zurück 16.8.1918, Freitag ID: 191808165

Bruckner kommt in der Detroiter Abend-Post Nr. 18821 auf S. 6 zu der Ehre, in einem Fortsetzungsroman genannt zu werden:
"     Der Kopf der Venus.
Novelle von Sophie v. Khuenberg.
             (1. Fortsetzung.)
   "Sei gesegnet, du Glückspilz . . . .  Du hast ja Frau Venus selber zu Besuch bekommen . . .  Wer ist die schöne Fremde, die Ihr beherbergt?"
     [... neues Hausmädchen Lisi Hock ... Doktor Hermann Seeberger ("emsiger Cellist") sieht sie später im Haus seines Freundes Kurt Hellendorf, fragt sie als Wienerin nach ihrem Interesse an Musik ... man geht ins Musikzimmer ...].
     "Was werden Sie singen, Fräulein Lisi, soll ich Sie begleiten?" fragte der Doktor eifrig.
     "Danke schön – ich begleit' mich lieber selbst . . ja, was werd' ich denn nur singen . . . . irgend was aus einer Operette . . das treff' ich am besten."
     Dem Doktor gab's einen kleinen Riß, Wer sein lebenlang nur zu Beethoven, Bruckner, Schubert gebetet hat, für den ist dergleichen ein ungewohnter Fall ins Wesenlose. Aber Lisi bemerkte das gar nicht, setzte sich ans Klavier, griff mit den schönen Händen beherzt in die Tasten, sang und spielte keck darauf los, wie ihr's eben einfiel.
     Ein hübscher, weicher Mezzosopran wars, [... Stimme ausbilden lassen? ...]. "Sie sind das rechte Wiener Kind!" (Fortsetzung folgt.)
                ————
      — Die deutschen Gewässer enthalten im ganzen 64 Fischarten."
[Im Fortsetzungsteil am 29.8.1918 kommt die Rede nochmals auf Bruckner.]


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 191808165, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-191808165
letzte Änderung: Sep 23, 2025, 22:22