Artikel im »Vaterland« Nr. 314, S. 1 und (14.11.1875) Nr. 315, Beilage S. 1, über die Orgelweihe am 18./19.10. (teilweise Übernahme von Anton Edtls Artikel [23./24.9.1875]).
»Die große Orgel zu St. Florian
In der Kirche des Chorherrenstiftes St. Florian in Oberösterreich wurde kürzlich eine Orgel fertig gemacht, die eines der größten und kunstreichsten Orgelwerke Europa's ist; denn nur in London ist eine größere Orgel [... Geschichte der Orgel ... technische Details ... Bericht von der Feier am 19.10.1875 ...] Nach diesem [Chor von Suriano] spielte der k. k. Hoforganist und Professor Anton Bruckner, der sich in Nancy und London die Anerkennung als größter Orgelmeister errang, die Toccaten von J. Bach; und nachdem ein Hymnus zu Ehren des Hauspatrons, des heil. Florian, in Musik gesetzt von Regenschori Traumihler, mit Orgelbegleitung gesungen war, führte Professor Bruckner mit hinreißender Meisterschaft ein Thema über Händl's »Alleluja« durch. Die Aufführung der Cantate »Lobgesang« von Mendelssohn machte den Schluß.
Ueber den Eindruck, den diese vielstimmige Orgel machen kann, schrieb ein Linzer Professor, ein geistreicher und musikkundiger Mann, im »L. V.« [Linzer Volksblatt?] Folgendes:
»Laß dich die Welt nicht fangen, brich durch - und mache kein weiteres Federlesen, sondern schreibe, was du an einem der vielmilden und sonnigen Septembertage zu St. Florian gehört und gesehen hast. [... es folgt ein eher poetisch gehaltener Abschnitt ...] (Schluß folgt.)« [14.11.1875, auch dort nicht signiert] (*).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 187511135, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-187511135letzte Änderung: Dez 14, 2024, 20:20