Artikel, signiert "O. v. H.", im Neuigkeits-Weltblatt Nr. 78, 4. Bogen:
" Von zwei berühmten Wiener Musikern.
Erinnerungen an Anton Bruckner.
(Von einer Zeitgenossin.)
Wer unseren heimatlichen berühmten Tondichter Anton Bruckner einmal gesehen oder gar gekannt hat, wird ihn sein Leben lang gewiß nicht wieder vergessen. [... über die äußere Erscheinung, den Charakter ... Porträt nach IKO 33 (signiert "CM"?)].
[...] Ich hatte das Vergnügen, ihn einmal eine seiner berühmten Sinfonien spielen zu hören, bevor sie noch der Oeffentlichkeit übergeben war. [... Bruckners Erklärung des Werkes (evtl. 4. Symphonie (Natur, Jagd) gemeint? oder 8. Symphonie (mit ausklingendem Satzschluss??), Stellung zu anderen Komponisten ...]
Als ich Bruckner das erstemal sah - es war in Kirchschlag, einem Luftkurort in der Nähe von Linz, - saß er im Walde mit ausgezogenem Rock, unter einem aufgespannten Schirm. Einer seiner alten oberösterreichischen Freunde war sein Begleiter. [... Bruckners Kontaktaufnahme, seine Worte ...].
Meine liebste Erinnerung an Anton Bruckner ist jener Abend, den er allein und freundschaftlich in unserem Hause verbrachte. [... Essen, Dialekt, Klavierspiel ...] Er spielte die einfache, aber reizende Melodie des Volksliedes "Wo i geh, wo i bin, staht nach Dir nur mein Sinn, - i find nimmer mei Rua - bin a trauriger Bua." [vgl. "nach dem 2.4.1893"] Und über diese Melodie schuf er nun großartige Variationen. [...].
O. v. H.
* * *
Zu Brahms' siebentem Todestag.
Am Ostersonntag jährte sich zum siebentenmal der Tag [... zuletzt der Text eines sehr frühen Brahms-Briefes ...]
Hamburg, den 1. Jan. 42. J. Brahms." " [keine Signatur].
.
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 190404065, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-190404065letzte Änderung: Feb 02, 2023, 11:11