[Am 6.12.1881 begonnener?] Brief Franz Schalks an Josef Schalk:
Erwartet, daß die 4. Symphonie heute »durchfällt«. Das Orchester genüge den Anforderungen nicht. Mottl habe ungeniert gestrichen, meine, die Symphonie habe große Schwächen (*).
3. Abonnementskonzert in Karlsruhe unter Mottl mit Werken von (laut Planung) Cherubini, Haydn, Schubert, Schumann, Gade und Bruckner (4. Symphonie) im großen Saal des Museums (**).
Für den erkrankten J. Hauser sprang Staudigl ein, der statt Händel und Cornelius Lieder von Haydn, Schubert und Schumann sang (**a).
Bei der Aufführung wurde das Wiener Material (20.2.1881) verwendet (Partiturabschrift heute in New York) (***).
Friedrich Klose erlebte die Aufführung mit (°).
Das Karlsruher Tagblatt Nr. 337 (Erstes Blatt) hatte auf S. 3175 in einem Inserat darauf aufmerksam gemacht:
"Samstag den 10. Dezember | im großen Museumssaale | III. Abonnements=Konzert | des | Großherzoglichen Hoforchesters, | unter gefälliger Mitwirkung des Großh. Kammersängers Herrn J. Hauser. | Programm. | 1) Cherubini. Ouverture zu "Der Wasserträger". 2) Händel. Arie aus "Ezio". 3) N. Gade. Konzert für Violine mit Begleitung des Orchesters (D-moll, neu). Herr Konzertmeister H. Deeke. 4) Peter Cornelius. Weihnachtslieder. 5) Anton Bruckner. Sinfonie in Es-dur. (Manuscript). | Anfang 7 Uhr. Ende gegen 9 Uhr. | [... Preise, Karten ...] | Generalprobe Samstag den 10. Dezember, Vormittags 10 Uhr. [... Billets ...]" (°°).
Die Karlsruher Zeitung hatte geschrieben:
"[... die] für Karlsruhe neue Symphonie in Es dur des berühmten Orgelvirtuosen Anton Bruckner, Professor der Musiktheorie am Wiener Konservatorium. Die Symphonie hat kürzlich in Wien im Philharmonischen Orchesterverein unter Hans Richters Leitung außerordentlichen Beifall gefunden" (°°°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188112105, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188112105letzte Änderung: Feb 19, 2026, 15:15