In Heft 10 der "Urania" (28. Jahrgang) wird auf S. 160 vom Erfolg des Organisten Tod in London berichtet und Bruckners Öffentlichkeitsarbeit als Reklame und Schwindel bezeichnet:
" Personalien.
Aus Stuttgart wurde der rühmlichste bekannte Orgelvirtuose, Prof. Tod, zum Londoner Organistencongreß gesandt und soll alldort sehr gefallen haben. - [...].
Wie wir aus anderen musikalischen Zeitungen ersehen und eben auch direkt aus London erfahren, so hat der rühmlichst bekannte Orgelvirtuos C. A. Tod aus Stuttgart, einer der ausgezeichnetsten Lehrer an dem weltberühmten Konservatorium daselbst, das, beiläufig gesagt, die beste der vorhandenen Musikschulen sein dürfte, welcher auf der Riesenorgel der Alberthalle zu London (von welcher wir demnächst eine weitere Beschreibung bringen werden) sechs Concerte gab, trotz seinen ächt deutschen und ächt künstlerischen Programmen - ohne "Bruckner=Reklame", vulgo Schwindel, - die nur Werke von S. Bach, Händel, Mendelssohn, Schumann und Tod enthielten, großartigen Erfolg erzielt. - "
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 187110005, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-187110005letzte Änderung: Dez 19, 2024, 10:10