Ferdinand Moser und Joh. Bapt. Breselmayr bestätigen, von Theodor Reisch 4000 Gulden für die Erhaltung von Bruckners Sarg erhalten zu haben. Der Sarg sei nach Bruckners Willen frei in der Gruft unter der Orgel in St. Florian aufgestellt worden (*).
Die Salzburger Chronik für Stadt und Land Nr. 93 bringt auf S. 3 eine Kritik zum Konzert vom 23.4.1897 (mit zwei Sätzen der 4. Symphonie), signiert "G.":
"[...] Mit gespannter Neugierde wurde die Symphonie in Es von Anton Bruckner erwartet, von welcher die beiden ersten Sätze prachtvoll zur Vorführung gelangten. Die großartig breit angelegte und tief durchdachte Komposition mit ihren titanenhaft anstürmenden Tonmassen wandelt ganz neuartige Bahnen von meisterhafter Originalität. Obwohl Beethovens und Rich. Wagners Riesengeist darin lebt, steht Bruckner doch voll und ganz auf eigenen Füßen und versteht es vollkommen, das Interesse an dem interessanten Tongebilde durchwegs aufrecht zu erhalten. Dem verehrten Herrn Mozarteums-Direktor Hummel gebührt fürwahr der verbindlichste Dank für die Aufnahme der Symphonie Bruckners in das Programm, denn der neueste einheimische Tondichter, der im vorigen Jahre seine Künstlerlaufbahn mit dem Tode beschloß, verdient es vollauf, von der Nachwelt verewigt zu werden und es liegt gewiß ein bedeutendes Verdienst darin, seine noch zu wenig bekannten Tonwerke dem Publikum durch so vortreffliche Aufführungen, wie die am Freitag eine war, nach und nach bekannt zu machen. Der Besuch war, wie schon früher gemeldet wurde, ein ungewöhnlich zahlreicher und unsere tüchtigen Künstler erwarben sich überaus reichlichen, wohlverdienten Beifall. G. " (**).
The Morning Post Nr. 38965 (London) bringt auf S. 6 eine Druckfehlerkorrektur zum Artikel vom 24.4.1897:
" THE MUSICIANS' DEATH-ROLL.
TO THE EDITOR OF THE MORNING POST.
SIR,–In my letter headed the "Musicians' Death-Roll," which appears in your issue to-day, I notice several misprints. In three instances the printer has read my K's as R's, for he prints Theodor Rullak, Friedrich Rücken, and Friedrich Riel instead of Kullak, Kücken, and Kiel. Anton Brackner ought to read Bruckner, and Waldemar Bargiel should stand as Woldemar. Bruckner did not die in 1895 but in 1896, and the death year of Ambroise Thomas was 1896 not 1895.–Yours, &c., ALGERNON ASHTON.
44, Hamilton-gardens, St. John's-wood, April 24." (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189704265, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189704265letzte Änderung: Aug 27, 2026, 7:07