In der Harmonia Sacra Nr. 2 wird auf S. 16 Bruckner als Solist eines Orgelkonzerts im Wiener Stephansdom [6.10.1886] erwähnt:
»Die große Orgel in der St. Stephanskirche in Wien, welche im vorigen Jahre vollendet worden ist, und welche der in Wien stark patronisirte Orgelbauer in Ludwigsburg E. F. Walcker gebaut hat, enthält 90 klingende Stimmen mit 5653 Pfeifen in 3 Manualen und 1 Pedale mit 12 Kopellungen [sic] und 6 Collectivtritten. Am 4. October, an dem Namensfeste Sr. k. und k. Majestät des Kaisers, ist sie beim Ein= und Auszuge Sr. Eminenz des Cardinals Ganglbauer zum ersten Male öffentlich gespielt worden. Später fand ein Orgelconcert statt von den H. H. Bruckner und Bibl aus Wien und Homeyr aus Leipzig.« (*).
[etwa erste Februarwoche]
Die Signale für die Musikalische Welt Nr. 14 schreiben auf S. 216f u. a. über die 7. Symphonie [am 31.1.1887]:
" * Berliner Nachrichten. Ein interessant zusammengestelltes Programm lag dem ersten Concert des Ochs'schen Gesangvereins zu Grunde. [... über dieses und andere Konzerte ....] - Den orchestralen Inhalt des vierten Philharmonischen Concerts unter Professor Klindworth's Leitung bildeten Mozart's Jupiter=Symphonie und die zum ersten Male aufgeführte Edur-Symphonie von Bruckner. Letztgenanntes Werk hat an einigen Orten begeisterte Zustimmung, an andern wieder energische Ablehnung erfahren müssen. Der Berliner Erfolg darf im Allgemeinen als kein ungünstiger bezeichnet werden; jedenfalls hat aber die als das bedeutendste symphonische Werk der Neuzeit reclamirte Composition den auf sie gesetzten Erwartungen nicht entsprochen. Mit bemerkenswerthem Erfolg spielte die ausgezeichnete Violinistin Fräulein Soldat das Violinconcert von Brahms, im Grunde genommen allerdings keine Aufgabe für zarte Damenhände. [...]" [keine Signatur] (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188702005, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188702005letzte Änderung: Apr 07, 2023, 12:12