Das Musikalische Wochenblatt Nr. 20 bringt auf S. 227f eine mit »B.« signierte Kritik über das Konzert des Lehrer-Vereins in Frankfurt unter M. Fleisch, bei dem der »Germanenzug« aufgeführt wurde [vor dem 8.5.1888].
"Musikbrief.
Frankfurt a. M., im April.
(Schluss.)
Das Ehepaar Max und Blanche Schwarz ist uns ein lieber Frühlingsbote [... über dessen Konzerte ...] - Mit dem zweiten Abonnementconcert des Sängerchors des hiesigen Lehrer-Vereins, an welchem sich die Violinistin Frl. Soldat und der ausgezeichnete Harfenvirtuose Hr. Posse erfolgreich betheiligten, dürfte die hiesige Concertsaison ihren Abschluss gefunden haben. Das letzte Wort hatte A. Bruckner mit seinem "Germanenzug". Soweit unsere Kenntniss der Werke des wohl nicht genügend anerkannten Wiener Meisters reicht, gehört die bezeichnete Tonschöpfung, obschon ihr dramatische Belebung und Effect nicht abzusprechen sind, nicht zu dessen bedeutenderen Werken. Dass die Wiedergabe des harmonisch nicht leichten Chores, sowie die Ausführung des übrigen höchst gewählten Programms unter der sicheren Leitung des vortrefflichen Hrn. Musikdirector M. Fleisch eine durchaus mustergiltig war, bedarf nach unseren früheren Berichten keiner besonderen Erwähnung. B."
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188805105, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188805105letzte Änderung: Feb 02, 2023, 11:11