Aufführung der 7. Symphonie durch die Königliche Kapelle Berlin unter Karl Muck beim 13. Schlesischen Musikfest in Görlitz (*).
Als Solisten bei anderen Programmnummern dieser Konzerte [20. - 22.6.1897] wirken mit: als Gesangssolisten Herr Perron, Herr Sommer, Franck, Fritz Fiedler und Frau Hiedler und außerdem Frl. Stephan, Sandra Drouker (Petersburg), Herr Halir und Frl. Lavalle (Breslau) (**).
Genannt wird auch Frau Götz (***).
Brief von Bernhard Ziehn an Hugo Kaun, vermutlich in Chicago geschrieben:
Ärgert sich über Primavesi und Edna Fern. Von Kauns Festmarsch und der 1. Szene des "Malers von Antwerpen" sei er beeindruckt. "Es ist ganz eigenthümlich, mit welcher Leichtigkeit Sie die Chromatik handhaben, wie man sie außer bei Wagner und Bruckner und H. Wolf fast überall antrifft. Haben Sie bemerkt, daß die ersten 12 Takte des Marsches eine ähnliche Stimmung widerspiegeln wie das Scherzo der Romantischen und die Einleitung zum 2. Aufzuge des Tristan?" Über Non- und Septimakkorde etc. (°).
Die Neue Freie Presse Nr. 11792 macht auf S. 4 des Abendblatts auf ein Buch mit Abbildungen von ausgewählten Werken Victor Tilgners aufmerksam, das in fünf Lieferungen mit je zwölf Tafeln im Verlag J. Löwy erscheinen wird und u.a. auch die Büsten "der Componisten Bruckner und J. Strauß" zeigt. Der begleitende Text stammt nicht, wie ursprünglich vorgesehen, vom "unbedingtesten Bewunderer" Albert Ilg (Tilgner: "Gott schütze mich vor meinen Freunden.") (°°).
Das Deutsche Volksblatt Nr. 3042 bringt auf S. 1f einen Artikel von Rolf Bernauer "Das Judenthum in der Kunst", in dem beispielhaft Bruckner, Rosegger und Müller-Gutenbrunn genannt werden:
" Das Judenthum in der Kunst.
Die Wiener Bevölkerung hat in den letzten Wahlen klar und deutlich ihrer Meinung Ausdruck gegeben. Sie hat auf das Glänzendste bewiesen, daß sie noch im Stande ist christlich und deutsch zu denken und zu fühlen.
[... u.a. über die Rolle der "jüdischen Presse" ...].
Wir könnten Hunderte von Beispielen aus vergangener und jüngster Zeit aufzählen, um die Wahrheit des Gesagten zu erhärten. Man erinnere sich nur, wie man dem armen Bruckner zusetzte, blos weil er seiner Abneigung gegen die Unartenlosen in unzweideutiger Weise Ausdruck verlieh. Erst heute, wo sein Ruhm denn doch nicht so ohneweiters wegzuleugnen ist, gibt man so ganz obenhin seine Größe zu.
Begann nicht ein wahres Kesseltreiben gegen Rosegger, als er auch nur in den leisesten Geruch antisemitischer Gesinnung kam, denselben Rosegger, den die jüdische Presse früher fast bis in den Himmel erhoben hatte?
" Das Judenthum in der Kunst.
Die Wiener Bevölkerung hat in den letzten Wahlen klar und deutlich ihrer Meinung Ausdruck gegeben. Sie hat auf das Glänzendste bewiesen, daß sie noch im Stande ist christlich und deutsch zu denken und zu fühlen.
[... u.a. über die Rolle der "jüdischen Presse" ...].
Wir könnten Hunderte von Beispielen aus vergangener und jüngster Zeit aufzählen, um die Wahrheit des Gesagten zu erhärten. Man erinnere sich nur, wie man dem armen Bruckner zusetzte, blos weil er seiner Abneigung gegen die Unartenlosen in unzweideutiger Weise Ausdruck verlieh. Erst heute, wo sein Ruhm denn doch nicht so ohneweiters wegzuleugnen ist, gibt man so ganz obenhin seine Größe zu.
Begann nicht ein wahres Kesseltreiben gegen Rosegger, als er auch nur in den leisesten Geruch antisemitischer Gesinnung kam, denselben Rosegger, den die jüdische Presse früher fast bis in den Himmel erhoben hatte?
[...]
Darum bedarf es eines energischen Aufraffens, eines ostentativen Zurückweisens der jüdischen Presse und dieselbe wird mangels Lesern und Abnehmern in sich selbst zusammenbrechen und verschwinden und mit ihr das hauptsächlichste Hilfsmittel der semitischen Kunstbeeinflussung und Geistesknechtung. Rolf Bernauer." (°°°).
Darum bedarf es eines energischen Aufraffens, eines ostentativen Zurückweisens der jüdischen Presse und dieselbe wird mangels Lesern und Abnehmern in sich selbst zusammenbrechen und verschwinden und mit ihr das hauptsächlichste Hilfsmittel der semitischen Kunstbeeinflussung und Geistesknechtung. Rolf Bernauer." (°°°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189706225, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189706225letzte Änderung: Aug 28, 2026, 22:22