Die Reichspost Nr. 105 weist auf S. 6 auf die heutige Kirchenmusik hin: "[...] Tantum ergo von Anton Brückner, [...]" (*).
Aufführung des fünfstimmigen "Tantum ergo" [WAB 42] in der Pfarrkirche zu Maria Geburt am Rennweg (**).
Das Linzer Volksblatt Nr. 105 berichtet auf S. 4 von der Teilaufführung der b-Moll-Messe am 4.5.1898:
" – Kirchenmusikalisches. Am Tage des heiligen Florian wurde im Stifte St. Florian eine Messe (in B) von Dr. Anton Bruckner beim Pontificalamte zur Aufführung gebracht und zwar das Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus. Das Credo war aus einer Instrumentalmesse von Kirms und das Benedictus im gregorianischen Choral. Bruckners Messe stammt aus dem Jahre 1854 und zeigt sich in diesem groß angelegten Werke bereits die originelle Eigenart des nachmals so berühmten Florianer Organisten sowohl bezüglich der Motive, als auch des musikalischen Aufbaues, wenngleich gerade in diesem Werke manche Anklänge an Haydn und Mozart sich vorfinden. Eines muss aber besonders hervorgehoben werden, daß der heilige Text in ergreifender Weise musikalischen Ausdruck findet, so daß der Florianer Stiftschor mit Recht dieses Erstlingswerk Bruckners in sein kirchenmusikalisches Repertoire aufgenommen hat. Hoffentlich wird bei einer Wiederholung auch das Credo und Benedictus Aufnahme finden. Aufgeführt wurde das schwierige Werk mit großes Pietät, entsprechend den vorhandenen Verhältnissen, so daß es würdig dem Werke und dem Rufe des St. Florianer Stiftschores zur Geltung gekommen ist. [...]." (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189805085, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189805085letzte Änderung: Okt 19, 2026, 17:17