In einem Artikel der »Presse« Nr. 68 auf S. 1ff vergleicht Eduard Schelle die Symphoniker Bruckner und Goldmark:
»Feuilleton.
Musik.
Nun der Carneval zur Ruhe gegangen ist, scheinen sich plötzlich alle Schleusen der Musiksaison geöffnet zu haben [... Liederabend Walter ... Wagners »Lohengrin«-Dirigat ... über das 7. Philharmonische Konzert (am 5.3.1876) ...]
[S. 2: ...] mit einem gewissen Bangen sah man einer neuen Symphonie von Goldmark entgegen, welche den Schluß bildete. Denn erst kürzlich hatten wir bei Gelegenheit der Symphonie von Bruckner uns nicht enthalten können, den Muth eines modernen Componisten zu bewundern, in dieser heiklen Kunstform eine Karte auszuspielen, weil das Publicum von vornherein ein gewisses Mißtrauen gegen derartige Novitäten hegt, besonders aber wenn die Philharmoniker sie bringen. Goldmark befindet sich allerdings in einer günstigeren Stellung als Bruckner, den [sic] sein Name hat einen wohlbegründeten und verbreiteten Ruf [... über Goldmarks »Ländliche Hochzeit« ... Signatur auf S. 3:] E. Schelle.« (*).
(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 187603095, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-187603095letzte Änderung: Jul 03, 2024, 6:06