Besprechung des Konzerts vom 4.11.1884 durch Theodor Helm in der Deutschen Zeitung Nr. 4614 auf S. 5 (über das Adagio der 7. Symphonie und das Scherzo der 4. Symphonie. Vergleiche mit dem fis-Moll-Adagio aus Beethovens Hammerklaviersonate).
»[...] Für uns ohneweiteres die interessanteste Nummer des Abends war der erste der von Herrn Schalk gespielten Bruckner'schen Symphoniesätze, nämlich das Adagio aus der Siebenten Symphonie (in E-dur), dessen wahrhaft wundervolle Hauptthemen im letzten Heft der "Bayreuther Blätter" als Notenbeispiele mitgetheilt wurden. [... über Probleme einer Klaviertranskription ... Kritik an den Wiener Philharmonikern (»consequent ignorirt«) ... Lob für Josef Schalk] Er hatte die Genugthuung, nicht nur selbst verdientermaßen applaudirt zu werden, sondern auch den von ihm so ausgezeichnet interpretirten und schwärmerisch verehrten Componisten wiederholt dem Publicum vorführen zu können. [... zahlreicher Besuch, aufmerksames Publikum ...] Dem gegenüber hat uns die grobe Tactlosigkeit einiger Weniger, welche, ihre Nachbarschaft störend, inmitten (!) des Bruckner'schen Adagios Reißaus nahmen, geradezu empört. h-m.« (*).
Das Musikalische Wochenblatt Nr. 46 verzeichnet auf S. 568 Josef Schalks Aufsatz über Bruckner:
"Journalschau.
[...]
Bayreuther Blätter, 10. Stück. Die italienischen Krankenasyle. Von E. Grysanowski. - Ant. Bruckner. Von J. Schalk. - Geschäftlicher Theil." (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188411065, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188411065letzte Änderung: Jun 10, 2024, 6:06