Das Deutsche Volksblatt Nr. 3543 erwähnt Bruckner auf S. 9 in einem Artikel, der sich gegen die Errichtung eines Brahms-Denkmals ausspricht:
" – Gegen die Errichtung eines Brahms-Denkmales ergreift der bekannte Componist und Pianist Algernon Ashton in den „Musical News" das Wort. Er bestreitet keineswegs dem Verblichenen das Recht, ein Denkmal zu erhalten, hebt aber nachdrücklich hervor, daß R. Schumann, der seit 42 Jahren, und R. Wagner, der seit 15 Jahren verschieden ist, bis heute eines Denkmales in Wien entbehren, obwohl sie aus mehr als einem Grunde zuerst Berücksichtigung verdienen. Auch Bruckner als gebürtiger Oesterreicher käme nach unserer Meinung noch vor Brahms in Betracht. Der Größe Bruckner's vermag jedoch nur ein Denkmal ersten Ranges zu entsprechen. Um ein solches zu errichten, würde es sich empfehlen, allgemeine Sammlungen einzuleiten. Nachdem es an einem Bruckner-Verein noch mangelt, wäre wohl der Akademische Wagner-Verein, der soviel für des genialen Meisters Ehrung gethan, der berufenste, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen." (*).
" – Gegen die Errichtung eines Brahms-Denkmales ergreift der bekannte Componist und Pianist Algernon Ashton in den „Musical News" das Wort. Er bestreitet keineswegs dem Verblichenen das Recht, ein Denkmal zu erhalten, hebt aber nachdrücklich hervor, daß R. Schumann, der seit 42 Jahren, und R. Wagner, der seit 15 Jahren verschieden ist, bis heute eines Denkmales in Wien entbehren, obwohl sie aus mehr als einem Grunde zuerst Berücksichtigung verdienen. Auch Bruckner als gebürtiger Oesterreicher käme nach unserer Meinung noch vor Brahms in Betracht. Der Größe Bruckner's vermag jedoch nur ein Denkmal ersten Ranges zu entsprechen. Um ein solches zu errichten, würde es sich empfehlen, allgemeine Sammlungen einzuleiten. Nachdem es an einem Bruckner-Verein noch mangelt, wäre wohl der Akademische Wagner-Verein, der soviel für des genialen Meisters Ehrung gethan, der berufenste, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen." (*).
Der Brünner Tagesbote Nr. 258 kündigt auf S. 4 die Klavieraufführung der 1. Symphonie am 14.11.1898 an:
"(Brünner Wagnerverein.) An dem Montag den 14. d. um 8 Uhr abends im Goethezimmer des Deutschen Hauses stattfindenden Vereinsabende wird Herr Wickenhauser die Besprechung über »Die Meistersinger von Nürnberg« fortsetzen. Ferner gelangt am Clavier Bruckners erste Symphonie von Frl. Schäfer und Herrn Malatta zur ersten Aufführung." (**).
"(Brünner Wagnerverein.) An dem Montag den 14. d. um 8 Uhr abends im Goethezimmer des Deutschen Hauses stattfindenden Vereinsabende wird Herr Wickenhauser die Besprechung über »Die Meistersinger von Nürnberg« fortsetzen. Ferner gelangt am Clavier Bruckners erste Symphonie von Frl. Schäfer und Herrn Malatta zur ersten Aufführung." (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189811125, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189811125letzte Änderung: Okt 26, 2026, 16:16