Besprechung der 7. Symphonie in den »Signalen für die musikalische Welt« 52, Heft Nr. 5 (Januar 1894) auf S. 72:
" * Berliner Nachrichten. [...] – Die Königliche Capelle ließ in ihrem sechsten Symphonieabend am 6. Januar den greisen Wiener Componisten Anton Bruckner zum ersten Male zu Worte kommen und zwar mit seiner siebenten Symphonie in Edur. Viel ist über dieses Werk geschrieben worden, im guten wie im schlimmen Sinne: eines steht fest, es verlangt ein ernstes, ausdauerndes Publicum, das sich durch die mannigfachen Schrullen und Zerfahrenheiten des alten Meisters nicht verstimmen läßt, wenn es auf der andern Seite viel Schönes, Bedeutendes, ja wahrhaft genial Gemachtes dafür einlösen kann. Von einheitlichster, prächtiger Wirkung waren auch diesmal wieder die beiden Mittelsätze der Symphonie. Bruckner wohnte der Aufführung seines Werkes die unter Capellmeister Dr. Muck's Leitung vorzüglich von Statten ging, bei, und sah sich namentlich am Schlusse lebhaft geehrt. Im Uebrigen hatte das Programm noch Mendelssohn's Melusinen-Ouverture, die Streichserenade von Haydn und Mozart's Jupiter-Symphonie aufzuweisen. – [...]." [keine Signatur] (*).
"Unser Musikleben hat nach kurzer Feiertagsruhe aufs Neue in altgewohnter Lebhaftigkeit zu pulsiren begonnen. Für die königliche Kapelle war der Anfang des neuen Jahres ein überaus glücklicher. Das Programm des VI. Sinfonie-Abends verzeichnete als pièce de resistance Bruckners siebente Sinfonie. [... Klindworth ...]. Vermerke "Berliner" (Göllerich) und "Münchner Nachrichten" (andere Hand) (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189401066, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189401066letzte Änderung: Apr 25, 2026, 1:01