Die Deutsche Zeitung meldet, daß in den Konzerten der Berliner Philharmoniker kein einziges Werk Bruckners gespielt werde; man habe sehr die 5. Symphonie erhofft (*).
Im "Wiener Musikbrief" im Pester Lloyd Nr. 49 auf S. 5 bespricht Theodor Helm u.a. auch das [am 14.2.1897 aufgeführte] Oratorium von Josef Vockner:
"[...] Da standen zum Anfang drei große Chöre aus dem noch unveröffentlichten Oratorium „Das Weltgericht" von J. Vockner, dem Nachfolger Bruckner's als Professor des Orgelspiels am Konservatorium. Die edle Absicht, einen verdienten vaterländischen Tonkünstler einmal vor einem großern Hörerkreise zum Worte gelangen zu lassen, in allen Ehren: aber war Herrn Vockner mit der Separat-Aufführung seiner Oratorienchöre wirklich ein Dienst erwiesen? Ich glaube kaum. Herausgerissen aus dem Zusammenhange konnten die drei Chöre unmöglich interessiren, [...]. Aus den im Gesellschaftskonzcrtc vorgeführten Bruchstücken entnahm man nur, daß Herr Vockner ein tüchtiger Kontrapunktist sei. Und das wußte man schon von verschiedenen Kammerkompositionen des Autors, konnte es auch von einem eifrigen Schüler Bruckner's kaum anders erwarten. [...] Dr. Theodor Helm." (**).
Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 57 weist auf S. 4 des Abendblatts [Neues Wiener Abendblatt] auf zwei neu erschienene Schattenbilder Otto Böhlers hin, darunter "Bruckner's Ankunft im Himmel" [IKO 94] (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189702265, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189702265letzte Änderung: Aug 23, 2026, 9:09