zurück 25.5.1897, Dienstag ID: 189705255

Brief von Hugo Wolf an Paul Müller:
     Richard Wagner und Bruckner genügten vollauf, "um ein ganzes Menschleben mit den edelsten Genüssen u. allen nur denkbaren Wonnen auszufüllen. Wohl denen, die neue Ohren für solche neue Musik, neue Zungen für solche neue Sprache haben!" (*).

Die Cur- und Bade-Zeitung Hygiea Nr. 10 bringt auf S. 4 einen Artikel über Ladislaus Ungar (mit Abbildung):
"[...] Das ausserordentliche Talent Ungar’s veranlasste sowohl die croatische Landesregierung als auch den kunstsinnigen Grafen Nicolaus Eszterházy, ihm ein Jahresstipendium auszusetzen. Seine weiteren Studien betrieb Ungar am Wiener Conservalorium, wo er zu den besten Schülern Door’s, Krenn’s und Bruckner’s ge­hörte. Bruckner’s Individualität mag auf unsern Componisten in der Richtung eingewirkt haben, dass er den Contrapunkt in ganz ungewöhnlicher Weise beherrscht. Sein Offertorium für Streich- und Gesangstrio ist ein Cabinetstück der Contrapunktik, voll Glanz und religiöser Innigkeit. [...]" [keine Signatur] (**).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189705255, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189705255
letzte Änderung: Aug 28, 2026, 12:12