Im Deutschen Volksblatt Nr. 3150 wird auf S. 4 des Abendblatts die Aufführung der 3. Symphonie [am 9.1.1898] angekündigt.
Camillo Horn übt Kritik an der Programmzusammenstellung der Wiener Philharmoniker:
" In der Voraussetzung, daß obiger Spielplan weiterer Ergänzung, beziehungsweise Umänderung noch unterzogen werdcn kann, sei es uns gestattet, einige Wünsche anzugliedern. Vorstehende musikalische Blütenlese weist ja zwei Werke von Brahms und Dworschak auf, wohingegen Meister Bruckner's nur ein einzigcsmal gedacht wird. Sehr mit Unrecht! Während die musikalische Eigenart der Componisten Brahms und Dworschak zur Genüge bekannt ist, läßt das Verständnis für die Werke unseres gedankenreichen durch und durch vaterländischen Künstlers infolge äußerst seltener Aufführung noch viel zu wünschen. Es wäre daher in erster Linie Pflicht der Philharmoniker, dem großen deutschen Tonkünsiler wenigstens denselben Antheil an Aufführungen zu gewähren, der seinem slavischen Collegen eingeräumt wird. [...] C. H. " (*).
Der Hinweis auf die Philharmonischen Konzerte der Saison 1897/98 erscheint auch im Wiener Tagblatt Nr. 278 auf S. 2 (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189710085, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189710085letzte Änderung: Aug 30, 2026, 10:10