Der Alpen-Bote Nr. 61 veröffentlicht auf S. 5f den "XIV. Ausweis der Spender für das Bruckner-Denkmal" (*).
Die Österreichische Musik- und Theaterzeitung Nr. 23 bringt auf S. 3f eine Kritik zur Aufführung der 7. Symphonie unter Muck [am 22.6.1897 in Görlitz] (**).
In der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 5826 werden auf S. 2f die Aufführungen der Bayreuther Festspiele besprochen, jedoch zu Beginn Überlegungen zur Festspielidee angestellt, signiert "F. A.":
"[...]
In der Zeit ihres 21jährigen Bestehens haben die Festspiele nur in zweifacher Hinsicht die Absichten ihres Begründers erfüllt. Erstens bei der alleinigen Pflege des großen Baireuther Vermächtnisses, „Parsifal", zweitens in der Einverleibung sämmtlicher Werke des Meisters in den Spielplan. Das ist viel, wenn man bedenkt, mit welchen ungeheuren Schwierigkeiten die Mustervorstellung eines Wagnerschen Werkes in allen Theilen verbunden ist. [...] Das Alles ist, wie gesagt, sehr viel, aber wenig im Vergleich zu dem, was Wagner mit Bairenth eigentlich wollte, wenn man daran denkt, daß Wagner hier nicht nur den „Don Juan", den „Fidelio", die Symphonien Beethoven's und Bruckner's aufführen wollte, sondern auch die „Wallenstein"-Trilogie und Goethe's „Faust". Ein Olympia der deutschen Kunst sollte Baireuth werden. Das ist es nicht trotz seiner unübertrefflichen Darbietungen auf dem Gebiete des Wagner'schen Musikdramas. Ob es wohl je dazu kommen wird? [... über die Aufführungen ...] Und Frau Schumann-Hcink? Sie ist die größte Sängerin, über welche gegenwärtig die deutsche Bühne verfügt. Als solche sang sie die vornehmste Partie des Ringes, nämlich die Erda. Erschütternder sind diese Töne wohl nie vernommen worden. F. A." (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189708015, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189708015letzte Änderung: Aug 29, 2026, 12:12