Besprechung der 3. Symphonie in der Allgemeinen Musik-Zeitung (Berlin):
»[...] So ansprechend die melodischen Motive Bruckner's sind, so wenig werden sie thematisch ausgenutzt. Lange Strecken machen daher den Eindruck des Zerstückelten und Zusammenhanglosen; lediglich instrumentale Reizmittel helfen da über die musikalische Zerrissenheit hinweg. An diesem Uebel kranken alle Sätze, nur nicht das Scherzo, das mit vollendeter Grazie sich aller abstrusen Dinge enthält. Das Publikum, das sich übrigens in auffallender Menge während der Sinfonie entfernte, verhielt sich denn auch diesem Werk gegenüber ziemlich kühl; aller Beifall galt ersichtlich nur als Willkommensgruss für das Orchester und seinen geschätzten Dirigenten. [...]« (*).
Kritische Bemerkungen von K. Homann [in welcher Zeitschrift?] zu diesem Konzert und zur Praxis der Gastdirigenten, die meist Operndirigenten seien (**).
Kritik von Otto Ehrlich im Berliner Courier [17.10.1893] (***).
Kritik in der [Berliner] "Post" (°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189310167, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189310167letzte Änderung: Sep 29, 2024, 12:12