Datierung »30.7. St. Fl.« [St. Florian] im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 65-72 (*).
In einer mit "H. Sch." signierten Buchbesprechung in der Montags-Revue aus Böhmen Nr. 31 auf S. 9 wird auch Bruckner erwähnt:
"Literatur.
"Führer durch den Concertsaal" von Hermann Kretzschmar. Verlag von A. G. Liebeskind in Leipzig. [... günstiger Eindruck, der Autor ist Anhänger der klassischen Musik, würdigt aber dennoch die Schönheiten anderer Musikrichtungen ... ] In diesen Zügen aber zeigen sich die künstlerische Vornehmheit und die Gewissenhaftigkeit, welche den gelehrten Verfasser bei der Niederschrift seiner Aufsätze stets geleitet haben, und dieser Umstand allein macht das Buch wertvoll und empfehlenswert. So lesen wir z. B. auf Seite 295 (Erste Abtheilung) über die 7. Symphonie (E-Dur) von Anton Bruckner, mit dessen Compositionsweise sich Dr. Kretzschmar nicht befreunden kann und dem er die Benützung Wagnerscher Quellen in dieser Symphonie vorwirft, folgende anerkennende Worte: "Aber die Wagner'schen Motive sind mit einem Schwung und einer Begeisterung ausgeführt und erweitert, welche überwältigt. Die große Stelle dieses Satzes, wo die Trompete über dem Glanz des vollen Orchesters mit ihrem G fortleuchtet, gehört zu den großartigsten Toncombinationen der neueren Literatur." - Ueber die Programmmusik [... Berlioz, Liszt ...2. Abteilung des Buches über Vokalmusik ...] Der "Führer durch den Concertsaal" von Kretzschmar ist unserer Beurtheilung nach ein Werk von künstlerischer Bedeutung, das jedermann bestens empfohlen werden kann. H. Sch." (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 188807305, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-188807305letzte Änderung: Feb 02, 2023, 11:11