Löschungserklärung von Ignaz Bruckner (St. Florian), den Schuldschein vom 29.9.1887 betreffend (*)
Theodor Reisch trifft in St. Florian ein. Ziemlich sicher bespricht er mit Ignaz die Abrechnung der Verlassenschaftssache anhand des gestern erstellten Schreibens (*a).
Die Linzer Tages-Post Nr. 69 erwähnt in der Besprechung des Konzerts vom 20.3.1897 auf S. 6, signiert "Dr. –zl." [Kränzl], daß dieses ein Jahr früher hätte stattfinden sollen (Bruckner und Joh. Ev. Habert hätten so noch teilnehmen können) und daß die Stadt Linz einen Bruckner-Fond zu gründen und Bruckner-Konzerte zu veranstalten beabsichtige:
"[...] Unser oberösterreichischcr Componisten-Abend kam leider um ein Jahr zu spät; es wären im vorigen Jahre noch zwei oberösterreichische Tonsetzer am Leben gewesen, denen eine allgemeinere Bedeutung zukommt: Anton Bruckner und Joh. Habert. Da es sich übrigens in einem solchen Concerte doch nur darum handeln kann, zu zeigen, was die Söhne des Landes überhaupt in letzterer Zeit auf dem Felde der Tonkunst geleistet, so hätte man vielleicht statt anderem recht gut einige Werke geringeren Umfanges von Bruckner und Hadert aufnehmen können. Es hätte damit das Ganze an Wert nur gewonnen. [...] Da eben von den oberösterreichischen Componisten die Rede ist, sei noch eines Umstandes Erwähnung gethan, der deren größten, Meister Anton Bruckner, betrifft. Bei Berathung der Frage über die Art der Ehrung des verewigten Meisters hat die Stadtgemeinde Linz einen Beschluss gefasst, der sie selbst ebrt und nicht minder diejenigen, die diese Idee angeregt hatten. Es ist der Beschluss, einen Fonds zu gründen, um in besonders festlicher Form und würdiger Darstellung die sämmtlichen Werke des Meisters der Reihe nach in großen, alle zwei Jahre stattfindenden Concerten darstellen zu können. Linz wird also eine lange Reihe von Jahren Musterausführungen der Bruckner'schen Werke abhalten, welche hoffentlich auch über das Heimatland hinaus Beachtung finden. Die Stadtgemeinde hat es verstanden, dass man einen Künstler in weit höherem Grade durch Verwirklichung seiner künstlerischen Absichten ehrt als durch steinerne Gedenkzeichen. Dr. –zl." (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189703255, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189703255letzte Änderung: Aug 24, 2026, 13:13