Kalendernotiz Bruckners: »28. Jänner Fr Kathi 7 fl gezalt für Februar.« (*).
In einem Feuilleton-Artikel des Deutschen Volksblatts Nr. 384 auf S. 1f, signiert "H. P." [Hans Puchstein], wird Bruckner erwähnt:
"Zur Feier des 100. Jahrestages der ersten Aufführung von Mozart's "Cosi fan tutte".
[... über Mozarts widrige Lebenssituation 1790 ... den Meistern nützt eine posthume Würdigung wenig ... ]
[...] Auch heute leiden die Meister der Kunst vielfach unter den Einwirkungen einer böswilligen Kritik, neidischer Nebenbuhler, unter dem Unverstand der einflußreichen Persönlichkeiten. Speciell der Wiener hat heute die heilige Ehrenpflicht, einen Meister, der wie kein anderer den Anfeindungen niedriger, gewissenloser Gegner ausgesetzt ist, zu unterstützen. Die Leser dieses Blattes wissen, wen wir meinen - Anton Bruckner. Es ist hohe Zeit, dem Meister, dessen Namen die Nachwelt stets mit den ersten alller Zeiten nennen wird, die Möglichkeit eines sorgenlosen Schaffens zu geben. Es wird die Zeit kommen, in der man Jeden, dem es vergönnt war, mit Anton Bruckner an einem Orte zu leben und ihm in's Auge zu schauen, beneiden wird. Zeigen wir uns dieses Vorzuges würdig, ehren wir uns selbst, indem wir unsere Meister ehren!
[... über die vorgestrige Opernaufführung ...] H. P." (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189001285, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189001285letzte Änderung: Feb 02, 2023, 11:11