Besprechungen gestrigen Aufführung der 4. Symphonie
durch Prochaska in der Grazer Morgenpost Nr. 259 (signiert "V. P.") (*),
Petrich in der Grazer Tagespost Nr. 313 (**)
und Kienzl im Grazer Tagblatt Nr. 313 auf S. 1ff:
auf S. 1ff:
" Viertes Spörr-Concert.
Es bleibt unstreitig ein nicht genug hoch anzuerkennendes Verdienst des Herrn Kapellmeisters Spörr, das Grazer Publicum mit den bedeutendsten Orchester-Werken der neueren Meister theils bekannt zu machen, theils die fast entschwundene Erinnerung an einige wenige von ihnen, die man hier schon gehört hat, wieder aufzufrischen. Zur zweiten Gattung gehört Anton Bruckners vierte Symphonie in Es-dur, die sogenannte „romantische". Dass der nur von wenigen in seiner vollen Bedeutung erkannte oberösterreichische Meister der größte symphonische Erfinder auf dem Gebiete der reinen Instrumentalmusik seit Beethoven und Schubert war, dieser Erkenntnis verschließen sich heute nur mehr jene unter den Musikern, die hartnäckig am Alten festhalten zu müssen glauben, indem sie sich dem Fortschritte blind und taub gegenüberstellen, oder jene, denen jede Fähigkeit fehlt, sich in eine neue reiche Welt einzuleben, deren Inhalt ihnen nicht schon mit der Muttermilch eingeflößt worden ist." [... der Text ist komplett über den Link oben zu lesbar ...]. Die sehr gut ausgeführte Ouverture fand reichen Beifall, sowie alle anderen Nummern des ungemein fesselnden Programmes, das des Guten fast zu viel brachte. Dr. Wilhelm Kienzl." (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189911115, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189911115letzte Änderung: Feb 20, 2026, 9:09