Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:
Kann Weinwurms Brief mit Fragen zu Hanslicks Artikel [vermutlich: 19.5.1868] erst jetzt beantworten. Inzwischen sei Herbeck nach Linz gekommen und habe ihm als Sechters Nachfolger am Wiener Konservatorium 600 fl. Jahresgehalt in Aussicht gestellt. In Linz bestehe kein Pensionsanspruch. Bittet Weinwurm um Rat, ob er nach Wien wechseln soll (»Frohsinn« und Klerus seien dagegen) und ob 600 fl als Lebensunterhalt genügten. Grüße von Alois Weinwurm und Ozlberger [Atzelsberger] (*).
Brief von Josef Schropp an Bürgermeister Viktor Drouot:
Obwohl nur den Mesnern eine Naturalwohnung zustehe, seien auch den anderen Bewohnern des Mesnerhauses (Zappe, Bruckner, Therese Schimon, Fanni Lambel und Pepi Hübl) solche Wohnungen überlassen worden. Den Mietwert dieser Wohnungen könne er nicht beziffern. Zappe habe 5 Zimmer im 1. Stock, Bruckner 3 Zimmer im 2. Stock. Die beiden Witwen hätten je zwei Zimmer und die Sopranistin Hübl nur ein Zimmer (**).
Hinweis: Die Pläne zum Abbruch des Mesnerhauses wurden im Februar 1869 spruchreif. Das Linzer Volksblatt vom 8.2.1869 berichtet auf S. 2f von der Sitzung des Gemeinderats am 3.2.1869, in der auch das Schicksal der bisherigen Bewohner (zu den oben im Brief Genannten trat nun Karl Waldeck als Bruckners Nachfolger) zur Sprache kommt (**a).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 186805275, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-186805275letzte Änderung: Dez 09, 2024, 23:23