zurück 24.7.1894, Dienstag ID: 189407245

Bruckner unterbricht (bis zum 30.9.1894 morgens) seine Gebetsaufzeichnungen (*).
 
Die Linzer Tages-Post Nr. 167 meldet auf S. 3:
"     (Personalnachrichten.) [...] – Heute trifft in Steyr Dr. Anton Bruckner, Hoforganist etc. aus Wien, zu längerem Aufenthalte ein und bleibt wie alljährlich im dortigen Stadtpfarrhofe als Gast." (*a).
 
[vermutlich 24.7.1894:] Fahrt von Wien nach Steyr (**).

Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 201 bringt auf S. 6 einen Artikel, in dem auch Bruckner erwähnt wird:
»                         Künstler- und Publikumsunarten.*
[Fußnote mit Hinweis auf die Nr. vom 16.7.1894]
                                           II.
     Der erste Anstoß zu einer solchen segenverheißenden Regenerationsbewegung ging von Richard Wagner aus [... betrifft Kunstproduzenten und -interpreten: keine Zugeständnisse an den Publikumsgeschmack (schlechtes Beispiel: italienische Oper) ... bessere Bildung nötig, nicht nur Spezialbildung ...] Das bringt seit je das Künstlerthum in den unmännlichen Geruch einer gutmüthigen, gefühlvollen Oberflächlichkeit, der Alles zuwider ist, was gründlich und gediegen ist. Das soll und darf auf die Dauer nicht sein. Was könnte, um nur ein besonders charakteristisches Beispiel herauszugreifen, was könnte uns Anton Bruckner sein, wenn er die weite und tiefe Bildung des von ihm so verehrten Richard Wagner besäße! Er wäre dann wohl nicht Symphoniker geblieben!«
[keine Signatur; der 1. Teil vom 16.7.1894 ist signiert "A. Pgr."] (***).
 
Brief von Therese Högelsberger an Bruckner (Kartenbrief):
     Macht ihn darauf aufmerksam, daß es am Mittwoch (25.7.1894) [in ihrer Gaststätte] die von Bruckner so hochgeschätzte Krebssuppe gibt (°).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189407245, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189407245
letzte Änderung: Jul 14, 2023, 14:14