[ohne Datum] Tagebucheintragung von Felix Mottl:
"Klavier bei Scheuner und Harmonielehre u. Kontrapunkt bei Anton Bruckner. Seine originelle Art. Bauernschlauheit. Die Art seines Unterrichts! >Ihr dürft in der Schule nicht eine verbothene Harmoniefolge machen, sondern alles muß streng nach der Regel sein! Wenn ihr dann aus der Schule seid und bringt mir eine so regelmäßige Arbeit, werfe ich euch damit zur Thüre hinaus.< Seine Sehnsucht, eine seiner Symphonien aufgeführt zu hören! >Brahms, Hanslick und die <Herren Israeliten> sind halt meine Feinde!< Begeisterung für Wagner. Ich halte sie bei ihm für rein äußerlich. (Harmonien etc.) Das innere von Wagner versteht er nicht. Er ist aufreizend ungebildet. [...] (Für Bruckner giebt es nur Maschinen-Schüler, einer wie der andere!)".
"Klavier bei Scheuner und Harmonielehre u. Kontrapunkt bei Anton Bruckner. Seine originelle Art. Bauernschlauheit. Die Art seines Unterrichts! >Ihr dürft in der Schule nicht eine verbothene Harmoniefolge machen, sondern alles muß streng nach der Regel sein! Wenn ihr dann aus der Schule seid und bringt mir eine so regelmäßige Arbeit, werfe ich euch damit zur Thüre hinaus.< Seine Sehnsucht, eine seiner Symphonien aufgeführt zu hören! >Brahms, Hanslick und die <Herren Israeliten> sind halt meine Feinde!< Begeisterung für Wagner. Ich halte sie bei ihm für rein äußerlich. (Harmonien etc.) Das innere von Wagner versteht er nicht. Er ist aufreizend ungebildet. [...] (Für Bruckner giebt es nur Maschinen-Schüler, einer wie der andere!)".
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 187502005, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-187502005letzte Änderung: Feb 02, 2023, 11:11