Das Deutsche Volksblatt Nr. 3622 bringt auf S. 4 des Abendblatts eine Besprechung eines Liszt-Werkes, signiert "H." [vermutlich Camillo Horn], in der auch Bruckner erwähnt wird: "Philharmonisches Concert. [...] Den Liszt'schen, so interessanten und stellenweise höchst liebenswürdigen „Festklängen" stand die Hörerschaft zurückhaltend gegenüber; vielleicht fand man, daß die Musik, die eigentlich Liszt's Beziehungen zur Fürstin Wittgenstein andeutet, nicht in vollstem Einklang zu ihrem Titel stehe; möglich auch, daß Liszt dem Publikum noch zu fremd erscheint, kommt doch der als Symphoniker (gleich Bruckner) bei uns viel zu wenig Gewürdigte äußerst selten zu Wort. [...] H. " (*).
Auf die Aufführung des Quintetts am 7.2.1899 machen mehrere Zeitungen aufmerksam:
die Deutsche Zeitung (**),
das Fremdenblatt Nr. 31 (Morgenblatt) auf S. 6 (***),
das Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 31 auf S. 9 (°)
und Das Vaterland Nr. 31 auf S. 6 (°°).
Das Unterhaltungsblatt des Vorwärts Nr. 22 (Beilage zum "Vorwärts" Berliner Volksblatt Nr. 26) bringt auf S. 3 einen mit "sz." signierten Feuilleton-Artikel, der sich mit Kammermusik beschäftigt:
" Musik.
Aus der Woche. Wieder haben wir über reiche Erlebnisse auf dem Gebiete der Kammermusik zu berichten. [... über eine Violin-Klavier-Sonate von Sylvio Lazzari ...]. Immerhin hört sie sich flüssiger an als eine Musik von Bruckner und hat auch mehr Figuratives, als bei diesem und bei Wagner vorkommt; an einer ziemlichen Breite leidet sie allerdings. [...]. SZ." (°°°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189901315, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189901315letzte Änderung: Nov 01, 2026, 10:10