zurück 6.3.1912, Mittwoch ID: 191203065

Brief des Verbandes der Alten Herren des Akademischen Gesangvereines in Wien an Propst Josef Sailer:
     Die anlässlich des 100semestrigen Bestehens des Vereins gestiftete Gedenktafel sei am 11.2.1912 enthüllt worden. Man wolle den Herren, in deren Kreis sich Bruckner so geborgen gefühlt habe, zum Dank ein Bild dieser Tafel übergeben mit der Bitte, ihm im Bruckner-Zimmer einen Platz zu gewähren. Unterzeichnet von Karl Lorenz (*).
 
Ähnlich lautendes Schreiben an Ignaz Bruckner (**).
 
Schreiben an den Rektor der Wiener Universität, Oswald Redlich [siehe die Anmerkung]:
"         Verband der Alten Herren des Akademischen Gesangvereines in Wien.
   Wien, XVII/2 Wilhelminenberggasse 4 (Obmann: k. k. Bibliothekar Karl Lorenz).
[links:]
POSTSPARKASSEN-KONTO Nr. 86750
       TELEFON Nr. 15361
Zl. 147.0. | 1911/12.
                                           [rechts:] Wien, am 6. März 1912.
   Euere Magnifizenz!
      Die Stiftung der Gedenktafel für Anton Bruckner durch den Verband der Alten Herren des Akademischen  Gesangvereines in Wien und die erhebende Feier, welche die Universität aus Anlaß der Enthüllung dieser Tafel veranstaltet hat, sind Ereignisse, die in den Annalen des Akademischen Gesangvereines mit goldenen Lettern eingetragen sind und mehr als alle Worte von der unverminderten Kraft der altbewährten Grundsätze des Akademischen Gesangvereines und seiner künstlerischen Ideale Zeugnis geben.
     Euere Magnifizenz haben anläßlich dieser unvergeßlichen Festfeier so viel liebenswürdiges Entgegenkommen an den Tag gelegt, daß der Altherren-Verband des Akademischen Gesangvereines in Wien, obwol dem Arrangement ferne stehend, sich verpflichtet fühlt, auch seinerseits für das der Sache und dem Akademischen Gesangvereine bewiesene Wolwollen seinen ergebensten und herzlichsten Dank abzustatten.
     Gleichzeitig bittet er Euere Magnifizenz das mitfolgende Bild der Bruckner-Tafel als sichtbares Zeichen des Dankes und zur Erinnerung an die schöne Feier annehmen und dem Akademischen Gesangvereine auch fernerhin Ihre Sympathie unverändert bewahren zu wollen.
     Im Auftrage des Verbandes der Alten Herren des Akademischen Gesangvereines in Wien
                             Karl Lorenz
                            dz. Obmann."
[Links daneben Stempelabdruck]
Auf der letzten Seite des Bogens Skizzierung eines Antwortschreibens Oswald Redlichs in Stenographie, datiert 23.[März?].1912 (***).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 191203065, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-191203065
letzte Änderung: Jul 27, 2026, 9:09