zurück 24.11.1918, Sonntag ID: 191811245

So als hätte sie die aktuelle Corona-Krise [Februar 2021] und deren Folgen vorausgeahnt, schreibt die Detroiter Abend-Post Nr. 18741 auf S. 10 bzw. S. 23:
"                   Segnungen der Musik.
     Man fängt erfreulicher Weise jetzt auch hier an, die Kunst, speziell die Musik, nicht mehr als Luxuartikel zu betrachten, sondern als notwendigen Bestandteil der allgemeinen Volksbildung. [... musikalische Bildung, geänderte Situation nach dem Krieg ... Stellenwert der Musik im Alltag ...].
     Aber die Erziehung in der Musik hat auch direkt praktischen Wert.
     Vor hundert Jahren gehörte noch die Musik im Allgemeinbewußtsein der Völker zu den sogenannten brotlosen Künsten. [... Musiker waren oft "arme Schlucker", "Hungerleider" ...]. Man denke an Komponisten, wie Beethoven, Schubert, Bruckner und andere, die heute zu den Größten gerechnet werden, zu ihren Lebzeiten aber kaum ihr tägliches Brot hatten. [... großer Umschwung ... geachtete Stellung der Musiker und der Musik ...]." (*).
 
Ein Inserat im Berliner Volksblatt "Vorwärts" Nr. 323 auf S. 10 macht auf die Aufführungen der 8. Symphonie am 1. und 2.12.1918 aufmerksam (**).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 191811245, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-191811245
letzte Änderung: Jul 27, 2026, 11:11