In einem Artikel des Wiener Abendblatts Nr. 29 auf S. 4, signiert »Bn.« [Berggruen?], wird kritisiert, daß Bruckner in den Philharmonischen Konzerten nicht beachtet wird:
"(Philharmonisches Konzert.) Das Programm des vorgestrigen philharmonischen Konzertes war bunt genug zusammengestellt. [... über das Programm - Mozart, Berlioz' "Harold in Italien" mit Rosé als Viola-Solisten und eine erfindungslose, langweilige Ouvertüre von Mackenzie, die fast einstimmig abgelehnt wurde ...] Ein halbes Dutzend schüchtern applaudirender naiver Enthusiasten lieferten die Gegenprobe. Für einheimische Meister wie Bruckner haben die Programme der Philharmoniker keinen Platz; aber an so werthlose Kompositionen wie die gestrige Novität wird Arbeit und Zeit gewendet und die Geduld des Auditoriums auf die Probe gestellt. Bn."
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188901295, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188901295letzte Änderung: Nov 15, 2024, 11:11