346 auf S. 51 (= S. 3 des 3. Teils):\n\"                     Matters Musical.\n[...]\n     Two orchestral works new to the local public, the Bruckner Symphony in E-flat Major, and the Goldmark overture, \"Im Fruhling,\" and [... Tschaikowsky Klavierkonzert ...] will make the Symphony concerts of Friday afternoon and Saturday evening of this week of more than average interest. Bruckner is interesting as a composer in that he applied many of the principles of Wagner to the symphonic form. He also follows him in the brilliance and elaborateness of his orchestration while in the loveliness of the melodies which he utilizes he is a legitimate son of Franz Schubert. The symphony which Dr. Kunwald will play this week is known as the \"Romantic\" symphony because of the appealing songlike character which predominates throughout the work.\n     Goldmark, who died last year in Vienna [... über das Werk, Tschaikowsky und den Solisten Marcian Thalberg (mit Abbildung) ...].\" (*).\n \nThe Chicago Tribune Nr. 50 kündigt auf S. 62 (= S. 2 des 8. Teils) ebenfalls die 4. Symphonie für den 17. und 18.12.1915 an:\n\"                 Concert Calendar.\n[...]\n    FRIDAY–Chicago Symphony orchestra, Frederick A. Stock, conductor; Harry Weisbach, violin soloist; Bruckner's fourth symphony featured also; Orchestra hall, 2:15 o'clock. [... Konzert einer Musikschule ...].\n    SATURDAY–Chicago Symphony orchestra program repeated, 8:15 o'clock.\" (**).", "Letzte Änderung": "27.06.2024 09:41"}, {"ID": 191812125, "Datum": "12.12.1918, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Franz Schalk an Richard Strauss: \n\n   »[...] Furtwängler hat hier [Wien] Bruckner dirigiert, auch Ihren Don Juan. Ich war leider verhindert, das Konzert zu besuchen, höre aber von allen Seiten ziemlich günstiges über ihn. [...]«\n[4. Symphonie am 30.11.1918]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191912125, "Datum": "12.12.1919, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Orchester der Frankfurter Museumsgesellschaft unter Wilhelm Furtwängler im 6. Freitags-Konzert in Frankfurt.\nAuf dem Programm steht außerdem Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert mit Eugen d'Albert.\r\n\"Eine Pause findet in diesem Konzert nicht statt.\"\r\nLaut Saison-Vorschau war [erneut] die 3. Symphonie unter Mengelberg vorgesehen.", "Letzte Änderung": "02.08.2026 06:43"}, {"ID": 192112125, "Datum": "12.12.1921, Montag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe und des »Ave Maria« [WAB 7] durch den Bach-Verein unter Dr. Hermann Poppen in Heidelberg (*).\n \nZweite Aufführung von \"Helgoland\" durch den Wiener Männergesangverein unter Luze.\nBei anderen Programmnummern wirken mit Frl. Anday (Brahms-Rhapsodie) und Georg Valker (Orgel bei Josef Marx \"Morgengesang\") (**)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192212125, "Datum": "12.12.1922, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Fritz Brun in Bern (zuvor fand eine öffentliche Hauptprobe statt).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192312125, "Datum": "12.12.1923, Mittwoch", "Haupttext": "Die Lancaster New Era (Lancaster, Pennsylvania) schreibt auf S. 4 über das Wiener Konservatorium und die Hochschule für Musik:\n\"Vienna State Academy Test High Standard\n     Vienna's newest university the State Academy of Music and Dramatic Arts, has just opened its door for the first season. [... Zulassungsverfahren, Vorgeschichte ...].\n     From the beginning, the Conservatorium's staff included the most famous teachers of their day. Joseph Hellmesberger, Anton Bruckner, Franz Schreker, Arnold Rose, Emil Sauer and many others. Among the students have been Hans Richter, Felix Mottl, Arthur Nikisch, Hugo Wolf, Karl Goldmark, Arnold Schonberg, Fritz Kreisler, and Erika Morini and among women singers, Mildenburg, Lucie Weidt, Marie Ivogun, and Helene Wildbrunn.\n     Until now the academy has been regarded as a sort of high school, and consequently placed at a disadvantage with the universities of music in Berlin, Prague, Budapest, Munich, and Leipzig. [... jetzige Struktur (Josef Marx) ...].\"", "Letzte Änderung": "21.04.2023 10:10"}, {"ID": 192412125, "Datum": "12.12.1924, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) und des 150.Psalms durch die Berliner Philharmoniker und den Bruckner-Chor unter Felix Maria Gatz im 2. Konzert der Bruckner-Vereinigung in Berlin. Klaviersolistin bei Mozart ist Margarete Wit (*).\r\nDas Programmheft enthält einen Artikel von Gatz »Zu Anton Bruckners 100. Geburtstag (4. September 1924)« (**),\r\nzwei Artikel von Franz Moißl: »Bruckners »Unbekannte«. Zur Berliner Erstaufführung« (***)\nund »Bruckners ursprüngliche Zweite (die sogenannte »Nullte«)« (°)\nund darunter einen Hinweis auf den Vortrag vom 10.12.1924 (°a).\n \nDie deutsche Zeit Nr. 150 kündigt auf S. 9 das Chorkonzert vom 14.12.1924 an (°°).\n \nDas Neue Wiener Journal Nr. 11157 bietet auf S. 11 einen Rückblick auf die Bruckner-Feiern in Wien und erwähnt dabei die Konzerte mit der 7. Symphonie [am 30.11.1924], dem Quintett (mit den Geschwistern Pasztory-Göllerich) [am 29.11.1924], der b-Moll-Messe [am 23.11.1924] und dem vom Sängerknabenkonvikt gebotenen \"Locus iste\" [am 26.11.1924] (°°°).\nAuf derselben Seite Ankündigung der Uraufführung von Viktor Leons und Dr. Ernst Decseys \"Der Musikant Gottes\" in Klagenfurt am 17. und 18.12.1924 (#).\n \nDie Reichspost Nr. 340 bringt auf S. 7 eine mit \"M. S.\" [Max Springer] signierte Kritik zur Aufführung der 7. Symphonie [am 3.12.1924] (##).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 19:32"}, {"ID": 192612125, "Datum": "12.12.1926, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Ernst Kurth.", "Letzte Änderung": "06.08.2026 00:15"}, {"ID": 193012125, "Datum": "12.12.1930, Freitag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 26295 bespricht auf S. 11 das gestrige Konzert mit Mahlers \"Lied von der Erde\", signiert \"N. C.\":\n\"            THE HALLÈ CONCERT.\n     [... ausführlich über das Werk und seinen Komponisten ... hatte manchmal Zweifel an der eigenen Musik ...]. But if he was a failure, how great was his fall! He went straight to heaven, we can be sure, and is now walking the Elysian fields–with Bruckner. Perhaps he'll find his ideal orchestra there.\n     The \"Enigma\" Variations were beautifully, too beautifully, played. Elgar has his manly acerbities and reticences. [...].\n                                              N. C.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193212125, "Datum": "12.12.1932, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Bayerische Staatsorchester unter Hans Knappertsbusch in einem Konzert der Musikalischen Akademie [im Münchner Odeon?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193412125, "Datum": "12.12.1934, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch den Bruno Kittel'schen Chor und die Berliner Philharmoniker unter Bruno Kittel in Berlin. Solisten sind Else Schön, Maria Peschken, Walther Ludwig und Fred Drissen (Gesang), Siegfried Borries (Violine) und Friedrich Kausch (Orgel).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193512125, "Datum": "12.12.1935, Donnerstag", "Haupttext": "In einem Unterstützungsgesuch gibt Eduard Kleemann an, Harmonielehreschüler Bruckners gewesen zu sein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193912017, "Datum": "1./2.12.1939, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das St. Louis Symphony Orchestra unter Vladimir Golschmann.", "Letzte Änderung": "18.05.2026 21:35"}, {"ID": 194112125, "Datum": "12.12.1941, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Orchestra Sinfonica dell'EIAR di Torino unter Carl Schuricht im Theater in Turin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194212125, "Datum": "12.12.1942, Samstag", "Haupttext": "Brief von Hilde Wendler an Max Auer:\r\n    Sie habe von Glasmeier über die Planungen in St. Florian gehört. Das Orchester für den Linzer Sender werde schon jetzt zusammengestellt.", "Letzte Änderung": "09.01.2026 15:22"}, {"ID": 195412125, "Datum": "12.12.1954, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Buffalo Philharmonic Orchestra unter Josef Krips in Buffalo (*).\n \nAufführung des Adagios der 8. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Karl Böhm bei der Trauerfeier für Wilhelm Furtwängler im Großen Musikvereinssaal in Wien. Den Orgelpart bei einem Brahms-Choral übernimmt Franz Schütz (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2026 13:46"}, {"ID": 198812125, "Datum": "12.12.1988, Montag", "Haupttext": "Präsentation des Buches »Anton Bruckner und Leipzig« bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199012015, "Datum": "1./2.12.1990, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado in der Philharmonie in Berlin. Solist in Beethovens 4. Klavierkonzert ist Maurizio Pollini.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 10:01"}, {"ID": 199112125, "Datum": "12.12.1991, Donnerstag", "Haupttext": "Vortrag von John A. Phillips über Bruckners Kompositionstechnik an der Wiener Universität.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199712125, "Datum": "12.12.1997, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Klassische Philharmonie Bonn. Der Programmtextbeitrag \"Anton Bruckner, Symphonie Nr. 3, WAB 103 \"Wagner-Symphonie\"\" stammt von Ulfert Woydt.", "Letzte Änderung": "27.10.2025 23:29"}, {"ID": 201712125, "Datum": "12.12.2017, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des Finales der 9. Symphonie in der letzen Version von William Carragan durch das Croatian Radiotelevision Symphony Orchestra unter Mladen Tarbuk in Zagreb.", "Letzte Änderung": "01.03.2025 15:44"}, {"ID": 201712015, "Datum": "1./2.12.2017, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Amerikanische Erstaufführung von Bruckners Orchestrierung des ersten Satzes von Beethovens Klaviersonate op. 13 (\"Pathetique\") [WAB 266] und Aufführung des \"Te deum\" durch das Austin Symphony Orchestra [Texas] unter Peter Bay.", "Letzte Änderung": "25.09.2025 10:30"}, {"ID": 187610126, "Datum": "12./13.10.1876, Donnerstag oder Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I. Pichler« [vermutlich erste Privatstunde].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 194110135, "Datum": "12./13.10.1941, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie im 1. Konzert der Staatskapelle Berlin um 11:30 bzw. 17:30 Uhr in der Philharmonie.\nSolist in César Francks Symphonischen Variationen ist Conrad Hansen.\nZu Beginn wird das Symphonische Vorspiel von Karl Knaak aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194910126, "Datum": "12./13.10.1949, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Eugen Jochum im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195410125, "Datum": "12./13.10.1954, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Einspielung der 4. Symphonie (Löwe-Fassung) durch das Philharmonia Orchestra unter Lovro von Matacic in der Kingsway Hall in London (die erste Bruckner-Einspielung durch ein britisches Orchester). 2. Sitzung 11.12.1954 und 14.12.1954", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198510125, "Datum": "12./13.10.1985, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Piero Buscaroli »La sinfonia 'annullata' » (Imagine di Bruckner. 2.) [Einführung zum Konzert des Teatro Communale in Bologna, S. 8 - 22].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199110126, "Datum": "12./13.10.1991, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie [oder 7. Symphonie?] durch das Radio-Symphonie-Orchester unter Herbert Blomstedt in Berlin. Der Text im Programmheft auf S. 3-12 \"Altlasten - Über Bruckners VII. [sic] Symphonie\" stammt von Habakuk Traber.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199610127, "Datum": "12./13.10.1996, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Marion Fürst »Bruckners Romantische mehr als nur eine Natursinfonie«, Einführung zum Konzert des NDR-Sinfonieorchesters unter Günter Wand.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193811126, "Datum": "12./13.11.1938, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie (Originalfassung) durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im 1. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in J. S. Bachs h-Moll-Suite ist der Flötist Josef Niedermayr.\nEines dieser Konzerte wird von Seyss-Inquart besucht (*).", "Letzte Änderung": "04.06.2026 09:53"}, {"ID": 197111125, "Datum": "12./13.11.1971, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Einspielung der 8. Symphonie durch das Tonhalle-Orchester Zürich unter Rudolf Kempe in der Züricher Tonhalle.", "Letzte Änderung": "14.04.2023 15:42"}, {"ID": 198511125, "Datum": "12./13.11.1985, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Seiji Ozawa in der Berliner Philharmonie.", "Letzte Änderung": "19.11.2025 23:15"}, {"ID": 199911125, "Datum": "12./13.11.1999, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Finales der 9. Symphonie nach der von John A. Phillips erarbeiteten Dokumentationspartitur und nach der Pause der übrigen drei Sätze durch die Wiener Symphoniker unter Nikolaus Harnoncourt in einem Konzert der Wiener Jeunesse-Serie im Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "27.06.2025 13:51"}, {"ID": 200011127, "Datum": "12./13.11.2000, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung von 9. Symphonie und \"Te Deum\" durch die Essener Philharmoniker und den Philharmonischen Chor Essener Musikverein (Choreinstudierung Alexander Eberle) unter Milan Horvat im 3. Sinfoniekonzert. Solisten sind Ingrid Kaiserfeld, Gritt Gnauck, Jeffrey Dowd und Georg Zeppenfeld.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194101127, "Datum": "12./13.1.1941, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie [ziemlich sicher durch die Münchner Philharmoniker] unter Oswald Kabasta um 10:30 bzw. 19:39 Uhr im 6. Städtischen Philharmonischen Konzert [in München]\nHans Hermann Nissen ist der Solist in drei Orchesterliedern von Franz von Hoeßlin.\nZu Beginn des Konzerts wird Beethovens \"Pastorale\" aufgeführt.\n\n\n\"Zu spät kommende Besucher sind Störenfriede! Fünf Minuten früher kommen lohnt sich: kein Drängen an der Garderobe, kein Hasten über die Treppen, ungestörter Genuß für alle!\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194801135, "Datum": "12./13.1.1948, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Berner Stadtorchester unter Wilhelm Furtwängler in Bern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197801125, "Datum": "12./13.1.1978, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Artikel von Constantin Floros »Der Symphoniker Bruckner«, Einführung zum 5. Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198601125, "Datum": "12./13.1.1986, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Heinz Finger in Osnabrück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 191412125, "Datum": "12./13.12.1914, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Felix Weingartner im 4. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nEs erklingen außerdem zuvor Werke von Louis Spohr (\"Jessonda\"-Ouvertüre) und Franz Schubert (\"Unvollendete\") (*).", "Letzte Änderung": "20.05.2026 09:02"}, {"ID": 192512125, "Datum": "12./13.12.1925, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Wiener Symphonieorchester unter Franz Schalk in einem Arbeiter-Symphoniekonzert im Großen Saal des Wiener Konzerthauses (*).\nAuf dem Programm stehen außerdem Webers Euryanthe-Ouvertüre und Robert Schumanns Klavierkonzert mit dem Solisten Julius Isserlis (*a).\n \nAm 12. Dezember wurden die Konzerte in der Arbeiterzeitung Nr. 341 auf S. 4 angekündigt (**),\nam 13. Dezember nochmals in der Arbeiterzeitung Nr. 342 auf S. 12 (mit einer Abbildung von Tilgners Bruckner-Büste und einem Kurzbericht vom gestrigen Konzert) (***).\n \n[12.12.1925] Artikel \"Ernst Kurth: Bruckner, 1352 S., 2 Bd., Max Hesse Verlag\", signiert \"F. J.\", in den Lübeckischen Anzeigen (°).\n \n[12.12.1925] Artikel \"Neue Musikliteratur, Ernst Kurth, Bruckner, 2 Bde. Hesse, Berlin, (1925)\", signiert \"W. N.\", in der Morgenausgabe der Süddeutschen Zeitung (Stuttgart) (°°).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 07:34"}, {"ID": 193912126, "Datum": "12./13.12.1939, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Mozarts C-Dur-Klavierkonzert KV 467 ist Wilhelm Kempff.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198912125, "Datum": "12./13.12.1989, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Bernard Haitink in der Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 09:54"}, {"ID": 197101125, "Datum": "12./13./14.1.1971, Dienstag bis Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Erich Bergel [siehe die Anmerkung] in der Neuen Philharmonie in Berlin. Solist des Abends ist Bruno Leonard Gelber.", "Letzte Änderung": "08.06.2025 12:52"}, {"ID": 196703125, "Datum": "12./13./14.3.1967, Sonntag/Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Grazer Philharmonische Orchester unter Günther Wich in Graz.", "Letzte Änderung": "07.04.2025 21:31"}, {"ID": 198007125, "Datum": "12./13./15.7.1980, Samstag/Sonntag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe und des »Te deum« durch die Wiener Singakademie und (*) die Stuttgarter Philharmoniker unter Walter Hornsteiner mit den Solisten Kari Lövaas, Sylvia Schlüter. Anton Dermota und Victor von Halem in der Stiftskirche Engelhartszell, in der Studienkirche in Passau bzw. im Arkadenhof des Wiener Rathauses.", "Letzte Änderung": "12.12.2025 13:20"}, {"ID": 193502126, "Datum": "12./13.2.1935, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath bzw. Leopold Reichwein im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Rudolf Kattnigg ist der Solist in seinem Werk \"Partita giocosa\".", "Letzte Änderung": "28.10.2024 19:53"}, {"ID": 194703126, "Datum": "12./13.3.1947, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Swarowsky im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solisten in Brahms' Doppelkonzert sind Wolfgang Schneiderhan und Richard Krotschak.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196603126, "Datum": "12./13.3.1966, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Kurt Wöss in Prag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198303125, "Datum": "12./13.3.1983, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (2. Fassung 1878, Edition Oeser) durch die Berliner Philharmoniker unter Barenboim.", "Letzte Änderung": "19.11.2025 17:00"}, {"ID": 200603125, "Datum": "12./13.3.2006, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie (1. Fassung 1872) durch das Hamburger Philharmonische Orchester unter Simone Young in der Laeiszhalle in Hamburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194804125, "Datum": "12./13.4.1948, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Günter Wand im 7. Gürzenich-Konzert in Köln.\r\nSolist in Brittens \"Les Illuminations\" ist der Tenor Helmut Krebs. Am Beginn des Programms steht Haydns C-Dur-Sinfonie L'Ours.", "Letzte Änderung": "29.12.2024 09:23"}, {"ID": 198804125, "Datum": "12./13.4.1988, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Kurt Masur in der Philharmonie in Berlin. Solist bei Beethovens 4. Klavierkonzert ist Abdel Rahman El Bacha.", "Letzte Änderung": "19.11.2025 23:25"}, {"ID": 201904125, "Datum": "12./13.4.2019, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Das britische Bruckner Journal veranstaltet die 11th Biennial Readers Conference im Hertford College der University of Oxford.\nBeiträge kommen von Ken Ward [siehe die Anmerkung], Miguel Ramirez (über Emil Lamberg), Andrea Harrandt (Bruckners erstes Wiener Jahr), Malcolm Hatfield (Finale-Problem) [siehe die Anmerkung], William Carragan (Formstruktur der Allegro-Sätze), Eric Lai (Adagio der 9. Symphonie), Benjamin Korstvedt (4. Symphonie) [siehe die Anmerkung], Paul Hawkshaw (7. Symphonie), Thomas Röder (Orgelimprovisationen) und Alan George (über das Quintett). Zum Abschluss Aufführung des Streichquintetts durch das Fitzwilliam String Quartet mit Sophie Renshaw (2. Viola).", "Letzte Änderung": "13.02.2026 06:26"}, {"ID": 193905125, "Datum": "12./13.5.1939, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Festkonzert und Pontifikalamt (e-Moll-Messe mit dem Aachener Domchor unter Rehmann) in Nymwegen.", "Letzte Änderung": "26.05.2024 17:52"}, {"ID": 197905125, "Datum": "12./13.5.1979, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Herbert von Karajan in einem Gesellschaftskonzert im Wiener Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 188608126, "Datum": "12./13.8.1886", "Haupttext": "[Gebetsaufzeichnungen in der Partitur der 8. Symphonie] auf Bogen 32/4 des Finales. [Diese Einträge sind vermutlich falsch, nur bei Göll.-A. im Zusammenhang mit 1886 erwähnt. Richtig ist entweder 1890 (1040a/403) oder, viel plausibler, 1887.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189008126, "Datum": "[?] 12./13.8.1890, Dienstag/Mittwoch [?]", "Haupttext": "[1887 wahrscheinlicher als 1890] Bruckner notiert seine Gebete (abends bzw. morgens) ausnahmsweise nicht im aktuellen Kalender (*), sondern im Autograph der 8. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 195409125, "Datum": "12./13.9.1954, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch im Saal der Hochschule für Musik in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199309127, "Datum": "12./13.9.1993, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache in München [auch 10.9.1993?] (*). \n\nDer Programmhefttext \"\"Meine Achte ist ein Mysterium\". Zu Bruckners 8. Symphonie\" stammt von Bernhard Rzehulka (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201304125, "Datum": "12./13. April 2013, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Die 8. \"Bruckner Journal Readers Biennial Conference\" am Hertford College der University of Oxford beschäftigt sich dieses Mal mit der 4. Symphonie. [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "23.02.2026 16:48"}, {"ID": 194401125, "Datum": "12./14.1.1944, Mittwoch/Freitag", "Haupttext": "Aufführung des 1. Satzes der 9. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Willem van Otterloo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193812125, "Datum": "12. - 14.12.1938, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Arnold Schönberg an Carl Engel:\r\n   u.a. über den Plan einer Sammlung billiger Partiturausgaben für Studenten, die eventuell auch ein bis zwei Bruckner-Symphonien [prov. WAB 86] enthalten könnte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194902125, "Datum": "12.-14.2.1949, Samstag bis Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie (Originalfassung) durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im 5. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nAuf dem Programm steht zuvor die Trauermusik aus Pfitzners \"Die Rose vom Liebesgarten\".", "Letzte Änderung": "07.06.2026 07:55"}, {"ID": 198702126, "Datum": "12.-14.2.1987, Donnerstag bis Samstag", "Haupttext": "Einspielung von Requiem [WAB 39], 112. und 114. Psalm durch das English Chamber Orchestra (Leitung: José-Luis Garcia), die Corydon Singers, Thomas Trotter (Orgel) und die Solisten Joan Rodgers, Catherine Denley, Maldwyn Davies und Michael George unter Matthew Best in London.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196105127, "Datum": "12.-14.5.1961, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Wolfgang Sawallisch im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Mozarts c-Moll-Klavierkonzert ist Walter Klien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197206125, "Datum": "12.-14.6.1972, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Claudio Abbado im Teatro alla Scala in Mailand.", "Letzte Änderung": "10.06.2026 11:43"}, {"ID": 195809124, "Datum": "12. - 14.9.1958, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Gedenktage in Neufelden.\r\nMarmor-Gedenktafel des Linzer Steinmetzen Fritz Kastner mit einem Bronzerelief von Franz Forster (IKO 392), am 14.9.1958 am Hotel Scherrer, vormals Gasthof Weilnböck, angebracht (Abbildung im Programmheft).\r\nAm 12.9. Lichtbildervortrag »Leben und Werk Anton Bruckners« von Ewald Schwarzgruber.\r\nAm 13.9.1958 Serenade mit den Motetten »Locus iste«, »Ave Maria« 7st. [WAB 6] und »Os justi« (Mühlviertler Singkreis Haslach unter Max Wipplinger) und dem Adagio des Quintetts (Eduard Arzt, Walter Pötzlberger, Franz Lehner, Franz Wall und August Kaltenböck).\r\nAm 14.9. von Leopold Hager zelebriertes Hochamt mit der Windhaager Messe (Brucknerchor Linz unter Ludwig Daxsperger), anschließend Gedenktafel-Enthüllung (mit »Trösterin Musik« und »Ave Maria« 7st.) und Konstituierende Hauptversammlung des Brucknerbundes Neufelden (nochmals Adagio des Quintetts) (*).\r\nDazu erschienen Artikel von Anton Lang (**a) und Fritz Rauch (**b).\r\nDas am 14.9. enthüllte (vgl. 18.9.1958) Bruckner-Relief von Franz S. Forster (IKO 392) wurde von Brucknerbund und Gemeinde Neufelden gestiftet (***).\r\nAuf S. 4f des Programmhefts ein Artikel von Emanuel Scherbaum »Neufelden« (°).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:27"}, {"ID": 198109126, "Datum": "12. - 14.9.1981, Samstag bis Montag", "Haupttext": "Bruckner-Symposion »Die österreichische Symphonie nach Anton Bruckner« in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199410127, "Datum": "12.-15.10.1994, Mittwoch bis Samstag", "Haupttext": "Einspielung der 4. Symphonie (1. Fassung 1874) durch das Orchester des Südwestdeutschen Rundfunks unter Michael Gielen.", "Letzte Änderung": "11.01.2024 11:02"}, {"ID": 194802125, "Datum": "12./15.2.1948, Donnerstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der Wiener Fassung (*a) der 1. Symphonie unter Herbert Albert im 14. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses in der Leipziger Kongresshalle (*).\n[12.2.1948]\r\nAufführung der Choralmesse unter Joseph Kronsteiner im Neuen Dom zu Linz (**).", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:39"}, {"ID": 195305127, "Datum": "12.-15.5.1953, Dienstag bis Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Joseph Keilberth im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Frank Martins Violinkonzert ist Wolfgang Schneiderhahn, in Joseph Haydns D-Dur-Violoncellokonzert Jan Tomasow.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196905126, "Datum": "12.-17.5.1969, Montag bis Samstag", "Haupttext": "Einspielung der 7. Symphonie durch das Orchester des Hessischen Rundfunks unter Georg Ludwig Jochum. Die Gesamtspielzeit beträgt 60'50'', die des Adagios 20'17'' [siehe dazu die Anmerkung zum 1.5.1945].", "Letzte Änderung": "25.02.2026 13:20"}, {"ID": 200101125, "Datum": "12.-18.1.2001, Freitag bis Donnerstag", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch das Radio-Sinfonieorchester Saarbrücken unter Skrowaczewski.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185002015, "Datum": "1.2.1850, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird in der Nachfolge Kattingers provisorischer Stiftsorganist zu einem Jahresgehalt von 80 fl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002015, "Datum": "1.2.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Non, Duodez, Quatuordez\" auf fol. 105r:\n\"860. 1. Februar.\"\n\n\nund auf fol. 107r: \"1. Febr. 8 Uhr Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102015, "Datum": "1.2.1861, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 7. Seite des 48. Doppelbogens:\n\"31. Jän[n]er – 9 Uhr Abends. u. 1. Febr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186502015, "Datum": "1.2.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Nachbemerkung zum Brief vom 29.1.1865 [vermutlich auf der ersten Seite]: Gratuliert Rudolf Weinwurm zur Leitung der Singakademie.\r\nWeitere, nicht datierte Randbemerkung auf der letzten Seite: Ob es in der Fastenzeit keine Symphoniekonzerte [in Wien] gebe (*).\nFortsetzung des Artikels vom 4.1.1865 über die d-moll-Messe in den »Christlichen Kunstblättern« S. 6f, signiert »A.« (**):\r\n»Einige Gedanken über Bruckners Messe*1) [Fußnote: »1) Im letzten Blatte soll es in der vorletzten Zeile heißen: zarte Violinfigur, statt: zweite Violinfigur.«] \r\n   II:\r\n   Im Hinblick auf die Idee und eigentliche Bestimmung des Brucknerschen Tonwerkes, das wie Sie aus meinem letzten Schreiben werden abgenommen haben, keine bloße Schablonenarbeit, sondern ein geniales Tonwerk ist, hätte ich nur 2 Wünsche gehabt, nämlich hie und da größere Beschränkung der orchestralen Ausschmückung und Vermeidung des öfteren raschen Wechsels in den Harmonien.\r\n   Ich gehöre nicht zu den Puritanern, welche um jeden Preis das Orchester aus der Kirche entfernt wissen möchten, weil sie in demselben schon überhaupt ein profanirendes Element erkennen wollen, sondern hinsehend auf das Wort des Psalmisten: laudate eum in tympano et choro in psalterio et cithara, sowie auf die gegenwärtige Praxis in der Kirche*2) [Fußnote: »2) Die Ansicht der Redaktion stimmt mit den hier ausgesprochenen Principien ganz überein.«] finde ich im Hinzutritte der Streich- und Blasinstrumente mit ihren prächtigen Klangfarben ein mächtiges Kunstmittel zur Hebung des Gesanges. Das ist aber auch ihr eigentlicher Zweck; sie müssen daher stets eine untergeordnete Stellung einnehmen, und dürfen nie zu stark sich geltend machen. Nach diesem Grundsatze schien mir in der Messe das Orchester im Verhältnisse zum Gesange hie und da zu dominirend. Manche, namentlich von den Streichinstrumenten nur mit großer Bravour auszuführende Sätze, einige längere Ritornelle drängen das Orchester in den Vordergrund und lenken die Aufmerksamkeit vorwiegend auf dieses. In ritueller Beziehung wird auch durch die den Instrumenten eingeräumte Selbstständigkeit namentlich das Benedictus das schon seiner Natur nach eine kürzere Behandlung fordert, zu sehr in die Länge gezogen.\r\n   Ich pflichte ferner auch nicht jenen bei, welche den Kanon der Kirchenmusik von Palästrina bis Mozart für unverrückbar und Alles was darüber ist, für unzulässig halten, die demnach jede größere Manigfaltigkeit in Bezug auf Harmonie und Rythmus sowie in Betreff der musikalischen Ausdrucksmittel schon unkirchlich finden. Ich glaube vielmehr, daß der Entwicklungsgang, den die Musik bereits genommen, auch für die Kirche nicht zu ignoriren sei; ja manche Momente der von genialen Künstlern der neueren Zeit begründeten Richtung eignen sich besonders vortrefflich zur Darstellung des Geheimnißvollen und bringen mehr Leben und poetische Schönheit in das Ganze. Aber Manches ist wieder nicht geeignet und Maßhalten ist im alten und neuen Style für die Kirchenmusik geboten. Namentlich regt der oftmalige rasche Wechsel in den Harmonien das Gemüth auf und erzeugt Unruhe, was dem Zwecke der zum Gottesdienste bestimmten Musik entgegen ist. Nach dieser Seite hin konnte mich in der fraglichen Messe manche Partie, namentlich die Verbindung oder Wiederholung einzelner Sätze, im Credo, das unverkennbar für die musikalische Behandlung die größte Schwierigkeit bietet, weniger befriedigen. [/] Uebrigens verweise ich Sie Verehrtester! nochmals auf das im letzten Schreiben Gesagte und füge nur zur Hintanhaltung jedes Mißverständnisses bei, daß Bruckners Messe auch in kirchlicher Beziehung mir höher gilt, als so manche Messe, die man gewöhnlich als \"klassisch\" in Beziehung auf den Kirchenstyl bis zu den Wolken erhebt, gar nicht zu reden von den vielen Machwerken, die nur darum noch ihr Dasein fristen und als kirchlich gelten, weil sie \"leicht ausführbar\" sind, bei welchen aber Schönheit und Geist Nebendinge sind, weil es ihren Urhebern an Gefühl für erstere und an Erkenntniß für letzteren gänzlich mangelte.- A.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187002015, "Datum": "1.2.1870, Dienstag", "Haupttext": "[Irrtümlich: Skizze zum Finale der 2. Symphonie. Recte:] Skizze für die Orgelimprovisation am 14.4.1870 (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202015, "Datum": "1.2.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Hinweis in der »Presse« Nr. 31 auf S. 11, auf die Kirchenmusik am 4.2.1872: \n\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin [...] Sonntag den 4. Februar, um 11 Uhr, eine Messe von Mozart, Graduale von Laur. Weiß, Offertorium von Johann Krall. Die Soli werden Fräulein Pruckner, Fräulein Marie v. Prechtl und Herrn [sic] Maletzki vortragen. Hoforganist Professor Pruckner spielt die Orgel.\" (*).\n\n\n\nAnkündigungen auch in: \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 31 auf S. 6: \n\n     \" - Sonntag den 4 d.: Messe von Mozart, Graduale Altsolo von Weiß, Offertorium Baritonsolo von Joh. Krall. Die Soli werden vorgetragen von Fräulein Pruckner, Fräul. Beatrix v. Prechtl und Herrn Malecki. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2672 auf S. 7: \n\n     \" - In der Hofpfarrkirche St. Augustin: eine Messe von Mozart, [... Laurenz Weiß, Johann Krall, Pruckner, Marie Prechtl, Maletzki ...] Hof=Organist Pruckner spielt die Orgel.\" (***), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 31 auf S. 2: \n\n     \"[...] Sonntag um 11 Uhr wird eine Messe von Mozart, [... Weiß, Krall, Karoline Pruckner, Marie v. Prechtl, Maletzki ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\"  (°) \n\n\n\n und Tagespresse Nr. 31 S. 4 (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187302015, "Datum": "(1.2.1873, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "23.04.2023 13:55"}, {"ID": 187702015, "Datum": "1.2.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Eingangsvermerk des Dekanats auf dem Schreiben vom 26.1.1877. Wolschan [Welschmann?] notiert außerdem, daß eine Kopie für Bruckner erstellt wurde:\n\"prs. 1 Febr 1877.\n      Z. 328. \nFür H Anton Bruckner ein Intim cop. 1/2 [1]877.\n                        Wolschan [Welschmann?]\" (*).\n \nArtikel in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung, 4. Jahrgang, Nr. 4 auf S. 8:\r\n»Orchester- und Chorwerke.\r\nErste Aufführung im Jahre 1876.\r\nDen „Sign.” entnehmen wir eine interessante Zusammenstellung der großen Orchester- und Chorwerke, welche im vergangenen Jahre zur ersten Anhörung gelangt sind [...] - Bruckner: Symphonie (Wien). - [...]« [2. Symphonie am 20.2.1876] (**).", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:01"}, {"ID": 187802015, "Datum": "1.2.1878, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird wirkliches Mitglied der Hofmusikkapelle (*). Die Neue Zeitschrift für Musik 74 (1878) erwähnt auf S. 61 bei den Aufführungsmeldungen auch Bruckners 3. Symphonie: \n»Bruckner, Dmollsymphonie. Wien, Philharmon. Concert.« [sic! recte: Gesellschaftskonzert, am 16.12.1877] (**).\nKalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen und »3« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002015, "Datum": "(1.2.1880, Sonntag?)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Händels »Messias«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102015, "Datum": "1.2.1881, Dienstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 31 kündigt auf S. 3 des Abendblatts die morgige Kirchenmusik an:\n     \"(Kirchenmusik.) Mittwoch den 2. Februar: In der k. k. Hofcapelle kommt eine Messe in D, Graduale (Ave Maria) [WAB 6] und Offertorium (Locus iste) von Bruckner zur Aufführung.\" (*).\n \nÄhnlich die Neue Freie Presse Nr. 5901 auf S. 1 des Abendblatts (**).\n \nEin Inserat in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 332 auf S. 10 macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (wie schon am 31.1.1881 ohne Erwähnung der 4. Symphonie): \"Concert-Repertoire.\n     Gesellschaft der Musikfreunde. [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 200708126, "Datum": "12. - 18.8.2007, Sonntag bis Samstag", "Haupttext": "Im Mittelpunkt der Bruckner-Tage in St. Florian steht 2007 die 5. Symphonie: in der Orchesterfassung (am 17.8.2007 mit dem European Philharmonic Orchestra unter Peter Jan Marthé, zuvor eine Orgelimprovisation von Hermann Nitsch (*)) und in Fassungen für Orgel, Klavier zweihändig [entfällt wegen Krankheit] und Jazzensemble - (*a) Bearbeitung von Thomas Mandel (op. 69, Bruckner V. improvised), aufgeführt vom Temporary Art Orchestra und das Spring String Quartet (*a).\r\nAm 14.8.2007 Orgelimprovisation von Johannes Geffert mit dem Titel »Anton Bruckner probiert die Orgel der Royal Albert Hall«.", "Letzte Änderung": "27.02.2026 09:54"}, {"ID": 201208125, "Datum": "12.- 18.8.2012, Sonntag bis Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Tage in St. Florian unter dem Motto \"Die musikalischen Wurzeln Anton Bruckners\", u. a. mit Aufführungen von Klavier- und Orgelwerken (\"Steiermärker\", \"Abendklänge\", [prov. WAB 88]), der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\"), des \"Afferentur regi\" und des \"Vexilla regis\" (angekündigt: \"Os justi\") und einer Lesung aus Bruckners Briefen durch Stephanie Pik-Eisenburger und Klaus Laczika.", "Letzte Änderung": "22.02.2026 22:51"}, {"ID": 201808126, "Datum": "12. - 18.8.2018, Sonntag bis Samstag", "Haupttext": "Im Mittelpunkt der Brucknertage St. Florian \"Der Triumph über Raum und Zeit\" steht die 7. Symphonie (*).\n \nU. a. Vortrag von Klaus Heinrich Kohrs \"Pathos und Spiel. Bruckners 7. Symphonie als Capriccio\" (**).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 22:25"}, {"ID": 188402015, "Datum": "1.2.1884, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 9.2.1884) »1. Febr. Horn 3 fl schuldig.« [durchgestrichen, wohl als Zeichen der Erledigung] (*).\nNotiz Bruckners »1. Febr 5 fl« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502015, "Datum": "1.2.1885, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 26 bringt auf S. 5 eine \"Stimme aus dem Publikum, signiert \"D. R.\", die nach Erwähnung des Erfolges des Quintetts bei Hellmesberger in Wien [8.1.1885] anregt, daß der Linzer Musikverein die in Leipzig erfolgreiche Symphonie [7. Symphonie am 30.12.1884] für das Osterkonzert einplant:\n     \"Stimmen aus dem Publicum.\n          \"Nemo propheta in patria.\"\n     Wir glauben uns den Dank eines großen Theiles des Linzer kunstsinnigen Publicums zu verdienen, wenn wir an den Linzer Musikverein folgende Worte richten:\n     Wie auch die \"Tages=Post\" mittheilte, wurde kürzlich im dritten Quartettabende Helmesberger [sic] in Wien das Streichquintett in F-dur von Anton Bruckner mit sensationellem, geradezu unerhörtem Beifalle aufgeführt. Daß in Dresden, in Leipzig unseres Bruckners Werke aufgeführt werden und rauschenden Beifall ernten, ist ebenfalls bekannt.\n     Wir hoffen daher, daß unser Musikverein, nachdem man schon überall Bruckners Namen nennt, uns unseren engeren Landsmann recht bald in seinen Werken vorstellen werde, damit wir uns nicht von Fremden die guten Eigenschaften desselben erzählen lassen müssen.\n     Es dürfte beispielsweise ein sehr dankbares Unternehmen sein, Bruckners Symphonie, welche in Leipzig in der neuesten Zeit zur Aufführung gelangte und stürmischen Beifall erntete, gelegenheitlich [sic] des nächsten Oster=Concertes, bei uns aufzuführen. Wir sind überzeugt, der Herr Componist, als Landeskind, würde dem hiesigen Musikvereine sein Werk zu den coulantesten Bedingungen zur Verfügung stellen, daher der Kostenpunkt keine Frage bilden dürfte.\n            D. R.\" (*)\n \nBrief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester:\r\n     Über seine Klavierschülerinnen. Er habe durch Pernerstorfer Heinrich Friedjung, den Herausgeber der Deutschen Wochenschrift kennengelernt und werde dort die Kritikerstelle übernehmen. \"Helm hat mich dieser Tage dem Verleger Bruckner's - Gutmann vorgestellt, der mir jetzt auch Sitze in Concerte schickt.\" Erwähnt Oesterlein und Stradal, der morgen nach Budapest fahre, erzählt von Alltagsgeschehnissen. \"Bruckners Symphonie [7. Symphonie] wurde zum 2. Male in Leipzig aufgeführt vor dem Könige u sehr sensationell [König Georg von Sachsen, 27.1.1885]. Alle deutsch[en] Blätter sind voll darüber. [...]\" (**).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 7338 meldet auf S. 6, dass der Erstdruck des Streichquintetts erschienen ist:\n     \"Neue Musikalien (Bericht der k. k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus). Johannes Brahms, Op. 93 b): Tafellied für sechsstimmigen gemischten Chor mit Pianoforte; Anton Bruckner, Quintett für Streichinstrumente; Robert Fuchs [...]\"  (***).", "Letzte Änderung": "29.11.2024 07:26"}, {"ID": 188602015, "Datum": "1.2.1886, Montag", "Haupttext": "Erster Besuch Kloses bei Bruckner, der ihn nach der Lektüre eines Empfehlungsschreibens von Mottl als Privatschüler annimmt und für den übernächsten Tag zu einer Prüfung wiederbestellt (*).\nKritik zum »Te deum« [10.1.1886] in Carl Schöns Artikel in der »Lyra« IX. Nr. 9 auf S. 97(=3):\r\n»            Wiener Concerte.\r\n     Der Monatsregent im Concertsaal war im abgelaufenen Jänner Johannes Brahms! [... über die 4. Sinfonie, Liederabende ...] Nächst den Aufführungen der genannten Brahms'schen Werke war es Bruckner's Te Deum im 3. Gesellschaftsconcerte, welches das größte Interesse erweckte. Bruckner ist ein alter Mann geworden, bis man ihn in Wien zu würdigen anfing, [... Verdienst des Wagner-Vereins ... Werke werden sich trotz einiger tonangebender Kritiker durchsetzen ...]\r\n     Nächst den Aufführungen der genannten Brahms'schen Werke war es Bruckner's Te Deum im 3. Gesellschaftsconcerte, welches das größte Interesse erweckte. Bruckner ist ein alter Mann geworden, bis man ihn in Wien zu würdigen anfing, und es ist das Verdienst des akademischen Wagnervereines, die Werke dieses genial veranlagten Tondichters vor die Oeffentlichkeit gebracht zu haben. Wenn auch heute noch ein großer und – leider – tonangebender Theil der Kritik Bruckner's eigenartige Werke kurz abfertigt, so haben diese sich doch einen Platz in den Programmen der hervorragenden Concertinstitute und die Theilnahme der Hörer zu ersiegen vermocht. Bruckner's Te Deum nun scheint uns eines der vollendetsten, abgerundetsten Werke des Componisten zu sein. Es wirkt, wie die anderen bisher vorgeführten Sachen, zunächst durch den großen Zug, der durch dasselbe geht, durch große, oft imponirende Gedanken und ist von dem Hauptfehler anderer Kompositionen Bruckner's frei, von dem unvermittelten Springen in heterogene Gedanken, sowie dem zähen Festhalten und nicht Loslassenwollen eines einmal eingeführten Themas. Wirkt der erste Satz durch die eiserne Gewalt des Unisono Themas, so entzückt der F-moll-Satz \"Te ergo\" durch edle, warm empfundene Melodie, die sich, von einer schönen Geigenfigur umspielt, im \"Salvum fac“ wiederholt. Am meisten hat der Schlußsatz gezündet, dessen Modulation, unmittelbar vor dem letzten Alla breve eine Titanenhand geschrieben hat. Die contrapunktische Kunst Bruckner's ist eine riesige, ich möchte sagen, unheimliche; er steht in derselben Brahms nicht im Mindesten nach. Sein Gestaltungsvermögen erregt unser Staunen mehr, als das gewiß großartige Brahms. Aber Brahms ist ästthetisch [sic] geschulter als Bruckner, er wiegt seine Themen gegen einander ab, er setzt ihrer Durchführung Grenzen und macht zur rechten Zeit Halt, während Bruckner sich in der Regel in's Endlose zu verlieren droht. Insbesondere dem Te Deum nun gelten diese Worte nicht, die nur der Ausdruck der Gedanken sind, die sich dem Hörer gerade in dieser bewegten Brahms-Bruckner-Zeit aufdrängen müssen. Das Te Deum macht einen einheitlichen, harmonischen Eindruck und hätte bei besserer Besetzung des Soloquartettes noch mehr Wirkung gemacht. Die fabelhaft schwierig gesetzten Chöre wurden durch den Singverein zur besten Geltung gebracht.\r\n     [... Auflistung der anderen] Aufführungen im abgelaufenen Monat, welchem die Schonzeit der Musikreferenten, der Fasching, folgt. Er sei willkommen!      Carl Schön.« (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:30"}, {"ID": 188702015, "Datum": "1.2.1887, Dienstag", "Haupttext": "Kritik der 7. Symphonie (signiert »G.E.«) in der Vossischen Zeitung Nr. 52, Beilage (*).\nBruckner notiert seine Gebete ab heute (bis zum Morgen des 28.7.1888) in einem anderen Kalender (**).\r\nDas Morgengebet des 1.2.1887 ist genauer im aktuellen Kalender notiert (***).\nDie Linzer Zeitung meldet [verspätet und irrig], daß Bruckner dem Berliner Konzert beiwohnen werde. Zur Zeit schreibe er an der 9. Symphonie:\r\n» * (Musikalisches.) Wie Berliner Blätter melden, wird Herr Professor Anton Bruckner nach Berlin kommen, um der ersten dortigen Aufführung seiner siebenten Symphonie im Concerte der Philharmonischen Gesellschaft beizuwohnen. Der Componist arbeitet zur Zeit an seiner neunten Symphonie, welche er, dem Beispiele seines großen Vorbildes folgend, mit einem großen Schlußchor versehen will.« (°).\n(Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Bernhard Deubler\r\n     Er (Burgstaller) wolle für die Christlichen Kunstblätter (= Organ des Diözesan-Cäcilien-Vereins) Berichte der Chorregenten aller oberösterreichischen Stifte (Repertoire etc.) bringen und bitte auch Deubler darum. Morgen werde Arnleitner im Neuen Dom eine Litanei von Josef Gruber aufführen. Wegen der in St. Florian geplanten Generalversammlung [des Cäcilien-Vereins] werde er sich an Prälat Moser wenden; Deubler möge mit dem Stiftsdekan wegen der musikalischen Produktionen sprechen. Grüße an den Florianer Chor, speziell an dessen Cäcilienvereinsmitglieder (°°)).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 19:41"}, {"ID": 188802015, "Datum": "1.2.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners [bei Oktober 1887]:\r\n   »1. Febr 888. Fr Kathi für Febr 7 fl.« (*).\nGratulations-Schreiben der Kapitulare von St. Florian [zum Konzert am 22.1.1888] (**), unterzeichnet von Anton Lindpointner (1815 - 1891, Kustos und Hofmeister), Franz Worell (1849 - 1929, Pfarrprovisor in Herzogshof), Johann Ackerl (1851 - 1923, Theologieprofessor), Josef Moisl, Peter Leberbauer (1858 - 1921, Kooperator an der Stiftspfarre), Philipp Mayr (1879 - 1903 Dechant in Enns), Albin Czerny (1821 - 1900, Historiker, Stiftsbibliothekar), Johann Baptist Breselmayr (1834 - 1902, Theologieprofessor), Franz Kranawitter (1835 - 1897, Rentmeister), Josef Weiß (1846 - 1899, Theologieprofessor), Bernhard Deubler, Franz Althuber, Franz Resch (1846 - 1923, Pfarrprovisor in Mauthausen), Johann Faigl (1835 - 1899, Stiftsarchivar) [siehe die Anmerkung] und [durch eine Schweifklammer als »Cleriker des Stiftes St. Florian« zusammengefasst:] Benno Brunbauer (1866 - 1914), Joseph Ackerl (1863 - 1917), Anton Riedl (1865 - 1938), Joseph Reisinger (1865 - 1948), Rudolf Berner (1867 - 1913), Karl Leicht, Franz Baier (1866 - 1932) und Karl Karr (1866 - 1932) [siehe die Anmerkung] (***).]\nDie »Lyra« XI, Nr. 9 (310) berichtet auf S. 87 [= 3] von der Aufführung der 4. Symphonie [22.1.1888] und vom Erscheinen der Partiturausgabe bei Gutmann:\r\n   \"Anton Bruckner's vierte Symphonie, („romantische”), welche am 22. Jänner durch das Hofopernorchester unter Hans Richters Leitung zur Aufführung gelangte, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (°).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 13 bringt mehrere Bruckner-Meldungen:\r\nüber das Konzert am 15.1.1888 in Linz auf S. 141:\r\n    \" - Aus Linz schreibt man uns: \"Am 15. Jänner fand der erste interne Vortragsabend des hier jüngst in's Leben getretenen und heute schon eine ansehnlich Zahl von Mitgliedern umfassenden Richard Wagner-Zweigvereines mit schönem Erfolge statt. [... Lob für den Chor, der] ferner Bruckner's \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] und Liszt's \"Die heilige Cäcilie\" mit prächtigstem Gelingen zum Vortrage brachte. [...] Nach diesem schönen Gelingen des ersten Abends kann man dem nächsten internen Vortragsabend im Monate März mit lebhaftem Interesse entgegensehen.\" [keine Signatur] (°°) \r\nund über die 4. Symphonie und das »Te deum« am 22.1.1888 auf S. 137:\r\n    \"[...] Ein gleichfalls sozusagen unter der Aegide des Wiener Wagner-Vereines oder wenigstens von demselben nahestehenden Kreisen veranstaltetes Concert brachte zu Ehren Anton Bruckner's, des mit Unrecht so vernachlässigten vaterländischen Tondichters, zwei hochbedeutende Werke desselben zu vorzüglicher Aufführung. [... großer Erfolg beider Werke ...] Die Symphonie gewann sich sichtlich zahlreiche neue Freunde aus allen musikalischen Parteien, ja selbst aus der Bruckner sozusagen diametral gegenüberstehenden. Wer könnte, wollte er sich noch den Besitzer gesunder Ohren nennen, Eindrücken widerstehen, wie sie so grossartig durch den imposant feierlichen ersten Satz, das tief empfundene elegische Andante und das kecke Jagdscherzo in uns wachgerufen werden, wer die hohe Bedeutung einer so eminent kirchlichen und von religiöser Poesie tieferfüllten Tondichtung, wie wir sie im Te Deum bewundern, leugnen! [... Lob für die Mitwirkenden ... sie gaben] unseren in dieser Beziehung ziemlich indolenten musikalischen Kreisen ein schönes beherzigenswerthes Beispiel, wie man es eigentlich mit der Ehrung grosser, zumal einheimischer Künstler zu halten hat. [... über weitere Konzerte ...] E. v. Hartmann.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "17.04.2026 12:22"}, {"ID": 188902015, "Datum": "1.2.1889, Freitag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 12 bespricht auf S. 90 das Konzert Josef Labors am 6.1.1889:\n     \" - Einer unserer wenigen bedeutenden Künstler auf der Orgel, Herr Josef Labor, fand in einem am 6. v. M. im grossen Musikvereinssaale gegebenen selbstständigen Concerte reichliche Gelegenheit, sein eminentes Können in das beste Licht zu stellen. [... über die Orgelwerke ...] SämmtlicheOrgelvorträge [sic], wie nicht minder die vom Concertgeber und Frl. Lilli v. Neumann mit poetischer Feinheit zum Vortrage gebrachten Variationen von Schumann für zwei Klaviere lohnte seitens der allerdings nicht überaus zahlreich erschienenen Zuhörerschaft anhaltender und wohlverdienter Beifall. An diesem hatte aber auch der Chor des akademischen Wagner-Vereines gerechten Antheil, welcher unter Herrn Robert Erben's Führung - der Dirigent Herr Schalk war durch Unpässlichkeit verhindert - mit Präcision Chöre von Haydn, Bruckner und Palästrina zu Gehör brachte.\" (*).\n \nDie Linzer Tages-Post Nr. 27 meldet auf S. 6:\n     \" § Ehrung. Der Akademische Gesangsverein in Wien hat den Componisten Professor Anton Bruckner zum Ehrenmitgliede ernannt.\" (**).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:50"}, {"ID": 189002015, "Datum": "1.2.1890, Samstag", "Haupttext": "August Göllerich benutzt eine Konzertbesprechung im Deutschen Volksblatt Nr. 388 auf S. 1-3 zu einem Seitenhieb gegen die Wiener Kritiker: \n\n\"Liszt's \"Legende von der heiligen Elisabeth\" im Wiener Hofoperntheater. \n      [... über die Ablehnung Liszts durch Hanslick ... Brahms habe kürzlich in einer Musikhandlung einen Trauermarsch von Liszt verspottet ...] \"dieser müsse sehr viel Alkohol genossen haben, als er ein solches Stück componirte!\" - womit sich der Meister der Nüchternheit bei dessen Werken (wie Hanslick phantastisch kundgegeben) alle Herzen mit den Geigen \"um die Wette zittern\", jenem berühmten Recensenten vereint fand, der einst drucken ließ: \"Bruckner componire wie ein Betrunkener.\" Seither scheint der Alkohol seine verheerenden Wirkungen in den Kreisen der fortschrittsfeindlichen Musikkritik Wiens so lange fortgesetzt haben, bis ihr Haupt Hanslick gelegentlich der ersten \"Elisabeth\"=Aufführung in der Hofoper bei \"alkoholisirter Kindlichkeit\" angelangt ist, [... ausführlich zum Urteil Hanslicks und Kalbecks ...]        August Göllerich.\"\n[siehe die Anmerkung zum 3.2.1890]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189102015, "Datum": "1.2.1891, Sonntag", "Haupttext": "Inhalt:\nA. Graz\n     Kritik 30.1.1891 (*), Ankündigungen (**) und (***), Konzert (°)\nB. Wien Besprechungen der 3. Symphonie (Aufführung am 25.1.1891)\n     Hirschfeld (°°)/(°°°), Stolzing (#), -d-r. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung (##),\n     Musikalische Rundschau (###), Wilhelm Frey (b), Max Dietz (c)\nC. Varia\n     Notiz: Ende Konservatoriumsdienst (a)\r\n     Ankündigung 3. Symphonie in Prag (d), Hofkapellendienst (e)\n     Nachruf auf Verhulst (f)\n \n \nA. Graz\n \n(*) Besprechung des Konzerts vom 30.1.1891 im Morgenblatt der Grazer Tagespost Nr. 32 (vermutlich durch Theodor Helm):\n     \" * (Grazer \"Richard Wagner Verein.\")\r\nIm kleinen Ressourcesaale wurde Freitag ein sehr gut besuchter musikalisch-geselliger Abend des Grazer \"Richard Wagner-Vereines\" abgehalten. [... Beethovens Geistertrio mit J. Schalk, Josef Malina und Czerwenka ...] In den beiden Sätzen (3. und 1.) der Bruckner'schen Symphonie Nr. 4 in Es-dur, welche Herr Professor J. Schalk allein auf dem Claviere frei aus dem Gedächtnisse vortrug, erwies sich derselbe als hervorragender Künstler. Die Leistung übte auf den Kenner des gewaltigen Werkes einen geradezu verblüffenden Eindruck. Lebhafter Beifall wurde dem Vorgenannten zu Theil. Zum Schlusse wurde das Adagio aus Bruckner's Streichquintett in F-dur von den Herren Malina, Czerwenka [Cello], Capellmeister Schalk, Geyer und Köhler vorzüglich unter allseitigem Beifalle gespielt. Auch diese prächtige Tonschöpfung übte auf das Auditorium einen bedeutende Wirkung.\" [keine Signatur] (*).\nDieses Blatt (**)\r\nund die Grazer Morgenpost Nr. 26 (***)\r\nweisen nochmals auf das heutige Konzert hin.\n\r\n(**) Das Inserat der Grazer Tagespost lautet:\r\n\"Sonntag den 1. Februar  1891 um halb 5 Uhr Nachmittags | im Stephanien-Saale: | Viertes | Mitglieder-Concert | des | Steiermärkischen Musik-Vereines | unter der artistischen Leitung des Herrn Josef Schalk, Professors am Conservatorium und Dirigent des Wagner-Vereines in Wien. [...] 3. Anton Bruckner: Symphonie in Es-dur Nr. 4 (Romantische), comp. 1874, a) Ruhig bewegt; b) Andante; c) Scherzo, bewegt; d) Finale, mässig bewegt. (Erste Aufführung in Graz.) [... Preise, Vorverkauf ...]\" (**).\n\r\n(***) Das Inserat in der Grazer Morgenpost verwendet die Vorlage vom 29.1.1891:\r\n\"Heute Sonntag den 1. Februar um halb 5 Uhr nachmittags / im Stephanien-Saale: [...] unter der artistischen Leitung des Herrn Franz Schalk [sic], Professors am Conservatorium und Dirigent des Wagner-Vereines in Wien. [...] 3. Anton Bruckner: Symphonie in Es-dur Nr. 4 (Romantische), comp. 1874, a) Ruhig bewegt; b) Andante; c) Scherzo, bewegt; d) Finale, mässig bewegt. (Erste Aufführung in Graz.) [... Preise, Vorverkauf ...]\" (***).\n(°) Aufführung der 4. Symphonie unter Josef Schalk im Konzert des Grazer Musikvereins um 16:30 Uhr im Stephanien-Saal (°).\r\nZuvor erklingen Beethovens Coriolan-Ouvertüre und Richard Wagners Siegfried-Idyll. Möglicherweise wirkte Franz Schalk als Bratscher mit (°a).\r\nJosef Schalk hatte auf dem Programmzettel eine Erklärung zum Werk abdrucken lassen (°b).\n \nB. Wien - Besprechungen der 3. Symphonie (Aufführung am 25.1.1891)\n(°°) Artikel von R. Hirschfeld über die 3. Symphonie in der Neuen Wiener Musikzeitung 2 [recte vermutlich \"II/9\": 2. Jahrgang, Heft Nr. 9] (1891) (°°), S. 85-88:\r\n(°°°) »[...] Von musikalischer Logik wird viel gesprochen und noch mehr geschrieben; schließlich ertappen wir uns jedesmal dabei, daß wir logisch das Gewohnte, unlogisch das Ungewohnte nennen [...]« (S. 85), »[...] nur meine man nicht, einer Bruckner'schen Symphonie nach dem ersten oder zweimaligen Hören fertige Urtheile entgegenstellen zu dürfen. Die erhabensten Kunstgenüsse sind selten die bequemsten. Das Studium einer Bruckner-Partitur zählen wir zu den höchsten künstlerischen Freuden [...]« (S. 86) - und [Fortsetzung in einer späteren Nummer?] S. 97-99 (°°°).\n(#) Artikel von Josef Stolzing in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 5 auf S. 6 [über die 3. Symphonie am 25.1.1891]:\r\n\"Musikaufführung des Wiener akademischen Richard Wagner-Vereines. - [...]\r\n     Mit einer Musikaufführung, deren Programm so herrlich sich von ähnlichen Unternehmungen unterschied, hat der  akademische Wagner-Verein eine glänzende That in der an wahrer Musik so armen \"Concertsaison\" vollbracht. Möchte doch sein Beispiel Nachahmung finden!\r\n[ ... über die Wagner-Werke ...]\r\n     Anton Bruckner's D-moll-Symphonie Nr. 3 machte den Schluß. Nach jedem Satze folgte heller Jubel, und der Meister erhielt einen Lorbeerkranz. War auch die stürmische Kundgebung nicht nach dem Geschmacke der Herren Hanslick, Königstein, Heuberger, Kalbeck und Consorten, so war sie doch umso echter, als die Arier entschieden in der Mehrzahl gegen das sonstige semitische Publicum waren.\r\n     Die D-moll-Symphonie zweimal in kurzer Zeit nacheinander aufzuführen, das war für den Herrn Hofrath zu viel. Doch wie gerne hätte er Bruckner statt Brahms für den Messias in der neudeutschen Musik erklärt, wenn er nur nicht seine D-moll-Symphonie dem Meister Richard Wagner gewidmet hätte. Der unpraktische Componist! Wie schön hätte sich auf dem Titelblatte die Widmung ausgenommen:\r\n     \"Dem berühmten Musikkritiker Herrn Hofrath Dr. Eduard Hanslick gewidmet in tiefster Ehrfurcht vom Verfasser.\"\r\n     Dafür wäre dann in der \"Neuen Freien Presse\" zu lesen gewesen:\r\n     \"Ed. H. Anton Bruckner ist der größte Symphoniker nach Beethoven - pardon, nach Mendelssohn - und die letzte Aufführung seiner D-moll-Symphonie war für uns ein Ohrenschmaus nach der feierlichen Langeweise der kalt declamirenden, unendlichen Melodie Wagner's.      Josef Stolzing.\" \"\r\n[anschließend eine mit \"J. C.\" signierte Kurzkritik über das Quartett Kretzschmann und ein Hinweis auf eine Veranstaltung des Neuen Richard Wagner-Vereins am 13.2.1891 im großen Saal der Wiener Ressource (\"deutsche Gäste sind herzlichst willkommen\") [kein Werk Bruckners angekündigt] und auf einen Vortrag von Josef Czerny über den Fliegenden Holländer am 6.2.1891 (#).\n(##) Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 4 bringt auf S. 40 eine Kritik (signiert \"-d-r.\") zum Konzert vom 25.1.1891 (mit der 3. Symphonie):\r\n     \"Die Musikaufführung des akademischen Wagner=Vereines (25. Jänner) führte unter Hofkapellmeisters Hans Richter's Leitung drei bekannte Werke vor. Wagner's \"Parsifal=Vorspiel\", u. \"Siegfried=Idyll\" und Bruckner's D-moll-Symphonie Der große Musikvereinssaal war bis auf den letzten Platz gefüllt und das Auditorium sehr beifallslustig. Den meisten Erfolg aber hatte die permanente Brucknerausstellung, welche nach jedem Satze von Neuem eröffnet wurde. Nach dem zweiten Satze erhielt Bruckner einen Lorbeerkranz, den ihm einige Schüler - wohl zum Zeichen ihrer vollsten Zufriedenheit mit dem Meister - überreichten. Ueber die beispiellos beklatschte Symphonie können wir Neues nicht sagen und verweisen auf unseren ausführlichen Artikel darüber in der Neujahrsnummer dieses Blattes. Die Wiedergabe des Werkes war nicht so sorgfältig wie im philharmonischen Concerte und verhielt sich zu dieser etwa wie eine Generalprobe zur Aufführung. Dagegen war der Applaus im philharmonischen Concerte anscheinend nur die Generalprobe desjenigen im Wagnervereins=Concerte.\r\n                    –d–r.\" (##).\n(###) Diese Aufführung wird auch in der Musikalischen Rundschau Nr. 4 auf S. 39 besprochen:\r\n\"Wiener Concerte.\r\n[...]\r\n.....Am 25. v. M. fand eine vom Wiener akademischen Wagnerverein veranstaltete Musik-Aufführung statt. Die Hauptnummer des Programmes bildete die Wiederholung der im vorletzten philharmonischen Concerte aufgeführten dritten Symphonie von Anton Bruckner. Es ist dies ein Werk, welches vielleicht deutlicher als irgend ein anderes die Vorzüge und Mängel des genial veranlagten Componisten documentirt. Trotz Bruckners reicher Phantasie, trotz zahlreicher glücklicher Einfälle und der vielen feingearbeiteten, trefflich contrapunctirenden Partien fehlt es der ganzen Symphonie an Vollendung des künstlerischen Baues. Die Themen sind mehr mosaikartig zusammengesetzt, als organisch aus sich heraus entwickelt. Man vermisst den Eindruck des Nothwendigen, des Logischen. Im Allgemeinen zeugt sich der Componist in dieser Symphonie stark von Wagner und Beethoven beeinflusst: bald fegt ein Wolkenfetzen aus der \"Götterdämmerung\" vorüber, bald werden wir durch ein Wetterleuchten Beethoven'schen Geistes daran gemahnt, dass auch \"die Neunte\" aus D-moll geht.\r\n     Anton Bruckner wurde selbstverständlich nach jedem Satze von den bekanntlich sehr temperamentvollen Wagnerianern gerufen und mit einem Lorbeerkranze bedacht. Der Symphonie ging Wagners \"Siegfried-Idyll\" und das stímmungsvolle \"Parsifal\" Vorspiel voraus. Der von Hans Richter geleiteten Aufführung lässt sich nur Gutes nachsagen.\" (###).\n\r\n(a) Dort (Musikalische Rundschau) auch auf S. 43 eine Notiz, daß Bruckner am Konservatorium für ein Jahr beurlaubt wurde:\r\n\"Von der Gesellschaft der Musikfreunde.\r\n[...] Ueber ein Gesuch des Professors Anton Bruckner um Ertheilung eines einjährigen Urlaubes wurde beschlossen, diesen Urlaub gegen Carenz aller Bezüge und gegen Enthebung von der Verpflichtung, Substituten zu bestellen, zu gewähren. [...]\" (a).\n(b) Kritik von Wilhelm Frey zum Konzert vom 25.1.1891 im Wiener Salonblatt Nr. 5 auf S. 14f:\r\n          \"Concerte.\r\nIn dem knappen Zeitraume von kaum zwei Wochen sind im Bösendorfersaale in unmittelbarer Aufeinanderfolge vier musikalische Persönlichkeiten aufgetreten, von denen jede einzelne einen individuellen Charakterkopf zeigt. [... Therese Carreno, Josef Wienianski, Moritz Rosenthal, Emil Sauer ... weitere Konzerte ...] Der akademische Richard Wagner=Verein glaubt den Componisten der erst jüngst von den Philharmonikern zur Aufführung gebrachte [sic] D-moll=Symphonie, Anton Bruckner, nicht besser ehren zu können, als wenn er dieses Werk nochmals und zwar in einer passende [sic] Umrahmung in die Oeffentlichkeit brächte. [... damals ungünstig am Programmende (hungriges Modepublikum!) ... diesmal nur 2 kürzere Stücke Wagners zuvor ...] - Der Erfolg nun, den das mehrfach bezeichnete Werk diesmal fand, war ein allgemeiner, ein rauschender, fast lärmender und der große Componist mit dem hellen Blick und dem jugendlichen Gehaben, mußte unzählige Male auf dem Podium des großen Musikvereinssaales erscheinen, um seinem gerührtesten Dank für die ihm zugedachten und in's Werk gefaßten Ovationen Ausdruck zu verleihen. Anton Bruckner wird diesen Tag zu den erhabendsten [sic] Erinnerungen seines Lebens zählen und die Leitung des Wagnervereines darf stolz darauf sein, dem wackeren Meister die große Ehrung dargebracht zu haben. Wilhelm Frey.\"\r\n[siehe die Anmerkung] (b).\n(c) In der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 3 (3. Jännerheft ) bespricht Max Dietz auf S. 77 (Artikel S. 76 - 78) die Aufführung der 3. Symphonie beim Wagner-Verein [25.1.1891]:\r\n                 \"Musikalische Chronik.\r\n     Im Bösendorfer-Saale lenkte eine junge Mexikanerin durch den Massenandrang des Publikums zu ihren Konzerten beinahe das wachsame Auge der Polizei auf sich, Therese Carreño, eine jener bildschönen Frauengestalten, die auf den ersten Anblick siegen.[... über weitere Konzerte und Liederabende ...]\r\n     [... S. 77: Ambrosius-Verein, Wagner-Verein ...] Den Schluss des Konzertes bildete Bruckner's vielumstrittene dritte Symphonie in D-moll. In ihr bemerkt man deutlich, wie der Bacillus der Wagnermanie den gesunden Bau der symphonischen Form anfrisst. Wir wollen nicht missverstanden sein. Auch wir zählen zu den aufrichtigen Verehrern des gewaltigen Bayreuther Meisters, doch kann darüber keine Täuschung obwalten, dass Wagner's Theorie, auf die reine Instrumentalmusik angewendet, so gut wie die Faust auf's Auge passt und nur Anlass zu traurigen Verirrungen bieten kann. Dass das großzügige, wenn auch ungleich gearbeitete Werk einen stürmischen Erfolg davontrug, ist bei der Zusammensetzung dieser Zuhörerschaft sonnenklar. Immer von Neuem ward der hochbetagte Komponist aus dem stillen Winkel der Bescheidenheit, in den er sich zaghaft zurückgezogen, durch dröhnende Beifallssalven aufgescheucht, hervor- und hinaufgejubelt und ihm, eben als er auf der Estrade schüchtern in sich zu versinken drohte, ein Riesenlorbeerkranz in die zitternde Hand gedrückt. Hierauf brausender Jubel, lärmendes Bravorufen und damit Ende.           Dr. Max Dietz.\" (c).\n \nC. Varia\n(d) Das Prager Tagblatt Nr. 32 kündigt auf S. 7 die 3. Symphonie für den 14.2.1891 an: \" *- Vom Neuen deutschen Theater. Mit Rücksicht auf den am 7. Februar stattfindenden Ball der deutschen Schriftsteller und Künstler wurde der Spielplan dahin festgesetzt. daß an diesem Abend keine Novität aufgeführt wird. Es wurde demnach [...] das zweite philharmonische Concert auf den 14. Februar angesetzt. Die Gedenkfeier von Richard Wagner's Todestag wird am 13. d. M. mit der Aufführung des \"Fliegenden Holländer\" in neuer Inscenirung und Ausstattung begangen. Das zweite philharmonische Concert, das den Tag darauf stattfindet, bedeutet zugleich eine Nachfeier, da die erste Abtheilung des Concerts die Symphonie Nr. III (D-moll) von Anton Bruckner bringt, welche bekanntlich Rich. Wagner gewidmet ist. [...]\" (d).\n(e) Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (e).\nBruckner wird im Nachruf auf Verhulst in der \"Caecilia\" Nr. 4/5 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 29 erwähnt [irrtümlich 6. Symphonie statt recte 3. Symphonie]:\r\n\"[...]  Een bewijs voor deze meening vonden wij in de wedergave onder V's. leiding van de 6de Symphonie van Brückner, — een werk aan Richard Wagner opgedragen en geheel en al in diens stijl gedacht en geschreven; — die uitvoering liet niets te wenschen over en heeft dit peil bij eene herhaling niet kunnen bereiken.\r\n     [...].\" (f).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 11:58"}, {"ID": 189202015, "Datum": "1.2.1892, Montag", "Haupttext": "Schwanzaras Aufzeichnung einer Universitätsvorlesung Bruckners (*).\nBrief von Robert Lienau an Oberleithner:\r\n   Teilt auf das Schreiben vom 27.1.1892 mit, daß die Partitur der 8. Symphonie sofort gedruckt werden könne, wenn die letzten Korrekturen (ab S. 130) von Oberleithner zurück seien [vgl. 4.2.1892]. Die restlichen Bläserstimmen folgten in einigen Tagen. Der Druck selbst dauere nach Vorliegen aller Korrekturen höchstens 8 Tage (**).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 18:27"}, {"ID": 189302015, "Datum": "1.2.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an P. Sebastian Mayr in Kremsmünster:\r\n     Kondoliert zum Tod Oddo Loidols. Grüße an den Abt und Landeshauptmann [Leonhard Achleuthner] und das gesamte Kapitel. Er selbst sei seit etwa 8 Tagen krank und heute erstmals kurz außer Bett. Prof. Schrötter behandle ihn (*).\nArtikel »Episoden aus Dr. Anton Bruckner's Leben« in der Steyrer Zeitung Nr. 10 auf S. 3 [Text wie am 27./28.1.1893, mit etlichen Druckfehlern]:\r\n\"                  Localnachrichten.\r\n[...]\r\n     Episoden aus Dr. Anton Bruckner's Leben. Der \"Linzer Ztg.\" schreibt man am verflossenen Donnerstag Nachstehendes aus Steyr: Seit dem Jahre 1875 verbringt unser so vielseits geschätzter Landsmann und Componist den Sommer in der Stadt Steyr. Hier hat er eine kleine Gesellschaft, in welcher er in seiner originellen Art und Weise Geschichtchen aus seinem Leben zum besten gibt, die imstande sind, die Gesellschaft stundenlang zu fesseln. Ich will nicht zurückgreifen auf Erlebnisse aus der Zeit, da er als wohlbestallter Schulgehilfe in Windhaag bei Freistadt um 25 [sic] fl. pro Jahr wirkte und nebstbei bei eventuellen Hochzeiten um einen \"Zwanziger\" aufspielte, sondern einige aus letzterer [sic] Zeit wiedergeben: R. Wagner hatte einen Friseur namens Schnappauf. Einst besuchte Bruckner (es war nach den Triumphen, welche er mit seiner VII. Symphonie geerntet) Bayreuth und traf den Haarkünstler. Nach beiderseitiger Begrüßung platzte dieser heraus: \"Ist also doch wahr worden, das der todte Meister sagte!\" \"Nun, was sagte er?\" entgegnete Bruckner. Hierauf Ersterer: \"Der Meister meinte immer, daß Sie noch der Welt was erzählen werden.\" \"So, das hat der Wagner gesagt? Sehen Sie, wann ich Sie jetzt nicht treffe, erfahre ich dies mein Lebtag nicht.\" – Als Bruckner beim Organistenwettspiel in England weilte, war alles über ihn, beziehungsweise seine Art, die Orgel zu behandeln, entzückt. Eine Lady ließ ihm sagen, er möge englisch lernen, damit sie mit ihm, falls er wiederkommt, reden kann. Doch Bruckner darauf zum Dolmetsch: \"Sagen Sie der Lady, sie möge deutsch lernen, wann sie mit mir reden will.\" – Ueber den Effect der VII. Symphonie brachte das \"Berliner Tageblatt\" einen mit Geist geschriebenen Aufsatz, in welchem unter anderen die Bemerkung stand, daß, während andere Tonkünstler Lorbeeren ernteten, Bruckner G'selchts und Knödel aß und weitercomponierte. Bruckner laß [sic] den Artikel und sprach: \"Schön geschrieben, aber von dem G'slchten [sic] und den Knödeln die G'schicht' könnte wegbleiben. Ws [sic] braucht jeder Mensch zu wissen, was ich gern esse!\" Solck [sic] Schnurren folgen eine der anderen, wenn Meister Bruckner gu [sic] aufgelegt ist. – Es sei bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam gemacht, daß Bruckner mütterlicherseits aus Steyr stammt, da die Wiege seiner Mutter in dem Hause Nr. 24 am Stadtplatz das jetzige Café Landsiedl) stand.\" (**).\nDie Analyse der 8. Symphonie durch Max Graf in der Musikalischen Rundschau Nr. 3 wird auf S. 22f mit dem 2. und 3. Satz fortgesetzt:\r\n\"   Eine Analyse der achten Symphonie (C-moll) von Anton Bruckner.\r\n             II. Scherzo (¾, Allegro moderato).\r\n     Umrauscht von abwärtssteigenden Violingruppen erscheint in Viola und Cello des [sic] breitspurige Hauptthema (\"Der deutsche Michel\"):\nc' es' f' g' g  | c' es' f' g' g | c' g' as' b' b' [sic] | c'\r\n     Bald beginnt ein anmuthiges Wechselspiel in der Umkehrung. Das Horn bringt das Thema, Oboe und Clarinette dessen Umkehrung. Während die Umkehrung zerbröckelt, erhält das vom Horn gebrachte Hauptmotiv das Uebergewicht und schreitet chromatisch aufwärts, begleitet von den Bässen; das Thema erscheiint [sic] nach und nach über dem von der 1. Violine consequent festgehaltenen hohen b in den verschiedensten Instrumenten. Endlich verhallt es in Es-dur: nur Pauken, Celli und Bässe lassen in leisen Schlägen Es erschallen. Nach diesem kleinen Einschnitt verwandeln sich die absteigenden Violingruppen in aufsteigende, während die Umkehrung des Hauptthemas von Cello und Bass figurirt in der Clarinette erscheint und eine geraume Zeit den Satz beherrscht. Ueber einen Paukenorgelpunkt (c) und unter dem Erklingen der Violingruppen beginnt die Clarinette das Thema wieder in der Originalgestalt. Interessant ist die folgende Stelle, wo unter dem von den Violinen gebrachten as die Hörner das Hauptthema in Rosalien aufsteigend bringen, während darunter Bässe und Celli wuchtig in Septaccorden aufsteigen.\r\n[das Beispiel betrifft die Takte 25 bis 30]\n\r\n     Der Schluss ist in C-moll: Die Pauke hält das c, die Violine das g fest, während das Thema in der ursprünglichen Tonlage (C-moll) erklingt.\r\n     Trio (langsam 2/4). Eine zarte, innige Melodie bildet das Hauptthema (As-dur), (\"Der Michel träumt ins Land hinaus\"), mit welcher das jubelnde E-dur-Thema (von drei Hörnern gebracht) den grössten Contrast bildet. Die zweite Melodie paraphrasirt in den reinen Accordtönen die Harfe, deren Figuration von den Violinen übernommen wird. Die Hornmelodie nehmen die Violinen in etwas veränderter Gestalt auf, während alle vier Hörner die Umkehrung bringen; das bildet die Ueberleitung zur Anfangsmelodie. Die zweite Melodie erscheint hierauf zum zweiten Male in E-dur, verstärkt von Holz- und Blechbläsern, während, wie früher die Violine, jetzt das Fagott und das 4. Horn die Harfenfiguration übernehmen. Mit plötzlicher Wendung nach As dur nehmen die Hörner die Melodie auf, die Harfenfigur wird von der Clarinette fortgesetzt, und das Ganze – Piccicati [sic] der Streicher geben den Grund – figurirt die Flöte.\r\n     Hierauf Reprise.\r\n                       III. Adagio.\r\n     (Des-dur, feierlich langsam, doch nicht schleppend.) Das Adagio erscheint als die technisch vollendetste Schöpfung Bruckner's. In ihr ist die Individualisirung der einzelnen Stimmen des Orchesterapparates aufs Subtilste ausgeführt, stellenweise bringen alle Stimmen eigene Melodien, welche sich zu einem grossartigen Gesammteindrucke vereinen. Die Instrumentation ist von berauschender Färbung (man beachte die von Harfen umspielten psalmodirenden Stellen: die Er[fi?]ndung dieses Satzes überragt alle früheren.\r\n     1. α) 2. Violin, Viola, Celli (divisi) und Bass (piccic.) bilden in eigenartig stockenden Synkopen\n\r\nden dunklen Untergrund, über welchen [sic] die 1. Violine [sic] das Hauptthema (basirt auf as-a a-g[sic]) bringen. Den Nachsatz des breit auslegenden Hauptthemas bildet eine absteigende Violingruppe, unter ihrer Führung belebt sich der Orchesterapparat, und mit plötzlicher Wendung nach A-dur erscheint nach einem Violinaufschwung das Choralthema der Streicher. Hier treten zum ersten Male die Harfen ein, welche die eigenartigen Accordführungen der Streicher (Des-moll [Septaccord] – As-dur – Es-dur –Es-dur [grosser Nonenaccort in zweiter Umkehrung] – F-dur) begleiten.\r\n     1. β Hierauf Wiederholung vom Anfange, statt des früheren Ueberganges nach A-dur erscheint H-dur und damit der ganze Toncomplex (Choralstreicherthema – Choral mit Harfe) um einen Ton höher (Schluss in G-dur).\r\n     2. Eine kurze Phrase des 2. Hornes führt\r\n     3. zur Gesangsgruppe der Celli (eine der genialsten Eingebungen Bruckner's!), begleitet von Violinen (divisi) 2. Oboe II. Cl. Bei der Wiederholung des Themas wird es von einer Solovioline, welcher die Flöte canonisch folgt, umrankt.\r\n     4. Ein kurzer Verbindungssatz, in welchem die Bläser das Gesangsmotiv inkleiner Veränderung aufnehmen.\r\n     5. Wiederholung vom Anfange an. Während das 1. Thema ertönt, stimmt das F-Horn in die sehnsüchtige Melodie canonisch ein. Dies ist der Beginn einer variationsmässigen Durchführung, in welcher sich alle Stimmen selbstständig loslösen. 1. und 2. Violine das Hauptthema, F-Horn canonische Nachahmung, 3. Violine [sic! recte: 3 Soloviolinen] folgt dem Horn, so dass sich das Thema dreimal in der Entfernung von je einer halben Note übereinanderschiebt. Das erste Motiv zerfällt in seine zwei Theile (1. auf das chromatische Intervall a–as basirt und 2. absteigender Nachsatz), Vordersatz und Nachsatz werden getrennt verwendet. Bass, Fagott und Contrabasstuba beginnen den Vordersatz, Clarinett und 2. Violine gleichzeitig den absteigenden Nachsatz, während die erste Violine eine variationsmässige Melodie darüberspinnt. Ihr gesellt sich die Flöte zu, während die Oboe die zweite Violine unterstützt und gleichzeitig das [Horn] die Umkehrung des absteigenden Nachsatzes (aufsteigende Motiv) bringt. Dasselbe erhebt sich auch in Bass und Cello, muss aber der von Violinen gebrachten Umkehrung weichen, welche den Uebergang zur Gesangsgruppe bildet.\r\n     6. Auch hier werden alle Stimmen selbstständig gemacht. Gleichzeitig mit der Gesangsgruppe ertönt in der Solovioline die Umkehrung. Die ausdrucksvollste Stelle ist hier, wenn die Umkehrung in der Tenorposaune [sic!??] gebracht wird, bis sie im vollsten Glanze in den Violinen erscheint.\r\n     7. Das Hauptthema wird von der Viola in 1/16 Begleitung umspielt, bis es unter der 1/16 Begleitung des ganzen Streichorchesters im Blech erschallt.\r\n     8. Als Uebergang schiebt sich hier ein neues Gesangsmotiv ein (sanft und zart, sehr gesangvoll), welches allmälig unter starker Steigerung des Orchesters anschwillt und zur gewaltigen Schlusssteigerung führt.\r\n     9. Die Steigerung gipfelt in dem von Harfenklängen gehobenen Choralthema. Wie im ersten Satze schliesst nach dieser Steigerung der Satz nicht, sondern er erhält ein sanft verklingendes Ende. Die Synkopenbegleitung zerfällt immer mehr bis nur ein Ton übrig bleibt, welcher von den Streichern picc. gebracht wird. Darüber gewegt sich der Ansatz des Gesangsthemas und der Vordersatz des ersten Themas (in den Hörnern). In der Vergrösserung des letzteren klingt das Adagio aus.\r\n     Das Schema des langen Satzes (seine Aufführung währt eine halbe Stunde) ist also:\r\n     1. α) I. Hauptthema – Choral;\r\n         β) I. Hauptthema – Choral (einenTon höher).\r\n             2. Uebergang.\r\n             3. II. Hauptthema (Gesangsgruppe.)\r\n             4. Uebergang.\r\n              Durchführung.\r\n     5. 1. Variationsförmige Verarbeitung des 1. Themas.\r\n     6. 1. Variationsförmige Verarbeitung des II. Themas (Gesangsgruppe).\r\n     7. 2. Variationsförmige Verarbeitung des I. Themas.\r\n     8. Statt 2. variationsmässiger Bearbeitung des II. Themas (Gesangsgruppe) – neues Gesangsmotiv.\r\n     9. Schluss. α) Choralaufschwung,\r\n                        β) verhallender Schluss (I. Thema, II. Thema).\r\n     Auch dieser Satz ist, wie man sieht, von grösster Regelmässigkeit im Aufbau und glanzvoller Uebersichtlichkeit – und das zu beweisen, war einzig der Zweck dieser Analyse.\r\n                       (Schluss folgt.)  \" (***).\nAnkündigung der 3. Symphonie (am 3.2.1893) in den Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 52 auf S. 3:\r\n\"Theater und Musik.\r\n     + Musikalische Akademie. Das nächste (fünfte) Abonnementkonzert findet Freitag den 3. Februar im kgl. Hoftheater statt. Zur Aufführung gelangen: Mendelssohn Ouverture \"schöne Melusine\", Beethoven Violinkonzert, Herr Konzertmeister Benno Walter, Anton Bruckner dritte Sinfonie D-moll (zum ersten Male). [... Kassenöffnungszeiten ...].\" (°).\nDie Zeitschrift \"Unverfälschte Deutsche Worte\" erwähnt auf S. 36 in einer Konzertbesprechung (signiert \"J. K. H.\") auch Bruckner:\r\n\"                      Deutsche Kunst.\r\n       (Compositionsconcert des Josef Reiter.)\r\n     Die deutschnationalen Kreise Wiens können mit Stolz und Genugthuung auf den 12. Jänner d. J. zurückblicken, der in seiner Art ein Siegestag, eine glänzende Kraftprobe der deutschnationalen Partei war, und – heißt es ja die von Rich. Wagner begonnene Entjudung der Musik werkthätig fortzusetzen – geeignet ist, als Markstein in der nationalen Erziehung des Ostmarkvolkes zu gelten.\r\n     [... Konzert im Musikvereinssaal ...].\r\n     Es ist allgemein bekannt, daß das internationale Judenthum nicht allein die Wirthsvölker wirthschaftlich schädigt, sondern auch geistig verseucht, indem es Sitte und Gebrauch, Literatur und Kunst verfälscht und verwälscht und jede gesunde nationale Volksregung mit ihrer Presse erdrückt und erstickt. Auch Josef Reiter, der jüngste deutsche Künstler hat, wie Bruckner und Wagner, diese sattsam bekannte Methode an sich bisher erfahren und wird die Polypenarme dieser Presse bis ans Ende seiner vielversprechenden Laufbahn empfinden. [...]\r\n    [... über den Kritiker Horn [Camillo Horn], der sich der Judenpresse zuneige ... zum Schluss auch Bemerkungen über das Konzert, Lob für Appel und Duesberg ...].    J. K. H.\" (°°).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 07:44"}, {"ID": 189402015, "Datum": "1.2.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel in der »Lyra« auf S. 4 über die Berliner Aufführungen der 7. Symphonie [am 6.1.1894] und des »Te deum« [am 8.1.1894] (*).\nMehrere Zeitungen kündigen die Aufführung des »Germanenzugs« durch die Wiener Singakademie am 4.3.1894 an:\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 30 auf S. 5: 1.2.1894, Nr. 30, S. 5:\r\n„       Theaterzeitung.\r\n[...]\r\n      * Die Wiener Singakademie veranstaltet ihr zweites diesjähriges Concert Sonntag, den 4. März, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale. Es gelangen unter Mitwirkung des „Schubertbundes” folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven ...]; Bruckner, „Germanenzug”, Chor für Männerstimmen und Instrumental=Begleitung.\" (**),\nNeue Freie Presse Nr. 10575 auf S. 6:\r\n\"     – Die Wiener Sing=Akademie veranstaltet ihr zweites diesjähriges Concert Sonntag den 4. März, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale. Es gelangen unter Mitwirkung des „Schubertbund” folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven ...]; Bruckner, „Germanenzug”, Chor für Männerstimmen und Instrumental=Begleitung.\" (***),\nNeues Wiener Journal Nr. 98 auf S. 5:\r\n\"    * Die \"Wiener Singakademie\" veranstaltet ihr zweites diesjähriges Concert Sonntag den 4. März, Mittags halb 1 Uhr, im Großen Musikvereinssaale. Es gelangen unter Mitwirkung des „Schubertbund” folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven ...]; Bruckner, Germanenzug, Chor für Männerstimmen und Instrumentalbegleitung.\" (°),\n»Die Presse« Nr. 30 auf S. 11:\r\n\"     – Concertanzeigen. [...] Die \"Wiener Sing=Akademie\" veranstaltet ihr zweites diesjähriges Concert Sonntag den 4. März, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale. Es gelangen unter Mitwirkung des „Schubertbundes” folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven ...]; Bruckner, Germanenzug, Chor für Männerstimmen und Instrumentalbegleitung.\" (°°)\nund »Das Vaterland« Nr. 30 auf S. 6:\r\n\"     – Die Wiener Sing=Akademie veranstaltet ihr zweites diesjähriges Concert, Sonntag, 4. März, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale. Es gelangen unter Mitwirkung des „Schubertbund” folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven ...]; Bruckner, „Germanenzug”, Chor für Männerstimmen und Instrumentalbegleitung.\" (°°°).\nDie \"Caecilia\" Nr. 4 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) bespricht auf S. 25f (= S. 3f) das Konzert [am 17.1.1894] mit dem \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6]:\r\n\"               KRONIEK.\r\n             CONCERTEN.\r\n     Uit 's-Gravenhage:\r\n     Het 76-ste Toekomst concert, vereerd met de tegenwoordigheid van H. M. de Koningin-Regentes, Beschermvrouw dezer Maatschappij, werd geopend met Bach's Preludium in c, door den heer A. N. Koopman met juiste en duidelijke phraseering en, voor zooveel het orgel in het Gebouw zulks toelaat, met de noodige afwisseling in geluiden voorgedragen.\r\n     Verder liet zich als solist hooren de heer Anton Hekking. Daar deze pas op een Diligentia-concert opgetreden en zijn spel bij die gelegenheid door mij besproken is, kan ik thans kort over hem zijn en volstaan met de vermelding, dat hij ook thans zijn naam handhaafde als een der eerste cellisten van den tegenwoordigen tijd en dat de aanwezigen hem als zoodanig huldigden door warm applaus. De heer Willem Kes, die door toevallige omstandigheden zijn begeleider op de piano was, verdient allen lof voor de wijze, waarop hij zich van de bereidwillig op zich genomen taak kweet.\r\n     Het overige van het concert werd ingenomen door voordrachten van Het klein koor a cappella uit Amsterdam, onder leiding van den heer Ant. Averkamp. Daar het koor wegens ziekte van een aantal leden — naar men mij mededeelde, waren niet minder dan negen dames ten gevolge van de influenza genoodzaakt thuis te blijven — zeer onvoltallig was, wensch ik een beslist oordeel daarover op te schorsen, tot ik het later eens in beter condities kan hooren. Gaarne breng ik echter lof aan de fraaie uitvoering van Bruckner's Ave Maria en Brahms' Darthula's Grabgesang; de vertolking dezer werken moet, dunkt mij, ook zelfs den meesteischende voldaan hebben.\r\n    [... über das 5. Diligentia-Konzert ...]\" [keine Signatur] (#),\nteilt auf Seite 33 (= S. 11) die genaue Programmfolge dieses Konzerts mit:\r\n\"  — 17  '94. — 76-ste Toekomst-concert met medewerking van het Klein koor a cappella uit Amsterdam onder leiding van den heer Ant. Averkamp, van den heer Anton Hekking, solo-violoncellist uit Berlijn, en denheer A. N. Koopman, orgel. — 1. Praeludium in c voor orgel, J. S. Bach; 2. a. Psalm 134 (zesstemmig), Jan Pietersz. Sweelinck; c.[sic] Benedictus (vierstemmig), en Hosanna (zesstemmig), Giovanni Pierluigi da Palestrina ; c. Crucifixus (zesstemmig), A. Lotti; 3. a. Sarabande, — b. Gavotte, Popper; 4. a. Nigra sum (vijfstemmig), Palestrina; b. Jerusalem surge, Jac. Clemens non Papa; c. Ave Maria, Ant. Bruckner. — 5. Psalm 150 (achtstemmig), Jan Pietersz. Sweelinck ; 6. a. Air, Bach; b. Träumerei, Schumann; c. Polonaise in d, Anton Hekking; 7. Darthula's Grabesgesang, Brahms.\" (##)\nund berichtet auf Seite 30 (= S. 8) von den Berliner Konzerten [7. Symphonie am 6.1.1894 und \"Te deum\" am 8.1.1894]:\r\n\"     Berlijn. — Op het zesde Symphonieconcert van de Kon. Kapel werd o. a. Bruckner's 7-de Symphonie in E uitgevoerd. De componist, die het concert bijwoonde, werd na het derde en het vierde deel geroepen. Men kon den ouden heer — den 4-den September van dit jaar wordt hij 70 jaar, — de vreugde van het gelaat lezen, — zegt de Allg. Mus. Zeitung, — want zooveel eerbetoon valt hem niet eiken dag ten deel. Te Weenen toch, waar hij woont, is het publiek hem over het geheel wel gunstig gezind, doch de bladen zijn scherp tegen hem gekant. Deze erkennen onder de levende componisten slechts een Sinfoniker en dat is Brahms. Alle achting voor Brahms, — zoo gaat het blad verder, — maar de rijkdom, kracht en verhevenheid van vinding, die men in Bruckner's werken aantreft, bezit hij niet. Het moeilijke werk, dat te Berlijn nog slechts eenmaal in zjjn geheel, onder Klindworth's leiding, werd ten gehoore gebracht, was door Muck zeer zorgvuldig ingestudeerd en het orkest deed zijn uiterste best om het zoo schitterend mogelijk weer te geven.\r\n     Enkele dagen later was Bruckner andermaal met een groot werk aan het woord, nl. met zijn Te Deum. Het was op het tweede concert van het Philharmonische Koor onder Siegfried Ochs.\r\n     Behalve genoemd werk bevatte het programma nog de jongste compositie van Eugen d'Albert, vier stukken van Hugo Wolf, twee Trio's voor vrouwenstemmen en Bach's Orgel-Toccata in d, door dr. Heinrich Reimann ter opening van het concert voorgedragen. Eugen d'Albert's Der Mensch und das Leben, voor zesstemmig koor en orkest, wordt als een werk van beteekenis geprezen. Ook de stukken van Hugo Wolf moeten veel goeds bevatten. Het waren Margit's Gesang voor mezzo-sopraan, Anacreon's Grab voor tenor, Elfenlied voor sopraan en vrouwenkoor, en Feuerreiter voor koor en orkest. De Allg. Mus. Zeitung zegt over de vertolking van deze werken: «Behalve koor en orkest verdienen grooten lof de mezzo-sopraan mej. Anna Corver, de tenor de heer Georg Ritter en de sopraan mej. Jeannette de Jong. Het Elfenlied werd gebisseerd. Voor de uitvoering der trio's voor vrouwenstemmen (composities van Martin en Cherubini met een Volkslied van Brahms als toegift) voegde zich nog de alt mej. Marie Snijders bij de twee reeds genoemde dames. Allen drie zijn leerlingen van mevr. Schultzen-von Asten (d. w. z. zij hebben zich sedert een jaar onder de leiding dezer dame gesteld, nadat zij gedurende een 5-tal jaren den cursus voor solozang van den heer A. Spoel aan de Koninklijke Muziekschool te 's-Gravenhage hadden gevolgd. Red.) Zij weten met bewonderenswaardige juistheid den klank harer stemmen met elkander in evenwicht te brengen en voeren hare gezangen uit zoo zuiver, smaakvol en met zooveel eenheid van uitdrukking, dat men ternauwernood woorden van lof genoeg kan vinden.»\r\n     Ook in Bruckner's Te Deum, waar de dames de Jong en Snijders alsmede de hh. Ritter en Lurgenstein medemerkten, worden eerstgenoemden bizonder geprezen.\" [keine Signatur] (###).\nBruckner übergibt der Wiener Universität das Widmungsexemplar der Partitur der 1. Symphonie.\r\nKanzleivermerk beim Briefkonzept vom 19.2.1894: \"Dr. Anton Bruckner überreicht die der Universität gewidmete Erste Symphonie (C Moll). Praesentatum 1.2.1894 (a).", "Letzte Änderung": "21.11.2025 08:50"}, {"ID": 189602015, "Datum": "1.2.1896, Samstag", "Haupttext": "Die Österreichisch-Ungarische Musiker-Zeitung Nr. 3 bringt mehrere Kurzbiographien, darunter auch auf S. 14 eine von Bruckner:\r\n\"[.... Louis Köhler * 1820, Herrmann Ludwig Ferdinand Helmholz * 1821 ...].\r\n     Anton Bruckner, geb. 4. September 1824 zu Ansfelden (Ober=Oesterreich) kam schon frühzeitig als Sängerknabe in das Stift St. Florian, wo er Clavier= Violin=  und Orgelunterricht genoß, wurde Volksschullehrer, nahm durch 8 Jahre bei Sechter in Wien Compositionsunterricht, wurde Stiftorganist in St. Florian, 1868 k. k. Hoforganist und Professor für Orgelspiel, Harmonie= und Contrapunktslehre am Conservatorium zu Wien und nebenbei noch Lehrer für Clavierspiel an der Wiener k. k. Bildungsanstalt für Lehrerinnen, welche Stelle er jedoch bald mit einem Lectorate an der k. k. Universität vertauschte. 1890 legte er aus Gesundheitsrücksichten seine Stelle am Conservatorium nieder und 1891 erhielt er von der Wiener Universität den Doctortitel. Im Jahre 1869 machte er als Orgelspieler eine Reise nach Frankreich und England, die ihm viel Ehre einbrachte. Er ist unbestritten einer der bedeutendsten Orgelspieler des 19. Jarhunderts [sic] und der hervorragendste unter den lebenden Symphonikern. Er schrieb: 8 Symphonien (1., 2. und 8. C-moll, 3. D-moll, 4. Es-dur, 5. B-dur, 6. A-dur, 7. E-dur), 3 Messen, 1 Streichoctett [sic], 1 Te deum, Männerchöre u. dgl.\r\n     [... Jacob Offenbach * 1822, Josef Dachs * 1827 ...].\" (*).\nDie Österreichische Musik- und Theaterzeitung VIII, Nr. 12/13 (Faschingsnummer, redigiert von Arthur Barde) erwähnt auf S. 4 Bruckner in einem offensichtlich Hanslick gewidmeten Gedicht Arthur Bardes:\r\n\"               Nachruf\r\n     für einen noch lebenden\r\n       Wiener Musikkritiker.\r\nEndlich hat der Mann hier auch in's Gras gebissen,\r\nBissig war er jederzeit, wie wir Alle wissen;\r\nHat mit grossen Worten stets nur betäubt die Massen,\r\nAn Verständniss, principiell, hat er's fehlen lassen.\r\nWagner, Bruckner, Kienzl auch wollt' er massakriren\r\nUnd mit einem Quentchen Hirn Meister kritisiren.\r\nAuf das Unvergängliche spritzt er grüne Galle\r\nWas ihm unverständlich ist, glaubt er, ist's für Alle.\nJetzund liegt er todt und kalt da wie seine Werke -\r\nBosheit schafft nichts, Bosheit ist keine geist'ge Stärke.\r\nEinsam bleibt sein Grab bei Tag, keiner scheert sich d'rum.\r\nDa der giftige Schwätzer ja lautlos jetzt und stumm. -\r\nNur bei mondenheller Nacht dort man sehen kann\r\nIm Gebet versunken steh'n einen armen Mann.\r\nSilberweiss das Haar, der Mund lispelt vor sich leise\r\nEine alte Melodie, eine süsse Weise:\r\n„Selig sind, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen.\r\nDenn ihrer ist das Himmelreich.” (**a).\nAuf Seite 6 ist Folgendes zu lesen:\r\n   \"Vermischtes.\r\n   [...]\r\n   * Ein hervorragender Wiener Kritiker beabsichtigt demnächst hier eine Fleischbank zu etabliren, in welcher die von ihm eigenhändig geschlachteten Componisten und Schriftsteller portionenweise zu „herabgesetzten Preisen” abgegeben werden. Wir machen jetzt schon unsere P. T. Leser hierauf aufmerksam, da es für Kunstgourmands zweifellos einen Leckerbissen bedeutet, wenn man alsdann einen „Schlögl” von Bruckner oder ein „Hinteres” von Ibsen spottbillig erstehen kann.\r\n   * Die Herren Löwe und Schalk haben einem ehrenvollen Rufe in die Hinterbrühl Folge geleistet, um sich von der dortigen Brucknergemeinde anräuchern zu lassen. [... Simandl sei Vegetarier geworden ... die Lebensmittelpreise dürften nun sinken ...]\" (**b).\nIn der Beilage berichtet auf Seite 10 Theodor Helm von der Aufführung des \"Te deum\"  am 12.1.1896:\r\n\"                        Wiener Concerte.\r\n[...] \r\n    Zweites Gesellschaftsconcert. Nach vierjähriger Pause wurde im letzten Gesellschaftsconcert (12. Jänner) einmal wieder Bruckner's allgewaltiges, bereits weltberühmtes „Tedeum” aufgeführt. Der Eindruck der grossartigen Schöpfung [...] war wieder ein mächtiger, obgleich die Aufführung Einiges zu wünschen liess und sich das Werk auch nicht in der rechten Umgebung befand. [... Herbecks Orgelsymphonie wäre passender als die \"Tanzmomente\" gewesen, die eine Carnevalsstimmung erzeugten], von der dann der Uebergang zur künstlerischen Andacht für ein kirchliches Meisterwerk nur schwer zu finden war. Eine Dame im Parquet bemerkte sogar nach den „Tanzmomenten” ganz naiv: „Das war wirklich reizend! Wenn nur noch so ein lustiges Stück käme und nicht so ein langweiliges (sic!) „Tedeum”, das gehört doch nur in die Kirche, nicht in den Concertsaal und gar jetzt im Fasching, wo man doch lieber tanzt als betet!” Sprach's und verliess auch gleich darauf stolz den Saal. Was die Aufführung anbelangt, so litt sie vor Allem an der Unsicherheit des auch stimmlich (den führenden Sopran des Fräuleins Chotek ausgenommen) viel zu reizlosen Soloquartettes. Den äusserst wichtigen, vom Componisten herrlich bedachten Tenorpart sang Herr Dippel vom Hofoperntheater durchaus correct. Wie viel eindringlicher hätten aber diese inbrünstig frommen Bittgesänge aus dem Munde etwa seines Collegen Winkelmann gewirkt! Nach unserer Meinung sollte man überhaupt nur Solisten allerersten Ranges für Bruckner's „Tedeum” zu gewinnen suchen. Schon um der Schwierigkeit der Aufgabe willen, welche kaum viel geringer, als im Finale von Beethoven's neuenter Symphonie. Chor und Orchester waren von Herrn v. Perger gut studirt, so dass bis auf eine sehr bedenkliche Schwankung Alles klar herauskam und besonders die ebenso echt Bruckner'sche kühne, als meisterliche Polyphonie der grandiosen Schlussfuge in ziemlich deutlichen Umrissen hervortrat. Doch wünschten wir im Ganzen mehr Schwung, es schien jener Glauben, jene wahre Begeisterung für die Sache zu fehlen, durch welche der Berliner Dirigent, Herr Siegfried Ochs, an der Spitze des dortigen „Philharmonischen Chores” dem „Tedeum” in der deutschen Reichshauptstadt eine geradezu hinreissende Wirkung verschafft haben soll. Diese stellte sich neulich in Wien erst bei dem unmittelbaren, allerdings überwältigend glanzvollen Schlusse des Werkes ein. Nicht endenwollender Beifallssturm dankte dem greisen Schöpfer dieser hehren Festklänge, als man seiner - wie im philharmonischen Concert - wieder auf seinem bescheidenen Plätzchen im Hintergrunde einer Parterreloge ansichtig wurde. [... über Mottls Rameau-Bearbeitung und die Brahmsschen Chöre ...]    Theodor Helm.\" (**c).", "Letzte Änderung": "25.04.2026 02:30"}, {"ID": 189702015, "Datum": "1.2.1897, Montag", "Haupttext": "In der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung wird\r\nauf S. 33 das Konzert vom 17.1.1897 (mit der d-Moll-Messe) (*)\r\nund auf S. 34 die Steyrer Aufführung des Quintetts am 14.1.1897 (**) besprochen.\nEine Kritik zur d-Moll-Messe erscheint auch in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 11 auf S. 4f (\"Wiener Concerte\", Theodor Helm) (***),\r\nin deren Beilage auf S. 10 (\"Musik- u. Theaterbriefe\") Bruckner erwähnt wird (Kritik an der Programmzusammenstellung des Reichenberger Männergesangvereins) (°).\nGustav Schönaich bespricht in der Reichswehr Nr. 1072 (Morgenblatt) auf S. 1f (Feuilleton \"Concerte\") die d-Moll-Messe [17.1.1897] (°°).\nAuf die Ähnlichkeit des Schubert'schen Lebenslaufs mit dem Bruckner'schen (Vorfahren Bauern, später Lehrerstand etc.) wird kurz hingewiesen in der \"Lyra\" Nr. 9/524 (\"1. Hornung 1897.\") auf S. 5/101:\r\n\"     Franz Schubert's Abstammung. Der Liedermeister entstammt einem kerndeutschen, nordösterreichischen Bauerngeschlechte, das sich, wie dies auch bei Bruckner der Fall war, in einer Auszweigung dem Lehrerstande in Lichtenthal bei Wien gewidmet hatte. So kam Franz Schubert, der Bauernstämmling denn als Lehrerssohn auf Wiener Boden zur Welt. [...]\" (°°°)\nund im Salzburger Volksblatt Nr. 25 in einer Konzertbesprechung auf S. 3, signiert \"Pisano\":\r\n\"     Heute haben wir die Genugthuung, Franz Schu­bert von aller Welt als einen der größten deutschen Tondichter anerkannt zu wissen. Er ist einer von denen, die sich vom Lehrer zum Künstler aufge­schwungen haben, wie ein Dr Bruckner u. v. A. Mit gerechtem Stolze kann der Lehrstand auf diese großen Männer blicken, die aus seiner Mitte hervor­gegangen sind. [...]      Pisano.\" (#)", "Letzte Änderung": "17.08.2026 14:56"}, {"ID": 189802015, "Datum": "1.2.1898, Dienstag", "Haupttext": "In der \"Lyra\" Nr. 9 erscheint auf S. 118 eine Kurzkritik zur Aufführung der 3. Symphonie [am 9.1.1898] (*).\nDie Allgemeine Zeitung München Nr. 31 kündigt auf S. 6 das Konzert vom 4.2.1898 mit der 5. Symphonie an (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189902015, "Datum": "1.2.1899, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner wird in einer Konzertbesprechung in The Guardian Nr. 2774 (London) auf S. 24 erwähnt (mit leiser Kritik an der Werkdauer):\r\n\"                      Music.\r\n     The Queen's-hall Symphony Concerts were resumed on Saturday with a programme [... unvermeidliche Russen, Griegs \"Symphonische Tänze\" ... über den Missbrauch des Begriffs \"symphonisch\" durch moderne Komponisten ...]. To most of them it seems to be equivalent to \"scored for full modern orchestra, special prominence being assigned to the heavy brass and instruments of percussion.\" Now \"symphonic\" has nothing to do with noise or length, as these gentlemen seem to imagine. It connotes structural characteristics, treatment, and the spirit in which the work is approached. There are symphonies of Haydn and Mozart which take only half as long in performance as those of Bruckner and require less than half the number of players, and yet are ten times more truly symphonic. [... Grieg und Tschaikowskys Vierte ...].\r\n                                      C, L. G.\"", "Letzte Änderung": "21.04.2023 13:10"}, {"ID": 190002015, "Datum": "1.2.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt berichtet auf S. 77 vom 3. Abonnementskonzert des Orchestervereins unter Maszkowski in Breslau, in dem die 3. Symphonie zur Aufführung kam. Solist des Abends war der Geiger Ysaye.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190202015, "Datum": "1.2.1902, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Chores \"Um Mitternacht\" [vermutlich WAB 90, siehe die Anmerkung] im Volkskonzert des Wiener Männergesangvereins unter Eduard Kremser im Großen Musikvereinssaal.\r\nWeitere Mitwirkende: Frau Bricht-Pyllemann (Gesang) und Prof. Hans Hoffmann (Klavier) (*).\n(Konzert in Vöcklabruck (**).\n[am selben Tag?] Artikel im Oberösterreichischen Gebirgsboten über dieses Konzert (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190402015, "Datum": "1.2.1904, Montag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch den Frankfurter Cäcilicenchor unter August Grüters. Auf dem Programm steht noch ein Werk Händels (Acis und Galatea).", "Letzte Änderung": "08.12.2025 11:35"}, {"ID": 190502015, "Datum": "1.2.1905, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Rudolf Louis »Bruckners Streichquintett in F-Dur« in den Münchener Neuesten Nachrichten.", "Letzte Änderung": "20.02.2023 12:40"}, {"ID": 190602015, "Datum": "1.2.1906, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie (am 9.1.1906) durch Theodor Helm (»Musikbrief Wien«) im Musikalischen Wochenblatt, S. 99 (*).\n\nZum selben Konzert erscheint auch eine Kritik, signiert \"rsp\", in der Zeitung \"Die Zeit\" Nr. 1204 auf S. 3 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191002015, "Datum": "1.2.1910, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie in Wiener Neustadt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191102015, "Datum": "1.2.1911, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und des »Te deum« (*a) unter Francesco Paolo Neglia in Hamburg (*).\nBesprechung der 5. Symphonie [30.1.] durch Rudolf Louis in den Münchner Neuesten Nachrichten (**).", "Letzte Änderung": "06.10.2025 02:54"}, {"ID": 191202015, "Datum": "1.2.1912, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik zur 5. Symphonie in Budapest [vor dem 18.1.1912] in Zeneközlöny.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191402015, "Datum": "1.2.1914, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Ferdinand Biechl »Widmung des Bundes zu einem Bruckner-Denkmale« in den Mitteilungen des Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundes.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192002015, "Datum": "1.2.1920, Sonntag", "Haupttext": "Die Zeitschrift Donauland veröffentlicht im Februar-Heft (dem letzten des 3. Jahrgangs 1919/20) auf S. 1110f einen Aufsatz von Alois Höfler \"Anton Bruckner und sein Meister\", der als Ergänzung zu Hans Thorntons Artikel vom 1.12.1919 feststellt, dass am 21.3.1886 Bruckner nicht in fließender Rede gesprochen habe, aber tief empfunden und anrührend. Er erwähnt die erste Klavieraufführung des Adagios der 7. Symphonie beim Wagner-Verein kurz nach Wagners Tod und schildert Bruckners Dankesworte am 21.3.1886. Am 14.10.1896 sei in der Karlskirche die von Ferdinand Löwe arrangierte Trauermusik aus dem Adagio von Hans Richter dirigiert worden.", "Letzte Änderung": "18.12.2024 16:45"}, {"ID": 192102015, "Datum": "1.2.1921, Dienstag", "Haupttext": "Die \"Freiheit\", Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Nr. 52 bringt auf S. 2f die Konzertumschau von F. F. Windisch, die sich u. a. mit dem Konzert vom 24.1.1921 befasst:\n\"[...]\n     Der wesentliche Bestandteil im 7. Nikisch=Konzert war Bruckners 2. Symphonie (c-moll). Nikischs Interpretation nimmt mit der Zeit dogmatischen Charakter an. Seine Auffassung ist – besonders bei Bruckner – zu einer stereotypen Einstellung erstarrt, die stärker die einzelne Linie zur Auswirkung bringt als die resultierende Dimension. Trotz aller Gediegenheit im detaillierten Aufbau vermißt man Kühnheit und Impulsivität im Gesamtentwurf, ohne die ein Brucknersches Crescendo irdisch und ein Wiener Walzer-Scherzo (wie in der 2. Symphonie) leblos bleibt. Im solistischen Mittelteil des Programms bot d'Alberts wirkungsvolles, aber wenig eigenzüngiges Violoncell-Konzert dem schnell gereiften, jungen Alexander Kropholler Gelegenheit zur Entfaltung seiner durchsichtigen Technik und gesanglichen Klangintensität.\n     [... andere Konzerte ...].\"", "Letzte Änderung": "07.08.2026 11:15"}, {"ID": 192402015, "Datum": "1.2.1924, Freitag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 32 teilt auf S. 10 mit, dass heute für die Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde der Vorverkauf für das Bruckner-Konzert am 17.2.1924 [1. und 9. Symphonie] beginne (*).\n\n\nAufführung der 9. Symphonie durch das Chicago Symphony Orchestra \nunter Eric DeLamarter in Chicago. Auf dem Programm stehen außerdem Werke\n von J. S. Bach [vermutlich das 3. Brandenburgische Konzert] und \nBeethoven (Es-Dur-Klavierkonzert mit Carl Friedberg), diese unter der Leitung von Frederick Stock. [Wiederholung am 2.2.1924] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192502015, "Datum": "1.2.1925, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von Haydns »Schöpfung« durch die Freie Typographia unter Heinrich Schoof im großen Musikvereinssaal. Ursprünglich war das »Te deum« vorgesehen (*).\nArtikel von Dr. Franz Nikolussi »Franz Forstners Brucknerbüste« [recte: Franz Forster] im Linzer Volksblatt Nr. 26 auf S. 1 (**).\nThe Dayton Daily News Nr. 165 (Dayton, Ohio) schreiben auf S. 23 (= S. 7 des 2. Teils):\r\n\"MUSICAL AUTHORITY FINDS JAZZ HAS ITS GOOD POINTS\r\n           BY THE REV. GREGORY FEIGE,\r\nProfessor of History of Music at the University of Dayton.\r\n     Many music lovers seem to think that it means the ruin [... ausführlich zum Thema \"Jazz\" ... über die Musikerziehung des Autors ...]. I was reared on classics, especially the three great B.s: Bach, Beethoven and Bruckner. [... weitere Musikliteratur ... Jazz etc. ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 21:06"}, {"ID": 192602015, "Datum": "1.2.1926, Montag", "Haupttext": "In Klosterneuburg wird eine Straße in »Anton Bruckner-Gasse« umbenannt (*).\n \nBruckner wird kurz erwähnt im Artikel \"Das Lied von der Erde\" von R. S. Hoffmann in \"Radio Wien\" Nr. 18 auf S. 46 (= S. 702) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192802015, "Datum": "1.2.1928, Mittwoch", "Haupttext": "Buchbesprechung von August Stradal \"\"Bruckner\" von Ernst Kurth\" im Prager Abendblatt.", "Letzte Änderung": "06.08.2026 06:01"}, {"ID": 192902015, "Datum": "1.2.1929, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre durch die Wiener Philharmoniker unter Karl Luze in einem Konzert des Wiener Männergesangvereins im Großen Musikvereinssaal in Wien. Mitwirkende in diesem Konzert sind Franz Mairecker (Violine), Herta Offner (Klavier), Ladislaus Kemeny (Tenor) und Franz Riedl (Bariton).", "Letzte Änderung": "21.05.2026 11:40"}, {"ID": 193102015, "Datum": "1.2.1931, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Chors \"O Lord Most Holy\" [= \"Ave Maria\" WAB 6] durch den Westminster Chapel Choir  beim Abendgottesdienst um 20 Uhr in der First Presbyterian Church in Ithaca (Predigt: Dr. Hardin).", "Letzte Änderung": "24.09.2025 15:59"}, {"ID": 193202015, "Datum": "1.2.1932, Montag", "Haupttext": "Kritik der 8. Symphonie [30.1.] von Alfred Einstein im Berliner Tageblatt (*).\nDer Rundfunksender München (angeschlossen: Nürnberg, Augsburg und Kaiserslautern = Bayerischer Rundfunk) bringt in einer vierzigminütigen Konzertstunde ab 16:20 Uhr Lieder, zuletzt Duette für Sopran und Alt, darunter von Bruckner „Die Mutter erfreut das freudige Schweben“ [aus Musikalischer Versuch/Vergissmeinnicht WAB 93]. Mitwirkende sind Hedwig Stumpf (Sopran), Eva Schmid oder Emmy Wutz (Alt) und Richard Staab (**).", "Letzte Änderung": "29.03.2026 09:28"}, {"ID": 193402015, "Datum": "1.2.1934, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Furreg an Max Auer: \n   Die Verhandlungen mit der Nationalbibliothek stockten, da Robert Haas und Alfred Orel uneins seien. Haas behaupte zu Recht, daß Orel bei der Herausgabe der 9. Symphonie unzuverlässig gearbeitet habe, und revidiere das ganze Material.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193502015, "Datum": "1.2.1935, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Max Auer »Anton Bruckners I.ste in der Linzer Fassung« (zur Aufführung am 3.2.1935) im Abendblatt der Linzer Tages-Post auf S. 3. Auf dieses Konzert weist auch ein Inserat des Musikvereins hin.", "Letzte Änderung": "07.01.2024 14:17"}, {"ID": 193602015, "Datum": "1.2.1936, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Rotterdam (*).\nBrief von Ernst Prätorius an Max Auer:\r\n   Nicht nur Deutsche, sondern auch Türken hätten beide Aufführungen der 4. Symphonie [in Ankara] am 19. und 21.1. besucht (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194602015, "Datum": "1.2.1946, Freitag", "Haupttext": "Erlass des österreichischen Innenministeriums zur Wiederaktivierung der Internationalen Bruckner-Gesellschaft.\nDem provisorischen Vorstand gehören an: Max Auer, Norbert Furreg, Ferdinand Habel, Rudolf Holzer, Josef Bick, Alexander Hryntschak, Ernst Koref, Leopold Nowak, Erich Schenk, Rudolf Holter, Dr. Bronner, Egon Hilbert, Karl Kobald, Heinrich Kralik, Josef Krips, Hans Pernter, Josef Schnitt, Friedrich Sedlak, Konrad Thomasberger und Karl von Wisoko-Meytsky.", "Letzte Änderung": "04.11.2025 14:00"}, {"ID": 194802015, "Datum": "1.2.1948, Sonntag", "Haupttext": "Vormittags Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in Berlin [wo?]. Abends Wiederholung des Konzerts im Haus des Rundfunks (*).\n\n\nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Rudolf Moralt bei der RAVAG Wien (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195002015, "Datum": "1.2.1950, Mittwoch", "Haupttext": "Thomas-M. Langner bespricht in der Neuen Zeitung, München (Berliner Ausgabe), das Konzert vom 29./30.1.1950 mit der 9. Symphonie:\n    »[...] In diesem Konzert konnte man wieder einmal die Richtigkeit des Wortes feststellen: »Es gibt keine schlechten Orchester, es gibt nur schlechte Dirigenten.« Die Philharmoniker übertrafen sich selbst. Es war der alte, weltbedeutende Klangkörper, der die beiden Unvollendeten spielte: die VII. von Schubert und die IX. von Bruckner. [... hohes Lob für Knappertsbusch ...] bei Bruckners IX. Symphonie wurde die ganze kosmische Weite Bruckners offenbar. - Der ovationsartige Beifall wollte nicht enden.« (*).\n \nHinweis auf das Internationale Bach-Fest vom 1. bis 15.6.1950 (mit einer Aufführung der e-Moll-Messe am 11.6.1950 in St. Florian) im Wiener Herold Nr. 2 (**).", "Letzte Änderung": "30.03.2023 22:45"}, {"ID": 195102015, "Datum": "1.2.1951, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Brucknerbund Steyr - eine rührige Ortsgruppe« in der Steyrer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195202015, "Datum": "1.2.1952, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des »Locus iste« durch den Petriner-Chor unter Hermann Kronsteiner im 1. Jugendkonzert des Brucknerbundes im Realgymnasium in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195702015, "Datum": "1.2.1957, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks unter Carl Schuricht im Großen Sendesaal des Funkhauses in Frankfurt.\r\nDer Solist in Mozarts 3. Violinkonzert ist Roman Totenberg.", "Letzte Änderung": "23.02.2026 17:41"}, {"ID": 196302015, "Datum": "1.2.1963, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie [oder, wie am 2.2.1963, 5. Symphonie?] durch die Wiener Symphoniker unter Kurt Wöss in Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196702015, "Datum": "1.2.1967, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Mozarteum-Orchester Salzburg unter Robert Wagner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197102015, "Datum": "1.2.1971, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Staatsorchester Athen unter Dimitris Koutsis in Athen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197902015, "Datum": "1.2.1979, Donnerstag", "Haupttext": "Vortrag von Marc Kremer »Einführung in das Werk Anton Bruckners« in Luxemburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198102015, "Datum": "1.2.1981, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Akademische Orchester Berlin unter Hans Hilsdorf in der Berliner Philharmonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199102015, "Datum": "1.2.1991, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Daniel Barenboim in der Finlandia-Talo in Helsinki.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 10:03"}, {"ID": 199602015, "Datum": "1.2.1996, Donnerstag", "Haupttext": "Im 3. Abonnementkonzert des Rias-Kammerchors unter Marcus Creed ist auch Bruckner vertreten. \n\nArtikel von Volker Mertens \"Blick zurück - nach vorn. Geistliche Chormusik von Poulenc, Petrassi und Bruckner\" [im Programmheft?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201708127, "Datum": "12.-20.8.2017, Samstag bis Sonntag", "Haupttext": "Brucknertage in St. Florian mit dem Schwerpunktthema \"5. Symphonie\".", "Letzte Änderung": "10.02.2026 15:31"}, {"ID": 185702125, "Datum": "12.2.1857, Donnerstag", "Haupttext": "Abendunterhaltung des »Frohsinn« im Nordico.\r\nDworzak, Storch und Lorenz spielen ein Trio von Reißiger, E. Lanz trägt Lieder vor und Hoffelner, Schopper, Bermanschläger und Weilnböck bringen Vokalquartette (*).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 20:20"}, {"ID": 186002125, "Datum": "12.2.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 117v:\n\"12. Febr. 2 Uhr Morgens\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102125, "Datum": "12.2.1861, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Bericht der »Linzer Zeitung« Nr. 35, S. 143, über den Männerchor »Am Grabe« [WAB 2]. Erste Zeitungsnachricht über Bruckner als Komponist: \n\n»* Bei Gelegenheit des Leichenbegängnisses der Kaufmannswitwe Frau Josefine Hafferl exekutirte die Liedertafel \"Frohsinn\" einen von ihrem Chormeister Herrn Bruckner componirten Grabgesang, der nicht verfehlte auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck auszuüben. Durch die ganze Composition weht der Hauch zarter Empfindung und frommen Gottvertrauens. Diese Intention schwebte dem Componisten vor, und er löste seine Aufgabe vortrefflich.« (*).\n\nDatierung »Für [1]861. 12. Februar.« auf Doppelbogen »No. 52« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).\nDatierung »Linz, den 12. Februar 1861 | Anton Brucknermp. | (411 Seiten.)«\nund [nachträgliche Notiz]\n»430 Seiten in 12 Tagen v. 14. bis 25. Febr. v. H Prof. corrigirt.« in diesem Studienheft 1860/61 auf der 3. Seite dieser Lage (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302125, "Datum": "12.2.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Otto Kitzler weist im Linzer Abendboten auf die morgige \"Tannhäuser\"-Aufführung hin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702125, "Datum": "12.2.1867, Dienstag", "Haupttext": "Zellner's Blätter für Theater, Musik und bildende Kunst Nr. 13 berichten auf S. 52 (= S. 4):\n     \" * (Kirchenmusik.) Vorgestern wurden sowohl in der k. k. Hofcapelle, als in der Altlerchenfelder Kirche neue Meßcompositionen zu Gehör gebracht. In der Hofcapelle debutirte der Domorganist G. [sic] Bruckner von Linz, in der andern Kirche deren Chorregent Hr. Kumenecker. Bruckner's Messe zeigt [sic] von viel Talent, aller [sic, recte aber] von eben so viel Unklarheit in der, den Kirchenstyl betreffenden Haltung. Bach, Wagner, Mozart und Mendelssohn schwirren mit ihren Reminiscenzen auffallend stark in dem Werke durcheinander. - [... über Kumeneckers Messe ...] Beide Werke (eines derselben hörten wir bei der Probe) waren sorgfältig einstudirt. [Signatur:]  # \"", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:10"}, {"ID": 187002125, "Datum": "(12.2.1870, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend des Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187802125, "Datum": "(12.2.1878, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102125, "Datum": "12.2.1881, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel machen mehrere Blätter aufmerksam:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 3272 auf S. 6 (*),\n \nDie Presse Nr. 42 auf S. 2 des Abendblatts:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von W. A. Mozart, Graduale (Altsolo) von Director Johann Krall und Offertorium (Sopransolo) von Laurenz Weiß zur Aufführung bringen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*a),\n \nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 343 auf S. 5 [inhaltlich wie (*a), siehe auch (°°°)] (*b),\n \nFremdenblatt Nr. 42 auf S. 6 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 5912 auf S. 6 [inhaltlich wie (*a)] (***)\n \nund Tribüne Nr. 42, S. 3 (Abendausgabe) (°).\n\r\nDas Neue Wiener Tagblatt [Neues Wiener Abendblatt] Nr. 42 weist auf S. 3 auf das Konzert vom 20.2.1881 mit der 4. Symphonie hin:\r\n   »* Sonntag, den 20. d. M., veranstaltet Hanns Richter im großen Musikvereinssaale zum Besten des \"deutschen Schulvereines\" ein großes Konzert. Zur Aufführung gelangt unter Anderem die Symphonie (Nr. 5) [sic] in Es von Bruckner. Bülow spielt das G-dur-Klavierkonzert Beethoven's und dirigirt seine eigene Ballade \"Des Sängers Fluch\".« (°°).\n\r\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 343 bringt auf S. 10 wieder das altbekannte Inserat [wie am 29.1.1881]:\r\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde\r\n     [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\" (°°°).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 11:05"}, {"ID": 188202125, "Datum": "12.2.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [vermutlich Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302125, "Datum": "12.2.1883, Montag", "Haupttext": "Besprechung der 6. Symphonie im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 41 auf S. 4, signiert »W. Fr.« [Wilhelm Frey]:\r\n      »Konzerte. Bevor wir uns in die Konzertfluth der eben begonnenen Woche tauchen, mag es gerathen sein, mit den musikalischen Ergebnissen der letzten Tage reinen Tisch zu machen [...] Zu den bemerkenswerthesten Ereignissen der Jüngstzeit gehören das Philharmonische Konzert von gestern und der Walter=Abend vom vergangenen Freitag. [... eigentümliches Programm ... darauf] kamen zwei Sätze der neuesten Symphonie Anton Bruckner's an die Reihe: Adagio und Scherzo - das Adagio in seinen verschiedenen Motiven etwas musivisch aneinandergereiht; doch ist das erste dieser Motive im ernsten, großen Styl gehalten, der Ansatz zum Trauermarsch ruft im Zuhörer etwas allzu direkte Reminiszenzen wach, die Fülle von geistreichen Kombination [sic] und Wendungen werden aber auch die Gegner der Komposition nicht in Abrede stellen wollen und wäre das Scherzo etwas weniger bizarr, in seinem Schluß etwas weniger abgehackt, so wäre der Eindruck der interessanten Novität jedenfalls reiner gewesen. Der Komponist wurde übrigens ganz besonders nach dem Adagion [sic] mehrere Male stürmisch gerufen, nach dem Scherzo ebenso stürmisch, jedoch nicht ohne einige Opposition. [... über die anderen Programmnummern und über andere Konzerte ... Signatur:] W. Fr.« (*).\n(**) Besprechung in der Morgenpost Nr. 41 auf S. 3 (signiert »Bn.« [= Berggruen?]):\r\n    » * Jene Herren, welchen Richter's Programme für die philharmonischen Concerte nicht zu Gesichte standen, mögen sich das Programm der neuen Aera für das gestrige Concert hinter den Spiegel stecken. [... Kritik an der Programmzusammenstellung ...] Lebhaftes Interesse erregten blos zwei Sätze der neuen sechsten Symphonie von Bruckner, und hatte man blos zu bedauern, daß dieses allen Zuhörern noch unbekannte Werk fragmentarisch aufgeführt wurde, was selbst bei bereits bekannten Symphonien, die Kunstwerke in geschlossener Form sind, nicht geschehen darf. Wir enthalten uns jeglichen Urtheiles über das Werk, ehe es uns nicht vollständig vorgeführt wird und constatiren blos, daß es für die hohe Begabung des Componisten ein neues gewichtiges Zeugniß ablegt und mit großem Beifall aufgenommen wurde.   Bn.« (**).\nIm Konservatorium unterhält sich Bruckner mit seinen Schülern über den gestrigen Erfolg; Lamberg berichtet, daß auch Brahms applaudiert habe (***).\n(Aufführung von Wagners »Walküre« mit Scaria und Materna (°)).", "Letzte Änderung": "22.06.2025 06:53"}, {"ID": 188402125, "Datum": "(12.2.1884; Dienstag", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502125, "Datum": "12.2.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 34 schlägt [in einem Artikel Anton Vergeiners? oder Oddo Loidols? s. Archiv und Anm.] auf S. 1 eine Symphonie Bruckners für das Osterkonzert in Linz vor:\r\n           »Anton Bruckner.\r\n    Ohne Zweifel wird der löbl. Musikverein von Linz bald darangehen oder vielleicht schon darangegangen sein, die Frage betreffs der Wahl des opus zum dießjährigen Osterconcerte zu ventiliren. Wenn wir uns erlauben, das Augenmerk des löbl. Musikvereins auf einen Komponisten hinzulenken, der gerade Linz so nahe steht, so möge man dieß nicht etwa als eine Anmassung auffassen, sondern lediglich als einen Ausfluß des regen Interesses, das wir an den gediegenen Produktionen dieses Vereines nehmen. Der Name des Componisten, auf den wir hinweisen wollen, ist A. Bruckner.\r\n   Sicherlich würde es in ganz Oberösterreich und speziel in Linz Sensation hervorrufen, wenn der Name \"A. Bruckner\" auf dem Programme des dießjährigen Osterkonzertes stehen würde. [... über Bruckners bisherige Erfolge ... Zitat aus Bernhard Vogels Kritik vom 1.1.1885 oder dem Nachdruck am 14.1.1885 ... erwähnt die bevorstehende [!] Wiederholung der 7. Symphonie am \"28. d. M. in Dresden vor dem Könige\" [recte: am 27.1.1885 in Leipzig ...] Angesichts der großen Erfolge, die Bruckner in Deutschland [sic] vor 4 Jahren mit seiner Es-Symphonie und am 8. Jänner d. J. mit seinem herrlichen Streichquartett [sic] in Wien errungen hat, können wir den Wunsch nicht verhehlen, daß der löbl. Musikverein in Linz als opus für das Osterkonzert eine Bruckner'sche Symphonie wählen und so den Satz Lügen strafen möge, daß kein Prophet [im] Vaterlande gilt. Dem löbl. Musikverein rufen wir zu: Vivorum meminerimus!« [keine Signatur] (*).\n(**) Das Musikalische Wochenblatt Nr. 8 bringt auf S. 97 eine Kritik [sicher von Theodor Helm (s. Anm.)] von der Aufführung des Quintetts am 8.1.1885:\r\n                 »Wien.\r\n           (Fortsetzung.)\r\n      Es traf sich wie auf höhere Fügung, dass unser genialer Anton Bruckner wenige Tage, nachdem er von dem Leipziger Publicum in so ehrender Weise aufgenommen worden, nun auch einmal wieder bei seinen Landsleuten zu Wort kam [... über das Quintett, Verweis auf summarische Besprechung durch den Schreiber (am 5.6.1884) in Nr. 23/24, nun besseres Urteil über die Ecksätze ...]\r\n     Was Sie in No. 3 des \"Musikal. Wchbl.\" [8.1.1885] über Bruckner's 7. Symphonie gesagt [...] ist mir aus der Seele gesprochen, denn es charakterisiert Bruckner überhaupt.\r\n     [... wünscht sich für Leipzig weitere Aufführungen, empfiehlt u.a. die 1. Symphonie, die er erst kürzlich [22.12.1884] kennengelernt habe, seit dem 8.1.1885 sei nun ein Umschwung auch in Wien eingetreten, allerdings seien die Philharmoniker konservativ ...] im Februar 1883 zwei Sätze der 5. Symphonie [sic!] [...]« (**),\n\r\nverzeichnet auf S. 100 in der Rubrik »Aufgeführte Novitäten« auch die 7. Symphonie:\r\n     »Bruckner (Ant.), 7. Symph. (Leipzig, Conc. im Neuen Stadttheater am 30. Dec.)« (***)\n\r\nund berichtet auf S. 101 von der Aufführung der 3. Symphonie unter Verhulst in den Haag am 4.2.1885:\r\n            »Vermischte Mittheilungen und Notizen.\r\n      * Anton Bruckner, der originelle, bedeutende Componist in Wien, hat einen neuen Erfolg kürzlich in Holland gehabt. Der Verein \"Diligentia\" im Haag brachte am 4. Februar seine Rich. Wagner gewidmete Dmoll-Symphonie zur Aufführung. Von Hrn. Verhulst mit grosser Sorgfalt einstudirt und mit sichtlicher Freude dirigirt, hinterliess auch diese Symphonie einen bedeutenden Eindruck.« (°).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7348 gibt auf S. 6 das Programm des Konzerts vom 22.2.1885 [mit dem Chor \"Mitternacht\" WAB 80] bekannt:\r\n     \" - Das Concert des Akademischen Gesangvereins wird am 22. d. im großen Musikvereinssaale zum Besten des Asylvereins der Wiener Universität, und zawr mit folgendem Programm stattfinden: A. Bruckner: \"Um Mitternacht\"; C. Löwe [...]\" (°°).\nEine ausführlichere Ankündigung bringt Das Vaterland Nr. 42 auf S. 6:\r\n     \"[inhaltlich wie (°°) ... Wohltätigkeitszweck, Vorverkauf ...] Erste Abtheilung: 1. A. Bruckner: \"Um Mitternacht\", Chor mit Tenorsolo; [...]\" (°°°).", "Letzte Änderung": "16.02.2025 18:20"}, {"ID": 188602125, "Datum": "12.2.1886, Freitag (?)", "Haupttext": "Komposition des Chorals »Ave regina coelorum« [WAB 8] für die Klosterneuburger Stiftsherren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702125, "Datum": "12.2.1887, Samstag", "Haupttext": "Vierseitiger Brief von Wilhelm Zinne an Hans von Bülow:\r\n    Bittet um die Beurteilung einer von ihm komponierten Symphonie. Erwähnt als seine Studiengrundlagen A. B. Marx, Beethovens Diabelli-Walzer, Berlioz, J. S. Bach, Händel und Bruckner. Er sei wie Schubert, Volkmann, Raff und Bruckner ursprünglich Volksschullehrer. Schildert seinen Werdegang. Seit 4 Jahren sei er in Hamburg, Kontakte mit Bernuth. Als Komponist sei er Autodidakt (*).\n(Aufführung von Volkmanns 1. Serenade unter Kretschmann im Bösendorfersaal (**)).", "Letzte Änderung": "11.03.2023 23:20"}, {"ID": 188802125, "Datum": "12.2.1888, Faschingssonntag", "Haupttext": "Eckstein und Bruckner haben eine Schlittenpartie nach Klosterneuburg geplant (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 35 berichtet auf S. 2 in einer lobenden Kritik von der Wiener Aufführung der 4. Symphonie [am 22.1.1888]:\r\n   » - Bruckner's Es-dur-Symphonie. Ueber die vor kurzem in Wien aufgeführte Es-dur-Symphonie (\"romantische\") A. Bruckner's schreibt ein angesehener Kritiker folgendes: \"Es herrscht in diesem Werke Bruckner's eine Wärme der Tonsprache und eine Naivetät des Ausdruckes, ein Klangzauber des Orchesters und eine Macht symphonischer Wirkung, die diese durchaus originale künstlerische Persönlichkeit zu den Ersten und Auserwählten erhebt. Bei Bruckner blüht und grünt Alles, eine herzinnige, in ihrem Ausdrucke Schubert verwandte melodische Erfindung und ein überraschender Reichthum neuer schöner, harmonischer Folgen drücken seinen symphonischen Werken den Stempel echter Größe auf. Jede Partiturzeile ist ein Beweis dafür, dass ein wahrhaft bedeutender Tondichter zu uns spricht. Dabei herrscht eine bewunderungswürdige Freiheit im Bruckner'schen Tonbaue, der nicht als ängstliche Fessel den Gedanken=Inhalt hemmt, sondern im freiwallenden Gewande denselben zur schönsten Enfaltung [sic!] gelangen lässt. Die grünende Flur der Bruckner'schen Symphonie ist wirkliche Natur, kein botanischer Garten mit den wissenschaftlichen Bezeichnungen. Ein Geist echter Romantik durchweht insbesondere die oben erwähnte Es-dur-Symphonie.\"« (**).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 12:09"}, {"ID": 188902125, "Datum": "12.2.1889, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner erscheint bei der Ausschußsitzung des Akademischen Gesang-Vereins, um für die Ernennung zum Ehrenmitglied zu danken: \n»In der Ausschusssitzung vom 12. Februar 1889 erschien Professor A. Bruckner, um mit warmen, herzlichen Worten für seine Ernennung zum Ehrenmitgliede zu danken. Ein ebenso herzliches Dankschreiben kam in der darauf folgenden Vereinsprobe unter stürmischem Beifall der Anwesenden zur Verlesung.« (*). Nochmaliger Hinweis auf das Konzert am 24.2.1889 (mit der 7. Symphonie) in der Deutschen Zeitung Nr. 6151 auf S. 5 der Beilage (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189002125, "Datum": "12.2.1890, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 8. Symphonie auf Bogen 13/2.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189102125, "Datum": "12.2.1891, Donnerstag", "Haupttext": "Kurzer Bericht über die gestrige Hauptprobe der 3. Symphonie im Prager Tagblatt Nr. 42 auf S. 7:\r\n     \"II. Philharmonisches Concert. Gestern fand die Hauptprobe der Bruckner'schen Symphonie statt, mit welcher das Samstag stattfindende zweite philharmonische Concert eröffnet wird. Die Hingabe, mit welcher sich Capellmeister Dr. Muck den Vorbereitungen widmet, läßt einen ebenso glänzenden künstlerischen Erfolg voraussehen, wie ihn das erste philharmonische Concert aufzuweisen hatte. Das vollständige Programm, welches mit Ausnahme des Rinsky=Korsakoff'schen [sic] \"Capriccio\" nur Novitäten bringt, ist folgendes: I. Abtheilung: Symphonie Nr. 3 D-moll von Anton Brückner. II. Abtheilung: [... Julius Mannheimer, Haydn-Variationen von Brahms, Arie (Frl. Frank), Rondo von Mozart, Capriccio espagnol ...] - Der allgemeine Vorverkauf beginnt morgen.\" (*).\nDas Musikalische Wochenblatt geht auf S. 91f im »Musikbrief aus Wien« auch auf die Aufführung der 3. Symphonie am 25.1.1891 ein:\r\n\"          Wien.\r\n          (Fortsetzung.)\r\n[... Konzert am 25.1.1891 ...] Erzielten schon die beiden herrlichen und wahrhaft herrlich gespielten Wagner'schen Tondichtungen lang anhaltenden, stürmischen Beifall, so wandte sich doch die Hauptaufmerksamkeit des massenhaft erschienenen Publicums der Bruckner'schen Symphonie zu, welche diesmal noch mehr zu zünden schien, als vor Monatsfrist. Denn wenn damals - im 4. Philharmonischen Concerte - eine für Bruckner schwärmende Jugend (Universitätshörer des greisen Componisten, Conservatoriumszögliuge [sic] etc.) ihrem Enthusiasmus einen vielleicht zu geräuschvollen, manchen ruhiger geniessen wollenden Hörer wohl gar verstimmenden Ausdruck gab, so hielt sich der Beifall am letzten Sonntag in den rechten, gebührenden Schranken, klang dafür aber um so herzlicher und allgemeiner. Nicht nur die engere, in Wien allerdings schon recht stattlich gewordene Bruckner-Gemeinde, das ganze Auditorium applaudirte wie Ein Mann, den Tondichter immer wieder von Neuem hervorrufend, der nach dem entzückend gesangvollen Adagio der Symphonie auch wieder einen Lorbeerkranz erhielt. Am unwiderstehlichsten wirkte aber wie am 21. December das prächtige, humorvolle Scherzo, ein Meisterstück auch nach Seite der gedrungenen, architektonisch-formellen Gestaltung, welches stürmisch zur Wiederholung verlangt wurde, welchem Begehren aber Hans Richter wegen der vorgerückten Zeit keine Folge gab. [... Reinerträgnis für Bayreuth-Stipendien ...] ohne Zweifel ist dem edlen Zwecke ein hübsches Sümmchen zugeführt worden, denn unser grosser Musikvereinssaal (Sonntags dicht besetzt) fasst ja bis 2000 Personen. [... über weitere Konzerte ...] (Fortsetzung folgt.)\" (**).\n\r\nAuf S. 95 sind unter »Aufgeführte Novitäten« die 4. Symphonie in München [10.12.1890] und die 3. Symphonie in Wien [21.12.1890 und 25.1.1891] aufgelistet:\r\n\"          Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\nBruckner (A.), Esdur-Symph. (München, 3. Abonn.-Conc. der Musikal. Akad.)\r\n--   --  Dmoll-Symph. (Wien, Concerte der Philharmoniker u. des Akadem. Wagner-Ver.)\" (***).\nDie Salzburger Fremden-Zeitung Nr. 16 meldet auf S. 5:\r\n               \"MUSIK.\r\n[...]\r\n      - Hofcapellmeister Hans Richter und Professor Anton Bruckner wurden zu Ehrenmitgliedern der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ernannt.\" (°).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 14:47"}, {"ID": 189202125, "Datum": "12.2.1892, Freitag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 1116 kündigt auf S. 4 des Abendblatts an, daß am 17.2.1892 beim Neuen Richard-Wagner-Verein das Adagio der 7. Symphonie aufgeführt wird:\n\"     [Neuer Richard Wagner=Verein], I., Babenbergerstraße Nr. 5, bei Leber. Der Verein wird am 17. d. M., Abends 8 Uhr, die Erinnerung an den Sterbetag des Meisters, den 13. Februar 1883, durch eine Gedenkfeier begehen. Für dieselbe ist folgende Vortragsordnung festgesetzt: 1. [...] 4. Adagio aus der VII. Symphonie von Dr. Anton Bruckner (die Herren Hynais und Bause); 5. [... weitere Mitwirkende: Herr Haller, Frl. B. Bier, Herr Herold ...] Deutsche Gäste sind an diesem, wie an jedem Abende herzlich willkommen! – Mittwoch, den 24. d. M., findet Abends 7 Uhr die nächste Chorprobe statt. Der Vorstand bittet, pünktlich um die angegebene Zeit zu kommen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189302125, "Datum": "12.2.1893, Faschingssonntag", "Haupttext": "Brief von Cyrill Hynais an Hans Puchstein:\r\n     Bruckner habe ihn seit langem ersucht, Puchstein zu bitten, künftig statt Horn die Kritiken im Deutschen Volksblatt zu schreiben. Letzten Sonntag habe er, Hynais, in einer Notlüge Bruckner versichert, diesen Auftrag bereits erledigt zu haben.", "Letzte Änderung": "16.10.2025 16:27"}, {"ID": 189402125, "Datum": "(12.2.1894, Montag)", "Haupttext": "Hans Bülow in Kairo gestorben (*).\nGrazer Premiere von Wagners »Tristan« unter Franz Schalk (**).", "Letzte Änderung": "21.07.2024 17:17"}, {"ID": 189502125, "Datum": "12.2.1895, Dienstag", "Haupttext": "Besprechungen der 3. Symphonie \n \nim Grazer Extrablatt Nr. 42:\r\n„Was gibt’s Neues in Graz?\r\n[…]\r\n     *** [in Form eines Dreiecks angeordnet] (Das dritte Mitgliederconcert des Steiermärkischen Musikvereins), welches am letzten Sonntage im Stefaniensaale abgehalten wurde, enthielt in seiner Vortragsordnung auch eine Symphonie von Bruckner und zwar die dritte in D-moll. Bruckner nimmt unter den Symphonikern der Gegenwart allerdings einen sehr angesehenen Rang ein. Wie nicht bald bei einem Schöpfer großer Orchesterwerke, befindet sich die Kritik dem Symphoniker Bruckner gegenüber in einer heute noch wenig geklärten Verfassung. Es gibt da solche, welche über die glänzenden Anläufe und Episoden, die sich in diesen Werken vorfinden, in eine förmliche Ehrfurcht verfallen. Sie hören und sehen nichts, als dort und da eine frappante Modulation, hier ein contrapunktisches Hexenstückchen, dort wieder einen genialen Orchestereffect, kurzum sie kommen aus dem Bewundern gar nicht heraus, denn dazu gibt es Anlässe ohne Zahl. Dass man bei einem Kunstwerke jedoch in erster Linie auf den Gesammtausdruck, d. h. auf das sehen muss, was der Schöpfer gewollt und dabei empfunden haben kann, und ob derselbe sich als künstlerischer Beherrscher der benützten Kunstmittel erweist, indem sich die aufgewendeten Mittel wirklich dem gewählten Vorwurfe dienstbar erweisen, das fällt den wenigsten dabei ein. Bruckner ist dabei aber so überreich an Blendwerkzeugen, besitzt eine ungezähmte Phantasie, die alles, was man Vorbild nennen könnte, meilenweit hinter sich gesetzt sehen und lediglich fort und fort frappieren möchte. Man braucht kein Vertheidiger der alten Kunstformen zu sein, noch braucht man sich dieselben als nicht vollkommener entwicklungsfähig vorzustellen, aber das ist sicher, dass nur der wirkliche Beherrscher der Form dieselbe weiterzubilden vermag. Erst muss einer eine Kunstform wirklich auszufüllen verstehen, bis er daran gehen kann, diese Form zu erweitern. Für Bruckner gab es von Haus aus nur eine Einschränkung in gewissen Grenzen. Sein ganzes Wesen ist und bleibt Schrankenlosigkeit. Und da gibt es Leute, die sich förmlich abmühen, nach gewissen Formenmustern einen Zusammenhang in dessen Werke hineinzudeuteln. Bruckner trifft es mitunter zwar ebenfalls sich in eine Form für eine Weile zu finden. Allein er verträgt sich nicht lange oder er bleibt nicht mehr der Bruckner der frappiert. Ganz so wie in den andern von ihm schon gehörten Symphonien ist Bruckner auch derselbe in der diesmal gehörten dritten Symphonie. Neugierig wie wir schon waren, stellten wir eine Selbstprüfung in Betreff unserer Auffassung über Bruckner an, indem wir in der neuesten Auflage des Naumann’schen musikalischen Conversationslexikons den Aufsatz über Bruckner aufsuchten, und siehe da, wir waren mit uns zufrieden. Die Aufführung der Symphonie war ebenso verdienstlich wie jene der Leonore=Ouverture von Beethoven. Herr Degner spielte – wohl weil das Studium Bruckners alle Zeit und Kraft des Vereines erschöpfte – auf der Orgel eine Passacaglia in C-moll von S. Bach und erwies sich dabei als ein sehr tüchtiger Orgelspieler.“ (*),\n \nim Grazer Volksblatt Nr. 35 auf S. 7:\n\"         Drittes Musikvereins=Concert.\n     Die Aufführung einer Bruckner'schen Symphonie ist immer ein patriotisches Fest und war es auch gestern. [... unerreicht in der Beethoven-Nachfolge ... Verhältnis zu Beethoven und Richard Wagner ...]; Bruckners Musik ist ebensowenig eine Zukunftsmusik wie die Wagners; beide Meister stehen gleich einsam da, weder als Ergebnis noch als Beginn einer großen Künstlerreihe, sondern einfach als Ereignis, das man nehmen muss, wie es ist, das wohl seine leuchtenden und erwärmenden Strahlen wie nicht minder tiefe Schatten vorauswirft, das man aber nicht ungestraft nachzuahmen vermag. Sie gehören zu jenen Himmelsfackeln Schillers, die man den ewig Blinden nicht leihen darf. [... Sonderstellung ...]\n     Kann man denn wohl vom Tramway=Wagen unserer Tages=Kritiker verlangen, dass es das festgefügte Geleise seines gewohnten Urtheils verlassen soll, weil die geflügelten Rosse des Sonnenwagens an ihm vorüberbrausen? – –\n     Doch lassen wir das! Bruckners dritte Symphonie hat einen überwältigenden Eindruck gemacht, und Herrn Degner gebürt [sic] für eine durchwegs gute, schwungvolle Wiedergabe seines Orchesters hohes Lob. Die Violinen waren etwas schwach besetzt; auch hätte das Tempo des dritten Satzes einen wärmeren Pulsschlag vertragen.\n     [... Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. 1 (= Nr. 3, 1807 für Prag) , Bachs Orgel-Passacaglia ...]\n     Über die Symphonie sei noch bemerkt, dass sie 1873 componiert, Ende der Achtziger=Jahre aber gänzlich umgearbeitet worden ist. Sie trug die Widmung an R. Wagner.                                          -sdl- \" [vermutlich: Carl Seydler] (**)\n \nund durch Victor Prochaska in der Grazer Morgenpost Nr. 35 [siehe die Anmerkung], signiert \"V. P.\":\r\n„            Feuilleton.\r\n    Drittes Mitglieder=Concert des steiermärkischen Musikvereins.\r\n     Das vorstehend genannte Concert brachte in seinem Programme die Ouverture Nr. 1 zur Oper „Leonore“ von Beethoven, die Passacaglia für Orgel von J. S. Bach und die 3. Symphonie in D moll [von] A. Bruckner.\r\n     [… über Beethoven und Bach …].\r\n     Die Hauptnummer des Concertes bildete A. Bruckners dritte Symphonie in D moll für großes Orchester. Bruckner (geboren 1824 zu Ansfelden in Nieder=Oesterreich) mußte ein Greis werden, bis die Strahlen seines beginnenden Ruhmes ihm die Stirne umglänzen konnten. Trotz mancher Widersacher kann seine Bedeutung als Symphoniker heute nicht mehr hinweggeleugnet werden, und jeder, der nicht starr und krampfhaft an den alten, gewohnt gewordenen Formen festhält, sondern auch neue, erfolgreich beschrittene Bahnen gelten lässt, und sich bemüht, in den [sic] oft überreichen Modulationsplan zu orientieren, muss mit Bewunderung auf seine symphonischen Werke blicken. Bruckner steht nach einer vieljährigen, traurigen Periode der Verkennung, zwar noch nicht allseits verstanden, aber doch in den weitesten Kreisen geliebt und verehrt, als feste Säule deutscher Tonkunst da. Man ist verblüfft, ja überwältigt von den erhabenen Schönheiten, denen man in seinen Werken begegnet. Die dritte Symphonie ist R. Wagner gewidmet, welcher von seines genialen Wiener Verehrers Schöpferberuf überzeugt war und demselben auch versprach, dereinst alle seine Symphonien in Bayreuth zur Aufführung zu bringen; dazu kam es nicht.\r\n     Die in Rede stehende Symphonie erfuhr ihre Erstaufführung in Wien im Jahre 1876 [sic] in einem Gesellschafts Concerte und erwarb dem Meister neue Freunde. Sie ist wie alle Werke Bruckners, im größten Stile angelegt und es finden sich eine Menge geradezu titanischer musikalischer Gedanken, die nur ein großer Meister erfunden haben konnte, und deren meisterhafte Durchführung zum Staunen herausfordert. Alles ist voll Feuer, Leben und Begeisterung. Ueberall zeigt sich der geistvolle Musiker, der die Zuhörer zu packen weiß und der, obwohl er viel zu sagen hat doch nie Gewöhnliches bringt. Seine Werke leiden nicht an jener musikalischen Blutarmut, wie man sie leider in so vielen modernen Tonschöpfungen findet. Wohl finden sich oft Stellen, die etwas unmotiviert erscheinen, das künstlerische Ebenmaß und Gleichgewicht zu beeinträchtigen drohen und dem Ganzen eine übermäßige Ausdehnung verleihen. Diesbezüglich sei auf einige Stellen des ersten Satzes (Mäßig bewegt) [und] des zweiten Satzes (Adagio quasi Andante) hingewiesen, deren Zusammenhang mit dem übrigen nicht leicht ergründlich wird. Im zweiten Satze macht sich vielfach Wagners Einfluss geltend. Das feurige Scherzo zeigt in seinem ersten Theile Beethoven’sche Physiognomie; voll Reiz ist dessen zweiter Theil. Im Finale findet sich wechselnde Stimmung. Einem energischen Anlauf folgt bald ein serenadenartiger Satz, bald meinen wir, eine pikante Ballmusik zu hören. Mit gewaltiger Steigerung schließt dieser Satz, in dem das Hauptthema des ersten Satzes wiederkehrt, ab. Die Aufführung des nach jeder Hinsicht schwierigen Werkes war überraschend gelungen. Herr Director Degner hat sich durch das Studium desselben ein neues Verdienst erworben. Das mit verhältnismäßig bescheidenen Mitteln arbeitende Musikvereins=Orchester war auch mit Ernst und Eifer bei der Sache und folgte der energischen Führung des Dirigenten mit Verständnis. Von den einzelnen Instrumenten=Gruppen verdienen vernehmlich die ersten Vertreter der Holzharmonie alle Anerkennung. Auch die Trompeter und Posaunisten verdienen alles Lob. Entsprechend waren die beiden ersten Hörner, während das dritte und vierte Horn manches zu wünschen übrig ließen. Die Streicher brachten die wiederholt auftretenden Gesangstellen sehr schön. Die Prim=Violine sollte namentlich bei solchen Werken entschieden stärker besetzt sein. Dass auch dem Publicum die Schönheiten der Symphonie zum vollen Bewusstsein kamen, bezeugte deren warme Aufnahme. Herr Director Degner hatte wiederholt für den gespendeten Beifall zu danken.                  V. P.“ (***).\n \nBrief von Bernhard Ziehn an Hugo Kaun, in Chicago geschrieben:\n     Dankt für die am 9.2.1895 eingetroffene Sendung. Mit dem Oktett könne er sich \"täglich damit beschäftigen mit immer gleichem Genuß, was mir, um von ähnlichen Werken zu sprechen, nur mit Bruckner's Quintett möglich wäre und vielleicht mit den ersten zwei Sätzen des Schubert'schen Octetts.\" Das Quintett [Kauns] habe er noch nicht so gründlich studiert, freut sich auf ein Treffen (Kaun sei ihm immer als \"Mendelssohnianer\" geschildert worden). Adresse 157 Eugenie Str. (°).", "Letzte Änderung": "01.08.2025 22:39"}, {"ID": 189902125, "Datum": "12.2.1899, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der 4. Symphonie [Aufführung am 10/11.2.1899] in The Boston Globe Nr. 43 auf S. 18: \"DRAMA AND MUSIC. [...] Fifteenth Symphony Concert. The celebrated pianist, Miss Aus der Ohe, was the soloist at last week's symphony concert. Anton Bruckner's fourth symphony for orchestra was played for the first time here, and Beethoven's \"Leonore\" overture opened the long program. [... Solistin mit Brahms' 2. Klavierkonzert \"masterful\" ...]. The Bruckner symphony was splendidly played by the orchestra. There is much scoring for the horns and other brasses in the first two movements, and as their works stands out so conspicuously a word of special praise is due this contingent.  The odd phrases and calls in the first part were presented with a tonality and harmony that was almost faultless in clarity and unison, and in the second movement, and also in the opening of the third, the horn phrases were very sweet and melodic. The three themes of the second part were admirably given by the successive contingents, although the third theme was a trifle ragged in the first few bars. The joviality of the third movement found sympathetic interpreters, and the very elaborate fourth part went very smoothly, the violins doing excellent work here. The violas in the first [sic] movement sang the cantabile phrases beautifully. The finale to the symphony was stupendous in volume. [...].\" [keine Signatur] (*).\n \n[11.2.1899? siehe die Anmerkung]\nPhilip Hale schreibt im Boston Journal über das Konzert [kompletter Text über den Link unten lesbar]:\n\"     The programm of the 15th symphony concert last night in Music Hall, Mr. Gericke conductor, was as follows: [... Bülows \"die drei B's\" ...].\n     Is Bruckner one of the great B's? I have no opinion on this subject, for I heard his music last night for the first time.\n     I had been warned against it. I had been told by some that his symphonies were drearer than the drearest pages of Brahms. Others had whispered in my ear that he was a genius–at remembering Wagner. [...].\n     There was this consolation: The symphony was at the end of the concert: if it became unendurable, the door was close at hand.\n     This consolation was taken away. Mr. Gericke, with Yankee shrewdness, changed the order, and lo, the symphony came first.\n     The disappointment was great. [... aber: große Freude an den ersten drei Sätzen ... zu den einzelnen Sätzen ...].\n     The finale staggered me. I could not discover what the man was driving at. [...]. This is the only movement that disappointed. It disappointed, not from the lack of skill, but from seeming absence of cohesion and logical development. There is counterpoint galore, but the train of thought is as though it were subject to constant interruption from an outsider.\" (**).\n \n[Datierung hypothetisch] Von diesen Konzerten berichten auch\n \nThe Boston Herald. \"The Herald remarked that it left one somewhat unsatisfied with it as a whole but that it requires more than one hearing to obtain a clear understanding of it.\",\n \nThe Boston Advertiser (vermutlich, Louis C. Elson). \"Mr. Elson described it as of overwhelming length, earnestness and abstruseness, with scarcely a trace of inspiration.\", und\n \nThe Boston Transcript (vermutlich William Foster Apthorp). \"The Transcript called the first three movements interesting and impressive but could find nothing in the last movement.\"  (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190002125, "Datum": "12.2.1900, Montag", "Haupttext": "In einem Artikel der Deutschen Zeitung wird die Aufführung der d-Moll-Messe am 11.2.1900 besprochen (leider nicht von Löwe, sondern schlecht von Perger dirigiert) (*).\r\nÜber dieses Konzert schreiben auch\r\ndas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 41 auf S. 6, signiert \"rbt.\" (**),\r\ndas Neue Wiener Journal Nr. 2264 auf S. 4 (***),\r\ndie Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 7 auf S. 7, signiert \"H. W.\" [= Hans Woerz] (°),\r\ndas Wiener Tagblatt Nr. 41 auf S. 2 (°°),\r\ndie Extrapost/Montags-Zeitung auf S. 5 (°°°),\r\ndas Fremdenblatt Nr. 41 (Abendblatt) auf S. 9 der Beilage (#),\r\ndie Montagsrevue Nr. 7 auf S. 6 (H. Friedländer-Abel) (##)\r\nund das Wiener Tagblatt (Heinrich Reinhardt) (###).", "Letzte Änderung": "12.06.2026 10:31"}, {"ID": 190302125, "Datum": "12.2.1903, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Camillo Horn (signiert \"H.\") im Deutschen Volksblatt Nr. 5066 auf  S. 10:\n      \"Bruckners \"Neunte\". Die gestrige Aufführung der IX. Symphonie von Bruckner bedeutet ein hervorragendes musikalisches Ereignis nicht nur für Wien, sondern für die gesamte Musikwelt, die Bruckners gigantische Größe mehr und mehr erkennen und würdigen lernt, nun - nachdem der geniale Meister die Augen für immer geschlossen hat. [... endloser Beifall ... Erfolg auch dank der zwei Klavier-Voraufführungen durch Ferdinand Löwe ... Schilderung des 1. Satzes ... leider habe Löwe trotz \"minutenlangem Drängen\" das Scherzo nicht wiederholt ... das Adagio ... Löwe dirigierte auswendig ... nach \"entsprechender Pause\" \"Te deum\" gespielt ...] Löwe befehligte den aus den Solisten: Frau Bricht-Pyllemann, Frau G. Körner, Herrn Winkelmann und Herrn R. Mayr, dem Singverein und dem Chor des Wagner-Vereins sowie aus dem Orchester des Konzerrtvereins bestehenden großen Klangkörper mit Schwung und vollster Sicherheit und war abermals Gegenstand allgemeiner Huldigung.      H.\" (*).\n\n \nArtikel zur 9. Symphonie \"Unser Anton Bruckner\" mit Bruckner-Portrait (Holzstich von L. F. Schrott (?), IKO 118) in der Beilage \"Plauderstübchen\" zur Morgenausgabe [nicht: Abendausgabe] des Deutschen Volksblatts Nr. 5066 auf S. 13:\n     \"Der gestrige Tag - Mittwoch, 11. Februar - war für die gesamte Musikwelt von historischer Bedeutung und die Augen all der Tausende in der ganzen Welt, die sich mit symphonischer Musik beschäftigen, waren auf Wien, die Musikmetropole, gerichtet, denn hier wurde das letzte, leider unvollendete Werk unsres genialen Anton Bruckner, die 9. Symphonie in D-moll, zur Uraufführung gebracht. [... erwähnt das gestrige Feuilleton [Karl Josef Fromm, 11.2.1903] ... Göllerich war gestern anwesend; er habe 1895 [sic, recte Herbst 1885], bevor er zu Liszt nach Rom fuhr, eine Woche Bruckner besucht wegen der Biographie ... Bruckner gehöre nun der Welt ...]. Aber trotzdem bleibt er, der bekanntlich mit so großer Liebe an seiner oberösterreichischen Heimat hing, doch immer \"Unser Bruckner\"! [keine Signatur]\" (*a).\n \nArtikel von Max Graf \"Eine Bruckner-Premiere\" im Neuen Wiener Journal (**).\n \nArtikel in der Deutschen Zeitung (Morgenausgabe) (***).\n \nArtikel (Max Kalbecks?) im Neuen Wiener Tagblatt (°).\n \nKritik, signiert \"k. st.\" [Königstein], im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 42 auf S. 10:\r\n\"  Uraufführung von Ant. Bruckner's IX. Symphonie.\r\n     Wenn Anton Bruckner den gestrigen Abend im großen Musikvereinssaale erlebt hätte! In seiner Bescheidenheit und naiven Unbeholfenheit hätte er sich zunächst an den Kopf gegriffen und dann mit beiden Händen den Beifall abgewehrt, der aus dem überfüllten, festlich heiteren Saale brausend gleich Wogenschwall und immer wieder sich erneuernd an das von Sängern und Instrumentalisten dicht besetzte Podium brandete. Die „Neunte\" Beethoven's hat bei ihrer Premiere lange nicht den Erfolg gehabt, den Bruckner's „Neunte\" gestern bei ihrer Uraufführung erntete; jene galt dem Publicum von damals als ein Buch mit sieben Siegeln, das moderne Publicum zeigte für diese ein bis zur Begeisterung gediehenes Verständniß.\r\n     In der That ist die D-moll-Symphonie, trotzdem sie unvollendet geblieben ist, als ein .Hauptwerk Anton Bruckner's zu betrachten. In den drei vorliegenden Sätzen zeigt sich der Mensch und .Künstler förmlich verkörpert. Der erste Satz mit seiner Fülle von bedeutenden Themen entspricht dem schier unerschöpflichen Reichthum Bruckner's an großen musikalisch fruchtbaren Ideen. Gleich bergmächtigen Blöcken in einem Strome glühender Lava ziehen sie vorüber, imponirend, zum Staunen zwingend. Wenn man berücksichtigt, daß Bruckner die Symphonie Ende April 1891 begonnen hat, also zu einer Zeit, in der er bereits von schwerem Siechthum ergriffen war, kann man sich insbesondere über die zwingende Kraft des Hauptthemas nicht genug wundern. Beim zweiten Satz, der gleichzeitig der einheitlichste und flottest fließende ist, meint man Bruckner selbst in derber Lustigkeit sich bewegen zu sehen. Tiefer Humor durchsprüht den rüpeltanzartigen Theil des Scherzos, dessen Trio wohl zu dem Anmuthigsten gehört, was Bruckner jemals geschrieben hat. Im dritten Satze mit seinem grandios sich aufschwingenden Hauptthema waltet die resignirie Stimmung des Componisten vor, der wohl Ende October 1894, als der Satz abgeschlossen wurde, Grund zur Resignation hatte. Es enthält Stellen voll todestrauriger Stimmung, und andere, die himmlische Verklärung athmen.\r\n     Von Herrn Ferd. Löwe dirigirt, löste der Concertverein seine schwierige Ausgabe mit wahrhaft philharmonischer Vollendung. Nach jedem Satze, ins­besondere aber nach dem zweiten, erhob sich be­täubender, endlos währender Jubel. Zum Schlusse wurden dem Dirigenten, der das ganze Werk auswendig dirigirt hatte, drei große Lorberkränze überreicht.\r\n     Nach der Resignation des dritten Satzes der Symphonie klang das „Te Deum\". das danach ausgeführt wurde, fast wie ein selbstverständlicher jubelnder Abschluß. Der Singverein der Gesell­schaft der Musikfreunde, der Concertverein, der Chor des Akademischen Wagner-Vereins uod die vier Gesangssolisten: Frau Bricht-Pyllemann, Frau Gisela Körner, Herr Winkelmannund Herr Mayr gaben sich erfolgreiche Mühe, die Aufführung zu einer glänzenden zu gestalten.\r\n     Der Wagner-Verein und der Concertverein, welche gemeinsam die Uraufführung der letzten Bruckner'schen Symphonie ermöglichten, sowie Herr Ferdinand Löwe, der das Werk einstudirt und geleitet hat, haben sich erheblich um Bruckner\r\nverdient gemacht.      k. st.\" (°°).\n \nArtikel in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 42 auf S. 7, signiert \"Wgr.\": \"Die Uraufführung der Neunten Symphonie von Anton Bruckner. Gestern den 11. Februar waren es gerade 20 Jahre, [...] Es war ein Weihe- und Soegesfest im vollsten Sinne des Wortes.      Wgr.\" (°°°).\n \nBesprechung \" Bruckner's neunte Symphonie.\" im Fremdenblatt Nr. 42 auf S. 10 (#).", "Letzte Änderung": "14.06.2026 19:44"}, {"ID": 190402125, "Datum": "12.2.1904, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie am 11.2.1904 in The Manchester Guardian Nr. 17943 [einige Wörter sind schlecht lesbar]:\n\"          THE HALLÉ CONCERTS.\n                   PROGRAMME.\r\n                            PART I.\r\n[... Cherubini, Bach, Liszt, Elgar ...]\r\n                          PART II\r\nSymphony, No. 7, in E . . . . . . . . Bruckner\r\n      Why was the Bruckner Symphony not a success in Manchester? Perhaps on general principles there is no need to hold any such inquity. But there are grounds for thinking that in this particular case it may lead to something instructive. In several important respects Anton Bruckner–a citizen of Vienna the symphonic city, for ever associated with the names of Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, and Brahms–deserves a place in the shining company of those masters. In invention, which is the matter of central importance, he is quite worthy to be compared with Schubert, and his music has the same kind of innocence and delicate ideality as Schubert's. His seventh, which is generally accepted as his most typical, Symphony shows genius on every page. Every scrap of the thematic invention is beautiful, and much of it has that rarest quality of sustained melodic life without repetition (cf. examples 3, 9, and 13 in yesterday'sprogramme). The harmony is all noble; free from Tschaikovskian fever and Brahmsian heaviness, it suggests a latter-day Schubert, standing in the same relation to Wagner as the actual Schubert's to Beethoven. The orchestration is highly interesting, the remarkable use of tuba colouring being new in symphonic music. Throughout the greater part of the work it is evident that the composer had Wagner's \"Ring\" more or less in mind. The end of the first movement recalls the final scene of \"Die Walküre,\" there are echoes of the \"Walkürenritt\" in the Scherzo, especially in the trumpet theme, and in the delicate animation of the music at the opening of the Finale a listener who knows the \"Ring\" well is inevitably carried back to the forest music of \"Siegfried.\" Yet in all this there is no plagiarism; for the Wagnerian echoes simply form part of the humbler composer's dream-world, and when he symphonises in memory of Wagner it is very much as if Hans Andersen had chosen to entertain his youthful audiences with stories from Shakespeare, and had adapted his \"Ugly Duckling\" and \"Emperor's New Clothes\" to the language and atmosphere of Shakespere [sic] Land. Why then does this music, with its glow and freshness, affording a most beneficial change from the prevalent fever and ofret [?] of modern music, commonly fall flat? The probable reason is that Bruckner was no musical architect–that if he was strong in inventing good musical material he was correspondingly weak in throwing that material into satisfactory form. His movements lack balance and continuity. Much too often the entire orchestra comes to a full stop and has to make a completely fresh start. The wonderful beauties of melody, harmony, and tone-colouring are to a great extent discounted by ineffective presentation. It is a very great pity, and it suggests that Bruckner probably made a mistake in ranging himself among the classicists. This new wine seems to burst the bottles of the old forms, and so a vintage that in its essential quality is better than the Brahmsian is in the main [?] lost to us. Yet we feel that a word of thanks is due to Dr. Richter for letting us hear this beautiful if imperfect work; for we find in it more genius than in any other composition played for the first time at the Hallé Concerts since Dr. Richter became their conductor. To one movement of the four–the Scherzo–the foregoing objections do nit apply. The Scherzo is clear and satisfactory in form, and it is quite pr[?]able that if given alone it would please the Hallé audience. Yesterday as a short section of a too [?] long work–the Symphony occupied 55 minutes–th[at?] was in the main found wearisome it seemed to pass [?] almost unnoticed.\r\n     The A major Concerto by Liszt [... Friedheim ... Muriel Foster mit Bach und Elgar ...].\n     Next week Schubert's \"Unfinished Symphony\" stands first on the programme. Mr. Béla Bartók will be the pianoforte soloist.\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "15.06.2026 07:25"}, {"ID": 191002125, "Datum": "12.2.1910, Samstag", "Haupttext": "The Boston Globe Nr. 43 bespricht auf S. 9 das gestrige Konzert mit der 7. Symphonie:\n\"             CHARMED BY SINFONIETTA\n\n                                   [...]\n      Bruckner's 7th Symphony Is Also Repeated.\n     After sitting through an hour of Bruckner's seventh symphony in E major yesterday afternoon Mr Chadwick's Sinfonietta in D major, heard for the first time at these concerts, was all the more welcome. [... lobende Besprechung dieses Werkes ... die Themen in der Reprise] without being hounded to death on the way, as were innocent, well-meaning fragments of melody in the Bruckner work. The second movement [...].\n     The precision and brilliance of the bowing at Mr Fiedler's lively pace were admirable. The finale retains the animation of the work and runs nimbly to the close.\n                             –––    \n\nRefreshing After Bruckner.\n\n     The sinfonietta came as an exhilarating breeze on a summer's day bringing hope and refreshment. Both were needed. If Bruckner's symphony could be limited to the first movement, allegro, and the second movement, adagio, much valuable time and much wearying noise might be saved.\n     The scherzo is so liberally weighted down with bombastic twaddle that what there is of beauty hides its face. Where is more senseless fustian than the trumpet theme, revived and reechoed to the apotheosis of boredom?\n     A man who had few friends and cared for few, who traveled little, who built his world of solitude and introspection might indeed have written such music. It knows neither the gladness of children nor of nature. It has long forgotten, if it ever knew, that play is the eternal secret of life. It smells of the must of Faust's study and by so much is it pitiable rather than bad. The last movement is sterile and tedious and often condemns the brass to hard manual labor in coping with fortissimos that blare forth neither dignity, euphony nor any illuminating idea.\n     How the first two movements could have been written by the same man remains a mystery. At times in the unfolding of a thought through modulation the opening allegro reminds of Wagner, whose ardent disciple and champion Bruckner was. \n\n                             ––– \n\nSome Shreds of Melody.\n     The themes here have agreeable individuality and often beauty. Their development shows the fondness of the composer for inversion, and his skill in thus turning a melody upside down. The first and the second chief themes are reiterated again and again after this fashion in varying orchestral color.\n     The adagio is heralded by Buckner's [sic] partisans as his most superb utterance. It contains a second theme of unquestioned loveliness and apparent inspiration. The first theme, intrusted to four tubas–according to the score, two in B flat and two in F–has a serious and exalted beauty.\n     Why the composer chose a brass instrument with upright bell, whose tone contains unavoidable blare and is incompatible with the strings of an orchestra, is hard to say. The more romantic and no less dignified tone-color of the french horn would have been a beautiful medium.\n     Dissonances in the symphony have before been complained of, and with reason. They do not sting the senses into a suuden golw. They tire the mind by aimless wrangling. Dissonance is not mere confusion.\" [keine Signatur] (*).\n\n\n[Ziemlich sicher]\nAufführung der 7. Symphonie durch das Boston Symphony Orchestra unter Max Fiedler in Boston. Außerdem wird eine Sinfonietta von Chardick aufgeführt [Voraufführung am 11.2.1910] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191102125, "Datum": "12.2.1911, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Martin Spörr im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solistin in Tschaikowskys Klavierkonzert ist Marianne Brünner (*).\n\n\nThe Boston Globe Nr. 43 stellt auf S. 49 die Sänger bei dem Oratorium \"Der Kinderkreuzzug\" von Gabriel Pierné vor und erwähnt dabei die Aufführung des \"Te deum\" am 12.12.1905:\n\"The Chldren's Crusade\" [sic] by the Cecilia Society.\n\n     Gabriel Pierne's \"The Children's Crusade\" [... Aufführung am Donnerstag ... in Boston schon am 26.2.1907 ... französischer Tenor Edward Clement ...].\n     The principal women singers will be Mrs. Rider-Kelsey and Mrs Edith Chapman Goold. Mrs Kelsey has already been recognized in Boston as a concert singer of the first rank. She appeared in this city at a concert of the Cecilia society Dec 12, 1905, in the following works: Bruckner's \"Grand Te Deum,\" Debussy's \"Blessed Damozel,\" and Coleridge-Taylor's \"Departure of Hiawatha,\" [... weitere Mitwirkende ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191202125, "Datum": "12.2.1912, Montag", "Haupttext": "Artikel »Die Brucknerdenkmalfeier in der Wiener Universität« in der Neuen Freien Presse auf S. 6f (*).\n[Schwer lesbare Stempeldatierung »12 II 12«, Wien, 25 Heller-Aufdruck] Postkarte von Göllerich an Eduard Kremser:\r\n   »Hochverehrter Herr Professor! Bis Mittwoch (Bruckner=Concert) hier, erlaube ich mir anzufragen, ob u. zu welcher Zeit Hr. Professor freundl. geneigt wären, unsere so gütig in Aussicht gestellte Bruckner-Besprechung (Biographie) abzuhalten? Dürfte ich um frdl. Verständigung bitten in's Hôtel \r\n   [Adressenseite:] Kaiserhof IV. Frankenbergstr. bitten. Passt es Ihnen gar nicht, so braucht es ja weiter keiner Verständigung. Mit herzlichst. Empfehlgen in alt. Verehrg Ihr A. Göllerich« (**).\n[wann? vermutlich 12. oder 13.2.1912]\r\nArtikel \"Enthüllung des Bruckner-Denkmales in der Universität.\" mit einer Zeichnung \"Das Bruckner-Denkmal in den Arkaden der Wiener Universität.\" (***).\r\n[Siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "26.07.2026 13:24"}, {"ID": 191302125, "Datum": "12.2.1913, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben von Carl Luze an das Obersthofmeisteramt:\r\n     Er unterstütze Rudolf Louis' Bitte um Dokumente für die 2. Auflage seines Bruckner-Buches (*).\nBrief [Postkarte] von Max Reger (Pirmasens) an Heinrich Walther in Gießen:\r\n     Wegen einer \"Probe zur Bruckner Symphonie [...] im Theater\" [3. Symphonie am 16.2.1913]. Über die Konzertreise mit dem Meininger Orchester [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "30.07.2026 16:29"}, {"ID": 191402125, "Datum": "12.2.1914, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe im 6. Konzert des Städtischen Musikvereins Düsseldorf unter Karl Panzner im Kaisersaal der Städtischen Tonhalle in Düsseldorf. Solisten: Mientje Lauprecht van Lammen, Therese Funck, Karl Wildbrunn und Heinrich Weissenborn.\nAuf dem Programm steht außerdem die 3. Sinfonie von Brahms.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191502125, "Datum": "12.2.1915, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Saal der Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191502017, "Datum": "1./2.2.1915, Montag/Dienstag", "Haupttext": "[an beiden oder nur an einem dieser zwei Tage?]\nAufführung eines Bruckner-Chores [prov. WAB 67] durch den Toronto Mendelssohn Choir unter Augustus Vogt.\nWeitere Mitwirkende: Tina Lerner (Klavier) und Pablo Casals (Cello).\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von William Byrd, Antonio Lotti, Rachmaninoff, Gretchaninoff, Tschaikowsky, Grieg, Sibelius, Edward Elgar und anderen.", "Letzte Änderung": "19.07.2024 08:51"}, {"ID": 191702125, "Datum": "12.2.1917, Montag", "Haupttext": "Ankündigung der 3. Symphonie für den 16./17.2.1917 im South Pasadena Record Nr. 36 auf S. 4:\n\"             SYMPHONY\n\n     In spite of the concerts of the Minneapolis orchestra playing in Los Angeles, adjacent to the concerts of the Los Angeles Symphony orchestra, the attendance on the last pair of concerts under Mr. Tandler was unusually good, showing a steady gain in interest in the work of the local orchestra. For the programs to be given on Friday and Saturday two decided novelties are offered, and are of such interest that it is probable the record interest attendance will be listed. The first of these is the Symphony Number 3 by Bruckner. This composer was contemporary with Brahms in Vienna, and his friends and admirers proclaimed his works as the equal of those of Brahms. Buckner [sic] was a follower of Wagner and, though poor and obscure, wrote eight symphonies before he was taken up to head the opposition to the Brahms cult. Only about one program in a hundred includes a Bruckner symphony, so this is a rare opportunity. The other work is to be given its first performance from manuscript, incidental music by George Edwards of San Diego [... \"The Hunter\" ... Olive Schreiner, Constance Crawley ...] an actress of wide experience.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192002125, "Datum": "12.2.1920, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Nikisch (mit dessen Gedenkansprache nach dem Adagio (#)) im 17. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192102125, "Datum": "12.2.1921, Samstag", "Haupttext": "Brief von Gustav Bosse an Göllerich:\r\n    Bittet um Unterstützung der mit Gräflinger geplanten Briefausgabe (*).\nDie Reichspost Nr. 42 kündigt auf S. 7 die morgige Aufführung des Tantum ergo Es-Dur [WAB 41/3] an (**).\n \nIn einer Konzertbesprechung in The Times Nr. 42643 (London) auf S. 8 wird Bruckner erwähnt:\n\"  SIBELIUS IN ENGLAND.\n        VISION AND RESERVE.\n           A NEW SYMPHONY.\n     A new symphony by Sibelius is to be heard for the first time at Queen's Hall this afternoon [... über die Fünfte Symphonie und ihren Komponisten ... wichtige Werke werden oft erst spät anerkannt ...]. Sibelius's A minor Symphony does not so much contradict a current fashion as show him completely oblivious of all fashion. Listening to this work, it is quite impossible to refer it to any known symphonic standard. One may compare Elgar with César Franck, Scriabin with Liszt, Mahler with Bruckner and Berlioz, while almost all the minor symphonists of whatever country stand somewhere on Brahms's ladder, though many rungs below him. Sibelius does not tell his hearers what his symphony is about [... ausführlich über die Vierte ... in Erwartung der Fünften ...]. We await the event.\" [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192202125, "Datum": "12.2.1922, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 35 meldet auf S. 8, dass am 10.2.1922 (Datierung des Berichts) in Eferding das Requiem von J. B. Weiß aus Hörsching, einem der ersten Lehrer Bruckners, unter Leitung von Lehrer Krempke aufgeführt wurde (aus Anlass des Todes von Papst Benedikt XV.).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192402125, "Datum": "12.2.1924, Dienstag", "Haupttext": "(Hinweis auf das heutige Konzert in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 42 auf S. 7 (*) \n\nund in der Reichspost Nr. 42 auf S. 10 (**).\n\n\nDer Bruckner-Chor wirkt bei Haydns \"Jahreszeiten\" mit (***).)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192502125, "Datum": "12.2.1925, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter George Szell in Berlin. Solist des Abends bei Mozarts c-Moll-Konzert ist der Pianist Severin Eisenberger (*).\n \nKurt Singer bespricht in der Konzertumschau \"Bach und die Zipfelmützen\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 72 auf S. 2 das Konzert vom 9.2.1925 [mit der 3. Symphonie] und ein Konzert [Datum unbekannt] unter Edmund Meisel:\n\"[... Bachs h-Moll-Messe unter Siegfried Ochs ... Klemperer mit Krenek ...].\n     Ein herzhaftes \"Bravo\" dem Akademischen Orchester, dessen Leistungen unter der Zucht des Weimaraners Prätorius außerordentlich gestiegen sind. Welch eiserne Disziplin, welch festgekittete Einheitlichkeit im Streichkörper, welche Leichtigkeit, piano zu spielen! [... Schuberts B-Dur-Sinfonie ...] und es ist nicht zu zweifeln, daß die innere musikalische Begeisterung, die heute überhaupt nur noch in Dilettantenorchestern möglich ist, auch über die Riesenschwierigkeit der D-Moll-Sinfonie Bruckners kühn hinweggetragen hat.\n     Wenig vorbereitet, sicher nicht durch vollste künstlerische Verantwortung getragen war das 3. Abonnementskonzert Edmund Meisels. So schön und ehrenwert es ist, neues aufzuspüren und aufzuführen: ein so buntes, von Mozart bis Bruckner reichendes Programm braucht, wenn eine Uraufführung sich hineinstiehlt, vier Proben statt einer. Das Violinkonzert des jungen Hans Lange ist ein eklektisches Werk von guter Einfühlung [... Solist Max Modern ... Gesangssolist Agostino Grandis eine Schaljapin-Kopie oder besser -Parodie ... das Bruckner-Werk wird nicht genannt ...]. Und Meisel selbst? Ist er ein Meißel? Er sollte ein Hammer oder ein Bildner werden. Bisher fühlen sich die Bezipfelten bei ihm am wohlsten.\" (**).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:28"}, {"ID": 192702125, "Datum": "12.2.1927, Samstag", "Haupttext": "Bei einer Segensandacht in der Pfarrkirche in Perg werden das Perger Präludium und das Pange lingua C-Dur (WAB 31) gespielt (*).\n\n\nAnkündigung der 7. Symphonie für den 17./18.2.1927 in der Wochenzeitung Brooklyn Life Nr. 1922 auf S. 23 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192902125, "Datum": "12.2.1929, Dienstag (Faschingsdienstag)", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Robert Heger im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Dvoraks Violoncellokonzert ist Gregor Piatigorski (*).\n\n\nBrief von Emil Hertzka an den Benno-Filser-Verlag:\nSchlägt eine Kooperation der Universal-Edition bei der Bruckner-Gesamtausgabe vor (praktische Ausgabe für Aufführungszwecke) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193002125, "Datum": "12.2.1930, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch Det kgl. Kapel unter Franz Schalk [in Kopenhagen] (*).\nVortrag von Gustav Renker \"Die Versuchung des Meisters Antonius\", \"Ein unbekanntes Tagebuch Bruckners\" bei einer Veranstaltung der Ortsgruppe Bern des Schweizerischen Bruckner-Bundes (**).", "Letzte Änderung": "09.12.2025 02:51"}, {"ID": 193202125, "Datum": "12.2.1932, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Hamburg.\nAuf dem Programm stehen außerdem zuvor Werke von Brahms (\"Haydn-Variationen\") und Beethoven (c-Moll-Klavierkonzert mit Leonid Kreutzer).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193302125, "Datum": "12.2.1933, Sonntag", "Haupttext": "Das Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 73 kündigt auf S. 14 das Radioprogramm vom 15.2.1933 [mit der 9. Symphonie] an.", "Letzte Änderung": "26.05.2026 23:20"}, {"ID": 193402125, "Datum": "12.2.1934, Montag", "Haupttext": "Zwischen 16:00 und 17:30 Uhr wird ein Konzert des Funkorchesters unter Rischka [vermutlich in Breslau] von Radio Breslau und Leipzig ausgestrahlt. Am Beginn steht Bruckners g-Moll-Ouvertüre.", "Letzte Änderung": "06.04.2026 01:34"}, {"ID": 193502016, "Datum": "1./2.2.1935, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Artikel von Friedrich Eckstein »Anton Bruckner, der 'Sonnenhymnus' und der 'Deutsche Michel'« im Neuen Wiener Tagblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193802125, "Datum": "12.2.1938, Samstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 26374 kündigt auf S. 9 die Aufführung der 4. Symphonie am 20.2.1938 an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193902125, "Datum": "12.2.1939, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Robert Maria Prosl »Zwei Zeitungen vom »Weltblatt«. Als sich Anton Bruckner über das »Neuigkeits-Welt-Blatt« freute« im Neuigkeitsweltblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194002125, "Datum": "12.2.1940, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Arnhem.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194202125, "Datum": "12.2.1942, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Furreg an Max Auer: \n    Wegen der Wehrdiensteinziehungen müssten sich die Wiener Philharmoniker und die Wiener Symphoniker ständig gegenseitig aushelfen. Wegen der angeblichen leichteren Aufführbarkeit werde auch bei Bruckner-Symphonien vielfach auf die Löwe-Fassungen zurückgegriffen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194502125, "Datum": "12.2.1945, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Robert Heger im Beethovensaal in Berlin. Solist im Beethoven-Konzert ist Erich Röhn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194602125, "Datum": "12.2.1946, Dienstag", "Haupttext": "Das Amtsblatt der Wiener Zeitung meldet die Reaktivierung der Internationalen Bruckner-Gesellschaft (*).\n\n\nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Rudolf Moralt im Großen Saal des Wiener Konzerthauses (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195002125, "Datum": "12.2.1950, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Rudolf Moralt bei der RAVAG Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195302125, "Datum": "12.2.1953, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Orchestre de la Suisse Romande unter Carl Schuricht im 9. Abonnementkonzert in der Salle du Métropole in Lausanne. \nSolist in Haydns Cellokonzert ist Henri Honegger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195802125, "Datum": "12.2.1958, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Bruno Walter an Max Auer:\r\n     [Vermutlich über Aufführungen von Bruckner-Symphonien [prov. WAB 86] und das Fassungsproblem]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196202125, "Datum": "12.2.1962, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Staatsorchester Athen unter Theodor Vavajanis in Athen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197902125, "Datum": "12.2.1979, Montag", "Haupttext": "Artikel \"300.000.- S für Brucknermanuskript\" im Linzer Tagblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198302125, "Datum": "12.2.1983, Samstag", "Haupttext": "[7.2.1983?] Einspielung der 9. Symphonie durch das Radio-Sinfonieorchester Berlin unter Heinz Rögner.", "Letzte Änderung": "24.02.2026 09:04"}, {"ID": 198702125, "Datum": "12.2.1987, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Karolos Trikolidis in Thessaloniki.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199002016, "Datum": "1./2.2.1990, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Artikel von Wilhelm Sinkovicz \"Warum Klemperer auch heute noch immer recht hat\" (Bruckner als musikalisches Erdbeben) in \"Die Presse\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199902125, "Datum": "12.2.1999, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Olaf Koch in Thessaloniki.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200802125, "Datum": "12.2.2008, Dienstag", "Haupttext": "Orgelkonzert von Loïc Mallié in St. Pothin in Lyon mit Improvisationen über Texte von Gustave Flaubert und über Themen von Messiaen, Schumann, Janacek, Smetana und über die Introduktion zum 1. Satz der 5. Symphonie Bruckners. Die Aufzeichnung des Konzerts und ein Gespräch von Anne Montaron mit Mallié wird am 12.3.2008 vom Rundfunk (France Musique) gesendet.", "Letzte Änderung": "22.11.2025 20:01"}, {"ID": 201002125, "Datum": "12.2.2010, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Bernard Haitink in der Philharmonie am Gasteig in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185303125, "Datum": "(12.3.1853, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung der Dritten Messe op. 111 von Johann Nepomuk Hummel im Linzer Dom. Vermerk in der Stimme des 1. Horns: \"Zur Feyer der Wiedergenesung S. A. Majestät Franz Josef 1te Kaiser von Österreich etz. etz.\" und \"Linz den 12ten März 1853 in der Domkirche. Schimatschek.\" Notiz in einer handschriftlichen Stimme der 1. Violine \"Linz, den 12/3 853 in Linz zur Feier wegen der Genesung Sr. Majestät aufgeführt\" und in einer handschriftlichen Violoncellostimme \"Linz am 12ten März Dankamt Seiner Majestät Kaiser Franz Josephs der 1te\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003125, "Datum": "12.3.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 146v:\n\"12. März 1/4 11 Uhr Mittags.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186403125, "Datum": "12.3.1864, Samstag", "Haupttext": "Der Nordböhmische Gebirgsbote Nr. 11 meldet auf S. 83 (= S. 3), dass acht Chöre für das am 14./15.8.1864 geplante Sängerfest ausgewählt wurden: \n\n     \"[...] 2) \"Germanenzug\", komp. von A. Bruckner in Linz; [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186503125, "Datum": "12.3.1865, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"12. März Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187203125, "Datum": "12.3.1872, Dienstag", "Haupttext": "Brief der Londoner Ausstellungskommission an Bruckner:\r\n   Nimmt Bezug auf Bruckners Brief vom »3. l. M.« (*), bittet um Zusendung der darin erwähnten Komposition [d-moll-Messe (**)] mit allen Stimmen. Unterschrift von Henry Scott.", "Letzte Änderung": "13.12.2024 23:18"}, {"ID": 187603125, "Datum": "12.3.1876, Sonntag", "Haupttext": "Notiz über die Aufführung der 2. Symphonie am 20.2.1876 in der französischen Musikzeitschrift \"Revue et Gazette musicale de Paris\" Nr. 11 auf S. 87 (= S. 7):\n     \" *** Vienne. [...] - Au troisième \"Gesellschaftsconcert\" a été exécutée une symphonie nouvelle (en ut mineur), de M. A. Bruckner, organiste et professeur de théorie musicale au Conservatoire. C'est une oeuvre qui témoigne d'une habilité de main peu commune, d'une grande science du détail, mais où manquent les grandes lignes et même souvent les idées vraiment dignes de ce nom.\"", "Letzte Änderung": "09.06.2024 11:59"}, {"ID": 187703125, "Datum": "12.3.1877, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »1. [Migräne-] Nachweh Montag 12. Schluß Universität.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003125, "Datum": "12.3.1880, Freitag", "Haupttext": "Zeugnis Bruckners für Hans Rott über dessen erfolgreiche Studienjahre am Konservatorium und insbesondere die Leistungen als Organist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103125, "Datum": "12.3.1881, Samstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 5940 teilt auf S. 7 mit, dass der Erstdruck der 3. Symphonie erschienen ist:\n     \" - Die Symphonie in D-moll von Anton Bruckner, eine Partitur schwersten Kalibers, und das jüngst von Hellmesberger aufgeführte Streichquartett in A-dur von Hugo Reinhold, letzteres in Partitur, Stimmen und vierhändigem Clavierauszuge, sind beide in würdigster Ausstattung im Verlage von Th. Rättig in Wien erschienen.\"", "Letzte Änderung": "03.06.2024 14:39"}, {"ID": 188203125, "Datum": "12.3.1882, Sonntag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 59 kündigt auf S. 5 das Konzert vom 15.3.1882 an:\r\n     »[...] 6. Orgel=Improvisation von Professor Anton Bruckner. [...]« (*).\nEine ähnliche Meldung bringen auch das Vaterland Nr. 71 auf S. 9f:\n     \"[...] 4. \"Wessobrunner Gebet\" für Chor und Orgelbegleitung von Max Bruch. [...] 6. Orgel=Improvisation von Professor Anton Bruckner. - Zweite Abtheilung: [... Engelsberg]\" (*a)\n \nund Die Presse Nr. 71 auf S. 15:\n      \"[...] 4. \"Wessobrunner Gebet\" für Chor und Orgelbegleitung von Max Bruch. [...] 6. Orgel=Improvisation von Professor Anton Bruckner. - Zweite Abtheilung: [... Engelsberg]\" (*b).\n\r\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Reinhold, Brahms und Beethoven (7. Sinfonie) (**)).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "03.06.2024 14:45"}, {"ID": 188403125, "Datum": "12.3.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz Bruckners »12. 3. 3 [fl] 20 Kerzen«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503125, "Datum": "12.3.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik von Heinrich Porges über die 7. Symphonie in den Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 72 (Neueste Nachrichten und Münchener Anzeiger) auf S. 2 (*).\nBesprechung der 7. Symphonie in der Allgemeinen Zeitung, München, Nr. 71, 2. Beilage, signiert mit dem griechischen Buchstaben »my«:\r\n\"     µ (Musikalische Akademie.) Die Jagd=Ouverture Méhuls, mit welcher am Dienstag den 10. d. das zweite Abonnement=Concert eröffnet wurde, hat nicht, gleich den zahlreichen Opern dieses französischen Componisten, die alle bis auf den heute noch geschätzten „Joseph“ vergessen sind, nur antiquarischen Werth, sondern sie ist sogar ein interessantes und zugleich fesselndes Musikstück, das mit einfachen Mitteln charakteristische Wirkungen hervorzubringen versteht und eine Aufführung vollkommen rechtfertigt, namentlich wenn sie so gelingt wie am Dienstag unter Levi’s befeuernder Leitung. [... über Benno Walter als Publikumsliebling, Lili Dreßler mit Schumann-Liedern ...] Das hervorragendste Interesse des Abends concentrirte sich jedoch auf die Schlußnummer, auf die hiesige erste Aufführung (nach dem Manuscript) der siebenten Symphonie in E-dur von Anton Bruckner. Es mögen wohl Manche überrascht gewesen sein, der siebenten Symphonie eines Autors zu begegnen, von dem man nicht eben zu viel gehört hat. Und doch verdient es Bruckner wohl, gekannt und gespielt zu werden. In letzterer Zeit begegnet man auch in den Concertprogrammen Wiens, der Heimath des Componisten, häufig dem schlichten Namen Bruckners. Seine vorliegende neueste Symphonie in ein Werk, das in jedem seiner vier Sätze überrascht und oft auch entzückt. Mit einem anderen seiner neueren Werke, dem dem Herzog Max Emanuel in Bayern gewidmeten F-dur-Streichquintett, hat es die Originalität der Erfindung und die Kühnheit der Durchführung, aber auch den Umstand gemein, daß die beiden letzten Sätze gegen die ersten einigermaßen abfallen. Das Scherzo und das Allegro im Finale erreicht nicht die Bedeutung des Allegro moderato des ersten Satzes und insbesondere des Adagio, welch letzteres hier, wie kürzlich in Leipzig, die meiste Zustimmung fand. Die beiden ersten Sätze dürfen denn wirklich auch als von echt Beethoven’schem Geiste beseelt gelten. Unsere Akademiker, und an der Spitze ihr Dirigent, setzten aber auch sichtlich ihren Stolz darein, der werthvollen Novität die vollendetste Interpretation angedeihen zu lassen, und so wurde der Beifallsjubel, der den anwesenden Componisten und Hofcapellmeister Levi wiederholt hervorrief, zu einer spontanen Ovation für Beide. Das nächste Concert (außer Abonnement) wird am 21. d. zu J. S. Bachs Geburtstagsfeier dessen Johannis=Passion, und zwar zum ersten Male, bringen.“ (**).\n Besprechung im Münchner Fremdenblatt (***).\nNotiz von fremder Hand in Bruckners Notizbuch: »Beilage zur Allgemeinen Zeitung No 71 vom 12. März« und [undatiert, aber wahrscheinlich während dieses Münchner Aufenthalts] »Mahler von Udel [recte: Uhde]. München« und [fremde Hand] »Cäthi Ernst [/] Scholastika [/] Ledererstr.« (°).\nBruckner spielt für die Münchner Freunde Orgel in einer Kirche (°°).\nIn einer Matinée [?] bei Fiedler wird Bruckners Quintett vom Benno-Walter-Quartett (mit Steiger [siehe die Anmerkung] , Thoms, Bennat [??] und Wihan) [°°°] aufgeführt (2. Bratsche Heinrich Seifert (a)). Unter den Zuhörern befinden sich Levi, Heyse, Uhde, Lenbach und Almeroth, durch dessen Vermittlung Uhde Gelegenheit erhalten soll, Bruckner als Apostel für das Abendmahlsbild (1886) [IKO 23] (#) zu skizzieren (##).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:12"}, {"ID": 188603125, "Datum": "12.3.1886, Freitag", "Haupttext": "Die Grazer Tagespost (Morgenblatt?) Nr. 71 kündigt das Konzert vom 14.3.1886 an, teilt Bruckners Lebenslauf mit und erwähnt die 3. Symphonie:\r\n   »* (Anton Bruckner.) Der Componist, dessen siebente Symphonie am nächsten Sonntage von unserem Musikvereine zur Aufführung gebracht wird, dürfte den Meisten unter uns noch unbekannt sein [... Biographie, Richard Wagners Interesse ...] häufigere Aufführungen [...] eine Ehrenpflicht gegen den noch in der Vollkraft seines Schaffens stehenden Componisten.« [keine Signatur] (*).\r\n[Zweiter Artikel am 13.3.1886].\nHinweise auf dieses Konzert auch im Grazer Volksblatt Nr. 58 auf S. 8 [nahezu mit der Morgenpost identisches Inserat] (**)\r\nund in der Grazer Morgenpost Nr. 58 (Inserat):\r\n»Sonntag den 14. März 1886 um halb 5 Uhr Nachmittags im Stefanien-Saale: Fünftes Mitglieder-Concert des Steiermärkischen Musik-Vereines. Programm: I. Abtheilung: Anton Bruckner: Siebente Symphonie für grosses Orchester (E-dur). II. Abtheilung: [...]« (***).", "Letzte Änderung": "05.01.2026 09:16"}, {"ID": 188803125, "Datum": "12.3.1888, Montag", "Haupttext": "Datierung \"bis hieher 12.3.\" im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 377 - 388 (*).\n \nAuf das Konzert vom 16.3.1888 (mit der 3. Symphonie) macht The New York Times Nr. 11398 auf S. 5 in der 2. Spalte aufmerksam:\r\n\"                 MUSICAL NOTES.\n     The programme for Herr Seidl's second symphony concert, which is set down for Friday evening at Chickering Hall, is as follows: Beethoven's fifth piano concerto, W. H. Sherwood and orchestra; Anton Brückner's \"Romantic Symphony\" – first time in America – and the Tannhäuser\" music as elaborated by Wagner for the special edification of the hard-hearted Parisians, including the overture and Venusberg music and the scene between Venus and Tannhäuser. Herr Kalisch and his bride will be the soloists.\" (**)\n \nund auf Seite 7 mit einem Inserat in der 6. Spalte:\r\n\"CHICKERING HALL, FRIDAY, MARCH 16.\r\n                              SECOND\r\n                SEIDL CONCERT.\r\n                      PROGRAMME.\r\n     1. \"Emperor\" concerto [...]; 2. \"Romantic Symphony,\" No. 4, by Anton Brueckner – first performance in America; 3. \"Tannhäuser\" music [... Solisten, Karten ...]. \" (***).\n \nEin nahezu identisches Inserat erscheint auch in der New York Tribune Nr. 15093 auf S. 7 in der 6. Spalte: \"CHICKERING HALL.\r\n                        FRIDAY EVENING, March16.\r\n                              SECOND\r\n                     SEIDL CONCERT.\r\n                        PROGRAMME:\r\n     1. \"Emperor\" concerto [...]; 2. \"Romantic Symphony,\" No. 4, by Anton Brueckner (first performance in America). 3. \"Tannhäuser\" music [... Solisten, Karten ...]. \" (°).\n\r\n(Liederabend von Rosa Papier im Bösendorfersaal, u. a. auch mit Liedern von Hugo Wolf (°°)).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 16:25"}, {"ID": 188903125, "Datum": "12.3.1889, Dienstag", "Haupttext": "Telegramm Rosalia Huebers an Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern]: \n»&lt;TELEGRAMM No&gt; 1258 &lt;an&gt; brukner [sic] hoforganist stadt hessgasse\nno 7 wien + \n[links handschriftlich »12/3«]\n&lt;Text.&gt; wien v voeklabruck [sic] 39 11 12/3 8 30 + \njohanna gestern gestorben + rosalie .+ » \n[links unten gedruckt &lt;(Auflage 1888.)&gt;].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189003125, "Datum": "12.3.1890, Mittwoch", "Haupttext": "Umarbeitung der 1. Symphonie begonnen [?]. Datierung am Beginn des Finales (*).\nDer Welser Anzeiger Nr. 10 berichtet auf S. 3 über ein Orgelkonzert, das Martin Einfalt in Thalheim bei Wels veranstaltete. Sein Spiel habe an das Bruckners erinnert:\r\n          \"Orgelkonzert. Die Orgel ist so recht eigentlich die verkörperte Harmonie. [... über die Vorzüge der Orgel ...] Sie erscheint uns aber nur dann in ihrer königlichen Hoheit, wenn sie einem Meister dient. Herr Martin Einfalt, Musiklehrer an der k. k. Lehrerbildungsanstalt in Linz, ist ein Meister ersten Ranges auf der Orgel. Er verbindet bei ausgezeichneter Technik, bei vollständiger Beherrschung der Lehren vom \"strengen Satze\", eine so reiche, gesunde Phantasie, daß wir uns beim Anhören seines Spiels letzten Samstag in der Kirche zu Thalheim inwillkürlich zurückdachten in jene Zeit, als wir an der Seite Bruckners dessen Tongewoge mit angestrengter Aufmerksamkeit horchten. Es ist ein hoher Genuß, dem Spiele des Herrn Einfalt zu lauschen, [...]\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2023 16:55"}, {"ID": 189103125, "Datum": "12.3.1891, Donnerstag", "Haupttext": "In einer Übersicht des Musikalischen Wochenblatts Nr. 11 auf S. 147 über Konzerte des Winters 1890/91 in München wird auch die 4. Symphonie [10.12.1890] erwähnt:\r\n\"                                 München, Februar 1891.\r\nUebersicht der Concerte des Winters 1890/91.\r\n                         (Fortsetzung.)\r\n     So ist es denn naheliegend, dass trotz der eminenten Tüchtigkeit der Instrumentalcapelle an die Ausführung der grossen Orchesterwerke bei uns bezüglich einheitlicher stilistischer Ausarbeitung gegenwärtig in den meisten Fällen nur ein relativer Maassstab angelegt werden kann. [...] - Von den in den vier Abonnementconcerten der Akademie während der ersten Saison zu Gehör gebrachten selbständigen Orchesterstücken verdient immerhin die Wiedergabe von [... Werken von Mozart, Brahms, Cherubini, Volkmann ...] unbedingte Anerkennung, im obigen Sinne nur bedingte dagegen die Ausführung von [... Werken von Beethoven und Liszt ...], von Bruckner's romantischer Symphonie und Wagner's \"Faust\"-Ouverture (im 3.), sowie der \"Eroica\" (im 4.). Wenn die musikalische Darstellung dieser Instrumentalschöpfungen ersten Ranges zwar äusserlich manch glänzendes Moment aufwies und in einzelnen Sätzen selbst ein mächtiger Zug zum Durchbruch kam [... Tasso, Faust ...], so wurde anderseits [sic] eben doch gerade an diesen bedeutendsten Werken das Fehlen einer feinfühlig durchgeführten Ausarbeitung und einheitlichen Gestaltung mehrfach sehr peinlich empfunden, in besonderem Maasse am Vortrage der \"Coriolan\"-Ouverture und der \"Eroica\". Dieser Umstand muss seine besondere Ursache doch wohl zunächst in einem gewissen Mangel an überzeugungsvoller, zielbewusster, führender Begeisterung für das Gebiet der Concertmusik seitens der leitenden Stelle haben. [... über die Solisten der Konzerte ... \"im dritten sang der an der Oper neuengagirte Bariton Hr. Brucks, dessen Stimmbildung leider bedenkliche Lücken aufweist, mit ziemlichen Erfolge Bruch's Concertscene für Baritonsolo mit Frauenchor und Orchester\" ...] (Fortsetzung folgt.) [Signatur beim letzten Musikbrief am 9.7.1891:] D.\" (*).\nIm Feuilleton im Deutschen Volksblatt Nr. 784 auf S. 1ff bespricht Hans Puchstein u. a. auch die Aufführung der 3. Symphonie [am 25.1.1891]:\r\n\"Aus den Concertsälen.\r\n[... über andere Konzerte ... auf S. 2: Orchesterkonzerte bei der GdM, beim WAWV etc. ...]\r\n     Den ersten Rang unter denselben nahm ohne Zweifel die Musikaufführung des Wagner=Vereines ein. [... Parsifal-Vorspiel nicht sorgfältig dirigiert, Siegfried-Idyll zu schnell, aber entzückend gespielt ...] Den Schluß machte Anton Bruckner's D-moll-Symphonie,die in diesem Concerte zur zweiten Aufführung innerhalb des kurzen Zeitraumes von sechs Wochen gelangte und dem greisen Meister neue jubelnde Ovationen eintrug. Wir fürchten auf keinen Widerspruch zu stoßen, wenn wir behaupten, daß es keinen zweiten lebenden Symphoniker gibt, dessen Werk das Wunder zu Stande bringt, zweimal in so kurzer Zeit den gewaltigen Saal zu füllen. Es war ein kühnes Wagnis, das der Wagner=Verein damit unternahm, allein es gelang voll und ganz. Die erhaben schöne Symphonie fand eine Aufnahme, die die Begeisterung in dem letzten Concerte der Philharmoniker im Vorjahre womöglich noch übertraf, und enthüllte nicht nur denen, die dieses Meisterwerk schon kannten neue Schönheiten, sie erwarb dem Meister, dem Publikum und Orchester in begeisterter Weise huldigten, auch zahllose neue Verehrer, neue Bewunderer.\r\n     [... über Gesellschaftkonzerte, mit unerwartetem Lob für Brahms ... Gralsfeier aus Parsifal schlecht, Tadel für Gericke ... Rückblick: zu wenig unbekannte interessante Werke, bekannte Werke zu oft wiederholt ... die Erfahrung, daß] neben einer ziemlichen Reihe von unbedeutenden Werken mittelmäßiger moderner Künstler, die große Künstlerheroen=Trias der Neuzeit, Wagner, Liszt und Bruckner, namentlich aber die beiden Letzteren, leider allzuselten zu Worte kommen.\r\n     Die Osterzeit rückt heran, die verschiedenen musikalischen Vereinigungen werden oft in Verlegenheit sein, gute, neuere, interessante Werke für ihre Aufführungen zu finden. In den zahlreichen kirchlichen Chorwerken Franz Liszt's und Anton Bruckner's erschließt sich ihnen schier eine unerschöpfliche Fundgrube werthvoller, der Aufführung würdiger, ja derselben gebieterisch verlangeden [sic] Werke. Möge die Anregung, der wir mit diesen Worten Ausdruck verleihen, beherzigt werden, auf daß auch den zwei größten Kirchencomponisten unseres Jahrhunderts endlich anbreche, was sie so lange vergeblich erhofft, ein neuer, sonniger Frühling ihres bisher durch Neid und Gehässigkeit so ungerecht herabgedrückten Ruhmes!\r\n                    Hans Puchstein.\" (**).\nIn der Österreichischen Volkszeitung Nr. 70 erscheint auf S. 4 eine Kritik (signiert »V.«) zum Konzert vom 4.3.1891 (mit dem Chor »Träumen und Wachen«):\r\n     \" - Vergangenen Mittwoch veranstaltete der Wiener akademische Gesangverein unter Leitung des Chormeisters Raoul Mader ein Konzert im großen Musikvereinssaal. [... Abwechslung war geboten], leider auch in Bezug auf die Qualität der Leistungen. Es scheint uns, als ob der Verein nicht stark genug wäre, um mächtige Kompositionen, wie z. B. Bruckner's \"Träumen und Wachen\" (welches für die Grillparzer=Feier an der Universität komponirt wurde und dem Rektor Dr. Hartel gewidmet ist) in einem großen Saale zur Geltung zu bringen. Auch störte die Aufdringlichkeit einzelner Stimmen. [... Lob für die gemischten Chöre ...] Nicht so konnte man aus obgenanntem Grunde mit dem Vortrage der Männerchöre: Brahms' \"Geleit\", Cornelius' \"Reiterlied\", Liszt's \"Gottes ist der Orient\" und Bruckner's \"Träumen und Wachen\" zufrieden sein. Das Solo der letztgenannten Komposition trug Herr Schaumann mit etwas gepreßter Stimme vor. [... Lob für Frl. Standthartner, den Hornisten L. Savari und F. Drdla ...] Die Künstler wurden reich mit Beifall belohnt. | V.\" (***).\nDer Glasgow Herald Nr. 61 kündigt auf S. 7 in der 3. Spalte die Londoner Aufführung der 3. Symphonie [am 29.6.1891] an:\r\n\"OUR LONDON CORRESPONDENCE.\r\n                                65 FLEET STREET,\r\n                                     Wednesday Night.\r\n[...]\r\n     DR RICHTER has drawn up a capital prospectus for his series of concerts which will commence in May next. The document will be issued to-morrow, but from an advanced copy I note that among the novelties will be Professor Stamford's [sic] new choral ode based upon Campbell's war lyric, \"The Battle of the Baltic;\" a new symphony in D Minor by Bruckner dedicated to Wagner; the overture to Peter Cornelius's opera, \"The Barber of Bagdad,\" [... weitere Werke ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "25.09.2024 06:39"}, {"ID": 189203125, "Datum": "12.3.1892, Samstag", "Haupttext": "\"Das Vaterland\" Nr. 72 meldet auf S. 6: \n\n     \" - Das zweiundzwanzigste Concert des Ersten Wiener Volksquartettes für classische Musik (Quartett Duesberg) findet nächsten Sonntag, 13. d. M., Nachmittags von halb 5 bis 6 Uhr, im Festsaale des Architektenvereines, Eschenbachgasse Nr. 9 [... über die Mitwirkenden ...] statt. [... über das Programm ...] In den nächsten Concerten gelangen Kammermusikwerke von Bruckner, Grädener, Prinz Reuß, Brahms und Silvio Lazzari zur Aufführung.\"\n[Quintett erst am 10.4.1894]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189303125, "Datum": "12.3.1893, Sonntag", "Haupttext": "Brief Göllerichs an Puchstein:\r\n     Bruckner habe ihn ersucht, Puchstein zu bitten, daß Horn nie mehr über Bruckner und seine Werke referiere. Wenn es seine Oberarmluxation zulasse, werde er zur Aufführung der f-moll-Messe nach Wien kommen und bei seinem Cousin Dr. Nowotny wohnen. Puchstein möge dort endlich die Brucknerschen Lieder [Männerchöre?] hinterlegen. Grüße an Raoul Mader (*).\nEine Annonce in der Deutschen Zeitung Nr. 7617 auf S. 21 macht auf die Aufführung der f-Moll-Messe am 23.3.1893 aufmerksam: \"Wiener akademischer Wagner-Verein | Zweigverein des allgemeinen Richard Wagner-Vereins. | Musik-Aufführung | Donnerstag den 23. März 1893, Abends ½ 8 Uhr: | Im grossen Musikvereinssaale | Anton BRUCKNERs | grosse Messe in F-Moll für Soli, Chor und Orchester. | Dirigent: Herr JOSEF SCHALK. [... Kartenvorverkauf ...] Volksthümliche Preise: [...]\" (**).\nAuch im Deutschen Volksblatt Nr. 1506 erscheint auf S. 15 ein entsprechendes Inserat (**a),\nebenso in der Neuen Freien Presse Nr. 10256 auf S. 14 [Zeilenumbruch des Originals angedeutet]: \"Wiener akadem. Wagner-Verein, | Zweigverein des allgemeinen Richard-Wagner-Vereines. | Musik-Aufführung | Donnerstag den 23. März 1893, Abends ½8 Uhr, | im Grossen Musikvereins-Saale | Anton Bruckner's | Grosse Messe in F-moll für Soli, Chor und Orchester. – Dirigent: Herr Josef Schalk. [... Kartenvorverkauf ...] Volksthümliche Preise: [...]\" (**b).\n(Zweites Orchesterkonzert des Wiener Männergesangvereins unter Eduard Kremsers Leitung mit Werken von Esser, Schwalm, Schumann, Goldmark, Gernsheim, Josef Pembaur u. a. (***)).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 09:51"}, {"ID": 189403125, "Datum": "12.3.1894, Montag", "Haupttext": "Kanzleivermerk \"K. k. Ministerium für Cultus und Unterreicht 5291/V, praes. am 12/3 1894\" auf dem Antrag Gustav Tschermaks vom 5.3.1894.", "Letzte Änderung": "21.11.2025 09:01"}, {"ID": 189503125, "Datum": "12.3.1895, Dienstag", "Haupttext": "Kritik der 4. Symphonie\r\n(signiert »G. E.« [Gustav Engel?]) in der Abendausgabe der Vossischen Zeitung Nr. 120 (*a)\r\nund (signiert »-ok«) in der Neuen Preußischen Zeitung Nr. 119 (Morgenausgabe, 2. Beilage, S. 2) (*b).\nDie Kommission zur Besetzung der seit Hanslicks Ausscheiden im Oktober 1894 verwaisten Lehrkanzel beschließt, über Franz Marschners Bewerbungsgesuch ein Gutachten bei Bruckner einzuholen (Vorschlag von Prof. Alfred von Berger und Prof. Franz Exner):\r\n\"Z. 615.\r\n                         Protokoll\r\naufgenommen in der Decanatskanzlei des kk. philosophischen Professoren Collegiums der Universität Wien am 12ten März 1895, um 11¼ Uhr Vormittags\r\n                 Vorsitzender Decan\r\n[links:] Anwesende Commissionsmitglieder | Die Gefertigten [rechts:] Von den Com[m]issionsmitgliedern entschuldigt [keine Angabe]\r\n                      Gegenstand\r\nHabilitationsgesuch des Dr Marschner (prakt.Ästhetik der Tonkunst)\r\nHofr. Zim[m]ermann erklärt dß wir uns in sehr schwieriger Lage befinden, da uns ein Fachprofessor fehlt u [... Text wie bei 636/81f (dort ohne die gestrichenen Varianten) ...], zu als welcher einstim[m]ig Dr Anton Bruckner in Aussicht genom[m]en wird.\r\nSchluß ½12 Uhr.\r\n                         RobZim[mer]mann\r\n                         Zeißberg\r\n                         Berger\r\n                         Exner\r\n                         Karabacek\" (**).\r\nKanzleivermerk \"prs. 12. März 1895. | Z. 615.\" (***).\nIn der Einladung hierzu wurde auch der Termin vom 22.4.1895 vermerkt: \"Commissions-Sitzung Dienstag am 12 März 1895 um 11 Uhr V. M. bf das Habilitationsgesuch Dr. Marschner P. T. Herrn Professor Dr. v Berger \"  \"  — \" — \" Exner \"  \"  Hofrath \" v Zeissberg \"  \"  — \" — \" Zim[m]ermann [in einer weiteren Spalte sind Empfangsbestätigungen eingetragen] [Bleistift:] Hrn Dr Bruckner zur gutächtlichen Äusserung, 22/IV [18]95  K. [Karabacek]\" (°).", "Letzte Änderung": "24.11.2025 16:57"}, {"ID": 189603125, "Datum": "12.3.1896, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung der Aufführung der 4. Symphonie [am 25.3.1896] in der Linzer Tages-Post Nr. 60, S. 4:\r\n\"     (Musikverein.) Den Concerten, welche für den Monat März noch in Aussicht stehen, reiht sich auch das Benefizconcert an, welches der Musikverein seinem scheidenden Musikdirector Herrn Adalbert Schreyer am 25. März d. M., nachmittags 5 Uhr, im landschaftlichen Redoutensaale veranstalten wird. Zur Aufführung gelangen: Bruckner, Simphonie Nr. 4 in Es-dur und Beethoven Clavierconcert in C-moll. Den Kartenverkauf besorgt die Hofmusikalienhandlung Fink.\" (*).\nIn einem Bericht der Ostdeutschen Rundschau Nr. 71 auf S. 6 über ein Konzert in Karlsruhe mit Werken Friedrich Kloses wird Bruckner als dessen Lehrer erwähnt:\r\n\" Theater, Kunst, Schriftthum.\r\n     Kirchenmusik. Kürzlich fand in der evangelischen Stadtkirche in Karlsruhe ein kirchliches Konzert statt, in welchem zwei Werke von dem jungen, vielversprechenden Komponisten Friedrich Klose, einem Schüler Anton Bruckner's aufgeführt wurden. [... Vidi aquam (UA), Messe in d-Moll (UA 1891 in Genf) ... ausführlicher Bericht der Karlsruher Zeitung ...] Wir freuen uns dieses Erfolges, den ein junger deutscher Musiekr errungen hat, schon um seines Lehrers willen – Anton Bruckner's.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.12.2023 17:59"}, {"ID": 189703125, "Datum": "12.3.1897, Freitag", "Haupttext": "Artikel \"Bruckner-Ehrung\" im Linzer Volksblatt Nr. 58 auf S. 4:\r\n\"         Linz, 11. März 1897. [...]\r\n      — Bruckner- Ehrung. Der Gemeinderath der Landes­hauptstadt Linz fasste in seiner gestrigen Sitzung über Antrag des GR. Bancalari folgende Beschlüsse: I. Der Gemeinderath stimmt dem principiellen Antrage des für die Erwägung einer entsprechenden Ehrung des verstorbenen Componisten Dr. A. Bruckner geladenen Comités mit Freuden bei. Er erkennt an, daß es der Landeshaupt­stadt des Geburtslandes jenes bedeutenden Künstlers zukomme, zur Erhaltung seines Andenkens beizutragen. II. Der Gemeinderath be­schließt ferner, daß Bruckner ein sichtbares künstlerisches Denkmal gewidmet wird, lässt aber den Beschluss über die Art und Größe dieses Denkmals einstweilen offen. Der Herr Bürgermeister wird ersucht, das Bauamt im Sinne des Comitéberichtes zu eingehenden Erhebungen und Vorlage von Kastenvoranschlägen a) für eine zur öffentlichen Ausstellung geeigneten Büste sammt Sockel; b) für eine Denktafel ans geeignetem Materiale und mit plastischem Schmucke und Porträt, etwa nach Art des P. Peter Singer- Denkmales am Franciscanerkloster in Salzburg zu beauftragen. III. Der Gemeinderath theilt den vom Herrn Musikdirector Göllerich ausgesprochenen Gedanken, daß das schönste, nützlichste und wirksamste Erinnerungsmittel für den verewigten Componisten außer dem obigen noch in der Sicherung würdiger Aufführungen aller seiner bedeutenden Werke gelegen sei. Solche Aufführungen sind schwierig. Sie bedürfen größerer Kunstmittel, die Heranziehung bedeutender Kunstkräfte, eine Verstärkung der Chöre und des Orchesters, viele Proben und daher bedeutende Mehrkosten. Aus diesen Gründen wird eine Subvention für 13 große durch eine genügende Anzahl von billigen Plätzen als Volksconcerte gekennzeichnete Concerte vom Frühjahre 1898 an­gefangen im Betrage von jedesmal 300 fl. zugestanden.\r\n     Diese Bruckner-Concerte haben im Zeitraume von 25 Jahren, also durchschnittlich jedes zweite Jahr, stattzufinden. Sie sind vom Musikvereine ins Werk zu setzen und gelten für außerordentliche Concerte desselben. Die Subvention wird daher diesem und zwar bei Anmeldung de« jedesmaligen Concertes ausbezahlt. Die musikalischen Vereine „Sängerbund\", „Frohsinn\" und „Gutenbergbund\", welche durch ihre Vertreter im Comité dieser Idee zugestimmt haben, sind jeweilig vom Musikvereine zur Betheiligung einzuladen. Der Gemeinderath meint, daß durch den warmen Antheil dieser Vereine an der Pflege edler Kunst das harmonische Zusammenwirken zu dieser schönen und guten Idee, welche den Ruf von Linz als Musikstadt wesentlich erhöhen wird, gewährleistet ist und daher alle weiteren bindenden Zusagen und rechtlichen Verpflichtungen überflüssig sind. IV. Be­züglich des Nachlasses Bruckners wolle der Herr Bürgermeister mit dem Testamentsvollstrecker Herrn Dr. Reisch in Ober-Döbling in Verhandlung treten. Der Gemeinderath erklärt es für wünschenswert, ja nothwendig, daß der Hausrath des Meisters erworben und de­poniert wird, bis ein passendes Locale angeschafft und als Bruckner-Zimmer gewidmet werden kann. V. Schließlich wird der Herr Bürgermeister ersucht, dem Musikverein, dem „Sängerbund\" und „Frohsinn\", wie auch dem „Gutenbergbund\" Anschriften der Punkte 1 – 4 dieser Beschlüsse zuzusenden.\" (*).\nVon der Sitzung des Gemeinderates am 10.3.1897 (Ehrung geplant, künstlerisches Denkmal, Subvention von 13 Konzerten, Erwerb von Bruckners Hausrat und Errichten eines Bruckner-Zimmers in Linz) berichten auch\r\ndie Linzer Zeitung (**)\r\nund die Linzer Tages-Post Nr. 58 auf S. 3f (***).\nDiese Meldung erscheint in gekürzter Form auch im \"Vaterland\" Nr. 71 auf S. 10 (°)\nund in der Wiener Zeitung Nr. 58 auf S. 3 der Wiener Abendpost (°°).", "Letzte Änderung": "23.08.2026 20:32"}, {"ID": 189803125, "Datum": "12.3.1898, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post macht auf die Proben für das Konzert am 20.3.1898 [mit der 1. Symphonie, Credo der f-Moll-Messe etc.] aufmerksam, die am 12.3. (Orchester im Redoutensaal), 14.3.1898 (Chor im Nordico), 16.3.1898 (Orchester), 17.3.1898 (Tutti) und 19.3.1898 (Generalprobe) im Volksgartensalon stattfinden (*).\nDie Zeitschrift \"Die Zeit\" Nr. 180 berichtet auf S. 172, signiert \"R. W.\" [= Richard Wallaschek] von der Aufführung der 5. Symphonie [am 1.3.1898] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189903125, "Datum": "12.3.1899, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Musikalische Presse meldet, daß im Atelier von Zerritsch das Gipsmodell des Wiener Bruckner-Denkmals zu sehen ist, das nach der Büste Tilgners geformt wurde (*).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 71 kündigt auf S. 5 die Aufführung der e-Moll-Messe am 17.3.1899 an (**).\nIn einem Artikel von H. Liebstoeckl (in der Reichswehr Nr. 1830 auf S. 7) über die Konzerte des Kaim-Orchesters wird Bruckner erwähnt (***).", "Letzte Änderung": "30.01.2025 10:34"}, {"ID": 190003125, "Datum": "12.3.1900, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Kaim-Orchester unter Weingartner (*) im XI. Kaim-Konzert in München. Solist beim Brahms-Violinkonzert ist Hugo Heermann (*a). In der Deutschen Zeitung wird das Konzert vom 20.3.1900 mit dem Chor \"Träumen und Wachen\" angekündigt (**).\nIn den Innsbrucker Nachrichten Nr. 58 erscheint auf S. 5 eine Kritik (signiert \"-l.\") zur Aufführung der 3. Symphonie am 9.3.1900. Besonders die technische Seite der Orchesterleistung wird deutlich bemängelt (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190203125, "Datum": "12.3.1902, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von R. v. Waldheim / Jos. Eberle an August Göllerich:\n     Dem Vernehmen nach besitze der Linzer Orchester- und Gesang-Verein bisher noch unveröffentlichte Manuskripte Bruckners. Bruckner habe dem Verlag die Rechte nicht nur an den Symphonien, sondern auch an anderen Werken eingeräumt, und daher sei Göllerich gebeten, über diese Autographen Auskunft zu geben. Zugleich möge er noch auf das Schreiben von Direktor Stritzko, die Bruckner-Broschüre betreffend, antworten. Unterschriften für R. V. Waldheim unleserlich, für Jos. Eberle &amp; Co. von Joseph Stritzko (*).\n \nArtikel über \"Das hohe Lied\" in der Reichspost Nr. 59 auf S. 10, signiert \"G. v. B.\" [Gaigg von Bergheim]: \"    –   Ein neuer Chor von Dr. Anton Bruckner. [... seit 1876 Originalpartitur im Archiv des Wiener Akademischen Gesangvereins. Text von Heinrich von der Mattig. Hans Wagner ersetzte den Brummchor durch Orchesterinstrumente (so bei Doblinger) erschienen). Aufführungen am 13.3.1902 und 18.3.1902. Auf dem Programm außerdem das \"Te deum\" und Werke von Max Jentsch, Hans Wagner, Hugo Wolf und Camillo Horn. ... ] G. v. B.\" (**).", "Letzte Änderung": "24.01.2025 08:21"}, {"ID": 190403125, "Datum": "12.3.1904, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der Aufführung der 9. Symphonie am 14.5.1904 in The Dayton Herald auf S. 5:\r\n\"               MELODY OF THE MAY FESTIVAL\r\nAT CINCINNATI, THIS YEAR, UNDER THE DIRECTION OF THEODORE THOMAS'S BATON.\n[... 11.5.1904 abends bis 13.5.1904 abends ...]\n     Fourth concert, Saturday afternoon, May 14.\nAlceste, Overture . . . . . Gluck\nAria, Divinity es du Styx . . . Gluck\n                      Mme. Schumann-Heink.\nSymphony No. 9, D Minor, Unfinished . . . . . Bruckner\n               Feierlich. Scherzo. Adagio.\nRhapsody, Opus 53 . . . . . . Brahms\r\n                      Mme. Schumann-Heink.\r\n                  Chorus of Men and Orchestra.\n                           Intermission.\r\nVorspiel. Die Meistersinger . . Wagner\nSea Pictures . . . . . . Elgar [... 5 Nummern ...]\n                      Miss Muriel Foster.\r\nRondo, Till Eulenspiegel's Merry Pranks . . . . Strauss\nHymns, Opus 33  . . . . . . . . . . . . . . Strauss\n                      Miss Muriel Foster.\r\nOverture, 1812 . . . Tschaikowsky\r\n     Fifth concert, Saturday evening, May 14.\r\n[... Beethoven . Missa solemnis, 9. Sinfonie ...].\" (*).\n \nInhaltlich identisch ist die Ankündigung in The Dayton Daily News Nr. 175 (Dayton, Ohio) auf S. 14:\n\"[...]\r\nSymphony No. 9, D Minor, unfinished . . . . . Bruckner\r\n               Feierlich. Scherzo. Adagio.[...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190803125, "Datum": "12.3.1908, Donnerstag", "Haupttext": "(*) Ankündigung\nThe Manchester Guardian Nr. 19217 weist mit einem Inserat auf S. 1 auf das heutige Konzert hin:\r\n\r\n\"                   FREE-TRADE HALL.\n                THE HALLÉ CONCERTS.\n                          50TH SEASON.\n                         JUBILEE YEAR.\n     TWENTIETH CONCERT TO-NIGHT,\n                        March 12, at 7 30.\nLAST CONCERT OF THE JUBILEE SEASON.\n                    CHORAL EVENING.\n                      Principal Vocalists:\n               Miss PERCEVAL ALLEN,\n               Miss EDNA THORNTON,\n               Mr. WEBSTER MILLAR,\n               Mr. WILLIAM HIGLEY.\n                        PROGRAMME.\n                              PART I.\nTe Deum . . . . . . . . . . . . . . . . . Bruckner\n[... Bach ...]\n                              PART II.\nChoral Symphony No. 9 . . .  Beethoven\n     Conductor–Dr. HANS RICHTER.\n     The Orchestra will consist of upwards of 350 Performers.\nChorus Director . . Mr. R. H. WILSON, Mus.Bac., Oxon.\nOrganist . . . . . . . . Mr. C. H. BOGG.\r\n[... Kartenverkauf ...].\" (*).\n \n(**) Vorbesprechung\nEine ausführliche Werkbesprechung, signiert \"S. L.\", folgt auf Seite 7:\n\"                 THE HALLÉ CONCERTS.\n                 BRUCKNER'S \"TE DEUM.\"\n     The music chosen for the final concert of the Hallé Concerts jubilee season–Bruckner's \"Te Deum,\" one of the greatest of Bach's Motets, and Beethovens Choral Symphony–is vast enough in scope to be adequate for the greatest occasion. Milton revelled in imagining vast orgies of choral and instrumental sound, and it is in one of these rhapsodies–the great passage in the Fifth Book of \"Paradise Lost\" which owes so much in structure to the reiterations in the \"Te Deum\" and the \"Benedicite\"–that the phrase \"choral symphonies\" was probably used for the first time.\n     Bruckner's \"Te Deum,\" though written 23 years ago and given at the Birmingham Festival of 1903 [16.10.1903], has never yet been heard in Manchester. Its principal characteristic is sublime harmony. Running almost right  through the work and beginning with the first bar is an extended quaver figure in the accompaniment which is evidently suggested by the opening quavers of the Choral Symphony. It gives a sense of height, and its effect is enhanced by the extended slope of majestic unison passages which stretch at times through the whole length of the diapason. The entrance of the voices, too, is generally contrived to give the same impression of height as they come answering one another in rising sequences, tone above tone, until they fall again at last in dark declivity, where the words are mysterious or pathetic. In the section beginning \"Te ergo quæsumus\" (\"We therefore pray Thee\"), which is set principally for tenor solo, a lovely consoling effect is procured at the cadence of every eight bars by letting the accompanying instruments suddenly cease and the other solo voices enter with a most unexpected major close on the fifth of the key. Exquisite obbligati for solo instruments accompany this section. In \"Aeterna fac cum Sanctis tuis\" (\"Make them to be numbered with Thy Saints\") the chorus enters in loud notes, rising higher and higher against a strong falling figure in the accompaniment; and then follows a great descending unison passage to \"in gloria numerari.\" Out of these depths they rise gradually to the same words, taking over at length the accompaniment figure, and finally giving out the words alone in triumphant harmony. In \"Salvum fac\" (\"O Lord, save Thy people\") the musical material of the preseding solo section is further developed. At \"Per singulos dies\" (\"Day by day\") the great unison is heard once more, now against massive chromatic harmonies; then in softer ascent and descent comes \"Dignare Domine\" (\"Vouchsafe, O Lord\"). The solo voices enter in strenuous notes to \"In Te Domine\" (In Thee, O Lord\"), and the same words are then treated in chorus in a so-called fugue which is not a fugue but provides material which is broken up in gigantic boulders, which are wedged in great harmonies working on to the climax. For its majestic style, the music is wonderfully soft and expressive throughout but the outstanding character of the music is the Miltonic imagination which gives distance.\n                                                             S. L.\" (**).\n \n(***) Aufführung\nAufführung des »Te deum« durch das Hallé-Orchestra unter Hans Richter in Manchester (***) im 20. und letzten Konzert der Jubiläumssaison. Mitwirkende sind der von R. H. Wilson einstudierte Chor, der Organist C. H. Bogg und als Solist*innen Perceval Allen, Edna Thornton, Webster Millar und William Higley (°).\n \nDiese Aufführung (mit der 9. Sinfonie von Beethoven und Bruckners »Te deum«) hörte vielleicht Ludwig Wittgenstein (°°).", "Letzte Änderung": "18.12.2024 16:43"}, {"ID": 190903125, "Datum": "12.3.1909, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Boston Symphony Orchestra unter Max Fiedler in Boston [Hauptaufführung am 13.3.1909].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191103125, "Datum": "12.3.1911, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Konzertvereins-Orchester unter Ferdinand Löwe in einem außerordentlichen Konzert um 12 Uhr im Großen Musikvereinssaal in Wien im Rahmen des Bruckner-Zyklus (*).\n \nThe Buffalo Sunday Morning News Nr. 13 melden auf S. 8 die Aufführung der 3. Symphonie am 11.3.1911 mit knappen Worten:\n\"                      Orchestral Music.\n[...]\n     Last night the Thomas orchestra brought the D minor, No. 3, Bruckner symphony as principal work. Other offerings were the overture to Oberon, Chopin's F minor concerto, played by Heniot Levy, and Glazounow's overture, \"Carnaval.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191203125, "Datum": "12.3.1912, Dienstag", "Haupttext": "Kritik (signiert »y.«) zur \"gestrigen\" Aufführung der 4. Symphonie [10.3.1912] in der Eisenacher Tagespost:\r\n„[...] Den Schwergehalt des Abends brachte endlich Anton Bruckners romantische Es-dur-Symphonie (Nr. 4) […]. Daß Reger uns die Brucknersche Kunst bringen mußte, ist umso bemerkenswerter, als Bruckner einst als Gegenabgott der Wiener gegen Brahms proklamiert wurde und man Reger bisher als Brahmsinterpreten anzusprechen gewohnt war. Ein schöner Beweis für seine Unparteilichkeit in der Beurteilung klassischer Vorbilder. […]“ (*).\nAufführung der 4. Symphonie durch die Meininger Hofkapelle unter Max Reger im 6. Abonnementskonzert in Meiningen. Auf dem Programm stehen zuvor Regers Lustspielouvertüre, Haydns Cellokonzert D-Dur (mit dem Solisten Karl Piening) und Mendelssohns Sommernachtstraum-Ouvertüre (**).\nAufführung der 2. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Musikvereinssaal. Solist in Beethovens G-Dur-Klavierkonzert ist Ernst von Dohnányi (***).\nIn einer Konzertankündigung in The Wilkes-Barre Record (Wilkes-Barre, Pennsylvania) auf S. 8  wird Bruckner erwähnt:\r\n\"                      AMUSEMENTS\r\n[...]\r\n          Josef Stransky's Achievements\r\n     Special interest attaches to the forthcoming concert by the famous Philharmonic Society of New York at Scranton, because of the fame of its new conductor, Josef Stransky. [...].\r\n     A Bohemian by birth, [... Prag (Dvorak, Smetana) ... Abbildung Stransky ...]. His preparation was complete, comprising  a thorough course under Jadassohn at Leipzig, and under Fuchs and Bruckner at Vienna. After five years of remarkable successes in Prague, [... sieben Jahre Hamburg, Berlin (Blüthner-Orchester), jetzt New York ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "04.08.2025 17:06"}, {"ID": 191303125, "Datum": "12.3.1913, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der Aufführung der 3. Symphonie [am 11.3.1913] im Meininger Tageblatt, signiert \"-z-\" [Adolf Menzel]:\r\n„Letztes Abonnementskonzert der Herzoglichen Hofkapelle.\r\n          Meiningen, den 11. März 1913.\r\n   Zwischen zwei modernsten Meistern: Reger und Bruckner das Sonnenkind aus der klassischen Zeit: Mozart; zwischen machtvoller Pracht die liebliche Schlichtheit; zwischen tiefstem Ernst die naive Freude. So berührten sich im heutigen Konzert die Gegensätze und entfalteten durch ihr Widerspiel, durch ihr Bestehen nebeneinander das Wesen und die Vielgestaltigkeit der musikalischen Kunst. [... über Regers Werk und die Fragwürdigkeit von Vorbesprechungen ... kein „Prolog“ wird dargestellt, sondern die „Tragödie“ selbst ... Mozarts Violinkonzert mit Carl Wendling …].\r\n     Anton Bruckners dritte Symphonie, D=Moll, bildete den Schluß des Konzertes. Meines Wissens ist der Wiener Meister hier erst voriges Jahr mit einer seiner Symphonien zu Worte gekommen [4. Symphonie am 12.3.1912]. Wohl hatte schon Berger die Absicht, ihn einzuführen, aber er ließ den Plan aus nicht näher zu erörternden Gründen fallen. So blieb es Reger vorbehalten, und wir müssen ihm Dank dafür wissen, endlich auch bei uns diesem Großen im Reiche der Musik zur gebührenden Anerkennung verholfen zu haben, dem sie ein ganzes, langes Leben hindurch fast versagt blieb. [...] Für uns Meininger ist besonders interessant das Verhältnis Bruckners zu Brahms. Beide sind als Symphoniker Nachfolger und Fortsetzer Beethovens, aber jeder in so durchaus verschiedener Weise, daß sie nichts Gemeinsames haben. [... Beziehung zu Wagner, Bedeutung der religiösen Weltanschauung, Unterschied in der Lebensführung …]. Uns kann das jetzt nicht weiter berühren; wir werden den größten Gewinn daraus ziehen, wenn wir beide Meister liebevoll zu verstehen suchen.\r\n     Die D=moll=Symphonie ist Richard Wagner gewidmet [... über das Werk und seine mangelnde Bekanntheit …]. Das Werk fand eine großzügige Wiedergabe, der Beifall war aber nicht eben allzustark, was eben an der Fremdartigkeit der Erscheinung liegt. Den größten Eindruck hinterließ das Adagio, während dem so reizvollen Scherzo eine tiefe Stille folgte. Warum? Der Schluß wurde nicht als solcher empfunden und verstanden.   – z –„ [Adolf Menzel].", "Letzte Änderung": "05.08.2024 14:19"}, {"ID": 191403125, "Datum": "12.3.1914, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel (signiert »G. K.« [= Georg Kaiser?]) »Symphoniekonzert im Opernhause in Dresden« [Kritik einer Aufführung der 4. Symphonie] in den Dresdener Nachrichten (*).\n \nAufführung der 1. Symphonie durch die Brünner Philharmoniker unter August Veith im Großen Festsaal des Deutschen Hauses in Brünn (**).\n \nAufführung der 5. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Siegmund von Hausegger im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Orchesterliedern Hauseggers ist der Tenor Hermann Gürtler (***).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:19"}, {"ID": 191703125, "Datum": "12.3.1917, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie [durch das Hofopernorchester] unter Bruno Walter in einem Konzert der Musikalischen Akademie im Münchner Odeon.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192103125, "Datum": "12.3.1921, Samstag", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 70 kündigt auf S. 7 die morgige Aufführung des Tantum ergo in As-Dur (WAB 41) an (*).\n\n\nDas Neue Wiener Journal Nr. 9823 meldet auf S. 9, dass anlässlich des 25. Todestages am 11.10.1921 die Konzertdirektion Symphonia eine Serie von Konzerten plane und Ernst Decsey gebeten habe, einen Vortrag über Leben und Werk Bruckners zu halten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192403125, "Datum": "12.3.1924, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie und des »Te deum« durch die Berliner Philharmoniker und den Bruckner-Chor unter Felix Maria Gatz im 1. Konzert der Bruckner-Vereinigung in Berlin. Solisten sind Rose Walter, Hilde Ellger, Jaro Dworsky und Wilhelm Guttmann (Gesang) und J. Kromolicki (Orgel) (*).\nAufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Ferdinand Löwe im 7. Abonnements-Konzert des Bruckner-Zyklus des Wiener Konzertvereins im Wiener Konzerthaus (**).\r\nBei den anderen Programmnummern wirken als Solisten mit Josef Szigeti (Violine) und Georg Valker (Orgel) (**a).", "Letzte Änderung": "25.09.2024 14:19"}, {"ID": 192503125, "Datum": "12.3.1925, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des »Christus factus est« [vermutlich WAB 11] und des »Virga Jesse« durch den Häusermannschen Privatchor unter Hermann Dubs in Zürich (*).\n[12.3.1925?] Besprechung der 1. Symphonie in »Der Bund« [Bern] (**).\nBesprechung des gestrigen Konzerts in der St. Louis Post-Dispatch Nr. 186 auf S. 21:\r\n\"Bruckner's \"Te Deum\" Achieves Deep Effect at Massenchor's Concert.\r\n            By RICHARD L. STOKES.\r\n[... Hugo Anschuetz, 400 Sänger, 80 Orchestermusiker, Elsa Alsen (Zugabe \"Hallenarie\"), Arthur Middleton, Maude Covington, Clarence Bloemker, ungefähr 5000 Zuhörer ... über das \"Te deum\" und die anderen Werke (Max Bruch, Leopold Korning), Egmont-Ouvertüre eingeschoben ... Erlös der Konzerte 1921 bis 1924 17000 $ ...].\" [Richtigstellung zur Aufführungsgeschichte siehe 16.3.1925] (***).\nEin unsignierter Kurzbericht \"Massenchor's Te Deum Gets Hearty Reception\" erscheint in The St. Louis Star and Times Nr. 137 auf S. 4 [... nur zu Bruckners Werk, einige Passagen eigens erwähnt, 5000 Zuhörer ...] (°).\nDer ausführlichste Bericht erscheint in der Westlichen Post Nr. 71 auf S. 1f:\r\n\"Das Massenchor=Konzert ein gewaltiger Erfolg.\r\n                            [...]\nDie erste Darbietung des \"Te Deum\" von Anton Bruckner in St. Louis macht überwältigenden Eindruck.–Hauptanteil an dem künstlerischen Erfolge fällt dem Dirigenten Hugo Anschütz zu.\r\n     Wo immer deutscher Schaffensgeist sich regt und deutsches Wollen sich ihm verbindet; [... über den Massenchor, Abbildung von Hugo Anschütz ... ausführlich über die Volkslieder (\"Meisterleistung\") ... Solistin (mit Zugabe), die weiteren Werke ... ausführlich und lobend über das \"Te deum\" und seinen Komponisten ... die Namen aller Komiteemitglieder ...].\" [keine Signatur] (°°).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 08:21"}, {"ID": 192603125, "Datum": "12.3.1926, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie unter Clemens Krauß im 9. Freitags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 19 Uhr. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Malipiero und Richard Strauss (1. Hornkonzert mit Karl Stiegler) [Wiederholung am 14.3.1926].", "Letzte Änderung": "05.08.2026 12:07"}, {"ID": 192903125, "Datum": "12.3.1929, Dienstag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Königsberg-Danzig überträgt von 20:05 bis 21:35 Uhr ein Geistliches Konzert mit der f-Moll-Messe.", "Letzte Änderung": "07.08.2026 14:04"}, {"ID": 193003125, "Datum": "12.3.1930, Mittwoch", "Haupttext": "Radio Wien bringt ab 11:00 Uhr ein Vormittagskonzert mit der Kapelle Dr. Ph. de la Cerda. Auf dem Programm steht u.a. das Scherzo der 5. Symphonie in einer Bearbeitung von E. Bauer.", "Letzte Änderung": "25.03.2026 18:29"}, {"ID": 193103125, "Datum": "12.3.1931, Donnerstag", "Haupttext": "The Daily Herald Nr. 13477 (Tyrone, Pennsylvania) bringt auf S. 4 den erstmals andernorts am 27.2.1931 erschienennen Artikel \"The City of Music\", in dem Bruckner als einer der Wiener Komponisten kurz erwähnt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193303125, "Datum": "12.3.1933, Sonntag", "Haupttext": "Der Westdeutsche Rundfunk (Langenberg, Köln, Münster, Aachen) überträgt von 19:25 bis 22:15 ein Konzert zum Volkstrauertag. Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks unter Buschkötter spielt die 5. Symphonie und nach der Pause (mit einer \"Funkdichtung\" von Hans Rehberg) Max Regers Sinfonischen Prolog zu einer Tragödie.", "Letzte Änderung": "01.04.2026 12:04"}, {"ID": 193403125, "Datum": "12.3.1934, Montag", "Haupttext": "Brucknerabend des Badischen Brucknerbundes in Baden-Baden mit einem Lichtbildervortrag Grüningers und der 8. Symphonie (ohne 1. Satz) in Grunskys Fassung für 2 Klaviere (Clara und Elisabeth Ernst).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 07:11"}, {"ID": 193603125, "Datum": "12.3.1936, Donnerstag", "Haupttext": "Lili Schalk nimmt in mehreren Zeitungen zur morgigen Aufführung der 5. Symphonie Stellung. Der Erstdruck von 1896, redigiert von Franz Schalk, basiere auf einer von Bruckner eigenhändig korrigierten Vorlage. Artikel »Die zwei Fassungen von Bruckners V. Symphonie« im Neuen Wiener Tagblatt, Artikel »Die Uraufführung der Fünften Bruckner-Symphonie« im Neuen Wiener Journal (*). Artikel »Die Urfassung von Bruckners »Fünfter«« in der Linzer Tagespost Nr. 60 auf S. 3 der Abendausgabe (**).\nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Liszts A-Dur-Klavierkonzert ist Karl Pembaur [Wiederholung vom 11.3.1936] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193903125, "Datum": "12.3.1939, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch den Bruno Kittel'schen Chor und die Berliner Philharmoniker unter Bruno Kittel in Berlin. Solisten sind Tilla Briem, Hildegard Hennecke, Heinz Marten und Fred Drissen (Gesang) und Friedrich Kausch (Orgel).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194003125, "Datum": "12.3.1940, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Eugen Papst im 10. Gürzenich-Konzert in Köln.\r\nSolist in Mozarts G-Dur-Violinkonzert ist Willi Stroß. Zuvor erklingt noch Pfitzners Kleine Sinfonie (*).\nAufführung der 6. Symphonie [vermutlich unter Volkmar Andreae, in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 13.3.1940 (**).", "Letzte Änderung": "07.01.2026 08:55"}, {"ID": 194103125, "Datum": "12.3.1941, Mittwoch", "Haupttext": "Josef Goebbels besucht das Stift St. Florian (wo vermutlich Hermann Haböck auf der Orgel spielt (#)) und kündigt u.a. an, daß der Allgemeine Deutsche Bruckner-Bund künftig seinen Sitz hier aufschlagen werde (*).\r\nDer Kostenvoranschlag für die Umgestaltung des Stiftes wird ihm übergeben (**).\r\nAm Abend trifft Adolf Hitler (anläßlich der »Gedenkfeier für die vor drei Jahren erfolgte Befreiung der Ostmark) in Linz ein (***).", "Letzte Änderung": "30.07.2025 13:45"}, {"ID": 194403125, "Datum": "12.3.1944, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (griechische Erstaufführung) durch das Staatsorchester Athen unter Hans Hörner in Athen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194803125, "Datum": "12.3.1948, Freitag", "Haupttext": "Brief von Theodor Armbruster (Leipzig) an Propst Leopold Hager in St. Florian:\n     Vor Jahresfrist habe er seine Druckschrift \"Erstdruckfassung oder Originalfassung?\" [siehe \"zum 11.10.1946\" (194610114)] für die Stiftsbibliothek an ihn und Franz Linninger gesendet. Ob die Hefte angekommen seien? Armbruster müsse ihm durch den Nachlass von Vincenz Hartl oder durch das Bild der Gewandhaus-Brucknerbüste (seit 1932 im Bruckner-Gedenkzimmer des Stiftes) ein Begriff sein. Bittet um Kranzniederlegung am Grab Hartls.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195703125, "Datum": "12.3.1957, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Tonhalle-Orchester unter Carl Schuricht in der Tonhalle in Zürich. \nSolistin in J. S. Bachs 2. Violinkonzert ist Johanna Martzy.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195903125, "Datum": "12.3.1959, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Bergen Filharmoniske Orkester unter Odd Grüner-Hegge in Bergen (*).\n\n\nAufführung der 3. Symphonie durch das Chicago Symphony Orchestra unter Fritz Reiner in der Orchestra Hall in Chicago.\nAuf dem Programm steht vor der Pause Joseph Haydns Sinfonie Nr. 101.\nWiederholung am 13.3.1959 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196103125, "Datum": "12.3.1961, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Giulio Confalonieri »Hanno dichiarato guerra ad Anton Bruckner« in der Epoca.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196203125, "Datum": "12.3.1962, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Städtische Orchester Trier unter Rolf Reinhardt in der Treviris in Trier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197203125, "Datum": "12.3.1972, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Josef Krips in Chicago.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197503016, "Datum": "1./2.3.1975, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Herbert von Karajan in einem Gesellschaftskonzert im Wiener Musikvereinssaal. \nDas Konzert vom 2. März wird vom Rundfunk übertragen (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198003125, "Datum": "12.3.1980, Mittwoch", "Haupttext": "Norwegische Erstaufführung der 9. Symphonie unter Kurt Wöss in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198603015, "Datum": "1./2.3.1986, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Peter Gülke \"Nachdrückliche Kritik an der Pauschalkritik. Die unsäglichen Mühen eines Musikinterpreten\" in \"Die Presse\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198803125, "Datum": "12.3.1988, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Joachim Matzner \"Verwegene Ergänzung der Neunten. Neue Bruckner-Einspielungen mit Inbal, Sawallisch, Solti, Giulini, Wand u. a.\" in der Süddeutschen Zeitung.", "Letzte Änderung": "06.03.2023 11:00"}, {"ID": 199603125, "Datum": "12.3.1996, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Peter Achtmann »Anton Bruckner lockt nach Österreich. Veranstaltungen zum 100. Todestag des Komponisten« in der Deutschen Tages-Post Nr. 31 (*).\nBeginn der Konservierungsarbeiten an Bruckners Leichnam in der Schweiz (Aesch) (**).", "Letzte Änderung": "16.04.2023 19:29"}, {"ID": 200403125, "Datum": "12.3.2004, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Concertgebouw-Orchester unter Bernard Haitink [in Amsterdam].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198009015, "Datum": "1./2./3.9.1980, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Yuri Ahronovitch im 1. Gürzenich-Konzert in Köln. \nSolist in Beethovens 2. Klavierkonzert ist Alexander Lonquich.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 186004125, "Datum": "12.4.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung eines Konzerts unter A. M. Storch mit Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt« [15.4.1860] im Linzer Abendboten.", "Letzte Änderung": "15.12.2024 12:57"}, {"ID": 186404125, "Datum": "12.4.1864, Dienstag", "Haupttext": "»Um Mitternacht« [WAB 89] nach einem Text von Robert Prutz für Männerchor, Alt-Solo und Klavier vollendet: »Dienstag 12. April 864. componirt« [*]. Es ist dem Linzer Sängerbund gewidmet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604125, "Datum": "12.4.1866, Donnerstag", "Haupttext": "Adagio der 1. Symphonie beendet (1. Datierung).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004125, "Datum": "(12.4.1870, Kardienstag)", "Haupttext": "1. außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Mendelssohns »Elias«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204125, "Datum": "12.4.1872, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 16 verzeichnet auf S. 166 auch das Konzert vom 28.3.1872:      »- Am Gründonnerstage übliches geistliches Concert des »Männergesangvereins« in der Augustinerkirche mit folgendem Programm: Freie Phantasie für die Orgel von Prof. Bruckner, [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187604125, "Datum": "12.4.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium. Bruckners Orgelschüler Steudner spielt Bachs Präludium und Fuge in a-Moll.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:36"}, {"ID": 187804125, "Datum": "12.4.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »5« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104125, "Datum": "(12.4.1881, Kardienstag)", "Haupttext": "Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Händel, Schumann, Schubert und Liszt (Dante-Symphonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204125, "Datum": "12.4.1882, Mittwoch [?]", "Haupttext": "Brief (Correspondenzkarte) Ledermüllers an Loidol: Bruckner sei heute nach Wien abgereist, habe bedauert, Loidol nicht gesprochen zu haben, und lasse Oddo, Wisinto [Preisinger] und Virgil [Grimmich] [siehe die Anmerkung] herzlich grüßen.", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:43"}, {"ID": 188404125, "Datum": "12.4.1884, Samstag", "Haupttext": "Kritik (signiert ”-ff.”) über das Quintett [5.4.1884] in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung Nr. 13 auf S. 186:\r\n   »[...] Das Hauptinteresse des Abends nahm ein Streichquintett von Bruckner in Anspruch [...] ließ aber doch erkennen, daß nicht alle von den Herren an ein strammes Ensemblespiel gewöhnt seien. -ff.« (*).\nKurzkritik in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 102 auf S. 4:\r\n   »[...] Großen Beifall erhielten einige sehr interessante Zwischennummern, unter denen insbesondere Anton Bruckner's Streich-Quintett mit vollem inneren Recht einen rauschenden Erfolg erntete. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:06"}, {"ID": 188504125, "Datum": "12.4.1885, Sonntag (Weißer Sonntag)", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 100 meldet auf S. 6 über das Quintett in Köln [8.4.1885]:\r\n»     –  Aus Köln wird uns berichtet, daß Anton Bruckner's Streich=Quintett in F-dur von dem ausgezeichneten Heckmann'schen Quartett zur Aufführung gebracht und mit außerordentlichem Beifall aufgenommen wurde.« (*).\n(In Anwesenheit Kaiser Franz Josephs feiern die Philharmoniker das 25jährige Jubiläum der Philharmonischen Konzerte mit einer Ouvertüre Nicolais und Beethovens 9. Sinfonie unter Hans Richter. Der 1879 pensionierte Joseph Hellmesberger fungiert als Konzertmeister (**).\r\nDer Schubertbund überbringt einen Lorbeerkranz (***)).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:25"}, {"ID": 188604125, "Datum": "12.4.1886, Montag", "Haupttext": "Bruckners reist laut Eintrag im Gäste- und im Fremdenbuch von St. Florian ab (*).\n\r\nBrief Bruckners an Göllerich in Wels [vermutlich schon in Wien geschrieben]:\r\n     Wird am Mittwoch [14.4.1886] 10 Uhr abends mit dem Eilzug von Wien [nach Linz] kommen. Erwartet auch Göllerich dort (**).\nKritik zu ”Trösterin Musik” in der Morgenpost Nr. 102 auf S. 4 (signiert ”Bn.” [Berggruen?]):\r\n»* Der akademische Gesangverein brachte in seinem gestrigen Concerte im großen Musikvereinssaale eine Novität von Bruckner, einen Chor mit Orgelbegleitung, \"Trösterin Musik\", welcher durch Schönheit der Erfindung und Durchführung hervorragt und großen Anklang fand. [... über die anderen Programmnummern ...]      Bn.« (***).", "Letzte Änderung": "13.09.2025 14:37"}, {"ID": 188704125, "Datum": "12.4.1887, Osterdienstag", "Haupttext": "Ursprünglich geplanter Termin von Josef Schalks und Zottmanns Konzert mit der Klavier-Uraufführung der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188804125, "Datum": "12.4.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik zum Konzert vom 7.4.1888 (mit der Teilaufführung der 4. Symphonie) in der Linzer Tages-Post Nr. 85 auf S. 4:\n               \"Wagner-Verein.\n     Der Linzer Wagner=Verein hat am 7. d. seinen zweiten Vortragsabend im Redoutensaale abgehalten und es erhielt dadurch diese Production [...] doch mehr die Signatur eines Concertes. [... Josef Schalk, Ferdinand Löwe, ihre pianistischen Vorzüge, plastische Darstellung des Orchesters an 2 Klavieren ...] Außerdem spielte Herr Löwe den ersten Satz und Herr Schalk das Scherzo aus der Richard Wagner gewidmeten [sic] 4. Symphonie von Bruckner. Wer dieses interessante, geistreiche und klangschöne Werk wieder hörte, mußte neuerdings auf das lebhafteste bedauern, daß Bruckners Werke noch nicht auf den Programmen aller deutschen Orchestervereine stehen, den mußte es, angesichts des mehr auf das Lebensvolle, Farbenreiche gerichteten Sinnes der Süddeutschen, neuerdings befremden, daß man in Wien von tonangebender Seite den herben, mehr grau in Grau malenden Brahms vor dem feurigen, lebendigen Bruckner bevorzugt. Die ausgezeichneten Claviervorträge der Herren Schalk und Löwe fanden bei der Zuhörerschaft  die wärmste ungetheilte Anerkennung und das regste Interesse.\" [keine Signatur] (*).\n \nÖffentliche Generalprobe des \"Te deum\" um 5 Uhr unter Otto Kitzler in Brünn (**).", "Letzte Änderung": "12.09.2024 20:38"}, {"ID": 188904125, "Datum": "12.4.1889, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Stift Kremsmünster [Oddo Loidol?]: \n   Schickt für das Archiv Skizzen und ausgeschiedene Bögen etc. »NB bitte alles zu behalten; das Übrige ad libitum zu verbrennen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189004125, "Datum": "12.4.1890, Samstag", "Haupttext": "Der \"Figaro\" Nr. 15 bringt auf S. 7 eine Karikatur von Th. Zasche [IKO 184]: \"Karikaturen-Winkel. Anton Bruckner. [Bruckner entreißt der Wiener Kritik die Partitur seiner 9. Symphonie - oder: gibt sie ihr zu fressen?]\" (*).\n \n(Aufführung einer Serenade von Grünfeld beim Orchesterclub »Haydn« (**)).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "11.09.2024 06:40"}, {"ID": 189104125, "Datum": "12.4.1891, Sonntag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 1. Symphonie (*). Kalendernotiz Bruckners: »12.4. Sonntag vormittags: 3 mal [1. Satz der 1. Symphonie wiederholt]« (*a).\nDas Gründungsfest des »Frohsinn« (mit dem »Germanenzug«) wird für den 18.4.1891 angekündigt von der Linzer Zeitung auf S. 408:\r\n\"     * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Bei dem am Samstag den 18. d. im Redoutensaale stattfindenden Gründungsfestconcerte der Liedertafel \"Frohsinn\" kommen Compositionen von Rob. Volkmann, Joseph Rheinberger, Anton Bruckner, Johannes Brahms, Franz Liszt, Richard Wagner zur Aufführung. Zu diesem Concerte haben ausschließlich nur die unterstützenden Mitglieder des Vereines, sowie die Besitzer von Jahreskarten mit ihren Familien gegen Vorweisung der Jahreskarten Zutritt.\" (**)\nund von der Linzer Tages-Post Nr. 83 auf S. 4:\r\n\"     § Liedertafel \"Frohsinn\". Bei dem am Samstag den 18. d. M. im Redoutensaale stattfindenden Gründungsfestconcerte der Liedertafel \"Frohsinn\" kommen Compositionen von Robert Volkmann, Josef Rheinberger, Anton Bruckner, Johannes Brahms, Franz Liszt, Richard Wagner zur Aufführung. Zu diesem Concerte haben ausschließlich nur die unterstützenden Mitglieder des Vereines, sowie die Besitzer von Jahresgastkarten mit ihren Familien gegen Vorweisung der Jahreskarten Zutritt.\" (***).\nDie Linzer Zeitung berichtet zudem auf S. 409f von der Salzburger Aufführung der 3. Symphonie am 9.4.1891:\r\n\"     Theater= und Kunstnachrichten.\r\n[...]\r\n     - Anläßlich des zweiten Mozarteums=Concertes wurde am 9. d. die D-moll-Symphonie Bruckners aufgeführt. Die \"Salzburger Zeitung\" schreibt: Mit hochgespanntem Interesse sah man der Aufführung der D-moll-Symphonie Bruckners entgegen. Ueber Bruckner hatte sich zwischen München und Wien eine Fehde entsponnen. In Wien trat man eben Bruckner so nergelnd entgegen, daß es einer systematischen Verfolgung dieses Mannes glich, ja es mischten sich sogar politische Parteimotive ein. Man warf den Wienern vor, daß sie den langweiligen, einschläfernden Brahms'schen Symphonien eher beiwohnen als den Compositionen Bruckners, der ein Symphoniker ersten Ranges sei, und somit an der Zurücksetzung und Vernachlässigung eines heimischen Talentes theilnehmen. Nun gerade so arg ist es eben nicht. Die Wiener \"Deutsche Kunst= und Musikzeitung\" hat die Aufführung Bruckner'scher Werke in Wien zusammengestellt und aus dieser Zusammenstellung sehen wir, daß man sich in Wien häufig mit der Wiedergabe der Bruckner'schen Compositionen beschäftige hat. Bruckner ist ein harmloser Mann, der stille seiner Wege geht und sich um die tonangebende Claque sowohl in den Redactionen als in den Concertsälen nicht im geringsten kümmert. Die Claqueurs spielen in den Concertsälen gerade so ihre Rollen wie in den Theatern. Wir sind weit entfernt, über diese gewaltige Composition ein Urtheil abzugeben und sagen nur von dem, was uns besonders angesprochen hat, und das ist das Trio des Scherzo und das zweite Motiv des Finalsatzes, weiters die Instrumentation und das Sprunghafte in der Durchführung der Motive, das einen eigenartigen Reiz gewährt. Die Symphonie errang den ausgesprochensten Beifall des Auditoriums. Herr Director Hummel leitete die Vorführung mit gewohnter, verständnisvoller Umsicht und erhielt den wohlverdienten Beifall, der durch Spendung eines Kranzes einen ganz besonderen Ausdruck erhielt.\" (°).\nThe Boston Globe Nr. 102 gibt auf S. 12 in der 6. Spalte das Programm des nächsten Konzerts [am 18.4.1891] bekannt:\r\n\"                      WAGNER MUSIC.\r\nOnly Works by the German Master Played at Yesterday's Symphony.\r\n     [...] Exceedingly cordial was the greeting Conductor Nikisch received when he appeared to direct the orchestra. Aside from extreme paleness he showed no signs of his recent illness. [... über das Konzert ...].\r\n     Miss Marie Jahn is announced as soloist at the next Symphony concert. The programme will be as follows: Overture, \"Genoveva,\" Schumann; aria from Freischuetz, \"Wie nahte mir der Schlummer.\" Weber; Adagio and Scherzo from the symphony No. 7, Bruckner; songs with piano; symphony in D minor, Schumann.\" [siehe die Anmerkung] (°°).\n(Nicolai-Konzert der Philharmoniker unter Hans Richter mit Werken von Gluck und Beethoven (9. Sinfonie) (°°°)).", "Letzte Änderung": "02.07.2024 07:16"}, {"ID": 189204125, "Datum": "(12.4.1892, Kardienstag)", "Haupttext": "2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Beethovens »Missa solemnis«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189304125, "Datum": "12.4.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert im Deutschen Volksblatt Nr. 1535 auf S. 4 des Abendblatts (!):\n\"          Meister Bruckner's Streichquintett.\r\n     Der heutige Vereinsabend des \"Neuen Wagner-Vereines\" erhält durch die Aufführung von Meister Bruckner's Streichquintett durch Mitglieder des Hofopernorchesters seine besondere Weihe. Der große Componist hat sein Erscheinen an dem Bruckner-Abende in Aussicht gestellt und so dürfte der Besuch ein sehr lebhafter werden. Deutsche Gäste werden von dem Verein freudig willkommen geheißen. Versammlungslocal ist Leber's Gasthaus, Ecke der Nibelungengasse und Babenbergerstraße.\" (*).\nAufführung des Quintetts durch Mitglieder der Philharmoniker im Vereinsabend des Neuen Richard-Wagner-Vereins in der Gastwirtschaft Leber in Wien. Bei anderen Programmnummern wirken mit: die Pianisten Semrad und Bause und die Sänger Neidhardt und Fraungruber, der zum Schluss einen Toast auf Bruckner ausbringt. Bruckners Anwesenheit war angekündigt worden, wurde aber durch Erkrankung verhindert. Wegen \"Unwohlsein\" entfiel auch Chamberlains Vortrag über \"Wagner's Verhältnis zur social=religiösen Frage\" (**).\nHans Paumgartner geht in seinem Konzertbericht in der Wiener Abendpost Nr. 83 (Wiener Zeitung) auf S. 1 kurz auf die Aufführung der f-Moll-Messe [am 23.3.1893] ein:\r\n\"               Concerte.\r\n                      II: *)\r\n[Fußnote: \" *) Siehe \"Wiener Abendpost\" Nr. 82. \"]\r\n     Im großen Musikvereinssaale wurde Anton Bruckners große und wunderschöne F-moll-Messe vor einem andächtig und weihevoll gestimmten Publicum aufgeführt. Von Joseph Schalk ausgezeichnet dirigirt und vom Chor und dem Strauß'schen Orchester überraschend gut ausgeführt, machte das Bruckner'sche Werk großen und tiefen Eindruck auf alle Zuhörer.\r\n     Die Wiener Singakademie hat in ihrem dritten Concerte Anton Rubinsteins geistliche Oper \"Das verlorene Paradies\" unter des Componisten persönlicher Leitung aufgeführt. [... über dieses und andere Konzerte ...]\r\n                            dr. h. p.\" (***).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 08:34"}, {"ID": 189404125, "Datum": "12.4.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Schalk:\r\n     Da er seit Ostern wieder an Herzbeschwerden und Atemnot leide, dürfe er das Bett nur stundenweise verlassen. Dankt (auch der Direktion [Gottinger] und dem Orchester) für die Mühen bei der Aufführung der 5. Symphonie. Dem Wagner-Verein habe er bereits empfohlen, daß Franz das Werk in Wien dirigieren sollte (*).\nBericht zur 5. Symphonie in der Neuen Freien Presse Nr. 10644 auf S. 8:\r\n   \"Wien, 11. April. [...]\r\n    - Im Grazer Stadttheater gelangte gestern Bruckner's bisher noch nirgends aufgeführte fünfte Symphonie (in B-dur) unter Leitung des Capellmeisters Franz Schalk zur erstmaligen Aufführung. Das gewaltige Tonwerk fand bei dem zahlreichen Publicum eine begeisterte Aufnahme und wurde Capellmeister Schalk für die glänzende Wiedergabe desselben zahllos herausgerufen. Auch Herr Richard Epstein erntete für den Vortrag des Liszt'schen Es-dur-Concertes reichen Beifall.\" (**).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 16 beklagt im »Wiener Musikbrief« [von Theodor Helm] auf S. 188f, daß Bruckner im Wiener Konzertleben vernachlässigt werde.\r\n\"               Musikbriefe.\r\n                                Wien.\r\n                (Fortsetzung.)\r\n     Durch eine fatale Verkettung von Umständen ist heuer unser greiser Anton Bruckner, der in Berlin so grosse Erfolge errang, in seiner künstlerischen Heimath Wien fast gar nicht zu Wort gekommen. Die Philharmoniker hatten bei Ankündigung ihres heurigen Concertcyklus Bruckner's 2. Symphonie (Cmoll), die in Wien seit 1876 nicht mehr, in diesen Concerten überhaupt nie gehört worden war, zur Aufführung versprochen. Man erwartete Letztere bestimmt im 4. Philharmonischen Concert (10. December), da es seit 1890 bei den Philharmonikern üblich, gerade um diese Zeit unmittelbar vor Weihnachten eine grössere Bruckner'sche Novität herauszubringen. Diesmal wurde aber die Aufführung unter allerlei nicht stichhaltigen Vorwänden immerfort hinausgeschoben*), [Fußnote: \"So hiess es u. A.: Die Proben zu der deutschen Erstaufführung der \"Pagliacci\" liessen keine Zeit frei für Proben zu der Bruckner'schen Symphonie: nun fand aber jene Erstaufführung bereits am 19. November statt, von da bis zum 4. Concert (10. Dec.) hätte man volle drei Wochen für Symphonieproben zur Verfügung gehabt.\"], bis endlich gar kein Raum für die in Rede stehende Symphonie erübrigte. [... der komplette Text ist über den Link lesbar ... Plan einer Aufführung beim Wiener Akademischen Wagner-Verein (2. Teil des Programms von Siegfried Wagner dirigiert), Hans Richter erkrankte aber ... Josef Schalk hätte übernehmen können (siehe: f-Moll-Messe 1893 und 4. Symphonie 1892) ... in den Gesellschaftskonzerten musste das \"Te deum\" einem Rubinstein-Programm am 14.4.1894 weichen ...]. Nun wir unserer \"Entrüstung\" über die einem greisen vaterländischen Meister angethane Zurücksetzung Luft gemacht, wollen wir in aller objectiven Ruhe die letzten Vorgänge in den Concertsälen verfolgen.\r\n     [... über das 7. und 8. Philharmonische Konzert etc. ...].\r\n                     (Fortsetzung folgt.)\" (***).\nKurzkritik (signiert »t.«) zum Quintett [am 10.4.1894] in der Reichspost Nr. 84 auf S. 5:\r\n\"     Duesberg=Concert. Der als Geigenvirtuose ebenso wie als Gründer und Leiter des Ersten Wiener Volksquartetts für classische Musik in allen musikalischen Kreisen Wiens hochgeschätzte Duesberg gab Dienstag im großen Musikvereinssaale sein zweites großes Volksconcert, das sich eines außerordentlich guten Besuches zu erfreuen hatte. [...] Die Perle des Concertes war jedoch das Streichquintett in F-dur von Dr. Anton Bruckner, vom Volksquartett meisterhaft in Technik und Auffassung gespielt. Wer dieses, vielleicht schwierigste aller Kammermusik-Werke nur von Hellmesberger gehört und damals dessen Ablehnung seitens des größten Theiles des Publicums begreiflich gefunden hat, und nun gestern vom Duesberg'schen Quartett (verstärkt durch die zweite Viola des Herrn Hajek) dasselbe Werk unter endlosem Beifalle gehört hat, der wird begreifen, daß die Bruckner=Gemeinde gestern starken Zuwachs erhielt und Herrn Duesberg zu großem Danke verpflichtet ist. [... Johanna Schönberger, Hugo Wolf, Camillo Horn, Frl. Javuret [sic] ... Appel mit Liedern Reiters ohne Erfolg (Publikumsschwund) ...] Zum Schlusse möchten wir Herrn Duesberg den wohlgemeinten Rath ertheilen, für die Zukunft sein Programm nicht gar zu reichhaltig zu gestalten, sonst verliert das Publikum die Genußfähigkeit für die letzten Nummern.                          t. \" (°).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 1894 bespricht im Konzertbericht auf S. 1f auch das Konzert vom 6.4.1894:\r\n\"                  Aus dem Concertsaal.\r\n     Außer in den Concerten des Wagner=Vereines ist der Name Hugo Wolf nur selten auf den Programmen der Wiener Musikabende zu finden. [... \"Prophet im Vaterlande\" ist in Deutschland heimisch ... \"mit der Pflege deutscher Kunst ehrlich meinen\" ... über weitere Konzerte ...]\r\n     Der Männergesangverein \"Arion\" gab kürzlich ein Concert und erbrachte abermals den Beweis, daß sich bei gutem Willen und strenger Disciplin unter tüchtiger Leitung gar Vieles erreichen läßt. Herr Chormeister Rehbeck, ein sehr intelligenter Musiker, bot mit seinen Sängern ein wirklich concertgemäßes Programm, dessen Eröffnungsnummer, Dr. Bruckner's preisgekrönter \"Germanenzug\", sofort mächtig zu packen verstand. Die Ausführung des Chores, sowie der darauffolgenden \"Nachthelle\" von Schubert zeugten von emsigem und verständnisvollem Studium. [... weitere Programmummern, Solisten (Frl. von Statzer, Herren Donauer, Mühl und Schuckert), Klavierbegleiter Maximilian von Ambros (nur bei Reinecke?) ... weitere Konzerte ...].\r\n                                    Camillo Horn.\" (°°).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 15:19"}, {"ID": 189504125, "Datum": "12.4.1895, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Das Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 87 veröffentlicht auf S. 525 - 528 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 528 unter \"X. Fertigkeiten\":\n\"     [... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] – Harmonielehre: Moll, Tonwechslung (auf die verschiedenen Arten); Chromatik, Harmonisirung, Contrapunkt, eineinhalb Stunden wöchentlich, vom Lector Prof. Dr. Anton Bruckner. – [... Turnen, Fechtkunst ...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189604125, "Datum": "12.4.1896, Sonntag (Weißer Sonntag)", "Haupttext": "Besprechung der 1. Symphonie durch Petrich in der Grazer Tagespost Nr.101:\r\n\"Viertes Orchesterconcert des Steiermärkischen Musikvereines.\r\n     Das letzte Orchesterconcert in dieser Saison, welches der Steiermärkische Musikverein unter der Leitung seines artistischen Directors, Herrn E. W. Degner, am gestrigen Abend im Stefanien=Saale veranstaltete, war vom günstigsten künstlerischen Erfolge begleitet. Das Programm des Concertes enthielt außer drei, von Herrn E. W Degner für Orchester eingerichtelen Clavierstücken von Beethoven (Bagatellen, Opus 119 und 33), mehrer bedeutende und hochinteressante Tonschöpfungen zweier österreichischen [sic] Tondichter: Das Vor= und Zwischenspiel der Oper „Der Corregidor\" von Hugo Wolf und die „Erste Symphonie in C-moll“ für großes Orchester von Anton Bruckner.\r\n     Die hier genannten Werke gelangten gestern zu ersten öffentlichen Aufführung in Graz. Mit großem Interesse sahen wir der Aufführung der beiden Bruchstücke aus Hugo Wolf's Oper „Der Corregidor\" entgegen. Die Oper, deren Stoff einer Erzählung aus dem Spanischen des D. Pedro de Alancon entnommen ist, soll, wie schon berichtet wurde, demnächst an einer deutschen, Hofbühne in Scene gehen. Die Musik Hugo Wolf's besitzt denselben selbstständigen und vornehmen Charakter, welchen wir schon an den früheren Tonschöpfungen dieses Componisten zu schätzen Gelegenhei hatten. Das Vorspiel wird in wirksamer Weise mit dem, unisono vorgetragenen Motive „des hochmüthigen und lüsternen Titelhelden“ eröffnet, an welches sich nach einigen Ueberleitungstacten eine ruhige Cantilene anschließt, welche – wie uns die, dem Programme beigefügte Erklärung belehrt – das Glück der beiden Gatten (Lukas und Frasquita) zu überzeugendem Ausdrucke bringt. Im weiteren Verlaufe schließt sich ein bewegter Satz an, dessen drohendes Motiv Unheil verkündet und sich zu leidenschaftlicher Steigerung erhebt. Von bedeutender Wirkung ist die geistvolle Verbindung dieses Motivs mit dem durch die Posanne ausgeführten Corregidor=Thema. Die leidenschaftliche Stimmung beruhigt sich allmählich und leitet dann wieder in wirkungsvoller Steigerung zu dem triumphirenden, über dem Orgelpunkt auf C aufgebauten Schluß über, welcher den Sieg der ehelichen Treue über die Anfechtungen des Corregidors verkündet. Das kurze Zwischenspiel, ein anmuthiges spanisches Tanzstück, welchem der Componist ein charakteristisches Localcolorit verliehen, fand eine auferordentlich beifällige Aufnahme. Die effectvolle, feinsinnige Instrumentation diese Tonstückes sei mit gebührender Anerkennung hervorgehoben. Von hübscher Wirkung waren die Terzenläufe der Holzbläser, der klagende Gesang der Oboe und die schwungvolle rhythmische und orchestrale Steigerung gegen die Mitte des Tonstückes. Freundliche Aufnahme fanden auch die drei bekannten Clavier=Bagatellen von Beethoven, welche Director Degner, dem feinsinnigen und edlen Charakter dieser musikalischen Cabinetsstücke in pietätvoller Weise Rechnung tragend, für Orchester eingerichtet hat. Sämmtliche drel Nummern: das elegische Allegretto in G-moll, das zarte, gesangvolle Allegretto in D-dur und das rhythmisch belebte humoristische Scherzo in C-dur fanden eine entsprechende Wiedergabe.\r\n     Mit der Aufführung der großartigen Symphonie Anton Bruckner's hatte sich der Verein Eine der schwierigsten Aufgaben gestellt, deren verhältnißmäßig glückliche und überraschend gelungene Lösung sowohl dem eifrigen Dirigenten Herrn E. W. Degner als auch den, unter dessen Leitung befindlichen Musikern zur vollsten Ehre gereicht. Der tiefe musikalische Gehalt der gewaltigen Tondichtung, wie auch die rhythmischen und technischen Schwierigkeiten, welche der Componist in diesen Werke den Ausführenden darbietet, stellen sowohl an den Dirigenten als auch an das Orchester ungewöhnliche Anforderungen. In der Pflege der Bruckner'schen Muse nimmt Graz einen hervorragenden Rang ein, indem außer der gestern hier gehörten „Ersten Symphonie\" des gefeierten Meisters bisher noch vier andere symphonische Werke desselben in Graz zur Aufführung gelangten: Die dritte Symphonie in D-moll; die vierte (romantische in Es-dur; die fünfte in B-dur und die siebente in E-dur. Bruckner's symphonisches Erstlingswerk (vor 30 Jahren entstanden) ist ein Werk der künstlerischen Sturm= und Drangperiode des Componisten, welches einen überquellenden Ideenreichthum enthält und von der genlalen Begabung und dem staunenswerthen musikalischen Wissen und Können seines Urhebers glänzendes Zeugniß gibt. Dem Componisten mangelt in dieser Schöpfung noch jenes wünschenswerthe und auch nothwendige Maß der künstlerischen Selbstbeschränkung, welches seinen späteren Werken dieser Gattung den Stempel der Vollendung aufdrückt und dem Genießenden das annähernde Erfassen und Verstehen ihres musikalischen Wunderbaues ermöglicht. Unter dem Eindrucke der Größe der Conception, der Gewalt des Ausdruckes, der Fülle, Schönheil und Bedeutung der in dieser Schöpfung aufgestapelten musikalischen Gedanken, wird man durch die Art, wie der Componist seiner schrankenlosen Phantasie die Zügel schießen läßt, in Verwirrung gesetzt. Gleich Schuberl's großer C-dur-Symphonie begegnen wir auch in Bruckner's „Erster\" manchen „himmlischen Längen\". Wir verweisen hier vor Allem auf das überlange und verwirrende Finale, welches uns trotz seiner großartigen Polyphonie und seinen unerhörten musikalischen und orchestralen Steigerungen bis auf Welteres ein unlösbares Räthsel geblieben. Die thematische und contrapunktische Kunst Bruckner's macht sich auf Schritt und Tritt geltend und in souveräner – manchmal vielleich allzu kühner und rücksichtsloser – Weise behandelt der Meister das Orchester, die Ausführbarkeit der von ihm dictirten Figuren und Passagen der Virtuosität der ausübenden Künstler überlassend.\r\n     Wir werden oftmals durch die kühnsten und unerwarteten harmonischen und modulatorischen Wendunger überrascht und andererseits durch die Größe und Tiefe, durch die Schönheit der musikalischen Erfindung, durch den sieghaften Glanz des Orchesters in Entzücken versetzt. Der Tondichter ist in der Gestaltung und Zerlegung seiner Motive wahrhaft unerschöpflich. Gleich zu Anfang nimmt uns das echt symphonische Thema des ersten Satzes mit seiner allmählichen Steigerung gefangen; das Alterniren der Holzbläser mit dem Blechorchester und den Streichern ist von überraschender Wirkung und von überwältigendem Glanze die Vereinigung sämmtlicher Chöre.\r\n     Das langathmige wunderbare Adagio mit seinen wechselnden Lichtern und seiner entzückenden, wahrhaf transscendentalen Melodik übte auf uns einen lief ergreifenden Eindruck aus; dieser verklärte Satz gehört unserer Meinung nach zu dem Schönsten und Bedeutendsten, was die Musik seit Beethoven aufzuweisen hat. Das prächtige, rhythmisch prägnante Scherzo mit seinem trotzigen Thema und dem bestrickenden ländlichen Reigen als Trio, in welchem das Horn mit bezaubernder Wirkung verwendet wird, übte selbstverständlich eine einschlagende Wirkung aus.\r\n     In dem kolossalen stürmischen Finale übten einzelne Steigerungen und der Eintritt der Trompeten und Posaunen eine elementare Wirkung aus. Die zahlreichen enormen rhythmischen und technischen Schwierigkeiten wurden von den ausführenden Kräften in höchst lobenswerther, oft geradezu überraschender Weise bewältigt. Sowohl den Bläsern wie auch dem Streicherchor (nicht zu vergessen der Flötist, welcher seine halsbrecherische Passage trefflich durchführte) sei die verdiente Anerkennung gezollt. Hervorragende Verdienste um den glänzenden Erfolg des Abends hat sich Herr Director Degner erworben, welcher das anstrengende und schwierige Studium der Symphonie und der Wolf'schen Opernfragmente geleitet hat. Die angeführten Werke übten auf das Publikum sichtlich einen bedeutenden Eindruck aus und der Dirigent Herr E. W. Degner wurde durch verdienten Beifall und mehrfache Hervorrufe ausgezeichnet.\r\n                                    Franz Petrich.\" (*).\n(Aufführung einer Krinninger-Serenade beim Wiener Orchesterclub »Haydn« (**)).", "Letzte Änderung": "09.11.2024 14:03"}, {"ID": 189704125, "Datum": "12.4.1897, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 15 berichtet auf S. 2f (signiert \"H. W.\" [= Hans Woerz]) von den Konzerten der Berliner Philharmoniker und erwähnt dabei auch die [für den 10.4.1897] angekündigte 7. Symphonie [die aber kurzfristig abgesagt worden war!] (*).\n \nDer Brünner Tagesbote Nr. 83 berichtet irrtümlich von der [nicht erfolgten] Aufführung der 7. Symphonie in Wien:\r\n     \"Die Siegespalme trug von allen Dirigenten entschieden Löwe davon. [Bei diesen Konzerten] gelangten Werke von Beethoven, Mozart, Wagner, Tschaikowsky, Goldmark, Brahms, Fuchs, Schütt, Heuberger, Berlioz und Bruckner zur Aufführung; von letzterem die Symphonie Nr. 7, E-dur. Der rauschende Beifall, den letztere fand, wird wohl die Berliner Gäste veranlassen, unserem Bruckner endlich auch draußen Gehör zu verschaffen.\" [signiert \"H. E. Ptm\", Richtigstellung am 20.4.1897] (**).\n \nDer Bericht des Grazer Tagblatts Nr. 102 auf S. 4 entspricht dagegen der Wahrheit:\r\n\"[...] Das letzte der Concerte sollte besonders Wiener Componisten und Dirigenten gewidmet sein. Robert Fuchs, Eduard Schütt, Heuberger und Anton Bruckner sollten in demselben vertreten sein. Die Zeit zu den nothwendigen Proben reichte, wie mitgetheilt wurde, dazu nicht mehr aus, und so stellte die Noth eine selsame Vortragsordnung zusammen. Dem Triumph Tassos folgte der Concerterfolg Schütts, der Huldigung des Johann Strauß der Tod Isoldens. [...] Herr Ferdinand Löwe, welcher als besonderer Kenner Bruckners berufen schien, dessen siebente Symphonie vorzuführen, kam in die Lage, sich zu den großen Dirigenten der Vorabende in die Schranken stellen zu müssen. [...]    Dr. Friedrich v. Hausegger.\" (***).", "Letzte Änderung": "26.08.2026 19:42"}, {"ID": 189804125, "Datum": "12.4.1898, Dienstag", "Haupttext": "In der Ausschußsitzung der Liedertafel \"Frohsinn\" wird geplant, beim Sängerbundesfest in Steyr [29.5.1898] den Chor \"Um Mitternacht\" [recte \"Mitternacht\" WAB 80 (Männerchor mit Klavierbegleitung)] aufzuführen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189904125, "Datum": "12.4.1899, Mittwoch", "Haupttext": "Im Deutschen Volksblatt Nr. 3691 wird auf S. 13 das Konzert vom 15.4.1899 mit der 5. Symphonie und dem 150. Psalm angekündigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190004125, "Datum": "12.4.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Josef Gruber »Anton Bruckner in St. Florian. Ein biographischer Beitrag« [1. Teil] in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung 27, S. 30 (*).\r\nAuf S. 32 erscheint ein Bericht vom Konzert des Wagner-Vereins am 8.3.1900 (mit \"Christus factus est\" [WAB 11] und \"Ave Maria\" [WAB 6]) (*a).\nArtikel \"Hans Richter in Linz\" in der Linzer Zeitung auf S. 432:\r\n    \" * Hans Richter in Linz. Es steht uns ein großes musikalisches Ereignis bevor, [... Ankündigung eines Konzerts mit den Wiener Philharmonikern am 26.4.1900 ... über Richters Werdegang ...] In die Brucknerbewegung griff Richter ziemlich spät ein. Er hätte dem ihn unterthänig anflehenden Bruckner manche Demüthigung ersparen können ... endlich lieh er aber auch ihm seine Meisterhand und verschönte er auch den Lebensabend dieses mit aller Leidenschaft seiner Seele der Kunst dienenden Mannes. [über Richters Weggang nach England]\" (**).\nDas Musikalische Wochenblatt berichtet im \"Wiener Musikbrief\" auf S. 216f über das Konzert vom 2.4.1900 mit der 3. Symphonie (***).\nEine Kritik, signiert \"H.\" [vermutlich Camillo Horn], zu diesem Konzert erscheint auch im Deutschen Volksblatt Nr. 4050 auf S. 8 (°).\nHinweis auf das Konzert vom 20.4.1900 mit der 3. Symphonie im \"Vaterland\" Nr. 100 auf S. 7 (°°).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 23:29"}, {"ID": 190104125, "Datum": "12.4.1901, Freitag", "Haupttext": "Brief von Ignaz Bruckner [an Göllerich?]: \n   Der Prälat wünsche nur eine kleine Orgel für die Marienkapelle. Er, Ignaz, habe schon im Herbst [1900] mit [Josef] Mauracher darüber gesprochen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190304125, "Datum": "12.4.1903, Ostersonntag", "Haupttext": "August Stradal spielt beim [Wiener Akademischen] Wagner-Verein Sätze aus seinen Bearbeitungen von Bruckner-Symphonien [prov. WAB 86].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190404125, "Datum": "12.4.1904, Dienstag", "Haupttext": "Artikel \"Erinnerungen an Anton Bruckner\", signiert \"M. v. Sch.\" (Marie von Schwarzbeck), im Morgenblatt der Grazer Tagespost.", "Letzte Änderung": "13.12.2024 22:52"}, {"ID": 190704125, "Datum": "12.4.1907, Freitag", "Haupttext": "Die von Karl Kraus herausgegebenen Zeitschrift »Die Fackel« enthält (in Nr. 223/224 (*)) ein Faksimile von Bruckners Briefentwurf an die Philharmoniker vom 13.10.1885.", "Letzte Änderung": "03.01.2025 15:55"}, {"ID": 191004125, "Datum": "12.4.1910, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Franz Schalk im Stefaniensaal in Graz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191104125, "Datum": "12.4.1911, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der 9. Symphonie [10.4.] durch Rudolf Louis in den Münchner Neuesten Nachrichten.", "Letzte Änderung": "21.04.2023 10:40"}, {"ID": 191404125, "Datum": "12.4.1914, Ostersonntag", "Haupttext": "Aufführung von »Trösterin Musik« durch die Steyrer Liedertafel beim Empfang für den Wiener Lehrer a capella Chor (*).\n \nDie Mississippi-Blätter Nr. 102 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) bringen auf S. 33 (= S. 3 der Illustrirten Beilage) einen Artikel über Paul Heyse, in dem (in der 6. Spalte) Bruckner kurz erwähnt wird:\n\"                Beim alten Heyse.\n     Die Nachricht vom Tode Paul Heyse's ruft die Erinnerung wach an die letzte Zeit seines Lebens, die der alte Dichter in München verbrachte in seinem geliebten Dichterheim.\n     In der Münchener Luisenstraße liegt Paul Heyse's Heim, mit dem die wichtigsten Erinnerungen seines Lebens verknüpft sind. [... Wohnungseinrichtung ...].\n     An der Hand einer kundigen Führerin, Helene Raff, die uns in einem anläßlich des 80. Geburtstages des Dichters bei Cotta erschienenen Buche \"Paul Heyse\" in die Welt und das Heim des Dichters einführt, treten wir in die stillen Räume ein, in denen ein ehter Priester und Diener des Schönen waltet. Und nun giebt die Verfasserin uns ein anschauliches Bild von dem Leben des damaligen \"Geburtstagskindes\".\n     Besucher, die ein besonderes Anliegen haben oder mit dem Hausherrn allein plaudern wollen, werden meist im Arbeitszimmer des ersten Stockes empfangen. [... über Heyses Aktivitäten ... Charakter, Vorlieben (Kartenspiel, Zeichnen, Theaterbesuche) ...]. Wichtiger jedoch ist ihm die Musik. Während er für Wagner's Kunst \"kein Organ besaß\", wurde er ein begeisterter Verehrer von Brahms und Bruckner. Noch höher stehen ihm die Freuden der Hausmusik. Beethoven, Schubert, Chopin und Brahms sind ihm \"die geliebten Vier\", deren Werke er zu hören nie müde wird. [... Sommeraufenthalt in Sardone ... Familie (Urgroßvater!) ... Spaziergänge bei der Glyptothek ... die Kinder wissen,] daß der freundliche Herr Spaziergänger zuweilen Schokolade in der Tasche hat und gern davon abgiebt . . . \" (**). [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "23.05.2024 13:13"}, {"ID": 191504125, "Datum": "12.4.1915, Montag", "Haupttext": "Brief von Anna Böhler (Wien) an Propst Josef Sailer: \n\n     Bei einem früheren Besuch [19.8.1911] habe sie ins Fremdenbuch geschrieben, dem Stift für die Kopie eines Böhlerschen Scherenschnittes ein Original ihres Schwagers zukommen zu lassen [IKO 43]. Sie sei inzwischen verwitwet und wolle nun diesen Plan verwirklichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191604125, "Datum": "12.4.1916, Mittwoch", "Haupttext": "Einführungsvortrag des Ebell-Clubs zum Mai-Konzert [am 5./6.5.1916, mit der 3. Symphonie]. Beteiligt sind die Damen Harmon Ryus und J. T. Fitzgerald als Curatorinnen, Ethel GrahamLynde als Vortragende und Gertrude Ross als Pianistin.\n[Das Programm wurde später komplett geändert und als Symphonie die Erste von Sibelius gespielt]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191804125, "Datum": "12.4.1918, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Wilhelm Furtwängler in einem Extrakonzert der Akademie in Mannheim.\nAuf dem Programm steht außerdem Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert mit Edwin Fischer (*).\n \nBrief von Leo Funtek am Hans Gerstner (in Djursholm/Schweden geschrieben):\r\n     Über Pläne, nach Helsinki umzuziehen (Finnland ist seine zweite Heimat), und über Reiseabsichten über Leipzig nach Österreich und Laibach. \"[...] - Außerdem aber setzten mir Deine Wörtchen über das Brucknersche Quintett mehrere Flöhe ins Ohr. Wäre es nicht denkbar, dass ich als alter Zögling der philharmonischen Gesellschaft als Gast zu einem Kammermusikabend eingeladen würde? Das natürlich zu einer passenden Zeit während der Saison. Es wäre mir ein auserlesener Genuss, das Quintett zu spielen, sowohl des Quintettes wegen wie um in den alten Erinnerungen zu schwelgen. Außerdem noch ein anderes Kammermusikwerk das ich nächst dem Brucknerschen Quintett am allermeisten liebe - aber welches, das sei noch mein Geheimnis. [...]\" Am 9.3.1918 sei seine Tochter zur Welt gekommen (**).", "Letzte Änderung": "27.10.2024 15:26"}, {"ID": 192304125, "Datum": "12.4.1923, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht von Rudolf Wimmer \"Bruckner-Uraufführung\" über die Aufführung der f-Moll-Symphonie am 18.3.1923 in der Linzer Tagespost Nr. 83 auf S. 9. \n\nMit Zitaten aus Alfred Orels Erläuterungen - die Stadt Wien habe 1915 das Werk aus dem Nachlass von C. Hynais erworben, der mehrere Handschriften von Bruckner als Geschenk erhalten hatte. Die Symphonie sei dreisätzig.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192404125, "Datum": "12.4.1924, Samstag", "Haupttext": "Brief von Franz Xaver Müller:\r\n   »St. Florian 12/IV[sehr eigenartig geschrieben!] 24. Sehr geehrter Herr! Auf Ihre Zuschrift gestatte ich mir folgenden Bescheid: Wir wollen von unserer Bruckner Ausstellung im September doch nicht gern abgehen. Nun hätte es, wie Sie wohl selbst leicht begreifen, wenig Sinn, wenn wir die Ausstellungsobjekte schon zuvor hinausgeben würden. Doch kann ich Ihnen die eine und andere wertvolle Handschrift bekannter Componisten (Führer, Habert, Greith, Kempter usw) zur Verfügung stellen. Wollen Sie meinen Standpunkt gütigst respektieren. In aller Ergebenheit Fr. Müller« (*).\nDas Neue Wiener Journal Nr. 10919 gibt auf S. 3f eine Programmvorschau für das Musik- und Theaterfest der Stadt Wien. Als Bruckner-Feier wird die f-Moll-Messe in einer Kirche aufgeführt werden. An Konzerten sei bisher nur ein Novitätenkonzert geplant (**).\n \nDiese Ankündigung erscheint auch in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 102 auf S. 7 (***)\nund in der Reichspost Nr. 102 auf S. 10 (°).\n \nErnst Nadler bringt im Welser Anzeiger (Folge 10, S. 1) ein Feuilleton \"Te Deum von A. Bruckner\" als Vorbereitung zum morgigen Konzert (°°).\n \nDie Wiener Stimmen Nr. 86 kündigen auf S. 4 die morgige Kirchenmusik an (°°°).\n \nVerlagsvertrag zwischen Ernst Kurth und dem Berliner Max-Hesse-Verlag zu Kurths Bruckner-Buch (erste Datierung: 10.3.1924) (#).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 22:51"}, {"ID": 192504125, "Datum": "12.4.1925, Sonntag (Ostersonntag)", "Haupttext": "Artikel von Julius Bistron »Das Notizbuch Anton Bruckners« im Neuen Wiener Journal (*).\nAufführung des »Tantum ergo« [WAB 44] unter Max Auer in Vöcklabruck (**).\nAufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Großen Musikvereinssaal in Wien. Auf dem Programm steht zuvor Berlioz' Ouvertüre zu \"Benvenuto Cellini\" (***).\nWiederholung des Mailänder Konzerts unter Hermann Scherchen im Teatro des Popolo (°).\nWidmung »Ostergruß 1925 [/] Vater und Mutter [/] Max Auer« in einem Exemplar seiner Briefausgabe 1924 (°°).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke:\r\n\"Sehr fleißig gearbeitet von früh an, ununterbrochen. [...] Viel gelesen und notiert. In Gedanken geblüht. Ein Adagio von Bruckner, um die eintretende Abspannung zu bewältigen.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "21.05.2026 07:22"}, {"ID": 192804125, "Datum": "12.4.1928, Donnerstag", "Haupttext": "The Evening Journal Nr. 259 (Wilmington, Delaware) berichtet auf S. 13 von einer Ausstellung über den Nachlass des verstorbenen hiesigen Organisten Will M. S. Brown. Er enthält Photographien, Faksimilia, Autographen ...].\n     \"The Musical Hall of Fame,\" a large picture, contains the following well-known composers: Chopin, Handel, Gluck, Schumann, Weber, Bach, Haydn, Mozart, Schubert, Beethoven, [nicht erwähnt: Mendelssohn und Wagner], Meyerbeer, Gounod, Verdi, Liszt, Bruckner, Brahms and Greig [sic]. [... weitere Stücke ...].\" [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "26.09.2025 12:28"}, {"ID": 193004125, "Datum": "12.4.1930, Samstag", "Haupttext": "Brief von Rudolf Maresch (Pathologische Anatomie in Wien) an Leopold Arzt (Dermatologe in Wien):\n     Bemerkt zu den anliegenden zurückgehenden Briefen, dass die Untersuchung der Feuchtigkeit am Sarkophag und in der Gruft am besten durch einen Sachverständigen erfolge, er empfehle den Kollegen Roland Grassberger (zudem sehr guter Musiker!).\n     Bei der Leichenkonservierung [1896] habe Paltauf wahrscheinlich kein Formalin und Sublimat eingesetzt, sondern vermutlich die von einem Schweizer Arzt [siehe die Anmerkung] empfohlene Injektion mit einem Gemisch aus Glycerin und Alkohol mit reichlich Chlorzink, auf welchen möglicherweise die weißen runden Flecke an der Leiche zurückzuführen sein. Dann bestünde keine Gefahr, es sollte aber überprüft werden.", "Letzte Änderung": "11.05.2025 14:36"}, {"ID": 193104125, "Datum": "12.4.1931, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Chors \"O Lord Most Holy\" [= \"Ave Maria\" WAB 6] durch den Paul Tincher Smith Memorial Choir aus West Lafayette unter Mrs. Helen Smith (Ehefrau des Chorgründers) in einem Geistlichen Konzert um 19:45 Uhr in der Roberts Park Methodist Episcopal Church in Indianapolis. Neben den Chorwerken erklingen auch Orgelstücke, gespielt von Mrs. F. J. Roberts (*).\n \nThe Sunday Times (Central New Jersey Home News, New Brunswick, New Jersey) bringt auf S. 20 (Jugendseite) ein Rätsel von Edwin Bent, in dem ein Berliner Chordirigent von Weltbedeutung zu erraten ist.\n\"[... gave first performances of innumeral important works by modern composers, including Bruckner, Tanel, Wolf, Koessler [...] over 400 members.     [... komponierte auch ...]     [... vier Rätselfragen (mit den Lösungen Offenbach, Cadman, Händel und Sinding) ergeben den Nachnamen ... Gewinn 1 Dollar, Einsendeschluss 15.4.1931 ...] (**).", "Letzte Änderung": "24.09.2025 07:26"}, {"ID": 193304125, "Datum": "12.4.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Theaterkapelle Weimar unter Ernst Praetorius im Bruckner-Zyklus des Mitteldeutschen Rundfunks (Leipzig, Dresden). Dauer der Übertragung 21:00 bis 22:00 Uhr. Den Einführungsvortrag von Walter Abendroth (20:45 Uhr) bringt nur der Sender Königswusterhausen.\r\nBei Radio Wien ist als Dirigent „Dr. Ernst Mobbe“ angegeben [wohl irrtümlich: ein Dirigent dieses Namens ist im Internet nicht nachweibar].", "Letzte Änderung": "02.04.2026 03:51"}, {"ID": 193404125, "Datum": "12.4.1934, Donnerstag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Hamburg bringt zwischen 19:00 und 20:15 Uhr ein Konzert unter dem Motto \"Erste Orchesterwerke\" mit dem Funkorchester unter Maasz. Bruckner ist mit der g-Moll-Ouvertüre vertreten.", "Letzte Änderung": "06.04.2026 13:05"}, {"ID": 193504125, "Datum": "12.4.1935, Freitag", "Haupttext": "Denkschrift von Emil Nikolaus von Reznicek:\r\n   Über die Vorbereitungen zum Hamburger Musikfest, mit Kritik am Verhalten Eugen Jochums.\r\n   »... 6. Da mir Herr Donisch während des oben erwähnten Gesprächs auch erzählt hatte, dass Strohm ihm erklärt habe, es müsse bei dem »Te deum« als Abschluss des Musikfestes bleiben, weil der Chor mit dem Studium desselben bereits begonnen habe (!) rief ich jenen sofort an und erhielt die Antwort: 7.) »Das stimmt. Wir hätten sonst den Chor verprellt und er wäre auseinandergelaufen.« ... und als ich ihm meinen Brief vom 7. IV. vorlas: »nachdem wir das Programm des 3. Orchesterkonzerts in Hamburg dahin geändert haben, dass wir statt 4 (Te Deum von Bruckner) 4a) Karelische Suite von Sibelius b) Erntefest aus der Oper Moloch von Schillings setzen, sende ich Ihnen gleichzeitig der Partitur der Suite.« ... 10.) Ich bitte nun, Herrn Doktor von Hausegger, Doktor Strauss diese Denkschrift zu unterbreiten, damit er Bescheid weiss, mit welchen Herrschaften ich es zu tun habe. E. N. v. Reznicek« (*).\nAufführung der 7. Symphonie durch das Rundfunksymphonieorchester Leipzig unter Hans Weisbach im Rahmen des Bruckner-Zyklus (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2026 23:43"}, {"ID": 193604125, "Datum": "12.4.1936, Ostersonntag", "Haupttext": "Radio Beromünster überträgt aus der Kathedrale in St. Gallen die Aufführung der f-Moll-Messe unter Domkapellmeister J. Scheel.", "Letzte Änderung": "02.09.2024 07:04"}, {"ID": 195504125, "Datum": "12.4.1955, Dienstag", "Haupttext": "Vortrag von Josef Drausinger über die 2. Symphonie in Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196404125, "Datum": "12.4.1964, Sonntag", "Haupttext": "Hans Knappertsbusch dirigiert letztmals ein Brucknersches Werk und letztmals die Wiener Philharmoniker bei einer Aufführung (und zugleich Einspielung) der 4. Symphonie im 6. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien (*). Voraufführung am 11.4.1964 (*a).\n\r\nAufführung der f-Moll-Messe und des 98. Psalms von Hans Chemin-Petit durch den Philharmonischen Chor Berlin und das Niedersächsische Symphonieorchester unter Chemin-Petit im 5. Abonnementkonzert im Neuen Konzerthaus am Maschsee [in Hannover]. Solisten sind Wilma Schmidt, Gloria Seipelt, Helmut Krebs und Gotthard Kronstein (**).", "Letzte Änderung": "08.06.2026 18:59"}, {"ID": 196504125, "Datum": "12.4.1965, Montag", "Haupttext": "Einspielung der 8. Symphonie durch das Symphbonieorchester des Bayrischen Rundfunks unter Rafael Kubelik [vermutlich in München].", "Letzte Änderung": "04.02.2026 08:48"}, {"ID": 196604125, "Datum": "12.4.1966, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel in der Meistersingerhalle in Nürnberg.", "Letzte Änderung": "09.06.2026 18:23"}, {"ID": 198004125, "Datum": "12.4.1980, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch Auckland Symphonia und Chor unter Georg Tintner in der Auckland Town Hall anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Auckland Choral Society.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198704125, "Datum": "12.4.1987, Palmsonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Carlo Maria Giulini im Großen Festspielhaus in Salzburg.", "Letzte Änderung": "19.11.2025 23:23"}, {"ID": 199604125, "Datum": "12.4.1996, Freitag", "Haupttext": "Artikel (signiert »bt«) »Wunschziel: eine halbe Million. Der »Countdown« für die oberösterreichische Landesausstellung läuft« im Neuen Volksblatt (*).\n\n\nArtikel von Reinhold Tauber \"Die Künstler und der Einzelfall. Vorbereitungen für die Landesausstellung in St. Florian und Mondsee in der Endrunde\" in den Oberösterreichischen Nachrichten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200104125, "Datum": "12.4.2001, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Sofioter Philharmonie unter Velizar Gentschev [in Sofia?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 184305125, "Datum": "(12.5.1843, Freitag)", "Haupttext": "50jähriges Priesterjubiläum von Bischof Ziegler.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184505125, "Datum": "12.5.1845, Pfingstmontag", "Haupttext": "Zeugnis des Kronstorfer Lehrers Franz Seraph Lehofer. Als Vertreter der Gemeinde unterschreiben die Richter Michael Rosentritt, Mathias Mühlberghuber und Johann Georg Mayerjörg, ferner der provisorische Ortsschulaufseher Johann Georg Latschgner und [noch nicht vom Gesetz vorgeschrieben] das Distriktskommissariat St. Florian (*a) [Ruckensteiner].\r\nDiese Bescheinigung wurde gebraucht für die Anmeldung zur »Lehrer-Konkursprüfung« [bis spätestens 23.5.1845] (*b).\nDer Text lautet:\r\n»Zeugniß \r\n   Daß Herr Anton Bruckner, Schulgehülfe an der Pfarrschule zu Kronstorf seit der Zeit seiner Anstellung, d. i. v. 23. Jänner 1843 bis gegenwärtig, stets durch unermüdeten Fleiß im Unterrichte, durch liebevolle Behandlung der Kinder, durch Geschicklichkeit und Eifer in der Kirchenmusik und durch einen sehr ehrbaren und musterhaften Lebenswandel sich auszeichnete, wird hiermit bezeuget.\r\nKronstorf, den 12. May 1845.\r\nFranz Seraph Lehofer\r\nSchullehrer.\r\nJohann Georg Latschgner,\r\npro[vi]so[rischer] Ortsschulaufseher\r\nMichael Rosentritt Richter.\r\nMathias Mühlberghuber Richter.\r\nJoh. Georg Mayerjörg Richter\r\n[links unten:] Wird auch von Seite dieses DCates [Districtscommissariates] als vollkommen wahr bestättigt.\r\nDCaat [Districtscommissariat] StFlorian, am 12.t May 1845.\r\nRuckensteiner DCoar. [DistrictsCommissar]\" (*). -\r\n \n\"Lehrgehülfen-Zeugnis\" des Kronstorfer Pfarrers Alois Knauer (\"behufs der Lehrerprüfung\"), mit gleichem Datum von J. P. Vorbuchner, Schuldistriktsaufseher in Niederneukirchen, bestätigt. Der Text lautet:\r\n\"Lehrgehulfen-Zeugniß.\r\nDem Anton Bruckner, kath[olischer] Rlg [Religion], 20 J alt, einem von Ansfelden im Tr Kr [Traunkreis] gebürtigen Schullehrers-Sohn, wird auf sein Ansuchen behufs der Lehrerprüfung das Zeugniß ertheilet, daß er als Lehrgehülfe durch circa 2 1/4 Jahre dem Elementarunterrichte der hiesigen Trivial-Wochen- und Sonntagsschule für die Person des kränklichten Hr. Schullehrers vorstand, und sich in dieser Eigenschaft durch seinen Eifer, geschickte Methode und zweckmäßige Behandlung der Schüler die bey Gelegenheit der guten Prüfungsresultate stets geäußerte Zufriedenheit einer hochwuerdigen Schulendistrictsaufsicht und somit auch die des Gezeichneten vollends erwarb; so wie auch, daß er als Cantor durch viele Kenntniße und großen Eifer in der Kirchenmusik, im Meßnerdienst, durch die pünktlichsten Leistungen, und in jeder dieser Beziehungen durch ein christlich sittliches Betragen, verbunden mit einem stets willigen Benehmen gegen den Gefertigten, sich die gleiche volle Zufriedenheit desselben zu seiner allseitigen besten Empfehlung erworben habe.\r\nPfarrexpositursamt Kronstorf,\r\nden 12. May 845.\r\nAlois Knauer\r\nPfarrer\r\nWird von der hochw. Schulendistriktsaufsicht Enns zu Niederneukirchen vollkommen bestättigt den 12. May 1845. J. P. Vorbuchner Dechant\" (**).", "Letzte Änderung": "04.04.2025 14:11"}, {"ID": 185305125, "Datum": "12.5.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Im 3. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 2. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1853.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1 Heibl Leopold | 2 Fimberger Franz | 3 Teutschmann Josef | 4 Mairhofer Mathias | 5 Fürhapper Leopold\n[rechte Spalte:]\n1 Bogner Judith | 2 Bräuer Theres | 3 Brunbaur Maria | 4 Huber Anna | 5 Ackerl Elisabeth | 6 Staudinger Anna | 7 Mauhart Maria | 8 Fallnicht Maria | 9 Zeininger Maria\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1 Kronberger Julian | 2 Pallestorfer Anton | 3 Fritschner Franz | 4Schmidbaur Johann | 5 Weidinger Franz\n[rechte Spalte:]\n1 Traunfellner Barbara | 2 Reisser Karolina | 3 Pammer Anna | 4 Ganglbaur Theres | 5 Hirscher Elisabeth | 6 Mathe Klara | 7 Brunner Rosina | 8 Pfisterer Katharina | 9 Baumgartshuber Maria\n[unten:] St. Florian den 12. Mai     ABrucknermp.\"", "Letzte Änderung": "04.12.2024 22:19"}, {"ID": 185505125, "Datum": "12.5.1855, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wirkt bei der Aufführung eines Requiems von Paitinger anlässlich des Wiesmayrischen Requiems in St. Florian mit. Weitere Mitwirkende: Gruber, Bogner, Schlagintweit, Heybal, Müller, Egger und Längsteiner.", "Letzte Änderung": "29.06.2025 15:28"}, {"ID": 186105125, "Datum": "12.5.1861, Sonntag", "Haupttext": "Hochamt im Alten Dom anläßlich der Gründungsfeier des »Frohsinn«. Bruckner führt eine Messe von Antonio Lotti und als Offertorium-Einlage erstmals sein »Ave Maria« [WAB 6] auf (*). (Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 12ten Mai 1861 zum 1ten Mal in der Pfarrkirche Linz\" (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805125, "Datum": "12.5.1868, Dienstag", "Haupttext": "Bericht der Katholischen Blätter über die Aufführung der 1. Symphonie (#):\r\n»Feuilleton.\r\nA. Bruckner's C-moll Symphonie.\r\n   Wer auf dem Gebiete der Musik einige Vertrautheit besitzt, der kennt sie die klingenden, singenden, von Meisterhand hervorgezauberten \"Lieder ohne Worte.\" - Wie nun aus einem großartig angelegten, und nach einer einheitlichen Idee durchgeführten Liederkranze der Dichter die Krone der Kunst, das Epos geschaffen: so mochte - wir können es uns nicht anders erklären aus der reichen Fülle harmonischer Lieder, welche der begleitenden und erklärenden Worte entbehren, die Symphonie als vollendetes Ganzes sich gebildet haben. - Auf diesen, nur von den hervorragendsten Meistern im Reiche der Töne betretenen Boden hat nun auch unser Bruckner festen Schrittes seinen Fuß gesetzt, und mit lauterer Freude und edlem Stolze können wir als Oberösterreicher unserm biederen und bescheidenen Landsmanne zurufen: Der Schritt, der schwierigste Schritt ist gelungen. - Bruckner's C-moll Symphonie darf sich, - wir können für unsere Behauptungen mit Beweisen einstehen - was Originalität in der Auffindung der Motive, Reinheit des Satzes, Eleganz in der Durchführung der Gedanken, glückliche Wahl in der Anwendung der Instrumente anbelangt, ohne Scheu den größten Werken zur Seite stellen, die seit den Tagen L. van Beethovens des Menschen Herz gerührt, entzückt und begeistert haben. - Nach welchem einheitlichen Gedanken mag nun Bruckner diese schöne und große, aber schwierige Aufgabe geklöst haben? Sollte ich mich zum Dollmetsch der Töne machen, welche der C-moll Symphonie Leben und Charakter verleihen, so würde ich sagen: Bruckner tritt als ein Anhänger der Romantik mit Faust's Worten: \"Braust nicht die Welt in allen Stürmen fort?\" in den Kreis der Zuhörer; ihm ist das Leben der Güter höchstes nicht und darum nicht, weil es bei all' seinem Werthe der Leiden und Freuden mannigfaltigen Wechsel bietet. \"Des Menschen Herz ist unruhig, bis daß es Ruhe findet in Gott«: ein Wort des hochberühmten Augustin, welches Bruckner im Eingange seiner C-moll Symphonie in die Sprache herrlichen Tongemäldes übertragen hat. - In diesem hin- und herwogenden Kampfe des Elendes mit dem Glücke möge sich der sterbliche Mensch mit dem Schmerze vertraut machen, dem die Hoffnung als tröstender Engel zur Seite schreitet, damit, wenn der düstere Schmerz die gequälte Menschenbrust durchwühlt, ein Sonnenblick in ein besseres Leben die Sehnsucht, das Harren auf den Herrn, hervorrufe. (Adagio.) - Dieses Sehnen ist um so nothwendiger, je weniger das Leben wahren Trost im Leiden bieten kann. Oder können etwa all' die Freuden des Lebens Mühseligkeit und Elend erträglich machen? O wie schaal, wie nichtig und eitel ist die frohlockende Lust und das vor Uebermuth strahlende Antlitz! Ist doch des Lachenden Freude nichts anders als eine das Elend höhnende Fratze, und über des Hüpfenden Kreuz- und Quersprünge könnte vor Gram der lustigste Schalk erkranken. (Scherzo in G-moll.) - Darum Preis und Heil dem Manne, der in höheren Gütern und edleren Freuden sein Glück sich gründet und unbeirrt vorwärts dringt auf der dornenvollen Bahn des Lebens. (Finale.) - Das dürfte in Worte gekleidet beiläufig der Inhalt der Bruckner'schen C-moll Symphonie sein, deren erster und dritter Theil nach unserm Urtheile als besonders gelungen betrachtet werden können. Ausnehmend schön und charakteristisch gehalten ist der dritte Satz, das Scherzo; es ist das die beredteste Ironie in Tönen auf des Lebens Tand und Spielerei, wie wir sie noch nie deutlicher und treffender durchgeführt - zu Gehör bekommen haben. Ohne in Einzelnheiten uns verlieren zu wollen, wie dies bei einem einmaligen Anhören eines so großartigen Musikwerkes leicht denkbar ist, wollen wir noch hervorheben den brillanten Schlußsatz im ersten Theile sowie die Kraft und den besonnenen, energischen Geist, der sich im ganzen, unserer Ansicht nach vielleicht allzu weit ausgeführten Finale zur Geltung zu bringen versteht. Ueber das Adagio wollen wir weder für noch gegen unsere Stimme erheben; vielleicht haben wir bald wieder das Glück und die Freude, Bruckner's C-moll Symphonie unter seiner umsichtigen und unermüdeten Leitung hören zu können. Wahrhaftig, ein Hochgenuß war es, den Dirigenten an der Spitze eines Orchesters zu sehen, wie es besser eingeübt und mit größerem Verständnisse im Vortrage noch nie in den landschaftlichen Redoutenräumen gesehen und gehört wurde. Es schien uns oft, als wenn die ausübenden Musiker sich untereinander das Versprechen gegeben hätten, trotz aller Schwierigkeiten ihrer Aufgabe das wortgetreu wieder zu geben, was Bruckner aus seinem Leben genommen. Selbstverständlich ernteten Compositeur und Orchester reichlichen Beifall, und in den Reihen der gewählten Zuhörerschaft, welche mit gespannter Aufmerksamkeit dem herrlichen Tonwerke folgte, erblickten wir zu unserer nicht geringen Freude auch den Hochwürdigsten Bischof Franz Josef von Linz.« (#).\nBericht der Linzer Tages-Post Nr. 110 auf S. 3 über die 1. Symphonie (*):\r\n»Anton Bruckner's Konzert.\r\n   Das am 9. d. M. um 5 Uhr Nachmittags abgehaltene Konzert unseres Domorganisten und Komponisten Herrn Anton Bruckner war - des prachtvollen Tages und der für ein Konzert nicht gewöhnlichen Stunde wegen - leider schwächer besucht, als es im Interesse des Komponisten zu wünschen gewesen wäre.\r\n   Die Simfonie in C-moll, deren Ausführung um ihrer ungeheuren Schwierigkeiten willen den Mitwirkenden zur vollsten Ehre gereicht, zeugt wieder für die große Begabung Anton Bruckner's, entwickelt große, reiche Schönheiten, die jedoch durch ein zu großes Haschen nach Effekt verdeckt werden. Um die Instrumente feinsinnig zu gebrauchen, um jedes der einzelnen Tonwerkzeuge in seiner Sprache reden lassen zu können, muß und kann dem Instrumente eben nur das zugemuthet werden, was es zu leisten im Stande ist. Herr Bruckner hat wahrscheinlich selbst Klangeffekte anders gefunden, als sie ihm beim Niederschreiben in der Partitur geklungen. Dies wird sich bei der Schöpfung eines zweiten, ähnlichen Werkes klären, da Herr Bruckner aus der Aufführung dieses seines Erstlingswerkes im Simfonie-Style gewiß reichlichen Nutzen gezogen haben wird. Das Publikum nahm das Werk, namentlich das Scherzo, welches auch der hervorragendste Satz ist, mit lautem Beifalle auf. Dem zunächst steht der erste Satz, nämlich das Hauptthema desselben, welches reizend erfunden ist. Im Adagio und im letzten Satze ergreift den Zuhörer eine Unruhe, die nirgends, selbst nicht mit dem zum Schluße prächtig eintretenden C-Dur-Akorde, eine befriedigende Lösung erhält.\r\n   Herr Bruckner wurde durch großen Beifall zu neuem Schaffen aufgemuntert, in welchen Beifall wir freudigst einstimmen.\r\n   Die unter der Leitung des Herrn Chormeisters Bruckner von der Liedertafel \"Frohsinn\" mit gewohnter Präzision und Nuancirung vorgetragenen Chöre und die von Frl. v. S..... [Sachse] mit schönem Vortrag empfindungsvoll gesungenen Lieder \"Herbstlied\", von Mendelssohn, und \"Juchhei\", von Brahms, erfreuten sich gleichfalls großen Beifalls und dankender Anerkennung in Hervorrufen des geschätzten Fräuleins.« [keine Signatur] (*).\nWidmungsdatum des »Frohsinn«-Wahlspruchs »Das Frauenherz, die Mannesbrust« [WAB 95/1] (Text Karl Kerschbaum) (**).\nFalls Bruckners Angabe »neunter Tag vor Christi Himmelfahrt« (34/444) korrekt überliefert ist, fand das Treffen mit Herbeck im Hotel Krebs und die Fahrt nach St. Florian am 12.5.1868 und nicht am 24.5.1868 statt. Herbeck bot Bruckner eine Professur am Wiener Konservatorium an (***).\nLobende Kritik der »Christlichen Kunstblätter« über die Leistungen des »Frohsinn« am 9.5.1868 und 10.5.1868 (°):\r\n» - (Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn.\") Hatten wir schon beim Bruckner'schen Concert am 9. Mai d. Gelegenheit, die ganz vortrefflichen Leistungen dieses Gesangsvereines besonders in dem Schubert'schen Chore: \"An die Entfernte\" gebührend würdigen zu können, so müssen wir dem \"Frohsinn\" unsere dankbare Anerkennung und unser ungetheiltes Lob dafür aussprechen, daß er uns am 10. Mai d. zur Feier seiner Gründung eine gemischte Vokalmesse von Lotti unter der tüchtigen Leitung seines Chormeisters Herrn A. Bruckner, zur Aufführung brachte. Die zwei Einlagen: Graduale und Offertorium machen dem Chormeister des \"Frohsinn\" alle Ehre.« (°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:30"}, {"ID": 187005125, "Datum": "12.5.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 469, daß Bruckner am Konzert des »Frohsinn« am 15.5.1870 nicht teilnehmen und seinen Chor »Mitternacht« [WAB 80] nicht dirigieren könne:\r\n     »[...] Der k. k. Hoforganist Herr Professor Anton Bruckner, ist leider geschäftlich verhindert, der an ihn ergangenen Einladung zu folgen, als Ehrenmitglied des Vereines am Gründungsfeste Theil zu nehmen und den von ihm zu diesem Behufe gewidmeten Chor zu dirigiren. [...]«. Angemeldet seien aber Hans Schläger aus Salzburg und Franz Mayr vom Wiener Schubertbund (*).\nGleiches meldet auch die Linzer Tages-Post Nr. 107 auf S. 2:\r\n   »[... über die Vorbereitungen zum Gründungsfest ...] Der k. k. Hoforganist Professor Herr Anton Bruckner ist leider geschäftlich verhindert, [an] der an ihn ergangenen Einladung als Ehrenmitglied des Vereines am Gründungsfeste Theil zu nehmen, und den von ihm zu diesem Behufe gewidmeten Chor zu dirigiren. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187205125, "Datum": "12.5.1872, Sonntag", "Haupttext": "Wagner dirigiert in einem vom Wagner-Verein organisierten und mit Hilfe Herbecks vorbereiteten Konzert neben Beethovens »Eroica« auch Ausschnitte aus Walküre, Tannhäuser und Tristan [siehe die Anmerkung] (*).\r\n     Bruckner besucht mit Kitzler und Dorn das Konzert (**).\nDorn ist noch bis Mitternacht bei Bruckner (***).\nVormittags hatte ein Empfang bei Standthartner stattgefunden, an dem Nikisch, Paur, Mottl [Bruckner??] u.a. (°) und Mitglieder des Akademischen Gesangvereins (°°) teilnahmen.\nMehrere kleine Artikel über Richard Wagner (mit Abbildung auf S. 102 = Titelblatt) in \"Die Bombe\" Nr. 19 (°°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:16"}, {"ID": 187505125, "Datum": "(12.5.1875, Mittwoch)", "Haupttext": "Bericht des Fremdenblatts Nr. 131 auf S. 5:\r\n     »Theater und Kunst. \r\n     - Die Mitglieder des Pensions=Instituts des Hof=Operntheaters haben Herrn v. Herbeck eine Erinnerungsgabe gewidmet [... Beschreibung des Geschenks ...] Eine Deputation bestehend aus den Herren Mayerhofer, als Vertreter der Solisten, Brioschi als Vertreter des technischen Personals und Bruckner als Vertreter des Chors, überbrachte vorgestern Herrn v. Herbeck das Geschenk.«", "Letzte Änderung": "21.01.2026 13:56"}, {"ID": 187705125, "Datum": "(12.5.1877, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805125, "Datum": "12.5.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »D« [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905125, "Datum": "12.5.1879, Montag", "Haupttext": "Kurze, mit »h.« signierte Rezension des Konzerts vom 11.5.1879 in der Wiener Zeitung (Wiener Abendpost) Nr. 109 auf S. 2:\r\n      »h. (Concert.) [...] Es liefen im Programme dieses Concertes die Strahlen aller Gestirne zusammen, die gegenwärtig das Kunstleben Wiens erhellen. [... von Planeten (auswärtige Gäste) ...] von Fixsternen: Gustav Walter, der wohlgekannte Organist und Componist Bruckner. Jeder dieser Mitwirkenden entfesselte Stürme von Beifall [...]« (*),\nund der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 128, S. 2:\r\n    »[...] Kumulirung solcher künstlerischer Größen in einem Konzerte [...] Den Reigen der interessanten und kunstreichen Produktionen eröffnete der Organist Professor Pruckner, der in einer improvisirten Phantasie der Riesenorgel gewaltige, durch den weiten Saal wie Sturmeswehen dahinbrausende Töne entlockte. [...]« [keine Signatur (eine Kritik am 9.5.1879 war mit »-h.« signiert)] (**).\nBerichte auch im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 130, S. 4f\r\n      »[...] der lavasprühende Organist Bruckner [...] Eröffnet wurde das Konzert mit einer Orgelimprovisation von Bruckner. Der Meister phantasirte über ein selbsterfundenes Thema eine Viertelstunde lang. Man hätte ihm gerne noch länger gelauscht.\r\n     Unter seinen Händen entwickelte die Orgel des Musikvereinssaales erst ihre ganze gewaltige Kraft und Fülle, und wer bisher nur Herrn Zellner gehört hatte, ward ganz überrascht von der Vollkommenheit und Reichstimmigkeit des Instrumentes. [...] Das Konzert währte nahezu drei Stunden, ohne daß sich irgend Jemand ermüdet gefühlt hätte.\nk. st.« [Königstein] (***),\nin der Deutschen Zeitung Nr. 2643 auf S. 2f:\r\n      »[...] Die instrumentalen Leistungen des Orgel=Virtuosen Bruckner [...] erhöhten in gebührender Weise das Interesse [... man hätte so] ausgezeichneten Vorträgen noch lange Zeit hindurch lauschen können.\nF. G.« [Franz Gehring] (°),\ndem Fremdenblatt Nr. 130 auf S. 4:\r\n\"     –  Das Konzert, welches gestern zu Gunsten des Vereines \"Concordia\" im großen Musikvereins-Saale stattfand, hatte einen überaus glänzenden Erfolg. Das Saal war übervoll – bereits Samstag waren allen Sitzkarten vergriffen – und es gab Stürme von Beifall für die Damen d'Angeri und Bianchi und die Herren Dengremont, Joseffy, Walter, Professor Bruckner und für die trefflichen Violinisten des Konservatoriums unter der Leitung ihres Meisters des Herrn Direktor Hellmesberger. Obwohl das Konzert bis nach drei Uhr währte, blieb das Publikum vollzählig bis zum Schlusse, [...] In der Hofloge wohnten dem Konzerte bis zum Schlusse Ihre kais. Hoheitem die Erzherzoginnen Elisabeth und Christine, die Herzogin von Cumberland, Prinzessin Friederike von Hannover und der Kronprinz von Schweden bei.\" (°°),\nder Morgen-Post Nr. 130 auf S. 3:\r\n      »Das Concordia Concert. [...] Das Unwetter ... hatte den Beginn des Concertes etwas verzögert und gegen ein Uhr eröffnete es Professor Pruckner mit einer brillant executirten Original=Phantasie auf der Orgel [...] [Schlußsignatur:] W–n.« (°°°),\nim Neuen Wiener Tagblatt Nr. 130 auf S. 1f:\r\n»Das Frühlingsfest der \"Concordia\".\r\n   Das Konzert, das gestern Mittag zum Besten des Journalisten- und Schriftstellervereins \"Concordia\" stattgefunden, gehört zu dem [sic!] reichhaltigsten und imposantesten nicht nur der eben erlöschenden Saison, sondern der letzten Jahre überhaupt. [...] gedrängt voller Saal [...] ein Aufgebot aller interessanten Kunstkräfte, über die Wien im gegenwärtigen Moment zu verfügen hat [...] Den Beginn des Konzertes bildete Professor Bruckner mit einer kühn angelegten und glänzend durchgeführten Phantasie auf der Orgel. Bruckner sucht in der ganzen orgelspielenden Welt seines Gleichen und es war lebhaft zu bedauern, daß man diesen so verdienten Komponisten und Virtuosen bei der Eröffnung der Votivkirche, als es sich um die Vorführung der Orgel handelte, nicht zu finden wußte und ein nicht ganz Berufener sich ihm quer über den Weg stellen durfte. - [... über die weiteren Programmnummern, Lob für die Begleiter Mottl und (Violoncello) Weidinger ... seltener Genuß ...] man sehnte sich nicht ins Freie und hätte das Frühlingsfest bis zum Abend fort und fort genossen.\nW. Fr.« [Wilhelm Frey] (#)\nund in der \"Presse\" Nr. 130 auf S. 3 des Abendblatts:\r\n     \"      \"Concordia\"=Concert.\r\n     [... unvergleichlich ...] Es hatte sich an der Production allerdings die Elite der bei uns gegenwärtig en vogue stehenden Künstlerschaft betheiligt. [...]\r\n     Das Concert leitete der berühmte Orgelvirtuose Bruckner mit einer improvisirten Orgelphantasie ein, welche großen Beifall fand und dem Künstler mehrere Hervorrufe eintrug. Die mächtigen Klänge des hehren Instruments waren vor Allem geeignet, eine gehobene Stimmung hervorzurufen und damit die Empfänglichkeit für die folgenden Kunstleistungen zu heben. [...] (##).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:18"}, {"ID": 188205125, "Datum": "12.5.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »12. [Mai] 10. [Lektion Lamberg] gezalt«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305125, "Datum": "12.5.1883, Samstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »†« [Totengebet?] bei den abendlichen Gebetsaufzeichnungen (*).\nDr. H. M. Schuster berichtet in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 19 auf S. 253 über die 6. Symphonie [am 11.2.1883]:\r\n    »[... Kritik an den Programmen der Philharmonischen Konzerte ...] Die einzige grössere [Novität] waren zwei Sätze aus Ant. Bruckner's neuer A-Symphonie, diese allerdings hochbedeutend, nur, hauptsächlich in der Instrumentirung, zu üppig. Hätte man uns die ganze Symphonie des, wie aus seinen Kirchencompositionen ersichtlich, wirklich gross begabten Componisten geboten, so würde sie vielleicht ganz anders gewirkt haben. [... Empfehlung, Hans Richter, der am 8.4.1883 Beethovens Neunte glänzend leitete, wieder als Dirigenten oder wenigstens als Berater einzusetzen ... Signatur auf S. 255: ] Dr. H. M. Schuster.« (**).", "Letzte Änderung": "14.06.2024 12:15"}, {"ID": 188405125, "Datum": "12.5.1884, Montag", "Haupttext": "Datierung \"12 Mai 84.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung.", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:00"}, {"ID": 188505125, "Datum": "12.5.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld: \n   Kondoliert zu einem Trauerfall in Mayfelds Familie. Die Aufführung der 7. Symphonie in München sei der größte Erfolg seines Lebens gewesen. Ausgezeichnete Kritiken - Levi habe die Symphonie als das bedeutendste Werk seit Beethoven bezeichnet. König Ludwig II. habe die Widmung angenommen. Das Quintett und das »Te deum«, das Wetzler drucken wolle, hätten größten Jubel hervorgerufen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605125, "Datum": "12.5.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »[G P] 3.« [Graf Pückler, 3. Lektion] beim Datum.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:52"}, {"ID": 188805125, "Datum": "12.5.1888, Samstag", "Haupttext": "Datierung »12. Mai, 14. do« im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 328 - 334 und ”12.5. bis hieher fertig 14.5.” bei Takt 349-367.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188905125, "Datum": "12.5.1889, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n \nDas Vaterland Nr. 129 berichtet auf S. 1ff von der [am 14.4.1889 eröffneten] Ausstellung und erwähnt auch das Bruckner-Porträt: \"Der Salon der Zurückgewiesenen. Um Protest zu erheben gegen ein ungerechtes oder wenigstens allzu strenges Vorgehen der Jury bei der Auswahl der zur diesjährigen Ausstellung im Künstlerhause zuzulassenden Werke, vereinigten sich mehrere der Zurückgewiesenen zu einem Comité, welches dem Publicum, das es seinen eigenen Worten nach als die schließlich entscheiudende Instanz ansieht, die nicht angenommenen Kunstwerke in einer eigenen kleinen Ausstellung vorführt. Es wurde zu diesem Zwecke auf dem Plane des Eislaufplatzes von dem Architekten und Stadtzimmermeister Herrn Otte ein Holzbau aufgeführt. [... einige der ausgestellten Bilder waren der Jury gar nicht präsentiert worden ... einzelne Beispiele ... viele Zurückweisungen seien berechtigt gewesen ...] In die Augen fallend sind die Bilder F. Beraton's, dem ein \"Porträt des Componisten Professor Bruckner\", das in der Farbengebung gänzlich verfehlt erscheint, zurückgewiesen wurde. Nicht besser ist sein \"Porträt des Professors Sulzer\" und sein Genrebild \"Krankenbesuch\". [... noch mehrere ungünstige Beurteilungen ... Signatur auf S. 3:] C. Wagner.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189105125, "Datum": "12.5.1891, Dienstag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 844 kündigt auf S. 3 des Abendblatts die morgige Aufführung des »Ave Maria« [WAB 6] an:\r\n           \"Theater, Kunst und Literatur.\r\n     - Die Wiener Singakademie veranstaltet Mittwoch, den 13. Mai, Abends halb 7 Uhr, in der italienischen Nationalkirche (Minoritenkirche) unter Leitung des artistischen Direktors Herrn Max v. Weinzierl eine Aufführung geistlicher Musik mit folgendem Programm: [...] Bruckner \"Ave Maria\" siebenstimmig, [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189205125, "Datum": "12.5.1892, Donnerstag", "Haupttext": "Brief des Wiener Akademischen Gesangvereins an Bruckner:\r\n     Dankt für die Widmung und versichert, die Aufführung des Chores [»Das deutsche Lied« WAB 63] in Salzburg [5.6.1892] würdig zu gestalten. Unterzeichnet von K. Lorenz und J. Reichelt (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 20 berichtet auf S. 255 von der Hamburger Aufführung des »Te deum« am 15.4.1892:\r\n\"               Concertumschau.\r\n[...]\r\n     Hamburg.\r\n[...] – Am 15. April Conc. im Stadttheater unter Leit. des Hrn. Mahler u. solist. Mitwirk. der Frauen Lissmann u. Heink u. der HH. Cronberger u. Lissmann: Requiem v. Mozart, \"Te Deum\" f. Soli, Chor, Orch. u. Org. v. A. Bruckner.\" (**).\nDas \"Album der Wiener Meister\", das auch Bruckners \"Vexilla regis\" enthält, gelangt erstmals bei der Internationalen Musik- und Theaterausstellung zum Verkauf (***).\n(Bei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Hermann Dorfmeister die d-Moll-Orgelsonate von Rheinberger (°)).", "Letzte Änderung": "14.11.2024 07:32"}, {"ID": 189405125, "Datum": "12.5.1894, Samstag", "Haupttext": "Kurzkritik [derselbe vorgefertigte Text wie gestern] zur Aufführung des »Ave Maria« [WAB 6] in der Reichspost Nr. 109 auf S. 3:\n\"     Wiener Singakademie. Da \"Kirchenconcerte\" in den katholischen Kirchen Wiens von geistlicher Seite nicht mehr gestattet werden, so sah sich die hiesige Singakademie auch heuer wie im Vorjahre veranlaßt, ihre dritte statutarische Production in directe Verbindung mit dem kirchlichen Gottesdienste zu bringen und verlieh am 9. d. der \"Mai=Andacht\" in der Pfarrkirche Am Hof einen ungewöhnlichen musikalischen Schmuck. [... Predigt, Karl Führich (Orgel) mit Bach, unter Graedeners Leitung Chöre von Mendelssohn (Frauenchor) ...] und gemischte Chöre von Pierre de la Rue, Sweelinck, Johann Brahms (Ruf zu Marie) und Anton Bruckner (Ave Maria) in würdigster Weise vorgetragen wurden. Der weite Raum des Gotteshauses war mit einer den heiligen Klängen andächtig lauschenden Menge gefüllt.\" (*).\n \nBesprechung des Hilversumer Konzerts [7.5.1894] in \"De Gooi- en Eemlander. Nieuws- en advertentieblad\" Nr. 19 (Hilversum) auf S. 1:\r\n\"       Plaatselijk Nieuws.\r\n[...]\n      — Zeer welgeslaagd mag het concert genoemd wsrden, dat ll. Maandagavond door de afdeeling Hilversum van de Maatschnpij tot Bevordering der Toonkunst werd gegeven, onder leiding van haar bekwamen directeur, den heer C. Andriessen Jr., met welwillende medewerking van mej. Bode, uit Amsterdam, als sopraan-solo-zangeres, en verder geassisteerd door een strijkkwartet uit Utrecht (de heeren A. Troostwijk, J. Brinkman, Th. Kleeman en E. Ferree) en den heer N. 11. Andriessen, uit Haarlem, voor de piano-begeleiding. Het publiek waa talrjjk opgekomen en gat daarmede opnieuw het bewijs, de uitvoeringen der afdeeling zeer op prijs te stellen. Het vocale gedeelte bestond in de eerste atdeeling uit „Ave Maria\" van Bruckner, eene keurige nobele compositie, welke door mej. C. Andriessen op het orgel werd begeleid en een uitstekenden indruk maakte — en de heerlijke Psalm 42 van Mendelssohn, die uitmuntend werd vertolkt, zoowel door de solisten als door het koor. Mej. Bode zong de recitatieven met evenveel juistheid als gevoel, en het zangrijke quintet werd met groot genoegen gehoord.\n     [... die anderen Programmnummern ...].\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:05"}, {"ID": 189505125, "Datum": "12.5.1895, Sonntag", "Haupttext": "Enthüllung einer vom Linzer Steinmetzen Binder ausgeführten Gedenktafel an Bruckners Geburtshaus in Ansfelden anläßlich des 50jährigen Jubiläums des »Frohsinns«.\r\n    Anwesend sind u.a. Bürgermeister Johann Plaß, Bernhard Deubler, Steuereinnehmer Brauneis (Vorstand der Liedertafel St. Florian), Ignaz Bruckner und Stadtrat Milbeck (Frohsinn-Vorstand).\r\n     Der »Frohsinn« singt Floderers »Bruckner-Hymne« (nach einem Text von Karl Kerschbaum) [vgl. 19.2.1894], »Nachtzauber« von Storch, »Maiennacht« von Abt (Tenorsolo: Herr Poscher), Rheinbergers »Jung Werner« und Beethovens »Ehre Gottes« (*).\r\n    Zu den Anwesenden gehören auch das neue Frohsinn-Mitglied Georg Krenn (**), Pfarrer Zauner (Ansfelden), Hofrat Obermüllner und Karl Waldeck (***).\nTelegramm des »Frohsinn« an Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern]:\r\n»&lt;TELEGRAMM No&gt; 3068\r\ndoctor bruckner wien 1\r\nhessgasse 7 =\r\n[Stempel links »12/5 L[?] 109«, Stempel rechts »12Mai 4 16«]\r\n&lt;Text.&gt; wien fr traun 18 28 2 50 =\r\ndie zur enthullungsfeier [sic] der gedenktafel in ansfelden\r\nversammelten rufen dem geliebten meister\r\njubelnd ihre verehrungsvollen gruesse zu =\r\n= liedrtafel [sic] frohsinn linz = » (°).\nDie Feier leidet etwas unter dem schlechten Wetter (°a).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 110 berichtet auf S. 5 von einer Versammlung am 9.5.1895:\r\n\"     (Oberösterreichischer Volksbildungsverein.) In der Sitzung am 9. d. M. wurden nach Begrüßung der erschienenen Ausschussmitglieder, insbesondere des neuen Mitglieds Herrm M. Hellauer, durch den Vorsitzenden Herrn F. Scholz [... die Funktionen] in folgender Weise vertheilt: [... Friedrich Scholz, Franz Brosch [siehe die Anmerkung], Wilhelm Groß, J. Huster, Hans Belohlawek, Anton Estermann, Alb. Foltz, Moriz Hellauer, M. Poche, Friedrich Ruckensteiner, Franz Schober und Richard Wildmoser ... außerdem erwähnt: Emil Dierzer von Traunthal, H. Postel und weitere Förderer ...] Schließlich wurde über Antrag des Herrn Brosch beschlossen, die zur Ehrung des Meisters A. Bruckner vom Uebungsschullehrer Herrn Franz Brunner geschriebene Festschrift in Druck legen zu lassen.\" (°°).", "Letzte Änderung": "28.08.2026 10:40"}, {"ID": 189605125, "Datum": "12.5.1896, Dienstag", "Haupttext": "Berichte [gleich dem vom 10.5.1896] über Bayers Besuch bei Bruckner und die 9. Symphonie\n \nim Linzer Volksblatt Nr. 110 auf S. 3:\r\n\"     Steyr. (Bei unserem großen Meister Dr. Anton Bruckner) in Wien weilte auf dessen speciellen Wunsch vor kurzem der hiesige Rechenschori [sic] Herr Franz Bayer drei Tage. Wie uns Herr Bayer mittheilt, ist der Gesundheitszustand Bruckners nicht der beste und, obwohl größtentheils außer Bett, verbringt er die meiste Zeit des Tages schlafend in seinem Lehnstuhl. Den Schlusssatz seiner IX. Symphonie hat er wohl vollständig skizziert, doch, wie er zu Herrn Bayer selbst äußerte, hofft er selber nicht mehr, diesen ganz fertig ausarbeiten zu können. Seiner \"lieben Steyrer\" erinnert er sich äußerst gerne, und speciell freut es ihn, daß in Steyr so ein reger Sinn für seine Compositionen existiert, und er lässt für alles den \"lieben Steyrern\" danken. Weiters ersuchte Dr. Bruckner Herrn Bayer, den neuen hochw. Herrn Stadtpfarrer zu bitten, die paar Gegenstände (Lorbeerkränze etc.) im sogenannten \"Bruckner=Zimmer\", welches im Stadtpfarrhofe (zweiten Stock) sich befindet, belassen zu wollen. In letzterer Zeit übernahm Bruckner von einem Verwandten namens Zachhuber in Wolfern die Taufpathenstelle, wobei ihn Herr Bayer vertreten musste. Außer dem üblichen Taufgeschenk, welches der Taufpathe=Stellvertreter überbrachte, übergab jetzt Bruckner an Herrn Bayer für sein Taufkind Anton Zachhuber eine große Photographie mit der eigenhändigen Fertigung \"Erinnerung an Deinen Taufpathen 1896, Doctor Anton Bruckner\", um dieselbe dem Vater des Kindes einzuhändigen.\r\n                                                   \"St. Ztg.  \" (*)\nund in der Linzer Zeitung auf S. 528:\r\n„    Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n                               Linz, 11. Mai.\r\n[…]\r\n    * (Von Dr. Anton Bruckner.) Der „Alpenbote“ [10.5.1896] schreibt: Auf speciellen Wunsch des Herrn Dr. Bruckner weilte Herr Chorregens Bayer kürzlich drei Tage bei demselben, dessen Gesundheitszustand leider nicht der beste ist. Die meiste Zeit des Tages bringt der Tonheros schlafend im Lehnsessel zu. Von seiner neunten Symphonie sind die drei ersten Sätze fertig, während der letzte Satz nur skizziert, aber nicht ausgeführt ist. Nach eigener Aeußerung hofft Dr. Bruckner selber nicht mehr, diesen Satz fertig bringen zu können. Um \"seine lieben Steyrer\" erkundigte sich der Kranke sehr lebhaft, und sein Wunsch wäre, unter denselben wieder einige Zeit weilen zu können. Uebergroße Freude machen ihm \"seine lieben Steyrer\" durch die Aufführung seiner Compositionen, und er kann denselben nicht genug Worte des Dankes widmen. Herr Bruckner empfieng Herrn Bayer recht herzlich, der Abschied war ein überaus rührender. Dr. Bruckner küßte seinen Gast mit thränendem Auge, bedankte sich für alles, speciell wieder für das Zustandekommen der Aufführung seiner Messe und des Requiems &amp;c., und bat Herrn Bayer, ihm recht bald wieder zu schreiben, eventuell ihn zu besuchen, und den Herrn Stadtpfarrer [Strobl] zu ersuchen, die noch von ihm hier zurückgelassenen paar Gegenstände im sogenannten \"Bruckner=Zimmer\" im Stadtpfarrhof zu belassen. Für sein Taufkind Anton Zachhuber in Wolfern übergab der berühmte Tonkünstler dem Herrrn Bayer eine große Photographie mit der eigenhändigen Widmung: \"Erinnerung an Deinen Taufpathen, 1896. Dr. Anton Bruckner.\" (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 11393 kündigt auf S. 7 das Konzert vom 13.5.1896 an:\r\n»     – Bei der am Mittwoch den 13. Mai, Abends 8 Uhr, im Festsaale des Kaufmännischen Vereines, I., Johannesgasse Nr. 4, stattfindenden dritten statutarischen Unternehmung der Wiener Sing=Akademie (Aufführung geistlicher Musik) gelangen unter Leitung des Dirigenten Herrn Karl Schön Chöre von Orlando di Lasso, Palestrina, Beethoven, Bruckner, Max Bruch und Franz Schubert zum Vortrage.« (***).\nMitteilung zu Bruckners Befinden im Abendblatt der Neuen Freien Presse auf Seite 1 des Abendblattes:\r\n»                    Kleine Chronik.\r\n                                  Wien, 12. Mai.\r\n[...]\r\n     [Anton Bruckner.] Ueber das Befinden des greisen Tondichters Anton Bruckner verlautet nichts Günstiges. Der Künstler verbringt, von einem Herzübel und großer Athemnoth geplagt, den größten Theil des Tages halbschlummernd im Lehnstuhle. Kürzlich noch erbat er sich den Besuch des Regenschori Bayer aus Steyr, dem er mehrere letztwillige Wünsche ausdrückte. So ließ er durch ihn den Stadtpfarrer von Steyr bitten, die im sogenannten Bruckner=Zimmer befindlichen Gegenstände im Pfarrhofe zu belassen. Mit Wehmuth gedachte der Tonkünstler des Umstandes, daß es ihm nicht gegönnt sei, heuer den Sommer in seinem lieben Steyr zu verbringen. Von seiner neunten Symphonie sind die ersten drei Sätze fertig, der letzte skizzirt.« (°).\nAuf das morgige Konzert (mit dem »Ave Maria« [WAB 6]) weisen auch hin\ndie Ostdeutsche Rundschau Nr. 131 auf S. 9:\r\n\"     Geistliches Konzert. Bei der am Mittwoch den 13. Mai, Abends 8 Uhr, im Festsaale des kaufmännischen Vereines, I. Bezirk, Johannesgasse Nr. 4, stattfindenden III. statutarischen Unternehmung der Wiener Singakademie (Aufführung geistlicher Musik) gelangen unter Leitung des Dirigenten Herrn Karl Schön Chöre von Orlando di Lasso, Palestrina, Beethoven, Bruckner, Max Bruch und Fr. Schubert zum Vortrage.\" (°°),\ndie Reichspost Nr. 124 auf S. 3:\r\n\"    – Die Wiener Singakademie veranstaltet ihre statuarische [sic] Aufführung geistlicher Musik am Mittwoch 13. Mai Abends 8 Uhr im Festsaale des Kaufmännischen Vereines, I. Bez., Johannesgasse Nr. 4. (Dirigent: Herr Carl Schön) mit folgendem Programm: [... Schubert, Beethoven, Händel ...]; Anton Bruckner, Ave Maria, siebenstimmig (a capella); [J. S. Bach, Ferdinand Löwe, Max Bruch, Schubert ...].\" (°°°),\n»Das Vaterland« Nr. 131 auf S. 6:\r\n\"    – Bei der am Mittwoch, 13. d.M., Abends 8 Uhr, im Festsaale des Kaufmännischen Vereines, erster Bezirk, Johannesgasse Nr. 4, stattfindenden dritten statutarischen Unternehmung der Wiener Singakademie (Aufführung geistlicher Musik) gelangen unter Leitung des Dirigenten Herrn Karl Schön Chöre von Orlando di Lasso, Palestrina, Beethoven, Bruckner, Max Bruch und Franz Schubert zum Vortrage.\" (#)\nund die Wiener Zeitung Nr. 110 auf S. 7:\r\n\"    (Singakademie.) Bei der am Mittwoch, den 13. d.M., Abends 8 Uhr im Festsaale des kaufmännischen Vereines (1. Bez., Johannesgasse Nr. 4) stattfindenden dritten statutarischen Unternehmung der Wiener Singakademie (Aufführung geistlicher Musik) gelangen unter Leitung des Dirigenten Herrn Karl Schön Chöre von Orlando di Lasso, Palestrina, Beethoven, Bruckner, Max Bruch und Fr. Schubert zum Vortrage.\" (##).", "Letzte Änderung": "07.02.2025 18:14"}, {"ID": 189705125, "Datum": "12.5.1897, Mittwoch", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 108 berichtet auf S. 5 von der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderats:\r\n\"[...]     Gemeinderath Dr. Krenn beantragt, für die Errichtung eines Denkmals für Anton Bruckner in der Stadtpfarrkirche zu Steyr den Betrag von 100 fl. zu widmen. (Angenommen.)\" (*).\nEine kurze Notiz dazu ist auch im Neuen Wiener Journal Nr. 1275 auf S. 4 zu lesen:\r\n\"[...] Erwähnt sei noch die auf Grund eines Stadtrathsreferates erfolgte Ablehnung eines Ansuchens des Comités der Deutschmeisterjubiläumsstiftung und die Bewilligung eines Beitrages zur Errichtung des Bruckner-Denkmals in Steyr.\" (**).\nAuch das Vaterland Nr. 130 bringt auf S. 9 einen Hinweis:\r\n\"[...] Als Beitrag zur Errichtung eines Bruckner-Denkmales in der Stadtpfarrkirche zu Steyr wird ein Betrag von 100 fl. gewidmet.\" (***).", "Letzte Änderung": "28.08.2026 09:07"}, {"ID": 190005125, "Datum": "12.5.1900, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik mit einem \"Tantum ergo\" [prov. WAB 48] machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\nDeutsches Volksblatt Nr. 4079 auf S. 4 (*),\nFremdenblatt Nr. 129 (Morgenblatt) auf S. 9 (**)\r\nund Reichswehr Nr. 2247 (Abendblatt) auf S. 4 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190105125, "Datum": "12.5.1901, Sonntag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 38 bringt auf S. 1 eine ausführliche Ankündigung zur Aufführung des \"Te deum\" am 19.5.1901.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190505125, "Datum": "12.5.1905, Freitag", "Haupttext": "The Fort Worth Record and Register Nr. 209 (Fort Worth, Texas) kündigt auf S. 7 für den 13.5.1905 ein Konzert an:\n\"                   EMIL PAUR COMING\n\nPITTSBURG ORCHESTRA AT THE OPERA HOUSE SATURDAY.\n\n[... Konzertmeister von Kunitz [Kunits] als Solist ...].\n                           EMIL PAUR \n                            [Abbildung]\n     Emil Paur, whose term as conductor of the Pittsburg orchestra was inaugurated with the opening concert of the tenth season last november [...].\n     He is about 40 [sic] years old and was born at Czernovitz, Austrialia [sic]. When a young man, he entered the Vienna conservatory of music, where he was a pupil of Hellmesberger, Dessoff and Anton Bruckner. After several years as a member of the Imperial opera house [... weitere Stationen ... Paurs Vorgänger: Frederick Archer und Victor Herbert ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190605125, "Datum": "12.5.1906, Samstag", "Haupttext": "Aufführung eines Ave Maria [vermutlich WAB 6] im letzten statuarischen Akademiekonzert [Singakademie?] im Großen Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190705125, "Datum": "12.5.1907, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wird wieder erwähnt im Bericht über den Wiener Männergesangverein, diesmal in The Buffalo Times auf S. 36:\n\"VIENNA CHORUS ARRIVES HERE THIS AVENING\n[... zur Vereinsgeschichte ...].\nGreat Masters Members.\n     The artistic importance of the organization has been recognized by Mendelssohn, Liszt, Richard Wagner, Bruckner, Johann Strauss and Brahms, who were honorary members of it and who dedicated works to it. [... Auslandsreisen, wichtige Auftritte ... 1906 in London (Arthur Krupps Bankett!) ...].\"", "Letzte Änderung": "23.09.2025 17:07"}, {"ID": 192105125, "Datum": "12.5.1921, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Zeitung Nr. 129 meldet auf S. 7, dass am 15.5.1921 die e-Moll-Messe aufgeführt wird. Öffentliche Generalprobe am 14.5.1921 um 17 Uhr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192305125, "Datum": "12.5.1923, Samstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 108 kündigt auf S. 4 die morgige Aufführung des Perger Präludiums an, das bei der Gedenktafel-Enthüllung [21.5.1922] seine Uraufführung erlebt habe (*).\n \nArtikel von Josef August Lux \"Bruckners Zwiegespräch mit Gott\" in der Reichspost Nr. 129 auf S. 1 [... über das Buch von Hans Tessmer ... Kalbeck über Bruckner 1915: \"verworrener Kopp\" ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "18.02.2024 23:26"}, {"ID": 192505125, "Datum": "12.5.1925, Dienstag", "Haupttext": "Der Artikel \"Die Bruckner-Ehrung in St. Florian\" im Linzer Volksblatt Nr. 107 auf S. 4 berichtet von einer Fahrt nach St. Florian mit einer Gedenkrede von Franz Xaver Müller an Bruckners Grab [vermutlich 8.5.1925] als Abschluss der Generalversammlung des Katholischen Landeslehrervereins in Linz (*).\n \nDas Verlagsbuch der Universal-Edition verzeichnet für Nr. 8171 (Drei kleine Vortragsstücke) erstmalig eine Lieferung von 498 Exemplaren (bestellt waren 500 Stück am 7.4.1925) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192805125, "Datum": "12.5.1928, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der 5. Symphonie für den 10.-13.6.1928 in Köln in The Watchman and Southron Nr. 27 (Sumter, South Carolina) auf S. 2 (wie am 10.5.1928) (*).\n\n\nDiese Meldung erscheint auch in The South Bend Tribune Nr. 347 (South Bend, Indiana) auf S. 9 (**)\n\n\nund in The Greenwood Commonwealth Nr. 219 (Greenwood, Mississippi) auf S. 7 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192905125, "Datum": "12.5.1929, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Alfred Lorenz »Auf und ab in Bruckners Schaffenskraft« in den Münchner Neuesten Nachrichten (*).\n \nEdward Moore befasst sich im Artikel \"Making Movies of Symphonies May Be Next\" in der Chicago Tribune Nr. 19 (Sonntagsausgabe) auf S. 96 (= S. 2 des 7. Teils) mit der Möglichkeit, symphonische Musik u. a. mit den Mitteln des Schauspiels oder Tanzes auszudrücken (wie es in New York mit dem \"Heldenleben\" geschehen ist) und zitiert einen Artikel von W. J. Henderson in The Sun:\n\"[...]\n         Why Not Dance Bach Fugues?\n[...] Why has no one deemed it advisable to interpret the fourth symphony of Brahms, or the second of Bruckner, or the eighth of Mahler? And as for tone poems, they are fairly littering the ground in the path of the interpreters. [...].\" (**).\n \nHendersons Artikel erscheint auch in The Courier-Journal Nr. 22047 (Louisville, Kentucky) auf S. 26 (= S. 2 des 3. Teils):\n\"THE chief end of terpsichorean artists just now appears to be the interpretation of symphonies, tone poems and other musical monsrosities [sic] which are obviously incomprehensible to ordinary mortals, unless turned into moving pictures. [...].\n     [...] Why has no one deemed it advisable to interpret the fourth symphony of Brahms, or the second of Bruckner, or the eighth of Mahler? And as for tone poems, they are fairly littering the ground in the path of the interpreters. [...].\" (***).", "Letzte Änderung": "18.08.2025 13:15"}, {"ID": 193105125, "Datum": "12.5.1931, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Zürich.\nAuf dem Programm stehen außerdem im zweiten Teil Werke von Richard Strauss (\"Till Eulenspiegel\") und Richard Wagner (\"Tannhäuser\"-Ouvertüre) (*).\n \nAuf die Konzerte am 14.5.1931 mit der f-Moll-Messe und am 15.5.1931 mit der 3. Symphonie machen aufmerksam\r\ndie Linzer Tages-Post Nr. 109 auf Seite 4 und auf Seite 13 (**)\nund das Linzer Volksblatt Nr. 110 auf S. 3 aufmerksam (***).", "Letzte Änderung": "07.01.2024 10:32"}, {"ID": 193205125, "Datum": "12.5.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Peter Raabe an Max Auer:\r\n   Über seine Wahl in den Dirigentenausschuß der Internationalen Bruckner-Gesellschaft (*).\nArtikel »Bruckner-Huldigung des Bundesrealgymnasiums in Steyr« in der Steyrer Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "02.09.2024 19:17"}, {"ID": 193305125, "Datum": "12.5.1933, Freitag", "Haupttext": "Auf Einladung des Badischen Brucknerbundes hält F. X. Müller einen Vortrag »Persönliche Erinnerungen an A. Bruckner« in Heidelberg. Anschließend spielen Clara und Elisabeth Ernst die 9. Symphonie in Grunskys Bearbeitung für zwei Klaviere.", "Letzte Änderung": "03.04.2025 15:52"}, {"ID": 193405125, "Datum": "12.5.1934, Samstag", "Haupttext": "Brief von Furreg an Max Auer: \n   Brandstetter sei bei ihm in Wien gewesen. In Leipzig werde nun ebenfalls ein Musikwissenschaftlicher Verlag gegründet, der den Vertrieb der Bruckner-Gesamtausgabe übernehmen werde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193705125, "Datum": "12.5.1937, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Karl Böhm an Max Auer:\r\n   Über die geplante Schallplatteneinspielung der 4. Symphonie. Franz Schalk und Löwe hätten bei ihren Bearbeitungen nur Dinge notiert, »die jeder anständige Musiker eigentlich von selbst machen wird«.", "Letzte Änderung": "09.06.2024 22:27"}, {"ID": 194305125, "Datum": "12.5.1943, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und des \"Te deum\" durch die Wiener Symphoniker, den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde unter Eugen Jochum im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solisten: Maria Kytka, Melanie Frutschnigg, Anton Dermota, Alois Pernerstorfer und als Organist Franz Schütz.", "Letzte Änderung": "17.12.2025 17:14"}, {"ID": 194405125, "Datum": "12.5.1944, Freitag", "Haupttext": "Kritik von Friedrich Bayer zum Konzert am 9.5.1944 im Völkischen Beobachter (Wien) (*). [Auch 12.5.?] Kritik von Fritz Skorzeny zu beiden Konzerten im Neuen Wiener Tagblatt (**).\n[Ohne genaue Datierung:] Kritiken von Heinrich Damisch in der Kronenzeitung und von R. Peterca-Ferrari in der Volkszeitung (***).\nAufführung des Pange lingua (WAB 31) in der Pfarrkirche Spitz an der Donau (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194605125, "Datum": "12.5.1946, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Trieste Philharmonic Orchestra unter Schuricht im Teatro Comunale in Triest.\nSolist in Mendelssohns Violinkonzert ist Aldo Ferraresi (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194805125, "Datum": "12.5.1948, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch die Wiener Philharmoniker und den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, erstmals wieder unter Bruno Walter, in einem Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde und der Österreichisch-amerikanischen Gesellschaft im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solisten sind Maria Cebotari, Lorna Sydney, Walther Ludwig und Hans Hotter. An der Orgel Alois Forer.", "Letzte Änderung": "23.08.2026 07:26"}, {"ID": 195005125, "Datum": "12.5.1950, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Hermann Abendroth in einem Sonderkonzert in Köln. Nach der Pause wird Beethovens 7. Sinfonie aufgeführt (*).\nAuf dieses Konzert nimmt Abendroth Bezug in seinem dankbaren Schreiben aus Weimar vom 12.6.1950:\r\n     \"[... Freude des Wiedersehens ... unvergessliche Kölner Tage ... sofort Kontakt auch zu den neuen Mitgliedern ...] So am es rasch zu einer wunderschönen Einheit, zu einer idealen Harmonie des Klanges und der – Herzen. Dazu Bruckner und Beethoven – es war halt schön!!!\r\n      [...]. Das war Gürzenichtradition in des Wortes schönster Bedeutung! [...]\". (**).", "Letzte Änderung": "29.12.2024 09:31"}, {"ID": 195105125, "Datum": "12.5.1951, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (Originalfassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Bielefeld.\nAuf dem Programm stehen außerdem zuvor Joseph Haydns Sinfonie Nr. 101 und \"Tod und Verklärung\" von Richard Strauss.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195205125, "Datum": "12.5.1952, Montag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Theodor Bernhard Rehmann:\r\n    Ob Rehmann, nachdem die geplante Reise nach Paris [21.6.1952] nicht stattfinde, mit seinem Chor nicht doch bei dem Konzert in Rom [e-moll-Messe am 15.6.1952] mitwirken könne?", "Letzte Änderung": "29.05.2024 11:33"}, {"ID": 195305125, "Datum": "12.5.1953, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Theodor Kardinal Innitzer an Papst Pius XII.:\r\n    Er unterstütze die Bitte um kirchliche Ehrung Bruckners, die Max Auer in der Audienz am 16.6.1952 vorgebracht habe. Bruckner sei sehr religiös gewesen, und die e-Moll-Messe und die 9. Symphonie verdienten eine kirchliche Anerkennung als sakrale Werke.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 13:03"}, {"ID": 195505125, "Datum": "12.5.1955, Donnerstag", "Haupttext": "Rundfunkrede Leopold Nowaks »Anton Bruckner - Mensch und Musik« zum 2. Orchesterkonzert des XIII. Internationalen Bruckner-Festes in Bern (*).\nIn Bern Erstaufführung der 8. Symphonie in der »Nowak-Fassung« [vgl. März 1955] unter Josef Krips (**).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 13:44"}, {"ID": 195705125, "Datum": "12.5.1957, Sonntag", "Haupttext": "Grußkarte (mit rückseitiger Karikatur: Bruckners Ankunft im Himmel) von Karl Gagstatter an Joseph Marx: \n    Glückwünsche zum 75. Geburtstag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197305125, "Datum": "12.5.1973, Samstag", "Haupttext": "Generalversammlung des Bruckner-Bundes für Oberösterreich mit einem Vortrag von Toni Hofer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198305125, "Datum": "12.5.1983, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Eröffnung der Wochen des Linzer Bruckner-Konservatoriums mit einer Kranzniederlegung am Sarkophag Bruckners in der Krypta in St. Florian. Im Eröffnungskonzert im Marmorsaal erklingt das Deutsche Requiem von Brahms.", "Letzte Änderung": "10.01.2024 08:58"}, {"ID": 198505125, "Datum": "12.5.1985, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung von Gunnar Cohrs' Bearbeitung des Trios Nr. 1 der 9. Symphonie durch das Jugendstreichorchester Hameln unter Cohrs.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199605125, "Datum": "12.5.1996, Sonntag", "Haupttext": "20. Künstlersonntag des Katholischen Akademikerverbandes der Diözese Linz mit einer Ansprache von Erwin Horn »Anton Bruckner und die Religion« (*). Artikel »Auf Anton Bruckners Spuren. Landesausstellung zum 100. Todestag des Meisters« im Würzburger katholischen Sonntagsblatt Nr. 19 (**).\nArtikel [oder: Vortrag?] von Peter Paul Kaspar Anton Bruckner - ein Leben zwischen Spiritualität und Kreativität. anläßlich des Künstlersonntags des Katholischen Akademikerverbandes der Diözese Linz Anton Bruckner 1824 - 1896 - 1996. KAV Christsein als Akademiker, Künstler und Intellektuelle. (***).\nAufführung der Motetten \"Locus iste\", \"Virga Jesse\", \"Vexilla regis\", \"Ave Maria\" (WAB 6), \"Os justi\" und \"Christus factus est\" (WAB 11) und der e-Moll-Messe durch das Süddeutsche Vokalensemble und das Bläserensemble \"Concerto Bamberg\" unter Rolf Beck in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Forchheim (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200405125, "Datum": "12.5.2004, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle im Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 22:53"}, {"ID": 202305125, "Datum": "12.5.2023, Freitag", "Haupttext": "Buchpräsentation [Symposionsbericht 2019] und Diskussionsrunde zum Thema \"Anton Bruckner und die Frauen\" in der Kunstuniversität Graz. Anwesend sind u. a. Christa Brüstle, [Andreas Lindner?], Klaus Petermayr, Andrea Harrandt und Stephanie Rieder-Zagkla. Es werden Klavierwerke Bruckners [Stille Betrachtung an einerm Herbstabend, Fantasie und Lancier-Quadrille] durch Stipe Bilic aufgeführt.", "Letzte Änderung": "06.07.2023 06:52"}, {"ID": 185006125, "Datum": "12.6.1850, Mittwoch", "Haupttext": "Im 2. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 1. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1850.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[linke Spalte:]\nKnaben | 1. Fimberger Georg | 2. Schilhuber Josef | 3. Eisinger Johann | 4. Steininger Georg | 5. Egger Anton | 6. Schöneigner Josef\n[rechte Spalte:]\nMädchen | 1. Hoiselstorfer Maria | 2. Fimberger Anna | 3. Pfistermühler Kath. | 4. Bräuer Juliana | 5. Dirnberger Kath. | 6. Moser Anna | 7. Baumgartshuber Ther. | 8. Heibl Maria | 9. Harrach Anna. | 10. Fimberger Theres.\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Fimberger Franz | 2. Froschauer Johann | 3. Heibl Leopold | 4. Poschmayr Johann | 5. Bauchinger Karl | 6. Schmöl Michael | 7. Mayrhofer Mathias | 8. Fürhapper Leopold.\n[rechte Spalte:]\n1. Bogner Judith | 2. Mayr Maria | 3. Zeininger Maria | 4. Staudinger Anna | 5. Radner Josefa | 6. Fallnicht Maria | 7. Bräuer Theres | 8. Haghofer Theres | 9. Pils Anna | 10. Poitner Barbara | 11. Brunbaur Maria | 12. Huber Anna. [unten:] Am 12. Juni. | A Brucknermp.\"", "Letzte Änderung": "09.12.2024 14:46"}, {"ID": 185206125, "Datum": "12.6.1852, Samstag", "Haupttext": "Die Schuldistrikts-Aufsicht Enns in Niederneukirchen teilt Bruckner die Zulassung zu einer privaten Hauptlehrerprüfung und die Prüfungstermine  (22. und 23.6.1852) mit. Der Text lautet:\n\r\n\"102 u. Sch. S.\r\nAn Herrn Anton Bruckner Unterlehrer / zu Florian\r\nVermöge StatthaltereiErlaß v. 19/23 May Z 1206 wurde / Ihnen gestattet die angesuchte Privatprüfung am 22t u: / 23t Juni d. J. an der Linzer Normalhauptschule abzulegen. Die Beilagen folgen zurück - [am linken Rand notiert \"8 St:\"]\r\nIm bischöfl. Consistorialauftrage v. 28 My durch die / Distr.-Schul-Aufsicht vom 12t Juni 852.\r\nVorbuchner, Dechant\"", "Letzte Änderung": "27.08.2024 11:55"}, {"ID": 186506125, "Datum": "12.6.1865, Montag", "Haupttext": "Brief Julius Schnorr von Carolsfelds an Adolf Jensen über das Warten auf die erste Tristan-Aufführung:\r\n     »[...] Geblieben waren die ganze Zeit: Draeseke, Porges, Damrosch, Gasperini, Tausig, Pohl, Kapellmeister Taubert, Neswadba, Kalliwoda, Pruckner, Seydel etc.etc. letztere sind teilweise zum zweiten Male gekommen. [...]« (*).\nDie »Warte am Inn« Nr. 24 berichtet auf S. 205 vom Sängerfest und erwähnt auch den 2. Preis für Bruckners »Germanenzug«:\r\n     »[...] der zweite Preis mit 60 fl. fiel auf die Composition des hiesigen Domorganisten Anton Bruckner „Germanenzug” für Männerchor mit Harmoniebegleitung [...] (**).\nIm 3. Teil ihres Berichtes über das Linzer Sängerfest erwähnt die Salzburger Zeitung Nr. 133 auf S. 1 auch Bruckner:\r\n\"Erstes Sängerbundes=Fest für Oberösterreich\r\n                 und Salzburg zu Linz\r\n               am 4., 5. und 6. Juni 1865.\r\n                           (Schluß.)\r\n                       Zweiter Tag.\r\n     Der strenge Musikkritiker der Lz. Z. sagt über \"Vineta\" von Abt, vorgetragen von der Liedertafel Salzburg: [... Zitat ...]\r\n     [... über weitere Einzelchöre ...] Der 6. Preischor, eine Composition unseres heimischen Tondichters Herrn Anton Bruckner \"Germanenzug\" wurde ebenfalls vom Componisten selbst dirigirt, ihm folgten die Einzelnchöre: [...] – Fast sämmtliche Chöre, sowohl der Gesammtsänger als der einzelnen Liedertafeln, fanden von der zahlreichen und glänzenden Gesellschaft, welche die Halle füllte, die beifälligste Aufnahme, insbesonders wurden die gegenwärtigen Compositeure Rudolf Weinwurm, Mayrberger und Santner mit außerordentlichem Beifall, mit Blumen und Kränzen ausgezeichnet. In den Einzeln-Leistungen standen die Liedertafel von Salzburg der \"Frohsinn\" und der \"Sängerbund\" von Linz oben an. Am Schlusse des herrlichen Festes wurden nachstehende drei Kompositionen mit Preisen gekrönt, und zwar: Den ersten Preis mit 100 fl. erhielt Herr Rudolf  Weinwurm, Chormeister des akademischen Gesangsvereines in Wien; den zweiten Preis mit 60 fl. Herr Anton Bruckner, Domorganist in Linz, und den dritten Preis mit 40 fl. Herr C. Mayrberger aus Preßburg. [... kurz zur Bundesversammlung am 6.6.1865 ...]\" [keine Signatur] (***).\nDie Linzer Zeitung berichtet vom letzten Teil des Konzerts am 5.6.1865, signiert \"F.\":\r\n\"     F. Linz, 6. Juni. Den Schluß der Preischöre machte: [... Carl Santner ... ganz kurz zu den Einzelproduktionen ... über die Entscheidung des Preisgerichts], wornach [sic] der erste Preis mit 100 fl. und zwar mit 14 Stimmen in engerer Wahl Herrn Rudolf Weinwurm, Chormeister des akademischen Gesangsvereines in Wien für den Chor \"Germania\", der zweite Preis (60 fl.) mit 17 Stimmen Herrn Anton Bruckner, Domorganisten in Linz und der dritte Preis (40 fl.) mit 20 Stimmen Herrn Mayrberger aus Preßburg für \"Abendruhe\" zuerkannt und unter Trompeten= und Paukenklang nebst den Diplomen durch weißgekleidete Mädchen überreicht wurde.\r\n     [... über die Vorgeschichte des Wettbewerbs, drohende Interessenkonflikte, die Qualifikation der Preisrichter, Mitbestimmung des Publikums (Applausdauer mit dem Sekundenzeiger messen?) ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 23:27"}, {"ID": 186806125, "Datum": "(12.6.1868, Freitag)", "Haupttext": "Brief von Eduard Nagel an den »Frohsinn«: \n»Euer Wohlgeboren!\n   Die schmeichelhafte Art und Weise, in welcher das verehrte Schreiben vom 10. d Mts. meiner geringen Verdienste um das Zustandekommen der letzten Sängerfahrt nach Grein und Kreuzen gedenkt, ist für mich von außerordentlich hohem Werthe, da diese Anerkennung von einem Verein ausgeht, für dessen Gedeihen ich stets die lebhaftesten Sympathien bewahrt habe. - \n   Nehmen Euer Wohlgeboren entgegen die Versicherung, daß mir das Bewußtseyn, allen Theilnehmern dieser Fahrt einen angenehmen Tag bereitet zu haben, stets die schönste Erinnerung bleiben wird, und gestatten Sie mir die Bitte, dem geehrten Vereine meinen verbindlichsten Dank mit dem Bemerken auszusprechen, daß mir hiefür keine schönere Würdigung als die ehrende Bezeichnung:\n„eines Freundes Ihres Vereines”\nzu theil werden konnte.\nMit ausgezeichneter Hochachtung\nEuer Wohlgeboren ergebenster\nEduard Nagel. Linz 12 Juny 1868.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906125, "Datum": "12.6.1869, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Ernennung zum »Frohsinn«-Ehrenmitglied wird auch vom Welser Anzeiger Nr. 24 auf S. 3 notiert: »Die Liedertafel »Frohsinn« hat ihren ehemaligen Chormeister nunmehr k. k. Hoforganisten in Wien Herrn Anton Bruckner in Anerkennung seiner hervorragenden musicalischen Verdienste zum Vereins=Ehrenmitgliede ernannt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187306125, "Datum": "12.6.1873, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "[oder 11.6.1873? siehe die Anmerkung]\nAufführung eines \"Tantum ergo\" in B [vermutlich WAB 41/1, früher WAB 41/3 - oder WAB 44??] anlässlich der Feier zum 20jährigen Linzer Bischofsjubiläum (Rudigier am 12.6.1853] in der Votivkapelle. Außerdem erklingen unter Burgstallers Leitung ein \"Ecce sacerdos\" Traumihlers, eine Namen-Jesu-Litanei aus Witts Blättern und ein \"O esca viatorum\". Prof. Angermeyer stellt dem Bischof die Sängerknabenkapelle vor. Statt der verhinderten Alumni wirkt der Domchorvikar Kerschbaum mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187806125, "Datum": "12.6.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung von »Tota pulchra es« [WAB 46] im Linzer Volksblatt Nr. 134 auf S. 2f, vermutlich durch Ernst Klinger (*):\r\n»Musikalische Nachklänge zum 25jähr. Bischofs=Jubiläum in Linz.\n     Es kann nicht schaden, auf die während des so erhebenden Festes des Bischofsjubiläums aufgeführten Tonstücke und die daran Betheiligten einen, wenn auch nur sehr gedrängten Rückblick zu werfen, zumal dadurch auch Pflichten der Dankbarkeit abgetragen werden. [... über die am 4.6.1878 aufgeführten Werke ...]\n     [... Waldeck, Hanisch, Habert ...] Dasselbe Lob gebührt dem wundervollen „Tota pulchra es Maria”, comp. für 4 Singstimmen, die sich beim „Tu laetitia Israel” zu 8 vermehren. Sie [sic] hat zum Verfasser den berühmten Anton Bruckner, welcher dieses höchst interessante und werthvolle Tongebilde dem hochwürdigsten Jubilar Bischof Franz Joseph dedicirte.\n   Als Referent dieses Tonwerk zum ersten Male hörte, wurde er von einer wunderbaren Rührung ergriffen; er konnte sich der Thränen kaum erwehren. Er wüßte nicht, wie man das Geheimniß der Unbefleckten, wie es in der betreffenden Antiphon ausgedrückt wird, schöner und kunstvoller mit dem Mittel der menschlichen Stimme ausdrücken könnte!\n     Diese musikalische Composition paßt, sowie ihre Vorgängerin die Litanei, so ganz zu dem mysteriösen Dunkel der buntgemalten Glasfenster und den himmelanstrebenden Pfeilern der Marienkapelle. [...] Einer der Zuhörer, der auch die Musik in der Sixtina zu Rom gehört, sagte: Diese Musik sei ganz ähnlichen Charakters. Wohl das größte Lob für diese Gattung von Musik in der Kirche! Dieses Lob kam aus dem Munde eines Laien! [... über die Kirchenmusik am 5.6.1878 ... Dank und Lob für die »genialen Componisten« ...] Ja, die Herren Bruckner, Habert und Waldek [sic] mögen diese Zeilen, wenn ihnen dieselben zu Gesichte kommen, als einen kleinen Erweis jener hohen Werthschätzung und Dankbarkeit betrachten, die ihnen insbesondere der Schreiber dieses Berichtes schuldet und mit einer wahren Freude und wahrer Lust als frischgewundenen Ehrenkranz zu Füßen legt!« [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "17.10.2024 21:57"}, {"ID": 188006125, "Datum": "(12.6.1880, Samstag)", "Haupttext": "[?] Liederkompositionswettbewerb am Konservatorium. (Janacek verließ Wien Anfang Juni 1880 wieder).", "Letzte Änderung": "23.10.2024 16:12"}, {"ID": 188106125, "Datum": "12.6.1881, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Tribüne« Nr. 160, Morgenausgabe S. 8 (*). Bruckner wirkt als Organist in der Pfarrkirche Alservorstadt mit. Es erklingen um 10 Uhr unter Eders Leitung eine Festmesse von Wittassek, ein Graduale (mit Violinsolo: Stecher) von Gänsbacher und ein Offertorium (mit Sopransolo: Josefine Weyringer) von Czerny (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206125, "Datum": "12.6.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »12. [Juni] 10. [Lektion Lamberg] 1/2 11 [Uhr?]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188806125, "Datum": "12.6.1888, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Albert J. Gutmann:\n   Bittet um den 1. und 4. Satz der 4. Symphonie. »Änderungen mache nur ich persönlich.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188906125, "Datum": "12.6.1889, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 24 berichtet auf S. 279, signiert \"E. U.\", von der Aufführung der 7. Symphonie am 19.11.1888 in Wiesbaden:\r\n                   \"Wiesbaden.\r\n     Auch der dieswinterliche Cyclus der von Hrn. Prof. Franz Mannstaedt in künstlerisch feinsinnigster Weise geleiteten Theatersymphonieconcerte erwies sich den Traditionen dieses wohlrenommirten Concertinstitutes vollkommen würdig.\r\n     [... über das erste Konzert ...]\r\n     Die \"Pièce de resistance\" des II. Symphonie=Concertes (19. Nov.) bildete Bruckner's Edursymphonie (Nr. 7). - Das grandiose, so widersprechend beurtheilte Werk, mit welchem der Name des 65 jährigen Wiener Tonsetzers in Wiesbaden wohl überhaupt zum ersten Male auf einem Concertprogramme auftauchte, fand seitens unseres Publikums eine sehr ehrenvolle Aufnahme. Den meisten Beifall fand das gedankentiefe, auch in seiner thematischen Structur an den langsamen Satz der \"Neunten\" gemahnende Adagio und das markige Scherzo. Von nicht minder symphonischen Wuchse und geistvoller Factur stellt sich das einleitende Allegro moderato dar. Hochinteressant in seinen thematischen und contrapunktisch meisterhaften Einzelzügen, dagegen im Ganzen entschieden zu lang gedehnt und des richtigen Höhenpunktes [sic] entbehrend, wollte uns das Finale erscheinen. Seitens unserer Kgl. Capelle fand das schwierige Werk die anerkennenswertheste Ausführung, wie sie nur ein so treffliches Orchester unter zielbewußter, seiner Aufgabe mit vollster Sympathie entgegenkommender Oberleitung zu erzielen im Stande ist. - [... über die übrigen Programmnummern. Mitwirkende: Konzertmeister Weber, Emile Blauwaërt ... über das 3. Konzert am 17.12.1888 ...]      E. U.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189006125, "Datum": "12.6.1890, Donnerstag (?)", "Haupttext": "Bruckner tritt aus dem Allgemeinen Deutschen Musikverein aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189106125, "Datum": "12.6.1891, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n     Eben von Berlin zurück. Jubel bei Proben und Aufführung des »Te deum«. Im Winter seien eine Wiederholung und Symphonie-Aufführung(en) unter Weingartner geplant, auch in Dresden und Stuttgart. Hans Richter bringe die 3. Symphonie in London (»wenn Hanslick nicht ---«). Christiania brachte das »Te deum« 8 Tage früher [als Berlin?]. Bülow habe dieses Werk Ochs empfohlen! Er, Bruckner, sei sehr aufgeregt und abgehetzt und müsse wegen des Hofkapellendienstes in Wien bleiben (*).\nBrief Bruckners an Helm:\r\n     Sendet, eben aus Berlin zurück, Kritiken über das »Te deum« zur Veröffentlichung in der Deutschen Zeitung, mit der Bitte um Rückgabe. Alle Zeitungen urteilen sehr gut, auch [mündlich oder schriftlich?] Tappert und Leßmann. Jubel bei Proben und Aufführung. Wiederholung (und 1 oder 2 Symphonien) in Berlin im Winter geplant, ebenso [»Te deum« gemeint?] in Dresden, Stuttgart etc. Christiania habe es 8 Tage früher gebracht. Das Werk sei Ochs von Bülow empfohlen worden. Soeben sei der Lorbeerkranz angekommen (**).\nBruckner notiert das Abendgebet zusätzlich (und detailliert) im aktuellen Kalender (***).\nBesprechung des »Te deum« durch Otto Leßmann in der Allgemeinen Musik-Zeitung (°).\nBrief von Oberleithner an Lienau [zur Drucklegung der 8. Symphonie] (°°).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 160 meldet auf S. 6 zum 31.5.1891:\r\n    \" * Gelegentlich der eben stattgehabten Tonkünstlerversammlung in Berlin wurde in einem der veranstalteten Konzerte auch Bruckner's \"Te Deum\" aufgeführt, und zwar mit einem für den Künstler außerordentlichen schmeichelhaften Erfolge. Dem imposanten Abschlusse dieses interessanten Tonwerkes folgten für den Komponisten ganz außerordentliche Ovationen. Bruckner mußte auf das Podium treten und empfing dort einen riesigen Lorbeerkranz. Die schwierige komposition hatte übrigens eine ganz treffliche Ausführung erfahren.\" (°°°).\nAuch die Neue Freie Presse Nr. 9624 bringt auf S. 6 eine kurz Notiz:\r\n   \" - Anläßlich der 28. Tonkünstler=Versammlung in Berlin kam jüngst A. Bruckner's „Tedeum” daselbst zur Aufführung und errang einen vollen Erfolg. Der Componist wohnte der Aufführung seines Werkes bei.\" (#).", "Letzte Änderung": "09.09.2025 13:58"}, {"ID": 189206125, "Datum": "12.6.1892, Sonntag", "Haupttext": "Bericht der Ostdeutschen Rundschau Nr. 24 auf S. 5f über die Salzburger Aufführung des Einleitungschores »Das deutsche Lied« [WAB 63] und des \"Germanenzugs\" [am 5.6.1892]:\r\n\"Das 1. deutsch-akademische Sängerfest in Salzburg.\r\n     [... Begrüßungsabend, WAGV mit 117 Mitgliedern, anwesende Vereine und Prominente, Reden (Dr. Franz Hueber, Dr. Wähner, Ernst Otto aus Freiburg, Dr. Matosch) ...]\r\n     [... am Pfingstsonntag um 11 Uhr Festkonzert, Haushofers Prolog von Stury gesprochen ...] Die Gesangsvorträge hätten nicht glücklicher eingeleitet werden können, als durch das von Altmeister Dr. Bruckner für das Fest eigens componirte \"Deutsche Lied\", dessen himmelanstürmende Kraft durch den Gesammtchor zu der gewaltigsten Wirkung gebracht wurde. Bei den darauffolgenden Einzelvorträgen [...]\r\n     Die Liedertafel, welche Abends in der Gastwirthschaft ober dem \"electrischen Aufzuge\" abgehalten wurde, litt sehr stark durch die höchst unglücklichen Raumverhältnisse, außerdem gingen die Piano=Stellen in dem Geprassel des auf die Holzwände herabströmenden Regens verloren. Doch fanden auch hier die Vorträge lebhafte Anerkennung, besonders die feurige Aufführung von Bruckner's \"Germanenzug\" und von \"Prinz Eugen\" (in der glänzenden Orchesterbearbeitung von J. N. Fuchs) durch den Wiener akademischen Gesangverein, der auf den Beifall nach Engelsberg's herrliches \"Freiheitslied\" zugab.\r\n     [... Versammlung am Montag, Festzug, Festcommers mit Reden (Dr. Julius Kratter aus Innsbruck, Dr. Bareuther, Ernst Otto, Drumm aus München, Postl aus Graz, Hoffmann aus Leipzig, Dr. Schumacher aus Salzburg,  Schaumann aus Wien, Wiesinger aus Göttingen, Emilie Spängler aus Salzburg, Martin aus Prag, Dr. Matosch ...]\r\n     Drahtgrüße waren eingelaufen von Dr. Anton Bruckner, Hermann Sudermann, [... 12 weitere Telegramme ... Bierseligkeit, Damenwelt ...]      Dr. Max Vancsa.\" (*).\nUrsprünglicher vorgesehener Termin für das Wagner-Vereins-Konzert unter Josef Schalk mit der 4. Symphonie (**).\n \nDatierung in der Partitur des 150. Psalms (***).\n \nAuf die Aufführung der 4. Symphonie am 15.6.1892 weisen mehrere Zeitungen hin:\n \nDeutsches Volksblatt Nr. 1235 auf S. 7 (erwartungsgemäß mit individuellen Formulierungen):\r\n\"Internationale Ausstellung für Musik= und Theaterwesen.\n                       Ein deutsches Concert.\r\n     Das interessanteste bisher in der Ausstellung veranstaltete Concert dürfte ohne Zweifel das am Mittwoch dieser Woche stattfindende Concert des Akademischen Wagner=Vereines werden. Der Verein, dem wir in der verflossenen Saison eine Reihe der interessantesten Concerte zu danken haben, hat auch für diese Musikaufführung ein exquisites Programm aufgestellt. Dasselbe enthält den \"Huldigungsmarsch\" von Wagner, das \"Gaudeamus\" von Liszt, die Musik zu Ibsen's \"Fest auf Solhaug\" von Hugo Wolf, den Chor \"Wach' auf\" aus den \"Meistersingern\", und als Pièce de résistance die vierte Symphonie (die romantische) von Meister Bruckner. Die Orchesterstücke werden vom Ausstellungsorchester gespielt, das mit ihnen zum erstenmale Werke unseres neudeutschen Dreigestirnes bringt, und der Vereinschor hat sich für das Concert durch Nichtmitglieder verstärkt. Dem Concerte ist die regeste Theilnahme des Publikums sicher. Es bedeutet wieder einmal eine deutsche That, für die wir dem Vereine herzlich dankbar sind.\" (°),\n \nNeues Wiener Tagblatt Nr. 162 auf S. 5:\r\n\"   Die Musik= und Theater=Ausstellung.\r\n[...]\r\n     Mittwoch den 15. d. veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein unter Mitwirkung des Symphonie=Orchesters der Ausstellung und des Vereinschores unter der Leitung des Dirigenten Josef Schalk eine große Musikaufführung in der Musikhalle. Es werden aufgeführt: [... Richard Wagner, Hugo Wolf ...]; Anton Bruckner , IV. (romanische) [sic] Symphonie (Es-dur); [...]\" (°°),\n \n»Die Presse« Nr. 162 auf S. 14:\r\n\"    Internationale Musik- und Theater-Ausstellung.\r\n[...]\r\n      – Mittwoch den 15. d., Abends 8 Uhr, findet in der Musikhalle eine große Musikaufführung, veranstaltet vom Wiener akademischen Wagner=Verein, unter Mitwirkung des Vereinschores und des Symphonie=Orchesters der Ausstellung unter der Leitung des Dirigenten Herrn Josef Schalk statt. Zur Aufführung gelangen folgende Werke: [... Richard Wagner, Hugo Wolf ...]; Anton Bruckner, IV. romantische Symphonie Es-dur; [...]\" (°°°),\n \n»Das Vaterland« Nr. 162 auf S. 4:\r\n\"  Internationale Musik- und Theaterausstellung.\r\n[...]\r\n     Mittwoch, 15. d. M. Abends, 8 Uhr, findet in der Musikhalle eine große Musikaufführung, veranstaltet vom Wiener akademischen Wagner=Vereine unter Mitwirkung des Vereinschores und des Symphonie=Orchesters der Ausstellung unter der Leitung des Dirigenten Herrn Joseph Schalk statt. Zur Aufführung gelangen folgende Werke: [... Richard Wagner, Hugo Wolf ...]; Anton Bruckner vierte romantische Symphonie Es-dur; [...]\" (#)\n \nund die Wiener Zeitung Nr. 135 auf S. 4:\r\n\"   Theater= und Musik=Ausstellung.\r\n[...]\r\n     Mittwoch, den 15. d. M., Abends um 8 Uhr findet in der Musikhalle eine große Musikaufführung, veranstaltet vom Wiener akademischen Wagner=Vereine, unter Mitwirkung des Vereinschores und des Symphonie=Orchesters der Ausstellung, statt. Zur Aufführung gelangen folgende Werke: [... Richard Wagner, Hugo Wolf ...] Anton Bruckner, Vierte romantische Symphonie in Es-dur; [...]\" (##).", "Letzte Änderung": "06.02.2025 12:08"}, {"ID": 189306125, "Datum": "12.6.1893, Montag", "Haupttext": "Brief Bernhard Deublers an Bruckner:\r\n     Meldet den Tod seines Vaters, gratuliert Bruckner zum Namenstag (*).\nBrief Franz Bayers an Bruckner:\r\n     Gratulation zum Namenstag, Grüße von seiner Frau [Josefine Bayer] und »dem kleinen Minnesänger« [Julius Bayer] (**).\nBrief von Anna und Josef Gruber an Bruckner:\r\n     Namenstagsgratulation (***).\nDie Linzer Montagspost Nr. 18 meldet auf S. 5, daß das Adagio der 7. Symphonie in München [am 27.5.1893] aufgeführt wurde:\r\n„     Tagesneuigkeiten.\r\n                          Linz, 12. Juni 1893.\r\n[…]\r\n     Aufführung des Adagio’s aus der 7. Symphonie von Bruckner. In einem der Concerte, welche anläßlich der XXIX. Tonkünstlerversammlung in München in der vorletzten Woche veranstaltet wurden, kam unter Anderem auch das Adagio aus der 7. Symphonie Anton Bruckners unter der Leitung des Generalmusikdirectors Hermann Levi zur Aufführung. Ueber diese herrliche Tonschöpfung des Meisters schreibt die Münchener „Allgemeine Zeitung“: . . . Das nächste Orchesterwerk war das Adagio in Cis-moll aus der 7. Symphonie (E-dur) von Anton Bruckner, mit dessen poesievollen [sic] Vortrag unser Orchester unter Levi's Leitung sich neuerdings unverwelkliche Lorbeeeren errang. Wie wir seinerzeit schon bei der ersten Aufführung jener Symphonie durch die musikalische Akademie hervorgehoben, ist dieses Adagio, wenn auch mit dem formellen Fehler zu großer Länge behaftet und nicht ganz einheitlich ausgestaltet, die hocherfreuliche Schöpfung eines genial angelegten Musikers . . . . . . Bei sichtlicher Anlehnung an Beethovens größte Kundgebungen (z. B. das Fis-moll-Adagio in der Hammerclaviersonate in B-dur) arbeitet der Componist hier mit eigenem, bedeutendem Material, nach eigenem, kräftigen Herzensdrang; und so wenig wir manchem anderen Erzeugnis desselben Componisten bisher das Wort reden konnten, hier hat er Großes erreicht und jeder wahre Musiker wird, wenn er unbefangen ist, sich dessen freuen.“ (°).", "Letzte Änderung": "17.01.2024 11:08"}, {"ID": 189506125, "Datum": "12.6.1895, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 134 informiert auf S. 4 über die Verteilung von Franz Brunners Bruckner-Broschüre:\n\"     (Oberösterreichischer Volksbildungsverein.) Der Vorstand Herr F. Scholz eröffnete die Ausschusssitzung vom 7. d. M. [?] mit der Begrüßung des neuen Ausschussmitgliedes Herrn A. Estermann, worauf [... Bericht über Sitzung vom \"9. d. M.\" [sic], eingegangene Spenden ...]. Der Büchereiverwalter erstattete nun Bericht über die Verwendung der Festschrift \"Dr. Anton Bruckner\", insbesondere dass der Liedertafel \"Frohsinn\" als Zeichen des Dankes bereits 100 Stück unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden, und dem Meister Anton Bruckner die Festschrift in entsprechender Ausstattung als Zeichen der Verehrung zugeschickt werden wird. [... weitere Mitteilungen ...]\"", "Letzte Änderung": "12.12.2024 12:39"}, {"ID": 189606125, "Datum": "12.6.1896, Freitag", "Haupttext": "Die Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen (*) erklärt sich dadurch, daß das entsprechende Blatt nachträglich aus dem Kalender entfernt wurde (*a).\nBrief von Ferdinand Löwe an Bruckner:\r\n     Glückwünsche zum Namenstag (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2024 23:11"}, {"ID": 189706125, "Datum": "12.6.1897, Samstag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 160 meldet auf S. 5, daß der Neubauer Männerchor [am 7.6.1897] einen Kranz an Bruckners Grab niedergelegt hat (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 133 bringt auf S. 2 einen ausführlichen Bericht von dem Besuch des Wiener Männerchors in Enns mit kurzer Erwähnung der Florianer Exkursion (**).", "Letzte Änderung": "28.08.2026 14:45"}, {"ID": 189806125, "Datum": "12.6.1898, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Musikalische Presse bringt auf S. 1-2 einen Artikel \"Das Bruckner-Denkmal in Steyr\" [29.5.1898] (mit Abbildung und einem Artikel von Fritz Zerritsch (*a)) (*).\n \nThe Sun Nr. 285 (New York) erwähnt Bruckner auf S. 22:\n\"     RANK OF MODERN COMPOSERS.\r\nThe Giants of Old That Still Live and the Aspirants for Their Society.\n                         From Music.\r\n     The term \"the great composers\" is to-day generally understood to be the following masters: Sebastian Bach, [...], Wagner, Liszt, and Brahms. [... viele andere sind kaum bekannt ... ].\r\n     There are many names prominent in the musical world to-day which in twenty-five years from now will be forgotten. [... Beispiele aus dem 18. und 19. Jahrhundert ...]. Among the German and Austrian composers there are a large number with relative claims for greatness or prominence. Who among them will be remembered a half century ahead? [... Bungert, Reinecke, Jadassohn, Gernsheim, Keil, Fuchs? ...]. Are the symphonies and Te Deum of Anton Bruckner full of living fire? Are the operas and orchestral works of Goldmark pregnant with vitality? [... Albert Becker, Edgar Tinel, d'Albert, Goetz, Max Bruch, Heinrich Hofmann? ...], the symphonic poems of Richard Strauss, be relegated to obscurity to make way for newer composers?\n     [... Frankreich, Italien, Russland, Böhmen, Grieg, England, Amerika? ...].\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "29.10.2024 19:52"}, {"ID": 189906125, "Datum": "12.6.1899, Montag", "Haupttext": "Daß Graedener Bruckners Nachfolger als Lektor an der Wiener Universität ist, melden \ndie Ostdeutsche Rundschau Nr. 189 [recte 159?] auf S. 9 (*) \nund das Wiener Tagblatt Nr. 169 auf S. 7 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190006125, "Datum": "12.6.1900, Dienstag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 4109 bringt auf S. 1 - 3 ein Feuilleton \"Simon Sechter\" von Fritz Lange, in dem Bruckner erwähnt wird (*). Mehrere Zeitungen melden, daß im Bezirk Landstraße die Straße und der Platz vor dem Hauptzollamtsbahnhof nch Bruckner benannt werden: \ndas Fremdenblatt Nr. 159 (Morgenblatt) auf S. 7 (**), \ndie Neue Freie Presse Nr. 12859 (Abendblatt) auf S. 2 (***), \ndie Österreichische Volkszeitung Nr. 159 auf S. 4 (°) \nund die Reichswehr Nr. 2277 (Morgenblatt) auf S. 3 (°°).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung teilt das Programm des Konzerts vom 20.6.1900 [recte: 21.6.1900] mit dem Scherzo der 4. Symphonie mit (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190106125, "Datum": "12.6.1901, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Chores \"Dir, holde Heimat\" (\"Laßt Jubeltöne laut erklingen\", mit Textunterlegung von Naaff, WAB 76) unter Adolf Kirchls Leitung bei der Sommerliedertafel des Wiener Schubertbundes in Weigls Dreher-Park in Meidling.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:09"}, {"ID": 190206125, "Datum": "12.6.1902, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner-Nummer der Neuen Musik-Zeitung, XXIII. Jg., Nr. 13, mit Beiträgen von\r\nKarl Grunsky (\"Bruckners Leben\", S. 165f, mit Porträt IKO 37, und \"Bruckner als Symphoniker\" S. 177f, mit Otto Böhlers Schattenbild IKO 94),\r\nFritz Lange (\"Die Anerkennung Bruckners\", S. 166ff, mit Abbildungen des Geburtshauses und von St. Florian),\r\nHeinrich Rietsch (\"Ein Accord in Bruckners neunter Symphonie\", S. 168),\r\nWilhelm Schmid (\"Erinnerungen an Anton Bruckner\", S. 168+170, S. 169 Faksimile der ersten Partiturseite der 9. Symphonie),\r\nAugust Halm (\"Melodie, Harmonie und Themenbildung bei Anton Bruckner\", S. 170-174, S. 171 Porträt IKO 19, S. 172 Notenbeispiel 5. Symphonie, 1. Satz, 2. Thema, S. 173 Notenbeispiel 4. Symphonie, 2. Satz, 2. Thema, S. 174 Faksimile Brief 23.7.1887),\r\nGeorg Göhler (\"Anton Bruckners EMoll-Messe\", S. 174f, auf S. 175 Abbildung des Wiener Bruckner-Denkmals IKO 106),\r\nMax Kiel (\"Ist Bruckner formlos?\", S. 176),\r\nMax Graf (\"Bruckner in der Anekdote\", S. 178f, mit den Schattenbildern IKO 43 und IKO 45),\r\nFerdinand Scherber (\"Anton Bruckners neunte Symphonie (in D)\", S. 179f mit vielen Notenbeispielen),\r\nRudolf Louis (Anton Bruckner. Der Mann und sein Werk\", S. 180f),\r\n\"Litteratur über Bruckner\" (Brunner, Rietsch, Hruby, Doblinger, Max Graf, Halm und an Musikalien die Klavierauszüge) und\r\n\"Uebersicht über die Entstehung der Hauptwerke Bruckners.\" (S. 181)\r\nund einer Notenbeilage (\"Ave Maria\" [WAB 7], S. 1-3) (*).\r\nAuf S. 169 befindet sich das Faksimile vom Partiturbeginn der 9. Symphonie (Ende April 1891) und auf S. 174 das Faksimile von Bruckners Brief vom 23.7.1887 (**).\nBrief Ignaz Bruckners an Johann Hueber:\r\n     Bestätigt den Erhalt der Bilder, mit denen das Bruckner-Zimmer [in St. Florian] nun vollständig sei. Laura werde er Geld schicken; auch Frau Kathi, die eine Augenkrankheit habe und bei ihrer Tochter lebe, müsse er immer finanziell unterstützen. Dr. Reisch und Göllerich hätten sie besucht. Er wolle nicht mehr nach Vöcklabruck fahren; vielleicht treffe man sich bei der Errichtung des Bruckner-Denkmales in Linz (***).\r\n[noch 1902 oder später?]\r\nDer Photograph Emil Prietzel aus Steyr erstellt Postkarten des 1902 eröffneten Bruckner-Zimmers (°).", "Letzte Änderung": "11.05.2025 19:45"}, {"ID": 190406125, "Datum": "12.6.1904, Sonntag", "Haupttext": "(Datum des Poststempels) Brief Ignaz Bruckners an Johann Hueber:\r\n   Kondoliert zum Tod von Laura; Beileidgrüße auch von Aigner. Reisen könne er nicht, da er krank sei. Er habe für Laura 6 Messen gezahlt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190506125, "Datum": "12.6.1905, Pfingstmontag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« beim 4. Litauischen Musikfest in Memel (in der Wagenhalle der Kleinbahngesellschaft (**)).\r\nSolisten sind Emilie Buff-Hedinger, Iduna Walter-Choinanus, Richard Fischer und Alexander Heinemann (*).\r\nDas Orchester (großenteils rekrutiert aus der Kapelle des 41. Infanterie-Regiments aus Tilsit) wird von Musikdirektor Alexander Johow geleitet (**).", "Letzte Änderung": "02.07.2024 21:01"}, {"ID": 191506125, "Datum": "12.6.1915, Samstag", "Haupttext": "Artikel \"\" im Linzer Volksblatt Nr. 145 auf S. 4:\n     \" - Die Würdigung Anton Bruckners in Deutschland.\nIn der \"Vossischen Zeitung\" Nr. 284 vom 6. Juni schreibt Moritz Heimann \"zur Erscheinung Anton Bruckners\": Er ist der letzte der deutschen Heroen, nicht bloß des musikalischen Reiches [... dennoch nur leichte Besserung in der Einschätzung ... über die gängigen (Vor)Urteile ... über die musikalische Intelligenz ... Rudolf Rittner, Schüler des Wiener Konservatoriums, habe berichtet, dass sich keiner der Schüler] ein ehrfurchtswidriges Wort gegen den den komischen kleinen Meister [...] hätte erlauben dürfen. Statt von diesem komischen Mann auf das Werk, sollte man von dem Werk auf den Mann zu schließen lernen. [... man werde spüren], dass er der Menschheit ein neues himmlisches Reich geschenkt hat. So ein himmlisches Reich, die große Seele eines seltenen Menschen - das sind Kathedralen so gut und besser als die steinernen.\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192006125, "Datum": "12.6.1920, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von »Trösterin Musik« durch den Wiener Lehrer a capella Chor unter Hans Wagner im Großen Musikvereinssaal in Wien (Orgel: Rudolf Pehm). Weitere Mitwirkende dieses Abends sind Felicie Mihacsek und Alfred Grünfeld (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 133 erwähnt auf S. 3, dass Ernst Stolz \"ein ausgezeichneter Orgelspieler [und] Schüler Anton Bruckners\" ist (**).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 06:53"}, {"ID": 192306125, "Datum": "12.6.1923, Dienstag", "Haupttext": "Im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 270 schreibt auf S. 2 Kurt Singer im Artikel \"Deutsches Tonkünstlerfest in Kassel\" über die Geschichte und Entwickung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins.\n\"[...] Nichts destoweniger schälte sich aus dem Gewohnheitsmäßigen bei jedem Musikfest irgendeine Vortrefflichkeit heraus. Auch Strauß, Bruckner, Reger standen einmal auf dem Programm. [... u.a. Lob für Hindemith ...].\"", "Letzte Änderung": "25.05.2026 09:08"}, {"ID": 192406125, "Datum": "12.6.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung eines Bruckner-Chores [prov. WAB 67] für den 17.6.1924 im Neuen Wiener Journal Nr. 10978 auf S. 11 (*).\n \nIn der St. Pöltner Zeitung Nr. 24 erscheint auf S. 5 ein mit \"P.\" signierter Bericht über das Konzert vom 3.6.1924 (mit 3. Symphonie, \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6], \"Mitternacht\" (WAB 80) und \"Germanenzug\") (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192506125, "Datum": "12.6.1925, Freitag", "Haupttext": "Artikel »Die Bruckner-Ehrung in St. Florian« im Linzer Volksblatt (*).\n\n\nDie Westliche Post Nr. 163 (St. Louis, Missouri) kündigt auf S. 5 die Aufführung der d-Moll-Messe für den 21.6.1925 an:\n\"Diamantenes Jubiläum des St. Vincents Deutschen Waisen=Vereins.\n\n[... 21. Juni ... erwähnt bei Planung und Ablauf des Festes: Pfr. J. Rothensteiner (Hl. Geist), A. A. Wohlschläger, Herr Gründer, W. Thiemann, Chor der Dreifaltigkeits-Gemeinde unter Jakob Kremer ... Ablauf des Festes ... Kirchenmusik beim Pontifikalamt ...]\n2) Messe in D Moll für gemischten Chor, Soli und Orchester . . . . A. Bruckner\n3) Proprium der Messe wird rezitiert.\n[...].\n     Während des Banketts [...F. W. Guetgeman, Rev. Jos. Lubeley, Rev. John Rothensteiner, vier weitere Redner ... Frl. Kate Pouck (musikalische Vorträge) ... nachmittags Konzert der Kinder ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192706125, "Datum": "12.6.1927, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Asperges« Nr. 1 [WAB 003/1?] unter Max Auer in Vöcklabruck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192906125, "Datum": "12.6.1929, Mittwoch", "Haupttext": "[Offizielle] Gründung und Mitgliederversammlung der Ortsgruppe München der Internationalen Bruckner-Gesellschaft unter der Führung Hauseggers im kleinen Odeonssaal (provisorischer Vorstand am 16.5.1929 gewählt) (*).\nVortrag von Oskar Lang. Wahl des Vorstands: Siegmund von Hausegger und Domkapellmeister Ludwig Berberich (Vorstände), Domorganist Josef Schmid (Stellvertreter), Reichsbahndirektor Dr. Wilhelm Roßmann (Schatzmeister), Prof. Dr. Heinrich Knappe und Chordirektor Dr. Alfred Zehelein (Schriftführer); Beisitzer: Hermann Bischoff, Dr. phil. Hans Grunsky, Rechtsrat Dr. Gebhard Hörburger, GMD Hans Knappertsbusch, Dipl.-Ing. Oskar Lang, Prof. Dr. Alfred Lorenz und Akademiedirektor Hermann Wolfgang von Waltershausen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193006125, "Datum": "12.6.1930, Donnerstag", "Haupttext": "Der Los Angeles Evening Express Nr. 67 infomiert auf S. 17 über die Salzburger Festspiele und erwähnt dabei die Konzerte vom 23.8.1939 [9. Symphonie] und 10.8.1930 mit der f-Moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193206125, "Datum": "12.6.1932, Sonntag", "Haupttext": "Vortrag von J. V. Wöss »Persönliche Erinnerungen an den Meister« bei der Aachener Liedertafel [vgl. 11.10.1932].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193306125, "Datum": "12.6.1933, Montag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Wolfgang von Bartels:\r\n     [Mutmaßlicher Inhalt: Die IBG befürworte Rothenburgers Plan [vgl. 10.6.], eine Büste für die Walhalla zu schaffen].", "Letzte Änderung": "03.04.2026 12:40"}, {"ID": 193606125, "Datum": "12.6.1936, Freitag", "Haupttext": "Sitzung des Musikwissenschaftlichen Verlags: Über den von der Universal-Edition aufgezwungenen Prozess. Die Nationalbibliothek habe zu direkten Verhandlungen mit der U.E. aufgefordert [vgl. 27.1.1936], um das Problem der Nutzungsrechte bei der Gesamtausgabe zu bereinigen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193706125, "Datum": "12.6.1937, Samstag", "Haupttext": "Gedicht von Wilhelm Bernekohl (Vernekohl? Vgl. 5.6.1937) im Welser Anzeiger (*).\nArtikel von Werner F. Korte »Anton Bruckners Musik« in »Der Deutsche Erzieher«, S. 213 - 216 (**).\r\nArtikel von Reinhold Zimmermann \"Anton Bruckner: der große Lehrermusiker\" in \"Der Deutsche Erzieher\" auf S. 379 (**a).\nArtikel \"Anton Bruckner in der Walhalla.\" in der Neuen Klosterneuburger Zeitung Nr. 24 auf S. 1 [der für die nächste Ausgabe angekündigte ausführliche Bericht ist nicht erschienen] (***).", "Letzte Änderung": "25.03.2026 15:02"}, {"ID": 193906125, "Datum": "12.6.1939, Montag", "Haupttext": "Artikel von Oskar Lang »Ein Bruckner-Schüler [Hermann Haböck] erzählt von seinem Meister« in den Münchner Neuesten Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194106125, "Datum": "12.6.1941, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Dresdner Philharmoniker unter Eduard van Beinum in der Dresdner Staatsoper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194706125, "Datum": "12.6.1947, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Günter Lehmann.", "Letzte Änderung": "12.11.2024 17:07"}, {"ID": 194906125, "Datum": "12.6.1949, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" durch die Wiener Symphoniker und den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde unter Anton Heiller im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solisten sind Elsamaria Matheis, Rosette Anday, Anton Dermota und Otto Wiener.", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:34"}, {"ID": 195306125, "Datum": "12.6.1953, Freitag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Theodor Bernhard Rehmann:\r\n    Er habe von Kardinal Feltin kein Schreiben erhalten. Laut Planung sollte dieses direkt an Papst Pius XII. geschickt werden (*).\r\n    Gestern habe er eine Kopie des Briefes von Kardinal Innitzer an den Heiligen Vater erhalten; es sei inhaltlich fast identisch mit dem von Kardinal Frings (*a).\r\n    Von Ludwig Berberich, der am Pfingstsonntag [24.5.1953] einen Audienztermin bei Kardinal Wendel gehabt habe und Auer anschließend benachrichtigen wollte, habe er bisher keinen Bericht erhalten (*b).\r\n    Schon vor einigen Wochen [vgl. 26.7.1952!] habe Weismann das Gesuch der Bruckner-Gesellschaft an den Prokurator der Augustiner nach Rom gesendet (*c).", "Letzte Änderung": "05.07.2024 13:26"}, {"ID": 195406125, "Datum": "12.6.1954, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des 112. Psalms durch die Wiener Symphoniker und den Wiener Staatsopernchor unter Alberto Erede im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196006125, "Datum": "12.6.1960, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester unter Heinrich Hollreiser in der Stiftskirche von Melk.", "Letzte Änderung": "02.11.2024 11:21"}, {"ID": 196106125, "Datum": "12.6.1961, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie (Löwe-Fassung) durch das \"OSR\" unter Schuricht.", "Letzte Änderung": "23.02.2026 17:31"}, {"ID": 197406125, "Datum": "12.6.1974, Mittwoch", "Haupttext": "Einspielung der 7. Symphonie durch das Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur (*).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Lovro von Matacic im Großen Musikvereinssaal in Wien. In Strawinskys Psalmensymphonie wirkt der Wiener Jeunesse-Chor mit [Wiederholung am 13.6.1974] [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "27.09.2024 12:50"}, {"ID": 197806125, "Datum": "12.6.1978, Montag", "Haupttext": "Artikel »Bruckner-Institut Linz gegründet« in »Die Presse«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198206125, "Datum": "12.6.1982, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Bamberger Symphoniker unter Eugen Jochum in St. Florian (*).\nDer von Karl Schimböck gestaltete Brunnen in Windhaag wird anläßlich der Eröffnung des Mühlviertler Waldhauses dem Andenken Bruckners gewidmet (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199606125, "Datum": "12.6.1996, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel »Bruckner in Steyr« im Linzer Volksblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199606015, "Datum": "1./2.6.1996, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Irene Bazinger »Kunst aus der Haselnuß. »Vom Ruf zum Nachruf«. Eine Ausstellung zum 100. Todestag von A. Bruckner in Österreich verklärt den Komponisten zum Nationalhelden« in »Junge Welt«, Feuilleton, Nr. 26, S. 13.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199806125, "Datum": "12.6.1998, Freitag", "Haupttext": "Vortrag von Erich Wolfgang Partsch »Zwischen Selbstdarstellung und Vereinnahmung - zur Problematik des Künstlerbildes am Beispiel Anton Bruckners« in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199906125, "Datum": "12.6.1999, Samstag", "Haupttext": "Am Geburtshaus von Bruckners Großvater Joseph Bruckner in Oed wird eine neue Gedenktafel angebracht (vgl. »1971«).\n\"Geburtshaus des Josef Bruckner | Geb. 23.11.1749 | Grossvater des Komponisten | Anton Bruckner.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202406015, "Datum": "1./2.6.2024, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "VöcklaBrucknerFest in Vöcklabruck.\r\n1.6.2024: Stadtfest \"BRUCKNERroas\" (Stichpunkte u.a.: Paixhanslia, Gabriele Sieb (Urgroßnichte Bruckners), Heimathaus, Bruckner-Marionette (Gabriele Lenz), Eva Leitner, Bruckner-Doppelgänger)\r\n2.6.2024: \"BRUCKNER-Matinee\" mit Aufführung der 6. Symphonie durch das Stadtorchester Vöcklabruck unter David Üennetzdorfer im Stadtsaal.", "Letzte Änderung": "28.07.2026 18:35"}, {"ID": 184307125, "Datum": "12.7.1843, Mittwoch", "Haupttext": "Schreibübung von [Bruckners Kronstorfer Schüler] Leopold Gamper [siehe die Anmerkung].\n\"Sehr groß ist der Nutzen, den uns die Pflanzen und Bäume verschaffen [...] Schule Kronstorf den 12. July 1843 / Leopold Gamper\"\nLiegt dem Heft \"Schriftliche Aufsätze\" bei.\n(*) Eine weitere undatierte Beilage betrifft fünf Marienlieder.", "Letzte Änderung": "05.04.2025 12:06"}, {"ID": 185807125, "Datum": "12.7.1858, Montag", "Haupttext": "Orgelprüfung in der Piaristenkirche [zur Orgel siehe die Anmerkung]; Zuhörer (*) sind u.a. Speidel, Rudolf Weinwurm und der Organist der Kirche [Stoiber?].\r\nZeugnis Sechters über Bruckners Befähigung zum Organisten:\r\n   »Zeugniß\r\n   daß Herr Anton Bruckner als Organist nebst einer glücklichen Naturanlage, fleißigem Studium, viel Praktik und dadurch erworbene Gewandtheit im Präludiren und im Durchführen eines Thema[s] zeigt, und folglich unter die vorzüglichsten Organisten gezählt werden kann, bezeuget der Unterzeichnete mit seiner Handschrift und Siegel.\r\nWien den 12. Juli 1858.\r\nSimon Sechter, mpria\r\nk: k: erster Hoforganist\r\nund Professor am Conservatorium der Musik.«", "Letzte Änderung": "31.03.2025 21:21"}, {"ID": 186907125, "Datum": "12.7.1869, Montag", "Haupttext": "Datierung am Schluß des 2. Satzes der d-moll-Symphonie (\"Nullte\") mit dem Zusatz \"Streichmusik\" (*).\n \nDie Süddeutsche Musikzeitung (Schott, Mainz) Nr. 28 schreibt auf S. 112 (= S. 4):\n     \" *** Anton Bruckner, der rühmlich bekannte Organist in Wien, feierte kürzlich bei seiner Anwesenheit in Paris einen grossen Triumph als Orgelspieler an der Kirche Notre-Dame, deren Orgel bekanntlich das Meisterwerk des berühmten Cavaillé-Col ist. Die nahmhaftesten [sic] musikalischen Notabilitäten von Paris hatten sich dabei eingefunden; ausserdem füllte ein zahlreiches Publikum die Kirche. Der Erfolg Bruckner's, namentlich in der freien Fantasie, war so gross, dass Pariser Musikzeitungen schrieben: \"Die Orgel von Notre-Dame habe an diesem Tage durch Bruckner ihren grössten Triumph erlebt.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187307125, "Datum": "12.7.1873, Samstag", "Haupttext": "Öffentlicher Preisconcurs des Konservatoriums für Komposition und Orgel. Zur Jury gehören Hellmesberger, Dr. G. v. Breuning, Konzertmeister Grün, C. Heißler, F. Krenn, M. Käßmayer und Victor Ritter von Raindl. Ein einziger Orgelspieler ist verzeichnet:\r\n»Orgel.\r\n(Schule Bruckner)\r\nII. Classe.\r\n?.Preis: Herr Walter Gustav. - Concursaufgabe: Bach: Präludium und Fuge, A-moll.« (*).\n[o.D.] Gustav Walter ist auch im Verzeichnis der Absolventen und der Diplom-Empfänger als einziger Organist enthalten (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:24"}, {"ID": 187507125, "Datum": "12.7.1875, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Kultusministerium [Stremayr]:\r\n\" Hohes k. k. Ministerium für Kultus u. Unterricht!\r\n         Nachdem ich einen besonderen Werth darauf lege, [... bittet wegen der Wichtigkeit der Fächer um Schaffung und Verleihung einer Lektorstelle für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Universität ...], was im Zwecke einer Universität gelegen sein muß.\r\n[links:]\r\nWien den 12. Juli\r\n        1875.\r\n[daneben, wieder in der rechten Hälfte:]\r\nAnton Brucknermp\r\nkk. Hoforganist u. Professor der Harmonielehre und des Contrapunctes am Conservatorium.\" (*).\r\nAuf der ersten Seite der Kanzleivermerk vom 23.9.1875.\n(Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger (**)).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:43"}, {"ID": 187607125, "Datum": "12.7.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Im Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Orgelschüler Hermann Steudner J. S. Bachs Fuge in g-Moll.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187707125, "Datum": "12.7.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Zweites Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter der Leitung Hellmesbergers mit Werken von Brüll (gespielt von Henriette Mallovic, Klavier), Godefroid (Eduard Schuöcker, Harfe), Weber (Marie Exner, Klavier), Bach (Toccata für Orgel in d-Moll, gespielt von Hans Rott), Raff (Franziska Kuhn, Klavier), Liszt (Ida Morgenbesser, Klavier), Haydn (Arie aus der »Schöpfung«, Henriette Klunzinger) und Chopin (Anna Huber, Klavier).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:36"}, {"ID": 187807125, "Datum": "12.7.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »10« [Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner? Zählung endet hier].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907125, "Datum": "12.7.1879, Samstag", "Haupttext": "Komposition des Quintetts mit der Beendigung des Scherzos abgeschlossen. Datierung \"Wien 12. Juli 1879\" am Ende des Trios (*)\nBeim 1. Abschlußkonzert des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Franz Weber eine Orgelfuge in G-Dur von J. S. Bach (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188007125, "Datum": "(12.7.1880, Montag)", "Haupttext": "Josef Schalk spielt Liszts »Legende vom Hl. Franziskus« beim Konzert zum Abschluß seines Konservatoriumsstudiums.", "Letzte Änderung": "06.07.2024 15:22"}, {"ID": 188107125, "Datum": "12.7.1881, Dienstag", "Haupttext": "Erstes Konzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums unter Josef Hellmesberger. Hermann Vergeiner spielt eine Orgelfuge in g-Moll von J. S. Bach. Außerdem erklingen Werke von J. Woeß (Symphonie-Adagio), Grieg (aus dem Klavierkonzert, Antonie Wolff), Laub (Polonaise für Violine, Ludwig Bleuer), Hanns Fink (Symphonie-Satz) und Liszt (aus dem Es-Dur-Konzert, Agnes Weber).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 09:04"}, {"ID": 188207125, "Datum": "12.7.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Im 1. Schlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums unter Hellmesbergers Leitung spielt Bruckners Schüler Rudolf Dittrich eine Orgelfuge von J. S. Bach. Außerdem werden Werke von Weber-Liszt (Klavier: Irene Höfer), Max Bruch (Violinkonzert, Theodor Schwendt), Schumann (Klavier: Leopold Winkler, außerdem Klavierquintett mit Wilhelmine Kühnel, János Salamon, Th. Schwendt, Rudolf Dittrich (Viola) und Carl Kehlendorfer), Brahms (Klavier: Moriz Kremer) und Liszt (»Les Preludes« mit Bertha Turetschek und Ernst Pollak) aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.12.2024 19:45"}, {"ID": 188307125, "Datum": "12.7.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »12. Juli vor 5 Uhr abends 35 R in der Sonne.« (*).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n   Über die Arbeit am Klavierauszug von \"Heliantus\", wegen des Drucks des Quintetts durch Gutmann - den [4-hdg.] Klavierauszug solle Franz bei weiterer Verzögerung an Josef zurücksenden, ebenso den 2-hdg. des Adagios, von dem Öhn eine Abschrift habe. Möchte Goldschmidt außerdem die 3. Symphonie (4-hdg.), die Adagios der 4. und 6. und das Scherzo der 5. Symphonie zeigen. Bittet, sobald fertig, um das Adagio der 7. Symphonie (**).\r\n   \"Lieber Bruder!\r\n - Ihr seid mir liebe Leute; jetzt sitze ich schon beinahe eine Woche hier u. außer deiner sehr flüchtigen Mitteilung ist mir kein Sterbenswörtlein von oder über Euch zugekommen. [...] Meine Arbeit geht sehr rasch von Statten nur manchmal bleibe ich bei besonders mühsamen Stellen hängen; Ende dieser Woche wird der 1. Akt fertig sein (**a). Sei so gut zu Gutmann zu gehen u. ihn wegen des Quintett's zu stupfen, ich will mich von dem - nicht zum Narren halten lassen u. wenn er den Klavierauszug noch nicht zum Druck übergeben hat nimm ihn lieber mit u. schicke mir ihn (**b). Vergesse auch nicht wegen des 2hdg. Adagio zu sprechen; wenn er's nicht drucken will oder vielleicht erst im Herbst so schicke mir's, behält er es so sei so gut Öhn aufzusuchen, er hat eine Abschrift davon die schicke mir da ich es gerne Goldschmidt zeigen möchte (**c). Ebenso bitte ich dich mir die 3. Symphonie 4hd. zu schicken (**d) u. die Adagio's aus der Romantischen u. 6. u. Scherzo aus der 5. (alles im Pulte). Es könnte für Bruckner von größtem Nutzen sein wenn Goldschmidt dabei warm würde, auch hat er mich selbst darum gebeten. Daß du mir das Adagio der VII. schickst sobald es fix ist halte ich für selbstverständlich. Sage Mama, daß ich mit der auserlesensten Sorgfalt bedient u. behandelt werde; meine Wirte sind beide herzlich gute Leute, besonders Sie hat mich in dieser Beziehung überrascht. Jetzt fange ich auch schon wieder an mein Pianino mit einigen Bach'schen Fugen zu ohrfeigen. Nachdem du ohnehin ein Packet Noten sendest sei noch schließlich so gut die 2 Bände von Strauß u. den von Lanner so wie auch ein Exemplar meines Gesangs den ich möglicherweise brauche dazuzupacken u. laß dir im vorhinein für diese Mühe herzlich danken. [...]\" (**e).\n(1. Abschlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums (***)).\n(Gustav Mahler besucht die Parsifal-Aufführung in Bayreuth (°)).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 19:37"}, {"ID": 188407125, "Datum": "12.7.1884, Samstag", "Haupttext": "Zettel (Ausschnitt aus einem größeren Blatt), von Bruckner handgeschrieben: \"Wien, dem 12. Juli 1884. | Anton Brucknermp. | Mitglied der kk Hofmusikkapelle.\" (*).\n3. Abschlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums unter Leitung Hellmesbergers (**).", "Letzte Änderung": "28.03.2023 07:19"}, {"ID": 188507125, "Datum": "12.7.1885, Sonntag", "Haupttext": "Brief Wolzogens an Bruckner:\r\n   Dankt verspätet für den Brief [vom 20.6.1885]. Nohls Schreiben habe er schon gekannt. Über die Aufführung in Karlsruhe habe man die widersprüchlichsten Meinungen gelesen. In München habe Levi ihm den 1. und 2. Satz der 7. Symphonie am Klavier vorgespielt. Regt eine Aufführung des Adagios z.B. an Wagners Todestag in Berlin an (warum immer nur Saint-Saens und Auber [Rubinstein?]?). Ob bei Gutmann schon der Klavierauszug erschienen sei? (*).\nEintragung im Taschenkalender: Leonhard Wolf, Stadtmusikdirektor in Bonn, wurde zum Universitätsprofessor ernannt:\r\n   »12. Juli Deutsche Zeitung 885. Der akademische u städtische Musikdirector Leonhard Wolf in Bonn ist zum außerordentlichen Professor an [in?] der dortigen Universität ernannt worden.«(**).", "Letzte Änderung": "07.01.2025 11:38"}, {"ID": 188607125, "Datum": "12.7.1886, Montag", "Haupttext": "Brief Zinnes an Bruckner:\r\n   Acht Tage nach Pfingsten [= ca. 20.6.1886] habe er die Photographien erhalten und sie erst letzte Woche weitergeleitet. Er sei kein Professor, sondern Lehrer und komponiere auch. Bruckner möge das beiliegende Photo annehmen. Marxsen habe am Donnerstag hohes Interesse an Bruckner und seinem Werk gezeigt (die Siebte halte er für das größte Werk der Zeit). Bernuth plane das »Te deum« vor Beethovens 9. Sinfonie. Kapellmeister Riccius sei letzte Woche in Karlsbad verstorben (*).\nBeim ersten Abschlußkonzert der Preisträger des Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Carl Weber eine Orgelfuge in a-Moll von Bach (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:05"}, {"ID": 189007125, "Datum": "12.7.1890, Samstag", "Haupttext": "Brief der Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner:\r\n     Er werde seinem Ansuchen [vom 8.7.1890] gemäß vom Konservatoriumsdienst in allen Fächern für das Schuljahr 1890/91 [tatsächlich: bis 15.1.1891] beurlaubt. Er erhalte keine Bezüge und müsse daher für Stellvertretungen nicht aufkommen. Genesungswünsche. Unterzeichnet von Dr. Billing und L. A. Zellner (*).\nBrief Zellners an Bruckner:\r\n     Macht ihn ergänzend zum offiziellen Schreiben darauf aufmerksam, daß er auch während des Urlaubsjahres in den Pensionsfonds einzahlen müsse, wenn er nicht jährlich 20 fl weniger Pension beziehen wolle (**).\nFürst Hanau spendet 50 fl für das (»mährische« (***)) Bruckner-Consortium (°).\nDie Katholischen Blätter Nr. 28 melden auf S. 3:\r\n     »* Musikalisches. Bei der Vermählung Ihrer kaiserlichen Hoheit Erzherzogin Valerie wird unser berühmter Landsmann Bruckner die Orgel spielen.« (°°).\nAufführung des Chors »Germanenzug« in Franz Mairs Vertonung in Linz. In der Kritik wird Bruckners Werk erwähnt und höher eingestuft (°°°).\n(III. Schlußproduktion der Preisträger des Wiener Konservatoriums (#)).\n(Brief von Joseph Calasanz Heidenreich (Wien-Hernals) an Bernhard Deubler:\r\n     Dankt für die kritische Beurteilung einer Messe von J. V. Wöss. Wöss habe am Wiener Konservatorium u. a. den Zusner-Preis und einen in Berlin gewonnen. Er, Heidenreich, habe ihm angesichts der \"ganz verjudeten Concertverhältnisse Wiens\" von profanen Kompositionen abgeraten; Wöss sei nun Chorregent in Hernals mit Verpflichtung zu cäcilianischer Musik. Über Wöss' Vorbehalte gegen diese Richtung (z. B. Witt und Stehle) und (quasi als Gegenreaktion) die Komposition einer eigenen Messe. Zur Unterstützung des Schwerkranken habe ein Mäzen die Druckkosten übernommen. Die bedauernswerten satztechnischen Fehler stellten den Konservatorien ein schlechtes Zeugnis aus. Andernorts habe die Messe aber auch günstige Urteile erhalten (##)).", "Letzte Änderung": "17.10.2024 19:18"}, {"ID": 189107125, "Datum": "12.7.1891, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner verbringt den Nachmittag und Abend mit Josef Schalk und dem Herrn »Referendarius« im Prater (*).\n \nDas Grazer Volksblatt Nr. 156 wiederholt und ergänzt auf S. 5 die Ankündigung für den 26.8.1891 (vgl. 21.6.1891):\n          \"Dreizehnte General-Versammlung\n                                  des\nCäcilien-Vereines für alle Länder deutscher Zunge\nam 24., 25. und 26. August 1891 zu Graz in Steiermark.\n[...]\nAm 26. August um ½7 Uhr [... Choral-Amt, 9 Uhr Requiem von Ig. Mitterer, 11 Uhr Versammlung ...]\n     Um 4 Uhr in der Herz=Jesu=Kirche: [... Orgelstück, Pfingstsequenz, , Orlando di Lasso, Hans Leo Hassler ...] - 'Ave Maria' von Anton Bruckner, k. k. Hof=Organist in Wien [sicher WAB 6]. [... Palestrina ... um 6 Uhr Festversammlung ... anders als 1876 nur Grazer Kräfte ...]\n     Münster im Mai 1891.\n                    Friedrich Schmidt,\n                                    General-Präses.\" (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:36"}, {"ID": 189207125, "Datum": "12.7.1892, Dienstag", "Haupttext": "Kritik zur 3. Symphonie (signiert ”G. Ar.” [= Guido Adler?]) in der Neuen Freien Presse Nr. 10015 auf S. 6:\r\n   \"Die Musik- und Theater-Ausstellung.\r\n   [...]\r\n   In dem letzten Symphonie=Concert trat Herr Ferdinand Loewe als gastirender Dirigent auf. Eigentlich war es ein Probe=Dirigiren, denn noch nie vorher hatte der junge Mann, welcher Clavierlehrer am Conservatorium ist, vor der Oeffentlichkeit ein Orchester geleitet. Herr Loewe verrieth ein bemerkenswerthes Talent und kann sich mit Ausdauer und Fleiß dereinst noch einen Platz erringen in der Reiher jener Dirigenten, welche, in den letzten Jahren von Wien ausgehend, den Ruhm der Musikstadt in ferne Lande trugen. Derzeit thut er noch zu viel des Guten, er verwirrt die Spieler durch das immerwährende Markiren kleiner Einsätze - die Erfahrung wird seine beste Lehrmeisterin sein. Der eingeladene Dirigent hätte sich in seinem Programm an die bereits zur Gewohnheit gewordene Tradition halten sollen. Das Meistersinger=Vorspiel am Schluß eines langen Concertes ist zu ermüdend für Hörer und Spieler - bei den Violinläufen war die Abspannung nur allzusehr zu merken. Und gar wenn Compositionen vorangehen, wie Anton Bruckner's D-moll-Symphonie (Richard Wagner gewidmet), welche die angestrengteste Aufmerksamkeit  verlangt. Der erste und dritte Satz gehören zu den besten Conceptionen des Tonsetzers; sie sind durch die Umarbeitung prägnanter, conciser geworden und zeigen den Symphoniker im vortheilhaftesten Lichte. Schade, daß seine zahlreich erschienenen Anhänger nach jedem Satze den greisen Componisten selbst zum Opfer ihrer Beifallsschlachten machten. Dieses modernste musikalische Heilthum ist eine Verzerrung würdiger Ovationen, wie sie einem Künstler gebühren. Belästigend war auch im letzten Concert, daß die Saalkellner immerwährend hin= und herliefen und die Gäste während der Vorträge umkreisten. Auch das Eindringen der Schallwellen von benachbarten Productionen war störend; diese Capellen sollten während der Vorträge in der Tonhalle innehalten. Solche Unzukömmlichkeiten müssen behoben werden; darauf haben nicht nur die Besucher ein Recht, sondern auch das Orchester, welches sich mit Feuereifer allen ihm gestellten Aufgaben hingibt. Die nächste größere Leistung, welche allerdings sorgfältigster Vorbereitung bedarf, sollte sein: eine Symphonie von Johannes Brahms.     G. Ar.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189407125, "Datum": "12.7.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 1984 meldet auf S. 4:\r\n\"             Eine Ehrung Bruckner's.\n      Linz, 11. Juli. In der heutigen Sitzung des Linzer Gemeinderathes wurde der in Oberösterreich geborene Componist Dr. Anton Bruckner unter Beifall einhellig zum Ehrenbürger von Linz ernannt.\" (*).\n \nDiese Nachricht bringen auch\r\n \ndie Österreichische Volkszeitung Nr. 190 auf S. 7 bzw. S. 8 (in der 2-Kreuzer-Ausgabe):\r\n\"Theater- und Kunstnachrichten.\r\n[...]\r\n     – Wie uns aus Linz telegraphisch berichtet wird, wurde in der gestrigen Sitzung des dortigen Gemeinderathes Dr. Anton Bruckner, der lange Jahre hindurch in der Hauptstadt Oberösterreichs künstlerisch thätig gewesen ist, einstimmig zum Ehrenbürger ernannt. Die Anregung zu dieser Auszeichnung des Komponisten hatten die Liedertafel \"Frohsinn\" und der \"Sängerbund\" gemeinsam mit dem \"Musikverein\" gegeben.\" (**),\n \n»Die Presse« Nr. 189 auf S. 11:\r\n\"    – Aus Linz wird uns telegraphirt: \"In der heutigen Gemeinderathssitzung wurde über Ansuchen der Liedertafel \"Frohsinn\" und des \"Sängerbund\", sowie des Musikvereins der Componist Professor Dr. Anton Bruckner, der lange Jahre in Linz gewirkt hat, einstimmig zum Ehrenbürger ernannt.\" \" (***),\n \ndas Grazer Tagblatt Nr. 189 auf S. 11:\r\n\"    Linz, 11. Juli. In der heutigen Sitzung des Gemeinderathes wurde der in Oberösterreich geborene Componist Dr. Anton Bruckner unter Beifall einhellig zum Ehrenbürger von Linz ernannt.\" (°),\n\r\ndie Neue Freie Presse Nr. 10734 auf S. 4:\r\n\"     [Hof= und Personal=Nachrichten.] [...] – In der heutigen Sitzung des Linzer Gemeinderathes wurde der in Oberösterreich geborene Componist Dr. Anton Bruckner zum Ehrenbürger von Linz ernannt. – [...]\" (°°),\n\r\ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 189  auf S. 7:\r\n\"    * Aus Linz, 11. d. M., wird uns telegraphirt: In der heutigen Gemeinderathsitzung wurde über Ansuchen der Liedertafel \"Frohsinn\", des \"Sängerbund\" und des Musikvereins Professor Dr. Anton Bruckner, der lange Jahre hier wirkte, einstimmig zum Ehrenbürger ernannt.\" (°°°),\n \ndie Ostdeutsche Rundschau Nr. 189 auf S. 5:\n\"    Linz, 11. Juli. In der heutigen Sitzung des Linzer Gemeinderathes wurde der in Oberösterreich geborene Komponist Dr. Anton Bruckner unter Beifall einhellig zum Ehrenbürger von Linz ernannt.\" (#),\n \n\"Das Vaterland\" Nr. 189 auf S. 5:\n\"    * [Componist Bruckner – Ehrenbürger von Linz.] Aus Linz wird telegraphirt: In der heutigen Sitzung des hiesigen Gemeinderathes wurde der in Oberösterreich geborene Componist Dr. Anton Bruckner unter Beifall einhellig zum Ehrenbürger ernannt.\"(##)\n\r\nund die Wiener Zeitung Nr. 157 auf S. 3:\r\n\"    Linz, 11. Juli. In der heutigen Sitzung des hiesigen Gemeinderathes wurde der in Ober=Oesterreich geborne Componist Dr. Anton Bruckner unter Beifall einhellig zum Ehrenbürger von Linz ernannt.\" (###).\n \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 29 verzeichnet auf S. 351f im »Chemnitzer Musikbrief« die Aufführung des Adagios der 7. Symphonie unter Pohle:\r\n\"       Tagesgeschichte.\r\n               Musikbriefe.\r\n                     Chemnitz, im Mai.\r\n     Die verflossene Concertzeit hat im streng conservativen Lager viel Staub aufgewirbelt. Die Hoffnung unserer fortschrittlich gesinnten Kunstfreunde, Hr. Capellmeister Max Pohle, hat als kräftiger Sturmwind oft hindurchgefegt, [... kompletter Text über den Link lesbar ... Nicodé war der Anlass], dass die besonders wichtigen Werke, welche in jenen Dresdener Concerten von Nicodé eingeführt wurden, kurz darauf auch in unseren etatmässigen Symphonieconcerten unter Max Pohle zum Vortrag gelangten. Da waren es denn in erster Linie die Namen Richard Strauss und Anton Bruckner, welche Befremden wachriefen, von Ersterem die grandiose symphonische Dichtung \"Tod und Verklärung\", von Letzterem das cismoll-Adagio aus der Edur-Symphonie. Es ist beispiellos, mit welch fast frivoler Schnellfertigkeit mitunter Kunstschöpfungen ersten Ranges, aber neueren Datums von sonst ernsterwägenden Männern verdammt werden. Der Principiengaul der classischen Unfehlbarkeit Einzelner und die irregeleitete Schwerfälligkeit der Mehrheit dem Unbekannten gegenüber hängen sich wie Bleigewichte an den Siegesflug des Genies. Allerdings machen es Strauss wie Bruckner der zeitgemässen Genussmenschengenügsamkeit nicht leicht. [... ausführlich über \"Tod und Verklärung\"...]. – Bruckner's von so unendlicher Erhabenheit und Feierlichkeit erfülltes Adagio fand man zu lang. Der unerschöpfliche Strom seiner innigen Gefühlssprache, wie solche am herzbewegendsten aus dem entzückenden Fisdur-Moderato heraustönt im steten Wechsel mit dem dem Geiste Richard Wagner's huldigenden, imposanten Tubenthema, die gewaltige Einheitlichkeit des fast nur durch Streichorchesterklang und die grosse Messingharmonie hervorgezauberten Orchestercolorits blieben bei der Mehrzahl unverstanden, ebenso der wehmuthsvolle Ausklang nach dem majestätischen Culminationspunkte, dort wo die einsame Flöte sich den verhauchenden Pianissimoklängen des Streichquartetts zum Ausdruck unheilbarer Trauer vermählt. Heil aber unserer neudeutschen Kunst, dass ihr noch Meister erstehen, die Solches zu schaffen vermögen! Ihre Zeit wird kommen, wo sie allgemein anerkannt werden; zu den Städten aber, wo sich trotz der kühlen Haltung der Majorität kleine, aber um so sicherere Asyle für ihre Pflege bilden, gehört auch unsere Stadt, dank dem Freimuth unserer Künstler, zuvörderst der thatkräftigen Initiative Max Pohle's und seiner vortrefflichen Capelle. [... über andere Konzerte ...].\r\n                   (Schluss folgt.)\" [Signatur am 19.7.1894: \"Richard Holzhauer.\"] (a).", "Letzte Änderung": "27.09.2023 12:32"}, {"ID": 189507125, "Datum": "12.7.1895, Freitag", "Haupttext": "Brief von Franz Bayer an Bruckner:\r\n     Freut sich über die im Brief vom 7.7.1895 angedeutete Besserung der Gesundheit. Grüße von Pfarrer Aichinger, der schon in Wörishofen einen Brief an Bruckner begonnen habe. Die Kur habe nicht geholfen: Aichingers Zustand sei laut Arzt Dr. Wolf Besorgnis erregend, und die Amtsgeschäfte verrichte nun Gutschiks Nachfolger, der neue Cooperator Heuberger. Ob er, Bayer, Bruckner noch im Juli besuchen könne? Auf einen Besuch Bruckners in Steyr würden sich alle freuen (*).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Gestern habe er Bruckner im Belvedere besucht, der ziemlich wohl sei, wenn auch recht schwach. Hoffentlich bringe ihm der Semmering einige Stärkung (**).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2341 berichtet auf S. 2 des Abendblatts über Bruckners Gesundheitszustand und seine Übersiedlung ins Belvedere:\r\n\"     * [Professor Anton Bruckner.] Dr. Anton Bruckner, welcher durch längere Zeit sehr leidend war, hat sich erfreulicherweise wieder vollkommen erholt. Der greise Componist hat seiner alten Wohnung in der Heßgasse Adieu gesagt und ist in das kaiserliche Belvedere übersiedelt, wo der Kaiser ihm eine sehr schöne Wohnung mit der Aussicht auf den Kinderspielpark zur Verfügung gestellt hat. Meister Bruckner íst schon seit einigen Tagen in dem neuen Heim, das ihm die Munificenz des Monarchen bietet, zu Hause und fühlt sich dort höchst behaglich.\" (***).\nIn der Sitzung des Akademischen Senats berichtet Laurenz Müllner (Protokoll):\r\n\"S. Z. 2733. Das h. Unterrichts.Ministerium hat mit Erlaß vom 17. Juni 1895, Z 9356 dem Tondichter Anton Bruckner vom Jahre 1895 angefangen eine jährliche Ehrengabe von 600 fl. unter der Voraussetzung der Genehmigung der bezüglichen Credite bewilligt. | Wird einstimmig zur Kenntnis genommen. [...] Müllner mp | Dr. Brockhausen\"\r\nAnwesend sind laut Protokoll außerdem: Gustav Tschermak, Franz X. Pölzl, R. von Czyhlarz, Anton Weichselbaum, Josef Karabacek, R. von Escherich, Franz Schindler, Anton Menger, Rudolf Chrobak, Leo Reinisch und Carl Brockhausen (°)", "Letzte Änderung": "24.11.2025 17:13"}, {"ID": 189607125, "Datum": "12.7.1896, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner besucht den Gottesdienst in der Kirche St. Michael (*).\nHeirat von Josef Schalk (**).", "Letzte Änderung": "26.04.2023 07:05"}, {"ID": 189807125, "Datum": "12.7.1898, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"R T | 12/7 98\" und weitere Anmerkungen bei der Kopie einer Partiturskizze zum Trio der 8. Fassung (1. Fassung, T. 67-72).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189907125, "Datum": "12.7.1899, Mittwoch", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 156 meldet auf S. 9, daß Hermann Grädener Nachfolger Bruckners als Lektor an der Wiener Universität geworden ist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190007125, "Datum": "12.7.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung berichtet vom 3. Pariser Konzert am 21.6.1900 (mit dem Scherzo der 4. Symphonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190207125, "Datum": "12.7.1902, Samstag", "Haupttext": "The Morning Journal Courier Nr. 164 (New Haven, Connecticut) weist auf S. 10 auf eine Musik-Zeitschrift hin:\r\n\"     That attractive little musical visitor, the Musical Record, contains this month an unusual amount of interesting reading matter. There is a portrait and a sketch of Anton Bruckner; another of Siegmund von Hausegger; [... weiterer Inhalt ...].\" [IKO 50, siehe \"Anfang Juli 1902\"]", "Letzte Änderung": "14.06.2026 12:17"}, {"ID": 190307125, "Datum": "12.7.1903, Sonntag", "Haupttext": "Datierung Jula Bayers in einer von ihr geschriebenen Stimme zum Requiem [WAB 39] (Alt).", "Letzte Änderung": "14.06.2026 19:48"}, {"ID": 190907125, "Datum": "12.7.1909, Montag", "Haupttext": "Die Zeitung \"L'Italia\" Nr. 164 (San Francisco, California) weist auf S. 1 auf das Münchner Festival [Bruckner 4.8.1909 bis 2.9.1909] hin:\n\"      ARTE E ARTISTI\n\n[...]\n     – Durante l'estate si darà a Monaco per cura del \"Concertverein\" un gran \"festival\" compredente musica die Beethoven, Brahmas [sic] e Bruckner. Il programma, che va dal 4 agosto al 7 settembre, comprende tutte le sinfonie di Beethoven, le sinfonie ad altre opere die Brahmas e die Bruckner. E' nell'insieme una del più grandiosi cicli di musica classica che vengano eseguiti in questa città.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191307125, "Datum": "12.7.1913, Samstag", "Haupttext": "Das Tägliche Cincinnatier Volksblatt Nr. 166 berichtet auf S. 8 vom Berliner Musikfest mit Aufführung der 4. Symphonie [am 27.6.1913]:\n\"     Deutsches Musikfest in Berlin. Mit zwei Orchesterabenden ist die große Kundgebung des \"Allgemeinen Deutschen Musiker-Verbandes\" verklungen. Im äußeren Bild unterschieden sich die letzten Festabende kaum von den vorangehenden. Man hörte in jedem Konzert ein neues Doppelorchester, neue Dirigenten, neue Programmaufstellungen. Das Freitagskonzert gehörte den Musikern aus Mittel- und Norddeutschland. Sie spielten unter der Führung von Hofkapellmeister Peter Raabe aus Weimar und Generalmusikdirektor Franz Mikorey aus Dessau. Peter Raabe führte sich als Lisztdirigent ein. [... Les Preludes, Orpheus, Mazeppa ...]. Generalmusikdirektor Mikorey, der Bruckners vierte Sinfonie (die \"romantische\") auswendig dirigirte, legte bei seiner Direktion das Schwergewicht auf die Seite des Exakten. Dadurch wurde die reiche Klangwelt Bruckners, die unendliche Fülle seiner sinfonischen Ieen [sic] und phantasiekräftigen Bilder in den Mittelpunkt gestellt, während die Schwächen dieser Sifonik [sic] unüberbrückt blieben, zuweilen sogar noch unterstrichen wurden. – Im letzten Konzert kamen die Musiker aus Sachsen und aus Basel, Heidelberg und Saarbrücken zu Wort. Am Dirigentenpult standen Generalmusikdirektor Ernst v. Schuch aus Dresden und Dr. Hermann Sutrer [recte: Suter] aus Basel. [...].\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191707125, "Datum": "12.7.1917, Donnerstag", "Haupttext": "Das Tägliche Cincinnatier Volksblatt Nr. 166 berichtet auf S. 3 vom Konzert des Wiener Männergesangvereins in Zürich [am 4.6.1917]:\n\"Der Wiener Männer=Gesang=Verein in Zürich.\n     Man schreibt uns aus Zürich: Die Wiener kamen, sangen und siegten über alle Herzen. [... über die Besonderheiten und die Qualitäten es WMGV ...].\n     Nur ein Chor von solch außerordentlicher Disziplin und mit dem festgegründeten Bewußtsein zuversichtlichen Gelingens konnte es wagen, Bruckners Männerchor mit Orgelbegleitung: \"Trösterin Musik\" als Eröffnung zu wählen. Wenn auch die großen Kontraste zwischen der plötzlichen Folge von geisterhaften [sic] Pianissimo auf rauschendes Fortissimo sich etwas kokett ausnahmen, so mußte man gleichwohl erstaunen über die herrlichen Klangerscheinungen dieser dynamischen Extreme, dazwischen sich aber im weiteren Verlaufe eine unerhörte Fülle von Nuancen bemerkbar machte. In zweifelloser Intonation hielten die Sänger die a=capella=Sätze der beiden Strophen bis zum Einfallen der Orgelakkorde. Auf dies trostreiche Stimmungsbild folgte Liszt's Männerchor \"Saatengrün\". [... deutliche Aussprache ...]. Gleich dem Orgelpart im ersten Stück behandelte Max Keldorfer den Klavierpart zu Schuberts Gesang \"Im Gegenwärtigen Vergangenes\" diskret, klangschön und mit genauer, rhythmischer Anpasung. [... weitere Werke: Hegar, Schumann, Pilgerchor aus \"Tannhäuser\" mit \"unerquicklicher Orchesterbegleitung\" ...].\n     [... Werke im 2. Teil: Keldorfer (Baritonsolo F. Riedel), Goldmark, Hugo Wolf, Silcher, (Schoeck entfiel mangels Notenmaterial), V. Andreae, Veit (\"Der Käfer und die Blume\"), Johann Strauß /\"Wein, Weib und Gesang\") ...]. Von den Qualitäten der beiden Chor=Meister Viktor Keldorfer und Karl Luze sei kurz und gewichtig bemerkt, daß sie dieser Elite=Truppe würdig sind und von feingeistiger Künstlerschaft überzeugten. Ihnen und dem herrlichen Wiener Männergesangverein zum Dank: Heil! Heil! Heil!\" \" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "20.12.2024 10:07"}, {"ID": 191907125, "Datum": "12.7.1919. Samstag", "Haupttext": "Artikel mit Ankündigung der e-Moll-Messe für den 13.7.1919: \"Anton Bruckner: Messe in E-moll. Zur Aufführung am 13. Juli von L. Streiter, Chordirektor, Innsbruck.\" in \"Neue Tiroler Stimme\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192007125, "Datum": "12.7.1920, Montag", "Haupttext": "Besprechung der f-Moll-Messe in der Salzburger Wacht Nr. 155.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192107125, "Datum": "12.7.1921, Dienstag", "Haupttext": "In der Reichspost Nr. 189 erscheint auf S. 8 eine mit \"a. w.\" signierte Besprechung des Konzerts mit d-Moll-Messe und \"Te Deum\" [am 14.6.1921].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192207125, "Datum": "12.7.1922, Mittwoch", "Haupttext": "Das Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 324 bringt auf S. 2 eine Bücherbesprechung, signiert \"K. S.\" [vermutlich Kurt Singer]:\n\"     Musik im Wort. Es gibt noch ideale Verleger. Gustav Bosse in Regensburg ist ein solch weißer Rabe. Seine \"Deutsche Musikbühne\" [... Bruckner-Bücher von Hans Teßmer, Franz Gräflinger ... Hugo-Wolf-Bücher von H. Werner und Gustav Schur ... über Busoni ...].   K. S.\"", "Letzte Änderung": "02.08.2026 07:12"}, {"ID": 192307125, "Datum": "12.7.1923, Donnerstag", "Haupttext": "Kurt Singers Artikel \"Musik im Buch\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 321 auf S. 2 geht auch auf Bruckner-Literatur ein:\n\"[...]\n     Ueber Bruckner schreibt Max Auer ein erfahrungsreiches, authentisches Buch, mit außerordentlicher Fachkenntnis und klarem Blick für die Technik Bruckner Kunst. (Amalthea-Verlag) [...].\n     Der Engelhorn-Verlag hat eine Anzahl musikalischer Volksbücher herausgebracht [...]; Grumsky [sic]: Bruckner (eindringlich in Sprache und musikalischer Gesinnung, leider im historischen Teil völkisch verbildet: man übergeht Ochs und Bloch, und preist – Püringer!); Siegfried Wagners Lebenserinnerungen; [... weitere Bücher ...].\"", "Letzte Änderung": "02.08.2026 10:23"}, {"ID": 192407125, "Datum": "12.7.1924, Samstag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger (Folge 28) teilt auf S. 18 mit, dass das Bruckner-Denkmal in Ansfelden durch Beschmieren mit Öl geschändet wurde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192607125, "Datum": "12.7.1926, Montag", "Haupttext": "The Brattleboro Daily Reformer Nr. 114 (Brattleboro, Vermont) bringt auf S. 5 den Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"         MERELY A PASSING FANCY.\nVeteran Musician Sees Symphonc Jazz As Fad.\n[...] nothing but a fad [...].\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n     [...].\" (*).\n \nArtikel von Karl Grunsky \"Das neue Brucknerbuch\" [Ernst Kurth] im Schwäbischen Merker (Stuttgart) (**).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 21:18"}, {"ID": 193007125, "Datum": "12.7.1930, Samstag", "Haupttext": "The Age Nr. 23481 (Melbourne, Victoria, Australia) nimmt Richard Spechts Buch \"Johannes Brahms\" zum Anlass, ausführlich über Brahms zu schreiben. Bruckner wird kurz erwähnt:\n\"       The Last of the Classics.\n[...]. He looked askance at his contemporaries Mahler and Bruckner. To Schumann he was loyal and true [...].\" (*).\n \nAufführung des \"Te deum\" durch den Speyrer Domchor anlässlich des \"Eucharistischen Kongresses der Länder deutscher Zunge\" und des 900jährigen Domjubiläums. Die Aufführung wird von 50 Lautsprechern in die Stadt übertragen.\nAnwesend sind bei den Festlichkeiten u. a. Kardinal Faulhaber, der Speyrer Bischof Dr. Ludwig Sebastian, Ministerpräsident Dr. Held und der Wiener Weihbischof Dr. Seydl (**).", "Letzte Änderung": "19.10.2024 21:55"}, {"ID": 193107125, "Datum": "12.7.1931, Sonntag", "Haupttext": "[recte 21.7.1931?]\r\nAufführung der 4. Symphonie unter W. van Hoogstraten in der »New York Stadium Concerts Series«, wetterbedingt in der Great Hall des City College.", "Letzte Änderung": "07.04.2023 20:10"}, {"ID": 193607125, "Datum": "12.7.1936, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194607125, "Datum": "12.7.1946, Freitag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Ernst Kurth (in Bad Ischl geschrieben, mit einem beiliegenden kurzen Brief von Irma Auer und zwei Zeitungsausschnitten (7.3.1946 und 29.5.1946)).", "Letzte Änderung": "17.12.2025 16:58"}, {"ID": 194707125, "Datum": "12.7.1947, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (ohne Wagner-Tuben) durch das Orquestra Sinfônica Brasileira unter Eugen Szenkar [siehe die Anmerkung] in Rio de Janeiro.", "Letzte Änderung": "29.07.2026 07:50"}, {"ID": 194907125, "Datum": "12.7.1949, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie [oder: 8. Symphonie?] durch die Wiener Symphoniker unter Volkmar Andreae in Wels (*).\nJ. Unfried berichtet im Linzer Volksblatt Nr. 158 auf S. 2 von den Bruckner-Festtagen 1949 (e-Moll-Messe 10.7.1949, 8. Symphonie 11.7.1949) (**).", "Letzte Änderung": "08.01.2026 09:50"}, {"ID": 195107125, "Datum": "12.7.1951, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Carl Hans Watzinger »Franz X. Bayer ein Freund Anton Bruckners. Ein Stück österreichischer Musikgeschichte« in der Steyrer Zeitung, Unterhaltungsbeilage.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195407125, "Datum": "12.7.1954, Montag", "Haupttext": "Norbert Furreg schenkt Josef Neubauers Abschrift des Trauungschores (WAB 49) der Österreichischen Nationalbibliothek.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 14:16"}, {"ID": 185908125, "Datum": "12.8.1859, Freitag", "Haupttext": "Zeugnis Sechters über die Prüfung im einfachen Kontrapunkt und im strengen musikalischen Kirchensatz:\r\n»Zeugniß\r\ndaß Herr Anton Bruckner, Dom- und Stadtpfarr-Organist in Linz, bei mir die Prüfung im einfachen Contrapunct in allen Gattungen und im Harmonisiren gegebener Melodien, endlich im strengen musikalischen Kirchensatze sehr ehrenvoll bestanden, und daher als einsichtsvoller und redlicher Fortpflanzer dieser Kenntniße bestens empfohlen werden kann, bezeuge ich der Wahrheit gemäß durch meine eigenhändige Schrift und Siegel.\r\nWien den 12ten August 1859.\r\nSimon Sechter mpria.\r\nk. k. erster Hoforganist\r\nund Professor der Harmonie am hiesigen\r\nConservatorium der Musik.« (*).\nDatierung am Ende eines 24seitigen Konvolutes mit kontrapunktischen Übungen (dem am 23.8.1859 begonnenen Heft nachgebunden) (**).\nEintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol.116r:\r\n\"12. Aug. auf den 13. Aug [1]859.\" (***).\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 184v: \"Wien. 11. August [1]859. | 12. Aug.\" (°).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:56"}, {"ID": 186508125, "Datum": "12.8.1865, Samstag", "Haupttext": "Marsch Es-Dur [WAB 116] für Militärmusik vollendet, gewidmet der Militär-Kapelle der Jäger-Truppe in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187008125, "Datum": "12.8.1870, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 182 bringt auf S. 1 einen Artikel \"Vertrauliche Briefe.\", der sich vermutlich an Bischof Rudigier wendet und eine sehr süffisant-ironische Abrechnung mit dem Gebaren der Kirche und dem Unfehlbarkeitsdogma darstellt.\n     \"[...] [... kommt wie (?) ] Bruckner an hohen Festtagen aus weiter Ferne hieher, um den Gottesdienst und - die bischöfliche Tafel mit seiner Kunst zu verherrlichen. [...]\".", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:33"}, {"ID": 187108125, "Datum": "12.8.1871, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Organ Recitals at the Albert Hall« im »Musical Standard« 1, Nr. 367, S. 188f (*) -\r\nBruckner wird auch auf S. 197 nochmals erwähnt (*a) -\r\nund ähnlich unfreundlich in der »Musical World« 49/33, August 1871 [selbes Datum? 19.8.1871?] (**).\r\nDer »Musical Standard« bringt auf S. 197 (»Table talk«-Kolumne) eine kurze Notiz über die auswärtigen Organisten und die Bevorzugung J. S. Bachs (**a).\nBrief des Vizekonsuls Dr. von Spinsio [vgl. Anmerkung 23.8.1871] an Bruckner:\r\n     Major de Venton [siehe die Anmerkung] habe ihm geschrieben, daß über Vermittlung von Colonel Scott ein Artikel in der »Times« über Bruckner erscheinen könnte, wenn Bruckner einen solchen selbst zur Verfügung stellt. Für Bruckner liege bei der Kommission ein Scheck über 50 Guineen bereit (***).\n[?] Orgelkonzert Bruckners in der Albert Hall um 12 Uhr (°).\nAnkündigungen in den Daily News Nr. 7890 auf S. 4:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITAL THIS DAY –at 3, by M. Mailly, the Belgian Organist.\" (°a)\nund inhaltlich identisch in The Morning Post Nr. 30476 auf S. 1 (°b).\nDie Morgenpost Nr. 221 meldet auf S. 3:\r\n     \" - Einem aus London hier eingelangten Konsularschreiben entnehmen wir, daß der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Domorganist Bruckner bei dem am 6. und 8. August in der Albertshalle abgehaltenen Orgelspiele die Kommission sowohl als das Publikum entzückt habe und daß ihm einstimmig der von der Königin für Produktionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt wurde. Die betreffende Orgel ist das bis jetzt existirende größte Riesenwerk dieser Gattung. Die Blasbälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klafter! Bruckner hat alle anderen Konkurrenten besiegt und er wurde aufgefordert, im kommenden Jahre in London und in den größeren Städten Englands Orgel=Konzerte zu arrangiren!\" (°°).\nDasselbe berichtet auch das Fremdenblatt Nr. 222 auf S. 6:\r\n     \" - Einem aus London hier engelangten Konsularschreiben entnehmen wir, daß der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Domorganist Bruckner bei dem am 6. und 8. August in der Alberthalle abgehaltenen Orgelspiele die Kommission sowohl als das Publikum entzückt habe und daß ihm einstimmig der von der Königin für Produktionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt wurde. Die betreffende Orgel ist das bis jetzt existirende größte Riesenwerk dieser Gattung. Die Blasbalge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klafter! Bruckner hat alle Konkurrenten besiegt und er wurde aufgefordert im kommenden Jahre in London und in den größeren Städten Englands Orgel=Konzerte zu arrangiren.\" (°°°).\nEine gleichlautende Meldung bringt das Neue Fremdenblatt Nr. 222 auf S. 5:\r\n     \" - Einem aus London hier eingelangten Konsularschreiben entnehmen wir, daß der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Domorganist Bruckner bei dem am 6. und 8. August in der Alberthalle abgehaltenen Orgelspiele die Kommission sowohl als das Publikum entzückt habe und daß ihm einstimmig der von der Königin für Produktionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt wurde. Die Orgel, auf welcher Bruckner spielte, ist die größte, die bis jetzt existirt. Die Blasbälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klafter! Brückner hat alle anderen Konkurrenten besiegt und wurde aufgefordert, im kommenden Jahre in London und in den größeren Städten Englands Orgelkonzerte zu arrangiren.\" (#).\nIn der \"Presse\" Nr. 222 ist auf S. 14 ein nahezu identischer Text zu lesen:\r\n     \" - Der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Dom=Organist Bruckner bei dem am 6. und 8. August in der Albertshalle abgehaltenen Orgelspiele den Sieg über sämmtliche Concurrenten davongetragen und wurde ihm einstimmig der von der Königin für Productionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt. Die von den Preiswerbern benützte Orgel ist das größte, bis jetzt existirende Riesenwerk dieser Gattung. Die Blasbälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klafter! Bruckner wurde auch aufgefordert, im kommenden Jahre in London und in den größeren Städten Englands Orgel=Concerte zu arrangiren.\" (##).\nEtwas kürzer berichtet die Neue Freie Presse Nr. 2501 auf S. 7:\r\n     \"(Auszeichnung.) Einem hier eingetroffenen Schreiben zufolge wurde dem auf Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendeten Dom=Organisten Bruckner bei dem am 6. und 8. d. in der Alberthalle abgehaltenen Orgelspiele der von der Königin für Productionen auf der Orgel bestimmte Preis zuerkannt.\" (###).\nThe Manchester Weekly Times Nr. 715 schreibt auf S. 16 (= S. 256 des Supplements):\r\n\"          Art and Literary Gossip.\r\n[...]\r\n     Although Mr. Willis has not quite completed the great organ in the Royal Albert Hall, the performances on the instrument have been attracting numerous visitors. On Sunday week, Mr. Best performed a selection of sacred music. The foreign organists of note who have given recitals are Herr Johann Lohr, from Pesth, Herr G. W. Heintze, from Stockholm, and Herr Anton Bruckner, from Vienna. Bach's fugues are naturally in the ascendant in all the programmes; but works by Handel, Haydn, Mendelssohn, M. Lemmens, Hesse, Petsch, Meyerbeer, Chopin, Liszt, Gottschalk, and others, have also been executed by the organists.–Athenaeum.\" (a).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 13:59"}, {"ID": 187408125, "Datum": "12.8.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Skizze zum Finale der 4. Symphonie beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608125, "Datum": "12.8.1876, Samstag", "Haupttext": "Credo der d-moll-Messe [rhythmisch] »neu verbessert« (*).\n[In Bayreuth soll Bruckner Zeuge des festlichen Empfangs für Kaiser Wilhelm (**) gewesen sein (***) (?)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187708125, "Datum": "12.8.1877, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (Werke von Rotter) (*).\nBei der Messe um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel.\r\n   Zur Aufführung kommen unter Leitung Leopold Eders eine Messe (Solo: Hermine Woda) und ein Graduale (mit Altsolo: Ida Flatz) von Angelika Henn und ein Offertorium (mit Baß-Solo: Peter Soutschek) von Ladislaus Wieniec (Winice?) (**).", "Letzte Änderung": "14.02.2023 09:22"}, {"ID": 188208125, "Datum": "12.8.1882, Samstag", "Haupttext": "Partitur zu Scherzo und Trio der 7. Symphonie in St. Florian beendet. Notiz nach dem Trio »Part. 12. Aug. [1]882, St. Florian« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308125, "Datum": "12.8.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508125, "Datum": "12.8.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief des Berliner Verlages Bote &amp; Bock an Bruckner:\r\n     Ob er bereit sei, einige Kompositionen veröffentlichen zu lassen. [Bruckners Deutung (*):] Bietet sich als Verleger Brucknerscher Kompositionen an und bittet, die Partitur der 4. Symphonie nach Berlin zu senden.", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:32"}, {"ID": 188608125, "Datum": "12.8.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Der »Alpenbote« Nr. 64 meldet auf S. 3, daß Bruckner zu einem längeren Aufenthalt in Steyr eingetroffen sei und dort die 8. Symphonie vollenden wolle:\r\n    »(Professor Anton Bruckner), unser berühmter Landsmann, bringt heuer wieder seine Ferien in Steyr zu und hat bereits, wie im Vorjahre, im hiesigen Pfarrhofe Quartier genommen, wo er sich mit der Vollendung seiner achten Symphonie beschäftigt.« (*).\n[sehr fragliche Datierung!! recte wohl 12.8.1887] Die Abendgebete notiert Bruckner auf dem [späteren] 32. Bogen (auf Bogen 32/4) der Partitur vom Finale der 8. Symphonie (**).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 33 berichtet auf S. 414-416 von Liszts Tod und den Trauerfeierlichkeiten und erwähnt dabei auf S. 416 auch die Kranzspende Bruckners [3.8.1886]:\r\n    »Bayreuth. Ueber Liszt's Krankheit und Begräbniss wird von hier aus geschrieben: Liszt hatte mit ungestörtem Wohlbefinden dem Hochzeitsfeste seiner Enkelin am 4. Juli beigewohnt und dann Tags darauf eine Reise nach Luxemburg angetreten. [... Schilderung des Leichenzuges ... u. a. Martin Krause, Nikisch, Stavenhagen, Stradal, Göllerich, Lessmann, Weingartner, Frl. Stahr, Dr. Riedel, Dr. Gille ... am Friedhof ...] Herrliche Kränze spendeten ferner Joachim, Frau Menter, das Leipziger Stadttheater, Anton Bruckner, Stradal, Frau Baronin Meyendorff. [...] Die Trauerfeierlichkeiten fanden am Mittwoch Vormittag mit einem feierlichen Requiem in der katholischen Kirche (Liszt war Ehrenkanonikus) ihren Abschluss. Auf dem Katafalk lagen sämmtliche Orden (63) des Verstorbenen, die Königin von England liess durch einen Abgesandten einen herrlichen Kranz niederlegen.« [keine Signatur] (***).\nMeldung der Steyrer Zeitung Nr. 64 auf S. 2:\r\n      »Steyr. (Herr Anton Bruckner,) Hoforganist und Professor am k. k. Conservatorium in Wien, wird am 15. und 18. d. M. in der hiesigen Stadtpfarrkirche beim Hochamt die Orgel spielen.« (°).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 183 schreibt auf S. 2 über ein Fest am 8.8.1886:\r\n      \"Das 25jährige Gründungsfest des katholischen Gesellen=Vereines in St. Florian am 8. August 1886.\r\n     \"Gott segne das ehrsame Handwerk. Dieser schöne Spruch erfüllte sich an diesen Tagen wieder glänzend für die Männer des Handwerks in St. Florian. [... erste Fahnenmutter war Gräfin Christine O'Hegerty (vor 14 Jahren verstorben), Nachfolgerin ist ihre Tochter ... Feldbischof Dr. Anton Gruscha ... am 7.8.1886 Fackelzug zum Stift ... Ferdinand Moser ... 8.8.1886 Festzug (ausführlich über die Anwesenden)  ... Hochamt ... Empfang im Marmorsaal ...]\r\n     Hierauf wurden 5 Männer, welche seit Jahren katholische Gesellenvereins Mitglieder sind bis zum heutigen Tag, mit Medaillen decorirt, die sie aus der Hand des hochwst. Feldbischofs empfiengen, und zwar: Johann Busch, [... Georg Müllner, Michael Dorninger ...], Johann Hokeneder, Schneider, seit 23 Jahren; Ignaz Bruckner, Calcant, seit 21 Jahren. Nun marschirten die Vereine ab und vertheilten sich im Markte zum Mittagessen, während der hochwst. Feldbischof, die hochgeborne edle Fahnenmutter, die verschiedenen Präsides und Festtheilnehmer Gäste des Stiftes waren. (Schluss folgt.)\" (°°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:36"}, {"ID": 188708125, "Datum": "12.8.1887, Freitag", "Haupttext": "[Erste] Datierung in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie (*).\nLücke in den Gebetsaufzeichnungen bis 13.8.1887 morgens (**).\n[Ziemlich sicher 1887] Das Abendgebet des 12.8. und das Morgengebet des 13.8. sind in einem Bogen 32 zum Finale der 8. Symphonie notiert (***).\nMartin Einfalt improvisiert in St. Florian in Anwesenheit Bruckners über das Adagio der 7. Symphonie (°).", "Letzte Änderung": "03.05.2024 09:14"}, {"ID": 188808125, "Datum": "12.8.1888, Sonntag", "Haupttext": "Der Linzer Musiker Martin Einfalt spielt in St. Florian eine Improvisation über ein Thema aus dem Adagio der 7. Symphonie und wird von Bruckner beglückwünscht (*).\nVom 12. bis 18.8.1888 soll Bruckner Hofkapellendienst in Wien gehabt haben (**).\n Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle (geplant)] (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:31"}, {"ID": 188908125, "Datum": "12.8.1889, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Göllerich in Bayreuth:\r\n    Hat noch eine Bitte [ein weiterer Brief zuvor?]: Göllerich möge sich Details zu den Bayreuther Kirchtürmen notieren und ihn im Herbst darüber informieren (*).\nBrief Bruckners an Joh. Ev. Aichinger in Steyr:\r\n    Am Samstag [17.8.1889] werde er morgens von Wien abreisen und den Stadtpfarrhof besuchen (**).", "Letzte Änderung": "02.09.2024 12:18"}, {"ID": 189008125, "Datum": "12.8.1890, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt an, daß der oberösterreichische Sängerbund am 16.8.1890 den Chor »Sängerbund« [WAB 82] aufführen wird:\r\n     \" * (Deutsches Sängerbundesfest.) Der oberösterreichisch=salzburgische Sängerbund wird beim deutschen Sängerbundesfeste in Wien durch etwa 400 Sänger vertreten sein. [... angeführt vom Vorstand Stadtrat Milbeck ... über den zeitlichen Ablauf und den Festzug ...] - Am 16. d. findet der Festcommers in der Sängerfesthalle statt. Bei demselben wird der oberösterreichisch=salzburgische Sängerbund einen Männerchor von Professor Anton Bruckner unter der Leitung des Herrn Chormeisters Wilhelm Floderer zur Aufführung bringen.\" (*).\nÄhnliches meldet auch die Linzer Tages-Post Nr. 185 auf S. 4:\r\n     Wilhelm Floderer habe die Leitung, am 14.8.1890 werde Stadtrat Milbeck den Sängerbund nach Wien begleiten.\r\n     \"[...] Bei dem am Samstag den 16. d. M. in der großen Sängerfesthalle im Prater stattfindenden Festcommerse wird der oberösterreichisch=salzburgische Sängerbund unter der Leitung seines Bundeschormeisters Wilhelm Floderer (Chormeister der Liedertafel \"Frohsinn\" Linz) den Chor \"Sängerbund\" von Anton Bruckner zur Aufführung bringen. [...]\" (**).\nDas Salzburger Volksblatt Nr. 183 schreibt auf S. 2:\r\n     \" * Viertes deutsches Sängerbundesfest in Wien. [... morgen nach Passau, dann mit 1200 weiteren Sängern per Schiff nach Wien ...] Der oberösterr.=salzburgische Sängerbund bringt beim Festkommerse in der Festhalle am 16. d. mit ca. 400 Sängern den Chor \"Sängerbund\" von Meister Bruckner zur Aufführung.\" (***).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 20:58"}, {"ID": 189108125, "Datum": "12.8.1891, Mittwoch", "Haupttext": "Oddo Loidol kommt nach Steyr und legt Bruckner einen gestern komponierten Festchor zur Begutachtung vor. »11. August 1891 comp. [/] P. Oddo Loidol [/] U. I. O. G. D. [/] Anton Bruckner hat diese Composition [/] am 12. Aug. bei meiner Anwesenheit im Stadtpfarrhof [/] in Steyr vidiert u. collaudirt. Über sein Anraten [/] erhielt im vorletzten Takt der Tenor zum Ais u. [/] A noch eine zweite Note, nämlich H.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189508125, "Datum": "12.8.1895, Montag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 219 weist auf S. 3 auf die Bruckner-Biographie von Franz Brunner hin, die ein Widmungsgedicht von Dr. K. Teutschmann enthält:\n\"    Anton Bruckner. Aus Anlaß der vor einiger Zeit stattgehabten Enthüllung einer Gedenktafel an dem Geburtshause Bruckner's im Dorfe Ansfelden (zwei Wegstunden von Linz entfernt) gab der Oberösterreichische Volksbildungsverein ein von Franz Brunner entworfenes Lebensbild des greisen Tondichters heraus, das umso mehr willkommen geheißen werden muß, als es die erste ausführlichere biographische Arbeit über den größten deutschen Symphoniker der Gegenwart ist. Das nur 42 Seiten umfassende Büchlein gibt uns auf Grund des vorhandenen Quellenmaterials in den Hauptumrissen ein rundes Bild über des Meisters dornenvollen Lebens= und Bildungsgang und sein künstlerisches Streben und Werden. Ein gutgetroffenes Lichtdruckbild Bruckner's und eine poetische Widmung von Dr. K. Teutschmann gereichen dem ebenso fleißigen als liebevollen Büchlein zur Zierde.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189608125, "Datum": "12.8.1896, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner kündigt in mehreren Zeitungen seine Vorlesung für das Wintersemester 1896/97 an:\nim Deutschen Volksblatt Nr. 2733 (Morgenausgabe) auf S. 4:\r\n\"     * [Anton Bruckner.] Wie wir erfahren, hat Professor Anton Bruckner, der bekanntlich als Lector an der Wiener Universität seit Jahren tradirt, im verflossenen Studienjahre jedoch daran krankheitshalber leider verhindert war, für das kommende Wintersemester ein anderthalbstündiges Colleg über Harmonielehre: \"Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Baß, in Dur\", angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden. Das unentgeltliche Colleg wird im Hörsaale Nr. 36 (philosophische Facultät) einmal wöchentlich, und zwar am Montag von 6 bis halb 8 Uhr Abends stattfinden. Die Nachricht von der Wiederaufnahme der Vorlesungen Anton Bruckner's wird wohl von dessen ungezählten Verehrern mit innigster Freude aufgenommen werden.\" (*),\nim Fremdenblatt Nr. 221 auf S. 6:\r\n„      Theater und Kunst.\r\n[…]\r\n     – Professor Anton Bruckner, der bekanntlich als Lektor an der Wiener Universität seit Jahren tradirt, im verflossenen Studienjahre jedoch krankheitshalber zu lesen verhindert war, hat für das kommende Wintersemester ein anderthalbstündiges Kolleg über Harmonielehre: „Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Baß, in Dur\", angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden. Das unentgeltliche Kolleg wird im Hörsaale Nr. 36 (philosophische Fakultät) einmal wöchentlich, und zwar am Montag von 6 bis halb 8 Uhr Abends, stattfinden.“ (**),\nin der »Presse« Nr. 221 auf S. 3:\r\n»     (Professor Bruckner.) Professor Anton Bruckner, der als Lector an der Wiener Universität Vorträge hält, hieran jedoch im vorigen Studienjahre durch Krankheit verhindert war, hat für das kommende Wintersemester ein anderthalbstündiges Colleg über Harmonielehre: Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Baß in Dur, angekündigt.« (***),\nin der Arbeiter-Zeitung Nr. 221 auf S. 4:\r\n\"     * Anton Bruckner. Wie wir erfahren, hat Professor Anton Bruckner, der bekanntlich als Lektor an der Wiener Universität seit Jahren tradirt, im verflossenen Studienjahre jedoch daran krankheitshalber verhindert war, für das kommende Wintersemester ein anderthalbstündiges Kolleg über Harmonielehre: Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Baß, in Dur, angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden. Das unentgeltliche Kolleg wird im Hörsaale Nr. 36 (philosophische Fakultät) einmal wöchentlich, und zwar am Montag von 6 bis halb 8 Uhr Abends, stattfinden. Die Nachricht von der Wiederaufnahme der Vorlesungen Anton Bruckner's wird wohl von dessen ungezählten Verehrern mit innigster Freude aufgenommen werden.\" (°)\nund im \"Vaterland\" Nr. 221 auf S. 5:\r\n\"    * [Professor Bruckner.] Professor Anton Bruckner hat für das kommende Wintersemester ein anderthalbstündiges Colleg über Harmonielehre: \"Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Baß, in Dur,\" angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden.\" (°°).\nEin Bericht über die Besserung von Bruckners Gesundheitszustand erscheint auch im Neuen Wiener Journal Nr. 1006 auf S. 3:\r\n\"     (Professor Bruckner.) Im Befinden des bekanntlich schwer krank gewesenen Componisten Professor Anton Bruckner ist eine entschiedene Besserung eingetreten. Hiefür spricht auch der Umstand, daß Professor Bruckner, der als Lector an der Wiener Universität seit Jahren tradirt, und im verflossenen Studienjahre die Vorlesungen krankheitshalber aussetzen mußte, für das kommende Wintersemester ein anderthalbstündiges Kolleg über Harmonielehre angekündigt hat. Dasselbe wird im Hörsaale 36 einmal wöchentlich stattfinden. Diese Nachricht von der Wiederaufnahme der Vorlesungen Anton Bruckner's wird wohl allgemein mit Befriedigung aufgenommen werden.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "04.12.2023 08:28"}, {"ID": 189808125, "Datum": "12.8.1898, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post berichtet vom Gauverbandskonzert am 7.8.1898 in Haslach (mit dem Chor \"Sängerbund\" [WAB 82]).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190108125, "Datum": "12.8.1901, Montag", "Haupttext": "Tagebuchnotiz von Laura Hueber: »Heute wurde ich mit einer Bruckner-Verehrerin, Fr. Jelem, bekannt. Sie scheint eine sehr feine, liebe Frau zu sein.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191008125, "Datum": "12.8.1910, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Sociedad Orquestal Bonaerense unter Ferruccio Cattelani [siehe die Anmerkung] in der Sala Prince George Buenos Aires.\r\n[Das Teatro Colon stand wegen einer \"Rheingold\"-Produktion nicht zur Verfügung.] (*).\nDie Presse nahm von dieser Aufführung keine Notiz (*a).", "Letzte Änderung": "29.07.2026 09:09"}, {"ID": 191108125, "Datum": "12.8.1911, Samstag", "Haupttext": "Friedrich Waldeck nimmt zu Gräflingers Bruckner-Buch Stellung mit einer Broschüre \"Der Boykott über ein Buch, eine literarische Gewalttat, beleuchtet in einem Briefe an die Gregorianische Rundschau\". \"[... über Gräflingers Bücher über Karl Waldeck und Bruckner ...] Beide Besprechungen beruhen auf irrtümlichen Voraussetzungen, entspringen persönlicher Gereiztheit und lassen in ihrer Form schriftstellerische Wohlgesittung vermissen. [... schwere Kritik an Moißls Vorgehen ... Gräflinger habe mit den \"Bausteinen\" niemals eine komplette Bruckner-Biographie beabsichtigt ... habe sehr viele positive Besprechungen erfahren (Beispiele) ... im Nachtrag Zitate aus diesen günstigen Besprechungen (Dr. Eugen Schmitz in \"Hochland\", Richard Batka (Linzer Tages-Post), Frankfurter Zeitung, Kurt Singer (Berliner allgemeine Musikzeitung), H. Müller (Cäcilienvereinsorgen), Münchner Allgemeine Zeitung, Kasseler Tagblatt und Anzeiger, Leipziger Tagblatt, Leipziger Volkszeitung, Die Zeit (Dr. Scherber), Breslauer Zeitung (Mittmann), Steyrer Zeitung, Linzer Volksblatt (Dr. Ilg), Egerer Zeitung, Otto Kitzler, Wilhelm Floderer, Batka (Fremdenblatt) (*).\nBrief von Friedrich Waldeck an Franz Gräflinger:\r\n     Beweggründe des Boykott-Aufrufes könnten sein: Feindschaft gegen Gräflinger oder falsche Freundschaft für Göllerich, verbunden mit Bestechung durch die Universal-Edition. Habe Göllerich einen Monopolauftrag Bruckners? Wird er durch das Buch gestört oder nicht eher gefördert? (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2025 07:13"}, {"ID": 192208125, "Datum": "12.8.1922, Samstag", "Haupttext": "Der El Paso Herald (El Paso, Texas) schreibt auf S. 9 über die neuen österreichischen Briefmarken [darunter IKO 142]:\n\"     The musical postage stamps, recently issued by Austria, are attracting much attention throughout the world. Various denominations of the series bear the portraits of noted composers including Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Bruckner, Johann Strauss and Hugo Wolf.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192408125, "Datum": "12.8.1924, Dienstag", "Haupttext": "Bericht über die Bruckner-Fahrt des Wiener Männergesangvereins [26.-29.6.1924] in Die deutsche Zeit Nr. 117 auf S. 6f.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192808125, "Datum": "12.8.1928, Sonntag", "Haupttext": "Artikel \"Verfassungsfeier bei Kroll\", signiert \"K. P.\" [vermutlich Klaus Pringsheim], mit Bericht vom gestrigen Musikprogramm mit dem 150. Psalm im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 379 auf S. 3 und umfangreicher Bericht \"Die Feier in der Krolloper\" auf Seite 6.", "Letzte Änderung": "07.08.2026 06:04"}, {"ID": 193108125, "Datum": "12.8.1931, Mittwoch", "Haupttext": "Postkarte von Richard Heller an Ernst Schwanzara\n[mutmaßlicher Inhalt: Reaktion auf den Brief vom 4.8.1931 (Photographie IKO 83a, Krankengeschichte Bruckners), Vereinbarung eines Treffens].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193208125, "Datum": "12.8.1932, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des gestrigen Konzerts (7. Symphonie am 11.8.1932 in Rio de Janeiro), signiert \"E. F. C.\", im \"Diario da Noite\" auf S. 5.", "Letzte Änderung": "29.07.2026 13:04"}, {"ID": 193808125, "Datum": "12.8.1938, Freitag", "Haupttext": "Aufführung von \"Helgoland\" und der 5. Symphonie durch Het Residentie Orkest und Die Haghesanghers unter Carl Schuricht im Kurhaus in Scheveningen. \nAn diesem Tag erschien hierzu ein Artikel im \"Vaderland\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195108125, "Datum": "12.8.1951, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch den Domchor und das Mozarteum-Orchester unter Joseph Messner in der Aula academica in Salzburg. Solisten: Hanni Mack, Trude Sannwald, Alfons Fügel (oder Hubert F. Grabner?) und Rudolf Watzke.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195908125, "Datum": "12.8.1959, Mittwoch", "Haupttext": "Australische Erstaufführung [?] der 2. Symphonie in Melbourne.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196908125, "Datum": "12.8.1969, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das London Philharmonic Orchestra unter Bernard Haitink im 22. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London. Auf dem Programm stehen zuvor Werke Franz Schuberts (Ouvertüre im italienischen Stil) und Beethovens (G-Dur-Klavierkonzert mit Alfred Brendel).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 07:33"}, {"ID": 197908125, "Datum": "12.8.1979, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie (Linzer Fassung) durch die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti in Salzburg.", "Letzte Änderung": "28.07.2026 07:08"}, {"ID": 198708125, "Datum": "12.8.1987, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Symphonischen Präludiums durch das Mozarteum Orchester Salzburg unter Peter Gülke in der Felsenreitschule (*).\nArtikel von Gottfried Kraus \"Anton Bruckner? Symphonisches Präludium c-Moll\" im Programmheft auf S. 6 (**).", "Letzte Änderung": "07.02.2023 23:37"}, {"ID": 199108125, "Datum": "12.8.1991, Montag", "Haupttext": "Vortrag von Erwin Horn \"Richard Wagner - Anton Bruckners trauriger Gott?\" in der Bayreuther Schlosskirche.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 184709125, "Datum": "(12.9.1847, Sonntag?)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian (*).\r\n[nicht 5.9.1847] Aufführung einer Messe in G-Dur von Eibler [recte: Eybler?] in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "10.09.2025 06:38"}, {"ID": 185209125, "Datum": "(12.9.1852, Sonntag) [?]", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Te deum« KV 141 in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185509125, "Datum": "12.9.1855, Mittwoch (Mariae Namen) oder 16.9.1855, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des dritten der drei kleinen Vortragsstücke für Klavier vierhändig [WAB 124] durch die Kinder Marie und Josef Marböck. Frau Marböck vermerkt dies auf dem Einband.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609125, "Datum": "12.9.1856, Freitag", "Haupttext": "Bericht über das Salzburger Mozart-Fest in den Blättern für Musik, Theater und Kunst II Nr. 74 auf S. 295 (ohne Erwähnung Bruckners) (*).\n\nIn der \"Presse\" Nr. 211 erscheint auf S. 4 ein Artikel Hanslicks über das Fest (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809125, "Datum": "12.9.1858, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung einer Litanei in Es-Dur von Simon Sechter in der Linzer Stadtpfarrkirche. Eintragung in der Violinstimme »Den 12ten Sept: 1858 in der Stadtpfarr Kirche Linz zum 1ten=mal aufgeführt« möglicherweise von der Hand Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186409125, "Datum": "(12.9.1864, Montag)", "Haupttext": "[recte vermutlich 22.9.1864]\nVereinigung der Liedertafeln von Oberösterreich und Salzburg zum Sängerbund für Oberösterreich und Salzburg.", "Letzte Änderung": "21.07.2025 15:36"}, {"ID": 186709125, "Datum": "12.9.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Begräbnis Sechters. Wahrscheinlich nahm Bruckner an der Feier teil [siehe Anmerkung] (*).\n     \"Dem feierlichen Leichenbegängnisse im St. Stephansdome wohnten zahlreiche ehemalige Collegen, Schüler und Freunde des Verblichenen bei. Ebenso seiner Gedächtnissfeier am 16. September [...]\" (*a).\n\n [Möglicherweise trifft Bruckner bei dieser Gelegenheit mit Prof. Ottokar Lorenz zusammen und bespricht den Plan, sich als Lektor an der Wiener Universität zu bewerben (**). \n Ein weitere Gelegenheit hätte sich um den 10.2.1867 ergeben können.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809125, "Datum": "12.9.1868, Samstag", "Haupttext": "Konzert des »Frohsinn« und des »Sängerbundes« unter Bruckners Leitung beim Linzer Volksfest, u.a. mit »Germanenzug« und Werken von Mendelssohn (»Ödipus auf Kolonos«, »Hochzeitsmarsch«) (*), Mozart (»Don Giovanni«-Ouvertüre), Richard Wagner (»Meistersinger«-Schlußchor, »Lohengrin«-Finale), Silcher (»Volkslied« [= »die Loreley«]), Meyerbeer (aus »Robert der Teufel« und »Die Afrikanerin«), Wallace (»Maritana«-Ouvertüre), Neswadba (»Lorelei«-Paraphrase) und Reichhardt (»Was ist des Deutschen Vaterland«) (**).\r\n»Leider waren die akustischen Verhältnisse sehr schlecht und litt dadurch die ganze Aufführung.« (**a).\r\nBruckners letztes Auftreten als Dirigent in seinen Linzer Jahren. Der Linzer Abendbote brachte einen Bericht über das Konzert (***).\nDer Welser Anzeiger Nr. 37, 2. Beilage, berichtet auf S. 2:\r\n   »! (Personalnachricht.) Der Linzer Domorganist Herr Bruckner wurde zum k. k. Hoforganisten ernannt. Wir sind überzeugt, daß seine zahlreichen Freunde diese Nachricht mit aufrichtiger Freude vernehmen werden. Wir theilen denselben bei diesem Anlasse zugleich mit, daß Herr Bruckner dieser Tage mit der Composition seiner dritten Messe fertig geworden ist, und daß der Herr Hofrath und Kanzleidirector des k. k. Obersthofmeisteramtes, Ritter v. Imhof=Geißlinghof, die Widmung derselben angenommen hat.« (°).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 09:44"}, {"ID": 186909125, "Datum": "12.9.1869, Sonntag", "Haupttext": "Fertigstellung der d-moll-Symphonie (»Nullte«) in Linz.\r\n   Datierung am Ende des 1. Satzes (*).\nDie Allgemeine Volkszeitung Nr. 253 berichtet in der Beilage über das neue Schuljahr am Wiener Konservatorium:\r\n   »Am Conservatorium der Musik beginnt mit 1. October ein neues Schuljahr. [...] Alles in sich vereinigt, um auch die höchsten Ansprüche, die an ein derartiges Institut gestelt werden, erfüllen zu können. Es genüge wohl, wenn wir aus der bedeutenden Anzahl der Lehrkräfte Namen wie Frau Marchesi und Herr Laurenz Weiß (Gesang), Frau Adele Passy-Köhler (Gesang), Lewinsky (Declamation und Mimik), Hellmerberger [sic] (Violine), Julius Epstein (Clavier), Professor L. A. Zellner (Harmonielehre), Professor Karl Schlesinger (Violoncell), Otto Dessoff (Composition), Professor Zierer und Franz Döppler [sic] (Flöte), Professor Thomas Klein (Clarinett), Professor Adalbert Maschek (Trompete), Röder (Fagott), Professor Uhlmann (Oboe), Professor Kleinerke [sic] (Horn), Professor Slama (Posaune), Professor Ramesch (Clavierbegleitung), Professor Ducati (italienische Sprache), Professor Thalmann (Violine), die Professoren Dachs, Thalmann und Schenner (Clavier), Professor Bruckner (Orgel) hervorheben, um darzuthun, daß die einzelnen Lehrfächer mit Künstlern ersten Ranges besetzt sind und daß die Schüler dieser Anstalt wirklich Meister vor sich haben. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "18.11.2024 10:08"}, {"ID": 187009125, "Datum": "12.9.1870, Montag", "Haupttext": "Besprechung der d-moll-Messe in der Salzburger Zeitung Nr. 205 auf S. 2, signiert \"-a-\" (*):\r\n     » - Die gestern im hiesigen Dom stattgehabte erste Aufführung der großen Messe (aus D-Moll) des eben hier weilenden Hrn. Professors Bruckner, k. k. Hof=Organisten aus Wien, bot den Kennern und Freunden der Kirchenmusik einen hohen Genuß dar. Wiewohl das Werk im Ganzen auf dem prononcirten Standpunkte der neueren Musik-Richtung steht, und der durchwegs dramatischen Auffassung und Wiedergabe des hl. Meßtextes huldiget, so ist demselben dennoch einheitliche Fassung und zum Theile auch concise musikalische Ausdrucksweise nachzurühmen. - Als in jeder Hinsicht hervorragende Theile der Messe möchten wir das Kyrie mit seinem düster dahinbrütenden mysteriösen Rèlièf, dann das gewaltige Credo - dessen „Incarnatus” uns mit wahrhaft überirdischem Zauber übergossen erscheint - sowie das packende Agnus Dei bezeichnen, worin die ganze sündige Menschheit um Erlösung fleht. | Die Instrumentation des Werkes verlangt die volle Hingebung des ganzen Orchesters, und war die bei der kurzen Zeit nur mit Einer Probe (wie wir hören) mögliche Aufführung dieser überaus schwierigen Messe eine äußerst würdige. -a- » (*).\nBruckner spielt mittags nochmal auf der Domorgel (**).\r\nDiese Orgel, 1842 - 1845 von Ludwig Mooser umgebaut, musste seit 1856 mehrmals repariert werden (***).", "Letzte Änderung": "22.09.2025 12:37"}, {"ID": 187709125, "Datum": "12.9.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 15.8.1877 angekommen] (*).\n\n\n[11. - 13.9.1877]\n(7. Generalversammlung des Cäcilien-Vereins für alle Länder deutscher Zunge in Biberach (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809125, "Datum": "12.9.1878, Donnerstag", "Haupttext": "In St. Florian wird anlässlich des Festes Mariä Namen das Afferentur regi als Offertorium aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909125, "Datum": "12.9.1879, Freitag", "Haupttext": "Datierung auf einer [Bruckner gewidmeten] Photographie Moritz von Mayfelds.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009125, "Datum": "12.9.1880, Sonntag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 211 veröffentlicht im Amtsblatt das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität. Auf S. 520 in Abschnitt VII (\"Fertigkeiten\") der Philosophischen Fakultät ist zu lesen: \n\n     \"[... Stenographie, Phonographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] \n\n     Harmonielehre: Kenntniß der Accorde, Verbindung derselben, Vorbereitungen und Auflösungen der Accorde in Dur und Moll; Tonwechslung. Uebungen im bezifferten Baß, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8. (Publicum.) \n\n     [... Turnen, Fechtkunst ...]\" [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309125, "Datum": "12.9.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner erzählt Loidol von seinen Kontakten mit dem Bruder der Kaiserin [Max Emanuel?] und dem Landgrafen Fürstenberg und von dessen Meinung über eine Messe [f-moll-Messe?]. Um 17 Uhr spielt Bruckner in einem Orgelkonzert eine dreisätzige Improvisation (*).\n[12. oder 13.9.1883]\r\nBruckner besucht P. Pius Spreitzer in Wartberg, wo dieser als Kooperator nach seiner Primiz (am 5.8.1883) wirkt (**).", "Letzte Änderung": "05.09.2024 14:02"}, {"ID": 188409125, "Datum": "12.9.1884, Freitag", "Haupttext": "[vermutlich am 12. September] Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist zwar kein Ankunftsdatum verzeichnet, aber \"Bruckner, 4 Tage\" notiert, die Anzahl der Mahlzeiten mit \"8\" angegeben und als Abreisetag 15.9.1884.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509125, "Datum": "12.9.1885, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »12. Sept. [Dienst an der Hofkapelle (Segen)]« [in der Auflistung der Dienste].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609125, "Datum": "12.9.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 73 meldet auf S. 3, daß Bruckner heute in der Stadtpfarrkirche Orgel spielt und am folgenden Montag [13.9.1886] Steyr verlassen werde: \n          \n»Tages=Nachrichten.\n               \nSteyr, am 11. September 1886.\n[...]\n     Der k. k. Hoforganist Herr Anton Bruckner wird morgen, Sonntag, in der hiesigen Stadtpfarrkirche beim Hochamte nochmals die Orgel spielen. Am Montag verläßt dieser berühmte Componist wieder unsere Stadt, in welcher er auch heuer wieder seine Ferien zubrachte und diese fleißig zu neuen Compositionen benützt hat.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709125, "Datum": "12.9.1887, Montag", "Haupttext": "Bruckner spielt - von halb 7 bis 7 Uhr (*a) - auf der neuen zweimanualigen Orgel im Neuen Dom zu Linz. Er improvisiert über ein Thema in d-Moll; Schlußgestaltung in D-Dur (*).\r\nDie Orgel (II/34) war von Johann Lachmayr auf einer Seitenempore im Chorumgang errichtet worden (*b).\nAnwesend sind u.a. Burgstaller und der Orgelbauer Johann Lachmayr (**).\n \nAnkündigung siehe 13.9.1887 (!).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188809125, "Datum": "12.9.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 65-72, Takt 73-89 und Takt 114-128.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188909125, "Datum": "12.9.1889, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Dominik Dunkl an Bruckner: \n\n     Dankt für die »Zuvorkommenheiten« beim letzten Besuch [31.8.1889] in Seitenstetten. Seine Familie freue sich auf weitere Treffen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189109125, "Datum": "12.9.1891, Samstag", "Haupttext": "\"Das Vaterland\" Nr. 250 bringt auf S. 6 eine mit \"-n.\" signierte Musikalienbesprechung, in der Bruckner erwähnt wird:\n                      \"Kirchenmusik.\n     Im Verlage von Johann Groß in Innsbruck erschienen soeben zehn Gradualien und Offertorien aus der Feder des Capellmeisters an der Votivkirche in Wien, Theobald Kretschmann, welche nach Form und Inhalt eine dankeswerthe [sic] Bereicherung der neueren Kirchenmusikliteratur bilden. [...] es ist moderne Kirchenmusik im besten Sinne des Wortes, was hier geboten wird, kein kindisches Nachahmen der Alten, wie es so viele moderne \"Kirchencomponisten\" mir Vorliebe thaten, sondern ein freimüthiger Schritt in den modernen Styl, welcher ja - wie die Werke eines Lißt und Bruckner zeigen - auch der höchsten Aufgabe der Tonkunst, der musica sacra, gewachsen erscheint. [... leichte Ausführbarkeit ... ] - Ein besonderes Wort der Anerkennung müssen wir der rührigen Verlagsfirma J. Groß in Innsbruck widmen, welche seit einiger Zeit auf die Herausgabe guter Kirchenmusikwerke so viel Opfer aufwendet, daß sich der gesammte österreichische Musikverlag, der von Kirchenmusik nicht viel wissen will, ein Beispiel nehmen könnte. Die würdige Ausstattung und der wirklich niedrige Preis der eben besprochenen Kirchencompositionen dürfte deren Verbreitung gewiß auch lebhaft fördern.  -n.\" (*).\n \nIn St. Louis (Missouri) wird bei einem Treffen katholischer Organisten in der St. John's Library das Programm für das Konzert am 1.12.1891 festgelegt: Bruckners \"Te deum\" und das Gloria aus Mozarts 12. Messe unter Joseph Otten [siehe die Anmerkung]. Die Bedingungen für die Probenarbeit werden festgelegt (**).", "Letzte Änderung": "28.01.2026 23:14"}, {"ID": 189409125, "Datum": "12.9.1894, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung in der Chronik der Steyrer Liedertafel:\r\n    \"12. September 1894. \r\n    Unser berühmter Landsmann, der Componist und Symphoniker Herr Dr. Anton Bruckner, wurde am 4. September 1894 70 Jahre alt und wurden allüberall dem gefeierten Jubilar die liebevollsten Beweise der Hochachtung und Verehrung entgegengebracht. Auch Steyr, wo Dr. Bruckner alljährlich seine Ferien zuzubringen pflegte, ehrte den Jubilar [4.9.1894], indem ihm der Herr Bürgermeister namens der Gemeindevertretung eine Adresse überreichte, doch mussten weitere Ovationen, wie ein Ständchen der hiesigen musikalischen Vereine, mit Rücksicht auf den gefahrdrohenden Zustand desselben unterbleiben, obwohl ihn diese Rücksicht nicht sehr erfreute. Die \"Steyrer Liedertafel\" berief nun um den greisen Symphoniker zu ehren, am 12. September eigens eine außerordentliche General=Versammlung ein, in der Herr Dr. Anton Bruckner einstimmig zum Ehrenmitgliede ernannt wurde. Nebst dem Vereinsmotto wurde in dieser General=Versammlung zu Ehren des Jubilars dessen Composition \"Sängerbund\" [WAB 82] gesungen.\" (*).\nDas Deutsche Blatt Brünn Nr. 71 berichtet auf S. 4 über Bruckners 70. Geburtstag:\r\n\"                   Aus aller Welt.\r\n     Anton Bruckner. Ueber die Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's in Steyr wird von dort berichtet: Bruckner welcher seit längerer Zeit leidend ist und seine Wohnung im idyllisch gelegenen Stadtpfarrhof nicht verlassen darf, erhielt zahllose Glückwunschschreiben, Adressen und Telegramme. Von Ovationen wie Serenaden &amp;., mußte abgesehen werden auf Anrathen der Ärzte, die den greisen Tondichter behandeln. Am Montag traf das prächtige Diplom hier ein, womit die Ehrenbürgerschaft der Landeshaupttadt Linz für Bruckner beurkundet wurde. Der \"Schubertbund\" in Wien hatte Bruckner anläßlich seines Festes telegraphisch beglückwünscht und zum Ehrenmitgliede ernannt.\" (**).\nInseraten-Rechnung (10 fl. 40 kr.) der Neuen Freien Presse für Bruckner in Steyr für das am 11.9.1894 erschienene Inserat. Laut Empfangschein wurde der Betrag am 13.9.1894 in Steyr eingezahlt (***).\nBei der 34. Sitzung des Linzer Gemeinderats unter Vorsitz von Dr. Lampl wird Bruckners Danktelegramm [nach dem 4.9.1894] zur Kenntnis gebracht. Anwesend sind u. a. die Gemeinderäte Girowitz, Dr. Jäger und Beyer (°).", "Letzte Änderung": "12.04.2025 10:21"}, {"ID": 189709125, "Datum": "12.9.1897, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Musikalische Presse erwähnt in einem Artikel \"Dr. Carl Muck\" auch dessen Eintreten für Bruckner und die fünfmalige Aufführung der 7. Symphonie (1886 Graz, 1889 und 1890 Prag, 1894 Berlin, 1897 Görlitz) (*).\nDie Kärtner Zeitung Nr. 208 wiederholt auf S. 5 das am 5.9.1897 veröffentlichte Programm der Kirchenmusik am 13.9.1897 [mit dem Tantum ergo WAB 41/2]:\r\n\"     Einladung zu der am 13. September d. J. in Völkermarkt stattfinden­den General-Versammlung des f.-b. Gurker Cäcilienvereines. Programm: [...]\r\n     ½3 Uhr Nachmittag: Anbetung des Aller­heiligsten. 1. Aussetzung des Allerheiligsten. 2. Orgelpräludium [...] 11. Tantum ergo in As von Anton Bruckner, und Einsetzung des Allerheiligsten. 12. Zum Schlusse: Concert-Phantasie über die österreichische Volkshymne für Orgel von J. G. Stehle.\r\n     Die Auswahl der Gesänge erfolgte größtentheils mit Rücksicht auf die auch an Landchören mögliche Ausführbarkeit.\" (**).", "Letzte Änderung": "30.08.2026 04:05"}, {"ID": 190609125, "Datum": "12.9.1906, Mittwoch", "Haupttext": "Guido Peters und Franz Gräflinger besuchen das Stift St. Florian und werden von F. X. Müller an Bruckners Sarkophag und in sein Zimmer geführt (*)\n\r\nDie Reichspost Nr. 207 meldet auf S. 5, daß das erste Mittwochskonzert des Wiener Konzertvereins [31.10.1906] Bruckner gewidmet ist: mit der Trauermusik aus der 7. Symphonie und der 8. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 10:46"}, {"ID": 190909125, "Datum": "12.9.1909, Sonntag", "Haupttext": "The Boston Globe Nr. 74 kündigt auf S. 48 eine Aufführung der 7. Symphonie in der kommenden Saison an:\n\"            MUSIC AND MUSICIANS\nMr Fiedler's Plans for Symphony Season.\n\n[...]\n     In the list of novelties announced by Conductor Fiedler for the Symphony concerts this season are several works which he intended to present last year, but was unable to reach. [... Max Reger ... andere Novitäten ...].\n     Other works Mr Fiedler purposes to play are [... Beethoven ...]; Bruckner's seventh symphony; Brahm's [sic] fourth; [... während des Sommeraufenthaltes in Europa viele neue Werke geprüft ...], and some of them are of prime importance.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191209125, "Datum": "12.9.1912, Donnerstag", "Haupttext": "Rudolf Steiner äußert in Kitzbühel Göllerich gegenüber, Bruckner erscheine ihm als Nachklang des römischen Cäsarentums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191809125, "Datum": "12.9.1918, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hermann Scherchen im 1. Konzert dieser Serie in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192109125, "Datum": "12.9.1921, Montag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre [durch die Wiener Philharmoniker?] unter Franz Moißl in  Klosterneuburg. Solist in Orchesterliedern von Joseph Marx ist Alfred Julius Boruttau.", "Letzte Änderung": "20.05.2026 15:07"}, {"ID": 192409125, "Datum": "12.9.1924, Freitag", "Haupttext": "Oskar Gerzers (Pseudonym: Oskar Weilhart) Gedicht »Vor Bruckners Hut bei M. Auer (Mai 1907)« erscheint in der Bruckner-Fest-Ausgabe der Deutschen Presse, Nachrichtenblatt für die Bezirke Vöcklabruck und Gmunden (*),\r\nin der auch Edward Samhabers Gedicht zum 24.5.1900 abgedruckt ist (**).\r\nDiese Bruckner-Fest-Ausgabe (Deutsche Presse 2, F. 37) für die Feier am 14.9.1924 bringt auch einen Artikel »Anton Bruckner« von Max Auer (***),\r\neinen Artikel von Robert Bernhart »Bruckner-Ausstellung im Vöcklabrucker Heimatfenster im Hause des Herrn Uhrmacher Kellner« (°),\r\neinen Artikel von Dr. Ferdinand Krackowizer »Anton Bruckner und Vöcklabruck« (°°)\nund einen Artikel von I. Rauch (Johann Nepomuk Rauch?) »Dr. Anton Bruckner. Zwei Erinnerungsbilder« (°°°).\n \nIn Die deutsche Zeit Nr. 124 erscheint auf S. 10 ein kurzer Bericht über die Bruckner-Kundgebung im Nationalrat [4.9.1924] (#).\nAuf derselben Seite Hinweis auf einen Artikel von Max Auer in Heft 17/18 des \"Getreuen Eckart\" und auf ein Bruckner-Sonett von Hohlbaum und ein Gedicht \"Orgel\" von Srbik (##).\n \nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 252 kündigt auf S. 4 die Bruckner-Feier in Vöcklabruck am 14.9.1924 mit Aufführung der e-Moll-Messe an (###).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:32"}, {"ID": 192509125, "Datum": "12.9.1925, Samstag", "Haupttext": "Brief von Robert Wosak (Maler in Klosterneuburg) an Propst Vinzenz Hartl:\n     Dankt für die Erlaubnis, den Sarkophag zeichnen zu dürfen. Die Werke des zu kurzen Aufenthaltes in St. Florian (Grab Bruckners, Skizze der Orgel) seien bereits an Reclams Universum abgegangen, wo sie mit der Arbeit Dr. Gustav Renkers in Kürze erscheinen sollen. Prof. Moißl sei von Klosterneuburg nach Berlin gefahren, wo er einen Vortrag bei der dortigen Bruckner-Vereinigung halten werde [14.9.1925]. Als Geschenk für Marx [ziemlich sicher Wilhelm Marx, 1923-25 und 1926-28 Reichskanzler] habe er Wosaks Aquarell-Kopie der Sarkophag-Studie dabei.\n     Prälat Josef Kluger habe sich über die Grüße gefreut. Hartl möge seiner Nichte, Frl. Litschauer, gestatten, ihn, Wosak, zu Hause zu besuchen, um seine Studien zu sehen.", "Letzte Änderung": "09.07.2023 10:45"}, {"ID": 192609125, "Datum": "12.9.1926, Sonntag", "Haupttext": "In der Saisonvorschau \"Outline of Symphony Programs Indicates Interesting Concerts\" in The Cincinnati Enquirer Nr. 255 auf S. 69 (= S. 3 des 3. Teils) wird eine Aufführung der 4. Symphonie durch das Cincinnati Symphony Orchestra unter Fritz Reiner angekündigt (*).\nBrief von Friedrich Klose an Ernst Kurth [Inhalt nicht erschlossen] (**)", "Letzte Änderung": "05.08.2026 21:27"}, {"ID": 192909125, "Datum": "12.9.1929, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Adolf Wenusch (Wien) an Max Auer (Abschrift):\n     Als Verehrer des prächtigen Bruckner-Buches getraue er sich, auf Missstände an der letzten Ruhestätte Bruckners aufmerksam zu machen. Der Leichnam und der Sarkophag seien durchfeuchtet und verschimmelt; spätere Generationen von Bruckner-Verehrern würden mit einer Zerstörung konfrontiert werden. Die Engländer würden für einen ihrer Großen einen eigenen Bau ausführen, doch in St. Florian lasse man Bruckner verschimmeln. Auer wisse sicher Mittel und Wege dagegen. Regt an, einen Sachverständigen zu berufen. Die Rettungsmaßnahmen seien zweckmäßiger als die Renovierung der Orgel. Es sei allerhöchste Zeit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193109125, "Datum": "12.9.1931, Samstag", "Haupttext": "In Joseph A. Millers Saisonvorschau in The Standard Union Nr. 62 (Brooklyn, New York) auf S. 20 (= S. 6 des 2. Teils) wird das Andante der f-Moll-Symphonie [spätestens Januar 1932] angekündigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193309125, "Datum": "12.9.1933, Dienstag", "Haupttext": "Radio Wien überträgt von 10:30 bis 11:00 Uhr aus St. Florian \"Vorträge auf der Bruckner-Orgel\". Ludwig Daxsperger spielt Werke von Pachelbel, Wößß und Max Reger. [Viele Sendungen des Tages sind der Befreiung Wiens am 12.9.1683 gewidmet].", "Letzte Änderung": "04.04.2026 08:46"}, {"ID": 193609125, "Datum": "12.9.1936, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Robert Haas »Zur Textfrage bei Anton Bruckner. Eine Erwiderung« [auf den offenen Brief von Wöß (23.6.1936)] in den Neuen Züricher Nachrichten (*).\nFeierstunde der Ortsgruppe Bonn der IBG in der Beethovenhalle mit Aufführung des Marsches [WAB 96] und des Intermezzos (für Streichorchester), einer Gedenkrede Franz Moißls und Aufführung der 1. Symphonie (Linzer Fassung) durch das verstärkte Städtische Orchester unter Gustav Classens. Anschließend Aussprache über die Zukunft der Orstgruppe (**).", "Letzte Änderung": "19.04.2025 13:57"}, {"ID": 193909125, "Datum": "12.9.1939, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Hilde Wendler an Max Auer: \n   Furtwängler habe in die [am 5.7.1939 verwendete] Partitur der 8. Symphonie viele dynamische Bezeichnungen der Erstdruckfassung eingetragen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194009125, "Datum": "12.9.1940, Donnerstag", "Haupttext": "Das Autograph der 3. Symphonie gelangt in Alma Mahlers Gepäck auf ihrer Flucht von Marseille über die Pyrenäen nach Barcelona, Madrid, Lissabon und am 13.10.1940 nach New York (*).\nBrief von Oswald Kabasta an Heinz Bongartz:\r\n   Termin- und Programmvorschlag für ein Konzert, auf dessen Programm auch ein Werk Bruckners stehen werde (**).", "Letzte Änderung": "23.08.2025 22:59"}, {"ID": 196509125, "Datum": "12.9.1965, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Eurico Nogueira Franca »Bruckner no concerto da Filarmonica de Viena« in Musica (Rio de Janeiro) (*).\n \nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Karl Böhm im Theatro Municipal in Rio de Janeiro (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2026 14:56"}, {"ID": 197309125, "Datum": "12.9.1973, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Claudio Abbado im Deutschen Museum in München.", "Letzte Änderung": "10.06.2026 11:49"}, {"ID": 197409125, "Datum": "12.9.1974, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Kranzniederlegung am Bruckner-Denkmal« [3.9.1974] in der Steyrer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198009125, "Datum": "12.9.1980, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (3. Fassung mit dem Adagio Nr. 2) unter Hubert Soudant in Paris.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198109125, "Datum": "12.9.1981, Samstag", "Haupttext": "Karikatur von \"Florian\" (zur Linzer Klangwolke) (IKO 470) in den Oberösterreichischen Nachrichten (*), unter Anspielung auf eine Graphik von Gottfried Hattinger (Bruckners Gesicht in einer Wolke, IKO 469), die für Plakate, Prospekte und Aufkleber verwendet wurden, die auf die Klangwolke am 15.9.1981 hinwiesen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198909125, "Datum": "12.9.1989, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Carlo Maria Giulini in der Musikhalle in Hamburg.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 10:14"}, {"ID": 199009125, "Datum": "12.9.1990, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Dietmar Holland \"Bruckners Botschaft an die Zukunft\" im Programmheft zum Konzert der Münchner Philharmoniker.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199309125, "Datum": "12.9.1993, Sonntag", "Haupttext": "Zur Eröffnung des Internationalen Bruckner-Festes spielt das Bruckner-Orchester Linz unter Martin Sieghart das Scherzo der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199509125, "Datum": "12.9.1995, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Barbara Rohrhofer \"Sissy und Anton Bruckner als Tourismus-Marketingidee\" in den Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "04.10.2024 12:51"}, {"ID": 199609125, "Datum": "12.9.1996, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (2. Fassung, als alleiniges Werk) durch das Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim im 70. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London. Auf dem Programm stehen zuvor Arnold Schönbergs Fünf Orchesterstücke.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199909125, "Datum": "12.9.1999, Sonntag", "Haupttext": "Eröffnung des Brucknerfestes in Linz. Aufführung von Rupert Gottfried Friebergers Komposition »Etiam super cumque absque A. B.«.", "Letzte Änderung": "07.02.2025 10:13"}, {"ID": 200209125, "Datum": "12.9.2002, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das London Symphony Orchestra unter Bernard Haitink im 71. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London.\nAuf dem Programm steht zuvor Joseph Haydns Symphonie Nr. 96 in D-Dur.", "Letzte Änderung": "11.01.2024 22:45"}, {"ID": 201009125, "Datum": "12.9. - 5.10.2010, Sonntag bis Dienstag", "Haupttext": "37. Bruckner-Fest in Linz.", "Letzte Änderung": "21.02.2026 10:51"}, {"ID": 188209127, "Datum": "12. oder 13.9.1882, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Johann Lohr und ein Begleiter sind in diesen Tagen Gäste im Stift St. Florian (*).\n\r\nOrgelkonzert von Johann Lohr aus Budapest in St. Florian mit Werken von Bach, Chopin, Mendelssohn und einer Improvisation. Durch eine Bemerkung Traumihlers fühlt sich Bruckner zu einem Konkurrenzspiel herausgefordert und erntet, nach Josef Grubers und Aigners Bericht zu Recht, auch von Lohr selbst höchstes Lob (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:44"}, {"ID": 186310127, "Datum": "(12. und 13.10.1863, Montag und Dienstag)", "Haupttext": "In Wien Exhumierung der Gebeine Schuberts und Beethovens.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183410135, "Datum": "13.10.1834, Montag", "Haupttext": "Theresia Bruckner »an Aphteln« gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185710135, "Datum": "13.10.1857, Dienstag", "Haupttext": "Artikel der »Linzer Zeitung« Nr. 234, S. 990, über den Abend vom 10.10.1857: »Samstag den 10. d. M. gab die Liedertafel »Frohsinn« nach längerer Unterbrechung eine Männer=Abendunterhaltung im Vereinslokale (Nordiko), die in jeder Beziehung glänzend ausfiel. [...] Nr. 3 das liebliche Duett 'Herbstlied' von Mendelssohn mit vortrefflicher Pianoforte=Begleitung durch Herrn Prukner, hätte bei noch feinerer Nüancürung mehr angesprochen als es der Fall war. Uebrigens wurde den beiden Sängern Herrn Hoffelner und Hametner freundlicher Beifall gezollt. [...] Neben dem geistigen Genusse gedenken wir verdientermaßen auch des leiblichen Genusses von Speisen und Getränken, welche der Gastwirth Hrn. Pirngruber in vorzüglicher Qualität lieferte.«", "Letzte Änderung": "17.10.2024 14:46"}, {"ID": 186010135, "Datum": "13.10.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, »2 St H.« [Klavierstunden Hofmann] (*).\nDer Welser Anzeiger, 5. Jg., Nr. 41, meldet:\r\n»Die Liedertafel \"Frohsinn\" hat an der Stelle des nach Wien [?]gegangenen Chormeisters Storch die Herren Kirchberger und Bruckner zu Chormeistern gewählt. Ersterer hat sich als Compositeur und [?]Letzterer als Organist einen sehr vortheilhaften Ruf erworben. Beide [?]sind tüchtige musikalische Kenner, jung und strebsam, und berechtigen [zu] den schönsten Hoffnungen.« (**).\nDatierung »Für [1]861. 13. Okt. [1]860.« auf Doppelbogen »No. 31« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710135, "Datum": "13.10.1867, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"13. Okt. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110135, "Datum": "13.10.1871, Freitag", "Haupttext": "Eine Notiz im Musikalischen Wochenblatt (Leipzig) Nr. 42, S. 670, bestätigt, daß Bruckner beim Londoner Orgelwettkampf den 1. Preis gewonnen hat:\n     » * Die bereits vielfach gebrachte und als verfrüht erwiesene Nachricht, dass Hr. Hoforganist A. Bruckner in Wien bei dem Concurrenzspiel in London als Sieger hervorgegangen sei, scheint sich schliesslich noch bewahrheitet zu haben.« (*).\nIn der Rubrik \"Journalschau\" auf S. 13 ist verzeichnet:\n     \"Zeitschrift für katholische Kirchenmusik No. 9. Mittheilung der Red. über einen Sieg des Hrn. A. Bruckner als Orgelspieler.\" (*a).\n \nArtikel in der Linzer Tages-Post Nr. 235 auf S. 3 über die Geschehnisse an St. Anna (Übernahme des Textes der Morgenpost vom 12.10.1871). Bruckner habe sich wegen einer Anstellung in München an König Ludwig II. gewandt. \r\n           »Linz, den 12. Oktober 1871.\r\n     § Professor Bruckner das Opfer einer perfiden czechischen Denunziation. Eine eigenthümliche, schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jirecek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Eine eigenthümliche, schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jireczek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt - so schreibt man uns - in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Vor Kurzem kehrte der am Wiener Pädagogium als Professor des Orgelspiels angestellte k. k. Hoforganist, Herr Bruckner, aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, hieher zurück und war sich keines Argen bewußt, als er sich eines Tages mittelst Zitation vor dem Schulrath des Pädagogiums beschieden sah. Hier wurde er vom Schulrath Becker mit vorwurfsvoller und barscher Rede empfangen und ihm eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nach dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Prof. Bruckner wagte es in seiner bekannten Bescheiden= und Schüchternheit nicht, auf diese Insinuation die gebührende Antwort zu geben und nahm die Entlassung an, obschon es sich hiebei buchstäblich um seine Existenz handelte.\r\n     Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an das hiesige Pädagogium, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. und als vierter k. k. Hoforganist einen Zuschuß von 200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. In der Angst um seine Zukunft wandte er sich an den König von Baiern, um für sich eine passende Stellung an einem Münchener Institute zu erbitten, und erwartet jetzt von der königlichen Antwort sein Heil oder Weh'. Jene anonyme Denunziation aber, welche den deutschen Professor Bruckner in die Lage setzte, einem czechischen Nachfolger Platz zu machen, entspricht nur insofern der Wahrheit, als der Herr Professor ein Mal eine Schülerin mit „Liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei.« (**).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 2563 schreibt nahezu identisch auf S. 1 des Abendblatts:\r\n     \"(Das Opfer einer Denunciation.) Wir lesen in der Linzer Tgspst.: Eine eigenthümliche, schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jirecek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Vor Kurzem kehrte der am Wiener Pädagogium als Professor des Orgelspiels angestellte k. k. Hof=Organist Herr Bruckner aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, zurück und war sich keines Argen bewußt, als er sich eines Tages mittelst Citation vor den Schulrath des Pädagogiums beschieden sah. Hier wurde er vom Schulrathe Becker mit vorwurfsvoller und barscher Rede empfangen und ihm eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nach dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Professor Bruckner wagte es in seiner bekannten Bescheidenheit und Schüchternheit nicht, auf diese Insinuation die gebührende Antwort zu geben, und nahm die Entlassung an, obschon es sich hiebei buchstäblich um seine Existenz handelte. Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an das hiesige Pädagogium, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. und als vierter k. k. Hof=Organist einen Zuschuß von 200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. In der Angst um seine Zukunft wendete er sich an den König von Baiern, um für sich eine passende Stellung an einem Münchener Institute zu erbitten, und erwartet jetzt von der königlichen Antwort sein Heil oder Wehe. Jene anonyme Denunciation aber, welche den deutschen Professor Bruckner in die Lage setzte, einem czechischen Nachfolger Platz zu machen, entspricht nur insofern der Wahrheit, als der Herr Professor einmal eine Schülerin mit „liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei.\" (***).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 13:26"}, {"ID": 187210135, "Datum": "13.10.1872, Sonntag", "Haupttext": "In der Presse Nr. 282 erscheint auf S. 19f ein Artikel von Dr. Karl Hausleithner \"Die neue Orgel im großen Saale der Gesellschaft der Musikfreunde.\n     \"[... über Friedrich Ladegast, die Orgeldisposition, die technische Ausführung... bemängelt \"orgelwidrige Effecte\", die Harmonium-Ähnlichkeit der Orgel, für Werke J. S. Bachs sei sie nicht geeignet. Befürchtet Mißbrauch der Orgel für weltliche Vergnügungen ... für den 27.10.1872 sei ein Orgelkonzert mit Frau Wilt und Herrn Walter und \"einem der bedeutendsten Orgelspieler Deutschlands\" angekündigt ... aber auch in Wien und Österreich gebe es \"vortreffliche Organisten in genügender Zahl\" ...]\n     Aber sind denn die Namen eines Pius Richter, Rotter, Bruckner, Bibl, Lohr und vieler Anderer für die Gesellschaft der Musikfreunde nicht klangvoll genug in der Organistenwelt? Es war eine Ehrensache für die genannte Gesellschaft, sich vor Allem an diese Herren zu wenden, sie zum Studium der neuen Orgel einzuladen und um ihre Mitwirkung zum Zustandekommen des Baues zu ersuchen. Ich bin überzeugt, daß eine ablehnende Antwort von Keinem eingelangt wäre, denn auch für sie wäre es Ehrensache gewesen, dem ergangenen Rufe Folge zu leisten. [... Kollaudierung steht noch aus ... wünscht], daß die neue Orgel noch viele Jahre unter den Händen und Füßen berufener Verkünder ihrer Tonpracht fortertönen möge zum Lobe der Kunst.    Dr. Karl Hausleithner.\"", "Letzte Änderung": "15.11.2024 08:22"}, {"ID": 187310135, "Datum": "13.10.1873, Montag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Blatt Nr. 195 bringt auf S. 1f einen Artikel von Theodor Helm mit einem Ausblick auf kommende Konzerte:\n     \"An der Schwelle der Konzertsaison*). [Fußnote: *) Vergl. Nr. 188 des \"N. W. B.\"]\n          II.\n     Wie wir unsern Lesern schon vor acht Tagen mittheilten [... Hellmesberger-Quartett, u. a. mit Werk von Dr. Alfred Julius Becher ... Termine der Philharmonischen Konzerte und der Gesellschaftskonzerte ... Beethoven-Festkonzert, Vereins-Konzerte ...]\n     Die eigentliche Eröffnung der Saison und zugleich (wie er sich etwas pomphaft ausdrückt) den musikalischen Schluß der Weltausstellung (!) besorgt unser akkredidirter Organist Herr Bruckner mit seinem großen Konzerte vom 26. Oktober (im großen Musikvereinssaale.\n     Das Konzert bietet die C-dur=Orgel=Toccata von Bach, eine Improvisation des Konzertgebers (wenn sie nur besser ausfällt, ale jene im ersten vorjährigen Orgel=Konzerte [15.11.1872] langweiligen Angedenkens! Endlich Bruckner's große (zweite) Symphonie, ein Werk, über welches die Ansichten der Kunstfreunde soweit auseinandergeben [sic], daß man auf dessen erste öffentliche Aufführung gespannt sein darf.\n     Es möge bemerkt werden, daß Bruckner einer der wenigen jungen Komponisten ist, welche so glücklich waren, von dem oft launischen und mysantropischen [sic] Richard Wagner bei Ueberreichung eines eigenen Tonwerkes freundliche Aufnahme und Aufmunterung zu finden. Wagner soll sich nicht nur über Bruckner's neueste Symphonie sehr günstig geäußert, sondern auch die Widmung dieses Opus \"huldvollst\" angenommen haben.\n     Die Philharmoniker hatten die Aufführung der Bruckner'schen Symphonie abgelehnt, \"weil sie um eine Viertelstunde länger dauerte, als die längste aller bekannten Symphonien, die Schubertsche in C.\"\n     Da schon die \"himmlische Länge\" der letzteren (bekanntlich Schumann's Wort!) unserem Wiener Publikum oftmals so irdisch drückend wurde, sind wir um so mehr begierig, wie sich dasselbe zu einem Werke stellen wird, welches, von seinen sonstigen eventuellen Schönheiten abgesehen, ihnen Alles eher bieten     dürfte, als den blühenden Schubert'schen Melodienreichthum.\n          Dr. Theod. Helm.\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:25"}, {"ID": 187810135, "Datum": "13.10.1878, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an J. M. Kaiser: \n   Dankt für das soeben eingetroffene »Meisterwerk« [kalligraphiertes Titelblatt für die Stremayr zugedachte Widmungspartitur der 5. Symphonie]. Beigefügt 40 Gulden Honorar.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210135, "Datum": "13.10.1882, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hofmeyer in Steyr:\r\n   Zum Namenstag der Hl. Theresia [15.10.1882], der ihn immer an seine Mutter erinnere, habe er für Therese von Jäger Klaviernoten mit Werken Wagners ausgewählt. Hofmeyer möge Bruckners Geschenk und Grüße überbringen. Die Philharmoniker hätten die 6. Symphonie angenommen und Bruckner einen Tusch gebracht. Wilhelm Jahn habe sich als Bruckner-Verehrer bezeichnet (*).\nKalendereintragung Bruckners: »13. [Oktober] 6.« [Lektion Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510135, "Datum": "13.10.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Wiener Philharmoniker:\r\n    Bittet, die 7. Symphonie nicht wie geplant in diesem Jahr aufzuführen, da die maßgebende Wiener Kritik seinen Erfolgen in Deutschland schaden könnte (*).\nAuf die am 10.1.1886 geplante Aufführung des »Te deum« machen aufmerksam\ndie Deutsche Zeitung Nr. 4948 auf S. 3\r\n(»Für das dritte Concert: [... Werke von Liszt, Schubert, Schütz ...] Bruckner: Te Deum für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung).«) (**),\n\"Die Presse\" Nr. 282 auf S. 10:\r\n     \"[...] 3. (10. Jänner 1886) [...] Bruckner: Tedeum für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung). [...]\" (***)\nund die \"Neue Freie Presse\" Nr. 7588 auf S. 6:\r\n \"[...] 3. (10. Januar 1886) [...] Brückner: Tedeum für Soli, Chor und orchester (erste Aufführung). [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "01.06.2026 13:31"}, {"ID": 188610135, "Datum": "13.10.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots am »II. giltigen Jubilaeums-Fasttag [...] ohne auszugehen«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710135, "Datum": "13.10.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat des Verlages Emil Wetzler im Musikalischen Wochenblatt auf S. 510 macht auf »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] aufmerksam:\r\n»Im Verlage von Em. Wetzler (Jul. Engelmann) in Wien ist erschienen: [627.]\r\nAnton Bruckner.\r\nZwei Kirchen-Chöre.\r\nNo 1. Antiphon \r\nfür gemischten Chor und Orgel.\nPartitur und Stimmen. Preis M. 1,25.\r\nNo. 2. Ave Maria \r\nfür Sopran, Alt I., II., Tenor I., II. und Bass I., II.\nPartitur und Stimmen. Preis M. 1,-.« [»627.« betrifft die Numerierung der Inserate] (*).\n \nAuf S. 506 wird auf eine [am 1.10.1887 erschienene] Besprechung hingewiesen:\r\n          \"Journalschau.\r\n[...]\r\n     Musikalische Rundschau No. 1. Besprechungen (H. Zöllner, A. Bruckner, R. Franz u. A. m.). [... Janko-Klaviatur ...] (*a).\n \n(Brief von Josef Ruzek (Augsburg) an den »Frohsinn«:\r\n     Bedauert, dem Wunsch, nach Linz zurückzukehren, nicht folgen zu können, da ihn sein Direktor nicht freigebe (**)).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 20:17"}, {"ID": 188810135, "Datum": "13.10.1888, Samstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 41 gibt auf S. 1040 die Aufführung des Quintetts [am 14.3.1889] bekannt: \n\n     \"Das Hellmesberger-Quartett hat sein Programm bereits festgestellt; es gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner, Quintett F-dur; [...] Die Ausgabe der Abonnementskarten begann Dienstag, den 9. October, in Gutmann's Hofmusikalienhandlung (Hofopernhaus).\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189010135, "Datum": "13.10.1890, Montag", "Haupttext": "Erste Datierung am Ende des Adagios der 1. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189110135, "Datum": "13.10.1891, Dienstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 7106 bringt auf S. 6 eine Vorschau (signiert \"h-m.\" [= Theodor Helm]) auf die Philharmonischen Konzerte (mit der 1. Symphonie [13.12.1891]):\r\n          \"Theater, Kunst und Literatur.\r\n     (Philharmonische Concerte 1891/92.) Die Wiener Philharmoniker bringen in der demnächst beginnenden Spielzeit außer den natürlich stets vor Allen zu berücksichtigenden classischen Werken [...] auch interessantes Neues oder doch unserem Publicum noch Unbekanntes. So von Bruckner, dessen erste, bereits 1864 geschaffene und damals in Linz (!), leider mit einem gänzlich unzureichenden Orchester aufgeführte Symphonie (C-moll), die sonst noch nirgends (!!) gehört, erst jetzt eine ihrer würdige Darstellung finden dürfte, dann von Schumann [... Urfassung der 4. Sinfonie ...].-Bruckner's Erstlings=Symphonie in C-moll (nicht zu verwechseln mit einer zweiten einfacheren, aus gleicher Tonart, welche der Meister in einem großen Concerte als Schlußfeier der Wiener Weltausstellung von 1873 gedacht, aufführen ließ) gehört nach den Proben, welche uns von ihr die Herren Löwe und Schalk an den Versammlungsabenden des hiesigen Wagner=Vereins gegeben, zu des genialen Tondichters großartigsten und phantasievollsten Schöpfungen und ist ihre bisherige gänzliche Zurückstellung wohl nur aus dem verwirrenden Eindruck jener ersten, ungenügenden Linzer Aufführung zu erklären. Brahms wird durch seine zweite Serenade, [... von Berlioz \"König Lear\", von Liszt nur eine Ungarische Rhapsodie ...] vertreten sein. Wie viele künstlerische Ehrenschulden wären überhaupt diesfalls noch an Liszt abzutragen!\n                    h-m.\" (*).\n \nEin Inserat in der Wiener Zeitung Nr. 234 auf S. 12 macht auf das Konzert vom 20.12.1891 aufmerksam: \"[...] II. 20. December. [... Bach, Brahms, Schumann ...] Ant. Bruckner: Te Deum, für Chor, Soli Orchester und Orgel (2. Aufführung). [... weitere Termine, Kartenpreise ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 09:13"}, {"ID": 189210135, "Datum": "13.10.1892, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (in der 2. Fassung von 1878 (*a)) um 20 Uhr in Amsterdam durch das Concertgebouw-Orchester unter Willem Kes (*).\n \nHinweis auf dieses Konzert durch ein Inserat (identisch mit denen der Vortage: nur 3. Symphonie angegeben) im \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 19916 (Amsterdam) auf S. 7 (*b).\n \nDie gesamte Programmfolge erfährt man in \"Het nieuws van den dag\" Nr. 6964 (Amsterdam) auf S. 10:\r\n\"         Stadsnieuws.\n[...]\n     Concertgebouw. Donderdag 13 Oct. (8 u.) Abonnements-Concert. (1e Deel: 1.  Symphonie (D kl. t.) (opgedragen aan R. Wagner) Anton Bruckner. a. Gemässigt, mehr bewegt Misterioso. b. Adagio, Bewegt. quasi Andante, c. Scherzo, ziemlich Schnell. d. Finale Allegro. —2e Deel: 2. Vorspiel Lohengrin, Wagner; 3. Andante Cantabile met Variaties uit het Strijkquartet Op. 18 No. 5. Beethoven; 4. „Marche Funèbre d'une Marionette\", Gounod; 5. Ouv. Athalia, Mendelssohn). ƒ 6.99. Geabonneerden volgens voorwaarden.\" (*c).\n\r\n(Datum des Poststempels) Schreiben Bruckners an Paolo Litta in Brüssel (Rückseite einer Visitenkarte): \r\n    »Hochwolgeboren! Ich concertire und dirigire nie, sondern componire Symphonien etc. Hofkapellmeister Hans Richter führt selbe in philh Concerten auf.« [siehe die Anmerkung] (**).\n\r\nAuf die Aufführung der 8. Symphonie in den Philharmonischen Konzerten [am 18.12.1892] machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\n\nDeutsches Volksblatt Nr. 1357 auf S. 9:\r\n\"          Die Novitäten unserer Philharmoniker.\r\n     In den von den Mitgliedern des Hofopern=Orchesters veranstalteten Philharmonischen Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Bach, Beethoven, Brahms ...] Bruckner: Symphonie Nr. 8, C-moll (Seiner k. und k. Apostolischen Majestät Kaiser Franz Josef gewidmet), erste Aufführung; [... Chabrier bis Richard Strauss ...]\" (***),\n\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 284 auf S. 7: \" * In den von den Mitgliedern des Hofopernorchesters veranstalteten Philharmonischen Konzerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Bach, Beethoven, Brahms ...] Bruckner: Symphonie Nr. 8, C-moll (Kaiser Franz Josef gewidmet), erste Aufführung; [... Chabrier bis Richard Strauss ...]\" (°),\n\nFremdenblatt Nr. 284, 3. Beilage:\r\n     \" - In den von den Mitgliedern des k. k. Hof-Opernorchesters veranstalteten Philharmonischen Konzerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Bach, Beethoven, Brahms ...] Bruckner: Symphonie Nr. 8, C-moll (Sr. k. und k. Apostolischen Majestät Kaiser Franz Joseph gewidmet), erste Aufführung; [... Chabrier bis Richard Strauss ...]\" (°°),\n\nWiener Zeitung Nr. 236 auf S. 5 [inhaltlich wie (°)]  und zusätzlich mit einem Inserat auf S. 12 [inhaltlich wie (##)] (°°°)\n\r\nund »Die Presse« Nr. 284 auf S.11:\r\n\"     [inhaltlich wie (°)] \"Bruckner: Symphonie Nr. 8 C-moll (Sr. Majestät dem Kaiser Franz Josef gewidmet), erste Aufführung; [...]\" (#).\nAuf S. 10 dieser Zeitung weist ein Inserat auf die Gesellschaftkonzerte (mit dem 150. Psalm am 13.11.1892) hin:\r\n\"MUSIKVEREINS-SÄLE.\r\nDie vier ordentlichen Concerte\r\nder Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1892 bis 1893, geleitet von dem Concert-Director Herrn Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen um halb 1 Uhr Mittags, mit nachbenanntem Programme statt. I. 13. November. Franz Schubert: Ouverture in E-moll; A. Bruckner: Psalm, für Solo, Chor und Orchester (erste Aufführung); [... Werke, Solisten, andere Konzerte, Kartenverkauf ...]\" (##).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:57"}, {"ID": 189310135, "Datum": "13.10.1893, Freitag", "Haupttext": "Vorschau auf die Musikabende des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (Quintett im 2. Abend am 28.12.1893 und Mittelsätze der 5. Symphonie für zwei Klaviere im 4. Abend Ende März 1894)\n \nin der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 4668 auf S. 4:\r\n\"     – Der Wiener akademische Wagner=Verein (Zweigverein des Allgemeinen Richard Wagner=Vereines), veranstaltet wie in früheren Jahren unter Mitwirkung erster Kunstkräfte und des Vereinschores für seine Mitglieder und für geladene Gäste während des Winterhalbjahres 1893/94 vier interne Musikabende im kleinen Musikvereinssaale. Als Programme sind in Aussicht genommen. [...]. – Zweiter Abend, Ende December 1893. 1. [... Gluck, Weber, Hugo Wolf ...] 4. Bruckner, Quintett. 5. Wagner, Wanderer=Scenen aus \"Siegfried\". – [... 3. Abend ...] Vierter Abend, Ende März 1894. 1. [... Haydn, Mozart, Schubert, Berlioz ...] 5. Bruckner, Adagio und Scherzo der V. Symphonie (B-dur) für zwei Claviere. 6. Wagner, Ueberleitungsmusik und Chöre aus dem 1. Acte \"Parsifal\".\r\n     Die Uebungen des Vereinschores finden unter Leitung des Herrn Joseph Schalk an jedem Donnerstag Abends von 7 bis gegen 9 Uhr, im Vereinslocale, 1. Bezirk, Musikvereins=Restauration, Canova=Saal, statt [... Organisatorisches ...]\" (*)\n \nund im Deutschen Volksblatt Nr. 1718 auf S. 7:\r\n\"     – Der Wiener akademische Wagner=Verein, Zweigverein des Allgemeinen Richard Wagner=Vereines, veranstaltet wie in früheren Jahren unter Mitwirkung erster Kunstkräfte und des Vereins=Chores für seine Mitglieder und für geladene Gäste während des Winterhalbjahres 1893/94 vier interne Musik=Abende im kleinen Musikvereinssaale (Abends halb 8 Uhr). Als Programme sind in Aussicht genommen. [...]. – II. (IV.) Abend: Ende December d. J. 1. [... Gluck, Weber, Hugo Wolf ...] 4. Bruckner, Quintett. 5. Wagner, Wanderer=Scenen aus \"Siegfried\". – [... 3. Abend ...] IV. (II.) Abend: Ende März 1894. 1. [... Haydn, Mozart, Schubert, Berlioz ...] 5. Bruckner, Adagio und Scherzo der fünften Symphonie (B-dur) für zwei Claviere. 6. Wagner, Ueberleitungsmusik und Chöre aus dem 1. Acte \"Parsifal\". Die Uebungen des Vereins=Chores finden unter Leitung des Herrn Josef Schalk an jedem Donnerstag, Abends von 7 bis gegen 9 Uhr, im Vereinslocale (I., Musikvereins=Restauration, Canovasaal) statt [... Organisatorisches ...]\" (**).\n \nEin Inserat im Berliner Börsen-Courier macht auf die öffentliche Hauptprobe der 3. Symphonie am 15.10.1893 aufmerksam (***).", "Letzte Änderung": "12.02.2025 14:39"}, {"ID": 189410135, "Datum": "13.10.1894, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 21.10.1894 (mit der 7. Symphonie und dem »Te deum«)\n \nim Neuigkeits-Weltblatt Nr. 235 auf S. 10:\n\"     Zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein am 21. d. M., Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale ein Festkonzert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk und Mitwirkung der Damen Mary Lederer, Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch, der Herren Hermann Winkelmann, Kammersänger, Ferdinand Graf, Prof. Josef Vockner, des Hofopernorchesters, des Wiener Männergesangvereins „Schubertbund”, des Wagnervereins=Chores die „siebente Symphonie” und das „Tedeum” des Meisters zur Aufführung gelangen.\" (*)\n \nund in der Reichspost Nr. 236 auf S. 4:\n\"    –  Der Wiener Akademische Wagner=Verein veranstaltet Sonntag den 21. October, Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's ein Festconcert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk und unter Mitwirkung der Damen Mary Lederer, Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch, der Herren Hermann Winkelmann, Kammersänger, Ferdinand Graf und Professor Josef Vockner, des Hofopernorchesters, des Wiener Männergesangsvereines „Schubertbund”, des Wagner=Vereins=Chors die „Siebente Symphonie” und das „Tedeum” des Meisters zur Aufführung gelangen. Sitze sind zu haben in der Hofmusikalienhandlung Gutmann (Opernhaus) .\" (**).\n \nEine vermutlich ähnlich lautende Ankündigung bringt auch die Deutsche Zeitung Nr. 8186 (**a).\n \nInzwischen melden einige andere Zeitungen, daß dieses Konzert verschoben wird:\n \nDeutsches Volksblatt Nr. 2076 auf S. 7:\n\"    – Das zur Feier des 70jährigen Geburtstages Anton Bruckner's gestern angezeigte Festconcert muß infolge gegenwärtiger Ueberbürdung des Hofopern=Orchesters vorläufig verschoben werden.\" (***),\n \nNeues Wiener Journal Nr. 349 auf S. 6:\n\"    * Das zur Feier des siebzigjährigen Geburtstages Anton Bruckner's gestern angezeigte Festconcert muß infolge gegenwärtiger Ueberbürdung des Hofopernorchesters vorläufig verschoben werden.\" (°)\n \nund »Die Presse« Nr. 281 auf S. 11:\n\"    – Das zur Feier des 70jährigen Geburtstages Anton Bruckner's gestern angezeigte Festconcert muß in Folge gegenwärtiger Ueberbürdung des Hofopern=Orchesters vorläufig verschoben werden.\" (°°).\n \nAuf die Aufführung der f-Moll-Messe am 4.11.1894 macht (wie am 12.10.1894) ein Inserat im Neuen Wiener Journal Nr. 349 auf S. 11 aufmerksam:\n\"     GROSSER MUSIKVEREINSSAAL. Die 4 ordentlichen und 2 ausserordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1894/95, geleitet von dem Concert=Director Wilhelm Gericke, finden mit nachbenanntem Programme statt, u. zw.: A. Die ordentl. 1. am 4. November, Mittags ½1 Uhr: Bruckner, Messe in F-moll (1. Auff. i. d. Gesells.=Conc.); 2. am 2. December [... die anderen Konzerte, Kartenverkauf ....].\" (°°°).\n \nÜber die 9. Symphonie meldet The Scranton Tribune (Pennsylvania) auf S. 8:\r\n\"SHARPS AND FLATS:\r\n[... Dvorak ... Mascagni ...]\r\n     Anton Bruckner is at work on his ninth symphony, of which he has already completed three movements. Bruckner's naive personal character was amusingly illustrated some time ago when the Austrian emperor asked him if he could do him a favor. \"Please, your majesty,\" replied the composer, \"tell Dr. Hanslick not to criticise my music so severely.\"\r\n     [... Statistik zur deutschen Musikproduktion ... Rubinsteins Absagegrund für Amerikareise (Seekrankheit) ...].\" (#).", "Letzte Änderung": "26.09.2025 13:37"}, {"ID": 189510135, "Datum": "13.10.1895, Sonntag", "Haupttext": "Das Neuigkeits-Weltblatt Nr. 236 berichtet auf S. 5, daß Bruckner einem Freund, der ihn vor einigen Tagen besucht habe, gesagt habe, er wolle die 9. Symphonie, die er dem Lieben Gott gewidmet habe, mit dem »Te deum« abschließen (*a). Es sei geplant, die Proben für eine Aufführung des Quintetts in Bruckners Wohnung im Belvedere zu veranstalten.\r\n\"     Ueber das Befinden Anton Bruckner's kommen unerfreuliche Nachrichten aus dem Belvedere, wo der Meister seit Monaten wohnt, seitdem ihm der Kaiser ein Heim in dem Palaste des Prinzen Eugen von Savoyen geboten. Anton Bruckner kann sich nur mehr von Chokolade nähren und verläßt er auf wenige Momente sein Zimmer, um im Park frische Luft zu schöpfen, so wird er von Frösteln befasst und muß schleunigst den Rückzug antreten. Und trotzdem ist der Meister unermüdlich beim Komponieren; er hat seine neunte Symphonie bis zum Finale vollendet und trägt sich mit dem Gedanken, der Dichtung als vollständigen Schluß sein früher geschaffenes Te Deum anzuhängen. \"Ich habe die achte Symphonie meinem guten Kaiser und die neunte Symphonie dem lieben Gott in tiefer Ehrfurcht gewidmet, deshalb soll sie mit einem Te Deum ausklingen und dann will ich die Feder für immer hinlegen,\" sagte der geniale Mann vor einigen Tagen einem Freunde, der zum Besuche gekommen. Bruckner steht in der Behandlung des Professors v. Schrötter, der mit aufopfernder Liebe den Kranken betreut. Anläßlich der Konzerte der böhmischen Kammermusik=Vereinigung wird des Meisters Streichquintett zur Aufführung gelangen [27.3.1896 gemeint?]; um Bruckner eine Freude zu bereiten, finden die Proben zu dem Werke in seiner Wohnung im Belvedere statt.\" (*).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2434 kündigt auf S. 8 an, dass der Wagner-Verein Aufführungen der e-Moll-Messe und der 8. Symphonie plant:\n\"    – Der Wiener Akademische Wagner=Verein gibt bekannt [... Donnerstagstreffen beginnen am 10.10.1895 ...] Für die vier internen Musik=Abende sind der 28. November [tatsächlich: 3 Sätze der 5. Symphonie], 28. December, 3. März [tatsächlich: e-Moll-Messe am 19.3.1896] und 16. April [tatsächlich: 30.4.1896] bestimmt und für dieselben die Aufführung folgender Musikwerke in Aussicht genommen: Bach, Motette; Beethoven, Meeresstille und glückliche Fahrt; Sonaten; Bruckner, Achtstimmige Messe (E-moll); VIII. Symphonie; Cherubini, [...].\" (**).\n \nDie Meldung vom 8. und 10.10.1895 erscheint auch\nin The Kansas City Star Nr. 26 auf S. 10 in der 1. Spalte:\r\n\"              Notes of Music and Musicians.\r\n[...]\r\n     The emperor of Austria has placed a suite of rooms in the Belvedere Palace at the disposal of the aged composer, Anton Bruckner, who, like most good composers, has passed his life in poverty and obscurity.\" (***)\n \nund in The Times-Democrat Nr. 14004 (New Orleans, Louisiana) auf S. 16 in der 4. Spalte:\r\n\"     The Emperor of Austria has placed a suite of rooms in the Belvedere palace at the disposal of the aged composer, Anton Bruckner, who, like most good composers, has passed his life in poverty and obscurity.\" (°).", "Letzte Änderung": "25.09.2025 06:01"}, {"ID": 189610135, "Datum": "13.10.1896, Dienstag", "Haupttext": "Übersicht:\nA. Geschehenes (Ereignisse)\nB. Geschriebenes (Briefe, Dokumente)\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung)\nA. Geschehenes (Ereignisse)\nBruckners Leichnam bleibt bis mittags auf dem Sterbebett [oder 12.10.? Vgl. die Anmerkung]. Ferry Bératon fertigt eine Zeichnung [IKO 86] an (*).\r\nDie Bildhauer J. Haberl und K. A. Zinsler nehmen die Totenmaske [IKO 87] (**)\r\nund einen Abdruck der rechten Hand. Dabei ist vermutlich Heuberger anwesend (***).\r\nEin Taschentuch Bruckners mit Gipsspuren ist erhalten geblieben (°).\nNachmittags erfolgen die Injizierung der Leiche durch Prof. Paltauf und anschließend die Aufbahrung im Sterbezimmer. Bruckners Hände halten einen Strauß seines Patenkindes Carl Anton Almeroth (°°).\nIm Trauerhaus treffen viele Kränze ein, u.a. von Graf Lamberg, Batthyáni, Werndl, Wagner-Verein, Almeroth, Steyrer Liedertafel, Steyrer Musikverein, Meißner, Wiener Männergesangverein, Löwe, Josef Schalk, Gesellschaft der Musikfreunde, Rättig, Latzelsberger, Hämmerle, Schubertbund. Kondolenzen von Rothschild und Bératon (°°°).\r\nJosef Schalk hatte auch für Franz Schalk einen Kranz besorgt (#).\r\nUniversität und Musikverein sind schwarz beflaggt (##).\nBei der Gemeinderatssitzung gibt Bürgermeister Strobach in einer Gedenkrede den Stadtratsbeschluß bekannt, das Leichenbegängnis auf Kosten der Stadt Wien zu veranstalten (a).\nBruckners Testament und Kodizill werden vom Obersthofmarschallamt kundgemacht (b).\nBei der Probe der Vöcklabrucker Liedertafel gedenkt man des Verstorbenen. Herr Kranzl beantragt, daß einige Mitglieder - es sind dann Obermayr und Hüttner - am Leichenbegängnis teilnehmen (c).\n[13. oder 14.Oktober?] Außerordentliche Ausschußsitzung des Linzer Musikvereins, in welcher beschlossen wird, sich an den Trauerfeierlichkeiten in Wien und St. Florian zu beteiligen und in der zweiten Hälfte Dezember eine Bruckner=Gedenkfeier zu veranstalten (c1).\nDer Schüler Anton Riegl erfährt von Bruckners Tod aus einer Linzer Zeitung (d).\nBei der Hauptversammlung des Gesangvereins Aigen gedenkt man auf Antrag des Chormeisters Karl Hackermüller des verstorbenen Bruckner (e).\nB. Briefe, offizielle Schreiben, Dokumente\nDie Eingabe Dr. Reischs [ca. 12.10.1896] wegen der Überführung der Leiche wird von der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land mit der Zahl 18718 als eingelangt registriert (br1).\nAkt des Wiener Magistrats (Zahl 175671) wegen der »Überführung der Leiche des Dr. Anton Bruckner nach St. Florian«, gerichtet an die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land (br2).\nBrief Hanslicks an Heuberger (Korrespondenzkarte): Gratuliert zum Bruckner-Artikel. Lädt ihn zu einem Gespräch darüber für den 16.10.1896 ein (br3).\nKondolenzkarte von Hermine Bach an Rosalia Hueber (br4).\nTelegramm von Dr. Theodor Reisch an Ferdinand Moser: Dankt für die Bewilligung [vgl. 12.10.1896]. Der Leichnam werde am Donnerstag um 6 Uhr früh in Asten eintreffen [15.10.1896]. Er, Reisch, werde mit dem Frühzug kommen (br5).\nTelegramm an August Göllerich (\"linzdonau | hotel krebs\", in Wien aufgegeben) \"leichen begaengniss morgen mittwoch drei uhr = schalk\"\r\n[vermutlich Josef Schalk, da dem Brief vom 8.11.1896 zufolge Franz nicht in Wien gewesen sein dürfte, da Josef für ihn den Kranz besorgt hatte] (br6).\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung nach dem Anfangsbuchstaben)\nArbeiter-Zeitung Nr. 282 auf S. 5 ein Bericht über die aktuellen Ereignisse:\r\n\"     * Anton Bruckner gestorben. Ueber die letzten Augenblicke des Tondichters wird noch gemeldet: [... Text der \"Presse\" vom 12.10.1896: schmerzloser Tod, Herzleiden, Asthma, 9. Symphonie, Dr. Sorger [recte Sorgo], Kathi Kachelin [sic] mit Tochter, Anton Meißner, Beisetzung ...]\",\ndarunter (auf Seite 5f) ein Feuilleton-Artikel, signiert \"J. S.\" [Josef Scheu]:\r\n\"             Anton Bruckner.\r\n     Ein für die Tonkunst hochbedeutendes Menschenleben ist zu Ende gegangen: Anton Bruckner hat die Augen für immer geschlossen. [... lange verkannt, Würdigung des Werkes und seiner Bedeutung, Biographisches ...].\r\n     [...] Der Tod hat dem verehrten und geliebten Manne die Feder aus der Hand genommen. Nun ist seine Zeit gekommen, nun wird man ihn als großen Mann gelten lassen.\r\n                                      J. S.\" (za1).\nBukowinaer Rundschau Nr. 2257 (Czernowitz) auf S. 3:\r\n\"     Wien, 12. Oktober. Der bekannte Componist Anton Bruckner ist gestorben.\" (zb1).\nThe Boston Globe Nr. 105 wiederholt auf S. 8 in der 7. Spalte (Morgen- und Abendausgabe) die gestrige Meldung:\r\n\"          Composer Bruckner Dead.\r\n     VIENNA, Oct. 12–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zb2)\nDie Boston Post auf S. 2:\r\n\"          OBITUARY. \r\n     [...] VIENNA, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zb3)\nThe Bucyrus Evening Telegraph Nr. 152 auf S. 1 in der 5. Spalte:\r\n\"       BRIEF NEWS ITEMS.\r\n             TUESDAY, OCTOBER 13.\r\n     Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead at Vienna.\" (zb4).\nThe Buffalo Commercial auf S. 2 in der 5. Spalte:\r\n\"     CONDENSED DISPATCHES.\r\n[...]\r\n     Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead in Vienna. [...]\" (zb5)\nDer Buffalo Courier Nr. 287 auf S. 2 in der 2. Spalte:\r\n\"          OBITUARY. \r\n     Vienna, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zb6).\nDeutsche Zeitung Nr. 8904 auf S.1f (ausführlicher Nachruf von Theodor Helm):\r\n                         \"Anton Bruckner.\r\n     Was ein langjähriges Siechthum des großen Meisters schon so oft befürchten ließ, was namentlich im verflossenen Juli unmittelbar vor Beginn der Bayreuther Festspiele Gewißheit zu werden drohte, ist nun wirklich eingetroffen: Anton Bruckner ist nicht mehr! Im Alter von 72 Jahren erlag er den Folgen derselben tückischen Krankheit, welche dereinst auch den allgewaltigen Beethoven – und diesen bereits mit 57 Jahren – hinwegraffte. Für den jetzt eben heimgegangenen Meister selbst bedeutet dieser traurige Ausgang Erlösung aus den Qualen eines kaum mehr menschenwürdigen Daseins; waren doch Bruckner durch sein schweres chronisches Leiden auch die bescheidensten leiblichen, wie geistigen Lebensgenüsse verwehrt. Sich an der Aufführung eines seiner großen Werke zu erfrischen, mußte ihm der Arzt gewöhnlich verbieten, da mit der dadurch erzeugten, selbst freudigen Aufregung jedesmal eine Verschlimmerung seines Zustandes eintrat. Und auch von ausgiebiger Befriedigung seines bei halbwegs leidlichem Befinden nie ermattenden Schaffensdranges konnte seit Jahr und Tag nicht mehr die Rede sein. Insoferne trifft der schwerste Verlust, welchen die musikalische Welt durch das Hinscheiden Bruckner's erleidet, die Nichtvollendung seiner Neunten Symphonie, des Meisters Freunde und Verehrer nicht erst jetzt, sie mußten mit dieser schmerzlichen Thatsache schon lange rechnen, von der Zeit an, als der geniale Tondichter die Arbeit an der Symphonie nicht mehr in einem Zuge, sondern eben nur in weiten Zwischenräumen, ganz nach Maß seines körperlichen Befindes wieder aufnehmen und fortsetzen konnte.\r\n    Trotzdem wollen wir Alle, die wir von Bruckner's Größe überzeugt sind, auch den symphonischen Schwanengesang des Meisters noch nicht völlig verloren geben. Wir wissen ja, daß von der Neunten Symphonie die Sätze in Partitur fertig vorliegen, weiter Skizzen, welche eine Ueberleitung zu den hehren Klängen des Tedeums andeuten, mit welchem erhabenen Chorwerke als Finale Bruckner seine letzte Symphonie beschließen wollte, wie ja auch einst Beethoven seine aus gleicher Tonart gehende \"Neunte\" in einem mächtigen Chorsatz ausklingen ließ.\r\n     Es wäre nun Sache der berufensten Fachkenner der Bruckner'schen Muse – ich denke hier unwillkürlich an die Professoren Löwe und Schalk und Hofcapllmeister Hans Richter – den gewaltigen Torso der Bruckner'schen \"Neunten\"  eingehend zu prüfen und etwa in Verbindung mit geistesverwandten schöpferischen Musikern (Hugo Wolf, Richard Strauß, Felix Mottl, Jean Louis Nicodé) durch die nothwendigsten – selbstverständlich vorsichtigsten! – Ergänzungen für den Concertsaal lebensfähig zu machen.\r\n    Ueberhaupt erscheint es mir jetzt, nachdem der Meister selbst geschieden, als die heiligste Pflicht seiner wirklichen treuen Anhänger, dafür Sorge zu tragen, daß seine Werke in den weitesten Kreisen bekannt werden. Natürlich in würdigen, sorgfältigst vorbereiteten Aufführungen, wozu ja in Wien und jeder größeren Musikstadt die nöthigen Mittel vorhanden und, wie die vielen schönen Erfolge des bereits Aufgeführten zeigen, auch meist verstehende Dirigenten. Zum Glück [... gibt es gedruckte und angekündigte Partituren und Klavierauszüge vieler Werke ...]. Aber im großen Publicum ist das Alles noch nicht bekannt genug, weil viel zu selten aufgeführt: man sehe nur den Spielplan der meisten deutschen Musikstädte! Nun vielleicht ermannen sich jetzt die ehrenwerthen Musikdirectoren und machen dem todten Meister gegenüber wett, was sie an dem lebenden oft in geradezu unverantwortlicher Weise versäumt.\r\n     Es heißt ja, daß die Majestät des Todes versöhnt – vielleicht, daß Bruckner's Hinscheiden nun auch die hartnäckigen Gegner, die dem Meister das Leben verbittert, milder stimmt, wenn nicht gar Manchen zur besseren Erkenntniß und Umkehr bringt. [... gründliches Bekanntwerden ist Voraussetzung ... Angaben zur Biographie hier nicht nötig (siehe dazu die Artikel in Nr. 8147 und 8148 [3./4.9.1894] ...].\r\n     Am wenigsten wird man von mir oder sonst einem Kritiker jetzt schon, an der offenen Bahre des Tondichters, ein abschließendes Urtheil über Bruckner's Künstlergröße und über die Stellung, die er in der allgemeinen Entwicklungsgeschichte der Musik einnimmt, verlangen. DIese abschließende Urtheil muß durchaus der Zukunft vorbehalten bleiben. Meiner festen Ueberzeugung aber, daß in Bruckner einer der größten musikalischen Erfinder und Contrapunktisten überhaupt, außerdem ein edelster Geisteserbe Wagner's, wie Beethoven's, im Besonderen einer der genialsten Sinfoniker und Kirchencomponisten dahin gegangen sei, dürfte schwerlich mit triftigen Gründen widersprochen werden.\r\n     Ehren wir nun den todten Meister in seinen ihn überlebenden Werken. [... die geplante Aufführung der 7. Symphonie als Vorahnung Hans Richters? ...]. Wird auch die wunderbare Heldenklage jenes Cis-moll=Adagios bei der sich nun von selbst ergebenden Trauerfeier der Philharmoniker jeden wahren Verehrer Bruckner's auf das Tiefste erschüttern, so wird sie ihn andererseits auch trösten und erheben durch die Vorstellung der Zaubermacht des Genius, der sich wie der Phönix aus der Asche schwingt, und dem gegenüber Tod und Verwesung machtlos sind.\r\n                           Theodor Helm.\" (zd1).\nAuf Seite 7 Bekanntgabe des Begräbnistermins durch den Wiener akademischen Gesangverein:\r\n\"     Unser Ehrenmitglied\r\n            Professor Dr. Anton Bruckner\r\nist Sonntag den 11. d. M. um halb 4 Uhr Nachmittags verschieden. Wir bringen dieses tiefbetrübende Ereigniß unseren A. H. A. H. und unterstützenden Mitgliedern mit dem Ersuchen zur Kenntniß, sich bei dem Mittwoch den 14. d. M. um 3 Uhr Nachmittags in der Karlskirche im 4. Bezirke stattfindenden Leichenbegängnisse zahlreich zu betheiligen.\r\n     Gleichzeitig richten wir an die nationalen Verbindungen der Universität die Einladung, zur Besprechung über die Betheiligung der Studentenschaft an dem Leichenbegängnisse in unserer Amtsstube, 1. Bezirk, Universität, Arcadenhof links, Dienstag den 13. d. M. um 4 Uhr Nachmittags zu erscheinen.\r\n                         Der Ausschuß\r\n     des Wiener akademischen Gesangvereines\" (zd2).\nDeutsches Volksblatt Nr. 2794 auf S. 7:\r\n\"     * [Professor Anton Bruckner †.] Gestern, Nachmittags um halb 5 Uhr, ist die Leiche Dr. Anton Bruckner's von der Entreprise des pompes funèbres im Oberen Belvedere aufgebahrt worden. [... Sterbezimmer, Anton Meißner, Bildhauer Haberl und Zinsler, Leichenbegängnis 14.10.1896 15 Uhr, St. Florian, Parte, Testament (Hausorgel für Schrötter) ...]. Die Einsegnung der Leiche erfolgt Mittwoch Nachmittags 3 Uhr in der Carlskirche. Vermuthlich wird die Stadt Wien selbst die Kosten tragen.\" (zd3),\nauf Seite 11:\r\n\"                        Eingesendet. *)[Fußnote der Schriftleitung]\r\n     Unser Ehrenmitglied\n              Professor Dr. Anton Bruckner\r\nist Sonntag, den 11. d. M., um halb 4 Uhr Nachmittags, verschieden. Wir bringen dieses tiefbetrübende Ereignis unseren A. H. A. H. [Alten Herren] und unterstützenden Mitgliedern mit dem Ersuchen zur Kenntnis, sich bei dem Mittwoch, den 14. d. M., um 3 Uhr Nachmittags, in der Carlskirche im 4. Bezirke stattfindenden Leichenbegängnisse zahlreich zu betheiligen.\r\n     Gleichzeitig richten wir an die nationalen Verbindungen der Universität die Einladung, zur Besprechung über die Betheiligung der Studentenschaft an dem Leichenbegängnisse in unserer Amtsstube, 1. Bezirk, Universität, Arcadenhof links, heute, den 13. d. M., um 4 Uhr Nachmittags, zu erscheinen.\r\n                                          Der Ausschuß\r\n                        des Wiener akademischen Gesangvereines.\" (zd3a),\nund Abendausgabe S. 2:\r\n\"     * [Professor Anton Bruckner †.] Der Wiener Stadtrath hat heute einen Beschluß gefaßt, der sowohl die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, wie seine Vertreter in hohem Grade ehrt. Nach diesem Beschlusse wird das Leichenbegängnis des großen Tondichters Professor Dr. Anton Bruckner auf Kosten der Gemeinde Wien stattfinden. Wir können unseren Stadtrath zu diesem Beschlusse nur beglückwünschen.\" (zd4).\nThe Dayton Herald auf S. 1 in der 4. Spalte:\r\n\"        The Late Composer Bruckner.\r\n     New York, Octobr 13.–A cable dispatch yesterday from Vienna, announced the death of Herr Anton Bruckner, the celebrated musical composer. He was born September 4, 1824, at Ansfelder [sic], Austria, and received his earliest musical instruction from his father, a village school master. He joined the choir of the Institute of St. Florian, and afterward became organist. From there he went to the Linz Cathedral in the same capacity, making frequent visits to Vienna to study under Sechter. At Sechter's death, he was chosen to succeed him as organist at the Hoskapple [sic], and at the same time became professor in the Conservatorium.\r\n     Though he wrote several grand masses und choruses, his fame rests upon his seven symphonies. He was a strong adherent of Wagner, and his style was distinguished by greatearnestness and considerable originality.\" (zd5).\nDie in Baltimore erscheinende Zeitung Der Deutsche Correspondent Nr. 246 bringt auf S. 1 in der 4. Spalte  einen kurzen Nachruf:\r\n\"                       † Anton Bruckner.\r\n     Wien, 12. Oktober. – Hr. Anton Bruckner, der berühmte Componist, ist gestorben. Anton Bruckner, geboren am 4. September 1824 in Ansfelden, Oberösterreich, bildete sich als Schulgehülfe auf autodidaktischem Weg zu einem tüchtigen Musiker aus, wurde 1856 Domorganist in Linz, machte dann unter Leitung Simon Sechter's in Wien noch gründliche Contrapunktstudien und wurde 1868 als dessen Nachfolger im Amte des Hofkapellorganisten nach Wien berufen, daneben wurde er in der Folge noch Lehrer für Orgelspiel und Composition am Wiener Conservatorium und 1875 auch Lektor für Musik an der Wiener Universität. Unter seinen Compositionen sind die geistlichen Chorwerke (mehrere Messen, ein Tedeum u. A.) hervorzuheben, besonders aber seine Symphonien.\" (zd6).\nDie Dresdner Nachrichten Nr. 284 schreiben auf S. 3:\r\n\"     † Der Komponist Anton Bruckner ist vorgestern, 72 Jahre alt, in Wien gestorben. Als Hofkapellorganist des Kaisers von Oesterreich, noch mehr als Kontrapunktist hat er sich bedeutenden Ruf erworben. Unter seinen Kompositionen sind die geistlichen Chorwerke hervorzuheben. Seine weltlichen Kompositionen sind stark von Rich  Wagner beeinflußt und lassen nicht selten die streng logische Entwickelung vermissen. Außer verschiedenen Kammermusiken hat er acht große Sinfonien geschrieben, die 9., noch unvollendete, wollte er \"Dem lieben Gott\" widmen. Die musikalische Welt verliert mit ihm einen bedeutenden Musikgelehrten, aber keinen hervorragenden Komponisten.\" (zd7).\nIm Dresdner Journal Nr. 239 ist auf S. 1916f zu lesen:\r\n\"     † Anton Bruckner. Eine der originellsten und eigenartigsten Erscheinungen im Musikleben Wiens, Prof. Dr. Anton Bruckner, ist am Sonntag nachmittags im 72. Lebensjahre einem langen Leiden erlegen. Anton Bruckner mußte jahrzehntelang um seine künstlerische Existenz kämpfen, es gelang ihm lange nicht, als Komponist sich durchzusetzcn und nicht einmal auf dem ihm eigensten Gebiete, der Kirchenmusik, sich Geltung zu verschaffen. Dafür war er als Greis in seinen letzten zehn Jahren der Gegenstand eines ebenso leidenschaftlichen als übertriebenen Kultus. Die Wagnersche Schule, welche nach dem Tode des Meisters ein neues sichtbares Haupt brauchte, zog den bescheidenen Musiker, welcher in Wien ohne Ruhmbegier seiner Kunst lebte, aus seinem ruhigen Dasein hervor. Bruckner wurde auf den Schild gehoben, seine Symphonien und Kirchenkompositionen wurden wiederholt unter dem jubelnden Beifalle der Wagner=Gemeinde aufgeführt, sie nahmen ihren Rundzug durch Deutschland, und so ergoß sich über die letzten Lebensjahre des bescheidenen und liebenswürdigen Musikers ein glänzendes Abendrot. In Wien zählte Anton Bruckner viele Freunde, und auch solche Männer, welche seinen Kompositionen nicht unbedingt zustimmten, zollten seinem selbstlosen künstlerischen Streben vollen Beifall und wußten den genialen Orgelspieler, den vortrefflichen Lehrer der Kompositionslehre, den ehrenhaften, von freundlicher Milde erfüllten Menschen hoch zu schätzen. Sein Lebenslauf ist bald erzählt; die „N. Fr. Pr.\" teilt darüber mit: Bruckner wurde zu Ansfelden in Oberösterreich am 4. September 1824 geboren. Schon in frühester Kindheit wurde er als Sängerknabe in das Stift St. Florian ausgenommen, wo er auch das Klavier=, Violin= und Orgelspiel erlernte. Später widmete er sich unter Anleitung Simon Sechters der Kompositionslehre. Er galt als eine Autorität auf dem Gebiete des Kontrapunktes. Die Orgel beherrschte Bruckner mit der größten Vollendung, viele haben ihn den größten Orgelspieler genannt, den die Welt seit Johann Sebastian Bach gesehen hat. Bruckner war seit dem Jahre 1861 Hoforganist an der Wiener Hofkapelle, ferner Professor am Konservatorium und Lektor an der Wiener Universität, wo seine öffentlichen und unentgeltlichen Vorlesungen über Harmonielehre und Kontrapuntt eine zahlreiche Zuhörerschaft versammelten. Im Jahre 1891 wurde Bruckner zum Ehrendoktor der Philosophie an der Wiener Universität promoviert. Bald darauf zog er sich aus Kränklichkeit von seinem Lehramte zurück. Seinen bescheidenen Lebensunterhalt fristete er durch einen Ehrensold, den ihm der oberösterreichische Landtag ausgesetzt hatte, und durch Unterstützungen des Kaisers, der ihm unter anderm eine Wohnung im Belvedere zuwies. Bruckner war bis zu seinem Lebensende in voller geistiger Frische und unausgesetzt als Komponist thätig. . . .   Erst spät, nachdem sein Ruf als Orgelspieler schon feststand, war Bruckner als Komponist hervorgetreten. Seine ersten Werke erzielten jedoch keinen Erfolg, und für seine Symphonien wußte er jahrzehntelang nicht einmal einen Verleger zu finden. In der Mitte der achtziger Jahre wurde er auch als Musiker mehr anerkannt. Bruckner schrieb neun große Orchestersymphonien, drei große Messen, ein Streichquintett, ein Tedeum für Orchester und Chor und zahlreiche kleinere Kompositionen. Seinen Orchester- kompositionen und insbesondere seinen Symphonien, in welchen die Technik des Wagnerschen Orchesters acceptiert erscheint, wohnt sicherlich ein genialer, ins Gigantische gehender Zug inne, und an Reichtum der Erfindung und technischer Kunst der Verarbeitung fehlt es Bruckner keineswegs. Leider erscheint damit nicht immer das edle künstlerische Ebenmaß und die Klarheit der Durchführung gepaart; speziell seinen Symphonien wird ein Hang zum Maßlosen und Verworrenen vorgeworfen, welcher eine Übersicht sehr erschwert und einen vollkommenen künstlerischen Genuß nur selten aufkommen läßt. Vielleicht werden seine Kirchenkompositionen auf die Nachwelt einen längeren und nachhaltigeren Eindruck üben. Es ist übrigens bezeichnend, daß Bruckner die überschwänglichen Lobeshymnen seiner Verehrer, welche ihn als einen zweiten Beethoven priesen, keineswegs ohne Widerspruch annahm und dieselben, obwohl er von seiner Kunst hoch dachte, stets bescheiden abwehrte. Im persönlichen Umgange war Anton Bruckner von herzgewinnender Liebenswürdigkeit; sein einfaches Wesen, sein unerschöpflicher, aus einem reinen Innern fließender Humor, seine hohe Begeisterung für die Musik, welcher er sein ganzes Leben mit opfermutiger Hingabe gewidmet hatte, machten auf jeden, der mit ihm in Berührung trat, den größten Eindruck. Dem Einflüsse der Persönlichkeit Bruckners ist nicht zum mindesten die fanatische Verehrung zuzuschreiben, die seine Anhänger seinen Kompositionen entgegenbrachten. Anton Bruckner hatte Gegner seiner musikalischen Richtung, aber keine Feinde. Sein Tod wird eine Lücke in der Wiener Musikwelt zurücklassen, die ihn zu ihren charakteristischesten Vertretern zählte.\" [keine Signatur] (zd8).\nKurzmeldung in der in Meadville (Pennsylvania) erscheinenden Zeitung The Evening Republican Nr. 90 auf S. 1 in der 7. Spalte:\r\n\"       BRIEF NEWS ITEMS.\r\n             TUESDAY, OCTOBER 13.\r\n     Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead at Vienna.\" (ze1)\r\n[Die komplette Spalte mit insgesamt zehn Meldungen in aufsteigender Länge ist auch im Layout und Zeilenumbruch identisch mit der in Bucyrus (Ohio) erschienenen Zeitung, s. o. (zb4) und in den ersten acht Meldungen mit der in Franklin (Pennsylvania) erschienenen, s. u. (zn8)].\nThe Examiner siehe San Francisco Examiner.\nFremdenblatt Nr. 282 auf S. 5:\r\n„     (Professor Anton Bruckner †.) Die Leiche Anton Bruckner’s wurde bis gestern Mittags im Sterbezimmer auf dem Todtenbette belassen. Die Bildhauer Zinsler und Haberl nahmen die Todtenmaske ab. Nachmittags wurde die Leiche Bruckner’s von Professor Paltauf konservirt, worauf man dieselbe im Sterbezimmer aufbahrte. Das von der Entreprise des pompes funèbres besorgte Leichenbegängniß findet, wie erwähnt, morgen Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr, statt. Die Leiche wird vom Trauerhause, 3. Bezirk, Heugasse Nr. 3 (oberen [sic] Belvedere), in die Pfarrkirche zu St. Karl Borromäus überführt und daselbst eingesegnet. Dann wird die Leiche nach dem Westbahnhofe gebracht und von dort nach St. Florian (Station Asten) in Oberösterreich überführt, wo sie am Donnerstag den 15. d. Früh eintrifft. In St. Florian erfolgt die letzte Einsegnung in der Stiftskirche, dann wird die Leiche in der Gruft, und zwar unterhalb der berühmten großen Orgel, welche Bruckner einstens spielte, beigesetzt. Beim Einzug der Leiche in die Stiftskirche wird die oberwähnte Orgel gespielt werden. – Bruckner war noch in den letzten Lebenstagen damit beschäftigt, den vierten Satz seiner großen Symphonie zu Ende zu führen, doch blieb derselbe leider unvollendet. Drei Sätze sind niedergeschrieben. Als vierter Satz wird nach einer testamentarischen Anordnung sein Tedeum bei etwaigen musikalischen Aufführungen verwendet werden. In dem eben erwähnten Testamente ordnete Bruckner auch an, daß die Manuskripte seiner Kompositionen der Hofbibliothek einverleibt werden. Wie verlautet, wird der Testamentsexekutor Gemeinderath Dr. Reisch im Gemeinderathe den Antrag stellen, daß im städtischen Museum ein Bruckner=Zimmer eingerichtet werde, in welchem die zurückgelassenen interessanten Gegenstände Bruckner’s, so u. A. dessen vortrefflich gelungene lebensgroße, von Tilgner ausgeführte Büste, ein ausgezeichnetes in Oel gemaltes Porträt, der alte Bösendorfer=Flügel, Ehrendiplome, die Bänder der niederzulegenden Kränze (vom Sarge) u. m. A. untergebracht werden sollen. – Der jüngere Bruder des Meisters, Herr Ignaz Bruckner, und ein Neffe desselben weilen bereits in Wien. Außer diesen Angehörigen hinterläßt der Verstorbene noch eine Schwester, Rosalia, verehelichte Huber, welche in Oberösterreich wohnhaft ist. Die Seelenmessen werden am 15. d. M. um 10 Uhr Vormittags in der Karlskirche und mehreren anderen Kirchen gelesen.“ (zf1).\nFreie Stimmen Nr. 123 (Klagenfurt) auf S. 4: \"     Wien, 12. October. Der Componist Anton Bruckner ist Sonntag nachmittags nach längerem Siechthum verschieden. (Mit Bruckner verlieren wir einen unserer größten Tondichter. Er wurde 73 Jahre alt. Sein Name ist heute weltbekannt und gerühmt, aber lange hat es gebraucht, bevor der geniale Meister bei Publikum und Kritik die verdiente Würdigung gefunden hat. – Die Schriftl.)\" (zf2).\nGrazer Tagespost Nr. 283:\r\n\"     r. Wien, 12. October. Ueber die letzten Stunden Anton Bruckner's wird gemeldet: Samstag hatte Bruckner wieder einen freieren Augenblick und man sah ihn noch im Garten spazieren gehen. Gestern indeß konnte er nicht mehr das Zimmer verlassen. Er fühlte sich matt, doch keineswegs in einer Verfassung, welche zur unmittelbaren Besorgniß gezwungen hätte. Gegen halb 4 Uhr verlangte er Thee, von dem er ungefähr eine halbes Glas nahm. Während des Trinkens gab er mit einemmal das Glas aus der Hand, ließ den Kopf in das Kissen zurücksinken und schloß mit einem Seufzer die Augen. Er erwachte nicht mehr. Sanft war er dahingeschieden. Das Leichenbegängniß dürfte Mittwoch stattfinden, wahrscheinlich auf Kosten der Stadt Wien. Die Leiche wird in das Stift St. Florian in Oberösterreich überführt werden. Der künstlerische Nachlaß Bruckner's ist im Auftrage des Obersthofmeisteramtes sichergestellt. Von größeren Werken soll Bruckner bloß die bis zum vierten Satze vollendete Symphonie hinterlassen haben. Er hatte für den Fall, daß der vierte Satz seiner Symphonie unvollendet bleiben sollte, bestimmt, daß sein Tedeum den Schluss des Werkes bilden möge. Es verlautet, daß er die Originalien seiner sämmtlichen Werke der Hofbibliothek hinterlassen habe. Zu Erben seines übrigen unbedeutenden Vermögens hat er seinen Bruder und seine Schwester eingesetzt. Seiner langjährigen Wirthschafterein vermachte er 700 fl.\" (zg1a),\naußerdem auf S. 1f des 4. Bogens ein ausführlicher Nachruf:\r\n\"                   Anton Bruckner †.\r\n     Der vorgestern verstorbene Componist Anton Bruckner ist aus bescheidenen Anfängen zu einer Höhe emporgestiegen, auf welcher er allgemein als Einer der ersten Tondichter der Gegenwart anerkannt wird. Er wurde am 4. September 1824 zu Ansfelden in Oberösterreich geboren, hat somit ein Alter von 72 Jahren erreicht. Vor zwei Jahren wurden ihm an seinem 70 Geburtstag Ehren erwiesen, die der lange Zeit Verkannte bis dahin entbehren mußte: Einem Feuilleton von Speidel, das damals erschien, entnehmen wir Folgendes:\r\n     Von Bruckner's Knabenjahren [... Text wörtlich wie der bei 68/213ff für den 4.9.1894 mitgeteilte, mit folgenden Abweichungen: ... Brotgeberin ... Talents ... \"systematisch\" fehlt ...correct   componirte ... Robot ... Cursus ... Conservarotium ... Contrapunkt ... Prüfungscommission ... Dessow ... Clavier ... Candidaten ... Collegen Dessow ... Dessow's ... Dessow ... Prüfungscommission ... Conservatorium ... Hofcapelle ... \"ich will aus der Welt hinaus\" fehlt ... Compositionstalent ... Componisten ... Complimente ... imstande ... daß er Das ...] vor dem muß man Respect  haben.\" Herbeck's Urtheil ist das Urtheil weiter Kreise geworden, es ist sogar von der Wiener Universität bestätigt worden, indem sie Bruckner zum Ehrendoctor ernannte.\" [Der Rest von Speidels Text und die Signatur werden nicht mitgeteilt.] (zg1b).\nGrazer Tagblatt Nr. 283 auf S. 1f:\r\n\"                          Anton Bruckner.\r\n                Von Dr. Friedrich v. Hausegger.\r\n     Der Draht meldet uns die Nachricht von dem Ableben Anton Bruckners. Mit ihm wird einer der eigenartigsten Künstler der Zeit zu Grabe getragen, das Wort \"eigen\" auf ihn bezogen wie auch auf die Zeit. [... Verkanntsein und Parteienzwist ... Biographisches ... künstlerische Entwicklung von der Orgel zum Orchester ... Kontrast zwischen äußerer Bescheidenheit und innerem Feuer ... nicht lächerlich, sondern rührend ... besonderer Musikstil ...]. Die Kunstfertigkeit übermeistert ihn aber zuweilen.\r\n     Nicht als Schwäche des Tondichters möchte ich dies kennzeichnen, [... Würdigung erst in späteren Zeiten ...]. Der Tod Bruckners wird auch ihm, vielleicht in nicht allzu langer Frist, die hervorragende Stelle einräumen, welche ihm in dieser Kunstentwicklung gebürt.\" (zg2),\n\nauf Seite 12 ein Bericht über die aktuellen Ereignisse:\r\n\"                   Anton Bruckner †.\r\n     Wien, 12. October. Der große Tondichter Anton Bruckner ist gestern nachmittags gestorben. Ueber seine letzten Lebensstunden verlautet: [... Todestag, Testament, 9. Symphonie ...]. Für den Fall, als er dieses Tonwerk unvollendet hinterlassen sollte, hatte er bestimmt, dass sein \"Te deum\" den vierten Satz bilden sollte.\" (zg2a)\nund auf Seite 1f des Abendblatts ein Artikel über Bruckners Biographie :\r\n\"                   Anton Bruckner †.\r\n     Ueber Meister Bruckner bringt sein Biograph Lehrer Brunner u. a. folgende kleine Züge: Nach absolviertem Präparandencurse erhielt der 17jährige Bruckner eine Anstellung als Schulgehilfe in Windhag [sic] an der Maltsch in Oberösterreich. [.. Lebensstationen, Förderer (u. a. Herbeck, Rudigier) ... dessen Dank im Linzer Dom ...]. \"[...] Hier dieses Plätzchen in heiligem Boden gehört Ihnen; ich habe es Ihnen als Grabstätte gewidmet.\" In frommer Rührung dankte der Künstler, der die Meinung des Bischofs wohl verstand. Nun wird er wohl Gebrauch machen von der kühlen Gabe  .  .  . \" (zg3),\nGrazer Zeitung Nr. 235:\r\n„           Kleine Zeitung.\r\n                              Graz, 13. October.\r\n[…]\r\n     ** (Anton Bruckner.) In Wien ist am Sonntag einer der bedeutendsten Componisten der Gegenwart Dr. Anton Bruckner im 73. Lebensjahre gestorben.“ (zg4).\nThe Hartford Courant Nr. 242 (Hartford/Connecticut) meldet auf S. 1 in der 4. Spalte:\r\n\"          Death of Herr Bruckner.\r\n     Vienna, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zh1).\nArtikel im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 282 auf S. 1, mit Portrait Bruckners [IKO 90]:\r\n„   Der Tondichter Anton Bruckner †.\r\n             [Abbildung Bruckners (IKO 90)]\r\n     Was sterblich war an Meister Anton Bruckner liegt im Custodenstöckl des Belvedere und morgen Nachmittags wird der Leichnam nach St. Florian in Oberösterreich überführt, um unterhalb der großen Orgel in der Stiftskirche zur ewigen Ruhe gebettet zu werden. Die Orgel hat der heimgegangene Tondichter unvergleichlich schön gespielt; unter seinen Händen quollen aus dem Instrumente wundersame Töne, es war ihm das Mittel, um Gottes Lob und Preis zu singen, um zu verkünden, was seine Brust bewegte, was seiner Phantasie Schwingen lieh. Seit Langem hörte man in Wien kein derartiges, ebenso gewaltiges als ergreifendes Orgelspiel. Dieses Tonwerkzeug jedoch war es nicht allein, das seinen Ruhm begründete, sein Name bleibt mit einem herrlichen Streichquintett und glanzvollen Symphonien verknüpft, die bestimmt sind, der Musikliteratur bleibend anzugehören. Wie wir schon im Abendblatte hervorhoben, ist das Urtheil über Bruckner’s Bedeutung als Compositeur bisher nicht abgeschlossen, es schwankt noch in der Parteien Gunst und Ungunst. Fest steht blos, daß der  Mann mit dem Imperatorenkopfe und dem originellen Gehaben ein Genie gewesen, dem leider die Fähigkeit mangelte, die unaufhörlich zuströmenden Eingebungen zu zügeln, Maß zu halten, Ueberschwänglichkeiten abzuwehren. Er war ein Uebermensch, den man bewunderte und der befremdete. Bruckner war ein Riese und ein Kind zugleich. Hier zeigen wir sein Portrait. Gestern nahm Bildhauer Sinsler die Todtenmaske ab und dann vollzog Prof. Paltauf die Conservirung des Leichnams, worauf die Aufbahrung erfolgte. Der durch das lange Leiden abgemagerte Körper wurde in einen schwarzen Anzug gekleidet und hierauf in einen Metallsarg gelegt. Das Leichenbegängniß findet, wie schon gemeldet, morgen Mittwoch Nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, III., Heugasse Nr. 3 (oberes Belvedere) statt, die Einsegnung geschieht in der Carlskirche. Mittels Prachtwaggons erfolgt die Ueberführung nach St. Florian. Der Testaments=Executor Dr. Reisch beabsichtigt, eine Anzahl Bruckner=Reliquien, unter Anderem den vom Meister benützten Bösendorfer=Flügel und die ausgezeichnete, aus Tilgner’s Meisterhänden hervorgegangene Büste, dem städtischen Museum zu übergeben.“\r\n[am Unterrand:]\nDie heutige Nummer ist 16 Seiten stark, enthält drei Bilder: 1. „Der Tondichter Anton Bruckner †“, 2. […]“ (zi1)\nund in der Abendausgabe S. 3:\r\n„Was gibt’s denn Neues? \r\n         Anton Bruckner †.\r\n      Meister Bruckner’s entseelte Hülle liegt aufgebahrt im Belvedere. Das Custodenstöckl wurde dem Dichter von Seiner Majestät dem Kaiser überwiesen und es ist bisher nicht bekannt geworden, daß über Auftrag des Monarchen die Wohnung des Componisten täglich mit frischem Grün versehen wurde. Die Kinder Floras hat der Meister sehr geliebt und mit Blumen schmückte er ein kleines Madonnenbild, das nächst seinem Bette hing. Kaiser Franz Joseph war es auch, der die Drucklegung der Werke Bruckner’s thatkräftigst förderte und aus der Privatchatouille Seiner Majestät flossen namhafte Summen für das kostspielige Unternehmen.\r\n     Es fand sich lange kein Verleger, welcher die Publicirung der Werke Bruckner’s übernommen hätte, die endlich im Jahre 1892 die altrenommirte und weltberühmte Firma Joseph Eberle und Comp. eingedenk der künstlerischen Bedeutung des Meisters die Drucklegung der Symphonien in die Hand nahm.\r\n     Aus den Ateliers dieser Firma gingen dann durch die Welt die 1., 2., 3. und 6. Symphonie, die Messen, und vertragsmäßig wurde auch das Verlagsrecht an der im Werden begriffenen neunten Symphonie festgestellt. Die Firma Eberle und Comp. bereitete damit dem genialen Manne eine große Freude und überwies ansehnliche Tantièmen, geeignet, das Einkommen Bruckner’s zu erhöhen. Es darf nicht übersehen werden, daß die Drucklegung so umfangreicher Werke, wie es die Symphonien Bruckner’s waren, daß die Herstellung der Partituren und Orchesterstimmen einen ganz bedeutenden Aufwand verursachten. Die mehrgenannte Firma, deren Chef ein begeisterter Kunstfreund ist, brachte gerne jedes Opfer, um breiten Schichten der Bevölkerung die Bekanntschaft mit den musikalischen Hervorbringungen Bruckner’s zu vermitteln.\r\n     Im Laufe des heutigen Vormittags wurden bereits mehrere Blumengebinde auf den Sarg des verblichenen Componisten Professors [sic] Anton Bruckner niedergelegt. Das Trauergemach wurde mit Pflanzen und Blumen aus dem kaiserlichen Garten im Belvedere geschmückt. Heute Vormittags zeichnete Maler Peratoner die Aufbahrung des todten Meisters. – Der Stadtrath hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, das Leichenbegängniß Bruckner’s auf Kosten der Gemeinde zu veranstalten. – Das Portrait des verstorbenen Tondichters, das die erste Seite unseres heutigen Morgenblattes zierte, wurde nach einer Photographie aus dem bekannten Atelier Anton Huber, IV., Margarethenstraße Nr. 36, ausgeführt.“ (zi2).\nLeipziger Volkszeitung Nr. 238 auf S. 5, signiert \"H. M.\" [vielleicht Hans Merian?]:\r\n\"     Anton Bruckner †. In Wien starb am Sonnabend einer der genialsten Komponisten der Jetztzeit. Der Name Anton Bruckner ist dem großen Publikum nicht geläufig. [... Biographisches ... Hauptwerke ... glänzende instrumentation ...]. Aber er verliert sich oft ins Ungemessene, Uebergroße und zersprengt im Rausche des Schaffens alle hergebrachten Formen. Natürlich hatte Anton Bruckner viele Anfechtungen zu erleiden, besonders die alten Formfexen und Kunstschulmeister waren ihm gründlich abhold. Die Nachwelt wird erst den rechten Gesichtspunkt für sein Schaffen gewinnen. Jedenfalls war Anton Bruckner neben dem durchaus anders gearteten Meister Johannes Brahms der bedeutendste Vertreter des großzügigen symphonischen Stiles in unseren Tagen.     H. M.\" (zl1).\n[Linzer Tages-Post siehe Tages-Post]\nLinzer Zeitung auf S. 1129: \r\n„       Drahtnachrichten der „Linzer Zeitung“.\r\n     Wien, 12. October. Der berühmte Componist Doctor Anton Bruckner ist gestern um halb 4 Uhr nachmittags in seiner ihm von Sr. Majestät dem Kaiser eingeräumten Wohnung im Belvedere im 72. Lebensjahre verstorben. Bruckner, welcher gegen Mittag noch das Zimmer verlassen konnte, mußte nachmittags das Bett aufsuchen. Gegen halb 4 Uhr ließ er sich eine Tasse Thee geben; während des Trinkens gab er plötzlich die Tasse weg, sein Kopf sank in die Kissen zurück und mit einem leisen Seufzer gab Bruckner seinen Geist auf. Das Leichenbegängnis findet am Mittwoch in Wien statt. Nach der Einsegnung wird die Leiche in das Stift St. Florian in Oberösterreich überführt und daselbst in der Chorherrengruft beigesetzt.“ (zl2),\nLinzer Volksblatt Nr. 236 (Todesnachricht auf S. 3f, Annonce über Franz Brunners Buch auf S. 6)\r\n\"                  Linz, 12. October 1896.\r\n    – Professor Dr. Anton Bruckner †. Die Tonkunst hat einen schweren Verlust erlitten und unser Heimatland einen seiner edelsten Söhne verloren. Heute wurde uns aus Wien folgende Trauernachricht telephonisch übermittelt:\r\n    Wien, 12. October. (Dr. Anton Bruckner †.) Heute ½4 Uhr früh [sic] ist Professor Dr. Anton Bruckner in seiner Wohnung im Belvedere gestorben. Ueber sein Befinden in den letzten Tagen ist folgendes zu berichten: \"Dr. Bruckner befand sich in den letzten Wochen sehr matt. Immer hartnäckiger stellten sich Beschwerden ein, die seinem Herzleiden und seiner Altersschwäche entsprangen. Bruckner brachte die meiste Zeit im Bette zu. Nur ab und zu kehrten an schönen Tagen die Kräfte ein wenig zurück. An solchen Tagen unternahm er zuweilen vormittags kleine Spaziergänge im Garten des Belvedere. Auf diese günstigen Vormittage folgten jedoch stets Stunden völliger Abspannung. In demselben Maße schwand auch seine frohe Stimmung. Manchmal war er wieder munter und voll von Zukunftsplänen, er sprach von Reisen u. dgl., dann aber trat wieder ein traumähnlicher Zustand ein. Die Aerzte Professor Dr. Schröter [sic], Weißmann und Porzer bemühten sich mit der größten Sorgfalt um den greisen Künstler. Seine brave Wirtschäfterin, die seit 24 Jahren ihn betreute, pflegte ihn mit ihrer Tochter mit wahrer Hingebung. Am Samstag hatte er wieder freie Augenblicke und gieng noch im Garten spazieren.\" Die vielen Freunde Bruckners und seine zahllosen Verehrer werden durch das Hinscheiden des edlen guten Meisters schmerzlich berührt sein und die Trauer um ihn wird eine wahre und echte sein. Gott gebe seinem treuen Diener die ewige Ruhe!\r\n    Gestern gegen mittags konnte Bruckner das Zimmer noch verlassen; gegen halb 1 Uhr nachmittags fühlte er sich unwohl, doch gab sein Zustand keinen Anlass zur unmittelbaren Besorgnis. Gegen halb 4 Uhr nachmittags verlangte er Thee und trank ungefähr ein halbes Glas. Während des Trinkens gab er mit einemmale das Glas aus der Hand, sein Kopf sank auf das Kissen zurück und mit einem Seufzer schloss Bruckner die Augen, um nicht mehr zu erwachen. Sanft schied er dahin. Sofort wurde der Kaplan des Schlosses Belveder von dem Ableben Bruckners verständigt, er kam eilends herbei und betete am Bette des Dahingeschiedenen das \"de profundis\". Bruckners Bruder und Schwester, die in Oberösterreich leben, wurden sogleich verständigt. Das Leichenbegängnis findet am Mittwoch statt. Die Leiche wird in Wien eingesegnet und hierauf in das Stift St. Florian in Oberösterreich überführt, wo sie in der Chorherren=Gruft beigesetzt wird.\" [keine Signatur] (zl3).\n[Inserat auf Seite 6]\nDr. Anton Bruckner\r\nEin Lebensbild von Franz Brunner, k. k. Uebungsschullehrer in Linz.\r\nPreis 30 kr., mit Francozusendung 33 kr.\r\nzu haben in  [rechts Chifffre-Nr. \"(2450 3 1)\"]\nJ. Wimmer's Buchdruckerei, Linz.\" (zl3a).\nMährisches Tagblatt Nr. 236 (Olmütz) auf S. 6:\r\n\"     (Anton Bruckner †.) In Wien ist vorgestern Nachmittags der Componist Anton Bruckner, der schon seit Jahren schwer leidend war, gestorben. [... Biographisches ... kurz zum Werk (7 Symphonien) und seiner Charakteristik ...]. Auch Männerchorwerke hat Bruckner componirt, worunter das bekannteste und wirksamste der \"Germanenzug\" sein dürfte.\" [keine Signatur] (zm1).\nBruckner-Feuilleton Heubergers in der Neuen Freien Presse Nr. 11544 auf S. 1f:\r\n»                Feuilleton.\r\n             Anton Bruckner.\r\n    Als Schulmeister in einem oberösterreichischen Dorfe begann Bruckner seine selbstständige Thätigkeit. [... Biographisches ...].\r\n     Jede Etappe dieses seltsamen Lebenslaufes hat ihre Spuren in den Werken Bruckners hinterlassen. [...].\r\n     Ob seine Musik über diese allgemeine Physiognomie hinaus ihre persönliche Eigenthümlichkeiten besitzt, ist eine von den vielen bis heute unerledigten Streitfragen, [... keine eigene originelle Sprache ... gute Gedanken ohne Entwicklung ... Konglomerate, keine Lebewesen ... \"wunderlicher Bildungsgang\" ... zerfahrene Arbeitsweise ... eher Kirchenmusiker als Symphoniker, f-Moll-Messe bestes Werk ... am schwächsten die kleinen Sachen ...]; hätte sich zu seiner wildschweifenden Phantasie ein gleiches Maß von Kunstverstand, von reifem Schönheitsgefühl gesellt, so wäre er wahrscheinlich ein großer Künstler geworden und nicht nur ein wunderliches \"Original\".\r\n     Unbedingte Bewunderung gebührt Bruckner's Instrumentationskunst. Auf diesem Gebiete war er ein vollendeter Meister. [... Herkunft von der Orgel ...].\r\n     Ein besonderes Wort verdient Bruckner als Persönlichkeit. [... stadtbekannte Figur ... im Konzert \"das Ideal eines zugleich naiv und mit tiefstem Kunstverständnisse genießenden Zuhörers\" ... Opernpläne? ...]\r\n     [... bescheiden, nie arrogant, immer tolerant ...]. Zur Zeit der Musik=Ausstellung verhandelte ich mit ihm wegen einer für diese Gelegenheit zu liefernden Composition. Er überließ mir die Wahl des Textes. Aus den zwei oder drei ihm von mir vorgeschlagenen Stellen aus der Heiligen Schrift wählte er dann den 150. Psalm, \"wegen seiner besonderen Feierlichkeit\", wie er mir in einem liebenswürdigen Schreiben mittheilte.\r\n     Bruckner hinterläßt das Andenken eines hochstrebenden Künstlers und eines edlen Mannes. Ueber die Werke des Ersteren können die Meinungen getheilt sein, über den Letzteren nicht. Ich wäre glücklich, wenn ich in den Chor der Huldigenden rückhaltlos einstimmen könnte, namentlich in so ernster Stunde, da der Meister ausgerungen, ausgelebt hat. Es hat mir aber nie einleuchten wollen, daß man am Rande eines offenen Grabes mit gewundenen Worten oder gar mit Lügen – und seien es die wohltönendsten – einem Dahingeschiedenen \"die letzte Ehre\" erweise. Als verdiente ein ehrlicher Mann nicht so gut ehrliche Worte wie ehrliche Thränen.                Richard Heuberger.« (zn1).\n\nAuf Seite 5 ein weiterer Bericht zu Bruckners Tod:\r\n»                  Kleine Chronik.\r\n                               Wien, 12. October.\r\n[...]\r\n     [Anton Bruckner.] Die Leiche des gestern Nachmittags [... am 12.10.1896: Tilgners Mitarbeiter Sinsler nahm Totenmaske, nachmittags konservierte Paltauf die Leiche, danach Aufbahrung. Leichenbegängnis am 14.10.1896 15 Uhr. Dr. Reisch werde ein Bruckner-Zimmer im städtischen Museum beantragen, in dem u.a.] der alte Bösendorfer=Flügel, Ehrendiplome u. s. w. untergebracht werden sollen.« [keine Signatur] (zn2).\nDas Abendblatt der Neuen Freien Presse bringt auf S. 1 eine weitere Nachricht:\r\n»                   Kleine Chronik.\r\n                                      Wien, 13. October.\r\n[...]\r\n     [Anton Bruckner.] Der Stadtrath hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, das Leichenbegängniß Anton Bruckner's auf Kosten der Gemeinde zu veranstalten. [... über eine Zuschrift Rättigs zur 3. Symphonie ...] So geschah das nach damaligen Begriffen Erstaunliche, daß im Jahre 1878 eine Symphonie von Anton Bruckner in Partiturstimmen und vierhändigem Clavierauszuge im Druck erschien.« [keine Signatur] (zn3).\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 282 auf S. 5:\r\n\"     * (Anton Bruckner.) Gestern Nachmittags erfolgte die Conservirung der Leiche Bruckner's. Zuvor nahm Bildhauer Zinsler die Todtenmaske ab. [... Sterbezimmer ... Ignaz Bruckner da, geplanter Ablauf (Karlskirche, Westbahn, St. Florian, Plan eines Bruckner-Zimmers) ...]. – Der Ausschuß des akademischen Gesangvereins lädt seine \"alten Herren\" und unterstützenden Mitglieder zu dem Leichenbegängnisse seines Ehrenmitgliedes Bruckner.\" (zn4).\nNeues Wiener Abendblatt Nr. 282 (Neues Wiener Tagblatt) auf S. 3:\r\n\"     * (Anton Bruckner.) Der Stadtrath beschloß in der heutigen Situng, das Leichenbegängniß Bruckner's auf Kosten der Gemeinde zu veranstalten.\" (zn5),\nNeues Wiener Journal Nr. 1067 auf S. 4:\r\n\"     (Professor Anton Bruckner †.) Gestern Nachmittags um halb 5 Uhr ist die Leiche Dr. Anton Bruckner's von der Entreprise des pompes funèbres im oberen Belvedere aufbewahrt worden. Das Sterbegemach ist schwarz ausgeschlagen, [... erwähnt: Anton Meißner (nicht der \"Diener\" Bruckners), Haberl und Zinsler (Totenmaske und Abdruck der rechten Hand), 14.10.1896 Leichenbegängnis, St. Florian, Parte-Zettel, Ignaz Bruckner, Rosalia Hueber, Dr. Reisch, Antrag Bruckner-Zimmer ...], in welchem die zurückgelassenen interessanten Gegenstände Bruckner's, so unter Anderem dessen vortrefflich gelungene lebensgroße, von Tilgner ausgeführte Büste, ein ausgezeichnetes, in Oel gemaltes Porträt, der alte Bösendorfer=Flügel, Ehrendiplome, die Bänder der niederzulegenden Kränze (vom Sarge) und mehreres Andere untergebracht werden sollen.\" (zn6),\nNeuigkeits-Weltblatt Nr. 235 auf S. 4:\r\n\"     Dr. Anton Bruckner †. Der berühmte österreichische Symphoniker und Orgelvirtuose Dr. Anton Bruckner ist gestern um ½4 Uhr in Wien ohne jeden Todeskampf im 72. [sic] Lebensjahre plötzlich verschieden. [... die letzten Wochen, der Todestag (Dr. Sorger [sic], Kathi Kachelin [sic], Meißner, Heribert Witsch), Geschwister ...]. Das Leichenbegängniß dürfte Mittwoch stattfinden. Die Leiche wird nach St. Florian in Oberösterreich überführt und in der dortigen Stiftskirche beigesetzt werden.\" (zn7).\nThe News-Herald (Franklin/Pennsylvania) Nr. 5674 auf S. 2 in der 3. Spalte:\r\n\"       BRIEF NEWS ITEMS. \r\n             TUESDAY, OCTOBER 13.\r\n     Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead at Vienna.\" (zn8)\r\n[siehe auch (ze1)].\nÄhnlich knapp das in Lincoln erscheinende Nebraska State Journal auf S. 2:\r\n\"          HERR BRUCKNER DEAD.\r\n     VIENNA, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zn9)\nDeutlich ausführlicher schreibt die New York Times Nr. 14087 auf S. 5 in der 1. und 2. Spalte:\r\n\"         A GERMAN COMPOSER DEAD.\r\nThe Career of Herr Bruckner, a Follower of Wagner.\r\n     VIENNA, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\r\n                             ——\r\n     Anton Bruckner, who has been known as one of the \"Little Masters\" of German music,was born in Ansfelten [sic], in Upper Austria, Sept. 4, 1824. His father was a village schoolmaster, who gave him his first lessons in Music. When twelve years old, Anton obtained a good berth as a chorister in the Jesuit College of St. Florian at Kalksburg [sic]. Here his musical education was well advanced. When seventeen years old he was appointed schoolteacher at Windhag, and he eked out his salary of two florins a month by playing dance music at weddings. After an era of vicissitudes he was appointed principal organist at Kalksburg, and from this time date many compositions. Later, at Vienna, he was a pupil of Sechter. He studied there until 1861, while cathedral organist at Lenz [sic], where, in 1864 [sic], his first symphony was played. He became Court organist in 1868. In 1890 the Upper Austrian Landtag gave Bruckner a pension of 400 gülden, and in 1891 he was made Doctor of Philosophy honoris causa by the Vienna University. Bruckner produced eight symphonies. He openly avowed allegiance to the cause of Wagner music, and first attracted notice by his extraordinary facility of improvisation.\" (zn10).\r\n[In der NYT sind in der Folgezeit keine weiteren Artikel über Bruckner zu finden (kontrolliert bis 1.11.1896).]\nOstdeutsche Rundschau Nr. 282 auf S. 1f:\r\n»                            Anton Bruckner.\r\n     Seit Langem ließ uns der abnehmende Gesundheitszustand, die plötzlich verfallenden leiblichen und geistigen Kräfte des greisen Altmeisters das Schlimmste befürchten, [... stadtbekannte Figur, Äußerliches, Dr. Böhlers Schattenbilder, selber Hörsaal wie Hanslick, liebenswürdige Beharrlichkeit bei Proben, \"Gaudeamus\", Verlust für deutsche Kunst ...].\r\n     Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 zu Ansfelden bei St. Florian in Oberösterreich als Sohn eines Volksschullehreres geboren. [... Biographisches ... Erfolge als Organist, Berufung nach Wien ...].\r\n     Aber die Erfolge galten nur dem ausübenden Künstler, Niemand wollte den schaffenden Genius anerkennen. [... Werkgeschichte, gegnerische Kritik in Wien, Förderer (WAWV, WAGV, Paul Heyses Brief, steigende Anerkennung ...].\r\n     In der Symphonie einerseits, in der Kirchenmusik andererseits ruht Bruckner's unvergängliche Bedeutung; er hatte beide in neue Bahnen gelenkt, indem er an Wagner's Kunstideal anknüpfte. [... Sonderstellung seiner Symphonien ...]. Alles aber verband sich ihm zur vollsten und schönsten Harmonie in der Glaubensstärke und im Gottvertrauen – wie ein geheiligter Fels ragt er in unser ungläubiges, mattherziges Jahrhundertende herein!\r\n     [... 9. Symphonie (Finalsatz wie bei Beethoven mit Gesang) ...], und wenn wir heute schmerzerfüllt an seiner Bahre stehen, dann dürfen wir doch nicht verzweifeln, denn jubelnd in jenen himmlischen Tönen der herrlichen Schlußfuge des Tedeums schwingt es sich empor:\r\n                     \"Non confundar in aeternum!\"\r\n                                                               Hagen.« (zo1)\r\n[ein Absatz wird zitiert in den Freien Stimmen vom 15.10.1896]\nund Bericht auf Seite 7:\r\n\"    Anton Bruckner's letzte Stunden. Ueber die letzten Lebensstunden des greisen Tonkünstlers ist im Wesentlichen nachzutragen: [... letzte Wochen und Sterbetag (Katharina Kachelin und Tochter, Anton Meißner), Leichenbegängmis, St. Florian ...]. – Bruckner's letztes goßes Werk, an welchem Bruckner bis zum Tode arbeitete, die neunte Symphonie, ist bis zum letzten Satz gediehen. In Vorahnung dessen, daß der Tod ihm möglicherweise die Feder aus der Hand nehmen könnte, hatte der Altmeister bestimmt, daß für den Fall, als der letzte Satz unvollendet bleiben sollte, sein Tedeum den Schluß des großen Werkes bilden möge. – Die Leiche des Dr. Bruckner ist im oberen Belvedere aufgebahrt. [... Haberl, Zinsler (Totenmaske und Abdruck der rechten Hand), Karlskirche, St. Florian ...]. – Der Ausschuß des Wiener akademischen Gesangvereines richtet an seine Miglieder das Ersuchen, sich beim Leichenbegängnisse Professor Dr. Anton Bruckner's, seines Ehrenmitgliedes, zahlreich zu betheiligen. Gleichzeitig richtet er an die nationalen Verbindungen der Universität die Einladung, zur Besprechung über die Betheiligung der Studentenschaft an dem Leichenbegängnisse in unserer Amtsstube, 1. Bezirk, Universität, Arkadenhof links, Dienstag den 13. M. um 4 Uhr Nachmittags, zu erscheinen.\" (zo2).\nÖsterreichische Volkszeitung Nr. 282, Normalausgabe S. 3:\r\n\"                 Neuigkeitsbote.\r\n[...]\r\n     * Professor Anton Bruckner †. Die Leiche Dr. Anton Bruckner's ist gestern Nachmittags im oberen Belvedere aufbewahrt worden. Das Sterbegemach ist schwarz ausgeschlagen, in hohen Silberkandelabern brennen Wachskerzen. Die Bildhauer Haberl und Zinsler haben dem verewigten Komponisten die Todtenmaske und einen Abdruck der rechten Hand abgenommen. Das Leichenbegängniß findet morgen Mittwoch um 3 Uhr Nachmittags vom oberen Belvedere, 4. Bezirk, Heugasse Nr. 3, aus in die Pfarrkirche zu St. Karl Borromäus statt.\" (zo3).\r\nDie 2-Kreuzer-Ausgabe der Österreichischen Volkszeitung bringt auf S. 3f den Artikel der gestrigen 4-Kreuzer-Ausgabe mit geändertem Schluss:\r\n\"[...] In seinen letzwilligen [sic] Verfügungen bestimmt Bruckner, daß seine Leiche nach St. Florian überführt werde.   Das Leichenbegängniß findet morgen Mittwoch um 3 Uhr Nachmittags vom oberen Belvedere, 4. Bezirk, Heugasse Nr. 3, aus in die Pfarrkirche zu St. Karl Borromäus statt.\" (zo4).\n»Die Presse« Nr. 282 (Morgenblatt) auf S. 1f:\r\n»                  Feuilleton.\r\n            Anton Bruckner.\r\n    Wir sind in Oesterreich seit gestern wieder um eine bedeutende Erscheinung ärmer. [... ausführlich über Bruckners Sonderstellung und Bedeutung, kürzer zur Biographie (irrig: 1885 4. Symphonie in München) ...]. Wie auch immer die Zukunft für Bruckner's Compositionen sich gestalten wird, den Ruhm eines genial erfindenden Melodikers, eines gelehrten Contrapunktisten, überhaupt einer grandios veranlagten Musikantennatur wird sie ihm nicht versagen. Und uns Mitlebenden wird sie glauben, wenn wir versichern, daß mit Meister Bruckner eine reine Künstlernatur, ein unermüdlicher Kämpfer und ein guter Mann dahingegangen.            Gustav Schoenaich.« [Korrektur am 15.10.1896]  (zp1),\nund auf Seite 4 ein Artikel über die aktuellen Ereignisse:\r\n»     Professor Anton Bruckner †. Die Leiche des Professors Anton Bruckner wurde bis gestern Mittags im Sterbezimmer auf dem Todtenbette belassen. [... Stichwörter: Sinsler [recte Zinsler], Totenmaske, Paltauf, Aufbahrung, Leichenbegängnis 14.10.1896, Dr. Reisch (Vorschlag Bruckner-Zimmer), Ignaz Bruckner und ein Neffe in Wien eingetroffen, Rosalia Huber [sic], Zeichnung Peratoners, erster Kranz von Meißner, 9. Symphonie (\"Te Deum\" als Finale), Wiener Akademischer Gesangverein (Text der Verlautbarung) ...].« [keine Signatur] (zp2),\nin der Abendausgabe der »Presse« auf Seite 2 eine weitere Meldung:\r\n\"     (Anton Bruckner †.) Der Stadtrath hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, für den verstorbenen Professor Anton Bruckner ein Leichenbegängniß auf Kosten der Stadt zu veranstalten. – [... vormittags: Kranz von Gutmann \"Dem unsterblichen Meister.\", Rosalia Hueber krankheitsbedingt verhindert, morgen brennende Gaslichter am Weg des Trauerzuges ...]\" (zp3).\nArtikel im Pester Lloyd Nr. 250 auf S. 4 [vermutlich von \"A. B.\" (= Beer? vgl. 15.12.1896 und Anmerkung)]:\r\n\"                         Tagesneuigkeiten.\r\n[...]\r\n     (Zum Ableben Anton Bruckner's) wird uns aus Wien geschrieben: Neben dem gewaltigen Brahms, dem großen Klassiker der Gegenwart, erscheint Bruckner als eine Wiener Lokalgröße, der nur selten über die Gemarkung der Stadt hinaus ein voller Erfolg beschieden war. Bruckner's Talent hat sich fast ausschließlich auf zwei Gebieten bethätigt, in der Kirchenmusik und in der Symphonie. [... kompletter Text bei www.anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pel&amp;datum=18961012&amp;seite=3 ... über die Kirchenmusik (mit weltlichen Elementen) und die Symphonik (mit religiöser Aura) ... die \"üblichen\" Vorbehalte gegen Form und Inhalt der Symphonien und die Überforderung des Publikums ... Angaben zum Lebenslauf (darunter: 1869 Nancy, Paris und Brüssel [sic]) ... Ehrendoktorat, Feier des 70. Geburtstages in Steyr ...]. Am Festtage hatte eine Deputation der Steyrer Stadtgemeinde=Vertretung, geführt von dem Bürgermeister Redl, dem Jubilar die Glückwünsche der Stadt Steyr ausgesprochen.\" [keine Signatur] (zp4).\nPreßburger Zeitung Nr. 282 auf S. 4:\r\n\"     ** Komponist Dr. Bruckner †. Der in seinen älteren Jahren zur Berühmtheit seiner Kunst gewordene Komponist und Orgelvirtuose Dr. Bruckner ist gestern in Wien im 73. Lebensjahre gestorben. Domkapellmeister Laforest hat in persönlicher Anwesenheit des berühmten Komponisten im Jahre 1890 in einem Kirchenmusikvereinskonzerte eine der großen Symphonien des kaum verstorbenen Tondichters mit glänzendem, künstlerischen [sic] Erfolg zur ersten Aufführung gebracht und dadurch Bruckner als schaffenden Künstler hier eingeführt. Domkapellmeister Laforest ist mit dem Verstorbenen von Linz aus persönlich befreundet. Das große Quintett Bruckner's haben die Hellmesberger in einem Kammermusikabend hier zu Gehör gebracht. Dr. Bruckner war Ehrenmitglied des hiesigen Kirchenmusikvereines.\" (zp5).\nPrager Abendblatt Nr. 234 auf S. 3:\r\n\"                   Vermischte Nachrichten.\r\n    * Sterbefall. Der Hoforganist und Lector für Harmonielehre und Contrapunct an der Wiener Universität, Dr. Anton Bruckner, ist am Sonntag, den 11. d. M., in seiner Wohnung im Belvedere [...] verstorben. [... Biographisches ... neben den geistlichen Werken sind hervorzuheben] seine sieben Symphonien, deren einige in den Achtziger Jahren solchen Erfolg hatten, daß sein Name in den weitesten Kreisen bekannt wurde.\" [keine Signatur] (zp6).\nPrager Tagblatt Nr. 282 auf S. 8:\r\n\"                            Kleine Chronik.\r\n     * [Bruckner's letzter Wille]. Bruckner hat zu Erben seines geringen Nachlasses die zwei Kinder seines Bruders [sic] eingesetzt und die Manuscripte seiner Compositionen der Hofbibliothek vermacht. Er verlangte, in der Stiftskirche zu St. Florian unter der großen Orgel begraben zu werden. Diesem Wunsche entsprechend, wird die Leiche am Mittwoch Nachmittags 3 Uhr in der Carlskirche eingesegnet und nach Oberösterreich überführt. Wahrscheinlich wird die Stadt Wien die Kosten tragen.\" (zp7).\nDie in Maysville (Kentucky) erscheinende Zeitung The Public Ledger bringt die Kurzmeldung auf S. 4 in der 4. Spalte:\r\n\"          CONDENSED NEWS\r\nGathered From All Parts of the Country by Telegraph.\r\n     Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zp8),\nReichspost Nr. 250 auf S. 4 (zr1).\nSalzburger Chronik für Stadt und Land Nr. 233 auf S. 5 (den Text des \"Vaterlands\" vom 12.10.1896 übernehmend):\r\n\"     Wien, 12. Oktober. (Professor Bruckner †.) Der Hoforganist und Lector für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Wiener Universität, Dr. Anton Bruckner, ist gestern, halb 4 Uhr nachmittags, [...] verstorben. [... über Biographie und Werke ... ], besonders aber seine sieben Symphonien, deren einige in den Achtziger=Jahren solchen Erfolg hatten, daß sein Name nun endlich in den weitesten Kreisen bekannt wurde. (\"Vtl.\")\" (zs1),\nSalzburger Zeitung (zs2).\nKurzmeldungen in The Salt Lake Herald Nr. 324 auf S. 2 in der 2. Spalte:\r\n\"          FOREIGN FACTS.\r\n     VIENNA, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zs3),\nin The San Francisco Call Nr. 135 auf S. 3 in der 6. Spalte:\r\n\"            Composer Bruckner Dead.\r\n     VIENNA, AUSTRIA, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zs4),\nin The San Francisco Examiner Nr. 105 auf S. 2 in der 7. Spalte:\r\n\"          Herr Bruckner, Composer, Dead.\r\n     VIENNA, October 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zs5)\nund in der in New York erscheinenden Zeitung The Sun Nr. 43 auf S. 2 in der 6. Spalte:\r\n\"            OBITUARY.\r\n[...]\r\n     A despatch from Vienna says Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zs6).\nAusführlicher schreibt die in London erscheinende Zeitung The Standard Nr. 22554 auf S. 2:\r\n\"                OBITUARY.\n     Herr ANTON BRUCKNER died on Sunday in Vienna  at the age of seventy-two. Eleven years ago he was hardly known in that city, and still less outside it, his seventh symphony being performed only in 1885 in Leipzig and Munich, on the strong recommendation of Herr Hans Richter. From that day his fame was etablished, his admirers even comparing him with Beethoven, and placing him above Brahms and any other living composer. He wrote eight symphonies and the first three movements of a ninth, as well as three Masses, a Te Deum for orchestra and chorus, a string quintet, and a number of smaller compositions. He died almost in poverty, having been given for the last year or so a small apartment in the Belvedere by Imperial favour. His style was almost revolutionary, and, therefore, more appreciated by Wagnerians than by adherents of Bach or Beethoven, but even the latter admit the grandeur, the brilliant colouring, and the power of his music.\" (zs7).\nTages-Post – Linzer Tages-Post Nr. 236 auf S. 4:\r\n\"                         Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Aus Wien meldet uns heute der Draht, dass dort gestern nachmittags halb 4 Uhr der große Tondichter Anton Bruckner verschieden ist. Diese Trauerbotschaft wird besonders in unserem Kronlande schmerzliche Bewegung hervorrufen, da das Land mit Bruckner einen seiner größten und hervorragendsten Söhne verliert. Das anheimelnde Dörfchen Ansfelden [... Biographisches (mit leichten Irrtümern: Vater 1836 †, Requiem bisher nur in St. Florian und Kremsmünster aufgeführt, Orgelprüfung vor Aßmayr, Preyer und Sechter) ...].\r\n     Ueber die letzten Stunden Bruckners erhalten wir aus Wien folgende Drahtmeldung: Anton Bruckner litt seit langem an einem Herzleiden. [... die letzten Wochen, der Todestag (im Sessel [sic] gestorben ...]. Bruckner war bis zu seiner Todesstunde geistig frisch und regsam. Bis in die letzte Zeit arbeitete der in jenen Stunden, da ihm sein Leiden weniger Beschwerden verursachte, an der Vollendung des vierten Satzes der neunten Symphonie, der bereits weit gediehen war. [... Testament, St. Florian, Geschwister, Leichenbegängnis 14.10.1896 ...]. Die Einsegnung erfolgt in der Karlskirche, worauf die Leiche nach St. Florian überführt wird.\" [keine Signatur] (zt1).\nTagesbote aus Mähren und Schlesien Nr. 236 auf S. 5:\r\n\"Wien, 13. October, 2 Uhr nachmittags.     Das Leich[en[begängnis des Componisten Bruckner findet auf Kosten der Stadt Wien statt.\" (zt2).\nDas Vaterland Nr. 282 (Morgenblatt) auf S. 5 (die Rubrik ist datiert \"12. October):\r\n\"     * [Anton Bruckner †.] Ueber die Krankheit und die letzten Lebensstunden des gestern Nachmittags verstorbenen Meisters der Tonkunst, Dr. Anton Bruckner, entnehmen wir einer Localcorrespondenz Folgendes: Wiewohl Bruckner in den letzten Monaten oft und viel zu leiden hatte, ist sein Tod doch sanft und schmerzlos eingetreten; [... Vorgeschichte, der Sterbetag (Dr. Sorger [sic], Katharina Kachelin und Tochter, Anton Meißner, Heribert Witsch, Geschwister, Dr. Reisch, Heinrich [Henrich], Dr. Schaumann, August Stradal, Begräbnis, St. Florian, 9. Symphonie (Te Deum als Finale), Aufbahrung, Einsegnung in Karlskirche ...]. Die Parte ist vom Bruder Ignaz Bruckner und der Schwester Rosalia Huber , geborene Bruckner, unterzeichnet.\" [keine Signatur] (zv1)\nund Abendblatt auf Seite 3:\r\n\"     * [Anton Bruckner †.] Das Leichenbegängniß des Componisten Dr. Anton Bruckner wird nach einem über Antrag des Herrn Bürgermeisters Strobach gefaßten Beschlusse des Stadtrathes auf Kosten der Gemeinde Wien veranstaltet werden.\" (zv2).\nWiener Zeitung Nr. 237 auf S. 5:\r\n\"     (Anton Bruckner †.) Die Leiche des gestern nachmittags verstorbenen Componisten Anton Bruckner wurde bis heute Mittags im Sterbezimmer auf dem Todtenbette belassen. Herr Bildhauer Sinsler [sic] nahm die Todtenmaske in Gips ab. Nachmittags wurde die Leiche Bruckners vom Herrn Professor Dr. Paltauf conservirt, worauf sie im Sterbezimmer aufgebahrt wurde. Mittwoch, den 14. d. M., Nachmittags um 3 Uhr findet das Leichenbegängniß Bruckners statt. Die Leiche wird vom Trauerhause in die Pfarrkirche zu St.=Karl Borromäus überführt und daselbst feierlichst eingesegnet. Nach stattgehabter Einsegnung wird die Leiche sofort nach dem Westbahnhofe gebracht und von dort nach St.-Florian in Ober=Oesterreich überführt.\" (zw1),\nauf Seite 6 ein Hinweis auf eine Buchveröffentlichung [mit der Bruckner-Büste IKO 55]: \"Kunst, Wissenschaft und Theater. (Verlag Löwy.) In dem eben so rührigen als gediegenen Verlage des k. und k. Hof-Photographen J. Löwy ist die erste Lieferung eines Sammelwerkes erschienen: \"Victor Tilgners ausgewählte Werke\". In geradezu mustergiltigen Lichtdrucken werden da die Werke des Künstlers vorgeführt und das in so verständnißvollen Aufnahmen, wie sie nicht oft bei Wiedergabe von Sculpturen zu verzeichnen sind. Unter den zwölf Blättern des ersten Heftes finden wir die Skizze für das Goethe=Monument, das Denkmal für Frau Adele Brody, den \"Entenbrunnen\", die Bruckner-Büste, eine Sockelpartie des Mozart-Denkmals, [...]. Das Werk soll in fünf Lieferungen zu zwölf Blättern vollendet vorliegen und im Subscriptionspreise 30 fl. kosten.\" (zw1a)\nund Wiener Abendpost Nr. 236 [sic] auf S. 3:\r\n\"     (Anton Bruckner †.) Der Wiener Stadtrath hat in seiner heutigen Sitzung über Antrag des Herrn Bürgermeisters Strobach beschlossen, das Leichenbegängniß des Componisten Anton Bruckner auf Kosten der Gemeinde Wien zu veranstalten. – Im Laufe des Vormittags wurden mehrere Blumengewinde [sic] auf den Sarg Bruckners gelegt; eines der ersten kam vom Musikverleger Gutmann.\" (zw2).\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 5587 auf S. 1f (Albert Kauders):\r\n\"           Dr. Anton Bruckner †.\r\n                           Wien, 12. October.\r\n     In der Stille des vornehmen Asyls, das kaiserliche Huld ihm gewährt, ist Anton Bruckner derselben Krankheit erlegen, welche auch den mächtigsten Stamm in den Gefilden der Kunst, Ludwig van Beethoven, gefällt hat. Seit Monaten kämpfte seine knorrige unverdorbene Natur den aussichtslosen Kampf mit dem tückischen Uebel und längst hatte sich die Schaar seiner Freunde und Jünger mit dem schmerzlichen Gedanken des Scheidens vertraut machen müssen. [... Biographisches (als Spätentwickler Gegensatz zu Rossini), Vernachlässigung in den Lexika ...]. Der schlichte, bescheidene Mann war als Musiker der kühnste Neuerer, der vor keinem Wagniß zurückscheute und stets auf neue musikalische Kampfmittel sann. Er, der im Leben vor lauter Schüchternheit kaum einen geregelten Satz zu stammeln wußte, überrascht als Symphoniker durch wunderbare Ausdrucksfähigkeit, durch die blühendste thematische Eloquenz. Sein bäurisch=demüthiges Gehaben, seine ärmliche Simplicität wandelten sich in seinem Kunstwirken zu kühnem Trotz und blendem Prunk. [... Widersprüche ... Urteil der Umwelt ... postmortaler Ruhm ... Parteienstreit ... keimende Ahnung von einem Genie? ...]. Vielleicht wenigstens im selben Sinne, wie damals, als man Beethoven zu Grabe trug und eine Höckerin die Nachbarinnen mit den Worten aufmerksam machte: \"Schaut's, da kommt die Leich' von einem General von die Musikanten.\"\r\n                     K. Anders. [nicht \"K. Auders\"]\r\n                       *\r\n     Zweiundsiebzig Jahre alt, ist gestern Dr. Anton Bruckner gestorben. [... Biographisches ...].    Bruckner's Erscheinung konnte nicht mehr vergessen werden, wenn man ihn einmal gesehen. [... Körperbau, Kleidung, Gesicht ...]. Dazu die hochgewölbte, steil ansteigende Stirn, auf der gebieterisch die Würde des Künstlers thronte, es war ein Angesicht, das man nicht vergessen kann.\r\n                       *\r\n     Wiewohl Bruckner in den letzten Monaten oft und viel zu leiden hatte, ist sein Tod sanft und schmerzlos eingetreten, [... Verlauf des Sterbetages ...]. Gestern Früh hatte Bruckner das Bett verlassen und frühstückte mit großem Appetit. Dann setzte sich der greise Meister zum Clavier und arbeitete schaffensfreudig an seiner neunten Symphonie. Er gedachte wieder den scheinbar schönen Tag zu benützen, und äußerte diesen Wunsch auch gegenüber seinem Freunde, dem Med. Dr. Sorger, der ihn um halb 1 Uhr besuchte. Doch Dr. Sorger fand den Patienten etwas schwach und rieth von dem Spaziergange ab, indem er wegen des herrschenden Windes Bruckner veranlaßte, noch ein bis zwei Tage mit dem Ausgehen zu warten. Bruckner gab sich zufrieden und blieb zu Hause. Um ihn waren die langjährige, treue Wirthschafterin Frau Katharina Kachelin [sic] und deren Tochter, die ihn in den schwersten Tagen mit Aufopferung pflegten, und sein langjähriger Schüler und Freund Anton Meißner. Um ¼4 Uhr ließ sich Bruckner einen Thee bereiten. Unterdessen begab er sich zu Bett und trank den Thee gegen halb 4 Uhr mit großem Behagen. Nichts deutete auf das Nahen der Katastrophe. Als Dr. Bruckner den Thee getrunken hatte, legte er sich mit Hilfe der Wirthschafterin auf die linke Seite. Kaum hatte er diese Position eingenommen, als er plötzlich zwei tiefe Athemzüge that und sanft verschieden war. Ohne jeden Todeskampf, ohne jeden Schmerz kam der Tod über den greisen Tondichter. Außer Frau Kachelin und der Tochter war nur Herr Meißner zugegen. Sofort wurde der Caplan des Schlosses Belvedere verständigt. P. Heribert Walsch [sic] kam eilends und betete mit Meißner am Sterbebette ein De profundis. Meister Bruckner's Bruder und Schwester, die in Oberösterreich leben und der von dem Todten bestimmte Testamentsexecutor, Gemeinderath und Hof- und Gerichtsadvocat Dr. Reisch, wurden sofort in Kenntniß gesetzt.  Alsbald fanden sich die ersten Leidtragenden ein: Schloßinspector Heinrich, der Obmann des Richard Wagnervereines Dr. Schaumann, der Testamentsexecutor Dr. Reisch, der Pianist August Stradal. Anton Meißner und Frau Kachelin empfingen die Trauergäste. Das Leichenbegängniß dürfte Mittwoch stattfinden. Die Leiche wird hier eingesegnet und in das Stift St. Florian in Oberösterreich gebracht, wo sie in der Stiftskirche beigesetzt wird. Die Leichenfeier wird sich ungemein imposant gestalten.\r\n    Sein letztes großes Werk, an dem Bruckner bis zum Tode arbeitete, die neunte Symphonie, ist bis zum letzten Satz gediehen. In Vorahnung dessen, daß der Tod ihm möglicherweise die Feder aus der Feder nehmen könnte, hatte der Altmeister bestimmt, daß für den Fall, als der letzte Satz unvollendet bleiben sollte, sein Tedeum den Schluß des großen Werkes bilden möge.\" [keine Signatur] (zw3).\nWiener Tagblatt Nr. 282 auf S. 1f (Feuilleton von R. Heuberger):\r\n„        Anton Bruckner.\r\n     Der 30. Dezember ist der Geburtstag von Bruckner’s jungem Ruhme. Arthur Nikisch hatte da gelegentlich eines im Stadttheater arrangirten Extrakonzerts des Meisters E-dur=Symphonie zur Aufführung gebracht. Die vorher in Umlauf gesetzte Legende, daß an diesem Tage gleichsam die Exhumirung eines von der bösen Mitwelt bei lebendigem Leibe Begrabenen stattfinden werde, hatte den Sensations=Bacillus üppig wuchern machen und als sich dann die wohlige, schwelgerische Tonfluth der Symphonie über die spannungsvollen Hörer ergoß, vermeinten Viele ein neues Evangelium erhalten zu haben. Harmlose glaubten an einen gewaltigen Sprung, den die Kunstgeschichte da mit einemmale gemacht habe. Aber diese sowohl, wie ihre Erbtante, die Weltgeschichte, sind viel zu gesetzte, bedächtig schreitende Damen, um jemals zu springen! – Auch am 30. Dezember 1884 wurde nicht gesprungen. Das zeigten die seitdem verflossenen Jahre. Bruckner’s E-dur=Symphonie, sowie deren nach und nach in die Welt eingeführten Schwestern verursachen zwar überall bei ihrem ersten Erscheinen eine gewisse Sensation durch ihre hochmoderne Instrumentaltoilette, von Wiederholungen hat man aber nicht viel, oder doch nicht viel Gutes oder gar Begeistertes gehört. Ueberall war der erste Eindruck der beste. Und gerade die Wiederholungen sind es, die den Maßstab liefern für den Tiefengrad der Wirkung auf die Allgemeinheit. Im  Gewandhause in Leipzig besteht in dieser Hinsicht eine von vieler Weltklugheit zeigende [sic] Gepflogenheit. Man spendet den Komponisten für die erste Aufführung keinen Ehrensold. Wohl aber für jede weitere. Da Herr Nikisch eben selbst Direktor der Gewandhauskonzerte ist, wird er Gelegenheit haben, zu beobachten, wie oft er in die Lage käme, für Reprisen Bruckner’scher Symphonien Ehrensolde anzuweisen.\r\n      Was nun die oben angedeutete Legende von Bruckner’s Vernachlässigung in der Heimat betrifft, so ist sie so gut wie manche andere weit mehr ein Gebilde der Phantasie, als ein Substrat aus Thatsachen. In Wirklichkeit wurde Bruckner in Wien – und das Stichblatt jener polemischen Legende  ist ja doch die angeblich so faule Wiener Kunstpflege – keineswegs verheimlicht. Lange vor Nikisch’s Eingreifen wurden des Meisters Symphonien und manche seiner anderen Werke hier zu Gehör gebracht. 1873 führte Bruckner selbst seine C-moll-Symphonie (Nr. 2) auf. 1876 brachte die „Gesellschaft der Musikfreunde“ unter Herbeck, dem „Erfinder“ Bruckner’s, dasselbe Werk, 1877 unter des Meisters eigener Leitung die D-moll-Symphonie (Nr. 3); die Philharmoniker folgten 1881 mit der Es-dur=Symphonie, 1883 mit zwei Sätzen aus der A-dur=Symphonie. Die Messe in D (komponirt 1864) war durch Herbeck 1867 in der Augustinerkirche aufgeführt worden. Der „Akademische Gesangverein“ brachte oftmals den effektvollen „Germanenzug“ und andere kleine Werke Bruckner’s vor die Oeffentlichkeit. Seit Hans Richter den Dirigentenstab über den Philharmonikern schwingt, ist Bruckner in den Programmen dieser Körperschaft immer heimischer geworden. Vor Jahren hatte sich dieselbe allerdings etwas zurückhaltend gezeigt. Bruckner selbst schrieb mir einmal: „Die Philharmoniker lehnten meistens meine Sinfonien ab, bis 1881 Hans Richter die 4. (rom.) Sinfonie im eigenen Konzerte zum Besten des deutschen Schulvereins aufführte.“\r\n      Das Opernorchester von heute hat die Unterlassungssünde des Opernorchesters von Annodazumal längst getilgt.\r\n      Liegt also trotzdem wirklich von Seite Wiens eine arge Vernachlässigung Bruckner’s vor? Eher „nein“ als „ja“. Kam doch Bruckner keineswegs symphonienbeladen nach der Kaiserstadt. Nur seine erste C-moll-Symphonie stammt aus Linz, wo sie 1865 bis 1866 komponirt wurde. Alle anderen sind seit 1871 in Wien entstanden.  – –\r\n     Die Frage, ob an der Geistesrichtung Bruckner’s, der als vierundvierzigjähriger (1868) in die Großstadt übersiedelte, noch viel geändert worden wäre, selbst wenn man die Symphonien sogleich nach ihrer Vollendung aufgeführt hätte, läßt sich nicht mit Bestimmtheit beantworten. In diesem Alter ist der Mann zumeist darüber hinaus, sich vom Grunde aus umzubilden, an der Hand neuer Erfahrungen das Alte, bisher für richtig Gehaltene zu verwerfen, einen neuen Menschen anzuziehen. Damals, als Bruckner’s überheiße Phantasie in dem Weihrauchdunste von St. Florian, in dem nüchternen Straßenstaub von Linz wie mit Saugwurzeln, leider vergebens, nach einem wirklichen Nährboden suchte, damals hätte er schaffen, viel schaffen müssen, damals würden ihm Aufführungen hohen Gewinn gebracht haben. Er und seine Werke wären in Wechselbeziehung zum Publikum gekommen und er hätte vielleicht gelernt, was vor ihm Mozart, Beethoven und andere respektable Vorfahren aus dem Verkehr mit dem gebildeten, mit dem besten Publikum gelernt haben. Ich sage: vielleicht! Denn im Grunde genommen glaube ich nur zu einem Theile daran; das Maßhalten in Hinsicht auf die Dimensionen seiner Werke, jene Rücksicht auf die Nervenkraft seiner Zuhörer zu nehmen, die namentlich der Musik produzirende Künstler zu nehmen gezwungen und schuldig ist, hätte Bruckner als offener und keineswegs unpraktischer Kopf gewiß gelernt. Ob er aber, selbst bei eifrigster Pflege seines Talents, sich „im Strom der Welt“ jenen Grad von Logik angeeignet hätte, dessen Abgang eben die anfechtbarste Seite seiner Werke bildet, jenes treibenden, spannenden Etwas, das die Schöpfungen echter, großer Meister so einheitlich, so hinreißend gestaltet, das bleibt zu bezweifeln. Von den unbedingten Anhängern Bruckner’s – und es gibt darunter sehr vorzügliche, von inniger Liebe zur Kunst beseelte Leute – wird nun gerade meistens auf die symphonische Kraft des Meisters hingewiesen, also der Abgang jenes Allerwichtigsten gar nicht empfunden. Da scheint ein Irrthum obzuwalten. Das Mechanische der musikalischen Logik, das Festhalten und Ausspinnen der Motive, die „thematische Arbeit“ hätte sich Bruckner so gut angeeignet, wie irgend Einer, der eine leidliche Schule absolvirte. Ja, er thut darin oft mehr des Guten, als den Kompositionen förderlich erscheint. Er ist unerbittlich bis zum Eigensinn. Eigensinn ist aber nicht dasselbe, wie Konsequenz. Zwischen der mit dem Zeigefinger zu verfolgenden, für die Augen nachweisbaren Logik und jener, die wirklich in einem Werke steckt, ist eine Kluft, die sich, je nach Umständen, in ungeheurer Weite aufthut. Es kann der Eine unter strengstem Festhalten an einem einzigen Motiv ein unlogisches, unzusammenhängendes Ganzes konstruiren, ein Anderer vermag, ohne sich an Einzelnes zu binden, aus freier Hand ein festgeformtes, streng folgerichtiges Werk aufzurichten. Das sind nur die äußersten Extreme. Bruckner hat sich zuweilen sowohl dem Einen, als dem Anderen genähert. Daher findet man Trockenes, Unreifes neben Herrlichem, Ergreifendem. Der Sprung geht oft mitten durch. Man mag sich noch so vertrauensselig dem anfangs oft intensiv fesselnden Gange seiner Melodie hingeben, es kommt früher oder später der Augenblick, wo die Freude gestört, wo der Faden nicht weitergesponnen, sondern geknüpft wird. Der Meister, der den edelsten Trunk gereicht, ist es selbst, der dem Genießenden den Becher vom Munde reißt. Dieser Mangel war es nun wohl auch, der den, außerdem in kaum übersehbaren Dimensionen gehaltenen Werken Bruckner’s den Eingang erschwerte. Man mußte erst daraufkommen, sich an die einzelnen Schönheiten seiner riesigen Orchester=Improvisationen zu halten und solcherweise zu einem relativen Genusse zu gelangen. An einzelnen Schönheiten ist jede der größeren Kompositionen überreich. Mit einigen Geniezügen zaubert er eine süße, träumerische Stimmung hervor, oder eine kirchliche Feier mit all ihren geheimnißvollen Schauern oder eine mit grobkörnigem, oberösterreichischem Humor erfüllte Bauernszene. Wäre einer dieser Anläufe ebenso virtuos zu Ende geführt, wie begonnen, wir besäßen von Bruckner eine ganze Reihe von Meisterwerken. So wie er seine Werke der Oeffentlichkeit übergeben hat, sind sie bei all ihrem Reichthum nicht beglückend, weil in sich unfertig.\r\n      Der große, unleugbare Erfolg mancher derselben erklärt sich theils aus der Pracht ihres Kolorits, wohl auch daraus, daß Vielen sowohl deren Dimensionen, wie die von dem Meister so gerne entfalteten Klangmassen imponiren. Wie er als Orgelspieler vor Allem das machtvolle Ausströmen seines Leibinstruments liebte, wie er sich selbst nicht ersättigen konnte an dem Materiellen des Tönegewirres, so hat er auch bei seinen großen Kompositionen  alle Register des Orchesters zu ziehen, mit Hintansetzung jeglicher Rücksicht auf die Fähigkeiten der menschlichen Stimme alle irgendwie erlangbaren Kräfte des Chores zu entfesseln verstanden. Er hatte da einen dämonischen Zug, in dessen Bann er selbst sich befand. Er brachte gleichsam ein Stück Natur zum Klingen, und das Instrument, welches am hellsten zu dem allgemeinen Chore mittönte, war seine eigene Seele. Mag ihm der Rang eines vollgiltigen Meisters der Kunst auch von einer ferneren Zeit nicht zuerkannt werden, als eine der merkwürdigsten Erscheinungen unserer Zeit, als ein Feuergeist, der so leidenschaftlich an seine Kunst wie an seinen Gott glaubte, wird er auch bei späteren Geschlechtern wenigstens dem Namen nach fortleben.\r\n      Ungetheilter Liebe und Verehrung erfreute sich Bruckner als Mensch. Er war als Schulgehilfe wie als berühmter Komponist derselbe treue, rechtschaffene, bescheidene Mann, der vom Cäsar nur das Angesicht, vom Geistlichen – auch an einen solchen erinnerte er – nur die Ergebung an sich hatte. Daß er zu bescheiden und dabei arm war, machte es in früheren Jahren wohlsituirten Musikpotentaten möglich, ihm ungestraft die äußersten Demüthigungen zuzufügen  .  .  .   Er hat auf diesem Gebiete Unglaubliches erfahren müssen. Seine robuste Konstitution, sein Glaube an seine Sendung, sein Bauernhumor haben ihn aber selbst schwere Unbill rasch verwinden lassen. Erst im höheren Alter hat man Bruckner mit jenem Respekt behandelt, den man ihm vor Dezennien nicht hätte vorenthalten dürfen  .  .  .   Er wurde bei jedem Anlasse gefeiert, die Wiener Universität hat ihm den Doktorhut gesandt und auch sein früher gar zu schmalhänsisches Leben gestaltete sich behaglicher.\r\n      Mit der Ausführung großer Pläne – vor Allem seinenr Neunten Symphonie – beschäftigt, ist er dahingegangen, seinen Sinn immer nach vor ihm liegenden idealen Zielen gerichtet. Man könnte ihm des sterbenden Comenius schönes Wort in den Mund legen: „Und so danke ich meinem Gott daß er mich zeitlebens hat einen Mann der Sehnsucht sein lassen!\"\r\n                    Richard Heuberger“ (zw4).", "Letzte Änderung": "27.04.2026 17:58"}, {"ID": 189710135, "Datum": "13.10.1897, Mittwoch", "Haupttext": "Die Preßburger Zeitung teilt auf S. 1-3 mit, daß \"Der Neue Domkapellmeister im Ausschusse des Kirchenmusikvereines\" auch Werke Bruckners plane (*).\nAnkündigung [der 1. Symphonie] für den 25.10.1897 im Deutschen Blatt Brünn Nr. 80 auf S. 5f (**).", "Letzte Änderung": "14.07.2024 19:53"}, {"ID": 189810135, "Datum": "13.10.1898, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post berichtet, daß am 11.10.1898 in St. Florian anläßlich des Todestages ein feierliches Requiem abgehalten wurde (*).\nDas Musikalische Wochenblatt meldet, daß der Wiener Stadtrat [am 6.10.1898] 4000 fl. für ein Bruckner-Denkmal bewilligt hat (**).\nBei der Geschäftsversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins hält anlässlich des Todestages Bruckners \"Herr Dr. Max Vancsa einen Vortrag nach einem Artikel aus dem Werke Max Graf's \"Deutsche Musik des 19. Jahrhunderts\", worauf die Herren Emil Halauska und Ernst Koran das Adagio aus dem herrlichen Quintett zu Gehör brachten.\" (***).", "Letzte Änderung": "01.07.2024 17:01"}, {"ID": 189910135, "Datum": "13.10.1899, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet, daß das Bruckner-Denkmal im Atelier Zerritsch kurz vor der Fertigstellung steht und am 25.10.1899 enthüllt wird (*).\nDie Reichspost Nr. 234 weist auf S. 9 auf die Aufführung der e-Moll-Messe unter Josef Neubauers Leitung am 15.10.1899 hin (**).\r\nErgänzend berichtet die Ostdeutsche Rundschau Nr. 282 auf S. 6, daß als Graduale das \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] und als Offertorium das \"Locus iste\" aufgeführt werden (***).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 13:07"}, {"ID": 190110135, "Datum": "13.10.1901, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von Kyrie, Sanctus, Benedictus und Agnus dei aus der f-Moll-Messe durch den Modernen Chorverein unter August Halm im Pfeifferschen Musiksaal in Stuttgart [vermutlich, wie bei den Werken Liszts, mit zwei Klavieren].\nAugust Göllerich notiert auf dem Programmheft \"Von Dr. Grunsky erhalten. | Dr. K. Grunsky, Stitzenburgstr. 1.\" (*).\n \nThe Baltimore Sun Nr. 130 (The Sun, Baltimore, Maryland) stellt die kommende Konzertsaison vor, in der möglicherweise auch die 5. Symphonie zur Aufführung kommen könnte:\r\n\"                     Music Hall's List.\r\n     The management of Music Hall announces the following list of attractions for the season:\r\nNovember 5–Boston Symphony Orchestra.\r\n[... Soloabende, andere Orchester, das aus Boston für den 5.11.1901, 10.12.1901, 14.1.1902, 18.2.1902 und 18.3.1902 angekündigt ...].\n                 Mr. Gericke's Novelties.\r\n     A most interesting collection of musical novelties has been made by Mr. Gericke, which will be performed at the concerts of the Boston Symphony Orchestra in Boston.\n     The programs have not yet been arranged for the Baltimore concerts, but is announced that they will include some selections from this extraordinary collection of new works, which is as follows:\r\nSymphony No. 5, in B flat major . . .  Anton Bruckner\nSymphony for Orchestra and Piano. Vincent D'Indy\n[...13 weitere Werke ...].\" (**).\n \nDieselbe Novitätenauswahl war auch für die Konzerte in New York eingeplant, wie The New York Times Nr. 16151 auf S. 19 berichtet:\r\n\"     [... Termine der Philharmonischen Konzerte, Solisten, Programm des ersten Konzerts am 16.11.1901 (u. a. \"Barbarossa\"-Symphonie von Siegmund von Hausegger) ...].\r\n            IN THE WORLD OF MUSIC.\r\n     [... über Lilli Lehmann ... Brief von Saint-Saens ...].\r\n     Patrons of the concerts by the Boston Symphony Orchestra in this city during the coming season will be very much interested in the following list of novelties selected by Mr. Gericke during the past Summer for performance in the Boston concerts. There will not, of course, be the opportunity to perform all of these new works in this city, but as many will have a place on the programmes as is consistent with the number of concerts given:\n     Symphony No. 5, in B flat major, Anton Bruckner; symphony for orchestra and piano, Vincent D'Indy; [... 13 weitere Werke ...].\" (***).\n \nÄhnliches berichtet der New York Tribune Nr. 20055 auf S. 28:\r\n\"     The Boston Symphony Orchestra will begin its season in Symphony Hall, Boston, under the direction of Mr. Gericke, next Friday afternoon. The dates for the New-York and Brooklyn concerts have been announced in The Tribune, but will bear repetition, in view of the interesting character of Mr. Gericke's list of novelties, the best of which, it is safe to assume, will also be produced here. Here it is: Symphonies–No. 5, In B flat, Anton Bruckner; for orchestra and pianoforte, by Vincent d'Indy; [... 13 weitere Werke ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 15:33"}, {"ID": 190310135, "Datum": "13.10.1903, Dienstag", "Haupttext": "Postkarte von Karl Grunsky an Hans Wagner-Schönkirch: \n   Erklärt sich bereit, für die Ostdeutsche Rundschau eine Rezension über die Aufführung der 9. Symphonie beim Heidelberger Musikfest [26.10.1903] zu schreiben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190610135, "Datum": "13.10.1906, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen weisen auf morgige Aufführung der d-Moll-Messe in der Hofburgkapelle hin:\nFremdenblatt Nr. 283 (Morgenblatt) auf S. 6 (*), \nÖsterreichische Volkszeitung Nr. 283 auf S. 5 (**) \n und Die Zeit Nr. 1456 im Abendblatt auf S. 3 (***).\n\n\nThe Brooklyn Daily Eagle Nr. 284 (Brooklyn, New York) kündigt auf S. 26 (= S. 4 der Picture Section) die Aufführung des Scherzos der 9. Symphonie an:\n\"FINE MUSIC PROGRAMMES SCHEDULED FOR BROOKLYN.\n\n[...]\n     Walter Damrosch's list of compositions to be performed at the subscription concerts of the New York Symphony Orchestra contains fewer \"novelties\" than usual, as he claims that not many works of sufficient importance have been written recently. [... Franck (Morceau Symphonique), Debussy (The Sirens), Chabrier ...]. Among the works to be performed which are but little known in New York may be mentioned Cesar Franck's D minor Symphony, the Scherzo from Bruckner's Ninth Symphony, Elgar's \"Variation,\" [... weitere Werke ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190710135, "Datum": "13.10.1907, Sonntag", "Haupttext": "Erste Aufführung der e-Moll-Messe unter Carl Luze in der Hofkapelle in Wien (*).\n\n\nThe Inter Ocean Nr. 203 (Chicago, Illinois) bringt auf S. 39 (= S. 7 des Magazins) einen Übersichtsartikel zur Konzertsaison, in dem Vergleiche mit Nikischs Gewandhausplanung angestellt werden und Aufführungen der 2. und 8. Symphonie [10.10.1907 bzw. 5.11.1908] angekündigt werden:\n\"MODERN COMPOSERS WHO ARE ENGAGING THE ATTENTION OF ORCHESTRA LEADERS. BY GLENN DILLARD GUNN.\nTHE musical advancement of a community is most surely to be determined by the number and quality of the work of contemporary composers which find a place in the programme of its symphony orchestra. [... über Theodor Thomas ... in Deutschland lange Ultra-Konservativismus ... Novitäten für Chicago ... in Leipzig nur langsamer Wechsel ...]. But of late years Nikisch has been waking up and for the present season, which began simultaneously with our own, he announces, in addition to classic works, \"the following important compositions of later and latest times\": Berlioz, \"Symphony Phantastique\"; Liszt, \"Faust Symphony\"; Tschaikowsky, \"Manfred\" (first performance); Bruckner, second and eighth symphonies; Draeseke, [... Sibelius, Hermann Bischoff etc. ... ein reines Bach-Programm ... Chicago ist fortschrittlicher als Leipzig und wohl auch Berlin ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190910135, "Datum": "13.10.1909, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie in Karlsruhe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191810135, "Datum": "13.10.1918, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Chores \"Abendzauber\" (mit Ernst Fischer als Baritonsolisten und den Hornisten Karl Wesetzky, Karl Romagnoli, Rudolf Reiss und Karl Stiegler) durch den Wiener Männergesangverein im Festkonzert 75 Jahre Männergesangverein im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nMitwirkende: als Dirigenten Victor Keldorfer und Karl Luze, die Wiener Philharmoniker, Elisa Elizza-Frei (Sopran), Alfred Piccaver (Tenor), Lilli Claus-Neuroth, Christine Wastl und Minna Feigl (Gesang), Georg Valker (Orgel und Klavier) und Georg Reimers als Sprecher des Prologs von Ottokar Kernstock.", "Letzte Änderung": "20.05.2026 09:13"}, {"ID": 192010135, "Datum": "13.10.1920, Mittwoch", "Haupttext": "Im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 507 (Abendausgabe B116) äußert Kurt Singer einige Kritikpunkte an der Dritten Symphonie von Franz Schmidt:\n\"[...] Das Hauptthema des ersten Satzes steigt nicht aus dem Geist der Tonart, aus dem Sinn der Sifonie [sic] empor, es steht nicht geradlinig auf, wie bei Beethoven, Brahms, Bruckner; es tänzelt spielerisch herein, kichert, flattert wie ein Scherzender. [...].\"", "Letzte Änderung": "02.08.2026 07:00"}, {"ID": 192110135, "Datum": "13.10.1921, Donnerstag", "Haupttext": "[Zur Datierung siehe auch die Anmerkung]\nArtikel von Franz Gräflinger »Bruckner und sein Kopist. Mit sechs unveröffentlichten Briefen.« in der Beilage »Die Einkehr« der Münchner Neuesten Nachrichten, S. 230f (*).\nArtikel von Sebastian Röckl »Anton Bruckner an Ludwig II. von Bayern« im selben Heft, S. 229f (**),\r\nvon Erich Bockemühl auf S. 232 »Führer zu Bruckner« (***),\r\nvon Arthur Seidl »Bruckner-Skolien« S. 228f (°),\r\nvon Hans Teßmer »Anton Bruckner und seine Wiener Kritiker« (°°),\r\nvon Oskar Lang »Bruckners Kirchenmusik« (°°°),\r\nvon Siegmund von Hausegger »Die Form bei Bruckner erläutert an seiner Romantischen Symphonie« (#),\r\nvon Paul Marsop »Zu wenig Bruckner-Aufführungen?« (##),\r\nWilhelm Matthießen \"Gevatter Tod\" (###)\r\nund V. O. Ludwig »Menschliches von Bruckner« (a).\r\nDie Zeitungsbeilage »Die Einkehr« enthält auch Wilhelm Matthießens Gedicht »Erst hieß ich Haydn gern«, in dem auch Bruckner erwähnt wird (b).\nArtikel von Franz Gräflinger \"Bruckner=Gedenkfeier in St. Florian\" in der Linzer Tages-Post Nr. 234 auf S. 3 [u.a. erwähnt: \"Das Lied vom deutschen Vaterland\" (WAB 78), 22. Psalm (WAB 34) und \"Nachruf\" (WAB 81)] (c).\r\nAuf Seite 5 Artikel \"Bruckner und die Lausbuben\" (Josef Stolzing überliefert in der München-Augsburger Abendzeitung einen Streich dreier junger Konservatoristen (darunter ein nun bedeutender Dirigent), die einen Besuch Bruckners bei einer \"nicht gerade spröden Dame\" einfädelten und die Szene (Bruckner stürzte entsetzt davon, als er einen Kuss empfangen sollte) hinter einer spanischen Wand beobachteten) (c1)\r\nund eine kurze Stellungnahme \"Ehrt euren Meister\", signiert \"-ä.-\" [vermutlich Gräflinger], als zweite Ergänzung des Aufsatzes über die Gedenktafel des \"Frohsinn\" in Ansfelden [12.5.1895] die Feststellung, dass Linz außer der Brucknerstraße \"noch kein sichtbares Erinnerungszeichen\" besitze (c2).\r\n[Ein Artikel \"Bruckner-Anekdoten\" (c3) ist in der Linzer Tagespost vom 12. - 14.10.1921 nicht zu finden].\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 281 bringt auf S. 7 einen Bericht (signiert \"B. B-t.\" [Balduin Bricht]) über Ernst Decseys Vortrag [am 8.10.1921] (d).\n[Vorerst hypothetische Datierung]\r\nAufführung der 4. Symphonie unter Hugo Reichenberger in Berlin (e).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 11:27"}, {"ID": 192310135, "Datum": "13.10.1923, Samstag", "Haupttext": "Einführungsvortrag von Ernst Decsey im Rahmen des Bruckner-Zyklus des Wiener Konzertvereins [vermutlich über die 17.10.1924 aufgeführte 2. Symphonie].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192410135, "Datum": "13.10.1924, Montag", "Haupttext": "Aufführung (Uraufführung?) des dritten der Drei Orchesterstücke [WAB 97,3] durch das Wiener Sinfonieorchester unter Viktor Keldorfer in einem Konzert des Wiener Schubertbundes in Wien. Bei anderen Programmnummern wirken mit Felice Hüni-Mihacsek und Franz Schütz (Orgel) (*).\n \nDas Neue Wiener Journal Nr. 11100 berichtet auf S. 2 von der Aufführung der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") am 12.10.1924 (**).\n \nDie Wiener Mittagszeitung Nr. 236 macht auf S. 2 auf die heutige Gedenkfeier aufmerksam (***).\nBruckner-Gedenkfeier der Urania mit Ludwigs \"Anton Bruckners Klosterneuburger Fahrt\", musikalisch eingerichtet von Prof. Goller, mit dem Wiener Männergesangverein unter Karl Luze. Mitwirkende: Annemarie Lischke, Friedrich Kollmann, Friedrich Löwenrosen und Prof. Goller (°).\n \nIn der Besprechung der Uraufführung von Gustav Mahlers 10. Symphonie durch Balduin Bricht in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 282 auf S. 2 wird auch Bruckner erwähnt (°°).\nAuf Seite 4 ein mit \"E. K.\" signierter Bericht von der Wiener Kirchenmusik mit Erwähnung der d- und e-Moll-Messe im Stefansdom [28.9.1924, 5.10.1924] (°°°).\n \nDas Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 483 bringt auf S. 2 einen mit \"K. F.\" signierten Bericht von der Bruckner-Feier am 11.10.1924: \"Die Bruckner Gedenkfeier [... Ansprache von Marx ... Vortrag Dr. Fleischer inhaltlich matt und in der Wandelhalle kaum zu vernehmen, da der Redner nur in Richtung von Marx und Friedrich Ebert sprach ...Bruckner-Chor unter Gatz \"gaben sich alle Mühe\", aber viele unerfüllte Forderungen, auch bei den Solisten ... die Veranstaltung war durch ein kaltes Buffet schmackhafter gemacht worden ... im zweiten Teil Rezitation und Gesang ...]. Aber der kalte Raum ließ einen ungetrübten Genuß nicht aufkommen.     K. F.\" (#).\n \nAufführung der 9. Symphonie im 1. Abonnementkonzert der Philharmonischen Gesellschaft unter Ernst Dohnányi in der Musikakademie in Budapest. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Marschner (Arie) und Dvorak (Biblische Gesänge, Solist Josef Schwarz aus New York) und Dohnányi. Öffentliche Generalprobe war am 12.10.1924 (##).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 19:01"}, {"ID": 192510135, "Datum": "13.10.1925, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms durch das Concertgebouworchester und die Christelijke Oratoriumvereeniging unter Johan Schoonderbeek in Amsterdam. Solistin: Mia Peltenburg (*).\nAufführung der 4. Symphonie unter Lert in Mannheim (**).\nArtikel \"\"Bruckner\" von Ernst Kurth\", signiert \"W. Z.\", in der Hessischen Landeszeitung (***).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:49"}, {"ID": 192610135, "Datum": "13.10.1926, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Václav Talich (*).\n[13.10.?] Artikel »Anton Bruckner-Gedenkfeier in Wien« in der Linzer Tages-Post (**).\nBrief von Felix Gatz an Joseph Marx:\r\n   Zur Wiener Aufführung der 4. Symphonie (***).", "Letzte Änderung": "29.06.2024 07:12"}, {"ID": 192710135, "Datum": "13.10.1927, Donnerstag", "Haupttext": "Orchesterkonzert zu Bruckners Todestag unter Dr. Buschkötter. Aufgeführt werden die g-Moll-Ouvertüre, Max Regers Hymne an die Liebe und die 7. Symphonie.\r\nDas Konzert wird ab 20:15 Uhr von den Sendern Köln-Langenberg und Königswusterhausen übertragen.", "Letzte Änderung": "05.05.2025 22:12"}, {"ID": 192810135, "Datum": "13.10.1928, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Rundfunksendung im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 486 auf S. 4 (*).\n \nDer Radiosender Königswusterhausen bringt um 18:55 Uhr einen Vortrag von Musikdirektor Fritz Ohrmann \"Der Weg zu Bruckner (II).\" Der nächste Programmpunkt beginnt um 19:20 Uhr (**).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 06:15"}, {"ID": 192910135, "Datum": "13.10.1929, Sonntag", "Haupttext": "The Brooklyn Citizen Nr. 103 berichtet auf S. 19 über die Bostoner Konzertpläne (mit der 9. Symphonie):\n\"Serge Koussevitzky Prefers Young American Composers\n[... vor kurzem aus Europa zurück ... Copland, Sessions und Josten, europäische Novitäten ...].\n     Notable revivals will be the Ninth Symphony of Mahler and the same composer's song cycle, \"Kindertotenlieder;\" likewise the unfinished Ninth Symphony of Bruckner, Strauss' \"Don Quixote\" [... Strauss empfahl in Berlin Koussewitzky ein Bläserkonzert von Spohr ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193010135, "Datum": "13.10.1930, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter August Scharrer im 2. Städtischen Sinfonie-Konzert in Nürnberg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193110135, "Datum": "13.10.1931, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Pfeffer [siehe die Anmerkung] »Brucknerstätte Hörsching. Ein neues Brucknerdenkmal in Oberösterreich« im Linzer Volksblatt (*) Nr. 238, S. 3 (signiert »-ff-«). Die Musikkritik ist signiert »A. R.« [Anton Riegl?] (*).\nArtikel [über Armbruster und die Bruckner-Büste von Fritz Zalisz?] in der Leipziger Abendpost (**).", "Letzte Änderung": "09.04.2026 14:48"}, {"ID": 193210135, "Datum": "13.10.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Berliner Staatskapelle unter Otto Klemperer im 1. Konzert in der Berliner Lindenoper.\nAuf dem Programm steht außerdem Beethovens Große Fuge in einer Fassung für Streichorchester.", "Letzte Änderung": "02.07.2024 20:33"}, {"ID": 193510135, "Datum": "13.10.1935, Sonntag", "Haupttext": "Enthüllung des wiederhergestellten (1918 beschädigten) Bruckner-Denkmals in Steyr (durch Zerritsch nach der ursprünglichen Form (*a), Steinmetzarbeiten: Rupert Bartlhuber (*b)). Albert Weinschenk, Obmann des Brucknerbundes Steyr, hatte die Geldmittel dazu gesammelt.\r\nDie Steyrer Männergesangvereine führen unter F. Wegscheider den Chor »Trösterin Musik« auf. Danach in der Stadtpfarrkirche Aufführung der d-Moll-Messe und des »Ave Maria« (WAB 6) durch den Kirchenmusikverein Steyr unter Franz Xaver Müller (*).\r\nPosaunisten der Bürgercorps-Kapelle spielen beim Festakt ein Aequale (WAB 114). Dr. Anton Lang (Vertreter der Ortsgruppe Steyr) hält die Festansprache, außerdem sprechen Max Auer und Dr. Ahorner (Vorsitzender des Oberösterreichischen Bruckner-Bundes) und der Steyrer Vizebürgermeister Janak.\r\nDie Stadtgemeinde verfügt, dass der untere Teil in \"Dr.-Anton-Bruckner-Promenade\" umbenannt wird (*).\r\nAls einziger vom alten Denkmal-Comité ist Hermann Spaengler anwesend (*b).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Bruno Walter in Amsterdam (**).\nAufführung der 2. Symphonie unter Hans Rosbaud im 1. Sonntags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 20 Uhr. Auf dem Programm stehen vor der Pause Werke von Liszt (Mazeppa, Spanische Rhapsodie) und C. Franck (\"Les Djinns\"). Klaviersolist ist Claudio Arrau (***).", "Letzte Änderung": "27.11.2025 11:37"}, {"ID": 193610135, "Datum": "13.10.1936, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Rudolf List »Kleine Bruckner-Novellen« in der Steyrer Zeitung (*).\n\r\nGedenktag  im Rahmen des Bruckner-Festes in Klosterneuburg.\r\nVormittags von Josef Kluger zelebriertes Pontifikalamt mit Aufführung einer Messe [laut ZfM S. 1171 und Bruckner-Blätter die b-Moll-Messe] durch den Stiftschor, den Wiener Kammerchor und das Wiener Kammerorchester unter Andreas Weißenbäck, nachmittags \"musikalische Weihestunde\" mit einer Rede Klugers über den \"Mystiker Bruckner\" und musikalischer Umrahmung durch Vinzenz Goller und Josef Tölzer. Der Stiftschor und der Wiener Kammerchor singen einige Motetten [prov. WAB 67], darunter das \"Locus iste\", und Werke anderer Komponisten. Anwesend sind Ministerin Bella Pernter, Gesandter August Kral, Max Auer und andere Mitglieder der Internationalen Brucknergesellschaft.\nUm 6 Uhr abends im Stiftskellersaal Festkonzert des Wiener Kammerorchesters unter Franz Moißls Leitung mit Werken von Albrechtsberger, Josef Haydn, G. Monn (Violoncello-Solist Walter Kurz), Sechter (Fugen-Scherzi), Bruckner (Intermezzo für Streichquintett), Liszt (Angelus) und Ditters von Dittersdorf (**).\n \nAufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Karl Böhm im Großen Saal des Wiener Konzerthauses [Wiederholung am 14.10.1936] (***).\n \nArtikel \"Die Bruckner-Feier der Wiener Universität\" im Neuigkeits-Welt-Blatt Nr. 237 (°).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 09:25"}, {"ID": 193710135, "Datum": "13.10.1937, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Oswald Kabasta im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "26.04.2025 13:18"}, {"ID": 193810135, "Datum": "13.10.1938, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Tor Mann (*).\nAufführung der 9. Symphonie (Originalfassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in Berlin. Solist des Abends ist Robert Casadesus (**).", "Letzte Änderung": "12.04.2023 11:10"}, {"ID": 193910135, "Datum": "13.10.1939, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie unter Fritz Weidlich [siehe die Anmerkung] im ersten Konzert der Konzertgemeinde der Stadt Innsbruck.", "Letzte Änderung": "05.03.2025 20:37"}, {"ID": 194010135, "Datum": "13.10.1940, Sonntag", "Haupttext": "Vormittags im Saal des Leipziger Landeskonservatoriums Aufführung von Schuberts Streichquartettsatz in c-Moll, Uraufführung der 2 Trio-Entwürfe (F-Dur und Fis-Dur) zur 9. Symphonie (eingerichtet von Armin Knab) - in der Anordnung F-Dur-Trio, Fis-Dur-Trio als Mittelteil und Wiederholung des F-Dur-Trios (*a) -, Ansprache von Erich Schwebsch und Aufführung des Quintetts (Erstaufführung der Originalfassung) durch das Berliner Strubquartett (Max Strub, Hermann Hubl, Hermann Hirschfelder und Hans Münch-Holland und Emil Seiler, 2. Bratsche).\r\nAbends im Gewandhaus Aufführung von Mozarts Haffner-Symphonie und Bruckners 4. Symphonie durch die Sächsische Staatskapelle unter Karl Böhm (*).\nArtikel von Wilhelm Jung »Bruckner-Stadt Leipzig. Zum 2. Brucknerfest« in den Leipziger Neuesten Nachrichten (**).\n[auch 12.10.1940] Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch im 1. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien (***).\nAufführung der 4. Symphonie (Originalfassung) [vermutlich durch die Münchner Philharmoniker] unter Adolf Mennerich im 1. Volks-Symphonie-Konzert um 10:30 Uhr. Zuvor erklingen Webers \"Freischütz\"-Ouvertüre und Richard Wagners \"Siegfried-Idyll\" (°).", "Letzte Änderung": "05.06.2026 19:18"}, {"ID": 194210135, "Datum": "13.10.1942, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie [vermutlich unter Volkmar Andreae, in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 14.10.1942.", "Letzte Änderung": "07.01.2026 07:54"}, {"ID": 194310135, "Datum": "13.10.1943, Mittwoch", "Haupttext": "Johannes Hollnsteiner bringt Teile der Stiftsbibliothek von St. Florian, darunter zwei Bruckner-Autographen [oder sechs?], in vier Kisten in den Steinberg bei Altaussee.", "Letzte Änderung": "21.02.2023 20:35"}, {"ID": 194410135, "Datum": "13.10.1944, Freitag", "Haupttext": "Kritik Hilperts zur 9. Symphonie in der Oberdonau-Zeitung (*).\nKritik in der Schlesischen Zeitung (Breslau).", "Letzte Änderung": "30.01.2024 10:40"}, {"ID": 194610135, "Datum": "13.10.1946, Sonntag", "Haupttext": "Artikel, signiert »I. W.«, »Anton Bruckner. Anläßlich seines 50. Todestages« in der Österreichischen Volksstimme (*).\nArtikel von Alfred Bamer »Bruckners Leidensjahre. Zur Wiederkehr seines 50. Todestages« in der Steyrer Zeitung Nr. 21 (**).\nBeim Wiener Bruckner-Fest werden um 11 Uhr in der Hofburgkapelle die e-Moll-Messe mit den Wiener Symphonikern unter Anton Lippe und um 19 Uhr in einem Arbeiter-Symphonie-Konzert im Großen Musikvereinssaal die 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Robert Fanta aufgeführt (***).\nIn Karlsruhe Vortrag von Fritz Grüninger »Die IX. Sinfonie Anton Bruckners [/] Einführung in Wesen und Form mit musikalischen Erläuterungen« um 11 Uhr im Bonifatiushaus. An zwei Flügeln wirken Elisabeth und Klara Ernst mit (°).\r\nUm 16 Uhr Aufführung der 9. Symphonie durch die Badische Staatskapelle unter Otto Matzerath im Konzerthaus (°°).\n[13. und 14.10.1946]\r\nAufführung der Vier kleinen Orchesterstücke und der 7. Symphonie durch das verstärkte Städtische Orchester unter Bruno Vondenhoff im 2. Museums-Konzert um 10:30 Uhr im Frankfurter Börsensaal (°°°).", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:43"}, {"ID": 194810135, "Datum": "13.10.1948, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Karl Böhm im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Robert Schumanns Klavierkonzert ist Arturo Benedetti-Michelangeli.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195410017, "Datum": "1.-3.10.1954, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Herbert von Karajan in einem Gesellschaftskonzert im Wiener Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "13.02.2024 13:17"}, {"ID": 195610135, "Datum": "13.10.1956, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Bernhard Paumgartner (»Brahms stand am Seitenaltar. Erinnerungen an Anton Bruckner«) in den Salzburger Nachrichten (*).\nAufführung der 8. Symphonie durch das Landestheater-Orchester unter Volkmar Andreae in Linz (veranstaltet vom Brucknerbund für Oberösterreich) (**).\nArtikel von Herbert Gigler »Die himmlischen Orgelpfeifen« im Kleinen Frauenblatt (***).\nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Carl Schuricht im 2. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien [Wiederholung am Folgetag] (°).", "Letzte Änderung": "07.06.2026 14:41"}, {"ID": 196610135, "Datum": "13.10.1966, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Dr. Max Gerhardinger (Ried) zu Bruckners 70. Todestag im Vöcklabrucker Wochenspiegel Nr. 41 auf S. 17.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198010135, "Datum": "13.10.1980, Montag", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" durch den Städtischen Chor Kiel, Mitglieder des Opernchors (Einstudierung: Eberhard Schenk) und das  Philharmonische Orchester Kiel unter Walter Gillessen im Konzertsaal im Schloß in Kiel. Solisten sind Hanna Zdunek, Shinja Kim, Wilhelm Teepe und Hans Georg Ahrens.", "Letzte Änderung": "12.12.2025 13:19"}, {"ID": 198910135, "Datum": "13.10.1989, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Rundfunksinfonieorchester Berlin unter Heinz Rögner.", "Letzte Änderung": "24.02.2026 09:00"}, {"ID": 199610135, "Datum": "13.10.1996, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Werner Häußner \"\"Zur größeren Ehre Gottes\". 100. Todestag von Anton Bruckner.\" im Würzburger katholischen Sonntagsblatt (*).\nAufführung von Motetten [prov. WAB 67] und von Orgelwerken [prov. WAB 88] durch das Forchheimer Vokalensemble unter Franz Josef Saam und P. Dominikus Trautner (Orgel) in der Pfarrkirche Reuth in Forchheim (**).\nArtikel von Ingeborg Schödl \"Alles seinem Gott zu Ehren\" in der Wiener Kirchenzeitung (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199810135, "Datum": "13.10.1998, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado in Fukuoka. Solisten bei Mozarts Konzert sind Emmanuel Pahud und Marie-Pierre Langlamet.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 22:28"}, {"ID": 185511135, "Datum": "13.11.1855, Dienstag", "Haupttext": "Auf Anraten des Linzer Orgelstimmers Alfred Just Stefan Just fährt Bruckner kurzentschlossen nach Linz, zuerst zu Dürrnberger, dann zum Probespiel in der Stadtpfarrkirche um 1/2 3 Uhr (°).\r\n   Der Prüfungskommission gehören außerdem Schiedermayr, Arminger, Fink, A. M. Storch und Zappe an. Mitbewerber sind Engelbert Lanz und Hain (*).\r\n   Ursprünglich wollte auch Robert Führer dabeisein, der sich über eine »arrogante« Äußerung Bruckners (daß er »all die armen Schlucker zu Schanden spielen werde«) sehr ärgerte (**).\r\n   Bruckner improvisiert über ein Thema Dürrnbergers.", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:14"}, {"ID": 186011135, "Datum": "13.11.1860, Dienstag", "Haupttext": "Bruckners Mutter wird in Ebelsberg beerdigt: »Ruhestätte | der Frau | Theresia | Bruckner | Schullehrers-Wittwe | von Ansfelden. | Geboren den 7. April 1801, | gestorben nach Empfang der hl. | Sterbsacramente den 11. Novbr. 1860. | REQUIESCAT IN PACE!« (*).\nSchreiben von Pfarrer Herz [?] [Schullehrer-Pensionsinstitut?] an das Bischöfliche Konsistorium:\r\n     Über das Ableben von Theresia Bruckner. Sie habe 50 fl Pension bezogen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011135, "Datum": "(13.11.1870, Sonntag)", "Haupttext": "Erstes Philharmonisches Konzert unter Dessoff im Großen Musikvereinssaal mit Werken von Weber, Beethoven, Rudorff [siehe die Anmerkung] und Schumann (3.) (*).\nAufführung der Cäcilien-Messe in F-Dur von Joh. Ev. Habert unter Herbecks Leitung in der Wiener Kofkapelle. Habert ist persönlich anwesend, unter den Zuhörern befindet sich Graf Laurencin (**). [vgl. auch 21.4.1872]", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:24"}, {"ID": 187111135, "Datum": "(13.11.1871, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (*).\nGeneralversammlung des Christlichen Kunstvereines in Linz (Obmann: Domdechant Dr. Schiedermayr). Als Kontrahenten (beim Thema \"Cäcilien-Verein\") nehmen Ignaz Traumihler und Joh. Ev. Habert daran teil (**).", "Letzte Änderung": "21.03.2023 22:22"}, {"ID": 187311135, "Datum": "13.11.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner wird in der »Presse« Nr. 312 auf S. 8 als Organist am 16.11.1873 in Währing angekündigt:\n\n     \"In der Pfarrkirche zu Währing feiert die \"Währinger Liedertafel\" Sonntag den 16. November um halb 11 Uhr  ihre diesjährige \nStiftungsmesse und bringt hiebei \"Tantum ergo\" von Kloß, das \n\"deutsche Hochamt\" von Franz Schubert, Offertorium, \"Salve Regina\" von Wenusch zur Aufführung. Frau Therese Gugler (Sopran) und die \nEhrenmitglieder des Vereins, Herr Professor Anton Bruckner, k. k. Hoforganist (Orgel), und Herr Karl Fritsch, Orchester=Director,(Violine), haben ihre Mitwirkung bereitwilligst zugesagt.\" (*). Eine ähnliche Meldung bringen auch \n\n das Fremdenblatt Nr. 312 auf S. 6:\n      \" - Die \"Währinger Liedertafel\" feiert Sonntag den 16. November, Vormittags halb 11 Uhr in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige Stiftungsmesse und bringt hiebei \"Tantum ergo\" von Kloß, das \"deutsche Hochamt\" von F. Schubert, Offertorium \"Salve Regina\" von Wenusch zur Aufführung. Frau Therese Gugler (Sopran) und die Ehren=Mitglieder des Vereines, Herr Professor Anton Bruckner, Hof=Organist (Orgel) und Herr Karl Fritsch, Orchester=Direktor, (Violine); haben ihre Mitwirkung zugesagt.\" (**),\n die Neue Freie Presse Nr. 3313 auf S. 6:\n      \"(Währinger Liedertafel.) Die Währinger Liedertafel feiert Sonntag den 16. November d. J., \nVormittags halb 11 Uhr, in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige \nStiftungsmesse und bringt hiebei \"Tantum ergo\" von Kloß, das \n\"Deutsche Hochamt\" von F. Schubert, Offertorium \"Salve Regina\" von Wenusch zur Aufführung. Frau Therese Gugler (Sopran) und die \nEhrenmitglieder des Vereins, Herr Professor Anton Bruckner, Hoforganist (Orgel) und Herr Karl Fritsch, Orchester=Director, \n(Violine), haben ihre Mitwirkung bereitwilligst zugesagt.\" (***),\ndie Deutsche Zeitung Nr. 672 (Morgenblatt) auf S. 5:\n      \" - (Die \"Währinger Liedertafel\") feiert am Sonntag den 16. d., Vormittags um halb 11 Uhr in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige Stiftungsmesse und bringt hiebei \"Tantum ergo\" von Kloß, das \"Deutsche Hochamt\" von F. Schubert, Offertorium \"Salve Regina\" von Wenusch zur Aufführung. Frau Therese Gugler (Sopran) und die Ehrenmitglieder des Vereines, Herr Professor Anton Bruckner, k. k. Hof=Organist (Orgel), und Herr Karl Fritsch, Orchester=Director, (Violine), haben ihre Mitwirkung bereitwilligst zugesagt.\" (°)\nund das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 312 auf S. 4 (°a).\n\nDie Neue Berliner Musikzeitung Nr. 46 berichtet auf S. 366 (= S. 6) von der Aufführung der 2. Symphonie am 26.10.1873 und übernimmt dazu den Text der Neuen Freien Presse vom 28.10.1873 (dort signiert \"h.\" = Hanslick): \n      \"Wien. Sonntag, 26. Oct. Mittags, gab Herr Anton Bruckner, K. K. Hoforganist und Professor am Wiener Conservatorium, ein Concert im grossen Musikvereinssaale. Der Concertgeber producirte zuerst seine bereits rühmlich bekannte Virtuosität als Orgelspieler in dem Vortrag einer Toccata von Sebastian Bach und einer eigenen freien Phantasie. Die dritte, zugleich letzte Nummer des Programms war eine Symphonie in C-moll von Bruckner, ein in den grössten Demensionen [sic] ausgeführtes Tonwerk, welchem ein sehr ernster, pathetischer Charakter ebensowenig abzusprechen ist, als zahlreiche schöne, bedeutende Einzelheiten. Obwohl der Totaleindruck durch eine unersättliche Rhetorik und allzu breite, mitunter haltlos zerfallende musivische Form beeinträchtigt wird, war doch die Wirkung auf das Publikum eine günstige und die Aufnahme deer Symphonie eine geradezu enthusiastische. Hr. Bruckner wurde nach seinen Orgelvorträgen und nach jedem Satze der Symphonie durch anhaltenden rauschenden Beifall und wiederholten Hervorruf ausgezeichnet. Das Orchester der \"Philharmonischen\" Concerte\" spielte diese ungewöhnlich schwierige Composition (unter persönlicher Leitung des Componisten) meisterhaft.\" [keine Signatur] (°°).\nDie Salzburger Zeitung Nr. 259 bringt auf S. 5 die Fortsetzung einer Artikelserie über \"Die Vereine Salzburgs\". Zitiert werden Auszüge aus dem 1872 erschienenen Gedenkbuch der Salzburger Liedertafel, die das Jahr 1865 betreffen. Bei den Geschehnissen des 5.6.1865 werden auch Bruckner und der \"Germanenzug\" erwähnt (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511135, "Datum": "13.11.1875, Samstag", "Haupttext": "Artikel im »Vaterland« Nr. 314, S. 1 und (14.11.1875) Nr. 315, Beilage S. 1, über die Orgelweihe am 18./19.10. (teilweise Übernahme von Anton Edtls Artikel [23./24.9.1875]).\r\n         »Die große Orgel zu St. Florian\r\n      In der Kirche des Chorherrenstiftes St. Florian in Oberösterreich wurde kürzlich eine Orgel fertig gemacht, die eines der größten und kunstreichsten Orgelwerke Europa's ist; denn nur in London ist eine größere Orgel [... Geschichte der Orgel ... technische Details ... Bericht von der Feier am 19.10.1875 ...] Nach diesem [Chor von Suriano] spielte der k. k. Hoforganist und Professor Anton Bruckner, der sich in Nancy und London die Anerkennung als größter Orgelmeister errang, die Toccaten von J. Bach; und nachdem ein Hymnus zu Ehren des Hauspatrons, des heil. Florian, in Musik gesetzt von Regenschori Traumihler, mit Orgelbegleitung gesungen war, führte Professor Bruckner mit hinreißender Meisterschaft ein Thema über Händl's »Alleluja« durch. Die Aufführung der Cantate »Lobgesang« von Mendelssohn machte den Schluß. \r\n    Ueber den Eindruck, den diese vielstimmige Orgel machen kann, schrieb ein Linzer Professor, ein geistreicher und musikkundiger Mann, im »L. V.« [Linzer Volksblatt?] Folgendes: \r\n    »Laß dich die Welt nicht fangen, brich durch - und mache kein weiteres Federlesen, sondern schreibe, was du an einem der vielmilden und sonnigen Septembertage zu St. Florian gehört und gesehen hast. [... es folgt ein eher poetisch gehaltener Abschnitt ...] (Schluß folgt.)« [14.11.1875, auch dort nicht signiert] (*).\nDas Neue Fremdenblatt Nr. 314 weist auf S. 2 der Abendausgabe auf die Kirchenmusik vom 15.11.1875 hin:\n     \" - (Kirchenmusik.) Montag den 15. d. um 11 Uhr wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin das Fest des heiligen Leopold feierlichst begangen, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's weihevolle Nelsonmesse, Grad. (Tenorsolo mit Chor von Ritter v. Seyfried), Offertorium (Altsolo von Frau Baronin Ruttenstein) aufführt, und die Soli Frau Professorin Adele Passy=Cornet, der k. k. Hofopernsänger Karl Adams und die k. k. Hofopernsängerin Wilhelmine Tremel vortragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird am Schlusse des Hochamts eine Orgel=Fuge spielen.\" (**).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:42"}, {"ID": 187611135, "Datum": "(13.11.1876, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (u.a. mit Kreutzinger und Marianne Zips).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711135, "Datum": "(13.11.1877, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188011135, "Datum": "13.11.1880, Samstag", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an das Kultusministerium: \n   Wegen Entlohnung der Lektorstunden an der Universität.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188111135, "Datum": "13.11.1881, Sonntag", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Haydns »Schöpfung«.\n[nicht gesichert! siehe die Anmerkung]\r\nMöglicherweise hat Bruckner dieses Konzert besucht und wegen der knappen Zeit nach dem Hofkapellendienst einen Wagen zum Musikvereinssaal benutzt und Gaigg von Bergheim mitgenommen (*).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 08:02"}, {"ID": 188211135, "Datum": "13.11.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »13. [Nov.] 9.« [Lektion Lamberg]. [siehe auch »11.11.1882«]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311135, "Datum": "13.11.1883, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner wird auf Veranlassung von Dr. Alois Scherer und auf Antrag von Johann Rauch (*a) von der Liedertafel Vöcklabruck zum Ehrenmitglied ernannt (*). Sekretär Karl Thurner kümmert sich um die Ausfertigung des Diploms (*a)\nDr. Scherer war von 1878 - 1883 Vorstand, Franz Aichinger von 1883 - 1885; Chormeister von 1878 - 1883 war der Oberlehrer Johann Rauch, von 1883 bis 1886 der Kaufmann Anton Hartmann (*b).\nBrief Bruckners an Josef Schalk:\r\n    Hat ihn an Prof. Hofrat Zimmermann, der mit Hanslick gut bekannt sei, als Klavier- und Theorielehrer empfohlen. Bittet um maßvolle Honorarforderung. Bei Jahn habe er sich für Franz Schalk verwendet (**).\nBrief Bruckners [an wen? an Gustav Mahler? ”Lieber Freund”]:\r\n    Antwortet dankend für ein Schreiben aufs Geradewohl, da er die Adresse und die Person nicht kenne. Alle Freunde hätten ihn verlassen, Hans Richter nenne ihn einen musikalischen Narren und führe nichts auf. Wünscht dem Empfänger ein besseres Schicksal (***).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 10:33"}, {"ID": 188411135, "Datum": "13.11.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an seine Schwester:\n     Über Alltagsgeschehnisse, einen Abend bei Keils am 8.11.1884, Robert Zimmermann. Er habe von Bruckner das Adagio der 7. Symphonie zum Studieren und Abschreiben bekommen.\n     \"Montag Abends bin ich jetzt immer in einem sehr noblen Kreis mit Bruckner bei der Gartenbaugesellschaft. Nach seiner Vorlesung. Letztesmal [10.11.1884?] war Prinz Hohenlohe an unserm Tisch! Neulich [3.11.1884?] Baron Ostini\" [vom Münchner Wagner-Verein] (*).\n \nVermutlich in diesem Zeitraum (zwischen 10. und 17.11.1884) hat Göllerich in seiner Vorlesungsmitschrift notiert \"Hofrath Zim[m]ermann: Gonzaga=Gasse No 1.\" (**).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "24.03.2025 19:44"}, {"ID": 188611135, "Datum": "13.11.1886, Samstag", "Haupttext": "The New York Times Nr. 10983 berichtet auf S. 5 in der 3. Spalte vom gestrigen Konzert:\r\n\"          PHILHARMONIC CONCERTS.\r\n     The annual series of Philharmonic concerts which will be given this season at the Metropolitan Opera House was entered upon yesterday afternoon, when the public rehearsal prefatory to this evening's formal performance was carried on. Neither the programme arranged for interpretation nor its rendering was of a character to evoke critical or popular enthusiasm. [... Verbesserung heute nicht zu erwarten ... kritische Anmerkungen zu Beethoven, Schumann und Rubinstein ...] It is a pity that the \"Nero\" music, dull as it was, did not round off the programme, which was brought to a close with a new symphony by Anton Bruckner. This achievement lasted almost an hour and sent the assemblage home dazed, wearied, and angry. Herr Bruckner belongs to the very large class of German composers that know exactly how ideas ought to be expressed, but to whom Providence has denied one spark of creative power. There is undeniable technical skill in Herr Bruckner's symphony, but this is used with exactly the same results that would be attained by a painter who handled canvas and oils to demonstrate that he knew how to lay on his colors or by a builder that would heap up building materials so as to erect a house which nobody could live in. Pompous preludes prefacing nothing, themes with a beginning and without end, and endless dissonant passages abound in the new work, which is conventionally correct as to form and internal development and hopelessly vacuous as to meaning or tangible charm. A goodly part of the audience took to flight at different stages of the final proceedings. and did wisely in effecting its escape. An occasional energetic protest against the infliction of resounding trash upon a long-suffering public would be of more real service to the cause of music than the excessive indulgence, indifference, or affectation that impel audiences generally to bear with it.\" [keine Signatur] (*).\n \nEin Inserat auf Seite 7 in der 7. Spalte weist auf das heutige Konzert hin:\r\n\"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-YORK\r\n       FORTY-FIFTH SEASON, 1886-7.\r\nTHEODORE THOMAS . . . .  . . . . Conductor\r\n     First concert, SATURDAY, Nov. 13, at 8 P. M.,\n              at the Metropolitan Opera House.\n                           Programme:\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, e major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (**).\n \nDie New York Tribune Nr. 14608 bringt auf S. 5 in der 1. Spalte eine ausführliche Besprechung der öffentlichen Generalprobe:\r\n\"                           PHILHARMONIC SOCIETY.\r\n     The first concert of the forty-fifth season of the Philharmonic Society will take place to-night, the preparatory public rehearsal having been given yesterday afternoon. The performance was in all respects so admirable that no injustice can be done the society if we depart from our usual custom and review the music as it was presented at the rehearsal instead of waiting until after the concert. [... Lob für das Orchester und Beethoven, kurz über Rubinstein ...].\r\n     The closing number of the programme was a new work by an unfamiliar composer – Anton Bruckner's symphony No. 7, in E-major. Bruckner's name, we believe, had never figured on an American programme before last season, when Mr. Damrosch brought forward a symphony of his in D-minor. In its relation to this composer New-York does not stand differently than the majority of the musical cities of the old world. Bruckner has been quarrelled about in Germany for a quarter of a century, [.... Biographisches (1868 Konservatorium, 1875 Universität, 1871 London) ...]. It is much easier, since we have heard two symphonies of his, to tell why he has failed to set any rivers on fire than to explain how it comes that there are critics (and some of sound judgment, too.) who insist on including his name when they mention the great composers of today. We do not wish to treat a musician who commands as much learning and is filled with as much earnestness as are evident in this new symphony flippantly, but truth compels the assertion that so astounding a composition as this we have never heard in an New-York concert room. If one wants originality here it is in abundance. There is nothing under the heavens, or on the earth, or in the waters under the earth like unto this symphony. Those who think the thematic work in \"Tristan\" and the \"Ring of the Niblung\" complex and labored should hear this symphony if for no other reason than to see how in comparison with it Wagner's is a complexe exemplification of good music as defined by Galuppi in a conversation with Burney one hundred and sixteen years ago – \"Beauty, clearness and good modulation.\" Every element of symphonic writing which Herr Bruckner uses he uses in an manner which stamps a unique character on the work. But it is only unique, not beautiful. He is not satisfied with the ordinary apparatus, but adds four higher tubas to the bass tuba and thus gets fifteen brass instruments into his orchestra, his cornets being three. These brass instruments without exception speak a language that is foreign to them, but in this only imitate their fellows of the other choirs.\n     There is a vast deal of learning in the music, and enough revolutionary treatment in the harmony alone to keep the analysts and historians busy for a twelvemonth, but we are still in darkness as to why they were employed, or what was the goal striven for. Everything is as cold as a problem in mathematics. It would not take much argument with this score before us to convince us that Herr Bruckner had realized and extended the acoustician Euler's belief that it was possible to figure out a sonata. He revels in discords, and finding that a convenient way to make them assertive is to utilize pedal points, he drags them in prodigally. The symphony is the product of a pedant whose purposes may become plain in the future, but are certainly outside the ken and the sympathy of the present, revolutionary though it be. The music fell like lead upon the senses of the audience, and many left the hall after the second movement.\" [keine Signatur, ziemlich sicher aber Krehbiel] (***).\nH. E. Krehbiel erwähnt am 16.5.1904 dieses New Yorker Konzert:\r\n\"The expression of discouragement and disapproval was almost as frank and emphatic as was that of the New-York Philharmonic audience in November, 1886, when Mr. Thomas brought forward Bruckner's Seventh Symphony and drove about one-third of the seasoned music lovers out of the room before the work came to an end.\"\n \nIm selben Blatt wird auch auf das heutige Konzert hingewiesen, auf Seite 4 in einer knappen Übersicht:\r\n\"                          Amusements.\r\n[... alphabetische Anordnung ...]\r\nMETROPOLITAN OPERA HOUSE – 2 – Die Walkure. – 8 – Concert.\r\n[...].\" (°)\n \nund auf Seite 7 in einem Inserat in der 5. Spalte:\r\n\"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-\r\n       YORK. – 45th Season,1886-'87.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor.\r\n             First concert, SATURDAY, NOV. 13, at 8 P. M.\r\n            AT THE METROPOLITAN OPERA HOUSE\r\n                            PROGRAMME.\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, E major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (°°).\n \nAufführung der 7. Symphonie unter Theodor Thomas in New York [öffentliche Generalprobe am 12.11.1886] (°°°).\n \nDas Prager Abendblatt Nr. 260 kündigt auf S. 3 die Aufführung des \"Te deum\" am 28.11.1886 an:\r\n     \" *** Deutscher Singverein. Das erste Konzert findet am Sonntag, den 28. November im Rudolfinum statt wobei u. A. das \"Te deum\" von Anton Bruckner für Soli, Chor, Orgel und Orchester aufgeführt werden wird.\" (#).\n\r\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium, u.a. mit Mitwirkung Carl Hrubys (##)).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:07"}, {"ID": 188711135, "Datum": "13.11.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Sonntag 13. Nov. Amt gespielt.« (*).\r\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).\nArtikel der Linzer Tages-Post Nr. 260 über die Gründung eines Linzer Zweigvereins des Richard-Wagner-Vereins (artistischer Leiter Theodor Schmidt), der die \"Lücke zwischen öffentlicher und privater Musikpflege\" ausfüllt. Man könne auch größere Werke in Transkriptionen kennen lernen. \"Ueber das Musikleben in Linz. Von einem Musikfreunde. Man kann im künstlerischen Leben der meisten Zeiten und Völker die Erscheinung beobachten, daß in einer gewissen Periode immer eine unter den Künsten mehr die Oberhand hat [... über die Stellung im kulturellen Leben ... über die Tätigkeit der Linzer Konzertgeber und ihre Spezialisierung ... bestehende Lücken fülle nun der Wagner-Verein aus ...] In den internen Vortragsabenden sollen vorzugsweise nur jene Theile der Musikliteratur Pflege finden, welche in den hiesigen musikalischen Productionen nicht oder nur sehr wenig vertreten sind, also Werke der neuesten Richtung, und zwar nicht bloß Richard Wagner's selbst, sondern auch Liszts, Anton Bruckners und anderer bedeutender zeitgenössischer Componisten, sowie Werke der Vor=Bach'schen Periode und zwar größtentheils deutschen Ursprungs. [... keine Konkurrenz zu anderen Konzertveranstaltern, sondern Bereicherung ... Mitglieder genießen Vorteile für die Bayreuther Festspiele ... keine Signatur] (***).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 313 kündigt auf S. 7 die morgige Klavieraufführung der 4. Symphonie an:\r\n     \" * Programm des morgen Montag statthabenden Musikabends des Wiener Tonkünstlervereines: Anton Bruckner, romantische Symphonie Nr. 4 (Es-dur) für Klavier (Herr Josef Schalk). Vorträge der Frau Nicklaß=Kempner (Oden und Lieder von C. W. von Gluck) und des Herrn Syrinek (Phantasiestücke von Robert Schumann).\" (°).\nEin ähnlicher Hinweis erscheint in der Wiener Zeitung Nr. 260 auf S. 7: &lt;\r\n     \"(Wiener Tonkünstlerverein.) Montag, den 14. d. M., Abends 9 Uhr Musikerabend. Programm: Anton Bruckner, romantische Symphonie Nr. 4 (Es-dur), für Klavier übertragen und vorgetragen von Herrn Joseph Schalk; Vorträge der Frau Selma Nicklaß=Kempner (Oden  und Lieder von Ch. W. von Gluck) und des Herrn Adalbert Syrinek (Phantasiestücke von Robert Schumann).\" (°°).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber (Euryanthe), Brahms (Haydn-Variationen), Gluck und Beethoven (8. Sinfonie) (°°°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188811135, "Datum": "13.11.1888, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung (*) und die Linzer Tages-Post (**) melden, daß Marie Kerschbaum verstorben ist [11.11.1888]. Ihr letzter Auftritt sei im Vorjahr bei Bruckners »Te deum« gewesen [29.9.1887].\n \n(*) Linzer Zeitung:\n\"* (Todesfall.) [... nach Schlaganfall (am Donnerstag [8.11.1888]) im 44. Lebensjahr verstorben ... Verdienste als Sängerin ...] Zum letztenmale trat die Verblichene im vorigen Jahre gelegentlich der Aufführung des Tedeums von Anton Bruckner im neuen Dome auf.\" (*).\n \n(**) Linzer Tages-Post Nr. 262 auf S. 3:\n                    \" Linz, 12 November 1888.\n      § Todesfall. Der hiesige Stadtbuchhalter Herr Karl Kerschbaum sowie dessen Familie wurden von einem schweren Schickalsschlage getroffen. Gestern früh verschied nämlich dessen Gattin, Frau Marie Kerschbaum, geborene Schimatschek, im 44. Lebensjahre. [... Wirken als Sängerin, auch beim \"Frohsinn\" ...] Zum letztenmale sang Frau Kerschbaum in der neuen Domkirche am 29. September 1887 anläßlich der Aufführung des \"Tedeum\" von Bruckner durch die Liedertafel \"Frohsinn\". [... familiäre Situation ... zwei Schlaganfälle Freitag und Sonntag ...] Das Leichenbegängnis findet Dienstag, den 13. d. nachmittags um halb 3 Uhr vom Trauerhause, Graben Nr. 4, aus statt.\" (**).\n\r\nDas Fremdenblatt berichtet vom Konzert des Wagner-Vereins am 8.11.1888 (mit »Locus iste« und »Ave Maria« [WAB 6]):\r\n   » - Am 8. d. M. fand im kleinen Musikvereinssaale der erste interne Musikabend des Wiener akademischen Wagner=Vereines in diesem Winterhalbjahre statt. Derselbe zeichnete sich ebensowohl durch ein gediegenes und reichhaltiges Programm, wie durch hervorragende mitwirkende Kräfte aus. Dem Vereinschore unter Leitung des Herrn Josef Schalk boten zwei schöne Chöre (Graduale und Ave Maria) von Anton Bruckner, [...] die ernste und würdige Gelegenheit, zu zeigen, daß er ebenso an Stärke, wie in künstlerischer Ausbildung gewachsen sei. [...]« (***).\n \n(Vollversammlung des Wiener Akademischen Gesangvereines (°)).", "Letzte Änderung": "27.01.2025 13:41"}, {"ID": 189111135, "Datum": "13.11.1891, Freitag", "Haupttext": "Bei der Senatssitzung teilt Dr. Exner mit, daß Bruckner anläßlich der Promotion zum Ehrendoktor der Universität eine Symphonie widmen wolle (*).\r\nDas Sitzungsprotokoll vermerkt die Anwesenden: Adolf Exner, Wilhelm von Hartel, Laurenz Müllner, Karl Gross, Ernst Ludwig, Julius Hann, Wilhelm Neumann, Emil Zuckerkandl, Leo Reinisch, Josef Kopallik, August Emil Vogl, Julius Wiesner, Karl Brockhausen, (Senator Menger ist verhindert).\r\n\"Der Rector theilt mit, daß seine k. u. k. Apostolische Majestät dem Professoren Collegium der philosophischen Facultät die Verleihung des Ehrendoctorates an den Componisten und Lector der hiesigen Universität Anton Bruckner allergnädigst zu gestatten geruht haben. Die betreffende Promotion habe am 7. November 1891 stattgefunden, und Dr. Bruckner bei diesem Anlasse das Ersuchen gestellt, eine vom ihm componirte Symphonie dem academischen Senate aus Dankbarkeit widmen zu dürfen. | Der Rector beantragt, es möge der academische Senat seine Bereitwilligkeit aussprechen, diese Widmung anzunehmen. | Einstimmig angenommen. | [...] | Vidi A. Exner mp | Dr. C. Brockhausen Univ. Kanzleidirector mp\" (*a).\nDr. Angermann regt an, daß die Steyrer Liedertafel ein Gratulationsschreiben an Bruckner wegen der Ehrendoktorwürde sendet (**).\r\nDer (undatierte) Brief ist unterzeichnet von Gustav Heyek und Franz Angermann (***).", "Letzte Änderung": "20.11.2025 16:35"}, {"ID": 189211135, "Datum": "13.11.1892, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Aufführung\n \nim Deutschen Volksblatt Nr. 1388 auf S. 8:\r\n\"     – Heute, Sonntag, den 13. d. M., Mittags halb 1 Uhr, findet das erste ordentliche Gesellschafts=Concert unter Mitwirkung der Damen Fräulein Henriette Standthartner, Hofopernsängerin, und Fräulein Adele aus der Ohe (Clavier); ferner des Singvereines und Gesellschaftsorchesters mit folgendem Programme statt: F. Schubert: Ouverture in E-moll (1. Aufführung); A. Bruckner: Psalm (1. Aufführung); F. Liszt [... Richard Strauss, Mendelssohn ...] Fräulein Henriette Standthartner hat für die plötzlich erkrankte Frau Baronin Bach die Sopran=Soli freundlichst übernommen. [... Karten ...]. (*),\n \nin der »Presse« Nr. 315 auf S. 15:\r\n\"     – Concerte. Morgen (Sonntag) den 13. d., Mittags halb 1 Uhr findet das erste ordentliche Gesellschafts=Concert unter Mitwirkung der Damen Fräulein Henriette Standthartner, Hofopernsängerin, und Fräulein Adele aus der Ohe (Clavier), ferner des Singvereins und Gesellschaft=Orchesters mit folgendem Programm statt: F. Schubert: Ouverture in E-moll (erste Aufführung); A. Bruckner: Psalm (erste Aufführung); F. Liszt [... Richard Strauss, Mendelssohn ...] Fräulein Standthartner hat für die plötzlich erkrankte Frau Baronin Bach die Sopran=Soli freundlichst übernommen. [... Karten ...]. – \" (**),\n \nder Österreichischen Volkszeitung Nr. 315 auf S. 9:\r\n\"     – Heute Sonntag, Mittags halb 1 Uhr, findet das erste ordentliche Gesellschaftskonzert unter Mitwirkung der Damen Fräulein Henriette Standthartner, Hofopernsängerin, und Fräulein Adele von der Ohe (Klavier); ferner des Singvereines und Gesellschafts=Orchesters mit folgendem Programme statt: F. Schubert: Ouverture in E-moll (erste Aufführung); A. Brückner: Psalm (erste Aufführung); F. Liszt [... Richard Strauss, Mendelssohn ...] Fräulein Henriette Standthartner hat für die plötzlich erkrankte Frau Baronin Bach die Sopransoli übernommen.\"\r\nund S. 13:\r\n\"             Konzert=Anzeigen.\r\n     – Die vier ordentlichen Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1892/93, geleitet von dem Konzertdirektor Herrn Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen, Mittags halb 1 Uhr, mit nachbenanntem Programm statt: I. 13. November: Franz Schubert: Ouverture in E-moll; A. Bruckner: Psalm (neu) fürSolo, Chor und Orchester (erste Aufführung); F. Liszt. Klavierkonzert in Es-dur; Fräulein Adele aus der Ohe: Richard Strauß: \"Wanderers Sturmlied\" für Chor und Orchester (erste Aufführung); F. Mendelssohn: \"Loreley\", Finale des ersten Aktes, für Solo, Chor und Orchester. – [...]\r\n     – In den von den Mitgliedern des Hof=Opernorchesters veranstalteten philharmonischen Konzerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... Bach, Beethoven, Brahms ...]; Bruckner: Symphonie Nr. 8, C-moll (dem Kaiser Franz Josef gewidmet), erste Aufführung; Chabrier [...]. \" (***)\n \nund in der Wiener Zeitung Nr. 262 auf S. 7: \" (Gesellschafts=Concert.) Morgen, Sonntagn den 13. d. M., Nachmittags 12½ Uhr findet das erste ordentliche Gesellschafts=Concert unter Mitwirkung der Damen Henriette Standthartner und Adele aus der Ohe (Clavier), ferner des Singvereines und Gesellschafts=Orchesters mit folgendem Programme statt: F. Schubert: Ouverture in E-moll (erste Aufführung); A. Bruckner: Psalm (erste Aufführung); F. Liszt [... Richard Strauss, Mendelssohn ...] Frl. Henriette Standthartner hat für die erkrankte Freifrau von Bach die Sopransoli übernommen.\" (°).\n\r\n1. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Schubert (e-Moll-Ouvertüre), Bruckner (Uraufführung des 150. Psalms, Solo: angekündigt Leonore Baronin Bach (°°a), tatsächlich Frl. Henriette Standhartner (°°b), Chor: Wiener Singverein (°°c)), Liszt (Klavierkonzert Es -Dur, Solistin: Adele aus der Ohe), Richard Strauss (Uraufführung von »Wanderers Sturmlied«) und Mendelssohn (»Loreley«) (°°).\r\n    Orchester- und Chorleistung [Singverein] nicht gut, Tempo überhetzt; Grün spielt das Violinsolo »schauderhaft unrein« (°°°).\r\n    Den Psalm hören u.a. die Kritiker J. T. [= Julius Twardowsky?], Hanslick, Paumgartner, Helm, Hirschfeld, Kalbeck, Puchstein, Schenker, Stolzing und (#) Wartenegg.\n\r\nIn der Ostdeutschen Rundschau Nr. 46 wird auf S. 7 die Aufführung der 8. Symphonie [am 18.12.1892] angekündigt:\r\n\"                          Concerte.\r\nErstes philharmonisches Concert.  –  Quartett Duesberg. – Clavier=Concert der Frau Gisela Páßthory=Voigt.\r\n     Viel haben uns für diese Concertsaison die Philharmoniker versprochen, ihr Programm trägt der neuen Schule auf dem Gebiete der Symphonie=Musik mehr Rechnung als in den letzten Jahren. Liszt's Mazeppa, Tod und Verklärung von Richard Strauß, ferner Bruckner's achte Symphonie in c-moll sollen zur Aufführung gelangen. Es ist aber auch bereits die höchste Zeit, endlich in der Wiener Concerten etwas fü rdie symphonische Dichtung, deren eigentlicher Schöpfer Liszt ist, zu thun, ihr gehört die Zukunft, die viersätzige Symphonie dürfte nur mehr in Bruckner den letzten gewaltigen Meister haben.\r\n     [... über das 1. Philharmonische Konzert, den Quartettabend Duesberg und den Klavierabend \"Paßzthory=Voigt ...]\r\n                                    Josef Stolzing.\" (##).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 09:23"}, {"ID": 189311135, "Datum": "13.11.1893, Montag", "Haupttext": "Bruckner hält seine Universitätsvorlesung (*).\n[1893? oder 13.11.1883] Brief Bruckners an Gustav Mahler:\r\n   »Omnes amici me dereliquerunt!« Damit sei seine Situation beschrieben. Hans Richter bezeichne ihn wegen der Weigerung, Kürzungen vorzunehmen, als Verrückten und werde keines seiner Werke aufführen (**).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 06:39"}, {"ID": 189411135, "Datum": "13.11.1894, Dienstag", "Haupttext": "Kritik Hanslicks zur f-moll-Messe in der Neuen Freien Presse Nr. 10857 auf S. 1f:\r\n\"               Concerte.\n     Ed. H. Das erste Concert der Gesellschaft der Musikfreunde hat uns ein einziges Stück bescheert; die F-moll-Messe von Anton Bruckner. [... bis auf S. 2 Allgemeines: über die Kirche als passenden Aufführungsort - J. S. Bachs Hohe Messe und Beethovens Missa solemnis seien Ausnahmen -, das \"Te deum\" als besseres Werk Bruckners, die Kirchenmusik Mozarts und Haydns, \"Albrechtsberger Arm in Arm mit Richard Wagner\", Brahms' Deutsches Requiem, Palestrina, Leo, Scarlatti, Liszts Graner Messe, Berlioz' Requiem, Caecilianismus etc. ...] Die Bruckner'sche Messe wurde unter Director Gericke's Leitung vortrefflich aufgeführt. Mit schöner Pietät lösten die Solosänger (Fräulein Chotek, Fräulein Kusmitsch, Herr Erxleben und Herr Kraus) ihre keineswegs dankbaren Aufgaben, und der „Singverein” wie das Orchester zeigten sich auch den stärksten Zumuthungen dieser Composition gewachsen.\r\n    Die Philharmoniker, welche im vorigen Jahre gleichfalls ein ganzes Concert mit einer Bruckner'schen Riesensymphonie ausgefüllt haben, sind diesmal menschenfreundlicher aufgetreten. Sie begnügten sich mit Beethoven's Achter Symphonie, die nur den vierten Theil des Programms in Anspruch nahm, für Leute also, welche Tondichtungen nach der Klafter abschätzen, nicht halb so großartig ist, wie eine Bruckner'sche. [... über die weiteren am 11.11.1894 gespielten Werke von Robert Fuchs und Smetana, über die Konzerte des Duesberg-Quartetts und Duesbergs lächerliche Bemühungen, die deutsche Sprache von Fremdwörtern zu reinigen (z.B: \"Vierspiel\" statt \"Quartett\") ...] Der günstige Erfolg seiner „Tonspiele” wird hoffentlich Herrn Duesberg über den Kummer hinwegtrösten, daß er an die Spitze seiner „Vortragsordnung” mit großen Lettern drucken muß: Im Saale des Ingenieur= und Architekten=Vereins. Zwei Fremdwörter in Einem Athem, zwei Dolche zu gleicher Zeit!\" (*).\nDasselbe Konzert wird von Robert Hirschfeld in der »Presse« Nr. 312 auf S. 1f besprochen:\r\n\"               Concerte.\r\n     Wie ein mächtiger Pfeiler festen Glaubens und festen Könnens wurde Bruckner's gewaltige F-moll-Messe an den Eingang der Saison gerückt. Es ist eine Kirchenmusik gegen die Zeit, und das sind die stärksten. In Palestrina's \"Credo\" ist Reinheit des Glaubens, [... das Credo bei Bach, Mozart, Haydn, Beethoven ... Brahms ohne liturgische Bindung ...] Bruckner aber stellt die Messe mit Kraft wieder in die Kirche und bringt ihr allen Glanz, alle Errungenschaft moderner Kunstmittel zu. So führt uns jede Zeit zum Höchsten, aber einmal – Palestrina – in ihrer Art, das anderemal gegen ihre Art. Der Einklang im Bruckner'schen \"Credo\" der F-moll-Messe hat symbolische Kraft, er einigt die Gläubigen in ungläubiger Zeit. [... über das \"wundervolle Credo\" ... das Thema] folgt uns ins weltliche Thun, ein ehernes Motiv, wie das Jahrhundert nicht viele erzeugt, ein Gedanke, zur Unsterblichkeit geboren. So klar wie das Bekenntniß faßt Bruckner alle Heilthümer der Lehre in erhabene Musik. Da thut's auch die glückliche Naivetät nicht allein, welche der verehrte Meister sich in unserer naseweisen Zeit bewahrte – da wirkt das Naive und Sentimentale – im Schiller'schen Sinn – Herrliches kündend, ineinander und durchdringender Geist versenkt sich in die Mysterien des Heils. In dem \"Kyrie eleison\" liegt eine Welt von Empfindungen, aus dem kurzen Hosannah des \"Sanctus\" stürmt seliger Freudenmuth, in dem einzig schönen \"Benedictus\" ist das herzbezwingende Klingen einer tonzarten Seele. Und Alles kam uns beglückend zum Bewußtsein, trotzdem die Directionsführung Gericke's sich beständig wie ein Dämpfer auf große Werke legt. Eine Wiederholung der Aufführung würde wol auch alle Jene heranziehen, welche zum Schaden ihres Geistes das erstemal daheimgeblieben waren. Häßliche Parteipolitik hat in das Wiener Publicum Mißtrauen gegen Bruckner gesäet, die Gesellschaft der Musikfreunde fand nicht den gebührenden Dank und Lohn in einem vollen Saale. Es gibt eben Viele, die noch immer lieber Leithammeln als künstlerischen Leitsternen folgen. Nun wird man die Messe loben, aber für diesesmal ist's zu spät.\r\n     Oesterreich steht bis heute im Vordergrunde der Saison. [... über das Phiharmonische Konzert (Smetana!), Konzerte von Pachmann, Felix Kraus etc. ...]\r\n                                                Robert Hirschfeld.\" (**).\nArtikel von Theodor Helm über die Aufführung der f-Moll-Messe [am 4.11.1894] im Pester Lloyd Nr. 273 auf S. 5 (= 1. Beilage) (auf dieser Seite irrtümlich beschriftet \"Dienstag, 12. November 1894\"):\r\n\"                      Feuilleton.\r\n              Wiener Musikbrief.\r\n     Neben den sensationellen Johann Strauß= und Hans Sachs=Feiern gab es in Wien dieser Tage auch eine interessante Anton Bruckner=Feier. Das heißt, die \"Gesellschaft der Musikfreunde\" beging das auf den 4. September fallende 70. Geburtsfest des greisen österreichischen Tondichters und Organisten nachträglich mit einer wohlvorbereiteten Konzertaufführung seiner großen Messe in F-moll. Vor Allem dünkt uns bedeutsam, daß diese Festaufführung überhaupt stattfinden konnte, ihre Veranstaltung und ihr zahlreicher Besuch beweisen besser als ein Dutzend apologetischer Artikel, wie sich der alte Bruckner im Spätherbst seines Lebens endlich doch durchgesetzt – einem Heer von Zweifelnden zum Trotz. [... kompletter Text bei www.anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pel&amp;datum=18941113&amp;seite=5 ... über Bruckners späten Erfolg, 7. Symphonie unter Nikisch am 30.12.1884, Hanslicks Vorschlag einer konzertanten Aufführung der Messe, über die Aufführung der f-Moll-Messe am 26.3.1893 [sic! recte: 23.3.1893] ... Aufführung technisch besser als 1893, aber Gericke nicht so engagiert wie damals Josef Schalk, man vermisste Labors Orgelimprovisation zwischen Sanctus und Benedictus ...] Indessen, Alles in Allem genommen war der Eindruck der Bruckner'schen F-moll-Messe neulich doch wahrhaft erhebend: [... Kyrie, Agnus Dei, vor allem das Benedictus ... viel Beifall ...] in besonders stürmischer Weise am Schlusse des Ganzen: die Hervorrufe des Komponisten, der mit zitternder Hand die ihm bereitete Ehrung auf die Spieler und Sänger abzulenken suchte, wollten gar nicht enden. Als man beim letzten Vortreten Bruckner's aufs Konzertpodium – früher hatte er nur bescheiden von einer Parterreloge aus gedankt – bemerkte, wie sehr der Meister gealtert habe und daß er in seinem scharf gefurchten Antlitz deutlich genug die Spuren eben überstandenen schweren Leidens trug, da ging ein eigener Zug tiefer Ergriffenheit durch den ganzen Saal. Und dann wurde von neuem und noch stürmischer applaudirt, wahrhaft unermüdlich von Meister Brahms, dessen und Bruckner's Bahnen doch bekanntlich sonst diametral auseinandergehen. Aber freilich galt die Ehrung diesmal dem Kirchenkomponisten Bruckner und der mag dem formstrengen, abgeklärten Schöpfer des \"Deutsche Requiem\" doch um Vieles sympahischer sein, als der kühnst ausschweifend, oft seine klassischen Vorgänger völlig verleugnende Symphoniker. Unter den Solisten des Bruckner=Konzertes verdient mit besonderer Auszeichnung der Barytonist Herr Felix Kraus gennant zu werden, welcher ohne Probe für den plötzlich heiser gewordenen Opernsänger Reichenberg einsprang und dessen schwierigen Part mustergiltig durchführte. [... über diesen Sänger und weitere Konzerte (auch das 2. Konzert der hervorragenden englischen Musiker sehr schlecht besucht, \"Tristan\" mit Frau Ida Dorath-Krzyzanowski ... zuletzt über das philharmonische Konzert (11.11.1894) ... Signatur auf S. 6:] Dr. Theodor Helm.\" (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:08"}, {"ID": 189511135, "Datum": "13.11.1895, Mittwoch", "Haupttext": "(*)\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Löwe werde am 18.12.1895 in Pest die 5. Symphonie aufführen. Danach werde nun Hans Richter das gleiche Werk noch in dieser Saison [in Wien] ansetzen (*).\n(**)\r\nEin mit »Hagen« signierter Artikel in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 312, S. 5, schreibt zur 5. Symphonie:\r\n\"     Bruckner's fünfte Symphonie. Für die musikalische Welt ist es immer ein hochbedeutsames Ereigniß, wenn ein neues oder bisher unbekanntes Werk des greisen Meisters an die Oeffentlichkeit tritt. So wird man es auch allgemein freudig begrüßen, daß kürzlich seine bisher nur handschriftlich vorhandene fünfte Symphonie in B-dur im Verlage von Rättig erschienen ist. An dem letzten geselligen Abend des Wiener akademischen Wagnervereines [vermutlich: 7.11.1895] wurde das Werk zunächst einem engeren Kreise der Wagnergemeinde von den Professoren Schalk und Löwe mit vollendeter Meisterschaft auf dem Klaviere vorgeführt und hat auf die Zuhörerschaft eine hinreißende Wirkung ausgeübt. Ohne heute schon eine ausführlichere Besprechung geben zu wollen, da dies erst nach einem eindringenden Studium des Werkes möglich ist, seien einige kurze Bemerkungen daran geknüpft. Der erste Satz bietet dem Verständniß die größte Schwierigkeit, aber gleich der zweite überrascht durch seinen sonnigen, reinen Charakter, welcher unmittelbar erhebend auf das Gemüth wirkt. Ganz reizend ist das Scherzo mit seiner lebendigen, frischen Lustigkeit und den anmuthigen Ruhepunkten. Der großartigste Satz ist ohne Zweifel der letzte; eingeleitet durch die Aufnahme und fugirte Verbindung der Anfänge der ersten Sätze, baut sich ein Finale von überwältigender Fülle neuer musikalischer Gedanken und titanenhafter Kraft auf, das zu dem Schönsten und Erhabensten gehört, was Bruckner je geschaffen. Wir hoffen, daß es bald möglich sein wird, dieses Werk auch einem größeren Publikum in einer würdigen Orchesteraufführung darzubieten, zur Freude und Erhebung der Hörerschaft, dem greisen geliebten Meister zu neuem Ruhm!\r\n                                                                                   Hagen.\" (**).\n(***)\r\nEin Inserat im Leipziger Tageblatt Nr. 551 (Morgenausgabe) auf S. 8047 (= 3) macht auf das Konzert vom 16.11.1895 mit dem Quintett aufmerksam:\r\n\"Erste Kammermusik im kleinen Saale des Neuen Gewandhauses zu Leipzig Sonnabend, d. 16. November 1895. Mitwirkende: Die Herren Concertmeister Prill, Rother (Violine), Unkenstein, Heintzsch (Viola) und Wille (Violoncell). Programm: Quartett [... Mozart ...] Quintett für 2 Violinen, 2 Violen und Violoncell (F dur) (Zum ersten Male.) Anton Bruckner. Quartett [... Brahms ...]. Einlass 6 ½ Uhr. Anfang 7 Uhr. [... Kartenverkauf ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 11:43"}, {"ID": 189611135, "Datum": "13.11.1896, Freitag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 2825 meldet auf S. 7, daß die Portrait-Lithographie von Rudolf Fenz [IKO 89] im Verlag Ulmayer [Ullmayer?] erschienen ist:\r\n\"     * [Ein Bildnis Bruckner's.] In Ed. Ulmayer's Kunstverlag, Wien, XVIII., Theresiengasse Nr. 8, ist ein wohlgetroffenes Bildnis Anton Bruckner's im Druck erschienen, auf welches die Verehrer des großen Meisters hiermit aufmerksam gemacht seien. Der Preis dieses von Fenzl künstlerisch durchgeführten Porträts beträgt nur 2 fl. 80 kr., die Verpackungs= und Versendungsgebühr in loco und nach auswärts 90 kr. Bei Bestellung genügt eine Postkarte.\"  (*).\nDie Oesterreichische Volks-Zeitung meldet, daß am 9.11.1896 die Leo-Gesellschaft die Errichtung eines Bruckner-Denkmals beschlossen hat (**).\nAufzeichnung von Spareinlagen als Beilage zum Vermögensbekenntnis (***).\nDie Österreichisch-Ungarische Bank verlangt von Theodor Reisch eine gerichtliche Bestätigung, daß er berechtigt ist, Auskünfte über Bruckners Depot zu erhalten [vgl. 19.11.1896] (°).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 313 berichtet auf S. 6 von der Aufführung des »Germanenzug« durch den Fünfhauser Männergesangverein »Frohsinn« [am 7.11.1896]:\r\n\"     Fünfhauser Männergesangverein \"Frohsinn\". Am 7. November 1896 hielt dieser Verein unter Leitung seines neuen Chormeisters Herrn Hans Schächer in Wimberger's Salon seine 35. Gründungsliedertafel ab, die in glanzvoller Weise verlief. Die Vortragsordnung wies die ersten deutschen Tondichter auf. Die Einleitung bot der Männerchor mit dem Priesterchor aus \"Zauberflöte\", dem Germanenzug von Dr. Bruckner (Soloquartett: Herren Platt, Schirmer, Thomas, Prinz) und dem \"Nachtgesang im Walde \" von Schubert, der mit musterhafter Feinheit gebracht wurde. [... Josef Reiter anwesend, Solisten Valerie Biziste, Rosa Mannas und Herr Moser (Gesang), Rockenbauer und R. David (Klavierbegleitung) ...]. Der Verein ist zu seiner neuen musikalischen Leitung zu beglückwünschen.\" (°°).\nBernhard Deubler bestätigt, 20 fl 90 xr für nachträgliche Kosten bei der Beisetzung (Stola-Gebühren der Chormusiker bei Beisetzung und Requiem, Linzer Musiker samt Fahrtkosten für das Requiem [WAB 39]) erhalten zu haben (°°°).\nDie Detroit Free Press Nr. 50 (Michigan) übernimmt auf S. 4 in der 6. Spalte vom Nachruf in The Sun vom 31.10.1896 nur einen Teil:\r\n\"                 PERSONALS.\r\n[...]\r\n     Anton Bruckner, the musical composer, died recently at Ausfelder [sic], in Austria, at the age of 72. His best known work is his eighth symphony in C minor, which takes a whole evening for its performance and which was first given twenty-five years after it had been composed.\" (#).\n\"Het vaderland\" Nr. 269 ('s-Gravenhage) meldet auf S. 2 [zum Berliner Konzert am 16.11.1896]:\r\n\"     Sistermans werkt op het eerste concert van het „Philharm. Chor” te Berlijn mede in „Jephta” van Carissimi, Bruckner’s „Te Deum” en Berlioz’ „Vlucht naar Egypte”.\" (##).\nBericht vom Leiziger Konzert am 9.11.1896 (mit der 4. Symphonie) in den Signalen für die musikalische Welt 54, Heft Nr. 59 auf S. 932:\r\n\"          Dur und Moll.\r\n     * Leipzig. Das dritte Concert des Liszt-Vereins hat am 9. November in der Alberthalle des Krystallpalastes stattgefunden. Dirigent desselben war Herr Capellmeister Hans Sitt, dem das Winderstein-Orchester in Vereinigung mit der Capelle des 134. Infanterie-Regiments unterstellt war, und als Solisten bethätigten sich die Sängerin Fräulein Hella Sauer aus Berlin und der Violoncellist Herr Professor Krasa aus Prag. — Eröffnet wurde das Concert durch die Symphonie No. 4 (Esdur\r\nund die „romantische\" zubenannt) von Anton Bruckner, dem jüngst verstorbenen Wiener Tonsetzer. Mit diesem Werke uns zu befreunden, waren wir nicht in der Lage, da es nach unsrer Ansicht in seinen vier Sätzen zu wenig stylistische Durchbildung\r\nzeigte und in seinem gedanklichen Inhalt ein gar zu krauses Gemisch von Gesundem und Ungesundem, Natürlichem und Schrulligem, Wohlformirtem und Formlosem, überhaupt von Gutem und Uebelm offenbart. Dem Publicum hat anscheinend die Symphonie gefallen, ebenso wie die Ausführung derselben, während wir in letzterer Beziehung jedoch nur theilweise zufrieden gestellt waren und zu bemerken glaubten, daß dem schwierigen Stücke nicht genug Proben gewidmet worden seien. Eine vollbefriedigendere Wieder­gabe wurde der zweiten Orchesternummer des Abends — Liszt's symphonischer Dich­tung „Les Preludes“ — zutheil, nach deren Absolvirung Herr Capellmeister Sitt nicht nur ein Mal wie nach der Symphonie, sondern drei Mal hervorgerufen wurde .— [...]\" [keine Signatur] (###).", "Letzte Änderung": "02.05.2026 08:26"}, {"ID": 189711135, "Datum": "13.11.1897, Samstag", "Haupttext": "Das Deutsche Blatt Brünn Nr. 89 bringt auf S. 5f den 3. und letzten Teil [vgl. 3./10.11.1897] des Artikels von Redakteur Strauch \"Ein deutscher Tondichter (Josef Reiter)\" [mit Erwähnung Bruckners?] (*).\nAnkündigung der Kirchenmusik vom 15.11.1897 (mit dem \"Tantum ergo\" in C [WAB 41])\r\nim Fremdenblatt Nr. 314 auf S. 22 (Morgenblatt) (**)\r\nund in der Reichswehr Nr. 1353 auf S. 3 (Abendblatt) (***).\nSchreiben des Dekans der Philosophischen Fakultät an Franz Marschner:\r\nAm 6.11.1897 habe das Professoren-Kolleg beschlossen, Marschners Bewerbung für eine Lektorstelle [in der Nachfolge Bruckners] zurückzustellen, da derzeit eine Beurteilung seiner Qualifikation nicht möglich sei. Er möge sein Gesuch nach der Etablierung von Hanslicks Nachfolger wieder einreichen.\r\n[Absagen erhielten auch Eusebius Mandyczewski (5.11.1897) und Rudolf Bibl (13.11.1897)] (°).", "Letzte Änderung": "07.12.2025 11:45"}, {"ID": 189811135, "Datum": "13.11.1898, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 12294 weist auf S. 9 darauf hin, daß bei Albert J. Gutmann neue Musikalien erschienen sind, darunter die 4. Symphonie in einer Bearbeitung für Klavier zweihändig (*).\nDie Neue Musikalische Presse kündigt die Aufführung der 2. Symphonie am 27.11.1898 an (**).\nAusführliche Würdigung Bruckners (mit Erwähnung Göllerichs) und der 5. Symphonie [Aufführung am 24.10.1898] in The New York Times Nr. 15239 auf S. 7:\r\n\"BERLIN'S ARTISTIC SEASON\r\n[...] Arthur Nikisch Produces an Early Symphony of Anton Bruckner.\r\n     BERLIN, Nov. 1.–The result of the elections of the Prussian Landtag [... politische Entwicklung ... Berlin startete in \"a very lively artistic season\" ... Komödien, Tragödien, Konzerte ...]. To Arthur Nikisch belongs, more than any one else, the credit of championing a composer of the greatest talent, and one who even came very near being a genius, although he stopped well on the safe side. Reference is made to the Viennese, Anton Bruckner, who died two years ago in Vienna, and who was popularly supposed to be, in a greater degree than even Brahms, the successor of Mozart and Beethoven in the realm of symphonic composition. What prevented his really becoming what a certain number of his followers claimed he was, namely, the grosser Symphoniker, was a lack of the necessary artistic intelligence. Learning he had, and a superabundance of musical ideas, but that subtle artistic tact which enables the great artist to build his edifice, be it a cathedral, a landscape, or a musical composition in form, he lacked. He had not the vital gift of making everything melodious as Mendelssohn had, but he erred in the other direction, so that much of his purely contrapuntal work, like the Durchführung (working out) of many of his movements, is dry. Nevertheless, the Germans did well to honor him, for, Brahms being a Hungarian [sic], he was certainly the greatest German symphonic writer at the time of his death.\r\n     Personally, he must have been a curious old chap, from the anecdotes of him related by Arthur Nikisch, Emil Paur, and Eugene Gruenberg, all of whom were more or less intimately acquainted with him. He spoke the broadest kind of Viennese, and cared little for the proprieties of life. During his last years a young musical author af Vienna was commissioned to write Bruckner's biography, and came to the conclusion that he could commence his studies in no better way than by becoming the great man's Boswell, which he did to the great amusement of Bruckner himself, and when the two were seated together in some public house and other friends and acquaintances would make their appearance he would always introduce the young man, saying, \"That is my biographer. He is a very nice young man.\" Whenever he would say something which he thought witty, he would turn to the youngster and remarks, \"That's good. Have you got that down?\"\r\n     It will be remembered that Bruckner's popularity with programme makers as well as with the musical world dates from the first performance of his seventh symphony. In the last Philharmonic concert, Mr. Nikisch performed Bruckner's fifth symphony in B major, which, although it contains much that is interesting, and even great, is nevertheless a somewhat dry work of art. It is labored, too, in many parts, and one gets the impression that all these lightning changes of key are really meant to hide momentary stoppages in the flow of the inspiration. In no way can this work be compared with the symphony in E flat major or with his \"Te Deum.\" In the same evening Mr. Nikisch also gave Mendelssohn's Scotch symphony, which was played in a masterly manner, barring a slight uncertainty on the part of the horns.\r\n     Berlin has been eating less meat during the past twelvemonth than in previous years, for last year every Berliner ate about  170 pounds of meat, whereas this year he has consumed only about 165. [... über die Hintergünde der Änderung des Fleischkonsums ... Bismarcks Beerdigung ... ]. EDWARD BRECK.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189911135, "Datum": "13.11.1899, Montag", "Haupttext": "Die Grazer Tagespost kündigt die heutige Wiederholung des Spörr-Konzerts an (Aufführung der 4. Symphonie wie am 10.11.1899) (*).\nBrief von Ferdinand Löwe:\r\n\"          Sehr geehrter Herr Doctor!\r\n     Ihre werthen Zeilen sind erst vor Kurzem – da ich einige Tage von Wien abwesend war – in meine Hände gelangt. Hoffe mit Beiliegendem nicht verspätet zu kommen. Für Ihr Vorhaben erscheint mir die Choralepisode aus dem Finale der 'Fünften' geeigneter als jedes andere Fragment. Denn in diesen wenigen Takten gelangt der Hauptcharakter der Bruckner'schen Musik – unendliche Erhabenheit und Größe – zu überzeugendstem Ausdruck.\r\n      Mit der Bitte, in ähnlichen Fällen jederzeit über mich verfügen zu wollen, zeichne ich\r\nin vorzüglichster Hochachtung\r\n     Ferdinand Löwe\r\nWien V, Matzleinsdorferstraße 1\" (**).", "Letzte Änderung": "12.06.2026 10:07"}, {"ID": 190111135, "Datum": "13.11.1901, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 46 berichtet auf S. 3 von der Aufführung des Germanenzug am 9.11.1901.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190211135, "Datum": "13.11.1902, Donnerstag", "Haupttext": "Nochmaliger Hinweis auf die Aufführung der 3. Symphonie am 15.11.1902 im Brünner Tagesboten Nr. 531 auf S. 4:\n     \"Zum ersten Konzert der Brünner Philharmoniker. Am 15. d. treten unsere heimischen Philharmoniker zum ersten Male vor das Publikum, um Zeugnis abzulegen von ihrem Streben und Können: für unser Kunstleben gewiß ein merkenswerter Tag. Es ist zu erwarten, daß sich alle Freunde und wahren Verehrer der Kunst zur Premiere der Brünner Philharmoniker im Festsaale des Deutschen Hauses einfinden, daß sie durch ihre Anteilnahme der neuen, von künstlerischem Eifer beseelten Vereinigung einen kräftigen Ansporn bieten und ihren Tribut am Altare der heimischen Kunst niederlegen werden. Das aus 70 erlesenen Musikern gebildete Orchester wird von Kapellmeister Veit, dem bewährten Dirigenten unseres Theaterorchesters, geleitet – die sicherste Gewähr für die Präzision und Gewissenhaftigkeit des Studiums der zur Aufführung gelangenden Tonwerke. Dem Besucher steht somit ein wahrhaft musikalischer Genuß in Aussicht.\" (*).\n \nDie Neue Musikzeitung XXIII bringt in Heft 24 auf S. 315 einen \"Musikbrief aus Berlin\", signiert \"Ad. Sch.\" [vermutlich Adolf Schultze], der die Aufführung der 1. Symphonie [am 6.10.1902] erwähnt:\n\"Unser Musikleben ist in bestem Gange, doch ist die künstlerische Ausbeute bisher nur recht gering. Stärkeres Interesse erregte das erste der unter Rich. Strauß' Leitung stehenden \"Modernen Konzerte\", welche nähere Bezeichnung die im vorigen Winter so erfolgreich ins Leben getretenen großen Abonnementskonzerte des Berliner Tonkünstler-Orchesters in dieser Saison tragen. Es begann mit Anton Bruckners erster Symphonie in C moll, einem Werk, das die Vorzüge und Schwächen seines Autors in grellster Beleuchtung zeigt und eine stärkere Wirkung nur in seinen Mittelsätzen, einem tiefernsten Adagio und einem flotten, humorvollen. echt Brucknerschen Scherzo erzielte. Weiter folgten [... Richard Strauss (aus \"Guntram\"), Alexander Ritter (mit dem Sänger Enjar Forchhammer aus Dresden), Max Schillings (\"Zwiegespräch\") und Franz Liszt (\"Festklänge\") ...], die, in ausgezeichneter Weise vorgeführt, den stärksten Beifall fand.\r\n     Mit zwei neuen Violinkonzerten [... über weitere Konzerte ...].        Ad. Sch.\" (**).", "Letzte Änderung": "11.04.2025 12:33"}, {"ID": 190311135, "Datum": "13.11.1903, Freitag", "Haupttext": "Erstaufführung der 9. Symphonie durch das Kaim-Orchester unter Bernhard Stavenhagen in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190411135, "Datum": "13.11.1904, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Heinrich Zöllner »Bruckner und Brahms« im Linzer Tagblatt [?] (*).\nArtikel von Rudolf Louis »Konzert der Musikalischen Akademie in München. Bruckners Fünfte Symphonie« [11.11.1904] in den Münchner Neuesten Nachrichten (**).\nBeim Festkonzert anläßlich des 25jährigen Bestehens des Gesangvereins österreichischer Eisenbahnbeamten unter Chormeister Edmund Reim und unter Mitwirkung der Wiener Philharmoniker und Georg Reimers' (als Sprecher) im Großen Musikvereinssaal in Wien werden Orchesterwerke und Chöre aufgeführt (***), darunter auch Bruckners \"Um Mitternacht\" (WAB 89) (°).\nThe Los Angeles Times bringt auf S. 54 einen Artikel der New York Post über Felix Mottl, in dem auch das Salzburger Mozartfest mit der 4. Symphonie [13.8.1904] zur Sprache kommt:\r\n\"Germany and Austria.\r\n     The important role played by music in Germany and Austria is illustrated by the fact that Vienna is better known to the world at large through the great composers who dwelt there [... 5 Namen ...] than through the achievements of her great men in other fields, [... Salzburg/Mozart, Bayreuth/Wagner ... Lilli Lehmann der Star in Salzburg]. This Year further brilliance was given to the festival by the coöperation [sic] of Felix Mottl, Mark Hambourg and M. Thibaud. [... Mottl erstmals vor den Wiener Philharmonikern ...]. There had been little time for rehearsing, but a great man like Mottl can do more with one or two rehearsals than an ordinary conductor can with ten; he aroused the enthusiasm of the audiences, and, what is more, of his players, to a high pitch by his interpretation of Bruckner's \"Romantic Symphony\" and other works. [... Mottls Einstellung zu Richard Strauss, sein Toast auf Mozart ...]. Mozart created many beautiful melodies, but he was not a bit of a reformer.– [New York Post.\" (°°).\nErneuter Hinweis auf den Vortrag über die 9. Symphonie am 15.12.1904 in The Washington Times Nr. 3807 auf S. 18:\r\n\"Series of Lectures.\r\n     Plans have been completed by the faculty of the University of Music for a series of lectures treating of the lives and works of famous composers. [...]\r\n     All lectures will be given in the University Building, 1514 H Street northwest. Other dates announced are December 1, lecture on chamber music programs; December 15, the Ninth Symphony of Bruckner; December 5, recital of church music course [...].\" (°°°).", "Letzte Änderung": "20.05.2026 06:57"}, {"ID": 190511135, "Datum": "13.11.1905, Montag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 11.11.1905 mit Otto Kitzlers \"Trauermusik\" im Brünner Tagesboten Nr. 529 auf S. 1, signiert \"Dr. H. F.\":\n     \"[…] Ein Januskopf war’s, der uns diesmal vom Dirigentenpult aus begrüßte; mit einem milden, freundlichen Greisengesicht, das uns wie die Verkörperung einer ruhmvollen Tradition anmutete, und einem jugendlichen Antlitz, in dem sich die ganze Empfindungswelt einer schaffensfreudigen Jugend auszudrücken schien. Brüderlich haben sich die Musikdirektoren Kitzler und Zeischka in die Ehren des Dirigenten geteilt. […]\n    Neue Werke kamen mit den neuen Dirigenten. Direktor Kitzler gab uns von seinem eigenen Wesen: Eine »Trauermusik« von edler Feierlichkeit. »Dem Andenken Anton Bruckners« gilt ihr weltabgewandter Ernst. Kräftig, in moderner Harmonisierung schreiten die Klagemotive einher, mit strengen, gemessenen Schritten, wie paarweise gereihte Trauergäste. In breiter saftiger Melodik erklingt das Gesangmotiv der Streicher, den »Schmerz in linde Wehmut« lösend. Ein lebensfrohes Trio durchbricht mit sanften Lichtern das abendliche Düster, und Harfenarpeggien schwirren dazwischen, wie das Rauschen unsichtbarer Schwingen. Ein seltsames Paradoxon, daß gerade diese Trauermusik die freudigsten Stimmungen erweckte; ehrliche Freude über die unversiegte Schaffenskraft eines Siebzigjährigen, dessen Leben nur »Mühe und Arbeit« gewesen ist. […]\"", "Letzte Änderung": "20.04.2023 11:24"}, {"ID": 190611135, "Datum": "13.11.1906, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Orchester der Filharmoniske Selskab unter Axel Schiöler in Kopenhagen (*)\n\n\nDie Wiener Abendpost (Beilage zur Wiener Zeitung) Nr. 261, signiert \"r. h.\" [Robert Hirschfeld], erwähnt auf S. 4 drei Bruckner-Konzerte der großen Wiener Konzertunternehmungen [vermutlich 21.10.1906, 31.10.1906 und 7.11.1906 gemeint] und zwei öffentliche Generalproben, ohne sie im einzelnen zu besprechen (**).\n\nDie Zeit Nr. 1487 teilt auf S. 6 mit, dass im Museum der Gesellschaft der Musikfreunde u. a. auch Bruckner-Handschriften und seine Totenmaske aufbewahrt werden (***).\n\n\nDer Brünner Tagesbote Nr. 529 bespricht auf S. 4 (signiert \"Dr. H. F.\") die Aufführung der Ersten Symphonie von Gustav Mahler mit den Brünner Philharmonikern unter Mahlers Leitung am 11.11.1906 und erwähnt dabei auch Bruckner: \n\n     \"[…] Dieses spezifisch Österreichische [der Ländler] – ein Erbteil Bruckners, das auf Schubert und Haydn zurückweist, es gehört auch zu Mahlers persönlicher Note. Daneben ein wenig vom guten alten böhmischen Musikantentum. Und nicht zuletzt ein moderner künstlerischer Geist, der seiner Zeit zu lauschen vermag. […] Mahlers Symphonie ist eine Art Wendepunkt. Es ist Kraft und Kraftbewußtsein in ihr. Sie ist viel bewußter geschaffen als Bruckners naiv genialische Riesengebäude. Aber sie hat darum auch deutlichere zielweisende Kräfte. […]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190811135, "Datum": "13.11.1908, Freitag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 19428 veröffentlicht auf S. 4 einen Leserbrief, der sich auf einen Beitrag zu [Mendelssohns \"Paulus\"?] bezieht, in der offensichtlich moderne Chorwerke nicht gut beurteilt worden waren:\n\"      \"ST. PAUL\" AT THE HALLE CONCERTS.\n           To the Editor of the Manchester Guardian.\n     Sir,–One would not do \"Old Owensian\" the injustice of treating seriously his remarks as to Strauss, but his letter is a typical expression of the unreasoning attitude frequently assumed towards choral art. Such people appear to think that the last word in choral music has been said by Mendelssohn and his contemporaries.\n     [... Gedankenexperiment (vor 60 Jahren) ... Tradition der Chöre kennt die Entwicklung der Chormusik zu wenig ...].\n     One thing is quite certain–that the newer movement is largely responsible for the growing dissatisfaction with the slipshod performances which at times have been heard at Hallé choral concerts; the Bruckner \"Te Deum\" and the Bach Motet at the final concert of the jubilee season [12.3.1908] were distinctly discreditable, probably owing to inadequate rehearsal and overwork, and the only cure for that is fewer choral concerts and more painstaking rehearsal. [...].–Yours, &amp;c.,\n                             ANOTHER OLD OWENSIAN.\n     November 11.\"\nVorausgegangen war ein am 11.11.1908 veröffentlichter Leserbrief.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191011135, "Datum": "13.11.1910, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts durch das Gewandhausquartett und Friedrich Heintzsch (2. Viola) im Leipziger Gewandhaus.\r\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Haydn (aus op. 20) und Schuberts Klaviertrio op. 99 mit Max Reger am Klavier.", "Letzte Änderung": "07.08.2024 19:53"}, {"ID": 191211135, "Datum": "13.11.1912, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Franz Schalk im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191311135, "Datum": "13.11.1913, Donnerstag", "Haupttext": "Theodor Helm berichtet in der Neuen Zeitschrift für Musik, S. 646f (»Musikbrief Wien«), von der Aufführung des Andantes der f-Moll-Symphonie am 30.10.1913 (*).\nArtikel von Walter Niemann »Anton Bruckner« im Deutschen Volksblatt (**).\nBericht von der Aufführung der 3. Symphonie [am 11.11.1913] im Düsseldorfer Tageblatt, signiert \" A. P.\":\r\n\"           Konzert der Meininger Hofkapelle.\r\n      Einer Einladung der Gesellschaft der Musikfreunde folgend, gab die Meininger Hofkapelle am Dienstag ein ziemlich gut besuchtes Konzert in der Tonhalle. Das Programm umfaßte außer Bruckners dritter Sinfonie in D=Moll, Beethovens Egmont=Ouvertüre und mehrere kleinere, infolge des Ausbleibens von Leonid Kreutzer nachträglich eingefügten Klaviersoli, das neueste Werk Max Regers, welches kürzlich in Essen seine Uraufführung erlebte.\r\n      [... über die Böcklin-Suite ...]. Bruckners D=Moll=Sinfonie, deren Dedikation Wagner mit großer Freude entgegennahm, gehört zu den geschlossensten Werken des Wiener Meisters und läßt selbst in den Ecksätzen die formalen Mängel vor dem wundersamen Reiz der prachtvollen sinfonischen Einfälle zurücktreten, zumal der wichtigste derselben, das Trompetenthema des Anfangs, in heroischer Steigerung den Schluß des Werkes herbeiführt. Reine Freude kann man an den weihevollen Tönen des von der tiefen Frömmigkeit des Komponisten zeugenden Adagios und an dem von einem Trio in Ländlerart unterbrochenen derb lustigen Scherzo haben. Vervollständigt wurde das Programm durch Beethovens Egmont=Ouvertüre und drei Stücke von Chopin, welche Helene Morcztyn aus Warschau, abgesehen von einigen Unklarheiten des Figurenwerks, recht poetisch gestaltete.     Und das Spiel der Meininger? Entschlagen wir uns all der törichten Vergleiche, die schließlich doch zu nichts führen, und stellen wir einfach fest, daß das an Zahl verhältnismäßig kleine Orchester seinem guten Ruf treu geblieben ist und in Max Reger einen Führer erhalten hat, der allerdings nicht den geringsten Wert auf Aeußerlichkeiten irgendwelcher Art legt, dafür aber, wenn auch schlicht, so doch mit aller Energie die Absichten der einzelnen Komponisten auf die objektivste Art in die Wirklichkeit zu übersetzen trachtet. [... über die Strapazen einer Konzerttournee und die damit verbundenen Nachteile ... das Düsseldorfer Orchester möge es so halten wie bisher ...]. Nur dann wird seine Leistungsfähigkeit die Höhe behaupten, welche der Würde und dem Ansehen der Stadt entspricht.    A. P.\" (***).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 07:37"}, {"ID": 192011135, "Datum": "13.11.1920, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Hans Alfred Grunsky »Das Bruckner-Fest in München« in der Neuen Zürcher Zeitung (*).\nAufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Franz Schalk in einem Populären Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien (**).", "Letzte Änderung": "20.05.2026 09:26"}, {"ID": 192111135, "Datum": "13.11.1921, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch den Sängerbund \"Dreizehnlinden\" unter Ferdinand Habel um 9 Uhr im Stefansdom anlässlich des 25jährigen Bestehens (*).\nAuch das Ecce sacerdos wird um 9 Uhr im Stefansdom aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192211135, "Datum": "13.11.1922, Montag", "Haupttext": "Brief von Ernst Lissauer an Bernhard Schuster:\r\n   »13/11/22\r\n   Sehr geehrter Herr Schuster, ich bitte beide Gedichte zu drucken. Für die geplante Anzeige wäre [korrigiert in »bin«?] ich sehr verbunden. Aber mir kommt es, offen gesagt, nicht nur hierauf an, sondern auf eine Würdigung meiner Musikdichtungen überhaupt als einer Erscheinung, die auch vielen Musikern merkwürdig ist. Ich meine, daß es „die Musik” angeht, dies Thema zu behandeln, denn Zyklen wie mein „Bach”, „Bruckner” und die Beethovengedichte der „Zweiten [??] Pfingsten” sind etwas Neues in der Literatur und Musikliteratur. - \r\n   Sehr verbunden wäre ich für baldige Sendung Ihrer Oper - Klavierauszug und Textbuch -, die mich natürlich lebhaft interessiert und über die ich für den Börsen Kurier[?], han[n]overschen [???] und N. [???] \r\nTageblatt zu berichten habe. Hoffentlich erfreuen Sie mich durch Ihren Besuch.\r\n   Mit besten Empfehlungen\r\n   Ernst Lissauer\r\n   13/11/22«\r\n[Stempel:]\r\n   »Lissauer\r\n   Wiesbaden\r\n   Kapellenstrasse 25.«", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:36"}, {"ID": 192411135, "Datum": "13.11.1924, Donnerstag", "Haupttext": "In den Innsbrucker Nachrichten Nr. 260 schreibt auf S. 6 Emil Schennich über das Konzert vom 3.11.1924 [mit der 4. Symphonie] (*).\n\n\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 312 bringt auf S. 5 eine Kritik zur Aufführung des \"Te deum\" durch den Kirchenmusikverein Lainz-Speising unter Franz Weber [in Wien] (**).\n\n\nDie St. Pöltner Zeitung Nr. 46 berichtet auf S. 4 vom Herbstkonzert des Männergesangvereins (mit Bruckners \"Mitternacht\" (WAB 80)) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192611135, "Datum": "13.11.1926, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hermann Wunsch im 1. Konzert des Bruckner-Zyklus in Berlin. Außerdem erklingt eine eigene Symphonie des Dirigenten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192711135, "Datum": "13.11.1927, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Otto Volkmann in Osnabrück (*).\n \nAufführung des Perger Präludiums und der d-Moll-Fuge [WAB 125] bei der Katholischen Morgenfeier in Freiburg, die um 11:30 Uhr vom Sender Stuttgart übertragen wird (**).\n \nAufführung der 9. Symphonie unter Clemens Krauß im 4. Sonntagskonzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 11 Uhr. Zuvor wird das B-Dur-Klavierkonzert von Brahms (mit Wladimir Horowitz) aufgeführt [Wiederholung vom 11.11.1927] (***).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 05:50"}, {"ID": 192911135, "Datum": "13.11.1929, Mittwoch", "Haupttext": "Vortrag [und Aufführung? Klavieraufführung?] zur 8. Symphonie bei einer Veranstaltung der Ortsgruppe Bern des Schweizerischen Bruckner-Bundes.", "Letzte Änderung": "17.08.2026 21:36"}, {"ID": 193011135, "Datum": "13.11.1930, Donnerstag", "Haupttext": "The Ridgewood Herald-News Nr. 46 (Ridgewood, New Jersey) bringen auf S. 17 (= S. 1 des 3. Teils) den bereits gestern erschienenen Artikel von John Festeneck über das Konzert vom 9.11.1930 anlässlich der Orgeleinweihung in Ridgewood [vgl. 17.10.1930], in dem das \"Te deum\" von Pietro Yon mit jenem von Bruckner verglichen wird und Äußerungen Schachleithners über die e-Moll-Messe erwähnt werden:\n\"[...]\n     In words of comparison I could think of only one masterwork, this is Bruckner's \"Te Deum.\" [...] Bruckner the Great, as Karl Schaelzer [recte Karl Schaezler?] calls him in an article which appeared in the Commonwealth of Sept. 17, 1930. This attribute we may earnestly accept, for it is universally accepted, especially in Europe [...].\n     There is, however, still another of Bruckner's compositions, his magnificent \"Mass\" in E minor, which deserves mention in this discussion, chiefly because it convinces the musician of the composer's childlike and mystically deep faith combined with an astounding musical skill. There [sic] revered master of a Scola Gregorian, Abbot Schachleitner characterizes this work as an ideal mass.\" Pietro Yon's \"Te Deum\" fully deserves the same characterization, an ideal \"Te Deum.\" [...] Bruckner's \"Te Deum\" was called the \"pearl of great prize.\" Yon's \"Te Deum\" is a \"prize of great faith, a demonstration of [...].\n     My esteemed readers may rest assured that I am not partial to Pietro Yon's works because I enjoy the honor of his friendship and not partial to Anton Bruckner] because I had the great privilege of having been his pupil. [...].\n     Anton Bruckner and Pietro Yon have both established their fame and do not need my support. The world has spoken and we can only admire and believe in the words, \"Vox Populi Vox Dei.\" \"", "Letzte Änderung": "26.09.2025 09:21"}, {"ID": 193111135, "Datum": "13.11.1931, Freitag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Gabriel Engel: \n   Die Bruckner Society of America könne auch für andere Meister Propaganda machen, doch würde eine Aufnahme in die Internationale Bruckner-Gesellschaft eben nur Bruckner betreffen. Der Mahler-Artikel [Auer: »Bruckner und Mahler«, Bruckner-Blätter 3, 1931] sei unterschiedlich aufgenommen worden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193511135, "Datum": "13.11.1935, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Waldemar Rosen »Bruckners »Fünfte« in der Urfassung. Weisbach-Konzert im Gewandhaus« in der Leipziger Neuesten Nachrichten (*).\nLichtbildervortrag über die Italienfahrt des Aachener Domchores bei der Aachener Ortsgruppe der IBG (**).\nDie Salzburger Chronik für Stadt und Land Nr. 261 berichtet auf S. 7 von der Aufführung der 5. Symphonie [am 28.10.1935] und kündigt die Aufführung der 4. Symphonie am 15.11.1935 an\r\n\"              Theater, Kunst, Kultur.\r\n     Die fünfte Symphonie von Anton Bruckner wurde nach dem Text der Gesamtausgabe in München kürzlich von den Münchner Philharmonikern unter Siegmund von Hausegger zum erstenmal aufgeführt [... Robert Haas ...] Dadurch ist insbesondere das Finale zu kraftvollen Wirkungen und Steigerungen gebracht, deren überwältigende Größe sich jetzt erst voll entfalten kann. – [...]\r\n     I. Abonnement-Konzert der Internationalen Stiftung Mozarteum am Freitag, 15. November, ¾8 Uhr, im großen Saal. Dirigent: Professor R. Keldorfer, Linz. IV. Bruckner in Originalfassung (Erstaufführung in Salzburg) und R. Strauß \"Bürger als Edelmann\". [...].\" (***).", "Letzte Änderung": "28.12.2025 15:57"}, {"ID": 193711135, "Datum": "13.11.1937, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Schenkung von Bruckner-Manuskripten an die Nationalbibliothek« im Neuen Wiener Abendblatt: \n   Lili Schalk habe die Autographen der 3. und der 8. Symphonie und der e-Moll- und f-Moll-Messe für die Gesamtausgabe des Musikwissenschaftlichen Verlages (wissenschaftliche Redaktion: Alfred Orel) überlassen. [Richtigstellung 14.11.1937]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194011135, "Datum": "13.11.1940, Mittwoch", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert der Gesellschaft der Musikfreunde im Großen Musikvereinssaal in Wien mit der f-Moll-Messe, zu der Franz Kosch eine Einführung verfaßte (*).\nEs spielen die Wiener Symphoniker und der Singverein unter Rudolf Moralt. Auf dem Programm steht zuvor Hugo Wolfs \"Christnacht\". Solisten sind Gertrude Hutter, Gerty Molzen, Josef Witt und Josef Manowarda, Solovioline Rudolf Malcher, an der Orgel Franz Schütz (*a).\n\r\nBrief von Hilde Wendler an Max Auer: [u.a.] über die Bruckner-Büste von Felix Pfeiffer, die aus der Deutschen Kunstausstellung für die Reichskanzlei angekauft worden sei (**).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 23:23"}, {"ID": 194911135, "Datum": "13.11.1949, Sonntag", "Haupttext": "Geistliches Konzert des Chors des Straßburger Münsters unter Abbé Alphonse Hoch in Notre Dame in Paris. Neben Orgelwerken, gespielt von René Blin an der Chororgel, kommen Chöre zur Aufführung, darunter Bruckners \"Locus iste\" und ein \"Tantum ergo\".", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:33"}, {"ID": 195011135, "Datum": "13.11.1950, Montag", "Haupttext": "Brief der Internationalen Bruckner-Gesellschaft an Franz Balke (1889-1972), das Ölgemälde von Franz Antoine in der ÖNB (Misc.195/1) betreffend.", "Letzte Änderung": "31.03.2025 15:58"}, {"ID": 195111135, "Datum": "13.11.1951, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des Streichquartetts (WAB 111) durch das Koeckert-Quartett im Brahms-Saal des Musikvereinsgebäudes in Wien.", "Letzte Änderung": "07.02.2025 06:09"}, {"ID": 195511135, "Datum": "13.11.1955, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch die Wiener Philharmoniker unter Bruno Walter in der Wiener Staatsoper (*).\r\nSolisten sind Hilde Zadek, Elisabeth Höngen, Erich Majkut und Gottlob Frick (*a).\r\nDie Blätter der Wiener Staatsoper (1955/56) enthalten auf S. 7ff einen einführenden Artikel von Leopold Nowak [vermutlich: 19.10.1955] (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2026 13:50"}, {"ID": 195611135, "Datum": "13.11.1956, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Carl Schuricht in der Music Hall in Cincinnati.", "Letzte Änderung": "07.06.2026 14:46"}, {"ID": 195711135, "Datum": "13.11.1957, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch die Wiener Symphoniker und den Wiener Singverein unter Wolfgang Sawallisch mit den Solisten Wilma Lipp, Elisabeth Höngen, Anton Dermota und Hans Braun [...] in der Kirche Santa Maria degli Angeli in Rom.\r\nDas Programmheft enthält einen einführenden Artikel von Fritz Racek (*).\r\nAnwesend sind der St. Florianer Propst Leopold Hager und [vermutlich] als Initiator der Präsident des österreichischen Kulturinstitutes Dr. Egon Hilbert, 2000 Besucher, darunter 6 Kardinäle (**).\r\nDas Protektorat hatte der Kardinalvikar Micara übernommen. Der Papst hatte der Aufführung zugestimmt, obwohl die Kirchenmusik Roms sonst nur vom Gregorianischen Choral bestritten wird (***).", "Letzte Änderung": "21.10.2024 06:51"}, {"ID": 195811135, "Datum": "13.11.1958, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts im 1. Kammermusikabend des Städtischen Orchesters in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Ausführende: Rolf Hatzer, Walter Backhaus, Rudolf Pilz, Johannes Krompholz und Erwin Wald.", "Letzte Änderung": "10.03.2024 14:08"}, {"ID": 196611135, "Datum": "13.11.1966, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Giulio Confalonieri »Bruckner precorre il naufragio dell'Europa« in der Epoca.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197411135, "Datum": "13.11.1974, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Oslo Filharmoniske Orkester unter Fritz Rieger in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199311135, "Datum": "13.11.1993, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch das Brucknerbund-Orchester, die Kantorei Ried, den Passauer Domchor und die Solisten Silvia Khittl-Muhr, Waltraud Flatscher, Thomas Silverbörg und Franz Kalchmair unter Joseph Werndl im Festkonzert »40 Jahre Brucknerbund Ried« in Ried.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 12:23"}, {"ID": 199611135, "Datum": "13.11.1996, Mittwoch", "Haupttext": "Vortrag von Andrea Harrandt, Uwe Harten und Erich Wolfgang Partsch »Freunde - Feinde - Zeitgenossen. Zu Anton Bruckners Wiener Umfeld« im Kammersaal des Musikvereins in Wien.", "Letzte Änderung": "27.03.2023 11:22"}, {"ID": 200511135, "Datum": "13.11.2005, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (1. Fassung 1887) durch das Bruckner-Orchester Linz unter Dennis Russell Davies in der Avery Fisher Hall.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 186001135, "Datum": "13.1.1860, Freitag", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner: \n   Hat Kontrapunktübungen durchgesehen, wundert sich über seinen Fleiß; Bruckner solle sich mehr schonen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101135, "Datum": "13.1.1861, Sonntag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 13. Jän[n]er. ½ 9 Uhr Abends« auf Doppelbogen »No. 44« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187501135, "Datum": "(13.1.1875, Mittwoch)", "Haupttext": "Konzert Josef und Amalie Joachims (Mitwirkende: Brahms, Hellmesberger, Hellmesberger jun. und Prof. H. Röver) mit Werken von Bach und Brahms.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:31"}, {"ID": 187601135, "Datum": "(13.1.1876, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend der Opernschule des Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "21.07.2025 23:05"}, {"ID": 187701135, "Datum": "13.1.1877, Samstag", "Haupttext": "Kanzleivermerk auf Bruckners Brief vom 12.1.1877:\n                     \"prs. 13. Jänner 1877.\n                                Z. 274. \" (*).\n \nKanzleivermerk auf dem Schriftstück vom 20.1.1877 in der rechten Spalte:\n\"           prs. 13. Janer [sic] [1]877.\n                      Z. 274. \nAnton Bruckner Lector für Harmonielehre u Contrapunkt\n               um\nVorlage seiner Eingabe pcto Remuneration an das hohe kk. Unterrichts Ministerium.\" (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 14:04"}, {"ID": 187801135, "Datum": "13.1.1878, Sonntag", "Haupttext": "Schlußdatierung des Männerchores (mit Solostimmen und Hörnern) »Abendzauber« [WAB 57], nach einem Text von Heinrich von der Mattig (= Dr. Heinrich Wallmann), Karl Almeroth in Steyr gewidmet (*):\r\n   [eigenhändiger Titel:] »Abendzauber v. Heinrich von der Mattig. [/] Männerchor mit Solo und drei Jodlerstimmen [/] nebst vier Hörnern in F. [/] von [/] Anton Brucknermp. [/] 1878.«, [am Schluß, auf »A 8«:] »Wien den 13. Jän[n]er 1878. [/] Anton Brucknermp.« (*a).\n5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Goldmark, Gluck, Lalo und Beethoven (1. Sinfonie) (**).", "Letzte Änderung": "06.03.2023 11:52"}, {"ID": 188101135, "Datum": "13.1.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Veith ein Flötenkonzert für Orgel von Rink.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:14"}, {"ID": 188401135, "Datum": "(13.1.1884, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Schubert, Götz und Schumann.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501135, "Datum": "13.1.1885, Dienstag", "Haupttext": "Artikel Paumgartners in der Wiener Abendpost Nr. 9 auf S. 1f [Wiener Zeitung]:\r\n             »Feuilleton.\r\n                Musik.\r\n                 Concerte.\r\n     Herr Hellmesberger brachte an seinem dritten Quartettabende das Quintett für Streichinstrumente von Anton Bruckner zur Aufführung. [... über die unberechtigte Geringschätzung Bruckners, mit Besprechung des Konzerts vom 22.12.1884 und Erwähnung der Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig und der Pläne Levis in München ... und über die Aufführung des Quintetts am 8.1.1885:]\r\n     Herr Hellmesberger, welcher von jeher der Bahnbrecher alles tüchtigen Neuen war, hat nun auch für die übrigen Concertunternehmungen die Schuld an Bruckner eingelöst und dessen wundervolles Streichquintett in F-dur zur Aufführung gebracht. Es enthält so viel des Schönen, daß wir heute nicht zu einer erschöpfenden Besprechung dieses Werkes gelangen können. Nur Eines sei nochmals hervorgehoben: der rauschende Erfolg, welchen das Quintett erlebte. Freilich hat Hellmesberger mit einem Können und einer Liebe sich dem Werke hingegeben, welche halbe Bürgschaft für den Erfolg gewähren mußten. Vorzüglich spielten an diesem Abende Hellmesberger und Genossen das Mozart'sche Streichquartett in A-dur, in dessen varirtem [sic!] Mittelsatze in D-dur insbesondere Herr Ferdinand Hellmesberger mit dem ausgezeichneten Vortrage des figurirten Basses auf dem Cello glänzte. Außerdem gelangte noch das D-dur=Trio von Beethoven, dessen Klavierpart von Frl. Paula Dürnberger trefflich gespielt wurde, zur Aufführung.\r\n     [... über weitere Konzerte ...] Daß die gesangliche Ausführung des Programmes durch den Wiener Männergesangverein eine vortreffliche war, brauchen wir wohl kaum zu erwähnen.\nDr. h. p.« (*).\nBrief Hildebrands (aus Florenz) an Fiedler:\r\n     \"Liebster Conrad! ... Das Wetter ist recht langweilig hier, recht trübe. Meiner Frau gehts recht gut und wir sind recht unterhaltungslustig. -\r\n     Schade, daß ich nicht die Bruckner'sche Symphonie hören konnte. Der erste Satz schien mir besonders frisch und direct. Das gilt bei Herzogenbergs allerdings erst in zweiter Linie - auch schien er mir was zu sagen haben. - [über Bilder und künstlerische Pläne]\" (**).\n(Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums unter Leitung Hellmesbergers (***)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:14"}, {"ID": 188601135, "Datum": "13.1.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik des »Te deum« [10.1.1886] von Theodor Helm in der Deutschen Zeitung Nr. 5039 auf S. 1f:\r\n      »Bruckner's Te Deum.\r\n(Zum erstenmal mit Orchester im dritten Gesellschafts=Concert aufgeführt am 10. Januar 1886.)\r\n    Das musikalische Ereigniß des Tages ist der glänzende Erfolg von Bruckner's Te Deum im dritten Gesellschafts=Concert. Es war ein ganzer, voller Erfolg nicht nur vor einigen enthusiastischen Anhängern unseres genialen Landsmannes, sondern vor der Masse des Publicums. Wir haben Leute stürmisch applaudiren gesehen, welche sonst für Bruckner's kühne Muse nur Hohn und Spott oder ein vornehmes Stillschweigen in Bereitschaft hatten; ein durch seine entschiedene Gegnerschaft sattsam bekannter Conservatoriums=Professor sprach das geflügelte Wort: „Das ist der deutsche Berlioz, nur daß ihm (Bruckner) immer auch musikalisch etwas einfällt, wo der französische Berlioz oft vergebens nach Gedanken ringt.” [... ausführliche Besprechung des Werkes ... Ausführung mit Mängeln: Blechbläser zu brutal, Chor »gerieth öfter ins Schwanken« ...] geradezu ungenügend war, mit einziger Ausnahme des Tenoristen Herrn Erxleben, das Solo=Quartett. [... Lob für das Engagement des Akademischen Wagner-Vereins ...] Theodor Helm.« (*).\nBericht über dasselbe Konzert und das vom 7.1.1886 (mit dem Quintett) im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 13 auf S. 5, signiert »W. Fr.« [Wilhelm Frey]:\r\n    »Konzerte. Das Programm des am vergangenen Sonntag stattgehabten dritten Gesellschaftskonzertes war in seiner Totalfärbung etwas monoton, befand sich seinem sehr ernsten Inhalte nach zu der herrschenden Faschingsstimmung auch in einigem Gegensatz - es bot aber außer „Mirjam's Siegesgesang” von Schubert, noch zwei höchst interessante und anregende Stücke und das wirkte versöhnend. [... über Schütz ...] Den Schluß bildete Anton Bruckner's „Te deum” für Soli, Chor und Orchester. [...] ein stetes Ringen nach festen und geschlossenen Formen, nach einem einheitlichen großen Styl und man muß es sagen, daß dieses Ringen seine hohen Ziele in vielen Stellen erreicht. [...] da wirkt dieses Te deum mit voller Kraft und das Publikum wurde nicht müde, den Autor immer und immer wieder stürmisch auf das Podium zu rufen. - [... über Gustav Walters Liederabend, Hellmesbergers Quartettabend, ohne Bruckners Quintett zu erwähnen, und einen Liederabend Rappoldi/Joachim im Bösendorfersaal ...] leider war aber die musikalische Soirée nicht sehr stark besucht. Die Leistungsfähigkeit unseres in dieser Saison besonders schwer geprüften Konzertspublikums [sic] hat eben auch ihre Grenzen.     W. Fr.« (**).\n[schon am 10.1.1886 geschrieben?] Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner:\r\n    Über den grandiosen Eindruck des aufgeführten »Te deum« (***).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 14:46"}, {"ID": 188801135, "Datum": "13.1.1888, Freitag", "Haupttext": "Einige Zeitungen machen nochmals auf das Konzert vom 22.1.1888 aufmerksam und teilen darüber hinaus mit, daß die 4. Symphonie, deren Widmung Obersthofmeister Prinz Hohenlohe-Schillingsfürst angenommen habe, in Partitur, Stimmen und vierhändigem Klavierauszug im Verlag Gutmann erscheine:\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 13 auf S. 7:\r\n    \" * Anton Bruckner's vierte Symphonie („romantische”), welche am 22. d. durch das Hofopernorchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochenen Partitur=Auflagestimmen und vierhändigem Klavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (*),\n \n»Die Presse« Nr. 13 auf S. 11:\r\n     \" - Anton Bruckner's vierte Symphonie („romantische”), welche am 22. d. durch das Hofopernorchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (**),\ndas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 13 auf S. 5:\r\n   »* Anton Bruckner's vierte Symphonie („romantische”), welche am 22. d. durch das Hofopern=Orchester unter Hanns Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hof=Musikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.« (***)\nund die Neue Freie Presse Nr. 8399 auf S. 7:\r\n    \" - Anton Bruckner's vierte „romantische” Symphonie, welche am 22. d. M. durch das Hofopern=Orchester unter Hanns Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hof=Musikalien=Handlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (°).\nAuf S. 13 bringt die NFP wieder den Hinweis auf das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie]: \"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888, sonst täglich mit Ausnahme des 6.1.1888] (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188901135, "Datum": "(13.1.1889, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Haydn, Goldmark und Durante.", "Letzte Änderung": "25.09.2024 11:16"}, {"ID": 189001135, "Datum": "13.1.1890, Montag", "Haupttext": "Carl Speisers Mitschrift einer Universitätsvorlesung Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189101135, "Datum": "13.1.1891, Dienstag", "Haupttext": "Hinweis auf das Konzert vom 25.1.1891 mit der 3. Symphonie im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 13 auf S. 13 (Inserat):\r\n\"Concert. / Grosser Musikvereins-Saal. / Der Wiener Akademische Wagner=Verein Zweigverein des Allge-/meinen Richard Wagner=Vereins, veranstaltet eine / Musik-Aufführung / am Sonntag, den 25. Jänner 1891, Mittags 1/2 1 Uhr: / unter Leitung des Herrn k. k. Hof=Kapellmeisters Hans Richter und Mitwirkung des k. k. Hof=Opern=Orchesters. / Programm: [...] - 3. Anton Brückner [sic]: III. Symphonie / D-moll (Richard Wagner gewidmet). [... Kartenpreise und Vorverkauf ...] Das Reinerträgniß der Musik=Aufführung dient zur Ausgabe von Stipendien und Freiplätzen an minderbemittelte Künstler, Kunstjünger und Kunstfreunde für die Bayreuther Bühnenfestspiele 1891.\" (*).\nSchlußdatierung »13 Jan. 1891« in Viktor Christs Partiturabschrift der 6. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "30.07.2024 21:37"}, {"ID": 189201135, "Datum": "(13.1.1892, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief von Joh. Ev. Habert an Bernhard Deubler:\r\n     Dankt für die Anerkennung im Linzer Volksblatt und die Aufführung der Messe. Bald komme die erste Lieferung der Gesamtausgabe (Band 2 der Orgelschule - vorgezogen wegen der Einführung im Konservatorium). Beim gestrigen Besuch habe Pfarrer Sigl aus Nussdorf (Deubler kenne ihn von Altmünster) \"über den Mangel an Einlagen\" in Linz geklagt und sei über die Menge Habertscher Kompositionen erstaunt gewesen. Das Vorurteil \"für das Land unbrauchbar\" sei von einigen Pfarrkirchen widerlegt worden (Josef Pirnleithner in Steinbach/Attersee, P. Brückner (aus Puchheim) in St. Wolfgang, Andorf, Eberschwang, Braunau, Taufkirchen, Wolfsegg etc.), das Vorurteil \"langweilig\" entfalle durch gute Aufführungen. An Einlagen habe er bereits über 100 Nummern. 150 - 200 Abnehmer seien zur Kostenstabilisierung erforderlich. Erbittet biographisches Material über den Orgelbauer Hölzl, der mit Chrismann in St. Florian gearbeitet habe. Auch an Steyr werde er schreiben.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 09:17"}, {"ID": 189301135, "Datum": "13.1.1893, Freitag", "Haupttext": "Brief des Oberstkämmereramtes (Ferdinand Graf von Trauttmansdorff-Weinberg) an Bruckner: \n\n     Kaiser Franz Joseph habe am 8.1.1893 die Annahme des Widmungsexemplares der 8. Symphonie bewilligt. Die Partitur sei der Familien- und Fideikommißbibliothek einverleibt worden. Unterschrift von Trautmansdorff.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189401135, "Datum": "13.1.1894, Samstag", "Haupttext": "Brief der Mainzer Liedertafel an Bruckner [vermutlich nach Berlin adressiert]:\r\n   Am 17.1.1894 sei die Aufführung des »Te deum« unter Volbachs Leitung. Bruckner sei als Besucher willkommen. Da er ja derzeit auf Reisen sei [in Berlin], sei die Anreise leichter möglich als von Wien direkt aus. Unterzeichnet von Dr. Strecker.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189501135, "Datum": "13.1.1895, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei Oktober 1894):\r\n   »Den 13. Jänner 1895 H. Advokaten [Dr. Reisch?] 50 fl bezalt.« (*).\nDie Neue Musikalische Presse Nr. 2 kündigt auf S. 6 die Aufführung der 7. Symphonie am 19.1.1895 in Braunschweig an:\r\n\"     Braunschweig. Aus dem Braunschweiger Musikleben. Braunschweig liegt auch heutzutage noch fernab von der grossen Strasse des Verkehrs. Trotzdem es vor kurzem infolge der erreichten Zahl von 100.000 Einwohnern in die Reihe der Grossstädte eingetreten ist, ist es in der That doch in gewisser Beziehung eine Kleinstadt geblieben und wird diesen Charakter auch fürs erste wohl so leicht nicht verlieren. [... Oper (Hofcapellmeister Hermann Riedel als Nachfolger von Fr. Abt), \"Tristan\" ungekürzt ... weitere Werke ...].\r\n     Auch das Concertleben hat unter den eigenartigen Braunschweiger Verhältnissen zu leiden. [... kein eigener Konzertsaal ...]. Die erste Stelle in den Concerten nehmen die vier von dem Hoftheaterorchester veranstalteten sogen. Abonnements-Concerte ein, deren Besuch in Braunschweig ebenso zum guten Ton gehört, wie in Leipzig der Besuch der Gewandhausconcerte. Besondere Pflege findet in diesen Concerten die Symphonie. Für das nächste Concert (19. Januar) ist die siebente Symphonie (E-dur) von Bruckner erworben. Es wird das erste Mal sein, dass dieser bedeutende Componist hier zu Worte kommt und man sieht diesem Ereignis in musikalischen Kreisen mit gespannter Erwartung entgegen. [... andere Konzerte ... Kammermusik ... Gesangvereine ... wegen schlechten Besuches kaum auswärtige Gäste (bei Bülow halbleerer Saal), haben] sich verschworen, fürs erste Braunschweig nicht wieder mit ihrem Besuche zu beehren.          Hans Denecke.\" (**).\nDer Alpen-Bote Nr. 4 berichtet auf S. 2 vom gebesserten Gesundheitszustand Bruckners und erwähnt einen Artikel von Karl Almeroth »Bruckners Himmelfahrt«:\r\n\"              Oertliches.\r\n                       Steyr, 12.1.\r\n     (In dem Befinden Anton Bruckners) ist erfreulicherweise eine entschieden günstige Wendung eingetreten, sodaß man hoffen darf, der greise Meister werde in kurzer Zeit wieder arbeitsfähig sein. – Anläßlich der Besserung Bruckners hat demselben Herr Karl Almeroth eine kleine interessante Broschüre gewidmet: \"Bruckners Himmelfahrt\", in welcher der [vermutlich zu ergänzen: Herr (oder: Petrus?)] Anton Bruckner einen Blick in den Himmel machen, ihn dann aber wieder zum irdischen Wirken zurückkehren läßt. Gleichzeitig ist damit eine scharfe Satire auf Bruckners Hauptgegner, Eduard Hanslick, verbunden.\" (***).", "Letzte Änderung": "13.09.2023 13:13"}, {"ID": 189601135, "Datum": "13.1.1896, Montag", "Haupttext": "Besprechungen des Konzerts vom 12.1.1896 (mit dem »Te Deum«) erscheinen\n \nin der Extrapost Nr. 730 (Wiener Montags-Journal) auf S. 5, signiert \"-t.\":\r\n\"     (Gesellschafts=Concert.) Das gestrige zweite Gesellschafts=Concert hatte ein sehr gemischtes Programm. [... Rameau ...]. Die zärtliche Musik, von Felix Mottl auf das Streckbett der modernen Instrumentation gezogen, machte einen befremdlichen Eindruck, [... Chöre von Brahms (wie schon 1891) erfolgreich ...]. Ein Orchesterstück, Herbeck's \"Tanzmomente\", hatte einen Pietätserfolg. Die Suite könnte übrigens, flotter gespielt, bessere Wirkung thun. Den pompösen Abschluß bildete Bruckner's gleichfalls im Jahre 1891 zuletzt in den Gesellschafts=Concerten aufgeführtes Tedeum. Die militante Finalfuge erregte stürmischen Beifall, für den sich der greise Componist persönlich bedanken konnte. – Dem Programme des von dem Dirigenten v. Perger energisch geleiteten Concertes wird man den Vorwurf nicht ersparen können, daß es zu viel Bekanntes brachte. Auch hat das Soloquartett in dem Tedeum, gebildet aus den Damen Chotek und Hofmann, den Herren Dippel und Weiß, nur zum Theile befriedigt.     –t. \" (*)\n \nund im Wiener Tagblatt Nr. 12 auf S. 4, signiert \"R. Hr.\" [vermutlich Richard Heuberger]:\r\n„              Theater, Kunst und Literatur.\r\n[…]\r\n    * Das zweite ordentliche Gesellschaftskonzert brachte keine Novität, aber ein paar Pietätsnummern. [… Rameau, Mottl, Perger, Herbeck, Brahms …]. Bruckner’s „Te deum“, in welchem sich die Damen Chotek und Hofmann und namentlich Herr Dippel aus [sic!] Solisten auszeichneten, bildete den Schluß des Konzertes. R. Hr.“ (**).\n \nDie Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 2 weist mit einem Inserat auf S. 8 auf eine neue Veröffentlichung mit einer Bruckner-Abbildung [IKO deest] hin:\r\n\"     Soeben ist erschienen und durch alle Buchhandlungen des In= und Auslandes zu beziehen:\n  Wiener Almanach 1896\r\nJahrbuch für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.\r\n     Herausgeber: Heinrich Bohrmann – Jacques Jaeger.\r\n          Ein elegant ausgestattes Buch für Salon und Familie, mit prachtvollen Kunst- und Musikbeilagen, künstlerischen Reproductionen in Farbendruck und mit einem vornehmen Titelbilde unserer heimischen Tonkünstler Brahms, Bruckner, Goldmark, deren Original=Compositionen dem diesjährigen \"Wiener Almanach\" zu besonderem Schmucke gereichen; eine Fülle literarischer Kleinode, [...].\" (***).", "Letzte Änderung": "20.10.2023 08:34"}, {"ID": 189701135, "Datum": "13.1.1897, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Kaim-Orchester unter Zumpe in München. Der erste Satz wird zur Wiederholung verlangt.\r\nRichard Strauss, dessen Violinkonzert aufgeführt wird, ist im Publikum (*). Er wird von Pauline begleitet (**).\r\nWeitere Mitwirkende des Konzerts: Alfred Krasselt (Solist im Violinkonzert von Strauss) und Eduard Bach (Klavierbegleitung) (***).\nDie Aufführung der d-Moll-Messe am 15.1.1897 [recte: 17.1.1897] wird\r\nvon der Linzer Zeitung (°)\r\nund von der Reichspost Nr. 9 auf S. 10 (°°) angekündigt.\nEin Feuilleton-Artikel \"Erinnerungen an Anton Bruckner\" [1. Teil] erscheint in der Reichspost Nr. 9 auf S. 1:\r\n\"     Wie viele geniale Männer, litt Bruckner an großer Zerstreutheit. Wir waren Zeugen der folgenden artigen Scene, die sich in einem Berliner Restaurant abspielte; [... verwechselt bei der Bestellung kaltes und warmes Essen ...].\r\n     In seinem späteren Alter litt Bruckner an einer ganz eigenthümlichen, selten vorkommenden Krankheit, der sogenannten Zählkrankheit. Alles, was ihm vor Augen kam, zählte er: [... Gästeanzahl bei Fürstin M. [Metternich?] in Wien ...]. Bei den Proben zum Te Deum saß B. stets in der ersten Parkettreihe der Berliner Philharmonie und merkte haarscharf auf, ob er etwas zu corrigiren hätte. Er hatte nur selten nöthig, die Auffassung des Herrn Directors Ochs zu mißbilligen, da Chor und Orchester, von der Größe des Werkes begeistert, ihr Bestes thaten. [... Posaunen soll statt \"ppp\" (so in der Partitur) \"fff\" blasen ...]. (Schluß folgt.)\" (°°°).\nBrief von Theodor Reisch an Ignaz Bruckner:\r\n     Das Schreiben vom 7.1.1897 habe er zeitgleich mit Rosalias Hubers Brief erhalten. Er habe an Rosalia geschrieben:\r\n     Gustav Hubers Schreiben zur Nachlass-Verteilung gingen nicht konform mit Ignaz' Willen, die Gegenstände von historischer Bedeutung zusammenzuhalten. Ignaz wolle bei der Verteilung die Tabatière, das beste Porträt, die [Tilgner-]Büste, das Arbeitstischchen und das Bett übernehmen; das Angebot, Porträts und Büste der Gemeinde Wien zu überlassen, habe er wohl zurückgenommen. Wenn aber der von Reisch vorgesehene Preis von 300.- fl gezahlt würde, müsse man beim Angebot bleiben, vor allem angesichts der 1000.- fl, die die Stadt für die Leichenfeierlichkeiten aufgebracht habe. Für welche der Varianten sich Rosalia entscheide? Ignaz erhalte eine Abschrift dieses Briefes. Erinnert noch an die Gebührenausweise zum Vermögensbekenntnis [29.12.1896].\r\n     Reisch bittet Ignaz, auf die Fragen des zitierten Briefes bald zu antworten. Adresse Kathi Kachelmayr: Wien IV. Weidingergasse No. 21, I. Stock, Türe 8 (#).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 20:22"}, {"ID": 189801135, "Datum": "13.1.1898, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel \"Vom Bruckner-Denkmal.\" im Alpen-Boten Nr. 4 auf S. 3. Erzherzog Rainer habe im Januar Zerritsch in dessen Atelier besucht, zunächst der Meinung, das Monument sei für Wien bestimmt, um danach den \"Kunstsinn der industriellen Stadt\" [Steyr] zu loben (*).\nDas Musikalische Wochenblatt berichtet von der 2. Matinée der Brüder W. und L. Thern in Wien, in der u. a. Adagio und Scherzo der 7. Symphonie in der Bearbeitung von Hermann Behn erklangen. Weitere Mitwirkende waren Herr Betti (Violine) und Frau Kahlinger (Gesang) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190201135, "Datum": "13.1.1902, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie in Berlin durch die kgl. Hofkapelle unter Weingartner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190301135, "Datum": "13.1.1903, Dienstag", "Haupttext": "Stradals zweihändiger Klavierauszug der 6. Symphonie (Doblinger-Nummer 2787) wird mit der Nummer 428 von der Universal-Edition veröffentlicht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191201135, "Datum": "13.1.1912, Samstag", "Haupttext": "Gesuch des Wiener Akademischen Gesangvereins an den Rektor der Wiener Universität: Bittet für die am 2.2.1912 geplante Enthüllung der Bruckner-Gedenktafel im Arkadenhof um Überlassung des großen Festsaals und Bewilligung der Festrede und des Prologs laut beiliegender Festordnung (darin erwähnt: Ernst Kunzfeld, Göllerich, Ferdinand Löwe, Schaumann, Georg Reimers, Rektor Oswald Redlich und die Aufführung dreier Brucknerscher Werke (darunter zwei Chöre).", "Letzte Änderung": "26.07.2026 13:12"}, {"ID": 191301135, "Datum": "13.1.1913, Montag", "Haupttext": "Abschrift von Ignaz Bruckners Testament (einschließlich des Nachtrags vom 5.8.1904).\nKundmachungsvermerk \"13. Jänner 1913\" von Gerichtskommissar Karl Wölfl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191401135, "Datum": "13.1.1914, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Meininger Hofkapelle unter Max Reger in einem Konzert der Gesellschaft für ästhetische Kultur im Saalbau in Frankfurt a.M. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Weber (Oberon-Ouvertüre), Wagner (Siegfried-Idyll) und Mozart (Haffner-Sinfonie D-Dur KV 385) [siehe die Anmerkung] (*).\nBesprechung des gestrigen Konzerts im Heidelberger Tageblatt Jg. 32 Nr. 10 auf S. 4, signiert \"O. M.\":\r\n\"              6. Bachvereinskonzert.\r\n         Meininger Hofkapelle unter Max Reger.\r\n     Max Reger steht bei op. 130. Er ist auf der Höhe des Ruhms, i n den besten Mannesjahren und auf der Höhe des Könnens, das wohl kaum mehr überbietbar ist. Und doch hat man die Empfindung, daß seine Freunde und unbedingten Bewunderer sowohl, als auch alle, die sich unter naturgemäß weiteren Gesichtspunkten für sein musikalisches Schaffen interessieren, warten, – warten auf das Große, was kommen soll und wozu überall mehr oder weniger Ansätze vorhanden sind, warten auf die großen Werke des ausgereiften Mannes, die der junge, stürmische, heldenhafte mit den großen Anfängen versprach. Aber Reger läßt warten. [... nach den Hiller-Variationen herrliche Kleinigkeiten, Episoden, Einfälle, Miszellen ...]. Wir warten alle, wohl dankbar für die Späne: aber hoffentlich sind es nur Späne, die fliegen, während das Große, was kommen soll, wird.\r\n     Zwei von den jüngsten, für Heidelberg neuen Kompositionen brachte denn auch das gestrige Konzert: [... Ballettmusik op. 130, Böcklin-Suite op. 128 ...].\r\n     Man beugt sich bewundernd vor all dem Können und vor der stimmungschaffenden Kraft des Meisters, und doch bleibt es dabei: man wartet. Diesem Warten ward gestern ein köstlicher Lohn durch den Strom von Musik, der sich zum Schluß über den still und dankbar Dasitzenden ergoß – die D-moll-Sinfonie von Anton Bruckner (Wagner gewidmet). Das Fanfarenthema zu Beginn und zum Schluß, ein Rahmen für das Musizieren eines Begnadeten, für seine Freude und Heiterkeit, für seine Sehnsucht und Liebe, für seinen stillen ernst, für seine innige Frömmigkeit. Welche Größe und Tiefe in dem an Beethoven mahnenden Adagio, welche Ländler=Vergnügtheit im Trio des Scherzo, welch sonnige Heiterkeit, die fast tragisch den Ernst des letzten Satzes durchsetzt. Es ist erstaunlich, welche Fülle verschiedenster Stimmungen zu einer geschlossenen Einheit zusammengefaßt sind. Aber, was war das auch für eine Wiedergabe! Mit einem Orchester, das berauschend schön klingt, ob nun in den einzelnen Instrumenten, der Solovioline oder im Solocello, ob in den Holzbläsern und im Blech, oder ob im Gesamtklang des ganzen Orchesters – ein berückender Wohllaut vom Anfang bis zum Schluß. Das Orchester steht sicher wieder auf der Höhe seiner glänzendsten Zeiten und dankt das Max Reger, der mit ihm verwachsen ist und sich bis in jede Einzelheit mit ihm versteht: ein Dirigent zugleich, der sich mit liebevoller Hingabe in diese Bruckner=Sinfonie versenkt hat und sie so in der Tat in einer vollendet schönen Wiedergabe erstehen lassen konnte. Endloser Beifall zeigte denn auch, wie dankbar das Publikum für den Abend war.      O. M.\" (**).\nÜber dasselbe Konzert schreibt \"Dr. S.\" in der Heidelberger Zeitung 56. Jg. Nr. 10 auf S. 3:\r\n\"     Sechstes Konzert des Bachvereins.\r\n     Reger mit der Meininger Hofkapelle.\r\n     Man kann die Formel für das musikalische Wesen Reger nicht finden. Glaubt man sie festzuhalten, im nächsten Augenblick entgleitet sie einem wieder. [... über die Reger-Werke ...].\r\n     Nichts sonderlich Neues, Bedeutendes, Ueberraschendes, aber in Behagen ersonnen [...].\r\n     Sie haben auch interessiert, diese Tonstücke, aber, daß sie mir so recht einen Blick in Orchester=Neuland erschlossen hätten, wie etwa die grandiosen Orchestervariationen, könnte ich auch nicht behaupten.\r\n     Danach stieg das Große, das Gewaltige in Anton Bruckners 3. Sinfonie (dmoll) empor. In diesem Stück aus dem Lebenswerk des Seltsamen, viel Umstrittenen und doch als dem größten Symphoniker nach Beethoven Anerkannten spiegelt sich deutlich Bruckners Doppelnatur; der erhaben nach pathetischem Ausdruck strebende Ernst und die kindlich naiv genießende Lebensfreude des Orchesters. Beethoven'scher und Schubert'scher Geist begegnen sich darin.\r\n     Im ersten Satz läßt die von Bruckner so sehr (etwas zu sehr!) geliebte Trompete das große herrische Thema anklingen, das zum mächtigsten Träger des kraftstrotzenden ersten Teiles wird. Das zweite Thema ist schwärmischer, schwelgt in breiten Violintriolen. In unendlichen, immer interessanten Wandlungen baut sich der erste Satz in einer sonnigen Gesundheit, ein markiges Heldenlied singend, auf.\r\n     Ueber dem wundervollen Adagio liegt die Weihe des Klassischen, aus ihm spricht ein echt künstlerisches Sehnen, das sich gelegentlich dann auch in Wagnerische Sehnsuchtsklänge verliert.\r\n     Am originellsten gibt sich Bruckner allemal im Scherzo, auch hier, wo er anfangs ganz primitiv eigentlich nur Rhythmus bringt, um, – nach einer der mir weniger sympathischen Generalpausen. – ein ganz bürgerliches Wiener Tanzidyll aufzuspielen.\r\n     Ein wahres Cyklopenthema von Bruckners Ambos hämmert das Finale ein, macht aber bald einem Motiv der Anmut Platz. Es tobt ein Kampf, in dem ein Choral den Sieg kündet. Ihn feiert zum Schluß noch einmal hell das Heroenthema.\r\n     Und wie hat man das gestern Alles gehört, Reger wie Bruckner! So recht ausschwelgen konnte man sich einmal in eitel Wohlklang.\r\n     Dank der Meininger Hofkapelle, mit der Reger, der am Dirigentenpult stand, eine Herz und eine Seele geworden ist.\r\n     Wundervoll ist in allen Teilen dies Orchester besetzt. Von dem Streichquartett kommt der Klang so weich wie Samt, – wundervoll sangen die Celli, – und wo geblasen wird, meldet sich ein Künstler. Die Meininger Holzbläser haben, sozusagen, ein klassisches Renomme, aber noch höher möchte ich unter dem gleichfalls ausgezeichneten Blechelement, die wundervollen Hörner, die förmlich Orgelklang hergeben, stellen. Das Schlagwerk mustergültig – kurz, – ein ideales Orchester.\r\n     Durch eine endlose Skala von Tonstärke, von einem Hauch bis zu einem Donner, führt Reger diese seine Schar.     Dr. S.\" (***).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 07:31"}, {"ID": 191501135, "Datum": "13.1.1915, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" [150. Psalm?] durch das Wiener Tonkünstler-Orchester und den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde unter Franz Schalk. Violinsolo Karl Berla. Solist in Schumanns Klavierkonzert ist Emil George Konrad Sauer. Als Sänger (auch in Werken von Mendelssohn, Robert Fuchs und J. S. Bach) wirken mit Gertrude Förstel (Sopran), Bertha Katzmayr (Alt), Lothar Riedinger und Friedrich Zimmermann (Tenor), Rudolf Ertl (Bariton) und Ludwig Hauswirth, Stefan Pollmann und Nikolaus Schwarz (Bass).", "Letzte Änderung": "27.07.2026 10:37"}, {"ID": 192101135, "Datum": "13.1.1921, Donnerstag", "Haupttext": "Konzertante Aufführung der e-Moll-Messe unter Schäfer in Baden-Baden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192401135, "Datum": "13.1.1924, Sonntag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 13 kündigt auf S. 9 den morgigen Vortrag an (*)\nund auf derselben Seite die Aufführung der 3. Symphonie am 17.1.1924 (**).\n \nGöllerich-Gedenkkonzert der Liedertafel Vöcklabruck [unter Max Auer?] mit dem 150. Psalm, dem 7stimmigen »Ave Maria« [WAB 6], dem Quintett-Adagio (Quintettvereinigung Palma Erdmann-Paszthory) und Beethovens 5. Sinfonie. Dr. Krackowizer, ein Schüler Göllerichs, hält die Gedenkrede (***).", "Letzte Änderung": "05.01.2024 10:34"}, {"ID": 192601135, "Datum": "13.1.1926, Mittwoch", "Haupttext": "The Arizona Daily Star Nr. 13 (Tucson, Arizona) bringt auf S. 6 den Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"SYMPHONIC JAZZ FIGHTS FOR HOLD IN MUSIC CIRCLES\n[...] nothing but a fad [...].\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n     [...]\" (*).\n \nDieser Artikel erscheint inhaltlich identisch auch in The Visalia Morning Delta Nr. 121 (Visalia Times-Delta, Visalia, California) auf S. 4 (**).\n \nBesprechung der Aufführung von Decseys \"Der Musikant Gottes\" [am 11.1.1926] in der Illustrierten Kronenzeitung (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2025 18:32"}, {"ID": 192701135, "Datum": "13.1.1927, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Los Angeles Philharmonic Orchestra unter Walter Henry Rothwell abends im Philharmonic Auditorium in Los Angeles. Solistin in der Burleske von Richard Strauss ist die hiesige Pianistin Olga Steeb.\nWiederholung am 14.1.1927", "Letzte Änderung": "06.12.2024 11:49"}, {"ID": 192801135, "Datum": "13.1.1928, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts in einem Konzert des Städtischen Orchesters in Münster (*).\nDer Stuttgarter Rundfunk überträgt ab 20:00 Uhr ein Konzert mit Webers \"Freischütz\"-Ouvertüre, einem A-Dur-Klavierkonzert [Mozarts oder Liszts?] und Bruckners 4. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 05:58"}, {"ID": 193001135, "Datum": "13.1.1930, Montag", "Haupttext": "The South Bend Tribune Nr. 227 (South Bend, Indiana) kündigt auf S. 10 das Münchner Bruckner-Fest für Juni 1930 [recte 27.-31.10.1930] an [Text wie am 10./12.1.1930]:\n\"        GERMAN CITY TO GREET VISITORS\nTreats Being Prepared for Tourists Who Attend Passion Play.\n[... viele Besucher wegen der Oberammergauer Passionsspiele erwartet ... Mengelberg mit Amsterdam Philharmonic Orchestra, Toscanini mit New York Philharmonic Orchestra, Furtwängler mit den Berliner Philharmonikern, Karl Muck, Hans Knappertsbusch ...].\n     A Bruckner festival is contemplated for June, to be followed by a Richard Strauss week in July and a Mozart festival in August. [...].\" (*).\n \nDiese Ankündigung erscheint auch in der Daily Free-Lance Nr. 287 (Henryetta, Oklahoma) auf S. 1 (**)\n \nund in The Burlington Free Press and Times Nr. 11 Burlington, Vermont) auf S. 7 (***).", "Letzte Änderung": "26.09.2025 13:29"}, {"ID": 193201135, "Datum": "13.1.1932, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch das Philharmonische Orchester Oslo und den Filharmonisk Selskaps Kor unter Olav Kielland (*).\nAufführung der 6. Symphonie durch die Dresdner Philharmoniker unter Fritz Mahler in Dresden (**).\nErster Abend des neunteiligen Bruckner-Kurses, in dem Mathilde Helm zusammen mit Mara Friedländer jeweils eine Symphonie [heute die 1. Symphonie?] erläutert und in einer vierhändigen Klavierfassung in ihrer Privatwohnung (Wien III:, Rochusgasse 10) aufführt (***).", "Letzte Änderung": "01.11.2025 20:39"}, {"ID": 193301135, "Datum": "13.1.1933, Freitag", "Haupttext": "Kritik von Joachim Meyer in der New Yorker Staats-Zeitung zur Aufführung der 5. Symphonie durch das New York Philharmonic Orchestra unter Bruno Walter (*).\nVom selben Konzert berichtet Oscar Thompson in der New York Evening Post (**).\nAufführung der 3. Symphonie unter Frederick A. Stock in Chicago (***).\nAufführung der 9. Symphonie unter Unger im Festkonzert zum 25jährigen Bestehen der \"Gesellschaft der Musikfreunde\" in Berlin. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Beethoven und Vivaldi (Konzert für 4 Violinen im Original und in J. S. Bachs Bearbeitung für vier Klaviere) (°).\nEine Aufführung des Quintetts wird vom Rundfunksender Stockholm zwischen 21:00 und 22:00 Uhr gesendet (°°).", "Letzte Änderung": "31.03.2026 20:22"}, {"ID": 193401135, "Datum": "13.1.1934, Samstag", "Haupttext": "Notiz von Johannes Wolf, dem Leiter der Musikabteilung der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin: »Herr Fritz Oeser, Leipzig Fürstenstr. 4, behält sich die wissenschaftliche Auswertung der Brucknerschen Skizzen vor. 13/1 34 Wolf«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193701135, "Datum": "13.1.1937, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter MD Anraths im 4. Städtischen Konzert in Krefeld.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193801135, "Datum": "13.1.1938, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie (Erstdruckfassung) durch das Radiosinfonieorchester Kopenhagen unter Fritz Busch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194301135, "Datum": "13.1.1943, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Willy Krauß (*).\n\n\nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Mozarts C-Dur-Klavierkonzert KV 467 ist Friedrich Wührer [Wiederholung vom 12.1.1943] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199401136, "Datum": "13.1. - 19.5.1994", "Haupttext": "Bruckner-Zyklus in Madrid [prov. WAB 86]. Für das Programmbuch schrieben Angel-Fernando Mayo, Arturo Reverter, Deryck Cooke und Enrique Perez Adrian.", "Letzte Änderung": "23.08.2025 23:16"}, {"ID": 196001135, "Datum": "13.1.1960, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Elisabeth Buhz an die Internationale Bruckner-Gesellschaft (»Anton Bruckner'sche Erbengemeinschaft«):\r\n    Einem Wunsch ihrer am 24.12.1959 verstorbenen Tante Ida Buhz folgend verwalte sie deren Nachlaß (darunter einige Bruckner-Erinnerungsstücke). Für die Beerdigung sei es ihr nicht gelungen, den evangelischen Choral von Bruckner [vermutlich »In jener letzten der Nächte«, WAB 17 (*)] in Berlin zu erhalten - es gebe ihn wohl nur in Linz und Wels. Ida Buhz habe vor etwa 12 Jahren [1947/1948] wegen der Eifersucht ihres Mannes alle Handschriften Bruckners verbrannt.", "Letzte Änderung": "31.03.2025 19:34"}, {"ID": 196101135, "Datum": "13.1.1961, Freitag", "Haupttext": "Brief von Norbert Wibiral an Fritz Rauch:\n     Nimmt Bezug auf das Schreiben vom 4.1.1961 zur Sarkophag-Restaurierung. Durch F. Linninger wisse er von Bruckners Codizill. Künstlerische Überlegungen könnten zwar für eine Entfernung des alten Sarkophags sprechen, dieser habe für sich auch keinen Denkmalwert. Doch die Pietät gegenüber der letztwilligen Verfügung und Bruckners Wunsch, den Sarg zu erhalten, gingen dem vor.\n     Durchschrift an das Stift St. Florian, Dank an Prof. Linninger (*).\n \nBrief von Josef Zykan (Landeskonservator NÖ, Wien) an Fritz Rauch:\n     Dankt für Schreiben vom 4.1.1961. Der zuständige Landeskonservator Norbert Wibiral habe ihn um eine Stellungnahme gebeten. Er plädiere für eine Erhaltung des alten Sarkophags, das sei auch für spätere Generationen wichtig - wie bedauernswert sei beispielsweise die Tatsache, dass der Leichnam Kaiser Maximilians nicht mehr in dem von ihm gewünschten einfachen Sarg ruhe. Also: den ursprünglichen Sarkophag belassen und pflegen! (**).\n \nAufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Wolfgang Sawallisch im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Beethovens G-Dur-Klavierkonzert ist Maurizio Pollini [Wiederholungen am 14. und 15.1.1961] (***).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:47"}, {"ID": 196601135, "Datum": "13.1.1966, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Iceland Symphony Orchestra unter Róbert Abraham Ottósson", "Letzte Änderung": "14.02.2026 17:27"}, {"ID": 196801135, "Datum": "13.1.1968, Samstag", "Haupttext": "Rundfunkvortrag von Paul-Gilbert Langevin in France-Musique zum Abschluß der von Claude Rostand moderierten Sendereihe mit Jochums Symphonie-Einspielungen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197701135, "Datum": "13.1.1977, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie im 6. Abonnementkonzert der Münchner Philharmoniker. Das Programmheft enthält einen Artikel von Dietmar Holland \"Bruckners 3. Symphonie - ein \"work in progress\"?\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199501135, "Datum": "13.1.1995, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des »Germanenzugs«, des 146. Psalms, des Chores »Abendzauber« [*] und der 5. Symphonie in der Schalk-Fassung durch das American Symphony Orchestra unter Leon Botstein in der Avery Fisher Hall in New York. Zuvor Diskussion »Bruckner and 20th Century Politics« mit Paul Hawkshaw, Benjamin Korstvedt, Bryan Gilliam und Christa Brüstle.", "Letzte Änderung": "17.02.2026 21:20"}, {"ID": 183712135, "Datum": "13.12.1837, Mittwoch", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185312135, "Datum": "13.12.1853, Dienstag", "Haupttext": "Bei der Namenstagsfeier von Jodok Stülz in St. Florian spielt Franz Gruber eine selbstkomponierte Polonaise für Violine.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 12:56"}, {"ID": 185512135, "Datum": "13.12.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Namenstag von Jodok Stülz. Möglicherweise (oder am 12.12.1855) Aufführung des »Festgesangs« (*).\nAktenvermerk »p [praesentiert] 13. Dezb. 855« auf der Stellungnahme der Staatsbuchhaltung vom 9.12.1855 (**).\nAktenvermerk »eingelaufen am 13 Dez.« auf dem ursprünglich mit 9.12.1855 datierten Schreiben der Statthalterei an die Vogtei vom 14.12.1855 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912135, "Datum": "(13.12.1859, Dienstag", "Haupttext": "Bruckners Schwester Josefa Wagenbrenner wird von ihrem ersten Kind (Elisabeth, gestorben 9.1.1860) entbunden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186112135, "Datum": "13.12.1861, Freitag", "Haupttext": "Uraufführung des »Afferentur regi« [WAB 1] in St. Florian (*).\nAnkündigung des Konzerts vom 16.12.1861 mit der ersten Aufführung von »Du bist wie eine Blume« [WAB 64] im Linzer Anzeiger Nr. 287 (**)", "Letzte Änderung": "31.08.2024 10:05"}, {"ID": 186212135, "Datum": "(13.12.1862, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung der Dritten Messe op. 111 von Johann Nepomuk Hummel in St. Florian. Vermerk in der Stimme des 1. Horns [Schimatschek?]: \"St. Florian den 13/12 1862. Zum Namensfeste des hw. Herrn Prälaten\" [Jodok Stülz].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412135, "Datum": "13.12.1864, Dienstag", "Haupttext": "Bericht im Linzer Abendboten Nr. 284 auf S. 1 über das vorgestrige Konzert des Sängerbundes und Bruckners »Um Mitternacht« [WAB 89]:\r\n      »Tagesneuigkeiten.\r\n  + Linz. Sonntag Abends gab der „Sängerbund” zur Jahres-Feier seiner Gründung ein Fest-Concert im Redoutensaale, welches von einem so außerordentlich zahlreichen Publikum besucht war, wie es noch selten bei einem Concerte hier in Linz sich einfand. Sämmtliche 12 Nummern des äußerst interessant zusammengestellten Programms fanden den lebhaftesten Beifall. An musikalischem Werthe oben an stand unseres genialen Bruckner neuer, dem „Sängerbunde” gewidmeter Chor mit Alt-Solo „Um Mitternacht”, eine herrliche, sinnige, poetische Composition, deren baldigste Wiederholung dem lebhaften Wunsche aller Musikfreunde entspräche. Die schönen Stimmen der Fräulein v. Lutterotti und Schönfeld, so wie die Virtuosität der Frau Petermandl und ihrer talentirten Schülerin, Frl. v. Tarnotzi, dann der Herren Pflug, Prohaska und Schober thaten das ihre, um die Vokal= und Instrumental=Soli zur vollen [Geltung zu] bringen. Der dirigirende Chormeister, Herr Weinwurm [wird mit] seiner Sängerschaar und dem Erfolge seiner künstlerischen [Bemühun]gen zufrieden gewesen sein.« (*).\nBruckner wird auch im Artikel des Gmundner Wochenblattes Nr. 50 auf S. 629 (= S. 5) als Mitwirkender genannt:\r\n     \" - Am 11. Dezember Abends 7 Uhr gab der Männer=Gesangverein \"Sängerbund\" in Linz in den landschaftlichen Redouten=Sälen ein \"Gründungs=Concert,\" bei welchem auch die Damen: v. Lutterotti, Petermandl, Schönfeld, v. Tarnotzi, und die Herren: Bruckner, v. Majfeld [sic! recte Mayfeld], Pflug, Prohaska und Schober mitwirkten. | Dasselbe wurde mit allgemeinem Beifall aufgenommen, und war der Besuch ein überaus zahlreicher.\" (*a).\nKurzer Bericht der Linzer Zeitung Nr. 284 über dieses Konzert:\r\n»                                 Linz, 12. Dezember.\r\n     [...]\r\n     * (Konzert und Theater.) Das gestern Abends in dem landschaftlichen Redoutensale [sic!] stattgefundene Gründungsfest=Conzert des Männergesangsvereines „Sängerbund” war von mehr als 1000 Personen besucht; der Erfolg war ein glänzender, und wurden alle einzelne [sic!] Piecen des sehr interessanten Programms mit dem lebhaftesten Beifalle aufgenommen. Wir werden über die Aufführung noch genauer berichten. - [...] Ihre kaiserliche Hoheiten der durchlauchtigste Herr Erzherzog Josef und die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Clotilde beehrten gestern und vorgestern die Theater=Vorstellungen mit Höchstihrer Gegenwart.« (**).", "Letzte Änderung": "25.10.2024 13:35"}, {"ID": 186812135, "Datum": "(13.12.1868, Sonntag, 3. Advent)", "Haupttext": "Herbeck dirigiert im Gesellschaftskonzert Werke von Schubert, Hornemann [siehe die Anmerkung], Schumann und Beethoven (*).\n \n11. Gründungsfest-Konzert des Linzer Sängerbundes in den landschaftlichen Redoutensälen. Mitwirkende: Eduard Hauptmann, Engelbert Lanz, Josef Seiberl, Carl Weilnböck und aus Wien L. Prihoda (Solotenor des Wiener Männergesangvereins) und Röver (Solocellist der Hofoper). Ein Männerquartett ohne Komponistenangabe könnte von Bruckner stammen [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 13:34"}, {"ID": 187012135, "Datum": "13.12.1870, Dienstag", "Haupttext": "In der Zeitschrift »Der Wanderer« Nr. 344 wird die Aufführung der »Missa solemnis« am 18.12.1870 unter Herbeck angekündigt. Unter den Mitwirkenden wird Bruckner als Organist genannt (*).\n\n\n\nEine ähnliche Übersicht über die Beethoven-Festkonzerte bringen auch die Blätter für Musik, Theater und Kunst Nr. 99 auf S. 370 (= S. 4): \n\n     \"[...] Orgel: Hr. Bruckner; [...]\" (**) \n\n\n\nund das Oesterreichische Journal Nr. 129 auf S. 5:  \"[...] Orgel: Herr Bruckner; [...]\" (***)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187212135, "Datum": "13.12.1872, Freitag", "Haupttext": "Orgelkonzert von Samuel de Lange im Wiener Musikvereinssaal. Seine Leistung wird in den Besprechungen mit der Fischers und Bruckners verglichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312135, "Datum": "13.12.1873, Samstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 3341 berichtet auf S. 6 von der Aufführung der f-Moll-Messe am 8.12.1873:\n     » - Am 8. d. M. kam in der k. k. Hofcapelle, die dritte Große Messe (F-dur) von Anton Bruckner unter Leitung des Componisten zur Aufführung. Es ist dies dasselbe bedeutende Tonwerk, welches im vorigen Jahre zum erstenmale in der Augustinerkirche gegeben wurde und damals durch seine großartige Conception und kunstreiche contrapunktische Arbeit die Aufmerksamkeit der Musikfreunde wie der Kritik in hohem Grade erregt hat. Die präcise Aufführung in der Hofcapelle ließ manche Schönheiten der Bruckner'schen Messe noch wirksamer hervortreten.« (*)\n \nEduard Schelle erwähnt diese Aufführung auch in seinem Feuilleton-Artikel in der \"Presse\" Nr. 340 auf S. 3:\n\"Musik.\n[... Philharmonisches Konzert, Klavierabend Essipoff, Gesellschaftskonzert, Singakademie unter Rudolf Weinwurm, Hellmesberger-Quartett ...]\n     Der Bericht würde nicht vollständig sein, wenn wir nicht der Aufführung gedächten, welche die große Messe des Herrn Professors Bruckner in der Hofcapelle am vergangenen Montag erlebte. Wir haben dieselbe bereits vor etwa zwei Jahren in der Augustinerkirche gehört. Das Werk eignet sich seinem Charakter nach trefflich für hohe Kirchenfeste. Die Musik enthält eine Menge von Detailzügen, in denen sich ein sehr bedeutendes Compositionstalent ausspricht; doch fehlt es hie und da dem Ausdruck an Klarheit, dem Style an der nöthigen straffen Concentration. Jedenfalls wird das Werk auch in weiteren Kreisen die ehrenvolle Anerkennung finden, die es beanspruchen darf.     E. Schelle.\" (**).\n \n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "15.12.2025 16:34"}, {"ID": 187712135, "Datum": "13.12.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts mit der 3. Symphonie im Linzer Volksblatt Nr. 284 auf S. 2:\r\n\"     – (Ant. Bruckner's Concert.) Sicherem Vernehmen nach werden die \"Philharmoniker\" am 16. d. Bruckner's D-moll Symphonie im großen Musikvereinssaale unter persönlicher Leitung des Componisten zur Aufführung bringen.\" (*).\nBillroth-Abend des Wiener Akademischen Gesangvereins im Sophien-Saal mit Brahms (als Dirigent) und Heuberger unter den Mitwirkenden (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812135, "Datum": "13.12.1878, Freitag", "Haupttext": "Tagebuchnotiz von Hans Rott: »Freitag 13. Bruckner fertig machen.« [3. oder 4. Symphonie gemeint?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112135, "Datum": "13.12.1881, Dienstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   Die 4. Symphonie sei in Karlsruhe »durchgefallen«, was er auch nach München berichtet habe und was man am besten Bruckner nicht mitteilen solle. Negatives Urteil des Kritikers Dr. Pohl. Mottl habe kein Verständnis für Bruckners Genius. Mottl habe einen Brief Bruckners über den Ringtheaterbrand erhalten (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212135, "Datum": "13.12.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »13. Dez. 7. Lect. Lamb« [Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312135, "Datum": "13.12.1883, Donnerstag", "Haupttext": "[ca. 13.12.1883] Notiz Bruckners in seinen Gebetsaufzeichnungen:\r\n»H Meister Schuhe 1 fl gut.« [wieder durchgestrichen, als Zeichen der Erledigung?] (*).\nOddo Loidol fertigt eine Abschrift von Bruckners Chor »An dem Feste«, die folgende Beschriftung aufweist:\r\n   »(Männerchor) zum Geburtsfest des hochw. H. Dechants u Stadtpfarrers zu Enns, Joseph Ritter v Peßler, am 19. Septbr. 1843.« und\r\n   »Text v Alois Knauer, Pfarrer zu Kronstorf [/] Melodie v. A. Bruckner, Lehrer zu Kronstorf.« \r\nAm Ende notiert er:\r\n   »NB Vom »Brucknerschen« Manuscript (altaussehenden) \r\nabgeschrieben Fr. Oddo Loidol am 13/XII. [1]883 in St. Florian.«\r\n   Bruckner hat [später] diese Abschrift signiert mit »ABruckner.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412135, "Datum": "13.12.1884, Samstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Levi habe vor zwei Wochen und in einem zweiten Brief die Aufführung der 7. Symphonie in München für März 1885 zugesagt. Auch in Wien seien sie nicht müßig [vgl. 22.12.1884 (*)]. Gestern sei eine Nachricht von Nikisch [an Schalk? oder Brief vom 10.12.1884 gemeint?] eingetroffen, daß das Leipziger Konzert am 30.12.1884 stattfinde. Franz solle [von Olmütz oder Dresden (**)?] hinüberfahren. Er, Josef, fahre im März nach München mit. Grüße von Bruckner. Anton Schmidt habe ihnen eine Verlobungskarte geschickt.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:48"}, {"ID": 188512135, "Datum": "13.12.1885, Sonntag", "Haupttext": "Kritiken zur 3. Symphonie [11.12.1885] in Dresdener Zeitungen von Niese (Dresdner Anzeiger) (*)\nund Seuberlich (Dresdner Nachrichten Nr. 347 auf S. 3):\r\n\"                      Feuilleton.\r\n[...]\r\n     † Drittes Sinfonie=Konzert der Kgl. Kapelle. Der Wiener Komponist A. Bruckner konnte mit seinen sinfonischen Werken weder in Wien noch anderswo zur Geltung kommen, bis seine 7. Sinfonie in Leipzig einen durchschlagenden Erfolg errang. [... Vorbehalte gegen das Werk ... erwähnt: Schuch, Dauer \"fast eine volle Stunde\", Mendelssohns \"Ruy Blas\" ... mit Mozarts g-Moll-Sinfonie ...] schloß das Konzert, welchem Se. Maj. der König, Se. Kgl. Hoheit Prinz Georg und die Prinzessinnen Mathilde und Maria Josepha bin zum Schlusse beiwohnten. B. Seuberlich.\" (*a).\n\r\nIn Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung, Jahrgang 1885/86, Nr. 12, wird auf S. 208 ein Referat von August Lesimple über Bruckners »neueste Symphonie« [7. Symphonie] angekündigt:\r\n»Köln. [...] Mein nächstes Referat gilt der Aufführung der neuen Oper \"Johann von Lothringen\" von Joncière und der neuesten Symphonie Ihres Bruckner.\r\nAug. Lesimple« (**).\n\r\nIm Annoncenteil des Wiener Salonblattes empfiehlt Albert J. Gutmann den vierhändigen Klavierauszug der 7. Symphonie als Festgeschenk:\r\n»Die kais. königl. Hof-Musikalienhandlung\r\nAlbert J. Gutmann,\r\nWien, Hofopernhaus,\r\nempfiehlt folgende Werke zu\r\nFest-Geschenken.\r\nAnton Bruckner. Symphonie E-dur-Ausgabe für Clavier zu vier Händen.\r\n(Hervorragendes symphonisches Werk.) Weihnachtsnovität. [... weitere acht Vorschläge, darunter Helms Buch über die Quartette Beethovens, alle ohne anpreisenden, werbenden Zusatz ...]« (***).\n\r\n(2. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Mendelssohns »Elias« (°)).\n\r\n(Im Konzert des Vereins »Accord« im Bösendorfersaal wird u.a. Volkmanns 1. Serenade gespielt (°°)).", "Letzte Änderung": "15.12.2025 16:41"}, {"ID": 188612135, "Datum": "13.12.1886, Montag", "Haupttext": "Brief Marxsens an Bruckner:\r\n   Dankt für die schnelle Beantwortung seiner Fragen. Er könne nun zum Geburtstag Beethovens die Stiftung konstituieren. Grüße an den Vorstand des Kunstinstituts. Dankt für Bruckners Bemühungen (*).\nBruckner hat diesen Brief in einer Universitätsvorlesung [z.B. sofort am 13.12. oder am 20.12.1886] von Dr. Kreibig vorlesen lassen (**).\nOddo Loidol führt bei einem Konzert im Refektorium des Stiftes Kremsmünster den neuen Heitzmann-Flügel vor. [etwa ab 1887] »Jedesmal, wenn Bruckner in Kremsmünster war, bat er den Meister, darauf zu spielen oder zu komponieren, um ihn, wie er sagte, »einweihen« zu lassen.« (***).", "Letzte Änderung": "03.11.2024 10:06"}, {"ID": 188712135, "Datum": "(13.12.1887, Dienstag)", "Haupttext": "Stradal und das Rosé-Quartett führen Schumanns Klavierquintett auf.", "Letzte Änderung": "14.10.2024 15:47"}, {"ID": 188812135, "Datum": "13.12.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"13 Dezember. 1888 | Lehrzim[m]er No 4\" in Victor Christs Mitschrift von Bruckners Harmonielehre-Kurs.", "Letzte Änderung": "24.03.2025 12:00"}, {"ID": 188912135, "Datum": "13.12.1889, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »13. Dez Fr Kathi für [?] Jänner 1890 7 fl u Neujahr[gabe?]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189012135, "Datum": "13.12.1890, Samstag", "Haupttext": "[Undatierter] Brief Paul Heyses an Bruckner:\r\n     Gestern habe er mit Levi über die 4. Symphonie gesprochen. Dieses herrliche Werk habe in München auch die Masse des Publikums gewonnen. Bruckner erinnere sich sicher an die Begegnung mit Heyse im Hause Fiedler. Der Eindruck des gewaltigen Finales sei vielleicht wegen Konzentrationsschwierigkeiten beim Hörer nicht auf der Höhe der anderen Sätze geblieben (*).\nHeyse war über Bruckners Vorgehen, diesen Brief für Reklamezwecke auszuschlachten, sehr verärgert (siehe 9.1.1891).\n \nBrief von Franz Strauss an Richard Strauss:\r\n     »... Vor einigen Tagen ist die Brucknersche Sinfonie gemacht worden und hat Porges, mit Ausnahme des letzten Satzes, sehr gefallen. Bei einem Satze, so schreibt er, ist es zum »Durchbruch« gekommen, nur weiß ich nicht, welchen Satz er meinte. - Die hiesige musikalische Schriftstellerei ist eine greuliche. ...« (**).\n \nBrief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n     Die Stimmen seien noch nicht eingetroffen; er habe soeben deswegen an Franz Fischer telegraphiert. Die Aufführung der 4. Symphonie in Graz [am 21.12.1890 oder 28.12.1890] sollte wegen des gedrängten Probenplanes, der namentlich von den vielen Dilettanten bei den Streichern kaum eingehalten werden könne, verschoben werden. Josef solle nicht vor dem 16.12.1890 nach Graz kommen und zuvor den Bericht von Franz über die Montagsprobe abwarten. Muck habe seinerzeit 14 Tage für die 7. Symphonie geprobt. Hugo Wolfs »Gesang an Veyla« komme nach Rücksprache mit Zwiedinek aus Kostengründen nicht aufs Programm (***).\n \nDie Deutsche Zeitung Nr. 6808 meldet auf S. 6 den glänzenden Erfolg der 4. Symphonie am 10.12.1890 in München:\r\n   \" - Bruckner's Musik gewinnt immer mehr Boden - trotz aller Hindernisse, welche ihr Unverstand oder das Uebelwollen gewisser Cliquen in den Weg legen. Wie man uns aus München schreibt, errang daselbst des Meisters vierte Symphonie in Es-dur (die sogenannte \"romantische\") am 10. d. bei der ersten dortigen Aufführung unter Capellmeister Fischer's Leitung einen geradezu glänzenden Erfolg. Der erste Satz machte buchstäblich Sensation. Demnächst soll dasselbe Werk auch in Graz erstmalig zu Gehör kommen.\" (°).\n \nDas Fremdenblatt Nr. 340 berichtet auf S. 14, daß Franz Fischer an Bruckner einen Brief über diese Aufführung [am 11.12.1890] geschrieben hat:\r\n   \" - Nach der jüngsten Aufführung seiner vierten Symphonie in München hat unser genialer Meister Anton Bruckner den folgenden Brief erhalten:\r\n       \"Lieber Herr Bruckner!\r\n    Ihre vierte Symphonie (romantische) hat bei der gestrigen Aufführung der musikalischen Akademie einen sensationellen Erfolg gehabt - ich gratulire Ihnen dazu von ganzem Herzen! [... Text wie bei 936a/93, jedoch mit Verbesserungen von Fehlern im Original und mit orthographischen Abweichungen ...]\" (°°).\n \n[recte 15.12.1890] Kompositionsskizze von \"Träumen und Wachen\" (°°°).\n \nDer \"Figaro\" Nr. 50 antwortet auf S. 199 auf eine Leserzuschrift:\r\n               \"Briefkasten der Redaktion.\r\n     [...] - J. M. Das Streichquintett von Bruckner hat am jüngsten Hellmesberger=Abend einen geradezu phänomenalen Erfolg gehabt.\" [...] (#).", "Letzte Änderung": "05.10.2025 19:58"}, {"ID": 189112135, "Datum": "13.12.1891, Sonntag (3. Advent)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter im Großen Musikvereinssaal in Wien mit Werken von Beethoven (Ouvertüre C-Dur »Zur Namensfeier«, op. 115) und Spohr (Violinkonzert Nr. 8 in a-Moll »Gesangsszene«, Solist: Johannes Wolff) und Bruckners 1. Symphonie (*).\r\nEinige Musiker haben sich im Aufführungsmaterial \"verewigt\": Johann Klein und Josef Palm [siehe die Anmerkung] (2. Violine, 7. Pult), Julius Moser und Franz Giller (* 1844) (Violoncello 2. Pult) und Anton Langhammer (Kontrabass, 3. Pult) (*a).\r\n    Im Publikum sind u.a. Exner [und Rietsch?] (**), Hugo Wolf (***), Schönaich (°) und die Kritiker Königstein, Helm, Paumgartner, Kalbeck, Hirschfeld, Dietz [?] (°°), Heuberger (°°°), Puchstein und Speidel [?] (#).\r\n    Der Wagner-Verein überreicht Bruckner einen Lorbeerkranz (»Dr. Anton Bruckner der Wiener Akademische Wagner-Verein zur I. Aufführung der I. Symphonie in Wien, 13. Dezember 1891«) (##).\nNach der Aufführung Nachfeier im Hotel »Elisabeth«, wo Dr. Boller für den Wagner-Verein und Oberleithner für die Studentenschaft spricht (###).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle], der Dienstbeginn am 12.12.1891 graphisch markiert (a).\nArtikel Göllerichs (mit der beim Commers nicht gehaltenen Festrede, 1. Teil, Fortsetzung am 15.12.1891) im Deutschen Volksblatt, Morgenausgabe, Nr. 1056, auf S. 1-4:\r\n                    \"Anton Bruckner.\r\n(Die beim Bruckner=Commers nicht gehaltene Festrede von August Göllerich.)\r\n          Verehrte, liebe Festgenossen!\r\n     Zu allen Zeiten haben in hervorragender Zahl Deutsche der Ostmark tapfer mitgeholfen an der Gewinnung jenes geistigen Alldeutschland, das durch keine politischen Grenzen beengt, das echteste Schaffen unseres Volksthums auf allen Gebieten der Kunst und des Lebens bergend, ein ideale Macht geworden, der sich heute die ganze Culturmenschheit beugt.\r\n    In Kampf und Streit, in Lust und Leid waren es oft und oft der Ostmark deutsche Söhne, die den eingeborenen deutschen Geist hoch und rein erhielten im Ansturme fremder Art, die in rechtem Ueberzeugungsmuthe mit ihm fochten, bis er, in Reine treu bewahrt, siegend und von Fesseln frei, sein beseeligendes Licht auf's Neue ergießen konnte. Einem solchen Kämpfer, einem solchen deutschen Helden gilt unsere heutige Feier. Auf dem Felde deutschester Bethätigung, im Reiche der Musik, hat er gerungen und erreicht, daß das Edle, Schöne nicht um des Ruhmes und Vortheiles wegen in die Welt tritt, daß es deutsch sei, eine Sache, die man treibt um ihrer selbst willen und aus Freude an ihr zu treiben. Dieser Glaube hat unseren Meister Anton Bruckner zeitlebens durchglüht, gestählt und erhalten! - Unbeachtet, aber auch unstörbar brachte er seine Originalität zur herrlichsten Entwickelung. Abseits vom Geräusche des Lebens, lauschte er einzig den Harmonien seines Inneren und sprach, ein zäher Oberösterreicher, zu einer Welt, die ihm Nichts zu sagen hatte, nur aus seiner Tiefe, ganz bei sich, ganz in sich.\r\n[... ausführliche und ausgeschmückte Angaben zur Biographie (teilweise mit falschen Jahreszahlen): S. 1 bis Windhaag, S. 2 Kronstorf bis Linz 1864, Reise zur \"Tristan\"-Aufführung, S. 3 1865 Wagner, Linz bis Wien 1868, Nancy, London, 1875 Lektor, S. 4 ab 1885 Siegeszug, seit 1890 Unterstützung durch Freundeskreis,  ... über das phänomenale Orgelspiel und die  Improvisationskunst und -phantasie ...]  wer ihn schauen konnte, wie er, ein König der Töne, über alle Welt erhaben und Alles ihr Angehörende weit unter sich, ganz seinen Verzückungen sich hingab, der weiß wohl , was Bruckner ist, der hat ihn kennen gelernt.\r\n                  (Schluß folgt.)\" (b).\r\nEr enthält auch [in der 2. Hälfte, am 15.12.1891] den Text von Karl Kerschbaums Gedicht »An Meister Bruckner« [vgl. 15.4.1886] (c).\nEine Annonce in der Deutschen Zeitung Nr. 7167 auf S. 12 macht auf die Aufführung des »Te deum« am 20.12.1891 aufmerksam:\r\n\"Grosser Musikvereins-Saal. / Sonntag den 20. December, Mittags ½1 Uhr: / Zweites Gesellschafts-Concert. / Dirigent: Herr Wilhelm Gericke. / Mitwirkende: Herr Hans Wessely, Violin=Virtuose. Herr Anton Schittenhelm, k. u.. k. Hof=Opernsänger. Der Singverein. Das Gesellschafts=Orchester. / PROGRAMM: / [... Ph. Em. Bach, J. S. Bach, Brahms, Schumann ...] 5. Bruckner: Te Deum, für Chor mit Soli, Orchester und Orgel. (II. Aufführung.) [... Eintrittskarten ...]\" (d).\nEin Inserat hierzu erscheint auch in der »Presse« Nr. 342 auf S. 11: \"[inhaltlich wie (d)] 5. Bruckner: Te Deum, für Chor mit Soli, Orchester und Orgel. (II. Aufführung.)\" (e)\nund in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 4096 auf S. 12:\r\n\"Gesellschaft der Musikfreunde. | Grosser Saal.\nSonntag den 20. December 1891, Mittags ½1 Uhr: | Zweites | Gesellschafts-Concert. | Dirigent: Herr Wilhelm Gericke. | Mitwirkende: Herr Hans Wessely, Violin-Virtuose. - Der Singverein. - Das Gesellschafts-Orchester. | PROGRAMM: | [... J. S. Bach, Brahms, Schumann ...] 4. Bruckner, Te Deum, für Chor mit Soli, Orchester und Orgel. (II. Aufführung.) [... Eintrittskarten ...] | Programme am Concerttage bei den Billeteuren. [...]\" (f).\nDie Neue Freie Presse Nr. 9806 meldet auf S. 8, daß bei Gutmann der vierhändige Klavierauszug der 4. Symphonie erschienen ist: \r\n   \"Neue Musikalien. (Bericht der k. u. k. Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus.) [...] Bruckner, Vierte Symphonie („Romantische”), vierhändige Bearbeitung. [...]\" (g1).\r\nEin Inserat auf S. 15 weist auf das Konzert vom 20.12.1891 (mit dem \"Te deum\") hin:\r\n   \"[...] - Zweites Gesellschafts-Concert.\r\nDirigent: Herr Wilhelm Gericke. Mitwirkende: Herr Hans Wessely, Violin-Virtuose. Herr Anton Schittenhelm, k. u. k. Hof Opernsänger. Der Singverein. Das Gesellschafts-Orchester.\r\nPROGRAMM: [...] 5. Bruckner: Te Deum, für Chor mit Soli, Orchester und Orgel (2. Aufführung) [...]\" (g2).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 49 berichtet auf S. 4 vom Kommers am 11.12.1891 (h) [Text folgt unten]\nund erwähnt auf S. 5 in der Kritik des Konzerts vom 29.11.1891, daß man mehr Wagner, Liszt und Bruckner aufführen solle:\r\n     \"[...] Es würde uns freuen, wenn dieser gewiß nationale Ausspruch der Gesellschaft der Musikfreunde als Leitstern für alle Aufführungen ihr leuchten würde, wir würden sicher weniger [...], dafür aber mehr von Wagner, Liszt und Bruckner zu hören bekommen. [...]\" (i).\nzu (h):\nDer Bruckner-Commers\r\n     Anläßlich der Ernennung des größten lebenden deutschen Tondichters Anton Bruckner zum Ehrendoctor der Wiener Universität veranstaltete der Wiener Akademische Gesangverein am Freitag den 11. d. im Sophiensaale einen Festcommers. [... anwesend: alle Wiener Burschenschaften und deutschnationalen Studentenvereine, Neuer Richard-Wagner-Verein, Wiener Akademischer Wagner-Verein, Professoren (Exner, Toula, Bendorf, Neumann), Reichsratsabgeordnete (Dötz, Dr. Steinwender, Dr. Fuß, Dr. Bareuther, Dr. Kindermann, Riegler, Kaiser, Hoffmann-Wellenhof, Pattai [erregte Missfallen]), Reimers, Rosa Papier, Göllerich. Auf dem Programm: Wagners \"An die Kunst\" mit neuem Text, orchesteriert von Rudolf Weinwurm, \"Germanenzug\", Chöre und weitere Orchesterstücke. Festrede Franz Schaumanns (launig, fast zu burschikos), Bruckners \"Hoch\" auf die Universität, Exners Erwiderung, Göllerich hatte keine Gelegenheit zu sprechen (hätte Schaumanns Rede ergänzt), Gedichtvortrag durch Reimer, Trinksprüche etc. von Höfler, K\nDie in Chicago erscheinende Zeitung The Inter Ocean Nr. 264 kündigt auf S. 20 in der 6. Spalte eine Aufführung des Quintetts an:\r\n\"                      MUSICAL MELANGE.\r\n[...]\r\n     Theodore Beresina next month will begin the fourth season of his string-quartet concerts, or cyclus of four evenings, where Anton Bruckner's famous quintet and several other interesting works will be played. The quartet is formed of: T. Beresina, first violin; N. Nurnberger, second violin; T. Fitzek, viola; A. Metzdorff, 'cello, who are all members of the Chicago Orchestra.\" (j).\r\n[Diese Aufführung konnte mit den Suchbegriffen Bruckner und Beresina für 1891/1892 noch nicht nachgewiesen werden.]\nIn einem Artikel über deutsche Komponisten stellt die St. Louis Post-Dispatch Nr. 127 auf S. 27 auch Bruckner vor (mit Abbildung):\r\n\"          POPULAR COMPOSERS.\r\nGERMAN MUSICIANS WHOSE WORKS ARE KNOWN HERE.\r\n[... Eduard Lassen (mit Abb.), Karl Goldmark (mit Abb.), Felix Draeseke, J. J. Abert, Wüllner, Alexander Winterberger (mit Abb.) ...].\r\n     Anton Bruckner is the successor of Sechter as Imperial organist of the Vienna Cathedral. His \"Te Deum,\" which was sung at the Pontifical Mass [1.12.1891], is one of the greatest works of its kind and was highly commented upon by Liszt and Wagner.\r\n[Abbildung (Halbprofil nach rechts), IKO deest].\r\n     Paul Geisler [...].\" [keine Signatur] (k).", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:26"}, {"ID": 189212135, "Datum": "13.12.1892, Dienstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen bringen Berichte über die gestrige Audienz und die Meldung, daß der Kaiser die Einladung zur Aufführung der 8. Symphonie angenommen: \n\n\n\nDeutsches Volksblatt Nr. 1418 auf S. 8:\n\"   – Der Componist Professor Dr. A. Bruckner und Hofcapellmeister Hans Richter\n hatten die Ehre, gestern von Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen zu werden. Se. Majestät geruhte die Einladung zu der am 18. d. M. im IV. philharmonischen \nConcert zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner \n(Sr. k. und k. Apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Josef I. gewidmet) in huldvollster Weise entgegenzunehmen und für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen in \nAussicht zu stellen.\" (*),\n\n\n\"Die Presse\" Nr. 345 auf S. 9 (die Rubrik ist datiert 12.12.1892):\n\"     [Audienzen.] Se. Majestät der Kaiser ertheilte heute Vormittags allgemeine Audienzen; es wurden unter Anderen empfangen: [...]; Vice=Hofcapellmeister Johann Richter, Professor Dr. Bruckner. Die beiden letzteren Herren unterbreiteten Sr. Majestät die Einladung zu der am 18. d. im vierten philharmonischen Concert zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner (Sr. k. und k. apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Josef I. gewidmet). Der Kaiser stellte für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen in Aussicht.\" (*a),\n\n\ndas Prager Abendblatt Nr. 283 (Prager Zeitung) auf S. 2f (die Rubrik ist datiert 12.12.1892):\n\"     Se. Majestät der Kaiser hat heute allgemeine Audienzen zu ertheilen geruht; es hatten unter Anderen die Ehre empfangen zu werden: \n[...]; Vice=Hofkapellmeister Johann Richter, Professor Dr. Bruckner. [... \"Deputazion aus der Bukowina\" ...] Hofkapellmeister Richter und Komponist Dr. Bruckner waren erschienen, um dem Monarchen die ehrerbietige Einladung zu \nder am 18. d. M. im vierten philharmonischen Konzerte zur ersten Aufführung \ngelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner (Sr. Majestät dem Kaiser Franz Joseph gewidmet) zu überbringen. Se. Majestät nahm die Einladung huldvoll entgegen und stellte für den\n Fall, als es die Zeit zuließe, Allerhöchstsein Erscheinen in Aussicht.\" (*b),\n\n\n\nFremdenblatt Nr. 345 auf S. 13:\n      \" – Der Komponist Professor A. Bruckner und Hofkapellmeister Dr. Hans Richter wurden gestern von Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen. Sr. Majestät nahm die Einladung zu der am 18. d. M. im vierten philharmonischen Konzerte zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner (Sr. k. und k. Apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Joseph I. gewidmet) in huldvollster Weise entgegen und stellte für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen in Aussicht.\" (**), Neue Freie Presse Nr. 10168 auf S. 6: \n\n\"          Theater= und Kunstnachrichten.\n                      Wien, 12. December.\n[...]\n     – Der Componist Professor A. Bruckner und Hof=Capellmeister Hanns Richter hatten die Ehre, heute vom Kaiser in Audienz empfangen zu werden. Der Monarch nahm die Einladung zu der am 18. d. im vierten Philharmonischen Concert zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner (dem Kaiser Franz Joseph I. gewidmet) in huldvollster Weise entgegen und stellte für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen in Aussicht.\" (***), \nNeues Wiener Tagblatt Nr. 345 auf S. 3:\n\"     * (Audienzen.) Der Kaiser ertheilte gestern Audienzen und wurden empfangen: [...]; Vice=Hofkapellmeister Johann Richter, \nProfessor Dr. Bruckner.\"\nund auf S. 6:\n\"     * Der Komponist Professor Dr. A. Bruckner und Hofkapellmeister Dr. Hans Richter wurden gestern vom Kaiser in Audienz empfangen. Der Kaiser nahm die Einladung zu der am 18. d. M. im philharmonischen Konzert zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner, dem Kaiser Franz Josef I. gewidmet, in huldvollster Weise entgegen und\n stellte für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen in \nAussicht.\" (°), \n\n »Das Vaterland« Nr. 345 auf S. 6:\n\"    – Der Componist Professor Dr. A. Bruckner und Hofcapellmeister Dr. Hans Richter hatten die Ehre, heute von Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen zu werden. Se. Majestät nahm die Einladung zu der am 18. d. M. im vierten Philharmonischen \nConcerte zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner \n(Sr. k. und k. apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Joseph I. gewidmet) in huldvollster Weise entgegen und\n stellte für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen in \nAussicht.\" (°°) \n\nund Wiener Tagblatt Nr. 345 auf S. 3:\n      \" * (Audienzen.) Der Kaiser hat gestern Vormittags Audienzen ertheilt; es wurden unter Anderen folgende Persönlichkeiten empfangen: [... es folgen 51 Namen ... zum Schluss:] Vize-Hofkapellmeister Johann Richter, Professor Dr. Bruckner.\"\n und S. 8:\n      \" * Der Komponist Professor A. Bruckner und Hofkapellmeister Hans Richter wurden gestern vom Kaiser in\n Audienz empfangen.Der Monarch nahm die Einladung zu der am 18. d. M. \nim vierten philharmonischen Konzert zur ersten Aufführung gelangenden \nSymphonie Nr. 8 von Bruckner, welches Tonstück - wie gemeldet - dem \nKaiser gewidmet ist, in huldvollster Weise entgegen und \nstellte für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen in \nAussicht.\" (°°°). \nHinweis auf die Aufführung der 8. Symphonie am 18.12.1892 \n in der Deutschen Zeitung Nr. 7529 auf S. 8:\n \"     – Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnements=Concerte am Sonntag den 18. d., Mittags um halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale zur Erstaufführung: A. Bruckner, Symphonie in C-moll Nr. 8.\" (#) \n\n und im Neuigkeits-Weltblatt Nr. 284 auf S. 10 (S. 2 des 3. Bogens):\n\"     Die Philharmoniker bringen in ihrem \nvierten Abonnementskonzerte am Sonntag, den 18. d. M., Mittags 12½\nUhr, im großen Musikvereinssaale zur ersten Aufführung: A. Bruckner:\nSymphonie in C-moll Nr. 8 (Sr. Maj. dem Kaiser gewidmet).\" (##).\nAlbumblatt \"Dr ABrucknermp [/] 13.12. [/] 892.\" [die Rückseite ist nicht bedruckt und beschrieben] (###).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189312135, "Datum": "13.12.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel über Bruckners Orgelimprovisation 1869 (nicht 1859) (signiert »A.«) im »Vaterland« Nr. 344 auf S. 1 [siehe die Anmerkung]:\n» FZM. Graf Huyn und Anton Bruckner.\r\n     Ein Besuch Budapests ließ mich den als Erziehungsleiter Sr. k. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Ladislaus dort wirkenden Oberstlieutenant von Himmel begegnen. Wir besprachen mancherlei Verhältnisse Wiens – auch die musikalischen – und es freute mich, auf die steigende Bedeutung und die Stellung hinzuweisen, die Bruckner nach so vielen und schweren Kämpfen endlich doch errungen!\n     \"Ich nehme den innigsten Antheil an jedem Erfolge Bruckner's,\" antwortete Oberstlieutenant v. Himmel, \"und dies umsomehr, da ich seinerzeit zum Zeugen eines bedeutungsvollen Momentes im Leben Bruckner's berufen war. Als ich im Jahre 1869 [!] zu Linz dem Generalstabe des verewigten FZM. Grafen Huyn angehörte, lud mich eines Tages mein gütiger Chef ein, ihn und seine Familie zu einer privaten Production des Domorganisten Bruckner zu geleiten. 'Ich glaube, Ihnen versprechen zu können, daß Sie da Bedeutendes, jedenfalls weit mehr als Gewöhnliches hören werden', sagte Graf Huyn, und wie ich dessen Vorsicht im Urtheilen kannte, durfte ich mit aller Sicherheit einer genußvollen Stunde entgegensehen.\n     Im Chore der alten Domkirche [... Text komplett (allerdings mit orthographischen \"Korrekturen\") bei 34/126-128 ...], 'das ist ein großer Geist, dessen Offenbarungen wir soeben gelauscht!'\r\n     Und oft besprachen wir dann in den nächsten Tagen die Zukunft Bruckner's. Graf Huyn, immer bereit Talente zu unterstützen, wollte auch in diesem Falle des bescheidenen Künstlers sich annehmen; aber die Individualität Bruckner's bereitete dem edlen Grafen viele Sorge [... Text wie bei 34/129 ...] Bis zu seinem Ende war Graf Huyn ein treuer Gönner und Verehrer Bruckner's!\"\n                                    A. « (*).\n \nIn der Linzer Tages-Post Nr. 284 wirbt ein Inserat auf S. 6 für das Album mit dem \"Vexilla regis\":\n\"Als Weihnachtsgeschenke\n     besonders empfehlenswert:\nAlbum der Wiener Meister. 14 Stücke und Lieder für Pianoforte, 2händig, von Brahms, Bruckner, Fuchs, Goldmark, Millöcker, Strauß, Ziehrer etc. etc. 71 Seiten eleg. ausgestellt. Nur fl. 1 s. Zusendung.\nFamilien=Bücherschatz. [...]\nC. Schuh, Buchhandlung, Wien, X., Himbergerstraße Nr. 37.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 11:29"}, {"ID": 189412135, "Datum": "13.12.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Laut einer [inzwischen wieder überholten?] Meldung des Alpen-Boten Nr. 99 auf S. 6 hat sich Bruckners Gesundheitszustand verschlechtert:\r\n\"                Verschiedenes.\r\n     (Dr. Anton Bruckner.) Ueber das Befinden unseres berühmten Landsmannes, der erst kürzlich wieder in Wien künstlerische Triumphe feierte, kommen leider von dort recht trübe Nachrichten. Die Aufregung, welche für den greisen Compositeur mit der jüngsten Aufführung seines der Philharmoniker verbunden war und der er persönlich beiwohnte [2. Symphonie am 25.11.1894], scheinen auf seinen Gesundheitszustand sehr ungünstig eingewirkt zu haben, denn es wird uns mitgetheilt, daß Bruckner gegenwärtig schwer krank ist. \" (*).\nDeutsche Zeitung Nr. 8246 auf S. 7 (**) und Neue Freie Presse Nr. 10886 auf S. 7 (***) kündigen das Konzert vom 19.12.1894 (mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90]) an.\n(**) Deutsche Zeitung:\r\n\"     – Das erste diesjährige Concert des Wiener Männergesangvereines findet am Mittwoch den 19. d., um halb 8 Uhr Abends, im großen Musikvereinssaale unter der  Leitung des Vereinschormeisters Eduard Kremser statt. Zur Aufführung gelangen Neuheiten von J. V. v. Wöß, A. Kauders und Ed. Kremser, dann Chöre von A. Rubinstein, Fr. Schubert, A. Bruckner, Frank van der Stucken, J. Mendelssohn, E. S. Engelsberg und M. J. Beer. Ihre Mitwirkung haben zugesagt die Concertsängerin Frau Charlotte Barensfeld und die Claviervirtuosin Fräulein M. Unschuld v. Melasfeld. [... Kartenverkauf ...].\" (**). \n(***) Neue Freie Presse:\r\n   \" [Wiener Männergesang=Verein.] Am 19. d. M., Abends ½8 Uhr, veranstaltet der Wiener Männergesang=Verein unter Leitung des Chormeisters Herrn Eduard Kremser im großen Musikvereinssaale das erste Concert in dieser Saison. Zur Aufführung gelangen: [...], „Um Mitternacht” von Anton Bruckner, [...]. Ferner wird das Programm auch Vorträge der Sängerin Frau Charlotte Barensfeld und der Pianistin Fräulein M. Unschuld v. Melasfeld enthalten.\"(***).\nA. Kauders erwähnt in seiner Besprechung des 3. Philharmonischen Konzerts [am 9.12.1894] im Neuen Wiener Journal Nr. 409 auf S. 5f Bruckner:\r\n\"                     Concerte.\r\n     Das Programm des dritten Philharmonischen Concertes bot gerade das richtige musikalische Menu für Leute, die sich vor Tisch nicht sonderlich aufregen und nicht geistig strapaziren wollen sondern nur den Appetit durch einstündiges Verweilen in einer wohlig klingenden Atmosphäre anzuregen lieben. Das Finale einer Bruckner=Symphonie vermag mit allen Orchestergewalten das Geknurre der p. t. Magen nicht zu übertönen; aber bei dem Allegro gracioso der Schumann'schen Ersten, dieses Champagners unter den Symphonien, überkommt es die erheiterten Gemüther wie Ahnung opulenter Tafelgenüsse, deren Freuden durch die kurze Verzögerung nur gehoben werden. [... nur in Wien: kunstfeindliche Mittagsstunde ... über dieses und weitere Konzerte ...]                a. k.\" (°).\nAuf Seite 10 erscheint wieder der Hinweis auf das Konzert vom 21.12.1894: \"     Musikvereins-Säle.\r\n               Repertoir:\r\nDonnerstag, 13.: [...]\r\nFreitag, 21.: Bruckner-Conc. (WagnerV.) gr. S.\r\nSamstag, 22.: [... bis 30.12.1894 ...]\" (°°).\nDie Anekdote über die Audienz bei Kaiser Franz Joseph erscheint auch im Melbourne Punch (Victoria, Australia) auf S. 7:\r\n\"           THEATRICAL GOSSIP.\r\n[...]\r\n   — A charming view of the functions of Royalty is that given in a story told of tbe famous composer, Anton Bruckner, who was seventy the other day. He is a very simple old gentleman, and when the Emperor of Austria asked whether he could not do him any favour by way of birthday present, Herr Bruckner at once replied — \"Please, your Majesty, tell Dr. Hauslick [sic] not to criticise my music so severely.\"  \" (°°°).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 23:05"}, {"ID": 189512135, "Datum": "13.12.1895, Freitag", "Haupttext": "Das Dresdner Journal Nr. 290 schreibt auf S. 2199 über die bevorstehende Aufführung der 8. Symphonie [am 18.12.1895]:\r\n\"     – Man macht außerordentlich viel Aufhebens mit Bruckners C-moll=Symphonie und läuft dadurch Gefahr, die Erwartungen übermäßig anzuspannen. So wird uns heute mitgeteilt: „Anläßlich der bevorstehenden Aufführung von Anton Bruckners 8. Symphonie im 2. Nicodé=Orchesterabend (18 Dezember) erscheint eine, speziell für diese Gelegenheit hergestellte „Bruckner=Zeitung\", welche von allen Freunden und Verehrern des Wiener Meisters von Montag an kostenlos in den Musikalienhandlungen von H. Bock (Pragerstraße) und von C. A. Klemm (Augustusstraße) entnommen werden kann. Außer der Analyse der achten Symphonie, hat die „Bruckner=Zeitung\" eine ausführliche Biographie, sowie bemerkenswerte Daten und Züge aus dem Leben Bruckners &amp;c. zum Inhalte; sie dürfte später eine willkommene Erinnerung an die Aufführung sein.“", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:41"}, {"ID": 189612135, "Datum": "13.12.1896, Sonntag", "Haupttext": "Der Alpen-Bote Nr. 100 veröffentlicht auf S. 3f eine Liste der für das Bruckner-Denkmal (= Votivfenster) eingegangenen Spenden, darunter von Eduard Werndl, Emil Haas, Rudolf Weinwurm, Verlag Rebay &amp; Robitschek, Liederkranz Grein.\r\n\"              Eingesendet.\r\n                 I. Ausweis\r\nüber die für das Bruckner=Denkmal in Steyr subscribierten Beträge, und zwar von P. T.:\r\n     Eduard Werndl, Realitätenbesitzer 50 fl.,   Joh. Wimhölzel, Reichsraths=Abgeordneter, Linz 10 fl.   Julius Reschauer, Sparcasse=Cassier 10 fl.   Dr. Josef Wolf, Advocat, Linz 5 fl.   M. Singer, Pfarrer in Raab 5 fl.   Emil Haas, Buchdrucker=Besitzer 5 fl.   Rudolf Weinwurm, Professor in Wien 5 fl.   Rebay und Robitschek, Musikverleger, Wien 5 fl.   Johann Hansel, Oberwerkführer 6 fl.   Dr. Johann Mayböck, Regens in Linz 3 fl.   Franz Braun, Werkmeister 3 fl.   Franz Hannl, Cooperator in Waizenkirchen 2 fl.   Josef Feigl, Hotelier 2 fl.   Hans Paarfusser, städt. Hauptcassier 2 fl.   Therese Halbmeyr, Private 1 fl.   Dr. Stefan v. Puchy, Arzt 1 fl.   Adolf Schmuckenschläger, Theologie=Professor in Linz 1 fl.   Josef Nowak, Werkmeister 1 fl.   Josef Ropelato, Buchhalter 1 fl.   Matthias Woldrich, Steinmetzmeister 2 fl.   Karl Molinari in Innsbruck 1 fl.   J. Latzelsberger, Chordirector, Wien 1 fl.   Männergesang=Verein Ebreichsdorf, Niederösterreich 3 fl.   Liedertafel Arbesbach 4 fl. 50 kr.   Liederkranz Grein 5 fl.   Franz Haslehner, Pfarrer, Frankenburg 1 fl.   Franz Schimke, Cooperator, Frankenburg 1 fl.    Alfons Berger, Oberlehrer, Frankenburg 1 fl.   Fritz Brandl, Organist, Frankenburg 1 fl.   L. Heindl, Bürgermeister, Mauthausen 2 fl.   J. Asanger, Mauthausen 1 fl.   C. Ausserer, Mauthausen 1 fl.   J. Oßberger, Mauthausen 1 fl.   J. Salzbauer, Mauthausen 1 fl.   C. Thurner, Mauthausen 1 fl.   Lehrerschaft in der Wehrgrabenschule Steyr 6 fl. 80 kr.   Josef Puchner, Weißwarenhändler 50 kr.   C. L. und J. J., Steyr 10 fl. – Gesammt=Summe 162 fl. 80 kr.\r\n     Steyr, am 11. December 1896.\r\n                     Für das Comité:\r\n          Der Cassier: Franz Bayer, regens chori.\" (*).\nDie Münchner Musikalischen Nachrichten teilen mit, daß am 16.11.1896 Dr. Reisch, bei der Zusammenstellung unterstützt von Josef Schalk und Löwe, die Brucknerschen Originalmanuskripte an Hofrat Zeissberg von der Hofbibliothek übergeben hat (**).\nBrief von Philipp Weber von Ebenhof an Theodor Altwirth, der auf Bitten Emil Finks einen Partezettel Bruckners besorgt hat [vgl. 7.12.1896 und die Anmerkung] (***).\nDie Neue Musikalische Presse Nr. 50 informiert auf S. 9 über das Steyrer Denkmal-Projekt, für das Franz Bayer Spenden entgegennehme:\r\n\"        Vermischtes.\r\n[...]\r\n     *  Das Comité, welches sich zur Stiftung eines Votivfensters für Anton Bruckner in Steyr (Ob.-Oe.) gebildet hat, sendet uns einen Aufruf, dem wir Folgendes entnehmen: \"Geleitet von dem Bestreben nun, das Andenken an Dr. Bruckner und an seinen Aufenthalt in Steyr dauernd und würdig zu ehren, hegt man die Absicht, dem grossen Todten ein Denkmal in dieser Stadt zu errichten, und man glaubt dies am besten zu erreichen durch Schaffung eines Votivfensters in der dortigen Stadtpfarrkirche. Sollte die zur Herstellung eines solchen Votivfensters nöthige Summe, welche sich auf circa 6000 fl. stellen dürfte, nicht aufgebracht werden können, so würde eine andere Form des Denkmals gewählt werden. Spenden zu diesem Zwecke nimmt Herr Franz Bayer, Regenschori und Chormeister des Männergesangvereines \"Kränzchen\" in Steyr entgegen.\" (°).\nDie Neue Freie Presse Nr. 11605 berichtet auf S. 8 von der Aufführung der 4. Symphonie in Prag [9.12.1896]:\r\n»    – Aus Prag wird uns berichtet: Im ersten Philharmonischen Concert gelangte von den jüngst verstorbenen Componisten Anton Bruckner und Johann Ev. Habert (einem gebürtigen Deutschböhmen) je eine Orchester=Composition zur Aufführung: von Bruckner die vierte (romantische) Symphonie, von Habert eine Suite. Die Symphonie übte einen mächtigen Eindruck durch die Großartigkeit ihrer Gedanken und ihr glanzvolles Colorit. Gegenüber diesem Werke eines der vor= und fortgeschrittensten Meister der modernen Kunst trat die Suite, die sich an alte Formen klammert, mehr in den Hintergrund. Die Aufführung wurde von dem ersten Capellmeister, Herrn Franz Schalk, mit eindringlichem Verständnisse geleitet; in der Bruckner'schen Symphonie kamen Construction und Ausdruck zu geradezu vollendeter plastischer Darstellung. Das Orchester des Deutschen Theaters wurde förmlich auf ein höheres Niveau gehoben. [...]« [keine Signatur] (°°).\nDie Wiener Zeitung Nr. 289 kündigt auf S. 6 das Konzert des Wiener Männergesangvereins [am 16.12.1896] mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] an:\r\n\"     (Wiener Männergesangverein.) Das erste diesjährige Concert des Wiener Männergesangvereines bringt u. A. den Chor Bruckners „Um Mitternacht\" und „Die Schneewurz\" von Wilhelm Kienzl, dann den 33. Psalm von Karl Loewe und an Neuheiten „Beim Gewitter\" von Arnold Krug und „Einsam\" von Ottomar Neubner.\" (°°°).\nDas Konzert vom 6.12.1896 wird im Grazer Volksblatt Nr. 286 auf S. 6 besprochen (signiert \"-sdl-\" [Seydler]):\r\n\"Concert des Deutschen akademischen Gesangvereines.*\r\n[Fußnote: Verspätet wegen Erkrankung des Musikreferenten]\r\n     Das heurige Concert der wackeren akademischen Sängerschar gehört zu den besten der letzteren Jahre; Herr Victor Zack wurde in seinem ernsten, zielbewussten Streben als Dirigent diesmal durch ganz besonders schönes Stimmenmaterial und, wie es scheint, durch entgegenkommenden Fleiß der Mitglieder unterstützt.\r\n     Das Programm brachte diesmal interessante Neuigkeiten, darunter einen Chor mit Tenorsolo, 'Träumen und Wachen', vom seligen Bruckner. Der kühne Symphoniker verleugnet auch im knappen Namen [sic] des Männerchors nicht seine Eigenart, durch überraschende harmonische Wendungen zu glänzen.\r\n     Die bedeutendste Neuigkeit ist wohl Friedrich Hegars 'In den Alpen'. [... die weiteren Werke ...].\r\n     Die Soli in den einzelnen Chören wurden von den Herren Schuller (Baryton) und Hans Copony (Tenor) recht verdienstvoll gesungen. Letzterer, ein Schüler der ausgezeichneten Gesangsschule  Kraemer=Widl, sang außerdem Lieder von Weinzierl, Schön und Jensen. [... erwähnt: Pianist Fischer, Ida Jakesch, Magda Eizinger ...].\r\n     Nicht unerwähnt lassen dürfen wir die tüchtige Orchesterbegleitung der Musikkapelle des Infanterieregimentes Graf Khevenhüller.         -sdl- \" (#).\nÜber das Projekt eines Bruckner-Zimmers informiert das Neue Wiener Tagblatt Nr. 343 auf S. 6:\r\n\"     * (Erinnerung an Franz Bruckner.) [sic! Vgl. Reichspost vom 15.12.1896] Gleich nach dem Ableben des Componisten Bruckner wurde von Seite des Testamentsvollstrecker, des Gemeinderaths Dr. Reisch, die Anregung gegeben, im historischen Museum der Stadt Wien ein Bruckner=Zimmer einzurichten, ähnlich dem Grillparzer=Zimmer, in welchem die Hinterlassenschaft Bruckner's, sein Clavier, nachgelassene Handschriften, Orgelpartituren, Porträts, werthvolle Stücke des Mobiliars etc. aufzubewahren wären. Wie wir nun hören, wurde diese Anregung im Rathhause abgelehnt, und zwar wegen Raummangels, dagegen hat sich das Landesmuseum in Linz bereit erklärt, ein solches Bruckner=Zimmer zu schaffen, falls ihr der bezügliche Nachlaß überantwortet wird. Es ist gewiß bedauerlich, daß das städtische Museum damit um eine werthvolle Bereicherung kommt. [... der frühere Bgm. Dr. Prix hatte zu Recht ein städtisches Museumsgebäude angeregt ...], da man ja nicht plötzlich aufhören kann, zu sammeln.\" (##).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 288 berichtet auf S. 3 von der Lehrerversammlung am 5.12.1896:\r\n\"     (Zweiglehrerverein Eferding=Aschach.) Der genannte Zweigverein des Oberösterreichischen Lehrervereines hielt am Samstag den 5. d. M. im Schulhause zu Eferding die erste Conferenz des neuen Vereinsjahres ab. Vorstand Herr Oberlehrer Weinzierl von Aschach hieß die zahlreich Erschienenen herzlich willkommen [... diverse TOPs ...]. Im weiteren widmete der Vorstand dem ehemaligen Collegen, Schulgehilfen der damaligen Zeit, Dr. Anton Bruckner, dem späteren Tondichter und Meister der Orgel, einen warmen Nachruf. Die Versammlung erhob sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen. [... erwähnt: Karl Krejci und Arnberger †, Deinhammer, Schwammel, Plaichinger, als Anwesende Schriftführer Czap, Cassier Reisser, Piemann, Nadler [Radler?], F. Edelhart, Brunnmeyer (Vortrag \"Das Turnen in der Volksschule\"), Kagermüller ...].\" (###).", "Letzte Änderung": "08.01.2026 16:58"}, {"ID": 189712135, "Datum": "13.12.1897, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Neuesten Nachrichten Nr. 162 berichten auf S. 6, signiert \"St.\":\r\n\"     Josef Tautenhayn jun., der echte Erbe des berühmten Vaternamens, hat kürzlich eine Medaille auf Anton Bruckner, unsern unsterblichen Symphoniker geschaffen, welche im Verlage des Akademischen Gesangvereines zu haben ist. Sie ist mit einer solchen Pietät für die unvergeßlichen Züge des Meisters, mit einer solchen Feinheit und Kraft der Technik behandelt, dass sie der Tüchtigkeit des jungen Künstlers das beste Zeugnis ausstellt und die wärmste Empfehlung verdient.             St.\"", "Letzte Änderung": "01.09.2026 15:20"}, {"ID": 189812135, "Datum": "13.12.1898, Dienstag", "Haupttext": "Artikel im Wiener Tagblatt über das Linzer Konzert am 27.11.1898 mit der 2. Symphonie (mit Veröffentlichung von Wagners Brief vom 31.1.1868) (*).\nAuf das Konzert vom 17.12.1898 (mit dem Chor \"Abendhimmel\") machen\r\ndie Ostdeutsche Rundschau Nr. 344 auf S. 6f (**)\r\nund die Wiener Allgemeine Zeitung aufmerksam (***).", "Letzte Änderung": "25.11.2024 22:48"}, {"ID": 190012135, "Datum": "13.12.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Die Wiener Allgemeine Zeitung bespricht zwei Konzerte des Neuen Philharmonischen Orchesters unter Löwe, darunter jenes mit der 4. Symphonie [am 20.11.1900].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190112135, "Datum": "13.12.1901, Freitag", "Haupttext": "Nochmaliger Hinweis auf das heutige Konzert in der Deutschen Zeitung (*),\r\nder Reichspost Nr. 286 auf S. 10 (*a)\r\nund im Wiener Abendblatt Nr. 342 auf S. 3 (*b).\n\r\nErste ungekürzte Aufführung der 6. Symphonie in Wien durch das Orchester des Wiener Konzert-Vereins unter Göllerich in einem Konzert zum Besten der Deutsch-Österreichischen Schriftsteller-Genossenschaft (**).\r\nBei den anderen Programmnummern wirken mit die Sängerin Frances Saville und die Geigerin Marie von Stubenrauch, der Wiener Schubertbund unter Adolf Kirchl und der Pianist Foll (***). Das Konzert dauert ca. 3 Stunden; die Erläuterungen im Programmheft waren von Göllerich verfasst (°).\n\r\nAufführung der 7. Symphonie unter M. Spörr in Graz (°°).\r\nVermutlich besucht Paula Rotter [Paula Peters] dieses Konzert (°°°).\n\r\nIn der Deutschen Zeitung findet sich auch ein Hinweis auf die Aufführung des \"Te deum\"  am 10.3.1901 [tatsächlich am 13.3.1902] (#).\r\nDieses Konzert wird (mit dem Datum 10.3.1902) auch vom Fremdenblatt Nr. 342 (Morgenblatt) auf S. 10 (##)\r\nund vom Neuen Wiener Journal Nr. 2923 auf S. 4 angekündigt (###).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 12:46"}, {"ID": 190212135, "Datum": "13.12.1902, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert in The Philadelphia Inquirer Nr. 166 [irrig gedruckt Nr. 165] auf S. 8:\r\n\"               THE MUSICAL SEASON\r\nFifth Concert of the Philadelphia Orchestra–An Organ Recital\n     The Philadelphia Orchestra will give its fifth concert for the current season at the Academy of Music this evening, under the direction of Mr. Fritz Scheel, when the program will comprise a symphony by Bruchner [sic] in C minor No 2, which has not until yesterday been heard in this city; [... Borodin, Goldmark ...]. Mr. Gabrilowitsch will be the soloist and will play Chopin's concerto or the pianoforte in E minor.\" (*).\n \nAuf Seite 9 aktualisierte Wiederholung des gestrigen Inserats:\r\n\"                  AMUSEMENTS\n[...]\nPHILADELPHIA ORCHESTRA | FRITZ SCHEEL Conductor. | ACADEMY OF MUSIC | TO-NIGHT | Solist, OSSIP GABRILOWITSCH, Pianist | Seats at Heppe's, 1115 Chestnut st.\" (*a).\n\n \nAufführung der 2. Symphonie durch das Philadelphia Orchestra unter Fritz Scheel im 5. Konzert in der Academy of Music. Außerdem erklingen Werke von Chopin (mit Ossip Gabrilowitsch), Borodin und Goldmark (**).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 12:01"}, {"ID": 190512135, "Datum": "13.12.1905, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung des gestrigen Konzerts in The Boston Globe Nr. 166 auf S. 2:\n\"             BOSTON CECILIA SOCIETY.\nBruckner's \"Grand Te Deum\" Given for the First Time Here–Notable Soloists Assist the Chorus.\n     The 20th season of the Cecilia society was opened in Symphony hall last evening under Mr Lang's direction, the choral body having the assistance of the following soloists: Mrs Corinne Rider-Kelsey, Mrs Bertha Cushing-Child, Miss Lilla Ormond. Ellison Van Hoose, Stephen Townsend and Charles Delmont. An audience of goodly proportions and lacking much enthusiasm listened to the following selections: Bruckner's \"Grand Te Deum.\", Debussy's \"Blessed Damozel,\" and \"Hiawatha,\" music by S. Coleridge-Taylor.\n     Mr Lang should be well satisfied with the general result obtained by his chorus last evening, for the members sang with commendable spirit and responded promptly in attack, shadings and tempo, as required by the conductor. The tenors were hardly able to hold their own at times with the other choirs of th chorus, but aside from that, the choral work was highly satisfactory.\n     The Bruckner \"Te Deum,\" which was sung in Latin, revealed a composition of great impressiveness written in the usual canonical form with here and there a touch of the operatic style in the four-part choruses. It is richly scored and contains an odd effect several times repeated where the chorus sings with the orchestra, introducing a lot of reiterated notes in staccato. The climax of the piece is splendidly developed. The quartet, Mrs Kelsey, Miss Ormond, Mr Van Hoose and Mr Delmont, sustained their share of the performance effectiveness, their voices harmonized well. The work was given for the first time in this city.\n     In the Debussy number [... Solisten, \"Hiawatha\" ...]. The orchestra, especially in the \"Te Deum,\" gave efficient aid.\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "08.05.2023 22:11"}, {"ID": 190712135, "Datum": "13.12.1907, Freitag", "Haupttext": "Erstaufführung der 8. Symphonie durch die Hofkapelle unter Schuch in Dresden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190812135, "Datum": "13.12.1908, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Max Auer \"Anton Bruckner\" in der Unterhaltungsbeilage der Linzer Tages-Post (*).\n \nAnkündigung des Konzerts vom 20.12.1908 mit der 8. Symphonie in der Linzer Tages-Post Nr. 287 auf S. 5 (**).", "Letzte Änderung": "10.01.2026 23:35"}, {"ID": 191112135, "Datum": "13.12.1911, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der 5. Symphonie für den 14./15.12.1911 in The Standard Union Nr. 164 (Brooklyn, New York) auf S. 10:\n\"           MUSICAL NOTES.\n\n     Mme. Nordica will be soloist at the concerts of the Philharmonic Society to-morrow night and Friday afternoon at Carnegie Hall, Manhattan, singing the immolation scene from \"Gotterdammerung\" and a group of songs with piano. The orchestra, under Josef Stransky, will play the Bruckner fifth symphony and the Beethoven \"Overture Leonore No. 3.\"  \" (*).\n\n\nNahezu gleichlautend, aber mit irriger Datierung, The Brooklyn Daily Eagle Nr. 344 auf S. 14:\n\"                    Musical Moments\n\n[...]\n     Mme. Nordica will be soloist at the concerts of the Philharmonic \nSociety tonight and tomorrow afternoon, singing the immolation scene from \"Gotterdammerung\" and a \ngroup of songs with piano. The orchestra, under Josef Stransky, will \nplay the Bruckner \"Fifth Symphony\" and the Beethoven \"Overture Leonore No.\n 3.\"  \" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191212135, "Datum": "13.12.1912, Montag", "Haupttext": "Kritik zur 7. Symphonie in Stuttgart im Neuen Tagblatt, Stuttgart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191312135, "Datum": "13.12.1913, Samstag", "Haupttext": "Obwohl einen ortsansässigen Autor betreffend, kommt die Besprechung seines Buches in The Philadelphia Inquirer Nr. 166 auf S. 13 als vierte (erstmals am 8.11.1913):\n\"       MORE SYMPHONIES AND THEIR MEANING\nA Third Book of Commentations on Orchestral Compositions by Well-Known Writer\nMR. PHILIP H. GOEPP, the well-known local writer on musical topics and perhaps most widely known as the author of the weekly comments on the programs of the Philadelphia Orchestra, has just added to his former two volumes on \"Symphonies and Their Meaning,\" a third which is simply a continuation of the same  method by which he takes up the best known works of this art-form and reveals them to the public in so far as is possibvle within the brief space allotted to each. [...]. The openbing chapters deal with Berlioz and Liszt [... weitere fünf Namen ...]. Tschaikowsk is represented by three symphonies and the neo-Russians by four more. Bruckner, Wolff, Mahler and Richard Strauss are represented by works on which the author has not heretofore commented. These commentaries have been so helpful to the concert-goer that it is certain that the volume contained so vast an amount of music lore, of biographical, historical lore, as well as apt critical comment, will be wanted by a large share of music-lovers of this vicinity. Published by the J. B. Lippincott Co.\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192012135, "Datum": "13.12.1920, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Franz Schalk in einem Populären Konzert in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192112135, "Datum": "13.12.1921, Dienstag", "Haupttext": "Peter Marini bespricht - durchaus kritisch - in den Innsbrucker Nachrichten Nr. 283 auf S. 4 das Konzert vom 10.12.1921 (mit dem Chor \"Mitternacht\" (WAB 80) (Bruckners \"Die Blumen glühn...\") (*).\nAuf derselben Seite wird Bruckner in einer mit \".ü...\" signierten Kritik des Festkonzerts der Musikerverbindung Innsbruck unter Martin Spörr erwähnt (**).\n\n\nAufführung von \"Helgoland\" durch das Wiener Sinfonieorchester und den Wiener Männergesangverein unter Karl Luze im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solistin in der Alt-Rhapsodie von Brahms ist Rosette Andy (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192312135, "Datum": "13.12.1923, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des Scherzos der 4. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Bergen unter Johann Ludwig Mowinckel.", "Letzte Änderung": "24.08.2025 07:25"}, {"ID": 192412135, "Datum": "13.12.1924, Samstag", "Haupttext": "Das Linzer Wochenblatt Nr. 50 schreibt, dass anlässlich der Bruckner-Aufführungen [prov. WAB 86] in Krummau [siehe dazu 29.7.1884] eine Episode von 1884 bekannt wurde. Demnach habe Bruckner nach den Bayreuther Festspielen in Budweis Station gemacht und sei von Chormeister Sauer um ein Orgelspiel gebeten worden. Der alte Blasebalgtreter (Eberhard) sei aber seiner Aufgabe nicht gerecht geworden und habe entschuldigend gemeint: \"Der Herr Bruckner braucht aber viel Wind\" (*).\n \nIm Konzert des Wiener Lehrer a-capella-Chores unter Hans Wagner wird u. a. \"Trösterin Musik\" aufgeführt (**).\n \nBruckner-Feier des Gesang-, Orchester- und Theatervereins \"Harmonie\" in Pottschach (Obmann: Karl Heißenberger).\nEs erklingen der 1. Satz der 7. Symphonie für Klavier vierhändig (Ilse und Else Heißenberger), 2. bis 4. Satz des Quintetts (M. Schober, R. Strauß, J. Gölles, Dr. Heißenberger, Grillnhofer), das Adagio der 8. Symphonie für Klavier vierhändig, das Ave Maria [vermutlich WAB 7] (Else Heißenberger und Gölles, Harmonium), \"Im April\" (Dr. Heißenberger), Herbstlied und das Scherzo aus der 3. Symphonie (Else Sturm und Ilse Heißenberger) (***).\n \nDer Welser Anzeiger, Folge 50, berichtet auf S. 11f vom Festkonzert am 8.12.1924, signiert \"-r.\" (°).", "Letzte Änderung": "11.07.2024 06:13"}, {"ID": 192512135, "Datum": "13.12.1925, Sonntag", "Haupttext": "Ein Inserat in The Brooklyn Daily Eagle Nr. 344 auf S. 73 (= S. 7 des 5. Teils) kündigt die Aufführung der 2. Symphonie für den 17./18.12.1925 an:\n\"[...] M. [sic] Bruckner: Second Symphony [...]\"  (*).\n \nIn der Konzertvorschau auf Seite 72 werden diese Aufführungen ebenfalls erwähnt (**).\n \nBuchbesprechung \"Bruckner von Ernst Kurth\", signiert \"H. G. F.\", in Kunst und Leben, Beilage der Essener Volkszeitung (***).\n \nArtikel \"Ernst Kurths \"Bruckner\". Neue Wege der Musikwissenschaft\", signiert \"st.\", in der Thüringer Allgemeinen Zeitung (Erfurt) (°).\n \nArtikel von Elsa Bienenfeld \"Bruckner und die Gegenwart\" im Wiener Journal (°°).\n \nArtikel von Leopold Schmidt \"Vom musikalischen Büchertisch. Ernst Kurth. Bruckner. 2 Bände\" im Berliner Tageblatt (°°°).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 07:36"}, {"ID": 192912135, "Datum": "13.12.1929, Freitag", "Haupttext": "Erste Veranstaltung der Wintersaison der neugegründeten Münchner Ortsgruppe der IBG im kleinen Odeonssaal.\r\nSiegmund von Hausegger spricht Begrüßungsworte, der Domchor unter Ludwig Berberich singt das »Ave Maria« [WAB 6] und das »Os justi«.\r\nDann Vortrag von Dr. Walter Courvoisier »über den Menschen und den Künstler Bruckner« [*].\r\nAbschließend Aufführung des Quintetts durch das Münchner Streichquartett (Jani Szanto, Felix Saupe, Philipp Haaß, Josef Disclez und Erich Waetzold).\r\nIn den Vorstand treten als neue Mitglieder Stadtbibliotheksdirektor Hans Ludwig Held und Dr. Willy Krienitz ein.", "Letzte Änderung": "02.11.2025 15:53"}, {"ID": 193312135, "Datum": "13.12.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie [?] unter Gaston Peellaert in einem Konzert des »Cercle Choral et Symphonique de Bruxelles« in Brüssel (*).\nDer Berliner Rundfunk (angeschlossen: Stettin, Magdeburg) überträgt von 21:00 bis 22:30 Uhr ein Konzert des Berliner Funkorchesters unter GMD Ernst Prätorius mit der 2. Symphonie. Dieses Konzert wird auch vom Norddeutschen Rundfunk (Hamburg, Hannover, Bremen, Flensburg, Kiel) ausgestrahlt (**).", "Letzte Änderung": "05.04.2026 09:28"}, {"ID": 193712135, "Datum": "13.12.1937, Montag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch das Städtische Orchester Trier, den Trierer Gesangverein, den Theaterchor und die Solisten Ruth Krüger, Grete Nies, Hans Trautner und Heinrich Hölzlin unter J. Neher in der Treviris in Trier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193812135, "Datum": "13.12.1938, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie (Originalfassung) unter René Matthes [in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 14.12.1938.", "Letzte Änderung": "07.01.2026 08:21"}, {"ID": 194012135, "Datum": "13.12.1940, Freitag", "Haupttext": "Schriftstück [?] des Propagandaministeriums (im Rahmen der Versuche, auch der Deutschen Bruckner-Gesellschaft, von Alma Mahler-Werfel das Autograph der 3. Symphonie zu erhalten [vgl. 4.5.1939 und 11.2.1941] (*).\r\n[Dasselbe Dokument gemeint?] [Brief von Fr. Werner an Heinz Drewes]\r\n   Alma Mahler-Werfel sei noch immer verkaufsbereit. Sie erwarte die Anweisung des Betrages in englischen Pfund oder in Dollar in New York. Randbemerkung von Drewes: »Alles sehr schön, aber woher kommen die Devisen?« (**).\nAufführung der 4. Symphonie (Originalfassung) unter Franz Konwitschny im 6. Freitags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 19 Uhr. Auf dem Programm stehen vor der Pause Werke von W. Abendroth (Bratschenkonzert mit Fritz Lang) und Beethoven (c-Moll-Klavierkonzert mit Eduard Erdmann) (***).", "Letzte Änderung": "28.11.2025 11:41"}, {"ID": 194412135, "Datum": "13.12.1944, Mittwoch", "Haupttext": "Programmsitzung des Rundfunks [in Berlin?]. [In dieser Sitzung?] Es kommt zur Sprache, daß Herbert von Karajan die technischen Mängel (u.a. Frequenzschwankungen) bei der Ausstrahlung bemängelt hat und Verbesserungsvorschläge vorlegte. Er wolle vorerst seine Aufnahme der 8. Symphonie [vgl. 12.10.1944] zur Ausstrahlung nicht freigeben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195212135, "Datum": "13.12.1952, Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Konzert des Aachener Domchores unter Rehmann in St. Severin in Paris (*).\nWegen der enthusiastischen Reaktion wird die Schlußfuge des \"Te deum\" wiederholt (**).\n \nDas Konzert in Paris war ursprünglich für den 21.6.1952 (mit f-Moll-Messe und \"Te deum\") vorgesehen (***)\nund dieses \"Bruckner-Fest\" später auf die Tage 19. - 22.12.1952 angesetzt worden (°).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:24"}, {"ID": 195812135, "Datum": "13.12.1958, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie unter Volkmar Andreae in Wien.", "Letzte Änderung": "08.01.2026 06:53"}, {"ID": 197612135, "Datum": "13.12.1976, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Karolos Trikolidis in Thessaloniki.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199012135, "Datum": "13.12.1990, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Karolos Trikolidis in Thessaloniki.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200112135, "Datum": "13.12.2001, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre durch die Sofioter Philharmonie unter Naiden Todorov [in Sofia?] (*).\n\n\nGünter Brosche notiert beim Autograph des 3. Satzes der 8. Symphonie (2. Fassung), dass die Handschrift von August bis Dezember 2001 durch das Institut für Restaurierung (W. Ruhm) restauriert (entsäuert) wurde (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194110137, "Datum": "13./14.10.1941, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (Originalfassung) durch das verstärkte Staatsorchester Bremen unter Hellmut Schnackenburg im 2. Philharmonischen Konzert der Philharmonischen Gesellschaft Bremen um 18 Uhr im großen Saal der \"Glocke\".\nVor der kurzen Pause steht J. S. Bachs 3. Brandenburgisches Konzert auf dem Programm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196610136, "Datum": "13./14.10.1966, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Bruckner-Orchester unter Kurt Wöss im Kaufmännischen Vereinshaus in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194311135, "Datum": "13./14.11.1943, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eugen Jochum in Den Haag bzw. Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199911136, "Datum": "13./14.11.1999, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Finales der 9. Symphonie nach der von John A. Phillips erarbeiteten Dokumentationspartitur und nach der Pause der übrigen drei Sätze durch die Wiener Symphoniker unter Nikolaus Harnoncourt in ihrem 2. Konzert der Saison im Musikvereinssaal in Wien  (*).\n[Vermutlich zu diesem Anlass] In der Schriftenreihe der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 12 (1999), Nr. 3 (November) erscheint auf S. 6-9 [?] ein Artikel von Herbert Vogg \"Bruckners unvollendeter Lobgesang. Zur Dokumentation des Finale-Fragments der Neuten Symphonie\" (**).\n \nBesprechungen erscheinen\nvon Heinz Rögl \"Keine Skizzen eines Altersschwachen. Nikolaus Harnoncourt präsentierte das Fragment des Finales von Bruckners Neunter\" in den Salzburger Nachrichten vom 15.11.1999 (***),\nReinhard Kager \"Im Angesicht des Todes. Nikolaus Harnoncourt dirigierte eine halbe Bruckner-Uraufführung\" in Der Standard vom 15.11.1999 (°),\nsigniert \"P. J.\" \"In der virtuosen Werkstatt\" im Kurier (Wien) (°°),\nFranz Zamazal \"Mit dem vierten Satz ein überwältigender Klangdom\" in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 15.11.1999 (°°°),\n(signiert \"mus\") \"In der Bruckner-Werkstatt. Nikolaus Harnoncourt und die Wiener Symphoniker gaben im Wiener Musikverein eine außergewöhnliche Lektion\" in Die Presse (Wien) vom 15.11.1999 auf S. 22 (#),\nvon Herbert Müller \"Erklärt und mißverstanden\" in der Wiener Zeitung (##),\nManfred Wagner \"Neues von großen Komponisten: Bruckner-Uraufführung im Wiener Musikverein\" in der ÖMZ Nr. 1/2 (###)\nund Eva Rieger \"Lehrstunde: Bruckners Neunte-Fragmente\" in der Neuen Musikzeitung (Februar 2000) (a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197201135, "Datum": "13./14.1.1972, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie (Linzer Fassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado in der Neuen Philharmonie in Berlin. Solistin in Bartoks drittem Konzert ist Annie Fischer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197901135, "Datum": "13./14.1.1979, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Carlo Maria Giulini in der Neuen Philharmonie in Berlin. Solist des Abends ist Maurizio Pollini.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199212135, "Datum": "13./14.12.1992, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Marc Andreae.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196901135, "Datum": "13./14./15.1.1969, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Günter Wand im 6. Gürzenich-Konzert in Köln. \nSolist in Beethovens Violinkonzert ist Wolfgang Schneiderhan.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198203135, "Datum": "13./14./15.3.1982, Samstag bis Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Zubin Mehta in der Neuen Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "19.11.2025 12:55"}, {"ID": 196306135, "Datum": "13./14./16.6.1963, Donnerstag/Freitag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Slowakische Philharmonie unter L'udovít Rajter in Pest'any (Pistyan/Pistian).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 192202135, "Datum": "13./14.2.1922, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und des »Te deum« durch das Städtische Orchester Trier, den Chor des Trierer Musikvereins und den Knabenchor des FWG und die Solisten Hilde Kamieth, Elisabeth Breuer, Carl Hauß und Hans Schönenberg unter Heinrich Knapstein in der Treviris beim Brucknerfest in Trier.", "Letzte Änderung": "21.10.2025 18:17"}, {"ID": 193502135, "Datum": "13./14.2.1935, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Peter Raabe im 5. Städtischen Konzert in Aachen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195802135, "Datum": "13./14.2.1958, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Joseph Keilberth im Saal der Hochschule für Musik in Berlin. Solistin des Abends ist die Pianistin Gerty Herzog.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196002136, "Datum": "13./14.2.1960, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch im 5. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "07.06.2026 18:58"}, {"ID": 198702135, "Datum": "13./14.2.1987, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« (nach Mozarts Requiem) durch die Berliner Philharmoniker, den Rundfunkchor Stockholm, den Stockholmer Kammerchor, den RIAS Kammerchor, die Solisten Patricia Pace, Waltraud Meier, Frank Lopardo, James Morris und den Organisten Wolfgang Meyer unter Riccardo Muti in der Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "19.11.2025 23:22"}, {"ID": 194403135, "Datum": "13./14.3.1944, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Staatskapelle Berlin unter Herbert von Karajan. Solist in Mozarts A-Dur-Klavierkonzert KV 488 ist Erik Then Berg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194903136, "Datum": "13./14.3.1949, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Bruno Hegmann in Osnabrück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195403137, "Datum": "13./14.3.1954, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch den Toonkunstkoor Amsterdam und das Concertgebouw-Orchester unter Eduard van Beinum. Solisten: Corry Bijster, Annie Hermes, Franz Vroons und Laurens Bogtman.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196603135, "Datum": "13./14.3.1966, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Grazer Philharmonische Orchester unter Hermann Scherchen in Graz.", "Letzte Änderung": "07.04.2025 21:00"}, {"ID": 200003135, "Datum": "13./14.3.2000, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie (einschließlich Finale) durch das Philharmonische Staatsorchester Bremen unter Günter Neuhold in Bremen (*).\nDer informative Programmhefttext stammt von Eva Pintér (**). \n\n\n\nIn der Folge erscheinen Besprechungen von Hartmut Lück \"Bläserchorale für den lieben Gott. Günter Neuhold dirigierte Werke von Wolfgang Rihm und Anton Bruckner\" im Weser Kurier (Bremen) am 15.3.2000 (***), \n\nvon Ute Schalz Laurenze (siehe \"Literatur\") und, ebenfalls im Weser Kurier, ein zustimmender Leserbrief von Günter Menzel, in dem eine Aufführung der dreisätzigen Fassung am 11.2.1998 in Bremen erwähnt wird (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195904136, "Datum": "13./14.4.1959, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum im Saal der Hochschule für Musik in Berlin. Solistin des Abends ist Désiré N'Kaoua.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194307135, "Datum": "13./14.7.1943, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch das Städtische Orchester Berlin unter Carl Schuricht in Berlin.", "Letzte Änderung": "09.08.2026 17:20"}, {"ID": 192409136, "Datum": "13./14.9.1924, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Fest in Vöcklabruck.\nAm 14.9. Aufführung des Apollo-Marsches durch die Stadtkapelle (*).\n[Am 14.9.1924] Aufführung der e-Moll-Messe (mit Orgel), des \"Ave Maria\" in F mit Altsolo [WAB 007] und des \"Tota pulchra\" (**), außerdem des \"Asperges\" [WAB 003 oder WAB 004?] und eines \"Tantum ergo\" [prov. WAB 48].\nNach dem Hochamt Aufführung vor \"Trösterin Musik\" vor dem Wohnhaus Hueber, dann von Josef Reiß organisierter Festzug, der als \"Reiß-Auflauf\" in die Ortsgeschichte eingeht (***).\nAuch der Chor \"Sängerbund\" wird aufgeführt (°).\nVor dem Wohnhaus Hueber Ehrung der Verwandten Bruckners, im Stadtpark Huldigung vor der Bruckner-Büste. A. Haring spricht einen von Max Morold verfassten Prolog, Dr. M. Krackowitzer hält eine Festrede (°°).\n \nAnläßlich der Bruckner-Festfeier am 14.9. erschien eine Bruckner-Fest-Ausgabe der \"Deutschen Presse\" (Nachrichtenblatt für die Bezirke Vöcklabruck und Gmunden) [12.9.1924] (°°°).", "Letzte Änderung": "21.10.2025 18:20"}, {"ID": 201509137, "Datum": "13./14.9.2015, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung (mit Aufzeichnung) der 6. Symphonie durch die Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann.", "Letzte Änderung": "02.10.2025 07:25"}, {"ID": 195110134, "Datum": "13. - 15.10.1951, Samstag bis Montag", "Haupttext": "Referat von Wolfgang Hanke »Im Geiste Bruckners« bei der Tagung für katholische Kirchenmusik in Leipzig.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199611137, "Datum": "13. - 15.11.1996, Mittwoch bis Freitag", "Haupttext": "Aufführung des Finales der 9. Symphonie (Fassung von Samale/Phillips/Cohrs/Mazzuca) durch das Minnesota Orchestra unter Stanislaw Skrowaczewski in Minneapolis (geplant). CD-Produktion vorgesehen.", "Letzte Änderung": "23.09.2025 06:55"}, {"ID": 200712135, "Datum": "13./15.12.2007, Donnerstag/Samstag", "Haupttext": "Aufführung der von Joseph Kanz erstellten Version (»Endgiltige Konzertfassung«) der 3. Symphonie durch die George Enescu Philharmonie unter Urs Schneider in Bukarest.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196202135, "Datum": "13./15.2.1962, Dienstag/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Tonhalle-Orchester unter Carl Schuricht in der Züricher Tonhalle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199204135, "Datum": "13.-15.4.1992, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie [Finale am 16./17.2.1993] durch das Bruckner-Orchester Linz unter Kurt Eichhorn in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194405135, "Datum": "13.-15.5.1944, Samstag bis Montag", "Haupttext": "Einspielung der 3. Symphonie (Fassung des Erstdrucks 1890) durch das Hamburger Staatsorchester unter Eugen Jochum in Hamburg.", "Letzte Änderung": "09.08.2026 17:28"}, {"ID": 199908135, "Datum": "13.-15.8.1999, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Finales der 9. Symphonie (Fassung Samale-Phillips-Cohrs-Mazzuca) durch das Gelders Orkest unter Lawrence Renes in Arnhem, Nijmegen bzw. Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200109136, "Datum": "13. - 15.9.2001, Donnerstag bis Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Günter Wand.", "Letzte Änderung": "11.01.2024 22:36"}, {"ID": 201209135, "Datum": "13. - 15.9.2012, Donnerstag bis Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Symposion in Linz mit dem Thema \"Bruckners Verhältnis zur Blas- und Bläsermusik\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194311136, "Datum": "13. - 16.11.1943, Samstag bis Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Furtwängler im 2. Philharmonischen in der Berliner Philharmonie.\nSolist im Schumann-Konzert ist Pierre Fournier.\nAuf dem Programm steht zuletzt \"Till Eulenspiegel\" von Richard Strauss.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 192201135, "Datum": "13./16.1.1922, Freitag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Symphonieorchester unter Rudolf Huber in einem Arbeiter-Symphoniekonzert im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Carl Maria von Webers 1. Klarinettenkonzert f-Moll ist Anton Löw.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 197801135, "Datum": "13. - 16.1.1978, Freitag bis Montag", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch die Staatskapelle Dresden unter Eugen Jochum in (*) der Lukaskirche in Dresden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197509135, "Datum": "13.-16.9.1975, Samstag bis Dienstag", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 180803015, "Datum": "1.3.1808, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben des Dekanatsadministrators Josef Zitterl (Ebelsberg) an das Bischöfliche Konsistorium. Schickt die Äußerung über den Schulmeister in Ansfelden und Kronstorf ab [vermutlich gemeint: Joseph Bruckner am 18.2.1808, Peter Lehofer am 26.2.1808].", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:18"}, {"ID": 185603015, "Datum": "1.3.1856, Samstag", "Haupttext": "Schreiben der Statthalterei an den provisorischen Gemeindevorstand (Dierzer von Traunthal):\r\n   Über die Besoldung des Organisten (300 + 128 + 20 fl). Bezugnehmend auf die Schreiben vom 24.2.1856, 20.2.1856 und 11.1.1856 wird der übliche Ablauf des Besetzungsverfahrens dargestellt. Die weltliche Vogtei solle den Vorschlag mit den zugehörigen Akten der Statthalterei vorlegen. Unterschriften von Fink [?] (Konzept) bzw. Eduard von Bach (Reinschrift).", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:47"}, {"ID": 185803015, "Datum": "(1.3.1858, Montag)", "Haupttext": "Erste Aufführung von Schumanns Oratorium »Das Paradies und die Peri« in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003015, "Datum": "1.3.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 134v:\n\"1. März Wien [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 199506135, "Datum": "13.-18.6.1995, Dienstag bis Sonntag", "Haupttext": "Einspielung der 1. Symphonie durch das Radiosymphonieorchester Saarbrücken unter Stanislaw Skrowaczewski in Saarbrücken.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 186103015, "Datum": "1.3.1861, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 2. Seite des 55. Doppelbogens:\n\"1. März [1]861. Wien. Seite 65 Marpurg  Räthsel-Canon\" [siehe die Anmerkung] (*).\n\n\n\nIn Wien Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde [unter Herbeck] mit Schuberts »Der häusliche Krieg« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303015, "Datum": "1.3.1863, Sonntag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der f-moll-Symphonie (bei Takt 286 (*)).\nAufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 1ten März 1863 Pf\" (**).\n(Konzert des Zappe-Quartetts (Zappe, Schnierer [Josef Schmierer],Gamon und Kitzler) im Sängerbund-Lokal (***)).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 08:02"}, {"ID": 186403015, "Datum": "1.3.1864, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Über die Militärmusikbesetzung des »Germanenzugs«. Alois Weinwurm rät Rudolf zur einfachen Instrumenation. Bruckner hat wenig Lust, für die Orgelkonzerte neues Repertoire neben Bach und Mendelssohn einzustudieren, neigt eher zum Improvisieren. Rudolf soll nach Dresden und Leipzig schreiben und Geld schicken. Bruckner erwähnt seine mißmutige Stimmung, die Besetzung der Musikvereinsdirektion (zu den alten, schlechten Bedingungen) und sein Interesse an Wiener Konzerten (*).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 191 über das Konzert zum Besten des Witwen- und Waisenfonds am 28.2.1864: \r\n»Concert \r\nzum Besten des Witwen= und Waisenfondes der FML. Baron Gablenz=Stiftung zur einen Hälfte und für die im schleswig=holstein'schen Feldzuge verstümmelten österreichischen Krieger zur andern Hälfte.\r\nP. Linz, 29. Februar. Der Zweck des gestern 4 Uhr Nachmittags im Redoutensaale stattgefundenen Concertes, so wie das vielseitige, glücklich zusammengestellte Programm hätten allerdings einen noch zahlreicheren Besuch erwarten lassen, vereinigten aber doch ein ansehnliches und sehr gewähltes Auditorium.\r\n[Programm: Mendelssohns Soloquartett »die Waldvöglein« mit Schimatschek, Traxlmayr, Hoffelner und J. Neubauer, »Mir träumte« von Abt mit Frl. Bergmann, Schubert (»Greisengesang« mit Weilnböck), Marschner (aus »Hans Heiling« mit Hoffelner), Beethoven (»Frühlingssonate« mit Frau Petermandl und Hr. Pflug].\r\nFür das Adagio und Menuett aus der G-moll-Sinfonie von Mozart bürgen wohl die rühmlichst bekannten Namen der Exekutirenden, als: Herr Bruckner, Dorn, Graf Keglevich und Schützenberger.\r\n   Wir hätten insoferne eine andere Wahl gewünscht, als gerade bei diesem wundervollen Adagio der Vorzug des Streich= und Blasinstrumentes gegen das Klavier höchst fühlbar wird. Recht nett war Herrn Wakerligs Deklamation „der Held” von Stelzhammer, und der vierstimmige Chor „der wandernde Musikant” von Mendelssohn. Volle Anerkennung zollen wir Herrn Hauptmann für die Aufopferung von Zeit und Mühe, die es gekostet haben mag, ein Konzert zusammen zu bringen. [...] Zum Schluße sei noch erwähnt, daß auch aus Eders Fortepiano=Salon 2 gute Flügel unentgeltlich zur Benützung überlassen worden sind.« (**).\nDie Zeitschrift für Interessen deutscher Gesangvereine \"Die Liedgenossen\" Nr. 3 meldet auf S. 3 (= S. 11), dass für das am 14. und 15.8.1864 geplante Oberösterreichische Sängerbundesfest 8 Chöre einstimmig gewählt wurden, darunter \"2. \"Germanenzug,\" comp. von Anton Bruckner in Linz;\" (***).", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:07"}, {"ID": 186803015, "Datum": "1.3.1868, 1. Fasten-Sonntag", "Haupttext": "Partitur des Kyrie der f-moll-Messe beendet: »1. März fertig.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903015, "Datum": "1.3.1869, Montag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 48 meldet auf S. 2:\n     \"  § Unser Landsmann Herr Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Wiener Konservatorium, wird sich in Folge erhaltener Einladung nach Nancy begeben, um bei dem großen, daselbst statthabenden Orgelkonzerte, zu welchem alle Organisten von ganz Europa geladen sind, um den Preis zu konkuriren. Herr Bruckner hat zu diesem Zwecke vom k. k. Obersthofmeisteramte bereits Urlaub erhalten, und wir freuen uns der Gelegenheit, welche sich ihm nun bietet, sein meisterhaftes Orgelspiel auch in der Ferne zur Geltung bringen zu können.\"", "Letzte Änderung": "06.09.2025 05:02"}, {"ID": 187203015, "Datum": "1.3.1872, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung der Kirchenmusik vom 3.3.1872 in »Der Wanderer« Nr. 60 auf S. 3 (*).\n(Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Rubinstein mit Werken von Glinka, Beethoven, Schumann und Mozart (**)).", "Letzte Änderung": "13.10.2024 20:32"}, {"ID": 187403015, "Datum": "(1.3.1874, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Cherubini, Spohr, Berlioz und Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187503015, "Datum": "1.3.1875, Montag", "Haupttext": "Um 7 Uhr abends Konzert Wagners in Wien. Materna und Glatz als Solisten (*).\r\n   Gespielt werden der Kaisermarsch und Ausschnitte aus der »Götterdämmerung« (**).\r\nDieses (und das nächste) Konzert war von Standthartner organisiert worden (***). Wilhelm Kienzl sitzt im Publikum (°).", "Letzte Änderung": "13.10.2024 20:09"}, {"ID": 187603015, "Datum": "(1.3.1876, Aschermittwoch)", "Haupttext": "Ankunft von Richard und Cosima Wagner um 8 Uhr abends in Wien. »Empfang durch unsere Freunde« [Standthartner u.a.?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703015, "Datum": "1.3.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an P. Georg Huemer, Chorregent in Kremsmünster:\r\n   Entschuldigt sich für seine »Virtuosität im Aufschieben«, sendet beiliegend die d-moll-Messe. Würde sich über eine Aufführung in den Ferien (z.B. Ostern) sehr freuen. Grüße an den Herrn Prälaten [Ganglbauer (*)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803015, "Datum": "1.3.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »7« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern] (*).\n \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 10 bringt auf S. 124f [= S. 4f] einen Wiener Musikbrief, in dem die Aufführung der 3. Symphonie am 16.12.1877 erwähnt wird:\n               \"Wien.\n          (Fortsetzung.)\n     Das dritte Gesellschaftsconcert dirigirte, wie erwähnt, Hr. Ed. Kremser. [... dessen Debüt ... fehlerhafte Orgel ... \"Die sieben Todsünden\" von Goldschmidt ...]\n     Aber, dass Hr. v. Goldschmidt mit den \"Sieben Todsünden\" etwas wirklich Lebensfähiges geliefert, dafür ist er uns den Beweis ebenso schuldig geblieben, wie etwa der ihm an Talent und Wissen doch weit überlegene Symphoniecomponist Anton Bruckner. Mit einer sclavischen Nachahmung Wagner's, wie sie Hr. v. Goldschmidt in seinem Oratorium oft ganze Seiten lang bethätigt, ist doch eigentlich Niemandem gedient, am wenigsten dem vorbildlichen Meister selbst, dessen genialste Einfälle [...] hiermit gewissermaßen zu Gemeinplätzen degradirt werden. [... über Schwächen der Aufführung ... das Orchester sei im Carnevals-Katzenjammer ...]\n     (Fortsetzung folgt.)\" (**).\nDer letzte Teil dieses Musikbriefes (Besprechung von Rubinsteins \"Makabäer\", am 15.3.1878) ist signiert \"Dr. Theodor Helm.\".\n \nEduard Kulke berichtet in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 10 auf S. 101ff von der Rheingold-Premiere in Wien am 24.1.1878 und erinnert sich eines Gesprächs mit Bruckner anlässlich der ersten Bayreuther Aufführung [am 27.8.1876]:\n     \"     \"Das Rheingold\". [...]\nBei Gelegenheit der Aufführung im Wiener Hofoperntheater besprochen von Eduard Kulke.\n     Durch die am 24. Jan. erfolgte Aufführung des \"Rheingold\" im Wiener Hofoperntheater sind mir die unvergeßlichen Tage von Bayreuth aufs Neue lebhaft im Geiste gegenwärtig geworden. [... Kontakt mit Labitzky auf der Fahrt von Eger nach Bayreuth ... der erste Eindruck der Musik war enttäuschend ...] Ich war von der Anstrengung des ersten Abends ziemlich ermüdet, und ich verhehlte einem Anton Bruckner z. B. oder einem Louis Köhler meine Enttäuschung nicht; ja ich hatte mit jedem der beiden, auf welche die Musik weit günstiger gewirkt hatte, manchen kleinen Straus auszufechten, der jedoch aus den Gränzen einer anregenden Disputation nicht heraustrat.\n     Weshalb ich heute diese Erinnerung auffrische?\n[... über den Unterschied zur Wiener Aufführung ... ausführlich über die Aussage und die Bedeutung des \"Ring des Nibelungen\" ...]\n     (Fortsetzung folgt.)\" (***).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 13:08"}, {"ID": 188303015, "Datum": "1.3.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel in der »Lyra« Nr. 11, S. 3f, über die 6. Symphonie:\r\n»Concerte. \r\n(Philharmonisches Concert.)\r\n   Eine gewaltige Literatur ist angewachsen, siegreich haben Wagner's Musikdramen ihren Lauf durch die Welt vollendet [...über den musikalischen Parteienstreit ...] Eine solche Abstimmung gab es anläßlich der ersten Aufführung des \"Adagio\" und \"Scherzo\" aus Ant. Bruckner's neuer Symphonie Nr. 6. Es war ein Kampf um Rom, um das vielumstrittene Princip des Musikalisch=Schönen, der das Publicum in zwei feindliche Lager theilte. Will man gerecht sein, so darf man die beiden Sätze nicht unter Einem beurtheilen; interessant ist aber gerade an ihnen, daß die Verschiedenheit ihrer schöpferischen Qualität, an die das Plus und Minus des Erfolges sich genau anpaßte, die Frage nach der Anwendbarkeit des \"Wagner'schen Styls\" auf die reine Instrumentalmusik veranschaulicht. Diese verlangt in erster Linie plastische, d. h. groß gebildete und bildungsfähige Motive und den durch sie hervortretenden Grundriß, der alles Beiwerk symmetrisch zusammenschließt. Alles Andere, instrumentales Colorit, technische Kunstfertigkeit, stimmungsvolles Detail kommt erst in zweiter Linie in Betracht. Wenn nun jenes secundäre Detailwerk die specifischen Eigenthümlichkeiten Wagner's, seine aphoristische Declamation und seine chromatische Modulationsweise, festhält, so ist nicht einzusehen, warum, wenn nur dem erwähnten Hauptgesetze symphonischer Schöpfungen Rechnung getragen ist, ein so geartetes Werk nicht auch im Bereiche absoluter Musik seine volle Existenzberechtigung haben sollte? Bruckner's \"Adagio\" hält diesen Kriterien glänzend Stand: Es ist von tiefer, großartiger und dabei ganz ursprünglicher Erfindung; wie ein mächtiger Strom, majestätisch und unwiderstehlich, zieht sich die breite Fluth seines melodischen Gedankenganges bald durch sonnige, heiter glänzende Auen, bald durch ernste, herbstliche Gefilde. Dabei ist die Composition von einer musikalischen Wahrheit, von einer Klarheit der Form, von einer Logik des Aufbaues, die ihres Gleichen suchen. Der äußere Erfolg dieses Satzes war eine imposante Acclamation, der die intransigenten Todfeinde der neuen Schule demüthig sich beugen müssen.\r\n   Leider stand das folgende \"Scherzo\" nicht auf der Höhe des vorhergehenden Satzes. Zwar verleugnet auch dieses nicht den Meister, der es geschrieben, allein seine Themen sind zu fragmentarisch, sein Inhalt daher zu sehr Mosaikarbeit, um wahres Behagen zu schaffen. [... kurze Bemerkungen über die anderen Werke ... keine Signatur]« (*).\nBei der vom Wiener Akademischen Wagner-Verein im großen Musikvereinssaal veranstalteten Trauerfeier dirigiert Jahn Beethovens »Eroica« und Hans Richter Stücke aus Wagners »Götterdämmerung« (Trauermarsch) und »Parsifal« (Gralsfeier) (**). Konrad Hallenstein trägt einen von Felix Dahn gedichteten Nachruf vor (***). Unter den Mitwirkenden ist auch der Wiener Akademische Gesangverein (°).\nDie Bayreuther Blätter melden auf S. 92, dass nach Wagners Willen in Bayreuth wieder Parsifal-Aufführungen stattfinden werden (°°).", "Letzte Änderung": "22.09.2024 12:29"}, {"ID": 188503015, "Datum": "1.3.1885, Sonntag", "Haupttext": "Der Kritiker der Wiener Sonntags-Post (S. 3) schreibt über den Chor ”Mitternacht” [WAB 80, am 22.2.1885]:\r\n       \"Aus der Musikwelt.\n    Concerte. Der \"akademische Gesangsverein\" unter Leitung des Herrn R. Weinwurm veranstaltet vergangenen Sonntag ein Wohlthätigkeits=Concert, welches einen in jeder Beziehung befriedigenden Verlauf nahm. Bruckner's Chor \"Um Mitternacht\"\" [sic] (zum ersten Male) ist eine tüchtige Arbeit, nur leider etwas gequält und gekünstelt. [... über weitere Programmnummern und weitere Konzerte ... Gustav Walters Liederabend mit neuen Brahms-Liedern ...] Brahms selbst wurde seitens der Zuhörer lebhaft ausgezeichnet.              ahm\"(*).\n \nIn der \"Lyra\" Nr. 11 berichtet Josef Diamand [Josef Damánski] auf S. 3 vom Konzert am 27.1.1885 (mit 2 Sätzen der 7. Symphonie):\n     \"Leipzig. Am 28. v. M. [sic] hatte die Theaterdirection ein Concert veranstaltet, dem auch der König und die Königin von Sachsen beiwohnten. [... Bach/Albert ...] - Die Symphonie von Bruckner, die Suite von Bizet \"l'Arlésienne\", und die Ouverture zu \"Sakuntula\" von Goldmark gelangen\" vorzüglich und wurden mit großem, lang andauerndem Beifall aufgenommen. [...] Die vorzügliche Ausführung zeugte von begeisterter Hingebung der Betheiligten.    Josef Diamand.\" (**).\n\r\n(6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Gade, Dvorak, Molique und Mozart (***)).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 09:59"}, {"ID": 188603015, "Datum": "1.3.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »10 ° R Kälte.« (*).\nDie »Harmonia Sacra« Nr. 3 meldet auf S. 23, daß am 8.2.1886 »Anton Bruckner, k.k. Hoforganist (und Professor am Wiener Conservatorium und Docent der Musik an der Universität)« und Joh. Ev. Habert zu Ehrenmitgliedern des oberösterreichischen Cäcilienvereins ernannt worden sind. Erwähnung Burgstallers als Antragstellers (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:17"}, {"ID": 188803015, "Datum": "1.3.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung des Wagner-Verein-Konzerts mit dem Kyrie der f-moll-Messe [am 18.2.1888] in der Wiener Zeitung Nr. 50, Wiener Abendpost S. 1f, signiert \"dr. h. p.\" [Hans Paumgartner]:\r\n\"             Concerte.\r\n                      II.\r\n     Herr Gustav Walter veranstaltete einen zweiten Liederabend [...].     Im dritten internen Musikabende des Wiener akademischen Wagner=Vereines war des Interessanten und Bedeutenden genug. [... die Damen Frl. Forster, Ullrich-Linde und Parger, Ferdinand Jäger, Ferdinand Löwe ...]. Der chorische Theil des Programmes brachte das herrliche Kyrie aus Bruckners F-moll-Messe, den Liszt'schen Schnitterchor [... Beethoven ...]. Sämmtliche Chornummern wurden ausgezeichnet vom Vereinschore unter der vorzüglichen Leitung des Dirigenten Herrn Joseph Schalk gesungen.\r\n     [... weitere Konzerte ...].     dr. h. p.\" (*).\nVom selben Konzert berichtet auch die Musikalische Rundschau Nr. 16 auf S. 165:\r\n     \"Von Wien (Erster interner Musikabend des Wiener akademischen Wagner-Vereines)\r\n     [...] Herr Prof. Josef Schalk [...] that sich rühmlich hervor in Anton Bruckner's weihevollem Kyrie aus der f-moll-Messe, [...]\" (**).\r\nNotiz über die Aufführung der 7. Symphonie in Mannheim [20.10.1887] auf S. 168:\r\n    \"Kleine Mittheilungen und Berichte\r\n    (Mannheim) In den in Mannheim unter der Leitung des I. Hof-Capellmeisters Emil Paur von October bis Februar stattgehabten fünf Akademieconcerten des Hoftheaterorchesters wurden folgende Werke zur erstmaligen Aufführung gebracht: [...] Bruckner, Symphonie Nr. 7 [...]\" (***),\r\nund auf S. 172 weist ein Inserat auf die bei Wetzler erschienenen Kirchenchöre »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] hin:\r\n\"Verlag von\nEm. Wetzler (Jul. Engelmann) in Wien.\r\nAnt. Bruckner,\r\nZwei Kirchenchöre.\r\nNr. 1. \"Antiphon\" f. gemischt. Chor u. Orgel. Part. u Stimmen Mk. 1.25.\r\n   „  2. \"Ave Maria\" für Sopran, Alt I/II, Tenor I/II und Bass I/II. Part. und Stimmen Mk. 1.-.\" (°).\nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 10 erscheint auf S. 116f ein Artikel Theodor Helms »Musikbrief Wien« über das Konzert vom 22.1.1888 (mit 4. Symphonie und »Te deum«):\r\n                          \"Wien.\n               (Schluss.)\r\n     Unter den Gesangsvirtuosinnen [... über Lieder- und Klavierabende, das großartige Wagner-Konzert des Wagner-Vereins ...] Das Wagner-Concert am 29. Januar war mit Rücksicht auf die ungünstige Faschingszeit ganz gut besucht, geradezu überfüllt das eine Woche zuvor veranstaltete Bruckner-Concert. Eigentlich eine Feier des Triumphes für den greisen Tondichter, welcher von einer gehässigen Clique in Wien nach wie vor als nicht existirend betrachtet wird: in der \"Neuen freien Presse\" z. B. stand kein Sterbenswörtchen über das Bruckner-Concert, obgleich dasselbe einen geradezu sensationellen Erfolg hatte und zu den am stärksten Applaudirenden unsere kunstsinnige Kronprinzessin Stephanie gehörte, die dem ihr bisher gänzlich unbekannten Componisten ausdrücklich zu seinem Triumphe gratuliren liess.\r\n     Das Programm des Bruckner-Concertes bot, wie schon erwähnt, nur zwei Werke des Tondichters, aber zu den interessantesten und bedeutendsten gehörige: [... über die Symphonie ... es ist hinzuzufügen], dass die zweite Aufführung der Symphonie auf uns weit packender und zum Theil auch überzeugender wirkte. [...] Wie schon im Jahre 1881, erschien uns auch diesmal die Coda, der letzte Anhang des Finales, als die Krone der ganzen Symphonie; nicht recht aus dem Vorangegangenen motivirt, gehört dieser Schluss an und für sich zu dem Erhabensten der modernen Musik.\r\n     Nur ist diese Erhabenheit viel weniger eine symphonistische, als eine dramatische, wieder drängt sich uns die bereits vor sieben Jahren geschilderte Vorstellung auf: dass bei dem letzten Takt der Bruckner'schen Esdur-Symphonie der Vorhang über eine der grossartigsten Tragödien niedergehen könnte, ein Eindruck, welchen Viele auch vom Adagio der siebenten, der E dur-Symphonie des Componisten, empfangen zu haben behaupteten.\r\n    Bruckner's \"Te Deum\" hat schon bei der ersten Aufführung in einem Gesellschaftconcerte des Jahres 1886 aus manchem das Schaffen des Künstlers bisher heftig anfeindenden Saulus einen begeisterten Paulus gemacht. Professor Anton Door sprach damals das geflügelte Wort: \"Das ist der deutsche Berlioz, nur dass ihm auch musikalisch immer Etwas einfällt.\" [... das Te Deum sei fester, weniger schweifend als die Symphonien ... schwungvolle Schlußfuge ... glückliche formelle Gestaltung ... unverständlich sei Riemanns Bemerkung in seinem Musiklexikon:] Den Tongebilden Bruckner's fehle die - Seele. Dass man Bruckner'scher Musik mitunter, ja nur zu oft die Logik, das künstlerische Maass absprechen könne, ist leider vollkommen richtig, aber die Seele, die Empfindung? [... in diesem Punkt stimme er nicht mit Riemann überein, mit dem er sich sonst bei vielen Komponisten verstehe], in der Hauptsache auch über Brahms: mit Einem Wort, über fast alle Tonmeister, die er in seinem Lexikon so treffend individuell charakterisirt.\r\n      Dr. Theodor Helm.\" (°°).\nKalendernotiz Bruckners: »1.3. Fr Kath für März 7 fl« (°°°).", "Letzte Änderung": "24.09.2024 19:29"}, {"ID": 188903015, "Datum": "1.3.1889, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Wiener Philharmoniker:\r\n    Dankt Hans Richter und dem Orchester für die »ausgezeichnete Aufführung« der 7. Symphonie (*).\nBrief Bruckners an den Wiener Akademischen Wagner-Verein:\r\n    Dankt dem Verein, seinem Praeses [Viktor Boller] und dem artistischen Direktor [Josef Schalk (oder Ferdinand Foll?)] für die Aufführung der 7. Symphonie am 24.2.1889 (**).\nBruckner und Eckstein machen eine Schlittenpartie nach Mayerling [vgl. 30.1.1889] (***).\nBericht über das Konzert vom 24.2.1889 in der Musikalischen Rundschau Nr. 15 auf S. 110:\r\n                \"Berichte\r\n           Von Wien.\r\n      - Die am verflossenen Sonntag vom Wiener akademischen Wagner-Verein veranstaltete Musikaufführung unter Hans Richter's Leitung nahm einen glänzenden Verlauf, [...]\r\nAuf dem Plane erschienen Liszt und Wagner, die beiden Großmeister der neuen deutschen Musik, und zwischen diesen Anton Bruckner's gewaltige (in diesen Blättern wiederholt besprochene) VII. Symphonie in E-dur. Obgleich dasjenige Werk, welches schon wegen seiner Ausdehnung die größte Ausdauer und - soll von einem wahren Genusse die Rede sein - die gespannteste Aufmerksamkeit vom Zuhörer verlangt, ward der Symphonie dennoch eine anhaltend begeisterte Aufnahme zu Theil, welche sich nach jedem Satze in Beifallsovationen und Hervorrufen Meister Bruckner's kundgab. Der vernachlässigte und von Vielen verkannte Künstler hatte wieder einmal die Genugthuung eines echten und ungetheilten Erfolges. [...]\" (°).\nDie Aufführung der 7. Symphonie wird auch in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung I Nr. 11 auf S. 3 besprochen:\r\n    \"Grosser Musikvereins-Saal.\r\n    [...]\r\n    So oft ich auf irgend welchem Concertprogramm den Namen Anton Bruckner's lese, möchte ich meiner Freude darüber doch auch gleich mein innigstes Bedauern hinterdreinschicken, dass dieses Meisters herrliche Schöpfungen, nie mit ihrer ganzen Macht, d. h. ohne den Einfluss vorhergespielter Compositionen auf uns wirken können. [... das Werk könne neben Liszt und Wagner sich eigenständig behaupten - wie Jung-Siegfried ...] Auch der überschwenglichen von Begeisterung triefenden, einleitenden und erläuternden Worte Josef Schalk's kann er wahrlich entbehren. Wer Anton Bruckner selbst, seine geradezu rührende Naivetät, sein daraus resultirendes, ursprüngliches, ich möchte sagen unbewusstes Schaffen kennt, wird über den unnützen Geistesballast, mit dem Josef Schalk dieses Meisters Werke belastet, mitleidig lächelnd die Achseln zucken. Da liegt dieser lange, kleingedruckte Sectionsbefund der VII. Symphonie Bruckner's vor mir. Was soll sich nach dem Bruckner bei der Composition dieses Werkes alles gedacht haben und was zu denken wird dem unbefangenen Zuhörer befohlen. - Unsinn über Unsinn! - Dieses Werk wirkt durch sich allein. - Bruckner ist kein moderner, nervenkranker Kunstjünger, kein durch Selbstliebe geschwächter Knabe, sondern ein kräftiger, biederer Bauernjunge mit hellem Kopf und klarem Sinne, wie sie uns Rosegger so drastisch schildert: ein Bauernjunge, der Symphonien schreibt, weil er sie schreiben muss, wie die Vögel im Walde ihre Lieder zu Gottes Ehr' und Preis erschallen lassen. Und wer Bruckner's wirklich reines von Gott gegebenes Schaffen, auf durch Grübeln und Nachsinnen erzielte Mache zurückführen will, hat dem Componisten einen recht schlechten Dienst gethan. - [... über Liszts \"Christus\" ... über den \"Tannhäuser\"] ist von den bewährtesten Kunstkennern schon so eingehend und so viel berichtet worden, dass ich es als vollkommen überflüssig halte, anderes darüber zu schreiben.\r\n        Ottokar Wöber.\" (°°).\nRichard von Perger nützt seinen Bericht in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 5 auf S. 121 - 124 über das Konzert vom 24.2.1889 zu einer Abrechnung mit den Wagnerianern und untersucht das Unbehagen der Wagnerianer angesichts der geringen Resonanz der neuen Tonsprache auf den Konzertpodien:\r\n          \"Das Musikfest der Missvergnügten.\r\n     Sechs Jahre sind verflossen, seit aus Venedig die unerwartete Trauerkunde in alle Winde drang [... Respekt vor Wagner, sein unerfreuliches Vermächtnis sind die fanatischen missvergnügten Wagnerianer ... für den Concertsaal gebe es kaum Wagnersche, sondern nur Liszche Werke, die aber das Publikum herauslocken, und jüngere Wagner-Epigonen erlangen keinen Meisterbrief ...]\r\n      [...] Die letzte, grösste und einzige Hoffnung setzten die musikalischen Revolutionäre in den greisen Wiener Meister Anton Bruckner, welcher allerdings wie kein Zweiter dazu berufen scheint, im Sinne der Missvergnügten zu wirken.\r\n     [... in den eigenen Konzerten des Wagner-Vereins nur \"würdige\" Musik wie am 24. Februar ...] Das Programm war ein besonders gewähltes: Bruckner, der Heiland der musikalischen Reformirten, stand in der Mitte, Liszt und Wagner nahmen die Stellen der beiden Schächer ein, und der grosse Meister des Musikdramas mag sich für diesen Ehrenplatz bedanken. Wir haben in unserer Zeitschrift schon wiederholt, vielleicht allzuoft über Bruckner gesprochen, und seine E-dur-Symphonie ist für uns keine Neuigkeit mehr. Heute wie früher staunen wir über die Grösse ihres Entwurfes, über den Aufbau ihrer Motive, wir bewundern die Kraft, die Kühnheit und Steigerungsfähigkeit der Bruckner'schen Tonsprache, aber wir ärgern uns gleichzeitig über ihren Schwulst, ihre Mass- und Geschmacklosigkeit. Es kommt uns nicht in den Sinn, den ehrwürdigen Mann selbst, welcher ein langes, bescheidenes Leben dem Erreichen seiner Ideale geopfert hat, in irgend einer Art zu verlästern. Bruckner schreibt eben, wie er muss und kann, und er verdient die grosse Achtung, die Jedem gebührt, welcher im Glauben an sich selbst seiner Ueberzeugung treu bleibt, sei diese nun richtig oder nicht. Nie werden wir aber eine Richtung gutheissen, welche die Grenzen und Ziele der Kunst gänzlich verkennt und die keusche Muse der Symphonie in der üppigen Sprache Tristan's, Wotan's oder Kundry's reden lässt. [... Ausbildung am Konservatorium fruchtlos ...] [... über das Konzert ... bei Liszt \"so viel Noten und so wenig Musik\" ... über \"Tannhäuser\"-Musik ...] Die Gemeinde der Missvergnügten war einige Stunden lang vergnügt; im Musikvereinssaale, welcher mässig gefüllt war, gab es fast durchwegs fremde Gesichter und Gestalten, und auch sonst ging es recht fremdartig zu. Weit verschieden von der Beifallsbezeigung einer begeisterten, aber gebildeten Hörerschaar, gab es nach jedem Stücke ein wüstes Gejohle, ein wüthendes Geschrei und Getrampel, wie es eines Kunsttempels völlig unwürdig ist, und welches bei manchem Ruhiggesinnten Abscheu erregte. Das Musikfest der Missvergnügten gestaltete sich zu einer wilden Orgie, während welcher die Herrin des Raumes, die Muse der Tonkunst, wol mit verhülltem Antlitz, erröthend und weinend, in der fernsten dunkelsten Ecke gestanden haben mag.\n               Richard v. Perger.\" (°°°).\n[Verspäteter] Hinweis auf das Konzert mit der 7. Symphonie [am 24.2.1889] in der \"Caecilia\" Nr. 6/7 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 14:\r\n\"    — Ten einde weinig bemiddelde kunstenaars en kunstvrienden het bezoek der Festspiele te Bayreuth mogelijk te maken, geeft de Wagner-vereeniging hier een concert, waarvan de opbrengst tot dit doel is bestemd. Ter uitvoering komen: Marsch der drie Koningen uit Liszt's «Christus», 7de symphonie van Anton Brückner en Voorspel, nieuwe inleiding en eerste scène uit Wagner's Tannhäuser.\" (#)", "Letzte Änderung": "21.04.2026 12:58"}, {"ID": 189003015, "Datum": "1.3.1890, Samstag", "Haupttext": "Das Konzert vom 5.3.1890 (mit Teilen der 3. Symphonie und der f-Moll-Messe) wird in der »Presse« Nr. 59 auf S. 3 des Abendblatts angekündigt:\n     \"[Vom Wiener akademischen Wagner=Verein] werden zwei künstlerische Unternehmungen veranstaltet, und zwar am Mittwoch den 5. März, Abends halb 8 Uhr, findet im kleinen Musikvereins=Saale der dritte interne Musikabend in diesem Winter statt. Hiebei gelangen unter Mitwirkung der k. und k. Kammer= und Hofopernsängerin Frau Rosa Papier=Paumgartner, der Herren Ferdinand Löwe, Theodor Luka und des Vereinschors unter Leitung des Herrn Josef Schalk folgende Tonwerke zur Aufführung: [...] 4. Anton Bruckner, Adagio und Scherzo aus der dritten Symphonie (Clavier); [...] 6. Anton Bruckner, Kyrie und Gloria aus der F-Messe (für Soli, Chor, Orgel und Clavier). -- Am Samstag den 8. März, Abends halb 8 Uhr, findet im großen Saale des Niederösterreichischen Gewerbevereins ein öffentlicher Vortrag des Herrn Hans Paul Freiherrn v. Wolzogen statt über \"Richard Wagner und seine Freunde\" [...]\" (*).\n\r\nGroßes Gala-Konzert des Orchesters der Wiener Konservatoriums unter Joseph Hellmesberger (**).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 08:03"}, {"ID": 189103015, "Datum": "1.3.1891, Sonntag", "Haupttext": "Nochmalige Ankündigung des heutigen Konzerts in der Grazer Tagespost Nr. 59 [fast identisch mit dem Inserat vom 25.2.1891]:\r\n\"Grazer Männer-Gesang-Verein. | (45. Vereinsjahr.) | Heute Sonntag den 1. März um halb 5 Uhr Nachmittags | im Stephanien-Saale: | II. Vereins-Concert | unter gefälliger Mitwirkung | des Fräuleins Irma v. Hüttinger, der Herren Julius Schuch und Dr. Johann Zechner | und unter Leitung des Chormeisters L. Wegschaider. | Vortrags-Ordnung:\r\n[...]\r\n4. [Lieder] Gesungen von Fräulein Irma von Hüttinger. Clavierbegleitung: Herr Julius Schuch.\r\n[...]\r\n8. Orgel-Vortrag des Herrn Dr. Johann Zechner\r\n[...]\r\n12. \"Germanenzug\", Chor mit Clavierbegleitung von Anton Bruckner.\r\n[... Eintrittspreise ... Kartenverkauf ...]\" (*).\nAufführung des »Germanenzugs« durch den Grazer Männergesangverein (unter Leitung von L. Wegschaider) in dessen II. Vereinskonzert im Stephaniensaal (**).\nArtikel in der Musikalischen Rundschau Nr. 7, S. 68, über die Volkskonzerte und ihr Programm. Nur wenige Komponisten der Gegenwart (u. a. auch Bruckner) würden in den Philharmonischen Konzerten berücksichtigt:\r\n\"Die Volksconcerte und ihr Programm.\r\nVorschläge und Wünsche\r\n[...] Werfen wir nun ein Streiflicht auf die Componisten der Gegenwart. Welche Stufen müssen sie erreicht haben, welchen Klang müssen ihre Namen besitzen, wenn dieselben jemals auf einem Concertprogramm sichtbar werden sollen. An den fünf Fingern einer Hand sind sie herzuzählen, die öfter einer Aufführung in den philharmonischen Concerten für würdig erachtet werden: Brahms, Bruckner, Dvorak, Fuchs, Goldmark. Die Aufführung eines neuen Werkes, selbst von diesen Künstlern, bildet bei unseren Philharmonikern geradezu ein Ereignis. [...]\" (***).\n\r\nAuf S. 71 wird das Konzert vom 4.3.1891 (mit dem Chor »Träumen und Wachen«) angekündigt:\r\n\"Aus den Concertsälen.\r\nWien.\r\n[...] Das diesjährige Concert des Wiener Akademischen Gesangvereines findet den 4. März Abends halb 8 Uhr im großen Musikvereinssaale statt. [...] die zweite Abtheilung der Vereinsvorträge enthält folgende Chöre: Anton Bruckner: \"Träumen und Wachen\" (für die Grillparzerfeier der Universität componirt. [...]\" (°).\nEin Hinweis hierauf erscheint auch in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 9 auf S. 6:\r\n\"Kleine Mittheilungen\r\n[...]\r\n      Concert des Wiener akademischen Gesangvereines.\r\n     Das diesjährige Concert des Wiener akademischen Gesangvereines findet Mittwoch, den 4. März, Abends ½8 Uhr im großen Musikvereins=Saale statt. [...] Die zweite Abtheilung der Vereinsvorträge enthält folgende Chöre: Anton Bruckner: \"Träumen und Wachen\" (für die Grillparzerfeier der Universität componirt), Tenorsolo: Ehrenmitglied des Vereines Herr Fr. Schaumann; [... Brahms ... Liszt ...]\" (°°)\nund im Neuigkeits-Weltblatt Nr. 49 auf S. 11 (= 1. Seite des 4. Bogens):\r\n     \"Das diesjährige Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins findet Mittwoch den 4. März, Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale statt. [...] Die zweite Abtheilung enthält Chöre von Bruckner, Brahms, Liszt etc.\" (°°°).\n\"Das Vaterland\" Nr. 59 weist auf S. 10 auf einen Aufsatz über die 3. Symphonie hin:\r\n               \"Theater und Kunst.\r\n     Neue Wiener Musikzeitung Nr. 10. Inhalt: A. Bruckner's D-moll-Symphonie. Von Dr. R. Hirschfeld. (Schluß.) Classische Volksconcerte in Wien. [...]\" [8.2.1891?  der 1. Teil war am 1.2.1891 erschienen] (#).\n[Vermutlich 1891]\r\nZweimalige Datierung \"1.3.\" auf dem Bogen 21 des Finales der 9. Symphonie (##).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 11:59"}, {"ID": 189203015, "Datum": "1.3.1892, Dienstag", "Haupttext": "In der mit \"C. S.\" [Carl Schön] signierten Besprechung des 6. Philharmonischen Konzerts [7.2.1892] mit Werken von Massenet, Brüll und Haydn (Pariser B-Dur-Symphonie) in der \"Lyra\" Nr. 11 (407) wird auf S. 3 (99) Bruckner kurz erwähnt:\n\"          Wiener Concerte.\n     Des Componisten Massenet Anwesenheit in Wien danken wir die Aufführung von 4 Stücken aus dessen Oper \"Esclarmonde\" im 6. philharmonischen Concerte. [... über dieses Werk ... Haydn wäre besser vor Brüll gekommen ...] Daß eine Haydn'sche Symphonie, besonders eine von jenen, die ein besonder ursprüngliches Menuett oder eines jener herrlichen Finale besitzen, deren Humor in der Musik nicht wieder erreicht worden ist, nach schweren Werken, wie es beispielsweise eine Symphonie von Brahms oder Bruckner ist, überaus erquickend wirkt und große Wirkung macht, steht außer Zweifel und ist auch schon erprobt worden. Die genannte Symphonie ist dieser Wirkung aber kaum fähig. [... Vorschläge für andere Haydn-Symphonien ...] C. S.\"", "Letzte Änderung": "21.05.2025 22:53"}, {"ID": 189303015, "Datum": "1.3.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n    Dankt für die Korrektur der von Josef bearbeiteten f-moll-Messe. Die Aufführung solle am 23.3.1893 stattfinden (mit dem Strauß-Orchester und Winkelmann als Solist). Bruckners Gesundheitszustand sei zwar gebessert, aber immer noch bedenklich (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 5 berichtet auf S. 45:\r\n\"                Opern- und Concertnachrichten.\r\n[...]\r\n     – In einem Concert des Schumacher'schen Conservatoriums zu Mainz wurde als hochinteressante Novität ein Quintett von Anton Bruckner in musterhafter Weise aufgeführt und wird diesem Werke eine \"unvergängliche Bedeutung\" zugeschrieben. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 09:41"}, {"ID": 189403015, "Datum": "1.3.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 48 teilt auf S. 3 mit, daß die Universität Wien beim Unterrichtsministerium [vgl. 24.2.1894] eine Subvention für Bruckner beantragt hat:\r\n\"(Anton Bruckner.) In einer am letzten Samstag abgehaltenen Sitzung des Professoren=Collegiums der philosophischen Facultät der Wiener Universität wurde beantragt, dem Unterrichtsministerium eine entsprechenden Jahressubvention für Anton Bruckner, der bekanntlich auch Ehrendoctor der Wiener Universität ist, in Vorschlag zu bringen. Motiviert wurde dieser Antrag damit, dass der greise Componist in ungünstigen materiellen Verhältnissen sich befinde und überdies von Krankheit heimgesucht sei. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und ist nun das bezügliche Gesuch an das Unterrichtsministerium gerichtet worden.\" (*).\nDiese Meldung kommt auch in der Musikalischen Rundschau Nr. 5 auf S. 31f:\r\n\"           Personalnachrichten.\r\nDas Professoren-Collegiums der philosophischen Facultät der Wiener Universität hat beantragt, das Unterrichtsministerium zu ersuchen, eine entsprechenden Jahressubvention für Anton Bruckner, der bekanntlich auch Ehrendoctor der Wiener Universität ist, zu bewilligen. Motivirt wurde dieser Antrag damit, daß der greise Componist in ungünstigen, materiellen Verhältnissen sich befindet und überdies von Krankheit heimgesucht sei.\" (**),\ndie außerdem eine Aufführung der 2. Symphonie unter Hans Richter durch den Wiener Akademischen Wagner-Verein [15.4.1894?] ankündigt:\r\n\"          Opern- und Concertnachrichten.\r\n[...] Wie wir nämlich hören, wird der Akademische Wagnerverein [...] ein Concert veranstalten, in dem Siegfried Wagner Gelegenheit gegeben werden soll, seine Begabung als Dirigent zu zeigen. [...] Zudem plant der Wagnerverein die Aufführung der 2. Symphonie von Anton Bruckner, die in den philharmonischen Concerten wohl auf dem Programme stand, aber leider nicht gebracht wurde. Diese Novität wird selbstverständlich Hans Richter dirigiren. – \" (***)\nund in einem Artikel von Heinrich Reinhardt über Bülow anmerkt, dieser habe Brahms zu sehr bewundert, anstatt sich genauer Bruckner zu widmen:\r\n\"            Hans v. Bülow.\r\n[...] Vielleicht ließ ihm die Brahmsbewunderung keine Zeit, die ungleich bedeutendere Erscheinung Anton Bruckner's schärfer ins Auge zu fassen und verstehen zu lernen, denn Bruckner ignorirte er zeitlebens vollständig. [...]\" (°).\nIn der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 5 wird auf S. 153 Bruckner kurz in einem Saison-Rückblick erwähnt:\r\n\"             Die Konzertsaison.\r\n[...]\r\n                         *    *    *\r\n     In Wien haben sich die Vorboten der Konzertseuche sehr frühe gezeigt; zunächst aber in ihrer edelsten einheimischen Form: [...] Wie immer, war auch heuer das Programm der Philharmonischen Konzerte auserlesen, in welchen Beethoven [...], Berlioz [...], Brahms, Bruckner, Cherubini [...bis Weber ...]   zum Wort gelangt. Wenn von den Wiener-Konzerten die Rede ist, so muss auch noch des Wiener Männergesangvereins gedacht werden, der am 10. Oktober [sic] mit allen kriegerischen Ehren das 50jährige Jubiläum seiner Gründung feierte [... Auffrischung wünschenswert ...]. Es genügt nicht, singen zu können, man muss auch Stimmen haben.\r\n                         *    *    * \r\n     An der Spitze der Berliner Konzertsaison standen diesmal die Abonnementskonzerte im kgl. Theater. [...]\" [keine Signaturen] (°°).", "Letzte Änderung": "03.06.2024 09:46"}, {"ID": 189603015, "Datum": "1.3.1896, Sonntag", "Haupttext": "In einem Artikel von Pater Hartmann von an der Lan-Hochbrunn in der \"Lyra\" Nr. 11 (502) auf S. 4 (120) wird Bruckner erwähnt:\n\"             Aus dem Musikleben Roms.\n                                 II.\n     Die sixtinische Musik steht unter der Leitung ihres Kapellmeisters Mustafa (Kastrat), der ausgezeichnet dirigiert und sicher der vorzüglichste Dirigent Roms ist. Sie besteht aus 32 Sängern (bei vierstimmigen Gesängen für jede Stimme 8) durchaus Männerstimmen. Sopran und Alt wird von Kastraten und Falsettisten ausgeführt. Der berühmteste davon ist der 1. Sopransolokastrat Professor Alesandro Moreschi, der eine wunderbare Stimme besitzt. [... Walckers Urteil: vollkommene Klangschönheit ...]\n     [... zur Chororganisation ... Partituren (u. a. Palestrina) fast in Größe einer Türe ... Dirigiertechnik ... Choralgesang und Orgelspiel (viel J. S. Bach) im Collegium Germanicum ... zur absoluten und wortgebundenen Musik ...]. – Jedenfalls ist die Musik eine ebenso selbstständige Kunst, wie die Poesie (Beispiel die absolute Musik unserer Classiker). Wenn A. Schopenhauer der Musik trotz seiner Begeisterung dafür nur die Darstellung des Willens zuspricht, so ist er eben im Irrthum. Jeder gebildete Musiker muß sich darüber klar sein – trotz Programmmusik der Neuromantiker. Man vergleiche nur diesbezüglich die werthvollen Schriften von H. Berlioz. Besonders für uns Deutsche ist von Dr. Anton Bruckner–Wien bekannt, daß er jede andere als reine Instrumentalmusik \"Halbe Musik\" nennt, welche die Unmittelbarkeit der Wirkung auf Verstand und Gemüth eingebüßt hat. – Mir geht es in Rom sehr gut, nur habe ich für Musik leider kein Budget.[... Kloster abgebrochen wegen des Victor-Emanuel-Denkmals, weltberühmte Klosterbibliothek aufgelöst ...]. Doch bin ich gerne hier, man lebt in Rom so ideal. Rom auf dem Capitol.\n     Jänner 1896. P. Hartmann von an der Lahn=Hochbrunn [sic]. \" (*).\n\n\nInserat in der Neuen Freien Presse Nr. 11322 auf S. 16:\n\"  Musikalienhandlung\n     Th. Rättig, I., Wallnerstrasse 1, Wien.\nVollständiges Lager der billigen Volksausgaben. – Specialität: Sämmtliche Compositionen von R. Wagner, A. Bruckner, P. Cornelius, Fr. Liszt, C. Loewe, Hugo Wolf.\n            Beliebte Männerchöre à 10 kr. (alle 4 Stimmen).\nTH. RÄTTIG, I., Wallnerstrasse Nr. 1.\" (**).\n\n\n\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Goldmark, Mendelssohn und Tschaikowsky (5. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189703015, "Datum": "1.3.1897, Montag", "Haupttext": "Die Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 13 bespricht auf S. 2f (\"Wiener Concerte\" von Theodor Helm) das Konzert mit Werken Vockners [am 14.2.1897] und erwähnt auch Bruckner (*).\nDie Wiener Neuesten Nachrichten Nr. 121 bringen auf S. 5 das Gedicht von Hermann Sudermann \"Ballgespräch\", in dem Bruckners \"Te deum\" erwähnt wird [abgesehen von orthographischen Abweichungen identisch  mit der Version vom 2.2.1897] (**).", "Letzte Änderung": "23.08.2026 12:08"}, {"ID": 189803015, "Datum": "1.3.1898, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie in Wien durch das Münchner Kaim-Orchester unter Ferdinand Löwe (*). Solist in einer Arie aus Webers \"Euryanthe\" ist M. Tullinger (*a).\r\n\"Der Erfolg war beispiellos. Nach dem gigantischen Finale des letzten Satzes durchbrauste tosender Jubel den Saal, und es trat der in Wien noch nicht erlebte Fall ein, dass Publicum und Kritik einig waren in der Bewunderung für eine Schöpfung des so lange verkannten Meisters.\" (*b).\nDie Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 13 bringt auf S. 4 eine Kritik Theodor Helms zur Aufführung des Quintetts [am 19.2.1898] (**).", "Letzte Änderung": "23.02.2023 14:51"}, {"ID": 189903015, "Datum": "1.3.1899, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik Kalbecks zur 6. Symphonie im Neuen Wiener Tagblatt (*). Berichte (signiert \"G. v. B.\" [= Gaigg von Bergheim]) in der Reichspost Nr. 49 auf S. 7 (**), \nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 60 auf S. 9 (signiert \"rbt\") (***) \nund im Neuigkeits-Welt-Blatt (°).\nIn der \"Lyra\" erscheint auf S. 129f ein Aufruf zur Gründung eines zweiten Wiener Symphonieorchesters, wobei u. a. auch Bruckner erwähnt wird (°°).\nB. Lvovsky berichtet in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 12-13 auf S. 3 vom Konzert des Duesberg-Quartetts [am 5.2.1899] mit dem Quintett Bruckners und einem Klaviertrio von Mathilde von Kralik (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190003015, "Datum": "1.3.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt meldet auf S. 129 die Aufführung des Adagios der 5. Symphonie in Basel [am 3.12.1899].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190103015, "Datum": "1.3.1901, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung des heutigen Konzerts in The Inter Ocean Nr. 342 auf S. 5 in der 6. Spalte:\r\n\"                Chicago Orchestra.\r\n     Considerable interest is shown over the announcement of the appearance of Leopold Godowsky [... mit Liszts A-Dur-Klavierkonzert ...], which will on these occasions receive its first Chicago performance. Another number new to Chicagoans is Anton Bruckner's third symphony, a composer whose name has appeared on the programmes of the orchestra but once before. The programme in detail follows:\r\nSymphony No. 3, D minor . . . . . .  Bruckner\nMassig bewegt, Adagio quasi Andante, Scherzo, Finale.\r\nConcerto for pianoforte [... Liszt, Schubert, Wagner ...]\"\nIn der rechten Spalte ein Inserat (gleichlautend wie (*a) (*).\n \nDas Inserat in The Chicago Tribune Nr. 60 auf S. 5 erwähnt nur den Solisten:\r\n\"     THE AUDITORIUM.\n  CHICAGO ORCHESTRA\nTHEODORE THOMAS, CONDUCTOR.\n    Soloist: GODOWSKY\n       THIS AFTERNOON AND TOMORROW NIGHT.\n   Tickets [...].\"(*a).\n \nAufführung der 3. Symphonie (öffentliche Generalprobe) unter Theodor Thomas im Auditorium in Chicago.\nAußerdem erklingen das A-Dur-Klavierkonzert von Liszt mit dem Solisten Leopold Godowski, der Variationensatz aus Schuberts \"Der Tod und das Mädchen\" für Streichorchester und Auszüge aus Tannhäuser (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190203015, "Datum": "1.3.1902, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Kaim-Orchester unter Hausegger in München\r\nund (*) zweier Symphonie-Sätze von Guido Peters.\r\nAußerdem wird etwas von Max Reger aufgeführt. Dessen Anwesenheit ist nicht belegbar, aber als wahrscheinlich anzunehmen (er war kein Mitwirkender, dies aber zuvor in einem Konzert am 27.2.1901) (**).", "Letzte Änderung": "30.07.2026 10:21"}, {"ID": 190303015, "Datum": "1.3.1903, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der 9. Symphonie [am 11.2.1903] in der \"Lyra\", signiert \"C. Sch.\" (*).\nDie Wochenschrift für Kunst und Musik berichtet vom Tod Hugo Wolfs und von der Trauerfeier am 24.2.1903, bei der das Adagio der 7. Symphonie in Bearbeitung für Bläserchor aufgeführt wurde (**).\n \nBrief von Theodor Helm (u.a. zur 3. Symphonie):\r\n[gedruckter Briefkopf:]\r\nPROFESSOR THEODOR HELM | Wien, III., Hauptstrasse 51.\n[handschriftlich:]\n               \"1/3 1903\nSehr geehrter Herr Doctor u. College!\nSie werden wohl inzwischen das von mir unter Kreuzband gesendete Program[m]büchlein erhalten haben, welches eine recht gute Erläuterung der Dmoll-Symphonie Bruckners (Nr. 3) von Rob. Hirschfeld enthält [vermutlich die zum 9.1.1898 verfasste]. In Broschürenform existirt auch eine solche von Prof. Dr. Kretzschmar (Leipzig Breitkopf &amp; Härtel) - etwas einseitig, aber im[m]erhin beachtenswert, mit viel gutem Witz geschrieben -. Höchst Interessantes bietet der unermüdliche Bruckner=Apostel Musikvereinsdirector August Göllerich in Linz über die Entstehungs, Leidens- u. Ruhmesgeschichte der 3.ten Symphonie des Meisters in dem Program[m]buch, das er [... vermutlich das Konzert vom 8.4.1900 gemeint ... Seite 2ff nicht abgebildet ...] Th. Helm\" (***).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 12:22"}, {"ID": 190503015, "Datum": "1.3.1905, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des »Christus factus est« [WAB 11] durch den Wiener A-capella-Chor unter Eugen Thomas (*).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Kaim-Orchester unter Peter Raabe in einem Volkssymphonie-Konzert in München (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190603015, "Datum": "1.3.1906, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Karl Pohlig in Stuttgart (*).\nAnkündigung des Konzerts vom 15.3.1906 mit der 9. Symphonie\n \nin der Deutschen Zeitung (*)\nund in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 59 auf S. 6 (***).\nZum Streit um die Bedeutung des Cäcilianismus im Verhältnis zur Wiener Kirchenmusik ist im Deutschen Volksblatt Nr. 6163 auf S. 8 eine Replik auf den Artikel in der Reichspost vom 15.2.1906 zu lesen:\n     \" - Wir werden um Aufnahme folgender Zeilen ersucht: In der \"Reichspost\" vom 15. d. M. findet sich in dem Artikel \"Kirchenmusik\" die Behauptung, A. Bruckner hätte die Werke des Gründers des Cäcilienvereines Dr. Franz Witt hochgeschätzt. Dem gegenüber ist zu bemerken, daß sich, wie erinnerlich, A. Bruckner seinerzeit zu Kardinal Schönborn folgendermaßen äußerte: \"Eminenz! Palestrina à la bon heur! Dös is was; aber dö Cäcilianer dö san nix, nix, nix!\" [keine Signatur]\" [vgl. dazu die Anmerkung und den Artikel vom 13.3.1906] (°).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:51"}, {"ID": 190703015, "Datum": "1.3.1907, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch das Konzertvereins-Orchester (*)\r\nund des »Te deum« durch den Wiener Akademischen Gesangverein und die Damen des Singvereins und des Wiener Akademischen Wagner-Vereins unter Ferdinand Löwe im Konzert des Akademischen Gesangvereins im Großen Musikvereinssaal in Wien (**).\r\nSolisten: Amalie Löwe, Frl. Virginie Fournier, Hermann Winkelmann, und Moriz Frauscher; an der Orgel Georg Valker (***).\nDieses Konzert bildet den zweiten Teil der am 25.10.1906 begonnenen Gedächtnisfeier (°).\n \nBesprechung des gestrigen Konzerts mit der 3. Symphonie in The Manchester Guardian Nr. 18895 auf S. 6, signiert \"S. L.\":\n\"                  THE HALLÉ CONCERTS.\n                              PROGRAMME.\nSymphony No. 3, in D minor . . . . . . Bruckner\n[...]\n     Dr. Richter did a great stroke for the appreciation of Bruckner's music in Manchester by giving such a fine performance of his D minor Symphony last night. The hardest part of the battle for Bruckner's music has now been won. In future he will be listened to not only with respect but with interest and enjoyment. It must be admitted that Bruckners asks a great deal of us. His music forces us to ask ourselves awkward questions about the relation of art to life. Is it enough that art should be authentic, a mere piece out of life? Or should it be packed and pithy, as if it were somehow the essence of life? If authenticity is all, then art is set up in opposition to life, and when we study another man's art we give an eye for an eye, and exchange so much of our life for much of his. If this is all the significance of art, then they perhaps are right who rebel against the exchange. No one will doubt the authenticity of a Bruckner symphony. Those long, breathing, slowly developing melodies, just consciously stirred with what we might call the itch of life–we recognise them as something like our own subconscious bovinity. We can no more criticise them than we could criticise our feelings under a long summer's day. We can endure them, have patience with them, even enjoy them if we yield ourselves up to them, just as we can enjoy a day in the sun. In all Bruckner's spaciousness there is, at any rate, this truth–that art is not in a hurry. Impatience is, after all, the great obstacle to the appreciation of art; whoever listens impatiently will certainly fail to understand Bruckner. Doubtless the symphony will grow in expressiveness as it becomes known. Some of the involved parts sounded a little murky and inharmonious last night, but as the players find out the right balance of the notes and are able to give the discords their full richness all this will disappear. All that we ask for is that we may hear more of this man's music, for if this D minor Symphony is typical of the rest, the nine symphonies must be a world of music in themselves.\n     In nothing is the progress of the band under Dr. Richter more noticeable than in the brightening up of Smetana's and Dvorak's symphonic poems. [... \"Moldau\", \"Peer Gynt\", Carreno mit Beethoven etc. ...]          S. L.\" (°°).", "Letzte Änderung": "15.06.2026 08:56"}, {"ID": 191003015, "Datum": "1.3.1910, Dienstag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 19831 macht mit einem Inserat auf S. 1 auf das Münchner Kunst-Festival aufmerksam (identisch mit dem vom 15.2.1910):\n\"Under the Patronage of His Royal Highness Prince Regent Luitpold of Bavaria. May till October.\nMUNICH, 1910.\n     Exhibition of Masterpieces of Mohammedan Art from the Time of \nthe Caliphs to the Present. Oriental Artisans at Work. Interesting \nEntertainments. Daily Concerts.\n\n     MUSIC FESTIVAL.–Schumann Celebration. Richard Strauss Week. \nBeethoven-Brahms-Bruckner-Cyclus. First Performance of Gustav Mahler's \nEighth Symphony. For prospectus and information apply to the Office of \nthe Exhibition.\"\n[Bruckner: 4. Symphonie 22.8.1910, 7. Symphonie 27.8.1910, 5. Symphonie 31.8.1910, 8. Symphonie 2.9.1910].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191103015, "Datum": "1.3.1911, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Viktor Keldorfer »Zur Uraufführung des Bruckner'schen Chorwerkes »Abendzauber« [18.3.1911]« in »Ton und Wort. Zeitschrift für Musik und Literatur«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191203015, "Datum": "1.3.1912, Freitag", "Haupttext": "Brief [Postkarte?] von Max Reger (Meinigen) an Reinhold Anschütz:\r\n     Anmerkungen zum Probensaal in Meiningen. Lädt Anschütz zu einer Aufführung von Bruckners 4. Symphonie nach Meiningen [12.3.1912] ein (*).\n[März 1912, o. D.]\r\nBrief von Max Reger an Helene von Heldburg:\r\n     Fragt nach ihrem und des Herzogs Befinden, erzählt, dass seine Frau wegen seines Hexenschusses besorgter war als er selbst und berichtet, dass er sich auch in schlechten Zeiten seinen Humor bewahre, während seine Frau zarter besaitet sei. Berichtet von den gut verlaufenden Vorbereitungen der 4. Symphonie von Bruckner, die sie am 10. März in Eisenach und am 12. März in Meiningen spielen werden. Sein Kopf sei voller neuer Werke – er habe vor in der Konzertpause vom 15. April bis zum 1. Oktober zu komponieren. Freut sich über den guten Ruf der Kapelle und berichtet, dass der ADMV im Sommer in Meiningen seine Versammlung abhalten wolle (mit der Hofkapelle als Festorchester), was aber so kurzfristig nicht möglich sei, da die Musiker des Orchesters für Sommer schon andere Verträge haben (**).", "Letzte Änderung": "04.08.2024 12:05"}, {"ID": 191303015, "Datum": "1.3.1913, Samstag", "Haupttext": "Brief von Max Reger an Herzog Georg von Sachsen-Meiningen [in Heidelberg geschrieben, Postscriptum]:\r\n   »[...] hörte gestern [28.2.1913] hier eine wundervolle Messe von A. Bruckner, die ich baldigst in Meiningen bringen werde [...]« [gemeint: in einer Probe. Die Aufführung fand am 2.3.1913 statt] (*).\nPostkarte mit Otto Böhlers Silhouette \"Anton Bruckner in Bayreuth\":\r\n    \"Wien 1/3.13\r\n    Herzlichen Dank! Ihr ergebener Schaumann.\"\r\nAbsender \"Schaumann [/] IV. Waaggasse 5\".\r\nAdressiert an:\r\n    \"Herrn Dr. Ernst Kraus\r\n     Hof- und GerichtsAdvokaten\n     Wien\r\n     IV. Waaggasse. 5.\" [sic!] (**).", "Letzte Änderung": "05.08.2024 09:43"}, {"ID": 191403015, "Datum": "1.3.1914, Sonntag", "Haupttext": "Tschechische Erstaufführung der 3. Symphonie durch die Tschechische Philharmonie unter Adolf Zemánek [in Prag?] (*).\n \nAus Anlass der bevorstehenden Aufführung der 5. Symphonie [am 6./7.3.1914] bringt The Inter Ocean Nr. 342 auf S. 32 (= S. 8 des Magazinteils) einen ausführlichen Artikel über Bruckner, in dem auch eine Zeitgenossin Bruckners mit ihren Beobachtungen zitiert wird:\n\"         Irrelevant Chat of Musicians.\n           BY ERIC DELAMARTER.\nON THE resident orchestra's program for the coming week is a symphony by Anton Bruckner. The name of this little appreciated composer spells nothing but \"drought\"  to many, despite warm championing of his case by both Theodore Thomas and Mr. Stock. For in his more serious scores the public is disposed to find prolixity and a dry, academic mode of speech, and once that impression of a composer is current the span of a generation is barely enough to mitigate the curse. There are a few striking points in the brief Bruckner annals which may throw some light on the subject.\n     Bruckner was the son of a humble family, and to the end of his days insisted on being regarded as a \"working man.\" He was an organist of great zeal, largely self-taught in the art, though among his masters are mentioned Sechter, who was court organist in Vienna, and the theorist Kitzler. His zeal took the form of frequent organ recitals, and they were very negligee affairs, according to one who attended them regularly.\n     \"Bruckner used to play by the hour,\" says she. \"Nearly every afternoon he came to the church garbed in the corduroy suit of the workingman. 'Why should I make any difference?' he demanded when asked the reason. 'Am I not a day laborer like anybody else?'\n     \"His programs were largely impromptu and his fame at improvising was greater than his reputation as a technician. He was as unassuming as the role he chose for himself, and it was a great joy to chat with him after the concerts. He was witty and often wittily frank. The great sorrow of his life seemed to be that his rivals would not grant him sincerity in his feeling of democrazy.\"\n     Like everything else in Viennese musical politics, there is a reason behind this remark. Bruckner was almost exactly a contemporary of Brahms. During his days of greatest artistic development the theories of Wagner were the vital force in musical composition. Bruckner, though a symphonist in sympathies, enlisted in the cause of the \"leit-motif,\" and attempted to apply it in larger fashion than his forerunners to the larger \"absolute\" forms.\n     This gave the Wagnerites the chance to oppose a pronounced individuality to Brahms, whose lot it was to be the banshee lourished at Wagner and the operatic camp. It is a queer comment upon the \"clique\" conditions of these European music centers that neither Brahms nor Bruckner had any desire to become the vicarious battler for their respective theories and schools, and to Bruckner the situation was doubly tragic in that his nature was a nature of simplicity and candor–\"a villager, even in the capital,\" notes one chronicler.\n     But the enforced opposition to Brahms resulted in much good, however. Out of it grew the chance of performance for his symphonies and his three masses. Because of it his fame grew far beyond that of the simple \"villager\" he declared himself to be. In a popular sense, this fame is not as great as it appears to be among the more erudite musicians–as is also the case with the symphonies of Mahler. Conductors everywhere have been faithful to his works, however. The programs of the Chicago Symphony Orchestra have contained his second, third, fourth, seventh and ninth (the \"Unfinished\") and the fifth is the one chosen by Mr. Stock for performance this coming week.\" (**).\n \nIm Wochenkalender der Chicago Tribune Nr. 9 auf S. 63 (= S. 5 des 8. Teils) wird auch auf diese Konzerte verwiesen:\n\"            The Concert Calendar.\n[...]\n                     FRIDAY.\nOrchestra hall–Chicago Symphony orchestra, Frederick Stock, conductor. The program will include Strauss' \"Festival Prelude \" (new), Bruckner's symphony No 5 in B flat, and three Wagner selections–\"Siegfried in the Forest.\" \"Träume,\" in the Theodore Thomas arrangement, and overture to \"Rienzi.\" 2:15 p. m.\n                 SATURDAY\n[...]\nOrchestra hall–Chicago Symphony orchestra. Program as above. 8:15 p. m.\" (***).\n \nEin Inserat in The Sun Nr. 182 (New York) auf S. 60 (= S. 8 des 6. Teils) kündigt ein Chorkonzert für den 10.3.1914 an:\n\"         MUSICAL ART SOCIETY\n            CHOIR OF 75 SINGERS.\n    Frank Damrosch               Director\n        Tues. Ev'g, March 10, at 8:30\n               SPRING CONCERT.\n     WORKS BY Palestrina, Jasquin de Pree, Sweelinck, Bruckner, Cornelius, Brahms\nDIVERTIMENTO FOR WOOD WIND &amp; STRINGS, MOZART.\nTickets [...].\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191503015, "Datum": "1.3.1915, Montag", "Haupttext": "Artikel von Anny von Newald-Grasse »Anekdotisches von Bruckner« in »Der Merker« Nr. 5, S. 190 - 194.\nÜber den Musikunterricht im Hause Marböck, den Besuch eines französischen Organisten in St. Florian (und Bruckners Reaktion, noch prachtvoller als jener zu spielen), über eine Improvisation, deren Phantasiearmut Bruckner mit der dürftigen Kost erklärte, über die Treffen mit Moritz Marböck in den 1870er Jahren (in der \"Stadt Brünn\", mit dabei Baron Stift, Kunstzeichner Franz Teuchmann, Herr Pfrogner und Dr. Hermann), über eine nächtliche Improvisation im Heinrichshof bis 5 Uhr früh, einen Prater-Besuch (u.a. im \"Hirschen\" und im \"Prohazka\") mit Marböck und dem Ehepaar Schmeidel, das erste Treffen mit Schmeidels auf dem Kahlenberg, Kontakte mit Lia Marböck (Gesangsstudium bei Marchesi) im Konservatorium, ein Treffen in der \"Stadt Brünn\" nach den Londoner Tagen, ein Essen beim Fürsten Hohenlohe, Besuche bei Familie Marböck in Melk in der 1880er Jahren und Bruckners dortigem Orgelspiel (beendet durch den bier-verheißenden Abt Karl).", "Letzte Änderung": "21.12.2025 22:35"}, {"ID": 191803015, "Datum": "1.3.1918, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Sebastian Röckl »Ein Dankschreiben Anton Bruckners an Ludwig den Zweiten von Bayern« in »Der Merker« 9, S. 157-158.", "Letzte Änderung": "05.12.2024 21:25"}, {"ID": 192003015, "Datum": "1.3.1920, Montag", "Haupttext": "Mit dem 10. Philharmonischen Konzert der Berliner Philharmoniker feiert Arthur Nikisch sein 25jähriges Jubiläum als Dirigent dieser Konzertreihe. Zu diesem Anlass erhält er eine Jubiläumsmappe mit Huldigungsadressen von Persönlichkeiten des Musiklebens. Max Fiedler fasst in einer fiktiven Partitur dreizehn in C-Dur stehende Themen und Motive zusammen, wobei er den Posaunen das Hauptthema der 8. Symphonie Bruckners in der Form des Finaleschlusses zuweist (*).\n\n\nAufführung des \"Te deum\" durch die Singakademie Königsberg, den MGV Melodia und den Universitätschor unter Wilhelm Sieben [in Königsberg?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192103015, "Datum": "1.3.1921, Dienstag", "Haupttext": "Artikel in der Österreichischen Volks-Zeitung Nr. 59 auf S. 3 über das Autograph der f-Moll-Messe (*). \n\nErwähnt werden u. a. Fritz Winkler, Widmann, Theodor Reisch, Gustav Hueber (*a)\n\n\nDas Neue Wiener Journal Nr. 9812 bringt auf S. 3 ein Feuilleton von Elsa Bienenfeld über Paul Bekkers Mahler-Buch, in dem Bruckner erwähnt wird (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192203015, "Datum": "(1.3.1922, Mittwoch)", "Haupttext": "A. Stehle zieht in seiner Kritik des »Te deum« von Walter Braunfels in der Kölnischen Volkszeitung Vergleiche zu Bruckner (*). \nÄhnlich schreiben Gerhardt Tischer in der Rheinischen Musik- und Theaterzeitung und W. Jacobs in der Kölnischen Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192303015, "Datum": "1.3.1923, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung der Konzerte vom 11.3.1923 und 1.4.1923 [Quintett] mit dem Karl-Klingler-Quartett im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 100 auf S. 6.", "Letzte Änderung": "02.08.2026 10:16"}, {"ID": 192503015, "Datum": "1.3.1925, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Cornelius Preiß »Hugo Wolf und Anton Bruckner« (Teil I) im Linzer Volksblatt Nr. 49, S. 1f: erwähnt u.a. die Briefe an Emil Kauffmann vom 15.12.1891, 23.12.1892 und 10.3.1893.\n(Teil II erschien Dienstag, den 3.3.1925, in Nr. 50, S. 1f [der Text scheint auf den in Karl Kobalds »In memoriam Anton Bruckner« erschienenen Aufsatz Ecksteins (482/..) zurückzugehen]) (*).\n \nThe Atlanta Constitution Nr. 261 (The Constitution, Atlanta, Georgia) stellt auf S. 4 einen Bruckner-Schüler als Operndirigenten vor (mit Abbildung):\n\"Noted Conductor Accepts Summer Opera Post Here\n     Plans for the Atlanta season of summer light opera took definite shape [...\n                 Six Operas Booked.\n    [... geplante Operetten ...].\n     Paul Eisler, the conductor chosen for the season, is widely known as a composer, pianist and director. He was born in Vienna in 1876, educated at the Vienna gymnasium, and studied music with Anton Bruckner, Robert Fuchs and others, at the Vienna Conservatory of Music. He made his debut as a concert pianist at the age of 17 and became opera conductor in Vienna and at Riga. After a term as professor at the Imperial Academy in Vienna he came to America to be assistant conductor of the Metropolitan Opera company.\n              Eisler Widely Known.\n     Mr. Eisler has made concert tours with [... Solisten ...]. For four years he was conductor of the National Symphony orchestra of New York, associated with Arturo Bodansky [sic] and Mengelberg, and he wrote [... Stummfilm \"Roads of Destiny\", drei Operetten, viele Lieder ...].\n     Becoming thoroughly Americanized, Mr. Eisler married Miss Edith Ross, of Rutland, Vt., whose father is director and treasurer of the Howe Scale company.\" (**).\n \nEin Inserat in den Mississippi-Blättern Nr. 60 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) auf S. 14 macht auf das Konzert vom 11.3.1925 aufmerksam\n \"       St. Louis Massenchor-Konzert\n                 COLISEUM\n       Mittwoch abend, den 11. März 1925\n                       zum Besten des\nDeutschen Allgemeinen Protest. Waisenheims\n        Deutschen St. Vincent Waisenheims\n   Deutschen Protestantischen Waisenheims\n                St. Louis Altenheims\n      Anton Bruckner's \"Te Deum\nfür gemischten Chor, Soli und Orchester–Unter der Leitung von Hugo Anschuetz\n     St. Louis Symphonie-Orchester von 80 Mann\nSolisten: Elsa Alsen, dramatischer Sopran, New York; Arthur Middleton, Baß-Bariton, New York; Maude Covington, Contralto, St. Louis; Clarence Bloemker, Tenor, St. Louis.\nTicket Office [... Preise ...] (***).\n \nVom amerikanischen Musikleben berichtet ein Artikel im Rochester Democrat and Chronicle (Rochester, New York) auf S. 47 (= S. 3 des 3. Teils):\r\n\"      Matters of Moment in Music\n            By ERNEST NEWMAN\nGuest Critic New York Evening Pos\n     One curious feature of New York musical life has both interested and intrigued me. [... manche Werke werden sehr oft bespielt ...].\n     With so many orchestra, the repertory surely might be made a little more adventurous. At first, when I heard a Bruckner and a Mahler symphony–which no conductor woulg risk in London just now–I congratulated mayself on having come to a town where I shuould be able to get away frequently from the routine round of familiar works. [... aber auch New York spielt wie London \"for safety\" ... ausführlich über das Konzertrepertoire ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 12:16"}, {"ID": 192603015, "Datum": "1.3.1926, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. und 9. Symphonie unter Lindemann in Freiburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192703015, "Datum": "1.3.1927, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Leopold Reichwein im Großen Musikvereinssaal in Wien (*).\nBrief von Max Auer an Ernst Kurth (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 00:29"}, {"ID": 192803015, "Datum": "1.3.1928, Donnerstag", "Haupttext": "Gritli Renker (Bern) bestellt bei Franz S. Forster für ihren Mann Gustav Renker ein Holzrelief (IKO 239) (*).\n \nAufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Göhler im 100. Konzert der Hallischen Philharmonie (**).\n \nDer Los Angeles Evening Express Nr. 292 stellt auf S. 9 einen Pianisten vor, der am Wiener Konservatiorium Schüler Bruckners war:\n\"    MUSIC AND MUSICIANS\nDR. ALEXANDER LAMBERT, EMINENT PIANIST-PEDAGOGUE, VISITS HERE\n     [... hier Kurzurlaub, erstmal an der Westküste, 65 Jahre alt ...].\n     Dr. Lambert belongs to that older group of New York artists, who with Damrosch and Thomas have made musical history in and for America. His memoirs of American and European experiences would make fascinating and informative reading. Sponsored by Rubinstein, he studied with Liszt for a concert career, Bruckner was his composition teacher. With Brahms he dined as late as four weeks before the master's death. His friends include Tschaikowsky and Saint-Saens, Ferdinand Hiller, Joachim and Sarasate, with whom he toured for years, giving many concerts of his own throughout Europe and in the East with great success.\n     [... Zitate aus einem Gespräch mit Lambert ... auf Bitten seines Freundes Josef Hofmann nun Lehrer am Curtis Institute of Music in Philadelphia ... 14.000.000 $-Spende der Förderin ... Lamberts Schüler ...].\"\n[siehe die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "06.06.2025 13:47"}, {"ID": 192903015, "Datum": "1.3.1929, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Reußische Kapelle unter Heinrich Laber (*).\n\n\nHinweis auf das heutige Konzert in The Cincinnati Enquirer Nr. 60 auf S. 7. Gershwin war bei der letzten Probe anwesend (**).\n\n\n\nAufführung der 4. Symphonie durch das Cincinnati Symphony Orchestra unter Fritz Reiner um 14:30 Uhr im 14. Nachmittagskonzert im Emery Auditorium in Cincinnati.\nAußerdem stehen Werke von Sinigaglia, Gershwin (\"An American in Paris\"), Mozart und Händel auf dem Programm. Mitwirkender Solist ist der Tenor Richard Crooks.\nGershwin war zur letzten Probe am 28.2.1929 nach Cincinnati gekommen und besuchte auch das Konzert [zumindest für die erste Hälfte verbürgt].\nWiederholung am 2.3.1929 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193003015, "Datum": "1.3.1930, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 7.3.1930 mit der 4. Symphonie in der Linzer Tages-Post Nr. 51 auf S. 7, ein redaktioneller Text in Spalte 1 und ein gebührenpflichtiger Text in Spalte 2.", "Letzte Änderung": "07.01.2024 09:56"}, {"ID": 193103015, "Datum": "1.3.1931, Sonntag", "Haupttext": "Artikel »Bruckner als Pädagoge« von Friedrich Eckstein in den Münchner Neuesten Nachrichten (*).\n \nAufführung des Chors \"O Lord Most Holy\" [= \"Ave Maria\" WAB 6], \"(arr. by Dickens)\" in einem Geistlichen Konzert in der Zion Lutheran Church in Sandusky (**).\n \nThe Brooklyn Daily Eagle Nr. 59 kündigt auf S. 36 (= S. 16 des 2. Teils) die 7. Symphonie für Mittwoch- und Samstagabend und Freitagnachmittag [4., 6. und 7.3.1931] an und erinnert an die letzte Aufführung im Februar 1927 [17./18.2.1927] (***).\n \nIn The Brooklyn Times (Times Union, Brooklyn) erfährt man auf S. 40 (= S. 8 des 3. Teils) außerdem, dass das erste Konzert am Mittwoch und nicht am Donnerstag stattfindet und eine weitere Wiederholung am Sonntag sein wird (°).\n \nDer Berliner Rundfunksender überträgt um 18 Uhr ein Konzert des Berliner Sinfonie-Orchesters unter Ernst Kunwald. Neben drei Nummern von Richard Wagner und Haydns Paukenschlag-Sinfonie wird als zweiter Programmpunkt das Andante der 4. Symphonie aufgeführt (°°).\n \nDer Rundfunksender Heilsberg (Königesberg, angeschlossen Danzig) bringt von 22:30 bis 23:00 Uhr ein Konzert des Funkorchesters unter Erich Seidler, das mit Bruckners g-moll-Ouvertüre eingeleitet wird (°°°).", "Letzte Änderung": "27.03.2026 17:44"}, {"ID": 193203015, "Datum": "1.3.1932, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Haarlem (*).\nKritik zur Londoner Aufführung der 7. Symphonie [vgl. 6.2.] von William McNaught in The Musical Times (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 15:56"}, {"ID": 193303015, "Datum": "1.3.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Die Aufführung der 9. Symphonie (in der Urfassung) durch das Berliner Funkorchester unter Eugen Jochum wird um 21 Uhr vom Berliner Rundfunksender (angeschlosssen sind Stettin und Magdeburg) übertragen [Wiederholung, vgl. 15.2.1933]. Der nächste Programmpunkt (Blasorchesterkonzert aus London) beginnt um 22:35 Uhr.", "Letzte Änderung": "01.04.2026 09:20"}, {"ID": 193603015, "Datum": "1.3.1936, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung der Originalfassung der 4. Symphonie in Leipzig durch das Leipziger Sinfonie-Orchester unter Hans Weisbach, der auch einen Einführungsvortrag mit Tonbeispielen hält, im Gewandhaus (*).\nWeisbach demonstriert dabei die Unterschiede zwischen Erstdruck- und Originalfassung und führt auch das Scherzo der Erstfassung auf. Max Auer und Robert Haas wohnen der vom Reichssender Leipzig unterstützten Aufführung bei (**).\n \n[Vermutlich noch im März 1936]\r\nRundfunksendung einer Wachsaufnahme aus München und Vorbereitung einer Schallplatten-Aufnahme [siehe die Anmerkung] (***).\n \nAufführung der 2. Symphonie unter Ernst Praetorius in Ankara (°).", "Letzte Änderung": "19.04.2025 17:25"}, {"ID": 193703015, "Datum": "1.3.1937, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Siegmund von Hausegger im 8. Konzert des Konzertvereins München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193803015, "Datum": "1.3.1938, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Xaver Müller »Die Brucknerschule zu St. Florian« im Linzer Volksblatt Nr. 49 und [gleiches Datum?] in der Welser Zeitung Nr. 10.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194403015, "Datum": "1.3.1944, Mittwoch", "Haupttext": "Castelle liefert an Intendant Glasmeier eine Abhandlung »Anton Bruckner im europäischen Musikleben der Gegenwart«, die auf seiner »Blattei aus Zeitungsausschnitten über Bruckner-Aufführungen« [prov. WAB 86] basiert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194603015, "Datum": "1.3.1946, Freitag", "Haupttext": "Leopold Nowak tritt die Nachfolge von Robert Haas als Leiter der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek und Herausgeber der Gesamtausgabe an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195103015, "Datum": "1.3.1951, Donnerstag", "Haupttext": "Festrede von Erich Schenk anläßlich der Übergabe von Ernst Schwanzaras Manuskript und Buch »Anton Bruckner, Harmonielehre - Kontrapunkt« an die Universität Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195703015, "Datum": "1.3.1957, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« [und der 9. Symphonie?] durch das Radio Philharmonische Orchester [Hilversum] unter Bernard Haitink im Concertgebouw Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196203015, "Datum": "1.3.1962, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Niederösterreichische Tonkünstler-Orchester unter E. Märzendorfer in Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196403015, "Datum": "1.3.1964, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch den Lehrergesangverein unter Max Loy in der Meistersingerhalle in Nürnberg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197203015, "Datum": "1.3.1972, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Josef Krips in Syracuse, NY.\nZu weiteren möglichen Aufführungen in der Folgezeit siehe die Anmerkung.", "Letzte Änderung": "23.09.2025 06:58"}, {"ID": 197503015, "Datum": "1.3.1975, Samstag", "Haupttext": "Brief von P. Leonhard A. Hüttner OFM.\n[damit in Zusammenhang?] Beiliegend Postkarte mit dem Bruckner-Porträt von Josef Büche IKO 66.", "Letzte Änderung": "22.10.2024 18:32"}, {"ID": 202308136, "Datum": "13.-19.8.2023, Sonntag bis Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Tage in St. Florian mit Aufführungen des Streichquartetts [WAB 111], der Kompositionsübung WAB 210, des 146. Psalms und der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") (Mitwirkende u.a. Matthias Giesen, Klaus Laczika, Rémy Ballot), mehreren weiteren Konzerten (mit Werken von Middelschulte, Kropfreiter, Reger u.a.) und einem kleinen Symposion (Referate von Christa Brüstle, David Chapman und Markus Neuwirth) (*).\r\nAm 18./19. August Aufführung und Einspielung der d-Moll-Symphonie in der Edition Chapman durch das Altomonte-Orchester unter Remy Ballot (**).", "Letzte Änderung": "25.02.2026 10:39"}, {"ID": 198303015, "Datum": "1.3.1983, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das [bulgarische] Rundfunkorchester unter Valentin Georgiev [in Sofia?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199603015, "Datum": "1.3.1996, Freitag", "Haupttext": "Bruno Kaufmann transportiert den gestern in St. Florian dem Sarkophag entnommenen Leichnam Bruckners zur Konservierung in die Schweiz. Mit dem Arbeitsbeginn im Anthropologischen Forschungsinstitut in Aesch wartet man bis 11. März, um den Großteil des Konservierungsmittels ablüften zu lassen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202208136, "Datum": "13.-20.8.2022, Samstag bis Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Tage in St. Florian mit dem Schwerpunkt-Thema \"1. Symphonie\" (Leitung: Matthias Giesen und Klaus Laczika).\r\nBeim Symposion am 19.8.2022 sprechen Thomas Röder, Ines Weber und Julian Horton.\r\nAm 19./20. August Aufführung der 1. Symphonie (Wiener Fassung) und des \"Te deum\" durch das Altomonte-Orchester unter Rémy Ballot und den Hard-Chor unter Alexander Koller.", "Letzte Änderung": "25.02.2026 10:39"}, {"ID": 198811135, "Datum": "13.-21.11.1988, Sonntag bis Montag", "Haupttext": "[Wann genau?] Aufführung[en?] der 4. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache in Israel (Tel Aviv, Jerusalem oder Haifa).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185902135, "Datum": "13.2.1859, Sonntag", "Haupttext": "Eintragungen im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 86r (Bruckners Seitenzählung:\"1.\"):\n\"13. Febr [1]859.        Einfacher strenger Contrapunct.\nZweistim[m]ig      Consonanzen 1, 3, r 5, 6, 8, 10.\"\nDie fünf Akkoladen sind zu Beginn bezeichnet:\n\"1. Gattung Note gegen Note.\"\n\"2. Gattung 2 Noten gegen eine\"\n\"oder:\" [im 3/4-Takt]\n\"3. Gattung 4 Noten gegen eine.\"\n\"4. Gattung Bindungen\" [synkopisierte Gegenstimme] (*).\n \nBall des »Frohsinn« in den Redoutensälen (**).", "Letzte Änderung": "20.11.2024 09:27"}, {"ID": 186002135, "Datum": "13.2.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 119r:\n\"13. Febr. 3 Uhr Morgens.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102135, "Datum": "13.2.1861, Aschermittwoch", "Haupttext": "Abfahrt 7 Uhr in Linz, Ankunft in Wien 12 Uhr. Letzter Studienaufenthalt bei Sechter (*). \n\nIn dieser Zeit wird Bruckner [beim \"Frohsinn\"] von Engelbert Lanz vertreten (**)\n\n\nBruckner wohnte [die ganze Zeit?] im Gasthaus Goldener Stern [siehe die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302135, "Datum": "13.2.1863, Freitag", "Haupttext": "Otto Kitzler leitet die Linzer Erstaufführung des »Tannhäuser«. Der »Frohsinn« unter Bruckners Einstudierung wirkt beim Pilgerchor mit.\r\nMitwirkende u. a.: Karoline Denemy-Ney (Venus) und Josef Erl (Tannhäuser) (*), Frl. Weber [Elisabeth?] (**).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 13:56"}, {"ID": 186702135, "Datum": "13.2.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Nachdruck des Fremdenblatt-Artikels (über die Wiener Aufführung der d-moll-Messe) im Linzer Abendboten Nr. 36 auf S. 2: \n\n     » - Ueber Bruckners große Messe in der Hofkapelle zu Wien schreibt der Musik=Referent des Frd. Bl.: „Vor dem philharmonischen Concerte hörten wir in der Hofkapelle eine große Messe von Anton Bruckner, dem Linzer Domorganisten. Vor Jahren hat dieser Tonkünstler bei dem Altmeister Sechter die Kompositionslehre durchgemacht, und ist aus dieser Schule, die an Strenge und Grausamkeit der Prisnitz'schen Wasserkur vergleichbar, mit glänzenden Fähigkeiten ausgestattet hervorgegangen. In Bruckner's Messe läßt sich diese Schule wohl stellenweise an der Kunst der Mache durchfühlen; was aber die Auffassung des Meßtextes betrifft, so liegt sie von Sechter's Richtung meilenweit ab. Sie ist nämlich wesentlich poetisch, und zwar zu einem großen Theile poetisch im Sinne der Zukunftsmusiker, so daß meistens eben so viel Musik verloren geht als an Poesie gewonnen wird. Namentlich macht sich diese poetisirende, schildernde und malende Tendenz im eigentlichen Herzen des Meßtextes, im Credo bemerkbar; hier geht Bruckner jeder Verlockung zu poetischer Illustration in die Falle. Auf solche Weise geht der Satz der einheitlichen Stimmung verlustig, er zerbröckelt unter der Hand wie Linzer Torte. In grellen Instrumentaleffekten, in unsangbarer Behandlung der Menschenstimme, in harten harmonischen Fortschreitungen leistet Bruckner mitunter das Kühnste, obgleich ihm, was den letzten Punkt betrifft, der oberösterreichische Organist in treuherzigen Sequenzen hin und wieder in den Nacken schlägt. In anderen Sätzen, wie im Kyrie und im Agnus, bleibt er strenge bei der Stange, und aus diesen Stücken leuchtet eine unleugbare musikalische Begabung von nicht gewöhnlicher Art. Offenbar hat sich bei Bruckner in ein ursprünglich gesundes Kernholz ein fremdartiges Propfreis gesenkt, welches an seinen besten Kräften zehrt. Möge er dieses Gewächs bei der Wurzel fassen und es um seiner eigenen musikalischen Zukunft willen herzhaft herausreißen. Und nun sprechen wir schließlich einen alten Lieblingsgedanken aus, wenn wir Herrn Bruckner wünschen, es möchte ihm gelingen, sich in Wien auf die Dauer musikalisch niederzulassen. Man könnte in Wien diesen zu Linz internirten Tonkünstler, der sich einer fast sträflichen Bescheidenheit befleißigt, an zwei Handhaben fassen: an seinen großen theoretischen Kenntnissen aund an seinem wahrhaft bedeutenden Orgelspiel. Ist keine Kirche für ihn gebaut, kein Lehrstuhl für ihn vakant? Was er als Lehrer sein könnte, wissen wir freilich nicht aus eigener Anschauung; wie er aber die Orgel meistert, haben wir wiederholt erlebt. Auch gestern, am Schluß seiner Messe, setzte er sich an die Orgel und führte ein Thema frei durch. Mit welcher Kraft und Fülle das durch die Kapelle brauste! In virtuoser Behandlung des Pedals hat Herr Bruckner nicht leicht einen Nebenbuhler; er entwickelt darin eine wahre Fingerfertigkeit der Füße. Und dem entspricht seine wunderbare Gewandtheit auf dem Manual, eine Gewandtheit, für die kaum eine Schwierigkeit vorhanden ist. Es liegt zwar nicht in unserer Art, die Kirche so leicht zu Hilfe zu rufen; wenn sie aber einem Manne wie Anton Bruckner die seinen Fähigkeiten entsprechende Stelle anwiese, würde sie nur in ihrem eigenen Interesse handeln.”«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186802135, "Datum": "13.2.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Credo der f-moll-Messe beendet »Linz den 13. Februar 1868.« (*).\nBeim Faschings-Herrenabend des »Frohsinn« im Urfahrer Gasthaus Seeg werden Werke von Brixner (»Da Kirta«, »Lieder-Quadrille«, »Tier-Quartett«), Engelsberg (»Doktor Heine oder ein Rigorosum im Sommer«, »Allerliebstes Mäuschen«), Genée (Chinesische Teekessel-Serenade«), Kopriva (Finale aus der Kriminal-Oper »Der Bluthund«) (**) und erstmals Bruckners »Vaterländisches Weinlied« [WAB 91] aufgeführt (***).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 14:11"}, {"ID": 186902135, "Datum": "(13.2.1869, Samstag)", "Haupttext": "Stadtpfarrer Johann Schropp stellt die Bezüge zusammen, die Karl Waldeck noch für 1868 zu zahlen sind - hauptsächlich Stiftungsgebühren von der Stadtpfarrkirche (21,865 fl, geringe Posten von der Gottesackerstiftung (66,5 xr) und von der Kalvarienkirche (31 xr).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187002135, "Datum": "(13.2.1870, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Mendelssohn, Bach/Esser, Berlioz und Bruch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187502135, "Datum": "13.2.1875, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld:\r\n   War auf Wunsch Mayfelds bei Salzmann, trotz Herbecks Vorinformation - Pius Richter sei seit 4 Jahren von Hohenlohe vorgesehen [als Vize-Kapellmeister an der HMK (*)]. Zukunftspläne: als Organist in England oder daheim an Theatern (oder Zappes Linzer Position). Wagner dürfe man um nichts bitten. Liszt? Gräfin Dönhoff?? Anfragen in Wiesbaden über einen Frankfurter Schüler und in Pest über Hans Richter. Kann vor Schulden die 4. Symphonie nicht kopieren lassen.", "Letzte Änderung": "07.12.2024 14:06"}, {"ID": 187802135, "Datum": "13.2.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen und »5« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102135, "Datum": "13.2.1881, Sonntag", "Haupttext": "Das »Neue Wiener Tagblatt« Nr. 43 meldet, die Philharmoniker hätten die 4. Symphonie als für »ihre Konzerte nicht geeignet« abgelehnt (*).\nBrief Richters [an einen Redakteur des Tagblattes, vermutlich Wilhelm Frey]:\r\n   Dankt für die freundlichen Zeilen über Bruckner; bittet um Berichtigung - die Philharmoniker, die schon 1873 bei der 2. Symphonie unentgeltlich mitgewirkt hätten, hätten die 4. Symphonie nicht abgewiesen, sondern nur die Aufführung einzelner Sätze erwogen, wogegen er, Richter, sich ausgesprochen habe (**).\nBruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine Messe von Mozart, ein Graduale (mit Altsolo) von Krall und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Laurenz Weiß (***).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 12:30"}, {"ID": 188302135, "Datum": "13.2.1883, Dienstag", "Haupttext": "(*) Über die Aufführung der 6. Symphonie schreibt Hanslick in der Neuen Freien Presse Nr. 6632 (Morgenblatt) auf S. 1 - 3:\r\n          »Feuilleton.\r\n               Concerte.\n     Ed. H. [... 2 Seiten Berichte über mehrere Konzerte ... auf S. 3:]\r\n     Die Philharmoniker sind nach der üblichen Faschingspause mit ihrem siebenten [sic] Concert hervorgetreten. Mit Ausnahme von Beethoven's zweiter Leonoren=Ouvertüre hat es uns keinen ungetrübten Genuß bescheert. Als Novität erschienen zwei Symphoniesätze, Adagio und Scherzo, von Anton Bruckner. [... er finde keinen Zugang zu Bruckners Werken ... trotz Mängeln (»Rosalien«) konnte das Adagio durch seine Stimmung für sich einnehmen.] Der groteske Humor des in lauter unerklärlichen Gegensätzen sich müde taumelnden Scherzo fand mich dagegen völlig rathlos. Zum Glück schien dies Anderen nicht zu passiren, denn der Componist wurde unter stürmischen Acclamationen eines Theiles der Hörerschaft unzähligemal gerufen. Bruckner genießt durch seine ehrenhafte, sympathische Persönlichkeit das allgemeine Wohlwollen, durch seine lehramtliche Thätigkeit die Liebe seiner Schüler, endlich durch seine schwärmerische Wagner=Verehrung die kräftigste Unterstützung der „Partei”. Letztere würde indessen in Bruckner's eigenem Interesse handeln, wenn sie ihre Sympathie in weniger brüsken Formen ausdrücken wollte. [... über die Werke Eckerts und Spohrs ...]« (*).\n(**) Max Kalbeck in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1063 auf S. 1f:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Fasten=Concerte.\r\n     Einen neuen Erfahrungsbeweis für die Lehre Arthur Schopenhauer's, daß der Schmerz etwas Positives, die Freude dagegen, welche nur in dem Aufhören des Schmerzes bestehe, etwas durchaus Negatives sei, hat uns der Fasching geliefert. [... sarkastische Bemerkungen zu einem Klavierabend von Pauline Berthensohn-Woronetz mit einem miserablen Orchester und zu harter, grimmiger Klaviertechnik ...] doch das sind am Ende interessante Capricen,die man einer liebenswürdigen Dame nicht übel nimmt.\r\n   Ernster könnte man mit den Philharmonikern wegen ihres letzten Concertprogramms rechten, das eine ganze Last von ungleichwerthiger Musik enthielt. Zwei Theile eines neuen Bruckner'schen Werkes, eine vollständig wieder ausgegrabene Symphonie von Spohr und obendrein ein Eckert'sches Violoncell=Concert - zu viel des Problematischen stürmt da zusammen auf uns ein. Die Räthsel, welche uns Bruckner in dem Adagio und Scherzo seiner sechsten Symphonie aufgibt, sind dunkel wie ein Abschnitt aus Jacob Böhme's „Mysterium magnum”. Wir wissen, daß die schöpferische Kraft, die in dieser verworrenen Fülle von Harmonien sich offenbaren will, keine unbedeutende ist, und einzelne Lichtblitze, welche, aus dem Chaos emporflammend, die Geburt eines Sternes zu verheißen scheinen, geben Kunde von dem geheimnißvollen Walten eines ursprünglichen Geistes. Aehnliches wie die Zustände dieser Symphonie haben wir oft erlebt bei seltsamen psychophysischen Vorgängen in unserem Innern, sei es während eines leiblichen oder geistigen Rausches, sei es zur Zeit des Einschlafens und Erwachens oder unter außerordentlichen Verhältnissen, in welchen durch ein unvorhergesehenes Ereigniß froher oder trauriger Art unser Bewußtsein auf Augenblicke gebunden und gelähmt wurde. Wir können uns daher ungefähr vorstellen, wie es im Gemüthe eines Menschen aussieht, welcher die Vorbedingungen des künstlerischen Schaffens mit diesem selbst, den Taumel der Begeisterung mit der Energie der Darstellung, das subjective Wollen mit dem objectiven Können verwechselt. Hiezu neigt Anton Bruckner in bedenklicher Weise; ein Jacob Böhme der Musik, bedient er sich einer eigenen, aus Tiefsinn und Verkehrtheit zusammengesetzten Terminologie des musikalischen Mysticismus. Wie Böhme beliebige Mineralien mit menschlichen Empfindungen und göttlichen Persönlichkeiten identificirt, so erhalten bei Bruckner beliebige Accordfolgen und Tonreihen eine Bedeutung, die ihnen von Natur nicht innewohnt. Wollte er consequent sein, so müßte er Programme zu seinen Symphonien herausgeben, um sich noch in einer anderen Sprache seinen Zuhörern klar zu machen. Der Gott der Töne gibt ihm selten zu sagen, was er denkt und fühlt, sondern vielmehr, wie er denken und fühlen würde, wenn er das Unaussprechliche zu sagen vermöchte. Im Traum ist, wie bekannt, Jeder ein kleiner Shakespeare; vom Dichter aber verlangen wir, daß er dies auch im Wachen bethätige. Bruckner wäre zu einem der Ersten berufen, hätte er neben seiner Einbildungskraft und seinem Schaffenstriebe auch das Vermögen des Vergegenwärtigens; seiner Phantasie fehlt die Logik, seiner Inspiration das innere Gesetz, nach welchem, unberührt vom Zwange äußerer Formen, der Proceß künstlerischer Gestaltung sich vollzieht. Sein Adagio in F-dur klingt wie ein Traum, den irgend ein Meister, meinetwegen der „Meister” selbst, von dem Schlußduett im „Siegfried” und den „Meistersingern” gehabt hat; es isr reich an vortrefflichen Gedanken, eigenthümlichen Wendungen, Feinheiten der Harmonisirung und Instrumentirung, und wir begreifen, daß man sich in dasselbe, wenn nicht hineinleben, so doch verlieren kann. Zu dem Scherzo in A-moll ein näheres Verhältniß zu gewinnen, ist uns nicht gelungen; die Tongespenster, welche darin umhertreiben, machen es gar zu toll: als hätten Wolfsschlucht und Walpurgisnacht sich ein Rendez=vous gegeben, so stampft und tobt, brüllt und wiehert Alles wild durch einander. Die Zukunft, welche ein solches zerrissenes, aus hundert Klüften widerhallendes Tonstück zu genießen vermag, wünschen wir uns fern; aber auch in dem stillen Gärtchen, welches Spohr's C-moll-Symphonie umfriedet, wollen wir nicht mehr ausruhen. [... über Spohrs Symphonie und Eckerts Konzert ...] Die traurige Wahrnehmung, daß vorzügliche Mittel an ein zweifelhaftes Unternehmen gesetzt wurden, drückte dem sechsten Philharmonischen Concert, das mit Beethoven's zweiter Leonoren=Ouverture so herrlich begonnen hatte, den charakteristischen Stempel auf; die über jedes Lob erhabenen Leistungen Jahn's und des von ihm geleiteten Orchesters standen in keinem Verhältnisse zu den Gegenständen, an welchen die Kräfte der Mitwirkenden geübt wurden. [... über Gustav Walters Konzert ...] Max Kalbeck.« (**).\n(***) Konstitutionelle Vorstadt-Zeitung (Österreichische Volkszeitung) Nr. 42 auf S. 3:\r\n   »Konzert. Unser Ruf nach Novitäten in den philharmonischen Konzerten ist nicht ungehört verhallt. Das sechste Konzert brachte vorgestern zwei Sätze einer neuen (der sechsten) Symphonie von Anton Bruckner, unserem Meister des Kontrapunktes. Es ist schwere Musik, welche die volle Aufmerksamkeit des Hörers in Anspruch nimmt, aber gedankenreich, überaus kunstvoll durchgeführt und warm empfunden. Die Themen des Adagio sind von imponirender Breite, zumal der Seitensatz wirkt mit seiner Steigerung außerordentlich. Dabei ist das Adagio weit entfernt von jenem Grübeln, über dem man so häufig in neueren Symphonien zu keiner Musik kommt. Es ist im Gegentheil für den aufmerksamen Hörer beim ersten Hören in der Form ganz zu durchschauen. Interessant ist das Scherzo. Ist es eine absichtliche Huldigung an den von Bruckner hochverehrten Bayreuther Meister, oder hat Wagner Bruckner gerade bei Komposition dieser Symphonie nicht aus dem Kopfe wollen - das Scherzo ist eine symphonische Phantasie über die „Nibelungen” geworden. Wir finden in ihm gerade die markantesten Motive der Tetralogie, die, mit Meisterschaft verarbeitet, ein originelles Ganzes geben. Besonders sei der ganz eigenartigen, meisterhaften Instrumentation der beiden Sätze gedacht, welche den Wunsch nach der Aufführung des ganzen Werkes rege machten. - [... über die anderen Werke ...] Direktor Jahn leitete alle diese Nummern mit Meisterschaft.« [keine Signatur] (***).\n(°) Die Presse Nr. 42 auf S. 11 (signiert »h.« [vermutlich L. B. Hahn]):\r\n      »(Concerte.) Seit die Pforten der Tanzsäle sich geschlossen haben, stehen die der Concertsäle wieder angelweit offen. [... über Gustav Walters Konzert ...] Die Philharmoniker begannen mit Beethoven's „Leonoren”=Ouverture Nr. 2 und schlossen mit Spohr's fünfter Symphonie in C-moll. Dazwischen lagen das von Herrn Hummer hübsch und mit gutem Geschmacke vorgetragene Cello=Concert von Eckert und zwei Sätze (Adagio und Scherzo) aus einer Symphonie (Nr. 6) von Bruckner. Beide schwelgen in Erinnerungen an Richard Wagner, in dessen verschiedenen, vorzugsweise aber jüngeren Stylarten und wenden den „symphonischen Styl” der Bayreuther „Fest=”, „Weihfest=” und „Bühnenweih=Festspiele” leider nun auch auf die Symphonie selbst an. Im Ganzen hat der wilde Componist etwas an Zucht gewonnen, aber an Natur verloren. Beim Adagio hielten Interesse und Befremden einander im Publicum noch die Waage und es ging, wenn auch zögernd, mit. Bei dem ausschließlich durch Seltsamkeiten fesselnden Scherzo trennte sich aber - wie ein Sportsman [sic] sagen würde - das Roß von seinem Reiter. Eine kleine Claque schien sichs in den Kopf gesetzt zu haben, die Legitimirung auch dieses Satzes in revolutionärem Wege zu erzwingen; vergebene Mühe. Wir kommen auf beide Abende und einige andere demnächst [am 2.3.1883] des Genaueren zurück    h.« (°).\n(°°) Speidel im Fremden-Blatt Nr. 42 auf S. 6:\r\n»     (Sechstes philharmonisches Konzert.) Man kann es als ein Ereigniß bezeichnen, daß die Philharmoniker in ihrem jüngsten Konzert eine Symphonie von Spohr brachten. [... ausführlich über Spohr ...] - Neben das Aeltere stellte sich kühn das Neuere und Neueste, eine Symphonie von Anton Bruckner, allerdings nicht die ganze, sondern nur zwei ausgewählte Sätze, ein Adagio und ein Scherzo. Das Adagio, ein breiter Satz in F-dur, nimmt alle Vortheile der allerneuesten Musikentwicklung für sich in Anspruch und steht bis an die Zähne mit Blech gepanzert da. Es beginnt mit einem sehnsüchtig leidenschaftlichen Thema, das mit den interessant laufenden Bässen in schneidende Gegenbewegung gesetzt ist; über den Streichern, die dieses ausführen, schwebt ein von den Oboen getragener rasch bewegter Kontrapunkt. Man hat sofort den Eindruck einer ungewöhnlichen Fülle und wird von dem melodisch kühnen, rhythmisch gespannten und spannenden Hauptgedanken energisch gepackt. Ein zweites Thema, das zuerst in E-dur erklingt – man sieht, daß auch hier gerutscht wird [wie zuvor bei Spohr besprochen] – hat in der wiederkehrenden Achtelfigur leider Aehnlichkeit mit dem wiegenden Hauptthema von Richard Wagner's „Siegfried=Idyll”. Im Uebrigen entwickelt der Komponist eine überall durchquellende thematische Kraft und eine Macht der Steigerung, die hinreißend wirken kann, freilich auch alle Mittel des Orchesters erschöpft. Es schlagen geniale Elemente durch, allerdings auch trübe Elemente. Das Scherzo hält den Vergleich mit diesem Satze nicht aus; es ist, als ob der Komponist zuletzt den logischen Faden aus der Komposition herausgezogen hätte. Als ein seltsamer, etwas leerer Eigensinn muß es erscheinen, daß ein Dreiklang durch fast ein Dutzend Takte durchgehalten ist. Bei Beethoven sind dergleichen Schlüsse das Austoben einer überschüssigen Kraft. Das Adagio fand lebhaften Beifall, wogegen bei dem Scherzo die Meinung des Publikums getheilt war. [... über die anderen Programmnummern ... Signatur:]    sp.« (°°).\n(°°°) Besprechung in der Morgenausgabe der »Tribüne« Nr. 42 auf S. 2:\r\n»Concerte\r\nFeuilleton von August Seelig [...] kamen zwei Sätze aus der sechsten Symphonie von Bruckner in A-dur, Adagio und Scherzo. Wäre gegen das Herausreißen einzelner Sätze aus symphonischen Werken nicht energisch genug Protest zu erheben, den Bruckner'schen Bruchstücken gegenüber finden wir den Modus begreiflich. Sie sind alles Andere, nur keine Symphoniesätze, und erwächst ihnen aus der Einzelvorführung sicherlich kein Nachtheil. Das Adagio ist dramatisch gedacht, voll schöner, erhabener Gedanken, aber unverständlich in seinem Verlauf und von ermüdender Länge. Das Scherzo zeichnet sich mehr durch Formensinn aus, sein musikalischer Inhalt macht auf's erste Hören keinen besonderen Eindruck. Der Componist, dessen gediegenes Wissen allenthalben mit Recht hoch geschätzt wird, erfreut sich namentlich bei der akademischen Jugend einer überschwenglichen Verehrung. Dieser wurde von einigen mit starken Lungen begabten Jünglingen so lauter Ausdruck gegeben, daß die Opposition der ruhiger denkenden Männer heraufbeschworen wurde. [...]« (°°°).\n(Populäres Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Volkmann, Brahms, Schumann, Beethoven, Paganini, Herbeck, Spohr, Goldmark, Schubert, Kirchner und Mendelssohn (#)).\nRichard Wagner in Venedig gestorben. Kalendernotiz Bruckners: »R. W. +« (##).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:21"}, {"ID": 188402135, "Datum": "13.2.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester:\n     In den letzten Tagen sei er nicht zum Briefeschreiben gekommen, da Bruckner ihm ein Arrangement der 3. Symphonie für 2 Klaviere vierhändig zum Studium verschafft habe.\n     Bei seiner Matinée letzten Sonntag [10.2.1884] wurden zu Beginn der 1. und 2. Satz der 3. Symphonie gespielt (Göllerich Klavier 1, Stradal Klavier 2). Unter den über 30 Zuhörern waren Hofrat Prof. Zimmermann [Robert von Zimmermann], Prof. Schuster von der Kunst-Chronik [Heinrich Maria Schuster], die Brüder Thern, das Ehepaar Novotny [Onkel und Tante von Göllerich], Emile Harnwolf [und wohl auch Bruckner selbst].\n     \"Bruckners Werk gefiel ganz besonders, was diesen unendlich freute, so daß er, der Unvergleichliche uns seine \"Woltäter\" nennt! [... Zimmermann und Schuster waren entzückt ...] Das ist für Bruckner sehr gut, denn diese Menschen können ihm schaden oder nützen. [...]\n     So haben doch Liszt u Bruckner wieder bei Einigen Anerkennung gefunden u einige Vorurtheile wurden zerstreut. [...]\" (*).\n \n(Gedächtnisfeier des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal. Hans Paul von Wolzogen hält die Gedächtnisrede. Es erklingen ein Chor \"Zu Richard Wagner's Gedächtniss\" und die Gralsfeier aus dem 1. Akt des \"Parsifal\". Hugo Wolf schreibt über diesen Abend eine Besprechung (**)).", "Letzte Änderung": "04.05.2024 20:39"}, {"ID": 188502135, "Datum": "13.2.1885, Freitag", "Haupttext": "Bruckner hört in einem Konzert die Sängerin Rosa Papier (*).\r\n   Es erklingen Wagners (umgetexteter) Chor »Am Grabe Webers« [= »Zu Richard Wagner's Gedächtniss«], die Rezitation eines Gedichts »Auf Richard Wagner's Tod« von Ernst von Wildenbruch durch Lewinsky, die Todesverkündigungsszene aus der »Walküre« (mit Frau Papier und Herrn Winkelmann, am Klavier Hans Paumgartner) und die Schlußszene aus Parsifal (mit Reichmann und Winkelmann, am Klavier Robert Erben), Dirigent ist Eduard Schütt (*a).\r\n   In dieser Wagner-Gedenkfeier des Wiener Akademischen Wagner-Vereins wirkt auch Hans Paumgartner mit (**).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 4709 gibt auf S. 7 das Programm des Konzerts vom 22.2.1885 (mit »Mitternacht« [WAB 80]) bekannt:\r\n   »(Concerte.) [...] - Das Concert des Akademischen Gesangvereins wird am 22. d. im großen Musikvereinssaale zum Besten des Asylvereins der Wiener Universität, und zwar mit folgendem Programm stattfinden: A. Bruckner: \"Um Mitternacht\"; [...]« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602135, "Datum": "13.2.1886, Samstag (Wagners Todestag)", "Haupttext": "Datierung am Beginn der Partitur zum Adagio [damals noch 2. Satz] der 8. Symphonie (*).\nEin Artikel der Linzer Tages-Post Nr. 35 auf S. 2 erinnert an die Aufführung der e-Moll-Messe [am 4.10.1885]:\r\n      » § Musikverein. Bei der am 8. d. M. abgehaltenen Generalversammlung der Mitglieder des Musikvereins [... neuer Ausschuß ... der Rechenschaftsbericht 1885 teile mit, daß der Verein außer den statutengemäßen Konzerten u.a. noch] anläßlich der hundertjährigen Gründungsfeier des Linzer Bisthums die Aufführung der Messe in E-moll für Vocalchor und Harmoniemusik von Anton Bruckner in Gegenwart des Componisten, der an der Orgel saß, veranstaltete. [...]* (**).", "Letzte Änderung": "07.01.2024 01:50"}, {"ID": 188702135, "Datum": "13.2.1887, Sonntag", "Haupttext": "Brief Wolzogens an Bruckner aus Bayreuth:\r\n     Möchte ihn an Wagners Todestag, der im Adagio der 7. Symphonie fortlebe, über falsche Eindrücke von der Berliner Aufführung trösten. Erklärt den typisch Berlinerischen Charakter. Zwei Schriftsteller [vgl. Anmerkung] hätten ihm nur Lobendes geschrieben: Braten für Esel - und: Brahms schrumpfe neben dem Riesen Bruckner (*).\nBrief Bülows an Zinne:\r\n     Er sei stutzig wegen der Wertschätzung des antimusikalischen Brucknerschen Blödsinns, stehe ihm aber eine Stunde zur Verfügung (**).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).\n(Sonderkonzert unter Hans Richter für den Nicolai-Verein (Krankenkasse der Wiener Philharmoniker) mit Werken von Beethoven, Schumann und Mendelssohn (°)).", "Letzte Änderung": "20.01.2024 23:25"}, {"ID": 188902135, "Datum": "13.2.1889, Mittwoch", "Haupttext": "Bei der Vortragsübung des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Orgelschüler Feinsinger eine Fuge in d-Moll von Rink (*).\n \nDas Deutsche Volksblatt Nr. 41 kündigt auf S. 3 des Abendblatts die Aufführung der 7. Symphonie am 24.2.1889 am: \" - Der \"Wiener Akademische Wagner=Verein\" veranstaltet zu dem Zwecke, minderbemittelten Künstlern und Kunstfreunden den Besuch der Bayreuther Festspiele im Jahre 1889 zu erleichtern, Sonntag den 4. [sic] Februar 1889, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale, unter Leitung des k. k. Hofcapellmeisters Herrn Hans Richter, eine große Musikaufführung. [...] 2. Ant. Bruckner's VII. Symphonie (E-dur). [... Kartenverkauf  ...]\" (**).\n \n(Konzert Josef Joachims mit Werken von Tartini, Beethoven, Brahms (UA der d-Moll-Violinsonate), J. S. Bach (Chaconne) und Joachim im Bösendorfersaal (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189102135, "Datum": "13.2.1891, Freitag", "Haupttext": "Brief Weingartners an Levi:\r\n     Die 8. Symphonie komme »nach menschlichem Ermessen« am 26.3.1891 in Mannheim zur Aufführung, außerdem »Tod und Verklärung« von Strauss und »Christnacht« von Wolf. Der Kopist habe mit dieser Riesen-Partitur viel Arbeit gehabt. Die Kopierkosten werde er weder auf Bruckner noch auf Levi, für dessen Angebot er dankt, abwälzen. Für das Konzert habe der Konzertverein (F. Ladenburg, Heckel, Hohenauer u.a.) 300 Mark Zuschuß gewährt. Die ersten drei Sätze der Symphonie seien ausgezeichnet, über das Finale, das Bruckner ihm etwas naiv erläutert habe, wolle er erst nach dem Anhören urteilen. Die Verdopplung der Hörner auf acht sei höchst unnötig, doch werde er jedenfalls Bruckners Partitur folgen. Den Brief Bruckners mit Levis »Rückseite« [Brief an Levi mit handschriftlichem Zusatz Levis?] habe er in Neapel erhalten (*).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 757 kündigt auf S. 5 das Gedächtniskonzert für Richard Wagner an, bei dem auch das Adagio der 7. Symphonie erklinge:\r\n\"      Theater, Kunst und Literatur.\r\n[...]\r\n     Der Neue Richard Wagner=Verein veranstaltet heute Abends aus Anlaß des Todestages Richard Wagner's Freitag, den 13. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale der Wiener Ressource, I., Reichsrathstraße 3, eine Gedächtnisfeier mit Musikaufführung mit folgender Vortragsordnung: [...] 4. A. Bruckner: Adagio aus der VII. Symphonie, Herren Bause und Karnet. [...] Dirigent: Herr Josef Reiter.\" (**).\nAufführung der vierhändigen Klavierfassung des Adagios der 7. Symphonie durch Bause und Carnal [Karnet?] in einem Konzert des Neuen Richard-Wagner-Vereins (***).\nAnkündigung des Konzerts vom 14.2.1891 mit der 3. Symphonie im Prager Abendblatt Nr. 35 (Beilage zur Prager Zeitung) auf S. 2:\r\n     \" *** Vom deutschen Landestheater. [...] - Morgen wird die Bühne des neuen Theaters ins Konzertpodium umgewandelt erscheinen, auf welchem uns die Bekanntschaft mit Bruckner's neuer Symphonie vermittelt wird, die eben in Wien ungemessenes Lob davongetragen, und ein Prager Mozartfund Prof. Dr. Guido Adler's durch den Sangesmund des Frl. Frank uns kundgethan werden wird. [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "27.10.2024 23:14"}, {"ID": 189202135, "Datum": "13.2.1892, Samstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners bei den Gebetsaufzeichnungen: »†« [Gedenken Richard Wagners?] (*).\nIn H. Puchsteins Artikel im Deutschen Volksblatt Nr. 1117 auf S. 7 wird auch Bruckner erwähnt:\r\n»             Aus den Concert=Sälen.\r\n    Der Anwesenheit Massenet's zu Ehren [... Philharmonisches Konzert ...] allein wir müssen die Aufführung minderwerthiger fremder Compositionen so lange für unstatthaft bezeichnen, als nicht allen talentvollen heimischen Meistern nicht ihr volles Recht geworden ist. Mit einer einzigen Aufführung einer Bruckner=Symphonie im ganzen Jahre ist dem Meister an dem Orte, der die hohe Ehre genießt, ihn zu seinen Mitbürgern zu zählen, gewiß nicht nach Gebühr gehuldigt, [... immer dasselbe Liszt-Stück ist auch nicht der \"schuldige Tribut\", dazu Benachteiligung von Smetana und Cornelius ... weitere Konzerte, Camillo Horn ... auf ihn kommt der Schreiber] demnächst noch eingehend zurück.\r\n                                 Hans Puchstein.« (**).", "Letzte Änderung": "21.05.2024 21:52"}, {"ID": 189302135, "Datum": "13.2.1893, Montag", "Haupttext": "Im Bericht der Linzer Montagspost Nr. 1 auf S. 4f über das Faschingsfest des »Frohsinn« [am 11.2.1893] ist zu lesen:\r\n„           Ein Fest des „Frohsinns“.\r\n     So mancher sprach in den letztvergangenen Jahren von den Faschingsfesten der Liedertafel „Frohsinn“ nur mit der fast wehmüthigen Erinnerung, an jene prächtigen Feste vergangener Zeit, mit ihrem unerschöpflichen Humor; [… Lob für das vorgestrige Fest … Ablauf des Abends „Internationale Ausstellung für Musik und Theaterwesen“ … erste Gruppe: „Milwaukee“ ...].\r\n     Echt amerikanischer Erfindungsgeist offenbarte sich in der Vorführung einer Dampforgel, welche ihre Lieder in der Stärke eines dreifachen Quartetts vortrug und nur hie und da einer Bierfüllung bedurfte! –\r\n     Auch ein gewaltiger Orgelvirtuose, der Bruckner Amerikas, fehlte nicht und erregte durch kraftvolle Registerbearbeitung Staunen, – bis nach der Production hinter der Orgel einige Werkel sichtbar wurden. [… weitere Produktionen …].“", "Letzte Änderung": "23.09.2025 08:12"}, {"ID": 189402135, "Datum": "13.2.1894, Dienstag", "Haupttext": "Ursprünglich vorgesehener Termin für die Grazer Aufführung der 5. Symphonie (*).\nBrief von Ida Buhz an Bruckner:\r\n     Hofft, daß ihm ihre Photographie gefällt und bedauert, ihn nicht zum Bahnhof [ca. am 16.1.1894] begleitet zu haben. Ihre Mutter lasse für den schönen Abend danken, den sie mit Bruckner verleben konnte. Der Abend in der Berliner Philharmonie [»Te deum« am 8.1.1894] bleibe ihr, Ida, unvergeßlich. Grüße an Frau Kathi, die auf gute Pflege achten möge (**).\nDer Pester Lloyd Nr. 37 gibt auf S. 7 das Programm des morgigen Konzerts bekannt:\r\n\"     * Das VI. philharmonische Konzert findet am Mittwoch, 14. d. M., Abends 7½ Uhr, im großen Saale der hauptstädtischen Redoute unter Leitung Arthur Nikisch' und unter Mitwirkung des Klaviervirtuosen Elemér Polonyi mit folgendem definitiven Programm statt: 1. Wagner: \"Eine \"Faust-Ouverture\"; 2. Schubert: Unvollendete Symphonie (zwei Sätze, H-moll); 3. Liszt: \"Ungarische Phantasie\" für Klavier und Orchester, Klavier: Herr Polonyi; 4. Wagner: \"Kaisermarsch\". – Die Wagner'schen Werke wurden im Hinblick auf den Todestag Wagner's (13. Feber 1883) in das Programm aufgenommen. [... Kartenverkauf ...]\" [siehe die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189802135, "Datum": "13.2.1898, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 12024 bringt auf S. 19 ein Inserat, das auf das Konzert vom 19.2.1898 (mit dem Quintett) hinweist (*).\nDie Neue Musikalische Presse bringt auf S. 7 eine Kritik zur Aufführung der 5. Symphonie [am 4.2.1898 in München], die auch am 1.3.1898 in Wien erklingen wird (**).\nAuf S. 7 findet sich auch ein Bericht von einem Konzert des Grazer Richard-Wagner-Vereins, bei dem Guido Peters und Hausegger 2 Sätze aus der 7. Symphonie vortrugen (***).\nIn den Mississippi-Blättern Nr. 44 (Die Westliche Post, St. Louis, Missouri) werden auch einige Denkmal-Projekte in Deutschland erwähnt:\r\n\"        Berliner Musikbrief.\r\n          Von Otto Taubmann.\r\n[...]\r\n                       Berlin, 28. Januar.\r\n     Wieder liegt eine an Massenhaftigkeit des Gebotenen sehr inhaltsvolle Woche Berliner Musiklebens hinter uns, [... Klavierabende ... Oscar Eichberg, Kritiker des Berliner Börsen-Couriers, gestern gestorben ... Ausstellung geplant (Ertrag zugunsten eines Wagner-Denkmals) ...]. A propos der in Deutschland ja brennenden \"Denkmalsfrage\" erfahre ich ferner, daß Anton Bruckner in seinem Geburtsorte Steyr [sic] ein Denkmal gesetzt werden soll, zu dem bereits ein Entwurf vorliegt. Besser für den todten Componisten wäre es jedenfalls gewesen, man hätte sich seines Vorhandenseins bei seinen Lebzeiten viel öfter erinnert, als es thatsächlich der Fall war. Es ist ja bekannt genug, daß Bruckner erst im Greisenalter einigermaßen die Anerkennung fand, die ihm, seiner Bedeutung für die Kunst nach, schon viel früher hätte zu Theil werden müssen. Auch in Hamburg, [... Brahms-Denkmal-Projekt ... in Charlottenburg zweites Berliner Opernhaus geplant ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "29.09.2024 13:31"}, {"ID": 189902135, "Datum": "13.2.1899, Montag", "Haupttext": "Im Sonn- und Feiertags-Courier erscheint auf S. 2 eine ungünstige Kritik zur Aufführung des Quintetts [am 7.2.1899] (\"ohne jeden Reiz ... zum Einschlafen ...\") (*). In der Wiener Montagszeitung Nr. 1015 werden auf S. 2 beide Aufführungen des Quintetts [5.2.1899 und 7.2.1899] besprochen (signiert \"Mz.\") (**).\nBrief von Bernhard Ziehn an Hugo Kaun, vermutlich in Chicago oder Umgebung geschrieben:\n     \"Laabs Station\n     R. Wagner's Todestag. 99.\nLieber Kaun, ich vergaß Ihnen zu sagen, daß am Tage Ihres Concertes (IV. Symph. etc.) [4. Symphonie am 24.1.1899 in Milwaukee] ein Brief Ihres Bruders W. [vermutlich: William Kaun] eintraf mit der Anfrage, ob &amp; wo eine Biographie Bruckners erschienen sei, auch wünschte Ihr Bruder 2 Expl.(oder war es nur eins) meiner Harmonielehre. Ich habe ihn abschlägig beschieden.\" Nächsten Samstag [18.2.1899] wäre ihm ein Treffen mit Kaun (falls nach Chicago kommend) hier [Laabs Station] lieb; er werde Paul Geislers Golgatha dabei haben. \"Ins Konzert gehe ich nicht.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190202135, "Datum": "13.2.1902, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Musik-Zeitung XXIII berichtet in Heft 5 auf S. 65, signiert \"–l–\", von der Aufführung des \"Te deum\" in Breslau [18.12.1901].\r\n     Erwähnt werden zunächst die Beethoven-Werke. Lob für Dohrn, Orchester und Chor, \"während die Solisten in der Symphonie manches zu wünschen übrig ließen. [... Amalie Gimkiewicz (München) Dr. Briesemeister, Alexander Heinemann ...].\r\n     Den vorteilhaftesten Eindruck machte die Sopranistin Frau Sophie Röhr-Brajnin aus München, die zwar auch in der neunten Symphonie mit der Höhe zu kämpfen hatte, aber die übrigen anstrengenden Aufgaben des Abends [... Händel \"Esther\", Beethovens Terzett ...] und in Bruckners \"Tedeum\" für Chor, Soli, Orchester und Orgel in vortrefflicher Weise durchführte. Das letztgenannte, in Breslau zum ersten Male zu Gehör gebrachte Werk, von seinem Schöpfer ursprünglich als vierter Satz einer neunten Symphonie gedacht, machte mit seiner gewaltigen Tonsprache, seiner kühnen herben Eigenart einen tiefen, mächtigen Eindruck. Die Sänger, denen der Komponist Aufgaben von Beethovenscher Rücksichtslosigkeit stellt, sowie das Orchester hielten sich unter Dr. Dohrns fester und umsichtiger Leitung wacker; den Orgelteil erledigte Musikdirektor Max Ansorge.\r\n      Zu einem Brahmsabend war das 7. Abonnementskonzert des Orchestervereins gestaltet. [...]\"", "Letzte Änderung": "09.04.2025 10:50"}, {"ID": 190302135, "Datum": "13.2.1903, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Richard Wallaschek »Anton Bruckner und Hugo Wolf« in »Die Zeit« (*).\nBericht Artur Neißers von der 9. Symphonie in Wien in den Münchner Neuesten Nachrichten (**).\nBericht von Paul Stefan in der Linzer Tages-Post (***).\n[Identisch damit?] Bericht von Paul Stefan im Brünner Tagesboten Nr. 73 (Abendblatt) auf S. 4:\r\n     \"Uraufführung von Bruckners Neunter Symphonie. Aus Wien, den 12. d. wird uns geschrieben: Von den Vielen, die unter dem Drucke einer kunstmörderischen Clique Wiens seufzen, ist Anton Bruckner wohl der meist und gründlichst Mißhandelte. [...]\r\n     [...]Ferdinand Löwe, Bruckners Schüler, hat es so gehalten und so freute man sich auch dieses Stückes, in dem besonders Winkelmanns noch immer schöner Tenor durchklang. Konzertvereinsorchester und Chor hielten sich sehr brav, der Dirigent Löwe wurde mit Beifall überschüttet. Der Saal war zum Erdrücken voll; eine stattliche Gemeinde hatte schon einige Tage vorher Löwe für eine vorbereitende (unentgeltliche) Klavierdarbietung der Symphonie danken können. Sein trefflicher Auszug wird demnächst erscheinen.\r\n          Paul Stefan.\" (°).\nArtikel von Maximilian Muntz in der Morgenausgabe der Deutschen Zeitung (°°).\nArtikel von Ferdinand Scherber \"Anton Bruckners \"Neunte\". (Uraufführung am 11. Februar 1903.)\" in der Wiener Morgenzeitung, Nr. 43 auf S. 6f (°°°).\n[Datum des Poststempels?] Postkarte von August Göllerich an Hans Wagner-Schönkirch:\r\n   Bittet um Zusendung der Rezensionen zur 9. Symphonie (#).", "Letzte Änderung": "10.01.2026 23:34"}, {"ID": 190602135, "Datum": "13.2.1906, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Helsingfors unter Georg Schnéevoigt (*).\n\n Ankündigung der 9. Symphonie am 4.3.1906 unter Karl Muck im Nicolai-Konzert (erstmals in Philharmonischen Konzerten) \n in der Deutschen Zeitung (**),\n im Neuen Wiener Journal Nr. 4421 auf S. 9 (***)\n und in \"Die Zeit\" Nr. 1216 auf S. 4 (°).\n\n\nThe Sydney Morning Herald Nr. 21198 (Sydney, New South Wales, Australien) berichtet von einer Vereinssitzung. Die 7. Symphonie (vermutlich die Partitur) wurde der Vereinsbibliothek gestiftet:\n\"     AMATEUR ORCHESTRAL SOCIETY.\n[... Präsident Senator A. J. Gould, Anwesende (Lachlan Beaton, J. H. Merriman) ... Rechenschaftsbericht (über 1400 Abonnenten, 4 Konzerte, Solisten), Dank an Vereinsmitglieder (Begleiter J. Edward Sykes, Bibliothekar J. W. Aitken, Leiter Henri Staell, Cellist Gerard Vollmar etc.) und Signor Hazon ...]. The library of the society has been added to during the year by the following generous gifts of music, viz.: [... 4 Werke ...], Symphony in E (Bruckner), Symphony in C (Schubert), her Excellency Lady Northcote; [... andere Werke, andere Spender ... erstaufgeführte Werke ... Ausblick, Vorstandswahl ...].\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191002135, "Datum": "13.2.1910, Sonntag", "Haupttext": "The Pittsburgh Post (Pittsburgh Daily Post, Pennsylvania) erwähnt Bruckner [und die Aufführung der 9. Symphonie am 14.5.1904] auf S. 27 (= S. 5 des 4. Teils):\n\"MUSICAL COMMENTS AND CURRENT EVENTS\n[...]\n                 ————–\n     There seems to be no age limit to the activities of some of those musicians who have built up their art through years of hard and intelligent labor.\n     Lilli Lehman, who is 62 years old, [... Albert Niemann 79, Angelo Neumann 72 ...].\n     The editor of this department heard Theodore Thomas conduct the Cincinnati festival when he was in his seventieth year. Nor did he ever seem more vigorous- He led an orchestra of nearly 100 men, a chorus of some 225 and the soloists through a series of programs that would have taxed the strength of a man less capable musically. Among the works he conducted during those three days were Bach's \"B minor\" mass, [... Beethoven, Elgar, Richard Strauss ...] and \"Til Eulenspiegel\" [sic]; a Bruckner symphony, and one of Mozart's and many other works, among which was the Tschaikowsky \"1812\" overture. And the public performances were only a part of the work this man did at that time, for there were the long and arduous rehearsals with orchestra, chorus and soloists. [... ihre Eindrücke von den Probenbesuchen ... Thomas war frisch wie jemand mittleren Alters ...].\n     [... über die Dirigentenfrage beim Boston Symphony Orchestra (Max Fiedler wieder engagiert) ... Zitat aus einem Schreiben aus Boston ...]. No other conductors have been approached nor has the possibility of engaging any other than Mr. Fiedler or Dr. Muck been even considered.\"\n                             JENNIE IRENE MIX.\"", "Letzte Änderung": "16.02.2023 23:42"}, {"ID": 191102135, "Datum": "13.2.1911, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Orchester des Konzertvereins unter Löwe in München (Bruckner-Zyklus) im 8. Abonnementskonzert (*).\nBrief von Ernst Lanninger an Franz Gräflinger, verspätet reagierend auf dessen Brief vom 20.5.1910:\r\n\"Mattighofen, 13/2. 1911.\nEuer Wohlgeboren!\r\nIhren Brief vom 20/5. 1910 habe ich nicht sogleich beantwortet und in der Folge darauf vergessen. Gestern kam er mir zufällig auf dem Schreibtisch daher, und nun mache ich mich gleich an die Beantwortung.\r\nIch sende Ihnen das von mir herausgegebene Requiem Weiß'; in dem Vorworte finden Sie auch den Brief Bruckners an mich.\r\nEs hieß immer, Bruckner habe in St. Florian das Orgelspiel zu lernen angefangen, und ich wußte gewiß daß er die Anfangsgründe in Hörsching von Weiß gelernt hat; deshalb schrieb ich an Bruckner, um einen schriftlichen Beleg von ihm zu haben. In dem Briefe [10.12.1895] finden Sie nach den Worten Firmpathen Johann einen leeren Raum; im Originalbriefe stehen die Worte: \"der sich leider aus Furcht erschoß\" [siehe die Anmerkung].\r\nDer Vater des Weiß, der Hofschreiber bei der Herrschaft Freiling war, fälschte, wie erzählt wurde, einen Wechsel; sein Sohn, der Lehrer in Hörsching, nahm, um den Vater zu retten, die Schuld auf sich, in der Hoffnung, daß er von den Bauern in Hörsching die nötigen 1000 Fl. erhalten werde. Da es ihm nicht gelang, erschoß er sich. Von Weiß liegen im Pfarrarchive von Hörsching noch 2 Requiem, die ich von einer Lehrerin in Eferding kaufte.\nBruckner hat vom Lehrer Weiß durch 2 Jahre den Unterricht im Orgelspiele erhalten. Ein alter Zechpropst von Hörsching sagte mir, daß er als Kind durch 2 Jahre täglich die Orgel aufziehen mußte und zwar täglich 1 - 2 Stunden, da Weiß dem Bruckner den Unterricht im Orgelspiele erteilte.\r\nWeiteres von Weiß oder Bruckner kann ich Ihnen nicht angeben.\r\nIn Hochachtung\r\nErnst Lanninger\r\nPropst &amp; Pfarrer.\" (**).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 12:02"}, {"ID": 191202135, "Datum": "13.2.1912, Dienstag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau veröffentlicht ein Schreiben der Vereinigung Wiener Musikreferenten an den Rektor der Wiener Universität (unterzeichnet von Theodor Antropp und Paul Stauber) anläßlich der Denkmalenthüllung [am  11.2.].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191502135, "Datum": "13.2.1915, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinshausorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191702135, "Datum": "13.2.1917, Dienstag", "Haupttext": "Der Los Angeles Evening Express Nr. 277 bringt auf S. 10 einen Artikel über Bruckner und die 3. Symphonie [Aufführung am 16./17.2.1917]\n\"       Bruckner Work New to Los Angeles\nSymphony of a Great, Though Little-Known, Composer to Be Played by Symphony Orchestra\n                         By W. Francis Gates\nGREAT music has had both its aristocrats and its peasants. Among the former were Mendelssohn and Liszt, men of wide learning and broad culture, men with all the graces and polish of high society.\n     But music has had even more of the peasantry of Europe in its ranks. Modern instances are Dvorak and Bruckner; in earlier times, one is almost inclined to include Beethoven and Schubert.\n     Not to linger on this point, interesting though it might be, if elaborated, it is called up by the fact that one of Anton Bruckner's symphonies–the third–is to be played at the concerts of the Los Angeles Symphony orchestra, next Friday and Saturday.\n     Bruckner was a diamond in the rough–and he stayed in the rough during his whole career, just as Dvorak did. He was a peasant schoolmaster, as Schubert was, beginning his career as a pedagogue on a salary of less than $1 a month–which later grew to $2 a month and to this was to be added his salary as organist of $3.33–tatling less a month than the average modern teacher gets a day. But the H. C. of L. didn't bother him.\n     This concert is particularly interesting to me, for I never have had the opportunity–hearing symphonies since 1889–of listening to a Bruckner symphony. Moreover, I recently examined between 400 and 500 symphony programs, and in them all found Bruckner played only five times.\n     This does not argue that Bruckner was a composer of negligible powers–simply that his works are too large and possibly too complex for the popular ear. Prior to hearing his symphony it may be enjoyable to learn something of the man.\n     He first became known as an organist of unusual powers. Born in 1824 in a village of Upper Austria, he gradually moved into larger and larger communities until, in 1867 we find     him in Vienna, professor in the conservatory, teaching organ and composition, and court organist.\n     Marvelous stories are told of his powers of improvisation. In the competition for the latter post, each competitor was allowed 25 minutes to develop extempore, a theme, given by the judges. Bruckner played on it a full hour–when the judges, possibly out of self-defense, gave him the desired post.\n     In 1869 he played in several cities of France and in 1871, in London–where he played so long, at crystal palace, that the organ blowers gave out, providing an end to that improvisation.\n     Bruckner was wonderfully learned in methods of thematic development–of making much out of little–to put it in plain English. And it was this which gave him his first vogue in Austria and Germany.\n     So here we have this underpaid organist–most of them are–composing symphony after symphony, of immense difficulty and unheard-of lengths, refused and laughed at by conductors–but returning home to write another still longer and harder. He never abated his peasant brusquerie or modified his ideas of art a jot or tittle to suit the popular taste or to meet the preferences of conductors.\n     Then, about 1870, Bruckner gives his whole allegiance to Richard Wagner and so his later works are found to a large extent to be Wagner reflected into the symphonic form, which will make the hearing of this third symphony all the more interesting, for it, with the first two, he took to Wagner, at Beyreuth [sic], and Wagner accepted its dedication to him.\n     In hearing this Third symphony, one may expect most scholarly treatment of themes, brilliant contrapunctal exposition, vivid, yet not sensational, combinations of the instruments in tone coloring, and lengthy development.\n     Brahms was just then achieving his greatest reputation; and as he had no great love for Wagner, the Wagnerites set up Bruckner at the head of their ranks and proclaimed him the counterpart of Wagner in the symphonic world.\n     In those days there was a critic in Vienna who wielded great power by his erudite and caustic writings, Eduard Hanslick. He was a violent opponent of the music and personality of Wagner and Liszt and a equally ardent supporter of Brahms and Schumann.\n     Although speaking well of Bruckner's earlier works, when this composer showed his Wagnerian leanings, Hanslick trained all his guns on the retiring and modest little organist; so that when, after playing for the Emperor Franz Josef the latter asked Bruckner if he had any favor to ask, and received the reply, \"Only, your majesty, that you tell Hanslick to write no more about my compositions!\"\n     Bruckner was much liked in Vienna, personally, being simple in his tastes, naive in his manner and as unconscious about his personal appearance as was Beethoven. His adherents grew to goodly proportions, though his church music was more admired in Vienna than were his symphonies.\n     Both he and Brahms were confirmed bachelors and led simple, unostentatious lives; and at Bruckner's funeral, in 1896, there was no more sincere mourner than Brahms.\" (*).\n \nBei einer Vormittagsveranstaltung der Musik-Abteilung des Hollywood-Clubs [oder genauer: Woman's club of Hollywood?] werden die Hauptwerke des Konzertes vorgestellt, \"The Hunter\" durch den Komponisten Edwards persönlich und die 3. Symphonie durch Mrs. A. R. Gates. Mrs. Edwin Browne [sic] and Miss Brittain spielen Auszüge aus dem Werk (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 08:40"}, {"ID": 192002135, "Datum": "13.2.1920, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Berlin. Solist im zweiten Brahms-Konzert ist Edwin Fischer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192102135, "Datum": "13.2.1921, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Tantum ergo in Es-Dur (WAB 41/3) in der Kirche Maria vom Siege (*).\n \nEin Artikel in The New York Herald Nr. 167 auf S. 38 (= S. 8 des 3. Teils) stellt Mahler auch Bruckner gegenüber:\n\"       Obstinate Conductors Play Music Progressives Do Not Like Hoping to Make Them Like It\n          Discussion Anent the Mahler Symphonies and Other Compositions.\n                     By W. J. HENDERSON.\nTHERE is a very old story which from time to time has to be retold because of its peculiar aptness. [... Carl Bergmann auf die  Bemerkung:] the people do not like Wagner.\" \"Oh,\" retorted the conductor, \"they don't like Wagner? Then they must hear him till they do.\"\n      The people did hear Wagner till they learned to like him. [... Erklärungen dazu ... Künstler schaffen oft ohne Rücksicht auf das Publikum ... Rolle der Dirigenten beim Gewöhnungsprozess ... keine Rücksicht auf Publikums- und Kritikermeinungen ... Mahler-Kult der Dirigenten ...].\n     The present writer has never lost an opportunity to hear a performance of a Mahler symphony and to his dismay he finds no more in them now than he did years ago. It is far easier for him now to sit through a performance of a Bruckner symphony than through one of Mahler's, for at times Bruckner reaches the heights toward which most of his time he is laboriously struggling. And any candid music lover, perhaps, will confess that it requires a certain amount of devotion to endure the cloudy prolixities of a Bruckner symphony for the sake of the occasional moment of light.\n     The Mahler symphonies sometimes achieve beauty and eloquence, but very rarely. Bruckner is ponderous, introspective, discursive, but he is always serious. Mahler, to be frank, is often merely childish–to the dull mind of the layman. These conductors who continue to play him at us to make us like him must see great things which are hidden from us. We are entirely willing to confess that.\n     But what is the ultimate aim of any art? To create things which only its own professors can appreciate? It must be confessed that this seems to be the belief of many artists. But if all the creative artists in the world devoted themselves to making things for one another, art would miss what seems to the lay mind to be its true purpose, namely, to embody universal conceptions of the beautiful\n          ———\n     The readers of this department will pardon me if for the moment I write personally. A man whom I greatly loved has been taken away and for me the world is less beautiful than it was. James Huneker was my close friend for more than thirty-five years. [... ausführliche und liebevolle Würdigung des Musikschriftstellers ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192402135, "Datum": "13.2.1924, Mittwoch", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 43 bringt auf S. 10 als Ergänzung des Artikels vom 23.1.1924 eine Leserzuschrift \"Der Stellwagen Wien=Klosterneuburg\", in welcher der Betriebsablauf (2 Stunden, früher am Minoritenplatz startend) und die Fahrstrecke geschildert werden (*).\n \nIn der mit \"R.\" signierten Kritik zum Franz-Schmidt-Konzert [am 10.2.1924] in der Reichspost Nr. 43 auf S. 9 wird auch Bruckner erwähnt (**).", "Letzte Änderung": "11.06.2024 19:33"}, {"ID": 192502135, "Datum": "13.2.1925, Freitag", "Haupttext": "Der Springfield Rebublican Nr. 38 (The Springfield News-Leader, Springfield, Missouri) bringt auf S. 12 die schon öfters veröffentlichte Information über die Filmmusik, die in einer Szene auch Bruckners 4. Symphonie verwendet [... The Ten Commandments, Hugo Riesenfeld, Landers-Orpheum theater ...\"from the romantic Bruckner's Symphony\" ... Rubinstein etc. ...].", "Letzte Änderung": "25.09.2025 13:32"}, {"ID": 192602136, "Datum": "13.2.1926, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Felix Weingartner im 7. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien [Wiederholung am 14.2.1926] (*).\n \nDie Wochenzeitung Brooklyn Life Nr. 1870 kündigt auf S. 20 das morgige Konzert mit der 8. Symphonie an (**).", "Letzte Änderung": "21.05.2026 10:18"}, {"ID": 192702135, "Datum": "13.2.1927, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Gustav Renker »Der Stiftsorganist von St. Florian« in der Linzer Tages-Post, »Bilderwoche« Nr. 7 (*).\nArtikel von Friedrich Heigelmayer im Wochenblatt Mühlviertler Zeitung, Freistadt-Perg, Nr. 7, S. 8: [Verspätete!] Ankündigung des Perger Präludiums am 12.2.1927. Rudolf Diernhofer, jetzt nach Marie Diernhofer Besitzer des Manuskripts, habe für den Kirchenchor eine Abschrift angefertigt (**).\nAnkündigung der 7. Symphonie für den 17./18.2.1927 in The Brooklyn Citizen Nr. 43 auf S. 22 (***),\nin The Brooklyn Times (Times Union) auf S. 68 (= S. 4 des Zeitungsteils) (°)\nund in The Brooklyn Daily Eagle Nr. 43 auf S. 59 (= S. 5 des 5. Teils) (°°).", "Letzte Änderung": "20.01.2024 22:31"}, {"ID": 192802135, "Datum": "13.2.1928, Montag", "Haupttext": "Der Breslauer Rundfunk bringt um 20:10 Uhr eine Sendung mit zwei Texten von Ernst Lissauer (\"Gloria Anton Bruckners. Zur seelischen Erkenntnis Anton Bruckners\" und \"Legenden und Scherzi\"), die eine Aufführung des Quintetts umrahmen.", "Letzte Änderung": "30.05.2025 07:51"}, {"ID": 192902135, "Datum": "13.2.1929, Mittwoch (Aschermittwoch)", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe unter Franz Schalk. Datierungen im Aufführungsmaterial der Wiener Hofmusikkapelle: »13.II.29« am Ende der Tenorstimme Nr. 4 der f-Moll-Messe (*), »13/II. 29 F S (Schalk)« am Ende der Baßstimme Nr. 4 (**), »13. II. 1929. im Radio [/] Dir. Fr. Schalk« am Ende der Flötenstimme Nr. 2 (***), »13./2. 29 Radio [/] Dirg. Schalk F. Sch« am Ende der Trompetenstimme Nr. 2 (°).\r\nDas Konzert wird um 20:40 Uhr von Radio Wien übertragen. Mitwirkende: Hermann Gallos und Karl Ettl (Staatsoper Wien), die Wiener Philharmoniker, der Herrenchor der Staatsoper und die Wiener Sängerknaben (°°).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch die Staatskapelle Berlin unter Erich Kleiber im 6. Sinfoniekonzert der Staatsoper. Auf dem Programm stehen außerdem Richard Wagners \"Faust-Ouvertüre\" und Schuberts 5. Sinfonie (°°°).\n \nDer Rundfunksender Brüssel strahlt ab 21:30 Uhr ein Konzert aus, an dessen dritter Stelle (von fünf) Bruckners 7. Symphonie steht (#).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 13:48"}, {"ID": 193002135, "Datum": "13.2.1930, Donnerstag", "Haupttext": "In Zusammenhang mit Mahler (Aufführung von \"Das Lied von der Erde\" mit Übertragung) wird in der Vorbesprechung in The Manchester Guardian Nr. 26037 auf S. 12 auch Bruckner erwähnt:\n\"WIRELESS NOTES AND PROGRAMMES\n[...].\n    All this time he was creating his massive nine symphonies and the work which is to be heard to-night. The symphonies trace descent from Beethoven through Bruckner, with a strong Wagner influence, but Mahler also pursued the development of ideas which until his day were used only tentatively, [...].\" (*).\n \nBrief von Ernst Kurth an Max Auer (in Spiez geschrieben (**).", "Letzte Änderung": "17.12.2025 13:08"}, {"ID": 193102135, "Datum": "13.2.1931, Freitag", "Haupttext": "Die Altoona Tribune (Altoona, Pennsylvania) berichtet auf S. 4 über die Internationale Bruckner-Gesellschaft:\n\"Rev. Joseph Hauber Delegate of International Music Society\n     The Rev. Joseph Hauber, choirmaster of the Altoona cathedral, has been chosen Western Pennsylvania delegate of the International Bruckner society which has recently been formed in New York and affiliated with the same society in Europe. [...].\n     The men who have espoused the cause of Bruckner form a galaxy of prominent American musicians:\n     Executive committee: Mrs. Lanier, honorary chairman, Robert G. Grey, executive secretary, Frederick Betz, Professor[,] Henry T. Fleck, Frederick W. Jones, Dr. Ernst Lert, George R. Marek, Joachim H. Meyer, Max Smith.\n     Honorary Members: Artur Bodanzky, Lawrence Gilman, Percy Goetschius, Eugene Goosens, Henry Hadley, Willem van Hoogstraten, Erich Kleiber, Serge Koussevitsky, Walter A. Kramer, Leonard Liebling, Compton Mackenzie, Margaret Matzenauer, Willem Mengelberg, Egon Pollak, Fritz Reiner, Artur Rodzinski, Frederick A. Stock, Albert Stoessel, Olga Samaroff Stkowski [sic].\n     The Rev. Hauber, who studied composition under a Bruckner pupil at the Munich Conservatory, has been officially delegated by the New York committee to establish the Bruckner society among the music lavers of Western Pennsylvania.\n     The Rev. Hauber has also been accorded the singular honor of giving the first lecture on Bruckner in New York on March 3, which day will mark the inauguration of the public activity in behalf of Bruckner. The Symphony orchestra conductors of the principal music centers of America have been engaged to play the various Bruckner symphonies during the 1931 season. Altoona wil [sic] join the ranks by rendering Bruckner's famous E minor mass for mixed chorus and orchestra next November,–the thirty-fifth anniversary of Bruckner's death.–under the Direction of the Rev. Hauber.\" (*).\n \nThe Paterson Morning Call Nr. 38 (Paterson, New Jersey) berichtet auf S. 3 über John Festeneck und seine dem Andenken Bruckners gewidmete Komposition \"Du Bist Der Wald\" [inhaltlich ähnlich 30.1.1931] (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 11:53"}, {"ID": 193302135, "Datum": "13.2.1933, Montag", "Haupttext": "Radio Wien bringt im Schallplattenkonzert von 13:10 bis 14:00 Uhr Auszüge aus dem Te deum (Od. O 6572, Bruckner-Chor unter Felix Gatz, Emmy von Stetten, Julia Lotte Stern, Karl Jöken und Theodor Hess van der Wyk).[vgl. 19.12.1927] (*).\nDer Bayrische Rundfunk (München, Nürnberg, Augsburg, Kaiserslautern) überträgt von 11:05 bis 12:30 Uhr aus dem Nationaltheater [in München] die gemeinsame Richard Wagner-Gedächtnisfeier der Bayerischen Staatsregierung und der Stadt München. Die Münchner Philharmoniker unter Sigmund von Hausegger spielen das Adagio der 7. Symphonie und das \"Meistersinger\"-Vorspiel. Die Gedächtnisrede hält Dr. Carl Alexander von Müller (**).", "Letzte Änderung": "01.04.2026 00:24"}, {"ID": 193402135, "Datum": "13.2.1934, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Gräflinger »V. J. v. Wöß über seine Erinnerungen an Anton Bruckner« im Linzer Volksblatt Nr. 36, S. 4-5: \n\n    Erwähnt die zweimalige Probeaufführung der 4. Symphonie am Konservatorium unter Hellmesberger (Ende 1880/Anfang 1881). Bei der Uraufführung [20.2.1881] sei der Saal immer leerer geworden. Wöss berichtet von den Proben zum »Te deum« [vor dem 2.5.1885], von der Fahrt nach Bayreuth 1889, von der Hofmusikkapelle (Bruckner dürfe nur »Segen« und caecilianisch spielen).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193602135, "Datum": "13.2.1936, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe im Abonnementskonzert des Concertgebouworchesters unter Van Beinum mit dem a-capella-Chor »Bel Canto« [in Amsterdam].\r\nDen Programmtext hatte Jan Goverts verfaßt (*).", "Letzte Änderung": "02.05.2023 22:47"}, {"ID": 193702135, "Datum": "13.2.1937, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Fritz Grüninger »Anton Bruckner original oder bearbeitet« in der Germania.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193802135, "Datum": "13.2.1938, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 26375 macht auf S. 17 auf das Konzert vom 20.2.1938 mit der 4. Symphonie unter Bruno Walter aufmerksam (*).\nAuf Seite 18 Hinweis auf das heutige Konzert (**).\n \nAufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath bei der Wagner-Gedenkfeier im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Grete Niedermayr singt Brünnhildes Schlussszene aus Richard Wagners \"Götterdämmerung\", Magda Rusy spielt den Solopart in Liszts Es-Dur-Klavierkonzert (***).\n\r\nMaschinengeschriebener Brief von Franz Gräflinger (in Wien) an Max Auer:\r\n    Wenig Reaktion aus den \"angebohrten\" Orten (St. Pölten, Melk, Krems); aus Korneuburg habe Prof. und Pfarrer Ludwig zustimmend geschrieben. Ob Auer den letzten Band der Bruckner-Biographie vom Verlag an Gräflinger schicken lassen könne? Erwähnt weiters Hermann Unger (hat in \"Deutsches Volkstum\" Auers Buch gut besprochen. Bittet um Kontaktaufname mit Dohnanyi, dem er am 7.10.1937 einen Vortrag über Bruckner für den Budapester Rundfunk geschickt habe, bisher ohne Antwort. Genießt das Wiener Kulturleben, bekam Besuch von Weller, Dr. Scheuba und einem Postdirektor (°).", "Letzte Änderung": "29.08.2025 05:16"}, {"ID": 194102135, "Datum": "13.2.1941, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch in der Düsseldorfer Tonhalle.", "Letzte Änderung": "05.06.2026 19:25"}, {"ID": 194202135, "Datum": "13.2.1942, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Richard Franz »Der Korrepetitor« im Neuigkeitsweltblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194302135, "Datum": "13.2.1943, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Louise George Bachmann »Die erste Wagner-Aufführung in Linz. Vor 80 Jahren zum erstenmal »Tannhäuser«. Nachhaltiges Erlebnis für Anton Bruckner« in der Oberdonau-Zeitung (*).\nArtikel »Große Oberdonauer in der Anekdote. Seine höchste Belohnung« in der Oberdonau-Zeitung (**).\nOrgelkonzert Daxspergers in St. Florian mit dem Perger Präludium, dem Adagio der 7. Symphonie und Improvisationen über Wagners »Parsifal«. Anwesend sind u.a. Mauracher jun. (1885-1954), Josef Mertin [siehe die Anmerkung] und Hermann Haböck (***).\nArtikel von Hermann Ullrich »Bruckner in London« in Nr. 7 der in London erscheinenden österreichischen Wochenschrift »Zeitspiegel« (°).", "Letzte Änderung": "09.01.2026 15:10"}, {"ID": 194502135, "Datum": "13.2.1945, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Robert Heger im Berliner Beethoven-Saal. Solist des Abends ist wieder Erich Röhn (Reznicek-Violinkonzert).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195302135, "Datum": "13.2.1953, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Orchestre de la Suisse Romande unter Carl Schuricht in der Aula der Universität in Fribourg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196602017, "Datum": "1.-3.2.1966, Dienstag bis Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Christoph von Dohnányi im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Beethovens G-Dur-Klavierkonzert ist Alfred Brendel.", "Letzte Änderung": "19.09.2024 07:32"}, {"ID": 196702135, "Datum": "13.2.1967, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Städtische Orchester Trier unter Rolf Reinhardt im Theater der Stadt Trier (*).\n \nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Karl Böhm im Stephaniensaal in Graz (**).", "Letzte Änderung": "09.06.2026 18:32"}, {"ID": 197202135, "Datum": "13.2.1972, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Große Rundfunksinfonieorchester [der UdSSR] unter Gennadi Rozhdestvensky.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198602135, "Datum": "13.2.1986, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch das Oslo Filharmoniske Orkester unter Herbert Soudant in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 183003135, "Datum": "13.3.1830, Samstag", "Haupttext": "Josepha Bruckner spätabends geboren und am Abend des Folgetags getauft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003135, "Datum": "13.3.1860, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 147r:\n\"Wien. 13. März 3 – 4 Uhr Morgens. [1]860.\"\nAuf fol. 148v eine undatierte Notiz \"H. Prof. facit: Ich bin zufrieden.\"\nAuf fol. 149r eine weitere Datierung: \"Wien 13. März [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303135, "Datum": "13.3.1863, Freitag", "Haupttext": "Skizzen zum Andante der f-moll-Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186603135, "Datum": "13.3.1866, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Stadtpfarrer Josef Schropp an Bruckner:\r\n   Anläßlich der Wohnungsrenovierung erhalte er für die Zimmermanns- und Maurerarbeiten 55 fl. Der Rest (für kleinere Reparaturen) werde auch im Falle zinspflichtiger Wohnungen nie vom Hausherrn bezahlt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003135, "Datum": "(13.3.1870, Sonntag)", "Haupttext": "Im 3. Gesellschaftskonzert unter Herbeck wird Robert Schumanns Oratorium »Das Paradies und die Peri« aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187303135, "Datum": "(13.3.1873, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187503135, "Datum": "(13.3.1875, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703135, "Datum": "13.3.1877, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »2. [Migräne-] Nachweh Dienstag Vormittag Conservat.« und »3. Nachweh Dienstag Abends Gause«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903135, "Datum": "13.3.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Das Konzert vom 15.3.1879 wird\n\n\n\nin der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 71 \n\n     (»Herr Hoforganist Prof. A. Bruckner wird auf der großen Orgel improvisiren.«) (*),\n\n\nin der Neuen Freien Presse Nr. 5224 auf S. 5 \n\n     (»Herr Hof=Organist Professor A. Bruckner wird auf der großen Orgel improvisiren.«) (**) \n\n\n\nin der \"Presse\" Nr. 71 auf S. 10 \n\n      (»Herr Hoforganist Professor A. Bruckner wird auf der großen Orgel improvisiren.«) (***) \n\n\n\nund im \"Vaterland\" Nr. 71 auf S. 3\n     (»Herr Hoforganist Professor A. Bruckner wird auf der großen Orgel improvisiren.«) (°)\n\nangekündigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103135, "Datum": "13.3.1881, Sonntag", "Haupttext": "Ein Artikel in der [Linzer] Tages-Post Nr. 59 auf S. 4 über die 4. Symphonie zitiert [nahezu identisch] aus der Konstitutionellen Vorstadt-Zeitung vom 8.3.1881:\r\n      » § Musik. Ueber unseren berühmten Landsmann, des [sic] Hoforgganisten [sic] Bruckner schreibt die \"Vorstadt=Zeitung:\" Einige Worte sind wir noch der jüngst aufgeführten Bruckner'schen Symphonie in Es-dur schuldig. Dieselbe zählt schlechtweg zu den bedeutendsten Arbeiten, welche in der nach=beethoven'schen Zeit auf dem Boden der Symphonie geleistet wurden. Es ist wahr: Längen fehlen nicht, manche instrumentale Geschmacklosigkeit, manche verwirrende Stockung läuft mit unter. Sollen diese kleinen Flecken aber den traurigen Vorwand leihen, die imponirende Größe und zwingende Macht des ganzen Gemäldes zu leugnen? Oder sollen wir mit der freudigen Anerkennung des Bruckner'schen Genius etwa zuwarten, bis der schlichte bescheidene Mann einmal seine ehrlichen treuen Augen für immer geschlossen haben wird? Nein. Wir wollen den Lebenden ehren und rühmen als eine der größten musikalischen Begabungen, die unser Oesterreich hervorgebracht. Für diese Begabung bringt seine neue Symphonie ein unwidersprechliches Zeugniß bei. Der erste Satz legt sich breit und wuchtig aus, der zweite bringt ein Ständchen, in dem das zärtliche Necken, Flüstern und Kosen der Streicher und Bläser eine reizende Wirkung übt, der dritte Satz setzt mit einem prächtigen Jagdmotiv ein und singt später ein allerliebstes Hirtenlied, der Schlußsatz strömt mit ungeschwächter Kraft und Fülle der Gedanken wie der Ausführung bis zur letzten Note einher. Daß die Symphonie von der zahlreichen Zuhörerschaft mit einem wahren Jubel aufgenommen wurde, haben wir bereits mitgetheilt.« (*).\n(4. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Schumanns »Faust-Szenen« (**)).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:41"}, {"ID": 188203135, "Datum": "13.3.1882, Montag", "Haupttext": "Brief von Melanie [... ?] an Bruckner (*).\nDas Konzert vom 15.3.1882 wird\r\nin der Morgen-Post Nr. 72 auf S. 4 ([...Werk von Max Bruch], »Orgel=Improvisation« von Professor Anton Bruckner und [... Werk von] Engelsberg« biete »besonderes Interesse«) (**)\nund in der Abendausgabe der »Tribüne« Nr. 72 auf S. 3 (»[...] 6. Orgel-Improvisation von Prof. Anton Bruckner. [...]«) (***) angekündigt.", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:50"}, {"ID": 188303135, "Datum": "13.3.1883, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Zottmann Floragasse 6. 2 Stock.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403135, "Datum": "13.3.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Beginn des Prozesses gegen den Mädchenmörder Hugo Schenk, an dessen Schicksal und Hinrichtung (am 22.4.1884) Bruckner lebhaftes Interesse zeigte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503135, "Datum": "13.3.1885, Freitag", "Haupttext": "Aufsatz im Berliner Tageblatt - signiert H.E. [= H. Ehrlich (*)] - über die Aufführungen der 7. Symphonie unter Nikisch in Leipzig [am 30.12.1884] und - mit einem Bericht Paul Marsops - unter Levi in München (**).\nNotiz Bruckners: »Berliner Tageblatt No 131. 13. März 885. Morgen-Ausgabe.« (***).\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 11 bringt auf S.126 eine kurze Notiz von der Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig [vgl. 16.1.1885 - diesmal das Konzert am 27.1.1885 gemeint?]:\r\n     »Aufführungen neuer und bemerkenswerther älterer Werke.\r\n[...]\r\nBruckner, A., 7. Symphonie. Leipzig, Conc. im Neuen Stadttheater.« (°).\nBrief von August Göllerich an seine Schwester [Marie Holter]:\r\n     Über Erkrankungen im Familien- und Bekanntenkreis. \"Dienstag wurde Bruckners VII. Symphonie in München unter Levy (Parsifal-Dirigent) aufgeführt unter einem in München bisher unerhörten Beifallsjubel! - Bruckner kehrt heute zurück. - Er soll riesig gefeiert worden sein und alle Münchner-Zeitungen begrüßen in ihm den zweiten Beethoven u Wagner. Kaulbach hat ihn gemalt u Hanfstängel photografirt. - Er erhielt 2 riesige Lorbeerkränze u fand also sein \"Talent\" allgemeiner Würdigung. [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "29.09.2024 12:28"}, {"ID": 188603135, "Datum": "13.3.1886, Samstag", "Haupttext": "In der Grazer Tagespost (Morgenausgabe, 3. Beilage zu Nr. 72 (*)) erscheint eine Einführung zum morgigen Konzert (mit der 7. Symphonie), signiert »C. M. v. S.« (Karl Maria von Savenau):\r\n»* (Musikverein.) Die siebente Symphonie von Anton Bruckner, welche ... morgen ... zur Aufführung gelangt, ist das bedeutendste Werk des begabten Autors. [...] Die Wiener Künstler [fünf Tubenbläser] treffen mit ihren Rieseninstrumenten bereits zur Generalprobe ein. Anton Bruckner ... wird der morgigen Aufführung ... wahrscheinlich beiwohnen. [...] C. M. v. S.« (**).\nBruckner berichtet einem Grazer, daß Hellmesberger ihn unterdrücke. Breitkopf &amp; Härtel hätten abgelehnt, Levi habe 1000 Mark für den Druck der 7. Symphonie gespendet. Bruckner spricht auch über das Programm der 8. Symphonie. Der König von Sachsen [Albert], dem die 7. Symphonie gefallen habe, solle sich bei Kaiser Franz Joseph für Bruckner einsetzen (***).\n\"Het vaderland\" Nr. 61 ('s-Gravenhage) macht mit einem Inserat auf S. 4 auf das Konzert vom 17.3.1886 mit der 3. Symphonie aufmerksam (°).\n[recte vermutlich 14.3.1886]\r\n(Hugo Wolf trifft in Wien in Goldschmidts Haus mit Liszt zusammen [siehe die Anmerkung] (°°)).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 22:08"}, {"ID": 188703135, "Datum": "(13.3.1887, Sonntag)", "Haupttext": "The Brooklyn Daily Eagle Nr. 71 bringt auf S. 6 in der 6. Spalte eine (etwas irrige) Notiz über die Arbeit an der 9. Symphonie:\r\n\"     Anton Bruckner, not to be behind Beethoven, has written a ninth symphony with a choral finale.\" (*).\n \n(4. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Wagner (Gralsfeier aus »Parsifal«), Mendelssohn und Händel (**)).\n\r\n(Aufführung der 2. Serenade Volkmanns im Bösendorfersaal im Konzert der Musikgesellschaft »Mozart« unter Emil Rotter (***)).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 14:23"}, {"ID": 188803135, "Datum": "13.3.1888, Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): Notizen über Periodenbau und Gegenbewegungen im 1. und 2. Satz und im Finale [der 3. Symphonie?] (*).\n(Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins im großen Musikvereinssaal (**)).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 21:35"}, {"ID": 188903135, "Datum": "13.3.1889, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner besucht die zum Andenken an Johanna Hueber gelesene Messe in der Schottenkirche (*).\n[Artikel des »Vaterland« siehe 13.3.1890] (**).\nArtikel von Theodor Helm (über die 7. Symphonie am 24.2.1889) im Pester Lloyd Nr. 72:\r\n          \"Wiener Musikbrief.\r\n     Wieder einmal stehen wir unter dem gewaltigen Eindrucke der großen D=Messe Beethoven's [... über das Gesellschaftskonzert und das Nicolai-Konzert ...]\r\n     Ein großartiges, überaus zahlreich besuchtes Orchester=Konzert veranstaltete am 24. v. M. unter Mitwirkung der von Hans Richter geleiteten vollzähligen Philharmonischen Kapelle unser Akademischer Wagner=Verein. Man hörte da [... Marsch der Heiligen drei Könige aus Liszts \"Christus\" ...], dann Anton Bruckner's große siebente Symphonie in E-dur, endlich die leidenschaftstrunkene Venusberg=Musik [...] Sämmtliche Tonwerke fanden stürmischen Beifall, einen geradezu begeisterten Bruckner's (auch in Budapest bekannte) Symphonie, welche diesmal noch viel entschiedener durchgriff, als vor drei Jahren bei der ersten Aufführung in einem philharmonischen Konzert.\r\n     Damals zeigte sich zwar eine enthusiastische Minderheit unermüdlich im Beifallsklatschen, die eigentlichen Stammbesucher der philharmonischen Konzerte (von denen freilich Manche nur um der Mode willen an Ort und Stelle erschienen) nahmen aber in hellen Schaaren Reißaus, so daß das Finale der Symphonie vor halbleeren Bänken spielte. Diesmal rührte sich Niemand vom Platze, horchte Alles mit unverbrüchlicher Aufmerksamkeit bis zum letzten Bogenstrich und gewann Bruckner's merkwürdige Schöpfung künsterlische Proselyten selbst aus den Reihen Derjenigen, die ihr vor drei Jahren zweifelnd, oder richtiger gesagt: ablehnend gegenüber waren. Charakteristisch ist in dieser Beziehung des Verhalten Ludwig Speidel's, der als erklärter Anti=Wagnerianer die ihm zu \"wagnerisch\" erschienene Bruckner'sche Symphonie nach der Erstaufführung ignoriren zu müssen glaubte, während er sich nach dem wiederholten Anhören der kolossalen Tondichtung zu der bedeutsamen Aeußerung gedrängt fühlte: \"Könne man auch Bruckner nicht in die letzten Konsequenzen seines Werkes folgen, so sei man doch gezwungen, die Genialität anzuerkennen, die in seiner Erfindung und in seinen mächtigen Kombinationen walte. Der Größe des Adagios stehe man geradezu staunend gegenüber. So viel an dieser Erscheinung auch fremdartig anmuthen will, es sei unmöglich, sie nicht zu ehren.\r\n     Daß sich unser unübertreffliches Orchester bei dieser Gelegenheit in seinem vollen Glanze zeigte, braucht kaum besonderer Bemerkung. [... über die Solisten Frau Materna und Herr Jäger und in der Folge über weitere Konzerte ...] (***).\nÜber dieses Konzert schreibt auch Hans Paumgartner in der Wiener Zeitung (=Wiener Abendpost Nr. 60) auf S. 5f :\r\n                          \"Musik.\r\n               Concerte.\r\n     Im vierten Gesellschafts=Concerte wurde die Beethoven'sche Missa solennis äußerst würdig zur Aufführung gebracht. [... hohes Lob für Marie Wilt ... weitere Konzerte ...]\r\n     Unter den orchestralen Ereignissen der letzteren Zeit steht in allererster Linie die Aufführung der siebenten Symphonie in E-dur von Anton Bruckner. Dieses herrliche, in allen Sätzen so bedeutungsvolle Werk, dessen beide Mittelsätze insbesondere die volltönende Sprache des echten Genies sprechen, wurde mit kolossalem Jubel aufgenommen. Man darf nicht einwenden, daß immer nur eine Clique tobsüchtiger Jünglinge den Erfolg Bruckners zu machen verstehe. Im Gegentheile, derartige Enthusiasten sind häufig gefahrbringend. Sie ärgern und stören den verständnißvollen Zuhörer, dem jede brutale Parteinahme, auch wenn sie für eine von ihm hochgehaltene Sache in brüllende Erscheinung tritt, ekelhaft sein wird. Bruckner steht über dem Parteitreiben, sonst wäre er nicht der echte geniale Künstler. Es geschieht ihm allerdings hier Unrecht. Ein großer Theil der Kritik pflegt ihn stets in den Koth zu ziehen, und die Philharmoniker verhalten sich doch im Ganzen ablehnend gegen ihn. Nun mag man damit den Ausbruch des wilden Indianer=Geheuls bei den Jungen als gerechtes Entrüstungs=Meeting entschuldigen, aber recht widerlich bleibt die Sache immer. Die ganze Zuhörerschaft war letzthin durch Bruckners Meisterwerk begeistert und hingerissen und hatte wahrlich nicht diese lärmende Anleitung nöthig. Wann wird endlich ein Mal dieses widerwärtige Parteitreiben in der Kunst aufhören?    dr. h. p.\" (°).\nAnkündigung des morgigen Konzerts (mit dem Quintett) mit Hinweis auf eine Programmänderung\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 72 auf S. 5 (\"* Herr Prof. Door hat sich die rechte Hand verletzt ...\") (°°)\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 8819 auf S. 7:\r\n   \" - Herr Professor Door hat sich die rechte Hand verletzt; in Folge dessen muß im nächsten Hellmesberger=Quartett seine Mitwirkung sowie die Aufführung des Piano=Quartetts von Heinrich XXIV., Prinz Reuß, entfallen. Das Programm lautet jetzt: Bruckner, Quintett; Reinhold, Serenade für Piano und Violine (Piano, Herr Theodor Plowitz); Beethoven, Quartett A-moll, op. 132.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "24.09.2024 19:32"}, {"ID": 189003135, "Datum": "13.3.1890, Donnerstag", "Haupttext": "Das \"Vaterland\" Nr. 71 bringt auf S. 1f einen Feuilleton-Artikel, signiert \"-n.\", demzufolge zu erwarten ist [= zu wünschen wäre], daß in einem der beiden noch fälligen philharmonischen Konzerte der Saison die 4. oder 7. Symphonie aufgeführt wird.\r\n\"[...] Wenn sich der Aufführung eines neuen Werkes von Bruckner vielleicht momentane Schwierigkeiten in den Weg legen, so ist es umsomehr eine Ehrenpflicht der Philharmoniker, die IV. oder VII. Symphonie Bruckner's wieder einmal aufzuführen. Es ist nachgerade zu einer Schmach für unser öffentliches Kunstleben geworden, daß Bruckner, dessen Bedeutung im Auslande immer mehr erkannt wird, in seiner Heimat so zurückgesetzt wird, daß die Aufführung einer Symphonie dieses Meisters bei den Philharmonikern ein Ereigniß ist, auf welches man jahrelang warten muß, während ausländischer Tand fortwährend mit größter Bereitwilligkeit in die Programme aufgenommen wird.\" [... über weitere Konzerte ...]    -n.\"", "Letzte Änderung": "16.02.2025 11:38"}, {"ID": 189103135, "Datum": "13.3.1891, Freitag", "Haupttext": "Datierung am Ende des 1. Satzes der 1. Symphonie (*).\nLeibrentenvertrag: Die durch Gustav Riehl vertretene Tischgesellschaft im »Riedhof« zahlt Bruckner 100 fl auf Lebenszeit (erstmals am 1.5.1891), wenn dieser einmal jährlich in St. Florian oder in der Wiener Piaristenkirche Orgel spielt. Beurkundung durch den Notar Dr. Carl Grohs (**).\nAnkündigungen der 3. Symphonie [in London am 29.6.1891] in den Daily News Nr. 14021 auf S. 2:\r\n\"          MUSIC AND MUSICIANS.\r\n[...]\r\n     A very strong prospectus has been drawn up for the forthcoming series of Richter Concerts. The novelties include Professor Stanford's chorus [... Cornelius, Dvorak ...], and Brückner's symphony No. 3 in D minor, besides the opening scene from \"Das Rheingold,\" [... weitere Werke ...].\" (***),\nin der Pall Mall Gazette Nr. 8106 auf S. 3:\r\n\"     A proof of the prospectus of the Richter concerts for the present season lies before us.  The series begins on May 25 and ends on July 20. The novelties of the series include a symphony in D-mionor (No. 3) by A. Bruckner which is dedicated to Wagner, and P. Cornelius's overture \"Der Barbier von Bagdad,\" both of them new to England. The Wagner excerpts are necessarily numerous [... Programm vom 25.5.1891 ...].\" (°)\nund in The Manchester Guardian Nr. 13910 auf S. 5 in der 6. Spalte:\r\n\"   FROM OUR LONDON CORRESPONDENT\r\n                   (BY PRIVATE WIRE.)\r\n                                          LONDON, THURSDAY NIGHT.\r\n[...]\r\n     I have just received a proof of the Richter concert prospectus. The Viennese conductor gives the preponderance to the works of Beethoven and Wagner [...]. Two absolute novelties are promised, these being a symphony in D minor, No. 3, by A. Bruckner, and the overture to Cornelius's \"Barber of Bagdad.\" [... weitere geplante Werke ...].\" (°°).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 08:18"}, {"ID": 189203135, "Datum": "13.3.1892, Sonntag", "Haupttext": "In einem Artikel über Josef Reiter in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 11 auf S. 1f wird auch Bruckner erwähnt:\n\"               Josef Reiter.\n     Leitspruch: Feiger Gedanken bängliches Schwanken,\n                        Weibisches Zagen, ängstliches Klagen\n                        Kann dich nicht retten, macht dich nicht frei\n                        [...]\n                                                 (Goethe.)\n     Nur eine geniale Künstlernatur konnte es sein, welche mit der Composition dieser kraftvollen Verse des großen Dichters ihre eigene Individualität zum Ausdrucke brachte, zu einer Zeit, wo ihr die Erbärmlichkeit der Tageswelt wieder recht klar geworden war. [...]\n     Ein Genie ist sein eigener Erzieher, durch Irrthum dringt es zur Wahrheit [... Kritiker sollten vorsichtig sein ...]\r\n     Wie schnell ist die Welt mit ihrem Urtheil fertig! [... nach Wagners Tod großes Klagen, dennoch der geheuchelte Wunsch, auf ihn müsse \"wieder die Einfachheit eines Mozart folgen\" ...]\n     Und doch schufen Liszt und Bruckner diesen ängstlichen Seelen zum Trotze weiter, und in den Werken jüngerer begabter deutscher Tondichter sehen wir mit Freuden den Strom deutscher Musik unversiegt dahinfließen!\n     Josef Reiter ist einer von diesen Künstlern [... über dessen Balladen  und ihre Besonderheiten ...]\n     Uns fällt da ein classischer Ausspruch Meister Bruckner's ein, der die Musik mit einer schönen Wiese verglich, alle gingen und gehen den ausgetretenen Weg hindurch, nur Wagner wandelte mitten durch die grüne, blumige Pracht.\n     [... über weitere Lieder und Chöre Reiters ... am 16.3.1892 Konzert in Linz ... Reiters Wunsch sei, daß er] frei von jeder Sorge um das tägliche Brot, die Welt mit immer herrlicheren Schöpfungen erfreuen kann.\n     Seinen Freunden obliegt diese That!\n                          Josef Stolzing.\" (*).\n\r\n(4. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Bach, Dvorak und Mendelssohn (**) und Hans Kössler (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 09:18"}, {"ID": 189303135, "Datum": "13.3.1893, Montag", "Haupttext": "In der Universitätsvorlesung (krankheitsbedingt (*) oder regulär (**) der letzten des Wintersemesters) weist Bruckner einen unaufmerksamen Gasthörer etwas schulmeisterhaft zurecht (***).\r\n   Er erzählt von einem 1843 für Enns geschriebenen Chorwerk (»An dem Feste« [WAB 59], »Tafellied« [WAB 59, früher WAB 86]?), dem letzten Aufenthalt in Enns, seinen Eltern, von Bachmann [= Pachmann] aus Odessa. Beim Abschied vom Konservatorium habe ihn Erzherzogin Marie Valerie nicht protegiert. Die Biographie sei in Arbeit (°).\nDie Extrapost berichtet auf S. 5 vom Konzert am 11.3.1893 (mit dem »Tafellied«) (°°).", "Letzte Änderung": "07.02.2023 00:21"}, {"ID": 189403135, "Datum": "(13.3.1894, Dienstag)", "Haupttext": "I. (III.) Interner Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins unter Josef Schalk mit Werken von C. M. v. Weber, Richard Wagner, Carl Loewe, Franz Schubert, Franz Liszt, Hugo Wolf und Palestrina (Stabat mater, bearbeitet von Richard Wagner. Mitwirkende: der Vereinschor, Sophie Chotek, Bertha Scheu, Minna Scheu, Georgine von Januschofsky, Rudolf Oberhauser, Franz Schaumann und Ferdinand Jäger (Gesang), Victor Bause [Klavier] und Cyrill Hynais (Orgel).", "Letzte Änderung": "11.06.2024 15:41"}, {"ID": 189503135, "Datum": "13.3.1895, Mittwoch", "Haupttext": "Das Deutsche Blatt Brünn Nr. 21 meldet auf S. 6 den Erfolg der 4. Symphonie in Berlin [am 9.3.1895]:\r\n\"Schaubühne, Kunst und Schriftthum.\r\n     Ein neuer Erfolg Bruckner's. Samstag, den 9. März, wurde in Berlin zum erstenmale Bruckner's vierte Symphonie (die sogenannte \"romantische\" in Es) aufgeführt. Noch Samstag spät abends erhielt der Meister hierüber folgende Drahtnachricht: \"Soeben verrauschten die letzten Klänge Ihrer herrlichen Es-dur-Symphonie, erstere drei Sätze fanden begeisterten Beifall, letzter hinterließ tiefen Eindruck. Herzliche Grüße. Die königliche Capelle. Weingartner, lesemann.\" \" (*).\nDie Linzer Zeitung gibt auf S. 292 das Programm der Jubiläumsfeier der Liedertafel »Frohsinn« bekannt, das am 17.3.1895 die Aufführung des »Germanenzugs« vorsieht:\r\n„   Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n                            Linz, 12. März.\r\n[...]\r\n    * (Jubiläum der Liedertafel „Frohsinn“.) Im nachstehenden veröffentlichen wir das Programm der zwei Festtage am 16. und 17. März. Samstag Abend: […]. – Sonntag, 11 Uhr: Festconcert. Das Programm desselben besteht in: Festgedicht von Dr. M. Semsch, gesprochen von dem Schauspieler des hiesigen Landestheaters Herrn Fritz Albin, „Germanenzug“, Männerchor mit Instrumental=Begleitung von Dr. A. Bruckner, „Ritornell“ von R. Schumann, […]. – Ohne Festkarte hat niemand Zutritt.“ (**).\nÄhnlich schreiben das Linzer Volksblatt Nr. 60 auf S. 4:\r\n\"    – Jubiläum der Liedertafel \"Frohsinn\". Wir veröffentlichen im nachstehenden das Programm der zwei Festtage am 16. und 17. März: [... 16.3.1895 ...]. Außerdem concertiert die Musikcapelle des Jägerregimentes \"Kaiser\" unter persönlicher Leitung ihres Capellmeisters Herrn Schebek. Sonntag den 17. d.: Festconcert. Das Programm desselben besteht in: Festgedicht von Dr. M. Semsch, gesprochen von dem Schauspieler des hiesigen Landestheaters Herrn Hub. Albin. \"Germanenzug\", Männerchor mit Instrumentalbegleitung von Dr. A. Bruckner. [... Floderer, Schubert ... (Orchester oder Musikkapelle nicht angegeben) ...]. Ohne Festkarte hat an beiden Abenden niemand Zutritt.\" (***)\nund die Linzer Tages-Post Nr. 60 auf S. 4:\r\n\"    (Jubiläum der Liedertafel \"Frohsinn\".) Wir veröffentlichen in nachstehendem das Programm der zwei Festtage am 16. und 17. März: [... 16.3.1895 ...]. Außerdem concertiert die Musikkapelle des Kaiserjäger=Regimentes unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn Schebeck. Sonntag 11 Uhr vomittags Festconcert; das Programm desselben ist folgendes: Festgedicht von Dr. M. Semsch, gesprochen von dem Schauspieler des hiesigen Landestheaters Herrn Hubert Albin; \"Germanenzug\", Männerchor mit Instrumental=Begleitung von Dr. A. Bruckner; [... Schumann,  Floderer, Schubert ... (Orchester oder Musikkapelle nicht angegeben) ...]. – Ohne Festkarte hat zu diesen Festlichkeiten niemand Zutritt.\" (°).", "Letzte Änderung": "22.11.2023 23:05"}, {"ID": 189703135, "Datum": "13.3.1897, Samstag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 2944 berichtet auf S. 5, daß der Linzer Gemeiderat [am 10.3.1897] die Errichtung eines Bruckner-Denkmals und die Einrichtung eines Bruckner-Zimmers beschlossen habe (*).\nDies meldet auf S. 4 auch die Ostdeutsche Rundschau Nr. 72 (**),\r\ndie auf derselben Seite auch die Berliner Aufführung der 4. Symphonie [für den 10.4.1897 geplant] ankündigt (***).", "Letzte Änderung": "23.08.2026 20:35"}, {"ID": 189803135, "Datum": "13.3.1898, Sonntag", "Haupttext": "Ein Artikel \"Inländische Künstler\" in der Neuen musikalischen Presse zeigt auch eine Abbildung Bruckners (IKO 37) (*a).\r\nAußerdem bringt das Heft eine Kritik des Konzerts vom 7.3.1898 mit dem \"Te Deum\" (als Baßsolist Ludwig Drapal angegeben) (*b).\nAuf das Linzer Konzert am 20.3.1898 (mit der 1. Symphonie, dem Credo der f-Moll-Messe etc.) macht das Fremdenblatt Nr. 71 (Morgenblatt) auf S. 10 aufmerksam (**).\r\nDas Linzer Volksblatt berichtet von \"lebhaftem Interesse (***).\r\nDie Linzer Zeitung gibt nochmals die Probentermine bekannt (14., 16., 17. und 19. März) und weist auf den Vorverkauf hin (°).\r\nAuch die Linzer Tages-Post schreibt darüber (°°).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung bringt eine Kritik Gustav Schönaichs zum Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins, der auch Bruckner pflege, obwohl dessen Musik keineswegs bedeutend sei (°°°).", "Letzte Änderung": "10.01.2026 23:21"}, {"ID": 190003135, "Datum": "13.3.1900, Dienstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Zeitung München Nr. 71 (Abendblatt) bringt auf S. 1 im Feuilleton eine Kritik zur Aufführung der 4. Symphonie [am 12.3.1900] (*). In der Reichspost Nr. 58 wird auf S. 10 das Konzert vom 17.3.1900 mit der 3. Symphonie angekündigt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190103135, "Datum": "13.3.1901, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie in Wien im 6. Konzert des Mittwoch-Zyklus des Wiener Konzert-Vereins unter Ferdinand Löwe im Großen Musikvereinssaal (*).\n\r\nDie Deutsche Zeitung weist auf S. 3 auf das Konzert am 16.3.1901 hin, bei dem der Chor \"Um Mitternacht\" [recte: \"Mitternacht\" (WAB 80)] aufgeführt werde (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190203135, "Datum": "13.3.1902, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des Chores »Das hohe Lied« (in einer Bearbeitung durch Göllerich und Hans Wagner (*)) und des »Te deum« [ohne Orgel] im Großen Musikvereinssaal in Wien in einem Konzert des Wiener akademischen Gesangvereins unter Hans Wagner.\r\nMitwirkende: Sayf-Katzmayr (Marie Seyff-Katzmayer (#)), Josefine v. Statzer, Dr. Bucek (Franz Naval (#), Dr. Halatschka (Raimund Halatschka (#)), Singverein, Singakademie, (Wiener akademischer Gesangverein  (#)) und Lehrerinnen-Damenchor und das Orchester des Wiener Konzertvereins (**). Solist beim \"Hohen Lied\" ist Karl Pfann (***).\r\nVon Camillo Horn wird das \"Deutsche Festlied\" aufgeführt (#).", "Letzte Änderung": "24.01.2025 08:51"}, {"ID": 190303135, "Datum": "13.3.1903, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie [durch das Hofopernorchester] unter Herman Zumpe in einem Konzert der Musikalischen Akademie im Münchner Odeon (*).\nBrief von Karl Grunsky (Stuttgart, wahrscheinlich an Josephson in Duisburg):\r\n     Über die 9. Symphonie. »Die Uraufführung war absichtlich nach der Handschrift um verschiedenes klarzustellen.« Die Partitur sei noch im Druck und werde kaum vor dem Herbst erscheinen. »Auch Mottl verlangt das Material, um die IX. in Mannheim zu machen.« Löwe wolle die Zeit bis zum Erscheinen nutzen, um »das Werk, in das er sich mit kolossaler Gewissenhaftigkeit versenkt, in den Hauptstädten Deutschlands u. der Schweiz vorzuführen ... Sollte aber aus der Reise nichts werden, so wäre das Material frei ...« (**).", "Letzte Änderung": "09.06.2024 09:03"}, {"ID": 190403135, "Datum": "13.3.1904, Sonntag", "Haupttext": "Von Karl Kerschbaum (*a) angeregte Aufführung von »Herbstlied« unter Göllerich (*b) im 59. Gründungsfest-Konzert der Linzer Liedertafel »Frohsinn«. Soli: Therese Macku und Elise von Zawadil, Klavier Karl Zechenter (*).\n \nThe New York Times Nr. 16907 kündigt auf S. 8 die 9. Symphonie für den 14.5.1904 an:\r\n\"           THE CINCINNATI FESTIVAL.\r\n     The sixteenth biennal music festival will be given in Cincinnati on May 11, 12 13, and 14, under the direction of Theodore Thomas. The programmes are models of what they should be on such occasions, and while they contain nothing absolutely novel, there is much that is of importance, old and new. [...].\n     The orchestral concerts on the afternoons of the 12th and 14th offer many interesting things. [... Elgar am 12.5.1904 ...]. On the 14th Bruckner's ninth symphony, Brahms's Rhapsody, [... weitere Werke ... Solisten ...]. (**).", "Letzte Änderung": "15.06.2026 07:26"}, {"ID": 190503135, "Datum": "13.3.1905, Montag", "Haupttext": "Hinweis auf die Aufführung der 7. Symphonie am 19.3.1905 und die öffentliche Generalprobe am 17.3.1905 im Brünner Tagesboten Nr. 120 auf S. 5: \n\n     \"Brünner Philharmoniker. Es wird nochmals in Erinnerung gebracht, daß das I. außerordentliche Konzert Sonntag den 19. d. um 7½ Uhr abends im großen Festsaale des Deutschen Hauses stattfindet, die öffentliche Generalprobe jedoch, zu der auch Karten für reservierte Sitzplätze ausgegeben werden, bereits Freitag 17. d. um 4¼ Uhr abgehalten wird. Karten zum Konzerte und zur Generalprobe sind in der Hofbuchhandlung Winiker, Ferdinandsgasse 3, erhältlich.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190603135, "Datum": "13.3.1906, Dienstag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 71 weist auf S. 7 nochmals auf das morgige Konzert hin: u. a. Otto Kitzlers Trauermusik auf den Tod Anton Bruckners und Germanenzug, Dirigent Hans Wagner (*).\nDas komplette Programm wird auch in der Neuen Freien Presse Nr. 14926 auf S. 9 (*a)\nund im Deutschen Volksblatt Nr. 6175 auf S. 8 bekanntgegeben (*b).\n\r\nDie Reichspost Nr. 58 reagiert auf S. 9f auf eine von einem Korrespondenten des Deutschen Volksblatts vorgetragene Kritik am Artikel vom 15.2.1906 und belegt die Anerkennung Franz Xaver Witts durch Liszt und Bruckner durch Briefzitate (3 Briefe Liszts und Bruckners Brief vom 16.1.1886):\r\n\"[...] Wir haben in der \"Reichspost\" vom 15. Februar behauptet, daß auch unser berühmter Landsmann Anton Bruckner, wie aus vielen Aeußerungen desselben hervorging, den Kompositionen Witts sehr sympathisch gegenüberstand. Ein Korrespondent des \"Deutschen Volksblatt\" zog das sofort in Zweifel, indem er eine Anekdote zum besten gab, die sich um einen Ausspruch Bruckners gegenüber Kardinal Schönborn, die Cäcilienmusik betreffend, drehte [vgl. 1.3.1906]. Wir wollen heute unsere Behauptungen durch einen noch vorhandenen Brief Bruckners an Witt beweisen, der vom 16. Jänner 1886 datiert ist und der zu unserem Thema einen hochinteressanten Beleg liefert. [... Tantum ergo in Witts Zeitschrift = Pange lingua WAB 33 ...] Witt hatte eine Stelle, die ihm etwas hart klang, durch Aenderung einer einzigen Note gemildert. Bruckner ersucht nun, die ursprüngliche Fassung herzustellen und bemerkt \"... ich getraue mir dieses umso eher zu bitten, als ich weiß, daß ich zu einem so großen Genie spreche, welches wie alle solche über kleinliche Skrupel hoch erhaben ist. Von meiner Bewunderung Ihrer Werke könnte besonders der selige Herr Regenschori von St. Florian, Traumihler, Ihnen erzählt haben, besonders die Vokalkompositionen für die Karwoche, Weihnachten etc. etc. herrlich, prachtvoll, Herr Doktor, aber auch nur Ihre Werke vermochten mich zu begeistern und hoch zu erbauen.\"\r\nWir sind begierig, ob man es wagen wird, auch diese Stimmen weltberühmter Künstler zugunsten Witts und seiner Schöpfung geringzuschätzen, anders zu deuten oder gar abzuleugnen. [Sign.:] E. G. O.\" (**).\n\r\nDer Welser Anzeiger Nr. 49 berichtet auf S. 2f von den Vorbereitungen zur 5. Bruckner-Stiftungsfeier am 1.4.1906 in Linz (***).", "Letzte Änderung": "15.06.2026 07:43"}, {"ID": 190803135, "Datum": "13.3.1908, Freitag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 19218 bespricht auf S. 7 das gestrige Konzert:\n\"                   THE HALLÉ CONCERTS.\n                               PROGRAMME.\nTe Deum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .Bruckner\nMotet–\"The Spirit also helpeth us\" . . . . . .   Bach\nChoral Symphony No. 9  . . . . . . . . . .  Beethoven\n     The great audience last night must have gone home delighted with the socond part of the concert rather than the other. They are indeed fortunate who hear the first three mobemants of the Choral Symphony under Dr. Richter, given by players who understand him so well and are so able to carry out his intentions as the present Hallé Orchestra. It is, however, most unfortunate when the music of a composer who is so little known to us as Bruckner is given so unsatisfactorily as his \"Te Deum\" was given last night, when all the performers seemed so capable of doing it perfectly. Let it be admitted that Bruckner is somewhat impracticable. Genius often ist, and yet we contrive somehow to get at its ideas. If, as ought to be imperative for the first performance of such a work, there had been any combined practice for soloist, chorus, and orchestra, its effect was not seen, a want of proper balance of tone being felt almost throughout. Owing partly to this fact and partly to the general lack of any intelligent grasp of the words, the effect was often unintelligible. Indulgence was asked for Mr. Webster Millar, who had a cold, but he did better than anyone. Miss Perceval Allen, who appeared here for the first time, proved herself before the evening was over to be an excellent singer. But in the \"Te Deum\" her expression was not always suitable, and in \"Te ergo quaesumus\" she spoiled all the poetry of the beautiful cadences by a tinge of flatness. It was a small fault, but the fault of all others which would not do. Miss Edna Thornton and Mr. William Higley sang their parts in a less distinguished if less faulty manner. The chorus singing was not up to the standard for detailed criticism. An early and better performance of the work is now due to the composer.\n     Bach's Motet     [...] was an excellent choice [... insufficient rehearsal? ...] this piece of great music was without interest.\n     It is pleasant to turn to the Symphony. Dr. Richter let it be seen once again that he is greatest in the greatest  music. [... hohes Lob ...]. The quartet all did much better than in the \"Te Deum.\" [...].\n                                                     S. L.\"", "Letzte Änderung": "15.06.2026 09:11"}, {"ID": 190903135, "Datum": "13.3.1909, Samstag", "Haupttext": "Die Buffalo Evening News Nr. 129 kündigen auf S. 6 die Aufführung der 8. Symphonie am 18.3.1909 in New York an:\n\"           MUSICAL MATTERS.\nA Great Orchestra, Its Conductor and Its Policy in Program-Making – A Common Sense Point for the Musician.\n     On the occasion of the Boston Symphony Orchestra's next visit to New York, March 18, the orchestra will make its 2700th public appearance. [...].\n     Mr. Fiedler will give at the above concert in New York Bruckner's eighth symphony for the first time in Newe York, and played yesterday afternoon and tonight in Boston for the first time in America. The compositions of this master have been the subject of more discussion than almost any of the later 19th century symphonists, but they continue to be given and always under the best auspices in the orchestral world, the latter being composed of minds that make acquaintance with all new musical productions simply as a matter of duty.\n     It would stamp a musician with a very undesirable reputation if in a position as conductor of a prominent orchestra, he, from lack of sympathy, failed to produce the works of e. g. Richard Strauss. Personal like or dislike has to be put aside in such questions, [.... über Vorurteile bei Musikern ...]\n     [... der nächste Artikel: über Wagners Wunsch, dass seine Sänger schön singen und nicht schreien sollen ...] (*).\n \nAufführung der 8. Symphonie durch das Boston Symphony Orchestra unter Max Fiedler (Wiederholung vom 12.3.1909) (**).\nDie nächste Aufführung der Symphonie in Boston erfolgte 1929 unter Koussevitzky (**a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191103135, "Datum": "13.3.1911, Montag", "Haupttext": "Brief von Karl Muck an Franz Heinrich (Wiener Philharmoniker): Schlägt für das 2. Konzert (Gastspiel in Budapest) die 7. Symphonie vor (*).\nHinweis auf die Uraufführung des Chores \"Abendzauber\" (WAB 57) am 18.3.1911 im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 72 auf S. 12 (**).", "Letzte Änderung": "18.03.2025 15:20"}, {"ID": 192103135, "Datum": "13.3.1921, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe unter Carl Luze in einem Kirchenkonzert der Wiener Hofkapelle (*).\nArtikel in der Österreichischen Volks-Zeitung Nr. 71 auf S. 5 über das Autograph der f-Moll-Messe. Erwähnt werden Prof. Winkler, Frl. Lackner, Dr. Oberleithner und Robert Haas (**).\nAufführung des Tantum ergo in As-Dur (WAB 41) in der Kirche Maria vom Siege (***).", "Letzte Änderung": "20.03.2023 21:50"}, {"ID": 192203135, "Datum": "13.3.1922, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Oslo unter Georg Schnéevoigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192403135, "Datum": "13.3.1924, Donnerstag", "Haupttext": "In der Reichspost Nr. 72 werden auf S. 9 die Konzerte des Schubertbundes am 24. und 25.3.1924 angekündigt, in denen auch ein Chor Bruckners [prov. WAB 67] erklingen wird (*).\n \nDie St. Pöltner deutsche Volkszeitung Nr. 11 bringt auf S. 3f einen Bericht von Dr. Rudolf Schneider über die Bruckner-Feier [am 8./9.3.1924] (**).\nDavon berichtet auch Hofrat Dr. Lob in der St. Pöltner Zeitung Nr. 11 auf S. 3 (***).\n \n\"     Das Havemann-Quartett führt im Rahmen der von der Staatlichen Hochschule für Musik veranstalteten Sonderkonzerte am 13. im Theater- und Kammermusiksaal der Hochschule für Musik ein neues Streichquartett von A. Zemlinsky, I. Stravinsky und A. Bruckner auf.\" (°).\n \nKurt Singer bespricht in der Konzertumschau \"Problematische Naturen\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 123 auf S. 2 auch die Aufführung der 7. Symphonie [am 6.3.1924]:\n\"    [... deutliche Kritik an Fritz Busch ... Krenek-Klavierkonzert mit Eduard Erdmann ... Klaus Pringsheim mit Mahlers Fünfter ...].\n     Auch Heinz Unger begann als Mahler-Interpret mit glücklichster Hand. [...]. Nicht aber an Bruckner. [... im folgenden Text ist ein Zeilenumbruchfehler zu korrigieren gewesen ...]. Aber es wäre Sache jedes Musikers, auch einen akustischen Eindruck, ein Erlebnis schlechthin in seinem Herzen zu tragen, bevor er Werke besonderer Begnadung nachdichtet. Wer die 7. Sinfonie Bruckner's kennt, wer sie nach seinem Herzen bei Löwe, Nikisch, Furtwängler gehört hat, der weiß, daß Unger aus dem Allegro ein zerklüftetes Andante, aus dem Adagio eine sinfonische Andacht, kein Gebet gemacht hat, und daß auch der Scherzo-Anfang mit dem Hahnenschrei nicht schnell genug war. Imponderabilien? Persönliche Anschauungen? Es gibt keine Auslegungen, die imstande sind, ein Thema in sich zu zerreißen, ohne Gefahr für das Werk. Wie viel schöner, reiner, unbewußter und bewährter gab sich Unger in den Totenliedern Mahler's! [...].\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 22:49"}, {"ID": 192503135, "Datum": "13.3.1925, Freitag", "Haupttext": "Bericht in der Deutschen Presse, Folge 11, S. 384, über das Konzert vom 8.3.1925:\n   »75jähriges Gründungsfestkonzert der Liedertafel. Unter der künstlerischen Leitung des Herrn Prof. Max Auer fand Sonntag den 8. d. M. in der vollbesetzten Turnhalle das 75jährige Gründungsfestkonzert der Liedertafel Vöcklabruck statt, das in jeder Hinsicht einen durchschlagenden Erfolg brachte. [... über prominente Besucher, die Werke, die Solisten ... für die hohen Kosten werde die Liedertafel dadurch entschädigt], daß ihr Ruhm und damit auch der künstlerische Ruf Vöcklabrucks weit über den Grenzen des Bezirkes bestätigt und gefestigt wurde.« [keine Signatur] (*).\n \nThe Huntsville Times Nr. 305 (Huntsville, Alabama) bringt auf S. 5 eine bunte Mischung unterschiedlichster Kurzmeldungen:\n\"                 MUSICAL ITEMS\n[... über Moritz Moszkowski ... über eine japanische Madame-Butterfly-Sängerin ...]\n                           ——\nOliver Denton at De Witt Clinton\n     Oliver Denton, pianist, gave two groups of solos at the concert at De Witt Clinton Hall, New York, on Sunday evening, January 4.\n     To us, the only thing that seems to go on forever, is a Bruckner symphony–no matter who conducts it.\n                          ——\nLeRoy Duffield Sings Leading Role\n     The success of another Adelaide Gescheidt exponent is noted in LeRoy Duffield, [... etc. ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 11:18"}, {"ID": 192603135, "Datum": "13.3.1926, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Chores »Sternschnuppen« durch den »Sängerbund Frohsinn« [in Linz?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192803135, "Datum": "13.3.1928, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Robert Heger im Großen Musikvereinssaal in Wien (*).\nAufführung der 1. Symphonie unter Volkmar Andreae [in Zürich?]. [Vermutlich] Wiederholung am 14.3.1928 (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 09:29"}, {"ID": 192903135, "Datum": "13.3.1929, Mittwoch", "Haupttext": "Brief des Sekretärs von Franz Schalk an Franz Moißl:\r\n   Dankt für die Ernennung Schalks zum Ehrenpräsidenten der Internationalen Bruckner-Gesellschaft [am 17.2.1929, s. a. 4.3.1929] (*).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke:\r\n\"Mein Geburtstag brachte wie gewöhnlich viele Telephonanrufe. Post, von der ich gleich einen Teil beantwortete. Musik, Bruckner, Reger.\" (**).\nArtikel \"Aus dem Konzertsaal. Letztes Abonnementskonzert\", signiert \"h.\", im Berner Tagblatt (***).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 14:05"}, {"ID": 193003135, "Datum": "13.3.1930, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Hausegger an Max Auer:\r\n   Über die Drucklegung der 9. Symphonie beim Filser-Verlag und die derzeit erfolgende Korrekturlesung (*).\r\nNach den Wünschen des Verlegers solle die Originalfassung auch praktisch aufführbar sein (**).\r\nDer Aufführungskommission gehöre neben Hausegger und Auer auch Hermann Abendroth an (***).\nAufführung des Quintetts durch das Wiener Prix-Quartett (Herbert Prix, Fritz Beil, Kamillo Pfersmann und Jutka Prix-Zahornáczky) und Herta Schachermeier-Martini (2. Viola) im Kammerkonzert im Rahmen der Kunstwoche der Innviertler Künstlergilde im Redoutensaal (Promenade) in Linz (°).", "Letzte Änderung": "02.11.2025 15:43"}, {"ID": 193103135, "Datum": "13.3.1931, Freitag", "Haupttext": "Joseph A. Hauber hält einen Einführungsvortrag zur 9. Symphonie [Aufführung am 6.4.1931] beim Musicians' Club in Pittsburgh.", "Letzte Änderung": "02.11.2025 11:55"}, {"ID": 193503135, "Datum": "13.3.1935, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung Leopold Nowaks \"13.III.35\" in einem Exemplar von Alfred Orels \"Skizzen und Entwürfe\" [zur 9. Symphonie] auf S. 63 (Skizzen zum Adagio).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193603135, "Datum": "13.3.1936, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Koussevitzky in Brooklyn (*).\nArtikel von Robert Hernried »Zwei Briefe Anton Bruckners« im Neuen Wiener Tagblatt (**).\nBrief von Gustav Bosse an Max Auer:\r\n     Er habe bei dem Breslauer Künstler Hans Wildermann die Bruckner-Ehrenmedaille der Internationalen Bruckner-Gesellschaft (IKO 268) in Auftrag gegeben (***).\nEinstündiger Vortrag von Robert Haas über die 5. Symphonie und die Gesamtausgabe mit anschließender Aufführung des Finales in Originalfassung in der Generalprobe (°).\nWiener Erstaufführung der Originalfassung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Oswald Kabasta im Großen Musikvereinssaal (°°),\r\nmit einem zweiten Bläserchor [im Finale] (°°°).\r\nBeim 150. Psalm wirken mit die Sopranistin Luise Helletsgruber und der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde (#).\r\nDas Konzert wird vom Rundfunk übertragen (#a).\nBrief von Hasan Ferit Alnar (Istanbul) [an Joseph Marx?]:\r\n    Mit Ernst Praetorius werde er als Kapellmeister in Ankara zusammenarbeiten. Erwähnt [z.T. geplante?] Aufführungen der 2. und 4. Symphonie (##).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 22:31"}, {"ID": 193803135, "Datum": "13.3.1938, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 26403 kündigt auf S. 15\ndie 8. Symphonie unter Knappertsbusch [am 15.3.1938] an (*),\ndas Konzert des Wiener Männergesangvereins am 19.3.1938 (**)\nund das heutige Konzert (***).\n \nAufführung der 6. Symphonie im letzten volkstümlichen Konzert \"Oesterreichische Meister\" mit den Wiener Symphonikern unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solisten in Orchesterliedern von Hugo Wolf und Joseph Marx sind Josefine Stransky (Sopran) und Kurt Schramek (Bass), Bärbel Andreae spielt den Solopart in Mozarts c-Moll-Klavierkonzert (°).\n \nAufführung der 5. Symphonie (Originalfassung) durch das Orchester des Reichssenders Frankfurt unter Hans Rosbaud im 4. Sonntags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Berlioz (\"Korsar\") und Glasunow (Violinkonzert mit Georg Kulenkampff) (°°).", "Letzte Änderung": "27.11.2025 23:36"}, {"ID": 194103135, "Datum": "13.3.1941, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel der Volksstimme über Goebbels Besuch in St. Florian (*).\r\nArtikel über Goebbels Besuch in St. Florian in der Tages-Post, Linz (*a)\r\nund im Neuen Wiener Tagblatt (*b).\r\nGoebbels vermerkt den Besuch in seinem Tagebuch [siehe »12.3.1941«].\nAmsterdamer Erstaufführung der Originalfassung der 5. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Paul van Kempen (**).\r\nDer Programmtext stammte von Eduard Reeser (***).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 13:59"}, {"ID": 194303135, "Datum": "13.3.1943, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe in Berlin durch den Philharmonischen Chor (verstärkt durch Mitglieder des Bruckner-Chores) unter Günther Ramin. Wiederholung am 14.3.1943 (*).\n[13.-16.3.1943]\r\nAufführung [oder nur Einspielung? komplett?] der 6. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Furtwängler (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 17:14"}, {"ID": 194903135, "Datum": "13.3.1949, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (Originalfassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Titania-Palast (*) in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195103135, "Datum": "13.3.1951, Dienstag", "Haupttext": "Artikel »Ein neues Bruckner-Quartett« in der Abendausgabe der Weltpresse auf S.6.", "Letzte Änderung": "07.02.2025 06:02"}, {"ID": 195503135, "Datum": "13.3.1955, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "08.02.2026 22:19"}, {"ID": 195903135, "Datum": "13.3.1959, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Chicago Symphony Orchestra unter Fritz Reiner in der Orchestra Hall in Chicago.\nAuf dem Programm steht vor der Pause Joseph Haydns Sinfonie Nr. 101. Wiederholung vom 12.3.1959.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196203135, "Datum": "13.3.1962, Dienstag", "Haupttext": "In einem Rundfunkinterview mit Berndt W. Weßling äußert sich Alma Mahler auch zur Beziehung Gustav Mahler - Anton Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197403135, "Datum": "13.3.1974, Mittwoch", "Haupttext": "Radiosendung anlässlich der Neuauflage der Bruckner-Biographie von Göllerich/Auer nach einem Skriptum von Josef Strobl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199603135, "Datum": "13.3.1996, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Walter Kohl »Bruckner und die Künstler« [Landesausstellung 1996] in »Die Presse«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199903135, "Datum": "13.3.1999, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Lorin Maazel in der Philharmonie am Gasteig in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200903135, "Datum": "13.3.2009, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre, der Vier Orchesterstücke [incl. Marsch] und der f-Moll-Symphonie in Bearbeitungen für Streichorchester unter Ryker in Tokyo.", "Letzte Änderung": "12.02.2026 08:52"}, {"ID": 202403016, "Datum": "1.-3.3.2024, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "\"Bruckner-Weekend\" des Glasshouse International Centre for Musik in Gateshead mit Aufführungen von Motetten [WAB 67], des Quintetts, der f-Moll-Messe und der 7., 8. und 9. Symphonie.", "Letzte Änderung": "28.03.2025 08:27"}, {"ID": 184304135, "Datum": "13.4.1843, Gründonnerstag", "Haupttext": "[Fraglich! recte 1845/46?]\nMögliches Aufführungsdatum der »Messe ohne Gloria« [WAB 146], falls sie schon 1843 entstanden ist (*).\nWeitere Anlässe können die Adventszeit (1843) und die Fastenzeit (1844) gewesen sein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184604135, "Datum": "(13.4.1846, Ostermontag)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian [?] (*).\r\nAufführung einer Messe in G-Dur von Eibler [recte: Eybler] in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186304135, "Datum": "13.4.1863, Montag", "Haupttext": "Scherzo und Trio der f-moll-Symphonie beendet (»1/2 12 Uhr Mittags« (*)).\r\nSkizze zum Finale begonnen (**).\nBei der Trauung des Vereinskassiers Munsch in der Linzer Stadtpfarrkirche singt der »Frohsinn« den Chor »Die Ehre Gottes« von Beethoven (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604135, "Datum": "13.4.1866, Freitag", "Haupttext": "Bei einer Feier in Urfahr bringt Bruckner Toasts auf Rudolf Weinwurm aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904135, "Datum": "(13.4.1869, Dienstag)", "Haupttext": "Im Zöglingskonzert des Wiener Konservatoriums spielt Wladimir von Pachmann Liszts Es-Dur-Konzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004135, "Datum": "13.4.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 15 kündigt auf S. 2 für das Konzert des »Frohsinn« auch ein Werk Bruckners [»Mitternacht«, WAB 80, 15.5.1870] an:\r\n   »[...] Musikalische Kapazitäten haben bereits für diese Solennität neue Komposizionen zugesagt, wie Hans Schläger, Bruckner, Sandtner, Storch, dann der bestrenommirte Tondichter Kopriva.« (*).\nIn Wien von L. A. Zellner veranstaltetes Historisches Konzert (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104135, "Datum": "(13.4.1871, Donnerstag)", "Haupttext": "In einem Artikel der Gemeinde-Zeitung Nr. 84, S. 13, wird die Orgel der Londoner Albert-Hall beschrieben [ohne Nennung Bruckners].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 188004135, "Datum": "(13.4.1880, Dienstag)", "Haupttext": "Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums [unter Leitung Hellmesbergers].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204135, "Datum": "13.4.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Der Wechsel von Tinte [und Schreibgerät?] in den Gebetsaufzeichnungen [1040b/169] am Ende dieses Tages spricht dafür, daß Bruckner nicht schon am 12.4.1882 nach Wien zurückgekehrt ist, sondern erst am 13.4.1882.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304135, "Datum": "13.4.1883, Freitag", "Haupttext": "Wolzogen hält im Wissenschaftlichen Club in Wien einen Vortrag »Erinnerungen an Richard Wagner«, dessen Druckfassung vom Wiener Akademischen Wagner-Verein herausgegeben wird (*).\nKalendernotiz Bruckners: »13. April« [Lektion Lamberg?], Zusatz anläßlich der Abrechnung [»eigens zu zahlen«]: »u 13. April« [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "19.10.2024 07:40"}, {"ID": 188404135, "Datum": "13.4.1884, Ostersonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Hochamt im Prager Dom. Marschner holt Bruckner von der Mittagseinladung bei Skraup ab (*).\r\nRobert Marschner berichtet, daß neben Skroup auch der Organist des Stiftes Strahow und Josef Förster sich Bruckner anschlossen. [am 13.4.?] Nach dem Mittagessen bei Skroup gehen Marschners und Bruckner in das Bierrestaurant »U Snellu« (*a).\n[Wann genau? recte 9.4.1884?] Übernahme der von Wilhelm Sauer erbauten Orgel im Rudolphinum. Beim Konzert ist auch Dr. Langer aus Leipzig anwesend. Es spielen Förster, Sauer, Bruckner und Feix aus Reichenberg (**).\nDie Linzer Zeitung zitiert auf S. 403 aus dem Bericht der Deutschen Zeitung [8.4.1884] über das Quintett [am 5.4.1884]:\r\n   »* (Musikalisches.) Ueber eine neue Composition unseres Landsmannes, Prof. A. Bruckner, schreibt der Musikreferent der „Deutschen Zeitung”: „Den bedeutendsten musikalischen Eindruck der verflossenen Woche verdankten wir, seltsam genug, keiner öffentlichen, sondern einer (Samstag im Bösendorfer=Saale veranstalteten) Privataufführung [...] Es war dies unseres Anton Bruckner's F-dur-Quintett, vom Publicum mit stürmischem Beifall aufgenommen. [... identisch mit dem Text vom 8.4.1884 ...] Dieses Adagio wirkt ungefähr so, als wäre es ein erst jetzt in Beethoven's Nachlaß vorgefundenes, aus der letzten Zeit des Meisters stammendes und von dessen vollster Inspiration beseeltes Stück. Das ist wohl das höchste Lob, das über die Composition eines lebenden Künstlers gesagt werden kann, und wir scheuen uns nicht, es auszusprechen.”« (***).\nDer Rezensent der Wiener Sonntags-Post (signiert \"Raro.\") erwähnt bezüglich des Quintett-Adagios [5.4.1884] einen Ausspruch Robert Schumanns:\r\n    \"Der Vortragsabend des akademischen Gesangsvereines entzieht entzieht sich seines intimeren Charakters wegen einer detaillirten Besprechung. An demselben interessirte uns hauptsächlich das F-dur-Streichquintett von Anton Bruckner. Trotzdem es nicht besonders gut aufgeführt wurde, übte es doch mächtigen Eindruck aus und erzielte unbeschreiblichen echten Beifall. Bruckner gehört unstreitig zu den genialsten Componisten der Neuzeit; daß er hier in Wien, der Stadt des Cliquewesens und der Protection, lebt, ist sein, sowie vieler Anderer Hinderniß des Emporkommens. Dieses Quintett, in dem - nach unserem Gefühl und überdies nach erstmaligen Anhören - nur das Finale ganz aus der Art fällt, mag manche Conservative zum Bekreuzigen nöthen [sic!]: aber da ist kein starrer Formalismus, sondern echt pulsirendes Musikleben, die Themata sind von Fleisch und Blut, nicht akademische Puppen. Wie reizend ist gleich das Triolen=Thema des ersten Satzes, der Humor im zweiten, der an den Uebermuth der Lehrbuben in den \"Meistersingern\" lebhaft gemahnt. Die Perle des Werkes ist das Adagio (in Gesdur) mit seiner sinnigen breiten Gesangsmelodie und voll Wohllaut; da fällt uns unwillkürlich ein Ausspruch Schumann's ein. Bei Besprechung einer Sonate schrieb er einmal: \"Am Adagio werden die jetzigen Componisten immer scheitern, so lange sie welche, wie Mozart und Haydn, schreiben wollen. Warum denn rückwärts componiren? Wem die Perrücke gut steht, der mag sich eine aufsetzen; aber streicht nur die fliegende Jugendlocke nicht weg, wenn sie auch etwas wild über die Stirn hereinfällt. Also Locken, Sonatenschreiber, und keine falschen!\" Und gerade am Adagio ist Bruckner nicht gescheitert, weil er wahrlich nicht \"rückwärts componiren\" kann! Also nur weg mit den Perrücken! Ein schöneres Wort von der Jugendlocke ist selten gesprochen worden. Dasselbe wäre nicht allein auf Bruckner, sondern auch auf alle geistesverwandte [sic!] Tonkünstler anzuwenden. Wir fürchten jedoch sehr, daß es in Wien genug Derjenigen gibt, die solche wild hereinfallenden Locken - gleich mit der Scheere ganz abschneiden wollen. Doch Bangemachen gilt nicht, sowie das famose \"Rückwärtscomponiren\"!        Raro.\" (°).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7051 meldet auf S. 6, dass der Partiturerstdruck des Streichquintetts erschienen ist: \"Neue Musikalien. (Bericht der kaiserlich=königlichen Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien.) Brahms, Op. 90, Dritte Symphonie (F-dur), für zwei Claviere; Bruckner, Streichquintett (F-dur), Partitur; Brüll, [...] Literatur: Oesterlein, Entwurf zu einem Richard=Wagner=Museum (mit vier Bildern in Lichtdruck).\" (°°).", "Letzte Änderung": "15.12.2024 09:14"}, {"ID": 188504135, "Datum": "13.4.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner:\r\n     Dankt für Brief (siehe Anmerkung), will gemeinsame Ferientage ermöglichen. Im Mai Treffen mit Fiedlers in Florenz, dort Quintett-Probe, (Bruckner dabei?); dann zu Lenbach in Rom; Juni in die Schweiz. Quintett [31.3.] nach 5 Proben (am 30.3. mit Levi bei Fiedlers) recht gut. Kritik von Porges. Ostini fehlte. Bericht [an Perfall] wegen Widmung der 7. Symphonie an Ludwig. Wüllner in Köln und Müller in Frankfurt wollen die 7. Symphonie spielen. Gutmann möge sich beeilen. Bruckner solle die Stimmen vorerst behalten (**).\nBrief Levis (an einen befreundeten Dirigenten):\r\n     Bei den jeweils dreistündigen Proben zur 7. Symphonie habe sich die Einstellung der Musiker von Entrüstung zu Enthusiasmus bei der Aufführung gewandelt. Seiner Meinung nach sei das Werk die bedeutendste Symphonie nach Beethoven, der dennoch das [Leipziger] Gewandhaus verschlossen bleiben werde. [Textauszug] »Als ich das Werk zum erstenmal spielen ließ, war allgemeine Entrüstung im Orchester, und es klang in der That schauerlich, aber mit jeder der nachfolgenden (dreistündigen!) Proben steigerte sich das Interesse und der Respect der Musiker, und bei der Aufführung war im Publikum und auf dem Podium ein Enthusiasmus, wie ich ihn nie hier erlebt habe. Da ich als Wagnerianer eine gewisse »Narrenfreiheit« geniesse, so scheue ich nicht, es auszusprechen: daß ich dieses Werk für das bedeutendste auf sinfonischem Gebiet halte, welches seit Beethoven geschrieben worden ist.« (***).", "Letzte Änderung": "09.09.2025 13:54"}, {"ID": 188604135, "Datum": "13.4.1886, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Floderer in Linz:\n     Bedauert die Plagen [mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90]], billigt alles. Morgen werde er mit dem Schnellzug abfahren. Bittet um ein Zimmer in der »Kanone«. Einer seiner deutschen Schüler [Klose] komme mit. Grüße an den Frohsinn«, der so lieb geschrieben habe. Wo die Probe stattfinde? Später gehe es mit Hans Richter nach London (*).\n \nAufsatz von Karl Kerschbaum über Bruckner in der Linzer Tages-Post Nr. 84 auf S. 1:\r\n»Zum Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn\".\n    Wenn man von den Höhen um unsere Stadt ins Land hinausblickt [... Text bei 34/593f, mit folgenden Abweichungen: ... Thürme ... Wiederhalle ... Direction ...] in unserer Stadt walten!« [keine Signatur und Autorenangabe] (**).\n \nDieselbe Zeitung bringt auf S. 4 auch einen Bericht über das Gutenberg-Konzert (»Amaranths Waldeslieder« am 11.4.1886):\r\n      »Gesangverein \"Gutenbergbund\".\r\n      Der Gesangverein \"Gutenbergbund\" feierte gestern abends im Redoutensaale sein 5jähriges Bestehen durch ein Festconcert unter der Leitung seines Chormeisters Herrn Franz Sales Reiter. [...] [... Programm zu lang, fast zu schwierig, zu viel des Guten ...] \"Amaranths Waldeslieder\" von Anton Bruckner, für Frauenstimmen mit Pianobegleitung, wurde von dem Damenchore des Vereines mit großer Wirkung zum Vortrage gebracht. Für die Aufführung dieser zarten und duftigen Composition unseres Landsmannes ist dem Chormeister nur Dank zu zollen. [..]« (**a).\n \nBruckner und Klose im Wirtshaus (Anekdote über Liszt) (***).\n \nBesprechung von »Trösterin Musik« [am 11.4.1886] in der Neuen Freien Presse Nr. 7769 auf S. 6, signiert »h.« [Hanslick?]:\r\n                »Concerte.\n    h. Im letzten \"Gesellschafts=Concerte\" hörten wir [... Besprechung dieses Konzerts ...]\r\n     Das Concert des \"Akademischen Gesangvereins\" eröffnete eine Novität von Anton Bruckner: \"Trösterin Musik\" - ein wohlklingender Chorsatz, dem nur die rechte und einheitliche Stimmung fehlt. Wem mochte nicht als Gegenstück Schubert's schlichtes Lied \"An die Musik\" einfallen mit seinem tief rührenden Schlusse: \"Du holde Kunst, ich danke dir!\" Schubert arbeitet eben nicht mit materiellen Wirkungen und falschen Contrasten wie Bruckner. Eine grob materielle Auffassung muß es doch heißen, wenn Bruckner nach den ersten, ganz ohne Begleitung gesungenen Strophen bei den Worten: \"Wie Orgelton kommt dann der Trost ins Herz gezogen\" die Orgel wirklich erbrausen läßt. Und mit einem falschen Contrast zerstört uns Bruckner die Stimmung in den Schlußworten: \"Das Herz findet im Klang der Lieder den letzten Trost, die Thränen, wieder.\" Bruckner trennt das Zusammengehörige und läßt den \"letzten Trost\" im stärksten Fortissimo erdröhnen, um das folgende Wort \"die Thräne\" ganz pianissimo flüstern und so verhallen zu lassen. Bruckner sieht also auch hier nur die einzelne Zeile, das einzelne Wort, die Grundempfindung des Ganzen entschlüpft ihm. [... über die anderen Programmnummern ...]« (°)\n \nBericht in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 103 auf S. 3: '\r\n      »Konzerte. Eine glänzende Produktion veranstaltete vorgestern Mittags der akademische Gesangverein im großen Musikvereinssaale. Dieselbe begann mit einem edel gehaltenen Chore Anton Bruckner's: \"Trösterin Musik\", mit Karl Maria Weber's \"Schlummerlied\" und [... Aufzählung der übrigen Nummern ... alle Chöre] wurden unter der meisterhaften Leitung Rudolf Weinwurm's vollendet zu Gehör gebracht und mit dem lebhaftesten Beifalle belohnt. An der Spitze des Damenchores stand die künstlerisch hochbegabte und allerliebste Frau des Vereinspräses Herren Franz Schaumann. Die Klavier= und Orgelbegleitungsarbeit besorgte das talentreiche Vereinsmitglied Albert R. v. Hermann in musterhafter Weise. [... über weitere Konzerte ...] [Signatur auf S. 4:] Dr. B.« [Beck? Bricht?] (°°).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 09:56"}, {"ID": 188704135, "Datum": "13.4.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab (*).\n\nBruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen wieder auf (lückenlos bis zum 23.7.1887) (**).\n\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): \"Montag 2 [/] Dienst 1 1/2 [/] Mittw 1 St [Privatlektionen für ?]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188804135, "Datum": "13.4.1888, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" unter Otto Kitzler im II. ordentlichen Konzert des Brünner Musikvereins in Brünn (*). \nMitwirkende Solisten: Sophie Kollar, Skutetzky, Oplustil, Schmuttermayer (*a).\n\nBruckner trifft für einen Tag in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"2\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 14.4.1888 wieder ab (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188904135, "Datum": "13.4.1889, Samstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 6210 (Morgenausgabe) bringt auf S. 1f einen Artikel \"Musik.\" von Theodor Helm und meldet darin (auf S. 2) \"stürmische Hochrufe\" bei der Aufführung des Quintetts [am 14.3.1889]:\r\n   \"[... über Konzerte der Philharmoniker, die schlechte Liszt-Pflege durch Hans Richter, das vorbildliche unparteiische Musikalische Wochenblatt in Leipzig, wo jüngst Werke von Wagner, Liszt und Brahms in einem Konzert erklangen. ...] Rasch ein Gegenbild aus Wien: daß Bruckner's geniales F-dur-Quintett mit dem wunderherrlichen Adagio in der fünften Quartett=Production der Söhne Hellmesberger - obgleich vom „jungen Hellmesberger” lange nicht so klar herausgearbeitet als früher vom „alten” - doch wieder den bedeutendsten Eindruck machte und dem greisen Tondichter stürmische Hervorrufe verschafffte, mußte von der feindlichen Musikkritik natürlich verschwiegen werden. [... über andere Kammermusikabende ...] Theodor Helm.\".", "Letzte Änderung": "30.03.2023 13:18"}, {"ID": 189004135, "Datum": "13.4.1890, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189104135, "Datum": "13.4.1891, Montag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 1. Symphonie (*).\nKalendernotiz Bruckners:\r\n»13.4. Montag vormitt: 3 mal u. Montag abends: 3 mal 1. wiederh. [1. Satz der 1. Symphonie wiederholt]. Beserl 32 5 u 6 Bogen wiederholt.« (*a).\nBericht des Salzburger Volksblattes Nr. 82 auf S. 2f über die Aufführung der 3. Symphonie am 9.4.1891:\r\n                \"Aus dem Concertsaal.\r\n     Das II. diesjährige Mozarteums=Concert brachte zum Beginne zwei Charakterstücke von Herrn Mozarteums=Direktor Hummel für Orchester. [... Lob für die Stücke Hummels ...] Wären diese beiden Tonstücke nicht in einem Concerte aufgeführt worden, in welchem als letzte Nummer die D-moll-Symphonie von Bruckner am Programme stand - sie hätten gewiß noch viel mehr Interesse, welches sie verdienen, erregt.\r\n     Unter derselben Spannung des Publikums auf Bruckner hatten auch die nun folgenden Piano=Vorträge zu leiden. [... ebenfalls viel Lob für Gerber und Rabl ...]\r\n     Unter sichtlicher Spannung des Auditoriums wurden nun die Vorbereitungen für das große Werk des Abends begonnen, das Orchester arrangirt und unter lautloser Aufmerksamkeit bestieg Hummel das Dirigentenpult, um die große D-moll Symphonie von Bruckner zu beginnen.\r\n     [... geteilte Urteile (wie bei vielen Genies) ...]\r\n     Mandyczewski, einer der ersten Musikgelehrten Wiens, schreibt in einem Wiener Musikbrief u. A.: \"Aufsehen erregte die Aufführung der D-moll-Symphonie von Bruckner im letzten philharmonischen Concert. Nach jedem Satz rief man den Componisten mit brausendem Beifall vor das Orchester, während sich gleichzeitig ein Theil des Publikums ruhig entfernte - ein Schauspiel, wie man es hier bei jeder Aufführung eines Bruckner'schen Werkes sehen kann. Das Sprunghafte, Willkürliche in Bruckner's Compositionen zieht die Einen an und stößt die Anderen ab. Jene nennen es Genialität, diese Unbehilflichkeit. Auch in diesem Punkte wird uns die Zeit Richter sein.\"\r\n     H. Kretschmar schreibt: \"Bruckner's Symphonie [... (vgl. 30.7.1888) ...] \"Wagner'sche Motive sind mit einem Schwung und einer Begeisterung ausgeführt und erweitert, welche überwältigt.\"\r\n     \"Ueberwältigt\" damit ist nach unserer Meinung auch der richtige Ausdruck gefunden für die Empfindung, welche des hiesige Publikum nach Schluß der Symphonie beherrschte. [... Beifall wie selten nach jedem Satz, am wenigsten allerdings nach dem 1. Satz ...] Das Finale, welches in wundervoller Weise vorherige Motive wiederverwendet und himmelanstürmende Wirkung übt, hatte durchschlagenden Erfolg. Die Vorführung dieses äußerst schwierigen Werkes war eine nicht nur für hiesige Verhältnisse ausgezeichnete, sondern wir können wohl behaupten, auch für größere Provinzialstädte mustergiltige. [... Lob für das Orchester und den \"muthigen Feldherrn\" ... zahlreiche Proben ... Ehrung für Dirigentenjubiläum, Glückwünsche von auswärts ... gutes Omen für 50jähriges Jubiläum], welches er eben so rüstig und schaffensfreudig begehen möge - das walte Gott!\" [keine Signatur] (**).\nTelegramm Weingartners an Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern]:\r\n      »&lt;TELEGRAMM No&gt; 3636 &lt;an&gt; = anton bruckner wien hessgasse 7 [Stempel links:] 13/4 B 45\r\nI M Feuerwerk\r\n&lt;Text:&gt; wien de mannheim 3801 11 13/4 7 40 s\r\nbitte an concertmeister schuster mannheim = weingartner« (***).\nIm Konzertbericht von Philip Hale in der Boston Post Nr. 87 auf S. 4 in der 6. Spalte wird ebenfalls die 7. Symphonie für den 18.4.1891 angekündigt:\r\n\"                           MUSIC.\r\n           THE SYMPHONY CONCERT.\r\n     [... Nikisch mir reinem Wagner-Programm ... über die Berechtigung, Wagner auch im Konzert zu bringen ...].\r\n     The programme of the concert of April 18 will include Schumann's \"Genoveva\" overture; the adagio and scherzo from Bruckner's Seventh symphony; and Schumann's symphony in D minor. Miss Marie Jahn will sing the well known aria from \"Der Freischütz,\" and songs with pianoforte accompaniment.\r\n                                                  PHILIP HALE.\"\r\n[siehe die Anmerkung zum 12.4.1891] (°).\n(Liederabend von Josef Waldner mit Liedern Hugo Wolfs im Saal Ehrbar (°°).", "Letzte Änderung": "22.05.2024 14:53"}, {"ID": 189204135, "Datum": "13.4.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 15  meldet auf S. 177, daß anläßlich der Internationalen Musik- und Theaterausstellung der Verleger Joseph Weinberger ein »Album der Wiener Meister« herausbringe, das u.a. eine Komposition Bruckners [»Vexilla regis«] enthalte:\n\"     *–* Auf Anregung des Wiener Musikverlegers Joseph Weinberger hat die Ausstellungs=Commission die Herausgabe eines „Albums der Wiener Meister” beschlossen und Herrn Weinberger mit der Durchführung dieser Angelegenheit betraut. Da der ungeschmälerte Reinertrag dieses Albums direkt den humanitären Zwecken der Ausstellung zufallen wird, haben die zur Betheiligung an dieser Publication eingeladenen Wiener Componisten mit der größten Bereitwilligkeit ihre Mitwirkung zugesagt, so daß das Album, welches Compositionen von Brahms, Bruckner, Brüll, Robert Fuchs, Goldmark, Grädener, Heuberger, Reinhold, Julius Zellner, ferner von Millöcker, Johann Strauß, Suppé, Zeller und Ziehrer enthalten wird, ebenso ein Bild des musikalischen Schaffens in Wien, als auch eine werthvolle Erinnerung an die Ausstellung bieten dürfte.\"", "Letzte Änderung": "21.02.2023 11:03"}, {"ID": 189304135, "Datum": "13.4.1893, Donnerstag", "Haupttext": "\"Het vaderland\" Nr. 87 ('s-Gravenhage) kündigt auf S. 2 das \"Te Deum\" für Düsseldorf [am 21.5.1893] an:\n\"     Op het Nederrijnsch Muziekfeest, dat dit jaar te Dusseldorp wordt gehouden (op de Pinksterdagen), zullen worden uitgevoerd: Te Deum van Bruckner, Israël van Händel, de 5e van Beethoven en La Damnation de Faust van Berlioz; op den derden dag zal zich o. a. prof. Joachim doen hooren.\" (*).\n \nEinen ähnlichen Hinweis bringt auch das \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 20072 (Amsterdam) auf S. 2 (**).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 12:11"}, {"ID": 189404135, "Datum": "13.4.1894, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Ludwig Oblat in Paris:\r\n     Wegen Atemnot dürfe er nur kurz aus dem Bett. Dankt [für die Mühen bei der Aufführung der 3. Symphonie am 18.3.1894]. Grüße an Lamoureux, den er bitten lasse, auch an Bruckners andere »Kinder« zu denken - 1. und 2. Symphonie (bei Eberle), 4. und 7. Symphonie (bei Gutmann) und 8. Symphonie bei Lienau in Berlin. Die 5. und 6. Symphonie seien noch nicht gestochen (*).\nDie Linzer Zeitung bringt auf S. 405 den Bericht der Grazer Morgenpost über die 5. Symphonie am 9.4.1894:\r\n„     Theater= und Kunstnachrichten.\r\n     – (Die fünfte Bruckner’sche Symphonie) wurde am Montag in Graz in einem Symphonie=Concerte aufgeführt. Die „Grazer Morgenpost“ schreibt: „Dieses Werk ist eine überaus kunstvolle Arbeit, welche dem Zuhörer großen Respect einflößt, aber keine volle Befriedigung gewährt, weil es dem Werke, abgesehen von dem Mangel an formeller Einheitlichkeit, vor allem an bedeutenden anziehenden Themen, an Tiefe der Empfindung gebricht. Man bewundert, aber man wird nicht ergriffen. Ein großes Stück Kunst ohne Seele, ohn ewahre Genialität. Die wirksamsten Theile der Symphonie sind das Finale mit der imposanten Fuge und das anmuthige Trio des Scherzos. In allen Sätzen der Symphonie zeigt sich Bruckner als Meister der Instrumentation und des Contrapunktes. Das Finale fand großen, allgemeinen Beifall, wogegen die ersteren Sätze etwas kühler aufgenommen wurden.“ “ (**).", "Letzte Änderung": "25.11.2024 13:30"}, {"ID": 189504135, "Datum": "13.4.1895, Karsamstag", "Haupttext": "Anton Meißner besucht Bruckner und bleibt noch bis nach Mitternacht bei ihm. Bruckner denkt an St. Florian und an das dort gesungene Osterlied (wohl im Zusammenhang mit dem Finale der 9. Symphonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189604135, "Datum": "13.4.1896, Montag", "Haupttext": "Besprechung der 1. Symphonie im Grazer Extrablatt Nr. 102 (Orchester und Dirigent schlecht):\r\n„      *** (Viertes Orchesterconcert des Steiermärkischen Musikvereines.) Das Wort Orchesterconcert erinnert uns an ein in musikalischen Kreisen vielfach besprochenes Thema über unsere darniederliegenden Concertverhältnisse. [… Übelstände, Situation des Musikvereins, der ungünstige Einfluss eines „Reformators“, der …] seinen Gewaltstreich ausführte, dem das frühere Orchester, das sich unter Dr. Muck bewährte, zum Opfer fallen musste. Seit dieser Zeit, und niemand kann es leugnen, stammt die allgemeine Orchesternoth. Das Programm[,] es brachte nur wenig. Zwei Bruchstücke einer neuen Oper von Hugo Wolf. Sie sind nicht am Platze, wo für erprobte symphonische Werke wenig Raum ist. Die ursprünglich geplante Aufführung der Faust=Ouverture von Richard Wagner scheiterte an dem geringen Können des Orchesters, das, aus Schülern, Dilettanten und Militärmusikern bestehend, sich auch dem allgewaltigen Bruckner gegenüber als zu schwach erwies. Auffallend war auch die Unruhe des Dirigenten Erich Degner, dem die Beherrschung eines Orchesterkörpers zu fehlen scheint. Niemals können wir uns einverstanden erklären mit Instrumentationsversuchen an Clavierstücken, zumal an Beethoven. Er ist uns ohne Degner lieber.“ [keine Signatur] (*)\n \nund durch Dr. Fr. v. Hausegger im Grazer Tagblatt Nr. 102 auf S. 1f:\r\n\"Viertes Concert des steiermärkischen Musikvereines.\r\n     Anton Bruckner und Hugo Wolf! Wer in einem Bilde gegenwärtig Musikverhältnisse schildern wollte, der müsste diese beiden Erscheinungen in dessen Mittelpunkt stellen. Bruckner, der bedeutendste Symphoniker, Wolf, der eigenartigste Liedercomponist der Zeit, beide in österreichischen Landen geboren, beide in ihrer Heimat wirkend, beide dazu berufen, deren Stolz zu sein! [... Vorurteile Neuem gegenüber sollte die Kritik beseitigen ... stattdessen: Vernichtungsfreude ...]. Ist es nothwendig, dass derjenige, welcher Brahms verehrt, Bruckner verabscheuen muss, als gäbe es sonst ein bigamisches Verhältnis? Parteigegensätze dieser Art sind künstlich geschaffen worden und wahrlich nicht zum Vortheile unseres Kunstlebens.\r\n     Ich habe dies berührt, weil es beiträgt, den Ueberzeugungsmuth, welchen unser Musikverein bei der Zusammenstellung seiner Vortragsordnungen bekundet, nach Verdienst zu beleuchten. Es ist ja nicht bloß eine Ehrenschuld, die man abträgt, wenn man Bruckner pflegt, wenn man Wolf zu Worte kommen lässt. Sie gehören der Zeit an, in der wir leben, aus und mit der wir empfinden; in ihnen als berufenen Vertretern derselben ofenbart dieses Empfinden seinen edelsten Gehalt; sich ihrem Verständnisse verschließen, hieße sich dem Entwicklungsleben der modernen Tonkunst entziehen.\r\n     Und das wahre Kunstwerk beansprucht für sein Verständnis nichts anderes, als gekannt zu sein. Allerdings bedarf es zu diesem Behufe auch eines vorurtheilslosen Entgegenkommens. Obwohl uns die Persönlichkeit Bruckners nicht mehr fremd ist (wir hatten hier bereits seine dritte, vierte, fünfte und siebente Symphonie gehört), tritt sie uns doch in seiner ersten vorgestern vom Musikvereine gebrachten Symphonie so eigenartig entgegen, dass der erste Eindruck des Werkes nicht genügen kann, sich mit ihr voll vertraut zu machen. [... Fabel als Vergleich: ein Ungeheuer kann nur durch drei Küsse erlöst werden (beim 3. Mal wunderbare Verwandlung) ...] Dem Ausharrenden ist Bruckners Symphonie die Entzauberung sicher nicht schuldig geblieben. Der lebhafte Beifall, welchen sie beim größten Theiles der Zuhörerschaft, namentlich jener, welche die Gelegenheit nicht versäumt hatten, sie auch in der Generalprobe zu hören, erfahren hat, lehrte dies.\r\n     Freilich, die Beschränkung des Meisters zeigt dieses Werk noch nicht. Blüte drängt sich hier an Blüte in üppigster Fülle, keine der anderen den Raum zur nöthigen Entfaltung gönnend, in ihrem Reichthum aber Zeugnis gebend von der Unerschöpflichkeit des Bodens, dem sie entkeimen. Ueberquellende  Erfindung, Freude am Wechselspiel der Töne, Schwelgen in Klangmischungen, eine gewisse Unruhe in der Begier, alles zu sagen, was nach Aussprache drängt, alles zu leisten, was ein ungezähmtes Können zu leisten vermag, geben der Symphonie den Charakter mangelnder Abgewogenheit, formaler Unklarheit. Nicht die Hand des Ziergärtners erkennt man in ihr, aber das Walten einer reichen jedes Zwanges spottenden Natur. Wer diese Symphonie mit späteren dieses Tondichters vergleicht, dem wird dessen Entwicklung im Sinne sich steigernder Formvollendung nicht entgehen. An Gedankenfülle, an dionysischer Kraftäußerung, an lenzhafter Lebensfreude wird sie kaum von einer der ihr folgenden übertroffen.\r\n     Hugo Wolf hatte dem Vereine das Vorspiel und ein Zwischenspiel zu seiner vor kurzem vollendeten Oper \"Der Corregidor\" zur Erstaufführung überlassen. [... über diese Programmnummer und Beethovens Bagatellen ...].\r\n     Dem Orchester, welches dem Musikvereins zu Gebote steht, war mit den ausnehmend schwierigen Werken, welches es zu bewältigen hatte, eine große Aufgabe zugefallen, die es unter der umsichtigen und thatkräftigen Leitung des Herrn Degner in überraschend glücklicher Weise löste.\r\n                                             Dr. Fr. v. Hausegger.\" (**).\n \nHedwig Abel erwähnt in ihrem Feuilleton »Concerte« in der Montags-Revue Nr. 15 auf S. 3 auch die Aufführung des »Te Deum« [am 23.3.1896]:\n„             Concerte.\r\n     Im vierten Gesellschaftsconcert hat Carl Reinecke seine jüngste Symphonie in G-moll den Wienern vorgeführt. [… über dieses und andere Konzerte …].\r\n     In stattlicher Anzahl ist der Laibacher Musikverein (Glasbena Matica) nach Wien gekommen, um zwei große Dank= und Wohlthätigkeitsconcerte zu geben. Sie waren glänzend besucht, die Damen konnten sich an den Goldhauben der Krainerinnen nicht sattsehen; nebenbei fanden sie auch ihren Gesang schön. Die Laibacher sind vortrefflich geschult, sie singen rein, sicher, wenn auch nicht immer klangschön. Oder sollte es nicht blos Zufall gewesen sein, daß im „Madrigal“ von Jakobus Gallus (Handl, Hanel) die Tenore ein störendes Krähen erhoben? Außer dem Madrigal, das der Krainer Gallus just vor dreihundert Jahren geschrieben, hörten wir im ersten Concert noch originelle, von Chormeister Hubad harmonisirte slovenische Volkslieder, von denen wir „Hoch oben klingt’s“ und „Der Reif“ nennen, ferner eine „Frühlingsromanze“ von Fibich, Lieder von Foerster und Redved und das Bruckner’sche „Tedeum“. Das zweite Concert trug einen rein persönlichen Charakter. [… Dvorak … andere Konzerte …]. H. Abel.“ (***).", "Letzte Änderung": "01.12.2023 22:55"}, {"ID": 189704135, "Datum": "13.4.1897, Dienstag", "Haupttext": "In den Berichten der Ostdeutschen Rundschau Nr. 103 auf S. 5 (*)\r\nund der Reichspost Nr. 84 auf S. 4 (Gaigg v. Bergheim) (**)\r\nüber das letzte Konzert der Berliner Philharmoniker wird Bruckner erwähnt [Absage der 7. Symphonie am 10.4.1897].\r\n(**) \"     –  Berliner Philharmoniker. [...] Ebenso sicher und gediegen, ganz im Stile classisch gebildeter Meister, erschien im VI. Concert unser Professor am Conservatorium, Ferdinand Löwe, der hervorragende Liszt-Dirigent, am Pulte. – Wir können denselben [sic] in unserem kurzen Nachruf einen Mißton nicht ersparen. Derselbe bezieht sich auf das oftmalige Aendern des ursprünglich-ausgegebenen Programms. Ist dieser Vorgang an und für sich schon ein Unrecht gegenüber dem zahlenden Publicum, so war es ein  um so größeres, ja schreiendes Unrecht, in letzter Stunde die zur Aufführung bestimmte Symphonie von Bruckner abzusetzen und somit den Namen dieses größten Epigonen Richard Wagner's aus der Concertliste gänzlich zu streichen!       G. v. B.\" (**).\nDas Gmundner Wochenblatt Nr. 15 meldet auf S. 6/152:\r\n\"     * Zu Ehren Bruckners und Johannes Brahms. Um das Andenken der beiden Tondichter Anton Bruckner und Johannes Brahms, welche viele Jahre ihres Lebens in Wien zubrachtcn, zu ehren, wurde im Wiener Sladtrathe der Antrag gestellt, es seien die städtischen Aemter zu be­auftragen, zwei der neuen Straßen in der Umgebung der Karlskirche nach dem Namen dieser beiden berühmten Todten zu be­nennen. Der Antrag fand im Stadtrathe die sympathischeste Aufnahme und wurde der geschäflsordnungsmäßigen Behandlung zugeführt.\" (***).", "Letzte Änderung": "26.08.2026 13:22"}, {"ID": 189904135, "Datum": "13.4.1899, Donnerstag", "Haupttext": "Im Deutschen Volksblatt Nr. 3692 wird auf S. 9 die Konzertankündigung für den 15.4.1899 (5. Symphonie und 150. Psalm) wiederholt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190004135, "Datum": "13.4.1900, Freitag", "Haupttext": "Bericht über die Teil-Klavieraufführung der 6. Symphonie [am 7.4.1900] in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 102, S. 4.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190304135, "Datum": "13.4.1903, Ostermontag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe und des »Te deum« (*) (mit 1000 Sängern) unter Felix Mottl beim Mannheimer Musikfest, (*a) anläßlich der Einweihung des Nibelungensaales im Rosengarten. Das Orchester setzt sich aus der Karlsruher und der Mannheimer Hofkapelle zusammen, die Chöre hatte F. Langer einstudiert; als Solisten dieses Tages sind Ottilie Metzger [siehe die Anmerkung], Emilie Herzog, Bertha Morena, Karl Burrian und Fritz Feinhals überliefert (*).", "Letzte Änderung": "10.03.2025 08:26"}, {"ID": 190404135, "Datum": "13.4.1904, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Raabe in einem Volks-Symphoniekonzert in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190604135, "Datum": "13.4.1906, Freitag", "Haupttext": "Der Brünner Tagesbote Nr. 174 teilt auf S. 4 mit, dass Otto Kitzlers \"Trauermusik\" seit der Uraufführung [am 11.11.1905] mit großem Erfolg auch in Wien [14.3.1906], München, Dresden, Leipzig und Graz aufgeführt worden ist, und zitiert aus mehreren Besprechungen - Neue Freie Presse, Die Zeit, Deutsche Zeitung, Wiener Allgemeine Zeitung, Österreichische Volkszeitung.\n\"Otto Kitzlers »Trauermusik« (dem Andenken Bruckners gewidmet), welche bei ihrer vorjährigen Uraufführung im Konzerte der Brünner Philharmoniker außerordentlichen Erfolg hatte und seitens der Kritik einmütige Würdigung erfuhr, wurde seither – wie wir vorliegenden Berichten entnehmen – mit gleich großem Erfolge in Wien, München (Kaim-Orchester), Dresden, Leipzig und Graz zur Aufführung gebracht. [... Pressezitate ...]\".", "Letzte Änderung": "03.01.2024 12:16"}, {"ID": 190804135, "Datum": "13.4.1908, Montag", "Haupttext": "Aufführung des Quintett-Adagios in St. Gallen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191304135, "Datum": "13.4.1913, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Theodor Hueber an Propst Josef Sailer:\n     Ignaz Bruckner habe bei mehreren Besuch Theodors in St. Florian geraten, die Neffen sollten soviel wie möglich von den Verlegern zu erlangen versuchen, war also der Meinung, sie seien die gesetzlichen Erben des Tantiemenrechts; eine andere Meinung hätte er sicher im Testament formuliert.\n     Er habe das Stiftspital als Erbe seines Vermögens und der Restbestände der Legate bezeichnet. Wenn er auch das Tantiemenrecht damit einbegriffen empfunden hätte, hätte er das gewiss im Testament aufgezeichnet (*).\n \nArtikel August Göllerichs \"Zum achten Festkonzerte der Bruckner=Stiftung.\" über die e-Moll-Messe und die 5. Symphonie (Aufführung am 27.4.1913) in der Linzer Tages-Post Nr. 85 auf S. 17f (**).\n \nDas Bruckner-Denkmal wird in einem großen Artikel über Wien in The New York Times Nr. 20168 auf S. 52 (= S. 12 des 5. Teils) erwähnt:\n\"THE GAYEST CITY IN EUROPE --- NOT PARIS, BUT VIENNA\n[... drei Abbildungen ...]\n             By James Huneker.\nI ALWAYS know when I am in Austria; the coffee is much better than the watery, flavorless compound you are offered in Germany. Perhaps, the sharper accents of the Viennese cuisine may not appeal to you–the German cookery by comparison is colorless–but the superiority of the coffee and pastry is manifest.\n     I am sure this is not a happy way of beginning to sing the praises of Vienna the Magnificent; but, after all, sufficient for the day is the Baedeker thereof. [... \"Austrian Cooking\" ... \"Some Fine Restaurants\" ... \"Optinistic Vienna.\" ... \"A Paradise for Musicians\" ... \"Viennese Art and Literature ... 38 Brunnen, 80 Denkmäler, 39 Parkanlagen ...].\n     In the parks and on public squares you see statues erected to the memory of celebrated men: Beethoven, (2,) Brahms, Schubert, Bruckner, Anzengruber, Goethe, Grillparzer, Gutenberg, inventor of printing; Robert Hamerling, the poet; Josef Haydn, [... sieben weitere Namen ...]. Think of the Central Cemetery, where is the empty grave of Mozart; where are the remains of Beethoven, Gluck, Franz Schubert, Johann Strauss, near his friend Brahms, and where lie such men as Von Suppé, Milloecker, Bruckner [sic!], Herbeck, Hugo Wolf, Makard [sic], Clement, and the pedagogue Czerny! Vienna honors her illustrious dead in an appropriate manner. [... \"Some of the Sights\" ... The Beautiful Suburbs\" ...]. Of all the European cities (after New York, if I may be permitted to perpetarte a mild Celtic bull, for New York is becoming more European than Europe) I best like Vienna the Magnificent.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.07.2026 09:39"}, {"ID": 191404135, "Datum": "13.4.1914, Ostermontag", "Haupttext": "Konzert des Wiener Lehrer a capella Chors unter Hans Wagner im Kasino-Saal in Steyr. An diesem Abend wird Wagner zum Ehrenmitglied der Steyrer Liedertafel ernannt - die Urkunde zeigt eine Darstellung Bruckners im Profil.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191704135, "Datum": "13.4.1917, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch die Wiener Singakademie und das Orchester des Wiener Konzertvereines unter Ferdinand Löwe im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solisten: Klara Musil (Sopran), Flore Luithlen-Kalbeck (Alt), Hans Auer (Tenor), Gustav Fukar (Baß) und Georg Valker (Orgel).", "Letzte Änderung": "27.07.2026 10:51"}, {"ID": 192004135, "Datum": "13.4.1920, Dienstag", "Haupttext": "Kritiken zur Amsterdamer Aufführung der 4. Symphonie in De Telegraph (Matthijs Vermeulen) und im Algemeen Handelsblad (Herman Rutters) (*).\n \nDas Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 189 (Abendausgabe) bringt auf S. 2f einen Konzertbericht von Kurt Singer, in dem Ludwig Heymann-Kempner als Dirigent und Komponist beurteilt wird:\n\"                  Begabungen.\n[...] Den Klang des Orchesters, besonders der Bläser, hat er (von Bruckner her) erfassen und nachbilden gelernt. [...] Es fehlen ihm die Elemente der Dirigierkunst, die technischen Grundlagen. Sein Bekenntnis zu Bruckner (Es-Dur-Sinfonie) ehrt ihn; der erste Satz gelang trotz arger Direktionsschwierigkeiten und unmöglicher Verdrehung der Tempi. Aber es klang auch so; und die Philharmoniker ließen sich (bis auf eine mehrfach pausierende Oboe) nicht irremachen. Resümee: [...]. In fünf Jahren wird man sagen können, ob er Talent hat, und zu was.    Dr. Kurt Singer.\"\n[siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 06:49"}, {"ID": 192404135, "Datum": "13.4.1924, Palmsonntag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Journal Nr. 10920 kündigt auf S. 25 die Generalprobe der f-Moll-Messe am 15.4.1924 an. Das Konzert am 16.4.1924 sei ausverkauft (*).\n \nDiese Meldung erscheint auch in der Reichspost Nr. 103 auf S. 11 (**).\n \nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 103 berichtet auf S. 7 von der Aufführung der g-Moll-Ouvertüre unter Ferdinand Großmann beim Konzert des Wiener kaufmännischen Gesangvereins (***).\n \nFestkonzert des Hans-Sachs-Chores (Männergesangverein 1847, Vorstand: Karl Zappe (III)) in der Volksfesthalle in Wels mit mehreren Werken Bruckners: Adagio aus dem Quintett, \"Te deum\", \"Trösterin Musik\", \"Um Mitternacht\" [WAB 90? vermutlich WAB 89], \"Germanenzug\" und \"Ave Maria\" (WAB 6). Leitung Musikdirektor Weilburg, die Chöre unter Ernst Nadlers Leitung (auch beim \"Te deum\"), an der Orgel W. M. Strasser.\nAls Solisten wirken mit Chalupska, Pazelt, Dr. Zeilinger, Hr. Rudolf, C. Holter, H. Wiener, Fr. Helmhart, Fr. Bergthaler und H. Markut (°).\n \nAufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] in der Kirche in Lainz unter Chordirektor Franz Weber.\nBei anderen Programmnummern wirken mit Frau Auguste Weber-Rechfeld (Alt), Zoe v. Formacher (Sopran), Karl Pjetas (Tenor), Fritz Weidinger (Bariton) und Arthur Sladky (Bass) (°°).", "Letzte Änderung": "18.11.2024 09:48"}, {"ID": 192604135, "Datum": "13.4.1926, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Städtische Orchester Trier unter Heinrich Knapstein in der Treviris in Trier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192704135, "Datum": "13.4.1927, Mittwoch", "Haupttext": "(Vermutlich) Russische Erstaufführung der 8. Symphonie [in Leningrad?] unter Otto Klemperer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192804135, "Datum": "13.4.1928, Freitag", "Haupttext": "An der Versammlung im Steyrer Rathaus zur Gründung einer Ortsgruppe des Brucknerbunds für Oberösterreich nehmen u.a. Gräflinger, Pfarrer Strobl, Tursky, Häuslmayr, Spängler, Straznicky, Blümelhuber und Rimmer teil.", "Letzte Änderung": "17.09.2024 21:06"}, {"ID": 192904135, "Datum": "13.4.1929, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Felix Maria Gatz im 5. Konzert der Bruckner-Vereinigung in Berlin. Solist bei Beethovens Chorfantasie ist Hermann Hoppe (*).\n\"Das sind bei dicht besetztem Saal Veranstaltungen beinahe mit Ausschluß der Oeffentlichkeit [...] großer Kreis ständiger Hörer [...]. In der solistischen Besetzung, die der Dirigent zur Verstärkung des Bruckner-Chors\" gab, fielen ein paar hübsche Stimmen auf: zwischen ihnen Maria Ariela, Nora Ichenhäuser, Gertrud Menzel.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193004135, "Datum": "13.4.1930, Palmsonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch den »Sängerbund Frohsinn« anlässlich des Gründungsfestes [in Linz] (*).\n \nThe Minneapolis Sunday Tribune Nr. 325 (Star Tribune, Minneapolis, Minnesota) bringt auf S. 58 (= S. 8 des Zeitungsteils) einen Saisonrückblick (\"Symphony to Play Last Home Program\"), in dem die Aufführung der 4. Symphonie [am 1.11.1929] zweimal kurz erwähnt wird (**).\n \nArtikel \"Prüfung bei Anton Bruckner. Gespräch mit Professor Ernst Decsey\", signiert \"O. K.\" [oder \"D. K.\"?], im Neuen Wiener Journal Nr. 13073 auf S. 11 (***).\n \nDer Rundfunksender München (angeschlossen sind Nürnberg, Augsburg undf Kaiserslautern) überträgt von 16:30 bis 18:00 Uhr ein Kirchenkonzert, in dem u.a. Joseph Meßners Improvisationen über ein Bruckner-Thema, op. 19, für Orgel, Bläsersextett und Pauken aufgeführt werden (°).", "Letzte Änderung": "26.03.2026 03:05"}, {"ID": 193104135, "Datum": "13.4.1931, Montag", "Haupttext": "[ca. 13./14.4.1931]\nBrief von Richard Heller an Ernst Schwanzara (Einschreiben): [mutmaßlicher Inhalt] Reagiert auf den Brief vom 7.4.1931 und übersendet als Beilage die Originalphotographie (IKO 83a). \n\n\n\nEtwa am 20.4.1931 schickt Heller eine Postkarte, vermutlich um sich nach dem Eintreffen des Einschreibens zu erkundigen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193204135, "Datum": "13.4.1932, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Leopold Reichwein im Großen Musikvereinssaal in Wien (*).\nDer Wiener Rundfunksender bringt von 20:15 bis 21:25 Uhr eine Teilübertragung dieses Konzerts (nur die Symphonie) im Rahmen des Zyklus \"Die Sinfonien Bruckners\" (**).", "Letzte Änderung": "29.03.2026 17:50"}, {"ID": 193504135, "Datum": "13.4.1935, Samstag", "Haupttext": "Brief des Concertgebouw-Vereins an die Nederlandsche Bruckner-Vereeniging:\r\n   Das geplante Bruckner-Fest müsse ausfallen, da es nicht mit der Abonnementsaison kombiniert werden könne und Willem Mengelberg frühestens Oktober in Amsterdam sein könne.", "Letzte Änderung": "21.10.2025 20:28"}, {"ID": 193704135, "Datum": "13.4.1937, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Paul Hindemith an seine Frau Gertrud (in Boston geschrieben):\r\n   Über seine Probenarbeit mit dem Boston Symphony Orchestra. »Vormittags war ich ein Weilchen in einer Probe, wo Kussewitzky Bruckner arbeitete.«\r\n[laut Bericht der Bruckner-Blätter die 8. Symphonie (*)]", "Letzte Änderung": "20.04.2025 17:06"}, {"ID": 193804135, "Datum": "13.4.1938, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung eines Birnholz-Reliefs (IKO 278) von Franz S. Forster.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194204135, "Datum": "13.4.1942, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Leopold Reichwein beim Reichssender Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194304135, "Datum": "13.4.1943, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Tonhalle- und Radio-Orchester [vermutlich unter Volkmar Andreae, in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 14.4.1943.", "Letzte Änderung": "07.01.2026 09:34"}, {"ID": 195304135, "Datum": "13.4.1953, Montag", "Haupttext": "Brief von Theodor Bernhard Rehmann an Max Auer:\r\n    Letzten Freitag [10.4.1953] seien er und Nuntius Kardinal Muench von Kardinal Frings empfangen worden. Den dabei erhaltenen Durchschlag des Briefes an Papst Pius XII. [4.4.1953] gebe er an Auer weiter (*).\nBrief von Theodor Bernhard Rehmann an Norbert Furreg [ähnlichen Inhalts] (**).\nBrief von Theodor Bernhard Rehmann an Prälat Leopold Hager [ähnlichen Inhalts] (***).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 14:04"}, {"ID": 195404017, "Datum": "1.-3.4.1954, Donnerstag bis Samstag", "Haupttext": "[?] Einspielung der 3. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch.\n[Im Archiv der Philharmoniker (https://www.wienerphilharmoniker.at/de/konzert-archiv) ist im fraglichen Zeitraum keine entsprechende Konzertaufführung nachgewiesen.]", "Letzte Änderung": "26.01.2026 22:11"}, {"ID": 195804135, "Datum": "13.4.1958, Sonntag", "Haupttext": "Studienfahrt des Brucknerbundes für Oberösterreich nach Kronstorf, Steyr und Ansfelden. In Kronstorf trifft man sich mit dem 82jährigen Karl Steinleithner, der von seinen Erinnerungen an Bruckner erzählt.", "Letzte Änderung": "06.04.2025 15:40"}, {"ID": 195904135, "Datum": "13.4.1959, Montag", "Haupttext": "Artikel »Singende Gäste aus Linz ehrten ihren Landsmann Anton Bruckner. In einer Feierstunde in der Walhalla« in der Mittelbayerischen Zeitung (*).\nArtikel von Franz A. Stein »Linzer Sänger gedachten Anton Bruckners. Festliche Gedenkstunde in d. Walhalla« im Regensburger Tages-Anzeiger (**).", "Letzte Änderung": "30.08.2024 05:58"}, {"ID": 196604135, "Datum": "13.4.1966, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel in der Stadthalle in Hannover.", "Letzte Änderung": "09.06.2026 18:24"}, {"ID": 197204135, "Datum": "13.4.1972, Donnerstag", "Haupttext": "[Vermutlich] Aufführung der 9. Symphonie unter Erich Leinsdorf in Frankfurt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197304135, "Datum": "13.4.1973, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Martha Khil »Erster Baustein für Bruckner-Haus. Wenn ein Herzenswusch der Linzer in Erfüllung geht« im Volksblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197404135, "Datum": "13.4.1974, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Grasberger »Große Dokumentation im Bruckner-Jahr. Themenaufbau zur Ausstellung im Prunksaal der Österr. Nationalbibliothek« in den Salzburger Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198904135, "Datum": "13.4.1989, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel \"Er blieb immer nur naiver Schullehrer. (Die kleinen Schwächen großer Leute). Heute: Anton Bruckner\" (signiert \"P. M.\") in \"Die ganze Woche\" Nr. 145 auf S. 58.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199304135, "Datum": "13.4.1993, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des siebenstimmigen \"Ave Maria\" [WAB 6], des \"Christus factus est\" [vermutlich WAB 11] und des \"Os justi\" in einem Konzert der Wiener Singakademie unter Herbert Böck in St. John's (Smith's Square) in London.", "Letzte Änderung": "11.12.2025 09:55"}, {"ID": 199604135, "Datum": "13.4.1996, Samstag", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch Tokyo Symphony Orchestra unter Asahina.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200304135, "Datum": "13.4.2003, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Bernard Haitink im Großen Festspielhaus in Salzburg.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 22:48"}, {"ID": 202404135, "Datum": "13.4.2024, Samstag", "Haupttext": "Eröffnung der Ausstellung \"UN#ERHÖRT, dieser Bruckner. Musik &amp; Beziehungsgeschichten aus Steyr\" im Steyrer Stadtmuseum.", "Letzte Änderung": "27.03.2025 11:22"}, {"ID": 185205135, "Datum": "13.5.1852, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben des bischöflichen Konsistoriums an die Landesschulbehörde:\r\n   Unterstützt Bruckners Gesuch und verweist dabei auf die vorzüglichen Zeugnisse und das vorteilhafte Schreiben vom 6.5.1852.\r\nUnterzeichnet von Rieder und Strigl.\r\nAktenvermerk \"2/7 852\".", "Letzte Änderung": "28.04.2025 19:53"}, {"ID": 185405135, "Datum": "13.5.1854, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des c-Moll-Requiems von Drobisch in St. Florian. In Traumihlers Aufführungsverzeichnis werden ausnahmsweise die Mitwirkenden genannt: Bogner, Gruber, Bruckner und die Sängerknaben [Karl?] Bogner und Egger (*).\n\r\nVermerk \"Hat unter Abstehung von der Kompetenz sämmtliche Beilagen zurückerhalten. Linz den 13 Mai 1854.\" auf Bruckners Bewerbung vom 25.7.1853 (**).", "Letzte Änderung": "28.09.2024 22:33"}, {"ID": 185905135, "Datum": "13.5.1859, Freitag", "Haupttext": "Artikel »Die berühmte Messe \"Papae Marcelli\"« (4. Teil) in der Linzer Zeitung auf S. 455:\n»Musikalisches.\nDie berühmte Messe \n\"Papae Marcelli.\"\n(Fortsetzung und Schluß.) \n   [...] so mußten alle wahren Verehrer kirchlicher Tonkunst, die für den heiligen Gründonnerstag ausnahmsweise getroffene Wahl ... als ein besonderes musikalisches Ereigniß mit großem Interesse begrüßen. [...] auf Wunsch und Anregung des hochwürdigsten Herrn Bischofes zum ersten Male am genannten Festtage in Linz gesungen. [...] [Mitwirkende: Zappe, Woborzill, Kainersdorfer, die Herren Herb, Weinwurm, Lanz und Weilnböck [...] Sowohl bei dieser kirchlichen Feier, als auch am heiligen Ostertage fand auch Herr Domorganist Bruckner hinlänglich Gelegenheit in den großartigsten Fugen und herrlichsten Präludien seine wahrhaft glänzenden Fortschritte in Sechter's tieferem kontrapunktischem Studium zu bethätigen.\n   Wir schließen mit dem innigen Wunsche, daß eine so überaus preiswürdige kirchliche Tonschöpfung, wie die besprochene Messe, fortwährend als eine der erhabensten Compositionen im Gesangs=Repertoire des hiesigen Domchores erhalten bleiben möge.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505135, "Datum": "13.5.1865, Samstag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 19 kündigt auf S. 2 das Sängerfest vom 4. - 6.6.1865 an. Neben Bruckners »Germanenzug« sind Chöre von Schulze, Maiberger, Zimmermann, Neeb, Feist, Santner und Weinwurm geplant: »... 2. Instrumentalchöre: [/] a) Dem Herrn, von Imannuel Feist in Stuttgart; [/] b) Germanenzug, von Bruckner in Linz; ...«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186605135, "Datum": "[13.5.1866, Sonntag]", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe von Herbeck in der Hofkapelle (*).\n\nDie Neue Freie Presse Nr. 611 meldet in der Morgenausgabe in der \"Kleinen Chronik / Wien, 12. Mai\" auf S. 5, dass in der gestrigen [d. h. 11.5.1866] Generalversammlung des Wiener Männergesangvereins Rudolf Weinwurm fast einstimmig als Nachfolger Herbecks zum Chormeister ernannt wurde. Die Leitung des Wiener Akademischen Gesangvereins könne Weinwurm bis Ende Juli fortführen (**). \nEine ähnliche Meldung (mit 114 von 127 Stimmen gewählt) bringt auch die \"Presse\" Nr. 130 auf S. 10 (= Beilage \"Local-Anzeiger\", S. 2) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805135, "Datum": "13.5.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht Mayfelds (datiert 10. Mai [*]) über die 1. Symphonie in der Linzer Zeitung Nr. 111, S. 459 [°]: \n»Anton Bruckners Concert am 9. d.\n   D. Linz, 10. Mai. \"Symphonie, das Drama der Instrumentalmusik!\" das Wort bedeutet sinnig genug \"Zusammenklang\"; die Griechen benannten so jeden Gesang, namentlich das Zusammensingen in Einklang und in der Octave; die Consonanzen wurden ebenfalls Symphona genannt. Wir wollen diesen Zusammenklang in einem höheren Sinne nehmen, sehen wir doch jeneWeltharmonie, die uns das echte Drama so schlagend vergegenwärtigt, hier bereits angekündigt. Ein Ringen von Instrumenten um die Führung, ein Wogen der Motive auf dem Meere der Fuge, ein Principienkampf der Consonanz und Dissonanz ... und zuletzt eine dem Chaos entsteigende Welt, Licht und Tag nach der dunklen Nacht, nach dem Triumpfgebrülle der bösen Elemente eine Verklärung des Weltgeistes, ein Berg Tabor der Menschheit!\n   So Ludwig Eckhart in seiner Vorschule der Aesthetik.\n   Herr Anton Bruckner hat mit seiner großen Symphonie in C-Moll die gewöhnliche Form derselben (wie sie Beethoven geschaffen) beibehalten. Vier Sätze reihen sich aneinander, deren Verhältniß zu einander sich nicht in Regeln fassen läßt; eine richtige Symmetrie muß dem Gefühle des Meisters anheim gestellt bleiben. Gewöhnlich gibt der erste Satz die Voraussetzung, der zweite die tragische, der dritte die komische Hälfte des Lebens, der vierte die humoristische Weltversöhnung. Ob Herr Bruckner an diese Anschauung herangetreten, wissen wir nicht; eben so wenig, ob Herr Bruckner seiner Symphonie einen lyrischen, epischen oder dramatischen Charakter verleihen wollte. Uns erschien und erscheint sie dramatisch, da wir mit dieser Symphonie einen Conflikt der Innen- und Außenwelt, ein Hoffen und Verzweifeln, Kämpfen und Leiden durchmachten. Auch die Erlösung, die Versöhnung trat mit dem im Schluße auftretenden C-dur-Accorde heran, wenn vielleicht auch nicht in dem Maße, um zu einem vollkommen beruhigenden und erhebenden Abschlusse zu gelangen. Ob Herr Bruckner von den drei formellen Gesichtspunkten: Instrumentirung, Architektur, Verknüpfung, aus, - Vollkommenes erreicht hat, darüber mag die Meinung getheilt sein; gewiß ist, daß er auch von diesen Gesichtspunkten aus Großes geschaffen, ja, daß gerade hieraus seine große und wirkliche Begabung abzuleiten ist. Ueber die hiedurch erreichten großen Schönheiten des Werkes schwebt freilich durch das Streben nach Effekt auch ein leichter Schatten; aber das hervorragende Talent Bruckners tritt uns auch hier entschieden entgegen und wir wünschen, daß er bald eine seinen Fähigkeiten und musikalischen Kenntnissen entsprechende Stellung in der Residenzstadt Wien finden möchte, um seinem schöpferischen Streben mit Muße obliegen zu können. Inzwischen möge er auf dem betretenen Pfade weiter schreiten, ihm winkt der Lohn. Von dem anwesenden gewählten Publikum wurden alle Sätze namentlich aber der dritte, der auch wirklich der gelungenste ist, und namentlich im Trio unendlich zarte Schönheiten birgt, mit sehr großem Beifalle ausgezeichnet.\n   Der hochwürdigste Herr Bischof Franz Josef Rudigier beehrte das Concert mit seiner Gegenwart.\n   Zum Schluße haben wir noch der schönen Vorträge des Fräuleins v. S. (Herbstlied von Mendelssohn und Juchhei von Brahms) sowie der Liedertafel \"Frohsinn\" zu gedenken, welche mit verdientem, großen Beifall aufgenommen wurden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187105135, "Datum": "13.5.1871, Samstag", "Haupttext": "Die Freien pädagogischen Blätter Nr. 19 melden auf S. 9: \n\n     \"Zu dem Organisten-Wettkampf in London wird von Oesterreich aus der Orgelvirtuose Bruckner in Wien - vormals eine einfacher Dorfschulmeister - entsandt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187305135, "Datum": "13.5.1873, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Johann Baptist Burgstaller an Ignaz Traumihler:\n     Für die Feier des 20jährigen Bischofsjubiläums (Rudigier, 12.6.1853) am 12.6.1873 in der Votivkapelle benötige er nicht zu schwierige Aufführungsmaterialien für ein \"Ecce sacerdos\", eine Motette und ein \"Tantum ergo\" [s. 14.6.1873: Bruckner, vermutlich WAB 41/1, früher WAB 41/3, oder WAB 44??] und bittet um Zusendung von Leihmaterial aus den Schätzen St. Florians.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187505135, "Datum": "(13.5.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "31.07.2024 07:23"}, {"ID": 187905135, "Datum": "13.5.1879, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben der »Concordia« an Bruckner:\n     Dankt für die Mitwirkung beim Konzert vom 11.5.1879, unterzeichnet von Edgar Spiegl und Z. K. Lecher [siehe die Anmerkung] (*).\n\r\nKritiken zum Konzert vom 11.5.1879 erscheinen\r\nim Fremdenblatt Nr. 131 auf S. 6:\r\n»     (Concordia=Konzert.) [...] Anton Bruckner, der gefeierte Orgelspieler, eröffnete die Reihe der Vorträge mit einer improvisirten Orgelphantasie, welche das Gepräge momentaner Entstehung deutlich an sich trug. Herr Bruckner beherrscht die Orgel, wie kein Zweiter in Wien, nur bedauern wir seine Hinneigung zum homophonen Styl, die uns bei diesem, in alle Schliche der Kontrapunktik eingeweihten Meister doppelt unerklärlich ist. Er trug indessen stürmischen Beifall davon und wurde nach seinem virtuosen Vortrag wiederholt gerufen. [...] Das Konzert der \"Concordia\" war, wie man schon aus unseren Andeutungen ersieht, reich an Genuß. Die Kritik hatte nicht viel dabei zu thun - sie war ja zu Gaste geladen.      sp.« [Speidel] (**)\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 5284 auf S. 1 - 3:\r\n           »Feuilleton.\r\n                 Oper und Concert.\n     Ed. H. [Hanslick] Vier gastirende Primadonnen [...] haben in jüngster Zeit das Hofoperntheater flott erhalten [... u.a. über den Auftritt von Frl. Bianchi, die auch am 11.5. mitwirkte, ...] Die Reihe der Instrumental=Vorträge eröffnete Herr Hof=Organist Professor Anton Bruckner mit einer Orgel=Phantasie, worauf der kleine Violin=Virtuose Dengremont und schließlich der brillante Pianist Herr Raphael Joseffy das Publicum durch Bravourstücke in vergnügtes Erstaunen setzten. [...]« (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:20"}, {"ID": 188005135, "Datum": "(13.5.1880, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188105135, "Datum": "13.5.1881, Freitag", "Haupttext": "Datierung in Josef Vockners Studienheft (4. Band, S.175).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 21:57"}, {"ID": 188505135, "Datum": "13.5.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Tages-Post Nr. 109 auf S. 3, den Text vom 5.5.1885 im Neuen Wiener Tagblatt übernehmend, über das Konzert vom 2.5.1885 (Quintett, »Te deum«) und die Widmungsannahme der 7. Symphonie durch König Ludwig II: \r\n    »§ Musikalisches. Der Akademische Richard Wagner=Verein in Wien veranstaltete am verflossenen Samstag im kleinen Musikvereinssaale eine Aufführung zu Ehren unseres oberösterreichischen Landsmannes Anton Bruckner [... Hellmesberger errang mit dem Quintett einen Triumph ... glänzende Leistung ... ] kam die mit Spannung erwartete Novität des Abends, Bruckners „Tedeum”, zur Ausführung [... glänzend und plastisch, kühn und meisterhaft, einem echten religiösen Gefühl entsprungen ... Wiedergabe correct und schwungvoll, Solisten ausgezeichnet ... geplant für die Gesellschaftskonzerte] freuen wir uns, demselben in voller Rüstung wieder zu begegnen. - Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß der König von Baiern die Widmung der vor kurzem mit großem Erfolge in München aufgeführten Symphonie Bruckners angenommen hat. Demnächst soll eine Separat=Aufführung dieses Werkes vor dem Könige stattfinden. Die Symphonie erscheint (in Partitur, Orchesterstimmen und vierhändigem Clavier=Auszuge) im Verlage von A. Guttmann in Wien.« (*).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:32"}, {"ID": 188605135, "Datum": "13.5.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Klavieraufführung der 4. Symphonie durch Josef Schalk an einem Abend des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705135, "Datum": "13.5.1887, Freitag", "Haupttext": "Hinweis in der Linzer Zeitung auf das morgige Konzert mit »Amaranths Waldesliedern«:\n»     * (Wohlthätigkeits=Concert.) Samstag den 14. Mai, 8 Uhr abends, findet in Hüttners Sälen in Urfahr ein Concert für die Suppenanstalt der Volksschule Urfahr unter Leitung des Herrn Reiter und unter gütiger Mitwirkung der Damen Auinger, Erhard, Hänslmayr, Fanni und Marie Reiter, dann der Herren Gartenauer, Haslinger, Holzner, Schneider, Schober, Schreyer, sowie eines großen Chores statt. Das Programm lautet: [... Reiter, Reiter, Chopin, Schumann ...] 4. Bruckner: \"Amaranths Waldeslieder\", für Damenchor mit Soli und Piano. [... Röver, Reiter und Engelsberg ...]« (*).\n \nInhaltlich identisch die Ankündigung des Linzer Volksblattes Nr. 109 auf S. 3:\n\"     – In Hüttner's Sälen in Urfdahr findet Samstag den 14. Mai abends 8 Uhr das Concert für die Suppenanstalt der Schule Urfahr unter Leitung des H. Reiter und unter gütiger Mitwirkung der Damen Auinger, Erhard, Häuslmayr, Fanny und Marie Reiter, dann der Herren Gartenauer, Haslinger, Holzner, Schneider, Schober, Schreyer, sowie eines großen Chores statt. - Programm: [... Reiter, Reiter, Chopin, Schumann ...] 4. Bruckner: \"Amaranths Waldeslieder\", für Damenchor mit Soli und Piano. [... Röver, Reiter und Engelsberg ...]\" (**).\n \n(Brief von Joh. Ev. Habert an Bernhard Deubler:\r\n     Über einige (nur zum Teil gedruckte) Werke. Die Cäcilien-Messe, die in am 28.8.1887 in St. Florian aufgeführt werden könne [tatsächlich: Palestrina] habe Burgstaller in Linz. Bietet Subskription der Habert-Gesamtausgabe an, die bei 80 bis 100 Bestellungen erfolge. Angaben zu Besetzung und Fertigstellungsstatus einiger Werke (***)).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 18:29"}, {"ID": 189005135, "Datum": "13.5.1890, Dienstag", "Haupttext": "Datierung im Finale der 1. Symphonie (*).\nTagebucheintragung von Prinzessin Amelie [Inhaltsangabe]:\r\n   »Brief Valeries. 'Der Kaiser sagt, er kann keinen Lehrer zahlen, der nichts mehr tut.' Nun wollen wir sammeln und beisteuern zum Druck der 8. Symphonie. (Entschluß, als Amélie mit dem abschlägigen kaiserlichen Bescheid bei Frau Fiedler war).« (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 110 berichtet auf S. 4 von Ehrungen durch den Cäcilien-Verein und Schreiben der Geehrten [siehe 29.3.1890]:\r\n     \"Stimmen aus dem Publicum.\r\n               Cäcilien=Verein.\r\n     Aus Anlass des Uebersendung von Ehrendiplomen an die Pl. Tit. Ehrenmitglieder sind der Leitung des Cäcilienvereines sehr ehrenvolle Anerkennungsschreiben zugegangen, welche derselben zur großen Freude bereichen und zur Ermuthigung dienen. Die Pl. Tit. Ehrenmitglieder sind: Sämmtliche Pl. Tit. Prälaten der Stifte Oberösterreichs; außerdem die Herren: Anton Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor in Wien, Johann Ev. Habert, Componist und Organist in Gmunden, Jordan Habert, pens. Oberlehrer von Gleink, derzeit in Seitenstetten. - Daß Se. Excellenz Baron Weber v. Ebenhof, gewesener k. k. Statthalter von Oberösterreich, Ehrenmitglied des Cäcilien=Vereines ist, setzen wir als bekannt voraus. [... Bitte um weitere Unterstützung ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:06"}, {"ID": 189105135, "Datum": "13.5.1891, Mittwoch", "Haupttext": "In einem Konzert der Wiener Singakademie in der Minoritenkirche dirigiert Max von Weinzierl Werke von J. S. Bach (\"Welt ade\"), Hermannus Contractus (\"Salve regina\", Satz von Franz Krenn), Händel (\"Halleluja\" aus dem \"Erntefest\"), Mendelssohn (\"Richte mich, Gott\" op. 78/2), Praetorius (\"Dem neugeborenen Kindelein\"), und Victoria (\"Jesu, mein Heiland\") und Bruckners \"Ave Maria\" [WAB 6]. Solisten des Konzerts: Sofie Chotek (Sopran) und Carl Führich (Orgel).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 07:09"}, {"ID": 189205135, "Datum": "13.5.1892, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 9956 meldet auf S. 2 des Abendblatts (signiert \"-n.\"), daß das \"Album der Wiener Meister\" erschienen ist und einen Kirchenchor Bruckners [\"Vexilla regis\"] in einer Transkription für Harmonium enthalte: \n\n\"Die Musik- und Theater-Ausstellung.\n\n                            Wien, 13. Mai.\n[...] \n\n    Die Ausstellungs=Commission hatte sich vor einiger Zeit an die hervorragendsten Wiener Componisten mit der Bitte gewendet, durch Widmung einer Composition die Schaffung eines „Albums der Wiener Meister”  zu ermöglichen, dessen ganzer Ertrag den humanitären Zwecken der Ausstellung zufallen soll. Seit gestern liegt nun dieses eigenartige Werk an zahlreichen Verkaufsstellen in der Rotunde auf und repräsentirt sich äußerlich nicht minder vortheilhaft als nach seinem Inhalte. Den Reigen der Wiener Meister eröffnet Brahms mit einem poesievollen und klangschönen Duett für Alt und Bariton; daran schließt sich Bruckner mit einem kühn concipirten Kirchenchore (in Transcription für Harmonium), während Goldmark durch ein humorvolles Clavierstück: „Ländliches Bild”, vertreten ist; [... über die weiteren Komponisten ...] Das schmucke Album, dessen technische Herstellung durchwegs inländische Arbeit ist, dürfte mit seinem reichen Inhalt viele Freunde finden und als Erinnerungsgabe der Ausstellung für ihre Besucher bleibenden Werth behalten. \n\n    -n.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189305135, "Datum": "13.5.1893, Samstag", "Haupttext": "Vermerk »Gesang: 13. Mai« am Ende des Partiturentwurfs von »Helgoland« (*).\nDas Neue Illustrierte Blatt Nr. 20 bringt auf den Seiten 314 - 324 einen Artikel »Linz in Wort und Bild«, in dem auf S. 324 bei der Beschreibung von St. Florian auch Bruckner erwähnt wird:\r\n\"       Linz in Wort und Bild.\r\n(Hiezu die Illustrationen auf Seite 316, 317, 318, 319, 320, 321 und 322).\r\n(Fortsetzung und Schluß aus der vorigen Nummer.)\r\n     Wir wollen nun unseren Rundgang durch die Hauptstadt Oberösterreichs, innerhalb deren Mauern wir uns schon sehr heimisch fühlen, fortsetzen. [... Stichwörter (Auswahl, mit Abbildungen und ggf. Vita): Marien-Dom, Adalbert Schreyer, Wilhelm Floderer, Geiger Emil Kühns, Bürgermeister, Wasserleitung und Wasserwerk, Urfahr, Kloster Freinberg, Bahnhof, Ottensheim, St. Florian ...]. Die doppelthurmige Stiftskirche mit harmonischem Geläute birgt neben guten Gemälden aks kostbarstes Kleinod die berühmte Chrismann'sche Orgel mit 59 Zug= und 74 tonenden Registern. Der Componist Professor Bruckner, in der Nähe von St. Florian geboren, erwarb sich auf diesem herrlichen Werke seine Meisterschaft im Orgelspiele. Das Kloster bewahrt unter seinen wissenschaftlichen und Kunstschätzen eine Bibliothek mit 70.000 Bänden, ergänzt bis auf die neueste Zeit, die reichste und werthvollste aller österreichischen Klosterbibliotheken. [...].\" (**).\nDie Illustrierte Zeitung (Leipzig) Nr. 2602 gibt auf S. 515 das Programm des Münchner Musikfestes (26. - 30.5.1893) bekannt (mit dem Adagio des 7. Symphonie am 27.5.1893):\r\n„         Theater und Musik.\r\n[…]\r\n    – Die 29. Tonkünstlerversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins wird vom 26. bis 30. Mai in München abgehalten werden. In den vier Concerten kommen unter anderm folgende Compositionen zu Gehör: [… d’Albert …], ein Kammermusikwerk von Brahms, Symphoniesatz von Bruckner, symphonische Dichtung von A. Garter, [… weitere fünf Werke, vier Opern …].“ (***).", "Letzte Änderung": "30.11.2023 20:12"}, {"ID": 189505135, "Datum": "13.5.1895, Montag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n      Bruckner habe sich auffallend erholt und gedenke in diesen Tagen das Finale der 9. Symphonie in Angriff zu nehmen (*).\nArtikel zur Denkmalsenthüllung [am 12.5.1895] erscheinen in der Linzer Montagspost Nr. 19 auf S. 6:\r\n„         Bruckner=Feier.     Die Liedertafel „Frohsinn“ konnte die Feier ihres 50jährigen Jubiläums wohl kaum schöner beschließen, als ihrem Besten, dem Ehrenmitgliede Dr. Anton Bruckner, ein sichtbares Denkmal ihrer Dankbarkeit und Verehrung zu stiften. Als passendsten Ort hiezu wählte man sein Geburtshaus, das Schulhaus zu Ansfelden. Ein Extrazug führte nun gestern Sonntag 2 Uhr nachmittags die wackere Sängerschar und zahlreiche Freunde derselben zur Geburtsstätte des Gefeierten. Beim Eingange zum Orte Ansfelden, wo ein Triumphbogen aufgestellt war, hatte die Gemeindevertretung Ansfelden, der Veteranenverein, sowie die tüchtig geschulte Musikkapelle des Ortes, die Schüler der Landes=Ackerbauschule Ritzlhof mit ihren Lehrern, die Liedertafel von St. Florian u. v. a. Aufstellung genommen und die ankommenden Sänger aus Linz begrüßt. Vorerst ergriff Herr Bürgermeister von Ansfelden, der Reichsraths= und Landtags=Abgeordnete Johann Plaß, das Wort, um dem „Frohsinn“ den Dank der Gemeinde für die Ehrung ihres Sohnes, ihres Ehrenbürgers zu sagen, worauf Herr Professor Bernhard Deubler aus St. Florian im Namen des Stiftes St. Florian der Liedertafel Dank und Anerkennung für die Förderung Brucknerscher Muse zollte. Noch begrüßte Herr Steuereinnehmer Brauneis die Linzer Sänger namens der Liedertafel St. Florian, worauf sich der imposante Festzug unter den Klängen der Ansfeldener Kapelle zum Festplatz begab. Die Feier (im Pfarrhofgarten) wurde eingeleitet mit der Bruckner=Hymne von W. Floderer (Text von Karl Kirschbaum [sic]). Anschließend daran hielt Herr Stadtrath Milbeck, der verdienstvolle Führer des „Frohsinn“, die glänzende Festrede.\r\n      Aus dieser Rede, die eine wahrheitsgetreue Schilderung von Bruckners Leben und Wirken gab, wollen wir Nachstehendes anführen: Bruckner am 4. September 1824 geboren, wählte sich den schönen aber mühevollen Beruf eines Lehrers. 1851 führte ihn sein Glücksstern nach dem Chorherrnstifte Sanct Florian, einer berühmten Pflegestätte für Kunst und Wissenschaft, wo er als Stiftsorganist bis 1855 wirkte. In diesem Jahre wurde er Domorganist in Linz. Ueber ein Jahrzehnt blieb Bruckner in Linz; nicht Rast und Ruhe gönnte er sich, unermüdlich dem Studium seiner Kunst obliegend, strebte er nach höherem. Die musikalischen Kreise, namentlich die Liedertafel „Frohsinn“, deren Chormeister er lange Zeit war, verdanken ihm vieles. Sein Fleiß fand den verdienten Lohn, als er im Jahre 1861 die Maturitätsprüfung aus Orgelspiel, Harmonielehre und Contrapunkt glänzend bestand. Im Jahre 1864 feierte Bruckner mit seiner großen Messe, die in der Linzer Domkirche eine gelungene Aufführung fand, den ersten Triumph als Compositeur auf dem Gebiete der Kirchenmusik. Im Jahre 1865 war das oberösterreichische Sängerbundesfest. Hier sei des Componisten Wettkampfes Erwähnung gethan, wobei Bruckner mit seinem bekannten großartigen „Germanenzug“ den – zweiten Preis erwarb. Die sehr strenge hochnothpeinliche Jury hat einem heute längst vergessenen Chore Weinwurms den ersten Preis zugedacht. Im Jahre 1866 vollendete Bruckner seine erste Symphonie. Im Jahre 1868 [sic] begründete Bruckner bei dem Wettbewerb im Orgelspiele zu Nancy, Paris, London seinen Weltruhm. In diesem Jahre folgte er einem ehrenvollen Rufe als k. k. Hoforganist nach Wien. Für ihn begann nun erst die Leidenszeit. Ein gutmüthiger, bescheidener, offen ehrlicher Charakter mit kindlichem Gemüthe pakte [sic! recte wohl „paßte“] nicht. Gegen Haß, Neid, Bosheit und alle möglichen Hindernisse, die ihm die Kritiker in den Weg legten, hatte der Arme zu kämpfen. Seine Genialität, sein Fleiß erlahmte nicht. Er erkämpfte sich die Achtung, die ihm jetzt auch seine Gegner nicht versagen können, durch seine unsterblichen Werke. Im Jahre 1886 fanden seine Verdienste von Allerhöchster Stelle aus gerechte Würdigung durch die Verleihung des Ritterkreuzes des Franz Josef=Ordens. Im Jahre 1891 hat die Universität Wien ihn zum Ehrendoctor promoviert. Im vorigen Jahre endlich hat ihn die Landeshauptstadt Linz zu ihrem Ehrenbürger ernannt. – Die Liedertafel „Frohsinn“ hat stets an dem Schicksale Ihres [sic] Freundes Bruckner regen Antheil genommen und seine Werke in mustergiltiger Weise zur Aufführung gebracht, wir erinnern da an das Vereins=Gründungsfest im Jahre 1886, bei dem lediglich Compositionen Bruckners, der damals selbst dabei anwesend war, darunter das herrliche Te deum, gebracht wurden.     Bruckners Triumph war damals ein großartiger und nachhaltiger.\r\n      Nach der Enthüllung der Gedenktafel sang der „Frohsinn“ die „Ehre Gottes“ von Beethoven. – Zum Schlusse der erhebenden Feier brachte nach Herr Bürgermeister Plaß ein dreifaches Hoch auf unsern Kaiser, in das die Anwesenden begeistert einstimmten.\r\n       Der Wortlaut der Gedenktafel lautet: „Ihrem Ehrenmitgliede Dr. Anton Bruckner Ritter des Franz Josef=Ordens, k. k. Hoforganist, Doctor der k. k. Universität Wien, Ehrenbürger der Landeshauptstadt Linz, geboren in diesem Hause am 4. September 1824, widmet diese Gedenktafel die Liedertafel \"Frohsinn\", Linz. Mai 1895.\"\r\n      Unter den Festgästen bemerkten wir den Herrn Pfarrer Zauner von Ansfelden, Herrn Hofrath Obermüllner, mehrere Mitglieder des Männergesangvereines „Sängerbund“ aus Linz, sowie den Intimus Bruckners, Herrn Domkapellmeister K. Waldeck. Die Zeit bis zur Rückfahrt nach Linz verbrachten die Sänger und zahlreichen Feugäste [sic! recte wohl „Festgäste“?] – es dürften über 500 Personen anwesend gewesen sein – in Herzogs Gasthause.\r\n     Nach dem prächtigen Soloquartette des „Frohsinn“ „Die Nacht“ brachte der genannte Verein „Nachtzauber“ von Storch und „Maiennacht“ von Abt (Tenorsolo Herr Poscher) zur Aufführung. Rauschender Beifall lohnte die tadellosen Vorträge. Auch die benachbarte Liedertafel in St. Florian bewährte sich in einem Chore „Jung Werner“ von Rheinberger.\r\n      Zu bald schlug die Scheidestunde, nach Absingung schöner Mottis und Versicherung aufrichtiger Freundschaft, trennten sich die Festgäste und die Liedertafel „Frohsinn“ wanderte um 6 Uhr abends dem Bahnhofe zu, um die Rückfahrt nach Linz zu bewerkstelligen.\r\n      Es war ein schönes Fest, ein echt deutsches Fest, das wir dem ehrenfesten  „Frohsinn“ verdanken.     Wir schließen mit dem aufrichtigen Wunsche, daß Gott unserem Meister Bruckner bald seine Gesundheit schenken und ihn uns noch lange Zeit erhalten möge.“ (**)\nund in der Linzer Zeitung auf S. 548f:\r\n„               Anton Bruckner zur Ehr’.\r\n      (Enthüllung der Gedenktafel in Ansfelden.)\r\n     Als der Linzer Gesangverein Liedertafel „Frohsinn“ im April 1886 eine überaus würdige Bruckner=Feier veranstaltet und in Anwesenheit des Componisten in glänzender Ausführung gebracht hatte, schrieb Bruckner aus Wien, unterm 20. April 1886 an die Liedertafel „Frohsinn“ „Ein Tag. Groß an Ehren, großartig in seiner Anlage und in seinem idealen Zwecke, ist mir geworden! Mein heißgeliebtes, engeres Vaterland wurde mir durch dieses mich höchst ehrende Fest in der Landeshauptstadt recht nahe gerückt! Waren bisher alle meine früheren Feste in der Fremde, diesmal war’s in meiner innigstgeliebten Heimat, zuhause, in der Familie! Nie habe ich das so gefühlt wie jetzt! Und dies ward mir durch den ausgezeichneten lieben Verein, dessen Ehrenmitglied zu sein ich die Ehre habe!  …“ Nun hat die Liedertafel „Frohsinn“ abermals eine schickliche Gelegenheit benützt, unseren „zweiten Beethoven“ gebürend zu ehren und damit dem geliebten Meister einen erquickenden, erwärmenden Sonnenstrahl der Freunde in seine Krankenstube zu senden. Indem aber unser wackerer erster und ältester Gesangverein den Richard Wagner der Symphonie, den österreichischen Berlioz in so würdiger Weise ehrte, hat er sich selbst ein neues unverwelkliches Lorbeerblatt in den Siegeskranz seiner Erfolge und Verdienste eingefügt.\r\n      Ansfelden, das schon im 13. Jahrhundert urkundlich aufscheinende Dorf nächst der Krems, dessen Kirche mit dem schlanken schimmernden Kirchthurm weithin sichtbar in die oberösterreichischen Lande ragt, war gestern, 1m 12. des Maienmondes, das Pilgerziel zahlreicher Freunde und Verehrer des größten vaterländischen Componisten der Gegenwart. […], heute prangt das kleine Dorf in jedem Conversations=Lexikon, in jeder Musikgeschichte als der Geburtsort eines der größten Genies, die Frau Musika zu ihren auserkorenen Lieblingen erwählt.\r\n     Die Repräsentanten des freundlichen Fleckens thaten auch alles, um dem Feste einen schmucken Rahmen zu geben. Die 150 Festestheilnehmer, welche ein Sonderzug der Kremsthalbahn zur Haltestelle Ansfelden gebracht hatte, wurden an dem mit Fahnen und einer „Willkommen“=Tafel geschmückten Ortseingange von den Honoratioren des Ortes, dem Veteranenverein Ansfelden mit Fahne, den Zöglingen der nahen Landes=Ackerbauschule Ritzlhof und einem zahlreichen Theile der Bevölkerung empfangen und zuerst von dem Reichsraths= und Landtags=Abgeordneten, Bürgermeister Herrn Johann Plaß namens der Orts= und Pfarrgemeinde Ansfelden, dann von dem Theologie=Professor und Regenschori des Stiftes St. Florian Herrn Bernhard Deubler namens des am persönlichen Erscheinen verhinderten Herrn Prälaten dieses Stiftes, dem die Pfarre Ansfelden incorporiert ist und dessen stets gern gesehener Gast der Gefeierte bis zu seiner letzten schweren Erkrankung häufig war, zuletzt endlich von dem Steuereinnehmer Herrn Brauneis namens des Männergesangvereines St. Florian begrüßt, welche Willkommgrüße Herr Stadtrath Milbeck an der Spitze der circa 80 Mann starken und mit dem Vereinsbanner ausgerückten Liedertafel auf das herzlichste erwiderte. Nach Absingung zweier Begrüßungsmotti wurde unter den Klängen der gut geschulten und durch auswärtige Kräfte verstärkten Ansfeldener Kapelle der Marsch durch den Ort, dann zum stattlichen Pfarrhof in dessen Garten unternommen, wo die Liedertafel in dem dem Geburtshause Bruckners gegenüberliegenden Theile Aufstellung nahm. Nach Absingung einer schwungvollen Bruckner=Hymne (Text vom Vereinssecretär Kerschbaum, Composition von Wilhelm Floderer) hielt der Vorstand der Liedertafel Stadtrath Milbeck die Festesrede, die wir nachstehend im Wortlaute wiedergeben:\r\n      „Grüß Gott!“ rufe ich freudigst bewegt allen zu, die heute hieher gekommen sind, um mit uns Sängern des deutschen Liedes den großen Tondichter Dr. Anton Bruckner an seiner Geburtsstätte zu feiern, ihm einen kleinen Beweis unserer unendlichen Verehrung darzubringen, ihn zu preisen als den gottbegnadeten Meister im unendlichen Reiche der Töne!\r\n     Wenn Sie mich fragen, wieso gerade die Liedertafel „Frohsinn“ in Linz dazu kommt, diese Feier zu veranstalten, so antworte ich darauf, Dr. Anton Bruckner ist einer der unsrigen seit dem Jahre 1855, er hat in der Liedertafel „Frohsinn“ als Chormeister so verdienstvoll gewirkt, er hat uns stets für das deutsche Lied zu begeistern verstanden, er hat unsern Verein so oft im Heimatlande sowohl, als auch seinerzeit in dem allen unvergeßlichen deutschen Sängerfeste in Nürnberg im Jahre 1861 zum glänzenden Siege geführt.\r\n     Wir wählten gerade den gegenwärtigen Zeitpunkt für diese Feier, weil wir die Ueberzeugung haben, daß wir die Festlichkeiten, aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Liedertafel „Frohsinn“  nicht würdiger abschließen können, als mit einer Gedenkfeier für unser hochgeehrtes Ehrenmitglied Dr. Bruckner. Was Bruckner als Compositeur, als Meister des Orgelspieles Großes geleistet, das zu schildern kann heute nicht meine Aufgabe sein, ich will nur einige der hervorragendsten Momente seines reichen Wirkens, seiner emsigen Thätigkeit hervorheben und sie in Erinnerung bringen.\r\n     Bruckner, geboren am 4. September 1824 hier in diesem Hause, widmete sich gleich seinem Vater dem schönen, aber auch mühevollen Berufe eines Lehrers. Schon im Jahre 1851 leuchtete ihm ein Glücksstern, der unsern lieben Bruckner nach St. Florian führte, in jenes weltberühmte Chorherrenstift, das eine wahre Pflegestätte für Kunst und Wissenschaft von jeher war und ewig sein wird. Dort fand Bruckner als Stiftsorganist die beste Anregung für die Entwicklung, für die Entfaltung, für die Veredelung seiner außergewöhnlichen großen musikalischen Fähigkeiten. Von 1855 an ist Bruckners Name in unserer Landeshauptstadt stets mit Ehre genannt, in diesem Jahre kam Bruckner nach Linz, da brach sich sein großes Talent – ohne Protection – ganz aus Eigenem Bahn, er siegte bei Besetzung der Dom=Organistenstelle in Linz über alle seine Mitbewerber. Bruckner blieb nun mehr als ein Jahrzehnt in Linz, er entzückte oft und oft durch sein herrliches Orgelspiel die andächtig lauschenden Zuhörer, die oft scharenweise herbeigeströmt waren. Er gönnte sich aber keine Rast und Ruh, er strebte nach Vollendung, widmete sich dem Studium mit voller Hingebung, der Lohn dafür blieb nicht aus, denn er bestand in Wien im Jahre 1861 vor einem strengen Richtercollegium die Maturitätsprüfung über Orgelspiel, Harmonielehre und Contrapunkt mit glänzendem Erfolge. Im Jahre 1864 feierte Bruckner seinen ersten großen Triumph als Compositeur auf dem Gebiete der Kirchenmusik, die Aufführung seiner ersten großen Messe in der Donkirche zu Linz brachte ihm reiche, hochverdiente Anerkennung ein. Im darauffolgenden Jahre fand in Linz das oberösterreichisch=salzburgische Sängerbundesfest statt. Es wurden Preischöre zu Ausschreibung gebracht, da trat Bruckner auch mit in Concurrenz, es gelang ihm aber nur, von den gestrengen Preisrichtern mit dem 2. Preise bedacht zu werden und merkwürdig, Bruckners Preischor „Germanenzug“ ist heute noch auf der Bildfläche zu finden, während die übrig preisgekrönten Chöre schon längst in Vergessenheit gerathen sind; Bruckners „Germanenzug“ findet heute noch überall die glänzendste Aufnahme, er wird heute noch überall, wo er zur Aufführung gelangt, bejubelt. Im Jahre 1866 vollendete Bruckner in Linz seine erste Symphonie, welche zwei Jahre später vom dortigen Musikverein zur gelungenen Aufführung gebracht worden ist. Im Jahre 1868 [sic] errang Bruckner bei den internationalen Wettbewerben im Orgelspiel in Nancy, Paris, London erste Preise und begründete damit seinen Weltruhm. In diesem Jahre verließ Bruckner Linz und sein Vaterland Oberösterreich, er folgte einem ehrenvollen Rufe in die Kaiserstadt Wien und wurde daselbst Professor am Conservatorium und k. k. Hoforganist. Da begann aber die Leidenszeit für Bruckner.\r\n     Bruckner, ein gutmüthiger, aufrichtiger, bescheidener Mann, mit wahrhaft kindlichem Gemüthe paßte nicht in die Weltstadt, – er fand da nicht so viele und mächtige Freunde, die ihm hinlänglich Schutz gewähren °konnten vor seinen Feinden, die in Neid, Haß, Mißgunst und Bosheit gegen ihn ankämpften, ihm alle möglichen Hindernisse in den Weg legten, so daß die großartigen titanenhaften symphonischen Werke, die Bruckner schuf, nicht den vollen, ihren [sic] gebürenden [sic] Erfolg finden konnten. Trotz alledem erlahmte Bruckner nicht, seine Schaffensfreudigkeit dauerte fort, er schrieb eine Symphonie um die andere, eine großartiger als die andere.\r\n      Im  Jahre 1886 wurde ihm von Sr. Majestät das Ritterkreuz des Franz=Joseph=Ordens verliehen; im Jahre 1891 wurde er von der Wiener Universität zum Ehrendoctor ernannt, eine Auszeichnung, welche die ehrwürdige, weltberühmte Universität vor ihm noch keinem Tondichter zutheil werden ließ. Im Jahre 1894 wurde Bruckner Ehrenbürger der Landeshauptstadt Linz und zwar in „Anbetracht der hohen Verdienste, welche er sich durch die Composition seiner Meisterwerke um die Tonkunst erworben hat, in Anbetracht des Ruhmes, den er als Componist und Orgelvirtuose von den größten europäischen Musikstätten errungen hat und von dem ein Abglanz auch auf seine Heimat Oberösterreich, insbesondere auf die Landeshauptstadt Linz, als die Stätte seines langjährigen künstlerischen Wirkens zurückfällt.“\r\n      Die Liedertafel „Frohsinn“ hat Bruckner, als er Linz verließ, zu ihrem Ehrenmitgliede ernannt, sie hat aber auch seither an seinem Leben und Wirken stets innigsten Antheil genommen, sie hat, soweit es die Umstände gestattet, auch Compositionen von ihm zur Aufführung gebracht, und dann all ihr Können aufgeboten, um dieselben in würdiger, möglichst gelungener Weise zum Vortrage zu bringen; so hat der „Frohsinn“ im Jahre 1886 zur Feier seines Gründungsfestes ein Concert mit Compositionen Bruckners veranstaltet und dabei das herrliche, großartige Tedeum ins Programm aufgenommen.\r\n     In der Chronik des „Frohsinn“ steht über dieses Concert zu lesen: „Das Festconcert gewann an Reiz noch ungemein durch die Gegenwart Meister Bruckners selbst, welcher stürmisch begrüßt und nach jeder Nummer und insbesondere am Schlusse des Concertes mit einem wahren Beifallsjubel, der Zeugnis gab von der echten, unerzwungenen Begeisterung der Zuhörerschaft, überschüttet wurde.“\r\n      Bei dem an dieses Concert sich anschließenden Commerse habe ich in der Dankesrede an Bruckner unter anderem gesagt: „ Wir lassen uns in keiner Weise beirren durch die allfällig gehässigen Urtheile einzelner Wiener Kritiker, die, anstatt das heimische Talent zu unterstützen, aus principieller Gegnerschaft das Schöne, Gute, Edle, was Bruckner geschaffen, in geradezu verletzender Weise wegzuleugnen suchen, oder wo dies nicht möglich, doch zu verkleinern trachten. Wir haben die feste Ueberzeugung, daß die Feinde Bruckners – alle ohne Ausnahme – nach und nach zum Rückzuge blasen und allmählich ganz verstummen werden und daß Bruckner als würdiger Nachfolger Beethovens und Richard Wagners als Stern erster Größe am musikalischen Himmel für immerdar erglänzen wird.“\r\n     Mit Stolz erfüllt das mich heute sagen zu dürfen, daß diese Prophezeihung in in Erfüllung gegangen ist. Bruckners Ruhm ist ja in stetem Wachsen begriffen, in Deutschland mehrt sich die Schar seiner begeisterten Verehrer in herzerfreuender Weise.\r\n     Unser aller herzlichster Wunsch ist, daß der liebe Meister Bruckner wieder bald, recht bald seine volle Gesundheit erlangen möge! Das walte Gott!\r\n      Wir können aber unseren Meister nicht besser ehren, als daß wir der Mit= und Nachwelt seinen Ruhm verkünden, und so haben wir hier an seiner Geburtsstätte diese Gedenktafel angebracht! Ich übergebe hiemit dieselbe der löblichen Gemeindevorstehung von Ansfelden mit der Bitte, sie stets als theures Kleinod zu bewahren.\r\n     Sie alle, alle, die hier versammelt sind, lade ich ein, mit mir einzustimmen in den Ruf; Unser genialer Landsmann, der große Tondichter Bruckner, lebe hoch! Hoch! Hoch!“\r\n     Die von dem Sprecher mit dem ganzen Reichthum seines Empfindens in glänzender Weise vorgetragene Rede machte auf alle Umstehenden einen tiefen Eindruck, den die folgende meisterhafte Wiedergabe der „Ehre Gottes“ von Beethoven nur noch erhöhen konnte. Bürgermeister Plaß brachte hierauf auf Seine Majestät den Kaiser ein dreifaches Hoch aus, das begeisterten Wiederhall [sic] fand, die Kapelle intonierte sodann die Volkshymne, die von den Zuhörern entblößten Hauptes angehört wurde. Die Gedenktafel, deren Hülle bei den Schlußworten der Festesrede gefallen war, bildete nun das Object der Besichtigung aller Festestheilnehmer. Auf einer etwa einen Meter hohen weißen Marmortafel ist vom Steinmetzmeister Binder in Linz in schwarzer Schrift eingemeißelt zu lesen:\r\n     Ihrem Ehrenmitgliede, | dem berühmten Tondichter | Dr. Anton Bruckner, | Ritter des Franz=Josef=Ordens, | k. und k. Hoforganist, Lector an der k. k. Universität | in Wien, | Ehrenbürger der Landeshauptstadt Linz, | geboren in diesem Hause am 4. September 1824, | widmet diese Gedenktafel | die Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz | Mai 1895.\r\n     Schade ist, daß der Platz vor dem bescheidenen Schulhause zu klein, als daß sich die neue Zierde gehörig repräsentieren könnte. Die Festtheilnehmer labten sich nach Beendigung der officiellen Feier in Herzogs Gasthausgarten an einem guten Tropfen Florianerbier, so sie infolge des starken Andranges überhaupt einen bekommen konnten. Wohlgelungene Gesangsvorträge des Gesangsvereines aus St. Florian unter ihrem tüchtigen Chormeister und der Liedertafel fanden enthusiastische Aufnahme.\r\n     Nach nochmaligen Dankesworten des Vorstandes Herrn Milbeck für die freundliche Aufnahme wurde auf den anwesenden Bruder des gefeierten Meisters, der als Calcant im Stifte St. Florian in Verwendung steht, ein Motto gebracht, worauf jener in schlichten Worten für seinen Bruder dankte. Die Feier wäre in vollständig ungetrübter Freude verlaufen, wenn Meister Bruckner selbst derselben hätte beiwohnen können.“       [keine Signatur]  (***). \nVon diesem Ereignis berichten auch\ndas Fremdenblatt Nr. 130 auf S. 4:\r\n„      Theater und Kunst.\r\n[…]\r\n     – Aus Linz, 13. d., wird uns telegraphiert: Sonntag Nachmittags fand in Ansfelden, das herrlich beflaggt war, die Enthüllung der von der Liedertafel \"Frohsinn\" an Bruckner's Geburtshaus angebrachten Gedenktafel statt. Dort hat Dr. Anton Bruckner seinerzeit als Schulgehilfe gewirkt. Der Feier wohnte ein zahlreiches Publikum aus Linz und Umgebung bei. Reichsraths-Abgeordneter Plaß, Bürgermeister von Ansfelden, begrüßte den Verein \"Frohsinn\" und gedachte Bruckner's als Sohn des Ortes. Vor dem Hause (es ist das gegenwärtige Schulhaus) ertönte ein feierlicher Chor, worauf Stadtrath Milbeck, der Vorstand der Liedertafel, die Festrede hielt. Hierauf fiel die Hülle. Brausende Hochrufe erschollen nun auf Bruckner. Auch der Regenschori hielt namens des Stiftes St. Florian eine Rede. Bürgermeister Plaß richtete hierauf Dankesworte an den Verein „Frohsinn“ und brachte ein \"Hoch!\" auf Se. Majestät den Kaiser aus. Mit der Volkshymne schloß die schöne Feier.\" (°),\ndie Neue Freie Presse Nr. 11033 (Abendblatt) auf S. 1:\r\n\"     [Anton Bruckner=Feier] Aus Linz wird uns gemeldet: Gestern Nachmittags fand in dem reich beflaggten Orte Ansfelden bei St. Florian die Enthüllung der von der Liedertafel „Frohsinn” auf Bruckner's Geburtshaus angebrachten Gedenktafel statt. Dort wurde der Meister im Jahre 1824 geboren und wirkte auch als Schulgehilfe daselbst. Der Feier wohnte ein zahlreiches Publicum aus Linz und Umgebung bei. Reichsraths=Abgeordneter und Bürgermeister von Ansfelden, Plaß, begrüßte die Liedertafel „Frohsinn” und gedachte in warmen Worten Bruckner's. Vor dem Hause, es ist das gegenwärtige Schulhaus, ertönte ein feierlicher Chor, worauf Stadtrath Milbeck, der Vorstand der Liedertafel, die Festrede hielt, nach welcher die Hülle unter brausenden Hochrufen auf Bruckner fiel.\" (°°),\ndie Österreichische Volkszeitung Nr. 130 auf S. 2:\r\n\"     * Bruckner=Feier. Aus Linz wird uns berichtet: Gestern Nachmittags fand im beflaggten Orte Ansfelden bei St. Florian die Enthüllung der von der Liedertafel „Frohsinn” auf Bruckner's Geburtshaus angebrachten und gewidmeten Gedenktafel statt. Der Feier wohnte eine große Menschenmenge aus Linz und Umgebung bei. Stadtrath Mirbeck [sic] hielt die Festrede, worauf brausende Hoch=Rufe auf Bruckner ertönten.\" (°°°)\nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 130 auf S. 3:\r\n\"    * (Gedenktafel für Anton Bruckner.) Aus Linz wird uns telegraphiert: Sonntag Nachmittags fand im beflaggten Ansfelden bei St. Florian die Enthüllung der von der Liedertafel \"Frohsinn\" an Anton Bruckner's Geburtshaus angebrachten Gedenktafel statt. In Ansfelden wurde bekanntlich Bruckner im Jahre 1824 geboren und hier wirkte er auch als Schulgehilfe [sic]. Der Feier wohnte eine große Menschenmenge aus Linz und Umgebung bei. Reichsrathsabgeordneter und Bürgermeister von Ansfelden, Plaß, begrüßte den „Frohsinn” und gedachte hiebei auch Bruckner's als Sohn des Ortes. Vor dem Hause – es ist das Schulhaus – ertönte ein feierlicher Chor, worauf Stadtrath Mirbach[sic], der Vorstand der Liedertafel, die Festrede hielt, nach welcher die Hülle fiel und brausende Hochrufe auf Bruckner erschollen. Es sprach auch der Regenschori [Bernhard Deubler] namens des Stiftes St. Florian und Bürgermeister Plaß richtete Dankesworte an den \"Frohsinn\" und schloß mit Hochrufen auf den Kaiser. Mit einem Chore und der von der Capelle gespielten Volkshymne schloß die erhebende Feier.\" (#).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 04:08"}, {"ID": 189605135, "Datum": "13.5.1896, Mittwoch", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert\n\r\nim Deutschen Volksblatt Nr. 2644, Morgenausgabe, auf S. 7:\r\n\"    – Bei der heute Mittwoch, Abends 8 Uhr, im Festsaale des Kaufmännischen Vereines, I., Johannesgasse Nr. 4, stattfindenden III. statutarischen Unternehmung der \"Wiener Singakademie\" (Aufführung geistlicher Musik) gelangen unter Leitung des Dirigenten Herrn Carl Schön Chöre von Orlando di Lasso, Palestrina, Beethoven, Bruckner und Schubert zum Vortrage.\" (*)\n\r\nund im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 132 auf S. 10: \"    * Bei der heute Abends 8 Uhr im Festsaale des Kaufmännischen Vereins, 1. Bezirk, Johannesgasse Nr. 4, stattfindenden dritten statutarischen Unternehmung der \"Wiener Singakademie\" (Aufführung geistlicher Musik) gelangen unter Leitung des Dirigenten Herrn Carl Schön Chöre von Orlando di Lasso, Palestrina, Beethoven, Bruckner, Max Bruch und Franz Schubert zum Vortrage.\" (**).\n\r\nIn einem Konzert der Wiener Singakademie unter Carl Schön im Festsaal des Kaufmännischen Vereins erklingen Werke von Beethoven, Bruch, Schubert und Bruckners »Ave Maria« [WAB 6]; als Solisten wirken mit Caroline Strasser (Sopran), Gisela Körner (Alt) und Josef Mayer (Klavier) (***).\r\nDer Kritiker »R. K.« überliefert weitere Mitwirkende: Ludwig Drapal, Dr. J. Gänsbacher, das Soloquartett (mit Frl. M. Lenwy, Frl. M. Gold und den Herren J. A. Lenwy und St. Gold) und Ferdinand Löwe (°).\n \nEin Artikel in der »Presse« Nr. 132, Abendblatt, auf S. 2 berichtet über den Gesundheitszustand Bruckners:\r\n»    (Anton Bruckner.) Der greise Meister Anton Bruckner ist seit einiger Zeit wieder schwer erkrankt, so daß sein Zustand leider als ein sehr bedenklicher gilt. Sein Krankenlager befindet sich in der ihm vom Kaiser eingeräumten Wohnung im Belvedere. Vor einigen Tagen wurde er vom Bürgermeister der Stadt Steyr besucht und sprach demselben gegenüber sein Bedauern darüber aus, daß es ihm noch nicht vergönnt gewesen ist, den letzten Satz seiner neunten Symphonie zu vollenden. Bruckner steht im 72. Lebensjahre.« (°°).\n \nDie Mitteilung des Grazer Tagblatts Nr. 132 auf S. 11 fällt knapper aus:\r\n\"     Wien, 12. Mai. Der große Tonkünstler Anton Bruckner wird wieder stark von seinem Herzübel geplagt und leidet an großer Athemnoth. Er kann den Sessel nicht verlassen und bringt den größten Theil des Tages in Halbschlummer zu.\" (°°°).\n \nDas Prager Tagblatt Nr. 132 teilt auf S. 8 mit:\r\n\"     * [Anton Bruckner.] Ueber das Befinden des greisen Tondichters Anton Bruckners sind aus Wien ungünstige Berichte eingelangt. Der Künstler verbringt, von einem Herzübel und großer Athemnot geplagt, den größten Theil des Tages halbschlummernd im Lehnstuhle. Kürzlich noch erbat er sich den Besuch des Regenschori Bayer aus Steyr, dem er mehrere letztwillige Wünsche ausdrückte. So ließ er durch ihn den Stadtpfarrer von Steyr bitten, die im sogenannten Bruckner=Zimmer befindlichen  Gegenstände im Pfarrhofe zu belassen. Mit Wehmut gedachte der Tonkünstler des Umstandes, daß es ihm nicht gegönnt sei, heiter [sic! recte heuer] den Sommer in seinem lieben Steyr zu verbringen. Von seiner neunten Symphonie sind die ersten drei Sätze fertig, der letzte skizzirt.\" (#).\n \n\"Das Vaterland\" Nr. 132 übernimmt auf S. 3 des Abendblatts den Text der Steyrer Zeitung [10.5.1896]:\r\n\"     * [Dr. Anton Bruckner.] Die \"Steyrer Ztg.\" schreibt: Bei unserem großen Meister Dr. Anton Bruckner in Wien weilte auf dessen speciellen Wunsch vor Kurzem der hiesige Regenschori Herr Franz Bayer drei Tage. Wie Herr Bayer mittheilt, ist der Gesundheitszustand Bruckner's nicht der beste und, obwohl größtentheils außer Bett, verbringt er die meiste Zeit des Tages schlafend in seinem Lehnstuhl. Den Schlußsatz seiner neunten Symphonie hat er wohl vollständig skizzirt, doch, wie er zu Herrn Bayer selbst äußerte, hofft er selber nicht mehr, diesen ganz fertig ausarbeiten zu können. Seiner \"lieben Steyrer\" erinnert er sich äußerst gerne, und speciell freut es ihn, daß in Steyr so ein reger Sinn für seine Compositionen existirt, und er läßt für Alles den \"lieben Steyrern\" danken. Weiters ersuchte Doctor Bruckner Herrn Bayer, den neuen hochw. Herrn Stadtpfarrer zu bitten, die paar Gegenstände (Lorbeerkränze etc.) im sogenannten \"Bruckner=Zimmer\", welches im Stadtpfarrhofe sich befindet, belassen zu wollen.\" (##).\n \nIm Neuen Wiener Journal Nr. 917 ist auf S. 6 zu lesen:\r\n\"     * Mit Bedauern erfahren wir, daß Anton Bruckner schwer krank darniederliegt. Der Künstler verbringt, von einem Herzübel und großer Athemnot geplagt, den größten Theil des Tages halbschlummernd im Lehnstuhle. Kürzlich noch erbat er sich den Besuch des Regenschori Bayer, dem er letztwillige Wünsche ausdrückte. Von seiner neunten Symphonie sind die ersten drei Sätze fertig, der letzte skizzirt.\" (###).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 07:32"}, {"ID": 189705135, "Datum": "13.5.1897, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt meldet auf S. 273, daß beim Gastspiel der Berliner Philharmoniker nicht, wie [für den 10.4.1897] vorgesehen, die 4. oder 7. Symphonie gespielt worden ist (*).\nEin Artikel in der Linzer Tages-Post Nr. 109 auf S. 4 befasst sich mit dem Phänomen der \"Eisheiligen\" und erwähnt dabei auch die Feier vom 12.5.1895:\r\n\"     (Vom Wetter.) Der heftige Kälterückschlag, welcher sich nahezu jedes Jahr um die Mitte des Monates Mai einstellt, und den Tagen des 12. bis 15. Mai den Namen der drei Eis­männer eintrug, zeigt sich auch heuer wieder mit großer Gewalt. [...] Auch im Jahre 1895 regnete es wacker und litt darunter einigermaßen die schöne Feier der Enthüllung einer Gedenktafel am Geburtshause von Meister Bruckner in Ansfelden. [...] – Wie uns aus Hallein telegraphisch berichtet wird, zeigt sich dort die tiefste Winterlandschaft. Stadt und Flur stehen unter Schnee. Es schneit lebhaft weiter.\" (**).\nDas Neue Wiener Journal Nr. 1276 schreibt auf S. 5 über die in Linz geplanten Bruckner-Ehrungen:\r\n\"     *  Zur Ehrung des genialen, österreichischen Meisters Anton Bruckner hat der Gemeinderath von Linz beschlossen, dem Componisten in der Hauptstadt seines Geburtslandes ein Denkmal zu setzen. Außerdem gestand der Gemeinderath eine Subvention für dreizehn vom Linzer Musikverein im Zeitraum von fünfund­zwanzig Jahren zu veranstaltende Concerte mit ausschließlich Bruckner'schen Compositionen zu. Die Stadtvertretung beabsichtigt ferner, den vom Meister hinterlassenen Hausrath zu erwerben, der in dem zu errichtenden „Bruckner-Zimmer\" untergebracht werden soll.\" (***).", "Letzte Änderung": "28.08.2026 10:59"}, {"ID": 189905135, "Datum": "13.5.1899, Samstag", "Haupttext": "Das Deutsche Blatt Brünn Nr. 37 kündigt auf S. 5 der Beilage den Vereinsabend vom 15.5.1899 mit dem 3. Satz der 5. Symphonie an (*).\n\n\nEinen entsprechenden Hinweis bringt auch der Brünner Tagesbote Nr. 109 auf S. 4 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190005135, "Datum": "13.5.1900, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung eines \"Tantum ergo\" [prov. WAB 48] in der Pfarrkirche zu St. Othmar unter den Weißgärbern (*).\nHinweis auf das Konzert zugunsten des Bruckner-Denkmals in der Linzer Zeitung, Beilage zu Nr. 110, auf S. 573:\r\n    \" * Dilettanten=Vorstellung. Das Programm für die am 17. und 18. Mai stattfindenden Dilettanten=Vorstellungen zu Gunsten des Verschönerungsvereins und des Bruckner=Denkmals in Linz ist folgendermaßen festgestellt worden: [... Ouvertüre von Joseph Haydn, Prolog, Lebende Bilder ...] 4. Ehrung Bruckners unter Mitwirkung der hiesigen Gesangvereine. [... Lustspiel, Ballett ...] - Der Verkauf der Karten erfolgt bei der Theatercasse.\" (**).\nDie Allgemeine Zeitung München Nr. 160 übernimmt auf S. 2 einen Artikel der Wiener Abendpost \"Anekdotisches von Anton Bruckner\" (u. a. über Fritz von Uhde und Viktor Tilgner) (***).\nDie Neue Musikalische Presse gibt auf S. 161 einen Überblick über die Gewandhauskonzerte in der Saison 1899(1900 und erwähnt dabei die Aufführung einer Bruckner-Symphonie [5. Symphonie am 9.11.1899] (°).\r\nAuf S. 162 wird die Gedenktafelenthüllung in Vöcklabruck am 24.5.1900 angekündigt (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190105135, "Datum": "13.5.1901, Montag", "Haupttext": "Die Linzer Montagspost gibt Programm und Besetzung des Konzerts am 19.5.1901 mit dem \"Te deum\" bekannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190205135, "Datum": "13.5.1902, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter J. F. Hummel in Salzburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190605135, "Datum": "13.5.1906, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 5.5.1906 mit der f-Moll-Messe in der Grazer Tagespost Nr. 130, 8. Bogen:\n\"Richard Wagner-Verein. Vor einigen Tagen beschloß der hiesige Wagner-Verein die künstlerische Tätigkeit dieses Jahres mit einer besonders gut vorbereiteten Aufführung der F-Moll-Messe von Anton Bruckner. Es war die erste Aufführung dieses Werkes in Graz. [... Philipp Wolfrums Vergleich zwischen Bach und Bruckner ...].\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:12"}, {"ID": 191005135, "Datum": "13.5.1910, Freitag", "Haupttext": "Brief von Karl Seiberl an Franz Gräflinger mit Erinnerungen an Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191105135, "Datum": "13.5.1911, Samstag", "Haupttext": "Artikel \"Kirchenmusikalische Streiflichter\" in der Linzer Tages-Post auf S. 10, in dem Gräflingers Schriften über Waldeck und Bruckner (\"Bausteine\") besprochen werden.", "Letzte Änderung": "25.07.2025 16:17"}, {"ID": 192005135, "Datum": "13.5.1920, Donnerstag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 23011 zieht auf S. 7 einen Vergleich zwischen Mahler und Bruckner:\n\"THE MAHLER FESTIVAL IN AMSTERDAM.\n             (From our Special Correspondent.)\n\n     The Mahler Festival in Amsterdam, at which the whole of Gustav Mahler's works are to be performed [... 25 Jahre Willem Mengelberg ... über Mahlers Karriere ...].\n     In composition he kept the naivety of the child throughout his days, and his music is still, on that account, a stumbling-block to the learned and the men of haste in our public musical life. He is in this aspect a disciple of Brückner, whose own music is still with us quite unknown in the bulk, and is still a rock of offence on account of its ponderous length and the naivety of its emotions. Both Brückner and Mahler composed a set of symphonies equal in number and more ponderous than those of Beethoven, and these works are still a challenge to our critical estimation. Both composers are gradually reaching the public ear in Germany, but the war has inevitably cut off the tentative appreciation ofour English public, and there is small prospect that we shall quickly regain the ear and patience for German works of this length and character. The Mahler Festival in Amsterdam comes, the, as an unexpected boon and opportunity to the musical enthusiasts of Western Europe.\n     [... die Bedeutung des Liedes für Mahler ... Mahler in England noch nicht heimisch ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192105135, "Datum": "13.5.1921, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 108 kündigt auf S. 6 an, dass vom 26.6.1921 bis 6.7.1921 in Bochum eine Bruckner-Feier unter Leitung von Schulz-Dornberg stattfinden wird, und erinnert an entsprechende Feste in Essen und Köln.", "Letzte Änderung": "10.09.2024 12:50"}, {"ID": 192305135, "Datum": "13.5.1923, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der 5. Symphonie [9.5.1923] in der Salzburger Chronik Nr. 107 auf S. 7 (*).\n\n\nAufführung des Perger Präludiums um halb 9 Uhr zum Einzug im Maria-Empfängnis-Dom in Linz (Pontifikalamt um halb 10 Uhr) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192405135, "Datum": "13.5.1924, Dienstag", "Haupttext": "Ein Artikel \"Das Musik- und Theaterfest der Stadt Wien\" in der Reichspost Nr. 132 auf S. 4 gibt eine Übersicht über die im Herbst vorgesehenen Darbietungen. Für den Bereich Kirchenmusik ist die f-Moll-Messe geplant (*). \n\nAuf Seite 7 Hinweis auf den Klosterneuburger Kunsttag am 17.5.1924 mit Uraufführung von Scherzo und Finale der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") (**).\n\n\nDiese Ankündigung erscheint auch in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 132 auf 6 (***).\nDort findet sich auch auf Seite 3 ein Artikel über das Musik- und Theaterfest in Wien, der sich mit dem Musikschaffen seit Bruckner in Wien befasst (°).\n\n\nArtikel \"Rudolf Fitzners Musikerjubiläum\" im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 132 auf S. 5 (mit Abbildung des Geigers). \n\nFitzner verdankt \"den Respekt dem Kunstwerk gegenüber, die Liebe zur Einfühlung sowie das künstlerisch-theoretische Verständnis seinem großen Lehrer Anton Bruckner: kein Wunder, daß ein Meister es war, der einen Meister erzeugte.\" (°°).\n\n\nHinweis auf das heutige Kammerkonzert (oder Erwähnung Bruckners) in der Neuen Freien Presse Nr. 21434 auf S. 10 (°°°).\n\n\nAufführung des Quintetts durch das Fitzner-Quartett (möglicherweise statt Hugo Kreisler mit Buxbaum als Einspringer) und Paul Doktor (2. Bratsche) im Neuen Saal der Wiener Hofburg (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192605135, "Datum": "13.5.1926, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "In Klosterneuburg wird die von Chorherr Professor Dr. Wolfgang Pauker (anläßlich seines 40jährigen Stiftsjubiläums) gestiftete (und von Anton Rudolf Weinberger gestaltete (*)) Gedenktafel (IKO 228) enthüllt. \r\nBei dem von Josef Kluger zelebrierten Hochamt wird die e-Moll-Messe unter Leitung des Chorherrn Dr. Andreas Weißenbäck aufgeführt. Nach der Enthüllung der Gedenktafel singt der Klosterneuburger Philharmonische Chor unter Franz Moißl den 112. Psalm (**).\r\nUnter den Zuhörern: Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt, Ernst Decsey und Alfred Orel (***).\nArtikel »Oberösterreicher!« = Aufruf des Brucknerbundes für Oberösterreich (unterzeichnet von Johann Nepomuk Hauser, Josef Dametz, Franz Gräflinger, Hans Ahorner und Franz Xaver Müller. Außerdem erwähnt: Hans Schachermayer), für die Orgel in St. Florian zu spenden, in der Tages-Post, Linz (°).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 21:50"}, {"ID": 192805135, "Datum": "13.5.1928, Sonntag", "Haupttext": "Artikel \"Der Walzerkönig von St. Florian. Anton Bruckner beim Bezirksgericht\", signiert \"E. B.\" [Elsa Bienenfeld], im Neuen Wiener Journal Nr. 12382 auf S. 21f.\nDer zweite Band von Göllerich/Auers Biographie ist erschienen, er betrifft die Jahre in St. Florian. Erwähnt werden Aloisia Bogner (heiratete später den Arzt Pfeiffenberger in Katsdorf [recte: Judith Bogner]), der Gratulationsbrief von deren jüngerer Schwester zum 70. Geburtstag, Bruckners Bewerbung  für das Kanzleifach und Scharschmidts Brief vom 30.9.1853 [recte 20.9.1853] (*).\n \nAnkündigung der 5. Symphonie für den 10.-13.6.1928 in Köln in The Minneapolis Tribune Nr. 355 (Star Tribune, Minneapolis, Minnesota) auf S. 60 (= S. 8 des Zeitungsteils) (wie am 10./12.5.1928) (**),\n \nin The Billings Gazette Nr. 220 (Billings, Montana) auf S. 7 (***),\n \nin The Tampa Tribune Nr. 134 (Tampa, Florida) auf S. 21 (= S. 9 des 2. Teils) (°),\n \nin der Chicago Tribune Nr. 20 auf S. 6 und [in der Haupt-Ausgabe] auf S. 119 (= S. 3 des Zeitungsteils) (°°),\n \nin The Chattanooga Daily Times Nr. 151 (Chattanooga, Tennessee) auf S. 37 (S. 1 des 4. Teils) (°°°),\n \nin The Des Moines Register Nr. 327 (Des Moines, Iowa) auf S. 48 (= S. 10 des Zeitungsteils) (#),\n \nin The Indianapolis Star Nr. 343 (Indianapolis, Indiana) auf S. 32 (##),\n \nim St. Louis Globe-Democrat Nr. 360 (St. Louis, Missouri) auf S. 46 (= S. 14 des Zeitungsteil) (###)\n \nund im Clarion-Ledger (Jackson, Mississippi) auf S. 22 (= S. 6 des 2. Teils) (a).", "Letzte Änderung": "24.09.2025 06:59"}, {"ID": 193105135, "Datum": "13.5.1931, Mittwoch", "Haupttext": "Hinweis auf die Konzerte vom 14.5.1931 (f-Moll-Messe) und 15.5.1931 (3. Symphonie) in der Linzer Tages-Post Nr. 110 auf S. 4f.", "Letzte Änderung": "07.01.2024 10:35"}, {"ID": 193305135, "Datum": "13.5.1933, Samstag", "Haupttext": "Auf Einladung des Badischen Brucknerbundes hält F. X. Müller einen Vortrag »Persönliche Erinnerungen an A. Bruckner« in Weinheim. Der Caecilienchor und der Weinheimer Männerchor »Die Sechzehner« unter A. Meissenberg führen die Chöre »Vexilla regis« und »Trösterin Musik« auf.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 08:44"}, {"ID": 193405135, "Datum": "13.5.1934, Sonntag", "Haupttext": "Der Rundfunksender München bringt zwischen 20:00 und 22:30 Uhr ein Konzert des Funkorchesters unter Karl List, in dem u.a. auch das Scherzo der 4. Symphonie gespielt wird. Das Programm wird auch vom Sender Leipzig ausgestrahlt.", "Letzte Änderung": "06.04.2026 15:40"}, {"ID": 193805135, "Datum": "13.5.1938, Freitag", "Haupttext": "Brief von Eugen Jochum (Hamburg) an Volkmar Andreae:\r\n     Über die »prachtvolle Aufführung« der 1. und 6. Symphonie beim Brucknerfest [Ende April]. »Ich freue mich herzlich, daß wir uns auch künstlerisch so gut verstehen.«", "Letzte Änderung": "07.01.2026 14:51"}, {"ID": 194105135, "Datum": "13.5.1941, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie im 8. Anrechtskonzert in Linz.", "Letzte Änderung": "21.11.2024 18:05"}, {"ID": 194205135, "Datum": "13.5.1942, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Eugen Jochum im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Franz Schmidts Beethoven-Variationen ist Friedrich Wührer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194805135, "Datum": "13.5.1948, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Alma Mahler-Werfel an Friedrich Torberg: \n    »[...] Sonst habe ich mich nun entschlossen, Manuscripte [darunter die 3. Symphonie] zu veräußern, da ich keinerlei Einnahmen mehr habe.« [vgl. 17.11.1948].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195105135, "Datum": "13.5.1951, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Robert Heger bei der RAVAG Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195505135, "Datum": "13.5.1955, Freitag", "Haupttext": "Artikel »13. Internationales Bruckner-Fest in Bern« in der Neuen Zürcher Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196305135, "Datum": "13.5.1963, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Städtische Orchester Trier unter Rolf Reinhardt in der Treviris in Trier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 177806135, "Datum": "13.6.1778, Samstag", "Haupttext": "Zettel mit Familiennotizen von Rosalia Mayrhofer: Vater Gotthard Heinrich Mayrhofer im Alter von 68 Jahren gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185706135, "Datum": "13.6.1857, Samstag", "Haupttext": "(Nicht 13.5.1857)\nBruckners Neffe Anton Hueber in Vöcklabruck geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006135, "Datum": "13.6.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 13. Juni [1]860« auf Doppelbogen »No. 8« (»Canons mit Choral«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186306135, "Datum": "13.6.1863, Samstag", "Haupttext": "Arbeit am 112. Psalm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506135, "Datum": "13.6.1865, Dienstag", "Haupttext": "Bericht des Gmundner Wochenblatts Nr. 24, S. 305, über das Sängerfest vom 4.-6.6.1865 [Germanenzug]:\n     »[...] Den ersten Preis mit 100 fl. erhielt Herr Rudolph Weinwurm, Chormeister des akadem. Gesangvereines in Wien; den zweiten mit 60 fl. Herr Anton Bruckner, Dom=Organist in Linz; den dritten Preis mit 40 fl. Herr C. Mayerberger aus Preßburg.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906135, "Datum": "13.6.1869, Sonntag", "Haupttext": "Bericht [Hanslicks? (#)] in der Neuen Freien Presse Nr. 1720 auf S. 11f (*) über Bruckners Konzerte in Nancy (irrtümlich »Kathedrale« angegeben (**)) und in Paris: \n     \n\n»Theater= und Kunstnachrichten. [...] (Erfolge eines österreichischen Organisten in Frankreich.) In der Kathedrale St. Epore zu Nancy wurde kürzlich die grandiose neue Orgel von Merklin und Schütze eingeweiht, dasselbe prachtvolle Instrument, welches bei der letzten Pariser Weltausstellung den Erbauern die goldene Preismedaille eintrug. Ein zweitägiges Concert, welches einen wahrhaften Wettstreit der ausgezeichnetsten Orgel=Virtuosen darstellte und eine große Zahl von Musikkennern aus Frankreich, Belgien und Deutschland herbeilockte, bildete den Mittelpunkt der Feierlichkeit. Oesterreich war in diesem musikalischen Turnier durch den Hof=Organisten Herrn Anton Bruckner vertreten, dessen Orgelspiel außerordentliches Aufsehen erregte und fast alle übrigen Leistungen in den Schatten stellte. Bruckner spielte am ersten Tage eine Bach'sche Fuge und eine mit allen Künsten des Contrapunktes reich ausgestattete Phantasie, am zweiten Tage eine Improvisation über die österreichische Volkshymne. In Folge dieses Successes mußte Bruckner der Einladung des Orgelbauers Merklin nach Paris folgen und sich in dessen großem Orgelsalon auf dem Boulevard Montparnasse vor einer geladenen Gesellschaft hören lassen. Die Gazette Musicale de Paris, welche Bruckner unter allen Concurrenten von Nancy die größte technische Vollendung nachrühmt, schildert auch dessen Production in Paris als ein Probestück \"tiefer Gelehrsamkeit, gewählten Geschmackes und ungewöhnlicher Bravour\". Einen wahren Triumph feierte Bruckner's Spiel in der Notredame=Kirche, deren Orgel bekanntlich das Meisterwerk des berühmten Cavaillé=Col ist. Die namhaftesten musikalischen Notabilitäten von Paris hatten sich eingefunden, außerdem füllte ein zahlreiches Publicum die Kirche. Der Erfolg Bruckner's, namentlich wieder in der freien Phantasie, war so groß, daß wir in den Pariser Musik=Zeitungen den Ausspruch lesen, \"die Orgel von Notredame habe an diesem Tage durch Bruckner ihren größten Triumph erlebt\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106135, "Datum": "13.6.1871, Dienstag", "Haupttext": "In einem Artikel der »Presse« Nr. 162 auf S. 14 (Grabdenkmal für Simon Sechter) wird Bruckner als Sechter-Schüler erwähnt: \n\n     » - Das Grab Nr. 4370, Reihe 31, links, auf dem Schmelzerfriedhofe ziert neuerer Zeit ein einfaches Denkmal mit folgender Inschrift: »Simon Sechter, k. k. Hoforganist und Compositeur. Geboren am 11. October 1788 in Friedberg, gestorben am 10. September 1867 in Wien. Mit ihm wurde der größte Contrapunktist unserer Zeit, der treue Wächter des strengen Satzes zu Grabe getragen.« Wie wir hören, verdankt das Denkmal sein Entstehen der Initiative des hiesigen Bürgerschullehrers Herrn J. K. Markus, einem Landsmanne des Verewigten und den Geldspenden der dankbaren Schüler des berühmten Musiklehrers des Herrn k. k. Vice=Hofcapellmeisters Preyer und der Herren Hoforganisten Bruckner und Bibl.« (*).\n\n\nEin gleichlautender Bericht erscheint im Fremdenblatt Nr. 162 auf S.5: \n\n     \" - Das Grab Nr. 4370, Reihe 31, links am Schmelzerfriedhofe ziert neuerer Zeit ein einfaches Denkmal mit folgender Inschrift: \"Simon Sechter, k. k. Hoforganist und Kompositeur. Geboren am 11 Oktober 1788 in Friedberg, gestorben am 10. September 1867 in Wien. Mit ihm wurde der größte Kontrapunktist unserer Zeit, der treue Wächter des strengen Satzes zu Grabe getragen.\" Wie wir hören, verdankt dasselbe sein Entstehen der Initiative des Bürgerschullehrers Markus und den Geldspenden der dankbaren Schüler Breier und Bruckner.\" (**).\n\n\n[undatiert]\n\n\"                             Sechter's Grabstätte.\n\n     Dieselbe befindet sich auf dem Schmelzer Friedhofe Nr. 4370, [... Inschrift ...]. Das Denkmal verdankt sein Entstehen der Initiative eines Landsmannes des Verewigten, des Herrn J. K. Markus, und den Geldspenden einiger dankbarer Schüler des berühmten Musiklehrers.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187206135, "Datum": "13.6.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Die Aufführung der f-Moll-Messe und Bruckners Orgelspiel am 16.6.1872 wird in einigen Zeitungen angekündigt:\nFremden-Blatt S. 6 (*)\nund Neue Freie Presse Nr. 2802 S. 8:\r\n\"[Kirchenmusik.]  Hof-Organist Professor Anton Brucknerwird Sonntag den 16. d. M. um 11 Uhr seine große F-Messe sammt Einlagen in der Hofpfarrkirche St. Augustin aufführen, wobei Mitglieder des Singvereins, des Männergesang-Vereins, Chor-und Orchester-Mitglieder des Hofoperntheaters, an der Spitze Director Hellmesberger, mitwirken werden. Bruckner, der, um die\r\nAufführung zu ermöglichen, keine Mühe und Kosten scheute, wird persönlich dirigiren und am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge\r\nspielen.\" (**).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:37"}, {"ID": 187406135, "Datum": "13.6.1874, Samstag", "Haupttext": "Scherzo der 4. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206135, "Datum": "13.6.1882, Dienstag (Hl. Antonius)", "Haupttext": "Für diesen Tag hatte Bruckner geplant, die von Hlawaczek geschriebene Widmungspartitur der 6. Symphonie mit dem von J. M. Kaiser gestalteten Titelblatt seinem Hausherrn Anton Oelzelt-Newin zu überreichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306135, "Datum": "13.6.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Das Salzburger Volksblatt Nr. 133 berichtet auf S. 1 vom Sängerfest am 10.6.1883:\n  \"Die Salzburger Liedertafel in Wels.\n      Unter den zahlreichen Vereinen, welche zum Sängerfeste nach Wels zogen, befand sich auch die Salzburger Liedertafel. [... Festverlauf ... Anwesende: Landtagsabgeordneter Dr. Groß, Dr. Stigler aus Steyr, J. F. Hummel ...]\n     Als zweiter Gesammtchor folgte das bekannte \"Heerbannlied\" von R. Weinwurm, Chor mit Orchester, dirigirt von Herrn Floderer, dem Chormeister der Linzer Liedertafel \"Frohsinn\". Den Schluß bildeten die Chöre \"Bundeslied\" [Sängerbund, WAB 82] von Bruckner und \"An das Vaterland\" von Kreuzer (Dirigent: Bundes=Chormeister Binder in Wels).\n     [... Einzelvorträge ...]\n     Das Concert war massenhaft besucht. [...]\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.10.2023 09:36"}, {"ID": 188406135, "Datum": "13.6.1884, Freitag", "Haupttext": "Im Illustrierten Wiener Extrablatt, Abendblatt, wird auf S. 3 Bruckners Orgelspiel am 15.6. angekündigt (*).\n\n\nAufführung des \"Siegfried\" an der Hofoper. Vermutlich war es diese Aufführung und nicht die am 19.9.1884, die Bruckner mit Franz Marschner besucht hat (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606135, "Datum": "13.6.1886, Pfingstsonntag", "Haupttext": "König Ludwig II. am Starnberger See gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189006135, "Datum": "13.6.1890, Freitag", "Haupttext": "Bei der König-Ludwig-Feier des Neuen Richard-Wagner-Vereins erklingen Werke von Wagner (Huldigungsmarsch, gespielt von [Josef] Reiter und [Camillo] Horn) und Reiter (Lieder, gesungen von Herrn Appel) und, gespielt von Reiter, das Tristan-Vorspiel und das Adagio aus Bruckners Quintett. Obmann-Stellvertreter Steiner [Hubert Steiner] hält einen Vortrag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189106135, "Datum": "13.6.1891, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners:\r\n   »13. Juni Fr Kathi für Juli 7 fl gezalt.« (*).\n[Vermutlich Falschmeldung!] Aufführung des »Germanenzug« durch den »Frohsinn« in Linz (**).\nDie Illustrierte Zeitung Leipzig Nr. 2502 bringt auf S. 645 eine Kurzkritik zur Berliner Aufführung des »Te deum« am 31.5.1891:\r\n     \" - Die 28. Tonkünstlerversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins wurde am 31. Mai in Berlin eröffnet und brachte gleich am ersten Tage zwei Concerte. [... über das Vormittagskonzert ...] Das Abendconcert in der Philharmonie leitete F. Weingartner. [... über die Werke ...] Das Concert schloß mit Ant. Bruckner's feierlichem \"Te deum\" ab. Das dritte Concert [... Siegfried Ochs ist nicht erwähnt ... keine Signatur]\" (***).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 08:45"}, {"ID": 189206135, "Datum": "13.6.1892, Montag", "Haupttext": "Das Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 163 berichtet auf S. 3, daß Bruckner bei einer Probe der 4. Symphonie [am 15.6.1892] anwesend war:\r\n     \"Heute Vormittag fand in der Tonhalle die Probe für das Concert des Akademischen Wagner-Vereines statt, bei welcher der Compositeur Anton Bruckner persönlich anwesend war. Der greise Meister erhielt bei seinem Erscheinen von den Mitgliedern des Symphonie-Orchesters eine rauschende Ovation.\" (*).\n(Datum des Poststempels 13.6.) Schreiben von Hugo Wolf an Maria Werner:\r\n   Übersendet drei Eintrittskarten für das Konzert am 15.6.1892 (mit der 4. Symphonie) (**).\nAufführung des »Germanenzugs« im Konzert des Wiener Männergesangvereins geplant [tatsächlich: am 20.6.1892] (***).\nDie Montags-Revue aus Böhmen Nr. 24 berichtet auf S. 5f vom Sängerfest am 5.6.1892 (signiert \"H. S.\" [siehe Anmerkung]):\r\n\"             Sängertage in Salzburg.\n     H. S. Die Pfingsten sind ein herrliches Fest; [... Regen, Festverlauf ...]\r\n     Die glänzendste Veranstaltung war unstreitig das Fest=Concert in der Aula Academica. Schon der äußere Anblick der Versammlung machte einen erhebenden Eindruck: der Saal bis aufs letzte Plätzchen gefüllt von einem festlich gekleideten Publicum, auf dem Podium etwa 800 jugendliche Gestalten, [... Text von drei Strophen des Prologs ...]\r\n     Und nun begann mit dem von Dr. Anton Bruckner für das Fest componirten Gesammtchore aller Vereine \"Das deutsche Lied\" [WAB 63] das eigentliche Concert, welches sich zu einem förmlichen Sänger=Wettstreite entwickelte und den Zuhörern einen wahren Liederfrühling darbot. [... auch bei den Einzelvorträgen \"meisterhafte Leistungen\", besonders die Grazer und \"wir Prager\" ... \"Germanenzug\" nicht erwähnt ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189406135, "Datum": "13.6.1894, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Anton von Ölzelt-Newin:\r\n   Namenstagsgratulation (*).\n[Vermutlich] Namenstagsgratulation von Ernestine Korda [mündlich oder Brief an Bruckner?] (**).", "Letzte Änderung": "22.01.2024 15:08"}, {"ID": 189506135, "Datum": "13.6.1895, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 24/25 verzeichnet auf S. 317 (»Aufgeführte Novitäten«) das Adagio der 7. Symphonie unter Levi in Brüssel am 4.5.1895:\r\n\"     Brüssel. [... sechs Konzerte ...] – Ausserord. Pop. Conc. am 4. Mai unt. Leit. des Hrn. Levi a. München: Adur-Symph. v. Mozart, Adagio a. der 7. Symph. v. A. Bruckner, 3. \"Leonoren\"-Ouvert. v. Beethoven, Venusberg-Scene (Pariser Bearbeit.) a. \"Tannhäuser\", Trauermarsch a. \"Siegfried\" [sic], Vorspiel u. Schlussscene a. \"Tristan und Isolde\" v. Wagner.\" (*).\n»Die Presse« Nr. 160 kündigt auf S. 11 das Konzert vom 18.6.1895 [mit dem »Germanenzug«] an:\r\n\"     [Sommerliedertafel des Wiener Männergesang=Vereins.] Wie schon erwähnt, findet die satzungsmäßige Sommerliedertafel des Wiener Männergesang=Vereins Dienstag den 18. d. im Dreherpark in Meidling statt. [... Novitäten ...] Außerdem gelangen Chöre von Anton Bruckner, Berner, A. M. Storch, Fischer, Tilkowsky, Herbeck, Koschat und J. Koch v. Langentreu zur Aufführung. [... Udel-Quartett, Beginn 18 Uhr (Gesangsvorträge 20 Uhr), Kartenverkauf, Alternativtermin 20.6.1895 und 25.6.1895 ...]\" (**).\nÄhnlich schreiben die Neue Freie Presse Nr. 11063 auf S. 7:\r\n\"                Vereins=Nachrichten.\r\n     [Sommer=Liedertafel des Wiener Männergesang=Vereines.] Die satzungsmäßige Sommer=Liedertafel des Wiener Männergesang=Vereines findet Dienstag den 18. d. im Dreher=Park in Meidling statt. [... Novitäten ...] Außerdem gelangen Chöre von Anton Bruckner, Berner, A. M. Storch, Fischer, Tilkowsky, Herbeck, Koschat und J. Koch v. Langentreu zur Aufführung. [... Udel-Quartett, Beginn 18 Uhr (Gesangsvorträge 20 Uhr), Kartenverkauf, Alternativtermin 20.6.1895 und 25.6.1895 ...]\" (***),\n\"Das Vaterland\" Nr. 160 auf S. 6:\r\n\"     [Sommerliedertafel des Wiener Männergesangvereines.] Wie schon erwähnt, findet die satzungsmäßige Sommerliedertafel des Wiener Männergesangvereines Dienstag , 18. d. M., im Dreherpark in Meidling statt. [... Novitäten ...] Außerdem gelangen Chöre von Anton Bruckner, Berner, A. M. Storch, Fischer, Tilkowsky, Herbeck, Koschat und J. Koch v. Langentreu [zur Aufführung.] [... Udel-Quartett, Beginn 18 Uhr (Gesangsvorträge 20 Uhr), Kartenverkauf, Alternativtermin 20.6.1895 und 25.6.1895 ...]\" (°)\nund die Wiener Zeitung Nr. 137 auf S. 7:\r\n\"     [Sommer=Liedertafel des Wiener Männergesangvereines.] Wie schon erwähnt, findet die satzungsmäßige Sommer=Liedertafel des Wiener Männergesangvereines Dienstag , den 18. d. M., im Dreher=Park in Meidling statt. [... Novitäten ...] Außerdem gelangen Chöre von Anton Bruckner, Berner, A. M. Storch, Fischer, Tilkowsky, Herbeck, Koschat und Koch von Langentreu zur Aufführung. [... Alternativtermin 20.6.1895 und 25.6.1895 ...]\"(°°).", "Letzte Änderung": "28.09.2023 16:04"}, {"ID": 189606135, "Datum": "13.6.1896, Samstag", "Haupttext": "Telegramm Karl Waldecks an Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern]:\r\n»&lt;TELEGRAMM No&gt; 5738\r\n&lt;an&gt; dr anton bruckner wien belvedere [darunter handschriftlich »Heugasse 3«\r\n[Stempel links oben:] WIEN 4/2 [/] 1220N 13 VI 96 [/] 53 r\r\n[Stempel darunter:] Linz, 109. [/] 13/6 1896 [/] Francus.\r\n[Stempel rechts oben:] AUSGEFERTIGT [/] 13JUN 11 18\r\nw fr linz 1414 12 9 50 =\r\n&lt;Text.&gt; = die herzlichsten glueckwuensche zum hohen namensfeste ! = waldeck« (*)\nDie morgige Aufführung des »Os justi« kündigen mehrere Zeitungen an:\nNeue Freie Presse Nr. 11424 auf S. 5:\r\n\"     [...]. – In der Votivkirche um 10 Uhr: \"Missa choralis\" von C. Greith, Graduale (\"Os justi\") von A. Bruckner und Offertorium (\"Veritas\") von F. X. Witt. – [...].\" (**),\nÖsterreichische Volkszeitung Nr. 162 auf S. 3:\r\n\"Neuigkeitsbote.\r\n[...]\r\n     * Kirchenmusik für morgen Sonntag. Kirchenmusikverein an der Votivkirche, 10 Uhr: C. Greith: \"Missa choralis\"; A. Bruckner: Graduale \"Os justi\"; F. X. Witt: Offertorium \"Veritas\". [...]\" (***),\n»Die Presse« Nr. 162 auf S. 2 des Abendblatts:\r\n\"     (Kirchenmusik.) Morgen (Sonntag) den 14. Juni finden in folgenden Kirchen musikalische Aufführungen statt: [...]. – In der Votivkirche (10 Uhr): Missa choralis von C. Greith, Graduale (Os justi) von A. Bruckner, Offertorium (Veritas) von F. X. Witt. – [...].\" (°),\ndie Ostdeutsche Rundschau Nr. 162 auf S. 7 :\r\n\"     Kirchenmusik. [...]\r\n     Der Kirchenmusikverein an der Votivkirche bringt Sonntag den 14. Juni, 10 Uhr Vormittags, zur Aufführung: C. Greith: \"Missa choralis\"; A. Bruckner: Graduale \"Os justi\"; F. X. Witt: Offertorium \"Veritas\".\" (°a),\n\"Das Vaterland\" Nr. 162 auf S. 3 des Abendblatts:\r\n\"     (Kirchenmusik.) [...]. – In der Votivkirche um 10 Uhr: Missa choralis von C. Greith, Graduale Os justi von A. Bruckner, Offertorium Veritas von F. X. Witt.\" (°b)\nund die Wiener Zeitung Nr. 136 auf S. 4:\r\n\"     (Kirchenmusik.) [...] Der Kirchenmusik=Verein an der Votivkirche wird Sonntag, den 14. d. M., um 10 Uhr Vormittags aufführen: C. Greith: Missa choralis; A. Bruckner: Graduale: \"Os justi\"; F. X. Witt: Offertorium: \"Veritas\".\" (°°)\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2674 weist auf S. 2 des Abendblatts auf das \"Os justi\" und zusätzlich auf S. 3 auf eine Aufführung des \"Tantum ergo\" in D-Dur [ziemlich sicher: WAB 42] hin:\r\n\"     [...] – In der Votivkirche bringt der Kirchenmusikverein um 10 Uhr zur Aufführung: Missa choralis von C. Greith, Graduale (Os justi) von A. Bruckner, Offertorium (Veritas) von F. X. Witt. – [...] – In der Antoniuskirche, XV. Bezirk, Pouthongasse, kommt anläßlich des Patrociniums um 9 Uhr zur Aufführung: Tantum ergo in D von Anton Bruckner, [...].\" (°°°).\nDas \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 21200 Amsterdam) kündigt auf S. 1 die 4. Symphonie für die kommende Saison an [tatsächlich erst am 11.11.1897 aufgeführt]:\r\n\"     KUNST EN WETENSCHAPPEN.\r\n                   Concertgebouw.\r\n      In het repertoire van het Concertgebouw zijn de volgende oudere en nieuwere werken opgenomen, die in het aanstaande seizoen onder leiding van den heer Mengelberg zullen worden uitgevoerd.\r\n     Symphonieën: Bes gr.t. van F. Schubert (gecomponeerd in 1814 en hier nog onbekend, 4de (Italiaansche) van Mendelssohn, In de Alpen van Raff, (F gr.t) H. Goetz, No. 4 (Es gr.t) A. Bruckner, No. 4 (Es gr.t) A. Glazounow, N°. 6 (pathétique) P. Tscharkowsky [sic], Symphonie romantique van V. Joncière.\r\n     Grootere Symphonische Werken: [... und andere Gattungen ...]\r\n     Bovendien zullen een of meer avonden gewijd zijn aan werken van Nederlandsche componisten.\" (#).\nDiese Meldung erscheint auch in \"Het nieuws van den dag\" Nr. 8094 (Amsterdam) auf S. 7 (##)\nund in \"De Nieuwe Amsterdammer. Dagblad voor Nederland\" Nr. 128 (Amsterdam) auf S. 2 (###).", "Letzte Änderung": "05.09.2023 19:09"}, {"ID": 189706135, "Datum": "13.6.1897, Sonntag", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 133 meldet auf S. 6, daß der Neubauer Männerchor [am 7.6.1897] einen Kranz an Bruckners Grab niedergelegt hat (*).\n \nDie in Rochester erscheinende Zeitung Democrat and Chronicle Nr. 164 erwähnt auf S. 11 in der 4. Spalte die Aufführung des \"Te deum\" [am 13.3.1897]:\r\n\"          In the Musical World.\r\n[...]\r\n     –Bruckner's stupendous \"Te Deum\" has recently been performed in Dresden, with signal success. At Lintz [sic] twelve concerts of his compositions are to be given to raise funds for a monument to him.\" (**).", "Letzte Änderung": "28.08.2026 16:11"}, {"ID": 190006135, "Datum": "13.6.1900, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel »Aus dem Leben Anton Bruckners« im Neuen Wiener Journal Nr. 2383 auf S. 4 (*).\nBrief Göllerichs an Gustav Hueber:\r\n   Sendet das geliehene Bruckner-Bild zurück, dankt für die Zusendung einiger Bruckner-Briefe durch Johann Hueber. Anbei ein Textvorschlag für eine Vollmacht. Das notarielle Dokument müsse dann noch von seinen Brüdern und von Ignaz Bruckner unterzeichnet werden [vgl. 20.8.1900] (**).\nArtikel in der Linzer Zeitung über den Ertrag der Konzerte vom 17./18.5.1900:\r\n    \" * Dilettanten=Vorstellung. Nunmehr konnte die Abrechnung über die Einnahmen und Ausgaben bei der am 17. und 18. Mai im landschaftlichen Theater veranstalteten Dilettanten=Vorstellung endlich abgeschlossen werden, [... 1. Konzert 1900 Kr. 60 h, 2. Konzert 1873 Kr. 40 h, Spenden 1342 Kr., Ausgaben 1187 Kr. 64 h, Reinerlös 3928 Kr. 36 h ...] Davon wurden dem Linzer Verschönerungsvereine 1851 K 18 h übermittelt, der Stadtgemeinde Linz für den Bruckner=Denkmal=Fonds 2077 K 18 h. Dem letzteren Zwecke kamen einige specielle gewidmete Spenden zugute.\"\r\n   In derselben Zeitung bedankt sich J. Kempf, der Vorstand des Verschönerungsverein für die Spende und bei den Veranstaltern und Mitwirkenden und erwähnt u. a. Priska Poche, Agathe Hofmann-Schwabenau, Alfred Cavar, Olga Cavar, Landeshauptmann Dr. Ebenhoch, Oberst Pridalek und einige Vereine (***).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 4110 berichtet auf S. 8 von der Wiederbeerdigung Simon Sechters und erwähnt dabei auch Bruckner (°).\nIm Fremdenblatt Nr. 160 (Morgenblatt) erscheint auf S. 13 ein Feuilleton \"Simon Sechter\" von Fritz Lange [identisch mit dem am 12.6.1900?], in dem Bruckner erwähnt wird (°°).\nÄhnlicher Artikel in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 126 auf S. 4 (°°°).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 09:05"}, {"ID": 190106135, "Datum": "13.6.1901, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht über die Aufführung des Chores \"Dir, holde Heimat\" [WAB 76] im Neuen Wiener Journal Nr. 2741 auf S. 6 (nicht signiert).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190806135, "Datum": "13.6.1908, Samstag", "Haupttext": "Schreiben der Bezirkshauptmannschaft Linz an Ignaz Bruckner:\n     Laut Erlass vom 11.6.1906 werde ihm die \"Ehrenmedaille für vierzigjährige treue Dienste\" zuerkannt. Unterzeichnet von Statthaltereirat Schneider.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191406135, "Datum": "13.6.1914, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des »Germanenzugs« durch den »Sängerbund Frohsinn« [in Linz?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192106135, "Datum": "13.6.1921, Montag", "Haupttext": "Die Innsbrucker Nachrichten Nr. 132 geben auf S. 5f das Programm des Linzer Musikfestes am 18./19.6.1921 bekannt (von Bruckner 8. Symphonie und Quintett) (*). \n\n\n\nIn Linz, im Rahmen eines \"Ring\"-Vortrages, erläutert Franz Gräflinger die 8. Symphonie, die zudem von den Damen Ettinghausen und Eysert in einer Vierhändig-Klavierfassung vorgetragen wird (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192306135, "Datum": "13.6.1923, Mittwoch", "Haupttext": "Einführungsvortrag zur 4. Symphonie [Aufführung am 17.6.1923] von Adolf Kellner (Lehrer und Stiftsorganist) im Kaisersaal des Stifts Kremsmünster.\nDas Ehepaar Dr. Max Aigmüller steuert Tonbeispiele bei und führt die Symphonie in einer Klavierfassung auf.\nDer Erlös der Veranstaltung (150000 Kronen) kommt der hiesigen Volksschule zugute.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192406135, "Datum": "13.6.1924, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 135 gibt auf S. 5 einen Überblick über den Ablauf des Sängerbundesfestes (mit \"Trösterin Musik\" und einem Orgelpräludium am 15.6.1924) (*).\n \nBrief von Rudolf Übelhör (Sängerbund \"Dreizehnlinden\") an Propst Vinzenz Hartl über eine geplante Aufführung der e-Moll-Messe [siehe die Anmerkung] (**).\n \nAufführung der d-Moll-Messe in Steyr (***).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 10:18"}, {"ID": 192506135, "Datum": "13.6.1925, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Gustav Renker \"Anton Bruckner und die Schweiz\" im Berner Tagblatt (*).\n\n\nDer Stockton Independent Nr. 133 (Stockton, California) kündigt auf S. 10 den Festgottesdienst vom 14.6.1925 samt Kirchenmusik (mit Bruckners \"O Lord Most Holy\" [= \"Ave Maria\" WAB 6] an: \"PACIFIC BACCALAUREATE SERVICES WILL BE GIVEN SUNDAY AT CENTRAL M. E. [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192906135, "Datum": "13.6.1929, Donnerstag", "Haupttext": "Antrag zum Bruckner-Denkmal in der Walhalla.", "Letzte Änderung": "01.09.2026 14:52"}, {"ID": 193106135, "Datum": "13.6.1931, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des Chors \"O Lord Most Holy\" [= \"Ave Maria\" WAB 6] für die morgige Kirchenmusik in The Ithaca Journal-News (Ithaca, New York) auf S. 7.", "Letzte Änderung": "24.09.2025 16:01"}, {"ID": 193306135, "Datum": "13.6.1933, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Wolfgang Bartels an Max Auer: \n   Dankt für den Brief vom 12.6.1933. Er habe sofort Hausegger von der Eingabe der IBG wegen der Walhalla informiert [vgl. 24.11.1935].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193606135, "Datum": "13.6.1936, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Elsa Bienenfeld »Anton Bruckner und W. Gericke« in der Neuen Freien Presse (*).\nArtikel »Bruckners Originalwerke. Brucknerforscher Oskar Lang spricht im Brucknerbund in Mannheim« in der Rheinischen NS-Zeitung (**).\nAufführung von \"Locus iste\" und \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] bei einer Vesper in der Kreuzkirche in Dresden (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193706135, "Datum": "13.6.1937, Sonntag", "Haupttext": "Artikel \"Goebbels verdeutscht Bruckner\" in der Wiener Zeitung Nr. 161 auf S. 3.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193806135, "Datum": "13.6.1938, Montag", "Haupttext": "Brief von Hans Rauschnabel aus Tübingen an Walter König: \n\n    Wegen seines neuen Textes für den \"Germanenzug\", mit dem das Werk für das 3. Reich gerettet werden könne. Walter König notiert am Ende des Textabdruckes, daß er die Umtextung begrüße, um die Musik \"dem deutschen Chorgut zu erhalten\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193906135, "Datum": "13.6.1939, Dienstag", "Haupttext": "Adolf Trittinger verschickt einige Objekte aus dem Stiftsarchiv St. Florian an Leopold Nowak in Wien.\nSeine Liste enthält vermutlich einen Teil des Nachlasses von Bruckners Geigenlehrer Franz Gruber und möglicherweise Abschriften von der Hand des jungen Bruckner.\n1. Kyrie, Sanctus, Benedictus, Agnus (4 Bl.) (Vorläuferin zur Kronstorfer Messe [WAB 146])\n2. Thema mit Variationen in a-Moll für Streichquartett (Partitur 8 Bl., Stimmen 10 Bl.)\n3. kurze Stücke (Violinstimme)\n4. Stück in B-Dur (Streicherpartitur für Violino principale + Streichquartett, 4 Bl.)\n5. Abschrift von Bruckners Passionslied \"In jener letzten der Nächte\" [WAB 17], 2 Bl.\n6. Polonaise E-Dur für Klavier (6 Bl.)\n7. Abschrift der Klavierstimme eines Concertino für Violine und Klavier (14 Bl. incl. Beilagen)\n8. Concertino für Violino prinzipale und Streichorchester (5 Stimmen, 22 Bl.)\n9. Lieder (Arbeitspartituren von 5 Liedern [in der Liste nur 4 aufgezählt], 7 Bl.)\n10. Chorpartitur ohne Text (2 Bl.)\n11. Variationen in F-Dur für Streichquartett (Stimmen 8 Bl.)\n12. Variationen Es-Dur für Streichquartett (Stimmen, 11 Bl.)\n13. Rondo D-Dur für Streichquartett (Stimmen, 16 Bl.)\n14. Thema mit Variationen A-Dur (Klavier-Arrangement, 3 Bl.)\n15. Kleiner Auszug aus H. Georg Albrechtsbergers Schriften über den Generalbaß I. Theil (Abschrift, 8 Bl.).", "Letzte Änderung": "23.02.2023 15:00"}, {"ID": 194506135, "Datum": "13.6.1945, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik zur 7. Symphonie [in einem Philharmonischen Konzert unter Josef Krips, vermutlich also 10.6.1945] von Peter Lafite in »Neues Österreich«.", "Letzte Änderung": "14.02.2024 22:54"}, {"ID": 195006135, "Datum": "13.6.1950, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (Originalfassung) durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Hamburg.\nAuf dem Programm stehen zuvor Beethovens 1. Sinfonie und die \"Haydn-Variationen\" von Brahms.", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:32"}, {"ID": 195506135, "Datum": "13.6.1955, Montag", "Haupttext": "Bericht im Kleinen Volksblatt über die 8. Symphonie unter Josef Krips [9 - 14.5. in Bern oder später in Wien?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196406135, "Datum": "13.6.1964, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der Vier Orchesterstücke WAB 97 und Marsch WAB 96] und der g-Moll-Ouvertüre durch Rieder Musiker unter Otto Jürgen in Ried.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196506135, "Datum": "13.6.1965, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Leopold Nowak an Eugen Jochum:\n     Über die verschiedenene Fassungen der 2. Symphonie, die Misch-Lösungen von Robert Haas und die Editionsrichtlinien bei der neuen Gesamtausgabe.", "Letzte Änderung": "03.05.2024 12:29"}, {"ID": 197006135, "Datum": "13.6.1970, Samstag", "Haupttext": "Studioproduktion des Hessischen Rundfunks vom Trio Nr. 1 der 9. Symphonie (Bearbeitung von Armin Knab) unter Georg Ludwig Jochum.", "Letzte Änderung": "31.03.2023 12:00"}, {"ID": 197406135, "Datum": "13.6.1974, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung [welches Werk] in einer Serenade des Wiener Männergesangvereins im Rahmen der Wiener Festwochen (*).\n\n\nAufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Lovro von Matacic im Großen Musikvereinssaal in Wien. In Strawinskys Psalmensymphonie wirkt der Wiener Jeunesse-Chor mit [Wiederholung vom 12.6.1974] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199606135, "Datum": "13.6.1996, Donnerstag", "Haupttext": "Vortrag von Peter Gülke »Fassungen und Fertigstellung bei Anton Bruckner am Beispiel der Neunten Symphonie« im Kammersaal der Gesellschaft der Musikfreunde Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200106135, "Datum": "13.6.2001, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Bernard Haitink in einem Benefizkonzert des Bundespräsidenten in der Philharmonie in Berlin. Solist in Mozarts Es-Dur-Klavierkonzert ist Emanuel Ax.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 22:43"}, {"ID": 185107135, "Datum": "(13.7.1851, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185307135, "Datum": "13.7.1853, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 167 berichtet auf S. 672 von der Sängerfahrt des »Frohsinn« am 10.7.1853: »* Ueber die von der hiesigen Liedertafel am verflossenen Sonntag unternommene Sängerfahrt nach St. Florian erhalten wir folgende nähere Mittheilung: [... zuvor sechsmal wegen schlechten Wetters verschoben ... frühmorgendliche Wanderung nach Kleinmünchen ...] Daselbst wurden ein Paar Chöre gesungen, und nach kurzer Rast der Weg nach St. Florian angetreten; dort, von der großen Hitze ermattet, angelangt, zerstreuten sich die Sänger, bis sie um 12 Uhr ein heiteres Mahl im Saale des Gastwirthes zum »Sperl« wieder versammelte; in den Pausen wechselten heitere Chöre mit fröhlichen Trinksprüchen, wobei in freundlicher Erinnerung besonders des herrlichen Sängerfestes in Passau gedacht wurde. Um 4 Uhr Nachmittags wurden auf dem Chore der Stiftskirche »das Bettagslied« von Abt, und »das Kirchlein« von Becker, gesungen, wornach [sic] die Sänger im Schiff der Kirche die herrlichen Töne der prachtvollen Orgel unter des dortigen Organisten, Hrn. Bruckner's, meisterhafter Behandlung bewunderten. Dann versammelten sich, einer freundlichen Einladung der hochw. Chorherren folgend, die Liedertafler auf einem grünen, schattigen Platze des großen Klosterhofes, und sangen verschiedene Chöre, bis um 7 Uhr Abends ein herannahendes Gewitter an den Aufbruch mahnte, und die Sänger den Rückweg antraten. Die sowohl beim Mittagsmahle, als im Klosterhofe vorgetragenen Chöre waren«Morgenlied,« Wanderlied,« »Fahnenlied,« »Waldlied,« »Ständchen,« sämmtlich aus dem »Sängertage« von Abt, »der Käfer und die Blume« von Veit, »Fahneneid« von Otto, »Aus der Tiefe« und »Walzer« von Santner, »Zechers Wunsch« und »Die deutschen Bundesstaaten« von Zöllner, »Schwertlied« und »Das treue Herz« von Weber, »Auf den Bergen« von Abt, und »Schäfer's Sonntagslied« von Kreuzer.«", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:46"}, {"ID": 185407135, "Datum": "13.7.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner trägt die Auszeichnungen der Schüler der Marktschule in St. Florian in das \"Buch der Ehre und des Fleißes\" ein. Wegen des Ausscheidens von Josef Gilhofer (am 1.5.1854, Dienstantritt 21.5.1854) musste Bruckner auch die Eintragungen für die zweite Klasse übernehmen (*).\n \n(**) Im 3. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 2. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1854.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Marböck Josef | 2. Reisser Franz | 3. Löscher Karl | 4. Mair Michael | 5. Staudinger Mathias | 6. Lichtenberger Franz\n[rechte Spalte:]\n1. Zaiser Juliana | 2. Haghofer Barbara | 3. Eckl Maria | 4. Tauber Maria | 5. Schmöll Elisabeth | 6. Matheweber Anna | 7. Baumgartshuber Barbara | 8. Eisinger Theres.\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Schmidbaur Franz | 2. Heißl Martin | 3. Huber Leopold | 4. Bogner Franz | 5. Pallestorfer Josef | 6. Reisser Moritz | 7. Teutschmann Franz | 8. Bauer Josef | 9. Nußbaumer Franz | 10. Czerwenka Johann | 11. Kirchmair Johann | 12. Huber Josef\n[rechte Spalte:]\n1. Kronberger Theres | 2. Leipl Barbara | 3. Huber Anna | 4. Huber Theres | 5. Holzner Maria | 6. Derfler Aloisia | 7. Bramesberger Anna | 8. Osterberger Maria | 9. Dindinger Katharina | 10. Mairhofer Barbara | 11. Forster Theres | 12. Leidlmair Anna.\n[unten:]\nDen 13. Juli  ABrucknermp.\"\n \nIm 2. Band des Ehrenbuches trägt er die Schüler und Schülerinnen der 1. Klasse ein:\n\"1854.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[nur eine Spalte, keine Einträge für Knaben:]\n1. Traunfellner Barbara | 2. Reisser Karolina | 3. Ganglbaur Theres | 4. Pammer Anna | 5. Pfisterer Katharina | 6. Hirscher Elisabeth | 7. Mathe Klara | 8. Baumgartshuber Maria.\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Althuber Franz | 2. Huber Josef | 3. Pallestorfer August | 4. Leipl Ignaz | 5. Dirnberger Leopold | 6. Hummer Leopold.\n[rechte Spalte:]\n1. Marböck Marie | 2. Bräuer Barbara | 3. Staudinger Theres | 4. Michlmair Barbara | 5. Fuchs Rosina | 6. Schilhuber Katharina.\n[unten:]\nSt. Florian den 13. Juli  ABrucknermp.\" (**).", "Letzte Änderung": "06.06.2025 06:51"}, {"ID": 185507135, "Datum": "13.7.1855, Freitag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"13. Juli     Dem Calcanten für das Hinein u Heraustragen des Violons     50 [kr] \".\n[Möglicherweise in Zusammenhang mit den Proben für den 17.7.1855?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007135, "Datum": "13.7.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Hof« [Klavierstunde Hofmann] und Honorarberechnung »13. [Juli] 2 fl 10 kr 1 fl - kr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186107125, "Datum": "13.7.1861, Samstag", "Haupttext": "Der »Frohsinn« singt in der Urfahrer Bierhalle die für das Nürnberger Sängerfest bestimmten Chöre.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186207135, "Datum": "13.7.1862, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 13ten Juli 862 Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507135, "Datum": "13.7.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 158 verzeichnet auf S. 7 in der Rubrik \"Angekommene.\":\n     \"[...] Kaiserin Elisabeth, Stadt: [...] Bruckner Anton, Dom-Organist, v. Linz. [...]\"", "Letzte Änderung": "04.10.2024 12:39"}, {"ID": 186907135, "Datum": "13.7.1869, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld:\r\n   Prüfungen am Konservatorium erfolgreich beendet. Hat den Andante-Mittelteil der d-moll-Symphonie [»Nullte«] auf Mayfelds Rat hin überarbeitet. Die f-moll-Messe hat [bei der Probe am 18.6.1869] gut gefallen; Hofrat Imhof und - vor allem am letzten Sonntag [11.7.1869] - Herbeck seien sehr lieb und freundlich. Aufführung im Herbst geplant. Zahlung eines Feriengeldes ist in Aussicht gestellt. Will nach Schuljahresschluß nach Linz und die Symphonie beenden.", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:29"}, {"ID": 187107135, "Datum": "13.7.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Anton Reißleitner aus Linz:\r\n   Orgelkonzerte in London beginnen am 2.8.1871; will acht Tage früher dort sein. Abreise spätestens am 20.7.1871 nach Linz, von dort am 21.7.1871 abends weiter. Am Sonntag [16.7.1871] sei er an der Orgel im Musikverein anzutreffen. Gemeinsame Rückreise über die Schweiz möglich.", "Letzte Änderung": "22.06.2025 22:23"}, {"ID": 187207135, "Datum": "13.7.1872, Samstag", "Haupttext": "Für die morgige Kirchenmusik wird Bruckner als Organist in mehreren Blättern angekündigt:\n\n\nDeutsche Zeitung Nr. 190 auf S. 8:\n     \" - in der Hofpfarrkirche St. Augustin: eine Festmesse von Laur. Weiß, Einlagen von Czerny (die Soli werden die Damen Pruckner, Girsa und Ritter, die Herren Nowy (Flöten), Langhammer, Mitglied des Hoftheaters,Violin=Solo, Hoforganist Bruckner Schlußfuge vortragen); - \" (a), \n\n\n\nDie Presse Nr. 190 auf S. 15:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin [... Laurenz Weiß, Czerny, Pruckner, Girsa, Ritter, Nowy, Langhammer ...] Hoforganist Bruckner spielt am Schlusse eine Orgelfuge.\" (b), \n\n\n\nFremdenblatt auf S. 5 (c), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2831 auf  S. 8:\n      \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin unter Leitung des Capellmeisters Eder: eine Messe von Laurenz Weiß, Einlagen von Karl Czerny, und werden die Soli die Damen Pruckner, Girsa, Caroline Ritter, dann die Herren Nowy (Flöte), Langhammer, Mitglied des Hofoperntheaters (Violine), und Hof=Organist Bruckner die Schlußfuge vortragen.\" (d), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 190 auf S. 3:\n     \"In der k.k. Hofkirche St. Augustin [... L. Weiß, Karl Czerny, Pruckner, Girsa, Ritter, Nowy, Langhammer ... die Soli von] Hoforganist Bruckner (Orgel) vorgetragen.\" (e).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187507135, "Datum": "13.7.1875, Dienstag", "Haupttext": "Brief der Handels- und Gewerbekammer an Bruckner:\r\n   Übersendet die von der Londoner Ausstellungskommission zuerkannte Medaille [anläßlich der Konzerte im August 1871]. Unterschriften von Gögl und Holdhaus.", "Letzte Änderung": "02.04.2025 07:29"}, {"ID": 187707135, "Datum": "13.7.1877, Freitag", "Haupttext": "Datierung und Vermerk »Scitze« am Ende des 1. Satzes der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187807135, "Datum": "13.7.1878, Samstag", "Haupttext": "Im 2. Abschlußkonzert am Wiener Konservatorium wird u.a. ein Intermezzo aus einer Orchestersuite von Mathilde Kralik unter ihrer Leitung aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188107135, "Datum": "(13.7.1881, Mittwoch)", "Haupttext": "Zweites Konzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207135, "Datum": "13.7.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »August 7 fl Monatg. Fr Kathi [Kachelmayr] 13. Juli gezalt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188407135, "Datum": "13.7.1884, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Sonnt. 13. [/] 1/2 6 Uhr Abends bei 40° R. in Sonne [/] 1/2 7 [Uhr Abends bei] 37° [R. in Sonne]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507135, "Datum": "13.7.1885, Montag", "Haupttext": "Lücke in Bruckners [Wiener] Gebetsaufzeichnungen (bis zum 4.9.1885). [Vermutlich ist dies identisch mit dem Beginn seines Ferienaufenthaltes in Steyr] (*). Kalendernotiz Bruckners [in Steyr]: »gespeist. NB« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607135, "Datum": "13.7.1886, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Karl Obermüllner in Linz (*):\r\n      Dankt für die Teilnahme des Musikvereins [an der Verleihung des Franz-Joseph-Ordens].\nTelegramm Bruckners an den »Frohsinn«:\r\n      Dankt für die Auszeichnung (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»Clavier Geld.\nTasche. Franz Jos. B.« [Bahnfahrt? nach Klosterneuburg?] (***).\nBeim zweiten Abschlußkonzert der Preisträger des Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Rudolf Wilfert die Orgeltoccata in d-Moll von Bach (°).\n(Der Linzer Bischof Ernst Müller leitet eine Konferenz, bei der auch über Kirchenmusik und den Österreichischen Cäcilien-Verein gesprochen wird. Burgstaller als Obmann des Diözesan-Cäcilien-Vereins ist anwesend (°°)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:47"}, {"ID": 188807135, "Datum": "13.7.1888, Freitag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n      Er fahre am 21.7.1888 mit dem Separatzug nach Bayreuth. [...] Bruckner kenne sich mit Franzens Vorschlägen zur 3. Symphonie nicht recht aus und sei von Mahler überredet worden, doch die alte Partitur drucken zu lassen. Er, Josef, habe aber bei Rättig dagegen ein Veto eingelegt. Man müsse nun ohne Wissen Bruckners den Druck bis zur Wiener Anwesenheit von Franz hinausschieben. Bruckner müsse wegen des Hofkapellendienstes den ganzen Sommer in Wien bleiben.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:29"}, {"ID": 188907135, "Datum": "13.7.1889, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »13. Segn?« (= Dienst an der Hofkapelle (*a)) (*b).\nNotiz fremder Hand bei Bruckners Gebetsaufzeichnungen [vermutlich vor dem 24.6. geschrieben, solange diese Seiten noch leer waren]: »Montag &amp; Mittwoch 1 - 2 h [zuerst: 6-7] Lieutenant [Schwartz] (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:44"}, {"ID": 189007135, "Datum": "13.7.1890, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners bei den Gebetsaufzeichnungen: »Pohoryles« und [nächste Seite, vor dem 14.7.1890, nicht zur selben Zeit geschrieben] »Dienst [Dienstag, 15.7.1890] 1/2 5 Uhr Ronacher.« (*).\n \n(Brief von Joh. Bap. Burgsteller an Bernhard Deubler:\r\n     Was er von den Instrumentalmessen von Greith halte? Er suche ein derartiges Werk für eine Primiz am 6.8.1890 im Neuen Dom. Zu der am 29.6.1890 aufgeführten und günstig besprochenen Messe von Martin Einfalt (antiklerikal, im Wagnerschen Stil) habe er dem Linzer Volksblatt \"eine Gegenmeinung unterbreitet\". Der St. Florianer Prälat (Ferdinand Moser) habe das Ehrendiplom des Cäcilien-Vereins angenommen. Ob er zum Kongress nach Rom reise? (**)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:30"}, {"ID": 189207135, "Datum": "13.7.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung auf S. 876 über das Konzert vom 9.7.1892 (mit der 3. Symphonie):\n     \" * (Internationale Musik- und Theaterausstellung in Wien.) Am 9. d. debutierte hier der Claviervirtuose Ferdinand Löwe in der Musikhalle als Dirigent mit durchschlagendem Erfolge. Den Mittelpunkt seines Programmes, das er fast durchwegs ohne Partiturvorlage dirigierte, bildete Bruckners D-moll-Symphonie. Das übergewaltige, kraftstrotzende Werk, componiert im Anfang der siebziger Jahre und Richard Wagner gewidmet, wurde erst in der vorletzten Saison der Wiener Philharmoniker zu [sic] erstenmal aufgeführt und kurz darauf vom Wagner-Verein wiederholt. Die Aufführung am 9. d. war die dritte in Wien. Das prachtvolle Werk wurde in allen Theilen sehr sorgfältig herausgearbeitet und nach jedem Satze bereitete das überaus zahlreiche Publicum dem anwesenden Meister eine ergreifende Ovation.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189407135, "Datum": "13.7.1894, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 158 schreibt auf S. 4 (die Rubrik ist datiert \"12.Juli\"):\r\n\"     (Ehrenbürgerrechts-Verleihung.) In der gestrigen Sitzung des Gemeinderathes wurde dem Tonkünstler Dr. Anton Bruckner, Professor am Wiener Conservatorium, über Ansuchen der Liedertafel \"Frohsinn\", des Männergesangvereins \"Sängerbund\" und des Musikvereins das Ehrenbürgerrecht verliehen. Diese Auszeichnung des hervorragenden Componisten ist aufs freudigste zu begrüßen, da Meister Bruckner ein Oberösterreicher ist und in Linz langjährig gewirkt hat. [... Kerschagls Text (wie am 10.6.1894): Präparandie, Windhaag, Kronstorf, 1864 d-Moll-Messe und 1. Symphonie, 1869 e-Moll-Messe, Orgelerfolge in München, Nancy und London, Symphonien, Ehrendoktor, Orden ...] Nun ist Bruckner auch von der Hauptstadt seines Heimatlandes in der hervorragendsten Art gehert [sic], da ihm die Bürgerkrone verliehen wurde. Als Berichterstatter über diese Angelegenheit fungierte GR. Prohaska, welcher die Verdienste Bruckners gebührend hervorhob und sodann folgenden Antrag stellte: \"Es wird dem Herrn Anton Bruckner, Ehrendoctor der Universität Wien, Professor für Harmonielehre und Contrapunkt am Conservatorium der Musik in Wien, in Anbetracht des Ruhmes, den er als Componist und Orgelvirtuose an den größten europäischen Städten seinem Namen errungen hat und von dem ein Abglanz auch auf seine Heimat Oberösterreich insbesondere auf die Landeshauptstadt, der Stätte seines langjährigen künstlerischen Wirkens, zurückfällt, das Ehrenbürgerrecht der Landeshauptstadt Linz verliehen und wird der Bürgermeister ersucht, für die Ausfertigung des Diplomes und dessen Ueberreichung das nach seinem Ermessen Geeignete zu veranlassen.\" Nach Verlesung des Antrags erhoben sich sämmtliche anwesende Gemeinderäthe zum Zeichen der Zustimmung von den Sitzen.\n     (Werndl=Denkmal.) [... Tilgner war am 10.7.1894 in Steyr ...]\" (*).\n \nVon der Ehrung Bruckners berichten auch die Linzer Zeitung auf S. 774f:\r\n„     Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n                                     Linz, 12. Juli.\r\n[…]\r\n     * (Dr. Anton Bruckner – Ehrenbürger von Linz.) Unserem berühmten Landsmanne, dem Tonkünstler Dr. Anton Bruckner, wurde in der gestrigen Sitzung das Gemeinderathes der Landeshauptstadt Linz das Ehrenbürgerrecht von Linz verliehen. Diese Ehrung erfolgte über eine Eingabe der Gesangvereine „Sängerbund“ und Liedertafel „Frohsinn“ und des Musikvereines. Als Referent fungierte GR. Dr. Prohaska, dessen Antrag folgenden Wortlaut hat: „Es werde dem Anton Bruckner, Ehrendoctor der Universität Wien, Professor für Harmonielehre und Contrapunkt am Conservatorium der Musik in Wien, in Anbetracht der hohen Verdienste, welche er sich durch die Composition seiner Meisterwerke um die Tonkunst erworben hat, in Anbetracht des Ruhmes, den er als Componist und Orgelvirtuos in den größten europäischen Musikstädten seinem Namen errungen hat und von dem ein Abglanz auch auf seine Heimat Oberösterreich, insbesondere auf die Landeshauptstadt Linz als die Stätte seines langjährigen künstlerischen Wirkens zurückfällt, das Ehrenbürgerrecht der Landeshauptstadt Linz verliehen, und wird der Herr Bürgermeister ersucht, wegen Ausfertigung des Diplomes und dessen Ueberreichung das nach seinem Ermessen Geeignete zu veranlassen.\" Dieser Antrag wurde mit Beifall begrüßt, und alle Mitglieder des Gemeinderathes erhoben sich zum Zeichen der Zustimmung von den Sitzen.\" (**),\n \ndas Linzer Volksblatt Nr. 158 auf S. 3:\r\n\"     – Ehrenbürgerrechts-Verleihung. Der Gemeinderath der Landeshauptstadt Linz beschloss in seiner gestrigen Sitzung: \"Es werde dem Herrn Anton Bruckner, Ehren=Doctor der Universität Wien, Professor für Harmonielehre und Contrapunkt am Conservatorium der Musik in Wien in Anbetracht der hohen Verdienste, welche er sich durch die Composition seiner Meisterwerke um die Tonkunst erworben hat, in Anbetracht des Ruhmes, den er als Componist und Orgel=Virtuose an den größten europäischen Musikstätten seinem Namen errungen hat und von dem ein Abglanz auch auf seine Heimat Oberösterreich insbesondere auf die Landeshauptstadt Linz als der Stätte seiner langjährigen künstlerischen Werke zurückfällt, das Ehrenbürgerrecht der Landeshauptstadt Linz verliehen und wird der Herr Bürgermeister ersucht, wegen Ausfertigung des Diplomes und dessen Ueberreichung das nach seinem Ermessen Geeignete zu veranlassen.\" – Dieser Antrag, der über Einschreiten der Gesangvereine \"Sängerbund\", \"Frohsinn\" und des Musikvereines vom GR. Dr. Prohaska eingebracht worden ist, wurde einstimmig durch Erheben von den Sitzen angenommen.\" (***),\n \ndie Reichspost Nr. 159 auf S. 7:\r\n\"        Theater, Musik und Kunst.\n     – In der gestrigen Sitzung des Gemeinderathes der Sadt [sic] Linz wurde der Componist Professor Dr. Anton Bruckner über Ansuchen der Liedertafel \"Frohsinn\" und des \"Sängerbund\" einstimmig zum Ehrenbürger von Linz ernannt. – Bruckner ist aus Oberösterreich gebürtig und war lange Jahr in Linz thätig.\" (°),\n \ndas Neuigkeits-Weltblatt Nr. 158 auf S. 3:\n\"     Komponist Bruckner Ehrenbürger von Linz. In der Sitzung des Gemeinderathes der Stadt Linz vom 11. d. M. wurde der berühmte Komponist Doktor Anton Bruckner, bekanntlich ein Oberösterreicher, unter dem Beifalle aller Anwesenden zum Ehrenbürger von Linz ernannt.\" (°°)\n \nund nochmals auf Seite 9:\n\"     Dr. Anton Bruckner – Ehrenbürger von Linz. Aus Linz, 11. d. M., wird gemeldet: \"In der heutigen Gemeinderathssitzung wurde Professor Dr. Anton Bruckner, der lange Zeit hier wirkte, einstimmig zum Ehrenbürger ernannt.\" – Bruckner ist bekanntlich ein gebürtiger Oberösterreicher und diese neueste, dem genialen Komponisten zu Theil gewordene Auszeichnung ehrt ihn wie sein Heimatland in gleichem Maße.\" (°°a),\n \ndas Prager Tagblatt Nr. 191 auf S. 8:\r\n\"    * [Eine Schwimmleistung des Erzherzogs Joseph August). [... bei Preßburg in 6 Minuten die Donau durchgeschwommen ...]\r\n      * [Dr. Anton Bruckner], der berühmte Componist, wurde vom Linzer Gemeinderathe zum Ehrenbürger ernannt.\n     * [Sectionsrath Graf Amadei †.] [... vorgestern Graf Albert Felix Amadei gestorben (geb. 4.8.1851) ...] Graf Amadei war musikalisch begabt; er hatte bei Nottebohm studirt und war als Componist mehrerer hübscher Lieder und Clavierstücke bekannt.\" (°°°),\n \n\"Das Vaterland\" Nr. 190 auf S. 3 des Abendblatts:\r\n\"    * [Dr. Anton Bruckner als Ehrenbürger.] Dem in Oberösterreich geborenen, berühmten Tonkünstler Dr. Anton Bruckner wurde, wie bereits telegraphisch gemeldet worden ist, in der Sitzung des Gemeinderathes der Landeshauptstadt Linz vom 11. d. M. das Ehrenbürgerrecht von Linz verliehen. Diese Ehrung erfolgte über eine Eingabe der Gesangvereine \"Sängerbund\" und Liedertafel \"Frohsinn\" und des Musikvereines. Als Referent fungirte Gemeinderath Dr. Prohaska, dessen Antrag folgenden Wortlaut hat:\r\n     Es werde dem Herrn Anton Bruckner, Ehrendoctor der Universität Wien, Professor für Harmonielehre und Contrapunct am Conservatorium der Musik in Wien, in Anbetracht des Ruhmes, den er als Componist und Orgelvirtuos in den größten europäischen Musikstädten seinem Namen errungen hat und von dem ein Abglanz auch auf seine Heimat Oberösterreich, insbesondere auf die Landeshauptstadt Linz als die Stätte seines langjährigen künstlerischen Wirkens, zurückfällt, das Ehrenbürgerrecht der Landeshauptstadt Linz verliehen, und wird der Bürgermeister ersucht, wegen Ausfertigung des Diplomes und dessen Ueberreichung das nach seinem Ermessen Geeignete zu veranlassen.\n     Dieser Antrag wurde mit Beifall begrüßt, und alle Mitglieder des Gemeinderathes erhoben sich zum Zeichen der Zustimmung von den Sitzen.\" (#)\nDatierung »13. Juli, 1894.« (von fremder Hand) und autographe Signatur »Dr. A. Brucknermp« in einem ausgeschiedenen 10. Bogen zum Adagio der 9. Symphonie (##).", "Letzte Änderung": "29.10.2024 23:21"}, {"ID": 189507135, "Datum": "13.7.1895, Samstag", "Haupttext": "Meldungen über Bruckners Übersiedlung ins Belvedere [am 4.7.1895] erscheinen\n \nin der Linzer Zeitung auf S. 802:\n„         Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n                                  Linz, 12. Juli.\r\n[…]\n     * (Professor Anton Bruckner.) Dr. Anton Bruckner, welcher sich jetzt wieder vollkommen erholt hat, ist aus seiner alten Wohnung in der Heßgasse in das kaiserliche Belvedere übersiedelt, wo Se. Majestät der Kaiser ihm eine sehr schöne Wohnung mit der Aussicht auf den Kinderspielplatz zur Verfügung gestellt hat. Meister Bruckner ist schon seit einigen Tagen in dem neuen Heim zuhause und fühlt sich dort höchst behaglich.“ (*),\n \nin der Linzer Tages-Post Nr. 159 auf S. 3\n\"     (Professor Anton Bruckner. ) Dr. Anton Bruckner, welcher durch längere Zeit sehr leidend war, hat sich erfreulicherweise wieder vollkommen erholt. Der greise Componist hat seiner alten Wohnung in der Heßgasse Adieu gesagt, und ist in das kaiserliche Belvedere übersiedelt, wo der Kaiser ihm eine sehr schöne Wohnung mit der Aussicht auf den Kinderspielpark zur Verfügung gestellt hat. Meister Bruckner íst schon seit einigen Tagen in dem neuen Heim, das ihm die Munificenz des Monarchen bietet, zu Hause, und fühlt sich dort höchst behaglich.\" (**),\n \nin der Ostdeutschen Rundschau Nr. 189 auf S. 6:\r\n\"     Meister A. Bruckner hat nun die Wohnung, die ihm vom Hofe im Belvedere eingeräumt wurde, bezogen. Der greise Komponist befindet sich ziemlich wohl und arbeitet an der Fertigstellung seiner \"Neunten\". Drei Sätze sind bereits vollendet und auch zu dem vierten liegen schon die Entwürfe vor.\" (***),\n \nim Neuigkeits-Weltblatt Nr. 158 auf S. 3:\r\n\"     Professor Dr. Anton Bruckner, welcher durch einige Zeit sehr leidend war, hat sich erfreulicher Weise wieder vollkommen erholt. Der greise Komponist hat seiner alten Wohnung in der Heßgasse in Wien Adieu gesagt und ist in das kaiserliche Belvedere übersiedelt, wo der Kaiser ihm eine sehr schöne Wohnung mit der Aussicht auf den Kinderspielpark zur Verfügung gestellt hat. Meister Bruckner íst schon seit einigen Tagen in dem neuen Heim, das ihm die Munifizenz des Monarchen bietet, zu Hause und fühlt sich dort höchst behaglich.\" (°)\n \nund im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 189 auf S. 8:\n\"                       Theater und Kunst.\n    * Vor einer Woche hat Professor Anton Bruckner sein neues Heim, eine recht freundliche und luftige Wohnung, die der Kaiser dem greisen Componisten im Belvedere zur Verfügung gestellt hat, bezogen. Wie Professor Bruckner erzählt, fühlt er sich in dieser Wohnung weit wohler, als in seiner alten, hochgelegenen Wohnung in der Heßgasse. Bruckner arbeitet fleißig an seiner neunten Symphonie.\" (°°).\n\r\nDr. Heller übernimmt von Dr. Weismayr Bruckners ärztliche Betreuung (wohl als Ferienvertretung); er besucht ihn \"alle zwei bis drei Tage\" (°°°).", "Letzte Änderung": "23.11.2023 14:06"}, {"ID": 189607135, "Datum": "13.7.1896, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung (von fremder Hand): »13. Juli 20 Gulden an Herrn Hynais bezahlt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189907135, "Datum": "13.7.1899, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt berichtet auf S. 401f von den Nicodé-Konzerten [in Dresden oder Chemnitz?], bei denen auch die 4. Symphonie zur Aufführung kam. Eigens hervorgehoben wird die Leistung des Chemnitzer Solocellisten Mann (*).\r\nAuf S. 402f wird die Aufführung der e-Moll-Messe [am 17.3.1899] besprochen (**)\r\nund auf S. 403 zu Mendelssohns \"Lobgesang\" unter Grädener geschrieben: \"Die Chorsteigerung am Schlusse klang beinahe so grandios, als Jene bei der Aufführung des Bruckner'schen Psalm [...]\" [150. Psalm am 15.4.1899] (***).\r\nAuf S. 405 ist die Stuttgarter Aufführung der 4. Symphonie unter Obrist [am 21.2.1899] verzeichnet (°).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß Hermann Grädener Bruckners Nachfolger als Lektor an der Wiener Universität ist (°°).", "Letzte Änderung": "08.03.2023 13:29"}, {"ID": 190607135, "Datum": "13.7.1906, Freitag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 191 berichtet auf S. 5 von der Aufführung des Germanenzugs durch den Wiener Eisenbahngesangverein unter Leitung von Reim in Hamburg.", "Letzte Änderung": "30.09.2025 06:38"}, {"ID": 191907135, "Datum": "13.7.1919, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe [vermutlich unter Lambert Streiter in St. Jakob in Innsbruck].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192307135, "Datum": "13.7.1923, Freitag", "Haupttext": "Artikel im Oberösterreichischen Gebirgsboten auf S. 3 zur Aufführung der e-Moll-Messe [am 1.7.1923].", "Letzte Änderung": "05.01.2024 10:25"}, {"ID": 192407135, "Datum": "13.7.1924, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe unter Johann Prinz in der Steyrer Stadtpfarrkirche anlässlich der österreichischen Heimatschutztagung (*).\n\n\n(Brief des Wiener Männergesang-Vereins an Propst Vinzenz Hartl (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192807135, "Datum": "13.7.1928, Freitag", "Haupttext": "Dritte Aufführung der f-Moll-Messe mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Hermann Lang beim Eidgenössischen Sängerfest in Lausanne (*).\nAufführung der 5. Symphonie unter Bernhard Paumgartner um 21 Uhr auf dem Domplatz in Salzburg (laut Planung, \"bei ungünstiger Witterung im Festspielhaus\"). Übertragung durch den Wiener Rundfunk (**).", "Letzte Änderung": "31.05.2025 22:14"}, {"ID": 193007135, "Datum": "13.7.1930, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch den Speyrer Domchor im Speyrer Dom (im Anschluss an den Festzug vom bischöflichen Palais zum Dom und die Predigt von Abt Dr. Plazidus Glogger, Ausgburg).\nAn den Feierlichkeiten dieses Tages (zum 900jährigen Domjubiläum) nehmen u. a. teil Erzabt Walther von Beuron, Bischöfe von Bamberg, Mainz, Würzburg, Passau, Luxemburg, Rottenburg, Salzburg und Wien, die Äbte von Augsburg, Neuburg, Metten und Münster-Schwarzach, Mitglieder der bayerischen Staatsregierung, Kronprinz Rupprecht von Bayern, Oberarchivar Dr. Albert Pfeiffer, Ministerpräsident Dr. Held und möglicherweise auch Joseph Haas, dessen Domfestmesse beim Pontificalamt uraufgeführt worden war.", "Letzte Änderung": "19.10.2024 21:56"}, {"ID": 193107135, "Datum": "13.7.1931, Montag", "Haupttext": "Brief von Gustav Brachmann an die Österreichische Nationalbibliothek [vermutlich an Robert Haas gerichtet]: \n   Er sei Leiter des Freistadter Heimatmuseums und habe in Piberbach zwei Hinterglasbilder erworben, die laut Auskunft der Besitzer einst in Bruckners Windhaager Stube gehangen seien. Als Papieruntergrund auf der Rückseite des Rahmens hätten Notenblätter gedient, und er bitte um Begutachtung, ob Bruckner als Schreiber oder sogar als Komponist in Frage komme.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193507135, "Datum": "13.7.1935, Samstag", "Haupttext": "Radio Wien überträgt einen Hörbericht aus Ansfelden. Anwesend sind u.a. der Sohn von Alois Albrecht und Dr. Commenda, der als Bub noch für Bruckner den Blasebalg getreten hatte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193607135, "Datum": "13.7.1936, Montag", "Haupttext": "Paul Günzel, signiert \" . . . zel.\", berichtet in der Linzer Tages-Post Nr. 159 auf S. 3 des Abendblatts von der Einweihung des Bruckner-Zimmers in Ansfelden am 11.7.1936. Auf derselben Seite informiert ein anonymer Artikel \"Zur Aufklärung über die \"Urfassungen\" der Werke Bruckners\" über die Gesamtausgabe und Konzerte mit der 4. Symphonie (1.3.1936, 22.7.1936).", "Letzte Änderung": "07.01.2024 20:54"}, {"ID": 193707135, "Datum": "13.7.1937, Dienstag", "Haupttext": "Artikel über die Auflösung des Schweizerischen Bruckner-Bundes im Morgenblatt des \"Bund\" (Bern).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 09:59"}, {"ID": 193807135, "Datum": "13.7.1938, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Justus Brandstetter an Heinz Drewes [Propagandaministerium]: \n   Robert Haas arbeite zur Zeit anhand von Abschriften an der Originalfassung der 8. Symphonie. Die für Frühjahr 1939 geplante Fertigstellung sei nur dann möglich, wenn es gelänge, Lili Schalk zur Auslieferung aller ihrer Manuskripte zu veranlassen [vgl. 12.11.1938].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194007135, "Datum": "13.7.1940, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch im Salzburger Festspielhaus.\r\nParallel zu dem Konzert-Zyklus [prov. WAB 86] (13.7.1940 - 27.7.1940) wird eine Ausstellung aus den Archivbeständen des Orchesters veranstaltet, in der u. a. auch Briefe Bruckners gezeigt werden (*).", "Letzte Änderung": "05.06.2026 15:47"}, {"ID": 195307135, "Datum": "13.7.1953, Montag", "Haupttext": "[?] Treffen der Internationalen Bruckner-Gesellschaft in St. Florian. Da Max Auer fast völlig erblindet ist, wird Hager zum Stellvertreter ernannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197107135, "Datum": "13.7.1971, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Swarowsky im Arkadenhof des Wiener Rathauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198007135, "Datum": "13.7.1980, Sonntag", "Haupttext": "Einspielung der 2. Symphonie durch die Staatskapelle Dresden unter Eugen Jochum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199207135, "Datum": "13.7.1992, Montag", "Haupttext": "Aufführung des »Os justi« durch den Hortus musicus unter Gerhard Dallinger in Steyr.", "Letzte Änderung": "05.02.2023 10:08"}, {"ID": 199507135, "Datum": "13.7.1995, Donnerstag", "Haupttext": "Heft Nr. 29 der Zeitschrift \"Bunte\" zeigt auf S. 65f eine Bruckner-Graphik (IKO 555).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200207135, "Datum": "13.7.2002, Samstag", "Haupttext": "Einspielung der 8. Symphonie durch die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter Roberto Paternostro in der Basilika Weingarten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185908135, "Datum": "13.8.1859, Samstag", "Haupttext": "Letzte Datierung in den 24 Seiten des Studienbuchs, die dem zweiten Studienbuch nachgebunden sind [WAB 247, vgl. 19.7.1859] (*).\n \nEintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 117v:\r\n\"Auf den 13. August [1]859. in Wien. Schluß.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186308135, "Datum": "13.8.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Geburt von Otto Carl Friedrich Kitzler, dem ersten Kind von Otto Kitzler und Marie Kitzler (geb. Krejci) in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186408135, "Datum": "13.8.1864, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Kränzl:\n   Wegen der Drucklegung des »Germanenzugs«. Wehrt sich gegen die Beschuldigungen, die ein Brief Kränzls an Hafferl enthielt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508135, "Datum": "13.8.1865, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"13. August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808135, "Datum": "13.8.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Brief des Frohsinn an Bruckner in St. Florian: Gestern sei beschlossen worden, am 17.8.1868 zusammen mit dem Sängerbund ein Wohltätigkeitskonzert zu veranstalten. Die Probe sei für morgen angesetzt. Bruckner möge sich schon vormittags beim Vorstand einfinden. Unterschrift von Weismann und (*) Josef Buresch.\n»Linz am 13. August 868\nAn\nHr Anton Brukner\nChormeister der Liedertafel Frohsinn derzeit in Florian\nGeehrter Herr Chormeister!\n   In der gestrigen Ausschußsitzung wurde über mehrseitige Anregung der Beschluß gefaßt, daß zum Besten der Bewohner von Ulrichsberg, welche vor Kurzem von einem furchtbaren Brandunglücke heimgesucht und durch dasselbe sehr hart betroffen wurden, eine musikalische Produktion gegen Entrée veranstaltet wird.\n   Dieselbe wird in Gemeinschaft mit dem Sängerbunde, welcher seine Mitwirkung hiezu bereitwilligst erklärt hat, Montags den 17. August d. J. im städt. Märzenkeller stattfinden.\n   Es werden zwar nur lauter bekannte Chöre zur Aufführung kom[m]en, jedoch ist hiezu dennoch eine gemeinschaftliche Probe mit dem Sängerbunde nothwendig, welche Freitag den 14. [oder: 15.] August d. J. unter Ihrer Dirigirung vorgenom[m]en werden soll.\n   Wir ersuchen Sie demnach [dennoch?] Herr Chormeister recht freundlich, in Rücksicht des eben geschilderten humanen Zweckes zur Verwirklichung desselben dem Vereine Ihre bewährte Leitung zuzuwenden und Morgen Freitag wenn möglich schon Vormittags bei dem gefertigten Vorstande behufs der nöthigen Rücksprache sich gefällig einfinden zu wollen.\n   In der Voraussetzung, daß Sie Hr Chormeister diesem unseren Ansuchen willfahren, werden gleichzeitig die Vereinsmitglieder zur Betheiligung an dieser Produktion resp. an der Probe eingeladen\nFür den Ausschuß\nDr Weismann m/p\nVorstand\nJBuresch\nSchriftführer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187508135, "Datum": "13.8.1875, Freitag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Organist Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"18\" angegeben. Er fährt am 21.8.1875 ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608135, "Datum": "13.8.1876, Sonntag", "Haupttext": "Eintragungen Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*).\r\nAufgeführt werden Werke von Rotter.\r\n   Spätere Notiz von Louis Dité März 1945: »NB: Die Eintragungen vom 6. - 20. August stammen von Bruckners Hand.« (*a).\nRhythmische Kontrolle des Kyrie der f-moll-Messe (**).\r\nNotiz »rythmisch gut. 13 Aug. [1]876« auf dem Umschlagblatt zur Partitur des Kyrie (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187808135, "Datum": "13.8.1878, Dienstag", "Haupttext": "Tagebuchnotiz von Hans Rott: »Dienstag 13. [...] Bruckner [u.a. ...] Briefe [...]« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »Ende« [des Dienstes an der Hofkapelle] (**).\nBruckner trifft in St. Florian ein.\r\nIm Gästebuch ist in drei Zeilen verzeichnet \"Bruckner\", \"Bruckner, vide 13.8 von 28.8 incl.\", \"Bruckner, vide 13.8, (von 10.9 incl.)\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"28\", \"26\" bzw. \"15\" angegeben.\r\nIm Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Profeß. d. Musik, Wien\".\r\nEr fährt am 17.9.1878 ab (***).", "Letzte Änderung": "07.06.2024 10:25"}, {"ID": 188008135, "Datum": "13.8.1880, Freitag", "Haupttext": "Abfahrt zum einwöchigen Aufenthalt in St. Florian (*).\r\nKalendereintrag Bruckners:\r\n   »Am 13. Aug. Karte gelöst / in Schweiz; nach St Florian.« (**).\r\nBruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist in zwei Zeilen verzeichnet \"Bruckner\" und \"Bruckner, vide 13.8. Von 16.8 incl.\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"10\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er reist am 20.8.1880 wieder ab (***).", "Letzte Änderung": "02.04.2025 07:33"}, {"ID": 188208135, "Datum": "13.8.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt beim Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche in Steyr Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508135, "Datum": "13.8.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 34 meldet auf S. 412, dass in der Zeitschrift \"Urania\" ein Artikel über Bruckner erschienen ist:\n                \"Journalschau.\n[...]\n      Urania No. 7. Der alte Cantor. Von R. Kögel. - Musikal. Charakterbilder der Gegenwart: Ein österreichischer Orgelmeister. Ant. Bruckner. - Von Thüringen bis nach Südafrika. Reisebericht des Orgelbaumeisters A. Strobel in Frankenhausen. - Besprechungen. - Aufführungen, Vermischtes u. Notizen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608135, "Datum": "13.8.1886, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 33 berichtet auf S. 359f, signiert »C. R.« [Carl Riedel?], von Liszts Beerdigung [am 3.8.1886]: \n               \n»Am Grabe Liszt's.\n     Nicht Viele giebt es, die vollkommen befriedigt daran denken, daß die sterblichen Ueberreste von Franz Liszt auf dem Friedhofe von Bayreuth ruhen. [... das Grab in Bayreuth, statt in Weimar ... ausführlich über die Kranzspenden ...] August Stradal; Materna; \"Dem großen Meister Franz Liszt Anton Bruckner\"; Anna Mehlig; [... weitere Spender ...] [Signatur:] C. R.« (*). Auf S. 363 wird gemeldet: \n     \n» *-* Bei dem in der katholischen Pfarrkirche zu Bayreuth für den verstorbenen Meister Franz Liszt abgehaltenen stillen Requiem spielte der k. k. Hoforganist Anton Bruckner, welcher zu den Festspielen in Bayreuth anwesend war, die Orgel. - » (**).\n[fragliche Datierung!! recte wohl 13.8.1887!] Auch die Morgengebete notiert Bruckner in einem [späteren] Partiturbogen zum Finale der 8. Symphonie (***).\nDie Presse Nr. 223 schreibt auf S. 3 des Abendblatts bei den \n     \"[Hof= und Personal=Nachrichten.]\n[...] - Professor Anton Bruckner bringt heuer wieder seine Ferien in Steyr zu und beschäftigt sich dort mit der Vollendung seiner achten Symphonie. - [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708135, "Datum": "13.8.1887, Samstag", "Haupttext": "Datierung in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189108135, "Datum": "13.8.1891, Donnerstag", "Haupttext": "Brief (Postkarte) von Robert Lienau an Max von Oberleithner:\r\n     Bestätigt den Empfang des 4. Satzes der 8. Symphonie und (*a) der Stimmen [vgl. 13.8.1891 und die Anmerkung] (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 33 meldet auf S. 437:\r\n\"     * Der greise Componist Hr. Anton Bruckner in Wien wurde von der philosophischen Facultät der dortigen Universität zum Ehrendoctor ernannt.\" (**).\nAuf S. 426 erwähnt Arthur Seidl Bruckner in einer Fußnote zu seinem Aufsatz \"Robert Schumann und die Neudeutschen.\", in der der Begriff \"neudeutsch\" historisch auf die Tonkünstler-Versammlung 1859 zurückgeführt wird: \"[... \"Neudeutscher\" sei allgemeiner gehalten als \"Zukunftsmusiker\" ...] ein Standpunkt, wie er im Wesentlichen noch heute vom Allgem. deutschen Musikverein vertreten wird, da in ihm Schumann ebensogut wie Liszt, Brahms ebenso wie Bruckner, Wagner ebenso wie Berlioz Platz und Berücksichtigung finden.\" (**a).\nAuf S. 432 wird im Grazer Musikbrief die Aufführung des \"Germanenzug\" am 1.3.1891 erwähnt:\r\n                                 \"Graz, 14. Juli 1891.\r\n[... über Gesangvereine in Graz ...]\r\n     Der Grazer Männer-Gesangverein und der Deutsch-akademische Gesangverein widmeten ihr zweites Mitgliederconcert der Vorführung gehaltvoller Männerchöre, wie Bruckner's \"Germanenzug\", Heuberger's [... andere Werke ... weitere Liederabende und Klavierabende ...] (Schluss folgt.) [Signatur am 20.8.1891:] Julius Schucht.\" (**b)\nund auf S. 434 die Aufführung der 3. Symphonie am 29.6.1891:\r\n               \"Concertumschau.\r\n[...]\r\n     London. Hans Richter-Concerte: [... Nr. 3 bis Nr. 5 ...] No. 6 im Verein mit dem Londoner Wagner-Verein u. unt. Mitwirk. der Frau Nordica (Ges.): Symphonien v. Haydn (\"Die Uhr\") u. A. Bruckner (D moll), Vorspiel und Schlussscene a. \"Tristan und Isolde\", [...]\" (**c).\nDie Steyrer Zeitung Nr. 64 kündigt auf S. 3 Bruckners Orgelspiel am 15.8.1891 an:\r\n     \"In der hiesigen Stadtpfarrkirche wird übermorgen, Samstag, als dem Feste Mariä Himmelfahrt während des (nach derPredigt) um halb 10 Uhr beginnenden Hochamtes der k. k. Hoforganist Herr Anton Bruckner aus Wien die Orgel spielen. - Das feierliche Hochamt am Dienstag den 18. d. anläßlich des Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers beginnt um 9 Uhr und wird vom hochw. Herrn Consistorialrath und Stadtpfarrer Joh. Ev. Aichinger celebrirt werden.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189208135, "Datum": "13.8.1892, Samstag", "Haupttext": "\"Het nieuws van den dag\" Nr. 6912 (Amsterdam) bringen auf S. 1 den dritten Teil eines Berichts über die Internationale Musik- und Theaterausstellung von Daniel de Lange:\n\"Tentoonstelling voor Muziek- en Theaterwezen te Weenen.\n                         III.\n[...]\n     Behalve de personen aan wien een geheele afdeeling is gewijd, vindt men afdeelingen met afbeeldingen van de meest bekende dirigenten, o. a. Herbeck, Von Bulow, Hermann Levi, Hans Richter, enz. enz. Bij de meesten dezer afbeeldingen is gevoegd een of ander document, op den persoon betrekking hebbende. Nog is er een afdeeling gewijd aan uitvoerende kunstenaressen en kunstenaars. De portretten van Joachim, Stockhausen, Rosa Papier en vele anderen trekken daarbij zeer de aandacht. De nog levende componisten zijn vertegenwoordigd door hun portretten en een of ander werk in handschrift. Brahms stond het handschrift van zijn Deutsches Requiem af, Bruckner gaf een koorwerk.\n     Wagner neemt een geheel eigen plaats in. Aan hem is een afzonderlijk gedeelte geheel gewijd. [...].\n                                  DAN. DE LANGE.\"", "Letzte Änderung": "14.05.2024 08:27"}, {"ID": 189608135, "Datum": "13.8.1896, Donnerstag", "Haupttext": "Die Nachricht von Bruckners Vorlesungsankündigung erscheint auch\n \nim Linzer Volksblatt Nr. 186 auf S. 4:\r\n\"    – Professor Bruckner. Man meldet aus Wien, 12. d.: Professor Anton Bruckner hat für das kommende Wintersemester an der hiesigen Universität ein anderthalbstündiges Colleg über Harmonielehre: \"Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Bass, in Dur\", angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden.\" (*)\n \nund in der Linzer Zeitung auf S. 898:\r\n„        Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n                                       Linz, 12. August.\r\n[…]\r\n     * (Professor Bruckner.) Professor Anton Bruckner hat für das kommende Wintersemester an der Wiener Universität ein anderthalbstündiges Colleg über Harmonielehre: \"Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Baß, in Dur,\" angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden.“ (**).", "Letzte Änderung": "23.11.2023 16:44"}, {"ID": 189808135, "Datum": "13.8.1898, Samstag", "Haupttext": "In der Zeitschrift \"Die Zeit\" Nr. 102 erscheint auf S. 107f eine Rezension Richard Wallascheks von Max Grafs Buch \"Deutsche Musik im 19. Jahrhundert\", in der Bruckner erwähnt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190408135, "Datum": "13.8.1904, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Felix Mottl  in der Aula Academica beim 2. Salzburger Musikfest (*).\nSolisten in einer Händel-Arie sind Erika Wedekind (Sopran) und Alois Markl (Flöte), den Solopart in Liszts Es-Dur-Klavierkonzert spielt Mark Hambourg (*a).\nNotiz in Mottls Tagebuch:\r\n     »Die Bruckner Symphonie ... geht über alle Begriffe herrlich! Ich habe eine grosse, unendliche Freude.« (*b).\nDas Konzert wird von Ottilie Bondy besucht, die sich auf der Rückreise von Amerika befindet (*c).\nDie Kunde von Mottls effektiver Probenarbeit und dem Erfolg des Konzerts dringt bis nach Amerika (*d).\n \nVom vorhergehenden Festabend [12.8.1904?] überliefert Max Auer, dass Mottl Mozart einen Ausspruch in den Mund gelegt habe: \"Führt sie nur auf (Bruckner und Liszt), das ist in meinem Sinne.\" (**).", "Letzte Änderung": "20.05.2026 06:54"}, {"ID": 190508135, "Datum": "13.8.1905, Sonntag", "Haupttext": "Die New York Tribune Nr. 21455 kündigt auf S. 50 (= S. 2 des 5. Teils \"MUSIC, DRAMA AND FASHION.\") die Aufführung des \"Te deum\" in Worcester [28.9.1905] an:\n\"            Comment on Musical Matters.\n[... auf S. 49 Abbildung von Fritz Steinbach ...]\n     An unusually interesting programme is prepared for this year's festival at Worcester, Mass. Beethoven's Ninth Symphony will be performed, and Bruckner's \"Te Deum\" as well as portions of Franck's \"Beatitudes.\"\n     [... Notiz zu Paderewski...]\n                           H. E. K.\" [Krehbiel]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190708135, "Datum": "13.8.1907, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Moritz Sechter in der Neuen Freien Presse.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191208135, "Datum": "13.8.1912, Dienstag [??]", "Haupttext": "[recte wohl »13.8.1942«] Artikel von L. Biagioni »Ein Apostel Anton Bruckners. Sigmund v. Hausegger zum [!] 70. Geburtstag« im Hamburger Fremdenblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192208135, "Datum": "13.8.1922, Sonntag", "Haupttext": "The New York Herald Nr. 348 schildert auf S. 28 (= S. 2 des 2. Teils) die Situation in Österreich:\n\"AUSTRIA GAINS HOPE OF STANDING ALONE AND OF WINNING BACK TO PROSPERITY\n[... Politisches, Wirtschaftliches, gesellschaftliches und kulturelles Leben ...].\n     Vienna is a nursery of music. Mozart, Johann Strauss (the waltz king), Beethoven, Brahms, Bruckner, Schubert, Mahler were either born here or spent part of their lives in Vienna. Among the universally known living composers Richard Strauss, the writer of Salome and the Rosenkavalier, Schoenberg and his highly gifted disciple, Anton von Webern, and Korngold, author of the famous opera \"Die tote Stadt,\" deserve to be specially mentioned.\n     The concerts and recitals are excellent, and there are two famous orchestras, [... Südamerikatournee der Philharmoniker ... Kursverfall der Krone ... Theater, Universität ... Wert eines Viertel Weins als heimliche Währung ... Mode, Sport, Verkehrswesen ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192308135, "Datum": "13.8.1923, Montag", "Haupttext": "Brief von Ernst Fürböck an Richard Heller:\n[links oben Stempel: \"Österr. Bundes-Lichtbildstelle | Abteilung für Oberösterreich und Salzburg\"]\n\"                    Linz, 13.8.[19]23.\n   Hochgeehrter Herr!\n     Ich bitte gleich im voraus um Verzeihung, daß ich Sie, hochgeehrter Herr Regierungsrat, solange in Sorge gelassen. Ich bin soviel auswärts, zuletzt in Graz, daß mir Ihr Brief erst heute früh nach meiner Heimkunft vor Augen kam.\n     Seien Sie ganz unbesorgt wegen der Photographie Bruckners mit der Unterschrift. Sie liegt sicher verwahrt bei mir wie manche andere sehr wertvolle Kleinode aus fremder Hand, die ich zu photographieren habe.\n     Die Aufnahme Ihres Bildes macht technische Schwierigkeiten, die ich mit den mir bisher zur Verfügung stehenden Platten nicht meistern konnte. Ich erwarte aber dieser Tage aus Deutschland Spezialplatten und mache dann sofort die Wiedergabe, worauf ich dann Ihr Bild \"eingeschrieben\" an Sie schicke.\n     Mit dem Ausdrucke vorzüglicher Hochachtung zeichnet\n            ergebenst\n         Ernst Fürböck\n                    Oberlehrer i. R.\nVolksgartenstr. 16.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192408135, "Datum": "13.8.1924, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der f-Moll-Messe [18.10.1924] im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 379 auf S. 2.", "Letzte Änderung": "04.08.2026 18:31"}, {"ID": 192808135, "Datum": "13.8.1928, Montag", "Haupttext": "Radio Wien sendet um 11 Uhr eine \"Vormittagsmusik\" mit der Kapelle Silving. Dritter Programmpunkt (von zehn) ist nach einem Marsch (Wiedermann) und einem Walzer von Lehar Bruckners g-Moll-Ouvertüre.", "Letzte Änderung": "01.06.2025 14:59"}, {"ID": 193208135, "Datum": "13.8.1932, Samstag", "Haupttext": "Besprechung [7. Symphonie am 11.8.1932] \"Duas Estréas na Philarmonica: A 7a Symphonia de Anton Bruckner e 'La Grande Paque Russe' de Rimski-Korssakow\" durch Magdala da Gama Oliveira [siehe die Anmerkung] im Diario Carioca (Rio de Janeiro) auf S. 8 (*).\nBesprechung durch Arthur Imbassahy (1883 - 1947) im Journal do Brasil auf S. 14 (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2026 14:37"}, {"ID": 193308135, "Datum": "13.8.1933, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Ernst Schwanzara »Die Urheimat Anton Bruckners im Amstettener Bezirk« [2. Teil] in den Amstettner Nachrichten Nr. 33.", "Letzte Änderung": "03.11.2025 14:22"}, {"ID": 193408135, "Datum": "13.8.1934, Montag", "Haupttext": "Brief von Jan Goverts an Eduard Reeser, die Gründung der niederländischen Bruckner-Gesellschaft betreffend.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193808135, "Datum": "13.8.1938, Samstag", "Haupttext": "Dank Expresskurier informiert der Stellvertreter des «Führers», Chefadjutant Martin Bormann, den Kultur- und Bildungsführer des «Reichs», Rassentheoretiker und Ideologen Alfred Rosenberg, der sich derzeit in seinem Ferienhaus im Oberdonaugebiet ausruht, dass einige Sätze von Anton Bruckners 7. Symphonie für die Kulturtagung [6.9.1938] vorgesehen sind. Aber Adolf Hitler hat noch nicht entschieden, welche Sätze gespielt werden sollen.", "Letzte Änderung": "09.01.2026 21:26"}, {"ID": 194208135, "Datum": "13.8.1942, Donnerstag", "Haupttext": "[vermutlich] Artikel von L. Biagioni »Ein Apostel Anton Bruckners. Sigmund v. Hausegger zum 70. Geburtstag« im Hamburger Fremdenblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194308135, "Datum": "13.8.1943, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Daniel Siebert »Dr. Anton Bruckners Lebenswerk« in »Bote von der Ybbs«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194408135, "Datum": "13.8.1944, Sonntag", "Haupttext": "Orgelkonzert von Michael Schneider in St. Florian [betreute seit 21.5.1944 als »Bruckner-Kantor« die Orgelkonzerte (#)].\r\nMit der Altistin Käthe Herre (Mitglied des Bruckner-Chors) führt er auch ein Werk Bruckners auf [vermutlich das Ave Maria (WAB 7)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194508135, "Datum": "13.8.1945, Montag", "Haupttext": "Eine Liste des Oberösterreichischen Landesdenkmalamtes verzeichnet die Bruckner-Autographen, die in \"Kiste XII\" von Kremsmünster nach Altaussee verbracht worden waren:\nCantate (17 Bl. + 8 Bg.),\nAfferentur (1 Bl.),\nZum Schutzengelfest (1 Bl.) [WAB 18],\nGermanenzug (Partitur und Harmoniepartitur),\nTe Deum (15 Bg.),\nb-Moll-Messe (16 Bg.),\ng-Moll-Ouvertüre (12 Bg.),\nAndante [f-Moll-Symphonie?] (7 Bg.),\nE-moll-Symphonie [sic] (28 Bg.) [recte f-Moll-Symphonie, übrige Sätze?],\n2. Symphonie (8 Bg.),\n3. Symphonie (18 Bg.),\n4. Symphonie (5 Bg.),\n5. Symphonie (2 Bg.),\n6. Symphonie (9 Bg.),\n7. Symphonie (3 Bg.),\n8. Symphonie (22 Bg.)", "Letzte Änderung": "08.01.2026 14:39"}, {"ID": 196108135, "Datum": "13.8.1961, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Dresdner Staatskapelle unter Karl Böhm im großen Salzburger Festspielhaus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197308135, "Datum": "13.8.1973, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch das Orquesta Filarmónica de Buenos Aires unter Claudio Guidi Drei in Buenos Aires.", "Letzte Änderung": "29.07.2026 15:00"}, {"ID": 199008135, "Datum": "13.8.1990, Montag [?]", "Haupttext": "Erstaufführung des Finales der 9. Symphonie (Letztfassung von Samale/Phillips/Cohrs/Mazzuca) in Phillips Bearbeitung für zwei Klaviere durch John Phillips und Edward Kriek in Adelaide (Studioproduktion der Australian Broadcasting Corporation [vgl. 30.12.1990]).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201408135, "Datum": "13.8.2014, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe (Fassung 1866) durch den RIAS-Kammerchor und die Akademie für Alte Musik Berlin unter Hans-Christoph Rademann beim Rheingau-Musik-Festival.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201608135, "Datum": "13.8.2016, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Ricardo Muti in Salzburg. \n\nAuf dem Programm steht zuvor \"Bürger als Edelmann\" von Richard Strauss.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201609136, "Datum": "13.9. - 15.10.2016, Dienstag bis Samstag", "Haupttext": "Internationales Brucknerfest in Linz.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:49"}, {"ID": 185109135, "Datum": "13.9.1851, Samstag", "Haupttext": "Michael Arneth bestätigt, daß Bruckner als Stiftsorganist die bisher genossenen Bezüge erhalten wird: »Dem Herrn Anton Bruckner, Stiftsorganisten zu St. Florian, wird hiermit die Versicherung ertheilt, daß derselbe, solange er diesen Dienst ordentlich und zur Zufriedenheit versieht, die bisher genossenen Bezüge für diesen Dienst erhalten werde. [/] St. Florian, den 13t September 1851. [/] Michaelmp [/] Propst zu St. Florian.«\nAuf S. 4 ist ein Anlagebuchstabe \"B\" notiert - evtl. war das Zeugnis ursprünglich als Anlage zur Bewerbung als Linzer Domorganist am 18.12.1855 gedacht. Als Bestätigung der Tätigkeit als Stiftsorganist diente letztendlich Traumihlers Zeugnis vom 19.12.1855, das ebenfalls den Anlagebuchstaben \"B\" trägt (*).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 22:07"}, {"ID": 185409135, "Datum": "13.9.1854, Mittwoch", "Haupttext": "Friedrich Mayr wird als Nachfolger Arneths zum Prälaten gewählt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609135, "Datum": "13.9.1856, Samstag", "Haupttext": "Durch Alois Weinwurms Vermittlung freundet sich Bruckner mit Rudolf Weinwurm an (*). Lobende Äußerung in der »Linzer Zeitung« über die in letzter Zeit bessere Programmgestaltung des »Frohsinn« (**).\nIn seinem Bericht vom Salzburger Mozart-Fest in der \"Presse\" Nr. 212 auf S. 4 kritisiert Hanslick die im d-Moll-Klavierkonzert gespielten Kadenzen als \"unschön und stylwidrig\" [die im 1. Satz stammte von Beethoven] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186909135, "Datum": "13.9.1869, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck:\r\n      Dankt für das durch Herbecks Fürsprache beim Obersthofmeisteramt erhaltene Geld [Feriengeld, vgl. 13.7.1869]. In Linz wohne er im Priesterseminar und plage sich mit den Proben zur e-Moll-Messe. Lädt Herbeck im Auftrage Bischof Rudigiers zur Aufführung der e-moll-Messe am 29.9.1869 und zur bischöflichen Tafel ein, berichtet von der Fertigstellung der d-moll-Symphonie (»Nullte«) (*).\nVorbesprechung der e-moll-Messe im Linzer Volksblatt Nr. 209 auf S. 5 (**), vermutlich durch Josef Seiberl (signiert \"S.\") (***):\r\n»                            Bruckners Festmesse.\r\n            S. Die zur Feier der Einweihung der Votivkapelle des neuen Domes in Linz eigens hiezu componirte Festmesse von k. k. Hoforganisten und Professor Anton Bruckner ist in jeder Beziehung ein contrapunctisches Meisterwerk, eine durchwegs originelle Composition.\r\n    Überall begegnet man der würdigsten Auffaßung der erhabenen Textworte, überall dem edelsten, musikalischem [sic] Ausdruck. Auf tausendfach verschlungenen Wegen brausen die gewaltigen Tonwellen daher und bilden in der wundervollsten Harmonie einen mächtigen Strom, der das Herz mit Gewalt packt und fortreißt zu demuthsvollster Andacht, zu frommer Begeisterung, zu freudigem Jubel, wie zu der tiefsten Rührung.\r\n    Im streng palestrinisch gehaltenem [sic] Kyrie herrscht die reichste Polyphonie. Bruckners so überaus kunstvoller achtstimmiger Satz, in welchem im manchen Theile der Messe zwei oft drei selbstständige Themen nebeneinander hergeführt werden, reißt geradezu zur Bewunderung hin. Großartig und effektvoll ist das Gloria, in welchem gegen das Ende zu eine prachtvolle Fuge ertönt. Das pompöse \"Credo,\" das mit der höchsten Wahrheit des Ausdruckes so tief empfundene \"Et incarnatus est\" so wie das bis aufs Höchste gesteigerte \"Et resurrexit\" machen den gewaltigsten und erhabensten Eindruck.\r\n     Außerordentlich schön klingt die so künstlich, canonische Verknüpfung der Stimmen beim Sanctus. – Dann das Benedictus! Wir glauben, daß das Benediktus der harmoniereichste, zugleich aber auch der schwerste Theil der Messe ist.\r\n    Bei den überraschendsten Harmonie=Wendungen und kühnem [sic] Einsetzen der Vocal=Stimmen läuft es einem wie heiligen [sic] Schauer, durch die Seele und Bewunderung für den genialen Tonsetzer ergreift uns.\r\n     Herrlicher, tiefer empfunden kann der Text \"Agnus Dei\" und \"miserere nobis\" kaum mehr aufgefaßt werden, als es hier der Fall ist. Den Vocal=Stimmen schließt sich auch eine äußerst gewählte, durchwegs meisterhaft gehaltene Begleitung der Instrumente an.\r\n    Wir gratuliren dem Herrn Professor Bruckner aus vollster Seele zu dieser großartigen Schöpfung und zweifeln nicht, daß ihm auch die höchste Anerkennung dafür zu Theil werde.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187309135, "Datum": "13.9.1873, Samstag (oder 14.9.1873?)", "Haupttext": "Bruckner besucht Wagner in Bayreuth (*). \r\nVormittags legt er ihm die 2. und 3. Symphonie vor, bittet um Widmungsannahme.\r\nNachmittags zur Festspielhaus-Baustelle. Wagner läßt Bruckner holen, hat soeben die 3. Symphonie studiert, die er lobt. Er bietet Bruckner Bier an, spricht mit ihm über die Wiener Lohengrin-Aufführung, über Herbeck und Hanslick. Bruckner kommt auch in Kontakt mit Cosima und Eva Wagner. Den Nachmittag erlebt der Bildhauer Kietz mit (**).\nBruckner wohnt im »Goldenen Anker« (es existieren keine Gästebücher mehr) (***).\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\r\n     Spricht ihm Mut zu: Sein Los [Kampf um bessere Kirchenmusik in der Diözese Linz und Anfeindungen] sei mit Hiobs Schicksal zu vergleichen. Von Arminger habe er noch nichts erhalten (°)).", "Letzte Änderung": "05.01.2025 12:24"}, {"ID": 187609135, "Datum": "13.9.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 209 veröffentlicht auf S. 595-600 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität (Semesterbeginn 1.10.1879) und meldet auf S. 599 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...]\n     Harmonielehre, einmal wöchentlich, Montag von 5 - 6 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Hoforganisten Anton Bruckner; im Saale Nr. 8.\n     Fortsetzung der Harmonielehre und Contrapunct, einmal wöchentlich, Montag von 6 - 7 Uhr Abends, von demselben; ebendaselbst.\" [... Turnen, Fechtkunst ...]\".", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:15"}, {"ID": 187809135, "Datum": "13.9.1878, Freitag", "Haupttext": "Datierung und Vermerk »Schluß. St. Florian« bei Takt 312f im Finale (2. Fassung) der 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909135, "Datum": "13.9.1879, Samstag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"11\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt am 18.9.1879 ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309135, "Datum": "13.9.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner (als Zuhörer) läßt sich von Loidol die Stiftsorgel vorführen (*).\r\n   Es mußte »Frater Oddo auch ein tüchtiger Orgelschlager etwas vorspielen improvisieren« (*a).\nKontakte mit Pater Georg [Huemer?].\r\n   Nachmittags Ausflug mit Loidol, Pater Georg Mittermayer [u.a.?] nach Wartberg (**).\r\nBruckner soll in Wartberg 1883 auch P. Pius Spreitzer besucht haben (**a).\nBrief von Franz Schalk an Josef Schalk:\r\n   Gutmann habe noch keine Korrekturabzüge [zum Quintett] sehen lassen, obwohl er gut 100 fl Vorschuß erhalten habe (***).", "Letzte Änderung": "05.09.2024 14:03"}, {"ID": 188409135, "Datum": "13.9.1884, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Wolzogen in Bayreuth:\r\n   Sendet (auch an Groß) Wagner-Reliquien. Dem Wunsch, die 7. Symphonie in Leipzig zu verschieben, habe Nikisch entsprochen. Max van de Sandt und Herren aus Weimar seien von der 3. Symphonie begeistert. Ostini wolle sich [für eine Aufführung der 7. Symphonie] in München einsetzen (*).\nBrief Bruckners an Perfall [oder: Ostini?] in München:\r\n   Sendet (auch nach Bayreuth) Wagner-Reliquien. Soeben in St. Florian eingetroffen, am 15.9.1884 weiter nach Wien. Über das Leipziger Konzert.\r\n   \"[...] Gestatten mir Hochderselbe, hiemit die in meinen Händen sich befindlichen Reliquien (resp. Abschriften derselben) so wie einzelne Erlebnisse in meinem Verhältnisse zu unserem unsterblichen heißgeliebten Meister übersenden zu dürfen; welche gewiß zur Erreichung meiner Zwecke einst zugleich von hohem Nutzen sein dürften. Auch nach Bayreuth muß ich ein Exemplar senden.\r\n   Eben bin ich in St. Florian eingetroffen, um am 15. d. in Wien einzurücken, und dort zu harren, was Ihre Huld für mich ausficht. Wollen Hochderselbe nur die Geduld nicht verlieren! Das Conzert in Leipzig ist auf Wunsch der deutschen Studenten aufgeschoben worden, bis die Universitäts-Vorlesungen werden begonnen haben, wie mir ein [...] enthusiastischer Brief des Kapellmeisters Nikisch mitteilt [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.10.2023 09:28"}, {"ID": 188509135, "Datum": "13.9.1885, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »R« [Pius Richter] bei dieser Woche gestrichen und dafür eine ab 5.9. geltende Schweifklammer bis 14.9.1885 gezogen [zwei Wochen Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609135, "Datum": "13.9.1886, Montag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung Nr. 44 bringt auf S. 304 einen »Berliner Concertbericht«, in dem bedauert wird, daß Bruckner in der verflossenen und in der zukünftigen Konzertsaison vernachlässigt wird: \n   »[...] Bei einem Rückblick auf die verflossene Concertsaison kann ich den Ausruf nicht zurückhalten: Wie schade, dass Berlioz in fast schmählicher Weise vernachlässigt ward, und dass von Anton Bruckner nach wie vor keine Note zu hören war, obwohl es eine die Musikwelt bewegende und einen Theil derselben in Begeisterung versetzende, förmliche Brucknerbewegung gibt! Hier in der Reichshauptstadt herrscht leider Gottes das Ignorieren, das Todtschweigen vor. Möge dies 1886-87 endlich besser werden. Amen! \nP. S. Es stehen übrigens schon jetzt grosse Berlioz-, Liszt- und Wagner-Ereignisse für den Verlauf der nächsten Saison fest: [...] Von Bruckner verlautet aber leider nach wie vor kein Wort!!«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709135, "Datum": "13.9.1887, Dienstag", "Haupttext": "Mit 12.9.1887 datierter, verspäteter Artikel im Linzer Volksblatt Nr. 208 auf S. 2 über Bruckners Orgelspiel am 12.9.1887 im Neuen Dom [siehe die Anmerkung]:\n»Tagesneuigkeiten aus Stadt und Land.\n            Linz, 12. September 1887.\n   - Hoforganist Bruckner. Heute abends nach halb 7 Uhr wird der k. k. Hoforganist und Professor am Wiener Conservatorium Herr Anton Bruckner, Besitzer des k. k. Franz Josef-Ordens, im Maria Empfängnisdome auf der neuen 2manualigen Orgel zu präludieren die Güte haben.« (*).\n \nDie Linzer Tages-Post Nr. 208 veröffentlicht auf S. 4 die Gästelisten für den 11. und 12.9.1887:\r\n     \"Fremdenliste vom 11. und 12. September.\n      Rother Krebs: [... sechs Namen ...] Bruckner, Prof., Wien. [... ungefähr 40 weitere Gäste (nicht alphabetisch, also vermutlich chronologisch nach der Hotelliste), darunter \"W. v. Weinzierl, Chormeister , Wien.\"  ...]\"\n[der im Goldenen Adler einquartierte \"A. Bruckner\" war ein Kaufmann aus Gerichtsberg. In den anderen Gasthäusern keine Personen mit derzeit bekanntem Bezug zu Bruckner] (**).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:48"}, {"ID": 188809135, "Datum": "13.9.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Der zweite Teil von Santen Kolffs Aufsatz über Bruckner erscheint in der Pariser Musikzeitung »Le guide musical« [1. Teil am 6.9.1888].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189109135, "Datum": "13.9.1891, Sonntag", "Haupttext": "Die in St. Louis (Missouri) erscheinende Zeitung St. Louis Post-Dispatch Nr. 304 berichtet auf S. 17 von der gestrigen Sitzung zur Festlegung des Programms für den 1.12.1891:\r\n\"         JUBILEE MUSIC.\r\nCatholic Organists Hold a Meeting to Arrange a Programme.\r\n[...]\r\n     A meeting of the organists of the Roman Catholic Churches was held yesterday afternoon at 8 o'clock at St. John's Library, on Sixteenth and Chestnut streets, to make arrangements for the concert to be given on the occasion of the celebration of the jubilee of Archbishop Kenrick [siehe die Anmerkung]. The meeting was held in response to a call of the Committee on Music, and there were eighteen organists present. The gathering was called to order by Rev. Father Brady, and Mr. Joseph Otten was elected chairman. The following organists were present: [im Original immer mit Angabe der zugehörigen Kirche] Charles Schulte; Walter Monnig; M. P. Becker; M. Bauer; V. F. Serafini, Cathedral; R. Budo; A. C. Wondell; Jacob Haag; C. Willanbrink; Joseph Lubeley; August Sprengnether, Miss Agnes Kinnerk; Miss Carrie Wilkinson; Mrs. Regina M. Carlin; Miss J. E. Bird; M. A. Gilsinn; J.J. Voellmecke, St. John's, and Miss Theresa Finn, Visitation. It was decided to perform Bruckner's Te Deum for solo, chorus and orchestra, and the \"Gloria\" from Mozart's Twelfth Mass. Preparatory rehearsals will be held in the southern part of the city on Tuesdays, northern part on Wednesdays, and in the central part on Thursday. Mr. Joseph Otten will be the conductor. [... seine Anwesenheitszeiten zur Anmeldung ...] All singers are cordially invited to participate. Rehearsals will begin the last week of the present month. There have already been promised 319 singers by the organists who attended yesterday's meeting.\" (*).\nSchreiben des Statthalters von Niederösterreich, Erich Graf von Kielmannsegg [siehe die Anmerkung], an das Ministerium für Cultus und Unterricht: \"K. k. nö. Statthalterei.    Z. 54411    Hohes k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht! Mit Beziehung auf den hohen Erlaß [... bezieht sich auf den Erlass vom 28.7.1891, den Antrag vom 11.7.1891 und den Beschluss vom 4.7.1891 zur Verleihung des Ehrendoktorgrades. [... Angaben zu Bruckners Biographie und künstlerischem Werdegang, zur Bedeutung als Komponist und zur Persönlichkeit ...] kann ich den eingangs erwähnten Antrag des Rectorates, welcher die verdiente Würdigung eines bedeutenden und anerkannten heimischen Talerntes in sich schließt nur wärmstens befürworten.    Der bezügliche Bericht des Rectorates folgt im Anschlusse, nebst Beilagen zurück.    Wien, 13. September 1891.    Kielmannsegg.\"\r\nAktenvermerk am 15.9.1891 (**).", "Letzte Änderung": "23.04.2026 03:56"}, {"ID": 189209135, "Datum": "13.9.1892, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Professor Dr Anton Bruckner\", \"P. 5\" [Wohnung im Prälatengang Nr. 5] und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"11\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Prof. Dr. Anton Bruckner\". Der Abreisetag [vermutlich der 19.9.1892] ist nicht angegeben.", "Letzte Änderung": "13.11.2024 11:21"}, {"ID": 189309135, "Datum": "13.9.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 37 kündigt auf S. 385 eine Bruckner-Aufführung in Berlin an:\n\"                Vermischtes.\n[...]\n     *–* In diesem Winter finden nicht wie früher nur 9, sondern 10 Simphonieabende der königl. Capelle (I. Cyklus 6, II. Cyklus 4 Concerte) in Berlin unter Weingartner's Direction statt. Neben den Classikern: Bach, Haydn, Mozart, Beethoven etc. gelangen auch neuere Werke von Liszt, Berlioz, Smetana, Bruckner etc. zur Aufführung [tatsächlich später: 4. Symphonie am 9.3.1895].\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:00"}, {"ID": 189409135, "Datum": "13.9.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Johann Aichinger (Steyr) an Stiftsdechant Breselmayr (St. Florian): \n\n     Dankt für die schnelle Beantwortung des Schreibens [vom 9.9.1894]. Bruckner sei hocherfreut gewesen, wolle sein Anliegen noch mündlich vorbringen. Das Codizill [25.9.1894] werde entsprechend formuliert. Grüße an den Prälaten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189609135, "Datum": "13.9.1896, Sonntag", "Haupttext": "Die französische Zeitschrift »Le Ménestrel« meldet, daß Bruckner an der Wiener Universität die Harmonielehre-Vorlesung halten werde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189709135, "Datum": "13.9.1897, Montag", "Haupttext": "Aufführung des Tantum ergo in As-Dur [WAB 41/2] beim Nachmittagsgottesdienst anlässlich der Generalversammlung des Cäcilienvereins in Gurk.", "Letzte Änderung": "30.08.2026 04:10"}, {"ID": 190009135, "Datum": "13.9.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel \"Fritz v. Uhde und Anton Bruckner\" in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung 27, Nr. 14 (*).\r\nErwähnt werden u. a.: Fritz von Uhde, Dr. Fiedler, Hermann Levi, Paul Heyse, Lenbach, Karl Almeroth, Victor Tilgner und der Prager Fürst-Erzbischof Graf von Schönborn [vgl. 6.6.1900] (*a).\nArtikel \"Erinnerungen an Anton Bruckner\" (über Ernst Decseys Artikel in der Grazer Tagespost) in der Linzer Zeitung (**).\nDas Musikalische Wochenblatt berichtet auf S. 493 - 495 von Gastspielen des Kaim-Orchesters unter Weingartner in Stuttgart, bei denen u. a. auch die 4. Symphonie aufgeführt wurde (***).", "Letzte Änderung": "21.07.2024 20:22"}, {"ID": 190509135, "Datum": "13.9.1905, Mittwoch", "Haupttext": "Burgstaller erstellt ein Verzeichnis der Göllerich zur Verfügung gestellten Brucknerschen Kirchenkompositionen. Bleistiftanmerkungen (hier mit »&lt; ... &gt;« markiert) stammen meist von Göllerich, auf der Vorderseite auch von Auer. Mit Ausnahme von Nr. 2 (»Ecce sacerdos«) sind alle Nummern, wohl als Zeichen der Erledigung, mit Bleistift durchgestrichen.\r\n[Bleistiftnotiz Göllerichs am oberen Blattrand:]\r\n   »Missa „Solennis” [sic] E moll! datirt 29. Sept. [18]69. Skitze 22./? [18]66 complet 25. Nov.«\r\n[Burgstallers Verzeichnis, mit Tinte geschrieben (die Anmerkungen Göllerichs - auf der Vorderseite auch Auers - mit Bleistift):] \r\n   »Verzeichniß der \r\n   A. Bruckner'schen Kirchenkompositionen, welche der Gefertigte Sr. Wohlgeb. Hr. Musikdir. Göllerich in Linz auf Wunsch d. Hochwst. Bischöfl. Ordinariates am 13. Sept. 1905 zur Einsicht - a. d. m. Archiv des M. E. D. überreicht hat. - sam[m]t einigen Notizen.\r\n   1. Fest-Cantate [darunter (Göllerich): &lt;Linz 25. April [18]62&gt;, rechts darüber (Göllerich): &lt;datirt Linz 25. April [18]62&gt;] f. Männerchor u. Orchester (z. Grundsteinlegung d. M. E. D. &lt;am 1. Mai&gt; 1862 componirt) wurde auch b. obige [sic] Festanlaße aufgeführt, unt. persönlicher Direction des Componisten. (wenn ich nicht [irre] v. d. löbl. Liedertafel Sängerbund? od. Frohsinn? in Linz) [WAB 16]\r\n   2. „Ecce Sacerdos magnus” [darüber eingefügt: „großes Responsorium”] f. gemischten Chor m. Begleitung d. Orgel u. 3 Trombonen. - Wurde auf Ersuchen des Gefertigten z. 100 Dioecesan-Jubilaeum &lt;1. - 4. Okt&gt; der Dioecese Linz im M. E. Dome aufgeführt. (1885) [unter dem ganzen Absatz:] &lt;nein sondern von K. Waldeck sondern v. Traumihler&gt; [daneben, am Rand:] &lt;nein (Auer)&gt;\r\n   3. „Virga Jesse floruit” f. 4stim[m]. gemischte [sic] Vocalchor (ebenfalls auf Ersuchen d. Gefert. z. obig. Festanlaße componirt u. wurde ebenfalls aufgeführt.) &lt;wegen zu grosser Schwierigk. nicht aufgeführt.&gt;\n   4. [Notiz oberhalb:] &lt;Bei Habert (Biogr. S. 174) im Progr. und Ave Maria, 7stg. [WAB 6] „Tota pulchra es” Antiphona f. gem. Chor u. Orgel (wurde auf Ersuchen des Gefertigten z. Feier des 25 jähr. Bischofs=Jubilaeum d. Gründers des M. E. Domes Franz Jos. Rudigier comp. u. aufgeführt (1878) in d. Votivkapelle d. M. E. Domes. &lt;4. Juni 1878 unter Burgstaller Habert S 265&gt;\r\n   5. „Ave Maria” f. 7 Stim[m]en (Sopr. I et Alto I et II; 2 Ten. et 2 Baßi)\r\n   Wurde ebenfalls aufgeführt (bei vorhererw. Gelegenh.) (1878) [von Auer durchgestrichen, darunter eine Notiz:] &lt;nein (Auer) 1885 (siehe Habert S 477 [?]&gt;\n   6. „Locus iste” f. gemischt. Voc.Chor in C dur. Wurde aufgeführt b. d. 100j. Dioeces. Feier (1885)\r\n   7. Tantum ergo in C f. gem. V.Chor wurde öfters im M. E. D. aufgef. [[WAB 41/4]\r\n   8  ”  ”  [Tantum ergo in] B  f  ”  ”  ” [gem. V.Chor wurde öfters im M. E. D. aufgef.] [[vermutlich WAB 41/1]\r\n   9. ”  ”  [Tantum ergo in] E moll ” ” [f. gem. V.Chor wurde] 2mal » ” ” [im M. E. D. aufgef.] [[prov. WAB 48]\nLinz am 13. September 1905.\r\nJoh. Burgstallermp\r\nChordir. d. M. E. D.\r\nseit 1872.\nNota: A. Bruckner, der berühmte k. k. Hoforg. hat die Herablassung und Liebeswürdigkeit [sic] gehabt: auf Einladg d. Gef. auf d. „kleinen Orgel”, die auf d. Epistelseite auf d. Galerie stand (u. nur 7 Regist. zählte) gespielt (u. zwar Praeludien u Postludien, ja sogar noch d. K.Lied „Großer Gott” selbst begleitet u. wie schön«.\n\r\n[Auf der Rückseite des Blattes Bleistiftnotizen Göllerichs:\r\n   »D. Antiphon „Tota pulchra” componirt 30. März [18]78 f. d. Votivkapelle d. M. E.=Domes zum 25. bischöfl. Jubiläum Fr. Jos. Rudigier's.\r\n   E=moll=Messe\r\n   „Credo” am Schlusse  Linz 20. Oktober [18]66\r\n „Sanctus” „Alla breve\" („Mehr langsam!”) „Anfang in gemäßigter Stärke, die sich später mehr u. mehr steigert.”\r\n   Linz, 30. Okt. [18]66.\r\n   „Benedictus” Linz 17. Dez Nov. [18]66\r\n   „Agnus” „Scitze 22. - (?)\r\n   complet 25. Nov. [18]66.\r\n   Im „Gloria” [unten eingefügt: \"trägt\"] d. Stelle nach „Filius Patris” 3 Takte vor dem „Andante”: „qui tollis” eine Setzung für Oboen u. Clarinetten mit dem Zusatz: „nur in Ermangelung guter Hornisten, besser Corni” Ebenso 10 [zuerst geschrieben \"12\"] Takte später.\"«", "Letzte Änderung": "15.06.2026 07:36"}, {"ID": 190909135, "Datum": "13.9.1909, Montag", "Haupttext": "Postkarte von Max Auer an Franz Xaver Müller: \n\n     Auf der Bildseite Photographie einer Personengruppe vor dem Haus Hueber in Vöcklabruck, darunter Max Auer. \n\n     Den Brief [welchen?] habe er in Linz frankiert in den Postkasten eingeworfen - er sei unschuldig.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191209135, "Datum": "13.9.1912, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch den Domchor von St. Stephan in Wien unter August Weirich beim 3. Hochamt des Eucharistischen Kongresses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192109135, "Datum": "13.9.1921, Dienstag", "Haupttext": "[??] Artikel von Franz Gräflinger »Bruckner-Gedenkfeier in St. Florian« in der Linzer Tagespost (*).\n\n\nHinweis auf das heutige Konzert in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 247 auf S. 7 (**).\n\n\n Aufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Sinfonieorchester unter Fritz Reiner, der für den erkrankten Ferdinand Löwe eingesprungen ist, im Wiener Konzerthaus (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192409135, "Datum": "13.9.1924, Samstag", "Haupttext": "Feier zum 50. Geburtstag Arnold Schönbergs in den Räumen der Bruckner-Ausstellung im Wiener Rathaus (*).\n\n\nIm Bericht der Österreichischen Volkszeitung Nr. 253 auf S. 4 über den Musiker-Kongress in Wien wird auch Bruckner erwähnt. V. Junk hielt einen Vortrag über das Problem der geistigen Bildung von Musikern (**). \n\nAuf derselben Seite Hinweis auf die morgige Kirchenmusik in Grinzing (***).\n\n\nDie Wochenausgabe der Reichspost Nr. 37 bringt auf S. 3 ein Porträt Bruckners mit den Lebensdaten und kurzem Text (°).\n\n\nAnkündigung des Vöcklabrucker Bruckner-Festes am 14.9.1924 im Welser Anzeiger, Folge 37, auf S. 4 (°°).\n\n\nHinweis auf die morgige Kirchenmusik in Augustiner- und Jubiläumskirche in den Wiener Stimmen Nr. 211 auf S. 4 (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192709135, "Datum": "13.9.1927, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie im Stadttheater Gleiwitz. Das Konzert wird ab 20:10 Uhr vom Sender Breslau übertragen.", "Letzte Änderung": "05.05.2025 19:58"}, {"ID": 192909135, "Datum": "13.9.1929, Freitag", "Haupttext": "Brief von Robert Haas an Max Auer: \n   [Die Tatsache eines unvollständigen Vorlagenberichts zur 9. Symphonie] sei schwer zu erklären, wenn Franz Schalk, Ehrenpräsident der Internationalen Bruckner-Gesellschaft, der Gesamtausgabe Quellen vorenthalte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193109135, "Datum": "13.9.1931, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Wilhelm Jerger bei der RAVAG Wien. Solist in Saint-Saens' Violinkonzert ist Ludwig Wittels (*).\r\nDas Konzert wird zwischen 12:15 und 14:55 Uhr (einschließlich einer Mozart-Sinfonie und des Saint-Saens-Violoncellokonzerts) von Radio Wien ausgestrahlt (*a).\n \nIn Harold A. Stricklands Saisonvorschau in The Brooklyn Times (Times Union, Brooklyn, New York) auf S. 20 (= S. 6 des 2. Teils) werden das Andante der f-Moll-Symphonie unter Erich Kleiber [spätestens Januar 1932] und die f-Moll-Messe unter Bodanzki [25.10.1931] angekündigt (**)\n \nThe Brooklyn Daily Eagle Nr. 254 kündigt auf S. 31 (= S. 9 des 2. Teils) stattdessen das Adagio der 9. Symphonie an, sicher eine Fehlinterpretation der Information \"posthumous symphony\" (***).", "Letzte Änderung": "28.03.2026 16:32"}, {"ID": 193309135, "Datum": "13.9.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Radio Wien überträgt zwischen 20:00 und 21:00 Uhr eine Aufführung der e-Moll-Messe durch die  Hofmusikkapelle unter Carl Luze anlässlich des Allgemeinen Deutschen Katholikentages 1933.", "Letzte Änderung": "04.04.2026 10:05"}, {"ID": 193709135, "Datum": "13.9.1937, Montag", "Haupttext": "[Datum der Briefe oder der darin erwähnten Aufführung?]\nBrief von Fritz Grüninger (Badischer Bruckner-Bund) an Rudolf Schulz-Dornburg wegen einer Bruckner-Aufführung [prov. WAB 86].\n \nBrief von Schulz-Dornburg an Carl Grunsky [und Fritz Grüninger?] wegen Volksfest-Aufführung [4. Symphonie gemeint?].\n \nBrief von Schulz-Dornburg an Frank Wohlfahrt wegen Volksfest-Aufführung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194509135, "Datum": "13.9.1945, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Gräflinger \"Otto Kitzler | Lehrer Bruckners in Linz\" (über seine Beziehung zu Wagner und Bruckner und seinen Schlaganfall – Zitat aus dem Brief vom 17.1.1909), signiert \"F. G.\",  in den Salzburger Nachrichten Nr. 82 auf S. 4.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 08:23"}, {"ID": 195309135, "Datum": "13.9.1953, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von f-Moll-Messe und »Te deum« unter Johannes Fuchs in Ottobeuren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195909015, "Datum": "1. - 3.9.1959, Dienstag bis Donnerstag", "Haupttext": "[oder erst September 1960?] Einspielung der 8. Symphonie (in der Haas-Fassung) durch das Concertgebouworchester unter Bernard Haitink.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198109135, "Datum": "13.9.1981, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Walter Wörle \"Musik und Architektur. Anton Bruckner in Ottobeuren\" im Programmheft der Ottobeurer Konzerte auf S. 10ff.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198309135, "Datum": "13.9.1983, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Osaka Philharmonic Orchestra unter Takashi Asahina in der St. Mary's Cathedral in Tokyo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198409135, "Datum": "13.9.1984, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Oslo Filharmoniske Orkester unter Yoav Talmi in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198609135, "Datum": "13.9.1986, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Shanghai Symphonie-Orchester in Shanghai.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199009135, "Datum": "13.9.1990, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Anekdoten aus der Künstlerwelt. Richard Wagner - Anton Bruckner - Franz Liszt« in »Die ganze Woche« (*).\nStudioproduktion des Finales der 9. Symphonie (in der Komplettierung durch John A. Phillips, Bearbeitung für zwei Klaviere, mit John Phillips und Edward Kriek) durch die Australian Broadcasting Corporation in Adelaide (**).", "Letzte Änderung": "19.05.2024 08:19"}, {"ID": 199109135, "Datum": "13.9.1991, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das New York Philharmonic Orchestra unter Kurt Masur in New York.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199209135, "Datum": "13.9.1992, Sonntag", "Haupttext": "Zur Eröffnung des Internationalen Bruckner-Festes spielt das Bruckner-Orchester Linz unter Martin Sieghart das Scherzo der 7. Symphonie.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:31"}, {"ID": 199609135, "Datum": "13.9.1996, Freitag", "Haupttext": "Aufführung von Präludium und Fuge c-Moll für Orgel [WAB 131] (mit John Scott), der zwei Aequale (mit Brian Raby, Simon Gunton und Peter Harvey) und der Motetten Ave Maria [WAB 6], Locus iste, Afferentur, Os justi und Ecce sacerdos (mit den BBC Singers unter Jane Glover) im 71. Prom-Konzert in London.\nHauptwerk ist Beethovens 9. Sinfonie unter Georg Solti.", "Letzte Änderung": "13.12.2024 23:36"}, {"ID": 199809135, "Datum": "13.9.1998, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel in Berlin. Der Text im Programmheft \"Die Musik und ihre Hintergründe\" stammt von Habakuk Traber.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202409136, "Datum": "13.9.2024-2.3.2025, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Ausstellung \"It’s me, Toni. Eine Suche nach der Identität Anton Bruckners\" im Nordico Stadtmuseum in Linz, gestaltet von Klaudia Kreslehner und Sandra Föger-Harringer.", "Letzte Änderung": "01.08.2026 17:25"}, {"ID": 199709135, "Datum": "13.9. - 5.10.1997, Samstag bis Sonntag", "Haupttext": "Internationales Bruckner-Fest in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200909136, "Datum": "13.9. bis 5.10.2009, Sonntag bis Montag", "Haupttext": "Internationales Bruckner-Fest in Linz.", "Letzte Änderung": "20.02.2026 15:06"}, {"ID": 201409136, "Datum": "13.9. bis 5.10.2014, Samstag bis Sonntag", "Haupttext": "Internationales Bruckner-Fest in Linz.", "Letzte Änderung": "01.08.2026 18:31"}, {"ID": 186506136, "Datum": "13. bis 20.6.1865", "Haupttext": "Bruckners dritter Aufenthalt in München. Er wird von dem Linzer Kaufmannssohn Franz Schober begleitet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511136, "Datum": "13.(oder 14.?)11.1855, Dienstag", "Haupttext": "Die Prüfungskommission in Gegenwart des Bischofs Rudigier entscheidet sich für Bruckner statt für Lanz. Dürrnbergers und Armingers Äußerungen hierzu sind überliefert (*), ebenso die Reaktion von Bruckners altem »Vorgesetzten«, Friedrich Mayr (**).\r\nArminger hatte für Lanz, Schiedermayr für Hain votiert (°).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 16:29"}, {"ID": 185908137, "Datum": "13. oder 14.8.1859, Samstag oder Sonntag", "Haupttext": "Bruckner reist nach Linz zurück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187307016, "Datum": "1., 3. und 4.7.1873, Dienstag bis Freitag", "Haupttext": "Reifeprüfung an St. Anna. Bei dreien der Kandidaten findet sich eine Zensur für das Fach Klavier- und Orgelspiel - Bruckner ist jedoch an keiner Stelle des Protokolls erwähnt:\n[Vorgedrucktes in Fettdruck]\n     \"PROTOKOLL aufgenommen bei der Reifeprüfung an der k. k. Lehrerbildungs-Anstalt in Wien am 1. 3. 4 Juli 1873. Prüfungs-Commission:\n[links:]\nDr. Georg Ullrich | k. k. Landesschulinspector.\nVorsitzender, Mitglied des k. k. n. ö. Landesschulrathes.\n[rechts:]\nVernaleken Director der k. k. Lehrerbildungs-Anstalt.\n[darunter weitere Unterschriften:]\nAndreas Lielegg\nJos. Hofer\nAlfred Merz\nHeinr Deinhardt\".\n \n     Es folgen die einzelnen Prüfungsprotokolle, 2 Seiten pro Kandidat:\nJakob Böckl, Leopold Donner, Adolf Engelmeier, Franz Pilz, Franz Fuchs, Johann Gründler, Anton Hofbauer, Franz Kalaus [?], Josef Krenn, Vincenz Kritscher, Adolf Kunka, Anton Müller, Johann Mayer, Adolf Kurz, Ludwig Oedendorfer, Ferdinand Niedermayer, Ludwig Müllner, Franz Scherzer, Josef Schneider, Karl Schneider, Julius Sorger, Hugo Stattin, Franz Strnad, Julius Urban, Karl Urbann.\n     Neben den Hauptfächern Religionslehre bis Landwirthschaftslehre (linke Seite) sieht der Vordruck darunter noch Nebenfächer vor (Schreiben, Zeichnen, Gesang, Violinspiel und Turnen) und rechts unten noch \"Leistungen aus nicht obligaten Fächern\" (Clavier- und Orgelspiel, Methode des Unterrichtes für Taubstumme, Blinde, Schwach- und Böldsinnige und Pädagogik des Kindergartens).\n     Auf der rechten Seite außen zwei Spalten \"Note der mündlichen Prüfung\" und \"Zeugnisnote\" für die Haupt- und Nebenfächer, darunter noch eine Spalte \"Grad der Reife\".\n \n     Bei drei Kandidaten finden sich Vermerke zum Instrumentalunterricht:\n \n     \"1. Böckl Jakob geboren am 27tn Juni 1854 zu Bockfließ Bz. Wolkersdorf N. Ö.\n      Confession. Katholisch\n     Studien: 3 Realschulklaßen bei St. Anna      3 Kl. k. k. Lehrerbildungsanstalt    [...]\n     Clavier- und Orgelspiel: gut [Grad der Reife] Zweiter Grad\"\n \n     16. Niedermayer Ferdinand geboren am 20tn Oktober 1854 zu Irritz Bz. Kromau in Mähren      Katholisch Confession.\n     Studien: 3 Realschulklaßen, II. Wien      3 Kl. k. k. Lehrerbildungsanstalt    [...]\n     Clavier- und Orgelspiel: sehr gut [Grad der Reife] zweiten Grad\n \n     17. Oedendorfer Ludwig geboren am 26 Juli 1853 zu Bockfließ in N. Ö.     Katholischer Confession.\n     Studien: 3 Realschulklaßen in Wr Neustadt     3 Kl. k. k. Lehrerbildungsanstalt    [...]\n     Clavier- und Orgelspiel: sehr gut [dies wieder durchgestrichen, daneben Vermerk \"corr. Lieleyg\" und Diagonalstrich durch alle nichtobligaten Fächer]\n     [Grad der Reife] dritten Grad [das Wort dritten durchgestrichen, darunter \"zweiten\" und Vermerk \"corr. Lyg\".\n \n[Als Schüler Bruckners in dieser Prüfung kommen demnach nur Böckl und Niedermayer in Frage. Siehe auch die Anmerkung.]", "Letzte Änderung": "20.12.2024 13:42"}, {"ID": 185610145, "Datum": "14.10.1856, Dienstag", "Haupttext": "Bischof Rudigier bewilligt 60 fl »Krankenkosten-Beitrag« für Bruckner.\r\nSchreiben des bischöflichen Ordinariats an die Statthalterei (Konzept):\r\n     Das bischöfliche Ordinariat befürworte beiliegendes Gesuch Bruckners (mit vier Beilagen) und empfehle 50 bis 60 fl zu bewilligen. Man sei »mit den Leistungen des Domorganisten Anton Bruckner und seiner Conduite recht zufrieden« (*).\nSchreiben des Bischöflichen Ordinariates Linz an die Statthalterei Konzept):\r\n     Begleitschreiben zu Bruckners Bericht [2.10.1856] über einige Gebrechen der Domorgel, um deren Reparatur das bischöfl. Ordinariat bei der Gesamtrestauration der Domkirche bittet. Am geeignetsten sei der Ottensheimer Orgelbauer [Breinbauer]. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186610145, "Datum": "14.10.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"14ten Okt. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710145, "Datum": "14.10.1867, Montag", "Haupttext": "Gesuch Bruckners an Hohenlohe-Schillingsfürst (#) um Aufnahme in die k.k. Hofkapelle: Schilderung des Lebenslaufs; erwähnt werden Sechter, d-moll-Messe, f-moll-Messe, München, Dresden und Leipzig [Besprechung des »Germanenzug« durch Zopff am 11.1.1867], Fürst Hohenlohe und Hofrat Imhof.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 23:10"}, {"ID": 186810145, "Datum": "14.10.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 283 meldet in seiner Liste der Hotelgäste auf S. 10:\n     \"Angekommene: [...] Kaiserin Elisabeth, St. [Stadt] [...] A. Bruckner, Hoforganist, Linz. [...]\"", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:20"}, {"ID": 186910145, "Datum": "14.10.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Brief des »Frohsinn« an das Bischöfliche Ordinariat:\r\nMan habe sich bei den Proben und der Aufführung der e-Moll-Messe um so mehr beteiligt, als es sich um die Komposition eines Ehrenmitgliedes handelte. Man habe mit Vergnügen das Vereinslokal für das Studium des »herrlichen« Tonwerkes zur Verfügung gestellt.\nDer Text des Entwurfs lautet:\r\n»Hochw: bischöfl Ord:\r\n   Auf die geschätzte Zuschrift vom 5. dM. beehrt man sich zu erwidern, daß die Liedertafel Frohsinn die auch den kirchlichen Gesang mit Liebe pflegt, mit größtem mit um so größerem Interesse sich bei den Proben u der Aufführung der Brucknerschen Messe gelegentlich der [eingefügt: »feierlichen«] Einweihung der Votivkapelle u z um so mehr bet[heiligte], [danach darüber eingefügt und ebenfalls durchgestrichen: »mit größtem Interesse sich betheiligte«] betheiligte als es galt, die herrliche eine Composition des Ehrenmitgliedes des Vereines zur Geltung zu bringen. in würdiger Weise zu executiren.\r\n   Was die durch die Proben verursachten Kosten anbelangt, so sind dieselben hochst ganz unbedeutend u gereicht es dem Vereine zum Vergnügen [die Fortsetzung des Textes am linken Rand senkrecht notiert:] daß sein Lokale zu Studium des herrlichen Tonwerkes in Verwendung kam. L 14/10 869\r\nMilbeck [??]«", "Letzte Änderung": "12.12.2024 20:39"}, {"ID": 187010145, "Datum": "14.10.1870, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 42 verzeichnet auf S. 671f (= S. 15) in der Rubrik \"Kirchenmusik\" auch die Aufführung am 9.10.1870 mit Angabe aller Mitwirkenden - \n\n\"([...] die Orgelbegleit. gesp. von Hrn. Hoforganisten Bruckner.)\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187510145, "Datum": "14.10.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckners Gesuch vom 12.7.1875 wird vom Kultus-Ministerium (Unterschrift Heiders) der philosophischen Fakultät [Dekan Dr. Schneider (*)] der Universität übermittelt.\n\"   15184   Dem philosophischen Professoren-Collegium der k. k. Universität in Wien zur beschleunigten Äußerung, ob sich die Abhaltung von Vorträgen über Harmonielehre und Contrapunkt als eine theilweise Ergänzung der theoretischen Vorlesungen des Professors Hanslick für die Universität empfehlen würde, und ob gegen die Bestellung Bruckner's als Lector für diese Gegenstände ein Bedenken besteht.\n     Wien am 14. Oktober 1875.\nFür den Minister für Cultus und Unterricht\n                 Heider\" (*)\nIn der rechten Spalte dieser Seite die Kanzleivermerke vom 18.10.1875.\n \n[Datum von Bruckners Eintragung?] Inskriptionsbuch der Universität Wien für Richard Newald mit zwei [späteren?] Unterschriften Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:45"}, {"ID": 188210145, "Datum": "14.10.1882, Samstag", "Haupttext": "Die Morgenpost Nr. 284 meldet auf S. 4 ebenfalls, daß die 6. Symphonie für die Philharmonischen Konzerte angenommen wurde: \n\n    »[...] Von den bisher durchgespielten Novitäten wurden zur Aufführung angenommen: Symphonie Nr. 6 von Bruckner und drei kleine Stücke für Streichorchester von Käßmayer.« (*). Eine nahezu identische Notiz erscheint auch in den Wiener Signalen Nr. 30 auf S. 247 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188310145, "Datum": "14.10.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410145, "Datum": "14.10.1884, Dienstag", "Haupttext": "In der Nacht fährt Bruckner nach St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510145, "Datum": "14.10.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Die Aufführung des »Te deum« am 10.1.1886 wird angekündigt\r\nvon der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 283 auf S. 4:\r\n»- Für die diesjährigen Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde [...] Für das dritte Konzert: [...] Bruckner: Te Deum für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung) [...]« (*)\nund von der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2020 auf S. 7:\r\n\"[...] 3. (10. Januar 1886.) [...] Brückner: Te Deum, für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung). [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "01.06.2026 13:36"}, {"ID": 188610145, "Datum": "14.10.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Gebetsaufzeichnungen Bruckners (*).\n \nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 42 ist auf S. 516 die Aufführung des \"Te deum\" am 10.10.1886 verzeichnet:\n           \"Concertumschau.\n[...]\nWarnsdorf. Conc. des Männergesangver, (Wagner) unter Mitwirk. der Frau Geist-Seyrich u. der Frls. Menzel, Langer, Rampfel u. Goldberg am 10. Oct.: \"Te Deum\" f. Soli u. Chor m. Streichinstrumenten, zwei Clavieren und Harmon. von Ant. Bruckner, [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "07.03.2023 23:27"}, {"ID": 188710145, "Datum": "14.10.1887, Freitag", "Haupttext": "Brief Levis an Josef Schalk: \n   Dankt für den freundlichen Brief, nach dessen Empfang er an Bruckner geschrieben habe [7.10.1887]. Wie Bruckner diesen Brief aufgenommen habe? Die 4. Symphonie sei für den 14.12.1887 [in München] aufs Programm gesetzt. Ob er die 8. Symphonie noch behalten oder an Bruckner zurückschicken solle?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188810145, "Datum": "14.10.1888, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nAnlässlich Simon Sechters 100. Geburtstag am 11.10.1888 wird ein Graduale von ihm aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189110145, "Datum": "14.10.1891, Mittwoch", "Haupttext": "Inserat für Göllerichs Nürnberger Konzert im Fränkischen Kurier (Morgenblatt, S. 3) (*).\nDas Neuigkeitsweltblatt Nr. 234 meldet auf S. 5, daß am 13.12.1891 die 1. Symphonie zur Aufführung kommt: \"In den Philharmonischen Konzerten [... acht Termine ...] gelangen folgende Werke zur Aufführung: [... alphabetische Reihenfolge ...] Bruckner: Symphonie Nr. 1, C-moll (1. Aufführung); [...]\" (**).\nEin Inserat in der Wiener Zeitung Nr. 235 auf S. 12 macht auf das Konzert vom 20.12.1891 aufmerksam:\r\n\"[...]\r\n                  II. 20. December.\r\n[... Bach, Brahms, Schumann ...]\nAnt. Bruckner: Te Deum, für Chor, Soli Orchester und Orgel (2. Aufführung). [... weitere Termine, Kartenpreise ...]\" (***).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium. Vockners Orgelschüler Albert Dörnhöfer spielt ein Werk von J. S. Bach (°)).", "Letzte Änderung": "24.09.2024 18:58"}, {"ID": 189210145, "Datum": "14.10.1892, Freitag", "Haupttext": "1. Satz der 9. Symphonie vorläufig beendet (Bleistiftdatierung (*) am Ende des Satzes) (**).\n[Zum zweiten Mal] Ernennung Bruckners zum Ehrenmitglied des »Frohsinn« (***).\nVorankündigungen der 8. Symphonie [am 18.12.1892] erscheinen\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 285 auf S. 5:\r\n   \" * In den von den Mitgliedern des k. k. Hof=Opernorchesters veranstalteten Philharmonischen Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 8, C-moll (Sr. k. und k. Apost. Majestät Kaiser Franz Joseph gewidmet), 1. Aufführung; [...]\" (°),\nin der Neuen Freien Presse Nr. 10108 auf S. 7:\r\n\"    – In den von den Mitgliedern des k. k. Hofopern=Orchesters veranstalteten Philharmonischen Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 8, C-moll (Kaiser Franz Joseph gewidmet), erste Aufführung; [...]\" (°°),\nim Neuigkeitsweltblatt Nr. 236 auf S. 9:\r\n\"In den Philharmonischen Konzerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 8, C-moll (Kaiser Franz Josef gewidmet), erste Aufführung; [...]\" (°°°),\nin der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 4356 auf S. 4: \"    – In den von den Mitgliedern des Hofopernorchesters veranstalteten Philharmonischen Concerten gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 8, C-moll (dem Kaiser Franz Joseph gewidmet), erste Aufführung; [...]\" (#),\nund im \"Vaterland\" Nr. 285 auf S. 6:\r\n\"     – In den von den Mitgliedern des k. k. Hofopernorchestern [sic] veranstalteten Philharmonischen Concertes[sic] gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 8, C-moll (Sr. k. und k. apostolischen Majestät Kaiser Franz Joseph gewidmet), erste Aufführung; [...]\" (##).\nAuf den 150. Psalm [am 13.11.1892] macht ein Inserat in der Wiener Zeitung Nr. 237 auf S. 12 aufmerksam:\r\n\"Musikvereins-Säle. Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1892/93, geleitet von dem Concertdirector Herrn Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen um halb 1 Uhr Mittags mit nachbenanntem Programme statt. I. 13. November. Franz Schubert: Ouverture in E-moll; A. Bruckner: Psalm, für Solo, Chor und Orchester (erste Aufführung); [... Werke, Solisten, andere Konzerte, Kartenverkauf ...]\" (###).\nÄhnlich das Inserat in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 4356 auf S. 8:\r\n\"     Concerte. Musikvereins-Säle. Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1892 bis 1893 geleitet von dem Concert=Director Herrn Wilhelm Gericke finden an folgenden Sonntagen, um halb 1 Uhr Mittags, mit nachbenannten [sic] Programme statt. I. 13. November. Franz Schubert: Ouverture in E-mol; A. Bruckner: Psalm für Solo Chor und Orchester (I. Aufführung); [... Werke, Solisten, andere Konzerte, Kartenverkauf ...]\" (a).", "Letzte Änderung": "22.12.2023 14:33"}, {"ID": 189310145, "Datum": "14.10.1893, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Wiener Männergesangverein:\r\n     Dankt für die Ernennung zum Ehrenmitglied und die 25 Dukaten Ehrenhonorar [für \"Helgoland\"] (*).\nBrief Bruckners an Mina Reischl in Altheim:\r\n     Erinnert an eine Begegnung in Steyr, dankt für den Brief [12.10.1893]. Grüße an die Eltern. Heute hätte er zur Aufführung der 3. Symphonie [am 16.10.1893] nach Berlin reisen sollen, doch wüssten die Ärzte nichts von den Briefen und Telegrammen [z.B. 12.10.1893] und hätten es wegen seiner angegriffenen Gesundheit auch nicht gestattet (**).\n\"Das Vaterland\" Nr. 284 macht auf S. 3 des Abendblatts auf die morgige Kirchenmusik aufmerksam:\r\n\"     (Kirchenmusik.) [...] – In der Pfarrkirche Sanct Elisabeth auf der Wieden: Krönungsmesse von W. A. Mozart; Graduale: \"Locus iste\" von A. Bruckner; Offertorium: \"Filiae regum\" von Laudorn. – [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "10.07.2024 10:58"}, {"ID": 189410145, "Datum": "14.10.1894, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner besucht den Gottesdienst in St. Michael (*).\nIm Fremdenblatt Nr. 282 wird auf S. 34 ein Kammermusikabend Hellmesbergers mit dem Quintett [am 19.12.1894] angekündigt:\r\n\"     – Das Quartett Hellmesberger bringt an seinen Kammermusikabenden folgende Werke zur Aufführung: Volkmann: [... Schumann, Beethoven ...] op. 59; Bruckner, Quartett [sic] F-dur; Fischhof: [...].\" (**a).\nEinen Hinweis darauf bringt auch »Die Presse« Nr. 282 auf S. 11:\r\n\"    – Concertanzeiger. Das Quartett Hellmesberger bringt an seinen Kammermusik=Abenden folgende Werke zur Aufführung: Volkmann, [... Schumann, Beethoven ...] op. 59; Bruckner, Quintett F-dur; Fischhof [...].\" (**b).\nDie Linzer Zeitung bringt auf S. 1160 noch eine Ankündigung des Konzerts am 21.10.1894 (mit der 7. Symphonie und dem »Te deum«):\r\n„      * (Dr. Anton Bruckner.) Zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckners veranstaltet der Wiener akademische Wagner=Verein am 21. d., mittags ½1 Uhr, im großen Musikvereinssaale ein Festconcert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Joseph Schalk und unter Mitwirkung der Damen Marie Lederer, k. k. Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch und der Herren Winkelmann, Kammersänger, Ferdinand Graf und Professor Joseph Vockner[,] des Hofopernorchesters, des Wiener Männergesangvereines „Schubertbund“ und des Wagner=Vereinschores die siebente Symphonie und das Tedeum des Meisters zur Aufführung gelangen.“ (***),\nwährend andere Zeitungen die Verschiebung des Konzerts melden:\nDeutsche Zeitung Nr. 8187 auf S. 8: \"     – Das zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's gestern angezeigte Fest=Concert muß in Folge gegenwärtiger Ueberbürdung des Hofopern=Orchesters vorläufig verschoben werden.\" (°),\nNeuigkeits-Weltblatt Nr. 236 auf S. 5:\r\n\"     Das Bruckner=Konzert verschoben. Das zur Feier des 70jährigen Geburtstages Anton Bruckner's angezeigte Fest=Konzert muß in Folge gegenwärtiger Ueberbürdung des Hofopern=Orchesters vorläufig verschoben werden.\" (°°)\nund Reichspost Nr. 237 auf S. 5: \"    – Das zur Feier des 70jährigen Geburtstages Anton Bruckner's gestern angezeigte Festconcert muß in Folge gegenwärtiger Ueberbürdung des Hofopern=Orchesters vorläufig verschoben werden.\" (°°°).\nFestkonzert der Wiener Philharmoniker im Musikvereinssaal anläßlich des fünfzigjährigen »Berufsjubiläums« von Johann Strauß (#).\r\nBei dieser Gelegenheit [oder einer separaten Strauß-Feier?] berichtet Dr. v. Olschbaur von Bruckners ernster Erkrankung in Steyr, was zur Folge hat, dass einige Berichterstatter Gerüchte von einer neuen und schweren Erkrankung verbreiten (##).", "Letzte Änderung": "03.12.2023 22:52"}, {"ID": 189510145, "Datum": "14.10.1895, Montag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Endlich seien die Noten eingetroffen [5. Symphonie und/oder e-Moll-Messe gemeint?]. Ob er mit Erlaubnis Angelo Neumanns mit seinem Prager Orchester die 5. Symphonie in Wien aufführen könne? Er, Josef, könne das leider nicht, da die Philharmoniker dafür absolut nicht zu haben seien. Er hätte die Antwort von Franz gerne bereits für die nächste Wagner-Vereins-Sitzung. Ob Franz sich bei Bruckner für die Gratulationskarte [4.10.1895] bedankt habe oder ob er, Josef, das mündlich ausrichten solle? (*).\nDie Linzer Montagspost Nr. 41 teilt auf S. 5 mit, daß in der diesjährigen venezianischen Kunstausstellung eine überlebensgroße Bronzebüste Bruckners [vermutlich: von Tilgner] ausgestellt sei:\r\n„     Tagesneuigkeiten.\r\n                          Linz, am 14. October 1895.\r\n[…]\r\n      Anton Bruckners Freunde dürfte es angenehm berühren, wenn sie hören, daß in der diesjährigen venezianischen, internationalen Kunstausstellung eine überlebensgroße Broncebüste Anton Bruckners ausgestellt ist.“ (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 11:42"}, {"ID": 189610145, "Datum": "14.10.1896, Mittwoch", "Haupttext": "Übersicht:\nA. Geschehenes (Ereignisse)\nB. Geschriebenes (Briefe, Dokumente)\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung)\nD. Kränze und Fahnenschleifen\n\nA. Geschehenes\n    Im Trauerhaus treffen Trauergäste mit Kränzen ein:\r\nStadt Wien (vertreten durch Strobach, Lueger, Neumayer, Tachau und Preyer), Kathi Kachelmayr, J. Milbeck aus Linz, Floderer vom \"Frohsinn\", Göllerich für den Linzer Musikverein und Sängerbund.\r\n   Als Spender weiterer Kränze werden genannt: Konservatorium, Hofoper, Stradal, Wiener Philharmoniker, Eberle, Neuer Wagner-Verein, Dr. Reisch, Wiener Akademischer Gesangverein, Martha Ginzkey [= Martha von Schmitt], Helene von Schmidt, Dittrich, Mayfeld, Orchesterclub »Haydn«, Hofmusikkapelle, Wiener Tonkünstler-Verein, Orchesterverein für klassische Musik, Hermann Steudner-Welsing [Steurer??] aus Liverpool, die Musikdirektoren Urban, Kaiser und Schwing, die Wiener Deutsche Studentenschaft (*), Almeroth, der auch für die Steyrer Gesellschaft der Musikfreunde und die Steyrer Liedertafel Kränze überbrachte, Graf und Gräfin Lamberg und Eduard Werndl (**).\nUm 1/2 2 Uhr wird der innere Einsatz des Sarges verlötet.\r\n    Die Totenfeier wird auf Anregung des Wiener Akademischen Gesangvereins von der Deutschen Studentenschaft (auch den Corps »Alemania«, »Saxonia«und »Olympia«) mitgestaltet.\r\n    Bis 3 Uhr kommen zu den bereits erwähnten Trauergästen noch Löwe, Josef Schalk, Vockner, Helm, Josef Hofmann, Grengg, Akademischer Wagner-Verein mit Schaumann [siehe Anmerkung], Schubertbund mit Fetzmann, Wiener Männergesangverein, Wiener Singakademie, Gesellschaft der Musikfreunde (***).\n    Gegen 3 Uhr treffen weitere Stadt- und Gemeinderäte ein (Tomola, Rauer, Fiedler, Dr. Wähner, Büsch, Weitmann [siehe die Anmerkung], Dr. Pommer, Zatzka, Dr. Reisch, Herold und Goldschmidt).\nDer Akademische Gesangverein unter Dr. Josef Neubauer singt den Mittelsatz aus Bruckners »Germanenzug« mit dem Hornquartett der Philharmoniker als Begleitung (°).\r\n\"Am 13. October, [sic] dem Tage des Leichenbegängnisses, fanden sich denn auch unsere sämmtlichen Vereinsmitglieder, die nationalen Verbindungen und eine große Zahl aus den Reihen der Finkenschaft vor dem Trauerhause im oberen Belvedere ein. | Manchen war es vergönnt, das Antlitz des todten Meisters noch zum letztenmale zu schauen. Der Verein sang unter der Leitung Dr. Neubauers den zweiten Satz aus des Meisters \"Germanenzug\". Die Hörnerbegleitung hatten mit liebenswürdiger Bereitwilligkeit die Herren Wipperich, Nowak, Moisl und Reiß, Mitglieder des Hofopern=Orchesters, übernommen. | Als der Leichnam unseres verstorbenen Freundes aus dem Sterbehause in den Leichenwagen getragen wurde, zogen die Chargierten die Schläger, und ernst und ergreifend erklangen die Worte des Chores: | \"In Odins Hallen ist es licht,  [...]\". [über die Aufstellung des Zuges der Studentenverbindungen] (°a).\nIm ersten Wagen des Trauerzuges sitzen Ignaz Bruckner und Bruckners Neffen Theodor und Gustav Hueber. Bis gegen 4 Uhr dauert die Auffahrt vor der Karlskirche (°).\n    (°°) Bei der Trauerfeier werden Chöre Herbecks (»Libera« mit dem Wiener Männergesangverein unter Kremser) und Schuberts (Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde unter Perger) und von den Philharmonikern unter Hans Richter das von Ferdinand Löwe für Blechbläser (für 4 Trompeten, 4 Hörner, 4 Wagnertuben, 3 Posaunen, Tuba, Pauken, Tamtam und kleine Trommel (°°°)) eingerichtete Adagio der 7. Symphonie aufgeführt. [siehe die Anmerkung]\r\n    \"Mittwoch den 13. [sic] October fand in der Karlskirche das Leichenbegängnis Bruckners statt. Es war erhebend und des seltenen Mannes würdig. Die Gemeinde Wien ehrte sich selbst, indem sie die Leichenfeier auf ihre Kosten veranstaltete; aber auch andere Körperschaften Wiens und der Provinz blieben nicht zurück. Der Wiener Männergesangverein legte einen mächtigen Lorbeerkranz mit entsprechender Widmung auf den Sarg des Verblichenen nieder und erschien mit umflortem Banner nahezu vollzählig im Presbyterium der Karlskirche. Dort sang er seinem hervorragenden Ehrenmitgliede in sinniger Andeutung früherer Beziehungen Herbecks \"Libera\" als letzten, wehmuithsvollen Abschiedsgruß.\" (°°a).\r\n    \"609. Leichenfeier des Componisten Professor Dr. Anton Bruckner in der Karlskirche am 14. October 1896, 3 Uhr Nachmittags. | Vortrag des Vereines: | \"Libera\", Männerchor mit Begleitung von 4 Posaunen von ..... Johann Herbeck.\" (°°b).\r\n    Die kirchliche Einsegnung wird von Pfarrer Dobner vorgenommen [siehe die Anmerkung] (°°). Pater Abel assistiert (#). Anschließend spricht Alfred Födisch [Franz Födisch?] vom WAGV einen Abschiedgruß:\r\n\"Jetzt ruhst Du, treuer Bruckner, unter der Orgel im Stifte St. Florian, der Du als schlichter Organist die herrlichen Töne entlocktest, die die Andächtigen begeisterten! Der \"Akademische\", dessen herrlichstes Ruhmesblatt die Beziehungen zu Dir, dem Giganten der Tonkunst sind, wird Dich nie vergessen!\" (##).\r\n    Bei der kirchlichen Einsegnungsfeier sind [neben den oben erwähnten Trauergästen] zugegen: Graf Latour, von Hartel, von Bezecny, Herz, Pölzl [siehe die Anmerkung], Zeißberg, Koch von Langentreu, Tachau, Preyer, Pohl, Lissek, Horak, Rektor Reinisch und viele Professoren, Dr. Müllner, Dr. Huber, Schneider, Wilhelm Jahn, Ludwig Koch, v. Billing, J. N. Fuchs, Krenn, Gustav Walter, Stolz, J. Hellmesberger, Eder, Adolf Müller, Ziehrer, Rudolf Weinwurm, Heinrich Köchert, Silberstein, Schlesinger, Polzhofer [siehe die Anmerkung], Löwe, Dr. Boller, Stradal, Kraus, Stoll, Simandl, Sugg und Bogdanovic (###).\r\n    Hugo Wolf wird der Eintritt in die Kirche verwehrt (a), Brahms (von Felix von Kraus begleitet [b1]) bleibt am Kirchenportal stehen (b2); [Details zu Brahms berichtet später der gleichfalls teilnehmende Ludwig Karpath (c)]. Brahms fragt Ida Conrat, was Bruckner aus seinen schönen Gedanken gemacht habe (d).\n    Die »Libertas« nimmt als weitere Burschenschaft an der Feier teil (Notiz »Auffahrt beim Leichenbegängnisse Dr. Bruckners.« im Bericht der Wiener akad. Burschenschaft Libertas 1897/97, S. 9) (e). Auch die katholische Studentenverbindung \"Austria\" ist vertreten (e1).\n    Außerdem erleben diesen Tag viele Schüler Bruckners (u.a. von Pachmann) (f), Max Graf (g), Bernhard Paumgartner (h) und der Ansfeldener Bürgermeister (Johann Plaß) (h1) mit.\r\n    Der Steyrer Männergesangverein »Kränzchen« ist durch Franz Hölzlhuber und Theodor Liebischer vertreten (i).\r\n    Auch Bruckners »letzte Flamme« Adele nahm an dem Leichenbegängnis teil (j).\nJosef Kluger empfand eine Bemerkung von Kathi Kachelmayr als Vorwurf, Bruckner vernachlässigt zu haben, und nahm am Trauerzug und der Einsegnungsfeier nicht teil (k).\nGegen 5 Uhr begleiten Meißner, Göllerich, Reisch [?? vgl. sein heutiges Telegramm (br10)] und Pater Graf Bruckners Sarg nach St. Florian (l).\nSitzung der Steyrer Liedertafel mit Gedenkrede von Dr. Franz Angermann (m).\nBei der Versammlung des Linzer MGV »Sängerbund« spricht Vorstand Wolf einen Nachruf (n).\nDr. J. Schauer, Vorstand der Welser Liedertafel, widmet Bruckner einen Nachruf (o).\nIn der Chronik der Liedertafel Mauthausen wird berichtet: \"1896. Am 14. Oktober widmete der Vorstand [vermutlich Johann Salzbauer und Julius Oßberger] dem verstorbenen Professor Dr. Anton Bruckner einen warmen Nachruf [...] \" (p).\n \nB. Geschriebenes (Briefe, Schreiben, Notizen)\nEine der Todesanzeigen wird an Fürst Liechtenstein geschickt (Datum des Poststempels) (br1).\nEintrag von P. Gottfried Friess in der Seitenstettener Stiftschronik: Bruckner am 10.10.1896 [sic] gestorben. Kurze Würdigung:\r\n    »In Wien starb 10. h. [= huius] der berühmte, fromme Compositeur Dr. An. Bruckner; einst Schulgehilfe in Windhag, Ob.Öst., dann Organist in St. Florian (Ob. Öst.) hochberühmt als Organist u. Composit. von Symphonien, Te Deum etc.« (br2).\n[Wann geschrieben?] Tagebuchnotizen Kronawitters: »11. Der berühmte Komponist u. Orgelvirtuose Prof. Dr. Anton Bruckner in Wien gestorben; 72 Jahre.« und\r\n»14. Täglich höchst zihmliche Zeitungsnachrichten über den verstorb. Komponisten Ant. Bruckner; dessen Leiche nach St. Florian überführt wird.« (br3).\nSchreiben des Obersthofmeisteramtes an die Belvedere-Schloßinspektion [Notiz auf dem Akt vom 12.10.1896]: Veranlassung der Wohnungsräumung (br4).\nBrief von Jean Louis Nicodé an Theodor Helm:\r\n     Für eine Bruckner-Gedenkfeier plane er die 9. Symphonie und das \"Te deum\". Ob Helm bei der Vermittlung des Materials behilflich sein können? (br5).\nDer Akt des Wiener Magistrats vom 13.10.1896 wird mit der Zahl 18806 bei der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land als eingelangt registriert (br6).\nPostkarte von Wolfgang Madjera [siehe die Anmerkung] an Guido Peters:\r\n     Über den Tod Bruckners. Er habe zu diesem Anlaß eine Ode geschrieben [vgl. Anmerkung] (br7).\nVollmacht an Theodor Reisch, unterzeichnet von Ignaz Bruckner und Rosalie Hueber (br8).\nBrief von Ferdinand Löwe an Amalie Zehetbauer:\r\n     Lädt sie zu den Begräbnisfeierlichkeiten ein (br9).\nTelegramm von Dr. Theodor Reisch an Propst Ferdinand Moser (St. Florian), aufgegeben um 2:10 nachmittags:\r\n     \"Bitte mich Ihnen anzuzeigen, daß ich mit den Familien Angehörigen Bruckners morgen 10 Uhr 43 M. in Asten ankommen werde | Dr Reisch\" (br10).\n[oder 15.10.1896?]\r\nTelegramm \"No 45\" von Leonard Achleuthner an Propst Ferdinand Moser, aufgegeben um \"9 Uhr 40 Min. v[or] Mittag\":\r\n     \"Wann ist präzise Bruckners Conduckt | Landeshauptmann\" (br11).\nVisitenkarten mit Kondolenzen werden [an Ignaz Bruckner] abgesendet von\r\n\"Dr. Paul Heyse, in herzlicher Theilnahme. | München. 14. Oct. 96\",\r\n\"Prof. Dr. Jireček mit | dem Ausdruck aufrichtiger Theilnahme. | Wien 14 Okt. 96\" und\nWilhelm Baron Weckbecker (Sektionsrat im Kultusministerium) \"spricht Ihnen, geehrter Herr, aus Anlass des Ablebens Ihres von ihm als Mensch wie als Tonsetzer so hochgeschätzten Herrn Bruder sein aufrichtiges Beileid aus. 14. X. 896.\" (br12).\nBrief von Dr. Kringl [=] (Museum Francisco-Carolinum in Linz) an den St. Florianer Stiftsbibliothekar Albin Czerny:\r\n     Ob er (vielleicht auch in Begleitung von Herrn Faigl) das Museum bei Bruckners Leichenbegängnis vertreten könne? (br13).\n \nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung nach dem Anfangsbuchstaben)\nArbeiter-Zeitung Nr. 283 auf S. 4:\r\n\"     Gemeinderathssitzung vom 13. Oktober. Im Gemeinderath wurde gestern \"aufgeräumt\". Eine große Anzahl von Referaten wurde erledigt, [...] Zu Beginn der Sitzung hielt der Bürgermeister dem verstorbenen Bruckner einen Nachruf, in dem er als dessen bedeutendste Eigenschaft hervorzuheben wußte, daß Bruckner ein frommer Katholik war!  .  .  .   Nachstehend der Sitzungsbericht: Vorsitzender Bürgermeister Strobach hält nach Eröffnung der Sitzung dem verstorbenen Tondichter Dr. Anton Bruckner einen Nachruf. Der Stadtrath habe den einstimmigen Beschluß gefaßt, die Leichenfeier für den verstorbenen Meister auf Kosten der Stadt Wien zu veranstalten. [...].\" (za1).\nDas \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 21323 Amsterdam) bringt auf S. 5 einen Nachruf:\r\n\"             KUNST EN WETENSCHAPPEN.\r\n[...]\r\n               Anton Bruckner. †\r\n     Met leedwezen vernemen wij, dat de componist Anton Bruckner na een langdurige ongesteldheid overleden is.\r\n     Anton Bruckner, was den 4don September 1824 te Ansfelden in Opper-Oostenrijk geboren; hij was de zoon van een dorpsonderwijzer, van wien hij het eerste onderwijs in muziek kreeg. Na den vroegtijdigen dood van zijn vader werd hij als koorknaap in de stichting St. Florian opgenomen. Onder buitengewoon behoeftige omstandigheden als hulponderwijzer te Windhag bij Freistadt en later als onderwijzer en tijdelijk organist in de St. Florianstichting, ontwikkelde Bruckner zich voornamelijk autodidactisch tot een uitstekend contrapuntist en voortreffelijk organist, zoodat hij in 1855 bij het examen voor domorganist te Linz met glans slaagde. Van Linz uit reisde Bruckner herhaaldelijk naar Weenen, om bij Sechter zijne studiën in het contrapunt te voltooien en van 1861—63 nam bij van Otto Kitzler les in de compositieleer. Door toedoen van Herbeek werd Bruckner na Sechters dood in diens plaats tot organist van de hofkapel en te gelijk tot leeraar voor orgelspel, contrapunt en compositie aan het conservatorium te Weenen benoemd, bij welke functies hij in 1875 nog de betrekking van muziekleeraar aan da universiteit voegde. In 1891 benoemde de Weener universiteit den kunstenaar tot doctor honoris causa in de philosophie.\r\n     Bruckner schreef acht symphonieën, waarvan de tweede (C moll) in 1876 en de derde (D moll) in 1877 te Weenen uitgevoerd werden, doch zonder veel indruk te maken. Eerst met de 7de (E dur) maakte Bruckner opgang; dit werk werd in 1885 gedrukt. De eigenaardigheid van den componist was een treffende, vaak genoeg levendige harmonische schakeering, die zich laat verklaren door het trachten van Bruckner om Wagners dramatischen stijl over te dragen, in de absolute muziek; uit diezelfde bron sproot zijn kleurige instrumentatie voort. Bovendien dwong Bruckner's meesterschap in het contrapunt hoogachting af. Vooral daarom is het te bejammeren, dat zijn ontwikkeling niet gelijkmatiger en logischer is geweest.\r\n     Behalve de bovengenoemde werken heeft Bruckner nog een Te Deum gecomponeerd, benevens een strijkquintet, een mannenkoor, Germanenzug, eenige gradualen en offertoriën, drie groote missen en een aantal mannenkoren.\" (za2).\nDer Bayerische Kurier und Münchner Fremdenblatt greift in seinem Nachruf auf einen Artikel des Wiener Fremdenblatts zurück:\r\n„      Dr. Anton Bruckner †. Wie bereits kurz gemeldet, ist in Wien  Dr. Anton Bruckner verschieden. Durch seinen Tod erleidet die Tonkunst einen schweren Verlust. Bruckner, der geniale Komponist und gewaltige Meister des Orgelspiels, wurde am 4 September 1824 in dem Flecken Ausfelden [sic] in Oberösterreich als Sohn armer Schullehrerseheleute geboren. In frühester Jugend als Sängerknabe in das Stift St. Florian aufgenommen, erhielt er dort den ersten musikalischen Iunterricht, der sich auf die Pflege des Kalvier=, Violin= und Orgelspiels erstreckte. Zum Jüngling herangewachsen, wurde er Schulgehilfe in einer Landschule; er bezog als solcher einen monatlichen Gehalt von 2 Gulden. Um sich vor Hunger zu schützen, spielte er auf Bauernhochzeiten und Kirchtagen um einen Zwanziger eine ganze Nacht zum Tanze auf. Diese harte Zeit fand ihr Ende, als Bruckner als Domorganist nach Linz berufen wurde, [sic] Wie glücklich fühlte er sich, nunmehr wenigstens vor Nahrungssorgen geschützt zu sein; nun konnte er sich wenigstens mit Muße seinen kontrapunktischen Studien hingeben, denen er mit dem ganzen Eifer seines künstlerischen Strebens oblag. Um die Unterweisung Simon Sechters genießen zu können, dieses strengsten Theoretikers des Kontrapunkt, lebte Bruckner längere Zeit hindurch sozusagen zwischen Linz und Wien. Besonders zu Ostern und Weihnachten weilte er stets hier, um bei Sechter kompositorisch zu arbeiten. Nach einigen Jahren schweren Studiums, das ihm den Schlaf vieler Nächte geraubt hatte, machte sich Bruckner daran, am Wiener Konservatorium die Maturitätsprüfung im Kontrapunkt abzulegen. In der Biographie seines Vaters theilt Ludwig Herbeck die näheren Umstände dieser Prüfung folgendermaßen mit: „Die Prüfungskommission bestand aus seinem Lehrer Sechter, aus Hellmesberger, Otto Dessoff und Johann Herbeck. Man kam sofort davon ab, an Bruckner theoretische Fragen zu stellen; als Künstler sollte er beweisen, was er konnte. Sich für Klavier oder Orgel zu entscheiden, stellte man dem Kandidaten frei. Bruckner entschied sich für sein Lieblingsinstrument, die Orgel. Man traf sich in der Piaristenkirche in der Josefstadt, wo eine gute Orgel steht. Sechter wurde aufgefordert, ein Fugenthema niederzuschreiben. Es waren vier Takte, Darauf ersuchte Herbeck seinen Kollegen Dessoff, das Thema zu verlängern; auf die Weigerung Dessoff’s  nahm Herbeck die Verlängerung auf acht Takte selbst vor. „Sie Grausamer!“ rief ihm Dessoff zu. Bruckner besah sich das Thema, zögerte eine Weile, fing aber dann zu präludiren an und ließ eine so genial durchgeführte Fuge folgen, daß die Herren der Prüfungskommission erstaunt und entzückt waren. „Er hätte uns prüfen sollen,“ hörten wir Herbeck sagen.“ Herbeck ließ nun den begabten Landsmann nicht mehr aus den Augen. Seinen Bemühungen ist es zu danken, daß Bruckner für das Wiener Konservatorium und für die Wiener Hofkapelle gewonnen wurde. Weiter schreibt das „Wiener Fremdenblatt“, dem wir diese Ausführungen entnehmen: Bruckner war zeit seines Lebens von einer Bescheidenheit des Auftretens – wenn man von einem solchen überhaupt sprechen kann – die nur von seiner Anspruchslosigkeit, was die Annehmlichkeiten des Lebens anbelangt, übertroffen wurde. Erst in den letzten Jahren hatte der einsame alte Mann wenigstens ein behagliches Heim. Dieses hatte Bruckner seiner hohen Gönnerin, Ihrer k. und k. Hoheit der Frau Erzherzogin Marie Valerie, zu verdanken, welche – wie Dr. Bruckner mit Stolz und Dankbarkeit erzählte – seinerzeit aus Wels in einem Schreiben ihren kaiserlichen Vater bat, dem Meister Bruckner eine Wohnung zu gewähren. Diese Bitte der hochherzigen Frau war bald erfüllt. Einer der größten Genießer von Bruckner’s Orgelspiel war Bischof Rudigier von Linz. Gar oft mußte Bruckner plötzlich nach Linz fahren, weil der musikfreudige Kirchenfürst sich nach dieser klingenden Andachtsübung sehnte. Er ließ sich von Bruckner erheben und erschüttern, das war für ihn eine Herzenskur. Und eines Tages – so erzählten damals die Musiker – als Bruckner ihn wieder „geheilt“ hatte, wie David’s Harfe den König Saul, und der Meister wieder nach Wien zurück mußte, da führte ihn der Bischof an eine Stelle der Domkirche und sagte: „Lieber Bruckner, Sie haben mir wieder, wie schon so oft, sehr wohl gethan, aber auch ich habe an Sie gedacht. Womit könnte ich Ihnen meinen Dank besser abtragen? Hier dieses Plätzchen in heiligem Boden gehört Ihnen; ich habe es Ihnen als Grabstätte gewidmet.“ In frommer Rührung dankte der Künstler, der die Meinung des Bischofs wohl verstand. Nun wird er wohl Gebrauch machen von dem kühlen Grabe.  .  .  .  Bruckner erreichte ein Alter von 73 [sic] Jahren. Sein an Arbeit und Sorgen reiches Leben wurde erst spät von den Strahlen einer warmen Sonne beschienen.\" (zb1).\n[Wann genau?] Bericht über das Leichenbegängnis [vermutlich] in einer Berliner Zeitung (zb2).\nNotiz im Bregenzer Tagblatt Nr. 3222 [auf S. 3]:\r\n   \"Aus aller Welt.\r\n - Wien, 12. October. Der Componist Anton Bruckner ist nach längerem Leiden gestorben.\" (zb3).\nNekrolog in der Breslauer Morgenzeitung (zb4).\nNotiz im Deutschen Blatt (Brünn) Nr. 81 auf S. 3:\r\n\"Aus Stadt und Land.\r\n     Dr. Anton Bruckner, der große deutsche Meister der Töne, ist am 11. l. M., im Alter von 71 [sic] Jahren in Wien gestorben. Eine Würdigung seiner großartigen Schöpfungen sei unseren Musikreferenten vorbehalten.\" (zd1).\nDeutsches Volksblatt Nr. 2795 auf S. 5:\r\n\"                        Wiener Gemeinderath.\r\n                       (Sitzung vom 13. October.)\r\n[...]\r\n     Im Nachstehenden der Bericht:\n           Nachruf für Professor Dr. Bruckner.\r\n     Vorsitzender Bürgemeister Strobach hält nach Eröffnung der Sitzung dem am Sonntag, den 11. d. M., verstorbenen Tondichter Dr. Bruckner folgenden Nachruf, der von den Versammelten stehend angehört wird:\r\n     Geehrte Herren! Einer der größten Tondichter der Gegenwart, Dr. Anton Bruckner, ist verschieden. [... Wortlaut identisch mit dem in der \"Presse\" (s. unten (zp1a)) ...].\r\n     Ich bin überzeugt, daß Sie, meine Herren, diesem Beschlusse zustimmen und durch recht zahlreiches Erscheinen bei der Leichenfeier dem Verewigten die letzte Ehre erweisen werden.\" (zd2),\n\nauf Seite 9:\r\n\"                         Anton Bruckner †.\r\n     Im Sterbegemache liegt Meister Bruckner's Leiche aufgebahrt. [... erwähnt: Carl Anton Almeroth, Anton Meißner, Graf Lamberg (Blumengewinde), Beraton, Künstlerhaus, Gemeinderäte, Gesangvereine; Kränze von Batthyany, Josef Werndl, Wiener Akademischer Gesangverein, Karl Almeroth (auch für Steyrer Liedertafel und Steyrer Musikverein), Anton Meißner (\"Letzter Gruß\"), Wiener Männergesangverein, Löwe, Josef Schalk, Gesellschaft der Musikfreunde, Th. Rättig, J. Latzelsberger (\"Meinem geliebten Meister\") und Th. Hämmerle ...].\r\n       *      *      *  \r\n     Der \"Schubertbund\" hat gestern Vormittags an der Bahre seines Ehrenmitgliedes Anton Bruckner durch eine Deputation einen prachtvollen Lorbeerkranz mit der Widmung \"Seinem Ehrenmitgliede – Der Schubertbund\" niedergelegt. [...]. – Die Direction der Gesellschaft der Musikfreunde, die ihre vorgestrige Sitzung mit einer Trauerkundgebung für ihr dahingeschiedenes Ehrenmitglied Dr. Anton Bruckner schloß, wird sich vollzählig an dem Leichenbegängnisse betheiligen. Desgleichen der Lehrkörper des Conservatoriums, [... Singverein ...]. – Reden werden bei der Leichenfeier nicht gehalten werden.\r\n       *      *      * \r\n     Ueber Anregung des Wiener Akademischen Wagner-Vereines werden bei den [sic] Leichenfeier für Anton Bruckner unter Leitung des Hofcapellmeisters Hans Richter die Philharmoniker die Trauermusik aus dem Adagio der VII. Symphonie zum Vortrage bringen.\r\n       *      *      *   \r\n     Die Mitglieder des Akademischen Wagner-Vereines versammeln sich zur Leichenfeier Professor Anton Bruckner's an der rückwärtigen Freitreppe des Belvederes um halb 3 Uhr Nachmittags.\" (zd3)\n\r\nund in der Abendausgabe auf S. 2: \"     * [Anton Bruckner †.] Um einhalb zehn Uhr Vormittags wurde der Sarg bis zum Antlitz bedeckt: um 2 Uhr Nachmittags wurde er ganz geschlossen und verlöthet. [... Kränze von: Koch von Langentreu, Carl Bernhard Ohn [sic], Guido Adler, Franz Ferdinand Pöschl, Ludwig Koch; Kondolenzen: Frau v. Biedermann, Finanzoberkommissär Lutz, Revident Altwirth, Wilhelm Brandtner, Adolf Placek, Friedrich König (Verbindung »Campia«)... Universität (Dr. Reinisch, Trauerfahne) ... Planung der Trauerfeier: gestern Versammlung des Wiener Akademischen Gesangvereins (Mittelsatz des \"Germanenzugs\" geplant), Einladung an Studentenverbindungen und Studenten], dem gewaltigen deutschen Tonhelden das letzte Geleite zu geben.\" (zd4).\nDeutsche Zeitung Nr. 8905 [Abendausgabe?] auf S. 2 :\r\n\"                 Wien, 14. October.\r\n          Anton Bruckner †.\r\n     Um halb 10 Uhr Vormittags wurde der Sarg bis zum Antlitz bedeckt; um 2 Uhr Nachmittags wird er ganz verschlossen und verlöthet. Im Laufe des Vormittags traf noch eine Große Anzahl Kränze ein, so von Hofrath Koch Edlen v. Langentreu, Karl Bernhard Oehn, Franz Ferdinand Pöschl, kaiserlichem Rath Ludwg Koch u. s. w. Condolenzen sandten: Frau v. Biedermann, Finanzobercommissär Lutz, Revident Altwirth, Professor Wilhelm Brandtner, Bureau=Souschef Adolf Placek, Friedrich König namens der Verbindung \"Campia\", u. s. w.\r\n     In Vertretung des durch die Theilnahme an einer gleichzeitig stattfindenden Sitzung verhinderten Unterrichtsministers Dr. Freiherrn v. Gautsch werden die Sectionschefs Graf Latour und Ritter v. Hartl bei der Leichenfeier für Bruckner erscheinen. – Die Wiener Singakademie hat in ihrer gestrigen Plenarversammlung der Trauer an dem Hinscheiden Anton Bruckner's lebhaften Ausdruck gegeben und eine Deputation zur Betheiligung an den Leichenfeierlichkeiten für den verstorbenen Meister delegirt.\r\n     An unseren Musikreferenten Dr. Th. Helm ist von dem Director des Brünner Musikvereines, Herrn Kitzler, folgende Drahtnachricht eingelangt: \"Dem Freunde und Schätzer Bruckner's tiefstes Beileid. – Kitzler.\" – Director Kitzler führte vor einigen Jahren Bruckner*'s vierte Symphonie und heuer seine zweite mit größtem Erfolge in Brünn auf.\" (zd5).\nDas \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\" Nr. 243 schreibt auf S. 6:\r\n\"     De bekende componist Anton Bruckner is is [sic] na een lange ziekte Zondagmiddag op 73jarigen leeftijd gestorven te Weenen, in de hem door Keizer Frans Jozef aangewezen woning in het oude kasteel Belvedère. Bruckner is vooral beroemd door zijn Zevende Symphonie in E, die hij op 61jarigen leeftijd schreef.\" (zd6).\nDas Dresdner Journal Nr. 240 kündigt auf S. 1925 das Konzert vom 28.10.1896 an:\r\n\"     *  Zum Gedächtnis des verewigten Meisters Anton Bruckner gelangt der \"Trauergesang auf den Tod Richard Wagners\",das Adagio aus der 7. Symphonie von Bruckner am 1. Orchesterabend Nicodés am 28. d.Mts. zur Aufführung. Die vollständige Symphonie kam hier vor neun Jahren zum ersten Male zu Gehör und zwar ebenfalls in einem von Hrn. Nicodé geleiteten Konzerte.\" (zd7).\nIm Fränkischen Kurier (Nürnberg) ist bis Ende Oktober kein Nachruf zu finden, nur am 14.10.1896 ein Bericht von der Stadtratssitzung mit Bürgermeister Strobach (zf1).\nFremdenblatt Nr. 283 auf S. 5 [Morgenblatt?]:\r\n„     * (Anton Bruckner †.) Im Sterbegemache liegt Meister Bruckner’s Leiche aufgebahrt. Es ist ein mäßig großes Gemach im Erdgeschoße des Kustodentraktes im oberen Belvedere. Schwarze Tücher verkleiden Wände und Plafond, die Fenster verschwinden unter den schweren Draperien und das helle und doch beängstigende Licht von mehr als hundert Kerzen, die in vierundzwanzig mehrarmigen Kandelabern brennen, verbreitet sich in dem Raume. Auf dem Katafalk steht der Sarg aus Goldbronze, in dem der Todte ruht. Die Hände halten ein zartes Bouquet knospender Rosen, die weiße Schleifen tragen die Inschrift „Vom kleinen Karl Anton seinem Taufpathen“. Bruckner hat nämlich vor Jahresfrist, trotzdem er schon leidend war, den Sohn seines Freundes Karl Almroth [sic] aus der Taufe gehoben. Ein Baldachin wölbt sich oberhalb des Katafalks. Auf einem rothen Kissen liegt der Franz Joseph=Orden. Hausoffiziere der Entreprise des pompes funèbres halten die Ehrenwache. Den ganzen Tag über langten Kränze und Beileidskundgebungen an. Viele Gesangvereine kamen deputativ und legten Blumenspenden am Sarge nieder. Ein besonders prachtvolles Gewinde [sic] sandten Graf und Gräfin Lamberg; ferner haben Kränze geschickt: Fürst Edmund Batthyany, Josef Werndl, Wiener Akademischer Wagner=Verein, Anton Meißner, Wiener Männergesangverein, die Professoren Löwe und Schalk des Konservatoriums, die Gesellschaft der Musikfreunde, Th. Rättig und Andere. Der „Schubertbund“ wird mit seinem Banner den Sarg vom Belvedere zur Kirche begleiten. – In der gestrigen Sitzung des Gemeinderathes hielt der Bürgermeister den Manen Bruckner’s einen Nachruf. Er theilte mit, daß nach Beschluß des Stadtrathes das Leichenbegängniß auf Kosten der Gemeinde stattfinden werde und lud die Gemeinderäthe zur regen Theilnahme am Leichenbegängnisse ein. – Die Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde, die ihre letzte Sitzung mit einer Trauerkundgebung für ihr dahingeschiedenes Ehrenmitglied schloß, wird sich vollzählig an dem Leichenbegängnisse betheiligen. Desgleichen der Lehrkörper des Konservatoriums, dem der Verblichene durch eine lange Reihe von Jahren angehört hat. Der Singverein wird in der Kirche Schubert’s „Litanei“ zum Vortrage bringen. Die Mitglieder sind gebeten, such um ¾3 Uhr nächst dem Sakristeieingang der Karlskirche einzufinden. – Ueber Anregung des akademischen Wagner=Vereines werden Mitglieder des Hofopernkapelle unter Leitung Hans Richter’s das Adagio aus Bruckner’s siebenter Symphonie zum Vortrage bringen. – Reden werden bei der Leichenfeier nicht gehalten werden.“\r\nAußerdem auf Seite 1 des Abendblatts:\r\n„     * (Anton Bruckner †.) Auf Anordnung des Rector magnificus Professors Dr. Reinisch wurde die Trauerfahne an der Universität gehißt, deren Ehrendoktor bekanntlich Professor Bruckner war. Obwohl der Verstorbene nicht Mitglied des Professorenkollegiums war und sohin eine offizielle Betheiligung der Universität als solcher [sic] nicht Vorschrift ist, werden der Rektor und die Dekane der Fakultäten der Trauerfeier in der Karlskirche beiwohnen. Im Vereinslokale des Wiener akademischen Gesangvereines in der Universität fand gestern Nachmittags eine Versammlung statt, in der betreffs der Betheiligung der Studentenschaft am Leichenbegängnisse Beschlüsse gefaßt wurden. Demnach wird der Akademische Gesangverein im Sterbehause den Mittelsatz aus dem „Germanenzug“ Bruckner’s zum Vortrage bringen. Dortselbst versammeln sich ferner die Wiener Burschenschaften, die wehrhaften Vereine, das Korps „Allemannia“ und „Saxonia“ mit ihren Chargirten. Der Sarg wird von den Chargirten begleitet. Der Ausschuß des akademischen Gesangvereines hat an die Kommilitonen einen Aufruf erlassen, in welchem es unter Anderem heißt: „Der bedeutendste unter den gegenwärtigen Tondichtern, Professor Anton Bruckner, Ehrendoktor der Wiener Universität, ist verschieden. Da der Verblichene durch eine lange Reige von Jahren unserem Vereine als Ehrenmitglied angehörte, halten wir es für unsere Pflicht, an die gesammte deutsche Studentenschaft die Einladung ergehen zu lassen, dem gewaltigen deutschen Tonhelden das letzte Geleite zu geben.“ In Vertretung des durch die Theilnahme an einer gleichzeitig stattfindenden Sitzung verhinderten Unterrichtsministers Dr. Freiherrn v. Gautsch werden die Sektionschefs Graf Latour und Ritter v. Hartl bei der Leichenfeier für Bruckner erscheinen.“ (zf2).\nGrazer Morgenpost Nr. 236 auf S. 1f (auf einen Artikel der Wiener Abendpost zurückgreifend [Hirschfeld am 12.10.1896?]):\r\n\"                Feuilleton.\r\n               Anton Bruckner †.\r\n     Am Sonntag ist in Wien der Tondichter Anton Bruckner gestorben. Einem ihm gewidmeten Nekrolog der „Wiener Abendpost“ entnehmen wir Folgendes:\r\n     Anton Bruckner zählt zu den schlichten deutschen Männern, welche als Schulmeister begannen und als Meister endeten. Es sind, wenn wir nur an Schubert und Bruckner denken, Schollenmenschen, deren Geist hoch fliegt, deren Leben aber im engen heimatlichen Kreise sich ruhig abspielt. Was sie wirken, wird jedesmal ein Kunstereignis; doch an äußeren Ereignissen, also Geschehnissen, ist ihr Lebensweg nicht reich. Anton Bruckner ist am 4. September 1824 als der Sohn eines Dorfschulmeisters in Ansfelden (Oberösterreich) geboren. Er war der Erstgeborene, zu dem sich später noch eilf Geschwister gesellten. Den Vater, welchem er die ersten musikalischen Unterweisungen dankte, verlor der junge Bruckner schon im Jahre 1836 [sic]. Im Stifte St. Florian wurde der verwaiste Lehrerssohn mit zwölf Jahren als Sängerknabe aufgenommen.\r\n     Nach absolviertem Präparanden=Curse erhielt der siebzehnjährige Bruckner eine Anstellung als Schulgehilfe in Windhag an der Maltsch in Oberösterreich. Hier lernte er die ganze Tonleiter von Freuden und Leiden des in einer Person vereinigten Lehrers, Musikers und Messners der vormärzlichen Zeit kennen. Sein Gehalt von zwei Gulden monatlich schnitt die Scala der Freuden früh genug ab. Der junge Musikus musste bei Bauernhochzeiten und Kirchweihfesten aufspielen, um den Lebensunterhalt zu finden.\r\n     Von Windhag wanderte der Schulgehilfe Bruckner nach Kronsdorf [sic] bei Enns, von da zurück zum Ausgangspunkte nach St. Florian, wo er Lehrer und supplierender Stiftsorganist wurde. Im Orgelspiele, in der Composition leistete Bruckner damals schon große Stücke.\r\n     Bruckners äußere Entwicklung war trotz der genialischen Veranlagung eine stetige, ruhige. Mit dem Jahre 1851 wurde er schon erster Stiftsorganist in St. Florian. Ein Jahresgehalt von 80 fl., zu welchem sich der Lehrersold von 36 fl. jährlich schob, gestattete dem jungen Bruckner schon manche Reise nach Wien, wo er den gelahrten Hofkapellmeistern Aßmayer, Preyer, dem Hoforganisten und Theoretiker Sechter sich nähern durfte. Proben seiner Orgelkunst brachten ihm damals schon reiche Ehren. Am 25. Jänner 1856 gieng Bruckner aber als Sieger in einer Concurrenz zur Besetzung der Dom=Organistenstelle in Linz hervor. Durch die „Königin der Instrumente“ wurde Bruckner aus den Banden der Schule gelöst. Vier Jahre hindurch, stets gegen Ostern und Weihnachten, war Bruckner regelmäßig in Wien zu finden, wo er bei Sechter strenge Studien machte. Sechters „Fundamente“ wurden das Fundament Bruckners. „Bei aller Wertschätzung seines Schülers“, sagt der Biograph Bruckners, „den er die schwierigsten Formen des Contrapunktes spielend beherrschen gelehrt hatte, schlug Sechter dennoch ein Kreuz über den kühnen Revolutionär Bruckner. Sechter musste sich vorkommen wie ein Huhn, das aus einem unterlegten Ei einen Adler ausgebrütet hat.“\r\n     Bruckner legte alsbald vor Dessoff, Herbeck, Hellmesberger, den Schulgrößen des Conservatoriums, eine Reifeprüfung ab. Professor Sechter zeichnete vier Takte eines Themas auf, das Bruckner auf der Orgel durchführen sollte, Dessoff verlängerte das Thema um vier Takte, Herbeck verlängerte es abermals. Das grausame Thema wurde zu einer genial durchgeführten Fuge gestaltet. Die Commission konnte die Kunst Bruckners nicht genug preisen. Herbeck veranlasste die Berufung Bruckners nach Wien. So wurde Bruckner exspectierender Organist in der Hofkapelle, später Professor des Orgelspieles und des Contrapunktes am Conservatorium. Der Lehrerberuf zog Bruckner wieder in seine stillen Kreise, aber in ungleich höherer Geltung als dereinst. Wer das Glück hatte, unter Bruckners Leitung in die Geheimnisse des Contrapunktes eingeweiht zu werden, wurde dessen froh fürs ganze Leben.\r\n     Bruckners erste schöpferische That war die Messe in D, welche im Jahre 1864 entstand. Erst in allerletzter Zeit fand sich für diese Messe, welche freilich genug Bewunderer gefunden hatte, auch ein Verleger. Im Jahre 1865 vollendete Bruckner seine erste Symphonie. Damals führten ihn die „Tristan“=Vorstellungen nach München, wo Bruckner mit Glück um die Freundschaft Wagners warb. Zwei Jahre später brachte Herbeck in der Augustiner=Kirche die Bruckner’sche D-Messe zur Aufführung. Von Bedeutung und bezeichnend für die Hochachtung, welche Wagner dem aufstrebenden Meister zollte, ist ein Concert, welches Bruckner im Jahre 1868 in Linz dirigierte. Er führte dem Linzer Publicum den Schlusschor des zweiten Actes aus den „Meistersingern“ vor, dessen bis dahin unveröffentlichte Partitur Richard Wagner an Bruckner gesendet hatte. Mit seiner ersten Symphonie holte sich Bruckner aber im Jahre 1868 bei den Linzern, zumal die Orchestermittel unzureichend waren, keinen Erfolg. Trost suchte Bruckner im Schaffen. Zu Weihnachten des Jahres 1868 war die herrliche F-moll-Messe vollendet. „Es bezeichnet so recht unseres Meisters naiv=frommen Sinn“, sagt sein Biograph, der Lehrer Brunner in Linz treffend, „dass er im Dankgefühle für die ihm von oben gewordene geistige Wiedergeburt eine der schönsten Stellen des Benedictus aus dieser Messe später in das Adagio der zweiten Symphonie aufnahm.“\r\n     Noch in demselben Jahre war zur Einweihung der Votivkapelle des Maria Empfängnis=Domes zu Linz die zweite große Messe in E-moll mit Begleitung von Blas=Instrumenten entstanden. Als Organist trat der Meister bald darauf siegreich in einem Wettspiele in der Kathedrale von Nancy hervor. Er schlug alle seine bedeutenden Nebenbuhler. Einen noch größeren Triumph feierte Bruckner in London bei einem neuerlichen Wettstreite. Er gab nach seinem Siege acht Concerte in der Albert=Hall, fünf im Krystallpalaste. London wollte den unvergleichlichen Meister an England fesseln. Bruckner aber blieb seinem Vaterlande treu. Die Lebensgeschichte Bruckners ist fortan nur die Geschichte seines Schaffens, seiner Werke.\r\n     Die zweite Symphonie war im Anfange der Siebziger Jahre componirt worden. Ihr folgte unmittelbar noch vor dem Weltausstellungsconcerte, in welchem die zweite zur Aufführung gelangte, die dritte, Richard Wagner gewidmete Symphonie in D-moll. Dieses grandiose Werk wanderte bis zu den Lamoureux=Concerten. Die Gesellschaft der Musikfreunde machte im Jahre 1877 zum erstenmale die Wiener mit dieser monumentalen Schöpfung bekannt. Herbeck hatte sie aufs Programm gesetzt, erlebte aber diese Aufführung nicht mehr. Der Streit um Bruckner war damals schon hell entbrannt. Der kritischen Verdienste des Dr. Helm, welcher ein begeisterter Lobsprecher Bruckners wurde, muss hier dankbar gedacht werden. Als im Jahre 1877 die dritte Symphonie zur Aufführung kam, war die vierte in Es-dur, die „Romantische“, bereits vollendet, und eine fünfte in B-dur harrte schon der Vollendung. Die romantische Symphonie wurde von den Philharmonikern unter Hans Richters Leitung im Jahre 1881 in einem Concerte zum besten des deutschen Schulvereines zum erstenmale gespielt.\r\n     Im großen Publicum fand Bruckner nur langsam Anerkennung. Jeden neuen Schritt zu allgemeinerer Würdigung suchten die gegnerischen „Merker“ immer wieder zu vereiteln. Mit der siebenten Symphonie – ihr war im Jahre 1883 die sechste vorangegangen – errang aber Bruckner vom Jahre 1884 ab auch die nöthigen äußeren Erfolge. Leipzig und München giengen mit dem Werke voran. Den Ruhm Bruckners – natürlich immer nur in den Grenzen vorurtheilsfreier Kreise – befestigte das F-dur=Quintett, welches von Hellmesberger 1885 ans Licht gebracht wurde. Im folgenden Jahre gelangte das „Tedeum“ in einem Gesellschaftsconcerte zur Aufführung. Das Werk begeisterte die Anwesenden. Die Philharmoniker, lange zurückhaltend, führten Bruckner mit der Siebenten im Jahre 1889 [sic] in ihre Concerte ein. Einige Jahre später füllten sie allein mit der Achten zum Missvergnügen der Gegner das Programm eines ganzen Concertes. Nur die sechste Symphonie ist, wie uns die Aufzeichnungen Helms belehren, vollständig bisher nicht aufgeführt worden. Die Fünfte hat Kapellmeister Franz Schalk bereits in Graz mit außerordentlichem Erfolge zur Aufführung gebracht. Bruckners Schöpfungen gewinnen nun stetig an Boden.\r\n     Im hohen Alter fehlte es dem Meister auch an bedeutenden Ehrungen nicht. Se. Majestät der Kaiser verlieh ihm im Jahre 1886 das Ritterkreuz des Franz Joseph=Ordens; der akademische Senat ernannte ihn zum Ehrendoctor der Universität Wien. Hofrath Exner, damals Rector der Universität, schloss seine Ansprache mit den Worten: „Ich, der Rector=Magnificus der Wiener Universität, beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhag.“\r\n     Ein jährlicher Ehrensold, welchen die Landesvertretung Ober=Oesterreichs Bruckner bewilligte, ein Ehrensold, welchen Se. Majestät und angesehene Kunstfreunde dem greisen Meister aussetzten, und schließlich die Begünstigung, im Belvedere eine behagliche, herrlich gelegene freie Wohnung zu beziehen, scheuchten von dem Meister die Sorgen des Tages. Er konnte, von Aemtern frei, ganz seinem Schaffen leben. Das Schicksal hat ihm die Vollendung der Chor=Symphonie, der neunten, nicht gegönnt. Die Kunstwelt hat einen der bedeutendsten Symphoniker, einen erhabenen Kirchen=Componisten, einen unübertrefflichen Orgelkünstler, das Vaterland hat einen seiner treuesten Söhne verloren.“\r\n[ohne die Signatur der Originalvorlage „r. h.“] (zg1).\nGrazer Volksblatt Nr. 235 auf S. 5 (Beilage S. 1), signiert \"-sdl-\" [Carl Seydler]:\r\n\"              Dr. Anton Bruckner.\r\n     Am 11. d. M. um halb 4 Uhr nachmittags starb im kaiserlichen Schlosse \"Belvedere\" in Wien einer der edelsten Tondichter unseres an Musikern so reich gesegneten Vaterlandes. [... Würdigung des Symphonikers ...]. Dieser seiner Natur entsprach eine gewisse Abneigung gegen alle mit dem Worte verbundene Musik; er nannte den Gesang stets scherzweise \"eine verheiratete Musik\" (Bruckner blieb Zeit seines Lebens ein strammer Junggeselle). [... dennoch bedeutend:  \"Te deum\", \"Helgoland\", 150. Psalm ...]\r\n     In drei breit und groß angelegten Messen [... nur für den Konzertsaal ... kleinere Kirchenmusikwerke ...].\r\n     Die eigentliche Größe seines Schaffens aber liegt in der Symphonie; [...] durch und durch großartige orchestrale Prophetien des musikalischen Glaubensbekenntnisses Richard Wagners.\r\n     [... Dramen ohne Worte, nicht an Beethoven oder Brahms zu messen ... 9. Symphonie mit \"Te deum\" als Finale ... Entstehungs- und Aufführungsgeschichte der Symphonien, (irrig: in Graz 1. Symphonie 11.3.1895 [recte: 11.4.1896], 5. Symphonie 8.4.1894 [recte 9.4.1894]) ...].\r\n     Bruckner ist geboren als Sohn eines Schullehrers zu Amstetten [sic] in Oberösterreich. [... Biographisches (irrig: in St. Florian bei Organist Kattnig [recte Kattinger], Nancy und London Mitte der 1860er Jahre) ... letzte Jahre ...].\r\n     In letzterer Zeit hatte Bruckner eine Parterrewohnung im kais. Lustschlosse Belvedere in Wien bezogen, welche ihm der Allerhöchste Hof über Verwendung Ihrer k. Hoheit der Frau Erzherzogin Maria Valerie eingeräumt hatte. Dort ist er am 11. d. um halb 4 Uhr nachmittags schmerzlos und ohne Todeskampf sanft verschieden.        -sdl- \" (zg2).\nGrazer Tagblatt Nr. 284 auf S. 7:\r\n\"                      Anton Bruckner †.\r\n     Wien, 13. October. Der Stadtrath beschloss, das Leichenbegängnis des Tondichters Bruckner auf Kosten der Gemeinde zu veranstalten.\n     Wien, 13. October. Wie nunmehr bekannt wird, wurden über Auftrag des Kaisers Bruckners Wohnräume täglich mit frischen Blumen versehen. Dieser Herrscher war es auch, der die Drucklegung der Werke Bruckners thatkräftig förderte und aus seiner Privatschatulle namhafte Summen für die kostspielige Drucklegung entnahm.\n     Wien, 13. October. Der Bürgermeister Strobach widmete in der heutigen Sitzung des Gemeinderathes dem verstorbenen Componisten Bruckner einen warmen Nachruf und theilte mit, dass der Stadtrath beschlossen habe, das Leichenbegängnis auf Kosten der Gemeinde zu veranstalten.\" (zg3).\nDie in Montreal (Kanada) erscheinende Zeitung The Gazette Nr. 247 bringt auf S. 8 die Kurzmeldung\r\n\"                        OBITUARY.\r\n[...]\r\n     VIENNA, October 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zg4).\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 283 auf S. 3:\r\n„         Anton Bruckner †. \r\n            Die Aufbahrung.\r\n     Im Sterbegemache liegt Meister Bruckner’s Leiche aufgebahrt. Es ist ein mäßig großes Gemach im Erdgeschosse des oberen Belvedere. Schwarze Tücher verkleiden Wände und Plafond, die Fenster verschwinden unter den schweren Draperien und das helle und doch beängstigende Licht von mehr als hundert Kerzen, die in 24 mehrarmigen Candelabern leuchten, verbreitet sich in dem Raume. Auf dem Katafalk steht der Sarg aus Goldbronze, in dem der Todte ruht. Die Hände halten ein zartes Bouquet knospender Rosen, dessen weiße Schleifen die Inschrift tragen: „Vom kleinen Carl Anton seinem Taufpathen.“ Bruckner hat nämlich vor Jahresfrist, trotzdem er schon leidend war, den Sohn seines Freundes Carl Almroth [sic] aus der Taufe gehoben.\r\n     Auf einem rothen Kissen liegt der Franz Joseph=Orden, die einzige Ordensauszeichnung, die Bruckner besaß. Hausofficiere der Entreprise halten die Ehrenwache.\r\n     Bruckner’s Schüler und Freund Anton Meißner macht bis zur Ankunft der Geschwister des Verblichenen die Honneurs. Den ganzen Tag über langten duftige Grüße und Beileidskundgebungen an. Viele Gesangsvereine kamen deputativ und legten Blumenspenden am Sarge nieder. Ein besonders prachtvolles Gewinde [sic] sandten Graf und Gräfin Lamberg; ferner haben Kränze geschickt: Fürst Edmund Batthyany („Dem großen Meister“), Joseph Werndl, Wiener Akademischer Wagner=Verein, Carl Almroth, der auch außer seinem Kranz solche für die Steierer Liedertafel und den Steierer Musikverein niederlegte, Anton Meißner („Letzter Gruß“), Wiener Männergesangverein („Seinem Ehrenmitgliede“), die Professoren Löwe und Schalk des Conservatoriums, die Gesellschaft der Musikfreunde, Th. Rättig („Ad astra per aspera“), J. Latzelsberger („Meinem geliebten Meister“), Th. Hammerle [sic] &amp;c. &amp;c. Condolenzen kamen u. A. von Baron Nathaniel Rothschild, Maler Beraton, vom Künstlerhaus, von vielen Gemeinderäthen, zahlreichen Gesangvereinen &amp;c.\r\n     Der „Schubertbund“ hat gestern Vormittags an der Bahre seines Ehrenmitgliedes Anton Bruckner durch eine Deputation einen prachtvollen Lorbeerkranz mit der Widmung; „Seinem Ehrenmitgliede – Der Schubertbund“ niedergelegt. An dem heutigen Leichenbegängnisse betheiligt sich der Bund dadurch, daß seine Mitglieder unter Vorantragung des Vereinsbanners vom Trauerhause aus dem verstorbenen Meister das Geleite geben.\r\n      Die Direction der Gesellschaft der Musikfreunde, die ihre vorgestrige Sitzung mit einer Trauerkundgebung für ihr dahingeschiedenes  Ehrenmitglied Dr. Anton Bruckner schloß, wird sich vollzählig an dem Leichenbegängnisse betheiligen, desgleichen der Lehrkörper des Conservatoriums, dem der Verblichene durch eine lange Reihe von Jahren angehörte. Der Singverein wird in der Kirche Schubert’s „Litanei“ zum Vortrage bringen und es werden die Mitglieder gebeten, sich um ¾3 Uhr nächst dem Sacristei=Eingange der Carlskirche einzufinden. – Reden werden bei der Leichenfeier nicht gehalten werden.\r\n                      *\r\n     Zu Beginn der gestrigen Gemeinderathssitzung widmete der Bürgermeister dem verstorbenen Tondichter Dr. Bruckner folgenden Nachruf, der von den versammelten Stadtvätern stehend angehört wurde:\r\n     „Geehrte Herren! Einer der größten Tondichter der Gegenwart, Dr. Anton Bruckner, ist verschieden. Still, wie sein ganzes Leben, vollzog sich auch sein Ende; schmerzlos und ohne Todeskampf entwich seine Seele. Dieser große Meister der Töne war ein strenggläubiger Katholik; Ueberzeugungstreue, eiserner Muth im Kampfe des Lebens, schlichte Einfachheit und bescheidenes Wesen zeichneten ihn aus. Kein freundliches Geschick war seiner Jugend beschieden und durch Entbehrungen aller Art führte ihn sein Genius zur Höhe jener Auserwählten, zu denen wir mit ehrfurchtsvoller Bewunderung emporblicken.     Nicht immer wurde seinem großen Können die verdiente Werthschätzung zutheil und nur langsam rangen sich seine Werke zur vollen Anerkennung durch, nicht blos in seinem Vaterlande, sondern auch im Auslande. Möge die Nachwelt dem großen Todten jene allgemeine Würdigung zutheil werden lassen, welche der großen Bedeutung des Künstlers entspricht.\r\n     Bruckner's Name ist unzertrennbar mit unserem Kunstleben verbunden, sein künstlerisches Schaffen hat der Stadt Wien zur Ehre gereicht, wir werden ihm stets ein würdiges Andenken bewahren.\r\n     In Anerkennung der großen Verdienste Bruckner's um die heimische Kunst hat der Stadtrath den einstimmigen Beschluß gefaßt, die Leichenfeier für den verstorbenen Meister auf Kosten der Stadt Wien zu veranstalten.\r\n     Ich bin überzeugt, daß Sie, meine Herren, diesem Beschlusse zustimmen und durch recht zahlreiches Erscheinen bei der Leichenfeier dem Verewigten die letzte Ehre erweisen werden.\" “ (zi1)\nund Abendausgabe S. 4:\r\n„            Anton Bruckner †.\r\n     Im Laufe des heutigen Vormittags wurde an der Bahre Anton Bruckner’s noch eine große Anzahl von Kränzen niedergelegt, so unter Anderen von Hofrath Koch Edlen v. Langentreu, Carl Bernhard Ohn [sic], Professor Dr. Guido Adler, Franz Ferdinand Pöschl, kais. Rath Ludwig Koch &amp;c. Auch Frau Katharina Kachelmayer, welche volle 24 Jahre als Wirthschafterin im Dienste des verblichenen Meisters stand, legte einen prächtigen Kranz mit der Bandinschrift „Von seiner langjährigen, treuergebenen Kachelmayer“ auf den Sarg nieder.\r\n    Condolenzen sandten: Frau v. Biedermann, Finanz=Obercommissär Lutz, Revident Altwirth, Prof. Wilhelm Brandter, Bureau=Souschef Adolph Placek, Friedrich König namens der Verbindung „Campiante“. Der Vicepräsident der Gesellschaft der Musikfreunde Hofrath Koch v. Langentreu und der Generalsecretär kais. Rath Ludwig Koch fanden sich persönlich im Trauerhause ein, um zu condoliren. Ein prachtvolles Blumengewinde kam vom Hof=Musikalienverleger Gutmann.\r\n    Die Wiener Universität, deren Ehrendoctor der heimgegangene Meister war, wird sich in imposanter Weise an der heutigen Leichenfeier betheiligen.\r\n     In Vertretung des durch die Theilnahme an einer gleichzeitig stattfindenden Sitzung verhinderten Unterrichtsministers Dr. Freiherr v. Gautsch werden die Sectionschefs Graf Latour und Ritter v. Hartl bei der Leichenfeier für Bruckner erscheinen.“ (zi2).\n[Titel ohne Zuordnung der Ausgaben: \"Lorbeer statt Brod!\" und [recte vermutlich Arbeiterzeitung 15.10.1896] \"Bruckner's Leichenbegängniß hat gestern stattgefunden\" (zi2a)]\nInnsbrucker Nachrichten Nr. 236 auf S. 3:\r\n»     (Dr. Anton Bruckner †.) Die Tonkunst hat einen schweren Verlust zu beklagen. [... Biographie bis 1894, Commers] zu Ehren des Meisters, der von dieser Ovation so gerührt war, dass er kaum danken konnte.« [keine Signatur] (zi3).\nKärtner Zeitung Nr. 236 auf S. 4 [auf den Text des \"Vaterlands\" vom 12.10.1896 zurückgreifend]:\r\n\"                            Vermischtes.\r\n     Professor Bruckner †. Der Hoforganist und Lector für Harmonielehre und Contrapunkt an der Wiener Universität, Dr. Anton Bruckner, ist gestern, halb 4 Uhr nachmittags, [...] verstorben. [... über Biographie und Werke ... ], besonders aber seine sieben Symphonien, deren einige in den Achtziger=Jahren solchen Erfolg hatten, dass sein Name nun endlich in den weitesten Kreisen bekannt wurde.\" (zk1).\nLeipziger Neueste Nachrichten (zl1).\nLeipziger Tageblatt Nr. 524 auf S. 7536 (= 18):\r\n\"                      Musik.\r\n            Anton Bruckner †.\r\n     Seit Monaten schon lag einer unserer edelsten und ehrlfchsten [sic] Tonmeister der Gegenwart auf dem stillen, traurigen Siechbette im alten Belvedere, dem berühmten Palast des Prinzen Eugen auf dem Rennweg in Wien. [... erwähnt [als Augenzeuge?] die Konzerte in Berlin im Januar 1894 ... Improvisationsgabe ... Biographisches (u.a. 21.11.1861, Widmung der 3. Symphonie an Wagner)... Würdigung Bruckners auch abseits der Wagnerianer oder der Hanslick-Partei möglich ...]; eine Kritik, die in bekannter Gründlichkeit künstlerische Erscheinungen mit Vorliebe zu katalogisiren pflegt, kommt immer noch früh genug.\r\n                                 Th. Cursch-Bühren.\r\n     Friedrich Klose ist einer der begabtesten und bedeutendsten Schüler des jetzt verstorbenen Meisters Anton Bruckner in Wien. Der Tod des letztgenannten Künstlers erinnert auch an die pädagogische Thätigkeit desselben und an die Leistungen seiner Schüler. [... zuerst bei dem Genfer A. Ruthardt (jetzt in Leipzig), dann 3½ bei Bruckner, 26.2.1896 Messe in Karlsruhe (Pressezitate, ausführliche Besprechung) ...]. –  In strenger Lehrzeit reifte er zum Künstler und Charakter unter der Leitung des am 11. October in Wien verstorbenen Anton Bruckner heran. Im Jahre 1889 durfte er, wie wir aus Nr. 17 Jahrg. 1895 des \"Chorgesanges\" ersehen, seine Studienzeit als beendet ansehen und, von Bruckner in Harmonielehre und Contrapunct \"mit Auszeichnung\" entlassen, Wien den Rücken kehren und nach Genf reisen. [... weitere Werke ...]. Hoffentlich findet der junge Meister in seinem Leben zeitiger vollste Anerkennung als sein Lehrer Anton Bruckner, dem erst in der letzten Lebenszeit die rechte Würdigung und Werthschätzung zu Theil wurde.    –m–.\" (zl2).\nLinzer Volksblatt Nr. 237 (Artikel von Josef Bermanschläger auf S. 1 - 3, Bericht auf S. 3)\r\n\"                 Eine Erinnerung an Bruckner.\r\n          Von Ludwig Josef Bermanschläger.\r\n    Ein Augusttag, wie er herrlicher nicht sein kann, war für die ganze Welt, also auch für die alte Eisenstadt angebrochen. Die Steyrer schrieben freilich nicht 1896 sondern 1894. [... schildert eine Ausfahrt nach Aschach mit Bruckner, Franz Bayer und seinem Vater Bermanschläger, an der er teilnehmen durfte. Bruckner habe von seinem Besuch bei Wagner 1873 in Bayreuth erzählt, von der Besichtigung der Theater-Baustelle, der Widmung der 3. Symphonie. Bericht über spätere Äußerungen Wagners über Bruckner. Auf dem Heimweg habe Bruckner über den Tod und seine Genesung nachgedacht. ...].\r\n     Ich drückte ihm nur stumm und innig die Hand. In dem Momente auch nur ein Wort hervorzubringen, war mir unmöglich.\r\n      *       *       *  \r\n     Ueber den berühmten Künstler mögen hier folgende Daten erwähnt werden. [... Biographische Hinweise, teilweise fehlerhaft ... über die bedeutendsten Werke ... Ehrungen ... Exner:] \"Ich, der Rector=Magnificus der Wiener Universität, beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhag.\"\r\n      *       *       *   \r\n     So schied er denn von uns, der unerreichbare Meister der Töne, [...], wahr und offen ohne jedes [sic] Falsch, mit der Geisteskraft eines Riesen und dem Gemüthe eines Kundes. Seinen Leib lässt er unter der großen Orgel von St. Florian zur letzten Ruhe betten, seine Seele aber spricht zu uns durch seine unvergänglichen Werke. Bitten wir nur unseren Herrgott, daß wir sie immer verstehen können.\"\n\nBerichte auf Seite 3:\r\n\"                                 Linz, 13. October 1896.\r\n    – Anton Bruckner †. Aus Wien, 12. d., wird berichtet: Die Leiche des Professors Anton Bruckner wurde bis gestern mittags im Sterbezimmer auf dem Todtenbette belassen. Ein ehemaliger Schüler und Mitarbeiter des verstorbenen Bildhauers Professor Tilgner, Bildhauer Sinsler [Zinsler], nahm sodann die Todtenmaske in Gips ab, welche sehr gut gelang. Nachmittags wurde die Leiche von Professor Paltauf conserviert. Hierauf wurde die Leiche im Sterbezimmer, welches von dem Verstorbenen als Arbeits=, Speise= und Schlafzimmer benützt wurde, aufgebahrt. Die in einem schwarzen Anzug gekleidete Leiche Bruckners ruht in einem großen, offenen, goldbronzierten Metallsarkophag auf einem schwarzen Katafalk. Ueber denselben wölbt sich zu Häupten ein silberdurchwirkter, schwarzer Sammtbaldachin, an dessen Hinterwand zu Häupten ein schwarzes Kreuztuch sichtbar ist. Zu Füßen des Sarges befindet sich ein Betpult mit einem vor demselben aufgestellten Crucifix und Weihwasserbehälter. Auf einem Tabouret ist der Franz Josef Orden auf einem Sammtpolster exponiert. Die Wände des Trauergemaches und ebenso das Vorzimmer sind schwarz ausspaliert. 22 hohe Silberleuchter mit brennenden Kerzen, Kerzen=Candelaber und zwei Opferflammen umgeben das Trauergerüste. Eine Fülle der herrlichsten Pflanzen und Blumen, in den Ecken des Trauergemaches und zu Häupten des Sarges aufgestellt, mildern den düsteren Anblick. \r\n      Am Mittwoch den 14. d., nachmittags um 3 Uhr, findet das Leichenbegängnis Bruckners statt. Die Leiche wird vom Trauerhause, 3. Bezirk, Heugasse Nr. 3 (oberes Belvedere) in die Pfarrkirche zu St. Karl Borromäus (Karlskirche, Wieden) überführt und daselbst feierlichst eingesegnet. Nach stattgehabter Einsegnung wird die Leiche sofort zum Westbahnhofe gebracht und von dort mittels des Pracht=Leichenwagens der Eisenbahn=Waggon=Gesellschaft nach St. Florian (Station Asten) in Oberösterreich überführt, woselbst dieselbe, einer letztwilligen Anordnung des Verblichenen zufolge, in der dortigen Stiftskirche nach nochmaliger feierlicher Einsegnung in der Gruft, und zwar unterhalb der berühmten großen Orgel, welche Bruckner einstens spielte, beigesetzt werden wird. Beim Einzug der Leiche in die Stiftskirche wird die obenerwähnte Orgel gespielt werden.\r\n    Professor Bruckner war noch in den letzten Lebenstagen damit beschäftigt, den vierten Satz seiner großen Symphonie zuende zu führen, doch blieb derselbe leider unvollendet. Drei Sätze sind vollendet und wird als vierter Satz nach einer testamentarischen Anordnung sein Te Deum bei etwaigen musikalischen Aufführungen verwendet werden. In dem eben erwähnten Testamente ordnete Bruckner auch an, daß die Manuscripte seiner Compositionen der Hofbibliothek einverleibt werden.\r\n      – Professor Dr. Anton Bruckner †. Aus Stift St. Florian, 12. October, wird uns geschrieben: \"Laut telegraphischer Nachricht ist Dr. Anton Bruckner gestern in Wien gestorben. Seine irdischen Ueberreste werden Mittwoch hieher überführt und in die Leichenkapelle des Krankenhauses gebracht. Donnerstag um 3 Uhr wird er dann daselbst feierlich ausgesegnet und hierauf seiner letztwilligen Anordnung gemäß in der Gruft der Stiftskirche unterhalb der großen Orgel, auf welcher er durch sein Spiel so oftmals seine Zuhörer entzückt hatte, zur ewigen Ruhe beigesetzt werden.\" \" (zl3).\nLinzer Zeitung auf S. 1132:\r\n„                     Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Anton Bruckner, dessen Hinscheiden wir gestern kurz meldeten, ist am 4. September 1824 als der Sohn eines armen Dorfschullehrers zu Ansfelden in Oberösterreich geboren. Nach einer Kindheit, die unter den ärmlichsten Verhältnissen verlief, stand der Knabe nach dem Tode seines Vaters im Alter von 12 Jahren völlig verwaist da. Das Stift St. Florian nahm ihn zu dieser Zeit als Sängerknaben auf. Im Jahre 1841, im Alter von 17 Jahren, erhielt Bruckner eine Anstellung als Schulgehilfe zu Windhag in Oberösterreich. Der üppige Monatsgehalt von zwei Gulden zwang ihn oft genug, auf Bauernhochzeiten und Kirchweihfesten um einen Zwanziger die ganze Nacht zum Tanze aufzuspielen. Sein Ruf als Organist verschaffte ihm die Chormeisterstelle der Linzer Liedertafel, und von diesem Zeitpunkte an fand auch Bruckners Schaffen als Componist die Beachtung einer beschränkten Oeffentlichkeit. Der Kreis seiner Anhänger erweitere sich auch durch die endliche Berufung Bruckners nach Wien zunächst nur sehr wenig. In seinem 44. Lebensjahre wurde er durch Hofkapellmeister Herbeck in die Hofkapelle als exspectierender Hof=Organist, endlich als Lehrer des Contrapunktes an das Conservatorium berufen. Mit den wachsenden Jahren seines Schaffens als Lehrer und Componist fand er begeisterte Anhänger in großer Zahl. Seine acht Symphonien sind im Laufe der letzten Jahre, bis auf die fünfte, sämmtlich und mit steigendem erfolge zur Aufführung gelangt. Entscheidend für die allgemeine Geltung Bruckners in Wien wurde der starke Erfolg seines Tedeums in den Concerten der Gesellschaft der Musikfreunde, welcher den Aufführungen der Symphonien durch die Philharmoniker den Boden für die Aufnahme dieser Werke urbr machte. So konnte Hans Richter es am 18. December 1892 wagen, Bruckners gigantische achte Symphonie in C-moll als einziges Programmstück eines philharmonischen Concertes, unter lebhafter Ehrung des Componisten dem Publicum vorzuführen. Bedeutende Leistungen Bruckners liegen auf dem Gebiete der Kirchenmusik. Die erste seiner beiden großen Messen in D-moll fällt noch in seine Linzer Periode. Die zweite, noch bedeutendere, in F-moll ist in Wien componiert. Mit Kleinigkeiten hat sich Anton Bruckner nur selten abgegeben. Einige Männerchöre und ein Streichquintett in F-dur dürften alles sein, was Meister Bruckner in bescheideneren Formen geschaffen. Der Meister wurde von Sr. Majestät dem Kaiser durch den Franz Joseph=Orden und von der Universität Wien, an der er die Würde eines Lectors bekleidete, durch das Ehrendoctorat ausgezeichnet. In seiner ihm von Sr. Majestät dem Kaiser zur Verfügung gestellten behaglichen Wohnung im Belvedere hat er Sonntag um halb 4 Uhr nachmittags nach schweren Leiden sein Leben geendet.\r\n     Ueber die letzten Stunden Bruckners bringen Wiener Bnlätter Folgendes: Sonntag früh hatte Bruckner das Bett verlassen und frühstückte mit großem Appetit. Dann setzte sich der greise Meister zum Clavier und arbeitete schaffensfreudig an seiner neunten Symphonie. Er gedachte wieder den schönen Tag zu benützen, und äußerte diesen Wunsch auch gegenüber seinem Freunde, dem Med.=Dr. Sorger, der ihn um halb 1 Uhr besuchte. Doch Dr. Sorger fand den Patienten etwas schwach und rieth von dem Spaziergange ab, indem er wegen des herrschenden Windes Bruckner veranlaßte, noch ein bis zwei Tage mit dem Ausgehen zu warten. Bruckner gab sich zufrieden und blieb zu Hause. Um ihn waren die langjährige treue Wirtschafterin Frau Katharina Kachelin [sic] und deren Tochter, die ihn in den schwersten Tagen mit Aufopferung pflegten und sein langjähriger Schüler und Freund Anton Meißner. Um ¼4 Uhr ließ sich Bruckner einen Thee bereiten. Unterdessen begab er sich zu Bette und trank den Thee gegen halb 4 Uhr mit großem Behagen. Nichts deutete auf das Nahen der Katastrophe. Als Dr. Bruckner den Thee getrunken hatte, legte er sich mit Hilfe der Wirtschafterin auf die linke Seite. Kaum hatte er diese Position eingenommen, als er plötzlich zwei tiefe Athemzüge that und sanft verschieden war. Ohne Schmerz kam der Tod über den greisen Tondichter. Außer Frau Kachelin und der Tochter war nur Herr Meißner zugegen. Sofort wurde der Kaplan des Schlosses Belvedere verständigt. P. Heribert Wilsch [sic] kam eilends und betete mit Meißner am Sterbebette ein De profundis. Meister Bruckners Bruder Ignaz in St. Florian und seine Schwester Rosalia Huber in Vöcklabruck und der von dem Todten bestimmte Testaments=Executor Gemeinderath und Hof= und Gerichtsadvocat Dr. Reisch wurden sofort in Kenntnis gesetzt. Alsbald fanden sich die ersten Leidtragenden ein: Schloßinspector Heinrich, der Obmann des Richard Wagner=Vereines Dr. Schaumann, der Testaments=Executor Dr. Reisch, der Pianist August Stradal. Anton Meißner und Frau Kachelin empfiengen die Trauergäste.\r\n     Dr. Bruckner hat im November 1893 sein Testament gemacht und in demselben seinen Bruder und seine Schwester zu Erben seines kleinen Vermögens – dasselbe soll sich auf 10.000 fl. belaufen – eingesetzt. Seiner Wirtschafterin vermachte er 700 fl. Die Original=Manuscripte seiner Compositionen testierte er der Hofbibliothek; der Firma Eberle u. Co, welche seine Werke verlegte, sprach er das Recht zu, diese Manuscripte leihweise zu entlehnen. Im Nachlasse befinden sich auch Skizzen zum vierten Satze seiner neunten Symphonie, von welcher bekanntlich nur drei Sätze festgestellt sind, für den Fall als der letzte Satz unvollendet bleiben sollte, hat der Verblichene bestimmt, daß sein Tedeum den Schluß des großen Werkes bilden möge. Die „Wiener Abendpost“ schreibt: „Die Kunstwelt hat einen der bedeutendsten Symphoniker, einen erhabenen Kirchencomponisten, einen unübertrefflichen Orgelkünstler, das Vaterland hat einen seiner treuesten Söhne verloren.“ Seine Orgel hat Dr. Bruckner schon vor einiger Zeit Herrn Hofrath Doctor v. Schrötter zum Geschenk gemacht\r\n     Die Leiche wurde bis gestern mittags im Sterbezimmer auf dem Todtenbette belassen. Herr Bildhauer Sinsler [sic] nahm die Todtenmaske in Gips ab. Nachmittags wurde die Leiche Bruckners vom Herrn Professor Dr. Paltauf conserviert, worauf sie im Sterbezimmer aufgebahrt wurde. Mittwoch, den 14. d., nachmittags um 3 Uhr, findet das Leichenbegängnis Bruckners, zu welchem sein jüngerer Bruder in Wien eingetroffen ist, statt. Die Leiche wird vom Trauerhause in die Pfarrkirche zu Sanct Karl Borromäus überführt und daselbst feierlichst eingesegnet. nach [sic] stattgehabter Einsegnung wird die Leiche sofort nach dem Westbahnhofe gebracht und von dort nach St.-Florian in Oberösterreich überführt.\r\n     Es heißt, der Testaments=Exekutor Dr. Reisch werde im Gemeinderathe den Antrag stellen, daß im städtischen Museum ein Bruckner=Zimmer eingerichtet werde, in welchem die zurückgelassenen interessanten Gegenstände Bruckners, so u. a. dessen gelungene, lebensgroße von Tilgner ausgeführte Büste, ein ausgezeichnetes in Oel gemaltes Porträt, der alter Bösendorfer Flügel, Ehrendiplome &amp;c., untergebracht werden sollen.\r\n               *        *        *\r\n      Infolge Ablebens des Altmeisters Dr. Anton Bruckner hielt der Musikverein heute eine außerordentliche Ausschußsitzung ab, in welcher beschlossen wurde, sich an den Trauerfeierlichkeiten in Wien und St. Florian zu betheiligen und in der zweiten Hälfte December eine Bruckner=Gedenkfeier zu veranstalten. Die Liedertafel „Frohsinn“ wird bei dem morgen in Wien stattfindenden Leichenbegängnisses [sic] ihres Ehrenmitgliedes durch den Vorstand Stadtrath J. Milbeck und Chormeister W. Floderer vertreten sein und sich auch an der Beisetzung der Leiche in St. Florian betheiligen. – Auch die Gemeinde=Vertretung von Linz – Bruckner war Ehrenbürger von Linz – wird in St. Florian anwesend sein.“ (zl4).\nDie Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 477 (Vorabend-Ausgabe) würdigen auf S. 3, sich auf einen Wiener Artikel vom 12.10.1896 berufend, Bruckners Lebenswerk, signiert \"Kl.\":\r\n\"Theater und Musik.\r\n[...]\r\n     Kl.  Anton Bruckner †. Ueber den am 11. Oktober verstorbenen Komponisten schreibt man uns aus Wien, 12. Oktober: Gestern Nachmittags ist der große Musikmeister in seinem ihm vom Kaiser Franz Josef bereiteten Heim im Belvedere=Schloß sanft entschlummert. Seit Jahren war Bruckner krank an einem Herzleiden und schon vor zwei Jahren war an keine Heilung mehr zu denken. Bruckner hat am Wiener Konservatorium die Maturitätsprüfung im Kontrapunkt abgelegt. Nach einem ihm gegebenen Thema komponirte Bruckner eine genial durchgeführte Fuge für die Orgel, so zu sagen aus dem Stegreife. An Herbeck fand er einen theilnehmenden, fördernden Freund. Nach einer Probe von Bruckners c-moll=Symphonie sagte Herbeck zu Bruckner: \"Ich sage Ihnen, wenn Brahms im Stande wäre, eine solche Symphonie zu schreiben, dann würde der Saal demolirt vor Applaus.\" Seit 1867 wirkte Bruckner in Wien als Hof=Organist und lehrte am hiesigen Konservatorium für Musik Orgel, Harmonielehrer und Kontrapunkt. Der bescheidene Mann mit dem glattrasirten Gesicht und dem ganz kurz geschnittenen Haupthaare war von äußerster Anspruchslosigkeit. Er wohnte früher im vierten Stocke einer Miethskaserne, und erst in den letzten Jahren hatte er durch die Fürsprache der Erzherzogin Marie Valerie ein behagliches Heim im Belvedere, wo er mit seiner treuen Wirthschafterin Kathi Kachelin [sic], die seit 25 Jahren seinen Haushalt führte, wohnte. In der neuen Wohnung fühlte sich Bruckner sehr wohl. Er unternahm in den Morgenstunden häufig Spaziergänge im Belvedere=Garten. Bruckner starb Nachmittags gegen halb 4 Uhr. Er hatte in der letzten Zeit oft wochenlang das Bett hüten müssen. Manchmal besserte sich sein Zustand und er konnte mehrere Stunden lang auf einer Bank im Freien sitzen. Gestern Mittag ging er mit seiner Wirthschafterin im Park spazieren. Nachmittags gegen halb 4 Uhr verlangte er eine Tasse Thee, plötzlich aber sank er in den Lehnstuhl zurück und war todt. In einem Testament, das auch Bestimmungen über den künstlerischen Nachlaß enthält, äußert Bruckner den Wunsch, in St. Florian bei Steyr begraben zu werden; dorthin wird die Leiche am Mittwoch überführt werden. Bruckner war unvermählt, nur zwei Geschwister bildeten seine Familie. Lange hat es gedauert, bis er sich zur Geltung durchrang; eine kleine treue Gemeinde hatte sich freilich längst um ihn geschaart. Seine acht Symphonien – von der neunten hatte er nur die ersten drei Sätze vollendet – sowie sein \"Tedeum\" und seine Messe in F sind gewaltige Tonwerke. Die zweite Symphonie (in c-moll) wurde im Jahre 1876, die dritte (d-moll) 1877 von den Wiener Philharmonikern aufgeführt. Richard Wagner hatte die Widmung der dritten Symphonie entgegengenommen. Die siebente Symphonie (E) fand bei ihrer Aufführung in München stürmische Aufnahme. Das herrliche Adagio, eine Trauermusik auf Richard Wagners Tod, erregte Bewunderung. Von jener Aufführung datirt eigentlich der Ruhm Bruckners. Die achte Symphonie wurde in Wien im Jahre 1892 vorgeführt. Bruckner hat in seinen Kompositionen eine Fülle von musikalischer Kraft entfaltet. Welch ein Gegensatz zwischen Künstler und Mensch! Jener titanenhaft, gewaltig, – dieser einfach, bescheiden, ja fast furchtsam und ängstlich. Wenn die Mitwelt auch erst spät seine Bedeutung erkannt hat, die Nachwelt wird ihn als einen gottbegnadeten Künstler ehren.\" (zm1).\nNachruf im Musical Courier 33 (USA [New York?]) auf S. 27 (Todestag mit \"12.10.1896\" angegeben, Aufführungsüberblick unvollständig) (zm2).\nMährisch-Schlesische Presse Nr. 83 (Freiwaldau) auf S. 4:\r\n\"                Kleine Chronik.\r\n[...]\r\n     (Todesfall.) In Wien starb am Montage [sic] der berühmte Componist Dr. Anton Bruckner im 72. [sic] Lebensjahre. Bruckners acht große Symphonien sichern seinem Namen einen unergänglichen [sic] Ruhm. Der Verstorbene war weiter ein hervorragender Kirchencomponist; auch mehrere Männerchöre componirte Bruckner, den die Wiener Universität durch das Ehrendoctorat auszeichnete, während der Kaiser ihm für seinen Lebensabend ein behagliche Wohnung im Belvedere zur Verfügung stellt.\" (zm3).\nKurzmeldung in der Zeitung Marietta Daily Leader Nr. 245 auf S. 4 in der 3. Spalte:\r\n\"          CONDENSED NEWS\r\nGathered From All Parts of the Country by Telegraph.\r\n     [...] A cable dispatch from Vienna announces the death of Herr Anton Bruckner, the celebrated musical composer.\" (zm4).\nNeue Freie Presse Nr. 11545 auf S. 5:\r\n»                             Kleine Chronik.\r\n                                           Wien, 13. October.\r\n[...]\r\n     [Anton Bruckner.] Vom Giebel des Musikvereins=Gebäudes weht zum Zeichen der Trauer anläßlich des Hinscheidens des Professors Dr. Anton Bruckner eine Trauerfahne. [... Ignaz Bruckner nahm heute Beileidsbekundungen entgegen; Blumenspenden von Fürst Edmund Batthyany-Strattmann, Graf J. Lamberg, Gesellschaft der Musikfreunde, Wiener Männergesangverein, Steyrer Liedertafel, Schubertbund; Meißner, Almeroth, Adagio der 7. Symphonie als Trauermusik ...]. – Wir werden von der bekannten hiesigen Firma Joseph Eberle &amp; Co. ersucht, mitzutheilen, daß Bruckner, welcher es durch lange Jahre nicht dsazu bringen konnte, seine Schöpfungen im Druck erscheinen zu sehen, der genannten Firma durch einen im Jahre 1892 errichteten Vertrag die Herausgabe seiner ersten, zweiten, fünften und sechsten Symphonie, seiner zweiten und dritten Messe, das 150. Psalms und sämmtlicher Männerchöre übertragen und außerdem das Vorkaufsrecht auf alle etwa noch zu componirenden Werke – also hiemit auch der unvollendeten neunten Symphonie – zugesichert habe. Bruckner bezog dafür von Joseph Eberle &amp; Co. eine bescheidene Jahresrente. Die Firma Eberle hat sich durch die Veröffentlichung der Tondichtungen des dahingeschiedenen Meisters ein gerade in diesen Tagen nicht zu vergessendes bleibendes Verdienst erworben.« [keine Signatur] (zn1).\nBericht auf Seite 6:\r\n\"                       Wiener Gemeinderath.\r\n                       (Sitzung vom 13. October.)\r\n     Die Gemeinderaths=Majorität entwickelt sich. Ihr Treiben begegnet keinem Widerstande: seit Graf Badeni vor Dr. Lueger capitulirt hat, scheut sich die Regierung fast ängstlich, von den Vorgängen im Wiener Rathhause Notiz zu nehmen, [...]. – Der Verlauf der Sitzung war der folgende:\r\n     Vorsitzender Bürgermeister Strobach hält nach Eröffnung der Sitzung dem am Sonntag den 11. d. verstorbenen Tondichter Dr. Bruckner folgenden Nachruf, der von den Versammelten stehend angehört wird:\r\n     \"Geehrte Herren! Einer der größten Tondichter der Gegenwart, Dr. Anton Bruckner, ist verschieden. [... Wortlaut identisch mit dem in der \"Presse\" (s. unten (zp1a)) ...].\r\n     Ich bin überzeugt, daß Sie, meine Herren, diesem Beschlusse zustimmen und durch recht zahlreiches Erscheinen bei der Leichenfeier dem Verewigten die letzte Ehre erweisen werden.\" (zn1a).\nArtikel in der Neuen Zeitschrift für Musik 92 (1896) Nr. 42 auf S. 463 (zn2).\nNeues Wiener Abendblatt Nr. 283 auf S. 4 (= Neues Wiener Tagblatt):\r\n\"     * (Anton Bruckner.) An dem heute Nachmittags stattfindenden Leichenbegängnisse Anton Bruckner's werden sich die Universitätskreise, Professoren wie Studentenschaft rege betheiligen. Der akademische Gesangverein singt im Sterbehause den Mittelsatz aus dem \"Germanenzug\" des Verblichenen. Im Laufe des Vormittags traf noch eine große Anzahl Kränze ein, so von: Hofrath Koch v. Langentreu, C. B. Ohn [recte Oehn], Professor Dr. Guido Adler, Franz Ferdinand Pöschl, kais. Rath Ludwig Koch etc. In Vertretung des Ministers Freiherrn v. Gautsch werden die Sectionschefs Graf Latour und Ritter v. Hartl bei der Leichenfeier erscheinen.\" (zn3).\nNeues Wiener Journal Nr. 1068 auf S. 4:\r\n\"                          Anton Bruckner.\r\nAnekdotisches aus seinem Leben und Lehren.\r\n     Ueber den Componisten Bruckner sind die Meinungen noch  nicht völlig einig, der Organist Bruckner hatte sicher keinen Feind, der Mensch Bruckner aber gewiß nur Freunde. Seine Bescheidenheit, herauswachsend aus einem, fast an Mysticismus grenzenden Gottvertrauen, seine gemüthvolle und gemüthliche Weise im Verkehr sicherten ihm Aller Herzen. Viele heimliche Thränen sind gestern geflossen von den Lidern ehemaliger Schüler des Conservatoriums, um ihn, den verehrten Meister.\r\n     Und wenn hier einige kleine Züge aus seinem Verkehr mit seinen Schülern Platz finden, so liegt die Absicht zugrunde, ihn an der Stelle zu zeigen, an welcher er jeglichen Zwang abstreifte, im Kreise Jener, welchen er sein Erworbenes noch vor seinem Tode vererbte.\r\n     Wärme vor Allem mochte der Asthmatiker nicht leiden, und im Lehrzimmer mußten auch im Winter stets zwei Fenster geöffnet sein.\r\n     [... bittere Kälte; verärgert über das Fensterschließen, prüft besonders streng, der Schuldige (\"E.\" [siehe die Anmerkung]) muss vor der Türe knien (wie seinerzeit Mottl) ...].\r\n     Bei den Prüfungen war er der Aufgeregteste; er erschien mit einem Stückchen Kreide in der Tasche, [... korrigierte die Fehler der Schüler unter dem Vorwand, das sei nicht deutlich geschrieben gewesen, und rechtfertigt das Vorgehen auch vor der Direktion ...].\r\n     Eines Tages trat er begeistert vor der Classe: \"Liebe Kinder, heut' is nix mit'n Contrapunkt\" Gestern war i in der \"Burg\" in \"Müller und sein Kind\" [siehe die Anmerkung]. Das is was Großartiges! [... erzählt nur von dem Theaterstück ...].\r\n      Einmal, nach Schluß der Lehrstunde, plauderte er mit einem seiner Lieblinge (dem heutigen Director des Centraltheaters in Berlin [Richard Schultz, siehe die Anmerkung]) über kalte Speisen, und Letzterer rieth ihm, doch Aspic dazu zu geben, um dieselben würziger zu gestalten. [... \"Das kauf' i mir!\" ... nächste Stunde: Verstimmung. \"So a Schmarr'n! Essen S' den Holler, wann's Ihna so schmeckt, z'haus bei der Kathi steht das G'fraßt!\"\r\n     Bei einer internen Prüfung, die er auf der kleinen Orgel im Musikvereinsgebäude hielt, patzte ein Schüler in einer schwierigen Passage einer Bach'schen Fuge. [... Wiederholung missglückt; Bruckner selbst aber patzt dreimal an derselben Stelle – Vertagung auf übermorgen (für beide) ...]\r\n     Abends war er damals immer beim Gause oder beim Kühfuß zu treffen. [... Trink- und Tabakrituale ... \"Seinen großen Zwicker links von der Tabaksdose placirend\" ...].\r\n     Einmal hatte er einen seiner Lieblinge, den späteren Pianisten und Concertsänger Söldner [siehe die Anmerkung], eingeladen, mitzukommen. [... lieber das Pilsner im Seidel als im Krügerl, da die kleineren Portionen immer frisch sind ...].\r\n     Eine seiner glücklichsten Erinnerungen war die Episode seines Beisammenseins mit Wagner und Liszt in Bayreuth.\r\n     [... Wagner zapft Bier, Liszt spielt einen Walzer, Wagner und Bruckner tanzen dazu ...].\r\n     Bezeichnend für die rührende Weltfremdheit Bruckner's [...] ist eine Scene aus seiner kleinen Junggesellenhäuslichkeit.\r\n     [... Kathi meldet, es gebe kein Geld; Bruckner erinnert sich der gestrigen Lektion und lässt das Honorargeld in seinem Rock suchen; Frau Kathi kontrolliert auch alle anderen Röcke etc. und fördert 30 bis 40 noch ungeöffnete Umschläge zu Tage.\r\n     Wir können die Reihe dieser kleinen Züge aus Bruckner's nicht schließen, ohne eines verbürgten Wortes des Dahingeschiedenen zu gedenken, [... Bruckner lehnt eine Einladung zu einem Landaufenthalt ab ...] \"Ich geh' nicht aufs Land, sehen Sie, hier\" – er wohnte damals im vierten Stock eines Hauses in der Heßgasse – \"wenn ich in der Früh das Fenster aufmache, da seh' ich\" – er deutete bei diesen Worten auf die schlanken Thürme der Votivkirche – \"meinen Herrgott gerade vor mir, da brauch ich kein Land .  .  .\"\r\n     Und dabei blieb es auch.\r\n     Ein solch reiner Glaube, eine solche tiefe, fast skeptische Religiosität erfüllte den Mann, der als letzten Willen die Verfügung hinterließ, seine unvollendete neunte Symphonie mit den die Allmacht Gottes lobpreisenden hehren Klängen seines Tedeums abzuschließen.\" [keine Signatur] (zn4).\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 283 auf S. 4:\r\n\"                     Wiener Gemeinderath.\r\n                     (Sitzung vom 13. October.)\r\n    Die gestrige Gemeinderathsitzung stach durch ruhigen Verlauf wohlthätig ab von der letzten, die sich so stürmisch gestaltete, übrigens auch außer den schon gemeldeten Ehrenbeleidigungsklagen noch ein weiteres Nachspiel haben dürfte; [...].\r\n     Zu Beginn der Sitzung verlas der Vorsitzende Bürgermeister Strobach einen Nachruf auf den verstorbenen Componisten Anton Bruckner, in dem es unter Anderem heißt:\r\n     \"Dieser große Meister der Töne war ein strenggläubiger Katholik; Ueberzeugungstreue, eiserner Muth im Kampfe des Lebens, schlichte Einfachheit und bescheidenes Wesen zeichneten ihn aus .  .  .   Bruckner's Name ist unzertrennbar mit unserem Kunstleben verbunden, sein künstlerisches Schaffen hat der Stadt Wien zur Ehre gereicht, wir werden ihm stets ein würdiges Andenken bewahren.\" (zn5).\nBericht auf Seite 5:\r\n\"     * (Anton Bruckner.) An der Bahre Bruckner's haben gestern zahlreiche Corporationen, Verehrer und Freunde prächtige Kränze niederlegen lassen. Aus Budapest ist der Director der dortigen königlichen Oper Julius Kalvy, ein Schüler des Verblichenen, hier eingetroffen, um an der Leichenfeier, welche die Stadt Wien besorgt, theilzunehmen. [... Einsegnung ...]. Unter den zahllosen Condolenzen, welche gestern im Trauerhause einliefen, befand sich auch ein Beileidsschreiben des Freiherrn Nathaniel v. Rothschild. [... WAWV plant Adagio der 7. Symphonie unter Hans Richter ...]. Die Mitglieder des akademischen Wagner-Vereins versammeln sich zur Theilnahme an der Leichenfeier um halb 3 Uhr Nachmittags bei der rückwärtigen Freitreppe des Belvedere.\" (zn5a).\nNeuigkeits-Weltblatt Nr. 236 auf S. 4:\r\n\"     Anton Bruckner †. Gestern haben die Bildhauer Zinsler und Haberl dem entschlafenen Meister, dessen irdische Hülle bis Mittag auf dem Todtenbette belassen wurde, die Todtenmaske abgenommen. [... Ablauf der Trauerfeierlichkeiten, Karlskirche, St. Florian ...]. – In seiner letztwilligen Anordnung bestimmte Bruckner, daß die Manuskripte seiner Kompositionen der Hofbiliothek einverleibt werden. Wie verlautet, wird der Testamentsexekutor Gemeinderath Dr. Reisch im Gemeinderathe den Antrag stellen, daß im städtischen Museum ein \"Bruckner=Zimmer\" eingerichtet werde, in welchem die zurückgelassenen interessanten Gegenstände Bruckner's, so u. A. dessen vortrefflich gelungene lebensgroße, von Tilgner ausgeführte Büste, ein ausgezeichnetes, in Oel gemaltes Porträt, sein alter Bösendorfer=Flügel, Ehrendiplome, die Bänder der niederzulegenden Kränze (vom Sarge) u. m. A. untergebracht werden sollen.\" (zn6).\nÖsterreichische Volkszeitung Nr. 283 auf S. 3 und 2-Kreuzer-Ausgabe auf S. 5:\r\n\"                 Neuigkeitsbote.\r\n[...]\r\n     * Anton Bruckner †. Vom Giebel des Musikvereinsgebäudes weht zum Zeichen der Trauer anläßlich des Hinscheidens des Professors Dr. Anton Bruckner eine Trauerfahne. – Im Laufe des gestrigen Tages fanden sich im Trauerhause im Oberen Belvedere sehr zahlreiche Personen, insbesondere ehemalige Schüler des Komponisten aus dem Konservatorium ein, um dem hier weilenden einzigen Bruder des Verstorbenen ihr Beileid auszusprechen. – Der Schubertbund hat an der Bahre einen prachtvollen Lorbeerkranz mit der Widmung \"Seinem Ehrenmitgliede – Der Schubertbund\" niederlegen lassen. – Gestern wurde die Leiche Bruckner's aufgebahrt. Das Sterbegemach ist ein mäßig großes Zimmer im Erdgeschosse des oberen Belvederes. Schwarze Tücher verkleiden Wände und Plafond, die Fenster verschwinden unter den schweren Draperien und das Licht von mehr als hundert Kerzen in 24 mehrarmigen Kandelabern verbreitet sich in dem Raume. Auf dem Katafalk steht der Sarg aus Goldbronze, in dem Todte ruht. Die Hände halten ein zartes Bouquet knospender Rosen, dessen weiße Schleifen die Inschrift tragen: \"Vom kleinen Karl Anton seinem Taufpathen.\" Bruckner hat nämlich vor Jahresfrist, trotzdem er schon leidend war, den Sohn seines Freundes Karl Almeroth aus der Taufe gehoben [25.11.1895]. – Ein Baldachin wölbt sich oberhalb. Auf einem rothen Kissen liegt der Franz=Josef=Orden, die einzige Auszeichnung, die von gekrönten Häuptern dem Altmeister wurde. Hausoffiziere der Entreprise halten die Ehrenwache.\" (zo1).\nOstdeutsche Rundschau Nr. 283 auf S. 4:\r\n\"                        Wiener Gemeinderath.\r\n     Die gestrige Sitzung verlief ohne jedwede Aufregung. [...] Dem verstorbenen Tondichter Bruckner hielt Bürgermeister Strobach einen Nachruf, den wir nachstehend im Wortlaute wiedergeben.\r\n     Vorsitzender Bürgermeister Strobach hält nach Eröffnung der Sitzung dem am Sonntag den 11. d. M. verstorbenen Tondichter Dr. Bruckner folgenden Nachruf, der von den Versammelten stehend angehört wird:\r\n     \"Geehrte Herren! Einer der größten Tondichter der Gegenwart, Dr. Anton Bruckner, ist verschieden. [... Wortlaut identisch mit dem in der \"Presse\" (s. unten (zp1a)) ...].\r\n     Ich bin überzeugt, daß Sie, meine Herren, diesem Beschlusse zustimmen und durch recht zahlreiches Erscheinen bei der Leichenfeier dem Verewigten die letzte Ehre erweisen werden.\" (zo2)\nauf Seite 6:\r\n\"                       Aus den Vereinen.\r\n     Neuer Richard Wagner-Verein in Wien. Der Vorstand ersucht die Vereinsgenossen, ihrem Ehrenmitgliede Anton Bruckner durch zahlreiche Betheiligung bei dem heute Mittwoch um 3 Uhr Nachmittags in der Karlskirche stattfindenden Leichenbegängnisse die letzte Ehre zu erweisen.\" (zo2a).\nBericht in der »Presse« Nr. 283 auf S. 4:\r\n   »(Professor Dr. Anton Bruckner †.) Vom Giebel des Musikvereins=Gebäudes weht aus Anlaß des Ablebens Professors Dr. Anton Bruckner's eine Trauerfahne. [... Condolenzen von: u. a. Baron Nathaniel Rothschild, dem Hofoperndirektor in Budapest und Bruckner-Schüler [= Julius Kalvy], Gemeinderäten, Professoren des Konservatoriums, Schule in der Burggasse. Kränze u. a. von: Edmund Batthyany-Strattmann, Graf und Gräfin J. Lamberg (\"In treuer Freundschaft und Verehrung dem unvergeßlichen Meister\"), Gesellschaft der Musikfreunde (\"Ihrem verehrten Mitgliede\"), Wiener Männergesangverein (\"Seinem Ehrenmitgliede\"), Wiener Akademischer Wagner-Verein (\"Non confundar in aeternum! – Dem Meister Dr. Anton Bruckner\"), Steyrer Liedertafel (\"Ihrem Ehrenmitglied\"), Almroth [sic] (Dem unvergeßlichen Meister\"), Raettig (\"Ad astra per aspera\"), Schubertbund (\"Seinem berühmten Ehrenmitgliede\"), Th. Haymerle [sic] (\"Dem hochverehrten Meister\"), Familie Helm (\"Dem unvergeßlichen Meister\"), R. W. (\"Letzter Gruß\") [Richard Wickenhauser?], Ferdinand Löwe (\"Seinem verehrten geliebten Meister\"), Victor Boller, Josef Schalk, Dlauhy, Gutmann (\"Dem unsterblichen Meister\") ... Aufbahrung (Rosenbouquet \"Vom kleinen Karl Anton seinem Taufpathen\" von Almeroth) ... Gemälde von Kaulbach, Beraton ... ]; eine Skizze zu diesem Bilde besitzt ein Freund des Verstorbenen, Herr Almroth in Wien.« [keine Signatur] (zp1),\nauf Seite 3 ein Bericht über die Stadtratssitzung vom 13.10.1896:\r\n\"    Wiener Gemeinderath.\r\n     (Sitzung vom 13. October.)\r\n     Die gestrige Sitzung verlief ruhig. [...]\r\n     Bürgermeister Strobach führt den Vorsitz und widmet dem verstorbenen Tonkünstler Anton Bruckner folgenden Nachruf: \"Einer der größten Tondichter der Gegenwart, Anton Bruckner, ist verschieden. Still, wie sein ganzes Leben, vollzog sich auch sein Ende; schmerzlos und ohne Todeskampf entwich seine Seele. Dieser große Meister der Töne war ein strenggläubiger Katholik; Ueberzeugungstreue, eiserner Muth im Kampfe des Lebens, schlichte Einfachheit und bescheidenes Wesen zeichneten ihn aus. Kein freundliches Geschick war seiner Jugend beschieden und durch Entbehrungen aller Art führte ihn sein Genius zur Höhe jener Auserwählten, zu denen wir mit ehrfurchtsvoller Bewunderung emporblicken. Nicht immer wurde seinem großen Können die verdiente Werthschätzung zu Theil und nur langsam rangen sich seine Werke zur vollen Anerkennung durch nicht blos in seinem Vaterlande, sondern auch im Auslande. Möge die Nachwelt dem großen Todten jene allgemeine Würdigung zu Theil werden lassen, welche der großen Bedeutung des Künstlers entspricht. Bruckner's Name ist unzertrennbar mit unserem Kunstleben verbunden, sein künstlerisches Schaffen hat der Stadt Wien zur Ehre gereicht, wir werden ihm stets ein würdiges Andenken bewahren. In Anerkennung der großen Verdienste Bruckner's um die heimische Kunst hat der Stadtrath den einstimmigen Beschluss gefaßt, die Leichenfeier für den verstorbenen Meister auf Kosten der Stadt Wien zu veranstalten. Ich bin überzeugt, daß Sie, meine Herren, diesem Beschlusse zustimmen und durch recht zahlreiches Erscheinen bei der Leichenfeier dem Verewigten die letzte Ehre erweisen werden.\" [... weitere Mitteilungen und Anträge ...]\" (zp1a)\nund im Abendblatt auf Seite 2:\r\n»     (Professor Dr. Anton Bruckner †.) Um halb 10 Uhr Vormittags wurde der Sarg bis zum Antlitz bedeckt [... über die Ereignisse des Vormittags und die gestrige Versammlung des Wiener Akademischen Gesangvereins ... Kränze von: Koch von Langentreu, Karl Bernhard Oehn, Guido Adler, Franz Ferdinand Pöschl, Ludwig Koch; Kondolenzen: Frau v. Biedermann, Finanzoberkommissär Lutz, Revident Altwirth, Wilhelm Brandtner, Adolph Placek, Friedrich König (Verbindung »Campia«) ... Minister v. Gautsch verhindert, Latour, Hartl ... Universität ... Aufruf des Wiener Akademischen Gesangvereins: ]. \"Der bedeutendste unter den gegenwärtigen Tondichtern, Professor Anton Bruckner, Ehrendoctor der Wiener Universität, ist verschieden. Da der Verblichene durch eine lange Reihe von Jahren unserem Vereine als Ehrenmitglied angehörte, halten wir es für unsere Pflicht, an die gesammte deutsche Studentenschaft die Einladung ergehen zu lassen, dem gewaltigen deutschen Tonhelden das letzte Geleite zu geben.\" « [keine Signatur] (zp2).\nPrager Tagblatt Nr. 283 auf S. 6:\r\n\"     * [Anton Bruckner †.] Der Wiener Stadtrath beschloß, das Leichenbegängniß des verstorbenen Componisten Bruckner auf Kosten der Wiener Gemeinde zu veranstalten. – In der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderathes widmete Bürgermeister Strobach dem verstorbenen Componisten einen Nachruf, in welchem er hervorhob, daß derselbe ein überzeugungstreuer, streng gläubiger Katholik gewesen sei, der sich um die Musik große Verdienste erworben habe. Deshalb habe der Stadtrath einstimmig beschlossen, das Leichenbegängniß auf Kosten der Stadt Wien zu veranstalten.\" (zp3).\nThe Public Ledger (Maysville/Kentucky) variiert auf S. 4 in der 4. Spalte die gestrige Meldung:\r\n\"          CONDENSED NEWS\r\nGathered From All Parts of the Country by Telegraph.\r\n[...]\r\n     A cable dispatch from Vienna announces the death of Herr Anton Bruckner, the celebrated musical composer.\" (zp4).\nDer \"Provinciale Overijsselsche en Zwolsche courant\" Nr. 242 (Zwolle) auf S. 1:\r\n\"     Te Weenen is op 73jarigen leefdtijd de componist Anton Brückner gestorven. Hij bezat een zeldzamen muzikalen aanleg, maar is nooit populair geworden. In zijn werken is zekere teugelloosheid, hij overstelpt en vermoeit den hoorder en laat hem schier nooit tot rust komen. Het is jammer dat deze kunstenaar niet meer zelfbeheersching geleerd heeft, want zijn fantazie was een mild vloeiende bron, waaruit zeer veel schoons had kunnen opwellen. Van zijn 7 symfonieën is alleen de 7e beroemd geworden, zij staat volgens kenners zoo hoog, dat haar maker naast de grootste meesters een plaats verdient. Hij heeft ook oratorien, missen en koorwerken geschreven, waarin de parelen en edelgesteenten niet zeldzaam zijn. Jammer alleen, dat het geheel zijner werken vaak onverstaanbaar en daardoor ongenietbaar is. Keizer Frans Jozef had den kunstenaar in de laatste jaren een woning in zijn lustslot Belvedère bij Weenen verschaft.\" (zp5).\nReichspost Nr. 251 auf S. 2f:\r\n\"             Unser Altmeister Dr. Anton Bruckner †.\r\nEine Skizze seines Lebensganges von Carl Jos. Fromm.\r\n     Mit Stolz schicken wir das Wort \"Unser Altmeister\" als Herold voraus, bevor wir sein Leben in kurzen Strichen zu skizziren versuchen. [... in seinen Werken, in seinem Denken, \"überall tritt uns Bruckner als strenggläubiger Katholik entgegen\" (deswegen angefeindet?) ... \"religiöses Gemüth\" ... weiteres Indiz: \"Te deum\" als Finale der 9. Symphonie ...]\r\n     Als Sohn eines Dorfschulmeisters zu Ansfelden in Oberösterreich am 24. [sic] September 1824 geboren, [... Biographisches (irrig: 6 Jahre fast jede Woche zu Sechter gefahren) ... Finale der 9. Symphonie \"ungefähr in der Mitte\" unfertig ...].\r\n     Bruckner's Werke allein sind uns geblieben, aber sie sind unvergänglich in ihrer Größe und Erhabenheit. Jetzt, nachdem ihr Schöpfer todt, werden sie auferstehen und die kommenden Geschlechter an ihre Pflicht mahnen, das Andenken Bruckner's sowohl als gläubigen Patrioten sowie als großen Tondichter stets in Ehren hochzuhalten.\" (zr1)\nBericht auf Seite 3 (auf den Text der Wiener Zeitung vom Vortag zurückgreifend):\r\n\"     * Anton Bruckner †. Die Leiche des vorgestern verstorbenen Componisten Anton Bruckner wurde bis gestern Mittags im Sterbezimmer auf dem Todtenbette belassen. Herr Bildhauer Zinsler nahm die Todtenmaske in Gips ab. Nachmittags wurde die Leiche Bruckners vom Herrn Professor Dr. Paltauf conservirt, worauf sie im Sterbezimmer aufgebahrt wurde. Mittwoch, den 14. d. M., Nachmittags um 3 Uhr findet das Leichenbegängniß Bruckner's statt. Die Leiche wird vom Trauerhause in die Pfarrkirche zu St.=Carl Borromäus überführt und daselbst eingesegnet. Nach der Einsegnung wird die Leiche nach dem Westbahnhofe gebracht und nach St.-Florian in Oberösterreich überführt. – Zu Erben seines kleinen, etwa 10.000 fl. betragenden Vermögens [... Testament ...]. Seinem Wunsche gemäß wird Bruckner in der Stiftskirche zu St. Florian unter der großen Orgel, die er so oft zum Erklingen brachte, bestattet werden.\" (zr1a).\nNotiz auf Seite 5:\r\n\"     Das Leichenbegängniß des vorgestern verstorbenen Tondichters Dr. Anton Bruckner wird nach einem über Antrag des Bürgermeisters Strobach gefaßten Stadtrathsbeschluß auf Kosten der Gemeinde Wien veranstaltet werden.\" (zr1b).\nEin weiterer Bericht auf Seite 6f:\r\n\"    – Dr. Anton Bruckner's Sterbestunde. Schon vor 1½ Jahren, als Bruckner noch seine frühere Wohnung in der Heßgase Nr. 7 inne hatte – litt er an einem Herzleiden. [... Katharina Kachelin [sic], Dr. Sorger [sic], Anton Meißner ... im Sessel sitzend gestorben ..., Herbert Witsch [sic] ...]. Bruckner war bis zu seiner Todesstunde geistig frisch und regsam. An allen künstlerischen und Tagesfragen nahm er regsten Antheil. [... Testament ... in der Karlskirche Einsegnung,] worauf die Leiche nach St. Florian überführt wird.\" (zr1c).\nDas \"Rotterdamsch nieuwsblad\" Nr. 5701 (Rotterdam) auf S. 2:\r\n\"     *** Zondag is te Weenen Anton Bruckner, na Verdi de nestor der groote componisten, in den ouderdom van 72 jaren overleden. Anton Bruckner was de oudste uit het gezin met twaalf kinderen van een dorpschoolmeester te Ausfelden in Boven-Oostenrijk. Na bij zijn vader pianospelen en later viool, bas en orgelspel beoefend te hebben, wijdde hij zich als zijn vader aan 't beroep van onderwijzer, dat hem in den beginne twee gulden per maand opbracht, zoodat Bruckner om niet te verhongeren, op boerenbruiloften en kermissen moest spelen. Eerst in 1870 trokken zijne symphonische composities en missen de aandacht. Bruckner was toen organist aan de hofkapel te Weenen en leeraar aan het Conservatoire aldaar. Op kunstreizen in Frankrijk en Engeland behaalde hij vervolgens groot succès, ook in Duitschland, vooral met zijn 7de symphonie. In 1891 werd Bruckner doctor honoris causa van de Universiteit te Weenen. Sedert eeuige jaren was de componist zeer lijdend, doch hij bleef aan 't werk. Het laatste hield hij zich bezig met zijn 9de symphonie in D-mol. Of hij deze heeft kunnen afmaken, is nog niet bekend.\" (zr2).\nThe Salt Lake Herald Nr. 325 variiert auf S. 1 in der 5. und 6. Spalte die gestrige Kurzmeldung und ergänzt sie durch biographische Angaben [vgl. Buffalo Courier 13.10.1896]:\r\n\"          THE DEATH OF BRUCKNER.\r\n     NEW YORK, Oct. 13.–A cable dispatch from Vienna announces the death of Herr Anton Bruckner, the celebrated musical composer. He was born September 4, 1824, at Ausfelder [sic], Austria, and received his earliest musical instruction from his father, a village school master. He joined the choir of the institute of St. Florian, where he afterward became organist. From there he went to the Linz cathedral, in the same capacity, making frequent visits to Vienna to study under Sechter and Otto Kinzler [sic]. At Sechter's death he was chosen to succeed him as organist at the Hofkapelle, and at the same time became professor in the conservatory. Though he wrote several grand masses und choruses his fame rests upon his seven symphonies. He was a strong adherent of Wagner and his style was distinguished by great earnestness and considerable originality.\" (zs1).\n[Tagespost]\r\nArtikel [eines Redaktionsmitglieds] in der Linzer Tages-Post Nr. 237 auf S. 3f (u.a. mit Brief vom 20.4.1886):\r\n\"               Linz, am 13. October.\n                Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Wir haben bereits in der gestrigen Nummer über den dahingeschiedenen Meister Dr. Anton Bruckner biographische Daten gebracht, die wir heute in einigem ergänzen.\r\n     Dr. Bruckner kam häufig nach Oberösterreich [... St. Florian, Steyr und jedesmal auch in Linz ... Aktivitäten in Linz: \"Frohsinn\", Festkonzert 15.4.1886 (ausführlich, mit Bruckners Dankesworten und -brief 20.4.1886), Gedenktafel in Ansfelden 21.4.1895 (recte 12.5.1895) ...]\r\n     [... viele Kontakte mit Linzern ...]. Auch wir hatten das große Vergnügen, den Meister fast jedes Jahr, wenn er sich auf der Durchreise in Linz befand, in unserer Redaction begrüßen zu können, woselbst er gern ein halbes Stündchen verplauderte.\r\n     Die Trauerbotschaft von dem Ableben Dr. Bruckners, welche in Linz erst gestern abends bekannt wurde, hat hier tiefen Eindruck gemacht\r\n     Aus Steyr erhielten wir folgende Meldung: Der in St. Florian lebende Bruder Bruckners [Ignaz Bruckner] wurde am Sonntag telegraphisch nach Wien berufen. Bruckner hinterließ ein Codicill zu seinem Testamente, in welchem er den Wunsch ausdrückt, entweder in der Prälatengruft zu St. Florian oder, falls dieses nicht bewilligt würde, in einer eigenen Gruft in Steyr beerdigt zu werden. Heute gieng das Codicill nach Wien an den Vertreter Bruckners, Dr. Reisch, ab. Es war bisher in Steyr verwahrt\r\n     [... Bischof Rudigier zu Bruckner nach dessen Orgelspiel (vgl. Grazer Tagblatt 13.10.1896):] \"Lieber Bruckner, Sie haben mir wieder, wie schon so oft, sehr wohlgethan, aber auch ich habe an Sie gedacht. Womit könnte ich Ihnen meinen dank besser abtragen? Hier, dieses Plätzchen im heiligen Boden gehört Ihnen; ich habe es Ihnen als Grabstätte gewidmet.\" In frommer Rührung dankte der Künstler, der die Meinung des Bischofs wohl verstand.\r\n     [... heute Sitzung des Linzer Musikvereins (Göllerich nach Wien, Gedenkfeier 2. Dezemberhälfte), \"Frohsinn\" entsendet J. Milbeck und W. Floderer ... Telegramm des Steyrer Bürgermeisters an die Wiener Hofkapelle ...]\r\n     Ueber das Ableben Dr. Bruckners wird aus Wien noch gemeldet: [... die letzten Wochen und der Todestag (Schrötter, Anton Meißner, Kathi Kachelmayr, Heribert Witsch) ... Testament (Geschwister, Frau Kathi, Hofbibliothek, Firma Eberle, Dr. Reisch), Orgel (Schrötter), \"Te deum\" als Finale der 9. Symphonie ...]\r\n     Die Leiche Bruckners wurde bis gesten mittags im Sterbezimmer auf dem Todtenbette belassen. [... Sinsler (recte Zinsler), Prof. Paltauf, Beschreibung des Trauerzimmers ...].\r\n     Wie bereits mitgetheilt, wird am Mittwoch [... Ablauf der Trauerfeierlichkeiten (Karlskirche, Westbahnhof, St. Florian, Gruft unter der Orgel) ...]\r\n     [... Dr. Reisch: Antrag Bruckner-Zimmer ...], in welchem die zurückgelassenen interessanten Gegenstände Bruckners, so unter anderem dessen vortrefflich gelungene lebensgroße, von Tilgner ausgeführte Büste, ein ausgezeichnetes, in Oel gemaltes Porträt, der alte Bösendorfer=Flügel, Ehrendiplome u. s. w. untergebracht werden sollen.\r\n     Aus Wien erhalten wir heute folgende Drahtmeldung: [... Kränze, Maler Beraton, Gaslaternen säumen den Trauerzug ...]. Der Stadtrath hat heute beschlossen, das Leichenbegängnis Bruckners auf Kosten der Gemeinde Wien zu veranstalten.\" [keine Signatur] (zt1).\n[Tages-Post Linz]\r\nInserat für Franz Brunners »Lebensbild« von Bruckner auf Seite 8:\r\n\" Dr. Anton Bruckner.\r\n       Ein Lebensbild\r\n               von\r\nFranz Brunner, k. k. Uebungsschullehrer in Linz.\r\n      Preis 30 kr., mit Franco-Zusendung 33 kr.\r\nZu haben bei J. Wimmer, Buchdrucker, Linz.\" (zt2).\nDas Vaterland Nr. 283 auf S. 1:\r\n»                     Anton Bruckner.\r\n    Von einer Studienfahrt zurückkehrend, die der Beuroner Kunst zu Emaus und St. Gabriel in Prag galt, trifft mich als erste Kunde in Wien das Wort: Bruckner ist todt. [... Kirchenmusik spannt sich von der Gregorianik bis zu Bruckner ... allgemeine Wertung, nichts Biographisches ... Grabstätte in St. Florian ...] Sie verwahre seinen Staub. Seine Gestalt lebt ja uns und allen kommenden Generationen im verklärenden Kunstwerke Tilgner's fort. Seine Werke sind unser Erbe, das wir nicht verkümmern lassen sollen. Sein Geist war schon längst an einem schöneren Ort als wir ihm biten konnte, entrückt der Gunst und Abgunst der Welt.\r\nRichard Kralik.« (zv1).\n\nAuf Seite 4 ist zu lesen:\r\n\"      * [Anton Bruckner †.] Der \"Schubertbund\" hat heute Vormittags an der Bahre seines Ehrenmitgliedes Anton Bruckner durch eine Deputation einen Lorbeerkranz niedergelegt. Die Direction der Gesellschaft der Musikfreunde, welche ihre gestrige Sitzung mit einer Trauerkundgebung für ihr dahingeschiedenes Ehrenmitglied Dr. Anton Bruckner schloß, wird sich wie der \"Schubertbund\" vollzählig an dem Leichenbegängnisse betheiligen. Desgleichen der Lehrkörper des Conservatoriums, dem der Verblichene durch eine Reihe von Jahren angehörte. Der Singverein wird in der Kirche Schubert's \"Litanei\" zum Vortrage bringen. Reden werden bei der Leichenfeier nicht gehalten werden.\" (zv2).\n\r\nDas Abendblatt bringt auf Seite 3 eine weitere Kurzmeldung:\r\n\"     * [Anton Bruckner †.] In Vertretung des durch die Theilnahme an einer gleichzeitig stattfindenden Sitzung verhinderten Unterrichtsministers Dr. Frhrn. von Gautsch werden die Sectionschefs Graf Latour und Ritter v. Hartl bei der Leichenfeier für Bruckner erscheinen. – Die Wiener Singakademie hat in ihrer gestrigen Plenarversammlung der Trauer über das Hinscheiden Bruckner's lebhaften Ausdruck gegeben und eine Deputation zur Betheiligung an den Leichenfeierlichkeiten delegirt.\" (zv3).\nDas Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands, \"Vorwärts | Berliner Volksblatt\" Nr. 241, schreibt auf S. 14 (= S. 2 der 3. Beilage):\r\n\"     Der Komponist Anton Bruckner in Wien ist am 11. Oktober nach kürzlich vollendetem 72. Lebensjahre gestorben. Er war am 4. September 1824 in Ansfelden (Oberösterreich) geboren, bildete sich als Schulgehilfe selbst zu einem tüchtigen Musiker aus und wurde 1855 Domorganist in Linz. Später machte er unter der Leitung Simson [sic] Sechters in Wien noch gründliche Kontrapunktstudien und wurde 1868 als dessen Nachfolger im Amte des Hofkapellorganisten nach Wien berufen. Daneben wurde er auch Lehrer für Orgelspiel und Komposition am Wiener Konservatorium und Lektor für Musik an der dortigen Universität. Unter seinen Kompositionen sind mehrere Messen, ein Tedeum, besonders aber seine sieben Symphonien hervorzuheben. Seine Instrumentalmusik steht sehr unter dem Einflusse Richard Wagner's.\" (zv4).\n\"Het vaderland\" Nr. 243 ('s-Gravenhage) schreibt auf S. 2:\r\n\"                 Kunst- en Letternieuws.\r\n[...]\r\n     Anton Bruckner is eergisteren, des namiddags, op .72-jarigen leeftijd te Weenen gestorven. Zijn Symphonieëii en Te Deum geven hem aanspraak op eep plaats niet alleen onder de begaafde, maar ook de eigendommeilijke componisten. Eerst toen hij 61 jaar werd, maakte de bescheiden organist naam. Men denkt, dat hij nog veel moois nalaat.\r\n     Bruckner was in 1824 te Ausfelden [sic] (Opper-Oostenrijk) geboren, werd in 1855;Dom-organist te Linz en volgde zijn leermeester Sechter te Weenen als zoodanig op in 1868. Tevens was hij leeraar in het orgelspel en de compositie aan het Conservatorium te Weenen en lector in de muziek aan de Universiteit aldaar. In het Belvedère, had de Keizer hem, tot verlichting van zijn ouderdom, een woning aangewezen.\" (zv5).\nWelser Anzeiger Nr. 42 auf S. 2:\r\n\"       Auswärtige Berichte.\r\n        Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Ein edles Herz hat aufgehört zu schlagen. Der weltberühmte, greise Tondichter Dr. Anton Bruckner ist am Sonntag, um 4 Uhr Nachmittags, in seiner ihm vom Kaiser eingeräumten Wohnung im Belvedere in Wien im 72. Lebensjahre gestorben. Bruckner, welcher gegen Mittag noch das Zimmer verlassen konnte, mußte Nachmittags das Bett aufsuchen. Gegen halb 4 Uhr ließ er sich eine Tasse Thee geben; während des Trinkens gab er plötzlich die Tasse weg, sein Kopf sank in die Kissen zurück und mit einem leisen Seufzer gab Bruckner seinen Geist auf. Das Leichenbegängniß findet am Mittwoch in Wien statt. Nach der Einsegnung wird die Leiche in das Stift St. Florian in Oberösterreich überführt und daselbst in der Chorherrengruft beigesetzt.\r\n      Ueber das Ableben der großen Tondichters Dr. Anton Bruckner wird uns noch mitgetheilt, daß derselbe in den letzten Tagen schwer litt, doch das Ende nicht so rasch erwartet wurde. Sein in St. Florian lebender Bruder wurde Sonntag telegraphisch nach Wien berufen. Die sterbliche Hülle wird nach Oberöstereich gebracht werden. Bruckner hat in seinem letzten Willen den Wunsch ausgedrückt, entweder in der Prälatengruft in St. Florian oder in Steyr in eigener Gruft beigesetzt zu werden. Es ist wohl nicht zu zweifeln, daß das Stift St. Florian die Bewilligung zur Beisetzung Bruckners in der dortigen Gruft geben wird, da doch das Stift St. Florian Bruckner stets zu den Seinen zählte. Das Codicill zu dem Testamente, worin der Wunsch bezüglich der Beisetzung ausgesprochen erscheint, war in Steyr in Verwahrung und ging bereits nach Wien an den Rechtsfreund Bruckners [Reisch] ab. Anderseits erzählen die Biographen Bruckners, daß der selige Bischof Rudigier, der ein begeisterter Anhänger Bruckners war, Bruckner einmal im neuen Dome nach einem Orgelconcert in die Gruft führte und ihm das Plätzchen zeigte, das er für ihn bestimmt habe.\r\n     Dr. Bruckner war in Linz eine Reihe von Jahren thätig. Er war zweiter Archivar der Liedertafel im Jahre 1856/57, da er in diesem Jahre in Linz als Domorganist  thätig war und damals auch Clavierunterricht ertheilte. Ferner war er bei der Liedertafel 1860/61 und 1868 Chormeister. Im Jahre 1886 gab die Liedertafel \"Frohsinn\" ein Bruckner=Concert, wobei nur dessen Compositionen aufgeführt wurden; Bruckner war selbst anwesend und hielt damals eine Ansprache, in welcher er der Anfeindungen gedachte, die er in Wien erfahren mußte. In einem Dankschreiben, welches er damals an den \"Frohsinn\" richtete, schrieb der große Sohn unserer Heimat zum Schluße: \"Freundschaft und Liebe erflehe ich von allen meinen innigstgeliebten Oberösterreichern! Die Liedertafel \"Frohsinn\" und ganz Oberösterreich lebe hoch, hoch, hoch!\" Dr. Bruckner war auch Ehrenbürger der Stadt Linz und bezog vom Lande Oberösterreich einen Ehrensold.\" (zw1).\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 5588 auf S. 2 (signiert »-pp-«):\r\n\"        Feuilleton.\r\n          Bruckneriana.\r\n(Original=Feuilleton der \"Wr. Allg. Zeitung\".)\r\n    Vor einigen Jahren erschien durch längere Zeit täglich ein alter Herr auf dem Stephansplatze, der durch seine originelle Erscheinung und durch die Art seines Gehabens allgemeine Aufmerksamkeit erregte. [... Studium des Stephansdoms für die 9. Symphonie, die als letzte Symphonie geplant war ...] \"Neun Symphonien hat Beethoven geschrieben, da darf ich doch nicht mehr machen,\" sagte er.    Dieses Selbstbescheiden vor Anderen, die er als Größere erkannte, bildete einen der hervorstechendsten Charakterzüge des greisen Meisters [...].\r\n     Anton Bruckner hat keine Schule gemacht, er steht in einsamer Originalität da. [... Schüler sollten ihre Eigenart bewahren ...]. \"Wozu hat man den eigenen Schnabel? Um fremdes Zeug nachzupfeifen? Componir'. wie Dir's um's Herz ist und wenn man d'rüber schimpft, macht nichts, es ist doch ein Stück von Dir.\" Dagegen brachte er es nicht über's Herz, schlechte Sachen nach Gebühr zu tadeln. \"Wissens,\" sagte er einmal, \"es ist gar eine eigene Sach' mit dem Tadel. Wenn der Anfänger eine Composition ungeschickt ausführt, hat er doch beiläufig dasselbe Gefühl wie der Fertige, der ein Kunstwerk geschrieben hat. und ich weiß am besten, wie einem zu Muthe ist, dem ein neues Stück, sagen wir eine Symphonie, in der Luft zerrissen wird. Durch's Schimpfen werden gerade die denkenden Schüler wankend gemacht und verlieren den Glauben an ihr Talent. Und ein Künstler, der nicht an sich glaubt, soll lieber gleich Greißler werden.\"\r\n     So kam es, daß alle Jene, die Bruckner in die Geheimnisse der Harmonielehre und der Contrapunktes eingeweiht hat, auf weit auseinandergelegenen Wegen wandeln. Wie groß ist zum Beispiel der Unterschied zwischen Julius Stern, dem derb zugreifenden, schneidigen, volksthümlichen Mann der Operette, und Heinrich Reinhardt, dem vornehmen, lyrisch=verträumten Liedercomponisten!\r\n     Von fesselnder Originalität [... Persönlichkeit und Benehmen, Kleidung, gesellige Unterhaltung, Scherze im Gasthaus ... Selbstironie:] \"Sehen Sie, lieber Herr, der Eine hat Kanarienvögel gern, der Andere hat Balletmädel gern und ich – ich hab' halt Symphonien gern.\"\r\n     Für die Vorgänge um ihn her hatte er manches scharfgespitzte Spottwort zur Verfügung, nur über Musik sprach er außerhalb seiner Berufsthätigkeit nicht gerne, \"weil die Leut' Alles verdrehen\". Von den lebenden Componisten stand ihm Goldmark am höchsten [... absolute Musik hat Vorrang vor der  wortabhängigen, \"verheirateten\" Musik ...].     Ueber die Art seines künstlerischen Schaffens gab der Meister in einer gesprächigen Stunde einmal selbst Aufschluß. \"Hier ist ein Weg, sagte er, und rechts und links sind Wiesen, auf dem Weg ist nichts zu holen, da ist Alles glatt getreten, aber auf den Wiesen, ah, da gibt es Gras und Blumen. Die Anderen bleiben hübsch auf dem Wege, ich aber marschire in die Wiese hinein und hole die Blumen. Sollen sie schimpfen, die Grasbauern, man merkt doch, daß hier der alte Bruckner gegangen ist. Und zum Schluß – setzt er mit feinem Schmunzeln hinzu – wir kommen doch an ein Ziel, ich und die Andern.\"     Er ist an's Ziel gekommen, denn er ist der Größten Einer geworden im Reiche der Musik, den man ehren und schätzen wird, so lange das Edle und Hohe Geltung hat.     –pp–\" (zw2).\nWiener Abendblatt Nr. 283 auf S. 3:\r\n„       Wiener Tagesbericht.\r\n[…]\r\n    * (Anton Bruckner.) Um halb 10 Uhr Vormittags wurde der Sarg bis zum Antlitz bedeckt; um 2 Uhr Nachmittags wird er ganz geschlossen und verlöthet. Im Laufe des Vormittags traf noch eine große Anzahl von Kränzen ein. Auch Frau Katharina Kachelmayer, die volle vierundzwanzig Jahre als Wirthschafterin im Dienste des verblichenen Meisters stand, legte einen prächtigen Kranz mit der Band=Inschrift: „Von seiner langjährigen, treuergebenen Kachelmayer“ auf den Sarg. Auf Anordnung des Rektors wurde die Trauerfahne an der Universität gehißt. Obwohl der Verstorbene nicht Mitglied des Professoren=Kollegiums war, werden der Rektor, die Senatoren und Mitglieder aller Fakultäten der kirchlichen Trauerfeier in der Karlskirche beiwohnen. Der akademische Gesangverein wird im Sterbehause nach Einsegnung der Leiche den Mittelsatz aus dem „Germanenzug“ des todten Meisters zum Vortrage bringen und werden sich die Studenten gleichfalls am Leichenbegängnisse betheiligen.“ (zw3).\nWiener Tagblatt Nr. 283 auf S. 5f:\r\n„     * (Anton Bruckner.) Im Sterbegemache liegt Meister Bruckner’s Leiche aufgebahrt. Es ist ein mäßig großes Gemach im Erdgeschoß des Oberen Belvederes. Schwarze Tücher verkleiden Wände und Plafond, die Fenster verschwinden unter den schweren Draperien und das helle und doch beängstigende Licht von mehr als hundert Kerzen, die in vierundzwanzig mehrarmigen Kandelabern leuchtet, verbreitet sich in dem Raume. Auf dem Katafalk steht der Sarg aus Goldbronze, in dem der Todte ruht. Die Hände halten ein zartes Bouquet knospender Rosen, dessen weiße Schleifen die Inschrift tragen: „Vom kleinen Karl Anton seinem Taufpathen.“ Bruckner hat nämlich vor Jahresfrist, trotzdem er schon leidend war, den Sohn seines Freundes Karl Almroth [sic] aus der Taufe gehoben. Auf einem rothen Kissen liegt der Franz Josef=Orden, die einzige Auszeichnung, die dem Altmeister verliehen wurde. Hausoffiziere der „Entreprise“ halten die Ehrenwache. Bruckner’s Schüler und Freund Anton Meißner macht bis zur Ankunft der Geschwister des Verblichenen die Honneurs. Er empfängt die Deputationen, nimmt   Kränze und Kondolenzen entgegen. Den ganzen Tag über langten Beileidskundgebungen an. Die Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde wird sich vollzählig an dem Leichenbegängnisse betheiligen. Desgleichen der Lehrkörper des Konservatoriums, dem der Verblichene durch eine lange Reihe von Jahren angehörte. Reden werden bei der Leichenfeier nicht gehalten werden. – Ueber Anregung des Wiener akademischen Wagner=Vereins wird bei dem Leichenbegängnisse Anton Bruckner’s in der Karlskirche vom Hofopernorchester unter der Leitung Hans Richter’s die Trauermusik aus der siebenten Symphonie Bruckner’s aufgeführt werden. Die Mitglieder des Akademischen Wagner=Vereins versammeln sich zum Leichenbegängnisse Anton Bruckner’s heute Nachmittags um halb 3 Uhr bei der rückwärtigen Freitreppe des Belvedere. – Eine Geschichte, eine wahre Geschichte, wie wir versichern müssen, aus Bruckner’s Leben, mag die merkwürdige Naivetät illustriren, die ihn sein ganzes Leben hindurch nicht verließ. Johann Herbeck hatte in der That die außerordentliche Begabung Bruckner’s als Orgelspieler und Komponist erkannt und dem armen Chordirigenten der Linzer Liedertafel den Weg des Ruhmes geöffnet und die Mittel zu einer bürgerlichen Existenz geboten. Er hatte sich in jedem Sinne als echter Gönner Bruckner gegenüber erwiesen, ihn zum Hoforganisten und Professor am Konservatorium befördert. Meister Bruckner war glücklich. Er wollte seinem Dankbarkeitsgefühl einen nicht mißzuverstehenden Ausdruck geben – umso mehr, als auch Andere, sei es in harmloser oder boshafter Absicht, ihn aufmerksam gemacht hatten, er müsse sich seinem hochmögenden Wohlthäter gegenüber erkenntlich erweisen. Bruckner warf sich also in Frack und weiße Kravatte und machte Herbeck einen Besuch in seiner Wohnung. Er traf ihn nicht zu Hause, wohl aber hatte Frau Herbeck von seiner Anwesenheit erfahren und rief Bruckner, von dessen originellen Eigenschaften der Gatte ihr viel erzählt hatte, zu sich in den Salon, um ihn kennen zu lernen. Bruckner erstarb natürlich in Devotion, stammelte Einiges von ewiger Dankbarkeit und stellte die Weltläufigkeit der Dame auf eine harte Probe. Als Bruckner sich empfahl, reichte ihm Frau Herbeck sehr freundlich die Hand. Der Händedruck, mit dem Bruckner diese Artigkeit erwiderte, ließ bei Frau Herbeck die Empfindung zurück, als wäre in ihrer Hand etwas zurückgeblieben. In einem eigenthümlichen Dilemma befangen, wollte sie das Ding in Anwesenheit Bruckner’s nicht näher besichtigen. Als dieser aber die Hausthür geschlossen hatte, bemerkte Frau Herbeck zu ihrem Entsetzen, daß ihr Bruckner zehn Gulden in die Hand gedrückt hatte. Herbeck, dem die betroffene Gattin den Vorfall in lebhaftester Erregung mittheilte, war genial genug, dem weltentrückten Genie den Betrag mit einigen humoristischen Zeilen zu retourniren und daraus keinerlei ernste Konsequenzen zu ziehen.“ (zw4).\nWiener Zeitung Nr. 238 auf S. 4 (die Rubrik ist datiert \"13. October\"):\r\n\"     (Anton Bruckner †.) Der \"Schubert-Bund\" hat heute Vormittags an der Bahre seines Ehrenmitgliedes Anton Bruckner einen Lorbeerkranz niederlegen lassen. – Die Direction der Gesellschaft der Musikfreunde, die ihre gestrige Sitzung mit einer Trauerkundgebung für ihr dahingeschiedenes Ehrenmitglied Anton Bruckner schloß, wird sich morgen vollzählig an dem Leichenbegängnisse betheilgen; desgleichen er Lehrkörper des Conservatoriums, dem der Verblichene durch eine lange Reihe von Jahren angehört hatte. Der Singverein wird in der Kirche einen Trauerchor von Schubert zum Vortrage bringen. Reden werden bei der Leichenfeier nicht gehalten werden. Vom Giebel des Musikvereins=Gebäudes weht eine mächtige Trauerfahne. – Im Laufe des Nachmittags wurden zahlreiche Blumenspenden am Sarge Bruckners niedergelegt. Ein prachtvolles Gewinde sendeten Graf und Gräfin Lamberg; ferner haben Kränze geschickt: Se. Durchlaucht Fürst Edmund Batthyany, der Wiener akademische Wagner=Verein, die Steyrer Liedertafel, der Steyrer Musikverein, der Wiener Männergesangverein, die Gesellschaft der Musikfreunde.\" (zw5).\nAußerdem ein Bericht auf Seite 5:\r\n\"                    Wiener Gemeinderath.\r\n            (Oeffentliche Sitzung vom 13. October.)\r\n     Der Vorsitzende Bürgermeister Strobach eröffnet die Sitzung mit folgenden Worten:\r\n     Geehrte Herren! Einer der größten Tondichter der Gegenwart, Anton Bruckner, ist verschieden (Die Versammlung erhebt sich von den Sitzen); still wie sein ganzes Leben vollzog sich auch sein Ende, schmerzlos und ohne Todeskampf entwich seine Seele.\r\n     Dieser große Meister der Töne war ein strenggläubiger Katholik. Ueberzeugungstreue, eiserner Muth im Kampfe des Lebens, schlichte Einfachheit und bescheidenes Wesen zeichneten ihn aus. Kein freundliches Geschick war seiner Jugend beschieden, und durch Entbehrungen aller Art führte ihn sein Genius zur Höhe jener Auserwählten, zu denen wir mit ehrfurchtsvoller Bewunderung emporblicken.\r\n     Nicht immer wurde seinem großen Können die verdiente Werthschätzung zu Theil, und nur langsam rangen sich seine Werke zur vollen Anerkennung durch, nicht bloß in seinem Vaterlande, sondern auch im Auslande.\r\n     Möge die Nachwelt dem großen Todten jene allgemeine Würdigung zu Theil werden lassen, welche der großen Bedeutung des Künstlers entspricht.\r\n     Bruckners Name ist unzertrennlich mit unserem Kunstleben verbunden, sein künstlerisches Schaffen hat der Stadt Wien zur Ehre gereicht, wir werden ihm stets ein würdiges Andenken bewahren!\r\n     In Anerkennung der großen Verdienste Bruckners um die heimische Kunst hat der Stadtrath den einstimmigen Beschluß gefaßt, die Leichenfeier für den verstorbenen Meister auf Kosten der Stadt Wien zu veranstalten.\r\n     Ich bin überzeugt, daß Sie, meine geehrten Herren, Alle diesem Beschlusse zustimmen und durch recht zahlreiches Erscheinen bei der Leichenfeier dem Verewigten die letzte Ehre erweisen werden. (Zustimmung.)\"  (zw6).\nBruckners Tod wird auch von der Zeitung YorkshirePost and Leeds Intelligencer gemeldet (zy).\n \nD. Kränze und Fahnenschleifen\r\n[Eine genaue Zuordnung zu 13., 14., 15.10.1896 oder später und zu Wien (Belvedere oder St. Karl) oder St. Florian ist meist nicht möglich; möglicherweise sind hier auch Fahnenschleifen erfasst, die einem anderen Anlass zu verdanken sind.]\nLorbeerkränze:\r\n\"Die k. u. k. DIREKTION des k. k. Hofoperntheaters | Dem Andenken des grossen Meisters\" (gelb-schwarz)\r\n\"Der Deutsche Club | Dem großen deutschen Meister\" (schwarz-rot-gold) [vgl. 18.10.1896]\r\n\"Von Schwester, Schwager u. Neffen | Die letzten Grüsse\" (schwarz)\r\n\"Die Wacht am Rhein\" [?] (rot-weiß)\r\n\"Dem Meister Anton Bruckner | Die k. k. Hofmusikkapelle\" (schwarz-gelb)\r\n\"Ihrem hochverdienten Ehrenmitglieder | Die Liedertafel \"Frohsinn\" Linz\" (rot-weiß).\nFahnenschleifen:\r\n\"DIE DEUTSCHE STUDENTENSCHAFT | Dem grossen Künstler\" (rot-schwarz)\r\n\"Dem hochverehrten Meister | Theodor Hämmerle\" (schwarz)\r\n\"Sängerbund Gutenberg | Linzer Buchdrucker\" (rot-weiß)\r\n\"Der ORCHESTERVEREIN für classische Musick | Dem grossen Meister\" (schwarz)\r\n\"Die k. k. Reichshaupt- und | Residenzstadt Wien\"\r\n[ohne Text] (violett-schwarz)\r\n\"Rudolf Dittrich | Meinem unvergesslichen Lehrer\" (schwarz)\r\n\"Ihrem berühmten Ehrenbürger | [Stadt?] Gemeinde Linz\" (rot-weiß)\r\n\"In Liebe und Verehrung | Hermann Levi\" (violett-silber)\r\n\"Fürst Edmund Battyány-Strattmann\" (violett)\r\n\"Der. S. C. der Wiener Corps | dem deutschen Tondichter\" (schwarz)\r\n\"Der Wiener Akademische GESANGVEREIN | seinem unvergeßlichen Ehrenmitgliede Dr ANTON BRUCKNER\" (rosa)\r\n\"Seinem Ehrenmitgliede | der Wiener Männer-Gesangverein\" (rot-weiß)\r\n\"Dem Meister Dr Anton Bruckner vom Wiener akademischen Wagnerverein | \"Non confundar in aeternum\" \" (schwarz)\r\n\"Das Bundes Realgymnasium in Steyr | Dem grossen Tondichter Oberösterreichs\" (weiß-rot)\r\n\"Der Männergesangverein \"Kränzchen\" | seinem unvergesslichen Ehrenmitgliede\" (weiß)\r\n\"Die Gesellschaft der Musikfreunde | IHREM EHRENMITGLIEDE dem grossen vaterländischen Tondichter\" (schwarz)\r\n\"Der Wiener Schubertbund | Seinem unsterblichen Ehrenmitglied\" (rot-weiß)\r\n\"Franz Schalk | Seinem geliebten Meister\" (schwarz)\r\n\"Die Familie Helm | Dem unvergeßlichen, großen Meister\" (schwarz)\r\n\"Der neue Richard Wagner-Verein in Wien | Seinem Ehrenmitgliede, dem großen Meister\" (schwarz)\r\n\"Vom Wr. M. G. V. Breitensee | Dem Meister Bruckner in Verehrung\" (grün-weiß)\r\n\"Der Director und der Lehrkörper des Conservatoriums | Dem großen Meister Anton Bruckner\" (schwarz)\r\n\"Die Burschenschaften WIENS | dem deutschen Meister\" (schwarz-rot-weiß)\r\n\"In treuer Liebe und Verehrung | Die Familie Dlauhy\" (schwarz)\r\n\"Dem unsterblichen Bruckner | Die Kernstockrunde in der Wiener Liedertafel\" (schwarz-rot-weiß) [weder die Wiener Liedertafel noch der Name Kernstock sind bis dato in Beziehung zu Bruckner nachweisbar (Stand 5.9.2020)]\r\n\"Aus Hochachtung und Verehrung | Männergesangsverein \"Sängerbund\" Linz a. Donau\" (rot-weiß)\r\n\"Professor Guido Adler | In treuer Anhänglichkeit\" (schwarz)\r\n\"Berliner Lehrer Gesangverein\" (blau-weiß-schwarz) [(1894 bis 1937 kontrolliert) es waren keine Besuche des Vereines in Österreich nachweisbar]\r\n\"Dem grossen Meister | Sein getreuer Schüler AUGUST STRADAL\" (schwarz)\r\n\"Die Steyrer Liedertafel | Ihrem Ehrenmitgliede\" (grün-weiß)    (zz).", "Letzte Änderung": "25.08.2026 09:59"}, {"ID": 189710145, "Datum": "14.10.1897, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 236 meldet auf S. 4, daß am 11.10.1897 in St. Florian ein feierliches Requiem abgehalten wurde:\r\n\"     – Anton Bruckner. Montag, 11. d. M., als dem Todestage des Tonkünstlers Bruckner, fand in der Stiftskirche von St. Florian, in deren Gruft der Verstorbene ruht, ein feierliches Requiem für denselben statt. Viele Bewohner des Marktes, an der Spitze der Bezirksrichter von St. Florian, wohnten dem Trauergottesdienste bei.\" (*).\nIn einer Besprechung der 2. Sinfonie Gustav Mahlers im Musikalischen Wochenblatt auf S. 562 werden Vergleiche zu Bruckner und Beethoven und in der Instrumentation zu Richard Strauss und Hugo Wolf angestellt (**).\r\nIm \"Grazer Musikbrief\" wird von der Aufführung der d-Moll-Messe berichtet (***).", "Letzte Änderung": "30.08.2026 11:24"}, {"ID": 189810145, "Datum": "14.10.1898, Freitag", "Haupttext": "Die Oberösterreichische Volkszeitung Nr. 42 berichtet auf S. 4, daß der Wiener Stadtrat ein Bruckner-Denkmal errichten will:\r\n\"         Vermischte Nachrichten.\r\n    Ein Bruckner=Denkmal in Wien. Der Wiener Stadtrath beschloss zur Erinnerung an den Tondichter Anton Bruckner auf Kosten der Gemeinde ein Denkmal zu errichten. Zu diesem Zwecke wurde ein vorläufiger Betrag von 4000 fl. bewilligt. Wegen Erwerbung einer im Privatbesitze von Tilgner angefertigten Büste Bruckners’s [sic] sollen für diesen Zweck Verhandlungen eingeleitet werden. Das Monument soll auf einem öffentlichen Platze, womöglich im Stadtparke zur Aufstellung gelangen. In das Comité wurden die Stadträthe Doctor Wähner und Dr. Krenn, sowie Vicebürgermeister Doctor Neumayer entsendet.“", "Letzte Änderung": "22.11.2024 09:11"}, {"ID": 189910145, "Datum": "14.10.1899, Samstag", "Haupttext": "Die Aufführung der e-Moll-Messe (mit \"Locus iste\" als Graduale und \"Ave Maria\" [als Offertorium, vwemutlich WAB 6]) am 15.10.1899 in der Votivkirche und die Aufführung des \"Locus iste\" als Graduale in der Hofburgkapelle am selben Tag werden angekündigt\r\nim Deutschen Volksblatt Nr. 3874 (Abendausgabe) auf S. 4 (*),\r\nim Fremdenblatt Nr. 283 (Morgenblatt) auf S. 9 (**)\r\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 12624 auf S. 4 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190010145, "Datum": "14.10.1900, Sonntag", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 241 meldet auf S. 11, daß [vermutlich heute] ein Graduale Bruckners in der Liechtenthaler Pfarrkirche aufgeführt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190610145, "Datum": "14.10.1906, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im Neuen Wiener Journal Nr. 4662 auf S. 12 (*)\r\nund in der Reichspost Nr. 235 auf S. 10 (**).\n\r\nAufführung der d-Moll-Messe unter Carl Luze in der Wiener Hofkapelle um 11 Uhr (***).\n\r\nDie Steyrer Zeitung Nr. 82 berichtet auf S. 2 von der Bruckner-Feier in St. Florian am 11.10.1906 (°).\nDer Alpen-Bote Nr. 82 kündigt auf S. 4 das Linzer Konzert am 21.10.1906 mit der 2. Symphonie und Otto Kitzlers Trauermusik an (°°).\n \nArtikel von Max Auer \"Anton Bruckner. († 11. Oktober 1896.) | (Zur 10. Wiederkehr seines Todestages.)\" in der Linzer Tages-Post Nr. 235 auf S. 1f (°°°).\n \nDie Zeitung \"Amerika\" Nr. 52 (St. Louis, Missouri) erwähnt auf S. 1 Bruckner in einem Artikel über P. Hartmann von An der Lan-Hochbrunn:\n\"                 Pater Hartmann\n     In der New Yorker Staats=Zeitung veröffentlichte neulich R. Amort eine vortreffliche biographische Skizze des Franziskaner=Komponisten P. Hartmann, in der er sowohl den Lebenslauf des berühmten Mönches darstellt als auch dessen Leistungen auf musikalischem Gebiete würdigt. Herr Amort schreibt:\n     Dem musikliebenden und musikverständigen Publikum der Metropole der westlichen Hemisphäre wird voraussichtlich noch im Laufe der eben begonnenen Saison [... Männerchöre am 5.12.1906, später auch Oratorium ... P. Hartmann seit einigen Wochen in New York ... Biographisches (Bozen, Salzburg, Peter Singer, Joseph Pembaur, P. Homeyer in Leipzig, Jerusalem (bis Juni 1895), Rom, ab 1.3.1906 in München ...], eifriges Studium der Werke alter und, nicht zu vergessen, auch der neueren und neuesten Meister, wie Wagner, Liszt, Brahms, Bruckner, der modernen Italiener, sowie – horribile dictu – auch der Ketzer Richard Strauß, Max Reger, Hugo Wolf und wie sie alle heißen mögen [...] haben ihn zu einem modernen Musiker im besten Sinne des Wortes gemacht. [... über seine Kompositionen ...].\" (#).", "Letzte Änderung": "14.10.2025 16:09"}, {"ID": 191010145, "Datum": "14.10.1910, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter R. Siegl in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191210145, "Datum": "14.10.1912, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie [durch die verstärkte Musikkapelle des Infanterie-Regiments Nr. 27 „Leopold, König der Belgier“?] unter dem Militärkapellmeister Theodor Adrian Christoph (Odessa 1872-1941 Wien) (dessen Abschiedskonzert) in Laibach. Auf dem Programm stehen außerdem Rachmaninovs c-Moll-Klavierkonzert (mit dem 19jährigen Julius Varga) und Goldmarks Sakuntala-Ouvertüre.", "Letzte Änderung": "27.10.2024 15:26"}, {"ID": 191310145, "Datum": "14.10.1913, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben des Bezirksgerichts St. Florian an das Steueramt St. Florian: \n\n     Nimmt Bezug auf seinen Beschluss vom 18.4.1913. Das Einlagebuch der Sparkasse St. Florian über 800 K. sei an das Bezirksgericht Vöcklabruck als zuständig für die Verlassenschaft Johann Huber [Johann Nepomuk Hueber, gestorben am 5.2.1913] zu übersenden. \n\n     Dieses werde weiters informiert, dass zur Verlassenschaft Rosa Huber [Rosalia Hueber] die auf Ignaz Bruckner (verstorben am 4.1.1913) entfallende Hälfte der auf 10000.- K. geschätzten Tantiemenbezugsrechte  an den Werken ihres Bruders gehöre. Unterzeichnet von Zawischa (*).\n\n\nSchreiben des Bezirksgerichts St. Florian an Gustav und Theodor Hueber: \n\n     In der Verlassenschaftssache Ignaz Bruckner werden das Stiftsspital St. Florian als Erbin und Anton, Gustav und Theodor Hueber als Legatare davon verständigt, dass Prälat Josef Sailer im Namen der Erbin auf das zum Nachlass gehörende Urheberrecht verzichtet habe und dieser Vorgang von der oö. Statthalterei als Stiftungsbehörde genehmigt worden sei. \n\n     Zur Erfüllung des letzten Willens sollen innerhalb von vier Wochen die Zinsen ab dem 4.1.1913 (289,38 K.) an die Pfarr-Armen (Punkt 10 des Testaments) gezahlt und die Stiftsbriefe für die drei im Testament (unter Punkt 12 - 14) verfügten Messenstiftungen vorgelegt werden. Unterzeichnet von Zawischa (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191410145, "Datum": "14.10.1914, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel »Paul Heyse als Bruckner-Verehrer« in der Frankfurter Zeitung.\r\n[Bei 215/91 und 268/164 datiert \"10.4.1914\".]", "Letzte Änderung": "31.03.2023 22:21"}, {"ID": 191910145, "Datum": "14.10.1919, Dienstag", "Haupttext": "\"Die Freiheit\", Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Nr. 496 (Nr. 226 der Abendausgabe) berichtet (ohne Signatur) auf S. 2 von der Aufführung der f-Moll-Messe [am 7.10.1919].", "Letzte Änderung": "07.08.2026 10:35"}, {"ID": 192110145, "Datum": "14.10.1921, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 235 teilt auf S. 5 mit, dass die nächste \"Te Deum\"-Probe des Linzer Musikvereins nicht am 15., sondern am 19.10.1921 stattfindet (*).\n \nBrief des Landesreferats für das Volksbildungswesen (Linz) an Propst Vinzenz Hartl:\n     Das Unterrichtsamt habe die Gedenkfeier der Linzer Jugend in St. Florian genehmigt [vgl. 10.11.1921]. Hartl wird um Unterstützung und Wiederholung der am Dienstag [11.10.1921] aufgeführten Werke (Requiem [WAB 39], \"Nachruf\" und evtl. des 122. Psalms [recte 22. Psalm]) gebeten. Franz Xaver Müller möge eine Gedenkrede halten. Einzelheiten könnten bei einem Termin in St. Florian besprochen werden. Unterzeichnet von Adalbert Depiny und Wilhelm Gärtner (**).\n \nAufführung der 8. Symphonie durch das Orchester der Frankfurter Museumsgesellschaft unter Wilhelm Furtwängler im 2. Freitags-Konzert in Frankfurt.\nSolist im Brahms-Violinkonzert (nach der Pause) ist Adolf Busch (***).", "Letzte Änderung": "03.08.2026 21:50"}, {"ID": 192310145, "Datum": "14.10.1923, Sonntag", "Haupttext": "The Standard Union Nr. 104 (Brooklyn, New York) kommentiert auf S. 29 (= S. 9 des 2. Teils) die Programmplanung des New York Philharmonic Orchestra:\n\"                 World of Music\n[... Arnold Bax über den Bratschisten Lionel Tertis ... amerikanische Komponisten bei Walter Damrosch (New York Symphony Orchestra) ...]\n      Many Modern Composers Dropped from Philharmonic Programmes\n     The Philharmonic Society [... 82. Saison ...] has taken a new step in symphonic procedure by advance publication of its programmes for the entire season [... 25.10.1923 bis 6.4.1924 ...].\n     An analysis of the season's programmes thus issued in advance reveals the following facts ans figures:\n     Seventy concerts are scheduled in several series [... Orte und Wochentage, 45 Komponisten mit 120 Werken ...].\n    The wishes of the late Joseph Pulitzer, whose bequest of $1,000,000 to the Philharmonic in 1911 carried with it a request that the testator's favorite composers be given frequent hearings, are still to be respected. These favorites are Beethoven, Wagner and Liszt. [... Tschaikowsky, Beethoven, Brahms ...].\n     The rest of the field are grouped in following wise:\n     Four works each, [... Aufzählung der Namen ... drei, zwei und ein Werk ...].\n     All of which would seem to confirm those underbuzzings of comment which have been heard in music circles since Mr. Van Hoogstraten's accession to the Philharmonic baton. It has frequently been stated by certain wise men of the orchestra world that this young Hollander, utterly unknown in his own country, was not of Philharmonic stature. In other words, that his musicianship was solid but his repertory circumscribed. [... Programmplanung bestätigt das ... im Februar 1924 wird Mengelberg kommen ...]. Conspicuously absent are the names of such distinguished contemporaries as d'Indy, Elgar, Schreker, [... 24 Namen ...] and many other living men of distinctive talent. Of the \"moderns\" not now living, to name but a few, where are Hugo Wolf, Mahler, Chausson, Bruckner, Reger, Scriabin, also that ancient modern–Josef Haydn?\n     \"The Philharmonic Society has always been the conservator of classic, and forerunner of all that is significant in modern music,\" wrote the late Mr. Huneker in his retrospect [... Novitäten unter früheren Dirigenten von Anton Seidl (1892) bis Josef Stransky (1922) ...].     The 1923-24 programmes of Messrs. Van Hoogstraten and Mengelberg are themselves nothing if not a \"retrospect\" upon Philharmonic programmes of other years. [... Henry Hadley wird amerikanische Werke bringen ...].\"", "Letzte Änderung": "03.07.2024 13:19"}, {"ID": 192410145, "Datum": "14.10.1924, Dienstag", "Haupttext": "Bei der Universal-Edition erscheint die Studienpartitur des 150.Psalms unter der Nummer 7535 (*).\nAufführung der 5. Symphonie [durch das Philharmonische Orchester?] unter GMD Ferdinand Wagner im Saalbau des Kulturvereins in Nürnberg (**).\nIn Die deutsche Zeit Nr. 133 berichtet auf S. 2 Wilhelm Wymetal vom Musik- und Theaterfest der Stadt Wien und erwähnt dabei den Bruckner-Schubert-Abend des Wiener Männergesangvereins [am 30.9.1924] (***).\nDas Neue Wiener Journal Nr. 11101 bringt auf S. 3f ein Feuilleton von Elsa Bienenfeld \"Mahlers zehnte Symphonie\", in dem auch Bruckners 9. Symphonie erwähnt wird (°).\nAuf Seite 8 eine mit \"J. B.\" (vermutlich Julius Bistron) signierte Kritik zur Aufführung der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") [am 12.10.1924] \"Die neue Bruckner-Symphonie. Ein Festkonzert in Klosterneuburg.\" (°°).\nVon den Klosterneuburger Konzerten berichtet auch die Reichspost Nr. 284 auf S. 5f (signiert \"O. R.\" [Otto Repp]): \"Die Bruckner-Hundertjahrfeier in Klosterneuburg.      Des großen Meisters Leben mit einem Bogen vom Anfang zum Ende umfassend, [... erwähnt werden: Minister Dr. Schneider, Dr. Kluger, Dr. A. Weißenbäck, Ferdinand Karpf, Ed. Böhm, Max Springer, Dr. Ludwig, Alfresd Boruttau, Redwitz, Annemarie Lischke, Quintett (Sedlak, Gärtner, Gruber, Bauer und Dr. Hendrych), Vize-BM Bauer, Dr. Orel, Rud. Meißl, Franz Moißl ... Werke: Requiem, Am Grabe, 6. Symphonie, Ave Maria [WAB 7?], Tota pulchra, Entsagen, Quintett, Sängerbund, Du bist wie eine Blume, Marsch, Scherzo der f-Moll-Symphonie, d-Moll-Symphionie (\"Nullte\"), Richard Wagners \"Wach-auf-Chor\" ...].     O. R.\" (°°°).\nIn der Wiener Mittagszeitung Nr. 237 erscheint auf S. 3 eine mit \"K.\" signierte Kritik zum Konzert des Schubertbundes mit der Aufführung eines Orchesterstücks Bruckners [WAB 97/3 am 13.10.1924] (#).\nDas Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 484 bringt auf S. 2 eine mit H. M. signierte Besprechung des Konzertes vom 12.10.1924 mit der 3. Symphonie:\r\n\"     Erstes Festkonzert des Bezirksausschusses. [... Lob für das anders strukturierte Publikum ... Vorbehalte gegen Schmeidels Dirigat von Beethovens \"Weihe des Hauses\" ... bei Bruckners Wagner-Symphonie die letzten drei Sätze \"eine einheitliche Meisterleistung des noch jugendlichen Dirigenten\" ...], die Apotheose des Schlusses war in äußerer und innerer Beziehend [sic] hinreißend.     H. M.\" [vermutlich: Heinrich Maurer] (##).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 19:04"}, {"ID": 192510145, "Datum": "14.10.1925, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik zum 150. Psalm von Herman Rutters im Algemeen Handelsblad (*).\n \nIm Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 485 wird auf S. 6 das heutige Radioprogramm mit einer Aufführung der 4. Symphonie mitgeteilt:\n\"[...] 8.30 Uhr abends: Orchesterkonzert unter Mitwirkung von Theophil Demetriescu, Klavier. Dirigent: Dr. W. Buschkötter. 1. Mozart: C-Moll-Konzert (K. V. 491). Allegro – Larghetto – Allegretto (Kadenzen von Busoni) (Theophil Demetriescu am Flügel). 2. Bruckner: IV. Sinfonie Romantische. Ruhig bewegt, allegro molto moderato – Andante – Scherzo, bewegt – Finale, mäßig bewegt (Berliner Funkorchester). 10 Uhr abends: Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:51"}, {"ID": 192610145, "Datum": "14.10.1926, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel \"Anton Bruckner-Gedenkfeier in Wien\" [am 11.10.1926] in der Linzer Tages-Post Nr. 238 auf S. 7 (*).\nAuf Seite 5 ein Artikel \"Gründung einer Ortsgruppe des Brucknerbundes\" [in Vöcklabruck am 10.10.1926] (**).\n \nDie Aufführung der 4. Symphonie [in Stuttgart] wird um 20 Uhr vom Stuttgarter Sender (Welle 446) übertragen (***).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 23:54"}, {"ID": 192810145, "Datum": "14.10.1928, Sonntag", "Haupttext": "The Province Nr. 199 (Vancouver, British Columbia, Canada) schreibt auf S. 31 über die Bruckner-Vereinigung in Berlin:\n\"     The Bruckner Society of Berlin announces six symphony concerts to be conducted by Felix. M. Gatz.\"\n[darunter Bruckner: 19.10.1928 3. Symphonie, 22.11.1928 4. Symphonie, 20.3.1929 Adagio der 1. Symphonie und f-Moll-Messe und 13.4.1929 8. Symphonie].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192910145, "Datum": "14.10.1929, Montag", "Haupttext": "Aufführung einiger Chorwerke in einem Konzert der Trierer Liedertafel unter Franz Altmeier in der Treviris in Trier (*).\n \nBrief von Propst Vinzenz Hartl an Adolf Wenusch:\n[Hartl hat vermutlich den Brief vom 12.9.1929 von Max Auer in Abschrift erhalten, auf dem er Notizen zu Antwort festgehalten hat. Mutmaßlicher Inhalt]\n     Nimmt Stellung zu den vorgeschlagenen Rettungsmaßnahmen am Leichnam Bruckners. Warum sich Wenusch nicht direkt an ihn gewendet habe?\n     \"Es wäre recht gütig von Ihnen gewesen, wenn Sie mir das Vertrauen geschenkt hätten, Ihre Wahrnehmungen, die Sie bei Bruckners Sarg machten, mir direkt bekannt zu geben.\" (**).\n \nAufführung der 8. Symphonie unter Rudolf Krasselt im 2. Abonnementkonzert um 19:30 Uhr im Opernhaus Hannover. Solist im B-Dur-Klavierkonzert von Brahms ist Wladimir Horowitz (***).\n \nDer Rundfunksender Frankfurt überträgt ab 19:30 das Erste Montagskonzert mit der 6. Symphonie als Schlussstück (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 17:09"}, {"ID": 193010145, "Datum": "14.10.1930, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Robert Heger im Großen Musikvereinssaal in Wien (*).\n\n\nThe Hartford Courant (Hartford, Connecticut) berichtet auf S. 19 über das Konzert vom 9.10.1939 mit der 7. Symphonie:\n\"            The Observation Post\n\n      By Walter Brown, Dramatic Editor\n\n [...]\n                Mr. Spalding In Berlin.\n\n     Albert Spalding was in Berlin last Thursday evening as solist with the Hamburg Philharmonic Orchestra playing under the baton of Dr. Karl Muck. [... Auszug aus einer Kritik – \"a special cable to the New York Times\", diese ausführlich über Beethovens Violinkonzert und den Solisten ...]. He enjoyed the benefit of the superb accompaniment of Dr. Muck, who later had a triumph of his own in response to his incomparable presentation of Bruckner's \"Seventh Symphony,\" a work which received the first Berlin hearing under his baton thirty-seven years ago.\" [recte: unter Klindworth am 31.1.1887] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193110145, "Datum": "14.10.1931, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Lili Schalk an Max Auer:\r\n     Sie halte die von Franz Schalk eingerichteten und mit den Autographen verglichenen Partituren der 5. und 6. Symphonie, von denen sie Abschriften anfertigen lassen werde, für die Gesamtausgabe bereit (*).\nDie Vortragsreihe der Bruckner Society of America startet zur Saisoneröffnung im Roerich Museum in New York. James P. Dunn spricht über Bruckners Messen. MItglieder seines Chores bringen Auszüge aus der e-Moll- und f-Moll-Messe (**).", "Letzte Änderung": "30.10.2025 22:07"}, {"ID": 193210145, "Datum": "14.10.1932, Freitag", "Haupttext": "Kritiken zur 5. Symphonie [am 13.10.1932] von Ernst Schliepe in der Deutschen Allgemeinen Zeitung (*)\nund von Heinrich Strobel im Berliner Börsen-Courier \"Klemperers Bruckner-Triumph\" (**).\n \nDas Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 486 bringt auf S. 3 eine mit \"A. W.\" [Arnold Walter] signierte Besprechung desselben Konzerts (***).\n \nAufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Alois Melichar im Konzert des Volksbildungsamtes Kreuzberg um 20 Uhr im \"Orpheum\" in Hasenheide/Berlin. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Ravel und Strawinsky (°).", "Letzte Änderung": "26.05.2026 23:10"}, {"ID": 193310145, "Datum": "14.10.1933, Samstag", "Haupttext": "Die Aufführung der 2. Symphonie mit dem Frankfurter Funkorchester in Franfurt wird nicht nur vom Südwestfunk (Frankfurt, Kassel, Trier) übertragen, sondern auch anderen Sendern übernommen: Bayerischer Rundfunk (München, Nürnberg, Augsburg, Kaiserslautern), Norddeutscher Rundfunk (Hamburg, Hannover, Bremen, Flensburg, Kiel), Ostmarken-Rundfunk (Heilsberg, Königsberg, Danzig) und Schlesischer Rundfunk (Breslau, Gleiwitz), Südfunk (Mühlacker, [Stuttgart], Freiburg), Westdeutscher Rundfunk (Langenberg, [Köln, Münster, Aachen]).", "Letzte Änderung": "04.04.2026 12:05"}, {"ID": 193410145, "Datum": "14.10.1934, Sonntag", "Haupttext": "Einspielung [Aufführung] der 9. Symphonie durch das New York Philharmonic Orchestra unter Otto Klemperer (*).\nArtikel von Rudolf Réti »Eine Uraufführung von Anton Bruckner« in der Amtlichen Wiener Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 12:30"}, {"ID": 193510145, "Datum": "14.10.1935, Montag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch den Bruno Kittel'schen Chor und die Berliner Philharmoniker unter Bruno Kittel in Berlin. Solisten: Else Schön, Clara Maria Elshorst, Heinz Marten und Fred Drissen (Gesang) und Friedrich Kausch (Orgel) (*).\nArtikel über das Bruckner-Denkmal in Steyr in der Linzer Tages-Post (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193610145, "Datum": "14.10.1936, Mittwoch", "Haupttext": "Gedicht von Richard Plattensteiner im Neuen Wiener Tagblatt (*).\n \nAm 8. Tag des Wiener Bruckner-Festes (7. - 15.10.1936) wird im Festkonzert des Wiener Konzertvereins durch die Wiener Symphoniker unter Karl Böhms Leitung die 8. Symphonie aufgeführt [Wiederholung vom 13.10.1936]. Zuvor spielt Franz Schütz Präludium und Fuge in Es-Dur für Orgel (**).\n \nBruckner-Feier der Dresdener Philharmonie unter Paul van Kempen mit dem 150. Psalm und der 9. Symphonie (***).\n \nVorstandssitzung und Mitgliederversammlung [der Ortsgruppe Karlsruhe o der das Badischen Brucknerbundes?] in der Hochschule für Musik mit Aufführung des Quintetts durch das Karlsruher Bergner-Quartett. Anwesend sind u.a.: Oberbürgermeister Jaeger, Ministerialrat Dr. Asal, Fritz Grüninger, Franz Philipp, Inspektor Mangler (Karlsruhe), Chordirektor Baumann (Pforzheim), Clara Ernst (Heidelberg), Fritz Seefried und Chordirektor Winter (Mannheim) (°).", "Letzte Änderung": "19.04.2025 13:39"}, {"ID": 194010145, "Datum": "14.10.1940, Montag", "Haupttext": "Besprechung der gestrigen Aufführung der 8. Symphonie durch Dr. Walter Zeleny in den Wiener Neuesten Nachrichten Nr. 6391 auf S. 6 (*).\n\n\nAufführung der 6. Symphonie (Originalfassung) durch das Bremer Staatsorchester unter Hellmut Schnackenburg im 2. Philharmonischen Konzert der Philharmonischen Gesellschaft Bremen um 20 Uhr im großen Saal der \"Glocke\".\nAuf dem Programm stehen vor der Pause Werke von Erich Sehlbach (Vorspiel für Orchester 1935) und Chopin (e-Moll-Klavierkonzert mit Carl Seemann).\nWiederholung am 15.10.1940 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194210145, "Datum": "14.10.1942, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Mathilde Kralik an Joseph Goebbels:\r\n     Bittet um Aufführung ihrer Oper \"Walther von der Vogelweide\" (oder der Oper \"Weißblume\") anlässlich ihres 85. Geburtstages am 3.12.1942 und verweist auf frühere Korrespondenzen und Gutachten.\r\n     \"[...] Sie, hochverehrter Herr Reichsminister, der Sie sich für die Geistesarbeit auf allen Gebieten einsetzen, werden sich gewiß auch meines Wirkens auf dem Gebiet der Musik annehmen, und mir als Ehrung noch in letzter Stunde Ihre gewichtige Förderung angedeihen lassen, umso mehr als ich mich in die Reihe der Brucknerschüler stellen darf, von denen ich nun vielleicht die einzige Überlebende bin. [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194410145, "Datum": "14.10.1944, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Bruckner-Orchester unter Georg Ludwig Jochum in Linz. Wiederholung am 15.10.1944 (*).\n \nAufführung der 8. Symphonie (Haas-Fassung) durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien [auch am 15.10.1944 und 16.10.1944). Auf dem Programm steht zuvor Beethovens \"Leonoren\"-Ouvertüre Nr. 2 (**).", "Letzte Änderung": "05.06.2026 20:31"}, {"ID": 194510145, "Datum": "14.10.1945, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe und des »Te deum« durch den Chor der St. Hedwigs-Kathedrale und die Berliner Philharmoniker unter Karl Forster in der Marienkirche in Berlin. Solisten sind Gerda Lammers, Gertrude Hepp, Hans Beirer und Hanns Pick (Gesang).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195110145, "Datum": "14.10.1951, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Franz Gräflinger »Als Anton Bruckner Modell stand« mit einer Karikatur (IKO 375) in »Neues Österreich« (*).\nAufführung der 4. Symphonie in der Erstdruckfassung durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in der Hamburger Musikhalle.\r\nAuf dem Programm stehen zuvor Webers \"Freischütz\"-Ouvertüre und Robert Schumanns 1. Sinfonie (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2026 08:14"}, {"ID": 195610145, "Datum": "14.10.1956, Sonntag", "Haupttext": "Gedenkfeier in St. Florian: Ansprache des Landeshauptmannes Dr. Gleißner, Aufführung des Requiems [WAB 39] im Marmorsaal des Stiftes, Entscheidung im Improvisationswettbewerb an der Brucknerorgel (*).\r\nEs wird kein erster Preis vergeben; der zweite Preis geht an J. F. D[...], der dritte an Haselböck und Remmer [?] (*a).\n\r\nAufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Carl Schuricht im Musikvereinssaal in Wien [Wiederholung vom Vortag] (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2026 14:42"}, {"ID": 197110145, "Datum": "14.10.1971, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Augustinus Franz Kropfreiter »Der Symphoniker Anton Bruckner [.] zu seinem 75. Todestag am 11. Oktober« in der Steyrer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198610145, "Datum": "14.10.1986, Dienstag", "Haupttext": "Artikel »Gedenkkonzert in der Ennsleitenkirche: Ganz im Geiste Bruckners«, signiert »-gf-«, in der Steyrer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198910145, "Datum": "14.10.1989, Samstag", "Haupttext": "Wiedereröffnung der »Bruckner-Stiege« bei der Steyrer Stadtpfarrkirche nach der vom Rotary-Club mitfinanzierten Restaurierung (*). \n\n\n\n[November 1989?]\nArtikel \"60 Jahre Rotary Club Steyr. Restaurierung der Brucknerstiege. Jubiläumsgeschenk des Clubs an die Stadt\" im Amtsblatt der Stadt Steyr 32, Nr. 11 auf S. 8f (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199310145, "Datum": "14.10.1993, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel \"Glanzvolle Hommage an Anton Bruckner. Erstes Würzburger Brucknerfest beendet.\" in \"Kathpresse\".", "Letzte Änderung": "11.10.2025 16:04"}, {"ID": 199610145, "Datum": "14.10.1996, Montag", "Haupttext": "Geistliches Konzert in der Karlskirche in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200710145, "Datum": "14.10.2007, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung (mit DVD-Aufzeichnung) der 7. Symphonie durch das Sinfonieorchester des Dänischen Rundfunks unter Herbert Blomstedt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 183211145, "Datum": "14.11.1832, Mittwoch", "Haupttext": "(Nicht 14.9.1832) Ferdinand Bruckner an Keuchhusten gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184311145, "Datum": "(14.11.1843, Dienstag)", "Haupttext": "Linzer Erstaufführung von Lortzings »Wildschütz«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511145, "Datum": "14.11.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Die »Linzer Zeitung« Nr. 271, S. 1127\r\n   (»Wie uns mitgetheilt wird, ist die Domorganistenstelle in Linz gestern dem Herrn Bruckner aus St. Florian provisorisch verliehen worden.«) (*a)\r\nund der Linzer Abendbote Nr. 115, S. 1 (*b) melden, daß die Organistenstelle provisorisch an Bruckner verliehen wurde.\nDer Text des Linzer Abendboten lautet:\r\n   »- Das Provisorium der Organistenstelle an der hiesigen Domkirche wurde Herrn Brukner, Organist in St. Florian verliehen. - Während die übrigen Candidaten gestern geprüft wurden, stand Herr Brukner, ein junger talentirter Mann, ganz unbeachtet unter den Zuhörern und wurde von einem der Herren Prüfungskommissäre zur Competenz ermuntert, worauf er allsogleich hervortrat, und nach der neuen Berliot-Manier [sic] zu präludiren anfing. - Sein Spiel hat derart reussirt, daß ihm nach Verlauf einer Stunde die Stelle einstimmig zuerkannt wurde.« (*b).\nAnweisung der Geistlichen und Weltlichen Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche (Konzept):\r\n   Infolge der Prüfung am 13.11.1855 solle Bruckner das Dekret ausgefertigt werden. Die Statthalterei, das Bischöfliche Konsistorium und die Kirchenvermögensverwaltung seien zu verständigen und die Ausschreibung für die definitive Besetzung sei dreimal im Amtsblatt der Linzer Zeitung zu veröffentlichen (**a).\nBericht der Geistlichen und Weltlichen Vogtei an die Statthalterei (Konzept und Reinschrift): Aufgrund der Prüfung sei Bruckner als Organist provisorisch angestellt worden. Ihm stünden somit die bisher an Pranghofer gezahlten Bezüge zu (128 fl für den Dienst an der Stadtpfarrkirche und für den Dienst an der Domkirche 20 fl aus dem Kirchenvermögen und 300 fl aus dem Religionsfond). Unterschriften von Dierzer, Schiedermayr und Guggeneder (**b).\nEntwurf für die Kundmachung in der Linzer Zeitung (24.11.1855, 28.11.1855, 1.12.1855):\r\n   Bewerber für die Organistenstelle, deren Besoldung 448 fl zuzüglich 67,57 fl Stiftungsgebühren betrage, mögen ihre Gesuche bis Ende Dezember bei der Gemeindevorstehung einreichen. Unterschriften Dierzers, Schiedermayrs und Guggeneders (**c).\nDekret der Geistlichen und Weltlichen Vogtei an die Kirchenvermögensverwaltung (Konzept):\r\n   Nach Eintreffen des Bescheides der Statthalterei sei das bisher an Pranghofer gezahlte Gehalt an Bruckner zu zahlen. Unterschriften von Dierzer und Schiedermayr (**d).\nSchreiben der Geistlichen und Weltlichen Vogtei an Karl Zappe (Konzept):\r\n   Nach Pranghofers Tod dürfe der Kirchendienst nicht unterbrochen werden. Bis zu definitiven Besetzung versehe Bruckner provisorisch den Organistendienst. Unterschriften von Dierzer, Schiedermayr und Guggeneder, Aktenvermerk (»exp. 20/11«) von Weichhart (**e).\nSchreiben der Geistlichen und Weltlichen Vogtei an das Bischöfliche Konsistorium (Konzept und Reinschrift):\r\n   Man habe Bruckner provisorisch angestellt und die Ausschreibung für die definitive Besetzung veranlaßt. Unterschriften von Dierzer, Schiedermayr und Guggeneder:\r\n»Die Gemeinde-Vorstehung der Landeshauptstadt Linz.\n   An das Hochwürdige bischöfliche Consistorium. Hier.\n   Note!\r\n   Durch das am 9ten d. M. erfolgte Ableben des Herrn Wenzl Pranghofer, gewesenen Dom und Stadtpfarr-Organisten, ist dieser Posten in Erledigung gekommen.\r\n   Da der dießfällige Kirchendienst nicht unterbrochen werden darf, so haben wir die provisorische Besetzung dieses Postens durch den gegenwärtigen Schulgehilfen in St. Florian, Anton Bruckner, wo er zugleich als Organist angestellt, und in diesem Fache wirklich ausgezeichnet ist, veranlaßt. \r\n   Da die Concursausschreibung für diesen Dienstesposten nach dem hohen Hofkanzlei Dekrete vom 17: Dezember 1840 Z 35138 der gefertigten Vogtei zusteht, so wurde dieselbe behufs der definitiven Besetzung unter Einem verfügt. Wir geben uns demnach die Ehre, Ein hochwürdiges bischöfliches Consistorium einstweilen hievon in Kenntniß zu setzen. \r\n   Geistliche und weltliche Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche Linz\r\nam 14. November 1855\r\nDr. Joh. B. Schiedermayr,\r\nDomscholaster.\nDierzer v. Traunthal \r\nFranz Gugeneder \r\ngeistl Vogtei C[ommiss]aer.« (**f).\nErnennungsdekret der Geistlichen und Weltlichen Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche für Bruckner als provisorischen Organisten (Konzept und Reinschrift):\r\n»Die Gemeinde-Vorstehung der Landeshauptstadt Linz.\r\n   No 8164. \r\n[die Adresse am Unterrand der Seite] An\r\nHerrn Anton Bruckner Schulgehilfen\r\nin\nS. Florian\r\n[Brieftext im oberen Bereich der Seite:]\r\n   Wir haben uns veranlaßt gefunden, Ihnen die Organistenstelle an der hiesigen Dom- und Stadtpfarrkirche, welche durch das Ableben des Herrn Wenzl Pranghofer in Erledigung gekommen ist, bis zur definitiven Besetzung dieses Postens provisorisch zu verleihen.\r\n   Sie haben demnach diesen Posten allsogleich anzutreten, denselben bei den öffentlichen Gottesdiensten jederzeit mit Anstand und zur Erbauung des Volkes zu versehen, in der Dienstesverrichtung sich keine Saumsal zu Schulden kommen zu lassen, mit dem Herrn Kapellmeister und den übrigen Musikpersonale ein gutes Einverständniß zu pflegen, und der guten Meinung, die man von Ihnen hat, auf diese Art bestens zu entsprechen.\r\n   Wegen Anweisung der dießfälligen Bezüge wird sich unter Einem an die hochlöbliche k. k. Statthalterei verwendet und Sie werden hievon nachträglich verständiget werden.\r\n   Wegen Angelobung, daß Sie den mit diesem Posten verbundenen Verpflichtungen nachkommen werden, haben Sie sich längstens binnen 8 Tagen bei der hiesigen Gemeinde Vorstehung als weltlichen Vogtei gehörig zu melden.\r\n   Geistliche und weltliche Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche Linz am 14. Novbr 1855. \r\nDr. Joh. B. Schiedermayr, Domscholaster.\r\nDierzer v. Traunthal.\r\nFranz Gugeneder, geistl. Vogtei Co[miss]är der Domkirche.« (***).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:16"}, {"ID": 185711145, "Datum": "14.11.1857, Samstag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper in D-Dur von Ferdinand Kirms im Linzer Dom. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 1857 in der Domkirche Linz zum 1ten mal aufgeführt\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185911145, "Datum": "14.11.1859, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 28v im Kapitel \"Vereinigung der doppelten Contrapuncte: Octav u Dec.\": \"14. Nov. [1]859. | Abends ½ Uhr\" (*).\n\n\n\nAufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 859\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111145, "Datum": "14.11.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov 861\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211145, "Datum": "14.11.1862, Freitag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 862\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186311145, "Datum": "14.11.1863, Samstag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 863\" und Notiz von Fr. Woborzil in der Trompetenstimme \"Linz 14/11 863 Wobo e Wöss\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411145, "Datum": "14.11.1864, Montag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 1864\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186511145, "Datum": "14.11.1865, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 865\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186811145, "Datum": "14.11.1868, Samstag", "Haupttext": "Brief Mayfelds an Bruckner:\r\n   Freut sich über die günstigen Berichte [Bruckners?] aus Wien, will Näheres über das Nancy-Projekt wissen. Seine Frau komme am 20.11.1868 nach Wien und wolle am 22.11. oder 29.11. die f-moll-Messe hören. Er, Mayfeld, würde auch gerne dabeisein. Kündigt Frl. von Lucam als Theorieschülerin an [siehe die Amerkung]. Läßt Grüße an Hanslick, Laub und Körer ausrichten.", "Letzte Änderung": "12.11.2024 09:04"}, {"ID": 186911145, "Datum": "(14.11.1869, Sonntag)", "Haupttext": "1. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Cherubini, Haydn, Beethoven und Schumann (4. Sinfonie) im Kärntnertortheater.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011145, "Datum": "14.11.1870, Montag", "Haupttext": "Bruckner erhält die am 7.11.1870 bewilligten 400 Gulden (*) und die am 11.5.1870 eingereichten Unterlagen zurück (**).\n\nNotiz \"Erfolgt am 14/11 870. Th\" auf dem Schreiben Stremayrs vom 7. November (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211145, "Datum": "14.11.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Die morgige Kirchenmusik wird in mehreren Zeitungen angekündigt: \n\n\n\nDeutsche Zeitung Nr. 314 auf S. 8 (a), \n\n\n\nDie Presse Nr. 314 auf S. 11:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird am Freitag den 15. November um 11 Uhr das Fest des heiligen Leopold feierlichst abgehalten und wird Capellmeister Eder eine neu componirte Messe und Graduale von Laurenz Weiß aufführen. Die Soli werden die Frau Professorin Passy=Cornet, Fräulein Ritter und die Herren Dunkl und Hofopernsänger Dr. Kraus vortragen. Das Graduale singt der Hofopernsängerein Adams, die Kirchen=Arie von A. Stradello [sic] singt die Kammersängerin Fräulein Bertha Ehnn. Am Schlusse des Hochamtes spielt Hoforganist Josef Bruckner eine Orgelfuge.\" (b), \n\n\n\nFremdenblatt S. 5f (c), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2955 S. 8:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin um 11 Uhr unter Leitung des Capellmeisters Leopold Eder: eine neucomponirte Messe sammt Graduale von Professor Laurenz Weiß. Die Soli der Messe haben Frau Professorin Passy=Cornet, Fräulein Ritter, Herr Dunkl und Hofopernsänger Dr. Krauß übernommen. Graduale (Tenorsolo) singt Adams, Offertorium (Kirchenarie) von Alessandro Stradella singt die k. k. Kammersängerin Fräulein Bertha Ehnn. Am Schlusse des Hochamtes spielt Hoforganist Bruckner eine Orgelfuge.\" (d) \n\n\n\n\nund Neues Fremdenblatt Nr. 314 auf S. 3:\n     \" - In der Augustinerkirche [... Eder, Laur. Weiß, Passy=Cornet, Ritter, Dunkl, Dr. Krauß, Adams, Alexander Stradella, Bertha Ehnn ...] Am Schlusse des Hochamtes spielt Hoforganist Bruckner eine Orgelfuge.\" (e).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187311145, "Datum": "14.11.1873, Freitag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe wird von mehreren Blättern angekündigt: \n\n\n\nDie Presse Nr. 313, S. 8:\n     \" - In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Samstag den 15. November um 11 Uhr Capellmeister Eder Haydn's herrliche Nelsonmesse, Graduale, Sopran, Offertorium, Sopransolo und Violinsolo von Johann Krall, aufführen. Die Soli der Messe werden von den Damen Frau Professorin Adele Passy=Cornet, Fräulein Marie Trousil, k. k. Hofopernsängerin, Fräulein Ritter und den Herren Dunkl, Eduard Teller, Opernsänger Seidemann und Concertmeister Josef Hellmesberger vorgetragen. Am Schlusse des Hochamtes wird Hoforganist Bruckner ein improvisirtes Postludium spielen.\" (*), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 313 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3314 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (***), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 313 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" \n\n[auf S. 3f: Leopold Eder, Frl. Ritter und Herr Teller wirken auch um 10 Uhr bei der Kirchenmusik in der Alservorstadt mit.] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511145, "Datum": "14.11.1875, Sonntag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen einige Zeitungen hin:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1390 auf S. 6 (*),\n \nIllustrirtes Wiener Extrablatt Nr. 315 auf S. 4:\r\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hoforganist Professor Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen.\" (*a),\n \nDie Presse Nr. 315 auf S. 9:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Montag den 15. November um 11 Uhr das Fest des heiligen Leopold feierlichst begangen, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's prachtvolle Nelsonmesse, Graduale (Tenorsolo mit Chor) von Ritter v. Seyfried und Offertorium (Altsolo) von Baronin Constanze Ruttenstein zur Aufführung bringt. Die Soli der Messe werden von Frau Professorin Adele Passy=Cornet, Fräulein Ritter, Mitglied des k. k. Hofoperntheaters, und den Herren Edmund Dunkl, Eduard Teller, das Qui tollis von Herrn Adolph Wallnöfer und die Einlagen von den k. k. Hofopernsänger Karl Adams und der k. k. Hofopernsängerin Wilhelmine Tremel vorgetragen. Hoforganist Anton Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4031 auf S. 6:\r\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Professor Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen.\" (***).\nFortsetzung des gestrigen Berichts im »Vaterland« Nr. 315, Beiblatt S. 1f, über die Orgeleinweihung in St. Florian; Bruckner wird erwähnt und Seiberl besonders gewürdigt.\r\n     \"Die große Orgel zu St.Florian.\r\n          (Schluß.)\r\n     Doch horch! Auf einmal läßt sich im ersten Manuale die Stimme der Viola baritona 8' vernehmen; [... ausführlich und sehr poetisch über die einzelnen Register ... über Seiberls Orgelfuge, die leichte Spielbarkeit der Orgel im Vergleich zu früher ...]\r\n     Unbeschreiblich war auch die Wirkung der Production am 18. October [... \"Lobgesang\" ... Prälat Mosers Lobspruch auf Mauracher am 19.10.1875 ...] und oft möge er kommen und sich erfreuen an den Klängen seines herrlichen Meisterwerkes. Und auch jener zwei Männer muß gedacht werden, deren Namen mit der Orgel von St. Florian untrennbar verbunden sind, des Meisters im Spiel, des Professors Bruckner, der, nachdem er bei der hiesigen Orgel den Grund zu seiner Kunst gelegt, nun zu europäischem Ruhm gelangte, sowie seines Nachfolgers und Freundes, des jetzigen Organisten Joseph Seiberl, der auf dem Wege ist, seinem älteren Freunde nachzustreben.\r\n     Wahre Kunst verfeinert und veredelt; beide sind Söhne von Schullehrern, die seiner Zeit unter dem Patronate von St. Florian wirkten, beide bewahren dem Hause treue Anhänglichkeit, edlen Charakters, verbindet sie beide wahre Freundschaft, beide sind sie Meister, die lauten Dank verdienen, daß sie Mauracher's großes Werk so herrlich zum Ausdruck bringen. [... Mauracher hat sechs weitere Register unentgeltlich gebaut...]\r\n     Das Werk steht nun vollendet da [...] Wäre es noch nicht fertiggestellt, jetzt könnte es nicht mehr gebaut werden; für solche Schöpfungen ist das neue Pfründenbesteuerungsgesetz der Schlußpunct.\" [keine Signatur] (°).\n(Gesellschaftskonzert unter Herbecks Leitung mit Werken von Haydn, Schubert, Herbeck und Mendelssohn (»Lobgesang«) (°°). Cosima Wagner im Publikum (°°°)).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:43"}, {"ID": 187711145, "Datum": "14.11.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Mehrere Blätter machen auf Bruckners morgiges Orgelspiel aufmerksam:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 2109 auf S. 7 (*),\n \nDie Presse Nr. 314 auf S. 10:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Donnerstag den 15. November um 11 Uhr das Fest des heiligen Leopold feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's Nelsonmesse, Graduale (Sopransolo) von Director Johann Krall und Offertorium (Sopran= und Baritonduo mit Harmonium und Harfebegleitung) vom Fürsten Montenuovo zur Aufführung bringen wird und werden die Soli der Messe von Fräulein Hermine Woda, Frau Ida Flatz, den Herren Michael Kugler und Teller, das Qui tollis (Baßsolo) von Herrn Peter Soutschek, die Einlagen von Frau Gräfin Wimpffen, Fräulein Auguste Krauß und Herrn Nawiasky, Beide Mitglieder der Hofoper, vorgetragen. Das Flötensolo im Agnus Dei wird Baron Wertheim vortragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\n \ndas Fremdenblatt Nr. 313 auf S. 12 (***)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 4749 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Das Flöten=Solo im \"Agnus Dei\" wird Herr Baron Wertheim, die Orgel Hof=Organist Professor Bruckner spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:14"}, {"ID": 187811145, "Datum": "14.11.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel machen\n \ndie Neue Freie Presse Nr. 5107 auf S. 4:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird das Fest des heiligen Leopold am Freitag am 11 Uhr feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's Nelson=Messe, Graduale (Sopran=Solo) von Director Krall und Offertorium (Baß=Solo) von Cyrill Wolf zur Aufführung bringt. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*)\nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 313 auf S. 4 (**) aufmerksam.\nDatierung \"XXIV (14/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (***).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:54"}, {"ID": 187911145, "Datum": "14.11.1879, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 12.11.1879 mit den Mittelsätzen der 3. Symphonie in der »Presse« Nr. 313 auf S. 11 [die Kolumne ist nicht mit »13.11.1879« datiert]:\r\n    » - Gestern veranstaltete der „Wiener akademische Wagnerverein” im Saale Bösendorfer seinen dritten diesjährigen musikalischen Abend [...] Das Programm [...] enthielt vier Instrumental=Nummern [...] von Bruckner „Adagio” und „Scherzo” aus dessen „D-moll-Symphonie” [...] von den Herren Mottl und Dr. Paumgartner [...] ungemein wirksam ausgeführt. [...] Insbesondere überraschten die beiden Sätze aus der „Symphonie”, welche in der That, namentlich aber das „Scherzo”, von genialer Conception sind und dem Componisten einen wahrhaft sensationellen Erfolg einbrachten. [...]« [keine Signatur] (*).\nBericht über dasselbe Konzert in der Neuen Musikalischen Presse (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:33"}, {"ID": 188011145, "Datum": "(14.11.1880, Sonntag)", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Beethoven, Brahms, Spohr, Dowland, Morley, Herbeck und Schubert/Liszt.", "Letzte Änderung": "25.09.2024 06:33"}, {"ID": 188411145, "Datum": "14.11.1884, Freitag", "Haupttext": "Komposition des gemischten Falsobordone-Chores »Salvum fac populum« [WAB 40] – vielleicht als Beitrag für den Caecilienverein (*) oder für das Kaiseramt in Klosterneuburg (**) gedacht.\nMöglicherweise war es aber auch als Kurzvariante des \"Salvum fac populum\" im \"Te deum\" für die Birettaufsetzung am 22.11.1884 gedacht (***).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:26"}, {"ID": 188611145, "Datum": "14.11.1886, Sonntag", "Haupttext": "Brief Levis an Josef Schalk:\r\n    Es bleibe Bruckner überlassen, ob er die [4.] Symphonie an Gutmann übergebe. Schalk möge über die 1000.- Mark nach Gutdünken verfügen. Kaiser Franz Joseph habe in einem Brief an Prinzessin Amalie zugesagt, die Druckkosten der 8. Symphonie zu tragen. Gutmann habe es abgelehnt, von den 1000.- Mark 600.- an Bruckner als Honorar zu zahlen (*).\nBesprechung des Konzerts vom 8.11.1886 (Göllerich und Stradal mit Liszt) durch Hugo Wolf im Wiener Salonblatt Nr. 46 auf S. 9 (**).\nAufführung des »Germanenzugs« in Köln durch den Männergesangverein unter Heinrich Zöllner (***). Als Solisten bei den anderen Stücken dieses Konzerts wirken mit: Frau Mensing-Odrich aus Aachen, die Herren G. Ritter und E. Hungar und der Pianist Eibenschütz (°).\nAnkündigung des \"Te deum\" für den 28.11.1886 im Prager Tagblatt Nr. 315 auf S. 6:\r\n\"      * Deutscher Singverein. Das erste öffentliche Concert findet Sonntag den 28. November um 12 Uhr Mittags im \"Rudolphinum\" unter Mitwirkung des Orchesters des deutschen Landestheaters statt. Aus dem interessanten Programme sei eine bedeutsame Novität, und zwar das \"Te deum\" von Anton Bruckner für Soli, Chor und Orchester, besonders hervorgehoben. Der Componist, der erst im vorgerückten Alter die Aufmerksamkeit der Musikwelt auf sich lenkt, hat auch zwei Symphonien für großes Orchester veröffentlicht, welche von mehreren Concert Instituten in Deutschland aufgeführt wurden. - Eine dieser Symphonien ist Richard Wagner gewidmet, der sich seinerzeit über die musikalische Begabung des Componisten mit der größten Anerkennung ausgesprochen hat.\" (°°).\nBesprechung des Konzert vom 13.11.1886 (7. Symphonie) in The New York Times Nr. 10983 [sic! Heftnummer wie am 13.11.1886] auf S. 2:\r\n\"                    PHILHARMONIC CONCERTS.\r\n     The audience gathered to enjoy the first Philharmonic concert of the present season, which event came off at the Metropolitan Opera House last night, was as numerous and as representative as usual. The impression of the programme was in accord with anticipation founded upon the public rehearsal of the afternonn previous. [... Beethoven, Schumann, Rubinstein ...]. Bruckner's symphony was played with greater variety of tonal color than at the rehearsal, and with remarkable spirit, when the disjointed material und pretentious aim of the work, which must have affected the band quite as disagreeably as they did the listeners, are taken into account. The most striking of performances, however, could not render the novelty interesting or impressive, and it will be surprising and unwise if it is ever forced upon the public ear again. Taken all in all, it cannot be said that last night's concert opened the season with the accustomed brilliancy. The society, fortunately, has five entertainments this Winter in which to make amends for the shortcommings of its initial programme.\" [keine Signatur] (°°°).\n(D'Albert spielt das 2. Klavierkonzert von Brahms im 1. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter, in dem auch Werke von Bach und Beethoven (5. Sinfonie) aufgeführt werden (#)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:06"}, {"ID": 188711145, "Datum": "14.11.1887, Montag", "Haupttext": "Das Wiener Abendblatt Nr. 314 (= Wiener Tagblatt) weist auf S. 2 auf das heutige Konzert hin:\n    » * Im Wiener Tonkünstler=Verein findet heute Montag um 9 Uhr ein Musik=Abend statt. Programm: Anton Bruckner, romantische Symphonie Nr. 4 (Es-dur) für Klavier, übertragen und vorgetragen von Herrn Josef Schalk. - Vorträge der Frau Selma Niklaß=Kempner (Oden und Lieder von C. W. v. Gluck) und des Herrn Adalbert Syrinek (Phantasiestücke von Robert Schumann).« (*).\n \nEine inhaltlich identische Ankündigung erscheint auch in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2771 auf S. 3 (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 16:30"}, {"ID": 188811145, "Datum": "14.11.1888, Mittwoch", "Haupttext": "In der Linzer Tages-Post Nr. 263 wird auf S. 5 ein Konzert des Wagner-Vereins angekündigt, dessen Programm das Adagio der 7. Symphonie (in der Bearbeitung Franz und Josef Schalks für Klavier vierhändig) enthält:\n     \" § Wagner=Verein in Linz. In freudiger Erwartung sehen die Verehrer Rich. Wagners dem dritten Vortragsabende des Linzer Wagner=Vereines entgegen, der leider die seinem schönen und selbstlosen Zwecke entsprechende Würdigung und Betheiligung noch nicht gefunden hat; [...] Bruckner Ant.: Adagio aus der VII. Symphonie für Clavier, zu 4 Händen arrangiert von Franz und Josef Schalk. [... die Proben sind soweit fortgeschritten], daß es nur mehr der näheren Bestimmung des Aufführungstages von Seite des Ausschusses bedarf, der den Mitgliedern den ersehnten Genuß hoffentlich nicht mehr lange vorenthalten wird.\"\n[Es scheint - nach der derzeitigen Quellenlage - im Laufe dieser Saison zu keiner Aufführung gekommen zu sein.]", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:32"}, {"ID": 189011145, "Datum": "14.11.1890, Freitag", "Haupttext": "\"Het vaderland\" Nr. 269 ('s-Gravenhage) meldet auf S. 2:\n\"     Tschaikowsky viert den 18n Nov. zijn 25-jarig jubilé als musicus. Rubinstein zal dien dag een concert dirigeeren van werken van den jubilaris. — De Oostenrijksche Landdag schonk Bruckner een jaarwedde van 300 fl.\"\n[recte 400 fl, am 30.10.1890].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189111145, "Datum": "14.11.1891, Samstag", "Haupttext": "Brief des Akademischen Senats der Universität an Bruckner (Entwurf auf dem Dokument vom 9.10.1891):\r\n\"   Auf Grund des Senatsbeschlusses vom 13/11 91:\n                      Dr Anton Bruckner\r\n                                         (Titel)\r\n    E. H. hatten die Freundlichkeit [... die als Dank für die Promotion zum Ehrendoktor in Aussicht gestellte Widmung einer Symphonie sei bei der [gestrigen] Senatssitzung zur Sprache gekommen und dankend angenommen worden. Unterschrift von Adolf Exner ...] entgegenzunehmen beschlossen hat.\r\n            Wien 14/11 91\r\n                Der Rector:\r\n                             AExner\"\r\nKanzleivermerk \"Expedirt 17.11.\" (*).\nReinschrift dieses Schreibens (*a).\nArtikel über Bruckners Promotion\r\nin der Innviertler Volkszeitung Nr. 46 auf S. 8:\r\n     \"Ansfelden. (Der jüngste Ehrendoctor.) Aus Wien wird unter dem 8. ds. M. über den hier geborenen Professor Anton Bruckner berichtet: Er geht bereits in das 68. Lebensjahr und ist frisch und lebendig und kindlich wie nur ein Zwanzigjähriger, aber er ist und bleibt vorläufig doch unser jüngster Ehrendoctor. Gestern vormittags nämlich fand auf der hiesigen Universität die Promovierung unseres Symphonikers Anton Bruckner, Lectors an der Universität, zum Ehrendoctor der Philosophie statt. Der academische Senat hatte beschlossen, dem genannten Musiker die Doctorswürde honoris causa zu verleihen und der Kaiser hat diesen Beschluß genehmigt.  [... erwähnt werden Exners Rede, Gesinnungswandel in der Beurteilung der Musik durch Akademiker, Rede des Promotors Hofrat Stefan, Bruckners Dank, biographische Angaben ...] Bruckner schrieb sechs [sic!] Symphonien, ehe er es erlebte, daß eine derselben zur Aufführung gelangte. Die neueste Zeit scheint aber vieles gut machen und unserem Künstler kräftige Revanche bieten zu wollen. In den Jahren 1890 und 1891 wurde sein dritte Symphonie in Wien, Prag, Salzburg, Köln und London, seine vierte Symphonie (die romantische) in München und Graz, sein Tedeum in Berlin zur Aufführung gebracht und überall wurden dem Componisten große Ehren bereitet.\" [keine Signatur] (**)\n\r\nund in den Katholischen Blättern auf S. 3:\r\n\"Nachrichten aus Oberösterreich.\r\n     * Ein Oberösterreichischer Ehrendoctor\r\nUnser Landsmann, der berühmte Musiker Anton Bruckner, wurde von der Universität in Wien zum Ehrendoctor ernannt. Der Gefeierte hat diese seltene Auszeichnung voll und ganz verdient.\" (***).\nBruckner wird in einem Feuilleton von H. Puchstein im Deutschen Volksblatt Nr. 1027 auf S. 1ff erwähnt:\r\n          \"Der Beginn der Concert-Saison.\r\n     Die noch vor wenigen Wochen so kümmerlich fließenden Nachrichten über die Ereignisse der bevorstehenden Concertzeit laufen jetzt in reicher Fülle ein. [... über die geplanten Solistenkonzerte ... bei der Wiener Veranstaltern wie üblich keine Begünstigung der neuen Richtung oder von Raritäten alter Meister ...] Wohl versprechen die Philharmoniker uns auch heuer wieder eine Symphonie Anton Bruckner's zu bringen, wohl soll im nächsten Gesellschaftsconcerte des Meisters \"Tedeum\" zur Aufführung gelangen, aber was will das gegenüber der Thatsache bedeuten, daß die Mehrzahl der Symphonien des von der gesammten jüngeren Generation mit Recht so bejubelten Musik=Titanen auch in Wien noch keine Aufführung erlebte, daß seine kirchlichen Werke in ihrer Geburtsstadt beinahe noch gänzlich ungekannt sind, daß der Name Liszt's diesmal in den Voranzeigen völlig fehlt und daß die Meisterwerke des Vielverkannten auch in diesem Jahre vergeblich des Siegfried harren, der den in den Partituren vergrabenen Gedanken des genialen Mannes zu einer sieghaften Auferstehung im Orchester verhilft. Unser herrliches Wien [... Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert ...] dessen Universität noch in den letzten Tagen einem Anton Bruckner den Doctorhut auf das greise Haupt setzen durfte, es wäre wahrlich berufen, an der Spitze der musikalischen Bewegung zu marschiren und der Welt die Bahnen zu weisen, die die Kunst einschlagen soll. [... stattdessen die \"todtgeborenen Schöpfungen eines Brahms\" oder verstaubte Werke alter Meister ... Veto gegen deren Bevorzugung auf Kosten der modernen Komponisten ...] daß diese Letzteren nicht selten ganz unaufgeführt bleiben, weil man vor lauter Wiedererweckungen für das Neue keinen Platz mehr behält. Anton Bruckner und Franz Liszt sind die traurigsten Beweise für die Berechtigung dieses Veto, das Publikum lechzt darnach, ihre Werke kennen zu lernen, es jubelt den leider so seltenen Aufführungen derselben begeistert zu, allein die Furcht der Dirigenten, die bei gewissen Kritikern so gehaßten Namen auf das Programm ihrer Concerte zu setzen, ist stärker als die Rücksicht auf die Wünsche des Publikums. Die Herren Capellmeister geizen eben nach einem Worte der Anerkennung aus dem Munde der reactionären Kritik, und das wird ihnen dann allerdings auch in reichem Maße zutheil, wenn sie dieser bei der Unterdrückung des reformirenden Neuen helfen. [... ausführlich über Händels \"Alexanderfest\" ... Gericke sei ein nüchterner, trockener Dirigentenbeamter ... Lob für Singverein ...], der Verein müßte sich unter einem anderen Dirigenten zu einer idealschönen Leistung emporschwingen.       Hans Puchstein.\" (°).\r\n   In der Abendausgabe wird auf S. 3 die Aufführung des »Locus iste« am 15.11.1891 angekündigt:\r\n           \"Tagesneuigkeiten.\r\n[...]\r\n     * (Kirchenmusik am Sonntag, den 15. November.) [...] - Der Kirchenmusikverein St. Elisabeth bringt unter der Leitung seines artistischen Leiters, Carl Rouland, am 15. November d. J., in der landesfürstlichen Pfarrkirche zu St. Elisabeth auf der Wieden, zur Aufführung: St. Gregorius=Messe von Jos. Gruber, op. 30; Offertorium: \"Laudate Dominum\" von Ett; Graduale: \"Locus iste\" von Anton Bruckner.\" (°°).\nÄhnliche Ankündigungen erscheinen auch in der Neuen Freien Presse Nr. 9777 auf S. 6 [inhaltlich ähnlich] (°°a),\nim Neuen Wiener Tagblatt Nr. 313 auf S. 5 [inhaltlich identisch] (°°b)\nund im \"Vaterland\" Nr. 313 auf S. 6 [inhaltlich identisch] (°°c).\nDer Lemberger Courier Nr. 316 (Kuryer Lwowski) berichtet auf S. 4 von Bruckners Ernennung zum Ehrendoktor [am 7.11.1891] [teilweise Übersetzung des Artikels vom 8.11.1891 im Neuer Wiener Tagblatt ins Polnische]: \"Honorowy dyplom doktora filizifii [\"Ehrendoktor in Philosophie\" ... am 9.11.1891 ... Exner, Biographie, Erfolge der 3. und 4. Symphonie 1890 und 1891 und des \"Te deum\" ...]\" (°°°).\n(In einem Konzert von C. Hynais werden drei Sätze eines Klaviertrios aus seiner Feder aufgeführt (#)).", "Letzte Änderung": "20.11.2025 16:37"}, {"ID": 189211145, "Datum": "14.11.1892, Montag", "Haupttext": "Besprechung des 150. Psalms\n \nin der Wiener Extrapost Nr. 565 (Wiener Montags-Journal) auf S. 4:\n\"          Theater, Kunst und Literatur.\r\n[...]\n     (Erstes Gesellschaftsconcert.) In seiner Lebensbiographie gedenkt Altmeister Goethe seiner aufgeregten Jugendtage [... über \"Wanderers Sturmlied\" von Richard Strauss ...]. Das neueste Werk unseres greisen Meisters Anton Bruckner - mit welchem die Theaterausstellung hätte eröffnet werden sollen - \"der 150. Psalm\" ging dem Strauß'schen \"Sturmlied\" voran. Die im Style des \"Te deums\" geschrieben überwältigende Composition zeigt eine Abgeschlossenheit, wie sie kein früheres Werk Bruckner's charakterisirte. Vom ersten bis zum letzten, eine gewaltige, in ihrer Chromatik bewundernswerthe Schlußfuge krönenden Halleluja, ist alles nur eine weitgespannte Steigerung, die, ohne in Mosaikarbeit zu zersplittern, zu höchster Wirkung aufstrebt. [... Schubert-Ouvertüre, Mendelssohns \"Loreley\" mit Frl. Standthartner, Liszt-Klavierkonzert ...] Fräulein Adele aus der Ohe spielte dieses Titanenwerk; sie erschien als ein schmächtiges Burgfräulein des Mittelalters und entpuppte sich als eine temperamentsprühende Clavieramazone fin de siècle. Es war eine große Ueberraschung und - ein kleines Ereigniß.\" [keine Signatur] (*)\n \nin der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 46 auf S. 5, signiert \"h. w.\" [Hans Woerz]:\n\"     (Concerte.) Gesten Mittags begann unter Gericke's Leitung der Cyclus der Gesellschaftsconcerte des Musikvereins. Dabei kamen zur ersten Aufführung: [... Schubert ...]; dann zwei Chorwerke, nämlich A. Bruckner's \"150. Psalm\" (\"Lobet den Herrn in seinem Heiligthum\") und \"Wanderers Sturmlied\" von Rich. Strauß. [... Liszt, Adele aus der Ohe ... Mendelssohn ...] den Solopart sang diesmal Frl. Standhartner mit hübscher Stimme und guter Technik, aber ohne Wärme. Der Singverein war gestern hinlänglich beschäftigt und zwar theilweise mit Aufgaben von ungewöhnlicher Schwierigkeit, denen er sich frelich, wie kaum anders zu erwarten war, auf Grund sorgfältigen Studiums durchaus gewachsen zeigte. Wenn trotzdem der Applaus, den seine Leistungen in den Chorwerken von Bruckner und Strauß fanden, relativ nur ein mäßiger war, so kommt dies in erster Linie auf Rechnung der Werke, sowie auch der Umstand, daß Bruckner schließlich Anlaß erhielt, für den gespendeten Beifall persönlich zu danken, mehr auf die Person des Componisten als auf seinen Psalm zurückzuführen ist. Unsere eigenen Gedanken über die hier erwähnten Chornovitäten werden wir uns erlauben, in der nächsten Nummer dieses Blattes zum Ausdruck zu bringen. [... Konzert der Geigerin Rosa  Hochmann ...]        h. w.\" (*a),\n\r\nund im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 316 auf S. 6, signiert »K. St.« [Königstein]:          \"Concerte.\r\n[... über Hellmesbergers Konzert ...] Es war ein glücklicher, von Beifall und Kränzen reich begleiteter Eröffnungsabend.\r\n     Das gestrige Eröffnungsconcert der Gesellschaft der Musikfreunde wurde mit einer veralteten, unter Rossini'schen Einflüssen entstandenen Ouverture von Schubert eröffnet. Es wäre pietätvoller gewesen, dieses so wenig Schubert'schen Geist athmende Werk nicht auszugraben, sondern es den Musikhistorikern zur beliebigen historisch-kritischen Benagung zu überlassen. Ant. Bruckner's 150. Psalm für Solo, Chor und Orchester, der ursprünglich zur Eröffnung der Musikausstellung dienen sollte, aber nicht rechtzeitig fertig wurde, besteht aus zwei grandiosen Hauptstücken, die leider dünn und dürftig verbunden sind. Die gewaltige, aber abstruse Tonsprache, die Bruckner redet, übte auf das Publicum einen erkältenden Eindruck. Der Componist wurde trotzdem von der stehenden Schaar seiner Anhänger so lange applaudirt, bis er auf dem Podium erschien, um zu danken. Eine andere Novität [... Richard Strauss, Adele aus der Ohe mit Liszt, Mendelssohns Loreley ...] Fräulein Standthartner sang die Loreley und fand vielen und verdienten Beifall für ihre technisch wohlgelungene Leistung. [... Loreley und Schubert besser nicht mehr \"exhumieren\" ...] Das einzige nachhaltige künstlerische Ergebniß des gestrigen Gesellschaftsconcertes ist die Bekanntschaft mit Fräulein aus der Ohe.       k. st.\" (**).\n \nDatierung auf einer Abschrift des Hymnus »Iam lucis orto sidere« [WAB 18] (***), die von Kremsmünsterer Schülern – G. A. (Gottfried Aichhorn) (°), J. K. (°°) und Lehofer (°°°) - signiert wurde.\n \n(Gründungsliedertafel des Schubertbundes im Sophiensaal, bei der u.a. auch Simandl mitwirkt (#)).\n \nBruckner hält seine Universitätsvorlesung (##).", "Letzte Änderung": "24.04.2026 13:31"}, {"ID": 189511145, "Datum": "14.11.1895, Donnerstag", "Haupttext": "Anzeige für die Nicodé-Konzerte in Dresden (mit der 8. Symphonie am 18.12.1895) im Musikalischen Wochenblatt Nr. 47 auf S. 604: \"Orchester-Abende 1895/96 | im grossen Saale des Gewerbehauses zu Dresden | veranstaltet von | Jean Louis Nicodé. |\r\n[...]\r\n                II. Abend:\r\n          Mittwoch, den 18.December 1895.\nSolistin: Frau Teresa Carreño (Clavier).\r\n     1. Bruckner: Symphonie No. 8, Cmoll (1. Mal).\r\n     2. Tschaïkowsky: Clavier-Concert (Bmoll).\r\n     3. Wagner: Ouvertüre \"Der fliegende Holländer\".\r\n[... weitere vier Konzerte ...].\" (*).\n \nDie Neue Warte am Inn Nr. 46 berichtet auf S. 5 von der Kirchenfeier am 7.11.1895:\r\n                                \"Schwanenstadt, 13. Nov.\r\n     (Installation.) Zur Installationsfeier des Hochw. Herrn Stadtpfarrers und geistlichen Rathes Johann Georg Huber, welche am 7. d. stattfand, strömte das katholische Volk von Nah und Fern herbei. [... Beteiligte und Anwesende (Dr. Mathias Hiptmair, Redakteur Hauser, der Bezirkshauptmann von Vöcklabruck und Dechant Martin Streicher) ...] Der Musikchor leistete in der Stadtpfarrkirche Vorzügliches. Es wurde aufgeführt: Messe von Kemptner [sic] Op. 59, Graduale: \"Timete\" und Offertorium: \"Justorum animae\" von Robert Führer und das 5stimmige \"Tantum ergo\" [WAB 42] von Anton Bruckner. – Bei der geselligen Zusammenkunft in Herrn Johann Pabst Gastlokalitäten fehlte es an den üblichen Toasten nicht [...].\" (**).\n \nDas Neue Wiener Journal Nr. 739 macht auf S. 6 auf eine Buchneuerscheinung aufmerksam:\r\n\"    – Der \"Wiener Almanach\", herausgegeben von H. Bohrmann und J. Jaeger, erscheint demnächst in seinem V. Jahrgange. Wie früher bringt derselbe auch in dem neuen Bande eine große Zahl literarischer Originalbeiträge unserer hervorragendsten heimischen Autoren, sowie als Gäste Goerg Ebers und Hemann Lingg. Das vornehm ausgeführte Titelbild zeigt die Altmeister der Wiener Tonkunst, Brahms, Bruckner, Goldmark, welche zugleich mit Originalcompositionen in Facsimiledruck vertreten sind. Als weitere musikalische und künstlerische Beilagen schmücken das elegant ausgestattete Buch ein Schlummerlied von Tieck, sowie [... Abbildungen (Heliogravüren etc.) ...] vervollständigen den interessanten Inhalt des \"Wiener Almanach\". (***).\n \n\"Das interessante Blatt\" Nr. 46 erwähnt in seiner Notiz auf S. 21 weder das Titelbild noch die Komponistennamen (°).\n \nEin Inserat im Leipziger Tageblatt Nr. 553 (Morgenausgabe) auf S. 8075 (= 3) macht auf das Konzert vom 16.11.1895 mit dem Quintett aufmerksam:\r\n\"Erste Kammermusik im kleinen Saale des Neuen Gewandhauses zu Leipzig Sonnabend, d. 16. November 1895. Mitwirkende: Die Herren Concertmeister Prill, Rother (Violine), Unkenstein, Heintzsch (Viola) und Wille (Violoncell). Programm: Quartett [... Mozart ...] Quintett für 2 Violinen, 2 Violen und Violoncell (F dur) (Zum ersten Male.) Anton Bruckner. Quartett [... Brahms ...]. Einlass 6 ½ Uhr. Anfang 7 Uhr. [... Kartenverkauf ...].\" (°°).", "Letzte Änderung": "15.11.2024 09:25"}, {"ID": 189611145, "Datum": "14.11.1896, Samstag", "Haupttext": "Kritik Schönaichs über die 7. Symphonie [am 8.11.1896] in »Die Reichswehr« Nr. 994 auf S. 1 (*).\nKritik Helms in der Deutschen Zeitung Nr. 8936 auf S. 1f:\r\n\"          Musik.\r\nBruckner's E-dur=Symphonie im ersten philharmonischen Concert. – Nochmals Bruckner und Heuberger. – Hanslick über Brahms' A-dur=Clavierquartett. – Kammermusik und Solo=Concerte.\r\n     Bruckner's siebente Symphonie hat mit ihren herrlichen Melodien, ihrer wundervollen Kunst des Baues, ihrer strahlenden Pracht des Colorits, ihren überwältigenden Steigerungen im letzten philharmonischen Concert bei der entschiedenen Mehrheit des Publicums begeisterten Beifall gefunden, obgleich dadurch dem im Grabe ruhenden Meister keine persönlichen Ehrungen mehr zu erweisen waren. [... Hoffnungen für die Zukunft ...]. Vor zwanzig Jahren, aber eigentlich noch ein paar Jahre später, war mir freilich das bis dahin von Bruckner Geschaffene überwiegend ein mit sieben Siegeln verschlossenes Buch und ich verstand die Größe des (ohnehin noch nicht auf seiner höchsten Höhe angelangten) Meisters im Grunde gerade so wenig, als sie etwa heute – Herr Richard Heuberger versteht. Nun glaubt aber der soeben genannte leidenschaftlichste und pietätloseste Widersacher Bruckner's einen Haupttrumpf auszuspielen, indem er in seinem letzten für das \"Wiener Tagblatt\" geschriebenen Concert=Feuilleton eine den höheren Kunstwerth einer bestimmten Bruckner'schen Symphonie anzweifelnde Aeußerung des Herausgebers des \"Kalenders für die musikalische Welt\" citiert, mit welchem Niemand Anderer, als der Schreiber dieser Zeilen gemeint ist. Herr Heuberger verschweigt aber wohlweislich, in welche Zeit jene so gierig aufgegriffene abfällige (das heißt bei rückhaltloser Anerkennung der großen, kühnen Gedanken den \"Mangel an Logik\" beklagende) Aeußerung fällt: sie wurde 1878 für den (Fromme'schen) Musikkalender von 1879 niedergeschrieben und bezog sich auf die Erstaufführung der Bruckner'schen dritten Symphonie (D-moll) in einem Gesellschaftsconcerte am 16. December 1877. Nun bedenke man recht, wie damals – vor 19 Jahren!! – die Verhältnisse lagen: es gab von Bruckner's D-moll=Symphonie keine gedruckte Partitur, keinen Clavierauszug, die Aufführung selbst war keineswegs musterhaft (da nicht das volle philharmonische, sondern nur das Gesellschaftsorchester spielte) und wurde durch die persönliche Leitung des Componisten (der am Dirigentenpult ebensowenig je ein Hexenmeister war, wie sein künstlerischer Antipode Brahms) um kein Haar besser. Der Gesammteindruck konnte auf einen gänzlich Unvorbereiteten, wie ich es damals war, nur verwirrend sein, und so begegnete es denn auch mir einmal beim erstenmal Anhören eines Bruckner'schen Meiserwerkes, was in der Regel der erste Eindruck der großen Masse diesem musikalischen Titanen gegenüber ist: das Ungewohnte mit dem Unlogischen zu verwechseln. Nein, für mein Nicht= oder Mißverstehen der Bruckner'schen D-moll=Symphonie in den Jahren 1877 und 1878 darf mich heute College Heuberger nicht mehr verantwortlich machen; möge er sich lieber erinnern, was ich über die Erstaufführung des großen Werkes durch unsere Philharmoniker (21. December 1890) in Nr. 6818 der \"Deutschen Zeitung\" (Morgenblatt vom 23. December 1890) schrieb.\r\n     Von letzterwähnter eingehender Besprechung, welche sich auf gründliche Studien der Partitur und wiederholtes Durchspielen des bei Rättig erschienenen vierhändigen Clavierauszuges stützte, würde ich heute noch jedes Wort unterschreiben. Ein Wissender und darum felsenfest an die Sache Glaubender urtheilt eben anders, als ein dem unbegriffenen Kunstwerk rathlos gegenüberstehender Zweifler. Doch ich bin da unversehens in eine Controverse über Bruckner's dritte Symphonie hineingerathen, während ja diese neulich gar nicht, sondern die noch weit großartigere \"Siebente\" aufgeführt worden ist. Und noch immer zittert der gewaltige Eindruck eben dieser unsterblichen \"Siebenten\" derart in mir nach, daß es mir wahrlich etwas schwer wird, heute noch über die verschiedenen anderen \"Concertgenüsse\", mit denen uns bereits die \"Saison\" beglückte, pflichtgemäß zu schreiben. Muß es sein? Es muß sein! [... über Kammerkonzerte ... wörtliches Zitat aus Hanslicks schlechter Besprechung des Brahmsschen A-Dur-Klavierquartetts 1870 ...]. Was sagt College Heuberger, der jetzige Intimus des Herrn Hofrathes, zu des Letzteren sogar in einem Buche verewigten abfälligen Beurtheilung eines der heute beliebtesten Werke seines musikalischen Abgottes? Ich glaube, es ließe sich aus dieser vor vielen Jahren gethanen gegnerischen Aeußerung mit demselben Recht (oder eigentlich Unrecht) wider Brahms und Hanslick Capital schlagen, als es durch sein Citat aus dem \"Kalender für die musikalische Welt\" von 1879 Herr Heuberger wider Bruckner und mich versucht. [... über weitere Konzerte (Stradal musste wegen Unwohlseins sein Konzert abbrechen) ...], insbesondere auch über das große Compositions=Concert Josef Reiter's, das dem hochbegabten, wahrhaft national empfindenden deutschen Tondichter die schmeichelhaftesten Ehrungen einbrachte, sprechen wir ein nächstesmal.\r\n                                         Theodor Helm.\" (**).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2826 berichtet auf S. 7 von der Sitzung der Leo-Gesellschaft am 9.11.1896:\r\n\"      [Bruckner=Denkmal.] Die Section für Kunst und Literatur der Leo=Gesellschaft hat in der Sitzung vom 9. November l. J. beschlossen, das Andenken des großen Tonkünstlers Anton Bruckner durch ein des Meisters und der Stadt Wien würdiges Denkmal zu ehren. Das Comité derselben hat die Vertretung dieser Angelegenheit sowohl beim Directorium der Leo=Gesellschaft als auch nach Außen hin übernommen.\" (***a).\nÄhnliche Meldung im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 314 auf S. 6:\r\n\"     * Die Leo=Gesellschaft hat in ihrer jüngst abgehaltenen Sitzung beschlossen, Anton Bruckner in Wien ein Denkmal zu errichten.\" (***b),\nin der Österreichischen Volks-Zeitung Nr. 314 auf S. 3:\r\n\"           Neuigkeitsbote.\r\n[...]\r\n     * Bruckner=Denkmal. Die Sektion für Kunst und Literatur der Leo=Gesellschaft hat in der Sitzung vom 9. d.M. beschlossen, das Andenken Bruckner's durch ein würdiges Denkmal zu ehren. Das Comité hat die Vertretung dieser Angelegenheit sowohl beim Direktorium der Leo=Gesellschaft als auch nach außen hin übernommen.\" (***c),\nim Wiener Tagblatt Nr. 314 auf S. 4:\r\n„     * (Bruckner=Denkmal.) Die Sektion für Kunst und Literatur der Leo=Gesellschaft hat in der Sitzung vom 9. d. beschlossen, das Andenken des großen Tonkünstlers Anton Bruckner durch ein des Meisters und der Stadt ein würdiges Denkmal zu ehren. Das Komité derselben hat die Vertretung dieser Angelegenheit sowohl beim Direktorium der Leo=Gesellschaft als auch nach außen hin übernommen.“ (***d),\nin der Wiener Zeitung Nr. 265 auf S. 5:\r\n\"      (Bruckner=Denkmal.) Die Section für Kunst und Literatur der Leo=Gesellschaft hat in der Sitzung vom 9. d. M. beschlossen, das Andenken des großen Tonkünstlers Anton Bruckner durch ein des Meisters und der Stadt Wien würdiges Denkmal zu ehren. Das Comité derselben hat die Vertretung dieser Angelegenheit sowohl beim Directorium der Leo=Gesellschaft als auch nach außen hin übernommen.\" (***e)\nund im \"Vaterland\" Nr. 314 auf S. 5:\r\n\"     * [Bruckner=Denkmal.] Die \"Corr. Wilhelm\" meldet: Die Section für Kunst und Literatur der Leo=Gesellschaft hat in der Sitzung vom 9. d. M. beschlossen, das Andenken des großen Tonkünstlers Anton Bruckner durch ein des Meisters und der Stadt Wien würdiges Denkmal zu ehren. Das Comité derselben hat die Vertretung dieser Angelegenheit sowohl beim Directorium der Leo=Gesellschaft als auch nach außen hin übernommen.\" (***f).\nDie Aufführung der d-Moll-Messe am 17.1.1897 wird angekündigt\nim Fremdenblatt Nr. 314 auf S. 8:\r\n„     – Die Gesellschaft der Musikfreunde gedenkt zum Gedächtnisse ihres dahingeschiedenen Ehrenmitgliedes, des Tondichters Dr. Anton Bruckner, dessen Messe in D-moll in das Programm des zweiten Gesellschaftskonzertes am 17. Januar 1897 aufzunehmen. Es wird dies die erste Konzertaufführung dieses Werkes sein.\" (°),\nin der Neuen Freien Presse Nr. 11576 auf S. 6:\r\n\"    – Die Gesellschaft der Musikfreunde gedenkt zum Gedächtnisse ihres dahingeschiedenen Ehrenmitgliedes, des Tondichters Dr. Anton Bruckner, dessen Messe in D-moll in das Programm des zweiten Gesellschafts=Concertes am 17. Januar 1897 aufzunehmen. Es wird dies die erste Concert=Aufführung dieses Werkes sein.\" (°a),\nin der Wiener Zeitung Nr. 265 (auch auf S. 5, der Meldung zum Bruckner-Denkmal folgend): \r\n\"    (Concerte.)  Die Gesellschaft der Musikfreunde gedenkt zum Gedächtnisse ihres dahingeschiedenen Ehrenmitgliedes Dr. Anton Bruckner dessen Messe in D-moll in das Programm des zweiten Gesellschaftsconcertes am 17. Jänner 1897 aufzunehmen. Es wird dies die erste Concertaufführung dieses Werkes sein.\" (°b),\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 314 auf S. 5:\n„ Theaterzeitung.\r\n[...]\r\n     * Die Gesellschaft der Musikfreunde gedenkt zum Gedächtnisse ihres dahingeschiedenen Ehrenmitgliedes, des Tondichters Dr. Anton Bruckner, dessen Messe in D-moll in das Programm des II. Gesellschaftsconcertes am 17. Jänner 1897 aufzunehmen. Es wird dies die erste Concertaufführung dieses Werkes sein. (°°),\nim Neuen Wiener Journal Nr. 1099 auf S. 6:\r\n\"    * Die Gesellschaft der Musikfreunde gedenkt zum Gedächtnisse ihres dahingeschiedenen Ehrenmitgliedes Dr. Anton Bruckner dessen Messe in D-moll in das Programm des II. Gesellschaftsconcertes am 17. Jänner 1897 aufzunehmen. Es wird dies die erste Concertaufführung dieses Werkes sein.\" (°°°),\nim Neuen Wiener Tagblatt (s.o.) auf S. 6:\r\n\"    * Die Gesellschaft der Musikfreunde wird zum Gedächtnisse ihres dahingeschiedenen Ehrenmitgliedes des Tondichters Dr. Anton Bruckner dessen Messe in D-moll in das Programm des zweiten Gesellschaftsconcertes am 17. Jänner 1897 aufnehmen. Es wird dies die erste Concertaufführung dieses Werkes sein.\" (#),\nin der Österreichischen Volkszeitung Nr. 314 auf S. 7:\r\n\"Theater- und Kunstnachrichten.\r\n[...]\r\n     – Die Gesellschaft der Musikfreunde beabsichtigt, zum Gedächtnisse Bruckner's dessen Messe in D-moll in das Programm des zweiten Gesellschaftskonzertes am 17. Jänner 1897 aufzunehmen. Es wird dies die erste Konzert=Aufführung dieses Werkes sein.\" (##)\nund in der »Reichswehr« Nr. 994 auf S. 6 (###).\r\n \nDie Linzer Tages-Post Nr. 264 meldet auf S. 3, daß in der Steyrer Stadtpfarrkirche ein Bruckner-Votiv-Glasgemäldefenster errichtet werden soll und Bürgermeister Johann Redl die Bildung eines Comités veranlassen wird:\r\n\"     Linz, am 13. November. (Zur Erinnerung an Dr. Anton Bruckner.) Man schreibt uns heute aus Steyr: Das von Verehrern des kürzlich dahingeschiedenen Altmeisters Dr. Bruckner in Anregung gebrachte Project der Errichtung eines Bruckner=Votiv=Glasgemäldefensters in unserer herrlichen Stadtpfarrkirche ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Nicht nur dass schon kleine Geldsammlungen zu dem gedachten Zwecke begonnen haben, auch maßgebende und einflussreiche Persönlichkeiten der Stadt haben sich mit dem pietätvollen Projecte befreundet und Bürgermeister Johann Redl wird die Bildung eines eigenen Comités zur Erreichung des gedachten Zweckes veranlassen. Die Verehrung für Meister Bruckner ist in der Steyrer Bevölkerung eine allgemeine, und dieses Umstandes wegen darf man die Ausführung des edlen Projectes, das alle Bruckner=Verehrer mit Freude begrüßen werden, als gesichert betrachten.\" (a).\nAufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80] durch den »Frohsinn« in Linz geplant [auf den 2.12.1896 verschoben?] (b).\nDie in Rochester erscheinende Zeitung Democrat and Chronicle Nr. 319 übernimmt auf S. 6 in der 6. Spalte vom Nachruf in The Sun vom 31.10.1896 nur den ersten Teil:\r\n\"                 MEN TALKED ABOUT.\r\n[...]\r\n     – Anton Bruckner, the musical composer, died recently at Ausfelder [sic], in Austria, at the age of seventy-two. His best known work is his eighth symphony in C minor, which takes a whole evening for its performance and which was first given twenty-five years after it had been composed.\" (c).", "Letzte Änderung": "26.09.2025 12:00"}, {"ID": 189711145, "Datum": "14.11.1897, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik mit dem \"Tantum ergo\" in C (WAB 41) in der Reichspost Nr. 261 auf S. 3 (*)\nund im Deutschen Volksblatt Nr. 3186 auf S. 8 (*a).\nDie Neue Musikalische Presse bringt auf S. 7-9 einen Bericht von Robert Hirschfeld \"25 Jahre Saal Bösendorfer\", in dem auch Bruckner erwähnt wird (**).\r\nAuf S. 9-17 folgt eine Rückblende (signiert \"r. h.\") auf die wichtigsten Konzerte. Beginnend mit dem Konzert vom 12.11.1879 (mit der 3. Symphonie) sind (dann pauschal nach der Saison datiert) drei weitere Aufführungszyklen und der Sterbetag verzeichnet (***).\r\nAuf S. 22 eine Kritik zur Aufführung der 4. Symphonie am 7.11.1897 (°).\nEin Inserat Gutmanns in der Neuen Freien Presse Nr. 11936 auf S. 15 kündigt das Konzert vom 20.11.1897 an (ohne die 4. Symphonie zu erwähnen) (°°).", "Letzte Änderung": "31.08.2026 17:38"}, {"ID": 189811145, "Datum": "14.11.1898, Montag", "Haupttext": "Klavieraufführung der 1. Symphonie durch Frl. Schäfer und Herrn Malatta im Goethezimmer des Deutschen Hauses bei einem Vereinsabend des Brünner Wagner-Vereins in Brünn. \nHerr Wickenhauser setzt seine Einführungsvorträge zu den \"Meistersingern\" fort.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189911145, "Datum": "14.11.1899, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 10.11.1899 mit der 4. Symphonie im Grazer Volksblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190011145, "Datum": "14.11.1900, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch den Wiener Konzertverein unter Ferdinand Löwe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190211145, "Datum": "14.11.1902, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie unter Nikisch in Hamburg (*).\n[Datierung des Konzepts] Brief der Liechtensteinschen Hofkanzlei an Göllerich:\r\n   Sendet ihm auf seine Eingabe vom 6.11.1902 die gewünschten Abschriften (**).\nOtto Kitzler besucht die Generalprobe der 3. Symphonie in Brünn und wird vom Orchester geehrt (***).", "Letzte Änderung": "03.02.2023 22:31"}, {"ID": 190311145, "Datum": "14.11.1903, Samstag", "Haupttext": "The Dayton Daily News Nr. 73 bringen auf S. 11 einen Beitrag zum Thema Musik, in dem auch die Wiener Verhältnisse zur Sprache kommen:\n\"                       IN MUSIC'S REALM\n     On Thursday afternoon Henry Ditzel read an interesting sketch of Berlin as a musical center and the music season there, before a small company of musical friends. The sketch, which will be interesting to musical folks, is given herewith:\n     [... über England und Frankreich ...].\n     Vienna was the golden seat of music fore more than a century. What an array of glorious names–Haydn, Gluck and Mozart, Beethoven and Schubert, Brahms and Bruckner–they all lived there and produced an interminable series of masterpieces, the delight of the whole world for 150 years.\n     But the present has nothing to add [... nach Johann Strauß und Hugo Wolf ... wichtig sei nun Berlin ...]. Thousands of young musicians, eager to cultivate their talents, flock to Berlin from all parts  of the world.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190411145, "Datum": "14.11.1904, Montag", "Haupttext": "Brief von Felix Mottl an Christiane Gräfin Salm-Reifferscheidt:\r\n    Mitteilung, daß es wieder ein Konzert in Wien geben wird, wobei Beethovens »Leonore II«, Liszts »Orpheus« und Bruckners »Fünfte Symphonie« gespielt werden wird (»ein Triumph des Katholizismus«) (*).\nBrief von Siegmund von Hausegger (von fremder Hand geschrieben, von Hausegger nur die Unterschrift; Vorgedrucktes kursiv):\r\n     \"Frankfurt a. M., den 14.XI 1904\n      Ulmenstrasse 35.\n     Sehr geehrter Herr. \r\n     Für die von Ihnen freundlich in Aussicht gestellte Ermäßigung der Leihgebühr für die Bruckner'sche achte Symphonie sage ich Ihnen besten Dank. Ich bestelle hiermit das Material (9 erste, 8 zweite Vl., 7 Bratschen[,] 6 Celli u. 5 Contrabaß-Stim[m]en) u. ersuche höflichst um umgehende Zusendung, womöglich in Postpacketen, da ich das Werk schon am 25. d. M. zur Aufführung bringe. Von Ihrem freundlichen Anerbieten, doppelte Bläserstimmen zu senden, mache ich mit Vergnügen Gebrauch.\r\n     Hochachtungsvollst\r\n     Siegmund v. Hausegger\"\n\r\nBleistiftvermerke des Empfängers:\r\n[links oben:] sehr eilig\r\n[rechts, unter dem Briefkopf:] Porto1.50 [/] M. 120.- [/] geliefert 15/11 04\r\n[am Unterrand:] und Partitur.\" (**).\nBrief von Richard Wallaschek an Theodor Helm:\r\n                    \"14. XI. 1904.\r\n     Sehr geehrter Herr Doctor!\r\n     Meinen herzlichsten Dank für die Übersendung der interessanten wie als wichtigen Bemerkung über Bruckner's Symphonie. Ich habe sie bereits an der \"Zeit\"übergeben. Im übrigen glaube ich, daß die Frage ob hier wirklich eine Handschrift Bruckner's vorliegt, sehr leicht zu entscheiden sein wird, [... Seite 2 nicht abgebildet ...]\" [siehe die Anmerkung] (***).\n\"Die Zeit\" Nr. 767 schreibt auf S. 2:\r\n     \" * Auffindung einer Bruckner=Partitur. Herr Dr. Theodor Helm schreibt uns: Sektionschef Dr. Emil Hardt hat im Nachlaß seines kürzlich verstorbenen Schwiegervaters, des gewesenen Unterrichtsministers, späteren Ministerpräsidenten Karl v. Stremayr, eine prachtvoll ausgestattete handschriftliche Partitur der Fünften Symphonie Anton Bruckners aufgefunden. Es ist dieselbe Symphonie, die Felix Mottl im nächsten philharmonischen Konzert zum Vortrag bringen wird. Die Partitur ist, was bisher nicht bekannt war, ausdrücklich dem Minister v. Stremayr gewidmet, offenbar in Dankbarkeit für den damaligen Unterrichtsminister, der Bruckners Berufung als Lektor an die Wiener Universität bestätigte. Sie ist aus dem Jahre 1878 vom 4. November, dem Namenstag des Ministers, datiert, und trägt die Widmung: \"In tiefster Ehrfurcht. Anton Bruckner.\" Warum diese Widmung an Stremayr auf der erst nach dem Tode des Komponisten in Druck erschienenen Partitur fehlt, läßt sich vorläufig nicht feststellen. Sektionschef Dr. Hardt nimmt an, daß die ganze, luxuriös gebundene Riesenpartitur von Bruckner eigenhändig niedergeschrieben wurde, was dem Komponisten bei der musterhaft sauberen Ausführung eine enorme Mühe verursacht haben muß. Ob man es mit der überhaupt ersten Niederschrift zu tun hat, ließe sich wahrscheinlich durch Vergleich mit den in der Wiener Hofbibliothek zahlreich vorhandenen Bruckner=Manuskripten herausfinden.\" (°).", "Letzte Änderung": "27.03.2025 08:11"}, {"ID": 190511145, "Datum": "14.11.1905, Dienstag", "Haupttext": "The Stark County Democrat Nr. 45 (Canton, Ohio) erwähnt auf S. 7 Bruckner als Lehrer Emil Paurs:\n\"       EMIL PAUR, CONDUCTOR\n The Distinguished Pianist-Composer and Director of the Pittsburg Orchestra, Coming to Canton at Auditorium, November 22.\n     Emil Paur is about forty-two years old and was born in Czernovitz, Austria. He entered the Vienna Conservatory of Music when a young man, where he was a pupil of Hellmesberger, Dessoff and Anton Bruckner. After several years at Vienna [... weitere Stationen, in den letzten zwei Jahren als Gastdirigent tätig ...].\n     Mr. Paur is the highest paid orchestra conductor in the United States.\" [mit Abbildung] (*).\n \nBericht der Brünner Morgenpost (Beilage zur Brünner Zeitung) auf S. 3 über das Konzert mit Otto Kitzlers \"Trauermusik\" am 11.11.1905 (**).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 11:24"}, {"ID": 190611145, "Datum": "14.11.1906, Mittwoch", "Haupttext": "Postkarte von Theodor Helm an Hans Wagner-Schönkirch:\r\n   Über das 7stimmige »Ave Maria« [WAB 6].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191011145, "Datum": "14.11.1910, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Orchester des Konzertvereins unter Löwe in München (Bruckner-Zyklus) im 3. Abonnementskonzert (*).\nAufführung der 4. Symphonie unter Starke in Freiburg (**).\nBesprechung des Quintetts [am 13.11.1910] im Leipziger Tageblatt, signiert \"C. H.\":\r\n\"    II. Kammermusik im Gewandhaus. [... über Schuberts Trio op. 99 ...]. Dr. Reger entledigte sich seiner Aufgabe in einer Weise, wie man es von ihm nicht anders erwartet. Alle Pianissimostellen spielte er mit bewundernswerter Feinheit, trat auch, wo es erforderlich genügend hervor, ohne dabei die beiden anderen Stimmen zu decken. [...]. – Zu den Herren Konzertmeister Wollgandt, Wolschke, Herrmann und Prof. Klengel, die mit Haydns D=Dur=Streichquartett, Op. 20 Nr. 4, den an künstlerischen Genüssen so reichen zweiten Kammermusikabend beschlossen, gesellte sich in dem eingangs gespielten Brucknerschen Quintett als tüchtige Kraft Herr Heintzsch, die das prächtige, in den Jahren 1879-80 entstandene, musikalisch ungemein wertvolle Werk in wohlgelungenster Weise zu Gehör brachten. Der von einem zahlreich erschienenen Publikum gespendete reiche Beifall galt sowohl der Ausführung als auch dem Werke selbst. Dieses Quintett, dem Herzog Max Emanuel von Bayern gewidmet und der einzige Versuch Bruckners auf dem Gebiet der Kammermusik, zeigt mancherlei Verwandtschaft mit des Meisters Sinfonien. Wie in seiner achten und neunten, so steht auch in diesem für fünf Streichinstrumente geschriebenen Quintett das Scherzo vor dem Adagio. Die innere Entwicklung in konsequenter Weise durchzuführen, veranlaßte Bruckner, diese Umstellung vorzunehmen und auf äußere Abwechslung, wie sie die gewöhnliche Aufeinanderfolge der Sätze mit sich bringt, zu verzichten. Schon das sich durch Gefühlstiefe und Erhabenheit besonders auszeichnende herrliche Adagio ist es wert, dieses Werk, dem man so selten begegnet, zu hören. Wie dem ersten, so war auch dem zweiten Kammermusikabend ein schöner künstlerischer Erfolg beschieden.     C. H.\" (***).\nDer Kritiker der Leipziger Zeitung (Nr. 264, Abendblatt), signiert \"E. M.\", fällt durch einen ungewöhnlichen Sprachstil auf:\r\n\"Zweite Kammermusik im Gewandhause. Leipzig. 14. Nov.\r\n     Im kleinen Saale des Gewandhauses gab es gestern eine sehr in die Länge gezogene, das übliche Maß des Zweistunden=Musizierens weit überschreitende Sitzung. Daran war eine gewisser Hr. Anton Bruckner schuld, der zuerst das Wort ergriffen hatte, sehr reizvoll und stellenweise auch recht warmherzig sprach, aber erst nach fünfzig Minuten zum Ende gelangte. Nachdem ihm mit herzlichem Applaus gedankt war, trat der als Dauerredner ebenso bekannte wie beliebte Hr. Franz Schubert aus Wien auf, der sich auch diesmal eine Güte tat, bis dann endlich Hr. Josef Haydn, Vorsitzender und Mitbegründer, oder, wie man ihn auch nennt, Vater der Kammermusik, einen frischen Trunk kredenzte und durch seine munter fließenden, fein gedrechselten, zuweilen auch launigen Worte einige etwas abgespannte Hörer freundlichst aufmunterte. Ein schöner Abend – nur etwas lang. Bruckners außerordentlich interessanes, in [sic] Adagio tiefgründiges Streichquintett in Fdur trägt keine Opuszahl, man hört ihm aber an, daß es ein Werk aus den reiferen Jahren ist, ein Werk, das übrigens in jedem Satze seinen Schöpfer und die so oft angefochtene Eigenart desselben verrät. Auch das Trio für Klavier, Violine und Cello in Bdur (op. 99, Nr. 1) von Franz Schubert ist in jedem Teile ein echter Schubert, der seinen goldenen Melodienregen und =segen gar reichlich ausschüttet. Am Flügel  Max Reger, ihm zur Seite die Herren Wollgandt und Klengel – was Wunder, wenn es einen guten Klang gab, wenn die Ausführung eine glänzende, die Wirkung eine nachhaltige war. Am Schluß des Abends diktierte Haydn unserm vortrefflichen Gewandhausquartett mit seinem op. 20 Nr. 4 eine dankbare, dabei nicht zu schwere Aufgabe, nachdem es bei Bruckner unter Beihilfe des Hrn. Heintzsch (Viola) manche Nuß zu knacken gehabt. Es wurde alles sehr schön und schwungvoll gespielt.     E. M.\" (°).", "Letzte Änderung": "31.10.2024 12:42"}, {"ID": 191111145, "Datum": "14.11.1911, Dienstag", "Haupttext": "Das Konzert vom 12.11.1911 (mit dem Requiem [WAB 39]) wird im Linzer Volksblatt Nr. 260 auf S. 4 besprochen (signiert \"O. B.\" [Otto Bahr]):\n\"    – Erstes statutenmäßiges Musikvereinskonzert. Anton Bruckner kam beim gestrigen Musikvereinskonzerte mit seinem noch ungedruckten D-moll=Requiem siegreich zum Worte. [...] O. B.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191511145, "Datum": "14.11.1915, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Anton Konrath im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solistin im Violinkonzert Karl Goldmarks ist Nora Duesberg (*).\n \nThe Boston Globe Nr. 137 kündigt auf S. 53 die Aufführung der 7. Symphonie für den 19./20.11.1915 an:\n\"Messrs Witek and Ferir Soloists at the Symphony\n     The fifth program of the Symphony Orchestra which will played next Friday afternoon and Saturday evening consists of only two numbers, Bruckner's Seventh Symphony and Mozart's Symphonic Concerto for violin, viola and orchestra. Bruckner's symphony has long been a favorite with Dr Muck and he has played it here more often than any other works of this composer. In fact, it had the last performance of any Bruckner symphony here, two years ago, for none of them was played last year.\n     Mozart's Symphonic Concerto will be a novelty to by far the greater part of the patrons of the Symphony concerts. In 1892 Messrs Kneisel and Loeffler played the first movement, but that is the only time the work has appeared on a Symphony program\n     It will serve to display the manifold excellencies of musicianship of Mr Witek, concert master of the orchestra, and Mr Ferir, the pricipal [sic] viola.\" (**).\n \nDie New York Tribune Nr. 25200 bringt auf S. 19 (= S. 3 des 3. Teils) einen Rückblick auf die Saison 1885/86, in dem auch eine Bruckner-Aufführung [3. Symphonie am 4./5.12.1885] erwähnt wird:\n\"         Novelty of the Song Recital Vogue in New York\nA Revolution in Popular–A Local Season Thirty Years Ago.\n                        By H. E. KREHBIEL.\nNO DOUBT a few musical entertainments planned for the coming week have eluded our notice, but the datebook bears testimony to thirty public concerts in the City of New York [... deutliche Veränderung in 30 Jahren ... als Beispiel] the entire season of 1885-'86. This season is chosen because it was an exceptionally brilliant one in the local concert rooms, as in the opera houses. Mr. Theodore Thomas was conducting the concerts of the Philharmonic Society [... und Jugendkonzerte ... dazu andere Konzerte unterWalter Damrosch und Frank van der Stucken ...].\n     It is doubtful if any season since has seen so many fine operas of the serious and comic genre as were brought forward between November, 1885, and April, 1886. [... acht Beispiele ...]. We heard new symphonies by Bruckner, Dvorak, Fuchs and X. Scharwenka. \"Parsifal\" came to us as an oratorio, [... Chorwerke ... kaum Kammermusik ... etc. ... Vergleich zum Angebot der kommenden Woche (detaillierte Auflistung, darunter Schönbergs \"Pelleas und Melisande\") ...].\" (***).\n \nDie Mississippi-Blätter Nr. 318 (Westliche Post, St. Louis, Missouri) schreiben auf S. 29 (Text wie am 12.11.1915):\n\"             Oesterreich=Ungarn.\n[...].\n     Brünn. Otto Kitzler, der verdienstvolle Brünner Musikdirektor und einstige Lehrer Anton Bruckners, wurde dieser Tage in Graz zu Grabe getragen. Er war über 81 Jahre alt geworden und während seines ereignisreichen und tatenfrohen Lebens mit manchen Großen unserer deutschen Kunst in nähere Fühlung gekommen.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 18:56"}, {"ID": 191811145, "Datum": "14.11.1918, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Wiener Tonkünstler-Orchester unter Oskar Nedbal im Großen Musikvereinssaal. Solist in Beethovens Violinkonzert ist Georg Steiner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191911145, "Datum": "14.11.1919, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Richard Strauss in der Staatsoper in Berlin (Matinee und abends 2. Abonnementskonzert) (*).\n \nFür diesen Tag war auch ein Konzert der Berliner Philharmoniker unter Furtwängler mit der 8. Symphonie in der Berliner Philharmonie angekündigt [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 10:48"}, {"ID": 192011145, "Datum": "14.11.1920, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Martin Spörr im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Robert Schumanns Klavierkonzert ist Stefan Askenase.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192111145, "Datum": "14.11.1921, Montag", "Haupttext": "Artikel (signiert »-ä-« [Gräflinger]) »Bruckner-Gedenkfeier« in der Linzer Tages-Post (*) Nr. 259, S. 6:\r\n   Das Linzer Gedenkkonzert mit dem Konzertvereinsorchester sei vom Veranstalter abgesagt worden, da für das Konzert der Wiener Philharmoniker [18.6.?] nur 50 Karten im Vorverkauf abgesetzt wurden. Bei der Gedenkfeier von Musikerbund und Neuhofer-Verein am 12.11. im Alten Dom sei die Kirche überfüllt gewesen. Besprechung dieses Konzerts (Requiem [WAB 39], »Nachruf« und einige weltliche Chöre) (**).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Oslo unter Georg Schnéevoigt (***).\nAufführung von 9. Symphonie und »Te deum« durch das Orchester des Konzertvereins unter Ferdinand Löwe in München (°).\nDie Innsbrucker Nachrichten Nr. 259 kündigen auf S. 5 die 3. Symphonie für den 18.11.1921 an (°°).\n41. Gründungsliedertafel des Wiener Männerchores unter Ferdinand Großmann in den \"Drei-Engel\"-Sälen mit Chören u.a. von Schubert, Bruckner und Kremser (°°°).\nZustimmende Kritik von Elsa Bienenfeld zur Aufführung der 8. Symphonie unter Furtwängler [am 10./11.11.1921] im Neuen Wiener Journal Nr. 10065 auf S. 2 und 7 [sic!] (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192311145, "Datum": "14.11.1923, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Erich Kinast an Karl Grunsky:\n    [mutmaßlicher Inhalt: über Bruckner und die neuere Bruckner-Literatur] (*).\n \nBruckner wird in The Manchester Guardian Nr. 24100 auf S. 11 in Zusammenhang mit Richard Strauss erwähnt:\n\"RICHARD STRAUSS'S \"ALPINE\" SYMPHONY.\n    The \"Alpine\" Symphony of Strauss will be given for the first time in Manchester at the Hallé concert on Thursday–two days after its first performance in England, which took place in London yesterday. In this work Strauss may be said to show his nearest approch to the music of Gustav Mahler and Bruckner, whose music has gradually come in Germany to a more general use and whose naïve exposition of nature in their music has proved rather a stumbling-block to English music-lovers. Mahler, as is generally known, [... über seine Beziehung zur Natur ...].\n     Strauss, it may be, had something of the same feeling, [... ausführlich über Strauss und seine Alpensymphonie ...].   S. L.\" (**).\n \nAnkündigung der 8. Symphonie für den 16.11.1923 im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 533 auf S. 6 (Inserat) [Kaufpreis der Zeitung 50 Milliarden Mark] (***).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 10:29"}, {"ID": 192411145, "Datum": "14.11.1924, Freitag", "Haupttext": "Aufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] unter Alois Anderl in der Leopoldstädter Pfarrkirche [in Wien] (*).\n \nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 313 gibt auf S. 6 das Programm der Linzer Bruckner-Woche bekannt (**).\n \nDie Reichspost Nr. 314 kündigt auf S. 8 das Konzert vom 22.11.1924 an (***).\n \nDer Welser Anzeiger, Folge 46, berichtet auf S. 5 vom Konzert in Wels (mit \"Träumen und Wachen\") am 6.11.1924 (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192511145, "Datum": "14.11.1925, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie [durch das Wiener Sinfonie-Orchester?] unter Franz Schalk im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Robert Schumanns Klavierkonzert ist Julius Isserlis.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192611145, "Datum": "14.11.1926, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Anton Konrath im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192711145, "Datum": "14.11.1927, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Opernorchester unter Franz Schalk in Stuttgart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192911145, "Datum": "14.11.1929, Donnerstag", "Haupttext": "Im Linzer Volksblatt Nr. 263, S. 9 (*) berichtet F. X. Müller vom Badischen Bruckner-Fest in Karlsruhe und zitiert Äußerungen von Josef Krips über Bruckner. Franz S. Forsters Bruckner-Relief [IKO 243] sei das Beste seiner Art (*a).\nIn derselben Zeitung Artikel (signiert »Pr.«) »Das Bruckner-Fest in St. Florian«, das nicht am 11.10., sondern am Staatsfeiertag [26.10.] stattgefunden habe (**).\nAuf Seite 6 Ankündigung des Konzerts vom 17.11.1929 mit der 6. Symphonie (Generalprobe am 16.11.1929) (***).", "Letzte Änderung": "07.01.2024 09:43"}, {"ID": 193111145, "Datum": "14.11.1931, Samstag", "Haupttext": "Alfred Lorenz hält im Haus Staub-Schläpfer in Zürich einen Vortrag \"Bruckners VII. Symphonie\".", "Letzte Änderung": "01.11.2025 20:50"}, {"ID": 193211145, "Datum": "14.11.1932, Montag", "Haupttext": "Bei einer Kunstauktion bei Glückselig in Wien wird eine von Hans Stadler noch vor 1896 geschaffene Elfenbein-Miniatur mit Bruckners Bild [IKO 81] versteigert (*).\nAufführung der 2. Symphonie [vermutlich unter Volkmar Andreae, in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 15.11.1932 (**).", "Letzte Änderung": "07.01.2026 07:49"}, {"ID": 193311145, "Datum": "14.11.1933, Dienstag", "Haupttext": "Kritiken zur 7. Symphonie (in Budapest am 12.11.1933) im Pester Lloyd und von Aladár Tóth in Pesti Napló.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193411145, "Datum": "14.11.1934, Mittwoch", "Haupttext": "Vortrag von Franz Moißl über die d-Moll-Symphonie (»Nullte«) bei der Heidelberger Ortsgruppe des Badischen Bruckner-Bundes im Hause der Schwestern Ernst, die auch Klavierbeispiele beisteuern, (*) vermutlich nach der Übertragung für zwei Klaviere von Elsa Krüger.", "Letzte Änderung": "07.10.2024 07:20"}, {"ID": 193711145, "Datum": "14.11.1937, Sonntag", "Haupttext": "Artikel »Die Ueberlassung von Bruckner-Manuskripten an die Nationalbibliothek« im Neuen Wiener Abendblatt:\r\n   Richtigstellung der gestrigen Schenkungs-Meldung - tatsächlich werde laut Vertrag das Material leihweise zur Verfügung gestellt. [Vgl. 16.11.] (*).\nAufführung einer Bruckner-Symphonie [prov. WAB 86] durch das Karlsbader Kurorchester unter Robert Manzer in Karlsbad (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194011145, "Datum": "14.11.1940, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hermann Abendroth in Berlin. Solist des Konzerts ist der Geiger Siegfried Borries (*).\n\r\nDie Aufführung der f-Moll-Messe in Breslau [November 1940] wird in der Schlesischen Zeitung und der Schlesischen Volkszeitung besprochen (**).\n\r\nBesprechung des Konzerts mit dem \"Ave Maria\" [WAB 6, November 1940] in den Breslauer Neuesten Nachrichten (***).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 20:05"}, {"ID": 194111145, "Datum": "14.11.1941, Freitag [?]", "Haupttext": "Artikel »Anton Bruckner in Steyr« in der Linzer Tages-Post.", "Letzte Änderung": "02.09.2024 19:28"}, {"ID": 194711145, "Datum": "14.11.1947, Freitag", "Haupttext": "Brief von Hella Hausegger an Volkmar Andreae: \n    Dankt für seinen Brief. Seine Ansichten über Bruckners Symphonien teile auch Siegmund von Hausegger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194811145, "Datum": "14.11.1948, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch den Lehrergesangverein unter Karl Demmer in St. Sebald in Nürnberg.", "Letzte Änderung": "19.03.2023 20:19"}, {"ID": 195111145, "Datum": "14.11.1951, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Fritz Lehmann im Jubiläumsfestkonzert des Brucknerbundes in der Diesterwegschule in Linz. Solist in Mozarts D-Dur-Klavierkonzert KV 451 ist Gunther Radhuber.", "Letzte Änderung": "12.11.2024 16:42"}, {"ID": 195711145, "Datum": "14.11.1957, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel über die Aufführung der f-Moll-Messe in Rom [am 13.11.1957] in \"Il Messagero\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195911145, "Datum": "14.11.1959, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Anton Bruckner im Kreise würdiger Männer« [betrifft IKO 2] in den Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197611145, "Datum": "14.11.1976, Sonntag", "Haupttext": "Enthüllung einer Gedenktafel am Gasthaus »Jäger im Kürnberg« durch die Chorgemeinschaft Leonding.", "Letzte Änderung": "26.07.2024 19:03"}, {"ID": 198311145, "Datum": "14.11.1983, Montag", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch das Rundfunksinfonieorchester Stuttgart unter Ferdinand Leitner in Stuttgart.", "Letzte Änderung": "08.06.2023 08:44"}, {"ID": 199811145, "Datum": "14.11.1998, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das [bulgarische] Rundfunkorchester unter Milen Natschev [in Sofia?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200211145, "Datum": "14.11.2002, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Iceland Symphony Orchestra unter Stanislaw Skrowaczewski.", "Letzte Änderung": "15.02.2026 09:34"}, {"ID": 201411145, "Datum": "14.11.2014, Freitag", "Haupttext": "Mit der Aufführung der 7. Symphonie unter Hun Loung Lim im Seoul Arts Center startet ein bis Dezember 2016 geplanter Bruckner-Zyklus in Südkorea [prov. WAB 86].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202311145, "Datum": "14.11.2023, Dienstag", "Haupttext": "Vortrag von Eric Chaillier \"Anton Bruckner, digne successeur de Beethoven?\" [wo?].", "Letzte Änderung": "02.01.2025 15:21"}, {"ID": 185501145, "Datum": "(14.1.1855, Sonntag)", "Haupttext": "Verkündschein des Ebelsberger Pfarrers Thomas Herz: Gegen die Eheschließung von Rosalia Bruckner mit Johann Nepomuk Hueber sei kein Hindernis entdeckt worden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185601145, "Datum": "14.1.1856, Montag", "Haupttext": "Schreiben der Gemeinde-Vorstehung (Unterschrift: Dierzer von Traunthal) an die Geistliche Vogtei der Stadtpfarrkirche [Schiedermayr]: Teilt bezugnehmend auf das Schreiben vom 2.1.1856 mit, daß er dessen Inhalt [u.a.: Bruckners Gutachten vom 25.12.1855] dem Orgelbauer Ludwig Moser mitgeteilt und ihn zur Vornahme der Reparatur aufgefordert habe.", "Letzte Änderung": "05.02.2023 23:52"}, {"ID": 185701145, "Datum": "14.1.1857, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Ordinariat:\r\n   Über die Mängel der Domorgel und die erwünschte Restaurierung durch den Orgelbauer Breinbauer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001145, "Datum": "14.1.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I« [Klavierstunde in der Spalte] »H.«[Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101145, "Datum": "14.1.1861, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 3. Seite des 44. Doppelbogens:\n\"14. Jän[n]er ½ 10 Uhr Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801145, "Datum": "14.1.1868, Dienstag", "Haupttext": "Bericht in der Wiener Neuen Freien Presse Nr. 1211 auf S. 6 über die Aufführung der d-moll-Messe am 6.1.1868:\r\n     »(Kirchenmusik.) Die Linzer Zeitungen rühmen außerordentlich eine Messe von Anton Bruckner, welche kürzlich unter Mitwirkung der besten musikalischen Theater= und Militärkräfte im Linzer Dome aufgeführt wurde. Bruckner ist den Wiener Musikfreunden durch seine im vorigen Jahre durch Herbeck in der Hofcapelle vorgeführte „Große Messe” vortheilhaft bekannt. Wir hoffen noch immer, daß man Schritte thun werde, um Bruckner, der für den besten Orgelspieler in Oesterreich gilt, für eine der größeren Kirchen Wiens zu gewinnen.« (*).\nNotiz im Gmundner Wochenblatt Nr. 2 auf S. 16 über die d-Moll-Messe am 6.1.1868:\r\n     »Am 6. d. M. als am Feste der Erscheinung des Herrn wurde in der Kathedrale Bruckners große D-Messe zur Aufführung gebracht, und alle Linzer Tagesblätter sprechen sich in längeren Artikeln sowohl über die Composition selbst als auch über deren präcise Aufführung sehr lobenswerth aus. Denn was vielen Componisten auf kirchlichem Gebiethe nicht oder wenig gelungen ist, nämlich die Harmonie und den Gesang dem kirchlichen Texte anzupassen, ist unserm tüchtigen Domorganisten in dieser herrlichen Messe gelungen. Was endlich die Aufführung betrifft, so stimmen Alle darin überein, daß sie jene vor 2 Jahren bei weitem übertraf. Die Sopran=Solo=Partien übernahm Fräulein Trousil vom hiesigen Theater und ärntete großen Beifall; die Alt=Solo sang Fräulein Kainerstorfer, und Tenor und Baß waren trefflich vertreten durch die Herren Hochfelner und Weilnböck, dessen letzteren Tüchtigkeit nur allzusehr am Tage liegt, als daß ich hierüber noch mehr schreiben wollte.« (**).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 22:35"}, {"ID": 187101145, "Datum": "(14.1.1871, Samstag)", "Haupttext": "Feier zum 80. Geburtstag Grillparzers mit den Philharmonikern unter Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187301145, "Datum": "14.1.1873, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet auf S. 46:\r\n   » # (Hoforganist Bruckner). In der \"Presse\" lesen wir: Mehrere Gönner und Freunde des talentvollen Componisten Bruckner, k. k. Hoforganisten und Professor am Conservatorium, haben sich zur Bestreitung der Kosten anheischig gemacht, wenn derselbe seine große Messe wiederholt zur Aufführung bringen wollte. Herr Bruckner hat eingewilligt und es soll demnach diese Kirchen=Tonwerk nächstens bei den Augustinern mit den besten Kunstkräften zur Aufführung gelangen.« (*).\nBruckners Schwager Georg Wagenbrenner stirbt 48-jährig in Ebelsberg (**).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187901145, "Datum": "14.1.1879, Dienstag", "Haupttext": "In einer Kritik über ein Orgelkonzert von Joseph Labor (Das Vaterland, Nr. 13, S. 3, signiert Ed. K. [Eduard Kulke, nicht Eduard Kremser]) wird Bruckner erwähnt:\r\n            »Concerte.\r\n(Gesellschaftsconcert: »Paulus«. - Philharmonische Concerte. - Orgelconcert von Joseph Labor.)\n     Ed. K. [... über die erwähnten Konzerte ...]\r\n     Das großartigste Concert der ganzen bisherigen Saison war das Orgelconcert von Joseph Labor. Orgelconcerte gehören in Wien zu den großen Seltenheiten. Wenn der französische Organist Saen [Saint-Saens] nach Wien kommt, so findet sich allerdings ein Publicum ein, um ihn zu hören; denn da gehört es zur Mode, den berühmten Orgelspieler gehört zu haben; daß wir hier in Wien aber einen Künstler wie Anton Bruckner haben, daran scheint man sich weniger zu erinnern, und vermuthlich ist dieser Umstand, der sich am schönsten in den Worten: „Nemo propheta in patria” ausspricht, die einzige Ursache, daß ein Künstler von der Bedeutung Bruckner's es kaum wagen kann, ein Orgelconcert zu geben. Umso höher ist der Muth Joseph Labor's zu schätzen [... Lob für Labors Orgelspiel, leichter Tadel am überfrachteten Programm ...] und die Fuge für die Orgel von Brahms, ein Stück von tödtlicher Langweile, [war] geradezu eine Verunstaltung des sonst so schönen und genußreichen Concertes.« (*).\n(Wiener Erstaufführung des Brahmsschen Violinkonzertes mit J. Joachim. Es dirigiert J. Hellmesberger (**)).", "Letzte Änderung": "17.10.2025 15:15"}, {"ID": 188301145, "Datum": "14.1.1883, Sonntag", "Haupttext": "Falsche  Datierung in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung. [recte 14.1.1884].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401145, "Datum": "14.1.1884, Montag", "Haupttext": "Falsche Datierung \"14. Jänner 83.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (*).\n \nBruckner und Göllerich besuchen um 19:30 Uhr das Konzert der Brüder Louis und Willi Thern im Bösendorfersaal, in dem als Hauptwerk Liszts A-Dur-Klavierkonzert in einer Fassung für zwei Klaviere aufgeführt wird (**).\nAußerdem erklingen Beethovens Serenade op. 41 und Werke von Weber, Chopin, Saint-Saens und Karl Thern. Als Sängerin wirkt Amalie v. Walter-Tellini mit (***).", "Letzte Änderung": "27.08.2025 21:49"}, {"ID": 188501145, "Datum": "14.1.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners [an einen Zeitschriften-Redakteur o.ä.? Vielleicht in Leipzig?]: Übersendet wunschgemäß Photo und Angaben zur Biographie. Am 8.1.1885 habe Hellmesberger das Quintett mit unbeschreiblichem Erfolg aufgeführt; er plane eine Wiederholung im November 1885. Dankes- und Neujahrsgrüße (*).\nTheodor Helms Kritik über das Quintett in der Morgenausgabe der Deutschen Zeitung Nr. 4680 auf S. 1f. Er zieht Vergleiche mit Beethoven, Schubert und Richard Wagner, erwähnt auch die Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig [30.12.1884]:\r\n»Feuilleton.\r\nConcerte.\r\n(Bruckner's F-dur=Quintett in Hellmesberger's letzter Quartettproduction. [...])\r\n   Als die wichtigste und interessanteste Musikaufführung [... Text wortgetreu bei 937/127f mit folgenden Abweichungen: ... »von Hellmesberger geleitete Aufführung« und \"Prügelscene\" ... Text der Auslassung auf S. 128: ...] Aufnahmsfähigkeit der Hörer.\r\n   Nicht ohne Grund hat der geistreiche und angesehene Kritiker der \"Leipziger Nachrichten\", Herr Bernhard Vogel, auf Bruckner's Schaffen unlängst die Goethe=Schiller'sche Xenie über Jean Paul angewendet: \"Gingst du mit deinem Reichthum so zu Rathe, wie hundert Andere mit ihrer Armuth!\" *). [Text der Fußnote:] *) Uebrigens äußert sich Herr Vogel über die kurz vor Neujahr zum erstenmal aufgeführte Bruckner'sche E-dur=Symphonie (Nr. 7), welche uns mit Ausnahme des erhabenen Adagio ganz und gar unbekannt, voll begeisterter Anerkennung: \"Das Werk fordere die höchste Bewunderung heraus ..... Es offenbare eine geradezu jugendfrische Unmittelbarkeit der Empfindung, eine echte, naturgemäße Congenialität mit Berlioz, Liszt und vor Allem mit Wagner, kraft welcher Bruckner sich wie ein Riese heraushebt aus der Schaar jener Pygmäen, die Wunder was zu leisten glauben, wenn sie genau das nachplappern, was Jene viel bedeutungsvoller und kräftiger anderwärts ausgesprochen.\" (\"Leipziger Nachrichten\" vom 1. Januar 1885.) [Fortsetzung des Haupttextes:] Wie wohl thut es aber, einmal wieder einem im besten Sinn naiven Tondichter zu begegnen; der nicht grübelt, sondern aus innerstem Bedürfnisse schafft, welcher seine eigene Sprache spricht, eine Sprache, aus der wir nicht nur eine scharf ausgeprägte, imponirende Einzelpersönlichkeit, sondern auch die musikalischen Errungenschaften unseres Jahrhunderts, einen wahren und wirklichen Fortschritt heraushören.\r\n   Nur ganz engherzige Leute [... Text wortgetreu bei 937/128 ... »seitens« ... über das restliche Programm und über weitere Konzerte ...]« (**).\nBrief von Elisabet von Herzogenberg an Brahms:\r\n   » [...] aber die Traurigkeit nimmt einem niemand darüber, daß in dieser scheinbar so \"urbar gemachten\" Welt es doch so viele, viele Menschen gibt, denen das Hohlste und Aufgebauschteste imponiert, sobald es nur mit der nötigen Inszenesetzung auftritt. Ein paar nicht ganz schlechter musikalischer Motive, aber wie Fettaugen auf einer kraftlosen Suppe schwimmend, und der ‘Meister Bruckner’ ist fertig, und diejenigen, die nicht gleich zu Kreuz kriechen, werden zu ungläubigen Thomaten gestempelt, die da auf Wunder und Zeichen warten, um sich zu bekehren. [...]\"\r\n[derselbe Brief?] \"[...] Hat das Brucknersche Quintett wirklich einen solchen Erfolg gehabt? [...]« (***).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »schuld 5 fl Dienst.« (°).", "Letzte Änderung": "27.11.2024 11:20"}, {"ID": 188601145, "Datum": "14.1.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung des »Te deums« [10.1.1886] (mit Bemerkungen zum Quintett [7.1.1886]) durch Dr. Hans Paumgartner in der Wiener Abendpost (Beilage zur Wiener Zeitung) Nr. 10 auf S. 1f:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\n                     II. *)\n[Fußnote: »*) Siehe \"Wiener Abendpost\" Nr. 9.«]\n    Die ersten Tage des neuen Jahres gehörten unserem genialen Anton Bruckner. In dem dritten Hellmesberger'schen Quartettabende wurde das prächtige Bruckner'sche Quintett, welches bereits im verflossenen Jahre so durchschlagenden Erfolg errungen hatte, mit erneutem jubelnden Beifalle wiederholt, und im dritten Gesellschaftsconcerte kam Bruckners \"Te=Deum\", welches bereits in einem Concerte des Wiener akademischen Wagner=Vereines mit Klavierbegleitung zu Gehör gebracht worden war, nunmehr zur ersten orchestralen Aufführung. In C-dur, grandios in den herben Quinten des Orchesters an Beethoven'schen Tongeist anklingend, hebt in felsenfestem Glauben der Gesang des Chores an. Mehrfach wechselt Soloquartett mit den Massen des Chores sinnreich ab. Der Schönheiten dieses wahrhaft erhabenen Werkes sind so viele, daß uns für eine erschöpfende musikalische Analyse desselben hier kaum Platz bleibt. Von ganz besonders ergreifender Wirkung erschien uns bei der Aufführung die Stelle im dritten Absatze: \"Tu devicto mortis aculeo aperuisti credentibus regna coelorum\", in welcher über den brütenden Chormassen eine herrliche Melodie der Oboe so verheißungsvoll emporschwebt. Eine Machtfülle von Kraft und hoher Empfindung thronen in diesem wahrhaft genialen Werke. Hat Bruckner mit seinem Streichquintette sich einen bleibenden ersten Platz in der Kammermusik errungen (wer wird je wieder nach ihm ein so seeliges Adagio in Tönen dichten?), so hat er sich mit seinem \"Te=Deum\" würdig neben Bach und Beethoven gestellt. Denn von solch einem Geiste ist auch in das Bruckner'sche Werk lebendig=kräftig eingeströmt. Der Erfolg des Te=Deum war ein ungewöhnlich stürmischer und jubelnder, das Publicum wurde nicht müde, den genialen Ober=Oesterreicher mit dem mächtigen Charakterkopfe und dem Wesen voll Treuherzigkeit und Gemüthsinnigkeit immer und immer wieder zu rufen. Hans Richter hat mit ganzer Liebe sich dem Werke hingegeben, und Chor, Orchester und Soloquartett (die Damen Ulrich=Linde und Zips und die Herren Erxleben und Graf) thaten ihr Bestes zu Ehren Bruckners. Das dritte Gesellschaftsconcert brachte außerdem [... über die weiteren Programmnummern ... über das Konzert Hellmesbergers, ohne Bruckners Quintett nochmals zu erwähnen ... über weitere Konzerte ... Signatur am Ende:] dr. h. p.« (*).\nFortsetzung von Theodor Helms Artikel über Bruckner [30.12.1885] im Leipziger Musikalischen Wochenblatt Nr. 3 auf S. 34f:\r\n           »Biographisches.\r\n                Anton Bruckner.\r\n                     II.\r\n    Schon in unserem ersten Artikel wurde erwähnt, wie glänzend Bruckner im Jahre 1861 die Maturitätsprüfung aus dem Contrapunct bestand, welcher er sich freiwillig in Wien vor einer aus den ersten Autoritäten zusammengesetzten Prüfungscommission unterzog. [... weitere drei Jahre Studium, 1. Symphonie in Linz, Kennenlernen Richard Wagners; Beifall für 2. Symphonie, aber kein Verleger; ausführlich über die Widmung der 3. Symphonie und spätere Kontakte mit Wagner. Trauergesang im Adagio der erfolgreichen 7. Symphonie ...] Gleichsam inspirirt und wie auf einen Wink von oben schrieb er seinem so heiss verehrten Lieblings-Meister schon im Voraus die würdigste Trauermusik: man mag das einen Zufall nennen; jedenfalls war es aber dann ein sehr seltener und bedeutsamer Zufall.\r\n(Schluss folgt.)« (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Hudetz, 6. Bez. Dreihufeisengasse 11.« (***).\n(Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums (°)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:01"}, {"ID": 188701145, "Datum": "14.1.1887, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen, kaum zu entziffern): »Jägerstattg. Louise« [oder ??stattg., da die Buchstaben »Jä« zu dem zuvor geschriebenen Wort »Jän[n]er« gehören].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801145, "Datum": "14.1.1888, Samstag", "Haupttext": "Linzer Zeitung (*) und Linzer Tages-Post (**) kündigen an, daß am 15.1.1888 beim Vortragsabend des Wagner-Vereins auch das »Ave Maria« [sicher WAB 6] auf dem Programm stehe.\n(*) Linzer Zeitung:\r\n»Linzer und Provinzialnachrichten.\r\nLinz, 13. Jänner. \r\n    [...] * (Wagnerverein.) Wie bereits mitgetheilt wurde, findet der erste interne Vortragsabend des Linzer Richard Wagner=Zweigvereines kommenden Sonntag den 15. d. um 7 Uhr abends im Claviersalon Heitzmann, Klammstraße Nr. 3, 2. Stock, statt. Das Programm ist Nachstehendes: Wagner: Einzug der Götter in Walhall (Rheingold) auf zwei Clavieren zu acht Händen; Rosselli (16. Jahrhundert): \"Adoramus\", Anton Bruckner: \"Ave Maria\", gemischte Chöre; [... weitere Programmnummern, als Solistin bei Wagner-Liedern ist Frau Schmidt-Allizar angegeben ...] Am Vortragsabende werden Programme mit musikhistorischen Anmerkungen ausgegeben. Die Mitglieder des Vereines sind berechtigt, zu diesem Vortragsabende für sich und eines ihrer Familienangehörigen Eintrittskarten in der Fink'schen Hofbuchhandlung zu beheben und für ihre übrigen Familienangehörigen Gastkarten zu à 30 kr. zu lösen. Ebendaselbst erhalten auch Nichtmitglieder Gastkarten zu à 50 kr. für diesen Vortragsabend. Am Vortragsabende selbst werden keine Karten ausgegeben. [... Hinweis auf die konstituierende Versammlung und provisorische Vorstandswahl »Morgen Samstag den 14. d.« ...] (*).\n(**) Linzer Tages-Post Nr. 11 auf S. 4:\n     \" § Wagnerverein. Wie bereits mitgetheilt wurde, findet der erste interne Vortragsabend des Linzer Richard Wagner=Zweigvereines kommenden Sonntag den 15. d. M. um 7 Uhr abends im Claviersalon Heitzmann, Klammstraße Nr. 3, 2. Stock, statt. Das Programm ist nachstehendes: Wagner: \"Einzug der Götter in Walhalla\" (Rheingold) auf zwei Clavieren zu acht Händen; Rosselli (16. Jahrhundert): \"Adoramus\", Anton Bruckner: \"Ave Maria\", gemischte Chöre; [... weitere Programmnummern, als Solistin bei Wagner-Liedern ist Frau Schmidt-Allizar angegeben ...] Am Vortragsabende werden Programme mit musikhistorischen Anmerkungen ausgegeben. Die Mitglieder des Vereines sind berechtigt, zu diesem Vortragsabende für sich und eines ihrer Familienangehörigen Eintrittskarten in der Fink'schen Hof=Buchhandlung zu beheben und für ihre übrigen Familienangehörigen Gastkarten zu à 30 kr. zu lösen. Ebendaselbst erhalten auch Nichtmitglieder Gastkarten zu à 50 kr. für diesen Vortragsabend. Am Vortragsabende selbst werden keine Karten ausgegeben. [... Hinweis auf die konstituierende Versammlung und provisorische Vorstandswahl »Morgen Samstag den 14. d.« ...] (**).\n \nDer Welser Anzeiger Nr. 2 teilt auf S. 6 mit, daß am 22.1.1888 die 4. Symphonie und das »Te deum« aufgeführt werden:\r\n         \"Verschiedenes.\r\n     Bruckner=Konzert in Wien. Sonntag den 22. d. M. Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereins=Saale in Wien unter der Leitung des Hofkapellmeisters Hans Richter und Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereines und Wagnervereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerin Fräul. Forster und Frau Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Conzert statt. Zur Aufführung gelangt die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum.\" (***).\n \nDas Wiener Tagblatt Nr. 14 informiert auf S. 7 über das Erscheinen des Werkes im Verlag Gutmann und die Widmungsannahme durch Prinz Hohenlohe-Schillingsfürst:\r\n    » * Anton Bruckner's vierte Symphonie („romantische”), welche am 22. d. durch das Hofopern=Orchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochenen Partitur=Auflagestimmen [sic!] und vierhändigem Klavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.« (°).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 8400 kündigt auf S. 11 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888, sonst täglich mit Ausnahme des 6.1.1888] (°°).\n \nDas Prager Abendblatt Nr. 11 weist auf S. 3 auf die morgige Aufführung der 7. Symphonie hin:\r\n     \" *** Vom deutschen Landestheater. [...] - Morgen Mittag debutirt das neue Haus als Konzertsaal. Bruckner, der mit seinen Monumentalwerken bereits das Verständniß der Massen gewonnen, und die Pianovirtuosin Essipoff stehen auf dem Programm.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 16:55"}, {"ID": 189101145, "Datum": "14.1.1891, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Hugo Wolf an Oskar Grohe in Mannheim:\r\n   Bruckner sei wütend über die ständigen Verzögerungen seiner 8. Symphonie. Wolf habe Mühe gehabt, ihn von Weingartners aufrichtiger Gesinnung zu überzeugen. Er verstehe Bruckners Reaktion, da eine Aufführung im März nicht mehr so vorteilhaft wie eine in den ersten Wintermonaten sei (*).\nBrief Bülows an Brahms:\r\n   [Incipit:] »Wer A(nton) sagt, muß leider auch B(ruckner) sagen ...« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189201145, "Datum": "14.1.1892, Donnerstag", "Haupttext": "Obwohl die Besprechung der 1. Symphonie [am 13.12.1891] bereits am 7.1.1892 abgeschlossen war, wird Bruckner im Musikalischen Wochenblatt Nr. 3 auf S. 27 kurz erwähnt:\n\"                                   Wien.\r\n                       (Fortsetzung.)\r\n     Mit der Schilderung der sensationellen Erstaufführung von Bruckner's Erstlingssymphonie habe ich die Leser in medias res, d. h. mitten hinein in unsere Concertsaison geführt, von der es ja auch sonst allerlei Interessantes zu berichten gibt. [... philharmonisches Konzert (Cherubinis \"Anakreon\" zum 13. Mal), verschiedene Mozart-Konzerte (Lob für Guido Peters) ...]\r\n                  (Fortsetzung folgt.)\r\n[Signatur am 7.7.1892:] Dr. Theodor Helm.\"", "Letzte Änderung": "16.05.2024 10:22"}, {"ID": 189301145, "Datum": "14.1.1893, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n    Für den 3.2.1893 bitte er um die Wagner gewidmete 3. Symphonie, die bei Rättig verlegt sei, aber in der vom Kaiser finanzierten neuen Fassung. Gesundheitlich gehe ihm etwas besser. Von Konservatorium und Hofmusikkapelle sei er befreit, auch von den Kränkungen durch H. [Hellmesberger]. Keine Kontakte mehr mit Wagner-Verein, Josef Schalk und Löwe. Bisher größter Triumph der Philharmoniker bei der 8. Symphonie. Hans Richter pfeife immer Motive daraus. Wenn das Hanslick erfährt! (*).\nIm Deutschen Volksblatt Nr. 1449 erscheint auf S. 1-3 ein Feuilleton von Camillo Horn, in dem Bruckner erwähnt wird:\r\n»               Aus dem Concertsaal.\r\n            Compositions=Concert J. Reiter.\r\n     Wochen hindurch prangte an den Weiner'schen Ankündigungssäulen die Anzeige, daß Herr Josef Reiter am 12. Januar im großen Musikvereinssaale ein Compositions=Concert veranstalten werde. Die Riesenbuchstaben, in welchen der Name ausgeprägt erschien, gaben der Vermuthung Raum, daß es wohl ein Künstler ersten Ranges sein müsse, der mit seinen Werken auch vor das große Publikum treten wolle. [... Oberösterreicher und Lehrer, aber auch Komponist ... früher Kunstwart beim Neuen Richard-Wagner-Verein (Spitzname \"Reiterei\", analog der Wiener Akademische Wagner-Verein \"Wolfsschlucht\") ... Spott über die Werbekampagne der Ostdeutschen Rundschau [Zitate aus einem Artikel von Max Morold] unsterbliche] Kundgebung des deutschen Genius, vor der wir nun andächtig eine Weile stillestehen wollen: Josef Reiter . . \"\r\n     Nach alledem bleibt es wohl fraglich, ob noch eine entsprechende Lobesbezeichnung für unsere wirklichen Meister übrig bleibt, und es berührt ganz sonderbar, daß Herrn Reiter ellenlange Berichte gewidmet wurden, während Bruckner, der vielleicht doch noch ein Größerer als Herr Reiter ist, sammt seiner gewaltigen achten Symphonie mit wenigen Zeilen abgethan wurde [vgl. 25.12.1892].\r\n     Der publicistischen Agitation reihte sich die persönliche an [... Beispiele dafür ... größtenteils sehr abfällig zu den Kompositionen (mit Hinweisen auf kompositorisches Ungeschick, satztechnische Fehler, mangelhafte Textbehandlung) ... zum Konzertablauf (Absage Jägers, stattdessen Herr Appel, außerdem die Schwester Marie Reiter, Streichquartett mit Duesberg) ...]. Das claviermäßig geschriebene, aber durchaus nicht klangschöne Werk, dem Bruckner vielleicht als Vorbild dienen sollte, muß als besonders schwache Leistung Reiter's bezeichnet werden.\r\n     [... auch für die minderwertigen Werke gab es \"stürmischen Beifall\" ... Reiter spielte auf der Orgel noch Liszt (B-A-C-H) ...]Ueber den Erfolg seines Concertes wird Herr Reiter gewiß Ursache haben, sich zu freuen. Wie nämlich verlautet, soll das Erträgnis ein ganz bedeutendes gewesen sein.\r\n                                          Camillo Horn.« (**).\r\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "22.12.2024 17:12"}, {"ID": 189401145, "Datum": "14.1.1894, Sonntag", "Haupttext": "Die für diesen Tag geplante Aufführung der 2. Symphonie im 5. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter wurde auf Bruckners Wunsch verschoben [siehe 25.11.1894] (*).\r\nTatsächlich kamen Werke von Cherubini, Liszt (Orpheus), Raff und Beethoven (7. Sinfonie) zur Aufführung (*a).\nDie französische Zeitschrift »Monde artiste« meldet, daß Bruckner zu den Aufführungen der 7. Symphonie, des »Te deum« und des Quintetts nach Berlin gekommen sei (**).\nArtikel »Bruckner in Berlin« (ausführliche Besprechung der Konzerte vom 6.1.1894 und 8.1.1894) in der Steyrer Zeitung Nr. 4 auf S. 4:\r\n\"                 Tagesneuigkeiten.\r\n[...]\r\n     Bruckner in Berlin. Wie erwähnt, wurde am 6. d. M. im Berliner Opernhause, beim sechsten Symphonie=Abende unter Dr. Muck's Leitung, die 7. Symphonie (E-dur) unseres berühmten Landsmannes Dr. Anton Bruckner aufgeführt, die zuvor erst einmal in Berlin, bei einem Concerte des Professor Klindworth, zur Aufführung gelangt war. Ueber diese nunmehrige Aufführung der 7. Bruckner'schen Symphonie in Berlin schreibt der Referent des dortigen \"B.=C.\" [Otto Eichberg, Börsen-Courier 7.1.1894] unter anderm folgendes: \"Es ist heute im wesentlichen nur festzustellen, daß die Symphonie diesmal in den prächigen Farben, die ihr die königliche Kapelle lieh, womöglich noch bedeutsameren Eindruck machte als früher. Die Schwäche dieses Componisten, die nicht verhehlt werden soll, besteht öfter in nicht genügend organischer Zusammenfassung der verschiedenen Themen und Motive – und sie macht sich bei der E-dur-Symphonie besonders im letzen [sic] Satze geltend, der nur aus diesem Grunde an Werth gegen die drei ersten zurücksteht; aber dieser Fehler wird reichlich aufgehoben durch die, man kann sagen berauschend schönen Themen, durch das alle Sätze durchglühende, heiße und heilige Feuer und durch die wundervoll klingende Instrumentation. Wer hat nach Beethoven noch Symphonien geschrieb mit so herrlichen Themen, wie das erste des ersten, oder die beiden des zweiten Satzes oder wie auch die des Scherzos? Brahms, dessen stylreine Meisterschaft sich vor Allem in der Arbeit bewährt, gewiß nicht. Und auch sonst niemand. Freilich und das ist auch ein Fehler Bruckners, daß er häufig vor lauter schönen Einfällen gar kein Ende finden kann, wie z. B. beim Adagio, dessen prächtiger Hymnus am Ende des letzten [sic] Satzes sich so kolossal aufbaut, daß seine Höhe und Breite ins Unermeßliche wächst und dem dann noch noch eine lange Coda folgt, die, ungeachtet aller hübschen Sachen, die in ihr stecken, doch nur abschwächend wirkenkann. Trotz allem aber ist dieser zweite Satz, und ebensosehr der dritte, das Scherzo, von geradezu elementarer Gewalt und Größe. Die Aufnahme des Werkes durch das Publicum war eine im ganzen sehr freundliche, wenn auch keineswegs eine der Bedeutung der Compositon angemessene, was ja bekanntlich fast niemals vorkommt. Der anwesende Componist wurde nach dem Scherzo und am Schlusse gerufen und dankte das erstemal von seiner Loge, das anderemal vom Podium aus.\" – Am Sonntag den 7. d. M. wurde im zweiten Concerte des Philharmonischen Chors in Berlin u. A. auch Bruckners Tedeum aufgeführt. Der obenerwähnte Referent schreibt hierüber: \"Das Bruckner'sche Tedeum ist hier vor zwei Jahren bei Gelegenheit des Tonkünstler=Musikfestes, bereits zur Aufführung gekommen. Es wirkte diesmal wie früher durch die machtvolle Kraft der großen Begeisterung, mit der der Componist sich den Text zu eigen machte, besonders in den Chorstellen. Von der Größe der Auffassung oder von dem Schwunge der Phantasie, der Bruckners zu eigen ist, bekommt man in diesem Tedeum den deutlchstrebn Begriff. Das sehr zahlreich erschienen Publicum zeigte sich sehr dankbar. Den Löwenantheil an Beifall trug Herr Bruckner davon. Er mußte unter dem Jubel der Anwesenden auf das Podium, die Damen luden ihm einen großen Lorbeerkranz auf, und das Orchester brachte ihm einen Tusch.\" \" (***).\nKritik zum »Te deum« in Berlin am 8.1.1894 im Neuigkeits-Weltblatt Nr. 10 auf S. 5:\r\n\"     Aus Berlin wird uns vom 10. d. geschrieben: Meister Anton Bruckner, der zur Zeit hier weilt, hat in dem jüngst abgehaltenen Konzerte der hiesigen Philharmonie mit der Aufführung seines \"Tedeums\" einen großen Triumph erzielt. Der greise Komponist wurde mit Beifall überschüttet und bei seinem Erscheinen mit einem riesigen Lorbeerkranze und einem Tusch von Seite der Philharmonischen Kapelle geehrt.\" (°).", "Letzte Änderung": "29.09.2024 13:30"}, {"ID": 189601145, "Datum": "14.1.1896, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »14. | Jänner« [\"14. | Jänn\" noch lesbar, oder recte \"Jäner\"?] in einer Skizze zum Finale der 9. Symphonie [siehe Anmerkung] (*).\nDas Konzert vom 12.1.1896 mit dem »Te Deum« wird besprochen\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 13 auf S. 5, signiert »k. st.« [= Königstein]:\r\n„       Theaterzeitung.\r\n[...]\r\n     Zweites Gesellschaftsconcert.     Herr Richard v. Perger versteht es, interessante Programme zusammenzustellen. Er bringt Vieles, um Jedem Etwas zu bringen. Das vorgestrige zweite Gesellschaftsconcert trug jeder Geschmacksrichtung Rechnung. […]. Der Faschingsstimmung entsprachen J. Herbeck’s lange nicht aufgeführte „Tanzmomente“ und dem Herzen der Bruckner=Verehrer that die Wiederholung des grandiosen „Te Deum“, das zuletzt vor vier Jahren unter Gericke’s Leitung aufgeführt worden ist, wohl. Sämmtliche Programmnummern erfuhren unter der ausgezeichneten Leitung Perger’s eine mustergiltige Wiedergabe und eine stürmisch beifällige Aufnahme bei dem überaus zahlreichen Publicum. Brahms’ „Es geht ein Wehn“ gelangte sogar zur Wiederholung.\r\n                                            k. st.“ (**),\nin der Ostdeutschen Rundschau Nr. 13 auf S. 7:\r\n\"     Zweites ordentliches Gesellschaftskonzert. Eine Woche nach dem stürmischen Erfolge der romantischen Symphonie im philharmonischen Konzerte begegneten wir unserem Altmeister Bruckner im Gesellschaftskonzerte wieder, diesmal mit einem prächtigen Tedeum, welches sich seit seiner Entstehung im Jahre 1884 allgemeiner Beliebtheit erfreute. Es ist aber auch ein Werk wie aus einem Gusse, voll Glanz und Majestät, in welchem sich die Glaubenszuversicht in unvergleichlicher Weise ausdrückt. Welch' ein seliges Gottvertrauen in dem licht und melodisch einschmeichelnd aufgebauten Schlußsatz: \"In te, Domine, speravi, non confundar in aeternum!\" Die Aufführung unter Perger's Leitung wurde im Ganzen und Großen dem Werke gerecht; von den Solis waren wenigstens die Hauptstimmen (Tenor und Sopran) durch Herrn Dippel und Fräulein Sophie Chotek sehr gut vertreten. Im Uebrigen mußte man den Genuß des Werkes dadurch erkaufen, daß man vorher ein Programm von seltener Oedigkeit über sich ergehen ließ. [... Rameau/Mottl, Brahms-Chöre, Herbecks \"Tanzmomente\" (Pergers \"Sünde wider den ... guten Geschmack\"), \"langweilige Walzerreihe\" ...]. – Alle Achtung vor Herrn von Perger als Dirigenten, aber wir gewinnen immer mehr den Eindruck, als verstände er das Zusammenstellen von Vortragsordnungen nicht recht. [... nächstens Massenet! ...] An nichtige Aufgaben werden die glänzenden Kräfte des Gesellschaftsorchesters und des Singvereines verschwendet, während eine Unzahl großer Meisterwerke Jahre und Jahrzehnte lang einer Neuaufführung harren!\r\n                                            Hagen.\" (***)\nund im Pester Lloyd Nr. 12 auf S. 5f (»Wiener Musikbrief« von Theodor Helm); diese Zeitung geht auch noch auf die Aufführung der 4. Symphonie [am 5.1.1896] ein:\r\n\"                Feuilleton.\r\n          Wiener Musikbrief.\r\n[Inhaltsübersicht]\r\n     Das Ereigniß der Oper ist die ungemein erfolgreiche Erstaufführung des musikalischen Schauspieles \"Der Evangelimann\" von Dr. Wilhelm Kienzl. [... kompletter Text bei www.anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pel&amp;datum=18960114&amp;seite=5 ... über Kienzls Werk und die Aufführung ...]\r\n     Aus dem Konzertsaal sind vor Allem zwei interessante Bruckner= Aufführungen zu melden. [... die 4. Symphonie eingängiger als die von Löwe in Budapest aufgeführte 5. Symphonie ... Herbecks Lob 1877 ... Philharmoniker zögerten lange mit der Aufführung, machten dies wett \"durch eine besonders schöne Aufführung\" ... Lob für Bratschen und Celli im langsamen Satz ... über die anderen Werke zu Beginn des allzu langen Programms ...] fast geflissentlich  darauf angelegt, dem armen Bruckner einen sonst beinahe verbürgten großen Erfolg zu erschweren. Und auch im heutigen Gesellschaftskonzert befand sich Bruckner nicht in der rechten Umgebung, hier war es nicht die Länge, sondern die styllose Buntheit des Programms, welche die Wirkung des an den Schluß gestellten großartigen Tedeums empfindlich beeinträchtigte. [... Werke von Rameau/Mottl, Brahms und Herbeck (Faschingsstimmung!) ...] Gleich darauf kam aber wie hereingeschneit Bruckner's \"Tedeum\": ein jäher Sprung vom Ballsaal in einen erhabenen Gottesdom! Man kann es dem Publikum nicht einmal verdenken, wenn nicht Alle Lust hatten, so unvermittelte Stimmungskontraste auf sich wirken zu lassen. Leider war auch die Aufführung des psalmistisch=begeisterten Werkes durchaus keine musterhafte, sorgfältig studirt nur in Chor und Orchester (aber auch hier nicht zu schwungvoll), theilweise geradezu ungenügend in dem höchst wichtigen Soloquartett. Sehr schön wurde aber die grandiose, überaus schwierige Schlußfuge herausgearbeitet, deren Wirkung sich die bis dahin etwas apathischen Hörer nicht entziehen konnten. Stürmischer, nicht enden wollender Beifall brach los, als man des greisen Komponisten im Hintergrund einer Parterreloge ansichtig wurde. Aehnliche Ovationen hatte Bruckner für seine \"Romantische Symphonie\" im philharmonischen Konzert erfahren, welchem er zur freudigen Ueberraschung seiner vielen Wiener Verehrer gleichfalls beiwohnte, relativ besser aussehend, als vor Jahresfrist, da das irdische Dasein des genannten Künstlers nur mehr nach Stunden zu zählen schien.\r\n   [... über das Konzert vom 29.12.1895 und andere Konzerte ... Signatur auf S. 6:] Dr. Theodor Helm.\" (°).", "Letzte Änderung": "19.05.2024 08:10"}, {"ID": 189701145, "Datum": "14.1.1897, Donnerstag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert\r\nim Alpen-Boten Nr. 4 auf S. 3 (*a)\r\nund in der Steyrer Zeitung (*b).\r\nDas Duesberg-Quartett spielt im Hotel Schiff in Steyr u.a. das Quintett. Der Erlös kommt dem Votivfenster in der Stadtpfarrkirche zugute (**).\r\nBei den anderen Programmnummern wirken u.a. Natalie Duesberg (Klavier) und Rudolf Mittermüller (Violine) mit (**a).\nSehr gute Besprechung des Konzerts vom 13.1.1897 (mit der 4. Symphonie) in der Allgemeinen Zeitung, München, Nr. 14 auf S. 1, signiert „§**“ [die beiden Asteriske stehen im Original übereinander]:\r\n„        Feuilleton.     §** Das IV. Symphonie=Concert des Kaim=Orchesters unter Meister Herman Zumpe’s Leitung war eines der glänzendsten seit Beginn des Kaim’schen Unternehmens. Es ward eröffnet mit der großen Symphonie Es dur Nr. 4 von Anton Bruckner, welche den Namen „die romantische“ trägt. Auf das romantische Gebiet hat sich die symphonische Musik seit Schubert überhaupt herübergespielt, ja derjenige, welcher diese Wendung bereits inaugurirte, war Beethoven selbst, man kann sagen, mindestens seit seiner VIII. Symphonie. Was unter Bruckners Symphonien die besondere Bezeichnung „romantisch“ allenfalls rechtfertigen mag, ist vielleicht das Hereinziehen des romantischen Waldeszaubers, welches das Scherzo zum Gegenstand zu haben scheint. Name ist Schall und Rauch, auf das Wesen kommt es an. Letzteres ist aber in dieser Symphonie ein so hohes, herrliches, daß wir jede Bemäkelung der Bruckner’schen Muse, welche wir bisher auszusprechen uns genöthigt sahen, zurücknehmen möchten, wenn nicht leider der letzte Satz, welcher den gewaltigsten Anlauf nimmt, um dann in minder bedeutenden Episoden zu verlaufen, unsre Auffassung rechtfertigte, daß es dem unbestritten großen Genie an Klärung fehlte. Die ersten drei Sätze, das Allegro molto moderato, das Andante (C-moll) und das Scherzo (B-dur) sind vermöge ihres Gedankenmaterials und ihrer Durchführung wahre Perlen nicht nur der neuen, sondern der gesammten symphonischen Literatur. Sie bringen mit leiser Anlehnung an Schuberts Weise, aber völliger Ueberspringung Mendelssohns und Schumanns, neue Offenbarungen der Instrumentalmusik, in der That eine Art Fortsetzung Beethoven’scher Kunst in dem Sinne, wie sie nach Hanslick – Brahms’ Symphonien gebracht haben sollen. Die Formen sind an sich gleichgültig, wenn es nur wirkliche, faßbare Formen sind; und dies ist bei den drei ersten Sätzen, deren letzter, das Scherzo, sogar seine conventionellen Theile mit Wiederholungen hat, gewiß nicht zu leugnen. Auch die Einheit der Tonart ist trotz stark bewegter und kühner Modulation überall gewahrt. Die große Bedeutung liegt aber in der Poesie, welche über diesen Sätzen ausgebreitet ist. Bringt schon der erste Satz entzückende Bilder eines warmen Empfindungslebens, so liegt in dem Andante etwas undefinirbar Weihevolles – die herrlichen harmonischen Ueberraschungen ungerechnet; im Scherzo huschen die kleinen Jagdfanfaren wie Kuckuck spielend durcheinander. Alles ist geistreich, alles lebendig, alles entzückend. Schade nur, unendlich schade, daß der so gewaltig, wirklich titanenhaft beginnende Finalsatz sein Versprechen, das Ganze mächtig abzuschließen, nicht hält. Es wird da wieder einmal die harte Lehre gegeben, dass nichts hienieden vollkommen sein darf. O daß jetzt ein congenialer, jugendkräftiger Meister käme, der die gefundenen Perlen in ein Diadem zusammenfaßte, die neuere Kunst damit zu krönen! Die Wiedergabe des Werkes war das Vollendetste und, wir dürfen es ohne Uebertreibung sagen, Wunderbarste, was Zumpe bisher durch Gewissenhaftigkeit, technische Kenntniß und – vor allem – Poesie der Auffassung erreicht hat. Da fehlte auch kein Tüpfelchen der Nüance: so, wie das Werk vom Meister geschaffen ist, so wurde es hingestellt. Jubelnder und andauernder Beifall folgte aber auch jedem Satze. Hierauf spielte Hr. Alfred Krasselt, vor einem Jahre noch Concertmeister des Kaim=Orchesters, [… Violinkonzert von Richard Strauss … die Zugaben] konnten wir nicht mehr anhören, denn nach Beendigung der Akademischen Festouverture von Brahms, einer etwas trockenen Bescheerung, hatten wir – es war 9½ Uhr – unser vollgerütteltes Maß Musik genossen.“ (***).\nTheodor Reisch erhält vom Bezirksgericht Wien die Legitimation zur Behebung der Sparguthaben Bruckners [vgl. 6.1.1897] (°).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2886 bringt auf S. 15 (Morgenausgabe) ein Inserat, demzufolge der Klavierauszug der d-Moll-Messe im Verlag Johann Gross erschienen ist (°°).\r\nEine ähnliche Annonce erscheint auch im Fremdenblatt Nr. 14 auf S. 18 (Morgenblatt) (°°°).\nDie Innsbrucker Nachrichten Nr. 10 kündigen auf S. 5 die Aufführung der d-Moll-Messe am 15.1.1897 [recte: 17.1.1897] an:\r\n\"     (Bruckners D-moll-Messe.) Knapp vor Beginn der musikalischen Veranstaltungen, durch welche Franz Schuberts Andenken in ganz Oester­reich gefeiert wird, geht die Gesellschaft der Musik­freunde in Wien an die Aufführung von Bruckners D-moll-Messe,  welche unter Mitwirkung hervor­ragender Gesangs- und Orchesterkräfte am 15. ds. stattfinden wird. Wie bekannt, war auch Bruckner ein begeisterter Verehrer Schuberts. Bruckners D-Messe, bereits 1864 componiert, und in noch­maliger Ueberarbeitung 1892 im Verlage von J. Groß (S. A. Reiß) in Innsbruck erschienen, ist ein symphonisches Musterwerk, an dem man mit Recht die durchaus selbständige Art der Auffassung, reiche musikalische Erfindung und geistvolle Or­chesterbehandlung rühmt. Geradezu großartig concipiert und an Beethovens Missa solemnis erinnernd, sind das majestätische Gloria, mit der Fuge am Schlusse und das Credo mit dem er­greifenden Solosatze Et incarnatus und dem passus mit Orgelbegleitung.\" (#).\nDas Musikalische Wochenblatt verzeichnet in der \"Concertumschau\" auf S. 37f die Aufführung des Adagios der 7. Symphonie unter Richard Barth im 3. Philharmonischen Konzert in Hamburg (##).\nDer 2. Teil des Feuilleton-Artikels \"Erinnerungen an Anton Bruckner\" erscheint in der Reichspost Nr. 10 auf S. 1:\r\n\"    Einst saß man bei heiterem Mahl in einer Privat­gesellschaft. „Sehen Sie, meine Herrschaften,\" sprach Bruckner, auf einen Herrn deutend, „da sitzt mein Biograph, der G .... h [Göllerich]; — aber der darf erst über mich schreiben, wenn ich todt bin, und vorläufig bin ich noch voller Lebenslust — nun, dieser G. hat einmal behauptet, der Wagner und der Beethoven hätten sich immer was dabei gedacht, wenn sie componirt hätten. Ich hab' mir eigentlich nie so ne' Vorstellung gemacht, wenn ich ein Stück niedergeschrieben habe. Aber bei meiner letzten Symphonie [... 8. Symphonie, Kosaken, Russen, deutscher Michel ...].\r\n     Wie von Augenzeugen berichtet wird, hatte Bruckner eine große Angst und befand sich in äußerster Verlegenheit, als er zum erstenmale zur Audienz zu seinem Kaiser Franz befohlen wurde. Diese Scheu legte sich bei zukünftigen Begegnungen mit seinem Monarchen, dessen leutseliges Wesen der Meister nie genug rühmen konnte, vollständig. [... Nach Orgelspiel in der Hofkapelle Bitte an den Kaiser, Hanslick den Mund zu stopfen und die Widmung der 8. Symphonie anzunehmen ...].\r\n     Es ist bekannt, daß Bruckner eine seiner Sympho­nien Richard Wagner gewidmet hat; Wagner war für ihn der Begriff aller Vollendung, [... 9. Symphonie unvollendet ...] Es kennzeichnet den originellen Meister, daß er unter den Bewohnern der Erde keinen finden konnte, den er für Zueignung seiner „neunten\" für gut genug hielt; auf ihrem Titel prangt die Widmung: „Dem lieben Gott.\" \" [keine Signatur] (###).\nDas Racine Journal Nr. 253 (Racine, Wisconsin) erwähnt auf S. 11 Bruckner im Jahresrückblick auf 1896:\r\n\"                 HISTORY OF A YEAR\r\n[...]\r\n                            OCTOBER.\r\n[...]\r\n12. Storm: A West India hurricane swept the Atlantic coast from New England to New Jersey.\r\n     Obituary: Herr Bruckner, celebrated musical composer, in Vienna; aged 72. [...].\" (a).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 22:20"}, {"ID": 189801145, "Datum": "14.1.1898, Freitag", "Haupttext": "Die Reichswehr Nr. 10 bringt auf S. 6 eine Besprechung der 3. Symphonie am 9.1.1898, signiert \"G. v. B.\" [= Gaigg von Bergheim].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189901145, "Datum": "14.1.1899, Samstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung bespricht die dritte Auflage von Hermann Kretzschmars Konzertführer. Bruckner werde nicht ausführlich genug behandelt, und in der vierten Auflage werde man hoffentlich alle Symphonien finden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190101145, "Datum": "14.1.1901, Montag", "Haupttext": "Bericht Theodor Helms von der 8. Symphonie in Mannheim [8.1.] in der Deutschen Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190301145, "Datum": "14.1.1903, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Hugo Botstiber an Hans Wagner-Schönkirch: \n   Über die [erfolgte oder geplante? vgl. 11.2.1903?] Absage des Akademischen Gesangvereins, in einer Aufführung des »Te deum« mitzuwirken.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190601145, "Datum": "14.1.1906, Sonntag", "Haupttext": "In der Deutschen Zeitung erscheint eine mit \"-ma-\" signierte Besprechung des Konzerts vom 9.1.1906 mit der 7. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190801145, "Datum": "14.1.1908, Dienstag", "Haupttext": "Das Unterhaltungsblatt des Vorwärts Nr. 9 (Beilage zum \"Vorwärts\" Berliner Volksblatt Nr. 11) bringt auf S. 4 (= S. 36) einen mit \"sz.\" signierten Feuilleton-Artikel:\n\"                   Musik.\n     Die Frage, wo gute und billige Musik zu hören ist, wird vorläufig am reichlichsten durch die populär-musikalischen Veranstaltungen des Schiller-Theaters beantwortet. Mehrere Reihenfolgen sind angekündigt. So namentlich Kammermusik in den Sonntagskonzerten. Eine ganz besonders interessante Veranstaltung aber ist der Zyklus: Komponisten der Neuzeit. Wir hörten am Freitag den ersten dieser Vorträge. Er war Bruckner gewidmet. Der Vortragende, Dr. Ertel, der selbst nicht nur ein erfahrener Musikkenner, sondern auch Komponist von scharf moderner Richtung ist, wurde seinem Gegenstand im allgemeinen auf eine so glückliche Weise gerecht, daß wir auf die weitere Entfaltung dieser Vortragsreihe alle Hoffnung setzen können.\n     Wir erhielten ein lebendiges Bild [... mit Tonbeispielen am Klavier, meist aus der 5. Symphonie ... aber: fortdauernde \"Ueberschätzung Bruckners und die Unterschätzung seines Ansehens\" ... schon vor fast 30 Jahren habe der Referent einen anderen Eindruck gewonnen ... einige Kritikpunkte am Vortrag ...].\n     Gerne würden wir die weiteren Vorträge besser besucht wissen, als es beim ersten der Fall war.                   sz.\"", "Letzte Änderung": "15.06.2026 09:10"}, {"ID": 191001145, "Datum": "14.1.1910, Freitag", "Haupttext": "Erstaufführung der 6. Symphonie durch die Hofkapelle in Dresden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191301145, "Datum": "14.1.1913, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe in Budapest (*).\n \nThe Brooklyn Daily Eagle Nr. 13 bringt auf S. 19 einen ausführlichen Artikel über ein Gespräch mit Karl Muck, in dem auch Bruckners Religiosität zur Sprache kommt und die anekdotische Begebenheit mit Herbeck [188/67f, am 12.5.1868 oder später??] erzählt wird: \"     ccccc       A TALK WITH DR. MUCK.\nBoston Symphony Conductor Meets Boston Music Reviewer in Europe.\n     By count on the calendar, Dr. Muck is two months older than Mr. Fiedler; yet he seems now, as he seemed four years ago, much younger than his predecessor, writes \"H. T. P.\" in the Boston Evening Transcript. [... am Montag Kontakt mit Orchester, erstes Konzert dann am Freitag ... äußerlich kaum geändert ... aber auch innerlich nicht ... Gespräche in München und Bayreuth ... über die dortigen Festspiele, über Schönberg (\"The painters think him an excellent musician, and the musicians believe him an excellent painter.\") ... Korngold ... Programmpläne für Boston und die Rolle von Novitäten ... auch gute Stücke fristen ein Schattendasein (z. B. Liszts \"Mazeppa\" oder Hauseggers \"Barbarossa\", Georg Schumanns Oratorium \"Ruth\") ...], whereupon the talk ran away to the devout or the undevout minds of composers and the play of one or the other cast of temper in them when they wrote the music of religious faith. Did Elgar's gain because he happened to be a devout Catholic and a sincerely religious man? Ought not Bruckner, the most devout of composers, who believed so simply and truly and who practiced his faith so loyally down even to the smallest observance–ought not this Bruckner to have written the oratorio of oratorios? Yet he never even tried. Once more, Dr. Muck's mind went quickly to the ironic side of the speculation. The devoutest of music must be performed in abcd_db. Shall the composer so lay bare his inner spirit? Even the native Bruckner could be shy in formal observance, when other and misunderstanding eyes were watching him. In a certain cold September the director of the Viennese Opera came to visit Bruckner at Linz, where he worked obscurely, bringing as he well might, a long-expected summons to Vienna. They stood in talk upon the chilly veranda at nightfall  The angelus sounded from a neighboring  church. By every obligation of the faithful, Bruckner was bound to uncover his head. Yet he knew that the \"great director\" made light of such things and it was not the hour to offend him. Bruckner hesitated long; then he removed his hat. \"How hot it is; how very hot!\" he said simply.\n     After Linz, the conversation went a wandering again as it had done at the start. [... deutsche Städte, Berlin, Max Reinhardt, Hannover (bestes Hochdeutsch) ...]. The range of his conducting is an old story. It is the faculty by which he gives to each chosen piece its individuality. It is the play in music of this same wide-ranging, alertly interested, quickly penetrating mind.\" (**).\n \nDas Komitee für die Bruckner-Gedenktafel in Kronstorf veranstaltet einen Festabend zur Ehrung der langjährigen Kirchenchormitglieder Joh. Meerwald, Johann Steinleitner sen. und Josef Schlüsselberger (53, 50 bzw. 46 Jahre). Der Reingewinn (110 Kronen) wird für die Gedenktafel verwendet (***).", "Letzte Änderung": "05.04.2025 12:17"}, {"ID": 191401145, "Datum": "14.1.1914, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung des gestrigen Konzerts [mit der 3. Symphonie] im Abendblatt der Frankfurter Zeitung Nr. 14 auf S. 1, signiert \"P. B.\" (Paul Bekker):\r\n\"|Frankfurter Konzerte.| Zum zweitenmal konzertierte gestern die Meininger Hofkapelle unter Max Regers Leitung in Frankfurt. Vor zwei Jahren fand sie einen schlecht besuchten, diesmal einen überfüllten Saal, dafür bot sie damals einen durchaus ungetrübten Genuß, während sich gestern eine Ungleichartigkeit in den Darbietungen bemerkbar machte. Vielleicht war sie die Folge einer begreiflichen Ermüdung des Tag für Tag reisenden und konzertierenden Orchesters, wenigstens ist die andauernd unsaubere Intonation der Holzbläser, besonders der Oboe, wie auch manche Unreinheit des Klanges im Blech wohl in erster Linie auf eine ungünstige Disposition zurückzuführen. Die Meininger hatten also eigentlich keinen guten Tag, trotzdem war der lebhafte Beifall am Schluß – während der Sinfonien verhinderte Reger dankenswerterweise das Applaudieren – durchaus berechtigt. Denn ungeachtet aller durch den Zufall oder durch manche Eigenheiten des Dirigenten bedingten Einschränkungen ist es doch ein Vergnügen, Reger mit seinem Orchester musizieren zu hören. Gerade in diesem schlichten Miteinandermusizieren von Dirigent und Orchester, ohne Getue, ohne kokette Effektnüancen – denn die überzarten Regerschen Pianissimi gehören ebenso wie die gelegentlich gewaltsam harten Kraftentladungen zu seinen individuellen Eigentümlichkeiten auch als Pianist und Komponist, man darf sie ihm also nicht als Dirigierlaunen anrechnen – liegt etwas unmittelbar Ansprechendes, Wohltuendes. Es wird eben \"Musik gemacht\", und der Hörer fragt sich dabei nicht mehr, wer da vorne steht, er achtet auch nicht gespannt auf die \"Auffassung\" und sonstige Besonderheiten, sondern er hört einfach zu, ohne das Bedürfnis nach Ueberraschungen zu spüren. [... kurz zu Mozart, Oberon, Siegfried-Idyll ...]. Bruckners dmoll=Sinfonie (Nr. 3) klang in den beiden Mittelsätzen, dem feierlich prächtigen Adagio und dem urwüchsigen Scherzo mit seinem Trio=Ländler am eindrucksvollsten. Reger gab dem ganzen Werk außergewöhnlich schnelle, zeitweise fast überhastete Tempi, und diesen Zeitmaßen ist es wohl zuzuschreiben, daß das Pathos der beiden Außensätze die Größe und Wucht vermissen ließ, von denen hier die überzeugende Wirkung abhängig ist. Aber im ganzen darf man dieses Konzert doch mit Befriedigung als künstlerisch anregsames und erfreuliches Ereignis innerhalb unseres an wirklich bemerkenswerten Taten so armen Musiklebens verzeichnen.     P. B.\" (*).\nEine weitere Kritik erschien in der \"Kleinen Presse\" Frankfurt Nr. 11 auf S. 2, signiert \"s.\":\r\n\"    =  Die Meininger Hofkapelle in Frankfurt. Wieder einmal waren gestern die Mitglieder des Meininger Hoforchesters mit Herrn Generaldirektor [sic] Prof. Dr. Max Reger an ihrer Spitze zu uns gekommen. [... Streicher reduziert, aber ausgezeichnete Schulung, Beachtung der Dynamik ...] Beleg dafür, daß sich auch mit einem minder stark besetzten Orchester Hervorragendes leisten läßt, wenn alle Musiker ihre vollen Kräfte einsetzen und genügend geprobt werden kann. [... Oberon, Siegfried-Idyll, bei Mozart \"bis an die Grenze der Möglichkeit angespannte Schnelligkeit der Tempi\" in den Außensätzen ...]. Den Abschluß des Abends bildete die dritte Symphonie von Anton Bruckner. Es sind nun bald dreißig Jahre vergangen, seitdem dieses Richard Wagner gewidmete Werk zum ersten Male in Frankfurt erklungen ist [4.12.1885]. Die Hörer blieben damals teilnahmslos; man schüttelte die Köpfe. Was wußte man in jenen Zeiten bei uns von Anton Bruckner? Mehrere seiner Symphonien hatten auswärts einen gewissen Eindruck erzielt, und man bestellte, wenn wir uns recht erinnern, damals eines der besten späteren Werke. Durch ein Versehen wurde die gestern gehörte Symphonie gesandt, und so kam es, daß man gleich zu Anfang aus dem Staunen über die nahe Verwandtschaft des Hauptthemas im ersten Satze mit dem des gleichen Abschnittes der neunten Symphonie von Beethoven nicht herauskam. [... gleiche Tonart ... brüske Kontraste im Finale ...     stimmungsvolles Andante ... Schubertscher Geist im Scherzo ...]. Die Aufführung des durch verschiedene erhebliche Längen in seiner Wirkung bedrückten Werkes verdient wärmste Anerkennung.      s.\" (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2025 15:25"}, {"ID": 191501145, "Datum": "14.1.1915, Donnerstag", "Haupttext": "Erstaufführung der f-Moll-Messe durch den Philharmonischen Chor (*), verstärkt durch den Anna-Schultzen-von-Asten-Chor (Leitung: M. Herrmann), und die Berliner Philharmoniker unter Siegfried Ochs in einem Konzert »Zum Besten der notleidenden österreichischen und ungarischen Staatsangehörigen in Berlin« in Berlin. E. N. von Reznicek dirigiert die Uraufführung seines Werkes »Frieden«. Solisten sind Clara Senius, Paula Weinbaum, Paul Schmedes und Anton Sistermans (Gesang), Julius Thornberg, Willi Höber und Paulus Bache (Violine, Viola bzw. Violoncello) und Bernhard Irrgang (Orgel) (*a).\nEs ist die erste Aufführung in Berlin (*b).\nE. N. von Reznicek erhielt für sein Werk schlechte Kritiken (**).", "Letzte Änderung": "20.10.2024 17:00"}, {"ID": 192101145, "Datum": "14.1.1921, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Hein in Baden-Baden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192301145, "Datum": "14.1.1923, Sonntag", "Haupttext": "The Brooklyn Daily Eagle Nr. 13 berichtet auf S. 30 (= S. 8 des 2. Teils) mit Abbildung von einem Wagner-Dirigenten, der Bruckners Schüler gewesen ist [siehe die Anmerkung]:\n\"NEWS AND FORECAST IN THE WORLD OF MUSIC \n         Is \"Tristan and Isolde\" Immoral? \n                 By W. H. HUMISTON\n[...]\n             A New American Soprano.\n     Queena Marion Tillotson is the full name of the young singer [...].\n   Wagner Festival Orchestra Rehearsals.\n     Eugen Gottlieb, one of the conductors of the Wagnerian Opera Festival to be given here in February, is already in New York at work organizing the orchestra and conducting the first rehearsals. Mr. Gottlieb is originally from Vienna; a nephew of Josef Hellmesberger, he began his career as a solo soprano in church at the age of seven. When he was ten he appeared as a pianist. Then he went to study at the Vienna Conservatory, where he studied piano with Schenner, organ with Vockner and Bruckner and composition with Robert Fuchs. Later he studied piano with Theodor Leschetizky and composition with Engelbert Humperdinck. Then he was chorus master under Mahler, and afterwards was engaged as conductor at Wiesbaden in what is now the Landestheater. Then he was active in Halle, Mainz, opera director at Bremen, and then he went to the \"Teatro Real\" in Madrid, where for two years he conducted nothing but the Wagner performances. Then Mr. Gottlieb went to Italy, where he conducted Wagner performances \"as guest\" in several cities. After two years in Hamburg he again began traveling, conducting in Vienna and Berlin, as well as smaller cities. He has conducted \"Lohengrin\" 152 times, and the whole \"Ring\" 42 times.\n   Does \"Salome\" Belong to Uncle Sam?\n     Dr. Richard Strauss's necrophilitic opera to Oscar Wilde's text of \"Salome\" was announced for performance by the Wagner Festival Company, as an extra [... scheitert an Forderungen des Verlegers ...].\"", "Letzte Änderung": "23.08.2025 23:07"}, {"ID": 192401145, "Datum": "14.1.1924, Montag", "Haupttext": "Vortrag von Ernst Decsey über Bruckner und seine Symphonien [vermutlich in Wien].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192501145, "Datum": "14.1.1925, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Siegmund von Hausegger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192601145, "Datum": "14.1.1926, Donnerstag", "Haupttext": "The Miami Herald Nr. 50 (Miami, Florida) bringt auf S. 35 (= S. 3 des 3. Teils) den Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"          SYMPHONIC JAZZ A FAD\nFamous Orchestra Director Says New Music Style Doomed To Pass\n[...] nothing but a fad [...]\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n     [...]\"", "Letzte Änderung": "24.09.2025 06:55"}, {"ID": 192701145, "Datum": "14.1.1927, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Los Angeles Philharmonic Orchestra unter Walter Henry Rothwell um 14:30 Uhr im Philharmonic Auditorium in Los Angeles. Solistin in der Burleske von Richard Strauss ist die hiesige Pianistin Olga Steeb.\nWiederholung vom 13.1.1927 (*).\n \nBesprechung des gestrigen Konzerts, signiert \"W. C.\", in The Los Angeles Record (Los Angeles Evening Post-Record) auf S. 21:\n\"     SYMPHONY PRESENTS BRUCKNER\nLOS ANGELES concertgoers were introduced last night to the work of Anton Bruckner [... unter] Walter Henry Rothwell in Philharmonic Auditorium.\n    The number four symphony was written [... wohlwollende Besprechung ...]. After the final strains of the symphony have died, one finds oneself thinking, \"Why have I not heard this composers's work before?\"\n     The second movement, the Andante, is the most impressive part of the composition [... Satzverlauf ...].\n     The orchestra is to be highly commended for the wonderful interpretation they gave this symphony. [... Lob für Olga Steeb mit der Burleske von Richard Strauss und für den Pauker ... kein drittes Werk erwähnt ...].\n     The same program was given this afternoon at 2:30 o'clock.–W. C.\" (**).\n \nEine Besprechung in der Abendausgabe der Los Angeles Times [im Internet nicht auffindbar] wird in der Morgenausgabe vom 15.1.1927 nachgedruckt.", "Letzte Änderung": "06.12.2024 11:50"}, {"ID": 192901145, "Datum": "14.1.1929, Montag", "Haupttext": "Ankündigung der 8. Symphonie für den 16.1.1929 im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 22 auf S. 3.", "Letzte Änderung": "07.08.2026 13:21"}, {"ID": 193001145, "Datum": "14.1.1930, Dienstag", "Haupttext": "The Akron Beacon Journal Nr. 34 (Akron, Ohio) kündigt auf S. 16 das Münchner Bruckner-Fest für Juni 1930 [recte 27.-31.10.1930] an [Text wie am 27.12.1929]:\n\"PASSION PLAY CROWD SOUGHT FOR MUNICH\n[... viele Besucher wegen der Oberammergauer Passionsspiele erwartet ... im Mai Mengelberg, Toscanini mit New York Philharmonic Orchestra, Furtwängler mit den Berliner Philharmonikern] in the same month.\n     June will bring the international Bruckner festival, a Brahms concert under Knappertsbusch, Mahlers's Eighth Symphony under Bruno Walter, and a Richard Strauss week.\n           Feature For July\n     In July Reinhart [sic] will present his staging of Johann Strauss' \"Fledermaus,\" Pfitzner will conduct a \"romantic evening,\" and Doebereiner will present old music.\n     Mozart and Beethoven will dominate in August. [...].\" (*).\n \nDie Ankündigung in The Morning News Nr. 12 (Wilmington, Delaware) auf S. 17 greift auf die Textvariante vom 10.1.1930 zurück:\n\"MUNICH TO WELCOME PASSION PLAY GOERS\n[... viele Besucher wegen der Oberammergauer Passionsspiele erwartet ... Mengelberg mit Amsterdam Philharmonic Orchestra, Toscanini mit New York Philharmonic Orchestra, Furtwängler mit den Berliner Philharmonikern, Karl Muck, Hans Knappertsbusch ...].\n     A Bruckner festival is contemplated for June, to be followed by a Richard Strauss Week in July and a Mozart festival in August. [...].\" (**).\n \nVortrag von Franz Moißl \"Anton Bruckners Stellung in der Kirchenmusik\" beim Schweizerischen Bruckner-Bund in Bern (***).", "Letzte Änderung": "09.12.2025 02:47"}, {"ID": 193101145, "Datum": "14.1.1931, Mittwoch", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 26321 bringt auf S. 11 eine weitere Leserzuschrift zu dem bereits am 7.1.1931 erörterten Ärgernis der gehäuften und unbegründeten Programmänderungen:\n\"     HALLE CONCERTS\n    The Promise to Perform\n\n[...].\n     When drafting ideas for inclusion in his winter programmes, presumably the Hallé conductor believes in the possibility of their attractive appeal to the public or he would not have offered Bruckner, Mahler, Sibelius, Delius, and others. In recent seasons the exasperating changes have been so numerous as to disturb the concert-going public's reliance on a publicly-announced scheme. [... 1928/29 10 Änderungen ... etc. ].\n–Yours, &amp;c.,                    HARRY COOPER.\n     Reform Club, Manchester,\n                        January 12.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193201145, "Datum": "14.1.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Robert G. Grey an Max Auer: \n   Die Bruckner Society of America würde sich über einen Vortrag von Ernst Kurth sehr freuen, doch müsse dies gratis sein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193301145, "Datum": "14.1.1933, Samstag", "Haupttext": "Das Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 24 bringt auf S. 3 einen mit \"A. W.\" [Arnold Walter] signierten Konzertbericht \"Orchesterkonzerte\", in dem die gestrige Aufführung der 9. Symphonie unter Unger erwähnt wird.", "Letzte Änderung": "26.05.2026 23:17"}, {"ID": 193801145, "Datum": "14.1.1938, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Furtwängler in einem Sonderkonzert im Leipziger Gewandhaus.\nAuf dem Programm stehen außerdem zuvor Werke von Gluck (\"Alceste\"-Ouvertüre) und J. S. Bach (5. Brandenburgisches Konzert mit Furtwängler, Kolberg und Harzer).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194301145, "Datum": "14.1.1943, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Willem van Otterloo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194401144, "Datum": "14.1.1944, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Tonhalle-Gesellschaft Zürich an Dr. Max Fehr, den Präsidenten der Allgemeinen Musikgesellschaft:\r\n     Man habe [1938, vgl. 2. und 3.9.1938] für die Aufführung der 4. Symphonie doch entschieden, das Material der Urfassung zu beschaffen.", "Letzte Änderung": "07.01.2026 15:11"}, {"ID": 195101145, "Datum": "14.1.1951, Sonntag", "Haupttext": "Einspielung [Aufführung?] der 2. Symphonie (Haas-Edition mit Strichen) durch das Rundfunksinfonieorchester Berlin (Ost-Berlin) unter Franz Konwitschny (*).\n\n\nAufführung der g-Moll-Ouvertüre durch die Wiener Symphoniker unter Felix Prohaska bei der RAVAG Wien. Solistin in Orchesterliedern Hans Erich Apostels ist die Altistin Dagmar Hermann (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196501145, "Datum": "14.1.1965, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Sinfonieorchester des Südwestdeutschen Rundfunks unter Skrowaczewski in Badem-Baden.", "Letzte Änderung": "24.02.2026 12:16"}, {"ID": 199201145, "Datum": "14.1.1992, Dienstag", "Haupttext": "Vortrag von Andrea Harrandt \"Bruckner und das Erlebnis Wagner\" beim Richard-Wagner-Verband Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 176212145, "Datum": "14.12.1762, Dienstag", "Haupttext": "Messerzeichenbrief für Ferdinand Matthias Helm (Urgroßvater mütterlicherseits)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512145, "Datum": "14.12.1855, Freitag", "Haupttext": "Die k.k. Statthalterei bestätigt die Ernennung Bruckners zum provisorischen Dom- und Stadtpfarrorganisten:\r\n   Erlaß an die Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche (Konzept und Reinschrift):\r\n   Die Bestätigung der am 14.11.1855 erfolgten provisorischen Anstellung Bruckners bewirke kein Recht auf die definitive Verleihung des Organistenpostens. Die Landeshauptkasse werde wegen des Gehaltes (jährlich 300 fl, anteilig bis 9.11.1855 an die Pranghofersche Verlassenschaft) verständigt und die Vogtei zur Zahlung der Besoldung (jährlich 128 fl, anteilig ab 10.11.1855 an Bruckner) ermächtigt [im Konzept mit Textlücken, die in der Reinschrift aus dem Schreiben der Staatsbuchhaltung vom 9.12.1855 ergänzt wurden] Unterschrift von Eduard von Bach (in der Reinschrift) (*a).\r\n   Erlaß an die Landeshauptkasse in Linz [mit denselben zu ergänzenden Lücken]; unleserliche Unterschriften (*b).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:17"}, {"ID": 185612145, "Datum": "14.12.1856, Sonntag (3. Advent)", "Haupttext": "J. Breinbauer reicht einen Kostenvoranschlag für eine Änderung der Orgel des Alten Domes ein. Dazu wird [in diesem Dokument oder später?] ein Gutachten von Bruckner [siehe 14.1.1857] und Arminger [siehe 4.3.1857] angefordert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012145, "Datum": "14.12.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde].", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:16"}, {"ID": 186112145, "Datum": "14.12.1861, Samstag", "Haupttext": "Uraufführung des 146. Psalms [WAB 37] in St. Florian [??] (*).\n(**) Inserat im Linzer Abendboten mit der Ankündigung der Gründungsfeier des »Sängerbundes« am 15.12.1861 und des Festkonzertes am 16.12.1861:\r\n   »Morgen Sonntag den 15. December 1861 [/] findet die [/] Gründungs-Feier [/] des Männergesangs-Vereines [/] \"Sängerbund\" in Linz [/] statt, und beginnt mit einem heiligen Amt um 11 Uhr in der Stadtpfarrkirche, wobei eine Vokalmesse von C. Sandtner ausgeführt wird.\r\n   Montag den 16 December 1861, Gründungsfest-Concert in den landsch. Redouten-Sälen unter gefälliger Mitwirkung der Fräuleins Hermine und Mina Ritter, des Herrn v. Mayfeld und des Cello-Virtuosen aus Wien Herrn H. Röver, Mitglied der k. k. Hofkapelle und Hofoper, dessen ganzer Reinertrag dem hiesigen Handlungs-Kranken-Institute gewidmet ist.\nPROGRAMM.\r\n\"Alte Noris\", Dichtung v. Müller v. d. Werra, componirt von Fr. Abt, Ehrenmitglied des Vereines, (der altehrwürdigen Stadt Nürnberg gewidmet.)\r\n\"Ein Abend auf den Alpen\", Idylle für Violoncello und Piano-Begleitung, componirt und vorgetragen von H. Röver.\r\n\"Du bist wie eine Blume\", Gedicht von Heine für Sopran, Alt, Tenor und Baß, componirt und dem Vereine gewidmet v. A. Bruckner.\r\n\"Schön Rohtraut\", Gedicht von E. Möricke, für Männerchor componirt von W. H. Veit.\r\n\"Ich grolle nicht\", Lied für eine Altstimme und Piano-Begleitung von R. Schumann.\r\n\"Walzer\", Gedicht v. Kopisch, für Männerchor componirt von Louis Liebe.\r\n\"Fantaisie\" für Violoncell, comp. v. Servais, vorgetragen von H. Röver, \r\n\"Heil Dir mein Vaterland,\" Gedicht von Müller von der Werra, Preis Composition v. J. E. Schmölzer, Ehrenmitglied des Vereines.\r\nCassa-Eröffnung 1/2 7 Uhr. Anfang des Concertes 1/2 8 Uhr Abends.\r\nSperrsitze à 1 fl. und Eintritts-Karten für den Saal oder Gallerie à 50 kr. sind zu haben in der Handlung des Hrn. Friedrich Kirchmayr, in den Caffée's der Herren Hartl und Traxlmeyr und Abends an der Casse.\r\n(1165 1)« (**).\n[Auch 14.12.?] Ankündigung in der Linzer Zeitung auf S. 1203:\r\n»Für das Gründungsfestconcert des »Sängerbund« am 16. d, worin aus Gefälligkeit die Frls. Ritter, Hr. v. Mayfeld und der Cellovirtuose Hr. Röver, Mitglied der k. k. Hofkapelle und Hofoper in Wien mitwirken werden, ist folgendes Programm festgesetzt: 1. \"Alte Noris\", von Abt; 2. \"Ein Abend auf den Alpen\", Idylle für Cello und Clavier von Röver; 3. \"Du bist wie eine Blume\", Quartett von Bruckner; 4. \"Schön Rohtraut\", Chor von Veit; 5. \"Ich grolle nicht!\", Lied von Schumann; 6. \"Walzer\", Männerchor von Louis Liebe; 7. \"Phantasie für Cello\", von Servais und 8. \"Heil dir mein Vaterland\", Preischor von Schmölzer.« (***).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:47"}, {"ID": 187012145, "Datum": "14.12.1870, MIttwoch", "Haupttext": "Die Allgemeine Volkszeitung Nr. 325 gibt in der Ankündigung der »Missa solemnis« (am 18.12.1870) die Mitwirkenden bekannt, darunter Bruckner an der Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187812145, "Datum": "14.12.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXVII. (14/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (*).\nHugo Wolf besucht die Aufführung von Wagners »Siegfried« (**).", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:20"}, {"ID": 187912145, "Datum": "(14.12.1879, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Wagner (Faust-Ouvertüre), X. Scharwenka (Solist: der Komponist) und Mendelssohn (3. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412145, "Datum": "14.12.1884, Sonntag", "Haupttext": "In einem Bericht des Linzer Volksblatts Nr. 288 auf S. 2 über das Orgelfest in Wilhering [am 11.12.1884] wird Waldeck mit Bruckner verglichen:\r\n    »[...] Herr Domorganist Waldeck führte nunmehr gleichzeitig im doppelten Contrapunkte die österreichische und belgische Volkshymne auf der neuen Orgel mit einer solchen Kunst, mit einer solchen Genialität und mit einer solchen Feurigkeit durch, daß man unwillkürlich im Innern hoch entzückt ausrufen mußte: Waldeck erfindet und spielt wie ein Bruckner!! Wir legen hiemit einen reichbelaubten Lorbeerkranz zu den Füßen des Orgelconcertanten Herrn Waldeck in tiefster Hochachtung und Verehrung nieder. [...]« [keine Signatur] (*).\n2. Gesellschaftskonzert unter Leitung Hans Richters mit Werken von Schubert/Mottl, Davidoff und Berlioz (»Te deum«) (**).\r\nBruckner hat vermutlich dieses Konzert mit Göllerich (und dann den Gasthof »Stadt Frankfurt«) besucht – \"und kirchli' is' do' nöt!\" (***).\n(Im Konzert des Orchestervereins »Accord« im Bösendorfersaal wird die 3. Serenade von Robert Fuchs gespielt (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 16:05"}, {"ID": 188512145, "Datum": "14.12.1885, Montag", "Haupttext": "Notiz Bruckners: »Montag 14. Dez.« [Privatunterricht?] und »14. Dez.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712145, "Datum": "14.12.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Ursprünglich geplanter Termin der Aufführung der 4. Symphonie durch Levi in München, der auf Bruckners Wunsch (*) wegen der Abwesenheit Prinzessin Amalies auf März 1888 verschoben wurde (**).\nKronprinzessin Stephanie wird bei ihrem Besuch des Festkonzerts des Konservatoriums im kleinen Musikvereinssaal festlich empfangen. Bruckner befindet sich zumindest nicht in der Reihe der Mitwirkenden (***).\r\n     Das Programm wird ausgeführt vom Zöglingsorchester unter Josef Hellmesbergers Leitung (°).\r\n     Bruckner gehört zur Gruppe der Professoren, die der Kronprinzessin vorgestellt werden (unter den 40 - 50 Lehrkräften sind Schenner, Schmitt, Door, Josef Hellmesberger jun., Ferdinand Hellmesberger, Gänsbacher, Krenn, Udel und Bukovics namentlich genannt). Anwesende Prominenz: Unterrichtsminister Dr. v. Gautsch, Fürst Richard Metternich, Baron Bezecny, Graf Baillet=Latour, Obersthofmeister Graf Bombelles und Obersthofmeisterin Gräfin Sylva=Tarouca und als weitere Repräsentatenten des Konservatoriums Josef Hellmesberger sen., L. A. Zellner, Dr. Jaques, Dr. v. Billing, Dr. v. Breuning und Hofrat v. Weilen (Verfasser des von Ottilie Metzl gesprochenen Prologs) (°°).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 08:41"}, {"ID": 188812145, "Datum": "14.12.1888, Freitag", "Haupttext": "Notiz Bruckners bei den Gebetsaufzeichnungen: »Kerzen.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188912145, "Datum": "14.12.1889, Samstag", "Haupttext": "Brief August Försters an Levi in München: \n   Bruckner habe sich für die Burgtheater-Kapellmeisterstelle beworben. Da Bruckner Levis Zuneigung erwähnt habe, bitte er, Förster, Levi um sein Urteil, um Schritte zugunsten Bruckners unternehmen zu können.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189012145, "Datum": "14.12.1890, Sonntag", "Haupttext": "Brief Hugo Wolfs an Emil Kauffmann:\r\n    Nächsten Sonntag werde Bruckners 3. Symphonie im Philharmonischen Konzert aufgeführt. Dem Schwiegersohn [Wilhelm Schmid] sei zum Studium der 4. Symphonie der kürzlich bei Gutmann erschienene vierhändige Klavierauszug von Ferdinand Löwe zu empfehlen (*).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 698 kündigt auf S. 8 die Aufführung der 3. Symphonie am 21.12.1890 an:\r\n    \" - Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnements=Concerte Sonntag, den 21. December, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: [... Beethoven, Grädener ...], und endlich Bruckner: Symphonie in D-moll, Nr. 3 (erste Aufführung in den philharmonischen Concerten).\" (**).\nDiese Meldung bringen auch die Deutsche Zeitung Nr. 6809 auf S. 6:\r\n    \" - Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnements=Concerte, Sonntag den 21. d., Nachmittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: Beethoven, Ouvertüre zu „Leonore” Nr. 2; Grädener, Violin=Concert (erste Aufführung), vorgetragen von Herrn Adolph Brodsky; Bruckner, Symphonie in D-moll, Nr. 3 (erste Aufführung in den Philharmonischen Concerten).\" (***),\ndie Neue Freie Presse Nr. 9448 auf S. 6:\r\n    \" - Die Philharmoniker bringen in ihrem vierten Abonnement=Concerte Sonntag den 21. December, Mittags halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale folgende Werke zur Aufführung: Beethoven: Ouvertüre zu „Leonore” Nr. 2; Grädener: Violin=Concert (erste Aufführung), vorgetragen von Herrn Adolph Brodsky; Bruckner: Symphonie in D-moll, Nr. 3 (erste Aufführung in den Philharmonischen Concerten).\" (°),\n»Die Presse« Nr. 341 auf S. 19 [nahezu identisch mit (°)] (°°)\nund die Wiener Zeitung Nr. 287 auf S. 9 [inhaltlich wie (°)] (°°°).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 287 informiert auf S. 6 über die Münchner Aufführung der 4. Symphonie [am 10.12.1890]:\r\n     \" -Anton Bruckners vierte Symphonie (Es -dur) ist dieser Tage von der Münchner Hofkapelle unter der überaus tüchtigen Leitung Franz Fischers zur Aufführung gebracht worden, und zwar unter geradezu sensationellem Erfolge. Das Werk fand eine rauschende Aufnahme und Kapellmeister Fischer mußte wiederholt für den Beifall danken.\" (#).\nDas Fremdenblatt Nr. 341 veröffentlicht auf S. 14 eine Stellungnahme des Verlegers Gutmann zum Notenmaterial der 4. Symphonie:\r\n   \" - Wir erhalten folgende Zuschrift: Sehr geehrter Herr Redakteur! In der Samstag=Nummer Ihres geschätzten Blattes [... Text buchstabengetreu wie bei 936a/97 ...] Hochachtend Albert J. Gutmann, k. u. k. Hofmusikverleger.\" (##).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 37, Weihnachtsanzeiger S. 2, schreibt über die Aktivitäten des Neuen Richard-Wagner-Vereins; am 18.12.1890 werde die 4. Symphonie aufgeführt:\r\n          \"Neuer Richard Wagner=Verein zu Wien.\r\n     Am Donnerstag, den 18. d. M. gelangt die \"Romantische Symphonie\" von Anton Bruckner im Vereinssaale, I., Reichsrathsstraße 3, Wiener Ressource, zur Aufführung. Um zahlreichen Besuch der Vereinsmitglieder wird vom Vorstand dringendst ersucht. Deutsche Gäste sind bestens willkommen.\" (###).\n ([?] 1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Mendelssohns »Elias«) (a).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 08:11"}, {"ID": 189112145, "Datum": "14.12.1891, Montag", "Haupttext": "Schwanzaras Aufzeichnung der Universitätsvorlesung Bruckners (*).\nArtikel von Dr. J. Königstein [der aber nicht mit seiner Signatur zu erkennen ist] im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 343, S. 4, über die 1. Symphonie:\r\n\"Theaterzeitung.\r\n     Im dritten philharmonischen Concert,\r\ndas gestern Mittags im großen Musikvereins=Saale stattfand, wurde ein Jugendwerk des neuestens vielgefeierten Ant. Bruckner, dessen Symphonie in C-moll zur ersten Aufführung gebracht. Man hat damit dem greisen Jüngling keinen Gefallen erwiesen. Diese erste Brucknersche Symphonie zeigt die charakteristische Hilflosigkeit des Componisten im künstlerischen Aufbau seiner Werke in erhöhtem Maße. Die Themen, zum großen Theile von unleugbarer gigantischer Energie, wirbeln, nacheinander vom Streichorchester, vom Blech und vom Holz, zumeist unmotivirt und stockend übernommen, durch die Luft, wie wenn ein Briareus eine in tausend Trümmer zerschlagene Erzstatue des Michelangelo jonglirend durch einander schleudern würde. Hier der Kopf, dort das Stück eines Armes, da ein Fragment des Fußes ... alle Elemente und Glieder für einen organischen Leib; nur schade, daß keines am andern fest, keines an der richtigen Stelle sitzt. Ein derartiges Symphonie=Gestotter konnte nur ein Fiasco erreichen, das durch die lärmendsten Ovationen der Brucknergemeinde nicht übertäubt zu werden vermag. Am besten gerathen ist der dritte Satz, ein Scherzo, das in der ersten Hälfte leidlichen Fluß und leidliche harmonische Logik zeigt. In demselben Concerte [... kurz über Beethoven, Spohr und Johannes Wolff ...]\" [keine Signatur] (**).\nVon dem Konzert am 13.12.1891 berichten auch\r\nTheodor Helm in der Deutschen Zeitung Nr. 7168 (Abendausgabe) auf S. 1f, signiert \"h-m.\":\r\n     \"(Drittes philharmonisches Concert.) In dem gestrigen philharmonischen Concert errang Bruckner's erste Symphonie (C-moll; 1865 - 1866 geschaffen, neuerdings etwas umgearbeitet) bei ihrer überhaupt ersten wirklichen Aufführung (denn die mit gänzlich unzureichenden Mitteln 1868 in Linz versuchte konnte nur als Probe gelten) einen vollkommen durchschlagenden Erfolg. Nach jedem Satze wurde Bruckner stürmisch gerufen, nach dem ideal schön verklingenen Adagio (As-dur) erhielt er auch einen mächtigen Lorbeerkranz. Es ist dieser glänzende, völlig unbestrittene Erfolg umso höher anzuschlagen, als das staunenswerth polyphone Werk zwar zu seines Schöpfers interessantesten, kühnsten und großartigsten gehört, aber auch unbedingt die schwerst verständliche, verwickeltste, in Einzelnem seltsamste Musik enthält, die von Bruckner je in Wien gehört wurde. Wir denken bei dieser Bemerkung vor Allem an das kolossale Finale, dessen unerschöpflicher Contrapunkt, jedes herkömmlichen Maßes vergessend, Raum und Stoff für drei große Symphoniesätze hergäbe. Auch der erste Satz und das geheimnißvolle Adagio - nach unserem subjectiven Empfinden durch wunderbare Tiefe und melodische Innigkeit die Perle des Ganzen - bieten trotz mancher sofort erkennbarer Einzelschönheit dem allgemeinen Verständnisse auf's erstemal Hören bedeutende Schwierigkeit; am raschesten überzeugt wie gewöhnlich bei Bruckner das in klarsten, knappen Formen gehaltene Scherzo, ein trotzig aufstürmender Dreivierteltact (G-moll), dessen voll süßen Liebreizes sich im Ländlertempo wiegendes Trio (G-dur) uns wieder einmal in die Heimat des Tondichters, das schöne Oberösterreich, versetzt. Bezüglich der Tempo=Angabe des Finales ist der arge Druckfehler auf dem Concertzettel: bewegt=ruhig (!) in \"bewegt, feurig\" zu berichtigen. So steht's wörtlich in der Partitur. Vor 10 bis 15 Jahren wäre eine derartig die höchste Aufmerksamkeit und Geduld der Hörer in Anspruch nehmende \"Neuheit\" von dem philharmonischen Publicum ohneweiters abgelehnt worden; heute hat sich der \"junge Doctor Bruckner\" so in allgemeines Ansehen gesetzt, dass Niemand einen Widerspruch wagt, sondern, wo er auch nichts versteht, die ungegriffene Größe ahnend, mit verhaltenem Athem zuhorcht. Uns einen ausführlicheren Bericht über die Symphonie - soweit sich ein solcher ohne Vorhandensein eines Clavierauszuges geben läßt - vorbehaltend, bemerken wir für heute nur noch, daß das in Rede stehende philharmonische Concert mit Beethoven's genialer C-dur=Ouverture op. 115 (\"Zur Namensfeier\") würdig eingeleitet wurde und sich auch ein in Wien noch unbekannter Violinspieler Herr Johannes Wolff mit dem klangschönen, geschmackvollen und technisch ausgefeilten Vortrag der lange nicht gehörten Spohr'schen \"Gesangsscene\" (Violin=Concert Nr. 8, A-moll) lebhaftesten Beifall erwarb. Das Hauptinteresse lenkte sich aber natürlich auf Bruckner's Symphonie, für die Ausführenden eine der allerschwierigsten und anstrengendsten Aufgaben, die vom Orchester unter H. Richter's Leitung im Ganzen glänzend gelöst wurde.\r\n                    h-m.\" (***)\nund die Extrapost Nr. 517 (Wiener Montags-Journal) auf S. 6:\r\n     \" - Das gestrige dritte Philharmonische Concert brachte als Hauptnummer die erste Aufführung der C-moll-Symphonie von Bruckner. Es war ein verfehlter Gedanke durch die Vorführung der ersten Symphonie, welche zwar alle Schwächen, aber nicht die Vorzüge unseres heimischen Meisters zeigt, Bruckner anläßlich seiner Promivirung zum Ehrendoctor ehren zu wollen und das Publicum bewies sich auch nicht besonders dankbar dafür. Was helfen alle Lorbeerkränze, welche Bruckner überreicht wurden, wenn ein warmes Entgegenkommen zwischen dem Publicum und dem Componisten sich nicht eingestellt hatte. Den Beifall, welcher nach den einzelnen Sätzen im Saale erscholl, bestritt fast einzig und allein eine kleine Brucknergemeinde. Den meisten Anklang fand der dritte Satz, ein energisches Scherzo von ununterbrochenem Gedankenfluße, der nur im Trio gehemmt erscheint. Keiner der anderen Sätze stand auf der Höhe dieses Scherzos. Ueberall fehlte die besonnene Vertheilung von Licht und Schatten und eine vollständige Beherrschung der Orchestermassen. Die drei Theile des Orchesters, Streich=, Holz= und Blechinstrumente, schieden sich scharf von einander und wechselten in rascher Folge ohne Uebergänge ab, so daß das Werk den Eindruck des Abrupten, Zerrissenen, Potpourrimäßigen machte, statt den eines in strenglogischer Gedankenfolge sich aufbauenden und steigernden geschlossenen Kunstwerkes. Hätte man dem greisen Meister eine würdige Ehrung und dem ohnehin nicht brucknerfreundlichen Publicum ein die Bedeutung Bruckner's als Symphoniker klarbeweisendes Werk vorführen wollen, so hätte die Wahl nicht auf dieses Jugendwerk fallen dürfen, das auch dem Brucknerfreunde keine echte Bewunderung abnöthigen kann. Der Symphonie ging die herrliche Beethoven'sche Ouverture \"zur Namensfeier\" und die Spohr'sche Gesangscene, von Herrn Wolf innig und schlicht gespielt, voran.\" [keine Signatur] (°).\nDaniel de Lange kommt im zweiten Teil seiner Besprechung des Konzerts vom 3.12.1891 in \"Het nieuws van den dag\" Nr. 6707 (Amsterdam) auf S. 10 auf Bruckners Werk zu sprechen:\r\n\"             MUZIKALE KRONIEK.\r\n         „TE DEUM\" VAN BRUCKNER.\r\n     Zooals ik in mijn laatste schrijven zeide, begin ik ditmaal met eene korte bespreking van Bruckner's \"Te Deum.\" Het werk als geheel heeft geen bijzonderen indruk op mij gemaakt; haast zou men willen zeggen: „veel geschreeuw en weinig wol\".\r\n     De aanvang is een groot c-akkoord met achtsten begeleiding, grondtoon en quint in 't strijk-quartet en gehouden leege quint in blaas-instrumenten en orgel. Dit massa-effect, waarbij de stemmen de eerste woorden van het „Te Deum\" zingen, klinkt indrukwekkend. De afwisselende solo-gedeelten zijn daarentegen zeer onbeduidend; Bruckner heeft hier blijkbaar alleen het klankeffect op het oog gehad\r\n     Bij de woorden: Te Ergo zingt de solo-tenor een kleinen, muzikalen zin, waarbij het solo-quartet het slotwoord herhaalt. Met begeleiding van klarinet, alt, cello en contrabas, later strijkquartet met solo-viool, terwijl bazuinen en tuba dit gedeelte afsluiten, maakt dit nummer een lieven indruk, ofschoon de melodische teekening er van niet zeer belangrijk genoemd mag worden.\r\n    Hierop volgt een gedeelte, beginnende bij de woorden: Aeterna fac, dat als klankeffect herinnert aan het eerste deel. Weder verheft de tenor zijn stem, afgewisseld door solo-quartet en koor, zooals in het tweede gedeelte is omschreven. Ik kan niet zeggen, dat door deze herhaling dat gedeelte wint. Volgt een bas-solo, waarover ik, wegens de weinig schoone uitvoering van den Heer Van der Goten, geen gevoelen wensch uit te spreken, en het koor hervat daarna het eerste forte, bij het „aeternum\".\r\n     Bij de woorden: „In te Domino speravi\" zet het soloquartet in, daarna treedt het koor in en ten slotte wordt uit dit een fuga geboren op het hier volgend motief:\r\n    | 4 | 5  0   2 .2  3 3 | 4  4  0  4 |\r\n    | 4 3 0 3 | 3 2 0 2 | 2 3  1 7  1 6 |\r\n    | 6 5 4 3 enz. [siehe die Anmerkung]\r\n     De bewerking van deze fuga schijnt mij, in tegenstelling met de werken van Bruckner, die ik vroeger leerde kennen, bijzonder weinig belangrijk; elk goed begaafd musicus, met voldoende voorstudiën, zou deze fuga hebben kunnen schrijven. Aan het slot laat de componist het eerste deel met trompet-fanfaren als culminatiepunt gelden. Buitengewoon verheffend klinkt dit niet; integendeel: mij klonk dat effect tamelijk banaal in de ooren. Ik betwijfel of Bruckner, indien hij niet door vroegere werken eene reputatie had verworven, met dit „Te Deum\" naam gemaakt zou hebben. De uitvoering slaagde in het algemeen zeer goed. Het koor kon revanche nemen en maakte van die gelegenheid gebruik. De solisten waren: Mej. S. Spoor, die op allerliefste wijze hare partij vervulde en wier geluid zeer goed bestand bleek tegen de groote zaal, Mej. B. E. S. (wat een muzikale naam), wier krachtig en schoon altgeluid wij reeds vroeger in de Wagner-vereeniging leerden waardeeren, en de heeren Stachelhausen en Van der Goten. Eerstgenoemde zanger voldeed mij in dit werk beter dan in dat van Berlioz; het is meer in zijn genre, — niettegenstaande hier en daar een hooge toon een weinig benauwd klonk.\r\n     Ik herhaal, wat ik reeds hierboven opmerkte» namelijk: dat de uitvoering van het werk als geheel zeer is te roemen, dat daarentegen de indruk van het werk gering is te noemen.\r\n     [... über ein Konzert zu Mozarts Sterbetag ...].\r\n                     DAN. DE LANGE.\" (°°).\nDatierung in einer Abschrift der Sopranstimme des \"Pange lingua\" (WAB 31) in Klosterneuburg (°°°).", "Letzte Änderung": "04.02.2025 08:46"}, {"ID": 189212145, "Datum": "14.12.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Eine Annonce in der Deutschen Zeitung Nr. 7530 auf S. 13 [?] weist auf die Aufführung der 8. Symphonie am 18.12.1892 hin:\r\n \"Grosser Musikvereins-Saal. / Sonntag den 18. December 1892 / Mittags halb 1 Uhr: / Viertes Philharmonisches Concert. / PROGRAMM: / A. Bruckner: Symphonie in C-moll Nr. 8 (Sr. k. u. k. apost. Majestät Kaiser Franz Josef I. gewidmet). Erste Aufführung. / Kartenverkauf in der Musikalienhandlung Em. Berté &amp; Cie., Stadt, Kärntnerring 6.\" (*).\nAuf derselben Seite macht ein Inserat auf die d-Moll-Messe aufmerksam:\r\n\"Musikalische Weihnachtsgabe ersten Ranges! / ANTON BRUCKNER, / Messe in D. / Clavier-Auszug mit Text ........ fl. 3.-. / Verlag von Joh. Gross in Innsbruck. / Vorräthig bei / TH. RÄTTIG, Musikalien-Handlung, WIEN, / I. Wallnerstrasse 1.\" (*a).\nDieses Inserat erscheint nahezu wortgleich auch in der Neuen Freien Presse Nr. 10169 auf S. 13:\r\n\"Musikalische Weihnachtsgabe ersten Ranges: / Anton Bruckner, / Messe in D, Clavier-Auszug mit Text 3 Gulden. / Verlag von Joh. Groß in Innsbruck. / Bei Th. Rättig, Musikalienhandlg., Wien, / I., Wallnerstrasse 1.\" (*b).\nÜber die Aufführung der 8. Symphonie informieren auch:\ndie Linzer Tages-Post Nr. 285 auf S. 3 im Bericht über die Audienz [am 12.12.1892]:\r\n\"    [Professor Bruckner beim Kaiser.] Der Componist Professor A. Bruckner und Vice=Hofkapellmeister Dr. Hans Richter wurden gestern vom Kaiser in Audienz empfangen. Der Monarch nahm die Einladung zu der am 18. d. M. im Vierten philharmonischen Concerte zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner (dem Kaiser Franz Josef I. gewidmet) in huldvollster Weise entgegen und versprach für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen.\" (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 285 bringt auf S. 3 eine ähnliche Meldung [die Rubrik ist datiert \"13. December.\"]:\r\n\"     – Der Componist Prof. Dr. A. Bruckner wurde gestern von Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen. Der Kaiser nahm die Einladung zu der am 18. d. im IV. philharmonischen Concert zur Aufführung gelangenden Symphonie (Sr. Majestät dem Kaiser Franz Josef I. gewidmet) in huldvollster Weise entgegen und stellte für den Fall, als es die Zeit zulässt, sein Erscheinen in Aussicht.\" (***),\ndesgleichen die Linzer Zeitung auf S. 1602 [die Rubrik ist datiert \"13. December.\"]:\r\n     \" * (Empfang.) Der Componist Professor Dr. A. Bruckner und Vice=Hofkapellmeister Dr. Hans Richter hatten die Ehre, gestern von Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen zu werden. Se. Majestät geruhten die ehrerbietige Einladung zu der am 18. d. im vierten philharmonischen Concerte zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner (Sr. k. und k. Apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Joseph I. gewidmet) in huldvollster Weise entgegenzunehmen und für den Fall, als es die Zeit zuläßt, Allerhöchstsein Erscheinen in Aussicht zu stellen.\" (°)\nund das Neuigkeits-Weltblatt Nr. 285 auf S. 3:\r\n\"     Eine Bukowinaer Deputation beim Kaiser. Am 12. d. M. empfing der Kaiser [...] Weitere Audienzen. [...], der Komponist Professor Dr. A. Bruckner und Vize=Hofkapellmeister Dr. Hans Richter.\" und auf S. 7:\r\n\"     Der Komponist Professor A. Bruckner und Hofkapellmeister Dr. Hans Richter wurden gestern von dem Kaiser in Audienz empfangen. Se. Maj. nahm die Einladung zu der am 18. d. M. im vierten philharmonischen Konzerte zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner, bekanntlich dem Kaiser gewidmet, in huldvollster Weise entgegen und stellte für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen in Aussicht.\" (°°).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 08:53"}, {"ID": 189312145, "Datum": "14.12.1893, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung der 3. Symphonie (signiert ”Dr. S.”) in der Heidelberger Zeitung (*).\n \n\"Het nieuws van den dag\" Nr. 7326 (Amsterdam) kündigen auf S. 11 das Chorkonzert vom 19.12.1893 mit dem \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] an:\n\"     Nederl. Toonkunstenaars-Vereeniging, Afd. Utrecht. (Corresp. Lid: M. W. Petri). Dinsdag 19 Dec. (8 u.) in de Pieterskerk, door het a capella koor, Dir. Ant. Averkamp, uit Amsterdam. (1. Psalm 90, Sweelinck ; 2. Qui tollis, Jac. Obrecht; (3. Benedictus, Palestrina; 4. Stabat Mater, Josquin de Prés ;5. Crucifixus, Lotti. — 2e Deel: 6. Jerusalem Surge, Clemens Non Papa ; 7. Nigra Sum, Palestrina ; 8. Tenebrae, Palestrina ; 2. Du Hirte Israëls, Dim. Bortniansky: 10. Ruf zur Maria, Brahms; 11. Ave Maria, Ant. Bruckner). ƒ1.25. Leden met éene Dame vrij.\" (**).\n \n(Brief von Joh. Ev. Habert an Bernhard Deubler:\r\n     Von einer subskribierten Messe hätten 30 Pfarreien das Material wieder zurückgeschickt (mit Ausreden: nicht bestellt, zu schwer, unbrauchbar mit ganzem Messtext etc.); Anmerkungen zum Bezahlvorgang. Aufführungen erfolgten in Ried, Taufkirchen, Nussdorf und Gmunden. Ob Deubler einen Artikel im Linzer Volksblatt schreiben könne? Plant Absatz auch in Böhmen (Führer stamme aus Prag). Fux-Messen erscheinen in Kürze (***)).", "Letzte Änderung": "03.09.2024 15:49"}, {"ID": 189412145, "Datum": "14.12.1894, Freitag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 285 berichtet auf S. 3 von Bruckners bedenklichem Gesundheitszustand:\n\"    – Professor Bruckner. Seit einigen Wochen befindet sich unser berühmte [sic] Landsmann in einem bedenklichen Zustande, der sich durch anhaltende Lethargie äußert. In den letzten Tagen ist eine kleine Besserung eingetreten. Der greise Componist muss wohl noch immer das Bett hüten, doch hofft Professor Schrötter dem Patienten für die nächsten Tage das Verlassen des Bettes gestatten zu können. Professor Bruckner ist sehr geschwächt und nimmt nur äußerst wenig Nahrung zu sich.\" (*)\n \nIm Neuen Wiener Journal Nr. 410 erscheint auf S. 9 wieder der Hinweis auf das Konzert vom 21.12.1894: \"     Musikvereins-Säle.\r\n               Repertoir:\r\nFreitag, 14.: [...]\r\nFreitag, 21.: Bruckner-Conc. (WagnerV.) gr. S.\r\nSamstag, 22.: [... bis 30.12.1894 ...]\" (**).\n \nBei der Sitzung des Akademischen Senats berichtet Gustav Tschermak, dass statt der vorgeschlagenen Ehrengabe von 1200 fl. das Ministerium nur 600 fl. für 1895 zugesagt habe. Eine neue Eingabe zugunsten Bruckners sei erforderlich. Laut Protokoll sind außerdem anwesend: Laurenz Müllner, Franz X. Pölzl, Carl von Czyhlarz, Anton Weichselbaum, Josef Karabacek, Anselm Ricker, Emil Brunnenmeister, Gustav von Escherich, Franz Martin Schindler, Anton Menger, Rudolf Chrobak, Leo Reinisch und Carl Brockhausen. August Emil Vogl ist entschuldigt (***).\n\r\n(Vortrag des eben aus Tokio zurückgekehrten Rudolf Dittrich über »Japanische Originalmelodien« (°)).", "Letzte Änderung": "24.11.2025 16:54"}, {"ID": 189512145, "Datum": "14.12.1895, Samstag", "Haupttext": "Artikel im Linzer Volksblatt Nr. 288 auf S. 4 [sicher von Ernest Lanninger (*)] über Bruckners Hörschinger Zeit und die Wertschätzung, die Joh. Bap. Schiedermayr Joh. Bap. Weiß entgegenbrachte:\r\n\"    – Ein Beitrag zu A. Bruckners Biographie. Man schreibt dem \"Linzer Volksblatt\" aus Hörsching: In den bisher über Bruckner erschienenen Broschüren und Zeitungsberichten war noch nie zu lesen, daß derselbe in Hörsching seinen ersten Unterricht im Orgelspiele erhalten habe, obwohl Bruckner selbst einmal in einer Ansprache bei Gelegenheit einer Festversammlung in Wien es ausdrücklich erwähnte. Auf eine diesbezügliche an Bruckner gerichtete Anfrage theilte derselbe mit, daß er in dern Jahren 1835 bis 1837 bei seinem Vetter und Firmpathen Johann Weiß, Schullehrer in Hörsching, die ersten Anfänge zur Orgel spielte. Johann Weiß hatte als Organist einen so vorzüglichen Ruf, daß, so oft er auf dem Chore der Domkirche in Linz erschien, der damalige Domorganist Schiedermayr jedesmal von der Orgel stieg mit den Worten: \"Wenn ein Weiß hier ist, bleibt ein Schiedermayr nicht auf der Orgel sitzen.\" Möge für eine künftige Biographie Bruckners dieses zur gefälligen Notiz genommen werden.\"  [siehe die Anmerkung] (**).\n \nIn einem Feuilleton R. Hirschfelds in der »Presse« Nr. 343 auf S. 1f wird Bruckner erwähnt:\r\n\"                            Concerte.\r\n     Die künstlerische Weihnachtsfeier der Gesellschaft der Musikfreunde hat sich mit der vollständigen Aufführung des Weihnachts=Oratoriums von Joh. Seb. Bach über den ganzen Cyclus der Feiertage bin zum Feste der Erscheinung Christi erstreckt. [... ausführlich über dieses Werk ... dreistündige Aufführung ...]. Man vergaß aber, daß als Kraftmesser für solche Dauerleistung doch immer der Aufnehmende zu gelten habe.\r\n     Das Wiener Publicum hat in letzter Zeit, sofern man irgend mit seinem Hörvermögen rechnet, mehr guten Willen als früher bewiesen. Dem letzten Satze der Brahms'schen C-moll-Symphonie, welcher in den philharmonischen Concerten regelmäßig durch den geleerten Saal gebraust war, entzog sich diesmal nur ein kleines Häuflein durch voreilige Flucht. [... präferiert kleinere, populäre Stücke ...]. Eine Schranke wird der Kunstverstand der Leichten sich immer setzen müssen. Diesmal war's die gewaltige C-moll-Symphonie, ein andermal ist's Wagner oder Bruckner. Die Geltung der Brahms'schen \"Ersten\" ist fürwahr von \"Beifall\" so unabhängig wie Hans Richter's Auffassung der Werkes. . .  [...].\r\n                                                           Robert Hirschfeld.\" (***).\n \nVon Bruckners Zeit in Hörsching berichtet auch die Welser Zeitung Nr. 50 auf S. 4:\r\n\"     Hörsching. (Ein Beitrag zu Anton Bruckners Biographie.) In den bisher über Bruckner erschienenen Broschüren und Zeitungsberichten war noch nie zu lesen, daß derselbe in Hörsching seinen ersten Unterricht im Orgelspiele erhalten habe, obwohl Bruckner selbst einmal in einer Ansprache bei Gelegenheit einer Festversammlung in Wien es ausdrücklich erwähnte. Auf eine diesbezügliche an Bruckner gerichtete Anfrage theilte derselbe mit, daß er in dern Jahren 1835 bis 1837 bei seinem Vetter und Firmpathen Johann Weiß, Schullehrer in Hörsching, die ersten Anfänge zur Orgel spielte. – Johann Weiß hatte als Organist einen so vorzüglichen Ruf, daß, so oft er auf dem Chore der Domkirche in Linz erschien, der damalige Domorganist Schiedermayr jedesmal von der Orgel stieg mit den Worten: \"Wenn ein Weiß hier ist, bleibt ein Schiedermayr nicht auf der Orgel sitzen.\" Möge für eine künftige Biographie Bruckners dieses zur gefälligen Notiz genommen werden.\" (°).", "Letzte Änderung": "30.07.2023 17:59"}, {"ID": 189612145, "Datum": "14.12.1896, Montag", "Haupttext": "Aufführung des »Germanenzug« bei der Liedertafel des Technisch-Akademischen Gesangvereins (*).\n\n\nDie Montags-Revue aus Böhmen Nr. 50 (auch: Montagsblatt aus Böhmen) bespricht auf S. 7 das Konzert vom 9.12.1896 mit der 4. Symphonie, signiert \"S. -\": \n\n\"     Erstes philharmonisches Concert. Als Gedächtnisfeier für den jüngst verstorbenen Anton Bruckner bildete dessen vierte (romantische) Symphonie in Es-dur die Einleitung der heurigen Symphoniesaison. Bruckners Stil ist lange schon der Mittelpunkt diametral entgegengesetzter Ansichten und seine eben als Novität in Prag gebrachte Symphonie wird für die Beurtheilung des Meisters auch keine Klärung schaffen: Herrliche Themen, wunderbare, entzückende Stellen von tiefer und feiner Conception – aber die Einheitlichkeit in der Gesammtstimmung fehlte und wird auch nicht durch die als Programm gedruckte \"Erklärung\" (?) von Josef Schalk geschaffen. – Als weitere Orchestralwerke brachte das Programm eine reizende melodiöse Orchestersuite des bekannten landsmännischen Componisten Josef Habert, deren Gavotte besonders gefiel. [... Tschaikowsky-Konzert mit Ossip Gabrilowitsch, Lieder mit Olga Kaminsky; Berlioz als Schlußstück (nach 22:30 Uhr) vor leerem Haus ...], – mehr als 3 Stunden Concert erträgt kein edles Herz. [...]. Das Orchester, welches in der letzten Zeit überbürdet war, stand auf der Höhe seiner Aufgabe. Der Besuch des Concertes ließ Seitens des Logenpublikums Alles zu wünschen übrig; in Prag sind aber vorderhand die philharmonischen Concerte noch nicht so Mode wie z. B. die des Kammermusikvereines.\n\n                                                                         S. – \" \n\n[keine Signatur; der Name des Dirigenten Franz Schalk wird nicht genannt] (**).\n\n\nErwähnung des Denkmal-Projekts in \"Het vaderland\" Nr. 295 ('s-Gravenhage) auf S. 6:\n\"           Kunst- en Letternieuws.\n[...]\n     Er is te Weenen sprake van een monument voor Bruckner.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189712145, "Datum": "14.12.1897, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 285 teilt auf S. 4 mit, daß für das Steyrer Bruckner-Denkmal so viel Spenden eingegangen sind, daß das Denkmal gesichert ist:\r\n\"     (Bruckner-Denkmal in Steyr.) Man schreibt uns von dort am 11. d. M.: Die Sammlungen für das Buckner-Denkmal (nach dem Entwurfe des Bildhauers Zerritsch) haben ein so reichliches Ergebnis gehabt, dass das Denkmal für Steyr gesichert ist und an [sic] der Herstellung desselben nunmehr begonnen werden wird. Die Sparcasse Steyr allein hat für die Errichtung des Bruckner-Denkmals 1000 fl. gewidmet.\" (*).\nDie Klagenfurter Freie Stimmen Nr. 149 bringen auf S. 2 eine Besprechung des Konzerts vom 8.12.1897:\r\n\"    –  Concert des Männergesangvereines \"Eintracht\". Das am Mittwoch, den 8. d. M um halb 5 Uhr nachmittags im großen Wappensaale des Landhauses unter gefälliger Mitwirkung des Fräul. Aurelie Kroneisen und des Orchesters des k. u. k. Inf-Reg. Nr. 17 abgehaltene Concerl des Männergesangvereines \"Eintracht\" nahm einen durchwegs gelungenen Ver­lauf und erfreute sich eines sehr starken Zuspruches von Seite des Publicums. [... Leonoren-Ouvertüre ...] Nach dieser Nummer sang der Verein Bruckner's wirksamen und zeitgemäßen „Germanenzug\" mit Orchester und brachte das herrliche, markig tiefe Tonwerk zur vollsten Geltung. Reichlicher Beifall folgte der gelungenen Wiedergabe. [...]\" [keine Signatur] (**).\nDie Klagenfurter Zeitung Nr. 285 begnügt sich auf S. 2 mit einer Erwähnung:\r\n\"     *  (Concert des Männergesangvereines \"Eintracht\" im großen Wappensaale am 8. d.) Der ersten Gesangsnummer „Germanenzug\" von Dr. Anton Bruckner ward, um die künstlerische Verwandtschaft der Composttionsweise anzudeuten, Beethovens „Leonoren-Ouverture vorangestellt und vom Militärorchester unter der Direktion des Herrn Kapellmeisters Karl Kees ausgeführt. [...]\" [keine Signatur] (***).\nDer Referent des Salzburger Volksblatts Nr. 283, signiert \"R.\", nimmt seinen Bericht über das Konzert vom 12.12.1897 auf S. 9 zum Anlass, das Verhalten des Publikums zu kritisieren:\r\n\"[...]     Wir können es diesmal nicht mehr unterlassen, einige ernste Worte an das Publikum zu richten. Es ist unbegreiflich, wie man sich einer solchen Aufführung gegenüber (Brahms Serenade) so indolent verhalten kann. Wie lange wird es noch dauern, bis man Brahms begreift, [...]\r\n     Das Herz thut einem wehe, wenn man bemerken muß, mit welcher unverständlichen Kühle die groß­artigen Schöpfungen unserer modernen Meister, wie Bruckner und Brahms, aufgenommen werden. In anderen Städten, groß oder klein, entfesselt ein solches Meisterwerk, wie die genannte Serenade, stets einen wahren Beifallssturm. In der Mozartstadt überlegt man sich's aber lange, ob man überhaupt eine Hand rühren soll. Noch mehr! – Manchen scheint es langweilig zu werden, – sie gehen nach dem ersten oder zweiten Satze fort. [...]\r\n           Alles rennt, rettet, flüchtet,\r\n          Blitzschnell ist der Saal gelichtet.\r\n     So klingen die erhabensten Harmonien aus in eine Dissonanz.        R. \" (°).\r\n[Die Linzer Tages-Post Nr. 287 vom 16.12.1895 macht auf S. 6 ebenfalls Andeutungen zum Publikumsverhalten (°a).]", "Letzte Änderung": "02.09.2026 08:26"}, {"ID": 189812145, "Datum": "14.12.1898, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Emil Nikolaus von Reznicek (Mannheim) an Oskar Grohé:\r\n     Dank für \"Ovalien\" anläßlich der Aufführung einer Symphonie von Bruckner in d moll [3. Symphonie gemeint, am 29.11.1898?]. Auf der Rückseite: Portr.foto (*).\nDie Linzer Zeitung meldet in einem Artikel Denkmalfabriken, daß in Deutschland Abgüsse von Kaiser-Wilhelm- und Bismarck-Monumenten zu Fabrikpreisen angeboten werden. Ähnliches gelte auch für Tilgners Bruckner-Büste, die nach Steyr auch für Wien verwendet werde (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 12325 kündigt auf S. 8 den Musikabend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins am 17.12.1898 [mit dem \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6]] an (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190112145, "Datum": "14.12.1901, Samstag", "Haupttext": "[vermutlich 1901] Brief von Gisela Göllerich (in Nürnberg) an Hans Puchstein: \nDankt für seinen Artikel über August Göllerich und das heutige Telegramm. Gestern habe sie alles in Gedanken miterlebt - Augusts Genie könne Orchester und Publikum hypnotisieren. Bittet ihr Kritiken zuzusenden (die \"Judenblätter\" würden wohl durch Schweigen glänzen) (*).\n\nIm Neuen Wiener Journal Nr. 2924 erscheint auf S. 8 eine Kritik, signiert \"m. g.\" (Max Graf), zur Aufführung der 5. Symphonie [am 10.12.1901] (**).\n\nAuf derselben Seite wird auch das Konzert vom 13.12.1901 mit der 6. Symphonie besprochen [keine Signatur] (***).\n\nEine Kritik zu diesem Konzert erscheint auch in der Wiener Abendpost (Beilage zur Wiener Zeitung) Nr. 288 auf S. 6f (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190212145, "Datum": "14.12.1902, Sonntag", "Haupttext": "Brief Mottls an Albert Gutmann:\r\n     Wenn es Bruckner sein muß, dann bitte er um die 5. statt der 7. Symphonie [tatsächlich dann am 30.1.1903 die 4. Symphonie] (*).\nBesprechung des Konzerts vom 12./13.12.1902 mit der 2. Symphonie in The Philadelphia Inquirer Nr. 167 auf S. 13:\r\n\"                      THE MUSICAL SEASON\r\n[...]\r\n     The Philadelphia Orchestra was heard twice at the Academy of Music last week, at the public rehearsal on Friday afternoon and the concert last evening. On these occasions the concert was almost identical. Friday's program consisted of Bruchner's [sic] Symphony No. 2, in C minor; of a \"Little Suite\" by Borodin, the Russian composer, and of Goldmark's brilliant and beautiful overture, \"Sakuntula.\" [... Gabrilowitsch mit Chopin ...].\n     It will be observed that these selections include two compositions which are absolute novelties in this city. Neither the Bruchner symphony nor the Borodin suite had been heard here before, and while the latter, although dainty, graphic, graceful and melodious, is not a work of serious importance, the Bruchner symphony is music which would be pleasant and profitable to hear again.\n     This score is not of a kind which can be fully appreciated at once. It needs to be studied and the better it were known the more it would be enjoyed. The scherzo and the finale differ from the the preceding andante and moderato in the simplicity of their structure and in the obvious nature of the themes upon which they are based, but both the first movements are complicated to a degree which sometimes produces a sense of obscurity, and familiarity with their contents is essential to their due enjoyment. The symphony was lucidly and eloquently interpreted with a fine clearness of exposition and a satisfying symmetry of statement and of balance. The \"Little Suite\" of Borodin [...]\n     [... Gabrilowitsch mit Chopin ...].\n     Borodin's \"Little Suite,\" was left off the program last night.\" (**).", "Letzte Änderung": "15.12.2025 17:25"}, {"ID": 190512145, "Datum": "14.12.1905, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Brünner Philharmoniker unter Frotzler im 2. Konzert des Brünner Musikvereins [im Großen Festsaal des Deutschen Hauses] in Brünn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190612145, "Datum": "14.12.1906, Freitag", "Haupttext": "Der Bericht von Nikischs Verhalten bei der Aufführung der 9. Symphonie [am 15.11.1905] erscheint (nach 18./19.11.1906) nun auch auf Deutsch im Deutschen Correspondenten Nr. 50 (Baltimore, Maryland) auf S. 6:\n\"            Eine Ansprache Nikisch's im Conzertsaal.\r\n     Professor Arthur Nikisch, von dem, als er seinerzeit noch die Operndirektion des Leipziger Stadt=Theaters übernahm, ein Leipziger Blatt behauptete, er könne diese Ueberfülle von Arbeit leisten, denn er habe \"Nerven wie Stricke\", scheint nun doch nervös geworden zu sein, seitdem er nicht mehr Opern=Direktor ist und das Amt des Studien=Direktors am Conservatorium niedergelegt hat. Er dirigirte im Gewandhaus=Conzert Bruckner's unvollendete Sinfonie in D-Moll Nr. 9. Nach den ersten Sätzen wendete er sich plötzlich an das Publikum, das bekanntlich den ersten Kreisen angehört, und sagte: \"Meine Damen, ich muß sie dringend bitten, mich doch nicht so mit den Operngläsern zu fixiren,  das macht mich nervös, ich kann da nicht weiter dirigiren.\" Eine solche Ansprache ist im Gewandhaus noch nicht dagewesen. Professor Arthur Nikisch selbst erklärt, daß die Damen, deren Verhalten ihn zu seinem Protest bewogen hätte, während der zwei ersten Sätze der Sinfonie von Bruckner in höchst störender Weise mit den Operngläsern im Saale herumgeblickt hätten, um ihre Bekannten heraus zu suchen und dann zu begrüßen. Da er nun immer noch der Meinung sei, daß man der Musik wegen in's Conzert geht, habe er sich erlaubt, die Damen zu bitten, dieses störende Benehmen einzustellen. In dieser Lesart erscheint das Verhalten Professor Nikisch's nicht so ungerechtfertigt.\" (*).\n \nAufführung von Otto Kitzlers (jun.) \"Trauermusik dem Andenken Anton Bruckners\" durch das Orchester des Dom-Musikvereins, verstärkt durch Lehrkräfte und Schüler des Mozarteums und \"einheimische Kunstkräfte\" im Kursaal des Kurhauses Salzburg unter Josef Friedrich Hummel (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 15:36"}, {"ID": 190912145, "Datum": "14.12.1909, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe um 19:30 Uhr im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nSolisten in einem Concerto grosso von Händel und dem 7. Violinkonzert von Louis Spohr sind die Geiger Karl Berla, Willy Burmester und Adolf Grohmann und der Cellist Paul Grümmer (*).\n \nAufführung des \"Christus factus est\" [vermutlich WAB 11] durch den Chor der Musical Art Society unter [Frederick] Stock in der Orchestra Hall in Chicago (**).\n \nBesprechung des Konzerts vom 12.12.1909 (mit der 4. Symphonie und dem Scherzo der Erstfassung als eingeschobenem 2. Satz) im Linzer Volksblatt Nr. 284 auf S. 4, signiert \"O. B.\" [Otto Bahr]. Hohes Lob für das Orchester und Göllerich; die Symphonie mit dem zusätzlichen Scherzo dauerte fast 1 1/2 Stunden; im Publikum Bischof Dr. Rudolf Hittmair. (***).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 23:06"}, {"ID": 191012145, "Datum": "14.12.1910, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Musikvereinssaal in Wien (Bruckner-Zyklus). Solist in Schumanns Klavierkonzert ist Emil George Konrad Sauer.", "Letzte Änderung": "21.04.2023 10:41"}, {"ID": 191112145, "Datum": "14.12.1911, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Evert Cornelis in Amsterdam (*)\n \nAnkündigung des heutigen Konzerts in The New York Times Nr. 19682 auf S. 11:\n\"            PHILHARMONIC'S CONCERT.\nPerformance of Bruckner's Fifth Symphony To-night–Mme. Nordica Soloist.\n     At the concert of the Philharmonic Society this evening in Carnegie Hall Mr. Stransky will lead his men in a performance of Bruckner's fifth symphony, a work which will receive its first New York performance on this occasion. This is the third symphony by this Viennese composer to find its place on the Philharmonic lists. Beethoven's overture, \"Leonore, No. 3,\" is also on the programme.\n     The soloist will be Mme. Lillian Nordica, [...].\" (**).\n\r\nNew Yorker Erstaufführung der 5. Symphonie (in gekürzter Fassung) durch das New York Philharmonic Orchestra unter Josef Stransky in der Carnegie Hall.\r\nSolistin mit Klavierliedern (Begleiter: Romayne Simmons) und der Schlußszene aus der \"Götterdämmerung\" ist Lillian Nordica. Außerdem erklingt Beethovens 3. \"Leonoren\"-Ouvertüre [Wiederholung am 15.12.1911] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191212145, "Datum": "14.12.1912, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der 4. Symphonie [12.12.] durch W. Niemann in den Leipziger Neuesten Nachrichten (*).\n \nAufführung des Chores \"Das deutsche Lied\" durch das Wiener Tonkünstler-Orchester und den Wiener Männergesangverein unter Viktor Keldorfer im Großen Musikvereinssaal in Wien. Als Solisten bei Werken von Hugo Kaun, Liszt und Félicien David wirken mit Rudolf Ritter (Tenor), Ludwig Hauswirth und Marie Louise Bailey-Apfelbeck (**).", "Letzte Änderung": "17.01.2025 11:03"}, {"ID": 191312145, "Datum": "14.12.1913, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Evert Cornelis in Amsterdam (*).\n \nEin Inserat in The New York Times Nr. 20413 macht auf S. 76 (= S. 8 des 8. Teils) auf ein Chorkonzert [mit dem \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6]] am 16.12.1913 aufmerksam:\n\"   MUSICAL ART SOCIETY\n            CHOIR OF 75 VOICES.\nFRANK DAMROSCH . . . . . Director\nChristmas Concert, Tues., Dec. 16, 8:30\nWorks by Palestrina, Melchior Franck, Sweelinck, Brahms, Bruckner, Adam de la Hale [sic]. Christmas Carols. Old English Dances for Orchestra by Percy Grainger.\"\n[in derselben Spalte ein Inserat zu einem Orgelvortrag über Leben und Werk Richard Wagners \"in Motion Pictures.\"] (**).\n \nThe Hartford Courant weist auf S. 32 (= S. 10 des 3. Teils) mit einer kurzen Meldung auf dieses Konzert hin:\n\"     The Musical Art Society choir, under the direction of Frank Damrosch, will give its Christmas concert Tuesday evening at Carnegie Hall. Palestrina, Franck, Brahms and Bruckner will be among the composers represented on the program and there will be Christmas Carols, of course. Some old English dances will fall to the lot of the orchestra, under Percy Grainger's direction.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191512145, "Datum": "14.12.1915, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung von \"Tota pulchra es\" durch den Chor der Musical Art Society (Solo bei Bruckner: Mr. Lawry) unter Frank Damrosch um 20:30 Uhr in der Carnegie Hall in New York.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Palestrina, Praetorius, Sweelinck, Franz Arens (\"conductor of the Peoples Symphony Society concerts\"), Cevart (Gevaert) , Karg-Elert (mit Channing Lefebvre an der Orgel), Cornelius, Bruch, Cui und Brahms (Neue Liebeslieder, mit den Pianisten Herbert Fryer (Freyer) und James Friskin).\nWeitere Mitwirkende: der Chor der Kathedrale St. John the Divine (Leitung Miles Farrow, Knabensolist Allan Hilditch), Tucker (Tenor), Miss Marchant, Miss Pratt, George Anson Wedge.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191812145, "Datum": "14.12.1918, Samstag", "Haupttext": "\"Die Freiheit\", Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Nr. 54 berichtet auf S. 6 von einem Konzert unter Hermann Scherchen.\n\"[...] So konnte man denn von ihm Besonderes erwarten, wenn er, der Bruckner und Mahler im Innersten begriffen zu haben schien, Beethovens \"Siebente\" aufs Programm stellte. [...]. – Rasch.\"", "Letzte Änderung": "07.08.2026 10:34"}, {"ID": 191912145, "Datum": "14.12.1919, Sonntag", "Haupttext": "The Sun Nr. 105 (New York) bringt auf S. 91 (= S. 5 des 8. Teils) eine ausführliche Besprechung einer Salome-Komposition, in der auch Bruckners Vorzüge und vor allem Schwächen zur Sprache kommen:\n\"ILL EFFECTS OF TOO MUCH CROWDING BY YOUNG MUSICIANS\nMerits of Many Compositions Are Nullified by Being Long Drawn Out\n--- Hadley's \"Salome,\" a Tone Poem, Attempts to Give Most of Drama's Details in Half Hour\n                 By W. J. HENDERSON.\nHENRY HADLEY'S \"Salome\" was revived at a concert of the New Symphony Orchestra in Tuesday evening last. [... Vergleiche mit Richard Strauss' \"Salome\" (deren sofortige Absetzung in New York) ... mit über 25 Minuten zu lang ohne Unterbrechung ... ausführlich zum Vorbild \"Tannhäuser\"-Ouvertüre ... Liszts Werke nicht zu lange, Strauss manchmal doch ...].\n                 Good Examples to Follow.\n     Why do not young musicians profit by the examples of such masters as Bruckner? There is no room for doubt that he was singularly gifted, that he had invention of a high order and that his imagination was that of a great artist. He saw splendid visions and he brooded upon them in solitude till his grasp of the concrete became lax and nerveless. Then in the labor of recording his dreams he lost himself in futile speculation. The result was that his music wandered aimlessly through illogical developments and became as Tennyson's \"long tailed birds of paradise that float through heaven and cannot light.\"\n     What a pity! Bruckner wanted the one vital element of a successful organization, that which James McCush used to call \"singleness of eye.\" Concentration would have placed Bruckner in the ranks of the leaders. In the compositions of all musicians who have wanted the power of concentration there is something of the nature of improvisation which calls to mind the pregnant words of Schumann:\n     \"If Heaven has gifted you with a lively imagination you will often in lonely hours sit as though spellbound at the pianoforte seeking to express the harmony that dwells within your mind; [...]. You will only obtain mastery of form and the power of clear construction through the firm outlines of the pen. Write more than you improvise, therefore.\" . . . . .\n                Danger of Improvising Habit.\n     But what if the manner of writing is vitiated by an improvisung habit of mind? Then we may confidently expect prolixity and soporific pages. The artist must not hope to live a hermit life. He must labor always with the public before him. [...] he should never forget that music is composed in order that some one shall listen to it.\n     [... wieder zu Hadleys Komposition ... kurz über die Opernsaison ...].\" (*).\n \nDer San Francisco Chronicle Nr. 152 bringt auf S. 9 den am 7.12.1919 erstmals veröffentlichten Musikbrief mit Erwähnung der 8. Symphonie [am 28.11.1919]:\n\"Famous Sopranos Rivals For Favor of Americans; Championship in Balance\n                                    [...]\n                 By PIERRE V. R. KEY\nNEW YORK, December 12.–[... Über einen Arien-Abend (Caruso im Publikum) ... Klavierabend ...].\n                  MANY CONCERTS\n     A mere cataloguing of the concerts and recitals of recent days, which attracted throngs of people, would occupy more space than we can conveniently spare. So we must be content to speak of the most important ones, and rather briefly, too.\n     After a temporary rest the symphony orchestras returned to their tasks with a zest unimpaired [... Artur Bodanzky (New Symphony) mit der \"Rheinischen\" ...]; Josef Stransky led the Philharmonic in the not-lately-heard Eighth Symphony by Bruckner; the New York Symphony musicians under Walter Damrosch performed several times familiar works, and Eugene Ysaye brought the Cincinnati Symphony Orchestra here for a brief visit.\n     Mr. Ysaye in the role of conductor instead of violinist, in which he usually appears, invited our interest. [... unterschiedliche Meinungen ...].\" (**).\n \nDerselbe Text erscheint auch in The Los Angeles Times auf S. 58 und 66 (= S. 26 bzw. 34 des 3. Teils):\n\"    PIERRE KEY'S Music Article\n           BY PIERRE V. R. KEY.\n     NEW YORK, Dec. 9.–[... Über einen Arien-Abend (Caruso im Publikum) ... Klavierabend ...].\n     A mere cataloguing of the concerts and recitals of recent days, which attracted throngs of people, would occupy more space than we can conveniently spare. So we must be content to speak of the most important ones, and rather briefly, too.\r\n     After a temporary rest the symphony orchestras returned to their tasks with a zest unimpaired [... Artur Bodanzky (New Symphony) mit der \"Rheinischen\" ...]; Josef Stransky led the Philharmonic in the not-lately-heard eighth symphony by Bruckner; the New York symphony musicians under Walter Damrosch performed several times familiar works, and Eugene Ysaye brought the Cincinnati Symphony Orchestra here for a brief visit.\n     Mr. Ysaye in the role of conductor instead of violinist, in which he usually appears, invited our interest. [... unterschiedliche Meinungen ...].\" (***)\n \nund in The Spokesman-Review Nr. 214 (Spokane, Washington) auf S. 51 (= S. 3 des 5. Teils):\n\"Tetrazzini and Galli-Curci Race for the Singing Championship\n                                    [...]\n                    By PIERRE V. R. KEY.\n     NEW YORK, Dec. 13.–[... Über einen Arien-Abend (Caruso im Publikum) ... Klavierabend ...].\n              Concerts Attract Musical Throngs.\n     A mere cataloguing of the concerts [... Text wie oben ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "25.01.2024 13:35"}, {"ID": 192112145, "Datum": "14.12.1921, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Karl Muck an Paul Cronheim vom Concertgebouworchester:\r\n     Ob das Stimmenmaterial zur 7. Symphonie aus München wieder eingetroffen sei? (*).\n \nBrief von Dr. Franz Heinz (Bundesministerium für Inneres und Unterricht in Wien) an Propst Vinzent Hartl:\n     Dankt für das Entgegenkommen bei der Brucknerfeier der Linzer Jugend in St. Florian [vgl. 10.11.1921] (**).\n \nFritz Windisch äußert in der \"Freiheit\", Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Nr. 583 auf S. 3 höchstes Lob für Furtwängler trotz der \"langweiligen Programmzusammenstellung der erzkonservativen Staatskapelle\".\n\"     Gebührt einem so Ueberragenden nicht auch organisatorische Autorität? Ich bin überzeugt, daß Furtwängler an Stelle der traditionell gewordenen 9 Beethoven-Aufführungen während einer Saison einmal die 9 Symphonien Bruckners [prov. WAB 86] oder Mahlers setzen würde. [...].\" (***).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 11:20"}, {"ID": 192212145, "Datum": "14.12.1922, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Symphonieorchester Helsingfors unter Leo Funtek (*).\nBesprechung (signiert »E. H.«) der 5. Symphonie in »Der Bund« [Bern] (**).\nKurt Singer bespricht im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 589 auf S. 2 in seiner Konzertumschau \"Das Klang-Erlebnis\" Furtwänglers Konzert vom 11.12.1922 mit Schönbergs Orchesterstücken op. 16 und Schuberts C-Dur-Symphonie.\r\n\"     [... ausführlich und verständnisvoll über Schönbergs Werk ...]. Solcher Musik ist selbst ein Furtwängler beim ersten Griff nicht ganz gewachsen. Er stellt sein Bruckner- und Schubert-Herz nicht völlig um, versucht zu vermitteln, zu dämpfen, meidet den letzten Angriff und liebkost den weich schwebenden, einsamen Akkord lieber, als daß er eine brutale Disharmonie sich austoben läßt. [...].\" (***).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 13:11"}, {"ID": 192312145, "Datum": "14.12.1923, Freitag", "Haupttext": "\"Heimwelt\", Unterhaltungsbeilage des Vorwärts Nr. 46 bringt auf S. 2 einen Auszug aus Singers Buch \"Bruckners Chormusik\":\n\"             Anton Bruckner.\n             Von Kurt Singer.\n     Es ist Zeit, daß Bruckner der Unsere werde. Der ganze Anton Bruckner, mit der wunderbaren Kindlichkeit seines Lebens und der atemhemmenden Kraft seiner Kunst. [... ausführliche Gedanken zu Bruckners Wesen ...].\"\nNachbemerkung der Redaktion:\n\"    (Aus unseres Musikkritikers Beitrag zu Bruckners 100. Geburtstag: Bruckners Chormusik. (Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart.) Die feinsinnige und von starker Gefühlswärme getragene Analyse der Chorwerke des großen österreichischen Musikers füllt eine Lücke in der Literatur aus. Als Chordirigent konnte Dr. Singer aus der Praxis schöpfen.)\"", "Letzte Änderung": "07.08.2026 13:13"}, {"ID": 192412145, "Datum": "14.12.1924, Sonntag", "Haupttext": "Gründungskonzert des Deutschen Gesangvereins Wien u. a. auch mit einerm Chor Bruckners [prov. WAB 67] (*).\n \nHinweis auf das Radioprogramm vom 15.12.1924 im Neuen Wiener Journal Nr. 11159 auf S. 25 (**).\nAuf Seite 30 erscheint eine mit \"E. B.\" [Elsa Bienenfeld] signierte Kritik zur Aufführung der 7. Symphonie unter Rudolf Siegel [am 3.12.1924] (***).\n \nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 341 bringt auf S. 11 eine mit \"B. B-t.\" [Balduin Bricht] signierte Besprechung der Konzerte des Kaufmännischen Gesangvereins unter Ferdinand Großmann (mit der \"Festkantate\", WAB 16) [wann?] und des Vereins \"Arminius\" mit 2. und 3. Satz der 4. Symphonie [am 6.12.1924] (°).\nAuf Seite 17 wird das Radioprogramm für 15.12.1924 mitgeteilt (°a).\n \nIn \"Radio Wien\" Nr. 9 vom 14.12.1924 wird auf S. 2f das morgige Konzert angekündigt und auf S. 3 für den 16.12.1924 ein Kammerkonzert mit einem Klavierquintett von Rudolf Huber: \"(RUDOLF HUBER (* 1880 in Wien) war Schüler von Anton Bruckner und Robert Fuchs und lebt als Kapellmeister und Komponist in Wien. Er schrieb bisher außer mehreren Opern und Liedern Bläserkammermusikwerke, 2 Streichquartette und 2 Klavierquintette.\" (°b)\n \nDetails zum morgigen Chorkonzert (mit einem \"Tantum ergo\" [prov. WAB 48] und dem \"Locus iste\") in \"Radio Wien\" Nr. 9 auf S. 2f (°°).\nAuf Seite 3 wird ein Bruckner-Schüler erwähnt:\r\n\"Kammermusikabend [... Otto Siegl, Franz Ippisch ... Rudolf Huber, Klavierquintett ...] \"RUDOLF HUBER (* 1880 in Wien) war Schüler von Anton Bruckner und Robert Fuchs und lebt als Kapellmeister und Komponist in Wien. Er schrieb bisher außer mehreren Opern und Liedern Bläserkammermusikwerke, 2 Streichquartette und 2 Klavierquintette.\" (°°a).\n \nDetails zu diesem vom Rundfunk übertragenen Kirchenkonzert sind auch in der Reichspost Nr. 342 auf S. 12 zu finden (°°°).\n \nThe Greenville News Nr. 249 (Greenville, South Carolina) informieren auf S. 11 über die Filmmusik, in die auch die 4. Symphonie Eingang gefunden hat:\n\"           FEATURE PICTURE HERE THIS WEEK \n'The Ten Commandments' to Be Shown Two Days at Textile Hall.\n     Dr. Hugo Riesenfeld has arranged the musical score that will be played by an orchestra of twenty at the Textile Hall Wednesday and Thursday, December 17 and 18, matinee Thursday. The first part of the accompaniment, to scenes in Pharaoh's court and the exodus of the Israelites, is of decidedly Oriental flavor.\n     A big original theme is used for the pursuit by Pharaoh's chariots and the scape [sic] of the children of Israel through the divided waters of the Red Sea. The director derives the lighter motifs of the ancient story from the romantic Bruckner's symphony. Accompanying the orgies of the Golden Calf worship, selections from Rubinstein's \"Demon\" opera are adapted:\n     In the modern tale [... über den Schlussteil der Geschichte ...]. The final themes of healing–in the New Testament episode, and the scene of saving Mary from a fate worse than death–are adaptations from \"Holy, Holy\" and \"The Rock of Ages.\" \" (#).\n \nThe Buffalo Times kündigen auf S. 74 das morgige Rundfunkprogramm an:\n\"                      MONDAY\n     STATION WGR–BUFFALO.\n                        319 Meters.\n     10:45 A. M.–Weather forecast.\n     12:00–Weather and produce market reports, [...]\n     2:30–4:30–Concert, [...]\n     6:30–Dinner music. Lopez orchestra.\n     7:30–Digest of the day's news. Agriograms\n     7:50-8:10–Twenty-piece orchestra from the Majestic theater (courtesy Players-Lasky corporation), Clarence West, conducting, presenting the overture of Dr. Hugh [sic] Reisenfeld's [sic] score to Cecil B. DeMille's production of \"The Ten Commandments.\"\n     Assembly of Pharaoh's Chariots–Goldmark's \"Queen of Sheba\" music.\n     Thunderings from Mount Sinai–Bruckner's \"Symphony in F.\" [sic]\n     Bacchanal of Miriam and the Golden Calf Worship–Gounod's \"Ballet Music.\"\n     Waltz Lento for the Euressian Women–Dr. Reisenfeld.\n     Themes, \"Holy! Holy! Holy!\" and \"The Rock of Ages.\n     8:40–Ted Snyder, famous composer [...]\n     9:00-11:00–Musical program [...]\" (##).\n \nEine nahezu identische Programmvorschau bietet der Buffalo Courier Nr. 349 auf S. 66:\n\"[...]\nThunderings from Mount Sinai . . . . Bruckner's Symphony in F\nBacchanal of Miriam [... Gounod ... etc. ...]\" (###).\n \nAuf Seite 68 erfährt man den Anlass für diese Rundfunksendung:\n\"ANNOUNCE PLANS FOR \"COMMANDMENTS\" IN AIR\n    In responsie to hundreds of requests from invalids in institutions and other Western New Yorkers physically unable to attend the Majestic theater, the touring orchestra of \"The Ten Commandments\" under direction of Clarence West will broadcast the following program by WGR, at 7:50 p. m. next Monday evening, december 15: \"Assembly of Pharaoh's Chariots\", Goldmark's \"Queen of Sheba;\" \"Thunderings from Mount Sinai\", Bruckner's Symphony in F; \"Bacchanal of Miriam and the Golden Calf Worship,\" Gounod's Ballet Music; \"Waltz Lento for the Eurasian Woman\", Dr. Riesenfeld; themes, \"Holy! Holy! Holy!\" and \"The Rock of Ages.\" The short concert of excerpts will be over in good season for the musicians to return to the Majestic in time to play the full score of two hours and twenty minutes at the evening performance of the Cecil B. De Mille epic.\" (a).", "Letzte Änderung": "26.09.2025 12:22"}, {"ID": 192612145, "Datum": "14.12.1926, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Städtische Orchester Trier unter Heinrich Knapstein (dessen Abschiedskonzert) in der Treviris in Trier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192712145, "Datum": "14.12.1927, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter R. Nilius bei einer Rundfunksendung \"Österreichischer Abend\" in Wien. Auf dem Programm stehen zuvor Beethovens Egmont-Ouvertüre und abschließend Mozarts Kleine Nachtmusik und zwei Walzer von Johann Strauß (*).\r\nAls Nachtrag erscheint am 16.12.1927 in Radio Wien Nr. 12 eine Bildbeilage mit einem Bruckner-Porträt aus der Sammlung Danhelovsky (*a).\nDer \"Österreichische Abend\" des Londoner Rundfunks enthält ebenfalls ein Werk Bruckners.\r\nDer Rundfunk in Hamburg bringt in seinem \"Österreichischen Abend\" Das Hohe Lied und Helgoland.\r\nBeim \"Österreichischen Abend\"des Leipziger Senders ist Bruckner mit der 6. Symphonie vertreten.\r\nEinen \"Österreichischen Abend\" mit dem Adagio der 7. Symphonie überträgt auch der Sender München.\r\nDer Sender Prag bringt im Rahmen des Österreichischen Abends das \"Te deum\".\r\nDie entsprechenden Sendungen aus Berlin, Breslau, Stuttgart, Köln, Königsberg, Oslo, Warschau und Stockholm bringen keine Werke Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "07.05.2025 13:55"}, {"ID": 192812145, "Datum": "14.12.1928, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Sinzheimer in Mannheim (*).\n \nHinweis auf die heutige Rundfunksendung im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 590 auf S. 8 (**).\n \nDer Radiosender Königswusterhausen bringt um 18:00 Uhr einen Vortrag von Musikdirektor Fritz Ohrmann \"Der Weg zu Bruckner (II).\" [Wiederholung vom 13.10.1928?]\nDer nächste Programmpunkt beginnt um 18:30 Uhr (***).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 07:07"}, {"ID": 192912145, "Datum": "14.12.1929, Samstag", "Haupttext": "Klaus Pringsheim erwähnt in seiner Konzertrundschau im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 586 auf S. 3 die Aufführung der 6. Symphonie [am 11.12.1929] und eine Aufführung der 3. Symphonie in der Hochschule für Musik [vorläufige Datierung \"vor dem 14.12.1929\"] (*).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke am 15.12.1929:\r\n\"[...] Gestern Akademie. Die Ausstellung fertig – die Feier, nun! Sonderbare politische Rede Döblins. Eindrucksvoll die Stimme Holzens im Grammophon. Bei den Phantasusstücken hinaus, weil ich es nicht mehr aushielt. Die Lieder schlecht, für Bruckners Quintettadagio war ich nicht mehr aufnahmefähig.\" (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 22:09"}, {"ID": 193112145, "Datum": "14.12.1931, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Portland Symphony Orchestra unter Willem van Hoogstraten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193212145, "Datum": "14.12.1932, Mittwoch", "Haupttext": "Radio Wien sendet um 19:00 Uhr einen 25-minütigen Literaturbeitrag: „Ernst Lissauer (zum 50. Geburtstag). Aus eigenen Werken. Einleitende Worte: Heinrich Eduard Jacob.“\r\nIm zugehörigen Begleitartikel (Robert Hohlbaum, „Ernst Lissauer“) in Radio Wien vom 9.12.1932 auf S. 7 wird Bruckner mehrfach erwähnt.", "Letzte Änderung": "30.03.2026 23:30"}, {"ID": 193512145, "Datum": "14.12.1935, Samstag", "Haupttext": "Brief von Lili Schalk an Gertrud Staub-Schläpfer:\r\n     Das Treiben um die Uraufführungen der Originalfassungen, speziell der 5. Symphonie, bereite ihr Unbehagen. Seien die Unterschiede, abgesehen vom Bläserchor (zu dessen Fehlen in der Partitur schon Franz Schalk »ein großes Geschrei« prophezeit habe), auch so minimal und unwesentlich wie bei der 9. Symphonie? Ihrem Wunsch, nach (Schalks) Stichvorlage forschen zu lassen, sei Junk mit Hinweis auf seine Freundschaft mit Robert Haas ausgewichen.", "Letzte Änderung": "28.05.2025 09:05"}, {"ID": 193612145, "Datum": "14.12.1936, Montag", "Haupttext": "[?] Münchner Erstaufführung der Originalfassung der 4. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Siegmund von Hausegger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193712145, "Datum": "14.12.1937, Dienstag", "Haupttext": "Der Musikwissenschaftliche Verlag kommt mit der Universal-Edition überein, dass gegen eine Abschlagszahlung (25000 Schilling) die U. E. auf Nutzungsrechte an der Gesamtausgabe verzichtet. Das Unterrichtsministerium wird im Gegenzug die U. E. für Unterrichtszwecke empfehlen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193812145, "Datum": "14.12.1938, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der Aufführung der 3. Symphonie unter Oswald Kabasta durch Oscar von Pander in den Münchner Neuesten Nachrichten (»Musik aus der Ostmark«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193912145, "Datum": "14.12.1939, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der Originalfassung der 4. Symphonie unter Hermann Abendroth im 9. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (*).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke Dezember 1939\r\n\"[... 1.12., 10.12. ...] Donnerstag, 14. Verlagsarbeit. Nachmittags Grellchen. Einige Lieder. Über Mittag 9. Symphonie von Bruckner. Im wohltuenden Frost im Garten.  [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "31.03.2025 12:29"}, {"ID": 194012145, "Datum": "14.12.1940, Samstag", "Haupttext": "Beschluß des Propagandaministeriums (Referent Dr. Leinveber) (nach einer Intervention von Furtwängler und Friedrich Werner):\r\n   Norbert Furreg könne seine Stellung in der Deutschen Bruckner-Gesellschaft für die Dauer des Krieges behalten.", "Letzte Änderung": "20.04.2023 20:05"}, {"ID": 194212145, "Datum": "14.12.1942, Montag", "Haupttext": "Brief von Rudolf Schulz-Dornburg an Otto Sonnen (Radio Paris):\nÜber den Aufbau des Bruckner-Stifts St. Florian u.a.", "Letzte Änderung": "09.01.2026 15:20"}, {"ID": 194412145, "Datum": "14.12.1944, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Radio-Orkester unter Fritz W. Wallenborn in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194812145, "Datum": "14.12.1948, Dienstag", "Haupttext": "Konzert des Sängerbundes Frohsinn mit Werken oberösterreichischer Komponisten [in Linz?]. Von Bruckner werden aufgeführt das \"Ave Maria\" (a capella [WAB 6]) und der 2. Satz aus dem Quintett. Der Programmtext stammt von Robert Schollum [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:35"}, {"ID": 195012145, "Datum": "14.12.1950, Donnerstag", "Haupttext": "Erste öffentliche japanische Aufführung der 9. Symphonie durch das NHK-Symphonieorchester unter H. Otaka.", "Letzte Änderung": "05.02.2026 14:37"}, {"ID": 195212145, "Datum": "14.12.1952, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von f-Moll-Messe und »Te deum« durch das Aachener Städtische Orchester und den Aachener Domchor unter Rehmann in der Salle Pleyel in Paris.", "Letzte Änderung": "30.11.2024 13:14"}, {"ID": 195812145, "Datum": "14.12.1958, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von 9. Symphonie und »Te deum« unter Lovro von Matacic in Rom.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196112145, "Datum": "14.12.1961, Donnerstag", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch das Hallé Orchestra und das BBC Northern Orchestra unter John Barbirolli in Manchester.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196512145, "Datum": "14.12.1965, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der [kompletten?] 2. Symphonie durch das Toronto Symphony Orchestra unter Hermann Scherchen in Toronto.", "Letzte Änderung": "22.02.2026 22:57"}, {"ID": 196612145, "Datum": "14.12.1966, Mittwoch", "Haupttext": "In Fritz Riegers letztem Konzert als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker wird die 8. Symphonie aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197312145, "Datum": "14.12.1973, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Willy Hess »Die verschiedenen Fassungen von Bruckners Symphonien. Zum Erstdruck der Urfassung der Achten Symphonie« in der Sonntagspost [!?] des [Winterthurer] Landboten.", "Letzte Änderung": "01.09.2024 19:43"}, {"ID": 197412145, "Datum": "14.12.1974, Samstag", "Haupttext": "Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks [Erstes Programm, ARD?] »Anton Bruckner - Musik aus dem Glauben«.\n [Siehe auch April 1974].", "Letzte Änderung": "28.05.2025 18:35"}, {"ID": 198912145, "Datum": "14.12.1989, Donnerstag", "Haupttext": "Einspielung der 4. Symphonie durch das London Philharmonic Orchestra unter Klaus Tennstedt in der Royal Festival Hall in London.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200512145, "Datum": "14.12.2005, Mittwoch", "Haupttext": "Bei einem »Salon« der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek werden Klavierkompositionen Bruckners und  einzelne Sätze aus der 5. und 7. Symphonie in Klaviertranskriptionen durch Walter Breitner und Lieselotte Theiner aufgeführt. An Herbert Vogg wird die Bruckner-Medaille der Internationalen Bruckner-Gesellschaft verliehen.\nDer Programmhefttext auf S. 4f stammt von Andrea Harrandt: (*) \"Anton Bruckner am Klavier - Bruckner als Klavierkomponist und seine Symphonien in Klaviertranskriptionen\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 189010154, "Datum": "14./15.10.1890, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "In Tübingen erzählt Hugo Wolf Emil Kauffmann und dessen Schwiegersohn Dr. Wilhelm Schmid viel über Bruckner. Er spielt ihnen [am 15.10.1890 (*)] das Scherzo der 4. Symphonie vor.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 198910146, "Datum": "14./15.10.1989, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Uwe Mund im Gran Teatre del Liceu in Barcelona.", "Letzte Änderung": "23.08.2025 23:01"}, {"ID": 193211146, "Datum": "14./15.11.1932, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie (unter Hermann Abendroth?) in einem Abonnementskonzert [in Zürich?].", "Letzte Änderung": "07.01.2026 07:51"}, {"ID": 195611146, "Datum": "14./15.11.1956, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Rudolf Moralt im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Bartoks 3. Klavierkonzert ist Carl Seemann.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196011145, "Datum": "14./15.11.1960, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe und des »Te deum« durch den Chor der St. Hedwigs-Kathedrale und die Berliner Philharmoniker unter Karl Forster im Saal der Hochschule für Musik in Berlin. Solisten sind Gerda Lammers, Alice Oehlke, Rudo Timper und Georg Littasy.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201111145, "Datum": "14./15.11.2011, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Bruckner-Symposion \"Bruckner &amp; Stifter - Anziehende Gegensätze?\" im Stifter-Haus in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193301147, "Datum": "14./15.1.1933, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Den Haag bzw. Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193501145, "Datum": "14./15.1.1935, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Tonhalle-Orchester unter Othmar Schoeck in Zürich. Über das Konzert am 14.1. berichtet James Joyce in einem Brief.", "Letzte Änderung": "07.01.2026 08:25"}, {"ID": 195601146, "Datum": "14./15.1.1956, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Carl Schuricht im Furtwängler-Gedenkkonzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nAm 14.1.1956 um 15 Uhr als Öffentliche Generalprobe.", "Letzte Änderung": "07.06.2026 14:37"}, {"ID": 196101145, "Datum": "14./15.1.1961, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Carl Schuricht im 5. Abonnementskonzert (am 14. Januar um 15 Uhr als öffentliche Generalprobe) um 11 Uhr im Großen Musikvereinssaal in Wien (*).\n \nUm 19:30 Uhr Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Wolfgang Sawallisch im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Beethovens G-Dur-Klavierkonzert ist Maurizio Pollini [Wiederholungen vom 13.1.1961] (**).", "Letzte Änderung": "08.06.2026 05:53"}, {"ID": 199501146, "Datum": "14./15.1.1995, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie im 5. Abonnementkonzert der Wiener Philharmoniker. \n\n[Im Programmheft?] Artikel von Gerhard Kramer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195612145, "Datum": "14./15.12.1956, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Slowakische Philharmonie unter Martin Egelkraut in Bratislava.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197512145, "Datum": "14./15.12.1975, Sonntag/Montag", "Haupttext": "(Auch 20./21.1.1976) Einspielung der 4. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Rudolf Kempe in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197301145, "Datum": "14./15./16.1.1973, Sonntag bis Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in der Neuen Philharmonie in Berlin. Solist des Konzerts ist James Galway.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194112145, "Datum": "14./15./16.12.1941, Sonntag bis Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Furtwängler im 5. Philharmonischen Konzert in Berlin\nAuf dem Programm steht zuvor Mozarts Serenade Nr. 10  (*).\nZugleich Schallplatteneinspielung (**).", "Letzte Änderung": "10.08.2025 18:30"}, {"ID": 198112145, "Datum": "14./15./16.12.1981, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Klaus Tennstedt in der Neuen Philharmonie in Berlin. Solist des Abends ist Bruno Leonard Gelber.", "Letzte Änderung": "21.02.2026 20:25"}, {"ID": 191402147, "Datum": "14./15./17.2.1914, Sonntag/Montag/Mittwoch", "Haupttext": "Für die Konzerte der Meininger Hofkapelle unter Max Reger in Eisenach, Hildburghausen und Meiningen war ursprünglich die 1. Symphonie vorgesehen. Warum sie abgesetzt wurde (von Reger selbst?), ist nicht geklärt. Stattdessen kam Mendelsohns Schottische Symphonie zur Aufführung.", "Letzte Änderung": "31.07.2026 07:03"}, {"ID": 200208145, "Datum": "14./15./17.8.2002, Mittwoch bis Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und des Finale-Fragmentes durch die Wiener Philharmoniker unter Nikolaus Harnoncourt in Salzburg.\r\nSymposion zum Thema »Unvollendetes« in Salzburg (u.a. mit Referat von Benjamin Gunnar Cohrs über die 9. Symphonie).", "Letzte Änderung": "27.06.2025 13:55"}, {"ID": 193202146, "Datum": "14./15.2.1932, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Furtwängler im 7. Philharmonischen Konzert in Berlin. Solist des Beethoven-Klavierkonzerts Nr. 1 ist Artur Schnabel.", "Letzte Änderung": "02.07.2024 20:28"}, {"ID": 195301145, "Datum": "14.1./5.2.1953, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung [oder Einspielung?] der 8. Symphonie (Erstdruckfassung 1892) durch die Wiener Symphoniker unter Volkmar Andreae.", "Letzte Änderung": "25.02.2026 13:34"}, {"ID": 196502145, "Datum": "14./15.2.1965, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Besprechung der Pariser Aufführung der 3. Symphonie [am 26.1.1965] durch Jacques Lonchampt in Le Monde.", "Letzte Änderung": "15.04.2025 07:16"}, {"ID": 192503146, "Datum": "14./15.3.1925, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von g-Moll-Ouvertüre und »Helgoland« in einem Konzert des Männerchores Bern unter Otto Kreis (*).\nAufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Karl Muck in Den Haag bzw. Amsterdam (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 199303145, "Datum": "14./15.3.1993, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Einspielung der 8. Symphonie durch das Cincinnati Symphony Orchestra unter Lopez-Cobos.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 192804145, "Datum": "14./15.4.1928, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Nicolai-Konzert um 15 bzw. 12:30 Uhr im Großen Musikvereinssaal in Wien.\nSolisten in J. S. Bachs 5. Brandenburgischem Konzert sind Furtwängler, Franz Mairecker (Violine) und Wilhelm Sonnenberg (Violine) (*).\n \n[14.4.1928]\r\nBrief von Ernst Kurth an Max Auer (in Montreux geschrieben) (**).", "Letzte Änderung": "21.05.2026 11:35"}, {"ID": 193704146, "Datum": "14./15.4.1937, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie (Originalfassung) unter Karajan in Aachen. Solist in Mozarts Es-Dur-Klavierkonzert ist Edwin Fischer.", "Letzte Änderung": "19.04.2025 09:48"}, {"ID": 197504145, "Datum": "14./15.4.1975, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Einspielung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Karajan in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198204146, "Datum": "14./15.4.1982, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Jean Guillou spielt in seinen Orgelkonzerten in St. Gabriel (14. April) und St. Louis des Invalides (15. April) in Paris das Perger Präludium und anschließend César Francks 3. Choral und den 94. Psalm von Julius Reubke.", "Letzte Änderung": "12.12.2025 13:17"}, {"ID": 198704146, "Datum": "14./15.4.1987, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Artikel über den »unfrommen« Bruckner im Kurier, im Linzer Volksblatt und in den Salzburger Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195505147, "Datum": "14./15.5.1955, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Für das Konzert der Wiener Philharmoniker waren die 9. Symphonie und zuvor Joseph Haydns Sinfonie Nr. 100 unter Wilhelm Furtwängler geplant.\nFurtwängler war am 30.11.1954 gestorben (*).\n \n[14.5.1955]\r\nSatzung des Schweizerischen Bruckner-Bundes (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2024 13:35"}, {"ID": 196005146, "Datum": "14./15.5.1960, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Internationales Bruckner-Fest in Ottobeuren,\r\nmit einer Ausstellung in den Museumsräumen der Abtei (Konzept: Leopold Nowak) (*).\r\nArtikel von Max Auer »Anton Bruckner, der theozentrische Meister der Musik« auf S. 5f [des Programmheftes?] (**),\r\nauf S. 12f ein Artikel von Aegidius Kolb OSB »Bruckner-Ausstellung« (***).\r\nAm 15.5.1960 Aufführung der 9. Symphonie durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Eugen Jochum in der Abteikirche vor 6000 Zuhörern (°).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:28"}, {"ID": 186408147, "Datum": "(14./15.8.1864, Sonntag/Montag)", "Haupttext": "Ursprünglich vorgesehener Termin für das Oberösterreichische Sängerbundesfest [Germanenzug]\n[siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "19.08.2025 18:34"}, {"ID": 194308145, "Datum": "14./15.8.1943, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Hermann von Roner »Erinnerungen an Anton Bruckner. Von einem Enkel Josef Spauns, des Freundes Schuberts erzählt« in der Linzer Tages-Post (*) Nr. 191, S. 4:\r\n    Roner suchte mit seiner Mutter, einer Tochter Josef Spauns, im Herbst 1891 Bruckner in dessen Wohnung auf, da er seinen Rat wegen musiktheoretischer Studien brauchte (Geigenspiel war wegen Handleiden unmöglich geworden). Bruckner erzählte, daß er als junger Bub in St. Florian Josef von Spaun Gewehr und Jagdsessel auf der Jagd getragen habe. Bruckner forderte Roner auf, seine Vorlesung zu besuchen und ihn ab und zu zur »Kugel« zu begleiten. Roner erlebte Bruckner öfters bei Philharmonischen Konzerten im Stehparterre. Mit zwei Cousinen, die Bruckner vom Wiener Singverein her kannten, besuchte Roner Bruckner zuhause, der aus den Skizzen zum Scherzo der 9. Symphonie vorspielte und jedem seiner Gäste ein Photo schenkte, das für Roner mit Widmung. Später, zur Zeit der Einstudierung der 1. Symphonie [etwa Dezember 1891?], war Bruckner bei den Eltern der Cousinen zu Gast und spielte aus der Symphonie vor. Bei einer Fahrt von der Universitätsvorlesung [vielleicht 14.12.1891] zu einer »Te deum«-Probe im Singverein (für ein Gesellschaftskonzert [vermutlich 20.12.1891]) - in der Oper wurde gerade der »Lohengrin« gegeben - erklärte Bruckner die »Götterdämmerung« für sein Lieblingswerk. Am Ostermontag 1892 [18.4.], als Alexander Friedrich von Hessen bei Hellmesberger in der Hofkapelle mitwirkte (Schuberts G-Dur-Messe), habe Bruckner kurz an der Orgel präludiert. Bei der Aufführung der 4. Symphonie im Mai 1892 [recte: 15.6.1892] sah Roner Bruckner das letzte Mal (*).", "Letzte Änderung": "31.08.2024 20:25"}, {"ID": 192512145, "Datum": "14./16.12.1925, Montag/Mittwoch", "Haupttext": "Datierung in der Abschrift der Violastimme der 2. Symphonie für eine Aufführung unter Willem Mengelberg in New York.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 194401145, "Datum": "14./16./18.1.1944, Freitag/Sonntag/Dienstag", "Haupttext": "Vier Aufführungen (am 16.1. vor- und nachmittags) der 7. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Oswald Kabasta im 7. Städtischen Philharmonischen Konzert in der Münchner Tonhalle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195102147, "Datum": "14.-16.2.1951, Mittwoch bis Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Günther Ramin im Großen Musikvereinssaal in Wien. Bei Max Regers 100. Psalm wirken mit der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde und Josef Nebois (Orgel).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199302145, "Datum": "14./16.2.1993, Sonntag/Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195605145, "Datum": "14./16.5.1956, Montag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Orchestre de l'Association Artistique des Concerts Colonne unter Carl Schuricht im Grand Théâtre in Bordeaux.", "Letzte Änderung": "20.02.2026 10:42"}, {"ID": 199405147, "Datum": "14.-16.5.1994, Samstag bis Montag", "Haupttext": "Konzert des Radio-Sinfonie-Orchesters Berlin unter Günter Wand. Der Programmhefttext stammt von Wolfgang Seifert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198009146, "Datum": "14. - 16.9.1980, Sonntag bis Dienstag", "Haupttext": "Bruckner-Symposion »Die Fassungen« in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200009146, "Datum": "14.-16.9.2000, Donnerstag bis Samstag", "Haupttext": ".Aufführung der 8. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Günter Wand in München [Philharmonie am Gasteig?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 186004015, "Datum": "1.4.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 176r (\"Dreifacher Contrap. in der Quatuordez\"):\n\"1. April [1]860 5 Uhr Morgens.\",\nauf fol. 176v:\n\"1. April [1]860 Wien.\" und \"1. April 7 Uhr Morgens.\",\nauf fol. 177r:\n\"1. April 1860 Wien.\"\nund auf fol. 178r: \"[1]860 Wien 1. April 12 Uhr Nachts.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104015, "Datum": "1.4.1861, Montag (Ostermontag)", "Haupttext": "Notiz Bruckners in seinem Studienheft 1860/61 (WAB 248): ”[links] 1. April [1]861. [rechts] Nachtrag No. 1” (*).\n\nNachträgliche Eintragung in der Seitenmitte: \"Ausgebessert v H Prof. Sechter in Linz | den 2, 3, 4. u 5. September [1]861.\"\nDatierung \"1. April [1[861\" rechts unten auf der 8. Seite des Doppelbogens \"1. Nachtrag\" in diesem Studienheft, auf dem Kopf stehend [ursprünglich wohl als Festlegung der ersten Seite dieses neuen Doppelbogens gedacht] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904015, "Datum": "(1.4.1869, Donnerstag", "Haupttext": "In Wien »Historisches Konzert« von L. A. Zellner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 190507147, "Datum": "14.-18.7.1905, Freitag bis Dienstag", "Haupttext": "Eidgenössisches Sängerfest in Zürich. Von Bruckner wird der \"Germanenzug\" aufgeführt, daneben auch Werke von Beethoven, Berlioz, Richard Strauss, Richard Wagner, Gustav Weber, Attenhofer, Lothar Kempter, Schumann, Saint-Saens, Massenet, Hegar etc.\nDirigenten sind Volkmar Andreae, Attenhofer, Gottfried Angerer und (für die westschweizerischen Chöre) Charles Trojon.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 187104015, "Datum": "1.4.1871, Samstag", "Haupttext": "Das für die Londoner Konzerte vorgesehene Probespiel in der Piaristenkirche (*) findet nicht statt (wurde auf den 18.4.1871 verschoben (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187304015, "Datum": "(1.4.1873, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404015, "Datum": "1.4.1874, Karmittwoch", "Haupttext": "[oder 30.3.1874?] Bruckner trifft in St. Florian ein und wird in Traumihlers Zimmer durch Josef Seiberl mit Joseph Gruber bekannt gemacht (*).\nIm Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"12\" angegeben. [Da er am 6.4. wieder abreiste, spricht die Anzahl der Essen eher für den Ankunftstag 1.4. oder 31.3.1874] (**).\n \nVom 1. bis 3.4.1874 kann Bruckner die Lamentationes von Franz Xaver Witt [unter Traumihler] hören (***).\nVermutlich äußert er sich positiv über diese Komposition (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504015, "Datum": "(1.4.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Zöglingskonzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188004015, "Datum": "(1.4.1880, Donnerstag)", "Haupttext": "[oder schon ab 22.9.1879?] Janacek wird Schüler Krenns am Konservatorium (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 16:25"}, {"ID": 188204015, "Datum": "1.4.1882, Samstag", "Haupttext": "Die Zeitschrift für die musikalische Welt [= Lyra] , 5. Jg. 1881/82, berichtet auf S. 194 vom Konzert am 24.3.1882 (mit dem Scherzo der 3. Symphonie):\r\n   »[...] Unter den kleineren Virtuosen=Concerten zeichnete sich das der Brüder Josef und Franz Schalk durch ein auserlesenes Programm aus. [... Lob für die »Schatzgräber« ...] Anton Bruckner, Scherzo aus der Symphonie in D-moll, Clavierübertragung von Jos. Schalk; [...] stehen sie heute schon in der idealen Auffassung ihrer Aufgabe als weithin leuchtendes Vorbild da. [... Signatur:] Ed. Moucka.« (*).\r\nNotiz auf S. 195:\r\n»Potpourri.\r\n   *** Das in Folge der bekannten Preisausschreibung für die beste Composition der „Hymne für die Deutschen Oesterreichs” [Bruckners »Volkslied« WAB 94] zusammengetretene Preisgericht, dem die Herren N. Dumba, Dr. Fr. E. Gehring, Wilhelm Gericke, k. k. Hofcapellmeister Ed. Kremser, Chormeister des Wiener Männergesang=Vereines, Hans Richter, Hofoperncapellmeister, Carl Schmid, Componist und R. Weinwurm, Musikdirector der Wiener Universität - angehören, gibt bekannt, daß in Folge der großen Anzahl der Concurrenzarbeiten die Prämiirung erst Mitte April (anstatt Mitte März) [vgl. 16.4.1882] erfolgen kann.« (**).\r\nAuf derselben Seite wird mitgeteilt, daß Weinwurm ein »Lied der Deutschen in Oesterreich« [vermutlich denselben Text] ebenfalls vertont und mit dem Wiener Akademischen Gesangverein in einem Konzert zugunsten des Deutschen Schulvereins aufgeführt hatte (***).\nDie Wiener Zeitung Nr. 75 meldet auf S. 3, daß den Austeilungen der Hofkapelle für den Monat April zufolge am 30.4.1882 die d-Moll-Messe und als Einlagen das »Locus iste« und das »Os justi« aufgeführt werden:\r\n     \"30. Dom. III. post Pascha. . . .\r\n     Missa: D. . . .\r\n     Grad.: Locus iste .\r\n     Offert.: O justi [sic]\r\n[Schweifklammer über die drei Zeilen:] Bruckner.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:54"}, {"ID": 188304015, "Datum": "1.4.1883, Weißer Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Hofkapelle angehört Es Schubert«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404015, "Datum": "1.4.1884, Dienstag", "Haupttext": "Josef Schalk bringt aus Leipzig den Brief Nikischs an Bruckner vom 29.3.1884 mit.", "Letzte Änderung": "28.05.2023 17:58"}, {"ID": 188504015, "Datum": "1.4.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner kommt mittags in St. Florian an [oder recte: am 31.3.1885?] (*).\r\nIm Gästebuch des Stiftes ist verzeichnet als Ankunftstag \"1.4\" und \"Bruckner (v) [= vormittags]\", die Anzahl der Mahlzeiten ist mit \"13\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner von Wien\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 7.4.1885 wieder ab (*a).\r\nDie Gebetsaufzeichnungen vom 1.4. bis 7.4.1885 morgens trug Bruckner in ein Reisenotizbüchlein ein (**).\nVermutlich auf dem Artikel vom 13.3.1885 basierende Aufführungsmeldung (7. Symphonie in Leipzig und München) in der »Svensk Musiktidning« (***).\n[Ohne Jahreszahl datiertes, vermutlich in der Nacht zum 1.4. aufgegebenes und die Aufführungen am 30. und 31.3.1885 betreffendes] Telegramm Fiedlers, Levis etc. an Bruckner [Vorgedrucktes in Kursivschrift]:\r\n»TELEGRAMM No 44\nan\r\n= professor bruckner heszgasze 7\r\nwin = \r\n[links »Classe der Depesche«, handschriftliche Notizen des aufnehmenden Beamten, nicht eindeutig zu entschlüsseln:]\nAufgenommen von Mü 11 am 1/4 188 ... um 2 Uhr ... Min. VMittag\r\nText. win muenchen 2. - 31 1 12/40 + n quintett gestern zwejmal\r\nprivatim heute oeffentlich gehoert herrlich ! heute\r\nunser bruckner hoch hoch hoch = fiedler levi und einige andere nach\r\ndem conzert im weinhause versammelte brucknerianer .+« (°).", "Letzte Änderung": "06.09.2025 21:08"}, {"ID": 188604015, "Datum": "1.4.1886, Donnerstag", "Haupttext": "[??] Artikel Hirschfelds über die 7. Symphonie in der Abendpost [siehe die Anmerkung] (*).\nInserat Gutmanns in der Neuen Freien Presse Nr. 7757 auf S. 12 mit Zitaten aus Kritiken zur 7. Symphonie: Bernhard Vogel 1.1.1885, Frankfurter Zeitung 1.6.1885, Paul Marsop 13.3.1885, Theodor Helm 23.3.1886, Oskar Berggruen 23.3.1886, W. Frey 30.3.1886, Hans Paumgartner 27.3.1886, Eduard Hanslick 30.3.1886, Gustav Dömpke [30.3.1886] (**).\r\nDie Philharmoniker klebten diesen Zeitungsausschnitt später in ihre Partitur (***).\nBrief Hanslicks an Kalbeck: \r\n      »... In dem wilden \"Bruckner\"-Concert darf Ihre Stimme nicht fehlen! Die Stellung, die Sie in der musikalischen Kritik behaupten, wird Sie wohl veranlassen, [...] Ihre Meinung [...] über B.'s Sinfonie auszusprechen [...]«. Bittet ihn dringend, seine Meinung über Bruckners Symphonie im nächsten Feuilleton auszusprechen (°).\nKurze Erwähnung der 3. Symphonie [in Den Haag am 17.3.1886] in der »Caecilia« 43 (1886) Nr. 9 auf S. 87, signiert »A« [vermutlich Willem Frederik Gerard Nicolai]:\r\n\"     Gelukkig echter vonden we in de orkestwerken ruime vergoeding. Men wete, dat dit laatste concert bestemd was om orkestwerken uit de nieuwe of romantische school ten gehoore te brengen, van daar dat niet de heer Verhulst maar de heer R. Hol uit Utrecht dirigeerde.\r\n     Een tweede uitvoering van de Symphonie in d van Anton Brückner (zonderling, dat de heer Hol juist dit werk koos, terwijl het verleden jaar onder leiding van Verhulst werd uitgevoerd) stelde ons in staat, meer nauwkeurig over deze toonschepping een oordeel te kunnen vellen. Dat het een betere vertolking ten deel viel dan de eerste maal kunnen wij juist niet beweren; maar toch verdient het orkest, voor de in vele opzichten goede wedergave onze hulde.\r\n     In n°. 6 van den vorigen jaargang der Caecilia is min of meer uitvoerig over deze Symphonie gesproken, zoodat wij niet op nieuw over den inhoud zullen uitwijden.\" (°°).\n\r\nIm selben Heft erscheint auch ein Artikel zum 70. Geburtstag von Verhulst, in dem auf Seite 84 auch die Aufführung der 3. Symphonie [am 4.2.1885] erwähnt wird: \"[...] Zij die onbevooroordeeld zijne talenten op den waren prijs schatten, weten ook, dat hij de kracht en de gave bezat — en nog bezit — om de diepzinnige werken van R. Wagner volkomen tot hun recht te brengen. De wijze waarop hij verleden jaar de door en door Wagner'sche Symphonie in d van A. Brückner met het orkest beoefende en tot een prachtige uitvoering leidde, geeft het recht om dit met beslistheid te zeggen.     [...].   DE REDACTIE.\" (°°a).\nKritik [zur 7. Symphonie am 14.3.] (signiert “i. r.”) im Grazer Volksblatt Nr. 73 auf S. 6:\n     \"Concerte.1)\r\n[Fußnote: 1) Wegen Raummangel verspätet.]\r\n     Die siebente Symphonie von Anton Bruckner ist ein musikalisches Kunstwerk, dem seiner Eigenart wegen die größte Aufmerksamkeit gebührt. [... genialer Zug, Fülle ursprünglicher Ideen, 2. Satz \"Andante\", Schlüsse des 1. und 4. Satzes unter dem Einfluß des Feuerzaubers aus der \"Walküre\", Totschweigen (auch nach dem \"Quartett\" und dem \"Te Deum\" nicht mehr möglich ... Lob für Muck - staunenswerte Leistung ...] Der Musikverein kann stolz darauf sein, daß er mit Kunststädten wie München, Leipzig und Hamburg, wo die Symphonie bisher mit großem Erfolge aufgeführt wurde, erfolgreich zu wetteifern vermochte. [... über ein Chorkonzert ...] i. r.\" (°°°).\nBesprechung der 7. Symphonie [21.3.1886] in einem Artikel von Carl Schön in der Zeitschrift »Die Lyra« Nr. 13 auf S. 129:\r\n           »Wiener Concerte.\r\n    Berlioz' \"Faust-Legende\", seit dem Jahre 1866 in Wien nicht mehr zu Gehör gebracht, bildete das Programm des 1. außerordentlichen Gesellschafts-Concertes. [... über das Werk und die Aufführung ...] Richter entwickelt übrigens eine geradezu staunenswerthe Thätigkeit. Wenige Tage nach der besprochenen Riesenleistung führte er mit seinen Philharmonikern Anton Bruckner zu einem neuen Siege, dessen Symphonie Nr. 7 nun endlich doch - auch in Wien zu Gehör gebracht wurde, [... nach einmaligen Hören sei eine ausführliche Besprechung unmöglich; Scherzo am formvollendetsten, großartiges Adagio an Beethoven gemahnend, 1. Satz zu sehr ausgedehnt, Finale traf auf müdes Publikum, das leider einfach davonlief - die Ursache für diesen wien-typischen »Unfug« liege in der widersinnigen Zeitwahl ...] Nun, das nimmt dem Werthe der Symphonie nichts weg, die wir unbedenklich zu den bedeutendsten Schöpfungen Nach=Beethoven'scher Zeit rechnen. [... über weitere Konzerte ...]\r\n               Carl Schön.« (#).\nÜber dasselbe Konzert schreibt die Musikalische Rundschau Nr. 20 (Artikel Hartmanns) auf S. 223-225:\r\n»Von Wien.\r\n   Die Philharmoniker haben in ihrem siebenten Concerte dieser Saison (am 21. v. M.) an einen lange verkannten, grossen vaterländischen Tondichter eine Ehrenschuld abgetragen, indem sie - Leipzig, München, Hamburg, Graz waren bereits vorangegangen - Anton Bruckner's VII. Symphonie (E-dur) zur Aufführung brachten. [... ausführliche, sehr positive Besprechung des Werkes ... es] scheint endlich für Anton Bruckner die Aera verdienter Werthschätzung angebrochen zu sein. [... da durch Aufführungen der Symphonie, des Quintetts und des »Te deum« die Veranstalter] das Eis gebrochen haben, so kann auch die wahrhafte Anerkennung seitens der allgemeinen musikalischen Welt nur noch eine Frage der Zeit sein. [... kurz über die anderen Programmnummern und weitere Wiener Konzerte ...] [Signatur auf S. 225:] E. v. Hartmann.« (##).\r\nAuf S. 230 wird von der Monatsversammlung des Wiener Akademischen Wagnervereins (am 18.3.1886, u.a. mit der Klavieraufführung der 7. Symphonie und Paul Jankos Vorführung seiner neuen Klaviatur) berichtet (»[...] Bruckner: VII. Symphonie, vierhändig (Herren Prof. Ferd. Löwe und Franz Schalk) [...]«) und ebenfalls auf S. 230 die Aufführung von »Trösterin Musik« (am 11.4.1886) angekündigt (###).\nDieser Chor wird auch nochmals in der »Presse« Nr. 91 auf S. 11 angekündigt:\r\n    » - Das diesjährige Concert des Wiener Akademischen Gesangvereins findet Sonntag den 11. April Mittags unter der Leitung des Universitäts-Musikdirectors Professor R. Weinwurm statt. Das Programm weist unter Anderm Novitäten auf von A. Bruckner (\"Trösterin Musik\"), J. Brahms [...]« (a).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 14 bespricht auf S. 181f in der Rubrik »Vermischte Mittheilungen und Notizen.« die Aufführung der 7. Symphonie am 21.3.1886:\r\n    » * Bruckner's E dur-Symphonie hatte bei ihrer ersten Wiener Aufführung im 7. Philharmonischen Concert, Sonntag, den 21. März, Mittags, einen ganz ausserordentlichen Erfolg. Die grosse Majorität des Publicums nahm das bedeutende Werk mit begeistertem Beifall auf und rief den Componisten nach jedem Satz der Symphonie wiederholt stürmisch hervor. Schon nach dem ersten 5 - 6 Mal. Allerdings muss der Wahrheit gemäss constatirt werden, dass ein Theil jener Parquetbesucher, welche nur um der lieben Mode willen in den Philharmonischen Concerten erscheinen, nach dem erhabenen, aber sehr langen Adagio, um seinen hungrigen Magen besorgt, den Saal verliess; ein Vorgang, der sich auch nach dem Scherzo wiederholte. Umsomehr entschädigten die zurückbleibenden (offenbar die eigentlichen Musikalischen im Publicum) den greisen Tondichter durch nicht endenwollenden Applaus, der am Schlusse der Symphonie fast noch nicht dagewesene Dimensionen annahm. Auch erhielt Bruckner einen Lorbeerkranz, auf dessen Schleife zu lesen war: \"Dem deutschen Symphoniker, Meister Anton Bruckner in Treue und Verehrung der Wiener akademische Wagner-Verein\". - Es sei noch bemerkt, dass die Aufführung eine mustergiltige war, indem das Orchester, der Novität anfangs mit unverhohlenem Misstrauen entgegenkommend, sich in den Proben mit wachsendem Eifer und Verständnisse in das als vollwerthig erkannte Werk hineinspielte und im Concerte selbst unter Hans Richter's Leitung sein Glänzendstes bot.« [keine Signatur, aber wegen der Übereinstimmung mit dem Text vom 23.3.1886 sicher von Theodor Helm] (b).\nDie Wiener Signale Nr. 7 bringen auf S. 56-58 eine mit »x + y« [= Theodor Helm (vgl. die Anmerkung zum 15.1.1886)] signierte Kritik der 7. Symphonie (am 21.3.1886):\r\n»Musik.\r\nConcerte.\r\n   Die zwei bedeutendsten Ensemble=Concerte der letzten vierzehn Tage waren das erste außerordentliche Gesellschafts=Concert und das siebente philharmonische Concert. [... über Berlioz' »Fausts Verdammung« ...] Kaum hatte sich das [...] Orchester etwas von den bedeutenden Anstrengungen erholt, welche ihm Berlioz in der \"Damnation de Faust\" zumuthet, so mußte es sich einer noch weit schwierigeren Aufgabe zuwenden: es galt Anton Bruckner's siebente Symphonie in E-dur einzustudiren, auf deren erstes Erscheinen in Wien (als Hauptnummer der siebenten philharmonischen Matinée) das Publikum nach den großen Erfolgen dieses Werkes in Leipzig, München, Carlsruhe, Graz etc. mit Recht gespannt war.\r\n   Auch im letzten philharmonischen Concerte erzielte Bruckner's Symphonie einen glänzenden, sich in zahllosen Hervorrufen des Componisten aussprechenden Erfolg, aber nur bei einer Hälfte des Auditoriums. Ein großer Theil der Parquettbesucher verließ nach dem feierlich=erhabenen, doch sehr langen Adagio den Concertsaal, ein Vorgang, der sich auch nach dem Scherzo wiederholte. Und doch hätte der greise vaterländische Tondichter von dem Publikum billigerweise verlangen dürfen, mindestens bis an's Ende seines so großartig intentionirten Werkes aufmerksam angehört zu werden, mochte man nachher immerhin über die neue Symphonie urtheilen, wie man wollte.\r\n   Nach Ansicht des Referenten liegen die Vorzüge der Bruckner'schen Symphonie in der glücklichen Erfindung der durchwegs plastisch=melodischen, sich sofort dem Gehör einprägenden Motive, dann in der oft geradezu meisterlichen, überraschenden Instrumentation. So sind die Schlüsse des ersten und letzten Satzes von berauschender Orchesterpracht und ist die Klangwirkung der Blasinstrumente im Adagio, welches Bruckner nach seiner Versicherung im Februar 1883 unter einer Vorahnung des nahen Todes Richard Wagner's schrieb, daher er denn auch dessen eigene Tuben aus der berühmten Trauer=Symphonie zum Tode Siegfried's in der \"Götterdämmerung\" benützte, eine außerordentlich feierliche.\r\n   Minder einleuchtend erscheint - wenigstens bei erstmaligem Hören - hie und da der thematische Aufbau der Symphonie, welche in ihren Ecksätzen zwar eine Fülle origineller Details, aber auch so manches Wunderliche, Unerklärliche, Sprunghafte enthält, und nicht selten die glänzendste Steigerung in eine recht zahme Episode einmünden läßt, wobei sich dann natürlich der mächtig erregte Hörer wie mit kaltem Wasser übergossen fühlt, bis ihn eine neue Steigerung wieder in's Feuer bringt. Der bedeutendste, wirklich groß und edel gedachte Satz ist wohl das Adagio (Cis-moll 4/4), der formell am meisten den herkömmlichen symphonischen Begriffen entsprechende das Scherzo (3/4 A-moll mit Trio F-dur) [sic] beide Stücke erinnern in gewissen Wendungen auffallend an die betreffenden Mittelsätze der neunten Symphonie Beethoven's. In den Ecksätzen tritt mehr der Einfluß Wagner's hervor. Ueberhaupt dürfte nicht leicht eine zweite Symphonie gefunden werden, welche sich die Beethoven'sche und Wagner'sche Orchestersprache so vollständig eigen gemacht hat, als die neulich gehörte von Bruckner. Der größte praktische Fehler der letzteren ist die außerordentliche Länge. Wenn ein angesehener Leipziger Kritiker auf die oftmals einer phantastischen Improvisation zu vergleichenden [sic] Symphonie die Göthe=Schiller'sche Xenie münzte: Gingst Du mit Deinem Reichthum so zu Rathe, wie hundert Andere mit ihrer Armuth - so hat er uns aus der Seele gesprochen. [... sechs Zeilen über die anderen Programmnummern ...] Sämmtliche Orchesterleistungen waren in diesem philharmonishen Concerte unter Hans Richter's meisterhaften [sic] Leitung des höchsten Lobes werth, Bruckner soll selbst über die schwungvolle und großartige Wiedergabe seiner Novität ganz gerührt und entzückt gewesen sein. [... über weitere Konzerte, zuletzt über das Heckmann-Quartett ...] [Signatur auf S. 58:] x + y.« (c).\nIm Bericht des Salzburger Volksblatts Nr. 73 auf S. 3 über ein Konzert mit Beethovens \"Pastorale\" kommt der Referant (signiert \"Gawan\") auch auf Bruckner zu sprechen:\r\n          \"Aus dem Concertsaal.\r\n     \"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick\" [.. über das Konzert am 28.3.1886 ...] In unserer Zeit ist das Urtheil über diese lieblichste der symphonischen Dichtungen Beethovens einstimmig, und ist es unseren Zeitgenossen anfaßbar, mit welch kleinlichen ja unkünstlerischen Nergeleien ein freisinniger Musiker, wie Berlior [sic], einzelne Parthien dieses Werkes angriff. Möge auch dem jetzt von der Kritik viel verlästerten Komponisten A. Bruckner in Wien bald die verdiente Anerkennung werden! Gawan.\" (d).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2188 gibt auf S. 6 das Programm vom 11.4.1886 bekannt:\r\n     \"[...] - Das diesjährige Orchester=Concert des Wiener Akademischen Gesangvereines findet Sonntag den 11. April, Mittags, unter der leitung des Universitäts=Musik=directors Professor R. Weinwurm statt. Das Programm weist unter Anderem Novitäten auf von A. Bruckner (\"Trösterin=Musik\"), J. Brahms [...] Zur Mitwirkung bei den gemischten Chören haben bereits hundert Damen zugesagt. Das Reinerträgnis des Concertes ist den Studenten=Convicten gewidmet.\" (e).", "Letzte Änderung": "01.04.2025 12:59"}, {"ID": 188704015, "Datum": "1.4.1887, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»1. April 7 fl Fr Kathi gezalt für April 887.« (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 19 meldet auf S. 197, daß am 27.3.1887 der Wiener Männergesangverein den Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] aufgeführt hat:\r\n      »Vereins-Chronik.\r\nWiener Männergesang-Verein. 27. März. Zweites Concert. [...] Ein harmonisch interessanter Chor von Anton Bruckner: \"Um Mitternacht\", hatte geringeres Glück, [...]« (**).\nDas Konzert vom 6.4.1887 (mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] und einer Orgelimprovisation) wird angekündigt\nvon der \"Presse\" Nr. 90 auf S. 11:\r\n      »[...] Das Programm bringt ein Orgel=Präludium, componirt und vorgetragen von Professor Anton Bruckner, der mit diesem Vortrage zum letztenmal öffentlich als Orgelspieler vor das Publicum treten will. [... die folgenden Programmnummern ...] Bruckner's \"Um Mitternacht\" und Mendelssohn's \"Vespergesang\" [... weitere Instrumentalnummern (mit Dittrich, Hauptmann und Frl. Molnar) ...]« (***),\nvom Fremdenblatt Nr. 90 auf S. 12:\r\n      »[...] Das Programm bringt ein Orgel=Präludium, komponirt und vorgetragen von Professor Anton Bruckner, der mit diesem Vortrage zum letztenmal öffentlich als Orgelspieler vor das Publikum treten will [...] Bruckner's \"Um Mitternacht\" und Mendelssohn's \"Vespergesang\" [...]« - (°)\nund der Neuen Freien Presse Nr. 8116 auf S. 6:\r\n      »[...] Orgel=Präludium, vorgetragen von Herrn Anton Bruckner; [...] und \"Um Mitternacht\" von Bruckner. [...]«) (°°).\nHinweis auf die Budapester Aufführung der 7. Symphonie am 4.4.1887 im Pester Lloyd Nr. 90:\r\n»[...] 4. Bruckner, VII. Symphonie (E-dur, zum ersten Male).« (°°°).\n\"Die Lyra\" Nr. 13 berichtet auf S. 115/9 vom Konzert am 27.3.1887:\r\n     \"Wiener Männergesangverein. Das Sonntagsconcert am 27. März hatte guten Besuch und Erfolg. [... launenhaftes Wetter füllt die Konzertsäle ... das Programm hatte] viel Neues, Interessantes und darunter auch Gutes zu bieten. Es sei für heute nur festgestellt, daß [... Engelsberg und Veit ...] den meisten Beifall und eine Wiederholung erzielten, und Bruckner's Chor \"Um Mitternacht\" sowie Edwin Schulz's \"Waldharfen\" die denselben Erfolg in noch weit höherem Maße verdient hätten, ihn aus Ursachen nicht erreichten, die wir demnächst ausführlicher darlegen werden.\" [keine Signatur] (#).\nDie \"Caecilia\" Nr. 8/9 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 66f (= S. 5) vom Konzert am 9.3.1887 mit der 3. Symphonie:\r\n\"     Het 7de Diligentia-concert (9 Maart) kan met weinige woorden door ons besproken worden. De solisten, mej. Beumer (zang) en de heer Jules de Swert (violoncel), zijn hier meermalen opgetreden, toegejuicht en teruggeroepen. De orkestwerken waren evenzeer oude bekenden. [... über die Solisten-Stücke ...]\r\n     De derde Symphonie in d van Anton Brückner werd // op verzoek // [auf Verlangen] voor de derde maal uitgevoerd; van wien dit verzoek is uitgegaan weet men niet, maar een feit is het, dat men over het algemeen weinig behagen vindt in dit werk en men zelfs in de haagsche bladen kon lezen, dat men niet naar eene verdere kennismaking verlangde. Alleen de Finale werd toegejuicht; trouwens dit geschiedt hier ter stede met elk stuk, dat met een brillant slot eindigt. De uitvoering was verdienstelijk, evenals die van de Einleitung-Loreley van Max Bruch en de Ouverture Zauberflöte.[... weitere Konzerte ...]\r\n                                                         A.\" (##).\nAuf Seite 74 wird das Programm dieses Konzert mitgeteilt:\r\n\"     – – 9 Maart. — Zevende Diligentia-concert (E. Hol, uit Utrecht). Solisten: mej. Dyna Beumer, concertzangeres van Z. M. den Koning, en de heer Jules de Swert, solo-violoncellist van den Keizer van Duitschland. — 1. Symphonie n° 3 (in d) [op verzoek], Anton Brückner; 2. Air de Lakmé (Légende de la fille du Paria), L. Délibes; 3. Concerto voor cello (in c) in een deel, Jules de Swert. — 4. Einleitung-Loreley, Max Bruch; 5. Violoncel, a. Nocturne, op. 27 n°. 2, Chopin-de Swert; b. Caprice burlesque, J. de Swert; 6. Zang. a. Sérénade (op verzoek), Soubre; b. Valse de 1'ombre de 1'opéra: Le pardon de Ploërmel, Meyerbeer; 7. Ouverture: Zauberflöte, Mozart.\" (###).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:45"}, {"ID": 188804015, "Datum": "1.4.1888, Ostersonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet, daß Hans Poscher, Archivar der Liedertafel »Frohsinn«, eine Mottosammlung, gedruckt bei Feichtinger in Linz, herausgegeben hat, in der auch Bruckner mit zwei Wahlsprüchen [WAB 95/1, WAB 95/2] vertreten ist:\r\n»Wissenschaft und Literatur.\r\n   # Soeben erschien im Selbstverlage des Herausgebers Hans Poscher, Archivar der Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz eine den oberösterreichischen und salzburgischen Gesangvereinen gewidmete \"Mottosammlung\" (Druck der k. k. Hofbuchdruckerei von Jos. Feichtingers Erben in Linz a. d. D.), welche schon ob ihrer Reichhaltigkeit (190 Mottos) das größte Interesse jedes Sängers und Sangesfreundes wachrufen muß. [... unentbehrliches Schatzkästlein mit 72 Wahlsprüchen, 60 Sängergrüßen und 58 auswärtigen Wahlsprüchen ... auch oberösterreichischer Komponisten ...] So sind R. Führer mit 7 Wahlsprüchen, C. Santner mit 5, A. M. Storch mit 4, W. Floderer mit 3, Fr. Arnleitner, A. Bruckner, M. Einfalt, F. S. Reiter mit je 2, ferner M. Brava, A. Hasenleitner, Jos. Gruber, Ad. Proschko, Ad. Schreyer, P. Peter Singer, Al. Taux und A. Vergeiner vertreten. [... Preis 60 kr., Subscription 50 kr. ... so daß die Anschaffung] jedem Sänger unerläßlich ist.« (*).\n(Franz Bayer, neu ernannter (provisorischer (**)) Chorregent in Steyr, führt die h-moll-Festmesse von Moritz Brosig auf (***).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 23:03"}, {"ID": 188904015, "Datum": "1.4.1889, Montag", "Haupttext": "Kurzkritik (signiert \"K. T.\") zur Aufführung des Quintetts am 14.3.1889 in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung I Nr. 13 auf S. 7:\r\n    \"Kleiner Musikvereins-Saal.\r\n    Mit Bruckner's F-dur-Quintett begann das Quartett Hellmesberger am 14. v. M. seinen V. Abend. Trotz der einigermassen wirren und zerfahrenen Sätze erzielte das Werk auch diesmal grossen Erfolg und Bruckner wurde dreimal gerufen [... über die weiteren Werke und die Interpreten Josef Hellmesberger und Theodor Plowitz ...]      K. T.\" (*).\nUnmittelbar anschließend die Besprechung eines Lieder- und Klavierabends von Hildegard und August Stradal mit Liedern der Komponistin Lios (= Louisa Gräfin Erdödy, geb. von Drasche-Wartinberg), die auf S. 1f von Gustav Kühle vorgestellt wird (mit Abbildung) (*a).\n \nIm Wiener Montags-Journal Nr. 377 (= Extrapost Nr. 377) wird auf S. 4 ein Bruckner-Porträt [IKO 28 oder IKO 32?] erwähnt:\n     \" * Für den \"Salon der Zurückgewiesenen\" wurden angemeldet: Fünf Porträts von Vita, ein Bildniß des Componisten Bruckner von Beraton, das Porträt der Opernsängerin Lola Beeth von Leo Diet, das Porträt der Malerin Olga Wiesinger von ihrem Collegen Kunzek und eine Landschaft von Maratschek.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.04.2026 13:00"}, {"ID": 189004015, "Datum": "1.4.1890, Kardienstag", "Haupttext": "Stempeldatum der Notenstecherei Engelmann &amp; Mühlberg (Leipzig) in einem Probeabzug (oder einem der fehlerhaften Erstdruckexemplare) der 4. Symphonie (*).\n(2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Bachs Matthäuspassion (**)).\r\nGöllerich besucht diese Aufführung [mit Bruckner??] (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 08:59"}, {"ID": 189104015, "Datum": "1.4.1891, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Landgraf Fürstenberg:\r\n    Leistet der Erlaubnis Folge und wird morgen um 4 Uhr nachmittags [nach Ennsegg] zu Besuch kommen (*).\nKritik zur 3. Symphonie im Nürnberger Anzeiger (**).\n\"Die Lyra\" XIV, Nr. 13 (386), bringt auf S. 113f [= S. 3f] kurze Besprechungen der Grazer Aufführungen der 4. Symphonie (1.2.1891) und des \"Germanenzugs\" (1.3.1891), signiert \"Dr. G.\" [= Dr. O. Grosse?]:\r\n    \"Grazer Concertleben. [...] Das vierte Musikvereinsconcert (am 1. Februar) brachte ausschließlich Orchesterwerke. Die Hauptnummer bildete Bruckners hier noch nicht gehörte vierte (romantische) Symphonie, welche einen bedeutenden Erfolg errang und sich ebenso wie die früher aufgeführte siebente Symphonie desselben Autors als ein hochinteressantes, von großem Talente zeugendes Werk darstellt, welchem aber die Erhabenheit und Inhaltstiefe der Themen mangelt, um etwa mit den symphonischen Meisterwerken unserer Classiker verglichen werden zu können. Herr Prof. Schalk aus Wien, in welchem die Symphonie einen trefflichen und begeisterten Vermittler fand, nimmt unter den bisher erschienenen drei Probedirigenten der Musikvereinsconcerte sicher nicht den letzten Rang ein. Außer der Brucknerschen Symphonie gelangten in diesem Concerte noch Beethovens Coriolan=Ouvertüre und Wagners Siegfried=Idylle zur Aufführung. [...] \r\n    [...] Am 1. März fand das zweite Concert des Grazer Männergesangvereines statt. Von den unter Wegschaiders glänzender Leitung in vorzüglicher Weise zu Gehör gebrachten Chor=Nummern der geschmackvoll zusammengestelten Vortragsordnung sind als die hervorragendsten Bruckners „Germanenzug”, Heubergers „Lied des fahrenden Sängers” und Engelsbergs „Im Dunkeln” zu nennen. [... weitere Mitwirkende: Dr. Zechner (Orgel) und Frl. von Hüttinger ... Signatur:] Dr. G.\" (***).\nBrief Hugo Wolfs an Oscar Grohe in Mannheim:\r\n    Er habe auch von Weingartner ein Telegramm erhalten. Will wissen, wann mit der Aufführung der \"Christnacht\" endlich zu rechnen sei, ob bereits Orchesterproben stattgefunden hätten und wann die Generalprobe sei; er werde am Dienstagabend [7.4.1891] [von Wien] abfahren. [Bruckners 8. Symphonie ist in den Textauszügen nicht erwähnt] (°).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 73 meldet auf S. 5:\r\n     \"Fremdenliste vom 29., 30. und 31. März.\r\n[...]\r\n     Goldene Kanone: [...] Professor Bruckner, Hoforganist, Wien. [...] A. Göllerich, Musikdirector, Nürnberg. [...] M. Pießlinger, Gewerksbesitzer, Steyrling. [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "22.04.2026 16:10"}, {"ID": 189204015, "Datum": "1.4.1892, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 27.3.1892 (mit dem »Ave Maria« [WAB 6]) im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 92 auf S. 7, signiert \"k. st.\" [Königstein]:\r\n\"           Concerte.\r\n[..] \r\n     Am Sonntag Mittags producirte sich der Akademische Gesangverein mit einem Programme in drei Abtheilungen. Die erste, von dem trefflichen Chormeister des Vereines, Herrn Raoul Mader, dirigirte, enthielt fünf Chöre: [... Beethoven, Schubert/Heuberger, Richard Wagner ...], ein formschönes, achtstimmiges \"Ave Maria\" für gemischten Chor von Ant. Bruckner und Ed. Grieg's seltsam anmuthende \"Landkennung\", [... über die zwei anderen Programmabschnitte ... und weitere Konzerte ...]     k. st.\" (*).\nDas Wiener Tagblatt Nr. 92 veröffentlicht auf S. 6 einen Brief Hans Richters, in dem Bruckner erwähnt wird:\r\n\"            Ein Brief Hans Richter's. \r\n     Von dem Dirigenten der Philharmonischen Konzerte, Herrn Hofkapellmeister Hans Richter, erhalten wir nachfolgende Zuschrift über einige Bemerkungen, die in unserer letzten Kritik der Philharmonischen Konzerte enthalten waren.\r\n     Geehrter Herr Redakteur!\r\n[...]\r\nIn dem am 21. d. M. erschienenen Referate über das VII. Philharmonische Konzert, welches den sehr geehrten Herrn Musikreferenten Rich. Heuberger zum Verfasser hat, sind so irrthümliche Meinungen ausgesprochen, daß ich [...] mich [...] zu einer Richtigstellung derselben und gleichzeitigen Zurückweisung einer Schuld verpflichtet fühle, welche irrthümlicherweise den Mitgliedern zugemuthet wird.\r\n[... die Solisten seien immer in der Wahl ihres Solostückes frei, Pirani habe ich für seine Venezianischen Szenen entschieden ...]\r\n     Ein Irrthum wäre es, zu glauben, daß während der 17 Jahre, als ich die Ehre habe, Dirigent der Philharmonischen Konzerte zu sein, Werke von Brahms, Bruckner, Dvorzak [sic], Fuchs, Goldmark durch Abstimmung abgelehnt wurden, weil ich Werke dieser Meister überhaupt zu keiner Abstimmung gelangen lasse. [... ein Ablehnung bewahre zudem schwächere Werke vor einer Blamage ... die Novitätenprobe hätten einen eminenten Nutzen und würden beibehalten ...]\r\nHans Richter, | Dirigent der Philharmonischen Konzerte\".\nDirekt anschließend eine Stellungnahme Heubergers:\r\n      Die Philharmoniker hätten den mittelmäßigen Pianisten Pirani gar nicht einladen sollen ... Richters Behauptung gelte nur für die letzten Jahre, und Brahms nicht der Abstimmung durch das Orchester auszusetzen, sei ein Verdienst Dessoffs - Richter selbst habe Mühe gehabt, dessen erste Symphonie durchzusetzen ... \"Würden die Mitglieder des Orchesters \"über den Werth eines wirklich bedeutenden Werkes\" immer im Klaren sein, so ginge Manches ohne Demission und ohne Mühe ab. Symphonien von Bruckner wurden meistens abgelehnt, bis endlich 1881 Hans Richter die vierte (romantische) Symphonie aufführte. [... Goldmark, Robert Fuchs, Tschaikowsky und Richard Strauss als weitere Beispiele ...] Wäre der Usus - wie Herr Richter behauptet - so gut, daß man ihn gar nicht besser machen kann, so wäre dieser berühmte Dirigent nie in die Lage gekommen, das Gewicht seiner bedeutenden Persönlichkeit zu Gunsten eines Werkes in die Wagschale werfen zu müssen. [...] Zum Schlusse gebe ich dem lebhaften Wunsche Ausdruck, Herr Richter möge den Versuch wagen, an Stelle des sehr anfechtbaren Usus der Novitätenproben einen anderen Modus zu setzen; er wäre vermöge seiner Fähigkeiten, Kenntnisse und Autorität der Mann dazu.\r\n          Richard Heuberger.\" (**).\n[zur Datierung: Auf der letzten Seite (S. 88) ist vermerkt \"Der \"Kyffhäuser\" erscheint am 1. jeden Monats.\"]\r\nIm April-Heft der in Wien erscheinenden Zeitschrift \"Der Kyffhäuser\" wird in einem Artikel Göllerichs (S. 79 - 81) auf S. 81 kurz auch Bruckner erwähnt:\r\n\"          Eine neue deutsche Oper.\r\n     (\"Heilmar, der Narr\" von Wilhelm Kienzl.)\r\n        Erste Aufführung am Hoftheater in München, 8. März.\r\n     Vor zehn Jahren noch bewitzelt, ist Wagner's Kunst = und Lebenswerk heute plötzlich so modern geworden [... über die Nachäfferei, Talentlosigkeit etc. ... Kienzl als das Gegenbeispiel eines \"Eigenen\" ... über das Werk (Text, Musik) und den zu wünschenden Erfolg ...]\r\n     [... Plädoyer für Johann Strauß als (deutscher!) Opernkomponist ...] Sein ganzes musikalisches Können, welches ihn heute als genußfreudigen Erdensohn neben Anton Bruckner, dem großen Fremdling auf Erden, zum größten lebenden Musiker erhebt, mußte also statt es zu fördern, übersehen und in Gefahr heimischen Gelingens nach einem ausländischen Retter gespäht werden. Den ersah man nun in Massenet, einem nur geistreichen Pariser, [... die Intendanten suchen im Ausland, obwohl deutsche Werke so nahe lägen ... Eindruck der \"Productions=Dürre\" deutscher Musiker entsteht so ...]\r\n     O du beklagenswerther deutscher Componist, der Du nur und noch deutsch bist! Schere Dich nicht um Kritik – componire ruhig weiter, lasse immerhin Deine Schwingen walten, bleibe Dir treu, wie Heilmar!    August Göllerich.\" (***).\nAuf S. 88 wird das Konzert vom 27.3.1892 besprochen (signiert \"-s.\"):\r\n\"              Von deutschen Hochschulen.\r\n[...]\r\n      Concert des Wiener akademischen Gesangvereines in Wien. Das diesjährige Concert des Wiener akademischen Gesangvereines fand Sonntag, den 27. März, Mittags im großen Musikvereinssaale statt. [... glückliche Programmzusammenstellung, mit Orchester ein finanzielles Wagnis, aber ausverkauft ...]\r\n     [... erste Abteilung mit Werken der \"ersten Meister\" (Beethoven, Schubert, Richard Wagner ...]; Bruckner \"Ave Maria\", wie es im Programme hieß: achtstimmiger, in Wirklichkeit aber neun= und zehnstimmiger gemischter Chor von unvergleichlicher Klangwirkung. Endlich unseres nordischen Meisters Grieg \"Landkennung\" [... Mitwirkende: Franz Neidl, Henriette Standthartner, Schittenhelm ... Lob für die Werke Zichys (vgl. Puchsteins Verriss vom 29.3.1892!) und Raoul Mader ...]. Daß über die mitwirkenden Solisten, sowie über das Hofopern=Orchester nur das Beste zu sagen ist, ist selbstverständlich.        -s.\" (°).\n\"Die Lyra\" Nr. 13 (409) kündigt auf S. 5 (117) das Konzert vom 24.7.1892 an:\r\n\"          Jeschken-Isergau-Sängerbund.\r\n          Liebwerthe Sangesbrüder! (Bundesamtlich).\r\n     Die gefertigte Bundeszeitung erlaubt sich [... Versammlung 3.4.1892 in Reichenberg, TOPs: u. a. Gründungsfest am 24. Juli ...] Zur Aufführung wird folgende Vortragsordnung vorgeschlagen: 1. Abtheilung: 1. Orchesternummer [... 2. - 5. ...] 2. Abtheilung: [... 1. - 3. ...] 4. \"Germanenzug\", Männerchor mit Soloquartett und Harmoniebegleitung von Anton Bruckner. 5. Orchesternummer [... Probenvorbereitung, Gesamtleitung J. Schmidt ...].\r\n          Reichenberg, 16. März 1892.\r\n         Anton Krause                     Jos. Vitzau [Bitzau?]\r\n     Bundesschriftführer.           Bundesobmann.\" (°°).\nDie Neue Freie Presse Nr. 9915 berichtet auf S. 2 des Abendblatts (signiert \"-n-\") von der heutigen [sic] Eröffnung der Kunstausstellung [mit der Bruckner-Büste IKO 55]:\r\n     \"Eröffnung der Jahresausstellung im Künstlerhause.\r\n                                                         Wien, 1. April.\r\n     Bei prächtigem Frühlingswettter und weit lebhafterer Theilnahme des Publicums als in den Vorjahren hat heute Vormittags die Eröffnung der XXI. Jahresausstellung im Künstlerhause durch den Kaiser stattgefunden. [...Prominenz, Julius Payers Bild \"Nie zurück\" von der Nordpol-Expedition, über 1000 Nummern, bedeutende Gemälde, Porträts ...]\r\n     Auch in der plastischen Abtheilung finden wir eine ganze Reihe von bemerkenswerthen Porträts, so neben der durch monumentale Auffassung ausgezeichneten Büste Ibsen's von Helmer jene des Componisten Bruckner von Tilgner und von der Gräfin Taaffe von Kassin [... etc., Genrebilder, Stilleben, Plastiken ...]         -n- \" (°°°).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 21:39"}, {"ID": 189304015, "Datum": "1.4.1893, Samstag (Karsamstag)", "Haupttext": "[?] Bruckner improvisiert in St. Florian über ein gregorianisches Thema (*).\nAufgeführt werden vormittags Werke von Stehle (Preismesse) und Ett (*a).\nEr fährt nachmittags nach Steyr (**).\nBesprechung der f-moll-Messe, signiert \"–d–r.\", in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung 20 (1893), Heft Nr. 7, auf S. 82:\r\n\"           Bruckner's F-moll-Messe.\r\n     Ueber Bruckner und seine Werke ist in diesen Blättern schon oft die Rede gewesen und es ist kaum Eigensinn unsererseits, wenn wir nie in das freilich nur von einem kleinen, und wir geben zu, ehrlich fanatischen Häuflein erhobene Jubelgeschrei einstimmen konnten. Bruckner erscheint uns bis heute noch wie jener Arian, der das Glaubenbekenntnis beschwören mußte, dabei aber die Hand auf seine Brust legte, gerade an die Stelle, wo er – sein, auf ein Pergamentblatt geschriebenes Specialbekenntnis verborgen hatte. Auch Bruckner hat sein ganz persönliches Bekenntnis, namentlich in Sachen der Logik und das ist es, was, von seiner Seite aus gesehen, die gesammte übrige Musik, oder von dieser letzteren aus betrachtet, seine Musik als schismatisch erscheinen läßt. Diese Ueberzeugung hindert uns natürlich nicht, das Wahre, Echte und Schöne bei Bruckner anzuerkennen, ja, es mit besonderem Eifer aufzusuchen.\r\n     Wie die meisten früheren Werke des Wiener Meisters enthält auch die neue Messe genug davon. Ganz zu oberst ist wohl das fast durchwegs überaus weihevolle, musikalisch gehaltreiche Benedictus zu nennen, das – bis auf einen kleinen Stillstand, zu welchem sich aber eventuell ein berühmtes Seitenstück aus dem Finale der neunten Symphonie anziehen ließe – weitaus zu dem Besten gehört, was Bruckner je geschrieben. Es ist von wärmster Melodik, klarem, durchsichtigem Aufbau und außerordentlicher Klangschönheit. Sehr ergreifend ist – bis auf den allerletzten Abschluß – die zweite Partie des Agnus Dei, wirksam gesteigert, nur gar zu lang, die kernige Schlußfuge im Gloria. Interessante Züge, geistreiche Einfälle enthält jeder Satz, was aber nicht verhindert, daß das Credo als Ganzes höchst unerquicklich, das Graduale (eine Einlage) recht unbedeutend, das Gloria vielfach sehr conventionell ist.\r\n     Die Aufführung war eine mittelmäßige. Ueber alles Lob erhaben darf nur der Dirigent, Herr J. Schalk, erachtet werden, der das complicirte Werk fast ganz aus dem Gedächtnisse und mit gründlichster Kenntnis des großen Apparates leitete. Von den Solisten ist allen weit voran Herr G. Walter zu nennen, nach ihm Frl. Chotek und Frl. Widermann; der Baß, Herr Hugel, dürfte eigentlich nichts dagegen haben, wenn man seinen Namen verschwiege, denn er verschwieg fast seine ganze Partie. Bei nächstem Anlasse darf er mit seiner schönen Stimme nicht gar so egoistisch umgehen. Der Chor des Wiener Akademischen Wagnervereines und ein aus der Kapelle Strauß combinirtes und verstärktes Orchester thaten ihre Schuldigkeit.\r\n     Der äußere Erfolg hielt sich auf derselben Höhe, wie bei anderen Brucknerfesten. Wie wir vernehmen, wird die neue Messe demnächst bei Doblinger in Wien im Drucke erscheinen.             –d–r.\" (***).\n[Heubergers Kritik siehe 29.3.1893, siehe auch die Anmerkung].\nDie Internationale Musik- und Instrumenten-Zeitung Nr. 4 erwähnt auf S. 6 die Aufführung des »Tafellieds« am 11.3.1893, signiert „F. W.“ [Felix von Wartenegg??]:\r\n„     Wien. Der „Wr. Akadem. Gesangverein“ veranstaltete am 11. v. M. im gr. Musikvereinssale [sic] ein Concert, welches Compositionen von Brahms, Bruckner, Hegar, Herbeck, Liszt, Pfeffer, Schubert und Weber brachte, worunter am besten die Chöre: „Freiwillige her“ von Brahms, „Schlummerlied“ von Weber und „Tafellied“ von Bruckner (welcher selbst anwesend war) gefielen. Ebenso erzielten großen Beifall […]. Die Chöre wuren [sic] durchgehends sehr gut gebracht, nur machte sich ein Mangel an ersten Tenören merkbar (wie wir hörten, nur aus Zufall entstanden), und verdient außer dem Akademischen auch dessen Dirigent R. Mader vieles Lob um den Erfolg des Concertes, an dem sich auch noch mit Einzeln=Vorträgen die tüchtige Violinistin Frl. Mollner, der jugendliche Orgel=Virtuose C. Oßke und k. k. Kammersänger von Bignio mit großem Beifalle betheiligten.    |    F. W.“ (°).\nIn der Musikalischen Rundschau Nr. 7 wird auf S. 58f die Aufführung der f-Moll-Messe am 23.3.1893 besprochen:\r\n\"Eine Meisterschöpfung deutscher Kirchenmusik.\r\n               (Bruckner's F-moll-Messe.)\r\n     Jene Zeitung, welche jetzt ihr Möglichstes daran setzt, dem grössten österreichischen Componisten den beinahe durch drei Menschenalter mit härtester Arbeit und Mühe erkämpften Lorbeerkranz vom Greisenhaupte herunterzureissen, die \"Neue Freie Presse\", brachte in ihrer Nummer vom 28. Juni 1872 [recte 29.6.1872] folgende Nachricht, deren Auffindung wir dem ältesten Verfechter der Bruckner'schen Muse, Dr.Theodor Helm, verdanken:\r\n             (Bruckner's neue Messe.)\r\n     Am verflossenen Sonntag kam in der Augustinerkirche eine hier noch nicht gehörte neue Messe in F-dur (soll heissen F-moll) von dem als Orgelvirtuosen rühmlichst bekannten k. k. Hoforganisten und Professor am Conservatorium, Anton Bruckner, zur Aufführung. Die Composition erregte unter den Musikfreunden Aufsehen durch ihre kunstvolle Contrapunktik und Fugenarbeit, wie durch einzelne ergreifende, eigenthümliche Schönheiten. Nicht nur durch ihre grossen Dimensionen und schwierige Ausführbarkeit, auch durch Styl und Auffassung verräth sie als ihr Vorbild die Beethoven'sche Missa Solennis, nebenbei auch starke Einflüsse Richard Wagner's. Es wäre interessant, wenn Bruckner's neue Messe, ganz oder doch theilweise in einer guten Concertaufführung zu Gehör gebracht und dadurch einem grösseren Publicum bekannt würde.\"\r\n     Diesem Wunsche hat der akademische Wagner-Verein in seiner grossen Musikaufführung am 23. März 1893 – unbewusst – entsprochen. Und seltsamerweise war bei jenem Concerte – dem bedeutendsten Musikereigniss der diesjährigen Concertzeit – der gewissenhafte Kritiker desselben Blattes, dessen gerechte und unparteiische Kritiken der Meisterwerke Bruckner's sich bereits einen gewissen Ruhm erworben, nicht zugegen. Dadurch, dass er sich der Pflicht entzog, die Aufführung des überwältigenden Werkes mit seiner Anwesenheit zu beehren, hat er seine Kritik schon gesprochen. Hätte er wohl auch diesmal angesichts einer in einmüthiger Begeisterung dem greisen Meister zujubelnden Menge den Muth gefunden, statt einer Kritik, wie gelegentlich der Aufführung der C-moll-Symphonie, ein Pamphlet über das Werk zu veröffentlichen? Es war besser, fernzubleiben, wenn er es nun einmal nicht über sich bringen kann, das Genie des greisen Meisters huldigend anzuerkennen, und dass die Feinde endlich verstummten, bedeutet den grössten Sieg Anton Bruckner's. Es war ein langer Kampf, der alte Kampf zwischen genialer, alltagsfremder Grösse und der Theilnahmslosigkeit und Ungerechtigkeit der stumpfen Masse und ihrer kritischen Führer. Dass aber dem Meister der Muth nicht versagte und seine Kraft nicht brach, dass er durch Menschenalter hindurch in harter, einsamer Arbeit, nicht aufgemuntert durch erfreuenden Beifallsjubel der Mende, eine Symphonie nach der anderen schrieb, lauter Riesenwerke, zu umfangreich für den Verleger, zu schwerfasslich für das grosse Publicum, zu genial für die Tageskritik, deren in die Partitur gebannte Töne ihm lange nicht erklingen sollten, bleibt eines der denkwürdigsten Capitel der Kustgeschichte. Nach Wagner's Worten muss das erste Kunstwerk im Zwange der Noth geboren werden, und sein Wort hat sich wohl an keinem zweiten Componisten so bewährt, wie an Bruckner. Wer würde wohl dem in bestrickendem Wohllaut uns lind umfangenden Benedictus anhören, dass es aus Bruckner's trostlosester Zeit stammt und in den Tagen der Verzweiflung geschrieben ist.\r\n          \"Die Hoffnung fehlt,\r\n           Mir aber bleibt der Glaube\"\r\nklingt es aus demselben heraus, und aus dieser gewaltigen Empfindung des Glaubens ist das ganze überwältigende Werk entstanden. Nun hat sich auch die Hoffnung des Künstlers erfüllt, und die Beifallsstürme, mit welchen man jedem Werk des rührend-bescheidenen Meisters zujubelt, sind nur ein kleiner Ersatz für die vielen Jahre der Noth.\r\n     Wir wissen es dem Akademischen Wagner-Vereine und seinem energischen Dirigenten Herrn Schalk Dank, dass er uns Bruckner's Messe in F-moll, eines der schönsten und erhabensten Werke unseres Altmeisters vorführte: Wenn sie auch im Concertsaale eine mächtige Wirkung erzielte, ist sie doch kein modernes Concertstück, sondern eine kindlich naive, tief religiöser Empfindung entsprungene kirchlische [sic] Tonschöpfung, die nur in weiten, dämmerigen von hoch aufragenden Säulen getragenen Bogenhallen des Hochstiftes von St. Stephan ihre würdigste Stätte fände.\r\n     Ihr Styl hat bei Beethoven's Missa Solennis seinen Ausgangspunkt genommen, diesem ersten echtmodernen Chorwerke, das alle Mittel der modernen Orchestererrungenschaften zu dem ad maiorem dei gloriam aufgerichteten Tonbau nützt. Mit ihr hat sie auch die eigenartige Technik der Chor- und Solostimmen gemein, welche orchestral benützt werden, so dass man eigentlich, um die beabsichtigte Wirkung zu erzielen, die Solostimmen mit kleinen Chören besetzen müsste. Im Benedictus, in welchem die vom Cello zuerst getragene Melodie als cantus firmus benützt wird, welchen bald Orchester bald Chor harmonisch umflechten, hat die orchestrale Verwendung des Chors ein melodisches Wunderwerk geschaffen, das nur an Bach'schen Vorbildern (z. B. der Cantate \"Wie schön leuchtet der Morgenstern\") gemessen werden kann. Neben Beethoven und Bach weist die Messe noch ein drittes Element auf, das auch von Mozart im Requiem stellenweise (\"te decet hymnus\") benützt wurde, den gregorianischen Choral, in dessen schlichten Harmonien meist die Worte \"Jesu Christe\" intoniren. Beethoven, Bach und der gregorianische Gesang bilden die Grundelemente der Bruckner'schen Messe; Bach verdankt sie die innige Verflechtung von Chor und Orchester zu einem vollfluthenden Tonbau und Beethoven den modernen persönlichen Zug.\r\n     Da eine Partiturausgabe der F-moll-Mese noch nicht erschienen ist, sei vorläufig in knapper Skizze das wiedergegeben, was sich uns beim Hören als überwältigender Eindruck kundgab.\r\n     Das Kyrie beginnt im ruhigen Tone der Anbetung, welche im kryste eleison immer mehr einen drängenden, flehenden Charakter annimmt, um in einem lauten Aufschrei \"Kryste\" den Höhepunkt zu gewinnen. Sanft, wie es begonnen, tönt es dann aus. Das Gloria gipfelt in einer gewaltigen Fuge (cum sancto spiritu), in welcher der orchestrale Untergrund mit staunenderFreiheit behandelkt ist. Den Chormassen weisen Posaune und Trompete, welche abwechslnd das Thema bringen, den Weg. Den grössten Umfang nimmt das Credo – das bedeutendste Stück der Messe – ein, dessen Einzelschönheiten wir nicht alle hier würdigen können: das kernige Einleitungsthema, das melodiöse \"Et incarnatus est\" (Tenorsolo), bei welchem sich um die stockenden Holzbläseraccorde weitausgreifende Violin- und Oboecantilenen herumranken, das ergreifende Posaunennachspiel, das \"Et sepultus est\", die majestätische Pracht des \"Et iterum venturus\" und den ergreifenden Schluss. Das wundersam tönende Benedictus, das in seiner weichen vollen Tonfluth wie aus einer anderen Welt herüberklingt, ist schon früher erwähnt worden. Das \"Agnus\" – welches sich über einer Art basso continuo aufbaut – führt in einer überwältigenden Steigerung zum Dona, welches zuerst in der vollen Pracht des Bläserchors erschallt und mild in einen kurzen a capella-Chor austönt.\r\n     Es war ein kühnes Unternehmen, Bruckner's F-moll-Messe mit den bescheidenen Mitteln, die dem Wagner-Vereine zu Gebote stehen, aufzuführen. Um so ehrender war der Erfolg für den Verein und in erster Linie für dessen Dirigenten. Die Aufführung bewies, dass die Begeisterung für die Sache einen kleinen Chor und ein minderwerthiges Orchester zu überwältigenden Leistungen hinzureissen im Stande ist.\r\n     Die Aufführung von Bruckner's \"F-moll-Messe\" war ein grosser Triumph echter deutscher Kunst und es ist wohl kein Zufall, dass sich solche echte deutsche Musikfeste  in diesem Jahre so sehr gehäuft haben, in welchem, wie nie früher, italienische Musik und italienische Sänger sich in die Ohren des Publicums einschmeichelten. Der doppelte Zug: Aufführung nationaler Kunstwerke und Huldigung der wälschen Kunst geht durch unser ganzes modernes Musikleben. Die Deutschen sind eben ein sonderbares Völkchen: auf der einen Seite protzig national, auf der anderen Seite dem Ausländischen ohne Widerstand sich ganz ergebend. Auf der einen Seite jubeln sie dem \"Lohengrin\" zu, auf der anderen \"Mala vita\", heute entzückten sie Bruckner's Symphonien und morgen drängen sie sich in den Saal, um \"echte\" italienische Quetschtenore und tremolirende Primadonnen zu beklatschen. In unserem Kunstleben gibt es keinen festen Halt, zwischen reifen deutschen Meistern und brausköpfigen italienischen Talenten schwankt die Mehrzahl des Publicums kritiklos einher, hier entdeckt es sein deutsches Herz und schreit \"Heil Bruckner\" und dort umringt es den jungen Livornesen Mascagni und johlt \"Eviva Maestro.\" Das ist weniger traurig als komisch: denn ein guter Kern steckt in Allen, und wenn sie der italienischen Kunst überdrüssig geworden, so wenden sie sich doch ihren deutschen Meistern zu und suchen zu sühnen, was sie durch die Nichtbeachtung verbrochen. Im Vorjahre der Mascagni-Taumel, heuer der Bruckner-Jubel – es musste so kommen. Nur Eines wird den wirklichen Musikfreund verdriessen, das Uebermass. Bruckner ist eben das Schlimmste widerfahren, was einem Künstler geschehen kann, er ist – modern. Ein grosser Theil der Hörer bewundert ihn kritiklos, weil es Mode ist, und dieser wird bei der ersten besten Gelegenheit von Bruckner wieder abfallen, wenn etwa die leichten Weisen der Italiener wieder in unsere Stadt einziehen. Dann wird man sich wieder Jenen zuwenden, die dann – modern sind. So ist es Richard Wagner ergangen, so wird es Bruckner ergehen. Wer jedoch den Werth der bewunderten Meister einmal voll erkannt hat, der wird die bald hier, bald dorthin planlos fluthende Masse des Publicums ruhig ihren Weg nehmen lassen, Meister wie Bruckner sind für alle Ewigkeit – modern.\r\n                               Max Graf.\" (°°).\n»Te deum« und d-Moll-Messe werden von J. Sittard im Hamburgischen Correspondenten besprochen (°°°).\nTelegramm aus Hamburg an die Deutsche Zeitung [vermutlich direkt an Theodor Helm]: \"Glänzende Aufführung, durchschlagender Erfolg, andauernder Beifall.\" (#).\nTelegramm von Theodor Hämmerle an Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern, Text handschriftlich, keine geklebten Papierstreifen etc.]:\r\n»&lt;TELEGRAMM No&gt; 10\r\n&lt;an&gt;\r\nDoctor Professor Anton Bruckner Stadt [daneben gestempelt »STEYR« [= dorthin weitergeleitet?]]\n&lt;Von&gt; Wien &lt;Nr.&gt; 143 &lt;Wörter&gt; 31\r\n[links:] &lt;am&gt; 1/4 [...] [rechts:] &lt;Aufgegeben am&gt; 1/4 [...] &lt;um&gt; 11 &lt;Uhr&gt; 7 &lt;Min.&gt;\r\n&lt;Text.&gt;\r\nÜber ihre Meße in Hamburg [d-Moll-Messe 31.3.1893] erhalte ich soeben Telegram[m] glänzende Aufführung durchschlagender Erfolg andauernder Beifall wozu ich den Meister aus ganzem Herzen beglückwünsche\r\nTheodor Häm[m]erle«.\r\n[links unten gedruckt:] &lt;(Auflage 1892.)&gt; (#a).\nIn der \"Lyra\" XVI, Nr. 13 (432) wird auf S. 6 [= S. 114] die Aufführung der 4. Symphonie in Troppau [19.4.1893] angekündigt:\r\n   \"Von Nah und Fern. [...] \r\n    Troppau (Schlesien). Der Männer=Gesangverein bringt bei seinem nächsten satzungsgemäßen Concerte des herrliche Chorwerk von Richard Wagner „Das Liebesmahl der Apostel” [... Uraufführung in Dresden vor 50 Jahren ...], ferner die vierte Symphonie von Dr. Anton Bruckner zur Einführung der Tonschöpfungen dieses genialen Meisters in Troppau, zur Aufführung.\" (##).\n\"Die Presse\" Nr. 90 berichtet auf S. 1f von der am 28.3.1893 eröffneten Kunstausstellung und erwähnt dabei ausführlich als das \"Sehenswertheste\" die Bruckner-Büste [IKO 55]:\r\n\"          Jahresausstellung im Künstlerhause.\r\n                                  I.\r\n     Keine Sensationen, aber eine gute Exposition; [...], die Plastik vorzüglich reich und werthvoll, [...]\r\n     An unseren Plastikern haben wir ehrliche Freude gehabt. Ihre Ausstellung tritt großartig, reich und bedeutend entgegen, vielseitig zugleich und gediegen. [... einige Beispiele ...]\r\n     Eine großartige Ueberraschung hat uns Tilgner mit seinen vier in Bronce, Marmor und Gyps ausgeführten Büsten der drei Musiker Dr. Bruckner, Domcapellmeister Preyer, Director Jahn und ferner Makart's bereitet. Besonders das Erstere ist eine Schöpfung von der höchsten Bedeutung, nicht blos das Sehenswertheste in dieser ganzen Ausstellung, sondern überhaupt das plastische Porträt ersten Ranges, das mir in der Kunst der Gegenwart vor Augen gekommen ist. Dieses Bildniß voll Wahrheit und Leben, voll Geist und Empfindung erscheint mir als ein solches, welches künftigen Zeiten als classisches Beispiel der Auffassung des Bildnisses aus unseren Tagen mustergiltig bestehen wird; hier waltet eine Sicherheit und Größe, eine Vollendung und genialste Ruhe des Künstlergeistes, zugleich aber auch eine elektrisch zündende, naturalistische Treffsicherheit, ein Ablauschen und zugleich auch ein Vergeistigen der Natur, Realistik und Idealistik in jener glücklichen Abgewogenheit, wie sie nur der gottbegnadete Meister sein nennt, so daß man behaupten kann, es ist seit Raphael Donner, jenem nie genug gewürdigten, erhabenen Genius, in Oesterreichs Kunst Größeres nicht geschaffen worden. Auch an der wunderbaren Büste Preyer's hat sich Tilgner herrlich bewiesen, auch an dem feinen, geistvollen Marmorbilde Makart's; diejenige Bruckner's ist jedoch sein Höchstes, das dieser große Künstler je geschaffen, nicht nur sein Bestes in dieser Zeit, sondern im gesammten Rahmen der Kunstgeschichte eine Leistung allerersten Ranges. Sie wird ein glänzender Typus unseres Jahrhunderts bleiben für alle Zeiten; man wird schier von Schauern vor der Kraft des Genies überfallen, aber freudig berührt, bei dem Anblick dieses wahren Meisterwerkes.\r\n     [... über weitere Plastiken ... lehnt (auch als Mitglied des Denkmal-Komités) Vogls Projekt zum Raimund-Denkmal ab ...]        I.\"\r\n[Dr. Albert Ilg (siehe Anmerkung)] (###).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 09:28"}, {"ID": 189404015, "Datum": "1.4.1894, Sonntag", "Haupttext": "Kritik zum Konzert mit dem »Germanenzug« [am 29.3.1894] in der Musikalischen Rundschau Nr. 7 auf S. 51:\r\n\"               Aus Wiener Concertsälen.\r\n     – Der Männergesangverein gab kurz aufeinanderfolgend zwei Concerte, ein \"weltliches\" und ein geistliches. Uns hat er mit keinem derselben befriedigt. [...] Was ein strebsamer Dirigent an der Spitze eines Vereines bedeutet, das zeigte das letzte Programm der Singakademie, die durch den Schubertbund verstärkt, durch ein exquisites Programm, wir nennen nur Anton Bruckner's hier endlich einmal in vollkommener Darbietung gebrachten \"Germanenzug\" ebenso überzeugte, wie durch die tadellose [...] Absolvierung desselben. [...]\" (*).\nEbenfalls in der Musikalischen Rundschau erscheint auf S. 53 ein Bericht Ludwig Oblats über die Pariser Aufführung der 3. Symphonie [am 18.3.1894]:\r\n\"             Correspondenzen.\r\n[...]\r\nParis. [...] Und nun die für das Wiener Publikum ohne Zweifel interessanteste Mittheilung: Der siegreiche Name Anton Bruckner's hat auch in Paris seinen Einzug gehalten und es ward uns die großé Freudeund der hohe Genuß zu Theil., die dritte (D-moll) Symphonie des Meisters im vorletzten Concerte Lamoureux vollständig zu hören. – Die Aufführung war eine vortreffliche und Herr Lamoureux hatte sich für das Gelingen des Werkes mit der ganzen Kraft und Autorität seiner Persönlichkeit eingesetzt. – Auf dem explicativen Programm las man aber, wie eine nur durch nüchterne Thatsachen wiegende schwere Anklage die Bemerkung, daß Bruckner bereits 7 Symphonien geschrieben hatte, als die Wiener Philharmoniker sich endlich herbeiliessen, das damals letzte Werk des heimischen Meisters, als erstes in ihren Concerten aufzuführen und dies auch erst, als es im Ausland bereits grossartigen Erfolg gefunden hatte. – Ist man in Wien seither zur Einsicht gekommen, daß da Vieles gutzumachen sei?\r\n              Ludwig Oblat.\" (**).\nÜber die Aufführung des »Germanenzugs« schreibt auch das Neuigkeits-Weltblatt Nr. 74 auf S. 7, signiert \"Alpha\" [Albert Gustav Roncourt]:\r\n\"     Wiener Singakademie. Jedes Ding gewinnt, wenn es zur richtigen Zeit gebracht wird. [... über Konzert-Uhrzeiten (sonst oft mittags, diesmal günstig am Abend), Besuch nicht optimal, Lob für Beethovens \"Christus am Ölberg\" und die Chorphantasie mit Ferdinand Löwe ...] Eingeleitet wurde der Konzertabend mit dem schwungvollen Vortrage des Männerchores mit Instrumentalbegleitung \"Germanenzug\" von Dr. Anton Bruckner durch den \"Schubertbund\" unter der feurigen Führung des Chormeisters Herrn A. Kirchl, der am Schlusse in mehreren Hervorrufen den Dank des Publikums erntete.    Alpha.\" (***).\n[oder 15.4.1894? vgl. auch \"Anfang April 1894\"] Geplante Aufführung der 2. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker [unter Hans Richter] in einem Konzert des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, in dem auch Siegfried Wagner als Dirigent mitwirken sollte (°).\nIm \"Guide Musical\" bedauert der Kritiker Hugues Imbert, dass er die Aufführung der 3. Symphonie [am 24.3.1894] nicht hören konnte (°°).\nDas Grazer Tagblatt Nr. 88 kündigt auf S. 5 eine Bruckner-Aufführung [5. Symphonie am 9.4.1894] für den 10.4.1894 an:\r\n\"     (Grazer Theater.) Das von der Direction der vereinigten Theater bereits mehrmals angekündigte große Orchesterconcert findet nun definitiv Dienstag den 10. April, 8 Uhr abends, im Theater am Stadtpark statt. Als Hauptwerk gelangt in demselben eine noch ungedruckte Symphonie des berühmten Wiener Meisters Anton Bruckner zur ersten Aufführung. Herr Prof. Dr. Anton Bruckner hat seine Anwesenheit bei diesem Concert, welches unter der Leitung seines Schülers, des Herrn Kapellmeisters Schalk, stattfindet, in Aussicht gestellt. Auf dem Programm stehen außerdem [...].\" (°°°).\nDie \"Caecilia\" Nr. 8 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) meldet auf S. 72 (= S. 8), dass die Wiener Universität eine jährliche Unterstützung für Bruckner beantragt hat:\r\n\"     Weenen. — Het college van professoren der Universiteit alhier heeft zich tot het Ministerie van onderwijs gewend met verzoek aan Anton Bruckner, die doctor honoris causa dezer Hoogeschool is, eene jaarlijksche ondersteuning te verleenen. Zij gronden hun verzoek hierop, dat Bruckner in ongunstige financieele omstandigheden verkeert en bovendien zijn gezondheidstoestand veel te wenschen overlaat.\" (#).", "Letzte Änderung": "07.02.2025 11:24"}, {"ID": 189504015, "Datum": "1.4.1895, Montag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 7 berichtet auf S. 93f vom Jubiläumsfest der Liedertafel »Frohsinn« (mit der Aufführung des »Germanenzugs« am 17.3.1895):\r\n\"Das goldene Jubelfest der Liedertafel „Frohsinn\" in Linz.\r\n                          (Schluß.)\r\n     Mit dem am 10. Februar [recte März] im Maria Empfängnisdome celebrirten Hochamte nahm die Festfeier ihren Anfang. [...]. Einen wahrhaft glänzenden Verlauf nahm der Festabend am 16. Februar [recte März]. [...].\r\n     Am nächstfolgenden Tage fand das Festconcert statt. Das Programm enthielt: Prolog von Dr. M. Semsch, gesprochen von dem Mitgliede des landschaftlichen Theaters, Herrn Albin[,] „Germanenzug\" von A. Bruckner für Männerchor und Orchester, das Ritornell „Die Rose stand im Thau\" von R. Schumann, „Mirjam's Siegesgesang\" von Schubert für gemischten Chor, Sopransolo (Fr. Pelschinowsky) und Orchester und einen Cyklus von Gesängen aus den Hochlandsliedern von Stieler, „Unter der Linde\" von W. Floderer für Männerchor, Tenor= (Herr Kerschbaum) und Baritonsolo (Herr Holzner), sowie großes Orchester. [...]\r\n     Was die Durchführung dieses, in einer der hohen Bedeutung des Festes würdigen Weise zusammengestellten Programmes betrifft, so war überall der Ernst zu erkennen, mit welchem Dirigent und Sänger an ihre Aufgabe schritten. Alles machte den Eindruck wohlthuender Sicherheit. Die Klangwirkung war in allen Tonfärbungen eine hervorragende schöne und mit berechtigtem Stolze kann die Liedertafel „Frohsinn\"auf dieses Concert, sowie auf den ganzen Verlauf des Festes zurückblicken. Wir sehen es an dieser Stelle für eine Ehrenschuld an, des gegenwärtigen Vorstandes, Herrn Stadtrathes J. Milbeck zu gedenken, unter dessen 15jähriger Leitung manche Gegensätze ausgeglichen und das künstlerische Streben des Vereines neuen Aufschwung nahm[.] Gerade in die letzten 15 Jahre fallen die Aufführungen von Meisterwerken unserer Classiker und Romantiker, wie Beethoven's „Ruinen von Athen\", Mozart's Requiem, Schubert's „Häusliche Krieg\" und „Fierrabras\", Wagner's „Liebesmahl der Apostel\", Bruckner's „Te deum“ u. v. A., worin er von den beiden langjährigen Chormeistern Floderer und Arnleitner aufs thatkräftigste unterstützt wurde. Auch der langjährige Secretär des Vereines Herr Kerschbaum sen. verdient für seine werthvollen statistischen Arbeiten, die Verfassung der Jahresberichte und namentlich der gegenwärtig erschienenen Chronik des Vereines, die vollste Anerkennung. Mögen diese erprobten Männer dem Vereine noch lange erhalten bleiben.      R.“", "Letzte Änderung": "03.04.2024 03:48"}, {"ID": 189604015, "Datum": "1.4.1896, Mittwoch (Karmittwoch)", "Haupttext": "Besprechung des III. Internen Musikabends des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (mit Teilen der e-Moll-Messe [19.3.1896]) in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung Nr. 7 auf S. 84, signiert \"-ff.\" [vermutlich Otto von Kapff]:\r\n\"     Der dritte interne Musikabend des Wagnervereines begann mit einem Chor aus dem „Alexanderfest\". Schubert's „Gott in der Natur\" war der Frauenchor nicht ganz gewachsen; dagegen gingen das „Sanctus\" und „Benedictus\" aus Bruckner's E-moll=Messe trotz des sehr schwierigen Satzes unter Herrn J. Schalk's Leitung vortrefflich vonstatten. Der letztere spielte mit den Herren Herold (Violine) und F. Schmidt (Cello) Beethoven's B-dur=Trio, das in dieser Saison, als wäre es die beliebteste Novität, auf vielen Programmen stand. Mit Gesang ließen sich Frl. Martha Gey und Herr Schütte=Harmsen hören; erstere, aus der Schule von Frl. M. Brandt hervorgegangen, ist ein aufgehender Stern. Ihr sympathischer Mezzosopran gibt sich leicht und ohne aufdringliche Allüren, ihr Vortrag stellt sich mit Verzicht auf alle eigenwillige Sucht zu glänzen in den Dienst des jeweiligen Componisten, und so hatten sich denn die gut gewählten Lieder von Liszt und Cornelius („Untreu\" sang sie mit reizendster Schlichtheit) nicht zu beklagen. Herr Schütte-Harmsen, ehemaliger russischer Opernsänger, hat seine Glanzzeit hinter sich; er brachte den „Abendstern\" und „Blick' ich umher\" aus „Tannhäuser\" mit nüchterner Correctheit zur Geltung, die kalt lassen mußte.       –ff.\" (*).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2603, Morgenausgabe, meldet auf S. 8 die erfolgreiche Aufführung der 7. Symphonie in Monte Carlo:\r\n\"    – Bruckner's siebente Symphonie errang im 16. classischen Concerte in Monte Carlo großen Erfolg.\" (**).\nKritik des Konzerts vom 23.3.1896 (mit dem \"Te Deum\") von B. Lvovsky in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung VIII, Nr. 18 auf S. 4:\r\n   \"[...]\r\n   Das erste der zwei angekündigten Dank- und Wohlthätigkeits-Concerte, welche der Laibacher Musikverein „Glasbena matica” in Wien veranstaltete, um den Dank der Laibacher für die während der Erdbeben-Katastrophe seitens Wien geleistete thatkräftige Hilfe zu bethätigen, fand am 23. März im grossen Musikvereinssaale statt. Der 180 Personen zählende gemischte Chor leistet unter seinem Dirigenten M. Hubad sehr Anerkennenswerthes; er folgt jedem Winke seines tüchtigen Dirigenten. Die dynamischen Abstufungen werden mit grosser Gewissenhaftigkeit beobachtet und die Einsätze vollziehen sich mit grosser Präcision. [...] Den Beschluss des Concertes bildete Meister Anton Bruckner's grossartiges „Te Deum” für Soli Orchester und Orgel; leider war die Ausführung desselben keine mustergiltige, und zeugt es etwas von provinzialer Selbstüberhebung, dass Hr. Hubad dieses Werk den Wienern so ohneweiters vorführte. Der Chor schien mit dem Style dieser Composition nicht ganz vertraut zu sein, überhaupt habe ich die Wahrnehmung gemacht, dass mit Rücksicht auf die stattliche Zahl, insbesondere der weiblichen Stimmen, die Sache etwas dünn klang. Die grösste Schuld an dem theilweisen Misslingen des „Te Deum” trugen allerdings die Solisten; der Tenorist Hr. Laschek war ziemlich unsicher, auch Hr. Kliment zeigte sich weniger fest als wie im Fibich'schen Werke. Die Damen Frl. Sofie Chotek (Sopran) und Eugenie Hofmann (Alt) boten noch die erfreulichsten Leistungen, insbesondere Erstere verfügt über eine hübsche, klangvolle Stimme. Schwankungen gab es genug und musste man oft den guten Willen für die That nehmen; zu berücksichtigen bleibt aber, dass die Composition eine äusserst schwierige und daher die Leistung immerhin eine respectable ist. [...]     B. Lvovský.\" (***).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 91 bringt auf S. 8 eine mit »T. K.« signierte Besprechung des Konzerts vom 27.3.1896 (mit dem Quintett):\r\n\"     Böhmisches Streichquartett. (Großer Saal, 27. März.) Ein interessantes Programm zum Abschied! Ihren reichbegabten Landsmann Dvorak hatten sie an die Spitze gestellt [... A-Dur-Sextett, Brahms-Klavierquartett ...]. Um so kräftiger, wärmer und edler hob sich das Bruckner'sche Quintett ab, an dem die tschechischen Gäste in geradezu überraschender Weise zeigten, wie tief sie doch in das so seltsam vereinsamte deutsche Werk einzudringen vermocht hatten. Wäre das Tempo des Adagio nicht Anfangs zu langsam genommen gewesen und damit eine fühlbare Schwere auf den herrlich schlichten Gesang gelastet worden, der Eindruck wäre ein noch tieferer gewesen. Wohlthätig war es, daß ein beträchtlicher Theil der musikalischen Schönheit den Saal verlassen hatte, so daß die Zurückbleibenden wohl zumeist der Bruckner=Gemeinde angehörten und sich in den Beifallsjubel keine störende Empfindung zu mengen brauchte. Wird der Bruckner noch lange warten müssen und – können?                   T. K. \" (°).\nDas Konzert vom 25.3.1896 wird in der \"Lyra\" Nr. 13 (503) auf S. 9 (147) besprochen, signiert \"B-r.\":\r\n\"     Schubertbund. Das am Mittwoch, den 25./3. abgehaltene Orchesterconcert dieses hervorragenden Vereines hatte einen glänzenden künstlerischen Erfolg, der wohl in erster Linie dem ausgezeichneten sich immer mehr in seine Aufgabe hineinlebenden Chormeister Adolf Kirchl und der unermüdlichen Vereinsleitung, nicht zuletzt aber auch der trefflichen, hochgebildeten Sängerschaar zu verdanken ist. [... Schubert (Rosamunde-Ouvertüre und \"Gesang der Geister über den Wässern\" [sic] ...]. Ein zweiter grübelnder Chor \"Träumen und Wachen\" (mit Tenorsolo) von Anton Bruckner folgte hierauf – es war beinahe zuviel \"schwere\" Musik an einander gereiht. Die Grillparzer'schen Verse: \"Schatten sind des Lebens Güter, Schatten seiner Freuden Schaar, Schatten Worte, Wünsche, Thaten: Die Gedanken nur sind wahr – –\" beschatten leicht selbst die holde Muse: Musik[,] und sie oder vielmehr Freund Bruckner zeigt uns ein vergrämtes Gesicht; die Töne klingen in Dissonanzen, die fortschweben, wenn sich auch über ihnen die Solostimme erhebt und beruhigend verkündet: \"Und die Liebe, die Du fühlest, Und das Gute, das Du thust, Und kein Wachen, als im Schlafe, Wenn Du einst im Grabe ruhst – –\" der Schmerz über das Herbe in diesem Stücke, weil er eben gar so empfindlich, kann nicht so bald überwunden sein. Da hatte es darauf leichter Herr Heuberger mit seinem Chor [... ausführlicher über Arnold Krugs \"Fingal\" ...]. Noch sei der prächtigen Gesammtleistung von Chor und Orchester gedacht; der warme Beifall des zahlreichen Publikums – sämmtliche Sitze waren vergriffen – bezeugte von [sic] volle Würdigung des Gebotenen.      B–r.\" (°°).\nAuf Seite 12 reagiert die Redaktion auf eine mutmaßliche Stellungnahme Theodor Helms, vermutlich das Bruckner-Heft vom 15.12.1895 und das Konzert vom 18.12.1895 betreffend:\r\n\"                       Offene Post.\r\n     Herrn Dr. Th. Helm, Wien. Es freut uns, daß Sie sich durch gewisse, uns ganz fernliegende Unterstellungen in Ihrer zutreffenden Auffassung der Mittheilung der \"Lyra\" über die bewußte Reclame=Nummer jener musikalischen Theaterzeitung nicht irre machen ließen. Die \"Lyra\" ist für Bruckner in würdiger Weise bereits eingetreten, als jene Theater= und Musikzeitung noch gar nicht bestand und der Briefkasten=Bruckmüller wohl kaum noch den Namen Bruckner buchstabiren konnte! Die \"Lyra\" nahm von der verurtheilenden Kritik der \"Dresdener Nachrichten\" und Berliner Musikblätter gegen die Reclame=Nummer jener Wiener Theater=und Musikzeitung einfach Notiz, um zu zeigen, wie man in Deutschland über gewisse Un–geschicklichkeiten denkt! Und das schon hat jenes \"Kunst\"=Organ zu Wuthausfällen und Stylblüthen, wie \"Literarische Jauche!\", Dresdener Winkelreferent(!)\", \"brotneiddurchtränkten (!!) Seitenblicken\", \"Pamphleten\" u. s. w. veranlaßt, die für ein \"Kunst\"blatt natürlich sehr bezeichnend sind! Mit derlei \"Kunstschriftstellern\" sich weiter abzugeben, wäre völlig zwecklos! [...]\" (°°°).\n(2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Richard von Perger mit Friedrich Kiels Oratorium »Christus« (#)).", "Letzte Änderung": "25.04.2026 02:34"}, {"ID": 189704015, "Datum": "1.4.1897, Donnerstag", "Haupttext": "Die Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 15 erwähnt auf S. 6 die Aufführung von \"Locus iste\" und \"Christus factus est\" (WAB 11) [am 21.3.1897] (*).\r\nAuf S. 5 wird Bruckner in einem Gedicht von Arthur Barde über Max Kalbeck erwähnt (*a).\nDie \"Lyra\" Nr. 13 meldet\nauf Seite 5/145 den Beschluß des Linzer Gemeinderats [10.3.1897], für Bruckner ein Denkmal und eine Gedenktafel zu errichten (**)\r\nund verzeichnet auf Seite 7 die Aufführung von \"Helgoland\" am 28.3.1897: \r\n\"[...] \"Helgoland\" (Aug. Silberstein), Chor mit Orchester von Dr. Ant. Bruckner. „Kriegsgesang\" (Nach Th. Moore, von Freiligrath), Chor mit Orchester von Franz Lachner. Das Concert war in Folge des schlechten Wetters etwas schwächer besucht, der künstlerische Erfolg dagegen ein befriedigender. Bericht folgt.\" (***).\nDas Dresdner Journal berichtet von der Aufführung des \"Te deum\" unter Nicodé (°).\nDas Musikalische Wochenblatt erwähnt im \"Münchner Musikbrief\" auf S. 197f die Aufführung der 7. Symphonie und von Teilen des 1. Aktes von \"Parsifal\" unter Fischer [am 1.11.1896 gemeint?] (°°).\nDie Reichswehr Nr. 1131 bringt auf S. 3 (Abendblatt) eine Kritik zur Aufführung von \"Helgoland\" [am 28.3.1897] (°°°).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 74 berichtet auf S. 3 über \"Die Thätigkeit der Leo-Gesellschaft im Jahre 1896.\" [vgl. 26.3.1897]:\r\n\"[...] – Die Section für Literatur und Kunst hielt jeden Montag abends im „Kaiserhof\" Besprechungen ab. Hiebei gelangten Referate über religiöse Malerei und die Mittel zur Hebung derselben; über ein Bruckner Denkmal; über den Stand der Kirchenmusik; über die Ausgrabungen in Carnuntum u. a. m. zur gründlichen Berathung. [...]    Kais. Rath Dr. Truxa.\" (#)", "Letzte Änderung": "24.08.2026 22:26"}, {"ID": 189804015, "Datum": "1.4.1898, Freitag", "Haupttext": "Artikel Theodor Helms \"Ein Bruckner-Fest in Linz\" in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 15 auf S. 4f über die Aufführung der 1. Symphonie [etc.] am 20.3.1898 (*).\nVon diesem Konzert (datiert 25.3.1898) berichtet auch die Ostdeutsche Rundschau Nr. 90 auf S. 1 (**).\nEs wird auch in Theodor Helms \"Wiener Musikbrief\" im Pester Lloyd Nr. 79 erwähnt, der auch eine Kurzkritik zum \"Te deum\" [am 7.3.1898] enthält (***).\nDie Linzer Tages-Post berichtet vom Konzert am 27.3.1898 mit dem Chor \"Um Mitternacht\" mit Tenorsolo und Floderers Harfenbegleitung [WAB 90] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189904015, "Datum": "1.4.1899, Samstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 12431 (Abendblatt) teilt mit, daß im Atelier von Fritz Zerritsch neben der Büste von Siegfried Wagner auch das Bruckner-Denkmal besichtigt werden kann (*).\nIn der Österreichischen Musiker-Zeitung [= Österreichisch-Ungarische Musiker-Zeitung?] Nr. 7 wird auf S. 54 die Aufführung der 4. Symphonie am 6.7.1899 angekündigt: \"Concertberichte. Das städtisch subventionirte Spörr'sche Orchester in Innsbruck veranstaltet unter der Direction des Capellmeisters M. Spörr in der kommenden Saison Nachmittagskonzerte und bringt dabei folgende Programme zur Aufführung: [...] | Donnerstag, den 6. Juli VII.Symphonieconcert. | 1. R. Wagner, Trauermarsch beim Tode Siegfrieds aus \"Götterdämmerung\" | 2. A. Bruckner, Symphonie Nr. 4 (Romantische) Es-dur [...]\" (**).\nJul. Twardowski bespricht in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 15 auf S. 2 das Konzert [vom  25.3.1899] mit \"Helgoland\" (***).\r\nAuf S. 10 Hinweis auf das Konzert vom 15.4.1899 mit der 5. Symphonie und dem 150. Psalm (°).\nZu den Konzerten vom 24.3.1899 (Vaterlandslied \"O könnt ich dich beglücken\" [WAB 92, geplant oder tatsächlich aufgeführt?]) und 25.3.1899 (\"Helgoland\") erscheint eine Kritik von Hagen in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 90 auf S. 8f (°°).\nBesprechung der Aufführung der e-Moll-Messe [am 17.3.1899], signiert \"G. v. B.\" (= Gaigg von Bergheim), in der Reichspost Nr. 75 auf S. 6 (°°°).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 17:25"}, {"ID": 190004015, "Datum": "1.4.1900, Sonntag", "Haupttext": "Auf das Konzert vom 2.4.1900 mit der 3. Symphonie weisen mehrere Zeitungen hin:\n\n\nDeutsche Zeitung (*), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 89 (Morgenblatt) auf S. 42 (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse (***), \n\n\n\nOstdeutsche Rundschau Nr. 90 auf S. 6 (°) \n\n\n\n\nund Reichswehr Nr. 2207 (Morgenblatt) auf S. 8 (°°). Ursprünglich geplanter Termin für das auf den 8.4.1900 verschobene Linzer Festkonzert (mit 3. Symphonie, \"Locus iste\" und 150. Psalm) (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190304015, "Datum": "1.4.1903, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des \"Germanenzugs\" im Konzert des Deutsch-akademischen Gesangvereins unter Dr. Eugen Zaar im Großen Festsaal des Deutschen Hauses in Brünn. \n\nMitwirkende: Helene Schemmel (Alt), Anton Tomaschek (Violine), Otto Burkert (Orgel bei Griegs \"Landkennung\") und das Theaterorchester.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190404015, "Datum": "1.4.1904, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Franz Gräflinger \"IV. Bruckner-Festkonzert.\" über das Konzert vom 27.3.1904 mit der 6. Symphonie, dem Intermezzo und der f-Moll-Messe [vermutlich in der Linzer Zeitung]. \"Göllerich erwies sich neuerdings als genialer Brucknerdirigent [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190504015, "Datum": "1.4.1905, Samstag", "Haupttext": "In der Wochenschrift für Kunst und Musik wird die Aufführung der 1. Symphonie [am 15.3.1905] gemeldet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190604015, "Datum": "1.4.1906, Sonntag", "Haupttext": "5. Fest-Konzert der Bruckner-Stiftung in Linz mit dem 114. Psalm, der 7. Symphonie und dem »Te deum«. (*).\nDas 44-seitige Programmheft enthält auf S. 3-5 einen \"Aufruf zur Errichtung eines Bruckner-Denkmales in Linz\", auf den SS. 6-40 Werkeinführungen Göllerichs und auf S. 41 einen \"Aufruf an alle Freunde Anton Bruckners\" (*a).\nAnton Riegl schreibt darüber in der Welser Zeitung (**).\r\nSolisten im Te deum sind Emmy Karvasy-Borchert aus Berlin (***) (°),\r\nAnna Königstorfer, Viktor Wenzl und Leopold Brandstötter (°).\n\r\nHinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Zeitung Die Zeit Nr. 1263 auf S. 7 (°°).\nAufführung des fünfstimmigen Tantum ergo in D-Dur (WAB 42) unter Leitung von Karl Rouland in der Kirche St. Peter (°°°).\n \nArtikel von Max Auer \"Mozart - Bruckner\" in der Linzer Tages-Post Nr. 75 auf S. 1f.\nAusführlich über die musikalischen Beziehungen und die geistige Verwandtschaft. Erwähnt werden Theodor Helms Urteil über die 1. Symphonie, musikalische Reminiszenzen (Locus iste, 2. Symphonie), Göllerich, ein Artikel von Egon von Komorzynski im 5. Heft der \"Musik\" über Kirchenmusik, Mozarts Einfluss auf Johann Baptist Weiß in Hörsching, eine Aufführung der 4. Symphonie unter Felix Mottl beim letzten Mozart-Fest in Salzburg [13.8.1904] und eine Rede Mottls am Vorabend (#).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 14945 berichtet auf S. 12 von der Aufführung von Otto Kitzlers (jun.) \"Trauermusik dem Andenken Anton Bruckners\" [am 14.3.1906], signiert \"J. K.\" [Julius Korngold] (##).\n \nAufführung von Otto Kitzlers (jun.) \"Trauermusik dem Andenken Anton Bruckners\" (in der Orchesterfassung) durch die Ortsgruppe des Olmützer Musikerbundes unter Wladimir Labler im Städtischen Redoutensaal in Olmütz (###).", "Letzte Änderung": "21.10.2025 11:11"}, {"ID": 190704015, "Datum": "1.4.1907, Montag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 28.2.1907 (3. Symphonie in Manchester) in The Musical Times: \"[...] Bruckner's Symphony No. 3 in D minor, made little impression at the following concert [...]\".", "Letzte Änderung": "15.06.2026 08:58"}, {"ID": 190804015, "Datum": "1.4.1908, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191304015, "Datum": "1.4.1913, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Meininger Hofkapelle unter Max Reger im 1. Konzert des Meininger Musikfestes.\r\nAußerdem erklingen Werke von J. S. Bach (Suite Nr. 3 D-Dur), Mozart (Arie aus \"Don Giovanni\" mit Anna Kaempfert) und Reger (Concert im alten Styl) (*).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:23"}, {"ID": 191504015, "Datum": "1.4.1915, Gründonnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Georg Schnéevoigt [in Stockholm?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191904015, "Datum": "1.4.1919, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Hermann Scherchen an die Universal-Edition:\r\n   In Berlin habe sich eine Vereinigung Berliner Musikfreunde gebildet, deren Leiter er werden solle. Er habe für die Programmgestaltung gefordert, daß in den 8 großen Symphoniekonzerten u.a. auch Bruckner, Mahler, Schönberg, Schreker etc. gebracht würden (*).\nIn einem Artikel [Heinrich Schoofs?] der Arbeiter-Sänger-Zeitung auf S. 1f über künftige Konzertplanungen wird auch Bruckner erwähnt (**).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 21:04"}, {"ID": 192004015, "Datum": "1.4.1920, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Hans Tessmer \"Das Bruckner-Erlebnis\" in \"Der Tag\" (Berlin), Ausgabe B.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192104015, "Datum": "1.4.1921, Freitag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 89 auf S. 6 (*).\n \nAufführung der 9. Symphonie und des \"Te Deum\" unter Bernhard Tittel im Großen Konzerthaussaal in Wien (**).\nSolisten sind Hermine Kittel, Mina Lefler, Hermann Gallos und Franz Markhoff (**a).\n[Für dieses Konzert?]\nAb 1921 erschien in den Programmheften des Wiener Konzerthauses nicht wie sonst der Artikel Robert Hirschfelds vom 11.2.1903, sondern ein neuer Artikel von Kurt Roger, größtenteils eine Zusammenfassung von Hirschfelds Text (**b).", "Letzte Änderung": "18.11.2024 09:12"}, {"ID": 192204015, "Datum": "1.4.1922, Samstag", "Haupttext": "Julius Bittner berichtet Theodor Haas, er sei Schüler von Joseph Labor gewesen. [Ich] »rannte immer hinüber zu Bruckner, der mir lieber war. Aber gelernt habe ich bei keinem viel.« (*).\n \nDie Linzer Tages-Post Nr. 75 bringt auf S. 8 eine Besprechung \"Dr. Anton Bruckner-Josef Reiter=Konzert der Liedertafel Vöcklabruck.\", derzufolge in diesem Konzert ein Teil Bruckner gewidmet war und von Max Auer geleitet wurde.\nEs erklangen \"Locus iste\" , \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6], \"Germanenzug\", \"O könnt ich dich beglücken\" [WAB 92] (mit Heinz Keldorfer, Adolf Bocksleitner, H. Theusinger, Haring und R. Mayer) und \"Um Mitternacht\" (Altsolo Frl. Zolar) [WAB 89].\nHinweis auf Max Auers demnächst erscheinende Bruckner-Biographie (**).", "Letzte Änderung": "20.06.2025 09:55"}, {"ID": 192304015, "Datum": "1.4.1923, Sonntag (Ostersonntag)", "Haupttext": "[Ostern, ca. 1.4.1923]\nDer erste Band von Göllerichs Bruckner-Biographie erscheint [bei Bosse in Regensburg] (*).\n \n[1.4.1923]\nUm 18 Uhr Aufführung eines Tantum ergo in der Kapuzinerkirche in Linz (**).\n \nAufführung des Quintetts durch das Gottfried-Herbst-Quartett im vierten Kammerkonzert in der Central Christian Church in Spokane (Washington). Mitwirkende: Gottfried Herbst, Fred La Fond, Ferdinand Sorenson, Julius Blinn [2. Viola N.N.]. Auf dem Programm stehen außerdem das Klavierquintett von Brahms (mit der Pianistin Pauline Kimmel) und ein Streichquartett von Arelnow (***).\n \nAnkündigung der 9. Symphonie für den 6./7.4.1923 in The Cincinnati Enquirer Nr. 91 auf  S. 5 des 3. Teils:\n\"               AMONG THE MUSICIANS\n     The thirteenth pair of symphony concerts by the Cincinnati Symphony Orchestra, under leadership of Fritz Reiner, will take place this week, Friday ad´fternoon and Saturday evening, in Emery Auditorium. The program includes two symphonies, both of which are entitled \"Unfinished'.' The first is the Symphony No. 9 of Anton Bruckner and the second Symphony No. 8 in B minor of Schubert.\n     There is much romantic as well as pathetic interest surrounding both of these symphonies. Before finishing his Symphony No. 9 Anton Bruckner was taken ill and the work never was completed in a sense of having four movements. The work was written in 1894; the composer died in Vienna in 1896, and the symphony was first performed in Vienna in 1903. In the matter of the B minor symphony of Franz Schubert, this is called the \"Unfinished\" because only two movements were found. [... über das Werk ... Kartenbüro ...].\" (°).\n \nAufführung von Werken Bruckners [sicher das Quintett], Hugo Wolfs und Mozarts durch das Karl-Klingler-Quartett im 5. Festkonzert des Bezirksbildungsausschusses Groß-Berlin in der Berliner Philharmonie.\nWiederholung vom 11.3.1923 (°°).\n \nArtikel \"Der verworrene Bräutigam\" von Ernst Decsey im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 89 auf S. 2-4 [fiktive Erzählung] (°°°).\r\nDaraufhin erhält Decsey am 2.4.1923 Besuch von Victor Léon. Beide beschließen, ein Volksstück über Bruckner zu verfassen. Nach wenigen Wochen lag \"Der Musikant Gottes\" vor (#).", "Letzte Änderung": "09.06.2025 22:11"}, {"ID": 192404015, "Datum": "1.4.1924, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Städtische Orchester Trier unter Heinrich Knapstein in der Treviris in Trier (*).\n \nHinweis auf das heutige Konzert der Ghibellinen in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 91 auf S. 6 (**).\n \nBruckner-Feier der Wiener Akademischen Sängerschaft \"Ghibellinen\" unter Franz Pawlikowski mit Aufführung der d-Moll-Messe. Zuvor spielt Franz Schütz Regers \"Ein' feste Burg ist unser Gott\", Dr. Werner Riemerschmid spricht einen Bruckner-Prolog von Robert Hohlbaum (***).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 15:09"}, {"ID": 192504015, "Datum": "1.4.1925, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner-Feier in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192804015, "Datum": "1.4.1928, Sonntag", "Haupttext": "The Standard Union Nr. 271 (Brooklyn, New York) bringt auf S. 21 (= S. 7 des 2. Teils) einen Saisonrückblick, in dem auch die zwei Aufführungen der 9. Symphonie [1./2.12.1927] als Erstaufführungen in der Konzertreihe des New York Philharmonic Orchestra erwähnt werden. Außerdem wird mitgeteilt: \"Next season marks the first of the combined Philharmonic and New York Symphony societies.\" (*).\n\n\nEine vergleichbare Übersicht erscheint auch in The Brooklyn Daily Eagle Nr. 91 auf S. 69 (= S. 5 des 5. Teils)\n[Auf derselben Seite eine Abbildung von Ossip Gabrilowitsch] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192904015, "Datum": "1.4.1929, Montag (Ostermontag)", "Haupttext": "Aufführung eines Bruckner-Werkes [\"Trösterin Musik\"] in Berlin laut Ankündigung:\n\"     Osterkonzert des Neuköllner Reichsbanners. Das Musikkorps Reichsbanner Neukölln veranstaltet gemeinsam mit dem Gesangverein der Berliner Buchdrucker \"Typographia\" am 1. April, 17½ Uhr, im Konzertsaal bei Kliems, Hasenheide, ein Konzert, bei dem Werke von Strauß, Brückner und Bach aufgeführt werden.\" (*).\nDie Chöre (darunter auch Schubert-Lieder und Volkslieder) leitet Dr. Hugo Strelitzer, die Orchesternummern (Wagners \"Nibelungenmarsch\", Bachs \"Jubel-Ouvertüre\", Offenbachs \"Orpheus\"-Ouvertüre und den Rotgardistenmarsch) Dirigent Rudloff (*a).\n \nAufführung des Chors \"Trösterin Musik\" durch den Männerchor \"Solidarität\" (Mitglied des DASB) unter Emil Thilo in der Hochschule für Musik in Berlin.\nAuf dem Programm stehen außerdem u. a. Volkslieder, Chöre von Lachner und Hugo Kaun, ein Orgelpräludium von Mendelssohn und Kammermusikwerke (darunter Beethovens Klaviertrio op. 11 mit dem Liebermann-Trio) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193304015, "Datum": "1.4.1933, Samstag", "Haupttext": "Gründungsversammlung des Musikwissenschaftlichen Verlags der Internationalen Bruckner-Gesellschaft in der Kanzlei des Rechtsanwaltes Friedrich Werner in Wien.\nAnwesend sind Max Auer, Heinrich Damisch, Norbert Furreg, Robert Haas, Ferdinand Habel, Hugo Hitschmann, Rudolf Holzer, Wilhelm Kienzel (als Präsident der Autorengesellschaft), Franz Moißl, Martha Schnürch, Martin Spörr, Hans Wagner-Schönkirch und Friedrich Werner.\nKarl Kobald, Hans Sperl und Josef V. von Wöss waren entschuldigt abwesend.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193404015, "Datum": "1.4.1934, Sonntag (Ostersonntag)", "Haupttext": "Enrica von Handel-Mazzettis Aufruf für die Bruckner-Orgel in St. Florian erscheint in »Schönere Zukunft« Nr. 37 (*).\n \nBleistifteintragung \"Karl Bucher | Wien 1. IV. 1934 |  \"  22. IV. 1934\" in einer 1. Trompetenstimme der e-Moll-Messe (Plattennummer \"D. 2346.\"), \"BZ [?] 1. IV. 1934 | Wien\" in der 2. Trompetenstimme (**).\n \n[zum Programm des 1.4.1934 gehörend, aber erst nach Mitternacht (2.4.1934) gesendet]\r\nDer Rundfunksender Frankfurt bringt als Abschluss des Programms von 24:00 bis 2:00 Uhr [= 2.4.] eine „Nachtmusik (Schallplatten)“ , an deren Ende das Scherzo der 9. Symphonie steht (***).\n \nRadio Wien überträgt aus dem Stephansdom in Wien zwischen 9:00 und 10:30 Uhr das Pontificalamt, zu dessen Beginn das \"Ecce sacerdos\" von Domchor und Domkapelle unter Ferdinand Habel aufgeführt wird (°).", "Letzte Änderung": "06.04.2026 11:07"}, {"ID": 193504015, "Datum": "1.4.1935, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hermann Stange im 9. Philharmonischen Konzert in Berlin. Karol Szymanowski tritt als Klaviersolist in einem eigenem Werk auf (*).\nArtikel »Anton Bruckner und der Linzer »Frohsinn««, signiert »A. W.« in der Volkszeitung (**).", "Letzte Änderung": "18.06.2025 10:55"}, {"ID": 193704015, "Datum": "1.4.1937, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Nationalsozialistische Wiener Tonkünstler-Orchester unter Leopold Reichwein im 3. Symphoniekonzert im Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "09.01.2026 23:04"}, {"ID": 193804015, "Datum": "1.4.1938, Freitag", "Haupttext": "Einspielung des \"Herbstlieds\" durch den Aachener Domchor unter Theodor Rehmann.", "Letzte Änderung": "09.08.2026 13:48"}, {"ID": 194004015, "Datum": "1.4.1940, Montag", "Haupttext": "Gemäß der Satzung der Deutschen Bruckner-Gesellschaft werden mehrere Bruckner-Verbände und -Gemeinden errichtet:\r\nBruckner-Gemeinde Aachen (Leiter: Dr. Claus Springsfeld),\r\nBruckner-Verband Baden (Leiter: Dr. Fritz Grüninger, Weinheim),\r\nBruckner-Gemeinde Baden-Baden (Leiter: Eduard Ritter von Herold),\r\nBruckner-Gemeinde Freiburg i. B. (Leiter: Heinrich Zöllner),\r\nBruckner-Gemeinde Heidelberg (Leiter: Frl. Clara Ernst),\r\nBruckner-Gemeinde Karlsruhe (Leiter: Franz Phililpp),\r\nBruckner-Gemeinde Mannheim (Leiter: Fritz Seefried),\r\nBruckner-Gemeinde Pforzheim (Leiter: Karl Brehm),\r\nBruckner-Gemeinde Berlin (Leiter: Dr. Rudolf Siegel, Geschäftsstelle: Walter J. Donati),\r\nBruckner-Gemeinde Hamburg (Leiter: GMD Eugen Jochum, Geschäftsstelle: Dr. H. Rehwoldt),\r\nBruckner-Gemeinde Karlsbad (Leiter: GMD Robert Manzer),\r\nBruckner-Gemeinde Leitmeritz (Leiter: MD Franz Seemann),\r\nBruckner-Gemeinde München (Leiter: Dr. Siegmund von Hausegger, Geschäftsstelle: Dr. Fritz Staudinger) und\r\nBruckner-Verband Württemberg (Leiter: Prof. Alexander Eisenmann, Stuttgart).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 07:29"}, {"ID": 194204015, "Datum": "1.4.1942, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel in der Solothurner Zeitung, in dem u.a. der Brief vom 14.1.1893 (an Levi) erwähnt wird (*).\nSchallplatteneinspielung des Adagios der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Furtwängler (**).", "Letzte Änderung": "08.03.2026 09:13"}, {"ID": 194304015, "Datum": "1.4.1943, Donnerstag", "Haupttext": "Geplanter Arbeitsbeginn des Bruckner-Orchesters. Ihm gehören 57 Rundfunkmusiker, 8 freie Musiker und 14 Musiker des Deutschen Rundfunks an. Konzertmeister ist Carl Steiner. Dirigent ist Georg Ludwig Jochum.", "Letzte Änderung": "09.01.2026 10:17"}, {"ID": 194904015, "Datum": "1.4.1949, Freitag", "Haupttext": "Artikel »Musikalische Streifzüge« von Edmund Nick im Münchner Tagebuch mit Erwähnung »einer prächtigen Aufführung« der 7. Symphonie durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Eugen Jochum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200608146, "Datum": "14. - 19.8.2006, Montag bis Samstag", "Haupttext": "Brucknertage St. Florian unter dem Motto »Im Unvollendeten liegt die Unendlichkeit« mit einem Vortrag von Hubert Pausinger zur 9. Symphonie und einer Aufführung durch das European Philharmonic Orchestra unter Peter Jan Marthé, einer Präsentation »Schönheit aus Wehmut geboren - bildhafte Assoziationen zur IX. Bruckners«, einer von Prälat Johann Holzinger gestalteten Meditation »Übergänge« in der Bruckner-Gruft und einer Aufführung der 9. Symphonie in einer Version für zwei Klaviere durch Matthias Giesen und Klaus Laczika.", "Letzte Änderung": "25.02.2026 10:42"}, {"ID": 201108146, "Datum": "14.-19.8.2011, Sonntag bis Freitag", "Haupttext": "Bruckner-Tage im Stift St. Florian unter dem Motto \"Der Weg zur Vierten\".\r\n(*) U. a. Aufführung der 4. Symphonie in einer Bearbeitung der Fassung 1880 für zwei Klaviere (Matthias Giesen und Franz Farnberger), einer Improvisation \"Bruckner improvised\" (Christian Mühlbacher and friends) und Aufführung der 4. Symphonie durch die Junge Philharmonie Salzburg unter Remy Ballot. Aufführung des Adagios der 7. Symphonie in einer Version für 12 Hornisten durch das Ensemble Vienna Horns in der Krypta.", "Letzte Änderung": "01.08.2026 18:39"}, {"ID": 198604015, "Datum": "1.4.1986, Dienstag", "Haupttext": "Von der BBC sollte als Aprilscherz ein Text von David Elliot ausgestrahlt werden, der am 26.5.1986 in einer Sendung \"Composers on the Footplate\" gesendet wird.  Demnach habe Bruckners Freundschaft mit zwei österreichischen Eisenbahn-Ingenieuren ihren Niederschlag in seiner Musik gefunden.", "Letzte Änderung": "22.02.2026 18:36"}, {"ID": 199604015, "Datum": "1.4.1996, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado im Großen Festspielhaus in Salzburg. Solisten in Mozarts Sinfonia concertante sind Rainer Kussmaul und Wolfram Christ (*)\n \nBruno Kaufmann holt die Textilrestauratorin Dr. Sille mit zwei Mitarbeiterinnen [Weck und Schwarz] und Bruckners gereinigte und desinfizierte Kleidung im Historischen Museum Basel ab. In zweistündiger Arbeit im Anthropologischen Forschungsinstitut (Aesch) werden die Textilien wieder angezogen bzw. aufgelegt (**).\nMit der Restaurierung der Kleidung durch die Textilrestauratorin Dr. Sabine Sille Maienfisch (Historisches Museum Basel) sind die Konservierungsarbeiten an Bruckners Leichnam in der Schweiz abgeschlossen. Unmittelbar danach erfolgt der Rücktransport nach St. Florian (***).\nIn ihrem Protokoll hält die Restauratorin fest, dass vor allem im Rücken- und Seitenbereich die acht Textilien sehr stark zerstört waren bzw. fehlten. Überall war starker Schimmelbefall, bis zu 6 cm Dicke, feststellbar. Der Zerstörungsgrad ließ eine erneute Bekleidung der Leiche nicht mehr zu; die verbliebenen Textilien wurden auf und seitlich um den Körper gelegt. Die beiden Unterwäschestücke weisen ein gesticktes Monogramm \"A. B.\" auf  (°).\nDie Grabbeigaben verbleiben noch längere Zeit in Aesch; die Blumen werden nachbestrahlt (24.1.2003, Anfang August 2003) und am 11.8.2003 alle Grabbeigaben zurückgegeben (°°).", "Letzte Änderung": "20.11.2025 10:11"}, {"ID": 201401145, "Datum": "14./21.1.2014, Dienstag", "Haupttext": "Zweiteilige Sendung von Werner Klüppelholz Ein kreuzbraver Anarchist. Anton Bruckner. Leben und Werk im Programm des Südwestdeutschen Rundfunks.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185602145, "Datum": "14.2.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Weltlichen Vogtei (Dierzer von Traunthal) an die Geistliche Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche [Konzept und Reinschrift]:\r\n   Schickt die Kompetententabelle für das Konkurrenzspiel vom 25.1.1856 zusammen mit den Gesuchen samt den Beilagen. Auf Grund des beiliegenden Prüfungsprotokolls habe er in der Tabelle einen Vorschlag gemacht [Bruckner zu wählen], zu dem die geistliche Vogtei ihr Einverständnis erklären möge. Unterschriften von Dierzer und [nur im Konzept] Weichhart (*).\nKompetententabelle: Tabelle über Person und Kenntnisse der Bewerber um die Organistenstelle an der Dom- und Stadtpfarrkirche Linz (Georg Müller, Ludwig Paupie, Raimund Hain, Anton Bruckner). Anton Bruckner wird als Dom- und Stadtpfarrorganist vorgeschlagen. Unterschrift von Dierzer von Traunthal (**).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:18"}, {"ID": 186002145, "Datum": "14.2.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen (vermutlich Termin einer Klavierstunde) (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 119v: \"14. Febr zwischen 3 u 4 Uhr Morgens.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102145, "Datum": "14.2.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. Wien 14. Febr.« auf Doppelbogen »No. 53« (»Vorbereitung zur Engführung«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (*). \n Sechter beginnt mit den Korrekturen der in Linz geschriebenen 52 Bogen des Studienheftes. Notiz Bruckners »430 Seiten | in 12 Tagen | v. 14. bis 25. Febr. | v. H Prof. corrigirt« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302145, "Datum": "14.2.1863, Samstag", "Haupttext": "Narrenabend des »Frohsinn« (*). Brief von Otto Kitzler an den »Frohsinn«: \n»Linz, d. 14. Februar 1863. \n   Hochgeehrter Herr!\n   Die gestrige gelungene Aufführung der Oper Tannhäuser und die ebenso freundliche Aufnahme derselben von Seiten des Publikums habe ich nur dem Zusam[m]enwirken der besten musikalischen Kräfte hiesiger Stadt zu danken und muß obenan die gelungene Ausführung der Pilgerchöre stellen. Ich bin Ihnen für das freundliche und bereitwillige Opfer der Mitwirkung der geehrten Herren der Liedertafel „Frohsinn” zu großem Danke verpflichtet und ersuche Sie freundlichst allen den geehrten Herrn Sängern meinen herzlichen, innigen Dank auszudrücken, sowie die Bitte mir zu gewähren mir auch bei nächster Wiederholung des Tannhäuser mir Ihre freundliche Mitwirkung nicht zu versagen. Mit vorzüglicher Hochachtung \nIhr \nergebener \nOtto Kitzler.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186602145, "Datum": "(14.2.1866, Aschermittwoch)", "Haupttext": "None", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702145, "Datum": "14.2.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Auch die Linzer Zeitung bringt auf S. 161 [*] den Bericht des Fremdenblatts über die d-moll-Messe: \n   »* (Domorganist Bruckner.) Am Sonntag wurde in der Hofkapelle zu Wien eine große Messe vom hiesigen Domorganisten Bruckner aufgeführt, und wir lesen darüber im „Fremdenblatte” u. A. Folgendes: „Vor Jahren hat dieser Tonkünstler bei dem Altmeister Sechter die Kompositionslehre durchgemacht, und ist aus dieser Schule, die an Strenge und Grausamkeit der Priesnitz'schen Wasserkur vergleichbar, mit glänzenden Fähigkeiten ausgestattet hervorgegangen. In Bruckner's Messe läßt sich diese Schule wohl stellenweise an der Kunst der Mache durchfühlen; was aber die Auffassung des Meßtextes betrifft, so liegt sie von Sechter's Richtung meilenweit ab. Sie ist nämlich wesentlich poetisch, und zwar zu einem großen Theile poetisch im Sinne der Zukunftsmusiker, so daß meistens eben so viel Musik verloren geht, als an Poesie gewonnen wird. Namentlich macht sich diese poetisirende, schildernde und malende Tendenz im eigentlichen Herzen des Meßtextes, im Credo, bemerkbar; hier geht Bruckner jeder Verlockung zu poetischer Illustration in die Falle. In anderen Sätzen, wie im Kyrie und im Agnus, bleibt er strenge bei der Stange, und aus diesen Stücken leuchtet eine unleugbare musikalische Begabung von nicht gewöhnlicher Art. Offenbar hat sich bei Bruckner in ein ursprünglich gesundes Kernholz ein fremdartiges Propfreis gesenkt, welches an seinen besten Kräften zehrt. Möge er dieses Gewächs bei der Wurzel fassen und es um seiner eigenen musikalischen Zukunft willen herzhaft herausreißen. Und nun sprechen wir schließlich einen alten Lieblingsgedanken aus, wenn wir Herrn Bruckner wünschen, es möchte ihm gelingen, sich in Wien auf die Dauer musikalisch niederzulassen. Man könnte in Wien diesen Tonkünstler, der sich einer fast sträflichen Bescheidenheit befleißigt, an zwei Handhaben fassen: an seinen großen theoretischen Kenntnissen aund an seinem wahrhaft bedeutenden Orgelspiel. Ist keine Kirche für ihn gebaut, kein Lehrstuhl für ihn vakant? Was er als Lehrer sein könnte, wissen wir freilich nicht aus eigener Anschauung; wie er aber die Orgel meistert, haben wir wiederholt erlebt. Auch am 12. d. [sic!], am Schluß seiner Messe, setzte er sich an die Orgel und führte ein Thema frei durch. Mit welcher Kraft und Fülle das durch die Kapelle brauste! In virtuoser Behandlung des Pedals hat Herr Bruckner nicht leicht einen Nebenbuhler; er entwickelt darin eine wahre Fingerfertigkeit der Füße. Und dem entspricht seine wunderbare Gewandtheit auf dem Manual, eine Gewandtheit, für die kaum eine Schwierigkeit vorhanden ist.”«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186902145, "Datum": "(14.2.1869, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Liszt (Préludes), Händel und Mendelssohn (3. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:23"}, {"ID": 187402145, "Datum": "14.2.1874, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an J. M. Kaiser in Linz:\r\n    Hat seine Bitte nicht selbst [sondern vermutlich durch Carda (*a)] vorbringen können, da er die Adresse nicht wußte. Verdeutlicht seine Vorstellung von der kalligraphischen Gestaltung des Widmungsblattes zur 3. Symphonie mit spezieller Hervorhebung des Namens »Wagner«. Hat Carda schon vor 6 Wochen mit dieser »Mission« beauftragt (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 13:53"}, {"ID": 187502145, "Datum": "14.2.1875, Sonntag", "Haupttext": "Skizze zum Adagio der 5. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187902145, "Datum": "(14.2.1879, Freitag)", "Haupttext": "Wiener Erstaufführung von Wagners »Götterdämmerung« (in gekürzter Fassung).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002145, "Datum": "14.2.1880, Samstag", "Haupttext": "Eduard Schelle berichtet in der \"Presse\" Nr. 44 auf S. 3 vom Konzert am 4.2.1880 (mit 2 Sätzen der 4. Symphonie):\r\n\"[...]\r\n     Der Wiener akademische Wagner-Verein hatte in derselben Woche im Saal Bösendorfer, und zwar Mittwoch seinen ersten diesjährigen musikalischen Abend im internen Kreise in Scene gesetzt. [... Klassisches und Modernes ... 2. und 3. Satz machten großes Aufsehen ... Kürzungen wären von Vorteil ... Mitwirkende: Mottl, Paumgartner, Kupfer, Goldmann, Ricchini, Weiß, Winkler ...].\r\n      Sollte dieser interne Abend des Wagner-Vereins einen Schatten vorausgeworfen haben und uns noch im Laufe des Jahres jene \"Symphonie\" Bruckner's im vollen orchestralen Ornate begegnen? Wir wünschen es dem talentvollen Componisten von Herzen.\r\n                E. Schelle\"", "Letzte Änderung": "15.02.2025 10:47"}, {"ID": 188102145, "Datum": "14.2.1881, Montag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 44 kündigt auf S. 4 irrtümlich ein Bruckner-Konzert an [als Orgelkonzert bezeichnet wie in den häufigen Inseraten in der Wiener Allgemeinen Zeitung, dort aber immer 20.2.1881]: \n\n     \"Vergnügungs-Anzeiger\n          für den 14. Februar 1881.\n\n[...] \n\n          Im 1. Bezirk. \n\nGroßer Musikvereinssaal (Mittags 1/2 1 Uhr): Bruckner's Orgelconcert mit Orchesterbegleitung.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302145, "Datum": "14.2.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner erfährt im Konservatorium die Nachricht von Wagners Tod (*).\r\nDie abendlichen Gebetsaufzeichnungen sind ungewöhnlich umfangreich (*a).\nKalendernotiz Bruckners: »14. [Februar] 15. [Lektion Lamberg]« (**).\n(Meldung im Bayreuther Tagblatt (***)).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:21"}, {"ID": 188402145, "Datum": "14.2.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »14. Fbr.« und mehrere unbezeichnete Ausgabenposten (*).\n\n\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 44 berichtet auf S. 5 vom Konzert am 29.1.1884 (mit Teilen der 4. Symphonie): \n\n     \"Konzerte. [... über andere Konzerte ...] In dem vergangene Woche bei Bösendorfer stattgehabten Konzerte der Brüder Josef und Franz Schalk waren es zunächst die beiden Sätze aus Anton Bruckner's Es-dur-Symphonie, welche, von Josef Schalk musterhaft auf das Klavier übertragen und eminent vorgetragen, die von vielen begeisterten Verehrern des Komponisten allerdings verstärkte Zuhörerschaft, zu lebhaftester Theilnahme erweckten. Man ließ es sich aber nicht nehmen, der komponistischen Sphinx Bruckner tief uund tiefer in die Augen zu sehen. Themen, Rhythemen [sic] und Kombinationen von bedeutender Gewalt ziehen uns in die Gedanken= und Gefühlswelt des Komponisten, von der uns dann freilich wieder mancher eigensinnige Zug in der Entwicklung des Stückes zurückschreckt. \"Der Tag\", ein vom Konzertgeber gedichtetes und in Musik gesetztes Gesangstück konnte mit seinem grämlich pessimistischen Inhalte eine tiefere Wirkung nicht erzielen. Die Violinvorträge des Herrn Franz Schalk wurden beifälligst aufgenommen. [... über andere Konzerte ...]\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502145, "Datum": "14.2.1885, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 36 meldet auf S. 2, daß der Linzer Musikverein eine Aufführung des Quintetts im Herbst plane [vgl. aber 8.3.1885].\n\r\n     »§ Bruckner'sche Tonwerke. Bezüglich der neulich in der »Tages=Post« angeregten Aufführung einer Symphonie unseres Landsmannes Bruckner durch den hiesigen Musikverein wird uns mitgetheilt, daß das Programm für das Ende März d. J. stattfindende Concert schon vor länger als einem Monat bestimmt wurde und mit Rücksicht auf die von allen deutschen Musikvereinen in Vorbereitung befindliche zweihundertjährige Erinnerungsfeier an die Geburt J. S. Bachs und G. F. Händels aus Werken dieser Meister besteht. Eine Bruckner'sche Symphonie kann also in das Programm dieser Festfeier nicht aufgenommen werden, ganz abgesehen davon, daß hiezu die Zeit auch schon zu kurz wäre. Der Ausschuß des Musikvereines ist sich der Verpflichtung des Muikvereines, den Compositionen Bruckners vollste Beachtung zu schenken, wohl bewußt und es kann die Aufführung des Streichquintettes für nächsten Herbst in Aussicht gestellt werden. Ob jedoch der Musikverein mit dem ihm zur Verfügung stehenden Orchester imstande sein wird, die großen technischen Schwierigkeiten einer Bruckner'schen Symphonie zu überwinden, ist ebenso zweifelhaft, wie die Frage, ob es dem Componisten möglich sein wird, dem Musikverein für eine Symphonie=Aufführung im Kostenpunkte unter die Arme zu greifen. Die Herren Verleger kennen sonst in dieser Beziehung keine Rücksichten. Der Ausschuß beabsichtigt übrigens, darüber beim Componisten selbst Anfrage zu halten, dessen Antwort die erwähnten Zweifel klären wird.«.", "Letzte Änderung": "22.07.2024 08:51"}, {"ID": 188602145, "Datum": "14.2.1886, Sonntag", "Haupttext": "Ein Artikel »Wiener Brief«, signiert »L. H-i.«[Ludwig Hevesi?] im Pester Lloyd Nr. 45 befaßt sich anekdotisch mit dem Thema »Bruckner in London« und erwähnt die Aufführung des »Te deum« [10.1.1886]: \n\n»Wiener Brief. [...] L.H-i. [...] Wir haben auch in den letzten Konzertwochen manche musikalische Seltenheit an uns vorüberrauschen hören; im „Wiener Musikbrief[”] des „Pester Lloyd” waren sie vor einigen Tagen rekapitulirt [10.2.1886] und da hat mich die Lust angewandelt, diesen interessanten Artikel ein wenig anekdotisch zu illustriren. Da war vor Allem der alte Orgelrührer Bruckner mit seinem gewaltigen Tedeum. Dem alten Knaben sind seine späten Wiener Triumphe wahrhaftig zu gönnen. [...] Freilich wäre es schwer zu entscheiden, ob bis vor Kurzem die Welt weniger von Bruckner wußte, oder Bruckner von der Welt. [folgt Anekdote über eine Omnibusfahrt in London 1871 ...] Wie es scheint, haben nicht nur die kleinen Kinder, sondern auch die dicken Organisten einen Schutzengel. [...über Brahms ...]«. [Text komplett siehe 17.2.1886]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802145, "Datum": "14.2.1888, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner: \n   Die 4. Symphonie sei für den 14.3.1888 geplant. Bruckner soll in München bei ihm wohnen. Das Aufführungsmaterial werde bis Ende des Monats gebraucht. Schon vor einem Jahr habe Gutmann 1000 Mark für den Drucker erhalten. Bruckner möge Levis Dank an Almeroth (für den Brief und die Kritiken [zum 22.1.1888?] ausrichten. Grüße von Fiedlers, bei denen »die jungen Damen aus Wahnfried« [Eva Wagner, Isolde Wagner?] zu Besuch seien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188902145, "Datum": "14.2.1889, Donnerstag", "Haupttext": "Auf das Konzert vom 24.2.1889 (mit der 7. Symphonie) weisen hin\n\n\ndie Deutsche Zeitung Nr. 6153 auf S. 6 (\"Sechste Symphonie\"!) (*)\n\n\n\ndas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 45 auf S. 5 (Ankündigung des Vorverkaufsbeginns) (**) \n\n\n\n\nund »Die Presse« Nr. 45 auf S. 11: \n     \" - Morgen (Donnerstag) beginnt der allgemeine Kartenverkauf zu der vom Wiener akademischen Wagner=Verein veranstalteten großen Musikaufführung [...] 2. Ant. Bruckner: Siebente Symphonie; [...] - Der Wiener akademische Wagner=Verein ließ, wie alljährlich, am 13. d. als dem Todestage Rich. Wagner's, am Grabe des Meisters in Bayreuth einen Lorbeerkranz durch sein Ehrenmitglied Herrn Hans Paul Freiherrn v. Wolzogen niederlegen.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189002145, "Datum": "14.2.1890, Freitag", "Haupttext": "Datierung \"14.2.890.\" im 1. Satz der 8. Symphonie auf Bogen 12/3 bei Takt 229.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189102145, "Datum": "14.2.1891, Samstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Prager Tagblatt Nr. 44 auf S. 15 macht auf das heutige Konzert aufmerksam:\n     \"Neues deutsches Theater. | Samstag den 14. Februar.       Ohne Abonn. | Zweites | Philharmonisches Concert. | Programm. | I. Abtheilung: | III. Symphonie (D-moll), Rich. Wagner gewidmet), Anton Bruckner. 1. Mäßig bewegt. 2. Adagio quasi Andante. 3. Scherzo, ziemlich schnell. 4. Finale, Allegro. | II. Abtheilung: [... Julius Mannheimer, Brahms, Mozart ...] | Vorgetragen von Betty Frank. | (Ungedruckt, erste Aufführung.)* [Fußnote: \" * Von Herrn Universitäts=Professor Dr. Guido Adler der Direction freundlichst zur Verfügung gestellt.\"] [... Rimsky=Korsakow ...] Das Orchester des königl. deutschen Landestheaters. Orchesteraufstellung auf der Bühne. - Dirigent Dr. Karl Muck. | Anfang um 7½ Uhr.      Ende um     Uhr.\" (*).\n \nAufführung der 3. Symphonie unter Muck im 2. Philharmonischen Konzert in Prag, deren Erfolg Bruckner durch Angelo Neumann gemeldet wird (**).\nZiemlich sicher hat Dvorak dieses 2. Philharmonische Konzert besucht (***),\r\n[vermutlich auch J. Foerster als Kritiker »J. F.« (°)].", "Letzte Änderung": "05.12.2024 14:48"}, {"ID": 189202145, "Datum": "14.2.1892, Sonntag", "Haupttext": "In der Ostdeutschen Rundschau Nr. 7 wird auf S. 6 das Konzert vom 17.2.1892 (mit dem Adagio der 7. Symphonie) angekündigt:\n\"     Neuer Richard Wagner=Verein [...] 4. Adagio aus der siebenten Symphonie von Dr. Anton Bruckner (Herren Hynais und Bause); [...] Deutsche Gäste sind herzlich willkommen! [... über den letzten Vereinsabend ... 24.2.1892 Chorprobe ...]\" (*).\n \nHinweis auf das Mai-Festival mit dem \"Te deum\" [am 26.5.1892] in The Boston Globe Nr. 45 auf S. 6 in der 2. Spalte:\r\n\"              OPERA AND CONCERT.\r\n[...]\r\n                      Preludes and Echoes.\r\n[...]\r\n     Edward Lloyd, the English tenor, and Myron W. Whitney have been engaged for the Cincinnati music festival, which begins on May 24. Among the works to be performed are Dvorak's \"Requiem,\" Bruckner's \"Te Deum.\" a new cantata by A. Becker, Mendelssohn's \"St. Paul.\" and Bach's \"Christmas Oratorio.\"\r\n[...].\" (**).\n \nNahezu identisch die Meldung in The Illustrated Buffalo Express auf S. 10 in der 4. Spalte:\r\n\"                     Musical Notes.\r\n[...]\n     Edward Lloyd, the English tenor, and Myron W. Whitney, the American basso, have been engaged for the Cincinnati music festival, which begins on May 24th. Among the works to be performed are Dvorak's \"Requiem.\" Bruckner's \"Te Deum,\" a new cantata by A. Becker, Mendelssohn's \"St. Paul,\" and Bach's \"Christmas Oratorio.\"\r\n[...]\" (***).\n \n(3. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Max Bruchs »Lied von der Glocke« (°)).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 16:34"}, {"ID": 189402145, "Datum": "14.2.1894, Mittwoch", "Haupttext": "Für das 6. Philharmonische Konzert unter Arthur Nikisch in Budapest war die Aufführung der 4. Symphonie vorgesehen, außerdem von Werken von Wagner (Faust-Ouverture), J. J. Major: (Suite romantique), Liszt (Ungarische Phantasie E-Dur mit dem Pianisten Elemér Polonyi (*).\nStattdessen wurden aufgeführt Werke von Wagner (\"Faust-Ouverture\" und als Schlussstück der Kaisermarsch), Schubert (Unvollendete), Liszt (Ungarische Phantasie) (**).\n[Siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "07.10.2025 19:24"}, {"ID": 189502145, "Datum": "(14.2.1895, Donnerstag)", "Haupttext": "Gedenkfeier des Wiener Akademischen Wagner-Vereins unter Mitwirkung von Dr. Rigler, Ferdinand Jäger und Ferdinand Löwe. Am 13.2.1895 hatte der Verein durch Wolzogen einen Kranz an Richard Wagners Grab niederlegen lassen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189602145, "Datum": "14.2.1896, Freitag", "Haupttext": "Brief von Bernhard Ziehn an Hugo Kaun, vermutlich in Chicago geschrieben:\n     Über Konzertprojekte, erwähnt Merker, Steindel, Theodor Thomas (Kaun-Symphonie evtl. in Milwaukee?), Dr. Frank. \"Von Bruckner's Symphonien habe ich nur die 4 händigen Clavierauszüge, die 5., 6. und 9. [sic] sind noch im Stich.\" Über Verleger seiner Harmonie- und Musiklehre - schlechte Erfahrungen ... (*)\n \nConstantin Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst gestorben (**).\nEintragung in den »Austheilungen« der Hofmusikkapelle am 19.2.1896, dem Tag, an dem ein Requiem von Rudolf Bibl aufgeführt wurde:\r\n   »Am 14. Februar starb der Obersthofmeister Prinz Konstantin von Hohenlohe im 67. Lebensjahre. Das Leichenbegängnis war am 18. in der Carmeliter-Kirche; das „Requiem” in derselben Kirche.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189702145, "Datum": "14.2.1897, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 11667 teilt auf S. 8 mit, dass das Schattenbild \"Bruckners Ankunft im Himmel\" [IKO 94] als photographische Nachbildung erhältlich ist:\r\n\"     [Wiener Schattenbilder.] Zwei Gruppenbilder, deren Figuren Dr. Otto Böhler mit seiner bekannten Fingerfertigkeit und Treffsicherheit aus schwarzem Papier ausgeschnitten hat, sind in photographischen Nachbildungen im Verlage der Lechner'schen Hofbuchhandlung (Wilhelm Müller) erschienen. Die eine [... Gruppe vor dem Mozart-Denkmal ...]. Das zweite Bild stellt eine allegorische Gruppe dar – Bruckner's Ankunft im Himmel, wo er von Liszt, Wagner, Schubert, Schumann, Weber, Mozart, Beethoven u. s. w. empfangen wird, während das himmlische Orchester der lieben Engelein dazu Musik macht. Es ist eine Composition im ursprünglichen Geschmacke dieser dilettantischen Lieblingskunst unserer Großväter, die nun fin de siècle mit allen modernem Raffinement wieder aufgetaucht ist.\"\n[Am 13.2.1897 war in der Österreichischen Buchhändler-Correspondenz das Silhouettenbild \"Franz Schubert\" angekündigt worden.]", "Letzte Änderung": "16.08.2026 16:37"}, {"ID": 189802145, "Datum": "14.2.1898, Montag", "Haupttext": "Die Montagsrevue Nr. 7 erwähnt auf S. 1 im Feuilleton \"Concerte\", signiert \"H. Abel\" [Hedwig Abel], auch das Konzert vom 9.1.1898 mit der 3. Symphonie (\"Komposition mit revolutionärer Tendenz\").", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189902145, "Datum": "14.2.1899, Dienstag", "Haupttext": "Die Aufführung des Quintetts durch das Rosé-Quartett [am 7.2.1899] wird \nin der Arbeiterzeitung (*)  \nund im Fremdenblatt (**) besprochen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190002145, "Datum": "14.2.1900, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie in einem Konzert des Wiener Konzertvereins unter Ferdinand Löwe (*).\nDie Aufführung der d-Moll-Messe am 11.2.1900 wird besprochen\r\nin der Arbeiterzeitung (**),\r\nin der Neuen Freien Presse Nr. 12743 auf S, 2f (***)\r\nund in der Reichspost Nr. 35 auf S. 10 (signiert \"G. v. B.\" [= Gaigg von Bergheim]) (°).\nTheodor Helm schreibt in seinem \"Wiener Musikbrief\" im Pester Lloyd Nr. 38 ebenfalls über die Aufführung der d-Moll-Messe (am 17.1.1900 [!]) und erwähnt auch das 6. philharmonische Konzert [4. Symphonie am 28.1.1900] (°°).\n[Bruckner-Bezug nicht gesichert!]\r\nPostkarte von Felix Mottl (in Karlsruhe) an Oscar Grohé: [...] Über Wolf- und Brahms-Angriffe nächstens mündlich! Ich hoffe [...] dann mit ihnen zur Siebenten wandeln.[...] (°°°).", "Letzte Änderung": "12.06.2026 10:33"}, {"ID": 190302145, "Datum": "14.2.1903, Samstag", "Haupttext": "Kritik Schönaichs zur 9. Symphonie in der Wiener Allgemeinen Zeitung (*). Kritik Kalbecks im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 44 S. 1f (**).\nKritik Robert Hirschfelds in der Wiener Abendpost Nr. 36 auf S. 1: \"Anton Bruckners \"Neunte\". Eine Sinfonie aus Anton Bruckners Nachlaß! [...] Robert Hirschfeld.\" (***).\nKritik von Josef Scheu in der Arbeiterzeitung (°).\nBesprechung der 9. Symphonie durch Theodor Helm im Pester Lloyd (»Wiener Musikbrief«) (°°).\nArtikel vom Karl Grunsky \"Bruckners 9. Sinfonie. Uraufführung in Wien am 11. Februar.\" im Dresdner Anzeiger Nr. 45 auf S. 3f (°°°).\nArtikel \"Bruckners 9. Sinfonie in Wien.\" im Schwäbischen Merkur Nr. 74 (Abendblatt) auf S. 1 (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190402145, "Datum": "14.2.1904, Sonntag", "Haupttext": "The Inter Ocean Nr. 327 (Chicago, Illinois) kündigt auf S. 40 die Aufführung der 9. Symphonie [am 19.2.1904 und 20.2.1904] an:\r\n\"                   Music of the Week.\r\n     This week will be filled with music, [... Kammermusik ...].\r\n     The Friday afternoon and Saturday evening concerts of the Chicago orchestra this week will mark the sixteenth of the curent series, and will, as usual, be under the direction of Mr. Thomas. A number of unfamiliar works [... im 1. Teil: Gluck (Alceste), Mozart (Titus) ...], Anton Bruckner's last (unfinished) symphony, and Franz Schubert's great song, \"Die Allmacht.\" [... Solistin Ernestine Schumann-Heink (Debut in diesen Konzerten) ...]. In these occasions the Bruckner symphony–which the composer did not live long enough to complete–will be performed for the first time in this country.\r\n     Following the usual intermission will come a group of Wagner selections. The following reprint of the program shows the detailed arrangement:\r\n[... Gluck, Mozart ...]\n \nSymphony No. 9, D minor (unfinished) . . . Bruckner   Feierlich. Scherzo. Adagio.\n \n[... Schubert, Wagner ...].\"\n \nDrei Spalten daneben ein Inserat:\r\n\"AUDITORIUM | Friday at 2:15 | Saturday at 8:15 | THEODORE THOMAS and THE CHICAGO ORCHESTRA | Mme. SCHUMANN-HEINK Soloist.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190502145, "Datum": "14.2.1905, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Fritz Steinbach im 8. Gürzenich-Konzert in Köln.\r\nBei Schumanns \"Manfred\" wirken mit Ludwig Wüllner, Carl Mayer, Alice Verden, Lina Lossen und als Gesangssolisten Nelly von Födransperg, Marie Cankl, Jakob Decker und Paul DuMont.", "Letzte Änderung": "22.09.2024 21:43"}, {"ID": 190702145, "Datum": "14.2.1907, Donnerstag", "Haupttext": "Der Vermont Standard Nr. 50/2806 (Woodstock, Vermont) bringt auf S. 6 den Bericht vom Vorfall bei der Aufführung der 9. Symphonie in Leipzig [am 15.11.1906] – (es sind auch die benachbarten Texte identisch mit denen in früheren Veröffentlichungen!):\n\"     Herr Nikisch, conducting a performance of Bruckner's Ninth Symphony at Leipzic, created a sensation by rising suddenly from his seat and addressing the fashionable audience. He upbraided the women for staring at him through their opera glasses. \"Your conduct,\" he exclaimed, \"makes me so nervous that I cannot continue conducting.\" (*).\n \nThe York Daily (York, Pennsylvania) erwähnt auf S. 3 Bruckner als Lehrer:\n\"             A GREAT VIOLINIST\nLingi [sic] Von Kunits Studies in Vienna Under Noted Artists\n     Among the European virtuosi that have chosen to make their careers in America is Luigi von Kunits, who is to be the soloist at the Pittsburg orchestra concert in York on February 22. [... Ausbildung ...] the conservatory of music in Vienna. He studied violin with Johan Kral, J. M. Gruen and Otokar sevcik; theory with Anton Bruckner, composition with Franz Jaksch, and musical history with Dr. Hanslick, the celebrated critic. [... sein Wirken in Amerika ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "06.06.2025 14:21"}, {"ID": 190802145, "Datum": "14.2.1908, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Starke in Freiburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190902145, "Datum": "14.2.1909, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Scherzos der 3. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Wilhelm Stenhammar.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191002145, "Datum": "14.2.1910, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Francesco Paolo Neglia in Hamburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191102145, "Datum": "14.2.1911, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung eines Graduale [prov. WAB 48? oder vielleicht, wie am 14.12.1909, \"Christus factus est\" [WAB 11]?] durch die Musical Art Society unter Frederick Stock in der Orchestra Hall in Chicago. Im ersten Konzertteil erklingen außerdem Werke von Palestrina, Vittoria, J. S. Bach, Herzogenberg und Hugo Wolf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191202145, "Datum": "14.2.1912, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des »Meistersinger«-Vorspiels und der 7. Symphonie durch das Orchester des Wiener Konzertvereins unter Ferdinand Löwe um 16 Uhr im Großen Musikvereinssaal (anläßlich der Denkmalenthüllung am 11.2.1912) (*).\r\nGöllerich blieb solange in Wien (*a).\nArtikel von August Göllerich »Anton Bruckner. Festrede zur Feier bei der Enthüllung des Bruckner-Denkmales in der Wiener Universität am 11. Februar 1912.« im Deutschen Volksblatt Nr. 8303 auf S. 1 - 6 (**).", "Letzte Änderung": "26.07.2026 13:25"}, {"ID": 191302145, "Datum": "14.2.1913, Freitag", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms durch den Chor der Sing-Akademie und die Berliner Philharmoniker unter Georg Schumann in Berlin. Solisten des Abends sind Anna Hesse und Walter Kirchhoff (Gesang) und Bernhard Irrgang (Orgel).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191402145, "Datum": "14.2.1914, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der 3. Symphonie für den 20.2.1914 in The Manchester Guardian Nr. 21068 auf S. 6:\n\"              MUSIC.\n\n     During the coming week the Hallé Orchestra will give four concerts in Scotland. They will be accompanied by Mr. Siloti, who will play at Dundee on Wednesday and at Edinburgh on Friday the solos he gave with such brilliance at the Hallé Concert in Thursday [siehe die Anmerkung]. The \"Helena\" variations by Bantock and the \"Don Juan\" tone poem of Richard Strauss will also be given at both these concerts, [... weitere Werke ...]. On Friday the Symphony in D minor, No. 3, of Bruckner, will be introduced. On Saturday the Edinburgh Festival will close with the \"Messiah.\" \"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192402145, "Datum": "14.2.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigungen der Bruckner-Feier am 8./9.3.1924 mit dem Wiener Symphonieorchester unter Christian Artl\nin der St. Pöltner deutschen Volkszeitung Nr. 7 auf S. 3 (*)\nund in der St. Pöltner Zeitung Nr. 7 auf S. 3f (**).\n \nKurt Singer schreibt in seiner Konzertumschau \"Aber abseits, wer ist's?\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 75 auf S. 2:\n\"[... über Brahms-Interpretationen ...] Im übrigen scheint Bruckner 1924 Trumpf zu werden. Und das ist gefährlich, wie die Besteigung eines Berggipfels mit Lackschuhen. Wer mit Haut und Haaren, Seele und Ohr, Technik und Gefühl auf die Atonalität, auf das modern-rhythmisierte Phantasiespiel aller jungen Welt eingestellt ist, der taste nicht frivol an ein hochragendes Heiligtum, das zehn fest verschlossene Türen eisenhart umgeben. Dies sei eine Warnung an die Allzu-Vielen, Allzu-Geschäftigen. Busch allerdings darf es wagen, die Mystik der 9. Sinfonie aus der Ueberirdischkeit in die Wirklichkeit zu übersetzen [Aufführung der 9. Symphonie wann?]. [... Klaus Pringsheim widmet sich Mahler ...]. Das Festkonzert der \"Gesellschaft zur Förderung der kirchlichen Tonkunst\" brachte, abseits vom Weg, eine Tat, nämlich die Berliner Erstaufführung der A-Moll-Messe [sic, recte wohl d-Moll-Messe] Bruckners, 60 Jahre nach ihrem Entstehen. [... Basilika-Chor der Hedwigskirche unter Pius Kalt ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 22:40"}, {"ID": 192502145, "Datum": "14.2.1925, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Aarhus filharm. Selskab unter Emil Robert-Hansen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192602145, "Datum": "14.2.1926, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Felix Weingartner im 7. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien [Wiederholung vom 13.2.1926] (*).\n \nThe Brooklyn Standard Union Nr. 224 (The Standard Union, Brooklyn) zieht auf S. 11 Vergleiche zwischen Toscanini und Klemperer/Furtwängler und kündigt das heutige Konzert an:\n\"AFTER TOSCANINI–KLEMPERER AND FURTWAENGLER\n[...]\n     Herr Klemperer, widely heralded, has been with us for three weeks now [... \"six feet four inches tall\" Körpergröße und Mut ... \"with long gangling arms that flail the quiet atmosphere of a concert hall into a tornado of harmony\" ...]. There is no conductor in this world who can earn comparison with Toscanini–least of all a spectacular gesticulated man who shrieks at his players, stamps thunderously with his feet and sings as if in agony while he goes through a symphony by Beethoven or Bruckner.\n     Furtwaengler's return at Carnegie Hall was the outstanding music event of the past week [...] was favored by comparison with the acrobatic exploits of Herr Klemperer, who has been making of Mecca Temple a Deutscher Turn-Verein. [...].\n     The New York Symphony programme for this afternoon (under Klemperer), at Mecca Auditorium, includes Weber's \"Der Freischutz\" Overture and Bruckner's Eighth Symphony. Emilio de Gogorza, baritone, will sing the \"Diane Impitoyable\" aria from Gluck's \"Iphigenie en Aulide.\" \" (**).\n \nEine Konzertankündigung erscheint auch in The Brooklyn Citizen Nr. 44 auf S. 22 (***),\n \nin The Brooklyn Daily Eagle Nr. 44 auf S. 62 (= S. 6 des 5. Teils) (°)\n \nund in The Brooklyn Times (Times Union, Brooklyn) auf S. 28 (°°).\n \nAufführung der 8. Symphonie durch das New York Symphony Orchestra unter Otto Klemperer im Mecca Temple in New York. Auf dem Programm stehen außerdem zuvor Werke von Weber (\"Freischütz\"-Ouvertüre) und Gluck (Arie aus \"Iphigenie en Aulide\" mit dem Bariton Emilio Gogorza) (°°°).\n \nThe Wisconsin State Journal Nr. 134 bringt auf S. 24 den Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"      Symphonic Jazz Called Just a Fad\n[...] nothing but a fad [...].\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n     [...]\" (#).", "Letzte Änderung": "21.05.2026 10:19"}, {"ID": 192702145, "Datum": "14.2.1927, Montag", "Haupttext": "Um 20:10 Uhr Sendung \"Der Dichter als Stimme der Zeit\" beim Breslauer Rundfunk.\r\nNach einleitenden Worten von Gad M. Lippmann liest R. Hohlbaum aus seiner Brahms-Bruckner-Novelle \"Die Stunde der Sterne\" (aus dem Novellenband \"Himmlisches Orchester\"). Die nächste Sendung beginnt um 21:10 Uhr.", "Letzte Änderung": "01.06.2025 09:56"}, {"ID": 193002145, "Datum": "14.2.1930, Freitag", "Haupttext": "In The Manchester Guardian Nr. 26038 wird auf S. 12 in einer Konzertbesprechung, signiert \"N. C.\", auch Bruckner erwähnt:\n\"          MAHLER AND HIS MUSIC.\n\n[... Das Lied von der Erde ... Mahlers Stil, Einfluss der Wiener Atmosphäre ...]. It is because of a fundamental naiveté of outlook that Mahler is often discussed side by side with Bruckner. The difference between the two men is really considerable. With Bruckner it was an act of worship to build a symphony; he did not enter his cathedral of sound to find refuge, but simply and whole-heartedly to worship alone. And, lacking the worldliness of Mahler's technique, his music is not infrequently tedious to those who do not share Bruckner's faith. Mahler had as much prolixity of argument as Bruckner, but his music is never so tedious as Bruckner's because his orchestral style is more often than not fascinating in itself. [...].\n                                    N. C.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193202145, "Datum": "14.2.1932, Sonntag", "Haupttext": "Bericht von der Londoner Aufführung der 7. Symphonie [vgl. 6.2.] von A. H. Fox-Strangways in The Observer (*).\nDer Süddeutsche Rundfunk (Mühlacker, Stuttgart, Freiburg) überträgt um 20:15 Uhr eine Aufführung der e-Moll-Messe in der Elisabethenkirche [in Stuttgart] mit dem Kirchenchor St. Elisabeth und dem Blasorchester des Landestheaters unter Anton Enz (**)", "Letzte Änderung": "29.03.2026 10:26"}, {"ID": 193302145, "Datum": "14.2.1933, Dienstag", "Haupttext": "Telegramm von Hausegger an Furreg:\r\n   Er könne im Oktober ein Bruckner-Fest [in München, 23. - 30.10.] veranstalten (*).\nBrief von Furreg an Max Auer:\r\n   Neben der Tagung in Salzburg [15. - 21.8.] könne man ein regelrechtes Fest in München machen. Angesichts der Salzburger Affaire (ob Klemperer und Bruno Walter noch in Salzburg dirigieren sollen) brauche man Hausegger weiterhin als wichtige Stütze (**).", "Letzte Änderung": "24.02.2023 23:07"}, {"ID": 193402145, "Datum": "14.2.1934, Mittwoch", "Haupttext": "Richard Strauss wohnt einer Bruckner-Probe unter E. Papst in Berlin bei (*).\nAufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Pabst in Berlin (**).\nEine Konzertankündigung ist in Karl Mucks Partitur der Symphonie eingeklebt:\r\n\"Mittwoch den 14. Februar 1934 abends 8 Uhr Konzert des Philharmonischen Orchesters | Dirigent: Generalmusikdirektor Eugen Papst | 1. Serenade (KV 320) Mozart | 2. Sinfonie Nr. VII E-dur\" (***).", "Letzte Änderung": "20.02.2025 09:43"}, {"ID": 193502145, "Datum": "14.2.1935, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Hermann Abendroth im 15. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193702145, "Datum": "14.2.1937, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Peter Raabe an Max Auer [vgl. 10.2.]: \n   Die Originalfassung der 5. Symphonie sei schlecht instrumentiert und klanglich unfertig und wirke wie eine Skizze. Der Inhalt komme in der Schalk-Fassung besser zur Geltung. Die 9. Symphonie würde er immer in der Originalfassung bringen, die Fünfte nicht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193902145, "Datum": "14.2.1939, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Oswald Kabasta im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist in Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert ist Wilhelm Backhaus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194002145, "Datum": "14.2.1940, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Wilhelm Furtwängler an Ludwig Curtius: \n\n    »[...] Was die Bruckner-Rede betrifft, musst Du bedenken, dass sie für einen bestimmten Zweck, ein bestimmtes Publikum - eben die Leute der Bruckner-Gesellschaft - gehalten ist, deren Aufgabe es ist, Bruckner mit der 'Welt' in Berührung zu bringen [...]« (*).\n\n\nAufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Oswald Kabasta im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solist im Brahms-Violinkonzert ist Wolfgang Schneiderhan (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194102145, "Datum": "14.2.1941, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch in der Wuppertaler Stadthalle (*).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Orchester des Slowakischen Rundfunks unter Kornel Schimpl in Preßburg (**).", "Letzte Änderung": "05.06.2026 19:26"}, {"ID": 194302145, "Datum": "14.2.1943, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Franz Müller \"Der Letzten einer, die um Bruckner waren. Abendliche Stunden mit Prof. Hermann Haböck\" in der Oberdonau-Zeitung. Als Musikstudent in München sei Haböck von einer Bruckner-Symphonie \"Ende 1885\" [7. Symphonie am 10.3.1885] so begeistert gewesen, dass er beschloss, ans Wiener Konservatorium zu wechseln (*).\n\r\nAufführung der 9. Symphonie durch das Orchestra del Teatro Comunale di Firenze unter Carl Schuricht im Theater in Florenz (**).", "Letzte Änderung": "08.01.2024 19:34"}, {"ID": 194502145, "Datum": "14.2.1945, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts durch das Schneiderhan-Quartett (mit Alfons Grünberg, 2. Viola) im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195702145, "Datum": "14.2.1957, Donnerstag", "Haupttext": "Franz Kosch erstellt [auf Bitten von Max Auer und vermittelt von Erzbischof Franz König] ein Gutachten zu dem Vorhaben, Bruckners Symphonien in Kirchen aufzuführen.", "Letzte Änderung": "02.11.2024 11:15"}, {"ID": 195902145, "Datum": "14.2.1959, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Volkmar Andreae in Wien.", "Letzte Änderung": "08.01.2026 06:55"}, {"ID": 196702145, "Datum": "14.2.1967, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Karl Böhm in der Diesterweghalle in Linz.", "Letzte Änderung": "09.06.2026 18:33"}, {"ID": 197402145, "Datum": "14.2.1974, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Glanzvolles Festkonzert zu Ehren Anton Bruckners. Eindrucksvolle Leistung der Steyrer Chorvereinigung« [»Te deum« am 9.2.1974], signiert »J. Fr.«, in der Steyrer Zeitung (*).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Bergen Filharmoniske Orkester unter Karsten Andersen in Bergen (**).", "Letzte Änderung": "02.09.2024 19:41"}, {"ID": 200408145, "Datum": "14. - 22.8.2004, Samstag bis Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Tage in St. Florian mit Aufführung von einigen Liedern, der e-Moll-Messe, einer Orgeltranskription von Matthias Giesen der 5. Symphonie (Organist: Johannes Geffert (*)) und der 8. Symphonie, einer Bruckner-Meditation mit Hubert Pasinger über die 8. Symphonie und einer Ausstellung von Zeichnungen »Die Totenmasken von Anton Bruckner« von Robert Moser.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:39"}, {"ID": 202108147, "Datum": "14.-22.8.2021, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Brucknertage in St. Florian mit dem Schwerpunktthema \"4. Symphonie\".\nAm 14.8.2021 wird im Abschlusskonzert des Mayseder-Violinwettbewerbs Bruckners Orchesterfassung von Beethovens \"Pathetique\" (Exposition des 1. Satzes) [WAB 266] aufgeführt; am 15.8.2021 Präsentation des frisch restaurierten Bruckner-Flügels mit Elisabeth Maier und Konzert der St. Florianer Sängerknaben unter Markus Stumpner unter Mitwirkung von Franz Farnberger (Klavier), am 16.8.2021 Klavierabend von Wolfgang Brunner, am 20.8.2021 kleines Symposion mit drei Referaten (Korstvedt, Stahrenberg, Diergarten), am 20./21.8.2021 Aufführung der 4. Symphonie (3. Fassung 1888) durch das Altomonte-Orchester unter Rémy Ballot.", "Letzte Änderung": "01.08.2026 16:57"}, {"ID": 202608146, "Datum": "14.-22.8.2026, Freitag bis Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Tage in St. Florian.\r\nAm 21.8.2026, Freitag, Bruckner-Symposion \"Paths to Bruckner\" mit Referaten von Matthias Giesen, Felix Diergarten, Chiara Rubino, Benjamin Korstvedt und Elisabeth Maier.\r\nAm 21./22.8.2026 Konzert des Altomonte-Orchesters unter Katarina Wincor mit Aufführung der Exposition von Beethovens \"Pathetique\" in Bruckners Orchestrierung und der 3. Symphonie (Fassung 1877).", "Letzte Änderung": "01.08.2026 17:16"}, {"ID": 198601147, "Datum": "14./29.1.1986, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung (mit Aufzeichnung) der 7. Symphonie durch die Tschechische Philharmonie unter Libor Pesek.", "Letzte Änderung": "10.01.2024 09:17"}, {"ID": 184903145, "Datum": "14.3.1849, Mittwoch", "Haupttext": "Vollendung des zweiten, verbesserten Requiem-Manuskripts. Dieses wurde später Franz Bayer in Steyr geschenkt. - Datierung am Ende »14.3.49« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185803145, "Datum": "14.3.1858, Sonntag", "Haupttext": "Gründungsfest des »Frohsinn«.\r\n   Vormittags Hochamt im Alten Dom (Männerchor-Messe in Es-Dur von Tobias Haslinger, Offertorium von Storch (*)),\r\n   abends Festkonzert im Redoutensaal mit Werken von Möhring (»Waldeslieder«, Baritonsolo: E. Lanz), Beethoven (Violinsonate a-Moll, gespielt von Pringle und Frl. Ladinovicz, die zudem Klavierstücke von Thalberg und Schulhof vorträgt), Kücken und Storch (»Gute Nacht, fahr' wohl« bzw. »s' Ringerl«, gesungen von Frl. Kainerstorfer), und Schubert (»Gruppe aus dem Tartarus«, gesungen von C. Weilnböck) (*).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 07:52"}, {"ID": 186003145, "Datum": "14.3.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 150v:\n\"¾ 8 [Uhr] Abend[s] 300 Seiten (Linz anno [1]859 von 23 Aug.) bis 14. März [1]860 Wien.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303145, "Datum": "14.3.1863, Samstag", "Haupttext": "Komposition des Andantes der f-moll-Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186803145, "Datum": "14.3.1868, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 62 weist auf S. 2  auf das Konzert des »Frohsinn« am 4.4.1868 hin:\n     » § (Liedertafel »Frohsinn.«) [...] So viel wir bisher über die Concert=Nummern des heurigen Gründungsfestes, welches am 4. April 1868 in den landschaftlichen Redoutensälen stattfinden soll, vernehmen, steht außer Zweifel dasselbe werde sich wieder besonders interesant gestalten. Die Namen der Compositeure bürgen für den Gehalt der sämmtlichen Piecen und der allen Linzern genügend bekannte Chormeister Bruckner für die Gediegenheit der Aufführung. Wir hören nämlich von Compositionen Schuberts, Schumann's, Bruckner's und Richard Wagner's, von letzterem namentlich soll über Ersuchen der Liedertafel um ein für ihr Gründungsfest passendes Werk mit liebenswürdiger Bereitwilligkeit der Schlußchor seiner neuesten, noch nicht vollständig erschienenen Oper: »Der Meistersänger« zur Verfügung gestellt worden sein. [/] Sobald wir in die Lage kommen, Näheres über die bevorstehende Produktion zu erfahren, werden wir uns beeilen, den zahlreichen Freunden und Mitgliedern dieses Vereins hievon Nachricht zu geben.«", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:12"}, {"ID": 186903145, "Datum": "(14.3.1869, Sonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Wagner (Faust-Ouvertüre), Bach (BWV 1043, Doppelkonzert mit Joseph Hellmesberger und Jakob Moritz Grün), Berlioz (Harald), Gluck und Beethoven (6. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "10.08.2025 08:03"}, {"ID": 187003145, "Datum": "14.3.1870, Montag", "Haupttext": "Datierung Schimatscheks (in Linz) in einer Hornstimme zur d-moll-Symphonie (»Nullte«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187503145, "Datum": "14.3.1875, Sonntag", "Haupttext": "Zweites Wagner-Konzert in Wien mit gleichem Programm wie am 1.3.1875.\r\nLabatt statt Glatz als Solist (*).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 12:47"}, {"ID": 187903145, "Datum": "14.3.1879, Freitag", "Haupttext": "Die Wiener Blätter für katholische Kirchenmusik, 1. Jahrgang 1878/79, Nr. 6, berichten auf S. 2f vom Gutachten zur Orgel der Votivkirche (die Windlade, Windführung und das Gebläse betreffend). Das Gutachten sei am 29. Oktober 1878 in Wien von Gottfried Preyer, Dr. Carl Hausleithner und Anton Bruckner unterzeichnet worden. \n   »[...] Das neue Werk entspricht sonach allen Anforderungen auf das vollständigste und gibt sprechendsten Beweis von dem ausgezeichneten Wissen und Können der Erbauer, die ihren Vertragspflichten genau nachgekommen sind, weshalb denn auch die Annahme dieses vollendeten Kunstwerkes ohne Weiteres erfolgen kann.\nWien, am 29. October 1878.\nGottfried Preyer, m. p.\nk. k. Hof= und Domcapellmeister.\nDr. Carl Hausleithner, m. p.\nAnton Bruckner, m. p.\nkk. Hoforganist u. Professor am Conservatorium.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103145, "Datum": "(14.3.1881, Montag)", "Haupttext": "Privatkonzert bei Billroth mit Brahms und Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303145, "Datum": "14.3.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben Bruckners [an ?]: \n   »Viel Glück und Freude wünschend Anton Bruckner, Prof.« (*). Kalendernotiz Bruckners: \n   »14. März 21. [Lektion Lamberg]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503145, "Datum": "14.3.1885, Samstag", "Haupttext": "[Schon am 13.3.1885 abends] Bruckner fährt von München nach Wien zurück (*).\nKritik Ostinis über die 7. Symphonie in der »Süddeutschen Presse und Münchener Nachrichten« Nr. 62 auf S. 2 (**), signiert mit dem musikalischen Vorzeichen „♭“:\r\n„     (Zweites Akademie=Konzert.) Wenn wir heute über das zweite Abonnementkonzert der Musikalischen Akademie berichten sollen, so geschieht es mit der Empfindung, daß hier ein großes, merkwürdiges Ereigniß stattgefunden hat, ein Ereigniß, unter dessen Bann wir noch stehen, und das, so mächtig und tief es wirkte, sich doch der Schilderung durch Worte entzieht. Man müßte in Tönen über die Sprache der Töne reden können, ebenso wie sich das tiefste Empfinden der Menschenseele nur nachempfinden, nicht schildern läßt. Ebenso wie uns mochte es den meisten der zahlreich versammelten Zuhörer ergangen sein: Daß sie von der Existenz eines Komponisten Bruckner bis vor Kurzem nicht im Mindesten unterrichtet, sich bei der angekündigten Symphonie auf das Erstlingswerk eines keimenden Talentes gefaßt gemacht hatten; und nachdem jene so frisch und lebendig empfundenen Melodien durch den Saal gebraust waren, als ein stürmischer, begeisterter Beifall sich bis zur Ovation steigerte und immer und immer wieder den Komponisten hervorrief, da mochte wohl der größte Theil des Publikums höchlich erstaunt sein, statt einer jugendlich flotten Künstlererscheinung einen einfachen, älteren Mann auf dem Podium zu sehen, der mit blitzenden Augen und mit glückstrahlendem Gesichte den stürmischen Dank in Empfang nahm, um ihn bescheiden und dankbar an unser herrliches Orchester und seinen trefflichen Dirigenten zu übertragen. Und welche Fülle von Empfindung, von Geist, von Leben ist in dieser Symphonie enthalten! Da ich nichts gemacht, da ist alles empfunden, in tiefster, musikalischer Seele empfunden. Keine spärlichen Gedanken in kunstgerechten Wendungen verarbeitet, gedreht und gewendet, um länger vorzuhalten; keine kleinen Sentimentalitäten in breite Formen gegossen. Keine Lieder ohne Worte zu einem Adagio, keine Elfentänze zu einem scherzo aufgebauscht. Schon die Einleitung wird durch ein großartig angelegtes, ganz ungewöhnliches Motiv der Celli und Bässe gebildet, welches bald und durch vielerlei Anderes abgelöst wird, um in vollendeter kontrapunktischer Durchführung doch immer wieder durchzudringen. In grandioser, abgeklärter Ruhe, in großen, breiten Zügen schreitet nun das Adagio, der zweite Satz, einher; in der darin enthaltenen höchsten Ergriffenheit, in dem gewaltigen Ringen, und in der geradezu klassischen Stimmführung kann diese Komposition nur mit Beethovens herrlichsten Werken verglichen werden; dieser eine, geradezu imponirende Satz würde hinreichen, um den Komponisten unter die Bedeutendsten, unter die Unvergänglichen einzureihen. Es folgt nun ein originell und ziemlich derb auftretendes scherzo; keine zimperlichen Backfischscherzchen sind das, sondern ächter, kerniger, göttlicher Humor. Der Schlußsatz krönt in würdiger und glänzender Weise das Ganze und hier sind es zumeist die Trompeten, Baßtuben und Hörner, die zu glänzender Wirkung kommen; wie denn überhaupt die Instrumentation mit Wagner’scher Kenntniß oder Berlioz’s Geschick alle Mittel des modernen Orchesters zu verwenden und zu beherrschen versteht. Daß ein solches Werk in unsrer an genialen Erscheinungen dürftigen Zeit entstehen, daß dessen Schöpfer nach einem langen Leben voll Kämpfen, voll Enttäuschungen und Entbehrungen eine so durchschlagende, so glänzende Wirkung desselben endlich mit erleben durfte; daß wir hier in München die Kräfte nicht nur, sondern bei diesen auch das lebhafte, verständnißvolle Interesse zu einer solchen Aufführung vorfinden: das sind Thatsachen, die mit dem gegenwärtigen musikalischen Leben, mit der Epigonenzeit, an deren Anfang wir uns vielleicht befinden mögen, aussöhnen und dem ächten Musikfreund zu wahrer Befriedigung geriechen dürfen. Um in Kürze noch die sonstigen schönen Genüsse des Abends zu berühren, sei vor Allem Herrn Konzertmeister Walter die vollste Anerkennung für seine höchst schätzenswerthen Leistungen ausgesprochen. [… Viotti, Fr. Sander, Lili Dreßler, Schumann, Méhul …] ♭“. (**).\nBrief Fiedlers an Hildebrand:\r\n     \"Von Bruckner hätte ich Dir viel zu erzählen, obwohl er eigentlich nicht zu beschreiben ist; Du würdest einen großen Spaß an ihm gehabt haben; er hat im Profil den reinen römischen Kaiserkopf und müßte ein famoses Relief ergeben. Vorgestern hat er noch in einer Kirche Orgel gespielt, was seine Stärke ist. Es weiß von Gott und der Welt nichts, ist wie ein Kind und dabei doch klug und auch leidenschaftlich, sehr merkwürdig. Gestern ist er abgereist. Wenn ich Dir nur bald mündlich mehr erzählen könnte [...]\"(***).\nDömpke bezeichnet in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1809, S. 1f, den Chor ”Mitternacht” (WAB 80) [am 22.2.1885] als ”unerquicklich”:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\r\n    Mit der Pflege Brahms'scher Musik beginnt man seit einiger Zeit Ernst zu machen. [... sehr ausführlich über Brahms-Lieder im Konzert von Gustav Walter und im Konzert des WAGV, über die asymmetrischen Rhythmen bei Brahms ... letzter Absatz:]\r\n     Das Progamm des Akademischen Gesangvereines [...] brachte im vocalen Theil [... neben anderem ... eine] Jugendarbeit von Heuberger (\"Sommermorgen\", op. 1) und einen viel unerquicklicheren Chor von Bruckner (\"Um Mitternacht\"); an instrumentalen Einlagen neben der unvergänglich frischen Fis-moll-Fuge Händel's (auf der Orgel gespielt von Herrn Labor), eine schon todt geborne Scherzo=Phantasie von Louise Hofmann=Kern.      G. Dömpke.« (°).\nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 11 berichtet auf S. 210 kurz über das Konzert vom 10.3.1885: \" - Im letzten Akademie-Concert zu München ist Bruckner's siebente Symphonie mit glänzendem Erfolge unter Levy's Leitung aufgeführt worden.\" (°°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:54"}, {"ID": 188603145, "Datum": "14.3.1886, Sonntag", "Haupttext": "Hinweise [identische Inserate] auf das heutige Konzert in der Grazer Tagespost Nr. 73 (*) und in der Grazer Morgenpost Nr. 60:\r\n»Sonntag den 14. März 1886 um halb 5 Uhr Nachmittags im Stefanien-Saale: Fünftes Mitglieder-Concert des Steiermärkischen Musik-Vereines. Programm: I. Abtheilung: Anton Bruckner: Siebente Symphonie für grosses Orchester (E-dur). II. Abtheilung: [...]« (**).\n5. Mitglieder-Konzert des Steiermärkischen Musikvereins um 1/2 5 Uhr im Grazer Stephaniensaal (***).\r\nMuck dirigiert eine Arie aus Webers »Euryanthe« (nicht »Oberon«) mit Ludwig Schrauff, eine Ouvertüre »Nordische Heerfahrt« von Emil Hartmann (Harfensolo: M. Skerle) und Bruckners 7. Symphonie (österreichische Erstaufführung) (°).\r\nIm Publikum sitzen u.a. Eckstein, Potpeschnigg und die Kritiker Hausegger und Savenau (°°). Bruckner trifft seinen Linzer Klavierschüler Heinrich Poschacher wieder (°°°).\r\nNach dem Konzert spielt Bruckner auf der Konzertorgel. Lange Nachfeier mit Hausegger und Savenau (#).\r\nZu dieser Nachfeier versammelt sich der Grazer Richard-Wagner-Verein in einem Zimmer des Hotels Stadt Triest (jetzt Steirerhof). Nach einer Ansprache des Vereinsvorstandes dankt Bruckner seinen drei Gönnern (Wagner, [vermutlich Levi als zweiter] und Muck) und spricht von der Arbeit an der 8. Symphonie mit dem Scherzomotiv \"Deutscher Michel\" (#a).\n[Wann genau?] Notizen Bruckners zum Grazer Aufenthalt: »Dr Muck Sporgasse 24. [/] Baron Savenau Rechbauer Straße Cafe Wien 1. Stock. [/] Dr Hausegger Herrngasse 16.« und [zeitlich dazugehörend? in Graz?] »Friesach Regierungs. [/] Humpoldstr 7. [siehe die Anmerkung] « (##).\nLücke in Bruckners Wiener Gebetsaufzeichnungen, 13.3.1886 abends bis 15.3.1886 morgens (###).\r\nDiese Gebete (»Graz Abends 13.3. [...] 15. März. Morg.«) notiert Bruckner in seinem Notizbuch (a).\nDas Programm des Konzerts vom 21.3.1886 (mit der 7. Symphonie) wird von mehreren Zeitungen (mit nahezu identischem Text) mitgeteilt:\nMorgenpost Nr. 73 auf S. 6:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur). Neu.« (b),\nWiener Zeitung Nr. 60 auf S. 4:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.« (b1),\nNeue Freie Presse Nr. 7739 auf S. 7:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.« (c),\n»Presse« Nr. 73 auf S. 15 (d),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2170 auf S. 7:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.« (e) und\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 73 auf S. 5:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.« (f).\nLinzer Zeitung (g), Linzer Tages-Post Nr. 60 auf S. 3f (h) und das Linzer Volksblatt Nr. 60 auf S. 3 (i) kündigen das Konzert des »Frohsinn« am 15.4.1886 (mit »Te deum«, »Germanenzug«, »Um Mitternacht« [WAB 90] und Adagio der 3. Symphonie an:\nLinzer Zeitung:\r\n     » * (Zum 41. Gründungsfeste der Liedertafel \"Frohsinn\".) [... dieses Fest sei, nach Wagner und Beethoven in den Vorjahren, nun Bruckner gewidmet ... Ehrenpflicht einem Totgeschwiegenen (in Hamburg den Unsterblichen zugerechnet) gegenüber ... über die geplanten Werke...] Die Liedertafel ist mit der Einstudirung der zur Aufführung gelangenden Bruckner'schen Compositionen vollauf beschäftigt und wird eine künstlerische Leistung bieten,auf die man mit Recht gespannt sein darf.« [keine Signatur] (g).\nOddo Loidol notierte auf dem Zeitungsausschnitt: \"Auch das 'Linzer Volksblatt' hat dies angekündigt u. geschrieben, daß man von Bruckner bald so geläufig reden [wird], wie von 'Haydn, Mozart, Beethoven'.\" (g1).\nLinzer Tages-Post:\r\n     » § Liedertafel \"Frohsinn\". Zu dem im April d. Jahres stattfindenden Gründungsfest=Concerte der Liedertafel \"Frohsinn\" wird bereits das Studium aufs eifrigste betrieben und gelangen anläßlich dieses Concertes nur Compositionen von Anton Bruckner zur Aufführung und zwar folgende: \"Germanenzug\" [...] \"Tedeum\"; ferners hat Professor Anton Bruckner, welcher den Ehrenmitgliedern der Liedertafel \"Frohsinn\" angehört, eigens für dieses Concert den Chor \"Um Mitternacht\" componiert, welcher ebenfalls bereits studiert wird und vom (sic) großen Erfolge begleitet sein dürfte. Es steht somit unseren Musikfreunden ein großer Kunstgenuß in Aussicht.« (h).\nLinzer Volksblatt:\r\n    \" -  Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn.\" Wie verlautet, feiert die Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz noch vor Ostern ihr Gründungsfest. Zur Aufführung gelangen Werke unseres Landsmannes des gottbegeisterten Meisters Bruckner. Es ist dies eine schöne Idee [..., da] dessen Name bald so mundgerecht sein wird, wie Beethoven, Mozart und Hayden [sic]. [... über die Werke, Floderer als Dirigent ...].\" (i).\nIn Wien Matinée bei Goldschmidt, an der u.a. Franz Liszt, Eduard Liszt jun., dessen Mutter Henriette Liszt und Schwester Hedwig Liszt teilnehmen. Liszt spielt eine Improvisation über Schuberts \"Ungarisches Divertissement\", das Winkler-Quartett spielt Liszts \"Angelus\", außerdem wirken noch Josef Schalk, Emile Blauwaert und Marie Wilt mit (j).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 21:35"}, {"ID": 188703145, "Datum": "14.3.1887, Montag", "Haupttext": "Ein Leserbrief in \"Het vaderland\" Nr. 61 ('s-Gravenhage) auf S. 2 befasst sich mit der Programmgestaltung des Konzerts vom 9.3.1887 mit der 3. Symphonie:\n\"             INGEZONDEN STUKKEN.\n[Voor dan inhoud stelt de Redactie zich niet aansprakelijk.]\n         DE DILIGENTIA-CONCERTEN.\n\n                                     Ni cet excès d’honneur, ni cette indignité.\n     Toen voor enkele jaren Verhulst het ook door het Bestuur billijk geachte verlangen van menigeen, om aan de muziek der richting van Wagner, Berlioz en Liszt een plaats op het Diligentia-program te geven, met ongeveer, »dat is geen muziek” als »abfertigte”, toen was m.i. het tweede deel van het motto dezes toepasselijk. Ik heb, niettegenstaande mijne groote waardeering van Verhuist, het mijne toegebracht aan de cassatie van dat vonnis.\n[...]\n     Zijn nu onze Wagnerianen dankbaar? Voldaan althans zijn ze niet: want nu willen ze bovendien hunne muziek aan het Diligentia-publiek ingestampt hebben. Er is gepetitionneerd om de symphonie van Bruckner, ofschoon in de beide vorige seizoenen uitgevoerd, op nieüw aan de beurt te hebben: want (heette het) alleen wanneer het publiek die muziek dikwijls hoort, zal zij op den waren prijs worden gesteld. En het Bestuur gaf toe aan een verlangen, hetwelk, wanneer het ten voordeele van een werk uit de oude school was geuit, geen kans hoegenaamd zou gehad hebben. Zou het dan (terecht) zijn afgewezen wegens de onbillijkheid van dergelijke herhalingen — of ook vooral uit schroom voor de ontevredenheid der Wagneriaansche minderheid?\n     Dat zij eene minderheid is, heeft men juist bij de uitvoering van Bruckners werk beslist kunnen waarnemen. Want hoe was, niettegenstaande men dit werk dan nu HERHAALDELIJK genoten had, de ontvangst in vergelijking met die van Schumann’s symphonie op het vorige concert ?\n     Maar de aanhangers der Toekomstmuziek [...].\n     Voor hen, die evenmin van «excès d’honneur” aan de nieuwe richting gediend zijn als van indigniteiten tegen kunstenaars als Wagner en Berlioz, wordt het m. i. tijd zich ook eens bij het Bestuur te doen gelden.\n                                  A. P. Th. EIJSSELL.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803145, "Datum": "14.3.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Ursprünglicher Termin für die Aufführung der 4. Symphonie in München, die wegen Levis Erkrankung ausfallen mußte (*)\n \nIn einem erneuten Inserat zum Konzert am 16.3.1888 in der New York Tribune Nr. 15095 auf S. 7 in der 6. Spalte wird die 4. Symphonie nicht erwähnt:\r\n\"CHICKERING HALL.        Friday, March 16.\r\n                                   SEIDL CONCERT.\r\nFrau Kalisch-Lehmann, Herr Kalisch, Mr. W. H. Sherwood\r\n             and Metropolitan Opera House Orchestra.\r\n       Seats at Hall, and Schuberth's, 23 Union Square.\" (**).\n \nSo auch in The New York Times Nr. 11400 auf S. 7 in der 7. Spalte:\r\n\"CHICKERING HALL.        FRIDAY, MARCH 16.\r\n                                   SEIDL CONCERT.\r\n     Frau Kalisch-Lehmann, Herr Kalisch, Mr. W. H. Sherwood and Metropolitan Opera House Orchestra. Seats at Hall and Schuberth's, 23 Union-square.\" (***).\n \nAnkündigung der 4. Symphonie auch in der Evening Post:\r\n\"There will also be a Romantic Symphony by Anton Bruckner which Herr Seidl considers one of the greatest works in existence [...] The Romantic Symphony will be an interesting novelty, and will be sure of a spirited interpretation by Herr Seidl.\" (°).\n\r\n(Premiere von Verdis »Othello« unter Jahn in Wien (°°)).", "Letzte Änderung": "17.04.2026 12:31"}, {"ID": 188903145, "Datum": "14.3.1889, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rosalia Hueber in Vöcklabruck:\n     Kondoliert zum Tod der Tochter [Johanna Hueber]. Gestern habe er einer Messe bei den Schotten beigewohnt. Sendet 20 fl zur Finanzierung des Leichenbegängnisses. Gestern sei ein junger Offizier bei einer Fechtübung erstochen worden [siehe die Anmerkung] (*).\n\r\nAufführung des Quintetts durch das Hellmesberger-Quartett (junior) im 5. Quartettabend im kleinen Musikvereinssaal (**) mit Th. Schwendt als 2. Bratscher (***).\r\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Reinhold (Serenade für Klavier - Theodor Plowitz statt des erkrankten Anton Door - und Violine statt ursprünglich geplant eines Quartetts von Heinrich XXIV. Prinz Reuss) und Beethoven (Quartett a-Moll) (°).\r\nVermutlich dieses Konzert besuchten auch Friedrich und Amelie Klose (°°).\r\nBruckner erlebt \"stürmische Hervorrufe\" (°°°).\n\r\nTheodor Helm erwähnt in seinem Wiener Musikbrief im Musikalischen Wochenblatt Nr. 12 auf S. 144 kurz Bruckner:\r\n     \"Ein ganz neue Art von Liedern - oder sagen wir es besser: von Gesängen mit Clavier - hat kürzlich in Wien ein junger musikalischer Heisssporn, Namens Hugo Wolf, begründet. [... Beschreibung der Neuartigkeit ... Streit im Wagner-Verein um Wolfs Bevorzugung ...] Während die Einen (es sind dies besonders die exclusiven Verfechter des Franz'schen Standpunctes) über Verirrung vom rein lyrischen Wesen des Liedes hinweg in dramatische Extravaganzen klagen, feiern Andere - darunter der geistvolle und musikalische hochbegabte jetzige Chorleiter des Vereins, Prof. Schalk - in Hugo Wolf auf dem einschlägigen Gebiete ohne Weiteres den \"Mann der Zeit\" (wie bekanntlich Anton Bruckner ihr modernes symphonisches Ideal ist). Prof. Schalk veranstaltete einen eigenen Musikabend, in welchem ausser Beethoven'schen Compositionen nur Hugo Wolf'sche Gesänge vorgetragen wurden [... aus Verdruss traten einige Vorstandsmitglieder zurück ... über Wolfs eigenwillige Kritiken ...]\" (#).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:51"}, {"ID": 189003145, "Datum": "14.3.1890, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners bei den Gebetsaufzeichnungen vom 15.3.1890: »14.3.90. letzte auswendige Wiederholung v. I. Satze der 8. Sinf.« (*).\nBrief Bruckners an Thiard-Laforest:\r\n   Wenn wie in Leipzig keine Tuben vorhanden seien, müßten die Stimmen für Hörner transponiert werden [für die Aufführung der 7. Symphonie am 27.4.1890 in Preßburg] (**).\nIm Bericht der Linzer Zeitung über das Orgelkonzert von Martin Einfalt, das am 8.3.1890 in der Kirche zu Thalheim (Wels) stattfand, wird seine Spielweise mit der Bruckners verglichen:\r\n     \" * (Orgelconcert.) Ueber das am Samstag in Thalheim stattgefundene Orgelconcert schreibt der \"Welser Anzeiger\": Die Orgel ist so recht eigentlich die verkörperte Harmonie. [... über die Sonderstellung des Instruments ...] Herr Martin Einfalt, Musiklehrer an der k. k. Lehrerbildungsanstalt in Linz, ist ein Meister ersten Ranges auf der Orgel. Er verbindet bei ausgezeichneter Technik, bei vollständiger Beherrschung der Lehren vom \"strengen Satze\" eine so reiche, gesunde Phantasie, daß wir uns beim Anhören seines Spiels letzten Samstag in der Kirche zu Thalheim unwillkürlich zurückdachten in jene Zeit, als wir an der Seite Bruckners dessen Tongewoge mit angestrengter Aufmerksamkeit horchten. [... Lob für Einfalts Spiel, die von Mauracher erbaute Orgel und das mitwirkende Männerquartett ...]\" [keine Signatur] (***).\nDie Wiener Zeitung Nr. 61 (Wiener Abendpost) bringt auf S. 1ff ein Feuilleton von Dr. H. P. [Paumgartner] über die Aufführung der 1. Sinfonie von Brahms im 6. Philharmonischen Konzert [am 2.3.1890]. Bruckner wird darin als »echter, wahrer Symphoniker« erwähnt (°).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 08:07"}, {"ID": 189303145, "Datum": "14.3.1893, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Otto Kitzler: \n\n   Mitte Januar sei er wegen Wassersucht bettlägerig gewesen und von Prof. Schrötter auf Diät gesetzt worden. Keine Lebensgefahr. Dienst an Hofmusikkapelle und Konservatorium beendet. Er dürfe nicht Orgel spielen, vielleicht noch nicht einmal als Zuhörer [nach Brünn zur 4. Symphonie] kommen, da es ihn sehr aufrege. Die 8. Symphonie hätte man ihn fast nicht anhören lassen.\n\n\n[(ca. 14.3.1893?) Besprechung des Konzerts vom 11.3.1893 im Deutschen Volksblatt siehe \"nach dem 11.3.1893\" = 189303116]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189403145, "Datum": "14.3.1894, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 59 erwähnt auf S. 6 in ihrem mit \"E. P.\" signierten Bericht über das Konzert des Linzer Musikvereins am 11.3.1894 (mit Haydns »Jahreszeiten«) auch Bruckner:\n\"     (\"Die Jahreszeiten\" von Josef Haydn.) Wir beglückwünschen Herrn Musikdirector Schreyer und auch uns [... zum Austausch der \"Missa solemnis\" durch Haydns Werk ...]\r\n     Jene gigantischen Kirchenwerke [... wurden durch den Cäcilianismus in den Konzertsaal verdrängt, sind dort aber noch nicht \"acclimatisiert\" ...] Und das ist auch ganz leicht einzusehen, denn der heilige Cult, zu dessen Verherrlichug die musica sacra von gläubigen Kunstgemüthern geschaffen wurde, verträgt keineswegs die beengende Fessel von Kirchenmusikwerken, die ihrer riesenhaften Anlage nach an den Grenzen derselben stehen, wie beispielsweise die erwähnte Beethoven'sche Festmesse in D-dur, Liszts Granermesse oder die Kolossalwerke eines Bruckner. Um nun diesen Werken einen populären Boden zu schaffen, und dabei würde wenigstens die Ortseinheit gerettet, müsste das bei uns nur vereinzelt versuchte Kirchenconcert eingebürgert werden. [... über das \"weltliche\" Werk \"Schöpfung\" und dessen Aufführung ...]\r\n     [... Lob für Adalbert Schreyer, dem es gelingt, sich] ein dauerndes Gedenken in der Kunstgeschichte der Landeshauptstadt zu sichern.    E. P.\"\r\n[vielleicht Emil (Aemilian) Posch??] (*).\n \nDas Znaimer Wochenblatt Nr. 21 erwähnt auf S. 3 die Aufführung des \"Ave Maria\" [WAB 6] am 2.2.1894:\r\n\"Bericht über die Thätigkeit des Musikvereins in Znaim im Jahre 1893 (32. Vereinsjahr.)\r\n               (Schluß.)\n3. December.\r\n[...]\r\n                 1894.\r\n2. Jänner. [...]\n2. Februar. Der Musikverein hat seinen Satzungen gemäß die Pflege der Musik in allen ihren Zweigen, demnach auch die der Kirchenmusik zum Ziele sich gesetzt. [... am 300. Todestag Palestrinas die Missa Papae Marcelli ...] Als Einlagen wurden bestimmt: [... Graduale ...] von Alois Edenhofer; Offertorium (Ave Maria) siebenstimmig, von Anton Bruckner; [...]. Ueber diese Aufführung berichtet das \"Znaimer Wochenblatt\" in Nr. 11 vom 7. Februar 1894.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189503145, "Datum": "14.3.1895, Donnerstag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 2225 berichtet auf S. 10 von der Aufführung der 4. Symphonie in Berlin am 9.3.1895:\n\"    – Bruckner's romantische Symphonie (Nr. 4, Es-dur) errang am 9. d. M. in Berlin bei ihrer erstmaligen Aufführung durch die königliche Capelle einen großen Erfolg. Dr. Bruckner wurde mittelst Drahtnachticht von der begeisterten Aufnahme seines meisterhaften Werkes verständigt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189603145, "Datum": "14.3.1896, Samstag", "Haupttext": "Ein Inserat in der Neuen Freien Presse Nr. 11335 macht auf S. 13 auf das Konzert vom 23.3.1896 (mit dem \"Te deum\") aufmerksam:\n\"     GROSSER MUSIKVEREINSSAAL\nZwei grosse Dank- und Wohlthätigkeits-Concerte\n                    veranstaltet vom\n          Laibacher Musikverein \n              (Glasbena Matica)\nzu Gunsten der Armen Wiens, der Oesterreichischen Gesellschaft vom Rothen Kreuze, der Wiener Freiwilligen Rettungs-Gesellschaft und des Ersten Wiener Volksküchen-Vereines.\nUnter Mitwirkung hervorragender Solisten, des k. k. Hofopern-Orchesters, des Chores der Laibacher Musikvereines (200 Herrn und Damen) unter Leitung des Herrn Concert-Directors M. Hubad.\nI. Concert (mit Orchester):\n        Montag 23. März, Abends ½8 Uhr.\n               PROGRAMM:\r\n1. Laibachs Dank, Prolog, verfasst von Josef Stritur, gesprochen von Herrn Hofschauspieler Victor Kutschera.\n2. Jacob Gallus, [...].\n3. Slovenische Volkslieder [...]\n4. Zdenko Fibich, [...].\n5. Anton Nedved, [...].\n6. Anton Foerster, [...].\n7. Anton Bruckner, Te Deum für Soli, Chor, Orchester und Orgel.\n[... 2. Konzert unter Dvorak ... Preise (bis 5 fl.) und Vorverkauf ...].\" (*).\n \nAnkündigung des heutigen Konzerts in \"De Telegraaf\" Nr. 1168 (Amsterdam) auf S. 1:\r\n\"             AGENDA.\r\n     Zaterdag 14 Maart.\n[...]\n     Concertgebouw. (8 u.) Concert ten voordeele van de \"Maatschappij tot Opvoeding van Weezen in het Huisgezin\". [...] 8. Koorwerken: a. Nachtwache, Brahms. b. lm Herbst, Brahms. c. Ave Maria, Ant. Bruckner). f 2, f 1.\" (**).\n \nEin ähnlicher Hinweis erscheint auch in \"Het nieuws van den dag\" Nr. 8019 (Amsterdam) auf S. 11 (***).\n \nAufführung des \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] durch den a-capella-Chor Amsterdam unter Anton Averkamp im Concertgebouw in Amsterdam. Auf dem Programm stehen außerdem Chorwerke von Sweelinck, Heinrich Isaak, Bald. Donati, Joh. Eccard und Brahms, Lieder von J. S. Bach, Schulz, Carissimi, Averkamp und Hugo Nolthenius, Bachs Doppelkonzert (mit Jeanne H. und Jos. Cremer, Violinen) und Klavierstücke (mit Julius Röntgen) (°).", "Letzte Änderung": "23.10.2024 07:51"}, {"ID": 189703145, "Datum": "14.3.1897, Sonntag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 2945 kündigt auf S. 8 die Aufführung von \"Helgoland\" am 28.3.1897 an (*),\ndie Wiener Zeitung Nr. 60 auf S. 6 (*a),\nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 73 auf S. 7 (*b).\nDas Fremdenblatt Nr. 73 erwähnt auf S. 10 (Morgenblatt) die [für den 10.4.1897] geplante Aufführung der 4. Symphonie beim Gastspiel der Berliner Philharmoniker (**).\nDiese Meldung bringt auch auf S. 8 die Neue Freie Presse Nr. 11695 (***),\r\ndie auf Seite 7 auf das Konzert vom 28.3.1897 hinweist (°)\r\nund auf Seite 14 in einem Inserat einen Überblick über die 6 Konzerte der Berliner Philharmoniker gibt:\r\n\"Concert-Direction Albert J. Gutmann, [/] Wien, k. k. Hof-Opernhaus. [/] Philharmonische Concerte. [/] 5. - 10. April 1897, Abends halb 8 Uhr, [/] im [/] Grossen Musikvereins-Saale. [/] 6 Symphonie-Concerte [/] der [/] Berliner Philharmoniker. [/] PROGRAMME: [...] Zweiter Cyklus. [...] [/] Dritter Abend (8. April). [sic] [/] Wiener Componisten-Abend [/] (Dirigent: Prof. W. Mannstädt). [/] Gast-Dirigenten: Robert Fuchs, Richard Heuberger, Ferdinand Löwe. [... Werke von Fuchs, Schütt, Heuberger und ...] Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4, Es-dur (\"Romantische\").\"  (°°).\nAuf die Aufführung von \"Helgoland\" am 28.3.1897 machen auch\nDas Vaterland Nr. 73 auf S. 7  (°°°)\r\nund das Neue Wiener Journal Nr. 1218 auf S. 5 aufmerksam (#),\r\ndas auf Seite 7 auch das Programm des Berliner Gastspiels (mit der 4. Symphonie am 10.4.1897) bekanntgibt: \"Heuberger: Symphonie Nr. 4, Es-dur (\"Romantische\").\" (##).\nHeinrich Werner notiert in seinem Tagebuch, dass ihn Hugo Wolf mit Bruckners Musik bekannt gemacht habe (###).\nÜber Bruckners Autographen berichten The Buffalo Sunday Morning News Nr. 29 auf S. 2 in der 6. Spalte:\r\n\"          MUSICAL MATTERS.\r\n[...]\r\n     Anton Bruckner bequeathed his autograph scores to the Imperial Library of Vienna. They include his eight symphonies and three movements of a ninth, a string quartette [sic], the Mass in D minor, the 150th Psalm, a male chorus, \"Heligoland,\"[sic] und the Te Deum.\r\n     Mascagni has sold the right of bringing out his latest opera, \"Iris,\" a Japanese fairy story, with text by Luigi Illica, to the London Opera for 42,000 marks, or over $10,000.\"  (a)\nund The Indianapolis Journal auf S. 10:\r\n\"       MUSIC AND MUSICIANS\r\n[...]\r\n     Anton Bruckner bequeathed his autograph scores to the Imperial Library of Vienna. They include his eight symphonies and three movements of a ninth, a string quartet [sic], the Mass in D minor, the 150th Psalm, a male chorus, \"Heloland,\"[sic] und the Te Deum.     *   *   *\r\n     Masscagni has sold the right of bringing out his latest opera, \"Iris,\" a Japanese fairy story, with text by Luigi Illica, to the London Opera for 42,000 marks, or over $10,000.\" (b).\nDas Neuigkeits-Welt-Blatt Nr. 60 meldet auf S. 4 und nochmals auf S. 5, daß der Linzer Gemeiderat [am 10.3.1897] die Errichtung eines Bruckner-Denkmals und die Einrichtung eines Bruckner-Zimmers beschlossen hat (c).\nDas Prager Tagblatt Nr. 73 kündigt auf S. 10 die Aufführung des \"Te deum\" am 17.3.1897 an. Chorstärke 120 Personen, Generalprobe am 15.3.1897 (d).\nAufführung der \"Germanenzugs\" (mit Klavierbegleitung [vermutlich Chormeister Emil  Burgstaller]) durch die Prager Studenten-Liedertafel unter Universitätslektor Hans Schneider im Deutschen Theater in Pilsen (e).", "Letzte Änderung": "27.08.2026 13:24"}, {"ID": 189803145, "Datum": "14.3.1898, Montag", "Haupttext": "Die Linzer Montagspost Nr. 11 kündigt auf S. 4 die Proben zum Konzert am 20.3.1898 [1. Symphonie etc.] (*). Heute findet eine Chorprobe im Nordico statt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189903145, "Datum": "14.3.1899, Dienstag", "Haupttext": "Artikel (signiert \"Ebn.\") in der Budweiser Zeitung (*).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 3664 bringt auf S. 6 einen Artikel über das Modell des Bruckner-Denkmals (**).\nDas Fremdenblatt Nr. 73 (Morgenblatt) weist auf S. 6 auf die Aufführung der e-Moll-Messe am 17.3.1899 hin (***).\nIn der Neuen Freien Presse Nr. 12414 wird auf S. 5 das Konzert vom 24.3.1899 [mit Bruckners \"Vaterlandslied\" WAB 92] angekündigt (°).", "Letzte Änderung": "11.07.2024 06:11"}, {"ID": 190103145, "Datum": "14.3.1901, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der (ungekürzten) 6. Symphonie durch die Hofkapelle unter Karl Pohlig im 10. Abonnementskonzert (*) in Stuttgart .", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190203145, "Datum": "14.3.1902, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Gustav Mahler in St. Petersburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190303145, "Datum": "14.3.1903, Samstag", "Haupttext": "Kritik Kalbecks zur 9. Symphonie im Neuen Wiener Tagblatt siehe »14.2.1903« (*).\n \nArtikel \"Bruckners Te Deum\" in der Schwäbischen Kronik des Schwäbischen Merkurs zweite Abteilung, 1. Blatt, Abendblatt Nr. 122 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190503145, "Datum": "14.3.1905, Dienstag", "Haupttext": "Der Brünner Tagesbote Nr. 123 kündigt auf S. 3 nochmals die 7. Symphonie für den 19.3.1905 an und unterstützt diesen Hinweis durch die Meldung, dass dieses Werk am 4.2.1904 [recte 7.2.1904] begeistert habe:\n     \"Brünner Philharmoniker. Für Bruckners siebente Symphonie, die eigentliche Hauptnummer des am Sonntag (19. März) stattfindenden außerordentlichen Konzertes der Philharmoniker, gibt sich ein berechtigtes Interesse kund. Das gigantische Werk hat allenthalben, speziell aber bei seiner letzten Wiener Aufführung (am 4. Februar 1904), enthusiastische Aufnahme gefunden. Der Beifall konnte – wie sich das »Musikalische Wochenblatt« äußert – nach dem Traueradagio und dem Finale gar nicht stürmischer sein. Auch das tief-seelenvolle Scherzo-Trio fand freudige Aufnahme. Neben den Wiener Aufführungen haben insbesondere jene in Berlin unter Muck dem Werke und seinem Schöpfer begeisterte Verehrer zugeführt. […]\".", "Letzte Änderung": "21.04.2023 12:16"}, {"ID": 190603145, "Datum": "14.3.1906, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Germanenzugs durch den Wiener Akademischen Gesangverein unter Hans Wagner mit dem Konzertvereins-Orchester im Großen Musikvereinssaal in Wien (*).\r\nOtto Kitzlers [recte Otto Kitzler jun.] Trauermusik auf den Tod Anton Bruckners erlebt in Anwesenheit des Komponisten [[in der Orchesterfassung - vgl. 27.11.1905] (**a) ihre Wiener Erstaufführung [siehe die Anmerkung] (**), in einer um 11 Takte verkürzten Version (**b).\nGuido Peters spielt Mozarts d-Moll-Klavierkonzert. Daneben wirken Rita Kury (Sopran), Hans Mach (Bariton) und als Organist Ferdinand Edlinger mit (***).\n\"[…] Nun folgten zwei orchestrale Vorträge, und zwar Mozarts Klavierkonzert in D-moll […] und Otto Kitzlers »Trauermusik auf den Tod Anton Bruckners«, ein Tonwerk, in welchem sich sowohl die edle Verehrung des Meisters für seinen selbst zum Meister der Tonkunst gewordenen Schüler, als auch das verständnisvollste Eindringen in die Art seines Schaffens wiederspiegelte. Es war mit seinem machtvollen Anfang der Blechbläser, seiner kunstvollen Verwebung der plastischen Themen und seinem mildverklärten Schluß von tiefgehender Wirkung.\r\n     Bruckners überwältigende Tonschöpfung \"Germanenzug\", welche in sinniger Weise darauf folgte, zeigte uns die Größe dieses Unsterblichen im Reiche der Tonkunst. […]\" (°).", "Letzte Änderung": "28.09.2024 15:20"}, {"ID": 190903145, "Datum": "14.3.1909, Sonntag", "Haupttext": "(*) Kritik zur 8. Symphonie in Boston\n(**) Ankündigung New York\n(***) Ankündigung New York\n(°) Ankündigung New York\n(°°) Emil Paur\n\n\n\n\n\n(*) Kritik Boston\n\nThe Boston Globe Nr. 73 bespricht auf S. 45 das Konzert vom 13.3.1909 mit der 8. Symphonie:\n\"                    MUSIC AND MUSICIANS\n          Novelties Played at Symphony Concert.\nBruckner's Great Work Feature of an Exacting Program.\n\n[...]\n     Yesterday's offerings of the Boston Symphony orchestra were a first-time-in-America symphony, Bruckner's No. 8, a first-time-in-Boston concerto for violoncello by Herrmann Graedener, [... Solist Heinrich Warnke, Beethovens \"Prometheus\"-Ouvertüre ...].\n     Altogether it made a trying afternoon. The great Bruckner work is by no means easy to listen to, and only its last two movements–for many a hearer only the last of all–were especially  moving. Bruckner himself furnished no program with his symphony; one of his admirers furnished a program which takes in Prometheus, the German peasant, the meeting of three emperors and a description of the mercy of God. It is better to listen to the music itself without trying to find a story in it.\n     The work is, of course, massive, but it is massive like a business building, not like a mountain; it impresses one, but does not move the emptions. It is in four movements, allegro, moderato, scherzo, adagio, and that movement was the longest symphonic adagio in existence, it lasted about 20 minutes–and a finale, which is the most exalted movement of the four. Bruckner, having seized upon an idea, seems to have tossed in back and forth; sometimes it was beautiful, sometimes a stodgy notion, but over and over he repeats it; development is the addition of brass, in the same phrase–and after all this preparation what? Nothing. A new idea, tossed about like the one preceding. Some of them rose to great climaxes, some died in astonishingly simple resolutions.\n     In the second movement, following the rough humor of the first theme and its development, came a passage–andante–of great beauty, and continuing interest; it suggested a warmth and richness that promised to come to something–but is was dropped like the others, and in a moment we were dancing over the pavements again in wooden shoon.\n     The adagio showed the organist; there was a breadth and nobility of scoring, a use of the brass choir that is inspiring, and just the color of organ music cut across in harsher stops; it is a movement which needs hearing twice or thrice to know.\n     Bruckner was not one of the foggy moderns, never resolving, but he indicated what was coming. Hearing his eighth symphony one anderstands the storm that raged about him in his lifetime.\n     The Graedener concerto [... Solist Warnke ...]. The work was interesting.     After these two numbers it was refreshing to come out into the foursquare, open chord and passages of the Beethoven overture. [...].\n     There will be no symphony concert this week.\" [keine Signatur] (*).\n\n\n(**) Ankündigung New York\n\nZum Konzert am 18.3.1909 schreibt The New York Times Nr. 18677 auf S. 57 (= S. 7 des 6. Teils):\n\"                          BOSTON SYMPHONY.\n     The last concerts of the Boston Symphony Orchestra will be given in Carnegie Hall on Thuesday evening, March 18, and Saturday afternoon, March 20. Two novelties will be found on the Thursday evening programme–Bruckner's Symphony in C minor No. 8, which had its first performances in America in Boston on Friday, March 12, and Saturday, March 13, and Scheinpflug's overture to \"A Comedy by Shakespeare.\"\n     Mr. Fiedler is as ardent a believer in the genius of Anton Bruckner as are Dr. Muck, Arthur Nikisch, and Felix Weingartner, and he is as thoroughly a believer as they that the time is not far distant when the real magnitude of this strange genius will be recognized by the public at large. The eighth symphony, curiously enough, had never been played in America until Mr. Fiedler preformed it in Boston the other day, and he is of the opinion that it is the greatest of the nine. He regards the Adagio as being the most beautiful slow movement in the whole literature of music. The symphony is long, requiring about an hour for performance.\n     Scheinpflug, who will be represented by an overture [... kurz über dieses Werk und zu den weiteren Werken ... Samstagsprogramm ...].\" (**).\n\n\nAuf Seite 59 (= S. 9 dieses Teils) folgt noch ein Inserat: \n\"        CARNEGIE HALL.\n    Boston Symphony Orchestra\n            Max Fiedler\n\n              Conductor.\nThur. Ev., Mar. 18, at 8:15.\n            PROGRAM:\nBRUCKNER, Symphony in C minor, No. 8 (first time in N.Y.); \nSCHEINPFLUG [... Debussy, Richard Wagner ... Samstagsprogramm ...].\" \n(**a).\n\n\n\n\n\n(***) Ankündigung New York\n\nAuch die New York Tribune Nr. 22764 weist auf S. 48 (= S. 3 des 4. Teils) mit einem Inserat auf das Konzert hin:\n\"        CARNEGIE HALL.\n    Boston Symphony Orchestra\n            Max Fiedler\n\n              Conductor.\nThurs. Evg., Mar. 18, at 8:15.\n            PROGRAM:\nBRUCKNER, Symphony in C minor, No. 8 (first time in N.Y.); SCHEINPFLUG [... Debussy, Richard Wagner ... Samstagsprogramm ...].\" (***).\n\n\n(°) Ankündigung New York\nAuch The Sun Nr. 195 (New York) kündigt auf S. 35 (= S. 7 des 3. Teils) dieses Konzert an:\n\"     [... Gustav Mahler wird für die zwei nächsten Konzerte in der Carnegie Hall (überwiegend Beethoven) das Orchester auf 100 Musiker aufstocken ...].\n     The last concerts of the Boston Symphony Orchestra will be given in Carnegie Hall on Thursday evening at 8:15 and Saturday afternoon at 2:30. Two novelties will be found on the Thursday evening programme–Bruckner's Symphony in C minor, No. 8, which had its first \nperformance in America in Boston on Friday and Saturday, and Scheinpflug's overture to \"A Comedy by Shakespeare.\" The other numbers [...].\" (°).\n\n\nDas Inserat auf Seite 36 (= S. 8 dieses Teils) ist identisch mit dem in der New York Times (°a).\n\n\n\n(°°) Emil Paur\n\nIm Zusammenhang mit Emil Paur wird Bruckner in The Buffalo Courier auf S. 54 erwähnt:\n\"     Emil Paur, the conductor of the Pittsburgh Orchestra, is an eminent musician who has reached a high pinnacle in the musical world. Mr. Paur is 50 years old, and was born at Czernoviyz [sic], Austria. He entered the Vienna Conservatory of Music when a young man and there became a pupil of Hellmsberger [sic], Dessoff and Anton Bruckner. After several years as a member of the Imperial Opera House Orchestra at Vienna, he went to Berlin to conduct an orchestra. [... weitere Stationen ...].\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191103145, "Datum": "14.3.1911, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie in einem Hoftheater-Konzert in Dresden (*).\nDer Programmzettel lautet:\r\n\"Dienstag, den 14. März 1911. | 6. Sinfonie-Konzert | der | Königl. musikalischen Kapelle. | (Serie A.) | Zum ersten Male: | 1. Sinfonie (Nr. 1, C-moll) von Anton Bruckner. | Allegro. | Adagio. | Scherzo (Lebhaft). | Finale (Bewegt und feurig). | 15 Minuten Pause. | 2. Sinfonie eroica von L. van Beethoven. | [... Satzbezeichnungen ...] | Sämtliche Plätze müssen vor Beginn des Konzertes eingenommen werden. | [... Vorschau ...] | Einlaß ½7 Uhr.   Kasseneröffnung ¾7 Uhr.   Anfang ½8 Uhr.   Ende ¼10 Uhr.\" (*a).\n \nBrief von August Göllerich an Eduard Kremser (**): \r\n   »Verehrtester Herr Professor!\r\n    Zu meiner grössten Freunde theilte mir Freund Keldorfer mit, daß Hr. Professor die Brucknerbriefe gefunden und die Güte haben wollen, mir die versprochene Einsichtnahme nun gestatten wollen, da ich Samstag, d. 18. d. M. zur 1. Aufführg des Bruckner'schen »Abendzauber's« im Männergesangvereine nach Wien komme. \r\n    Ich möchte nun recht sehr bitten, mir gütigst auf beiliegender Karte bestimmen zu wollen, zu welcher Stunde Samstag's [unterstrichen:] Vormittag ich mir erlauben dürfte, Sie zu besuchen. Ich fahre dann extra Freitag Nachts durch, da ich Samstag Nachmittag bei Verwandten zu thun habe und Sonntag in der Frühe wieder hieher zurückkehren muß. \r\n    Vielen Dank für alle Güte! Freue mich innig, Sie, verehrter Herr Professor, wiedersehen zu dürfen und begrüsse Sie herzlich als Ihr \r\n    in aufrichtiger Verehrung ergebenster\n    A. Göllerich\n    Linz, 14/III 11. \r\n    Wohne Wien: IV. Frankenberggasse \r\n    Hôtel »Kaiserhof«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191203145, "Datum": "14.3.1912, Donnerstag", "Haupttext": "Theodor Helm berichtet in einem »Musikbrief Wien« in der Neuen Zeitschrift für Musik, S. 151, über die 7. Symphonie (am 18.2.1912).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191303145, "Datum": "14.3.1913, Freitag", "Haupttext": "Bei der Universal-Edition erscheint Josef Schalks Klavierauszug der f-Moll-Messe unter der Nummer 2901 (*).\nAufführung der 4. Symphonie unter Winderstein im ehem. Krystallpalast in Leipzig (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2025 09:52"}, {"ID": 191403145, "Datum": "14.3.1914, Samstag", "Haupttext": "Kritik zum Konzert vom 12.3.1914 (mit der 1. Symphonie) im Brünner Tagesboten Nr. 82 auf S. 12. \n\n     \"[…] Bruckners erste Symphonie will nicht nur als Erstling seiner symphonischen Kunst gewertet sein. In ihrer elementaren Wucht entlädt sich der Freiheitsdrang eines gefesselten Prometheus, der Überschwang einer wuchernden Phantasie. In Linz waren die beiden ersten Sätze entstanden; und vielleicht darf sich unser Altmeister Kitzler rühmen, einige Anregung hierzu geboten, jedenfalls aber die erste Bekanntschaft Bruckners mit einem Wagnerschen Werk vermittelt zu haben. Die »Tannhäuser«-Partitur hatte den Instrumentationsstudien gedient, die Bruckner in den Jahren 1861 bis 1863 unter Otto Kitzler absolvierte. […]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191803145, "Datum": "14.3.1918, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Nikisch im 21. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192003145, "Datum": "14.3.1920, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von »Helgoland« durch den »Sängerbund Frohsinn« im Festkonzert anlässlich der 75-Jahrfeier [in Linz].", "Letzte Änderung": "04.01.2024 09:07"}, {"ID": 192203145, "Datum": "14.3.1922, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Hermann Abendroth im 10. Gürzenich-Konzert in Köln.\r\nSolisten in Brahms' Doppelkonzert sind Bram Eldering und Emanuel Feuermann.", "Letzte Änderung": "08.10.2024 07:57"}, {"ID": 192303145, "Datum": "14.3.1923, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Philharmonische Orchester unter Schnéevoigt [??] in Stockholm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192503145, "Datum": "14.3.1925, Samstag", "Haupttext": "Bericht im Salzburger Volksblatt Nr. 60, signiert »Dr. R.«, über das Konzert vom 8.3.1925:\r\n   »Die Liedertafel Vöcklabruck feierte am 8. März den 75. Jahrestag ihres Bestehens durch ein Festkonzert, dessen Programm eine so zahlreiche Schar andächtiger Zuhörer aus der weiteren Umgebung herbeirief, daß sich die geräumige Turnhalle als viel zu klein erwies. [... erwähnt das Intermezzo, das »Te deum« unter Max Auer, die Solisten, den 150. Psalm und Beethovens 1. Sinfonie. Das Gelingen] ist vor allem auf das von flammender Kunstbegeisterung getragene Wirken des Brucknerforschers Prof. Max Auer zurückzuführen, der durch langjährige, zielbewußte Arbeit einen Musikkörper geschaffen hat, um dessen künstlerische Kapazität ihn manches größere Musikzentrum beneiden kann. Dr. R.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192603145, "Datum": "14.3.1926, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung des 112. Psalms durch die Liedertafel und den Kirchenmusikverein Vöcklabruck unter Max Auer (*).\nDen Orgelpart spielt Johann Nepomuk David (*a)\nTenor-Solist in J. S. Bachs Kantate Nr. 104 ist Dr. König, das Baßsolo singt Regierungsrat Pfund. In einer weiteren Bach-Kantate singt die Sopranistin Frl. Zunt. Außerdem erklingt Beethovens 2. Sinfonie (*b).\n\r\nBrief von Carl Futterer (Ludwigshafen) an Hans Wagner-Schönkirch über eine Aufführung der 7. Symphonie in Mannheim, mit deutlich antisemitischen Randbemerkungen: Über die Friedensmesse von Franz Philipp (»ein sehr schönes Werk«). Über ein Arbeiterchorkonzert im Mannheimer Nibelungensaal (5.000 Zuhörer), in dem das A Dur Klavierkonzert von Franz Liszt und die 7. Symphonie von Anton Bruckner aufgeführt wurden: »Ein Beweis, das immer noch die deutsche Musik dem »Volk« etwas zu sagen hat, was man von den jüdischen Atonalitätenschmiererei trotz der ...Propaganda der U.E. und der ... »wissenschaftlichen« Kritik kaum behaupten konnte.« (**).\n\nThe Cincinnati Enquirer Nr. 73 kündigt auf S. 89 (= S. 3 des 5. Teils) den Vortrag über die 4. Symphonie am 19.3.1926 an: \"The March meeting ...\" (***).\n \nAufführung der 1. Symphonie unter Clemens Krauß im 8. Sonntags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 11 Uhr. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Malipiero und Richard Strauss (1. Hornkonzert mit Karl Stiegler) [Wiederholung vom 12.3.1926] (°).\n \nArtikel von Max Marschalk \"Ein Bruckner-Buch. Der Mensch und der Musiker\" [über Ernst Kurths Bruckner-Buch] in der Vossischen Zeitung (Berlin) (°°).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 12:09"}, {"ID": 192803145, "Datum": "14.3.1928, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Ture Rangström.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192903145, "Datum": "14.3.1929, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Reid Symphony Orchestra unter Donald Francis Tovey um 20 Uhr im 8. Konzert der 13. Saison in der Usher Hall in Edinburgh.\nAuf dem Programm stehen außerdem vor der Pause die Ouvertüre zu Schuberts \"Der vierjährige Posten\" und Beethovens Es-Dur-Klavierkonzert mit dem Solisten Dr. John Petrie Dunn, der nach der Pause noch (vor der Symphonie) zwei Klavierstücke (von Liszt und Brahms) spielt.\nDas 28-seitige Programmheft enthält einen mit \"D. F. T.\" signierten Text und überliefert die Besetzung des Orchesters (Streicher 14,13,9,8,6 in dieser Saison) und den Namen des Konzertmeisters (William Watt Jupp).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193103145, "Datum": "14.3.1931, Samstag", "Haupttext": "In The Saskatoon Star-Phoenix Nr. 198 (Saskatoon, Saskatchewan, Canada) werden auf S. 26 (= S. 2 der Beilage \"The Prairie Pals\" Nr. 7) in der Rubrik \"Stamp Collecting\" von James Shrimpton auch die österreichischen Briefmarken [mit IKO 142] erwähnt:\n\"     SOME BEAUTIFUL STAMPS\r\n[...]\n     The set of Austria illustrating famous musicians, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Bruckner, Strauss and Wolf. [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193403145, "Datum": "14.3.1934, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Jan Goverts in Den Haag (Postkarte):\n     Carl Schuricht, der dieses Jahr einen Bruckner-Zyklus [prov. WAB 86] in Scheveningen dirigieren werde, unterstütze Auers Plan, eine Sektion der Internationalen Bruckner-Gesellschaft auch in den Niederlanden zu errichten (*).\n \nRadio Wien überträgt zwischen 22:15 und 22:45 Uhr einen Orgelvortrag aus St. Florian. Von Bruckner spielt Ludwig Daxsperger das Perger Präludium (**).", "Letzte Änderung": "06.04.2026 07:43"}, {"ID": 193603145, "Datum": "14.3.1936, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Joseph Marx »Überraschende Uraufführung von Bruckners »Fünfter«. Sechzig Jahre nach der Erstehung« im Neuen Wiener Journal [?] (*).\nBrief von Bruno Walter an Max Auer:\r\n   Über die Einmischung des Gauchormeisters Karl Springer bei der [für den 20.7.1936] geplanten Linzer Aufführung des 150. Psalms (**).\nArtikel »Bruckner in der »Urfassung«« im »Echo« (***).\n[Zweifelhafte Datierung] Schallplattenvorführung der 5. Symphonie und des 150. Psalms durch Adolf Trittinger in St. Florian [siehe die Anmerkung] (°).", "Letzte Änderung": "23.06.2026 06:36"}, {"ID": 193803145, "Datum": "14.3.1938, Montag", "Haupttext": "Alfred Orel wird zum kommissarischen Leiter der Internationalen Bruckner-Gesellschaft bestellt (*).\nOrel suspendiert die Vorstandsmitglieder; Geschäftsführer bleibt interimistisch Furreg (nichtarisch und \"jüdisch versippt\"), bei dem sich noch in der Nacht Willy Hoffmann, Rechtsvertreter der Leipziger Firma Oscar Brandstetter, erkundigt, ob er schon zur Gestapo vorgeladen sei (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193903145, "Datum": "14.3.1939, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie (Urfassung) durch das Gürzenich-Orchester unter Eugen Papst im 10. Gürzenich-Konzert in Köln. Auf dem Programm steht zuvor Schuberts \"Unvollendete\".", "Letzte Änderung": "29.12.2024 08:55"}, {"ID": 194103145, "Datum": "14.3.1941, Freitag", "Haupttext": "Artikel über Goebbels Besuch in St. Florian in der Volksstimme, Linz (*).\n\n\nAufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach im Großen Saal des Wiener Konzerthauses (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194303145, "Datum": "14.3.1943, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch den Philharmonischen Chor und die Berliner Philharmoniker unter Günther Ramin in Berlin. Solisten sind: Anna Maria Augenstein, Lore Fischer, Heinz Marten und Friedrich Dalberg (*).\n\n\nAufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistin in Arien von Richard Wagner ist die Sopranistin Rose Merker (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194403145, "Datum": "14.3.1944, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie (im 1. Konzertteil zwischen der Egmont-Ouvertüre und Griegs Lyrischer Suite) durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistin bei Wagner-Arien ist Rose Merker.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194903145, "Datum": "14.3.1949, Montag", "Haupttext": "Studio-Aufnahme der 8. Symphonie mit den Berliner Philharmonikern unter Furtwängler in Berlin (*), aufgenommen im Gemeindehaus in Berlin-Dahlem (*a).\nDatierung \"14./3. 49\" am Ende der Abschrift des Kopisten Anonymus 125 vom \"Requiem\" (WAB 39), die als Stichvorlage für den Erstdruck diente. Sie aktualisiert die ursprüngliche, nun durchgestrichene Datierung \"23. Jänner 1929\" (**).", "Letzte Änderung": "13.07.2026 10:48"}, {"ID": 195803145, "Datum": "14.3.1958, Freitag", "Haupttext": "Paul Hindemith dirigiert die 6. Symphonie in Turin (*).\nAufführung der e-Moll-Messe durch die Wiener Singakademie und die Wiener Symphoniker unter Hans Gillesberger im Großen Saal des Wiener Konzerthauses (**).", "Letzte Änderung": "12.12.2025 14:31"}, {"ID": 196803145, "Datum": "14.3.1968, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Sinfoniekonzert im Stadttheater« [8. Symphonie am 5.3.1968], signiert »J. Fr.«, in der Steyrer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198703145, "Datum": "14.3.1987, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das KBS Symphonie-Orchester unter Kyung-soo Won in Seoul.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199603145, "Datum": "14.3.1996, Donnerstag", "Haupttext": "In Aesch (Schweiz) Dokumentation der Oberflächenbefunde an Bruckners Leichnam, Inspektion durch die Textilrestauratorin Dr. Sille, weitere Reinigungsmaßnahmen, Privatführung für die Anthropologische Gesellschaft in Basel.", "Letzte Änderung": "16.04.2023 19:28"}, {"ID": 200403145, "Datum": "14.3.2004, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der Doppelfuge in B-Dur von Rudolf Dittrich und Bruckner [WAB 262] durch Erwin Horn in der Augustinerkirche in Würzburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201203016, "Datum": "1./4.3.2012, Donnerstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das NDR-Sinfonieorchester unter Herbert Blomstedt in der Laeiszhalle in Hamburg.\r\nDer Text des Programmhefts stammt von Harald Hodeige.\r\nUnter den Abbildungen ist eine Karikatur von Franz Schalk (Zeichnung von Hans Böhler).", "Letzte Änderung": "01.08.2025 06:44"}, {"ID": 202403145, "Datum": "14.3.2024, Donnerstag", "Haupttext": "Vortrag von Manfred Wagner im Rahmen der Wissenschaftlichen Vortragsreihe an der mdw (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) im Bankettsaal der mdw (*).\nEinführungsvortrag von Eric Chaillier \"La Symphonie no 2 d’Anton Bruckner\" anlässlich der Aufführung der 2. Symphonie durch das Orchestre de la Suisse Romande unter Jonathan Nott in Lausanne (**).", "Letzte Änderung": "28.03.2025 08:13"}, {"ID": 185704145, "Datum": "(14.4.1857, Dienstag)", "Haupttext": "Brief Breinbauers an das Bischöfliche Ordinariat:\r\n  Wegen des geplanten Orgelumbaus.\r\n   (Aktenvermerk »Praes. 15. Apr. 857.« auf S. 4)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004145, "Datum": "14.4.1860, Samstag", "Haupttext": "Zweite Ankündigung des Konzerts unter A. M. Storch mit Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt« [15.4.1860] im Linzer Abendboten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104145, "Datum": "14.4.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"14ten April Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186504145, "Datum": "14.4.1865, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Artikel im Wiener »Fremdenblatt« Nr. 103, S. 6, über die d-moll-Messe:\n»Theater und Kunst. [/] [...] Die Linzer Tagesblätter bringen wiederholt eingehende Besprechungen einer Messe von Anton Bruckner, welche dort ungewöhnliche Sensation erregt hat. Der Komponist, gegenwärtig Domorganist in Linz, der bedeutendste Schüler Sechters und renommirter Orgelspieler, ließ diese Messe in der Domkirche aufführen. Die (als ergreifend und originell geschilderte) Musik machte auf die Hörer einen solchen Eindruck, daß man ein eigenes »Konzert-Spirituel« arrangirte, um darin Bruckner's Messe vollständig zu wiederholen. Wer Gelegenheit gehabt hat, das großartige Orgelspiel Bruckner's zu bewundern, muß bedauern, daß diese bedeutende musikalische Kraft nicht in Wien einen ihr angemessenen Berufskreis findet. Unsere kirchenmusikalischen Zustände sind nicht danach angethan, daß man einen Künstler wie Bruckner bei Seite liegen lassen sollte.« (*).\n \n[an einem Karfreitag, ca. zwischen 1860 und 1868]\r\nBruckner soll sich an einem Karfreitag in der Evangelischen Kirche in Linz während des Gottesdienstes hinter einem dicken Vorhang zwischen Orgel und Turmstube versteckt haben, um unbeobachtet dem Gemeindegesang lauschen zu können. Er hatte sich von Josef Hoffmann (Organist von ca. 1860 bis 1876) erbeten, das Kirchenlied \"O Haupt voll Blut und Wunden\" hören zu können (**).\n \nBruckners Interesse am evangelischen Kirchenchoral ist auch anderweitig bezeugt. Er soll öfters nach seinem Dienst in der Stadtpfarrkirche den Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche besucht haben und zu Superintendent Josef Friedrich Koch gesagt haben: \"Sie wissen gar nicht, was Sie an Ihren Chorälen haben.\" (**a).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 11:53"}, {"ID": 186604145, "Datum": "14.4.1866, Samstag", "Haupttext": "2. Datierung am Ende des Adagios der 1. Symphonie (*). Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: Gratuliert [zum Chormeister des Wiener Männergesangvereins (??)]; frühstückte heute mit Alois Weinwurm, war gestern auf einer Feier in Urfahr. Bald beginnen die Proben zur 1. Symphonie. Aufführungstermin unsicher wegen Kriegsgefahr. Rudolfs Meinung zum Orgelkonzert-Projekt? Bedankt sich für Rudolfs Brief (**).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß Bruckner eine Symphonie vollendet habe und deren Aufführung plane (***): \n»Linz, 13. April.\n   * (Musikalisches.) Der Dom-Organist Herr Anton Bruckner, dessen Messe im vorigen Jahre einen so großen und für ihn so ehrenvollen Erfolg hatte, hat soeben die Komposition einer Symfonie vollendet, welche derselbe noch im Verlaufe dieses Frühjahrs hier zur Aufführung bringen wird. Anstatt im Redoutensaale, wo bei starker Instrumentirung besonders die Blechinstrumente auf die näher Sitzenden einen das musikalische Ebenmaß störenden Eindruck machen, soll diese Symfonie in der Volksfesthalle zur Aufführung kommen. Die Klangwirkung wird dort jedenfalls eine bessere sein. Die uns gestattet gewesene Einsicht in die Partitur hat uns bereits einen Vorgeschmack von der Schönheit und Großartigkeit dieses neuesten Werkes des reichbegabten Komponisten gegeben. Die Musikfreunde haben somit einen großen Genuß und Anton Bruckner einen neuen Triumph zu erwarten.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186704145, "Datum": "(14.4.1867, Palmsonntag)", "Haupttext": "Aufführung von Mendelssohns Oratorium \"Elias\" durch den Linzer Musikverein in einem außerordentlichen Konzert in der städtischen Volksfesthalle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004145, "Datum": "14.4.1870, Donnerstag (Gründonnerstag)", "Haupttext": "Das heutige Konzert wird in mehreren Zeitungen angekündigt:\nWiener Zeitung Nr. 85 auf S. 192 (= S. 2) (*a),\nFremdenblatt Nr. 103 auf S. 5 (*b),\nNeue Freie Presse Nr. 2021 auf S. 6 (*c),\nNeues Fremdenblatt Nr. 103 auf S. 6:\r\n   \" - Heute um 6 Uhr Abends veranstaltet der Wiener Männergesangverein ein Kirchenkonzert in der Augustinerkirche. Dasselbe besteht aus folgenden Nummern: 1. Präludium für die Orgel. 2. Mendelssohn's „Beati mortui” (Chor). 3. Händel: Geistliches Lied (Chor). 4. Orlando Lasso „Miserere” (Chor). 5. Beethoven „Bitte”, Lied für Bariton und Orgelbegleitung, vorgetragen von Dr. Kraus. 6. Weinwurm: Geistliches Lied (Chor). 7. Prätorius' Choral (Chor). 8. O sanctissima, sizilianisches Volkslied (Chor). 9. Postlucium [sic] für die Orgel. Den Orgelpart führt Hoforganist Herr Bruckner, Professor am Konservatorium, aus.\"  (*d)\nund »Der Wanderer« Nr. 103 (*e).\nUm 6 Uhr abends Geistliches Konzert des Wiener Männergesangvereins (unter Rudolf Weinwurm) in der Augustinerkirche; Bruckner spielt dabei Orgel (**).\r\n     Auf dem Programm stehen: [Bruckner] Präludium für Orgel, Mendelssohn (»Beati mortui«), Händel (Geistliches Lied), Lasso (»Miserere«), Beethoven (»Bitte«, Solist: Dr. Kraus), Weinwurm (Geistliches Lied), Prätorius (Choral), ein Sizilianisches Volkslied (»O sanctissima«) und [Bruckner] Postludium für Orgel (***).\n\"     Der Verein wandte sich nach dem II. Concerte dem Studium ernster, kirchlicher Compositionen zu, welche in der Charwoche (14. April) in der Augustinerkirche Abends zur Aufführung gebracht wurden.\r\n     Der Verein unternahm mit dieser Production den in Wien bisher unterbliebenen Versuch eines Kirchenconcertes, wie solche in Deutschland, der Schweiz  ꝛc. ꝛc. seit längerer Zeit üblich sind.\r\n     Das Programm bestand aus sechs Chornummern und einem Solo-Vortrage des Vereinsmitgliedes Olschbauer.\r\n     Die Aufführung fand allseitige Anerkennung. Ein erhöhtes Interesse gewann diese Production durch die Mitwirkung des Hoforganisten Herrn Professor Bruckner, welcher das Concert mit einem Präludium auf der Orgel einleitete und in gleicher Weise abschloß.\"\r\n\"     Bei den öffentlichen Aufführungen wurde der Verein von den Damen: [...], dann von den Herren: [...] Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium, [...] freundlichst unterstützt, wofür denselben hiemit Namens der Vereines der herzlichste Dank ausgedrückt wird.\" (°).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:06"}, {"ID": 187104145, "Datum": "14.4.1871, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 16 bringt auf S. 151 eine kurze Notiz über die Matthäuspassion am 4.4.1871 und erwähnt bei den Mitwirkenden »und Prof. Bruckner (Orgel).«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204145, "Datum": "14.4.1872, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung des heutigen Konzerts durch Inserate im Fremdenblatt Nr. 102 auf S. 8 [Text nahezu identisch mit dem vom 9.4.1872] (*) und im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 101 auf S. 6 (*a).\n\n\n\nIn einem außerordentlichen Gesellschaftskonzert dirigiert Anton Rubinstein Robert Schumanns Musik zu Goethes \"Faust\". Bruckner wirkt als Organist mit, Konzertmeister ist Josef Hellmesberger (**).\nSolisten: Marie Wilt (Gretchen) und die Herren Dr. Krückl (Faust), Dr. Kraus (Mephistopheles), Pirk (Ariel) und Maas (***). \n\nRubinstein beendet mit diesem Konzert seine Tätigkeit beim Wiener Singverein. \n     \"Unmittelbar nach Schluß des III. außerordentlichen Gesellschaftsconcertes fand im großen Foyer des Gesellschaftshauses im Beisein aller in diesem Concerte beschäftigten Künstler und Dilettanten eine herzliche Feier statt, welche dem aus dem Verbande der Gesellschaft der Musikfreunde scheidenden artistischen Director Anton Rubinstein galt.\" \n\n[Die Mitwirkung Bruckners und seine zu vermutende Anwesenheit bei der Nachfeier werden in keiner Besprechung erwähnt] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187704145, "Datum": "14.4.1877, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik in mehreren Zeitungen:\n \nDie Presse Nr. 101 auf S. 10:\n     \" - In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 15. April um 11 Uhr eine Messe von Ludwig Rotter, Graduale (Tenorsolo) von Cherubini und Offertorium, Duett für Sopran und Alt, zur Aufführung gebracht und werden die Soli Herr Michael Kugler, Frau v. Friedländer und Fräulein Louise Wiskozill vortragen. Hofoganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 101 auf S. 6 (**)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4537 auf S. 5:\n      \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).\n \n(Öffentliches Konzert des Konservatoriums unter Hellmesberger. Franz Schaumann wirkt bei einem Quintett aus Mozarts »Cosi fan tutte« mit. Rudolf Pichler dirigiert ein eigenes Werk (Vorspiel zu »Sappho«) (°)).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:03"}, {"ID": 187804145, "Datum": "14.4.1878, Palmsonntag", "Haupttext": "Brief von Hans Rott an Heinrich Krzyzanowski:\r\n   [...] Rudolf habe ihm Bruckners neues Jagd-Scherzo zur 4. Symphonie reizend geschildert.", "Letzte Änderung": "16.02.2024 23:01"}, {"ID": 188004145, "Datum": "14.4.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Veith den 2. und 3. Satz aus Mendelssohns 4. Orgelsonate in B-Dur (*).\n \nDie Wiener Zeitung Nr. 85 veröffentlicht auf S. 712-716 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 716 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...]\n     Harmonielehre: Fortsetzung, Chromatik, Harmonisirung, Contrapunkt; zwei=, drei= und vierstimmige Contrapunktübungen, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8 (Publicum.).\n     [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:11"}, {"ID": 188204145, "Datum": "14.4.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »14. Apr. Lamberg 1. u. 2. Lect.« [darüber, ohne Datumsbezug:] »9 - 10 Lamberg«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404145, "Datum": "14.4.1884, Ostermontag", "Haupttext": "Bruckner besucht das Kloster Emaus in Prag [Kontakte mit Alban Schachleiter?] (*). Sein Begleiter Robert Marschner berichtet vom dreistündigen Gottesdienst (mit Abt Wolter), bei dem gregorianischer Gesang erklang. Bruckner trifft anschließend mehrere Geistliche aus seiner Linzer Domorganistenzeit. [auch am 14.4.?] Auf Einladung des Strahower Organisten besucht Bruckner, von Abt Stary selbst eingelassen, mit Robert und Franz Marschner die dortige Kirche und Bibliothek (*a).\nBruckner quittiert auf einer (eigenen) Visitenkarte den Empfang von 150 Gulden [für die Orgelkollaudierung am 9.4.1884], eigenhändig nur die Unterschrift: \"f 150 am 14/4 | von Herrn Ritter von Dotzauer | empfangen | ABruckner.\" (*b).\nKritik zum Quintett von Florestan [= Woerz] in der Wiener Sonn- und Montagszeitung Nr. 17 auf S. 3:\r\n           »Concerte.\r\n     Mit aufrichtiger Befriedigung sehen wir das Ende der Concertsaison herannahen; [... über die Konzerte vom 6.4.1884 und 8.4.1884 ...]\r\n     Der „Vortragsabend”, welchen der academische Gesangsverein am 5. d. M. en petit comité (kleiner Vereinschor) bei Bösendorfer veranstaltete, gewährte ein besonderes Interesse durch die erste Aufführung eines neuen Streichquintettes in F von Anton Bruckner. So viel ist gewiß, daß es diesem Werke nicht an Originalität fehlt. Allein so wie es in der Kunstwelt gar vieles Schöne gibt, was nicht originell ist, so gibt es umgekehrt manchmal auch Originelles, das nichts weniger als schön ist. [... über den Begriff des »Schönen« ... Das Ungewöhnliche] kann dem Verständnisse nur dadurch näher gerückt werden, daß wir es in vollendeter Aufführung und mehrmals hören. Was nun das Bruckner'sche Quintett anbelangt, so erscheinen uns nur die beiden Mittelsätze so faßlich, daß wir schon auf die erste Bekanntschaft hin sagen können, das Scherzo sei sehr interessant, das Adagio ausgezeichnet schön; um jedoch auch die beiden Außensätze gerecht zu beurtheilen, müssen wir sie öfter und in besserer Aufführung vernehmen als dies diesmal der Fall war. Schwankt die Reinheit der Intonation, die Sicherheit der Phrasirung, die vollkommene Deutlichkeit des Zusammenspiels in den Verschlingungen der fünf Stimmen, so wird es ganz unmöglich, den inneren Zusammenhang eines complicirten Satzes und einer ungewöhnlichen Sprechweise zu errathen. Demungeachtet fanden sämmtliche Sätze des Werkes, dem wir wohl noch anderwärts zu begegnen hoffen, stürmischen Beifall, namentlich von Seite der academischen Jugend. [...] Florestan.« (**).\nBrief (Correspondenz-Karte) Ledermüllers an Oddo Loidol:\r\n   Bruckner sei diesmal nicht nach St. Florian gekommen, er sei, so höre man, vom Bischof eingeladen worden. Ob Loidol den höchst lobenden Zeitungsbericht über Bruckner gelesen habe? Das Quintett sei im Bösendorfersaal im April [5.4.1884] aufgeführt worden und von der Linzer Zeitung [13.4.1884], eine Wiener Zeitung [Deutsche Zeitung am 8.4.1884] zitierend, als beethoven-gleich gelobt worden (***).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 11:23"}, {"ID": 188504145, "Datum": "14.4.1885, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 84 berichtet (unter Verwendung des Artikels vom 11.4.1885 in der Deutschen Zeitung) auf S. 3 von der Kölner Aufführung des Quintetts [8.4.1885]:\n     » § Anton Bruckners Quintett. Wie aus Köln berichtet wird, erzielte daselbst Professor Anton Bruckners Quintett, von dem auch in Wien rühmlichst bekannten Quartett Heckmann am 8. d. M. zur Aufführung gebracht, einen glänzenden Erfolg und ist für November eine Wiederholung dieses auch in München kürzlich mit großem Beifall aufgeführten ausgezeichneten Werkes unseres heimischen Componisten in Aussicht genommen. Köln wird aber auch darin nicht hinter Leipzig und München zurückstehen, daß es den großen symphonischen Werken Bruckners den ihnen gebührenden Platz in seinem Musikleben anweist, welches, seitdem Wüllner als Nachfolger Hillers die Leitung des dortigen Concertwesens übernommen, einen bedeutenden Aufschwung genommen hat. Wüllner wird es auch zu danken sein, wenn in der nächsten Concertsaison Bruckners letzte (siebente) Symphonie in Köln, und wohl mit demselben glänzenden Erfolg wie in München und Leipzig, zur Aufführung gelangt.«", "Letzte Änderung": "08.04.2025 10:57"}, {"ID": 188604145, "Datum": "14.4.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Fiedlers an Hildebrand:\n     Über eine musikalische Matinée, die er zu Ehren Bruckners in München [6. bis 8.4.1886] veranstaltet hatte.\n     »[...] Meine Mutter blieb bis Sonnabend und dazwischen war Bruckner hier zur Aufführung eines Tedeums von ihm; ihm zu Ehren hatten wir eine musikalische matinée bei uns [...]« (*).\nBruckner und Klose fahren abends nach Linz ab (**). Sie treffen in der Nacht des 15.4.1886 ein, planmäßige Ankunft um 1:26 Uhr (**a).\r\nBruckner erinnert sich während der Fahrt stirnrunzelnd an die gestern erzählte Anekdote über den frivolen Scherz anläßlich der Stimmtonkonferenz [16.11.1885?] und Liszts Verhalten (***).\r\nBruckner wohnt im Gasthaus »Kanone« (**).\nAufführung des »Te deum« (mit Klavier, ohne Orchester (°) im 3. Konzert des Philharmonischen Vereins unter Mottl in Karlsruhe. Mitwirkende: Frl. Fritsch, Frl. Friedlein, die Herren Rosenberg und Deycks. Aufgeführt werden außerdem ein Chor aus der Kantate \"Bleib bei uns\" von J. S. Bach, \"Mirjam's Siegesgesang\" von Franz Schubert und Gesangsoli von Gluck, Beethoven und Schubert (°°).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 399 vom Konzert am 11.4.1886 [siehe auch die Anmerkung]:\r\n      »Gründungsconcert des \"Gutenbergbund\". [...] Sehr hübsch wurden \"Amaranths Waldeslieder\" von Anton Bruckner, für Sopransolo (Fräul. Reiter), Soloquartett und Frauenchor eingerichtet, vorgetragen. Diese Waldeslieder, von Bruckner Ende der Fünfziger=Jahre für eine Sopranstimme mit Clavierbegleitung componirt, haben durch das vom Chormeister Herrn Reiter besorgte Arrangement nur gewonnen; jedenfalls weist schon die reiche, oft orgelmäßige Figuration in der Clavierbegleitung darauf hin, die Melodie einem Chore anzuvertrauen. [... über die anderen Programm-Nummern, die Mitwirkenden und die Prominenz im Publikum ...] [Signatur:] K.« (°°°)\nund meldet auf S. 398, daß Bruckner beim morgigen Konzert anwesend sein wird:\r\n      » * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Wir haben die gewiß für jeden Besucher des Gründungsfestes erfreuliche Mittheilung zu machen, daß Meister Bruckner dem Concerte anwohnen werde und dürfte dies gewiß für die Mitwirkenden der höchste Sporn sein, ihr Bestes zu leisten.« (#).\nEine entsprechende Notiz erscheint auch in der Linzer Tages-Post Nr. 85 auf S. 4:\r\n      » § Liedertafel \"Frohsinn\". Wir haben die gewiß für jeden Besucher des Gründungsfestes erfreuliche Mittheilung zu machen, daß Meister Bruckner dem Concerte anwohnen werde. Es wird dies für die Mitwirkenden gewiß der höchste Sporn sein, ihr Bestes zu leisten. [... Hinweise zum Vorverkauf ...]« (##)\nund im Linzer Volksblatt Nr. 85 auf S. 2:\r\n     » - Liedertafel \"Frohsinn\". Wir haben die gewiss für jeden Besucher des Gründungsfestes erfreuliche Mittheilung zu machen, daß Meister Bruckner dem Concerte anwohnen werde. Es wird dies für die Mitwirkenden gewiss der höchste Sporn sein, ihr Bestes zu leisten. [... über den Kartenvorverkauf ...]« (###).\n \nDie Linzer Tages-Post erwähnt Bruckner außer auf S. 4 (siehe ##) auf S. 1 auch in der Besprechung der Aufführung des \"Te deum\" am 7.4.1886 in München, signiert \"J. Sch-r.\":\r\n               \"Aus dem Reiche.\n     Das Tagesgespräch in der bairischen Haupt= und \"Residenz\"=Stadt [... König Ludwig II. residiere sehr selten in München ... derzeit ist Kaiser Franz Joseph in München ...]\r\n     Aber wenden wir uns von diesem Bilde krachend zusammenstürzender, phantastischer Königsburgen einem freundlicheren Bilde zu. Ein Beifallssturm durchrauscht den Concertsaal; auf dem Podium erscheint wiederholt der Componist, freudig, aber in der ihm eigenen schlichten und bescheidenen Weise den schönsten Lohn des Künstlers erntend, den begeisterten Beifall eines durch seine Schöpfung hingerissenen Auditoriums. Es ist eine wohlbekannte Gestalt, es sind vertraute Züge, die Gestalt, die Züge eines Mannes, den Oberösterreich mit Stolz den Seinen nennt und mit erhöhtem Stolze, seit dem Künstler - leider erst an der Schwelle des Greisenalters - auch der Ruhm zutheil geworden, der ihm solange versagt geblieben, es ist Meister Anton Bruckner, dessen Tedeum für Chor, Soli, Orchester und Orgel vergangenen Mittwoch unter Leitung des Hofkapellmeisters Levi in der musikalischen Akademie zur ersten Aufführung gelangte, wobei die Soli von Mitgliedern der Hofoper, die Chöre von der kgl. Vocalkapelle und dem Hoftheaterchor gesungen wurden. Die Aufnahme der herrlichen Schöpfung, welche den Geist wahrer Größe und Erhabenheit athmet und in welcher sich Bruckner den Meistern des oratorischen Stils an die Seite stellt, war, wie schon angedeutet, eine enthusiastische; auch die Kritik hat nur begeisterungsvolle Worte des Lobes für diese wundervolle Tondichtung. \"Mit dem in Rede stehenden Tedeum\", schreibt unter anderem ein hiesiges Blatt, \"ist eine Tonschöpfung hervorgetreten, der kein bloß ephemeres Dasein beschieden ist, sondern die auch noch künftigen Geschlechtern davon Kunde geben wird, wie inmitten eines Zeitalters, in welchem der \"Kampf um das Dasein\" alle Ideale zu ersticken drohte, doch noch Persönlichkeiten gewirkt haben, die, unbeirrt durch den Lärm des Tages, ihr Auge dem Ewigen zugewandt hielten.\" [... über Franz Defregger ...]\r\n     München, Mitte April.           J. Sch-r.\" (a).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:45"}, {"ID": 188704145, "Datum": "14.4.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Vorankündigung der Aufführung der 5. Symphonie am 20.4.1887 in der Neuen Freien Presse Nr. 8128 auf S. 5:\n    » - Herr Joseph Schalk veranstaltet am Mittwoch den 20. April im Saale Bösendorfer unter Mitwirkung der Herren Hirsch und Professor Zottmann einen Musikabend, an welchem unter Anderm Bruckner's bisher unaufgeführte fünfte Symphonie auf zwei Clavieren zum Vortrage gelangt.« (*).\n \nNahezu gleichlautend meldet \"Die Presse\" Nr. 102 auf S. 11: » - Herr Joseph Schalk veranstaltet am Mittwoch den 20. April im Saale Bösendorfer unter Mitwirkung der Herren Hirsch und Professor Zottmann einen Musikabend, an welchem u. A. Bruckner's bisher unaufgeführte fünfte Symphonie auf zwei Clavieren zum Vortrage gelangt.« (**).\n \nÄhnlich auch das Neue Wiener Tagblatt Nr. 102 auf S. 6: » - Herr Josef Schalk veranstaltet am Mittwoch den 20. d. im Saale Bösendorfer unter Mitwirkung der Herren Hirsch und Professor Zottmann einen Musikabend, an welchem u. A. Bruckner's bisher unaufgeführte fünfte Symphonie auf zwei Klavieren zum Vortrage gelangt.« (***).\nTagebucheintragung Kloses:\r\n»Probe der 'Fünften'. Bruckner rückt wutentbrannt an.« (°).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:18"}, {"ID": 188804145, "Datum": "14.4.1888, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der New Yorker Aufführung der 4. Symphonie [am 16.3.1888] \"Another View of the Bruckner Symphony. IV. Symphony\" im »Musical Courier«, signiert »J. H.« (*), = James Huneker (?) (*a) .\nKritik, signiert »C. W.«, im Tagesboten aus Mähren und Schlesien Nr. 87 auf S. 10 [eigentlich S. 4] zum gestrigen Brünner Konzert (mit dem »Te deum«):\r\n      \"Theater- und Kunstnachrichten.\r\n    C. W. (Concert des Musikvereines.)\r\nAnton Bruckner's \"Te Deum laudamus\" - die erste Programmnummer - ist ein gewaltiges Werk, welches nicht nach den früher üblichen strengen kirchlichen Formen gemessen werden darf. Für Chor, Soli, großes Orchester, dann Orgel ad libitum (leider besitzen wir im Concertsaale keine) componirt, ist das Tonstück grandios angelegt und Bruckner hat für sich die Freiheit in Anspruch genommen, religiöse Gesinnung in ganz eigener Weise zum Ausdrucke zu bringen. Er ruft sämmtliche Mächte des Orchesters wie zum Kampfe und Dissonanzen, dann Querstände bringen uns mit Gewalt aus einer Stimmung in die andere. Dort, wo er Solostimmen discret verwendet, wie besonders in dem Satze Te ergo quaesimus [sic!], findet er auch zum Herzen dringende Töne.\r\n    Im Ganzen empfängt man den Eindruck von einem, nach hohem Ziele strebenden Componisten, welcher in der Musikwelt so geachtet dasteht, dass die Aufführung des Te deum gutgeheißen werden kann. Das Werk stellt besonders an die Soprane im Chor große Anforderungen und führt sie in die sonst selten betretenen Gebiete bis zum hohen C. Alle Achtung den Damen, welche dort sicher verweilten. Die Soli sind zwar nicht hervorragend, aber besonders in der Intonation schwierig. Frl. Kollar, Frl. Skutetzky, den Herren Oplustil und Schmuttermayer sei die gebührende Anerkennung ausgesprochen.\r\n    Nach den gewaltigen Donnern des Te deum gelangten wir in die reizende Frühlingsidylle [... über Haydn ... Beethoven ... stürmischer Erfolg, Orchester mußte sich erheben ...]\r\n    Musikdirector Kitzler kann mit dieser Auszeichnung zufrieden sein, er verdiente sie auch in vollem Maße.\r\n    Mit dem besten Eindrucke scheiden wir vom Musikvereine, dessen Ferienzeit nun beginnt. (**).\nDatierung im Finale der 3. Symphonie bei Takt 143-154 (***).\nBruckner verlässt das Sift St. Florian nach eintägigem Aufenthalt (°).", "Letzte Änderung": "14.07.2024 12:24"}, {"ID": 188904145, "Datum": "14.4.1889, Palmsonntag", "Haupttext": "Notiz Bruckners bei den Gebetsaufzeichnungen (vor 24.4.): »[nachträglich zugesetzt?] Sonntag [durchgestrichen, als Zeichen der Erledigung = Honorierung?] Palms: 6 Uhr Vockner. [/] H Klose 7 [Uhr]« (*).\n\n\nEröffnung der Ausstellung \"Salon der Zurückgewiesenen\", in der auch Beratons Bruckner-Proträt [IKO 28 oder IKO 32?] zu sehen ist (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189004145, "Datum": "14.4.1890, Montag", "Haupttext": "Wieder durchgestrichene Datierung in Carl Speisers Universitäts-Mitschrift (= ursprünglich vorgesehener Termin für den Beginn der Sommersemester-Vorlesungen).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189104145, "Datum": "14.4.1891, Dienstag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 1. Symphonie (*). Vermerk beim Posaunenthema »14. April bis 12 Uhr mittags« (*a). Kalendernotiz Bruckners: »14.4. Dienst: vormitt. gründlich 5 u 6. Bogen wiederholt.« [1. Satz der 1. Symphonie] und »7. Bogen 14. [April wiederholt]« (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 84 kündigt auf S. 4 das Gründungsfest des »Frohsinn« (mit dem »Germanenzug«) für den 18.4.1891 an:\n     \" - Liedertafel \"Frohsinn.\" Bei dem am Samstag den 18. d. M. im Redouten=Sale [sic] stattfindenden Gründungsfest=Concerte der Liedertafel \"Frohsinn\" kommen Compositionen von Rob. Volkmann, Josef Rheinberger, Anton Bruckner, Johannes Brahms, Franz Liszt, Richard Wagner zur Aufführung. Zu diesem Concerte haben ausschließlich nur die unterstützenden Mitglieder des Vereines sowie die Besitzer von Jahres=Karten mit ihren Familien gegen Vorweisung der Jahres=Karten Zutritt.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189404145, "Datum": "14.4.1894, Samstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen (lückenlos bis zum 7.5.1894) wieder auf (*).\n[Datierung nicht deutlich entzifferbar (**) - 14.1.1894??]\r\nBrief Bruckners an Siegfried Ochs in Berlin:\r\n    Hätte gern die f-moll-Messe von seinem Lieblingschor gehört. Hinweise zur Interpretation. Grüße an den Pauker (wegen des H-Wirbels im »Te deum«), an Dr. Sternfeld und Otto Leßmann. Ochs sei die Umstimmung Bülows zu danken. Weingartner schreibe schöne Briefe (***).\nZeugnis Bruckners für Carl Aigner über dessen Befähigung als Violinspieler, Organist, Pianist und Musiklehrer (°).\nIm Konzertbericht Hans Paumgartners in der Wiener Abendpost Nr. 86 (Wiener Zeitung) auf S. 5f wird auch das Konzert vom 10.4.1894 besprochen:\r\n\"                     Musik.\r\n                     Concerte.\r\n     Eine stattliche Anzahl von Concerten hat in diesem Jahre noch nach den Osterfeiertagen, die sonst den Schluß der Musiksaison zu bilden pflegen, stattgefunden. – [... Rubinstein als Saisonabschluss ... über mehrere Konzerte, darunter eines mit Werken von Muffat, bei der \"Singakademie\" (14.4.1894) ohne Erwähnung der \"Germanenzugs\"... wegen Opernpremieren konnten nicht alle Konzerte persönlich gehört werden ...]\r\n     Ueber das Concert des Violinisten Duisberg [sic], des verdienstvollen Gründers und Leiters des classischen Volksquartetts, wird uns dagegen nur Gutes berichtet. [... Solovorträge von Duesberg ...] Auch die Wiedergabe der schönen Grieg'schen C-moll-Sonate, deren Clavierpart Fräulein Natalie Javurek trefflich gespielt haben soll, ebenso wie die Einzelvorträge des Frl. Javurek auf dem Clavier und die Ausführung des Bruckner'schen Streichquintetts durch Herrn Duisberg und seine Quartettgenossen werden lobend erwähnt.\r\n     [... weitere Konzerte ...] Jetzt aber mögen es alle Concert=Veranstalter genug sein lassen des grausamen Spieles. Das Publicum ist nach diesem tollen Concertwinter endlich des Hörens müde geworden, und höchstens die Gigantengestalt Rubinsteins vermag es noch auf ein paar Stunden lebendig zu machen.\r\n                                                      dr. h. p.\" (°°).\n2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert mit Werken Rubinsteins unter seiner Leitung (°°°).\r\nUrsprünglich waren für dieses Konzert Werke von Tschaikowsky, Beethoven, Götz und Bruckner (»Te deum«) vorgesehen (#).\r\nProbe am 13.4.1894 (##).", "Letzte Änderung": "21.05.2025 14:54"}, {"ID": 189504145, "Datum": "14.4.1895, Sonntag (Ostersonntag)", "Haupttext": "[?] Brief Bruckners an Ochs:\r\n   Er würde so gerne [in Berlin] die f-moll-Messe hören. Gibt von der Partitur (*a) abweichende Hinweise zur Interpretation (*).\nDie Linzer Zeitung meldet auf S. 421, daß die Enthüllung der Gedenktafel in Ansfelden vom 21.4.1895 auf den Monat Mai [12.5.1895] verschoben wird:\r\n„   Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n                                 Linz, 13. April.\r\n      * (Liedertafel „Frohsinn“ in Linz.) Die Enthüllung der Gedenktafel für Dr. Anton Bruckner in dessen Geburtsorte Ansfelden wird vom 21. Mai auf den Monat Mai verschoben. Der Tag der Feier wird rechtzeitig bekanntgegeben werden.“ (**).\nDarüber ist auch im Linzer Volksblatt Nr. 87 auf S. 3 zu lesen:\r\n\"    – Liedertafel \"Frohsinn.\" Die Enthüllung der Gedenktafel für Dr. Anton Bruckner in seinem Geburtsorte Ansfelden wird vom 21. April auf den Monat Mai verschoben. Der Tag der Feier wird später bekanntgegeben.\" (***)\nund in der Linzer Tages-Post Nr. 87 auf S. 4:\r\n\"     (Liedertafel \"Frohsinn\".) Die Enthüllung der Gedenktafel für Dr. Anton Bruckner in seinem Geburtsorte Ansfelden wird vom 21. April auf den Monat Mai verschoben. Der Tag der Feier wird später bekanntgegeben.\" (°).", "Letzte Änderung": "08.05.2024 07:42"}, {"ID": 189604145, "Datum": "14.4.1896, Dienstag", "Haupttext": "Kritik von Prochaska über die 1. Symphonie [am 11.4.1896] in der Grazer Morgenpost Nr. 85 auf S. 1f, signiert \"V. P.\":\r\n\"             Feuilleton.\r\nViertes Orchester=Concert des steiermärkischen Musikvereins. \r\n     Am vergangenen Samstag fand, wie bereits kurz berichtet, im „Stephaniensaale“ das letzte diesjährige Concert des steiermärkischen Musikvereines statt, welches recht gut besucht war.     [… über Hugo Wolf (aus „Der Corregidor“) und Beethoven (Bagatellen) …].\r\n     Den Schluss des Concertes bildete die erste Symphonie (C-moll) für großes Orchester von Anton Bruckner. Wir hatten in Graz bereits Gelegenheit, noch die dritte Symphonie (D-moll), die vierte (romantische in Es-dur), vielleicht die formvollendetste und blühendste von allen, welche zum erstenmale im Jahre 1888 von den Philharmonikern in Wien aufgeführt wurde, dann die contrapunktisch kunstvollste und darum auch schwer verständliche fünfte (B-dur) und die siebente (E-dur) kennen zu lernen.\r\n    Die erste Symphonie ist, wie alle übrigen Symphonien Bruckners, im größten Stile angelegt und wir finden darin eine Menge geradezu titanischer musikalischer Gedanken, deren Erfindung und Durchführung, sowie die Contrapunktik und die gewaltigen Steigerungen zum höchsten Staunen herausfordern; man ist verblüfft, überwältigt von den erhabenen Schönheiten. Allerdings vermisst man bei diesem symphonischen Erstlingswerke oft die Einheitlichkeit und jenes künstlerische Gleichgewicht, welche in seinen späteren Werken in höherem Grade vorhanden sind und die die Verständlichkeit fördern.\r\n     Ich möchte an einige Stellen der beiden Ecksätze erinnern, deren Zusammenhang mit dem Ganzen nicht leicht ergründlich ist und die den Sätzen, namentlich dem letzte, auch eine übermäßige Ausdehnung geben. Trotzdem aber stehen wir, wie schon erwähnt, vor einer Menge von Einzelheiten, die nur von einem gottbegnadeten Künstler herrühren können; überall zeigt sich der geistvolle Musiker, der, obwohl er viel zu sagen hat, nie Gewöhnliches bringt. Alles ist voll Leben und Begeisterung und begeistert daher auch die Zuhörer. Jedenfalls aber verlangt ein so großes Werk ein genaueres Eingehen und Vertiefen, als es bei einem nur einmaligen Anhören möglich ist.\r\n     Von den vier Sätzen – Allegro molto moderato, Adagio, Scherzo und Finale – sind die beiden Mittelsätze, das poetisch schöne Adagio und das in energischen Rhythmen pulsierende Scherzo, am leichtesten zugänglich.\r\n     Die in Rede stehende Symphonie wurde zum erstenmale in Linz im Jahre 1868 aufgeführt, blieb aber ziemlich unverstanden, was den Meister sehr verstimmte. Bruckner ist vielfach angefeindet, geschmäht und verkannt worden und selbst heute finden sich sogar noch Fachleute, welche über ihn den Stab brechen. Nichtsdestoweniger kann die Bedeutung Bruckners als Symphoniker nicht mehr hinweggeleugnet werden und nach einer vieljährigen, traurigen Periode der Verkennung steht Bruckner, zwar noch nicht allgemein verstanden, aber doch in den weitesten Kreisen geliebt und verehrt, auf der Höhe seines künstlerischen Schaffens als leuchtender Stern am Himmel deutscher Tonkunst.\r\n     Um die mit unseren Mitteln gerundete Wiedergabe dieses Riesenwerkes und um das eingehende, mühevolle Studium erwarb sich Herr Director Degner ein schönes Verdienst, für welches er durch reichen Beifall und mehrfache Hervorrufe belohnt wurde.\r\n     Sehr wacker hielten sich die Bläser, welche ihre schwierige und anstrengende Aufgabe meist vollkommen entsprechend lösten. Im Scherzo missglückte gleich anfangs eine Stelle im Horn. Den gewaltigen Klangmassen der Bläser gegenüber erwies sich das Streichorchester, namentlich die Besetzung der ersten Geige, vielfach als zu schwach.                 V. P.“ (*).\nAuch das Grazer Volksblatt Nr. 85 bringt auf S. 6 eine Besprechung, signiert \"-sdl-\" [vermutlich Carl Seydler]:\r\n\" Orchester=Concert des Steiermärkischen Musikvereines.\r\n     Am 12. [sic] d. M. wurde im Stephaniensaale das vierte Orchester-Concert des Steiermärkischen Musikvereines gegeben.\r\n     Gespielt wurden erstens [... Hugo Wolf, Beethoven/Degner ...] und drittens Bruckners erste Symphonie (C-moll).\r\n     Fürwahr ein vornehmnes Programm; Wolf und Bruckner fesselnd durch die hinreißende Kraft ihrer zügellosen, phantastischen Tonmassen [...].\r\n     Wolf trafen wir als Dramatiker endlich in seinem richtigen Elemente; ein Talent mit soviel überquellender Phantasie, mit soviel Schärfe der Ausdruckskraft, vermag sich im engen Rahmen des Lieder nicht wohl zu fühlen; das drängt überall hinaus, stoßt an, schneidet und sticht. [... Corregidor günstiger als die Lieder beurteilt ... Zitate aus dem Programmheft ...].\r\n     Von Bruckner kennen wir nun außer der 3., 4., 5. und 7. Symphonie auch die 1., also es fehlen uns nur noch die 2., 6. und 8. Wir begrüßen jedes Werk des großen heimischen Meisters mit Freuden, wir bringen jedem desselben eine gewisse Andacht entgegen; denn fürwahr ein großer Reichthum von Gedanken, das tiefe, geheimnisvolle Walten eines auf einsamer Höhe thronenden Geistes weht uns aus jeder Schöpfung Bruckners entgegen. Der greise Meister ist ein musikalischer Riese; ein Meer von Klängen, einen Orkan von stürmender und drängender Tonbewegung weiß er aus jeder seiner Partituren zu entfesseln. Und gerade in seiner 1. Symphonie in C-moll (componiert 1865 in Linz) scheint die ganze künftige Größe Bruckners vorbedingt zu sein; alle orchestralen Mittel, welcher er sich so wirksam und glänzend zu bedienen weiß, die ganze erstaunliche Kühnheit seines contrapunktischen Aufbaues, das alles finden wir hier schon vereint; aber es fehlt noch die charaktervolle Festigkeit des vollendeten Künstlers, es fehlt vor allem die Schönheit einer ebenmäßigen Ausgestaltung, die Klarheit einer mit sich selbst fertigen künstlerischen Überzeugung. Wir haben einen jungen Löwen vor uns, welcher die kraftstrotzenden Glieder reckt und die Mähne schüttelt; aber wir sehen vor lauter Mähne keine Glieder. Übrigens im ersten Satze und im Scherzo findet man sich noch leichter zurecht; hier strömt das Empfinden mit vollem Hauche, aber doch menschlich, warm und überzeugend; aber im  letzten Satze, da werden die vielen contrapunktlichen Räthsel zum wilden, gordischen Knoten, da klingt es uns um die Ohren wie Wahnsinn in Tönen, allerdings wie der heil. Wahnsinn eines Propheten.\r\n     Degner hat uns sämmtliche Werke trefflich mit seinem Orchester interpretiert und fand verdiente Anerkennung durch reichlichen Applaus.              -sdl- \" (**).\nRobert Hirschfelds Feuilleton in der »Presse« Nr. 103, S. 1 - 3, geht auf S. 2 auch auf den Chor »Träumen und Wachen« [am 25.3.1896] ein:\r\n»               Feuilleton.\r\n        Aus dem Concertsaal.\r\n              Eine Nachlese.\r\n    Zum Schlusse der Saison sammelten unsere Männergesang=Vereine ihre Truppen. [... über Konzerte dreier Männergesangvereine, zuletzt über das des Schubertbundes ...] Ein Chor von Anton Bruckner, keiner von den bedeutenden, folgte, Grillparzer's gallige Verse \"Träumen und Wachen\", welche selbst die Thaten zu Schatten erniedrigen, geben auch eine allzu haltlose Grundlage. [... Signatur:] Dr. Robert Hirschfeld.« (***).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 12:56"}, {"ID": 189704145, "Datum": "14.4.1897, Mittwoch", "Haupttext": "Theodor Helm kritisiert in seinem Bericht über die Konzerte der Berliner Philharmoniker in der Deutschen Zeitung, daß kein Werk Bruckners aufgeführt wurde. Zuerst sei die 4. Symphonie geplant gewesen, später die 7. Symphonie (*).\nÄhnliche Bedenken äußert Helm auch in seinem \"Wiener Musikbrief\" im Pester Lloyd Nr. 89, 1. S. der 1. Beilage:\r\n\"[... weil das letzte Konzert nach einem] Plane des Konzertunternehmera J. A. Gutmann lauter Wiener Komponisten und Dirigenten hätten [sic] vorführen sollen. Dazu war als Hauptnummer eine der kolossalen Bruckner'schen Symphonien (anfangs die 41., dann die 71. [sic]) unter Leitung Prof. Löwe's in Aussicht genommen. Da aber die Berliner Philharmoniker (im Gegensatz zur königlichen Kapelle) daheim überhaupt Bruckner nicht auf dem Repertoire haben und zum völligen Neueinstudiren nicht mehr die Zeit reichte, fiel Herrn Gutmann's Lieblingsidee ins Wasser. [...]     Dr. Theodor Helm.\" (**).\nBruckner wird im Vaterland Nr. 104 auf S. 1f in Richard Kraliks Nachruf auf Johannes Brahms dreimal kurz erwähnt, nicht aber bei der Besprechung des Berliner Gastspiels (***).\nDer Teplitz-Schönauer Anzeiger Nr. 30 kündigt auf S. 4 an, dass am 15.4.1897 in der Schönauer Pfarrkirche das \"Ave Maria\" [WAB 6] unter Emil Tausche aufgeführt wird. Als Organist wirkt Chordirektor W. Plaschka mit (°).", "Letzte Änderung": "26.08.2026 13:56"}, {"ID": 189804145, "Datum": "14.4.1898, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel \"Professor Dr. Anton Bruckner's D=Messe. Dritte Aufführung in der Stadtpfarrkirche in Steyr am Ostersonntag den 12. [recte \"10.4.1898\"] April 1898\", signiert \"-er\" [Franz Bayer?], in der Steyrer Zeitung (*a).\r\nDarin wird auch die Hamburger Aufführung erwähnt [31.3.1893 gemeint?] (*b).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß als Mitglied des Landesausschusses Johann Faigl in das Comité zur Errichtung des Bruckner-Denkmales in Linz entsendet wurde (**).", "Letzte Änderung": "17.01.2024 20:30"}, {"ID": 189904145, "Datum": "14.4.1899, Freitag", "Haupttext": "Das morgige Konzert mit der 5. Symphonie und dem 150. Psalm wird nochmals von mehreren Zeitungen angekündigt: \ndem Deutschen Volksblatt Nr. 3693 (Abendausgabe) auf S. 4 (*), \ndem Fremdenblatt Nr. 102 (Morgenblatt) auf S. 18 (**), \ndem Neuen Wiener Tagblatt (***), \nder Ostdeutschen Rundschau Nr. 102 auf S. 7 (°), \ndem \"Vaterland\" Nr. 102 auf S. 7 (°°), \ndem Wiener Tagblatt Nr. 102 auf S. 9 (°°°) \nund der Neuen Freie Presse (#). \nDie Neue Freie Presse teilt außerdem mit, daß im Atelier Zerritsch die Büste des Bruckner-Denkmal zu besichtigen ist (##).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190004145, "Datum": "14.4.1900, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post bringt eine mit \"Dr.-zl.\" signierte Kritik des Konzerts am 8.4.1900 (3. Symphonie, \"Locus iste\", 150. Psalm) (*).\nAuch die Deutsche Zeitung schreibt über dieses Konzert; Ignaz Bruckner habe dem Konzert beigewohnt (**).\nKurzkritik zur Aufführung der 3. Symphonie [am 2.4.1900] in der Wiener Allgemeinen Zeitung (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2025 14:23"}, {"ID": 190104145, "Datum": "14.4.1901, Sonntag", "Haupttext": "Artikel \"Ein neuer großer Triumph Bruckners in Deutschland\" über die Aufführung der 6. Symphonie im 2. Konzert in Stuttgart am 14.3.1901 in der Deutschen Zeitung (*).\n\n\nThe Chicago Tribune Nr. 104 erwähnt im Saisonrückblick auf S. 43 auch die 3. Symphonie [am 1./2.3.1901]: \"MUSIC THIS week will bring the tenth season of the Chicago Orchestra to a close as far as the concerts here are concerned. [... Konzerte in St. Louis und fünf anderen Städten ...] [... statistische Übersicht (Beethoven uund Richard Wagner an der Spitze) ...]; and twenty-five composers who will have been represented each by a single work. [... Statistik der Werke (Beethoven an der Spitze) ...] Aside from the Beethoven cycle, the season has contained little that has been espescially remarkable. Some eighteen compositions have been played for the first time at these concerts in the course of the twenty-two weeks, but while the majority of them have been interesting few of them gave promise of taking a permanent place in the repertory. [... nämlich Vincent d'Indy, Glasunow, Fibich ...]. [... Solisten ... Werkgattungen ...] The symphonies will include all the Beethoven except the first two; [... Schumann, Schubert etc. ...], Saint-Saens' second; Bruckner's third; Goldmark's \"Country Wedding\"; Svendsen's first; [... symphonische Dichtungen ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190404145, "Datum": "14.4.1904, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt bringt auf S. 300 (»Musikbrief Wien«) eine Besprechung der 2. Symphonie (am 23.3.1904) von Theodor Helm (*).\n\n\nKurzbericht \"Bruckner-Abend des Wagner-Vereines\" im Abendblatt der Grazer Tagespost (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190604145, "Datum": "14.4.1906, Samstag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 103 auf S. 7 (*)\r\nund die Deutsche Zeitung auf S. 7 (**)\r\nteilen die morgige Kirchenmusik mit: in der Kirche St. Ulrich am Neubau unter Karl Pfleger ein Tantum ergo [prov. WAB 48] und [separat die letzte Strophe] Genitori und einem Hinweis der Deutschen Zeitung zufolge in der Votivkirche ebenfalls ein Tantum ergo [prov. WAB 48].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191104145, "Datum": "14.4.1911, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Bei der Universal-Edition erscheinen die Chorstimmen der e-Moll-Messe unter der Nummer 2896a/d (*).\nVorabdruck des Kapitels \"Bruckner als Orgelspieler\" aus Gräflingers Bruckner-Biographie \"Bausteine\" im \"Vaterland\" (**).", "Letzte Änderung": "24.07.2025 20:52"}, {"ID": 191504145, "Datum": "14.4.1915, Mittwoch", "Haupttext": "Die Wiener Stadtbibliothek inventarisiert vier 1914 von Cyrill Hynais' Witwe Hermine Hynais erworbene Bögen zum Finale der 9. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191804145, "Datum": "14.4.1918, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Felix Weingartner in einem Nicolai-Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "20.05.2026 09:12"}, {"ID": 191904145, "Datum": "14.4.1919, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hermann Scherchen im 4. (und letzten) Konzert dieser Reihe in der Philharmonie in Berlin (*). \nAuf dem Programm stehen zuvor Franz Schrekers Vorspiel zu einem Drama und das A-Dur-Violinkonzert von Mozart mit dem Solisten Carl Flesch (*a). \n[Vermutlich] dieses Konzert wird von Nikisch besucht (*b).\n\n[Vermutlich anläßlich dieses Konzerts] Federzeichnung von Bruno Taut (IKO 193) Bruckners IX. Symphonie / 3. Satz / 14.4.19 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192004145, "Datum": "14.4.1920, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist in Orchesterliedern von Karl Weigl ist der Tenor Anton Tausche.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:13"}, {"ID": 192104145, "Datum": "14.4.1921, Donnerstag", "Haupttext": "Im Neuen Wiener Journal Nr. 9854 wird auf S. 8 die Aufführung der 8. Symphonie am 22.4.1921 angekündigt (*).\n \nIm Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 173 bedenkt auf S. 2 Kurt Singer Furtwängler mit Lob und Tadel:\n\"[...] furioser Dirigent ist Furtwängler; je öfter man ihn hört, desto stärker packt der Musikant. Bei Bruckner, Mahler, Beethoven besiegte er jedes kleinste Bedenken. Bei Haydn (Sinfonie Nr. 88) vergaloppierte er sich vollständig. [... danach über das 9. Konzert der Staatsopernkapelle unter Paul Büttner und andere Konzerte ...].\" (**).\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "03.08.2026 11:47"}, {"ID": 192704145, "Datum": "14.4.1927, Donnerstag (Gründonnerstag)", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Wien.\nAuf dem Programm steht zuvor J. S. Bachs 5. Brandenburgisches Konzert (mit den Solisten Furtwängler, W. Sonnenberg und F. Mairecker).\nWiederholung am 15.4.1927.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:48"}, {"ID": 193004145, "Datum": "14.4.1930, Montag", "Haupttext": "Brief von Dr. Leopold Arzt (Wien) an Dr. Max Sternad: \n\n     Konnte sich nicht um die Bruckner-Angelegenheit kümmern. Beiliegend ein Brief von Prof. Maresch (Pathologische Anatomie), einem der besten Kenner der Materie, dessen Meinung berücksichtigt werden sollte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193204145, "Datum": "14.4.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Furtwängler in Berlin [gleiches Programm wie am 15.4.1932 (Voraufführung, öffentliche Generalprobe?)].", "Letzte Änderung": "05.12.2025 01:45"}, {"ID": 193304145, "Datum": "14.4.1933, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Václav Talich (*).\nRadio Wien beginnt das Orchesterkonzert (mit dem Anton-Bruckner-Orchester unter Karl Auderieth) um 17:00 Uhr mit der g-Moll-Ouvertüre (**)", "Letzte Änderung": "02.04.2026 03:59"}, {"ID": 193704145, "Datum": "14.4.1937, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung von Gregor Goldbachers Gedicht »Erinnerung an Bruckner« (*).\nArtikel \"Bruckner-Feiern in Prag\" in der Neuen Freien Presse Nr. 26075 auf S. 9. Max Zehenthofer, der Regisseur des Films \"Der Spielmann Gottes\", wird als Bruckner-Forscher erwähnt (**).\r\nBruno Walter wird heute im Deutschen Theater in Prag die 8. Symphonie dirigieren (***).", "Letzte Änderung": "14.08.2025 21:55"}, {"ID": 194004145, "Datum": "14.4.1940, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach in Bratislava.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194704145, "Datum": "14.4.1947, Montag", "Haupttext": "Artikel von Edmund Nick in der Neuen Zeitung (München) »Musik in München«, u. a. über die Fortsetzung des Brucknerzyklus der Münchner Philharmoniker unter Hans Rosbaud: Die 6. Symphonie sei mit der f-Moll-Messe und die 7. Symphonie mit dem »Te deum« (die Chorwerke unter Leitung von Ludwig Berberich) kombiniert worden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195304145, "Datum": "14.4.1953, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195504145, "Datum": "14.4.1955, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Niederösterreichische Tonkünstler-Orchester unter Robert Heger in Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196204145, "Datum": "14.4.1962, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Kurt Wöss im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196504145, "Datum": "14.4.1965, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik zur 8. Symphonie von Marc Pincherle in Les nouvelles littéraires.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196604145, "Datum": "14.4.1966, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel in Essen.", "Letzte Änderung": "09.06.2026 18:25"}, {"ID": 197904145, "Datum": "14.4.1979, Karsamstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan bei den Osterfestspielen Salzburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198004145, "Datum": "14.4.1980, Montag", "Haupttext": "Besprechung der vorgestrigen Aufführunge der f-Moll-Messe durch L. C. M. Saunders im New Zealand Herald.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198504145, "Datum": "14.4.1985, Sonntag", "Haupttext": "Europäische Erstaufführung des von Carragan bearbeiteten Finales der 9. Symphonie durch das Utrechts Symfonie Orkest unter Hubert Soudant im Amsterdamer Concertgebouw.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198604145, "Datum": "14.4.1986, Montag", "Haupttext": "Artikel von Rudolf Lehr \"Linzer Häuser verraten ihre Geheimnisse. 2: Lieber einen Wirt als den Bruckner\" in den Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198704145, "Datum": "14.4.1987", "Haupttext": "Artikel »Bruckner-Briefe »unfrisiert«. Die unfrommen Sprüche des frommen Meisters« im Linzer Volksblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198904145, "Datum": "14.4.1989, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Orquesta Filarmónica de Buenos Aires unter Pedro Ignacio Calderón im Auditorio de Balgrano.", "Letzte Änderung": "27.07.2026 17:07"}, {"ID": 199204145, "Datum": "14.4.1992, Dienstag", "Haupttext": "Artikel \"Bruckners Orgel und Grab. Restaurierung in St. Florian\" (signiert \"M.\") im Bayernkurier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199404015, "Datum": "1. - 4.4.1994, Freitag bis Montag", "Haupttext": "Einspielung der 6. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Osaka unter Takashi Asahina.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199604016, "Datum": "1. - 4.4.1996, Montag bis Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner-Symposion »Perspectives on Anton Bruckner« in Manchester.\r\nAm 2.4. Referate von Paul Hawkshaw, Gunnar Cohrs, Benjamin Korstvedt, Constantin Floros, Thomas Röder, William Carragan, Robert Hatten und John A. Phillips [»Towards a Reception History of Bruckner's Ninth Symphony: 'Dichtung und kein Ende' » (*)],\r\nam 3./4.4. Referate von Julian Horton, Joseph Kraus, Bryan Gilliam, Kevin Swinden, Timothy Jackson, Derek Scott, Nigel Simeone, Morten Solvik [»The International Bruckner Society and the N.S.D.A.P.« (**)], Christa Brüstle, Thomas Leibnitz [»Anton Bruckner - 'German Music'?« (**)], Andrea Harrandt und Peter Palmer (über Wittgenstein (**a)).\r\nAm 1.4. Aufführung des Quintetts, am 2.4. Liederabend (von Bruckner: »Frühlingslied« [WAB 68], »Herbstkummer«, »Mein Herz und deine Stimme« und »Im April« [***]). Vermutlich bei dieser Veranstaltung] Aufführung des Liedes »Im April« (***).", "Letzte Änderung": "17.02.2026 10:43"}, {"ID": 199604145, "Datum": "14.4.1996, Weißer Sonntag", "Haupttext": "Weihe der restaurierten großen Orgel im Stift St. Florian, die am 6.4.1996 erstmals wieder erklungen war.", "Letzte Änderung": "29.05.2025 07:31"}, {"ID": 200104145, "Datum": "14.4.2001, Samstag", "Haupttext": "Heide Tenner (von ORF Kultur) erhält die Anton-Bruckner-Medaille der Wiener Symphoniker (*).\nAufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Zubin Mehta im Großen Festspielhaus in Salzburg. Solist in Mozarts D-Dur-Violinkonzert ist Frank Peter Zimmermann (**).\n Die Singgemeinschaft Kronstorf unter Brunhilde Strasser singt bei einem Kirchenkonzert Werke von Bruckner, Schubert und Mozart (***).", "Letzte Änderung": "20.11.2025 22:43"}, {"ID": 201404145, "Datum": "14.4.2014, Montag", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] und des \"Te deum\" durch das Staatsorchester Thessaloniki unter Harris Illiadis in Thessaloniki (Erstaufführung des Requiems in Griechenland).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185605145, "Datum": "14.5.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner legt vor Dierzer von Traunthal und Joh. Schiedermayr den Diensteid als definitiver Dom- und Stadtpfarrorganist ab:\n»Eidesvorhalt.\r\n   Sie werden schwören, daß Sie als angestellter Organist der hiesigen Dom und Stadtpfarrkirche den in Ihrem Anstellungs Dekrete angedeuteten Bestim[m]ungen und Berufspflichten gehörig nachkom[m]en, bey den öffentlichen Gottesdiensten Ihre Stelle jederzeit mit Anstand und zur Erbauung des Volckes versehen, den vorgesetzten Behörden den schuldigen Gehoram und die gehörige Ehrerbiethung erweisen, und der guten Meinung, die man von Ihnen hat, bestens zu entsprechen, beflißen sein werden. Sie werden auch schwören, daß Sie in keiner geheimen Gesellschaft verflochten sind, und wenn es der Fall wäre, sich unverzüglich von derselben lossagen und künftig einer solchen nicht mehr beitretten werden. \nEidesablegung.\r\n   Was mir gegenwärtig vorgehalten worden, und ich in Allem wohl verstanden habe, dem will ich so getreu und fleißig nachkom[m]en. So wahr mir Gott helfe.\r\n   Geschehen bey der Gemeinde Vorstehung.\nLinz am 14 Mai 1856.\r\n[eigenhändig:] Anton Brucknermp\r\nZur Beglaubigung \r\n[eigenhändig:] Dr. Joh b Schiedermayr [eigenhändig:] Dierzer v. Traunthal\n[nächste Seite:] Gegenwärtige Eidesablegung ist bey den betreffenden Verhandlungsacten aufzubewahren. \r\nLinz am 15ten May 1856.\r\nexped Dierzer\r\npr 15 May 856\r\nWeichhart \r\n3760« (*).\nVermerk auf dem Anstellungsdekret vom 25.4.1856:\r\n\"Herr Anton Bruckner hat uns heute den vorgeschriebenen Dienst-Eid geleistet\r\nLinz am 14 Mai 1856. / Dr Joh. b. Schiedermayr | Dierzer v. Traunthal\" (**).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 20:24"}, {"ID": 186005145, "Datum": "14.5.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum doppelt angestrichen (vermutlich Klavier-Doppelstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105145, "Datum": "14.5.1861, Dienstag", "Haupttext": "Lobende Kritik des Linzer »Abendboten« Nr. 110 (signiert »-b-« (*)) über das Gründungsfest des »Frohsinn« und Bruckner als Dirigent:\r\n   »- Am 12. Mai 1861 brachte die Liedertafel „Frohsinn” zur Feier ihres Gründungsfestes eine Vokalmesse von Lotti in der hiesigen Domkirche zur Ausführung. Vor Allem unseren wärmsten Dank der Liedertafel, daß sie einen so kostbaren Schatz alter Kirchenmusik, welche bisher nur speziellen Kennern bekannt war, seinem Dunkel entrissen und das hiesige Publikum mit einem Werke bekannt gemacht hat, über welchem Adel, Würde und Gediegenheit schwebt, und welches eine Fundgrube des Wissens im Fache der Kirchenmusik genannt werden kann. Würdig aber diesem Meisterwerke, vollkommen in jeder Beziehung, tadellos in allen Theilen war auch die Exekutirung dieser Messe. Die Markirung der eintretenden Themas, die sichere Intonation, die Farbenmischung von Piano und Forte, das Erstarken und Ersterben der Akkorde brachten eine unbeschreibliche Wirkung auf die andächtig lauschenden Zuhörer hervor. Daß ein Werk frei von allen einschmeichelnden Melodien der neuen Musik, ernst und würdig gehalten, ein durch und durch klassisches Werk derartig aufgeführt wurde, daß Kunstkenner und Laien gleich entzückt den Tönen lauschten und gleich befriedigt von dannen gingen, daß eine Wirkung erzielt wurde, wie sie in Linz mit einem derartigen kirchlichen Werke noch nie erzielt wurde, das möge die Liedertafel „Frohsinn”, das mögen die mitwirkenden Damen sich zum Ruhme anrechnen, das ist ein Glanzpunkt ihres Wirkens, dessen Schimmer so bald nicht erlöschen wird. Einem Vereine anzugehören, dessen Leistungen bereits eine derartige Kunststufe einnehmen, ist eine Ehre für jedes Mitglied, und einen solchen Verein zu dirigiren muß ein wahres Vergnügen muß der Stolz eines Chormeisters sein. Herr Bruckner als Dirigent bewies, welche Kenntnisse ihm inne wohnen, daß er es versteht, sie auch einem ganzen Vereine einzupflanzen, und daß es nur an der mangelhaften Aufführung gelegen sei, wenn ein klassisches Meisterwerk nicht zur gebührenden Geltung gebracht werden kann. Die vorgestrige Aufführung war einer der schönsten Momente seines Wirkens und mag ihm als Belohnung für so manche Mühe und Beschwerde des Einstudierens gelten. Möge nur die Liedertafel nie müde werden, sich von ihm leiten zu lassen und das Studieren nicht scheuen; daß ihr Chormeister es an Aufopferung und Lehreifer nicht fehlen lassen wird, wissen wir gewiß. Jetzt zum Schlusse noch einige Worte über das eingelegte Offertorium (Ave Maria) [WAB 6] von Hrn. Bruckner selbst. Er trat mit diesem Werke in Linz als Compositeur zum ersten Male vor das Publikum und in die Oeffentlichkeit - und errang einen vollständigen Sieg. Für die Reinheit des Satzes bürgen seine tiefen Studien, für die Gediegenheit der Komposition der Beifall der Kunstkenner und für die Schönheit des Werkes die einstimmige Anerkennung und Befriedigung der Zuhörer, sowie die Begeisterung der Ausübenden. - b - ».\n(Brief von Reinhold Körner an den »Frohsinn«:\r\n   Spendet anläßlich des Gründungsfestes 50 fl. (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505145, "Datum": "14.5.1865, Sonntag", "Haupttext": "1. Satz der 1. Symphonie beendet (*).\nAufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"14ten Mai 865 Pf.\" (**).\nDie Linzer Zeitung Nr. 111 meldet, daß Theaterdirektor Pichler-Bodog und Bruckner zu den »Tristan«-Aufführungen nach München fahren werden:\r\n   » * (Theater.) Am nächsten Montag wird in München die erste Aufführung der Oper: „Tristan und Isolde” von Richard Wagner Statt finden. Der hiesige Theater Direktor Pichler und der Kompositeur Bruckner begeben sich nach München, um dieser ersten Aufführung beizuwohnen.« (***).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 111 startet mit einem Artikel auf S. 2 über das Sängerfest im Juni 1865 eine mehrteilige Berichterstattung zu diesem Ereignis (°).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:42"}, {"ID": 187005145, "Datum": "(14.5.1870, Samstag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Verdis »Maskenball« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187605145, "Datum": "14.5.1876, Sonntag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 132 bringt auf S. 1f eine Rückschau Eduard Schelles auf die vergangene Saison, in der die Aufführung der 2. Symphonie [am 20.2.1876 erwähnt wird:\n     \"Musikalische Rückschau\n          I. Concerte.\n     Die Musik=Saison ist nun endlich, wo die letzten Nachklänge allmälig verhallt sind, in jene Ferne gerückt, welche den klaren Ueberblick über das Geleistete sehr begünstigt. [... Lob für Hans Richter und die Philharmonischen Konzerte ...]\n     [Enttäuschung über die Gesellschaftskonzerte, speziell das Kardienstagskonzert, sonst die Krönung der Saison ...] Im Weitern fielen auch die gebrachten Novitäten nicht schwer ins Gewicht. Sie beschränkten sich außer der C-moll-Symphonie von dem höchst talentvollen und strebsamen Bruckner, die wir übrigens schon zur Zeit der Weltausstellung unter der Leitung des Componisten im großen Musikvereinssaale gehört haben, nur auf Kleinigkeiten [... Lob für das Hellmesberger-Quartett,] dieser kostbaren Zierde unseres Musiklebens. Möge das Quartett Hellmesberger in dieser Weise noch lange unter der Leitung seines Gründers fortblühen.      E. Schelle.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905145, "Datum": "14.5.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 12, S. 68, über das Konzert vom 11.5.1879:\r\n   »[...] Das Programm vervollständigte eine Orgelimprovisation des Professors Bruckner [...]« (*).\nBeim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Luzzatto eine Orgelfantasie von Eckhardt (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 10:10"}, {"ID": 188305145, "Datum": "14.5.1883, Pfingstmontag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n     Bittet, durch einen Zeitungsartikel veranlaßt, die Formulierung ”meinem unsterblichen Ideale” (statt ”Vorbilde”) zu wählen [Kranzschleife? Titelblatt?]. Er habe Spurs Adresse nicht, der spurlos verschwunden sei. Bis Mittwoch mittags [16.5.1883] brauche er die Partitur des Quintetts, da Paumgartner etwas schreiben wolle [27.5., 31.5.].", "Letzte Änderung": "25.06.2024 07:35"}, {"ID": 188505145, "Datum": "14.5.1885, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 21 teilt auf S. 260 mit, daß die 7. Symphonie in München gespielt wurde [10.3.1885]:\n          »Aufgeführte Novitäten.\n[...] \n\nBruckner (A.), 7. Symph. (München, 2. Abonn.-Concert der Musikal. Akad.)«, \n\n\n\nund kündigt auf S. 261 den Erstdruck an: \n          »Vermischte Mittheilungen und Notizen.\n     * Die hochbedeutende 7. Symphonie von Anton Bruckner, welche in der vergangenen Saison mit unbestritten grossem Erfolg in Leipzig und München zur Aufführung gelangte und von jedem Concertinstitut berücksichtigt werden sollte, erscheint demnächst bei Hrn. Hofmusikalienhändler Albert J. Gutmann in Wien im Druck.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605145, "Datum": "14.5.1886, Freitag", "Haupttext": "Dr. Behn beendet seine Studien bei Bruckner (*).\r\nKalendereintragung Bruckners (bei Januar 1886): »Dr. Behn 14. Mai 79 Lect.« (**).\r\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Jeden Montag 12 Uhr Klose [/] 1 Dr Behn.« und »112 fl Steuer [/] 70 fl Holz Kohle« (***).\nInserat in der Neuen Zeitschrift für Musik auf S. 220 mit Ankündigung der 4. Symphonie (am 4.6.1886) und des Quintetts (am 6.6.1886):\r\n»Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins.\r\nTonkünstlerversammlung in Sondershausen.\r\nHaupt-Festdirigent: Hr. Hofkapellmstr. Prof. Carl Schröder. [...] 4. Juni. d'Albert, Lieder; Bird, Carnevalscenen; Bruckner, Aus der Symphonie Nr. 4, Esdur, Draeseke, Pfteconcert; Nicodé, symphonische Variationen; Sachs, Lieder; Tschaikowsky, Violinconcert. [...] 6. Juni Vorm. Beliczay, Lieder; Alb. Becker, Violin-Scherzo; Bruckner, Streichquintett; Meyer-Olbersleben, Müller-Hartung, Ferd. Praeger, Conr. Schröder, Lieder; Sgambati und Rubinstein, Pftesoli; Struss, Violin-Adagio; Urspruch, Pftequintett. [...] Das Orchester wird aus der verstärkten fürstl. Hofkapelle in Sondershausen und der Chor [...] (insgesammt 200 Personen) zusammengesetzt sein. [... Nennung der Einzelkünstler ...] Hr. Grossherzogl. Hof-Concertmstr. Carl Halir nebst seinen Quintettgenossen, den HH. KM. Theod. Freyberg, KV. Leop. Grützmacher, Carl Hager, Carl Nagel; [... weitere Künstler, Mitglieder des Comités ...]\nLeipzig, Jena, Dresden, den 14. Mai 1886.\nDas Directorium des Allgem. Deutschen Musikvereins.\r\nGrossh. sächs. Kapellmstr. Prof. Dr. Carl Riedel. Hof- und Justizrath Dr. Carl Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. Ad. Stern.« (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:36"}, {"ID": 188705145, "Datum": "14.5.1887, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von »Amaranths Waldesliedern« bei einem Wohltätigkeitskonzert unter Reiters Leitung in Hüttners Sälen in Linz-Urfahr.\r\n    Mitwirkende: die Damen Auinger, Erhard, Hänslmayr, Fanni und Marie Reiter und die Herren Gartenauer, Haslinger, Holzner, Schneider, Schober und Schreyer (*).\n[recte 14.5.1885!] Das Musikalische Wochenblatt meldet auf S. 261, daß die 7. Symphonie bei A. Gutmann im Druck erscheinen wird (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 18:29"}, {"ID": 188805145, "Datum": "14.5.1888, Montag", "Haupttext": "Datierung »12. Mai, 14. do« im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 328 - 334 und ”12.5. bis hieher fertig 14.5.” bei Takt 349-367.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189205145, "Datum": "14.5.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 9957 berichtet auf S. 5 von der gestrigen Voraufführung eines Schattenspiels (Premiere ist heute):\n\"Die Musik- und Theater-Ausstellung.\n                                           Wien, 13. Mai.\n[...]\n            Wienerisches Schattenspiel.\r\n     Eine neue Specialität der Ausstellung wurde heute Abends einem geladenen Publicum zur Probe vorgeführt: Das Schattenspiel, welches morgen Abends seine Productionen beginnen wird. [... \"Jury\" war sehr amüsiert ... für Wien eine Novität, chinesisch dekoriert, aber echt wienerisch ...] Schließmann hat sie gezeichnet und im Profil, in der Haltung und Bewegung so treffend charakterisirt, daß jede Figur beim Erscheinen vom Publicum alsbald laut mit dem Namen begrüßt wurde. Der Schriftsteller Isidor Fuchs hat dazu einen witzigen Text mit drastischen Anspielungen geschrieben, der von dem Volkssänger Schwarzmaier sehr wirksam vorgetragen wurde. Besonders die gesprochenen und gesungenen Stimmporträts wurden vom Publicum mit stürmischer Heiterkeit aufgenommen. Die begleitende Musik wurde auf dem Clavier von Herrn S. A. Erik besorgt. Unter dem Publicum befanden sich [... u. a. Fürstin Metternich, Kielmansegg, Schönborn, Pallavicini, Bourgoing, Nathaniel Rothschild ...] Gleich die erste Figur, die auftauchte, wurde lebhaft begrüßt und acclamirt. Alles rief: \"Jahn, Jahn!\" [... Wilhelm Jahn, den Pilgerchor dirigierend, Johann Strauß ...] Dann kam Meister Bruckner mit begeistert gehobenem Haupt an der Orgel unter den Klängen eines Chorals. Hierauf erschienen nach einander die populären Dirigenten der Wiener Tanzorchester [... außerdem u. a. Max Kalbeck, Opernsänger, Hans Richter, einige Philharmoniker (Hummer, Grün, Bachrich), Sarasate, Rubinstein, Bülow, Tilgner, Burgschauspieler, Girardi ...] Es ist ein echt wienerisches Amusement, künstlerisch ausgeführt und belebt von Geist und Humor. Wenn man einen Wunsch noch aussprechen sollte, so wäre es der, daß das Schattenspiel auch dem Publicum der Kleinen, für die es doch gleichfalls bestimmt ist, einen ihrem Geschmack angepaßten Special=Spaß biete.\"\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "01.12.2025 07:15"}, {"ID": 189305145, "Datum": "14.5.1893, Sonntag", "Haupttext": "Artikel der Steyrer Zeitung über den Zustand der Stadtpfarrorgel. Bei der Restaurierung würden Bruckners Ratschläge und Wünsche berücksichtigt (*).\nEin ähnlicher Bericht erscheint auch im Alpen-Boten Nr. 39 auf S. 3:\r\n\"                 Oertliches.\r\n                                Steyr, 13. Mai\r\n     (Zur Orgel-Renovierung.) Wie wir bereits gemeldet haben, hat Herr Dombaumeister Herrmann in Wien einen im gothischen Stile gehaltenen Plan für das neue Orgelgehäuse in der hiesigen Stadtpfarrkirche entworfen. [...] Für diesen Umbau war in erster Linie Herr Dr. Anton Bruckner, der schon seit längerer Zeit denselben befürwortete und auch wieder bei seiner Anwesenheit während der letztvergangenen Osterfeiertage dem hochwürdigen Herrn Stadtpfarrer gegenüber dringendst den Wunsch ausdrückte, daß die Orgel ehestens umgebaut werde, da andernfalls das Werk, welches an und für sich schon sehr schadhaft sei, ganz zugrunde gehen würde. Nunmehr wurde auf speciellen Wunsch des Herrn Dr. A. Bruckner die Ausführung des Umbaues Herrn Josef Mauracher, k.k. Hoforgelbauer, übertragen. [...]\" (**).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 20 berichtet auf S. 4 vom Vereinsabend des Neuen Richard-Wagner-Vereins [am 10.5.1893] mit der Klavieraufführung des 1. Satzes der 4. Symphonie:\r\n\"        Neuer Richard Wagner=Verein (I., Babenbergerstraße 5). Der letzte Vereinsabend war reich an musikalischen Darbietungen; erwähnt seien unter Anderem [... Beethoven (4hdg. mit Frl. Jörg und Herrn Bause), Wagner (Bause), Schumann, Bach und Liszt (Herr Schnabl) ...] Den Schluß bildete der 1. Satz der romantischen Symphonie von Dr. A. Bruckner, gespielt von den Herren Bause und Schnabl. Endlich sei nochmals auf die am 17. Mai stattfindende Gedenkfeier an Richard Wagner's 80. Geburtstag hingewiesen, zu der die Mitglieder und Freunde des Vereines hiemit freundlichst eingeladen werden. Deutsche Gäste herzlich willkommen!\" (***).\nThe Chicago Tribune Nr. 134 macht auf S. 37 in der 2./3. Spalte auf das Niederrheinische  Musikfest [21.5.1893] aufmerksam:\r\n\"              Musical Notes.\r\n[...].\r\n     The programs for the Lower Rhine Festival at Dusseldorf this year contain Bruckner's \"Te Deum,\" Handel's \"Israel in Egypt,\" Brahm's Fourth Symphony, [...]. The soloists will be Frau Sucher, Frl. Leisinger, Frl. Huhn, and Herre Birrenvoven, Messchaert, and Standigl [sic]. Herrmann of Frankfort will be concertmaster and Herr Buths director.\" (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 12:58"}, {"ID": 189405145, "Datum": "14.5.1894, Pfingstmontag", "Haupttext": "Da Bruckners Gesundheitszustand sich gebessert hat, erlauben ihm die Ärzte den Besuch eines Gottesdienstes (*). Er wird im Tragstuhl aus seiner Wohnung getragen und fährt mit Meißner zur Messe nach St. Michael (**).\nArtikel der Steyrer Zeitung über den Orgelumbau. Auf Bruckners Wunsch sei Josef Mauracher mit der Arbeit betraut worden (***).\nSchreiben der Niederösterrreichischen Statthalterei an das Ministerium für Cultus und Unterricht, bezugnehmend auf das Schreiben Ende März 1894 (Antrag auf Gewährung einer Ehrengabe der Wiener Universität [vermutlich 29.3.1894]):\r\n   Sie befürworte »mit Rücksicht auf die dürftige Lage, den kränklichen Zustand und die hervorragenden Leistungen des genannten Künstlers [...] den Antrag des Rectorates auf das Wärmste« Unterzeichnet (in Vertretung) von Pfersman. Kanzleivermerk am 15.5.1894 (°).\nDie Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 20  berichtet auf S. 5 vom Kirchenkonzert am 9.5.1894 (ohne den identischen Text der anderen Blätter vom 11./12.5.1894 zu übernehmen):\r\n      \"(Die Wiener Singacademie) brachte unter Graedeners Leitung am 9. d. M. Abends in der Pfarrkirche Am Hof während der \"Mai=Andacht\" eine Reihe geistlicher Chorgesänge aus älterer und neuerer Zeit (von Pierre de la Rue, Swerlinck [sic], Mendelssohn, Brahms und Bruckner) auf künstlerisch gediegene Art und wirkungsvoll zur Aufführung. Besonderen, echt religiösen Eindruck machten auf die versammelte Menge der \"Ruf zu Maria\" von Brahms und Bruckner's Ave Maria [WAB 6]. Beim Verlassen der Kirche hörte man allgemein den Wunsch ausprechen, daß sich eine solche kirchlich=musikalische Feier jährlich wiederholen möge.\" (°°).", "Letzte Änderung": "21.11.2025 09:11"}, {"ID": 189505145, "Datum": "14.5.1895, Dienstag", "Haupttext": "Von der Enthüllung der Ansfeldener Bruckner-Gedenktafel am 12.5.1895 berichten\n \ndie Allgemeine Zeitung München Nr. 133, Abendblatt, auf S. 1:\r\n\"    *Linz, 13. Mai. Gestern Nachmittag fand in dem reich beflaggten Orte Ansfelden bei St. Florian die Enthüllung der von der Liedertafel \"Frohsinn\" auf Bruckners Geburtshaus angebrachten Gedenktafel statt. Dort wurde der Meister im Jahre 1824 geboren und wirkte auch als Schulgehülfe daselbst. Der Feier wohnte ein zahlreiches Publicum aus Linz und Umgebung bei. Reichsrathsabgeordneter und Bürgermeister von Ansfelden Plaß begrüßte die Liedertafel \"Frohsinn\" und gedachte in warmen Worten Bruckners. Vor dem Hause – es ist das gegenwärtige Schulhaus – ertönte ein feierlicher Chor, worauf Stadtrath Milbeck, der Vorstand der Liedertafel, die Festrede hielt, nach welcher die Hülle unter brausenden Hochrufen auf Bruckner fiel.\" [Text nahezu identisch mit dem der Neuen Freien Presse vom 13.5.1895] (*),\n \ndas Deutsche Volksblatt Nr. 2284 auf S. 4:\n\"     * [Gedenktafel am Geburtshaus Bruckner's.] Letzten Sonntag Nachmittags fand in Ansfelden, das herrlich beflaggt war, die Enthüllung der von der Liedertafel \"Frohsinn\" an Bruckner's Geburtshaus angebrachten Gedenktafel statt. Dort hat Dr. Anton Bruckner seinerzeit als Schulgehilfe gewirkt. Der Feier wohnte ein zahlreiches Publikum aus Linz und Umgebung bei. Der Verein \"Frohsinn\" nahm Theil und gedachte Bruckner's als Sohn des Ortes. Vor dem Schulhause ertönte ein feierlicher Chor, worauf der Vorstand der Liedertafel die Festrede hielt. Hierauf fiel die Hülle. Brausende Hochrufe erschollen nun auf Bruckner. Auch der Regenschori hielt Namens des Stiftes St. Florian eine Rede. Mit einem \"Hoch!\" auf den Kaiser und der Volkshymne schloß die schöne Feier.\"(**),\n \nder Tagesbote aus Mähren und Schlesien Nr. 11 auf S. 3:\r\n\"Tages-Neuigkeiten.\r\n(Anton Bruckner-Feier) Aus Linz wird gemeldet: Vorgestern nachmittag fand in dem reich beflaggten Orte Ansfelden bei St. Florian die Enthüllung der von der Liedertafel \"Frohsinn\" auf Bruckner's Geburtshaus angebrachten Gedenktafel statt. Dort wurde der Meister im Jahre 1824 geboren und wirkte auch als Schulgehilfe daselbst. Der Feier wohnte ein zahlreiches Publicum aus Linz und Umgebung bei. Reichsraths-Abgeordneter und Bürgermeister von Ansfelden, Plaß begrüßte die Liedertafel \"Frohsinn\" und gedachte in warmen Worten Bruckner's. Vor dem Hause, es ist das gegenwärtige Schulhaus, ertönte ein feierlicher Chor, worauf Stadtrath Milbeck, der Vorstand der Liedertafel, die Festrede hielt, nach welcher die Hülle, unter brausenden Hochrufen auf Bruckner, fiel.\" (***),\n \ndie Linzer Tages-Post Nr. 111 auf S. 2f:\n\"                          Bruckner=Feier.\r\n                                           Linz, 13. Mai.\r\n     Würdiger hätte die Liedertafel \"Frohsinn\" ihre Jubelfeier aus Anlass ihres 50jährigen Bestandes nicht beschließen können, als durch die gestern dem großen Tondichter Dr. Anton Bruckner dargebrachte Ehrung und Huldigung. Nach dem stillen Dorfe Ansfelden zog der \"Frohsinn\" hinaus, um jenes Haus dem Gedenken der Nachwelt zu erhalten, in welchem der gefeierte Componist, der Sohn unserer Heimat, vor 71 Jahren das Licht der Welt erblickte.\r\n     An dem freundlichen Schulhause, und zwar auf der dem Pfarrhofe zugekehrten Seite, blinkt die weiße Marmortafel, welche in schwarzen und goldenen Lettern verkündet, dass dieses Haus und dieser Ort einen bedeutenden Mann hervorgebracht hat. [... Ablauf des Festes ... Ansprachen etc. von Plaß, Deubler, Brauneis, Milbeck ... anwesend: Ignaz Bruckner ... Bruckner-Hymne von Floderer (Text Kerschbaum), Text der Rede Milbecks (Biographisches zu Bruckner, Verbindung zu Linz und zum \"Frohsinn\", Orgelreisen 1868 [sic], Ehrendoktorat, Ehrenbürgerwürde, Ansprache Milbecks vom 15.4.1886), Enthüllung der vom Steinmetzen Binder hergestellten Gedenktafel, Text der Inschrift, Hoch auf den Kaiser, Dauer 15:30 bis 16:00 Uhr, Herzogs Gastgarten, Ende 18 Uhr, Separatzug nach Linz (ca. 150 Personen) ...]\r\n     Das erhebende Fest, welches in dem freundlich gelegenen Pfarrorte gefeiert wurde, wird jedem Theilnehmer in bester Erinnerung bleiben. Möge der gefeierte Componist sich noch viele Jahre bei gesundem Körper und frischem Geiste dieser Ehrung erfreuen!\" [keine Signatur] (°),\n \ndas Linzer Volksblatt Nr. 111 auf S. 4 (die Rubrik ist datiert \"13. Mai.\"):\n\"    – Bruckner=Feier. Es war ein glücklicher und überaus sinniger Gedanke des Ausschusses der Liedertafel \"Frohsinn\", das fünfzigjährige Jubiläum mit einer \"Bruckner=Feier\" abzuschließen, beziehungsweise ihrem Ehrenmitgliede und einstigen verdienstvollen Chormeister eine Gedenktafel an dessen Geburtshause zu errichten. Gestern, Sonntag den 12. d. M., fand nun in Ansfelden die feierliche Enthüllung der Gedenktafel statt. [... anwesende Vereine und Personen (Bgm. Plaß, Deubler, Pfarrer Zauner) ... Ablauf der Feier (Grußworte von Plaß und Deubler, Brauneis (Liedertafel St. Florian), Festzug zum Schulhaus, Bruckner-Hymne (Text von Kerschbaum), Ansprache von Milbek [sic] ½ Stunde, Text der Inschrift ...] – Nach der Enthüllung der aus weißem Marmor angefertigten Gedenktafel intonierte der \"Frohsinn\" Beethovens \"Ehre Gottes\", worauf ein von Herrn Plaß ausgebrachtes dreifaches Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, welches bei den Festgästen begeisterten Wiederhall [sic] fand, den würdigen Abschluss der Festfeier machte. [... in Herzogs Gasthausgarten, Ansfeldener Musikkapelle unter Schulleiter Albrecht, Ende 18 Uhr ...]. Die Feier nahm, wie bereits erwähnt, einen sehr würdigen Verlauf, und gebürt für die Veranstaltung und so exacte Durchführung derselben der Liedertafel \"Frohsinn\" und ihrem bewährten Vorstande, Stadtrath Milbek, der Dank und die Anerkennung aller Verehrer und Schätzer des heimatlichen Tonheroen Dr. Anton Bruckner.\" (°°)\n \nund der Brünner Tagesbote Nr. 112 auf S. 4:\n     \"(Anton Bruckner-Feier.) Aus Linz wird gemeldet: Vorgestern nachmittags fand in dem reich beflaggten Orte Ansfelden bei St. Florian die Enthüllung der von der Liedertafel »Frohsinn« auf Bruckner’s Geburtshaus angebrachten Gedenktafel statt. Dort wurde der Meister im Jahre 1824 geboren und wirkte auch als Schulgehilfe daselbst. Der Feier wohnte ein zahlreiches Publicum aus Linz und Umgebung bei. Reichsraths-Abgeordneter und Bürgermeister von Ansfelden, Plaß, begrüßte die Liedertafel »Frohsinn« und gedachte in warmen Worten Bruckner’s. Vor dem Hause, es ist das gegenwärtige Schulhaus, ertönte ein feierlicher Chor, worauf Stadtrath [Johann] Milbeck, der Vorstand der Liedertafel, die Festrede hielt, nach welcher die Hülle, unter brausenden Hochrufen auf Bruckner, fiel.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 15:23"}, {"ID": 189605145, "Datum": "14.5.1896, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel [von Josef Scheu?] in der Arbeiter-Zeitung Nr. 133 auf S. 5:\r\n»     * Anton Bruckner in den letzten Zügen. Der greise Komponist Anton Bruckner liegt im Sterben. Seit langen Jahren leidet er an einer Herzkrankheit, zu der sich seit einiger Zeit schwere asthmatische Zustände gesellt haben. Er kann kein Auge schließen und verbringt qualvolle Nächte auf einem Lehnstuhl sitzend. Jede Minute kann sein Tod eintreten. Bruckner ist eine der bedeutendsten künstlerischen Individualitäten Oesterreichs. Seine \"Carrière\" hat er sehr langsam gemacht, und erst an der Schwelle des Greisenalters gelang es dem simplen Organisten mit den schwerfälligen Bauernmanieren, den Lorbeer zu erringen. Er hat dem Größten nachgestrebt, was es in der Tonkunst zu erreichen gibt, und er ist auch wirklich einer der bedeutendsten Symphoniker nach Beethoven geworden. Anton Bruckner steht im Alter von 72 Jahren. Er wurde im Jahre 1824 in Ansfelden (Oberösterreich) geboren, in frühester Kindheit als Sängerknabe in das Stift St. Florian aufgenommen und zum Organisten erzogen. Als gereifter Mann galt er als einer der größten Meister des Orgelspiels, seine Bedeutung als Komponist aber wird erst seit kaum einem Jahrzehnt gewürdigt. Viel zu seiner Verkennung hat der bekannte Musikkritiker der \"Neuen Freien Presse\", Eduard Hanslik [sic], beigetragen.« [keine Signatur] (*).\n\r\nVon Bruckners Gesundheitszustand und Bayers Besuch berichten auch\n\r\ndas Deutsche Volksblatt Nr. 2645 (Morgenausgabe) auf S. 7:\r\n\"     * [Dr. Anton Bruckner.] Die \"Steyrer Zeitung\" schreibt: Bei unserem großen Meister Dr. Anton Bruckner in Wien weilte auf dessen speciellen Wunsch vor Kurzem der hiesige Regenschori Herr Franz Bayer drei Tage. Wie Herr Bayer mittheilt, ist der Gesundheitszustand Bruckner's nicht der beste und, obwohl größtentheils außer Bett, verbringt er die meiste Zeit des Tages schlafend in seinem Lehnstuhl. Den Schlußsatz seiner neunten Symphonie hat er wohl vollständig skizzirt, doch, wie er zu Herrn Bayer selbst äußerte, hofft er selber nicht mehr, diesen ganz fertig ausarbeiten zu können. Seiner \"lieben Steyrer\" erinnert er sich äußerst gerne, und speciell freut es ihn, daß in Steyr so ein reger Sinn für seine Compositionen existirt, und er läßt für Alles den \"lieben Steyrern\" danken. Weiters ersuchte Dr. Bruckner Herrn Bayer, den neuen hochw. Herrn Stadtpfarrer zu bitten, die paar Gegenstände (Lorbeerkränze etc.) im sogenannten \"Bruckner=Zimmer\", welches im Stadtpfarrhofe sich befindet, belassen zu wollen. – Der greise Meister ist gegenwärtig bedenklich erkrankt.\" (**),\n\r\ndie Österreichische Volkszeitung Nr. 133 (2-Kreuzer-Ausgabe) auf S. 8:\r\n\"                    Neuigkeitsbote.\r\n[,,,]\r\n     * Anton Bruckner. Der greise Meister Anton Bruckner, welcher im 72. Lebensjahre steht, ist seit einiger Zeit wieder schwer erkrankt, so daß sein Zustand als ein sehr bedenklicher gilt. Sein Krankenlager befindet sich in der ihm vom Kaiser eingeräumten Wohnung im Belvedere. Vor einigen Tagen wurde er vom Bürgermeister der Stadt Steyr besucht und sprach demselben sein Bedauern darüber aus, daß es ihm noch nicht vergönnt sei, den letzten Satz seiner Neunten Symphonie zu vollenden. Gestern hat sich sein Zustand wesentlich verschlimmert. Um Mitternacht meldet man uns, daß bei dem Patienten ein so hochgradiger Verfall der Kräfte eingetreten ist, daß die Umgebung des Komponisten auf das Schlimmste gefaßt ist.\" (***),\n\n\"Die Presse\" Nr. 133 auf S. 4:\r\n»     (Anton Bruckner.) Im großen Schloßhofe des kaiserlichen Belvederes hat Meister Bruckner dank der kaiserlichen Gnade in einem ebenerdigen Seitenbau seit Monaten seine Wohnung aufgeschlagen. Hier pflegt den alten gebrechlichen Mann seine treue Haushälterin, die stadtbekannte \"Kathi\", Frau Kachelmaier. Wir ziehen den Glockenzug, es wird lange nicht geöffnet. Schließlich geht die Thür zur Hälfte auf; in derselben erscheint die wohlbeleibte Gestalt der Wärterin Bruckner's, die bereits durch volle dreiundzwanzig Jahre in Diensten des Meisters steht. Wir dürfen, da wir in früheren Jahren bei Bruckner verkehrten, in die Wohnung eintreten, wo Frau Kachelmaier uns mit einem Zeichen bedeutet, Stille zu bewahren. Und dann beginnt sie in ihrem urwüchsigen Wienerisch, während sie die Hände in die Seite stützt, zu erzählen: \"Sö kommen g'wiß auch z'fragen, wias dem alten Herrn geht? Und den ganzen Tag kummen die Herrn aus der Stadt und kaner därf mir herein. Nachher glauben's, daß eahm, Gott waß, wie schlecht geht und s'is gar net wahr. Er hat immer seine g'schwoll'nen Füaß und stärkere Athembeschwerden, i bitt' Sie, so a alter Mann. Und da hat der Docter, der Herr Docter Weißmaier g'sagt, i darf kan Menschen zu eahm 'neinlassen. Er därf gar net g'stört sein. Und so kann ich nit mal Sie zu eahm führen. Er muaß ganz allein bleiben. Wann's recht stad sein, können's ihn durch's Fenster in sein' Zimmer seh'n.\" Wir blicken in ein bescheiden möblirtes, mittelgroßes Zimmer, in welchem der Meister an seinem Schreibtisch saß und sich mit Briefschaften beschäftigte. \"Sehn's,\" bemerkte unsere Erzählerin, \"da macht er wiederum an Riesenwirrwarr auf sein' Schreibtisch und nachher schreibt er a paar Brief' an seine Bekannten. Wann er gut bei Laune is, da setzt er sich hin und componirt. Und wann's eahm sehr gut geht, nachher spielt er auch's Clavier. Morgen geh'n mir mit eahm 'nüber in die Schloßcapellen. Trotz der wehen Füß geht er immer fast ganz allein. Nur die Schmerzen mit'n Asthma sollt' er nit hab'n. Vorläufi is gar nit z'denken, daß mir auf's Land gehen. In Steyer lebt nimmer sein alter guter Freund, der Herr Pfarrer. Aber wann's schön und warm wird, dann hoffen wir's zu Gott, geh'n mir irgend wohin nach Oberösterreich.\" Mit dem Wunsche baldiger Wiederherstellung des Meisters verabschiedeten wir uns sodann von der alten Pflegerin des \"Herrn Professors\".« [keine Signatur] (°),\n\r\ndas Grazer Tagblatt Nr. 133 auf S. 18:\r\n\"     Wien, 13. Mai. Die Blätter melden, dass der Zustand des an Herzleiden daniederliegenden Componisten Anton Bruckner ein hoffnungsloser sei.\" (°a),\n\r\ndas Neue Wiener Journal Nr. 918 auf S. 7:\r\n\"    * Der Zustand Bruckner's hat sich im Laufe des gestrigen Tages nicht verschlimmert. Der greise Künstler ist wohl sehr schwach, doch ist, wie wir mit Vergnügen erfahren, das Allgemeinbefinden Bruckner's keineswegs ein solches, daß Anlaß zu Besorgnissen vorhanden wäre.\" (°b)\n\r\nund die Linzer Tages-Post Nr. 112 auf S. 4:\r\n\"     (Anton Bruckner.) Ueber das Befinden des greisen Tondichters Anton Bruckner verlautet nichts Günstiges. Der Künstler verbringt, von einem Herzübel und großer Athemnoth geplagt, den größten Theil des Tages halbschlummernd im Lehnstuhle. Kürzlich noch erbat er sich den Besuch des Regenschori Bayer aus Steyr, dem er mehrere letztwillige Wünsche ausdrückte. So ließ er durch ihn den Stadtpfarrer von Steyr bitten, die im sogenannten Brucknerzimmer befindlichen Gegenstände im Pfarrhofe zu belassen. Mit Wehmuth gedachte der Tonkünstler des Umstandes, daß es ihm nicht gegönnt sei, heuer den Sommer in seinem lieben Steyr zu verbringen. Von seiner neunten Symphonie sind die ersten drei Sätze fertig, der letzte skizziert.\" (°°).\n\r\nIm »Berliner Musikbrief« des Musikalischen Wochenblatts Nr. 21 auf S. 266f wird Weingartner mit Muck verglichen und die Aufführung der 7. Symphonie unter Muck [6.1.1894] erwähnt:\r\n\"             Musikbriefe.\r\n                                 Berlin.\r\n               (Fortsetzung.)\r\n     Die Versuchung, über Weingartner als Dirigent ausführlicher zu sprechen, liegt nahe; durch seine aburtheilende Kritik über sine Collegen hat er ja das strengste Urtheil herausgefordert. [... über Weingartner ...].\r\n     Vieles, was Weingartner fehlt, ist seinem Collegen Hrn. Dr. Muck gegeben. Als Operndirigent steht er in mancher Hinsicht über Jenem. [... Mucks Vorzüge, Vielseitigkeit ...].\r\n    Aber Muck hat auch Gelegenheit gehabt, als Concertdirigent reiche Lorbeeren zu ernten. Schon vor zwei Jahren hat er als Vertreter Weingartner's Bruckner's Edur-Symphonie zur hellen Freude des anwesenden Wiener Meisters und seiner Verehrer aufgeführt.(NB.Das letzte Jahr ist vergangen, ohne dass auch nur ein Werk Bruckner's in Berlin zu Gehör kam!) In diesem Winter nun hat er die Gedächtnissfeier der Wagner-Vereine am 10. Februar geleitet, [... Saison-Höhepunkt, dreimal ausverkauft, Lili Lehmann und Kalisch ...].\r\n                             (Fortsetzung folgt.)\" [\"Signatur\" am 24.9.1896: \"– – .\"] (°°°).\n\nAuf Seite 272 (»Aufgeführte Novitäten«) ist die Aufführung von »Helgoland« am 18.3.1896 verzeichnet:\r\n\"Bruch (M.) [...]\r\n – –\"Salamis\" f. Männerchor u. Orch.(Berlin, Popul.Conc. der Berliner Liedertafel [Zander] am 18. März)\r\n Bruckner (A.), \"Helgoland\" f. Männerchor u. Orch. (Ebendaselbst.)\" (#).", "Letzte Änderung": "26.10.2024 22:38"}, {"ID": 189705145, "Datum": "14.5.1897, Freitag", "Haupttext": "Die Aufführung der d-Moll-Messe [am 17.1.1897] wird erwähnt im Wiener Brief vom 16.2.1897, der in The Weekly Palladium Nr. 91 (Benton Harbor, Michigan) auf S. 1 veröffentlicht wird:\n\"LETTERS FROM VIENNA–XXI.\r\n            [Inhaltsübersicht]\r\n                    VIENNA, Austria, Feb. 16.\r\n      EDITOR PALLADIUM: As time rolls by our list of acquaintances is swelling und includes none but very pleasant people, [... ausführlich über Besuche, Döbling und eine Probe des Singvereins unter Perger [für ein Konzert am 24.3.1897] mit anschließendem Vergnügungsabend ... Bedeutung und Tätigkeit des Singvereins ...]. this year they have already given \"Elijah\", \"The Creation,\", a Bruckner \"Mass\", the \"Schubert Mass,\" two miscellaneous programs and will give the Bach \"Passion Music\" just before Easter, which will probably be their last effort this season.   NELLIE H. SMYTH.\"    [erschien auch am 11.5.1897] (*).\n \nVon Bruckner erhofft man sich inzwischen ein gewisse Werbewirkung. Im Linzer Volksblatt Nr. 110 ist auf S. 6 zu lesen:\r\n\"Zu verkaufen ist eine Orgel mit 9 Register \r\nganz neu, von dem voriges Jahr in Ried verstorbenen Orgelbauer Herrn Reppe erbaut. Diese Orgel wurde bereits von Fachmännern erprobt und dürfte der Ruf des Verstorbenen, dessen Werke wiederholt von den be­rühmten Componisten Bruckner und Habert revidiert und belobt wurden, auch dieses Werk, welches von dessen Witwe nur nothgedrungen zum Verkaufe gelangt, zum Ankäufe für Kirchen empfehlen. Adresse: Maria Reppe, Orgelbauers-Witwe, Ried (Innkreis), Schlossberg 6.       (1287 3 1).\" (**).", "Letzte Änderung": "28.08.2026 11:13"}, {"ID": 189805145, "Datum": "14.5.1898, Samstag", "Haupttext": "The Standard Union Nr. 269 (Brooklyn, New York) erwähnt auf S. 7 Bruckner in der Biographie von Emil Paur:\n\"      IN THE WORLD OF MUSIC.\n\n     Emil Paur, for the past five years the conductor of the Boston Symphony Orchestra, was elected yesterday to succeed the late Anton Seidl as conductor of the New York Philharmonic Orchestra. [...] he studied music at the Vienna Conservatory, where his teacher in the violin was Hallmesberger [sic], in theory Bruckner and in the piano Epstein, and where he took a first prize. [... Karrierestufen ...]. Wilhelm Gericke, who was conductor of the Boston Symphony Orchestra from 1884 to 1889, will return to this country to take the place again.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189905145, "Datum": "14.5.1899, Sonntag", "Haupttext": "The Buffalo Courier Nr. 134 (Buffalo, New York) erwähnt Bruckner auf S. 17 in einer Saisonübersicht:\r\n\"                MUSIC\r\n[... Emil Sauers kommendes Konzert ...].\r\n     Boston and Chicago have just finished their respective seasons of orchestral concerts. Boston has had twenty-four concerts under Wilhelm Gerick's [sic] direction, and Chicago twenty-two under Theodore Thomas.\r\n     The Boston programmes have brought forward the following music for the first time at these concerts: Bruckner, symphony No. 4. in E flat major, \"Romantic\"; Chalbrier [sic], bourree fantasque, scored by Felix Mottl; [...].\r\n     The Chicago orchestra, under Theodore Thomas, played for the first time during the present series the following music:\r\n     [... Bruckner nicht verzeichnet ...].\"", "Letzte Änderung": "21.04.2023 13:08"}, {"ID": 190005145, "Datum": "14.5.1900, Montag", "Haupttext": "Die Linzer Montagspost Nr. 19 teilt auf S. 5 mit, daß am 24.5.1900 in Vöcklabruck eine Gedenktafel enthüllt wird (*).\nDer Sonn- und Feiertagskurier berichtet vom Artikel \"Dr. Anton Bruckner im Stifte St. Florian\" in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 6 [12.4.1900 oder 10.5.1900 gemeint] (**).", "Letzte Änderung": "31.08.2024 14:28"}, {"ID": 190105145, "Datum": "14.5.1901, Dienstag", "Haupttext": "Brief der Gesellschaft der Musikfreunde in Steyr an Ignaz Bruckner: \n\n     Er sei herzlich eingeladen zum Konzert am 19.5.1901, bei dem das \"Te deum\" (mit 230 Chorsängern) aufgeführt werden wird. Unterzeichnet von Hugo Jos. Ranner (Sekretär) und Hanns Millner (Vorstand).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190305145, "Datum": "14.5.1903, Donnerstag", "Haupttext": "Meißner gibt Bruckners Brief vom 24.4.1895, den er nie abgeschickt hatte, an Heinrich Kralik weiter (*).\nBesprechung des Konzerts vom 8.5.1903 durch Rudolf Louis in den Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 225 auf S. 1, signiert \"O\" [Kreis mit einem Punkt in der Mitte]:\r\n\"           Münchner Konzerte.\r\n     (Akademischer Orchesterverband. – Sophie Röhr=Brajnin.)\r\n      O  [mit Punkt, Signatur]  Zu den erfreulichsten Erscheinungen unserer Zeit gehört es, daß die Musik wiederum anfängt, wie ehedem im Universitätsleben eine wichtige Rolle zu spielen. [... Lob für Sophie Rikoff für die Lieder ...]. Unter den Instrumentalisten des Abends tat sich neben Max Reger, der die Klavierbegleitungen wie immer wahrhaft glänzend durchführte, vor allem Herr Wilhelm Sieben hervor, ein junger Geiger, [... Regers Violinsonate ...]. Außerdem führte Herr Sieben als Primgeiger ein weiterhin aus den Herren Alfred Weckherlin, Manno Neubauer, Anton Riebl und Emmeran Stöber zusammengesetztes Quintett, von dem das wunderbar ergreifende Adagio aus dem Streichquintett Anton Bruckners sehr lobenswert ausgeführt wurde. Die Zuhörerschaft hätte in Anbetracht der Fülle des Interessanten, was geboten wurde – namentlich auch in ihren studentischen Elenemten – wohl etwas zahlreicher sein dürfen. Dafür waren die Erschienenen umso dankbarer und kargten nicht mit reichlichem  Beifall.     [... über das Konzert der Gesangschule Röhr-Brajnin ...]. Das anstrengende Amt des Klavierbegleiters lag bei Herrn Hofkapellmeister Hugo Röhr in bewährten Händen.\" (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2024 11:43"}, {"ID": 190405145, "Datum": "14.5.1904, Samstag", "Haupttext": "Nachmittags (13:30 Uhr) Aufführung der 9. Symphonie unter Theodor Thomas in Cincinnati (*).\nEs erklingen außerdem Werke von Gluck (Ouvertüre und Arie aus \"Alceste\"), Brahms (Altrhapsodie mit Ernestine Schumann-Heink) und nach der Pause von Richard Wagner (\"Meistersinger\"-Vorspiel\"), Elgar (Sea Pictures), Richard Strauss (\"Till Eulenspiegel\" und Hymnen op. 33 (mit Muriel Foster) und Tschaikowsky (Ouvertüre 1812) (**).\n[Im Abendkonzert wurden Beethovens Missa Solemnis und 9. Sinfonie aufgeführt.]\nJennie Irene Mix erlebt die Konzerte mit und schildert später ihre Eindrücke, speziell zur Probentätigkeit und Konstitution des bald 69jährigen Dirigenten (**a).\n\r\nBrief von Karl Waldeck [an Friedrich Waldeck?]:\r\n   »[...] Ein treueres Bild des Brucknerschen Spieles kann niemand geben als ich mit der G-Moll-Phantasie. Diese kann auch ganz gut auf Pianoforte gespielt werden, weil sie kein separates Pedal enthält. [...]« (***).\n\r\nDie Zeitung L'Italia Nr. 116 (San Francisco, California) bringt auf S. 2 den anekdotischen Bericht von Bruckners Verhalten bei der Proben zur Uraufführung der 4. Symphonie [vor dem 20.2.1881] (Hans Richter erhält einen Taler zum Geschenk):\r\n\"VARIETA' E COSE ALLEGRE\r\n[...]\nIl tallero di Hans Richter.\r\n     Hans Richter, il sommo fra i direttori d'orchestra, alla catena dell'orologio porta sempre appeso un tallero di Maria Teresa; e a chi gli domanda perchè porti quell'amuleto da zecca, risponde:\n     – \"E' la memoria d'un giorno che ho versate lagrime. Dirigevo per la prima volta, alle prove, una sinfonia di Bruckner, il quale come autore, sebbene già vecchio, non godeva ancora alcun nome, non era quasi preso sul serio, non si eseguiva mai. Allorchè ebbi finito, vidi Bruckner venirmi allato con uno sguardo estatico, raggiante con un sorriso di beatitudine celestiale; e mi sentii mettere qualche cosa nella mano e chiudere il pugno: Tenete, tenete e bevete un bicchiere alla mia salute! – Il candido Bruckner dava la mancia al più gran direttore d'orchestra del mondo come ad un capobanda di villaggio! Richter prese il tallero e lo tenne; ma per sempre, ma in memoria dell'uomo, della sua semplicità e delle lagrime che quel l'innocente in capelli bianchi fece versare.\" (°).\nThe Wilkes-Barre Record weist auf S. 14 verspätet auf das Festival hin: \"The dates of the sixteenth Cincinnati Music Festival are May 11, 12, 13 and 14. A glance at the following stupendous works which will be produced this year will convince any one that the present will be the most brilliant in the history of the biennial festivals which have made Cincinnati famous: [... Bach, Beethoven, Elgar ...] Besides the above there is Mozart's symphony in E flat, an unfinished symphony by Bruckner, a funeral march of Elgar's, [... etc. ... Orchester 122 Spieler, 500 Chormitglieder ... über die Bedeutung des Festivals für die USA ...].\" (°°).\n\nThe Cincinnati Enquirer Nr. 135 berichtet auf S. 5 von den bisherigen Festivalkonzerten und weist auf die beiden Konzerte des heutigen Tages hin:\r\n\"FESTIVAL CLIMAX REACHED LAST NIGHT.\r\n     [... über die äußeren Umstände (Ausschmückung, Kleidung etc.), die Werke (Richard Strauss \"Tod und Verklärung\", J. S. Bach (h-Moll-Messe), Elgar \"Dream of Gerontius\"), Text der Konzertkritk von H. E. Krehbiel ...].\n                       BRILLIANT\r\nIn Point of Gowns and Social Distinction Was Audience.\r\n     The climax of the Festival was reached last night with as magnificence an audience as ever crowded Music Hall. [... Stimmung des Publikums, anwesende Prominente und deren und der Solistinnen Kleidung,  ...]\r\n     Mr. Krehbiel, the New York critic, was escorting Mrs. Hartdegen–Rosebud Norton–who was looking lovely in a rose pink gown and a still rosier scarf over her white shoulders.\r\n     [... etc. etc. ...].\n                 LAST FESTIVAL DAY.\r\n     The May Festival closes to-day with two concerts–the afternoon concert at 1:30 and the evening concert at 7:30. Both programs make such a festival day as no country has ever known. The afternoon program is notable for the variety of modern orchestral composers represented. We have Bruckner, the Viennese composer, new to Cincinnati, through the medium of his Ninth Symphony, the work having been left unfinished at his death. Bruckner was a contemporary with Brahms, Goldmark and the rest, and is nominated as one of the first of the modern school that centers in Vienna. The picturesque prelude to the Meistersinger will also be played, [... Tschaikowsky, Richard Strauss ...]\r\n     [... Solovorträge von Muriel Foster (Elgar, Strauss) und Frau Schumann-Heink (Gluck, Brahms) ... das Abendprogramm (Beethoven) ...].\r\n     The management states that there are still seats to be had at both prices, $2 50 and $1 50, and a limited number of admission tickets will be sold during the day for both concerts. Tickets for the evening concert will be sold at the box office all day up to 5 o'clock.\r\n               A REMARKABLE ORGAN.\r\n     Chicago, May 13.–The $20,000 pipe organ to be placed in the new Theodore Thomas Concert Hall will be furnished with an electro-pneumatic action, [...].\"\n\r\nAuf derselben Seite ein Inserat für dieses Konzert:\r\n\"           LAST DAY.\r\n                  TWO\r\n   FESTIVAL CONCERTS,\r\n          At 1:30 and 7:30.\r\nTHEODORE THOMAS, Director.\r\n     At 1:30: Alceste, Gluck, Overture; Aria, Divinites du Styx, Mme. Schumann-Heink; Symphony No. 9, D Minor, Unfinished, Bruckner; Rhapsody, Opus 53, Brahms, Mme. Schumann-Heink, Chorus of Men and Orchestra; [... weitere Werke ... Abendkonzert ... Sitzplätze ...].\" (°°°).", "Letzte Änderung": "19.06.2025 14:09"}, {"ID": 190805145, "Datum": "14.5.1908, Donnerstag", "Haupttext": "Pariser Erstaufführung der 8. Symphonie durch das Orchestre Lamoureux unter Louis Hasselmans in der Salle Gaveau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191605145, "Datum": "14.5.1916, Sonntag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 133 schreibt auf S. 14 über Max Reger:\r\n„   Eine Erinnerung an Max Reger.\r\n     Der plötzliche Tod des berühmten Komponisten Max Reger veranlaßt mich, ein seltsames Erlebnis mitzuteilen, dessen Zeuge ich vor wenigen Wochen war und das mit dem jähen Hinscheiden des Künstlers in einem merkwürdigen Zusammenhang steht.\r\n     Ich habe Max Reger am 23. März 1916 in Amsterdam kennen gelernt, wo ich mit dem Bruder des Komponisten Felix Nowowiejski, Herrn Rudolf N., Seelsorger an der Pfarre Sankt Rochus, Wien, 3. Bezirk, und meinem Kollegen Professor Franz Ringberger zu musikalischen Studienzwecken weilte. Der uns befreundete Musikverleger M. Sander aus Leipzig kam mit Max Reger gegen Mitternacht in das American Hotel, wo wir nach der erfolgreichen Aufführung der „Kreuzauffindung\" mit dem Komponisten dieses Oratoriums Felix Nowowiejski bei einem Glas Bier saßen. Kaum hatte Reger an unserm Tisch Platz genommen, stellte er sogleich an Herrn Rudolf N. in sichtlicher Aufregung die Frage, ob er katholischer Priester sei. Als dieser bejahte, bat Reger dringend, er möge ihm gestatten, ihn eine Viertelstunde in ernster Angelegenheit allein zu sprechen. Die beiden Herren gingen dann an einen Nebentisch und verweilten dort nahezu eine halbe Stunde in tiefem Gespräche. Mit seltsam ernsten Mienen kamen sie zu uns zurück. Rudolf N. rief mich abseits und teilte mir tief ergrifffen [sic] mit, Max Reger habe ihm sein ganzes Herz eröffnet. Er sei von Todesahnungen erfüllt und betrachte es als eine gnädige Fügung des Himmels, hier einen Priester getroffen zu haben. Er wolle noch heute nacht seine Rechnung mit dem Himmel abschließen und habe ihn um seinen geistlichen Beistand gebeten. Ich war ganz bestürzt. Reger saß mir gegenüber, ein Bild strotzender Kraft, und das Amstelbier schmeckte ihm vortrefflich. . . . Sehr erfreut war er, den Komponisten von „Quo vadis?“! kennen gelernt zu haben, den er wiederholt seiner aufrichtigen Wertschätzung  versicherte.\r\n     Wir sprechen, wie begreiflich, über künstlerische Fragen. Felix Nowowiejski, ein begeisterter Verehrer Bruckners, fragte Reger, wie er sich zu Bruckner stelle. Reger wurde tiefernst, erhob sich wortlos und kniete dann mit gefalteten Händen nieder. Wir waren alle ergriffen von dieser stummen und doch so beredten Huldigung vor dem großen, österreichischen Meister.\r\n     Reger sprach noch viel über seine nächsten künstlerischen Pläne. „Mein einziger heißester Wunsch wäre,\" sagte er, „noch so lange zu leben, um das Vaterunser in großem Stil für Soli, Chor und Orchester komponieren zu können. Die Gnade bitte ich mir von meinem Schöpfer noch aus. Das „Amen\" soll der Schlußstein meines künstlerischen Schaffens sein, hier möchte ich noch alles hineinlegen, was meine Seele erfüllt.“\r\n      Keiner von uns ahnte, wie nahe er dem „Amen“ seines Lebens schon stand. . . . Zu später Stunde trennten wir uns. Reger bat Herrn Rudolf N., ihn noch auf sein Zimmer zu begleiten. Am nächsten Vormittage teilte uns dieser tief erschüttert mit, dass er bis 4 Uhr morgens bei Reger war. Der Künstler breitete seine ganze Seele vor ihm aus und bat schließlich, da er seit seinem zwölften Lebensjahre nicht mehr gebeichtet hatte, eine Generalbeichte ablegen zu dürfen, die er dann unter heißen Tränen und in tiefster Reue ablegte. „Ich fühle den Tod in meinen Adern – nun bin ich glücklich, daß ich noch Gelegenheit hatte, für mein Seelenheil zu sorgen.\" — Mit diesen Worten verabschiedete er sich von Rudolf N. Reger verblieb noch mehrere Tage in Amsterdam, wo er ein philharmonisches Konzert, dessen Programm durchweg aus eigenen Kompositionen bestand, zu dirigieren hatte.\r\n     Als ich gestern die Nachricht von dem Tode des in voller Manneskraft plötzlich dahingegangenen Künstlers erfuhr, kam es mir erst so ganz zum Bewußtsein, welch tiefe Bedeutung dieses merkwürdige Zusammentreffen für den Verewigten gehabt hatte. . . .\nProfessor Hans Wagner.“", "Letzte Änderung": "07.08.2024 16:46"}, {"ID": 192105145, "Datum": "14.5.1921, Samstag", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 131 weist auf S. 5 auf die morgige Kirchenmusik hin (e-Moll-Messe und ein Tantum ergo [prov. WAB 48]) (*).\nDie e-Moll-Messe wird auch im Deutschen Volksblatt Nr. 11617 auf S. 14 angekündigt (**).\n \nÖffentliche Generalprobe der e-Moll-Messe in der Neumargaretner Kirche (***).\n \nIn der Linzer Tages-Post Nr. 109 erscheint auf S. 20 ein Artikel von Paul Stefan \"Franz Gräflingers neues Bruckner=Buch\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192205145, "Datum": "14.5.1922, Sonntag", "Haupttext": "The Washington Times Nr. 12250 berichtet auf S. 45 (= S. 3 des Zeitungsteils) von neuen Briefmarken, darunter auch von der mit Bruckners Porträt [IKO 142]:\n\"Story of a Rare Stamp Reads Like a Romance\n\n     [... über die Entstehung und weitere Geschichte der seltensten, nur einmal vorhandenen und kürzlich versteigerten Briefmarke (1-cent British Guiana) ...]. The copy is a poor one, dark magenta in color, but somewhat rubbed.\" Nevertheless, it is revered by philatelists as the rarest stamp in the world.\n     To the gallery of famous men portrayed on postage stamps will be added this month stamp portraits of the composers Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Bruckner, Johann Strauss, and H. Wolf, all of whom figure on a series of charity-cum-postage stamps to be sold by the Austrian postoffice at a premium of ten times face value. The highly artistic designs have been prepared by Dr. Rudolf Junk, while the dies have been engraved in taille-douce by Prof. Ferdinand Schirnboeck. The stamps will be issued in the denominations 2½, 5, 7½, 10, 25, 50 and 100 kronen, and in addition to the normal issue, comprising 200,000 sets, there is to be a special printing of 14 copies of each value on Japan paper, on behalf of stamp collectors.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192305145, "Datum": "14.5.1923, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Volkmar Andreae in Bern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192405145, "Datum": "14.5.1924, Mittwoch", "Haupttext": "In der Österreichischen Volkszeitung Nr. 133 erscheint auf S. 3f ein Artikel \"Musik\", signiert \"B. B-t.\" [Balduin Bricht], in dem die Aufführung der 9. Symphonie unter Ferdinand Löwe [am 9.5.1924] und das Konzert des Wiener Männergesangvereins [am 3.5.1924] besprochen werden (*).\n \nDie Reichspost Nr. 133 kündigt auf S. 7 erneut das Konzert vom 19.5.1924 an (**).\n \nArtikel von Max Auer \"Der \"Messias von Ansfelden\" (Zur Bruckner-Jahrhundertfeier in Ansfelden am 18. Mai.)\" im Linzer Volksblatt Nr. 111 auf S. 1f (***).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Bern. Auf dem Programm stehen außerdem zuvor Webers \"Freischütz\"-Ouvertüre und Mozarts Klavierkonzert Nr. 27 (mit Lubka Kolessa) (°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 09:12"}, {"ID": 192505145, "Datum": "14.5.1925, Donnerstag", "Haupttext": "Ferdinand Wiesinger (Wels) überreicht Max Auer den Sonderdruck des Welser Anzeigers mit der am 3.5.1925 gehaltenen Festrede.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192705145, "Datum": "14.5.1927, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von \"Trösterin Musik\" (mit Orgel) (und weiterer Chöre von J. Reiter, Schubert, Wöss, Heuberger u. a.) durch den Gesangverein Österreichischer Eisenbahnbeamter unter Carl Führich im Großen Konzerthaussaal in Breslau. Das Konzert wird von 20 bis 21 Uhr vom Breslauer Rundfunk übertragen (*).\nAufführung desselben Chores (mit Blasinstrumenten und Orgel) und weiterer Werke unter W. Nagel in einem Festkonzert in der Dionysus-Kirche in Stuttgart. Das Konzert wird von 19:30 bis 21:15 Uhr vom Stuttgarter Rundfunk übertragen (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 08:34"}, {"ID": 192805145, "Datum": "14.5.1928, Montag", "Haupttext": "Brief von Robert Haas an Max Auer: \n   Die Nationalbibliothek habe mit dem Augsburger Filser-Verlag einen Vertrag abgeschlossen [4.4.1928].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193005145, "Datum": "14.5.1930, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Richard Strauss an die Wiener Philharmoniker:\r\n     Zusage für 4 Philharmonische Konzerte in der Saison 1930/31. \"Ich stelle nur zur Bedingung, daß ich keine Novität einstudiren muß u. keine Sinfonien von Brahms u. Bruckner zu dirigieren brauche, sondern 4 Program[m]e mit Klassikern ...\" (*).\nVortrag [und Aufführung? Klavieraufführung?] zur 9. Symphonie bei einer Veranstaltung der Ortsgruppe Bern des Schweizerischen Bruckner-Bundes (**).", "Letzte Änderung": "26.03.2026 09:53"}, {"ID": 193105145, "Datum": "14.5.1931, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch den Christlich-deutschen Gesangsverein und das Orchester des [oberösterreichischen] Musikerbundes unter Georg Wolfgruber im Marmorsaal von Stift St. Florian (anläßlich des Jubiläums des OÖ. Kunstvereins) (*).\r\nNochmaliger Hinweis auf dieses Konzert im Linzer Volksblatt Nr. 112 auf S. 6 (**).\n \nBrief von Ernst Schwanzara an Richard Heller:\n\"Baden bei Wien, 14. Mai 1931. | Wertester Herr Regierungsrat!\n     Ihre Mitteilung von dem tragischen Tode Ihres Sohnes hat mich tief erschüttert; seien Sie meiner wärmsten Anteilnahme versichert!\n     In wenigen Tagen werde ich eine kleine Biographie von Ihnen fertig haben und Ihnen zur Durchschau übersenden.\n     Mein langes Schweigen wird Sie wegen des Brucknerbildes [IKO 83a] vielleicht schon beunruhigt haben, aber es ist kein Grund zu Besorgnissen.\n     Meine Anstrengungen, ein erstklassiges Negativ zu bekommen, sind nämlich noch nicht in Erfüllung gegangen und die Angelegenheit ist überdies auch deswegen in eine gewisse Stockung geraten, weil ich mit meiner schwer herzkranken Frau (Angina pectoris) am 3. Mai nach Baden fahren mußte, um ihr durch einen mehrwöchigen Aufenthalt in angenehmer Abgeschlossenheit Linderung zu verschaffen.\n     Ich muß daher Herrn Regierungsrat ergebenst bitten, sich noch eine Weile gedulden zu wollen.\n \n In ausgezeichneter Hochachtung\n     ergebenst\n         Ernst Schwanzara\nderzeit Baden bei Wien, Valeriestraße 12.\" (***).\n \nDie Ortsgruppe Bonn des Rheinischen Bruckner-Bundes hatte für die Tage um Christi Himmelfahrt ein dreitägiges Bruckner-Fest unter Leitung von Heinrich Sauer geplant (°).", "Letzte Änderung": "30.10.2025 22:24"}, {"ID": 193205145, "Datum": "14.5.1932, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Albert Binna »Anton Bruckner in Bad Ischl« im Linzer Volksblatt (*) Nr. 114, S. 5: Über die Besuche bei Attwenger (Bericht von dessen Tochter Aloisia Plasser), über den Ischler Freundeskreis (Autengruber, Wastler, Fuchs, Stieger, Vockner, Holzinger) und über das Orgelspiel Juli/August 1890 (Zitat aus Buch von Franziska Krupitz »herrliches Spiel in unserer schönen Pfarrkirche«, Ischler Wochenblatt Nr. 31 vom 3.8.1890, Bericht der nun gut 80-jährigen Frau Markhoff).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 09:51"}, {"ID": 193305145, "Datum": "14.5.1933, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Pange lingua (WAB 31) in der Pfarrkirche Spitz an der Donau (*).\nRadio Wien sendet zwischen 19:00 und 19:50 Uhr \"Geistliche Chöre\". Der Sängerbund „Dreizehnlinden“ unter Ferdinand Habel und Sigismund Schnabel und am Flügel Heinrich Brunnmüller bringen vier- und -achtstimmige Werke, von Bruckner den „112. Psalm (vierstimmig)“ (vermutlich in einer Klavierfassung) (**).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 03:28"}, {"ID": 193405145, "Datum": "14.5.1934, Montag", "Haupttext": "Vertrag zwischen dem Musikwissenschaftlichen Verlag und Alfred Orel, der »fallweise« als Mitarbeiter an der Gesamtausgabe verpflichtet wird [vgl. 25.9.1928!] (*).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Linzer Theaterorchester, verstärkt durch den Linzer Musikverein und Militärnusiker, unter Oswald Kabasta in einem außerordentlichen Konzert des Bruckner-Bundes Linz im Landestheater (**).\nDer Rundfunksender England National überträgt von 20:15 bis 22:30 Uhr ein Konzert des Londoner Musikfests unter Bruno Walter in der Queens Hall. Vor der Pause stehen Webers Freischütz-Ouvertüre und Mozarts d-Moll-Konzert auf dem Programm, nach der Pause (21:00 bis 21:15 Uhr Nachrichten und Wetterbericht) Bruckners 9. Symphonie und das \"Te deum\" (Sendedauer des 2. Teils also 75 Minuten) (***).", "Letzte Änderung": "06.04.2026 15:51"}, {"ID": 193705145, "Datum": "14.5.1937, Freitag", "Haupttext": "Brief von Hermann Haböck an Josef Goebbels: Bietet seine Dienste an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193805145, "Datum": "14.5.1938, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Chores \"Um Mitternacht\" (WAB 89) durch den Sängerbund Frohsinn in Passau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194105145, "Datum": "14.5.1941, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel (signiert »K. E. B.«) »Vor einem kulturellen Ereignis. Bruckner-Festtage vom 31. Mai bis 3. Juni« in der Linzer Tages-Post (*).\nArtikel »Bruckner-Pflege in des Tonheroen Heimat. Bruckner-Festtage in St. Florian und Linz vom 31. Mai bis 7. Juni - Höhepunkte im Musikleben Oberdonaus« in der »Volksstimme« Nr. 133, S. 3 (**).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 20:40"}, {"ID": 194205145, "Datum": "14.5.1942, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe unter Trygve Lindemann durch das Musikk-Konservatorium in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194305145, "Datum": "14.5.1943, Freitag", "Haupttext": "Artikel »Warum Brucknerstraße?« in der Linzer Tages-Post (*).\n \nArtikel von Hedi Schulz \"Anton Bruckners letzte Symphonie\" [9. Symphonie und Te Deum am 12.5.1943] in Das Kleine Blatt Nr. 132 auf S. 4 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194405145, "Datum": "14.5.1944, Sonntag", "Haupttext": "Die Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch wird von 18 bis 19 Uhr vom Rundfunk übertragen und von Joseph Goebbels mitverfolgt.", "Letzte Änderung": "30.07.2025 15:24"}, {"ID": 194805145, "Datum": "14.5.1948, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Othmar Wessely »Ein unbekanntes Bruckner-Dokument« im Oberösterreichischen Kulturbericht F. 20.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195205145, "Datum": "14.5.1952, Mittwoch", "Haupttext": "Vortrag \"Anton Bruckner\" von Max Leyrer im Konservatorium der Stadt Wien.\n\"[...] 'Sie fragen', lesen wir in einem Brief Bruckners aus dem Jahre 1864 [1956 andere Datierung \"1874\"], 'ob mich die gegenwärtige Weltlage nicht in meinen Arbeiten stört? Nein. Weil die gegenwärtige Weltlage, geistig gesehen, Schwäche ist, flüchte ich zur Stärke und schreibe kraftvolle Musik und dies kräftigt mich selbst. Sonst betrübt mich Europa sehr.' \"\n[recte: Zitat aus einem Brief Adalbert Stifters an Gustav Heckenast vom 17.12.1860]", "Letzte Änderung": "14.02.2026 07:11"}, {"ID": 195405145, "Datum": "14.5.1954, Freitag", "Haupttext": "Einspielung des \"Te deum\" durch Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Eugen Jochum in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196005145, "Datum": "14.5.1960, Samstag", "Haupttext": "Vortrag Leopold Nowaks »Anton Bruckner, seine Handschrift und seine Musik« zur Eröffnung des Internationalen Bruckner-Festes in Ottobeuren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196505145, "Datum": "14.5.1965, Freitag", "Haupttext": "Brief von Josef Strobl (1914 - 1976) an den Amalthea-Verlag: \n     Erinnert an eine Anfrage von Max Auers Witwe wegen Neuauflage der Auerschen Bruckner-Biographie, die als \"die von allen Biographien über Bruckner authentischste doch der Nachwelt erhalten bleiben soll.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196605145, "Datum": "14.5.1966, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Tonkünstlerorchester unter Heinz Wallberg im 6. Konzert des Zyklus IV im Großen Musikvereinssaal [in Wien]. Solist in Wotans Abschied aus Richard Wagners Walküre ist Hans Hotter.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197005145, "Datum": "14.5.1970, Donnerstag", "Haupttext": "Vortrag von Leopold Nowak \"Bach – Beethoven – Brahms – Bruckner, eine Einheit von Glaube und Musik\" bei der Katholischen Akademie in Wien.", "Letzte Änderung": "18.08.2025 13:43"}, {"ID": 197805145, "Datum": "14.5.1978, Sonntag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe mit dem Stiftschor und den Sängerknaben unter Kropfreiter in St. Florian (die erste dortige Aufführung nach 1945).", "Letzte Änderung": "28.05.2025 19:38"}, {"ID": 197905145, "Datum": "14.5.1979, Montag", "Haupttext": "In einem [geistlichen Chor- und Orgel-?]Konzert in St. Ferdinand in Bordeaux wird u.a. auch ein Werk Bruckners aufgeführt. Organistin ist Christiane Trieu-Colleney.", "Letzte Änderung": "12.12.2025 13:21"}, {"ID": 199505146, "Datum": "14.5.1995, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe durch die Wiener Singakademie und das Bruckner-Orchester Linz unter Martin Sieghart mit den Solisten Nina Stemme, Julia Bernheimer, Kurt Azesberger und Anton Scharinger im Brucknerhaus in Linz.", "Letzte Änderung": "11.12.2025 09:48"}, {"ID": 200105145, "Datum": "14.5.2001, Montag", "Haupttext": "Das Wiener Antiquariat Hassfurther bietet in einer Versteigerung den Bogen 1cC vom Finale der 9. Symphonie an.", "Letzte Änderung": "18.10.2024 19:48"}, {"ID": 186006145, "Datum": "14.6.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, am linken Rand »Hoff« [Hofmann], am rechten Rand »Wald.« (*).\nHonorarberechnung »14. [korrigiert in »15.«] Juni 2 fl 10 kr 1fl - kr« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186306145, "Datum": "14.6.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 14ten Juni Pf. u. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506145, "Datum": "14.6.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel in der Linzer Zeitung Nr. 135, S. 559, über das Sängerbundesfest:\n   »F. [Franz Gamon?] Linz, 6. Juni. [...] der erste Preis mit 100 fl. und zwar mit 14 Stimmen in engerer Wahl, Herrn Rudolf Weinwurm, Chormeister des akademischen Gesangsvereines in Wien für den Chor „Germania”, der zweite Preis (60 fl.) mit 17 Stimmen Herrn Anton Bruckner, Domorganisten in Linz ... zuerkannt und unter Trompeten= und Paukenklang nebst den Diplomen durch weißgekleidete Mädchen überreicht wurde. [... es folgen kritische Bemerkungen über die Jury, ohne Weinwurm und Bruckner zu erwähnen ...] Können Preisrichter auch Preiswerber sein? ... Darf eine Komposition früher schon einen Preis davon getragen haben? ...« (*).\nArtikel des Welser Anzeigers Nr. 24 auf S. 2, signiert »A. Linz.«:\n   »[...] 2. Preis „Germanenzug” von Bruckner mit 60 fl.; [...]« (**).\nIm Bericht des Alpenboten Nr. 24 vom Verlauf des Sängerfestes (über die Probe und das mittägliche Treffen am 5.6.1865) ist Bruckner nicht erwähnt (***).\nStimmungsbericht in der Linzer Tages-Post Nr. 135 auf S. 2 über die Uraufführung von \"Tristan und Isolde\" [10.6.1865] (°).", "Letzte Änderung": "25.02.2023 13:23"}, {"ID": 187006145, "Datum": "14.6.1870, Dienstag", "Haupttext": "Artikel Eduard Schelles in der »Presse« Nr. 162 auf S. 2 über Bruckners Orgelspiel am 10.6.1870:\r\n     »Der Anwesenheit der Lehrer verdanken wir auch den seltenen Genuß eines kleinen Orgelconcertes. Herr Pruckner Professor am hiesigen Conservatorium, der bekanntlich vor nicht langer Zeit in Paris ein großes Aufsehen mit seiner Virtuosität auf der Orgel gemacht, hatte die fremden Gäste am Freitag Nachmittags in die Kirche der Piaristen eingeladen, welche im Besitze eines schönen Instruments ist und trug ihnen auf demselben unter Anderm die Cis-moll Fuge aus Bach's temperirtem Clavier nebst einem Präludium von eigener Composition und einer frei improvisirten Phantasie vor. Herr Pruckner darf in der That den Namen eines Virtuosen beanspruchen, seine Technik, namentlich seine Pedalfertigkeit ist überraschend und erregte viele Bewunderung. Allein die strenge Plastik eines polyphonen Stylgepräges, welche der Charakter der Orgel verlangt, ließen seine Vorträge, insbesondere das Präludium und die Phantasie zu sehr vermissen, um befriedigen zu können. Unserer Meinung nach würde Herr Pruckner einen größeren und reineren Effect erzielt haben, wenn er das versammelte Publicum nicht nach dem Maßstabe des französischen beurtheilt und seine Virtuosität an einigen der unsterblichen Orgelwerke Bach's bewährt hätte, welche doch wol dem Künstler auf diesem Instrument die rühmlichsten und zugleich schwierigsten Aufgaben bieten. [...] E. Schelle.« (*).\nEine Besprechung erscheint auch im Fremdenblatt Nr. 162 auf S. 5:\r\n     » - Vergangenen Samstag fand in der Piaristenkirche in der Josefstadt ein Orgelkonzert statt, in welchem sich der Hoforganist Herr Anton Bruckner vor der versammelten deutschen Lehrerschaft produzirte. Herr Bruckner erwies sich als ein großer Orgelvirtuos, dem sein Instrument keine Schwierigkeit mehr darbietet. Nicht umsonst ist er aus dem vor einem Jahre ausgeschriebenen französischen Organistenkongreß als preisgekrönter Sieger hervorgegangen und ist von den französischen Journalen wie ein Meerwunder angestaunt worden. In der Piaristenkirche improvisirte Herr Bruckner ein Präludium und spielte hierauf eine Fuge (Cis-moll) von Sebastian Bach. Schließlich brachte er eine freie Fuge über ein selbsterfundenes Thema. Dem verdienstvollen Manne, der sich aus eigener Kraft emporgearbeitet, kam an diesem Tage viel Beifall und Bewunderung entgegen.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106145, "Datum": "14.6.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 134 berichtet auf S. 10 (= S. 2 der I. Beilage):\r\n   »Simon Sechter's Grabmal am Schmelzer Friedhofe in Wien ziert neuerer Zeit ein einfach aber geschmackvoll ausgeführtes Denkmal mit folgender Inschrift: »Simon Sechter k. k. Hoforganist und Kompositeur. Geboren am 11. October 1788 in Friedberg, gestorben am 10. September 1867 in Wien. Mit ihm wurde der größte Kontrapunktist unserer Zeit, der treue Wächter des strengen Satzes zu Grabe getragen.« Dasselbe verdankt sein Entstehen den Bemühungen eines Landsmanns Sechters, des Bürgerschullehrers Markus in Wien und den Geldspenden der dankbaren Schüler Breier [Preyer] und Bruckner.« (*).\nVon Sechters Grab handelt auch ein Artikel im Österreichischen Volksfreund Nr. 134, S. 3 [fast identisch mit dem Artikel vom 13.6.1871] (**).\nBeginn der Klassenprüfungen am Wiener Konservatorium (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187206145, "Datum": "14.6.1872, Freitag", "Haupttext": "Die Morgenpost Nr. 161 kündigt auf S. 3 die Aufführung der f-Moll-Messe am 16.6.1872 an: \n\n     \" * Sonntag, 11 Uhr, wird Hoforganist Bruckner in der Hofkirche St. Augustin seine F-Messe sammt Einlagen zum ersten Male aufführen, wobei Mitglieder des Sing= und Männergesangvereins, Chor= und Orchestermitglieder des Hofoperntheaters mitwirken, und Herr Bruckner am Schluß des Hochamtes eine Orgelfuge spielen wird.\"\n\n\nGleiches meldet das Neue Fremdenblatt Nr. 162 auf S. 4: \n\n     \" * Sonntag den 16. d. um 11 Uhr wird in der Hofpfarrkirche St. Augustin Hoforganist Bruckner\n seine F-Messe nebst Einlagen zum ersten \nMale aufführen, wobei Mitglieder des Sing= und Männergesangvereins, \nChor= und Orchestermitglieder des Hofoperntheaters, an der Spitze Direktor Hellmesberger, mitwirken, und Bruckner am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen wird.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187306145, "Datum": "14.6.1873, Samstag", "Haupttext": "Brief von Johann Baptist Burgstaller an Ignaz Traumihler:\n     Sendet dankend das Leihmaterial (zur Feier am 12.6.1873, vgl. 13.5.1873) zurück. Traumihlers \"Ecce sacerdos\" habe den Bischof [Rudigier] zu Tränen gerührt. Eine Probe gab es nur am letzten Tag, ohne die anderweitig beschäftigten Alumnen. Domchorvikar Kerschbaum habe ihm ohne Probe ausgeholfen. \"Recht gut machte sich das Tantum ergo v. Brukner in B.\" [vermutlich WAB 41/1 (früher WAB 41/3) - oder WAB 44??] Erwähnt eine Litanei aus Witts Blättern und ein \"o esca viatiorum\". Prof. Angermayr habe dem Bischof die Sängerknabenkapelle vorgestellt.", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:43"}, {"ID": 187706145, "Datum": "14.6.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Traumihler: \n   Hat soeben Traumihlers Schreiben erhalten und ist über die Nachricht von Josef Seiberls Tod bestürzt. Hofft, bis zum 15.8.1877 [gemeint wohl »ab 15.8.«?] in St. Florian dienen zu können. Empfiehlt als Nachfolger seinen Konservatoriums-Orgelschüler Hans Rott, der ein ausgezeichneter Bach-Spieler und Improvisator sei, bei Krenn Kontrapunkt und Komposition studiert habe und derzeit Organist an der Piaristenkirche sei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187806145, "Datum": "14.6.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »6« [zuerst »7«, Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206145, "Datum": "14.6.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »14. [Juni] 1. u. 2. [Lektion Lamberg. Neuer Kursabschnitt?]. 14. Juni (Abends nach 8 Uhr) 8° Wärme.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306145, "Datum": "(14.6.1883, Donnerstag)", "Haupttext": "Beim 3. internen Abend des Wagner-Vereins im Saal der »Ressource« werden unter Leitung von Ludwig Koch der zweite und dritte »Parsifal«-Akt aufgeführt. Solisten: Marianne Brandt, Franz Schaumann, Hermann Nigg und Heinrich Gassner, am Klavier Robert Erben.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 22:44"}, {"ID": 188406145, "Datum": "14.6.1884, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\n \ndie Deutsche Zeitung Nr. 4471 auf S. 7 (*),\n \ndas Fremdenblatt Nr. 163 auf S. 6 (**)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 7111 auf S. 4:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird am Sonntag um 8 Uhr Früh eine Messe von Kempter, Graduale (Lauda Sion) von Haydn und Offertorium (Alt=Solo) von Händel aufgeführt. Orgel: Hof=Organist Bruckner. Soli: Charlotte Pasching.\" (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 16:00"}, {"ID": 188506145, "Datum": "14.6.1885, Sonntag", "Haupttext": "Artikel (über die 7. Symphonie am 30.5.1885) im Alpenboten Nr. 47 auf S. 3:\r\n»(Von unserem Landsmanne Bruckner.) Kürzlich fand in Carlsruhe die 22. Tonkünstler=Versammlung statt und brachte eine Reihe der erlesensten musikalischen Genüsse unter den Auspicien von Franz Liszt und unter der Leitung von Felix Mottl. „Mit wahrer Begeisterung”, schreibt man von dort nach Wien, „wurde das Adagio aus der Siebenten Symphonie Ihres Landsmannes Anton Bruckner aufgenommen. Bruckner kommt in Deutschland immer mehr zur Geltung - nun werden Werke von ihm von Sucher in Hamburg in der nächsten Saison aufgeführt, Gericke bringt solche in Boston, hoffentlich wird sich dem genialen Componisten auch Wien entsprechend erschließen. Welche Begeisterung sein Opus in Carlsruhe hervorgerufen, können Sie aus dem Brief ersehen, welchen Professor Ludwig Nohl an Bruckner nach der Aufführung des Adagio richtete. Der Brief lautet: Geehrter Freund! [... Text nahezu originalgetreu, mit geringen orthographischen Abweichungen, aber am Ende gekürzt ...] Sie haben uns auf's neue unsere beste Seele, die Seele des wahrhaft Menschlichen und Göttlichen zugleich wiedergeschenkt.”» (*).\n[Vermutlich von Gutmann (#) veranlaßter] Artikel (mit Erwähnung der Postkarte Nohls vom 6.6.1885 in der Deutschen Zeitung Nr. 4828 auf S. 7:\r\n»(Ein Brief Nohl's an Professor Bruckner.) Der Musikschriftsteller L. Nohl hat aus Heidelberg, 6. Juni, an Professor Anton Bruckner folgenden Brief gerichtet: „Geehrter Freund! [... Text mit geringen Abweichungen vom Original, minimal redigiert, mit Fehler \"Baierischen Blättern\", von den letzten Zeilen nur die Schlußformel wiedergegeben:] In verehrender Dankbarkeit Ihr L. Nohl.”« (**).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 11:39"}, {"ID": 188606145, "Datum": "14.6.1886, Montag", "Haupttext": "Die Daily News Nr. 12535 kündigen auf S. 2 die Aufführung der 7. Symphonie für den 21.6.1886 an:\n\"                          MUSIC.\n[...]\n     The Richter concerts are approaching the end of their thirteenth season, but two more of the nine performances remaining to be given. [... Wagner-Konzert wurde wiederholt ...]. The eighth concert will take place on June 21, when a symphony by Herr Bruckner will be given for the first time in England; the final concert, on June 28, will be made special by the performance of Beethoven's \"Missa Solennis,\" the grandest work of its class in existence.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188806145, "Datum": "14.6.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben [= Telegramm?] von Theodor Reisch an Albert Gutmann: \n   Seit Gutmanns Mitteilung vom 11.6.1888 habe er Bruckner noch nicht angetroffen. In den nächsten Tage werde er den Verlagsschein zur 4. Symphonie überbringen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189106145, "Datum": "14.6.1891, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Deubler in St. Florian: \n   Dankt für das ehrende Schreiben. In Berlin solle im Winter in Anwesenheit des Kaiserpaares das »Te deum« wiederholt werden, auch eine oder zwei Symphonien. Das von Bülow empfohlene »Te deum« sei auch in Dresden, Stuttgart u. Christiania [geplant bzw. aufgeführt]. In London werde die 3. Symphonie gespielt. Sein Bruder habe geschrieben, er sei an Influenza erkrankt. Ob Deubler sich um einen Ersatzmann und einen Arzt (gegen Bezahlung durch Bruckner) kümmern könne?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189206145, "Datum": "14.6.1892, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Deubler:\r\n    Dankt für die Aufführung des »Vexilla regis« [15.4.1892] und die Gratulation. Bedauert, nicht in St. Florian gewesen zu sein. Seit 25.4.1892 habe er ein Fußleiden (Anschwellung des rechten Fußes) und dürfe nicht Orgel spielen. Grüße an Gruber und Ignaz. Morgen werde die 4. Symphonie aufgeführt; später sei die 3. Symphonie, vielleicht auch die 7. Symphonie geplant (*).\nMehrere Zeitungen machen auf das morgige Konzert mit der 4. Symphonie aufmerksam:\nDeutsches Volksblatt Nr. 1237 auf S. 6 (wieder mit einem eigens formulierten Text):\r\n\"Internationale Ausstellung für Musik= und Theaterwesen.\r\n                 Ein deutsches Concert.\r\n     Für das morgen, Abends 8 Uhr, stattfindende Concert des \"Akademischen Wagner=Vereines\" gibt sich allseitig das regste Interesse kund. Es ist ja aber auch eine Ehrenpflicht jedes Deutschnationalen, die interessante Aufführung, die eine Reihe von in Wien selten gehörten und höchst werthvollen Compositionen bringt, zu besuchen. Die ausschließliche Leitung aller zum Vortrage gebrachten Tonstücke liegt in den Händen des Dirigenten des Wagner=Vereinschores Prof. Josef Schalk. Zur Aufführung gelangen folgende Werke: [...]; Anton Bruckner: Vierte romantische Symphonie Es-dur; [...] Gestern Vormittags fand in der Tonhalle eine Probe für das Concert statt, bei welcher der Meister Anton Bruckner persönlich anwesend war. Der Meister erhielt bei seinem Erscheinen von den Mitgliedern des Symphonie=Orchesters eine rauschende Ovation.\" (**),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 164 auf S. 5:\r\n\"    Morgen Abends um 8 Uhr findet in der Musikhalle [... wie (°) ...].\r\n     Heute Nachmittags um halb 6 Uhr wird der Klaviervirtuose August Stradal in der Ostgalerie in der Klaviergruppe Bösendorfer auf dem \"Riesenklavier\" und anderen Flügeln Vorträge halten. (***),\n»Die Presse« Nr. 164 auf S. 10:\r\n\"     Mittwoch den 15. d. Abends um 8 Uhr, findet in der Musikhalle eine große Musikaufführung, veranstaltet vom Wiener Akademischen Wagner=Verein, unter Mitwirkung des Vereinschors, des Symphonie=Orchesters der Ausstellung und unter Leitung des Dirigenten Josef Schalk statt. Zur Aufführung kommen: R. Wagner: Huldigungsmarsch. Hugo Wolf: Musik zu Ibsen's Schauspiel „Das Fest auf Solhaug” für Soli, Chor und Orchester. Anton Bruckner: 4. (romantische) Symphonie Es-dur. Franz Liszt: Gaudeamus igitur, Humoreske für Soli, Chor und Orchester. R. Wagner: Hans Sachsens Verherrlichung aus „Die Meistersinger von Nürnberg”. [... über die Kartenpreise, den freien Eintritt in die Ausstellung und den Ausfall des letzten, zehnten populären Konzertes ...]\" (°),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 164 auf S. 2:\r\n\"Internationale Musik= und Theater=Ausstellung.\r\n[...]\r\n     Mittwoch, den 15. d. M., Abends um 8 Uhr, findet in der Musikhalle eine große Musikaufführung, veranstaltet vom Wiener Akademischen Wagner=Verein unter Mitwirkung des Vereinschores, des Symphonie=Orchesters der Ausstellung und unter Leitung des Dirigenten Joseph Schalk statt. Zur Aufführung kommen: R. Wagner: \"Huldigungsmarsch.\" Hugo Wolf: Musik zu Ibsen's Schauspiel „Das Fest auf Solhaug” für Soli, Chor und Orchester. Anton Bruckner: Vierte (romantische) Symphonie Es-dur. Franz Liszt: „Gaudeamus igitur”, Humoreske für Soli, Chor und Orchester. Richard Wagner: Hanns Sachsens Verherrlichung aus „Die Meistersinger von Nürnberg”. [... über die Kartenpreise, den freien Eintritt in die Ausstellung und den Ausfall des letzten, zehnten populären Konzertes ...]\" (°°),\nNeue Freie Presse Nr. 9987 auf S. 6:\r\n\"    Morgen (Dienstag), Nachmittags halb 6 Uhr, wird der Clavier=Virtuose August Stradal in der Ostgalerie in der Claviergruppe Bösendorfer auf dem \"Riesenclavier\" und anderen Flügeln Vorträge halten.\r\n     Mittwoch den 15. d., Abends um 8 Uhr, findet in der Musikhalle eine große Musikaufführung, veranstaltet vom Wiener Akademischen Wagner=Vereine unter Mitwirkung des Vereinschores, des Symphonie=Orchesters der Ausstellung und unter Leitung des Dirigenten Joseph Schalk statt. Zur Aufführung kommen: Richard Wagner: Huldigungsmarsch; Hugo Wolf: Musik zu Ibsen's Schauspiel „Das Fest auf Solhaug” für Soli, Chor und Orchester; Anton Bruckner: Vierte (romantische) Symphonie Es-dur; Franz Liszt: „Gaudeamus igitur”, Humoreske für Soli, Chor und Orchester; Richard Wagner: Hanns Sachs' Verherrlichung aus „Die Meistersinger von Nürnberg”. [... über die Kartenpreise, den freien Eintritt in die Ausstellung und den Ausfall des letzten, zehnten populären Konzertes ...] Das Concert des Wagner=Vereines ist das letzte im Juni, da das Ausstellungs=Orchester vom 18. bis 30. d. den musikalischen Theil der \"Tragödie des Menschen\" zu besorgen hat. [... wegen GP kein 10. Konzert ... Zither-Vortrag ...] Das Schattenspiel=Theater, dessen erste Novität, \"Unter guten Bekannten\", mehr als sechzig Aufführungen bei vollen Hause erlebt hat, bringt am Samstag ein neues Stück, \"Familie Spießberger in Paris\". [...]\" [eines der Schließmann'schen Schattenbilder samt dazugebotenem Text und Musik war Bruckner (an der Orgel, IKO 80) gewidmet, vgl. 14.5.1892] (°°°),\nWiener Tagblatt Nr. 164 auf S. 6:\r\n     \"Morgen, Mittwoch, Abends 8 Uhr, findet in der Musikhalle eine große Musikaufführung, veranstaltet vom Wiener Akademischen Wagner=Verein unter Mitwirkung des Vereinschores, des Symphonie=Orchesters der Ausstellung und unter Leitung des Dirigenten Josef Schalk, statt. Zur Aufführung kommen: Richard Wagner: Huldigungsmarsch; Hugo Wolf: Musik zu Ibsen's Schauspiel „Das Fest auf Solhaug” für Soli, Chor und Orchester; Anton Bruckner: Vierte (romantische) Symphonie Es-dur; Franz Liszt: „Gaudeamus igitur”, Humoreske für Soli, Chor und Orchester; Richard Wagner: Hans Sachens Verherrlichung aus „Die Meistersinger von Nürnberg”. [... über die Kartenpreise, den freien Eintritt in die Ausstellung ...]\" (#)\nund Wiener Zeitung Nr. 136 auf S. 6: \"Mittwoch, den 15. d. M., Abends um 8 Uhr findet in der Musikhalle eine große Musikaufführung, veranstaltet vom Wiener akademischen Wagner=Vereine, unter Mitwirkung des Vereinschores und des Symphonie=Orchesters der Ausstellung, statt. Zur Aufführung kommen: [... Richard Wagner, Hugo Wolf ...] Anton Bruckner, Vierte romantische Symphonie Es-dur; [...]\" (##). \nStradal führt in einem Konzert anläßlich der Musik-Ausstellung Bösendorfers neuen Riesenflügel vor (###).\nBericht des Salzburger Volksblatts Nr. 134 auf S. 2 (signiert F. P.) vom Sängerfest am 5. und 6.6.1892:\r\n\"Das I. Deutsch-akademische Sängerfest in Salzburg.\r\n                    (Schluß.)\r\n     Am weiteren Verlaufe des Commerses wurde das Wort ertheilt dem alten Herrn des Wiener akademischen Gesangvereines, Landeshauptmann Dr. Schumacher, der unter lebhaftem Beifall begann:\r\n     \"Liebe Festgenossen! [... Text der Rede ... Dr. Schaumann ...]\r\n     Herr Dr. Matosch trug noch ein Heimatlied vor, worauf nach Verlesung der Telegramme der officielle Theil des Kommerses geschlossen wurde. Eingelaufen waren Telegramme von Schneider=Doering (\"Arionia\", Arnsdorf), [... u. a. Georg Reimers, Deutscher Böhmerwaldbund ...], Salon der Zurückgebliebenen in Wien [vgl. 1.4.1889 (Nachfolge?)], Dr. Anton Bruckner, [... feuchtfröhlicher Ausklang ... Festschrift des WAGV ... nächstes Fest 1896 in Dresden ...]       F. P.\" (a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189306145, "Datum": "14.6.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Deubler in St. Florian:\r\n     Kondoliert zum Tod des Vaters [am 6.6.1893 (*a)], dankt für die [Namenstags-]Gratulation [vom 12.6.1893]. Glückwünsche im voraus an den Hofmeister [Johann Langthaler (*)] zum 24.6.1893 [Hl. Johannes], Dankesgruß an Faigl. Bei den Musikfesten in München [27.5.1893] und Düsseldorf [21.5.1893] seien Werke [Adagio der 7. Symphonie bzw. »Te deum«] von ihm gespielt worden, auch ebenso erfolgreich in Leipzig, Dresden, Hamburg, Brünn, Troppau, Holland, England und drei amerikanischen Städten [welche? »Veraltete« Meldung?]. Hans Richter plane das »Te deum« mit 4000 Sängern (*).\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 24 berichtet auf S. 273 - 275 von dem Musikfest in München und geht auf S. 274 auch auf das Konzert am 27.5.1893 ein:\n\"    Die 29. Tonkünstlerversammlung zu München.\n                            (Fortsetzung.)\n     Nach der Tannhäuser=Aufführung [... Begrüßung durch Perfall, Bgm. Borscht und Hans von Bronsart ... 27.5.1893 vormittags Kammerkonzert im Odeon (u. a. Brahms Klarinettenquintett mit Mühlfeld) [siehe die Anmerkung] ...].\n                         Zweites Concert.\nSonnabend, den 27. Mai, Abends 7 Uhr im k. Hof= und Nationaltheater.\n      Richard Wagner's Huldigungsmarsch [... unter Levi ...] erzeugte sogleich eine fröhliche Festesstimmung. [... Leopold Auer (Solist bei Tschaikowskys Violinkonzert unter Ludwig Abel), als Dirigent bei Francesca da Rimini ... Louise Reuß-Belce (mit Berlioz) ...] Nachdem der lang anhaltende Beifall, welcher dieser künstlerischen Leistung folgte, verklungen war, spielte das Orchester das Adagio aus der siebenten Symphonie (E dur) von Anton Bruckner und bewies unter Leitung des Generaldirectors Levi auch beim Vortrage dieses von echt Beethoven'schem Geiste durchwürzten Tonstücks seine so überaus rühmenswerthen Vorzüge. Die weihevolle, von tiefem, künstlerischem Ernste zeugende Composition fand eine prächtige Wiedergabe, die Seitens des Publikums mit großem Beifall aufgenommen wurde. [... Heinrich Vogl mit der Urfassung der \"Gralserzählung\" (Levi dirigierte aus dem Autograph Wagners) ... \"Die Ideale\" von Liszt unter B. Kellermann (nervös angestrengt) ... im Publikum Mitglieder der Königsfamilie ...].\n                (Schluß folgt.)\n[Signatur am 21.6.1893:]    P. \" (**).\n[vermutlich nicht Porges, da dieser im Text als Dirigent genannt wird (ohne Andeutung einer Eigen-Kritik)]", "Letzte Änderung": "22.09.2025 22:05"}, {"ID": 189406145, "Datum": "14.6.1894, Donnerstag", "Haupttext": "[17.5.1894?]\r\nEinsichtsakt des Ministeriums für Cultus und Unterricht, die Schreiben von Ende März 1894 und 14.5.1894 (Ehrengabe der Wiener Universität für Bruckner) betreffend: Leitet den Antrag an die für den »Credit für Unterstützungen verdienter Künstler« zuständige Abteilung weiter, da »diese Ehrengabe jedoch unabhängig von seiner Function als Lector beantragt wird, daher auch nicht auf den Univ. Credit übernommen werden könnte«. (*).\nAktennotiz des Departments VIIa des Ministeriums für Cultus und Unterricht: \"Der Credit für \"Unterstützungen verdienter Künstler\" (5000 fl.), welcher allein für den in Rede stehenden Zweck in Betracht kommen könnte, [... ist in keinem denkbaren Fall ausreichend ...]. | Mit dieser Äußerung wird das Geschäftsstück br. m. [brevi manu] dem Departememt V zurückgemittelt. | Wien 14 Juni 1894 | Weckbecker.\"\r\nDas Dokument enthält auch eine Liste der Empfänger der derzeitigen Künstlerpensionen (darunter Debrois van Bruyck, Peter K. Rosegger, Julius Zellner etc.) (**).", "Letzte Änderung": "21.11.2025 09:16"}, {"ID": 189606145, "Datum": "14.6.1896, Sonntag", "Haupttext": "Datierung in einem Partiturbogen des Finales der 9. Symphonie (*) - ein Hinweis auf Durchsicht und instrumentale Ausarbeitung eines schon früher fixierten Zustandes (**). \n\n    Etwa Mitte Juni 1896 numeriert Bruckner alle bisher gültigen Partiturbögen um (hier Nr. 13 zu Nr. 14) (**). \n\n\n\nHinweis auf die heutige Kirchenmusik\n\n\nim Neuen Wiener Journal Nr. 948 auf S. 7:\n\"     (Kirchenmusik.) [...] – Kirchenmusikverein an der Votivkirche: Missa choralis von C. Greith, Graduale \"Os justi\" von A. Bruckner, Offertorium \"Veritas\" von F. X. Witt.\" (***) \n\n\n\nund in der Reichspost Nr. 150 auf S. 4:\n\"Kirchenmusik [...]. – Votivkirche 10 Uhr: Missa choralis von C. Greith, Graduale (Os justi) von A. Bruckner, Offertorium (Veritas) von F. X. Witt. – [...].\" (°).\n\nBeim Hochamt um 10 Uhr in der Votivkirche wird das »Os justi« als Graduale aufgeführt (°°).\nAufführung des \"Tantum ergo\" in D-Dur [vermutlich: WAB 42] um 9 Uhr in der Antoniuskirche im 15. Bezirk in Wien (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189706145, "Datum": "14.6.1897, Montag", "Haupttext": "Schreiben des Bezirksgerichts an Dr. Reisch: \n\n   Der Nachlaß Bruckners werde gemäß Bescheid vom 29.10.1896 den Erben Ignaz Bruckner und Rosalia Hueber \"eingeantwortet\". Die entsprechende Urkunde ist den Erben zuzustellen [siehe dazu auch 25.5.1928].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190006145, "Datum": "14.6.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Erban (über die Gedenktafel-Enthüllung am 24.5.1900 in Vöcklabruck) in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung 27, Nr. 8, S. 87.\r\n   »Die 50jährige Gründungs- und Stiftungsfeier der Liedertafel Vöcklabruck\r\n   verbunden mit der Enthüllung der dem Andenken Dr. Anton Bruckner's gewidmeten Gedenktafel am 24. Mai 1900.\r\n   Wie viele trübe, wie viele sonnige Tage mag die Liedertafel Vöcklabruck während ihres halbhundertjährigen Bestandes erlebt haben? [... über den Vorabend (Totengedenken, Ständchen für die Fahnenmutter, Begrüßungsabend) und den Festtag (Empfang der Gäste, Festzug, Fahnenübergabe, Gedenktafelenthüllung, Konzert (im Freien) und Commers) ...] Hauptsteueramtscontrolor Schmid, dem thatkräftigen Vorstand der Liedertafel, sowie seiner getreuen Schaar gebührt für dieses Fest, welches wir bei anderen gleichartigen selten in so schöner Durchführung erlebt haben, der beste Dank der Theilnehmer. Allerdings kann selten ein Verein, so wie die »Vöcklabrucker«, eine Gönnerin sein eigen nennen, wie es die edle Frau Johanna Stucki, geb. v. Vidert, ist, die über ein Jahrzehnt ein Kunstmäcenas Vöcklabrucks ist.\r\n   Heil ihr und den Vöcklabruckern! F. E.« (*).\r\nIn diesem Artikel wird auch der Text von Edward Samhabers Gedicht mitgeteilt (**).\nIm Bericht des Deutschen Volksblatts Nr. 4111 auf S. 5 über Simon Sechters Ehrengrab wird auch Bruckner erwähnt (***).\r\nÄhnliche Artikel erscheinen auch im Neuen Wiener Journal Nr. 2384 auf S. 3f (°)\r\nund in der Reichswehr Nr. 2279 (Morgenblatt) auf S. 4 (°°).\nDas Musikalische Wochenblatt veröffentlicht auf S. 334f einen Nachruf auf Hermann Levi, in dem auf dessen Verdienste um Bruckner, speziell die 7. Symphonie und das \"Te Deum\" hingewiesen wird (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190406145, "Datum": "14.6.1904, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Eberhard Schwickerath in einem städtischen Konzert in Aachen [zusätzlich zu Februar 1904?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190506145, "Datum": "14.6.1905, Mittwoch", "Haupttext": "Die Westliche Post Nr. 165 erwähnt auf S. 4 Bruckner in einem Artikel über die Rezeption deutscher Musik in Frankreich:\n\n\"          Die Franzosen und die deutsche Musik.\n     Die beiden Geistesmächte, in denen die Deutschen den höchsten Ausdruck ihrer künstlerischen und intellektuellen Veranlagung sehen, die deutsche Philosophie und die deutsche Musik, haben allmählich auch in Frankreich zunehmende Geltung gewonnen. [... darüber ...] unterrichtet ein interessanter Artikel von Raymond Bouyer in der \"Revue bleue\".\n\n     [... die Wagner-Begeisterung lasse nach, die Symphonie werde heimisch ...] und mit ihr ist ein Kult Beethoven's eingezogen, der weite Kreise mit leidenschaftlicher Begeisterung erfüllt.\n     Heute werden ferner die Symphonien von Bruckner und Mahler und die \"Sinfonia domestica\" des excentrischen Richard Strauß aufgeführt.\"\n     Bouyer spricht dann von dem Aufschwung, den die moderne französische Musik unter diesem deutschen Einfluß nimmt, [... Vorbehalte gegen Debussy und den Impressionismus ... Beethoven sei der wahre Heros ...], der diesen jungen Leuten am besten die Wege weisen könne.\"\n\n\nDieser Text erscheint auch in der Landausgabe (Westliche Post Daily Country Edition) auf S. 4.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190606145, "Datum": "14.6.1906, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im Neuen Wiener Journal Nr. 4540 auf S. 12 (*) \nund in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 162 auf S. 5 (**).\n\nAufführung des Tantum ergo Nr. 2 (WAB 41?) unter Leitung von Rudolf Glickh in der Votivkirche (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191006145, "Datum": "14.6.1910, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Otto Kitzler jun. an Franz Gräflinger\r\n     \"Julienhöhe Post Treffen in Kärnten\r\n            am 14. Juni 1910.\r\n   Sehr geehrter Herr Gräflinger!\r\nIm Auftrage meines Vaters bestätige ich den Empfang Ihres hieher nachgesendeten geschätzten Schreibens vom 11.6. lf. und teile Ihnen mit, daß es meinen Vater freut Ihnen die Einwilligung geben zu können, sein Buch \"Musikalisches Erinnerungen\" wie Sie beabsichtigen, unter Zitirung der Quelle durch wörtliche Anführung der Brucknerbriefe und der Schilderung des Verkehrs mit Bruckner für ein Werk von Ihnen über {Bruckner} zu benützen.\r\n     Es wäre meinem Vater sehr angenehm, wenn Sie ihm seinerzeit den Titel Ihres Werkes sowie den Verleger bekannt geben wollten.\r\n     Indem mein Vater mir noch aufträgt, Ihnen zu versichern, daß er sich Ihrer bestens erinnert, zeichne ich mit den freundlichsten Grüssen von meinem Vater\r\n          Otto Kitzlerjun.\"", "Letzte Änderung": "20.04.2023 06:57"}, {"ID": 192106145, "Datum": "14.6.1921, Dienstag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 161 auf S. 6 (*).\n \nAufführung von d-Moll-Messe und \"Te deum\" unter Ignaz L. Weber mit dem Chor der Maria-Empfängnis-Kirche Neumargareten und den Wiener Philharmonikern in einem Konzert der Kunststelle für christliche Volksbildung im Großen Musikvereinssaal. Solisten: Klara Musil, Hermine Kittel, Karl Fälbe [Karl Fälbl?] und Josef Manowarda (**).\n \nArtikel der Steyrer Zeitung über eine neuerliche Beschädigung [vgl. November 1918] des Bruckner-Denkmals (***).\n \nArtikel »Devastierung des Brucknerdenkmals« im Steyrer Tagblatt (°).\n \nArtikel von Franz Gräflinger \"Zum Linzer Musikfest. | Bruckners \"Achte Sinfonie.\" II.\" in der Linzer Tages-Post Nr. 133 auf S. 3f [1. Teil am 11.6.1921] (°°).\nAuf S. 4 wird die Beschädigung des Steyrer Bruckner-Denkmals gemeldet und in einem Artikel \"(Bruckners \"Achte\")\", signiert \"-t.\", von Gräflingers gestrigem Vortrag samt Klavieraufführung der 8. Symphonie berichtet (°°°).", "Letzte Änderung": "20.05.2026 15:03"}, {"ID": 192406145, "Datum": "14.6.1924, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Franz Schalk bei der Steirischen Musikfestwoche im Grazer Opernhaus (*).\nBericht »Bruckner-Festkonzert« im Steyrer Tagblatt über das Konzert vom 11.6.1924 (4. Symphonie, Quintett-Adagio) (**).\nDie Reichspost Nr. 163 berichtet auf S. 8 von der Aufführung der e-Moll-Messe am 8.6.1924 (***).\nDer Welser Anzeiger, Folge 24, weist auf S. 7 auf die Musikschule und auf die Bruckner-Feier im Herbst mit Aufführung der 7. Symphonie hin (°).\nDie Wiener Stimmen Nr. 136 kündigen auf S. 4 die morgige Kirchenmusik mit der e-Moll-Messe an (°°).\nDie Ausstellung des Oberösterreichisch-salzburgischen Sängerbundes anlässlich des 13. Bundesfestes im Festsaal des Landesmuseums in Linz zeigt auch Bilder von Bruckner und Göllerich und widmet einen eigenen Schaukasten Bruckner und den übrigen oberösterreichischen Komponisten (°°°).\nUraufführung von Franz Xaver Müllers Oratorium \"Der heilige Augustinus\" in der Festhalle am Linzer Südbahnhof (#).", "Letzte Änderung": "21.05.2026 07:14"}, {"ID": 192506145, "Datum": "14.6.1925, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des \"Ave Maria\" [WAB 6] in der amerikanischen Textfassung \"O Lord Most Holy\" durch den a-capella-Chor des College of the Pacific (San Jose, California) [wie am 31.5.1924 unter C. M. Dennis?] beim Baccalaureat-Gottesdienst in der Central Methodist Church in Stockton.", "Letzte Änderung": "23.09.2025 21:39"}, {"ID": 192606145, "Datum": "14.6.1926, Montag", "Haupttext": "Brief von Gregor Goldbacher an Franz Gräflinger (auf Papier des Männergesangvereins \"Kränzchen\" in Steyr):\r\n\"[... dankt für die Karte und das überbrachte Paket mit Gräflingers \"Brucknerwerk\" ...] und im \"Kränzchen\" soll Ihr Werk lebendig bleiben, war doch Bruckner unser geliebtes Ehrenmitglied und ich selbst habe den Meister persönlich gekannt u. oft seine unvergleichliche Kunst in der Stadtpfarrkirche bewundert. [...] Ich werde mich wegen seltener Br. Bilder genau erkundigen. Wegen Gründung einer Ortsgruppe des Br. Bundes habe ich mich mit Prinz schon besprochen, hoffentlich haben wir bald einen Erfolg. | Mit nochmaligem Dank | Ihr ergebener | G. Goldbacher | Vorstand.\"", "Letzte Änderung": "02.09.2024 19:13"}, {"ID": 192906145, "Datum": "14.6.1929, Freitag", "Haupttext": "Gründung einer Bruckner-Gemeinde in Leitmeritz auf Anregung von Domkapellmeister Franz Zeman und Bischof Dr. Josef Groß (*).\r\nDas Protektorat übernehmen Dr. Groß und Bürgermeister Oberst Knöchel (*a).\nAufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Symphonieorchester unter Martin Spörr im Burggarten (**).", "Letzte Änderung": "02.10.2023 10:09"}, {"ID": 193006145, "Datum": "14.6.1930, Samstag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Franz Xaver Müller \"Für die Bruckner-Ges.A.\" [Inhalt nicht erschlossen, vermutlich die Gesamtausgabe betreffend].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193106145, "Datum": "14.6.1931, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Chors \"O Lord Most Holy\" [= \"Ave Maria\" WAB 6] durch den Westminster Chapel Choir (\"John Milton Kelly, director\") beim Vormittagsgottesdienst in der First Methodist Episcopal Church in Ithaca (New York).", "Letzte Änderung": "24.09.2025 16:01"}, {"ID": 193706145, "Datum": "14.6.1937, Montag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Radiosendung im Neuen Wiener Journal Nr. 15649 auf S. 8. \n\n\nUraufführung von Carl Führichs \"Brucknerfanfare nach Motiven aus Anton Bruckners Werken\" [vgl. 5.12.1936] durch den Wiener Trompetenchor unter Hans Heinz Scholtys im Rahmen einer Übertragung von Radio Wien abends um 22:20 Uhr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194506145, "Datum": "14.6.1945, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Margarethe Jahoda (Wien) an Joseph Marx: \n    Über die Aufführung der 7. Symphonie unter Josef Krips.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195206145, "Datum": "14.6.1952, Samstag", "Haupttext": "Aufführung eines \"Klavierstücks\" von Bruckner [prov. WAB 130, WAB 117? WAB 118? WAB 119?] in einem von Karl und Thilde Höffinger organisierten Schülerkonzert im Wiener Konzerthaus.", "Letzte Änderung": "12.03.2023 21:35"}, {"ID": 197806145, "Datum": "14.6.1978, Mittwoch", "Haupttext": "Gründung des Anton-Bruckner-Institutes Linz (ABIL) (*).\nArtikel von Willy Hess \"Bruckners e-moll-Messe in der Urfassung\" in \"Der Landbote\" (Winterthur) (**).", "Letzte Änderung": "06.09.2024 10:31"}, {"ID": 199606145, "Datum": "14.6.1996, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Pedro de la Hoz »Bruckner por so mismo. Concerto por el centenario de la Muerte del compositor austriaco, el proxima domingo« [150. Psalm am 16.6.1996] in »Granma« (Havanna, Kuba).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201406145, "Datum": "14.6.2014, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Orquesta Sinfónica de Chile unter Roberto Paternostro in Santiago in Chile.", "Letzte Änderung": "03.08.2025 09:56"}, {"ID": 183507145, "Datum": "14.7.1835, Dienstag", "Haupttext": "Skizze eines »Domine, ad adjuvandum me festina« [WAB 136], vermutlich von J. B. Weiß, auf der ersten Seite rechts oben bezeichnet »Am 14. July 835 in Ansfelden«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184507145, "Datum": "14.7.1845, Montag", "Haupttext": "Bruckner betreffende Datierung »erhielt die Adjustirung des [Präparandie]Zeugnißes ...« in einer Auflistung von Lehrgehilfen mit den zugehörigen Noten.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 19:32"}, {"ID": 185307145, "Datum": "14.7.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Das Österreichische Bürgerblatt für Verstand, Herz und gute Laune Nr. 111 berichtet auf S. 444 vom Ausflug der Liedertafel \"Frohsinn\" nach St. Florian und von Bruckners Orgelspiel. Um 4 Uhr wurden in der Stiftskirche zwei Lieder gesungen,\"worauf der dortige Organist Herr Bruckner die herrlichen Töne der großen Orgel erschallen ließ. [...].\" (keine Signatur; verantwortlicher Redakteur: F. Eurich).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185707145, "Datum": "14.7.1857, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariats an die Statthalterei (Konzept): Überreicht das Gutachten Armingers [4.3.1857] und Bruckners [14.1.1857] über die Orgelreparatur und bittet, die Kosten aus dem Religionsfond zu decken. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007145, "Datum": "14.7.1860, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 6. Seite des 15. Doppelbogens, am Ende eines vierstimmigen \"Canon in mehrfacher Vergrößerung\":\n\"14. Juli Abends 8 Uhr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186807145, "Datum": "14.7.1868, Dienstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 1390 schreibt auf S. 6:\r\n     »(Conservatorium.) Die Herren Zellner und Krenn und Herr Dom=Organist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Conservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.« (*).\nEine ähnliche Nachricht bringen die »Wiener Zeitung« Nr. 165 auf S. 151 (= S. 5):\r\n     »(Conservatorium.) Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Conservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.    (Oest. Corr.)« (**),\n»Die Presse« Nr. 192 auf S. 12:\r\n      »Außer Herrn Zellner sind auch die Herren Krenn und Dom=Organist Bruckner aus Linz zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Conservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.« (***),\n»Das Vaterland« Nr. 192 auf S. 2:\r\n      »sch. (Conservatorium.) Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunctes am Conservatorium ernannt worden. Weitere Ernennungen sind noch im Zuge.« (°),\ndas Fremdenblatt Nr. 192 auf S. 5:\r\n     \" - Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Kontrapunktes am Konservatorium ernannt worden.\" (°°),\ndie Morgen-Post Nr. 192 auf S. 3:\r\n\"          Theater, Kunst und Literatur.\r\n    *  Konservatorium. Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Kontrapunktes am Konservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.\" (°°°),\ndas Neue Fremdenblatt Nr. 192 auf S. 6:\r\n     \"Die Herren Zellner, Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Konservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.\" (#),\ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 192 auf S. 4:\r\n     \"Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Kontrapunktes am Konservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.\" (##)\nund \"Zwischen-Akt\" (Organ für Theater, Kunst und Musik.) Nr. 183 auf S. 3:\r\n      \" - Die Herren Zellner, Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Konservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.\" (###).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 16:19"}, {"ID": 187207145, "Datum": "14.7.1872, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr spielt Bruckner eine Orgelfuge. Es erklingen unter Eders Leitung eine Festmesse von Laurenz Weiß und Graduale und Offertorium von Carl Czerny. Solisten: Pruckner, Girsa, Caroline Ritter, Nowy (Flöte) und Langhammer (Violine).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187307145, "Datum": "(14.7.1873, Montag)", "Haupttext": "Premiere der Oper »Hamlet« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187707145, "Datum": "14.7.1877, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen machen auf Bruckners morgiges Orgelspiel aufmerksam:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1986 auf S. 6 (*),\n \nDie Presse Nr. 191 auf S. 11:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt am Sonntag den 15. Juli um 11 Uhr eine Messe von Horak, Graduale und Offertorium (Flötensolo mit Chor) von Karl Czerny (laut Stiftung) zur Aufführung und wird das Flötensolo Herr Hermann Nowy vortragen. Die Orgel wird Hoforganist Professor Bruckner spielen.\" (**),\n \nFremdenblatt Nr. 191 auf S. 7 (***)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4627 auf S. 4:\n      \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\"(°).\n\r\nDrittes Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter der Leitung Hellmesbergers, u.a. mit dem »Meistersinger«-Vorspiel (°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:08"}, {"ID": 188007145, "Datum": "14.7.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »[Pichler] kr 14. [Juli]« und beim Datum Zusatz »kr« [krank].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207145, "Datum": "14.7.1882, Freitag", "Haupttext": "Skizze zu Scherzo und Trio der 7. Symphonie beendet (*).\r\nNotiz nach dem Trio »Scitze 14. Juli [1]882 [/] Wien« (*a) .\nKalendereintragung Bruckners:\r\n   »14. Juli Institut Kaiser; [/] [nachträglich davorgesetzt: »14.«] Haun Emilie Bäcker Mariahilfstr.« [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "18.10.2024 20:23"}, {"ID": 188307145, "Datum": "(14.7.1883, Samstag)", "Haupttext": "2. Abschlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums mit dem Zöglingsorchester unter Leitung Hellmesbergers.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507145, "Datum": "14.7.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n    Er und Löwe hatten an Franzens Klavierauszug der 7. Symphonie viel zu korrigieren. Gutmann wünsche, daß auch Josefs Name genannt werde. Schuch wolle die 7. Symphonie 1886 in Dresden aufführen. Bruckner sei schon in Steyr. Nikisch, der Josefs Brief nicht beantwortete, habe Franz wohl seine Verstimmung gegen Bruckner erklärt. Er (Josef), Löwe, Mottl (Gelegenheitsschwärmer [wie auch Nikisch]) waren mit Bruckner in Hietzing. Den 1. Satz der 8. Symphonie gut verpackt versenden! (*).\nKalendernotiz Bruckners: »gespeist gefrühst kl. [zuerst: 2] Cafe u Zucker.« (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 158 zitiert auf S. 3 (im ersten Teil des Artikels) aus der lobenden Besprechung der 7. Symphonie [10.3.1885 in München] im Musikalischen Wochenblatt [25.6.1885] - eine zwar nicht buchstabengetreue, aber wortgetreue Übernahme des Textes des Neuen Wiener Tagblatts vom 11.7.1885:\r\n      » §  Ueber Anton Bruckners Adagio in dessen E-dur-Symphonie schreibt das Leipziger \"Musikalische Wochenblatt\", eines der leitenden deutschen Musikorgane, unter anderem: \"Wo ist jemand unter den Lebenden, der etwas Aehnliches geschaffen oder dem wir es zutrauen, daß er es schaffen könnte,und wie weit müssen wir in die Vergangenheit zurückgreifen, um Gleichwertiges aufzufinden! Ehre, wem Ehre gebürt, aber dieses Adagio ist ein Unicum unter den Schöpfungen der Nach=Beethoven'schen Decennien!\" - Und weiter wird gesagt: \"Es ist eine Ehrenpflicht für die großen Concertinstitute in Berlin, Dresden und Frankfurt am Main, hinter Leipzig und München nicht zurückzubleiben. Auch Herrn v. Bülow, dem unerschrockenen Vertheidiger der unverdientermaßen Zurückgesetzten, würde sich in der Bruckner=Propaganda eine dankbare und lohnende Aufgabe bieten. Den Wienern aber möge der Ruhm vorbehalten bleiben, ihrem ausgezeichneten Mitbürger dann zu huldigen, wenn auch Krähwinkel und Pfaffenbeerfurt sich endlich bewogen fühlen werden, ihre Stimmen für Anton Bruckner abzugeben. Oder sollte es wirklich erst einer französischen oder ungarischen Comtesse bedürfen, welche Bruckner zu protegieren geneigt sein möchte?\" Freilich versteht es die künstlerische Bescheidenheit Bruckners nicht, für sich Reclame zu machen, wie andere seiner componirenden Collegen, die mit einer wahren Sturzflut von \"Nummern\" irgend ein Musikfest, sagen wir in Bonn, überschütten, daß der \"berühmte\" Name von allen Ecken und Enden wiederhallt.« [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "12.09.2025 10:20"}, {"ID": 188607145, "Datum": "14.7.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Datierter Eingangsstempel des Obersthofmeisteramtes auf dem Schreiben der Ordenskanzlei vom 10.7.1886. Aktenvermerke [undatiert] von Wlassack (?) und Wehler (*).\nDer Welser Anzeiger Nr. 28 berichtet auf S. 5, daß Bruckner mit dem Franz-Joseph-Orden ausgezeichnet wurde:\r\n      »Auszeichnung. Unserem berühmten Landsmann, dem ausgezeichneten Kompositeur und Professor am Konservatorium in Wien, Herrn Anton Bruckner, wurde von Sr. Majestät dem Kaiser für seine hervorragenden künstlerischen Leistungen das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens verliehen.« (**).\nIn Eduard Hanslicks drittem der \"Musikbriefe aus London.\" in der Neuen Freien Presse Nr. 7859 auf S. 1-3 wird auf S. 3 auch kurz Bruckner erwähnt:\r\n     \"Ed. H. Unsere Leser haben uns oft seufzen hören im Gedränge der Wiener Concertsaison, und sie wissen, daß wir nicht ohne Grund geseufzt. [... Wien sei harmlos gegen Paris und London ... Geschichte des Londoner Musiklebens ... Schlafmütze Sullivan als Dirigent ... dagegen hohes Niveau in Richters Konzerten ... Richters Tourneen ... Vorbehalte gegen die zu starke Förderung der Wagnerianer ...] Man meint, daß die Engländer zu vieles Gute noch nicht kennen oder nicht hinreichend verdaut haben, um schon der neuesten symphonischen Mysterien von Bruckner und d'Albert zu bedürfen. Doch ist dies eine interne Angelegenheit, in welche ein Fremder sich nicht einzumischen hat. Was Richter's Wagner=Cultus betrifft, so scheinen mir die Einwendungen mancher englischer Kritiker nicht unbegründet. [... Beispiele für Bevorzugung Wagners ... nachteilig für die Sänger der orgel-bedingt hohe Kammerton ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "17.06.2025 06:23"}, {"ID": 188807145, "Datum": "14.7.1888, Samstag", "Haupttext": "Datierung »fertig 14.7.88« im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 124.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188907145, "Datum": "14.7.1889, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »14. Bruckner.« (= Dienst an der Hofkapelle (*)).\nZusatz »3.« und »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189107145, "Datum": "14.7.1891, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Josef Schalk an Max von Oberleithner: \n     Den Ausflug nach Dornbach [vermutlich: am 11.7.1891?] habe Bruckner gutgelaunt mitgemacht. Sonntags sei er mit Schalk und dem »Referendarius« in den Prater gegangen. Josef werde heute abend in der »Kugel« Bruckner Oberleithners Grüße ausrichten. Die Partituren werde er nach Bayreuth mitbringen, wo er wohl erst am 18.7.1891 abends eintreffen werde. Könne er da Oberleithner zu Hause oder noch beim »Frohsinn« oder bei Sammet treffen? Lienau habe bisher nicht geschrieben; spätere Post würde wohl nach Bayreuth nachgesendet?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189207145, "Datum": "14.7.1892, Donnerstag", "Haupttext": "Vertrag zwischen Bruckner und der Firma Josef Eberle:\n     Bruckner überläßt Eberle das Verlagsrecht der 1., 2., 5. und 6. Symphonie, der e-moll- und f-moll-Messe, des 150. Psalms und einiger Männerchöre und das Vorkaufsrecht auch auf zukünftige Werke. Nach Deckung der Kosten stehen Bruckner und seinen Erben 25 Prozent, bei subventionierten Werken 50 Prozent des Erlöses zu. Ab 1893 wird eine jährliche Garantiesumme von 300 fl ausgezahlt (*).\n     Das Original ist auch von Löwe und Josef Schalk unterzeichnet (*a).\n \nBrief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n     Bei der Bearbeitung der 5. Symphonie sei er soeben am Ende des 1. Satzes angekommen. Daß er die Nebenstimmen möglichst beibehalten habe, werde Löwe nicht gefallen - aber weiter dürfe man nicht eingreifen. Nach der Abreise Goldschmidts hoffe er die Arbeit in den Ferien vollenden zu können. Grüße an Bruckner, dessen Grüße wiederum ihm sehr viel bedeuten (**).\n \nBrief von Ida Buhz an Bruckner:\r\n     Wie es mit Bruckners Freundschaft zu ihr stehe? Viele hätten die größte Freude daran, zwei Menschen auseinanderbringen zu können (***).", "Letzte Änderung": "16.02.2025 21:14"}, {"ID": 189407145, "Datum": "14.7.1894, Samstag", "Haupttext": "Die Nachricht von der Ernennung Bruckners zum Linzer Ehrenbürger erscheint\n \nin der Ostdeutschen Rundschau Nr. 191 auf S. 4:\n\"     Dr. Anton Bruckner als Ehrenbürger. Dem in Oberösterreich geborenen, berühmten Tonkünstler Dr. Anton Bruckner wurde, wie wir bereits meldeten, in der Sitzung des Gemeinderathes der Landeshauptstadt Linz vom 11. d. M. das Ehrenbürgerrecht von Linz verliehen. Der bezügliche Antrag hat folgenden Wortlaut:\r\n     \"Es werde dem Anton Bruckner, Ehrendoktor der Universität Wien, Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt am Konservatorium der Musik in Wien, in Anbetracht der hohen Verdienste, welche er sich durch die Komposition seiner Meisterwerke um die Tonkunst erworben hat, in Anbetracht des Ruhmes, den er als Komponist und Orgelvirtuos in den größten europäischen Musikstädten seinem Namen errungen hat und von dem ein Abglanz auch auf seine Heimat Oberösterreich, insbesondere auf die Landeshauptstadt Linz als die Stätte seines langjährigen künstlerischen Wirkens zurückfällt, das Ehrenbürgerrecht der Landeshauptstadt Linz verliehen, und wird der Bürgermeister ersucht, wegen Ausfertigung des Diplomes und dessen Ueberreichung das nach seinem Ermessen Geeignete zu veranlassen.\" \" (*),\n \nim Welser Anzeiger Nr. 28 auf S. 5:\r\n\"     Dr. Anton Brucker [sic] – Ehrenbürger von Linz. Unserem berühmten Landsmanne, dem Tonkünstler Dr. Anton Bruckner, wurde in der letzten Sitzung des Gemeinderathes der Landeshauptstadt Linz das Ehrenbürgerrecht von Linz verliehen. Diese Ehrung erfolgte über eine Eingabe der Gesangvereine \"Sängerbund\" und Liedertafel \"Frohsinn\" und des Musikvereines. Als Referent fungirte GR. Dr. Prohaska, dessen Antrag folgenden Wortlaut hat: \"Es werde dem Anton Bruckner, Ehrendoctor der Universität Wien, Professor für Harmonielehre und Contrapunkt am Conservatorium der Musik in Wien, in Anbetracht der hohen Verdienste, welche er sich durch die Composition seiner Meisterwerke um die Tonkunst erworben hat, in Anbetracht des Ruhmes, den er als Componist und Orgelvirtuos in den größten europäischen Musikstädten einem [sic] Namen errungen hat und von dem ein Abglanz auch auf seine Heimat Oberösterreich, insbesondere auf die Landeshauptstadt Linz als die Stätte seines langjährigen künstlerischen Wirkens, zurückfällt, das Ehrenbürgerrecht der Landeshauptstadt Linz verliehen und wird der Bürgermeister ersucht, wegen Ausfertigung des Diplomes und dessen Ueberreichung das nach seinem Ermessen Geeignete zu veranlassen.\" Dieser Antrag wurde mit Beifall begrüßt und alle Mitglieder des Gemeinderathes erhoben sich zum Zeichen der Zustimmung von dern Sitzen.\" (**),\n \nin der Welser Zeitung Nr. 28:\r\n\"     – Componist Bruckner. – Ehrenbürger von Linz. Aus Linz wird gemeldet: In der heutigen Sitzung des hiesigen Gemeinderathes wurde der in Oberösterreich geborne Componist Dr. Anton Bruckner unter Beifall einhellig zum Ehrenbürger von Linz ernannt.\" (**a),\n \nim Deutschen Blatt Brünn Nr. 54 auf S. 4:\r\n\"Aus aller Welt.\r\n      Eine Ehrung Meister Bruckners. Der Linzer Gemeinderath hat am 11. l. M. den in Oberösterreich geborenen Komponisten Dr. Anton Bruckner unter Beifall einhellig zum Ehrenbürger ernannt.\" (***)\n \nund in der Salzburger Chronik Nr. 159 auf S. 5:\r\n\"     Linz, 13. Juli. (Dr. Anton Bruckner als Ehrenbürger.) Dem in Oberösterreich gebornen, berühmten Tonkünstler Dr. Anton Bruckner wurde in der Sitzung des Gemeinderathes der Landeshauptstadt Linz vom 11. d. das Ehrenbürgerrecht von Linz verliehen. Diese Ehrung erfolgte über eine Eingabe der Gesangvereine \"Sängerbund\" und Liedertafel \"Frohsinn\" und des Musikvereines. Der motivirte Antrag lautete: \"Es werde dem Anton Bruckner, Ehrendoktor der Universität Wien, Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt am Konservatorium der Musik in Wien, in Anbetracht der hohen Verdienste, welche er sich durch die Komposition seiner Meisterwerke um die Tonkunst erworben hat, in Anbetracht des Ruhmes, den er als Komponist und Orgelvirtuos in den größten europäischen Musikstädten seinem Namen errungen hat, und von dem ein Abglanz auch auf seine Heimat Oberösterreich, insbesondere auf die Landeshauptstadt Linz als die Stätte seines langjährigen künstlerischen Wirkens, zurückfällt, das Ehrenbürgerrecht der Landeshauptstadt Linz verliehen, und wird der Bürgermeister ersucht, wegen Ausfertigung des Diplomes und dessen Ueberreichung das nach seinem Ermessen Geeignete zu veranlassen.\" Dieser Antrag wurde mit Beifall begrüßt und alle Mitglieder des Gemeinderathes erhoben sich zum Zeichen der Zustimmung von den Sitzen.\" (°).", "Letzte Änderung": "30.07.2023 18:49"}, {"ID": 189507145, "Datum": "14.7.1895, Sonntag", "Haupttext": "Bericht des Steyrer Alpen-Boten 41 (1895) Nr. 56 auf S. 4:\r\n     Bruckner habe die neue Wohnung im Belvedere bezogen und arbeite an der 9. Symphonie. Die Entwürfe zum Finale lägen schon vor.\r\n\"                   Verschiedenes.\r\n                                   Steyr, 13. Juli.\r\n     (Vom Meister Bruckner.) Dr. Anton Bruckner hat nun die Wohnung, die ihm vom Hofe im Belvedere zu Wien eingeräumt wurde, bezogen. Der greise Componist befindet sich ziemlich wohl und arbeitet an der Fertigstellung seiner \"Neunten\". Drei Sätze sind bereits vollendet und auch zu dem vierten, der eines der bedeutendsten Tonwerke Bruckners zu werden verspricht, liegen schon die Entwürfe vor. Ein Besuch unserer Stadt von Seite des allverehrten Componisten ist heuer aber nicht möglich, so gern auch Herr Bruckner einen solchen ausführen möchte.\" (*).\nEine ähnliche Meldung erscheint auch in der Neuen Musikalischen Presse Nr. 28:\r\n\"     * Der Gesundheitszustand Meister Anton Bruckner's hat sich in erfreulicher Weise gebessert und er arbeitet mit grossem Eifer an der Vollendung seiner neuesten, der IX. seiner Symphonien. Sr. Majestät der Kaiser hat dem vaterländischen Componisten die ehemalige Custodenwohnung im Belvedere zur Verfügung gestellt.\" (**).\nBrief von Dr. Richard Heller an seine Verlobte, Irma Maria Theresia von Lakrovits:\r\n     \"[...] Seit gestern habe ich auch statt Weismayr die Behandlung Bruckners übernommen und muß alle zwei bis drei Tage zu ihm ins Belvedere. [...]\" [siehe die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "16.09.2023 18:32"}, {"ID": 189607145, "Datum": "14.7.1896, Dienstag", "Haupttext": "Ignaz Bruckner berichtet [vermutlich am 17. oder 18.7.1896] Theodor Altwirth, \"daß das Befinden des greisen Tondichters am vergangenen Dienstag sich plötzlich sehr verschlimmerte und, da er an diesem Tag Blut spuckte, die Aerzte die Befürchtung hegten, daß der Kranke von einer Lungenentzündung befallen werde.\"", "Letzte Änderung": "28.11.2023 09:34"}, {"ID": 189907145, "Datum": "14.7.1899, Freitag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt meldet, daß Hermann Grädener Bruckners Nachfolger als Lektor an der Wiener Universität ist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190607145, "Datum": "14.7.1906, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Konzertvereins-Orchester unter Martin Spörr in Bad Kissingen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191207145, "Datum": "14.7.1912, Sonntag", "Haupttext": "The Salt Lake Herald-Republican Nr. 51 (Salt Lake City, Utah) bringt auf S. 14 (= S. 7 des Magazin-Teils) die Anekdote, die nach Bruckners Tod mehrfach veröffentlicht worden war (zwischen 31.10.1896 und 16.1.1897):\n\"     Anton Bruckner, the Austrian composer, was so enthusiastic over his work that once he commenced to play, it was difficult to stop him. He once competed for the post of court organist at Vienna, each candidate being allowed twenty-five minutes, and played for over an hour before the judges could stop him. Once in the Crystal Palace in London he played until he exhausted the organ blowers and the wind gave out.–Etude.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191707145, "Datum": "14.7.1917, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wird erwähnt in einem Bericht der Detroiter Abend-Post Nr. 18405 auf S. 7:\n\"            Der Wiener Männergesangverein.\nEin Spiegel des geistigen und künstlerischen Lebens der Kaiserstadt.\n\n     Anläßlich eines bevorstehenden Besuchs des Wiener Männergesangvereins [Konzert am 4.6.1917], der ja auch vor wenigen Jahren eine Kunstreise durch die Ver. Staaten unternahm, widmet ihm eine Züricher Zeitung die nachstehenden Worte Anerkennung:\n     Der Verein ist stolz auf seine Geschichte. [... kurzer Abriss ...]\n     Seit seinem Bestehen pflegte der Wiener Männergesangverein die regsten Beziehungen zu den großen Komponisten der Zeit. Schumann, Meyerbeer, Mendelssohn, Liszt, Richard Wagner, Bruckner, Johann Strauß, Brahms, Goldmark haben dem Verein Werke gewidmet. [... Bedeutung im Wiener Musikleben, Denkmalstiftungen, die früheren Chormeister ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191907145, "Datum": "14.7.1919, Montag", "Haupttext": "Das Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 355 erwähnt auf S. 2 Bruckner in einer Buchbesprechung:\n\"            Ernst Lissauer: \"Die ewigen Pfingsten\".\n     In diesem Buche hat Ernst Lissauer eine Anzahl seiner Gedichte aus den Jahren 1911–1919 sinnvoll zu einem Zyklus vereinigt: [...].\n     Und der göttliche Geist kommt über ihn in reicher Fülle. Er schaut zurück. Franz von Assisi, Luther, Goethe, Beethoven, Bach und Bruckners sehen wir kraft des göttlichen Geistes, der sie unwiderstehlich mit schöpferischer Glut überflammt, ihre herrlichen, unvergänglichen Werke schaffen. [... Gedichtzitate zu Beethoven und Goethe ...]. Von Herzen sei bekannt: Es bleibt eine hervorragende, schöne Leistung.\n                       Karl Heinrich Krüger.\"", "Letzte Änderung": "01.08.2026 19:44"}, {"ID": 192007145, "Datum": "14.7.1920, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der f-Moll-Messe [»schlecht vorbereitet«] in der Salzburger Chronik Nr. 157.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192107145, "Datum": "14.7.1921, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht, signiert \"drag.\", \"Sängerfahrt des Wiener Männergesangvereins\" in der Reichspost Nr. 191 auf S. 7.\nVor dem abendlichen Festkonzert habe in der Stiftskirche eine Bruckner-Huldigung stattgefunden - Begrüßung durch Dr. Josef Kluger, Orgelimprovisation von Professor Hans Enders über Brucknersche Themen und Aufführung des Chors \"Trösterin Musik\" [unter Keldorfers Leitung?].", "Letzte Änderung": "12.04.2025 09:12"}, {"ID": 192907145, "Datum": "14.7.1929, Sonntag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Bern bringt zwischen 20:00 und 20:30 Uhr einen Vortrag von Kurt Joss \"Anton Bruckner in der Anekdote\".", "Letzte Änderung": "07.08.2026 21:56"}, {"ID": 193007145, "Datum": "14.7.1930, Montag", "Haupttext": "Schreiben von Ferdinand Hochstetter an Roland Graßberger:\r\n     Bestätigt den Erhalt des Schreibens vom 9.7.1930 und des beigelegten Gutachtens [zu Bruckners Sarkophag], sendet die Zinkblechproben wieder zurück. Die Abschrift des Gutachtens folge nach Erledigung der Angelegenheit (*).\nDer Rundfunksender Königsberg/Danzig bringt zwischen 19:50 und 21:00 Uhr einen Beitrag von Dr. Erich Fortner \"Wiener Spaziergänge\", deren drei Abteilungen von \"musikalischen Illustrationen\" begleitet werden. Bruckner ist vertreten mit der Schallplatte Die Stimme seines Herrn 27.137 [= Einspielung des \"Christus factus est\" (WAB 11) durch den Domchor Paderborn unter Gustav Schauerte] (**).\nDer Rundfunksender Frankfurt (angeschlossen: Kassel) überträgt zwischen 20:45 und 22:15 Uhr ein Konzert des Rundfunkorchesters unter Kapellmeister Hans Bruck mit Erstaufführungen, darunter dem Andante der f-Moll-Symphonie (***).", "Letzte Änderung": "26.03.2026 11:47"}, {"ID": 193107145, "Datum": "14.7.1931, Dienstag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Langenberg (angeschlossen sind: Köln, Münster, Aachen) bringt um 18:20 Uhr einen halbstündigen Vortrag von Fritz Ohrmann \"Anton Bruckner (I): Persönlichkeit\".", "Letzte Änderung": "28.03.2026 14:39"}, {"ID": 193507145, "Datum": "14.7.1935, Sonntag", "Haupttext": "1. Festsommer-Konzert in der Evangelischen Kirche inTutzing, das von Palma von Paszthory-Erdmann betreut wird. Aufführung einer Bach-Kantate (mit Anita Raunbach und Irma Drummer), des Adagios aus Bruckners Quintett (für Kammerorchester) und weiterer Werke von J. S. Bach, Schütz und Johann Christian Bach.", "Letzte Änderung": "19.12.2025 21:25"}, {"ID": 193607145, "Datum": "14.7.1936, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Xaver Müller »Bruckners Umwelt in Linz« [eine Replik - zu Gunsten von St. Florian - auf Gräflingers Artikel vom 11.7.1936] im Linzer Volksblatt Nr. 160, S. 5 (*).\r\nAuf S. 3 Ankündigung zum Bruckner-Fest: Am 22.7.1936 österreichische Erstaufführung der Originalfassung der 4. Symphonie unter Kabasta in Steyr (**).\nBrief von Hilde Wendler an Max Auer:\r\n   Max Unger habe in seinen Berichten [z.B. 3.7.1936] zum Zürcher Bruckner-Fest geschrieben, daß Auer die von Andreae [am 25.6.1936] aufgeführte Version der 8. Symphonie als Originalfassung deklariert habe. Diese Falschmeldung könne dem Erfolg der 1937 [vgl. 13.7.1938!] erscheinenden tatsächlichen Originalfassung sehr abträglich sein (***).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 20:33"}, {"ID": 193707145, "Datum": "14.7.1937, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Reinhold Zimmermann »Der große Bruckner« in der Nationalzeitung.", "Letzte Änderung": "29.07.2025 08:12"}, {"ID": 193907145, "Datum": "14.7.1939, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Alexander Witeschnik »1. Großdeutsches Brucknerfest« in der Saarbrücker Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194307145, "Datum": "14.7.1943, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der St. Florianer Aufführung der d-Moll-Messe [26.6.1943] in der Nationalzeitung Essen, in der Bayrischen Ostmark und im Bamberger Tagblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194907145, "Datum": "14.7.1949, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Bruckners Achte in St. Florian und Steyr«, signiert »J. G.«, in der Steyrer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195107145, "Datum": "14.7.1951, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Robert Heger in einem Festkonzert des Brucknerbundes in der Diesterwegschule in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197707145, "Datum": "14.7.1977, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Herbert Blomstedt [an ein Mitglied der Berliner Philharmoniker?]: \n    Möchte in Berlin Hindemiths »Nobilissima Visione« und Bruckners 6. Symphonie dirigieren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199407145, "Datum": "14.7.1994, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Heinz Steinbock \"Wo sich schon Anton Bruckner verliebte\" (Gasthof Forsthof, Sierning) in den Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199607145, "Datum": "14.7.1996, Sonntag", "Haupttext": "In der Steyrer Michaelerkirche singen die Domsängerknaben aus Barcelona auch ein Werk Bruckners.", "Letzte Änderung": "23.08.2025 23:03"}, {"ID": 199907016, "Datum": "1.-4.7.1999,  Donnerstag bis Sonntag", "Haupttext": "Einspielung der 7. Symphonie in der Kammerorchesterfassung Eislers, Stein und Rankls (November 1921) durch das Linos-Ensemble im Funkhaus des WDR Köln.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200707145, "Datum": "14.7.2007, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre und das \"Te deum\" durch den Coro Sinfónico de la Universidad de Chile, das Orquesta Sinfónica de Chile und die Solisten Carolina García, Marisol Hernández, Leonardo Pohl und Leonardo Aguilar unter Álvaro Albiach in Santiago in Chile.", "Letzte Änderung": "03.08.2025 11:29"}, {"ID": 201307145, "Datum": "14.7.2013, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Philharmonie Festiva unter Gerd Schaller in Ebrach.", "Letzte Änderung": "24.02.2026 11:49"}, {"ID": 202407145, "Datum": "14.7.2024, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Philharmonie Festiva unter Gerd Schaller in der Stiftskirche Ebrach.", "Letzte Änderung": "26.01.2026 21:48"}, {"ID": 186008145, "Datum": "14.8.1860, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 14. Aug. [1]860.« auf Bogen »No. 22« (»Canons mit Choral in den Mittelstim[m]en.« etc.) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186408145, "Datum": "14.8.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 14ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808145, "Datum": "14.8.1868, Freitag", "Haupttext": "In Linz Probe von »Frohsinn« und »Sängerbund« unter Bruckners Leitung geplant.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187308145, "Datum": "14.8.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Die Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 27 berichten auf S. 107 (= S. 3) von den Preis-Konkursen am Wiener Konservatorium (hier interessierend 12.7.1873).\n     \"[...] Concurs für Composition und Orgel am 12. Juli. (Preisjury Obmann: Herr art. Dir. Hellmesberger; Preisrichter: die Herren: Dr. G. v. Breuning, Mitglied der Gesellschaftsdirection: k. k. Concertmeister Grün; Professoren C. Heißler und F. Krenn; M. Käßmayer; Dr. Victor Ritter v. Raindl, Mitglied der Gesellschaftsdirection.) Composition (Schule Desoff). [... Albert Hartl, Hugo Reinhold, Felix Mottl ...]  Orgel (Schule Bruckner). II. Classe. Preis: Herr Walter Gustav. Concursaufgabe: Bach: Präludium und Fuge, A-moll.\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:24"}, {"ID": 187908145, "Datum": "14.8.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Aktenvermerk \"prs. 14. August [1]879 | Z. 763\" rechts oben auf dem Schreiben vom 10.8.1879.\nDarunter der Kanzleivermerk vom 15.8.1879.\n\n\nAdresse in der unteren Blatthälfte:\n\"Kk. n.ö. Statthalterei | An | das Dekanat der | philosophischen Fakultät | in | Wien. | /: via acad. Senat :/ | Z. 24708. | [Bleistift:] Opernring No. 3.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308145, "Datum": "14.8.1883, Dienstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\n     \"[...] Noch eine Frage: In welcher Weise ist die Zusage Gutmann's für ihn bindend? [...]\" [das Quintett bis Oktober zu drucken] (*).\n\"[...] Vorgestern erhielt ich einen Brief von Bruckner [10.8.1883] aus Florian, er hat also den meinigen [28.7.1883 oder 7.8.1883] in Bayreuth richtig erhalten [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:38"}, {"ID": 188608145, "Datum": "14.8.1886, Samstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 185 meldet auf S. 2: \n      \"Steyr. Herr Anton Bruckner, Hof=Organist und Professor am k. k. Conservatorium in Wien, wird - wie die \"Steyrer Ztg.\" berichtet [am 12.8.1886] - am 15. und 18. d. M. in der hiesigen Stadtpfarrkirche beim Hochamt die Orgel spielen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708145, "Datum": "14.8.1887, Sonntag", "Haupttext": "Datierung in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 185 berichtet auf S. 3, daß am 12.8.1887 Martin Einfalt in St. Florian in Anwesenheit Bruckners über das Adagio der 7. Symphonie improvisiert hat:\r\n     \" § Orgel=Concert. Aus St. Florian, 12. d., wird uns geschrieben: Heute spielte über Einladung mehrere Kunstfreunde und in Gegenwart des Herrn Professors A. Bruckner aus Wien Herr Martin Einfalt, Musiklehrer am Pädagogium in Linz, auf der großen Orgel der Stiftskirche. Er wählte sich einen Satz aus dem Adagio der siebenten Symphonie Bruckners als Motiv, worüber er eine halbe Stunde mit seltenem Talente phantasierte. Hierauf beglückwünschte Herr Professor Bruckner Herrn Einfalt aufs herzlichste und drückte seine besondere Freude aus über das verständnisvolle Spiel desselben.\" (**).\nDie Linzer Zeitung bringt eine ähnliche Meldung und kündigt an, daß Bruckner am 15.8.1887 und 28.8.1887 auf der Stiftsorgel spielen wird:\n    » # [ein graphisches Symbol (Tierkreiszeichen?)] St. Florian, 13. August. (Musikalisches.) Unser berühmte [sic] Landsmann, der Hoforganist Herr Professor Anton Bruckner, weilt seit Wochen in unserem freundlichen Orte, gibt sich aber keineswegs der Ruhe hin, sondern ist unausgesetzt musikalisch thätig. Derselbe hat eben seine achte Symphonie vollendet, welcher in allen musikalischen Kreisen mit großer Spannung entgegengesehen wird. Herr Bruckner, welcher im Monate September einen kurzen Aufenthalt in Linz zu nehmen gedenkt, wird am 15. und am 28. August auf der großen Orgel in der hiesigen Stiftskirche spielen. - Gestern spielte der Musiklehrer an der k. k. Lehrer=Bildungsanstalt zu Linz, Herr Martin Einfalt, der sich auch als Componist schon bemerkbar gemacht hat, in Gegenwart des Herrn Professors Bruckner die große Orgel. Herr Professor Bruckner war von der künstlerischen Durchführung des gegebenen Themas (aus dem Adagio von Bruckners E-dur=Symphonie) seitens des Herrn Einfalt auf das angenehmste berührt und beglückwünschte nach Beendigung des halbstündigen Vortrages Herrn Einfalt zu seiner üppigen Phantasie und zu seinem fein nuancirten Spiele und drückte seine besondere Freude über das verständnisvolle Eindringen Herrn Einfalts in die neuere Richtung der Musik aus. Wir gratuliren Herrn Einfalt zu diesem günstigen Urtheile der bekanntlich höchsten Autorität der Jetztzeit im Orgelspiele und wollen nur den einen Wunsch beifügen, daß die maßgebenden Persönlichkeiten in Sachen der Kirchenmusik in Linz Herrn Einfalt dieselbe Beachtung und Aufmunterung entgegenbringen.« [keine Signatur] (***).\nIm Linzer Volksblatt Nr. 185 ist auf S. 2 zu lesen:\r\n      \"St. Florian, 12. August. Heute spielte Herr M. Einfalt, Musiklehrer am k. k. Pädagogium in Linz, auf der großen Orgel der Stiftskirche in Gegenwart des Herrn Professor Anton Bruckner aus Wien.\r\n     Er phantasierte frei nach einem Satze aus dem Adagio der 7. Symphonie Bruckner's - nach des Meisters Worten - \"in sehr interessanter Weise und der neueren Richtung hildigend\" und riss die andächtigen Zuhörer zur Bewunderung hin. Nach dem herrlichen Spiele wurde Herr Einfalt vom Herrn Professor Bruckner auf das herzlichste beglückwünscht.\" (°).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 06:29"}, {"ID": 188908145, "Datum": "14.8.1889, Mittwoch", "Haupttext": "Dienst an der Hofkapelle (*).\nDie Steyrer Zeitung Nr. 65 meldet auf S. 4:\r\n     \"Ein lieber Gast wird am kommenden Samstag für einige Zeit wieder nach Steyr kommen und Aufenthalt im hiesigen Stadtpfarrhofe nehmen, nämlich der Herr k. k. Hoforganist Anton Bruckner aus Wien. Wir dürfen wohl hoffen, daß unser berühmter Landsmann uns somit in Bälde wieder mit seinen künstlerisch vollendeten Leistungen auf der herrlichen Orgel unserer Stadtpfarrkirche erfreuen wird.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.09.2024 12:19"}, {"ID": 189008145, "Datum": "14.8.1890, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckners Ankunft in Steyr (*).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n   Bruckner habe in Ischl für ihn, Löwe und Nikisch ein Extrakonzert in der Kirche gegeben; seine Technik, besonders das Pedalspiel, sei immer noch staunenswert. Franz möge über das [vermutlich im Juni 1890] mitgenommene Credo der f-moll-Messe berichten. Er, Josef, brauche es Anfang Oktober. Am Kyrie habe er sich, obwohl orchesterunerfahren, selbst versucht (**).\nDer Alpen-Bote Nr. 65 kündigt auf S. 3 die Aufführung eines Bruckner-Chores [»Sängerbund«, WAB 82] beim Wiener Sängerbundesfest für den 16.8.1890 an:\r\n   \"Der oberösterreichisch-salzburgische Sängerbund wird beim deutschen Sängerbundesfeste in Wien durch etwa 400 Sänger vertreten sein. [...] Am 16. ds. findet der Festcommers in der Sängerfesthalle statt. Bei demselben wird der oberösterreichisch-salzburgische Sängerbund einen Männerchor von Professor Anton Bruckner unter der Leitung des Herrn Chormeisters Wilhelm Floderer zur Aufführung bringen.\" (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:59"}, {"ID": 189108145, "Datum": "14.8.1891, Freitag", "Haupttext": "Brief von Josef Schalk an Oberleithner: \n\n     Hat den vierhändigen Klavierauszug des Scherzos der 8. Symphonie fertig gestellt, wird mit dem Adagio beginnen. Wartet auf die Korrekturen zur Partitur des 1. Satzes, gratuliert zur Fertigstellung der Stimmen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189208145, "Datum": "(14.8.1892, Sonntag)", "Haupttext": "In Wien Aufführung des Walzers aus Volkmanns 2. Serenade bei dem Liederabend der Steyrer Liedertafel (*).\nDie Steyrer Liedertafel unternimmt am 14.-15.8.1892 eine Sängerfahrt zur Internationalen Musik- und Theater-Ausstellung (**).\n \n[Brief Franz Schalks an Josef Schalk siehe 14.7.1892.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189308145, "Datum": "14.8.1893, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Eduard Kremser: \n   Bittet ihn [wegen »Helgoland«] für morgen oder vormittags übermorgen zu sich. Hynais werde auch da sein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189508145, "Datum": "14.8.1895, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik 91 (1895) meldet auf S. 370, daß Bruckner eine kaiserliche Wohnung im Belvedere erhalte, was ihm Erzherzogin Marie Valerie persönlich angekündigt habe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189608145, "Datum": "14.8.1896, Freitag", "Haupttext": "Brief Dr. Hellers an seine Frau: »Bruckner ist körperlich soweit wohl, daß ich ruhig [in den Urlaub] abreisen kann« (*).\nDaß Bruckner Universitätsvorlesungen angekündigt hat, wird mitgeteilt\nin der Ostdeutschen Rundschau Nr. 223 auf S. 4:\r\n»     Professor Bruckner. Professor Anton Bruckner, der als Lektor an der Wiener Universität Vorträge hält, hieran jedoch im vorigen Studienjahre durch Krankheit verhindert war, hat für das kommende Wintersemester ein anderthalbstündige Kolleg über Harmonielehre: Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Baß in Dur, angekündigt.« (**),\nim Welser Anzeiger Nr. 33 auf S. 4:\r\n\"         Verschiedenes.\r\n     Professor Bruckner. Professor Anton Bruckner hat für das kommende Wintersemester an der Wiener Universität ein anderthalbstündiges Colleg über Harmonielehre: \"Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Baß, in Dur\", angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden.\" (***)\nund in der Welser Zeitung Nr. 33 auf S. 5: \"     – Professor Bruckner. Man meldet aus Wien vom 12. d.: Professor Anton Bruckner hat für das kommende Wintersemester an der hiesigen Universität ein anderthalbstündiges Colleg über Harmonielehre angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden.\" (°).", "Letzte Änderung": "29.07.2023 12:03"}, {"ID": 189708145, "Datum": "14.8.1897, Samstag", "Haupttext": "Die Neue Warte am Inn Nr. 33 kündigt auf S. 4 die Aufführung eines \"Tantum ergo\" [prov. WAB 48] bei der morgigen Kirchenmusik in Braunau an.", "Letzte Änderung": "29.08.2026 14:49"}, {"ID": 189808145, "Datum": "14.8.1898, Sonntag", "Haupttext": "Beim Gründungsfest des Männergesangvereins Helfenberg im Gasthaus Hauer führt Franz Gräflinger mit dem hiesigen und dem Neufeldener MGV u.a. Bruckners \"Sängerbund\" [WAB 82] auf (*).\nBei einem Konzert im Saal \"Schneeberger\" in Putzleinsdorf wird Schuberts Forellenquintett, der 1. Satz der 4. Symphonie in einer Klavierbearbeitung und Balladen von Josef Reiter aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 13:11"}, {"ID": 190408145, "Datum": "14.8.1904, Sonntag", "Haupttext": "The Cincinnati Enquirer Nr. 227 erwähnt auf S. 31 Bruckner in einem Nachruf:\n\"               IN MUSIC'S DOMAIN.\n     During the past week the musical world was interested in the announcement of the death of Edward [sic] Hanslick, the eminent Viennese critic. Eduard Hanslick had by nature and education all the qualifications to fit him for the greatest music critic of all times. [...] Hanslick has been called the \"ideal conservative,\" but he was not that, because he allowed himself to become the leader of an aggressive campaign against progress in music, as represented by Wagner, Liszt, Bruckner and their later followers. [...] he took an active part in proclaiming Brahms as the legitimate successor of Beethoven as against the claims that were made by the enthusiasts for Wagner. For many years Hanslick was an acrimonious and persistent enemy of Wagner, whose music he characterized as devoid of melody and full of meaningless noise. However, Wagner's appreciation forged ahead, and reached the top notch in spite of Hanslick.\" (*).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 225 berichtet auf S. 12 von der gestrigen Aufführung der 4. Symphonie in Salzburg (höchstes Lob für Mottl) (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 20:39"}, {"ID": 190608145, "Datum": "14.8.1906, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Richard Batka Geschichten vom alten Bruckner im Prager Tagblatt (*).\n\r\nIn der Reichspost Nr. 184 berichtet auf S. 10 Gaigg von Bergheim (signiert \"G. v. B.\") vom Jahresbericht 1905 des Gersthofer Kirchenmusik-Vereins. Obmann ist Pfarrer Dr. Winkelmayer, künstlerischer Leiter Magistratsrat Dr. Moriz Waas. Im Berichtsjahr kam auch ein Tantum ergo Bruckners [prov. WAB 48] zur Aufführung (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191008145, "Datum": "14.8.1910, Sonntag", "Haupttext": "The Philadelphia Inquirer Nr. 45 kündigt auf S. 19 (= S. 9 des 2. Teils) das Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins am 29.8.1910 [mit dem \"Germanenzug\"] an:\n\"                   VIENNESE SINGERS WILL GIVE CONCERT\n[... Abbildungen von Franz Pawlikowsky, Ernst Kunzfeld und Hermann Gallos ...]\n     [... Gäste der United Singers of Philadelphia ... geplanter Tagesablauf (u. a. Universität, Kommers) ...].\n     Franz Pawlikowsky is the musical director of the chorus, which numbers 125 voices. The visiting party, however, will total about 250 persons. A splendid musical program has been arranged under the auspices of the Philadelphia United Singers, and the major part of the evening will be devoted to choral numbers. The soloists [... Raimund Halatschka, Franz Urban, Otto Wacha, Hermann Gallos ...]. Wess Hernee Studeny [recte: Miss Herma Studeny] will also play several solo compositions. The concert will close with Weinzierl's \"Pleasures of May.\" [... (sonst keine Angaben zum Programm) ... die Namen der 8 Komité-Mitglieder in Philadelphia ...].\"", "Letzte Änderung": "20.12.2024 08:01"}, {"ID": 192208145, "Datum": "14.8.1922, Montag", "Haupttext": "Brief von Vinzenz Goller [an Benno Feyrer?]: Das »Libera« [WAB 22] sei nun bei der Universal-Edition erschienen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192408145, "Datum": "14.8.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Die Westliche Post Nr. 227 (St. Louis, Missouri) deutet in einem Bericht aus Wien auf S. 4 an, dass Mascagni sich für Bruckner eingesetzt hat:\n\"         Wiener Brief.\n(Von unserem Korrespondenten.)\n                                 Wien, Ende Juli.\n     Fast zwei Monate sind nun verflossen, [... über das Attentat auf Seipel und andere politische Ereignisse ... Freizeitgestaltung im sommerlichen Wien ... Mascagni wird \"Monstreaufführungen\" der Aida dirigieren (open air, 25000 incl. Stehplätze) ...].\n     Mascagni, der vielgefeierte Meister, wird in Wien geliebt und das beruht auf Gegenseitigkeit. [... 1892 \"Cavalleria\" dirigiert ... Hofoper hat auch im Weltkrieg italienisches Repertoire gepflegt ...], Verdi, Macagni [sic] und Puccini weiter gespielt[,] und Mascagni versichert, daß auch er seinerseits die österreichischen und deutschen Meister nicht in den Weltkrieg einbezogen, sondern Beethoven und Haydn, Bruckner, Mahler und Strauß weitergepflegt hat. Er ist durch und durch Künstler, heute noch als Sechziger, von merkwürdiger Frische und Jugendlichkeit, denn er hat sich, seiner eigenen Aussage nach, mit dem Krieg überhaupt nicht abgegeben.\"\n     Sonst ist Kunststille. [... zwölf Bühnen noch geöffnet (darunter das Jiddisch-amerikanische Kunsttheater\", u. a. mit Ibsens \"Gespenstern\") ...] und wenn man sich an das Anfangs befremdliche Jiddisch [...] erst einmal gewöhnt hat, so kann man die Meisterdarstellungen dieser Truppe vollauf genießen.\n                                     Arthur Königstein.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192608145, "Datum": "14.8.1926, Samstag", "Haupttext": "Brief von Erich Kinast (Gunzenhausen) an Ernst Kurth:\r\n    Bittet um Annahme der Widmung seines Bruckner-Psychogramms. Kurths Buch, von dem er von Grunsky und im Artikel vom 5.10.1924 erfahren habe, habe er noch im Anhang benützen können. Berichtet von seinem zunehmenden Interesse an Bruckner und von der Bruckner-Literatur in seinem Besitz. Anmerkungen zu Kurths Bruckner-Buch.", "Letzte Änderung": "05.08.2026 21:21"}, {"ID": 192708145, "Datum": "14.8.1927, Sonntag", "Haupttext": "Artikel (ohne Angabe des Autors) über die morgige Aufführung der Windhaager Messe in den Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 220 auf S. 2:\r\n\"      Bruckner-Uraufführung\r\n               Messe in C-dur\r\n    Bruckners Bedeutung für die musica sacra gründet sich auf wenige kirchenmusikalische Werke, [... Deutsche Brucknergemeinde München ist Herausgeber beim Verlag W. Berntheisel ... ergänzt von Messner in Salzburg ... Uraufführung dieser Fassung am 15.8.1927 ...], der die zweite Aufführung voraussichtlich am 28. August im Salzburger Dom folgen wird.\"", "Letzte Änderung": "13.04.2023 20:59"}, {"ID": 193108145, "Datum": "14.8.1931, Freitag", "Haupttext": "Der Artikel \"Vienna \"City of Music\" \" [vgl. 27.2.1931 etc.], in dem Bruckner als einer der Wiener Komponisten kurz erwähnt wird, erscheint auch in The Gretna Breeze Nr. 19 (Gretna, Nebraska) auf S. 8.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193508145, "Datum": "14.8.1935, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Justus Brandstetter an Max Auer:\r\n     Wenn sich bekannte Dirigenten [Furtwängler, Hausegger, Weisbach] um die Erstaufführung der 5. Symphonie »reißen«, könne es leicht zu Enttäuschungen und Verstimmungen kommen (*).\r\nFurtwängler habe bei der 9. Symphonie [am 30.9./1.10.1934] auf die Ausgabe der Universal-Edition zurückgegriffen (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2025 21:43"}, {"ID": 193808145, "Datum": "14.8.1938, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von e-Moll-Messe, »Tota pulchra« und »Ave Maria« [vermutlich WAB 6] durch den Domchor und das Mozarteumsorchester unter Joseph Messner im Salzburger Dom.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193908145, "Datum": "14.8.1939, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch Het Residentie Orkest unter Carl Schuricht im Kurhaus in Scheveningen. \nAm 13.8.1939 erschien hierzu ein Artikel im \"Vaderland\". \nSolist im Violinkonzert von Brahms ist René Benedetti.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194408145, "Datum": "14.8.1944, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (Schalk-Fassung) durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Salzburger Festspielhaus.", "Letzte Änderung": "05.06.2026 20:29"}, {"ID": 198608145, "Datum": "14.8.1986, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (wahrscheinlich 3. Fassung 1889) durch das Philharmonia Orchestra unter Kurt Sanderling im 30. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London.\nSolist in Beethovens G-Dur-Klavierkonzert ist Emanuel Ax.", "Letzte Änderung": "10.01.2024 09:30"}, {"ID": 200308145, "Datum": "14.8.2003, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung von \"Christus factus est\" [WAB 11], \"Virga Jesse\" und \"Ave Maria\" [WAB 6] durch den Eric Ericsons Kammarkör [und/oder Radiokören?] unter Stefan Parkman [oder Lionel Friend?] im 36. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London.", "Letzte Änderung": "11.01.2024 22:48"}, {"ID": 201608145, "Datum": "14.8.2016, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Eröffnung der St. Florianer Brucknertage wird eine Fanfare for Bruckner's 6th von Timothy Jackson (Solo-Hornist des Liverpool Philharmonic Orchestra) aufgeführt (*).\nDie Brucknertage (bis 20.8.2016) stehen unter dem Motto Die Geburt einer Symphonie. Bruckners Sechste (**).", "Letzte Änderung": "05.02.2026 17:25"}, {"ID": 185009145, "Datum": "14.9.1850, Samstag", "Haupttext": "Prüfung an der Unterrealschule über den 2. Kurs der 1. Klasse [1. Jahrgang, 2. Semester (*)]. Der Text des am selben Tag ausgestellten Zeugnisses lautet:\n\r\n»Zeugniß.\r\nBruckner Anton aus Ansfelden in Oberösterreich gebürtig, Privat Schüler der ersten Classe der Unter-Realschule zu Linz, hat im zweiten Curse des Schuljahres 1850 bey der am 14. September vorgenommenen Prüfung folgende Fortgangsnoten erhalten:\r\nGegenstand. [...] Verwendung. [...] Fortgang.\r\nReligionslehre ... sehr gut ... sehr gut\r\nDeutsche Sprache ... sehr gut ... sehr gut\r\n[... (weitere) Sprache: kein Eintrag]\r\nGeographie und Geschichte ... sehr gut ... sehr gut\r\nMathematik und Geometrie ... sehr gut ... sehr gut\r\n[Angewandte Arithmetik etc.: kein Eintrag]\r\nNaturgeschichte ... sehr gut ... sehr gut\r\nNaturlehre ... sehr gut ... sehr gut\r\n[Technologie: kein Eintrag, Zeichnen: kein Eintrag]\r\nSchönschreiben [kein Eintrag]\r\nVon der k. k. Normal-Hauptschule zu Linz den 14. September 1850.\r\nJ. Strigl, Can.\r\nprov. Sch. O. A.\r\nF. Schierfenecker\r\nDirector\r\nJoseph Angermayr mpia\r\nKatechet.« (**).\n\r\nAuf S. 2 eine Notiz Bruckners \"K.\" - das Zeugnis diente als Anlage K (nicht J) zur Bewerbung als Linzer Domorganist am 18.12.1855 (***).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:40"}, {"ID": 185409145, "Datum": "14.9.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Uraufführung der b-moll-Messe bei der Inthronisation (Infulierung) von Prälat Friedrich Mayr (*).\n    Das Pontifikalamt wird von Bischof Rudigier unter Assistenz der Äbte von Kremsmünster und Wilhering zelebriert (**). Bruckner fühlt sich wegen der Benachteiligung an der Festtafel gekränkt, da er sich des Wertes des Messe bewußt ist. Er entschädigt sich mit einem privaten mehrgängigen Menü (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609145, "Datum": "14.9.1856, Sonntag", "Haupttext": "Bericht des Österreichischen Bürgerblatts, S. 864 (°), über Bruckners Orgelspiel in Burghausen (*) und (am 9.9.1856) in Salzburg (**).\r\n»Local-Bericht. [/] * Wie wir nachträglich erfahren, erregte der ausgezeichnete Linzer=Domorganist Hr. Bruckner in Salzburg bei der Dienstag, den 9 September, in der dortigen Domkirche stattgehabten Orgelprobe durch sein kunstgerechtes Spiel, großes Aufsehen. In der Rückfahrt von Salzburg versuchte Herr Bruckner auch in Burghausen die vom Münchner=Orgelbauer Herrn Frosch in der dortigen Stadtpfarrkirche neu aufgestellte Orgel von 20 Registern, und erntete durch seine große Fertigkeit im fugirten Spiele die Bewunderung der anwesenden Fachmänner und Musik=Kunstfreunde. Das gediegene Werk bildet eine Zierde der Kirche und gereicht in Bezug auf Schönheit und Kraft des Tones dem Meister zur Ehre.«", "Letzte Änderung": "19.09.2024 12:14"}, {"ID": 185809145, "Datum": "14.9.1858, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Ordinariat: \n   Über die Belastung durch die beiden Organistendienste, über die Notwendigkeit, Aushilfen (z.B. Herrn Nigrin) zu beschäftigen; er schlägt vor, für die Domorganistenstelle ein eigenes Gehalt vorzusehen. Er setzt sich außerdem für eine bessere Pflege des Kirchengesanges ein (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186009145, "Datum": "14.9.1860, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 14. Septemb. [1]860.« auf Doppelbogen »No. 28« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709145, "Datum": "14.9.1867, Samstag", "Haupttext": "Skizze zum Kyrie der f-moll-Messe begonnen: Datierung »Kyrie 14. Sept [1]867« am Beginn der Kyrie-Skizze (*). \nNotiz »14. Sept. - 19. Okt. [1]867. Scizze.« am Ende der Kyrie-Partitur (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809145, "Datum": "14.9.1868, Montag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 211 berichtet auf S. 1 über das Konzert vom 12.9.1868 (mit dem »Germanenzug«):\r\n        »Linz.\r\n    - Volksfest in Linz. Die beiden ersten Tage des siebenten Linzer Volksfestes sind in einer Weise abgelaufen, welche wohl selbst die hochgespanntesten Erwartungen befriedigt haben dürfte. Nach der vorgestrigen offiziellen Eröffnung hatte sich bereits Nachmittags ein recht zahlreiches Publikum eingefunden, welches sich gegen Abend zu einer immer größeren Menge verdichtete, die gekommen war, um die kombinirte großartige Musik=Produktion unserer beiden vorzüglichen Regimentskapellen, sowie der beiden wackeren Gesangsvereine „Liedertafel Frohsinn” und „Sängerbund” mitanzuhören. Das Programm war mit solcher Sorgfalt zusammengestellt, daß jedem Musikfreunde schon bei Lesung desselben das Herz lachen mußte, und dessen Ausführung war auch eine so rühmenswerthe, daß man nur die Unverhältnißmäßigkeit in der Zahl der ausübenden Kräfte gegenüber den zu beherrschenden riesigen Räumlichkeiten bedauern mußte. Um so erfreulicher war es uns, daß trotz alledem der von uns bereits wiederholt gewürdigte „Germanenzug” unseres ausgezeichneten Bruckner, wieder eine so gewaltige Wirkung übte und unwillkürlich zu einer Ovation für den genialen Komponisten Anlaß gab, dessen leider so nahe bevorstehendes Scheiden in den hiesigen musikalischen Kreisen auf das Lebhafteste beklagt wird. [...]« (*).\n(Versammlung des Oberösterreichischen Sängerbundes in Linz im Probenlokal des »Sängerbundes« (**)).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 20:59"}, {"ID": 187009145, "Datum": "14.9.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Lobender Bericht in der Salzburger Chronik Nr. 106 auf S. 474 (= S. 4) [*a] über Bruckners Orgelspiel am 12.9.1870: \n     » - Hr. Prof. Bruckner k.k. Hoforganist in Wien hat bei seinem hiesigen Aufenthalte schon zum wiederholten Male die Musikfreunde mit Proben seines Orgelspiels erfreut. Vorgestern, Montag, spielte er um Mittag auf der Domorgel; wir wußten nicht ob wir dabei die technische Vollendung des Spieles, die kunstvolle Durchführung des Thema's, oder den überwältigenden Totaleffekt mehr bewundern sollten.« (*). Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 891 von der Aufführung der d-Moll-Messe [11.9.1870]: \n     »Linz, 13. September. [...] * (Musikalisches.) „Die Salzburger Zeitung” vom 12. d. berichtet: Die gestern im hiesigen Dome stattgehabte Aufführung der großen Messe (aus D-Moll) des eben hier weilenden Herrn Professors Bruckner, k. k. Hoforganisten aus Wien, bot den Kennern und Freunden der Kirchenmusik einen hohen Genuß dar. Wiewohl das Werk im Ganzen auf dem prononcirten Standpunkte der neueren Musik=Richtung steht, und der durchwegs dramatischen Auffassung und Wiedergabe des heiligen Meßtextes huldiget, so ist demselben dennoch einheitliche Fassung und zum Theile auch concise musikalische Ausdrucksweise nachzurühmen. - Als in jeder Hinsicht hervorragende Theile der Messe möchten wir das Kyrie mit seinem düster dahinbrütenden mysteriösen Relief, dann das gewaltige Credo - dessen „Incarnatus” uns mit wahrhaft überirdischem Zauber übergossen scheint, sowie das packende Agnus Dei bezeichnen, worin die ganze sündige Menschheit um Erlösung fleht. Die Instrumentation des Werkes verlangt die volle Hingebung des ganzen Orchesters, und war die bei der kurzen Zeit nur mit Einer Probe (wie wir hören) mögliche Aufführung dieser überaus schwierigen Messe eine äußerst würdige.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109145, "Datum": "14.9.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Das Salzburger Volksblatt Nr. 110 berichtet auf S. 2f vom Österreichischen Lehrertag in Linz (signiert \"R.\"): \n\n     \"[...] Die dritte Hauptversammlung [31.8.1871] [...] Für Abends 6 Uhr war ein Orgelkonzert des Professors und Hoforganisten Bruckner in der Domkirche angesagt, welches aber wegen plötzlicher Erkrankung (?) desselben unterbleiben mußte, dafür war im Salon des Volksgartens ein Militärmusik-Concert. [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187309145, "Datum": "14.9.1873, Sonntag (oder 15.9.?)", "Haupttext": "Im Gasthaus »Goldener Anker« trifft Bruckner den Bildhauer Kietz, der sich erinnert, daß Wagner gestern die Widmung der 3. Symphonie angenommen habe (*). Bruckner sichert sich mit einer schriftlichen Anfrage bei Wagner ab, der auf dem gleichen  Briefpapier die Widmung bestätigt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809145, "Datum": "14.9.1878, Samstag", "Haupttext": "Vermerk » St. Florian 14. Sept. 878 Ende 10 Uhr früh.« bei Takt 324 im Finale (2. Fassung) der 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109145, "Datum": "14.9.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 209 berichtet auf S. 3:\r\n     » õ Wels. (Allerlei.) Den Musikfreunden von Wels wurde heute [die Rubrik ist datiert 12.9.1881] eine unerwartet große Freude zu Theil. ½11 Uhr Vormittag gab der rühmlichst bekannte Hoforganist und Professor A. Bruckner, welcher auf Besuch hier weilte, in der Stadtpfarrkirche ein Orgelconcert. Die sämmtliche Haut-volée fand sich dazu ein; Alles verhielt sich am heiligen Orte in geziemendster Weise und lauschte den Aufführungen des großen Meisters. Als Intermezzo begleitete derselbe das \"Gebet\" aus Tannhäuser, welches von Frl. Rosenberger mit allgemein anerkannter Virtuosität vorgetragen wurde.« (*).\nAuch der Welser Anzeiger berichtete:\r\n\"[...] einen Weltruf genießenden k. k. Hof-Organist, auch als Kompositeur und Improvisator berühmte Herr Professor: Herr Bruckner gab uns durch zwei, in jeder Beziehung ausgezeichnete Improvisationen Gelegenheit, seine hohe musikalische Begabung und vollendete Meisterschaft auf der Orgel zu bewundern. [...] Mit Recht kann dieses Konzert ein bedeutungsvolles Ereigniß für die Musikverhältnisse unserer Stadt bezeichnet werden und gebührt dem Herrn Professor Bruckner der wärmste Dank für die Bereitwilligkeit, mit welcher er der Einladung nach Wels folgte und für den Genuß, den er allen Musikfreunden durch seine Meisterleistungen gewährte.\" (**).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:12"}, {"ID": 188209145, "Datum": "14.9.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 28.8.1882 angekommen, hatte aber das Stift für einige Tage in Wien verlassen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309145, "Datum": "14.9.1883, Freitag", "Haupttext": "Bruckner trifft zum Abschied mit Pater Ignaz (Küchenmeister), dem Prior [Achleuthner?], der ihm eine Festschrift [o.ä.?] überreicht, mit Pater Günther, jedoch nicht mit Pater Rafael zusammen. Loidol spielt für Bruckner ein Orgelkonzert von Töpfer und eine Improvisation, für die er - besser als Gruber in St. Florian - von Bruckner gelobt wird. Um 14 Uhr Abfahrt zum Bahnhof (*).\r\n   »Am 14. September ganz vergnügt in wonnenvoller Stimmung ist Bruckner von Kremsmünster abgereist mit der Versicherung nächstes Jahr wieder zu kommen.« (**).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 12:46"}, {"ID": 188709145, "Datum": "14.9.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Von Bruckners Orgelspiel am 12.9.1887 berichtet die Linzer Tages-Post Nr. 209 auf S. 3:\r\n    \"Nachrichten aus Linz und Oberösterreich.\r\n          Linz, 13. September 1887.\r\n[...]\r\n    \" § Anton Bruckner. Der hervorragende Componist Anton Bruckner, welcher seit einigen Tagen in Linz weilt, spielte gestern abends um ½ 7 Uhr im neuen Dome die Orgel. Es hatte sich eine größere Anzahl von Kunstfreunden eingefunden, welche den Präludien des Meisters auf der Orgel mit wahrer Andacht lauschten. Um 7 Uhr war das improvisierte Orgelconcert zu Ende.\" (*)\nund das Linzer Volksblatt Nr. 209 auf S. 3, das auch die Aufführung des »Te deum« am 29.9.1887 ankündigt:\r\n»Tagesneuigkeiten aus Stadt und Land.\r\n               Linz, 13. September 1887.\r\n[...]\n             Anton Bruckner.\r\n     Gestern 3/4 7 Uhr abends, als die Gottesdienstandacht vorüber war, spielte der k. k. Hof=Organist und Professor Anton Bruckner auf der neuen mit 34 klingenden Registern versehenen Seitenorgel, nachdem der fromme Künstler an der Seite des Chordirigenten des Mariä Empfängnisdomes vorher sowohl vor dem Eintritte in die Votivkapelle als auch in der stillen Gruft des neuen Domes am Grabe des hochseligen Bischofes Franz Josef ein andächtiges Gebet verrichtet hatte. \r\n    Was und wie spielte Bruckner? Zuerst war es ein zartes Andante, welches Professor Bruckner mit unbeschreiblich schönen Nuancirungen und Mischungen zu Gehör brachte und wie ein duftendes Rosenbouquet der Jungfrau der Jungfrauen Maria weihevoll zu Füßen legte. Nach diesem Andante trat eine kleine Ruhepause ein. Während dieser wenigen stillen Momente sammelte sich Bruckner zu einer gewaltigen ? [sic!] und großartigen in der Ausführung. Bruckner begann nunmehr mit einem in größten Dimensionen angelegten Orgel=Thema in D-moll. Der weltberühmte Orgelvirtuose führte besagtes Thema in einer so eminenten Weise durch, daß alle Zuhörer aufs tiefste erschüttert, mit Gefühlen der höchsten Bewunderung der Majestät des Hauses Gottes erfüllt werden mußten. Die eine volle Viertelstunde in Anspruch nehmende herrliche, riesenhafte Durchführung des Thema [sic] beschloß Bruckner, nachdem er dasselbe nach allen kunstgerechten Regeln siegreich zu Ende geführt hatte, mit dem Schlusse in D-dur, wobei es schien, als wolle der Orgelvirtuose die unendliche Schönheit und Liebenswürdigkeit Gottes schildern und in Tönen die Glückseligkeit ausdrücken, welche die Frommen im Himmel in Gottes Anschauung genießen. Höchst rührend und erbaulich war es auch, den Meister Bruckner in unmittelbarer Nähe zu schauen. Wie ein von Gott begnadeter und von göttlichen Strahlen Verklärter saß Bruckner bei dem Orgeltische und entlockte mit seinen Fingern der Orgel Klänge und Harmonien, die nicht von der Erde stammen. Was diesem frommen Bilde eine noch größere Anziehungskraft verlieh, lag in dem Umstande, daß ringsherum um den Orgeltisch die kleinen Sängerknaben des neuen Domes als Einfassung sich gruppirt hatten, welche dem frommen Meister mit den gespanntesten Aufmerksamkeit und Bewunderung ins Antlitz sahen.\r\n    Das große, Mark und Bein durchdringende und doch wieder die Seele stärkende, das Herz mit Andacht erfüllende Orgelpräludium war zu Ende. Nun wendete sich der Orgelvirtuose zum Erbauer der Orgel, Hrn. Johann Lachmayr und sprach zu ihm diese anerkennenden Worte: \"Die Orgel ist gut; ich gratuliere Ihnen zu diesem Werke. Ich hatte mir ein so gutes Werk nicht erwartet. Es ist sehr schön.\" Ein solches Lob aus solchem Munde gereicht dem Erbauer zu größter Ehre. Ehe Bruckner das Musikchor verließ, beschenkte der weichherzige Künstler noch den Orgelaufzieher mit einer freundlichen Gabe! Begleitet vom Chordirigenten des neuen Domes, welcher Bruckner auch empfangen hatte, verließ Herr Professor Bruckner wieder den neuen Dom; es folgten ihm aber die reichsten Dankesbezeugungen und Segenswünsche nach, die ihm von vielen Anwesenden nebst Ausdrücken ihrer größten Bewunderung am Ausgange des neuen Domes, dargebracht wurden. Im Anhange zum Vorhergehenden wird mitgetheilt, daß Herr Hoforganist Bruckner seine dankbarste Freude darüber aussprach, daß mit Bewilligung des Hochwürdigsten Herrn Bischofes Ernest Maria am 29. September abends, beim Schlusse des 25jährigen Jubelfestes des neuen Domes, sein großes instrumentirtes \"Te Deum\" von der verehrten Liedertafel \"Frohsinn\" aufgeführt werden wird. Bruckner selbst sagte zu dem Berichterstatter: \"Ich habe dieses \"Te Deum\" während der hl. Wandlung Gott allein in der Absicht geweiht, um die Herzen der Menschen zur Anbetung und Verherrlichung Gottes zu bewegen.«       [Signatur:] J. B.« [vermutlich: Johann Burgstaller] (**).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:51"}, {"ID": 188809145, "Datum": "14.9.1888, Freitag", "Haupttext": "Datierung im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 73-89.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189009145, "Datum": "14.9.1890, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Weingartner an Levi:\r\n[Englische Übersetzung]\r\n     »Dear Papa, have you written to Bruckner regarding his Eigth? ... If Bruckner sends me the parts, then I'll certainly perform the symphony and soon, in the second or third concert, but he mustn't give it to anyone alse first. This is a condition.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Bezug zur Notiz »Kahler« September 1890? Vermutlich mit derselben breiteren Feder geschrieben] (**).\nIn seinem Aufsatz in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 24 auf S. 6f kommt Göllerich auch auf Bruckner zu sprechen:\r\n\"Oberammergau und sein Passionsspiel.\r\n     [... u. a. wider die jetzige triviale Musik ...] Diese müßte wieder, wie in alten Zeiten, echt religiös sein, vielleicht aus volksthümlichen, katholischen Kirchenliedern, aus Chorälen und Werken unserer erhabenstenComponisten zusammengesetzt werden, wobei freilich wieder kein Musikant befragt werden, sondern nur Einer walten dürfte, dem die Bedeutung religiöser Musik wahrhaftig aufgegangen ist. Von lebenden Meistern wäre nur Einer tauglich, die Naivetät, mit welcher ungestört treuherzig das Oberammergauer Völklein die Darstellung idealster Gestalten begeht, in Tönen zu verklären und in innerstem Herzen schlicht mitzuempfinden: Anton Bruckner. Denn nicht \"wagnerisirend\", wie die Oberammergauer sich bekreuzend fürchten, dürfte die Musik des bäuerlichen Spieles, welches auch heute noch in seiner Ungeschminktheit an die Schlußworte des einstigen Spieles erinnert:\r\n         \"Wann ein Persohn hat gefält zugegen\r\n     man woll Ihms zu khainem spott auslegen\r\n     Sondern Gedenckchen daß wür der Zeit\r\n     seien nur grobe Paursleith.\"\r\ngehalten werden, sondern bescheiden in den Mitteln, warm gefühlt im Herzen, demuthsvoll und wahr. [... Hinweis auf Liszt ... kurz zu einigen Darstellern ...]\r\n     Uns gilt die nationale Seite der Spiele als die bedeutendste. In Oberammergau beweist das Volk, - da es die Versündigung der Menschheit an ihrem reinsten Ideale ergreifend darstellt - glänzend und lehrreich seine Fähigkeit zu Allem!\r\n                     August Göllerich.\" (***).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 19:55"}, {"ID": 189209145, "Datum": "14.9.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 1328 meldet auf S. 4:\n\"     * [Von der Universität.] Gestern ist das Verzeichnis der öffentlichen Vorlesungen an der Wiener Universität, der sogenannte Lectionskatalog, erschienen, der eine Reihe interessanter Daten enthält. [... Statistik (4949 Hörer, davon 1136 außerordentliche, Verteilung auf Fakultäten und Nationen) ... Bewerkenswertes der einzelnen Fakultäten ... Nachfolge von Meynert noch offen ...] – Aus den Ankündigungen der philosophischen Facultät ist zu entnehmen [... über drei Dozenten ...]. Der Ehrendoctor der Wiener Universität, Professor Anton Bruckner hat sein Colleg über Harmonielehre angekündigt. – Die Inscription für das Wintersemester beginnt am 22. September und dauert bis einschließlich 9. October.\" (*).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 10078 erwähnt auf S. 4 teilweise andere Dozenten:\n\"     [Von der Universität.] Heute ist das Verzeichniß der öffentlichen Vorlesungen an der Wiener Universität im Wintersemester 1893/93 erschienen. [... Statistik, neue Dozenten, Meynerts Nachfolger noch unbekannt ...]. Hofrath Dr. Hanslick wird im Wintersemester Vorlesungen über Geschichte der Oper und des Oratoriums halten. Der Ehrendoctor der Wiener Universität, Professor Anton Bruckner, hat ein Colleg über Harmonielehre angekündigt.\" (**).\n \nAls Gast-Celebrant in St. Florian ist dokumentiert: \"Franz Schmid Dechant Peuerbach\" (***).", "Letzte Änderung": "20.11.2024 22:21"}, {"ID": 189409145, "Datum": "14.9.1894, Freitag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 210 berichtet auf S. 2 von der Sitzung am 12.9.1894:\n\"          34. Sitzung des Gemeinderathes\nder Landeshauptstadt Linz am 12. Sept. 1894.\r\n(Unter dem Vorsitze des Herrn Vice=Bürgermeisters Dr. Lampl.)\n     Unter den Einläufen befindet sich ein Telegramm des Herrn Dr. Anton Bruckner folgenden Inhaltes: \"Für die große Auszeichnung von Seite der Gemeinde=Repräsentanz Linz, für das herrliche Diplom und für die ehrende Gratulation meinen herzlichsten Dank.\" (Wird zur Kenntnis genommen.) [... zu einer neuen Garnison (Beifall.) ...]\n     [... Wasserschutzgebiet ... Volksfesthalle ... Gemeinderäte Girowitz, Dr. Jäger und Beyer ...] Hierauf Schluss der Sitzung.\" (*).\n \nDie Linzer Tages-Post Nr. 210 informiert auf S. 2 vom Verlauf der Sitzung:\n\"       Gemeinderath der Landeshauptstadt Linz.\n             (34. Sitzung am 12. September.)\n     Bei Beginn der Sitzung verliest der Vorsitzende Vicebürgermeister Dr. Lampl ein Dankestelegramm von Dr. Anton Bruckner, welches wir an anderer Stelle wiedergeben, sowie eine Anzahl von Dankschreiben für übersendete Rechenschaftsberichte des Gemeinderathes.\n     [... Wasserschutzgebiet ... Volksfesthalle ... Gemeinderäte Girowitz, Dr. Jäger und Bayer ...] Hierauf wird die Sitzung geschlossen.\" (**)\n \nund teilt auf Seite 4 zu Bruckner eine Variante des Telegrammtextes mit:\n\"                         Linz, am 13. September.\n     (Dr. Bruckners Dank.) An das Bürgermeisteramt in Linz ist von Dr. Anton Bruckner folgendes Danktelegramm eingelangt: \"Für die große Auszeichnung von Seite der Gemeinde=Repräsentanz Linz, für das herrliche Diplom und für die ehrendste Gratulation meinen heißen Dank.\" – Vicebürgermeister Dr. Lampl brachte in der gestrigen Gemeinderathssitzung das Telegramm zur Kenntnis des Gemeinderathes.\" (***).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 21:28"}, {"ID": 189709145, "Datum": "14.9.1897, Dienstag", "Haupttext": "Der Stiftungsbrief vom 16.8.1897 (3000 Gulden für St. Florian) wird vom Bischöflichen Ordinariat ratifiziert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189909145, "Datum": "14.9.1899, Donnerstag", "Haupttext": "In einem Artikel des Fremdenblatts Nr. 253 (Morgenblatt) auf S. 3 über den Maler Büche wird das Porträt Bruckners [vgl. 11.8.1893] erwähnt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190009145, "Datum": "14.9.1900, Freitag", "Haupttext": "Das Unterhaltungsblatt des Vorwärts Nr. 178 (Beilage zum \"Vorwärts\" Berliner Volksblatt Nr. 214) bringt auf S. 3 (= S. 711) einen Feuilleton-Artikel:\n\"                       Kleines Feuilleton.\n     – Brahms und Bruckner. Erinnerungen an Anton Bruckner giebt Dr. Ernst Decsey in der \"Grazer Tagespost\" zum besten; es heißt darin: Bruckner und Brahms waren, wie jeder Anhänger weiß, nicht gut auf einander zu sprechen. [... Anekdote \"Brahms und Bruckner im Roten Igel bei Knödeln und Gselchtem\" ...], das Eis war gebrochen. Und nun ging's in einen vergnügten Abend hinein. – – \"", "Letzte Änderung": "13.06.2026 09:50"}, {"ID": 190409145, "Datum": "14.9.1904, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel von Paul Ehlers »Anton Bruckner« in der Rheinisch-Westfälischen Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190509145, "Datum": "14.9.1905, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Ferdinand Löwe an Oskar Grohé: \n   Über die 1. Symphonie (Presseankündigung des Konzerts).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191009145, "Datum": "14.9.1910, Mittwoch", "Haupttext": "Postkarte (mit IKO 51) von Franz Schaumann an Göllerich.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191109145, "Datum": "14.9.1911, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Theodor Reisch an Gustav Hueber in Vöcklabruck:\n     Er habe erst heute bei Haslinger (Lienau) die Tantiemen der \"VII. Sinfonie\" [recte 8. Symphonie] beheben können (342.- M = 402.- K. [vgl. Wechselkurs am 8.7.1911]); zusammen mit der kürzlich eingegangenen Zahlung Gutmanns (506.- K. für 4. und 7. Symphonie und das Quintett) ergäben sich 908.- K. , die er hälftig ihm mit seinen Brüdern und seinem Onkel Ignaz Bruckner überweise.\n     Nach dem Schreiben [Gustav Huebers] vom 30.8.1911, demzufolge die Ablösesumme von 10000.- K. für zu niedrig erachtet wird und 12000.- verlangt werden, habe er Lienau empfohlen, sein Angebot auf 5000.- K.  zu erhöhen. Die Berliner Zentrale werde das wohl ablehnen. Auch von der Universal-Edition seinen nicht mehr als 6000.- K. zu erwarten.\n     Wenn man den Tantiemenfluss der letzten 5 Jahre (1907 1177.-, 1908 2260.-, 1909 680.-, 1910 371..- und 1911 908.-, zusammen 4796.- K.) zugrundelege, seien für die nächsten 15 Jahre noch 14400.- Tantiemen zu erwarten. Angesichts des verlegerischen Risikos und der Befürchtung, dass knapp vor Auslaufen der Schutzfrist weniger erlöst werden wird, sei Huebers Forderung von 12000.- K. eher zu hoch gegriffen. Er, Reisch, empfehle, mit 10000.- K. Ablösesumme zufrieden zu sein (*).\n \nBrief von Theodor Reisch an Ignaz Bruckner:\n     Von den Tantiemen für das Jahr 1910 (908.- K.) erhalte er 454.- zugesendet. Beiliegend eine Abschrift des Schreibens an den Neffen Gustav Hueber [siehe unter (*)] wegen der Tantiemen-Verhandlungen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191209145, "Datum": "14.9.1912, Samstag", "Haupttext": "The Buffalo Commercial informiert auf S. 12 über Berliner Konzertreihen:\n\"     Hausegger's Berlin concerts with the Bluthner Orchestra [... sechs Termine ...] will present some interesting novelties, [...]. The Berlin Royal Orchestra under Richard Strauss, has set its concerts for October 18th, November 8th and 26th, December 6th and 20th [... fünf weitere Termine ...]. Five Beethoven symphonies are to be performed, two by Haydn, and one each by Brahms, Mahler and Bruckner [7. Symphonie am 26.11.1912]; also Strauss [... 2 Werke ...Hugo Kaun, Blech, Reznicek und Boche ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192009145, "Datum": "14.9.1920, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Wilhelm Furtwängler an Ludwig Curtius: \n   Am 22.10.1920 (2. Konzert in Frankfurt) »u.a. Bruckner, Sinfonie e-Dur (besonders schön!) ...«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192409145, "Datum": "14.9.1924, Sonntag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Journal Nr. 11071 berichtet auf S. 5 vom 50. Geburtstag Arnold Schönbergs, der in den Räumen der Bruckner-Ausstellung im Rathaus gefeiert wurde (*).\nAuf Seite 23 wird gemeldet, dass Dr. Zimmermann 3 Millionen für die Herstellung der Bruckner-Orgel gespendet hat (**).\nAuf Seite 27 werden Bruckner-Aufführungen [prov. WAB 86] in den Gesellschaftskonzerten unter Reichwein und in den Konzerten des Tonkünstler-Orchesters (5. und 8. Symphonie unter Clemens Krauß und Hans Knappertsbusch) angekündigt (***).\n \nAufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] in der Pfarrkirche zum Hl. Kreuz in Wien-Grinzing (°).\n \nAufführung eines Bruckner-Graduale [prov. WAB 67] in der Augustinerkirche und eines Tantum ergo [prov. WAB 48] in der Jubiläumskirche (°°).\n \nBericht über die Ausstellung \"Musik von Bruckner bis zur Gegenwart\" anlässlich des Musik- und Theaterfestes im Wiener Rathaus, die heute eröffnet wird, in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 254 auf S. 5 (°°°).\nAuf Seite 6 Ankündigung der e-Moll-Messe und des Requiems [WAB 39] für das Bruckner-Fest in Klosterneuburg am 11. und 12.10.1924 (#).\n \nDie Reichspost Nr. 254 gibt auf S. 21 einen Überblick über die Programmplanung des Wiener Tonkünstler-Orchesters (mit 5. und 8. Symphonie) (##).\n \nAufführung der e-Moll-Messe in Gunskirchen (###).\nUnter den Mitwirkenden ist der Arzt Hermann Schaller, Sohn von Ludmilla Gallasch (a).\n \nArtikel von Max Auer \"Anton Bruckners Beziehungen zu Vöcklabruck\" in der Salzkammergut-Zeitung (b).\n \nUm 17:30 Uhr Eröffnung der Ausstellung \"Ernste Musik in Wien von Bruckner bis zur jüngsten Gegenwart\" in den städtischen Sammlungen des Neuen Rathauses in Wien. Der Bürgermeister hatte auch an das Stift St. Florian eine Einladung ergehen lassen (c).\nIn einem undatiertem Brief der \"Ausstellung der Stadt Wien anläßlich des Musik- und Theaterfestes 1924\" an das Stift St. Florian war um Leihgaben gebeten worden (c1).\n \nAnkündigung der 3. Symphonie für den 22.10.1924 in The Brooklyn Times (Times Union, Brooklyn) auf S. 15:\n\"STATE SYMPHONY ORCHESTRA\n     Josef Stransky, with the State Symphony Orchestra, will open their second season of subscription concerts at Carnegie Hall on Wednesday evening, October 22. The Third Symphony of Anton Bruckner will be the mainstay of the program and incidentally will commemorate the centennial of the birth of Anton Bruckner (September 4, 1824).\n     Twenty subscription concerts [...].\" (d).\n \nThe Boston Globe Nr. 76 schreibt auf S. 66 (= S. 2 des Zeitungsteils), dass Koussewitzky in Russland zwischen 1907 und 1914 auch Bruckner aufgeführt hat:\n\"       Volcanic Temperament, But Kept Under Control\nKoussevitsky, New Symphony Conductor, Producer of \"Hysterical\" Music\n                                               [...]\n                     By ERNEST NEWMAN,\n            Music Critic of the London Times\n     Serge Koussevitzky was born in Tver (North Russia) in 1874. [... Biographisches ... seit 1909 wieder in Russland ...].\nBroke Away From Routine\n     One of his objects throughout his career has been to break away from routine. In those great Years between 1907 and the outbreak of the war he introduced a number of novelties, native and foreign, to the Russian public, including works by Debussy, Ravel, Fanelli, Florent Schmitt, Paul Dukas, Roger Ducasse, Bruckner, Mahler, Bantock, Taneiev, Prokoviev and others.     [... weitere Novitäten ...].\n     After the revolution in 1917 he was appointed director of the Russian State orchestras. He remained in Russia until 1920, when he left his native country to settle in Western Europe.\nMany Russian Novelties\n     In 1921 he founded those Paris concerts of his that are now so famous. [...].\" (e).\n \nThe Pittsburgh Press informiert auf S. 51 (= S. 7 des Zeitungsteils) über die Filmmusik, die auch Musik von Bruckner [4. Symphonie] verwendet:\n\"ANCIENT MELODIES IN 'THE TEN COMMANDMENTS'\n     The splendid musical score of \"The Ten Commandments,\" coming to the Nixon theater beginning Monday evening, Sept. 29, was written by Hugo Riesenfeld and will be interpreted by a symphony orchestra especially carried on tour. Many ancient and foreign melodies that have never before been heard in this country are included in it. The first part of the score is of distinctly oriental flavor. Although Mr. Riesenfeld composed much of the score he has also used many selections from Rubinstein, Rimsky-Horsokoff [sic] and Bruckner. During the unfolding of the modern story many popular melodies of the day are used and such old favorites as Molloy's \"Love's Old Sweet Song.\" \" (f).\n \nDie Illustrated Daily News Nr. 12 (Los Angeles, California) kündigen auf S. 45 (= S. 13 des Zeitungsteils) die Aufführung der 4. Symphonie in der kommenden Saison an\n\"Rothwell Returns With Trunk Full Of Symphonies\n         By ISABEL MORSE JONES\nWITH a jovial, vacation mood written all over his sun-burned, happy face, Walter Henry Rothwell, conductor of our Philharmonic orchestra, returned to the city from a four months' tour through Europe. [... hörte Novitäten in Paris, Wien und Salzburg (Strawinsky, Honegger, Milhaud) ...].\nBEST ORCHESTRAS HERE\n     Commenting on the orchestras in Europe [... Amsterdam, London, Wien (\"deteriorated\") ...]. He is convinced that the best orchestras are now in America.\n     Mr. Rothwell has brought with him many new scores [... auch einige amerikanische Werke ...].\n     Earlier modernists will be represented on the Philharmonic programs this year by [... Ravel, Scriabin, Schönberg (Verklärte Nacht), Richard Strauss (Macbeth) ...], \"La Mere,\" [sic] Debussy; Fourth Symphony, Bruckner, and \"Harold in Italy,\" Berlioz.\n     Mr. Rothwell expressed himself as being impressed with the importance of the serious consideration of the new developments in the music art [...].\" (g).\n \nArtikel von Adolfo Salazar [siehe die Anmerkung] \"En el centenario de Anton Bruckner\" in der Zeitung \"El Sol\" (h).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 18:44"}, {"ID": 192509145, "Datum": "14.9.1925, Montag", "Haupttext": "Vortrag von Franz Moißl »Anton Bruckner und die Jugend« beim Verband akademisch gebildeter Musiklehrer in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192809145, "Datum": "14.9.1928, Freitag", "Haupttext": "Brief von Felix Maria Gatz (Bruckner-Vereinigung Berlin) an Ernst Kurth.", "Letzte Änderung": "07.08.2026 06:07"}, {"ID": 192909145, "Datum": "14.9.1929, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 21.9.1929 in The Age Nr. 23225 (Melbourne, Victoria, Australien) auf S. 30:\n\"ORIANA      MADRIGAL      SOCIETY.\n                     TOWN HALL.\n SATURDAY NEXT, 21st SEPTEMBER.\n                         At 8 p.m.\n[...]\n      ORIANA MADRIGAL SOCIETY,\n        Assisted by BENDIGO CHOIR.\n     Conductor: W. C. FRAZIER, A.R.C.O.\n                        W. C. FRAZIER, A.R.C.O.\n                     Will Present\n            BRUCKNER'S \"TE DEUM\"\n            BRUCKNER'S \"TE DEUM\"\n          (With Organ Accompaniment),\nAnd other Choral Works by Granville Bantock, Dowland, Wilbye, Gustav Holst and Gunning.\n     At the Grand Organ: RAYMOND FEHMEL\n                                       RAYMOND FEHMEL\n     (Assistant Organist St. Paul's Cathedral).\n[... Kartenpreise und -vorverkauf ...]\"", "Letzte Änderung": "25.09.2024 06:33"}, {"ID": 193109145, "Datum": "14.9.1931, Montag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Leipzig (angeschlossen: Dresden) bringt zwischen 19:30 und 21:00 Uhr \"Musik aus Österreich\" mit dem Leipziger Symphonieorchester unter Dr. Alfred Szendrei, das zu Beginn die g-Moll-Ouvertüre aufführt.", "Letzte Änderung": "28.03.2026 16:41"}, {"ID": 193209145, "Datum": "14.9.1932, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Hausegger an Max Auer: \n   Abgesehen vom Sonderfall der 9. Symphonie solle man die anderen Symphonien in der Gesamtausgabe als praktische Ausgabe erscheinen lassen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193509145, "Datum": "14.9.1935, Samstag", "Haupttext": "Brief von Rudolf Mengelberg an Bruno Walter: \n   Für die Saisoneröffnung im Donnerstagsabendkonzert empfehle er, die 4. Symphonie nicht nach der Pause, sondern davor zu spielen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194109145, "Datum": "14.9.1941, Sonntag", "Haupttext": "Erster (und einziger) Gau-Orgelwettbewerb Oberdonau in St. Florian.\r\nUnter den Teilnehmern sind Adolf Trittinger, Ludwig Daxsperger und Josef und Hermann Kronsteiner, der erste Preisträger (#).\r\nFranz Kinzl war der Organisator; Johann Nepomuk David (er vergab zweimal null Punkte von 60), Josef Meßner und Max Springer bildeten die Jury. Bei der Preisverteilung hielt Gauleiter Eigruber eine Rede (*).\r\nAls musikalische Umrahmung werden dabei der 1. Satz aus Bachs 3. Brandenburgischem Konzert, Bruckners Festmarsch [WAB 96? siehe 8.8.1941] und Wagners Meistersinger-Vorspiel durch das Städtische Symphonieorchester unter Georg Ludwig Jochum  aufgeführt (*a).\n\r\nAufführung der Originalfassung der 8. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Van Beinum (dessen zehnjähriges Jubiläum, vgl. 6.9.1931) in Amsterdam (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2026 17:52"}, {"ID": 194409145, "Datum": "14.9.1944, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Hilde Wendler an Robert Haas:\n[Mutmaßlicher Inhalt] Er möge sich mit Heinz Drewes vom Propagandaministerium in Verbindung setzen, da Friedrich Werner, der gegen die Aktivitäten des Musikwissenschaftlichen Verlags eingestellt sei, gegen die Umbenennung in Bruckner-Verlag agiere.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194809145, "Datum": "14.9.1948, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Heinrich Tschuppik »Eine Anton-Bruckner-Entdeckung« (über das Symphonische Präludium) in der Neuen Zürcher Zeitung.", "Letzte Änderung": "07.02.2023 23:29"}, {"ID": 195009145, "Datum": "14.9.1950, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Herbert von Karajan im Stefaniensaal in Graz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195409145, "Datum": "14.9.1954, Dienstag", "Haupttext": "Vortrag von Josef Drausinger über die 4. Symphonie in Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196109145, "Datum": "14.9.1961, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Carl Hans Watzinger »Der Hallawachl« in den Mühlviertler Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197109145, "Datum": "14.9.1971, Dienstag", "Haupttext": "Australische Erstaufführung der e-Moll-Messe in Adelaide.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197209145, "Datum": "14.9.1972, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Trondheim Symfoniorkester unter Jiri Starek in Trondheim.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197409145, "Datum": "14.9.1974, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der Drei Orchesterstücke [WAB 97], des Marsches d-Moll [WAB 96] und der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Claudio Abbado im Concertgebouw in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "10.06.2026 12:06"}, {"ID": 198009145, "Datum": "14.9.1980, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der Erstfassung der 3. Symphonie unter Eliahu Inbal in Linz (*).\n\n\nPräsentation der Doppel-LP mit der 4. Symphonie in der Erstfassung, basierend auf dem am 20.9.1975 entstandenen \"Gefälligkeitsmitschnitt \" des ORF-Studios Oberösterreich, am ersten Tag des Bruckner-Symposions \"Die Fassungen\" in Linz (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198309145, "Datum": "14.9.1983, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Osaka Philharmonic Orchestra unter Takashi Asahina in der St. Mary's Cathedral in Tokyo (*).\nAufführung der 9. Symphonie durch das Concertgebouw-Orchester unter Bernard Haitink (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199109145, "Datum": "14.9.1991, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Orquesta Filarmónica de Buenos Aires unter Pedro Ignacio Calderón im Teatro Colon.", "Letzte Änderung": "27.07.2026 17:17"}, {"ID": 199609145, "Datum": "14.9.1996, Samstag", "Haupttext": "Symposion »Bruckner und die Volksmusik« in Vöcklabruck mit Vorträgen u.a. von Andrea Harrandt und Elisabeth Maier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200809146, "Datum": "14.9.-4.10.2008, Sonntag/Samstag", "Haupttext": "35. Bruckner-Fest in Linz. Neben Werken Bruckners werden auch Hans Rotts E-Dur-Symphonie und Richard Wagners \"Tristan und Isolde\" (konzertant) aufgeführt. Das ABIL veranstaltet ein Bruckner-Symposion \"Der Künstler in seiner Zeit\".", "Letzte Änderung": "27.02.2026 10:25"}, {"ID": 185908147, "Datum": "14. bis 15.8.1859, Sonntag bis Montag", "Haupttext": "Der Wiener Männergesangverein besucht den »Frohsinn« in Linz.\r\nGemeinsames Konzert am Abend des 14.8.1859, u.a. mit Storchs Chor »Grün«, gesungen vom »Frohsinn«, dem Chor »Mainacht« (gesungen vom WMGV) und Solovorträgen der Wiener Tenöre Olschbauer und Braun.\nAm 15.8. Sängerfahrt nach Kiernberg mit Ansprachen von Herbeck, Zehden und Olschbauer. Über den Hirschenstadl und Wilhering zurück nach Linz (*).\nFür diesen Anlass hatte A. M. Storch einen Festspruch (nach Worten von Friedr. Fladt) komponiert (**).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:36"}, {"ID": 186505146, "Datum": "14. oder 15.5.1865, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Bruckner fährt mit Pichler-Bodog und seinem Harmonielehre-Schüler Franz Schober (*) nach München. An der Grenze zu Bayern hat er Probleme mit den Salzburger Behörden, da er nur seinen Heimatschein als Reisedokument bei sich hat. Herbeck muß helfend eingreifen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184010155, "Datum": "15.10.1840, Donnerstag", "Haupttext": "[20.10.1840?] Beginn der zehnmonatigen Ausbildung zum Schulgehilfen an der Präparandie der k.k. Normalhauptschule (Hofgasse Nr.23 (83/21) (*), damalige Bezeichnung »Schloßberggasse Nr.82« (264/204)).\r\nAufnahmeprüfung unter Johann Pauspertl von Drachenthal. Bruckner wohnt in der Pfarrgasse 11 (*) bei Adolf Hofmann (65/57). Damals lautete die Anschrift »Obere Pfarrgasse Nr.197« (264/204).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 16:11"}, {"ID": 185310155, "Datum": "15.10.1853, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wird vom k. k. Bezirksgericht St. Florian zum Kurator seiner Schwester \"Anna Maria Bruckner, Schullehrerstochter\" bestellt.\r\n   \"Dieses k. k. Bezirks-Gericht hat befunden, sie als Curator der Anna Maria Bruckner Schullehrerstochter von Ansfelden aufzustellen. In dieser Eigenschaft liegt Ihnen ob, Ihre genannte Curandien [recte zu lesen \"Curandine\"?] vor und außer Gericht zu vertreten, das Vermögen getrau und emsig zu verwalten, am Schlusse jeden Jahres die Vormundschaftsrechnung einzubringen, oder wenn der Fall der Rechnungslegung nicht eintreten wird, wenigstens die Pupillar-Tabelle nach dem beiliegenden Formulare jährlich zu überreichen,und überhaupt in allen nach Vorschrift der Gesetze zu benehmen. / Zur Angelobung dieser obliegenden Pflichten haben Sie am 22. Okt. d. J., 8 Uhr Vormittags vor diesem k. k. Bezirksgerichte zu erscheinen. / Vom k.k. Bezirks-Gerichte Florian / am 15. Oktober 1853\".\r\n   Ergänzender Vermerk vom 22.10.1853: \"Hr: Anton Bruckner hat heute das Handgelübde geleistet. / Florian 22/10 853 / Reisser / Act\".\r\n   Auf S. 2 \"St. Florian Vormundschaftssache Anna Maria Bruckner\"", "Letzte Änderung": "04.12.2024 22:20"}, {"ID": 185410155, "Datum": "15.10.1854, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. October     Zum h. Kirchweihfest 2 Bläser u. 1 Tenoristen     6 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010155, "Datum": "15.10.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, »2 St H.« [Klavierstunden Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186110155, "Datum": "15.10.1861, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »15. Oktober 861.« im neuen Doppelbogen »III« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310155, "Datum": "15.10.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht in der »Linzer Zeitung« Nr. 236, S. 1001 [*], über Bruckners Aufenthalt in München:\r\n   »* # Der hiesige Domorganist Herr Bruckner hat dem großen Musikfeste in München angewohnt, und, wie wir erfahren, bei dieser Gelegenheit dem General=Musikdirektor Lachner einige seiner Kompositionen zur Einsicht vorgelegt, wobei Hrn. Bruckner die Auszeichnung zu Theil wurde, von Lachner die Zusicherung zu erhalten, daß er eine oder die andere Komposition Bruckners zur Aufführung bringen werde.« [f-Moll-Symphonie]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710155, "Datum": "15.10.1867, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck:\r\n   Übersendet Bewerbung für die Hofkapelle, bittet um Fürsprache bei Fürst Hohenlohe (*).\nBrief Robert Riepls (Wilhering) an das bischöfliche Ordinariat in Linz:\r\n   Bitte um Approbation des Textes »Iam lucis orto sidere« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010155, "Datum": "15.10.1870, Samstag", "Haupttext": "Bruckners morgiges Orgelspiel in der Augustinerkirche wird in mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nDer Wanderer Nr. 285 (a),\n \nDie Presse Nr. 285 auf S. 14:\n     \"Capellmeister Eder wird Sonntag um 11 Uhr [... erwähnt: Dr. Krauß ...] Die Orgel wird der k. k. Hoforganist Bruckner spielen.\" (b)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 2203, S. 7:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin [... erwähnt: Eder, Emilie Ribarz, Ritter, Dunkl, Krauß, v. Rabatinsky ...] die Orgel wird der k. k. Hoforganist Bruckner spielen.\" (c).\n \n(Premiere von Mozarts »Figaro« unter Herbeck an der Wiener Oper (*)).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 09:50"}, {"ID": 187110155, "Datum": "15.10.1871, Sonntag", "Haupttext": "Bericht des Steyrer »Alpenboten« Nr. 83, S. 2:\r\n      »Professor Bruckner das Opfer einer perfiden czechischen Denunciation« über die Affaire an St. Anna (*)\r\nunter Verwendung des Artikels der Linzer Tages-Post vom 12.10.1871 (**),\r\ndem folgender Zusatz angefügt ist:\r\n     »Wir fügen hinzu, daß dies derselbe Bruckner ist, der erst kürzlich in London den 1. Preis über alle Mitconcurrenten im Orgelspiele errungen hat - der Stolz Oesterreich's und seines engeren Vaterlandes: Oberösterreich. Es scheint, man will uns alle die wenigen tüchtigen Männer, die wir noch haben, aus dem Lande jagen, nur um den aufgeblasenen Czechen den Bart zu streicheln! Gott besser's!« (**).\nDie Grazer Tagespost Nr. 271 veröffentlicht auf S. 6 ebenfalls diesen Text:\n          \"Das Opfer einer Denunciation.\n     Wir lesen in der \"Linzer Tgspst.\": Eine eigenthümliche schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jirecek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Vor Kurzem kehrte der am Wiener Pädagogium als Professor des Orgelspieles angestellte k. k. Hoforganist Herr Bruckner aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, zurück und war sich keines Argen bewußt, als er sich eines Tages mittelst Citation vor den Schulrath des Pädagogiums beschieden sah. Hier wurde er vom Schulrath Becker mit vorwurfsvoller und barscher Rede empfangen und ihm eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nach dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Professor Bruckner wagte es in seiner bekannten Bescheidenheit und Schüchternheit nicht, auf diese Insinuation die gebührende Antwort zu geben und nahm die Entlassung an, obschon es sich hiebei buchstäblich um seine Existenz handelte. Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an das hiesige Pädagogium, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. und als vierter k. k. Hoforganist einen Zuschuß von 200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. In der Angst um seine Zukunft wendete er sich an den König von Baiern, um für sich eine passende Stellung an einem Münchener Institute zu erbitten, und erwartet jetzt von der königlichen Antwort sein Heil oder Wehe. Jene anonyme Denunciation aber, welche den deutschen Professor Bruckner in die Lage setzte, einem czechischen Nachfolger Platz zu machen, entspricht nur insoferne der Wahrheit, als der Herr Professor einmal eine Schülerin mit „liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei.\" (***).", "Letzte Änderung": "11.09.2025 16:32"}, {"ID": 187210155, "Datum": "15.10.1872, Dienstag (St. Theresia)", "Haupttext": "Bruckner schreibt im Gedenken an seine Mutter das Andante-Thema des 2. Satzes der 3. Symphonie - wie er später Josef Kluger berichtete (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187310155, "Datum": "15.10.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Wagner-Verein (Karl Wolf [*]): \n\n    Dankt für die herzliche Auszeichnung und bittet, als Mitglied aufgenommen zu werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410155, "Datum": "(15.10.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Burgstaller beantragt, einen mehrmonatigen Kurs in Regensburg [Allgemeiner Cäcilienverein Witts] besuchen zu dürfen. (Dieses Gesuch wurde von Bischof Rudigier abgelehnt).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:23"}, {"ID": 187810155, "Datum": "15.10.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XI. (15/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 15:38"}, {"ID": 188110155, "Datum": "15.10.1881, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen machen auf die morgige Kirchenmusik aufmerksam:\n \nFremdenblatt Nr. 284 auf S. 12:\r\n\"    In der k. k.  Hofpfarrkirche St. Augustin wird morgen um 11 Uhr Herr Kapellmeister Leop. Eder Haydn's Mariazellermesse, Graduale (Violinsolo von Anton Richter) und Offertorium (Sopransolo von Frau Ernestine de Bauduin) aufführen und werden die Soli Amalie v. Rueber und Irma v. Terputetz singen. Das Violinsolo spielt Herr Anton Stecher, Mitglied der k. k. Hofoper, die Orgel Hoforganist Professor Bruckner.\" (*),\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 283, S. 3 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6154 auf S. 5:\n     \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin wird am Sonntag um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder Haydn's Mariazeller=Messe, Graduale (Violin=Solo) von Anton Richter und Offertorium (Sopran=Solo) von Frau Ernestine de Bauduin aufführen. Die Soli werden Amalie v. Rueber und Irma v. Terputetz singen. Das Violin=Solo spielt Herr Anton Stecher, Mitglied der k. k. Hofoper, die Orgel Hof=Organist Professor Bruckner.\" (***),\n \nTribüne Nr. 284, Abendausgabe S. 3 (°),\n \nWiener Zeitung Nr. 237 auf S. 5:\r\n\"     (Kirchenmusik.) Sonntag, den 16. d. M., Vormittags 11 Uhr werden in der Hofpfarrkirche zu St.=Augustin unter des Herrn Capellmeisters Leop. Eder Leitung Haydns „Mariazeller\"=Messe, ein Graduale mit Violinsolo von Anton Richter und ein Offertorium mit Sopransolo von Frau Ernestine de Bauduin zur Aufführung kommen, und werden die Soli die Damen A. von Rueber und I. von Terputetz singen. Das Violinsolo spielt Herr Ant. Stecher, Mitglied des k. k. Hofopernorchesters, die Orgel Herr Hoforganist Professor Bruckner.\" (°°)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 585 auf S. 5 [inhaltlich wie (***)] (°°°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:25"}, {"ID": 188410155, "Datum": "15.10.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner spielt in St. Florian beim Requiem für Traumihler über ein Thema aus dem Mozart-Requiem. Ungewöhnliche Gestaltung des Schlußchorals.\r\nFranz X. Müller ist Ohrenzeuge von Bruckners Gebet an der Bahre (*a).\r\n\"Bruckner war eben von Wien zum Kondukt in St. Florian eingetroffen. Ich als Student ebenfalls von Linz gekommen, meinem zweiten Vater, der mich zum Studium brachte, die letzte Ehre zu erweisen.\" (*b).\r\nBruckner gratuliert Loidol zur Hl. Profeß und sagt ihm, das »Te deum« sei Gott gewidmet. Abends fährt er nach Wien zurück (*).\r\nIn den Wiener Gebetsaufzeichnungen ist zwar der Tag numeriert, aber nichts Inhaltliches angegeben (**).\r\nDatierung und Eintragungen sind durch eine waagerechte Linie hervorgehoben - vermutlich wegen des besonderen Ereignisses (**a).\r\nIm Gäste- und im Fremdenbuch des Stifts ist Bruckners Besuch nicht vermerkt - möglicherweise weil er am gleichen Tag wieder abgereist ist (**b).\nBrief Nikischs an Bruckner [siehe Anmerkung]:\r\n   Hat heute die 7. Symphonie dem Leipziger Kritiker Schwalm vorgespielt. Wünscht, daß Josef Schalk den Klavierauszug ihm noch hier lasse (***).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "03.04.2025 07:06"}, {"ID": 188510155, "Datum": "15.10.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Daniel de Lange dirigiert die 3. Symphonie in Amsterdam (*) in einem Konzert des »Apollo-Vereins« (*a); als Gesangssolist des Konzerts wirkt Meschaert mit (*b).\n\n\nDie \"Caecilia\", algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland, Jg. 42, Nr. 20, kündigt auf S. 198 dieses Konzert an:\n\"     De Maatschappij „Apollo\" geeft op 15 Oct. haar eerste concert en als hoofdwerk maakt men dan eene symphonie van Brückner. Wij zijn zeer verlangend met dit werk kennis te maken, te meer daar de heer Dan. de Lange wel voor een goede uitvoering zal zorg dragen.\" (*c).\n\nHinweis in den Wiener Signalen Nr. 20, S. 163, auf die geplanten Aufführungen des Quintetts [7.1.1886] und des »Te deum« [10.1.1886]: \n     » - Die diesjährigen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde [...] 3. (10. Jänner 1886) [...] Bruckner: Tedeum für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung). [...]\n     - Das Quartett Hellmmesberger und Söhne - aus künstlerischen Gründen in den kleinen Musikvereinssaal zurückkehrend - veranstaltet, wie alljährlich, so auch in diesem Winter sechs Kammermusikabende [...] Das Programm derselben enthält folgende Werke: [...] Bruckner: Quintett F-dur. [...]« (**).\nBrief von Franz Wüllner an Brahms: \n      \"[...] Ich verstehe nicht Deine Bemerkung über die Jagd nach Novitäten [...] Ob der Dirigent eines großen Konzertinstitutes, wie die Gürzenich-Konzerte, nicht die Pflicht hat, Novitäten, die nicht talentlos oder aus schlechter Gesinnung hervorgegangen, sondern ehrlich, gutgemeint und von einer gewissen Bedeutung sind, auch dann aufzuführen, wenn sie seiner eigenen Anschauung nicht entsprechen, darüber laß mich heute nicht reden. [...]\" (***).\nDass Bruckner auch in Norddeutschland kein Unbekannter mehr ist, beweist ein Bericht im Musikalischen Wochenblatt Nr. 43 auf S. 4: \n      \"Braunschweig. \"Zweites Concert zum Besten des Abt-Denkmal-Fonds\". - Das fand ich angekündigt, als mich mein Weg am 20. Sept. durch Braunschweig führte. [... warum diese Eile (Abt war am 31.1.1885 gestorben) ... über die Fragwürdigkeit einer Glorifizierung ...] Deutsch und immer deutsch führen die Herren im Munde, als ob nicht längst erkannt wäre, dass Das, was als deutsch sich fortwährend auf den Markt drängt und mit weihrauchduftenden Phrasen um sich wirft, am wenigsten diese ehrenvolle Bezeichnung verdient. Die würde eher einem Manne zukommen, der wie Ant. Bruckner, der fast Siebzigjährige, stets im Stillen gewirkt und geschaffen, und in dem nun plötzlich die Welt einen alle (?) Mitlebenden überragenden Symphoniker erkannt. So aber war Abt nicht. [... über Abts Bedeutung ... kein Wort über das Braunschweiger Konzert ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610155, "Datum": "15.10.1886, Freitag", "Haupttext": "Die »Lyra« schreibt auf S. 16, daß Bruckner derzeit an der Fertigstellung mehrerer Werke arbeite:\n»Aus der musikalischen Welt. \nAnton Bruckner ist, wie uns seinerseits mitgetheilt wird, mit der Fertigstellung mehrerer neuer Arbeiten beschäftigt, um deren rasche Vollendung und Aufführung sich mehrere Concert=Institute bemühen. Entsprechender Weise mag sich der Componist hinzu [sic] nun wohl auch bedachtsam Zeit lassen; hat man ihn, besonders in Wien, ja auch lange genug auf die gebührende Würdigung warten lassen.« [keine Signatur] (*). (Die Philharmoniker spielen unter Hans Richter in einer Novitätenprobe Hugo Wolfs »Penthesilea« (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710155, "Datum": "15.10.1887, Samstag", "Haupttext": "Brief Deublers an Bruckner:\r\n     Dankt für die ausgezeichneten Dienste am Kirchenchor [August/September 1887]. Bittet um die Stimmen zum Requiem [WAB 39], dessen Partitur Bruckner in St. Florian zurückgelassen habe, da eine Aufführung am 2.11.1887 geplant sei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188810155, "Datum": "15.10.1888, Montag", "Haupttext": "Brief von Gustav Hueber an Bruckner (seinen Firmpaten):\r\n    Teilt ihm mit, daß er am 11.10.1888 zum Gefreiten der Sanitätsabteilung in Innsbruck befördert wurde. Bittet um fernere Zuneigung seines Firmpatenonkels, der ja wisse, wie schwer es seinen Eltern falle, ihn zu unterstützen (*).\nDatierung im 1. Satz der 3. Symphonie bei Takt 267-289 (**).\nDie Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 2 kündigt auf S. 5 die Aufführung des Quintetts durch Hellmesberger [14.3.1889] an:\r\n    \" - Das Hellmesberger-Quartett hat sein Programm bereits festgestellt: es gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner Quintett F-dur; [...]\" (***)\nund informiert auf S. 6, daß bei Rättig der von Josef Schalk hergestellte Klavierauszug des \"Te deum\" erschienen ist:\r\n   \" - Im Musik-Verlage von Th. Rättig in Wien ist erschienen: „Te Deum”, für Chor, Soli und Orchester, Orgel ad libitum. Von Anton Bruckner. Preis: Partitur 10 Mark, Orchesterstimmen 15 Mark. Clavier-Auszug mit Text von Jos. Schalk: 4 Mark. Singstimmen 3 Mark. Einzelne Stimmen 75 Pfennige. - Obiges hochinteressante Werk des genialen Bruckner ist durch eine äusserst gelungene Vorführung im grossen Musikvereins-Saale vortheilhaft bekannt geworden und sei hiemit Vereins-Directoren zu Concert-Aufführungen bestens empfohlen.\" (°).\n\"Die Lyra\" Nr. 2 (327) schreibt auf S. 15/3: \"Die Kaufmann'sche Orgel in der Wiener Gewerbeausstellung. Die bereits für Stockerau um 6000 fl. angekaufte Orgel von dem hiesigen Orgelfabrikanten Kaufmann (Stumpergasse, Wien) ist ein mit 2 Klaviaturen vollständigem Pedale und 25 Registern ausgestattetes Werk, welches einige schöne und zarte Principal= und Gambaregister besitzt und auf die Zuhörer einen sehr angenehmen Eindruck macht. Es ist daher nicht Wunder zu nehmen, daß unsere ersten Organisten, Hofvicekapellmeister Pius Richter, Hoforganist Rudolf Bibl und Hoforganist Anton Bruckner sich die Mühe nehmen, gediegene Vorträge in Form eines Orgelkonzertes mit diesem Werke zu bringen. [... Leopold Eder, Hauptmann, Köppelhofer und Trotzler (Stockerau), Wilhelm Wolf (Sohn von Cyrill Wolf)] wurde durch den Beifall des Publikums in seinem Eifer für die Vollendung auf diesem Instrumente wirksam aufgemuntert.\" (°°).", "Letzte Änderung": "21.04.2026 12:55"}, {"ID": 189010155, "Datum": "15.10.1890, Mittwoch", "Haupttext": "\"Die Lyra\" XIV, Nr. 2 (375), kündigt auf S. 15 [= S. 3] an, daß im 3. Konzert der Wiener Singakademie Bruckners \"Ave Maria\" (WAB 6) aufgeführt wird:\r\n   \"Die Wiener Sing=Akademie bringt im Winter 1890-91 zur Aufführung: [...] III. Concert (Aufführung geistlicher Musik): [... J. S. Bach, T. L. Viktoria, M. Praetorius, G. A. Perti ...] A. Bruckner: „Ave Maria”, siebenstim. Chor a capella, [... Friedemann Bach ...]\" (*). \nEinen ähnlichen Hinweis bringt die Österreichische Musik- und Theaterzeitung III Nr. 2 auf S. 10:\r\n   \" - Das Programm für die diesjährigen drei Concerte der Wiener Singakademie umfasst unter Anderem an grösseren Werken: [... Götz, Cherubini, Friedemann Bach ...] und andere Chorwerke von Palestrina, [...] Peter Cornelius, Anton Bruckner, Johannes Brahms und Richard Heuberger.\" (**).\n»Die Presse« Nr. 284 schreibt auf S. 9:\r\n\"Aus dem Musiker-Lexikon von Professor Tastengreifer.\r\n     In dem Fachblatte \"Der Clavierlehrer\" werden Bruchstücke aus einem Musiker=Lexikon des der Wissenschaft allzu früh entrissenen Professors Tastengreifer mitgetheilt. [...] Die Auffassung des Professors - das werden die Leser bestätigen - ist eine durchaus originelle und eigenartige.\n     Bach, Johann Sebastian [... Begleitung zu Gounod-Melodie ...]\r\n[... Badarzewska, Beethoven ...]\n     Brahms Dr. Johannes, siehe Hanslick.\n     Bruckner, Anton, verdient schon wegen seines großen B mit Bach und Beethoven zusammen genannt zu werden.\n     Cimarosa [...]\r\n[... Chopin, Czerny, Händel ...]\n     Hanslick, Dr. Eduard, siehe Brahms.\n     Rossini [... lustige Kirchenmusik, ernstere Opern ...]\r\n[... Schubert, Strauß-Dynastie, Wagner (Wagnerianer!), Weber ...]\" (***).\nBei der Geschäftsversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins werden u.a. die vier Internen Abende geplant und \"eine grosse Musikaufführung, welche u. A. ein Werk Ant. Bruckner's bringen solle\"; die Wochenversammlungen sollen fortan am Mittwoch stattfinden (°).", "Letzte Änderung": "21.04.2026 21:19"}, {"ID": 189110155, "Datum": "15.10.1891, Donnerstag", "Haupttext": "Inserat für Göllerichs Konzert in der Nürnberger Stadtzeitung (*).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 997 kündigt auf S. 10 die Aufführung eines Bruckner-Werkes [Quintett?] durch das Erste Wiener Volksquartett für klassische Musik an:\r\n           \"Theater, Kunst und Literatur.\r\n     - Wie im vorigen Jahre acht [sic], so finden auch in diesem Winter 24 akademische Kammermusik-Concerte des \"Ersten Wiener Volksquartett für classische Musik\" statt, [... Ort und Uhrzeit ...] und werden außer den Werken der Classiker und Romantiker in dieser Saison Compositionen folgender lebender, speciell Wiener Componisten aufgeführt: a) Kammermusikwerke von: Joh. Brahms, Ant. Bruckner, [...] b) Lieder von: [...]\" (**).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 4045 auf S. 7:\r\n\"             Musik=Nachrichten.\r\n      – Programm der Philharmonischen Concerte am 15. und 29. November, 13. und 27. December 1891, 10. Januar, 7. Februar, 20. März und 3. April 1892, Mittags um halb 1 Uhr, im großen Musikvereinssaale:\r\n[...]\nBruckner: Symphonie Nr. 1, C-moll (erste Aufführung).\r\n[... alphabetische Reihenfolge, danach Hinweise zum Kartenverkauf ...]\" (***)\nund »Die Lyra« Nr. 2, S. 14, (°a)\r\nkündigen in Programmvorschauen die Aufführung der 1. Symphonie [am 13.12.1891] an,\r\ndie »Lyra« zusätzlich die des »Te deum« [am 20.12.1891] (°b).\n(°) Text der \"Lyra\":\r\n                  \"Wiener Concerte.\r\n    Gesellschafts-Concerte. Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Spielzeit 1891/92, geleitet vom Concertdirector Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen, Nachmittags um halb 1 Uhr, mit nachbenannten Nummern statt: [...] II. 20. November: [sic!] [... J. S. Bach, Brahms, Schumann ...] Anton Bruckner: Te Deum für Chor, Soli und Orchester und Orgel (zweite Aufführung). [...]\r\n    In den von den Mitgliedern des k. k. Hof=Opernorchesters veranstalteten Philharmonischen Concerten, welche am [... acht Termine ...] stattfinden werden, gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 1, C-moll (1. Aufführung). [...]\" (°).\nEin Inserat in der \"Presse\" Nr. 283 auf S. 12 macht auf das Konzert vom 20.12.1891 aufmerksam:\r\n\"[...]\r\n 2. 20. December.\r\n[... Bach, Brahms, Schumann ...] - Ant. Bruckner: Te Deum für Chor, Soli, Orchester und Orgel (2. Aufführung). [... weitere Termine, Kartenpreise ...]\" (°°).\nEine Annonce erscheint auch nochmal in der Neuen Freien Presse Nr. 9747 auf S. 12: \"[...]\r\n      II. 20. December.\r\n[... Bach, Brahms, Schumann ...] - Ant. Bruckner: Te Deum für Chor, Soli, Orchester und Orgel (2. Aufführung). [... weitere Termine, Kartenpreise ...]\" (°°°)\nund in der Wiener Zeitung Nr. 236 auf S. 12 [nahezu identisch] (#).", "Letzte Änderung": "31.07.2023 19:58"}, {"ID": 189210155, "Datum": "15.10.1892, Samstag", "Haupttext": "Eingangsdatierung des Obersthofmeisteramtes auf Bruckners Gesuch um Enthebung vom Dienst an der Hofmusikkapelle (*).\nDie Aufführung des 150. Psalms am 13.11.1892 wird angekündigt\nin der »Lyra« XVI, Nr. 2 (421) auf S. 4 [= S. 18]:\r\n\"     Die Winter=Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde geleitet von Prof. Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen, um halb 1 Uhr Mittags, statt: I. 13. November: Franz Schubert: Ouverture in E-moll; A. Bruckner: Psalm für Solo, Chor und Orchester (1. Aufführung); [... Liszt, Richard Strauss, Mendelssohn ... die anderen Konzerte ...]\" (**),\nim Deutschen Volksblatt Nr. 1359 auf S. 11 (Inserat): \"Concerte Musikvereins-Säle. Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1892/93, geleitet von dem Concert=Director Herrn Wilhelm Gericke finden an folgenden Sonntagen, um halb 1 Uhr Mittags mit nachbenanntem Programm statt. I. 13. November. Franz Schubert: Ouverture in E-moll; A. Bruckner: Psalm für Solo, Chor und Orchester (1. Aufführung), [... Werke, Solisten, andere Konzerte, Kartenverkauf ...]\" (**a),\nin der Wiener Zeitung Nr. 238 auf S. 12 (Inserat) [inhaltlich wie (**a)] (**b)\nund nochmals in der »Presse« Nr. 280 mit einem Insersat auf S. 12 [hier ohne den Zeilenumbruch des Originals]:\r\n\"     CONCERTE. Musikvereins-Säle. Die vier ordentlichen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde in der Saison 1892 bis 1893, geleitet von dem Concert-Director Herrn Wilhelm Gericke, finden an folgenden Sonntagen um halb 1 Uhr Mittags, mit nachbenanntem Programme statt. I. 13. November. Franz Schubert: Ouverture in E-moll; A. Bruckner: Psalm, für Solo, Chor und Orchester (Erste Aufführung); [... Werke, Solisten, andere Konzerte, Kartenverkauf ...]\" (***).\nAuf die Erstaufführung der 8. Symphonie [am 18.12.1892] macht die Musikalische Rundschau Nr. 25 auf S. 213 aufmerksam:\r\n\"                        Concerte.\n     Singverein und Philharmoniker haben ihre Programme bereits veröffentlicht, welche eine interessante Concertsaison versprechen. Von Novitäten Wiener Meister kommen ein Psalm und die 8. Symphonie, Sr. M. Kaiser Franz Josef gewidmet, von Bruckner, [...] zur Aufführung.\" (°).\nAnkündigung der morgigen Aufführung des »Locus iste«\nin der Neuen Freien Presse Nr. 10109 auf S. 6:\r\n\"In der St. Elisabethkirche auf der Wieden: Messe in D von Horak, Graduale (\"Locus iste\") von Anton Bruckner, Offertorium (\"Jubilate\") von Eybler und Tedeum von Führer. [...]\" (°°),\nim Wiener Tagblatt Nr. 286 auf S. 4 (dort »Jesus dulcis«):\r\n\"Der Kirchenmusikverein \"St. Elisabeth\" bringt am Sonntag den 16. Oktober zu seinem zweiten Gründungsamte und zu der vom hohen Ordinariate angeordneten Kolumbus-Feier Nachstehendes zur Aufführung: Messe in D von Horak, Graduale: \"Jesus dulcis\" von A. Bruckner, Offertorium. \"Jubilate\" von Eybler, \"Te Deum\" von Führer. [...]\" (°°°),\nim Neuen Wiener Tagblatt Nr. 286 auf S. 5:\r\n\"     [...] – Kirchenmusikverein St. Elisabeth: Zweites Gründungsamt und Kolumbusfeier. Messe in D von Horak, Grad. Locus iste von A. Bruckner, Offert. Jubilate von Eybler, Te deum von Führer. – [...]\" (#)\nund in der Wiener Zeitung Nr. 238 auf S. 4: \"Der Kirchenmusikverein \"St.=Elisabeth\" auf der Wieden bringt am Sonntag, den 16. d. M., zur Aufführung: Messe in D von Horak, Graduale \"Locus iste\" von Anton Bruckner, Offertorium \"Jubilate\" von Eybler, Te Deum von Führer.\" (#a).\nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 22 berichtet auf S. 540 - 544 von der Kunstausstellung im Münchner Glaspalast:\r\n\"           Bildhauerei im Glaspalaste.\r\n     Die Bildhauerei ist seit geraumer Weile das Stiefkind der Kunst. Sie muss sich mit dem begnügen, was vom Tische der Architektur abfällt, und froh sein, wenn sie dann und wann berufen wird, zum Ruhme eines großen Mannes ein Denkmal oder zum Schmucke eines öffentlichen Platzes einen Brunnen zu errichten [... S. 542:]. In Anbetracht so misslicher äusserer Verhältnisse wird man den im Glaspalast ausgestellten Bildwerken, selbst abgesehen von den Meisterschöpfungen eines Antokolsky, Tilgner, Frémiet, die aufrichtigste Anerkennung nicht versagen können. [... Beschreibung einiger Plastiken ...] Frei von jedem Vorurteil, selbständig und eigenartig tritt Meister Tilgner auf. Er fußt auf der Überlieferung, aber er wächst im Drange seiner kräftigen künstlerischen Individualität weit über sie empor. Sein preisgekrönter Brunnen [...]\r\n     Am schwierigsten ist die Auslese unter der Menge durchwegs löblicher Porträtbüsten; denn hier, wo dem Bildhauer der realistische Zug der Zeit und eine verstärkte Nachfrage zu Hilfe kommen, schafft er aus dem Vollen und leistet sein Bestes. Wiederum finden wir die Österreicher im Vordertreffen; die Büsten des Grafen Thun von Myslbek und des Professor Bruckner von Tilgner halten den Gemälden Pochwalski's, des unbestrittenen Preisträgers im Porträt, die Wage. Über die Kraft und Würde der einen, die Vergeistigung der anderen, an römische Charakterköpfe gemahnenden ist nichts mehr zu sagen, so wenig als die meisterhaften Bildnisse von Tautenhayn und Kowarzik hier einer nachträglichen Würdigung bedürfen. [... weitere Künstler, ausführlicher über den Russen Antokolsky ...]\r\n[Signatur auf S. 544:]      Hans Peters.\" (##).\r\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "03.10.2023 10:52"}, {"ID": 189310155, "Datum": "15.10.1893, Sonntag", "Haupttext": "Generalprobe der 3. Symphonie unter Hermann Levi in Berlin (*).\n[Vermutlich nach der (öffentlichen?) Generalprobe] Telegramm Levis an Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern]:\r\n»&lt;TELEGRAMM No&gt; 8672\r\n&lt;an&gt;\r\ndoctor bruckner heszgasze 7 . wien =\r\n[Stempel links:] Berlin-42 [/] 15[?]/10 1893\r\nNemetschek\r\n&lt;Text:&gt; w de berlin 8735 33 1 10= \r\nsinfonie -- vorzueglich -- gegangen . publikum tiefer eindruck . \r\nhatte grosze freude . bedaure sehr , dasz nicht anwesend sein konnten ! von ganzem herzen gute beszerung [sic] . verehrungsvoll\r\nund getreu ergeben = hermann levi +« (**).\nDie Aufführung der 2. Symphonie in den Philharmonischen Konzerten [14.1.1894 oder 15.4.1894?] wird in der »Lyra« auf S. 3 angekündigt (***).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 20 berichtet auf S.263f vom Festkonzert am 8.10.1893 (mit »Helgoland«), signiert \"-d-r.\" [die anderen Beiträge von O.Keller]:\r\n\"Das goldene Jubiläum des Wiener Männergesangvereines.\r\n[...]\r\n            Der dritte Tag: Concert und Fest-Commers.\r\n     Um das Concert zu einer mehr als ephemeren Kundgebung zu machen, hatte die Leitung des Vereines von langer Hand Vorbereitungen getroffen, für diese Aufführung neue Compositionen hervorragender zeitgenössicher Tonsetzer zu erwerben. Brahms, Goldmark, Bruckner, Max Bruch, Gernsheim u. a. waren aufgefordert worden, aber nur die drei letztgenannten entschlossen sich, eigens für den Anlaß neue Werke zu schaffen.\r\n     Das \"Gelegenheits=Componiren\" ist aber eine fatale Sache und die größten Meister haben in solchen Fällen erfahren müssen, daß der \"göttliche Funke\" was anderes ist, als der Funke, den man auf Eisen und Feuerstein jede Minute erzeugen kann. \"Gelegenheit macht Diebe\", sagt man. In Rücksicht auf die Gelegenheitscompositionen ist das ebenfalls wahr, denn die bedeutendsten Männer waren bei Gelegenheitscompositionen gezwungen, bei sich selber – Anleihen zu machen. Auch die drei, gewiß mit Recht geachteten Componisten Bruckner, Bruch und Gernsheim haben nicht viel Anderes vermocht, als wieder einen Abzug von ihren Lieblingsmatrizzen zu fertigen. Das festliche Prangen Bruckner's, das etwas professorliche, vornehme Dociren Gernsheim's, das wohllautende Musiciren M. Bruch's haben wir so und ähnlich, meist mit mehr innerer Wärme, gesehen und gehört. Trotzdem ist es hochehrend für den Verein, daß er die drei Meister bewog, überhaupt zur Bereicherung der Männerchorliteratur etwas beizutragen und so nicht blos das Fest des Vereines zu zieren, sondern einem ganzen Zweige der musikalischen Literatur neue Nahrung zuzuführen.\r\n     Für die neuen Werke und wohl auch für das Concert selbst war es nicht günstig, daß die drei gewaltig umfangreichen Novitäten innerhalb ein paar Stunden abgesungen werden und ihnen noch eine Anzahl älterer Stücke als Rahmen dienen mußten. Zu viel Neues und zu viel Altes wurde auf einmal geboten und das Neue litt noch unter dem Uebelstande der Gleichförmigkeit. Jeder der drei Componisten hatte einen antiken Stoff gewählt – Max Bruch \"Leonidas\", Gernsheim \"Phöbos Apollon\" und Bruckner \"Helgoland\", ein altrömisches Schiffsunglück vor diesem Felseneilande, also zwei Untergänge und einen Aufgang – jeder hatte seinen Vorwurf tüchtig pathetisch behandelt und jeder in zeitlicher Ausdehnung mehr gethan, als man im Zeitalter der Tragödien à la minute, in der Epoche der \"Cavalleria\" gut vertragen kann. Das berühmte Beispiel des Philadelphia=Marsches hat nicht genug warnende Wirkung geübt.\r\n     Am meisten musikalischen Gehalt dürfte Bruch's \"Leonidas\" aufweisen. [... über dieses Werk und Gernsheims Komposition...].\r\n     Bei Bruckner braucht man nur den Namen zu nennen, um Alles zu wissen. Dieselbe Sprunghaftigkeit der Conception wie immer, gewaltsame Stimmbehandlung wie immer, aber auch – wie immer – großartige Klangwirkung und virtuoses Hervorheben des Festlichen. Bruckner war ja der prädestinirte Festcomponist. Aeußerlicher Pomp, strahlende Pracht sind ja in jedem seiner Werke die obersten und jedermann aufallenden Eigenschaften. Wie gut mußten diese einer Gelegenheitscomposition zu statten kommen! – So nmußte das Bruckner'sche Stück auch die meiste Wirkung auf das Publicum machen, das den greisen Componsiten jubelnd begrüßte und ihn zwang aufs Podium zu steigen und sich zu zeigen. – Wie immer!\r\n     Nebst diesen drei unfangreichen Werken hatte – als vierte Novität – Herr Chormeister Kremser ein \"Nachtlied\" für Cor und Orchester mit Tenorsolo geliefert, [... kurz über die anderen, älteren Werke ...] in musterhafter Ausführung. Chormeister Kremser dirigirte, mit Ausnahme der Bruch'schen und Gernsheim'schen Werke, das ganze Programm mit unermüdlicher Sorgfalt , mit beneidenswerthem Schwung und Feuer.      –d–r.\r\n     Der dritte Festtag [... über den Ablauf, die Anwesenden, den abendlichen Commers ... Nachklänge ...]  O. Keller.\"\r\n[Auf Seite 261 Abbildung der Chormeister Storch, Stegmayer, Schläger und Gustav Barth] (°).\nDieses Konzert wird auch in der Musikalischen Rundschau Nr. 20 auf S. 161f von Ernst Pick besprochen:\r\n\"Das Jubiläum des Wiener Männergesangs-Vereins.\r\n     [...] Daran schlossen sich [...] die drei, für dieses Festconcert componirten Chöre, Bruckner's \"Helgoland\", [...]. Dass Gelegenheitscompositionen nur selten die ganze Kraft des Genies zeigen, bewiesen neuerdings die erwähnten Novitäten. Den tiefsten Eindruck machte Bruckner's kräftiger Chor \"Helgoland\", eine Composition, die oft gehört werden müsste, um ganz verstanden zu werden. Sie gehört nicht zu dem Allerbesten, was Meister Bruckner schuf, aber zu dem weitaus Besten, was in letzter Zeit für Männerchor und Orchester geschrieben wurde. [...]\" (°°).\nAuf S. 167 stellt die Musikalische Rundschau das Programm der Musikabende des Wiener Akademischen Wagner-Vereins vor: Quintett Ende Dezember 1893 [28.12.1893] und Mittelsätze der 5. Symphonie Ende März 1894:\r\n\"           Opern- und Concertnachrichten.\nWiener akademischer Wagner-Verein.\r\n    (Vier interne Musikabende [...])\r\n[...] Als Programme sind in Aussicht genommen: [...] Zweiter Abend, Ende December 1893 [...] 4. Bruckner, Quintett. [...] Vierter Abend, Ende März 1894 [...] 5. Bruckner, Adagio und Scherzo der V. Symphonie (B-dur) für 2 Claviere. [...]\" (°°°).\nDie Wiener Zeitung Nr. 237 macht auf S. 4 auf die heutige Kirchenmusik aufmerksam:\r\n      \"(Kirchenmusik.) Der Kirchenmusikverein \"St.=Elisabeth\" bringt zu seinem dritten Gründungsamte am Sonntag, den 15. d. M., zur Aufführung: Krönungsmesse von W. A. Mozart, Graduale: \"Locus iste\" von Bruckner, Offertorium: \"Filiae regum\" von Laudorn.\" (#).\nAufführung des \"Locus iste\" als Graduale in der Pfarrkirche St. Elisabeth in Wieden (##).\nDer Pester Lloyd Nr. 247 kündigt auf S. 7 eine Aufführung der 4. Symphonie für den 14.2.1894 an:\r\n\"     * Die \"Philharmonische Gesellschaft\" eröffne[t] den Cyklus ihrer diesjährigen Konzerte unter Leitung des Dirigenten Arthur Nikisch mit einem Jubiläums=Konzerte, welches aus Anlaß der 40. Jahreswende des ersten philharmonischen Konzertes am 8. November stattfindet. [... sieben Konzerte incl. eines außerordentlichen Konzertes ...] Die philharmonischen Konzerte, welche wie bisher im großen Saale der hauptstädtischen Redoute stets Mittwoch abgehalten werden, fallen auf folgende Tage: [8./11.11., 6./20.12.1893 ...], 10. Jänner (1894), 14. und 28. Feber. Das Generalprogramm für diese 7 Konzerte wurde wie folgt festgesetzt: [... 1. bis 5. Konzert ...]. – VI. Konzert. 1. Wagner: \"Eine Faust-Ouverture\". 2. J. J. Major: \"Suite romantique\". (Erste Aufführung.) 3. Bruckner: IV. Symphonie (Es-dur). (Zum ersten Mal.) 4. Liszt: \"Ungarische Phantasie\" (E-dur) für Klavier mit Orchester. Vorgetragen von Herrn Elemér Polonyi. – VII. Konzert. [... Vorverkauf etc. ...]\" (###).\nDer Buffalo Courier Nr. 288 erwähnt Bruckner auf S. 13 in der 5. Spalte:\r\n\"     EMIL PAUR, CONDUCTOR.\r\nCareer of the New Leader of the Boston Orchestra.\r\n     [...] the father placed his son in the Vienna Conservatoire. There he gave himself up to study. You can see that he had the best masters, for he learned the violin of Hellmersberger [sic], theory and composition of Bruckner and Dessof, and the piano of Epstein. He was four years at the conservatoire, and he took the first prize there. [... weitere Stationen ...]\r\n     [... Frau Paur ...]. They were married in 1881, and have two children.–(Providence Journal.\" (a).\nÄhnlich schreibt das Indianapolis Journal auf S. 3, auf einen älteren Artikel zurückgreifend:\r\n\"                HERR EMIL PAUR.\r\nThe New Musical Prodigy to Lead Boston's Symphony Orchestra.\r\nNew York Herald.\r\n     Herr Emil Paur, the Boston Symphony Orchestra's new conductor, arrived yesterday morning from Germany in the steamship Aller. [... Familie, Personen- und Charakterbeschreibung ...]\r\n     [... Biographie ...]. The family went to Vienna to live, where Paur learned the violin of Hellmesberger, composition of Bruckner and Dessof and the piano of Epstein. He was four years at the Vienna Conservatory, and took the first prize. [... weitere Stationen ... 1. Konzert 14.10.1893 in Boston ...] in this city, at Music Hall, on Nov. 8.\" (b).", "Letzte Änderung": "07.10.2025 19:22"}, {"ID": 189410155, "Datum": "15.10.1894, Montag", "Haupttext": "In der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 20 erscheint auf S. 255 ein Inserat:\r\n\"      Concert-Nummern | für | Männer-Gesangvereine | ausgewählt aus dem reichhaltigen Chorverlage von | Rebay &amp; Robitschek (Besitzer Ad. Robitschek) | in Wien, I., Bräunerstrasse 2. | 1. Männerchöre mit Orchester- oder Clavierbegleitung.[...] Germanenzug. (Dr. A. Silberstein) M.-Ch. mit Harmoniebegleitung von Anton Bruckner. Part. m. unterl. Clv.-A. fl. 3.–, Begleitstimmen fl. 1 50 netto, Chorstimmen 72 kr.\" (*).\nIn der Programmvorschau auf die Philharmonischen Konzerte in der \"Lyra\" XVIII, Nr. 2 (469) wird auf S. 5 [= S. 21] die Aufführung der 2. Symphonie [am 25.11.1894] erwähnt:\r\n\"               Wiener Concerte.\r\n    Die unter der Leitung des k. u. k. Hofcapellmeisters Hans Richter von den Mitgliedern des k. k. Hofopernorchesters in derbevorstehenden [sic] Spielzeit zur Ausführung gelangenden philharmonischen Concerte finden am [... Termine, Ort und Uhrzeit ...] statt und kommen in denselben folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie Nr. 2 (erste Aufführung in den philharmonischen Concerten), [...]\" (**).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 19 bemerkt auf S. 138 in einer Glosse, daß der Geburtstag eines Wiener Komikers würdiger als der Bruckners gefeiert worden sei und daß der »Abriß der Musikgeschichte« von Bernhard Kothe zahlreiche Fehler enthalte:\r\n\"               Glossen.\r\n    Vor wenigen Wochen feierte der erste Wiener Komiker sein Schauspielerjubiläum. Ganz Wien feierte es mit und die ehrsamen Stadtväter bedachten sich keinen Moment, dem Jubilar eine hohe Auszeichnung zu verleihen. Hohe Persönlichkeiten kamen, ihm zu gratulieren, und eine große Schauspielerin pries ihn als den \"Ersten seiner Zeit\" [...].\r\n     [...] Einige Zeit später feierte der größte österreichische Tonkünstler, Anton Bruckner, seinen siebzigsten Geburtstag. Aus allen Städten jenseits der österreichischen Pfähle kamen Ehrenbezeugungen, wie sie dem großen Symphoniker ziemen. Wo blieb die Stadt Wien, das Land Niederösterreich, die Vertreter der officiellen Kreise? Ja, wenn Bruckner Couplets singen würde, dann würden sich Alle einfinden. –\r\n[...]\nAbriß der Musikgeschichte. Von Bernhard Kothe, 6. vermehrte und verbesserte Auflage, Leipzig, F. E. C. Leuckhart. – [...] Der Verfasser scheint sowohl bei der Aneinanderreihung moderner Componisten, als auch bei der Würdigung der Bedeutung derselben mehr von seinen subjectiven Empfindungen geleitet worden zu sein, als gerade für den Geschichtsschreiber zweckmäßig erscheint. [...] Ueber Anton Bruckner geht Kothe mit elf Zeilen hinweg, welche drei sachliche Fehler und kein halbwegs zureichendes Urtheil übe den Meister enthalten. [...]\" (***).\nObwohl die Verschiebung des Konzerts bereits andernorts bekannt gegeben wurde, kündigt die Wiener Montagspost Nr. 49 auf S. 3 die Aufführung der 7. Symphonie und des \"Te deum\" für den 21.10.1894 an:\r\n\"     Zur Feier des siebzigsten Geburtstages Anton Bruckner's veranstaltet der Wiener Akademische Wagner=Verein am 21. d. M., Mittags halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale ein Festkonzert, in welchem unter Leitung der Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk und Mitwirkung der Damen: Mary Lederer, Hofopernsängerin, und Valerie Kusmitsch; der Herren Hermann Winkelmann, Kammersänger, Ferdinand Graf, Professor Josef Vockner, des Hofopernorchesters, des Wiener Männergesangvereins „Schubertbund” und des Wagnervereins=Chores die „siebente Symphonie” und das „Tedeum” des Meisters zur Aufführung gelangen.\" (°).", "Letzte Änderung": "17.12.2023 23:28"}, {"ID": 189510155, "Datum": "15.10.1895, Dienstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n    Selbst wenn Neumann einverstanden wäre, müsse mit dem Prager Orchester noch viel gearbeitet werden; zudem müsse es für eine Aufführung der 5. Symphonie in Wien wesentlich verstärkt werden. In Prag plane er das Werk für das 2. Konzert ein. An Bruckner habe er [auf die Karte vom 4.10.1895] nicht geschrieben (*).\nArtikel über Bruckners Befinden in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung 20 (1895) auf S. 262. Das Böhmische Streichquartett, das in den nächsten Tagen das Quintett aufführen werde, halte die Proben in Bruckners Wohnung ab:\r\n\"             Personalnachrichten.\r\n     – Ueber das Befinden Anton Bruckner's kommen leider wenig erfreuliche Nachrichten aus dem Belvedere, wo der Meister seit Monaten wohnt, seitdem ihm der Kaiser ein Heim in dem Palaste des Prinzen Eugen v. Savoyen geboten. Der greise Componist kann sich nur von Chokolade nähren, und wenn er auf wenige Momente sein Zimmer verläßt, um im Park frische Lust zu schöpfen, so wird er von Frösteln befallen und muß schleunigst den Rückzug antreten. Trotzdem ist Bruckner unermüdlich beim Componiren; er hat seine neunte Symphonie bis zum Finale vollendet und trägt sich mit dem Gedanken, der Dichtung als vollständigen Schluß sein früher geschaffenes Te deum anzuhängen. „Ich habe die achte Symphonie meinem guten Kaiser und die neunte Symphonie dem lieben Gott in tiefer Ehrfurcht gewidmet, deshalb soll sie mit einem Te deum ausklingen und dann will ich die Feder für immer hinlegen,\" sagte der Meister vor einigen Tagen einem Freunde, der zum Besuche gekommen[.] Bruckner steht in der Behandlung des Professors v. Schrötter, der mit aufopfernder Liebe den Kranken betreut. Anläßlich der Concerte der böhmischen Kammermusik=Vereinigung wird des Meisters Streichquintett zur Aufführung gelangen; um Bruckner eine Freude zu bereiten, finden die Proben zu dem Werke in seiner Wohnung im Belvedere statt.\" (**).\nIm selben Heft wird auf Seite 260 das Programm der Philharmonischen Konzerte mit der 4. Symphonie [am 5.1.1896] und das Programm der Gesellschaftskonzerte mit dem 150. Psalm [recte: »Te deum« am 12.1.1896] angekündigt:\r\n\"               Zur Concert-Saison.\r\n     Die diesjährige Concert-Saison wird allem Anscheine nach der vorjährigen weder in qualitativer noch in quantitativer Beziehung nachstehen. Die „Centrale\" des Wiener Musiklebens, der an künstlerischen Ereignissen reiche Bösendorfer= Saal ist bereits bis Ende März belegt, das gibt also 150 Concerte in dem einen Saale! Und auch die anderen Wiener Concertsäle haben für die meisten Abende Vormerkungen. Unsere großen Concertgesellschaften geben auch schon ihre ordres de bataille aus[.] Die Philharmoniker haben folgende Werke zur Aufführung bestimmt: Bach: [...]; Bruckner: Symphonie (romantische) Nr. 4, Es-dur, erste Aufführung in den Philharmonischen Concerten; Cherubini: [...]\r\n     Mit großer Spannung sieht man heuer den Concerten der Gesellschaft der Musikfreunde entgegen, beziehungsweise der künstlerischen Thäligkeit des neuen Dirigenten, Herrn Richard v. Perger, von dem man allgemein das Beste erhofft. Das Programm lautet für die vier ordentlichen und zwei außerordentlichen Concerte folgendermaßen: Brahms: Frauenchöre mit Horn= und Harfenbegleitung; Bruckner: Der 150. Psalm; Massenet: [...].\" (***).\nEine Programmvorschau auf die Philharmonischen Konzerte mit der 4. Symphonie erscheint auch in der \"Lyra\" XIX, Nr. 2 (493) auf S. 21 [= S. 5]:\r\n\"                   Aus der musikalischen Welt.\r\n    Philharmonische Concerte. Die von den Mitgliedern des Hofopernorchesters unter der Leitung des Hofcapellmeisters Hans Richter veranstalteten Concerte finden am [... Termine, Uhrzeit und Ort ...] statt, und gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner: Symphonie (romantische) Nr. 4, Es-dur, erste Aufführung in den Philharmonischen Concerten; [...]\" (°)\nund in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung VIII, Nr. 2, auf S. 10:\r\n   \" - Die von den Mitgliedern des Hof-Opernorchesters unter der Leitung Hans Richter's in der bevorstehenden Saison zu veranstaltenden Philharmonischen Concerte finden am [... Termine ...] statt und gelangen folgende Werke zur Aufführung: [...] Bruckner, Symphonie (romantische); [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "25.04.2026 02:18"}, {"ID": 189610155, "Datum": "15.10.1896, Donnerstag", "Haupttext": "Übersicht:\nA. Geschehenes (Ereignisse)\nB. Geschriebenes\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung nach dem Anfangsbuchstaben)\nA. Geschehenes\n    Der Zug mit Bruckners Sarg trifft um 6 Uhr früh in Asten ein, wird dort von Dechant Mayr eingesegnet und in die Leichenhalle des Krankenhauses überführt.\r\nFür die Einsegnung in Asten und den Transport nach St. Florian (Lohnkutscher J. Ackerl u. a.) entstehen Kosten in Höhe von 60 fl 50 x, für den Transport vom Spital in die Stiftskirche  weitere 15 fl (*a).\r\nNachmittags kommt Prälat Ferdinand Moser mit den St. Florianer Stiftsgeistlichen zur Einsegnung.\r\n    Dem von Dechant Breselmayer angeführten Leichenzug schließen sich an verschiedene Vereine aus St. Florian, Enns (Concordia), Steyr (Liedertafel) (*b) und Linz (»Frohsinn«, Sängerbund, Musikverein u.a.), Ignaz Bruckner und Bruckners Neffen, Kathi Kachelmayr, Freiherr von Puthon, Ritter von Jäger, Abt Achleuthner, Abt Grasböck aus Wilhering, Dullinger, Dürrnberger, Baron Kast, Plaß, Göllerich, Poche, viele Stadt- und Gemeinderäte aus Oberösterreich und etwa 60 Geistliche (*).\r\n    Als Vertreter der Vöcklabrucker Liedertafel sind Hüttner und Obermayr anwesend (*c) und von der Familie Joh. Ev. Bruckner dessen Tochter Agnes Mißbauer und deren Sohn Alois (*d).\r\n    Für ihre Teilnahme erhalten die Vereine (Veteranenkorps, Feuerwehr, Gesellen-Verein) je 25 fl als Spende (*e).\r\n    Franz Schwalm, Laura Huebers Vater, nimmt ebenfalls an den Begräbnisfeierlichkeiten teil (**).\r\n    Die Chronik der Liedertafel Mauthausen berichtet: \"und die Liedertafel entsendete als ihre Vertreter beim Leichenbegängnisse am 15. October die Herren Johann Salzbauer und Julius Oßberger. [...]\" (**a).\r\n    Der Linzer Musikverein ist durch Franz Schober, Karl Obermüllner, August Göllerich und Rudolf Prohaska vertreten (***).\r\n    Steyr ist vertreten durch die drei großen Vereine [Gesellschaft der Musikfreunde, Kränzchen, Steyrer Liedertafel], Stadtpfarrer Strobl, Johann Dürrnberger und Franz Bayer (°).\r\n    Dem Leichenzug folgen auch Frl. Dirnberger (mit dem Franz-Joseph-Orden), drei Neffen Bruckners [Hueber], Obermüllner, Czerny und Faigl (°°), der Oberösterreichische Lehrerverein, der Gutenbergbund, die Meistersinger (Linz), »Kränzchen« und Musikverein aus Steyr (°°°).\n    (#) In der Stiftskirche improvisiert Josef Gruber über Wagners »Parsifal«. Nach neuerlicher Einsegnung durch Prälat Moser singt der Stiftschor unter Bernhard Deubler Bruckners »Libera« [WAB 22] - (## - vgl. die Anm.) vermutlich in der Einrichtung von Aigner - und zum Schluß der »Frohsinn« unter Prammer (###) einen Mendelssohn-Chor. Georg Krenn wirkt als Bassist mit (a). Der Sarg wird in der Stiftsgruft nochmals eingesegnet.\nCosima Wagner läßt in St. Florian einen Kranz niederlegen (b).\nIn St. Florian werden alle Ausgabenbelege für die Beisetzung in einem Umschlag gesammelt, den der Stiftsarchivar und -bibliothkar Albin Czerny mit \"1896. 15. Okt. Beisetzung des Dr. Anton Bruckner in der Gruft der Stiftskirche\" beschriftet. Er enthält 11 Dokumente (ursprünglich 12), vom 17.10.1896, 18.10.1896, November (?) 1896, 11.11.1896, 13.11.1896, 17.11.1896 und 30.3.1897 und die Zusammenstellung vom 9.10.1897 (c).\nB. Geschriebenes (Briefe, Dokumente)\nEintrag von P. Gottfried Friess in der Seitenstettener Stiftschronik:\r\n   »Dr. Bruckner, dem die Univ. Wien das Doctorat verliehen, ruht im Stifte St. Florian unter der grossen Orgel, die er so oft gespielt. In London u. Deutschl. feierte er einst grosse Triumphe; er gilt als ein zweiter Beethoven. R.i. p.« (br1).\nTagebuchnotiz Ludwig Kronawitters: »15. In St. Florian überaus großartiges Begräbnis Dr. Ant. Bruckners. am 15.« (br2).\nBrief von Bernhard Ziehn an Hugo Kaun, vermutlich in Chicago geschrieben:\r\n     \"Gestern Nachmittags erfuhr ich, daß 2 Tage vorher in einem obscuren Abendblatt die telegraphische Nachricht von Bruckner's Tod gestanden habe. Heute erst wird es bestätigt. Den großen Zeitungen war vermuthlich der Name Anton Bruckner gänzlich unbekannt und so unterließen sie den Abdruck der Depesche. Jedenfalls werde ich in diesen Tagen einen Aufsatz über Bruckner für die Ill. Staatszth. schreiben +) [Fußnote:] +) die heutige Staatz. bringt auf der 4. Seite einen Leitartikel über B. [... Lob für Kauns Quartett, Oktett, \"Normannenzug\", Ratschläge zum \"Maler von Antwerpen\" , erwähnt Drobegg. Wegen einer Zahnlücke komme für ihn die Schubert-Festrede nicht in Betracht] (br3).\nTelegramm von Viktor Freiherr von Pouthon an das Stift St. Florian, \"Aufgegeben am 15/10 1896 um 9 Uhr 35 Min. n [recte: v?] Mittag\":\r\n     \"Werde heute vor 3 Uhr zur Beisetzung Professors Bruckner erscheinen Statthalter\" (br4).\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung)\nAllgemeine Zeitung München Nr. 285, Abendblatt auf S. 1 und auf S. 6:\r\n\"     * Wien, 15. Oct. Tel. Das Leichenbegängniß Anton Brucknersnahm einen imposanten Verlauf. Das Trauergemach war auf Befehl des Kaisers mit Blumen und Kränzen reich geschmückt. An der Trauerfeier nahmen die Vertreter des Unterrichtsministeriums, der Hofintendanz, der Bürgermeister, die beiden Vicebürgermeister, der Rector der Universität mit den Dekanen und zahlreichen Universitätsprofessoren, nahezu die gesammte musikalische Welt und ein großer Theil der Wiener Studentenschaft theil.\"\r\n[Seite 6:]\n               Bayerische Chronik.\r\n                        München, 15. October.\r\n[...]\r\n     * Kaim=Chor. Die Proben beginnen unter Herman Zumpe's Leitung am Dienstag, 20. Oct., und zwar werden zunächst das \"Te Deum\" des vor einigen Tagen verstorbenen Anton Bruckner und das Requiem von Cherubini einstudirt.\" (za1).\nNachruf im Steyrer »Alpenboten« Nr. 83 auf S. 2f:\r\n\"               Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Am Sonntag nachmittags halb 4 Uhr ist unser berühmter Landsmann, der große Tondichter Dr. Anton Bruckner, zu Wien im Belvedere gestorben. Diese Todesnachricht hat in der ganzen musikalischen Welt, besonders aber in Oberösterreich die schmerzlichste Bewegung hervorgerufen, da ja unser engeres Vaterland mit Bruckner einen seiner größten und hervorragendsten Söhne verliert. Derselbe ist bekanntlich in dem Dorfe Ansfelden unweit Linz aus der Ehe des Dorfschulmeisters Anton Bruckner mit Theresia, geb. Helm aus Neuzeug bei Steyr, am 4. September 1824 entsprossen. Er war der Erstgeborene, zu dem sich später noch eilf Geschwister zugesellten. Ueber den berühmten Tondichter, dessen Lebenslauf wir schon einmal in kurzen Zügen in diesen Blättern unsern Lesern vorgeführt, schreibt der Musikreferent der \"Wiener Abendpost\" [Robert Hirschfeld am 12.10.1896] folgendes:\r\n     Den Vater, welchem er die ersten musikalischen Unterweisungen dankte, verlor der junge Bruckner schon im Jahre 1836 [sic]. Im Stifte St. Florian wurde der verwaiste Lehrerssohn mit 12 Jahren als Sängerknabe aufgenommen. Die ersten Eindrücke in dem berühmten Stifte – dann aber das gewaltige Te Deum, mit welchem Bruckner die neunte Symphonie, falls sie unvollendet bleiben sollte, zu beschließen bat: Anfang und Ende waren bei Bruckner von heiligen, wahrhaft frommen, gottergebenen Gefühlen beherrscht. In diesem hehren Gefühlsbanne blieb er durch das ganze Leben.\r\n     Nach absolviertem Präparandencurse erhielt der siebzehnjährige Bruckner eine Anstellung als Schulgehilfe in Windhag an der Maltsch in Oberösterreich. \"Hier lernte er – wie sein Biograph, Lehrer Brunner in Linz, uns erzählt – die ganze Tonleiter von Freuden und Leiden des in einer Person vereinigten Lehrers, Musikers und Messners der vormärzlichen Zeit kennen.\" Sein Gehalt von zwei Gulden monatlich schnitt die Scala der Freuden früh genug ab. Der junge Musikus musste bei Bauernhochzeiten und Kirchweihfesten aufspielen, um den Lebensunterhalt zu finden. Die Erinnerung an diese Vorstellungen lebt in den Werken des fertigen Meisters, in dem Bauerntritt seiner unsäglich schönen, in urkräftigem Behagen sich austobenden Scherzi wieder auf. Lehrer Brunner hat Gemeinde=Aelteste in Windhag gesprochen, welche sich sehr wohl des \"G'hilfen Bruckna\" zu erinnern wussten, ebenso an dessen Vorliebe für – rothjuchtene Stiefel, \"die er zum Verdrusse des einen oder andenren Ackerbürgers zwecks größerer Schonung auf Feldrainen und nicht, wie sichs gehörte, auf den staubigen Feldwegen und Straßen spazieren führte\" . . .  Wahrlich, manche ästhetische \"Ackerbürger\" konnten Meister Bruckner auch später nicht verzeihen, dass er auf seinen künstlerischen Gängen die breite Straße mied und sich eigene Wege, die noch nicht breitgetreten waren, wählte.\r\n     Von Windhag wanderte der Schulgehilfe Bruckner nach Kronstorf bei Enns, von da zurück zum Ausgangspunkte nach St. Florian, wo er Lehrer und supplierender Stiftsorganist wurde. [... über die Freiheiten im Orgelspiel, nicht verstanden wie auch früher bei Joh. Seb. Bach ...].\r\n    Und wie viele Geister sind durch \"frembde\" Töne in Bruckners Symphonien \"confundieret\" worden! Bruckners äußere Entwicklung war trotz der genialischen Veranlagung eine stetige, ruhige. [... in St. Florian 80 + 36 Gulden, Reisen nach Wien (Aßmayr, Preyer, Sechter), 25.1.1856 Domorganist in Linz, Studien bei Sechter ...] \"Bei aller Wertschätzung seines Schülers\", sagt der Biograph Bruckners, \"den er die schwierigsten Formen des Contrapunktes spielend beherrschen gelehrt hatte, schlug Sechter dennoch ein Kreuz über den kühnen Revolutionär Bruckner. Sechter musste sich vorkommen wie ein Huhn, das aus einem unterlegten Ei einen Adler gebrütet hat.\"\r\n     Bruckner legte alsbald vor Dessoff, Herbeck, Hellmesberger, den Schulgrößen des Concervatoriums, eine Reifeprüfung ab. [... deren Ablauf, Förderung durch Herbeck ...].\r\n     Bruckners erste schöpferische That war die Messe in D, welche im Jahre 1864 entstand. Erst in allerletzter Zeit fand sich für diese Messe, welche freilich genug Bewunderer gefunden hatte, auch ein Verleger. [... 1865 1. Symphonie, in München \"Tristan\", 1868 Aufführung des Schlusschors des 2. Meistersinger-Aktes [sic], 1868 f-Moll-Messe ... e-Moll-Messe, Nancy, London (ab hier können die Textpassagen anhand der Wiener Abendpost vom 12.10.1896 nachgelesen werden) ... die folgenden Symphonien, Erfolge mit 7. Symphonie, Quintett und \"Te deum\" ... Orden, Ehrendoktorat, Ehrensold Oberösterreichs ...]. Die Kunstwelt hat einen der bedeutendsten Symphoniker, einen erhabenen Kirchencomponisten, einen unübertrefflichen Orgelkünstler, das Vaterland hat einen seiner treuesten Söhne verloren. [Ende des zitierten Textes von Robert Hirschfeld].\r\n            ––––––\r\n     In den letzten Wochen fühlte sich Bruckner meist sehr matt, immer hartnäckiger stellten sich die Beschwerden ein, die ihm sein Herzleiden sowie die Altersschwäche bereiteten. [... meist zu Bett, bisweilen Spaziergänge, entsprechende Stimmungsschwankungen, somnolente Zustände ...]. Hofrath von Schrötter, Dr. von Weismayr und Dr. Porzer  [sic! gemeint \"Sorger\" und recte \"Sorgo\"] bemühten sich um ihn mit der größten Sorgfalt, und die brave Wirtschafterin Frau Kathi Kachelmayer, die ihn seit 24 Jahren betreute, pflegte ihn im Vereine mit ihrer Tochter mit wahrer Hingebung. Samstag hatte er wieder einen freieren Augenblick und man sah ihn noch im Garten spazieren gehen. Sonntag indes konnte er nicht mehr das Zimmer verlassen. Um halb 1 Uhr nachmittags erschien bei ihm Dr. Porzer. Bruckner fühlte sich matt, doch keineswegs in einer Verfassung, welche zu unmittelbaren Besorgnissen gezwungen hätte. Gegen halb 4 Uhr verlangte er Thee, von dem er ungefähr eine halbes Glas nahm. Während des Trinkens gab er mit einem Male das Glas aus der Hand, ließ den Kopf in das Kissen zurücksinken und schloss mit einem Seufzer die Augen – er erwachte nicht mehr; sanft war er dahingeschieden. Außer seiner Wirtschafterin weilte an seinem Todtenbette [... Anton Meißner ... benachrichtigt wurden Theodor Reisch, Ignaz Bruckner, Rosalia Hueber ... Beisetzung in der Gruft in St. Florian ...].Der künstlerische Nachlass Bruckners wurde im Auftrage des Obersthofmarschallamtes durch das Garteninspectorat des Belvederes sichergestellt. Von größeren Werken soll Bruckner bloß die bis zum vierten Satze vollendete neunte Symphonie hinterlassen haben. Er hatte für den Fall, als der vierte Satz seiner Symphonie unvollendet bleiben sollte, bestimmt, dass sein Te-Deum den Schluss des Werkes bilden möge. Es verlautet, dass er die Originalien seiner sämmtlichen Werke der Hofbibliothek hinterlassen habe.\r\n     Bekanntlich hielt sich Bruckner gerne in Steyr und St. Florian auf, fast jeden Sommer kam er in unserer [sic] Stadt, wo er im Pfarrhof wohnte und dort auch eifrig componierte.\r\n     Die Stadtgemeinde Steyr hat an die Hofkapelle in Wien, deren Mitglied Bruckner war, eine Beileids=Depesche abgesendet. – Die \"Gesellschaft der Musikfreunde\" und die \"Steyrer Liedertafel\" haben veranlasst, dass Kränze an der Bahre Bruckners niedergelegt wurden, während der Männergesangverein \"Kränzchen\" beim Leichenbegängnisse in Wien durch zwei Ehrenmitglieder vertreten war. Diese Vereine werden auch deputativ beim Leichenbegängnisse in St. Florian vertreten sein, wobei von Seite des \"Kränzchens\" auch ein Kranz am Sarge Bruckners niedergelegt wird. Bei den Uebungsabenden des Musikvereins, der Steyrer Liedertafel und des \"Kränzchens\", deren Ehrenmitglied der Dahingeschiedene war, wurde in pietätvollen Worten seiner gedacht und der Trauer um ihn durch Erheben der Mitglieder von den Sitzen Ausdruck gegeben.\r\n     Das Leichenbegängnis fand in Wien Mittwoch nachmittags statt, worauf die Leiche nach St. Florian überführt wurde, wo das Leichenbegängnis heute um 3 Uhr nachmittags abgehalten wird.\r\n     Der Wiener Stadtrath beschloss, das Leichenbegängnis Bruckners auf Kosten der Gemeinde zu veranstalten.\r\n_________________________________\r\n           Oertliches.\r\n                        Steyr, 15. October\r\n[...]\r\n     (Dr. Anton Bruckner †.) Der Tod eines durch seine Werke und seine Persönlichkeit bedeutenden Mannes im hohen Greisenalter findet bei einem jüngeren Geschlecht nicht immer sofort die verdiente Theilnahme. Vertheilt und vereinzelt sind die Kreise, welche den Wert eines geschiedenene Veteranen zu beurtheilen wissen, und erst nach und nach sammeln sich die Erkenntnisse von dem, was der seiner Thätigkeit Entrissene den Zeitgenossen gewesen ist, und was er hinterlassen hat. Dies gilt auch für Professor Dr. Anton Bruckner, den am 11. October verstorbenen Componisten und Hoforganisten, dessen schöpferisches Wirken das musikalische Leben vielfach bewegte und befruchtete, und darum steht es uns wohl an, dass wir vor einem großen Kreise überzeugungsvoll aussprechen, welch ein reicher, schaffender Geist von bedeutender Physiognomie in diesem Künstler von uns gegangen ist. – Sein ihm zugewiesenes Kunstgebiet war die Composition der Symphonie und ihr hat er sich vorzugsweise mit der Neigung eines ganzen Lebens hingegeben, ohne doch sein Talent von jeder anderen Productionsart fernzuhalten. Es ist eine große Reichhaltigkeit der Empfindungen, die Bruckner in seinen Compositionen mit ebenmäßiger, künstlerischer Sicherheit beherrscht, und nicht nur für die ernsten, schwermüthigen, auch für die fröhlichen, humoristischen Stimmungen findet er immer und überall den bestimmtesten wirksamen Ausdruck. Ueberhaupt wird sein Schaffen auf instrumentalem Gebiete innerlich und äußerlich durch Mannigfaltigkeit gekennzeichnet. Die ureigene selbständige Schönheit der Musik war sein ästhetisches Dogma und niemals hat er durch Widersprüche die Consequenz diese Grundanschauung zerstört. Die Zeit gestattet uns nicht, hier die genaue Summe von Bruckners Wirken und Schaffen zu ziehen; sie hindert uns auch, den wechselnden Zusammenhang äußerer Lebensgestaltungen mit seinem Berufe im einzelnen zu erörtern und dem interessanten Daseinsgange dieses Mannes näher zu folgen. Bruckner war ein echter Künstler, der größte Meister unserer Zeit. Darum muss sich auch an ihm bewahrheiten, was da gilt von der Wesenheit und Dauer jedes wirklichen Kunstschaffens: dass die siegende Kraft seiner Thaten weit hinüberreichen wird in die Zukunft.\r\n                                    Franz Bayer, Regenschori.\" (za2),\r\nauf Seite 5 Bericht über die Trauerfeier:\r\n\"Neuestes. Original-Telegramme des \"Alpen-Boten\".\r\n     Wien 15. October. Das Leichenbegängnis Bruckners war sehr imposant. Es betheiligten sich alle musikalischen Corporationen, die Gemeinde-Vertretung, die Studentenschaft, die Professoren der Universität, der Lehrkörper des Conservatoriums und zahlreiches Publicum. Die Einsegnung nahm Pfarrer Dobner unter großer geistlicher Assistenz vor.\" (za3).\nArbeiter-Zeitung Nr. 284 auf S. 5:\r\n\"     * Bruckner's Leichenbegängniß hat gestern stattgefunden, und die Straßen, die der Zug passirte, waren von Menschen zu beiden Seiten stärker besetzt, als dies seit langem bei Leichenbegängnissen der Fall war. Offiziell nahmen an der Leichenfeier alle namhaften Wiener Musiker und Musikfreunde, die Studentenschaft, die Stadtvertretung und die vielen persönlichen Verehrer und Freunde Bruckner's theil. Offizielle Leichenrede wurde keine gehalten, nur ein Medicinae=Student trat nach der kirchlichen Zeremonie an den Sarg und nahm namens des Akademischen Gesangvereines und der deutschen Studentenschaft Wiens Abschied von Bruckner. Der Leichnam wurde auf die Westbahn gebracht, mittelst welcher er nach Bruckner's Geburtsort [sic] St. Florian in Oberösterreich überführt wird. Die Beisetzung erfolgt in der dortigen Stiftskirche.\" (za4).\nDer in St. Louis (Missouri) erscheinende Anzeiger des Westens Nr. 248 schreibt auf S. 1 in der 1. Spalte [die Zeilenanfänge sind im Scan nicht lesbar]:\r\n\"           † Anton Bruckner. †\r\nDer bekannte Componist\r\n     Wien, 14. October. Der Compo[nist] Anton Bruckner ist heute hier ge[stor]ben. Er war am 4. September [182]4 zu Anshelden [sic], Oberösterreich, [geb]oren. Er bildete sich hauptsächlich [dur]ch Privatstudien zum tüchtigen Mu[siker], wurde 1855 Domorganist in [??]eg [sic] und nach Contrapunktstudien [??]er S. Sechter 1868 Nachfolger des[selb]en als Hofkapellorganist in Wien, [zug]leich Professor am Conservatorium. [189]1 ernannte ihn die Wiener Univer[sität] zum Ehrendoktor. Hervorragend [war?] Bruckner als Orgelspieler. Als [Com]ponist zeigte er in 7 [sic] Symphonien [das? sein?] Bestreben, den Bühnenstil Richard [Wa]gner's für die absolute Musik zu [ver]werthen, und glänzte durch gediegene [Con]trapunktik, sowie treffliche Instru[men]tirung. Er schrieb ferner Orgel[com]positionen, Messen, ein Streich[quin]tett, Männerchorwerke (\"Germa[nen]zug\") und Anderes.\" (za5).\nArtikel von Gustav Bock »Erinnerungen an den ersten Aufenthalt Anton Bruckners in Berlin.« im Berliner Tageblatt Nr. 526 [Nachdruck in der Linzer Tages-Post vom 21.10.1896] (zb1).\nBukarester Tagblatt (zb2).\nBukowinaer Post Nr. 447 (Czernowitz) auf S. 2:\r\n\"     (Anton Bruckner †) Am 11. d. ist zu Wien einer der eigenartigsten und originalsten Musiker, Professor Dr. Anton Bruckner gestorben, nachdem seine starke Natur Monate lang einen aussichtslosen Kampf mit einem tückischen Leiden gekämpft hatte. [... früher Ruhm als Orgelspieler, später Ruhm als Komponist (fast \"übertriebener Cultus\"), Wagnergemeinde ... ] – Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 zu Ansfelden (Oberösterreich) geboren; [... Biographisches (irrig: Windhop) ... Sonderstellung der 7. Symphonie ...]. Im Jahre 1891 ernannte die Wiener Universität den Künstler zu ihrem Ehrendoctor.\" [keine Signatur] (zb3).\nDeutsche Kunst- und Musikzeitung Nr. 20 auf S. 255f:\r\n\"           Anton Bruckner †.\r\n     Anton Bruckner, der am 11. d. M. nachmittags infolge eines langjährigen asthmatischen Leidens verschied, hat seinen angebeteten Meister Richard Wagner, der bekanntlich 1883 starb, um volle dreizehn Jahre überlebt. Beider Schicksale haben insoferne eine Aehnlichkeit miteinander, als beide Meister erst in späteren Jahren zur wohlverdienten Anerkennung gelangten; im Charakter und in ihrer Persönlichkeit waren indessen beide grundverschieden: Wagner von rücksichtsloser, durch kein Hindernis aufzuhaltender Energie, mit den glänzendsten und vielseitigsten Gaben des Geistes und den Hilfsmitteln einer umfassenden Bildung ausgerüstet – Bruckner dagegen allzeit seines Lebens ein „großes Kind\", eine bauernhaft schlichte und bescheidene Natur, einzig und allein nur seiner musikalischen Begabung lebend, im edelsten Sinne der „reine Thor\" wie Wagner's Parsifal. Wer ihn in seiner plumpen, altväterischen Tracht mit dem glattrasirten, gutmüthigen Greisenantlitz erblickte und ihn sprechen hörte wie einen simplen Landschulmeister, der vermuthete in ihm nicht einen der größten Musiker unseres Jahrhunderts, den auf Wagner, Berlioz und Liszt fußenden, kühnen Reformator der symphonischen Instrumentalmusik, der uns in seinen acht vollendet vorliegenden Symphonien monumentale Werke der Composttion von bleibendem Werthe hinterlassen hat. Wenn man den alten Mann, in den letzten Jahren vor Schwäche zitternd, im Oratorium der Hofkapelle an einem Wintersonntage dem Hochamte beiwohnen sah, mit den welken Lippen unausgesetzt Gebete murmelnd, von tiefster, innigster Frömmigkeit erfüllt, und in der nächsten Stunde sodann in einem Concerte der Philharmoniker, von Hans Richter's genialer Hand dirigirt, eine seiner großen Symphonien hörte, geschaffen mit dem ganzen Raffinement der modernsten Compositionskunst, durchzuckt von gewaltigen Gedanken, scheinbar das Werk eines feurig=titanischen Jünglings, dann stand man staunend wie vor einem Wunder, und wenn man nicht gerade ein Anhänger von Lombroso's blasphemischer Theorie über die Verwandtschaft zwischen Chemie und Irrsinn war, mußte man sich stumm und bewundernd beugen vor der geheimnisvoll in einem schwachen, zerbrechlichen Menschenleibe waltenden ewigen Schöpfer= und Lebenskraft, die wir arme, unwissende Menschen stammelnd „Gott\" nennen.\r\n     Anton Bruckner erblickte als Sohn eines Dorfschulmeisters zu Ansfelden, einem kleinen zwei Stunden von Linz entfemten Dorfe, am 4. September 1824 das Licht der Welt und zeigte schon frühzeitig eine ganz ungewöhnliche mustkalische Begabung, die, vom Vater erkannt, nach besten Kräften gepflegt und gehegt wurde. Als der Vater 1836 [sic] starb,kam Anton Bruckner als Sängerknabe in das Stift St. Florian, wo er Unterricht in Clavier= und Violinspiel und im Generalbaß erhielt und auch die Orgel bemeistern lernte. Nach seinem Austritte aus dem Stift absolvirte er, 16 Jahre alt, einen zehnmonatlichen Präparandencurs in Linz und wurde sodann 1841 in Windhag an der Malsch, Bezirk Freistadt, mit einem monatlichen Gehalt von zwei Gulden angestellt. Um diese beispiellos elende Bezahlung mußte er Lehre=, Musiker= und Meßnerdienste verrichten, und um sich noch etwas zu verdienen, bei Bauernhochzeiten und Kirchweihfesten aufspielen. Diese Stellung konnte Bruckner nicht behagen, und da er mit seinem phantasiereichen, den strengen Kirchenregeln hohnsprechenden Orgelspiel den Bauern nicht paßte und außerdem eine ihm aufgetragene Feldarbeit nicht leistete, wurde er nach Kronsdorf bei Enns versetzt. 1845 endlich erhielt er nach abgelegter Concursprüfung die Stelle als supplirender Stiftsorganist in St. Florian, wo er namentlich die herrliche Stiftsorgel viel benützte und unablässig an seiner Ausbildung arbeitete. In diese Zeit fällt auch seine Reise nach Wien, wo er sich den Wiener Meistern Simon Sechter, Aßmayr und Preyer vorstellte und ungeteilte Bewunderung erntete.\r\n     Am 25. Jänner 1856 ging er bei dem Concurrenzkampfe um die viel umworbene Domorganistenstelle in Linz als Sieger hervor und nachdem er bei Sechter in Wien einen strengen Curs in der Contrapunktik durchgemacht, meldete er sich im Wiener Conservatorium zur Ablegung der Reifeprüfung und bestand dann das Examen vor der Prüsungscommisston, welche aus den Herren Simon Sechter, Josef Hellmesberger, Dessoff, Joh. Herbeck und Schulrath Becker bestand, in glänzendster Weise. Trotz alledem kehrte Bruckner nach Linz zurück und nahm noch einen zweijährigen Curs in den Orchesterstudien bei dem Theaterkapellmeister Kitzler in Linz.\r\n     So ausgerüstet, schuf er 1864 sein erstes großes Werk, die Messe in D, welche leider erst nach langer Zeit ihrem vollen Werthe nach gewürdigt wurde. 1865 schreibt Bruckner seine Symphonie in C-moll, welche ihm die Anerkennung Wagner's verschafft. 1867 wird er an Stelle Sechter's als exspectirender Organist an die Wiener Hofkapelle berufen und wird ihm zugleich die Professur des Orgelspieles, der Harmonielehre und des Contrapunktes am Wiener Conservatorium übertragen. 1869 schlägt er bei einem in der Kathedrale zu Nancy veranstalteten Orgelwettspiele alle deutschen, belgischen und französischen Gegner aus dem, Felde und entzückte sodann in Paris das Publicum derart, daß man laut aufjubelte und die Presse Bruckner's Siegeszug in alle Welt hinausmeldete. 1871 setzte er seinen Siegeszug in England fort. 1873 veranstaltete er am Schlusse der Weltausstellung ein großes Concert, wo er wieder als Organist glänzte, aber mit seiner C-moll=Symphonie nicht die erwartete Anerkennung fand und seit dieser Zeit für seine von Herbeck in wenigen, aber trefflichen Worten gekennzeichneten Hauptfehler, die oftmaligen Wiederholungen der Hauptthemen, die eigenthümliche Sucht, Generalpausen dort anzubringen, wo eine erklärbare Nothwendigkeit nicht vorliegl, endlich die stellenweise zu dicke Instrumentation, von vielen Kritikern heftig bekämpft wurde. Die Aufführung seiner Symphonie in E-dur in Leipzig und München um die Jahreswende 1884/85 machen seinen Namen in den weitesten Kreisen bekannt und nun werden seine Werke von allen hervorragenden Musikgesell- schaften mehr oder minder beifällig aufgeführt.\r\n     1875 wurde Bruckner als Lector an die Wiener Universität berufen, 1886 verleiht ihm Se. Majestät der Kaiser das Ritterkreuz des Franz Josefs=Ordens, am 31. October 1890 gewährt ihm die Landesvertretung von Oberösterreich „zum Zeichen der Anerkennung seines dem Lande zu hoher Ehre gereichenden Wirkens\" eine Ehrengabe auf die Zeit seines Lebens im jährlichen Betrage von 400 fl., am 7. November 1891 ernennt ihn der akademische Senat in Wien auf Antrag der philosophischen Facultät zum Doctor honoris causa und am 12. December desselben Jahres wird ihm die Ehre zutheil, von der Wiener Universität zum Ehrendoktor der Philosophie ernannt zu werden. Der damalige Rector der Universität, Hofrath Exner, schloß seine Ansprache bei dem Festcommers: „Wo die Wissenschaft Haltmachen muß, wo ihr unübersteigliche Schranken gesetzt sind, dort beginnt das Reich der Kunst, welche das auszudrücken vermag, was allem Wissen verschlossen bleibt. Ich, der Rector magnificus der Wiener Universität, beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhag\"\r\n     Das sind wenige, aber herrliche Lichtblicke im Leben Anton Bruckner's, der seine letzten Lebensjahre Dank der hohen Gunst seines Kaisers in einem kaiserlichen Schlosse, im Wiener Belvedere, in einem gemüthlichen und angenehmen Heim verbringen durfte. Nun hat Anton Bruckner seine müden Augen, die stets so antheitvoll und mild auf alle Mitmenschen geblickt haben, geschlossen. Sein Lieblingswunsch, seine neunte Symphonie zu vollenden, ist ihm versagt geblieben, noch ein letzter Streich des tückischen Schicksales, das ihn bis in sein spätes Mannesalter verfolgt hatte und nur für einige Zeit gebannt war. Wir werden Anton Bruckner und seine Werke nicht vergessen, und sein Name wird in der Geschichte der Tonkunst neben denen der größten Meister stehen.           Otto Keller. \" (zd1).\nDeutsche Wacht Nr. 83 auf S. 4:\r\n\"     Der Componist Anton Bruckner ist Sonntag Nachmittag in Wien gestorben. Sein Name ist heute weltbekannt und gerühmt, aber lange hat es gebraucht, bevor der geniale Meister bei Publikum und Kritik die verdiente Würdigung gefunden hat. Er hat das 72. Lebensjahr erreicht. Er war am 4. September 1824 in Ausfelden [sic] (Oberösterreich) geboren, bildete sich als Schulgehilfe selbst zu einem tüchtigen Musiker aus und wurde 1855 Domorganist in Linz. Später machte er unter Leitung Simon Sechters in Wien noch gründliche Kontrapunktstudien und wurde 1868 als dessen Nachfolger im Amte des Hofkapellorganisten nach Wien berufen. Daneben wurde er auch Lehrer für Orgelspiel und Composition am Wiener Conservatorium und Lektor der Musik an der dortigen Universität. Unter seinen Compositionen sind mehrere Messe, ein Tedeum, besonders aber seine sieben Sifonien [sic] hervorzuheben. Seine Instrumentalmusik zeichnet sich durch ungewöhnliche harmonische Mannichfaltigkeit aus und läßt namentlich in der Instrumentation den Einfluß Richard Wagners erkennen.\" (zd2).\nDeutsche Zeitung Nr. 8906 auf S. 4f:\r\n\"     Anton Bruckner †.\r\n          Im Sterbehause.\r\n     Bis zu den letzten Minuten, da sich der Zug in Bewegung setzen sollte, trafen in Bruckner's Heim ungezählte Kränze ein. Gegen halb 1 Uhr fuhren beim Belvedere Bürgermeister Strobach, die Vicebürgermeister Doctor Lueger und Dr. Neumayer und Magistratsdirector Tachau mit dem Vicedirector Preyer vor und brachten den prächtigen Kranz der Reichshaupt= und Residenzstadt Wien. Der Kranz der langjährigen Pflegerin Bruckner's Frau Kathi Kachelmayer hat die Widmung: \"Von seiner langjährig treu ergebenen Kachelmayer\"; Stadtrath J. Milbeck aus Linz und Capellmeister Wilhelm Floderer brachten den Kranz der Linzer Liedertafel \"Frohsinn\"; Director August Göllerich, der auch von Bruckner mit der Abfassung seiner Biographie betraut worden war, den des Linzer Musikvereines (\"Dem unsterblichen Meister\") und des Linzer Sängerbundes. Ferner sandten Kränze: Die Direction und der Lehrkörper des Conservatoriums (\"Dem Meister Bruckner\"), die Direction der Hofoper (\"Zum Andenken an den großen Meister\"), August Stradal (\"Dem großen Meister von seinem getreuen Schüler\"), die Wiener Phiharmoniker (\"Dem großen Meister Dr. Anton Bruckner\"), die Gesellschaft der Musikfreunde, Bruckner's Hauptverleger Josef Eberle, der neue Wagner=Verein in Wien, Dr. Reisch (\"Dem vielgeprüften, glorreichen Sieger iim Reiche der Töne\"), der Wiener akademische Gesangverein, Martha Ginzkey, Helene v. Schmidt, Professor Dittrich (\"Seinem großen Lehrer\"), Mayfeld (\"Dem großen Meister ein letzter Gruß\"), Orchesterclub \"Haydn\", die Hofmusikcapelle, Wiener Tonkünstlerverein, Orchesterverein für classische Musik, Hermann Steudrer=Welsing [Steudner] aus Liverpool, die Musikdirectoren Urban, Kaiser und Schwing etc.\r\n     Ferner wurden namens der Wiener deutschen Studentenschaft und vom D. C. der Wiener Burschenschaften Kränze niedergelegt.\r\n     In das Trauergemach, das auf kaiserlichen Befehl mit Blumen aus der Hofgärtnerei geschmückt war, kamen bis in die letzten Momente Kränze auf Kränze. Um halb 2 Uhr war der Sarg aus Goldbronze geschlossen und verlöthet worden.\r\n          Die Leichenfeier.\r\n     Mit allen Ehren, die eine große Stadt zu bieten vermag, hat die Gemeinde Wien heute Bruckner's Leichenfeier in Scene gesetzt; [... außerdem anwesend: Wiener Akademischer Gesangverein, Studentenverbindungen \"Alemannia\", \"Saxonia\", \"Olympia\"  u. a., Ferdinand Löwe, Josef Schalk, Vockner, Theodor Helm, Göllerich, Maler Josef Hofmann, Sänger Grengg, Wiener Akademischer Wagner-Verein (mit Schaumann), Schubertbund (Fetzmann), Stadträte Tomola, Rauer, Fiedler, Dr. Wähner, Büsch und Weitmann, Gemeinderäte Dr. Pommer und Zatzka, die Liberalen Dr. Reisch, Herold und Goldschmidt, Ignaz Bruckner und Rosalia Hueber ... Mittelsatz des \"Germanenzug\" mit dem Hornquartett der Hofoper und dem WAGV unter Dr. Josef Neubauer ... in der Karlskirche anwesend: Graf Latour, von Hartel, Bezecny, Ministerialrat Herz, Hofrat Pölzl, Zeißberg, Koch von Langentreu, Tachau, Preyer, Pohl, Lissek, Horak, Reinisch, die Universitätsprofessoren Dr. Laurenz Müllner, Dr. Huber, OLG-Rat Schneider, Wilhelm Jahn, Ludwig Koch, Dr. v. Billing. J. N. Fuchs, Krenn, Gustav Walter, Regisseur Stolz, Josef Hellmesberger, Leopold Eder, Kpm. Adolf Müller und Ziehrer, Rudolf Weinwurm, Brahms, Heinrich Köchert, August Silberstein, die Reichsratabgeordneten Dr. Schlesinger und Polzhofer, Ferdinand Löwe, Dr. Boller, Stradal, Sänger Kraus, Regisseur Stoll, Simandl, die Feuerwehrinspektoren Sugg und Bogdanovic, viele Stadt- und Gemeinderäte ... Einsegnung durch Pfarrer Dobner, Herbecks \"Libera\" mit dem WMGV, Singverein unter Perger mit Schuberts \"Am Tage Allerseelen\", Trauermusik aus der 7. Symphonie (in Löwes Blechbläserbearbeitung) unter Hans Richter ... um 16:15 Sarg in den Wagen getragen ... Text der Ansprache von Födisch ... Fahrt zum Westbahnhof ... der Leichenzug sollte auf Wunsch des Rektorats ncith an der Universität vorbeiführen, da Bruckner nur Lector gewesen sei ...].\r\n            *     *     *\r\n     Die Gemeinde Wien hat folgende Parte ausgegeben: Der Gemeinderath der k. k. Reichshaupt= und Residenzstadt Wien gibt, von tiefer Trauer erfüllt, hiemit Nachricht von dem Ableben des Herrn Prof. Anton Bruckner, Ehrendoctor der Philosophie der k. k. Universität in Wien, Ritter des Franz Josefs=Ordens, k. k. Hoforganist, Mitglied der k. u. k. Hofmusikcapelle, Lector für Harmonielehre und Contrapunkt an der k. k. Universität Wien, Ehrenbürger von Ansfelden und Linz, Ehrenmitglied des Wiener Männergesangvereines etc. etc., welcher Sonntag den 11. October 1896, um ½ 4 Uhr Nachmittags, nach langem schmerzvollen Leiden und Empfang der heiligen Sterbesacramente im 73. Lebensjahre selig in dem Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des Verblichenen wird Mittwoch den 14. d. um 3 Uhr Nachmittags vom Trauerhause: 3. Bezirk, Heugasse Nr. 3, Oberes Belvedere, in die Pfarrkirche zu St. Karl Borromäus überführt, daselbst feierlichst eingesegnet, worauf die Beisetzung in der Stiftskirche zu St. Florian in Oberösterreich nach nochmaliger kirchlicher Feierlichkeit erfolgt. Die heiligen Seelenmessen werden Donnerstag den 15. d. um 10 Uhr Vormittags, in obgenannter Pfarrkirche, sowie in mehreren anderen Kirchen gelesen. Wien, den 13. October 1896.\" (zd3).\nDeutsches Volksblatt Nr. 2796 auf S. 4:\r\n\"   Anton Bruckner's Leichenbegängnis.\r\n     Bis zu den letzten Minuten, da sich der Zug in Bewegung setzen sollte, trafen in Bruckner's Heim ungezählte Kränze ein. Gegen halb 1 Uhr [... Strobach, Lueger, Neumayer, Tachau, Preyer ... Kränze (z. T. mit Text): Kathi Kachelmayer, J. Milbeck, Wilhelm Floderer (\"Frohsinn\"), Göllerich (Biograph, für den Linzer Musikverein und \"Sängerbund\"), Konservatorium, August Stradal, Wiener Philharmoniker, Josef Eberle, Dr. Reisch, Wiener Akademischer Gesangverein, Martha Ginzkey, Helene von Schmidt, Dittrich, Mayfeld ...], Orchester=Club \"Haydn\", die k. k. Hofmusikcapelle, Wiener Tonkünstlerverein, Orchesterverein für classische Musik, Hermann Steudrer-Welsing aus Liverpool, die Musikdirectoren Urban und Schwing, Professor Rudolf Kaiser etc.\r\n     Bruckner's Leichenfeier gestaltete sich großartig. [... Trauergemach, Ablauf des Trauerzuges, Teilnehmer, WAGV mit \"Germanenzug\" ...]\r\n     [... Karlskirche, Anwesende: u. a. Graf Latour, Hartel, Bezecny, Herz, Pölzl, Zeißberg, Koch von Langentreu, Pohl, Lissek, Horak, Reinisch, Laurenz Müllner, Dr. Huber, Schneider, Jahn, Ludwig Koch, Dr. von Billing, J. N. Fuchs, Krenn, Gustav Walter, Grengg, Stoll, Josef Hellmesberger, Leopold Eder, Adolf Müller, Ziehrer, Leo Held, Rudolf Weinwurm, Brahms, Adalbert von Goldschmidt, Heinrich Köchert, Stiaßny, von Zagory, Dr. Schlesinger, Polzhofer, Ferdinand Löwe, Dr. Boller, Maler Hoffmann, Göllerich, Hedley, Schröer, Professoren des Konservatoriums, Theodor Helm, Robert Hirschfeld, Camillo Horn, Schönaich etc. ... Pfarrer Dobner, WMGV unter Kremser trug] das \"Libera\" von Herbeck vor. Es war dies eine sinnige Huldigung für die Manen Herbeck's, der als Erster Bruckner's Talent erkannt und den Meister nach Wien gebracht hatte.\r\n     Nach der Ceremonie trug der \"Singverein\" unter R. v. Perger's Leitung die \"Litanei\" von Schubert vor; [... Adagio der 7. Symphonie in Löwes Bläsereinrichtung ...]. Manches Auge füllte sich mit Thränen.\r\n     Die Glocke am Thurme schlug viertel 5 Uhr, als die kirchliche Feier beendet war. [... Ansprache eines Studenten vom WAGV ... Westbahnhof ... St. Florian ...].\r\n           *       *       *\r\n     Im Hinblicke auf eine in mehreren hiesigen Tagesblättern enthaltene irrige Mittheilung, daß es Decennien gedauert, bis Anton Bruckner für seine Werke einen Verleger gefunden habe, ersucht uns der k. und k. Hofmusikverleger Albert Gutmann, zu constatiren, daß er bereits im Jahre 1884 das Quintett für Streichinstrumente in Partitur und Stimmen auf seine Kosten verlegte und diesem Werke im Jahre 1885 die Symphonie in E-dur (mit dem Trauermarsch), 1887 die Symphonie in Es-dur (\"Romantische\") folgen ließ, von welchen Tondichtungen der Autor Tantièmen empfing.\r\n           *       *       *\r\n     Anläßlich des Hinscheidens Anton Bruckner's dürfte in manchem seiner zahlreichen Verehrer der Wunsch rege geworden sein, eine Büste dieser markanten künstlerischen Persönlichkeit zu erwerben. Da mag es denn nicht unpassend erscheinen, auf eine treffliche Arbeit des begabten Wiener Bildhauers Herrn Percival Hedley hinzuweisen, welche in der Kunsthandlung Lechner (Graben) und in den Musikalienhandlungen Haslinger (Tuchlauben) und Rättig (Wallnerstraße) ausgestellt ist. Dortselbst sind \"vom Künstler autorisirte Abgüsse der Büste\" [IKO 77], zu welcher der verblichene Meister selbst gesessen, in wohlfeiler, preiswürdiger Ausführung erhältlich. Die sehr nette Arbeit zeichnet sich durch sprechende Aehnlichkeit aus.\" [keine Signaturen] (zd4).\nBericht über die Trauerfeiern in Linz in der Abendausgabe auf Seite 2:\r\n\"     * [Professor Anton Bruckner †.] \"Anläßlich des Ablebens Bruckner's fanden in Linz zahlreiche Trauerkundgebungen, und zwar im Landes-Ausschusse, im Gemeinderathe der Landeshauptstadt, deren Ehrenbürger Bruckner war, in der Liedertafel \"Frohsinn\", deren Ehrenmitglied und Chormeister er war, statt. Der Männergesangverein \"Sängerbund\" in Linz, ferner die Steyrer Liedertafel und die Gesellschaft der Musikfreunde Steyr, deren Ehrenmitglied er gleichfalls war, veranstalteten gleichfalls Trauerkundgebungen. Genannte Corporationen ließen auch Kränze am Sarge niederlegen und werden am Leichenbegängnisse in St. Florian deputativ theilnehmen. Der Landes-Ausschuß wird durch den Landeshauptmann Abt Achleuthner und Landes-Ausschuß Baron Kast, die Stadtvertretung durch den Bürgermeister Poche mit Gemeinderäthen vertreten sein.\" \" (zd5).\nFremdenblatt Nr. 284 auf S. 6:\r\n„         Anton Bruckner’s Leichenbegängniß.     In das Trauergemach, in welchem Bruckner’s Leiche lag und welches auf Allerhöchsten Befehl mit Blumen aus der Hofgärtnerei geschmückt war, kamen gestern bis in die letzten Momente Kränze auf Kränze. Um halb 2 Uhr war der große Platz von dem Belvedere mit einer überaus großen Menschenmenge gefüllt. Es bildete sich ein Spalier, inmitten dessen sich vorerst die Chargirten der akademischen Korporationen einfanden, die in voller Wichs vorgefahren waren. Eine Abordnung legte kurz vor 3 Uhr zwei prachtvolle Kränze am Sarge nieder. Bald nachher trugen Bedienstete der Entreprise den Sarg aus dem Gemache und stellten ihn auf den sechsspännigen Galawagen. Der Zug rangirte sich, um sich zur Kirche in Bewegung zu setzen. Voraus ritt ein Herold. Ihm folgten die akademischen Korporationen unter Vorantragung des Universitätsbanners, der „Schubertbund“, viele andere musikalische Vereine und die beiden Blumenwagen. Den Leichenwagen flankirten Magistratsdiener, Chargirte mit gezücktem Schläger und  Bedienstete der Entreprise mit brennenden Wachsfackeln. Ein Hausoffizier der Entreprise trug auf rothem Sammtkissen den Franz Joseph=Orden. Im ersten Wagen, der dem Sarge folgte, saßen Bruckner’s Bruder Ignaz Bruckner und seine beiden Neffen. Ehe der Sarg auf den Wagen gestellt war, sang der akademische Gesangverein, begleitet vom Waldhornquartett, einen Trauerchoral.\r\n     An dem dichten Spalier vorbei nahm der Kondukt seinen Weg zur Pfarrkirche zu St. Karl Borromäus. Um halb 3 Uhr fanden sich die Mitglieder des Wiener Männergesangvereines und des Singvereines im Gotteshause ein und nahmen im Presbyterium Aufstellung. Die ersten Trauergäste fanden sich schon nach 2 Uhr ein. Die Auffahrt dauerte bis 3 Uhr. Unter den Anwesenden waren zu bemerken: In Vertretung Sr. Exzellenz des Unterrichtsministers Dr. Freiherrn v. Gautsch, welcher einer Sitzung beiwohnen mußte, die Sektionschefs Graf Latour und Ritter v. Hartel, Se. Exzellenz der General=Intendant der Hoftheater Freiherr v. Bezecny, Ministerialrath Herz, Hofrath Professor Pölzl, Hofrath Zeißberg, Hofrath Koch v. Langentreu, der Direktor des Hofoperntheaters Jahn, Hofkapellmeister Johann Nepomunk Fuchs, Johannes Brahms, Kompositeur Ritter v. Goldschmidt, viele Stadt= und Gemeinderäthe, Künstler, Professoren &amp;c. &amp;c. Unter großer geistlicher Assistenz nahm Pfarrer Dobner die feierliche Einsegnung vor. Während der Einsegnung trug der Wiener Männergesangverein unter Eduard Kremser’s Leitung das „Libera“ von Herbeck vor. Nach der Zeremonie sang der „Singverein“ unter Richard v. Perger’s Leitung die „Litanei“ von Franz Schubert. Die begleitende Musik wurde vom Waldhornquartett der Hofoper ausgeführt. Als der Sarg wieder auf dem Wagen stand, trat ein Mediziner vor und nahm im Namen des Wiener akademischen Gesangvereines und der Wiener deutschen Studentenschaft Abschied von Bruckner. Sodann setzte sich der Kondukt um halb 5 Uhr nach dem Westbahnhofe in Bewegung. Der Bürgermeister, die beiden Vizebürgermeister, viele Stadt= und Gemeinderäthe und andere Trauergäste, sowie die Familien folgten in Wagen. In allen Gassen, die derZug auf seinem ferneren Wege passirte, standen dichte Menschenmassen. Der Sarg mit der Leiche wurde von der Entreprise des pompes funèbres nach dem Geburtsorte Bruckner’s, St. Florian in Oberösterreich, gebracht, um in der dortigen Stiftskirche beigesetzt zu werden.\r\n             *       *       *\r\n     An der Bahre Bruckner’s waren gestern noch viele Kränze niedergelegt worden. Mittags fuhren beim Belvedere Bürgermeister Strobach, die Vizebürgermeister Dr. Lueger und Dr. Neumayer und Magistratsdirektor Tachau mit dem Vizedirektor Preyer vor und brachten den prächtigen Kranz der Reichshaupt= und Residenzstadt Wien.\r\n     Auch Professor Rudolf Kaiser legte einen Lorbeerkranz an der Bahre nieder.\r\n             *       *       *\r\n     Aus Linz, 14. d. M., wird uns telegraphirt: Anläßlich des Ablebens Bruckner’s fanden Trauerkundgebungen des Landes=Ausschusses, des Gemeinderathes der Stadt, deren Ehrenbürger Bruckner war, statt. Die Liedertafel „Frohsinn“, deren Ehrenmitglied und Chormeister der Verstorbene war, Männergesangverein „Sängerbund“, ferner die Steyrer Liedertafel und die Gesellschaft der Musikfreunde in Steyr werden am Leichenbegängniß in St. Florian deputativ theilnehmen. Der Landes=Ausschuß wird durch Landeshauptmann Abt Achleuthner und den Landes-Ausschuß Baron Kast, die Stadtvertretung durch den Bürgermeister Poche mit den Gemeinderäthen vertreten sein.\r\n             *       *       *\r\n     Von Herrn Albert J. Gutmann, k. und k. Hofmusikalienhändler, erhalten wir folgende Zuschrift: „Geehrter Herr Redakteur! Im Hinblick auf eine in mehreren hiesigen Tagesblättern enthaltene irrige Mittheilung, daß es Dezennien gedauert, bis Anton Bruckner für seine Werke einen Verleger gefunden habe, bitte ich der Wahrheit gemäß zu konstatiren, daß ich bereits im Jahre 1884 das Quintett für Streichinstrumente in Partitur und Stimmen auf meine Kosten verlegte und diesem Werke im Jahre 1885 die Symphonie in E-dur (mit dem Trauermarsch), 1887 die Symphonie in Es-dur (\"Romantische\") folgen ließ, von welchen Werken der Autor Tantièmen empfing. Mit vorzüglicher Hochachtung Albert Gutmann, k. und k. Hofmusikverleger.“ “ (zf1).\nFreie Stimmen Nr. 124 (Klagenfurt) auf S. 4 (auf den Artikel der Ostdeutschen Rundschau vom 13.10.1896 zurückgreifend):\r\n\"     Anton Bruckner †. Mit Bruckner, der im Alter von 72 Jahren in Wien gestorben ist, verliert die deutsche Musik ganz unzweifelhaft einen ihrer größten Meister. Der Musikreferent der \"OStd. Rdsch.\" scheibt: In der Symphonie einerseits, in der Kirchenmusik andererseits ruht Bruckner's unvergängliche Bedeutung; er hatte beide in neue Bahnen gelenkt, indem er an Wagner's Kunstideal anknüpfte.[...]. Alles aber verband sich ihm zur vollsten und schönsten Harmonie in der Glaubensstärke und im Gottvertrauen, wie ein geheiligter Fels ragt er in unser ungläubiges, mattherziges Jahrhundert herein! – Das Leichenbegängnis des Meisters, dessen Künstlerwallen bekanntlich lange Zeit ein Dornenweg gewesen ist, hat auf Kosten der Stadt Wien stattgefunden.\" (zf2).\nGrazer Tagblatt Nr. 285 auf S. 10:\r\n\"         Anton Bruckner †.\r\n     Wien, 14. October. Das Leichenbegängnis Professor Bruckners gestaltete sich zu einer impo­santen Trauerkundgebung. Das Trauergemach war auf Befehl des Kaisers mit Blumen geschmückt. An der Trauerfeier nahmen theil: In Vertretung des Unterrichtsministers die Sectionschefs Latour und Hartl, ferner Hoftheaterintendant Bezecny, Bürgermeister Strohbach mit den beiden Vicebürgermeistern, der Rector der Universität mit den Decanen, zahlreiche Universitätsprofessoren, nahezu die gesammte musikalische Welt Wiens, sowie ein großer Theil der Wiener Studenten­schaft. Vor dem Trauergemache sang der Akademische Gesangverein einen Trauerchoral. In der Karlskirche sangen während der Einsegnung der Wiener Männergesangverein und der Singverein. Namens des Wiener Akademischen Gesangvereines und der Wiener Studentenschaft hielt ein Mediciner die Trauerrede. Die Leiche wurde nach dem Geburtsorte Bruckners, St. Florian in Oberösterreich, gebracht.\" (zg1).\nGrazer Tagespost Nr. 285:\r\n\"     -r. Wien, 14. October. Heute Nachmittags fand das feierliche Leichenbegängniß Anton Bruckner's statt. Der Wiener akademische Gesangverein trug nach der Einsegnung der Leiche einen Satz aus Bruckner's Composition \"Germanenzug\" vor, worauf sich der Trauerzug durch ein dichtes Spalier von Menschen zur Kirche in Bewegung setzte. Voran schritten die Mitglieder der hiesigen Burschenschaften mit dem Universitätsbanner, der akademische Gesangverein mit Fahne und zu beiden Seiten des Trauerwagens gingen Chargirte, denen sich die Verwandten des Verblichenen und zahlreiche Trauergäste anschlossen. Zur Einsegnung in der Kirche waren erschienen: die Sectionschefs Graf Latour und Hartel in Vertretung des Ministers Baron Gautsch, Generalintendant Bezecny, Universitätsrector Professor Reinisch sowie die Decane, Senatoren und zahlreiche Professoren der Universität, Bürgermeister Strobach, mit den Vicebürgermeistern Dr. Lueger und Neumayer sowie viele Gemeinderäthe, die Directoren und Professoren des Conservatoriums und zahlreiche Künstler und Musikschriftsteller. Nach der Einsegnung der Leiche wurde dieselbe nach dem Westbahnhofe gebracht, um von dort zur Beisetzung nach St. Florian in Oberösterreich überführt zu werden.\" (zg2).\nGrazer Volksblatt Nr. 236 auf S. 5:\r\n\"     In der gestrigen Wiener Gemeinderathssitzung widmete Bürgermeister Strobach dem Componisten Bruckner einen warmen Nachruf, in welchem er hervorhob, dass derselbe ein überzeugungstreuer, strenggläubiger Katholik gewesen sei, der sich um die Musik ein großes Verdienst erworben habe. Deshalb habe der Stadtrath einstimmig beschlossen, das Leichenbegängnis auf Kosten der Stadt Wien zu veranstalten.\" (zg3).\nDie Zeitung The Globe meldet Bruckners Tod (zg4).\nHamburger Nachrichten (zh1).\nLeitartikel über Bruckner in der Illinois Staatszeitung (zi).\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 284 auf S. 3 [Tages- oder Abendausgabe?]:\r\n„Anton Bruckner’s Leichenfahrt.\r\n     Wie ein Großer der Erde wurde gestern der schlichte, weltfremd gewesene Musiker Anton Bruckner zu Grabe getragen, dem ehemaligen Schulgehilfen, der sich zu einem Fürsten im Reiche der Tonkunst aufgeschwungen, wurden auf seiner letzten Fahrt Ehren erwiesen, wie sie nur einem Liebling des Volkes zu Theil werden, einem Manne, der mit seinem Ruhme die Welt erfüllte. Die Stadt Wien veranstaltete die Leichenfeier und Tausende von Menschen folgten dem Sarge, der die sterblichen Ueberreste Bruckner’s barg; sie in Wiener Erde, in einem Ehrengrabe zu betten, erschien angesichts der letztwilligen Verfügung des Componisten unmöglich. Seine letzte Stätte wird unterhalb der großen Orgel in der Stiftskirche zu St. Florian sein, wo er so oft an dem herrlichen Instrumente gesessen, zu Gottes Lob und Preis sinnirt hatte. Wird auch im Wiener Pantheon auf dem Centralfriedhofe das Grab Bruckner’s nicht zu finden sein, die Erinnerung an seine großen Schöpfungen wird nicht auslöschen und in den Concertsälen wird seine Botschaft fort und fort ertönen.\r\n     Hier der Bericht über das Leichenbegängniß:\r\n     Um halb 2 Uhr war der Sarg aus Goldbronze geschlossen und verlöthet worden. Unterdessen hatte sich der große Platz vor dem Belvedere mit einer überaus großen Menschenmenge gefüllt. Es bildete sich ein Spalier, inmitten dessen sich vorerst die Chargirten der akademischen Corporationen einfanden, die in voller Wichs vorfuhren. Bald nachher trugen Bedienstete der „Entreprise“ den Sarg aus dem Gemache und stellten ihn auf den sechsspännigen Prachtgalawagen. Der Zug rangirte sich, um sich zur Carlskirche in Bewegung zu setzen. Voraus ritt ein Herold. Ihm folgten die akademischen Corporationen unter Vorantragung des Universitäts=Banners, der Akademische Gesangverein mit umflortem Banner, der „Schubertbund“, viele andere musikalische Vereine und die beiden Blumenwagen.\r\n     Den Leichenwagen flankirten links und rechts innen je sechs Magistratsdiener in Gala, in der mittleren Reihe je sechs Chargirte mit gezücktem Schläger und außen je sechs Bedienstete der Entreprise mit brennenden Wachsfackeln. Im ersten Wagen, der dem Sarge folgte, saßen Bruckner’s Bruder Ignaz Bruckner und seine beiden Neffen. Allgemein fiel die frappante Aehnlichkeit des Bruders mit dem verblichenen Meister auf; im zweiten Wagen saßen Bürgermeister Strobach mit den beiden Vicebürgermeistern Dr. Lueger und Dr. Neumayer; im dritten der Testaments=Executor Dr. Reisch und in einer langen Wagenreihe die Gemeindevertretung. Ehe der Sarg auf dem Wagen stand, sang der Akademische Gesangverein vor dem Thore, begleitet vom Waldhornquartett, einen Trauerchoral.\r\n     In der Carlskirche fanden sich unterdessen die Mitglieder des Wiener Männergesangvereines und des Singvereines ein und nahmen im Presbyterium Aufstellung. Unter den Trauergästen waren ferner zu bemerken: In Vertretung des Unterrichtsministers Dr. Freiherrn v. Gautsch, welcher einer Sitzung beiwohnen mußte, die Sectionschefs Graf Latour und Ritter v. Hartel, der Generalintendant der Hoftheater Freiherr v. Bezecny, Ministerialrath Herz, Hofrath Professor Pölzl, Hofrath Zeißberg, Hofrath Koch v. Langentreu, Magistratsdirector Tachau, Magistrats=Vicedirector Preyer, Magistratsrath Pohl, Burghauptmann Lissek mit dem Hofcontrolor Horak, Rector magnificus Professor Dr. Reinisch mit den Decanen, Senatoren und vielen Universitäts-Professoren, der Director des Hofoperntheaters Jahn, Generalsecretär kaiserlicher Rath Ludwig Koch, Dr. v. Billing, Hofkapellmeister Johann Nepomuk Fuchs, Professor Krenn, Kammervirtuos Alfred Grünfeld, Kammersänger Walter, Hofopernsänger Grengg, Regisseur Stoll, Hofkapellmeister Joseph Hellmesberger, Hofkapellmeister Eder, die Kapellmeister Adolph Müller, Ziehrer und Leo Held, Letzterer ein Schüler Bruckner’s, Chormeister Weinwurm, ferner die Herren Johannes Brahms, Compositeur Ritter v. Goldschmidt, Heinrich Köchert, viele Stadt= und Gemeinderäthe &amp;c. &amp;c.\r\n     Nachdem der Sarg in die Kirche getragen worden, nahm Pfarrer Dobner unter großer geistlicher Assistenz die feierliche Einsegnung vor. Während der Ceremonie trug der Wiener Männergesangverein unter Eduard Kremser’s Leitung das „Libera“ von Herbeck vor. Es war dies eine sinnige Huldigung für die Manen Herbeck’s, der als Erster Bruckner’s Talent entdeckt und den Meister nach Wien gebracht hatte.\r\n     Nach der Einsegnung sang der Singverein unter Richard v. Perger’s Leitung die „Litanei“ von Franz Schubert. Die begleitende Musik wurde vom Waldhornquartett der Hofoper ausgeführt. Um ?/? 5 Uhr [nicht lesbar] war die kirchliche Feier beendet. Der Sarg wurde wieder auf den sechsspännigen Leichenwagen gehoben, die Trauergäste strömten hinaus, postirten sich um den Sarg und Alle entblößten das Haupt, als ein Mediciner vortrat und im Namen des Wiener Akademischen Gesangvereines und der Wiener deutschen Studentenschaft von dem Heimgegangenen Abschied nahm. Der Conduct setzte sich hierauf nach dem Westbahnhofe in Bewegung, von wo die Leiche zur Beisetzung nach dem Geburtsorte Bruckner’s, St. Florian in Oberösterreich gebracht wurde.\r\n                     *\r\n     Im Trauerhause waren noch bis zu den letzten Minuten vor dem Leichenbegängnisse ungezählte Kränze eingelangt, darunter der prächtige Kranz der Reichshaupt= und Residenzstadt Wien, die Kränze der Linzer Liedertafel „Frohsinn“, des Linzer Musikvereines und des Linzer Sängerbundes. Ferner sandten Kränze: Die Direction der Hofoper, die Wiener Philharmoniker, die Gesellschaft der Musikfreunde, Bruckner’s Hauptverleger Joseph Eberle, der neue Wagnerverein in Wien, die Musikschulen Kaiser, der Wiener akademische Gesangverein, die Musikdirectoren Urban und Schwing &amp;c.“ (zi1)\nund auf S. 5 [Tages- oder Abendausgabe?]:\r\n„     (Anton Bruckner †.) Wir werden um Aufnahme folgender Erklärung ersucht:  „Geehrter Herr Redacteur! Im Hinblick auf eine in mehreren hiesigen Tagesblättern enthaltene irrige Mittheilung, daß es Decennien gedauert, bis Anton Bruckner für seine Werke einen Verleger gefunden habe, bitte ich der Wahrheit gemäß zu constatiren, daß ich bereits im Jahre 1884 das Quintett für Streichinstrumente in Partitur und Stimmen auf meine Kosten verlegte und diesem Werke im Jahre 1885 die Symphonie in E-dur (mit dem Trauermarsch)[,] 1887 die Symphonie in Es-dur (\"Romantische\") folgen ließ, von welchen Werken der Autor Tantièmen empfing. Mit vorzüglicher Hochachtung Albert Gutmann, k. und k. Hofmusikverleger.\" \" (zi2).\nEbenfalls im Illustrierten Wiener Extrablatt [angeblich Abendausgabe S. 3] erschienen: Artikel von Theodor Vogl \"Ein Ausflug mit Bruckner\" (zi2a).\nInnsbrucker Nachrichten Nr. 237 auf S. 4:\r\n»     (Erinnerung an Anton Bruckner.) Ein musikkundiger Freund unseres Blattes, welcher mit dem verstorbenen Tondichter Professor Bruckner durch viele Jahre befreundet war, stellt uns folgende Erinnerungszeilen an den vortrefflichen Tonkünstler zur Verfügung. [... zur Biographie ... im Zusamenhang mit Nancy 1869 werden auch Erfolge als Organist in Paris, Brüssel und Köln erwähnt ...]\r\n     Für Tirol hegte Meister Bruckner besondere Wertschätzung, was mit seiner Frömmigkeit und dynastischen Begeisterung im Einklang stand.\r\n     [... über den Verlag Joh. Groß ... Bedeutung der Kirchenmusik und der Symphonien ... \"süddeutsches Colorit\" ...].\r\n     Unser Musikverein hat im verflossenen Jahre Bruckners erste Symphonie [recte: 2. Symphonie] zu schöner, die Intentionen des Componisten klar erfassender Aufführung gebracht und wird heuer im vierten Concerte Bruckners romantische Symphonie Nr. 4 bringen. Es wird ein Ehren= und Gedenktag an den vaterländische [sic] Tonmeister sein, dessen Werken unter den Denkmälern der Tonkunst in Oesterreich ein hervorragender Platz gebührt.« [keine Signatur] (zi3).\nKärnter Zeitung Nr. 237 auf S. 7:\r\n\"     Wien, 14. October. Bürgermeister Strobach widmete dem verstorbenen Componisten Anton Bruckner einen warmen Nachruf, in welchem er hervorhob, dass derselbe ein überzeugungstreuer, strenggläubiger Katholik gewesen sei. Der Stadtrath beschloss einstimmig, das Leichenbegängnis auf Kosten der Stadt Wien zu veranstalten.\" (zk1).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 238 berichtet auf S. 4 von Gedenkfeiern in Linz (die Rubrik ist datiert \"14. Ocotober\"):\r\n\"    – Der o.=ö. Landesausschuß hat in der heutigen Sitzung einstimmig beschlossen, sich an dem Leichenbegängnisse des unvergesslichen Componisten und Landesangehörigen Anton Bruckner in St. Florian zu betheiligen, und werden der hochw. Herr Landeshauptmann Abt Achleuthner und Landesausschuß Baron Kast daran theilnehmen; zugleich hat der Landesausschuß beschlossen, statt eines Kranzes auf den Sarg des Verewigten einen Betrag von 25 fl. für den Bau des Maria Empfängnisdomes zu widmen.\r\n     – Trauerkundgebung für Bruckner. In der heutigen Sitzung des Gemeinderathes der Landeshauptstadt Linz widmete der Vorsitzende, Bürgermeister Franz Poche, dem verstorbenen Doctor Anton Bruckner, folgenden Nachruf: Wieder hat der unerbittliche Tod einen der Besten uns geraubt. Einer der größten Tonkünstler unseres Jahrhunderts, ein treuer Patriot und ein edler Mensch - Dr. Anton Bruckner ist nicht mehr. Der Gemeinderath der Landeshauptstadt Linz hat ihm schon bei Lebzeiten den Tribut der Verehrung durch die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes gezollt. Nun trauern wir an seinem Sarge und wie sein künstlerischer Ruf, so wird sich auch die Trauerkunde über seinen Verlust weit über die Grenzen unseres Vaterlandes verbreiten. Der Meister ist uns genommen, aber seine Werke werden fortleben und sein Andenken ewig jung erhalten. Ich ersuche die Versammlung, sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen zu erheben. (Geschieht) Der Vorsitzende theilt weiters mit, daß er veranlaßt habe, daß morgen beim Leichenbegängnisse ein Kranz auf den Sarg des verblichenen Ehrenbürgers niedergelegt wird. Er (Bürgermeister) werde selbst dem Leichenbegängnisse in St. Florian beiwohnen und ersuche alle jene Mitglieder des Gemeinderathes, welche daran theilnehmen wollen, sich um 1 Uhr nachmittags im Rathhause einzufinden; von demselben wird die Trauerfahne wehen.\" \n\"     – \"Sängerbund\". Bei Eröffnung der gestrigen Versammlung des Männergesangvereines \"Sängerbund\" widmete Vorstand Wolf dem dahingeschiedenen Professor Dr. Anton Bruckner einen warmen Nachruf. Bei der heute in Wien stattgefundenen Leichenfeier hat Chormeister A. Göllerich den Sängerbund vertreten und bei der Beisetzung der Leiche in St. Florian wird eine Deputation des Vereinsausschusses einen Kranz auf den Sarg des Verblichenen legen.\" (zl1).\nDas Linzer Volksblatt berichtet in derselben Nummer auf Seite 4f von der Sitzung in Wien:\r\n\"                                Anton Bruckner †.\r\n     Der Bürgermeister Strobach in Wien hat dem dahingeschiedenen Meister Bruckner bei der Gemeinderathssitzung am 13. d. M. folgenden Nachruf gewidmet:\r\n     Geehrte Herren! Einer der größten Tondichter der Gegenwart, Anton Bruckner, ist verschieden (die Versammlung erhebt sich von den Sitzen); still wie sein ganzes Leben vollzog sich auch sein Ende, schmerzlos und ohne Todeskampf entwich seine Seele. Dieser große Meister der Töne war ein strenggläubiger Katholik. Ueberzeugungstreue, eiserner Muth im Kampfe des Lebens, schlichte Einfachheit und bescheidenes Wesen zeichneten ihn aus. Kein freundliches Geschick war seiner Jugend beschieden, und durch Entbehrungen aller Art führte ihn sein Genius zur Höhe jener Auserwählten, zu denen wir mit ehrfurchtsvoller Bewunderung emporblicken. Nicht immer wurde seinem großen Können die verdiente Wertschätzung zutheil, und nur langsam rangen sich seine Werke zur vollen Anerkennung durch, nicht bloß in seinem Vaterlande, sondern auch im Auslande. Möge die Nachwelt dem großen Todten jene allgemeine Würdigung zutheil werden lassen, welche der großen Bedeutung des Künstlers entspricht. Bruckners Name ist unzertrennlich mit unserem Kunstleben verbunden, sein künstlerisches Schaffen hat der Stadt Wien zur Ehre gereicht; wir werden ihm stets ein würdiges Andenken bewahren! In Anerkennung der großen Verdienste Bruckners um die heimische Kunst hat der Stadtrath den einstimmigen Beschluss gefasst, die Leichenfeier für den verstorbenen Meister auf Kosten der Stadt zu veranstalten. Ich bin überzeugt, daß Sie, meine geehrten Herren, Alle diesem Beschlusse zustimmen und durch recht zahlreiches Erscheinen bei der Leichenfeier dem Verewigten die letzte Ehre Erweisen werden. (Zustimmung.)\" (zl2).\n\"Die Lyra\" XX, Nr. 2 (517) auf S. 5 [= S. 21] (Ankündigung der 7. Symphonie):\r\n\"                          Wiener Concerte.\r\n     Wiener philharmonische Concerte. Die von den Mitgliedern des k. k. Hofopernorchesters unter der Leitung des Herrn Hofcapellmeisters Hans Richter in diesem Winter in Aussicht stehenden Concerte finden am [... Termine, Uhrzeit und Ort ...] statt. Zur Aufführung wurden folgende Werke bestimmt: [...] Bruckner: „Symphonie” Nr. 7 E-dur, [...]\".\nauf Seite 6 [= S. 22] Meldung über den Tod Bruckners:\r\n\"        Aus der musikalischen Welt.\r\n                 Anton Bruckner †.\r\n     Am Sonntag den 11./10., Nachmittags halb 4 Uhr, entfloh des Lebens Geisteskraft aus dem seit Jahren an einem Herzleiden kränkelnden Körper des 73jährigen Tonmeisters, der als größter Symphoniker alle seine Zeitgenossen überragte und eine vorderste Stellung unter den deutschen Tonmeistern errungen hat. Anton Bruckner starb in der ihm durch kaiserliches Wohlwollen seit einiger Zeit eingeräumten Wohnung im kaiserlichen Lustschlosse „Belvedere”, dem einstigen Heim des Prinzen Eugen. Noch bis in die letzten Tage mit seiner 9. Symphonie beschäftigt, die er auch bis auf den letzten Satz vollendete, fand er, sich eben zur Ruhe legend, einen raschen und leichten Tod. An seinem Sterbebett weilten seine treue Wirthschafterin, Frau Katharina Kachelin [sic], deren Tochter und Bruckner's langjähriger Schüler und Freund Anton Meißner. Die feierliche Bestattung fand am 14./10. statt. Die Beisetzung Bruckner's erfolgt im Stifte zu St. Florian in Oberösterreich in heimathlicher Erde.\" (zl3).\nBericht der Linzer Zeitung auf S. 1137:\r\n„      * (Professor Dr. Anton Bruckner †.) Vom Giebel des Musikvereins=Gebäudes weht aus Anlaß des Ablebens Professors Dr. Anton Bruckners eine Trauerfahne. Im Laufe des vorgestrigen Tages fanden sich im Trauerhause im oberen Belvedere zahlreiche Personen, meist Schüler des Componisten, ein, um dem hier weilenden einzigen Bruder des Verstorbenen ihr Beileid auszusprechen. Unter den Condolenten befanden sich auch Baron Nathaniel Rothschild, der Director der kön. Hofoper in Budapest, welcher den Sarg mit einem Kranze schmücken wird und eigens als ehemaliger Schüler Bruckners [= Julius Kalvy] nach Wien kam, um dem Leichenbegängnisse beizuwohnen, ferner mehrere Gemeinderäthe, Professoren des Conservatoriums und eine Lehrer=Deputation der Volks= und Bürgerschule aus der Burggasse &amp;c. Eine Fülle der herrlichsten Kränze schmückten nachmittags den Sarg und das Trauergemach, so u. a. : Vom Fürsten Edmund Batthyany=Strattmann, Grafen und Gräfin J. Lamberg (\"In treuer Freundschaft und Verehrung dem unvergeßlichen Meister\"), „Gesellschaft der Musikfreunde – Ihrem verehrten Mitgliede\", Wiener Männergesangverein (\"Seinem Ehrenmitgliede\"), Wiener Akademischen Wagner=Verein (\"Non confundar in aeternum! – Dem Meister Dr. Anton Bruckner\"), Steyrer Liedertafel (\"Ihrem Ehrenmitgliede\"), Karl Almroth [sic] (Dem unvergeßlichen Meister\"), Th. Raettig (\"Ad astra per aspera\"), Der Schubertbund (\"Seinem berühmten Ehrenmitgliede\"), Th. Haymerle [sic! recte Hämmerle] (\"Dem hochverehrten Meister\"), Familie v. Helm (\"Dem unvergeßlichen Meister\"), R. W. (\"Letzter Gruß\"), Ferdinand Löwe (\"Seinem verehrten geliebten Meister\"), Dr. Victor Boller, Joseph Schalk, Familie Dlauhy, Hofmusikverleger Gutmann (\"Dem unsterblichen Meister\"), [sic] Am Leichenbegängnisse des verstorbenen Meisters werden die Mitglieder des Schubertbundes unter Vorantragung des Vereinsbanners theilnehmen. Die Direction der Gesellschaft der Musikfreunde, die ihre vorgestrige Sitzung mit einer Trauerkundgebung für ihr dahingeschiedenes Ehrenmitglied Dr. Anton Bruckner schloß, wird sich vollzählig an dem Leichenbegängnisse betheiligen. Desgleichen der Lehrkörper des Conservatoriums, dem der Verblichene durch eine lange Reihe von Jahren angehörte. Der Singverein wird in der Kirche Schuberts „Litanei“ zum Vortrage bringen. Der Schubertbund wird durch Aufnahme eines Werkes Bruckners in das Programm des nächsten Concertes das Andenken seines Ehrenmitgliedes ehren. – Von dem nunmehr verstorbenen Meister existieren drei Gemälde. Eines derselben rührt von Kaulbach in München her, das zweite war ein Geschenk des Wiener Malers Ferry Beraton für Bruckner. Das von Beraton gemalte Porträt findet sich im Nachlasse Bruckners; ein Skizze zu diesem Bilde besitzt ein Freund des Verstorbenen, Herr Almroth in Wien, das dritte von Joseph Büchs befindet sich in der oberösterreichischen Landesgallerie. – In der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderathes widmete Bürgermeister Strohbach dem verstorbenen Tonkünstler Anton Bruckner einen warmen Nachruf und theilte mit, daß nach Beschluß des Stadtrathes das Leichenbegängnis auf Kosten der Gemeinde stattfinden werde und lud die Gemeinderäthe zur regen Theilnahme am Leichenbegängnisse ein. – Die Stadtgemeinde Linz und die Liedertafel „Frohsinn“ haben Kränze dem verblichenen Tonmeister gewidmet. – Der oberösterreichische Landesausschuß hat in der heutigen Sitzung einstimmig beschlossen, sich an dem Leichenbegängnisse des dahingeschiedenen unvergeßlichen Componisten und Landesangehörigen Anton Bruckner zu betheiligen, und werden der hochw. Herr Landeshauptmann Abt Achleuthner und Landesausschuß Baron Kast daran theilnehmen; zugleich hat der Landesausschuß beschlossen, statt eines Kranzes auf den Sarg des Verewigten einen Betrag von 25 fl. für den Bau des Mariä Empfängnis=Domes zu widmen. – In der heutigen Sitzung des Gemeinderathes der Landeshauptstadt Linz widmete der Vorsitzende Bürgermeister Franz Poche dem verstorbenen Dr. Anton Bruckner, folgenden Nachruf: Wieder hat der unerbittliche Tod einen der Besten uns geraubt. Einer der größten Tonkünstler unseres Jahrhunderts, ein treuer Patriot und ein edler Mensch – Dr. Anton Bruckner ist nicht mehr. Der Gemeinderath der Landeshauptstadt Linz hat ihm schon bei Lebzeiten den Tribut der Verehrung durch die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes gezollt. Nun trauern wir an seinem Sarge und wie sein künstlerischer Ruf, so wird sich auch die Trauerkunde über seinen Verlust weit über die Grenzen unseres Vaterlandes verbreiten. Der Meister ist uns genommen, aber seine Werke werden fortleben und sein Andenken ewig jung erhalten. Ich ersuche die Versammlung, sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen zu erheben. (Geschieht.) Der Vorsitzende theilt weiter mit, daß er veranlaßt habe, daß morgen beim Leichenbegängnisse ein Kranz auf den Sarg des verblichenen Ehrenbürgers niedergelegt wird. Er (Bürgermeister) werde selbst dem Leichen=Begängnisse in St. Florian beiwohnen und ersucht alle jene Mitglieder des Gemeinderathes, welche daran theilnehmen wollen, sich um 1 Uhr nachmittags im Rathhause einzufinden; von demselben wird die Trauerfahne wehen.“\r\n[…]\r\n       * („Sängerbund.“) Bei Eröffnung der gestrigen Versammlung des Männergesangvereines „Sängerbund“ widmete Vorstand Wolf dem verstorbenen Professor Dr. Anton Bruckner einen warmen Nachruf. Bei der in Wien heute stattgefundenen Leichenfeier war der „Sängerbund“ durch seinen Chormeister Herrn A. Göllerich vertreten, und bei der Beisetzung der Leiche in St. Florian wird eine Deputation des Vereinsausschusses einen Kranz auf den Sarg des Verblichenen legen.“ (zl4).\nMusikalisches Wochenblatt Nr. 43 auf S. 534:\r\n\"     Todtenliste. Touschmalow, [...]. – Lancien, [...]. – Anton Bruckner, der greise, von Vielen ebenso vergötterte, wie von Vielen geschmähte Componist in Wien, † nach längerem Leiden am 11. d. Mts. daselbst.\"  (zm1).\nNeue Freie Presse Nr. 11546 auf S. 5:\r\n»                   Kleine Chronik.\r\n                         Wien, 14. October.\r\n[...]\r\n     [Bruckner's Leichenbegängniß.] Das heute auf Kosten der Stadt Wien stattgehabte Leichenbegängniß Anton Bruckner's gestaltete sich zu einer überaus imposanten Trauerfeier. [... über den Verlauf, die Anwesenden (inhaltlich wie im Deutschen Volksblatt, siehe oben), die Fahrt zum Westbahnhof ...] um von dort zur Beisetzung nach St. Florian in Oberösterreich überführt zu werden.« (zn1),\n\nund auf Seite 7:\r\n»     – Wir erhalten folgende Zuschrift:\r\n      Geehrter Herr Redacteur! Im Hinblick auf eine in mehreren hiesigen Tagesblättern enthaltene irrige Mittheilung, daß es Decennien gedauert, bis Anton Bruckner für seine Werke einen Verleger gefunden habe, bitte ich der Wahrheit gemäß zu constatiren, daß ich bereits im Jahre 1884 das Quintett für Streichinstrumente in Partitur und Stimmen auf meine Kosten verlegte und diesem Werke im Jahre 1885 die Symphonie in E-dur (mit dem Trauermarsch), 1887 die Symphonie in Es-dur (\"Romantische\") folgen ließ, von welchen Werken der Autor Tantiemen empfing.\r\n           Mit vorzüglicher Hochachtung\r\n                Albert Gutmann, k. und k. Hof=Musikverleger.\r\n      Wien, 14 October 1896.\r\n     Von den im Kunsthandel vorkommenden Bildnissen Bruckner's sei die charakteristische Büste von der Hand des Bildhauers Hedley, zu welcher der Meister gesessen ist, hervorgehoben. Die Büste ist gegenwärtig in Lechner's k. k. Hof= und Universitäts=Buchhandlung (I., Graben 31), ausgestellt, woselbst vom Künstler autorisirte Abgüsse derselben zu erhalten sind.« (zn2).\nBericht über die gestrigen Feierlichkeiten im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 284 auf S. 5:\r\n\"                   Bruckner's Leichenbegängniß.\r\n     Gestern Nachmittags fand das Leichenbegängniß Anton Bruckner's statt. Seit Langem hat Wien keine so imposante Trauerfeier gesehen. [... Anwesende, Trauerzug ...] Im ersten Wagen, der dem Sarge folgte, saßen Bruckner's Bruder Ignaz Bruckner und seine beiden Neffen.\r\n     Während sich der Zug rangirte, sang der akademische Gesangverein, begleitet vom Waldhornquartett, einen Trauerchoral. [... Karlskirche (Anwesende (siehe oben \"Deutsches Volksblatt\"), darunter \"Leo Held, der ein Schüler Bruckner's war\") ... Einsegnung durch Pfarrer Dobner ...].\r\n     Nach der Einsegnung [... WMGV unter Kremser, Singverein unter Perger und Adagio der 7. Symphonie (Bläserchor auf dem Chor der Kirche) ...]. Die Composition wurde vom Hofcapellmeister Hans Richter dirigirt.\r\n     Als der Sarg aus der Kirche getragen wurde, trat ein Student an denselben heran, [... letzte Grüße der Studentenschaft ... Westbahnhof ...].\r\n     Aus Linz wird vom Gestrigen berichtet, daß anläßlich des Ablebens Bruckner's Trauerkundgebungen im Landesausschusse und im Gemeinderathe der Landeshauptstadt stattfanden, deren Ehrenbürger Bruckner war. Alle musikalischen Corporationen ließen Kränze auf seinen Sarg niederlegen und werden am Leichenbegängniß in St. Florian deputativ theilnehmen. Der Landesausschuß wird durch den Landeshauptmann Abt Achleuthner und Landesausschuß Baron Kast, die Stadtvertretung durch Bürgermeister Poche mit Gemeinderäthen vertreten sein.\" (zn3).\nNeuigkeits-Welt-Blatt Nr. 237 auf S. 25:\r\n»[In der oberen Seitenhälfte das Bruckner-Porträt IKO 33]\n                           Dr. Anton Bruckner †.\r\nDer größte derzeitige Symphoniker Oesterreichs gestorben.\r\n     Der größte Komponist Oesterreichs aus den letzten Jahrzehnten, Dr. Anton Bruckner, ist am 11. d. nach langem Leiden aus dem Leben geschieden. [...]\r\n     [... das Blatt hat ihn gefördert und bekannt gemacht ... kann sich heute] auf kurze Reminiscenzen beschränken.\r\n     Anton Bruckner ist, wie bekannt, am 4. September 1824 zu Ansfelden in Oberösterreich als Sohn eines Schullehrers geboren worden [... Biographisches ... Herbeck (1861)], welcher der Kommission zurief: \"Den wollt Ihr prüfen? Der versteht von Musik mehr wie wie Alle!\"\r\n     Herbeck war es auch, der 1868 die Berufung Bruckner's zum Lehrer am Wiener Konservatorium [...] durchsetzte. [... Erfolge im Ausland, aber nicht in Wien (Kritik!), Förderung durch Wagner-Verein, nun zunehmende Anerkennung und Ehrungen ... \"Te deum\" als Finale der 9. Symphonie ...].\r\n     Nunmehr aber hat ein milder Tod dem Schaffen des edlen Meisters ein Ende bereitet. Das Andenken Bruckner's aber wird dauernd ein glänzendes bleiben und in der Musikgeschichte leuchtend fortleben. Die Nachwelt erst wird dem Dahingeschiedenen, der in die Reihe der großen Tonmeister aller Kulturnationen gehört, den ewig grünenden Lorbeer sichern.« [keine Signatur] (zn4).\nAuf Seite 4 ein Bericht über die Sitzung am 13.10.1896 (die Rubrik ist datiert \"14. Oktober\"):\r\n\"     Dr. Anton Bruckner †. Im Gemeinderathe hielt gestern Bürgermeister Strobach, dem verstorbenen großen Tondichter Dr. Anton Bruckner (Siehe Bild und Text im 7. Bogen) einen warmen Nachruf. \"Dieser große Meister der Töne,\" sagte der Bürgermeister, \"war ein streng gläubiger Katholik. Ueberzeugungstreue, eiserner Muth im Kampfe des Lebens, schlichte Einfachheit und bescheidenes Wesen zeichneten ihn aus. Kein freundliches Geschick war seiner Jugend beschieden, und durch Entbehrungen aller Art führte ihn sein Genius zur Höhe jener Auserwählten, zu denen wir mit ehrfurchtsvoller Bewunderung emporblicken. Nicht immer wurde seinem großen Können die verdiente Wertschätzung zu Theil, und nur langsam rangen sich seine Werke zur vollen Anerkennung durch, nicht blos in seinem Vaterlande, sondern auch im Auslande. Möge die Nachwelt dem großen Todten jene allgemeine Würdigung zu Theil werden lassen, welche der großen Bedeutung des Künstlers entspricht. Bruckner's Name ist unzertrennlich mit unserem Kunstleben verbunden, sein künstlerisches Schaffen hat der Stadt Wien zur Ehre gereicht; wir werden ihm stets ein würdiges Andenken bewahren!\" Dem Leichenbegängnisse, welches heute Nachmittags 3 Uhr stattfand, wohnten der Einladung des Bürgermeisters gemäß außer dem Präsidium noch zahlreiche Gemeinderäthe und Gemeindefunktionäre bei. Ein prachtvoller Kranz der Gemeinde Wien zierte den Sarg des Verewigten.\" (zn4a).\nNeues Wiener Journal Nr. 1069 auf S. 4:\r\n\"     (Anton Bruckner's Leichenbegängniß.) Großartig gestaltete sich die Leichenfeier, welche gestern dem verewigten Meister Anton Bruckner bereitete wurde. [... Formation und Ablauf des Trauerzuges, Anwesende, Karlskirche (mit Anwesenden, musikalischen Beiträgen) ... St. Florian ...]. – Unter den vielen Kränzen fiel besonders der Kranz der Reichshauptstadt Wien, welcher von einer Deputation, bestehend aus dem Bürgermeister Strobach, den Vicebürgermeistern Dr. Lueger und Dr. Neumayer, Magistratsdirector Tachau und Vicedirector Preyer, überbracht wurde.\" (zn5)\nund auf Seite 7 über den Verlag Gutmann:\r\n\"     * Der Musikalienhändler Guttmann ersucht uns, im Hinblick auf eine Mittheilung, daß es Decennien gedauert, bis Anton Bruckner für seine Werke einen Verleger gefunden habe, zu constatiren, daß er bereits im Jahre 1884 das Quintett für Streichinstrumente in Partitur und Stimmen auf seine Kosten verlegte und diesem Werke im Jahre 1885 die Symphonie in E-dur (mit dem Trauermarsch), 1887 die Symphonie in Es-dur (\"Romantische\") folgen ließ, von welchen Werken der Autor Tantièmen empfing.\" (zn5a).\nNachruf in der Neuen Zürcher Zeitung (zn6).\nÖsterreichische Musik- und Theaterzeitung IX, Nr. 4 auf S. 6 (Ankündigung der 7. Symphonie):\r\n\"     – Philharmonische Concerte in Wien. Saison 1896/97. Die von den Mitgliedern des k. k. Hofopernorchesters unter der Leitung des Herrn Hofcapellmeisters Hans Richter in der bevorstehenden Saison veranstalteten philharmonischen Concerte finden am [... Termine, Uhrzeit und Ort ...] statt. Zur Aufführung wurden folgende Werke bestimmt: [...]; Bruckner: Symphonie Nr. 7, E-dur; [...]\".\n\nAuf Seite 12 Todesanzeige:\r\n\"            Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Noch in letzter Stunde, knapp vor Redactionsschluss, erhalten wir die erschütternde Kunde vom Hinscheiden des unsterblichen Altmeisters Dr. Anton Bruckner, der am Sonntag den 11. d. M.. um 4 Uhr Nachmittags eines jähen Todes verblichen.\r\n     Ein Fürst im Reiche der Tonkunst ist heimgegangen, und die gesammte Musikwelt steht trauernd an der Bahre jenes Mannes, der, obzwar er stets ein weihevoller Priester der Kunst war, erst im Greisenalter die Anerkennung seiner Zeitgenossen fand. Wenn auch der Todesengel die Fackel senkt, so wird doch jetzt nach dem Scheiden des genialen Künstlers siegreich das Licht einer besseren Erkenntnis aufflammen. – Wir bringen in der nächsten Nummer eine eingehende Würdigung des Schaffens des hingegangenen grossen Meisters.\" (zo1).\nArtikel in der Österreichischen Volks-Zeitung Nr. 284 auf S. 3:\r\n\"               Neuigkeitsbote.\r\n[...]\r\n     * Anton Bruckner's Leichenbegängniß. Unter großartiger Betheiligung der Wiener Bevölkerung wurde gestern Anton Bruckner's Leiche zu Grabe getragen. Viele Tausende standen in den Straßen, welche der Trauerzug passirte, vor der Wohnung des Verblichenen im oberen Belvedere versammelten sich die zahllosen Trauergäste, die gekommen waren, dem todten Meister das letzte Geleite zu geben. Hier waren erschienen Abordnungen der Gemeinde Wien, der Wiener Universität, der Gesellschaft der Musikfreunde, der Künstlergenossenschaft, des Wiener Männnergesangvereins, des Schubertbundes und der Wiener Singakademie. In das Trauergemach, das auf Befehl des Kaisers mit Blumen aus der Hofgärtnerei geschmückt war, kamen bis in die letzten Momente Kränze auf Kränze, darunter Blumenspenden \"von der Reichshaupt= und Residenzstadt Wien\", von der Gesellschaft der Musikfreunde, von den Philharmonikern, der Hofmusikkapelle, vielen Musikvereinen und Anderen. Nachdem um 3 Uhr die Einsegnung der Leiche erfolgt war, trug der Wiener akademische Gesangverein einen Satz aus Bruckner's Komposition \"Germanen=Zug\" vor, worauf sich der Trauerzug durch die Heugasse zur Karlskirche in Bewegung setzte. Zur Einsegnung in der Kirche waren erschienen die Herren: die Sektionschefs Graf Latour und Dr. Ritter v. Hartl in Vertretung des Unterrichtsministers, General=Intendant Dr. Freiherr v. Bezecny, der Universitäts=Rektor Professor Dr. Reinisch sowie die Dekane, Senatoren und zahlreiche Professoren der Universität, das Gemeinderathspräsidium mit vielen Gemeinderäthen und Magistratsbeamten, die Direktoren und Professoren des  Konservatoriums, die Komponisten Brahms, von Goldschmidt, Hofopern=Kapellmeister Josef Hellmesberger, zahlreiche Künstler und Musikschriftsteller. Während der Einsegnung trug der Wiener Männergesangverein unter Eduard Kremser's Leitung das \"Libera\" von Herbeck vor. Es war dies eine sinnige Huldigung für die Manen Herbeck's, der als Erster Bruckner's Talent entdeckt und den Meister nach Wien gebracht hatte. Nach der Zeremonie sang der Singverein die \"Litanei\" von Franz Schubert. Der Sarg wurde hierauf wieder auf den sechsspännigen Leichenwagen gehoben, die Trauergäste strömten hinaus, postirten sich um den Sarg und Alle entblößten das Haupt, als ein Mediziner vortrat und im Namen des Wiener akademischen Gesangvereins und der Wiener deutschen Studentenschaft Abschied nahm \"von dem großen Heros, der von aller Welt mit Bewunderung und Verehrung genannt wird\". – Die Leiche wurde sodann nach dem Westbahnhofe gebracht, um von dort zur Beisetzung nach St. Florian in Oberösterreich überführt zu werden.\" (zo2).\nOstdeutsche Rundschau Nr. 284 auf S. 6f:\r\n\"                         Anton Bruckner †.\r\n    In Bruckner's Wohnung sind ungezählte Kränze eingetroffen [... Auflistung: Strobach, Lueger, Neumayer, Tachau und Preyer (Kranz von der Stadt Wien), Milbeck und Flodro [recte Floderer] für »Frohsinn«, Göllerich für Linzer Musikverein und Linzer »Sängerbund«, Wiener Konservatorium, Hofoper, Wiener Philharmoniker, Gesellschaft der Musikfreunde, Neuer Richard-Wagner-Verein, Wiener Akademischer Gesangverein, Orchesterclub »Haydn«, Hofmusikkapelle, Wiener Tonkünstlerverein, Orchesterverein für classische Musik usw. ...]. Hermann Steudner=Welsing in Liverpool ließ einen prachtvollen Kranz an Bruckner's Bahre niederlegen.\r\n     Die Leichenfeier Anton Bruckner's gestaltete sich so großartig, wie selbst in Wien schon lange keine vor sich ging. [... Teilnahmer, WAGV \"Germanenzug\" (Mittelsatz mit dem Hornquartett Wipperich, + Textzitat) ...].\r\n     Nach drei Uhr setzte sich der Zug in Bewegung; [... Karlskirche ...]. Erst nach 4 Uhr, als der Sarg wieder in den Leichenwagen gehoben war, schaarte sich die akademische Jugend um denselben und das Mitglied des Akademischen Gesangvereines, Doktorand d. M. Franz Födisch, Assistent am ersten anatomischen Institute der Wiener Universität, sprach vor der entblößten Hauptes lauschenden Menge den Abschied der Jugend von dem Meister wie folgt:\r\n     \"Da es uns nicht gegönnt war, in der Bannmeile und angesichts der freien Alma mater, die in so einzig dastehender Weise ihn anerkennend geehrt, uns von dem großen Todten zu verabschieden, so sei hier gestattet, im Namen seiner Gaudeamus, wie er uns zu nennen pflegte, im Namen der deutschen Studentenschaft Wiens dem todten Meister den letzten Gruß ehrfurchtsvoll und dankbar zu entbieten. Wir deutsche Studenten, die wir für die Freiheit der Wissenschaft und Kunst eintreten, werden die Bahnen der Freiheit auch nicht verlassen bei der Beurtheilung dieses gottbegnadeten Geistes, wir werden nicht an den Hüllen nörgeln, wie Manche es thun zu müssen glaubten, mit mehr oder weniger Wissen zwar, aber verständnißlos und ohne Herz. Man konnte den armen Künstler mit allen Mitteln lange Zeit niederhalten, man konnte unseren aufrichtigen Freund unwürdig behandeln, aber man konnte den endlichen Durchbruch des Genies nicht hindern; man konnte es nicht verhindern, daß Bruckner's Name heute in aller Welt mit Ehrfucht und Bewunderung genannt wird; man konnte es nicht hindern, daß selbst von Kaisern und Fürsten ihm huldvolle Anerkennung wurde. Es gereicht mir als einstigem Schüler und engerem Landsmann Bruckner's zu ganz besonderer Auszeichnung, im Namen des Akademischen Gesangvereines und der Wiener deutschen Studentenschaft heute dem verstorbenen Professor und Freunde auf das Wärmste danken zu dürfen für die innige Liebe, mit der er uns stets entgegengekommen, im Namen der gesammten deutschen Studentenschaft des Reiches und des mit uns fühlenden deutschen Volkes dem todten Meister zu danken für die einzig schönen und ewig unvergänglichen hehren Werke, mit denen sein Genius unser Volk beschenkt hat. – Möge ihm die heimatliche Erde leicht sein! Fiducit!\"\r\n     Um halb 5 Uhr setzte sich der Wagenzug zum Westbahnhofe in Bewegung [... St. Florian, unter der Orgel], welche seine Meisterhand so lange Jahre beschäftigte, ohne daß seine Zuhörer es ahnten, daß Bruckner's Name und Werke einst durch alle Lande gehen würden.\" (zo3).\nAuf Seite 9 nimmt die Redaktion zu der Anfrage eines Lesers Stellung:\r\n\"                             Briefkasten.\r\n[...]\r\n     M. J. Daß Herr Strobach den verstorbenen Heros im Reiche der Töne, Anton Bruckner, vor Allem als strenggläubigen Katholiken feierte, darf Sie bei der heutigen Strömung auch von einem Konvertiten nicht Wunder nehmen. Es geht nun einmal nicht anders, Alles, was von der christlichsozialen Partei ausgeht, muß ein Bischen klerikal muffeln.\" (zo4).\n»Die Presse« Nr. 284 auf S. 4:\r\n»     Das Leichenbegängniß Anton Bruckner's.\r\n      Unter geradezu imposanter Betheiligung des Wiener Publicums fand gestern das Leichenbegängniß Anton Bruckner's statt.\r\n[... Stichwörter: Strobach, Lueger, Neumayer, Tachau und Preyer (Kranz von der Stadt Wien). Kränze (z. T. mit dem Text) von Katharina Kachelmayer, Milbeck und Flodra [recte Floderer] für »Frohsinn«, Göllerich für Linzer Musikverein und Linzer »Sängerbund«, Wiener Konservatorium, Hofoper, Stradal, Wiener Philharmoniker, Gesellschaft der Musikfreunde, Josef Eberle, Neuer Richard-Wagner-Verein, Dr. Reisch, Wiener Akademischer Gesangverein, Martha Ginzkey, Helene von Schmidt, Dittrich, Mayfeld, Orchesterclub »Haydn«, Hofmusikkapelle, Wiener Tonkünstlerverein, Orchesterverein für classische Musik, Hermann Steudrer=Welsing, Urban, Schwing. ... Leichenzug ... Ignaz Bruckner, zwei Neffen Hueber ... Karlskirche: Latour, Hartel, Bezecny, Herz, Pölzl, Zeißberg, Koch von Langentreu, Pohl, Lissek, Horak, Reinisch, Schneider, Jahn, Ludwig Koch, J. N. Fuchs, Alfred Grünfeld, Sänger Walter, Grengg, J. Hellmesberger, Eder, Adolph Müller, Ziehrer, Leo Held, Weinwurm, Brahms, Adalbert von Goldschmidt ... Kirche überfüllt ... Pfarrer Dobner, WMGV unter Kremser »Libera« von Herbeck, Singverein unter Perger »Litanei« von Schubert, Abschiedsworte eines Mediziners [Födisch?], Fahrt nach St. Florian ...].\r\n                    *  \r\n     Aus Linz wird uns telegraphirt: \"Anläßlich des Ablebens Bruckner's [ Trauerkundgebungen in Linz: Landesausschuss (Abt Achleuthner) , Gemeinderat (Baron Kast, Bgm. Poche), \"Frohsinn\", \"Sängerbund\", Steyrer Liedertafel, Gesellschaft der Musikfreunde Steyr (Kränze am Sarg und Anwesenheit in St. Florian) ...].\"\r\n                    *   \r\n      Professor Rud. Kaiser legte gestern an der Bahre Anton Bruckner's einen mächtigen Lorbeerkranz namens der Musikschulen Kaiser nieder.« [keine Signatur] (zp1).\nAuf Seite 3 des Abendblatts eine Korrektur zum Artikel vom 13.10.1896:\r\n\"     * In dem am Dienstag erschienenen Feuilleton \"Anton Bruckner\" von Gustav Schönaich ist durch ein Versehen ein Absatz \"verhoben\" worden. An den Satz der zweiten Spalte: \"Schon seine äußere Erscheinung bot nicht weniger Räthsel als seine Musik\", soll sich der Satz der dritten Spalte: \"Im Ausdruck seines Kopfes stritten sich die beiden großen Epochen Roms\", anschließen. Der Absatz der zweiten und dritten Spalte [... zu einer weiteren Umstellung ...].\" (zp2).\nPester Lloyd Nr. 252 auf S. 4:\r\n\"     Wien, 14. Oktober. (Orig.-Telegr.) Unter großer Betheiligung der musikalischen Kreise Wiens fand heute Nachmittags das Leichenbegängniß Anton Bruckner's statt. Der Unterrichtsminister ließ sich hiebei von den Sektionschefs Grafen Latour und Ritter v. Hardtl [sic] vertreten. Zu dem Leichenbegängnisse sind der einzige Bruder Bruckner's aus St. Florian und dessen Schwester aus Vöcklabruck nach Wien gekommen [sic]. Um 2¾ Uhr wurde die Leiche vom Trauerhause in die Pfarrkirche zu St. Karl Borromäus überführt, dort eingesegnet, dann nach dem Westbahnhofe gebracht und von dort nach St. Florian in Oberösterreich überführt, wo sie morgen eintrifft. In St. Florian erfolgt die letzte Einsegnung in der Stiftskirche, dann wird die Leiche in der Gruft, und zwar unterhalb der berühmten Orgel, welche Bruckner einstens spielte, beigesetzt.\" (zp3).\nPrager Tagblatt Nr. 284 auf S. 12:\r\n\"     Wien, 14. October. (C.=B.) Das Leichenbegängniß Anton Bruckner's gestaltete sich zu einer imposanten Trauerkundgebung. Das Trauergemach war auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers mit Blumen geschmückt. [... Trauerfeier, einige Anwesende, WAGV, Karlskirche ...]. Namens des Wiener akademischen Gesangvereins und der Wiener Studentenschaft hielt ein Mediciner eine Trauerrede. Die Leiche wurde nach dem Geburtsorte Bruckner's: St. Florian [sic] in Oberösterreich gebracht.\" (zp4).\nDie Richwood Gazette (Ohio) Nr. 10 übernimmt auf S. 1 in der 8. Spalte die gestrige Kurzmeldung:\r\n\"          CONDENSED NEWS\r\nGathered From All Parts of the Country by Telegraph.\r\n     [...] A cable dispatch from Vienna announces the death of Herr Anton Bruckner, the celebrated musical composer.\" (zr1).\nNachruf in der Steyrer Zeitung Nr. 83 auf S. 2f:\r\n\"       Unser großer Bruckner todt.\r\n    Dr. Anton Bruckner ist nicht mehr. Am 11. October Nachmittags ½4 Uhr hauchte er in Wien sanft und selig seine große Seele aus.\r\n     Noch sind kaum sechs Wochen ins Land gezogen, seit in Gmunden der bekannte Kirchencomponist Johann Ev. Habert unerwartet schnell die Augen zur ewigen Ruhe schloß. Nun ist Dr. Bruckner ihm rasch im Tode gefolgt. Oesterreichs größter Componist der Gegenwart sinkt wohl mit ihm ins Grad. Ehre seinem Andenken!\r\n     Dr. Bruckner war ein frommgläubiger Katholik, ein hochbegabter Künstler, ein herzensguter Mann. Als einfacher Volksschullehrer trat er ins Leben, als hochgefeierten Virtuosen, als Professor an der ersten Universität des Reiches und als Ehrendoctor der Philosophie tragen sie ihn heute zu Grabe. Sein Fleiß und seine Talente haben ihn hoch emporgehoben und ihm die unvergängliche Bewunderung Aller gesichert.\r\n     Zu Ansfelden am 4. September 1824 geboren wirkte Bruckner zuerst als Lehrer in Windhag, Kronstorf und St. Florian. Als Organist am Stifte St. Florian, dem er stets treue Dankbarkeit bewahrt, eifrig thätig, pflückte der junge Künstler die ersten Lorbeeren seines Ruhmes. Am 25. Jänner 1856 erstritt er sich im edlen Künstlerkampfe im Triumphe die viel umworbene Domorganistenstelle in Linz. Er siegte noch öfters im künstlerischen Streite. Zu Nancy in Frankreich schlug er seine Mitbewerber, in Englands Hauptstadt verließ er als unbestrittener Sieger die Kampfesstätte. Vom hochseligen Bischofe Franz Joseph Rudigier unterstützt, konnte Bruckner seine musiktheoretischen Kenntnisse vermehren und sich die Eignung für den Ehrenposten schaffen, den er bis zu seinem seligen Ende in Wien bekleiden sollte.\r\n     Was er gewirkt, geschaffen? Seine Symphonien sind weltberühmt, seine großen Messen sind Meisterwerke ersten Ranges. Wir nennen die Messe in D (1864), E-moll und F-moll (beide 1868), die ihn in die vorderste Reihe der hervorragendsten kirchlichen Tonsetzer gestellt haben.\r\n     Und dabei war Bruckner zeitlebens ein höchst leutseliger, herzensguter Mann. Unsere Leser erinnern sich ja alle noch, wie der greise Meister erst neulich noch, von seinem Krankenlager aus, eine Pathenstelle angenommen. – Im nahen Gleink gab's vor wenig Jahren noch ein armes, ehrsames Schneiderlein. Es rühmte sich, mit Freund Bruckner auf derselben Schulbank das Einmaleins gelernt zu haben. Bruckner, der inzwischen Universitäts=Professor geworden, hatte den alten Kameraden nicht vergessen. Gerne hörte er seine Klagen an – wir waren einmal Zeugen des interessanten Augenblickes – und drückte dem armen \"Collegen\" von anno dazumal immer wieder einen silbernen \"Trost\" in die freudig zitternde Freundeshand. –\r\n     Nun ist der gute Bruckner todt. Wir Steyrer haben ihn gut gekannt. Er war sooft Gast in unserer Vaterstadt, schlug so oft mit Meisterhand die Tasten unserer Orgel, daß ihn jeder kennen konnte. Die Stadt Steyr hat an ihm einen warmen Freund, Oberösterreich einen edlen Sohn, unser Reich einen der größten Künstler verloren.\r\n     Dr. Anton Bruckner ruhe im Freiden des Herrn! [keine Signatur]\r\n           ––––––\r\n     In Würdigung des höchst klangvollen Namens Dr. Bruckners in der Musik, kommt uns von einem Fachmann [Franz Bayer] folgendes zu:\r\n     Bruckner ist an der Orgel herangewachsen, einem musikalischen Instrumente, das eigentlich nur das ganz Große auszusprechen berufen ist. Man könnte sagen, seine musikalische Gesinnung, die Kleines und Kleinliches verschmähte, habe sich an diesem würdigen Instrumente entwickelt. Mit Eifer und Energie, oder sagen wir lieber, mit der Liebe des entschiedenen Talentes, warf er sich auf das Orgelspiel, wo denn bald die Fertigkeit der Hände und der Füße (denn die Orgel nimmt den ganzen Menschen in Anspruch) der Beweglichkeit seiner Phantasie entsprach, so daß er im freien Vortrag eine Meisterschaft gewann, deren Ruf bis nach England sich verbreitete. Nicht aber allein Meister des Orgelspieles war Bruckner, sondern auch Meister der Composition und des Contrapunktes. Bruckner, welcher bestimmt unter die größten Symphoniker zu zählen ist, hat in seinen Compositionen nie das große Vorbild Beethovens aus dem Auge verloren, er hat in manchen Punkten landsmannschaftliche Verwandtschaft mit Franz Schubert, aber das große und bestimmende Ereigniß seines Lebens war Richard Wagners Musik und alles Radicale, was sich ihm nähert: Berlioz, Liszt. Was Wagner nicht ist, will er im Geiste Wagners sein: Der Symphoniker. Mit einer ungewöhnlichen Energie hat er Motivbildungen unter das Joch der symphonischen Form gebeugt und ihnen Keime zu thematischer Entwicklung eingeimpft. Daher doch wieder seine Unabhängigkeit von Wagner, sein Einlenken in Beethoven'sche Bahnen, sein Anschluß an Schubert. – Wir verehren den Mann, der Alles, was er geworden ist, durch seine eigene Kraft erreichte, und wir danken ihm vom ganzen Herzen für die großen Genüsse, die er uns durch seine geniale Begabung bereitet hat.\r\n              ––––––\r\n     Ueber die letzten Tage und Stunden des großen Tondichters, welcher bekanntlich seit langem an einem Herzleiden und auch an Wassersucht litt, und zuletzt durch die gütige Vermittliung Ihrer kais. Hoheit der Frau Erzherzogin Marie Valerie eine Wohnung in einem Nebengebäude des Schlosses Belvedere in Wien inne hatte, wird aus Wien am 12. d. M. noch folgendes berichtet:\r\n     Wiewohl Bruckner in den letzten Monaten oft und viel zu leiden hatte, ist sein Tod doch sanft und schmerzlos eingetreten;  [... Verlauf des Sterbetages ...]. Gestern Früh hatte Bruckner das Bett verlassen und frühstückte mit großem Appetite. Dann setzte er sich zum Claviere und arbeitete schaffensfreudig an seiner neunten Symphonie. Er gedachte, den schönen Tag wieder zu einem Spaziergange im Park zu benützen, und äußerte diesen Wunsch auch gegenüber seinem Freunde, dem Dr. Sorger, der ihn um halb 1 Uhr besuchte. Dieser rieth jedoch mit Rücksicht auf den herrschenden Wind ab. Bruckner gab sich zufrieden und blieb zuhause. Um ihn waren die langjährige treue Wirthschafterin Frau Katharina Kachelin [sic] und deren Tochter, welch Beide den Kranken in den schwersten Tagen mit Aufopferung gepflegt hatten, und weiters ein langjähriger Schüler und Freund Anton Meißner. Um ¼4 Uhr Nachmittags ließ sich Bruckner einen Thee bereiten, den er im Bette zu sich nahm. Als er sich hierauf, unterstützt von Frau Kachelin, im Bett umwendete, machte er plötzlich zwei tiefe Athemzüge und – verschied. Sofort wurde der Caplan vom Belvedere, Franciskanerpater Heribert Witsch, verständigt, der schleunigst erschien und mit Herrn Meißner am Sterbebette ein de profundis betete. Bruckner's Bruder Ignaz, der in St. Florian ansäßig ist, und seine Schwester Rosalia Huber geb. Bruckner, die in Vöcklabruck wohnt, sowie der von Bruckner bestimmte Testamentsexecutor, Gemeinderath und Hof- und Gerichtsadvocat Dr. Reisch, wurden von dem Ableben des Meisters sofort in Kenntniß gesetzt. Alsbald fanden sich im Sterbegemache ein: Schloßinspector Heinrich, der Obmann des Richard Wagner=Vereines Dr. Schaumann, der Testamentsexecutor Dr. Reisch und der Pianist August Stradal.\r\n                 ––––––\r\n     Gestern Nachmittags 3 Uhr fand zu Wien in sehr feierllicher Weise (u. zw., laut einstimmigen Beschluß des Stadtraths, auf Kosten der Stadtgemeinde) die Einsegnung der Leiche in der St. Carlskirche auf der Wieden statt. Nach beendigter Leichenfeier wurde sodann die Leiche auf den Westbahnhof und von dort mittelst Leichenwaggons der Staatsbahn nach St. Florian (Station Asten) überführt. Seinem eigenen Wunsche gemäß und nach einer bereits vor Jahren getroffenen Anordnung des P. T. Herrn Prälaten wird die Leiche Bruckners in der Stiftskirche daselbst in einer Gruft unterhalb der berühmten großen Orgel, die der nun Dahingeschiedene so oft gespielt hat, beigesetzt werden.\r\n     Das Leichenbegängniß in St. Florian, welches heute, Donnerstag, um 3 Uhr Nachmittags stattfindet, wird sich sehr großartig, unter zahlreicher Betheiligung auch von auswärts, gestalten. Aus Steyr werden hiebei unter Anderen die \"Gesellschaft der Musikfreunde\", der Männergesangverein \"Kränzchen\" und die \"Steyrer Liedertafel\" deputativ vertreten sein. Namens unserer Stadtvertretung hat Herr Bürgermeister Redl bereits vorgestern an die k. k. Hofkapelle in Wien, deren Mitglied Bruckner war, eine Beileidsdepesche abgesandt. Wie man uns mittheilt, wurde im hiesigen Männergesangvereine \"Kränzchen\" am gestrigen Probe=Abend das Andenken seines heimgegangenen langjährigen Ehrenmitgliedes mit einer tiefempfundenen Ansprache des Vorstandes geehrt; auch betheiligten sich die Herren Ehrenmitglieder F. Hölzlhuber und W. Libischer als Deputation des Vereines gestern an der Leichenfeier in Wien.\" (zs1).\nDie in London erscheinende Zeitung The Standard Nr. 22556 berichtet auf S. 5 in der 7. Spalte vom Leichenbegängnis:\r\n\"     The funeral of Herr Anton Bruckner took place yesterday afternoon, at the cost of the town of Vienna. The Minister of Public Instruction, the Vienna University, the Town Council, and nearly all the musical, artistic, and scientific Societies were largely represented, and the most prominent musicians attended in person. Several hundred University students followed the hearse to the railway station, whence the remains were conveyed to the Church of the Monastery of St. Florian, in Upper Austria. The Vienna papers remind their readers that Herr Bruckner, who was the greatest organist of his time, gave twenty organ recitals in the Albert Hall in 1871, after having played at Nancy, [in a (?)] competition in which he won the first prize, and at Notre Dame in Paris.\" (zs2).\nTagesbote aus Mähren und Schlesien Nr. 238 auf S. 3 (über Leichenbegängnis):\r\n     \"(Das Leichenbegängnis Professor Bruckner’s.) Unter großer Betheiligung der musikalischen Kreise Wiens fand gestern nachmittags das Leichenbegängnis Anton Bruckner’s statt. Der Unterrichtsminister ließ sich hiebei von den Sectionschefs Graf Latour und Ritter von Hardtl [Hartel] vertreten. Zu dem Leichenbegängnisse sind der einzige Bruder Bruckner’s aus St. Florian und dessen Schwester aus Vöcklabruck nach Wien gekommen. Um ¾ 3 Uhr wurde die Leiche vom Trauerhause, 3. Bezirk, Heugasse Nr. 3, in die Pfarrkirche zu St. Karl Borromäus überführt und daselbst eingesegnet, dann nach dem Westbahnhofe gebracht und von dort nach St. Florian (Station Asten) in Oberösterreich überführt, wo sie heute eintrifft. In St. Florian erfolgt die letzte Einsegnung in der Stiftskirche, dann wird die Leiche in der Gruft, und zwar unterhalb der berühmten großen Orgel, welche Bruckner einstens spielte, beigesetzt. Beim Einzug der Leiche in die Stiftskirche wird die oberwähnte Orgel gespielt werden.\" (zt1).\n[Tages-Post] Linzer Tages-Post Nr. 238 auf S. 3 (die Rubrik ist datiert \"14. October\"):\r\n\"           Linz, am 14. October.\r\n            Dr. Anton Bruckner †.\r\n     Wie uns unterm Heutigen aus St. Florian berichtet wird, findet dort die Beisetzung Bruckners Donnerstag den 15. d. M. um 3 Uhr nachmittags statt.\r\n     Der oberösterreichische Landesausschuss hat in der heutigen Sitzung einstimmig beschlossen, sich an dem Leichenbegängnisse [...] zu betheiligen [... Leonard Achleuthner, Baron Kast ...].\r\n     In der heutigen Sitzung des Gemeinderathes widmete Bürgermeister Poche dem verstorbenen Dr. Anton Bruckner folgenden Nachruf:\r\n     Wieder hat der unerbittliche Tod einen der Besten uns geraubt. Einer der größten Tonkünstler unseres Jahrhunderts, ein treuer Patriot und ein edler Mensch, Dr. Anton Bruckner, ist nicht mehr. Der Gemeinderath der Landeshauptstadt Linz hat ihm schon bei Lebzeiten den Tribut der Verehrung durch die Verleihung des Ehrenbürgerrechts gezollt. Nun trauern wir an seinem Sarge und wie sein künstlerischer Ruf, so wird sich auch die Trauerkunde über seinen Verlust weit über die Grenzen unseres Vaterlandes verbreiten.\r\n     Der Meister ist genommen, aber seine Werke werden fortleben und sein Andenken ewig jung erhalten.\r\n     Zum Zeichen der Trauer erheben sich die Gemeinderäthe von den Sitzen. [... morgen 15.10.1896: Kranz in St. Florian, Poche anwesend ...] Ferner theilt der Bürgermeister mit, dass morgen am hiesigen Rathhause, als am Tage der Beisetzung, die Trauerflagge gehisst werden wird. (Beifall.)\r\n     Bei Eröffnung der gestrigen Versammlung des Männergesangvereins \"Sängerbund\" widmete Vorstand Wolf dem verstorbenen, langjährigen und hochgeschätzten Freunde des Vereins, Professor Dr. Anton Bruckner, einen warmen Nachruf. Bei der heute in Wien stattgefundenen Leichenfeier war der \"Sängerbund\" durch seinen Chormeister Herrn A. Göllerich vertreten; bei der Beisetzung der Leiche in St. Florian wird eine Deputation des Vereinsausschusses einen Kranz auf den Sarg des Verblichenen niederlegen.\r\n     Aus Steyr wird uns heute telegraphiert: Die \"Steyrer Liedertafel\" veranstaltet heute aus Anlass des Ablebens ihres Ehrenmitgliedes Dr. Anton Bruckner eine Trauerfeierlichkeit im Casino. Die \"Steyrer Liedertafel\" und die Gesellschaft der \"Musikfreunde\" in Steyr, deren Ehrenmitglied Bruckner gleichfalls war, ließen heute beim Leichenbegängnisse in Wien Kränze am Sarge Bruckners niederlegen. Beide Vereine betheiligen sich morgen bei der Trauerfeier in Sanct Florian.\r\n     Aus Wien wird berichtet: Vom Giebel des Musikvereins=Gebäudes weht aus Anlass des Ablebens Professors [sic] Dr. Anton Bruckners eine Trauerfahne. [... Nathaniel Rothschild, Bruckner-Schüler aus Budapest [Julius Kalvy], weitere Kondolenzen und Kränze (darunter \"Th. Haymerle\") ...].\r\n     Wien, 14. October. Um ½12 Uhr vormittags wurde der Sarg, welcher die irdische Hülle Bruckners enthält, bis zum Antlitze bedeckt, um 2 Uhr nachmittags wurde der Sarg ganz geschlossen und verlöthet. [... Kranz von \"Katharina Kachlmaier\", Universität, Aufruf des WAGV ...].\r\n     In Vertretung des durch die Theilnahme an einer gleichzeitig stattfindenden Sitzung des Abgeordnetenhauses verhinderten Unterrichtsministers Baron Gautsch werden die Sectionschefs Ritter v. Hartel und Graf Latour bei der Leichenfeier für Bruckner erscheinen.\" [keine Signatur] (zt2),\n\r\nund auf Seite 5:\n           Bruckners Leichenbegängnis.\n     Wien, 14. October. Unter überaus lebhafter Betheiligung der musikalischen und anderer Kreise Wiens hat heute nachmittags das Leichenbegängnis Anton Bruckners stattgefunden. Mehrere akademische Verbindungen waren in voller Wichs in zahlreichen Fiakern vor dem Trauerhause vorgefahren. Man bemerkte den Lehrkörper und die Direction des Conservatoriums, ferner Vertreter der Universität u. s. w. Der Sarg war mit zahlreichen Kränzen geschmückt.\" (zt3).\nAusführlicher Nachruf in The Times Nr. 35022 (London) auf S. 8 in der 5. Spalte:\r\n\"                  OBITUARY.\r\n     From Vienna comes the news of the death, last Sunday, of ANTON BRUCKNER, the distinguished musical composer, [... Biographisches (irrig: \"became a chorister at the Jesuit College of St. Florian at Kalksburg, near Vienna.\", 1. Symphonie 1864, nach Wien 1867) ... 1871 London ...]. He also played at the Crystal Palace \"in so inspired a manner, and was so carried away by his feelings, that the blowers were unable to supply the nesessary amount of wind.\" He was described as a very respectable player but nothing more. [...]. The most remarkable of Bruckner's compositions is his 8th symphony, in C minor, produced in 1893 [sic], 25 years after it was composed [sic]. It fill's an entire evening's programme in performance, the slow movement alone occupying a full half-hour. [... weitere Werke ...] He was a man of remarkably independent spirit. It is related of him that [...] Bruckner played for nearly an hour despite the fact that 25 minutes only were allowed by the judges, who vainly sought to stop him. Herr Richter has conducted several of Bruckner's compositions in London, among them the D minor symphony, No. 3, and the scherzo from the 7th symphony.\" [keine Signatur] (zt4).\nDie in Marysville (Ohio) erscheinende Zeitung The Union Country Journal Nr. 20 bringt auf S. 1 in der 5. Spalte die bereits vertraute Kurzmeldung:\r\n\"            FRESHLY CONDENSED\r\nNEWS WORTH READING REDUCED TO A MINIMUM.\r\n[...]\r\n                   Tuesday.\r\n[...]\r\n     Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead in Vienna.\" (zu1).\nDas Vaterland Nr. 284 auf S. 5f:\r\n\"      *  [Anton Bruckner †.] Im Laufe des heutigen Vormittags kamen den Verwandten Bruckner's noch zahlreiche Condolenzen von Freunden und Verehrern des verblichenen Componisten zu; [... Leichenbegängnis, einige (neue) Stichwörter: Dr. v. Fuchs, Doblhamer [siehe die Anmerkung], Jordan, Zehetmayr, Gasser, Gitlbauer, Abel, Kirchberger, Patres Heribert und Emanuel...]. Die Kirche war während der Einsegnung selbstverständlich gleichfalls überfüllt; auf dem Wege, den der Trauerzug nahm, brannten die Gaslaternen.\" (zv1)\n\r\nund auf  Seite 6 eine Zuschrift Gutmanns:\r\n     (Bruckner's Werke.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Geehrter Herr Redacteur! Im Hinblicke auf eine in mehreren hiesigen Tagesblättern enthaltene irrige Mittheilung, daß es Decennien gedauert hat, bis Anton Bruckner für seine Werke einen Verleger gefunden habe, bitte ich der Wahrheit gemäß zu constatiren, daß ich bereits im Jahre 1884 das Quintett für Streichinstrumente in Partitur und Stimmen auf meine Kosten verlegte und diesem Werke im Jahre 1885 die Symphonie in Es-dur (mit dem Trauermarsch) [sic! recte 7. Symphonie in E-Dur], 1887 die Symphonie in Es-dur (\"Romantische\") folgen ließ, von welchen Werken der Autor Tantiémen [sic] empfing. Mit vorzüglicher Hochachtung Albert Gutmann, k. und k. Hof=Musikverleger.\" (zv1a).\nArtikel (Nachruf) im Vorarlberger Volksblatt Nr. 237 auf S. 2 (= S. 1288):\r\n\"     Allerlei. Am 12. d. M. [sic] starb in Wien, der vielen Sangesfreunden bekannte Componist Bruckner.Bruckner wurde am 4. Sept. 1812 [sic] als Sohn eines Dorfschullehrers zu Ansfelden (Oberösterreich) geboren [... St. Florian, Wiener Konservatorium ...] mit welchen Functionen er 1875 [sic] noch die eines Lectors für Musik an der Universität verband. Bruckner schrieb sieben Symphonien [...] sowie im Manuscript außer den Symphonien drei große Messen und größere und kleinere Männerchorwerke.\" (zv2).\nVolksblatt für Stadt und Land Nr. 42 auf S. 2f:\r\n\"     * [Professor Bruckner †.] Der Hoforganist und Lector für Harmonielehre und Contrapunct an der Wiener Universität, Dr. Anton Bruckner, ist Sonntag, halb 4 Uhr Nachmittags, in seiner Wohnung [...] im 72. Lebensjahre verstorben. [... Biographisches ... kurz über die Werke ... ], besonders aber seine sieben Symphonien, deren einige in den Achtziger=Jahren solchen Erfolg hatten, daß sein Name nun endlich in den weitesten Kreisen bekannt wurde.\" (zv3).\n\"Het vaderland\" Nr. 244 ('s-Gravenhage) schreibt auf S. 2:\r\n\"                  Kunst- en Letternieuws.\r\n[...]\r\n     Het was vooral, dank zij Nikisch, toenmaals opera-dirigent te Leipzig, dat Bruckner als componist naam maakte. In 1891 werd hij door de Universiteit te Weenen tot doctor honoris causa benoemd. Behalve 7 symphonieën en ’n Te Deum, schreef hij nog Missen, ’n strijkquintet, „Germanenzug” (voor mannenkoor) en orgelwerken. In manuscript laat hij drie groote Missen en een aantal mannenkoren na. Het laatst, tot aan zijn dood toe, werkte hij aan een 9e Symphonie die, op het laatste gedeelte na, voltooid is. De componist had gelast, dat zoo dat laatste gedeelte onvoltooid bleef, zijn Te Deum het slot van het werk zou vormen. Zijn manuscripten heeft hij vermaakt aan de Hofbibliotheek te Weenen. Zijn klein vermogen (10.000 fl. zegt men) erven zijn broeder en zuster.\r\n     Bruckner werd voor eender grootste organisten van zijn tijd gehouden, en was als mensch algemeen bemind, om zijn eenvoud en bescheidenheid. Hij zag er een beetje onbeholpen uit met zijn glad geschoren gelaat en bijna, geheel kaal hoofd, dat aan de buste van Keizer Claudius deed denken; maar hij was vol humor en vol geestdrift voor zijn kunst. Hij was een warm vereerder van Wagner.\r\n     Heden wordt Bruckner begraven op St. Florian. De beeldhouwer Stuisler [recte: Zinsler] maakte een afgietsel in gips van het gelaat. Men zegt, dat dr. Reisch, de executeur van het testament en lid van den Raad van Weenen, daar het voorstel zal doen in het Stedelijk Museum een Brucknerkamer in te richten, waarin o. a. Tilgner’s buste, van den overledene zou worden bewaard.\" (zv4).\nWiener Abendpost Nr. 238 (= Wiener Zeitung) auf S. 3:\r\n»     (Bruckner †.) Die Ueberführung der Leiche des Professors Bruckner von Wien nach Asten in Ober=Oesterreich (St. Florian) erfolgte in dem von der ersten Eisenbahnwagen=Leihgesellschaft beigestellten Salonleichenwagen. Bei diesem Anlasse wurde der erst seit Kurzem in Verwendung stehende Wagen von zahlreichen Functionären des Gemeinderathes und Magistrates besichtigt, welche alle der Befriedigung über dieses den sterblichen Resten eines Menschen würdige Transportmittel Ausdruck gaben.« (zw1).\nWiener Tagblatt Nr. 284 auf S. 4f [im Original sind alle Namen gesperrt gedruckt]:\r\n„      Wiener Tagesbericht.\r\n[…]\r\n    * (Professor Anton Bruckner.) Das gestern Nachmittags stattgefundene Leichenbegängniß des dahingeschiedenen Professors Anton Bruckner gestaltete sich zu einer großartigen Trauerkundgebung für den großen Meister. Der Einsegnung der Leiche in der Bartholomäuskirche [sic] wohnten bei: In Vertretung des Unterrichtsministers Dr. Freiherrn v. Gautsch die Sdektionschefs Graf Latour und Ritter v. Hartel, der General=Intendant der Hoftheater Freiherr v. Bezecny, Ministerialrath Herz, Hofrath Professor Pölzl, Hofrath Zeißberg, Hofrath Koch. v. Langentreu, Bürgermeister Strobach mit den Vizebürgermeistern Dr. Lueger und Dr. Neumayer, Magistratsdirektor Tachau, Magistrats=Vizedirektor Preyer, Magistratsrath Pohl, Burghauptmann Lissek mit dem Hofkontrolor Horak, Rektor Magnifikus Professor Dr. Reinisch mit den Dekanen, Senatoren und vielen Universitätsprofessoren, darunter Dr. Laurenz Müllner, und Dr. Huber, Oberlandesgerichtsrath Schneider, der Direktor des Hofoperntheaters Jahn, Generalsekretär kaiserlicher Rath Ludwig Koch, Hofkapellmeister Johann Nepomuk Fuchs, Professor Krenn, Kammervirtuos Alfred  Grünfeld, Kammersänger Walter, Hofopernsänger Grengg, Regisseur Stoll, Hofkapellmeister Josef Hellmesberger, Hofkapellmeister Eder, die Kapellmeister Adolf Müller, Ziehrer und Leo Held, Chormeister Weinwurm, ferner die Herren Johannes Brahms, Kompositeur R. [sic], v. Goldschmidt, Heinrich Köchert, Schriftsteller Dr. August Silberstein, Baurath Stiaßny, Regenhart v. Zapory, Prof. Ferd. Löwe, der frühere Vorstand des Wiener Akademischen Wagner=Vereins Dr. Boller, Maler Hoffmann, Pianist Göllerich, Prof. Simandl, die Feuerwehr=Inspektoren Sugg und Bogdanovics, viele Stadt= und Gemeinderäthe u. v. A: Als der Sarg wieder auf den Wagen gehoben worden war, trat ein Mediziner vor, um im Namen des Wiener Akademischen Gesangvereins und der Wiener deutschen Studentenschaft Abschied von Bruckner zu nehmen. Die Leiche wurde dann, von einem imposanten Trauerzuge begleitet, auf den Westbahnhof gebracht, um nach St. Florian in Oberösterreich, dem Geburtsorte Bruckner’s, transportirt zu werden, wo die Beisetzung erfolgen wird.“ (zw2).\nWiener Zeitung Nr. 239 auf S. 5: \r\n»                  Kleine Chronik.\r\n                  Wien, 14. October.\r\n[...]\r\n     (Dr. Anton Bruckner †.) Wir haben in der heutigen \"Wiener Abendpost\" über das Leichenbegängniß Dr. Anton Bruckners bereits berichtet. [... weitere Trauergäste bei der Einsegnung (u. a. Ritter von Herz, Jahn, Fuchs, Lisseck), Ansprache eines Medizinstudenten, Fahrt zum Westbahnhof, nach St. Florian ... der Sarg wird] nach nochmaliger feierlicher Einsegnung und Requiem in der dortigen Stiftskirche beigesetzt.« (zw3).\nArtikel von Max Graf \"Anton Bruckner. (In memoriam. - Die 6. Symphonie.)\" (zx1).\nDie Yorkshire Evening Post meldet Bruckners Tod (\"Anton Bruckner, the distinguished musical composer\") (zy).", "Letzte Änderung": "01.05.2026 21:28"}, {"ID": 189710155, "Datum": "15.10.1897, Freitag", "Haupttext": "Die Zeitschrift \"Lyra\" Nr. 2 (543)\r\nüberliefert auf S. 3/21 eine Bruckner-Anekdote:\r\n\"     Zukunfts-Concert-Ahnungen aus dem 20. Jahrhundert.\r\n      Ein Ausblick in Scherz und Ernst von Anton August Naaff. [...]\r\n     Nach den früheren Darlegungen dürfte Manchem der moderne Drang nach dem p. p. p. in gewisser Hinsicht verständlicher und interessanter werden. Größere künstlerische Geister reichen auch in der Wahrnehmungs- und Vorstellungskraft über das ge­wöhnliche Maß hinaus und ins Uebersinnliche hinein. Sie hören, sehen, empfinden und ahnen auch das noch, was allen anderen nicht mehr erfaßbar ist. Von Anton Bruckner, dem großen deutschösterreichischen Symphoniker, wurde in Wiener Musikerkreisen als Anekdote erzählt, daß er in einem großen berühmten Chorvereine vor etwa 3 Jahren in der Probe das pianissimo immer noch feiner haben wollte; das leiseste war ihm noch nicht fein genug. Endlich bewegten die Sänger nur leise noch die Lippen, ohne daß man einen Ton vernehmen konnte. Da klatschte Meister Bruckner kindlichfreudig nach seiner Art in die Hände und rief: „Jetzt ist's recht!\" Manche belächelten den greisen Meister damals ob des vermeintlichen kleinen „Aufsitzers\". Sie thaten nicht ganz recht. Wir sind überzeugt: Bruckner selber hörte auch damals noch ein allerfeinstes p. p. p., wie er sichs eben selbst vorstellte, wirklich und wahrhaftig – freilich nur er allein, kraft seiner höheren künstlerischen Sinnes­- und Geistesbegabung. kraft seines Vorstellungsvermögens!\" (*),\nkündigt auf Seite 5/23 die Aufführung der 3. Symphonie [am 9.1.1898] an (*a)\nund berichtet auf Seite 6/24 von der Bruckner-Medaille von Josef Tautenhayn:\r\n\"     Bruckner-Medaille. Der Bildhauer Jos. Tautenhayn hat eine ge­lungene Bruckner-Medaille geschaffen. Die rechteckige Bronzeprägung zeigt das Bild des Tonmeisters, wie wir ihn in seinen letzten Lebensjahren zu sehen gewohnt waren, in überraschender Aehnlichkeit; rechts und links die Geburts- und Todeszahlen, im unteren Felde den Namen Anton Bruckner. Der Akademische Gesangverein hat es übernommen, den Freunden des Meisters das Kunstwerk gegen Vergütung der Herstellungskosten (5 fl. sammt Etui) auf Wunsch zu vermitteln.\" (**).\nIn einem Artikel der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 4 auf S. 4 befaßt sich B. Lvovsky mit der Programmplanung der Wiener Philharmoniker und erwähnt dabei auch Bruckner (***).\nDie Linzer Tages-Post Nr.  237 teilt auf S. 4 mit, daß für das Bruckner-Votivfenster in Steyr noch Spenden fehlen, das Denkmal aber laut Vereinsvorstand Stadtpfarrer Strobl gesichert ist:\r\n\"     (Kirchenrestaurierungs-Verein in Steyr.) Man schreibt uns heute von dort: Gestern (Mittwoch) fand in der Margarethen-Kapelle in Steyr wie alljährlich die General­versammlung des Kirchenrestaurierungs-Vereines von Steyr statt, aus deren Verlaufe wir Folgendes mittheilen. Der Vereinsvorstand Herr Stadtpfarrer Strobl berichtet über die Thätig­keit und die Restaurierungspläne des Vereines und theilt mit, dass bei den Kirchenthüren Windfänge eingerichtet und für die Kirche – es handelt sich nur um die große, herrliche Stadtpfarrkirche – die Gasbeleuchtung eingeführt werden solle.  Desgleichen wird die Kirche neu gepflastert, und zwar mit Mosaikplatten. Die Pflasterung (ohne Fracht und Unterbau) kostet 2474 fl. und wird vom Dombanmeister J. Hermann in Wien geliefert. Der Realitätenbesitzer in Steyr-Ennsdorf, Herr Johann Harratzmüller, hat ein neues Glasgemäldefenster gespendet; dasselbe ist bereits fertig und wird demnächst auf­gestellt. Ueber die Spende zum Dr. Anton Bruckner-Votivfenster kann nichts Günstiges berichtet werden, es fehlt noch an Beiträgen, doch ist dieses Denkmal des berühmten Tondichters gesichert. Das Gesammtvermögen des Vereines beträgt gegenwärtig 5426 fl. 74 kr.\" (°).", "Letzte Änderung": "30.08.2026 11:58"}, {"ID": 189810155, "Datum": "15.10.1898, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik mit dem \"Locus iste\" machen mehrere Zeitungen aufmerksam: \ndas Fremdenblatt Nr. 284 (Morgenblatt) auf S. 8f (*), \ndie Neue Freie Presse (**) \nund die Reichswehr Nr. 1683 (Abendblatt) auf S. 3 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189910155, "Datum": "15.10.1899, Sonntag", "Haupttext": "Auf die heutige Aufführung in der Votivkirche anläßlich des Todestags und der Feierlichkeiten zur Denkmalsenthüllung weist die \"Lyra\" auf S. 25 hin (*).\r\nDas Neue Wiener Journal (**),\r\ndie Reichspost Nr. 236 auf S. 9 (***)\r\nund die Reichswehr Nr. 2043 (Morgenblatt) auf S. 7 (°)\r\nmachen auf beide Aufführungen (Votivkirche und Hofburgkapelle) aufmerksam.\nAufführung des \"Locus iste\" in der Wiener Hofkapelle (°°).\nAufführung der e-Moll-Messe durch den Wiener Akademischen Gesangverein und den Lehrerinnen-Damenchor unter Dr. Neubauer in der Votivkirche (°°°).\r\nAls Graduale und Offertorium erklingen das \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] bzw. das \"Locus iste\" (#a).\r\nDiese Aufführung wurde durch das Entgegenkommen von Domprobst Dr. Gottfried Marschall ermöglicht (#b).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß der Rechenschaftsbericht 1898 des Linzer Musikvereins erschienen ist, in dem u. a. als wichtiges Ereignis das Konzert mit der 1. Symphonie, dem \"Ave Maria\" und dem Credo der f-Moll-Messe [am 20.3.1898] verzeichnet ist (##).\nDie Deutsche Zeitung teilt mit, daß am 11.2.1900 die d-Moll-Messe in einem Gesellschaftskonzert aufgeführt wird (###).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 13:06"}, {"ID": 190310155, "Datum": "15.10.1903, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Henry Wood im 47. Promenaden-Konzert in der Queen's Hall in London.\r\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Gluck, Boellmann, Liszt, Sullivan, Grieg, Saint-Saens, d'Hartelot, David Popper, Robert Schumann und Joseph Gungl.\r\nWood schreibt in seiner Autobiographie (My Life of Music, 1938): \"On October 15 I produced Bruckner's seventh symphony. This was the first and last performance at the Promenades. The public would not have it then; neither will they now. Perhaps Bruckner is only appreciated in Austria? The length of his symphonies alone is prejudical to their success, but I often play his delightful overture in G. minor and am always sure of a ready response.\" (*).", "Letzte Änderung": "14.06.2026 19:50"}, {"ID": 190510155, "Datum": "15.10.1905, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Locus iste« unter Carl Luze in der Wiener Hofkapelle (*).\nRussische Erstaufführung der 9. Symphonie unter W. W. Woltschek in St. Petersburg (**).", "Letzte Änderung": "05.07.2024 13:01"}, {"ID": 190610155, "Datum": "15.10.1906, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Franz Mikorey in Dessau (*).\nBrief von Guido Peters an August Göllerich:\r\n     Widmung auf Lithografie. Dank für einen Aufsatz über Anton Bruckner, erschienen in der Zeitschrift „die Waage“ anläßlich seines 10. Todestages. Lobt Göllerichs Engagement bezüglich der Aufführung Brucknerscher Symphonien. Da Peters durch Herrn Gräflinger erfuhr, daß Göllerich seit der Grazer Aufführung von Peters´ 2. Symphonie in e-moll im Vorjahr noch immer an dieses Werk gedenkt, bittet Peters diesen, seine Symphonie in Linz aufzuführen. Er hebt weiters hervor, daß das Werk auch in München eine starke Wirkung ausübte, beklagt aber auch, daß das Werk noch immer nicht verlegt wurde (**).", "Letzte Änderung": "11.02.2025 09:17"}, {"ID": 191110155, "Datum": "15.10.1911, Sonntag", "Haupttext": "The Buffalo Sunday Morning News Nr. 44 informieren auf S. 38 über den Nachlass von Felix Mottl:\n\"            Mottl Biography.\n\n     The current Musical Courier says that the late Felix Mottl's first biographer will be Dr. Willy Krientts [recte: Krienitz] of Munich. There are volumes of letters in the Mottl coffers from Wagner, Liszt, Bruckner (who was Mottl's teacher), Hans von Bulow, Hugo Wolf, Saint-Saens, Hans Richter, Dr. Riemann and others, not excluding a number from Nietsche [sic].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191410155, "Datum": "15.10.1914, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Carl Maria Artz im 1. Konzert dieser Reihe in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191510155, "Datum": "15.10.1915, Freitag", "Haupttext": "The Daily Times Nr. 260 (Davenport, Iowa) informiert auf S. 4 über Neuerwerbungen der Bibliothek:\n\"            NEW BOOKS AT THE LIBRARY\nList of New Volumes By Librarian of Institution\n     The following list of books will be ready for circulation at the public library, Saturday, Oct. 16.\n                            Fine Arts\n[... von C bis F ...].\n     Goepp, P. H.–Symphonies and their meaning. (three volumes.) The third volume brings us to the symphonies of today, those of Bruckner, Sibelius and Rimsky-Korsakow.\n     Solomon, [... etc. ...].\"", "Letzte Änderung": "24.09.2025 15:34"}, {"ID": 191610155, "Datum": "15.10.1916, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Heinrich Damisch »Bruckner und die Chormusik« im Merker 7 (1916), S. 714-719 (*).\n\n\nThe Boston Globe Nr. 107 kündigt auf S. 64 das Quintett für die kommende Saison an:\n\"                 Kneisel Quartet Concerts\n\n     The Kneisels have made a change of policy in their concerts in Boston, transferring them from evenings to 3 o'clock in the afternoon. As before, they will be given in Steinert Hall, but this season under the local direction of Mr Newman. The composers represented on the advance announcement include Haydn, Mozart, [... fünf weitere Namen ... Rubinstein ...], and Anton Bruckner.\n     If possible to prepare for performance, Mrs Beach's new quintet for strings and pianoforte will also be performed. Hans Ebell, the Russian pianist, will appear at a subsequent occasion.\" (**).\n[Termine der New Yorker Konzerte siehe 1.10.1916 und 4.10.1916]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191810155, "Datum": "15.10.1918, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Furtwängler im 1. Konzert der Akademie in Mannheim.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Mozart (2. oder 4. Violinkonzert, mit Eva Bernstein) und Richard Strauss (\"Don Juan\").", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192010155, "Datum": "15.10.1920, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und des \"Te Deum\" durch das verstärkte städtische Kurorchester unter Carl Schuricht mit dem Cäcilien-Verein Wiesbaden und dem Männer-Quartett Biebrich im Großen Saal des Kurhauses in Wiesbaden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192110155, "Datum": "15.10.1921, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Hans Teßmer in der Badischen Landeszeitung (*).\nBericht von der Frankfurter Aufführung der 8. Symphonie unter Furtwängler [am 14.10.1921] durch Karl Holl in der Frankfurter Zeitung (**).\nDie Reichspost Nr. 281 kündigt auf S. 6 die morgige Aufführung des Locus iste an (***).\nDer Welser Anzeiger Nr. 83 berichtet auf S. 5 von der Welser Bruckner-Feier am 11.10.1921 (°).\nVortragsabend von Dr. V. O. Ludwig aus Klosterneuburg im Claudiasaal in Innsbruck. Er liest aus seinem Büchlein \"Anton Bruckners Klosterneuburger Fahrt\" während [!] der musikalischen Darbietungen, die von Professor Schwammel (Klavier), Frau Fried (Sopran) und Herrn Molinari (Violine) bestritten werden (°°).\nDie Zeitschrift für Musik 88, Nr. 20, bringt im 2. Oktoberheft auf S. 509-512 einen Artikel von Fritz Prelinger \"Anton Bruckner | Zum 25. Todestag des Meisters am 11. Oktober\" und auf S. 512-515 einen Artikel von Franz Gräflinger \"Anton Bruckners Bildungsgang\" (°°°).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke:\r\n\"Gelesen zu Studienzwecken in Tolstois Auferstehung mit größester Bewunderung. An meiner afrikanischen Erzählung gearbeitet. Es ist sehr schwer. Gespielt Bruckner, 1. Symphonie.\" (#).", "Letzte Änderung": "30.03.2025 15:44"}, {"ID": 192210155, "Datum": "15.10.1922, Sonntag", "Haupttext": "Die Allgemeine Musik-Zeitung konstatiert anläßlich Furtwänglers Debut [12.10.1922] als Leipziger Gewandhausdirigent (mit der 7. Symphonie), daß er Nikischs Bruckner-Pflege fortsetzen wolle (*).\n\n\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 274 kündigt auf S. 10 die Aufführung der 5. Symphonie für den 18.10.1922 und eine öffentliche Generalprobe für den 17.10.1922 an. Auf derselben Seite ein Hinweis auf das von Chester MacKee geleitete Konzert mit der 8. Symphonie am 31.10.1922 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192410155, "Datum": "15.10.1924, Mittwoch", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 285 bringt auf S. 8 eine mit \"O. R.\" [Otto Repp] signierte Kritik zu den Aufführungen der f-Moll- und e-Moll-Messe (mit \"Locus iste\" und \"Christus factus est\" [WAB 11] als Einlagen) am 12.10.1924 (*).\nDie Programmvorschau für das Konzert des MGV \"Wiener Liederkranz\" am 19.10.1924 auf derselben Seite kündigt auch einen Chor Bruckners [prov. WAB 67] an (**).\n \nBrief von Viktor Keldorfer (Schubertbund Wien) an Propst Vinzenz Hartl wegen einer Aufführung des Männerquartett \"Sternschnuppen\" (WAB 85) (***).\n \nVorbericht über die Konzerte am 11./12.10.1924 in der Linzer Tages-Post Nr. 238 auf S. 7, signiert \"-ä-\" [Gräflinger]:\r\n\"     (Bruckner-100-Jahrfeier in Klosterneuburg.) [... erwähnt werden: Marsch,  Scherzo der f-Moll-Symphonie, d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") ... Anwesende: Minister Dr. Schneider. Landeshauptmann Dr. Buresch, über die Ansprache Schneiders ...]. – Auf die musikalischen Darbietungen und erstmalig zu tönendem Leben erweckten Schöpfungen Bruckners komme ich noch zu sprechen.     –ä– \" (°).", "Letzte Änderung": "09.02.2025 18:08"}, {"ID": 192610155, "Datum": "15.10.1926, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie in der Stadthalle in Münster. Auf dem Programm steht außerdem die Altrhapsodie von Brahms.\nDas Konzert wird um 20 Uhr vom Rundfunksender Münster (Welle 410) übertragen (*).\r\n[Konzertbericht oder eher Programmheft-Titel?] \"Musikverein Münster i. W., I. Vereins-Konzert Freitag, den 15. Oktober 1926 Abends 8 Uhr Stadthalle, IX. Symphonie Bruckner\" (*a).\n \nTagebucheintragung von Oskar Loerke am 16.10.1926:\r\n\"Gestern Bruckners 1. Symphonie, die beiden ersten Sätze. Viel daran gesehen.\" (**).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 23:56"}, {"ID": 192710155, "Datum": "15.10.1927, Samstag", "Haupttext": "In der Pittsburgh Post-Gazette berichtet auf S. 7 Harvey Gaul von einem Repertorie-Wunschzettel:\n\"     William E. Benswanger has been considerably annoyed as have the rest of us, at the tiresome repetitions of our orchestral programs. One Year it will be all Brahms and the next season it will be all Beethoven and several years we have had the same work repeated within a two-month period.\n     Taking his Blickensderfer in hand Dr. Benswanger sits him down and catalogues the following works, [... echte Novitäten und selten Gespieltes ... die folgende Liste soll den Appetit anregen ... Werke von über Komponisten ...]\nSchoenberg–Gurra Lieder, etc.\nBruckner Syms.\nMahler syms.\n     Read William Benswanger's digest carefully [... über andere geplante Konzerte ...].\" (*).\n \nBrief von Ernst Kurth an Max Auer (in Spiez geschrieben) (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 05:42"}, {"ID": 192810155, "Datum": "15.10.1928, Montag", "Haupttext": "Konzert des Württembergischen Brucknerbundes. Aufführung der d-Moll-Messe unter Dr. Anton Enz [nicht: Enze, siehe die Anmerkung] in der Stuttgarter Elisabethkirche mit dem Philharmonischen Orchester Stuttgart und dem Kirchenchor der Elisabethkirche. Auf dem Programm stehen außerdem Orgelstücke [prov. WAB 88] und das Libera [WAB 22]. Solisten; Valet, Egli, Ackermann, Haas und an der Orgel Ottenwälder.\r\nÜbertragung durch den Stuttgarter Rundfunk von 20 bis 21:15 Uhr.", "Letzte Änderung": "17.10.2025 16:27"}, {"ID": 193010155, "Datum": "15.10.1930, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Tor Mann.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193110155, "Datum": "15.10.1931, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Heinz Unger im 1.Konzert der Gesellschaft der Musikfreund zu Berlin. Klaviersolist bei Beethoven ist Georg Bertram.", "Letzte Änderung": "27.11.2025 09:49"}, {"ID": 193510155, "Datum": "15.10.1935, Dienstag", "Haupttext": "Artikel »Steyrs erzene Klänge in der Bruckner-Musik« in der Steyrer Zeitung (*).\nAufführung der 6. Symphonie (österreichische Erstaufführung der Originalfassung) unter Robert Keldorfer in Linz (**).", "Letzte Änderung": "15.04.2025 13:25"}, {"ID": 193610155, "Datum": "15.10.1936, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Tor Mann (*).\nArtikel »Zum 40. Todestag (11. Okt. 1896) Anton Bruckners« (mit Abbildung der Bruckner-Büste (IKO 250) von Fritz Zalisz) in der Österreichischen Woche Nr. 42 auf S. 6 (**).\nArtikel \"Der Klosterneuburger Tag des Brucknerfestes.\", signiert \"gz.\", in der Reichspost Nr. 285 auf S. 9 (***).\nAm letzten Tag des Wiener Bruckner-Festes Festkonzert um 19:30 Uhr in St. Stephan mit Friedrich Kloses \"Präludium und Fuge über ein Thema von Bruckner\" (Orgel: Domorganist Karl Walter), der f-Moll-Messe und dem \"Te deum\" mit den Wiener Symphonikern, dem Sängerbund \"Dreizehnlinden\" und dem Domchor unter Ferdinand Habel (°).", "Letzte Änderung": "02.07.2024 22:57"}, {"ID": 193810155, "Datum": "15.10.1938, Samstag", "Haupttext": "Brief von Hermine Wittgenstein an ihren Bruder Ludwig Wittgenstein:\r\n    Über das Scherzo der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194010155, "Datum": "15.10.1940, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie (Originalfassung) durch das Bremer Staatsorchester unter Hellmut Schnackenburg im 2. Philharmonischen Konzert der Philharmonischen Gesellschaft Bremen um 20 Uhr im großen Saal der Glocke.\nAuf dem Programm stehen vor der Pause Werke von Erich Sehlbach (Vorspiel für Orchester 1935) und Chopin (e-Moll-Klavierkonzert mit Carl Seemann).\nWiederholung vom 14.10.1940 (*).\n\r\n[Vermutlich 15.10.]\nArtikel von Gertrud Runge \"Bruckner-Entwürfe klingen | Von unserem Sonderberichterstatter | Leipzig, 14.10.\" über das Leipziger Brucknerfest [vermutlich in der Deutschen Allgemeinen Zeitung Berlin (identische Schrittypen wie am 6.3.1936)]. Besprechung der Aufführung der 9. Symphonie und des Finalefragments [12.10.1940], der Trio-Entwürfe und des Quintetts [13.10.1940], kurze Erwähnung der 4. Symphonie [13.10.1940], 5. Symphonie [10.10.1940] und der Kirchenkonzerte [f-Moll-Messe und 150. Psalm am 11.10.1940, Motetten am 12.10.1940] (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2023 09:21"}, {"ID": 194110155, "Datum": "15.10.1941, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der Originalfassung der 4. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stockholm unter Tor Mann (*).\n \n[wann genau?] Artikel von Walter Steinhauer \"Das erste Konzert der Staatskapelle | Karajan dirigiert Bruckners Siebente Sinfonie\" [am 12./13.10.1941] (**).\n \nAufführung der 3. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solist im B-Dur-Klavierkonzert von Hermann Goetz ist Eduard Erdmann (***).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 19:56"}, {"ID": 194310155, "Datum": "15.10.1943, Freitag", "Haupttext": "Brief der Rechtsanwälte Dr. Arnulf Hummer und Dr. Georg Frh. v. Ettingshausen an Max Auer:\r\n    Bruckner habe in einer brieflichen Widmung (Mai 1895) sein Pedalharmonium Professor Leopold von Schrötter vermacht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194410155, "Datum": "15.10.1944, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie (Haas-Fassung) durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien [auch am 14.10.1944 und 16.10.1944).\nAuf dem Programm steht zuvor Beethovens \"Leonoren\"-Ouvertüre Nr. 2 (*).\n\r\nAufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in einem Konzert für die Rüstungsindustrie im Berliner Beethovensaal. Solist in Franz Schmidts Beethoven-Variationen ist Friedrich Wührer (**).", "Letzte Änderung": "05.06.2026 20:32"}, {"ID": 194610155, "Datum": "15.10.1946, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Hans Lauterbach »Richard Wagner und Anton Bruckner. Zum 50. Todestag Bruckners am 11. Oktober 1946« in der Fränkischen Presse.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194810155, "Datum": "15.10.1948, Freitag", "Haupttext": "Gedicht von Karl Kobald »Anton Bruckner« im Konzertblatt der Gesellschaft der Musikfreunde 3 (1948/49) Folge 2.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195010155, "Datum": "15.10.1950, Sonntag", "Haupttext": "Gründungsversammlung des Bruckner-Bundes Ansfelden. Die vorbereitende Sitzung unter Pfarrer Johann Schück hatte am 4.10.1950 stattgefunden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196410155, "Datum": "15.10.1964, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Josef Krips (dessen Debut mit diesem Werk) in New York.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196610155, "Datum": "15.10.1966, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Der Oberösterreicher. Anton Bruckner und sein Werk. Zu seinem 70. Todestag am 15. Oktober 1966« [sic] im Vorarlberger Volksblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197110155, "Datum": "15.10.1971, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Hans Wopelka »Brucknerpflege in Oberösterreich« in der Linzer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197410155, "Datum": "15.10.1974, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Karl Beckmann \"Bruckner-Gedenkstätten in Wien\" in Radio Wien, Regional.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198710155, "Datum": "15.10.1987, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel \"Ein Lehrer namens Bruckner war in Windhaag Organist\" in der Mühlviertler Rundschau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199510155, "Datum": "15.10.1995, Sonntag", "Haupttext": "Konzert in der Stiftskirche in Kremsmünster. Das Programmheft bringt auf S. 6-9 einen Artikel von Alfons Mandorfer \"Anton Bruckner in Kremsmünster\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199610155, "Datum": "15.10.1996, Dienstag", "Haupttext": "Werkstattkonzert mit dem Finale der 9. Symphonie in der Fassung von Samale/Phillips/Cohrs/Mazzuca mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Wuppertal unter Peter Gülke in Wuppertal (geplant) (*).\nRequiem (mit Aufführung des Requiems [WAB 39]) in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 183811155, "Datum": "15.11.1838 (bis 27.9.1840), Donnerstag", "Haupttext": "Erste Datierung in einem »Verzeichniß der Musikstücke für alle Sonn- und Festtage des ganzen Jahres« (in St. Florian).", "Letzte Änderung": "07.08.2025 11:19"}, {"ID": 184111155, "Datum": "15.11.1841, Montag", "Haupttext": "Abschlußbericht Pauspertl von Drachenthals an das Bischöfliche Konsistorium in Linz über das Schuljahr 1840/41 (15.10.1840 - 18.8.1841), die Lehrer (lobende Erwähnung Dürrnbergers), die Absolventen und den Prüfungsverlauf. Von 37 Kandidaten unterzogen sich 22 der Prüfung; 16 Prüflinge haben bestanden (2 für Hauptschulen, 14 für Trivialschulen).\r\n(Von den Lehrern werden Michael Riedl, Joseph Nicolini, Johann Kilian und Johann Dürrnberger erwähnt (*)).\nPräsentationsvermerk \"24. November 1841.\" (**).", "Letzte Änderung": "27.04.2025 18:40"}, {"ID": 185211155, "Datum": "15.11.1852, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Am 15. Nov.     1 Trompet. u 1. Tenorist     4 [fl] \" [zum Leopoldsfest].\n\n\nAuf der nächsten Seite eine zweite Notiz \"1853. | Vom 1. November. | [...] 15. Novemb. Leopoldifest 1 Tromp. u. 1. Tenoristen     4 [fl] \" zu Beginn des Rechnungsjahres 1853 [das vermutlich wie das Militärjahr am 1. November des Vorjahres begann (vgl. dazu 31.1.1854)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185311155, "Datum": "15.11.1853, Dienstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. Nov.     Zum Feste des h. Leopold 1 Tromp. u. 1. Tenoristen     4 [fl] \".\nAuf der übernächsten Seite eine weitere Notiz:\n\"Cum Deo | annus 1854.\n[...]\n15. Nov.     Ad festum S. Leop. 1 Ten. u. 1 Tromp.    4 [fl] \"\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185411155, "Datum": "15.11.1854, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. Nov.     2 Bläser /: Leopoldifest :/ 4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511155, "Datum": "15.11.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht der »Linzer Zeitung« Nr. 272, S. 1131, über die »Concurs-Prüfung« vom 13.11.1855:\n»                       Kronlands=Neuigkeiten.\n     * Die am 13. d. M. abgehaltene Concurs-Prüfung zur provisorischen Besetzung der Dom-Organistenstelle in Linz war von besonderem Interesse. Die Prüfungskommission bestand aus den Herren: Domscholaster Dr. Schiedermayer, Chorvikar Arminger, Gemeindevorstands-Stellvertreter Vincenz Fink, Professor Dürrnberger und Kapellmeister M. A. Storch. Bei dieser Prüfung hatte sich überdieß noch eine ansehnliche Zahl von Kunstkennern und Kunstfreunden versammelt. Den Kandidaten ward die Aufgabe gestellt, ein Thema - gegeben und unmittelbar vor der Ausführung niedergeschrieben von Professor Dürrnberger - nach streng contrapunktischen Grundsätzen in einer vollständigen Fuge durchzuführen. Diese Aufgabe wurde von den Prüfungs-Candidaten größtentheils mit vieler Geschicklichkeit, insbesondere aber vom Herrn Anton Bruckner aus St. Florian - nach dem einstimmigen Ausspruche der Prüfungskommission und der Kunstkenner - ausgezeichnet gelöst, in Folge dessen demselben, wie gestern gemeldet wurde, auch die Dom-Organistenstelle in Linz provisorisch verliehen wurde.« (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Zum Fest des h. Leopold 1 Trompeter     30 x \"\n[üblich waren bei ähnlichen Gelegenheiten 2 fl] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185711155, "Datum": "(15.11.1857, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung von \"Columbus\" [s. Anm.] von Berlioz durch den Linzer Musikverein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185911155, "Datum": "(15.11.1859, Dienstag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins [Programm nicht überliefert].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011155, "Datum": "(15.11.1860, Donnerstag)", "Haupttext": "Zweites Vereins-Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von Beethoven (\"Prometheus\"-Ouvertüre), Mendelssohn (Klavierquartett) und Haydn (Arie aus der \"Schöpfung\" und Es-Dur-Symphonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111155, "Datum": "15.11.1861, Freitag 7 Uhr abends", "Haupttext": "Datierung \"Linz. 15. November 1861. – 7 Uhr Abends.\" und Vermerke \"Marpurg für Zergliederung | Seite 87.)\" und \"OAMDG.\" auf einen zum dritten Sechter-Studienband (WAB 248) gehörenden Studienblatt mit Übungen zu Kanon und Fuge (*).\n\n\nIm Vereins-Konzert des Linzer Musikvereins wird u. a. auch Mozarts Jupiter-Symphonie aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211155, "Datum": "(15.11.1862, Samstag)", "Haupttext": "Im 2. Konzert des Linzer Musikvereins unter Engelbert Lanz im Redoutensaal werden Werke von Cherubini, Beriot, Mendelssohn, Marschner, Mozart, Franz Lachner (»Sturmes-Mythe«, gesungen vom »Frohsinn« [*]) und Franz Schubert (»Der Unglückliche«, gesungen von Frl. von Sachse) aufgeführt. Ob Bruckner das Konzert besucht hat, ist nicht überliefert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411155, "Datum": "(15.11.1864, Dienstag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von Mendelssohn (\"Hebriden\"-Ouvertüre), Joseph Haydn (Baß-Arie aus der \"Schöpfung\"), Kpm. Nikolaus Müller [recte: Möller] (Genre-Stücke für Chor, Soli und Orchester) und Mozart (Es-Dur-Symphonie).\r\nMitwirkend: Weilnböck, Kpm. Möller, Leitung Eduard Hauptmann (*).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 08:07"}, {"ID": 186511155, "Datum": "(15.11.1865, Dienstag)", "Haupttext": "Das sehr schlecht besuchte und schlecht vorbereitete Konzert des Linzer Musikvereins bringt u. a. Werke von Schubert (Rosamunden-Ouvertüre), Robert Schumann (Ballade Des Sängers Fluch 1852) und Haydn (Baß-Arie aus den Jahreszeiten). Mitwirkende: als Gesangssolisten die Damen König und Kainerstorfer und die Herren Hoffelner, Holzner und Weilnböck, als Pianistin Frl. Ladinser (*).\nEs wirken Mitglieder des \"Frohsinn\" bei Schumanns Ballade \"Des Sängers Fluch\" mit (*a).\n\n\nAufführung einer Messe \"des hiesigen Kapellmeisters Dorn\" [Ignaz Dorn] im Linzer Dom (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711155, "Datum": "(15.11.1867, Freitag)", "Haupttext": "Zweites Vereins-Konzert des Linzer Musikvereins u. a. mit einer Symphonie von Joseph Haydn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186811155, "Datum": "15.11.1868, Sonntag", "Haupttext": "Die \"Caecilia\" (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) Jg. 25, Nr. 22, meldet auf S. 203:\n\"De organist A. Bruckner, onderwijzer aan het conservatorium, is tot hof-organist benoemd.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111155, "Datum": "15.11.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Josef Kränzl aus Ried widmet dem Gymnasial-Sängerverein in Melk ein Exemplar des »Germanenzugs«.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:28"}, {"ID": 187211155, "Datum": "15.11.1872, Freitag (Hl. Leopold)", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr wirkt Bruckner als Organist mit und spielt am Schluß des Hochamts eine Orgelfuge.\n     Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine neue Messe und ein Graduale mit Tenorsolo in B von Laurenz Weiß und als Offertorium eine Kirchenarie von Alessandro Stradella. Solisten: Passy-Cornet, Frl. Ritter, Hr. Dunkl, Dr. Krauß, Adams (im Graduale) und Frl. Bertha Ehnn (Stradella) (a).\n \nEin Inserat im Fremdenblatt Nr. 315 auf S. 14 macht auf das heutige Orgelkonzert aufmerksam:\n     \"[...] 5. Improvisation des Herrn Prof. Bruckner. [...]\" (b).\n \nEin Artikel in den Blättern für Theater, Musik und Kunst Nr. 72 auf S. 285f (= S. 1f) informiert über die Planung, Ausschreibung, Entstehung und Finanzierung der Musikvereinsorgel.\n     \"Die Orgel im großen Saale der \"Gesellschaft der Musikfreunde.\" [...] In Fluß gebracht wurde die Angelegenheit durch den in der Schulausschußsitzung vom 11. Jänner 1869 von dem Mitgliede desselben, Professor L. A. Zellner, gestellten Antrag, die Direction um Bildung einer Enquète aus Fachmännern zu ersuchen, welcher die Berathung der Grundzüge für das Programm des Orgelbaues als Aufgabe zu stellen wäre. Diesem einstimmig angenommenen Antrage wurde von der Direction unverweilt Folge gegeben und schon am 19. Jänner trat die aus den HH. Bruckner, Hellmesberger, Herbeck, Baron Prandau, Richter, Titz und dem Antragsteller zusammengesetzte Enquète=Commission unter dem Vorsitz des Gesellschaftspräses Dr. Egger zur ersten Berathung zusammen [...] - Das auf Ersuchen des Comités von Hrn. Zellner ausgearbeitete Concursprogramm wurde von der Commission am 21. Jänner und noch am selben Tage von der Direction vollinhaltlich angenommen und auf Grund desselben erging an die Orgelbauer Ladegast in Weißenfels, Ibbach Söhne im [sic] Barmen, Walker in Ludwigsburg, Schulze in Paulinzelle, Merklin und Schütz und Cavaillé=Coll in Paris, Titz und Hesse in Wien die Einladung zur Betheiligung am Concurse, rücksichtlich zur Ausarbeitung und Einsendung von Projecten. [...] Nach eingehender Prüfung dieser Projecte, welche im Detail anzuführen hier zu weit ablenken würde, entschied sich die Commission am 18. Mai 1869 einstimmig für jenes Ladegast's und hatte damit seine [sic] Aufgabe erfüllt. [... Auftrag am 24.6.1869 erteilt, Ladegast am 26.7.1869 in Wien, Vertrag am 30.7.1869, Aufstellung der Orgel am 8.9.1872 begonnen, Übergabe am 5.11.1872 (Bruckner nicht in der Kollaudierungskommission), in größerem Kreis am 6.11.1872 ... Kostenübersicht:] so ergeben sich unbedeckt .... [fl.] 7736\" [vgl. den ähnlichen, aber ausführlicheren Text Gottschalgs vom 21.3.1873] (c).\nAuf S. 4 ein Inserat zum heutigen Konzert: \"[...] 5. Improvisation des Hrn. Professors Bruckner. [...]\" (c1).\n\r\nOffizielle Einweihung der Ladegast-Orgel im Großen Musikvereinssaal um 1/2 1 Uhr (d). Neben Bruckner, der u.a. über die f-moll-Messe und die Kaiserhymne improvisiert (°), wirken mit (*): August Fischer (Dresden), Marie Wilt, Josef Lewinsky (rezitiert ein Gedicht »Die Orgel« von Joseph Weilen), Gustav Walter und der Singverein.\r\n   Es erklingen Werke von J. S. Bach (d-Moll-Toccata), W. F. Bach (Orgelkonzert), Schubert (»Allmacht«), Mendelssohn (Orgelsonate B-Dur op. 65 Nr. 4), Stradella (Kirchenarie) und Liszt (Orgelfuge über BACH) (**). Brahms dirigiert den Singverein mit Chören von J. Eccard und H. Isaak (***).\r\n   Im Publikum Ambros, Hanslick, Pyllemann, Hahn, Kulke (°) und Friedrich Ladegast (°°).\r\nAuch Heinrich Schuster erlebt Bruckners Improvisation mit:\r\n   »[...] heutzutage [weiss] gar niemand Anderer auf der Orgel polyphon zu improvisiren. Nur einmal aber war dies uns zu hören vergönnt, 1872, bei der Einweihung der grossen Orgel im Musikvereinssaal, wo Bruckner mit einer famosen Phantasie über die Volkshymne debutirte.« (°°°).\n \nDie Orgel (III/52) besaß eine mechanische Spiel- und Registertraktur, Schleifladen für dei Manuale und Kegelladen für das Pedal und teilweise Barkermaschinen (#).", "Letzte Änderung": "18.12.2024 23:14"}, {"ID": 187311155, "Datum": "15.11.1873, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik \n\n\n\n\nin der Deutschen Zeitung Nr. 674, Beilage S. 5:\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 14.11.1873 ... wobei] Hof=Organist Bruckner die Orgel spielen wird.\" (*) \n\n\n\n\nund in der Gemeindezeitung Nr. 256 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 14.11.1873 ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (**). \nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Aufgeführt werden um 11 Uhr unter Eders Leitung Haydns Nelson-Messe und Graduale (mit Sopran-Solo) und Offertorium (mit Sopran- und Violin-Solo) von Johann Krall. Solisten [**]: Passy-Cornet, Trousil, Frl. Ritter, Dunkl, Teller, Seidemann und Josef Hellmesberger (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187411155, "Datum": "(15.11.1874, Sonntag, Hl. Leopold)", "Haupttext": "Im 1. Philharmonischen Konzert unter Dessoff werden Werke von Mendelssohn, Schumann, Beethoven (4. Sinfonie) und die 1. Serenade von R. Fuchs gespielt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511155, "Datum": "15.11.1875, Montag", "Haupttext": "Bruckner wirkt um 11 Uhr als Organist (Improvisation einer Orgelfuge) bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche mit. Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung Haydns Nelson-Messe, ein Graduale (mit Tenor-Solo: Karl Adams) von Ritter von Seyfried und ein Offertorium (mit Alt-Solo: Wilhelmine Tremel) von Baronin Constanze Ruttenstein. Solisten: Adele Passy-Cornet, Frl. Ritter, Edmund Dunkl, Eduard Teller und (im »Qui tollis«) Adolph Wallnöfer.", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:44"}, {"ID": 187611155, "Datum": "15.11.1876, Mittwoch, Hl. Leopold", "Haupttext": "1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Haydns »Schöpfung« und den Solisten Wilt, Vogl und Rokitansky.\n[nicht gesichert! siehe die Anmerkung]\n\nMöglicherweise hat Bruckner dieses Konzert besucht und wegen der knappen Zeit nach dem Hofkapellendienst einen Wagen zum Musikvereinssaal benutzt und Gaigg von Bergheim mitgenommen (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711155, "Datum": "15.11.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Orgelspiel Bruckners in der Augustinerkirche.\r\nBei der Messe um 11 Uhr kommen unter Leopold Eders Leitung zur Aufführung: Haydns Nelson-Messe, ein Graduale (mit Sopransolo: Gräfin Wimpffen) von Johann Krall und ein Offertorium (mit Sopran- und Baritonsolo - Auguste Krauß und Herr Nawiasky -, Harmonium und Harfe: Frl. Roseneger) von Fürst Montenuovo. Solisten bei der Messe: Hermine Woda, Ida Flatz, Michael Kugler und Teller, Baßsolo beim Benedictus Peter Soutschek, Flötensolo beim Agnus dei Baron Wertheim (*).\nBruckner gibt seine Wohnung im Heinrichshof (Opernring 3) auf und zieht in das Oelzelt gehörende Haus Heßgasse 7 um (**).\nTotenfeier für Herbeck im großen Musikvereinssaal mit einem Orgelpräludium Zellners, dem Vortrag eines Gedichts von Weilen durch Lewinsky und dem Mozart-Requiem unter Hellmesberger. Solisten: Wilt, Gindele, Walter und Rokitansky (***), mitwirkend der Wiener Singverein (°).\r\nWolf, Goldschmidt, Mottl und Schönaich im Publikum (°°).\nDie »Wiener Zeitung« Nr. 262 meldet die Ernennung Hellmesbergers zum Hofkapellmeister (°°°).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 19:50"}, {"ID": 187811155, "Datum": "15.11.1878, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wirkt bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr mit.\r\n   Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung Haydns Nelson-Messe, ein Graduale (mit Sopransolo) von Krall und ein Offertorium (mit Baß-Solo) von Cyrill Wolf (*).\nBrief von Hans Rott an Heinrich Krzyzanowski:\r\n   ... »Musikalisch nimmt mich Bruckners Symphonie [wohl 3. Symphonie gemeint] in Anspruch«. ... Berichtet von seinen Eindrücken bei der »Siegfried«-Premiere [9.11.1878]. Heute abend besuche er die 3. Aufführung. ... (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2024 10:28"}, {"ID": 188111155, "Datum": "15.11.1881, Dienstag", "Haupttext": "Das Konzert vom 17.11.1881 (mit dem Quintett) wird angekündigt von der Morgen-Post Nr. 315 auf S. 4:\r\n[...] Zur Aufführung gelangen unter Anderem: Bruckner's neues Streich-Quintett in F-dur, Scenen aus Gluck's \"Alceste\" und den \"Meistersingern\", sowie Werke von Bach, Cornelius und Liszt.\" (*)\nund der »Presse« Nr. 315, S. 15:\r\n(»[...] Zur Aufführung gelangen u. A. Bruckner's neues \"Streich-Quintett in F-dur\", sowie Werke von Bach, Cornelius und Liszt. [...]«) (**).\r\n \n[19.11.1881 oder recte 15.11.1881?] Beim Leopoldsfest in Klosterneuburg spielt Bruckner beim Hochamt Orgel. Der St. Florianer Propst Ferdinand Moser ist anwesend und schreibt am 19.11.1881 an Philipp Mayr: \"[...] das Orgelspiel Bruckners, mehr eine Zwickerey, wurde nicht belobt. [...]\" (***).\n \nBrief von P. Karl Schneeweiß an Ignaz Traumihler:\r\n     Joh. Nep. Faigl wisse, dass er für das Gedenken zum 12.11.1881 [Geburtstag? ist am 17. November] mit einem Messopfer gedankt habe. Dank auch für die (verfrühte) Einladung, in St. Florian seine Secundiz zu feiern, was aber erst im April 1884 eintrete. Über seine Anhänglichkeit an das Stift, die Musikpflege unter Traumihler. Er sei von Prag (dort nun tschechische Majorität) nach Mariaschein versetzt worden. \"Haben Sie Gelegenheit an Pr[of.] Bruckner zu schreiben, o so melden Sie die treue Anhänglichkeit des P. Schneew. an ihn, der seiner gedenkt im Memento, wie versprochen.\" (°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:26"}, {"ID": 188211155, "Datum": "(15.11.1882, Mittwoch)", "Haupttext": "Leopoldsfest in Klosterneuburg. Bruckner wirkte vermutlich traditionsgemäß als Festorganist mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311155, "Datum": "15.11.1883, Donnerstag", "Haupttext": "[?] Beim Leopoldsfest in Klosterneuburg wirkte Bruckner vermutlich als Festorganist mit (*).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 23.1.1884): »H Horn 15. Nov. begonnen.« (**).", "Letzte Änderung": "16.10.2025 16:05"}, {"ID": 188411155, "Datum": "15.11.1884, Samstag", "Haupttext": "Ob Bruckner auch heute »traditionsgemäß« am Klosterneuburger Leopoldsfest als Organist mitwirkte, ist nicht überliefert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511155, "Datum": "15.11.1885, Sonntag (Hl. Leopold)", "Haupttext": "Leopoldsfest in Klosterneuburg anläßlich des 400. Jahrestages der Heiligsprechung Leopolds III.; Bruckner wirkt, wie schon seit Jahren, im Hochamt als Organist mit und improvisiert über die Kaiserhymne (*).\r\n   Dem knapp einstündigen Hochamt um 10 Uhr wohnen u.a. bei: Kaiser Franz Joseph, Kronprinz Rudolph, FZM v. Bauer, Bgm. Medek, die Erzherzög Carl Ludwig, Carl Salvator, Rainer und Sigismund, Fürsterzbischof Ganglbauer (als Celebrant), Ubald Kostersitz, Anselm Ricker (Festprediger), Unterrichtsminister Gautsch, Statthalter von Possinger, Landmarschall Graf Kinsky, Ivo Sebald (Schatzmeister des Stiftes) (*a).\r\n   Kaiser Franz Josephs Bemerkung »Ah, der Bruckner!« macht den Kleriker Josef Kluger neben ihm erstmals auf Bruckner aufmerksam. Bei einer der bei solchen Festen üblichen Volksbelustigungen [in welchem Jahr?] hat vermutlich Bruckner Fräulein Schatz aus Klosterneuburg kennengelernt (**).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Berlioz, Mozart und Beethoven (7. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "18.06.2025 18:06"}, {"ID": 188611155, "Datum": "15.11.1886, Montag", "Haupttext": "Möglicherweise war Bruckner in Klosterneuburg (*).\nBesprechung der Aufführung der 7. Symphonie [... Nirvana Symphony ...] in New York [12./13.11.1886] in der \"Evening Post\" (**).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:44"}, {"ID": 188711155, "Datum": "15.11.1887, Dienstag (Hl. Leopold)", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »15. Nov. Beethovensche Messe angewohnt. Hofk.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188811155, "Datum": "15.11.1888, Donnerstag (Hl. Leopold)", "Haupttext": "\"Die Lyra\" Nr. 4 (329) gibt auf S. 32/4 das Programm der Singakademie mit dem \"Ave Maria\" [WAB 6, am 10.12.1888] bekannt:\r\n     \"Wiener Singakademie. Die Vortragsordnung für 1888 - 1889 (Artistischer Direktor: Herr Max von Weinzierl), wurde wie folgt, festgestellt: 1. Konzert (im Dezember 1888). [...] Bruckner: \"Ave Maria\", sechsstimmig (neu), [...]\" (*).\n \n(Festkonzert des Schubertbundes anläßlich des 25jährigen Bestehens im Musikvereinssaal mit Werken von Schubert (**)).\n \n(Festkonzert zum 25-jährigen Organistenjubiläum von Gustav Garzaner, einem Schüler Bruckners, in Graz (***)).", "Letzte Änderung": "21.07.2024 12:14"}, {"ID": 189011155, "Datum": "15.11.1890, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen teilen mit, daß am 27.11.1890 Hellmesberger das Quintett aufführen wird:\nFremdenblatt Nr. 314 auf S. 13:\r\n   \" - Das Hellmesberger=Quartett bringt an seinem zweiten Abend (27. November) folgende Werke zur Aufführung: Anton Bruckner, Quintett F-Dur (auf vielseitiges Verlangen); [...] \" (*),\n \nDeutsche Zeitung Nr. 6782 auf S. 6:\r\n   \"[...] Das Hellmesberger-Quartett bringt an seinem zweiten Abend (27. d.) folgende Werke zur Aufführung: Anton Bruckner: Quintett F-dur (auf vielseitiges Verlangen); [...] \" (**)\n\r\nund »Die Presse« Nr. 314 auf S. 15: \"[...] Das Hellmesberger=Quartett bringt an seinem zweiten Abend (27. d.) folgende Werke zur Aufführung: Anton Bruckner: Quintett F-dur (auf vielseitiges Verlangen); [...] \" (***).", "Letzte Änderung": "30.03.2023 12:57"}, {"ID": 189111155, "Datum": "15.11.1891, Sonntag", "Haupttext": "Artikel in der französischen Musikzeitung »Ménestrel« über Bruckner anläßlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde (*).\nVon Bruckners Promotion berichtet auch das Ischler Wochenblatt Nr. 46 in der Beilage auf S. 3:\r\n           \"Verschiedenes.\r\n[...]\r\n     * (Ehrendoctor Anton Bruckner.) Nachdem der akademische Senat in Wien auf Antrag der philosophischen Facultät dem Componisten und Musik=Gelehrten Anton Bruckner die Doctorswürde honoris causa verliehen hatte, stand am 7. d. M. der 67jährige Componist als Candidatus philosophiae vor dem Rector magnificus Dr. A. Exner im Festsaale der Universität, um vor diesem das Doctorgelöbnis abzulegen. [... erwähnt werden Exners Rede, Gesinnungswandel in der Beurteilung der Musik durch Akademiker, Rede des Promotors Hofrat Stefan, Bruckners Dank, biographische Angaben ...] Bruckner schrieb sechs [sic!] Symphonien, ehe er es erlebte, daß eine derselben zur Aufführung gelangte. Die neueste Zeit scheint aber vieles gut machen und unserem Künstler kräftige Revanche bieten zu wollen. In den Jahren 1890 und 1891 wurde sein dritte Symphonie in Wien, Prag, Salzburg, Köln und London, seine vierte Symphonie (die romantische) in München und Graz, sein Tedeum in Berlin zur Aufführung gebracht und überall wurden dem Componisten große Ehren bereitet.\" [keine Signatur] (**).\nArtikel von Josef Stolzing in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 45 auf S. 5f über die Aufführung der 4. Symphonie in Nürnberg am 28.10.1891:\r\n          \"Musik.\r\nMusikaufführung in Nürnberg am 28. October d. J. - [...]\r\n     Daß die sogenannte Musikstadt Wien nicht die Stätte ist, wo bedeutende Talente erfolgreich wirken können, wird wohl Niemand leugnen, der die große deutsche Kunst im Auge hat. [...] die langweiligen Gesellschaftsconcerte [...], manchesmal durch moderne jüdische Sächelchen pikant aufgeputzt, die Aufführungen der Philharmoniker, welch' letztere sich vor Wagner, Liszt, Bruckner oder Berlioz fürchten wie Mephistopheles vor dem Kreuze, das ist alles was die sogenannte Concertsaison bietet. [...]\r\n     Wie ein tröstender Gruß aus dem Reiche des deutschen Kunstideals muß es uns dagegen anmuthen, wenn aus Deutschlands Mitten, dem lieben Nürnberg, die Klänge der Musik Liszt's und Bruckner's ertönen. Der unermüdlichen Thätigkeit August Göllerich's verdankt das musikaliscche Deutschland eine Aufführung, die so echt deutsch ist und zum Muster für alles weitere Wirken in diesem Sinne gelten kann. [...] Göllerich dirigirte selbst persönlich die Symphonie von Bruckner und Mazeppa, in dem Concerte von Liszt spielte er den Clavierpart, während das Orchester von dem Capellmeister Hans Wiederstein [sic! recte Winderstein] vorzüglich geleitet wurde. Göllerich als Dirigent, da muß wohl ein Orchester Großes leisten!\r\n     Wir lassen hier die programmatische Erläuterung folgen, die Göllerich für das Concert geschrieben:\r\n     \"Lange gewaltsam unterdrückt, zuerst aber von R. Wagner gebührend anerkannt und durch dessen Anerkennung entschädigt, wird Anton Bruckner der Musikgeschichte endgiltig als größter Symphoniker nach Beethoven und im eigentlichen Sinne Beethoven's gelten müssen [...].\r\n     Ein wundervoll sehnsüchtiges Horn-Motiv, welches das Werk wie mit einem Morgen-Weckrufe eines Thürmers einleitet, der früher wacht und mehr erschaut, als die unter ihm gemächlich Schlafenden, - zieht durch das ganze Werk.\r\n     Im ersten Satze antwortet ihm, zunächste in der Gesangsperiode, schäkerndes Vogelgezwitscher. Strotzende Kraftfülle [...] einem felsenfesten Chorale.\r\n     Von rührender Schönheit ist das Hauptthema des Andante, eines wehmüthig-feierlichen Trauerzuges. [...]\r\n     Im höchste originellen Scherzo, dem dritten und volksthümlichsten Satze der Symphonie, tönt ein frisches lustiges Jagdstück in blühender Erfindung aus. Ein ländler-artiges Trio würzt den Jägern ihr Mahl. Manch' ein Rastender denkt wohl hiebei sein Lieb im Arme zu schwingen.\r\n     Der außerordentlichste Satz ist der letzte. Auf einer rythmischen [sic] Figur von eigenthümlicher Triebkraft aufgebaut, zeitigt er mit erschütternder Titanenkraft alle in den bisherigen Themen liegenden Keime zu neuartig-kühnen Gebilden. - (Ein Kenner hat ihn treffend: \"Das Weltgesicht\" [sic] überschreiben wollen.) [...] Hoch über aller Erdenpein zieht in der leise erschauernden Schlußperiode des Finale die Seele dem jetzt erworbenen neuen Tage zu, dessen ewiges Licht seine erlösenden Strahlen in jenem nun herrlich befestigten, wanklosen Morgen-Weckrufe entsendet.\r\n[Göllerichs Text über Mazeppa]\r\n     Wahrlich, die eine Thatsache, daß Göllerich kein dauerndes Heim in Wien gefunden hat, spricht deutlich genug, damit hat die Wiener Musikwelt ihr eigenes Urtheil gesprochen. Göllerich und Hanslik [sic] sind neben einander wohl nicht gut denkbar, daß aber Göllerich weichen mußte, beweist, daß Wien auch eine Metropole für das musikalische Allerweltjudenthum geworden ist, und die Werke Wagners nur als Ausbeutungsobject der Speculation der Hofoper betrachtet werden. -\r\n[... über weitere Konzerte - es fehlt Liszts \"Christus\" (ist wohl \"der modernen jüdischen Weltanschauung zu christlich\") -, ein Orgelkonzert Josef Reiters und ein Vokalkonzert des Wiedener Sängerbundes unter Camillo Horn ...]       Josef Stolzing.\r\n[es folgt ein Hinweis auf ein Konzert des Wiener Volksquartetts, wo bei Schumanns Klavierquintett August Stradal mitwirkt] (***).\r\n   In einem Bericht desselben Blattes über die Wiener Konzertsaison wird den Wiener Philharmonikern eine Furcht vor den Werken der neuen Richtung - auch Bruckner dabei erwähnt - unterstellt [vermutlich ist damit die Einleitung der obigen Besprechung gemeint] (°).\nAufführung des »Locus iste« als Graduale bei der Messe in St. Elisabeth auf der Wieden unter Carl Rouland. Außerdem erklingen die St. Gregorius-Messe von Jos. Gruber op. 30 und als Offertorium das »Laudate Dominum« von Ett (°°).\nDie St. Louis Post-Dispatch Nr. 365 gibt auf S. 10 einen Überblick über das kommende Kirchenfest und bespricht dabei in der 3. Spalte auch das am 1.12.1891 geplante \"Te deum\":\r\n\"ON A LOFTY SCALE\r\nHow Archbishop Kenrick's Jubilee Will Be Celebrated.\r\n[...]\r\n     The coming celebration in honor of Archbishop Kenrick's Golden Jubilee will be one of the most brilliant and impressive church celebrations which has ever occured in this country. [... über die Erzdiözese, das Leben und Wirken des Erzbischofs, die Planung des Festes (hohe Würdenträger, Zeremonien, Kinderempfang ...].\r\n                 THE CONCERT.\r\nSACRED MUSIC WILL BE RENDERED BY THE COMBINED CATHOLIC CHURCH CHOIRS.\r\n     On Tuesday evening, Dec. 1, the combined Catholic Church choirs will give a grand sacred concert in Music Hall. During the intervals, the laiety will present their respects and congratulations to the Most Rev. Archbishop. His Excellency the Governor of Missouri will address His Grace on behalf of the citizens of the State. The grand chorus of 400 voices will render the anthem \"Lord of Might,\" the first movement from the \"Gloria\" of Mozart's \"Twelfth Mass,\" and Bruckner's \"Te Deum.\" The concert, outside of its religious feature, will be one of the greatest musical events which has ever occurred in this city. The production of a work like the \"Te Deum\" in the manner proposed is an event of more than ordinary importance. Bruckner, as a musician, is one of the most pronounced types of the Neo-German school, of which the present work is typical. It was performed for the first time last winter before the Artist's Musical Convention at Berlin and merited for its author unstinted praise. The work is typical of the times, in fact it was from the spirit of the day, as he conceived it, that Bruckner drew the inspiration for his master work. He has shown striking originality, both in conception and methods of working out his ideas. The leading motive seems to be the triumphant song of a nineteenth century christian, who, though harrassed and surrounded with doubts, yet conquers and rises above them. This idea is worked out in a superb manner. In the opening strains of the fugue, \"in te sperari,\" [sic] the jarring note of dispair is discernible, but as the strain advances the melody grows strong, steady and sweet, the song of the soul with doubt at rest. Then in conclusion the triumphant cry of \"non confundas\" [sic]  rings out in a paroxysm of sustained harmony. The closing strain is a sublime expression of intense conviction.\r\n     The solo part in the production will be taken by Miss Adelaide Kalkman, soprano; Miss Teresa Finn, alto; Mr. Chas. Humphreys, tenor and Mr. Ed Dierkes, baritone. The Choral Symphony orchestra will accompany the choruses and Prof. Otten will direct the entire production.\" (°°°).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Cherubini, Bach/Esser, Berlioz und Beethoven (7. Sinfonie) (#)).\r\n   Möglicherweise in diesem Konzert (oder eher, am 8.11.1891?) lernte Bruckner Maria und Emma von Spaun kennen, die er (mit Hermann von Roner) zu sich einlud (noch vor dem 21.11.1891) (##).", "Letzte Änderung": "23.09.2024 12:52"}, {"ID": 189211155, "Datum": "15.11.1892, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Oddo Loidol:\r\n    Ist betrübt über die Nachricht, daß sich Loidols Befinden verschlechtert hat. Dankt für die Erledigung seiner [welcher?] Angelegenheit. Freut sich, von den Schülern einst den Hymnus [»Iam lucis orto sidere« WAB 18] hören zu können. Grüße an P. Georg Huemer (*).\nMax Graf gibt in der Musikalischen Rundschau Nr. 27 auf S. 226 einen Überblick über die kommende Saison, erwähnt das Konzert mit dem 150. Psalm [am 13.11.1892] und die geplante Aufführung der 8. Symphonie [am 18.12.1892]. Die Musik- und Theater-Ausstellung habe eine Trendwende (wieder zu mehr zeitgenössischen Werken) bewirkt (**).\r\n\"                 Wiener Concerte.\r\n     Bevor ich mein Amt als Musikreferent antrete, ist mir wohl das kleine Vergnügen erlaubt, den Astrologen zu spielen und der beginnenden Musiksaison das Horoskop zu stellen. [... noch unter dem Eindruck und Einfluss der Theater- und Musik-Ausstellung ...]. Nicht weniger wichtig erscheint uns aber der Umstand, dass der Versuch, moderne deutsche Musik öfter zu Gehör zu bringen, vollständig gelungen ist. Er hat nachgewirkt. Im Programme des ersten der – sonst stark conservativen –Gesellschaftsconcerte finden wir neben dem Es-dur-Clavierconcerte von Liszt zwei neue Werke von R. Strauss und Bruckner*) [Fußnote: \"*) Die eingehende Besprechung beider Werke, welche eine widerspruchsfreie warme Aufnahme fanden, müssen wir uns für die nächste Nummer vorbehalten.\"] – dies gibt der diesjährigen Concertsaison eine deutliche Prägung. Wenn sogar die philharmonischen Perückenmänner nach dem vorjährigen Misserfolge von Strauss' \"Don Juan\" ein dem Bewusstsein der Modeconcertbesucher noch mehr widersprechendes Werk \"Tod und Verklärung\", die 8. Symphonie von Bruckner und andere hochmoderne Werke ankündigen, so zeigen sich selbst hier, wo man es am wenigsten vermuthete, fruchtbare Nachwirkungen. Die Theater- und Musikausstellung hat auch zum ersten Male die häufige Aufführung von Werken Wiener Componisten (Bruckner, Brahms, Fuchs, Heuberger, Labor, Reinhold, Kauders u. A., darunter auch jüngerer, gebracht, welchen die diesjährigen Concertprogramme auch einen auffallend grösseren Platz anweisen als früher. [... über das erste Phiharmonische Konzert ...].        Max Graf.\" (**).\nAuf S. 230 informiert ein Inserat über die Druckausgaben des 150. Psalms und der 2. Symphonie:\r\n\"Novitäten von Anton Bruckner.\nDer 150. Psalm, Clavierauszug mit Text arr. von C. Hynais netto fl. 2.40, Singstimmen fl. 1.20; Partitur netto fl. 6.–, Orchesterstimmen netto fl. 6.–.\nZweite Symphonie C-moll. Clavierauszug zn [sic] vier Händen arr. von Josef Schalk fl. 7.20, Orchesterpartitur netto fl. 18.–, Orchesterstimmen netto fl. 18.–.\nGrosse in allen Fächern der Musik reich assortirte MUSIKALIEN-LEIH-ANSTALT. [...]\nLUDWIG DOBLINGER (Bernhard Herzmansky) [...].\" (***).\nKritik zur Aufführung des 150. Psalms [am 13.11.1892] in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 317 auf S. 4:\r\n\"         Konzerte.\r\n     Das heilige Wort: Sechs Tage sollst du deine Arbeit thun, am siebenten aber ist Ruhetag, gilt nicht für den Musikreferenten nach Ausbruch der Saison. Da ist kein Tag ohne Sang oder Klang und, erfreulich genug. hat Alles, was da Konzerte gibt, wenn auch nicht das Publikum, so doch ein Publikum. Unsere Musiker dürfen sich nicht beklagen.\r\n     Sonntag war Erstes Gesellschafts=Konzert mit überaus reichhaltigem, vornehmlich neuem Programm. Dieses bot ein kirchliches Chorwerk: die erste Aufführung von Bruckner's für die Eröffnung der Musikausstellung komponirten, jedoch nicht rechtzeitig fertig gewordenen 150. Psalm; [ ... Strauss, Mendelssohn (mit Frl. Standhartner), Schubert (\"nicht gut studirt\"), Liszt (mit Adele aus der Ohe)...]. Ein strenges Werk, das sich zum Schlusse durch die kühn geführten Sopranstimmen zu bedeutender Höhe hinanschwingt, ist Bruckner's neues Opus. Die begeisterte, wiederholte Aufforderung des Psalmisten: \"Lobet den Herrn,\" \"Lobet ihn,\" hat Bruckner mehr zur elegischen Bitte gemildert. Eine musikalische Textauslegung, über die sich streiten läßt. Sonst aber hat der Altmeister da wieder ein Werk geschaffen, das man schon beim ersten ANhören bewundern muß, das man bei näherer Vertrautheut mit demselben wohl auch lieben lernen wird. – [... \"Wanderers Sturmlied\" von Richard Strauss ...]. Wie in dem Bruckner'schen Werke ist auch hier der Schluß das Beste. Auf seraphischen Klängen schwebt der Wanderer dahin. Nur hätten wir diese Klänge noch zarter gewünscht, als sie Herr Gericke nehmen ließ. – In dem sprunghaften Konzerte von Liszt lernte man eine sehr musikalische, auch technisch hervorragende Pianistin kennen. Fräulein aus der Ohe erzielte einen glänzenden Erfolg, den weitaus stärksten des Tages.\r\n     Das Quartett Hellmesberger hat seinen Umzug vollzogen aus dem unfreundlichen kleinen Musikvereinssaal in den hell anmuthenden Bösendorfer=Saal. [... Signatur vermutlich auf Seite 5 (vermutlich Balduin Bricht) ...].\" (°).\nVon diesem Konzert berichtet auch die Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 24 auf S. 603:\r\n\"               Musikalische Chronik.\r\n     Die neue Konzertsaison ward durch eine Produktion der Philharmoniker eingeleitet, [... über dieses Konzert ...]\r\n     Einen merklichen Kontrast wies das Gesellschaftskonzert auf. Das Philharmonische hatte sich in dem seiner Bestimmung entsprechenden Rahmen gehalten, das Gesellschaftskonzert schien durch sein potpourriartiges Programm heraus zu fallen. [... \"zerstückter Gesammteindruck\" ... verblasste Schubert-Mumie besser schlafen lassen ...] Doch gehen wir über diese Lückenbüßer hinweg und halten wir uns an den vokalen Theil, vorerst an Bruckner's gewaltígen 150. Psalm (Partitur und Klavierauszug im Verlage von Ludwig Doblinger in Wien). Es liegt Hall in diesen markigen Tönen, die Großes, Gewichtiges, Majestätisches künden. Mag auch die Setzart den Ausführenden manche Schwierigkeit zu überwinden geben, es lohnt sich wahrlich der Mühe, sich damit abzuplagen. Der Singverein hat das redlich gethan. Die Darbietung war eine gelungene, die Wirkung überwältigend. Leider schien das Publikum die Schönheiten des erhabenen Werkes bei einmaligem Anhören nicht zu begreifen. Die hochinteressante Hervorbringung hätte unstreitig eine wärmere Aufnahme verdient, als sie ihr diesmal zutheil geworden. Gegen die eindringliche Wirkung von Bruckner's Psalm stand Richard Strauß' \"Wanderers Sturmlied\" arg im Rückstande. [... die anderen Werke ...]\r\n     [... über Kirchenmusik ...]\" [keine Signatur, vermutlich wie in den anderen Konzertberichten Max Dietz] (°°).\nIn der Konzertübersicht für Oktober in der \"Caecilia\" Nr. 22 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 183 (= S. 8) ist die Aufführung der 3. Symphonie am 13.10.1892 verzeichnet:\r\n\"            Programma's.\r\n[...]\r\n     Amsterdam. [...]\r\n     — Concerten in het Concertgebouw (W. Kes). — 13 Oct. — 1. Symphonie in d (opgedragen aan R. Wagner), Anton Bruckner. — 2. Vorspiel Lohengrin, Wagner; 3. Andante cantabile met variaties uit het Strijkkwartet (op. 18, no. 5), Beethoven; 4. Marche funèbre d'une marionette, Gounod; 5. Ouverture voor Racine's: Athalia, Mendelssohn.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "10.02.2025 13:55"}, {"ID": 189311155, "Datum": "15.11.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel in der »Lyra« auf S. 4 über Bruckners Vortrag zu Semesterbeginn an der Wiener Universität [23.10.1893? vgl. 5.11.1893] (*).\nDie Neue Freie Presse Nr. 10501 meldet auf S. 7, daß die vierhändige Klavierfassung der 1. Symphonie erschienen ist:\r\n\"     Neue Musikalien. (Bericht der k. und k. Hof=Musikalien=handlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus.) [... Schütt, Smetana ...] Bruckner, erste Symphonie, C-moll, vierhändig.\" (**).\nAufführung eines \"Ave Maria\" [für Solostimme, vermutlich also WAB 7?] im Hochamt anläßlich des Festes des Gesang- und Musikvereins Stockerau. Solist ist Max Riß. An diesem Fest nehmen außerdem teil: Prof. Wasserburger (Chormeister), Frl. Waltenburger, Louise Weiß, Adolf Groiß, und Anna Ziegler (Gesang) und Anton und Hermann Riß (Klavierbegleitung) und im Publikum (des Festcommerses) J. Brodschild (Obmann), J. Fuchs, Bürgermeister Schaumann, Ign. Weinek (Sparkassendirektor) und Turnvereinsmitglied Fröhlich (***).", "Letzte Änderung": "26.12.2024 12:18"}, {"ID": 189411155, "Datum": "15.11.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 22 bringt auf der Titelseite (S. 273) eine von Keller verfaßte Kritik eines Konzerts mit Werken von Hugo v. Steiner, welcher als Antipode Bruckners bezeichnet wird:\r\n\"        Concerte.\r\n     Die Concertsaison ist wieder angebrochen, alltäglich öffnen zwei oder auch sogar drei Concertsäle ihre Thüren, um das Publicum einzulassen. Bei der geradzu [sic] erstaunlichen Menge von Musik, die hier in Wien geboten wird, ist es nur zu wundern, daß sich doch immer eine genügende Anzahl von Menschen findet, welche die Concertsäle halbwegs füllen.[...] Das erste Concert, welches wir in dieser Saison besuchten, war das Compositions=Concert des Hofopernorchester=Mitgliedes Hugo v. Steiner. Wir möchten diesen Künstler, dessen Begabung in jeder Beziehung unleugbar ist, einen Antipoden des greisen Anton Bruckner nennen. Da wo dieser seine Melodien in das scheinbar Unendliche hinausspinnt und immer wieder neue Veränderungen ersinnt, ist jener schnell fertig und so haben wir ein von Frl. Adele Mandlick, Prof. Ferd. Hellmesberger und dem Componisten brillant gespieltes und melodienreiches Trio gehört, welches in seinen drei Sätzen kaum eine halbe Stunde dauert. [...].     Keller.\" (*).\nAuf Seite 284 informiert eine Anzeige des Verlages Doblinger über im Druck erschienene Bruckner-Werke:\r\n\"                 Soeben erschienen:\n                      Anton Bruckner.\r\n           Grosse Messe Nr. 3 in F-moll.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Josef Schalk netto fl. 7.20 | Orchester=Partitur netto fl. 21, Orchesterstimmen, netto fl. 21, Chorstimmen fl. 3.60.\nErste Aufführung im 1. Concert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien am 4. November.\n              Zweite Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arrangirt von Josef Schalk fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18     Orchesterstimmen netto fl. 18.\nI. Aufführung in einem der ersten philharmonischen Concerte.\r\n     Früher erschien von demselben Componisten:\n               Erste Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arrangirt  von Ferd. Löwe fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18.     Orchesterstimmen netto fl. 18.\n     Der 150. Psalm für Chor, Soli und Orchester.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Cyrill Hynais netto fl. 2.40\r\nPartitur netto fl. 6, Orchesterstimmen netto fl. 6, Singstimmen fl. 1.20\nHelgoland, Gedicht v. Dr. Aug. Silberstein, für Männerchor und Orchester.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Cyrill Hynais fl. 3. –\nOrchester=Partitur, Orchesterstimmen in Abschr., Chorstimmen fl. 1.44.\r\nVerlag von Ludwig Doblinger (B. Herzmansky),   [... Adresse etc. ...]\" (**).\nVon der Aufführung der f-Moll-Messe (am 4.11.1894) berichten\n»Die Lyra« XVIII, Nr. 4 (471), auf S. 45 [= S. 5], signiert \"S.\" [Carl Schön?] (***)\nund die Musikalische Rundschau Nr. 21 auf S. 152: \"Wiener Opern und Concerte. [...] Im ersten Gesellschaftsconcerte wurde Bruckner's F-moll-Messe als nachträgliche Feier seines 70. Geburtstages aufgeführt; das Werk steht vom Jahre 1893 her, da der Wagnerverein eine Aufführung desselben ermöglichte, in bester Erinnerung und fand die erwartete begeisterte Aufnahme. Chor und Orchester standen in ihren Leistungen hoch über dem Soloquartett. Herr Gericke leitete die Aufführung mit gewohnter Ruhe und Verläßlichkeit.\" (°).\n(***) Text der \"Lyra\":\r\n\"               Wiener Concerte.\r\n    (Erstes Gesellschafts=Concert). Anton Bruckner's 70. Geburtstag war die Veranlassung, daß die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem ersten Concerte die große Messe des Meisters zur Aufführung brachte, ein Werk von so großer Ausdehnung, daß demselben, wie es bei Beethovens Missa sollemnis [sic] und Bachs H-moll=Messe der Fall ist, die Räume der Kirche zu enge werden. Die Musikfreunde Wiens werden unserem vornehmsten Concertkörper für diese künstlerische That Dank wissen. Bruckners Messe ist eine bedeutende Erscheinung und verdient einen ständigen Platz in den Aufführungsprogrammen großer Concertvereine. Eine echt religiöse, weihevolle Stimmung durchweht das ganze Werk; es ist im wahrsten Sinne des Wortes kirchlich, wenn auch alle Errungenschaften Richard Wagners auf dem Theater in der Messe verwendet werden. Gleich der Anfang, das Kyrie in seiner gewählten, wahrhaft ursprünglichen Accordfolge versetzt den Hörer in die gehobenste Stimmung und wie herrlich erscheinen dieselben Harmoniefolgen (aber nach Dur versetzt) im Dena [sic]. Mit dem Eintritt der Solostimmen beginnt der Satz etwas unklarer zu werden, und erst der Schluß des Satzes vermag wieder voll zu befriedigen. Im Gloria fesselt das prachtvolle Fugenthema im Credo [sic], dessen Vertonung dem Worte des Meßtextes größtentheils, wenn auch nicht immer (z. B. wissen wir keine Begründung für Bruckners musikalischen Ausdruck bei den Worten: Cujus regni non erit finis) entspricht [sic] das schöne „Et incarnatus est”. Die schönsten Sätze sind das Benedictus und Agnus, wahre Perlen der Tonkunst, wie sie nur ein König in ihrem Reiche spenden kann. Die Aufführung war gut, seitens des Orchesters sehr gut; freilich wären den schwierigen Solis einige Sänger unserer Hofoper sehr zu statten gekommen. Bruckner war selbst anwesend und wurde nach Gebühr gefeiert. Man thut recht daran, an dem greisen Meister gutzumachen, was man Jahre lang an ihm gesündigt hat.     S.\" (***).\nIn einem ganz anderen Zusammenhang wird in der \"Lyra\" Bruckner auf Seite 6 (46) erwähnt:\r\n\"                                 Allerlei.\r\n     Musik und langes Leben. Dr. Walter Pegg schreibt, daß die Meinung, das Leben eines Künstlers, sei er Instrumentalist oder Vocalist, wäre voll von Gefahren für seine Gesundheit und sein Alter, nicht ganz zutreffend ist. Man kann sagen, daß eine gewisse physische Erschöpfung, welche eine größere Anstrengung des Geistes und Körpers ium Gefolge haben muß, besonders gefährlich ist für einen Künstler; aber Anstrengung brauche nicht Krankheit hervorzurufen. Componisten sind in der Regel merkwürdig gesund und langlebig gewesen. Händel war 74 Jahre alt, als er starb; Lalande war 76 Jahre, Bach 65, Scarlatti 66, Haydn 77, Palestrina 70, Spohr 75, Gluck 73, Paisiello 75, Cherubini 82, Beethoven 57, Rossini 78, Piccini 72, Auber 88, Gounod 76. Auch kann man A. Bruckner, Rob. Franz, Lachner, Rich. Wagner, Verdi und viele andere Componisten nennen, die sich bei hohem Alter noch an der Kunst erfreuten.\n     Die Claviersteuer. In Naumburg a. S. hat das Zählen der Claviere zum Zwecke der Gemeindebesteuerung 1160 Stück ergeben, die bei 10 Mark für das Stück eine Steuer von 11.600 Mark bringen werden. Die Einwohnerzahl von Naumburg beträgt 19.793. Auch die Stadt Köln Erfurt u. s. w. soll die Einführung einer Claviersteuer beschlossen haben.\" (***a).\nAufführung von August Scharrers \"Hymne\" [\"Hymne an die Nacht\"] (für Chor, Baritonsolo und Orchesterbegleitung) durch den Wiener Chorverein unter Franz Höllrigl in einem geistlichen Konzert in der evangelischen Kirche in Gumpendorf (°°).\r\nWährend seines dadurch veranlassten Wien-Aufenthaltes besucht Scharrer Bruckner in der Heßgasse. Bruckner arbeitet am Adagio der 9. Symphonie. Zwar habe er zum Finale Skizzen angefertigt, doch glaube er nicht es mehr vollenden zu können - man solle das \"Te deum\" als Schlußsatz nehmen [vgl. 20.2.1923], im Kopf habe er schon eine Überleitungsmusik entworfen. In der abendlichen Runde mit Wiener Musikergrößen regt Scharrer an, der schlechten Wohnungssituation Bruckners abzuhelfen[siehe die Anmerkung] (°°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:11"}, {"ID": 189511155, "Datum": "15.11.1895, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung des heutigen Konzerts und der 8. Symphonie am 18.12.1895 in den Dresdner Nachrichten Nr. 318 auf S. 3:\n\"     † Im heutigen zweiten Sinfonie=Concert der Königl. Kapelle (Serie A) gelangen zur Aufführung: Ouverture zu \"Iphigenia in Aulis\" von Gluck mit hinzugefügtem Schluß von Richard Wagner; Romantische Sinfonie (Nr. 4, Es-dur) von Anton Bruckner (zum ersten Male); Ouverture \"Namensfeier\" von Beethoven; Sinfonie ( ) von Mozart.\n     † Herr Eugen d'Albert weilt seit einigen Tagen in Dresden, um die Proben seiner Oper \"Ghismonda\" zu leiten, die Ende dieses Monats im Königl. Hofopernhause in Scene gehen wird.\n     † Die dieswinterlichen Nicodé=Concerte, deren Zahl von vier auf sechs erhöht ist, finden im Saale des Gewerbehauses an folgenden Tagen statt: am 27. November, 18. Dezember, 29. Januar, [... Termine, Solisten ...]. Die Orchesterprogramme, für deren Ausführung wiederum das Chemnitzer Stadtorchester gewonnen wurde, weisen als Neuheiten für Dresden auf: die Sinfonien von Bruckner (C-moll, Nr. 8), Nielsen (G-moll) und Liszt (Dante); [... weitere Werke ...].\" (*).\n \nInserat auf Seite 6:\r\n\" K. Hoftheater, Altstadt.\n              Serie A.\n Zweites Sinfonie=Concert\n                  der\n Königl. musikal. Kapelle.\n             Programm.\n1. [... Gluck/Wagner ...]\n2. Sinfonie Nr. 4, Es-dur (romantische) von Anton Bruckner. (Zum !. Male)\n3. [... Beethoven, 4. Mozart ...]\nAnfang 7 Uhr.  Ende gegen 9 Uhr.\n[...]\" (**).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch die königliche musikalische Kapelle unter Adolf Hagen in einem Nicodé-Konzert (2. Sinfonie-Concert der Serie A.) in Dresden.\nEs erklingen außerdem Werke von Beethoven, C. W. Gluck und Mozart. Die öffentliche Generalprobe hatte um 10 Uhr stattgefunden (***).", "Letzte Änderung": "30.07.2023 15:45"}, {"ID": 189611155, "Datum": "15.11.1896, Sonntag", "Haupttext": "In der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung IX, Nr. 6 bespricht B. Lvovsky auf S. 5 die Aufführung der 7. Symphonie am 8.11.1896\r\n\"                         Wiener Concerte.\n     Eines der ersten Concerte der Saison wurde am 3. d. M. im Bösendorfer-Saale von dem tastengewaltigen Clavierheros August Stradal gegeben. [... indisponiert, musste abbrechen ... andere Konzerte ...]\n[...]\r\n     Das erste philharmonische Concert dieser Saison, welches am 8. d. M. stattfand, brachte eine Gedächtnissfeier für den vor Kurzem verschiedenen grossen Meister Anton Bruckner, eine Gedächtnissfeier, wie sie grossartiger und ergreifender selten für einen Componisten abgehalten werden kann: Es wurde die Siebente Symphonie gespielt, und war die Wahl schon darum eine gerechtfertigte, weil insbesondere der zweite Satz dieses Riesenwerkes, die hehre Trauermusik, so recht für diese Gelegenheit geeignet erscheinen mochte. Es ist wohl an dieser Stelle nicht nöthig, auf das Werk selbst näher einzugehen; ist dies doch in diesen Blättern schon des Oefteren geschehen. Gerade aber diese Symphonie kann, was Erfindung, thematischen Aufbau und contrapunktische Combinationen anbelangt, so recht die Angriffe der Gegner ad absurdum führen; unwillkürlich drängt sich mir die Ueberzeugung auf, dass die gestrengen Kritiker, die gar so sehr gegen Bruckner donnern, sich nie die Mühe gegeben haben, auch nur eines der Werke ernstlich aus der Partitur zu studieren. Unser verehrter Mitarbeiter, Hr. Dr. Th. Helm, beleuchtet dies übrigens treffend an anderer Stelle dieser und der vorhergehenden Nummer. Die bewussten Herren sprechen auch davon, dass Bruckner stets neue Motive bringt und ihm angeblich die Fähigkeit abgeht, derart thematisch und contrapunktisch zu arbeiten wie - - doch: nomina sunt odiosa! Auf diese Kritiker passt wirklich das Bibelwort: Sie haben Ohren und hören nicht u. s. w. Sind doch die meisten Themen, welche fälschlich als ganz neue Gedanken angesehen werden, aus den Hauptmotiven durch die sinnreichsten rhythmischen Veränderungen, contrapunktischen Combinationen und thematisches Weiterspinnen gebildet worden. Die vielfachen neuartigen Gebilde bedingen auch eine grössere Ausdehnung der einzelnen Sätze; Durchführungssätze und Episoden (letztere aber stets organisch aus dem Ganzen herausgewachsen) von solch' colossalen Dimensionen lassen sich nicht in den Rahmen der bisherigen Formen zusammendrängen. Bei der diesmaligen Aufführung fand die Symphonie, von unseren Philharmonikern ganz unvergleichlich gespielt, eine enthusiastische Aufnahme; insbesondere das Adagio mit dem hinreissend schönen Seitensatze und das echt Bruckner'sche Scherzo zündeten förmlich. Hof-Capellmeister Hans Richter musste einer ganzen Reihe von Hervorrufen Folge leisten. Trotz der geradezu idealen Ausführung der Symphonie drängte sich mir die Frage auf, ob nicht der schon erwähnte Seitensatz des Adagio, um eine Kleinigkeit langsamer gespielt, noch an eindringlicher Kraft gewinnen würde? [... kurz über die anderen Werke ...] Der Besuch des Concertes war derart massenhaft, dass die Cassen vor Beginn desselben geschlossen werden mussten.\r\n     [... über das Konzert des Duesberg-Quartetts ...]\r\n                                                    B. Lvovský.\"  (*a). \nIm selben Heft auf Seite 6f der 2. Teil des Aufsatzes von Theodor Helm (»Anton Bruckner als Tondichter«) (Fortsetzung aus Nr. 5 vom 1.11.1896)\r\n\"             Anton Bruckner als Tondichter.\r\n                    Von Dr. Theodor Helm.\r\n                                   II.\r\n                            (Schluss.)\r\n    Aber nicht blos die scharf gezeichneten Hauptmotive und diesen häufig nachgeschickten grandiosen zweiten Hauptgedanken heben sich in den ersten Symphoniesätzen Bruckner's mit plastischer Deutlichkeit hervor, sondern auch die Themen, welche die sogenannte Gesangsgruppe bilden, und die Schlusssätze, um hier die wohl am meisten eingebürgerte A. B. Marx'sche Bezeichnung festzuhalten. [... über die Ausweitung der klassischen Symphonieform ... über die Bedeutung der Adagio-Sätze, die Eingängigkeit der Scherzi, die Schwerfasslichkeit der oft improvisiert wirkenden Finale, die Großartigkeit der Finalschlüsse ... über das \"Spezifisch-Brucknersche\" ...]\r\n     Die individuelle Schönheit einer Bruckner'schen Melodie, ihre ganz eigenartige edle Stimmung, Erhabenheit oder auch naive Innigkeit lässt sich freilich nicht beweisen, ebensowenig wie die Herrlichkeiten Beethoven'scher Melodien. Der Eine fühlt dadurch die tiefsten Regungen seines Herzens geweckt, der Andere bleibt beim Anhören kalt. Da ich selbst so oft den Zauber Bruckner'scher Musik bis in's Innerste empfunden, kann ich nur Jene aufrichtig bedauern, die von diesem beglückendem [sic] Zauber völlig unberührt blieben. Sie bekehren zu wollen, fällt mir nicht ein, nur mögen jene Herren auch uns - ich rede hier wieder im Namen aller Bruckner-Verehrer! - den Glauben an den geliebten Meister lassen und sich nicht hochmüthig auf die „besser Berathenen” hinausspielen.\" (*b).\nBesprechung der 7. Symphonie [am 8.11.1896] durch Schönaich in der Neuen musikalischen Presse Nr. 46 auf S. 6:\r\n\"                        Concerte.\r\n                  Wien, 14. November 1896.\r\n     Der grosse Gesammtkünstler, unser philharmonisches Orchester begann am Sonntag den Reigen der in erster Linie ernst zu nehmenden Concerte [.... Beethoven, Volkmann  (\"überflüssige Musik\") ...]. Es sagt uns nichts, was wir nicht schon wüssten, und Vieles, das wir nicht mehr glauben. Das Hauptinteresse wandte sich der siebenten Symphonie des kürzlich verstorbenen Meisters Bruckner zu. Alle unbedingten und auch solche Verehrer des Meisters, welche der Meinung sind, dass der geniale Inhalt der Bruckner'schen Werke die problematischen Stellen weitaus überwiege, waren gespannt darauf, die Wirkung der Symphonie, die nun für sich allein zu sprechen hat, zu beobachten und an sich zu erfahren. Die E-dur Symphonie gehört zweifellos zu den reifsten Werken des Componisten. Eine mächtige Musiksprache tönt aus ihr, die begeistert, fortreisst und niederzwingt. In der That zeigte sich auch jener werthvolle Theil der Hörerschaft im höchsten Grade ergriffen, der nicht nur der Mode wegen die philharmonischen Concerte besucht oder sich aus principieller Voreingenommenheit dem Tondichter verschliesst. Die wiederholte Aufführung zeigte, dass Bruckner's Werk – vielleicht mit Ausnahme des ersten Satzes – keineswegs zu lang sei, dass der Zuhörer bei näherer Kenntnis seiner complicirten Anlage der Entwivcklung mit ungewöhnlkicher Spannung zu folgen vermöge. Edler uns [sic] grösser empfundene Symphoniesätze wie das Cis moll Adagio, gedrängtere und dabei so überquellendes Lebensgefühl ausströmende, wie das Scherzo, sind wenige geschrieben worden. Der grösste Theil des Publicums gab sich dem grossen Eindrucke des Werkes mit voller Seele hin und bereitete ihm einen enthusiastischen Erfolg. Die Aufführung unter Hans Richter's Leitung war eine durchwegs vortreffliche und trug dem genialen, um die Anerkennung der Werke Bruckner's hochverdiensten Dirigenten den allerwärmsten Dank ein.\r\n     Das musikalische Ereignis der Woche war die erste Vorführung der \"Vier ernsten Gesänge\" von Johannes Brahms am Liederabende Anton Sistermans im Bösendorfer Saale. [... über weitere Konzerte ...].     G. S.\" (**a).\nAuf derselben Seite ist zuvor das Leipziger Konzert mit dem Adagio der 7. Symphonie [am 22.10.1896] verzeichnet, signiert \"Lz.\" [?]:\r\n\"[...] – Da ich verhindert war, dem 2. Gewandhausconcerte beizuwohnen und ich Ihnen daher über dasselbe nicht referiren konnte, so möchte ich doch wenigstens, der Vollständigkeit halber, Ihnen nachträglich das Programm dieses Concertes mittheilen. Zur Aufführung gelangten die Faustsymphonie von Franz Liszt, das Adagio aus der Symphonie Nr 7 in E-dur von Anton Bruckner, die Serenade für Streichorchester Nr. 3 in D-moll von R. Volkmann (Violoncell-Solo: Jul. Klengel) un ddie Ouverture zu \"Freischütz\" von Weber.          Lz.\" [Signatur in der Kopie nicht eindeutig zu lesen] (**b).\nAuf S. 7 Ankündigung der d-Moll-Messe für den 17.1.1897:\r\n\"     *  Die Gesellschaft der Musikfreunde gedenkt zum Gedächtnisse ihres dahingeschiedenen Ehrenmitgliedes Anton Bruckner, dessen Messe in D-moll in das Programm des zweiten Gesellschafts-Concertes am 17. Jänner 1897 aufzunehmen. Es würde dies die erste Concertaufführung des Werkes sein.\" (**c).\nBesprechung der Aufführung der 4. Symphonie am 8.11.1896 in Olmütz auf S. 8:\r\n\"     *  Das am 8. d. M. unter Leitung des Musikdirectors Herrn Wladimir Labler abgehaltene 174. Concert des Musikvereines in Olmütz brachte in sorgfältiger Ausführung A. Bruckner's 4. (romantische) Symphonie, sowie [... Grieg, Mendelssohn ...].\" (**d).\nAuf S. 8 Auflistung von Trauerkundgebungen und »In-memoriam«-Aufführungen (Übernahme von der »Deutschen Wacht«), darunter eine Akademische Trauerfeier in Prag und eine Aufführung des »Te Deum« in Warnsdorf erwähnt:\r\n\"     *  Die \"Deutsche Wacht\" in Dresden bringt eine interessante Zusammenstellung aller stattgefundenen oder in Aussicht stehenden Trauerkundgebungen und Concert-Aufführungen Bruckner'scher Werke in memoriam des verstorbenen Meisters. Diese Aufzählung umfasst folgende Veranstaltungen: Bruckner-Trauercommers des Akademischen Gesangvereines in Wien. Akademische Trauerfeier in Prag. Aufführung der Romantischen Symphonie im Lisztvereine zu Leipzig, in der Museums-Gesellschaft zu Franfurt [sic] a. M. und in der Philharmonischen Gesellschaft zu Laibach. Aufführung der Symphonie in E-dur in der Musikalischen Akademie zu München, Aufführung der Symphonie Nr. 7 in E-dur im Philharmonischen Concerte in Wien. Aufführung des Requiem in A-moll [sic] In der Kirche am Hof in Wien. Aufführung des Quintettes in F-dur im Kammermusik-Vereine in Brünn. Aufführung des Te Deums beim Gründungsfeste des Männergesangs-Vereines in Warnsdorf. Wir ergänzen dieses Verzeichniss durch die Aufführung der romantischen Symphonie im Musikvereine zu Olmütz.\" (**e).\n Auf S. 10 wird gemeldet, daß in Steyr die Errichtung eines Glasgemäldefensters in der Stadtpfarrkirche geplant sei und daß die Leo-Gesellschaft die Errichtung eines Bruckner-Denkmals beabsichtige [9.11.1896]:\r\n\"               Vermischtes.\r\n[...]\r\n     *  In Stadt Steyr wird zur Ehrung des Andenkens Anton Bruckner's die Errichtung eines Bruckners-Glasgemälde-Fensters [sic] an der Südseite des [sic] Stadtpfarrkirche bei der Orgel geplant.\r\n     *  Die Section für Kunst und Literatur der Leo-Gesellschaft hat in der Sitzung vom 9. d. M. beschlossen, das Andenken Bruckner's durch Errichtung eines Denkmals zu ehren.\" (**f).\nArtikel mit einer Mitteilung aus Hörsching an die Linzer Tages-Post auf S. 11:\r\n\"     * Der \"Linzer Tagespost\" wird aus Hörsching mitgetheilt: \"In der Zeit von 1835 bis 1837 hielt sich Anton Bruckner als Knabe von zehn bis zwölf Jahren bei seinem Taufpathen und Vetter, Herrn Joh. Weiss, damaligen Schulleiter und Organisten in Hörsching, auf. Wie sich die ält6esten Leute hier noch ganz gut zu erinnern wissen, war Bruckenr stets der Liebling seines Vetters. Anton Bruckner genoss auch hier von Johann Weiss den ersten Unterricht im Orgelspiel, wie wieder die Aeltesten unserer Gemeinde zu erzählern wissen. Eine maassgebende Persönlichkeit von hier erbat sich zur Vergewisserung dieser Erzählung erst unlängst von Dr. Anton Bruckner schriftliche Auskunft, welche auch sogleich, von Anton Bruckner selbst unterschrieben, zurückkam [10.12.1895 an Ernst Lanninger] und obige Thatsache bestätigte.\" \" (**g).\nDie Wiener Aufführung der 7. Symphonie [am 8.11.1896] wird auch besprochen\n\r\nin der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 22 auf S. 279:\r\n\"     Herr Hans Richter, allzeit ein eifriger Verehrer und Förderer der Bruckner'schen Musik, halte die schöne Pietät, den Manen des verstorbenen Meisters gleich im ersten philharmonischen Concert, das am 8. d. M. stattfand, eine Huldigung darzubringen, indem er mit seiner künstlerischen Eliteschaar Bruckner's siebente Symphonie in F-dur (dem Könige Ludwig II. von Bayern gewidmet) aufführte, deren herrliches Hauptthema aus dem Adagio gelegentlich der Einsegnung der Leiche des Componisten in der Carlskirche gespielt wurde. Das große Werk, dessen Ausführung fast eine Stunde in Anspruch nahm, ist hier bereits mehrfach gehört worden, zum erstenmal spielten es die Philharmoniker im März 1886 und dann in einem Concert des Wagnervereines im Februar 1889, beidemal unter Hans Richter, und hat diese Symphonie am meisten zur Popularisirung der Muse Bruckner's beigetragen. Der erste Allegrosatz mit seinen kraftvollen drei Hauptthemen und dem grandiosen Schluß auf dem E-Orgelpunkt, das feierliche Adagio in Cis-moll mit dem düsteren Gesangsthema der Streicher, eine Trauermusik von ergreifender Gewalt, das heroisch anstürmende Hauptthema des Scherzo, das von einer Choralmelodie der Streicher beherrschte Finale, das wieder im mächtigen Orgelpunkt auf E sein Ende gewinnt – diese vier Sätze geben ein organisches Ganze, das in seiner gedanklichen Mächtigkeit und seinem instrumentalen Glanze sich dem Würdigsten anschließt, was wir an symphonischer Musik besitzen. Der ausverkaufte Saal nahm das geniale Werk, das die Philharmoniker geradezu hinreißend ausführten, mit Jubel auf, für den Herr Richter nicht genug danken konnte. Leider mußte man vergebens nach der letzten rechtsseitigen Loge blicken, aus der sonst der liebe, alte Meister strahlend vor Glück auf dem Podium erschien. Mögen sein Name und seine Schöpfungen nie von den Programmen der Philharmoniker verschwinden! So lange unser genialer Hans Richter dort leitender Herrscher ist, wird das auch nie geschehen. Den Beginn des Concertes machte Beethoven's Ouvertüre „Zur Weihe des Hauses\", der sich noch Volkmann's lieblich=originelle Serenade Nr. 3 in D-moll für Streichorchester anschloß, in der Herr Hummer das slavisch=melancholische Cellosolo mit der ganzen Seele seines Tones spielte.\r\n     [... Signatur am Ende der ganzen Kolumne:]       O. v. Kapff.\" (***)\n\r\nund in der »Lyra« XX, Nr. 4 (519) auf S. 6 [= S. 44] (°).\r\n\"                      Wiener Concerte.\r\n    Eröffnungs-Concerte. [...] Am 8./11. begannen die Wiener Philharmoniker im großen Musikvereinssaale den Reigen ihrer ausgezeichneten Aufführungen. Das erste diesjährige philharmonische Concert konnte als Trauerfeier für den kürzlich der Welt entrissenen großen Symphoniker Anton Bruckner gelten, dessen E-dur=Symphonie die Vortragsordnung beherrschte. Wir haben wiederholt in diesen Blättern über das bedeutende Werk gesprochen, dessen thematischer Gehalt den Vergleich mit den größten Werken der Musik nicht zu scheuen hat und dessen Klangschönheit eine berauschende ist. Den stärksten Eindruck machte wieder das Cis-moll Adagio, das eine Steigerung aufweist, wie sie bisher in der Symphonie wohl noch nicht dagewesen ist; diesem zunächst der vierte, ein für Bruckner überraschend knapp gehaltener Satz, während der erste Satz seitens des Hörers einer gründlichen Vorbereitung bedürfte, sollte dieser den weit verzweigten Durchführungen bis zu Ende folgen können. Beim bloßen Hören im Concertsaale kann man kaum dem Musiker, geschweige denn dem Laien diese Geistesthätigkeit zumuthen! Hingegen ist das Scherzo klar und durchsichtig und sofort zu fassen. Die Zuhörerschaft merkte mit der dem Werke gebührenden Aufmerksamkeit auf und bereitete demselben einen bedeutenden Erfolg. [... kurz über die restlichen Programmnummern ...]\" [keine Signatur] (°).\nAuf Seite 8 (46) ein Bericht über einen Gedenkgottesdienst in Troppau am 23.10.1896:\r\n\"Die Feier des 50jähr. Bestandes des Troppauer Männergesangvereines.\r\n     Der Troppauer Männergesangverein hatte ursprünglich beschlossen, im Jahre 1896 der vor 50 Jahren erfolgten Gründung des Vereines nur in Form eines bescheidenen Familienfestes zu gedenken [... nun aber in größerem Umfang ...]. Zur Vorfeier wurde Freitag, den 23. October als dem eigentlichen Gründungstage in der Pfarrkirche zum heiligen Geist für die verstorbenen Ehren=Mitglieder und dahingeschiedenen ausübenden Mitglieder ein Trauer=Gottesdienst abgehalten, wobei das \"Requiem\" von C. Sayler mit der Orgelbegleitung des V. M. Franz Richta zum Vortrage kam. Diese Trauerkundgebung galt auch dem Andenken des leider kurz vor dem Feste verstorbenen hochgeschätzten Ehrenmitgliedes Dr. Anton Bruckner, dessen Ableben die Vereinsmitglieder mit tiefer Trauer erfüllte. [... Verlauf des Festes am 24.10.1896 und 25.10.1896 ( mit den Namen der Anwesenden und der Werke etc.) ...].\" [keine Signatur] (°a).\n»Die Lyra« berichtet außerdem auf Seite 9 [= S. 47] vom Trauercommers am 28.10.1896:\r\n\"                   Wiener Vereins=Chronik.\r\n    Akademischer Gesangverein. Anläßlich des Ablebens Anton Bruckner's veranstaltete der Verein am 28./10. im Ronachersaale einen Trauer=Commers. [... über die Eröffnungskneipe ...]\" (°°).\nVon der Sitzung der Leo-Gesellschaft am 9.11.1896 und der Planung eines Denkmals berichten auch\ndas Grazer Volksblatt Nr. 263 auf S. 7:\r\n\"     * (Bruckner=Denkmal.) Die 'Corr. Wilhelm' meldet: Die Section für Kunst und Literatur der Leo=Gesellschaft hat in der Sitzung vom 9. d. M. beschlossen, das Andenken des großen Tonkünstlers Anton Bruckner durch ein des Meisters und der Stadt Wien würdiges Denkmal zu ehren. Das Comité derselben hat die Vertretung dieser Angelegenheit sowohl beim Directorium der Leo=Gesellschaft als auch nach außen hin übernommen.\" (°°°),\ndie Ostdeutsche Rundschau Nr. 315 auf S. 5:\r\n\"     Bruckner-Denkmal. Die Sektion für Kunst und Literatur der Leogesellschaft hat in der Sitzung vom 9. November l. J. beschlossen, das Andenken des großen Tonkünstlers Anton Bruckner durch ein des Meisters und der Stadt Wien würdiges Denkmal zu ehren. Das Komité derselben hat die Vertretung dieser Angelegenheit sowohl beim Direktorium der Leogesellschaft als auch nach Außen hin übernommen.\" (#)\nund das Neuigkeits-Weltblatt Nr. 264 auf S. 5:\r\n\"     Denkmale für Dr. Anton Bruckner. Die verdienstvolle \"Leo=Gesellschaft\" plant die Ausführung eines Denkmals  für den dahingegangenen großen Tonmeister Bruckner. Auch wird aus Steyr gemeldet: Verehrer Bruckner's haben beschlossen, die Errichtung eines großen Glasgemäldefensters in der Steyrer Stadtpfarrkirche mit einer Widmung für den verblichenen Meister anzustreben und es werden zu den auf einige Tausend Gulden angeschlagenen Kosten derzeit schon Sammlungen eingeleitet. Stadtpfarrer Strobl hat sich bereit erklärt, die Sache zu unterstützen und Bürgermeister Johann Redl von Steyr bildet ein eigenes Komité zur Förderung der Errichtung dieses Bruckner=Denkmales.\" (##).\nDas Österreichische Litteraturblatt Nr. 22 bringt auf S. 702 in einer Zeitschriftenschau einen Hinweis auf die Illustrierte Zeitung (Leipzig) Nr. 2782 [vom 24.10.1896, vermutlich Bernhard Vogel], in deren Inhaltsangabe Bruckner erwähnt wird:\r\n\"Illustrierte Zeitg. (Lpz., Weber.) Nr. 2781, 2782.     (2781.) [... elf Titel ...]. – (2782.) [... sieben Titel ...]. – A. Bruckner. – Aus d. Mus. f. Völkerkunde in Lpz.\" (###).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 2827 erwähnt auf S. 8 Tilgners Bruckner-Büste [IKO 55]:\r\n\"                        Ausstellung im Künstlerhause.\r\n                                                I.\nTilgner-Ausstellung. Endlich wieder einmal ein Historiengemälde. Brozik.\r\n     Wenige Monde erst sind verflosssen, als sie ihn zur ewigen Ruhe betteten, den das unerbittliche Schicksal knapp an der Schwelle neuen Ruhmes zwang, dies Erdenthal zu verlassen. Noch ist die Wunde nicht verharscht, die uns Victor Tilgner's Tod geschlagen hat und jetzt droht sie neu aufzubrechen, da wir vor einer so reichen Zahl seiner herrlichen Werke stehen, welche uns erst voll und ganz ermessen lassen, was wir an ihm für immer verloren haben. [...] Da stehen wir vor seinen Porträtbüsten und bestaunen die hohe Meisterschaft, welche dem todten Materiale solches Leben zu geben vermochte. Unbestritten ist es, daß Tilgner in dieser Art das Höchste erreichte, was bisher überhaupt in der Plastik erreicht wurde. Zwei Büsten zeigen uns am deutlichsten den Werdegang des Meisters. [... Büste einer Dame, Nr. 61, Tilgners erstes Marmorwerk, kalte Arbeit, streng klassisch ...], daß man sich dafür kaum erwärmen kann.\r\n     Wendet man nun den Blick zur nebenstehenden Büste (62), so prallt man förmlich zurück vor dieser verblüffenden Lebenstreue und kühnen Behandlung des Ganzen. Es ist die Büste unseres kürzlich heimgegangenen großen Symphonikers Anton Bruckner. Eine der besten Schöpfungen Tilgner's. So kann man dann von Büste zu Büste schreiten, überall offenbart sich die bewundernswerthe Wiedergabe der Natur und die dem Künstler so eigene malerische Bearbeitung der verschiedenen Materiale. [... zu den anderen Tilgner-Büsten ...]\r\n     [... über V. Broziks Historiengemälde \"Tu felix Austria nube\" ...].\r\n                                                 Carl Schreder.\" (a).\nThe Inter Ocean Nr. 236 (Chicago) meldet auf S. 41 in der 6. Spalte über die Leichenfeier am 14.10.1896:\r\n\"                 MUSICAL MELANGE.\r\n     Lily Post is singing at the Tivoli in San Francisco.\r\n     The middle C is the note most frequently used in music.\r\n[...]\r\n     Anton Bruckner had a most imposing funeral at the expense of the City of Vienna.\r\n     In Italy there are more theaters in proportion to population than in any other country.\r\n     Frau Amalie Materna has bought an estate at Gratz, in Australia [sic], where she intends to live.\r\n     [...].\" (b).", "Letzte Änderung": "02.05.2026 08:28"}, {"ID": 189711155, "Datum": "15.11.1897, Montag", "Haupttext": "Aufführung des \"Tantum ergo\" in C (WAB 41) unter F. J. Bigler in der Pfarrkirche zu St. Othmar unter der Weißgärbern.", "Letzte Änderung": "31.08.2026 17:32"}, {"ID": 189811155, "Datum": "15.11.1898, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des \"Locus iste\" in der Wiener Josefskapelle (*).\nDie Zeitschrift \"Lyra\" erwähnt Bruckners f-Moll-Messe auf S. 42(4) in Alfred Schnerichs Artikel \"Über katholische Kirchenmusik mit besonderer Berücksichtigung von Österreich-Ungarn\" erwähnt (**),\r\nschreibt auf S. 44(6) über das Wiener Bruckner-Denkmal (***)\r\nund bringt auf S. 47(9) eine Kritik über den Chor \"Gothentreue\" von Hans Wagner, in der ebenfalls Bruckner erwähnt wird (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189911155, "Datum": "15.11.1899, Mittwoch", "Haupttext": "In der \"Lyra\" erscheint auf S. 43 ein Artikel über die Enthüllung des Bruckner-Denkmals [am 25.10.1899] (*).\nDieses Ereignis wird auch in Theodor Helms \"Wiener Musikbrief\" im Pester Lloyd Nr. 276 erwähnt (**).\nBrief von Gustav Kühl an Richard Batka:\r\n            \"Steglitz bBerlin, 15.11.99.\r\n                      Schützenstr. 19 I\r\nGeehrtester Herr Dr Batka,\r\n          Mit der Streichung der Personennamen bin ich selbstverständlich einverstanden.\r\n     Auch mit etwaigen Ummodelungen: wenn auch nicht grade gern. Ich glaube nicht, daß man denen die Wolf oder irgend eine neue Kunstgröße nicht \"auf Anhieb\" verstehen, \"Oberflächlichkeit\"  vorwerfen kann. Im Gegenteil: die Leute sind zu \"gründlich\". Sie sind mit der historischen Tradition so beladen, daß sie sich immer gleich bemühen müssen, das Neuerfahrene irgendwie mit dem ihnen Bekannten in Beziehung zu setzen [...] Kurz, es ist schwer, und je älter wir werden, desto schwerer wird es uns, aus unserer Sphäre herauszukommen. Man sieht den Wald vor Bäumen nicht. Man weiß nichts damit anzufangen. Als ich vor etwas 4 oder 5 Jahren in München von Stradal zum ersten Male einen Satz Bruckner spielen hörte (auf dem Klavier), hatte ich die dumpfe Empfindung von etwas wüst, schlummerhaft Stagnierenden, von unterirdischen Tempeln, die nur im Traume existieren, die man sieht ohne an ihre Götter zu glauben. Kurz, ich zog die Schultern hoch u. begriff's nicht; vielleicht auch, dass ich durch Bülows bedauerliches Urteil etwas voreingenommen war. Das war damals; und als ich 2 Jahre später selbst mich vor die \"Romantische\" setzte, bin ich mit meinem Flügel in die Wolken getragen ohne es zu merken [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 12:53"}, {"ID": 190111155, "Datum": "15.11.1901, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter M. Spörr in Graz. Paula Rotter [Paula Peters] besucht dieses Konzert (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190211155, "Datum": "15.11.1902, Samstag", "Haupttext": "Im Brünner Tagesboten Nr. 534 (Morgenblatt) macht ein Inserat auf S. 4 auf das heutige Konzert aufmerksam (*).\n \nIn Nr. 535 (Abendblatt) wird von der gestrigen Ehrung Kitzlers bei der Generalprobe berichtet:\n     \"Ehrung für Direktor Kitzler. Herr Direktor Kitzler wohnte gestern der Generalprobe der Brünner Philharmoniker bei. Nach dem ersten Satze der dritten Brucknerschen Symphonie stellte der Dirigent der Philharmoniker, Herr Aug. Veit, dem Orchester Herrn Dir. Kitzler als Lehrer Bruckners vor. Die Mitwirkenden erhoben sich von den Sitzen und gaben durch lebhaften Beifall ihre Freude hierüber kund.\" (**).\n \nAufführung der 3. Symphonie durch die Brünner Philharmoniker unter August Veit im Großen Festsaal des Deutschen Hauses in Brünn (***).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 10:00"}, {"ID": 190311155, "Datum": "15.11.1903, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Adagios des Quintetts in einem von Otto Burckert veranstalteten Orgelkonzert im Deutschen Haus in Brünn. \n\nMitwirkende: Olga Fischböck, Angela Vallazza, Rudolf Nowotny, Julius Dworzak und Ignaz Mraczek.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190411155, "Datum": "15.11.1904, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die Konsertföreningen unter Tor Aulin [in Stockholm] (*).\nAnkündigung des Konzerts vom 20.11.1904 (mit der 5. Symphonie) im Deutschen Volksblatt Nr. 5700 auf S. 10 (**).", "Letzte Änderung": "17.02.2025 12:45"}, {"ID": 190511155, "Datum": "15.11.1905, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe unter Carl Luze in der Wiener Hofkapelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190611155, "Datum": "15.11.1906, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Nikisch im 6. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (erstmals dort) (*)\nNikisch bittet vor dem Adagio das Publikum um mehr Ruhe (kein Hantieren mit den Operngläsern) (*a).\n\r\nArtikel von Max Auer \"Neuere Musikliteratur\" (Besprechung des Buches von R. Louis) in der Linzer Tages-Post Nr. 261 auf S. 1f (**).", "Letzte Änderung": "19.04.2023 08:07"}, {"ID": 190711155, "Datum": "15.11.1907, Freitag", "Haupttext": "Arthur Neißer berichtet in der Allgemeinen Musikzeitung von der Aufführung der 5. Symphonie unter Westarp [am 1.10.1907 oder 15.10.1907] (*).\n \nDie 9. Symphonie [Aufführung am 7.11.1907] wird kurz erwähnt in The Asheville Citizen-Times Nr. 314 auf S. 5:\n\"THE BOSTON SYMPHONY EN TOUR\n     The Boston Symphony Orchestra is this week making the first of its five trips to New York, Philadelphia, Baltimore, Washington and Brooklyn. At none of its concerts is there a soloist. The four symphonies chosen by Dr Muck for these programs are Mozart's in G minor, Beethovens' \"Pastoral,\" Bruckner's in D minor (the Unfinished), and d'Indy's \"Wallenstein Trilogy\" which met with so great succese [sic] in Boston when it was played there for the first time a few weeks ago. [...]\"  (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 15:41"}, {"ID": 190811155, "Datum": "15.11.1908, Sonntag", "Haupttext": "The Buffalo Sunday Morning News Nr. 51 bringen auf S. 8 einen Artikel über Hugo Wolf, in dem Bruckner kurz erwähnt wird:\n\"     An article in the Chicago Record-Herald on the appreciation of Hugo Wolf, the great song composer, speaks as follows of the sad circumstances of Wolf's life:\n     It appears that success in this good old world of ours is not a question of good work and actual accomplishment, but entirely one of results, material and financial. [... über Wolfs Schicksal ...].\n     We have heard here possibly two per cent. of Wolf's 500 songs. We know from these that there was a man named Wolf, and that he wrote songs and other things. As to the artistic standing of this friend of Bruckner, this lonely voice from Vienna's Bohemia, we are not greatly concerned. [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190911155, "Datum": "15.11.1909, Montag", "Haupttext": "Artikel von William Ritter »Anton Bruckner« im Courrier musical 12, S. 621 - 629.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191111155, "Datum": "15.11.1911, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Fanny Zerer [Franziska Zerer] (Lambach) an Ignaz Bruckner:\n     Ihrer Verbindung mit Theodor Hueber stehe nichts im Wege; ihre Schwester, der es gut gehe, könne die Mutter betreuen. Theodor habe zugesagt, die bisherige Unterstützung von Mutter und Schwester (100 fl bzw. 200 kr) fortzuführen. Am 22.11.1911 sei die Vermählung in Puchheim (*).\n \nBesprechung des Konzerts vom 12.11.1911 (mit dem Requiem [WAB 39]) durch Franz Gräflinger in der Linzer Zeitung Nr. 261 auf S. 1246 \"Erstes Musikvereinskonzert. – 12. November.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191211155, "Datum": "15.11.1912, Freitag", "Haupttext": "In der Konzertbesprechung in The Manchester Guardian Nr. 20679 auf S. 8 wird eine Bruckner-Symphonie für das übernächste Konzert angekündigt [9. Symphonie und \"Te deum\" am 28.11.1912]:\n\"         THE HALLÉ CONCERTS PROGRAMME.\n[... Besprechung des gestrigen Konzerts unter Michael Balling ...].\n     Next week Mr. Eugen D'Albert will play the \"Emperor\" Concerto, and the Symphony will be that of Brahms in D. Strauss's \"Macbeth\" will be given for the first time. A symphony of Bruckner will be produced at the next concert.\r\n                                              S. L.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192011155, "Datum": "15.11.1920, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Paul von Klenau in einem Konzert der Dansk Filharmonisk Selskab in Kopenhagen (*).\nAufführung der 3. Symphonie in Freiburg (**).", "Letzte Änderung": "19.07.2024 12:11"}, {"ID": 192111155, "Datum": "15.11.1921, Dienstag", "Haupttext": "Josef Stöger bestätigt auf Wunsch von Jula Bayer, daß er in Steyr Bruckner zwischen 1886 und 1890 zweimal die Haare geschnitten habe und einen Teil davon Franz Bayer nach einem Konzert als Andenken geschenkt habe (*).\n\n\nDie Innsbrucker Nachrichten Nr. 260 kündigen auf S. 5 den morgigen Vortrag von Emil Schennich zur 3. Symphonie an (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192211155, "Datum": "15.11.1922, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Ture Rangström.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192311155, "Datum": "15.11.1923, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Richard Heller an Max Auer:\n     Zu der Abbildung in Auers Bruckner-Monographie auf S. 328, aus der Heller auf Betreiben der Familie Schrötter herausretuschiert worden war [17.7.1896, IKO 83a und IKO 83b].\n[Vorgedruckter Briefkopf (links):\r\n\"DER VORSTAND DES SCHULHYGIENISCHEN INSTITUTES IN SALZBURG\"\n(rechts:)\n\"REGIERUNGSRAT DR. RICHARD HELLER LANDESSCHULARZT\"]\n\"          15/XI 23\n     Hochverehrter Herr!\nIch habe Ihre Brucknerbiographie mit grossem Interesse durchgesehen möchte mir aber gestatten – was speciell die letzte Lebenszeit des Meisters anbelangt – Ihnen meine Aufzeichnungen zu übersenden mit der Bitte die Correcturen in einer Neuauflage aufzunehmen. Bereits im Jahre 1902 habe ich mit Dir. Gollerich correspondirt und ihn [sic] meine Aufzeichnu[n]gen übersandt. In den späteren Jahren war er öfters bei mir – so auch kurz vor seinem Tode wobei ich ihn die letzte Unterschrift Bruckner's zur Reproduction lieh. Sehr merkwürdig habe ich es aber gefunden, dass auf dem Bilde wo Bruckner mit Kathi, seinen Bruder, Prof Schrötter und mir kurz vor seinem Tode von Fritz Ehrbar fotografiert wurde, ich wegretouchiert bin, wie man deutlich auf dem Bilde sehen kann, dessen viel grösseres Original auch in meinem Besitze ist. Es liegt ja endlich nichts daran ob meine Person auch darauf ist, aber es würde mich sehr interessieren ob Sie das Bild bereits mit der Retouche bekommen haben. Ausserdem soll es nicht Prof H von Schrötter sondern Leopold v. Sch heissen, denn der Sohn Hermann lebt noch [eine längere Passage unkenntlich gemacht, das Satzende später eingefügt] u. hat Bruck[ner] nie behandelt. D. Sorgo (nicht Sorger) behandelte Bruckner nur während der Zeit meines Urlaubes. In den letzten Wochen des Lebens war ich bei ihm. Sie müssen nicht glauben, dass dies Eitelkeit von mir ist, aber endlich und schliesslich soll doch eine derart wichtige Biographie einwandfrei sein. Da es eine R Gleichzeitig möchte ich Sie vielmals bitten, falls Sie wieder einmal nach Linz kommen H. Dr. Fürböck daran zu erinnern, dass er mir sicher versprach meine Fotografie Bruckner's mit seiner letzten Unterschrift zurückzusenden, die mir wie Sie sich leicht denken können ein kostbares Relikt ist.\n     [unleserliche Grußformel]\n                       DRHeller\" (*).\n[Auer schrieb am 20.11.1923 an Heller.]\n \nIn der Linzer Tages-Post Nr. 256 berichtet Franz Gräflinger (signiert \"-ä-\") von der Gedenkstein-Einweihung auf dem Grab von Bruckners Vater am 11.11.1923 (**).", "Letzte Änderung": "12.03.2024 08:56"}, {"ID": 192411155, "Datum": "15.11.1924, Samstag", "Haupttext": "Brief [Artikel?] von Edouard Flament an den Courrier musical mit abwertenden Bemerkungen über Bruckner und die 5. Symphonie (*).\nVeranstaltung anläßlich der Bruckner-Hundertjahrfeier in Klosterneuburg (**).\r\nBeim Hochamt wird die e-Moll-Messe aufgeführt (**a).\n[?] Gedicht »Festspruch« von Max von Millenkovich-Morold und [?] Radierung (IKO 201) von Theo Henning [wo erschienen?] (***).\nDie Innsbrucker Nachrichten Nr. 262 kündigt auf S. 6 die Aufführung eines Bruckner-Werkes am 2.12.1924 an (°).\nDer Artikel \"Ein Gesuch Anton Bruckners. Aus dem Buch des Unterrichtsministeriums\" im Neuen Wiener Journal Nr. 11132 auf S. 8f stützt sich auf Karl Kobalds Buch. Erwähnt werden auch Decsey, Max Auer und Dr. Karl Glossy [recte Grunsky?] (°°).\r\nAuf Seite 27 Hinweis auf das Konzert vom 28.11.1924 (°°°).\nAuf die Veranstaltungsreihe des Unterrichtsministeriums (Dr. Prüger, Dr. Schneider, Dr. Kobald) vom 20. bis 30.11.1924 macht die Österreichische Volkszeitung Nr. 314 auf S. 7 aufmerksam. Anfang Dezember ist eine Bruckner-Feier der Hochschule für Musik und darstellende Kunst geplant (#).\nArtikel \"Eine Brucknerfeier im Nationalrat\", signiert \"E. D. (Ernst Decsey), im Neuen Wiener Tagblatt (##).", "Letzte Änderung": "09.06.2025 13:38"}, {"ID": 192511155, "Datum": "15.11.1925, Sonntag", "Haupttext": "Artikel der Arbeiter-Zeitung über das Konzert vom 12./13.12.1925 (mit der 5. Symphonie) (*).\nArtikel \"\"Bruckner\" von Ernst Kurth\", signiert \"W. Z.\", in der Saarbrückener Landeszeitung (**).\nArtikel \"Anton Bruckner und Ernst Kurth\", signiert \"di.\", in Der Bund (Bern) (***).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 06:56"}, {"ID": 192611155, "Datum": "15.11.1926, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Klenau in Karlsruhe (*).\nAufführung der 7. Symphonie unter Lindemann in Freiburg (**).", "Letzte Änderung": "19.07.2024 12:17"}, {"ID": 192811155, "Datum": "15.11.1928, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 264 berichtet auf S. 10 vom Konzert am 12.11.1928 (mit dem Requiem und dem f-Moll-Libera), signiert \"-ä-\" (Franz Gräflinger). Erwähnt werden Hartl, die Solisten, Franz Xaver Müller, Reg.rat Pfund, das Chorkonzert.", "Letzte Änderung": "07.01.2024 03:25"}, {"ID": 192911155, "Datum": "15.11.1929, Freitag", "Haupttext": "In \"Der Bund\" (Bern) erscheint ein mit \"Dr. R. W.\" signierter Artikel \"Um Anton Bruckner. Badisches Brucknerfest in Karlsruhe.\" [6.-10.11.1929] (*).\n \nDer Berliner Radiosender bringt um 14 Uhr ein Schallplattenkonzert mit dem Thema \"Verschiedene Orchesterbehandlungen\", in dem u. a. Jascha Horensteins Einspielung einer Bruckner-Symphonie [7. Symphonie] vorgestellt wird.\n\"Das Schallplattenkonzert bringt Ausschnitte aus Sinfonien unter der Leitung großer Dirigenten wie Mengelberg, Pfitzner oder Strauß. Merkwürdig klingt Bruckner, von Horenstein interpretiert, denn dieser Dirigent legt den Hauptakzent auf einen gespannten Rhythmus, der bei Bruckner mindestens fremdartig wirkt. [... technische Mängel bei \"Tod und Verklärung\" ... Violinkompositionen mit Basia Pollschuck, Orchesterkonzert unter Bruno Seidler-Winkler ...]\" (**).\n \nDie Anton-Bruckner-Feier in der Festhalle in Karlsruhe wird zwischen 21:00 und 22:15 Uhr vom Rundfunksender Stuttgart und Frankfurt übertragen (***).\r\nAuf dem Programm stehen das Perger Präludium (bearb. von Wöss), Choralmesse 1844, Vexilla regis, Ave Maria [WAB 6], Vorspiel und Fuge c-Moll (Orgel, bearb. von Franz Philipp), Locus iste, Christus factus est, Os justi, Virga Jesse, Tantum ergo (1846) und Tota pulchra es (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 21:40"}, {"ID": 193011155, "Datum": "15.11.1930, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Hugo Leichtentritt »Anton Bruckner. A Great Symphonist« in The Musical Courier (*).\n \nThe Victoria Daily Times Nr. 116 (Victoria, British Columbia, Canada) informiert auf S. 20 in der Ankündigung einer Radioübertragung über Luigi von Kunits als ehemaligen Bruckner-Schüler:\n\"TORONTO SYMPHONY\n[...]\n     Dr. Von Kunits studied violin under the two eminent teachers, J. M. Kral and O. Sevcik, composition and musical history under Anton Bruckner and Edward Hanslick, respectively. At an early age his exceptional talent attracted the attention and interest of many musical celebrities in his native city of Vienna, notably Johannes Brahms, Johann Strauss and Carl Goldmark.\n     In 1903, Dr. Von Kunits came to America [...]. In 1912 he went to Toronto as head of the violin department of the Canadian Academy of Music, a position he now holds in the Toronto Conservatory of Music.\" (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2024 16:57"}, {"ID": 193111155, "Datum": "15.11.1931, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Gustav Brachmann an die Österreichische Nationalbibliothek [vermutlich an Robert Haas gerichtet]: \n   Dankt für die Antwort auf sein Schreiben [vom 13.7.1931]. Er selbst sei Besitzer der fraglichen Hinterglasbilder und stelle sie als Leihgabe dem Freistadter Heimatmuseum zur Verfügung; die aus dem Rahmen gelösten Notenblätter schenke er der Nationalbibliothek.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193311155, "Datum": "15.11.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Alle deutschen Sender bringen zwischen 19:00 und 20:00 Uhr aus Berlin eine \"Reichssendung\" \"Anton Bruckner – Hugo Wolf\" mit dem Berliner Funkchor unter Heinzkarl Weigel. Aufgeführt werden „Ecce sacerdos magnus“, „Amaranths Waldeslieder“, Intermezzo, „Herbstlied“. Gertrud Baumann und Anna Bellé (Sopran), Paul Lohmann (Bass), Steiner-Quartett [siehe Adolf Steiner] und Emil Prietze (2. Viola), Waldemar v. Vultée (Klavier), Alexander Ecklebe (Orgel). Sendedauer 60 Minuten.\nFür jeden Sender ist in Radio Wien das Erkennungszeichen angegeben: Bayerischer Rundfunk [Pausenzeichen \"Gralsglocken-Motiv\"], Radio Berlin [Pausenzeichen Melodie „Volk ans Gewehr“], Deutschlandsender [Pausenzeichen \"Potsdamer Glockenton\"], Mitteldeutscher Rundfunk [Pausenzeichen Tonfolge b-a-c-h], Norddeutscher Rundfunk [Pausenzeichen „Fliegender Holländer“], Ostmarken-Rundfunk [Gongtöne dis-ais], Schlesischer Rundfunk [Pausenzeichen „Hohenfriedberger Marsch“], Südfunk [Pausenzeichen Töne d2-e2-g1 und Töne e-d-g], Südwestfunk [Pausenzeichen \"Zum Rhein, zum Rhein\"], Westdeutscher Rundfunk [Pausenzeichen Volkslied \"Hopa me'loché\"].", "Letzte Änderung": "05.04.2026 01:39"}, {"ID": 193411155, "Datum": "15.11.1934, Donnerstag", "Haupttext": "Gründung der Ortsgruppe Mannheim des Badischen Brucknerbundes auf Anregung von Chordirektor Josef Winter.\r\nFritz Grüninger schlägt Hauptlehrer Seefried als Vorsitzenden vor, der Winter und Redlich als Mitarbeiter wählt. Als Vertreter der Stadt sind die Herren Klemann und Dr. Bensinger anwesend. Franz Moißl hält einen Vortrag »Unbekanntes aus Bruckners Leben«, der von Mannheimer Künstlern mit kleineren Werken Bruckners umrahmt wird (*).\nHermann Haböck beruft sich in einem Bittgesuch auf die »erste Qualification« als Künstler, die ihm sein großer Lehrer Bruckner vermittelt habe (**).", "Letzte Änderung": "22.03.2023 07:40"}, {"ID": 193511155, "Datum": "15.11.1935, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe im Linzer Dom (*).\nAufführung der b-Moll-Messe durch das Wiener Kammerorchester unter Dr. A. Weißenbäck beim Ponitikalamt in Klosterneuburg anlässlich des 800jährigen Stiftungsfestes (**).\nAufführung der 4. Symphonie im 1. Abonnementskonzert der Stiftung Mozarteum unter R. Keldorfer in Salzburg. Auf dem Programm steht außerdem \"Bürger als Edelmann\" von Richard Strauss (***).", "Letzte Änderung": "28.12.2025 15:56"}, {"ID": 193611155, "Datum": "15.11.1936, Sonntag", "Haupttext": "Bleistifteintragung \" aus!  |  Joseph Gerhartl | Klosterneuburg 800 Jahrfeier | 15./11 1936\" in einer 2. Hornstimme der e-Moll-Messe (Plattennummer \"D. 2346.\").\n\n\nEintrag \"Helmut Walisch | Klosterneuburg | 15.11.1936\" in der 1. Trompetenstimme.\n\n\nEintragung \"Franz Weich [Franz Weiß?] | 15. XI 1936 | Klosterneuburg\" in der 2. Trompetenstimme.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193711155, "Datum": "15.11.1937, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Willy Krauß in Osnabrück. (*).\n\n\nBesprechung des Konzerts vom 12.11.1937 mit der 4. Symphonie in der Mindener Zeitung:\n\"[...] Umso verwunderlicher ist die nicht wegzuleugnende Tatsache, daß er [der Auftakt der Winter-Konzertreihe] trotzdem nicht das Echo fand, das er verdient hätte. Das ist ein Beweis dafür, daß hier etwas in der Rechnung mit unserem Musikprogramm nicht stimmt, daß es für die Mindener scheinbar noch zu „großzügig“ angelegt ist. Die Gefahren, die sich aus dieser Tatsache für unsere Musikpflege ergeben können, sind kaum zu übersehen. Die Mindener sind früher stets so stolz darauf gewesen – auch mit Recht -, durch zum Teil recht erhebliche Opfer zum Weiterbestand der Musikkultur beigetragen zu haben. Wenn nun aber selbst bei solchen einmaligen Veranstaltungen wie diesem Bruckner-Beethoven-Abend ganze Platzreihen leer bleiben, darf man sich nicht wundern, wenn in Zukunft andere Wege eingeschlagen werden. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194011155, "Datum": "15.11.1940, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach in einem \"Dunkelkonzert\" im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. In Mozarts Regina coeli wirken mit der Wiener Staatsopernchor, Lea Piltti (Sopran) und Walter Pach (Orgel) (*).\nLaut ursprünglicher Planung von Weisbach hätte die 7. Symphonie gespielt werden sollen und zuvor die 9. Symphonie am 25.9.1940 und die 8. Symphonie am 4.10.1940. Wegen des Mozartjahres 1941 stand in der ersten  Konzerthälfte immer ein Werk Mozarts auf dem Programm. Intendant Dürauer erinnert im seinem Vorwort an die Uraufführung der 9. Symphonie am 11.2.1903.\r\nDas Titelblatt der Programmhefte dieser Saison stammt vom Graphiker Gustav Marisch (unter Verwendung des Hauptthemas der 4. Symphonie) (**).\nBrief von Heinz Drewes an Hanns Blaschke:\r\nDie geplante Aufführung der Finalefragmente der 9. Symphonie am 23.11.1940 werde nicht genehmigt (***).", "Letzte Änderung": "09.01.2026 20:03"}, {"ID": 194111155, "Datum": "15.11.1941, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Hans Deißinger »Das Hutfutter. Eine Bruckner-Erinnerung« in der Beilage »Welt und Heimat« der Linzer Tages-Post.", "Letzte Änderung": "23.09.2024 06:59"}, {"ID": 194211155, "Datum": "15.11.1942, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Karl Friedrich in Berlin. Klaviersolist an diesem Abend ist Hans Bork (*).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistin in Robert Schumanns Klavierkonzert ist Annemarie Heyne (**).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 22:29"}, {"ID": 194611155, "Datum": "15.11.1946, Freitag", "Haupttext": "Vortrag von Hermann Meinhard Poppen bei der Bruckner-Gedenkstunde der Stadt Heidelberg (*).\nBrief von Karl Straube an Oskar Söhngen [in Berlin]: \r\n    Über Max Regers Gefühls- und Wesensverwandtschaft mit Bruckner und über das Problem verschiedener Fassungen bei beiden Komponisten (**).", "Letzte Änderung": "25.05.2024 17:44"}, {"ID": 195711155, "Datum": "15.11.1957, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Hans Bauer \"Bruckner-Messe: Das Ereignis von Rom\" in der \"Presse\".", "Letzte Änderung": "20.04.2023 11:42"}, {"ID": 195911155, "Datum": "15.11.1959, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch den Lehrergesangverein unter Max Loy in der Gustav-Adolf-Kirche in Nürnberg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196111155, "Datum": "15.11.1961, Mittwoch", "Haupttext": "Italienische Erstaufführung der 2. Symphonie durch Hermann Scherchen in der Mailänder Scala.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196711155, "Datum": "15.11.1967, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Gertrud Strobel (Richard Wagner-Archiv Bayreuth) an Heinz Schöny:\r\n    Über die Böhlersche Karikatur [IKO 48, IKO 49], die sich auf das Treffen Wagner-Bruckner im September 1873 beziehe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197411155, "Datum": "15.11.1974, Freitag", "Haupttext": "Erste japanische Aufführung der 2. Symphonie durch das Sapporo-Symphonieorchester unter Schwarz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197611155, "Datum": "15.11.1976, Montag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien (Leitung: H. Froschauer) und die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan in New York. Solisten sind Anna Tomowa-Sintow, Agnes Baltsa, Werner Krenn und José van Dam.\r\nDas Konzert wird vom Rundfunk übertragen (*).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 13:42"}, {"ID": 198111155, "Datum": "15.11.1981, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch den Oratoriekor unter Per F. Bonsaksen in Trondheim.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198611155, "Datum": "15.11.1986, Samstag", "Haupttext": "Referat von Cornelis van Zwol über das Finale der 9. Symphonie (\"Der Finalsatz der Neunten Symphonie Anton Bruckners\") bei einem Symposion »Darf unvollendet vollendet werden?« in Utrecht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198711155, "Datum": "15.11.1987, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) durch das Stavanger Symfoniorkester unter Gerard Oskamp in Stavanger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199211155, "Datum": "15.11.1992, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe in der Fassung von 1868 durch die Yale Camerata unter Marguerite Brooks in der Woolsley Hall in New Haven.", "Letzte Änderung": "26.09.2025 08:58"}, {"ID": 200311155, "Datum": "15.11.2003, Samstag", "Haupttext": "Im Konzert des Brucknerbundes Ried zur Feier seines 50jährigen Bestehens wird das »Te deum« durch das Sinfonieorchester des Brucknerbundes, den Diözesanchor Linz (mit Mitgliedern der Kantorei Ried, Einstudierung von Josef Habringer) und die Solisten Charlotte Pistor, Rosemarie Löffler, Josef Habringer und Reinhard Mayr unter Joseph Werndl aufgeführt.", "Letzte Änderung": "30.11.2024 05:47"}, {"ID": 183801155, "Datum": "15.1.1838, Montag", "Haupttext": "Modellbrief im Schulaufsatzheft, an die »Ältern«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184701155, "Datum": "15.1.1847, Freitag", "Haupttext": "»den 15. Jänner 847.« Komposition von Vorspiel und Fuge in c-moll für Orgel [WAB 131].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184801155, "Datum": "15.1.1848, Samstag", "Haupttext": "Zweite Aufführung des »Paulus« von Mendelssohn in Linz. Ob Bruckner das Konzert besucht hat, ist nicht nachgewiesen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801155, "Datum": "15.1.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Bei der Generalversammlung des »Frohsinn« wird Bruckner als Nachfolger Wenzel Koprivas zum Chormeister mit 300 fl Ehrenhonorar gewählt. Richard Wagner wird [zum zweiten Mal (*)] zum Ehrenmitglied ernannt. \n   »Nachdem Herr Kopriva die Chormeisterstelle niederlegte, wurde Herr Bruckner in der General=Versammlung am 15. Jänner einstimmig zum Chormeister gewählt, Herrn Kopriva aber für seine Thätigkeit als Chormeister der Dank ausgesprochen, welcher diesem bescheidenen Manne, dem noch steten Freunde der Liedertafel, auch im vollsten Maße gebührt.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186901155, "Datum": "15.1.1869, Freitag", "Haupttext": "Notiz der Linzer Zeitung auf S. 47: »Linz, 14. Jänner. [/] [...] * (Musikalisches.) Nächsten Sonntag kömmt in der Hofcapelle in Wien die neu große Messe von Anton Bruckner zur Aufführung.« [f-Moll-Messe am 17.1.1869].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187701155, "Datum": "15.1.1877, Montag", "Haupttext": "Im Konservatorium sagt Hellmesberger zu Pius Richter, daß er »Bruckner gern aus der Hofkapelle fort haben möchte« (*).\nDekan Robert Zimmermann leitet Bruckners Schreiben vom 12.1.1877 an Hanslick weiter.\r\nVermerk auf dem Schriftstück vom 20.1.1877 in der rechten Spalte:\r\n\"Herrn Regierungsrath Prof Dr Hanslick zur gef. Berichterstattung\r\nWien 15 Jan. 1877.\r\n                     RobZim[m]ermann\r\n                         dz. [?] Dekan.\" (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 14:05"}, {"ID": 187801155, "Datum": "(15.1.1878, Dienstag)", "Haupttext": "Soiree der Philharmoniker mit Werken Meyerbeers.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101155, "Datum": "15.1.1881, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Freitag [14.1.1881?] 4 [Uhr] H Caro.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188201155, "Datum": "15.1.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kurzer Bericht in der »Neuen Zeitschrift für Musik« Nr. 3 auf S. 29 über die Karlsruher Aufführung der 4. Symphonie am 10.12.1881:\r\n     »[...] Die symphonischen Werke bestanden in Schumann's Cdur-, Beethoven's Fdur- und einer Manuscript-Symphonie in Es von Bruckner in Wien. Letztere bietet neben hochinteressanten Stellen Vieles, was beim ersten Hören gradezu abstößt. - [... Kammermusikkonzerte ...] In einem Concert der zuletzt erwähnten präsentirte sich der Primgeiger Hr. Schuster als ganz prächtiger Solist. -    Oscar L.« (*).\n(Im 5. Philharmonischen Konzert werden unter Hans Richters Leitung die 1. Serenade von Robert Fuchs und Werke von Schumann und Cowen aufgeführt (**)).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 21:30"}, {"ID": 188501155, "Datum": "15.1.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Alfred Stroß:\n     Er habe [in Leipzig] keinen Verleger gefunden. Stroß möge, wenn er an Winterberger schreibe, um das h-moll-Thema bitten, das der Improvisation im Gewandhaus zugrundelag. Extrablatt [Königstein am 12.1.1885] »schrecklich«, Deutsche Zeitung [Theodor Helm am 14.1.1885 über das Quintett] »sehr gut« (*).\n\r\nArtikel Eduard Kulkes über das Quintett [8.1.1885] und den Bruckner-Abend des Wagner-Vereins [22.12.1884] in den Wiener Signalen 8 (1885) Nr. 2 auf S. 10-12:\r\n           »Musik.\r\n       Concerte.\r\n    Mit dem Anfang des neuen Jahres kann man zufrieden sein. [... über das Gesellschaftskonzert und einen Kammermusikabend Kretschmanns ...] In Hellmesberger's dritten [sic!] Quartett=Abend kam Mozart's entzückendes A-dur=Quartett zur Aufführung. Dieses Quartett gehört zu dem Schönsten und Bedeutendsten, was wir im Gebiete der Kammermusik besitzen. In dem Variationensatze hatte Ferdinand Hellmesberger eine schöne Gelegenheit, seine Tüchtigkeit als Cellist darzuthun. In dem Trio von Beethoven spielte Frl. Paula Dürrnberger den Clavierpart mit großer Bravour und entsprechendem Ausdruck. Sensationell wirkte ein Quintett von Bruckner. Einen so rauschenden Applaus erlebt man nur selten; es war eine förmliche Huldigung [...] Professor Bruckner verdient aber auch die ihm erwiesenen Ehren in vollem Maße. Sein Quintett ist in Wahrheit das Werk eines Genies [... die Wagnerianer setzten sich in Wien als einzige für Bruckner ein ... über das Konzert vom 22.12.1884 ... Klavierversionen könnten Orchesteraufführungen nicht ersetzen ... über Gustav Walters Konzert ...] Eduard Kulke.« (**).\n \nDie Linzer Zeitung berichtet, daß das Quintett durch Hellmesberger aufgeführt wurde [8.1.1885], einzelne Sätze aus der 3. und 4. Symphonie und die 1. Symphonie durch Schalk und Löwe im Bösendorfersaal [22.12.1884], die 7. Symphonie in Leipzig [30.12.1884] und daß Levi eine Symphonie für München plane:\r\n    » * (Compositionen von A. Bruckner.) Herr Hellmesberger, schreibt Dr. Hans Paumgarten [sic] in der \"Wiener Abendpost\", brachte an seinem dritten Quartettabende das Quintett für Streichinstrumente von Anton Bruckner zur Aufführung. [... über die letzten Konzerte in Wien und Leipzig und die Planung in München ... die Indolenz der Wiener Institute sei unfaßbar angesichts der herrschenden musikalischen Dürre im symphonischen Bereich ... über das wundervolle Quintett ...] Freilich hat Hellmesberger mit einem Können und einer Liebe sich dem Werke hingegeben, welche halbe Bürgschaft für den Erfolg gewähren mußten.« [keine Signatur] (***).\n \nEine Zuschrift an das Musikalische Wochenblatt Nr. 4 auf S. 50 kündigt eine Wiederholung der 7. Symphonie in Leipzig an:\r\n               \"Briefkasten.\r\n     W. O. in S. Nicht im Gewandhaus - wer könnte dies auch erwarten! -, wohl aber im Theater steht eine nochmalige Vorführung der 7. Symphonie von Bruckner in Aussicht. Wir werden Sie rechtzeitig benachrichtigen.\" (°).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°°)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:14"}, {"ID": 188601155, "Datum": "15.1.1886, Freitag", "Haupttext": "Artikel »Concerte«, signiert »x + y« (Theodor Helm) [Kulke (*a)? vgl. die Anmerkung], mit Rezensionen von »Te deum« [10.1.1886] und Quintett [7.1.1886] in den Wiener Signalen Nr. 2 auf S. 13f:\r\n           »Concerte.\r\n     Die interessanteste und beifälligst aufgenommene Programm=Nummer des letzten Gesellschaftsconcertes war Bruckner's \"Tedeum\". Ein Werk, welches den Componisten auf der Höhe seines Schaffens zeigt und durchaus den Stempel des Genius trägt. Während Bruckner in seinen Instrumentalcompositionen bei aller Großartigkit der Erfindung und Factur durch jähe Absprünge und allerlei Bizarrerien oft die Opposition herausfordert, hält er sich im \"Tedeum\" stets an die Sache und führt seine große Aufgabe würdigst durch: von der felsenfest einsetzenden Instrumentalfigur zu Anfang bis zum stürmisch aufjubelnden Schlusse. Berlioz' berühmtes \"Tedeum\" hat in dem Bruckner'schen zum erstenmale ein ebenbürtiges, sagen wir, maßvolleres, musikalischeres Seitenstück gefunden. Der Erfolg der Bruckner'schen Novität ist umso höher anzuschlagen, als er fast ausschließlich der Composition selbst, nicht der Aufführung, verdankt wurde. Letzterer [sic] ließ in den Chören, noch mehr im Soloquartett, viel zu wünschen, und das an sich in diesem Werke höchst wirkungsvolle Orchester war so ungünstig aufgestellt, daß die Blechharmonie häufig die interessanteste Gesangscombination völlig überdröhnte.\n   In gewisser Beziehung noch schlechter erging es der vorausgehenden Nummer [... über Schütz ... schlechte Solisten ... Chorleistung auch bei Schubert »keineswegs musterhaft« ... über weitere Konzerte ...] Hellmesberger und Genossen zeigten sich gelegentlich der besagten Quartettprodruction [sic] in ihrem vollen Glanze. Besonders wurden die beiden wundervollen Adagio's der als Endnummer des Programms fungirenden Quintette von Bruckner und Schubert wahrhaft hinreißend gespielt. Bruckner's höchst merkwürdiges, an Kühnheit polyphoner Wagnisse wohl einzig dastehendes Quintett hatte auch bei dieser zweiten Aufführung durch Hellmesberger wieder einen ganzen Erfolg. Sowohl nach dem Adagio, als am Schlusse des Werkes wurde der Componist mehrmals stürmisch gerufen. [Signatur:] x + y.« (*).\n \nArtikel über die Kirchenmusik vom 26.9.1885 bis 4.10.1885 in Linz in \"Der Kirchenchor\", XVI. Jahrgang, Nr. 1, auf S. 6f:\n     \"6) In Linz wurde heuer das ganze Presbyterium des neuen Domes eingeweiht und damit das 100jährige Jubiläum des Bestandes der Diözese verbunden. Das Fest dauerte vom 26. September bis 4 Oktober. Das musikalische Programm war folgendes: [...] am 30. September: [...] Tantum ergo in B für gemischten Chor von Bruckner [WAB 41/1 oder WAB 44?]. [...] Bei den Pontificalämtern wurden aufgeführt: [...] Am 29. September: [...] Graduale Iste locus [sic] von Bruckner [...] Am 4. October: [...] Ave Maria für 8stimmigen [sic! WAB 6] Chor von Bruckner. [...] An den Productionen betheiligten sich der verstärkte Chor des neuen Domes, die Stiftschöre von St. Florian (Amt am 30. September), von Lambach (Amt am 1. October) der Chor vom Collegium am Freinberge (Amt am 29. September) und der Alumnatschor (Amt am 2. October und Litanei an demselben Tage).\n     7) Graz. Programm der VIII. Generalversammlung des Diöcesan-Cäciliavereines Seckau. Mittwoch den 21. October: [...] Tota pulchra von A. Bruckner. [...]\" (**).\n \n\nDie \"Caecilia\" Nr. 3 (algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 25 von der Aufführung der 7. Symphonie in Köln [am 7.1.1886]:\n\"     Keulen. — Op het zesde Gürzenich-concert onder Wüllner's leiding werd ten gehoore gebracht: VIIde symphonie van Brückner, Schicksals-Gesang voor solo en koor van Seyffardt, Richard Wagner's Kaisermarsch met koor, en, door den solist Eugen d'Albert, Beethoven's concert in G en compositiën van Chopin. Het gevolg van het concert was glansrijk. Eugen d'Albert, die prachtig speelde in de Kaisermarsch, werden stormachtig toegejuicht. De symphonie liep uitstekend van stapel. Het oordeel over dit werk is nog al verschillend.\" (***).", "Letzte Änderung": "17.12.2025 22:06"}, {"ID": 188801155, "Datum": "15.1.1888, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Theater-Orchester unter Karl Muck um 12 Uhr im neuen Deutschen Theater in Prag. In der ersten Konzerthälfte erklingen Werke von Berlioz (\"Benvenuto Cellini\"), Mozart (d-Moll-Konzert mit Annette Essipoff), Lieder von Schumann und A. Jensen (Adolf Wallnöfer und Friedrich Rehbock), Chopin, Paderewski und Leschetizky (Annette Essipoff) (*).\r\nObwohl Angelo Neumann das vollständige Aufführungsmaterial gekauft hatte, lieh sich Muck aus Graz [über Wilhelm Kienzl?] das bereits von ihm eingerichtete Material (*a).\nTelegramm Karl Mucks an Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern]:\r\n»&lt;TELEGRAMM No&gt; 7133 &lt;an&gt; professor bruckner wien\r\nkonservartorium [sic] [darüber handschriftlich dazugesetzt »I Heßgasse 7«]\r\n&lt;Text:&gt;\r\nwien de prag 5857 20 15/1 3 10 sr = \r\n= soeben siebente symphonie mit riesenerfolg im neuen deutschen \r\ntheater aufgefuehrt . gratulire dir herzlichst = dor karl mueck [sic] + »\r\n[links unten gedruckt &lt;(Auflage 1887.)&gt;] (*b).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 12 weist auf S. 3 [die Rubrik datiert mit \"14. Jänner\"] auf das heutige Konzert hin:\r\n    \" - Wagner-Verein. Wie bereits mitgetheilt wurde findet der erste interne Vortragsabend des Linzer Richard Wagner=Zweigvereines kommenden Sonntag den 15. d. M. um 7 Uhr abends im Claviersalon Heitzmann, Klammstraße Nr. 3, 2. Stock statt. Das Programm ist Nachstehendes: \"[...]; Bruckner: \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6], gemischte Chöre [sic]; [...]\" (**).\nAufführung des »Ave Maria« im 1. Internen Vortragsabend des Linzer Wagner-Vereins unter Leitung von Th. Schmidt im Klaviersalon Heitzmann, Klammstraße 3, 2. Stock. Unter den Mitwirkenden ist Frau Schmidt-Allizar (***).\nAuf das nächste Linzer Konzert am 17.1.1888 (mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 80]) machen die Linzer Zeitung (°) und die Linzer Tages-Post (°°) aufmerksam.\n(°) Linzer Zeitung:\r\n      »Liedertafel \"Frohsinn\".) Der Familienabend für die unterstützenden Mitglieder findet am 17. d., abends 8 Uhr, im Volksgartensalon statt und wird hiebei die Musikkapelle des 14. Infanterie-Regimentes Großherzog von Hessen mitwirken. Als Gesangsvorträge sind zu erwähnen Chöre von Schubert, Bruckner und Koschat, Quartette ernsten und heiteren Inhaltes. [...]« (°).\n(°°) Linzer Tages-Post Nr. 12 auf S. 4: » § Liedertafel \"Frohsinn.\" Das Programm des am Dienstag den 17. d. M. im städtischen Volksgarten=Salon stattfindenden Familienabendes der Liedertafel \"Frohsinn\" besteht aus Männerchören von Schubert, Bruckner, Koschat, ernsten und heiteren Soloquartetten und aus Vorträgen der Musikkapelle des k. k. 14. Infanterieregimentes Großherzog von Hessen. [... Maskenfest am 1.2.1888 ...]« (°°).\nAnkündigung des Konzerts vom 22.1.1888 mit 4. Symphonie und »Te deum«\r\nin der Zeitschrift »An der schönen blauen Donau«, 2. Heft, auf S. 48:\r\n»Wiener Concert=Aufführungen\r\nI. Großer Musikvereins=Saal. [...] 22. Concert Bruckner.« (°°°),\nim Wiener Salonblatt Nr. 3 auf S. 11:\r\n     \"(Anton Bruckner's) vierte Symphonie (\"romantische\"), welche am 22. d. durch das Hofopern=Orchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Se. Durchlaucht, Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes huldvollst entgegengenommen.\" (#),\nin \"Die Presse\" Nr. 15, die auf S. 16 in einem Inserat \"Grosses Bruckner-Concert\" auf die Aufführung hinweist und dieses Konzert auch in der Repertoireübersicht verzeichnet:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag, Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner. (Großer Saal) Abends 5 Uhr: Strauß=Concert. (Großer Saal.) [...]\" (##),\nin der Wiener Zeitung Nr. 12 auf S. 4: \"(Gesellschaft der Musikfreunde.) Das Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen vom 15. bis inclusive 22. Jänner 1888: [...] Sonntag den 22., Concert Bruckner im großen Saale um 12½ Unr Mittags; Strauß=Concert im großen Saale um 5 Uhr Abends.\" (###),\nim Wiener Tagblatt Nr. 15 auf S. 8f:\r\n   \" * Ein Komité, dessen Mitglieder nicht genannt sein wollten, und welches sich der künstlerischen Führung des Hofkapellmeisters Hans Richter versichert hat, veranstaltet am Sonntag, den 22. d. M. im großen Musikvereinssaale ein Konzert zu Ehren Bruckner's unter Mitwirkung der Damen Forster und Papier, dann des Herrn Winkelmann von der Hofoper, des philharmonischen Orchesters, des Singvereins und des Wagner=Vereinschores. Zur Aufführung gelangen Bruckner's Te Deum für Soli, Chor, Orchester und Orgel, dann seine romantische Symphonie (Nr. 4 in Es-dur). Das Komité versendet zu diesem Konzerte Einladungen an alle notablen Kunstfreunde der Residenz.\" (a),\nin der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2832 auf S. 6:\r\n          \"Concert=Repertoire der Woche.\r\n[...] Sonntag den 22. Januar: Concert Bruckner (großer Saal), Anfang halb 1 Uhr Mittags; Strauß=Concert (großer Saal), Anfang 5 Uhr Abends.\" (b)\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 8401 auf S. 12:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888, sonst täglich mit Ausnahme des 6.1.1888]\"\r\nund zusätzlich ein Inserat \"Grosses Bruckner-Concert\" (c).\nDie Konstitutionelle Vorstadtzeitung (Österreichische Volkszeitung) Nr. 15 meldet auf S. 9 ebenfalls, daß das Werk im Verlag Gutmann erscheint:\r\n   \" - Anton Bruckner's vierte Symphonie\" („romantische”), welche am 22. d. M. durch das Hofopern=Orchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Klavierauszug im Verlage der Hof=Musikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (d).\n(3. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Schumanns Oratorium »Das Paradies und die Peri« (e)).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 07:10"}, {"ID": 188901155, "Datum": "15.1.1889, Dienstag", "Haupttext": "Kurzkritik zum Konzert vom 10.12.1888 (mit dem \"Ave Maria\" [WAB 6]) in der \"Lyra\" XII, Nr. 8 (333) auf S. 62 [= S. 2]: \n\n   \"Wien. Die Singakademie hat in ihrem ersten heurigen Konzerte Chöre von Bach, Palästrina, Bruckner, Brahms und Schubert gebracht. Die Ausführung ließ große Sorgfalt im Studium derselben erkennen. [... statt klavierbegleiteter Einzelchöre seien, gerade im zu großen Musikvereinssaal, größere Werke mit Orchester wirkungsvoller. Auch das Brahms-Sextett habe deswegen seine Wirkung verfehlt ...] Auf diesen Umstand möchten wir die Aufmerksamkeit der Leitung der Singakademie gelenkt wissen.\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189101155, "Datum": "15.1.1891, Donnerstag", "Haupttext": "Brief der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner:\r\n    Die Direktion erfülle Bruckners Wunsch, der Lehrämter am Konservatorium aus Alters- und Gesundheitsgründen enthoben zu sein. Dankt für die vorzüglichen Dienste. Unterschriften Zellners, Hellmesbergers und des Vizepräsidenten Bezecny (*).\nBrief des Pensionsvereins des Konservatoriums an Bruckner:\r\n    Ihm stehe eine Pension von 440 fl zu. Die erste Vierteljahresrate werde am 1.4.1891 ausgezahlt. Unterschriften von J. Dachs und Koch von Langentreu (**).\nIn der Direktionssitzung der Gesellschaft der Musikfreunde wird beschlossen, die Ernennung Hans Richters und Bruckners zu Ehrenmitgliedern vorzuschlagen (***).\nDer provisorische Orgellehrer Josef Vockner wird [wann genau?] endgültig in seiner Stellung bestätigt (°).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n    Bruckner sagte, er habe an Franz geschrieben. Er, Josef, wolle die Aufführung der 4. Symphonie [in Graz] keinesfalls fahren lassen; sie bilde das größte musikalische Ereignis seines Lebens (°°).\nFeier zu Grillparzers 100. Geburtstag an der Universität.\r\n    Nach der Festrede von Prof. Dr. Jakob Minor [siehe die Anmerkung] dirigiert Bruckner den Wiener Akademischen Gesangverein bei der Uraufführung des Chores »Träumen und Wachen« [WAB 87], der auf Anregung von Karl Lorenz für diesen Anlaß entstanden war und dem Rektor Dr. Wilhelm Ritter von Hartl gewidmet ist (°°°). Franz Schaumann singt das Tenorsolo. Karl Lorenz (#) und Professor Leopold von Schroeder (##) berichten, daß Bruckner furchtbar aufgeregt war und zitterte. Raoul Mader dirigiert den Chor »Vom hohen Olymp herab« von Böhm (d) in Weinwurms Bearbeitung (###). Der Grillparzer-Feier wohnten auch Rabenlechner (###) und Franz Zawischa (b) bei. Weitere Anwesende sind im Bericht der Neuen Freien Presse (siehe (d)) erwähnt.\r\n   \"An demselben Tage fand Mittags in der Universität die Grillparzer-Feier statt, bei welcher der \"Akademische\" den von Bruckner für diese Feier componirten Chor \"Träumen und Wachen\" (von Grillparzer) unter des Componisten Leitung zum Vortrage brachte. Das Tenorsolo sang Ehrenmitglied Schaumann mit der ihm eigenen Wärme und Innigkeit.\" (b1).\nBrief Gustav Schönaichs an Bruckner:\r\n    Carl Franck [Frank], Dirigent am Nürnberger Theater (erst kürzlich wegen einer Tannhäuser-Einstudierung gerühmt) und auch bei den Bayreuther Festspielen beteiligt, plane die Aufführung der 3. Symphonie in Nürnberg [27.3.1891] und bitte um Vermittlung von leihweisem Aufführungsmaterial. Von der 3. Symphonie [am 21.12.1890] sei er, Schönaich, erschüttert gewesen (c).\nArtikel der Neuen Freien Presse Nr. 9479 auf S. 3 (Abendblatt) über die Grillparzer-Feier:\r\n              \"Grillparzer-Feier.\r\n                   Wien, 15. Januar. [...] \r\n    Heute Mittag fand im Festsaale der Universität die vom akademischen Senate veranstaltete Grillparzer=Feier in würdiger Weise statt. Der akademischen Feier wohnte ein außerordentlich zahlreiches Publicum bei. [... Kriegsminister Baron Bauer, die Minister Gautsch und Zaleski, Graf Enzenberg (vom Unterrichtsministerium), R. v. Pfersmann, Abt Hauswirth, Dr. Jaques, Baron Alfred Berger, etc. ...] Zu beiden Seiten der Rednerbühne befanden sich die Mitglieder des akademischen Senats mit dem Rector magnificus Professor Dr. v. Hartel an der Spitze und der Wiener Akademische Gesangverein mit dem Componisten Anton Bruckner.\r\n   Eingeleitet wurde die Feier mit dem Männerchore „Träumen und Wachen” von Franz Grillparzer, Musik von Anton Bruckner. Der weihevolle Chor, von dem Componisten dirigirt, erscholl in mächtigen Tönen durch die herrlichen Räume. Der von Grillparzer im Jahre 1818 verfaßte Text lautet:\r\n   Schatten sind des Lebens Güter,\r\n   Schatten seiner Freude Schaar,\r\n   Schatten, Worte, Wünsche, Thaten:\r\n   Die Gedanken sind nur wahr.\n\r\n   Und die Liebe, die du fühlest,\r\n   Und das Gute, das du thust, \r\n   Und kein Wachen, als im Schlafe, \r\n   Wenn du einst im Grabe ruhst. \n\r\n    Nachdem der Chor verklungen war, bestieg Professor Dr. J. Minor die Tribüne [... Festrede ...] \r\n   Mit einem Festchor des Akademischen Gesangvereins schloß die Feier.\" (d).", "Letzte Änderung": "22.04.2026 16:04"}, {"ID": 189201155, "Datum": "15.1.1892, Freitag", "Haupttext": "\"Die Lyra\" Nr. 8 (404) bespricht auf S. 1f (73f) einen Band des \"Kronprinzenwerkes\" [Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild]:\n\"            Die Musik in Oberösterreich.\n    Nachdem wir auf die Darstellungen der Musikverhältnisse in Wien und Niederösterreich im \"Kronprinzenwerke\" hingewiesen haben, gelangen wir heute zur Musik=Entwicklung in Oberösterreich, welche Musikdirector P. Georg Huemer in Kremsmünster übersichtlich dargestellt hat. [... Bedeutung der Klöster und der Orgel ... Orgel in St. Florian (mit Abbildung) ...] Von den Orgel=Virtuosen der Gegenwart ragt Professor Dr. Anton Bruckner hervor; zu Ansfelden in Oberösterreich geboren, bildete er sich in St. Florian, in Linz und zuletzt in Wien zum tüchtigen Musiker aus, wurde als Orgelspieler in Frankreich und England preisgekrönt und durch die Aufführung seiner großen Instrumental=Werke in Oesterreich u. Deutschland geehrt.\r\n     [... Schubert-Sänger Johann Michael Vogel [Vogl]... Volkslied  und Volkstanz ...] Das beigegebene Bild [aus der Bruckner-Literatur bekannt] hält einen Moment des \"Landlers\" fest; rechts die Musikanten mit dem Capellmeister, der mit dem Fuße den Tact stampft. - [... Kapitel Mundart und Volksdichtung ...]\n     Böck=Gnadenau.\"\n[Die Abbildungen stammen aus dem besprochenen Buch: auf S. 1 \"Der Landlertanz. Gezeichnet von Alois Greil.\", auf S. 2 \"Die Orgel in der Stiftskirche Skt. Florian (Kremsmünster) [sic], gezeichnet von Alex. Kropf.\"] (*).\n \n[zufällige Namensgleichheit? siehe die Anmerkung]\r\nDer Pester Lloyd Nr. 13 meldet auf S. 8:\n\"             Fremdenliste.\n[...]\nGrand Hotel Hungaria.\n[...] – A. Bruckner, Wien. – [...]\"\n[bei keinem der gemeldeten Fremden ist die Berufsbezeichnung angegeben] (**).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 07:31"}, {"ID": 189301155, "Datum": "15.1.1893, Sonntag", "Haupttext": "Die Allgemeine Zeitung München Nr. 15 bringt auf S. 5f einen »Wiener Musikbrief« von Richard Heuberger, in dem Bruckners 8. Symphonie mit Richard Wagners Musik verglichen wird.\r\n\"                  Wiener Musikbrief.\r\n    Von Richard Heuberger.\r\n     * Die Alten sind heutzutage die Idealisten. Die Jugend, die \"Jahrhundertender\" haben sich – da das blaue Blut langsam aus der Mode kommt – nun gar schwarzes angeschafft. Drei in Wien rasch auf einander folgende Premieren haben diese unsere Ansicht wieder bestätigt. Der fast 70jährige Anton Bruckner, der mit seiner knorrigen achten Symphonie bei den Philharmonikern großen Erfolg hatte, ist, trotzdem das herbe Schicksal diesen Priester der Kunst zu recht unfreiwilliger Armuth und Ehelosigkeit verurtheilte, ein unverbesserlicher Idealist geblieben; der wenige Jahre jüngere Johann Strauß [... über \"Fürstin Ninetta\" ...]. Arbeitet Bruckner in hochfliegendstem Sinne für die Denkmänner und Strauß für die Epikuräer, so tritt der dritte Meister [... Mascagni \"Die Rantzau\" ... als nüchterner Praktiker ...].\r\n     Indem wir zu Bruckner und seiner C-moll-Symphonie zurückkehren, wollen wir vor allem dem oft und oft wiederkehrenden Ausspruche entgegentreten, dieser Meister habe Wagners Tonsprache ins Symphonische übertragen. Bruckner ist in seiner Erfindung unabhängiger von dem großen Bayreuther, als manche im Gewandhause mit gedörrtem Lorbeer bekränzte Häupter. Wo er sich ähnlich wie Wagner ausdrückt – und das passirt ihm gewiß auch zuweilen – hat er eben nicht erfunden. Erfinden heißt ja gerade etwas hervorbringen, was früher noch nicht da war. Abgesehen von solchen Minima eigener Schöpferkraft, gibt Bruckner stets aus der Fülle seiner Persönlichkeit. Was an Wagner erinnert, ist oft mehr das Aeußerliche: die Instrumentirung, das Klang=Gewand. In diesem letzteren sehen wir freilich manche Perle aus der Krone Isoldens, manches Stück aus dem Schatze des Rheingoldes – aber diese mehr für die Ohren, als die für die Seele vorhandene Aehnlichkeit vermag uns nicht über den fundamentalen Unterschied zwischen den beiden Meistern irre zu machen, der nach unsrer Ansicht darin besteht, daß Richard Wagner einer der logischsten Denker war, wähend bei Bruckner das Sprunghafte, Unvermittelte, oft das direct Unlogische überwiegt. Das sollte auch Grund genug dafür sein, daß sich die Anhänger Wagners nicht gar so blind als Gefolge Bruckners verwenden lassen.\r\n     Die neueste – 1889 - 1890 componirte –Symphonie des greisen Componisten verläugnet in keinem Zuge ihren Schöpfer: in gutem Sinne in gigantischen Anläufen, genialen Einzelzügen, in rücksichtslosen Durchführungspartien, in blendender Klangpracht und virtuoser Beherrschung der Instrumentaltechnik, in üblem Sinne in der Vorliebe für – nahezu ans Kindische streifende – contrapunktische Spielereien, in der weniger consequenten, als eigensinnigen thematischen Arbeit und der stellenweise recht mangelhaften Diction. [... Gutes über das Adagio, aber Vorbehalte gegen Teile der anderen Sätze, siehe https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb00085561_00147_u001/5, dort S. 0155 ...]. Das Finale hat auch die Brahms=reinsten Anhänger Bruckners enttäuscht. Es ist leeres Getöse ohne Erfindung, ohne Fluß, ohne Reiz.\r\n     Von Bruckner zu Strauß ist gewiß ein ungeheurer Sprung – und dennoch führt ein unverfehlbarer Weg von jenem starren Felsen in dies von tausend freundlichen Blumen erfüllte Thal. . . .  Aus beiden Künstlern spricht das echte Oesterreicherthum, die Freude am Gesang, an schöner Natur, in den Werken beider spiegelt sich die üppige Volkskraft des herrlichen Landes an der Donau. [... über Strauß und Mascagni ...].\" (*).\nIn der Musikalischen Rundschau Nr. 2 erscheint auf S. 15f eine Analyse des 1. Satzes der 8. Symphonie von Max Graf:\r\n\"Eine Analyse der achten Symphonie (C-moll) von Anton Bruckner.\r\n     .  .  .  .   Noch mehr als in seinen vorhergegangenen Symphonien hat Bruckner in seiner letzten die starren Formen der Symphonien aufgelöst. Das Criterium derselben sind nicht althergebrachte Formeln, welche eine äussere Einheit bilden, sondern, wie ich mich in der letzten Nummer auszuführen bemühte, die einheitliche Individualität des Componisten, der auch die abgelegensten Theile mit seinem Herzblut erfüllt und sie auf diese Weise mit dem Ganzen in innerer Einheit verbindet. Gleich die erste Symphonie Bruckner's (C-moll) löst alle Formeln und Formen der alten Symphonie; was ihr aber fehlt, war die ausgesprochene Individualität des Schöpfers, welcher oft mehr Wagner, als sich sprechen lässt. Auch die vielgerühmte, Richard Wagner gewidmete \"Dritte\" (D-moll) gilt uns nicht als Vollwerk des Meisters. Erst in der grandiosen \"romantischen Symphonie\" (Es -dur) tritt uns die geschlossene Form der Indididualität als verbindende Einheit entgegen, welche frei von allem Fremden Gesetze gibt und Einheit schafft.\r\n     Die vollständige Beselung [sic] aller Fasern des Tonwerkes macht auch die \"Achte\" zu einem grandiosen Hauptwerke Bruckner's. Alle Stimmen des grossen Orchesterapparates sind tönend geworden, eine klingende Welt spricht zu uns, wie sie wohl Schopenhauer geträumt haben mochte, als er die Musik die tönende Weltseele nannte.\r\n     Während im ersten Artikel die subjective Wirkung dieses Werkes wiedergegeben wurde, das Elementare und Unmittelbare des Tonwerkes, soll jetzt, was sich als Secundäres dem kritischen Verstande beim Studium der Partitur*) [Fußnote: \"*) Die Partitur der Bruckner'schen Symphonie ist in glänzender Ausstattung im Verlage der verdienten Firma Carl Haslinger, qu. Tobias in Wien erschienen.\"] ergibt, aufgezeichnet werden.\r\n     Die Besetzung der Symphonie ist folgende: (Grosses Orchester) Streichquartett (oft getheilt), drei Flöten, drei Oboen, drei Clarinetten, drei Fagotts, vier Hörner (im Scherzo getheilt), drei Tenortuben, Basstuba, drei Trompeten, Alt-, Tenor-, Bassposaune, Contrabasstuba, Pauken, Harfen, Schlagwerk.\r\n     I. Satz. Allegro moderato (alla breve), (Erster Theil). Ueber dem von Violinen und Hörnern gebrachten Grundton f erhebt sich von Viola und Violoncell getragen das Haupttherma: Th. I α.\n     \r\nwelches auf höherer Stufe von d aus wiederholt wird.    Als Antwort erfolgt: Th. I β.\n     \r\ngleichfalls (in etwas veränderter Form) von c aus wiederholt.\r\n     Die Fortsetzung des Themas bildet Thema I E.\r\n     Der ganze Themencomplex wird wiederholt, Hörner, Tuba und Bässe heben das Thema ff hervor, während sich zu den den Grundton in Octav haltenden Violinen noch die Holzbläser hinzugesellen.     Das contrastirende Gesangsmotiv (Th. II) scheint in seiner charakteristischen Triolenfigur ebenfalls ausTh. I E gebildet. Die Fortsetzung der Gesangsgruppe erhebt sich in gedrängterer gesanglicher Form über der Umkehrung desselben (Th.III), welche im Verlaufe des Satzes eine grosse Rolle spielt, und stösst mit dieser im dissinonirenden [sic] Secundenintervalle zusammen (ähnlich der \"Heroika\").\r\n     Dies sind die Motive des ersten Satzes, knapp, jedoch äusserst charakteristisch. Die folgende Durchführung bringt zuerst die seelenvolle Gesangsgruppe mit ihrer Umkehrung, welche, nachdem in den Hörner- und Holzbläsern ein kleines, gedanklich den bisherigen Themen verwandtes Seitenthema erblüht, rosalienhaft in chromatischen Schritten aufstigt. Darunter schreiten gleichzeitig mit ehernen Schritte die Bässe von ges durch zwei Octaven chromatisch aufwärts, um unter Trompetenfanfaren in den Es-dur-Quartsextaccord einzulenken, worauf Thema 1 erscheint.\r\n     (Zweiter Theil – sehr ruhig.) Hier erfolgt statt ganzer Reprise eine interessante Weiterführung. Horn, Oboe, Tenor und Bassposaune wiederholen über dem festgehaltenen es und b der Geigen den Themenansatz bis in Holzbläsern und erster Violine die Umkehrung des Hauptmotivs (Thema I) erscheint. Nach kurzer Durchführung desselben, in welcher Thema III contrapunktisch verwerthet wird, erhält Thema III das Uebergewicht. Während es in Rosalien fortschreitet, pocht in die Bässe Th. I A und deutet im Rhythmus, von Pauken unterstützt, auf neues Kommendes.\r\n    Hier ist auch der zweite Theil des ersten Satzes in ähnlicher Weise abgeschlossen, wie der erste Theil desselben; bei beiden führt ein chromatischer Bassanlauf zu neuem Themenmaterial.\r\n     (Dritter Theil.) Das Neueintretende, worauf das Pochen der Bässe und Pauken uns spannte, tritt in einem contrapunktischen Kunststücke ein.\r\n     Während Bässe, Fagot [sic], Posaune und Tuba das Hauptthema (Th. I) bringen, erschallt in den übrigen Holzbläsern, Trompeten, Hörnern, Violinen und Viola in Choralform Th. III im fff (Feierlich breit), beide Themen vergrössert. Diese imposante Stelle bedeutet den Höhepunkt des ersten Satzes. In der folgenden Durchführung werden beide Themen getrennt. Ueber einem Doppelorgelpunkt der Pauke C und Bässe Th.. I. C erhebt sich das von Flöten gebrachte letzte Choralthema, während zu Figurationen das Th I C Oboen, Clarinetten, Trompete das erste Hauptthema bringen. Von S 19 Q bis S 23V scheint uns nach diesem gewaltigen Höhepunkt eine kleine Oede, in welcher Bruckner die verschiedensten Themen (Th. II Th. III) abwechseln lässt. Nur an dieser 60 Takte umspannenden Stelle scheint uns der logische Faden fallen gelassen worden zu sein. Nach einem Höhepunkt, wie der Anfang des dritten Theiles, erwartet man unausbleiblich eine letzte gewaltige Steigerung, keine Episoden. Nach dieser Oede folgt allerdings eine der grössten Bruckner'schen Steigerungen, in welcher der Rhythmus des Hauptthemas im Blech erschallt, die Pauke durch Schläge auf C den aufwärtsstrebenden Massen den Weg weist, der alle im C-moll-Accord einigt. Merkwürdigerweise findet der Satz hier keinen Abschluss, sondern über dem von Bässen und Pauken abwechselnd gebrachten Orgelpunkt, löst sich zuerst von der Umkehrung Stück für Stück verhauchend los, während die Schlussacte [sic] des Hauptmotivs (Th. I C) zweiundzwanzigmal immer leiser und leiser erklingen und endlich ersterben.\r\n    Der ganze erste, überaus knappe Satz bildet also folgendes Schema, welches am besten die Behauptung von Bruckner's Regellosigkeit entkräften möge:\r\n          I. Haupttheil S 1 – S 10, Takt 4.\r\n         II. Haupttheil S 10, Takt 4 – S 15 L.\r\n        III. Haupttheil S 15 L – Schluss.\r\n     I. und II. sind wie oben gezeigt, parallel gegliedert – zwei Stollen, denen in III. der Abgesang folgt. Der Satz zeigt also Sonatenform, nur bringt Theil II. statt der Reprise die Umkehrung des Hauptthemas und dessen Durchführung.*)\r\n                                               Max Graf.\r\n                       (Schluss folgt.)\"\r\n[Fußnote: \"*) Um übrigens von der Ehrlichkeit der Kritik Eduard Hanslick's Zeugniss zu geben, sei sein Satz \"Der erste Satz sei ausgefüllt mit absteigenden Rosalien (ähnlich der Tannhäuser-Ouverture)\" ein wenig beleuchtet. Rosalienartige Stellen bilden hie und da den contrapunktischen Zierrath des Satzes, wiederholte, im Ganzen etwa zwanzig Takte, wirkliche Rosalien – das stufenweise  ununterbrochene Fortschreiten einer Figur etwa – zehn Takte. Das nennt man gewissenhafte Kritik!\"] (**).\nIn einem Artikel der Ostdeutschen Rundschau Nr. 3 auf S. 6f wird Bruckner erwähnt:\r\n\"          Compositions-Concert Josef Reiter\r\n  am 12. d. M. im großen Musik-Vereinssaale.\r\n     Es war ein Sieg deutscher Kunst, dieses Compositionsconcert Reiter's, dessen Zustandekommen einzig und allein nur der Begeisterung echt deutscher Herzen für Reiter zu verdanken war. [... ohne bisherige Protektion ... finanzeller Erfolg tröstet über Entzug des Gehaltes während des (Kompositions)Urlaubes hinweg ...]\r\n     [... glänzender Konzertverlauf, Appel statt Ferdinand Jäger, großes Lob für die Balladen, Lieder, das einsätzige Streichquartett (mit August Duesberg) und Liszts \"B-A-C-H\", gespielt von Reiter ...] wobei er sich auch als ausgezeichneter Organist bewährte.\r\n     Freudig sei dem aufstrebenden Tondichter dieser Erfolg seiner bedeutenden Begabung gegönnt, welche auch Meister Anton Bruckner, der dieses Concert durch seine Anwesenheit auszeichnete, mit Worten des größten Lobes anerkannte. Die Zukunft gehört Reiter, hoffentlich bereitet er uns keine Enttäuschung wie Mascagni, dazu ist er zu deutsch, zu gründlich.                             Josef Stolzing.\" (***).\nKurze Notiz zur 8. Symphonie [am 18.12.1892] in der \"Caecilia\" Nr. 3 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 22 (= S. 6):\r\n\"     Weenen. — Anton Bruckner's achtste Symphonie moet bij de eerste uitvoering een diepen indruk op de hoorders hebben gemaakt.\r\n    — Prof. Tilgner heeft na herhaalde omwerkingen het model voor Mozart's gedenkteeken thans voltooid. Na langdurige beraadslagingen is besloten het geheele monument in wit marmer uit te voeren, alleen de inscriptie, guirlandes, muziekinstrumenten, enz. zullen verguld worden.\" (°).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Schumann, Beethoven (2. Sinfonie) und »Tod und Verklärung« von Richard Strauss (°°)).", "Letzte Änderung": "04.10.2023 22:18"}, {"ID": 189401155, "Datum": "15.1.1894, Montag", "Haupttext": "Brief von Frl. Bollé-Hellmund an Franz Bayer:\r\n     Übersendet wunschgemäß Kritiken zu den Berliner Konzerten. Bei der 7. Symphonie [6.1.1894] sei sie krank gewesen (die Pfiffe hätten nicht Bruckner gegolten). Beim »Te deum« habe sie persönlich den Erfolg miterlebt. Bruckner habe nicht, wie Bülow mit einer Rede, sondern mit Gesten gedankt. Schon Herbeck hätte Bruckners Genie dem Publikum näher bringen sollen. Bemerkungen über Hugo Wolf. Schlägt Gründung eines Bruckner-Vereins vor (*).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 2 bringt auf S. 20 eine Kritik des Konzerts vom 28.12.1893 (mit dem Quintett), signiert \"O. v. K.\" [O. v. Kapff]:\r\n\"     Der Wagnerverein, stets nach Möglichkeit bemüht an seinen Musikabenden Interessantes zu bieten, hatte auf das Programm seines vierten Abends, am 28. December 1893, ein Bruchstück aus Schubert's sogenannter Ostercantate \"Lazarus\" gesetzt, [... Oberhauser (Bariton, früher Berlin), Hugo Wolf, Lilly Leschky, Richard Wagner ...]. Einen großartigen Erfolg trug das Quartett Hellmesberger, ergänzt durch Herrn Stecher, mit Bruckner's genialem Quintette davon, dessen herrliches Adagio einen wahren Sturm des Beifalls entfesselte. Der Vereinschor sang noch zu Beginn das Paternoster aus Liszt's \"Christus\", das erst im Amen Farbe und Leben bekommt, und den Schlußchor aus \"Tannhäuser\".    O. v. K.\" (**)\nund berichtet auf Seite 25 (\"Vereins=Zeitung.\") von der\r\n\"        Sylvesterfeier des Wiener Männergesangvereines.\r\n      Alljährlich veranstaltet der Wiener Männergesangverein um die Jahreswende herum eine Familienfeier, wie sie wohl nicht herrlicher und inniger gedacht werden kann. [... anwesend u. a.: Bürgermeister Dr. J. N. Prix, Orgelvirtuose Adam Ore aus Riga. Hellmesberger-Quartett, Carl Udel, Franz Köstinger, Kremser, Olschbaur ... Chöre der Jubiläumsfeier mit humoristisch veränderten Texten ...]; \"Der verhexte Jager\" von Th. Koschat mit einem komischen Ausfall auf Bruckner's schwierige Composition [vermutlich \"Helgoland\" gemeint]; [...].    Keller.\" (***).\nDie Extrapost Nr. 626 (Wiener Montags-Journal) teilt auf S. 4 mit, daß statt der Brucknerschen Symphonie [2. Symphonie geplant am 14.1.1894] Liszts »Orpheus« gegeben wurde und erwähnt Bruckners [geplante oder erfolgte?] Heimkehr aus Berlin (signiert \"m. g-l.\"):\r\n\"     (Philharmonisches Concert.) Statt der Bruckner'schen Symphonie, deren Aufführung bis zur Heimkunft des Wiener Meisters aus Berlin – wo er Thriumph [sic] um Triumph feiert – verschoben wurde, stand der Lißt'sche \"Orpheus\" auf dem Programme. Nach diesem Stücke wurde viel gezischt. Es scheint also unter den Besuchern der philharmonischen Concerte noch immer Leute zu geben, welche geistreiche Musik nicht vertragen können. [... dafür Applaus für ein ödes Raff-Konzert und Beethoven ...] Vor fünfzig Jahren gab es in Deutschland allerdings Leute, welche auch diese Symphonie auszischten.     m. g–f.\" [auch zu lesen als \"m. g–l. oder m. g–t.\"?] (°).\nDie \"Caecilia\" Nr. 3 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 18f (= S. 5) vom Konzert [am 19.12.1893] mit dem \"Ave Maria\" [Vermutlich WAB 6]:\r\n\"             KRONIEK.\r\n[...]\r\n     Uit Utrecht:\r\n     De uitvoeringen der Nederlandsche ToonkunstenaarsVereeniging, alhier op 9 November en 19 December des vorigen jaars gegeven, hebben beide een gunstig verloop gehad. Had de eerste hoofdzakelijk kennismaking met werken van jonge nederlandsche componisten ten doel, de tweede liet daarentegen een blik in het verleden slaan.\r\n    [...]\r\n    De volgende uitvoering door het a cappella-koor uit Amsterdam, onder leiding van den heer Ant. Averkamp gegeven, was in een woord schitterend. Een schoon samengesteld programma werd op eene wijze uitgevoerd, waarvoor wij onze bewondering betuigen. Zuiverheid, schoonheid van klank en voordracht gaven er zulk eene wijding aan, dat wij van ganscher harte hopen, dat de heer Petri ons spoedig in de gelegenheid zal stellen dit voortreffelijke koor weêr te hooren. Reeds dadelijk bewees het eerste nommer, Sweelink's 90-ste Psalm, dat een uitverkoren schaar hier voor ons optrad, en elk volgend nommer deed ons meer en meer in verheven stemming het genot smaken, dat aan zulk eene wedergave van zulke werken verbonden is.\r\n    De eenvoud en ware reinheid van Palestrina's werken, het liefelijke in Du Hirte Israëls van Bortniansky, het teedere in Brahms' Ruf zu Maria, en het indrukwekkende en overweldigende in Bruckner's Ave Maria hebben ons met de overige nommors een heerlijken avond doen genieten, die, naar wij hopen, spoedig moge herhaald worden.\" (°°).\nEin Inserat im \"Haagsche courant\" Nr. 3329 ('s-Gravenhage) auf S. 8 teilt das Programm des Konzerts vom 17.1.1894 mit dem \"Ave Maria\" (am Ende des 1. Teils) mit (°°°).\nAuch \"Het vaderland\" Nr. 12 ('s-Gravenhage) bringt auf S. 6 einen Hinweis: \"     Averkamp’s a cappella-koor zal op het Toekomst-concert in het Gebouw ook een Ave Maria van Bruckner en Brahms’ Darthula’s Grabesgesang zingen. De eigen compositie, die Hekking zal voordragen, is een Polonaise.\" (#)\r\nund auf Seite 8 ein Inserat (##).\nEin Inserat erscheint auch im \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\" Nr. 12 auf S. 10 (###).", "Letzte Änderung": "12.12.2023 08:59"}, {"ID": 189501155, "Datum": "15.1.1895, Dienstag", "Haupttext": "[??] Aufführung der 4. Symphonie unter Emil Nikolaus von Reznicek in Mannheim (*).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 54, sich auf den Alpen-Boten [vom 13.1.1895] berufend, daß sich Bruckners Befinden gebessert habe:\r\n„   Linzer und Kronlands=Nachrichten.\r\n                            Linz, 14. Jänner.\r\n    * (In dem Befinden Anton Bruckners) ist, wie der „Alpenbote“ meldet, erfreulicherweise eine entschieden günstige Wendung eingetreten, so daß man hoffen darf, der greise Meister werde in kurzer Zeit wieder arbeitsfähig sein.“ (**).\n\"Die Lyra\" Nr. 8 (475) berichtet auf S. 9 (97) von der Hauptversammlung des Troppauer Männergesangvereins am 9.12.1894:\r\n\"     Troppau (Oesterr.=Schlesien). Am 9. Dec. vormittags fand eine satzungsgemäße Aufführung geistlicher Musik statt, [...] – Nachmittags fand im Uebungszimmer die 49. ordentliche Hauptversammlung unter dem Vorsitze des Vorstandes Dr. Pretzlik statt. [... Schriftführer Baczynski, Vorstellung des Jahresberichts, zur Mitgliederbewegung wird mitgeteilt, ...] daß die Zahl der Ehrenmitglieder durch Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an den Tonkünstler und Prof. A. Bruckner in Wien [1.12.1893] auf 25 gestiegen ist. [... erwähnt werden: Kassier Alker, Mitglieder Hannak und Strauß, Neuwahl (Dr. B. Pretzlik, F. Hofmann, Chormeister Fried. Keitel und J. Helfert, A. Baczynski, C. Prauß, A. Schmack, H. Baumgartner, W. Fried, Kaufmann, Dr. Otto Maly), E. S. Engelsberg (Standbild) ...]\" [Keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "01.08.2025 15:04"}, {"ID": 189601155, "Datum": "15.1.1896, Mittwoch", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 2 berichtet auf S. 20 über die Konzerte vom 5.1.1896 mit der 4. Symphonie, vom 12.1.1896 mit dem »Te Deum« und vom 28.12.1895 (mit dem \"Locus iste\"):\r\n\"        Concerte.\r\n     Ein gar merkwürdiges Programm lag dem am 5 Jänner stattgehabten fünften philharmonischen Concert zu Grunde: Mozart, Rich. Strauß, Mendelssohn, Bruckner. Eingeleitet wurde das Concert mit der oberflächlich absolvirten dreisätzigen D-dur-Symphonie von Mozart (Köchel Nr. 504), die eine Kette ineinandergreifender Schönheiten bildet und von entzückendem Frühlingsduft erfüllt ist. Aus der sonnigen Stimmung der jugendfrischen Mozart'schen Composition war der Uebergang zu der nun folgenden bizarren Novität Rich Strauß' sehr schwer zu finden, deren curioser Titel „Till Eulenspiegels lustige Streiche, nach alter Schelmenweise – in Rondeauform – für großes Orchester gesetzt\" lautet. [...]  . . . .  Nach Mendelssohn's stimmungsvoller „Hebriden=Ouverture\" wurde noch die vierte Symphonie (Es-dur) von Anton Bruckner zu Gehör gebracht, die nachträglich vom Componisten als „romantische\" bezeichnet worden ist. Trotz der Bemerkung auf den Programmen: „Erste Ausführung in den philharmonischen Concerten\" ist das groß angelegte symphonische Werk weder für Wien noch für die Philharmoniker eine Novität, nachdem es von letzteren schon zweimal (1881 und 1889 [sic]) bei außerordentlichen Gelegenheiten zum Vortrage gebracht worden ist. Die diesmalige vortreffliche Aufführung trug dem anwesenden greisen Componisten zahlreiche Hervorrufe ein.\r\n             ————\r\n      Auch in dem am folgenden Sonntag veranstalteten zweiten Gesellschafts-Concert bildete eine Bruckner'sche Composition, sein gewaltiger „Te deum“, den Hauptbestandtheil des, nebenbei gesagt, etwas gar zu buntscheckig zusammengesetzten Programmes. Und auch hier wurde Bruckner durch stürmische Beifallskundgebungen und Hervorrufe seitens des Publikums ausgezeichnet. Als Eröffnungsnummer figurirte die Ouvertüre (mit Chor) zu „Nais“. einer 1749 zum erstenmale in Paris aufgeführten Oper von Rameau, ein kurzweiliges Stück, das in der geschickten Bearbeitung von Mottl bei jedem ernsten Musikfreund nicht blos historisches, sondern auch rein künstlerisches Interesse hervorzurufen geeignet ist.. Herbeck's stellenweise ein wenig philisterhafte „Tanzmomente\" für Orchester – eine Nachahmung der vierhändigen melodienreichen „Deutschen Tänze\" von Schubert – ferner zwei Frauenchöre mit Harfe und Hörnerbegleitung („Es tönt ein voller Harfenklang\". „Gesang auf Fingal\"), und gemischte Chöre („Dein Herzlein mild\", „Es gehl ein Wehen\") von Brahms wurden zwischen Rameau und Bruckner aufgeführt. Der Vortrag dieser mit größter Sorgfalt und minutiöser Beobachtung aller dynamischen Schattirungen studirten Chöre unter Herrn v. Perger's verständnisvoller Leitung verdient als geradezu musterhaft gerühmt zu werden. Nach dem letzten Chorlied steigerte sich der Beifall derart, daß die Nummer wiederholt werden mußte. Bei dem Bruckner'schen „Te deum“ boten auch die Solisten, Herr Dippel und die Damen Chotek und Hofmann recht anerkennenswerthe Leistungen. [... über zwei weitere Konzerte ...]\r\n             ————\r\n     Der Wagnerverein bot den Besuchern seines zweiten Musikabendes am 28. v. M. ein fast durchwegs wohlbekanntes Programm, der Dirigent hatte es sich eben einmal sehr leicht und bequem gemacht. Denn das Weihnachtslied von Prätorius „Es ist ein Reis entsprungen\", Mozart's Ave verum, Bruckner's Graduale „Locus iste“ und nun gar der Schlußchor aus Tannhäuser „Heil! Der Gnade Wunder Heil!\" sind ja sehr schöne Compositionen, aber den Reiz der Neuheit bieten sie doch gewiß nicht im mindesten. Auch Frau Kaulich konnte mit der aus dem Zusammenhang herausgerissenen Erzählung der Waltraute aus der „Götterdämmerung\", die sie höchst mittelmäßig sang, kein sonderliches Interesse erwecken, und Frl. Irene v. Brennerberg spielte ihre Violinpiècen (Adagio v. Bach und Wagner's Albumblatt) schläfrig und unrein herunter. Am meisten interessirten noch die Herren Schalk und Foll mit dem vierhändigen Vortrag des Marsches der Heil. Dreikönige aus Liszt' „Christus\". \" (*).\nDas Philharmonische Konzert (am 5.1.) wird auch in der »Lyra« XIX, Nr. 8 (499) auf S. 88 [= S. 4] besprochen:\r\n\"                Wiener Concerte.\r\n    Das fünfte philharmonische Concert ist etwas lang gerathen! [... kurz über Mozart, Mendelssohn und Richard Strauss ...] Das Hauptinteresse des Concertes nahm Bruckners vierte (romantische) Symphonie in Anspruch, welche ihre vierte Aufführung erlebte und einmüthigen Beifall fand. Im Laufe der letzten Jahre ist die Zahl derer beträchtlich gewachsen, welche dem bedeutenden Werke Verständniß entgegenbringen und auch in den Kreisen derer, die Bruckner, für den die „Lyra” schon seit geraumer Zeit entschieden eingetreten ist, lange genug die größten Schwierigkeiten in den Weg legten, wird die Ueberzeugung platzgreifen müssen, daß sich der Siegeszug der Bruckner'schen Symphonien nicht mehr aufhalten lassen wird. Wir freuen uns des neuesten großen Erfolges des Meisters aufrichtig und wünschen ihm, daß ihm noch viele Tage gegönnt sein mögen, die ihm so reiche Ehren bringen, wie der Tag des fünften philharmonischen Concertes. [... über das vorherige Konzert ...]\" [keine Signatur] (**)\n \nund in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung VIII, Nr. 10/11 auf S. 3 von B. Lvovsky:\r\n\"             Wiener Concerte.\n     Der kurz vor Weihnachten – am 19. December – vom \"Quartett Hellmesberger\" veranstaltete \"ausserordentliche Kammermusikabend\" bezeugte auf's Neue, dass die genannte künstlerische Vereinigung im Vortrag classischer Tonwerke keine Concurrenz zu scheuen habe. [... Theodor Helm über dieses und andere Konzerte ...]\r\n     [... 4. Philharmonisches Konzert, Kammermusik (sehr ungünstig über Werke Richard von Pergers und Josef Reiters) ...] \n     Ein wahrer Festtag in den Annalen der Wiener Musikfreunde war der 5. d. Mts.: zum erstenmale in einem Philharmonischen Concerte wurde Dr. Anton Bruckner's grossartige „Romantische Symphonie” Es-Dur Nr. 4 aufgeführt. Es war dies die vierte Aufführung dieses Werkes in Wien; schon bei zwei früheren Gelegenheiten waren die Ausführenden die Philharmoniker unter Hans Richter. Mir war es jetzt erst vergönnt worden, dieses Meisterwerk zu hören; wie die Offenbarung einer neuen Tonwelt muss es Jeden überkommen, der dieses Zauberreich der Romantik betritt, vorausgesetzt, dass er kein verknöcherter Zopf ist und die Ohren am rechten Flecke hat! In allen ihren Sätzen zeigt diese Symphonie, trotz aller grossen Freiheiten der Form, ein deutlich nachweisbares formelles und thematisches Gefüge; im letzten Satze zwar droht das Genie fast die Schranken zu brechen, aber auch hier entwickelt sich Alles logisch und folgerichtig, wenn auch nicht im Sinne der traditionellen Rondoform. Es wäre vergebens, in Worten ausdrücken zu wollen, welcher Reichthum an neuen und bedeutungsvollen musikalischen Ideen, welche Fülle reizvoller melodischer Gebilde und kühnster contrapunktischer Combinationen sich hier entwickelt! Und vor Allem Bruckner's Instrumentationskunst! Im Gegensatze zu so vielen modernen Componisten, welche die Blechinstrumente bloss als Lärmerzeuger verwenden, lässt Bruckner selbe zumeist in majestätischem Glanze erklingen. Die Stelle, wo zum Schlusse des ersten Satzes die Bläser das Hauptthema wieder bringen, sucht in der ganzen musikalischen Literatur ihres Gleichen. Die Aufführung der Symphonie unter Hans Richter's Leitung war eine höchst würdige; der greise Meister, welcher trotz seiner andauernden Krankheit in der Loge dem Concerte beiwohnte, wurde nach jedem Satze stürmisch gerufen und war zum Schlusse Gegenstand warmer Ovationen. Es war zu sehen, dass der Beifall von der überwiegenden Mehrheit des Publicums ausging und in erfreulicher Weise die Zahl Derjenigen stetig zunimmt, welchen sich das Verständniss der Meisterwerke dieses so lange verkannten grossen Meisters eröffnet. Trotz der höchst ungeschickten Anordnung des Programmes (die Bruckner'sche Symphonie war zum Schlusse des Concertes placirt worden), in welches die diesmal wohl überzählige „Hebriden-Ouverture” eingereiht worden war, hielten die Zuhörer in gehobenster Stimmung bis zum Schlusse aus; die kleine Anzahl Derjenigen, welche sich früher entfernten, kann der gegnerischen Presse keineswegs Anlass zum üblichen Jammergeheul geben, dass „die Leute bei einer Bruckner'schen Symphonie davonlaufen”: diese Sorte thut dies auch, wenn eine Brahms'sche Symphonie zum Schlusse einer Aufführung kommt, welche die übliche Speisestunde etwas zu weit hinausschob. [... über \"Till Eulenspiegel\" ...]    B. Lvovský.\" (***).\n \ndas Gesellschaftskonzert vom 12.1. im Neuigkeits-Weltblatt Nr. 11 auf S. 12, signiert \"Alpha\" [Albert Gustav Roncourt]: \"     Zweites Gesellschaftskonzert. Auf die Zusammenstellung des Programms des vorgestrigen zweiten Gesellschaftskonzertes darf sich der neue Leiter des Singvereins, Herr Richard v. Perger, nichts einbilden. Es war ein recht gemischtes und nur theilweise interessantes. Die Hauptnummer, Bruckner's Tedeum, kam erst am Schlisse und traf ein bereits etwas ermüdetes Publikum, das aber doch die großen Schönheiten des Werkes mit Begeisterung aufnahm und den anwesenden Tonmeister in der herzlichsten Weise auszeichnete. Das im \"Tedeum\" mitwirkende Soloquartett, bestehend aus den Damen Chotek und Hofmann und den Herren Dippel und Weiß, befriedigte mäßige Ansprüche. Die übrigen Nummern hielten sich, der genialen Komposition unseres Bruckner's gegenüber gemessen, in mitunter sehr beträchtlichem Abstande. [... Rameau/Mottl, Herbeck, Brahms ...] Herr v. Perger zeigte sich wieder als temperamentvoller Dirigent, der seine Schaaren zu animiren versteht. Auf die Bildung des Programms wird er aber in der Folge mehr Bedacht nehmen und sich weniger mit Bekanntem abgeben müssen, wenn er die Theilnahme des Publikums für die Gesellschaftskonzerte rege erhalten will.\r\n                                                              Alpha.\" (°).\n \nIn der \"Presse\" Nr. 14 ist auf S. 9 erstmals [Stand Juni 2020] in den Wiener Blättern dokumentiert, dass die Schattenbilder Otto Böhlers auch Bruckner zeigen:\r\n\"                         Carneval 1896.\r\n[...]\r\n     Die Carnevals-Idee des Schubertbundes scheint wegen ihrer Mannigfaltigkeit, die sie bei der Gruppenbildung und Costumirung, sowie bei der Entfaltung von Ulk und Witz gewährt, lebhaft im Publicum anzusprechen, denn die Einladungen zu dem Feste, deren köstliche satirische Zeichnung von dem durch seine \"Hans Richter\"-, \"Jahn\"- und \"Bruckner\"-Schattenbilder bekannten Dr. Otto Döhler [sic] entworfen wurde, sind schon fast vergriffen und es wurde ein Nachdruck erforderlich; [...]\" [siehe die Anmerkung] (°°).\n \nNahezu gleichlautend die Meldung des Deutschen Volksblattes Nr. 2526 auf S. 11:\n\"                        Bälle und Kränzchen.\n[...]\n     [Eine literarische Faschingsnacht im Sofien=Saale.] Diese Carnevals-Idee des Schubert=Bundes scheint wegen ihrer Mannigfaltigkeit, die sie bei der Gruppenbildung und Costümirung, sowie bei der Entfaltung von Ulk und Witz gewährt, lebhaft im Publikum anzusprechen, denn die Einladungen zu dem Feste, deren köstliche satyrische Zeichnung von dem durch seine \"Hans Richter\"-, \"Jahn\"- und \"Bruckner\"-Schattenbilder bekannten Dr. Otto Böhler entworfen wurde, sind schon fast vergriffen und es wurde ein Nachdruck erforderlich; [...]\" (°°°).\n \nDie \"Caecilia\" Nr. 3 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 19 (= S. 7) von der Aufführung der 5. Symphonie in Budapest [am 18.12.1895]:\r\n\"     Pest. — Op het laatste Philharmonische concert werd hier Bruckner's vijfde Symphonie (in Bes) met groot succes ten gehoore gebracht. Ook de pers toont zich zeer met het werk ingenomen, hetgeen te meer verwondering baart als men weet, dat deze steeds sterk tegen Bruckner gekant was. De reden daarvan schijnt in de eerste plaats in het chauvinisme der Hongaren te schuilen en in de tweede plaats gaf de slechte uitvoering van een van Bruckner's symphonies, een tiental jaren geleden, reden om zich tegen de uitvoering van een ander werk van dezen componist te verklaren. In weerwil daarvan en van de uitgebreidheid van het werk, dat l½ uur in beslag neemt, klom de bijval na elk deel. De uitvoering had plaats onder leiding van Ferdinand Löwe, een leerling van Bruckner en door Hans Richter aanbevolen. Deze had met groote zorg en voorliefde het werk ingestudeerd, dat dan ook buitengewoon goed van stapel liep.\" (a).", "Letzte Änderung": "25.04.2026 02:28"}, {"ID": 189701155, "Datum": "15.1.1897, Freitag", "Haupttext": "[?] Aufführung der 4. Symphonie unter Reznicek in Mannheim (*).\nArtikel von B. Lvovsky \"Anton Bruckners Messe in d-Moll. Zur Erstaufführung in Wien am 17.1.1897\" in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung 9, Nr. 10, S. 4 (**).\r\nAuf S. 7 (\"Musik- u. Theaterbriefe\") wird die Aufführung der 4. Symphonie in Prag besprochen (**a).\nSehr günstige Kritik zur Aufführung der 4. Symphonie [am 13.1.1897] in den Münchner Neuesten Nachrichten (***).\nDie Aufführung der d-Moll-Messe am 17.1.1897 wird im Deutschen Volksblatt Nr. 2887 auf S. 11 angekündigt:\r\n\"[...] Nach den Proben zu schließen, dürfte auch die Ausführung dieses höchst schwierigen Tonwerkes vortrefflich gelingen und steht somit ein hoher Genuß bevor, welchen sich alle Freunde kirchlicher Kunst, insbesondere die Verehrer des verblichenen Meisters, nicht entgehen lassen sollten.\" (°).\nDas Vaterland Nr. 15 kündigt auf S. 7 die Aufführung des Quintetts am 10.1.1897 [sic! recte: 17.1.1897] an:\r\n\"     — Das vierzehnte Concert des „Ersten Wiener Volksquartett\" für classische Musik (Quartett Duesberg) findet am Sonntag, 10. d. M., Nachmittags von 5 bis halb 7 Uhr im Festsaale des Architektenvereines, Eschenbachgasse Nr. 9, unter gefälliger Mitwirkung der Concertsängerin Fräulein Bertha Wiedermann und der Pianistin Frau Natalie Duesberg mit folgendem Programme statt: Anton Bruckner, Streichquintett in F-dur (Wiederholung auf vielseitiges Verlangen); v. Fielitz, Guido Peters, Löwe: Lieder; Saint-Saëns, Clavierquartett in B-dur.\" (°°).\nDie Zeitschrift \"Der Kirchenchor\" 27, Nr. 1, berichtet vom Plan, in Steyr ein Denkmal in Form eines Votivfensters zu errichten. Spenden nehme Franz Bayer entgegen.\n\"Bruckner Denkmal. In der Stadt Steyr-Ob.=Oesterreich, wo sich Dr. Ant. Bruckner viel aufhielt und die Orgel spielte, hat sich ein Comite gebildet, behufs Schaffung eines Denkmals für den verstorbenen Meister in Form eines Votivfensters nahe beim Chore in der dortigen Kirche (60000 fl.) oder in anderer Form. Beiträge nimmt entgegen Chorregent Fr. Bayer in Steyr –  Bruckner war auch Kirchencomponist.\" (°°°).\nKurzer, unsignierter Bericht vom Konzert am 5.1.1897 in Köln mit der 4. Symphonie – \"die, zum ersten Male auf dem Programm erscheinend, eine eigentlich durchschlagende Wirkung beim Publicum nicht zu erziehen vermochte [...]\"  – in den Signalen für die musikalische Welt Nr. 15 auf S. 72 (#).\nDie \"Lyra\" Nr. 8 stellt auf S. 5f ein neues Projekt vor:\r\n\"     Ein Bruckner-Museum. Im Landesmuseum in Linz wird ein Brucknerzimmer geschaffen, in welchem die Hinterlassenschaft des großen Tonmeisters (Clavier, Handschriften, Partituren, Porträts u. s. w.) untergebracht werden. So erhält auch Linz, die Hauptstadt Oberösterreichs. die Grundlage eines Bruckner-Museums. Nur in Wien will e» mit den Künstler-Museen nicht glücken!\"\r\nAuf S. 6 ein Hinweis, dass Fromme's Kalender für die musikalische Welt 1897 u.a. ein Bruckner-Bild bringt (##).\nEbenfalls auf Seite 6 ein Bericht vom Konzert in Prag am 6.12.1896:\r\n\"     Prag. Das von der „Liedertafel der deutschen Studenten in Prag\" zu Gunsten des Kaiser Kranz [sic] Josef-Kinderspitales am 6. v. M. im Rudolphinum veranstaltete Concert war widerum einmal ein musikalisches Ereigniß. [...] Bruckner's „Germanenzug\" wurde bereits früher gewürdigt. Das Graduale aus der „Ungarischen Krönungsmesse\" [...] Das Concert hatte einen Reinertrag von nahezu 1000 Gulden erzielt.\" (###).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 22:27"}, {"ID": 189801155, "Datum": "15.1.1898, Samstag", "Haupttext": "Kritiken zur Aufführung der 3. Symphonie [am 9.1.1898] in \"Die Zeit\" Nr. 172 auf S. 46, signiert \"R. W.\" [= Richard Wallaschek] (*)\r\nund von Theodor Helm in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 10 auf S. 3 (**).\r\nIm selben Heft wird auf S. 4 die Formbehandlung im Streichquartett von Josef Reiter kritisiert - selbst Bruckner und Richard Strauss hielten die Regeln besser ein (**a).\nDie Linzer Zeitung berichtet vom Besuch Erzherzogs Rainer in Zerritschs Atelier, um den Entwurf für das Steyrer Bruckner-Denkmal zu besichtigen (***).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 11 bietet auf S. 4 eine Vorschau auf das Oberösterreichisch-Salzburgische Sängerbundesfest, bei dem u. a. Bruckners Chor \"Sängerbund\" [WAB 82] (zur Denkmal-Enthüllungsfeier [29.5.1898]) vorgesehen ist (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189901155, "Datum": "15.1.1899, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Bernhard Ziehn an Hugo Kaun, in Chicago geschrieben:\n     Freut sich über das Steinway-Geschenk an Kaun und die Stimmungsbesserung. Über den Undank einer reichen Amerikanerin, die [von Ziehn?] jahrelang unentgeltlich unterrichtet wurde.\n     \"Am 24. Januar wird hier durch Spiering Bruckner's Quintett aufgeführt. Thomas hat bei der Probe zur 4. Symphonie den Musikern gesagt, daß sie auch hier wieder gespielt werden soll.\n     Da Sie nächsten Samstag hier sein werden, wie Sie schreiben, können wir das Weitere ja besser mündlich ausmachen. Das will ich Ihnen aber jetzt gleich sagen, nach Milwaukee kann ich auch zum Concert [24.1.1899] nicht kommen, so gern ich Ihnen gefällig wäre: das Quintett will ich nicht einbüßen, &amp; den Dienstag Nachmittag nebst Mittwoch Morgen darf ich nicht einbüßen. Besorgen Sie mir aber sobald als möglich ein Programm zu einer Notiz für Lessmann.\" (*).\n \nThe Chicago Tribune Nr. 15 kündigt auf S. 32 das Konzert vom 24.1.1899 mit dem Quintett an:\r\n\"              MUSIC AND DRAMA\n[...]\r\n     The programm for the concert to be given on Jan. 24 by the Spiering Quartet will comprise the following numbers: Bruckner, quintet for strings (first time in Chicago); Saint-Saëns, quartet for piano, violin, viola, and 'cello; and Beethoven, quartet,  opus 18, No. 3. The quartet will have the assistance of Mr. Walter Spry, pianist, and Mr. William Diestel, who will play the second viola in the Bruckner quintet.\" (**).\n \nNahezu identisch schreibt The Inter Ocean Nr. 297 (Chicago, Illinois) auf S. 15:\r\n\"        MUSIC AND MUSICIANS.\r\n[...]\r\n     The programme for the concert to be given on Jan. 24 by the Spiering Quartet, will comprise the following numbers: Bruckner, quintet for stringe [sic] (first time in Chicago); Saint-Saens, quartet for piano, violin, viola, and 'cello; and Beethoven quartet,  opus 18, No. 3. The quartet will have the assistance of Mr. Walter Spry, pianist, and Mr. William Diestel, who will play the second viola in the Bruckner quintet.\" (***).", "Letzte Änderung": "16.12.2024 15:34"}, {"ID": 190001155, "Datum": "15.1.1900, Montag [?]", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 3963 kündigt auf S. 5 die Aufführung von Teilen der 4. Symphonie in E. Kaisers Konzert [in Hietzing? wann? ursprünglich am 9.1.1900 geplant?] an (*).\nIn der Besprechung des 5. philharmonischen Konzerts in der Deutschen Zeitung ist zu lesen, daß man Liszt und Bruckner vermißt, wogegen Mahler vermehrt aufgeführt wird (**).\n[?] Aufführung der 5. Symphonie unter M. Spörr in Graz (***).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 12:59"}, {"ID": 190101155, "Datum": "15.1.1901, Dienstag", "Haupttext": "Bericht über den Musikabend beim Wagner-Verein [am 5.1.1901] mit dem Gloria der e-Moll-Messe in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung auf S. 5 (*).\n\r\nAuf S. 10 ein Hinweis auf die Aufführung des 150. Psalms am 20.1.1901 (**).", "Letzte Änderung": "30.01.2025 10:41"}, {"ID": 190201155, "Datum": "15.1.1902, Mittwoch", "Haupttext": "In einem Artikel (\"Wiener Musikbrief\") im Pester Lloyd Nr. 3 auf S. 2f erwähnt Theodor Helm Bruckner im Zusammenhang mit dem 2. Satz von Mahlers Vierter Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190601155, "Datum": "15.1.1906, Montag", "Haupttext": "In der Extrapost/Wiener Montags-Journal erscheint auf S. 7 eine mit \"r. b.\" signierte Besprechung des Konzerts vom 9.1.1906 mit der 7. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190701155, "Datum": "15.1.1907, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Volkmar Andreae in einem Hilfs und Pensionskassenkonzert in Zürich. Auf dem Programm steht außerdem das Triumphlied op. 55 von Brahms.", "Letzte Änderung": "15.06.2026 07:53"}, {"ID": 191301155, "Datum": "15.1.1913, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch das Wiener Tonkünstler-Orchester und den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde unter Franz Schalk im 2. Gesellschaftskonzert im Großen Musikvereinssaal in Wien [Voraufführung (öffentliche Generalprobe?) am 14.1.1913] (*).\n \nRechnung des Stiftspfarramts St. Florian über 202 Kr für das Begräbnis I. Klasse für Ignaz Bruckner. Empfang am 1.3.1913 quittiert von G. Brunbauer (**).", "Letzte Änderung": "27.07.2026 09:35"}, {"ID": 191401155, "Datum": "15.1.1914, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter Nikisch im 12. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191501155, "Datum": "15.1.1915, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 14.1.1915 mit der f-Moll-Messe im Berliner Lokal Anzeiger, signiert \"W. A.\" (*)\n\n\nund in der Abendausgabe der Vossischen Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192001155, "Datum": "15.1.1920, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie unter Nikisch im 15. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses (*).\nAufführung der 3. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Willem Mengelberg in Amsterdam (**).", "Letzte Änderung": "15.03.2024 16:11"}, {"ID": 192201155, "Datum": "15.1.1922, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms unter Ernst Wehrli in einem Hans-Huber-Gedächtniskonzert in Aarau (*).\nNotiz [Benno Feyrers?]\r\n»zurück am 15/1 22«\r\nauf dem Umschlag der »Te deum«-Entwürfe [betrifft Ausleihe durch Max Auer am 19.11.1921] (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2023 19:31"}, {"ID": 192401155, "Datum": "15.1.1924, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung von 7. Symphonie und »Te deum« in Zürich.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192501155, "Datum": "15.1.1925, Donnerstag", "Haupttext": "In der Konzertumschau \"Vergängliches\" im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 24 auf S. 2 schreibt Kurt Singer, dass berühmte Dirigenten wie Bruno Walter oder Erich Kleiber sich nicht gerne mit problematischen Werken abgeben.\r\n\"Es ist dieselbe Erscheinung, die es jahrzehntelang verhindert hat, daß Wolfsche Gesänge, oder Brucknersche Sinfonien Allgemeingut wurden. [... Dirigenten mit Verknüpfung zu einem bestimmten Komponisten haben größeren Nachruhm ...]. So werden Hans von Bülow für Brahms, Nikisch und Loewe für Bruckner als Apostel in der Geschichte fortleben. Für Mahler setzen sich jetzt schon zu viele ein, als daß mit ihm Ewigkeitsruhm für den Dirigenten zu erwerben wäre. [...].\"", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:23"}, {"ID": 192601155, "Datum": "15.1.1926, Freitag", "Haupttext": "Brief (Postkarte) von Fritz Giese (Stuttgarter Mitarbeiter des Verlages Carl Marhold) an Erich Kinast: \n    Die Manuskripte [\"Immanuel Kant. Anton Bruckner: Das Psychogramm des Philosophen und Künstlers\"] könnten in der Zeitschrift \"Deutsche Psychologie\" [Halle 1926, Band IV, Heft 5, S. 305-374, Einzelheft S. 3-72] erscheinen und seien bereits in der Druckerei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192701155, "Datum": "15.1.1927, Samstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 13.1.1927 mit der 4. Symphonie in the Los Angeles Times auf S. 25 (= S. 7 des 2. Teils):\n\"   NEW WORKS GIVEN FINE PERFORMANCE\nRothwell Conducts Bruckner Fourth; Steeb Triumphs With Strauss\n   (Reprinted from Friday's late edition of The Times.)\n                BY ISABEL MORSE JONES\n     It was an entirely new evening at the Philharmonic concert Thursday night. [...] the most casual listener might well ask, Why do we know so little of such a noble musician? [... wohlwollende Besprechung ...].\n     It is apparent upon looking back upon Thursday night's impressive performance why Buckner is seldom played. A conductor must have the same big qualities of mind and simplicity of heart. It is apparent, too, that Mr. Rothwell approached this Bruckner with prayer and reverence. The orchestra responded with its best.\n     Olga Steeb played the Srauss [sic] \"Burlesque\" with the orchestra. [... Lob, auch für den Pauker ...].\"", "Letzte Änderung": "06.12.2024 11:51"}, {"ID": 193101155, "Datum": "15.1.1931, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Otto Klemperer im 12. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193201155, "Datum": "15.1.1932, Freitag", "Haupttext": "Kritik von Maurice Imbert zur 5. Symphonie [am 2.1.1932 in Paris] im Courrier musical (*).\n \nAufführung der 9. Symphonie durch die Sächsische Staatskapelle unter Fritz Busch im 3. Sinfoniekonzert der Reihe B um 20 Uhr in Dresden. Vor der Pause stehen Werke von Gluck (Ouvertüre \"Iphigenie in Aulis\" mit Schluss Richard Wagners) und Beethoven (Violinkonzert mit Jan Dahmen) auf dem Programm. Die Öffentliche Hauptprobe fand um 11:30 Uhr statt (**).\n \nAuflösung des Kreuzworträtsels vom 1.1.1932 in Radio Wien Nr. 16 auf S. 23 (***).\n \nUm 21:15 Uhr überträgt der Süddeutsche Rundfunk Mühlacker (Stuttgart, Freiburg) eine Aufführung der 4. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Stuttgart unter Emil Kahn. Einführende Worte: Dr. Grunsky. Sendedauer 65 Minuten. Diese Sendung wird auch vom Südwestdeutschen Rundfunk (Frankfurt, Kassel) übernommen (°).\n \nIm Anschluss an den Wetterbericht für die Landwirtschaft (12:00 Uhr) bringt der Rundfunksender Königswusterhausen eine Schallplatteneinspielung der e-Moll-Messe (°°).", "Letzte Änderung": "29.03.2026 06:40"}, {"ID": 193501155, "Datum": "15.1.1935, Dienstag", "Haupttext": "Letzte von 19 Bruckner-Veranstaltungen, die, von vier Konzerten abgesehen, seit dem 30.9.1934 von der Niederländischen Bruckner-Vereinigung ausgerichtet wurden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193801155, "Datum": "15.1.1938, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Eduard van Beinum in Rotterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193901155, "Datum": "15.1.1939, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Jan Goverts an Max Auer: \n\n    Staatsrat Furtwängler, »der die alten Fassungen so sehr liebt«, sei jetzt Vorsitzender der Deutschen Bruckner-Gesellschaft?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194301155, "Datum": "15.1.1943, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Brückner in Berlin. Solist beim Liszt-Konzert ist Dinu Lipatti.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194401155, "Datum": "15.1.1944, Samstag", "Haupttext": "Brief von Siegmund von Hausegger an Max Auer:\r\n    Er sei auf die neuen Ergebnisse in der Originalfassung der 7. Symphonie gespannt, da Robert Haas sich bewußt sei, daß der Erstdruck dem Original [Autograph] entspreche.", "Letzte Änderung": "30.01.2024 10:12"}, {"ID": 195001155, "Datum": "15.1.1950, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts unter Robert Schollum in einer Fassung für Kammerorchester in Linz (*).\r\nErika Rabitsch-Göllerich, die Tochter August Göllerichs, ist mit der Bearbeitung nicht zufrieden (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:40"}, {"ID": 195201155, "Datum": "15.1.1952, Dienstag", "Haupttext": "Brief von P. Altman Kellner an Propst Leopold Hager:\n     Er habe sicher den gleichen Brief erhalten wie den beiliegenden (mit Vermerken des Kremsmünsterer Prälaten und Pater Willibrords - bitte wieder zurück). Kremsmünster und St. Florian sollten ihre Antworten auf Rehmanns Anfrage [Projekt einer Bruckner-Wallfahrt des Aachener Domchores, vgl. Brief vom 8.1.1952] untereinander abstimmen. Die Unterkunft müsse wohl kostenfrei gewährt werden, die Verpflegung könne das Stift aber nicht auch noch übernehmen. Der Abt sei ständig kränklich und apathisch.", "Letzte Änderung": "27.05.2024 12:31"}, {"ID": 195901155, "Datum": "15.1.1959, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Oslo Filharmoniske Orkester unter Odd Grüner-Hegge in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196001155, "Datum": "15.1.1960, Freitag [oder 15.1.1961, Sonntag?]", "Haupttext": "Aufführung von 9. Symphonie und \"Te deum\" durch das Radio Philharmonische Orchester [Hilversum] und den Groot Omroepkoor unter Bernard Haitink in Viersen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196201155, "Datum": "15.1.1962, Montag", "Haupttext": "[Juni 1962?] Einspielung der 3. Symphonie durch das Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks (Hamburg) unter Hans Knappertsbusch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197901155, "Datum": "15.1.1979, Montag", "Haupttext": "Notiz Leopold Nowaks in einer Kopie des Autographs des Chores \"Nachruf\" (WAB 81a), das (bis Januar 1987) im Besitz von Rudolf Kallir in New York ist:\r\n\"Geschenk Dr. Rudolf Kallir New York 15. Jan[uar]. 1979 erhalten 4 Aufnahmen\".", "Letzte Änderung": "01.02.2025 23:35"}, {"ID": 198101155, "Datum": "15.1.1981, Donnerstag", "Haupttext": "Pariser Erstaufführung der 1. Symphonie (Linzer Fassung) durch Radio-France unter Gabriele Ferro.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198501155, "Datum": "15.1.1985, Dienstag", "Haupttext": "Zu ihrer Rekonstruktion des Finales der 9. Symphonie verfassen Nicola Samale und Giuseppe Mazzuca  eine 37-seitige \"Introduzione al nostro completamento des Finale della IX Sinfonie di Bruckner\", deren englische Übersetzung 1986 von Ricordi veröffentlicht wird.", "Letzte Änderung": "19.05.2024 08:15"}, {"ID": 183712155, "Datum": "15.12.1837, Freitag", "Haupttext": "Modellbrief im Schulaufsatzheft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512155, "Datum": "15.12.1855, Samstag", "Haupttext": "Zeugnis des Florianer Pfarrers Jodok Stülz:\n\r\n»Zeugniß.\r\nDem Herrn Anton Bruckner, seit 1845 Lehrergehilfe an der hiesigen Pfarrschule wird hiemit der strengsten Wahrheit gemäß das Zeugniß ertheilt, daß er wärend der Zeit seines Wirkens in der hies. Pfarre durch einen musterhaft sittlichen Wandel, durch strenge Erfüllung seiner kirchlich-religiösen Obliegenheiten, durch seinen Fleiß in der Schule, durch wahrhaft christliche Liebe zu den ihm anvertrauten Kindern, durch seltenen Eifer nicht nur in der Wiederholung des katechetischen Unterrichtes den Kleinen die Wahrheiten des ewigen Heiles einzuprägen, sondern auch sie zur Übung derselben zu ermuntern u. anzuleiten u. ihnen seine Liebe zu Gott, zur Frömmigkeit u. zur Religion einzuflößen; endlich durch nie ermüdenden Eifer sich in der Fächern seines Berufes immer mehr auszubilden - sich die Zufriedenheit u. die Achtung seiner Vorgesetzten u. die Liebe der Kinder u. der Pfarrgemeinde in seltenem Maße erworben habe, welche sich in dem allgemeinen und aufrichtigen Bedauern über sein Abscheiden von der bisherigen Wirksamkeit auf das unzweideutigste kund gegeben hat.\r\nSt. Florian, 15 December, 1855.\r\nJodok Stülz, Pfarrvicar.« [nachträgliche Bestätigung am 16.12.1855].\n\r\nAuf S. 4 eine Notiz \"A\", diese durchgestrichen und korrigiert zu \"E\" [= Anlagebuchstaben] (*).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:15"}, {"ID": 185712155, "Datum": "15.12.1857, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Breinbauer: \r\nIm Auftrag von Herrn Gugeneder teile er mit, daß der Bischof [Rudigier] wünsche, daß mit der Reparatur der Domorgel begonnen werde:\r\n   »Geehrter Herr Breinbauer!\r\n   Der Hochwürdigste Herr Bischof trug mir neulich aus freien Stücken, d. i. ohne mein Ansuchen, auf, bekannt zu geben, daß es Sein Wille ist, die Reparatur der Domorgel ununterbrochen zu beginnen.\r\n   Ich sagte dies dem Hochw. Herrn Gugeneder der mich beauftragte, dieß Ihnen zu schreiben.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012155, "Datum": "15.12.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186112155, "Datum": "(15.12.1861, Sonntag)", "Haupttext": "Beim Gründungsamt des Männergesangvereins »Sängerbund« in der Stadtpfarrkirche wird eine »Vocalmesse« von Santner [Sandtner] aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812155, "Datum": "15.12.1868, Dienstag", "Haupttext": "Die \"Caecilia\" (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) Jg.25 Nr. 24 meldet auf S. 227 irrtümlich, dass am 22.11.1868 die f-Moll-Messe aufgeführt worden sei:\n\"Weenen. [...]     Op den Caecilia-dag werden door de Singacademie geestelijke liederen van Händel, Schubert en v. Beethoven, een Ave Maria van Drechsler en een Salve Regina van Henricus Contractus (bewerking van Krenn), ten gehoore gebragt. Op denzelfden dag werden door de hof-kapel eene mis van Bruckner, een Graduale van Eybler en een Offertorium van Preindl uitgevoerd.\"", "Letzte Änderung": "24.09.2024 19:14"}, {"ID": 187212155, "Datum": "(15.12.1872, Sonntag) (3. Advent)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Spohr, Wagner (Faust-Ouvertüre) und Mendelssohn (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512155, "Datum": "15.12.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Premiere der von Wagner überwachten Neueinstudierung des »Lohengrin« unter Hans Richters Leitung (*). Hugo Wolf berichtet, daß auch Siegfried Wagner und eine Wagner-Tochter der Aufführung beiwohnten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812155, "Datum": "15.12.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: beim Datum »Br« [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n(Hugo Wolf besucht das 4. Philharmonische Konzert unter Hans Richter mit der 1. Sinfonie von Brahms (**), in dem außerdem Werke von Mendelssohn und Mozart (Solisten: Brüder Thern) aufgeführt werden (***)).", "Letzte Änderung": "10.02.2025 13:20"}, {"ID": 188212155, "Datum": "15.12.1882, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n   Wegen Erkrankung von Stremayrs Tochter kann die Aufführung der 5. Symphonie morgen nicht stattfinden. Schalk möge Zottmann verständigen (*).\nKalendernotiz Bruckners: »15. [Dez.] 8.« [Lektion Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312155, "Datum": "15.12.1883", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Monatgeld für Dez. Fr. Kathi [Kachelmayr] 15 Dez.« (*).\r\n[ca. 15.12.] Notiz Bruckners in seinen Gebetsaufzeichnungen: »Waschen 1[fl?] 20 Kopf.« (**).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***).", "Letzte Änderung": "07.10.2025 22:45"}, {"ID": 188412155, "Datum": "15.12.1884, Montag", "Haupttext": "Datierung \"15. December 84.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (*).\n \n(Brief Burgstallers an Bernhard Deubler:\r\n     Wünscht gute Kontakte wie zuvor zu Deublers Vorgänger Traumihler und bittet um Unterstützung des diözesanen Cäcilien-Vereines. Dies unterstütze auch der Stiftsdechant (Philipp Mayr). Propst Ferdinand Moser habe für die Zukunft zugesagt, ein Fest des Cäcilienvereins in St. Florian zuzulassen. Grüße an Herrn Mauracher und den Organisten [Gruber] (**)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:10"}, {"ID": 188512155, "Datum": "15.12.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Clara Schumanns an Brahms:\n     Über den ungünstigen Eindruck, den die Symphonie Bruckners in Frankfurt [3. Symphonie am 4.12.1885] auf sie gemacht hat (*).\n \nBesprechung der f-moll-Messe [8.12.1885] in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2082 auf S. 7, signiert »Dr. H.« [Robert Hirschfeld]:\r\n      »[Von der Hofcapelle.] [... über den 6.12.1885 ...] Groß war der Andrang zur F-moll-Messe Bruckner's, die unter der Direction des Componisten Dienstag den 8. d. M. aufgeführt ward. Je öfter man dieses Riesenwerk hört, desto höhere Achtung gewinnt man vor seinen Schönheiten. [... Text bei 1093/247f, mit folgenden Abweichungen: lat. Namen und Tonarten andere Drucktype ... Reichthum ... mäkelnde Scheelsucht ... Vorhergehenden ... muß, da ... heiklen Einsätze ... muß ... dauerte aus und ... wuchtig, die ...] Auch die Einlagen Virga Jesse und Ave Maria [WAB 6] zeugen für Bruckner's eminenten Reichthum und seine Schaffenskraft, wohl aber auch für die Unbekümmertheit gegen die Sänger, mit der er componirt. [... erwähnt werden Wagner, Liszt, Beethoven, das Mißverhältnis zwischen Knabenchor und Orchester ...] Was die einzelnen Leistungen anbelangt, so erwarben die Sänger des Tenors (Herr Lissek, der einen sehr glücklichen Tag hatte) und des Basses (Herr Kinsky) alles Lob. Der Sopran-Solist Karl Kaiser bewältigte seine riesige Aufgabe in staunenswerther Weise, er dauerte aus, und gab sein Bestes, der Alt-Solist Hugo Liermberger schlug in vollen wuchtigen Tönen. Die Bässe waren beinahe zu wuchtig, die Phrasirung bei Männer und Knaben bietet allerdings nicht das reinste Latein. Im Ganzen aber war der 8. ein Ehrentag für Anton Bruckner, ein Ehrentag für die ruhmreiche Hofcapelle und ihren treubesorgten, nie rastenden Leiter Hellmesberger!     Dr. H.« (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2024 07:17"}, {"ID": 188612155, "Datum": "15.12.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Das \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 17966 (Amsterdam) berichtet auf S. 1 vom Konzert am 11.12.1886 mit dem Quintett:\n\"                KUNST EN LETTEREN.\n                           Felix Meritis.\n        2e SOIRÉE VOOR KAMERMUZIEK.\n     Met groote verwachtingen begaven wij ons Zaterdag jl. naar de 2e soirée voor kamermuziek, voornamelijk, omdat wij ons veel genot hadden voorgesteld van de kennismaking met het strjjkquintet in F dur van Anton Bruckner, dat dien avond op het programma voorkwam en evenals zijne symphonieën in het buitenland opgang gemaakt heeft. Zoo ingenomen als wij echter waren met zijne 7e symphonie, onlangs op het Caecilia-concert ten gehoore gebracht [18.11.1886], zoo teleurgesteld heeft ons het quintet. Met den besten wil ter wereld mocht het ons niet gelukken de bedoelingen van den componist te vatten. Het eerste deel was nog eenigszins te volgen maar in de drie andere deelen werd vaak alle samenhang gemist. Man hoorde niet anders dan verschillende melodische phrases in alle mogelijke toonaarden, zonder eenig verband; de meest gewaagde harmonische combinatiën, natuurlijk niet alle even aangenaam voor het oor, werden herhaaldelijk waargenomen, en het geheel kenmerkte zich door eene rusteloosheid, welke den hoorder vermoeide. Voor de uitvoerenden, de heeren Joseph Cramer (1e Viool) H. W. Hofmeester (2e viool), W. Kes (1e alt), H. Meerloo (2e alt) en H. Bosmans (violoncel), was het ten gehoore brengen van dit werk geen dankbare taak; want, niettegenstaande zij zich blijkbaar veel moeite hadden getroost om het quintet naar den eisch te vertolken en de bijna onoverkomelijke moeilijkheden, welke die vertolking aanbood, te overwinnen, gelukte het hun slechts een succès d'estime te verwerven.\r\n     Gelukkig werden wij ruimschoots schadeloos gesteld door de beide andere nummers van het programma, de strijkquartetten (op. 41 No. 1, A-moll) van Sehumann en (op. 59 No. 4 F-dur) van Beethoven.\n     Beide componisten hebben in dezo werken [...]. De uitvoering dezer nummers, door de heeren Cramer, Hofmeester, Kes en Bosmans, was schier vlekkeloos. Niettegenstaande de teleurstelling, die het quintet van Bruckner ons bereid had, verlieten wij toch dankbaar en voldaan de concertzaal van Felix Meritis.\n                                                ALBERT.\"", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:35"}, {"ID": 188712155, "Datum": "15.12.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 345 berichtet auf S. 11 vom gestrigen Festkonzert im Kleinen Musikvereinssaal:\n     \" - Im kleinen Musikvereinssaale fand heute ein Festconcert der  Zöglinge des Conservatoriums statt, welches die Protectorin dieser Anstalt, Kronprinzessin Stephanie, der zu Ehren die Production veranstaltet wurde, mit ihrer Gegenwart beehrte. Zum Empfange der hohen Frau hatten sich eingefunden: [... Unterrichtsminister Dr. v. Gautsch, Fürst Richard Metternich, Baron Bezecny, Graf Baillet=Latour, Obersthofmeister Graf Bombelles und Obersthofmeisterin Gräfin Sylva=Tarouca ... als Repräsentatenten des Konservatoriums Josef Hellmesberger sen., L. A. Zellner, Dr. Jaques, Dr. v. Billing, Dr. v. Breuning und Hofrat v. Weilen ... Ottilie Metzl spricht den Prolog (Text auszugsweise abgedruckt) ...]\n     Nach der ersten Abtheilung wurden der Kronprinzessin die Mitglieder des Lehrkörpers vorgestellt, ungefähr 40 bis 50 an der Zahl. Wir nennen insbesondere die Professoren: Schenner, Schmitt, Door, Josef Hellmesberger jun., Ferdinand Hellmesberger, Gänsbacher, Bruckner, Krenn, Udel und Bukovics. Nach dem Schlusse des Concerts überreichte Fürst Metternich der Erzherzogin eine Adresse mit folgendem Wortlaute:\n     \"Die ehrfurchtsvollst gefertigte Direction [... kompletter Text ...]\n     Wien, am 14. December 1887.\"", "Letzte Änderung": "12.11.2024 08:41"}, {"ID": 188812155, "Datum": "15.12.1888, Samstag", "Haupttext": "Bericht über das Konzert der Singakademie am 10.12.1888 (mit dem »Ave Maria« [WAB 6]) in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung I Nr. 6 auf S. 4:\r\n   \"Aus dem Concertsaale.\r\n   Grosser Musikvereins-Saal.\r\n[...]\r\n   Das erste Concert der Wiener Sing-Akademie, welches am Montag den 10. December hier stattfand, brachte folgende Werke zur Aufführung: \r\n   I. Abtheilung.\r\n      [... Friedemann Bach, Palestrina ...]\r\n   3. Anton Bruckner: „Ave Maria” (siebenstimmiger Chor a capella).\r\n      [... Brahms ... II. Abtheilung ...] \r\n   In der ersten Abtheilung erzielten besonders die Chöre von Palestrina und Bruckner eine hervorragende Wirkung durch die Grösse und wahre religiöse Stimmung, welche diesen beiden Werken des alten und neueren Meisters innewohnt. [... Brahms-Sextett mit Intonationsschwankungen ... über die weiteren Werke ...] Einige kleine Schwankungen im Einsetzen der Stimmen abgerechnet, ist dem Vereine und seinem tüchtigen Dirigenten, Herrn Max v. Weinzierl, zu dem günstigen Verlaufe des Abends nur zu gratuliren.\r\n      Louis Rée.\" (*).\nKonzert des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal mit Werken von Beethoven und Hugo Wolf (**).\nIn der Folgezeit wird Josef Schalk vorgeworfen, Wolf einseitig zu bevorzugen. Paumgartner und Schuster treten aus dem Wagner-Verein aus. Schalk tritt gegen Versuche auf, auch Bruckner gegen Wolf zu verhetzen (***).\r\nWolf hatte in der Ballade \"Kurt Ritters Brautfahrt\" bei der Erwähnung des Wortes \"Juden\" deutlich erkennbare Musikzitate von Goldmark und Goldschmidt eingefügt (°).", "Letzte Änderung": "21.04.2026 12:56"}, {"ID": 188912155, "Datum": "15.12.1889, Sonntag", "Haupttext": "Brief Levis an Förster:\r\n   Er freue sich über den Einsatz für Bruckner, für den die meisten nur mitleidiges Lächeln oder höhnisches Grinsen übrig hätten. Die 7. Symphonie sei das bedeutendste Werk dieser Art seit Jahrzehnten. Nach Beethoven sei es Bruckner nicht möglich gewesen, den Weg von Mendelssohn, Schumann und Brahms zu gehen. Vielleicht könne Erzherzogin Valerie helfen, die auch Levis Einstellung kenne (*).\n(Aufführung der 3. Serenade von Fuchs durch die Musikgesellschaft »Mozart« (**)).\n(Josef Labor spielt in einem Kirchenkonzert des Wiener evangelischen Singvereins ein Choralvorspiel von Joh. Ev. Habert (***)).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 14:25"}, {"ID": 189012155, "Datum": "15.12.1890, Montag", "Haupttext": "Vollendung des für die Grillparzerfeier [15.1.1891] komponierten Männerchores »Träumen und Wachen« [WAB 87], der dem Rektor Dr. Wilhelm Ritter v. Hartel gewidmet ist (*).\n[Vermutlich] die heutige Universitätsvorlesung wird von Rabenlechner besucht. Bruckner (mit verbundenem Finger) lockert den Stoff durch Anekdoten, scherzhafte Vergleiche, Ankündigung eines Opernprojektes und Spiel des »Gaudeamus« auf. Er lädt die Studenten ein, die Aufführung der 3. Symphonie am nächsten Sonntag zu besuchen (**).\nProbe der 4. Symphonie unter Franz Schalk in Graz (***).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 17:40"}, {"ID": 189112155, "Datum": "15.12.1891, Dienstag", "Haupttext": "Brief Hugo Wolfs an Emil Kauffmann:\r\n     Über den »dank der trefflich organisierten Partei rasenden Erfolg« der 1. Symphonie, von der er nur das Scherzo und einiges vom 1. Satz verstanden habe. Der letzte Satz habe ihn geradezu empört. »Spektakel war jedenfalls genug« (*).\nArtikel Göllerichs über den Commers (mit der nicht gehaltenen Festrede [2. Teil?]) im Deutschen Volksblatt Nr. 1058, S. 1-4 (**).\r\nEr enthält den Text von Kerschbaums Gedicht »An Meister Bruckner« (***)\r\n               \"Anton Bruckner.\r\n( Die beim Bruckner=Commers nicht gehaltene Festrede von August Göllerich.)\r\n                         (Schluß.)\r\n     Lange hatte sich Bruckner's Genius nur auf der Orgel entfaltet, da trat das Leben, Erleben, diese ganze Summe von Hoffnungen, Enttäuschungen, Erfahrungen an ihn heran und trieb ihn, sein Inneres in symphonischen Gebilden auszusprechen, uns in ihnen das Sein nach seiner eigentlichen Wesenheit schildernd. [... wie J. S. Bach fand Bruckner in seiner Umgebung nichtssagende ästhetische Masken-Musik vor, dennoch wurde er kein Umstürzler. Gegen den Zwang der Konvention setzte er die \"ungehemmte Entfaltung seines inneren Genius\", mußte aber wie ein Architekt einen Bauplan enhalten. Ohne Zugeständnisse an \"mundus vult schundus\" (Ausspruch Liszts). Daher Unverständnis bei den Kollegen und Kritikern. ... S. 2: ... Bruckner ist nicht einzuordnen, hat wahre Bildung, aber keine künstliche Verbildetheit, keine Unbildung. \"So blieb Bruckner in seiner Un=Verbildetheit immer ganz eigen, immer ganz frei!\" ... wahrhaftige Harmlosigkeit , \"göttliche Naivetät\", Grundsatz der Ästhetik \"nur das Zwecklose ist schön!\" ... auch Mozart und Beethoven stießen auf Unverständnis; mit der Verurteilung, er komponiere \"Nichts als Hochverrath und Tyrannenmord\", befinde sich Bruckner in bester Gesellschaft. ... S. 3: ... die Frömmigkeit helfe Bruckner über die Widrigkeiten hinweg ... neben Liszt der einzige ernst zu nehmende Kirchenkomponist ... der echteste Wagnerianer, weil er dessen \"Errungenschaften schaffend erfüllte\" ... über Bruckners eigene Merkmale, seinen persönlichen Stil ... Bruckners Qualitäten als Lehrer; die Liebe zur Jugend ...] Dem Lehrer Bruckner kann gar nicht genug gedankt werden. Er kleidet die zu behandelnden Aufgaben in ein so köstliches und anziehendes Gewand humoristischer Weltanschauung, daß alle sonstige Trockenheit derselben in Genuß aufgeht. In diesen Vorlesungen kann denn auch Jedermann den über Alles liebenswerthen und bescheidenen Menschen Bruckner kennen und lieben lernen, der jede kleinste Gelegenheit benützt, seinen Zuhöreren Achtung aller großen Meister der veschiedenen Zeiten und Stile an's Herz zu legen, der Jugend gesundes Blut, offenen Sinn und die Losung einzuimpfen: \"Selbst zusehen und selbst urtheilen.\" [... S. 4: ... über den spät eintretenden Ruhm; Bruckner (wie Friedrich der Große) im Alleingang an vorderster Front, hat mit Hilfe weniger Begeisterter den Weg zum Sieg sich gebahnt ... \"unwahrhaftige Musik\" führe zum Erlöschen ...] So hat das ganze deutsche Volk Bruckner, diesen Titanen im Kampfe mit den Götter [sic], zu ehren, zu lieben und zu preisen!\r\n     So wollen auch wir denn nimmermehr müde werden, den Ruhm des Tapferen, der Alles aus sich, Alles durch sich geworden, zu verkünden, für die Aufführungen seiner Werke zu wirken und vor Allem uns zusammenthun, eine würdige Gesammtausgabe aller seiner Werke, als dauerndstes Denkmal seines hehren Waltens zu errichten. Vieles und Höchstes seiner Schöpfungen kennt unser Volk noch gar nicht. Der Ruf, die Kenntnis all' dies Große [sic] vermitteln zu helfen, dringe in alle Gaue! Pflicht der deutschen Jugend der Ostmark ist es, zu sorgen, daß dem heimatlichen Meister echtest=deutscher Tonkunst sein Volk damit lohne, die Pflege seines Schaffens als Ehrenpflicht zu ersehen. Der Meister aber schenke unserem ehrlichen Wollen seine Liebe auch fürderhin. Immer fühle er sich umgeben von der Liebe seiner Gaudeamus, die aus voller Brust begeistert einstimmen in die Worte des Bruckner=Liedes, welches vor sechs Jahren sein Heimatland ihm zugesungen:\r\n    \r\n          Wie ist des Meisters Herz so mild,\r\n          Sein Sinn so rein, so schlicht!\r\n          Doch steht er als ein Fels im Meer,\r\n          D'ran Feindes Brandung bricht!\n\r\n          Seh'n wir den edlen Barden steh'n,\r\n          So kühn, so unentwegt,\r\n          Da tönt die Bitt' wohl hell und laut,\r\n          Daß sie zum Himmel schlägt:\n\r\n          O Gott, nimm ihn in Deinen Schutz\r\n          Sei seiner Werke Hort,\r\n          Sein Ruhm, sein Name und sein Werk\r\n          Erblüh' und grüne fort!\r\n    \r\n     Unserem herrlichen, geliebten Dr. Anton Bruckner\r\n                  Heil! Heil! Heil!\"     (**)/(***).\nIn der \"Lyra\" XV, Nr. 5 (401) [recte Nr. 6 (402), siehe Anmerkung], wird auf S. 57 [= S. 3] der Festcommers des Wiener Akademischen Gesangvereins anläßlich des Ehrendoktorats erwähnt:\r\n   »Bruckner=Commers. Der Wiener Akademische Gesangverein veranstaltete am 11. December aus Anlaß der Ernennung des Componisten Anton Bruckner zum Ehrendoctor der Wiener Universität im Sofiensaale einen Festcommers. Wir bringen ihm ein „Prosit”!« (°).\nBesprechung des Amsterdamer Konzerts vom 3.12.1891 (mit dem »Te deum«) in der Caecilia Jg. 48, Nr. 24 auf S. 234f, signiert »X.« (°°).\nEin Artikel im Linzer Volksblatt Nr. 287 auf S. 2f, signiert \"J. N. E.\" [Johann N. Enzlberger (siehe Anmerkung)], gibt einen Hinweis auf die Aufführung des \"Te deum\" am 1.12.1891 in St. Louis:\r\n\"                 Amerikanischer Brief.\r\n     (Originalbericht des \"Linzer Volksblatts.\")\n                          Piopolis, Ills., 24. November 1891.\r\n     Eben fange ich wieder an, frei aufzuathmen, denn soeben habe ich das Manuscript des dritten deutsch=amerikanischen Schematismus beendet. Es war eine harte Arbeit, aus den Berichten von etwa 2700 Priestern in 79 Diöcesen etwa 660 Seiten Manuscript zusammenzuschreiben. [... 1869 in Chicago 5 deutsche Pfarrkirchen, jetzt 22 ...]\r\n     Nächsten Montag, am Andreastage [30.11.1891], wird die nahe (nur 100 englische Meilen entfernte) Großstadt eine in Amerika nie gesehene Feier begehen. Am selben Tage vor 50 Jahren wurde nämlich der noch ziemlich rüstige Erzbischof Peter Richard Kenrick zum Bischofe geweiht. Ueber 50 Bischöfe, darunter alle übrigen 12 Erzbischöfe des Landes, sind als Gäste angemeldet. Alle Eisenbahnen gestatten die Festwoche hindurch Fahrkarten zu halben Preisen. Die Landler wird aber am meisten die Nachricht interessieren, daß hiebei das Te Deum von Anton Bruckner zur Aufführung kommt [1.12.1891]. Während die guten Irländer [Kenrick wurde in Dublin geboren] immer den Mund vollhaben vor lauter Ruhmrederei über die gloriosen Errungenschaften ihrer eigenen Nation, müssen sie jedesmal, wenn sich's um Kunst oder ernste Wissenschaft handelt, bei anderen Nationen in Kost gehen.\r\n     Nächsten Herbst [... über die Schulfrage in Illinois ... Wahlen werden Schatten voraus ... die großen Parteien (Republikaner und Demokraten) werden ihre begabtesten Leute aufstellen ...] Doch bis dahin laufen noch viele Gewässer den mächtigen Mississippi hinab.                J. N. E.\" (°°°).\n\"Die Lyra\" Nr. 5 (401) berichtet auf S. 57 (3) vom Commers am 11.12.1891:\r\n\"     Bruckner=Commers. Der Wiener Akademische Gesangverein veranstaltete am 11. December aus Anlaß der Ernennung des Componisten Anton Bruckner zum Ehrendoctor der Wiener Universität im Sofiensaale einen Festcommers. Wir bringen ihm ein \"Prosit\"! \" (#).\nEin Inserat in der Neuen Freien Presse Nr. 9808 auf S. 4 des Abendblatts macht auf den Klavierauszug der 4. Symphonie aufmerksam:\r\n\"Empfehlenswerthe Weihnachtsgeschenke.\r\n                 Soeben erschienen:\n              Mascagni, Amico Fritz.\r\n   Vollständige Oper für Clavier zweihändig.\r\nFrüher erschienen: Vollständige Oper mit italienischem Text.\r\n                    Ferner:\nBarbi-Album mit dem Porträt der berühmten Sängerin.\nBruckner, Romantische Symphonie in Es-dur, vierhändig.\nGUTMANN's k. und k. Hof-Musikalienhandlung, Hof-Opernhaus.\" (##).\nBesprechung des Konzerts vom 3.12.1891 mit dem \"Te deum\" in der \"Caecilia\" Nr. 24 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 233f (= S. 3f):\r\n\"     Excelsior gaf, ditmaal in het Concertgebouw, op 3 Dec. eene uitvoering, die, ik zou haast zeggen, mij een onuitsprekelijk genot heeft geschonken. Tot nog toe hoorde ik slechts fragmenten uit Roméo et Juliette. [... ausführlich über Berlioz' Werk ...].\r\n     De koristen waren in vele gedeelten zeer verdienstelijk, vooral in het slotkoor.\r\n     Na de pauze volgde een werk van geheel anderen aard : Te Deum voor koor, orkest en orgel, van Anton Bruckner.\r\n     Hoewel ik het vrij misplaatst vond na het voorafgaande (het komt mij voor, dat dit eene werk van Berlioz genoeg is voor één avond, het eischt toch reeds genoeg ingespannen aandacht), maakte deze toonschepping een goeden indruk op mij en ontegenzeglijk straalt er de even groote originaliteit als bekwaamheid van den componist in menig gedeelte uit. In den daarin voorkomenden solo-kwartet zong mej. Spoor de sopraan; aan lieflijkheid ontbreekt het hare stem niet, doch aan kracht zal zij, hoop ik, veel winnen.\" (###).", "Letzte Änderung": "24.04.2026 12:18"}, {"ID": 189212155, "Datum": "15.12.1892, Donnerstag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 100 berichtet von der Audienz [am 12.12.1892] und der Aufführung der 8. Symphonie am 18.12.1892:\r\n\"             Original-Correspondenzen.\r\n[...]\r\n     Wien, 12. Dezember. (Audienz.) Der berühmte Componist Professor Dr. Bruckner und der Vice=Hofkapellmeister Richter wurden heute von Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen. Die beiden Herren unterbreiteten Sr. Majestät die Einladung zu der am 18. d. M. im vierten philharmonischen Concert zur ersten Aufführung gelangenden Symphonie Nr. 8 von Bruckner (Sr. k. und k. apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Josef I. gewidmet). Se. Majestät nahm die Einladung in huldvollster Weise entgegen und stellte für den Fall, als es die Zeit zuläßt, sein Erscheinen in Aussicht.\" (*).\nHinweis auf dieses Konzert und auf andere im Druck erschienene Werke im Deutschen Volksblatt Nr. 1420 auf S. 4:\r\n\"            Anton Bruckner's achte Symphonie.\r\n     Allen Freunden und Verehrern Meister Bruckner's steht ein hoher künstlerischer Genuß bevor, indem Sonntag, den 18. December, Mittags um halb 1 Uhr, die Philharmoniker im großen Musikvereinssaale die bisher noch nicht zu Gehör gebrachte große achte Symphonie, ein Meisterwerk ersten Ranges, zur Aufführung bringen. An zahlreichem Besuch dieser Vorführung sollte es umsoweniger mangeln, als ein großer Theil unserer Presse sich noch immer feindselig verhält gegen einen Meister, dessen Genialität jedem Unparteiischen nur die höchste Bewunderung einflößen kann.\r\n     Anläßlich der bevorstehenden ersten Aufführung der Seiner Majestät dem Kaiser gewidmeten achten Symphonie von Meister Anton Bruckner machen wir darauf aufmerksam, daß das gigantische Werk in einem mustergiltigen vierhändigen Arrangement von Prof. Jos. Schalk im Verlage von Carl Haslinger, vorm. Tobias, Wien, I., Tuchlauben, erschienen und daselbst, sowie in allen größeren Musikalienhandlungen, zum Preise von Mark 10.– zu haben ist. Die eben daselbst erschienene Orchester=Partitur kostet Mark 30.–.\r\n     Bei diesem Anlasse dürfte auch ein Hinweis auf die übrigen bisher im Druck erschienenen Werke des Meisters von Nutzen sein. Es sind dies:\r\n     [... mit Preisangaben: 2. Symphonie (Josef Schalk, Doblinger), 3. Symphonie (Rättig), 4. Symphonie (Ferdinand Löwe, Albert Gutmann), 7. Symphonie (Josef und Franz Schalk, Albert Gutmann), \"Te deum\" (Rättig), 150. Psalm (Doblinger), \"Germanenzug\" (Rebay und Robitschek), \"Vexilla regis\" (Weinberger), \"Vaterländisches Weinlied\" (Berté) ...].\r\n     Wie wir hören, ist die Herausgabe aller übrigen Werke Meister Bruckner's für die nächste Zeit seitens der Musikalienhandlung von Doblinger geplant und werden wir das Erscheinen eines jeden Werkes jederzeit rechtzeitig ankündigen.\" (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 10170 meldet auf S. 6, daß der Klavierauszug der d-Moll-Messe und die 8. Symphonie erschienen sind:\r\n\"    Neue Musikalien. (Bericht der k. u. k. Hof=Musikalien=Handlung Alb. J. Gutmann, Wien, Hofopernh.) Anton Bruckner, Messe D-dur, Clavierausz.; Symphonie Nr. 8, C-moll. [...]\".\nAuf S. 13 macht ein Inserat erneut auf das Album [mit dem Erstdruck des \"Vexilla regis\"] aufmerksam:\r\n\"          Musikalisches Prachtgeschenk!\n                  Preis 90 Kreuzer netto.\nWiener Meister-Album,\r\nenthaltend durchgehends hervorragende Compositionen der berühmtesten Meister, als: Brahms, Bruckner, Brüll, [...] Zellner, Ziehrer.\r\n    Theils für Clavier, theils für Gesang, zumeist Novitäten.\r\n71 Seiten stark. Künstlerische Ausstattung, mit den Porträts sämmtlicher Meister! Prachtdruck auf besonderem Papier!\r\nProvinz=Aufträge werden gegen Zusendung von fl. 1 per Exemplar franco effectuirt.\nVerlag von Jos. Weinberger, Wien, Kohlmarkt 8,\r\n             Mezzanin, sowie durch alle Handlungen.\" (***).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 29 teilt auf S. 244 mit, daß bei Doblinger der 150. Psalm und die 2. Symphonie erschienen sind und im Verlag Weinberger ein »Album der Wiener Meister« [mit dem »Vexilla regis«]:\r\n\"          Vom Weihnachtstisch.\r\n[...] Aber auch an seriöser Musik bietet der Doblinger'sche Verlag nicht nur eine Auswahl von Weihnachtsgeschenken, sondern auch Musikalien, die zu jeder Zeit von Musikern mit lebhafter Freude begrüsst werden dürften. Hieher rechnen wie Bruckner's \"150. Psalm\", den wir grösseren Gesangvereinen nicht genug warm empfehlen können, desselben Meisters zweite Symphonie in C-moll, [...].\r\n     Als interessantes Vermächtnis der internationalen Theater- und Musikausstellung erscheint auf dem Weihnachtstische das im Verlage von Josef Weinberger in Wien erschienene und rasch bekannt gewordene \"Album der Wiener Meister\", ein als Festgeschenk besonders geeignetes Compendium von Compositionen der ersten Wiener Meister: Brahms, Bruckner, [...].\" (°).\nAuf S. 248 findet sich das vom 15.11.1892 bekannte Inserat: \"\"Novitäten von Anton Bruckner.\nDer 150. Psalm, Clavierauszug mit Text arr. von C. Hynais netto fl. 2.40, Singstimmen fl. 1.20; Partitur netto fl. 6.–, Orchesterstimmen netto fl. 6.–.\nZweite Symphonie C-moll. Clavierauszug zn [sic] vier Händen arr. von Josef Schalk fl. 7.20, Orchesterpartitur netto fl. 18.–, Orchesterstimmen netto fl. 18.–.\nGrosse in allen Fächern der Musik reich assortirte MUSIKALIEN-LEIH-ANSTALT. [...]\nLUDWIG DOBLINGER (Bernhard Herzmansky) [...].\" (°a).\nAuf S. 245f wird auf die Aufführung der 8. Symphonie am 18.12.1892 aufmerksam gemacht: \"Aus den Concertsälen.     – Die Philharmoniker  bringen in ihrem vierten Abonnementsconcerte Sonntag den 18. d. M. Mittags halb1 Uhr im grossen Musikvereinssaale zur Aufführung. Anton Bruckner, Symphonie in C-moll Nr. 8 (dem Kaiser Franz Josef I.gewidmet, erste Aufführung.) Das eindreiviertel Stunden dauernde Werk füllt das ganze Concert aus. –\" (°°).\nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 26 macht auf S. 657 auf eine Neuerscheinung aufmerksam\r\n\"     Neuheiten auf musikalischem Gebiet.\r\n         Fromme's Musikalische Welt, Notizkalender 1893. (Wien, Karl Fromme.) [... 18. Jahrgang, herausgegeben von Theodor Helm, mit Rückblicken, Komponistenlexikon, Opernrepertoire ...] Einen dankenswerten und sehr zeitgemäßen Beitrag bildet ferner die genaue Zusammenstellung sämmtlicher Bruckner'schen Symphonien mit Angabe ihrer Entstehungszeit, der ersten Aufführung und des Verlegers. Das Werk zeigt, dass sein Herausgeber mit Erfolg bemüht ist, den Inhalt desselben immer reicher zu gestalten, ein sicheres Mittel, dem hübsch ausgestatteten Büchlein die weiteste Verbreitung zu sichern.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "03.10.2023 12:48"}, {"ID": 189312155, "Datum": "15.12.1893, Freitag", "Haupttext": "[recte 15.11.1893!] Aufführung eines »Ave Maria« [für Solostimme, vermutlich also WAB 5, oder WAB 7?] im Hochamt anläßlich des Festes des Gesang- und Musikvereins Stockerau. Solist ist Max Riß. An diesem Fest nehmen außerdem teil: Prof. Wasserburger (Chormeister), Frl. Waltenburger, Louise Weiß, Adolf Groiß, und Anna Ziegler (Gesang) und Anton und Hermann Riß (Klavierbegleitung) und im Publikum (des Festcommerses) J. Brodschild (Obmann), J. Fuchs, Bürgermeister Schaumann, Ign. Weinek (Sparkassendirektor) und Turnvereinsmitglied Fröhlich (*).\nDie Neue Freie Presse Nr. 10531 informiert auf S. 8, daß die Symphonien Bruckners [prov. WAB 86] in Bearbeitungen für Klavier vierhändig erschienen sind:\r\n\"     Weihnachts=Nova. (Bericht der k. und k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus.) [... Brahms op. 118 und 119, Leoncavallo ...] Anton Bruckner, Symphonien, vierhändig. [... Richard Wagner ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 13:16"}, {"ID": 189412155, "Datum": "15.12.1894, Samstag", "Haupttext": "Eine Anzeige des Verlages Doblinger in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung Nr. 24 auf S. 310 informiert [wie am 15.11.1894 und 1.12.1894] über Bruckners im Druck erschienene Werke (f-Moll-Messe, 2. Symphonie, 1. Symphonie, 150. Psalm, »Helgoland«):\r\n\"                 Soeben erschienen:\n                      Anton Bruckner.\r\n           Grosse Messe Nr. 3 in F-moll.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Josef Schalk netto fl. 7.20 | Orchester=Partitur netto fl. 21, Orchesterstimmen, netto fl. 21, Chorstimmen fl. 3.60.\nErste Aufführung im 1. Concert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien am 4. November.\n              Zweite Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arrangirt von Josef Schalk fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18     Orchesterstimmen netto fl. 18.\nI. Aufführung in einem der ersten philharmonischen Concerte.\r\n     Früher erschien von demselben Componisten:\n               Erste Symphonie C-moll.\nClavierauszug zu 4 Händen, arrangirt  von Ferd. Löwe fl. 7.20\nOrchester=Partitur netto fl. 18.     Orchesterstimmen netto fl. 18.\n     Der 150. Psalm für Chor, Soli und Orchester.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Cyrill Hynais netto fl. 2.40\r\nPartitur netto fl. 6, Orchesterstimmen netto fl. 6, Singstimmen fl. 1.20\nHelgoland, Gedicht v. Dr. Aug. Silberstein, für Männerchor und Orchester.\nClavierauszug mit Text, arrangirt von Cyrill Hynais fl. 3. –\nOrchester=Partitur, Orchesterstimmen in Abschr., Chorstimmen fl. 1.44.\r\nVerlag von Ludwig Doblinger (B. Herzmansky),\r\n     [... Adresse etc. ...]\" (*).\n\"Die Lyra\" XVIII, Nr. 6 (473), bringt auf S. 69 [= S. 5] einen Artikel, signiert \"C. S.\" (Carl Schön), mit einer Kritik zur 2. Symphonie [am 25.11.1894]:\r\n\"                                 Wiener Concerte.\r\n    Die Philharmoniker haben heuer mit einer glanzvollen Widergabe [sic] der „Oberon”-Ouverture angefangen [...]\r\n    Im zweiten Concert kam Anton Bruckner zum Worte, und zwar mit seiner zweiten C=Moll=Symphonie. Als diese im Jahre 1876 aufgeführt wurde, gab es nach jedem Satze eine kleine Auswanderung der Hörer aus dem Saale. (!) Diesmal hörte man willig und gerne bis zum Schlusse zu. Und in der That, der prächtige erste Satz, der nur zum Schlusse des Durchführungstheiles etwas ins Stocken geräth und ganz am Schlusse etwas ungeduldig macht, verdient es, daß man mit ganzer Aufmerksamkeit hinhorcht. Solche Sätze hat die moderne Symphonieliteratur nicht viele auszuweisen! Der zweite Satz hat eine große Zahl von schönen Einzelheiten, ist aber weniger durchsichtig; sehr lebendig ist das Scherzo[,] das Trio steht zu ihm in einem wirksamen Gegensatze, doch habe ich für das Thema nie zu schwärmen vermocht. Klar und kräftig schließt der vierte Satz das Werk, dem heuer eine warme Aufnahme beschieden war. [... über weitere Konzerte ...]      C. S.\" (**).\nAuf dieser Seite (S. 5f) wird auch die Bruckner-Feier vom 21.12.1894 angekündigt:\r\n\"                Aus der musikalischen Welt.\r\n    Bruckner=Feier des akademischen Wagnervereines. Die ursprünglich für Mitte October [21.10.1894] geplante Feier der siebenzigsten Wiederkehr des Geburtstages Anton Bruckners seitens des Wagner=Vereines wurde nun für den 21. December bestimmt. Es kommen bei dieser Gelegenheit im großen Musikvereinssaale zwei der bedeutendsten Werke des Meisters, nämlich das „Tedeum”, dirigirt von Professor J. Schalk, und die siebente Symphonie in E-dur, auf besonderen Wunsch Bruckner's von Professor Löwe dirigirt, zur Aufführung. Es wurde für letztere ein eigenes Orchester zusammengestellt, in welchem der Bläsertheil (darunter die berühmten Tuben der Symphonie) durchwegs von Künstlern der philharmonischen Gesellschaft besorgt wird. Zur Aufführung des „Tedeum” wurde der Vereinschor durch Mitglieder des „Schubertbundes” verstärkt.\" (**a).\nAuf Seite 70 (= S. 6) folgt unmittelbar eine Notiz zu Bruckners Gesundheitszustand:\r\n   \"Das Befinden des Componisten Anton Bruckner ist in hohem Grade besorgnißerregend. Der greise Künstler verbringt den größten Theil des Tages im Lehnstuhl sitzend, arbeitet jedoch noch an dem dritten Satze seiner neunten Symphonie.\" (**b).\nDer Quartettabend Hellmesbergers am 19.12.1894 mit dem Quintett wird angekündigt\r\nin der Neuen Freien Presse Nr. 10888 auf S. 8:\r\n\"    – Der zweite Kammermusikabend des Quartetts Hellmesberger findet Mittwoch den 19. December statt. Zur Aufführung gelangen: Bruckner, Quintett F-dur; Fischhof, Clavier=Violin=Sonate (neu, erste Aufführung), Clavier: Herr Robert Fischhof; Beethoven, Quartett Es-dur, op. 74.\" (***),\nim Wiener Tagblatt Nr. 343 auf S. 7:\r\n„        Theater, Kunst und Literatur.\r\n[…]\r\n     * Der zweite Kammermusik=Abend des Quartetts Hellmesberger findet Mittwoch den 19. d. mit folgendem Programm statt. Bruckner, Quintett F-dur; Fischhof, Klavier=Sonate (neu, erste Aufführung, Klavier Herr Robert Fischhof) und Beethoven’s Quartett Es-dur, opus 74.\" (°)\nund [?] im Wiener Abendblatt Nr. 343 auf S. 7 (°°).\nAnkündigung des Konzerts des WMGV vom 19.12.1894 im Deutschen Volksblatt Nr. 2138 auf S. 10:\r\n\"   * [Wiener Männergesangverein.] Das erste diesjährige Concert des Wiener Männergesangvereines findet Mittwoch, den 19. d. M., um halb 8 Uhr Abends, im großen Musikvereinssaale unter der  Leitung des Vereins-Chormeisters Herrn Eduard Kremser statt. Zur Aufführung gelangen Novitäten von J. V. v. Wöß, A. Kauders und Ed. Kremser, dann Chöre von A. Rubinstein, Fr. Schubert, A. Bruckner, Frank van der Stucken, F. Mendelssohn, E. S. Engelsberg und M. J. Beer. Außerdem wirken mit die Concertsängerin Frau Charlotte Barensfeld und die Claviervirtuosin Fräulein M. Unschuld von Melasfeld. [... Kartenverkauf ...].\" (°°°).\nIm Neuen Wiener Journal Nr. 411 erscheint auf S. 10 wieder der Hinweis auf das Konzert vom 21.12.1894:\n\"     Musikvereins-Säle.\r\n               Repertoir:\r\nSamstag, 15.: [...]\r\nFreitag, 21.: Bruckner-Conc. (WagnerV.) gr. S.\r\nSamstag, 22.: [... bis 30.12.1894 ...]\" (#).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 11:26"}, {"ID": 189512155, "Datum": "15.12.1895, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Nummer der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung VIII (1895), Heft Nr. 6/7, mit Beiträgen von:\r\nTheodor Helm (»Dr. Anton Bruckner. Eine biographische Skizze«) auf Seite 1 - 4 (*a) [Textauszug siehe unten], »Bruckners VIII. Symphonie« auf Seite 5 - 8, »Bruckner's Dirigenten« auf Seite 10f) (*),\nB. Lvovsky (»Große Messe Nr. 3 in f-Moll von Anton Bruckner«) auf Seite 4f [Textauszug siehe unten] (**),\r\nV. B. [= Victor Boller] (»Aus dem Leben Anton Bruckners«) auf Seite 8 - 10 [Textauszug siehe unten] (***)\r\nund Victor Joss (»Eine Erinnerung an Meister Bruckner«) auf Seite 11 (°),\r\neinem Bericht über Bruckners Befinden [??] (°°)\r\nund auf Seite18 einer Antwort auf einen (möglicherweise fingierten) Leserbrief:\r\n   \"Mittheilungen und Notizen.\r\n   - Diejenigen unserer geschätzten Leser, welche anlässlich des Inhaltes der heutigen Nummer voraussichtlich eine Anfrage an uns richten dürften, verweisen wir auf die heutige „Correspondenz der Redaction”, worin wir einen uns von einem Freunde unseres Blattes zugekommenen Brief ausführlich beantworten.\"\r\nund weiter unten auf derselben Seite:\r\n   \"Correspondenz der Redaction.\r\n   F. D., hier. Sie fragen an, aus welcher „äusseren Veranlassung” wir eine sogenannte Bruckner-Nummer vorbereiten? Ist es doch Pflicht eines unparteiischen Fachblattes, auch diesen bedeutenden Meister zu würdigen. Uebrigens kommt noch der Umstand hinzu, dass am 18. December d. J. in Dresden die achte und in Budapest die fünfte Symphonie dieses Componisten zur Aufführung gelangen; nicht viel später in Wien die vierte (romantische). Da hätten Sie also die „äussere Veranlassung”. Unser Blatt ist ganz und gar unabhängig und gehört keiner Clique an; wir sind weder „Brucknerianer” noch „Brahmsianer”, sondern schätzen beide Meister hoch! Dass wir auch die uns sonst nicht sehr sympathische „äusserste Linke” im Wiener Musikleben zu Worte kommen lassen, mag Ihnen der Aufsatz über Hugo Wolf im heutigen Blatte zeigen. Im Uebrigen ist uns die Meinung von Hinz und Kunz ganz gleichgiltig; wir gehen unseren eigenen Weg und scheuen Niemand.\" (°°°).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 24 teilt auf S. 317 mit, daß der Bildhauer Percival M. F. Hedley von mehreren Musikern, darunter auch Bruckner, Büsten angefertigt hat:\r\n\"     — Musiker=Büsten. Der jugendliche Bildhauer Percival M. F. Hedley, dessen letztes Werk, das erst kürzlich aufgestellte Grabdenkmal des verstorbenen Dirigenten des Ambrosius=Vereines, Prof. Josef Böhm, die vollste Anerkennung fand, hat schon zur Zeit der Musik= und Theater=Ausstellung durch seine charakteristischen Büsten der Componisten Richard Wagner, Anton Bruckner, Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Mozart, Franz Liszt, Rob. Schumann, Jules Massenet, Mascagni, Leoncavallo berechtigtes Aufsehen erregt. Neuerdings ist nun die Reihe der Büsten erweitert worden, indem Charles Gounod, Theodor Leschetitzky, die Mitglieder des böhmischen Streichquartettes und Alfred Grünfeld in ebenso gelungener Ausführung hinzugekommen sind. Die Hedley'schen Büsten (in Elfenbeinmasse 2, 3, 4 und 5 fl., in Bronzeguß 20 fl.) können wohl als die sinnigsten Weihnachtsgeschenke für Musiker bezeichnet werden. Wir können den Lesern auch noch weiters miltheilen, daß in kürzester Frist die Sammlung um die Büsten von Eugen d'Albert und Johannes Brahms erweitert wird und auch Meister aus anderen Gebieten, wie Josef Lewinsky, Sudermann, Hamerling, Kopernikus, Darwin aufgenommen werden.\" (#).\nAuf Seite 313 ein Bericht von der Klavieraufführung der 5. Symphonie [am 28.11.1895]:\r\n\"     Den ersten Musikabend des Wagner=Vereines am 28. v. M. verschönte Herr Winkelmann durch seine Mitwirkung, indem er die Arie aus Euryanthe „Wehen mir Lüfte\" und das Preislied aus den „Meistersingern\" vortrug; der Beifall war natürlich sehr stürmisch. Frl. Sofie Chotek, die Lieder von Liszt, Wagner („Der Engel\" und „Schmerzen\") und H. Wolf (neben den höchst manierirten spanischen und italienischen Liedern das schöne „An eine Aeolsharfe\") sang, ist als eine feinfühlige Sängerin bekannt, die wohl nicht durch große Mittel, aber durch verständnisvollen Vortrag glänzt. Der Chor producirte sich in dem Gesange aus Rienzi „Erwacht ihr Schläfer\", dem kunstvoll verwobenen „An den Sturmwind\" und im Schlußgesang aus den „Meistersingern\". Die werthvollste Gabe des Abends aber war Herrn F. Löwe's Vortrag dreier Sätze aus der von ihm für Clavier bearbeiteten 5. Symphonie A. Bruckner's; während der erste Allegrosatz durch die Manier des Meisters, seine Themen oft wie mit einem Beil jäh abzuhacken, an einheitlicher Wirkung sehr verliert, gehört das Adagio des zweiten Satzes zu dem Schönsten, was seit Beethoven auf symphonischem Gebiete geschaffen wurde; Größe und Klarheit der Gedanken verbinden sich hier mit einer imponirenden Kraft des Ausdruckes, die allerdings erst durch das Orchester volles Leben erhalten kann. Im Scherzo zeigt Bruckner die bekannte Schärfe und Prägnanz, mit der er diesen Satz stets zu stylisiren weiß. Herrn Löwe's Vortrag der drei Sätze war ganz hors concours — das macht ihm kaum jemand nach.\" (#a).\nAufführung des »Germanenzugs« unter Barginde [? siehe die Anmerkung] in Chicago (##).\nAnkündigung der Budapester Aufführung der 5. Symphonie [am 18.12.1895] im Pester Lloyd Nr. 300 auf S. 8:\r\n      \"Theater, Kunst und Literratur.\r\n     [...]\r\n     * Professor Ferdinand Löwe, der Gastdirigent des am nächsten Mittwoch stattfindenden III. philharmonischen Konzertes, ist bereits aus Wien eingetroffen; die Proben zu Bruckner's ungemein schwieriger V. Symphonie haben unter seiner Leitung bereits begonnen. Das im größten Style konzipirte Werk stellt an den Dirigenten sowohl, wie an das Orchester die höchsten Anforderungen und gehört mit seiner reichen Polyphonie zu den schwierigsten Werken der gesammten Symphonie=Litetatur. Besondere Wirkung verspricht die Einfügung eines zweiten, aus Blechbläsern gebildeten Orchesters in den Schluß des Finales.\" [keine Signatur] (###).\nDie Dresdner Nachrichten Nr. 348 kündigen auf S. 3 das Konzert vom 18.12.1895 mit der 8. Symphonie an:\r\n\"     † Concert=Notizen. Anläßlich der bevorstehenden Aufführung von Anton Bruckner's 8. Sinfonie im zweiten Nicodé= Orchesterabend (18. Dezember) erscheint eine speziell für diese Gelegenheit hergestellte \"Bruckner=Zeitung\", welche von Montag an kostenlos bei H. Bock, Pragerstraße, und C. A. Klemm, Augustusstraße, entnommen werden kann. Außer der Analyse der Sinfonie bringt die \"Bruckner=Zeitung\" eine ausführliche Biographie, sowie bemerkenswerthe Daten und Züge aus dem Leben Bruckner's. [...]\" (a).\n(3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven (Coriolan), Volkmann, Reznicek und Schumann (4. Sinfonie) (b)).\n(*a) Textauszug:\r\n   »[...] Endlich kam der Tag (9. Mai 1868), an welchem Bruckner seine erste Symphonie den Linzern vorführen konnte. Nach jeder Richtung, aber besonders in dem alle bisherigen Masse weit hinter sich lassenden Finale ein Coloss, war dieses Tonwerk für das bescheidene Linzer Orchester von 1868 eine schlechthin unlösbare Aufgabe. Schon bei den Proben wurde Bruckner inne, dass Linz seinen hochgespannten Anforderungen nicht genügen könne. Die Geiger wollten verzweifeln, der Violinpart war nicht griffig genug, aber auch die Zumuthungen an die Bläser waren colossale, die ungeachtet des Fleisses und Schweisses nicht erfüllt werden konnten. Bruckner beschwor, flehte - weinte damals in den Proben. Der Eindruck auf das Publicum musste ein unklarer bleiben, und obwohl sich der äussere Erfolg immerhin günstig anliess, erkannte Bruckner nur zu gut, dass der gespendete Beifall weit mehr seiner persönlichen Beliebtheit, als seinem im Wesentlichen unverstandenen Werke gegolten habe. Er empfand diese Aufführung als eine Niederlage, die ihn tief herabstimmte [...]« (*a).\n(**) Textauszug:\r\n   »[...] An kühnen und neuen Harmonisationen ist hier kein Mangel und man empfindet es förmlich, dass selbe nicht gesucht, sondern nur verwachsen sind mit der ganzen musikalischen Denkweise des Meisters. Ich kenne dessen Art zu schaffen nicht, möchte aber beim Lesen dieser Partitur doch das Meiste auf spontane Eingebung zurückführen; in diesem Falle muss es der Theoretiker desto mehr bewundern, wie das Genie die gefährlichsten harmonischen Klippen spielend umschifft, wo das Talent sorgfältig erwägend „Vorbereiten”, „Einführen” und „Auflösen” und schliesslich doch dem Hörer eine recht „querständliche” Empfindung bereiten würde. Bruckner's Kunst zu harmonisiren lässt trotz ihrer Kühnheit kein Unbehagen aufkommen, [...]« (**).\n(***) Textauszug:\r\n   »[...] Als wesentliche Grundzüge, in denen das ganze Sein und Thun Bruckner's als Menschen, wie auch als Componisten wurzelt, lassen sich folgende drei Charaktereigenschaften deduciren: Naivität, Humor und Religiosität. Hinsichtlich des ersteren Charakterzuges, der bei Bruckner, mehr noch aus seinen Lebensschicksalen, als aus seiner natürlichen Veranlagung entspringend, besonders stark hervortritt und gar oft vom Unverstande arg missdeutet wurde, gilt eben das Wort Schopenhauer's: „Jedes Genie ist gewissermassen ein Kind”. Auch der Humor Bruckner's kommt zum Theile auf Rechnung seiner Naivität, die ihn originelle Einfälle hervorbringen lässt, während die Religiosität theils seiner Erziehung, theils seinem früheren Berufe zuzuschreiben ist [...]« (***).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 10:23"}, {"ID": 189612155, "Datum": "15.12.1896, Dienstag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 24 bespricht auf S. 306 die Aufführungen des Quintetts am 2.12.1896 und 29.11.1896:\r\n\"     Das Quartett Fitzner, wie im vorigen Jahre bestehend aus den Herren Rud. Fitzner, J  Czerny (zweite Violine), O. Zert (Viola) und F. Buxbaum (Cello), hatte an die Spitze des Programmes seines ersten Abendes am 2. d. ein neues Quartett in A-dur von Alex. Zemlinsky gestellt; [...] Herr J. Brüll trug als zweite Nummer die große Sonate in C-moll op. 111 von Beethoven vor, der er kraftvolles und heroisch beseeltes Leben verlieh, und sodann gelangte A. Bruckner'» Streichquartett in F-dur zu äußerst gelungener Aufführung.\r\n     Dasselbe schwierige Werk brachte einige Tage vorher Herr Duesberg an seinem siebenten Abend, den 29. November, und der überaus gefüllte Saal bewies, daß das größere Publicum besonderes Interesse an dieser Aufführung nahm. Der verstorbene Componist hätte selbst an der trefflichen Durchführung seiner Schöpfung aufrichtige Freude gehabl, alle Mitwirkenden, vom Primarius straff zusammengehalten, setzten mit größtem Eifer ihr ganzes Können ein. Im Adagio, dem schönsten Satze der ganzen Arbeit, traten die erste Viola (Fräulein v. Baumgarten) und das Cello (Herr Barthlmé) schön hervor. Herr R. Mittermüller spielte die zweite Viola. Der Beifall war überaus groß und auch ein wohlverdienter. Den Beginn des Programmes machten einige sehr hübsch und prägnant gearbeitete, kleine Phantasiestücke für Clavier (Frau Duesberg). Violine und Cello von W. Rabl, eine Art von musikalischen Tanagrafigürchen, fein und zierlich entworfen. Frl  Anna Lehnert sang dazwischen mit nicht gerade großer, aber angenehmer Stimme den Gesang der Sieglinde aus der .Walküre\"; «Du bist der Lenz\", eine dankenswerthe Bereicherung des Concertrepertoires, und zwei Lieder von V. Bause, die bei aller anziehenden elegischen Stimmung doch einen strafferen Satz, eine kräftiger ausgesprochene Melodieführung vermissen ließen. Im achten Abend [... zwei weitere Konzerte ... Signatur am Ende der bisherigen Besprechungen:]       O. v. Kapff.\" (*).\nHinweis auf das morgige Konzert [»Um Mitternacht« [WAB 90] am 16.12.1896] im Fremdenblatt (Nr. 3435 auf S. 10: „     – Der Wiener Männergesangverein veranstaltet am 16. d., Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale unter Mitwirkung der herzogl. sächsischen Kammer= und k. k. Hofopernsängerin Frl. Teleky und des Konzertpianisten Herrn R. Epstein sein erstes diesjähriges Konzert. Zum Vortrage gelangen Chöre von Bruckner, Kienzl, Loewe, Krug, Neubner, Engelsberg und Schubert. [... Kartenverkauf ...].\" (**),\nin der Neuen Freien Presse Nr. 11607 auf S. 7:\r\n\"     [Wiener Männergesang=Verein.] Der Wiener Männergesang=Verein veranstaltet am 16. d. um halb 8 Uhr Abends im großen Musikvereinssaale unter Mitwirkung der sächsischen Kammer= und k. k. Hofopernsängerin Fräulein Teleky und des Concertpianisten Herrn R. Epstein sein erstes diesjähriges Concert. Zum Vortrage gelangen Chöre von Bruckner, Kienzl, Loewe, Krug, Neubner, Engelsberg und Schubert. [... Kartenverkauf ...].\" (**a)\nund im Neuen Wiener Journal Nr. 1130 auf S. 3:\r\n\"     (Wiener Männergesangverein.) Der Wiener Männergesangverein veranstaltet am 16. d. M. um halb 8 Uhr Abends im großen Musikvereinssaale unter Mitwirkung der herzoglich sächsischen Kammer= und k. k. Hofopernsängerin Fräulein Teleky und des Concertpianisten Herrn R. Epstein sein erstes diesjähriges Concert. Zum Vortrage gelangen Chöre von Bruckner, Kienzl, Löwe, Krug, Neubner, Engelsberg und Schubert. [... Kartenverkauf ...].\" (**b).\nDie Zeitschrift »Der Kirchenchor« Nr. 12 berichtet auf S. 101 vom Tod Bruckners und kündigt einen weiteren Artikel an: \"    C) Am 11. October starb in Wien Ant. Bruckner, Musikprofessor an der Universität. Bruckner war geboren 1824 zu Ansfelden in Ob.=Oesterreich. Näheres über ihn wird folgen.\" (***).\nDie Linzer Zeitung teilt auf S. 1376 mit, daß die Einrichtung eines Bruckner-Zimmers im Historischen Museum in Wien, wie es Theodor Reisch dem Wiener Gemeinderat vorgeschlagen habe, nicht möglich sei und sich stattdessen das Landesmuseum Linz dazu bereit erklärt habe:\r\n\"     * (Erinnerung an Anton Bruckner.) Gleich nach dem Ableben des Componisten Bruckner wurde von Seite des Testamentsvollstreckers, des Wiener Gemeinderathes Dr. Reisch, die Anregung gegeben, im historischen Museum der Stadt Wien ein Bruckner=Zimmer einzurichten, ähnlich dem Grillparzer=Zimmer, in welchem die Hinterlassenschaft Bruckners, sein Clavier, nachgelassene Handschriften, Orgelpartituren, Porträts, wertvolle Stücke des Mobiliars &amp;c. aufzubewahren wären. Wie das „N. W. Tagbl.\" [13.12.1896] hört, wurde diese Anregung im Rathhause abgelehnt, und zwar wegen Raummangels, dagegen hat sich das Landesmuseum in Linz bereit erklärt, ein solches Bruckner=Zimmer zu schaffen, falls ihm der bezügliche Nachlass überantwortet wird. Es ist gewiss bedauerlich, bemerkt das genannte Blatt, daß das städtische Museum damit um eine wertvolle Bereicherung kommt. Es zeigt sich eben immer mehr, dass die Anregung des früheren Bürgermeisters Dr. Prix, gelegentlich des Regierungs=Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers ein eigenes städtisches Museums=Gebäude zu eröffnen, wohlbegründet war.“ (°).\nDiese Nachricht bringt auch die Linzer Tages-Post Nr. 289 auf S. 3:\r\n\"     (Erinnerung an Dr. Anton Bruckner.) Gleich nach dem Ableben des Componisten Bruckner wurde von Seite des Testamentsvollstrecker, des Gemeinderathes Dr. Reisch, die Anregung gegeben, im historischen Museum der Stadt Wien ein Bruckner=Zimmer einzurichten, ähnlich dem Grillparzer=Zimmer, in welchem die Hinterlassenschaft Bruckners, sein Clavier, nachgelassene Handschriften, Orgelpartituren, Porträts, wertvolle Stücke des Mobiliars etc. aufzubewahren wären. Wie das \"Neue Wiener Tagblatt\" erfährt [s. 13.12.1896], wurde diese Anregung im Rathhause abgelehnt, und zwar wegen Raummangels, dagegen soll sich das Landesmuseum in Linz bereit erklärt, ein solches Bruckner=Zimmer zu schaffen, falls ihr der bezügliche Nachlass überantwortet wird.\" (°°),\n\r\ndie auf Seite 4 zudem eine Gedenkfeier des Linzer Musikvereins mit der 7. Symphonie für März 1897 ankündigt:\r\n\"     (Musikvereinsconcerte.) Sonntag den 20. d. M., nachmittags, findet das dritte abschließende Abonnementsconcert des Musikvereins mit nachfolgendem Programme statt: [...]. – Im März veranstaltet der Musikverein eine Gedenkfeier für weiland Dr. Anton Bruckner, wobei dessen 7. Symphonie zur Aufführung gebracht wird. Die bei diesem Werke vorgeschriebenen 4 Wagen=Tubenbläser [sic] werden mit Mitgliedern des Wiener philharmonischen Orchesters besetzt werden.\" (°°°).\n\"Die Lyra\" XX, Nr. 6 (521) teilt auf S. 5f [= S. 67f] mit, daß in Steyr ein Glasfenster zu Bruckners Andenken errichtet werden solle:\r\n\"                       Aus der musikalischen Welt.\r\n[...]\r\n    Zum Andenken Bruckner's. Der Ausschuß für ein Erinnerungsmal an Bruckner in der Stadt Steyr erläßt folgenden Aufruf: Das Hinscheiden des großen Symphonikers Dr. Anton Bruckner hat in der ganzen musikalischen Welt die innigste Theilnahme hervorgerufen, denn mit ihm ist ein Tondichter dahingegangen, der zu den bedeutenden Componisten der Gegenwart zählt. Bruckner war bekanntlich ein geborener Oberösterreicher und der große Meister weilte mit besonderer Vorliebe in der Stadt Steyr, wo er im Stadtpfarrhofe alljährlich Sommeraufenthalt nahm und dortselbst viele seiner unsterblichen Werke schuf. Geleitet von dem Bestreben, das Andenken an Dr. Bruckner und an seinen Aufenthalt in Steyr dauernd und würdig zu ehren, hegt man die Absicht, dem großen Todten ein Denkmal in dieser Stadt zu errichten und man glaubt dies am besten zu erreichen durch Schaffung eines Votivfensters in der Stadtpfarrkirche, in der Nähe des Chores, woselbst der Verewigte durch sein meisterliches Spiel so oft die Andächtigen erhob. Sollte die zur Herrstellung eines solchen Votivfensters nöthige Summe, welche sich auf 6000 fl. stellen dürfte, nicht aufgebracht werden können, so würde eine andere Form des Denkmales gewählt werden müssen. Zur Durchführung dieser Idee ist der unterzeichnete Ausschuß zusammengetreten und erlaubt sich, zur Aufbringung der Kosten eine Sammlung einzuleiten und alle Verehrer des verblichenen Meisters, insbesondere die musikalischen Vereine zu bitten, sich mit einem entsprechenden Beitrage gütigst betheiligen zu wollen. Spenden nímmt Herr Franz Bayer, Regenschori und Chormeister des Männer=Gesangvereines „Kränzchen” entgegen und werden dieselben in der Blättern veröffentlicht. Steyr, November 1896. Johann Redl, Bürgermeister, Obmann. Joh. E. Strobl, geistlicher Rath und Stadtpfarrer, Obmann=Stellvertreter. Franz Tomitz, Gemeinderath. Dr. Franz Angermann, Vorstand der „Steyrer Liedertafel”. Dr. Hermann Spängler, Vorstand des Männer=Gesangvereines „Kränzchen”. Eduard Werndl, Vorstand der „Gesellschaft der Musikfreunde”. Josef Tobisch, Chormeister der „Steyrer Liedertafel”. Franz Bayer, Chorregent und Chormeister des Männer=Gesangvereines „Kränzchen”, Cassier. Hermann Bachtrog, Secretär der „Gesellschaft der Musikfreunde”, Schriftführer.\" (#).\nAuf Seite 9 ein Bericht vom Konzert am 7.12.1896, signiert \"Flbg.\":\r\n\"     Wiener Sängerbund. Am 7./12. fand die Gründungs=Liedertafel im Theresiensaale im \"engl. Hof\" unter Leitung der beiden Vereinschormeister Cubasch und Piber, bei Mitwirkung des Frl. Kattnigg (Sopran) und der Herren Franz Lustig (Harmonium)  und Dr. Anton Matosch (Dialectvorträge) statt. Der Verein brachte nachstehende Chöre zur Aufführung: [... Kremser, Schubert, Robert Schumann (Soli: Dolenz und Homolka), Göttl ...]; A. Bruckner's herrlichen und vorzüglich vorgetragenen \"Germanenzug\" mit überraschender Stimmenentfaltung; [... J. Piber (Soli: Dolenz, Uskoreit, Pannigl und Notthaft), C. Fischer, Neßler (Solist Panigl), Weinzierl ...]. Jede Nummer wurde mit reichlichem Beifall belohnt und auch die Einzelnvorträge erfreuten sich der besten Anerkennung; es war ein genußreicher Musikabend.                               Flbg.\" (#a).\nZu den Aufführungen des Quintetts [am 29.11.1896 und 2.12.1896] erscheinen Kritiken von Theodor Helm und B. Lvovsky in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung IX, Nr. 8 auf S. 5f:\r\n[Seite 5:]\r\n\"     Noch wäre zu erwähnen, dass in der vorigen Woche Bruckner's herrliches F-dur-Quintett binnen vier Tagen zweimal aufgeführt wurde. Zuerst durch Herrn A. Duesberg, dann durch Hrn. R. Fitzner. Ueber die letztere Aufführung berichtet eine andere Feder; auch die von Hrn. Duesberg's Volksquartette, unter Zuziehung eines trefflichen zweiten Bratschisten (Hrn. Mittermüller) geboten, war sehr gut einstudirt und gar wohl geeignet, dem gleich erfindungsreichen, als contrapunktisch kunstvollen Werke neue Verehrer zuzuführen. Insbesondere das wunderbare Adagio drang wieder tief zu Aller Herzen. [...]\r\n                                                            Dr. Theodor Helm.\"\r\n[auf Seite 5 und 6:]\r\n\"[...] Die Programme der diesjährigen philharmonischen Concerte müssen mich heute zu der Bemerkung veranlassen, dass sich merkwürdiger Weise die Philharmoniker ganz im conservativen Fahrwasser befinden: in den bisherigen drei Concerten gab es keine sehr hervorragende Novität und von bedeutenden neueren Werken war blos Bruckner mit seiner Siebenten Symphonie vertraten. [... auf Seite 6:]    \r\n     Der erste Kammermusik-Abend des Quartetts Fitzner brachte als Eingangs- und Schlussnummer musikalische Contraste, wie man solche sich unangenehmer kaum denken kann: Als Schlussnummer das herrliche, in künftige Zeiten kühn hineinragende Streichquintett in F-dur Anton Bruckner's, als Eingangsnummer ein Manuscript-Streichquartett Alexander Zemlinsky's, eines Machwerkes traurigster Sorte. [... sehr harte Formulierungen, Kritik am Treiben der Clique und Claque ...] - Welchen Contrast bot der Beschluss dieses Concertes. Bruckner's Quintett! Immer deutlicher muss es einem beim Anhören dieses Werkes werden, dass der grosse Meister hier sein tiefinnerstes Empfinden und Denken geäussert hat! Von unvergleichlicher Gedrungenheit und Klarheit ist, trotz aller Licenzen, die Form, gewaltig die contrapunktische und thematische Arbeit und die Erfindung kraftvoll ohne Gleichen! Den meisten von uns war einst der Meister nicht zugänglich und schwer verständlich; langsam, aber sicher brach sich allenthalben die Erkenntniss Raum! Ich halte das Trio des zweiten Satzes und den dritten Satz, das Adagio, für die ergreifendsten und unvergänglichsten Schöpfungen, welche bis heute auf dem Gebiete der Kammermusik geschaffen wurden. Wer kann sich diesem Zauber entziehen? O, ja doch! Die beiden Grossauguren der Wiener Kritik, der Dichter und der Componist, nahmen Reissaus; und doch hatten dieselben bei Zemlinksy's Quartett so geduldig ausgeharrt! Einst wird doch auch die bessere Erkenntniss an diese vielleicht wissenden, aber verhärteten Gemüther pochen! Auch der Componist, Hr. Alexander Zemlinsky hätte sich das Bruckner'sche Quintett anhören können! Da wäre ihm vergönnt gewesen, zu lernen! Mehr, als er bei seinem Meister Hans Fuchs [Johann Nepomuk Fuchs? recte Robert Fuchs?] gelernt hat. Das Quartett Fitzner, bestehend aus den Herren Rudolf Fitzner (erste Violine), Jaroslav Czerny (zweite Violine), Otto Zert (Viola) und Friedrich Buxbaum (Violoncello), erwies sein ernstes Streben und die grosse Fähigkeit der einzelnen Spieler im Bruckner'schen Quintette. Insbesondere hatte Hr. Fitzner Gelegenheit, mit seinem schönen grossen Ton hervorzutreten; auch die Violen (im Quintette durch Hrn. Jul. Swertka ergänzt), sowie der treffliche Cellist Hr. Fr. Buxbaum boten sehr Gediegenes. Stimmung und Zusammenspiel liessen Manches zu wünschen übrig und kämpfte das Quartett im Zemlinsky'schen Werke von allem Anfang an für eine verlorene Sache. [... über die Zukunftsaussichten solcher Brahms-Epigonen ... über Ignaz Brülls Beethoven-Spiel (op.111) ...] Leider hörte ich zuletzt, vor Jahren, diese Sonate von dem unvergesslichen Hans von Bülow spielen. Möglich, das [sic] diese Erinnerung mir nicht das richtige Verständniss für die Auffassung Hrn. Brüll's aufkommen liess.        B. Lvovský.\" (##a).\nIm selben Heft wird auf Seite 9f Bruckner im Artikel »Das Farbenhören.« von Karolus Wahlstedt erwähnt:\r\n   \"[... über seine eigenen Farbassoziationen, speziell bei Dur-Tonarten ...] Doch will ich bemerken, dass namentlich die Symphonien unserer Tonheroen, zu denen auch Bruckner gehört, ein weites Feld für einschlagende Beobachtungen offen lassen. [...] Ich schliesse mit dem Wunsche, berufenere Federn angeregt zu haben, einmal über diesen Gegenstand sich zu äussern.\r\n   Hamburg.     Karolus Wahlstedt.\" (##b). \nAuf Seite 13 folgt eine Kritik zur 4. Symphonie in Frankfurt [am 30.10.1896]:\r\n\"                  Musik- und Theaterbriefe.\r\n             Frankfurt a. M. (Fortsetzung und Schluss.)\r\n      Drei Sonntagsconcerte des Museums liegen nun auch schon hinter uns! [... über drei Sonntagskonzerte des Museums und das 1. Freitagskonzert ...] Dem Gedächntiss Ihres am 11. October d. J. verstorbenen grossen Landsmannes Anton Bruckner war die erste Nummer des zweiten Concertes der Freitagsreihe (die „romantische” [vierte] Symphonie) pietätvoll gewidmet. Was wir an Bruckner bei dem Hören seiner Werke  immer bewundern: den unerschöpflichen Reichthum seiner symphonischen Ideen und eine naive, herzlich anmuthende Ursprünglichkeit, das trat auch bei dieser Symphonie wieder zu Tage. Die beiden Mittelsätze, das ernste Andante und das frische, von würziger Wald- und Haideluft durchzogene Scherzo gefielen am besten. [... über die mitwirkende Sängerin Maria Brema und weitere Konzerte ... Signatur auf S. 14:] A. Morin.\"\r\n[die eckigen Klammern bei \"vierte\" sind so im Original] (##c).\nEin Artikel von I. Bolleska auf Seite 17 (Beilage) übt Kritik an der Programmzusammenstellung der böhmischen Philharmoniker und weist darauf hin, daß das tschechische Publikum keine einzige Symphonie Bruckners kenne und auch nicht mit Richard Strauss vertraut sei:\r\n\"               Musik- und Theaterbriefe.\r\n    Prag, im December 1896. [...]\r\n   Auf die böhmischen Philharmoniker zurückkommend, muss ich zuerst ihre Organisation als eine gänzlich verfehlte bezeichnen. Die Programme werden von einem Ausschusse zusammengestellt, welchem neben allen hervorragenden Componisten auch viele namhafte Kritiker angehören. So wird zwar die günstige Beurtheilung der Publicistik auf leichte Art anticipirt, aber eine offene Frage bleibt es, ob auch das zahlende Publicum seinen Bedarf dabei befriedigt fühlt? Ich möchte es bezweifeln. Viele Hörer haben einen weit breiteren Horizont als alle diese Kunstrathgeber, welche von dem modernsten Strömungen der instrumentalen Literatur keinen blauen Dunst zu haben scheinen. Das tschechische Publicum kennt nicht eine einzige Symphonie von Bruckner, der Name Richard Strauss klingt ihm ganz fremd [...].\r\n   J. Bolleška.\" (##d).\nHelm bespricht die Wiedergabe des Quintetts durch Duesberg [am 29.11.1896] und Fitzner [am 2.12.1896] auch im Pester Lloyd Nr. 304 auf S. 3:\r\n\"                    Feuilleton.\r\n            Wiener Musikbrief.\r\n     Beginnen wir heute einmal mit der edlen Kammermusik, und zwar gleich mit den größten Genüssen, welche uns die auf diesem Gebiete heuer überreich vertretene Saison bisher brachte: [... kompletter Text bei www.anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=pel&amp;datum=18961215&amp;seite=3 ... höchstes Lob für das Joachim-Quartett ... über zwei Konzerte des Böhmischen Streichquartetts ...] Das Verdienst, zuerst nach dem Tode des Komponisten Bruckner's Streichquintett aufgeführt zu haben (das ich meinerseits zu des Meisters bedeutendsten Schöpfungen rechne), machten sich zwei wackere Wiener Künstler streitig. Herr R. Fitzner kündigte das Werk zuerst als Vortragsstück seiner Kammermusik=Abende an, aber in der Aufführung selbst kam ihm Herr A. Duesberg als Leiter des \"Ersten Wiener Volksquartetts für klassische Musik\" zuvor, wenn auch nur um wenige Tage. Die Wiedergabe war da und dort sehr sorgfältig einstudirt und wurde daher das ebenso erfindungsreiche, als kontrapunktisch meisterliche (meines Wissens in Budapest noch unbekannte) Werk jedesmal mit wärmstem Beifall aufgenommen. Insbesondere drang wieder der seelenvolle  Gesang des Adagios (eine Perle moderner Kammermusik) tief zu Aller Herzen. [... über weitere Konzerte ... ein \"Kollege Beer\" [wahrscheinlich \"A. B.\" am 19.12.1895 und vermutlich 13.10.1896?] wird als Budapester Musikkorrespondent erwähnt ... Ferdinand Löwe als Dirigent der 5. Symphonie 1895 in Budapest ... Signatur auf S. 4:]\n                                      Dr. Theodor Helm.\" (###).\nBericht über die Sitzung des Wiener Musikerbundes am 16.10.1896 in der Österreichisch-Ungarischen Musiker-Zeitung N2. 24 auf S. 124:\r\n\"     Wiener Musikerbund. Protokollauszug der am 16. October abgehaltenen Ausschußsitzung. [...] Der Obmann widmet dem am 11. October 1896 dahingeschiedenen Tonmeister Dr. Anton Bruckner einen warmen Nachruf und fordert die Anwesenden auf, sich zum Zeichen der Ehrerbietung und Trauer von den Sitzen zu erheben. [...]\" (a).\nDie Salzburger Zeitung kündigt das morgige Konzert (mit dem 2. Satz der 3. Symphonie) an (b).\nDie Reichspost Nr. 303 schlachtet auf S. 10 einen am 13.12.1896 geschehenen Druckfehler für antisemitisch gefärbten Spott aus:\r\n\"    – Christliche und jüdische Tonkünstler. Man schreibt uns: Wie geläufig den Judenblättern der Name \"Anton Bruckner\" schon ist, geht aus einem Berichte des \"Neuen Wiener Tagblatt\" vom 13. d. M. hervor., wo der Verstorbene als \"Franz\" Bruckner auftritt. Da kann man noch auf nachstehende kleine Irrungen rechnen: Franz Mozart, Amadeus Beethoven, Ludwig v. Schubert. Anders verhält es sich mit Krakauer, Meyerbeer, Brahms, Goldmark, für welche diese gewisse Zeitungen schon Clichés besitzen dürften.\" (c).", "Letzte Änderung": "08.01.2026 17:03"}, {"ID": 189712155, "Datum": "15.12.1897, Mittwoch", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 3216 berichtet auf S. 4 des Abendblatts vom Konzert am 8.12.1897:\r\n\"     –  Die Gebrüder W. und L. Thern spielten in ihrer II. Matinée am 8. d. M. unter Anderem das Adagio und Scherzo aus Bruckner's herrlicher 7. Symphonie in der Bearbeitung für zwei Claviere von Hermann Behn und erzielten mit dieser erstmaligen Vorführung einhelligen Beifall. Es würde uns freuen, den beiden Symphoniesätzen in dem von. W. und L. Thern am 10. Januar zu veranstaltenden Concert wieder zu begegnen.\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.09.2026 08:18"}, {"ID": 189812155, "Datum": "15.12.1898, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 12326 (Abendblatt) kündigt auf S. 1 das Konzert vom 17.12.1898 (mit dem Chor \"Abendhimmel\") an (*).\nDas Musikalische Wochenblatt verzeichnet auf S. 732 die Aufführung der 3. Symphonie unter Manns in Oldenburg [vor dem 18.8.1898] und erwähnt als weitere Mitwirkende beim Konzert den Komponisten W. Rohde und die Pianistin Frl. Cottlow (**).\r\nAuf S. 733 werden als Berliner Aufführungen die 5. Symphonie [am 24.10.1898] und die 8. Symphonie [vermutlich Klavieraufführung vor dem 10.11.1898 gemeint] aufgelistet (***).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 346 kündigt auf S. 8 die Aufführung des \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] am 17.12.1898 an (°).\n[mutmaßliche Datierung] Die Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 8 bringt auf S. 4 eine Kurzkritik von J. Twardowski zur Aufführung von \"Abendhimmel\" [am 11.12.1898? oder Ankündigung für den 17.12.1898?] (°°).\nDatierung des Kopisten H. I. in einer Abschrift des Tantum ergo Es-Dur (WAB 41) in Klosterneuburg [siehe die Anmerkung] (°°°).", "Letzte Änderung": "12.06.2026 09:56"}, {"ID": 189912155, "Datum": "15.12.1899, Freitag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung verzeichnet die Leipziger Aufführung der 5. Symphonie [am 9.11.1899].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190112155, "Datum": "15.12.1901, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Theodor Helm »Concert zu Besten der Deutschösterreichischen Schriftstellergenossenschaft« [6. Symphonie am 13.12.1901] in der Deutschen Zeitung, S. 7 (*). \nIn derselben Nummer wird mitgeteilt, dass die von Josef Schalk bearbeiteten vierhändigen Klavierauszüge zur 6. und zur 5. Symphonie in der Universal-Edition erschienen sind (**).\n\nÜber das Konzert vom 13.12.1901 berichten auch die Österreichische Volkszeitung Nr. 287 auf S. 3 (***) \nund die Reichspost Nr. 288 auf S. 11, signiert \"G v. B.\" [Gaigg von Bergheim] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190412155, "Datum": "15.12.1904, Donnerstag", "Haupttext": "Vortrag von Marie von Unschuld über die 9. Symphonie (mit Klavierbeispielen) in der Universität in Washington (*).\nAls Pianisten kommen Marie von Unschuld und/oder Theodor Hansen in Frage (*a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190612155, "Datum": "15.12.1906, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des siebenstimmigen Ave Maria [WAB 6] durch den Wiener Schubertbund (*), unterstützt durch einen stark besetzten jugendlichen Damenchor, in seinem außerordentlichen Vokalkonzert (unter Leitung von Adolf Kirchl und Hans Wagner) im Großen Musikvereinssaal. Weitere Mitwirkende: Konzertsängerin Marta Nedloff und das Ehepaar Staidner-Welsing (Klavierduo) (**).\n \nBericht in der Salzburger Chronik Nr. 285 auf S. 4 von der Aufführung der \"Trauermusik dem Andenken Anton Bruckners\" von Otto Kitzler jun. am 14.12.1906 (***).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 10:51"}, {"ID": 190712155, "Datum": "15.12.1907, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Franz Schalk im 3. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien (*).\r\nDas Programmheft enthält eine mit »e. m.« signierte (vermutlich von E. Mandyczewsky stammende) Erläuterung (*a).\r\nEs erklingen außerdem Werke von César Franck (»Le chasseur maudit«) und Mozart (D-Dur-Sinfonie KV 504) (*b).\nArtikel von William Ritter »A propos de Bruckner« in »Mercure Musical et Bulletin francais de la S. I. M. 3, S. 1317 - 1321 (**).", "Letzte Änderung": "20.05.2026 07:07"}, {"ID": 190912155, "Datum": "15.12.1909, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der Pariser Aufführung der 7. Symphonie [5.12.] durch Luc Marvy im Monde musical.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191012155, "Datum": "15.12.1910, Donnerstag", "Haupttext": "Die geplante Aufführung des Quintetts in Zürich muß wegen Erkrankung abgesagt werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191112155, "Datum": "15.12.1911, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie (in gekürzter Fassung) durch das New York Philharmonic Orchestra unter Josef Stransky in der Carnegie Hall in New York.\nSolistin mit Klavierliedern und der Schlußszene aus der \"Götterdämmerung\" ist Lillian Nordica. Außerdem erklingt Beethovens 3. \"Leonoren\"-Ouvertüre [Wiederholung vom 14.12.1911] (*).\n \nAuf dieses Konzert macht ein Inserat in The New York Times Nr. 19683 auf S. 22 aufmerksam:\n\"       PHILHARMONIC\n     –Society of New York–\nJOSEF STANSKY conductor.\n        CARNEGIE HALL.\n     This Afternoon at 2:30.\n Soloist: MME. NORDICA\nBruckner Symph., Beethoven \"Leonore,\" Wagner Immolation Scene, Songs with Piano\n50c to $2. Steinway Piano. Mgt. L. Charlton.\" (*a).\n \n \nBesprechung der gestrigen Konzerts in The New York Times Nr. 19683 auf S. 10:\n\"                THE PHILHARMONIC CONCERT\nBruckner's Fifth Symphony for First Time Here–Mme. Nordica, Soloist.\n     At the Philharmonic fifth evening concert last evening Mr. Stransky undertook the formidable task of interesting the New York musical public in a symphony by Anton Bruckner. He chose the fifth, in B flat, one that had never been heard in New York. In the last five yea rs four of Bruckner's symphonies have been performed in New York–three by the Boston Symphony Orchestra, under Dr. Muck and Mr. Fiedler, and last year one by the Philharmonic Society, under Mr. Mahler. It cannot be said that any of them made much headway toward gaining the admiration of this public, though much pains and great skill were expended upon them by men to whom they evidently meant much, and who labored with great earnestness and evident conviction to establish a place for Bruckner. In their number is now to be counted Mr. Stransky, who, as a pupil of Bruckner, may no doubt have been actuated by the additional motive of pious duty toward his master.\n     That such men, and others of the highest standing as conductors in Europe, have so ardently championed Bruckner's cause must necessarily create a presumption in favor of his music. Can it be that the value of his achievement in his symphonies is so much greater than the musical public has been willing to concede, by its grudging and unwillng [sic] acceptance of what is offered it? For it must be said that, though there was applause after the grandiose finale of this fifth symphony, with its unexpected and swelling climax from the brazen-throated choir, it produced no deep impression.\n     It produced, in fact, an impression similiar to that which previous experiences of the same sort have given in the twenty-six years that have elapsed since Bruckner was first made known here. There is power, at times grandeur, nobility, poignant expressiveness in the music; there is an original and moving force at work in it. But it comes to its own only fitfully. There are fine beginnings, ideas, combinations that seize the listening ear, often given a vivid effectiveness by resplendent orchestral color. They soon run out into the most laborious music making, smothered in vain repetition, directed to no logical and convincing development.\n     Bruckner was called a great master of counterpoint, and this fifth symphony \"the most contrapuntably brilliant\" of all his works. Counterpoint and all its ingenious devices and applications indeed abound in it. But the object of counterpoint is the enhancement of musical effect, the raising of musical ideas to a higher power, to a loftier significance–not the burial of them beneath the killing weight of scholastic débris. There is much that is vain and commonplace in this symphony of Bruckner's.\n     There is much thundering in the index of an introductory adagio; the first movement opens with an imposing proclamation, which is complemented by a theme of tenuous substance, and the development is halting and disjointed. The slow movement has more to warm the heart of the listener, if only its line were more continuous and direct. The scherzo has rhythmic piquancy, but its incessantly repeated figures soon pall. In the last movement a highly organized fugato passage has interest. All through these movements may be heard an interchange of thematic material in various forms, the ingenuity of whose interplay will demand attentive listening.\n     There have been hints, and more than hints, of a choralelike theme in the previous movements. When the last movement reaches its climax the effect of the eleven players in the auxilliary brass choir rising at the back of the orchestra (as Mr. Stransky had them do) to intone this chorale, is immediate and remarkable. It will not, perhaps, bear much reflection; but it serves its purpose in producing an impressive close.\n     Mr. Stransky had studied the symphony with much care, and gave a highly elaborated performance of it, in which there was much tonal beauty. The orchestra played superbly. He gave the work in a version shortened by very considerable excicions. In this case it was a proceeding much to be commended.\n     Mme. Lillian Nordica was the soloist. She sang four songs with piano accompaniment. [... Debussy, Rachmaninow, Stange, Schubert (Erlkönig) ...]. Such songs are out of place in such a concert, [... Stimme nicht in bester Verfassung, schwache Intonation ... Götterdämmerung ...]. Between her two appearances the orchestra played Beethoven's overture, \"Leonora,\" No. 3.\" [keine Signatur] (**).\n \nThe Sun Nr. 106 (New York) berichtet auf S. 9 von diesem Konzert:\r\n\"            THE PHILHARMONIC CONCERT\nBRUCKNER'S FIFTH SYMPHONY PERFORMED.\nFirst Hearing of the Work in This City\n    Music Characteristic of the Composer\n        Mme. Nordica Sings Songs and an Excerpt From \"Goetterdaemmerung.\"\n     When so distinguished and beloved an American singer as Mme. Lillian Nordica sings at a Philharmonic concert the temptation to accord her the first consideration is strong, but when at the same concert a hitherto unheard symphony of Anton Bruckner is performed the first discussion must be awarded to that. Mme. Nordica, however, receives the place of honor by mentioned first, and therefore it is permissible to pass forward to the symphony.\n     The concert was the fifth of the Thursday evening  subscription series of the Philharmonic Society, the place Carnegie Hall and the time last night. The opening number of the programme was Bruckner's symphony in B flat major, No. 5, which had on this occasion its first performance in this city. It was the eighth performance of symphonic music by Bruckner in this city, and the fifth since his death in 1896. The first took place in 1885 and was by the Symphony Society under Walter Damrosch.\n     The work heard last evening is built in the customary four movements. The first is an allegro with an important slow introduction. The second is an adagio, the third a scherzo and the finale another allegro, again with a slow introduction. Those who are acquainted with Bruckner's methods will not be astonished to know that this symphony is by no means easy to grasp. It has been called the most difficult of all his works to cemprehend and also the \"most contrapuntally brilliant.\"\n     Bruckner was famous as a contrapuntist. Now, counterpoint is one of the methods of musical structure with which the layman has the least acquaintance, yet upon it much of the art of musical development leans heavily. The first aim of the contrapuntal writer is to invent melodies of which different parts may be made to sound together and produce harmony. Sometimes he aims to get this result from one melody, as in a fugue, and again from the interweaving of portions of different themes, and this latter is what he usually does in symphonic composition.\n     Frequently composers who employ contrapuntal device liberally use also what is called \"community of theme.\" This means the repetition in various movements of melodic ideas introduced early in the work. It will readily be understood that these methods lead to rigorous logic of construction, and in this Bruckner was most skilful.\n     Yet this same composer had a genuinely romantic ambition. He is not a musical carpenter by any means, but rather a composer who reflects profoundly and finds in the intricacies of architectural detail the means of expressing his ideals.\n     What was written on the occasion of the performance of his eighth symphony by the Boston orchestra in 1909 [18.3.1909] might be repeated here without misleading the reader [19.3.1909]. \"The symphony heard last night bears all the hall marks of Bruckner. Its thematic material is moulded in his familiar patterns. It is rectangular in the allegros and grandiose in the adagios. It is ponderous in the scherzo and pompous in the finale.\" Even the adventitious aid of a brass band is called upon [unlesbar] the closing measures of the composition and stun the hearer into the belief that he has just heard the conclusion of a mighty message.\n     Any attempt at an analysis of the composition would be futile, for such a description needs the assistance of musical quotation. It is therefore possible only to say that the contrapuntal details of the work are intensely interesting to the lover of masterly development, but that the thematic ideas are often exceedingly dry in themselves. Yet there are some fine pages in the work, especially in the slow movement, which, however, is by no means the mate of the noble, but very long adagio of the eighth.\n     The finale is the most labored movement of the four, and here indeed one cannot help feeling that some of the ideas are fashioned with more regard for their contrapuntal possibilities than for their expressive qualities or pure musical beauty. The symphony received a really [?] excellent performance under Mr. Stransky and the blare of brass in the peroration quite aroused the audience.\n     Mme. Nordica occupied the stage after the symphony had ceased to reverberate and the musicians had gone out to recuperate. [... vier Lieder, \"Götterdämmerung\" ...]. The orchestra played between Mme. Nordica's two appearances on the stage the \"Leonore,\" No. 3, overture of Beethoven.\" [keine Signatur] (***).\n \nEine Besprechung erscheint auch in The Brooklyn Daily Eagle Nr. 346 auf S. 18:\n\"             Musical Moments\n[...]\n     The Philharmonic Society under the direction of Josef Stransky, played the Bruckner \"Symphony, No.. 5, in B flat major,\" in Carnegie Hall, last night. It was the first time this symphony has been heard in New York. It is in four movements. A theme is introduced which is taken up in turn by the different choirs with a pizzicato accompaniment by the strings. In the second movement, \"adagio,\" the same theme appears and again the pizzicato. The third movement, \"scherzo,\" was played lightly and gracefully and earned polite applause. The adagio movements are written in semi-ecclesiastical style and work through to stately climaxes. A peculiar feature of the symphony is the abrupt change from pianissimo to fortissimo and vice versa which occurs in several of the movements. The last movement, introduces a new them intoned by the brasses, played adagio, then the strings take up the same theme, and so on through the various instruments until it reaches a tremendous climax with the brasses on their feet and the entire orchestra playing its loudest, when it ends rather abruptly. Mr. Stransky was recalled a number of times and seemed pleased with the reception of the symphony.\n     Madame Nordica, gowned in white, in the last word of up-to-date fashion, with a huge headdress of white feathers, was in the best of voice and her group of songs was received with tremendous applause. [... Lieder, Leonore, Götterdämmerung ...]. After the group of songs there was an innovation, the ushers passing down several aisles and bearing quantities of flowers.\" [keine Signatur]. (°).\n \nThe Evening World (New York) schreibt auf S. 28:\n\"     Bruckner's Fifth Played by Philharmonic\nStransky Gives the Symphony a First Hearing a New York–Lillian Nordica Featured in a Miniature Recital. \n              BY SYMVESTER RAWLING.\nJOSEF STRANSKY gave significance to the Philharmonic Society's concert in Carnegie Hall last night by presenting for the first time in New York Bruckner's fifth symphony in B flat major and engaging Lillian Nordica as soloist. He was rewarded by the attendance and the applause of a large audience. But isn't Mr. Stransky rather overdoing his efforts to make these concerts more popular? Mme. Nordica is an artist of whom all Americans are proud. But what excuse was there for permitting her to give a miniature song recital in the middle of a symphony programme?\n     That is precisely what happened. Between the unfamiliar work of Bruckner's and Beethoven's classic \"Leonore\" overture No. 3, while the members of the band were cooling their heels in the corridors, Mme. Nordica. on an empty stage, to the piano accompaniment of E. Romayne Simmons, sang four songs that were announced and added another. [...].\n    Bruckner's fifth symphony is not likely to become popular. It is a fine piece of workmanship by a competent musician, but it discloses no lofty inspired moment. The underlying motives may be faith and abnegation, but the principal melody, if meant to express those virtues, is not particularly attractive. There are pizzicato accompaniments, from time to time, that are pleasing, and there are some snatches of beauty in the adagio and the scherzo, but the finale is more noisy than great. The chorale played by an auxiliary band of brasses reminds one of Sousa. The only difference is that our own inimitable bandmaster brings his men forward to make their proclamations, while Bruckner has directed that his be kept in the sear.\n     Mr. Stransky is to be congratulated upon the earnestness and intelligence with which he interpreted the work and his orchestra upon the excellence with which they played it. [... Leonore, Götterdämmerung ...]. It was always a battle horse of hers and she sang it with distinction, but not with all the dramatic ferver she was wont to put into it.\" (°°).\n \n[Vermutlich am 15.12.1911]\nKonzertbericht in The Evening Post:\n\"[...]\n     That the appearance of Lillian Nordica with the Philharmonic would attract one of the largest audiences of the season was a foregone conclusion, and that, too, in spite of the presence on last night's program of a symphony by Bruckner, who has never been popular in New York.\n    Mme Nordica received a royal greetings, was in good voice and her art was at its best. [... die Lieder – Schumanns \"Nussbaum\" als Zugabe ...].\n     The climax of the concert, both vocally and orchestrally, was the Immolation scene from 'Gotterdammerung,' in which Mme. Nordica sang with her wonted vocalsweep and depth of emotional utterance. This also was applauded most cordially.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "26.07.2026 13:09"}, {"ID": 191212155, "Datum": "15.12.1912, Sonntag", "Haupttext": "The Boston Globe Nr. 168 teilt auf S. 4 mit, dass die für die nächsten Konzerte [20/21.12.1912] vorgesehene 4. Symphonie [recte: 7. Symphonie] nicht aufgeführt wird:\n\"           SYMPHONY PROGRAM.\nDr Muck Substitutes the Symphony of Schumann for That by Bruckner.\n\n     Dr Muck has made an important change in the Symphony program of the coming week. He had announced for performance Bruckner's Seventh [sic] (Romantic) Symphony in E-flat. He takes this off and substitutes in its place Schumann's D-Minor Symphony No. 4.\" (*).\n\n\nAuf Seite 35 wird aber noch eine Bruckner-Symphonie angekündigt, und zwar die 7. Symphonie:\n\"      Mr Warnke Symphony Soloist.\n     Mr Heinrich Warnke, the principal 'cellist of the Symphony Orchestra, will be the soloist at this week's concerts Friday afternoon and Saturday evening. He will play the concerto for 'cello in A minor, by Klughardt, a work which has never been heard here. The rest of the program will comprise two symphonies, Mozart's beautiful work in G minor and Bruckner's symphony in E major No. 7.\" (**).\n\n\n[Die Aufführung der 7. Symphonie wurde am 3./4.1.1913 nachgeholt.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191312155, "Datum": "15.12.1913, Montag", "Haupttext": "Hinweis auf das morgige Konzert [mit dem \"Ave Maria\", vermutlich WAB 6] in der New York Tribune Nr. 24502 auf S. 12:\n\"       MUSICAL ART SOCIETY\n                 CHOIR OF 75 VOICES.\n  FRANK DAMROSCH . . . . . Director\nChristmas Concert, Tues., Dec. 16, 8:30\nWorks by Palestrina, Melchoir [sic] Franck, Sweelinck, Brahms, Bruckner, Adam de la Hale [sic]. Christmas Carols. Old English Dances for Orchestra by Percy Grainger.\n    Tickets [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191512155, "Datum": "15.12.1915, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung des gestrigen Konzerts in The Sun Nr. 106 (New York) auf S. 9:\n\"             RARE WORKS HEARD IN CARNEGIE HALL\nMusical Art Society Opens 23d Season With Characteristic Concert.\n               XMAS SONGS WELCOMED\n     The first concert of the twenty-third season of the Musical Art Society took place last evening in Carnegie Hall.     [... die Geschichte des Vereins ... früher vielleicht besser, aber \"still vital\" ...]\nFrench Christmas Songs Welcome.\n     It is not essential to catalogue all the doings of last evening. [... Palestrina, Gevaert ...] Franz Arens, the conductor of the Peoples Symphony Society concerts.\n     Doubtless the majority of the auditors ´found the greatest interest in the middle section of the list  This comprised two numbers, Anton Bruckner's antiphon for four voices and organ, entitled \"Tota pulchra es,\" and Sigfrid Karg-Elert's canzona, \"Von [sic] Himmel hoch da komm ich her,\" [...]. Bruckner's music to this text, \"Tota pulchra es, Maria et macula originalis not este in te.\" was probably made for one of the churches in which he was organist. In it the profoundly reflective character of this singular figure in the world of music, together with his simple reverence, are beautifully voiced in music of very lofty character and deep emotional significance. Those who have been at times irritated by the wearisome prolixity of the composer must have heard this fine, sincere and direct work with genuine delight.\n         Karg-Elert's Work Elaborate.\n     [... über das Werk (Violinsolist David Mannes, Organist Channing Lefebvre) ...].\n     [die übrigen Werke ... am Klavier Herbert Fryer und James Friskin ...].\" [keine Signatur] (*).\n \nDie New York Tribune Nr. 25231 begnügt sich auf S. 11 mit einer kurzen Erwähnung:\n\"             YULETIDE SPIRIT THEME OF SONGS\n                                        [...]\nSecular and Religious Music Pleasantly Blended at Carnegie Hall.\n                       By H. E. KREHBIEL.\n     There has been a reorganization of the Musical Art Society for business purposes, and it seemed last night, when the usual Chrismastide concert was given in Carnegie Hall, as if a new spirit had also been infused into the singers.\n     Outwardly all was like it has been for years [... Frank Damrosch ... \"the participation of the choristers of the Cathdral of St. John the Divine\" (bei Palestrina (Fernchor) und Karg-Elert) ...].\n    To this work Karg-Elert's setting of the Christmas hymn [... über dieses und andere Werke (Schumann, Cui, Brahms) ...].\n     There was less of the old à capella music of the mediæl school than usual [...], but there was no dearth of novelties for all that. A \"Salve Regina\" composed by Franz Xaver Arens for the society years ago was revived and was practically new; there was a short antiphon \"Tota pulchra es Maria,\" by Bruckner, the Karg-Elert piece [... über die weiteren Werke und die Mitwirkenden ...].\" (**).\n \nThe New York Times Nr. 21144 schreibt auf S. 11:\n\"               THE MUSICAL ART SOCIETY.\n                                      [...]\n     The Musical Art Society began its twenty-third season last evening at Carnegie Hall with a concert that had several familiar features: [...].\n     Three old French \"noels,\" arranged by F. A. Gevaert, have long been popular with the audiences of the Musical Art Society [...]. An antiphon by Anton Bruckner, \"Totapulchra es,\" is by a composer of distinctly modern tendencies, who put off his modernity to conform to the churchly  requirements of the tevt [sic], written for performance responsively by the choir and the intonation of the priest.\n     An interesting adaptation of modern methods to an old practice is Sigfrid Karg-Elert's \"canzona,\" [... über dieses und die anderen Werke...].\n     The chorus has not in recent years sung better, either in quality of tone, correctness of intonation, or finish of ensemble and precision of attack. Though there was an accident in Sweelinck's motet, which made Dr. Damrosch begin it again, its effect was hardly disturbing. [... die weiteren Mitwirkenden ...].\" (***).\n \nThe Brooklyn Daily Eagle Nr. 346 nennt auf S. 7 auch den Solisten bei Bruckner:\n\"              MUSICAL MOMENTS\nMusical Art Society in Christmastide Concert.\n     In the midst of a forest of cedars for background, the Musical Art Society, under Frank Damrosch, gave its Christmastide concert last evening in Carnegie Hall. [... Aufstellung und Kleidung der Chorsänger ... die Werke (Arens war anwesend) ...].\n     Three old French Christmas songs [...]. The lullaby was exquisitely ancient and human. An antiphon by Bruckner, introduced the solo voice of Mr. Lawry, which had fine and eloquent appeal. Mr. Tucker's tenor was freah and moving in \"Holy Night.\"\n     The most impressive of the whole list of solos was the one which brought the boys and men of the choir of the Cathedral of St. John the Divine [... Leitung Miles Farrow, Knabensolist Allan Hilditch ...]\n     [... die übrigen Nummern (weitere Mitwirkende: Miss Marchant und Miss Pratt, Herbert Freyer, James Friskin und George Anson Wedge) ...]. Dean Grosvenor, who was once a Brooklyn lad in the Church of the Incarnation, was in the audience.\" (°).\n \nAnkündigung der 4. Symphonie für den 17./18.12.1915 in The Cincinnati Enquirer Nr. 349 auf S. 3:\n\"             THE NEXT SYMPHONY.\n     Nature in a variety of her moods was the inspiration of two of the compositions to be played at the Symphony concerts of this week, the fourth symphony of Bruckner, also known as the \"Nature\" or \"Forest\" Symphony, and the overtrure \"Im Fruehling\" of Goldmark. Bruckner, in spite of his crude and rustic exterior, was a deeply poetic and sensitive man and keenly responsive to the moods of nature. Many of these he caught with unerring fidelity in his fourth symphony, particularly in the third movement, the scherzo, which suggest the song of the birds on the silent woods, the sound of the hunting horn in the forest and the general feeling of mystery which the solitude inspires.\n     Something of the same mood is expressed in Goldmark's \"Im Fruehling,\" [...].\n     A great feature of interest on the program is the performance of the Tschaikowsky concerto [... schweizerischer Pianist Marcian Thalberg (aus Cincinnati) ...].\" (°°).\n \nIn The Chicago Tribune Nr. 298 sind auf S. 8 einige Aphorismen und Gedankensplitter versammelt, deren einer Bruckner gewidmet ist:\n\"             A LINE O'TYPE OR TWO.\n[...]\n     \"WE enjoyed Philip Hale's twenty-six pages on Bruckner,\" writes Leonard Liebling, \"much more than ever we enjoyed twenty-six pages of Bruckner's music.\" Let that go double, Leonard; nor should we have to read Hale to know how you felt.\" (°°°).\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192112155, "Datum": "15.12.1921, Donnerstag", "Haupttext": "In der Österreichischen Volkszeitung Nr. 343 erscheinen auf S. 6 mit \"B.\" [Balduin Bricht?] signierte Besprechungen\n der Konzerte vom 11.12.1921 (\"Träumen und Wachen\" unter Anton Webern) (*) \n\nund vom 11. und 12.12.1921 (mit \"Helgoland\" unter Carl Luze) (**).\n\n\nAnkündigung des heutigen Vortrags in den Innsbrucker Nachrichten Nr. 285 auf S. 4 (***).\nDer sechste und letzte der Bruckner-Vorträge von Emil Schennich im Probensaal des Innsbrucker Musikvereins befasst sich mit der 9. Symphonie (°).\n\n\nDie New York Tribune Nr. 27423 macht auf S. 11 auf einen Bruckner-Artikel im Januar-Heft der Zeitschrift \"Vanity Fair\" aufmerksam (Inserat):\n\"                      January\n                VANITY FAIR\n\n                           [...]\n                  In This Issue: \n\nIn and About the Theatre: [...]\nThe World of Art: Bronzes by Paul Manship, mural decorations by Senor Sert, a critique of two new Russian designers, and Paul Rosenfeld on Bruckner's music.\nThe World of Ideas: [... + weitere drei Kapitel ... ]\nCondé Nast, Publisher   ***   Frank Crowninshield, Editor   ***   Heyworth Campbell, Art Director\" (°°).\n\n\nDasselbe Inserat erscheint auch im Rochester Democrat and Chronicle (Rochester, New York) auf S. 20 (°°°),\n\n\nin der Chicago Tribune Nr. 299 auf S. 15 (#)\n\n\nund in The New York Times Nr. 23336 auf S. 13 (##).\n\n\n\nEinem Konzertbericht in den Poughkeepsie Eagle-News Nr. 17437 (Poughkeepsie, New York) auf S. 5 könnte man entnehmen, dass es tatsächlich eine komponierende [amerikanische?] Bruckner-Konkurrenz gegeben haben könnte:\n\"CHILDREN TREAT ELDERS TO SONG\n\n     Loretta Wurtzel and Elizabeth Drew, dressed in light green and wearing horns to represent katydids, sang a little song which quite delighted the large audience of parents and residents who attended the musicale given at the Old Ladies' Home on Wednesday night by the junior students of Miss Louise Virginia Gorse, They were received enthusiatically and repeated their song.\n\n     There were a number of solos by the children, the features being a solo number by Elizabeth Drew, and a duet with Miss Gorse by Ella Bruckner, both girls being but seven years old.\n     The program closed at about 9:30 o'clock [... then came Santa Claus ...].\" (##).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192412155, "Datum": "15.12.1924, Montag", "Haupttext": "Das Kirchenkonzert des Kirchenmusikvereins St. Rochus (Wien III.) um 20 Uhr wird vom Rundfunk übertragen. Von Bruckner werden unter Leitung von Robert Lußnigg ein Tantum ergo [prov. WAB 48] und das \"Locus iste\" aufgeführt (*).\n \nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 342 bringt auf S. 4 eine mit \"E. K.\" signierte Kurzkritik zur Aufführung des \"Locus iste\" am 8.12.1924 (**).\n \nDie Reichspost Nr. 343 berichtet auf S. 5 von der Berliner Bruckner-Feier mit Aufführung der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") [am 12.12.1924] und Vortrag von Franz Moißl [am 10.10.1924] (***).\n \nDer Buffalo Courier Nr. 350 auf S. 11 auf die heutige Sendung aufmerksam: \"Buffalo–WGR–319 M.\n10:45 A. M.–Weather forecast [...]\r\n12:00 M.–Weather and produce market reports; [...]\n 2:30 P  M.–Concert [...]\n 6:30 P. M.–Dinner music, Vincent Lopez Hotel Statler dance orchestra.\n 7:30 P. M.–Digest of the day's news. Agriograms.\n 7:50-8:10 P. M.–Twenty-Piece Orchestra from \"The Ten Commandments\" Company at the Majestic Theater (Courtesy Players-Lasky Corporation) Clarence West conducting, presenting: the Overture of Dr. Hugo Reisenfeld's [sic] score to Cecil B. DeMille's production of \"The Ten Commandments,\" now playing at the Majestic.\n     Assembly of Pharoh's [sic] Chariots\n     . . . . Goldmark's \"Queen of Sheba' Music\n     Thunderings from Mount Sinai\n     . . . . . .  Bruckner's \"Symphony in F [sic]\n     Bacchanal of Miriam and the Golden Calf Worship\n     . . . . . . . . . . . .  Gounod's Ballet Music\n     Waltz Lento for the Surassian Women\n     . . . . . . . . . .  Dr. Riesenfeld\n     Themes– \"Holy! Holy! Holy!\" and \"Rock of Ages.\"\r\n 8:40 P. M. –Ted Snyder, famous composer [...]\r\n 9:00-11:00 P. M.–Musical program [...]\n11 30 P. M.–Supper music. Vincent Lopez Hotel Statler orchestra.\" (°).\n \nInhaltlich identisch die Meldungen in The Buffalo Enqirer Nr. 89 auf S. 2:\n\"                 WGR.\r\n       Federal Tel. &amp; Tel.\nWave Length, 319 Meters.\n[...]\nThunderings from Mount Sinai–Bruckner's \"Symphony in F.\" [sic]\n[...].\" (°°)\n \nund in The Buffalo Times auf S. 15:\n\"   Today's Programs\nSTATION WGR–BUFFALO.\n             319 Meters.\n[...]\r\nThunderings from Mount Sinai–Bruckner's \"Symphony in F.\" [sic]\n[...].\"\n[Daneben eine Bauanleitung (mit Schaltkreisen) zum Hinzufügen von Radiofrequenzen] (°°°).\n\n \nIn der Radiosendung der Rundfunkstation WGR (Buffalo, New York) werden zwischen 19:50 und 20:10 Teile der Filmmusik von Hugo Riesenfeld zum Film \"The Ten Commandments\" gesendet; das 20-köpfige Orchester aus dem Majestic-Theater in Buffalo wird von Clarence West geleitet. Den früheren Meldungen zufolge sind auch Passagen aus der 4. Symphonie enthalten. Assembly of Pharaoh's Chariots: Goldmarks \"Queen of Sheba\"; Thunderings from Mount Sinai: Bruckners \"Symphony in F\" [sic];  Bacchanal of Miriam and the Golden Calf Worship: Gounods \"Ballet Music\"; Waltz Lento for the Euressian Women: Riesenfeld; Themes \"Holy! Holy! Holy!\" und \"The Rock of Ages.\" (#).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 17:21"}, {"ID": 192512155, "Datum": "15.12.1925, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Peter van Anrooy (*).\nArtikel »Ein Bruckner-Brief« (vom 2.9.1858) in den Frohsinn-Nachrichten auf S. 2 (**).\nBesprechung des Konzerts vom 12./13.12.1925 mit der 5. Symphonie, signiert \"pp.\" [= vermutlich: Dr. Paul A. Pisk, siehe 21.9.1924], in der Arbeiterzeitung Nr. 344 auf S. 8 (***).\nArtikel von Paul Klanert \"Das neue Bruckner-Buch\" [Ernst Kurth] in den Hallische Nachrichten (°).\nArtikel \"Anton Bruckner v. E. Kurth\", signiert \"M. F.\", in der Allgemeinen Zeitung Halle (°°).\nArtikel \"Die Bruckner-Literatur erfährt durch das Monumentalwerk \"Bruckner\" von Ernst Kurth dem Professor für Musikwissenschaft an der Universität Bern eine große Bereicherung\", signiert \"R. Sch.\", in den Dresdner Neuesten Nachrichten (°°°).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 07:39"}, {"ID": 192612155, "Datum": "15.12.1926, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Ernst Kurth an Max Auer:\r\n     Weist die Kritik an seinem Buch zurück, es sei nicht schwülstig. Sein Ruf in der Musikwelt sei \"schwerstens geschädigt\" (*).\nEin Brucknerkonzert wird zwischen 13:30 und 14:30 von den Rundfunksendern in Münster Welle 241,9), Dortmund (Welle 283) und Elberfeld (Welle 468,8) übertragen (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 00:17"}, {"ID": 192712155, "Datum": "15.12.1927, Donnerstag", "Haupttext": "Bei einem Heimabend im Troppauer Gesellenhaussaal hält Ludwig Grande einen Vortrag über seine Erinnerungen an Bruckner (*).\nAufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Heinz Unger im 3. Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde zu Berlin. Solisten des Abends sind Alma Moodie und Georg Kulenkampff (Violine) und Fritz Fischer (Klavier) (**).", "Letzte Änderung": "21.04.2023 08:27"}, {"ID": 192812155, "Datum": "15.12.1928, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe unter Fritz Brun im Berner Münster.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192912155, "Datum": "15.12.1929, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe unter Franz Zeman [in der Domkirche] in Leitmeritz (*).\n\r\nAufführung der f-Moll-Messe durch das städtische Kurorchester unter Carl Schuricht mit dem Cäcilien-Verein Wiesbaden im Großen Saal des Kurhauses in Wiesbaden (**).\nDer Rundfunksender Leipzig/Dresden überträgt von 16:15 bis 17:00 Uhr ein Konzert des Dr. Engelbrechtschen Madrigalchors Erfurt. Als neunter von zehn Chören erklingt das \"Ave Maria\" (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 22:10"}, {"ID": 193012155, "Datum": "15.12.1930, Montag", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") [vermutlich unter Volkmar Andreae, in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 16.12.1930.", "Letzte Änderung": "07.01.2026 10:57"}, {"ID": 193212155, "Datum": "15.12.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Der Rundfunksender Budapest überträgt ab 19:45 Uhr das Konzert des Budapester Konzertorchesters unter Josef Krips im großen Saal der Hochschule für Musik mit Werken von Paganini, Hubay und Bruckner (8. Symphonie als Budapester Erstaufführung). \"20,50: Sp. N.\". [vermutlich: Sportberichte und Nachrichten in der Konzertpause], \"21,50: W.\" [vermutlich: Wetterbericht, nach dem Konzertende].", "Letzte Änderung": "09.08.2026 03:00"}, {"ID": 193412155, "Datum": "15.12.1934, Samstag", "Haupttext": "Geplanter (und nicht eingehaltener) Fertigstellungstermin für Alfred Orels Nachtrag zu den Skizzen der 9. Symphonie.", "Letzte Änderung": "19.08.2025 15:32"}, {"ID": 193512155, "Datum": "15.12.1935, Sonntag", "Haupttext": "Cäcilienkonzert [sic?] in St. Florian mit Aufführung einer Haydn-Symphonie und von Bruckner-Chören [WAB 67] durch den Kirchenchor (*).\r\n[Vermutlich identisch mit:]\r\nGedenkkonzert unter Adolf Trittinger zum Gedenken an Karl Aigner im Musiksaal des Stiftes St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "28.05.2025 09:02"}, {"ID": 193712155, "Datum": "15.12.1937, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des 150. Psalms durch den Philharmonischen Chor und die Berliner Philharmoniker unter Günther Ramin in Berlin. Solisten dieses Konzerts sind Adelheid Armhold, Lore Fischer, Ingrid Lorenzen, Heinz Marten und Günther Baum (Gesang), Friedrich Thomas (Flöte) und Paul Spörri (Trompete). Nach Bruckners Werk werden noch Verdis Stabat mater und Bachs Magnificat aufgeführt.", "Letzte Änderung": "18.08.2025 13:27"}, {"ID": 194112155, "Datum": "15.12.1941, Montag", "Haupttext": "Aufführung des Intermezzos durch das Boer-Reitz-Quartett in Zürich.", "Letzte Änderung": "07.01.2026 10:54"}, {"ID": 194312155, "Datum": "15.12.1943, Mittwoch", "Haupttext": "Aufnahme der 4. Symphonie für den Prager Kulturfilm »Die Heimat Anton Bruckners« durch das »Bruckner-Orchester St. Florian des Großdeutschen Rundfunks« in Wien (*).\r\nDas Drehbuch stammt von Edmund Smith, der von Anton Nowakowsky und Herbert Hiebsch beraten worden war (**).\n\r\nAufführung der 8. Symphonie durch das Dresdener Philharmonische Orchester unter Carl Schuricht im Gewerbehaus in Dresden.\r\nSolist in Max Trapps Violinkonzert ist Bernhard Hamann (***).", "Letzte Änderung": "10.05.2025 06:53"}, {"ID": 195112155, "Datum": "15.12.1951, Samstag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Theodor Bernhard Rehmann: \n    Für das Anliegen, Bruckners Kunst von der höchsten katholischen Instanz anerkennen zu lassen, solle man den Rektor von Santa Maria dell'Anima in Rom, Alois Hudal, zu gewinnen versuchen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195312155, "Datum": "15.12.1953, Dienstag", "Haupttext": "Brief von H. F. Redlich an Th. Armbruster: \n    Dankt für seine »wertvollen Abhandlungen über Bruckner«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195612155, "Datum": "15.12.1956, Samstag", "Haupttext": "Die Österreichische Nationalbibliothek erwirbt vom Antiquariat Hans Schneider den Bogen »2F« zum Finale der 9. Symphonie, der früher im Besitz von Baron Vietinghoff in Berlin war.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196012155, "Datum": "15.12.1960, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" durch den Kammerchor Santiago und die Fiarmónica de Chile unter Richard Kistler mit den Solisten Rosa Soto, Hanny Hampel, Mario Pasquetto und Mariano de la Maza.", "Letzte Änderung": "29.07.2026 14:50"}, {"ID": 196312155, "Datum": "15.12.1963, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« durch den Philharmonischen Chor Berlin und die Berliner Philharmoniker unter Hans Chemin-Petit in der Neuen Philharmonie in Berlin. Solisten sind Elisabeth Grümmer (oder: Gloria Seipelt?), Sieglinde Wagner, Donald Grobe und Ivan Sardi (Gesang) und Heinrich Elter (Orgel).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 08:16"}, {"ID": 198712155, "Datum": "15.12.1987, Dienstag", "Haupttext": "Artikel \"Mystiker und Wagnerverehrer. Bruckners Messe f-Moll in der Mannheimer Christuskirche\", signiert \"Yoi\", im Mannheimer Morgen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193310155, "Datum": "15./16.10.1933, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Furtwängler im 1. Philharmonischen Konzert in Berlin.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Schillings (Vorspiel zu \"Oedipus Rex\") und Beethoven (Es-Dur-Klavierkonzert mit Walter Gieseking) (*).\n \n[15.10.1933]\r\nDer Schlesische Rundfunk (Breslau, Gleiwitz) überträgt ab 10:00 Uhr den Katholischen Gottesdienst in der St. Antonius-Kirche in Breslau, in dem u.a. ein Tantum ergo Bruckners gesungen wird (**).\n \n[16.10.1933]\r\nDer Norddeutsche Rundfunk (Hamburg, Hannover, Bremen, Flensburg, Kiel) übertgrägt zwischen 20:00 und 22:10 Uhr das 2. Konzert des Philharmonischen Orchesters unter Eugen Pabst im großen Saal des Musikhalle [vermutlich in Hamburg] mit der 7. Symphonie als Schlussstück (***).", "Letzte Änderung": "04.04.2026 12:21"}, {"ID": 197010156, "Datum": "15./16.10.1970, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Eugen Jochum im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistin in Mozarts C-Dur-Klavierkonzert KV 467 ist Lilian Kallir.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198810155, "Datum": "15./16.10.1988, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (3. Fassung von 1889) durch die Berliner Philharmoniker unter Erich Leinsdorf in der Philharmonie in Berlin. Solist bei Lutoslawskis Klavierkonzert ist Krystian Zimerman.", "Letzte Änderung": "19.11.2025 23:26"}, {"ID": 201010157, "Datum": "15./16.10.2010, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Niederländische Erstaufführung der 2. Symphonie in der Fassung 1872 durch das Limburg Symfonie Orkest unter Ed Spanjaard in Heerlen und Maastircht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201110155, "Datum": "15./16.10.2011, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie mit dem Finale (Version Samale/Phillips/Cohrs/Mazzuca, mit Erstaufführung der erneut umgearbeiteten Coda) durch das Brabants Orkest unter Friedemann Layer in Breda bzw. Eindhoven.", "Letzte Änderung": "22.02.2026 08:49"}, {"ID": 192511156, "Datum": "15./16.11.1925, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Furtwängler im 4. Philharmonischen Konzert in Berlin. Solist des Schumann-Klavierkonzerts ist José Iturbi.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192911157, "Datum": "15./16.11.1929, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Beim Antiquariat Leo Liepmannssohn in Berlin kommen »6 Pastoral-Präludien für die Orgel. Prag bei Marco Berra« mit Bruckners eigenhändigem Namenszug zur Versteigerung.", "Letzte Änderung": "13.11.2024 17:20"}, {"ID": 202411156, "Datum": "15./16.11.2024, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Studientage an der Musikhochschule Luzern mit Referaten von Fabian Bauer (Weltliche Chormusik, anschließend Aufführung von je sechs Motetten und weltlichen Chören [prov. WAB 67] unter Ulrike Gosch und Stefan Albrecht), Felix Diergarten (Rezeptionsgeschichte des Quintetts) und Hans-Joachim Hinrichsen (Fassung der 7. Symphonie für Kammerensemble, mit Aufführung unter Clemens Heil).", "Letzte Änderung": "01.08.2026 17:12"}, {"ID": 196401155, "Datum": "15./16.1.1964, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Hans Knappertsbusch dirigiert letztmals die Münchner Philharmoniker bei einer Aufführung der 3. Symphonie im Herkulessaal der Münchner Residenz.", "Letzte Änderung": "24.02.2026 22:48"}, {"ID": 196601157, "Datum": "15./16.1.1966, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das St. Louis Symphony Orchestra unter Hermann Scherchen.", "Letzte Änderung": "19.05.2026 07:20"}, {"ID": 200901155, "Datum": "15./16.1.2009, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Bruckner-Workshop in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202601165, "Datum": "15./16.1.2026, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Dallas Symphony Orchedstra in Dallas. Fabio Luisi erhält am 16.1.2026 die Kilenyi Ehrenmedaille der Bruckner Society of America.", "Letzte Änderung": "05.04.2026 14:12"}, {"ID": 197601155, "Datum": "15./16./17.1.1976, Donnerstag bis Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Daniel Barenboim in der Neuen Philharmonie in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197603155, "Datum": "15./16./17.3.1976, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Günter Wand im 8. Gürzenich-Konzert in Köln.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195302155, "Datum": "15./16.2.1953, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Karl Böhm im Titania-Palast in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202302156, "Datum": "15./16.2.2023, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Einspielung der 5. Symphonie durch das ORF-Sinfonieorchester unter Markus Poschner.", "Letzte Änderung": "08.08.2025 19:41"}, {"ID": 198204155, "Datum": "15./16.4.1982, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Slowakische Philharmonie unter Libor Pesek in Bratislava.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201104155, "Datum": "15./16.4.2011, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Die 7. Bruckner Journal Readers Biennial Conference am Hertford College der University of Oxford beschäftigt sich u.a. mit der 5. Symphonie. Aufführung einer von William Carragan erstellten Fassung für zwei Klaviere, gespielt von Crawford Howie und Carragan, Vorstellung des Buches \"The New Bruckner\" von Dermot Gault, Referate von Paul Coones, Ken Ward, Malcolm Hatfield, Brian Newbould [siehe die Anmerkung], Frederick Stocken [siehe die Anmerkung], Benjamin Korstvedt, Andrea Harrandt, William Carragan [siehe die Anmerkung], Julian Horton [siehe die Anmerkung], Paul Hawkshaw [siehe die Anmerkung] und Eric Lai.", "Letzte Änderung": "23.02.2026 10:22"}, {"ID": 199405156, "Datum": "15./16.5.1994, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Osnabrücker Symphonieorchester unter Reinhard Schwarz in Osnabrück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199506155, "Datum": "15./16.6.1995, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Einspielung der Chöre »Das deutsche Lied« [WAB 63], »Ave Maria« (7-st.) [WAB 6] und »Abendzauber« durch den Turtle Creek Chorale und das Fort Worth Symphony Brass unter Timothy Seelig in Dallas.", "Letzte Änderung": "23.09.2025 06:56"}, {"ID": 188809156, "Datum": "15./16.9.1888, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen (15.9. Abendgebet, 16.9. Morgengebet) (*), möglicherweise bedingt durch einen Ortswechsel (von Kremsmünster nach St. Florian) (**), jedenfalls mit einem Zwischenaufenthalt in Linz (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 199312156, "Datum": "15.-17.12.1993, Mittwoch bis Freitag", "Haupttext": "Aufführung und Einspielung der 8. Symphonie durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Bernard Haitink im Herkulessaal der Residenz in München.", "Letzte Änderung": "09.08.2025 06:55"}, {"ID": 199405155, "Datum": "15.-17.5.1994, Sonntag bis Dienstag", "Haupttext": "Einspielung der 1. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Osaka unter Takashi Asahina.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 188409157, "Datum": "15. - 17.9.1884", "Haupttext": "Dreikaiserzusammenkunft in Skierniewice [Bruckner schreibt am 27.1.1891 allerdings Olmütz]. [?? vgl. Anm.] Bruckner soll davon Anregungen zum Finale der 8. Symphonie empfangen haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189009154, "Datum": "15.-17.9.1890, Montag bis Mittwoch", "Haupttext": "Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen. [Vermutlich ist dieser Zeitraum identisch mit dem Aufenthalt bei Weilnböcks in Neufelden].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 194801155, "Datum": "15./18.1.1948, Donnerstag/Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Herbert Albert im 11. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "19.02.2024 13:11"}, {"ID": 183405015, "Datum": "1.5.1834, Donnerstag", "Haupttext": "Stiftsbrief über eine Meßstiftung des Anton Bruckner sen. für seine verstorbenen Eltern und Geschwister in der Pfarrkirche Ansfelden. In Folge der am 24.11.1832 protokollierten Erklärung soll jedes Jahr am 22. April für Joseph und Franziska Bruckner und deren Kinder und Freunde eine heilige Messe gelesen werden. Das Stiftungskapital stammt aus der Einlösung eines am 1.4.1827 für Georg Dibold in Niederzirking (Pfarre Ried, Herrschaft Rorbach) ausgestellten Schuldscheins. Unterschriften von Propst Michael Arneth, Stiftsdechant Franz Vorauer [siehe die Anmerkung] und Vogteibeamtem Anton Schlerger.\r\nBestätigungsvermerke am 6.9.1834 und 30.11.1834.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 10:02"}, {"ID": 185505015, "Datum": "1.5.1855, Dienstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1. Mai     Zum Feste der Immaculata Concept. B. V. M. 1 Bläser     2 [fl] \".\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185805015, "Datum": "1.5.1858, Samstag", "Haupttext": "Unterhaltung des »Frohsinn« in der Urfahrer Bierhalle. \nVon Franz Schubert werden aufgeführt: »Nachtgesang im Walde« und (gesungen von Weilnböck) »Wanderer« (*). \nAußerdem erklingen u.a. der Chor »Auf den Bergen« von Storch und das Vokalquartett »Papa und Mama« von Kuntze (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185905015, "Datum": "(1.5.1859, Sonntag)", "Haupttext": "Artikel »Die berühmte Messe \"Papae Marcelli\"« (2. Teil) in der Linzer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186205015, "Datum": "1.5.1862, Donnerstag", "Haupttext": "Uraufführung der Dom-Festkantate [WAB 16] durch die verstärkte Liedertafel »Frohsinn« und eine Militärkapelle (13. Inf. Reg. Baron Bamberg) -\r\n»Festcantate [/] der [/] Grundsteinlegung am 1. Mai 1862. [/] In Musik gesetzt von Herrn Anton Bruckner, Domorganisten, [/] und vorgetragen von der löbl. Liedertafel in Linz, unter Mitwirkung der löbl. [/] Kapelle des k. k. Inf.=Reg. Freiherr von Bamberg Nr. 13.« - (a),\r\nunter Leitung von Engelbert Lanz anläßlich der Grundsteinlegung zum Neuen Dom durch Bischof Rudigier (*), während des 4. Programmpunktes »Hammerschläge« (#).\r\nBeim folgenden Hochamt dirigierte Karl Weilnböck (##) eine Messe von Lotti, Bruckners »Ave Maria« [WAB 6] (**) und ein Graduale \"Misit Deus misericordiam\" von Engelbert Lanz (°).\r\nAn den Feierlichkeiten sollen 15000 - 20000 Besucher teilgenommen haben.\r\nAbends im Redoutensaal [c] Aufführung von Haydns »Schöpfung« durch den Musikverein (Solisten: Weilnböck, Falkensam, Frl. Schimatschek) (###).\nBruckner erhielt für die Kantate 50 fl Honorar (»Remuneration«) [siehe 7.5.1862] (°°).\nEin [undatierter] Bericht erschien (im dritten Quartal) auch in der Theologisch-prakt. Quartalschrift, 15. Jg., auf S. 360:\r\n»Schön paßten zum Momente der Grundsteinlegung, der von Glockengeläute und Pöllerschüssen begrüßt wurde, die Worte der Festkantate 2) [Fußnote:] 2) In Musik gesetzt vom Domorganisten A. Bruckner und vorgetragen von der Liedertafel in Linz unter Mitwirkung der Kapelle des 13. Inf.=Reg. Baron Bamberg.« (b).\n[Erst nach 27.5.1862, vielleicht erst am Jahresende?] Über die Grundsteinlegung (und die Prozession am 30.4.1862) berichtete auch »Die deutsche Volksschule« unter Angabe von teilnehmenden Personen [z.B.: Josef Gruber, Franz Steininger, Johann Leitgeb, Josepha Edlbacher, Louise von Lutterotti, die Ehrendomherren J. N. Ozelsberger, Anton Landgraf und Johann Aichinger und Max Pammesberger etc. Am Ende steht »A. d. K. B.« [der Text ist nahezu identisch mit dem der Katholischen Blätter vom 3.5.1862] (c).\nBei der Feier (30.4. und 1.5.) sind u.a. anwesend:\r\ndie Äbte und Prälaten Oberösterreichs (Schlägl, Wilhering, Lambach, St. Florian, Kremsmünster und Reichersberg), die Bischöfe von St. Pölten (Ignaz Feigerle) und Augustopolis (Athanasius Eduard Zuber) [siehe die Anmerkung], der Statthalter (Eduard von Bach), der Landeshauptmann Dominik Lebschy [siehe die Anmerkung], Truppenkommandant Lausch, Johann Nep. Ozelberger, Joh. Ev. Kurany, Anton Landgraf, Johann Aichinger, Dechantsenior Bartsch, Joh. Bap. Schiedermayr, Oberlandesgerichtspräsident Dr. von Wenisch, Bgm. Reinhold Körner, Max Pammesberger, die Kreuzträger (Josef Gruber, Anton Praunauer, Josef Schieferhuber, Anton Schießer und Johann Schneider), die Fahnenträger (Franz Steininger, Johann Leitgeb, Josef Schmidtbauer, Anna Spang und Marie Pindeus), Baukondukteur Otto Schirmer [siehe die Anmerkung], Baumeister Franz Höbarth, Zinngießer Eckstein, Zimmermeister Vinzenz Grubmüller, die Trägerinnen der Marienstatue (Johanna von Anthoine, Josefa Edlbacher, Isabella Fink, Josepha Forstner, Anna Huber, Anna Janofsky, Johanna Janofsky, Karoline Kaserer, Ottilie Kneidinger, Louise von Lutterotti, Martina Praleithner und Anna von Wanivenhaus) (d).\r\nAuch Adalbert Stifter nimmt an den Feierlichkeiten teil und besucht die Aufführung der \"Schöpfung\" (in seinem Bericht wird Bruckner nicht erwähnt) (e).\nDas Komité des am 30.4.1862 in Linz gegründeten Oberösterreichischen Sängerbundes (Josef Hafferl, Alois Weinwurm und August Göllerich sen.) legt der oberösterreichischen Statthalterei die Satzung zur Genehmigung vor. Am 16.4.1862 hatte der \"Frohsinn\" diese Gründung angeregt (f).", "Letzte Änderung": "03.05.2026 02:07"}, {"ID": 186305015, "Datum": "1.5.1863, Freitag", "Haupttext": "Instrumentierung des Finales der f-moll-Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186705015, "Datum": "1.5.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"1ten Mai 1867 Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805015, "Datum": "1.5.1868, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"1. Mai 1868 Pf.\" (*).\n \n[wann genau?]\nIm Heft Nr. 5 der Zeitschrift für katholische Kirchenmusik [Mai 1868?] wird auf S. 37f ein Schreiben Traumihlers an den Redakteur (Joh. Ev. Habert] veröffentlicht. Bietet seine Unterstützung an und teilt das Kirchenmusikprogramm in St. Florian vom 1. Fastensonntag [1.3.1868] bis zum Karsamstag [11.4.1868] mit (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186905015, "Datum": "1.5.1869, Samstag", "Haupttext": "Bericht im »Journal de la Meurthe et des Vosges« über die Konzerte vom 28.4.1869 und 29.4.1869, mit lobender Erwähnung von Bruckners Orgelspiel und Improvisationstalent (*).\nAuf Einladung der Firma Merklin-Schütze fährt Bruckner von Nancy nach Paris (**).\r\nEr wohnt im »Hotel Diesbach ou Les Polonais« (***).", "Letzte Änderung": "16.03.2024 23:28"}, {"ID": 187005015, "Datum": "1.5.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt um 11 Uhr als Organist bei der Messe in der Augustinerkirche mit. Aufgeführt werden eine Messe von Preindl, ein Graduale von Proch (für Sopran und Flöte) und ein Offertorium (mit Tenor- und Violinsolo) »Ave Maria« von Bach. Solisten sind Frau Gräfin Wilhelmine Wickenburg-Almasy und die Herren Labatt und Theodor Jauner.", "Letzte Änderung": "15.01.2025 11:31"}, {"ID": 187305015, "Datum": "1.5.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Eröffnung der Wiener Weltausstellung.", "Letzte Änderung": "12.02.2023 11:39"}, {"ID": 187505015, "Datum": "(1.5.1875, Samstag)", "Haupttext": "Hans Richter tritt sein Amt an der Hofoper mit einer Aufführung von Wagners »Meistersingern« an.", "Letzte Änderung": "24.10.2024 09:52"}, {"ID": 187705015, "Datum": "1.5.1877, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Er habe gestern die 4. Symphonie durchgesehen und bemerkt, daß zu viele Imitationen dem Werk schadeten. Mit der Umarbeitung der 2. und 3. (Wagner gewidmeten) Symphonie sei er fertig. Beide müßten noch kopiert werden. Der enthusiasmierte Hans Richter wolle die 3. Symphonie nächstes Jahr aufführen. Ob er, Bruckner, Tappert die 2. Symphonie schicken dürfe (*).\nScherzo der 1. Symphonie »rythmisch eingetheilt« (**).\nKalendernotiz Bruckners: »Dietrich Baumeister 1. Mai. Leopoldst.« (***).", "Letzte Änderung": "23.06.2025 22:05"}, {"ID": 187805015, "Datum": "1.5.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Auflistung von Ausgaben für Haushalt, Kathi Kachelmayr, Zahnpasta, Brillen [?], Notenschreiber Weber etc.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005015, "Datum": "1.5.1880, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »5tes Nachweh 1. Mai 6 Uhr Morg. 6. [Nachweh] Abends 11 Uhr circa in Folge Theater Hitze. dann Igel 5 Bier« (*).\nDie Wiener Zeitung Nr. 100 kündigt auf S. 6 an, daß am 30.5.1880 die d-Moll-Messe und das »Os justi« in der Hofkapelle aufgeführt werden:\r\n\"     (K. k. Hofcapelle.) Kirchenmusik in der k. k. Hofcapelle. Die Austheilung für den Monat Mai 1880 ist folgende:Tag || Fest || Auffzuführen || Autor [...] 30.    Dom. II. post Pent. 3. Solemn.   Missa: D  .  .  .  Bruckner. | Graduale: Alleluja   Aßmayer. | Offert.: O justi [sic]  .   Bruckner.\" (**).\n(Enthüllung des von Zumbusch geschaffenen Beethoven-Denkmals (**)).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 23:24"}, {"ID": 189008157, "Datum": "15.-18.8.1890", "Haupttext": "4. Deutsches Sängerbundesfest in Wien. Beim Festkommers am 16.8.1890 singt der Oberösterreichisch-Salzburgische Sängerbund - darunter 24 Sänger des »Frohsinn« und 16 Mitglieder der Liedertafel Vöcklabruck (#) - unter Floderer Bruckners Chor »Sängerbund« [WAB 82]. Beim ersten Festkonzert wird ein von Mair vertonter »Germanenzug« aufgeführt.\r\n\"Der Festcommers am 16. August. [...] Director Bobies eröffnete den Commers [...].     Der \"Oberösterreichisch-Salzburgische Sängerbund\" brachte nun unter Leitung des Bundes-Chormeisters Floderer den Bruckner'schen Chor \"Sängerbund\" zum Vortrage, worauf Reichsraths-Abgeordneter Professor Dr. Fuß das Wort nahm. [...].\"\n(*) Festzug und Begrüßungsabend [= 1. Festkommers?] am 15.8., Hauptaufführungen am 16. und 17.8., 2. Festkommers am 17.8., Abschiedskommers am 18.8.1890 (*).\r\nDie instrumentale Begleitung der Chöre übernimmt die Kapelle des Infanterie-Regiments Freiherr v. Bauer Nr. 84 unter Leitung von Kapellmeister Komzak (*a).\r\nBeim Fest sind u.a. anwesend: Franz Bobies, die Chormeister Franz Mair und Eduard Kremser, Bürgermeister Dr. Prix, Vizebürgermeister Dr. Borschke, Leonhard Mayer (Fränkischer Sängerbund \"Frühling\"), Fr. Heßler (Deutscher Sängerbund in Böhmen), Dr. Fuß (Abgeordneter), Robert Schwalm (Königsberger Sängerverein), Dr. Schmidt (Liedertafel der Deutschen in St. Petersburg), Wiener Männergesangverein unter Chormeister Reim, Edwin Schulz (Berliner Sängerschaft), [für den 17.8.1890 erwähnt:] die Erzherzöge Karl Ludwig und Otto, Rechtsanwalt Hermann Beckh [Nürnberg] und Dr. Weitlof (*b).\r\nAm Sängerfest nimmt auch eine Delegation des Philharmonischen Vereins Temeswar teil (*c).\nBruckner hatte Josef Gruber und Karl Bogner seine Wohnung für drei Tage zur Verfügung gestellt und Frau Kathi brieflich entsprechende Anweisungen gegeben (**).", "Letzte Änderung": "21.04.2026 21:12"}, {"ID": 188105015, "Datum": "1.5.1881, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner geht mit Amand Loidol zum Maiwein in den Prater. Zuhause [am selben Tag?] spielt er ihm das »Te deum« vor.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205015, "Datum": "1.5.1882, Montag", "Haupttext": "Bruckner und Ernestine Korda treffen sich im Hausgang in der Heßgasse 7. Bruckner bittet sie in seine Wohnung und äußert zu seinem dort wartenden Schüler \"Hier in diesen Hallen - ein Frauenfuß ...\". - In der Folgezeit kommt es zu weiteren Besuchen, in Begleitung ihrer Schwester oder ihres Vetters. In der Vorweihnachtszeit [welchen Jahres?] sollte Ernestine für Bruckner einen Fasan zubereiten, den eine Universitätshörerin (Frl. H...) geschickt hatte. Frau Kathi Kachelmayr musste Bruckners Unwillen besänftigen und vermittelte bei den Zubereitungswünschen.", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:57"}, {"ID": 188305015, "Datum": "1.5.1883, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung des Bruckner-Abends [Quintett und 3. Symphonie am 7.5.1883] in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1139 auf S. 7: \n\n    » - Montag den 7. Mai, halb 8 Uhr Abends, gelangen vor einem geladenen Publicum Anton Bruckner's Streich=Quartett [sic] und Symphonie in D-moll (Manuscript) im Saale Bösendorfer zur Aufführung. Einladungen werden ausgegeben durch die Hof=Musikalienhandlung G. Levy.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505015, "Datum": "1.5.1885, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 23.4.1885 (signiert »-ff.« [vermutlich: Otto von Kapff]) in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung XII Nr. 16 auf S.202:\r\n           »Concerte.\r\n    Die beiden Pianisten Herren Josef Schalk und Ferdinand Loewe [... Text bei 120/96ff, mit geringen Abweichungen: ... werthvollsten ... Contrast mit einander ...] keine bessere Interpretation wünschen konnte. Herr Schalk [... spielte Beethoven, Löwe Liszt ...] R. Hirsch sang Recitative aus Händel's „Messias” und Bach's „Mathäus=Passion”. -ff.« (*).\nBrief Levis an Josef Schalk:\r\n    Schalks Brief habe sich gekreuzt mit Levis Brief an Bruckner, in dem er den Kontrakt mit Gutmann zurückschickte. Schlägt vor, die Bemühungen zugunsten Bruckners künftig zu koordinieren. Bruckner hätte die 1000 fl kaum als Ehrensold angenommen. Die 7. Symphonie sei hoffentlich im Herbst fertig gedruckt. Vielleicht verlege Gutmann auch die 8. Symphonie? (**).\nDie Neue Zeitschrift für Musik 81 (1885) wiederholt auf S. 204 den Hinweis auf das Konzert am 30.5.1885 [Text nahezu identisch mit dem vom 24.4.1885]:\r\n      »Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins. [...] wird die diesjährige Tonkünstler-Versammlung zu Karlsruhe [...] vom 28. Mai bis 31. Mai einschliesslich stattfinden. [...] sechs Concerte [...] V. 30. Mai Orchester-Concert im \"Museum\". [... aufzuführende Werke ...] Anton Bruckner, Cismoll-Adagio für Orch. [...] Leipzig, Jena und Dresden, 29. April 1885.\r\nDas Directorium des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins.\r\nProf. Dr. C. Riedel. Hof- u. Justizrath Dr. Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. A.Stern.« (***).\nBrief von August Göllerich an seine Schwester [Marie Holter]:\r\n     Über Alltags- und Familienangelegenheiten. \"Morgen 1. Aufführg des Te Deum von Bruckner unter seiner Leitung, das ganz phänomenal großartig ist. Stradal ist gestern nach Weimar gefahren (°).\nDie Wiener Zeitung Nr. 99 weist auf S. 5 auf das Konzert vom 2.5.1885 (mit dem Quintett und dem \"Te deum\" hin [inhaltlich wie am 28.4.1885] (°°).", "Letzte Änderung": "11.02.2025 13:07"}, {"ID": 188605015, "Datum": "1.5.1886, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 27.4.1886): »11 Uhr H Eckstein Samstag nach Ostern.« (*).\nBrief Bruckners an Dr. H. Behn:\r\n     Bittet um die Partitur der 4. Symphonie, die er heute noch nach Leipzig [an Riedel (**)] schicken wolle (***).\nIm Unterhaltungsblatt »An der schönen blauen Donau« 1 (1886), 8. Heft, S. 240 erscheint die Männerchorfassung von »Iam lucis orto sidere« [WAB 18]: »In S. Angelum Custodem Hymnus [/] quem cantu ornavit. [sic!] [/] Antonius Brucknermp.« (°).\nAuf diese Neuerscheinung verweisen auch die »Presse« Nr. 120 auf S. 11:\r\n    » - Das soeben erschienene achte Heft der neuen illustrirten Halbmonatsschrift \"An der schönen blauen Donau\" (Verlag von Carl Konegen in Wien) [siehe die Anmerkung] hat folgenden Inhalt: [...] - Antonius Bruckner: \"In S. Angelum Custodem Hymnus\". [...] Preis per Heft 15 Kreuzer, pro Quartal 90 Kreuzer. - Zu haben in allen Buchhandlungen und bei allen Zeitungs=Verschleißern.« (°a)\nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 120 auf S. 5 [identischer Text ... Karl Konegen ...] (°b).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 23 auf S. 259 meldet die Aufführung des »Te deum« in Karlsruhe [14.4.1886]:\r\n»Eingesandte Concertprogramme\r\nCarlsruhe: Philharmonischer Verein\r\nDrittes Concert, [...] 14. April 1886 [...] Anton Bruckner: Te Deum für Chor und Soli (componirt 1884)« (°°).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1885/86, Nr. 29, verzeichnet auf S. 60 die Aufführungen der 3. Symphonie in Den Haag [17.3.1886] und Utrecht [20.3.1886]:\r\n»In den Abonnements-Concerten des Vereines \"Diligentia\" im Haag, der holländischen Residenz, hat kürzlich eine zweite Aufführung der Brucknerschen, Meister Richard Wagner gewidmeten dritten Symphonie stattgefunden. In der vorjährigen Saison hatte der Nestor der holländischen Kapellmeister, Herr J. Verhulst, das Werk zum erstenmale herausgebracht, heuer dirigirte Herr R. Hol aus Utrecht die Aufführung (derselbe leitet alljährlich ein, hauptsächlich der neudeutschen Schule gewidmetes Concert des \"Diligentia-Vereins\"). Auch in Utrecht, wo Herr Hol städtischer Kapellmeister ist, brachte dieser die Bruckner'sche Symphonie zur Aufführung. Dieselbe soll bei dem musikalischen Theil des Publicums tiefen Eindruck hervorgerufen haben. [...]« (°°°)\nund erwähnt auf S. 61 in der Zeitschriften-Revue den Artikel der Linzer Tages-Post vom 17.4.:\r\n»Tages-Post (Linz) 17. April. Bruckner-Concert der Liedertafel \"Frohsinn\"«. Von Dr. Emil Kränzl« (#).\nDie Harmonia Sacra Nr. 5 meldet auf S. 39, daß in Linz am 18.3.1886 ein Tantum ergo [prov. WAB 48] in der Alumnatskirche und am 25.3.1886 das »Afferentur« gesungen wurden:\r\n      »Kirchenmusik in Linz. [... über Burgstallers Bedeutung ...] Der Chor des neuen Domes sang gemeinsam mit dem Alumnatschore am Vorabend des Festes des h. Joseph [18.3.1886] in der bischöflichen Alumnatskirche Dr. Fr. Witt's \"Litaniae\" op. 13 für vier Singstimmen und Orgel, - darauf J. G. Wesselak's Motett \"Justus ut palma\", sowie das \"Tantum ergo\" von A. Bruckner in vollendeter Weise. [...] Am 25. März sang der Chor des neuen Domes eine vierstimmige \"Missa in hon S. S. Rosarii B. M.V.\", ein Erstlingswerk von Max Filhe, das Motett \"Afferentur virgines post eam\", für vier Singstimmen und drei Tromboni, vom Ehrenmitgliede des ob. öst. Cäcilien=Vereines, Ant. Bruckner, dem Chordirector J. B. Burgstaller gewidmet, und ein \"Ave Maria\" von einem zweiten Ehrenmitgliede, J. E. Habert, in vollendeter Weise. [... Lob für Burgstallers Einstudierung und Dirigat ...]« [keine Signatur] (##).\nDer Welser Anzeiger Nr. 18 berichtet auf S. 3 von Göllerichs Klavieraufführung des Adagios des Quintetts am 29.4.1886:\r\n      »Am Donnerstag den 29. April Abends fand im Gasthofe \"zur Stadt Triest\" das bereits angekündigte Konzert des Richard Wagner=Zweigvereines statt. Außer den Mitgliedern waren eine größere Anzahl von Gästen aus den besten Kreisen von Wels erschienen.\r\n    Den Glanzpunkt des Abends bildete das Klavierspiel des Herrn August Göllerich [...] Das ist kein Spiel im gewöhnlichen Sinne. [... über die Anschlagskunst und technische Bravour Göllerichs ...] Allein spielte Herr August Göllerich: \"Adagio\" aus dem Streich=Quintett F-dur von Bruckner; \"Poesie\", \"Allmacht\" und \"Gestirne\" von Liszt. Wir konnten sein bewundernswerthes Spiel in diesen und in allen übrigen Nummern hören, da Herr Göllerich die Begleitung selbst besorgte. [... über weitere Programmnummern und Mitwirkende: Stockhammer und Hugo Schulz (Gesang), Kpm. F. Quidenus (Violine/Viola), Damenchor von Frl. Rosenberger ...] Wir schließen mit der Versicherung, daß dieser Abend zu einem der genußreichsten der Konzert=Saison zählte, zumal für solche, die einer Tonsprache eines Liszt und Wagner folgen können.\r\n    Zunächst aber haben wir Welser alle Ursache stolz zu sein, daß ein Mann, dessen Wiege hier gestanden, die Künstlerlaufbahn mit Glück betreten hat und sicheren Schrittes wandelt. Wolle Herr Göllerich auch in Zukunft unser nicht vergessen.« [keine Signatur] (###).\nEine Besprechung dieses Konzerts bringt auch das Welser Wochenblatt (a).\n(Brief von Joh. Bap. Katschthaler (Salzburg) an Bernhard Deubler:\r\n     Ob Deubler bei einem Kurs wenigstens einen Vortrag über Kirchenmusik halten könne. Über 100 Teilnehmer, aus Linz 5 angemeldet (b)).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 21:41"}, {"ID": 188705015, "Datum": "1.5.1887, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der 5. Symphonie durch E. v. Hartmann in der Musikalischen Rundschau Nr. 22 auf S. 219:\r\n»BERICHTE.\r\nVon Wien.\r\n   Ein am 20. April bei Bösendorfer stattgehabter Musikabend des Herrn Prof. Schalk brachte uns noch als letzten stürmischen Abschiedsgruss der abgelaufenen Saison die erste Aufführung eines gigantischen Werkes, der V. Symphonie in B-dur (Manuscript) von Anton Bruckner, welche, im Gegensatz zu ihren, doch hie und da im Concertsaale, sei es vollständig oder auch nur bruchstückweise auftauchenden sechs Schwestern, bisher nur wenigen intimen Freunden und Schülern des im Auslande mehr als in seiner undankbaren Heimat geschätzten und erkannten Wiener Tonmeisters zugänglich geworden war. Nach einmaligem Hören und Angesichts [sic] einer, wenn auch noch so gewissenhaften, wirkungsvollen und dabei durch die Herren Prof. Schalk und Prof. Zottmann vorzüglich zur Ausführung gebrachten Bearbeitung für zwei Klaviere, welche uns den bei Bruckner selbstverständlichen Klangreichthum des Orchesters nur ahnen lässt, muss es einem späteren Zeitpunkte vorbehalten bleiben, auf das grossartig kühne Werk, dessen erster Eindruck ein überaus mächtiger ist, näher einzugehen. Der riesenhafte Aufbau von Bruckner's V. Symphonie, der darin herrschende Reichthum der Polyphonie und die unerschöpfliche Mannigfaltigkeit der contrapunktischen Kunst, welche hier, namentlich im letzten Satze, eine wahre Orgie feiert, macht ein tiefer begründetes Urtheil unbedingt von der innigsten Vertrautheit mit dem Werke abhängig. Dasselbe kann übrigens im Allgemeinen kaum besser charakterisirt werden, als durch die folgenden Worte, welche wir den von Prof. Schalk dem Programme beigefügten geistvoll ernsten Bemerkungen entnehmen: \"Die absolute Objectivität desselben wird den Musikkenner unwillkürlich an Sebastian Bach gemahnen und seiner Beurtheilung einzig allein hier Anknüpfungspunkte bieten. Wie dort, finden wir die in diesem Werke sich darstellende Idee schliesslich identisch mit der musikalischen Urkraft überhaupt, die, unbekümmert um jede Theilnahme, ihre Gebilde bis zu den Wolken thürmt, wieder zertrümmert und neu zusammenballt, in furchtbarem Ergötzen aller Empfindsamkeit spottend.\" Ohne aber dem Urtheile, welches nur bei näherer Bekanntschaft mit der Symphonie in uns sich bilden und reifen kann, vorgreifen zu wollen, glauben wir schon heute das durch die Contraste seiner herrlich erfundenen Themen fesselnde Scherzo, welches einen wahrhaft seltenen Empfindungsreichthum in sich birgt, als denjenigen Satz bezeichnen zu müssen, welcher sogleich unmittelbarst auf uns wirkte und wohl auch zuerst einzeln, etwa in einem Philharmonischen Concerte, mit voraussichtlich bedeutendem Erfolge aufgeführt werden könnte. Dass der Componist, sowie seine beiden wackeren Interpreten nach jedem Satze die lebhaftesten Sympathie-Bezeigungen ernteten, bedarf wohl kaum der Erwähnung. [...Lob für Schalks Vortrag der Liszt-Sonate ...] eine Leistung, um welche ihn Mancher beneiden könnte, der zum künstlerischen Berufe nichts mitbringt, als die stolze Bezeichnung »Lisztschüler«, den Deckmantel seiner inneren Hohlheit. E. v. Hartmann.«", "Letzte Änderung": "20.02.2026 16:03"}, {"ID": 188805015, "Datum": "1.5.1888, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: \n   »1. Mai für Mai Fr Kathi 7 fl.« (*). Die Musikalische Rundschau Nr. 22 berichtet auf S. 219 von der Aufführung des »Te deum« am 13.4.1888 in Brünn:\n\"Kleine Mittheilungen und Berichte\n   (Brünn.) Im II. diesjährigen Musikvereins-Concerte am 13. April gelangte Anton Bruckner's \"Te Deum\" zur Aufführung. Die von dem thatkräftigen Musikvereins-Director Herrn Otto Kitzler sorgfältig vorbereitete Wiedergabe dieses an die menschliche Stimme so colossale Anforderungen stellenden bedeutenden Werkes gereichte sämtlichen Mitwirkenden, aber insbesondere dem umsichtigen und energischen Leiter zur größten Ehre. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188905015, "Datum": "1.5.1889, Mittwoch", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 21 berichtet auf S. 163 vom II. Konzert des Konservatoriums [am 11.4.1889], in dem auch Hermann Haböck aus der Orgelschule Bruckner mitgewirkt habe:\r\n     \" - Auch das zweite Concert des hiesigen Conservatoriums hat wieder eine Reihe von tüchtigen, zu den besten Erwartungen für die Zukunft berechtigenden Leistungen aufzuweisen gehabt. [... Anton Powolny, Richard Epstein, Susanne Lipiner ...], Hermann Haböck (Orgelschule Bruckner), [... Albert Bachrich, Irene von Brennerberg, Mathilde Fröhlich, Friedrich Kullich ...] Das Zöglings-Orchester unter Josef Hellmesberger's Leitung zeigte sich in der Egmont-Ouverture sowie in der Begleitung der Solisten fast durchgehends auf der Höhe seiner Aufgaben.\" (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 100 gibt auf S. 3 das Programm der Kirchenmusik bekannt, die am 5.5.1889 zur Aufführung gelangt:\r\n     \" - Kirchenmusik bei der bischöflichen Inthronisations=Feier am 5. Mai 1889 im Mariä Empfängnis=Dom: 1. [... \"Te deum\" von Mettenleiter ...] 2. Während des Homagium: \"Tota pulchra es Maria\", 4-8stimmige Antiphon, componiert von Anton Bruckner. [... beim Hochamt ...] - Der ausgezeichnete Meister des Orgelspieles, Herr Domorganist Karl Waldeck, hat erklärt, einer an ihn ergangenen Einladung zur Uebernahme des Orgelspieles bei der bischöflichen Inthronisations=Feier am 5. Mai im Maria Empfängnis=Dome wegen Kränklichkeit nicht nachkommen zu können. - Wenn es sehr bedauerlich erscheint, dass die größten einheimischen Meister im Orgelspiele, Bruckner und Waldeck, die bischöfliche Inthronisations=Feier zu verherrlichen nicht in der Lage sind, so wird immerhin Sorge getragen werden, dass ein würdiges kirchliches Orgelspiel bei obiger Festfeier ausgeführt werde.\" (**).", "Letzte Änderung": "27.12.2024 12:00"}, {"ID": 189005015, "Datum": "1.5.1890, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Trotz Mängeln bei der Aufführung der 7. Symphonie unter Thiard-Laforest in Preßburg sei Bruckner bester Laune gewesen. Öhn war auch dabei. Franz komme hoffentlich Anfang Juni nach Wien und bringe das Gloria der f-moll-Messe und das Adagio der 1. Symphonie fertig [bearbeitet] mit.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:55"}, {"ID": 189105015, "Datum": "1.5.1891, Freitag", "Haupttext": "Das von der »Riedhof«-Tischgesellschaft, vertreten durch Dr. Gustav Riehl, zugesagte jährliche Honorar von 100 fl ist erstmals zur Zahlung fällig.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 200509155, "Datum": "15. - 18.9.2005, Donnerstag bis Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Tagung des ABIL »Der junge Bruckner« in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 189205015, "Datum": "1.5.1892, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung des Konzertes [vom 23.4.1892] mit drei Sätzen der f-moll-Messe durch Paumgartner (signiert »dr. h. p.«) in der Wiener Zeitung Nr. 101 auf S. 6:\n\"             Musik.\r\n          (Rückblick.)\r\n     Ungewöhnlich lange, tief in den grünenden Frühling hinein, hart bis an die Grenze des 1. Mai hat sich heuer die Concertsaison in Länge gezogen. [S. 3 - 6: über philharmonische Konzerte, Gesellschaftskonzerte, Renaissance-Abende und andere Konzerte ... Wagner-Verein (Lob für Frl. Standthartner und Theodor Reichmann) ...]\r\n[...] – Aus diesem Wagner=Vereinsabend ist noch ganz besonders die Aufführung dreier Fragmente (Sanctus, Benedictus und Agnus) aus der im Jahre 1868 componirten F-moll-Messe von Anton Bruckner hervorzuheben. Diese Meßsätze sind die herrlichsten Verklärungen, zu denen kirchliche Musik sich emporzuheben vermag. Romantischer Hauch umweht dieses schöne Werk; in edlem klaren Fluß zieht dasselbe an dem im Innersten bewegten Zuhörer vorüber. Mit dem Namen \"Bruckner\" wollen wir versöhnend diese Zeilen schließen. Möge der gerechte Tadel, den wir in denselben den philharmonischen und Gesellschaftsconcerten gegenüber ausgesprochen haben, segenbringend wirken und zur Besserung anregen.\n                                          dr. h. p.\" (*).\n\r\nKritik zum Konzert vom 28.4.1892 (mit den Mittelsätzen des Quintetts) im Linzer Volksblatt Nr. 100 auf S. 3, signiert \"M. S.\" [Bericht wohl am 29.4.1892 geschrieben]:\r\n\"               Wiener Quartett Rosé.\r\n     Das Wiener Quartett Rosé ist gestern, wenn wir uns recht erinnern, zum drittenmale vor unser Publicum getreten. Das Quartett besteht aus den Herren Arnold Rosé, August Siebert, Sigmund Bachrich, Reinhold Hummer, denen sich zur Aufführung der beiden Quintette Herr Franz Jelinek zugesellt hat; sämmtliche Herren sind Mitglieder des k. und k. Hofopern=Orchesters. [... konkurrenzlos ...] – Die Herren spielten drei Nummern, nämlich zwei Sätze (Adagio und Scherzo) aus dem Quintett von Anton Bruckner, [... Schumann, Beethoven ...] Viele neuere Künstler haben es versucht, Beethoven nachzuahmen, keiner hat ihn erreicht, niemand bis jetzt übertroffen. Wenn nun Bruckner neben Beethoven und Schumann trotzdem ehrenvoll seinen Platz behauptet, und einen vollen Erfolg erzielt, so ist das ein glänzendes Zeugnis für Bruckners Genie. Die beiden Sätze Adagio und Scherzo aus dem Quintett enthalten viel des Schönen, insbesondere ist das so zart und schön ausklingende Adagio von mächtiger Wirkung. Das ungemein schwierige Scherzo wirkt nicht so unmittelbar und lässt eher eine gewisse Einheitlichkeit vermissen. Bruckner wandelt eben neue uns ungewohnte Wege und gebraucht Formen, die uns noch fremd sind. Seit der ersten Aufführung des Quintettes von Seite des Quartettes Hellmesberger haben wir nun auch eine Symphonie Bruckners gehört und wir stehen nicht an, den Symphoniker Bruckner dem Kammermusiker Bruckner vorzuziehen. In der Symphonie ist ja ein weiter Spielraum für Bruckners gewaltige Schaffenskraft, während in der Kammermusik die Grenzen enge gezogen sind.\r\n     Das Quartett Rosé spielte Bruckners Quintett meisterhaft. Reichster Beifall folgte der Aufführung jeder einzelnen Nummer. Das Concert war gut besucht.   M. S. (Wegen Raummangel verspätet. D  E.)\" (**).\n \nDie Musikalische Rundschau Nr. 12 kündigt auf S. 100 das »Album der Wiener Meister« an, das u.a. Bruckners »Vexilla regis« enthält : \"Internationale Musik- und Theater-Ausstellung in Wien 1892.\r\nEines der kostbarsten Schaustücke der Ausstellung und zugleich das einzig unzweifelhaft echte Document griechischer Kunst wird der Papyrus Rainer sein.\r\n     [... über Manuskripte, Notenschriften, Notendrucke ...].\r\n     Das von der Ausstellungs-Commission herausgegebene Album der Wiener Meister wird nachfolgende Compositionen enthalten:\nBrahms:\"Es rauschet das Wasser\". (Duett für Alt und Bariton.)\nBruckner: \"Vexilla regis\", für gemischten Chor (arangirt [sic] für Harmonium). (Neuestes Opus.)\nBrühl:[sic] \"Nacht\" [... weitere elf Komponisten ...]\" (***).\n \nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung XIX Nr. 13 bespricht auf S. 118 das Konzert vom 23.4.1892 (mit Teilen der f-Moll-Messe), signiert \"O. v. K.\" [Otto von Kapff]:\r\n\"               Concerte.\r\n[...]\r\n     Mit besonderem Glanze schloß der Wagner=Verein am 23. April seine musikalische Wintercampagne; [... über Theodor Reichmann als Sachs und Frl. Standhartner als Evchen ...]. Der Chor zeigte sich aufs vortheilhafteste in dem Liede \"An Frau Minne\" von Liszt [...], dem fünfstimmigen Madrigal \"O süßer Tod\" von Palestrina , die [sic!] drei letzten Sätze aus der F-moll=Messe von Bruckner, die ja schon mehr als ein halbes Dutzend Jahre in der Hofkapelle nicht aufgeführt wurde, und den Schlußchor aus den Meistersingern. Als Solisten [...] und Herr Schalk, der diesmal nicht nur Dirigent war, sondern auch Beethoven's Sonate op. 52 mit schöner Klarheit am Clavier interpretirte.\r\n     O. v. K.\" (°).\n \nIda Buhz verläßt auf Bruckners Wunsch ihre Arbeitsstätte im Berliner Hotel »Kaiserhof« (°°).\n \nInserate in der Neuen Freien Presse Nr. 9944 auf S. 13 machen auf die Erstdrucke von \"Vexilla regis\" und \"Vaterländisches Weinlied\" aufmerksam:\r\n\"     Internationale Musik- und Theater-Ausstellung.\r\nIn einigen Tagen erscheint in meinem Verlag das vielfach besprochene und allgemein mit Spannung erwartete:\n     Album der Wiener Meister.\r\n     Officielle Veranstaltung der Ausstellungs-Commission.\nDas gesammte Erträgniss wird an die humanitären Anstalten Wiens abgeführt.\r\n               Inhalts-Verzeichniss:\nBrahms, Johannes: \"Es rauschet das Wasser,\" für Gesang.\nBruckner, Anton: \"Vexilla Regis.\"\nBrüll, Ignaz: \"Gute Nacht,\" Lied.\r\n[...].\r\nDurch die hochherzige Betheiligung der berühmtesten Wiener Componisten mit durchgehends ausgezeichneten Werken ist es gelungen, mit dem Wiener Meister=Album ein Unternehmen zu schaffen, welches in solcher Vereinigung und in solcher Qualität als \"einzig dastehend\" bezeichnet werden muß.\r\nDie herrliche Ausstattung des Albums (welches auch die Porträts der Meister bringt) ist durchgehends von Künstlerhand.\nErinnerung an die Musik- und Theater-Ausstellung! Passendes Festgeschenk! Zierde jedes Büchertisches!\r\nPreis des Meister-Albums fl. 1.80 netto.\r\n     Für Zusendung per Post 10 kr. mehr\r\nBestellungen erbitte schon jetzt an nachfolgende Adresse:\n          Musikalien=Verlag\nJosef Weinberger,\r\n          Wien, Kohlmarkt 8.\r\n[unmittelbar darunter anschließend:]\n27 Compositionen 2 fl. 50 kr.\nZur Feier der Internationalen Ausstellung für Musik- und Theaterwesen in Wien\r\n          ist soeben erschienen:\nWiener Componisten-Album\r\n     mit Beiträgen von\nBayer, Jos. – Brahms, Johannes. – Brandl, J. – Brucker, J. Dr. [sic] – Brüll, Ig. – [ ...]\r\n     Zu haben in allen Musikalien=Handlungen.\nVerlag: Emil Berté &amp; Cie.,\r\n     Wien, I., Kärntnerring 6.\" (°°°).\n \nAnkündigung des Mai-Festivals [mit dem \"Te deum\" am 26.5.1892] in der Pittsburgh Dispatch (Pennsylvania) auf S. 11 in der 8. Spalte:\r\n\"         CINCINNATI'S MAY FESTIVAL.\r\n[...].\r\n     CINCINNATI, April 30.–Cincinnati's tenth biennal May festival of music is appointed to begin May 24 and to close May 28. [... Vorverkauf ...]. The leading works to be produced are [... Chorwerke ...], with much of Beethoven, Wagner, Gluck, Weber, Mozart, Becker, Bruckner and other composers [...].\r\n     The artists are Edward Lloyd, the famous English tenor; Andreas Dippel, a German tenor; George Ellsworth Holmes, tenor, of Chicago; Madame Meilke [sic], New York; Miss Corinne Moore-Lawson, Cincinnati; Miss Devere, New York; sopranos; Mme. Marie Ritter-Goetz, New York; Miss Ida Girth, Cincinnati, contraltos; William Ludwig, New York, and Albert F. Maish, Cincinnati, bassos; Arthur Mees, New York, organist. The orchestral music is by Theodore Thomas' orchestra, and Mr. Thomas is the musical director.\" (#).", "Letzte Änderung": "10.10.2025 00:17"}, {"ID": 189305015, "Datum": "1.5.1893, Montag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 9 bringt auf S. 78f Hinweise auf die Aufführung der 4. Symphonie am 19.4.1893 in Troppau und des »Te deum« für das Niederrheinische Musikfest in Düsseldorf an Pfingsten 21.5.1893]:\r\n\"Correspondenzen aus dem In- und Auslande.\r\n[...]\r\n     Troppau. In einem am 19. April d J. vom hiesigen Männergesangvereine veranstalteten Concerte gelangten unter Leitung des Capellmeisters J. Keitel die 14. [!] (romantische) Symphonie in Es-dur von Anton Bruckner [...] zur Aufführung.\r\n[...]\r\n     Düsseldorf. Das Programm des 70. Niederrheinischen Musikfestes, welches zu Pfingsten dieses Jahres unter Leitung des städtischen Musikdirectors Julius Buths hier stattfindet, ist in folgender Weise festgesetzt worden: Für den ersten Tag \"Te deum\" für Soli, Chor, Orchester und Orgel von Anton Bruckner und Händel's \"Israel in Egypten\". [...]\r\n     Es gericht mir zu besonderem Vergnügen, constatiren zu können, daß die beiden größten Wiener Meister Brahms und Bruckner mit je einem ihrer hervorragendsten Werke im Programm des Musikfestes vertreten sind.\r\n           G.).\" [Signatur so richtig??] (*).\n \nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 10/11 bringt auf S. 249 eine Buchbesprechung, in der das \"Te deum\" erwähnt wird:\n\"                    Musikliteratur.\n     Hermann Kretzschmar: Führer durch den Konzertsaal, kirchliche Werke (Leipzig, Liebeskind). Das Buch wendet sich an die Gemeinde aller Jener, die für ernste Kirchenmusik empfänglich sind. [... verschiedene Texte und ihre Vertonungen ...] Auch über das Stabat mater in seinen vielfachen Vertonungen von Josquin de Près bis Dvorak ist Anregendes zu lesen, desgleichen wird die Geschichte der Tedeums von Purcell, dem \"britischen Orpheus\", bis Anton Bruckner an wichtigen Beispielen aufgezeigt. Unter den Psalmenkomponisten [... weitere Beispiele ... Buch als Nachschlagewerk zu empfehlen ...] Es wird den Musikfreunden auf dem Felde der kirchlichen Tonkunst ebenso treffliche Dienste leisten, wie sie desselben Verfassers \"Sinfonie und Suite\" vielen Konzertbesuchern auf instrumentalem Gebiet erwiesen.\n                                            Dr. Max Dietz.\" (**).\n \nAnkündigung des \"Te deum\" [21.5.1893] in der \"Caecilia\" Nr. 11 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 89 (= S. 7):\r\n\"     Dusseldorp. — Het programma van het tijdens de Pinksterdagen hier te houden 70-ste Nederrijnsche muziekfeest omvat de navolgende werken. Eerste dag: Te Deum voor koor, solo's en orkest van Anton Bruckner en Handel's Israel in Egypte. Tweede dag: Beethoven's V-de Symphonie en Berlioz' Damnation de Faust (eerste uitvoering op een Nederrijnsch muziekfeest). Derde dag: Brahms' vierde Symphonie, Vioolconcert van Beethoven, Slot-tooneel uit de derde acte van Wagner's Siegfried, Feestouverture met slotkoor over het Rheinweinlied van Schumann en voordrachten van de solisten. Als zoodanig zullen medewerken de dames Rosa Sucher, Elisabeth Leisinger en Charlotte Huhn, de hh. Willy Birrenkoven, Joh. Messchaert en Jozef Staudigl, allen zang, alsmede de hr. Hugo Heerman (viool).\" (***).", "Letzte Änderung": "06.10.2023 16:45"}, {"ID": 189405015, "Datum": "1.5.1894, Dienstag", "Haupttext": "Datierung in zwei Skizzen zum Adagio der 9. Symphonie, ab Takt 173 (*) und zu Takt 191-196 und Satzbeginn (**).\r\nDieselbe Datierung in einer weiteren Adagio-Skizze (***).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 9 berichtet auf S. 122 aus dem Vereinsjahr 1886/87 des Wiener Männergesangvereins und erwähnt die Aufführung des Chores »Um Mitternacht« [WAB 90, am 27.3.1887]:\r\n\"     Das Vereinsjahr 1886/87 war reich an Ereignissen mannigfacher Art, und nicht weniger als 20 Unternehmungen vereinigten die Sänger in diesem Jahre zu gemeinsamem Wirken. [...]. Im März wurde Kammersänger Gustav Walter zum Ehrenmitgliede ernannt. Im zweiten Concerte kamen u. a. Compositionen von A. Bruckner (\"Um Mitternacht\") und R. Heuberger (\"Gute Nacht\") zum Vortrag. [... Ereignisse bis 1888/89 ...].    (Schluß folgt.)\" [Signatur am 15.6.1894 auf S. 162: \"O. v. Kapff.\"] (°).\nDie Internationale Musik- und Instrumenten-Zeitung Nr. 5 bringt auf S. 1 (Sänger= und Vereins=Zeitung. Organ für die Interessen des Gesangs- und Vereinswesens. […] Beiblatt der „Internationalen Musik-Zeitung.) eine Kritik des Konzerts der Wiener Singakademie [am 29.3.1894] mit dem »Germanenzug«:\r\n„           Vereins-Unternehmungen.\r\n[…]\r\n    Wien. Die Wiener Singakademie hat mit ihrem 2. Concerte einen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen. Das Programm ware mit Geschick zusammengestellt und wurde unter Professor Hermann Grädener’s Leitung trefflich durchgeführt. Es enthielt Bruckner’s „Germanenzug“ und zwei Werke Ludwig van Beethoven‘s, […]. Die Solis lagen in bewährten Händen. Die Chöre wurden vom Schubertbund unter Kirchl’s Leitung gesungen.“ (°°)\nund meldet auf S. 11 (»Novitätenschau«, signiert \"B.\"), daß im Verlag Joh. Groß »5 Tantum ergo« [WAB 41 und WAB 42] und ein »Ave Maria« [WAB 5] erschienen sind:\r\n„          Novitätenschau.\r\n[…]\nBruckner Anton. 5 Tantum ergo für vierstimmigen gemischten Chor. (Nr. 5 fünfstimmig, mit Orgel.) Verlag von Johann Groß in Innsbruck. Preis 1 M. – 60 kr. ö. W.\r\n       Diese bereits im Jahre 1846 componirten und nun erst gedruckten Tantum ergo – also eine Jugendarbeit Bruckner’s – zeugen schon vom schlummernden Genius des Autors und sind ernst, würdig und klangvoll. Nr. 1 bis 4 leicht, Nr. 5 (fünfstimmig) schwieriger, aber schön.\nBruckner Anton. Ave Maria für 4 Singstimmen mit Orgelbegleitung. Verlag von Joh. Groß in Innsbruck. Preis 60 kr. ö W.\r\n       Zehn Jahre später als obige Tantum ergo, also im Jahre 1856 componirt und dem damaligen Chorregenten P. Ig. Traumihler in St. Florian gewidmet, spiegelt uns vorliegendes Ave Maria den Geist jener Zeit vor und ist reich figurirt, bewegt sich aber in vornehmen Formen.\r\n[… weitere kirchenmusikalischer Werke …]       B.“ (°°°).", "Letzte Änderung": "12.12.2023 23:26"}, {"ID": 189505015, "Datum": "1.5.1895, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner unterbricht bis zum 31.5.1896 seine Gebetsaufzeichnungen. Nach dem letzten Eintrag (30.4.1895) war im bis dahin verwendeten Kalender kein Platz mehr (*).\nDie Linzer Zeitung teilt auf S. 491 mit, daß die Enthüllung der Ansfeldener Gedenktafel am 12.5.1895 stattfinden wird:\r\n„     * (Liedertafel „Frohsinn“.) Die festliche Enthüllung der Gedenktafel für Dr. A. Bruckner wird bei einigermaßen günstiger Witterung am 12. Mai stattfinden und geht hiezu um 2 Uhr ein Sonderzug der Kremsthalbahn von Linz nach Ansfelden ab.“ (**).\nDiese Meldung erscheint auch im Linzer Volksblatt Nr. 100 auf S. 4:\r\n\"    – Liedertafel \"Frohsinn.\" Die festliche Enthüllung der Gedenktafel für Dr. A. Bruckner wird bei einigermaßen günstiger Witterung am 12. Mai stattfinden und geht hiezu um 2 Uhr ein Sonderzug der Kremsthalbahn von Linz nach Ansfelden ab.\" (**a)\nund in der Linzer Tage-Post Nr. 100 auf S. 3:\r\n\"    (Liedertafel \"Frohsinn\".) Die festliche Enthüllung der Gedenktafel für Dr. A. Bruckner wird bei einigermaßen günstiger Witterung am 12. Mai stattfinden, und geht hiezu um 2 Uhr ein Sonderzug der Kremsthalbahn von Linz nach Ansfelden ab.\" (**b).\nBericht in der \"Lyra\" XVIII, Nr. 15 (482), S. 173 [= S. 5], über Bruckners Gesundheitszustand:\r\n\"          Aus der musikalischen Welt.\r\n[...]\r\n    Anton Bruckner befindet sich nach längerem Leiden wieder in besserem Gesundheítszustande. Nach dem letzten Bilde sieht Meister Bruckner sehr abgemagert aus, und auch das Schreiben verräth noch die Nachwehen der Krankheit, da die Schriftzüge die geschwächte zitternde Hand deutlich erkennen lassen. Möge der neue Frühling dem Altmeister neue Stärkung und die Erholung zu noch weiteren sonnigen Jahren bringen!\" (***).\nBruckner wird nochmals erwähnt auf Seite 9 (177) in der Besprechung eines Konzerts in Brünn (am 31.3.1895):\r\n\"    Brünn. Am 31. März fand ein Concert des Männer=Gesangvereines statt, in welchem auch der Virtuosen=Knabe Hubermann als Gast auftrat. [... Auszug aus einem Artikel des Deutschen Blatts (Brünn) ...] Er spielt rein und sauber und legt Empfindung in das, was er spielt. Die gewisse \"große\" Wiener Presse mit ihren Kunst=\"Kennern\" stellt ihn mit reifen Künstlern in eine Reihe; es ist kennzeichnend, daß sie Hubermann zum großen Künstler vorrücken läßt, während sie Anton Bruckner zum siechen Greise werden ließ, bevor sie sich bequemte, seine genialen Schöpfungen wenigstens theilweise anzuerkennen. [... über Hubermans Spiel (Mendelssohn, Schumanns Träumerei, Bach-Präludium, Sarasate) ... über die aufgeführten Chöre ...] Die Chorleistungen waren befriedigende und hatte Director Otto Kitzler öfters zu danken. Der Saal war überfüllt.\" [keine Signatur] (°).\nAn Bruckner fühlte man sich in einem Schüler-Konzert erinnert, wie das Grazer Volksblatt Nr. 99 auf S. 8 schreibt:\r\n\"Öffentliche Aufführung der Musikschule des steiermärkischen Musikvereines.\r\n     Diese Schüleraufführung gestaltete sich zu einem wenigstens theilweise vollkommenen Concerte, würdig des vornehmen und erinnerungsreichen Rahmens des Stephaniesaales. [... Werke von Anton Torggler, Mendelssohn, Heinrich Hofmann ... Lob für Degner als Dirigent und Lehrer ...] Auch sein Schüler, Herr Torgler, machte ihm durch seine Ouverture alle Ehre; Originalität und kraftvolle Ausgestaltung klarer Formen haben wir an einem Schüler nicht erwartet und auch nicht gefunden, aber immerhin beherrscht der jugendliche Componist die moderne Tonsprache sicher und wirksam. Bruckner scheint es ihm besonders angethan zu haben; der leuchtende Bläsersatz, der als Gipfel der Steigerung die Ouverture krönt, ist ganz Bruckner.\r\n     [... weniger Zustimmung für den vokalen Teil des Konzerts ...]\r\n                                                     -sdl- \"  [vermutlich: Carl Seydler] (°°).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:58"}, {"ID": 189605015, "Datum": "1.5.1896, Freitag", "Haupttext": "Kritik zum Konzert vom 25.3.1896 (2. Symphonie in Brünn) in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 9 auf S. 115:\r\n\"     Brünn. Aus den musikalischen Ereignissen der zwei letzten Monate muß die vom Brünner Musikverein am 6. März l. J. veranstaltete Aufführung des Verdi'schen Requiems ganz besonders hervorgehoben werben. [...]. Die Leitung lag in den Händen des ausgezeichneten Musikdirectors Otto Kitzler, der das grandiose Werk mit gewohnter Energie und jugendfrischer Kraft dirigirte. [... Solisten ...].     Am 25. März veranstaltete derselbe Verein sein zweites ordentliches Concert und darf hier als Hauptnummer Anton Bruckner's zweite Symphonie in C-moll, von dem Vereinsorchester unter Kitzler's Leitung tadellos gebracht, hervorgehoben werden. Auch hier fand das geniale Tonwerk des Meisters, obgleich es der ungetheiltesten Aufmerksamkeit bedarf, um der ungewöhnlichen Stimmführung im polyphonen Satz und den überraschenden und bisweilen hartklingenden Harmonien folgen zu können, ein richtiges, begeisterndes Verständnis und große Anerkennung. Max Bruch's „Dithyrambe\" von Schiller fiel dagegen ab, [...].\" [keine Signatur] (*).\nDie Österreichische Musik- und Theaterzeitung VIII, Nr. 20/21 bringt auf S. 3 einen Bericht Theodor Helms über Mozart-Konzerte und das Mozart-Denkmal [21.4.1896?], in dem Bruckners 7. Symphonie und das Quintett erwähnt werden:\r\n\"               Wiener Concerte.\r\n    [... über ein Konzert mit dem Rosé-Quartett und Reinecke am 15.4.1896 ... über die besondere Stimmung der ersten vier Sätze des g-Moll-Quintetts, vielleicht in Vorahnung des Todes von Leopold Mozart geschrieben ...]\r\n( [...] Wir wissen ja aus dem erhabenen Trauer-Adagio der siebenten Symphonie Bruckner's, wie unabweisbare, geheimnissvolle Ahnungen den Geist einer Tondichtung völlig beeinflussen können.)\r\n    Uebrigens halte ich das Es-dur-Adagio des G-moll-Quintettes von Mozart, das E-dur-Adagio des C-dur-Quintettes von Schubert und das Ges-dur-Adagio des F-dur-Quintettes von Bruckner für die schönsten, verklärtesten, ergreifendsten langsamen Streichquintett-Sätze, die je geschrieben worden, und würde es mir schwer fallen, einem dieser drei Wunder-Adagios den Vorzug zu geben. [... über weitere Konzerte ...]               Theodor Helm.\" (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 101 berichtet auf S. 4 von einer Versammlung am 28.4.1896:\r\n\"     (Gesellschaft der Musikfreunde in Steyr.) Man schreibt uns von dort, 29. d. [sic] M.: Gestern fand die Generalversammlung dieser Gesellschaft in Feigls Hotel \"Schiff\" unter dem Vorsitze des Vorstandes Herrn Eduard Werndl statt. [... erwähnt: Hermann Bachtrog, Josef Hoschek ...]. Der Mitgliederstand ist folgender: 3 Ehrenmitglieder (Doctor Anton Bruckner, Franz Werndl und Julius Reschauer), 40 ausübende und 96 unterstützende Mitglieder. [... Vorstandswahl: Werndl, Bachtrog, Hoschek, Anton Haidl, Alois Bubla, Franz Bayer (Kpm-Stellvertreter) ...] Victor Stigler und Josef Reichl. Als Kapellmeister fungiert Herr Ludwig Großauer.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.04.2026 14:27"}, {"ID": 189705015, "Datum": "1.5.1897, Samstag", "Haupttext": "Die Salzburger Zeitung bringt eine Kritik des Konzerts am 23.4.1897 (mit 2 Sätzen der 4. Symphonie) (*).\nDie Neue Warte am Inn Nr. 18 berichtet auf S. 5 vom Konzert am 25.4.1897 (das \"Frühlingslied\" [WAB 68] sei in Kremsmünster komponiert worden) (**).\r\nÜber dieses Konzert schreibt auch die Linzer Tages-Post Nr. 99 auf S. 4: \"[...] In der nächsten Nummer „Frühlingslied\" von Anton Bruckner in Kremsmünster componiert, waren die wirllich hervorragende Technik und die Macht der Stimme des Sängers Herrn Josef Dümler zu bewundern. Die Clavierbegleitung durch Fräulein Anna Proschko, die große Schwierigkeiten bietet, wurde meisterhaft durchgeführt. [...]\" [keine Signatur] (***).\nDas Fremdenblatt Nr. 121 kündigt auf S. 42 (Morgenblatt) für morgen die Aufführung eines Brucknerschen \"Tantum ergo\" [prov. WAB 48] an (°).\nDie \"Lyra\" Nr. 15 (530) meldet auf S. 5/167, daß in einer Stadtratssitzung [vor dem 8.4.1897] beantragt wurde, eine Wiener Straße nach Bruckner zu benennen: \"     Eine Bruckner- und Brahmsgasse in Wien. Die Stadträthe Dr. Deutsch­mann und Dr. Wähner stellten in der Stadtrathssitzung folgenden Antrag: Um das Andenken der beiden Tonkünstler Anton Bruckner und Johannes Brahms, welche viele Jahre ihres Lebens in Wien zubrachten und in Wien gestorben sind, zu ehren, wird beantragt: Die städtischen Aemter werden beauftragt, zwei der neuen Straßen in der Umgebung der Karlskirche nach den Namen dieser beiden berühmten Todten zu benennen. Diese Anträge werden der geschäftsordnungsmäßigcn Behandlung zugeführt.\" (°°).\nAuf Seite 4f derselben Nummer wird von einem Vortrag Weingartners \"Die Symphonie nach Beethoven\" in München berichtet, signiert \"W. M–e.\": \"[... über Mendelssohn, Schumann und Brahms ...] Ein merkwürdiges Seitenstück dieses letzten, schon abfallenden Ausläufers der neuclassischen Richtung sei Anton Bruckner, dessen ungeheuren, überschwänglichen Erfindungsreichthum, dessen Schärfe der Themen das Unstete und Unlogische seine [sic] Tonsprache wieder vernichte (Ei!?). Wenn Bruckner sich nur in einigen seiner neun colossalen Symphonien durchgängig auf der Höhe des I. Satzes gehalten hätte, könnte man ihn den „zweiten Schubert\" nennen. [... Epigonen ... Programmmusik ... Berlioz ...]. Bruckner hat vorbildlich für die Modernen gewirkt, indem er den instru­mentalen Klangkörper mit unerhörten neuen Ausdrucksfarben be­reicherte. [...] Mit sichtlicher Liebe verweilte dagegen Wein­gartner bei Gustav Mahler, den er eine zukunftsreiche, jetzt noch sehr verkannte, rein musikalische Erscheinung nannte, die hin­sichtlich der Tiefe ihres Fühlens, des großen Umfanges ihrer Werke ihren Lehrer Bruckner erreiche, ihn hinsichtlich der bedeutsamen Breite und logischen Verarbeitung der Themen aber übertreffe. (!?) [...]    W. M–e.\" (°°a).\nAuf Seite 8/170 folgt ein Bericht über das Konzert am 14.3.1897:\r\n\"     Pilsen. Am 14./3. veranstaltete die „Prager Studenten-Liedertafel\" unter der Leitung des Universitätslectors Hans Schneider im Deutschen Theater zu Pilsen ein Concert, das sehr gut besucht war. Als den Höhe­punkt und Hauptprüfstein für die gesangliche Tüchtigkeit des Chores, wie für die Leistungsfähigkeit des Leiters desselben muß unbedingt die Durch­führung der Ballade „Todtenvolk\" von Fr. Hegar bezeichnet werden; am wirkungsvollsten war der Männerchor mit Clavierbegleitung „Germanen­zug\" von Ant. Bruckner, ebenso der Chor à capella „Das ist das Meer\" aus der Symphonie-Ode „Das Meer\" von J. S. Nicodee [sic]. [... Chormeister Emil Burgstaller ...].\" [keine Signatur] (°°b).\nBruckner wird in einem Artikel der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 17 auf S. 4 (\"Friedrich Ehrbar zum 70. Geburtstag\") erwähnt (°°°).\nDas Neuigkeits-Welt-Blatt Nr. 99 meldet auf S. 9: \"     Eine Erinnerung an Anton Bruckner. In der Kirche der Vaterstadt Anton Bruckner's, in Steyr, wird eine Votivtafel zur Erinnerung an den verstorbenen Komponisten errichtet. Der Wiener Stadtrath hat hiezu einen Beitrag von 100 fl. bewilligt.\" (#).", "Letzte Änderung": "27.08.2026 13:49"}, {"ID": 189805015, "Datum": "1.5.1898, Sonntag", "Haupttext": "Die Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 17 bringt auf S. 2f einen Artikel von Theodor Helm \"Dreißig Jahre Wiener Musikleben (1866 - 1896)\", in dem die 2. Symphonie besprochen wird [2. Teil am 15.5.1898].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189905015, "Datum": "1.5.1899, Montag", "Haupttext": "In der \"Lyra\" Nr. 15 bespricht auf S. 179 Carl Schön das Konzert mit der 5. Symphonie [am 15.4.1899 mit dem 150. Psalm].\nAuf S. 177f bespricht Heinrich Wottawa ausführlich die Klavierschule von J. E. Habert und kommt dabei auch auf Bruckner zu sprechen: \n\"Mein nunmehr in Gott ruhender Meister, der große Symphoniker Anton Bruckner, bei welchem ich theils am Conservatorium, theils an der k. k. Universität die Harmonielehre und den Contrapunkt hörte, pflegte öfters zu sagen: \"Der vierstimmige Satz ist das Wichtigste in der ganzen Composition; wer mit ihm umgehen kann, für den bietet alles Andere keine Schwierigkeiten mehr.\" Diesen Ausspruch in theoreticis möchte ich zugleich als einen Grundsatz in practicis bezüglich des Clavierspiels gelten lassen.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190005015, "Datum": "1.5.1900, Dienstag", "Haupttext": "\"Die Lyra\" bringt auf S. 175 einen Bericht von Carl Schön über die Aufführung der 3. Symphonie unter Tandler [am 20.4.1900] (*).\n \nDie Kenosha Evening News Nr. 162 kündigen auf S. 7. die Aufführung des \"Te deum\" am 3.5.1900 an (identischer Artikel wie am 18.4.1900 und in dieser Zeitung am 24.4.1900 und 30.4.1900):\r\n\"                MUSICAL FESTIVAL\r\nGrand Jubilee Celebration of the Milwaukee Musical Society on May 3d.\r\n     [...] in the Exposition Building–Noted Soloists from the Metropolitan Opera in New York to Participate–Chorus of 700 Voices–Orchestra of 100 Artists.\r\n     There has not been an event in Milwaukee musical circles in years which is of greater importance and magnitude [... Vereinsgeschichte, Abbildungen von Andreas Dippel, Mme. Gadski, David Bispham und Ernestine Schumann-Heinck, Kartenpreise ...].\r\n     The programme for the event is befitting the principals taking part, and includes orchestral numbers by Beethoven, Wagner and other lights of the musical world. The soloists will be heard in scenes from Wagner's operas. Bruckner's Te Deum, Haydn's Creation, Haendel's Messiah will furnish numbers for the mass chorus. The concert will close with a production of the Grand Festival March for orchestra and Chorus by Milwaukee's orchestra and chorus by Milwaukee's well-known composer, Hugo Kaun, which has created a sensation throughout the United States wherever produced by the Thomas Orchestra.\r\n     [... Vorverkauf ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190205015, "Datum": "1.5.1902, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Musikzeitung XXIII bringt in Heft 10 auf S. den Düsseldorfer Musikbrief, in dem August Stehle von der Aufführung der 5. Symphonie [am 5.12.1901] berichtet:\r\n\"Schillers Wort: \"Was unsterblich im Gesang soll leben, muß im Leben untergehn\", paßt [...] noch immer auf einzelne bedeutende Erscheinungen [...]. Ja, auch Anton Bruckner mußte erst durch den leiblichen Tod zu höherem geistigen Leben erweckt werden. Seit man jetzt aber erkannt hat, daß Bruckners Erscheinung mit ihrem Ueberreichtum an phantasievollenTonformen einer der merkwürdigsten Episoden der Musikgeschichte verkörpert, ist es mit der Mißachtung des Wiener Meisters vorbei. Leicht zugänglich ist seine Tonsprache nicht, weil der Komponist mit den Stoffen ringt und Mühe hat, sie in die symphonische Form zu bannen, aber dem kühnen Fluge edler und geistvoller Gedanken muß man willenlos folgen. In Düsseldorf hat Professor Buths den merkwürdigen Tonpoeten eingeführt und binnen Jahresfrist zwei seiner bedeutendsten Symphonien im Städtischen Musikverein zur Aufführung gebracht: die vierte und die fünfte in B dur – beide mit gleich starkem Erfolge. Ein elementares Gefühlsleben, ein scharf umgrenzter persönlicher Empfindungsgehalt geht hier mit der Kontrapunktik Bachs, der Aufbaugröße Beethovens und dem Farbenglanze Wagners eine wunderbare und edle Mischung ein. An Instrum,entalpracht kommt der B dur-Symphonie wenbig ihresgleichen bei. Für unser großes, tüchtiges Orchester ist sie ein Glanzstück.\r\n      Das Ereignis des dritten Abonnementskonzertes des \"Musikvereins\" war das Erscheinen Paderewskis, [... über dieses und andere Konzerte ...].   Anton Stehle.\"\nAuf S. 134 wird die Aufführung der 7. Symphonie in Breslau [am 19.2.1902] besprochen, signiert \"–l–\":\r\n\"[...]    In den drei letzten Abonnementskonzerten des Orchestervereins hörten wir [... über die Soloauftritte ...].\r\n      Unter den instrumentalen Gaben dieser Konzerte waren drei in Breslau noch unbekannte: [...]  – Anton Bruckners 7. Symphonie in Edur, von der wir im Jahre 1893 lediglich das Adagio zu hören bekamen [11.1.1893], wurde diesmal vollständig aufgeführt. Dieses bekanntlich unter der Vorahnung von Wagners Tod geschriebene Adagio mit seiner feierlichen Stimmung, welche durch den Klang von Tuben zur Erhabenheit gesteigert wird, ist der ergreifendste Teil des Werkes. Ein packendes, von ausgelassenem Humor erfülltes Scherzo reiht sich an, das in seinem Aufbau, in seiner Struktur eine Logik und Abrundung zeigt, welche leider dem ins Uferlose sich dehnenden ersten Satze und dem an diesen anknüpfenden Finale – beide bauen den Schluß über einem Orgelpunkt auf E auf – fehlen. Die schönen Einzelheiten werden hier durch kein geistiges Band zusammengehalten, und neben ihnen finden sich auch öde und leere Strecken. Der Einfluß Wagners ist in der Instrumentation, in den glänzenden Klangfarben stark bemerkbar. –\r\n     Von bekannten Orchesterwerken wurden unter Leitung des Dr. Dohrn vorgeführt: [... Berlioz Symphonie phantastique, Tannhäuser- ] und die Ouverture zu Coriolan von Beethoven.\"", "Letzte Änderung": "10.04.2025 12:41"}, {"ID": 190405015, "Datum": "1.5.1904, Sonntag", "Haupttext": "The Buffalo Courier Nr. 122 kündigt auf S. 40 das Mai-Festival mit der 9. Symphonie [am 14.5.1904] an:\r\n\"     But a short time remains before the opening concert of the Sixteenth Cincinnati Festival [... Konzerte, Solisten, Abbildung Muriel Foster ...].\r\n     The Saturday afternoon concert, May 14th, presents as solists Mme. Schumann-Heink and Muriel Foster [... Anmerkungen zu Foster ...]. In this programme the orchestra will play the Ninth Symphony by Anton Bruckner, Vienna, The Meistersinger Prelude, Strauss' tone poem, \"Till Eulenspiegel's Merry Pranks\" and the Tschaikowsky Overture, 1812.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190505015, "Datum": "1.5.1905, Montag", "Haupttext": "In der Wochenschrift für Kunst und Musik wird Bruckner in einem Aufsatz über moderne Chormusik als der genialste Komponist von Chorwerken bezeichnet. Genannt werden die drei Messen, das \"Te deum\" und der 150. Psalm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 197910155, "Datum": "15./19.10.1979, Montag/Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache in der Lukaskirche in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 191305015, "Datum": "1.5.1913, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel (signiert »F. G.« [Franz Gräflinger?]) »Achtes Fest-Konzert der Bruckner-Stiftung in Linz« [27.4.] im Salzburger Volksblatt Nr. 98 auf S. 9:\n\"E-Moll-Messe im Alten Dom in Linz am 4. Oktober 1885 unter Schreyers Direktion, Bruckner spielte die Orgel (gelegentlich der 100 jährigen Gründungsfeier des Linzer Bistums) und beim 8. Bruckner-Festkonzert war es nach 28 Jahren wieder zu hören [...]\" (*).\n\r\nAufführung von »Trösterin Musik« im ersten Konzert des Wiener Lehrer a capella Chors unter Hans Wagner im Großen Musikvereinssaal in Wien. Orgel: Rudolf Dittrich. Weitere Mitwirkende dieses Konzerts sind Nora Duesberg (Violine), Natalie Duesberg (Klavier) und Alfred Grünfeld (Klavier) (**).\n\r\nKonzertbesprechung [e-Moll-Messe und 5. Symphonie am 27.4.1913] von Otto Bahr im Linzer Volksblatt Nr. 100 auf S. 1f:\r\n\"     Achtes Anton Bruckner=Festkonzert.\r\n     Die fünfte Sinfonie von Anton Bruckner! Ein wahres Fest! [... ausführlich über die Symphonie, ganz kurz über die Messe ...] Otto Bahr.\" (***).", "Letzte Änderung": "09.02.2023 23:40"}, {"ID": 191405015, "Datum": "1.5.1914, Freitag", "Haupttext": "Artikel \"Die Spende des Bundes für ein Bruckner Denkmal in Linz\" in den Mitteilungen des Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundes.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191605015, "Datum": "1.5.1916, Montag", "Haupttext": "Aufführung des Männerchors \"Lenzsturm\" von Bruckner [= Anton Bruckner??] durch den Sängerbund Buffalo unter Dr. Carl Winning in der Elmwood Music Hall. Die Klavierbegleitung übernimmt George Lowry.", "Letzte Änderung": "23.09.2025 17:13"}, {"ID": 192105015, "Datum": "1.5.1921, Sonntag", "Haupttext": "Im Linzer Volksblatt Nr. 99 bespricht Anton Riegl auf S. 2 Ernst Decseys Bruckner-Buch (\"Ein neues Bruckner-Buch\") mit deutlichen antisemitischen Anklängen (*).\n\n\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 118 berichtet auf S. 11, dass Carlo Sabatini, in Wien als Schüler Hellmesbergers, Grüns und Bruckners ausgebildet, in New York eine Stradivari-Geige zum Geschenk erhalten hat (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192205015, "Datum": "1[?].5.1922, Montag", "Haupttext": "Brief \"Einladung zur Brucknertafel-Enthüllung\" an Franz Xaver Müller [Inhalt nicht erschlossen, aber vermutlich die Feier am 21.5.1922 betreffend].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192405015, "Datum": "1.5.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Weihe des Neuen Doms zu Linz. Franz Neuhofer hatte zu diesem Anlaß ein Festpostludium für Orgel und Bläserchor (op. 150) komponiert, in dem unter anderem auch Themen aus der d-Moll-Messe verarbeitet werden (*).\r\nEines der Glasfenster [IKO 154] zeigt Beethoven und Bruckner (**).\r\nIm Festbericht des Linzer Domweihefestes (27.4. - 1.5.1924), herausgegeben von Domkapitular Friedrich Pesendorfer [siehe die Anmerkung], ist auf S. 31 Bruckner erwähnt (***).\nAuf S. 24f der Festschrift zur Linzer Domweihe ein Artikel von Fr. Müller »Bruckner und der Linzer Dom« (°).\nAufführung der d-Moll-Messe unter Ignaz Gruber im Neuen Dom zu Linz (°°).\r\nDie Einlagen zur Messe stammen von Franz Xaver Müller. Außerdem werden ein \"Te  deum\" von Franz Neuhofer und ein \"Tantum ergo\" von Karl Waldeck aufgeführt (°°a).\n \nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 120 kündigt auf S. 7 ein Beethoven-Bruckner-Konzert in Berndorf unter Leopold Iselstöger an (°°°).\n \nDie Reichspost Nr. 120 bringt auf S. 9 eine mit \"O. R.\" signierte Kritik zur Aufführung der f-Moll-Messe [am 15./16.4.1924] (#).\n \nAufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Köln. Auf dem Programm stehen außerdem zuvor Beethovens \"Leonoren\"-Ouvertüre Nr. 3 und als Abschluss \"Don Juan\" von Richard Strauss und Richard Wagners \"Meistersinger\"-Vorspiel (##).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 22:57"}, {"ID": 192605015, "Datum": "1.5.1926, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Essen.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Richard Strauss (\"Till Eulenspiegel\") und Richard Wagner (\"Tannhäuser\"-Ouvertüre) (*).\n \nArtikel von Erwin Kroll \"Ernst Kurths Bruckner-Werk\" in \"Die Musikwelt\" VI, Heft 5, S. 1f (**).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 19:59"}, {"ID": 192805015, "Datum": "1.5.1928, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Essen.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Beethoven (\"Coriolan\"-Ouvertüre) und J. S. Bach (5. Brandenburgisches Konzert mit den Solisten Furtwängler, Holst und Harzer) (*).\n \nAufführung der 7. Symphonie [vermutlich unter Volkmar Andreae, in Zürich?]. Vermutlich Wiederholung am 2.5.1928 (**).", "Letzte Änderung": "06.08.2026 11:48"}, {"ID": 192905015, "Datum": "1.5.1929, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht der Arbeiter-Sänger-Zeitung auf S. 73 über die Aufführung von »Um Mitternacht« [vermutlich WAB 89] im April 1929 (*).\nEinführungsvortrag Fritz Grüningers zur 3. Symphonie - »in Verbindung mit der Lichtbilderserie von Auer-Ledwinka« - in Baden-Baden (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193005015, "Datum": "1.5.1930, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des »Germanenzugs« durch den »Sängerbund Frohsinn« [in Linz?] (*).\n \nDie Wochenzeitung The Canton Sentinel Nr. 1 (The Canton Independent-Sentinel, Canton, Pennsylvania) berichtet auf S. 4 vom Treffen des Beethoven Clubs bei Mrs. Leggett in Alba, bei dem ein Vortrag über Komponisten des 19. Jahrhunderts, darunter Bruckner, gehalten wurde (**).\n \nAnkündigung der heutigen Radioübertragung in The Manchester Guardian Nr. 26102 auf S. 12 (***).\n \nAufführung der 4. Symphonie (unter dem Motto \"Die deutsche Symphonie\") durch das Leipziger Symphonieorchester unter Alfred Szendrei in Leipzig mit Rundfunkübertragung um 20:30 Uhr (bis 22:00 Uhr) vom Sender Leipzig (Welle 259). Zuvor hält Dr. Wilhelm Hitzig einen Einführungsvortrag (°).\n \nÜbertragung der 7. Symphonie um 20:30 Uhr vom Sender München (Welle 533) (angeschlossen die Sender Nürnberg, Augsburg und Kaiserslautern). Beginn der nächsten Sendung ist 21:35 Uhr (°°).\n \nÜbertragung der 9. Symphonie [Beethovens!] um 20 Uhr vom Sender Frankfurt (Welle 390) (°°°).", "Letzte Änderung": "26.03.2026 07:45"}, {"ID": 196603155, "Datum": "15.-19.3.1966, Dienstag bis Samstag", "Haupttext": "Einspielung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193105015, "Datum": "1.5.1931, Freitag", "Haupttext": "In einem Artikel \"Mecca of the Musical\" [vgl. 27.2.1931 \"The City of Music\"] in The Detroit Free Press Nr. 362 auf S. 10 wird Bruckner als einer der Wiener Komponisten kurz erwähnt (*).\n\n\nAufführung der 3. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Heidelberg.\nAuf dem Programm stehen außerdem zuvor Werke von Haydn (Sinfonie Nr. 104) und Beethoven (\"Leonoren\"-Ouvertüre Nr. 2) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193205015, "Datum": "1.5.1932, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe unter Georg Wolfsgruber beim Hochamt in der Stadtpfarrkirche Linz  (*). Zelebrant ist Vinzenz Hartl (**).\nEs erklingt außerdem auch als Graduale das \"Tota pulchra es\" und als Offertorium das \"Ave Maria\" (**).\nMitwirkende: Der christlich-deutsche Gesangverein, der Musikerbund, Domorganist Ludwig Daxsperger und die Solisten Steffi Zelenka [in der Ankündigung Tilli Sengstschmid angegeben], Marianne Bauer, Adalbert Schwarz und Josef Pfund (**).\n \nArtikel von Max Hayek \"Ein Entwurf zu einem Bruckner-Denkmal\" in der Bilder-Woche der Linzer Tages-Post (mit Abbildungen). Der aus Ferrara stammende Bildhauer Mario Petrucci plante einen ganzen Hügel mit einem Tempel der Andacht (***).", "Letzte Änderung": "01.11.2025 20:29"}, {"ID": 193305015, "Datum": "1.5.1933, Montag", "Haupttext": "Der Schlesische Rundfunk (Breslau, Gleiwitz) bringt im Morgenkonzert des Schlesischen Sinfonieorchesters unter Gerhard Ewald Rischka (ab 8:15 Uhr) u.a. das Adagio der 7. Symphonie.", "Letzte Änderung": "03.04.2026 03:04"}, {"ID": 193405015, "Datum": "1.5.1934, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Josef Krips in einer Rundfunksendung der RAVAG in Wien (*).\nDas Konzert (einschließlich der Unvollendeten von Schubert) wird von 10:30 bis 12:00 Uhr von Radio Wien übertragen (**).", "Letzte Änderung": "01.06.2026 15:03"}, {"ID": 193505015, "Datum": "1.5.1935, Mittwoch", "Haupttext": "Die Leipziger Zeitungen melden, daß die bisherige Mendelssohnstraße in Anton-Bruckner-Straße umbenannt wird. \nDie Anregung dazu war von Theodor Armbruster ausgegangen (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193705015, "Datum": "1.5.1937, Samstag", "Haupttext": "Besprechung in den Räumen des Musikwissenschaftlichen Verlags mit Alfred Orel, seinem Anwalt [Leonhardt Groß?], Norbert Furreg, Justus Brandstetter und Willy Hoffmann. Man beschließt, die Bedingungen von Lili Schalk [ihr Material zur 8. Symphonie betreffend, vgl. 23.4. und 15.5.] anzunehmen (*).\nRobert Haas wird gebeten, im Interesse der Gesamtausgabe die Feindseligkeiten mit Orel beizulegen (*a).\r\n[siehe dazu die Anmerkung]\n \nGedächtnisfeier \"Meister Bruckners Klosterneuburgerfahrt\" mit Oskar Vinzenz Ludwig (Verfasser und Sprecher), Vinzenz Goller (Orgel) und Leopold Föderl. Für die musikalische Einrichtung verwendete Goller den Chor \"Trösterin Musik\", Themen aus der 4., 7., 8. und 9. Symphonie und dem \"Te deum\" und die Marien-Antiphon \"Ave regina coelorum\" [WAB 008] (**).", "Letzte Änderung": "02.10.2023 10:15"}, {"ID": 193805015, "Datum": "1.5.1938, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Teatro Communale in Florenz.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Beethoven (\"Egmont\"-Ouvertüre), Richard Strauss (\"Till Eulenspiegel\") und Richard Wagner (\"Meistersinger\"-Vorspiel).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193905015, "Datum": "1.5.1939, Montag", "Haupttext": "Die Schweizerische Musikzeitung 79 bringt in Heft 9 auf S. 217 - 222 einen Aufsatz von Gertrud Staub-Schlaepfer \"Zur Streitfrage um die zwei Fassungen der 5. Sinfonie von Bruckner\".", "Letzte Änderung": "25.06.2024 19:59"}, {"ID": 194505015, "Datum": "1.5.1945, Dienstag", "Haupttext": "Nach der Meldung von Hitlers Selbstmord [am 30.4.1945] wird im Rundfunk das Adagio der 7. Symphonie gespielt, (*) nach einigen Quellen angeblich die Studio-Aufnahme vom 7.[1.?]4.1942 mit den Berliner Philharmonikern unter Furtwängler, (**) wahrscheinlich aber die Einspielung Karl Böhms mit den Wiener Philharmonikern vom 4./5.6.1943.\r\nUm 21:57 Uhr die dritte Ankündigung einer wichtigen Nachricht (zuvor, ab 21 Uhr Musik von Wagner, Weber und wieder Wagner), danach das Adagio der 7. Symphonie, abrupt um 22:25 Uhr abgebrochen, dreifacher Trommelwirbel, dann die Meldung von Hitlers Tod und von Dönitz als Nachfolger (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 17:34"}, {"ID": 194605015, "Datum": "1.5.1946, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Robert Fanta bei der RAVAG Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194705015, "Datum": "1.5.1947, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Swarowsky bei der RAVAG Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195105015, "Datum": "1.5.1951, Dienstag", "Haupttext": "Furtwängler führt mit den Berliner Philharmonikern im Auditorium des Foro Italico in Rom die 7. Symphonie auf. Auf dem Programm stehen außerdem anschließend Werke von Debussy (Nuages und Fêtes aus den \"Nocturnes\" von Debussy), Richard Strauss (\"Don Juan\") und Richard Wagner (\"Tannhäuser\"-Ouvertüre).\nDirektübertragung im Rundfunk (*).\nArtikel von Hermann Ziock über das Ägypten-Gastspiel der Berliner Philharmoniker (mit der 7. Symphonie am 23.4.1951) in »Der Tag«:\r\n    »[...] Für die zahlenmäßig noch kleine deutsche Gemeinde in Kairo - viele haben seit Jahren die Heimat nicht mehr gesehen - waren die Konzerte das bisher stärkste Erlebnis überhaupt. [...] Am letzten Abend, nach der VII. Symphonie von Bruckner, die von einem so großen Orchester in Kairo zum ersten Mal gespielt wurde, begegnete ich Furtwängler in seinem Zimmer. Vor der Tür drängten sich Bewunderer, die um ein Autogramm bitten wollten. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "16.07.2026 12:16"}, {"ID": 196006156, "Datum": "15. - 19.6.1960, Mittwoch bis Sonntag", "Haupttext": "Gastspiel des Leipziger Gewandhausorchesters [unter Konwitschny?] in Wien (15. und 16. Juni) und Graz (19. Juni) mit Werken von Bach, Beethoven, Brahms und Bruckner. Solist ist Wilhelm Backhaus.", "Letzte Änderung": "27.04.2023 07:09"}, {"ID": 198005015, "Datum": "1.5.1980, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Leopold Nowaks an Cornelis van Zwol: Über das Finale 1878 der 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199005015, "Datum": "1.5.1990, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Daniel Barenboim in der Musikhalle in Hamburg.", "Letzte Änderung": "20.11.2025 09:56"}, {"ID": 193709157, "Datum": "15.-19.9.1937, Mittwoch bis Sonntag", "Haupttext": "Ein Internationales Bruckner-Fest ist in Utrecht geplant.", "Letzte Änderung": "21.10.2025 21:18"}, {"ID": 199309156, "Datum": "15. - 19.9.1993, Mittwoch bis Sonntag", "Haupttext": "Bruckner-Symposion »Entwicklungen - Parallelen - Kontraste. Zur Frage einer »Österreichischen Symphonik«« in Linz (*).\nAm 15.9. Aufführung von »Am Grabe« und »Zur Vermählungsfeier« durch das Hilliard-Ensemble in Wilhering (**).", "Letzte Änderung": "13.01.2025 23:16"}, {"ID": 200505015, "Datum": "1.5.2005. Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe in der 1. Fassung (1869) im Linzer Dom anläßlich des Gottesdienstes zum Domweihfest um 10 Uhr durch den Linzer Domchor unter Norbert Matsch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 180802155, "Datum": "15.2.1808, Montag", "Haupttext": "Brief von Joseph Bruckner an das Dekanat.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 193308154, "Datum": "15. - 21.8.1933, Dienstag bis Montag", "Haupttext": "Fest-Tagung der Internationalen Bruckner-Gesellschaft in Salzburg.\r\nAufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Robert Heger [15.8.1933] und der 8. Symphonie unter Klemperer [20.8.1933]. Aufführung der d-Moll-Messe unter Bernhard Paumgartner in St. Peter, der f-Moll-Messe, des »Christus factus est« [WAB 11] und des fünfstimmigen »Pange lingua« [»Tantum ergo«, WAB 42] unter Josef Meßner im Dom [20.8.], Aufführung des Quintetts durch das Ensemble Franz Mayrecker in der Residenz [17.8.] (*).\r\nDie Leitung der Tagung liegt in den Händen der Ortsgruppe Salzburg der IBG (Leiter: Prof. Alfred Haslinger) (**).", "Letzte Änderung": "10.01.2026 00:04"}, {"ID": 201008156, "Datum": "15. - 21.8.2010, Sonntag bis Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Tage in St. Florian mit einer Aufführung des »Te deum« am 20.8.2010.", "Letzte Änderung": "01.08.2026 18:42"}, {"ID": 201508155, "Datum": "15.-21.8.2015, Samstag bis Freitag", "Haupttext": "Bei den St. Florianer Brucknertagen werden die Windhaager Messe (am 15. August), die 9. Symphonie in der Fassung für zwei Klaviere (20. August, Finaleversion von William Carragan) und in der Orchesterfasssung (21. August, Altomonte-Orchester unter Rémy Ballot) aufgeführt. Am 19. August findet eine lange Orgelnacht statt; das Symposion \"Bruckner-Dimensionen\" am 21. August bringt Vorträge von Jean-Claude Hulot (\"Zur Bruckner-Rezeption in Frankreich\") und Klaus Laczika und William Carragan (über die 9. Symphonie und deren Finale).", "Letzte Änderung": "25.02.2026 10:37"}, {"ID": 184702155, "Datum": "(15.2.1847, Montag (Rosenmontag)", "Haupttext": "Faschingsmusik im Stift St. Florian mit Werken von Rossini (\"Semiramis\"-Ouvertüre), Boieldieu (Duett aus \"Johann von Paris\"), Auber (Fischer-Chor aus \"Die Stumme von Portici\"), Weigl (Terzett aus der \"Schweizerfamilie\"), A. Stadler (Jagdruf) und Joseph Haydn (Duett und Chor aus den \"Jahreszeiten\").", "Letzte Änderung": "22.12.2024 12:53"}, {"ID": 185602155, "Datum": "15.2.1856, Freitag", "Haupttext": "Schreiben des Orgelbauers Ludwig Mooser (Salzburg) an die Linzer Gemeindevorstehung: Bruckner habe anmaßend und böswillig Moosers Arbeit abgeurteilt.\n»Löbliche Gemeinde-Vorstehung der Landes-Hauptstadt Linz [...] Daß ich nicht schneller dem Auftrage nachgekommen bin, bey der Orgel in der Stadtpfarrkirche die nöthigen Nachhülfen zu veranlassen ist allein nur die Ursache, daß ich durch fragliche Erledigung der Art überrascht und verletzt war, daß es mir unmöglich war, allsogleich einen Entschluß treffen zu können; denn nicht nur daß die mir mitgetheilte Äusserung einer Hochwürdigen geistlichen Vogtey von Unrichtigkeiten und pickirten Ausfällen gegen meine Kunstfertigkeit und Rechtlichkeit voll - wofür freylich gegenwärtige Hochwürdige Vogtey nicht verantwortlich seyn kann, nachdem diese von dem eigentlichen Sachverhalte nicht unterrichtet seyn kann, sondern nur die anmassende Erklärung des gegenwärtigen Organisten, welcher sich nicht entblödet, mir vis a vis im Prinzip der Orgelbaukunst über mein Werk böswillig abzuurtheilen, Ursache ist; - sondern eine Löbliche Gemeindevorstehung fand es nicht einmal nothwendig das in aller Welt übliche Decorum zu beobachten [...] trotzdem, daß der neue Herr Organist sich beikommen ließ, eine Löbl. Gemeinde-Vorstehung selbst zu verunglimpfen, dadurch, daß er die unter 21. Dezember [1]852 stattgehabte Collaudirungs Kommission eine blosse Organisten-Probe nennt, und nicht bedenkt, daß eben diese Collaudirung ein ämtlicher - nicht umzustossender - Akt [...] veranlasst war u. abgehalten wurde mit Zuziehung von Sachverständigen, welche sich sicherlich von besagten Organisten nicht Rathes erholen, u. nöthigen Falls ihr gegebenes Parere zu vertheidigen wissen würden.\r\n   2. Kann es wohl möglich seyn, daß im Laufe von 3 Jahren an so einem komplizirten Werke Mängel eingetreten sind; aber keinesfalls aus der Ursache einer fehlerhaften Konstruktion oder insoliden Bauausführung, sondern sehr wahrscheinlich aus fahrläßiger Behandlung oder aus Unkenntniß dieses Werkes von Seite des gegenwärtigen Organisten ...«", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:45"}, {"ID": 186002155, "Datum": "15.2.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 121r:\n\"[1]860. 15. Febr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302155, "Datum": "15.2.1863, Faschingssonntag", "Haupttext": "Mit der Instrumentation des 1. Satzes der f-moll-Symphonie [WAB 99] begonnen. Bruckners Vermerk auf der ersten Seite der Partitur:\r\n   »Angef[angen]: 15. Febr 863 Faschingssonntag (zur Instrumentation des 1. Satzes)« (*).\n[Datierung recte 15.2.1863 oder 16.2.1862?]\r\nAufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 16ten Feb. [1]863 Dom\" (**).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 06:59"}, {"ID": 186802155, "Datum": "15.2.1868, Samstag", "Haupttext": "Credo der f-moll-Messe »15. Febr 1868 ganz fertig. [/] Anton Brucknermp.« (*). Berichte des Linzer Abendboten Nr. 38 auf S. 3 (**) und der Linzer Zeitung Nr. 38, S. 155 (***), über das vorgestrige Konzert mit dem »Vaterländischen Weinlied« [WAB 91].\n(**) Linzer Abendbote: \n\n     »[...] Die Vorträge der Liedertafel, welche mit einem frischen Chor \"Vaterländisch Weinlied\" unseres trefflichen Bruckner begannen, zeichneten sich insbesondere durch ungemeine Präcision und außerordentlich zarte Nuancirung aus und gaben damit das schönste Zeugniß, wie erfolgreich selbst schon das bisherige kurze Wirken des neugewählten Chormeisters Bruckner war. [...]«.\n(***) Linzer Zeitung: \n     \n»Liedertafel \"Frohsinn.\"\n\n= Linz, 14. Februar. \"Ein vergnügter Abend!\" Das war das Motto des gestrigen Herrenabends der Liedertafel \"Frohsinn\" in Seeg's Restaurations=Localitäten in Urfahr; [...] Die musikalische Abtheilung brachte einen Eingangs-Chor \"vaterländisch Weinlied\" von A. Bruckner, dem nunmehrigen Chormeister der Liedertafel Frohsinn. Der Chor, der musikalisch tief empfunden und mit Meisterschaft durchgeführt ist, ging gut und wurde lebhaft applaudirt.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202155, "Datum": "15.2.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Xaver Witt in den Fliegenden Blättern für katholische Kirchenmusik, 7. Jahrgang 1872, 2. Heft [15.2.1872], S. 16:\n»                           Notizen.\n     1. [... Vereinsgaben ...]\n     2. Die Urania schreibt [siehe Oktober 1871]: Wie wir aus anderen musikalischen Zeitungen ersehen und eben auch direkt aus London erfahren, so hat der rühmlichst bekannte Orgelvirtuos C. A. Tod aus Stuttgart, einer der ausgezeichnetsten Lehrer an dem weltberühmten Konservatorium daselbst, das, beiläufig gesagt, die beste der vorhandenen Musikschulen sein dürfte, welcher auf der Riesenorgel der Alberthalle zu London sechs Concerte gab, trotz seinen ächt deutschen und ächt künstlerischen Programmen – ohne \"Bruckner=Reklame\", vulgo Schwindel, – die nur Werke von S. Bach, Händel, Mendelssohn, Schumann und Tod enthielten, großartigen Erfolg erzielt. – Dem Red. d. Bl. gegenüber hat Fr. Liszt C. A. Tod als den ersten Orgelvirtuosen erklärt. Sein Urtheil dürfte wohl das competenteste sein. – Da aber sich durchaus widersprechende Nachrichten in verschiedenen Journalen circuliren, so setzt die Red. hinzu, daß Hr. Anton Bruckner den von der englischen Königin für Orgelspiel ausgesetzten Preis gewonnen haben soll. Jedenfalls, mag dem sein, wie ihm wolle, ist Hr. Bruckner ein ausgezeichneter Orgelvirtuose. Jüngst brachte die \"Tonhalle\" die Nachricht, Bruckner sei seiner Stelle als Professor am Conservatorium in Wien wegen Angriffen auf die Sittlichkeit einer Schülerin entsetzt worden, wobei sie ihn aber vertheidiget und meint, dieser Grund der Entsetzung sei nicht genügend erwiesen. Wir halten demnach Hrn. B. für unschuldig.«", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:32"}, {"ID": 187702155, "Datum": "15.2.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Wiener Konservatorium wirken Bruckners Orgelschüler mit: Christian Schröder spielt Vorspiel und Fuge über BACH von Rink, und Hans Rott begleitet bei einem Largo (für Violinen, Violen, Harfe und Orgel) von Händel. Es erklingen außerdem Werke von Mendelssohn, Meyerbeer, [H.] Wieniawsky, Liszt, Sucher, Dessauer, Hiller, Durst, Molique und Mozart. Es wirken mit die Schülerinnen Weintraub, Weichsel, Eisler, Kosch, Okolok und Zamara und die Schüler Harmsen, Belley, Mattachich, Rosenblum (und Schüler der Klasse Heißler), Schreiber, Wunderer, Pichler, Schandara und Kravchowitz.", "Letzte Änderung": "04.11.2025 08:53"}, {"ID": 187902155, "Datum": "15.2.1879, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Datum unterstrichen und »B. 15. Febr. Kostume=Kränzchen mitgemacht, zum Schluße getanzt mit Baroneße Scala.« [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "07.12.2024 15:12"}, {"ID": 188002155, "Datum": "(15.2.1880, Sonntag)", "Haupttext": "5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mozart, Bach, Händel (Solistin: Frau Schuch-Proska) und Raff.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102155, "Datum": "15.2.1881, Dienstag", "Haupttext": "Im »Neuen Wiener Tagblatt« Nr. 45 wird auf S. 5 die Meldung vom 13.2.1881, die Philharmoniker hätten die 4. Symphonie abgelehnt, richtiggestellt:\n»    * Unsere jüngste Mittheilung, die Stellung der Philharmoniker zu der am nächsten Sonntag unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangenden neuesten Symphonie Bruckner's betreffend, ergänzen wir einem ausgesprochenen Wunsche zufolge dahin, daß jene Bruckner'sche Komposition von den Philharmonikern nicht abgewiesen wurde, sondern im Komité ein Meinungsaustausch darüber sich entsponnen hat, ob es nicht besser wäre, nur einzelne Theile der Symphonie zur Aufführung zu bringen. Dagegen nun erhob Hans Richter eine Einsprache und faßte den Vorsatz, das Werk lieber ganz und ungetheilt aufzuführen.« (*).\n \nDie Presse Nr. 45 weist auf S. 14 auf das Konzert vom 20.2.1881 (mit der 4. Symphonie) hin:\n\"    – Ueber Anregung des Herrn Hofcapellmeisters Hans Richter findet, wie wir bereits gemeldet, Sonntag den 20. d. im Musikvereinssaal ein Orchester=Concert statt, dessen Reinertrag dem deutschen Schulverein gewidmet ist. [... Bülow, Wiener Philharmoniker...] Zur Aufführung gelangt unter Anderem eine Symphonie des vaterländischen Tondichters Anton Bruckner.\" (**).\n \nDer Deutsche Schulverein macht in der Neuen Freien Presse Nr. 5915 auf S. 7 auf dieses Konzert aufmerksam:\n   \"Concert der Philharmoniker für den Deutschen Schulverein.\n       Eine erfreuliche Förderung unserer Vereinszwecke wird uns aus künstlerischen Kreisen zu theil. Auf Anregung des Herrn Hofopern=Capellmeisters Hanns Richter findet Sonntag den 20. Februar dieses Jahres im Musikvereine ein Orchester=Concert statt, dessen Reinertrag unserem Verein e gewidmet ist. [... Bülow, Wiener Philharmoniker...] Zur Aufführung gelangt unter Anderm eine Symphonie des vaterländischen Tondichters Anton Bruckner. Gönnern und Freunden unseres Vereines ist hiedurch Gelegenheit geboten, durch ihre Theilnahme an dieser künstlerischen Aufführung auch ein Scherflein für unsere patriotischen Vereinsziele beizutragen.. Die Kartenausgabe hat aus Gefälligkeit J. Gutmann's Musik= und Literatur=Institut (Hofopern=Gebäude) übernommen, woselbst auch Ueberzahlungen für unsere Rechnung freundlichst entgegengenommen werden.\n     Wien, 14. Februar 1881. Der Deutsche Schulverein.\n           Dr. Moriz Weitlof m. p.\n           Engelbert Pernerstorfer m. p.\" (***).\n \nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 346 schreibt auf S. 6:\r\n\"     – Am 20. d. M. findet im Musikvereins=Saale ein interessantes Concert zu Gunsten des Deutschen Schulvereines statt. Dr. Hanns v. Bülow spielt mit den Philharmonikern das Beethoven'sche G-dur-Concert und bringt eine eigene große Composition, \"Des Sängers Fluch\", zur Aufführung. Den Schluß macht Professor Bruckner's neue Symphonie.\" (°).\nAuf S. 9 weist eine Notiz auf dieses Konzert hin:\r\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde. Sonntag den 20. Februar: Concert zu Gunsten des deutschen Schulvereins. (Dr. Hanns v. Bülow, Professor Bruckner und die Philharmoniker.) [...]\" (°°).\n \n(In den Fliegenden Blättern für katholische Kirchenmusik Nr. 2 teilt auf S. 22f Fr. X. Witt einen Bericht von Traumihler über die unliturgische Kirchenmusik an Weihnachten in Linz mit und führt zur Erklärung an, dass Bischof Rudigier (wohl beeinflusst) sich gegen den Deutschen Cäcilien-Verein stelle und der lokale Cäcilien-Verein und die \"Habertianer\" nicht mit Regensburg kooperieren etc. etc. (°°°)).", "Letzte Änderung": "29.11.2024 07:23"}, {"ID": 188202155, "Datum": "15.2.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »15. Febr. nach 1/2 5 Uhr Abends 10 Grad Wärme« (*).\n \nGeburt von Ludovika Kachelmayer, des ersten und einzigen Kindes von Kathi Kachelmayer (35 Jahre alt).\nMöglicherweise ist in dieser Zeit (bis mindestens April 1883) Frau Kaunitz Bruckners Haushälterin (**).\n \nFrist-Ende zur Einreichung von Vertonungen des \"Volksliedes\" von Josef Winter [WAB 94] (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2025 23:17"}, {"ID": 188302155, "Datum": "15.2.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Dr. Paumgartners [nicht Puchsteins (#)] Kritik über die 6. Symphonie erscheint in der Wiener Zeitung Nr. 36 auf S. 5:\n          »Musik.\n[... Inhaltsangabe ...]\n     Der Faschingsjubel ist verrauscht, die ernste, beschauliche Fastenzeit hat den leichtfertigen Bruder Carneval abgelöst, und die Concertgeber sind damit in ihr volles Recht getreten. Nicht immer jedoch dünkt es uns ein Gewinn,daß die heitere Tanzweise dem strengen Style weichen mußte, und in manchem seriösen Concerte sehnten wir uns bereits aus tiefstem Herzensgrunde nach den holden Zauberklängen der Straußschen Muse zurück. [... über konzertierende Pianistinnen ... die Konzerte der Brüder Schalk und von Gustav Walter...]\n     Eines der befremdendsten Ereignisse war das letzthin an uns vorübergegangene philharmonische Concert. Nachdem dasselbe mit der Beeethoven'schen Leonore=Ouverture Nr. 2 begonnen und mit zwei Sätzen aus einer Bruckner'schen Symphonie seine Fortsetzung gefunden hatte, wurde dem Publicum das maßlos langweilige Eckert'sche Violoncellconcert das dritte Nummer aufgebürdet und - nicht genug der schweren Prüfung - zum Schlusse der Kelch des Leidens durch eine todtenblasse Spohr'sche Symphonie übervoll gemacht. Während der Aufführung der Spohrschen Symphonie artete denn auch der Rückzug des Publicums in die wildeste Flucht aus.\n     [... über Beethoven ...] Die Ouverture klang nicht machtvoll, nicht überzeugend genug.\n     Hingegen wurden die Bruckner'schen Symphoniesätze mit großer Liebe und Sorgfalt dirigirt und gespielt. Dessenungeachtet war es eine Unrichtigkeit, nicht die ganze Bruckner'sche Symphonie zur Aufführung zu bringen. Die Symphonie ist ein organisches Ganzes, aus welcher niemals ohne Lebensgefahr für den Organismus einzelne Glieder gerissen werden dürfen. Mancher Satz, der an sich befremdend wirkt, erlangt sofort seine wahre Bedeutung so wie er im Zusammenhange mit den übrigen Sätzen gehört wird. Der \"Torso\" kann bei den glühendsten Verehrern antiker Kunst doch niemals den Schmerz über die Verstümmelung und die Sehnsucht nach der vollständigen Gestalt übertäuben. Man denke sich das Scherzo aus der \"Neunten\" als einzelne Concertnummer! Gewiß hätte das Publicum nichts verloren, wenn der ganze Spohr von dem Programme gestrichen und anstatt dessen der ganze Bruckner hinaufgesetzt worden wäre. Das \"Adagio\", welches letzthin als erster der beiden Symphoniesätze gespielt wurde, ist ein Stück voll weihevollster Empfindung und rührendster Innigkeit. Von großer Schönheit ist das zuerst in E-dur und späterhin in F-dur (der Grundtonart) in den Celli auftretende eigentliche Gesangsmotiv des Adagio. Als zweiter Satz wurde das \"Scherzo\" gespielt, ein Stück voll genialer Züge, doch - wir dürfen es nicht verhehlen - vielfach befremdend. Der merkwürdige Schluß des \"Scherzo\" fand wohl auch die begeistertsten Freunde und Schüler des Compositeurs in einiger Verlegenheit. Immerhin jedoch ist Bruckner eine hochbedeutsame, das Durchschnittsmaß weit überragende künstlerische Persönlichkeit, deren Schöpfungen jederzeit das ungetheilte Interesse aller wirklichen Kunstfreunde für sich haben werden.\n     Auf die interessante Bizarrerie des Bruckner'schen Scherzo kam die flache Trivialität des Eckert'schen Violoncell=Concertes. [... \"Der schöne Ton des Cellisten ging rettungslos unter in dem Gassenkothe der Composition\" ...]\n     Ueber die Spohr'sche Symphonie wollen wir kein Wort verlieren. Sie ist durch und durch veraltet, und derartige Galvanisirungen wie neulich läßt man sich hier einfach nicht gefallen. Man liebt in Wien überaus alte, aber nicht veraltete Musik.\n     [... über ein Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde am 13.2.1883 ...] Doch mitten in den frischen Uebermuth des schottischen Jagdliedes drang eine erschütternde Trauerkunde in den Saal: Richard Wagner ist todt. Mit diesem Laute voll schneidenden Wehs mußte der Abend schließen!\nDr. Hans Paumgartner.«", "Letzte Änderung": "17.10.2025 16:44"}, {"ID": 188402155, "Datum": "15.2.1884, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 29.2.1884): »Fr Kathi 7 fl für Februar gezalt 15. Febr.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502155, "Datum": "15.2.1885, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der Aufführung der 3. Symphonie am 4.2.1885 in Den Haag durch Willem F. G. Nicolai in der Zeitschrift »Caecilia« 42 (1885) Nr. 6, S. 44f:\n\"   – Het 5de Diligentiaconcert op 4 Februari stelde ons in de gelegenheid kennis te maken met een componist, wiens naam en werken hier geheel onbekend waren. Eene symphonie — de derde — van Anton Brückner werd ten gehoore gebracht, en op het programma met „1ste uitvoering\" aangeduid. Wie is Anton. Brückner, vroeg men algemeen. Als componist is hij zoo goed als onbekend; immers Viotta en zelfs Hugo Riemann noemen hem niet in hun Lexicon. Het Mendel-Reismann'sche „Musikalisches Conversations-Lexicon\" deelt in de „Ergänzungsband\" het volgende hem betreffende mede: „Anton Brückner is in 1824 te Ansfelden in Opper-Oostenrijk geboren. Hij studeerde in de theorie der muziek bij Sechter te Weenen en te Linz bij O. Kitzler. Na verscheidene jaren als organist van St. Florian werkzaam geweest te zijn, werd hij als Domorganist te Linz benoemd. In 1868 na Sechter's dood trad hij in diens plaats als Keizerlijk Koninklijk Hoforganist te Weenen, en werd tevens als professor aan het Conservatorium der muziek aldaar aangesteld. In 1869 gaf hij gevolg aan eene uitnoodiging om deel te nemen aan een wedstrijd in het orgelspel te Nancy, waar hij zulk een succes behaalde, dat men hem ook te Parijs en (in 1871) te Londen wenschte te hooren; in Albert Hall gaf hij zes concerten.\" In de Duitsche muzikale tijdschriften leest men zelden van Brückner; alleen werd dezer dagen in het „Musikalisches Wochenblatt\" met veel lof van een pianokwartet melding gemaakt, dat te Weenen uitgevoerd was.\n     Hoewel zulks op 't programma niet was aangeduid, bestaat deze derde symphonie uit de gewone vier deelen : Allegro, Adagio, Scherzo en Finale; ze staat in d en is „dem hoehverehrten Meister Richard Wagner\" toegewijd. Dit opschrift, in verband met de omstandigheid dat dit 5de niet „het pariaconcert\" was en dus de heer Verhulst zelf dirigeerde, geeft te denken! „Wel van Wagner's volgelingen en vereerders, maar niet van den Meester zelf\"? . . . . . . Vivent les principes!\n     Of Wagner nu op deze wijze eene symphonie zou o-esehreven hebben betwijfelen wij en zulks op grond van zijne Faustouverture, die zich door eene éénheid en vasthouden aan de hoofdmotieven kenmerkt, welke men te vergeefs in Brückner's werk zoekt. Men vindt eene menigte détails, verschillende thema's, stof voor misschien wel drie symphonieën, maar eene logische ontwikkeling ontbreekt. Daardoor maakt het werk hoegenaamd geen indruk op den hoorder, terwijl zij, die in staat zijn de partituur te lezen of bij de uitvoering te genieten van de onderdeelen (vooral de executanten) met ingenomenheid over den componist spreken. Zooveel is zeker, dat hij slechts bij de besten is ter schoole gegaan. Het eerste Allegro b.v. gelijkt in menig opzicht op de „negende\" van Beethoven, niet alleen wat toonsoort maar zelfs wat het hoofdthema betreft:\n[zwei Notenbeispiele: Beginn von Beethovens Neunter und von Bruckners Dritter]\n     Wijders heeft Brückner de toonaardverwisseling, die tot de meest karacteristieke eigenaardigheden van Wagner behoort in ruime mate toegepast; hij moduleert onophoudelijk en meestal fijn en zoo ongezocht, dat men nauwlijks de overgangen naar de meest verwijderde (niet-verwante) toonsoorten bespeurt.\n     Zijne instrumentatie is evenwel niet doorzichtig genoeg en ook wel wat monotoon, een gevolg van het veelvuldig gebruik van bazuinen , trompetten en hoorns. Eene kleinigheid schijnbaar, maar die toch bleek van groot gewicht te zijn, is de manier waarop Brückner de verschillende afdeelingen dezer symphonie sluit. 't Is alsof hij midden in een gesprek opstaat en verdwijnt zonder dat men er op verdacht of voorbereid is; daaraan is 't wellicht toe te schrijven, dat geen hand zich verroerde, na de drie eerste deelen der symphonie, terwijl ten slotte na de bruyante fanfare, waarmee het werk (wel wat ongemotiveerd) eindigt, toch wel applaus gehoord werd. Beethoven weet anders te sluiten! Dat had de heer Brückner ook wel van hem mogen leeren.\n     De uitvoering was zeer goed (in aanmerking nemende de moeielijkheden waarmee het werk als doorzaaid is) en daarvoor komt den directeur en die orkestleden, welke daartoe bijdroegen alle lof toe. De symphonie werd weer in den aanvang van het concert gespeeld en daarna volgden de gebruikelijke „10 minuten pauze.\" Toen werden de solo's en nog enkele orkeststukken tot afwisseling of als slot voorgedragen. Met deze regeling zal wel iedereen tevreden zijn geweest; het orkest kon tot verademing komen, het publiek dat liever geene symphonieën hoort kwam later en het concert eindigde op den behoorlijken tijd, zoodat „men\" niet vóór of onder het slotnommer behoefde te vertrekken. Tot de orkestwerken behoorden noch de Nocturne uit de „Sommernachtstraummusik\" van Mendelssohn en de ouverture „König Stephan\" von Beethoven. Het eerste werd met fraaien toon maar ietwat angstig en in een overdreven langzaam tempo door den heer Breedhoff, den eersten hoornist, voorgedragen; de ouverture is zeer goed uitgevoerd.\n     Solisten waren mej. C. van Zanten (alt) en de heer F. Ondricek (viool). Van al de zangeressen, die wij in dit seizoen op de Diligentiaconcerten hoorden, beviel ons mej. van Zanten het meest en dat verheugt ons te meer, wijl zij eene Nederlandsche is (zij werd te Dordrecht geboren, waar hare ouders nog wonen). Zij is vermoedelijk eene goede operazangeres (op dit oogenblik als zoodanig te Hamburg geëngageerd en daar in aanzien) maar ook als concertzangeres zeer te waardeeren. Dat bewees zij met de dramatische voordracht der heerlijke aria „Wach' auf Saturnia\" van Händel en in de liederen (zie progr.) welke laatsten zoo zeer in den smaak vielen , dat het publiek er één extra begeerde , waartoe zij het „Hooger lente\" van Richard Hol koos (eene keuze die haar nationaliteitsgevoel eer aandoet). Zij munt uit door eene zeer duidelijke uitspraak van den tekst, door eene gelijkmatige ontwikkeling van de stemregisters (en dat wil bij eene altstem heel wat beteekenen!) en door eene smaakvolle voordracht zonder effectbejag.\n     De violist behoort tot de beste onder de eersten; hij heeft een fraaien streek, vollen toon (waartoe zijn heerlijk instrument niet weinig bijdraagt), bezit eene buitengewoon ontwikkelde techniek, speelt met groote zuiverheid en heeft eene vurige en toch ook elegische voordracht. Met zulke eigenschappen toegerust kon het wel niet anders of hij sleepte zijne toehoorders geheel mee en kwam er niet zonder eene toegift af (Souvenir de Posen van Wieniawski). Summa summarum : een zeer fraai concert!         N. (*).\n\r\nDas Linzer Volksblatt Nr. 37 meldet auf S. 3, den gestrigen Artikel der Tagespost wortwörtlich übernehmend, daß der Linzer Musikverein Bruckners Werke noch nicht aufs Programm setze, möglicherweise aber im Herbst das Quintett:\r\n    » - Bruckner'sche Tonwerke. Dem hiesigen liberalen Organ wird mitgetheilt, daß das Programm für das Ende März d. J. stattfindende Concert schon vor länger als einem Monat bestimmt wurde und mit Rücksicht auf die von allen deutschen Musikvereinen in Vorbereitung befindliche zweihundertjährige Erinnerungsfeier an die Geburt J. S. Bachs und G. F. Händels aus Werken dieser Meister besteht. Eine Bruckner'sche Symphonie [prov. WAB 86] kann also in das Programm dieser Festfeier nicht aufgenommen werden, ganz abgesehen davon, daß hiezu die Zeit auch schon zu kurz wäre. Der Ausschuß des Musikvereines ist sich der Verpflichtung des Muikvereines, den Compositionen Bruckners vollste Beachtung zu schenken, wohl bewußt und es kann die Aufführung des Streichquintettes für nächsten Herbst in Aussicht gestellt werden. Ob jedoch der Musikverein mit dem ihm zur Verfügung stehenden Orchester im Stande sein wird, die großen technischen Schwierigkeiten einer Bruckner'schen Symphonie zu überwinden, ist ebenso zweifelhaft, wie die Frage, ob es dem Componisten möglich sein wird, dem Musikverein für eine Symphonie=Aufführung im Kostenpunkte unter die Arme zu greifen. Die Herren Verleger kennen sonst in dieser Beziehung keine Rücksichten. Der Ausschuß beabsichtigt übrigens, darüber beim Componisten selbst Anfrage zu halten, dessen Antwort die erwähnten Zweifel klären wird.« (**).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 13:38"}, {"ID": 189002155, "Datum": "15.2.1890, Samstag", "Haupttext": "Bei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Victor Lorenz eine Orgelfuge in c-Moll von J. S. Bach.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189102155, "Datum": "(15.2.1891, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Mozart, Volkmann, Goldmark und Beethoven.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189202155, "Datum": "15.2.1892, Montag", "Haupttext": "Schwanzaras Aufzeichnung einer Universitätsvorlesung Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189302155, "Datum": "15.2.1893, Mittwoch (Aschermittwoch)", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 4 bringt auf S. 32f den letzten Teil von Max Grafs Analyse der 8. Symphonie, der sich mit dem Finale befaßt:\r\n\"  Eine Analyse der achten Symphonie (C-moll) von Anton Bruckner.\r\n                 Finale (C-moll).\r\n     Das Finale überragt an Ausdehnung und Ideenfülle die übrigen Sätze der Symphonie. Ein einheitlches Gliederungsprincip liess sich in demselben auffinden, deshalb ist es hier nach äusseren Gesichtspunkten in Abschnitte getheilt, welche den Ueberblick über das Ganze erleichtern sollen.\r\n     Das Finale beginnt mit Viertelschlägen auf fis der Streicher, über welchen die Bläser ein rauschendes Marschmotiv bringen, welches in Trompetenfanfaren ausklingt.\r\n     (Langsamer.) Horn und Violine theilen sich in ein gesangliches Thema.\r\n     Das Hauptmotiv des letzten Satzes in C-dur während Streicher, Fagott und Pauke (Bläser) dasselbe in den zerlegten Accordtönen in Vierteln umspielen. Es verklingt leise in den Hörnern und erschallt hierauf von einem kurzen Streicherzwischensatz unterbrochen in drei Flöten. Ihm folgt die Umkehrung des kurzen Streichersatzes, welches Motiv später grösserer Bedeutung gewinnt und endlich im Blech erschallt. Aus diesem Motiv und der Viertelstreicherfigur (vide 3) entwickelt sich ein neues Thema, welches gleichfalls im Laufe des Satzes eine grössere Rolle spielt; es erscheint in den Bässen und Fagott, während die Bläser auf dasselbe die Umkehrung stürzen. Nach einem kurzen Zwischensatze, in welchem eine Reihe neuer gesanglicher Themen auftritt, erscheint in vier Hörnern das Hauptmotiv von der Violine contrapunktisch figurirt, wobei nach Wiedereintritt der Schläge auf fis, welche nun auch in den Holzbläsern ertönen, das Hauptmotiv in seiner Originalgestalt erscheint.\r\n     Das Thema erhebt sich in immer grösserer Steigerung zu dem jubelden Trompetenfanfaren-Abschluss. Der Mitteltheil des Hauptthemas gestaltet sich hier zum selbstständigen Motiv, welches im Rhythmus immer markanter auftritt und zu grosser Steigerung zuerst in der Umkehrung, dann in gänzlicher Veränderung anschwillt.\r\n     7. [sic] Der folgende Abschnitt S. 114, T. 12 – S. 119 T. 1 bedeutet nach dieser Steigerung eine kleine Oede (wurde bei der Aufführung auch gestrichen). Aus der obenerwähnten Viertelbegleitung der Streicher (sieh oben) entspinnt sich ein kleines Fugato heraus über einem Paukenorgelpunkt (g), bis unter reicher Figuration der Flöte und Clarinette das Hauptthema des ersten Satzes (in Trompete, Tuba) einen neuen Abschnitt markirt. Es weist auf den schon einmal besprochenen kolossalen Schluss hin.\r\n     Erst ein 28 Takte umfassender Orgelpunkt der Pauke, welchem sich Motivsplitter des ersten Satzes anhängen. Endlich behält der Ansatz des ersten Satzes das Uebergewicht und unter ihm erschallt der \"Deusche [sic] Michel\" (vide 1. Scherzo) vergrössert. Fanfaren, welche jetzt in allen Bläsern erschallen, führen zum Abschlusse, der über einem Paukenorgelpunkt (c) die Hauptmotive der vier Sätze übereinander thürmt.\r\n     Das Schema dieses Titanenbaues ist:\n\r\n[keine Signatur]\".", "Letzte Änderung": "06.10.2023 07:24"}, {"ID": 189402155, "Datum": "15.2.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung am Ende des Scherzos der 9. Symphonie (*).\n \nDas Grazer Tagblatt Nr. 45 kommt auf S. 6f im Nachruf auf Bülow auch auf dessen Scherz mit Bruckner zu sprechen [vgl. 17.2.1887]:\n\"               Hans von Bülow †.\n     Bülow ist todt. Damit ist auch der Augenblick gekommen, all dessen zu gedenken, das an ihm als zufällig Menschliches haftete, das eine augenblickliche Laune schuf.[... einige Anekdoten ...]\n     Ein nicht minder merkwürdiges Verhalten bewies Bülow immer gegen den genialen Tondichter Anton Bruckner. Um ihn lächerlich zu machen, erlaubte er sich mancherlei Ulk. Als er einstens ein Beethoven=Concert in Budapest gab, telegraphierte er in der ersten größeren Pause an einen Wiener Musikverleger: \"Auf allgemeinen Wunsch werde [sic] Anton Bruckner auf den erledigten Thron Bulgariens berufen.\" Der schon durch diese Depesche in seiner Nachtruhe gestörte Musikverleger wurde nach ein paar Stunden nochmals durch ein neues Telegramm aus dem Schlafe geschreckt, worin Bülow depeschierte: \"Anton der Einzige ist bereits mit Jubel in Sofia aufgenommen und hat auch bereits sein Ministerium bestellt.\" Es enthielt die Namen von vier hervorragenden Verehrern Bruckners als Functionäre. Es waren dies die Herren Schalk, Schönaich, Hugo Wolf und Theodor Helm als Kriegsminister, dies wahrscheinlich wegen seines kriegerischen Namens.\n     Bülow war, wie Richard Wagner, aus vielen Gründen Antisemit. Seine Gegner vergaßen ihm nie ein scharfes Wort, das sie aufs gemeinste gegen ihn ausbeuteten. [... \"Vivisection nur bei Juden beibehalten\" ... weitere Begebenheiten ...]\" (**).\n \nDie \"Caecilia\" Nr. 5 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 43 (= S. 9) vom Konzert in Mainz [am 17.1.1894]:\r\n\"            BUITENLANDSCH NIEUWS.\r\n[...]\r\n      Mainz. — De Liedertafel heoft hier onder Volbach's leiding Bruckner's Te Deum op uitstekende wijze ten gehoore gebracht. Do aanwezigen waren blijkbaar geheel onder den indruk van het machtige werk.\" (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:02"}, {"ID": 189502155, "Datum": "15.2.1895, Freitag", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 2198 (Abendausgabe) erwähnt auf S. 4 Bruckner im Bericht über die Generalversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins: \"     [Wiener akademischer Wagner=Verein.] Die jüngst stattgefundene Generalversammlung des Wiener akademischen Wagner=Vereines bestätigte den bisherigen Vorstand und nahm den vom Schriftführer, Herrn Dr. Giannoni, erstatteten Jahresbericht und den Cassebericht Dr. Rigler's mit Zustimmung entgegen. [... erwähnt werden: Dr. Boller, Schaumann, Mitwirkende der Interenen Abende, Josef Schalk, Ferdinand Löwe, Ferdinand Foll, Dr. F. Kraus, Herold, Hugo Wolf (mit Frl. Zerny aus Mainz und Hugo Faißt), an den internen Abenden aufgeführte Werke ...], ferner im kleineren Kreise Werke von Bach, [...], Berlioz, Bruckner, Wolf u. A. [zusätzlich zum 29.11.1894?] ... Gedenkreden zum 13.2.1894 und 22.5.1894, Vorträge von Schalk, Dr. Nüchtern und Dr. Rigler ...] Zwei größere Unternehmungen: eine Musikaufführung unter Siegfried Wagner und Hans Richter und eine Feier des 70. Geburtstages Anton Bruckner's mußten wegen Erkrankung der beiden Letzteren leider entfallen. [... über den Erhalt der Bayreuther Blätter, Oesterleins Wagner-Museum, die mögliche Wiederaufnahme der inzwischen verbotenen Karwochen-Konzerte ...]\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 13:11"}, {"ID": 189602155, "Datum": "15.2.1896, Samstag", "Haupttext": "\"Die Lyra\" XIX, Nr. 10 (501) verzeichnet auf S. 111 [= S. 5] die Dresdener Aufführung der 8. Symphonie unter Nicodé [am 18.12.1895]:\n\"               Aus der musikalischen Welt. [...]\n    Anton Bruckner unter den Händen der Reclame. Herr Nicodee, welcher in Dresden „hochmoderne” Subscriptionsconcerte gibt, brachte an seinem diesjährigen 2. Orchesterabend auch Bruckners acht Symphonien [sic]. „Die allgemeinere Antheilnahme, schreiben die „Dresd. Nachrichten” war durch zahlreiche Notizen und Reclamen seit Wochen auf die achte Symphonie von Anton Bruckner hingelenkt worden, die hier für Deutschland zum ersten Male zur Aufführung gelangte. Zur Einführung der Symphonie und zum besseren Verständniß (?) derselben hatte man in letzter Stunde sogar eine „Bruckner=Zeitung” ausgegeben, eine Nummer einer österr. Theater=Ztg. [15.12.1895], die auf zwölf großen Druckseiten Bruckner's Bedeutung im Allgemeinen und dessen achte Symphonie insbesondere behandelte. Auf welchen Standpunkt soll sich nun der Hörer stellen, wenn ihm hier ohne Weiteres das Messer an den Hals gesetzt wird mit Urtheilen wie: „Bruckner's achte Symphonie, eine der großartigsten Schöpfungen aller Zeiten”. - „Die Symphonie ist die Krone der Musik unserer Zeit” - „die weltberühmt gewordene Symphonie” - oder wenn gar von einer neunten Symphonie Bruckner's gesprochen wird, die der Componist im Hinblick auf die Größe des Werkes dem „lieben Gott\" widmen wird, mit dem wörtlichen Zusatze Bruckner's: Ob er (Gott) die Symphonie annehmen wird, weiß ich nicht; für den Fall aber, daß ich die Vollendung des Werkes, von dem die ersten drei Sätze fertig liegen, nicht mehr erleben sollte, bitte ich Gott, mein Tedeum als Schlußsatz zu betrachten, und hoffe, daß Gott der Allmächtige, in seiner erbarmenden Güte mir die Nichtvollendung des ihm geweihten Lebenswerkes verzeihen möge.\" Das druckt man „zum besseren Verständniß der Hörer!” Die Herren, die solche Dithyramben zu schreiben den Muth besitzen, verletzen nicht nur den Bildungsgrad der Hörer, sie schaden, schreibt jenes Blatt, Bruckner auch mehr, als sie ihm nützen.\" [keine Signatur].\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "30.12.2023 12:34"}, {"ID": 189702155, "Datum": "15.2.1897, Montag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen berichten vom gestrigen Gesellschaftskonzert mit der Aufführung von Chören aus Josef Vockners Oratorium \"Das Weltgericht\" und erwähnen dabei, daß Vockner Schüler und Nachfolger Bruckners am Wiener Konservatorium ist:\r\ndie Deutsche Zeitung (*),\r\ndie Extrapost (**)\r\nund das Neue Wiener Journal Nr. 1191 auf S. 3:\r\n\"     (Drittes ordentliches Gesellschastsconcert.) Von Josef Vockner, einem Schüler Bruckner's und nun Nachfolger des Meisters im Lehramt für Orgelspiel am Wiener Conservatorium, brachte das gestrige dritte Gesellschaftsconcert Chöre aus dem Oratorium „Das Weltgericht\". Unverkennbar, besonders in der Instrumentirung, von Bruckner beeinflußt, bietet die Vockner'sche Arbeit soweit man nach den zu Gehör ge­brachten Theilen schließen konnte, wenig Neues, vom ge­wohnten Oratorienstil Abweichendes. [...]\" [keine Signatur] [siehe die Anmerkung] (***).\nIn der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 12 wird auf S. 9 die Wiener Schubert-Feier besprochen und dabei Bruckners f-Moll-Messe erwähnt (°).\nDie \"Lyra\" Nr. 10 (525) berichtet auf S. 7/113 von der Sitzung des Niederösterreichishcen Sängerbundes am 16.1.1897:\r\n\"     Sitzung des Bundesrathes vom 16./1. Abgehalten unter dem Vor­sitze des Bundesvorstandes R. Hofmann. Anwesend [...]. Mittheilungen: [...] Der Bruckner-Denkmalausschuß dankt für die aus Bundesmitteln gewährte Beitragsleistung. [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 16:25"}, {"ID": 189802155, "Datum": "15.2.1898, Dienstag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 45 berichtet auf S. 7 von der Aufführung der 5. Symphonie am 4.2.1898 in München und kündigt an, dass dasselbe Werk am 1.3.1898 in Wien erklingen wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189902155, "Datum": "15.2.1899, Mittwoch", "Haupttext": "Das Deutsche Volksblatt Nr. 3637 bringt auf S. 7 einen Artikel \"Cäcilianismus oder Kirchenmusik?\", in dem Bruckner erwähnt wird (*).\nIm Neuen Wiener Journal Nr. 1910 erscheint auf S. 6f die Besprechung der Symphonie von César Franck, in der Franck als \"französischer Bruckner\" bezeichnet wird (**).", "Letzte Änderung": "18.02.2023 16:17"}, {"ID": 190102155, "Datum": "15.2.1901, Freitag", "Haupttext": "Das Unterhaltungsblatt des Vorwärts Nr. 33 (Beilage zum \"Vorwärts\" Berliner Volksblatt Nr. 39) bringt auf S. 2 (= S. 130) einen mit \"SZ.\" signierten Feuilleton-Artikel:\n\"                   Aus der musikalischen Woche.\n     Manchmal wird dem Kritiker bange, wenn er ein minderwertiges Können entsprechend bloßstellt. Bekommt er aber dann wieder einmal ein vollendetes Können zu hören [... über einen Liederabend von Anton van Rooy ... über ein Konzert Sarasates und über Virtuosen als Komponisten ... in Klassik und Romanik] gute Vereinbarkeit beider Gattungen von Thätigkeiten. Sie waren ja in der Mehrzahl außerordentlich tüchtige Klavierspieler, Bach außerdem ein ebensolcher Orgelspieler; ihnen schließen sich die Klaviervirtuosen Liszt und d'Albert und der Orgelvirtuose Bruckner als jedenfalls produktionskräftige Komponisten an. Von den großen Geigern ist wohl nur Spohr auch ein einigermaßen großer Komponist gewesen; [... nicht aber Paganini und Sarasate ...]. – SZ.\"", "Letzte Änderung": "13.06.2026 09:52"}, {"ID": 190202155, "Datum": "15.2.1902, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Otto Keller »Das Hohe Lied von Anton Bruckner« in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung 29, S. 51.", "Letzte Änderung": "30.03.2023 09:09"}, {"ID": 190302155, "Datum": "15.2.1903, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Max Graf »Die Neunte Symphonie Bruckners« [in Wien] in den Hamburger Nachrichten (*).\nArtikel im »Vaterland« (**).\nDie Wochenschrift für Kunst und Musik meldet, dass im Verlag Göschen eine \"Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts\" von Carl Grunsky erschienen ist, die eine große Abhandlung über Bruckner enthält (***).\nArtikel von Karl Grunsky in der Deutschen Zeitung (Berlin) Nr. 39:\r\n\"     *  Aus Wien erhalten wir folgenden Bericht: Die Uraufführung von Bruckners G=Sinfonie [sic] mit dem Tedeum als Schluß, gestaltete sich am 11. Februar zu einem ungeahnten und unerhörten Siege der Brucknerschen Kunst. Der Dirigent des Konzertvereins, Ferdinand Löwe, wurde immer von neuem gerufen, bis die erlöschenden Lichter aus [sic! gemeint \"auch\"] den Beifall auslöschten. Die Wiedergabe des Orchesters war glänzend; am Tedeum beteiligte sich der Singchor des Musikvereins und der akademische Wagnerverein. Natürlich galt der Jubel des vollen Saales nicht bloß der Art, sondern der Tatsache der Aufführung, d. h. dem Werk selbst. Löwe hatte es einem teilnehmenden Kreise am Klavier vorgespielt, frei nach der Partitur, auswendig. Da aber sonst kein Mittel der lebendigen Kenntnisnahme zu Gebote stand (die Originalpartitur auf der Hofbibliothek entscheidet an sich noch lange nicht alles!), so waren die Hörer, besonders die große Menge den unmittelbaren Eindrücken preisgegeben. Um so freudiger berührte der Triumph! Das Werk eines gealterten, leidenden Meisters konnte, wie vorauszusehen, die volle Reife haben, jedoch vielleicht der ursprünglichen Frische entbehren und Spuren sinkender Kraft zeigen. Allein selbst diejenige Presse, die der deutschen, gemütstiefen Musik keine Liebe entgegenbringen kann, vermochte kein Nachlassen der Erfindung zu entdecken. Stimmungen des Alters sind freilich im ersten und dritten Satz ausgesprochen, aber nicht in künstlerisch minderwertiger Weise. Um Bitternis und Müdigkeit, Herzweh und Todessehnsucht auszudrücken, darf der Künstler noch nicht krank und geschwächt am Geiste sein. Man denke an Bachs Kantaten mit ihrem kräftigen, dem Sentimentalen abgewandten Ausdruck der Todesgedanken. Alle Zweifel hebt bei Bruckner schon das urgewaltige Scherzo, das zwischen Allegro und Adagio steht.  Dürers apokalyptische Reiter sprengen nicht ungestümer vorbei als dieser Wirbeltanz daherbraust, der alles ohne Zögern packt und niederwirft. Wie ein Naturschauspiel, das uns beben macht, jagt das Scherzo über uns weg. Im Trio etwas Berliozmäßiges, jedenfalls keine irdische Tanzweise, sondern etwas Gespenstisches, keine inniger Adagioanklang, sondern ein äußerst geistvolles Spiel. Der erste Satz bietet trotz des kunstvollen Aufbaus (die Durchführung verschmilzt teilweise mit der Wiederholung!) dem ersten Hören genügende Anhaltspunkte. Drei große Themengruppen geben den Gedankenstoff. Ueberall wird man warm, ohne Ueberhitzung. Die Ueberlegenheit deutschen Empfindens wird im Vergleich mit der modernen russischen und französischen Sinfonieliteratur ohne weiteres klar. Wenn die Franzosen heute einen Sinfoniker wie Bruckner hätten! Das Adagio der Neunten übersteigt alle Erwartungen. Bruckner hatte Recht, es als sein schönstes anzusehen. Merkwürdig sind die öfteren Ausbrüche zerreißenden Schmerzes, die gerade im Angesicht des Todes mit überzeugender Wahrhaftigkeit wirken. Der Abschied vom Leben, die Szene eines Sterbezimmers ist kaum je ergreifender dargestellt worden als in diesem Adagio. Daß nur ein religiöser Schluß folgen kann, ist klar. Aber Bruckners kam nicht mit sich ins Reine, welche Kunstmittel anzuwenden seien. Es wird versichert, schon anfangs, als er die drei Sätze begann (1891; sie wurden 1894 fertig), habe er einen Abschluß gleich der Faustsinfonie oder gleich Beethovens Neunter im Sinn gehabt. Doch sind auch Skizzen zu einem instrumentalen Satz vorhanden; dieser hätte aber doch kaum das Finale der fünften Sinfonie überbieten können. Schließlich entwarf Bruckner eine Ueberleitung zu dem 1884 entstandenen Tedeum, das er als Schluß der Neunten empfahl. Aber auch diese Arbeit wurde durch die letzte Leidenszeit unterbrochen. Immerhin – die drei vollendeten Sätze dürften wohl zum Schönsten und Bedeutendsten zählen, das die deutsche Instrumentalmusik kennt. Löwe sollte eine große Reise mit dem Konzertverein unternehmen, – dieses Gastspiel hätte gewiß einen Sinn!          Dr. Karl Grunsky.\" (°).\nThe Inter Ocean Nr. 328 (Chicago, Illinois) kündigt auf S. 29 die Aufführung der 2. Symphonie am 20./21.2.1903 an:\r\n\"EVENTS OF WEEK IN MUSICAL CIRCLES\r\n[...]\n             Orchestra, Program.\r\n     The Chicago Orchestra's concerts, which will take place, as usual, at the Auditorium on Friday and Saturday next, will present many admired pieces, among them [... Dvorak, Franck, Liszt, Richard Wagner, Mendelssohn mit Maud MacCarthy ....].\r\n     In its detailed arrangement the program reads as follows:\r\nOverture, \"Carnival\" . . . . . . . . . . . . . .  Dvorak\r\nSymphonic poem. \"Les Eolides\" . . . . . . Franck\r\nSymphony No. 2. C minor . . . . . . . . .  Bruckner\r\n   Moderato, andante, Feierlich, etwas bewegt, scherzo, finale.\r\nConcerto for violin [... Mendelssohn, Liszt (Mephisto-Walzer), Wagner (Walkürenritt) ...].\" (°°).\nDie Meldung in The Chicago Tribune Nr. 46 auf S. 47 widmet sich überwiegend der Solistin:\r\n\"                 THE DRAMA AND MUSIC\r\n[...]\r\n\"MISS MAUD MACCARTHY, a young violinist from Australia, but who prefers to be known as the \"Irish violinist\", will be the soloist at the concerts this week by the Chicago orchestra. [... Biographisches, Abbildung ...]. The orchestral numbers will consist of Dvorak's overture, \"Carnival\"; the symphonic poem, \"Les Eolides,\" by Cæsar Franck; Bruckner's second symphony, Liszt's \"Mephisto\" waltz, and the \"Ride of the Walkyries,\" from \"Die Walkure\" of Wagner.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 23:09"}, {"ID": 190602155, "Datum": "15.2.1906, Donnerstag", "Haupttext": "Die Reichspost Nr. 36 bringt auf S. 9f ein Feuilleton über Kirchenmusik, signiert \"E. G. O.\", das sich mit Franz Xaver Witt befasst. Es habe Differenzen zwischen Witt und Johann Evangelist Habert gegeben, dagegen habe er Anerkennung durch Richard Wagner, Liszt und Bruckner erfahren:\n     \"[...] Und will man ein österreichisches Urteil aus allerletzter Zeit, so erinnern wir uns doch mit inniger Freude des Interesses, das Meister Anton Bruckner an Witt's Kompositionen nahm, die er sehr hoch schätzte und denen er, uns gegenüber, volle Anerkennung sollte. Hatte Bruckner so geringes Kunstverständis? [...]\" (*).\n\nDie Zeit Nr. 1219 kündigt auf S. 3 die Aufführung der 9. Symphonie am 15.3.1906 durch den Konzertverein an (**).", "Letzte Änderung": "15.06.2026 07:40"}, {"ID": 190802155, "Datum": "15.2.1908, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Anny v. Newald-Grasse »Neue Bruckneriana« in der Neuen Musikalischen Presse.", "Letzte Änderung": "22.11.2024 09:32"}, {"ID": 191002155, "Datum": "15.2.1910, Dienstag", "Haupttext": "The Manchester Guardian Nr. 19819 macht mit einem Inserat auf S. 1 auf das Münchner Kunst-Festival aufmerksam:\n\"Under the Patronage of His Royal Highness Prince Regent Luitpold of Bavaria. May till October.\nMUNICH, 1910.\n     Exhibition of Masterpieces of Mohammedan Art from the Time of the Caliphs to the Present. Oriental Artisans at Work. Interesting Entertainments. Daily Concerts.\n     MUSIC FESTIVAL.–Schumann Celebration. Richard Strauss Week. Beethoven-Brahms-Bruckner-Cyclus. First Performance of Gustav Mahler's Eighth Symphony. For prospectus and information apply to the Office of the Exhibition.\" (*).\n\n[Bruckner: 4. Symphonie 22.8.1910, 7. Symphonie 27.8.1910, 5. Symphonie 31.8.1910, 8. Symphonie 2.9.1910]\n\n\nAuf Seite 8 wird Bruckner nochmals erwähnt in einer Konzertbesprechung:\n\"MISS EDITH ROBINSON'S QUARTET CONCERTS.\n\n     [... über ein Klavierquintett von Donald Tovey ... fremde Einflüsse ...]. But while it is both spontaneous and intellectual, the intellectual features of the work fail to arrest interest through being \"writ too large.\" We have had something of the same experience in the works of Bruckner and Rubinstein, to take examples from composers of undoubted genius. That Mr. Tovey's music has, like theirs, an unmistakable  flavour to compensate us we were not able to find at a first hearing of his music. [... weitere Programmpunkte ...].\n                                   S. L.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191202155, "Datum": "15.2.1912, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik (signiert »r.«) zur 7. Symphonie (Aufführung in Wien) in der Neuen Freien Presse auf S. 11 (*).\nBericht, signiert \"H.\", im Deutschen Volksblatt auf S. 9 (**).", "Letzte Änderung": "26.07.2026 13:26"}, {"ID": 191402155, "Datum": "15.2.1914, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie und des »Te deum« unter Francesco Paolo Neglia in Hamburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191502155, "Datum": "15.2.1915, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Max Fiedler im 3. Konzert dieser Reihe in Berlin (*).\n\n\nEine Aufführung der 8. Symphonie in Wien [vermutlich 5.11.1914 oder 6.12.1914] kommt in einem Essay in der Westlichen Post Nr. 46 (St. Louis, Missouri) auf S. 6 zur Sprache:\n\"                  Mit Musik.\n\n        Von Felix Salten (Wien).\n     Mit Musik geht es noch eher. Worte können jetzt unbeschreiblich häßlich sein, ohnmächtig und aufdringlich zugleich; können verletzten und peinigen. Wie haben wir uns in diesen letzten Monaten oft geschämt und dagegen gebäumt, wenn von der Bühne her prahlerische Worte in die Zuhörermenge deklamiert wurden, oder gar zu wohlfeile Spottreden gegen einen Feind, den wir zwar hassen, aber doch nicht verachten. Oder wenn die Phrasen daherkamen, bewimpelt mit patriotischen Fahnen, faustdick geschminkt mit der erkünstelten Farbe heroischer Entschließung und ermattent [sic] in abgerittener Banalität. Aber mit der Musik ist es etwas anderes.\n     Ein Maler sagte mir neulich: \"Ich kann jetzt nicht arbeiten!\" Wenn er es doch einmal versucht, schlägt ihn ein Gefühl der Unwichtigkeit seines Bemühens so vollkommen nieder, daß er Palette und Pinsel fortwerfen muß. [...].\n     Viele Schriftsteller gibt es, die nicht imstande sind, die Feder anzurühren. Aber einer unserer begabtesten Komponisten erklärte mir: \"Ich schreibe eine große Symphonie.\" Und seise [sic], beinahe schamhaft, fügte er hinzu: \"Ich muß mich austoben!\"\n     Vor wenigen Tagen hörte ich nach einem Orchesterkonzert einem Generalstäbler zu. Er sprach lange und ausführlich über Anton Bruckner [sic] \"achte\" und, wie mir schien, sehr fesselnd. Er war vor wenigen Wochen aus dem Feld heimgekehrt, furchtbar verwundet, von den Aerzten aufgegeben. Er hatte allen Jammer und jeglichen Schrecken des Krieges durchgemacht. Und saß nun bei uns, den zerschossenen Leib noch von starren Verbänden gestützt, und sprach über Anton Bruckners \"achte\".\n     Ja, mit Musik geht es noch eher. Wir finden uns alle in ihr. [... über die Wirkung der Musik ...].\n     Alle denken \"daran\". Niemand vermag es, den Bann des Ungeheueren, der uns jetzt umschlossen hält, sich abzuschütteln. Weltvergessenheit – das war einmal . . . [... das andere Musikhören in Kriegszeiten ...].\n     Ein Tag aber wird kommen, an dem der Boden dröhnen wird unter dem Schritt unserer heimwärts marschierenden Armeen. [... Beethovens Neunte ...] \"O, Freude [sic], nicht diese Töne . . .\" \"(**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191702155, "Datum": "15.2.1917, Donnerstag", "Haupttext": "Der Los Angeles Record Nr. 6865 (Los Angeles Evening Post-Record) kündigt auf S. 2 das Konzert vom 16./17.2.1917 mit der 3. Symphonie an:\n\"     It is a distinct novelty and a musical offering that will prove a rare treat which is scheduled for the patrons of the Los Angeles Symphony orchestra at its forthcoming concerts, Friday afternoon and Saturday evening. [... Edwards \"The Hunter\" ... Constance Crawley ... \"piece de resistance\" ...]. The program will be notable in that it will mark the first local presentation of a symphony by Bruckner. This Symphony No. 3 in D minor promises distinct novelty. There also will be given Saint-Saen's [sic] \"Phaeton.\" \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191802155, "Datum": "15.2.1918, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung der 7. Symphonie für den 20.2.1918 im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 46 auf S. 9:\n\"                   Notizen.\n    – Bruckners VII. Sinfonie gelangt zur Aufführung in dem Konzert, das der Dirigent des Wiener Konzertvereinsorchesters, Ferdinand Löwe, am 20. Februar mit dem verstärkten Philharmonischen Orchester veranstaltet.\"", "Letzte Änderung": "27.07.2026 11:03"}, {"ID": 192402155, "Datum": "15.2.1924, Freitag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 45 kündigt auf S. 6\ndie Aufführung des fünfstimmigen Tantum ergo [WAB 42] am 17.2.1924 in Währing (*)\nund die Aufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] und eines Ave Maria [WAB 5 oder WAB 7?] am 17.2.1924 in der Augustinerkirche an (**).\n \nIn den Wiener Stimmen Nr. 39 wird auf S. 4 die Kirchenmusik für den 16.2.1924 [recte 17.2.1924?] bekanntgegeben (***)\nund im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 45 die vom 17.2.1924 (°).\n \nDie Illustrierte Kronen-Zeitung Nr. 8647 meldet auf S. 8, dass Franz Schalk wieder genesen ist und am 17.2.1924 das Bruckner-Festkonzert dirigieren wird (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192602155, "Datum": "15.2.1926, Montag", "Haupttext": "Im Konzertbericht in The Brooklyn Times (Times Union, Brooklyn) auf S. 6, signiert \"H. A. S.\", wird die gestrige Aufführung der 8. Symphonie nur kurz erwähnt (*).\n \nGenauso knapp (und irrig \"Carnegie Hall\") The Brooklyn Daily Eagle Nr. 45 auf S. 8 (**).\n \nThe Scranton Times Nr. 39 (The Times-Tribune, Scranton, Pennsylvania) bringt auf S. 20 den Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"Veteran Musician Sees Symphonic Jazz As Fad\n[...] nothing but a fad [...].\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n     [...].\" (***).\n \n\"Radio Wien\" Nr. 20 bringt auf S. 7f (= S. 775f) einen Artikel \"Robert Fuchs\" von Othmar Wetchy, in dem am Schluss ganz kurz Bruckner erwähnt wird:\n\"[...] als Schaffender zu gleicher Zeit und in derselben Stadt wie Bruckner zu wirken [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 20:24"}, {"ID": 192702155, "Datum": "15.2.1927, Dienstag", "Haupttext": "80. Geburtstag von Robert Fuchs (gestorben am 19.2.1927). In einem ihm zu Ehren veranstalteten Konzert [vielleicht 13.2.1927?] wird ihm eine Bruckner-Plakette (!) überreicht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192802155, "Datum": "15.2.1928, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Felix Maria Gatz im 4. Konzert der Bruckner-Vereinigung in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192902155, "Datum": "15.2.1929, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Max Broesike-Schoen »Auf Bruckners Spuren in St. Florian« in den Leipziger Neuesten Nachrichten (*).\n\n\nAufführung der 7. Symphonie (mit Kürzungen) durch das Chicago Symphony Orchestra unter Frederick Stock in Chicago.\nAuf dem Programm stehen außerdem das \"Concerto Accademico\" von Williams und Ravels \"Tzigane\" mit der ungarischen Geigerin Yelli d'Aranyi, einer Großnichte von Joseph Joachim, Chabriers \"Bourrée Fantasque\" und \"La Procesion dem Rocio\" von Turina. Wiederholung am 16.2.1929 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193302155, "Datum": "15.2.1933, Mittwoch", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Radiosendung im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 78 auf S. 4 (*).\n \nDie Aufführung der 9. Symphonie (Urfassung) durch das Berliner Funkorchester unter Eugen Jochum wird um 21:05 Uhr vom Berliner Rundfunk (Berlin, Stettin, Magdeburg) übertragen. Der nächste Programmpunkt (Wetter, Nachrichten, Sport) beginnt um 22:10 Uhr. Der erste Programmteil (Mozarts D-Dur-Violinkonzert mit Erica Morini) wird von 20:20 bis 20:50 Uhr gesendet. Die 15-minütige Pause wird mit \"N., Sp.\" [Nachrichten, Sport] überbrückt (**).", "Letzte Änderung": "09.08.2026 03:09"}, {"ID": 193602155, "Datum": "15.2.1936, Samstag", "Haupttext": "(Nichtöffentliche) erste japanische Aufführung der 9. Symphonie durch das Orchester der Tokyo-Musikhochschule unter Klaus Pringsheim (*)\n3000 Zuhörer besuchen das Konzert, das zudem über alle japanischen Sender übertragen wird (*a).\n\r\nBrief von Robert Haas an Max Auer:\r\n   Die Aufführung der Skizzen zum Finale der 9. Symphonie [am 1.3., vgl. den Brief vom 8.2.] müßten sie unbedingt verhindern. Schon die Klavieraufführung [1934, »nach 1934«?] sei unnötig gewesen (**).\n\r\nBrief von Wilhelm Furtwängler an Schulz-Dornburg:\r\nÜber das Bruckner-Fest in Wien, Empfehlung für Mannheim (***).", "Letzte Änderung": "05.02.2026 14:35"}, {"ID": 194002155, "Datum": "15.2.1940, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Furreg an Max Auer:\r\n     Unbekannt sei, ob auf Hans Löwe bei der Übergabe der Abschriften zur 4. und 6. Symphonie [27.1.] Druck ausgeübt wurde. Damisch präsentiere sich als Retter der Partituren; Orel unterstütze dies (*).\nAufführung der 7. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Lovro von Matacic in Berlin. Solistin des Abends ist die Sängerin Henny Wolff (**).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 11:24"}, {"ID": 194902155, "Datum": "15.2.1949, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Anton Rußegger an Max Auer: \n\n    Auer müsse sein Anliegen [Aufführung der 9. Symphonie in St. Florian] als aussichtslos betrachten. Weder der oberösterreichische Brucknerbund noch der Linzer Magistrat hielten eine weitere Vorsprache bei den kirchlichen Stellen für sinnvoll.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195102155, "Datum": "15.2.1951, Donnerstag", "Haupttext": "Uraufführung des Streichquartetts [WAB 111] durch das Köckert-Quartett beim RIAS in Berlin.", "Letzte Änderung": "31.10.2024 17:43"}, {"ID": 195202155, "Datum": "15.2.1952, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch die Staatskapelle Dresden unter Franz Konwitschny um 19 Uhr im Großen Haus der Staatstheater in Dresden.\nVor der Pause erklingt Mozarts Prager Sinfonie.\nÖffentliche Hauptprobe um 11 Uhr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195402155, "Datum": "15.2.1954, Montag", "Haupttext": "Artikel »Zu Ehren des großen Meisters. Aus der Hauptversammlung der IBG« in der Linzer Tagespost.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195902155, "Datum": "15.2.1959, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe unter Paul Hindemith in New York.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196102155, "Datum": "15.2.1961, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Günter Wich in Graz [oder in Wien?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196802155, "Datum": "15.2.1968, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre durch das Bergen Filharmoniske Orkester unter Heinz Freudenthal in Bergen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197202155, "Datum": "15.2.1972, Dienstag", "Haupttext": "Artikel »Vorbereitungen angelaufen: Bruckners 150. Geburtstag« im Linzer Tagblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198202155, "Datum": "15.2.1982, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch das Tonhalle-Orchester Zürich unter Ferdinand Leitner im Städtischen Konzertsaal in Shanghai.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199802155, "Datum": "15.2.1998, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre durch das Akademische Orchester Berlin unter Hans Hilsdorf im Berliner Konzerthaus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200902155, "Datum": "15.2.2009, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (in der 2. Fassung 1878 mit Scherzo-Coda) durch das Leipziger Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly im Concertgebouw in Amsterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 202608156, "Datum": "15.-22.8.2026, Samstag/Samstag", "Haupttext": "Brucknertage in St. Florian unter dem Motto \"Die Magie der Fassung 1877. Bruckners Dritte\".", "Letzte Änderung": "28.07.2026 06:49"}, {"ID": 202008157, "Datum": "15. - 23.8.2020, Samstag bis Sonntag", "Haupttext": "Brucknertage in St. Florian mit dem Hauptthema \"4. Symphonie\".\nAuf dem Programm neben Werken anderer Komponisten von Bruckner u. a. die \"Abendklänge\" (WAB 110), die f-Moll-Symphonie (Orgelversion von Rudolf Innig), \"Iam lucis orto sidere\" (WAB 18), Vorspiel und Fuge c-Moll (WAB 131), die 4. Symphonie (Fassung für 2 Klaviere von Walter Magnus 1914) und das Quintett (mit Rémy Ballot und Mitgliedern des Altomonte-Orchesters).\nIm Rahmen des Joseph-Mayseder-Violinwettbewerbs wird am 16.8.2020 Bruckners Orchestrierung des 1. Satzes von Beethovens \"Pathetique\" aufgeführt (*).", "Letzte Änderung": "08.02.2026 09:21"}, {"ID": 192306156, "Datum": "15.-25.6.1923, Freitag bis Montag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Michael Balling beim Musikfest in Darmstadt.", "Letzte Änderung": "28.08.2025 18:37"}, {"ID": 184903155, "Datum": "(15.3.1849, Donnerstag)", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Te deum« KV 141 in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185303155, "Datum": "(15.3.1853, Dienstag)", "Haupttext": "Vermerk \"Copirt in Linz den 15ten März 1853. F. Schimatschek\" in der Abschrift der Ersten Festmesse von Robert Führer in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403155, "Datum": "15.3.1854, Mittwoch", "Haupttext": "Bescheid des Bezirksgerichts St. Florian: \n\nLaut Protokoll vom 6.3.1854 mit Anton Bruckner betrage der Vermögensstand seines Mündels Ignaz Bruckner für 1853 48 f 30 xr. Das Sparbuch vom 25.10.1853 sei in der Depositenkasse zu hinterlegen und für Ignaz Bruckner zu verbuchen. Anton Bruckner sei zu verständigen - Unterzeichnet \"Sommer\" (?)\n\nZustellungsvermerk am 17.3.1854.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185803155, "Datum": "(15.3.1858, Montag)", "Haupttext": "In Österreich ist eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303155, "Datum": "(15.3.1863, Sonntag)", "Haupttext": "Drittes Konzert des Zappe-Quartetts im Sängerbund-Lokal.", "Letzte Änderung": "11.12.2024 08:03"}, {"ID": 186903155, "Datum": "15.3.1869, Montag", "Haupttext": "Die Evangelische Kirche Augsburger Konfession (Dorotheergasse) lehnt das Gesuch der Gesellschaft der Musikfreunde ab, die dortige Orgel für den Konservatoriums-Unterricht zu verwenden, schlägt die Orgel der Gumppendorferkirche stattdessen vor (*).\r\n[in der Folgezeit:] \"Schließlich wurde aber durch den Organisten Theodor Dirczka (1837 - 1882) dem Ansuchen entsprochen oder zumindest Bruckner das Spiel auf der Orgel der Kirche in der Dorotheergasse ermöglicht (**).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:02"}, {"ID": 187203155, "Datum": "(15.3.1872, Freitag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187303155, "Datum": "15.3.1873, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen weisen auf die morgige Kirchenmusik hin:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 433 auf S. 8:\n     \"(Kirchenmusik.) Sonntag den 16., um 11 Uhr, wird in der Hofkirche St. Augustin Capellmeister Eder eine Mozart=Messe, Graduale (Baß=Solo aus Stabat mater) von Rossini und Offertorium (Contra=Alt=Solo) von Frau Baronin Constanze Ruttenstein aufführen, wobei die Soli Herr Graf Balbi und Fräulein Tremel, k. k. Hofopernsängerin, vortragen und Hoforganist Bruckner die Orgel spielt.\" (a),\n \nDie Presse Nr. 73 auf S. 15:\n     \"[... inhaltlich mit (a) identisch ... Offertorium \"neu\" ... Balb, Tremml ...] Die Orgel spielt Hoforganist Bruckner.\" (b),\n \nFremdenblatt auf S. 7 (c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3074 auf S. 6:\n     \"[... inhaltlich identisch mit (a) ... Wilhelmine Tremel ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (d),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 73 auf S. 4:\n     \"[... inhaltlich mit (a) identisch ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (e),\n \nTagespresse Nr. 73 auf S. 6 (f).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703155, "Datum": "15.3.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Tages-Post Nr. 60 auf S. 3 über das Konzert vom 11.3.1877:\r\n»[...] Bruckners »Germanenzug«, ein groß angelegter Chor mit Soloquartett, stammt aus der Sturm- und Drang-Periode unseres Mandsmann=Componisten und verräth bereits, die in seinen später componirten Messe und Symphonien schärfer hervortretenden [sic!] neudeutsche, dramatisirende Richtung. [...] Die Chöre wurden unter Herrn Weinwurms bewährter Direktion mit überraschender Präcision gesungen. [... weitere Mitwirkende: Betty Münch, Herr Weilnböck, Konzertmeister Nowak und sein Klavierbegleiter Brava ...]«.", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:02"}, {"ID": 187803155, "Datum": "15.3.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »1« [neue Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern (siehe Anmerkung)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903155, "Datum": "15.3.1879, Samstag", "Haupttext": "Im Konzert des Akademischen Gesangvereins unter Richard Heubergers Leitung im Großen Musikvereinssaal wirkt Bruckner als Orgelimprovisator mit (»[...] 4. Orgelimprovisation ..... Prof. A. Bruckner. ...]«. Von Herbeck wird der Chor »Die hohe Jagd« (Männerchor mit Hörnerbegleitung) aufgeführt (*).\r\nAußerdem werden Werke von Schubert (»Das Dörfchen«), Gounod (»Chor der Werkleute beim Tempelbau«), Brahms (gemischte Chöre »Es geht ein Wehen«, »Von alten Liebesliedern«), Carl Maria v. Weber (»Schlummerlied«) und Engelsberg (Italienisches Liederspiel, Solisten: Rachel Büchler und die Herren A. v. Schultner, C. Mattei, K. Gindra) aufgeführt (**).\n Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen und »Orgel=Conzert, Improvisation im Akademischen.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103155, "Datum": "15.3.1881, Dienstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 73 gibt auf S. 13 das Programm des Konzerts vom 18.3.1881 bekannt: \n\n     \" - Das Programm des am 18. März im großen Musikvereinssaale unter der Leitung des Universitäts=Musikdirectors Rudolph Weinwurm und unter Mitwirkung eines Damenchors und des Professors Hellmesberger jun. und Dr. Hausleithner stattfindenden Concerts des Wiener akademischen Gesangvereins besteht aus mehreren interessanten Nummern. Unter Anderm gelangen zur Aufführung: Bruckner's \"Germanenzug\", Chor mit Soloquartett; Weinwurm's \"Der Ungenannten\", Tenorsolo mit Brummchor; [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203155, "Datum": "15.3.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts\r\nin der Deutschen Zeitung Nr. 3664 (Beilage) auf S. 5 (»morgen (Mittwoch)«) (*)\r\nund im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 74 auf S. 5 (**).\nOrgelimprovisation Bruckners beim 5. Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins unter Rudolf Weinwurms Leitung (***).\r\n   Es erklingen in der 1. Abteilung Werke von Heinrich Esser (»Der Frühling ist ein starker Held«, Chor mit Soloquartett und Klavierbegleitung), Robert Schumann (»Die Rose stand im Thau«, Ritornell), E. S. Engelsberg (»Der Kriegsgefangene«, Chor mit Sopran, Altsolo und Klavierbegleitung, Soli: Antonie Hartmann und Ilka Kohn), Max Bruch (»Wessobrunner Gebet«, Chor mit Orgelbegleitung, von Bruch selbst dirigiert (#)), D. Popper (Andante für Violoncello) und Guillaume Paque (Tarantella für Violoncello, Solist: Josef Sulzer) und zum Schluß Bruckners Improvisation;\r\n    in der 2. Abteilung wird Engelsbergs »Italienisches Liederspiel« für Soli, gemischten Chor und Klavierbegleitung aufgeführt (Soli: Frl. Antonie Hartmann, Adolph Ritter v. Schultner, Dr. Gustav Deycks und Prof. A. Marschick) (°). Als Pianist fungierte Dr. Schmetterer (#).\r\n     Einen technischen Fehler der Orgel am Schluß der Fuge (Hängenbleiben einer Taste) versuchte Bruckner durch Anfügen eines Nachspiels zu umgehen (°°). »[...] die mitwirkenden Künstler, wie Fräulein Kuhn, die Herren Prof. Bruckner, Cellist Sulzer erhielten rauschenden Beifall.« (°°°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:38"}, {"ID": 188503155, "Datum": "15.3.1885, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch:\r\nÜber den Erfolg der 7. Symphonie in München. Erwähnt die guten Kritiken in der Süddeutschen Presse und in den Münchner Neuesten Nachrichten. Nächste Aufführung im Herbst. Levi habe ihn mit Beethoven verglichen. König Ludwig II. werde verständigt. Der Intendant [Perfall] habe ihn, Bruckner, empfangen; er sei von Kaulbach gemalt und [von Hanfstaengl] photographiert worden. Levi werde wunschgemäß die 4. Symphonie [vgl. 990/277] schicken. Grüße an den Direktor [Staegemann] und Vogel. Nikisch möge die beiliegende Kritik [Porges'] an Vogel weiterleiten. Über die Walküre am 11.3.1885 (*).\nBei Paul Heyses Geburtstagsfeier spielt Levi aus der 7. Symphonie vor (**).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 4739 berichtet auf S. 7 von der Aufführung der 7. Symphonie am 10.3.1885 in München:\r\n»- Aus München, 11. d., wird uns geschrieben: „Gestern Abend kam in dem Concerte der königlichen Musik=Akademie endlich die mit so großer Spannung erwartete siebente Symphonie von Anton Bruckner aus Wien zur Aufführung. Das herrliche Werk, welches wie ein leuchtendes Meteor [sic] vor dem staunenden Auditorium emporstieg, fand eine überraschend glänzende Aufnahme von Seiten unseres sonst so zurückhaltenden Publicums. Der Componist wurde mit stürmischem Enthusiasmus wiederholt hervorgerufen und hatte sich auch in den hiesigen Künstlerkreisen der herzlichsten und ehrenvollsten Auszeichnungen zu erfreuen. Hof=Capellmeister Levy, dessen künstlerischer Thatkraft und begeisterter Interpretation dieser großartige Erfolg zu danken ist, hat ein beherzigenswerthes Beispiel allen jenen Berufenen gegeben, die, in bequemer Liebedienerei versunken, ihre Kräfte einzig der Vorführung protegirter Tagesproducte widmen und hiemit ihre Aufgabe in der Gegenwart vollständig zu erfüllen glauben. Er hat sich den wärmsten Dank des gesammten hiesigen musikalischen Publicums wie der Presse erworben, welch' letztere bereits seine, so wie die Verdienste des Componisten des großartigen Werkes einstimmig würdigte.« (***).\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Schubert, Reinhold, Beethoven, Rubinstein und Brahms (3. Sinfonie) (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603155, "Datum": "15.3.1886, Montag", "Haupttext": "Im »Vaterland« Nr. 74 wird auf S. 3 das Konzert vom 21.3.1886 (mit der 7. Symphonie) angekündigt: \n\n    » - Die Philharmoniker bringen in ihrem siebenten Abonnementsconcerte am 21.d. M. [...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703155, "Datum": "15.3.1887, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Gewerbehaus-Orchester unter Nicodé im 6. Philharmonischen Konzert in Dresden (*).\nAußerdem erklingen Werke von Sauret, Kleffel, Rubinstein und Richard Wagner (Kaisermarsch). Mitwirkende: Emile Sauret (Violine) und Aline Friedel (Mezzosopran) (*a).\n\r\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 20, bringt auf S. 325 eine Vorausschau auf das Konzert des Wiener Männergesangvereins [mit WAB 90] am 25.3.1887 [recte 27.3.1887]:\r\n      »[...] Das zweite Concert des Wiener Männergesangvereins findet am 25. d. M. Mittags im grossen Musikvereinssaale mit folgendem Programm statt: Bruckner: \"Um Mitternacht\" (neu); [...]« (**).", "Letzte Änderung": "29.12.2023 14:39"}, {"ID": 188803155, "Datum": "15.3.1888, Donnerstag", "Haupttext": "The New York Times Nr. 11401 gibt auf S. 4 in der 7. Spalte 11401 eine Ergänzung zum Konzert am 16.3.1888 [mit der 4. Symphonie] bekannt:\n\"                     MUSICAL NOTES.\r\n[...]\r\n     Herr Seidl will play the Siegfried funeral march from \"Die Götterdämmerung\" at his symphony concert at Chickering Hall to-morrow evening, in memory of Emperor William.\" (*)\n \nund teilt das komplette Programm in einem Inserat auf Seite 7 in der 7. Spalte mit: \"CHICKERING HALL, FRIDAY, MARCH 16.\r\n                                 SECOND\n                       SEIDL CONCERT.\r\n                             PROGRAMME:\r\n1. E flat major concerto  . . . . . . . . .    Beethoven\r\n          Mr. William H. Sherwood and Orchestra.\r\n2. Romantic Symphony, No. 4 . . . .  . Anton Bruckner\r\n                (First time in America.)\r\n3. \"Tannhauser\" excerpts . . . . . . . . .   Richard Wagner\r\n          [...].\r\n4. Funeral march from \"Götterdämmerung\" . Wagner\r\n     (Performed in memory of the Emperor William.)\r\nGeneral Manager  . . . . .  Mr. F. A. Schwab\r\n     Admission, $1. Seats, 50c. and $1 extra, at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union-square.\" (*a).\n \nDas endgültige Programm wird auch in einem Inserat in The Sun Nr. 197 auf S. 6 in der 4. Spalte bekannt gegeben:\r\n\"CHICKERING HALL, FRIDAY, MARCH 16.\r\n                                 SECOND\n                       SEIDL CONCERT.\r\n                             PROGRAMME:\r\n1. E flat major concerto  . . . . . . . . .    Beethoven\r\n          Mr. William H. Sherwood and orchestra.\r\n2. Romantic Symphony, No. 4 . . . .  . Anton Bruckner\r\n                (First time in America)\r\n3. \"Tannhauser\" excerpts . . . . . . . . .   Richard Wagner\r\n          [...].\r\n4. Funeral march from \"Gotterdammerung\" . . .  Wagner\r\n     (Performed in memory of the Emperor William.)\r\nGeneral Manager  . . . . .  Mr. F. A. SCHWAB\r\n     Admission $1, seats 50c. and $1 extra, at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union square.\" (**)\n \nund in der New York Tribune Nr. 15096 auf S. 7 in der 6. Spalte:\n\"CHICKERING HALL.       Friday, March 16.\r\n                                 SECOND\n                          SEIDL CONCERT.\r\n                             PROGRAMME:\r\n1. E flat major Concerto  . . . . . . . . .    Beethoven\r\n          Mr. William H. Sherwood and Orchestra.\r\n2. Romantic Symphony, No. 4 . . . .  . Anton Bruckner\r\n                (First time in America.)\r\n3. \"Tannhauser\" excerpts . . . . . . . . .   Richard Wagner\r\n          [...].\r\n4. Funeral March from \"Gotterdammerung\".. Wagner\r\n     (Performed in memory of the Emperor William.)\r\nGeneral Manager  . . . . .  Mr. F. A. Schwab\r\n     Admission, $1. Seats 50c. and $1 extra, at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union Square.\" (***).", "Letzte Änderung": "20.04.2026 03:01"}, {"ID": 188903155, "Datum": "15.3.1889, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Julius Schneider, den Vater von Richard Schneider [vgl. die Anmerkung zum 14.3.1889]:\n\"     Euer Hochwolgeboren!\nIn den schönen Tagen des Glückes habe ich mich stets auch herzlich mit Ihnen gefreut. Nun aber ein so namenloses Unglück hereingebrochen ist, will ich auch mit Hochdemselben weinen! Und wer wird das nicht, der den nunmehr theuersten Verklärten gekannt hat!\n[2. Seite:]\nWollen Hochderselbe gnädigst von meinen höchst schmerzlichen Gefühlen Notiz nehmen!\nGott gebe Euer Hochwohlgeboren und der gnädigen Frau Gemalin Kraft und Stärke! – dem allseitig Beweinten aber wolle der Ewige jetzt ein eben so liebreicher Vater sein, wie es stets der irdische Vater war!\n   Wien, 15. März\n           1889.                        Anton Bruckner.\"\n[Auf der ersten Seite links oben eine Notiz \"17/3\", vermutlich ein Eingangsvermerk.]", "Letzte Änderung": "06.07.2023 05:53"}, {"ID": 189003155, "Datum": "15.3.1890, Samstag", "Haupttext": "Im Pester Lloyd Nr. 73 erscheint in der 1. Beilage [S. 5f] eine Besprechung der f-Moll-Messe (Teilaufführung am 5.3.1890) von Theodor Helm.\r\n          \"Wiener Musikbrief.\r\n     Am letzten Sonntag ist nach sechsjähriger Pause wieder Berlioz' \"Requiem\" an uns vorübergerauscht, und zwar diesmal nahezu in seiner orchestralen Urgestalt mit 30 bis 40 Posaunen, Trompeten und Hörnern, 16 Kesselpauken und wie die kolossale Instrumentation weiter lautet. [... über dieses und weitere Konzerte ...]\r\n     Fast gleichzeitig hat der Wiener Akademische Wagner=Verein, dessen ruhig besonnener Vorstand sich schon im Oktober vorigen Jahres durch eine eigens zu diesem Zwecke einberufene Generalversammlung von seinen fanatischen antisemitischen Elementen zu befreien wußte, einen erneuten Beweis seiner künstlerischen Lebensfähigkeit gegeben. Er führte nämlich unter Herrn J. Schalk's Leitung - nach vielen sorgfältigen Proben - an seinem letzten internen Musikabend das Kyrie und Gloria aus Anton Bruckners großer F-moll-Messe so trefflich auf, daß die Wirkung trotz des fehlenden Orchesters, welches durch Klavier und vom Konservatorium beigestellte Trompeten und Posaunen nur nothdürftig ersetzt wurde, eine gewaltige war. Bei der höchst imposanten, mit jedem Themen-Einsatze gleichsam neue Feuermassen der Begeisterung entzündenden Schlußfuge des Gloria kam es uns wieder so recht zum Bewußtsein, um wie viel zu wenig anerkannt eigentlich unser genialer Bruckner heute noch sei, obgleich er im nächsten September bereits sein 66. Jahr erreicht. Wer schreibt denn in der Gegenwart noch solche Meßsätze, wie die neulich gehörten? Nur Beethoven's große Messe in D (Bruckner's Hauptvorbild), die Bach'sche in H-moll, dann etwa noch die Graner Messe von Liszt bieten diesfalls Vergleichungspunkte. Einen besonderen Reiz erhielt der besagte Abend des Wagner-Vereins noch dadurch, daß an demselben Frau Rosa Papier zum ersten Male vollständig des früh geschiedenen Peter Cornelius' Liedercyklus \"Trauer und Trost\" vortrug.\r\n     [... über weitere Konzerte, Opernaufführungen und Liszts \"Heilige Elisabeth\" ...] Die letzte - siebente oder achte - Wiederholung der dramatischen Legende fand am vergangenen Dienstag zu Ehren der Frau Cosima Wagner statt, welche von der Wirkung dieser vielleicht populärsten Schöpfung ihres Vaters und besonders von der poetischen Leistung des Frl. v. Ehrenstein in der Titelrolle tief ergriffen war. Auch über die letzte Wiener \"Rheingold\"-Vorstellung, in erster Linie van Dyck's Loge, sprach sich Frau Cosima sehr günstig aus.\r\n                    Dr. Theodor Helm.\"", "Letzte Änderung": "25.09.2024 14:50"}, {"ID": 189103155, "Datum": "15.3.1891, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nIn einer Kritik der Ostdeutschen Rundschau Nr. 11, S. 6, über das Konzert vom 8.3.1891 wird Haydn mit Bruckner verglichen:\r\n     \"Concerte | Viertes Gesellschaftsconcert\r\n[...] Wagner sagte, dass das Publikum] ruhig Tonstücke verschiedenster Perioden in der Entwicklung der Musik nacheinander anhöre. In der That muß eine Haydn'sche Symphonie nach einer Bruckner'schen ganz armselig klingen und doch ist ein für alle Zeiten bleibender Werth in jeder Symphonie von Haydn enthalten. [...] Wagner, Liszt und Bruckner stehen immer erst gegen Schluß auf der Vortragsordnung, das ist eine alte Gepflogenheit in diesen Concerten. [...]\" (**).\n(I. (III.) Interner Abend des Wagner-Vereins mit Werken von Schubert, Mozart, Palestrina, Liszt, Weber und Hugo Wolf. Mitwirkende: Frl. v. Ehrenstein, Frl. Benseler, Frau Parger, Herr Parger, Ferdinand Jäger, Franz Schaumann, als Streichtrio Kreuzinger, Stecher und Kretschmann und als Pianist Ferdinand Foll (***)).\nAnkündigung der 3. Symphonie in London [29.6.1891] in The Observer Nr. 5208 auf S. 7 in der 3. Spalte:\r\n\"                       MUSIC.\r\n           RICHTER CONCERTS.\r\n     Mr. Vert has furnished us with an advance copy of the arrangements made for the nineteenth [sic] series of the Richter Concerts, which include several important additions to the Richter repertory. Amongst these will be found Bach's \"Concerto for Strings,\" Bruckner's Synphony, No. 3, in D minor (first time in England), the overture to the opera, by P. Cornelius, Der Barbier von Bagdad [... weitere Werke ...].\r\n     It must be admitted that this is one of the best, in fact the very best programme ever propared for a Richter concert season.For several years hackneyed works were repeated again and again, and novelties, or important additions to the Richter repertory, were scantily provided. [... Verdienst von Herrn Vert, erhöhter Aufwand (100 Mitwirkende) ... anfangs, vor 12 Jahren, nur Beethoven und Wagner vorgesehen ...]\r\n     [... 1. Konzert am 25.5.1891 ...]. The prince od conductors, Richter, will be enthusiastically welcomed by all lovers of high art.\" (°).\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mozart und Berlioz (Symphonie Phantastique) und der Ouvertüre zu Smetanas »Verkaufter Braut« (°°)).", "Letzte Änderung": "01.05.2023 16:53"}, {"ID": 189203155, "Datum": "15.3.1892, Dienstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 9898 meldet auf S. 5, daß auch Bruckner an dem Album \"Wiener Meister\" des Verlegers Weinberger mitwirke [mit dem \"Vexilla regis\"]:\r\n\"     [Internationale Ausstellung für Musik= und Theaterwesen.]  In Folge einer Anregung des Wiener Musikverlegers Joseph Weinberger hat die Ausstellungs=Commission die Herausgabe eines „Albums der Wiener Meister” beschlossen und Herrn Weinberger mit der Durchführung dieser Angelegenheit betraut. Da der ungeschmälerte Reinertrag dieses Albums direct den humanitären Zwecken der Ausstellung zufallen wird, haben die zur Betheiligung an dieser Publication eingeladenen Wiener Componisten mit der größten Bereitwilligkeit ihre Mitwirkung zugesagt, so daß das Album, welches Compositionen von Brahms, Bruckner, Brüll, Robert Fuchs, Goldmark, Grädener, Heuberger, Reinhold, Julius Zellner, ferner von Millöcker, Johann Strauß, Suppé, Zeller und Ziehrer enthalten wird, ebenso ein Bild des musikalischen Schaffens in Wien, als auch eine werthvolle Erinnerung an die Ausstellung bieten wird.\" (*).\nEin Inserat auf S. 14 informiert über neu erschienene Musikalien, darunter die 8. Symphonie:\r\n   \"[... Dvorak-Suite ...]\r\n   Soeben erschienen:\nAnton Bruckner, 8. Sinfonie.\r\n   Partitur fl. 18.-, 4hdg. Clavierauszug fl. 6.-\r\n[... Brahms ...] \n   Carl Haslinger qdm. Tobias, Tuchlauben 11.\" (**).\n \nAuf die Neuerscheinung macht auch \"Die Presse\" Nr. 75 auf S. 10 aufmerksam:\n\"     [Internationale Musik= und Theater=Ausstellung.] Ueber Anregung des Wiener Musikverlegers Josef Weinberger hat die Ausstellungs=Commission die Herausgabe eines „Albums der Wiener Meister” beschlossen und Herrn Weinberger mit der Durchführung dieser Angelegenheit betraut. Da der ungeschmälerte Reinertrag dieses Albums direct den humanitären Zwecken der Ausstellung zufallen wird, haben die zur Betheiligung an dieser Publication eingeladenen Wiener Componisten mit der größten Bereitwilligkeit ihre Mitwirkung zugesagt, so daß das Album, welches Compositionen von Brahms, Bruckner, Brüll, Robert Fuchs, Goldmark, Grädener, Heuberger, Reinhold, Julius Zellner, ferner von Millöcker, Johann Strauß, Suppé, Zeller und Ziehrer enthalten wird, ebenso ein Bild des musikalischen Schaffens in Wien, als auch eine werthvolle Erinnerung an die Ausstellung bieten wird.\" (***).\n \nDerselbe Text dient auch dem Deutschen Volksblatt Nr. 1148 auf S. 4 zur Ankündigung:\r\n\"    Internationale Musik= und Theater=Ausstellung. Ueber Anregung des Wiener Musikverlegers Josef Weinberger [...] bieten wird.\" (°),\n \nder Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 7 auf S. 163:\n\"     Auf Anregung des Wiener Musikverlegers Josef Weinberger hat die Ausstellungskommission [...] bieten wird. — [... über die Musikprojekte bei der Ausstellung ...] — Das Musikkomité hat sich u. a. an nachfolgende Komponisten und Meisterdirigenten gewandt, um sie für die Zwecke der Ausstellung zu gewinnen: Brahms, Bruch, Bruckner, Bülow, Cowen, Dvorak, [....] Sullivan, Tschaikowski und Verdi. Der größte Theil der hier genannten Meister hat bereits in liebenswürdigster Weise zugesagt, je ein Konzert in der Musikhalle zu dirigiren. [...]\" (°°),\n \ndem Prager Abendblatt Nr. 61 auf S. 5:\r\n\"     * Internazionale Ausstellung für Musik= und Theaterwesen in Wien. Ueber Anregung des Wiener Musikverlegers Josef Weinberger hat die Ausstellungs=Kommission die Herausgabe eines „Albums der Wiener Meister” beschlossen und Herrn Weinberger mit der Durchführung dieser Angelegenheit betraut. [...] bieten wird.\" (°°°),\n \ndem \"Vaterland\" Nr. 75 auf S. 4:\n\"     * [Internationale Musik= und Theaterausstellung.] Ueber Anregung des Wiener Musikverlegers Joseph Weinberger hat die Ausstellungs Commission die Herausgabe eines „Albums der Wiener Meister” beschlossen und Herrn Weinberger mit der Durchführung dieser Angelegenheit betraut. [...] bieten wird.\" (#)\n \nund der Wiener Zeitung Nr. 61 auf S. 6:\n\"     (Internationale Musik= und Theater=Ausstellung.)  Ueber Anregung des Wiener Musikverlegers Joseph Weinberger hat die Ausstellungs=Commission die Herausgabe eines „Albums der Wiener Meister” zu wohlthätigem Zwecke beschlossen und Herrn Weinberger mit der Durchführung dieser Angelegenheit betraut. Das Album wird Compositionen von Brahms, Bruckner, Brüll, Robert Fuchs, Goldmark, Grädener, Heuberger, Reinhold, Julius Zellner, Millöcker, Johann Strauß, Suppé, Zeller und Ziehrer enthalten.\" (##).\n \nDie Fliegenden Blätter für katholische Kirchenmusik Nr. 3 bringen auf S. 26 einen Bericht mit Eindrücken von der Versammlung des Cäcilien-Vereins [\"Ave Maria\" [WAB 6] am 26.8.1891]:\n\"                             Aus Ungarn.\r\n     K., Diözese Steinamanger im Januar 1892. – Als eine von denjenigen Personen [...]\r\n     Was nun den Gesamt-Eindruck auf uns Ungarn betrifft [... wunderschön ...]. Allerdings wurden die schon von den Flieg. Blättern gerügten Verfehlungen und Auslassungen auch fast von jedem bemerkt und teilweise noch mehr. [... Choralamt [26.8.1891] von schwacher Wirkung ...] Was das Gloria et honore von Preyer und Ave Maria von Bruckner betrifft, so waren wir durchwegs der Ansicht, dass diese Kompositionen deshalb aufgeführt wurden, um den himmelweiten Unterschied zwischen echter und verkehrter Kirchenmusik zu demonstrieren, was auch vollkommen gelungen ist. Das zu lange und manirirte Orgelspiel gefiel auch uns nicht, besonders da man nicht wusste, was gespielt wurde.\n     [... über die Entwicklung in der Heimatdiözese und anderen Landesteilen ... Signatur auf S. 27:]\n                                    E. J., Pfarrer in K . . . . \" (###). [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:45"}, {"ID": 189303155, "Datum": "15.3.1893, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Ida Buhz an Bruckner:\r\n    Sorgt sich um seine Gesundheit. Vielleicht könne sie doch einmal in Bruckners Gesellschaft seine Werke bewundern (*).\nAnkündigung der f-Moll-Messe im Fremdenblatt Nr. 74 auf S. 7:\r\n„     – Heute Mittwoch beginnt der allgemeine Kartenverkauf zu der am 23. März, Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale stattfindenden Aufführung von Anton Bruckner's großen [sic] Messe in F-moll, und zwar in der k. u. k. Hofmusikalienhandlung Gutmann, ferner in den Musikalienhandlungen Haslinger und Rättig.“(**).\n»Die Presse« Nr. 74 weist im Abendblatt auf S. 3 darauf hin, daß der Kartenvorverkauf für die Aufführung der f-Moll-Messe [am 23.3.1893] beginne:\r\n\"    [...] – Heute beginnt der allgemeine Kartenverkauf zu der am 23. d., Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale stattfindenden Aufführung von Anton Bruckner's großer Messe in F-moll, und zwar in der Hof=Musikalienhandlung Gutmann, ferner in den Musikalienhandlungen Haslinger und Rättig.\" (***).\nDasselbe meldet auch das Deutsche Volksblatt Nr. 1509 auf S. 7:\r\n\"      – Heute Mittwoch beginnt der allgemeine Kartenverkauf zu der am 23. d. M., Abends halb 8 Uhr, im großen Musikvereinssaale stattfindenden Aufführung von Anton Bruckner's großer Messe in F-moll, und zwar in der k. und k. Hofmusikalienhandlung Gutmann, ferner in den Musikalienhandlungen Haslinger und Rättig.\" (°).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 6 bringt auf S. 68f eine mit »-d-r.« signierte Kritik zum Konzert am 5.3.1893 (mit Schumanns »Paradies und Peri«). Dieses Werk sei trotz »aller Berlioz-, Wagner- und Liszt-Bewegung, trotz Brahms und Bruckner« nicht antiquitiert:\r\n\"             Viertes Gesellschafts-Concert.\r\n     Die am Sonntag, den 5. März, stattgehabte Aufführung von R. Schumann's \"Paradies und Peri\" hat etwas schwächeren Eindruck gemacht, als bei früheren Anlässen. Von sehr beachtenswerthen Seiten fiel, wenn auch mit leiser Stimme ausgesprochen, das Wort: \"antiquirt\". Wir sind nicht dieser Ansicht. [...] ist es doch unwahrscheinlich, daß ein Werk [...], das trotz aller Berlioz=, Wagner= und Liszt=Begeisterung, trotz Brahms und Bruckner, bis vor fünf Jahren frisch und wirksam geblieben ist, gerade in diesem halben Decennium so sehr gealtert sein sollte? [... italienischer Modegeschmack ...] andererseits die recht nüchterne Wiedergabe unter Herrn W. Gericke's Leitung schuld. Schwunglosigkeit ist die Devise dieses tüchtigen, taktfesten Kapellmeisters. [...] –d–r.\" (°°).\nDie Fliegenden Blätter für katholische Kirchenmusik Nr. 3 teilen auf S. 26f mit:\r\n\"                       Vereinsnachrichten.\r\n[...]\r\n     11. Bericht über die Aufführungen im Maria-Empfängnis-Dome zu Linz pro 1892. Asperges und Vidi aquam von Witt, Habert, Bruckner Anton, Gruber Felix, Töpfl; [... bei den anderen Anlässen keine Nennung Bruckners ...]. Der Sängerchor bestand gewöhnlich aus 8 Knaben- und 6 Männerstimmen. Die Orgel spielte abwechselnd ein Priester, oder ein Alumnus, oder ein Studiosus. Von jetzt an besorgen den Knabengesang: 12 Knaben des kathol. Waisenhausinstitutes; den Männergesang – nebst einigen Laien – mehrere bischöfl. Alumnen.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "14.01.2025 20:33"}, {"ID": 189403155, "Datum": "15.3.1894, Donnerstag", "Haupttext": "Die »Lyra« meldet auf S. 4, daß die Wiener Universität beim Unterrichtsminister eine Subvention für Bruckner beantragt habe [vgl. 24.2.1894] (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 6 schreibt über das Konzert [am 11.3.1894]:\r\n\"         Aus Wiener Concertsälen.\r\n[...] Das bedeutendste Ereigniß der letzten Woche war das [...] letzte philharmonische Concert. An Stelle der erhofften Brucknersymphonie [2. Symphonie] brachte dasselbe eine Novität von Goldmark [...]\" (**).\n     Auf S. 46 erscheint ein diesen Programmwechsel betreffenden Artikel von Hans Richter:\r\n\"           Opern- und Concertnachrichten.\r\n     – Ueber die Gründe der auch von uns beklagten Zurückstellung der 2. Symphonie von Anton Bruckner seitens der Wiener Philharmoniker gibt Hans Richter folgende interessante Aufklärungen:\r\n     Die Symphonie wurde von vorneherein [...] für die zweite Hälfte der Concerte in Aussicht genommen und zwar zunächst für den 14. Jänner. Anfang des Monats [siehe 3.1.1894] erhielt ich von Dr. Bruckner ein Schreiben, in welchem er \"fußfällig\" um Verlegung der Aufführung auf die Fastenzeit bittet und dieses Ersuchen mit der Motivirung unterstützt, daß diese Hinausschiebung viel zu seiner Genesung beitragen könne\". Einem so dringend vorgebrachten Wunsche des Componisten musste selbstredend Folge geleistet werden. Zur Aufführung verblieben uns demnach nur mehr die beiden Concerte vom 25. Februar und 11. März. Unsere Absicht, den ersten Termin zu wählen, wurde durch die Collision mit den täglichen Orchesterproben zu Smetans's \"Kuß\" vereitelt. Im letzten Concert, welches traditionell mit einer Beethoven'schen Symphonie schließt, wäre die Einschiebung einer so umfangreichen Novität unthunlich gewesen. [...]\" (***).\nKarl Schrauf, der Archivar der Wiener Universität notiert: \"Das Widmungsexemplar [der 1. Symphonie] wurde im Archivschrank III deponiert. 15.3.1894\" (°).", "Letzte Änderung": "21.11.2025 09:02"}, {"ID": 189503155, "Datum": "15.3.1895, Freitag", "Haupttext": "Artikel über die Grazer Aufführung der 3. Symphonie [am 10.2.1895] in der Zeitschrift \"Lyra\" XVIII, Nr. 12 (479) auf S. 140 [= S. 4]:\r\n\"    Grazer Concert= und Theaterleben.\r\n      [... über einen Quartettabend, das 1. Musikvereinskonzert und weitere Konzerte ...] – Im 3. Musikvereinsconcerte wurde Beethovens Leonoren-Ouverture Nr. 1, die von Director Degner wirkungsvoll gespielte Passacaglia in C-moll von J. S. Bach [und] - als Hauptnummer - die 3. Symphonie von Bruckner (in D-moll) aufgeführt. Mag man auch nicht zu den begeisterten Anhängern der Bruckner'schen Tonmuse zählen, und mag es auch dahingestellt bleiben, ob und wieweit die Themen Bruckners seelischen Inhalt und urwüchsige Natürlichkeit besitzen, so ist doch zweifellos jede Symphonie von Bruckner (wenigstens jede der mir bekannten) schon hinsichtlich der Instrumentation und Contrapunkt ein hochinteressantes, bedeutendes Kunstwerk, welchem die größte Achtung nicht versagt werden kann. Nur eines möchte ich als einen entschiedenen Fehler der Bruckner'schen Symphonie bezeichnen, das ist der dem Erzielen einer wachsenden Steigerung hinderliche Mangel an Oekonomie im Gebrauche der orchestralen Mittel. Dies gilt insbesondere auch von Bruckners dritter Symphonie, welche in Form und Charakter ein dramatisches Gepräge zeigt und bei der hiesigen Aufführung mit großem Beifall aufgenommen wurde. \r\n                          (Schluß folgt.)\"\r\ndie Fortsetzung am 15.4.1895 ist unterzeichnet mit \"Dr. Grosse\"] (*).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 6 schreibt auf S. 82:\r\n\"Das goldene Jubelfest der Liedertafel „Frohsinn\" in Linz.\r\n     In voller Jugendkraft und im Besitze der Sympathien der hiesigen Bevölkerung ist der älteste Gesangverein Oberösterreichs nunmehr eingetreten in die Reihen jener Gesangvereine, welche fest und treu zur Fahne des deutschen Liedes stehend, die Feier ihres 50jährigen Bestehens begehen konnten. Bevor wir an die Schilderung der Festtage schreiten, sei es uns gestaltet, die Wirksamkeit der Liedertafel „Frohsinn\" in den fünfzig Jahren ihres Bestandes einer kurzen Besprechung zu unterziehen. Dieselbe wurde am 17. März 1845 gegründet. [...] An jedem geschichtlichen Gedenk= und Ehrentage unserer Stadt sowie des ganzen Landes, bei den großen Gesangsfesten in Passau, Krems, Nürnberg, Wien u. s. w., bei Veranstaltungen oder Mitwirkung zu Ehren hervorragender Dichter und Componisten ertönten ihre Liede und mit Recht kann man sie als die Bahnbrecherin des künstlerischen Chorgesanges in Oberösterreich bezeichnen, führte sie ja zum Theile unter der Leitung berühmter Männer, die ihre Chormeister waren, wie Storch, Bruckner u. s. w. die schwierigsten Werke unserer alten und neueren Meister auf. Eine besondere Specialität der Liedertafel bildeten die großen Faschingsfeste; sie galten vielen Vereinen, nicht blos in Oberösterreich, zum Vorbilde. [...]\" (**).\nVon diesem Jubiläum berichtet auch das Salzburger Volksblatt Nr. 62 auf S. 3. Die Enthüllung der Bruckner-Gedenktafel in Ansfelden sei für den 21.4.1895 vorgesehen:\r\n\"     (Jubiläum der Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz) Dieser in Oesterreich und über dessen Grenzen hinaus anerkannte und hochgeschätzte Gesangsverein feiert in wenigen Tagen das Fest seines 50jährigen Bestandes. [... 16./17.3.1895 ...] Jedoch findet auch eine Nachfeier statt und schließt das Programm der Festlichkeiten am 21. April mit Enthüllung der Gedenktafel für Dr. Anton Bruckner in dessen Geburtsorte Ansfelden bei Linz. [.... zur Vereinsgeschichte ...].\" (***).\nDas Neuigkeits-Weltblatt Nr. 62 schreibt auf S. 12 über die Aufführung der 4. Symphonie am 9.3.1895:\r\n\"     Anton Bruckner's romantische Symphonie (Nr. 4, Es-dur) errang am 9. d. M. in Berlin bei ihrer erstmaligen Aufführung durch die königliche Kapelle einen außerordentlichen Erfolg. Dr. Bruckner wurde mittelst Drathnachticht [sic] von der begeisterten Aufnahme seines Werkes verständigt.\" (°).\nDie \"Caecilia\" Nr. 8 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 77 (= S. 7) von einem Chorkonzert in Utrecht [vermutlich mit dem \"Ave Maria\" [WAB 6], am 28.2.1895]:\r\n\"                 UTRECHT.\r\n     Concerten.\r\n[...]\r\n    De Nederlandsche Toonkunstenaars-Vereeniging had voor hare tweede uitvoering alhier het a cappella-koor uit Amsterdam, onder leiding van den heer Ant. Averkamp, uitgenoodigd, met welke keuze zij blijkbaar den leden en velen anderen een groot genot heeft geschonken. De koorklank dezer keurbande is steeds zoo schoon, dat men niet moede wordt zich daarin te verlustigen. Was in het eerste deel, behalve Sweelinck, alleen Palestrina aan 't woord, in het tweede kregen daarentegen verschillende grootmeesters eene beurt, waarvan bovenal Bruckner en Lasso door buitengewoon gelukkige uitvoering een bizonderen indruk maakten. Met voldoening kan de heer Averkamp ook op deze uitvoering terugzien. Hij en zijn koor hebben ons wederom oogenblikken van 't reinste genot geschonken, waarnaar wij met verlangen weer uitzien, zoodat wij met de vele aanwezigen hem gaarne een tot spoedig wederzien toeroepen.\" [keine Signatur] (°°).", "Letzte Änderung": "18.12.2023 18:04"}, {"ID": 189603155, "Datum": "15.3.1896, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 6 berichtet auf S. 77 von einem Kostümfest des Oedenburger Musikvereins am 17.2.1896, signiert \"V. B\":\r\n\"     Oedenburg. Das rege gesellschaftliche Leben, das hier in der Carnevalszeit zu pulsiren pflegt, hat, nachdem auch der hiesige M.=G.=V. „Liederkranz\" seine äußerst gelungene italienische Nacht mit großem Beifall absolvirte, mit dem am 17. Februar in den prachtvollen Casino=Sälen arrangirten Costümfeste seinen Culminationspunkt erreicht  Der Initiator dieses wohlgelungenen Festes war der hiesige Musikverein, der gesellschaftlich und musikalisch zu den vornehmsten Vereinen unserer lieben, geselligen Stadt Oedenburg zählt. Der Oedenburger Musikverein besteht seit 1829 und ist der älteste Gesangverein Ungarns. Die derzeitige Vereinsleitung besteht aus den ersten Bürgern der Stadt, als Präses fungirt der ebenso joviale als feinsinnige Professor Dr. Ignaz Wallner, und das artistische Commando führt schon seit zehn Jahren Herr Dr. Eugen Kossow=Gerronay, nebstbei bemerkt, ein Schüler unseres trefflichen Altmeisters Bruckner. Der treffliche Chormeister führt seine wohldisciplinirte Sängerschaar von Sieg zu Sieg und es ist ein specielles Verdienst des Musikvereines, sich ungeachtet der gefährlichen Nähe Wiens musikalisch so hervorragend zu behaupten. Das Costümfest, in allen Theilen wohl gelungen, hat dem Verein weniger Gelegenheit geboten, seine künstlerische Eigenart zur Geltung zu bringen, da seine Domäne die ernste, classische Richtung ist [...]    V. B\" (*).\nIn einer Kritik Theodor Helms in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung VIII, Nr. 17 auf S. 2 über die g-Moll-Symphonie von Carl Reinecke wird auch Bruckner erwähnt:\r\n\"                        Wiener Concerte.\r\n     Hr. Alfred Grünfeld hatte in seinem am 20. v. Mts. im grossen Musikvereinssaale gegebenen Concerte einen besonders glücklichen Abend zu verzeichnen. [... über dieses und andere Konzerte ... Text zu Haydns \"Nelson\"-Messe fast identisch mit dem vom 25.2.1896:] die ganze textliche Auffassung, selbst an den geheimnissvollsten Stellen, zum Beispiel dem \"Incarnatus\", wo uns spätere Tondichter, besonders Beethoven, Bruckner und Liszt, in's tiefste Innere musikalischer Mystik führen. [... weitere Konzerte ...]\r\n     [... 4. Gesellschaftskonzert mit Reinecke: Höflichkeitserfolg dank der Wiener Liebenswürdigkeit ...] Schrieben wir heute aber 1840, dann könnte eine Symphonie von der Art des Reinecke'schen op. 227 allenfalls interessiren; da aber die Jahreszahl seither um 56 vorgerückt und wir uns mitten in der Aera Brahms-Bruckner befinden, hat sich gewiss der grösste Theil der Zuhörer herzlich gelangweilt. [...]\r\n                                    Theodor Helm.\" (**).\nDie Aufführung von \"Helgoland\" [am 9.3.1896] wird erwähnt im Feuilleton des Deutschen Volksblatts Nr. 2586 auf S. 3:\r\n\"                      Berliner Premièren.\r\n                                    IV.\r\n(Judenpremièren, Baumeister in Berlin, Bruckner's \"Helgoland,\")\r\n     Wenn es noch eines Beweises für den verhängnisvollen, den guten Geschmack grausam hinschlachtenden, Frivolität und Gemeinheit züchtenden Einfluß des Judenthums auf unsere Theaterverhältisse bedurft hätte, die letzten Tage hätten ihn gebracht. [... ausführlichst (und antisemitisch gefärbt) über drei Schauspiel-Premièren ...]\r\n     [... Oper ...]\r\n     Doch genug des Tadels für heute. Wenden wir uns lieber zwei Vorkommnissen auf dem Gebiete der Kunst zu, die erfreuliche Erinnerungen in uns wecken. Das eine ist das Gastspiel Bernhard Baumeister's am hiesigen \"Neuen Theater\", das andere die Aufführung von Bruckner's \"Helgoland\" im gestern veranstalteten Concerte der Berliner Liedertafel. Die beiden Veteranen deutscher Kunst errangen hier große Triumphe. [... Baumeisters Theater-Erfolge (Lob sogar vom judenfreundlichen \"Kleinen Journal\", Kritikzitat) ...].\r\n     Wie schwer mag dem betreffenden Journalisten dieses Anerkenntnis der überlegenen Bedeutung Baumeister's geworden sein.\r\n    Daß auch Bruckner's \"Helgoland\" von der \"Berliner Liedertafel\", deren tüchtige Schulung die Wiener ja gelegentlich ihres Besuches in Wien [ab 22.4.1892] kennen und schätzen lernten, begeisterten Beifall erntete, ist wohl bei der Vortrefflichkeit des Werkes selbstverständlich. So findet die deutsche Kunst trotz der Verjudung unserer Stadt noch immer Verständnis. Mögen Bruckner's und Baumeister's Erfolge zusammen mit den Niederlagen jüdischer Scribifaxe den Anbruch jener Zeit beschleunigen helfen, die uns in dem Satze geweißsagt [sic] ist: \"Es wird am deutschen Wesen einst noch die Welt genesen.\"\r\n                                                         Hans Puchstein.\" (***).\n\"Die Lyra\" Nr. 12 (503) berichtet auf S. 6 (134) von den Vorbereitungen zum Stuttgarter Sängerfest [\"Germanenzug\" am 3.8.1896]:\r\n\"                 Niederösterreichischer Sängerbund.\r\n                                   (Bundesamtlich )\r\n     Auszug aus der Sitzungsschrift vom 2./3. Vorsitz: [... Anwesende ...]. Die Herren Bundeschormeister ersuchen die Bundesleitung, die Bundesvereine dringend aufzufordern, das Studium der Chöre \"Germanenzug\" von Bruckner und \"Bald fangen die Weiden zu blühen an\" von A. M. Storch, schon jetzt fleißig in Angriff zu nehmen, zugleich erklären dieselben die Proben seinerzeit (Ende April) persönlich leiten zu wollen. [...].\" (°).\nAuf Seite 7 wird das Konzert vom 25.3.1896 angekündigt:\r\n\"    Schubertbund. Am 25./3. (Feiertag) Mittags ½1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale das Orchesterconcert des Schubertbundes unter Mitwirkung des k. k. Hofopernorchesters statt. [... Arnold Krug ...] Die Vortragsordnung enthält außerdem noch [... Schubert, Heuberger ...], Bruckner's \"Träumen und Wachen\" mit Tenorsolo, welches das Vereinsmitglied Herr Söser vortragen wird, und Franz Mairs \"Frühlingsahnung\". \" (°a).\nAuf Seite 9 ein Hinweis auf den Wiener Almanach:\r\n\"                  Bücherschau.\r\n[...]\r\n     Wiener Almanach. Bei L. Rosner in Wien ist der von Heinrich Bohrmann und J. Jaeger herausgegebene \"Wiener Almanach für 1896\" erschienen. Die literarischen Beiträge sind zahlreich und mannigfaltig [... ungefähr 10 Beispiele ...]. – Eine Zierde des Almanachs bilden heuer die Ilustrationen, [...]. Besondere Aufmerksamkeit ist diesmal der Musik geweiht; das Titelbild bringt u. A. die Porträts Bruckner's und Brahms', und im Textr sind einige Musikbeilagen enthalten. Auch das gesammte Wiener Theaterleben der verflossenen Saison wird ausführlich behandelt. Wir kommen wohl auf eine kritische Besprechung noch zurück.\" (°b).\nDie \"Caecilia\" Nr. 8 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 64 (= S. 6) von der Aufführung einer Messe von Friedrich Klose:\r\n\"     Karlsruhe. — Onder leiding van Rübner en medewerking van de voornaamste krachten van het Hoftheater is hier eene Mis van Klose met buitengewoon succes ten gehoore gebracht. Klose is een leerling van den beroemden weener componist Bruckner.\" (°°).\n(8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Volkmann, Weingartner und Beethoven (Eroica) (°°°)).", "Letzte Änderung": "25.04.2026 02:31"}, {"ID": 189703155, "Datum": "15.3.1897, Montag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt (Abendblatt) kündigt die Aufführung von \"Helgoland\" am 28.3.1897 an (*)\nund das Wiener Montags-Journal Nr. 791 (\"Extrapost, Montags-Zeitung\") auf S. 3 (*a).\nHinweis auf den Wiener Konzertzyklus der Berliner Philharmoniker im April 1897 (mit der 4. Symphonie am 10.4.1897) im Vaterland Nr. 74 auf S. 4 (**).\nDie Zeitschrift \"Der Kirchenchor\" Nr. 3 bringt auf S. 25 im Artikel \"Herold des Glaubens\" einige Geschichten um Bruckner (u.a. Richard Wagner, L. Bermanschläger):\r\n\"Aus Ant. Bruckner's Leben bringt der Amerik. \"Herold des Glaubens\" folgendes zur Erinnerung: \"Ueber den verewigten Dr. Anton Bruckner gab einmal RIchard Wagner das Urtheil ab: \"Ich kennen keinen größeren Componisten der Gegeneartals Bruckner.\" – Das hinderte aber Bruckner keineswegs, seinem katholischen Glauben stest treu zu bleiben. Der Linzer Domprediger L. Bermanschläger erzählt von ihm: Bis in sein Greisenalter ist er auch das geblieben, was er als Kind gewesen, tiefgläubig. [... über Todesgedanken nach einem Sommerausflug nach Aschach ... \"Glauben Sie,daß ich wieder gesund werden kann?\" ... er erhofft die Fürsprache von Bischof Rudigier ...] \"Er war mir schon im Leben ein treuer Freund, ich glaube, er wird es auch nach dem Tode im Himmel oben geblieben sein.\" Ich drückte ihm nur stumm und innig die Hand. In dem Momente auh nur ein Wort hervorzubringen, war mir unmöglich.\" (***).", "Letzte Änderung": "24.08.2026 07:59"}, {"ID": 189803155, "Datum": "15.3.1898, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung der 5. Symphonie durch Theodor Helm (\"Anton Bruckner's Fünfte Symphonie\") in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 14 auf S. 8f (*a).\r\nHelm berichtet auf S. 4 über dieses Konzert [am 1.3.1898] und auf S. 5 auch über die Aufführung des \"Te deum\" am 7.3.1898 (*b).\r\nIm selben Heft erwähnt B. Lvovsky Bruckner auf S. 4 in seinem Artikel über den Verlag Gutmann (*c).\nTheodor Helm äußert sich in der Deutschen Zeitung wieder lobend über das Quintett (Aufführung am 19.2.1898), erwähnt die 5. Symphonie [am 1.3.1898] und konstatiert, daß Bruckners Ansehen nach seinem Tod riesig gestiegen ist (**).\nIn einer Kritik der Grazer Tagespost zum 3. Konzert des Steiermärkischen Musikvereins unter der Leitung von E. W. Degner wird auch Bruckner erwähnt (***).\nDie \"Lyra\" Nr. 12 bringt auf S. 157 einen Artikel zur 25-Jahr-Feier des Wiener Akademischen  Wagner-Vereins, in dem Bruckner erwähnt wird und berichtet auf derselben Seite vom Konzert am 7.3.1898 mit dem \"Te deum\", außerdem von der Aufführung der 5. Symphonie [1.3.1898] (°).\nAufführung der 5. Symphonie in Würzburg (°°).", "Letzte Änderung": "01.09.2025 13:31"}, {"ID": 189903155, "Datum": "15.3.1899, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht über die 6. Symphonie [26.2.1899] in der \"Lyra\" Nr. 12 auf S. 142 (*). \nIm selben Heft wird auf S. 144 die Aufführung der 5. Symphonie und des Adagios der 7. Symphonie am 28.3.1899 angekündigt [für den 28.3.1899, tatsächlich dann aber am 15.4.1899](**). [vermutlich 15.3.1899] Bericht über die 6. Symphonie [am 26.2.1899] von B. Lvovsky in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 14 auf S. 3 (***).\nDie Deutsche Zeitung (°) \nund die Neue Freie Presse (°°) \nweisen auf die Aufführung der e-Moll-Messe am 17.3.1899 hin.\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 74 bringt auf S. 1 ein Feuilleton \"Konzerte\", signiert \"Hagen\", in der die 5. Symphonie erwähnt wird (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190003155, "Datum": "15.3.1900, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung teilt in einem Artikel \"Bruckneriana\" verschiedene Bruckner-Anekdoten mit (Kleidung, Geldbelohnung für Herbeck, Universitätsvorlesungen, Verhältnis zu Richard Wagner, das nichtssagende Bruckner-Denkmal) [Ergänzung des Artikels am 27.3.1900].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190103155, "Datum": "15.3.1901, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie unter M. Spörr in Graz (*).\nKritik zur Stuttgarter Aufführung der 6. Symphonie im Schwäbischen Merkur Nr. 126 (**).\nDas Deutsche Blatt Brünn Nr. 60 erwähnt auf S. 3 im Vorbericht auf das Konzert der Berliner Philharmoniker in Brünn am 16.4.1901 auch Bruckner [der jedoch nicht auf dem Programm steht] (***).", "Letzte Änderung": "19.04.2023 07:53"}, {"ID": 190203155, "Datum": "15.3.1902, Samstag", "Haupttext": "Artikel von August Göllerich »Aufruf an alle Freunde Anton Bruckners (zu einer Bruckner-Biographie)« in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung.", "Letzte Änderung": "25.07.2025 07:19"}, {"ID": 190303155, "Datum": "15.3.1903, Sonntag", "Haupttext": "Kritik zum Konzert am 7.3.1903 mit der f-Moll-Messe in der Wochenschrift für Kunst und Musik (*).\n\n\nThe New York Times Nr. 16595 meldet auf  S. 7 die Uraufführung der 9. Symphonie [11.2.1903] und bringt die Anekdote von Bülows Vorahnung zu einer Neunten Bruckners:\n \"              IN THE MUSIC WORLD.\n [...]\n      The posthumous ninth symphony of Anton Bruckner, the Viennese composer whose name is much better known than his music in this country, was performed for the first time recently in Vienna, seven years after the composer's death. It is unfinished, consisting only of three movements. It appears to have made a profound impression, and was played by the Concertverein Orchestra under the direction of Ferdinand Löwe, who was a pupil and intimate friend of Bruckner's. Bruckner is said to have had no intention of emulating Beethoven in his ninth symphony, and was much irritated over the characteristic remark of Hans von Bülow: \"If Brückner writes a ninth, it will be in D minor, too, and will have a final choral movement.\" He replied: \"I can't help it that the chief theme came to me in D minor. I would like now to knock it out if I had not grown to love it so, and if D minor were not my favorite key.\" The last movement is the one that is lacking, but Brückner is said to have had no intention of writing it with a chorus.\" (**).\n\n\nDer Bericht in The Cincinnati Enquirer Nr. 74 auf S. 26 kommt ohne die Anekdote aus\n\n\"      In Music's Domain.\n\n[...]\n\n     Bruckner's unfinished ninth symphony in D minor was given by the Wagner Society at Vienna recently for the first time and with great success. The scherzo was redemanded, but the conductor refused the request. It is highly original and humorous. The most attractive was the final adagio, which the composer styled his \"Farewell to Life.\"  \" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190403155, "Datum": "15.3.1904, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie unter Kähler in Mannheim (*).\n \nAnkündigung der Aufführung der 9. Symphonie am 14.5.1904 in The Sun Nr. 197 (New York) auf S. 7:\n\"           CINCINNATI MUSIC FESTIVAL.\r\nProgrammes for the Five Concerts to Be Given in May.\r\n     The committee in charge of the Cincinnati Music Festival announced yesterday its programme for the five concerts which will begin on Wednesday, May 11. [... die ersten drei Konzerte ...].\r\n     The three movements of Bruckner's symphony in D minor, unfinished, will be played at the fourth concert. Mme. Schumann-Heink will sing [...].\n     Theodore Thomas will again conduct the orchestra, which will be brought from Chicago.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190503155, "Datum": "15.3.1905, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch das Konzertvereins-Orchester unter Ferdinand Löwe, (*) im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solistin in Griegs Klavierkonzert ist Germaine Schnitzer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190603155, "Datum": "15.3.1906, Donnerstag", "Haupttext": "Die Zeit Nr. 1246 gibt auf S. 3 das auf Wunsch Ysayes geänderte Programm des heutigen Konzerts bekannt [zuerst war statt Bach das Meistersinger-Vorspiel geplant] (*).\n \nDarauf macht auch die Neue Freie Presse Nr. 14928 im Abendblatt auf S. 1 aufmerksam (*a).\n\r\nAufführung der 9. Symphonie durch das Wiener Konzertvereins-Orchester unter Ferdinand Löwe in einem Außerordentlichen Konzert des Wiener Konzertvereins im Großen Musikvereinssaal in Wien (**).\r\nSolisten bei Bachs Viertem Brandenburgischem Konzert sind Josef Roubicek, Alfred Kant, Rudolf Dittrich und Eugene Ysaye, der auch der Solist in Beethovens Violinkonzert ist (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:12"}, {"ID": 190703155, "Datum": "15.3.1907, Freitag", "Haupttext": "Das Hermanner Volksblatt Nr. 20 (Hermann, Missouri) gibt auf S. 7 Details zum Mannheimer Musikfest mit der 9. Symphonie [recte: 8. Symphonie, am 1.6.1907] bekannt:\n\"     Ueber das im Mai d. J. stattfindende Musikfest in Mannheim, das neben den Theaterfestspielen anläßlich der 300jährigen Jubelfeier der Verleihung der Stadtrechte veranstaltet werden soll, wird jetzt näheres bekannt. Das erste Konzert unter Leitung von Peter Raabe [... Werke der Mannheimer Schule ...]. In den darauffolgenden Tagen kommen zur Aufführung: Symphonien Haydns, Mozarts und Beethovens; ferner \"Christus\" von Liszt, Bruckners neunte Symphonie und Strauß' \"Heldenleben.\" \" (*).\n\n\nThe Manchester Guardian Nr. 18907 kündigt auf S. 12 das \"Te deum\" für die nächste Saison an [12.3.1908]:\n\"          THE JUBILEE OF THE HALLE CONCERTS.\n\n     Next season is the Jubilee season of the Hallé Concerts, [... alle Beethoven-Symphonien und sechs weitere [ohne Bruckner] ...]. There are two most interesting choral novelties in Bantock's \"Omar Khayyam\" and Bruckner's \"Te Deum;\" [... weitere Chor- und Orchesterwerke ... Solisten (Casals, d'Albert etc.) ...]. Lady Hallé is, of course, to be the soloist at the opening concert.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190803155, "Datum": "15.3.1908, Sonntag", "Haupttext": "The Inter Ocean Nr. 357 (Chicago, Illinois) kündigt auf S. 37 (= S. 9 des Magazinteils) die Aufführung des \"Christus factus est\" [vermutlich WAB 11] am 24.3.1908 an:\n\"                  The Musical Art Society.\n     The Musical Art society of Chicago will give its last concert of the season in Orchestra hall March 24, under the direction of Mr. Clarence Dickinson. Among the numbers of especial interest [... Werk des Amerikaners Charles Martin Loeffler ...].\n     Of the elder choral numbers on this programm [... Josquin de Pres ...] exquisite in harmonic effects. Among the more modern composers represented is Anton Bruckner, whose gigantic symphony is familiar to the regular patrons of the Thomas orchestra. His graduale, \"Christus Factus Est,\" is one of the first numbers of the evening. Among the lighter numbers is a Hungarian folk song [... und zuletzt Brahms' \"Tafellied\" ...] possesses rare dash and spirit.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191003155, "Datum": "15.3.1910, Dienstag", "Haupttext": "Die Westliche Post Nr. 74 (St. Louis, Missouri) macht auf S. 9 auf das Münchner Kunst-Festival aufmerksam:\n\"     Unter dem Protektorate S. K. H. des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mai bis Oktober München 1910. Ausstellung von Meisterwerken muhammedanischer Kunst von der Zeit der Kalifen bis zur Gegenwart.\n     Orientalische Kunsthandwerker an der Arbeit. Unterhaltende Veranstaltungen. Täglich Konzert. Musikfeste: Schumann=Gedenkfeier, Richard Strauß-Woche, Beethoven=Brahms=Bruckner Cyklus. Uraufführung der 8. Symphonie von Gustav Mahler. Prospekte und Auskunft durch die Geschäftsstelle der Ausstellung.\"\n   [Bruckner: 4. Symphonie 22.8.1910, 7. Symphonie 27.8.1910, 5. Symphonie 31.8.1910, 8. Symphonie 2.9.1910]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191103155, "Datum": "15.3.1911, Mittwoch", "Haupttext": "Kurze Erwähnung der Lyoner Aufführung der 4. Symphonie (der Referent »A. G.« war nicht anwesend) im Monde musical.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191203155, "Datum": "15.3.1912, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Egon Wellesz »La jeune école viennoise« in der Revue musicale mensuelle, S. I. M. Paris.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191303155, "Datum": "15.3.1913, Samstag", "Haupttext": "Brief von Emma Ziehn an Hugo Kaun, vermutlich in Chicago geschrieben:\n     Dankt für Kauns Briefe. Sebastian war an Scharlach erkrankt, und sie extrem angegriffen. \"Das Thomas Orchester [Chicago Symphony Orchestra, vermutlich unter Frederick Stock] führte, zu eheren meines Mannes, am 17 und 18 Januar, Bruckner's 9te Symphonie auf, \"Mary Magdalene\" [vermutlich Hugo Kauns \"Maria Magdalena\" op. 44] stand auch auf dem Programm. Leider wahren wir zur Zeit in Quarantäne.\" Über Verlagsangelegenheiten. Das Manuskript des 2. Bandes des \"Manual of Harmony\" habe sie abgeschrieben. Ob Kaun ihr Beispiele aus seinen eigenen Werken dazu schicken könne? In welcher Nummer der Allgemeinen Musikzeitung habe Müller-Hartmann die Fünf- und sechsstimmige Harmonie besprochen? Bernhard Ziehn habe auch einen unveröffentlichten Artikel über Quintparallelen hinterlassen. Glückwünsche zum 50. Geburtstag [21.3.1913] (*).\n \nBrief von Josef Gruber (Linz) an Propst Josef Sailer (St. Florian):\n     Bestätigt, aus dem Nachlass von Ignaz Bruckner die ihm testamentarisch vermachte Tabaksdose erhalten zu haben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191403155, "Datum": "15.3.1914, Sonntag", "Haupttext": "The Nebraska State Journal (Lincoln, Nebraska) bringt auf S. 21 (= S. 5 des 2. Teils) Auszüge aus zwei Artikeln, in deren einem Bruckner kurz erwähnt wird:\n\"GENERAL MUSICALE [sic] NEWS.\n[...]\n     Those who had hoped that the sixteen-year-old Enrich [sic] Knorngold [sic] would prove the musical genius of the immediate future had serious doubts on listening to his sonata for piano ans violin, recently played [...]. A few weeks ago Nikisch conducted in Berlin the latest Knorgold work, a Sinfonietta, of which Arthur M. Abell writes in the Musical Courier:     \"Knorngold's work might properly be called a symphony, for it lasts nearly an hour, [...]. There are some marvellous contrapuntal effects in the scherzo, a movement that now and then has a suggestion of Bruckner. The andante opens with a lovely, beautiful, dreamy theme for the English horn. [...]. Indeed, the whole composition is the work of a creative genius of a most extraordinary charcater.\n     \"If Knorngold succeeds in emancipating himself from the influence of Strauss and Puccini, he may become the musical messiah for which our epoch is longing. [... die nächsten Jahre] will tell the story of his permanent influence upon the immediate musical future.\"–New York Evening Post.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191603155, "Datum": "15.3.1916, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch die Breslauer Singakademie (*) [und vermutlich den Breslauer Orchesterverein] unter Georg Dohrn in Breslau.", "Letzte Änderung": "21.04.2023 10:28"}, {"ID": 192003155, "Datum": "15.3.1920, Montag", "Haupttext": "Ausgabedatum von Notgeld der Gemeinde St. Florian (gedruckt oder auch entworfen von Emil Prietzel in Steyr) mit einem Bruckner-Portrait [IKO 136].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192103155, "Datum": "15.3.1921, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des Andantes der f-Moll-Symphonie durch den Akademischen Orchester-Verein unter Franz Pawlikowsky im Großen Musikvereinssaal. Solist im Hornkonzert von Richard Strauss ist Karl Stiegler.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192203155, "Datum": "15.3.1922, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel »Bruckner in Kremsmünster« von Rose Ackers in der Neuen Hamburger Zeitung (*).\n\n\nPostkarte von August Göllerich an Franz Xaver Müller:\n     Dankt für das Paket und die Auskünfte [vermutlich zur Bruckner-Biographie]. Freut sich auf Palmsonntag [am 9.4.1922 Konzert der Kunststelle Linz mit Werken von Müller und Neuhofer].\n\n\nAm 10.4.1922 Brief von Göllerich an Müller:\n     Konnte das Konzert nicht besuchen, da er wegen einer Handverletzung Wels erst heute verlassen konnte (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192303155, "Datum": "15.3.1923, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Kurt Atterberg über Georg Schnéevoigt [Kritik einer Aufführung der 8. Symphonie] in Stockholms-Tidningen (*).\n \nAusführlicher Hinweis auf die Aufführung der f-Moll-Symphonie am 18.3.1923 in der Neuen Freien Presse Nr. 21017 auf S. 9 (**).\n \nIm Artikel \"Max Reger und Philipp Wolfrum\" von Hermann Poppen wird die Aufführung der f-Moll-Messe am 2.3.1913 erwähnt:\r\n     \"[...] So hat sich Reger an einer Wolfrumschen Aufführung der f moll = Messe (im gleichen Konzert, in dem Reger die Erstaufführung seiner „Nonnen“ dirigierte) zu einer ekstatischen Bruckner=Begeisterung entzündet, die sich in der Folge auch [in] seiner Meininger Dirigentenpraxis auswirkte. Als er aber daran ging, von nun ab im Werturteil Bruckner über seinen Brahms zu stellen, entdeckte Wolfrum, der im Fanatismus seiner Liszt=Propaganda sich in Heidelberg gern als Spötter über Brahms=Kultus und „Brahminen“ gab, auf einmal sein Brahms=Herz wieder und nahm empört den Abgott seiner Jugend gegen die Regersche Umschwenkung in Schutz. [...]“ (***).", "Letzte Änderung": "03.09.2025 11:03"}, {"ID": 192403155, "Datum": "15.3.1924, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf die morgige Kirchenmusik in den Wiener Stimmen Nr. 63 auf S. 4 (*).\n \nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 74 kündigt auf S. 7 an, dass im Raimundtheater Decseys und Leons Schauspiel [\"Der Musikant Gottes\"] gegeben wird. Eugen Klöpfer wird Anton Bruckner spielen. Für die Rolle Richard Wagners sei ursprünglich Hugo Thimig vorgesehen gewesen (**).\n \nIm Vokalkonzert des Wiener Männergesangvereins unter Karl Luze im Großen Musikvereinssaal erklingt auch ein Chor Bruckners (***), nämlich \"Mitternacht\" [WAB 80] mit Dr. Josef Prossinger als Tenorsolisten. Als Begleiter bei den Chornummern fungieren Georg Valker (Orgel) und Dr. Löwenrosen (Klavier). Bei Beethovens Septett wirken mit die Herren Mairecker, Morawetz, Buxbaum, Polatschek, Stiegler, Strobl und Stix (°).\n \nArtikel \"Rudolf Fitzners Musikerjubiläum\" im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 132 auf S. 5 (mit Abbildung des Geigers). Fitzner verdankt \"den Respekt dem Kunstwerk gegenüber, die Liebe zur Einfühlung sowie das künstlerisch-theoretische Verständnis seinem großen Lehrer Anton Bruckner: kein Wunder, daß ein Meister es war, der einen Meister erzeugte.\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192603155, "Datum": "15.3.1926, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie in Karlsruhe (*).\n\n\nAufführung der 4. Symphonie durch das Bayerische Staatsorchester unter Hans Knappertsbusch im 9. Abonnementkonzert der Musikalischen Akademie im Münchner Odeon (**).\n\n\nKurze Erwähnung Bruckners im Artikel \"Julius Bittner\" von Ernst Decsey in \"Radio Wien\" Nr. 24 auf S. 9 (= S. 969) im Zusammenhang mit der Oper \"Rote Gred\":\n\"[...] sie könnte vom jungen Bruckner sein, hätte er Theaterblut besessen, oder von Hugo Wolf, wäre er älter geworden, [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192803155, "Datum": "15.3.1928, Donnerstag", "Haupttext": "Die Konzert-Rundschau \"Zwischen Beethoven und Caruso\" von Klaus Pringsheim mit der Besprechung des Konzerts mit der 5. Symphonie [am 8.3.1928] im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 128 auf S. 3 fällt ein ungünstiges Urteil über den Wiener Dirigenten:\n\"         Dirigenten-Hoffnung.\n     Dem Werk will Rudolf Gerhard Schwarz dienen, dem Werk Bruckners, dessen Fünfte Symphonie er an das Ende eines überlangen Konzertprogrammes gesetzt hat. [... unfertig ... wo übt ein Dirigent? ...]; der Dirigent lernt in aller Oeffentlichkeit. Aber es braucht ja nicht gerade die Berliner Oeffentlichkeit zu sein.\"", "Letzte Änderung": "06.08.2026 09:29"}, {"ID": 193003155, "Datum": "15.3.1930, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre durch den Linzer Konzertverein unter Max Damberger (*) in einem Konzert im Rahmen der Kunstwoche der Innviertler Künstlergilde im Festsaal des Kaufmännischen Vereinshauses (**).\nDatierung  auf einem \"Vortragsschild\" der Liedertafel \"Brucknerfreunde\" Kronstorf, in das eine Messingplakette (oder Bronze?) mit Bruckners Porträt (IKO 229c, ähnlich dem in einer Anstecknadel) eingearbeitet ist (***).", "Letzte Änderung": "06.04.2025 08:06"}, {"ID": 193103155, "Datum": "15.3.1931, Sonntag", "Haupttext": "The Sun (The Baltimore Sun, Maryland) bringt auf S. 59 (= S. 5 des Zeitungsteils) einen New Yorker Musikbrief von John Alan Haughton, in dem auch die Aufführung der 7. Symphonie in einem Konzert mit Beethovens Fünfter [am 4., 6. oder 7.3.1931] angesprochen wird:\n\"[...]\n                THE ORCHESTRAS\n[...]\n     Toscanini gave a somewhat daring program, consisting of the Bruckner Seventh Symphony and the Fifth of Beethoven. The Bruckner gets no shorter with frequent hearings, nor does it sound more interesting. The works of this composer, so sincere, so well-written, almost make one believe that they are in an idiom we do not comprehend.\n     Koussivitzky [sic] and the Boston Symphony gave us a novelty in Stravinsky's Symphonie de Psaumes, and another in a Symphony by Honegger. Both were composed for the orchestra's recent fiftieth anneversary.\" (*).\n \nThe Brooklyn Daily Eagle Nr. 73 gibt auf S. 66 (= S. 6 des 6. Teils) einen Überblick über europäische Ausstellungen und Festivals:\n\"Expositions and General Events For European Tourists in 1931\n[...]\n          May\n[...]\n8–Denmark: Opening of Tivoli Park at Copenhagen.\n    Germany: Bruckner festival for three days at Freiburg.\n    Wales: Rotary Conference of Great Britain at Llandudno.\n[...].\" (**).\n[Hinweise auf ein Bruckner-Fest ab 8.5.1931 konnten bisher nicht gefunden werden.]\n \nDer Rundfunksender Leipzig (angeschlossen: Dresden) bringt die Übertragung der \"Anton-Bruckner-Stunde\" aus der Propsteikirche St. Trinitatis von 18 bis 19:15 Uhr. Mitwirkende: Propstei-Kirchenchor unter G. Trexler, Annemarie Claus-Schöbel (Alt), Dr. Georg Gertkemper (Orgel). Programm: Ecce sacerdos, Tota pulchra es, Ave Maria [WAB 7], Locus iste, Virga Jesse (***).\n \nRadio Prag bringt zwischen 18:00 und 19:00 Uhr eine Deutsche Sendung mit der Prager Universitätssängerschaft Barden. Eine von elf Nummern ist Bruckners \"Mitternacht\" (°).", "Letzte Änderung": "28.03.2026 08:47"}, {"ID": 193203155, "Datum": "15.3.1932, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Gürzenich-Orchester unter Hermann Abendroth im 11. Gürzenich-Konzert in Köln. Auf dem Programm stehen zuvor Richard Wagners \"Parsifal\"-Vorspiel und Brahms' Fest- und Gedenksprüche op. 109 (*).\nTagebucheintragung von Oskar Loerke am 20.3.1932:\r\n\"[...] Dienstag, 15. alles für den Verlag Vorliegende geschafft. Zwischenein Musik. Philipp Emanuel Bach. Bruckners 3. Symphonie. Man rostet ein, weil so wenig Musik. Freitag abends zur Goethefeier. Sie war eindringlich. Thomas Manns Rede wundervoll [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "31.03.2025 08:17"}, {"ID": 193403155, "Datum": "15.3.1934, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Gräflinger \"Otto Kitzler - Bruckners Lehrer in Linz\" im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 72 auf S. 4 des Abendblattes (*).\r\nDer Textentwurf dazu, ein fünfseitiges Typoskript \"Anton Bruckners Lehrer in Linz: Otto Kitzler zum 100. Geburtstag, 16. März\" ist erhalten geblieben (**).", "Letzte Änderung": "07.01.2024 13:42"}, {"ID": 193603155, "Datum": "15.3.1936, Sonntag", "Haupttext": "Zustimmende Kritik »Die Urfassung von Bruckners Fünfter Symphonie« zur Originalfassung der 5. Symphonie im Neuen Wiener Tagblatt, S. 13, signiert »E. D.« [Ernst Decsey] (*).\nAblehnender Bericht (**) von Max Graf »Die sogenannte »Urfassung« der V. Bruckner« im Wiener Tag (**a).\nArtikel von Wilhelm Jarosch »Das neue Bildnis Bruckners. Zur Erstaufführung der »Ur-Fünften«« in den Wiener Neuesten Nachrichten (***).\nBerichte über den Vortrag von Robert Haas\r\nin der Neuen Freien Presse (signiert »-r-« [Josef Reitler]) (°a)\r\nund im Neuen Wiener Tagblatt (°b).\r\nIn der Neuen Freien Presse noch ein ebenfalls mit »r.« signierter Artikel » Anton Bruckners 5. Symphonie. Aufführung der Urfassung durch Oswald Kabasta« (°c).\nArtikel in der Grazer Tagespost (°°).\nArtikel von Paul Stefan (signiert »P. Stf.«) »Um Bruckner« in »Die Stunde« (Bericht vom Vortrag von Robert Haas) (°°°).\r\nIm Prozeß zwischen dem Musikwissenschaftlichen Verlag und der Universal-Edition um die 5. Symphonie [vgl. »Ende Februar 1936«] sei eine Einigung erzielt worden [vgl. 7.4.1936] (°°°a).\nBrief von Bruno Walter an Max Auer:\r\n   Über die Einmischung des Gauchormeisters Karl Springer bei der [für den 20.7.1936] geplanten Linzer Aufführung des 150. Psalms (#).\nArtikel »40.000 Musik-Photogramme weiß auf schwarz« (mit Bemerkungen zur Gesamtausgabe und den Originalfassungen) im Wiener Tag (##).\nArtikel »Bruckners Fünfte Sinfonie«, signiert »rb.«, in der Wiener Zeitung (###).\nArtikel, vermutlich erschienen in einer österreichischen Zeitung nach dem 15.3.1936 [2018 bei \"anno\" nicht nachweisbar]:\r\n\"Eine Bruckner=Gedenkfeier in Rom. | Rom, 15. März. | Unser H. W.=Korrespondent berichtet: [...]\". Bischof Alois Hudal, Rektor der Stiftung an Santa Maria dell'Anima, habe am Sonntagnachmittag [15.3., evtl. auch 8.3.1936 denkbar] anlässlich des 40. Todestages zu einer kirchenmusikalischen Weihestunde eingeladen, bei der zunächst das fünfstimmige Tantum ergo [WAB 42], das Perger Präludium, die d-Moll-Fuge [WAB 125] und das Locus iste aufgeführt wurden. Nach der Ansprache Bischuf Hudals erklangen noch das Ave Maria [vermutlich WAB 6], das Tota pulchra es und der von St. Florian in Handschrift zur Verfügung gestellte 22. Psalm und als Abschluss Franz Xaver Müllers Orgelwerk \"In memoriam Anton Bruckner\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193703155, "Datum": "15.3.1937, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch das Philharmonische Staatsorchester in Hamburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193803155, "Datum": "15.3.1938, Dienstag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert in der Neuen Freien Presse Nr. 26405 auf S. 15 (*).\n \nGeplante Aufführung der 8. Symphonie unter Knappertsbusch in Wien [verschoben auf den 21.3.1938] (**).\n \nAlfred Orel legt eine Vollmacht des NSDAP-Kulturleiters vor, derzufolge er auch zum kommissarischen Leiter des Musikwissenschaftlichen Verlags bestellt sei. Er verfügt, dass Furreg weiterhin Geschäftsführer des MWV bleibt; eine Auflösung der IBG und des MWV \"sei derzeit nicht vorgesehen\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194003155, "Datum": "15.3.1940, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194103155, "Datum": "15.3.1941, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das Concertgebouworchester unter Paul van Kempen in Den Haag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194303155, "Datum": "15.3.1943, Montag", "Haupttext": "Fritz Skorzeny bespricht im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 74 auf S. 2 die Aufführung der 9. Symphonie unter Hans Weisbach [am 10.3.1943].", "Letzte Änderung": "07.06.2023 08:00"}, {"ID": 194403155, "Datum": "15.3.1944, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Hans Weisbach im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194603155, "Datum": "15.3.1946, Freitag", "Haupttext": "Brief von Leopold Hager an Max Auer: \n    Eine Aufführung der 9. Symphonie in der Kirche von St. Florian, speziell im Presbyterium, mache ihm Sorgen, da es zu sehr an die \"Nazikonzerte\" erinnere. Wenn Auer, der ja andere Gründe anführe, beim Linzer Bischof [Joseph Calasanz Fliesser] selbst etwas erreichen könne, würde er, Hager, sich der Entscheidung anschließen, sie aber nicht selbst beantragen.\n    [siehe 8.7.1946]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194903155, "Datum": "15.3.1949, Dienstag", "Haupttext": "Aufnahme der 8. Symphonie mit den Berliner Philharmonikern unter Furtwängler (*) im Titania-Palast in Berlin (*a).\r\nFurtwängler griff, vor allem im Adagio, auf einige Abweichungen des Erstdrucks zurück (**).", "Letzte Änderung": "13.07.2026 10:51"}, {"ID": 195003155, "Datum": "15.3.1950, Mittwoch", "Haupttext": "Dresdner Erstaufführung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«) durch die Dresdner Philharmoniker unter Heinz Bongartz im 7. Abonnementkonzert (Rundfunksendung am 18.6.1951 geplant).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195103155, "Datum": "15.3.1951, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Feierliche Übergabe der musiktheoretischen Universitätsvorlesungen Anton Bruckners an das Museum der Universität Wien« in der Wiener Universitäts-Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195203155, "Datum": "15.3.1952, Samstag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Alois Hudal: \n    Für die in Rom gepanten Aufführungen [anläßlich der Audienz bei Papst Pius XII., 15.6.1952] sehe er auch die e-Moll-Messe vor.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195303155, "Datum": "15.3.1953, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Joseph Kardinal Frings:\r\n    Er möge Theodor Rehmann in einer Audienz empfangen und die [am 16.6.1952] mündlich und später auch schriftlich dem Papst vorgetragene Bitte unterstützen, Bruckner durch die Kirche zu ehren. Man werde ein ausführliches Memorandum vorlegen und bitte um Unterstützung der Aktion.", "Letzte Änderung": "29.05.2024 06:22"}, {"ID": 195503155, "Datum": "15.3.1955, Dienstag", "Haupttext": "Erste japanische Aufführung der 6. Symphonie durch das NHK-Symphonieorchester unter Eschbacher.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195803155, "Datum": "15.3.1958, Samstag", "Haupttext": "Aufführung [einer Messe?] unter Celibidache in Rom.", "Letzte Änderung": "23.02.2026 08:26"}, {"ID": 196203155, "Datum": "15.3.1962, Donnerstag", "Haupttext": "Pariser Erstaufführung des Requiems [WAB 39] durch die Société Philharmonique de Paris unter Léon Barzin.", "Letzte Änderung": "14.01.2025 20:25"}, {"ID": 197103155, "Datum": "15.3.1971, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Bamberger Symphoniker unter Eugen Jochum in der Diesterweghalle in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197403155, "Datum": "15.3.1974, Freitag", "Haupttext": "Edition einer Sonderpostmarke (IKO 438) nach der Photographie IKO 36 (#) (Entwurf: Otto Stefferl, Stich: Alfred Nefe) anläßlich der Eröffnung des Linzer Brucknerhauses (*).\n\n\nDas Ersttagsstempel-Kuvert (IKO 439a) trägt die Signatur \"OZ\" (evtl. Oz Almog?) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198103155, "Datum": "15.3.1981, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Symphonischen Präludiums als Werk Mahlers durch das Berliner Rundfunksinfonieorchester unter Lawrence Foster. Die aus dem Besitz von Gertrud Staub-Schlaepfer stammende Abschrift des Particells war von Paul Banks in der Österreichischen Nationalbibliothek aufgefunden und von Albrecht Gürsching instrumentiert worden.", "Letzte Änderung": "07.02.2023 23:36"}, {"ID": 198403155, "Datum": "15.3.1984, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch die Wiener Singakademie, das ORF-Sinfonieorchester und die Solisten Gunnel Bohmann, Margarita Lilowa, David Kuebler und John-Paul Bogart unter Walter Weller im Großen Saal des Wiener Konzerthauses.", "Letzte Änderung": "11.12.2025 17:06"}, {"ID": 198503155, "Datum": "15.3.1985, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre durch das Trondheim Symfoniorkester unter Doron Salomon in Trondheim.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199603155, "Datum": "15.3.1996, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie durch das Staatsorchester Athen unter Viron Fidezis in Athen (Erstaufführung in Athen).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200403155, "Datum": "15.3.2004, Montag", "Haupttext": "In einem Konzert zur Feier des 50jährigen Bestehens des Brucknerbundes Gmunden spielen die Wiener Philharmoniker unter Donald C. Runnicles u.a. die g-Moll-Ouvertüre.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201303155, "Datum": "15.3.2013, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie in der Bearbeitung von Anthony Payne für Kammerensemble (20 Instrumente) unter Pinnock in der Royal Academy of Music [in London].", "Letzte Änderung": "12.02.2026 08:59"}, {"ID": 189103157, "Datum": "15.3. bis 18.3.1891, Sonntag bis Mittwoch", "Haupttext": "Arbeit am 1. Satz der 1. Symphonie (*). Datierung 16.3.1891 bei Takt 125 (Buchstabe K) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 186004155, "Datum": "15.4.1860, Weißer Sonntag", "Haupttext": "Linzer Erstaufführung von Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt« durch den »Frohsinn«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404155, "Datum": "15.4.1864, Freitag", "Haupttext": "Bruckner versieht die von Franz Schimatschek erstellte Abschrift des Chores »Um Mitternacht« [WAB 89] mit der Widmung an den Linzer Sängerbund:\r\n»Dem [/] löblichen [/] dem Gefertigten stets so freundlich gesinnten [/] und von selbem so hoch verehrten und geliebten [/] Männergesang-Vereine [/] »Sängerbund« [/] in Linz ergebenst gewidmet [/] von [/] Anton Bruckner [/] 15. April [1]864.« (*).\r\n[Anderer Widmungstext:]\r\n»Nb. Dem löblichen, dem Unterfertigten freundlich gesinnten und daher auch selbem so theuren und achtungswerthen Männergesangs-Verein »Sängerbund« in Linz ergebenst gewidmet von Anton Bruckner« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604155, "Datum": "15.4.1866, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 86 kündigt auf S. 3 die Aufführung der 1. Symphonie für den Mai 1866 an:\r\n   »§ Im Laufe des nächstkommenden Monats Mai wird Herr Anton Bruckner, Organist am hiesigen Dome, eine von ihm komponirte Symphonie in der Volksfesthalle zur Aufführung bringen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904155, "Datum": "15.4.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Dr. Prohaska, Concipient bei Dr. v. Kißling in Linz:\r\n   Entschuldigt sich für ein Versehen; das gewünschte Opus sei bei Gotthardt zu beziehen. In einer zweiten Angelegenheit habe ihm Herbeck gesagt, daß das Gewünschte von Lehmann nicht zu haben sei. Liszt sei sehr lieb, habe interessante Bemerkungen über Bruckners Talent gemacht. Geht bald nach Frankreich. Grüße an Alois Weinwurm (*).\nBrief Bruckners an das Konservatorium:\r\n   Bittet um Urlaub für das am 27.4. beginnende Orgelfest in Nancy (**).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 16:24"}, {"ID": 187104155, "Datum": "(15.4.1871, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187304155, "Datum": "(15.4.1873, Dienstag)", "Haupttext": "Konzert der Philharmoniker unter Herbeck in der Hofoper (*). \n   Liszt, der sich an diesem Tag nochmal in Wien aufhält, besucht dieses Konzert (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504155, "Datum": "(15.4.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Zöglingskonzert der Opernschule des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187704155, "Datum": "15.4.1877, Sonntag", "Haupttext": "Orgelspiel Bruckners in der Augustinerkirche. Zur Aufführung kommen um 11 Uhr eine Messe von Ludwig Rotter, ein Graduale (mit Tenorsolo: Michael Kugler) von Cherubini und ein Offertorium (Duett für Sopran und Alt: Frau v. Friedländer bzw. Frl. Louise Wiskozill).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204155, "Datum": "15.4.1882, Samstag", "Haupttext": "Ein Artikel von Dr. H. M. Schuster in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 15, S. 184 - 187, bedauert auf S. 186 die Vernachlässigung der Orgelliteratur: \n\n      »[...] eine bessere Pflege der Orgelmusik wäre so leicht möglich, nachdem wir in Leop. Zellner, Anton Bruckner, Josef Labor, Rudolf Bibl und ihren Schülern ganz würdige Vertreter dieses Faches haben. [... Labor sei der einzige Waghalsige, der jährlich ein Orgelkonzert gebe ...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404155, "Datum": "15.4.1884, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen [lückenlos bis 19.7.1884] am Abend (*) wieder auf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504155, "Datum": "15.4.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Die [Wiener] Morgenpost Nr. 103 berichtet auf S. 5 von der Aufführung des Quintetts in Köln [8.4.1885]:\r\n    » * Aus Cöln wird uns gemeldet, daß das Quintett unseres Wiener Componisten Bruckner daselbst durch Heckmann mit glänzendem Erfolg zur Aufführung gelangt ist. Auch in München fand dasselbe kürzlich eine sehr beifällige Aufnahme.« (*).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 103 meldet auf S. 5 darüberhinaus, daß Wüllner die Aufführung einer Symphonie in Köln plane und daß bei der Münchner Quintettaufführung [31.3.1885] Prinz Ludwig von Bayern anwesend gewesen sei:\r\n    » * Der neueste Triumph Bruckner's wird uns aus Köln gemeldet. Dortselbst brachte das ausgezeichnete Quartett Heckmann die drei ersten Sätze des Bruckner'schen Streich=Quintetts mit glänzendstem Erfolge zur Aufführung, so daß für die nächste Saison eine Wiederholung, und zwar dann des ganzen Werkes geplant ist. Ebenso hat Wüllner, der Dirigent der dortigen Gürzenich=Konzerte, die Aufführung einer der Bruckner'schen Symphonien in Aussicht genommen. Das obenerwähnte Quintett, welches bekanntlich hier das Quartett Hellmesberger zur ersten Aufführung brachte, wurde jüngst in München mit größtem Beifalle aufgeführt. Prinz Ludwig von Bayern wohnte der Aufführung bei. Die Münchener Kunstkreise haben, wie man sich erinnern wird, Professor Bruckner gelegentlich der Aufführung seiner letzten Symphonie in hervorragendster Weise geehrt. Und was thun die Wiener?« [keine Signatur] (**).\nDie \"Caecilia\", algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland Jg. 42, Nr. 10, meldet auf S. 98 die Aufführung der 7. Symphonie [am 10.3.1885]:\r\n\"     München. — Onder leiding van den hofkapelmeester Levi is hier de 7de symphonie (in E, manuscript) van Anton Bruckner uitgevoerd. Even als elders, waar dit werk in den jongsten tijd ten gehoore is gebracht, heeft het ook hier veel bijval verwekt.\" (***).\nÜber das Quintett in Köln schreibt auch \"Het vaderland\" Nr. 88 ('s-Gravenhage) auf S. 2:\r\n\"          Kunst- en Letternieuws.\r\n[...]\r\n      Bruckners quintet voor 2 violen, 2 alten en cel, is thans ook te Keulen door Heckmanns gezelschap uitgevoerd, maar zonder de finale. De »Köln. Zeit.” is van oordeel, dat Bruckner ongetwijfeld een componist van beteekenis is, dat hij aan zijn rijke fantasie echter dikwijls te veel den teugel laat vieren, en dat het hem minder om de bewerking, dan wel om het klankeffect te doen is. Het werk vond veel bijval, inzonderheid werd het Adagio toegejuicht.\" (°).", "Letzte Änderung": "03.10.2025 04:18"}, {"ID": 188604155, "Datum": "15.4.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Übersicht: (*) bis (°) Konzert in Linz, (°°) Kritik Utrecht, (°°°) Kritik Helms \"Trösterin\", (#) Kritik Kalbecks, (##) Alpenbote über \"Te Deum\" in München, (###) Kastner über 7. Symphonie, (a) Notiz über Kalbecks Artikel, (b) Musikalisches Wochenblatt, (c) Konzert am Konservatorium.\n\r\nGeneralprobe in Linz um halb 12 Uhr (*).\r\nAbends 41. Gründungsfest des »Frohsinn« im Volksgarten-Salon. Floderer dirigiert den »Germanenzug«, »Um Mitternacht« [WAB 90], das Adagio der 3. Symphonie und das »Te deum« (Solisten: Maria Kerschbaum, Frau Anna Schmidt-Allizar, Scheidtweiler - für Gustav Meder eingesprungen - und Karl Ganzemüller). Statthalter Freiherr von Weber-Ebenhof ist im Publikum (*a). Der neunjährige Franz Gräflinger soll beim Te Deum im Chor mitgewirkt haben (*b).\r\nMilbeck überreicht Bruckner einen Lorbeerkranz mit rot-weißen Schleifen mit dem Text »Dem großen Meister, Ihrem Ehrenmitgliede 15. April 1886 | Die Liedertafel »Frohsinn« Linz« (*c).\n\r\nBeim anschließenden Festkommers spricht Milbeck (**), Prof. Commenda leitet das »Salamander-Reiben«, Absingen einiger Studentenlieder, Emil Haas überbringt die Grüße der Steyrer Liedertafel (*a), Floderer dirigiert seinen Chor »An Meister Bruckner« (Solist Hans Holzner, Text Kerschbaum) (***), Bruckner erwähnt in seiner Rede Wagner, Nikisch (Leipzig), Levi (München), Richter und Mottl (Karlsruhe).\nAbfahrt 2 Uhr 40 [recte 2:44 (siehe Anmerkung)] (°).\n(°°) Kritik zur 3. Symphonie in Utrecht [am 20.3.1886] in der »Caecilia« 43, Nr. 10, S. 99, signiert [in griechischen Buchstaben] »Eyn-ergos« [mit großem \"Epsilon\", recte vermutlich \"Syn-ergos\"]:\r\n»                           UTRECHT.\r\n           5de Heeren- en laatste Stads-concert.\r\n     Op muzikaal gebied was in deze maand zonder twijfel het laatste Stads-concert (20 Maart) met het daaraan voorafgaande Heeren-concert het belangrijkste. [...]\r\n     Op het Stads-concert (zoogenaamd Dames-concert) had ik het genoegen voor de eerste maal mej. Marie Soldat (violiste uit Berlijn), te hooren. [... über die von ihr gespielten Werke: Mendelssohn-Konzert, Einzelsätze von Spohr, Wieniawski, J. S. Bach ...] Een „tot wederzien” was op aller lippen.\r\n     Voor de eerste maal werd eene Symphonie (no 3) van A. Brückner ten gehoore gebracht; een werk van grooten omvang, dat naast vele voorstanders ook niet weinig tegenstanders verworven heeft. Ik heb er veel schoons in gevonden, veel oorspronkelijks; maar ook herinneringen werden opgewekt, b. v. aan Beethoven's IXde Symphonie (1ste deel), Schubert (2de deel), Léo Délibes (3de deel), Wagner (4de deel), enz. Het is te bejammeren, dat in het heroïsche gedeelte van het finale, een ongelukkig ingelascht, triviaal, verfranscht motief, de algemeen gunstigen indruk benadeelt. Gaarne zoude ik zijne latere symphonieën hooren (de 7de b. v.); de edele richting, in het nu gehoorde werk doorgaans heerschende, zal ongetwijfeld meer op den voorgrund treden nu de componist door ondervindung gelouterd is.\r\n     De orkest-nommers waren verder „Erklärung”, Concertstück van Hol en de uitmuntend uitgevoerde ouverture „Euryanthe” van Weber. In het werk van Hol vindt men eene getrouwe muzikale wedergave van Heine's gedicht (dat op het programma was afgedrukt), zoals men dit in waarheid in alle soortgelijke werken van Hol kan bewonderen. Dit zou alleen voldoende zijn om hulde te brengen aan den wakkeren directeur van het „Collegium Musicum Ultrajectinum!”\r\n   [Signatur, in griechischen Buchstaben:] Eyn-ergós.« (°°).\n(°°°) Kritik zu ”Trösterin Musik” durch Th. Helm [vgl. Anmerkung] in den Wiener Signalen Nr. 8 auf S. 66, signiert »x + y«:\r\n   »[...] Das Concert des academischen Gesangvereines begann mit einem neuen Chor mit Orgelbegleitung von Anton Bruckner \"Trösterin Musik\", dessen gar zu absichtsvolle Pointirung der Textworte, nicht der Componist, sondern Herr A. Seuffert zu verantworten hat, welcher dem fertig vorliegenden Tonsatze einen neuen, minutiös der Musik anpassenden Text unterlegte. Bruckner's Chor ist übrigens kunstvoll gesetzt, von edler Stimmung und verklingt sehr schön. [... über die weiteren Programmnummern ... Intonationsschwankungen bei Webers \"Schlummerlied\" ...] Derlei heiklich harmonisirte Pianos und Pianissimos muß man vom Männergesangverein hören, die Domäne des \"Academischen\" ist mehr das Helle, Kräftige, wie es ja schon im Charakter der frischen Jünglingsstimmen liegt. [Signatur:] x + y.« (°°°).\n(#) Kritik Kalbecks in der ”Presse” Nr. 105 auf S. 1f:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\r\n    Auch uns sollte es einmal vergönnt sein, berühmten Bühnensängern erfolgreiche Concurrenz zu machen. [...über seine Erkältung und Heiserkeit, die »für zwanzig erste Tenoristen auf Lebenszeit hingereicht hätte«, und das 4. Gesellschaftskonzert ...]\r\n     Ein ähnliches abwechslungsreiches Programm wie das Gesellschaftsconcert wies die Production des Wiener akademischen Gesangvereins auf, welche ein zahlreiches und dankbares Auditorium in den großen Musikvereinssaal gelockt hatte. Den Anfang machte ein Männerchor mit Orgelbegleitung, \"Trösterin Musik\" von Anton Bruckner. Für ein excentrisches und unberechenbares Talent Bruckner'scher Complexion ist dieser Chor eine erstaunlich zahme und hausbackene Leistung. Zweimal drei Strophen, die beidemale genau dasselbe mit anderen Worten sagen, sind schlecht und recht in Töne gesetzt; meistens klingt es, als sei irgend ein bezifferter Baß harmonisirt worden, der dann seine nothgedrungene Melodie in der Oberstimme von selber mit sich brachte. Wir können den Verdacht nicht unterdrücken, daß das Lied ursprünglich mit der dritten Strophe beendet worden ist, daß es jedoch in der Praxis als zu kurz befunden und deßhalb wiederholt wurde, wozu der Textverfasser August Seuffert eine gute Miene und ein paar gute Worte machen mußte. \"Wenn man das Lied nicht weiter kann, so fängt man's wieder von vorne an.\" Die ersten beiden Strophen werden ohne Begleitung gesungen, mit der dritten fällt im Text das Stichwort für den Organisten, der bis auf die letzten drei Worte mitthut, diese aber, des äußern Effects wegen, dem Chor allein überläßt. Von einer inneren Nothwendigkeit, die Orgel zur Mitwirkung heranzuziehen und sie dann wieder von derselben auszuschließen, ist nichts zu spüren. Warum auch? Die Trösterin Harmonie hat mit einigen frappanten Ausweichungen ihre Schuldigkeit gethan, möge man sie also als \"Trösterin Musik\" mit Orgel und Chor feiern und preisen! - [... über die anderen Nummern und mit Erwähnung der vielen von ihm nicht besuchten Konzerte ...]\r\n               Max Kalbeck.« (#).\nGustav Dömpke erwähnt in seinem Feuilleton-Artikel in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2202 auf S. 2f Bruckner nur kurz:\r\n               \"Concerte.\r\n     Welche Zukunft steht der heiteren und beschaulichen Symphonie Joseph Haydn's bevor? [... über das Gesellschaftskonzert ... über die außergewöhnliche Instrumentierung eines Schumann-Chors ...] Denn unbeschadet aller Unterschiede der Ausführung, fordert es doch die Gerechtigkeit, daß wir Schumann eine Stylwidrigkeit nicht ohne Weiteres zugestehen, die wir bei Liszt, Bruckner und Genossen unbedingt verwerfen. Mindestens ist es von Interesse, die dramatisirenden Neigungen Schumann's [...] zu verfolgen.\r\n     [... Brahms' \"Harzreise\" ... Konzert des Akademischen Gesangvereins, u. a. mit Brahms' Tafellied ...] Sehr dankenswerth war ferner ein in erfrischenden Dreiklangsharmonien schwelgender Chor von Orlandus Lassus (Landsknechtsständchen) und ein immer gern gehörter von Weber (Schlummerlied), während die \"Trösterin Musik\" von Anton Bruckner und \"Es hat nicht sollen sein\", eine Trivialität von Engelsberg, dem Tagesinteresse Rechnung trugen. Letzters Lied sollte den Textdichter, den verstorbenen Victor Scheffel [siehe die Anmerkung] feiern [... über die mitwirkenden Solisten und andere Konzerte ...]\r\n               G. Dömpke. (#a).\n(##) Der Alpen-Bote Nr. 30 berichtet auf S. 5 von der Aufführung des »Te deum« in München [am 7.4.1886]:\r\n»(Anton Bruckner's Te Deum in München.) Mittwoch den 7. d. M. wurde im dritten Abonnements=Concert der musikalischen Akademie zu München Bruckner's Te Deum aufgeführt und errang einen großartigen Erfolg. Unter der bewährten Leitung des Hofcapellmeisters Hermann Levy, - welcher stets mit seltener Hingebung an die Einstudirung Bruckner'scher Werke geht, - sowie unter Mitwirkung erster Solokräfte der königlichen Oper, des königlichen Opern=Orchesters und Opern=Chores gelangte das Werk zur vollkommensten Interpretation. Der Erfolg gestaltete sich aber auch zu einem ganz sensationellen. Das sonst ziemlich kühle Münchner Concert=Publicum ließ sich zu minutenlangen Beifalls=Salven hinreißen und Bruckner mußte unzählige Male erscheinen, denn immer wieder verlangte man den genialen Schöpfer des gewaltigen Werkes zu sehen. Prinzessin Amalia, Tochter des Herzogs Dr. Carl Theodor, Prinzessin [sic] Adalbert mit Prinzessin Elvira beehrte [sic] das Concert durch ihre Anwesenheit. Prinzessin Amalia hatte schon die General=Probe des \"Te Deums\" besucht und wurde Bruckner durch die Ansprache der Prinzessin ausgezeichnet, welche dem Meister die volle Bewunderung über das mächtig ergreifende Werk ausdrückte.« [keine Signatur; der nahezu identische Text vom 17.4.1886 aber signiert »C. A.« (Carl Almeroth?)] (##).\n(###) Besprechung der 7. Symphonie [am 21.3.1886] durch E. Kastner mit Zitaten aus anderen Blättern (Helm in der Deutschen Zeitung [25.3.1886 und 23.3.1886], Anonymus [= Paumgartner] in der Wiener Abendpost [27.3.1886], Königstein im Wiener Illustrierten Extrablatt [26.3.1886], Wilhelm Frey im Neuen Wiener Tagblatt [30.3.1886], Kalbeck in der »Presse« [3.4.1886], Wörz [29.3.1886] und Hanslick) in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung, Jg. 1885/86, Nr. 27 auf S. 17-22:\r\n   »Bruckner's neueste Symphonie. \r\nMotto: \"Ich hab' hier blos ein Amt und keine Meinung.\"\r\nWallenstein's Tod I., 5.\r\n   \"Audiatur et altera pars\", sagt ein altes Sprichwort. [... wie bei der 4. Sinfonie von Brahms würden nun unterschiedliche Besprechungen vorgestellt ...] Dr. Helm [...] sagt in einem ausführlichen Feuilleton u. a.: Spät kommt ihr, doch ihr kommt, möchte man den Herren Philharmonikern zurufen. [... fast vollständige Wiedergabe der Texte vom 25.3. und anschließend vom 23.3. ...] Auch erhielt Bruckner einen prächtigen Lorbeerkranz, auf dessen Schleife zu lesen war: \"Dem deutschen Symphoniker, Meister Anton Bruckner, in Treue und Verehrung der Wiener akademische Wagner=Verein.\".\r\n   Ein Anonymus in der \"Wiener Abendpost\" (Beilage zur Kais. Wiener Zeitung) lässt sich vernehmen: \"Leider verhält sich unsere Tageskritik zumeist gegen Bruckner absolut ablehnend, ja gänzlich verurtheilend. [... Auszüge aus Paumgartners Artikel vom 27.3.1886 ...] Ein günstiges Geschick lasse den Meister der Symphonie unserer Zeit seinen Ruhm noch voll und ganz erleben und geniessen.\r\n   Herr Dr. Königstein widmet im \"Wiener Illustrirten Extrablatt\" der Symphonie ebenfalls u. a. folgende Worte: Wir halten Bruckner für einen genialen Menschen, dem zur Errichtung des Höchsten in der Kunst Nichts fehlt als der geläuterte Geschmack; jenes artistische Gefühl, welches für den gedanklichen Inhalt die congruente Form empfindet. Das technische Können ist dabei über jeden Zweifel erhaben. Wir besitzen in der Literatur analoge Erscheinungen: Grabbe, Hebbel. An gedanklichem Inhalt, an genialer Erfindungskraft, an Beherrschung der Sprache thun sie es den Grössten gleich. Wenn Beide trotzdem nichts Grösstes geleistet haben, Nichts, was die Züge der ewigen Jugend an sich trägt, so ist daran ihr Mangel an ästhetischem Formgefühl schuld.\r\n   Anton Bruckner ist eine ganz eigenthümliche Erscheinung. [...] ist ein Wunderkind mit greisen Haaren ... Eines ist sicher: Die siebente Symphonie zeigt gegen seine früheren Schöpfungen abermals einen erheblichen Fortschritt im Sinne des Formschönen. [... Adagio an Schönheiten reich ... Scherzo aus einem Guss ... 1. Satz hat verblüffende Wendungen, einheitlicher als in früheren Symphonien ... das Finale] ist allerdings wieder voll Unbegreiflichkeiten und - Ungereimtheiten echt Bruckner'scher Facon. Im Ganzen repräsentirt die siebente Symphonie eine interessante, in den zwei Mittelsätzen sogar sehr hervorragende und von der formalen Entwicklungs-Fähigkeit ihres genial veranlagten Urhebers auf das erfreulichste zeugende Schöpfung.\r\n   In der \"Wiener Sonn- und Montags-Zeitung\" schreibt Dr. Wörz wie folgt: Anton Bruckner gehört zu den erfindenden Geistern [... Auszüge aus der Besprechung vom 29.3.1886 ...] Die Symphonie dauert aber beinahe fünf Viertelstunden. Auch der genialste Haushalt braucht Ordnung und Concentration, um Gäste, die nicht blos Zerstreuung verlangen, ans Haus zu fesseln, und es ist durchaus nicht nothwendig, zu diesem Zwecke die \"Hausordnung\" an die Thüre zu nageln. Wo sie herrscht, wird sie empfunden, und wo man sie nicht empfindet, wird sie vermisst.\r\n   Das \"Neue Wiener Tagblatt\", resp.Herr W. Frey, spricht sich ebenfalls sehr lobend über das neue Werk aus. Es heisst u. A. darin: Die neueste Symphonie - E-dur - ist nun, in relativem und auch absolutem Sinne gesprochen, von einem klaren Aufbau, von einer glücklichen Anordnung und Gliederung der Gedanken und von einer Macht der Empfindung, wie sie nur den grössten unserer deutschen Tondichter nachgerühmt werden kann. [... Auszüge aus der Kritik vom 30.3.1886 ... über die Reminiszenzenjäger und Wagner] vor dessen Fragmenten sie vor 20 Jahren geradeso die Flucht ergriffen, wie diesmal vor Bruckner.\r\n   Weniger günstig lauten die Urtheile der Herren Eduard Hanslick und Max Kalbeck, von welchen sich der letztgenannte eingehend mit dem neuen Werke in dem Journale \"Die Presse\" beschäftigt. Herr Kalbeck sagt: Wir glauben so wenig an die Zukunft der Bruckner'schen Symphonie, wie wir an den Sieg des Chaos über den Kosmos glauben [... Auszüge aus der Kritik vom 3.4.1886 ...] Aber auch dieses von übereifrigen Bewunderern in die Wolken gehobene Adagio leidet an dem Grundübel sämmtlicher Brucknerschen Compositionen, das in dem absoluten Unvermögen ihres Autors besteht, nach den Gesetzen musikalischer Logik zu denken und zu handeln.\r\n   Besonders kurz fasste sich der Referent der \"Neuen Freien Presse\", welche den Eindruck, welchen er empfing, in nachstehende Worte zusammendrängte: Ich bekenne unumwunden, dass ich über Bruckner's Symphonie kaum ganz gerecht urtheilen könnte, so antipathisch berührt mich diese Musik, so unnatürlich aufgeblasen, krankhaft und verderblich erscheint sie mir. [... Auszüge aus der Kritik vom 30.3.1886 ...] Einige eingehendere Bemerkungen über das neue Stylprincip Bruckner's - die Uebertragung von Wagner's Nibelungen-Styl und Instrumentirung auf die Symphonie - erlaube ich mir für eine gelegenere Zeit zu vertagen.\r\n   Man kann aus dieser Zusammenstellung ersehen, dass das allgemeine Urtheil über Bruckner's E-dur Symphonie vorwiegend sehr günstig lautete und die kleinen Bemängelungen dabei kaum ins Gewicht fallen\nE. Kastner.« (###).\r\nAuf S. 31 wird in der »Zeitschriften-Revue« Kalbecks Artikel vom 3.4.1886 erwähnt:\r\n»Die Presse 3. April\r\nDichter und Symphoniker\r\n(Ueber Bruckner's VII. Symphonie) Von Max Kalbeck« (a).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 16 verzeichnet auf S. 207 in der Rubrik »Aufgeführte Novitäten.« die 7. Symphonie in Wien [21.3.1886]:\r\n»Bruckner (A.), 7. Symph. (Wien, 7. Philharm. Conc.)« (b).\nBei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Carl Weber eine Orgelfuge von J. S. Bach (c).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:47"}, {"ID": 188704155, "Datum": "15.4.1887, Freitag", "Haupttext": "Tagebucheintragung Kloses: »Probe. Bruckner unausstehlich.« (*).\n \n\"Die Lyra\" Nr. 14 berichtet auf S. 123/5 über das Konzert am 27.3.1887 [WAB 90] (ausführlicher als am 1.4.1887), signiert \"A.\":\n     \"Wiener Männergesangverein. \"Die \"Lyra\" war bekanntlich bereits öfter genöthigt, die Programme des Vereines zu bemängeln, weil ihnen der Anreiz des Neuen manchmal fehlte [... diesmal 5 neue Nummern ... Lyra hatte öfters angemahnt ...] und sprechen wir dies insbesondere betreffs A. Bruckner aus. Daß unter dem Neuen nicht Alles durchaus so gut sein mag, daß es auch dauernde Kunstgeltung erlangt, ist natürlich und darf keinen Verein gereuen. [... Heuberger kein voller Treffer, Engelsberg zündend (wurde wiederholt) ...] Weit ernster, gediegener, schwieriger und ursprünglicher, kühn in manchen Gängen, anmuthig im Solo, künstlerisch im Schlußsatze, erwies sich A. Bruckner's neuer Chor \"Um Mitternacht\". Der bessere und größere Theil der Hörerschaft verstand und ehrte dies ebenfalls sehr gut aufgeführte Chorwerk, und Herr Kremser hätte schon nach dem anhaltenden, wenn auch natürlich nicht so ungestümen Beifalle, mindestens den Schlußsatz wiederholen dürfen! [... über die Werke von Edwin Schulz (Interpretation unzureichend) und H. Jüngst ...mit Mendelssohns \"Vespergesang\"] schloß das Concert anspruchsvoll ab.     A.\" (**).\n \nThe Cherokee Sentinel Nr. 5 veröffentlicht auf S. 1 in der 7. Spalte eine Stellungnahme zur Aufführung der 7. Symphonie am 5.2.1887:\r\n\"The Humbug of Fashionable Craze.\r\n     A Boston man is actually so lost to local pride as to write to the Gazette that he cannot appreciate \"classical\" music. Moreover, he finds others who are in the same fix. \"At the symphony concert recently a work by a composer named Bruckner was performed. It took nearly an hour in the playing, and from beginning to end there was not a moment in which it afforded me the slightest pleasure. There was nothing melodious in it, and, as far as I was able to judge, nothing that suggested a purpose beyond noise making and a curious attempt to try how far extreme chromatic harmonies and ear-distributing modulations could be carried without violating the rules of the music grammar.\" The gentleman adds:\r\n     I wanted to enjoy it, but I could not. Others appeared to enjoy it without the slighest effort. It is true that there were not many of these; but as few as there were, their superior capacity to find what I could not find filled me with envy. Here was classical music, so extremely classical that it required an exceptional and special talent to understand it; while I feel that if I lived for a hundred years I could not attain to that point of achievement. I was almost inconsolable at my lack of taste, till upon leaving Music hall I met a group of musicians who were discussing the work, and who agreed that it was the dullest and most incomprehensible making of much-a-do about nothing that they had ever listened to. \"But the applause,\" I suggested. \"Oh!\" replied one of them, a well-known and eminent artist, throughly eclectic in taste, \"some people chew paper, slate pencils, spruce gum and other flavorless things, not because they can possibly derive any nourishment from them, but because they have perverted appetites, and masticating these things has become a habit with them. So it is with those who applaud such a work. It is habit, my dear fellow; a bad habit, founded upon a perverted taste which pretends to more than it knows. It is chewing slate-pencil music. Let us go and have a glass of beer to take the taste of it out of our mouths.\" This was hard on those who applauded this tone-nightmare, but I was comforted.\" [keine Signatur] (***).\n \nDerselbe Text erscheint wortgetreu auch in The Aurora News Nr. 12 (Nebraska) auf S. 7 in der 5. Spalte (°).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:49"}, {"ID": 188804155, "Datum": "15.4.1888, Sonntag", "Haupttext": "30. Gründungsfest des Klosterneuburger Männergesangvereins. Bruckner war eingeladen worden, beim Hochamt, das vom Regens chori [Ämilian Hirschfeld] zelebriert wird, Orgel zu spielen (*).\n \nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 88 veröffentlicht auf S. 517 - 520 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 520 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre: Moll, Tonwechslung, Chromatik, Harmonisirung in Verbindung mit Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, [ohne Tages- und Uhrzeitangabe] vom Lector Prof. Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:20"}, {"ID": 188904155, "Datum": "15.4.1889, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »15. Beichtt[ag]. (NB. Gigerln) wohl 6. [6. Gebot gemeint??] (nicht) erwähnt.« (*).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 8851 berichtet auf S. 1 von der gestrigen Ausstellungseröffnung:\n     \"[Der Salon der Zurückgewiesenen.] Die Eröffnung des Salons der Zurückgewiesenen ging gestern unter außerordentlicher Theilnahme des Publicums vor sich. [... schon um 10 Uhr mit den geladenen Gästen überfüllt ... anwesend u. a. Fürstin Arenberg, Graf Edmund Zichy, Ludwig Lobmeyr, v. Schoeller, Wiesenburg, Professoren der Akademie ... ab 2 Uhr öffentlich, Kasse musste öfters gesperrt werden, 1200 Besucher ... so viele gute Bilder unter den zurückgewiesenen, Debatte darüber,] \"wieso das möglich gewesen sei\". In der That gehören die so lebensvoll ähnlichen Bildnisse Vita's, \"Herr und Frau Bernhard Ludwig\", das durchgeistigte Porträt des Componisten Bruckner von Beraton, das Selbstporträt des Fräuleins Menzel, [...] zu den besseren Kunstwerken von heute, welche gegenwärtig in Wien zu sehen sind. [...] Wir kommen gelegentlich auf diese Ausstellung zurück.\" (**).\n \nMehr ins Detail geht der Bericht der Extrapost Nr. 379 (= Wiener Montags-Journal) auf S. 2f:\n   \"Nachrichten vom Sonntag.\n   Der \"Salon der Zurückgewiesenen\".\n      Seit gestern darf man sagen: Wenn es dem Maler schlecht geht, geht er aufs Eis. Auf dem Eislaufplatze wurde heute Nachmittags die Ausstellung Jener eröffnet, welche vor den Augen der Jury der diesjährigen Exposition im Künstlerhause keine Gnade gefunden haben. [... über die Berechtigung solcher Urteile ... einige Werke lagen der Jury gar nicht vor ... einige Künstler seien auch im Künstlerhaus zu sehen ... im Salon aber auch minderwertige Bilder ... die Ausstellung beweise,] daß aber die Jury [des Künstlerhauses] den guten Ruf, den sie [die Künstler] besitzen, dadurch aufrecht zu erhalten suchte, indem sie die vorgelegten Bilder zurückwies. Eine Ausnahme machte Herr Beraton, sein Porträt des Componisten Bruckner ist von besserem Gehalt als seine anderen Bilder. Im Vergleich zu manchen Bildnissen im Künstlerhause hätte es wohl Einlaß daselbst finden können, ebenso wie [... weitere Beispiele ... großer Zuspruch ...] Mit Recht. Jedenfalls können Künstler und Kunstfreunde darin lernen: wie man es machen, aber auch wie man es nicht machen soll.\" (***).\n \nAuf die unterschiedliche Qualität der Bilder und der Beurteilungen geht auch die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 15 auf S. 4 ein (signiert \"Ego.\"):\n     \"Vom \"Salon der Zurückgewiesenen\".\n         Extra Salonem non est vita! dachte wohl der in seinem Künstlerstolze verletzte Maler Vita und gründete im Vereine mit anderen gleichbetroffenen Berufsgenossen einen - Extra=Salon für solche Kunstwerke, an welchen nichts auszustellen ist, wie die Zurückgewiesenen glauben; aber merkwürdiger Weise meint dasselbe auch die Jury des Künstlerhauses, allerdings in etwas anderem Sinne als die Ersteren. Der Doppelsinn des Wortes \"ausstellen\" [... über die Abwägung Prachtbau des Künstlerhauses contra Bretterbude am Eislaufplatz ... Beispiele (darunter Vita) ...] Man braucht nicht gerade für alle Porträts, die Bératon geliefert, zu schwärmen; aber einzelne derselben wären immerhin würdig gewesen auch im Künstlerhause zu hängen, wie beispielsweise der sehr charakteristisch herausgearbeitete Kopf des Componisten Professor Bruckner, zumal das Porträtfach in der diesjährigen Kunstausstellung gleichfalls manche stiefmütterliche Vertretung zeigt. [... künstleriche Diät bei Maler Diet ...] Leider muß ich aus Raummangel für heute meinen Bericht über den \"Salon der Zurückgewiesenen\" abbrechen; der Meteur en pages ruft: biegen oder - brechen.    Ego.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 21:27"}, {"ID": 189004155, "Datum": "15.4.1890, Dienstag", "Haupttext": "Artikel im »Vaterland«: Bruckner habe zwar eine Symphonie [die 1.] zur Umarbeitung zurückgenommen, aber das Hindernis für die Aufführung der übrigen liege bei einem gewissen Kritiker [Hanslick]. Böse Bemerkungen zu Grünfelds 25-jährigem Künstlerjubiläum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189104155, "Datum": "15.4.1891, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 1. Symphonie (*) bei Takt 99/100 (Buchstabe G) (**).\r\nKalendernotiz Bruckners: »auch 15. April [5. und 6. Bogen des 1. Satzes wiederholt]« und »[7. Bogen] 15. [April wiederholt] (**a).\nBrief Bruckners an Landgraf Fürstenberg:\r\n    Dankt für die von Advokat Kogerer [siehe die Anmerkung] übermittelten 500 fl. Am 31.5.1891 sei beim Musikfest in Berlin das »Te deum« geplant (***).\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 15 bringt auf S. 175 Felix Freiherr von Warteneggs Besprechung des Konzerts vom 25.1.1891 mit der 3. Symphonie: \"Wien. Concerte. Nach einer kleinen Feiertagspause, welche die bereits ansehnliche Concertreihe unterbrach, waren wieder die \"Philharmoniker\" die ersten, welche die Musikaufführungen am 4. Jan. mit ihrem fünften philharmonischen Concert fortsetzten. [... über dieses und andere Konzerte ...] Zu diesen beiden Gesellschaftsconcerten im wohlthuenden Contraste stand durch einen einheitlich hohen Kunstgenuß die am 25. Januar vom Wiener academischen Wagner=Verein, Zweigverein des allgemeinen Richard Wagner=Vereins, im großen Musikvereinssaale veranstaltete Musikaufführung, deren Reinerträgniß einem Stipendienfond, um minderbemittelten Künstlern und Kunstfreunden den Besuch der Bayreuther Festspiele zu erleichtern, galt. [... zu Bruckners Symphonie keine geänderte Meinung durch die Wiederholung ... bei der Beurteilung auch die Individualität des Künstlers berücksichtigen ...] Zu den individuellen Zügen der Bruckner'schen Musik gehört auch eine gewisse männliche Kraft, welche in dieser Symphonie auch dem Scherzo mit seinem markigen Humor den meisten Beifall erwarb. Wir möchten jedoch dem Adagio mit seiner stimmungsvollen Ruhe den Vorzug geben; immer waren es aber nur die kleineren Sätze, die den größeren Beifall hatten, und unsere Anschauung, daß sich Bruckner mit mehr Glück in kürzeren Formen bewegt, rechtfertigen. [... andere Konzerte ...] (Schluß folgt.) [Signatur am 22.4.1891]   F. W.\" (°).\nIn einem Artikel der Niederösterreichischen Schul-Zeitung Nr. 16 auf S. 226, signiert »J. J.«, »Über Kirchenmusik auf dem Land«, wird Bruckner erwähnt: \"[...] Der Regenschor- und Organistendienst war währeend der Herrschaft der \"Politischen Schulverfassung\" ein dem Schuldienste zum mindesten ebenbürtiger Hauptberuf des Landlehrers und da nur Knaben mit auffallender Musikbegabung dem Lehrstande zugeführt wurden, so ist nicht zu verwundern, dass im allgemeinen Tüchtiges geleistet wurde und aus den Kreisen der Volksschullehrer Genies ersten Ranges, wie Franz Schubert und Anton Bruckner hervorgiengen, während andere, wie die Brüder Haydn im Schulhause die ersten Anregungen empfiengen. [...]\"(°°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 00:07"}, {"ID": 189204155, "Datum": "15.4.1892, Karfreitag", "Haupttext": "Uraufführung des »Vexilla regis« unter Deubler in St. Florian (*).\nOffensichtlich hatte man eine Begleitung von drei Posaunen hinzugefügt. Auch das \"Ecce quomodo\" von Aumann [WAB 265] wird aufgeführt (*a).\nBruckner kann wegen eines Fußleidens [?] nicht dabei sein (**).\n\r\nKonzert im Hamburger Stadttheater unter Gustav Mahler mit Mozarts Requiem und Bruckners »Te deum«. Die Chöre hatte William Sichal einstudiert (***).\r\n    Als Solisten wirken mit: Katharina Bettaque, Ernestine Schumann-Heink, Leopold Landau und Heinrich Wiegand (°) - bei Mozarts Requiem bilden M. Lissmann, E. Schumann-Heink, Cronberger und F. Lissmann das Solistenquartett (°a).\r\n    Diese Aufführung hören u.a. Wilhelm Zinne und die Kritiker Sittard, Bödecker und Emil Kraus [= Krause?], dessen Artikel [datiert 15.4.] im Fremdenblatt [noch am selben Tag?] erscheint (°°), und vermutlich auch J. B. Foerster (°°a).\n\r\nDie Internationale Musik- und Instrumenten-Zeitung Nr. 2 bringt auf S. 4 eine Besprechung des Konzerts des Wiener Akademischen Gesangvereins [am 27.3.1892 mit dem »Ave Maria«, WAB 6]:\r\n     \" * Concert des akademischen Gesangsvereines. Diese tüchtige Sängerschaar führte in ihrem letzten Concerte unter der Leitung ihres Chormeisters Raoul Mader Compositionen von Beethoven, Schubert, Rich. Wagner, Bruckner, Grieg und Graf Geza Zichy (von letzterem, der sich auch persönlich betheiligte, nicht weniger als eilf Stücke) auf, und erzielte mit den meisten einen hübschen Erfolg. Fräulein Standthartner und Herr Neidl sangen einige sehr beifällig aufgenommene Lieder.\" (°°°)\r\nund meldet auf S. 7, daß für das von Josef Weinberger verlegte »Album der Wiener Meister« auch Bruckner eine Komposition [»Vexilla regis«] zugesagt habe:\r\n     \"Ueber Anregung des Wiener Musikverlegers Josef Weinberger hat die Ausstellungs-Commission die Ausgabe eines \"Albums der Wiener Meister\" beschlossen und Herrn Weinberger mit der Durchführung dieser Angelegenheit betraut. Da der ungeschmälerte Reinertrag dieses Albums direct den humanitären Zwecken der Ausstellung zufallen wird, haben die zur Betheiligung an dieser Publication eingeladenen Wiener Componisten mit der grössten Bereitwilligkeit ihre Mitwirkung zugesagt, so dass dieses Album, welches Compositionen von Brahms, Bruckner, Brüll, Robert Fuchs, Goldmark, Grädener, Heuberger, Reinhold, Julius Zellner, ferner von Millöcker, Johann Strauß, Suppé, Zeller und Ziehrer enthalten wird, ebenso ein Bild des musikalischen Schaffens in Wien, als auch eine werthvolle Erinnerung an die Ausstellung bieten wird.\" (#).\nDetailliertere Hinweise erscheinen in der »Presse« Nr. 106 auf S. 10:\r\n\"     [Internationale Musik= und Theater=Ausstellung.] [...] – Das von der Ausstellungs=Commission herausgegebene Album der Wiener Meister wird nachfolgende Compositionen enthalten: Brahms: \"Es rauschet das Wasser\". (Duett für Alt und Bariton.) Bruckner: \"Vexilla regis\", für gemischten Chor (arrangirt für Harmonium). [Neuestes Opus.] Brühl [sic]: [...]\" (##),\nim Deutschen Volksblatt Nr. 1179 auf S. 8:\r\n\"  Internationale Musik= und Theater=Ausstellung.\r\n     Das von der Ausstellungs=Commission herausgegebene Album der Wiener Meister wird nachfolgende Compositionen enthalten: Brahms: \"Es rauschet das Wasser\". (Duett für Alt und Bariton.) Bruckner: \"Vexilla regis\", für gemischten Chor (arrangirt für Harmonium). (Neuestes Opus.) Brüll: [...]\" (###),\nim Prager Abendblatt Nr. 87 auf S. 1:\r\n\"     (Internazionale Ausstellung für Musik= und Theaterwesen.) [...] – Das von der Ausstellungs=Kommission herausgegebene Album der Wiener Meister wird nachfolgende Komposizionen enthalten: Brahms: \"Es rauschet das Wasser\". (Duett für Alt und Bariton); Bruckner: \"Vexilla regis\", für gemischten Chor (arrang. für Harmonium), Neuestes Opus; Brühl [sic]: [...]\"(a),\nim \"Vaterland\" Nr. 106 auf S. 4:\r\n\"     * [Internationale Ausstellung für Musik= und Theaterwesen.] Das von der Ausstellungs=Commission herausgegebene \"Album der Wiener Meister\" wird nachfolgende Compositionen enthalten: Brahms: \"Es rauschet das Wasser\". (Duett für Alt und Bariton.) Bruckner: \"Vexilla regis\", für gemischten Chor (arrangirt für Harmonium). (Neuestes Opus.) Brühl [sic]: [...]\" (b)\nund in der Wiener Zeitung Nr. 87 auf S. 4f:\r\n\"    (Internationale Musik= und Theater=Ausstellung.) Das von der Ausstellungs=Commission herausgegebene \"Album der Wiener Meister\" wird nachfolgende Compositionen enthalten: Brahms: \"Es rauschet das Wasser\". (Duett); Bruckner: \"Vexilla regis\", für gemischten Chor (arrangirt für Harmonium); Brühl [sic] [...]\" (c).\n\"Die Lyra\" Nr. 14 (410) gibt auf S. 6 (128) das Programm vom 3.7.1892 mit dem \"Germanenzug\" bekannt: \"VIII. Bundesfest des niederösterreichischen Sängerbundes in Krems 1892. Dem Beschlusse der letzten Hauptversammlung des Bundes vom 15. November 1891 gemäß findet das 8. Bundesfest in Krems am 3. Juli 1892 statt. [...] Als Gesammtchöre gelangen beim Festconcerte zur Aufführung: [... Mozart, Engelsberg ...] A. Bruckner: \"Germania\", Chor mit Orchester. [ ... Engelsberg u. a. ... Festordnung ...] 5 Uhr: Beginn der Gesangsvorträge [...]\" (b).", "Letzte Änderung": "10.11.2025 18:55"}, {"ID": 189304155, "Datum": "15.4.1893, Samstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Mit seiner Leitung der f-moll-Messe [am 23.3.1893] sei Hans Richter sehr zufrieden gewesen. Bruckner habe ihm während der Proben die Hölle heiß gemacht; alle hätten sich darüber beschwert, und Richter habe Bruckner sein Benehmen vorgehalten. Die Orchester-Bearbeitung habe sich bewährt - Bruckner habe sich zu diesem Punkt gar nicht geäußert (*).\nArtikel \"Eine Bruckner-Anekdote\" in der \"Lyra\" XVI, Nr. 14 (433) auf S. 3 [= S. 119]:\r\n\"                      Allerlei.\r\n[...]\n     Ein Treffer A. Bruckners. Während einer Unterredung, in der sich der berühmte Symphoniker Anton Bruckner über den geringen materiellen Erfolg seiner Tonschöpfungen bitter beschwerte, stellte ein bekannter Kunstfreund die Frage, warum der Meister nur Symphonien und nicht auch etwas anderes, „Dankbares” schreibe. Die Antwort des Componisten war treffend. „Sehen Sie, lieber X., der eine hat Kanarienvögel gern, der andere hat Ballettmädchen gern, und ich - ich hab' halt Symphonien gern.” Sagte es und drehte dem verblüfften Musikbarbaren den Rücken. N. Mz.\" [Neue Musikzeitung?] (**).\nDas Deutsche Blatt Brünn Nr. 29 kündigt auf S. 4 im Bericht über den Mitgliederabend des Brünner Wagner-Vereins die Aufführung zweier Sätze der 4. Symphonie am 18.4.1893 an:\r\n\"     Brünner Wagner=Verein. Die dritte gesellige Zusammenkunft der Mitglieder des Wagner=Vereines, die Dienstag, den 11. l. M. stattfand, bot abermals viel Anregendes für die Theilnehmer. [... Dr. Flögl liest Richard Wagners \"Nibelungen-Mythos\" ... Dr. Gürtler singt aus der \"Walküre\" ...], die Herren Wickenhaußer und Eder brachten Wagner's \"Huldigungsmarsch\" und zwei Sätze aus der demnächst hier zur Aufführung gelangenden Es-dur=Symphonie von Ant. Bruckner zum Vortrage, Dr. Flögl spielte noch das Tristanvorspiel etc. Sämmtliche Vorträge wurden von den Anwesenden mit lebhaftem Beifalle aufgenommen. [... besserer Besuch wünschenswert ...].\r\n     Der nächste Abend findet am Dienstag, den 18. .l. M., statt und kommen u. A. die beiden letzten Sätze von Bruckner's Es-dur=Symphonie zum Vortrage.\" (***).\nEin Inserat im Brünner Tagesboten Nr. 86 auf S. 6 macht auf das Konzert vom 21.4.1893 mit der 4. Symphonie aufmerksam: \"[...] 4. Anton Bruckner: Vierte (romantische ) Symphonie (Es-dur) für großes Orchester (neu).\" (°).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 8 bezeichnet auf S. 69 im Rückblick auf die Philharmonischen Konzerte die Aufführung der 8. Symphonie am 18.12.1892 als einen der Glanzpunkte:\r\n\"              Wiener Concerte.\r\n[...] Beim Rückblick auf die acht Concerte [der Philharmoniker] dieses Jahres finden wir es besonders erwähnenswert, daß die neue deutsche Schule, mehr als wir es bisher gewöhnt waren, durch glänzende Kunstwerke vertreten war. Bruckner's grandiose achte Symphonie und das farbenglühende symphonische Gemälde \"Tod und Verklärung\" von Richard Strauss bilden hier hervorragende Glanzpunkte. [...]\" (°°).\nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 9 berichtet auf S. 205 - 213 von der \"Jahresausstellung im Künstlerhause.\" (signiert \"Spurius.\") und erwähnt auf S. 213 auch die Bruckner-Büste [IKO 55]:\r\n\"     [...] Der skulpturelle Teil der Ausstellung ist ziemlich reich beschickt worden, [...]. Viktor Tilgner's Porträtbüsten Makart's, Bruckner's, Jahn's und des Domkapellmeisters Gottfried Preyer bilden die Höhepunkte dieser Gattung unter dem Ausgestellten. [... über weitere Plastiken ...]. Spurius.\" (°°°).\nThe Buffalo Commercial  bringt auf S. 7 in Spalte 1/2 eine Notiz über die 8. Symphonie [am 18.12.1892]:\r\n\"                   Of Interest Elsewhere.\r\n     \"Princess Winetta,\" Strauss's new opera, has passed its seventy-fifth performance in Vienna.\r\n     Bruckner's latest symphony produced by the Vienna Philharmonic society takes an hour and a half to perform.\r\n     Eugene d'Albert's new opera \"Der Rubin.\" is completed [...].\" (#).\nKurzbericht über die f-Moll-Messe [am 23.3.1893] in der \"Caecilia\" Nr. 10 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 81 (= S. 7):\r\n\"     Weenen. — Eene nieuwe Mis (in f) van Anton Bruckner werd hier dezer dagen voor het eerst ten gehoore gebracht. Het werk bevat vele schoonheden, doch daarnaast weder gedeelten van minder beteekenis; inzonderheid wordt het Benedictus geprezen.\" (##).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 16:41"}, {"ID": 189404155, "Datum": "15.4.1894, Sonntag", "Haupttext": "[oder 1.4.1894?] Ursprünglich geplanter Termin eines Konzerts [des Wiener Akademischen Wagner-Vereins] mit den Wiener Philharmoniker unter Hans Richter mit der Aufführung der 2. Symphonie (*).\r\nOffensichtlich war auch Siegfried Wagner als Dirigent [des zweiten Programmteils] in Erwägung gezogen worden [vgl. \"Anfang April 1894\" und Theodor Helms Bericht vom 12.4.1894] (*a).\nBrief von Siegfried Ochs an Bruckner:\r\n     Frau A. Sommerfeld aus Berlin habe kürzlich an Bruckner geschrieben und um Material für die Zeitschrift »Über Land und Meer« gebeten. Dies halte er, Ochs, für sehr gut; daher bitte er Bruckner, eine Photographie und einige Takte aus dem »Te deum« mit Unterschrift zuzuschicken (**).\r\n[siehe die Anmerkung]\nDer Alpen-Bote Nr. 30 meldet auf S. 4 die erfolgreiche Aufführung der 5. Symphonie am 9.4.1894:\r\n\"               Verschiedenes.\r\n                                Steyr, 14. April\n(Bruckners Fünfte Symphonie in B-Dur), die contrapunktisch kunstvollste und verwickeltste, aber eben darum auch schwerst verständliche von allen, ist, wie man der D. Ztg. aus Graz schreibt, dortselbst am Montag den 9. d. unter Kapellmeister F. Schalks Leitung zur überhaupt ersten orchestralen Aufführung gelangt. Und zwar mit ganz unglaublichem Erfolge. Von Satz zu Satz steigerte sich die Wirkung, und am größten war der Eindruck des nur den allergroßartigsten Choralfugen von J. S. Bach zu vergleichenden Finales. Die elementare Gewalt der riesenhaften Schlußsteigerung darin hat selbst die kühlsten und conservativsten Hörer förmlich niedergeschmettert! Nach der Symphonie gab es ein endloses Bedanken des ganzen Orchesters, das mit wahrem Feuereifer spielte, und nur die Anwesenheit des Meisters fehlte, um dem Augenblick eine ewige Bedeutung zu geben. Unstreitig hat sich Kapellmeister Schalk, der begeisterte und unermüdliche Leiter des Ganzen, durch diese denkwürdige Erstaufführung um das Musikleben in Graz ein unvergängliches Verdienst erworben.\" (***).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 8 berichtet auf S. 102 vom Konzert der Wiener Singakademie [am 29.3.1894], bei dem Kirchl den »Germanenzug« dirigiert hat, signiert \"-d -r.\":\r\n\"           Zweites Singakademie-Concert.\r\n     Die \"Wiener Singakademie\", die durch lange Jahre das falsche System befolgte, möglichst wenig Geld auszugeben und – wie man sagt – \"mit Wasser zu kochen\", hat einen neuen, richtigen Weg eingeschlagen. Sie veranstaltet große, eines ersten Musik=Institutes würdige Aufführungen und wird – falls sie in diesem Bestreben auszuharren willens ist – in Kürze die Früchte dieser segensreichen Umkehr ernten. [...] Einen bedeutsamen Schritt nach Vorwärts that das Institut mit seinem zweiten diesjährigen Concerte, das den problematischen Erfolg des ersten reichlich aufzuwiegen imstande war. Schon das Programm war mit Geschick gemacht. Es enthielt Bruckner's \"Germanenzug\", Beethoven's Chor=Phantasie und \"Christus am Oelberge\" [... unter Grädener, mit Ferdinand Löwe (Klavier) etc. ...]. Den \"Germanenzug\" dirigirte Herr Kirchl, Chormeister des \"Schubertbund\". Die Ergänzung der ewig nur weiblichen \"Singakademie\" durch Herren aus dem immer frischer aufstrebenden \"Schubertbund\" ist nicht genug zu loben. Erst dadurch ist ein wirklich klangkräftiger, zur Ausführung großer Werke tauglicher Chor entstanden. Das moderne Gegenstück zum Raub der Sabinerinnen ist der Raub der Schubertbündler durch die Singakademikerinnen.      –d –r.\r\n         Concert des \"Schubertbund\".\r\n     Seitdem der \"Akademische\" so sehr in den Hintergrund getreten, ist der \"Schubertbund\" zu ansehnlicher Größe aufgewachsen. Seine Mitgliederzahl und die Schulung derselben hat bedeutend zugenommen, künstlerischer Sinn – Zeichen dessen die freudige Mitwirkung bei den Veranstaltungen der \"Singakademie\" – ist im Wachsen begriffen, durch den jugendlichen Chormeister Herrn Kirchl ist dem Vereine eine frische Kraft zugeführt worden. [... fast auf dem Niveau des WMGV ... mehr jüngere Stimmen als dieser ...]. Das Sonntag, den 8. April, stattgehabte Concert hat diese unsere Ansicht vom Neuen bestärkt. Das Programm brachte [...]. –d –r.\" (°),\nauf Seite 104 von der Grazer Aufführung der 5. Symphonie [am 9.4.1894]:\r\n\"            Correspondenzen.\r\n     Graz. Als hervorragendstes Ereignis des abgelaufenen Theatermonates verdient die Erstaufführung der komischen Oper \"Die verkaufte Braut\" von F. Smetana genannt zu werden. [... über diese Oper und ein Symphoniekonzert ...]. – Unser verdienstvoller Opernkapellmeister Herr Franz Schalk, ein bevorzugter Schüler und begeisterter Anhänger Anton Bruckner's, hatte die Idee gefaßt, seine außerordentliche Begabung auch einmal in einem Symphonie=Concerte zu bethätigen. Er konnte seine Idee auch auf keine würdigere Weise in Ausführung bringen, als durch die Wahl der bisher noch nirgends aufgeführten V. Symphonie in B-dur seines berühmten Meisters. Das Concert, welches am 9. April im hiesigen Stadtparktheater stattfand, war allerdings nur mäßig besucht, dafür hatte sich aber ein großer Theil des Bruckner'schen Generalstabes aus Wien eingefunden, der denn auch einen nicht geringen Antheil an dem bedeutenden äußeren Erfolge der Novität hatte. Der gewaltige Einfluß Richard Wagner's ist auch bei diesem großen Tonwerke nicht zu verkennen; unleugbar ist die ganz enorme contrapunktische Kunst, die großartige Virtuosität in der Instrumentation, welche Bruckner auch hier bethätigt hat. Daß die Bruckner'sche Musik nirgends eine ganz ungetheilte Anerkennung finden konnte, hat sich übrigens auch bei dieser Aufführung wieder bestätigt. Herr Kapellmeister Schalk, welcher mit seinem aus nicht ganz gleichwerthigen Kräften verstärkten Orchester eine bedeutende Leistung erzielte, wurde mit stürmischen Beifall geradezu überschüttet. An dem Concerte wirkte der Pianist Richard Epstein mit und erzielte mit dem virtuosen Vortrag des Es-dur-Concertes von Liszt einen bedeutenden künstlerischen Erfolg. Außerdem gelangte noch die Ouvertüre \"Zur Weihe des Hauses\" von Beethoven und das Vorspiel zu \"Meistersinger von Nürnberg\" von R. Wagner in gediegener Weise zur Aufführung.     W. v. R.\" (°°)\nund auf Seite 109f von einem Konzert des MGV »Arion« am 6.4.1894, bei dem der »Germanenzug« aufgeführt wurde:\r\n\"      Der Wiener Männergesangverein \"Arion\" veranstaltete am 6. April l. J. wie alljährlich sein Wohlthätigkeitsconcert im Bösendorfer Saale und stand dasselbe unter dem Protectorate Ihrer Excellenz der Frau Gräfin Anastasia Kielmannsegg, [... Chormeister Hans Rehbeck ...] hatte die Freude, einen vollen Erfolg zu erzielen. Bruckner's kräftiger und wirklich schöner Chor: \"Germanenzug\" leitete das Concert ein, darauf folgte die \"Nachthelle\" von Schubert. [... Mitwirkende: Frl. Josefine v. Statzer, Herr Schuchert, Carl Mühl und Emil Donauer, Maximilian v. Ambros (Klavierbegleitung) etc. ...].   Keller.\" (°°°).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 1897 bringt auf S. 6 eine mit \"a\" (oder \"u\"?) signierte Kritik über die Aufführung des Quintetts [am 10.4.1894]:\r\n\"     – Nach Absolvirung seiner beliebten Kammermusikabende veranstaltete Herr August Duesberg ein (II.) Volksconcert im großen Musikvereinssaal. [... Grieg (mit \"Duesberg und seiner Braut Frl. Javurek\") ... Johanna Schönberger (\"prächtige Altstimme\") ...] Als hervorragendste Nummer des Abends aber muß Dr. Anton Bruckner's berühmtes Streich=Quintett, gespielt vom Ersten Wiener Volksquartett und Herrn Hajek (zweite Viola), bezeichnet werden, unstreitig das größte Werk der modernen Kammermusik. Insbesondere gefiel das wundervolle Adagio, das mit seiner süßen Klangwirkung auch diesmal unwiderstehlichen Zauber ausübte. Den Mittelstimmen des Quartettes hätte wohl ein stellenweise etwas entschiedeneres Auftreten nicht geschadet. Herr Duesberg selbst [... dessen Solovorträge ... Kritik an einigen \"unbedeutenden Compositionen\" ...] als es sich doch um ein deutschnationales Concert, das alles Fremdländische ausschließt, handelte. Schließlich sei auch des Pianisten Herrn Bause gedacht, der als bewährter und längst gewürdigter Begleiter auch in diesem anregenden Concert seinen Mann stellte.                 a \" [oder \"u\"?] (###).\nÜber dieses Konzert schreibt auch die Ostdeutsche Rundschau Nr. 102 auf  S. 9 (signiert \"-r-\", mit einer Bemerkung über die Struktur des Wiener Akademischen Wagner-Vereins):\r\n\"     Duesberg's zweites Volkskonzert. Mit dem großen Volkskonzert im Musikvereinssaale schloß am 10. April das \"Erste Wiener Volksquartett\" eigentlich erst seine diesjährige Wirksamkeit. Dieses Konzert hat gezeigt, daß die Deutschnationalen Wiens ein kunstbegeistertes Kontingent zu stellen in der Lage sind, [...].\r\n    Die beiden Höhepunkte des Konzertes lagen in der Aufführung des \"Brucknerquintettes\" durch das \"Erste Wiener Volksquartett\" und in dem Vortrag zweier neuer Kompositionen Josef Reiter's durch Ernst Appel. Anton Bruckner's Streichquintett ist in jedem Satze ein Meisterwerk der Kontrapunktik, welches, sofern es die erforderliche Wirkung ausüben und verstanden werden soll, über die Bewältigung der äußerst großen technischen Schwierigkeiten hinaus eine so tiefe Verinnerlichung der wiedergebenden Künstler und der empfangenden Zuhörerschaft verlangt, wie sie es bei beiden Theilen nur in den allerseltensten Fällen anzutreffen ist. Die Aufführung, die zwar von vielem Fleiße zeugte, blieb uns Manches schuldig. Abgesehen von einigen Unreinheiten, deren Ursache einer unserer Freunde in dem beständig und von jedem einzelnen Spieler nach Willkür angewandten Tremolo [vermutlich gemeint: Vibrato] zu finden glaubte, wurde das Brucknerquintett technisch zwar bewältigt, aber das Eindringen in den Geist der Werks – das fühlte jeder Kenner der Bruckner'schen Werke – war nicht tief genug, um die dem Werke innewohnenden Schönheiten zu Tage zu fördern. In Anerkennung seiner sonst so gediegenen Leistungen wollen wir dem Duesbergquartett daraus keinen Vorwurf machen, glauben aber bemerken zu sollen, daß für ein Volkskonzert ein Beethovenquartett vielleicht doch zweckentsprechender gewesen wäre, wie das ebenso schwer zu spielende als schwer verständliche Brucknerquintett. Bruckner hat heutzutage nur einen verhältnismäßig kleinen Kreis. Wenn dieser Kreis auch über die Bannmeile des Akad. Richard=Wagnervereines hinausgeht, in dem recht viele Elemente sitzen mögen, die, heute noch in der Minderzahl, anders reden, als sie denken, und anders reden werden, wenn sie über kurz oder lang eine Mehrheit bilden, so ist doch zu bedenken, daß dieser Kreis durch eine unvollkommene Aufführung kaum die verdiente Erweiterung erfahren dürfte.\r\n     Reiter's Ballade \"Frau Hitt\" halten wir für ein bedeutendes Werk; [...]\r\n                                                        –r– \" (a).\r\n[Duesberg hat sich offensichtlich bei dem Referenten beschwert, worauf dieser (diesmal signierend \"Th. A.\") am 18.4.1894 reagierte [vermutlich Theodor Antropp (vgl. Anmerkung (###) zum 4.9.1894)]. Duesberg wiederum äußerte sich dazu nochmals am 25.4.1894 (siehe auch die Anmerkung)]\nEin Artikel in der Musikalischen Rundschau Nr. 8 auf S. 63 befaßt sich mit der Ablehnung Bruckners durch Bülow:\r\n\"                  Vermischtes.\r\n[...] Eine starke Abneigung hegte Bülow gegen den Tondichter Anton Bruckner. Um ihn lächerlich zu machen, erlaubte er sich mancherlei Ulk. Als er einstens ein Beethoven=Concert in Budapest gab, telegraphirte er in der ersten grösseren Pause an den Wiener Musikverleger Gutmann: \"Auf allgemeinen Wunsch wird Anton Bruckner auf den erledigten Thron Bulgariens berufen.\" Der schon durch diese Depesche in seiner Nachtruhe gestörte Musikverleger wurde nach ein paar Stunden nochmals durch ein Telegramm aus dem Schlafe geschreckt, in dem Bülow meldete: \"Anton der Einzige ist bereits mit Jubel in Sofia aufgenommen und hat sich schon sein Ministerium bestellt.\" Dieses wies die Namen von vier Verehrern Bruckner's auf.\" (b).\nKurzkritik zum Konzert vom 29.3.1894 (mit dem »Germanenzug«) im Wiener Salonblatt Nr. 15 auf S. 11:\r\n\"    * (Concerte.) Am 29. v. M. versammelte sich im großen Musikvereinssaale ein sehr distingirtes Publikum, um dem Concerte der Wiener Singakademie beizuwohnen. Das Programm brachte durchwegs interessante Nummern allerersten Ranges, den Männerchor \"Germanenzug\" von Bruckner, Beethoven's \"Phantasie\" und das Oratorium desselben Meisters \"Christus am Oelberge\". In beiden letzteren Piècen brillirten Frau Selma Nicklaß=Kempner, Hofopernsänger Dippel und Herr Rudolf Oberhauser in den Solopartien. – [... Sarasate und Gustav Walter ...]\" [keine Signatur] (c).", "Letzte Änderung": "11.08.2025 08:38"}, {"ID": 189504155, "Datum": "15.4.1895, Montag (Ostermontag)", "Haupttext": "Fortsetzung des Grazer Konzertberichts (mit der 3. Symphonie am 10.2.1895) in der \"Lyra\" Nr. 14 (481) auf S. 4 (162):\n\"     Grazer Concert= und Theaterleben.\n                             II.\n     Das \"bewaffnete\" Musikvereinsorchester hielt sich diesmal dank der entsprechenden Anzahl vorangegangener Proben - weit besser als beim zweiten Concerte und bewältigte (von der Unzulänglichkeit der Primgeigen abgesehen) das Bruckner'sche Riesenwerk in überraschend gelungener Weise. - [... Liederabend, Aufführungen, gastierende Künstler ...]    Dr. Grosse.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189604155, "Datum": "15.4.1896, Mittwoch", "Haupttext": "\"Die Lyra\" XIX, Nr. 14 (504) bringt auf S. 156 [= S. 6] eine Kritik zur Aufführung der 2. Symphonie in Brünn [am 25.3.1896]:\r\n\"     Brünn. Der Musikverein hielt das zweite Concert, wie gewöhnlich, im großen Festsaale des deutschen Hauses ab. Der erste und größte Theil der Vortragsordnung war die Symphonie in C-moll (Nr. 2) von Anton Bruckner. Bruckner verlangt ein vortreffliches Orchester; der Eindruck war nicht in allen Sätzen ein gleichmäßiger. Der erste läßt die plastische Durchführung der Motive vermissen. Die Aufführung des Tonwerkes war eine vorzügliche. Musikdirector Otto Kitzler, vor mehr als dreißig Jahren eine Zeit auch Bruckner's Lehrer in der Composition, ließ es sich ganz besonders angelegen sein, seines einstigen Schülers Werk würdig und künstlerisch zur Durchführung zu bringen. Er zeigte abermals sein tiefes musikalisches Verständniß und richtiges Eindringen in das Wesen der Werkes. Für den lebhaften, anhaltenden Beifall hatte Musikdirector Kitzler wiederholt zu danken; auch das Orchester selbst. [... über die anderen Programmnummern (Goltermann, Moszkowsky, Max Bruch) und Mitwirkenden (Lucy Herbert Campbell: Violoncello, Herr Oplustil: Tenor) ...]\" [keine Signatur] (*).\nDie Österreichische Musik- und Theaterzeitung VIII, Nr. 19 erwähnt Bruckner und Aufführungen seiner Werke mehrfach:\r\nAuf S. 2 in einer Kritik Theodor Helms zu Kiels Oratorium »Christus« [vgl. 7.4.1896]:\r\n\"            Wiener Concerte.\r\n     Das am Charmittwoch Abends (1. April) veranstaltete zweite ausserordentliche Gesellschaft-Concert brachte die (für Wien) erste Aufführung des Oratoriums \"Christus\" von Friedrich Kiel [...].[... über Mängel der Komposition und der Aufführung ... deprimierender Gesamteindruck ... eine vollständige Aufführung des Lisztschen \"Christus\" wäre die bessere Wahl gewesen ...] Aber freilich gehörte dazu ein anderer Dirigent als Hr. v. Perger, der leider an die religiöse Musik Liszt's ebensowenig zu glauben scheint, als an jene Bruckner's. War doch der Name Liszt im Spielplane der heurigen Gesellschafts-Concerte nicht ein einzigesmal vertreten.\r\n     [... über Edvard Griegs Konzert am 24.3.1896 ...]\" (**a).\nAuf Seite 3 Besprechung des Quintetts [am 27.3.1896] durch Theodor Helm:\r\n\"     Zweite ausserordentliche Soirée des „Böhmischen Streichquartettes”. Mit auf das Sorgfältigste einstudirten Vorträgen [... des Dvorak-Sextettes mit C. Rychlik als 2. Bratschisten und J. Burian als 2. Cellisten, des g-Moll-Klavierquartetts von Brahms mit Richard Epstein ...] und des F-dur-Streichquintettes von Bruckner (zweite Viola wieder Hr. Rychlick) beschlossen unsere Prager Gäste im grossen Musikvereinssaal am 27. v. M. ihre hiesige künstlerische Thätigkeit für diese Saison. Das Ereigniss des Abendes war die Erstaufführung des herrlichen Bruckner'schen Quintettes durch die „Böhmen”, da dessen Darstellung bei uns fast ausschliesslich dem wackeren Quartett Hellmesberger vorbehalten schien. Rosé und Genossen hatten das höchst schwierige Werk zwar einmal mit grösstem Beifalle in Linz gespielt, in Wien wagten sie sich bisher noch nicht daran -- wahrscheinlich aus Furcht vor den gewissen Beckmessern. Das Volksquartett Duesberg hegte solche Bedenken nicht, es führte Bruckner's Quintett zuletzt am 10. April 1893 [recte: 10.4.1894] hier auf. Eine relativ ganz tüchtige Wiedergabe, aber doch nicht zu jener Musteraufführung gediehen, welche durchaus unerlässlich, um die hyperkühne Polyphonie und die zahllosen Feinheiten, insbesondere der beiden ersten Sätze des Quintettes, ohne die sonst nur zu leicht störenden Schärfen und Härten in voller Klarheit hervortreten zu lassen. Und eben diese Musteraufführung gelang neulich wahrhaft erstaunlich den „Böhmen”! Höchstens konnte man über das Zeitmass des Adagios in Ges verschiedener Meinung sein. Mir persönlich erschien dieser himmlische Satz, dessen verklärte Idealität auf mich berückend wirkt, wie kein anderer eines lebenden Kammercomponisten, einen Gedanken zu langsam genommen. Auch singt sich mir der Brüder Hellmesberger seelenvolle Cantilene bei diesem Vortrag aus der ersten Geige und dem Violoncell heraus noch tiefer in's Innerste des Herzens. Aber andererseits erreichten die „Böhmen” durch die ausserordentliche Klarheit und plastische Bestimmtheit der Wiedergabe eine fast noch nie dagewesene höchste Klangschönheit, der gegenüber, sowie unter dem überwältigenden Eindruck der auf das Imponirendste herausgearbeiteten, grossartigen Contrapunktik bald alle Bedenken schweigen mussten. Ein nicht endenwollender Beifallssturm lohnte die glänzende Leistung, mit welcher die „Böhmen” sich selbst nicht minder ehrten, als den leider diesem seinem neuesten Triumphe ferne gebliebenen Meister. Jedenfalls konnte das „Prager Streichquartett” seine heurige, so erfolgreiche Concertthätigkeit in Wien nicht würdiger abschliessen, als mit der vollendeten Wiedergabe einer der edelsten und bedeutendsten Schöpfungen unseres grossen Bruckner. [... über den Quartettabend des Hellmesberger-Quartetts ...]    Theodor Helm.\" (**b).\nAuf Seite 4 Kurzkritik des Konzerts vom 25.3.1896 (mit »Träumen und Wachen«) von B. Lvovsky:\r\n   \"[... über Dvoraks Konzert ...] \r\n   An demselben Tage Mittags fand im grossen Musikvereins-Saale das Orchester-Concert des „Schubertbund” unter Leitung seines trefflichen Chormeisters Adolf Kirchl statt und nahm einen sehr schönen Verlauf. Schon der erste Chor „Gesang der Geister über den Wassern”, achtstimmig mit Begleitung der tieferen Streichinstrumente, war von grosser Wirkung; sehr glücklich war auch die Wahl der zwei folgenden Novitäten. Vorerst des Chores mit Tenorsolo „Träumen und Wachen” von Anton Bruckner, einer bedeutenden Composition, deren Ausführung manche Schwierigkeiten bereitet; die zweite Neuheit [... Richard Heuberger dirigierte selbst ... über die weiteren Werke, die Solisten und andere Konzerte ...]      B. Lvovský.\"  (**c).\nUnd auf Seite 9 ein Bericht (auf S. 11 in Heft Nr. 20/21 signiert \"-xy-\") von der Aufführung der 2. Symphonie in Brünn (am 25.3.1896):\r\n\"                  Musikbriefe.\r\n    Brünn. Das Ende der Saison brachte zwei bedeutungsvolle Concerte; das Musikvereins-Concert (25. März) erfreute uns hauptsächlich durch die Aufführung der zweiten (C-moll-) Symphonie A. Bruckner's, [... als zweites: das Konzert der Wiener Philharmoniker ...] Nach der Aufführung der Bruckner'schen Symphonie lasen wir in einem Referate, dass „Bruckner, der geniale Orgel-Virtuos, Kirchen-Componist und Symphoniker, jahrelang, auch in Wien, um seine Anerkennung kämpfen musste” - „und weiter kämpfen muss”, wollen wir hinzufügen, nach dem, was wir anlässlich des letzten Concertes des böhmischen Quartetts in Wien, in welchem als Nr. 3 des Programmes auch das Bruckner'sche Streich-Quintett F-dur aufgeführt wurde, erfahren haben. Trotzdem sahen wir, dass die Bruckner-Gemeinde in Wien ziemlich stark ist. Hier in Brünn, wo die Kämpfe der Wiener musikalischen Parteien unbekannt oder wo sich die Mehrzahl gegen dieselben gleichgiltig verhält, wo man also unparteiisch zuhört und urtheilt, wurde die Bruckner'sche C-moll-Symphonie mit einem Erfolge aufgeführt, wie unseres Wissens kein anderes Werk in neuerer Zeit hier errang. Neben der Bedeutung des Werkes galt selbstverständlich die Anerkennung auch der vorzüglichen Aufführung unter Leitung O. Kitzler's, des ehemaligen Lehrers Bruckner's. Die reiche, polyphone Stimmführung erlaubt es der Mehrzahl nicht, nach einmaligem Anhören dieser Schöpfung deren ganze Bedeutung zu begreifen, aber ihre Wirkung auf Alle war die eines Meisterwerkes. Von packender Wirkung sind die zahlreichen Steigerungen, ferner die Macht des Ausdruckes, hauptsächlich im zweiten Satze, dem Andante, die Frische des Rhythmus im Scherzo mit einem allerliebsten Trio und die Einleitung des vierten Satzes. Den Musiker interessiren ferner die obligaten Stellen verschiedener Instrumente im ersten Satze, die Wiederkehr und Verwandtschaft der Motive im letzten Satze mit jenem des Scherzo, ferner der ganze Aufbau des letzten Satzes. [... über die anderen Werke, darunter einen Chor von Max Bruch, ... dieser] konnte nach dem grossen Eindrucke, welchen die Composition Bruckner's auch noch nach dem Violoncell-Concerte hinterlassen, nicht ganz durchdringen. [... über ein Konzert der Wiener Philharmoniker ...]\" (**d).", "Letzte Änderung": "27.04.2026 14:26"}, {"ID": 189704155, "Datum": "15.4.1897, Donnerstag (Gründonnerstag)", "Haupttext": "In seinem Artikel \"Johannes Brahms\" in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 16 auf S. 1 - 3 geht Theodor Helm auch auf Bruckner ein (*).\r\n   Auf S. 3f erwähnt Helm Bruckner auch im Bericht über das Gastspiel der Berliner Philharmoniker [Absage der 7. Symphonie am 10.4.1897] (*a).\r\n   In diesem Heft (Nr. 16) wird auf S. 5 auch das Konzert vom 28.3.1897 mit \"Helgoland\" besprochen (**).\nDas Fremdenblatt Nr. 105 bringt auf S. 7 (Morgenblatt) eine Kritik zur Aufführung von \"Helgoland\" [am 28.3.1897] (***).\nEine Kurzkritik dazu erscheint auch in der \"Lyra\" Nr. 14/529 auf Seite 8/158:\r\n\"[...] Der Verein sang sehr gut, doch das Hauptverdienst hatte das Orchester hier. Anton Bruckner's von uns wiederholt gewürdigter sehr schwieriger Chor mit Orchester „Helgoland\" und F. Lachner's „Kriegs­gesang\" (Th. Moore) bildeten den Abschluß des von Ed. Kremser mit gewohnter Umsicht geleiteten und künstlerisch  durchgeführten Concertes das bei allem Ueberwiegen der Instrumentation auch noch ein Clavier-Concert (in A-moll) mit Orchester von Ed. Grieg, vorgctragen von Frl. Ella Pancera in sich schloß. Obwohl Werk und Spiel stellenweise gerechte Würdigung verdienten und auch fanden, hörten wir doch Unparteiische über „Längen\" und „Uebermüdung\" klagen.\" [keine Signatur] (°).\nAuf Seite 3f/153f  erscheint ein Artikel über Johann Ev. Habert, signiert \"A. H,\" [vermutlich Alois Hartl]:\r\n\"          Johannes Ev. Habert.\r\n     J. E. Habert gehört nach Bruckner zu den fruchtbarsten und schätzenswerthesten deutschen Kirchenmusikern der Neuzeit Oesterreichs, und es ist mit Befriedigung zu verzeichnen, daß auch seitens des Landes, in dem er gelebt und gewirkt, sein Schaffen durch thatkräftige Anerkennung fördernd gewürdigt wird. Der oberösterreichische Landtag hat die 400 fl., welche der verstorbene Bruckner jährlich aus den Landesmitteln erhielt, nun zur Ehrung eines anderen in Oberösterreich lange Zeit wirkenden Componisten: des am 1./9. 1896 verstorbenen Johann Ev. Habert verwendet. Es wurde ferner in der Landtagssitzung vom 23./2. 1897 beschlossen, der Witwe Haberts eine jähr­liche Beihilfe von 800 fl. und den drei unversorgten Kindern einen Erziehungs­beitrag von je 30 fl. jährlich zu ge­währen. [...]      A. H.\"  [in der Fußnote ist Alois Hartl als Herausgeber der Gesamtausgabe genannt] (°a).\n Auf Seite 6/156 wird im Nachruf auf Brahms, signiert \"D. L.\", auch Bruckner kurz erwähnt:\r\n\"[...] Wien hat nun abermals einen berühmten Todten mehr. Aber die musikalischen Fürstensitze, die mit Bruckners und Brahms Hinscheiden nun erledigt sind – werden wohl lange Zeit leer bleiben! [...] In Wien herrschte er im Kreise seines Anhanges geraume Zeit als eine Art Musik-Papst, und Bruckner z. B. hatte schwer genug zu ringen, um spät genug Geltung neben ihm zu gewinnen. Nun ruhen sie Beide im ewigen Frieden, Bruckner der erst im Greisenalter jung-berühmte und Brahms der an Jahren Jüngere „Alt\"-Berühmte und freuen sich der himmlischen Philharmonie, in welcher es keine menschlichen Schwächen und Disharmonien und keine Parteien und Kliken gibt!      D. L.\" (°b).   \nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung berichtet über das Konzert des Wagner-Vereins mit der Aufführung des 1. Satzes der 6. Symphonie [am 18.3.1897] (°°).\nDas Konzert unter Ferdinand Löwe [am 10.4.1897, Absage der 7. Symphonie] wird im Deutschen Volksblatt Nr. 2977 Auf S. 2f besprochen (°°°).\nDie Ostdeutsche Rundschau Nr. 105 veröffentlicht auf S. 9 eine Erklärung des Wiener Akademischen Gesangvereins, in der auch Bruckner erwähnt wird (#).\nDas Musikalische Wochenblatt bringt auf S. 229f einen Artikel von Theodor Helm \"Zum Tode Johannes Brahms\", in dem ein von Böhler angefertigter Schattenriss Bruckners erwähnt wird (##).\nAufführung des \"Ave Maria\" (WAB 6) durch die Teplitzer Liedertafel (Direktor: Tausche) unter Chordirektor W. Plaschka in der Schönauer Kirche in Teplitz. Als Solisten bei einer Arie von J. S: Bach wirken mit Frl. Else Czermack (Gesang), F. Wessely (Cello) und W. Plaschka (Orgel), bei anderen Programmnummern Frau Maschek (Gesang) und bei Mendelssohn (Arie aus \"Paulus\") Paul Nitzsche (Cantor aus Lauenstein in Sachsen) (###).\nDie Zeitschrift \"Der Kirchenchor\" berichtet in Heft 4 auf S. 34 von einem Artikel Hugo Riemanns:\r\n\"Die Musik seit Wagner's Heimgang. So betitelt Dr. Riemann einen Artikel, wo er gegen die Programmmusik Stellung nimmt und den er in der \"Umschau\" veröffentlicht hat. [... neugegründete Zeitschrift ...] In diesem Artikel (Nr. 1) werden Berlioz, Liszt und A. Bruckner mitsammengenannt gegenüber Mozart, Bach und Händel, und schließt der Artikel mit dem Satze: Mit einer fast feindseligen alles Theatralischen und Virtuosen [sic] ist Joh. Brahms das nothwendige Kompliment der Wagnerischen Kunst und die einzige selbständige wirklich bedeutende Erscheinung in dem Nebelstreifen, den der Komet hinter sich herzieht.\" (a).\nDie Zeitung \"Hans Jörgel von Gumpoldskirchen\" Nr. 15 meldet auf S. 2: \"[...] – Zum Gedenken an die großen Tondichter Anton Bruckner und Johannes Brahms, sollen zwei neue Straßen in der Umgebung der Carlskirche nach den Namen dieser beiden berühmten Todten benannt werden. [...]\" (b).", "Letzte Änderung": "26.08.2026 19:39"}, {"ID": 189804155, "Datum": "15.4.1898, Freitag", "Haupttext": "Artikel »An die Verehrer Anton Bruckner's« im Deutschen Volksblatt (*).\n \nArtikel \"Das erste Brucknerkonzert der Brucknerstiftung in Linz\" [1. Symphonie, Credo der f-Moll-Messe, \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] am 20.3.1898] in der \"Lyra\" Nr. 14 auf S. 183 (**).\n \nDie Linzer Tages-Post berichtet von der Aufführung der d-Moll-Messe unter Franz Bayer in Steyr [am 10.4.1898] (***).\n \nDie Reichspost Nr. 88 bespricht auf S. 6 das geistliche Konzert mit dem \"Vexilla regis\" [am 3.4.1898] (°).\n \n(Beim I. Internen Musik-Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins wirken u. a. August Stradal und Frieda von Schrötter-Cristelli, die Tochter von Bruckners Arzt, als Geigerin mit (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189904155, "Datum": "15.4.1899, Samstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung beanstandet, daß trotz des heutigen Bruckner-Konzertes Gustav Mahler einen Opernabend angesetzt hat, für den der größte Teil der Wiener Philharmoniker gebraucht werde (*).\nAuf das heutige Konzert machen nochmals\r\ndas Fremdenblatt Nr. 103 (Morgenblatt) auf S. 6 (**),\r\ndas Neue Wiener Tagblatt (***),\r\ndie Ostdeutsche Rundschau Nr. 103 auf S. 7 (°)\r\nund das Wiener Tagblatt Nr. 103 auf S. 7 (°°) aufmerksam.\nAufführung des 150. Psalms und der 5. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Ferdinand Löwe in einem Konzert des Wiener akademischen Wagner-Vereins zugunsten des Bruckner-Denkmalfonds im Großen Musikvereinssaal in Wien (°°°).\r\nMitwirkende: Sophie Feurstein (Sopran), Josef Hellmesberger (Violinsolo), MGV \"Schubertbund\" und der Wagner-Vereins-Chor (#).\r\nFerdinand Löwe war bei den Proben von Ferdinand Foll unterstützt worden. August Fetzmann hatte die Zusammenarbeit von Schubertbund und Wagner-Verein gefördert (##).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 3694 bringt auf S. 7 einen Aufruf  \"An die Verehrer Anton Bruckners\" für das Bruckner-Denkmal (###).", "Letzte Änderung": "20.05.2026 06:44"}, {"ID": 190004155, "Datum": "15.4.1900, Sonntag", "Haupttext": "Die \"Lyra\" berichtet auf S. 163 vom Konzert in Linz [am 8.4.1900] mit der 3. Symphonie, [\"Locus iste\"] und dem 150. Psalm (*).\nDie Neue Musikalische Presse gibt auf S. 122ff einen Rückblick auf \"Die Concert-Saison 1899-1900\". Die Konzerte des Neuen Philharmonischen Orchesters seien sofort ausverkauft gewesen, so daß 2 außerordentliche Konzerte (u. a. mit der 3. Symphonie) veranstaltet wurden. Erwähnt werden auch die 4. Symphonie bei den Philharmonikern [am 28.1.1900] und die Denkmalsenthüllung am 25.10.1899.\r\n\"Die tiefsten, schönsten, erhabensten Eindrücke, die wir in der verstrichenen Saison empfingen, danken wir unseren Grössten, von Händel und Bach bis Bruckner und Brahms\" (**).\nIm Neuen Wiener Journal Nr. 2326 wird auf S. 11 das Konzert vom 20.4.1900 mit der 3. Symphonie angekündigt (***).\nDie Zeitschrift \"Die Wage\" schreibt in einem Artikel \"Über das Konzertleben in Wien\" über die Erfolge des Neuen Philharmonischen Orchesters unter Ferdinand Löwe. Die 3. Symphonie mußte wiederholt werden (°).", "Letzte Änderung": "23.03.2023 09:24"}, {"ID": 190404155, "Datum": "15.4.1904, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Orchester des Wiener Konzertvereins unter Ferdinand Löwe in einem Konzert des Steiermärkischen Musikvereins in der Industriehalle (*a) Graz (*).\n \nDer Messenger-Inquirer Nr. 142 [oder Nr. 45?] (The Inquirer, Owensboro, Kentucky) gibt auf S. 5 einer der beiden Ausgaben [\"daily\" oder \"weekly\"?] das Programm des Mai-Festivals mit der 9. Symphonie [am 14.5.1904] bekannt:\n\"       Cincinnati May Music Festival.\n     Less than one month remains before the opening concert of the Sixteenth Cincnnati Festival [...].\n     The Saturday afternoon concert, May 14, presents as solists Mme. Schumann-Heink and Muriel Foster, contralto; [...]. In this program the orchestra will play the Ninth symphony by Anton Bruckner, Vienna, The Meistersinger prelude, Strauss' tone-poem 'Till Eulenspiegels Merra Pranks\" and the stunning Tschaikowsky overture, 1812.\n     [... Sonderkonditionen der Eisenbahnen ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190504155, "Datum": "15.4.1905, Samstag", "Haupttext": "Der Brünner Tagesbote Nr. 177 schreibt auf S. 1 in einem Artikel \"Hans Pfitzner in Wien\" von Wilhelm von Wymetal:\n     \"Den jungen Komponisten von heute kann wirklich kein Recht zugebilligt werden, sich zu beklagen. Unter der Nachwirkung der Fälle Wagner, Bruckner und Wolf ist im Musikleben Deutschlands ein vollständiger und andauernder Umschwung zum Bessern eingetreten. Zur Stunde findet jedes Talentchen, sei es auch noch so klein und unbedeutend, seine Anhänger und Förderer, seinen Verein oder seinen aufführenden Theaterdirektor. Die Dornenkrone des verkannten Märtyrers reißt heutzutage keine Stirne mehr blutig; nur reklamesüchtige Poseurs kokettieren noch mit ihr.\"", "Letzte Änderung": "21.04.2023 12:15"}, {"ID": 190604155, "Datum": "15.4.1906, Ostersonntag", "Haupttext": "In der Kirche St. Ulrich am Neubau werden unter Karl Pfleger ein Tantum ergo [prov. WAB 48] und [separat die letzte Strophe] Genitori und [? (*)] in der Votivkirche ein Tantum ergo [prov. WAB 48] aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191104155, "Datum": "15.4.1911, Samstag", "Haupttext": "Brief von Friedrich Waldeck an Franz Gräflinger:\r\n     Sendet eine längere Version seiner Buchbesprechung [22.4.1911] zu, in der er sich an die Aufführung der 7. Symphonie in Köln erinnert [7.1.1886]. 1884 oder 1885 habe er deren Ankündigung in der Kölnischen Zeitung gelesen. Nach Hause zurückgekehrt habe er einen Bericht nach Linz geschickt, den man nicht veröffentlicht habe, um die Wirkung der in Linz geplanten Bruckner-Ehrung [wohl der 15.4.1886 gemeint] nicht abzuschwächen. Wenig später habe er angeboten, von Deutschland aus [Waldeck lebte bis 1886 in Westfalen] eine Lebensskizze zusammenzustellen, wenn man ihm von Wien und Oberösterreich aus Material zur Verfügung stelle. Auch dieser Plan sei mit Hinweis auf die geplante Göllerich-Biographie verworfen worden (*). Moißl werde vermutlich aus dem Ausland für seine Artikel zum Cäcilianismus bezahlt (**).", "Letzte Änderung": "28.07.2025 13:44"}, {"ID": 191304155, "Datum": "15.4.1913, Dienstag", "Haupttext": "Das Bruckner-Denkmal wird in einem großen Artikel über Wien im Camden Post-Telegram Nr. 5536 (The Morning Post, Camden, New Jersey) auf S. 9 erwähnt, völlig identisch mit dem Artikel der New York Times vom 13.4.1913:\n\n\"THE GAYEST CITY IN EUROPE --- NOT PARIS, BUT VIENNA\n[... drei Abbildungen ...]\n             By James Huneker.\nI ALWAYS know when I am in Austria; the coffee is much better than the watery, flavorless compound you are offered in Germany. Perhaps, the sharper accents of the Viennese cuisine may not appeal to you–the German cookery by comparison is colorless–but the superiority of the coffee and pastry is manifest.\n     I am sure this is not a happy way of beginning to sing the praises of Vienna the Magnificent; but, after all, sufficient for the day is the Baedeker thereof. [... \"Austrian Cooking\" ... \"Some Fine Restaurants\" ... \"Optinistic Vienna.\" ... \"A Paradise for Musicians\" ... \"Viennese Art and Literature ... 38 Brunnen, 80 Denkmäler, 39 Parkanlagen ...].\r\n     In the parks and on public squares you see statues erected to the memory of celebrated men: Beethoven, (2,) Brahms, Schubert, Bruckner, Anzengruber, Goethe, Grillparzer, Gutenberg, inventor of printing; Robert Hamerling, the poet; Josef Haydn, [... sieben weitere Namen ...]. Think of the Central Cemetery, where is the empty grave of Mozart; where are the remains of Beethoven, Gluck, Franz Schubert, Johann Strauss, near his friend Brahms, and where lie such men as Von Suppé, Milloecker, Bruckner [sic!], Herbeck, Hugo Wolf, Makard [sic], Clement, and the pedagogue Czerny! Vienna honors her illustrious dead in an appropriate manner. [... \"Some of the Sights\" ... The Beautiful Suburbs\" ...]. Of all the European cities (after New York, if I may be permitted to perpetarte a mild Celtic bull, for New York is becoming more European than Europe) I best like Vienna the Magnificent.\"", "Letzte Änderung": "16.09.2024 15:19"}, {"ID": 191704155, "Datum": "15.4.1917, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des \"Intermezzos\" durch die Wiener Philharmoniker unter Felix Weingartner im 8. Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "20.05.2026 09:05"}, {"ID": 192204155, "Datum": "15.4.1922. Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 87 teilt auf S. 7 mit, dass der Männergesangverein \"Einklang\" am 22.4.1922 im Gründungsfestkonzert auch ein Chorwerk Bruckners [prov. WAB 67] aufführen wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192304155, "Datum": "15.4.1923, Sonntag", "Haupttext": "In einem Artikel in The Pittsburgh Daily Post Nr. 115 auf S. 61 (= S. 5 des 6. Teils) kommen auch die europäischen Erfolge des Landsmannes Chester MacKee [darunter mit der 8. Symphonie, am 31.10.1922] zur Sprache:\n\"Musical Notes and Comment\n                           [...]\n       BY HARVEY B. GAUL.\n     We have had italian opera, French opera, Yiddish opera, Russian opera, German opera [... nun eine chinesische Kompanie ...].\n              Chester MacKee,\n          Composer-Conductor.\n     Chester Mac Kee, who once roamed these hills and vales, has recently won for himself a fine collection of critical plaudits and press encomiums for his conducting and playing in Germany and France. [...].\n     He has just given two concerts in Vienna, Strausberg and Paris, and judging from the voluminous reviews he has knocked the critical gents for the proverbial loop. [... Zitate ...]. His conducting - composing - playing has won for him a host of friends in Europe and it will be good news to the home fraternity to know of his success. He conducted the Bruckner C minor symphony, the Raubaud [sic] \"Procession Nocturne,\" the Strauss Dance and scene from \"Salome,\" as well as a composition of his own. [... Venusberg-Musik ...].\n     Not bad, eh, what, for a native son? And we are raising more like him. The question that needs to be answered is \"How-ya going to keep 'em here on the farm after they've seen Paree?\" Congratulations to Chester MacKee. [... weitere Themen (darunter der Sohn von Arthur Nikisch)  ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192404155, "Datum": "15.4.1924, Dienstag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Generalprobe im Neuen Wiener Journal Nr. 10922 auf S. 12 (*)\nund in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 105 auf S. 6 (**).\n \nÖffentliche Generalprobe der f-Moll-Messe im Großen Musikvereinssaal mit dem Wiener Symphonieorchester unter Leopold Reichwein, dem Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, den Solisten Klara Musil, Emilie Rutschka, Hermann Gallos und Anton Tausche und dem Organisten Franz Schütz (***).", "Letzte Änderung": "02.08.2026 22:52"}, {"ID": 192604155, "Datum": "15.4.1926, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Dirk Fock im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistin in Liedern Hugo Wolfs ist die Altistin Josefine Stransky.\nDas Konzert wird ab 19:30 Uhr von Radio Wien übertragen. Ende der Übertragung 21:20 Uhr.", "Letzte Änderung": "14.04.2025 10:29"}, {"ID": 192704155, "Datum": "15.4.1927, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler in Wien.\nAuf dem Programm steht zuvor J. S. Bachs 5. Brandenburgisches Konzert (mit den Solisten Furtwängler, W. Sonnenberg und F. Mairecker).\nWiederholung vom 14.4.1927.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:48"}, {"ID": 192904155, "Datum": "15.4.1929, Montag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Radioübertragung im Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 175 (Abendausgabe) auf S. 8 (*).\n \nAufführung der 7. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester und die Wiener Philharmoniker unter Franz Schalk in einem \"Monstre-Konzert\" um 20 Uhr im Großen Saal des Wiener Konzerthauses (**).\nZu Beginn erklingt Händels Concerto grosso D-Dur und zum Abschluss Richard Wagners \"Rienzi\"-Ouvertüre, nach der Pause Ouvertüre und Bacchanale aus \"Tannhäuser\" und \"Marche hongroise\" von Berlioz.\nDas Konzert wird vom Wiener Rundfunk übertragen, ab 20:30 Uhr (Beethoven und Wagner) auch vom Berliner Rundfunk und von den Sendern in Pressburg, Agram (Zagreb), Krakau, Prag, Kattowitz, Brünn, Stettin, Budapest, Warschau und Königswusterhausen (***).\n\"Leider war die Uebertragung sehr unzulänglich – Pianissimostellen verschwanden vollkommen.\" (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 16:42"}, {"ID": 193104155, "Datum": "15.4.1931, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der g-Moll-Ouvertüre durch die Berliner Philharmoniker unter Felix Maria Gatz im 5. Konzert der Bruckner-Vereinigung in Berlin. Solist im Brahms-Konzert ist Joseph Szigeti. Auf dem Programm steht außerdem die \"Sinfonia domestica\" von Richard Strauss (*).\n \nAufführung der f-Moll-Messe durch das Wiener Sinfonie-Orchester und den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde unter Robert Heger im Großen Musikvereinssaal in Wien. Solisten sind Wanda Achsel-Clemens, Emilie Rutschka, Georg Maikl und Richard Mayr. An der Orgel Franz Schütz (**).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 20:37"}, {"ID": 193204155, "Datum": "15.4.1932, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie und Uraufführung von Hindemiths Philharmonischem Konzert durch die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im 2. Festkonzert anläßlich des 50. Orchesterjubiläums in Berlin.\nAuf dem Programm steht außerdem zu Beginn J. S. Bachs h-Moll-Suite (mit dem Flötisten Albert Harzer) (*).\n \nDer Ostmärkische Rundfunk (Heilsberg, Königsberg, Danzig) überträgt ab 20:50 Uhr ein Sinfoniekonzert des Orchesters des Königsberger Opernhauses unter Hermann Scherchen. Dr. Erwin Kroll hält eine Einführung. Von Bruckner wird das Scherzo der 9. Symphonie aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "29.03.2026 20:14"}, {"ID": 193504155, "Datum": "15.4.1935, Montag", "Haupttext": "Zum Abschluß des Berliner Bruckner-Zyklus [prov. WAB 86] dirigiert Hausegger in Berlin die 9. Symphonie und das »Te deum« anläßlich des zehnjährigen Bestehens des Rundfunkorchesters.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193604155, "Datum": "15.4.1936, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Volkmar Andreae im Großen Saal des Wiener Konzerthauses [Wiederholung am 16.4.1936] (*).\nDatierung eines Typoskripts) Lili Schalk organisiert einen »Freundeskreis Bruckner-Schalk-Löwe« (**).\nAufführung des \"Ave Maria\" [WAB 6] in einem Konzert des Wiener Staatsopernchores unter Ferdinand Großmann im Augusteo in Rom. Auch Felix Weingartner war als Komponist und Dirigent beteiligt. Im Rahmen dieser Konzertreise trat der Chor mit einigen Chören vor dem Papst auf (***).", "Letzte Änderung": "18.04.2025 09:52"}, {"ID": 193704155, "Datum": "15.4.1937, Donnerstag", "Haupttext": "Brief des Musikwissenschaftlichen Verlags an Alfred Orel: \n   Robert Haas könne eines der [für Orels Neuredaktion der Skizzen zur 9. Symphonie] angeforderten Autographen nicht übermitteln [vgl. 4.3.1937], da es auch Skizzen zu anderen Werken enthalte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194404155, "Datum": "15.4.1944, Samstag", "Haupttext": "[Datierung noch nicht gesichert]\r\nAufführung von Teilen der f-Moll-Messe durch den Reichs-Bruckner-Chor anlässlich Heinrich Glasmeiers Eintreffen in St. Florian.", "Letzte Änderung": "09.01.2026 09:38"}, {"ID": 194904155, "Datum": "15.4.1949, Freitag", "Haupttext": "Brief von Franz Kosch an Propst Leopold Hager:\n     Über das von der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien geplante Bach-Fest vom 15.6.1950 bis 5.7.1950. Für die Festteilnehmer sei eine Fahrt nach St. Florian geplant mit einer liturgischen Aufführung der f-Moll-Messe vormittags und einem Bach-Konzert im Festsaal nachmittags. Ob sich das Stift an diesem Projekt beteiligen wolle?\r\n     Datumsnotizen [vermutlich Leopold Hagers]: \"11.VI. [siehe Anmerkung], 19/6, 26/6, 3/7, 29/6\"", "Letzte Änderung": "02.11.2024 11:13"}, {"ID": 195004155, "Datum": "15.4.1950, Samstag", "Haupttext": "Friedrich Werner verfasst eine \"Historische Darlegung\" des Musikwissenschaftlichen Verlags.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196004155, "Datum": "15.4.1960, Freitag", "Haupttext": "Brief der Internationalen Bruckner-Gesellschaft an Elisabeth Buhz: [Vermutlich] Bestätigung, das Päckchen vom 9.4.1960 mit Erinnerungsstücken von Ida Buhz erhalten zu haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196104155, "Datum": "15.4.1961, Samstag", "Haupttext": "Brief von Fritz Rauch an Propst Leopold Hager:\n     Wenn die Instandsetzungsarbeiten in der Gruft vom Brucknerbund gezahlt werden sollen, dann möge man auch dessen Mitglied Friepeß berücksichtigen, da dieser es als Ehrenauftrag ansehen und kostengünstig durchführen würde.\n \nBeiliegend ein Zettel mit Entwurf eines Gedenktafeltextes \"Auf Anregung des Brucknerbundes für O.Ö. liess die Lehrerschaft O.Ö. im Jahre 1961 den Sarkophag ihres Meisters erneuern.\"", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:57"}, {"ID": 196504155, "Datum": "15.4.1965, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik zur 8. Symphonie von Suzanne Demarquez in Les lettres francaises.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196604155, "Datum": "15.4.1966, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel in der Rheinhalle in Düsseldorf.", "Letzte Änderung": "09.06.2026 18:26"}, {"ID": 197104155, "Datum": "15.4.1971, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" durch das Icelandic Symphony Orchestra und den Söngsveitin Fílharmónía unter Róbert Ottósson im Háskólabió, dem Kinosaal der Universität. Solisten sind Guðrun Tómasdóttir, Ruth Little Magnússon, Kristinn Hallsson und Sigurdur Björnsson (*).\nVorankündigung am 7.4.1971 in der Zeitung \"Timinn\" auf S. 3 (*a).\nBesprechung durch Leifur Þorarinsson am 24.4.1971 in \"Timinn\" (*b).", "Letzte Änderung": "14.02.2026 15:44"}, {"ID": 197504155, "Datum": "15.4.1975, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Leopold Nowak an Prälat Zauner.\n[damit in Zusammenhang?] Beiliegend Postkarte mit dem Bruckner-Porträt von Josef Büche IKO 66.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 15:30"}, {"ID": 199004155, "Datum": "15.4.1990, Ostersonntag", "Haupttext": "Aufführung der Windhaager Messe durch den Chor der Stadtpfarrkirche unter Helmuth Angerer in Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199604155, "Datum": "15.4.1996, Montag", "Haupttext": "Dr. Bruno Kaufmann vom Anthropologischen Forschungsinstitut in Aesch (Schweiz) erstellt seinen Arbeitsbericht über die Konservierungsmaßnahmen an Bruckners Leichnam und Kleidung (vom 12.1.1996 bis 1.4.1996).\n\n\nDiese Erstversion wird offensichtlich am 8.8.2003 aktualisiert, da sie die an den Grabbeigaben vorgenommenen Maßnahmen vom 24.1.2003 und Anfang August 2003 enthält.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201804155, "Datum": "15.4.2018, Sonntag ", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Cohrs in der Neuen Urtext-Ausgabe von Benjamin-Gunnar Cohrs an der Hochschule Detmold. \n\nTags zuvor ein Werkstattkonzert unter Leitung von Cohrs.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185305155, "Datum": "15.5.1853, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Magnificat« in St. Florian (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15 u 16. Mai     Zum Pfingsfest 2 Bläser /Für eine Fuhr /: Lucis :/     2 [fl]\n  =     de Von Hr. Prälaten dafür erhalten     1 [fl] 20 [kr] \" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185605155, "Datum": "15.5.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Aktenvermerk Dierzers und Weichharts auf dem gestrigen Dokument: »Gegenwärtige Eidesablegung ist bey den betreffenden Verhandlungsacten aufzubewahren. [/] Linz am 15ten May 1856. [/] exped Dierzer [/] pr 15 May 856 [/] Weichhart [/] 3760«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185805155, "Datum": "15.5.(?)1858, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des 3. der 4 »Tantum ergo« [WAB 41] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105155, "Datum": "15.5.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik der »Linzer Zeitung« Nr.112, S. 454 (*)\r\nund der »Katholischen Blätter«, S. 171 (**) über das »Ave Maria« [WAB 6]. \n(*) Linzer Zeitung:\r\n»Vocal=Messe von Lotti,\r\n   ausgeführt von der Liedertafel „Frohsinn” am 12. d. M. \r\n   Ner. Die großen Schätze ächt kirchlicher Musik stammen von Palestrina ...\r\n   [...] Der Chormeister der Liedertafel „Frohsinn” Hr. Bruckner verdient die vollste Anerkennung, ein so schönes Werk gewählt zu haben, zur kirchlichen Feier des Gründungsfestes dieses Vereines. Freilich wäre ein allgemeineres Auffassen solcher im Palestrina-Style geschriebenen Werke durch öfteres Hören bedingt; der Zweck - religiöse Erbauung - dürfte selbst beim ersten Anhören erreicht sein. Mit feinem Verständnisse nuancirt, war die Durchführung eine mackellose. Besonders erhebend war das „Christe”, „Et incarnatus” und das liebliche „Benediktus”. Das Offertorium, „Ave Maria” 7stimmig componirt von Herrn Bruckner, ist ein religiös empfundenes, streng contrapunktisch durchgeführtes Werk, welches auf die Anwesenden mächtig wirkte. Prachtvoll klingt die Repetition „Jesus” im feierlichen A dur Accord. Hr. Bruckner hat hiedurch einen glänzenden Beweis seiner großen Studien (er ist Schüler des weltberühmten Prof. Sechter) und seiner besonderen Befähigung für schaffende kirchliche Kunst geliefert. Was an einer tüchtigen Leitung gelegen, wird jeder einsehen, der dem Gründungsamte der Liedertafel „Frohsinn” voriges Jahr und heuer anwohnte.« (*).\n(**) Katholische Blätter:\r\n    »Linz. Schon öfters wurde uns im Verlaufe mehrerer Jahre durch den Kunstsinn und die Thätigkeit des Herrn Domkapellmeisters C. Zappe, sowie des Herrn Hauptschullehrers und Musikvereinsdirektors E. Lanz Gelegenheit geboten, klassische Kirchenkompositionen aus den früheren Jahrhunderten zu hören, die uns immer mächtig anregten, erbauten und zur Andacht stimmten. Am verfloßenen Sonntage d. i. am 6. Sonntag nach Ostern wurde nun wieder in der Domkirche und dießmal unter der Leitung des Domorganisten und Chormeisters der Liedertafel Herrn A. Bruckner mit Beihilfe eines gewählten Sängerkreises aus der hiesigen Herren- und Damenwelt eine solche Komposition aus dem vorigen Jahrhundert nämlich eine Vokal=Messe von Lotti zur Aufführung gebracht. (Lotti ist der Stifter der sogenannten venetianischen Schule, studirte den Contrapunkt um das Jahr 1684 unter Begrenzi [sic, recte »Legrenzi«?] und starb zu Anfang des Jahres 1740 als Kapellmeister am S. Marco in Venedig.) \r\n   Es ist uns wieder ein Genuß, ja eine wahre Erbauung gewesen, diese altehrwürdigen Tonsätze - nach Form und Inhalt von der modernen Satz- und Ausdruckweise so außerordentlich abweichend zu hören. Langsames Tempo, genaue Beobachtung der Zeichen namentlich des crescendo und decrescendo, gute Aussprache, reine Intonation, - das ist es, was wir bei Aufführung dieser Lottischen Messe besonders lobend hervorheben zu müssen glauben. Zum Offertorium wurde ein von Herrn Bruckner componirtes 8stimmiges Ave Maria aufgeführt, ein kirchliches, künstlerisch vollendetes Tongebilde. - [...] Die besten Wünsche dem Fortbestehen und immer herrlicheren Gedeihen des musikalischen Wirkens auf kirchlichem Gebiete! - [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505155, "Datum": "15.5.1865, Montag", "Haupttext": "Die Uraufführung des »Tristan« muß wegen Erkrankung von Frau Schnorr-Carolsfeld verschoben werden. Bruckner wohnt im Hotel »Vier Jahreszeiten«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186605155, "Datum": "15.5.1866, Dienstag", "Haupttext": "Datierung Schimatscheks am Ende der Stimme des 1. Horns zur 1. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186905155, "Datum": "15.5.1869, Samstag", "Haupttext": "Die »Revue de la musique sacrée« berichtet (nicht ohne Fehler) von den Konzerten in Nancy Ende April.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005155, "Datum": "15.5.1870, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80], »Gewidmet der Liedertafel 'Frohsinn' in Linz zur Jubiläumsfeier von ihrem Ehrenmitgliede Anton Bruckner.«, in Linz beim Gründungsfest-Konzert der Liedertafel »Frohsinn« unter Gerickes Leitung um 8 Uhr abends in der Volksfesthalle (*).\r\n   Aus dem Programm: »I. Abtheilung. [... Werke von Ritz, Fr. Schubert, Fr. Mair vom Schubertbund, Herbeck ...] 5. Um Mitternacht. Chor mit Solo=Quartett und Klavierbegleitung von Anton Bruckner, k. k. Hoforganisten, Professor am Conservatorium für Musik in Wien, früherem Chormeister und nunmehrigen Ehren=Mitgliede des Vereines, der Liedertafel »Frohsinn« zum Jubelfeste gewidmet (neu). [... Werke von E. S. Engelsberg, Hanns Schläger und in der »II. Abtheilung« Richard Wagners »Liebesmahl der Apostel« ...]« (*a).\r\n   Als Anwesende sind u.a. überliefert: [am 14. und 15.5.1870] Dumba, Hacker, Lewicki, Pereo-Baldini und Dr. Moriz Schneider vom Wiener Männergesangverein (*b), [für den 14.5.1870] Bürgermeister Drouot, Vizebürgermeister Saxinger, Hofrat Ritter v. Schurda, Dr. Habison und [am 15.5.] Melichar, der am Hause des Apothekers Vielgut eine Beethoven-Votivtafel enthüllt (**), Gäste aus Budweis, Bobies (Wien), Engl (Salzburg), Renner (Passau), Göllerich, Bezirkshauptmann Mayfeld (Musikverein), Dr. Hocke, Hafferl, Jax, Wackerlig, Scherrer [Scherer] (Vöcklabruck) und [vermutlich] Greil und Schneck mit einer kalligraphischen Arbeit (***), die Musikkapelle Kronprinz von Sachsen, verstärkt durch Mitglieder der Musikkapelle Baron Wetzlar, und Karl Kerschbaum (°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 17:40"}, {"ID": 187205155, "Datum": "15.5.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel Witts in den »Fliegenden Blättern für katholische Kirchenmusik« Nr. 5 auf S. 44. Verteidigt [auf Habert (April 1872) reagierend] seine gutgemeinte frühere Notiz in Heft Nr. 2 [15.2.1872] zur Affaire St. Anna. Auch die »Tonhalle« habe noch 1879 auf S. 679 die Berichtigung der Linzer Tages-Post gebracht. Traumihler habe eine Wiener Zeitung mit einem Bruckner entlastenden Zeugnis [R. Niedergesäß, 17.10.1871 ?] zugeschickt und selber auch Bruckner charakterisiert.\n\"                            Notizen.\n     [...]\n     2  Die in Nr. 2 enthaltene Notiz, Hrn. Prof. Bruckner betreffend, sollte eine Vertheidigung des Hrn. Professors sein gegenüber weit verbreiteten Gerüchten in öffentlichen Blättern. Auch die Tonhalle hat p. 679 (1871) einen vertheidigenden Bericht der Linzer Tagespost gebracht. Hr. Traumihler sendet ein in einem Wiener Blatte veröffentlichtes Zeugniß des Direktors der betreffenden Anstalt, worin demselben \"streng moralische Haltung\" bestätiget wird und setzt hinzu: \"Hr. Bruckner ist ein reiner, tief religiöser Mann mit einem entschiedenen grossen Talente für das Orgelspiel bei einem gleich grossem [sic] beispiellosen ausdauerndem Fleiße  .  .  .   Ich habe mit großer Befriedigung Ihr maßvolles Urtheil über ihn gegenüber der abträglichen Notiz eines anderen Blattes gelesen.\" Ich wiederhole, daß ich Hrn. Br. nur vertheidigen wollte.\n     3. Die Chorregentenstelle in Weilheim [...].\" (*).\n \nVormittags Enthüllung des Schubert-Denkmals im Stadtpark in Anwesenheit von Stremayr, Herbeck, Dumba u.a.; Rudolf Weinwurm dirigiert das Sanctus aus der Deutschen Messe. Abends im Großen Musikvereinssaal Festkonzert mit Werken Schuberts. Mitwirkende sind u.a. Herbeck, der Wiener Männergesangverein, Marie Wilt, Hellmesberger, Bachrich und Epstein (**).\n \nBesprechung des Wagner-Konzerts vom 12.5.1872 durch Eduard Kulke im Vaterland (***).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:25"}, {"ID": 187305155, "Datum": "(15.5.1873, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405155, "Datum": "15.5.1874, Freitag", "Haupttext": "Hanslick sieht sich auch durch das Nachtragsgesuch vom 10.5.1874 nicht veranlaßt, an seiner ablehnenden Stellungnahme vom 4.5.1874 etwas zu ändern. Er vermisse weiterhin Nachweise für Bruckners Erfolge als Kompositionslehrer.\nSein Vermerk auf der letzten Seite von Bruckners Gesuch:\n\"Gesehen mit dem Bemerken, daß Ref. in diesem Nachtragsgesuch ds H. Bruckner keinerlei Anlaß finden kann, an seiner ersten Aüßerung [sic] etwas zu ändern. Uibrigens vermißt Ref. auch hier jeglichen Nachweis, daß H. Bruckner als Compositionslehrer irgendwo ersprießliche Resultate aufzuweisen habe oder hatte. –\nWien 15. Mai 1874.          Prof Ed Hanslick, als Ref.\"", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:53"}, {"ID": 187805155, "Datum": "15.5.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »Colloquium« [mündliche Prüfung].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205155, "Datum": "15.5.1882, Montag", "Haupttext": "In einem Artikel der Wiener Signale Nr. 18 auf S. 151 wird das Konzert vom 9.5.1882 besprochen: »- Am 9. d. M. fand das erste Zöglings=Concert des Conservatoriums statt, dem morgen ein zweites folgen soll. [...] Den Schluß bildete ein wunderbar schönes Orgelconcert von Händel, bei welchem Herr Dittrich (Schule Pruckner [sic]), der ein sehr guter Violion= [sic] und Clavierspieler ist, auch seine Virtuosität auf der Orgel documentirte. Das Werk übte auf die Zuhörer einen wirklich großartigen Eindruck aus, trotzdem ein Theil des ohnehin nicht zahlreich erschienenen Publikums sich noch vor Schluß desselben entfernte.« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505155, "Datum": "15.5.1885, Freitag", "Haupttext": "In den Wiener Signalen Nr. 10 wird auf S. 83 das Erscheinen der Partitur der 7. Symphonie bei Gutmann angekündigt:\r\n   »- Die in Leipzig und München mit außerordentlichem Erfolge aufgeführte Symphonie unseres vaterländischen Tondichters Anton Bruckner erscheint demnächst in Partitur, Orchesterstimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage von Albert Gutmann in Wien.« (*).\nDie Neue Zeitschrift für Musik wiederholt auf S. 224 ihren Hinweis auf das Konzert am 30.5.1885 (vgl. 1.5.1885, Text geringfügig geändert):\r\n   »Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins. [...] wird die diesjährige Tonkünstler-Versammlung zu Karlsruhe [...] vom 28. Mai bis 31. Mai einschliesslich stattfinden. [...] sechs Concerte [...] V. 30. Mai Orchester-Concert im »Museum«. [... aufzuführende Werke ...] Bruckner, Ant., Cism.-Adagio f. Orch. [...] Unser allverehrter Ehrenpräsident, Herr Doctor Franz Liszt hat seine persönliche Theilnahme freundlichst zugesagt. [...] Leipzig, Jena und Dresden, 12. Mai 1885.\r\nDas Directorium des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins.\r\nProf. Dr. C. Riedel. Hof- u. Justizrath Dr. Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. A.Stern.« (**).", "Letzte Änderung": "26.10.2024 19:56"}, {"ID": 188605155, "Datum": "15.5.1886, Samstag", "Haupttext": "Dr. Behn übernimmt die Partituren der 1., 2., 5. und 6. Symphonie. Er vermerkt dies in Bruckners Kalender bei November 1888 (*).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:34"}, {"ID": 188805155, "Datum": "15.5.1888, Dienstag", "Haupttext": "Vertrag [Vordruck] zwischen Bruckner und Gutmann über die Abtretung der Verlagsrechte an der 4. Symphonie im Original und in [handschriftliche Korrektur] »von mir [Bruckner] gebilligten« Arrangements. Zugleich Quittung über den Empfang des Honorars (*).\nKritik zum Konzert in Brünn am 13.4.1888 mit dem »Te deum« in der »Lyra« XI, Nr. 16 (317), auf S. 135 [= 3]:\r\n\"                      Concerte.\r\n      Brünn. Das zweite diesjährige Concert des Brünner Musikvereins fand am 13. v. M. statt. Das Concert brachte das Te Deum von Anton Bruckner und führte damit diesen Componisten, der die Wagner'sche Schule in die Symphonik hineingetragen hat, erst hier ein. Es ist interessant, daß Bruckner, welcher mit Recht als ein hervorragender Orchester-Compositeur gilt, in den Jahren 1861 bis 1863 Organist in Linz war und dort von dem gegenwärtigen artistischen Director des Musikvereines Herrn Otto Kitzler in der Formenlehre und Instrumentation Unterricht genoß. Fräulein Kollar, welche in dem Te Deum mitwirkte und nebstbei eine Arie aus der „Schöpfung” vortrug, verabschiedete sich in diesem Concerte. [... über weitere Programmnummern ...]\" [keine Signatur] (**).\n(Brief von Joh. Ev. Habert an Bernhard Deubler:\r\n     Sendet die Thomas-Messe. Bezahlung später an August Hasenleithner. Eine Messe, an der er gerade weiterschreibe, werde er Deubler widmen. Welcher Bernhard sein Namenspatron sei? (***)).", "Letzte Änderung": "14.07.2024 12:25"}, {"ID": 188905155, "Datum": "15.5.1889, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik verzeichnet auf S. 232 eine Aufführung des \"Te deum\" in Mannheim:\r\n     \"Mannheim. Concert des Musikvereins unter Hrrn. [sic] Hofcapellmeister Ferdinand Langer. Christus am Oelberge, von Beethoven. Weihgeschenk, für Frauenstimmen und Orchester von Robert Kahn. Te Deum, von Anton Bruckner. Solisten: Frau Frieda Hoeck=Lechner, Concertsängerin von Karlsruhe, Frau Helene Seubert=Hausen, Hofopernsängerin von hier, Hr. Friedrich Erl, Hofopernsänger, Hr. Joseph Moedlinger, Hofopernsänger von hier. Großh. Hoftheater=Orchester.\"", "Letzte Änderung": "12.11.2024 12:04"}, {"ID": 189105155, "Datum": "15.5.1891, Freitag", "Haupttext": "Die Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 11 (2. Maiheft) berichtet auf S. 307 vom Konzert der Singakademie am 13.5.1891, bei dem u.a. das »Ave Maria« [WAB 6] aufgeführt wurde (signiert \"D.\"):\n                       \"Kunst-Nachrichten.\n           (Zusammengestellt vom Herausgeber.)\n[...]\n      - Die Wiener Singakademie veranstaltete am 13. Mai in der Minoritenkirche ein geistliches Concert, [...] Ueber die Langweile einer Mendelssohn'schen Arie half Bach's fünfstimmiger Choral \"Welt ade\" und Bruckner's siebenstimmiges Ave Maria, ein gehaltvoller, in drastischer Einzelcharakteristik sich ergehener Tonsatz, hinweg. Händel's Halleluja aus dem \"Erntefest\" [...] beschloss schallstark und kunstsicher die gelungene Aufführung.          D.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189205155, "Datum": "15.5.1892, Sonntag", "Haupttext": "Brief Oberleithners an Schott:\r\n    Wegen des Druckes der 1. Symphonie. Kündigt einen Brief Hans Richters in dieser Angelegenheit an (*).\nIm Bericht der Grazer Tagespost Nr. 135 (9. Bogen) von der Musik- und Theater-Ausstellung wird ein Schattenspiel beschrieben, das Bruckner an der Orgel zeigt [vgl. 14.5.1892]:\r\n\"         Theater= und Musikausstellung.\r\n    Seit gestern zählt die Ausstellung eine Specialität mehr: das Schattenspiel, von dem die \"N. Fr. Pr.\" die folgende Beschreibung gibt: \"Obwohl das Theater ganz chinesisch decorirt ist, so ist doch das Schattenspiel selbst echt wienierisch und local – eine amüsante Revue bekannter Persönlichkeiten aus der Wiener Kunstwelt und Gesellschaft, denen sich eine Reihe typischer Straßenfiguren anschließt. Schließmann hat sie gezeichnet und im Profil, in der Haltung und Bewegung so treffend charakterisirt, daß jede Figur beim Erscheinen vom Publikum alsbald laut mit dem Namen begrüßt wurde. Der Schriftsteller Isidor Fuchs hat dazu einen witzigen Text mit drastischen Anspielungen geschrieben, der von dem Volkssänger Schwarzmaier sehr wirksam vorgetragen wurde. Besonders die gesprochenen und gesungenen Stimmporträts wurden vom Publikum mit stürmischer Heiterkeit aufgenommen. Die begleitende Musik wurde auf dem Clavier von Herrn S. A. Erik besorgt.\r\n     Der Zuschauerraum verfinsterte sich plötzlich, und im Vorhang öffnete sich ein von rückwärts grell beleuchtetes transparentes Feld – die Bühne des Schattenspiels. Gleich die erste Figur, die auftauchte, wurde lebhaft begrüßt und acclamirt. Alles rief: \"Jahn, Jahn!\" [... Wilhelm Jahn, den Pilgerchor dirigierend, Johann Strauß ...] Dann kam Meister Bruckner mit begeistert gehobenem Haupt an der Orgel unter den Klängen eines Chorals. Hierauf erschienen nach einander die populären Dirigenten der Wiener Tanzorchester [... außerdem u. a. Max Kalbeck, Opernsänger, Hans Richter, einige Philharmoniker (Hummer, Grün, Bachrich), Sarasate, Rubinstein, Bülow, Tilgner, Burgschauspieler, Girardi ...] Es ist echt wienerisches Amusement, künstlerisch ausgeführt und belebt von Geist und Humor.\"\r\n     [...]\" (**).\nBruckner wird erwähnt in der mit \"- Freyr - \" signierten ausführlichen Besprechung des Eröffnungskonzerts vom 8.5.1892 in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 20 auf S. 5f (Umfang: fast eine komplette Druckseite!):\r\n\"     Festconcert in der Musik- und Theater-Ausstellung.\r\n     Sonntag, den 8. Mai d. J., Nachmittags 3 Uhr fand in der Musikhalle der \"Internationalen Musik= und Theater=Ausstellung\" in Wien ein außerordentlich gelungenes Festconcert statt. Zur Aufführung gelangte Mozarts \"Ouverture zur Zauberflöte\" und Beethovens \"Neunte Symphonie\".\r\n     [... überwiegend zur Symphonie ... Wagners Meinung dazu ...]\r\n     – Diese Symphonie Beethovens sprengt in ihrem allgewaltigen Drang nach Unbeschränktheit des Ausdruckes manche beengende Regel, ihre weltmetaphysische Bedeutung drängt und sehnt sich nach noch Größerem – dem Musikdrama. Wagner nennt sie den künstlerischen, von Beethoven zum Musikdrama geschmiedeten Schlüssel. Eine merkwürdige, musikalisch hoch bedeutende Fortsetzung im Geiste der kühnsten Errungenschaften der 9. Symphonie erfährt die absolute Instrumentalmusik nur noch in den Symphonie Anton Bruckner's.\r\n     – – – Es erübrigt uns noch von den Solo=Sängern und Sängerinnen zu sprechen, [... Soloquartett, Hans Richter (dirigierte auswendig). – Die Akustik der \"Tonhalle\" ist eine gute. – Schade, daß der Genuß des musterhaften Concertes in Folge der sehr theuren Plätze fast nur den oberen Zehntausend ermöglicht wurde!            – Freyr – \" (***).\nEin Inserat in der Neuen Freien Presse Nr. 9958 auf S. 5 macht auf den Erstdruck des \"Vexilla regis\" aufmerksam:\r\n\"   \"Album der Wiener Meister\", veranstaltet von der Ausstellungs=Commission, enthaltend Compositionen von: Brahms, Bruckner, Brüll, Robert Fuchs, Goldmark, Grädener, Heuberger, Millöcker, Reinhold, Johann Strauß, Suppé, Zeller, Zellner, Ziehrer. Pracht=Ausgabe fl. 1.80. Gesammtes Erträgniß den humanitären Zwecken der Ausstellung gewidmet. Verlag von Josef Weinberger, Wien, Kohlmarkt 8.\" (°).\nThe Cincinnati Enquirer Nr. 136 gibt auf S. 19 in der 6. Spalte einen Überblick über das Mai-Festival [mit dem \"Te deum\" am 26.5.1892]:\r\n\"        FESTIVAL FANCIES.\r\nReview of the Formidable Programme.\r\n[...]\r\n     The daily sale of single seats for the Festival continues at the John Church Company very satisfactorily to the Directors.\r\n     The preference seems to run largely for Friday night, with Tuesday a good second. [... die ersten Konzerte und Solisten ...].\r\n     The Thursday evening festival concert introduces Mme. Ritter-Goetz, who is above any contralto since Miss Cary was the great attraction. She sings in the beautiful Christmas oratorio of Bach, as does also Mrs. Lawson, Mr. Lloyd and Mr. Holmes, probably as fine a quartet as has ever appeared here. A brilliant work, the \"Te Deum.\" by Bruckner, will be given the same night by the same singers. Schuman's [sic] First Symphony completes the great programme for the evening. Music lovers will hardly find a more\r\n                   ATTRACTIVE PROGRAMME\r\nthan this. [... über das Weihnachts-Oratorium ...]. The Friday night programme [... Opernabend, Dvorak-Requiem, zwei Nachmittagskonzerte ... ].\" (°°).\n(Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Haydns »Jahreszeiten« anläßlich der Musik- und Theater-Ausstellung (°°°)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 09:20"}, {"ID": 189305155, "Datum": "15.5.1893, Montag", "Haupttext": "In der Universitätsvorlesung berichtet Bruckner, daß er heute einem Besucher aus New York [Viktor Christ?] den Schluß von »Helgoland« vorgespielt habe (*).\nDas Deutsche Volksblatt Nr. 1568 bespricht auf S. 5 den Vereinsabend des Neuen Richard-Wagner-Vereins am 10.5.1893, bei dem der 1. Satz der 4. Symphonie aufgeführt wurde:\r\n\"     [Neuer Richard Wagner=Verein] 1. Bezirk, Babenbergerstraße Nr. 5. Gastwirthschaft Leber. Mittwoch, den 10. d. M., gelangten im Verlaufe des Vereinsabends unter Anderem folgende musikalische Darbietungen zur Aufführung: [... Frl. Jörg, Herr Bause, Herr Schnabl ...]; der 1. Satz der romantischen Symphonie von A. Bruckner, Claviervortrag der Herren Schnabl und Bause. – Am Mittwoch, den 17. d. M., findet eine Gedenkfeier von Richard Wagner's 80. Geburtstage statt, für welche ein reiches und würdiges Programm festgesetzt wurde. Deutsche Gäste herzlich willkommen\"! (**).\nDie Linzer Montagspost Nr. 14 teilt auf S. 6 mit, dass Bruckner nicht an Pfingsten [21.5.1893], sondern an Fronleichnam [1.6.1893] in St. Florian Orgel spielen werde:\r\n„     St. Florian. Wie wir erfahren, wird Meister Bruckner nicht zu Pfingsten, sondern am Frohnleichnamstage in der Kirche zu St. Florian die Orgel spielen.“ (***).\nKritik zur Aufführung der 4. Symphonie in Troppau am 19.4.1893 in der \"Lyra\" XVI, Nr. 16 (435) auf S. 6 [= S. 138]:\r\n\"    Troppau (Schlesien). Der Männer=Gesangverein brachte am 19. v. M., im „Hahnen=Saale” unter Leitung des Vereins=Chormeisters Herrn Friedrich Keitel folgende Vortrags=Ordnung zur Ausführung: Dr. Anton Bruckner: IV. (romantische) Symphonie in Es-dur, für großes Orchester. Richard Wagner: „Das Liebesmahl der Apostel”, eine biblische Scene für Männerchor und Orchester. IV. (romantische) Symphonie in Es-dur von Dr. Anton Bruckner [sic! zweimalige Aufführung im selben Konzert?]. Diese Aufführung war nicht nur eine Erinnerungsfeier an den vor zehn Jahren dem deutschen Volke viel zu früh entrissenen großen Tondichter Richard Wagner, sondern sie bedeutete auch eine Ehrung des größten lebenden Symphonikers Anton Bruckner. Nach beiden Seiten hin ist der Männer=Gesangverein der Aufgabe, die er sich mit der Erstaufführung dieser zwei hervorragenden Werke gestellt hat, gerecht geworden, und muß namentlich der Versuch, eine Tonschöpfung Bruckner's den Troppauer musikliebenden Kreisen vorzuführen, als geglückt bezeichnet werden. Schon die Nachricht, daß eine solche Aufführung im Werke sei, hatte allseitige Spannung und Erwartung hervorgerufen; bei der Wiedergabe der Symphonie steigerte sich aber die Begeisterung der zahlreichen Zuhörerschaft von Satz zu Satz und zum Schlusse gaben jubelnde Beifallsrufe den tiefen Eindruck zu erkennen, den dieses herrliche Werk auf die Anwesenden gemacht hat. Lebhafte Anerkennung fand auch die Vorführung des „Liebesmahls”, wobei die dreifach getheilten Chöre ebenso sicher vorgetragen wurden, wie die schwierige Recitation der „Apostel” und die mystisch wirkenden „Stimmen aus der Höhe”. Der Männer=Gesangverein war bemüht, beiden Vortragsstücken die ihrer Bedeutung zukommende sorgfältige Vorbereitung zu Theil werden zu lassen und Vereinschormeister Keitel, sowohl, als seine Sängerschaar und die im Orchester mitwirkenden Herren dürfen mit Befriedigung auf ihre Leistungen zurückblicken. Anton Bruckner wurde von dem herrlichen Gelingen seiner 4. Symphonie seitens des Männer=Gesangvereines auf schriftlichem Wege in Kenntnis gesetzt.\" [keine Signatur] (°).\nErnst Pick geht in einem Artikel zum 60. Geburtstag von Johannes Brahms in der Musikalischen Rundschau Nr. 10 auf S. 81-83 auch auf den Zwiespalt Bruckner - Brahms ein:\r\n\"              Johannes Brahms.\r\n        (Zu seinem 60. Geburtstage.)\r\n     [...] Aber auch Bruckner wurde und wird heute noch gegen Brahms ausgespielt, nur weil sich der erstere erkühnte, auch Symphonien zu schreiben, die nicht einfach todtgeschwiegen werden können. Dass Kunstkritiker, welche  ernst genommen werden wollen, auch heute noch versuchen, den Namen Bruckner seines Glanzes auf Kosten desjenigen Brahms' zu berauben, ist tief bedauerlich, aber ebenso lächerlich als fruchtlos. Anton Bruckner hat auf dem Gebiete der Symphonie und des Oratoriums reformierend gewirkt und übertrifft Brahms bei weitem an Erfindungsgabe, freier Verarbeitung von Themen, eminenter Steigerung und glanzvoller Instrumentation. Zwei Symphoniker wie Brahms und Bruckner sollen ohne Voreingenommenheit nebeneinander genannt werden. Es nützt heute nichts mehr, den Namen Bruckner's zu unterdrücken. Durch Nacht zum Lichte gelangt, leuchtet heute sein Stern so hell als derjenige Richard Wagner's, nach dessen Tod eine etwas geklärtere, vorurtheilsfreiere Beurtheilung seiner Schöpfungen Platz gegriffen hat. Muss denn, fragen wir, der Leib verwest sein, ehe sich der Geist eines Künstlers der Menschheit offenbart? [...].\" (°°).\nIm Österreichischen Litteraturblatt Nr. 10 bespricht auf S. 306f Josef Schalk die Ausgabe der 8. Symphonie:\r\n\"               Kunst und Kunstgeschichte.\r\nBruckner Anton: Achte Symphonie (C-moll) für grosses Orchester. Wien, C. Haslinger, qdam Tobias; Berlin, Schlesinger. 1892. 4°. (129 S.).\r\n     Ein seltsames, ja unerhörtes Werk! Wenn in Umschau über die Erscheinungen der neueren Musiklitteratur die Beobachtung einer zunehmenden Schwäche der Productionskraft nicht geleugnet werden kann, so weist im völligen Gegensatz hiezu dieses Werk sozusagen einen Ueberschuss an Kraft auf. Der aussergewöhnliche Gebrauch aller Kunstmittel, das reichste Wissen und Können dient augenscheinlich nur dem Ausdruck eines tief bewegten Inneren, dessen Verständnis schwierig und dessen Bedeutung in unseren kraftlosen Zeiten nicht ernst genug genommen werden kann. Was uns Anton Bruckner in seiner Symphonie zu sagen hat, liegt fast ausschliesslich in der Sphäre des Erhabenen (Wort und Gedanke erlahmen auf solchem Flug) und mit keinem der grossen Meister der Vorzeit ist er hierin verwandter als mit dem grössten, Johann Sebastian Bach. Er lässt sich weder den modernen Programm-Musikern anreihen noch jenen gewandten Formalisten, die an Stelle neuer Gedanken alte Schablonen setzen. Er steht gegen beide Richtungen und den daraus resultierenden heutigen Kunstgeschmack im Nachtheil, denn Witz wie Raffinement sind ihm gleicherweise fremd, er überflügelt sie aber beide durch Naivetät und Tiefe der Empfindung.\r\n     Die reine Instrumental-Symphonie ist vielleicht das einzige Gebiet der Musiklitteratur, das sich noch vor Verflachung bis heute bewahren konnte. Der historische Ausbau ihrer grossen Formen ebenso wie die unvergleichliche Würde und Hoheit ihrer Stellung zu den übrigen Gattungen der Musik haben die productiven Kleingeister aus ihrem Kreise gebannt, ja selbst ernste und tüchtige Meister vor ihren Anforderungen kleinlaut werden lassen. Als Schumann und Mendelssohn ihre Symphonien schrieben, war die Bedeutung der Beethoven'schen Symphonie noch keineswegs Gemeingut des musikalischen Publikums geworden, ihr Inhalt bei weitem nicht in dem Maasse erkannt als dies heute der Fall ist. Nun steigt sie, je mehr uns die Zeit ihr entrückt, höher und höher empor, ein Coloss, der alles Nachgeschaffene mit seiner Wucht darniederdrückt. Ihre Form, die ganze angewandte Kunst hat man studiert, sich angeeignet und selbst erstaunlich nachgeahmt. Was frommt's? Der rein menschliche Inhalt war nicht zu überbieten! Man kann sagen: Wer hier auf den Plan tritt, ringt nicht nur als Künstler, nein als Mensch, mit allen seinen Seelenkräften um den Preis. Denn ein klingendes Abbild der Seele ihres Schöpfers ist die Symphonie durch Beethoven geworden. Und wenn wir von gutem Glauben an die ewig unerschütterliche Lebenskraft seiner Werke erfüllt sind, so gründet sich dieser Glaube nicht auf Technik und Form des Meisters, die trotz aller Vollendung mit ihrer Zeit zusammenhängen, sondern auf den Seelenadel, die sittliche Hoheit, die sie verkünden, auf das Göttliche im Menschen Beethoven.\r\n     Ein Verwandtes, auf tiefere Urkräfte des Göttlichen Deutendes glauben wir in den Tönen Bruckners erkannt zu haben. Wie er als Mensch eine anachronistische Erscheinung ist, so war es ihm auch vorbehalten, den Seelenschatz unserer Altvorderen, die ganze Fülle eines weltüberwindenden Gottvertrauens, ihre ungebrochene Lebenskraft und -Freudigkeit in sich aufzuspeichern, anderseits [sic] durch sein Genie befähigt, sie mit dem grössten Reichthume moderner Kunstmittel dazustellen. Unbesorgt um die formellen Bedenken pedantischerKunstrichter, die für alles ein Maass zur Hand haben, nur nicht für Kraft und Grösse, vertrauen wir daher auf Anton Bruckner und den Sieg seiner Werke.          Wien.   Josef Schalk.\" [siehe dazu 27.5.1893] (°°°).\nKathi Kachelmayer soll Bruckners Freude über diesen \"trefflichen\" Artikel geteilt haben (#).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 12:58"}, {"ID": 189405155, "Datum": "15.5.1894, Dienstag", "Haupttext": "Kanzleivermerk \"K. K. Ministerium für Cultus und Unterricht. 10995/V; präs. am 15/5 1894\" auf dem Bericht vom 14.5.1894 (*).\n[vermutlich Fehlinformation! anderes Blatt?]\r\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung berichtet vom Männergesangverein »Arion«, der am zweiten Tag des Augartenfestes [20.5.1894] mit dem Leopoldstädter Männergesangverein neben Werken von Engelsberg, Rheinberger, Schubert, Reinh. Becker und Herbeck auch den »Germanenzug« aufführt (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 15:34"}, {"ID": 189505155, "Datum": "15.5.1895, Mittwoch", "Haupttext": "In der Kommissionssitzung der Philosophischen Fakultät liest Dekan Karabacek Bruckners Gutachten [vom 30.4.1895] vor. Hofrat von Zeißberg bedauert, daß Bruckner nicht auf die Arbeiten Marschners eingegangen ist. Hofrat Zimmermann meint, daß Bruckners Brief gar kein Gutachten sei. Als neuer Gutachter soll Mandyczewski gefragt werden (*).\n \nWortlaut des Protokolls (die Unterstreichung nachträglich mit Farbstift):\n\"Z. 820.\n                       Protokoll,\naufgenommen in der Decanatskanzlei der philosophischen Facultät der k. k. Universität in Wien am 15t Mai 1895. um 9 Uhr Vormittags\n                Vorsitzender Decan\n[links:] Anwesende Com[m]issionsmitglieder die Gefertigten\n[rechts:] Von den Comissionsmitgliedern entschuldigt [keine Angaben]\n                 Der Gegenstand\nGesuch des Dr Franz Marschner um Verleihung einer Lectorstelle für praktische Ästhetik der Tonkunst.\nDecan liest das abfällige Gutachten Dr Bruckner's vor. Hofr. v. Z. bemerkt dß es sei beklagenswerth sei, dß Br. auf die Arbeiten M's nicht eingegangen sei.\nHofr. Zim[m]er [zuerst nur \"Z.\" geschrieben] bemerkt, B's Brief sei kein Gutachten. Hofr. v. Zeissberg frägt ob es eine andre Persönlichkeit gäbe die ein Gutachten abzugeben im Stande wäre. Es wird D M Eusebius Manditschefsky genannt. Dekan wird beauftragt in vertraulichem Wege sich an diesen Herrn um ein Gutachten zu wenden.\nSchluß ½ 10 Uhr\n                     RobZim[m]ermann\n                          Zeißberg\n                           Exner\n                         Karabacek\" (*a).\nKanzleivermerk auf der Rückseite dieses Dokuments \"prs. 15. Mai 1895. Z. 820 [darunter mit dem Farbstift, der auch zur Unterstreichung  (siehe *a) verwendet wurde:] Marschner  [weiter unten, anderer Stift:] Fug[? oder Fux = Johann Nepomuk Fuchs?]. Dir. Conservator\" (*b).\n \nDie Einladung zu dieser Sitzung lautete folgendermaßen (Vorgedrucktes fett gedruckt):\n\"Einladung | zur | Commissions-Sitzung\n   Mittwoch am 15. Mai 1895 um 9 Uhr\r\nüber Dr Marschner's Gesuch um Verleihung einer Lectorstelle für praktische Ästhetik der Tonkunst\n                                            Der Decan\nP. T. Herrn Professor\nDr Freih. v Berger, Exner, Zeissberg, Zim[m]mermann\" (*c).\n\r\nSchreiben des Obersthofmeisteramtes an die Schloßinspektion Belvedere [= Henrich?] (Konzept):\r\n    Bruckners Gesuch [vom 19.2.1895] sei bewilligt; die Wartenegg-Wohnung im »Stöckl« werde zunächst für die Dauer dieses Sommers zugeteilt. Dr. Reisch werde mündlich verständigt. Unterschriften Westermayers und Horsetzkys. (**).\n\nVon der Gedenktafel-Enthüllung am 12.5.1895 in Ansfelden berichten \ndas Deutsche Blatt Brünn Nr. 38 auf S. 4:\r\n\"Aus Stadt und Land.\r\n     (Anton Bruckner.) Sonntag fand in Außfeld [sic] bei St. Florian die Enthüllung der Gedenktafel für Anton Bruckner statt.\" (***),\ndie Reichspost Nr. 111 auf S. 5:\r\n\"    –  An Anton Bruckner's Geburtshaus im festlich beflaggten Ansfelden bei St. Florian wurde Sonntag Nachmittags eine Gedenktafel enthüllt. In Ansfelden wurde Bruckner im Jahre 1824 geboren und hier wirkte er auch als Schulgehilfe [sic]. Der Feier wohnte eine große Menschenmenge aus Linz und Umgebung bei. Reichsrathsabgeordneter und Bürgermeister von Ansfelden, Plaß, begrüßte den „Frohsinn” und gedachte hiebei auch Bruckner's als Sohn des Ortes. Vor dem Hause – es ist das Schulhaus – ertönte ein feierlicher Chor, worauf Stadtrath Mirbach [sic], der Vorstand der Liedertafel, die Festrede hielt, nach welcher die Hülle fiel und brausende Hochrufe auf Bruckner erschollen. Es sprach auch der Regenschori [Bernhard Deubler] namens des Stiftes St. Florian und Bürgermeister Plaß richtete Dankesworte an den \"Frohsinn\" und schloß mit Hochrufen auf den Kaiser. Mit einem Chore und der von der Capelle gespielten Volkshymne schloß die erhebende Feier.\" (°),\nder Welser Anzeiger Nr. 20 auf S. 2:\r\n\"      Auswärtige Berichte.\r\n     Linz, 13. Mai [Eigenbericht.] (Bruckner=Feier. – Zur Kaiserreise nach Linz.) In Ansfelden bei Sanct Florian wurde gestern Nachmittags unter großartiger Theilnahme der Bevölkerung die von der Liedertafel \"Frohsinn\" gewidmete und am Geburtshause Bruckners angebrachte Gedenktafel enthüllt. Dieser schöne Act, durch welchen sich die Liedertafel \"Frohsinn\" selbst ehrte, bildete den Abschluß der anläßlich des fünfzigjährigen Jubiläums des \"Frohsinn\" veranstalteten Unternehmungen. Die einfache Feier war erhebend und ergreifend und die Ansfeldner nicht wenig stolz darauf, daß ihrem berühmten Sohne des Ortes eine solche Ehrung wiederfuhr.     Die Gedenktafel enthält folgende Inschrift: \"Ihrem Ehrenmitgliede dem berühmten Tondichter Dr. Anton Bruckner, Ritter des Franz=Josef=Ordens, k. k. Hoforganist, Lector an der Universität Wien, Ehrenbürger der Landeshauptstadt Linz, geboren in diesem Hause am 4. September 1824, widmet diese Gedenktafel die Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz. Mai 1895.\"     Ein Bruder Bruckners, Küster und Gärtner in St. Florian, wohnte der Feier bei. Bruckner kam fast jedes Jahr, wenn [er auf (?)] der Fahrt nach Steyr begriffen war, nach Ansfelden und [suchte (?)] dort die noch lebenden Jugendgenossen auf. Nunmehr war er [über (?)] mehrere Jahre nicht in Ansfelden, dürfte aber , wenn es [ihm seine (?)] Gesundheit erlauben wird, bald wieder seinem Geburtsort [einen (?)] Besuch abstatten.\" (°°)\nund \"Das Vaterland\" Nr. 132 auf S. 6f:\r\n\"     * [Bruckner=Feier.] Das \"Linzer Volksbl.\" schreibt [14.5.1895]: Sonntag, 12. d. M., fand in Ansfelden am Geburtshause des Componisten Bruckner die feierliche Enthüllung einer Gedenktafel statt. [... anwesende Vereine und Personen (Bgm. Plaß, Deubler, Pfarrer Zauner) ... Ablauf der Feier (Grußworte von Plaß und Deubler, Brauneis (Liedertafel St. Florian), Festzug zum Schulhaus, Bruckner-Hymne (Text von Kerschbaum), Ansprache von Milbek [sic] ½ Stunde, Text der Inschrift ...] – Nach der Enthüllung der aus weißem Marmor angefertigten Gedenktafel intonirte der \"Frohsinn\" Beethoven's \"Ehre Gottes\", worauf ein von Herrn Plaß ausgebrachtes dreifaches Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, welches bei den Festgästen begeisterten Widerhall fand, den würdigen Abschluß der Festfeier machte.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "24.11.2025 17:04"}, {"ID": 189605155, "Datum": "15.5.1896, Freitag", "Haupttext": "Bericht über Bruckners Gesundheitszustand im Deutschen Volksblatt Nr. 2646 (Morgenausgabe) auf S. 3:\n\"     * [Dr. Anton Bruckner.] Das in letzter Zeit wiederholt aufgetauchte Gerücht, Meister Bruckner's Befinden habe sich in besorgniserregender Weise verschlimmert, bewahrheitet sich erfreulicherweise nicht. Der berühmte Tondichter unternimmt in Begleitung seiner langjährigen Haushälterin bei schöner Witterung seinen gewohnten kleinen Spaziergang in den Garten und läßt sich dann auf dem sogenannten \"Bruckner-Bankerl\" nieder. Trotz der Athembeschwerden arbeitet der greise Künstler doch täglich einige Stunden an der Vollendung seiner neunten Symphonie.\" (*).\n\n\nDas Prager Tagblatt Nr. 134 beruft sich auf S. 8 auf einen Bericht des Fremdenblatts:\n\"                       Kleine Chronik.\n     * [Anton Bruckner.] In den letzten Tagen brachten einige Blätter die Nachricht, daß das Befinden des greisen Componisten Prof. Anton Bruckner sich verschlimmert habe. Wie das \"Fremdenblatt\" mittheilt, ist der Zustand Prof. Bruckner's keineswegs ein besorgnißerregender. Allerdings wird Bruckner durch seine Athembeschwerden belästigt, doch hat sich dieses mehrjährige Leiden gegenwärtig keineswegs verschlimmert. Prof. Bruckner arbeitet auch täglich einige Stunden an seinem neuesten Werke.\" (**).\n\n\nDie Notiz in der Vorarlberger Landes-Zeitung Nr. 111 auf S. 3 entspricht demnach nicht der aktuellen Entwicklung:\n\"                      Letzte Post.\n\n[...]\n     Wien, 13. Mai. Der Zustand des an einem Herzleiden erkrankten Componisten Professor Bruckner ist hoffnungslos.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189705155, "Datum": "15.5.1897, Samstag", "Haupttext": "In der Zeitschrift \"Der Kirchenchor\" Nr. 5 wird auf S. 42 berichtet (\"Zur Ehrung Ant. Bruckners.\"), daß am 10.3.1897 vom Linzer Gemeinderat die Errichtung eines Bruckner-Denkmals beschlossen worden sei. 13 geplante Volkskonzerte würden mit 300 Gulden unterstützt. Mit Theodor Reisch sei zu verhandeln, daß aus dem Nachlaß Sachen für ein Bruckner-Zimmer zur Verfügung gestellt werden (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 111 wiederholt auf S. 6 das gestrige Inserat: \r\n\"Zu verkaufen ist eine Orgel mit 9 Register \r\nganz neu, von dem voriges Jahr in Ried verstorbenen Orgelbauer Herrn Reppe erbaut. Diese Orgel wurde bereits von Fachmännern erprobt und dürfte der Ruf des Verstorbenen, dessen Werke wiederholt von den be­rühmten Componisten Bruckner und Habert revidiert und belobt wurden, auch dieses Werk, welches von dessen Witwe nur nothgedrungen zum Verkaufe gelangt, zum Ankäufe für Kirchen empfehlen. Adresse: Maria Reppe, Orgelbauers-Witwe, Ried (Innkreis), Schlossberg 6.       (1287 3 1).\" (**).\n\"Die Lyra\" Nr. 16 (531) kündigt auf S. 6f/178f eine Aufführung des \"Germanenzugs\" am 5.6.1897 an: \"          Die Engelsbergfeier in Troppau.     Die Pfingsttage sollen dem Troppauer Männer-Gesangvereine die Er­füllung eines langersehnten Wunsches bringen; in jenen Tagen wird nämlich das von diesem Vereine seinem Ehrenmitgliede, dem schlesischen Tondichter E. S. Engelsberg errichtete Denkmal feierlich enthüllt und der Stadtgemeind[e] Troppau in die Obhut übergeben werden. [...] Die Reihenfolge der einzelnen Veranstaltungen bei der Enthüllungsfeier ist folgende: Samstag den 5. Juni, Abends. Festaufführung des Troppauer Männer-Gesangvereines im Stadttheater (1. Musiknummern der städt. Musikkapelle. [...] und 9. Germanenzug von Dr. Bruckner.) Hierauf Begrüßungsabend [.,..].\" (***).", "Letzte Änderung": "28.08.2026 11:38"}, {"ID": 189805155, "Datum": "15.5.1898, Sonntag", "Haupttext": "Die Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 18 bringt auf S. 3 die Fortsetzung von Theodor Helms Artikel \"Dreißig Jahre Wiener Musikleben (1866 - 1896)\", in dem die 2. Symphonie besprochen wird [1. Teil am 1.5.1898] (*).\n\n\nThe Buffalo Courier Nr. 135 (Buffalo, New York) erwähnt Bruckner auf S. 17:\n\"     On April 24th The Courier called attention to the loss sustained by the Philharmonic Society of New York in the death of Anton Seidl and mentioned Emil Paur, formerly conductor of the Boston Symphony Orchestra as the probable successor of Seidl. [...] he studied music at the Vienna conservatory, where his teacher in the violin was Hellmesberger, in theory Bruckner, and in the piano Epstein, and where he took a first prize. [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189905155, "Datum": "15.5.1899, Montag", "Haupttext": "Beim Vereinsabend des Brünner Wagner-Vereins wird der 3. Satz der 5. Symphonie in einer Fassung für Klavier vierhändig durch Frl. Schäfer und Hr. Malata aufgeführt. Bei anderen Programmnummern wirken Hr. Juda und Hr. Shukowsky mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190105155, "Datum": "15.5.1901, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Theodor Reisch an Ignaz Bruckner: \n\n     Ignaz' gestriges Schreiben sei erst nach Absenden des Telegramms eingetroffen; dieses sei nun hinfällig. Wegen Ignaz' Bemerkung, der Bezirksarzt benötige noch die Ankunftszeit, habe er, Reisch, ein 2. Telegramm gesendet mit dem bereits bekannten Termin 18.5.1901 früh ca. 7 Uhr. Für die Erstattung der Kosten (200 fl) an Reisch liege ein Erlagschein bei. \n\n     So sei nun auch ein Wille Anton Bruckners erfüllt worden, der nicht im Testament festgelegt war. Die Fahrt nach Linz an Pfingsten [vgl. 23.4.1901] komme nicht zustande. Grüße an die Herren vom Stift und an Karl Aigner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190205155, "Datum": "15.5.1902, Donnerstag", "Haupttext": "Max Puttmann berichtet in der Neuen Musikzeitung XXIII, Heft 11, auf S. 141 von der Aufführung des \"Te deum\" [am 22.4.1902]:\r\n\"Die lange Reihe der für dieses Jahr in Aussicht stehenden Musikfeste eröffnete Coblenz, woselbst in den Tagen vom 20.-22. April das II. Musikfest der vereinigten Städte Trier, Coblenz und Saarbrücken-St. Johann stattfand. [...].\r\n      Die Leitung des Festes lag in den Händen der Herren Prof. Konrad Heubner zu Coblenz und Kgl. Musikdirektor Joseph Lomba aus Trier. Der Chor, gebildet aus den Singvereinen der drei oben genannten Städte, bestand aus mehr als 350 Sänger und Sängerinnen, während das Orchester etwa 100 Mitwirkende zählte. [... über die ersten zwei Konzerte ...].\r\n      Am dritten Festtage kamen hauptsächlich die Solisten zum Wort [...Heinrich Bruns (Berlin), Emma Hiller-Rückbeil (Stuttgart), Louise Geller-Wolter (Berlin), Herr Messchaert (Wiesbaden), Marie Wittich (Dresden), Felix Berber (Konzertmeister [Koblenz?]), Julius Klengel (Leipzig), Karl Straube (Wesel) ... Werke von Weber (Euryanthe-Ouvertüre), Lieder von Schumann, Schubert, Cornelius und Hugo Wolf, Schlußszene der \"Götterdämmerung\", Mendelssohn-Violinkonzert, Bruchs \"Kol nidrei\"]. Eine Glanzleistung des Orchesters war die Wiedergabe von \"Till Eulenspiegels lustigen Streichen\" von Richard Strauß, unter Leitung des Herrn Lomba. Bruckners \"Te Deum\", dieses wohl manche Absonderlichkeiten enthaltende, aber von einer reichen Erfindungsgabe seines Schöpfers zeugende Werk bildete den Schluß des ganzen Festes. Was die Aufführung des \"Te Deum\" betrifft, so kamen sämtliche Einsätze im Chor zur rechten Zeit, die Bässe entwickelten eine schöne Klangfülle und der Sopran führte den Schluß mit seinen gehaltenen Tönen recht gut aus.\r\n     Alles in allem können sämtliche Beteiligten mit Befriedigung auf das II. Musikfest der Städte Trier, Coblenz und Saarbrücken-St. Johann zurückblicken.    Eberswalde.        Max Puttmann.\"", "Letzte Änderung": "31.08.2025 20:31"}, {"ID": 190405155, "Datum": "15.5.1904, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Germanenzugs« in Wien (*).\n[Vielleicht identisch mit der Aufführung beim 40. Stiftungsfest des niederösterreichischen Sängerbundes, bei der der Wiener Akademische Gesangverein das Solo sang (*a)].\n \nThe Boston Globe Nr. 136 kündigt auf S. 54 in der 7. Spalte die 9. Symphonie für das Regensburger Musikfest [22.5.1904] an:\n\"     The second Bavarian music festival will take place at Ratisbon, under the direction of Richard Strauss, during Whitsuntide. The programms: First day, Bruckner's ninth symphony and \"Te Deum,\" and Beethoven's \"Eroica\"; second day, Liszt's \"Graner\" Mass; prelude and \"Liebestod\" from \"Tristan und Isolde\" and the \"Tod und Verklarung\" of Richard Strauss.\" (**).\n \nAuch The Saint Paul Globe (Saint Paul, Minnesota) bringt auf S. 20 eine Ankündigung:\r\n\"     The second Bavarian music festival will be given at Regensburg May 22 to 24, under Richard Strauss' direction. There will be no novelties. Standard works by Beethoven, Wagner, Bruckner, Liszt, Strauss, Brahms and Mozart comprise the programmes. The orchestra will be the Royal Opera Orchestra of Munich.\" (***).\n \nVon der Aufführung der 9. Symphonie am 14.5.1904 berichtet The Cincinnati Enquirer Nr. 136 auf S. 3:\n\"                             FANFARE\n                    From the Great Horns\n      Brought the Music Festival To a Close\nAfter a Grand Ovation To Theodore Thomas.\nThousands Greet the Veteran Conductor With Bravos, [...]\n     With the exultant Hymn of Joy in the finale of Beethoven's Immortal Ninth Symphony the diapason of the sixteenth May Festival was sounded last night. [... über Theodor Thomas ...].\n                     The Best Attended.\n     The two concerts yesterday were the best attended matinee and night performances of the entire series. Schumann-Heink, in all her glory, and Muriel Foster, in all her sweetness and beauty, were the afternoon attractions. [... abends Beethoven ...].\n                 The Great Attendance.\n     [... finanzielles Ergebnis ... Abendkonzerte mit 2506, 3602 bzw. 3700 zahlenden Besuchern, die Matineen mit 2497 bzw. (14.5.) 2519 Besuchern ... über die Zuhörerschaft, ihre Begeisterung und den gesellschaftlichen Glanz ...].\n                           REVIEW\nOf the Afternoon Performance From a Critical Standpoint.\n     Those who remembered the classic, breezy programs of light caliber, with a Strauss waltz thrown in, that Theodore Thomas in former years gave at the Festival matinees, must have been surprised at the remarkable change emphasized at the present Festival in that direction. Both afternoon programs, while they were intensely interesting, were of a decidedly heavy and severe character. Yesterday there was nothing to relieve this burden in the orchestral numbers, save, perhaps, the Rondo, \"Till Eulenspiegel's Pranks,\" by Richard Strauss, [... und Tschaikowskys \"1812\" ...].\n     Such as it was the entire program was almost exclusively made up of first-time numbers. Much interest was attached to the first hearing of Bruckner's unfinished Symphony No. 9, D-minor, the last work of the late Viennese composer before his death. It may be safely said that if it is a swan song it is not like that of great composers, whose last flight soars the highest. The first and last movements of the thre [sic] are an unmitigated, inexcusable bore. Aside from its tedious length the first movement, by reason of its uninteresting character, would either put one to sleep or tease one to exasperation. The themes are all worked out in masterly style; the contrapuntal knowledge of the composer is apparent, and the Wagnerian massiveness leaves no doubt of his modern allegiance and instrumental ingenuity, but all this cleverness of treatment lacks cohesive force and unity of purpose. Bruckner has no clear message to tell, and all his technical skill cannot put together a tone image that would be enjoyable and mean something. The first and last movements are largely an empty pomposity of sound, with a few happily conceived thoughts that know no destiny. The wonder is that with all the top-heaviness of the first movement Bruckner should have dispensed with the free fantasia working out of the themes, as though he wished to make the whole construction as stiff und rigid as possible. The scherzo, which is the second movement, is delightfully clear and intelligible. The working out is exceedingly felicitous and original.\n     In the reading of this symphony the Festival orchestra did itself proud, and the Scherzo was given with exquisite daintiness. The vorspiel to \"Meistersinger\" [... die anderen Werke ... die Solistinnen ...]. LAST CONCERT Closed With a Great Triumph For All Participants. [... Beethovens Missa solemnis und 9. Sinfonie ...].\n                      SUPPER TO THOMAS.\n[... abschließendes Supper zu Ehren von Theodor Thomas und der Solisten (anwesend u.a. Mr. Maxwell, der Prinz [?] und Ehepaar Wiborg) ...].\" [keine Signatur] (°).\n \nThe New York Times Nr. 16961 kündigt auf S. 13 das Salzburger Mozartfest mit der 4. Symphonie am 13.8.1904 an:\r\n\"                       MUSICAL NOTES.\n[...]\r\n     A Mozart musical festival will be given in Salzburg, the composers's birthplace, [...]. An announcement just at hand gives the programme, which is as follows: On Aug. 12 the C minor mass, on Aug. 13 the overture and Act II. of \"Die Entführung aus dem Serail,\" a violin concerto, and Bruckner's fourth symphony; on Aug. 14 Mozart's G minor string quartet [sic], [... andere Werke ...]. Among the participants in this festival the programme mentions the Philharmonic Society of Vienna, under the direction of Von Schuch of Dresden; Mmes. Lilli Lehmann, Erika Wedekind, and Edyth Walker; Messrs. Burrian Mayr and Egenieff, Eugene Ysaye, Eugen D'Albert, the Fitzner String Quartet, and the Prill String Quartet of Vienna.\" (°°).", "Letzte Änderung": "15.07.2024 14:10"}, {"ID": 191905155, "Datum": "15.5.1919, Donnerstag", "Haupttext": "Die Autographensammlung Gustav Bock gelangt an die Universitätsbibliothek Gießen. Darunter ist eine Visitenkarte Bruckners [vermutlich zwischen August 1886 und November 1891]:\n[recto gedruckt:] \"Anton Bruckner | k. k. Hoforganist | Lector an der k. k. Universität | Professor am Conservatorium | Ritter des Frz. Josef Orden\" [handschriftlich] dankt Sr Hochwolgeboren\n[verso, handschriftlich:] H Doctor auf das herzlichste! ABrmp.\"", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:56"}, {"ID": 192105155, "Datum": "15.5.1921, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe in der Neumargaretner Kirche (*)\n \nAufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] in der Pfarrkirche Weinhaus (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192305155, "Datum": "15.5.1923, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des Adagios der 7. Symphonie durch das Philharmonische Orchester Oslo unter Arild Sandvold.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192405155, "Datum": "15.5.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 134 macht auf S. 8 auf die heutige Aufführung der 9. Symphonie im Helm-Hattingbergschen Bruckner-Zyklus [vermutlich eine Klavieraufführung mit Mathilde Helm und Magda von Hattingberg] aufmerksam. Erwähnt werden auch die Abschlussrede von Ing. Max Soeser und eine Ausstellung von Bruckner-Autographen aus dem Nachlass von Dr. Helm (*).\n \nSchlussabend des Helm-Hattingbergschen Bruckner-Zyklus [prov. WAB 86] mit Abschiedsrede von Max Soeser und Ausstellung aus dem Nachlass von Theodor Helm in der Hinteren Zollamtsstraße 3 (Wien, 3. Bezirk) [das ist die Wohnung von Magda Hattingberg, vgl. NFP vom 3.10.1924 (**).\n \n\"Der Tag\" Nr. 525 kündigt auf S. 8 das Konzert vom 17.5.1924 mit Scherzo und Finale der d-Moll-Symphonie (\"Nullte\") unter Franz Moißl in Klosterneuburg an (***).", "Letzte Änderung": "13.02.2025 08:06"}, {"ID": 192605155, "Datum": "15.5.1926, Samstag", "Haupttext": "Gründung des Brucknerbundes für Oberösterreich [konstituierende Sitzung am 18.4.1926]. Die Ortsgruppe Linz wird von Hans Schedl geleitet (*).\n \nThe Pantagraph Nr. 116 (Bloomington, Illinois) berichtet auf S. 18 (= S. 2 des 2. Teils) von Musikfestivals in Europa:\n\"[... England ...].\n     Thruout [sic] Germany, festivals will held until October. Bonn, Saarbrucken [... sechs Städte ...] Donaueschingen and Berlin will have music fetes. Beethoven, Brahms, Reger, Bruckner, Wagner and Bach, always German favorites, will be presented again and again in the provinces\n     [... Italien und andere Gegenden ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 19:45"}, {"ID": 192705155, "Datum": "15.5.1927, Sonntag", "Haupttext": "The Lima News (Lima, Ohio) berichten auf S. 20 über eine Aktion der Öffentlichen Bibliothek mit Musikbüchern anlässlich der kommenden Musikwoche und stellen einige der präsentierten Bücher vor, darunter Felix Weingartners Schrift \"Symphony since Beethoven\", in der neben anderen Komponisten auch Bruckner behandelt werde.", "Letzte Änderung": "26.09.2025 13:09"}, {"ID": 192905155, "Datum": "15.5.1929, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des »Ständchens« [WAB 84] durch den Wiener Männergesangverein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193105155, "Datum": "15.5.1931, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie durch die vereinigten Orchester des Linzer Musikvereins, Konzertvereins und des OÖ. Musikerbundes unter Robert Keldorfer im Festsaal des Kaufmännischen Vereinshauses in Linz (Konzert des Brucknerbundes für Oberösterreich anläßlich des 80jährigen Jubiläums des OÖ. Kunstvereins) (*).\n \nBesprechung des Konzerts vom 14.5.1931 mit der f-Moll-Messe in der Linzer Tages-Post Nr. 111 auf S. 3 des Abendblatts, signiert \". . . zel.\" [Günzel] (**).\n \nPostkarte von Richard Heller an Ernst Schwanzara.\n[mutmaßlicher Inhalt: Reaktion auf den Brief vom 14.5.1931, über die Photographie IKO 83a] (***).", "Letzte Änderung": "30.10.2025 22:22"}, {"ID": 193205155, "Datum": "15.5.1932, Sonntag", "Haupttext": "In einem Artikel »Konzert des Steyrer Männergesangvereines«, signiert »Dr. L. N.«, wird kritisiert, daß kein einziges Bruckner-Werk auf dem Programm gestanden habe (*).\n \nDas Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 226 kündigt auf S. 16 das Radioprogramm vom 19.5.1932 [mit der 5. Symphonie] an (**).\n \nDas Neue Wiener Journal Nr. 13823 bringt auf S. 14f einen Artikel \"Was Anton Bruckner in der Musik- und Theaterausstellung erlebte\" mit den Erinnerungen von Johann Strasky (***).", "Letzte Änderung": "26.05.2026 22:52"}, {"ID": 193305155, "Datum": "15.5.1933, Montag", "Haupttext": "Auf Einladung des Badischen Brucknerbundes hält F. X. Müller einen Vortrag »Persönliche Erinnerungen an A. Bruckner« in Baden-Baden. Der Caecilienchor unter MD O. Schäfer singt anschließend Kyrie und Gloria aus der e-Moll-Messe.", "Letzte Änderung": "30.01.2025 11:31"}, {"ID": 193405155, "Datum": "15.5.1934, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 14.5.1934 mit der 3. Symphonie durch Dr. Heinrich Teutschmann in der Linzer Tages-Post Nr. 111 auf S. 10f.", "Letzte Änderung": "07.01.2024 13:57"}, {"ID": 193605155, "Datum": "15.5.1936, Freitag", "Haupttext": "Brief von Siegmund von Hausegger an Volkmar Andreae:\r\n   Über die in Zürich geplante Aufführung der 5. und 6. Symphonie.\r\n   »Ich werde die beiden Symphonien getreu nach dem Originaltext aufführen mit einigen notwendigen Ergänzungen der Vortragszeichen. Nur der Schlußchoral der 5. kann in der Originalfassung nicht bleiben.«\r\nBeschreibt seine schon für die Hamburger Aufführung gemachten Retuschen im Bläsersatz (verdoppeltes Blech, aber sonst keine Übernahmen von der Schalk-Fassung) (*).", "Letzte Änderung": "07.01.2026 16:06"}, {"ID": 193705155, "Datum": "15.5.1937, Samstag", "Haupttext": "Brief von Lili Schalk an Alfred Orel: \n   [Vermutlich] Festsetzung der Bedingungen, unter denen sie das Material zur 8. Symphonie zur Verfügung stellen werde [vgl. 22.5.].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194005155, "Datum": "15.5.1940, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Hilde Wendler an Max Auer: \n    Bei dem 14-tägigen Berliner Fest [ab 22.4.1940] konnte von einem feierlichen Fest kaum die Rede sein. Der Musikwissenschaftliche Verlag habe gerade noch verhüten können, daß im Festprogramm die alten Fassungen besprochen wurden; Moser habe in seiner Unkenntnis behauptet, die Originalfassungen kämen für die Praxis kaum in Frage.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194205155, "Datum": "15.5.1942, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Franz Konwitschny im nachgeholten 9. Freitags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 19 Uhr. Auf dem Programm steht vor der Pause Robert Schumanns Klavierkonzert mit Walter Gieseking.", "Letzte Änderung": "19.12.2025 11:33"}, {"ID": 194405155, "Datum": "15.5.1944, Montag", "Haupttext": "Der für den Umbau des Stiftes St. Florian zuständige Architekt Michael Schneider entwirft eine Holzkassette für die Aufbewahrung der zu stiftenden Bruckner-Medaillen. Die Seitenwände zeigen in Reliefdarstellung das Geburtshaus in Ansfelden, das Stift St. Florian und den Belvedere-Pavillon (*).\nKritik Friedrich Bayers zum Konzert am 10.5.1944 (8. Symphonie) im Völkischen Beobachter (**).\nTagebucheintragung von Joseph Goebbels, [die Aufführung der 4. Symphonie am 14.5.1944 betreffend]:\r\n\"Nachmittags höre ich im Rundfunk die Übertragung der 4. Bruckner-Sinfonie. Sie ist sehr schön und verdient ihren Beinamen 'Romantische' zu Recht. Aber Bruckner ist doch kein so zusammenfassender Musikgeist wie etwa Beethoven oder Wagner. Manchmal zerrinnen ihm doch seine Themen etwas unter den Händen. Unter die ganz Großen kann er, glaube ich, nicht gerechnet werden.\" (***).", "Letzte Änderung": "30.07.2025 15:01"}, {"ID": 194605155, "Datum": "15.5.1946, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch den Singverein und den Orchesterverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien unter Milo von Wawak im Großen Musikvereinssaal. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von J. S. Bach und Buxtehude mit den Solisten Erika Rokyta (Sopran) und Ljubomir Pantscheff (Bass) und dem Organisten Anton Heiller.", "Letzte Änderung": "15.12.2025 14:49"}, {"ID": 194805155, "Datum": "15.5.1948, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Musikalische Streifzüge« von Edmund Nick im Münchner Tagebuch mit Erwähnung eines Konzerts der Münchner Philharmoniker: \n    »Hans Rosbaud bescherte seinen Abonnenten noch einmal Bruckners riesige Achte. Es war eine weihevolle Aufführung, klar gegliedert, durch keine lodernden Stringendi entstellt, und heiliger Verzückungen teilhaftig. Zu bewundern ist immer wieder Rosbauds Gedächtnisleistung, sein kluges Dispositionsvermögen, zu bewundern auch die künstlerische Leistung der Münchner Philharmoniker.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195505155, "Datum": "15.5.1955, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" durch Domchor und Brucknerchor unter Kronsteiner [?] im Neuen Dom in Linz (*).\n[ca. Mitte Mai 1955] Artikel von Gustav Dietscher \"d-Moll-Messe von Anton Bruckner\" im Linzer Volksblatt Nr. 88 (betrifft die Aufführung der Messe am 2.4.1893 in Steyr) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195805155, "Datum": "15.5.1958, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Sergio Martinotti stellt in Pavia die 3. Symphonie vor [Einführungsvortrag?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196405155, "Datum": "15.5.1964, Freitag", "Haupttext": "Artikel von John S. Weissmann »Bruckners Devotional Mysticism« in den Musical Events 19 (*).\n \nAufführung der 9. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Swarowsky in der Stiftskirche St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "08.06.2026 19:00"}, {"ID": 196905155, "Datum": "15.5.1969, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Willy Hess »Der heutige Stand der Bruckner-Gesamtausgabe« in der Schweizerischen Blasmusikzeitung (Luzern), Nr. 10, S. 228f.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197105155, "Datum": "15.5.1971, Samstag", "Haupttext": "Vortrag Leopold Nowaks »Von der Größe Anton Bruckners« bei der Generalversammlung des Brucknerbundes für Oberösterreich in Linz (*).\n\n\n[Wann?]\n(1971) Gedruckt erschienen in \"Singende Kirche\", Jg. 19, S. 5ff (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198105155, "Datum": "15.5.1981, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Orquesta Estable de la Provincia de Tucumán unter Pedro Ignacio Calderón im Teatro San Martin.", "Letzte Änderung": "27.07.2026 16:26"}, {"ID": 200505155, "Datum": "15.5.2005, Sonntag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Aufführung der d-Moll-Messe unter Mitwirkung der Sängerknaben unter Franz Farnberger in St. Florian.", "Letzte Änderung": "29.05.2025 09:41"}, {"ID": 199605155, "Datum": "15.5. - 6.6.1996, Mittwoch bis Donnerstag", "Haupttext": "Ausstellung »Bruckner und Mahler« (eingerichtet von Michael Fritthum) im Gobelinsaal der Wiener Staatsoper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185406155, "Datum": "15.6.1854, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. Juni     Zum h. Frohnleichnamsfest 3 Trompeter u. 2 Sänger     16 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506155, "Datum": "15.6.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht über das Sängerfest am 4.-6.6.1865 in der Gemeindezeitung Nr. 24 auf S. 377. \n\n     »[...] Ein weißgekleidetes Mädchen trug auf einem Seidenpolster einen Taktirstab, worauf der Bundeskapellmeister Santner und die anwesenden Kompositeure der Preischöre, d.i. Rudolf Weinwurm aus Wien, welcher den ersten Preis erhielt, Mayrberger aus Preßburg und Bruckner aus Linz folgten. Drei weißgekleidete Mädchen trugen die Preisdiplome, worauf die Preisrichter folgten. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006155, "Datum": "(15.6.1870, Mittwoch)", "Haupttext": "Beginn der Klassenprüfungen am Wiener Konservatorium (Ende: 8.7.1870).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106155, "Datum": "15.6.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Karl Zappe (senior) in Linz gestorben (*).\n \nVon Joh. Ev. Habert vorgeschlagener Termin für eine Zusammenkunft in Gmunden zur Gründung eines Österreichischen Cäcilien-Vereins (**).\nKonstituierende Versammlung des Österreichischen Cäcilien-Vereins in Gmunden. Obmann ist der Lambacher Abt Theodorich Hagn [siehe die Anmerkung], Kassier Johann Evangelist Habert (***).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:40"}, {"ID": 187206155, "Datum": "15.6.1872, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Aufführung der f-Moll-Messe wird im »Wanderer« Nr. 144 auf S. 6 angezeigt (*).\n \nAuch die Deutsche Zeitung Nr. 163 bringt auf S. 9 einen Hinweis:\n     \" Sonntag, um 11 Uhr, wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Hoforganist Bruckner  seine große F-Messe sammt Einlagen zum erstenmale aufführen, wobei Mitglieder des Sing= und Männergesang=Vereines, Chor= und Orchester=Mitglieder des Hofoperntheaters, an der Spitze Director Hellmesberger, mitwirken werden und Bruckner am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen wird.\"  (**).\n»Die Presse« Nr. 163 teilt auf S. 15 den allen Artikeln gemeinsamen Standardtext, aber zusätzlich die Namen der Solisten mit: Hellmesberger, \"Frau Leder, Fräulein Ritter, Herr Prinz und Hofopernsänger Dr. Kraus\" (***).\nDas Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 81 betitelt seine inhaltlich identische Ankündigung auf S. 3 mit \"Interessante Kirchenmusik=Auffführung.\" (°).\nBeginn der Jahresprüfungen am Konservatorium (bis 9.7.1872) (°°).\n[15.6.1872?] Generalprobe der f-Moll-Messe im Musikvereinssaal (°°°).", "Letzte Änderung": "25.05.2023 11:40"}, {"ID": 187706155, "Datum": "15.6.1877, Freitag", "Haupttext": "Vermerk »Probe am 15/6 [1]877 Aufführung 17/6 77« am Ende der Klarinettenstimme Nr. 2 der f-Moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187806155, "Datum": "15.6.1878, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel machen\n \ndas Fremdenblatt Nr. 162 auf S. 11 (*),\n \nDie Presse Nr. 162 auf S. 3 des Abendblattes:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird am Sonntage den 16. Juni um 10 Uhr das Fest der heiligen Dreifaltigkeit feierlichst abgehalten und wird Capellmeister Leopold Eder eine Festmesse von Wittassek, Graduale (Contra=Altsolo) von Frau Ernestine v. Bauduin und Offertorium (Terzett) von Curschmann (Sopran, Alt, Tenor) zur Aufführung bringen und werden die Soli von Frau Professorin Passy=Cornet, Fräulein Elise v. Szelezky, Fräulein Wilhelmine Raphael und Herrn Eduard Teller vorgetragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 4956 auf S. 5 aufmerksam:\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Wilhelmine Rafael ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:51"}, {"ID": 188106155, "Datum": "15.6.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Concurs für Harfe, Orgel, Contrabaß und Blasinstrumente am Wiener Konservatorium. Der Jury gehören an: Hellmesberger, v. Breuning, J. Eder, Joh. Faistenberger, F. Otter, Jos. Labor und R. Weinwurm. Auszug aus der Prüfungsstatistik: »Orgel. [/] (Classe Bruckner.) [/] II. Jahrgang. [/] I. Preis: Herr Vergeiner Hermann. - Bach: Fuge, A-moll. [/] II. Preis: Herr Veith Adolf. - Bach: Toccata D-moll, 1. Satz.«", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:17"}, {"ID": 188306155, "Datum": "15.6.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »15. d. H Mahler Partitur Sinf. Nr. 2«. (*).\r\nKalendernotiz Bruckners: »15. [Juni] 10. u. 11. Lect.« [Grossmann?] (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2024 23:02"}, {"ID": 188406155, "Datum": "15.6.1884, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der \"Presse\" Nr. 164 auf S. 7 (= Beilage S. 1) [inhaltlich wie am 14.6.1884] (*).\nBruckner wirkt um 8 Uhr als Organist bei der Kirchenmusik in der Dreifaltigkeitskirche Alservorstadt mit. Zur Aufführung gelangen Werke von Kempter (Messe), Haydn (Graduale »Lauda Sion«) und Händel (Offertorium mit Altsolo: Frl. Charlotte Pasching). Um 9 Uhr Fronleichnamsprozession (**).", "Letzte Änderung": "18.04.2023 17:05"}, {"ID": 188506155, "Datum": "15.6.1885, Montag", "Haupttext": "Die Zeitschrift »Lyra« VIII, Nr. 18, erwähnt auf S. 3 in ihrem Bericht über das Konzert vom 30.5.1885 in Karlsruhe auch Bruckner [mit der 7. Symphonie].\r\n   »Das 22. deutsche Tonkünstlerfest in Carlsruhe.\r\n                             Dresden, Anfangs Juni.\r\n    Die 22. Tonkünstler=Versammlung des »Allgemeinen Deutschen Musikvereines« wurde am 27. v. M. durch eine schwungvolle Aufführung der »Walküre« im Hoftheater eingeleitet. [... ohne Striche, Mottl dirigierte ... über das Requiem von Berlioz ...]\r\n   In den noch folgenden Concerten [...] waren die Componisten Bach, Bargiel, Barodin [sic], Brahms, Bruckner, Huber, Klughardt, Liszt, Schumann, Tenpleton Strong und R. Wagner (Schlußscene aus der »Götterdämmerung«) vertreten. Als Solisten waren außer den Genannten [bei der »Walküre«] die Violinvirtuosen Auer aus Petersburg, Schuster aus Mannheim, Züjic aus Straßburg, die Orgelspieler S. de Lange, Hohmeyer und Köhler, die Sängerinnen Mailhac und Belce, die Sänger Plank und Oberländer, sowie die Pianisten Friedheim, Reuß und Frau Mortigny=Remaury aus Paris thätig.« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:25"}, {"ID": 188706155, "Datum": "15.6.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Auf das Konzert vom 22.6.1887 [mit dem »Germanenzug«, wurde auf den 23.6.1887 verschoben] weisen hin\n \ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 163 auf S. 4 der Abendausgabe \"Neues Wiener Abendblatt\":\n    » *  Der Wiener akademische Gesangverein wird bei seiner am 22. d. in Dreher's Park in Meidling stattfindenden Sommer=Liedertafel neben Chören von Bruckner, Engelsberg etc. mehrere Novitäten, darunter eine Nummer aus dem Nachlasse Engelsberg's, zur Aufführung bringen.« (*),\n \n»Die Presse« Nr. 163 auf S. 11:\n    » - Der Wiener akademische Gesangverein wird bei seiner am 22. d. in Dreher's Park in Meidling stattfindenden Sommer=Liedertafel neben Chören von Bruckner, Engelsberg etc. mehrere Novitäten, darunter eine Nummer aus dem Nachlasse Engelsberg's, zur Aufführung bringen.« (**)\n \nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2620 auf S. 5:\n     » - Der Wiener akademische Gesangverein wird bei seiner am 22. d. M. in Dreher's Park in Meidling stattfindenden Sommer=Liedertafel neben Chören von Bruckner, Engelsberg etc. mehrere Novitäten, darunter eine Nummer aus dem Nachlasse Engelsberg's, zur Aufführung bringen.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188906155, "Datum": "15.6.1889, Samstag", "Haupttext": "Das Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 163 (Abendblatt) kündigt auf S. 3 Bruckners morgiges Orgelspiel an (*).\n\n\nAuch die Neue Freie Presse Nr. 8910 bringt auf S. 4 einen Hinweis: \n     \" - Pfarrkirche in der Alserstraße um 10 Uhr: Mozart's Krönungsmesse, Graduale (Duo für Sopran und Alt) von Beethoven und Offertorium (Sopran=Solo) von Frau Baronin Bauduin [neu]. Orgel: Hof=Organist Professor Bruckner. Soli: Fräulein Georgine Nüchtern, Frau My Hudetz, Fräulein Josephine Weyringer (Messe und Offertorium), dann die Herren Oberlehrer Schaden und Seltenreich.\" (**).\n\n\nEtwas ausführlicher die Ankündigung im Neuen Wiener Abendblatt Nr. 163 (Neues Wiener Tagblatt) auf S. 4: \n\n     \"[...] Um 9 Uhr Festpredigt von Reginald Frankenstein, darauf um 10 Uhr wird Probst Marschall das Hochamt abhalten, wobei Kapellmeister Eder [... inhaltlich wie (**)] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189006155, "Datum": "15.6.1890, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189106155, "Datum": "15.6.1891, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Oelzelt:\r\n    Gratuliert nachträglich zum Namenstag [13.6.1891]. Er sei eben von Berlin zurück, wo das »Te deum« mit unbeschreiblichem Erfolg aufgeführt worden sei. Wiederholung im Winter und Symphonie-Aufführung(en) geplant, auch in Dresden und Stuttgart (*).\nBrief Bruckners an Helm:\r\n    Dankt für Helms Edelmut und Gönnerschaft. Die angekündigte Sendung Klosterneuburger Wein werde folgen (**).\nBrief von Siegfried Ochs an Bruckner:\r\n    Die Berliner Firma Raabe und Plothow würde für 1200 fl die 8. Symphonie einschließlich Klavierauszug drucken. Er könne alles überwachen. Er erwarte die von Oberleithner versprochenen Partituren baldmöglichst, auch die Photographien für Emilie Herzog, Frl. Cäcilie Kloppenburg, Herrn Joseph Mödlinger und sich selbst. Grüße von Otto Leßmann, Dr. Sternfeld, O. Eichberg, Hermann Wolff, Frau Herzog, Dr. Reimann und Ehepaar Ochs (***).\nBrief von Robert Lienau an Oberleithner:\r\n    Bemerkt zu Oberleithners Schreiben vom 12.6.1891, daß ihm die Zusicherung von Baron Mair und der Hofkanzlei, 1500 fl. Druckkostenzuschuß [zur 8. Symphonie] zu zahlen, auch ohne Zuziehung eines Rechtsanwaltes genüge. Er werde Bruckner nach Deckung der Herstellungskosten die Hälfte des ferneren Gewinnes zuteilen. Für den vierhändigen Klavierauszug benötige er eine Subskriptionsgarantie und Mitteilung über das [von Josef Schalk] geforderte Honorar. Nur bei schleuniger Erledigung könne das Werk bis Mitte Oktober fertig sein (°).\n[»Mitte Juni 1891«, mögliche Datierung: Montag, 15.6.1891] Max Graf besucht eine Universitätsvorlesung [15.6.1891?], in der Bruckner vom Berliner Erfolg des ”Te deum” berichtet und seinen Vortrag beim Angelus-Läuten für ein Gebet unterbricht (°°).\n\"Die Lyra\" Nr. 18 (391) berichtet auf S. 3 (149) vom 10.6.1891 (wesentlich kürzer als die Berichte vom 11.6.1891):\r\n     \"Das neue Herbeck=Denkmal auf dem Wiener Centralfriedhofe wurde am 10. Juni Nachmittag mit einer besonderen Feier enthüllt. [...] Die Herren Bruckner, Bösendorfer, Dumba, Hellmesberger, Dr. Olschbaur und Dr. Reindl hielten den Saum des Bahrtuches; [...]\" (°°°).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 12:15"}, {"ID": 189206155, "Datum": "15.6.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert und Notiz zur Probe am 13.6.1892 im Deutschen Volksblatt Nr. 1238 auf S. 7:\n\"Internationale Ausstellung für Musik= und Theaterwesen.\n                    Ein deutsches Concert.\n     Das heute, Abends 8 Uhr, in der Musikhalle der Ausstellung stattfindende Concert des Akademischen Wagner=Vereins, dessen Besuch wir als eine Ehrenpflicht jedes deutschen Musikfreundes aufforderten, überragt alle bisherigen Ausstellungs=Concertes [sic] durch die Güte seines unübertrefflich werthvollen Programmes. Das glänzende Dreigestirn, das der neuen, deutschen Musik ihren glänzenden Ruhm errang, die Meister Wagner, Liszt und Bruckner, sind durch herrliche Erzeugnisse ihrer Muse vertreten und neben ihnen wird sich einer der geistreichsten Vertrteter der jüngeren Generation, unser Hugo Wolf, mit Ehren behaupten. Wien hat seit Jahren kein Concert mit so werthvollem und genußreichem Programm erlebt. Die Namen der Veranstalter aber bürgen dafür, daß die Ausführung dem Werth des Programmes entspricht. Dasselbe enthält bekanntlich folgende Nummern: [...]; Anton Bruckner: Vierte romantische Symphonie Es-dur; [...] Vorgestern Vormittags fand in der Tonhalle eine Probe für das Concert statt, bei welcher der Meister Anton Bruckner persönlich anwesend war. Der Meister erhielt bei seinem Erscheinen von den Mitgliedern des Symphonie=Orchesters eine rauschende Ovation.\" (*).\n\r\nIn einem vom Wagner-Verein veranstalteten Konzert im Rahmen der Internationalen Musik- und Theaterausstellung dirigiert Josef Schalk das Ausstellungsorchester. Es erklingen Wagners Huldigungsmarsch, Wolfs »Fest auf Solhaug« (Solisten: M. Peterson, Karl Astner (**a), Bruckners 4. Symphonie, Liszts »Gaudeamus« und der »Wach auf«-Chor (**). Das Programmbuch hatte Hirschfeld verfasst (**b).\r\n     Aus dem Jahresbericht des Wagner-Vereins:\r\n\"Ausser dem herrlichen Erfolge, den Meister Bruckner hiebei vor einem \"unbefangenen\" Publicum errang, begrüssten wir mit freudigster Theilnahme den Dirigenten des Vereins-Chores, Herrn Josef Schalk, an der Spitze des vortrefflich geschulten Ausstellungs-Orchesters. Er, dem das Verdienst zuzumessen ist, den Werken A. Bruckner's mit der vollen Hingebung des Verkünders neuer, unerhörter Künstlerthaten zuerst den Weg in die Oeffentlichkeit gebahnt zu haben, er fand hier Gelegenheit, eines der schönsten Werke des Meisters ganz im Sinne der von ihm gewollten Auffasung zur Wiedergabe zu bringen. Befeuert von dem Schwunge und der Begeisterung dieses Führers, löste das Orchester seine künstlerischen Aufgaben in glänzendster Weise. Auch Hugo Wolf's stimmungsvolle Musik zu Ibsen's nordischem Drama sowie die übrigen Programmnummern kamen hier, getragen von der Kraft eines grossen Orchesters, zu eindringlicher Wirkung.\" (**c).\r\n     Im Publikum befinden sich u.a. Rudolf Steiner (***), Dr. Kluger (°), Stradal (°°), Helm (°°°), Puchstein (#), Roner (##) und auch das Ehepaar Werner (###). Bei Hugo Wolfs Werk wirken Felix Kraus und Anna Warnegg mit (a). Fürstin Pauline Metternich überreicht [Bruckner?] einen Lorbeerkranz (b). Unter den Gratulanten ist auch Baron Bourgoing (b1).\nNach dem Konzert wird Bruckner von Josef Kluger begleitet, dem er die Stelle zeigt, an der ihm das Gesangsthema aus dem 1. Satz der 8. Symphonie eingefallen ist. Im Gasthaus wird Bruckner von einer Ehrung durch Studenten überrascht (c).\nBesprechung des Erstdrucks der d-moll-Messe in der Zeitschrift »Der Kirchenchor« 22 (1892) Nr. 6, S. 51:\r\n     \"7-8) Im Verlage von Johann Groß (S. A. Reiß) in Innsbruck erschien soeben: a) 6. Messe [von] Josef Pembaur. [...].\r\n     b) Messe in D für Chor und Orchester von Anton Bruckner. Part. 12 fl. Orchesterstimmen 15 fl. Klavierauszug 3 fl. Singstimmen 3 fl.\r\n     Eine Meßkomposition des genialen, so lange verkannten und nun am Abende seines Lebens endlich gewürdigten Bruckner's auf dem Musikmarkte, ist eine seltene, und daher um so mehr zu beachtende Erscheinung. Das Werk, bereits 1867 unter Herbeck's Leitung zum erstenmale in Wien aufgeführt, wurde durch einen edlen Gönner des Meisters erst vor kurzem der Veröffentlichung zugeführt. Seiner großartigen Anlage, sowie der Schwierigkeit der Ausführung wegen dürfte das Werk allerdings nur den Chören und Concertinstituten ersten Ranges zugänglich sein, zählt doch die Partitur 149 Folio-Seiten, aber für angehende Komponisten wüßten wir kein zweites, instrumentirtes kirchliches Werk der Neuzeit anzuführen, welches denselben zum eingehenden Studium so anzuempfehlen wäre, wie eben Bruckner's D-Messe. Wie thurmhoch sich diese über alle jene Instrumental-Messen der letzten Dezennien erhebt, welche Dutzendweise [sic] in allen möglichen Besetzungen, \"um einem fühlbaren Bedürfnisse abzuhelfen,\" auf den Markt geworfen wurden, lehrt ein Blick in die Partitur. Die hohe Auffassung des hl. Textes, die Originalität der Erfindung, die uns nirgends ausgetretene Pfade erkennen läßt, die virtuose Behandlung des Orchesters erfüllt mit Bewunderung für den edlen, greisen Meister. Ein näheres Eingehen in die Schönheiten seiner melodischen  und kontrapunktischen Gebilde würde uns zu weit führen. Möge der Hinweis darauf genügen, strebsame Kirchenmusiker zum Studium dieses erhabenen, so vie des Herrlichen enthaltenden Werkes anzuspornen.     R.\" (d). \r\nDieselbe Zeitschrift schreibt auf S. 49:\r\n     \"6) Jahresbericht über die Thätigkeit des Kirchenchores zu Mährisch Schönberg, Erzdiöcese Olmütz. - Zahl der Sänger 30 - 40, je nachdem sich an den Aufführungen der katholische Gesellenverein betheiligt. [...] Neu aufgeführt wurde: [...]. Wiederholt wurde: [...] Bruckner: \"Ave Maria\" [WAB 6], [... weitere Werke und große Kirchenfeste ...] Ferdinand Dreßler, Chordirigent.\" (e).\n\"Die Lyra\" Nr. 18 (414) schreibt auf S. 3f (157f) über die Konzerte am 5.6.1892, 28.5.1892 und 13.6.1892 (endgültig dann 20.6.1892):\r\n\"Das erste deutsche Studenten-Sängerfest in Salzburg.\r\n     Zu Pfingsten fand in Salzburg das von der \"Lyra\" s. Z. angekündigte 1. Gesammtfest der deutschen Studentensängerschaft Oesterreichs und Deutschlands statt. [...] Das Festconcert in der Aula wurde mit dem neuen von A. Bruckner für das Fest eigens vertonten Chor: \"Das deutsche Lied\" (nach Erich Fels) [WAB 63] eingeleitet. der Erfolg war ein machtvoller. [...] Die Festliedertafel (Montag) auf dem Mönchsberge hatte unter des Wetters Ungunst zu leiden. Als Gesammtchöre wurden Wagners \"Schlachthymne\" aus Rienzi, Ant. Bruckners \"Germanenzug\" und F. Abts \"Alldeutschland\" gesungen. [...]\" [keine Signatur]\n                    Wiener Vereins=Chronik.\r\n          Wiener Vereins-Concerte und Liedertafeln.\r\n     Am 28. Mai sang der akademische Gesangverein im Volksgarten seine satzungsgemäße Lenz=Liedertafel mit dem gewohnten Erfolge der frischen jugendlichen Stimmen ab. [...] Altmeister Bruckners \"Germanenzug\" bildete den Höhepunkt der musikalischen Aufführung und auch der Beifalls=Ausbrüche, die nicht eher sich stillten, als bis der greise, doch recht frisch und gesund aussehende Componist einen Stuhl bestieg und mit dem Hut weithin seinen Dank ausschwenkte. Wie Meister Bruckner jüngst dem Herausgeber der \"Lyra\" [Anton August Naaff] gesprächsweise mittheilte, hat er den akademischen Sängern zu Liebe und Lust eine neue Composition für die studentische Sängerschaft im Vorhalte. [\"Das deutsche Lied\"] [...].\r\n     [... über acht andere Männergesangvereine, darunter zuletzt den Wiener Männergesangverein ...]\r\n     Der Wiener M.=G.=V. bestimmte für seine diesjährige Sommer=Liedertafel, Montag den 13., bzw. 15. oder 20. Juni im \"Dreher=Park\" in Meidling unter der Leitung des Vereinschormeisters Herrn Eduard Kremser folgende Vortragsordnung: \"Germanenzug\" (Dr. Aug. Silberstein), Chor mit Orch. von A. Bruckner (neu). [... 12 weitere Nummern ...]\" (f).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 07:16"}, {"ID": 189306155, "Datum": "15.6.1893, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 25 bringt auf S. 359 einen Bericht über die Aufführung der 7. Symphonie am 6.6.1893 in Leipzig (*) und erwähnt dieses Konzert auch auf S. 362 in der »Concertumschau« (**).\n \n(*) \"Berichte. Leipzig. Mit seinem 5. Concert beschloss am 6. Mai [sic] in der Alberthalle der Liszt-Verein seine Saison. Wie der um dieses Unternehmen hochverdiente Vorsitzende des Vereins, Hr. Prof. Martin Krause, immer bestrebt gewesen ist, die Programme dieser Concerte interessant zu gestalten, sei es durch die Wahl der Tonwerke oder Gewinnung vorzüglicher Solisten, so war er in diesen Beziehungen auch für das Schlussconcert bestens besorgt gewesen, indem in demselben Anton Bruckner's den Besuchern dieser Concerte wohl zu allermeist vorher noch unbekannte 7. Symphonie in Edur und Liszt's \"Tasso\" (\"Lamento e Trionfo\") vorgeführt wurden und zu demselben die einheimische ausgezeichnete Sängerin Frl. Clara Polscher und der jugendliche Violinvituos Hr. Alfred Krasselt aus Baden-Baden als solistisch Mitwirkende herangezogen worden waren. Dirigent des Concertes war Hr. Capellmeister Paur, das Orchester bestand aus der trefflichen, durch Mitglieder des neu begründeten Philharmonischen Orchesters verstärkten Capelle des 134. Infanterie-Regiments. Die Bruckner'sche Symphonie, welche Anfang 1885 [sic] unter Nikisch's Leitung in einem Theaterconcert zu ausserordentlich wirkungsvoller Ausführung gelangte, haben wir mit grossem Interesse wieder gehört, wenn wir auch gestehen müssen, diesmal nicht denselben günstigen Eindruck von ihr empfangen zu haben, wie damals, indem uns dabei die ungewöhnlichen und unmotivirten Längen und Wiederholungen in den sämmtlichen vier Sätzen und speciell der schon früher gekennzeichnete mehr rhapsodische, als symphonische Charakter des 1. und 4. Satzes viel mehr aufgefallen sind, als bei der ersten Bekanntschaft mit dem Werke, eine Wahrnehmung, die wir hinsichtlich der monirten Weitschweifigkeit bereits kürzlich in München bei Anhörung des Adagios machten [27.5.1893]. Allerdings stand die letzte Leipziger Aufführung der Composition, eine so verständniss- und temperamentvolle Auffassung seitens des Dirigenten sie auch überall erkennen liess, in der technischen Ausarbeitung – wohl infolge nicht ausreichender Proben – der früheren Leipziger Reproduction wesentlich nach, und es dürfte ausserdem Nikisch wohl auch durch einige Kürzungen die Gesammtwirkung des Werkes gefördert haben. [... über die anderen Programmnummern und andere Konzerte ...].\" [keine Signatur] (*).\n \n(**) \"Leipzig. 5. Conc. des Liszt-Ver. unt. Leit. des Hrn. Paur: 7. Symph. v. A. Bruckner, \"Tasso\" [... die übrigen Programmnummern (mindestens 11) ...].\" (**).\n \nAuf S. 361 ist das Konzert vom 29.4.1893 verzeichnet: \"Innsbruck. 5. Mitgliederconc. des Musikver. (Pembaur): [...], \"Ave Maria\" f. Chor u. Soli (Frl. Stötter u. Frau Wolf) m. Orgel v. A. Bruckner [WAB 5], [...].\" (***).\n \nDie in Rochester erscheinende Zeitung Democrat and Chronicle Nr. 142 veröffentlicht auf S. 7 in der 3. Spalte einen Wiener Korrespondentenbericht [siehe die Anmerkung]:\r\n\"     AMERICA'S MUSICAL FUTURE.\r\nWhat Eminent Composers Think of Dvorak's Negro Melody Idea.\r\n     Vienna Correspondence New York Herald.\r\n     Vienna has ever been one of the great musical centers of the world. [... Bedeutung in der Musikgeschichte ...].\r\n     Foremost among the composers are Herr Johannes Brahms, the friend of Liszt and Schumann; Herr Anton Bruckner, whose symphonies may be heard from one end of the world to the other and who is considered to be the finest living organist; Herr Edward Hanslick, Herr Richard Heuberger and Herr Eusebius Mandyczewski. [... Dirigenten: Jahn, Hans Richter, Hellmesberger, Johann Strauß, Eduard Strauss ...].\r\n     I have been fortunate enough to obtain the opinion of several of these distinguished musicians with regard to the future music of America, and especially with regard to Dr. Anton Dvorak's theory that the future music of the western world must based on its negro melodies.\r\n     My first interview was with Professor Anton Bruckner, whom I found sitting in his study by nearly a hundred wreaths, all bearing ribbons with inscriptions commemorative of one or another of his triumphs. He is an elderly man, has been brought up amid the traditions of the strictest school, and I was therefore little surprised when he asserted that the basis of all music must be found in the classical works of the past. German musical literature, he declared, contained no written text emanating from the negro race, and however sweet the negro melodies might be they could never form the groundwork of the future music of America.\r\n     Professor Bruckner, I may add, is no admirer of Wagner [sic!], and though he believes in progress and study, and is ready to admire genius wherever it is found, is of the opinion that the modern school has produced nothing that can be compared with the great masterpieces of old. Before I left him he referred to the immense success of his symphonies in New York, Boston, Chicago, and other great cities of the United States and concluded by expressing his admiration for the American nation. \"Ich verehre die Amerikaner, eine grosse nation,\" he said.\r\n     Professor Eusebius Mandyczewski, whom I next visited, expressed somewhat similar views. [... dessen Meinung über Dvorak ...]\r\n     [... Hans Richter (reist nach London) ...]. He spoke of the gypsy race in Hungary, every man, woman and child of which plays by ear, but said that it was quite an exceptional thing for a gypsy to play from written music.\" [keine Signatur, vermutlich Otto Florsheim (siehe die Anmerkung)] (°).\n \nDas in Dublin (Irland) erscheinende Freeman's Journal schreibt auf S. 4 in der 6./7. Spalte ausführlich über Dvoraks Idee, eine amerikanische Musik \"lies in a reversion to the sources of negro melodies\":\r\n\"AN AMERICAN SCHOOL OF MUSIC.\r\nOUR readers will remember that Anton Dvorak, the eminent Bohemian musical composer, sailed for America in August of last year [... ausführliche Darstellung des Themas ... Interviews des New York Herald dazu ...]. A well-known American composer, Mr. Arthur Bird, writes from Berlin, \"My ideal of an American school is a mixture of French and German. The French are far ahead of the Germans. As for negro melodies their features are sadness and simplicity. They are musical, but their simplicity would probably lose something by being made instrumental.' Two of the best authorities in Vienna, Herren Anton Bruckner and Hans Richter, write in an even more adverse sense of Dvorak's theory. \"Negro melodies,\" says the former, \"can never become the groundwork of a school of music,\" while the latter refuses to believe in the possibility of a future school of music proceeding from a race which sings and plays by ear.\" [...]\" [keine Signatur] (°°).", "Letzte Änderung": "24.04.2026 15:14"}, {"ID": 189506155, "Datum": "15.6.1895, Samstag", "Haupttext": "[vermutlich 15.6.1895, auch bis 20.6.1895 denkbar? siehe die Anmerkung]\nBrief von Gustav Mahler an Hermann Behn, in Steinbach am Attersee geschrieben:\n\"Lieber Freund!\nAn Bruckner habe ich schon geschrieben. Ich fürchte aber, daß ich nicht so leicht eine Antwort bekommen werde. Als ich vor einigen Wochen gelegentlich meines Aufenthaltes in Wien bei ihm war, fand ich ihn eben aus dem Bett aufgestanden, gebrechlich und hinfällig. – Schade – mündlich wäre dies sicher leicht gegangen. – Vederemo!\nSchicken Sie für jeden Fall eine gute Copie Ihres Arrangem. an Gutmann, damit keine Zeit verloren geht. Sowie eine Antwort von B. kommt, sende ich sie direkt an Gutmann ab. –\nMein Velociped ist noch immer nicht angekommen! Was soll ich nur thun?\nSein Sie und alle Ihrigen herzlichst gegrüßt\nvon Ihrem\nGustav Mahler\nIch fürchte, Reeck hat das Rad als gewöhnliches Frachtgut, ohne versicherte [nicht lesbar] aufgegeben - dann könnte [ich] unter Umständen 8 Wochen warten müssen!\" (*).\n \nHinweis auf die Gedenktafelenthüllung [am 12.5.1895] in der \"Caecilia\" Nr. 14 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 144 (= S. 8):\r\n\"     Weenen. — Te Ansfelden, waar Anton Bruckner in 1824 geboren werd, is dezer dagen onder de bijbehoorende plechtigheden een gedenksteen in diens geboortehuis geplaatst.\" (**).", "Letzte Änderung": "10.07.2024 11:19"}, {"ID": 189606155, "Datum": "15.6.1896, Montag", "Haupttext": "Von dem Plan, die 4. Symphonie in der nächsten Saison aufzuführen [vgl. 13.6.1896, tatsächlich: am 11.11.1897], berichtet \"Het vaderland\" Nr. 139 ('s-Gravenhage) auf S. 5:\n\"             Kunst- en Letternieuws.\r\n[...]\n     De heer Mengelberg heeft, blijkens een bericht in de Amsterd. bladen, voor het a.s. seizoen een aantal oudere en nieuwere werken opgenomen in het repertoire van het Concertgebouw-orkest: o. a. een hier nog onbekende Symphonie van Schubert in bes majeur (van het jaar 1814), Raff's In den Alpen, Symphonieën van Goetz, Bruckner (no. 4) en van Glazounoff, de 6e van Tschaikowsky en een „Symphonie romantique” van Joncières; verder een intermezzo uit Weingartner’s Malavika, Strauss’ Till Eulenspiegel en Serenade voor blaasinstrumenten, een „Chasse fantastique” van Guiraud, Suite uit Lalo’s ballet Namouna: de ouvertures: La Princesse jaune van Saint-Saëns Artevelde van Guirand en Donna Diana van Reznicek, „Schwedische Tänze” van Bruch. Bovendien zullen een of meer avonden gewijd zijn aan werken van Hollandsche componisten.\n     Mag ik den heer Mengelberg nog op het hart drukken een Scherzo voor orkest van Dvorak.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189706155, "Datum": "15.6.1897, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner wird in einem dreiseitigen Nachruf von Carl Staubach auf Charlotte Wolter im Deutschen Volksblatt Nr. 3035 auf S. 1 erwähnt: \"Unerbittlich mäht der Tod in den Reihen unserer gewaltigen Kunstgrößen und immer wieder holt er sich seine Opfer aus der Kaiserstadt am Donaustrand. Am 11.October vorigen Jahres starb hier der große Symphoniker Anton Bruckner, am 13. Februar 1897 folgte ihm der große Tragöde Friedrich Mitterwurzer und wenige Tage darauf, am 3. April, schloß der unsterbliche Tondichter Johannes Brahms seine Augen für immer. [... über Charlotte Wolter ...]\" (*).\nFranz Simandl kommt in seinem Artikel \"Bayreuther Tage\" in der Österreichischen Musik- und Theaterzeitung Nr. 20 auf S. 6 auch auf Bruckner zu sprechen (**).", "Letzte Änderung": "28.08.2026 16:18"}, {"ID": 189806155, "Datum": "15.6.1898, Mittwoch", "Haupttext": "Der Männerchor \"Laßt Jubeltöne laut erklingen\" (WAB 76) wird in A. Naaffs Textfassung \"Dir, holde Heimat\" vom Wiener Schubertbund unter Adolf Kirchl (bei der Sommerliedertafel in der Katharinenhalle (*a)) in Wien uraufgeführt (*).\nDie \"Lyra\" Nr. 18 berichtet auf S. 233 von der Denkmalsenthüllung in Steyr [am 29.5.1898] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189906155, "Datum": "15.6.1899, Donnerstag", "Haupttext": "Die Zeitschrift \"Der Kirchenchor\" Nr. 6 bringt auf S. 48 eine Besprechung der Aufführung der e-Moll-Messe [am 17.3.1899], wobei erwähnt wird, daß F. X. Haberl Bruckners \"Ave Maria\" [WAB 6] als \"musikalischen Klecks\" bezeichnet habe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190006155, "Datum": "15.6.1900, Freitag", "Haupttext": "Die Oberösterreichische Volkszeitung Nr. 24 teilt auf S. 5 mit, daß am 20.6.1900 in Wels ein eucharistischer Kongreß stattfindet und dabei in der Stadtpfarrkirche ein \"Tantum ergo\" Bruckners [prov. WAB 48] aufgeführt wird:\r\n„   Nachrichten aus Oberösterreich.\r\n    Eucharistischer Congress in Wels. Am 20. d. M., nächsten Mittwoch, findet in Wels ein eucharistischer Congress statt […]. – Die Festordnung wurde in folgender Weise bestimmt: 9 Uhr: Einzug des Clerus vom Stadtpfarrhofe in die Stadtpfarrkirche. 9¼ Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten Sacramentes, Tantum ergo (von Anton Bruckner), Veni Sancte Spiritus (von Frey); sodann Festpredigt des hochw. Carmeliten=Ordenspriesters P. Severin Wieninger aus Linz[.] 10 Uhr: Pontificalamt […].“", "Letzte Änderung": "02.10.2025 07:28"}, {"ID": 190506155, "Datum": "15.6.1905, Donnerstag", "Haupttext": "Die Wochenschrift für Kunst und Musik berichtet vom Grazer Tonkünstlerfest mit Aufführung der 8. Symphonie am 2.6.1905.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190606155, "Datum": "15.6.1906, Freitag", "Haupttext": "Die Zeit Nr. 1336 kündigt auf S. 2 die Konzerte des Salzburger Musikfestes (17. - 20.8.1906) an, mit Werken u. a. von Bruckner [9. Symphonie am 17.8.1906]. \n[Unter den Dirigenten ist Richard Strauss noch nicht genannt, stattdessen Karl Muck].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190906155, "Datum": "15.6.1909, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie unter Lasalle bei der Martin-Greif-Feier in München.", "Letzte Änderung": "15.02.2024 16:17"}, {"ID": 191306155, "Datum": "15.6.1913, Sonntag", "Haupttext": "Enthüllung der Gedenktafel am alten Schulhaus in Kronstorf:\r\n»Professor \r\nDr Anton Bruckner's\r\nWohnzimmer\r\nals Schulgehilfe 1843 - 1845.\r\nGewidmet von den Bruckner Freunden\r\nin Kronstorf i. J. 1913.«.\nAnwesend u.a. der Kaufmann K. Steinleitner und als Festredner Professor Augustin Lehofer aus Wien, ein Enkel des früheren Lehrers (*),\r\nferner der Bürgermeister von Steyr, Mitglieder der Gesangvereine von Enns und St. Florian und der Gesellschaft der Musikfreunde Steyr, F. X. Müller, Göllerich und Gräflinger (**).\r\nDie Steyrer Liedertafel unter J. Prinz singt Bruckners »Sängerbund« [WAB 82], das Steyrer »Kränzchen« unter Franz Bayer das »Ave Maria« [vermutlich WAB 6] und »Träumen und Wachen«.\r\nDas Projekt - eine Arbeit der Linzer Firma Linser - war u.a. von Pfarrer M. Prinz, Schulleiter Theodor Schmiedt und Gemeindesekretär J. Auer [Ignaz Auer] gefördert worden (***).", "Letzte Änderung": "05.04.2025 12:42"}, {"ID": 191706155, "Datum": "15.6.1917, Freitag", "Haupttext": "Bei der Universal-Edition erscheint V. Gollers Orgelauszug der e-Moll-Messe unter der Nummer 2915.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192106155, "Datum": "15.6.1921, Mittwoch", "Haupttext": "Salzburger Erstaufführung der 7. Symphonie durch das Mozarteum-Orchester unter Franz Ledwinka im großen Saal des Mozarthauses (*).\n \nHinweis auf das heutige Kammerkonzert im Neuen Wiener Journal Nr. 9915 auf S. 8 (**).\n \nAufführung des Quintetts durch das Rosé-Qartett (Rosé, Fischer, Ruzitska, Anton Walter) im Großen Musikvereinssaal (***).\n \nArtikel von Herma Schlechter über das Bruckner-Musikfest in Linz [18./19.6.1921] im Welser Anzeiger Nr. 48 auf S. 1 (°).\n \nArtikel \"Bruckneriana. | Gesammelt von Dr. Fritz Kopke\" in der Linzer Tages-Post Nr. 134 auf S. 3. Drei Episoden, auf Berichten seiner Schüler beruhend: Bruckner als Beter - Die Taufe der Vierten Symphonie [der Begriff \"Romantisch\"] - Der Einfall [Thema der 7. Symphonie beim Auspacken eines Käsebrotes] (°°).", "Letzte Änderung": "21.12.2025 22:02"}, {"ID": 192406155, "Datum": "15.6.1924, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung eines von Neuhofer gespielten Orgelpräludiums und von \"Trösterin Musik\" mit dem Gesamtchor unter Leitung von Bundeschormeister Alfred Klietmann im Festkonzert des Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundes um 16:15 Uhr anlässlich der Feier des 60jährigen Bestehens in der Festhalle am Südbahnhof in Linz (*).\nMöglicherweise entfiel das Orgelpräludium, da infolge einer Orgelstörung auch die Orgelbegleitung bei \"Trösterin Musik\" entfiel (*a).\n \nAufführung der e-Moll-Messe in Lainz (**).\n \nBrief des Wiener Eisenbahn-Gesangvereins an Propst Vinzent Hartl [möglicherweise in Zusammenhang mit dem Konzert in Linz am 17.5.1924 und der Bruckner-Huldigung in St. Florian am 18.5.1924] (***).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 08:29"}, {"ID": 192706155, "Datum": "15.6.1927, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Chores \"Um Mitternacht\" (WAB 80) durch den Troppauer Männergesangverein.", "Letzte Änderung": "21.04.2023 08:30"}, {"ID": 192806155, "Datum": "15.6.1928, Freitag", "Haupttext": "Zwei Briefe von Anton Meißner (zusammen 5 Seiten), vermutlich [beide?] an den Empfänger der [beiliegenden?] Gebetsaufzeichnungen (11.6.1896 bis 18.6.1896), die aus Bruckners Kalender herausgetrennt worden waren. Über die Authentizität des Dokuments, über anekdotische Begebenheiten aus Bruckners letzten Tagen, den Umzug ins Belvedere und über eine [seinerzeitige oder 1928 aktuelle?] Aufführung des \"Te deum\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192806016, "Datum": "1. - 5.6.1928, Freitag bis Dienstag [?]", "Haupttext": "Bruckner-Fest in Bochum. Aufführung der 1., 5. und 9. Symphonie, der f-Moll-Messe und des »Te deum« unter Leopold Reichwein, einiger Männerchöre und des Quintetts (Quartett Hans Treschler).", "Letzte Änderung": "21.10.2025 18:23"}, {"ID": 192906155, "Datum": "15.6.1929, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik mit dem \"O Lord Most Holy\" (= \"Ave Maria\" WAB 6] in The Ithaca Journal-News (Ithaca, New York) auf S. 3:\n\"            First Methodist Episcopal\n     Corner Aurora and Court Streets Rev. Alfred P. Coman, minister; Rev. G. Eugene Durham, University pastor. [... Predigtthemen ...]. The quartet will sing in the morning: \"The Good Shepherd\" by Jennings, and in the evening: \"O Lord Most Holy,\" by Bruckner. Church school session begins [...].\"", "Letzte Änderung": "24.09.2025 15:47"}, {"ID": 193006155, "Datum": "15.6.1930, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Pange lingua (WAB 31) in der Pfarrkirche Spitz an der Donau (*). \n\nKarl Pittl hatte 1930 vier weitere Chorstimmen kopiert, die - abgesehen von einer anderen Taktangabe - mit der von Friedrich Poppel am 2.10.1893 erstellten Abschrift übereinstimmen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193306155, "Datum": "15.6.1933, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Aufführung des Pange lingua (WAB 31) in der Pfarrkirche Spitz an der Donau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193506155, "Datum": "15.6.1935, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Moißl »Das Freiburger Bruckner-Erlebnis« in der Reichspost Nr. 164 auf S. 7.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193706155, "Datum": "15.6.1937, Dienstag", "Haupttext": "Artikel »De onthulling van Bruckner's borstbeeld in de »Walhalla« te Regensburg« im »Niewe Rotterdamsche Courant«.", "Letzte Änderung": "06.09.2025 19:43"}, {"ID": 193806155, "Datum": "15.6.1938, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Justus Brandstetter an Ernst Ludwig (Propagandaministerium):\r\n     Bezieht sich auf die Besprechung am 9.6.1938 und auf die von Herrn Kwasniak von der STAGMA angegebenen Gründe zur Ablehnung des Urheberrechtsschutzes und verweist auf das Schreiben vom 20.5.1938 und die Sitzung vom 5.3.1937. Als Beilage ein Gegenbericht Willy Hoffmanns zum Gutachten der STAGMA (10.6.).\r\nDie Originalfassungen unterschieden sich erheblich von den Bearbeitungen und genössen Schutz als alleinige Darstellungen von Bruckners schöpferischem Willen. Zudem seien sie infolge des Verhaltens von Robert Haas in der Nationalbibliothek eben nicht der Öffentlichkeit zugänglich gewesen.\r\nUnverständlich sei auch, daß die STAGMA den schon früher von der [jüdischen!] Universal-Edition vertretenen Rechtsstandpunkt [vgl. 12.6.1936] übernehme (*).\nGeneralversammlung des Musikwissenschaftlichen Verlags in Wien mit Friedrich Werner, Max Auer, Norbert Furreg, Franz Moißl, Robert Haas und Rudolf Holzer. Das Propagandaministerium plane den Aufbau einer Deutschen Bruckner-Gesellschaft (**).\r\nDie Feier des 10-Jahresjubiläums [ursprünglich für Juli 1938 geplant] plane man nun im Rahmen eines großen Brucknerfestes in Wien und Linz (***).\nEhrenabend Gisela Göllerichs, veranstaltet von der Gauleitung der NSDAP, im Festsaal des Kaufmännischen Vereinshauses in Linz. Ihre Kinder aus erster Ehe (Palma Paszthory-Erdmann, Gisela Paszthory und Casimir Paszthory) spielen ein Klaviertrio, es folgt eine Festrede und zum Schluss erklingt der 1. Satz von Bruckners 1. Symphonie mit dem NS-Gausymphonie-Orchester Oberdonau unter Max Damberger (°).\r\nMusikreferent SS-Hauptscharführer Herbert Ziehland verliest ein Glückwunschtelegramm Adolf Hitlers (°a).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 17:46"}, {"ID": 194206155, "Datum": "15.6.1942, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Milo von Wawak im Großen Musikvereinssaal in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194606155, "Datum": "15.6.1946, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie [durch die Sächsische Staatskapelle] unter Joseph Keilberth um 18 Uhr im Kurhaus Bühlau in einem Sinfoniekonzert zu Gunsten der \"Volkssolidaität\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195206155, "Datum": "15.6.1952, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe in der Kirche Sa. Maria dell'Anima zu Rom in Anwesenheit Papsts Pius XII durch den Linzer Domchor und Bläser des RAI-Symphonieorchesters unter Joseph Kronsteiner (*).\r\nEine einführende Ansprache handelt von der Bedeutung der Messe auch im liturgischen Rahmen und erwähnt die weiteren aufgeführten Chorsätze \"Tantum ergo\" in D-Dur [WAB 32 oder WAB 42?] , \"Locus iste\" und \"Ave Maria\" [WAB 6] (*a).\r\n\"18 Uhr Bruckner Emoll Messe, Linzer Domchor u. RAI Bläser, herrliche Aufführung, Kirche überfüllt, Teilnehmer sehr beeindruckt von der Schönheit des Werkes u. seiner prezisen Aufführung durch 60 Sänger\" (*b).\r\nMax Auer überreicht in einer Privataudienz [am 16.6.1952] eine Bittschrift um Genehmigung von Aufführungen von Bruckner-Symphonien [prov. WAB 86] in Kirchen (**)\r\nund eine Prachtausgabe seiner Bruckner-Biographie (***).\r\nLeopold Weismann übergibt dem Papst die Partitur der 9. Symphonie, und der Linzer Domchor singt \"Locus iste\" und \"Ave Maria\" (°).", "Letzte Änderung": "16.05.2024 11:04"}, {"ID": 195306155, "Datum": "15.6.1953, Montag", "Haupttext": "Datierung von Willi Reichs Vorwort zum Buch »Anton Bruckner. Ein Bild seiner Persönlichkeit« (Basel 1953).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196506155, "Datum": "15.6.1965, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Dr. Karl Kosel (Bayerische Staatsgemäldesammlungen) an Heinz Schöny: \n    Über Uhdes Skizzierung des Apostels im Abendmahlbild, der später durch Bruckner dargestellt wurde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197206155, "Datum": "15.6.1972, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Filarmónica de Santiago unter Günther Herbig in Santiago in Chile.", "Letzte Änderung": "02.08.2025 16:28"}, {"ID": 197806155, "Datum": "15.6.1978, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Zamazal \"Abschluß des Anton Bruckner-Orgelwettbewerbs in Linz. Technik ist nicht alles\" in den Oberösterreichischen Nachrichten auf S. 8.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197906155, "Datum": "15.6.1979, Freitag", "Haupttext": "Erstaufführung der von William Carragan (auf Anregung von Jack Diether) erstellten Fassung des Finales der 9. Symphonie für zwei Klaviere (noch ohne Coda) durch Carragan und Paul Nudelman in New York.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198606155, "Datum": "15.6.1986, Sonntag", "Haupttext": "Österreichische Erstaufführung von Carragans Fassung des Finales der 9. Symphonie durch das Bruckner-Orchester Linz unter Kurt Eichhorn in St. Florian (*).\r\nIm ersten Teil des Konzerts die Uraufführung des Orgelwerks »Gloria di Dio« von Augustinus Franz Kropfreiter und eine Improvisation über ein Thema von Anton Bruckner.\r\nTexte des Programmheftes von Franz Lettner und z.T. William Caragan.\r\nRundfunksendung des ORF (Programm Ö1) am 17.6.1986 (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2024 19:33"}, {"ID": 199606155, "Datum": "15.6.1996, Samstag", "Haupttext": "Konstituierung der »Anton Bruckner Society (Singapore)« unter dem Vorsitz des Dirigenten Tan Chan Boon in Singapur.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199706155, "Datum": "15.6.1997, Sonntag", "Haupttext": "Datierung auf dem Acrylbild von David Cheepen »Anton Bruckner, at the Age of Seventy, Fondly Remembering His Symphony No. 2 in C Minor« (IKO 605).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201906155, "Datum": "15.6.2019, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie duch das Radio Filharmonisch Orkest unter dem 90jährigen Bernard Haitink in dessen niederländischem Abschiedskonzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199606157, "Datum": "15.6. - 28.7. und 15.9. - 27.10.1996", "Haupttext": "Ausstellung »Wo ich alljährlich so gerne weile - Anton Bruckner in Steyr« (konzipiert von E. W. Partsch) im Stadtpfarrhof Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 183707155, "Datum": "15.7.1837, Samstag", "Haupttext": "Schreiben von Propst Michael Arneth an die fünf Bewerber um die Nachfolge von Anton Bruckner sen. als Schullehrer (gewählt wurde Josef Hametner) und Schreiben an die Schul-Distriktsaufsicht des Dekanates Enns in Niederneukirchen.", "Letzte Änderung": "17.10.2024 14:44"}, {"ID": 186007155, "Datum": "(15.7.1860, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von Josef Haydn, Abt, Praetorius, Santner, Julius Maier, H. Cramer, Mendelssohn, Schumann und Fr. Curschmann.", "Letzte Änderung": "20.11.2024 09:29"}, {"ID": 186507155, "Datum": "15.7.1865, Samstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Fremdenblatt Nr. 193 auf S. 12 weist auf das heutige Konzert hin:\n     \"[... Großherzog von Hessen und Graf Jellacic ...] 5. Bruckner (Dom=Organist in Linz) \"Germanenzug,\" Männer=Chor mit Orchester=Begleitung. (Zweite Preis=Komposition) [...]\" (*).\n \nEin ähnliches Inserat erscheint im Neuen Fremden-Blatt Nr. 62 auf S. 11:\n     \"[... Regiments-Musik König von Preussen-Husaren, Graf Jellacic ...] 5. Bruckner (Dom=Organist in Linz) \"Germanenzug\", Männerchor mit Orchesterbegleitung. (Zweite Preis=Komposition.) [...] (*a).\n \nUm halb 6 Uhr Konzertbeginn, um halb 8 Uhr Beginn der \"Gesangs-Produktion\": [vom 10.7.1865 verschobene] Aufführung des \"Germanenzugs\" durch den Männergesangverein \"Wiener Liedgenossen\" unter Josef Kumenecker im k. k. Volksgarten in Wien. Es kommen alle Preischöre des Linzer Sängerfestes [4.-6.6.1865] zur Aufführung.\nDie Instrumentalbegleitung der Chöre übernehmen zivile Musiker [laut Inserat zum 10.7.1865], wogegen bei den anderen Programmnummern zwei Regiments-Musikkapellen mitwirken, Großherzog von Hessen und Graf Jellacic (**).\nWahrscheinlich hat Bruckner an der Festliedertafel teilgenommen, denn am 13.7.1865 hatte er sich im Hotel Kaiserin Elisabeth einquartiert (***).", "Letzte Änderung": "04.10.2024 12:39"}, {"ID": 186607155, "Datum": "15.7.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"15ten Juli 1866 Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186707155, "Datum": "15.7.1867, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Dankt für den Brief vom 21.6.1867 und für Rudolfs wahre Freundschaft. Wie war es in Gmunden? Berichtet von seinem Krankheitsverlauf (mit Rezidiven) und den Kuranwendungen. Otzelsberger überbrachte gestern Grüße von Alois Weinwurm. Die Kur in Bad Kreuzen werde bis zum 5.8.1867 dauern. Das Schicksal Kaiser Maximilians von Mexiko beschäftige ihn sehr.", "Letzte Änderung": "26.11.2024 13:34"}, {"ID": 186807155, "Datum": "15.7.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 161 [*] meldet auf Seite 1 Bruckners Bestallung in Wien:\r\n»Linz.\r\n   - Gestern Abends 10 Uhr passirte mit dem Postzuge Se. Majestät der Kaiser auf der Reise von Ischl nach Wien den hiesigen Bahnhof.\r\n   - Der hiesige Domorganist, Herr Bruckner, ist zum Professor des Generalbasses und Kontrapunktes am Konservatorium in Wien ernannt worden.« (**).\nEine ähnliche Meldung erscheint auch in der Linzer Zeitung auf S. 661:\r\n»* (Herr Domorganist Bruckner in Linz) wurde zum Professor des Generalbasses und Contrapunctes am Conservatorium in Wien ernannt.« (***),\ndesgleichen in der Linzer Tages-Post Nr. 161 auf S. 2:\r\n»14. Juli 1868. [...] § Herr Domorganist Bruckner von Linz, ferners die Herren Zellner und Krenn von Wien sind zu Professoren des Generalbasses und Kontrapunktes am Wiener Konservatorium ernannt worden.« (°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:30"}, {"ID": 187107155, "Datum": "15.7.1871, Freitag", "Haupttext": "Abschluß der am 14.6.1871 begonnenen Klassenprüfungen am Wiener Konservatorium (*).\n Einige Schüler Bruckners erzielten besonders gute Ergebnisse:\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe (unter 3 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Schwarzkopf Emil. - Lobenswerth: 1 Walter Gustav; 2. Paschko Heinrich. [/] II. Classe. Vorzüglich Ambros von Rechtenberg Max. [/] III. Classe (unter 2 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Reinhold Hugo; 2. Latzelsberger Josef.« und\r\n   »Schule für Hamonielehre [sic] (männliche Zöglinge) des Herrn Prof. Bruckner (7 Schüler) [/] Vorzüglich: 1. Mottl Felix; 2. Paschko Heinrich. - Lobenswerth: 1. Adler Guido; 2. Walter Gustav. \r\n   Schule für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe (unter 9 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Schwarzkopf Emil; 2. Adametz Hermine. - Lobenswerth: 1. Lamberger Josef; 2. Ambros von Rechtenberg Max; 3. Wolfrum Carl; 4. Kratzl Carl. [/] II. Classe (unter 5 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Reinhold Hugo; 2. Latzelsberger Josef; 3. Stanek Eduard; 4. Rößl Damian v.« (**).\r\n   Bei den »Classenprämien« ist verzeichnet:\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Schwarzkopf Emil.«,\r\n    »Schule für Harmonielehre (männl. Zöglinge) des Herrn Prof. Bruckner. [/] Erste Prämie: Mottl Felix.« und\r\n»Contrapunctschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Schwarzkopf Emil; zweite Prämie: Adametz Hermine. [/] II. Classe. Erste Prämie: Reinhold Hugo; zweite Prämie: Latzelsberger Josef.« (***).\nZu den »Oeffentlichen Preisconcursen« siehe 24.7.1871.", "Letzte Änderung": "16.12.2024 17:39"}, {"ID": 187407155, "Datum": "15.7.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Universität (Dekanat der philos. Fakultät):\r\n     \"Hochlöbliches Decanat der philos. Facultät an der kk. Universität!\nSr Excellenz [... Minister Stremayr habe ihm zur Vorlage von Zeugnissen und Kompositionen geraten - beiliegend f-moll-Messe, 2. Symphonie, 1. und 2. Satz der 4. Symphonie. Die Wagner gewidmete 3. Symphonie habe er bei den Philharmonikern zur Probe eingereicht. Wegen der Reduzierung der Musikstunden an St. Anna (Rudolf Weinwurm versehe nun den ganzen Unterricht) hänge seine Zukunft von der Verleihung der Lehrerstelle ab ...]. Mit tiefstem Respekte\r\nWien 15. Juli 1874.      Anton Brucknermp.\"\r\nAuf der letzten Seite oben ein Kanzleivermerk \"ad 729.\" (*).\nEintragung in einer Aktenübersicht der Wiener Universität:\r\n\"ad 729. | 15. Juli [1]874 |  Brief des H Ant Bruckner.\" (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:35"}, {"ID": 187507155, "Datum": "15.7.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Bestätigung der Mitgliedschaft beim Pensionsverein der Gesellschaft der Musikfreunde, unterzeichnet von Dr. v. Rosenthal und J. Dachs. Die Dienstjahre sind ab 1.10.1868 gezählt (*).\n\n\nDie Presse Nr. 194 berichtet auf S. 9 von der Orgelkollaudierung in Krems am 8.7.1875:\n     \" (Neue Orgel.) Am 8. d. M. wurde die von J. K. Mauracher aus Salzburg in der Kremser Pfarrkirche aufgestellte große Orgel, bestehend aus 40 Registern, drei Manualen mit 54 Tönen und einem chromatisch gegliederten Pedal mit 27 Tönen, von den Professoren des Wiener Conservatoriums Franz Krenn und Anton Bruckner collaudirt, wobei dem kunstsinnigen Publicum durch das virtuose Spiel der beiden Herren ein hoher Kunstgenuß bereitet wurde. Das Urtheil der beiden Sachverständigen lautet sehr günstig; das Werk zeichnet sich durch schönen Klang, imposante Kraft, zweckmäßige Anlage und guten Mechanismus aus und ist eine der schönsten Zierden der Kirche.\" (**).\n\n\nHinweis auf die Aufführung der d-Moll-Messe am 18.7.1875 im Neuen Fremdenblatt Nr. 194 auf S. 3: \n\n     \" - (Kirchenmusik.) In der k. k. Hofkapelle gelangt nächsten Sonntag eine vom Orgelvirtuosen Professor Bruckner komponirte große Messe in D zur Aufführung, über welche Liszt sich sehr anerkennend ausgesprochen hat.\" (***).\n\n\n (Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607155, "Datum": "15.7.1876, Samstag", "Haupttext": "Von Bruckner ursprünglich gewünschter Urlaubsbeginn (*). (Preisträgerkonzert am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187707155, "Datum": "15.7.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Zur Aufführung gelangen eine Messe von Horak und Graduale und Offertorium (mit Flötensolo: Hermann Nowy) von Carl Czerny.", "Letzte Änderung": "16.09.2024 13:56"}, {"ID": 187907155, "Datum": "15.7.1879, Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »15. Juli. (Frl) Schlosser. Josestädterst 45. [sic]« [Hlawaczek siehe »Juli 1879«] [siehe die Anmerkung] (*).\nBeim 2. Abschlußkonzert des Wiener Konservatoriums wird der 1. Satz einer preisgekrönten Symphonie von Alfred Stroß aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "10.12.2024 09:44"}, {"ID": 188007155, "Datum": "(15.7.1880, Donnerstag)", "Haupttext": "2. Abschlußkonzert des Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188107155, "Datum": "15.7.1881, Freitag", "Haupttext": "Reifezeugnis für Bruckners Orgelschüler Hermann Vergeiner, der bei den öffentlichen Konkursprüfungen 1880 und 1881 [vermutlich jeweils Juli] einen 1. Preis errungen hatte. Unterschriften von Hellmesberger, L. A. Zellner und Hofmann [?] (*). (Drittes Konzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207155, "Datum": "(15.7.1882, Samstag)", "Haupttext": "Beim 2. Konzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums unter Hellmesbergers Leitung erklingen Werke von Beethoven, J. S. Bach (Klavier: Helene Zellner), Mozart (Concertante Sinfonie mit János Salamon und Rudolf Dittrich), Scharwenka (Klavier: Guido Peters) und Joseph Joachim (Violine: Franz Kneisel).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507155, "Datum": "15.7.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners:\r\n»Frückstück. [sic]\r\nextra 1 schwarzen Cafe \r\n \"  [=extra] 1 weißen Obers«.", "Letzte Änderung": "16.02.2024 23:05"}, {"ID": 188607155, "Datum": "15.7.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht des Musikalischen Wochenblattes Nr. 29 auf S. 362 über die Teil-Aufführung der e-Moll-Messe am 3.7.1886 in Leipzig:\r\n     \"Leipzig. Hatte der Riedel-Verein seine beiden ersten Concerte d. J. mit je einem grossen Werke (Grell's Messe und Beethoven's Missa solemnis) ausgefüllt, so zeigte das 3. Concert desselben am 3. Juli in der Peterskirche dagegen ein gemischtes Programm. Seine eminente Leistungsfähigkeit documentirte der berühmte Verein unter Leitung seines hochverdienten Dirigenten Hrn. Prof. Dr. Carl Riedel zunächst in der Wiedergabe einiger Chöre aus dem 16. und 17. Jahrhundert. [... Palestrina, Vittoria, J. Eccard, M. Franck ...] Ihnen liess der Verein zwei Sätze (das \"Gloria\" und das \"Credo\") der der jüngsten Gegenwart zuzählenden Cdur-Messe von Anton Bruckner folgen und führte den Wiener Meister dem grossen Publicum, das ihn bisher nur aus seiner 7. Symphonie kannte, erstmalig als Kirchencomponisten vor. Beide Sätze sind für den Musiker höchst interessant, eine Menge kühner Züge im Harmonischen und Modulatorischen hält ihn in steter Spannung und imponirend wirken die Meisterschaft und Leichtigkeit auf ihn ein, mit welcher der Componist die schwierigsten contrapunctischen Probleme löst. So recht warm ums Herz wird es Einem aber nur selten, im Gegentheil wird man oft geradezu antipathisch berührt durch die vielen profanen, weltlichen Töne, welche aus dieser Musik herausklingen und viel eher an das Theater, als an das Gotteshaus erinnern. Dieser kurz skizzirte Gesammteindruck der Fragmente würde sich sicher auch ergeben haben, wenn dieselben nicht mit Orgelbegleitung, sondern in ihrer Originalgestalt, mit Accompagnement von Blasinstrumenten, aufgeführt worden wären. Auch diese Programmnummer erfreute sich seitens des Chors und des Hrn. Homeyer an der Orgel einer vorzüglichen Wiedergabe, die nur vorübergehend durch eine schrille Differenz zwischen dem Chor und der nach einer Pause neu einsetzenden Orgel eine Trübung fand. [... Bach-Motette ... Solovorträge von Altistin Wegener und Orgelvorträge Homeyers ...]\" [keine Signatur] (*a)\n \nund auf S. 364 über die Aufführung des 1. und 3. Satzes der 4. Symphonie [4.6.1886] und des Quintetts [am 6.6.1886] in Sondershausen:\n           »Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\nBruckner (A.), 1. u. 3. Satz der 4. Symph. (Sondershausen, 3. Conc. der Tonkünstlerversamml. des Allgem.d. Musikvereins.) \r\n  - - F dur-Streichquint. (Ebendaselbst, 5. Conc. derselben.)« (*b).\nBrief des Kirchenchors St. Florian an Bruckner:\r\n    Gratuliert zur Ordensverleihung. Unterzeichnet von Karl Huber, Theodor Löscher (Lehrer und Tenorist), Karl Bogner (Sohn von Bruckners Lehrer Michael Bogner), Josef Brauneis (kk. [unleserlich]), Carl Weghofer (SteueramtsControlor), Johann Paul Haybäck (Lehrer und Stiftsorganist), Bernhard Deubler, Josef Gruber (Stiftsorganist), Karl Aigner (Sparkassenbuchhalter und Stiftsmusiker) und Josef Neubauer (Notariatskonzipient) (**).\nDie \"Caecilia\" Nr. 16 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 160 vom Sondershausener Musikfest mit der Aufführung der 4. Symphonie [am 4.6.1886]:\r\n\"De drieëntwintigste „Tonkünstler Versammlung\" gehouden te Sondershausen (8—6 Juni).\r\n          (Vervolg en slot.)\r\n[...]\r\n    Onder de werken, die op de beide andere orkest-concerten werden uitgevoerd, behooren ook fragmenten van een nog niet uitgegeven symphonie (in Es) van Bruckner, door sommigen met warmen bijval, door anderen daarentegen zeer koel ontvangen. De tweede en laatste afdeeling werd door den hof kapelmeester Schröder weggelaten, omdat ze hem nog minder dan de andere deelen ter uitvoering geschikt voorkwamen. De Symphonische Variationen van Nicodé mochten zich, onder 's componisten leiding, in stormachtigen bijval verheugen. Dit was eveneens het geval met een fraai humoreske voor orkest „Carneval-scène\" van Arthur Bird, een jongen Amerikaan, die te Berlijn de leiding van Heinrich Urban genoten heeft. Het stuk vloeit over van pikante gedachten en is verrukkelijk geïnstrumenteerd.     [...].\" [keine Signatur] (***).\n(Drittes Abschlußkonzert der Preisträger des Konservatoriums (°)).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:30"}, {"ID": 188707155, "Datum": "15.7.1887, Freitag", "Haupttext": "Der Bote aus dem Waldviertel Nr. 230 (erscheint in Horn) bringt auf S. 4 ein Inserat:\n      \"Ein Wiener Conservatorist, Schüler von Prof. A. Bruckner, wird seine diesjährigen Ferien in der Stadt Horn zubringen. Derselbe ertheilt\n               Unterricht\r\nim Clavier- und Violinspiele\r\ngegen mäßiges Honorar. Adresse in der Schriftleitung.\"", "Letzte Änderung": "06.06.2025 22:29"}, {"ID": 188807155, "Datum": "15.7.1888, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner hat (anstelle Rudolf Bibls) Dienst an der Hofkapelle (*).\n \nIn der \"Caecilia\" Nr. 16 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) wird auf S. 5 Bruckner erwähnt:\n\"                  EDGAR TINEL.\n            Oratorium Franciscus.\n     De naam des toonkunstenaars, in ons opschrift vermeld, moge velen onzer lezers nog vreemd zijn, toch staat hij met gulden letters geprent in hart en hoofd van allen, die zijne werken kennen, naar zijn klavierspel hebben geluisterd, of ook alleen zijn onderwijs hebben genoten.\n     Hoe vele kunstenaarsnamen — zij 't op het gebied der plastische, der litteraire of der muzikale kunst — bleven niet, zoolang de wereld staat, zelfs aan den tijdgenoot verborgen, en schitterden eerst vele jaren na den dood der hoogstbegaafden aan boog of galerij des muziektempels, waarin zij hun leven lang hadden geofferd.\n     [...] Maar wij willen zoo ver niet zoeken. Welke tijdschriften, welke muzikale woordenboeken spraken er van onzen eigen tijdgenoot Bruckner, vóór dat hij zijne vijf, zes, zeven symphonieën had geschreven? Wie sprak er vóór drie, vier jaren van den hoogstbegaafden Borodin (nu reeds overleden), en vele andere buitenlandsche meesters van gi-oote beteekenis? [...]\n     [... ausführlich über das Werk ...]       Dr P.\" (**).", "Letzte Änderung": "18.12.2024 21:33"}, {"ID": 188907155, "Datum": "15.7.1889, Montag", "Haupttext": "Ein Inserat des Wetzler-Verlages in der Musikalischen Rundschau Nr. 26 auf S. 209 macht auf die Chöre »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] aufmerksam:\n\"Im Verlage von EM. WETZLER (Jul. Engelmann) in Wien ist erschienen:\nAnton Bruckner\nZwei Kirchenchöre\n[linke Spalte:]\nNr. 1.\nAntiphon\nfür gemischten Chor und Orgel.\n[rechte Spalte:]\nNr. 2.\nAve Maria\nfür Sopran, Alt I, II, Tenor I, II und Bass I, II.\n[wieder zentriert:]\nNr. 1. Antiphon. Partitur und Stimmen\n   Preis M. 1.25 = fl. -.75.\nNr. 2. Ave Maria. Partitur und Stimmen\n   Preis M. 1.- = fl. -.60\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189007155, "Datum": "15.7.1890, Dienstag", "Haupttext": "Treffen [mit wem?] im Ronacher [geplant] (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 161 berichtet auf S. 3 über die Aufführung des »Germanenzug« von Franz Mair am 12.7.1890 in Linz. Das Werk reiche nicht an die Vertonung Bruckners heran.\r\n     \"[...] Der Chor ist schön, effectvoll und von packender Wirkung und erzielte der Verein mit diesem Chore einen großen erfolg. Bei einem Vergleiche mit dem \"Germanenzug\" von Bruckner würde aber die Mair'sche Composition doch zu kurz kommen. [...]\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189107155, "Datum": "15.7.1891, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 28 berichtet auf S. 326 von der Aufführung der 3. Symphonie am 29.6.1891:\n     \" *-* In der St. James Hall zu London fand am 29. Juni Abends vor sehr zahlreicher Zuhörerschaft das sechste Richer=Concert dieser Saison statt. Es bildete gleichzeitig das jährliche Concert des Londoner Wagner=Vereins. Zur Aufführung gelangte zunächst [... Haydn und Wagner (aus Tannhäuser, Tristan und Holländer mit Lillian Nordica ...]. Ferner wurde zum ersten Male in England Anton Bruckner's Symphonie Nr. 3 in D moll zu Gehör gebracht, fand aber nur eine kühle Aufnahme.\" (*).\n \nIn der Südsteirischen Post Nr. 56 wird auf S. 3f das Programm vom 26.8.1891 angekündigt:\r\n     \"Graz. (O.=C.) Am 24., 25. und 26. Aug. 1891 findet in Graz die \"dreizehnte General=Versammlung des Cäcilien=Vereines für alle Länder deutscher Zunge\" statt. I. Programm. [...] Am 26. August um ½7 Uhr [... Choral-Amt, 9 Uhr Requiem von Ig. Mitterer, 11 Uhr Versammlung ...] Um 4 Uhr in der Herz=Jesu=Kirche: [... Orgelstück, Pfingstsequenz, Orlando di Lasso, Hans Leo Hassler ... Orgelstück ...] - 'Ave Maria' von Anton Bruckner, k. k. Hof=Organist in Wien [sicher WAB 6]. [... Palestrina ... um 6 Uhr Festversammlung ... anders als 1876 nur Grazer Kräfte ...] Münster im Mai 1891. Friedrich Schmidt, General-Präses.\" (**).\n \n(Studienzeugnis des Wiener Konservatoriums für Emilie Weißgärber mit Unterschriften von Hellmesberger und L. A. Zellner (***)).", "Letzte Änderung": "21.07.2024 12:28"}, {"ID": 189207155, "Datum": "15.7.1892, Freitag", "Haupttext": "Notiz Bruckners bei den Gebetsaufzeichnungen: »Cur Anfang.« (*) [Karlsbader Kur (*a)].\n\"Die Lyra\" XV, Nr. 20 (416), referiert auf S. 174 [= S. 4] über die Liedertafel am 2.7.1892 (mit dem Chor \"Das deutsche Lied\" [WAB 63]):\r\n\"              Wiener Vereins=Chronik.\r\n[...]\r\n      Der academische Gesangverein brachte am 2. Juli im Volksgarten bei seiner Sommer-Liedertafel unter Leitung des Chormeisters Herrn Professor Raoul Mader unter Mitwirkung der Capelle des k u. k. Infanterie=Regiments Nr. 2 folgende Vortragsordnung zur Ausführung: Dr. Anton Bruckner: „Das deutsche Lied”, M.=Chor mit Begleitung mit Blechmusik, für das „Erste deutsch=akademische Sängerfest in Salzburg” componirt zum erstenmal aufgeführt bei dem Festconcert in der Aula academica in Salzburg am 5. Juni 1892. [... Auflistung der anderen Programmnummern ...] (**).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 19 berichtet auf S. 164 über die Aufführung der 3. Symphonie [am 9.7.1892], signiert \"m. g.\":\r\n\"                    Concerte.\r\n     – Eine der glänzendsten Epochen der Musikgeschichte hat in der Theater- und Musikausstellung zum ersten Male eine würdige Verkörperung erhalten – die niederländische. [... höchstes Lob für den Amsterdamer a-capella-Chor unter J. de Lange [sic] ...].\r\n     – Die populären Concerte, welche zwei Wochen hindurch eine Unterbrechung erlitten, scheinen sich immer mehr zum Bollwerk der modernen Musik heranzubilden. Beethoven, Wagner, Berlioz und Bruckner bildeten die Signatur des letzten Componistenabends, der auf diese Art eine Zukunftsmusikphysiognomie annahm,, die ihm – wie alle Freunde des Fortschrittes in der Musik einhellig zugaben – gar nicht übel stand. Bruckner's D-moll-Symphonie, dieselbe, welche dem Componisten einst bei Wagner das \"leitmotivisch\" wiederkehrende Scherzwort \"Bruckner – die Trompete!\" eintrug, bildete den Mittelpunkt des Concertes. Das in letzter Zeit oft gehörte grosse Werk gab Anlass zu den stürmischesten Ovationen für den greisen Meister. Professor Ferdinand Löwe, der Dirigent dieses Abends, leitete das Orchester mit vieler Umsicht, aber wenig Temperament. Er legte eine Objectivität an den Tag, die den Anschein vollständiger Kälte erweckte; thatsächlich waren die sonst so feurigen Leistungen des Symphonie-Orchesters (besonders die Ausführung der \"Coriolan\"-Ouverture) wenig temperamentvoll. Die Fortestellen klangen wenig wuchtig, die Uebergänge matt und die Gesangsmelodien schwunglos. Wenn es nicht die Werke selbst getahn hätten, die Ausführung hätte nicht hingerissen.\r\n     – [... über andere Novitäten  ... Gedanken zur Berechtigung eines Orchesters für populäre Konzerte ...].\r\n                                                        m. g.\" [vermutlich Max Graf, siehe 15.10.1892] (***).", "Letzte Änderung": "02.10.2023 06:07"}, {"ID": 189307155, "Datum": "15.7.1893, Samstag", "Haupttext": "In der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 14 wird auf S. 185 das »Frohsinn«-Konzert vom 28.6.1893 (mit Bruckners Chor »Der deutsche Gesang« [Das deutsche Lied, WAB 63]) besprochen\r\n\"     Linz. Liedertafel Frohsinn\". Mit der am 28. Juni im Volksgarten abgehaltenen Sommerliedertafel unter Mitwirkung der Musikkapelle des k. u. k. Infanterie=Regimentes Nr. 14, hat dieser Verein die Reihe der statutenmäßigen Unternehmungen des Vereinsjahres geschlossen. Das Programm bestand [... aus Musiknummern, gemischten Chöre ...], dann aus den Männerchören: [... Gericke, Storch ...] \"Der deutsche Gesang,\" Männerchor mit Begleitung von Blechinstrumenten von Bruckner und \"Landsknechtlieder\" für Männerchor, Tenorsolo (Herr M. Edlbacher) und Begleitung des großen Orchesters von W. Floderer. Vollständig neu war der Bruckner'sche Chor, eine thematische Arbeit, die in ihrem ganzen Aufbau sofort den Symphoniker erkennen läßt; anfangs zwar etwas zerrissen, erreicht dieses Werk zum Schluß eine gewaltige Steigerung und damit eine tiefe Wirkung. [...] Für die Durchführung aller genannten Nummern gebührt der Liedertafel, namentlich den Chormeistern Floderer und Arnleitner, die höchste Anerkennung; insbesondere muß in dieser Beziehung der Bruckner'sche Chor, der an die Sänger ungleich höhere Anforderungen stellt, als alle übrigen Chöre, hervorgehoben werden. Derselbe kam mit überraschender Kraft und Präcision zur Geltung. [... Kapellmeister Rezek, J. Milbeck ...]\" [keine Signatur] (*).\n \nDie Fliegenden Blätter für katholische Kirchenmusik Nr. 7 berichten auf S. 59 von der Kirchenmusik im Neuen Dom [vermutlich am 20.2.1893]:\n\"                          Vereinsnachrichten.\r\n[...]\n17. Linz. Zu Ehren des 50jährigen Bischof-Jubiläums Sr. Heiligkeit Papst Leo XIII. kam im Mariä-Empfängnis-Dome bei dem feierlichen Hochamte, welches P. T. Kanonikus Fr. v. P. Stieglitz mit grosser Assistenz hielt, zur Aufführung: \"Asperges me\", 4stimm. in F-dur von Dr. Ant. Bruckner. [vermutlich WAB 004] [...] Der Chor bestand aus 36 Sängern. Das Hauptkontingent stellten das bischöfl. Alumnat und das kathol. Waisernhaus. Es wirkten nur Herren und Knaben mit!! Die Orgel spielte ein bischöfl. Alumnus. – [...]. (**).\n \nAnkündigung eines Männerchorwerkes [\"Helgoland\"] für den Wiener Männergesangverein in der \"Caecilia\" Nr. 17 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 139 (= S. 7):\r\n\"      Weenen. — De Männergesangverein viert deze maand haar 50-jarig jubileum. Brahms zal voor deze gelegenheid eene Ode componeeren. Ook andere componisten, zooals Rubinstein, Bruckner en Goldmark, hebben der vereeniging nieuwe voor deze gelegenheid toepasselijke composities voor mannenkoor toegezegd.\" (***).", "Letzte Änderung": "14.01.2025 20:35"}, {"ID": 189407155, "Datum": "15.7.1894, Sonntag", "Haupttext": "Brief des Linzer Bürgermeisters Franz Poche an Bruckner:\r\n    Der Gemeinderat habe am 11.7.1894 beschlossen, Bruckner das Ehrenbürgerrecht der Stadt Linz zu verleihen (*).\nVon Professor Leitner gestaltetes Ehrenbürger-Diplom mit den Unterschriften von Franz Poche, Franz Schober und Dr. Rudolf Prohaska (**).\nVon der Ehrung Bruckners berichten\nder Alpen-Bote Nr. 56 auf S. 3:\r\n\"                 Verschiedenes.\r\n                              Steyr, 14. Juli\n(Dr. Anton Bruckner – Ehrenbürger von Linz.) Unserem berühmten Landsmanne, dem Tonkünstler Herrn Dr. Anton Bruckner, wurde in der Sitzung des Gemeinderathes der Landeshauptstadt Linz am Mittwoch das Ehrenbürgerrecht von Linz verliehen. Diese Ehrung erfolgte über eine Eingabe der Gesangvereine \"Sängerbund\" und Liedertafel \"Frohsinn\" und des Musikvereines.\" (***)\nund die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 14 auf S. 180:\r\n\"        Vermischtes.\r\n[...]\r\n     – Aus Linz wird uns geschrieben: In der Sitzung des hiesigen Gemeinderathes vom 11.d.M. wurde über Ansuchen der Vereine: Liedertafel \"Frohsinn\", Männergesangverein \"Sängerbund\" und \"Musikverein\" Herr Professor Dr. Anton Pruckner [sic] zum Ehrenbürger der Stadt Linz ernannt.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 08:41"}, {"ID": 189507155, "Datum": "15.7.1895, Montag", "Haupttext": "Die Linzer Montagspost Nr. 28 teilt auf S. 4 mit, daß der Kaiser Bruckner eine Wohnung im Belvedere zur Verfügung gestellt hat:\r\n„             Tagesneuigkeiten.\r\n                         Linz, am 15. Juli 1895.\r\n     Anton Bruckner hat durch die Aufmerksamkeit des Kaisers im Belvedere zu Wien eine Wohnung erhalten, welche es dem greisen Künstler ermöglicht, den Abend seines Lebens in Ruhe für seine großartigen Schöpfungen zu verwenden. Möge der liebenswürdige bescheidene Tonkünstler im Hause, das der kunstsinnige Prinz Eugen von Savoyen erbaut und bewohnt hat, noch lange Jahre zur Freude seiner zahlreichen Freunde und Verehrer schöpferisch thätig sein!“ (*).\n \nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 14 berichtet auf S. 357 - 360 von der 1. Kunstausstellung in Venedig und erwähnt dabei auch Tilgners Bruckner-Büste [IKO 55]:\n\"                       Venetianischer Kunstbrief.\r\n     Venetianischer Kunstbrief? Ist denn die alte Lagunenstadt über Nacht eine Kunststadt geworden? Vergeblich wird mancher in der feuchten Stadt des Canale Grande, des Marcusplatzes mit seinem Dogenpalaste und seiner farbenglänzenden Kirche nach einem trockenen Fleckchen Erde für einen Kunstausstellungsneubau  gesucht haben. Und doch hat der findige Kopf seines geistvollen Sindaco ein solches gefunden, ohne einen der schwärmerischen Canali auffüllen zu müssen. [... Giardini pubblici ... \"I. Internationale Kunst-Ausstellung Venedigs\" ... es wird dauern], bis Venedigs Ausstellungen, die sich nunmehr alle zwei Jahre wiederholen sollen, dem nahe kommen, was man von einer Internationalen Kunst-Ausstellung erwartet. [... nur zehn mittlere oder kleine Säle ... eher eine Kunst-Rekapitulation: neueste Kunst fehlt ... die verschiedenen Abteilungen ...]\r\n     Der Vollständigkeit halber seien auch ein paar Worte über die Bildhauer gestattet, obwohl, wie gesagt, nur wenig wirklich monumentale Werke über das Niveau der Mittelmässigkeit sich erheben und viele den Besteller verraten. Das Beste, was die Ausstellung bietet, ist diesmal von einem deutschen Künstler geschickt worden, von Viktor Tilgner. Von seinen vier Marmorbüsten, von denen die eine das Porträt des Walzerkönigs Johann Strauss in markanten Zügen, das zweite dasjenige des Architekten Kaiser, ein drittes das von Anton Bruckner wiedergiebt, ist wirklich eines besser als das andere; zugleich spricht sich in jedem derselben eine künstlerische Individualität aus, wie sie bei den modernen Bildhauern nicht häufig zu finden ist. [...]\r\n     [... Entwicklung des Kunstmarktes ...] Wenn dazu noch die gegenwärtige Reisesaison sich ebenso günstig gestaltet, wie der derselben, so wird von der kleinen Ausstellung nicht allzuviel mehr in die Ateliers zurückkehren, was wohl eine günstige Wirkung auf die in zwei Jahren bevorstehende Wiederholung der diesjährigen Ausstellung zur Folge haben wird.\n                                                 Karl Moltan.\" (**).\n\r\n(Austrittszeugnis des Konservatoriums für Emilie Weißgärber mit den Unterschriften von Bezecny, J. N. Fuchs und Ludwig Koch (***)).", "Letzte Änderung": "27.11.2023 22:23"}, {"ID": 189607155, "Datum": "15.7.1896, Mittwoch", "Haupttext": "[oder 16.7.1896?] Telegramm an Franz Bayer: Bruckner liege im Sterben.", "Letzte Änderung": "06.01.2026 21:33"}, {"ID": 189707155, "Datum": "15.7.1897, Donnerstag", "Haupttext": "Die \"Lyra\" Nr. 20 (537) berichtet auf S. 4/216 von der Gedenktafelenthüllung in Windhaag am 4.7.1897:\r\n\"     Bruckner-Gedenktafel. Am 4./7. wurde in Windhaag (Ober-Oester­reich), wo der hervorragende Tonmeister Oesterreichs längere Zeit als Schullehrer thätig war, eine Gedenktafel festlich enthüllt.\"", "Letzte Änderung": "29.08.2026 11:14"}, {"ID": 190007155, "Datum": "15.7.1900, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe in der Kirche St. Francis de Sales in Cincinnati (*).\nIm Chor wirkt Martin Dumler mit, der Hauptinitiator dieser Premiere (*a).\n27 Jahre später erinnert sich William Smith Goldenburg an den tiefen Eindruck, den die Messe hinterließ (*b).\n\r\n\"Die Lyra\" verzeichnet auf S. 1 die Pariser Teilaufführung der 4. Symphonie in Paris [am 21.6.1900] (**).", "Letzte Änderung": "12.02.2023 13:49"}, {"ID": 190307155, "Datum": "15.7.1903, Mittwoch", "Haupttext": "Max Auer spartiert in Kronstorf eine Partiturabschrift des »Libera« [WAB 21].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190507155, "Datum": "15.7.1905, Samstag", "Haupttext": "Die Wochenschrift für Kunst und Musik berichtet vom Schlusskonzert des Wiener Konservatoriums im großen Musikvereinssaal, bei dem auch das Adagio aus Bruckners Quintett aufgeführt wurde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190607155, "Datum": "15.7.1906, Sonntag", "Haupttext": "The Morning Examiner Nr. 196 (Ogden, Utah) bringt auf S.9 einen ausführlichen Artikel von W. B. Northrup über den Wiener Männergesangverein und erwähnt darin auch Bruckner:\n\"CHOIR FORMED OF MILLIONAIRES, STATESMEN AND TITLED NOBLES.\n[... als Beispiel Georg Krupp ...]\n     London, July 5.–London music lovers have been listening recently to what may be described as the most remarkable vocal organization in the world–the \"Wiener Mannergesang Verein\" or Vienna Male Choir, [... ungewöhnlich viele vermögende Mitglieder, Liste der Spitzenreiter  ...]\nHerr Krupp, gunmaker  . . . . . . . . . . . . . . . . .$ 40,000,000\nHerr Schneiderholm [sic] straw hat maker . . . . 6,500,000\n[... weitere 10 Namen mit über 4000000 $ Vermögen ... Abbildungen von Richard Henberger [recte Heuberger?] und Franz Schneiderhohn [recte Schneiderhan?] ... über die Vereinsstruktur und -tätigkeit, musikalische Bedeutung ...].\n     So high was the standard of excellence in musical attainment that the choir soon won from itself recognition from the most distinguished composers of the day. Quite a number of famous musicians have actually dedicated certain of their compositions to the Wiener Mannergesang Verein. Among these are Schumann, Meyerbeer, Wagner, Bruckner, Johann Strauss and others. [...]\n     [... Stiftung von Denkmälern, Benefizkonzerte, Auslandsreisen, Glanzpunkte der Vereinsgeschichte ... Signatur auf S. 15:]\n                                                  W. B. NORTHRUP.\" (*).\n \nDieser Artikel erscheint in ähnlicher Aufmachung auch in The Cincinnati Enquirer Nr. 196 auf S. 35 (= S. 3 der Color Section):\n\"[...]\r\n     So high was the standard of excellence in musical attainment that the choir soon won from itself recognition from the most distinguished composers of the day. Quite a number of famous musicians have actually dedicated certain of their compositions to the Wiener Mannergesang Verein. Among these are Schumann, Meyerbeer, Mendelssohn, Liszt, Wagner, Bruckner, Johann Strauss and others.\" [...]. (**),\n \nin The Illustrated Buffalo Express auf S. 3 und 10 (***),\n \nim Sioux City Journal (Iowa) auf S. 5 (°),\n \nin der Detroit Free Press Nr. 294 (Michigan) auf S. 55 (= S. 7 des Magazins) (°°),\n \nin The Courier-Journal Nr. 13710 (Louisville, Kentucky) auf S. 20 (°°°),\n \nin The San Francisco Call (California) auf S. 28 (#),\n \nin The Chicago Tribune Nr. 28 auf S. 13/14 (##),\n \nim Evening Star Nr. 16730 (The Sunday Star, Washington, District of Columbia) auf S. 49 (###)\n \nund in The Los Angeles Times (California) auf S. 88 (a).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 22:36"}, {"ID": 191107155, "Datum": "15.7.1911, Samstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Zeitung München bringt auf S. 478f einen Artikel \"Neue Musikliteratur. Von Privatdozent Dr. Eugen Schmitz\", in dem Gräflingers Bruckner-Biographie \"Bausteine\" wohlwollend besprochen wird (*).\nArtikel \"Spiering on his Late Conductor\" [Gustav Mahler] (mit Erwähnung der New Yorker Aufführung der 4. Symphonie) in Musical America auf S. 21 (**).", "Letzte Änderung": "26.07.2026 13:09"}, {"ID": 192307155, "Datum": "15.7.1923, Sonntag", "Haupttext": "[?] Aufführung der f-Moll-Messe unter Franz Philipp beim Oberrheinischen Kirchenmusikfest in St. Blasien [angekündigt; tatsächlich oder zusätzlich: 22.7.1923].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192607155, "Datum": "15.7.1926, Donnerstag", "Haupttext": "The Bennington Evening Banner Nr. 6914 bringt auf S. 11 den Artikel über Jazz, in dem der Musiker Manoly als Bruckner-Schüler bezeichnet wird (inhaltlich identisch mit dem Text vom 31.12.1925):\n\"         MERELY A PASSING FANCY\nVeteran Musician Sees Symphonc Jazz As Fad.\n[...] nothing but a fad [...].\n     So believes L. E. Manoly, who once played under Richard Wagner [...]. What was jazz to a man who had studied under Gustav Mahler and Anton Bruckner and played not only under Wagner and Brahms but most of the world's other great conductors during the past half century?\n      [...].\" (*).\n \nArtikel von Hans Halm \"Schrifttum um Bruckner\" in Volk und Heimat, Bayrische Volksbildungszeitung (München) (**).", "Letzte Änderung": "05.08.2026 21:19"}, {"ID": 192807155, "Datum": "15.7.1928, Sonntag", "Haupttext": "Vierte Aufführung der f-Moll-Messe mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Hermann Lang beim Eidgenössischen Sängerfest in Lausanne (*).\n \nIn der Konzertvorschau von Harold A. Strickland in The Brooklyn Times (Times Union, Brooklyn) auf S. 107 (= S. 11 des Zeitungsteils) wird die 7. Symphonie [tatsächlich dann die 4. Symphonie] für den 20.7.1928 angekündigt (**),\n \nEine Ankündigung erscheint auch in The Brooklyn Daily Eagle Nr. 195 auf S. 52 (= S. 4 des 5. Teils) (***)\n \nund in The Brooklyn Citizen Nr. 14 auf S. 19 (°).\n \nThe Los Angeles Times bietet auf S. 45 (= S. 17 des 3. Teils) einen Überblick über alle Novitäten, die die Little Symphony unter Adolf Tandler seit 1924 aufgeführt hat und verzeichnet als einziges Bruckner-Werk das Andante der f-Moll-Symphonie [am 8.1.1927] (°°).", "Letzte Änderung": "29.06.2024 11:57"}, {"ID": 192907155, "Datum": "15.7.1929, Montag", "Haupttext": "Der Kritiker des Los Angeles Evening Express Nr. 95 kommt auf S. 17 in seiner Besprechung von Beethovens 7. Sinfonie auch auf Bruckner zu sprechen:\n\"Again Signor Molinari Proves That Not All the Apostles of Beethoven Come From Deutschland [...]\n     [... ausführliche Würdigung des Werkes ... Naturstimmungen im [Trio des] Scherzo ...] a sort of huntsmen's chorale, a sort of simple-hearted tribute to the beautiful forest and its Maker. Which reminds one, that Bruckner was not the first then ro address the \"lieber Gott\" in his music. Beethoven already did it, though he was more a pagan, more a worshipper of Apollo and Dionysus than the Bruckner who feared the authoritiies and Gott a little too much and never outgrew the country scholmasters's [sic] coast.\n     [...].\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193107155, "Datum": "15.7.1931, Mittwoch", "Haupttext": "In einem Artikel \"Vienna \"City of Music\" \" [vgl. 27.2.1931] in den Punxsutawney News Nr. 24 (Punxsutawney, Pennsylvania) auf S. 6 wird Bruckner als einer der Wiener Komponisten kurz erwähnt (*).\nDer Rundfunksender Langenberg (angeschlossen sind: Köln, Münster, Aachen) bringt um 18:00 Uhr einen zwanzigminütigen Vortrag von Fritz Ohrmann \"Anton Bruckner (II): Die Symphonie\" (**).", "Letzte Änderung": "28.03.2026 14:54"}, {"ID": 193207155, "Datum": "15.7.1932, Freitag", "Haupttext": "Brief von Hausegger an Max Auer: \n   Über die Drucklegung der 9. Symphonie beim Filser-Verlag..", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193407155, "Datum": "15.7.1934, Sonntag", "Haupttext": "Datierung Leopold Nowaks \"15.VII.34\" in einem Exemplar von Alfred Orels \"Skizzen und Entwürfe\" [zur 9. Symphonie], vermutlich Beginn seiner Korrekturanmerkungen zu dieser Edition.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193607155, "Datum": "15.7.1936, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 161 wiederholt auf S. 2 des Abendblatts die Ankündigung von Rundfunksendungen vor Beginn des Bruckner-Festes und informiert über ausländische Sender, die sich an den Übertragungen beteiligen.", "Letzte Änderung": "07.01.2024 20:57"}, {"ID": 193707155, "Datum": "15.7.1937, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Anton Bruckners Berufung. (Zum Eingange der Festtage in Linz)« in der Linzer Tagespost.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193807155, "Datum": "15.7.1938, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Ludwig Unterholzner \"Anton Bruckner und Richard Wagner\" in der Kölnischen Zeitung (*).\n\nAufführung der 8. Symphonie durch Het Residentie Orkest unter Carl Schuricht im Kurhaus in Scheveningen. An diesem Tag erschien hierzu ein Artikel im \"Vaderland\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193907155, "Datum": "15.7.1939, Samstag", "Haupttext": "Aufführung [nur des ersten Satzes?] der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Karl Böhm im Deutschen Museum in München.", "Letzte Änderung": "05.06.2026 15:40"}, {"ID": 194307155, "Datum": "15.7.1943, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung der St. Florianer Aufführung der d-Moll-Messe [26.6.1943] im Brünner Tagblatt und in der Kärntner Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194707155, "Datum": "15.7.1947, Dienstag", "Haupttext": "Mit Beschluss vom 9.7.1947 wird eine Straße in Leipzig in Anton-Bruckner-Allee umbenannt (*).\nBesprechung des Konzerts vom 12.7.1947 (7. Symphonie in Rio de Janeiro) \"Musica: Os últimos Concertos\" durch Eurico Nogueira Franca [siehe die Anmerkung] im Correio da Manhã auf S. 15, teilweise unter Rückgriff auf einen Text von Fritz Volbach [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2026 14:38"}, {"ID": 195007155, "Datum": "15.7.1950, Samstag", "Haupttext": "Im Sonderkonzert des oberösterreichisch-salzburgischen Sängerbundes in Graz werden auch Werke Bruckners aufgeführt: \"Trösterin Musik\", \"Träumen und Wachen\", \"Herbstlied\", \"Um Mitternacht\" [WAB 89 oder WAB 90?], \"Locus iste\" und \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195607155, "Datum": "15.7.1956, Sonntag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Theodor Bernhard Rehmann:\r\n    Der Linzer Bischof Fliesser habe, legitimiert von Rom, Aufführungen der 9. Symphonie in Kirchen für seine Diözese gebilligt. Dr. Zauner, der wohl Fliesser für nicht mehr zurechnungsfähig halte, habe sich bei der Bischofskonferenz aber dagegen entschieden.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 15:28"}, {"ID": 196607155, "Datum": "15.7.1966, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Franz Zamazal »Bruckners Geburtshaus verpflichtet« in den Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199907155, "Datum": "15.7.1999, Donnerstag", "Haupttext": "August Humer spielt im Alten Dom in Linz eigene Orgeltranskriptionen des nachgelassenen F-Dur-Trios der 9. Symphonie und des 2. Satzes der 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 200007155, "Datum": "15.7.2000, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter Roberto Paternostro in der Basilika Weingarten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 189107157, "Datum": "15.7. bis 17.7.1891, Mittwoch bis Freitag", "Haupttext": "Bruckner besucht das 4. Musikfest der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg (*).\nNach der Aufführung des Mozart-Requiems improvisiert er in Anwesenheit von Chordirektor Wörnhart [siehe die Anmerkung] u.a. in der Kollegienkirche über dieses Werk (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 22:49"}, {"ID": 184008155, "Datum": "15.8.1840, Samstag", "Haupttext": "Primiz von Ignaz Traumihler in St. Florian mit Musik von Diabelli und Michael Haydn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184408155, "Datum": "15.8.1844, Donnerstag (Mariae Himmelfahrt)", "Haupttext": "Aufführung eines Offertoriums in B-Dur von Joseph Preindl in der Kronstorfer Kirche.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184808155, "Datum": "(15.8.1848, Dienstag?)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184908155, "Datum": "(15.8.1849, Mittwoch)", "Haupttext": "Aufführung einer Messe in C von Michael Haydn, eines \"Ave Regina\" in E von Joseph Ignaz Schnabel als Graduale und eines Offertoriums in A von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185208155, "Datum": "15.8.1852, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner widmet das im Laufe des Augusts entstandene »Magnificat« [WAB 24] dem St. Florianer Regens chori Ignaz Traumihler (*).\nTraumihler feierte am 15. August den Jahrestag seiner Primiz (Priesterweihe am 15.8.1840) (*a).\nAufführung des »Magnificat« in St. Florian (**).\r\nNotiz im Aufführungsverzeichnis: \"Dominica XI post Pentecosten et Festo simul Assumpt. B. V. M. | Messe: von Preindl ex D | Grad. von M. Haydn ex A /:dibitus mihi:/ | Offert. von Schnabel ex E /:Ave Regina:/ | Magnificat: von Bruckner ex B.\" (***).\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"15. August   3 Musiker, 2 Bläser u einen Tenoristen 2 fl\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185308155, "Datum": "15.8.1853, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. August     Zum Feste Mariae Himmelfahrt 3 Musiker, 1 Trompeter u. 2 Oboisten     6 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185408155, "Datum": "15.8.1854, Dienstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. August     Zu Mariae-Himmelfahrt 2 Trompeter     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185508155, "Datum": "15.8.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. August     2 Bläser zum Hochamt u. Magnificat     5 [fl] \". [WAB 24?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208155, "Datum": "15.8.1862, Freitag", "Haupttext": "Vollendung des Rondos für Streichquartett [WAB 208] um (*) 1/2 8 Uhr abends.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508155, "Datum": "15.8.1865, Dienstag", "Haupttext": "Liszts Oratorium »Die Hl. Elisabeth« in Budapest beim 1. ungarischen Musikfest uraufgeführt.\nBruckner lernt dabei Liszt kennen. (*) Unabhängig von ihm [?] waren sieben weitere Mitglieder des »Frohsinns« schon zuvor [?] zum Sängerfest gefahren: Eduard Hauptmann, Franz Gamon, Dr. Löcz, Huber, Stupeck, Waldeck und Wimmer. Alle Linzer Reisende hatten [auch? oder nur?] der Generalprobe beigewohnt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186708155, "Datum": "15.8.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Eduard Nagel, Besitzer der Kaltwasserheilanstalt in Bad Kreuzen, bestätigt von Bruckner 225 fl. 72 kr. erhalten zu haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187408155, "Datum": "15.8.1874, Samstag", "Haupttext": "\"De wekker\", weekblad voor onderwijs en schoolwezen, Jg. 31, Nr. 65, berichtet auf S. 1f ausführlich vom Wiener Lehrertag 1870 und erwähnt auf S. 2 auch Bruckners Orgelspiel am 10.6.1870:\n\"De spoorweg in dienst van de paedagogie en de didactiek.\n[...]\n     Kerken en theaters gaven aan de liefhebbers van muziek gelegenheid de klassieke meesterstukken te hooren en bij het onderwijzersfeest in Schwenders Collosseum, kon men de schoonste concerten van den Schubertbond, de muziekkapel Strausz en een militair corps bewonderen. In de Piaristenkerk te Josephstad werd een orgelconcert door Professor. Bruckner gegeven; het meesterlijk spel van den concertgever en het prachtig orgel van den bekenden Buckow wekten de bewondering der aanwezigen op. Velen, die Beethoven en Schubert hun bijzondere vereering wilden bewijzen, gingen naar de plaatsen des vredes en der ruste, naar het schoone kerkhof te Währing, of zij deden een pelgrimstocht naar het St. Marxer kerkhof, waar zich sedert 1860 Mozarts grafteeken bevindt. [...] (Freie deutsche Schulzeitung.)\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187508155, "Datum": "15.8.1875, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*). \nAufgeführt werden Werke von Preyer (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608155, "Datum": "15.8.1876, Dienstag", "Haupttext": "Erster Tag des am 4.7.1876 genehmigten Urlaubs (*).\nEintragung Bruckners in den Repertoireaufzeichnungeen der Hofmusikkapelle. Aufgeführt werden Werke von Joseph Haydn, Weigl und Lachner.\r\n   Spätere Notiz von Louis Dité März 1945: »NB: Die Eintragungen vom 6. - 20. August stammen von Bruckners Hand.« (**).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:03"}, {"ID": 187708155, "Datum": "15.8.1877, Mittwoch (Mariae Himmelfahrt)", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (Werke von Bibl und Mozart) (*).\n\n\nBruckner trifft in St. Florian ein (**). \n\nIm Gästebuch ist verzeichnet \"Org. Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"34\" angegeben. \n\nIm Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt am 12.9.1877 ab.\n[Die Anzahl von 34 Mahlzeiten für 29 Tage lässt vermuten, dass Bruckner nicht jeden Tag im Stift verbracht hat]  (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187908155, "Datum": "15.8.1879, Freitag", "Haupttext": "Aktenvermerk unterhalb des Aktenvermerks vom 14.8.1879 auf dem Schreiben vom 10.8.1879:\n\"Für H Anton Bruckner Lector an d. kk Univ. in WIen eine Abschft cap [?]\n                   15/8 879\n            [Paraphe unleserlich].\n\n\nAdresse in der unteren Blatthälfte:\n\"Kk. n.ö. Statthalterei | An | das Dekanat der | philosophischen Fakultät | in | Wien. | /: via acad. Senat :/ | Z. 24708.\n\n[Bleistift:] Opernring No. 3.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408155, "Datum": "15.8.1884, Freitag", "Haupttext": "In St. Florian komponiert Bruckner für Josef Diernhofer aus Perg ein Präludium für Orgel/Harmonium [WAB 129] (*).\n15.-17.8.1884 Aufenthalt des Wiener Männergesangvereins in Steyr, u.a. mit einem Konzert am 15.8., Besuch der Ausstellung [siehe \"2.8.1884\"] und einem Volkskonzert am 16.8.1884 (**).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 16:01"}, {"ID": 188508155, "Datum": "15.8.1885, Samstag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 65 meldet auf S. 2, daß Bruckner seinen Sommeraufenthalt in Steyr angetreten habe und kündigt [verspätet] Bruckners Orgelspiel in der Stadtpfarrkirche am 15.8.1885 (»morgen Samstag«) und am 18.8.1885 an und berichtet zudem, daß er an einer neuen Symphonie arbeite (*).\nBruckner spielt Orgel beim Hochamt in der Steyrer Stadtpfarrkirche (**).\r\n     Aufgeführt wird die Pontifical-Messe in F op. 51 von Karl Kempter (***).", "Letzte Änderung": "18.04.2023 17:05"}, {"ID": 188608155, "Datum": "15.8.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung weist auf Bruckners heutiges Orgelspiel und das am 18.8.1886 hin: \n   »* (Musikalisches.) Herr Anton Bruckner, Hoforganist und Professor am k. k. Conservatorium in Wien, wird - wie die „Steyrer Ztg.” berichtet [am 12.8.1886] - am 15. und 18. d. M. in der Stadtpfarrkirche in Steyr beim Hochamt die Orgel spielen.« (*). Bruckner spielt Orgel in der Steyrer Stadtpfarrkirche (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708155, "Datum": "15.8.1887, Montag", "Haupttext": "Datierung in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie (*).\nBruckner spielt Orgel in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "31.08.2024 10:53"}, {"ID": 188808155, "Datum": "15.8.1888, Mittwoch", "Haupttext": "[Fraglich] Bruckner gibt ein in den Linzer Zeitungen vorher angekündigtes Orgelkonzert [sein 60.? (*)] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188908155, "Datum": "15.8.1889, Donnerstag", "Haupttext": "Dienst an der Hofkapelle (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 34 bringt auf S. 395f einen »Musikbrief aus Graz« von Julius Schuch, in dem eine Bruckner-Aufführung unter Wegschaider [»Tota pulchra es« am 24.3.1889] erwähnt wird:\r\n\"          Graz, 30. Juli 1889.\r\n     (Schluss.) \r\n     Einen hervorragenden Antheil an der Bildung des guten musikalischen Geschmacks, sowie am hiesigen Musikleben überhaupt haben auch der Grazer Singverein, der Männer-Gesangverein und der Deutsch-akademische Gesangverein. [... über Schumanns \"Paradies und die Peri\" ...] Der Singverein leistete auch in seinem 2. Concerte, welches der Aufführung einzelner kleinerer Werke von Josquin, Bach, Haydn, Schubert und Bruckner gewidmet war und das dadurch einen historischen Beigeschmack erhielt, höchst Ehrenwerthes, und es gebührt dem langjährigen erprobten Chormeister Hrn. L. Wegschaider rückhaltsloseste Anerkennung. [... über weitere Konzerte einheimischer und auswärtiger Künstler, darunter \"wieder die Wiener Geschmacksverderber Udel und Schrammel, welche den Concertsaal profanirten, in welchem sich leider eine sehr zahlreiche Zuhörerschaft einfand, die noch dazu der sogenannten besseren Gesellschaft angehörte.\"  ... kurz über die Aktivitäten des Wagner-Vereins ...] es kann von unserem Wagner-Verein nur Erfreuliches gemeldet werden, und mit dieser Thatsache sei mein heutiger Bericht geschlossen.\r\n          Julius Schuch.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189008155, "Datum": "15.8.1890, Freitag", "Haupttext": "Bruckner spielt beim Hochamt in Steyr Orgel und improvisiert zum Schluß über das »Ite missa est«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189108155, "Datum": "15.8.1891, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf das Orgelspiel heute und jenes anläßlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph [am 18.8.1981] im Alpen-Boten Nr. 65 auf S. 2:\n\n\"Oertliches. Steyr, 14. August.\n\n(Anton Bruckner), unser berühmter Landsmann, wird in der Stadtpfarrkirche morgen (Samstag) während des Hochamtes, dann am nächsten Dienstag den 18. d. beim Festgottesdienste anläßlich des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers die Orgel spielen.\" (*). Bruckner wirkt als Organist beim Hochamt in der Steyrer Stadtpfarrkirche mit (**).\nIn der Zeitschrift \"Die Lyra\" XIV, Nr. 22 (395), wird auf S. 180 [= S. 2] mitgeteilt, daß Bruckner zum Ehrendoktor ernannt wird: \n\n   \"Anton Bruckner - Ehrendirector. [sic] Wie das „Linzer Volksblatt” erfährt, wurde am 4. Juli der Hoforganist Professor Anton Bruckner von den Professoren der philosophischen Facultät der Wiener Universität zum Ehrendoctor ernannt.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189308155, "Datum": "15.8.1893, Dienstag", "Haupttext": "Datierung auf der 1. Seite des 10. Bogens von »Helgoland«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189508155, "Datum": "15.8.1895, Donnerstag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 16 berichtet auf S. 216f vom Familienabend der Liedertafel »Frohsinn« am 5.7.1895, bei der Hofrat Koch v. Langentreu für die Unterstützung Bruckners gedankt habe:\r\n\"     Liedertafel „Frohsinn\" in Linz. Am 5. Juli erschien eine Deputation des Wiener Männergesangvereines, bestehend aus dem derzeitigen Leiter Herrn Adolph Koch v. Langentreu, k. k. Hofrath, und dem Ausschußmitgliede Herrn Sommerfeld, beim Schlußabende der Liedertafel „Frohsinn\", um derselben mündlich die Glückwünsche des Wiener Männergesangvereines zu ihrem 50jährigen Jubiläum darzubringen. Mit diesem ehrenden Besuche und der herrlichen Spende, die der Liedertafel zutheil wurde, fand das Jubelfest des „Frohsinn\" und mit ihm dieses Vereinsjahr wohl seinen würdigsten Abschluß. Ueber den Abend selbst sei Nachstehendes berichtet: [... Milbeck etc. ...] Nach der Begrüßung ergriff Herr Hofrath Koch v. Langentreu das Wort und überbrachte der Liedertafel „Frohsinn\" die wärmsten Glückwünsche zu ihrem Jubelfeste. In schwungvollen Worten that er der großen Verdienste der Liedertafel „Frohsinn\" um die Pflege des deutschen Gesanges und Kunstgesanges Erwähnung, wodurch sie tonangebend geworden sei für die oberösterreichischen Gesangvereine, hob deren vortreffliche Gesangsweise hervor und gedachte der vielfachen Wohlthätigkeitsacte, die die Liedertafel während ihres langjährigen Bestandes zu verzeichnen hat, weshalb ihr auch die höchste Auszeichnung, die je ein Verein erreichen kann, zutheil geworden sei. […] Warme Dankesworte widmete Herr Hofrath Koch der Liedertafel dafür, daß sie die Führerin der oberösterreichischen Gesangvereine sei, und daß sie den hochverdienten Meister Bruckner so ehre und ihm seit vielen Jahren treu in jeder Beziehung zur Seite gestanden sei; dies verdiene in der ganzen musikalischen Welt Anerkennung! Mit den herzlichsten Glückwünschen für das Blühen und Gedeihen der Liedertafel schloß Herr v. Koch seine schwungvolle und begeisternde Rede und übergab zum Zeichen der innigen Beziehungen zwischen den beiden Vereinen dem Vorstande einen herrlichen Silberpokal mit Deckel, auf dem ein Genius, das Wiener Stadtwappen tragend, steht und welcher folgende Widmung trägt: „Der Liedertafel 'Frohsinn' in Linz zu ihrem 50jährigen Jubelfeste vom Wiener Männergesangvereine, 1845—1895.\" Stürmischer Beifall folgte den Worten des ausgezeichneten Redners, worauf mit großer Begeisterung das Motto des Wiener Männergesangvereines gesungen wurde. [...] Wir wollen zum Schlusse nicht unterlassen, die Liedertafel „Frohsinn\" zu ihrer glänzend verlaufenen Jubelfeier zu beglückwünschen und rufen ihr ein kräftiges „Vivat, crescat, floreat\" zu.      L. Zt.\" (*).\n \n\"Die Lyra\" (Doppelnummer Nr. 21/22 (488/489)) siehe 1.8.1895.\n \n(Brief von Bernhard Ziehn an Hugo Kaun, in Chicago geschrieben:\n    Über Volkslied-Texte von Rochus von Liliencron für Vertonungen. Bewunderung für Kauns Symphonie. Erwähnt das Philharmonische Orchester in Hamburg, einen Herrn Meyder in Berlin [evtl. Verleger oder Agentur?]. In der Illinois Staatszeitung werde er auf die Symphonie hinweisen und Th. Thomas \"kitzeln\". In Kauns Werk \"Vorüber\" habe er eine harmonische Verbindung gefunden, wie sie nur noch Hugo Wolf in \"Gutmann und Gutweib\" verwendet habe. Ob er, Ziehn, in diesem Sommer noch nach Milwaukee komme, sei unsicher. Erwartet Kauns Besuch in Chicago. Grüße an die Herren Kerl, Drobegg und Dr. Frank (**)).s", "Letzte Änderung": "19.12.2023 14:23"}, {"ID": 189608155, "Datum": "15.8.1896, Samstag", "Haupttext": "Dr. Heller fährt auf Urlaub und wird bis zum 15.9.1896 von Dr. Sorgo vertreten. Bruckner ist »körperlich ziemlich erholt« (*).\nDie Nachricht von Bruckners Vorlesungsankündigung wird auch im Alpen-Boten Nr. 66 auf S. 3:\r\n\"                      Verschiedenes.\r\n                                    Steyr, 14. August.\r\n     (Dr. Anton Bruckner.) Das \"Fremdenblatt\" meldet: Professor Anton Bruckner, der bekanntlich als Lector an der Wiener Universität seit Jahren tradiert, im verflossenen Studienjahre jedoch daran krankheitshalber verhindert war, hat für das kommende Wintersemester ein anderthalbstündiges Colleg über Harmonielehre: \"Drei-, Vier- und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Bass in Dur\" angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden. Das unentgeltliche Colleg wird im Hörsaale Nr. 36 (Philosophische Facultät) einmal wöchentlich, und zwar am Montag von 6 bis halb 8 Uhr abends, stattfinden.\" (**)\nund in der Steyrer Zeitung Nr. 66 auf S. 3 mitgeteilt:\r\n\"                            Tagesneuigkeiten.\r\n[...]\r\n     Dr. Anton Bruckner. Aus Wien wird am 11. ds. berichtet: Professor Dr. Anton Bruckner hat für das kommende Wintersemester an der hiesigen Universität ein anderthalbstündiges Colleg über Harmonielehre: \"Drei=, Vier= und Fünfklänge, Verbindung derselben nach Fundamentalschritten, bezifferter Baß, in Dur,\" angekündigt. Es kann wohl in dieser Thatsache ein erfreuliches Zeichen der fortschreitenden Wiedergenesung des Meisters der Symphonie erblickt werden.\" (***).", "Letzte Änderung": "30.08.2023 13:34"}, {"ID": 189708155, "Datum": "15.8.1897, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung eines \"Tantum ergo\" [prov. WAB 48] [wo? in Braunau?] (*).\nDie Neue Musikalische Presse meldet die Aufführung der 3. Symphonie am 9.8.1897 in München und bringt Auszüge aus den \"M.N.N.\" [Münchner Neueste Nachrichten?] (**).\nDie Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 24 erwähnt in Dr. Reichmanns Bericht vom Schlesischen Musikfest [in Görlitz] auch Bruckner [7. Symphonie am 22.6.1897] (***).\nThe Kansas City Journal Nr. 66 (Missouri) bringt auf S. 3 die Anekdote von Bruckners Verhalten bei der Verleihung des Ehrendoktorats (am 7.11.1891):\r\n\"     The Viennese composer Bruckner, who died a few months ago, was noted for his bashfulness. It is related that when the University of Vienna made him an honorary doctor, he got up after receiving his diploma to make a few remarks. But the words stuck in his throat, and he could not utter two coherent sentences. Finally he exclaimed, \"If I only had my organ here, I would know how to express myself,\" and sat down.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190208155, "Datum": "15.8.1902, Freitag", "Haupttext": "Beim Hochamt in Schöndorf (bei Vöcklabruck) ist die Aufführung des »Ave Maria« [WAB 7] als Graduale mit Laura Hueber geplant. Das Offertorium sollte Oberst Frieel singen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190408155, "Datum": "15.8.1904, Montag", "Haupttext": "Die Wochenschrift für Kunst und Musik bringt einen Nachruf auf [den am 6.8.1904 verstorbenen] Hanslick, in dem auch Bruckner erwähnt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190808155, "Datum": "15.8.1908, Samstag", "Haupttext": "Publikationsdatum des Konzertführers\n\"THE STANDARD CONCERT GUIDE | A Handbook Of the Standard Symphonies, Oratorios, Cantatas, and Symphonic Poems For the Concert Goer | By | George P. Upton | [...] | PROFUSELY ILLUSTRATED\".\nAuf den Seiten 115 bis 119 Werkerläuterungen der 2., 4., 7. und 9. Symphonie,\nnach S. 116 ein Portrait \"ANTON BRÜCKNER\" [IKO deest].\nDas Vorwort ist datiert 1.7.1908.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191208155, "Datum": "15.8.1912, Donnerstag [?]", "Haupttext": "Die Studienpartitur der 2. Symphonie erscheint mit der Plattennummer 3594 bei der Universal-Edition.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 200608155, "Datum": "15.8. - 1.9.2006, Dienstag bis Freitag", "Haupttext": "Bruckner-Zyklus (1. bis 9. Symphonie) beim Edinburgh-Festival in der Usher Hall [prov. WAB 86].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 192108155, "Datum": "15.8.1921, Montag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe und des \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] durch den Kirchenmusikverein der Wiener Pfarre Neumargarethen unter Johann L. Weber in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192708155, "Datum": "15.8.1927, Montag", "Haupttext": "Aufführung der Windhaager Messe (in der Bearbeitung Joseph Meßners und Kajetan Schmidingers, deren \"Uraufführung\") unter Ruzek beim Hochamt in der Rupertus-Kirche in München. Die Solisten sind Miller-Eichler, Kuhn, Dietrich und Kähn.", "Letzte Änderung": "23.09.2024 15:26"}, {"ID": 192908155, "Datum": "15.8.1929, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch die Wiener Sängerknaben, den Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper (Wiener Philharmoniker) unter Franz Schalk in St. Peter in Salzburg (*).\nSolisten: [Damen nicht erwähnt], Hermann Gallos, Karl Ettl, Orgel Franz Sauer. Die Aufführung steht unter dem Protektorat von Gräfin Hartenau und Erzabt Klotz von St. Peter (*a)\nIm Chor wirkt der 12-jährige Georg Tintner mit, der von 1927 bis 1930 Mitglied der Sängerknaben war (*b).\nNotizen von Musikern im Aufführungsmaterial der Wiener Hofmusikkapelle: »Salzburg [/] 15/VIII 1929« am Ende der Baßstimme Nr. 2 (**), »15. VIII. 29. [/] Salzburg. St Peter. [/] Schalk F S« am Ende der Baßstimme Nr. 4 (***), »15. VIII. 29 St. Peterkirche Salzburg (Prof. Lanner)« am Ende der Kontrabaßstimme Nr. 2 (= Organo) (°), »1929. 15. August« am Ende der Flötenstimme Nr. 2 (°°), 15/9 [sic] Salzburg [/] Dirg. Schalk PetersK: [/] D. [?] Sch.« am Ende der Trompetenstimme Nr. 2 (°°°) .", "Letzte Änderung": "21.05.2026 11:43"}, {"ID": 193308155, "Datum": "15.8.1933, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Max Auer »Wie Bruckner seine dritte Symphonie Richard Wagner widmete« im Neuen Wiener Journal auf S. 7 (*).\nVormittags Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Robert Heger im Salzburger Mozarteum (**).\n[Laut Planung] Im Rahmen der Festtagung der Internationalen Bruckner-Gesellschaft in Salzburg wird um 9 Uhr die d-Moll-Messe unter Bernhard Paumgartner in St. Peter aufgeführt. Um 11 Uhr Konzert der Wiener Philharmoniker (laut Planung: unter Clemens Krauß mit der 3. Symphonie) im Mozarteum (***).\nDie Festmesse wird ab 8:40 Uhr von Radio Wien aus St. Peter übertragen. Mitwirkende: Mozarteum-Chor, Mozart-Orchester unter Bernhard Paumgartner, Solisten: Maria Keldorfer, Martha Schlager, Hermann Gallos und Karl Ettl.\r\nUm 10:00 Uhr folgt ein Beitrag \"Franz Gräflinger: Bruckner-Erinnerungen\", der sich mit Erinnerungen von J. V. von Wöß befasst (°).\r\nIn Radio Wien vom 18.8.1933 wird auf S. 1ff über die Sendeeinrichtungen in Salzburg berichtet (°°).", "Letzte Änderung": "01.06.2026 08:03"}, {"ID": 193608155, "Datum": "15.8.1936, Samstag", "Haupttext": "Brief von Gustav Bosse an Max Auer:\r\n     Die Internationale Bruckner-Gesellschaft dürfe die Ehrenmedaille in Bronze als einzige und höchste Auszeichnung nur an den Führer [Adolf Hitler] vergeben (*).\r\nFür den ersten Tag des Regensburger Bruckner-Festes [letztendlich der 5.6.1937] sei die 3. Symphonie geplant, da deren Widmung an Richard Wagner »sicher die Anteilnahme des Führers erwecken wird« (**).\nBrief der IBG (unterzeichnet von Hausegger, Max Auer und Franz Moißl) an Willy Meerwald in der Berliner Reichskanzlei:\r\n     Dankt Hitler für die geplante Bruckner-Ehrung in der Walhalla. Für ihn seit die von Bosse gestiftete Ehrenmedaille vorgesehen. Am ersten Tag sei eine Aufführung der 3. Symphonie geplant (***).", "Letzte Änderung": "09.01.2026 23:21"}, {"ID": 194108155, "Datum": "15.8.1941, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Carl Hans Watzinger \"Der Oberdonauer Bildhauer Franz Forster\" (mit Abbildung der Bruckner-Büste) im Steyrer Heimatblatt (*).\n\r\nAufführung der 7. Symphonie durch Het Residentie Orkest unter Carl Schuricht im Kursaal in Scheveningen.\r\nAm selben Tag Hinweis auf das Konzert im Vaderland (**).", "Letzte Änderung": "20.04.2023 19:56"}, {"ID": 194208155, "Datum": "15.8.1942, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Armand Machabey »Anton Bruckner« in der »Comedia«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194808155, "Datum": "15.8.1948, Sonntag", "Haupttext": "[oder 13.8.1948?]\nBrief von Max Auer an Propst Leopold Hager:\n     Nach dem Brief aus Rom [9.8.1948] sende er das Gesuch um Aufführung der 9. Symphonie in St. Florian an das bischöfliche Ordinariat. Er habe den Landeshauptmann Dr. Gleißner um Unterstützung gebeten.\n     Es handle sich nicht um ein \"Kirchenkonzert\", sondern um eine längstverdiente Ehrung Bruckners durch die Kirche. Eine Ablehnung wäre ein Missverständnis ähnlich dem, dass der Deutsche Cäcilienverein die f-Moll-Messe bekämpft hat. Für eine Aufführung an einem Werktag sei nicht der Bischof, sondern wohl der Prälat direkt zuständig? Im Ablehnungsfall werde er, Auer, sich wieder an die Riten-Kongregation wenden.\n     Auch eine Weihestunde als kirchliche Zeremonie mit der 9. Symphonie und dem \"Te deum\" sei vorstellbar. Die Neunte müsse in St. Florian ein regelmäßiger Bestandteil der Vierjahres-Brucknerfeste werden, so wie \"Jedermann\" in Salzburg. Wenn es ihm, Auer, schon mit großer List gelungen sei, \"den wahren Gottseibeiuns\" [vermutlich Adolf Hitler gemeint] für die Bruckner-Sache zu gewinnen, so sollte das mit dem Nachfolger Bischof Rudigiers eine Selbstverständlichkeit sein. Das Projekt sei \"die Krönung meiner Lebensarbeit, im anderen Fall aber ihr Ende.\"", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:54"}, {"ID": 194908155, "Datum": "15.8.1949, Montag", "Haupttext": "Brief von Max Auer an Anton Rußegger: \n    Bittet die oberösterreichische Landesregierung um Unterstützung seines Anliegens, [die 9. Symphonie in St. Florian auzuführen ] und bei der kirchlichen Behörde ein Sonderprivileg für Bruckner zu erreichen. Im Falle einer Ablehnung werde er sich in Rom um eine Aufführungsgenehmigung bemühen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195408155, "Datum": "15.8.1954, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Herbert von Karajan in Ottobeuren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195808155, "Datum": "15.8.1958, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Käthe Braun-Prager »Anton Bruckner in London« in der Wiener Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196908155, "Datum": "15.8.1969, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Josef Krips in der Bregenzer Stadthalle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197208155, "Datum": "15.8.1972, Dienstag", "Haupttext": "Artikel \"Bruckner-Monographie in Rumänien\" in der Arbeiter-Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197808155, "Datum": "15.8.1978, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Karajan in Salzburg (mit Rundfunkübertragung).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198008155, "Datum": "15.8.1980, Freitag", "Haupttext": "Die Aufführung der 7. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker unter Karajan in Salzburg wird im Rundfunk übertragen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198108155, "Datum": "15.8.1981, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der Windhaager Messe durch die Wiener Singakademie und (*) das Bläserensemble des Wiener Musikgymnasiums unter Friedrich Lessky mit den Mitwirkenden Karl Ulz (Baß) und Hans Haselböck (Orgel) in der Stiftsbasilika Melk.", "Letzte Änderung": "12.12.2025 13:17"}, {"ID": 199508155, "Datum": "15.8.1995, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Symphonie durch das Gustav-Mahler-Jugendorchester unter Claudio Abbado im 31. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London. Solistin in Beethovens c-Moll-Klavierkonzert ist Maria João Pires. Es gibt drei Zugaben (Hindemith, Brahms und Tschaikowsky).", "Letzte Änderung": "11.01.2024 11:04"}, {"ID": 199608155, "Datum": "15.8.1996, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Andrea Harrandt \"Bruckner in Ischl, ... der Organist des Kaisers im Salzkammergut\" in \"Der Hahnbaum\" (Bad Ischl), S. 13 - 17.", "Letzte Änderung": "25.03.2023 22:57"}, {"ID": 199808155, "Datum": "15.8.1998, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von \"Christus factus est\" [WAB 11] im 36. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London. Auf dem Programm dieses von mehreren Chören bestrittenen \"Choral Day\" stehen insgesamt 31 Werke von 26 Komponisten.", "Letzte Änderung": "11.01.2024 13:38"}, {"ID": 202508155, "Datum": "15.8.2025, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti in Salzburg. Solisten sind Yin Fang, Wiebke Lehmkuhl, Pavol Breslik und William Thomas.", "Letzte Änderung": "28.07.2026 07:33"}, {"ID": 182209155, "Datum": "15.9.1822, Sonntag", "Haupttext": "Schreiben von Anton Bruckner sen. an das Bischöfliche Konsistorium. Anstellungsgesuch zum Schul- und Meßnerdienst in Ansfelden.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:21"}, {"ID": 184809155, "Datum": "15.9.1848, Freitag", "Haupttext": "Franz Sailer gestorben. Bruckner erbt seinen Bösendorfer-Flügel (*).\nÜber seinen Übe-Eifer berichtete später der ehemalige Sängerknabe Johann Salzbauer (**).\n \n[undatiert, aber vermutlich nach dem Tod Sailers]\r\nBruckner schreibt einen vierzeiligen Stammbuchvers für die Nichte von Franz Sailer (***).\n \nMit Friedrich Mayers Tätigkeit in Wösendorf in der Wachau (1848 -1854) könnte der Eintritt dreier neuer Sängerknaben zusammenhängen: Johann Salzbauer (* 1834 Wösendorf), Franz Koller (* 1836 Trandorf/NÖ, Mutter aus Wösendorf) und Josef Lengsteiner (aus Wösendorf) (°).", "Letzte Änderung": "12.06.2025 21:08"}, {"ID": 184909155, "Datum": "15.9.1849, Samstag", "Haupttext": "[Fraglich! Möglicherweise erst am 11.3.1852! (*)]\nUraufführung des Requiems [WAB 39] in St. Florian zum 1. Todestag Franz Sailers.", "Letzte Änderung": "13.06.2025 07:17"}, {"ID": 186109155, "Datum": "15.9.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 15ten Sept Pf\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186309155, "Datum": "15.9.1863, Dienstag", "Haupttext": "Grundsteinlegung des Allgemeinen Krankenhauses in Linz. Beim Hochamt wird als Offertoriums-Einlage das »Ave Maria« [WAB 6] (*) und eine Vokalmesse von Lotti unter Bruckners Leitung (**) gesungen, außerdem Werke von Lanz (#) und Beethoven (***).\r\n     Möglicherweise war auch der 112. Psalm für diesen Anlaß komponiert worden (°)?\r\nDer »Frohsinn« notiert in seiner Chronik:\r\n     »Die Liedertafel betheiligte sich hiebei durch Exekutirung der Vokalmesse von Lotti, eines Graduale von E. Lanz und Offertorium von Bruckner, sowie des Chores »Ehre Gottes« von Beethoven.« (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809155, "Datum": "15.9.1868, Dienstag", "Haupttext": "Das Gmundner Wochenblatt Nr. 37 meldet auf S. 440 (= S. 6): \n\n   » * Der Domorganist in Linz, Herr Bruckner, wurde zum k. k. Hoforganisten ernannt.« (*). Aktenvermerk »Pr. 15. Septbr 868« auf dem Schreiben vom 9.9.1868 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187009155, "Datum": "15.9.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 2173 meldet auf S. 9 die Aufführung der d-Moll-Messe [am 11.9.1870]: \n   »Am letzten Sonntage wurde im Salzburger Dom die große Messe (D-moll) des eben dort weilenden k. k. Hof=Organisten Professor Bruckner aufgeführt und von den Kennern und Freunden der Kirchenmusik mit großer Theilnahme aufgenommen. Die Aufführung des überaus schwierigen Werkes wird als eine volkommen würdige bezeichnet.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187209155, "Datum": "15.9.1872, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 27.8.1872 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187609155, "Datum": "15.9.1876, Freitag", "Haupttext": "Geplantes Ende des in St. Florian (*) verbrachten Urlaubs.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809155, "Datum": "15.9.1878, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner schreibt einen Posaunensatz für ein \"Ecce quomodo\" von Aumann [WAB 265]. Notiz am Ende \"1878 | St. Florian 15. Sept. | 1878. | ABrmp.\"", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:55"}, {"ID": 188109155, "Datum": "15.9.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Leo [= Leopoldine (*)] Werndl datiert eine Photographie (Atelier Johann Bichler in Steyr).", "Letzte Änderung": "25.09.2024 08:18"}, {"ID": 188309155, "Datum": "15.9.1883, Samstag", "Haupttext": "[Vermutlich] Bruckner, gestern von Kremsmünster kommend in Linz eingetroffen, versucht ergebnislos, Waldeck zu treffen. Er fährt noch nachts nach Wien weiter.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409155, "Datum": "15.9.1884, Montag", "Haupttext": "Rückkehr von St. Florian nach Wien geplant (*). Bruckner nimmt Abschied vom schwer erkrankten Traumihler (**).\nBruckner soll [von St. Florian aus oder nach dem 15.9.?] auch noch Steyr und Linz besucht haben (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509155, "Datum": "(15.9.1885, Dienstag)", "Haupttext": "Brief von Johann Baptist Burgstaller an Bernhard Deubler:\r\n     Dankt für die Zusicherung Deublers, mit seinem Chor das Hochamt am 30.9.1885 mitzugestalten (Messe von Giovanni Croce). Erwähnt Pater Weidinger, lädt Josef Gruber ein, berichtet von der Wiener Versammlung des österreichischen Cäcilien-Vereins, Bemerkung über Revisor Reiter.", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:15"}, {"ID": 188709155, "Datum": "15.9.1887, Donnerstag", "Haupttext": "[Geplante (*)] Rückkehr von St. Florian bzw. Linz nach Wien. Mit dem Morgengebet enden Bruckners Gebetsaufzeichnungen in dem ab 26.7.1887 verwendeten Notizbuch (**).\nDas Neue Wiener Abendblatt Nr. 254 meldet auf S. 2, daß [am 12.9.1887, nicht am 14.9.1887] Bruckner auf der neuen Seitenorgel im Neuen Dom zu Linz ein Orgelkonzert gegeben habe und daß am 29.9.1887 der »Frohsinn« das »Te deum« aufführen werde: \n     » * (Orgelkonzert.) Aus Linz wird uns geschrieben: Der Hoforganist Professor Anton Bruckner erfreute gestern Abends seine Freunde und Verehrer durch ein zwar kurzes, aber interessantes Orgelkonzert auf der neuen, mit 34 Registern versehenen Seitenorgel des neuen Domes. Beginnend mit einem Andante ging er in ein großartig angelegtes Orgelthema in D-moll über, welches er nach viertelstündiger Durchführung in D-dur schloß. - Am 29. d. kommt anläßlich des fünfundzwanzigjährigen Jubiläums der Grundsteinlegung zum neuen Dome Bruckner's großes Te Deum, von der Liedertafel \"Frohsinn\" exekutirt, zur Aufführung, wofür der Komponist dem anwesenden Bischofe Dr. Müller gegenüber seiner besonderen Freude Ausdruck gab.« (***).\n(Für diesen Tag ist als Gast-Celebrant in St. Florian dokumentiert: \"P. Gerard Seyfriedsberger, Stift Melk.\" (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188809155, "Datum": "15.9.1888, Samstag", "Haupttext": "Datierung im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 90-104.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188909155, "Datum": "15.9.1889, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »3.« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle (geplant), falls Bruckner sich die Nummer 3 gegeben hatte] (*).\r\nDen Dienst an der Hofmusikkapelle hat Pius Richter übernommen (**).\nIn einem Artikel über die katholische Kirchenmusik in Österreich in der Zeitschrift »Der Kirchenchor« 21, Nr. 9, auf S. 70f werden Bruckner und Habert genannt:\r\n   \"Bemerkungen\r\nzu neueren Erscheinungen auf dem Gebiete der katholischen Kirchenmusik in Oesterreich.\r\n   Erlauben Sie mir, Herr Redakteur, einiges zu sagen über verschiedene Erscheinungen auf dem Gebiete der katholischen Kirchenmusik in Oesterreich. [... über den Katholikentag, die schwache Beteiligung von Fachmusikern an den Cäcilienvereinen und das schwache Interesse der Komponisten ...] Zum Zweiten komme ich auf ein Lamento in dem St. Leopolds=Blatt aus Wien zu sprechen. Dort klagt einer, der seinen Namen nicht nennt, also ein N. N., daß sich in unserer Zeit talentirte Componisten von Bedeutung nicht der Kirchenmusik widmen. Mir ist es unbegreiflich, wie man in Oesterreich und gar in Wien so klagen kann. Setzen wir den Fall, ein Bruckner, oder ein anderer der fortgeschrittendsten [sic] Richtung, denn diese sind eben nur heute die bedeutenden Musiker, würde verschiedene Werke nach dem Geschmacke des Herrn N. N. ediren. Wer kauft sie denn? Wo ist in Oesterreich ein Verleger von Bedeutung, der Kirchenmusik in Verlag nehmen würde? [... über die schlechte Honorierung ...] Wir wollen nach Bruckner nur noch einen Namen nennen, Habert, was hat denn der Ambrosius Verein in Wien, um von Wien zuerst zu reden, weil man dort klagt, für Bruckner und Habert gethan? [...] Nichts, gar nichts. Man thut etwas für Ausländer, aber für Inländer nichts. Und da sollen sich Compositeure von Bedeutung der Kirchenmusik widmen? Das müßten doch eigene Käuze sein! [... über das mangelnde Interesse des Klerus ... keine Signatur] N. N. [folgt eine Nachbemerkung der Redaktion] (***).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:29"}, {"ID": 189009155, "Datum": "15.9.1890, Montag", "Haupttext": "In Linz lädt Bruckner Anton Lang, den Bruder seiner früheren Angebeteten Josefine Lang (*), jetzt verheiratete Weilnböck, zu einer Fahrt nach Neufelden ein und wird von ihm auf morgen vertröstet, da dann zumindest Waldeck mitfahren könne.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189109155, "Datum": "15.9.1891, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner und Franz Bayer fahren nach Admont, wo soeben der steirische Lehrerbund seine Hauptversammlung abhält (*).\r\nBeide tragen sich ins Gästebuch des Stiftes ein (**).\nBruckner läßt sich durch den Organisten Viktorin Berger [1855 - 1914] die Orgel vorführen und improvisiert dann für seine Lehrer-Kollegen. Beim Abend im Stiftskeller hält Anton Otter eine Laudatio auf Bruckner, die von diesem mit schlichten Worten erwidert wird. Die Schwester des Lehrers Emanuel Sturm, Anna Sturm, ist Bruckners Tischnachbarin. Bruckner berichtet u.a. von einem Opernprojekt.\r\nNotiz Bruckners »Kirche« bei den Gebetsaufzeichnungen (kein Morgengebet notiert) (***).\nAn der Versammlung nahmen als Gäste teil: der Prälat von Admont, Prior Pater Othmar Berger, Forstmeister Wenzel Bachmeier, Bgm. Pongratz, Abgeordneter Posch. Weiter anwesend: Gottlieb Stopper, Aigner (Referat über Admont) (°).\nKanzleivermerk \"K. K. Ministerium für Cultus und Unterricht 19826/V. präs. am 15.9.1891, 4 Beil.\" auf dem Schreiben vom 13.9.1891 (°°).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 13:44"}, {"ID": 189209155, "Datum": "15.9.1892, Donnerstag", "Haupttext": "\"Das Vaterland\" Nr. 256 bringt auf S. 3 ebenfalls die Meldung von Bruckners Lektorat:\n\"     * [Von der Universität.] Gestern ist das Verzeichniß der öffentlichen Vorlesungen an der Wiener Universität im Wintersemester 1893/93 erschienen. [... Statistik, neue Dozenten, bemerkenswerte Vorlesungen ...]. Hofrath Dr. Hanslick wird im Wintersemester Vorlesungen über Geschichte der Oper und des Oratoriums halten. Der Ehrendoctor der Wiener Universität, Professor Anton Bruckner, hat ein Colleg über Harmonielehre angekündigt.\" (*).\n\n\nWie in den Vorjahren bringt das Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 212 auf S. 365 - 368 das vollständige Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und verzeichnet auf S. 368:\n\"                      VII. Fertigkeiten. \n\n     [... Stenographie, Gesangskurs (Rudolf Weinwurm) ...] - Harmonielehre, Kenntniß der Accorde, Vorbereitungen, Auflösungen und Verbindung derselben nach den Fundamentalschritten in Dur. Uebungen im bezifferten Baß, zwei Stunden wöchentlich, vom Lector Prof. Dr. Anton Bruckner. - [... Turnen, Fechtkunst, Schießunterricht ...]\" (**)\n[siehe auch die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189409155, "Datum": "15.9.1894, Samstag", "Haupttext": "Brief Hugo Wolfs (Traunkirchen) an Bruckner:\r\n    Gratuliert nachträglich zum Geburtstag. Die Jugend seiner Schaffenskraft möge Bruckner lange erhalten bleiben, um die 9. Symphonie beenden zu können (*).\nArtikel (signiert »dr. h. p.« [Paumgartner]) in der Wiener Abendpost Nr. 212 (Wiener Zeitung) auf S. 1f :\r\n\"                         Anton Bruckner.\r\n     Vor einigen Tagen hat der merkwürdige oberösterreichische Componist sein siebzigstes Geburtsfest gefeiert. Es wurden ihm bei dieser Gelegenheit vielfache Glückwünsche aus nah und fern ausgesprochen, welche von der Verehrung, die der leider jetzt kränkelnde Tondichter in der Heimat sowohl wie im Auslande genießt, lebendiges Zeugniß ablegen.\r\n     Es hat lange genug gebraucht, bis Bruckner sich Gehör verschaffen konnte. [... anfänglich Ablehnung bei den Philharmonikern und beim Publikum ... auch weil \"Partisan jener streitbaren einheimischen Jugend\" ... und wegen des Ungewöhnlichen seiner Musik ... nun steigendes Interesse ... Einzelheiten gelungener als das Ganze (wegen Lücke in der Begabung?), rhapsodischer Charakter (Ausnahme: Scherzi, 1. Satz der 4. Symphonie. Gegenbeispiel: Adagio der 3. Symphonie), Sonderstellung der 7. Symphonie ... Lob für die Kirchenmusik (mehr für \"Te deum\", weniger für 150. Psalm) ...] In Vocalwerken weltlicher Art hat Bruckner mehr Interessantes als Bedeutendes geleistet.\r\n     Merkwürdig wie der Componist, ist der Mensch Bruckner. Er ist bis in sein siebzigstes Jahr ein naives, frommgläubiges Kind geblieben. Systematische Bildung war ihm fremd, seine geistige Erziehung im alten Linzer Lehrerseminar war wohl höchst bescheiden. Auch späterhin hat Bruckner niemals das Bedürfniß nach Ergänzung seiner Bildung, nach Hereinbringung des Versäumten empfunden, vielleicht zum Glücke für ihn. Jedenfalls ist er dadurch dem Schicksal der Halbbildung entgangen und der naive Mensch geblieben, dem zwei Dinge einzig und allein in seinem Leben hochgestanden sind: die Musik und der Glaube. Es war ergötzlich, Bruckner des Abends am gemüthlichen Stammtische des Wiener Bierhauses, umgeben von seinen Schülern (darunter Schalk und Loewe, seine begabten und unermüdlichen Dirigenten und Propagandisten) in naivster Laune sich an der Gesellschaft und an dem kühlen braunen Saft erquicken zu sehen. In dieser Geisteseinfachheit, die hie und da ein merkwürdiger, ungeahnter Blitz durchzuckte, begriff man auch das Eigenthümliche und Besondere seines Schaffens. Jeden Bedeutenden muß man aber als ein Ganzes nehmen und sich kritiklos seiner erfreuen.\r\n     Mögen dem genialen Manne noch viele und gesunde Lebensjahre beschieden sein.\r\n                                    dr. h. p.\" (**).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 18 bringt auf S. 226 in einem Artikel über den Geburtstag am 4.9.1894 eine kurze Biographie und eine Liste der Gratulanten:\r\n\"         Zu Anton Bruckner's 70. Geburtstag.\r\n     Der Ehrendoctor unserer Wiener Universität, der viel gepriesene und gefeierte, aber auch arg bekämpfte Meister Anton Bruckner hat am 4. September l. J. seinen 70. Geburtstag begangen  Leider war es dem verehrten Componisten, der bis vor nicht gar langer Zeil nicht auf Rosen gebettet war, und der den Leidensgang so vieler deutscher Genies bis auf die letzte Neige durchzukosten halte, nicht gegönnt, diesen Festtag in körperlicher Gesundheit zu verbringen, denn ein langwieriges Leiden hält den greisen Künstler schon längere Zeit an das Zimmer gefesselt. So mußten verschiedene Ovationen, die von den zahlreichen Verehrern geplant waren, unterbleiben und nur die große Anzahl von Glückwunsch= und Begrüßungstelegrammen von hohen Persönlichkeiten, von Künstlern und Gelehrten bewiesen, daß man den Werth des unstreitig großen und bedeutenden Meisters in vollstem Maße zu würdigen versteht, ohne gerade in das wüste Lärmen jener Partei einzustimmen, welche dem Gefeierten eher schadet als nützt. Ein sehr bekannter Wiener Schriftsteller [Ludwig Speidel am 4.9.1894] hat kürzlich die Thätigkeit Bruckner's in wenigen, aber präcisen Worten ausgedrückt, indem er schrieb: „Was Wagner nicht ist, will Bruckner im Geiste Wagner's sein, ein Symphoniker.\" Den Lebensgang Bruckner's als bekannt voraussetzend, kann man beim Ueberblicken desselben sagen, daß Bruckner wirklich seine jetzige Stellung nur sich selbst und seinem außerordenllichen Können und Wissen verdankt. Vom Schullehrergehilfen in Windhag bei St. Florian sich bis zum Hoforganisten und Professor an der Wiener Universität emporarbeiten, das gelingt eben nicht jedem Manne. Bruckner wurde anläßlich seines 70. Geburtstages zum Ehrenbürger der Landeshauptstadt Linz und zum Ehrenmitgliede des Wiener Männergesangvereines „Schubertbund\" ernannt. Glückwünsche sandten der Obersthofmarschall Graf Szecsen, Landgraf Fürstenberg, Graf Josef Lamberg, Gräfin O. Hogerty [sic], Prinzessin Lobkowitz, Fürsterzbischof Cardinal Gruscha. Abt Kostersitz von Klosterneuburg, Landeshauptmann Abt Achleuthner, Hofmusikverleger Gutmann, Lorenz Sechter, Hofkapellmeister Richter, Bürgermeister Dr. Grübl im Namen der Stadt Wien, Hans v. Wolzogen, Hofkapellmeister Eder, Hofcaplan Dr. Schnabl, die Stadtvertretungen Wels und Steyr, die Männergesangvereine „Arion\" in Wien, Troppau, Linz, Steyr, Gmunden, die Philharmoniker, der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Dr. Sternfeld in Berlin, die Professoren Baron Eiselsberg, Toldt, Dachs, Löwe, Schalk, Dr. Guido Adler, Julius Epstein &amp;c. Unser aufrichtiger Wunsch ist es, daß Dr. Anton Bruckner in erster Lime wieder seine Gesundheit erlange und dann nicht nur zur Freude seiner engeren Parteigenossen, sondern zur Freude der ganzen musikalischen Welt noch recht viel schöne Werke schaffe. Er hat sich in der Geschichte der Tonkunst eine hervorragende Stellung aus eigener Kraft gesichert und ist es zu wünschen, daß er den Ruhm, einer der Ersten und Edelsten seiner Zeit zu sein, noch rocht [sic] lange genießen möge. Das walte Gott!               K \" (***).\nEin ähnlicher Bericht erscheint in der »Lyra« auf S. 3 (°).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 211 berichtet auf S. 3 von der Versammlung am 12.9.1894:\r\n\"     Steyr, 13. September. (Dr. Anton Bruckner Ehrenmitglied der Steyrer Liedertafel. – Josef Werndl=Denkmal=Enthüllungsfeier. – [...]) Der Vorstand der Steyrer Liedertafel berief gestern eine außerordentliche Hauptversammlung ein, welche hauptsächlich einer Ehrung des innerhalb der Mauern unserer Stadt weilenden Componisten Bruckner galt. Der Vorstand der Liedertafel, Herr Dr. Franz Angermann, eröffnete die Versammlung und begrüßte die zahlreich erschienenen ausübenden, unterstützenden und Ehrenmitglieder. In markigen Worten gedachte sodann Dr. Angermann des Meisters Bruckner, erwähnte die 70jährige Geburtstagsfeier desselben und der großen Zahl der schriftlichen und telegraphischen Beglückwünschungen. Diesem Heroen der Tonkunst geziemt – führte Dr. Angermann weiter aus – Achtung, Ehrerbietigkeit und Aufmerksamkeit, und die Steyrer Liedertafel erachtet besonders den gegenwärtigen Zeitpunkt für richig, dem greisen, genialen Manne die besondere Verehrung dadurch zum Ausdrucke zu bringen, dass der Antrag, den die Vereinsleitung vorschlägt, Dr. Anton Bruckner zum Ehrenmitgliede zu ernennen, angenommen werde. Debattelos, einstimmig und stehend wurde derselbe unter großem Beifalle der Sängerschaft angenommen. In einigen Tagen wird das Ehrendiplom, das von Herrn Diltsch in Steyr prächtig entworfen wurde, dem Meister mittels einer Deputation überreicht werden. Die Sänger sangen nach den Worten Dr. Angermanns das Vereinsmotto. Herr August Riener überbrachte der Versammlung Grüße des Altmeisters, Sodann sang die Liedertafel unter Leitung ihres Chormeisters Tobisch eine Composition Bruckners: \"Sängerbund\" [WAB 82].\r\n     [... Werndl-Denkmal, Thomas Koschat, Damenchor ...]\" [keine Signatur] (°°).\nDie \"Caecilia\" Nr. 18 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) meldet auf S. 162 (= S. 6) den 70. Geburtstag Bruckners und die Vollendung der ersten drei Sätze der 9. Symphonie:\r\n\"     Weenen. — De bekende componist Anton Bruckner vierde den 4-den September ll. zijn 70sten jaardag onder vele blijken van belangstelling. Van de nieuwe symphonie, die hij componeert (zijne negende), zijn reeds drie deelen voltooid.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "18.12.2024 00:25"}, {"ID": 189509155, "Datum": "15.9.1895, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 18 auf S. 237 (*)\r\nund die Neue Musikalische Presse Nr.37 auf S. 5 (**)\r\nteilen mit, daß Bruckner sich von seiner Krankheit soweit erholt habe, um seine Universitätsvorlesungen im Wintersemester wieder aufnehmen zu können.\r\n(*) \r\n\"      – Die Verehrer und Freunde Anton Bruckner's werden die Nachricht mit Freude entgegennehmen, daß sich der greise Componist von seiner Krankheit vollkommen erholt hat und bereits im October seine Vorlesungen über Harmonielehre an der Universität wieder beginnen wird. Die Vorträge finden jeden Montag von 6 bis 7½ Uhr abends im Hörsaale Nr. 36 statt und sind für Damen und Herren unentgeltlich.\"\r\n(**)\nVermischtes.\r\n[...]\r\n     *  Der Gesundheitszustand Dr. Anton Bruckner's hat sich soweit gebessert, dass der greise Componist wieder zur Arbeit zurückkehren und für den [sic] Wintersemester die Wiederaufnahme seiner Vorlesungen an der Universität über Harmonielehre (Montag von 6–½8 Uhr) in Aussicht nehmen konnte.\" (**).", "Letzte Änderung": "19.12.2023 21:43"}, {"ID": 189609155, "Datum": "15.9.1896, Dienstag", "Haupttext": "Dr. Heller kehrt aus dem Urlaub zurück und beurteilt Bruckners geistige Verfassung als »noch mehr herabgekommen«. Die meiste Zeit des Tages verbringt Bruckner im Lehnsessel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189709155, "Datum": "15.9.1897, Mittwoch", "Haupttext": "Die Anekdote von Bruckners Verhalten bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde (am 7.11.1891) erscheint auch im Lyndonville Journal (Lyndonville, Vermont):\r\n\"            Music His Language.\r\n     The Viennese composer Bruckner, who died a few months ago, was noted for his bashfulness. It is related that when the University of Vienna made him an honorary doctor, after receiving his diploma, he got up to make a few remarks. But the words stuck in his throat, and he could not utter two coherent sentences. Finally he exclaimed, \"If I only had my organ here I would know how to express myself.\" Then he sat down.\" (*).\nDie \"Lyra\" Nr. 24 (541) nennt auf S. 8/260 im Inhaltsverzeichnis des 20. Jahrgangs unter \"Sonderaufsätze verschiedenen Inhalts\" \"A. Bruckner's Todtenfeier  34\" [1.11.1896] (**).", "Letzte Änderung": "30.08.2026 04:22"}, {"ID": 189809155, "Datum": "15.9.1898, Donnerstag", "Haupttext": "Der Kirchenbote Nr. 15 bespricht auf S. 78 Neuerscheinungen, darunter Bruckners bei Gross erschienene fünf \"Tantum ergo\" [WAB 41 und WAB 42].", "Letzte Änderung": "02.10.2023 10:06"}, {"ID": 190209155, "Datum": "15.9.1902, Montag", "Haupttext": "Bei der Universal-Edition erscheint der vierhändige Klavierauszug der 3. Symphonie (Josef Schalk/Löwe, alte Rättig-Nr. 165) mit der Nummer 422.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 190609155, "Datum": "15.9.1906, Samstag", "Haupttext": "Postkarte von Guido Peters an Paula Rotter: \r\n   War eben in Bruckners Geburtshaus und Schulzimmer (*).\nBrief von Guido Peters an Paula Rotter:\r\n   Ist hier im Geburtsort Bruckners, Ansfelden. Tiefe Wehmut erfüllte ihn in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191109155, "Datum": "15.9.1911, Freitag", "Haupttext": "Coupon einer Geldüberweisung durch Theodor Reisch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191209155, "Datum": "15.9.1912, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Franz Gräflinger »Johann August Dürrnberger« in der UnterhaltungsbeilageNr. 37 der Linzer Tages-Post.", "Letzte Änderung": "27.04.2025 08:49"}, {"ID": 191709155, "Datum": "15.9.1917, Freitag", "Haupttext": "Brief von F. v. Schrötter [Hermann Schrötters Frau oder seine Schwester Frieda Schrötter?] an den Stiftshofmeister Franz Ritz (Korrespondenzkarte]:\n     Teilt ihm auf seinen heutigen Brief mit, dass die Firma Kotykiewicz den Transport des Harmoniums in den nächsten Tagen erledigen werde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191909155, "Datum": "15.9.1919, Montag", "Haupttext": "Brief Marschners an »einen jungen Musiker« [denselben wie am 19.8.1919?]: \n   »[...] Eine seiner Messen [f-Moll-Messe] ... schrieb er im Zustande tiefster innerer Verlassenheit in einem Kurort [Bad Kreuzen] ... der Arzt, den er gefragt hatte, ob er, Br., epileptisch, idiotisch oder wahnsinnig werde, meinte: keines von den dreien. Dem Genuß von Pilsner Bier war er sehr ergeben (18 Seidl od. 12 »Krügel« abends war das Gewöhnliche, darnach noch Wein) ... Gegen Brahms, den er einmal als »Macher« erklärte ... hatte er (wie auch gegen Dvorak) große Antipathie [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192109155, "Datum": "15.9.1921, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht über die Aufführung der 7. Symphonie [am 13.9.1921], signiert \"G.\", in der Reichspost Nr. 253 auf S. 7 (*).\n\n\nAnkündigung der 3. Symphonie für den 18.9.1921 in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 253 auf S. 5 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192309155, "Datum": "15.9.1923, Samstag", "Haupttext": "Der Los Angeles Evening Express Nr. 149 schreibt auf S. 8 über den Bruckner-Schüler Walter Rothschild:\n\"       ROTHWELL WON HIS FAME EARLY \n          Conductor Very Modest About Career\n               By FLORENCE PIERCE REED\n     For six years we have known Walter Henry Rothwell, conductor of the Los Angeles Philharmonic orchestra. In all that time we have never heard him make any boasts of what he has done, or what he can do. [...]. In fact, the man is too modest and retiring.\n     It was with genuine amazement we discovered what a really great career this Los Angeles conductor has had in Europe and America We found it out through a sketch of his life issued by the Philharmonic Orchestra Association. Knowing this booklet will not fall into every one's hands, we herewith give the facts which are too interesting to be submerged.\nBORN IN LONDON\n     Mr. Rothwell, born in London, of an English father and Austrian mother, was taken to Vienna when very young and was first taught piano by his mother, who was a pupil of Wieck, father of Clara Schumann. At 9 he entered the Royal Academy of Music in Vienna, where his piano teachers were Rauch, Schenner and Julius Epstein, and studied counterpoint and composition and history of music with Hans Krenn, Robert Fuchs and Anton Bruckner.\n     He took the first prize and gold medal and graduated at 15 and later studied modern orchestration and composition with the late Ludwig Thuille and Dr. Max von Schillings.\n     In his seventeenth year he became widely known as a pianist throughout Germany, Switzerland and Austria, where he was engaged as piano teacher of several members of the royal family at Vienna. In spite of his extreme youth he coached many artists of the royal opera in Vienna and prepared artists for the Beyreuth [sic] festival.\n     While rehearsing a Wagnerian opera Mr. Rothwell was heard by the famous impressario [sic], Pollini of the Hamburg opera, who made him a conductor of the opera under Gustav Mahler, conductor in chief of the institution. Mahler took a great interest in the young conductor and gave him his technic in conducting. From Hamburg Mr. Rothwell went as first conductor to opera houses in Germany and Austria and later conducted \"Fidelio,\" \"Lohengrin\" and \"Freischultz\" [sic] at the Royal opera in Amsterdam, following which he was appointed musical director.\nCAME TO U. S. IN 1904\n     He was brought to America to conduct the English performances of \"Parsifal,\" 1904-05, with a total of 114 performances under his baton. [... \"Madame Butterfly\" in Washington ...]. He then conducted opera for five years at Frankfurt-am-Main, following which he wielded the baton over the St. Paul Symphony orchestra for seven years until its disbandment for lacks of funds during the war. Mr. Rothwell here instituted the first children's symphony concerts in America.\n    In 1917 and 1918 he served as guest conductor for the Cincinnati Symphony orchestra in nine concerts and with the Detroit Symphony in 10 engagements. In 1916 he conducted the Civic orchestra concerts at Madison Square Garden, New York, and in 1920 conducted 70 concerts in the stadium in New York. In 1919 he was made conductor of the Los Angeles Philharmonic, founded by W. A. Clark, jr., and in less than five years has made it second in the United States only to the Philadelphia Symphony.\"\n[zu Rothschild/Rothwell siehe 21.10.1916]", "Letzte Änderung": "06.12.2024 11:41"}, {"ID": 192409155, "Datum": "15.9.1924, Montag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 255 berichtet auf S. 3 von der Eröffnung der Ausstellung \"Ernste Musik von Bruckner bis zur Gegenwart\" [am 14.9.1924] (*).\n \nAuch das Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 435 berichtet auf S. 2 von der gestrigen Eröffnung des Musik- und Theaterfestes (durch Bgm. Seitz mit einer Ansprache) und der Ausstellung (**).\n \nBrief von Franz Gräflinger an Carl Reder. [mutmaßlicher Inhalt:] Reders Brief vom 11.9.1924 und die Urkunde des Steyrer Bruckner-Konsortiums betreffend (***).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 18:45"}, {"ID": 192709155, "Datum": "15.9.1927, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des Scherzos der 2. Symphonie in Berlin. Das Konzert wird von 17 bis 18:30 Uhr vom Rundfunk übertragen.", "Letzte Änderung": "05.05.2025 20:05"}, {"ID": 192809155, "Datum": "15.9.1928, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Mehlich in Baden-Baden (*).\n \nDas Berliner Volksblatt \"Vorwärts\" Nr. 438 bringt auf S. 6 die 55. Folge des Fortsetzungsromans \"Die Befreiung der Hilde Fernleitner\" von Paul Burgstaller, in der es um Ferienpläne geht:\r\n\"[...]\n     \"Ich hätt' auch Lust, mir einmal alle Stifte in Niederösterreich [sic] anzusehen, Sankt Florian, wo der Bruckner Organist war, und die anderen.\"\n     \"Sag' deinen Plan.\" [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "07.08.2026 06:08"}, {"ID": 192909155, "Datum": "15.9.1929, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung der Kölner Aufführung der 8. Symphonie [am 29.10.1929] in The Salt Lake Tribune Nr. 154 (Salt Lake City, Utah) auf S. 73 (= S. 13 des 7. Teils):\n\"     Germany continues to honor Mahler and Bruckner, the eighth symphony by the latter, and the fourth symphony by the former, being on early season programs of the famous annual Gurzenich concerts in Cologne.\" (*),\n\n\nDie 3. Symphonie wird als Erstaufführung in San Francisco in der Oakland Tribune Nr. 77 (Oakland, California) auf S. 22 (= S. 6 des 2. Teils) angekündigt (**).\n\n\nEin ähnlicher Hinweis erscheint in The San Francisco Examiner Nr. 77 auf S. 79 (= S. 9 der 5. Teils) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 193009155, "Datum": "15.9.1930, Montag", "Haupttext": "Zusatzvertrag zum Vertrag vom 10.5.1921 zwischen Gustav Bosse und Gisela Göllerich, die Honorare für die Bände der Biographie betreffend (pro Band und pro Auflage 300 Mark).", "Letzte Änderung": "07.01.2024 10:22"}, {"ID": 193209155, "Datum": "15.9.1932, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in einem »Konzert im Reichsrundfunk« in Berlin (*).\nDas Konzert (einschließlich einer Streicher-Invention von Ernst Schiffmann) wird vom Rundfunksender Berlin (angeschlosssen: Stettin, Magdeburg) zwischen 20:30 und 22:00 übertragen und vom Sender Königswusterhausen übernommen (**).", "Letzte Änderung": "30.03.2026 11:25"}, {"ID": 193609155, "Datum": "15.9.1936, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Gustav Bosse an Max Auer:\r\n     Das Regensburger Bruckner-Fest sei aufgrund einer gestrigen Entscheidung Adolf Hitlers auf Mai 1937 [tatsächlich dann Juni 1937] verschoben worden und werde wohl umfangreicher als bisher geplant ausgestaltet werden.\r\nIm Bruckner-Heft der Zeitschrift für Musik [Oktober 1936] sollten die Autoren alle persönlichen Härten vermeiden (*).", "Letzte Änderung": "30.07.2025 11:21"}, {"ID": 193809155, "Datum": "15.9.1938, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Privatkanzlei Adolf Hitlers [an wen?]:\r\n   Dankt Robert Haas für die Übersendung des 2. Bandes der Gesamtausgabe (Originalfassung der 2. Symphonie).", "Letzte Änderung": "09.01.2026 21:17"}, {"ID": 193909155, "Datum": "15.9.1939, Freitag", "Haupttext": "Brief von Waldemar Rosen (Propagandaministerium) an den Musikwissenschaftlichen Verlag: \n   Das Werbematerial zur Originalfassung der 6. Symphonie [vgl. 4.5.1939] streiche die [geringen] Abweichungen zur Erstdruckausgabe sensationell und stärker als wissenschaftlich begründbar heraus. Von solcher Ausdrucksweise möge sich der Verlag fernhalten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194109155, "Datum": "(15.9.1941, Montag)", "Haupttext": "Artikel \"Der große Orgelwettbewerb. Ein bemerkenswertes Ergebnis - Gausieger: Hermann Kronsteiner\" (signiert \"V. M.\") in der Linzer Tages-Post Nr. 217 auf S. 4.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194209155, "Datum": "15.9.1942, Dienstag", "Haupttext": "Artikel \"Mozart en Bruckner | Tweede volksconcert Utrecht Stedelijk Orchest ...\" im [Nationale?] Dagblad Rotterdam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194409155, "Datum": "15.9.1944, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 8. Symphonie im Grazer Stefaniensaal durch das Bruckner-Orchester unter Georg Ludwig Jochum.", "Letzte Änderung": "19.03.2023 20:27"}, {"ID": 194609155, "Datum": "15.9.1946, Sonntag", "Haupttext": "Anläßlich des 70. Geburtstags von Bruno Walter wird die Korrespondenz mit Max Auer wieder aufgenommen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194809155, "Datum": "15.9.1948, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie (Originalfassung) durch das Philharmonische Staatsorchester unter Hellmut Schnackenburg im Eröffnungskonzert der Philharmonischen Gesellschaft Bremen um 20 Uhr im großen Saal der \"Glocke\".\nAuf dem Programm stehen vor der Pause Werke von Händel (Ouvertüre D-Dur) und Bernhard Kaun (Sohn von Hugo Kaun - Basso ostinato und Fuge).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194909155, "Datum": "15.9.1949, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Franz Konwitschny im 1. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195309155, "Datum": "15.9.1953, Dienstag", "Haupttext": "Vortrag von Josef Drausinger über die 3. Symphonie in Steyr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195409155, "Datum": "15.9.1954, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Volkmar Andreae in einem Konzert der Ortsgruppe Linz des Brucknerbundes im Kaufmännischen Vereinshaus in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 195509155, "Datum": "15.9.1955, Donnerstag", "Haupttext": "Rede von Leopold Nowak zur Eröffnung der oberösterreichischen Bruckner-Tage in Linz.", "Letzte Änderung": "22.10.2025 06:27"}, {"ID": 196109155, "Datum": "15.9.1961, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Mladen Basic im Großen Festspielhaus in Salzburg. Solist in Mozarts d-Moll-Klavierkonzert ist Walter Panhofer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196609155, "Datum": "15.9.1966, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Oslo Filharmoniske Orkester unter Odd Grüner-Hegge in Oslo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 196709155, "Datum": "15.9.1967, Freitag", "Haupttext": "Französischer Subskriptionsbeginn der Symphonie-Einspielung Eugen Jochums bei der Deutschen Grammophon-Gesellschaft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197109155, "Datum": "15.9.1971, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch das BBC Orchestra unter Jascha Horenstein im 52. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London.\nAuf dem Programm stehen außerdem Schuberts \"Unvollendete\" und Mozarts Konzertarie KV 505 (mit Elizabeth Harwood, Sopran, und David Wilde, Klavier).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197709155, "Datum": "15.9.1977, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Fritz Muggler \"Das Radio gegen kulturellen Analphabetismus. \"Radio Bruckner\" ein radiophonisches Experiment\" in der Neuen Zürcher Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197809155, "Datum": "15.9.1978, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Franz Zamazal \"Bruckner in Urfassung\" in den Oberösterreichischen Nachrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197909155, "Datum": "15.9.1979, Samstag", "Haupttext": "Karikatur von »Florian« (zur Linzer Klangwolke) in den Oberösterreichischen Nachrichten (IKO 456) (*).\nAufführung der d-Moll-Messe durch die Wiener Hofmusikkapelle unter Hans Gillesberger in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198009155, "Datum": "15.9.1980, Montag", "Haupttext": "Teil-Aufführung der 3. Symphonie (Gegenüberstellung der 1. und 3. Fassung) durch das Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt unter Eliahu Inbal und die Bamberger Symphoniker unter Marek Janowski in Linz. Kommentierung durch Rudolf Stephan (*).", "Letzte Änderung": "25.09.2025 10:33"}, {"ID": 198209155, "Datum": "15.9.1982, Mittwoch", "Haupttext": "Einspielung der 3. Symphonie (1. Fassung 1873) durch das Radiosinfonieorchester Frankfurt unter Eliahu Inbal in Frankfurt (*).\nAufführung der 8. Symphonie durch die Bamberger Symphoniker unter Eugen Jochum in der NHK Hall in Tokyo (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198309155, "Datum": "15.9.1983, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Celibidache im Herkulessaal in München.", "Letzte Änderung": "23.02.2026 07:17"}, {"ID": 198709155, "Datum": "15.9.1987, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Francois Jongen Bruckner, le géneral paysan du Danube in Europalia 87 - La Cite (*).\n\n\nAufführung der 8. Symphonie durch das Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta im Rahmen der 37. Berliner Festwochen in der Berliner Philharmonie. Der Erläuterungstext ist signiert \"M. L.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198809155, "Datum": "15.9.1988, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe durch die BBC Singers und die London Brass Virtuosi unter John Poole im 67. Prom-Konzert in der Royal Albert Hall in London.\nAuf dem Programm stehen zuvor Werke von Smetana, Sibelius, Victor Ewald, Grieg, Schostakowitsch und Mendelssohn (Oktett op. 20).", "Letzte Änderung": "10.01.2024 14:18"}, {"ID": 199209155, "Datum": "15.9.1992, Dienstag", "Haupttext": "Vortrag von Elisabeth Maier »Vom Talent zum Genie. Anton Bruckners Linzer Jahre« beim Soroptimist-Club in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199509155, "Datum": "15.9.1995, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der ersten Fassung (1873/74) der 3. Symphonie, erstmals auf historischen Instrumenten, durch die London Classical Players unter Roger Norrington beim Bremer Musikfest.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199609155, "Datum": "15.9.1996, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Orchester der deutschen Kinderärzte unter Eduard Melkus in Lübeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201309155, "Datum": "15.9.2013, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des \"Ave Maria\" [wahrscheinlich: WAB 7] in einem Konzert der St. Florianer Sängerknaben im Marmorsaal in St. Florian.\r\nMit dem Brucknerhaus-Chef Hans-Joachim Frey besucht der GMD von Wladiwostok, Anton Lubchenko, dieses Konzert und verpflichtet den Solisten Alois Mühlbacher, für die Eröffnung des Opernhauses in Wladiwostok.", "Letzte Änderung": "29.05.2025 10:08"}, {"ID": 186208157, "Datum": "15. bis 17.8.1862, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Besuch der Passauer Liedertafel beim »Frohsinn«. Der »Sängerbund« nahm an diesem Fest teil (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 202408156, "Datum": "15. bis 24.8.2024, Donnerstag bis Samstag", "Haupttext": "Bruckner-Tage in St. Florian: \"Das Unendliche im Unvollendeten. Bruckners Neunte.\"\r\nAm 23. und 24.8.2024 Aufführung der 9. Symphonie durch das Altomonte-Orchester unter Remy Ballot in der Stiftskirche. Zuvor werden, moderiert von Felix Diergarten, die Fragmente des Finales vorgestellt.", "Letzte Änderung": "01.08.2026 17:08"}, {"ID": 186105164, "Datum": "15. oder 16.5.1861, Mittwoch oder Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 459 das Programm des Konzerts vom 16.5.1861 an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185110165, "Datum": "16.10.1851, Donnerstag", "Haupttext": "Prüfung über das 2. Semester des 2. Jahrganges an der Unterrealschule.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185310165, "Datum": "16.10.1853, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"16. October     Zum Kirchweihfest 1 Tromp. u. 1 Tenoristen     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185810165, "Datum": "(16.10.1858, Samstag)", "Haupttext": "Vorstandswahl bei der Generalversammlung des »Frohsinn«. Gewählt werden Hafferl und Zehden (Vorstände), Ehrentletzberger und Dr. Stifler (Sekretäre), Chabert und Markus (Archivare) und Reininger (Kassier).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186110165, "Datum": "(16.10.1861, Mittwoch)", "Haupttext": "Meldung der Linzer Zeitung auf S. 1005: \n»Donnerstag, 17. Oktober feiert, wie wir schon gemeldet haben, der Diöcesan=Kunstverein sein Jahresfest mit einem Hochamt in der Domkirche um 9 Uhr, wobei eine klassische Vocalmesse ausgeführt wird, - und mit einer Generalversammlung ...«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910165, "Datum": "16.10.1869, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Kirchenzeitung Nr. 42 berichtet auf S. 667 über die Einweihung der Linzer Votivkapelle am 29.9.1869 [mit Aufführung der e-Moll-Messe]:\r\n     »Linz. (Einweihung der Votiv=Capelle des Mariä=Empfängniß-Domes.) [...] Daselbst [am Dombauplatz] angelangt, erfolgte die Einweihung der Capelle und des Altars und dann das Pontifical=Amt, während welchem eine zu diesem Feste neu componirte Messe des Herrn Hoforganisten und Professors Anton Bruckner unter Mitwirkung der gesammten Gesangkräfte von Linz aufgeführt wurde. Zum Schlusse hielt der hochwürdigste Herr Bischof selbst eine Ansprache.« (*).\n(Herbecks Debüt als Operndirigent mit Thomas' »Mignon« (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010165, "Datum": "16.10.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Gottesdienst um 11 Uhr in der Augustinerkirche. Aufgeführt werden unter Eders Leitung Haydns Nelsonmesse (Solisten: Emilie Ribarz, Ritter, Dunkl, Krauß), ein Graduale mit Oboe (Hr. Schamann) und Sopransolo (Frl. v. T.) von Eybler und als Offertorium ein »Salve Regina« (Sopransolo mit Harmonium, Solo: Frl. v. Rabatinsky) von Schubert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210165, "Datum": "16.10.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner notiert das »Misterioso«-Thema zum 2. Satz der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187510165, "Datum": "16.10.1875, Samstag", "Haupttext": "Die Österreichische Musiker-Zeitung Nr. 12 erwähnt auf S. 6 in der Programmvorschau für die nächste Saison eine Symphonie Bruckners in einem Gesellschaftskonzert unter Herbeck [2. Symphonie am 20.2.1876].\nAuf S. 6f: In drei Novitätenproben der Wiener Philharmoniker vor kurzem [s. »Herbst 1875«] sei u.a. auch die 3. Symphonie (»Bruckner: Symphonie (Richard Wagner gewidmet)« probiert worden.\n   » - Die Philharmoniker hielten, zum Zwecke der Bereicherung des Programmes ihrer Concerte der diesjährigen Saison, vor Kurzem drei Novitätenproben ab. Es wurden hiebei theils eingesendete, theils neu im Druck erschienene Werke probirt, und zwar: Bruckner: Symphonie (Richard Wagner gewidmet) [...] Von allen diesen Werken wurde nur Hofmann's \"Frithjof=Symphonie\" angenommen, für Bruckner's Symphonie stimmte eine ansehnliche Minorität. Das Resultat der Abstimmungen drängt unabweisbar die Frage auf, ob der Modus der Beurtheilung der zu prüfenden Compositionen auch der richtige sei. Jetzt ist es üblich, daß jene Mitglieder, welche das zu beurtheilende Werk ein oder zweimal durchspielen, was bei aller Aufmerksamkeit und Tüchtigkeit der Ausführenden dennoch nie in einer ganz und gar den Intentionen des Componisten entsprechenden Weise gelingen kann, zugleich die Richter desselben sind. [... Vorschlag, eine zwölfköpfige Kommission von Nicht-Mitspielern zu ernennen ...] Daß gerade das eigenartige, ursprüngliche Talent bei dem gegenwärtigen Modus am schlechtesten fährt, liegt auf der Hand. Je tiefer eine Composition gedacht, je neuer, origineller sie angelegt ist, desto sicherer ist anzunehmen, daß sie der Mehrzahl der Zuhörer beim ersten Anhören mißfallen wird. [... Beethovens 7. und 9. Sinfonie würden im heutigen Modus mit Majorität abgelehnt ...] Darum empfehlen wie nochmals unseren Vorschlag zur Berücksichtigung. Manche Mißstimmung wäre dann vermieden und manchem wirklich begabten Componisten bliebe eine Kränkung erspart.« [nicht signiert].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187810165, "Datum": "16.10.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung eines Kopisten \"16. Okt. 1878\" in der 1. Tenor-Stimme des \"Germanenzugs\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910165, "Datum": "16.10.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Abends zu schneien angefangen;«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188110165, "Datum": "16.10.1881, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 285 auf S. 15 [inhaltlich wie am 15.10.1881 ... Irma v. Terputecz ...] (*).\nBruckner spielt um 11 Uhr Orgel in der Augustinerkirche. Leopold Eder dirigiert Werke von Haydn (Mariazeller Messe), Anton Richter (Graduale mit Violinsolo: Anton Stecher) und Ernestine de Bauduin (Offertorium mit Sopransolo). Vokalsolisten: Amalie v. Rueber und Irma v. Terputetz (**).\nDie Deutsche Zeitung schreibt einen Wettbewerb für den »Text für ein sangbares Nationallied« aus. (Unter den 1570 eingesandten Gedichten errang ein Gedicht von Josef Winter den 1. Preis. Dieser Text wurde später von Bruckner vertont als »Volkslied« (WAB 94)) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210165, "Datum": "16.10.1882, Montag", "Haupttext": "Scherzo der 7. Symphonie »fertig« (*).\r\nNotiz am Ende des Trios »fertig 16. Okt. 882. Wien [/] A Bruckner mp.« (*a).\nDie Kunsthandlung Montmorillon in München versteigert ein Autograph Bruckners [siehe die Anmerkung]: \r\n\"Nr. 505. Bruckner (Anton), berühmter Komponist und Organist in Linz. L. a. s. 2 p. 4. Wien 1870.\" (**).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 17:10"}, {"ID": 188410165, "Datum": "16.10.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"16/10 884\" in Johann Müllers Harmonielehre-Mitschrift auf S. 23.", "Letzte Änderung": "23.03.2025 22:54"}, {"ID": 188510165, "Datum": "16.10.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musikzeitung Nr. 37 gibt auf S. 468 das Programm der kommenden Saison des Hellmesberger-Quartetts (an Donnerstagen und im Kleinen Musikvereinssaal) bekannt (»Bruckner: Quintett F-dur«) [am 7.1.1886] \n\nund auf S. 469 das der königlichen Kapelle in Dresden (»Symphonie von A. Bruckner«) [3. Symphonie am 11.12.1885] bekannt (*).\n\n\nDie Presse Nr. 285 berichtet auf S. 15: \n     \" - Hermann Pius Vergeiner, mit Auszeichnung absolvirter Wiener Conservatorist, Schüler Bruckner's und Krenn's, arbeitet gegenwärtig an einer vieractigen Operette: \"Der moderne Paris\". Das Libretto stammt aus der Feder Anton Vergeiner's, des Bruders des Erstgenannten.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610165, "Datum": "16.10.1886, Samstag", "Haupttext": "Brief von Paul Janko an Marie Katholicky-Soffé [mit Erwähnung Bruckners?] (*).\nAuf Bruckners morgiges Orgelspiel machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\nFremdenblatt Nr. 287 auf S. 6 (**),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 287 auf S. 3 (***),\nNeue Freie Presse Nr. 7953 auf S. 5:\r\n     \"Hofpfarrkirche zu St. Augustin, 11 Uhr (Capellmeister Eder): \"Tantum ergo\" und \"Genitori\" von A. Fabbrini, Messe und Graduale von Mozart, sowie Offertorium (Alt=Solo) von Baronin Bauduin [neu]. Orgelfuge: Hof=Organist Professor Bruckner.\" (°),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 287 auf S. 4 {inhaltlich wie (°)] (°°)\nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2384 auf S. 6 {inhaltlich wie (°)] (°°°).\nZuschrift an das »L. V.« [Linzer Volksblatt 19.10.1886] über die Orgelimprovisation in Wien [am 6.10.1886] (#).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:05"}, {"ID": 188710165, "Datum": "16.10.1887, Sonntag", "Haupttext": "Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen, die am 17.10.1887 bis zum 27.3.1888, bzw. 2.4.1888 ohne Unterbrechung weitergeführt werden.\nIn Analogie zu anderen Gebetslücken könnte man vermuten, daß Bruckner sich außerhalb Wiens aufgehalten hat (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188910165, "Datum": "16.10.1889, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung \"16. X. 89. | Unterricht mit 3 Anfängerinnen im Alter von 7 - 10 Jahren.\" im Harmonielehre-Übungsheft Josef Schalks [die einzige Datierung und ohne Beziehung zu Bruckner].", "Letzte Änderung": "25.03.2025 09:13"}, {"ID": 189110165, "Datum": "16.10.1891, Freitag", "Haupttext": "Brief von Ida Buhz aus Berlin an Bruckner:\r\n     Freut sich, daß ihm ihr Bild gefallen hat. Geht auf seine Bemerkungen über ihr Aussehen ein (*).\nInserat für Göllerichs Nürnberger Konzert im Fränkischen Kurier (Abendblatt, S. 6) (**).\nDas Neuigkeitsweltblatt Nr. 236 kündigt auf S. 7 die Aufführung eines Kammermusikwerkes [Quintett?] im Festsaal des Ingenieur- und Architektenvereins an:\r\n     \"Das Erste Wiener Volksquartett für klassische Musik [...] veranstaltet [...] in diesem Winter 24 akadem. Kammermusik-Konzerte [sic] und zwar allsonntäglich im Fest-Saale des Ingenieur- und Architekten-Vereines, I., Eschenbachgasse 9 von ½5-6 Uhr Nachmittag. [... Preise, Künstler (u. a. Helene Marschall, Hildegard Stradal, Paula Dürnberger, Rudolf Bibl, Heinrich von Bocklet, Ferdinand Foll, Josef Labor, August Stradal, Brüder Thern) ...] Außer den Werken der Klassiker und Romantiker werden in dieser Saison Kompositionen folgender lebender, speziell Wiener Komponisten aufgeführt: Kammermusikwerke von: Joh. Brahms; Ant. Bruckner; Robert Fuchs; [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2023 21:31"}, {"ID": 189210165, "Datum": "16.10.1892, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im \"Vaterland\" Nr. 287 auf S. 6:\n\"[...] – In der Pfarrkirche zu Sanct Elisabeth auf der Wieden: Messe in D von Horak; Graduale: \"Jesus dulcis\" von A. Bruckner; Offertorium. \"Jubilate\" von Eybler, \"Te Deum\" von Führer.\" (*).\n\n\n\nAufführung des »Locus iste« als Graduale durch den Kirchenmusikverein St. Elisabeth in der Elisabethkirche. Außerdem erklingen eine Messe in D von Horak, ein Offertorium »Jubilate« von Eybler und ein »Tedeum« von Führer (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189310165, "Datum": "16.10.1893, Montag", "Haupttext": "1. Philharmonisches Konzert unter Hermann Levi in Berlin mit Werken von Wagner, Beethoven und Mozart und Bruckners 3. Symphonie (*).\r\nVermutlich besucht auch Maximilian Harden dieses Konzert (*a).\r\nHeinrich Reimann hatte einen ausführlichen Programm-Artikel dazu verfaßt (**).\nSchrötter macht einen Krankenbesuch bei Bruckner (***).\n[Vermutlich 1893] Brief von Marta von Schmitt (»Böhmisch-Aicha 16. Oct«) an Bruckner:\r\n   Gratuliert zum Erfolg seines jüngsten Werkes [wohl »Helgoland« am 8.10.1893 gemeint], von dem sie gelesen habe. Als sie ihn im Frühjahr besuchte, habe er an dem Werk gearbeitet. Sie werde erst den Klavierauszug studieren und hoffe, bald eine Aufführung erleben zu können (°).\nErste Probe der 8. Symphonie unter Labler in Olmütz (°°).", "Letzte Änderung": "08.03.2025 09:30"}, {"ID": 189410165, "Datum": "16.10.1894, Dienstag", "Haupttext": "In der Ausschußsitzung der Liedertafel »Frohsinn« wird beschlossen, an Bruckners Geburtshaus in Ansfelden eine Gedenktafel anzubringen, deren Enthüllung für den 10.3.1895 geplant wird (*).\nArtikel in der Österreichischen Musiker-Zeitung [= Österreichisch-Ungarische Musiker-Zeitung?] Nr. 20, S. 89, über Bruckners 70. Geburtstag und das 50-jährige Dirigentenjubiläum von Johann Strauß:\r\n\"     Zwei Jubiläen. Das Musikalische Wien rüstet sich, zweien seiner Componisten, deren Ruhm sich weit über die Grenzen ihres Vaterlandes verbreitet hat, seine Huldigung darzubringen: Anton Bruckner zu seinem 70. Geburtstag und Johann Strauß, dem \"Walzerkönig\", zu seinem 50jährigen Dirigentenjubiläum. [...] Etwas stiller geht es bei dem Jubiläum eines anderen Wiener Componisten her, dessen 70. Geburtstag in die todte Saison gefallen ist und daher jetzt eine Art Nachfeier erfährt: bei dem Jubiläum des Alt- und Großmisters der deutschen Componisten, Anton Bruckner. Das Gebiet seines Schaffens ist die strengste und ernsteste Musik, die Kirchenmusik und die Symphonie. Darum ist auch die Gemeinde, die seinen Eingebungen mit Andacht lauscht, keine so große und seine Werke werden nicht in schwungvollen Artikeln in der Presse gefeiert. In demselben Maße, wie seine Werke schwerer aufzuführen sind, werden sie auch seltener aufgeführt. Es ist daher mit Freude zu begrüßen, daß drei große musikalische Körperschaften in Wien Bruckner-Aufführungen veranstalten: die Philharmoniker, der Singverein und der Wiener akademische Wagner-Verein, umsomehr, wenn man weiß, mit welch intensivem Interesse der greise und jetzt leider bedenklich kranke Meister an der Aufführung seiner Werke – \"es sind die einzigen Kinder, die ich hinterlassse\", sagte er – Theil nimmt. Wünschen wir ihnen den besten Erfolg.\" (**).\n[vermutlich 16.10.1894]\r\nBericht im Illustrirten Wiener Extrablatt über einen Besuch bei Bruckner, das Gespräch über sein Verhältnis zu Juden und seine (angebliche) schwere Erkrankung in Steyr:\r\n\"     [Zitate nach dem Artikel vom 17.10.1894] Dann kam Bruckner auf den Verdacht zu sprechen, in den er gerathen sei, \"daß er mit den Antisemiten liebäugle.\" [...] \"Sehen Sie,\" fuhr der Meister auf, \"das hat mir wehe gethan. Ich bin ein gläubiger Katholik. Nimmermehr gebe ich mich zu Gemeinheiten und Albernheiten her. Ich hasse das Schlechte, wo ich es finde, bei Christen und Juden gleichmäßig. Ich ein Antisemit! Lächerlich. Ich verdanke viel den Juden, dem Hofkapellmeister Lewy, Siegfried Ochs, und einer meiner Lieblingsschüler, Vogel, ist auch ein Jude. [...] Wir sprachen noch über Mancherlei und wiederholt wurde die Unterredung lebhaft. Da trat die brave Frau Kachelmayer ein und mahnte den Dichter zur Ruhe. Mit einem Händedruck verabschiedete er mich und geleitete mich bis zur Treppe.\" (***).\n»Die Presse« Nr. 284 berichtet auf S. 4 des Abendblatts über Bruckners Gesundheitszustand (die Rubrik ist datiert \"16. October\"):\r\n\"     [Anton Bruckner] Heute Morgens waren hier Gerüchte von einer schweren Erkrankung des greisen Componisten Anton Bruckner verbreitet. Sie beruhen erfreulicherweise nicht auf Wahrheit. Bruckner, der vor vierzehn Tagen von Steyr nach Wien zurückgekehrt ist, hat wol noch manchmal an den Folgen der Krankheit, die er im letzten Winter überstanden hat, zu leiden, doch befindet er sich sonst vollkommen frisch und wohl.\" (°°).\nDie falsche Ortsangabe findet sich auch in den Innsbrucker Nachrichten Nr. 237 auf S. 11:\r\n\"     Der Componist Anton Bruckner ist nach dem \"Extrablatt\" in Steyer [sic] schwer erkrankt.\" [siehe die Anmerkung] (°°°).", "Letzte Änderung": "11.09.2023 14:03"}, {"ID": 189510165, "Datum": "16.10.1895, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik 91 (1895) bringt auf S. 453 eine Besprechung der Grazer Aufführung der 3. Symphonie [am 10.2.1895] (*).\nAnton Albert, Onkel von Ernestine Korda, besucht vormittags Bruckner. Er berichtet darüber in einem Brief an sie:\r\n     Er habe Ernestines Brief übergeben. Frau Kathi und eine “saubere neue Magd” seien dabei gewesen. Schrötters Assistent Weißmayr komme jeden zweiten Tag (so auch heute). Bruckners gehe es ganz gut, zur Zeit habe er aber ein Exsudat. Er wolle Ernestine wiedersehen (**).", "Letzte Änderung": "22.01.2024 15:11"}, {"ID": 189610165, "Datum": "16.10.1896, Freitag", "Haupttext": "Übersicht:\nA. Geschehenes (Ereignisse) \nB. Geschriebenes (Briefe und andere schriftliche Dokumente)\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung nach den Anfangsbuchstaben\nA. Geschehenes\nBeim Seelengottesdienst in St. Florian wird Bruckners Requiem [WAB 39] unter Bernhard Deubler (mit Kürzungen) aufgeführt (*).\nBei der Ausschußsitzung des »Frohsinn« wird die Aufführung des Chores »Um Mitternacht« [recte \"Mitternacht\" WAB 80] am 14.11.1896 geplant [auf den 2.12.1896 verschoben?] (**).\nDatierung der Danksagungsannonce von Ignaz Bruckner und Rosalia Hueber (***).\nBei der Sitzung des Wiener Musikerbundes widmet der Obmann Bruckner einen Nachruf (°).\nBei der Zusammenkunft des Ennser Männergesangvereins »Concordia« hält Vorstand Straberger einen Nachruf (°°).\nB. Geschriebenes (Briefe und andere schriftliche Dokumente)\n»Todesfalls-Aufnahme« durch Viktor Czerny, unterschrieben von Dr. Reisch und zwei Zeugen [Eduard Henrich und Rudolf Rehak (br1a)] (erwähnt Bruckners Geldvermögen, den Schuldschein der Eheleute Hueber vom 29.9.1887, den Wohnungsnachlaß, vorhandene Manuskripte, Rosalia Huebers Trauungsschein, Testament und Kodizill und den Franz-Joseph-Orden) (br1).\nDie bei der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land wegen der Überführung der Leiche eingegangenen Schriftstücke (ca. 12.10.1896 Dr. Reisch, 13.10.1896 Wiener Magistrat) werden als erledigt mit der Registraturbezeichnung 6/4 versehen (br2).\nTelegramm von Wolzogens an Rosalie und Ignaz Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern]:\r\n»&lt;TELEGRAMM No&gt; 353\r\n&lt;an&gt;\r\ngeschwister bruckner wien\r\nhessstrasse 3. + [handschriftlich angefügt »Heugasse 3«],\r\n[2 Stempel links oben:] »WIEN 3/3 [/] 1 - N 16 X 96 [/] 49 - r« und »16 Münch-21«\r\n&lt;Text:&gt;\r\nwin fr bayreuth 1. + 587 12 16/10 9/15 = \r\ninnigster theilnahme versicherung sendet = \r\nfreiherr von wolzogen .+«.\r\nZwei rechts oben angeklebte »Bestell-Notizzettel.«:\r\n»Bruckner Hessgasse 3 [unleserliches Wort] unbek. Wan[... unleserliche Unterschrift]«\r\nund »Geschwister Bruckner Abgereist nach St. Florian. Klinger« (br3).\nBrief des Museums Francisco Carolinum an Ignaz Bruckner:\r\n     Beileidschreiben, unterzeichnet von Adolf Dürrnberger und Emil Kränzl (br4).\nBrief des Männergesangvereins Wels an Ignaz Bruckners:\r\n     Beileidsschreiben mit Erwähnung der Ehrenmitgliedschaft 1868. Unterschriften von H. Haas und Dr. von Schauer [Dr. Johann Schauer] (br5).\nBrief des Wiener Männergesangvereins an Ignaz Bruckner:\r\n     Beileidsschreiben, unterzeichnet von Wilhelm Neuberg und August Kränzl (br6).\nBrief von Theodor Reisch an Ignaz Bruckner:\r\n     Legt ein Dankschreiben an den Bürgermeister von Wien bei, Ignaz möge es unterschreiben und seiner Schwester zur Unterschrift senden. Außerdem benötige er die Taufscheine von Ignaz, Anton und Rosalia, ferner deren Trauschein und den Totenschein ihres Mannes. Rückumschläge an Reisch beiliegend. Er möge den Regens Chori [Bernhard Deubler] fragen, ob Reisch seinen Zwicker auf dessen Klavier liegengelassen habe. Die Aufnahme der Vermögensverhältnisse heute habe ergeben, dass ungefähr 16000 fl an Wertpapieren vorliegen. Grüße an den Prälaten und die anderen geistlichen Herren (br7).\nC. Gedrucktes (Zeitungsartikel in alphabetischer Reihung)\nIn der Allgemeinen Zeitung München Nr. 286 ist im Abendblatt auf S. 1 eine Bruckner-Anekdote zu lesen:\r\n\"     * Einen für Anton Bruckner charakteristischen Zug weiß Dr. Arthur Seidl in der \"D. W.\" von dem dahingeschiedenen Componisten zu erzählen. Einmal trat Bruckner, zu einer Abendgesellschaft bei Richard Wagner in Bayreuth geladen, unmittelbar hinter der Erbprinzessin von Meiningen im Vorsaale ein, die sich ihm leutselig gleich selber vorstellte. Freundschaftlich drückt er ihre \"Patschhand\" sofort mit seinen beiden Händen: \"Freut mich ungemein, gnädige Frau, werthe Bekanntschaft zu mach'n. Hab' schon so viel Schön's von Ihnen gehört – ist aber auch sehr lieb von Ihnen, daß Sie zu unsrem Meister Wagner so gut sind!\" (za1).\nAnkündigung der 7. Symphonie unter Franz Fischer für den 1.11.1896, ebenfalls im Abendblatt, auf S. 3: \"     * Die musikalische Akademie veranstaltet am 1. November – Allerheiligentage – ein Concert außer Abonnement, am 13. und 27. November, am 11. und 25. December vier Abonnementsconcerte im kgl. Odeon. Das Concert außer Abonnement wird Hofcapellmeister Fischer, [... danach je zweimal Erdmannsdörfer und Mottl ...] dirigiren. In dem am 1. November stattfindenden Concert wird in der I. Abtheilung die 7. Symphonie (E-dur) von dem jüngst verstorbenen Professor Dr. Anton Bruckner in Wien, in der II. Abtheilung das Vorspiel, die Verwandlungsmusik und die Gralsscene (1. Act) aus \"Parsifal\" von Richard Wagner zur Aufführung gelangen. Die Programme für die vier Abonnementsconcerte werden in allernächster Zeit bekannt gegeben werden. – \" (za2).\nDer Bayerische Kurier &amp; Münchner Fremdenblatt bringt einen mit »Wien, 15. Oktober« datierten Kurzbericht über das Leichenbegängnis [am 14.10.1896] (zb1).\nKurzmeldungen im Bucyrus Journal (Ohio) Nr. 41 auf S. 6:\r\n\"     BRIEF NEWS ITEMS.\r\n           TUESDAY, OCTOBER 13.\r\n     Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead at Vienna.\" (zb2).\nund in The Coalville Times (Utah) Nr. 36 auf S. 3 in der 5. Spalte:\r\n\"          FOREIGN FACTS.\r\n     Vienna, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zc1).\nDeutsche Zeitung (zd1).\nDeutsches Volksblatt Nr. 2797 auf S. 6:\r\n\"     [Zur Leichenfeier Anton Bruckner's.] Zur Stadtrathssitzung vom Dienstag, in der Bürgermeister Strobach den Antrag stellte, Anton Bruckner möge auf Kosten der Gemeinde Wien bestattet werden, wird uns nachträglich mitgetheilt: \"Montag Früh, als die Nachricht vom Ableben Bruckner's bekannt wurde, berief Bürgermeister Strobach den Gemeinderath Dr. Reisch als Testamentsvollstrecker des verstorbenen Meisters zu sich, um mit ihm wegen der Bestattung sich in's Einvernehmen zu setzen. Dr. Reisch äußerte hierbei die Absicht, in der Dienstag=Sitzung des Gemeinderathes den Antrag zu stellen, die Gemeinde möge Bruckner auf ihre Kosten bestatten lassen. Bürgermeister Strobach wies darauf hin, daß dies ein zu langwieriger Weg sei, da der Antrag geschäftsordnungsmäßig behandelt werden müsse, daß er aber die Absicht habe, im Stadtrath, der schon Dienstag Vormittags eine Sitzung halte, einen bezüglichen Antrag selbst zu stellen, und zwar sollte mit der Bestattung, einem offenbaren Wunsche des Verstorbenen entsprechend, die Unternehmung \"Concordia\" betraut werden, mit deren Inhaber Bruckner persönlich sehr befreundet war [Alexander Matthias Beschorner? siehe die Anmerkung]. Hierauf theilte Dr. Reisch mit, er habe die Bestattung schon der Unternehmung Entreprise des pompes funèbres übertragen. Es wurde nun eine Lösung dieses Vertrages herbeizuführen gesucht, was aber nicht gelang. Der Stadtrath nahm hierauf in seiner Dienstag-Sitzung den Antrag des Bürgermeisters Strobach an, faßte aber folgenden Beschluß: \"Der Stadtrath der Gemeinde Wien spricht über das Vorgehen des Gemeinderathes Dr. Reisch, welcher in Absicht auf einen von ihm in der Gemeinderathssitzung vom 13. d. M. zu stellenden Antrag, es solle die Gemeinde Wien die Kosten des Leichenbegängnisses für Dr. Anton Bruckner tragen, sich in voreiliger Weise das Recht angemaßt hat, die Bestellung des Leichenbegängnisses bei der Leichenbestattung \"Entreprise des pompes funèbres\" zu machen und auf diese Weise das Verfügungsrecht der Gemeinde Wien in dieser Angelegenheit vorweggenommen hat, sein Bedauern aus. Der Stadtrath erklärt jedoch, in Ehrung des Verstorbenen für die Kosten des bestellten Leichenbegängnisses aufzukommen, so daß die Leichenfeier als thatsächlich von der Gemeinde Wien veranstaltet anzusehen ist.\" (zd2).\nAuf derselben Seite in der rechten Spalte eine Notiz zum Eisenbahn-Leichenwagen:\r\n\"     * [Professor Anton Bruckner †.] Die Ueberführung der Leiche des Professors Bruckner von Wien nach Asten in Oberösterreich (St. Florian) erfolgte in dem von der I. Eisenbahnwagen=Leihgesellschaft beigestellten Salonleichenwagen. Bei diesem Anlasse wurde der erst seit Kurzem in Verwendung stehende Wagen von zahlreichen Functionären des Gemeinderathes und Magistrates besichtigt, welche Alle der Befriedigung über dieses den sterblichen Resten eines Menschen würdige Transportmittel Ausdruck gaben.\" (zd2a).\nAuf Seite 9 eine Meldung zur Hofmusikkapelle: \"Dissonanzen in der Hofmusikcapelle. Durch Professor Bruckner's Tod ist eine Stelle als wirkliches Mitglied der Hofmusikcapelle frei geworden und es sollte nun als ältester Exspectant Herr Winkelmann zum wirklichen Mitglied befördert werden. Der Vorschrift gemäß hat jedes Mitglied der Hofcapelle bei seinem Eintritte sich einem Probesingen zu unterziehen. [... Winkelmann gab der Form halber seine Einwilligung ... Hans Richter bestehe aber auf direkter Diensterfüllung (keine Vertretungen!), was wegen des Operndienstes undurchführbar ist ... Schrödter und Reichenberg verlangen sogar Entlassung von der Hofoper ... Richter habe wohl für die Doppelbelastung einer \"ersten Sangeskraft\" Verständnis ...]. Hoffentlich gibt es noch einen Ausweg, der beide Theile befriedigt, zum Heile der Hofoper und der Hofcapelle.\" (zd3).\n\r\nIn der Abendausgabe wird auf Seite 3 mitgeteilt: \"     * [Professor Anton Bruckner †.] Unter den Vereinen, die zu Ehren des großen Tondichters einen prächtigen Kranz mit Widmung gespendet hatten und an dem Leichenbegängnisse mit ihrer Fahne vollzählig theilnahmen, gehört neben dem \"Schubertbund\" und dem \"Akademischen Gesangverein\" auch die \"Währinger Liedertafel\". Professor Dr. Anton Bruckner war Ehrenmitglied des letztgenannten Vereines.\" (zd4).\nDer in Baltimore (Maryland) erscheinende Deutsche Correspondent Nr. 249 schreibt auf S. 1 in der 6. Spalte:\r\n\"Allerlei aus Deutschland.\r\n[...]\r\n     Der Wiener Gemeinderath hat beschlossen, dem am 12. [sic] d. M. gestorbenen Componisten Anton Bruckner ein Ehrengrab auf dem Central=Friedhof zu gewähren und das Begräbniß auf Kosten der Stadt veranstalten zu lassen.\" (zd5).\nThe Daily News Nr. 15773 (London) schreiben auf S. 7 in der 5. Spalte:\r\n\"                               OBITUARY.\r\n[...]\r\n     ANTON BRUCKNER, whose death has been announced by our Vienna Correspondent, was the friend and disciple of Richard Wagner. His 7th Symphony, the slow movement of which was intended as an elegy to Wagner, was produced at a Richter concert at St. James's Hall in 1887, but owing mainly to its complexity it did not create an impression here as on the Continent. In all, Bruckner wrote nine symphonies, together with a \"Te Deum,\" a quintet for strings, and other works, in which certain German critics discovered a tendency to employ Wagner's stage style for absolute music. Bruckner, who was born in Upper Austria, and was the son of a village schoolmaster, was originally a choir boy, but as he grew up he studied under Sechter, whom he succeeded at Vienna as Court organist, at the same time being appointed professor of organ playing, counterpoint, and composition at the Vienna Conservatory. He has also been lecturer on music at the Vienna University since 1875. He came to London in 1871, shortly after the opening of the Albert Hall, and gave a series of six recitals on the great organ in that building.\" (zd6).\nArtikel im Fremdenblatt Nr. 285 auf S. 4 [Abendausgabe?] über die Beisetzung:\r\n„     * (Anton Bruckner †.) Aus St. Florian, 15. d., wird gemeldet: Professor Dr. Anton Bruckner wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtenkapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. Abt Moser nahm unter Assistenz von 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei Trauerchöre gesungen und die große Orgel gespielt wurde. An der Traufeier nahmen theil der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr, sowie zahlreiche Leidtragende. Der Markt trug Trauerschmuck, insbesonde [sic] das Haus, in welchem Bruckner's Schulgehilfe [sic] wohnte. — Zur Stadtrathssitzung vom Dinstag, in der beschlossen wurde, daß Anton Bruckner auf Kosten der Gemeinde Wien bestattet werde, berichtet die vom Gemeinderathspräsidium inspirirte „Kommunal=Korrespondenz“ nachträglich Folgendes: Montag Früh, als die Nachricht vom Ableben Bruckner's bekannt wurde, berief der Bürgermeister den Gemeinderath Dr. Reisch als Testamentsvollstrecker des verstorbenen Meisters zu sich, um mit ihm wegen der Bestattung Rücksprache zu pflegen. Dr. Reisch äußerte hiebei die Absicht, in der Dinstag=Sitzung des Gemeinderathes den Antrag zu stellen, die Gemeinde möge Bruckner auf ihre Kosten bestatten lassen. Der Bürgermeister wies darauf hin, daß dies ein zu langwieriger Weg sei, da der Antrag geschäftsordnungsmäßig behandelt werden müsse, daß er aber die Absicht habe, im Stadtrath, der schon Dinstag Vormittags eine Sitzung halte, einen hierauf bezüglichen Antrag selbst zu stellen, und zwar solle mit der Bestattung, einem offenen Wunsche des Verstorbenen entsprechend, die Unternehmung „Concordia\" betraut werden, mit deren Inhaber Bruckner persönlich sehr befreundet war. Hierauf theilte Dr. Reisch mit, er habe die Bestattung schon der Unternehmung Entreprise des pompes funèbres übertragen. Es wurde nun eine Lösung herbeizuführen gesucht, was aber nicht gelang. Der Stadtrath beschloß hierauf in seiner Dinstag Vormittags abgehaltenen Sitzung, daß Anton Bruckner auf Kosten der Gemeinde beerdigt werde und gab diesem Beschlusse folgende Fassung:\r\n     „Der Stadtrath von Wien spricht über das Vorgehen des Gemeinderathes Dr. Reisch, welcher in Absicht auf einen von ihm in der Gemeinderathssitzung vom 13. d. M. zu stellenden Antrag, es solle die Gemeinde Wien die Kosten der Leichenbegängnisses für Dr. Anton Bruckner tragen, sich in voreiliger Weise das Recht angemaßt hat, die Bestellung des Leichenbegängnisses bei der Leichenbestattung Entreprise des pompes funèbres zu machen und auf diese Weise das Verfügungsrecht der Gemeinde Wien in dieser Angelegenheit vorweggenommen hat, sein Bedauern aus. Der Stadtrath erklärt jedoch in Ehrung des Verstorbenen für die Kosten des bestellten Leichenbegängnisses aufzukommen, so daß die Leichenfeier als thatsächlich von der Gemeinde Wien veranstaltet anzusehen ist.\"\r\n     Dies der ziemlich scharf gehaltene Beschluß des Stadtrathes. Es bleibt nur noch die Frage zu erörtern, ob es geschmackvoll war, am offenen Grabe Anton Bruckner's, den man doch zu ehren beabsichtigte, eine Streitfrage aufzurollen, deren eigentlicher Kern im Grunde nur das geschäftliche Interesse der Leichenbestattungsunternehmungen bildete. — Die Ueberführung der Leiche des Professors Bruckner von Wien nach Asten (St. Florian) erfolgte in dem von der Ersten Eisenbahnwagen=Leihgesellschaft beigestellten Salonleichenwagen. Bei diesem Anlasse wurde der erst seit Kurzem in Verwendung stehende Waggon von zahlreichen Funktionären des Gemeinderathes besichtigt, welche Alle ihrer Befriedigung über dieses Transportmittel Ausdruck gaben.\" (zf1)\nund auf S. 6f [Morgenausgabe?] Artikel, signiert \"L. Sp.\" [Ludwig Speidel]: \r\n„        Theater und Kunst.\r\n                 Anton Bruckner.\r\n                     1824 – 1896.\r\n    In Anton Bruckner hat Oesterreich eine der originellsten Persönlichkeiten und seinen größten Tondichter verloren. Aus den tiefsten Schichten des Volkes hervorgegangen, ist er in steter Fühlung mit der Kirche zu ungewöhnlicher Höhe emporgestiegen, so daß der ehemalige Dorfschulmeister und Dorfmusikant später einen akademischen Doktorhut trug und mit seinen Tonwerken weitreichende Begeisterung hervorrief. Wir in Wien haben den Mann Alle gesehen und gekannt; seine Erscheinung mit dem scharf ausgeprägten Kopfe und den verlegenen Bewegungen nöthigte uns Respekt ab, den ein unwillkürlich mitspielendes Lächeln nicht minderte. Wir wußten ja, daß in diesem Kopfe ungewöhnliche Gedanken wohnten und daß darin harte Arbeit gethan worden war, bis diese Gedanken sich Geltung verschaffen konnten. Bruckner hat wohl Antheil und werkthätige Liebe an sich erfahren, aber immer erst dann, wenn er aus eigener Kraft wieder eine höhere Staffel erstiegen. So ist er nach einander Organist bei St. Florian geworden, dann Professor am Wiener Konservatorium, Lektor an der Universität und eine Größe des Konzertsaales. Er war ein selbstgewachsener Mann und durfte mit Goethe's Prometheus sagen: „Hast Du nicht Alles selbst erworben, heilig glühend Herz?“ Was den Meisten schon in jungen Jahren in den Schoß geworfen wird, mußte er sich nach und nach mühsam erringen. Dadurch hat sich seine Entwicklung verzögert. Er war schon ein Mann, als er anfing, die Theorie und Technik seiner Kunst nachzuholen. Diese Verspätung ist ihm zeitlebens nachgegangen und hat in seinem Schaffen tiefe Spuren zurückgelassen. Große Gedanken scheinen auf ihn gewartet zu haben, bis er reif war, dann brachte er sie ins Rollen und schuf Werke, die sämmtlich einen mächtigen Wurf und ein Streben nach den höchsten Zielen nicht verleugnen konnten. Daß ein solcher Mann von seinem Werthe durchdrungen war, konnte nicht fehlen. Seine bekannte Art, sich demüthig zu geben, durfte man nicht als bare Münze nehmen; sie war ihm mehr in einem langen Kirchendienste anerzogen. Das Märchen von seiner Bescheidenheit wird uns täglich erzählt. Wo er sich aber frei äußerte, wo er von der Brust weg über sich und Andere sprach und urtheilte, da zeigte er sich, wie jeder ungewöhnliche Mensch, von einem starken Selbstgefühl beseelt; nur seinem Gott gegeüber war er bescheiden, und selbst ihn glaubte er zu ehren, wenn er ihm seine musikalischen Schöpfungen widmete, die dem frommen Manne freilich wieder Geschenke von oben waren. Bruckner war wohl naiv wie ein Kind, aber auch die Klugheit eines Kindes besaß er, die weiß, was sie will, und die die Mittel, ihre Absichten zu erreichen, nicht vorbegreift. Auch das hatte er vom Kinde, daß er sich unbefangen in den Mittelpunkt der Welt stellte und alles Geschehende mit naivem Egoismus auf sich bezog. Man erinnert sich vielleicht, daß König Ludwig, vielleicht von Richard Wagner veranlaßt, sich für Bruckner zu interessiren begann und sich bereit erklärte, die Widmung einer Bruckner'schen Symphonie anzunehmen. Nach der erschütternden Katastrophe des Königs hörten wir Bruckner nur das einzige Wort äußern: „Ist mir Der ins Wasser gangen!“  .  .  .  Für Bruckner war es freilich spät am Abend, und er mußte suchen, seine Ernte noch vor Sonnenuntergang einzubringen. Daß er übrigens ein innerlich guter Mensch gewesen, beweist die Thatsache, daß er bei allen seinen Launen und seiner heftigen Gemüthsart die Begeisterung der Jugend und hingebende Freundschaft gefunden. Obgleich er den zärtlichsten Sinn für die Frauen besaß und sich eigentlich zeitlebens in Heiratsgedanken wiegte, war doch etwas Hagestolzes in ihm, das ihn hinderte, einen festen Hausstand zu gründen. An die Stelle der Ehe trat die Freundschaft. Der innigste seiner Freunde war sein Schüler und religiöser Gesinnungsgenosse Anton Meißner, der Freud und Leid mit ihm theilte, aber sich dafür auch in Bruckner's Ruhm sonnen durfte. Kunst und Andacht waren die ausschließlichen Beschäftigungen seiner letzten Jahre. Er arbeitete, sobald die Stimmung es erlaubte, an seiner neunten Symphonie, die übrige Zeit füllten Gebete aus, an denen er sich nicht genug thun konnte. Er verfiel in ein massenhaftes Beten, und selbst sein sonst so kirchlich gesinnter Urfreund war in Verlegenheit, wenn er den alten Meister an Sonntagen in drei Messen führen sollte. Die neunte Symphonie widmete Bruckner im besondersten Sinn seinem Gott, und es war sein letzter musikalischer Wille, daß an die Stelle des Finale, falls er es unfertig hinterließe, sein großes Tedeum treten solle.\r\n     Anton Bruckner hat sich als Komponist fast ausschließlich in den großen Formen seiner Kunst bewegt. Wie sich der römische Prätor nicht mit geringfügigen Dingen befaßte, so lag es nicht in seiner Art, sich mit musikalischen Kleinigkeiten abzugeben. Kirchenmusik und Symphonie waren die Gebiete, auf denen er mit Begabung, Begeisterung und Erfolg arbeitete. Enthusiasmus war die Grundstimmung seiner Natur, woraus das Große und das manchmal auch Uebertriebene seines Schaffens entsprang. Die Kirchenmusik wuchs ihm gleichsam auf seinem Wege. Als Dorfknabe und später als Lehrer verkehrte er viel und intim mit der Kirche; auf den Stufen des Altars hat er dem Priester geantwortet, hat er das Weihrauchfaß geschwungen, und in dem jungen Gemüth, in welchem so viel Großes, Unausgesprochenes schlummerte, ist unter den sinnlich=geistigen Schauern des katholischen Gottesdienstes der Text der Passionsgeschichte in künstlerische Blüthen emporgeschossen. Bruckner's Messen sind erlebt. Sie sind wohl aus der Wiener Schule hervorgegangen, wenn man Beethoven's große Messe noch zur Wiener Schule rechnet, aber noch modernere Elemente sind in sie eingedrungen, denn Bruckner hat von dem guten Recht des Tonkünstlers, Gott in der Sprache seiner eigenen Zeit zu preisen, den ausgiebigsten Gebrauch gemacht. Bruckner's Symphonien sind zumeist aus Beethoven'schen Einflüssen hervorgegangen. Mächtige Gedanken hinzustellen, die, wie in die Faust gepreßt und dann entlassen, eine ganze Welt von Ideen, Kombinationen und Stimmungen aus sich entwickeln, ist auch Bruckner's Ideal gewesen. Man steht oft erstaunt vor dem gewaltigen Thema, das Bruckner an die Spitze eines Satzes stellt und wie er wieder andere bedeutende Motive im Gefolge hat; aber es fehlt wohl manchmal das Herauswachsen aus dem Hauptthema, der nothwendige Gedankengang, die gewaltige Logik Beethoven's. Seltsam trifft es sich auch, daß die eigentliche Arbeit neben dem Gedanken hergeht, wie ein einmündender Fluß eine zeitlang seine eigene Farbe bewahrt. So war es auch mit Bruckner's Orgelspiel, das wir in seiner besten Virtuosenzeit gehört haben. Seine Improvisationen trugen im Grunde einen, wie man früher sagte, „galanten\", einen homophonen Charakter (melodische Fortschreitungen mit Begleitung) an sich, als Zwischensätze Imitationen, die sich hin und wieder bis zu Prosalien ausdehnten und abrupte kontrapunktische Stellen. Zu einem eigentlichen Stimmengewebe kam es fast nie. Das rührte wohl von Bruckner's verspätetem Studiengang her, der den Autodidakten nie recht überholen konnte. Erfindung und Arbeit wollten sich nie recht zusammenfinden, daher das oft seltsame Bild manches seiner Werke, die aus lauter Gipfeln bestehen. Bekanntlich hat Wagner's Erscheinung einen großen Einfluß auf Bruckner und seinen Styl gehabt. An Wagner hat sich seine Instrumentirungskunst entwickelt, von ihm sind Stimmungen auf ihn übergegangen, die er in seiner Weise gestaltet hat. Neben Beethoven und Wagner hat sein Landsmann Franz Schubert auf ihn gewirkt. Will man einen Inbegriff von Bruckner’s Kunst und Leben haben, so lasse man seine „Romantische Symphonie“ an sich vorüberziehen. Dorf und Schule, Wald und Kirche, Alles scheint darin aufzuleben und klingend zu werden. Groß und liebenswürdig kommt uns Anton Bruckner daraus entgegen.\r\n     Mit seinem Tode ist Bruckner’s Musik nicht begraben. Sie hat noch viel reichlicher gehört zu werden als bisher. Die Partituren seiner Symphonien wird man aber nicht aufhören zu lesen, denn findet man in ihnen auch nicht die frei in sich schwebenden Sonnensysteme unserer Klassiker, an wunderbar aufglänzenden Meteoren ist darin kein Mangel.        L. Sp.“ (zf2).\nBericht über die Bestattung in St. Florian in der Grazer Tagespost Nr. 286:\r\n\"    C. B. St. Florian, 15. October. Die Leiche des Professors Dr. Anton Bruckner wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtencapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. An der Trauerfeier nahmen der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr und zahlreiche Leidtragende theil. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe gewohnt hatte. \" (zg1).\nGrazer Tagblatt Nr. 286 auf S. 9:\r\n\"      Anton Bruckner †. St. Florian, 15. October. Die Leiche Anton Bruckners wurde heute um 3 Uhr nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtenkapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. An der Trauerfeier nahmen der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr, sowie zahlreiche Leidtragende theil. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte.\" (zg2).\nThe Glasgow Herald Nr. 249 schreibt auf S. 7 in der 5. Spalte:\r\n\"     I LEARN by telegram of the death in Vienna of the well-known Austrian composer, Anton Brückner. He was a devoted adherent of Richard Wagner, and attempted to impart to his symphonies the art principles which the Bayreuth master introduced into his operas. Wagner used to treat him with great apparent respect, although whether he was serious or was poking fun at this erudite musician, who was a teacher of counterpoint at the Vienna Conservatoire and lecturer on music at the University, was never quite clear. Brückner was the son of an Austrian schoolmaster, and made his way upwards from a choir boy at a provincial church. He was a pupil of Sechter, and in 1867 [sic] succeeded that master as Court organist at Vienna. He was in London in 1871, when he gave a series of recital's at the Albert Hall, and in 1887 Dr Richter produced at the Albert Hall [sic] Brückner's Seventh Symphony in E, the slow movement of which was supposed to stand for an elegy to Wagner. The symphony was so abstruse and involved that it made little or no impression here. Brückner was very greatly respected in Vienna.\" [keine Signatur]. (zg3).\nIllustriertes Wiener Extrablatt (zi1).\nArtikel in der Innviertler Volkszeitung Nr. 42:\r\n„     Professor Bruckner †. Der Hoforganist und Lector für Harmonielehre und Contrapunkt an der Wiener Universität, Dr. Anton Bruckner, ist am 12. [sic] October in seiner Wohnung im Belvedere, die ihm durch die Munificenz Sr. Majestät des Kaisers eingeräumt worden war, nach langem und schweren [sic] Leiden im 72. Lebensjahre verstorben. Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 zu Ansfelden (Oberösterreich) geboren, erhielt seinen ersten Musikunterricht als Sängerknabe im Stifte St. Florian und bildete sich dann, während er an verschiedenen Stellen als Schulgehilfe fungierte, auf autodidaktischem Wege zu einem so tüchtigen Componisten und Organisten aus, dass er im Jahre 1855 die Stelle eines Domorganisten in Linz annehmen konnte.  Auf wiederholten von hier aus unternommenen Reisen nach Wien fand er Gelegenheit, unter Leitung Simon Sechter's noch gründlichere Contrapunktstudien zu machen, und 1868 wurde er als dessen Nachfolger im Amte des Hofkapellorganisten nach Wien berufen, hauptsächlich auf Veranlassung Herbeck's, der seine Bedeutung inzwischen erkannt hatte. Neben der erwähnten Stellung übernahm er in der Folge noch die eines Lehrers für Orgelspiel und Composition am Wiener Conservatorium, und wurde 1875 auch zum Lector für Musik an der Universität ernannt. Unter seinen Compositionen sind die geistlichen Chorwerke (mehrere Messen, ein Tedeum und anderes) hervorzuheben, besonders aber seine sieben Symphonien, deren einige in den Achtziger=Jahren solchen Erfolg hatten, dass sein Name nun endlich in den weitesten Kreisen bekannt wurde. Am Mittwoch fand das Leichenbegängnis, welches laut Beschlusses des Wiener Stadtrathes auf Kosten des Gemeinderathes veranstaltet wurde, statt. Nach der feierlichen Einsegnung in der Karlskirche wurde die Leiche sofort zum Westbahnhof gebracht und nach St. Florian bei Linz überführt, woselbst dieselbe einer letztwilligen Anordnung des Verblichenen zufolge, in der dortigen Stiftskirche nach nochmaliger feierlicher Einsegnung in der Gruft, und zwar unterhalb der berühmten Orgel, welche Bruckner einstens spielte, beigesetzt wurde. Beim Einzug der Leiche in die Stiftskirche wurde die oberwähnte Orgel gespielt.\" (zi2).\nDie Innsbrucker Nachrichten Nr. 238 erwähnen Bruckner auf Seite 1 im Bericht über die Sitzung am 13.10.1896:\r\n\"                   Zur Tagesgeschichte.\r\n                     Oesterreich-Ungarn.\r\n[...]\r\n     In der am 13. ds. abgehaltenen Sitzung des Wiener Gemeinderathes [...]. In einem Nachrufe für den verstorbenen Componisten Bruckner rühmte Bürgermeister Strobach dessen strenggläubige katholische Ueberzeugung und bemerkte dann wörtlich, dass sich Bruckner auch um die Musik Verdienste erworben habe. Die Subvention für den Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs in Wien [... abgelehnt ... zum Ausland ...]\" (zi3).\nDie Kärntner Zeitung Nr. 238 übernimmt auf S. 1 – 4 den Artikel des Linzer Volksblatts vom 14.10.1896:\r\n\"                 Eine Erinnerung an Bruckner.\r\n          Von Ludwig Josef Bermanschläger.\r\n    Ein Augusttag, wie er herrlicher nicht sein kann, war für die ganze Welt, also auch für die alte Eisenstadt, angebrochen. Die Steyrer schrieben freilich nicht 1896, sondern 1894. [... schildert eine Ausfahrt nach Aschach mit Bruckner, Franz Bayer und seinem Vater Bermanschläger, an der er teilnehmen durfte. Bruckner habe von seinem Besuch bei Wagner 1873 in Bayreuth erzählt, von der Besichtigung der Theater-Baustelle, der Widmung der 3. Symphonie. Bericht über spätere Äußerungen Wagners über Bruckner. Auf dem Heimweg habe Bruckner über den Tod und seine Genesung nachgedacht. ...].\r\n     Ich drückte ihm nur stumm und innig die Hand. In dem Momente auch nur ein Wort hervorzubringen, war mir unmöglich.\r\n      *       *       *\r\n     Ueber den berühmten Künstler mögen hier folgende Daten erwähnt werden. [... Biographische Hinweise, teilweise fehlerhaft ... über die bedeutendsten Werke ... Ehrungen ... Exner:] \"Ich, der Rector=Magnificus der Wiener Universität, beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhag.\"\r\n      *       *       *   \r\n     So schied er denn von uns, der unerreichbare Meister der Töne, [...], wahr und offen ohne jedes [sic] Falsch, mit der Geisteskraft eines Riesen und dem Gemüthe eines Kundes. Seinen Leib lässt er unter der großen Orgel von St. Florian zur letzten Ruhe betten, seine Seele aber spricht zu uns durch seine unvergänglichen Werke. Bitten wir nur unseren Herrgott, dass wir sie immer verstehen können.      \"Linz. Volksbl.\" \" (zk1).\nBericht über die Trauerfeier am 14.10.1896 in der Linzer Zeitung auf S. 1140:\r\n„     * (Professor Dr. Anton Bruckner †.) Im Laufe des gestrigen Vormittags kamen den Verwandten Bruckners noch zahlreiche Condolenzen von Freunden und Verehrern des verblichenen Componisten zu; namens der Gesellschaft der Musikfreunde erschien deren Vicepräsident Herr Hofrath Koch v. Langentreu mit dem Generalsecretär, um zu condolieren. Eine Fülle herrlicher Kränze und Blumengewinde – Herr Altwirth, Revident beim Obersten Rechnungshofe, hatte auch einen Kranz gespendet – schmückt Bruckners Sarg, die vorgestern und gestern überbracht wurden. Um 2 Uhr Nachmittags wurde der Sarg geschlossen und verlöthet. Kurz darauf versammelten sich vor Bruckners Wohnung im oberen Belvedere die zahllosen Trauergäste, darunter auch aus Linz und Oberösterreich, die gekommen waren, dem todten Meister das letzte Ehrengeleite zu geben. Hier waren erschienen Abordnungen der Gemeinde Wien, der Wiener Universität, der Gesellschaft der Musikfreunde, der Künstlergenossenschaft, des Wiener Männergesangvereines, des \"Schubert=Bund\" und der Wiener Singakademie. Nachdem um 3 Uhr die Einsegnung der Leiche erfolgt war, trug der Wiener akademische Gesangverein einen Satz aus Bruckners Composition \"Germanen=Zug\" vor, worauf sich der Trauerzug zwischen einem dichten Spalier von Menschen durch die Heugasse zur Karlskirche in Bewegung setzte. Voran schritten Mitglieder hiesiger Burschenschaften mit dem Universitäts=Banner, der akademische Gesangverein mit seiner Fahne, und zu beiden Seiten des sechsspännigen Trauerwagens sowie nach dem Trauerwagen giengen Chargierte, denen sich in Wagen die Verwandten des Verblichenen und zahlreiche Trauergäste anschlossen. Zur Einsegnung in der Kirche waren erschienen die Herren: die Sectionschefs Se. Excellenz Graf Latour und Dr. Ritter von Hartl in Vertretung Sr. Excellenz des Herrn Ministers für Cultus und Unterricht Dr. Freiherrn v. Gautsch, Se. Excellenz General=Intendant Dr. Freiher v. Bezecny, der Universitäts=Rector Professor Dr. Reinisch, sowie die Decane, Senatoren und zahlreiche Professoren der Universität, Bürgermeister Strobach mit den Vicebürgermeistern Dr. Lueger und Dr. Neumayer, Magistratsdirector Tachau und Vicedirector Preyer, sowie viele Stadt= und Gemeinderäthe und Magistratsbeamte, die Directoren und Professoren des Conservatoriums, die Componisten Brahms, v. Goldschmidt, Hofopern=Kapellmeister Joseph Hellmesberger, Adolph Müller, C. M. Ziehrer, Kammersänger Walter, Hofopern=Regisseur Stoll, Hofopernsänger Grengg und mehrere Musikschriftsteller. Nach der Einsegnung der Leiche trug der Singverein einen Trauerchor vor, und sodann wurde dieselbe nach dem Westbahnhofe gebracht, um von dort zur Beisetzung nach St. Florian in Oberösterreich überführt zu werden. Der Einsegnung haben, wie die „Wiener Zeitung“ meldet, außer den bereits genannten Persönlichkeiten beigewohnt die Herren Sectionschef Dr. Ritter v. Herz, Hofrath Koch v. Langentreu, der Director des k. k. Hofoperntheaters Jahn, der Director des Conservatoriums Hofkapellmeister Fuchs, Burghauptmann Lisseck. Nach der Einsegnung wurde der Sarg auf den Leichenwagen gehoben und ein Mediciner nahm im Namen der Wiener deutschen Studentenschft Abschied von dem großen Heros, der von aller Welt mit Bewunderung und Verehrung genannt wird. Als der Student geendet hatte, setzte sich der Conduct um halb 5 Uhr in Bewegung. Bürgermeister Strobach, die Vicebürgermeister Doctor Lueger und Dr. Neumayer, viele andere Trauergäste sowie die Familie folgten in Wagen.“ (zl1);\r\nauf S. 1142 ein Bericht über den 15.10.1896:\r\n„  Drahtnachrichten der „Linzer Zeitung“.\r\n     St. Florian, 15. October. Professor Dr. Anton Bruckner wurde heute nachmittags in feierlicher Weise bestattet. Der Leichenfeier wohnten bei: Se. Excellenz der Herr k. k. Statthalter Freiherr von Puthon, Landeshauptmann Abt Achleuthner und Landesausschuß Baron Katt, die Behörden von St. Florian, Bürgermeister Poche aus Linz, der Musikverein, die Liedertafel „Frohsinn“ und der „Sängerbund“ aus Linz und viele andere Vereine. Den Conduct führte Abt Moser des Stiftes St. Florian unter überaus zahlreicher Assistenz. Sonst waren viele Leidtragende aus nah und fern erschienen. Die Liedertafel „Frohsinn“ sang einen Trauerchor, Stiftsorganist Gruber spielte die große Orgel.“ (zl2).\nArtikel im Linzer Volksblatt Nr. 239 auf S. 4 (über 14.10.1896 und 15.10.1896):\r\n\"                   Dr. Anton Bruckner †.\r\n                                           Wien, 14. October.\r\n     Dem dahingegangenen Meister wurden allseits noch die größten Ehren und Huldigungen dargebracht. [Enthaltene Stichwörter: Strobach, Lueger, Neumayer, Tachau, Preyer, J. Milbeck, Floderer, \"Frohsinn\", Göllerich Linzer Musikverein, Linzer Sängerbund, Wiener Konservatorium, Hofoper, Wiener Philharmoniker, Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Neuer Richard-Wagner-Verein, Wiener Akademischer Gesangverein, Orchesterclub \"Haydn\", Hofmusikkapelle, Wiener Tonkünstlerverein, Orchesterverein für classische Musik, Hermann Steudner-Welsing aus Liverpool, Wiener Universität, Künstler-Genossenschaft, Wiener Männergesangverein, Wiener Schubertbund, Wiener Singakademie, \"Germanenzug\", Graf Latour, Ritter von Hartl, Freiherr von Bezecny, Dr. v. Fuchs, Doblhamer, Dompropst Jordan, Zehetmayr, Gasser, Reinisch, Josef Hellmesberger, Pfarrer Dobner, Gitlbauer, Pater Abel, Kirchberger (Votivkirche), Pater Heribert, Pater Emanuel, Ignaz Bruckner, Familie Hueber ... Gäste begaben sich in das Trauergemach,] das auf Befehl des Kaisers mit Blumen aus der Hofgärtnerei geschmückt war.\n     St. Florian, 15. October. (Drahtnachricht des \"Linzer Volksblatt\"). Bruckners Leiche wurde [... http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=lvb&amp;datum=18961016&amp;seite=4 ... Stichwörter: Asten, \"Frohsinn\", Famile Hueber, [Ignaz Bruckner?], Prälat Moser, Puthon, Poche, Göllerich, Abt Achleuthner, Plaß, Kathi Kachlmayr ...], Liedertafel \"Frohsinn\" in corpore; dieselbe sang in der Kirche einen Trauerchor.\"\nAuf Seite 3 Bericht über die Sitzung vom 14.10.1896:\r\n\"              36. Sitzung des Gemeinderathes\r\n   der Landeshauptstadt Linz am 14. October 1896.\r\n   (Unter dem Vorsitze des Herrn Bürgemeisters Franz Poche.)\r\n     Nach der zu Beginn der Sitzung erfolgten Trauerkundgebung  für den verstorbenen Tonkünstler und Ehrenbürger von Linz Herrn Dr. Anton Bruckner, worüber wir gestren Mittheilung machten, theilt der Vorsitzende mit, daß die freiwillige Feuerwehr Linz am Sonntag [...].\"\nAuf Seite 5 wird berichtet, Bruckners Schüler Anton Reidinger habe 1 fl für den Turmbau des Domes gespendet:\r\n    \"Sammelstelle für den Thurmbau des Mariä Empfängnisdomes.\r\n    Bisher 6173 fl. 58 kr. Neu: Herr Herr Anton Reidinger, Pfarrer zu Eggerding, als Blümlein auf das Grab seines guten, ehemaligen Musiklehrers Dr. Anton Bruckner 1 fl.\"\nAuf Seite 8 Anzeige über Franz Brunners Buch:\r\n\" Dr. Anton Bruckner\r\nEin Lebensbild von Franz Brunner, k. k. Uebungsschullehrer in Linz.\r\n        Preis 30 kr., mit Francozusendung 33 kr.\r\n             zu haben in  [rechts Chifffre-Nr.(?) \"(2450 3 2)\"]\nJ. Wimmer's Buchdruckerei, Linz.\"  (zl3).\nKurzmeldung in The Leeds Mercury Nr. 18263 (England) auf S. 2:\r\n\"MUSICAL &amp; DRAMATIC NOTES.\r\n     The death is announced of the famous Austrian composer, Anton Bruckner. He was born in 1824.\" (zl4).\nMeldung auch in der Lancashire Evening Post (zl5).\nNachruf, signiert \"L-e.\", in der Münchner Post (zm1).\nMährisches Tagblatt Nr. 239 (Olmütz) auf S. 6:\r\n\"     St. Florian, 15. October. Professor Dr. Anton Bruckner wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtencapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. Abt Moser nahm unter Assistenz von 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei Trauerchöre gesungen wurden und die große Orgel gespielt wurde. An der Trauerfeier nahmen theil der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr sowie zahlreiche Leidtragende. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte.\" (zm2).\nDie Neue Freie Presse Nr. 11547 berichtet auf S. 5 über die Bestattung am 15.10.1896:\r\n»                Kleine Chronik.\r\n                                   Wien, 15. October.\r\n[...]\r\n     [Anton Bruckner.] Man meldet aus St. Florian: [... Bestattung ... Text nahezu identisch mit dem im »Vaterland« und anderen Blättern ...]« (zn1)\n\r\nund über die heutige Stadtratssitzung, in der diskutiert wurde, ob Dr. Reisch voreilig die Trauerfeier organisiert habe und erst danach die Kostenübernahme beantragt habe:\r\n»                      Communal=Zeitung.\r\n      [Eine Stadtraths=Resolution.] Der Stadtrath hat sich in seiner heutigen Sitzung veranlaßt gesehen, eine Resolution zu fassen, welche merkwürdig genug ist, um erwähnt zu werden. Dr. Reisch, der auch Gemeinderath ist, [... über die Beauftragung der »Entreprise des pompes funèbres« ...]. Man berücksichtigte dabei gar nicht, daß Dr. Reisch als Testamentsvollstrecker berufen war, die Fürsorge für die Bestattung zu treffen, daß damals von einer Bestattung auf Kosten der Commune noch nicht die Rede war, daß in solchen Fällen die Zeit drängt, und vor allem Anderen, daß es für die Commune, wenn es sich wirklich nur um eine Ehrung des Todten handelte, vollkommen gleichgiltig war, ob sie diese Kosten an die eine oder die andere Unternehmung bezahle.« (zn2).\nBericht über die Beisetzung am 15.10.1896 im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 285 auf S. 4:\r\n\"     * (Anton Bruckner.) Aus St. Florian wird telegraphirt: Die Leiche Professor Dr. Anton Bruckner's wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtencapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. Abt Moser nahm unter Assistenz von 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei Trauerchöre gesungen wurden und die große Orgel gespielt wurde. An der Trauerfeier nahmen theil: der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr, sowie zahlreiche Leidtragende. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte.\" (zn3).\nDas Neuigkeitsweltblatt Nr. 238 schreibt auf S. 4 über die Trauerkundgebungen in Linz:\r\n\"     Zur Leichenfeier Bruckner's. Anläßlich des Ablebens des großen Tondichters Dr. Anton Bruckner fanden auch in Linz Trauerkundgebungen, und zwar im Landesausschusse, im Gemeinderathe der oberösterreichischen Landeshauptstadt, deren Ehrenbürger Bruckner, und in der Liedertafel \"Frohsinn\", deren Ehrenmitglied und Chormeister er war, statt. Der Männergesangverein \"Sängerbund\" in Linz, ferner die Steyrer Liedertafel und die Gesellschaft der Musikfreunde Steyr, deren Ehrenmitglied er gleichfalls war, veranstalteten gleichfalls Trauerkundgebungen. Genannte Korporationen ließen auch Kränze am Sarge niederlegen und werden am Leichenbegängnisse in St. Florian deputativ theilnehmen. Der Landesausschuß wird durch den Landeshauptmann Abt Achleuthner und Landesausschuß Baron Kast, die Stadtvertretung durch den Bürgermeister Poche mit Gemeinderäthen vertreten sein.\" (zn4).\nDas Neue Wiener Journal Nr. 1070 schreibt auf S. 2:\r\n\"     (Wer die Kosten des Leichenbegängnisses für Anton Bruckner bezahlt.) Zur Stadtrathssitzung vom Dienstag, in der Bürgermeister Strobach den Antrag stellte, Anton Bruckner möge auf Kosten der Gemeinde Wien bestattet werden, wird uns nachträglich mitgetheilt: Montag Früh, als die Nachricht vom Ableben Bruckner's bekannt wurde, berief Bürgermeister Strobach den Gemeinderath Dr. Reisch als Testamentsvollstrecker des verstorbenen Meisters zu sich, um mit ihm wegen der Bestattung sich ins Einvernehmen zu setzen. [... im Wortlaut nahezu identisch mit dem Text des Deutschen Volksblatts (s. oben) ...]. Der Stadtrath erklärt jedoch, in Ehrung des Verstorbenen für die Kosten des bestellten Leichenbegängnisses aufzukommen, so daß die Leichenfeier als thatsächlich von der Gemeinde Wien veranstaltet anzusehen ist.\" (zn5).\nAuf Seite 6 kommt ein bereits bekannter Text zur Verwendung:\r\n\"                      Die Beisetzung Bruckner's.\r\n     St. Florian, 15. October. Professor Dr. Anton Bruckner wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtenkapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. Abt Moser nahm unter Assistenz von 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei Trauerchöre gesungen wurden und die große Orgel gespielt wurde. An der Trauerfeier nahmen theil der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr, sowie zahlreiche Leidtragende. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte.\" (zn6).\nBericht über die Nachfolge in der Hofkapelle in der Österreichischen Volks-Zeitung Nr. 285 auf S. 4:\r\n\"Theater- und Kunstnachrichten.\r\n     – Zwischen dem Hofkapellmeister Hans Richter und den Hofopernsängern  Winkelmann, Schrödter und Reichenberg haben wegen des unregelmäßigen Erscheinens der genannten Herren bei den Aufführungen der Hofkapelle schon seit längerer Zeit Differenzen bestanden, die indeß niemals geschlichtet wurden. Jetzt, wo durch den Tod Bruckner's eine Stelle als wirkliches Mitglied der Hofmusikkapelle freigeworden, meldete sich Herr Winkelmann als ältester Expektant. Da wurde ihm eröffnet, daß er, wie jedes andere neueintretende Mitglied der Hofkapelle, eine \"Aufnahmeprüfung\" bestehen müsse, und daß er weiter sich verpflichten müßte, den betreffenden Dienst selbst zu versehen und sich nicht etwa durch Substituten vertreten zu lassen. [...]. Der Streit wird sich aber bald wieder in Güte schlichten lassen.\" (zo1)\nund auf S. 3 über die Bestattung am 15.10.1896 (identischer Text auch in der 2-Kreutzer-Ausgabe auf S. 5f):\r\n\"               Neuigkeitsbote.\r\n[...]\r\n     * Anton Bruckner †. Man depeschirt uns aus St. Florian: Professor Dr. Anton Bruckner wurde gestern um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtenkapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. Abt Moser nahm unter Assistenz von 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei Trauerchöre gesunen wurden und die große Orgel gespielt wurde. An der Trauerfeier nahmen  Theil der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr, sowie zahlreiche Leidtragende theil. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte. – An der Bahre Bruckner's entspann sich ein höchst unharmonisches Gezänke. Dafür paßte allerdings die bezügliche Disharmonie ganz wohl mit dem Styl zusammen, der heute im Wiener Gemeinderath üblich ist. Die Sache kam so. Gemeinderath Dr. Reisch, der Testamentsvollstrecker Bruckner's, wurde am Montag zum Bürgermeister Strobach berufen; der Bürgermeister wollte sich mit Dr. Reisch wegen der Bestattung ins Einvernehmen setzen. Bei dieser Gelegenheit sprach Dr. Reisch von seiner Absicht, in der Dienstagsitzung des Gemeinderathes einen Antrag dahingehend zu stellen, es möge die Leiche des Komponisten auf Kosten der Gemeinde Wien bestattet werden. Diese Absicht redete der Bürgermeister dem Dr. Reisch aus; es sei das ein zu langer Weg, er wolle lieber selbst im Stadtrath einen diesbezüglichen Antrag stellen, und zwar solle mit der Bestattung die Unternehmung \"Concordia\" betraut werden, angeblich \"weil Bruckner mit dem Inhaber persönlich sehr befreundet war\". Diese letztere Verfügung mitsammt der ganz sonderbaren Motivirung mußte aber Dr. Reisch ablehnen, weil er betreffs der Bestattung bereits mit der \"Entreprise\" eine Vereinbarung getroffen hatte. Nun wurde im herrlichen gothischen Bau Alles in Bewegung gesetzt, um den Vertrag mit der \"Entreprise\" rückgängig zu machen  und die Besorgung der Bestattung vielleicht doch noch dem protegirten Konkurrenten zuschanzen zu können; aber die \"Entreprise\" ließ begreiflicherweise nicht locker und darüber wurden Bürgermeister und Stadtrath so böse, daß sie ihrer Hochherzigkeit in Sachen der Bestattung Bruckner's das folgende, speziell für Dr. Reisch bestimmte \"Klampfl\" in Form des nachstehenden Beschlusses anhängten: \"Der Stadtrath des Wiener Gemeinderathes [sic] spricht über das Vorgehen des Gemeinderathes Dr. Reisch, welcher in Absicht auf einen von ihm in der Gemeinderathssitzung vom 13. d. M. zu stellenden Antrag, es solle die Gemeinde Wien die Kosten des Leichenbegängnisses für Dr. Anton Bruckner tragen, sich in voreiliger Weise das Recht angemaßt (!) hat, die Bestellung des Leichenbegängnisses bei der Leichenbestattungsgesellschaft \"Entreprise des pompes funèbres\" zu machen und auf diese Weise das Verfügungsrecht der Gemeinde Wien in dieser Angelegenheit vorweggenommen hat, sein Bedauern aus.\" – Wie man aus diesem Beschluß ersieht, sind Bürgermeister und Stadtrath des jetzigen Wien sehr ungehalten darüber, daß ihnen Dr. Reisch das \"Agentiren\" diesmal verdorben hat.\" (zo2)\r\nund in der 2-Kreuzer-Ausgabe auf S. 5f (zo3).\nArtikel in der Österreichisch-Ungarischen Musiker-Zeitung Nr. 20 auf S. 1:\n\"                 Anton Bruckner †.\r\n     Die Tonkunst hat einen schweren Verlust erlitten. Einer ihrer bedeutendsten Meister wird mit Anton Bruckner, der am 11. October in der ihm durch kaiserliche Munificenz beigestellten Wohnung im Belvedere nach langer und schwerer Erkrankung ohne Todeskampf verschied, zu Grabe getragen. Der Lebensgang des Verstorbenen scheint dem alten, durchaus unwahren Satze: \"Das Genie bricht sich doch Bahn\", einige Berechtigung zu geben; es war aber freilich nicht nur die trotz aller Bescheidenheit kraftvolle Individualität des dahingegangenen Meisters, die sich, wenn auch ziemlich spät und nicht völlig unbestritten, Anerkennung errang, es waren auch die Bemühungen einflußreicher Freunde, vor Allem des verstorbenen Hofcapllmeisters Herbeck, die, früh die genialen Anlagen Bruckner's erkennend, ihn von der Sorge um das tägliche Brot befreiten, seine Werke zur Aufführung brachten und ihm Muße zu weiterem Schaffen gaben. Gleich Schubert war Bruckner der Sohn eines kindergesegneten, armen Schulmeisters und wurde am 4. September 1824 in Ansfelden in Oberösterreich geboren.* [Fußnote: \"* Wir entnehmen diese biographischen Daten einem trefflichen Aufsatze des Dr. Theodor Helm, der in der Nummer vom 15. December 1895 in der Oesterr. Musik= und Theater=Zeitung erschienen ist.\"]. Von seinem Vater, den er aber früh verlor, erhielt er den ersten Musikunterricht, kam dann als Sängerknabe in das Chorherrenstift St. Florian und wurde mit 17 Jahren als Schulgehilfe in Windhag bei Freistadt in Oberösterreich angestellt. Diese Stellung trug ihm einen monatlichen Gehalt von 2 fl., sage: zwei Gulden, ein. Um nicht zu verhungern, mußte er von seinen musikalischen Fertigkeiten Gebrauch machen und bei Bauernhochzeiten und Kirchweihfesten ganze Nächte zum Tanze aufspielen. Als sich im Jahre 1851 durch seine Anstellung als provisorischer Stiftsorganist und Schullehrer in St. Florian seine Lage verbesserte, konnte er daran denken, nach Wien zu reisen, sich den Hofcapellmeistern Aßmayer und Preyer vorzustellen und besonders vor dem berühmten Theoretiker Simon Sechter eine Probe seines Könnens abzulegen, die auf's Glänzendste ausfiel. In den Jahren 1855–1861 kam er in die Lage, sich unter Sechter gründlich im Contrapunkt auszubilden und im Jahre 1861 am Wiener Conservatorium die Maturitätsprüfung abzulegen, die ihm ein glänzendes Zeugniß eintrug und, was noch werthvoller war, die Aufmerksamkeit Herbeck's erregte. Herbeck berief Bruckner im Jahre 1867 [sic] als Organisten an die Hofcapelle und zugleich als Professor des Orgelspiels, der Harmonielehre und des Contrapunktes an das Wiener Conservatorium. Herbeck bemühte sich weiters auch, den Compositionen Bruckner's Beachtung zu verschaffen und brachte seine Symphonien in den Gesellschaftsconcerten zur Aufführung. Die Philharmoniker verhielten sich lange ablehnend den Werken Bruckner's gegenüber, wohl aus Rücksicht für ihr Stammpublicum, welchem sie so schwere Kost nicht verabreichen wollten. Auch die Kritik war Bruckner, der sich als begeisterter Anhänger Wagner's und seiner Theorien erwies, nicht hold. Den unablässigen Bemühungen seiner Freunde und vor allem des Wiener akademischen Wagner=Vereines gelang es aber, den Werken Bruckner's höchste Beachtung und Anerkennung zu verschaffen. Im Jahre 1891 wurde Bruckner zum Ehrendoctor der Philosophie an der Wiener Universität ernannt. Bei dieser Gelegenheit richtet der damalige Rector, Hofrath Exner, folgende Worte an den Meister:\r\n         \"Wo die Wissenschaft Halt machen muß, wo ihr unübersteigliche Schranken gesetzt sind, dort beginnt das Reich der Kunst, welches das auszudrücken vermag, was allem Wissen verschlossen bleibt. Ich, der Rector Magnificus der Wiener Universität, beuge mich vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhag.\"\r\n     Ein populärer Componist, im vulgären Sinne, war Bruckner wohl nicht und wird es in absehbarer Zeit auch nicht werden. Für die Menge sind seine Werke zu tief und stellen zu große Anforderungen an die Auffassungsfähigkeit der Zuhörer. Es würde noch lang dauernder Pflege guter Musik bedürfen, um auch  in weiteren Kreisen Empfänglichkeit für die unvergänglichen Schönheiten der Bruckner'schen Schöpfungen zu wecken.\" [keine Signatur] (zo4).\nErgänzung des gestrigen Berichts in der Ostdeutschen Rundschau Nr. 285 auf S. 5f :\r\n\"     Anton Bruckner †. In unserem gestrigen Berichte über Bruckner's Leichenfeier, deren mächtiger Eindruck allen Theilnehmern unvergeßlich bleiben wird, wurde aus einem unliebsamen Versehen der Aufführung des Trauermarsches aus dem Adagio von Bruckner's Siebenter Symphonie keine Erwähnung gethan, welches Versehen um so unliebsamer ist, als man gerade hier am tiefsten empfand, welchen großen Meister wir in Bruckner verloren haben. Die Auswahl dieses erhabenen, alle Theilnehmer mit heiligster Andacht erfüllenden Musikwerkes erfolgte über Anregung des Akademischen Wagnervereines.\" (zo5).\nAuf Seite 6 wird über die Trauerfeier am 15.10.1896 berichtet:\r\n\"                         Bruckner †.\r\n     St. Florian, 15. Oktober. Professor Dr. Anton Bruckner wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Abt Moser nahm mit 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei die große Orgel gespielt wurde. An der Trauerfeier nahmen theil der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr, sowie zahlreiche Leidtragende. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte. (zo6).\n\"Die Presse\" Nr. 285 auf S. 3\r\n\"                       Die Bestattung Bruckner's.\r\n     St. Florian, 15. October. (Corr.=Bur.) Professor Dr. Anton Bruckner wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtencapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. Abt Moser nahm unter Assistenz von 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei Trauerchöre gesungen wurden und die große Orgel gespielt wurde. An der Trauerfeier nahmen Theil: Der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr, sowie zahlreiche Leidtragende. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte.\"\nAuf derselben Seite in der rechten Spalte ein weiterer Artikel:\r\n\"     (Der Streit um Bruckner's Leichenfeier.) Aus dem Rathhause wird uns über einen originellen Streit um die Leichenfeier Bruckner's berichtet: Nach dem Ableben Bruckner's berief Bürgermeister Strobach den Gemeinderath Dr. Reisch als Testamentsvollstrecker des verstorbenen Tondichters zu sich, um sich mit ihm wegen der Bestattung ins Einvernehmen zu setzen. Dr. Reisch äußerte hiebei die Absicht, in der Dienstag=Sitzung des Gemeinderaths den Antrag zu stellen, die Gemeinde möge Bruckner auf ihre Kosten bestatten lassen. Bürgermeister Strobach wies darauf hin, daß dies ein zu langwieriger Weg wäre, da der Antrag geschäftsordnungsmäßig dem Stadtrath zugewiesen werden müsse; er habe daher die Absicht, selbst im Stadtrath Dienstag einen Antrag zu stellen, und zwar solle mit der Bestattung, einem Wunsche des Verstorbenen entsprechend, die Unternehmung \"Concordia\" betraut werden, mit deren Inhaber Bruckner persönlich sehr befreundet war. Hierauf theilte Dr. Reisch mit, er habe die Bestattung schon der Unternehmung Entreprise des pompes funèbres übertragen. Es wurde eine Lösung dieses Vertrages herbeizuführen gesucht, was aber nicht gelang. Der Stadtrath nahm hierauf den Antrag des Bürgermeisters Strobach an, faßte aber folgenden Beschluß: \"Der Stadtrath der Stadt Wien spricht über das Vorgehen des Gemeinderaths Dr. Reisch, welcher in Absicht auf einen von ihm in der Gemeinderathssitzung vom 13. d. zu stellenden Antrag, es solle die Gemeinde Wien die Kosten des Leichenbegängnisses für Dr. Anton Bruckner tragen, sich in voreiliger Weise das Recht angemaßt hat, die Bestellung des Leichenbegängnisses bei der Leichenbestattung Entreprise des pompes funèbres zu machen und auf diese Weise das Verfügungsrecht der Gemeinde Wien in dieser Angelegenheit vorweggenommen hat, sein Bedauern aus. Der Stadtrath erklärt jedoch, in Ehrung des Verstorbenen für die Kosten des bestellten Leichenbegängnisses aufzukommen, so daß die Leichenfeier als thatsächlich von der Gemeinde Wien veranstaltet anzusehen ist.\" \" (zp1).\nPrager Tagblatt Nr. 285 auf S. 10:\r\n\"     St. Florian, 15. October. (C.=B.) Professor Dr. Anton Bruckner wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. An der Trauerfeier nahmen Theil der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz sowie zahlreiche Leidtragende.\" (zp2).\nDie Reichspost Nr. 253 meldet auf S. 4:\r\n\"    – An der Bahre Bruckner's legte Prof. Rud. Kaiser einen mächtigen Lorbeerkranz Namens der Musikschulen Kaiser nieder. Dr. Anton Bruckner war ein intimer Freund des ihm im Tode vorausgegangenen Begründers dieses Institutes und viele Jahre hindurch Mitglied der Prüfungscommission und Preisrichter bei der Concursen dieser Anstalten, sowie Examinator für Harmonielehre und Contrapunkt.\" [siehe die Anmerkung] (zr1).\nSalzburger Volksblatt Nr. 236 auf S. 2:\r\n\"                      Correspondenzen.\r\n[...]\r\n     Wels, 15. Oktober. Anläßlich des Ablebens des unvergeßlichen Meisters Dr. Bruckner, welcher auch Ehrenmitglied der Welser Liedertafel war, widmete gestern der Vorstand derselben, Herr Dr. J. Schauer, dem großen Tondichter einen ehrenden Nachruf.\" (zs1).\nArtikel im Tagesboten aus Mähren und Schlesien Nr. 239 [238?] auf S. 3:\r\n\"(Die Beisetzung der Leiche Bruckner’s.) Man meldet aus St. Florian: Professor Dr. Anton Bruckner wurde gestern um 3 Uhr nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtencapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. Abt Moser nahm unter Assistenz von 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei Trauerchöre gesungen wurden und die große Orgel gespielt ward. An der Trauerfeier nahmen theil: der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr, sowie zahlreiche Leidtragende. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte.\" (zt1).\n[Tagespost] Eine Notiz der Linzer Tages-Post Nr. 239 auf S. 4 meldet die Steyrer Aufführungsdaten von Bruckners Requiem (4.12.1895 und 22.5.1896):\r\n\"     (Bruckners Requiem.) Wir werden ersucht, unsere Bruckners Requiem betreffenden Angaben in Nr. 236 dahin richtig zu stellen, dass Bruckners Requiem nicht nur in St. Florian und Kremsmünster aufgeführt wurde, sondern auch in Steyr, und zwar am 4. December 1895 bei dem Pontifical=Requiem für den verstorbenen Stadtpfarrer Aichinger und am 22. Mai 1896 beim Requiem für den verstorbenen Erzherzog Karl Ludwig. Beidemale in der Stadtpfarrkirche. Auch Bruckners große D-Messe wurde dort zweimal aufgeführt, 1893 und 1896, sowie viele kleinere Kirchencompositionen.\" (zt2).\nAuf Seite 2 eine Kurznotiz zur Sitzung am 14.10.1896:\r\n\"Gemeinderath der Landeshauptstadt Linz. 36. Sitzung am 14. October. Bei Beginn der Sitzung findet die Trauerkundgebung für den verstorbenen Dr. Anton Bruckner statt, worüber wir bereits gestern berichteten.\" (zt2a).\n\r\nZwei größere Artikel der Linzer Tages-Post Nr. 239 auf S. 4:\r\n\"          Linz, am 15. October.\r\n        Die Leichenfeier Bruckners in Wien.\r\n     Aus Wien wird von gestern gemeldet: Bis zu den letzten Minuten, da sich der Zug in Bewegung setzen sollte, trafen in Bruckners Heim ungezählte Kränze ein. [... Namen, Trauerzimmer, Zug zur Karlskirche (\"und eine Schwester, die aus Vöcklabruck gekommen war\") ... Zeremonie und Musik ...]. Als die letzten Töne dieser ergreifenden Litanei verklungen waren, erschollen vom Chore her die mächtigen Töne einer Blechharmonie. Hans Richter dirigierte dort das Trauer=Adagio aus Bruckners 7. Symphonie, das Ferdinand Löwe für das Blech eingerichtet hatte. Die Musiker des Hofopernorchesters brachten den Anfang, die Steigerung und die eigentlich Trauermusik, die einem ergänzenden Schlusse von Löwe nach in düsterem Moll ausklang. Bruckner'sche Weisen hatten die Leichenfeier eingeleitet und Bruckner bildete auch ihr eigentliches Ende. Feierlich durchzogen die hehren Klänge die Halle. Nach ¼5 Uhr wurde der Sarg hinausgetragen [... Text der Ansprache von Födisch ... Westbahnhof ...]. Im Westbahnhofe wurde der Sarg in einen vornehmen Leichenwaggon, den letzten Wagen des zur Abfahrt bereitstehenden Personenzuges, getragen, ihm nach alle die Kränze.\" (zt3)\n\r\nund auf Seite 5:\r\n\"          Dr. Bruckners Leichenbegängnis.\r\n     St. Florian, 15. October. Heute früh 6 Uhr langte der Leichnam Bruckners in Asten an, wo die Pfarrgeistlichkeit von Asten wartete und nach der Auswaggonierung des Sarges die Einsegnung vornahm und demselben das Geleite bis zum Leichenhause des Krankenhauses gab, wo er um 8 Uhr eintraf und die abermalige Einsegnung erfolgte. [... 51 Kränze aus Wien, Sarg bis 2 Uhr geöffnet ... um 3 Uhr Zug zur Stiftskirche, Anwesende (darunter Frl. Dirnberger mit dem Orden, Verwandte, lokale Prominenz, Göllerich, Kathi Kachelmayr, Dr. Reisch, Obermüllner, Czerny, Faigl) ...]\r\n    [... Grubers Orgelspiel, \"Frohsinn\" ...]. Beim Leichenbegängnisse läutete auch jene 154 Centner schwere Glocke, die größte Oberösterreichs, die nur bei Begräbnissen von Aebten und Stiftsgeistlichen geläutet wird. Es wird erzählt, dass Bruckner, als er hier weilte, in der Gruft den Ort angegeben habe, wo er gern begraben sein möchte. Er soll auch für die Gruft 600 fl. testiert haben.\" (zt3a).\nArtikel im »Vaterland« Nr. 285 auf S. 5:\r\n»     * [Professor Dr. Bruckner †.] Aus Sanct Florian (Oberösterreich), 15. d. M., wird berichtet: Professor Dr. Anton Bruckner wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtencapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. Der hochw. Herr Abt Moser nahm unter Assistenz von 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei Trauerchöre gesungen wurden und die große Orgel gespielt wurde. An der Trauerfeier nahmen theil der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St. Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr, sowie zahlreiche Leidtragende. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte.« (zv1).\n\"Het vaderland\" Nr. 245 ('s-Gravenhage) schreibt auf S. 2:\r\n\"     Bruckner wordt op kosten der stad Weenen begraven. In den Raad herdacht de burgemeester Strobach hem met een rede, die door de leden staande werd aangehoord.\" (zv2).\nDiese Meldung erscheint auch in der Wiener Zeitung Nr. 240 auf S. 8:\r\n\"     St.=Florian, 15. October. Professor Dr. Anton Bruckner wurde heute um 3 Uhr Nachmittags hier bestattet. Der Zug bewegte sich von der Todtencapelle in die Stiftskirche, wo die Leiche unter der großen Orgel beigesetzt wurde. Abt Moser nahm unter Assistenz von 60 Geistlichen die Einsegnung vor, wobei Trauerchöre gesungen wurden und die große Orgel gespielt wurde. An der Trauerfeier nahmen Theil der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister von Linz, die Behörden von St .=Florian, die Gesangvereine von Linz und Steyr so wie zahlreiche Leidtragende. Der Markt trägt Trauerschmuck, insbesondere das Haus, in welchem Bruckner als Schulgehilfe wohnte. (zw1).\nAuf Seite 14 eine amtliche Todesmeldung:\r\n\"     Verstorbene.\r\n                 Den 7. October.\r\n[...].\r\n                Den 11. October.\r\n[... Smejkal ...]\nDr. Bruckner Anton, k. k. Professor u. Componist, 72 J., III., Heugasse 3, Herzklappenfehler.\r\n[... Laimer, Dworsky ...].\" (zw2).\nKurzmeldung in der in Heber (Utah) erscheinenden Zeitung The Wasatch Wave Nr. 32 auf S. 1 in der 7. Spalte:\r\n\"            FOREIGN FACTS.\r\n     Vienna, Oct. 12.–Herr Bruckner, the celebrated musical composer, is dead.\" (zw3).", "Letzte Änderung": "01.05.2026 21:31"}, {"ID": 189710165, "Datum": "16.10.1897, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Kirchenmusik mit dem \"Locus iste\" wird\r\nim Deutschen Volksblatt Nr. 3158 auf S. 2 des Abendblatts (*),\r\nim \"Vaterland\" Nr. 286 auf S. 3 des Abendblatts (*a)\r\nund im Fremdenblatt Nr. 287 auf S. 10 (Morgenblatt) (**) angekündigt.\nDie Österreichisch-Ungarische Musiker-Zeitung Nr. 20 bringt auf S. 116 einen Auszug aus Meyers Konversationslexikon, in dem u.a. auch Bruckner als bemerkenswerter Nachfolger der romantischen Orchestermusik erwähnt wird:\r\n\"       Zur Geschichte der Musik (aus Meyer's Conversations-Lexikon) [...] Die Orchester- und Kammermusikcomposition  fand nach Beethoven zunächst Pflege durch die Romantiker (Schubert, Mendelssohn, Schumann), denen sich wieder als bemerkenswerth anschlossen Franz Lachner, Niels W. Gade, Joachim Raff, Anton Rubinstein, R. Volkmann, Anton Bruckner, C. Saint-Saens, F. Dräseke, Hermann Götz, der Norweger Edward Grieg und Johannes Brahms, [...].\" (***).\n[Datierung \"16. &amp; 17. Oct. 97\"]\r\nBrief von Bernhard Ziehn an Hugo Kaun, vermutlich in Chicago geschrieben:\r\n     Zu den Proben von Kauns \"Marsch\" unter Theodor Thomas werde niemand zugelassen. Über dessen Umgebung (Arthur Mees und Hillmann) sei nichts zu erfahren gewesen. \"Sollte der M.M.S. Bruckner's Bilder für den betreffenden Zweck haben wollen, so werde ich selbige Ihnen gern überschicken. Haben Sie denn in Lessmanns Zeitung Bruckners Bild nicht gesehen oder aufgehoben? Das ist ebenfalls ganz vorzüglich, ja das beste. [... botanische Erörterungen über die Giftpflanze Poison Ivy ...] Hugo Wolf befindet sich seit 3 Wochen in einer \"Nervenheilanstalt\". - [... freut sich über Kauns Gefallen an Ziehns Musiktheoriebuch, gibt einige Druckfehler an ... über die Bezeichnungen einiger Akkorde im Englischen ...] Die von Ihnen angedeutete wunderbare Stelle in Bruckner's Tedeum hat selbstverständlich Vorgänger gehabt. Schon 1524 hat Joh. Walter etwas Aehnliches geschrieben. &amp; so weiter.\" (°).", "Letzte Änderung": "30.08.2026 13:34"}, {"ID": 189810165, "Datum": "16.10.1898, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des \"Locus iste\" in der Wiener Hofkapelle (*a) und in der Votivkirche (*b).\n \nHinweis auf diese Kirchenmusik in der Reichspost Nr. 237 auf S. 5 (**).\n \nDer Alpen-Bote Nr. 83 berichtet auf S. 4 von dem in St. Florian am Todestag [11.10.1898] gefeierten Requiem (***).\n \nDer Pester Lloyd Nr. 250 kündigt die Aufführung der 7. Symphonie unter A. Erkel im 7. Philharmonischen Konzert in Budapest an (°).\n \nThe Chicago Tribune Nr. 284 schreibt auf S. 43 über Franz Schalk:\r\n\"                   MUSIC\r\n[...]\n     It will be difficult, of course, to fill adequately the place which the death of Anton Seidl has left vacant; [...].\n     Herr Schalk was born in Vienna in 1863 and played the violin there in the orchestra of the Royal Opera. Anton Bruckner, to whose symphonies Mr. Thomas has introduced us, advised him to devote himself to conducting, and on the recommendation of the composer he was engaged for the Stadt Theater in Graz. [....].\" (°°).", "Letzte Änderung": "06.10.2024 22:15"}, {"ID": 189910165, "Datum": "16.10.1899, Montag", "Haupttext": "Artikel von Camillo Horn (signiert \"H.\") \"Bruckners E-Moll-Messe\" im Deutschen Volksblatt Nr. 3876 auf S. 6.", "Letzte Änderung": "16.12.2024 15:37"}, {"ID": 190010165, "Datum": "16.10.1900, Dienstag", "Haupttext": "Das Wiener Tagblatt Nr. 284 kündigt auf S. 4 die Aufführung des \"Locus iste\" unter Hellmesberger in der Hofkapelle [für den 21.10.1900] an.", "Letzte Änderung": "30.03.2023 09:16"}, {"ID": 190310165, "Datum": "16.10.1903, Freitag", "Haupttext": "Im Bericht zum gestrigen Konzert in The Manchester Guardian Nr. 17842 auf S. 7 wird auf das heutige Konzert hingewiesen:\r\n\"          BIRMINGHAM MUSICAL FESTIVAL\r\n     (FROM OUR SPECIAL CORRESPONDENT.)\r\n                                        BIRMINGHAM, THURSDAY.\r\n     In the programme of this Festival Elgar's oratorio \"The Apostles\" was the only quite new work, and we have now nothing even unfamiliar to look forward to, except the Bruckner \"Te Deum\" and the short Psalm by Liszt. [... über die gestrigen Konzerte (vormittags Messias teilweise unpräzise, Sänger mit Mängeln, abends besser) ...]. The concluding \"Meistersinger\" Overture was typical of Dr. Richter and his orchestra at their best. To-night there was considerably the best evening attendance thus far.\" (*).\n \nBesprechung dieses Konzerts (mit der 7. Symphonie in London) auch in London Daily:\r\n\"Anton Bruckner, who enjoys considerable reputation in his native Austria, and of whom his fellow-countramen often speak the Adagio composer [...]\" (**).\n \nAufführung des \"Te Deum\" unter Hans Richter beim Musikfest in Birmingham (13.-16.10.1903) (***).\n500 Mitwirkende, Choreinstudierung R. H. Wilson (°).\r\nVermutlich hat dieses Konzert auch Edward Elgar besucht (°°).\r\nDie Birmingham Mail bezeichnet das Werk [in einer Vorbesprechung?] als \"brilliant exposition\".\r\nUnd ein Chormitglied erinnert sich Jahre später: \"We all remember the mighty mass of tone that accompanied the performance of that great work.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "14.06.2026 19:54"}, {"ID": 190410165, "Datum": "16.10.1904, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Locus iste« und der d-Moll-Messe (*) in der Wiener Hofkapelle.", "Letzte Änderung": "19.04.2023 22:17"}, {"ID": 190510165, "Datum": "16.10.1905, Montag", "Haupttext": "Aufführung von Beethovens »Egmont«-Ouvertüre, einer Arie aus »Fidelio«, der 3. Symphonie Bruckners, einiger Lieder von Brahms und dessen Akademischer Festouvertüre durch die Berliner Philharmoniker unter Arthur Nikisch in der Berliner Philharmonie in der Bernburger Straße (*).\n\nDieses Konzert wird von Cosima und Eva Wagner besucht (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191510165, "Datum": "16.10.1915, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der f-Moll-Messe durch den Domchor in St. Gallen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 191910165, "Datum": "16.10.1919, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie unter Nikisch im 2. Abonnementkonzert des Leipziger Gewandhauses.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192110165, "Datum": "16.10.1921, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Johann Prinz »Zu Anton Bruckners 25. Todestag« [2. Teil? vgl. 11.10.] in der Steyrer Zeitung (*).\n\n\nAnkündigung der Gedächtnisfeier am 30.10.1921 (mit 150. Psalm und 8. Symphonie) im Neuen Wiener Journal Nr. 10037 auf S. 14 (**).\n\n\nDie Reichspost Nr. 284 teilt auf S. 11 mit, dass der Vorverkauf für dieses Konzert am 18.10.1921 beginne und gibt das Programm der Gedenkfeier am 23.10.1921 bekannt (***).\n\n\nAufführung des Locus iste in der Schottenkirche (°).\n\n\nArtikel von Dr. N. O. Ludwig [recte V. O. Ludwig] \"Anton Bruckner-Feier in St. Florian.\" im Deutschen Volksblatt Nr. 11770 auf S. 9 (°°). \n\nUnmittelbar anschließend eine Ankündigung der d-Moll-Messe für den 30.10.1921 um 10:30 Uhr im Zeremoniensaal der Hofburg (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 192410165, "Datum": "16.10.1924, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Sally Rabinowitsch an Furtwängler:\r\n     Kritisiert eine Kürzung [vermutlich 5. Symphonie am 9.10.1924 gemeint]. [Furtwänglers Antwort am 26.10.1924] (*).\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 285 kündigt auf S. 6 eine Bruckner-Feier am 25.10.1924 beim Horner Gesangverein an (**).\n \nAuf eine weitere Bruckner-Feier, am 20.10.1924 im Konzerthaussaal, macht die Reichspost Nr. 286 auf S. 8 aufmerksam (***).\n \nBesprechung des Konzerts vom 12.10.1924 durch Franz Gräflinger in der Linzer Tages-Post Nr. 239 auf S. 8:\r\n\"(Uraufführung von Bruckners \"Nullter\" Sinfonie und Bruckner-Hundertjahrfeier in Klosterneuburg.) [... über die Werke: Requiem, Am Grabe, Ave Maria 1882, Tota pulchra es, Entsagen, Quintett, Sängerbund, Du bist wie eine Blume, Marsch, f-Moll-Symphonie, d-Moll-Symphonie (\"Nullte\"), \"Wach-auf\"-Chor ... die Personen: Josef Kluger, Dr. Weißenbäck, Ruschitzka, E. Böhm, Boruttau, Moißl, Dr. Ludwig, Frau Lischke, Max Springer, Dr. Schneider, Dr. Buresch, Max Auer, Bgm. Bauer, Alfred Orel, Chormeister Karpf, Wöss ...]. \"Ehrt eure deutschen Meister!\", dieses Warnrufes Wagners scheint sich nunmehr das deutsche Volk Bruckner gegenüber bewußt zu werden.    Franz Gräflinger.\" (°).", "Letzte Änderung": "16.02.2025 23:48"}, {"ID": 192510165, "Datum": "16.10.1925, Freitag", "Haupttext": "Artikel \"\"Bruckner\" von Ernst Kurth\", signiert \"W. Z.\", im Trierischen Volksfreund.", "Letzte Änderung": "04.08.2026 22:52"}, {"ID": 192610165, "Datum": "16.10.1926, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Ernst Decses \"Finale ... Zu Anton Bruckners Todestag\" im Neuen Wiener Tagblatt.", "Letzte Änderung": "05.08.2026 23:57"}, {"ID": 192710165, "Datum": "16.10.1927, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch das Wiener Sinfonie-Orchester unter Anton Konrath im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solisten in J. S. Bachs Konzert für zwei Klaviere C-Dur BWV 1061 sind Franz Schmidt und Franz Schütz (*).\n \nBrief des Oberösterreichischen Brucknerbundes (Brosch) an Franz Xaver Müller [Inhalt  nicht erschlossen] (**).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 15:28"}, {"ID": 192910165, "Datum": "16.10.1929, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch das Symphonieorchester Göteborg unter Tor Mann (*).\nBrief von Ernst Kurth an den Vorstand der Internationalen Bruckner-Gesellschaft [Inhalt nicht erschlossen] (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 17:10"}, {"ID": 193110165, "Datum": "16.10.1931, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Symphonie unter Hans Wilhelm Steinberg im 2. Freitags-Konzert der Frankfurter Museums-Gesellschaft um 19:30 Uhr. Auf dem Programm stehen zuvor Werke von Wlad. Vogel (Zwei Etüden für Orchester) und Mendelssohn (Violinkonzert mit Erica Morini) [Wiederholung am 18.10.1931].", "Letzte Änderung": "27.11.2025 09:49"}, {"ID": 193210165, "Datum": "16.10.1932, Sonntag", "Haupttext": "Artikel von Ernst Decsey »Anekdoten um Anton Bruckner. Zur Tagung der Bruckner-Gesellschaft« im Neuen Wiener Tagblatt.", "Letzte Änderung": "09.06.2025 12:30"}, {"ID": 193410165, "Datum": "16.10.1934, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie unter Siegmund von Hausegger [in Linz?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193510165, "Datum": "16.10.1935, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 2. Symphonie durch die Wiener Symphoniker unter Leopold Reichwein im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Solistin in Friedrich Bayers b-Moll-Klavierkonzert ist Isolde Ahlgrimm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 193710165, "Datum": "16.10.1937, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des \"Germanenzugs\" unter Franz Konwitschny bei der Schlusskundgebung der unter dem Motto „Rasse und Kultur“ stehenden 2. Badischen Gaukulturwoche vor der Rede Alfred Rosenbergs.", "Letzte Änderung": "28.05.2025 09:24"}, {"ID": 194010165, "Datum": "16.10.1940, Mittwoch", "Haupttext": "Bei einer Besprechung von Gauleiter Eigruber mit Adolf Hitler in München kommen die Themen St. Florian und [vermutlich auch] Deutsche Bruckner-Gesellschaft zur Sprache [vgl. »Oktober 1940«] (*).\nArtikel »Bruckner-Bewegung im ganzen Reich« über das Leipziger Bruckner-Fest in einer Wiener Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "21.12.2025 21:40"}, {"ID": 194110165, "Datum": "16.10.1941, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 5. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in Berlin. Solist des Abends ist der Cellist Tibor de Machula.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 194410165, "Datum": "16.10.1944, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum in der Berliner Staatsoper. Klaviersolist des Abends ist Friedrich Wührer (*).\nÜber dieses Konzert erschien [wo?] ein Artikel von Heinrich Hofer (*a).\n \nAufführung der 8. Symphonie (Haas-Fassung) durch die Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im Philharmonischen Konzert im Großen Musikvereinssaal in Wien [auch am 14.10.1944 und 15.10.1944.\nAuf dem Programm steht zuvor Beethovens \"Leonoren\"-Ouvertüre Nr. 2 (**).", "Letzte Änderung": "05.06.2026 20:33"}, {"ID": 194810165, "Datum": "16.10.1948, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Musikalische Streifzüge« von Edmund Nick im Münchner Tagebuch mit Erwähnung einer Aufführung der 3. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Hans Knappertsbusch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197110165, "Datum": "16.10.1971, Samstag", "Haupttext": "Artikel von Theodor Ottawa »Die Wiener Jahre des »Musikanten Gottes«. Am 11. Oktober jährte sich der Todestag Anton Bruckners zum 75. Male« in »Stadt Wien« (*). Artikel »Gedenkstätte für Schulmann Bruckner« [1. Teil? Fortsetzung am 23.10.1971?] im Linzer Tagblatt (**).\nEinspielung der 1. Symphonie durch das BBC Northern Symphony Orchestra unter Jascha Horenstein (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197610165, "Datum": "16.10.1976, Samstag", "Haupttext": "Vom Brucknerbund für Oberösterreich veranstaltetes Orgelkonzert in Linz anläßlich der geplanten Renovierung der Orgel im Alten Dom. Ansprachen von Toni Hofer und Leopold Nowak (\"Bruckner und die Orgel\").", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 197710165, "Datum": "16.10.1977, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Te deum durch den Philharmonischen Chor Berlin und die Berliner Philharmoniker unter Hans Chemin-Petit in der Neuen Philharmonie in Berlin (1. Abonnementskonzert = Festkonzert zum 75. Geburtstag des Dirigenten).\r\nSolisten (auch bei der Uraufführung von Kassandras Tod, einem Werk Chemin-Petits) sind Janis Martin, Carol Wyatt, Yoko Nomura, Donald Grobe und Heinz-Klaus Ecker.", "Letzte Änderung": "15.10.2024 08:18"}, {"ID": 198110165, "Datum": "16.10.1981, Freitag", "Haupttext": "Brief von Paul Huber an Wolfgang Suppan: \n    Über seine Blasorchester-Bearbeitung des Adagios der 7. Symphonie von 1942.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198610165, "Datum": "16.10.1986, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel »Gedenkfeier für Anton Bruckner« in der Steyrer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 198810165, "Datum": "16.10.1988, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie durch die Münchner Philharmoniker unter Sergiu Celibidache in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 199610165, "Datum": "16.10.1996, Mittwoch", "Haupttext": "MDR Kultur bringt in der Sendereihe \"Aus dem MDR-Musikarchiv\" Originalaufnahmen, die anlässlich des \"Reichs-Bruckner-Festes 1936\" entstanden sind.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 201710165, "Datum": "16.10.2017, Montag", "Haupttext": "Vortrag von Hans-Joachim Hinrichsen \"Bruckner und die Sonatenform\" in der Österreichischen Gesellschaft für Musik in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:46"}, {"ID": 185511165, "Datum": "16.11.1855, Freitag", "Haupttext": "Bericht über die Concurs-Prüfung vom 13.11.1855 im Österreichischen Bürgerblatt Nr. 222 auf S. 888 (= S. 4). Erwähnt werden Schiedermayr, Arminger, Vinzenz Fink, Dürrnberger und Kapellmeister Storch. \n\n\"[...] Die schwierigste Aufgabe, nämlich ein Thema [...] nach den strengen contrapunktischen Grundsätzen in einer vollständigen Fuge durchzuführen, wurde von den Kandidaten großentheils mit sehr verdienter Würdigung und mit allem Beifalle, insbesondere aber von Herrn Anton Bruckner in Florian mit einer Vollendung und Auszeichnung gelöst, die nicht Eine Stimme der ganzen Versammlung für ihn einen Augenblick in Zweifel lassen konnte.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011165, "Datum": "16.11.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde] (*).\nSchreiben des Bischöflichen Konsistoriums an Josef Kerschbaum, den Rechnungsführer des Vereins [gemeint: Schullehrer-Pensionsinstitut?] ist:\r\n     Über das Ableben von Theresia Bruckner. Die Pensionszahlungen sind einzustellen (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:14"}, {"ID": 186211165, "Datum": "16.11.1862, Sonntag", "Haupttext": "Vollendung des dritten der drei »Orchesterstücke« [WAB 97], »nach 6 Uhr Abends« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411165, "Datum": "16.11.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Im Linzer Abendboten Nr. 262 wird auf S. 2 das Konzert vom 24.11.1864 (Uraufführung des »Herbstliedes«) angekündigt:\r\n   »- Die Liedertafel »Frohsinn« veranstaltet am 24. November zum Beginne des neuen Vereinsjahres einen Damen=Abend in den landschaftlichen Redoutensälen, wozu das Programm aus lauter neuen Chören besteht und ein ausgezeichnetes genannt werden darf. Wir nennen vorläufig nur einige der vorzüglicheren Gesangs=Nummern: [... erwähnt werden Werke von Abt, Schubert, Schumann ...] »Herbstlied«, Sopran=Solo und Chor, dem Vorstande der Liedertafel gewidmet von A. Bruckner; Duett aus den »Hugenotten« für Sopran und Baß.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711165, "Datum": "16.11.1867, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Universitätsgesuch wird von Hanslick abschlägig beschieden. Man habe Juli 1862 den Antrag Rudolf Weinwurms ebenfalls abgelehnt:\r\n»Referat.\n     In einem, unmittelbar an den Herrn Dekan gerichteten Gesuche vom 2. November l. J. bittet der Domorganist Anton Bruckner in Linz um «Aufnahme als Lehrer der musikalischen Composition an der Wiener Universität.» Diesem nicht weiter ausgeführten oder genauer präzisirten Gesuche liegen Zeugnisse des verstorbenen Hoforganisten Simon Sechter u. ein Zeugniß vom Wiener Conservatorium bei, welche Bruckners Ken[n]tnisse im Fach der Harmonielehre, des Contrapunkts u. der Composition bestätigen.\n     Dem Ansuchen Bruckners, an der Wiener Universität zum Lehrer der Compositionslehre ernannt zu werden steht zunächst ein einhelliger Beschluß des philos. Professorencollegiums entgegen, welches vor Kurzem sich über ein ganz gleiches Ansuchen aus prinzipiellen Gründen abschlägig aussprach.\n     Im Juli 1862 ist nämlich der akademische Chormeister u. Gesangslehrer, Herr Weinwurm hier um die Ernen[n]ung zum Lehrer der musikal. Composition eingeschritten. Das philos. Prof. Collegium hat sich damals einhellig zu der Ansicht bekannt, daß die praktische Unterweisung im Componiren nicht füglich an die Universität sondern an eine Fachschule, an ein Conservatorium gehöre. Man müßte dann ebenso gut Lehrer des Zeichnen und Malens, des Kupferstechens u. Modellirens an der Universität anstellen. Es wurde damals hervorgehoben, daß nach der Natur des Gegenstandes u. erfahrungsgemäß der Compositionsunterricht sich nicht zu collegialer Behandlung eigne, daß er nur durch unmittelbares Zusam[m]enarbeiten des Lehrers mit dem einzlen Schüler fruchtbar werden kön[n]e u. deshalb auch Jeder der musikalischen Composition sich ernstlich Widmende seine Zuflucht stets zu einem Conservatorium oder noch besser zu dem Privatunterricht eines renom[m]irten Componisten nehme. Uiber den motivirten Antrag des philos. Dekanats hat das Staatsministerium mit Erlaß v. 21. September 1862 Z. 8028 entschieden, daß Compositionslehre u. Contrapunkt nicht als eigene Lehrgegenstände in den Lectionskatalog aufzunehmen sind, indem sie mit Erfolg nur an einer Spezialschule vorgetragen werden kön[n]en. \"Es versteht sich übrigens von selbst\" – fährt der MinisterialErlaß fort – \"daß es dem bestellten Gesangslehrer unbenom[m]en ist, dasjenige aus der Harmonie= u. Compositionslehre zu berücksichtigen, was theils zu einer gründlichen Behandlung des Gegenstands beiträgt, theils den individuellen Bedürfnissen u. besonderen Talenten der Theilnehmer am Unterricht zusagend erscheint.\"\r\n     Nachdem dies sowohl von Herrn Weinwurm nach der praktischen Seite geschieht, wie von dem a. o. Professor der Geschichte u. Aesthetik der Musik nach der theoretischen, so ist ein Bedürfniß nach einer eigenen Vertretung der Compositionslehre keineswegs vorhanden u. dürfte dieselbe auch kaum Aussicht auf einen namhaften Zuspruch von Studierenden haben.\r\n     Mit Rücksicht auf jene prinzipielle Abweisung des H. Weinwurm, der für seine Person als akademischer Gesanglehrer u. Chormeister gewiß einen näheren Anspruch gehabt hätte, als ein der Universität gänzlich fernstehender Dritter, ist die Erledigung des Bruckner'schen Gesuchs im gleichen Sinne von selbst gegeben. Die gefertigten Com[m]issionsglieder stellen demnach den Antrag: das Gesuch des H. Anton Bruckner in Linz um Ernen[n]ung zum Lehrer der musikal. Composition mit Rücksicht auf das Min.Dekret v. 21. September 1862 Z. 8028 abweislich zu bescheiden.\nWien 16. November 1867.\nDr Ed. Hanslickmp.« (*).\nDas Protokoll der Sitzung:\r\n\"[...] abgehalten am 16. November 1867 abends. Beginn der Sitzung um 6 ¼ Uhr. Unter dem Vorsitze des Decans Ottokar Lorenz. | Anwesend: Schmarda, Moth, Fenzl, von Littrow, Kner [siehe die Anmerkung], Jäger, von Miklosich, Simony [siehe die Anmerkung], Aschbach, Boller, Hoffmann, Zimmermann, Vahlen, Brühl, Stefan, Jelinek, von Lang, Suess, Sickel, Mussafia, Hanslick, Oser. | Protokollführer: Hartel. | Entschuldigt durch Krankheit: von Eitelberger, Müller, Pfeiffer. | Ausserdem unentschuldigt abwesend: Petzval, Redtenbacher, Reuss, Goldenthal. | Anton Bruckner in Linz bittet um Aufnahme als Lehrer der Compositionslehre an der Wiener Universität. | Professor Hanslick berichtet und beantragt, daß das Gesuch abweislich zu bescheiden sei. | Einstimmig angenommen. [... Unterschriften: ] Dr. Ottokar Lorenz [...] Schmarda m. p. | Hoffmann m. p.\" (**).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:37"}, {"ID": 187011165, "Datum": "16.11.1870, Mittwoch (Buß- und Bettag)", "Haupttext": "Eingabe Herbecks an das Obersthofmeisteramt: Empfiehlt, Bruckner für seine ausgezeichneten Dienste bei der Hofmusikkapelle eine Remuneration von 100 Gulden zu erteilen.", "Letzte Änderung": "29.06.2025 21:56"}, {"ID": 187211165, "Datum": "16.11.1872, Samstag", "Haupttext": "Kritik zum gestrigen Konzert in der Österreichischen Volkszeitung: \n\n» § Orgelkonzert. Gestern führte die Gesellschaft der Musikfreunde dem Wiener Publikum die Riesenorgel vor [...] Unser heimischer Organist Herr Bruckner und der Dresdener Orgelvirtuose Herr Fischer wetteiferten mit einander, dem schönen Instrumente sofort alle seine Vortheile abzuringen. Herr Fischer war darin der entschieden Ueberlegene. [...] Das Publikum zeigte sich sehr befriedigt und sehr dankbar.« (*).\n\n\nÜber das Wiener Orgelkonzert informiert ein mit 13.11.1872 datierter und mit \"Janus\" signierter Wiener Musikbrief in der Grazer Zeitung Nr. 272 auf S. 1f: \n\n     \"[...] Die neue Orgel des Musikvereinssaales soll eingeweiht werden und einige renommirte Orgelacrobaten sollen bei dieser Gelegenheit ihre auserlesensten Kunstückchen [sic] machen, mit contrapunctistischen Saltimortali und Exercitien auf dem Trapez des bezifferten Basses. Je einer, und dennoch zwei, denn es ist ein gewaltiges Instrument, so eine Orgel. Es muß mit zwei Händen und vier Füßen gespielt werden. Einer kann's nicht richten; es müssen zwei dazu sein, der Organist und der Balgtreter. Der  berühmte Bruckner und der, nach Behauptung seiner Freunde noch berühmtere Fischer aus Dresden sollen die Honneurs dieser neuen Zierde unserer Residenz machen. [...] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187311165, "Datum": "16.11.1873, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Stiftungsmesse der Währinger Liedertafel um halb elf Uhr in der Währinger Pfarrkirche mit. Zur Aufführung kommen ein »Tantum ergo« von Kloß, Schuberts »Deutsches Hochamt« und »Salve regina« von Wenusch als Offertorium (*). Solisten: Therese Gugler (Sopran) und Karl Fritsch (Violine) (*a). In der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 94 wird auf S. 1 im Feuilleton »Concerte« (signiert »Florestan«) kurz auch Bruckner erwähnt: \n\n»Concerte.\n\n   [...] Nachdem Herr Bruckner das Eis gebrochen, befindet sich die junge Concertsaison bereits mit vollen Segeln auf flotter, fröhlicher Fahrt [...]« (**).\n(2. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Chopin, Rheinberger und Mendelssohn (3. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711165, "Datum": "16.11.1877, Freitag (?)", "Haupttext": "Meldezettel: Bruckner, wohnhaft Opernring, ist umgemeldet nach Heßgasse 7.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187811165, "Datum": "16.11.1878, Samstag", "Haupttext": "1. Künstler-Abend der Gesellschaft der Musikfreunde. Mitwirkende: de Munk (Violoncello) mit Stücken von Piatti, Chopin, Vidor, Vieuxtemps und Saint-Saens, Cäcilie Gaul (Klavier) mit einer Phantasie von Henselt, Frl. Meißlinger (Alt) und Herr Blum (Bariton) mit Duetten von Mehul und Schumann und Liedern von Schubert, Meyerbeer und Mendelssohn (aus \"Paulus\"), Herr Blasel und Herr Eppich (humoristische Szene). Beim Hauptwerk, Gounods \"Gallia\", wirken der Singverein [und das Orchester] der Gesellschaft der Musikfreunde und Zellner als Organist unter Leitung von Eduard Kremser mit. Für die Tanzmusik ist die Militärkapelle zuständig (*).\n \nKalendernotiz Bruckners: »A. 16. Nov. I. Künstlerabend angewohnt; gezanzt [sic] zum Schluß mit Frl Rothler (?) (Reichsrathsabgeordneter Vormund Ankergebäude.)\" (**).\n \nDatierung \"XXV. (16/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (***).", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:27"}, {"ID": 187911165, "Datum": "16.11.1879, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 12.11.1879 mit 2 Sätzen der 3. Symphonie im Wiener »Musiker-Courier« III (1879/80) Nr. 7, S. 27: \n   »[...] Einen seltenen Genuß gewährte der erste diesjährige interne Abend des academischen Wagner-Vereines. [...] Die flammende Begeisterung der Vortragenden pflanzte sich auf die Zuhörer fort und ließ nur den einen Wunsch aufkommen: eine baldige Orchester-Aufführung der herrlichen Werke, die sich heute mit einer Wiedergabe am Clavier begnügen mußten. Ed. M.« (*). (Im 1. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter werden Werke von Beethoven, Bach/Esser, Schumann (4. Sinfonie) und des anwesenden Dvorak (**a) aufgeführt (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188111165, "Datum": "16.11.1881, Mittwoch (Buß- und Bettag)", "Haupttext": "Nachmittags Generalprobe des Quintetts im Foyer des Bösendorfersaals in Anwesenheit Speidels und Epsteins (*).\r\nBruckner wieder sehr unterwürfig Hanslick gegenüber (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2023 09:12"}, {"ID": 188411165, "Datum": "16.11.1884, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Wagner (Faust-Ouvertüre), Bach und Beethoven (Eroica) (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:50"}, {"ID": 188511165, "Datum": "16.11.1885, Montag", "Haupttext": "Die \"Presse\" Nr. 316 erwähnt auf S. 1f Bruckners Orgelspiel im Bericht vom Leopoldsfest in Klosterneuburg.\n      \"Der Kaiser in Klosterneuburg.\n                 [...] Wien, 16. November.\n     Das Stift und die Stadt Klosterneuburg feierten gestern das Fest der Wiederkehr des vierhundertsten Jahrestages seit der Heiligsprechung Leopolds IV., Markgrafen von Oesterreich) [...] [... Verlauf des Festtages ... Stiftskirche ...] Nach Darreichung des Aspergile ertönten von der Orgel, welche von dem Hoforganisten Bruckner gespielt wurde, die Klänge der österreichischen Volkshymne. [...]\" (*).\n \nÄhnlich berichten auch die Neue Freie Presse Nr. 7622 auf S. 2:\n      \"Das Jubiläum in Klosterneuburg.\n[...]\n     Nachdem das Aspergill gereicht worden war, betraten der Kaiser und die Herren Erzherzoge unter den Klängen der auf der großen Orgel vom Hof=Organisten Bruckner angestimmten Volkshymne die Kirche und begaben sich, geführt vom Prälaten Kostersitz, durch den Kreuzgang in die hell erleuchtete Leopolds=Capelle [... Kaiser blieb bis 12 Uhr, zurück nach Wien ... um 1 Uhr Galadinner]\" (**),\n \ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 316 auf S. 2:\n      \"Das Leopoldi-Jubiläum.\n[...] Die Orgel der Kirche, vom Hoforganisten Bruckner gespielt, ließ die Töne der Volkshymne erklingen. [...]\" (***)\n \nund Das Vaterland Nr. 315 auf S. 3:\n     \"Die Säcularfeier in Klosterneuburg.\n[...] Nach Darreichung des Aspergile ertönten von der Orgel, welche von dem Hoforganisten Bruckner gespielt wurde, die Klänge der österreichischen Volkshymne. [...]\" (°).\n \nLoidol entwirft einen Artikel über geplante Bruckner-Aufführungen für das Linzer Volksblatt [am 21.11.1885] (°°).", "Letzte Änderung": "20.11.2025 23:03"}, {"ID": 188611165, "Datum": "16.11.1886, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n     Im August habe [Schott] die 4. Symphonie aus Mainz zurückgeschickt. Gutmann wolle sie übernehmen und würde 1000 fl, die Bruckner bei Hofe erbitten solle, als Honorar zahlen (lieber verzichte er darauf!). In Wien alles beim Alten, Hanslick seit 1874 (Universitätslektorat) gegen ihn, auch Schönaich sei angeblich wieder abgefallen. Fertigstellung der 8. Symphonie ungewiß. Grüße an Fiedlers (*).\nNotiz bei den Gebetsaufzeichnungen:\r\n     »Prof. Schuster Dmoll Messe [/] Finale N 5. [/] 1. Satz N 4. [/] Notenpapier: Hartmuth Mitte: Kärnthnerstr. [siehe die Anmerkung][/] 20. Min vor 12 Uhr Abds. v Gause. nichts getrunken zu Hause u nichts gegessen« (**).\n\"Het nieuws van den dag\" Nr. 5141 (Amsterdam) kündigt auf S. 10 die Aufführung der 7. Symphonie am 18.11.1886 und die heutige Voraufführung an:\r\n\"             Stadsnieuws.\r\n[...]\r\n     Maatschappij Caecilia. Donderdag 18 Nov. (8 u.) 97e Concert (Stads-Schouwburg). Dir. Dan. de Lange. 1. Symphonie No. 7, E-dur, Auton [sic] Brückner (eerste uitvoering); 2. Symphonische Dichtung No. 2, Tasso Lamento e Trionfo, Liszt; 3. Symphonie No. 4, Beethoven. ƒ4, ƒ3, ƒ2, ƒl, ƒ1.50.\r\n     Donateurs-repetitie Dinsdag 16 Nov. (1 u.) in den Parkschouwburg.\" (***).\nVoraufführung des angekündigten Programms um 13 Uhr in der Parkschouwburg in Amsterdam (°).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 13:11"}, {"ID": 188711165, "Datum": "16.11.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von August Göllerich (in Vladicawkas im Kaukasus, dortiges Datum 4.11.1887) an Nicolaus Oesterlein: \n\n     Über seine Reiseeindrücke, die Arbeit an der Liszt-Biographie und am Liszt-Werkverzeichnis und seinen Einsatz für \"Bruckner, für den ich nach Möglichkeit arbeite und streite.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188811165, "Datum": "16.11.1888, Freitag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\nWünscht Auskünfte über Bruckner. »Ich denke mir ihn immer schaffend; dass er doch seine selbst mörderischen Grillen endlich besiegte.« (*).\nDatierung im 1. Satz der 3. Symphonie bei Takt 6-28 (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:32"}, {"ID": 189011165, "Datum": "16.11.1890, Sonntag", "Haupttext": "Im Bericht der Ostdeutschen Rundschau Nr. 33, S. 7, über das 1. Philharmonische Konzert [9.11.1890] wird bezweifelt, ob die 3. Symphonie tatsächlich aufgeführt werden wird:\r\n    \"Erstes Concert der Philharmoniker. [... erfreulich: \"nur Tondichtungen germanischer Künstler\", aber nur Altbekanntes ...] Wir vermissen schmerzlich die Faust=Ouverture, das Siegfried=Idyll [... Wagner, Liszt ...] und sind auch noch immer im Zweifel, ob wirklich die D-moll-Symphonie Bruckner's endlich zur Aufführung gelangen werde. [... Liszt als Klavierkomponist ...] Jos. Stolzing.\" (*).\n(1. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Händels Oratorium »Israel in Ägypten« (**), einer der Gründe für Johann Ev. Haberts Aufenthalt in Wien (***)).\n(Aufführung von Haberts Katharinen-Messe unter Kretschmann in der Votivkirche. Heinrich Wottawa schildert in einem Brief an Ernst Klinger vom 9.12.1890 seine positiven Eindrücke vom Werk und seinem Schöpfer (°)).", "Letzte Änderung": "23.03.2023 09:06"}, {"ID": 189111165, "Datum": "16.11.1891, Montag", "Haupttext": "Schwanzaras Aufzeichnungen der Universitätsvorlesung Bruckners (*). Bruckner soll sich für die Ovationen anläßlich seiner Promotion mit einer launigen Ansprache bedankt haben (**).\nBrief von Robert Lienau an Oberleithner:\r\n    Bevor der vierhändige Klavierauszug [der 8. Symphonie] zum Stich gehen könne, solle der mutmaßliche Irrtum Josef Schalks mit der Vertauschung der Innensätze geklärt werden. Das Arrangement sei leider wieder so schwer spielbar [vgl. 25.6.1891], daß der Absatz sich auf Bruckners Verehrerkreis beschränken werde (***).\nBrief der Währinger Liedertafel an Bruckner:\r\n    Gratulationsschreiben anläßlich der Ernennung zum Ehrendoktor, unterzeichnet von Leopold Tomola und Johann Nepomuk Prall (°).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 08:17"}, {"ID": 189211165, "Datum": "16.11.1892, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 46 bringt auf S. 520 die bereits am 10.11.1892 andernorts veröffentlichte Anekdote:\n\"     *–* Als man einst Vincenz Lachner in einem Streit über die einfache, gemüthvolle alte Musik im Gegensatze zu der complicirten, geräuschvollen der Gegenwart fragte, ob er \"Lannerianer\" oder \"Wagnerianer\" sei, antwortete er ruhig: \"Ich bin selber Aner!\" An diese treffende Antwort erinnert uns die originelle Antwort unseres, durch seine Symphonien berühmten Tondichters Anton Bruckner. Ein Kunstfreund fragte den durch seine Bescheidenheit in Bezug auf materiellen Erfolg seiner Werke bekannten Meister, warum er den [sic] nichts \"dankbareres\" als Symphonien schreibe? Bruckner antwortete auf diese naive Frage einfach: \"Sehen Sie, Lieber, der Eine hat Kanarienvögel, der Andere Ballettmädel gern, – ich – ich hab' halt Symphonien gern\" und drehte dem verblüfften \"Kunstmäcen\" den Rücken.\" (*).\n\n     [vgl. 10.11.1892]\n\n\nDer Bericht über die Abstimmung der Maatschappij \"Caecilia\" [vgl. 4.10.1892] erscheint auch im \"Bataviaasch handelsblad\" Nr. 264 (Batavia) auf S. 5\n\"[...] Daaronder kwamen voor Symphoniën van Haydn, Beethoven, Mozart, Mendelssohn, Shumann [sic], Spohr, Berlioz, Brahms, St. Saëns, Bruckner, Raff en Volkmann, en orkestwerken van verschillend genre van Beethoven, Mozart, Weber, Cherubini, Mendelssohn, Schubert, Shumann, Brahms, Berlioz, Niels Gade, Spontini, Liszt, Wagner, St. Saëns en Volkmann.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189311165, "Datum": "16.11.1893, Donnerstag", "Haupttext": "Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 39 bringt auf S. 6 einen mit \"A. P.\" signierten Konzertbericht, in dem Bruckners Quintett erwähnt wird:\n\"     Das vierte Konzert des \"Ersten Wiener Volksquartetts für klassische Musik\" brachte am verflossenen Sonntag [... bei einem Werk von Hans Huber wirkt Ella Kerndl (auch Komponistin) ... Lob für Duesbergs Einsatz für junge Künstler ...] – Wenn wir zum Schlusse noch eine bescheidene Bitte an das Quartett zum Ausdruck bringen dürften, so ist es die: uns und vielen Anderen baldigst durch die Aufführung des schon öfter angekündigten Bruckner'schen Streichquartettes [sic] eine große Freude zu bereiten.             A. P. \"\n[siehe auch 17.11.1893]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 189511165, "Datum": "16.11.1895, Samstag", "Haupttext": "Inserat zum heutigen Konzert im Leipziger Tageblatt Nr. 557 auf S. 8125 (= 3):\n\"Erste Kammermusik im kleinen Saale des Neuen Gewandhauses zu Leipzig Sonnabend, d. 16. November 1895. Mitwirkende: Die Herren Concertmeister Prill, Rother (Violine), Unkenstein, Heintzsch (Viola) und Wille (Violoncell). Programm: Quartett [... Mozart ...] Quintett für 2 Violinen, 2 Violen und Violoncell (F dur) (Zum ersten Male.) Anton Bruckner. Quartett [... Brahms ...]. Einlass 6 ½ Uhr. Anfang 7 Uhr. [... Kartenverkauf ...].\" (*).\n \nKonzertvoranzeige der Leipziger Neuesten Nachrichten. Aufführung des Quintetts im kleinen Saal des neuen Gewandhauses durch die Herren Prill, Rother, Unkenstein, Heintzsch und Wille. Dieses Konzert hören u.a. die Kritiker Bernhard Vogel, G. Schlemüller und F. R. Pfau (**).\n \nDie Welser Zeitung Nr. 46 berichtet von der Kirchenfeier am 7.11.1895: \"     Schwanenstadt, 8. November. (Installationsfeier.) Um 9 Uhr vormittags bewegte sich vom Pfarrhofe [... der Verlauf, die Teilnehmer ...]. Bei dem feierlichen, von unserem hochw. Herrn Stadtpfarrer Johann G. Huber gehaltenen Levitenamte brachte der vollbesetzte Musikchor unter der tüchtigen Leitung seines umsichtigen Regenschori, Herrn Anton Kneißl, folgende Tonwerke recht gelungen zur Aufführung: [...]; Tantum ergo von A. Bruckner, Nr. 5, in D-dur, für fünfstimmigen gemischten Chor mit Orgelbegleitung. [...].\" (***).", "Letzte Änderung": "10.12.2024 08:19"}, {"ID": 189611165, "Datum": "16.11.1896, Montag", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« \"Zum Gedächtnis des Componisten\" durch den Philharmonischen Chor und die Berliner Philharmoniker unter Siegfried Ochs in ersten Konzert des Chores. Solisten sind Emilie Herzog, Lula Gmeiner, Carl Dierich und Anton Sistermans (Gesang) und Heinrich Reimann (Orgel). Die Klavierbegleitung bei anderen Programmnummern übernimmt Wilhelm Berger (*).\nSistermans wirkt auch bei \"Jephta\" von Carissimi und der \"Flucht nach Ägypten\" von Berlioz mit (*a).\n \nBrief Rheinbergers an Johann Mayer in Wien:\r\n     Hanslick erlaube in Wien nur Brahms, in München führe man sogar Bruckner auf [1.11.1896 gemeint?]. »War das ein seltsamer Kamerad.” Seine Werke werden ”in der Musikgeschichte als Kuriosum figurieren …« (**).\n\r\nAufzeichnung von Spareinlagen als Beilage zum Vermögensbekenntnis (***).\n\r\nAnkündigung der Aufführung der d-Moll-Messe am 17.1.1897 in der Wiener Montagspost Nr. 148 auf S. 13:\r\n\"     Die Gesellschaft der Musikfreunde beabsichigt, zum Gedächtnisse Bruckner's dessen Messe in D-moll in das Programm des zweiten Gesellschaftsconcertes am 17. Jänner 1897 aufzunehmen. Es wird dies die erste Concert=Aufführung dieses Werkes sein.\" (°).\n\nThe Salt Lake Tribune Nr. 186 (Utah) übernimmt auf S. 4 in der 4. Spalte vom Nachruf in The Sun vom 31.10.1896 nur den ersten Teil:\r\n\"                 PERSONAL MENTION.\r\n[...]\r\n     Anton Bruckner, the musical composer, died recently at Ausfelder [sic], in Austria, at the age of 72. His best known work is his Eighth Symphony in C Minor, which takes a whole evening for its performance , and which was first given twenty-five years after it had been composed.\" (°°).", "Letzte Änderung": "26.09.2025 22:21"}, {"ID": 189711165, "Datum": "16.11.1897, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des \"Te deum\" im 380. Konzert des Musikvereins von Milwaukee (*).\r\nAußerdem stehen Werke von Brahms auf dem Programm. Solisten sind Johanna Gadski, Frida Koß, Valentin Fernekes und W. F. Inbusch (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2026 16:20"}, {"ID": 189811165, "Datum": "16.11.1898, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Josef Schalk an Franz Schalk (in New York): \n   Die Arbeit am Klavierauszug der 6. Symphonie strenge ihn doch mehr an als gedacht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:45"}, {"ID": 189911165, "Datum": "16.11.1899, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung der Leipziger Aufführung der 5. Symphonie [9.11.1899] im Musikalischen Wochenblatt auf S. 635f. Bei der öffentlichen Generalprobe am 8.11.1899 habe das Werk \"eine geradezu begeisterte Aufnahme gefunden\" (*).\r\nAuf S. 638 ist dieses Konzert nochmals verzeichnet (**).\nDas Neue Wiener Journ