Aufführung des Adagios der 7. Symphonie unter Grande in Troppau (*).
Die Reichspost Nr. 43 berichtet auf S. 7 (wie schon am 22.2.1898 auf dieser Seite datiert 20.2.1898, Nr. 41) vom Konzert des Prill-Quartetts am 19.2.1898 mit dem Quintett, signiert "G. v. B. [Gaigg von Bergheim]:
" – Das Prill-Quartett verschaffte uns mit seinem dritten Abend am 19. Februar einen ganz besonderen musikalischen Genuß. Die Künstler brachten von einander ganz streng verschiedene Stilmuster: Bruckner, Mozart und Schumann. Wir haben das einzig schöne Streichquintelt F-dur von Bruckner außer von Hellmesberger wohl nie schöner und edler gehört, besonders das Adagio in Ges, das die Größe Beethoven's athmet und dem nur das Adagio aus der neunten Symphonie Beethoven's an die Seite gestellt werden kann, erklang wie eine Offenbarung aus höheren Sphären. Das ganze Publicum und der größere Theil der Kritik erhoben sich zu einmüthigem Beisalle, um den „Prill-Genossen" für die Aufnahme dieser grandiosen Tonschöpfung zu danken. Nach dem gewaltigen, himmelstürmenden Bruckner [...] G. v. B. " (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189802235, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189802235letzte Änderung: Sep 28, 2026, 9:09