zurück 27.8.1913, Mittwoch ID: 191308275

Das Tägliche Cincinnatier Volksblatt Nr. 205 erwähnt auf S. 4 das Bruckner-Denkmal in Wien:
"                  Der Wiener Stadtpark.
                 Von Ernst Klein (Wien).
     Es gibt immerhin eine Menge Leute, die während des Sommers aus Wien nicht hinausgehen. Erstens weil sie keine Zeit haben, zweitens weil sie kein Geld haben, drittens weil sie sich denken: bei diesem verpfuschten, verregneten Sommer sitzt man besser in Wien als irgendwo draußen auf dem Lande. [... Vorzüge des Stadtparks ... über die Annehmlichkeiten des weiblichen Geschlechts ...]. – –
     Aber der Stadtpark ist groß und nicht nur auf den Kursalon beschränkt. [... Teiche, Bänke, Kontaktmöglichkeiten ...]. Denn im schönen Stadtpark geht's sich am besten zu zweien, und seine schönen Denkmäler, den Schubert, den Makart, den Bruckner und wie sie alle heißen – die bewundert man doch am besten zu zweien. Die löbliche Stadtverwaltung hat da übrigens merkwürdiges Verständniß bewiesen, indem sie mitten im Grünen ein Uhrenhäuschen aufstellte – das ist eine nicht zu verfehlende Stelldicheinstelle, [...]. Hat doch an ihm schon so mancher Roman seinen Anfang genommen, der dann am Traualtar endete."


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 191308275, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-191308275
letzte Änderung: Feb 02, 2023, 11:11