und die Ostdeutsche Rundschau Nr. 25 auf S. 6 (**), signiert "J. St." [sicher: Josef Stolzing]:
"Musik=Aufführung des akademischen Richard Wagner=Vereines in der Tonhalle am 15. Juni.
Endlich einmal konnten wir uns wieder an einer Musikaufführung erfreuen, deren durchaus deutsches Programm eine sehr gute Aufführung fand. [... Wagner, Hugo Wolf (mit Vorbehalten) ...] Wolfs Begabung ist wohl zweifellos, doch wie gesagt, scheint sie an umfangreicheren Aufgaben zu scheitern.
Bruckner's wundervolle Es-dur-Symphonie, die romantische, fand ungeheuren Beifall, der geniale Schöpfer derselben wurde stürmisch bejubelt und erhielt zwei Lorbeerkränze. Lange genug hat Bruckner gerungen, wenigstens wird der Abend seines Lebens verklärt durch die Anerkennung seines Genies, die ihm länger als ein Menschenalter hindurch versagt blieb. Die Wiedergabe der Symphonie war eine gute, nur durch die etwas schwache Besetzung des Orchesters und die schlechte Akustik des Saales wurde die Wirkung derselben etwas beeinträchtigt.
[... kurz zu Liszt und Wagner ...] Das Ausstellungsorchester, der Chor des Vereines, die beiden Solisten, Frl. Margarethe Petersen und Herr Karl Astner, zeigten sich den schwierigen Aufgaben vollständig gewachsen. Herr Anton Schalk [sic] dirigirte vortrefflich. J. St." (**).
[?] Artikel "Ausstellungsconcerte", signiert "H. P." (Hans Puchstein) im Deutschen Volksblatt (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189206195, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189206195letzte Änderung: Apr 01, 2025, 6:06