Brief von Joseph Ritter von Karabacek an Bruckner:
Übermittelt Franz Marschners Gesuch und bittet um Stellungnahme zur Qualifikation des Bewerbers [Vorgedrucktes fett gedruckt]:
"VOM DECANATE | DES | PROFESSOREN-COLLEGIUMS DER PHILOSOPHISCHEN FACULTÄT | DER | K. K. UNIVERSITÄT IN WIEN. Nr. 384. | Euer Hochwohlgeboren! | Herr Dr Franz Marschner, k. k. Professor [... Text wie bei 936a/304 ...] gefälligst anher [daher??] gutächtlich äussern zu wollen.
Wien den 22. April 1895. Karabacek
Sr Hochwohlgeboren Herrn Dr Anton Bruckner, k.k. Hoforganisten, Lector an der k. k. Universität Wien etc
I Heßgasse 7 | Wien." (*).
Auf dem Konzept dieses Schreibens ist vermerkt, dass es am 10.9.1895 auch an Johann Fuchs gerichtet wurde:
" Ein gleichlautendes Schreiben erging auch an den Director des Conservatoriums Joh. Fuchs dto 10/IX [18]95
" Ein gleichlautendes Schreiben erging auch an den Director des Conservatoriums Joh. Fuchs dto 10/IX [18]95
Z. 384
Euer Hochwohlgeboren!
Herr Dr Franz Marschner, k. k. Professor an der Lehrerinnen Bildungsanstalt im kk. Civil-Mädchen-Pensionat richtete an das kk. Professoren Collegium der phil. Facultät ein Gesuch, worin er um [eingefügt: "die"] Verleihung der Venia legendi als Privatdocent, eventuell um Bestellung als Lector für praktische Ästhetik der Tonkunst dasie Ansuchen Bitte stellt. Die von dem unterzeichneten Dekan mir behufs Prüfung dieses Gesuches eingesetzte Com[m]ission hat beschlossen eventuell nur auf den zweiten Theil des Petitums des Hrn Dr Marschner einzugehen und zu diesem Zwecke Euer Hochwohlgeboren zu ersuchen, ein Votum bezüglich der Qualification des Petenten Gesuchsstellers an das Decanat zu erstellen. Indem ich diesem Beschluße nachkom[m]end, mir die Ehre gebe, im Anschluß [darüber eine weitere durchgestrichene Variante, nicht zu entziffern] das Gesuch des Hrn Dr Marschner sam[m]t Beilagen ./. zu übermitteln mich beehre, erlaube ich mir an Euer Hochwohlgeboren [eingefügt: "im vertraulichen Wege"] das ergebene ErAnsuchen zu stellen, sich über die fachliche Qualification des Herrn Dr Franz Marschner für eine Lectorstelle für praktische Ästhetik der Tonkunst gefälligst anher [daher?] gutächtlich äussern zu wollen.
Wien den 22. April 1895 Karabacek
Sr Hochwohlgeb. Herrn Dr Anton Bruckner, [eingefügt: "kk."] Hoforganist, Ritter des kais. öster Franz Josephs Ordens, Lector f. Harmonielehre u Contrapunkt an der KK. Univ. Wien etc
I Heßgasse 7. Wien." (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189504225, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189504225letzte Änderung: Nov 24, 2025, 17:17