zurück 14.6.1885, Sonntag ID: 188506145

Artikel (über die 7. Symphonie am 30.5.1885) im Alpenboten Nr. 47 auf S. 3:
»(Von unserem Landsmanne Bruckner.) Kürzlich fand in Carlsruhe die 22. Tonkünstler=Versammlung statt und brachte eine Reihe der erlesensten musikalischen Genüsse unter den Auspicien von Franz Liszt und unter der Leitung von Felix Mottl. „Mit wahrer Begeisterung”, schreibt man von dort nach Wien, „wurde das Adagio aus der Siebenten Symphonie Ihres Landsmannes Anton Bruckner aufgenommen. Bruckner kommt in Deutschland immer mehr zur Geltung - nun werden Werke von ihm von Sucher in Hamburg in der nächsten Saison aufgeführt, Gericke bringt solche in Boston, hoffentlich wird sich dem genialen Componisten auch Wien entsprechend erschließen. Welche Begeisterung sein Opus in Carlsruhe hervorgerufen, können Sie aus dem Brief ersehen, welchen Professor Ludwig Nohl an Bruckner nach der Aufführung des Adagio richtete. Der Brief lautet: Geehrter Freund! [... Text nahezu originalgetreu, mit geringen orthographischen Abweichungen, aber am Ende gekürzt ...] Sie haben uns auf's neue unsere beste Seele, die Seele des wahrhaft Menschlichen und Göttlichen zugleich wiedergeschenkt.”» (*).

[Vermutlich von Gutmann (#) veranlaßter] Artikel (mit Erwähnung der Postkarte Nohls vom 6.6.1885 in der Deutschen Zeitung Nr. 4828 auf S. 7:
»(Ein Brief Nohl's an Professor Bruckner.) Der Musikschriftsteller L. Nohl hat aus Heidelberg, 6. Juni, an Professor Anton Bruckner folgenden Brief gerichtet: „Geehrter Freund! [... Text mit geringen Abweichungen vom Original, minimal redigiert, mit Fehler "Baierischen Blättern", von den letzten Zeilen nur die Schlußformel wiedergegeben:] In verehrender Dankbarkeit Ihr L. Nohl.”« (**).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188506145, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188506145
letzte Änderung: Aug 24, 2025, 11:11