Die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 15 berichtet auf S. 2f (signiert "H. W." [= Hans Woerz]) von den Konzerten der Berliner Philharmoniker und erwähnt dabei auch die [für den 10.4.1897] angekündigte 7. Symphonie [die aber kurzfristig abgesagt worden war!] (*).
Der Brünner Tagesbote Nr. 83 berichtet irrtümlich von der [nicht erfolgten] Aufführung der 7. Symphonie in Wien:
"Die Siegespalme trug von allen Dirigenten entschieden Löwe davon. [Bei diesen Konzerten] gelangten Werke von Beethoven, Mozart, Wagner, Tschaikowsky, Goldmark, Brahms, Fuchs, Schütt, Heuberger, Berlioz und Bruckner zur Aufführung; von letzterem die Symphonie Nr. 7, E-dur. Der rauschende Beifall, den letztere fand, wird wohl die Berliner Gäste veranlassen, unserem Bruckner endlich auch draußen Gehör zu verschaffen." [signiert "H. E. Ptm", Richtigstellung am 20.4.1897] (**).
"Die Siegespalme trug von allen Dirigenten entschieden Löwe davon. [Bei diesen Konzerten] gelangten Werke von Beethoven, Mozart, Wagner, Tschaikowsky, Goldmark, Brahms, Fuchs, Schütt, Heuberger, Berlioz und Bruckner zur Aufführung; von letzterem die Symphonie Nr. 7, E-dur. Der rauschende Beifall, den letztere fand, wird wohl die Berliner Gäste veranlassen, unserem Bruckner endlich auch draußen Gehör zu verschaffen." [signiert "H. E. Ptm", Richtigstellung am 20.4.1897] (**).
Der Bericht des Grazer Tagblatts Nr. 102 auf S. 4 entspricht dagegen der Wahrheit:
"[...] Das letzte der Concerte sollte besonders Wiener Componisten und Dirigenten gewidmet sein. Robert Fuchs, Eduard Schütt, Heuberger und Anton Bruckner sollten in demselben vertreten sein. Die Zeit zu den nothwendigen Proben reichte, wie mitgetheilt wurde, dazu nicht mehr aus, und so stellte die Noth eine selsame Vortragsordnung zusammen. Dem Triumph Tassos folgte der Concerterfolg Schütts, der Huldigung des Johann Strauß der Tod Isoldens. [...] Herr Ferdinand Löwe, welcher als besonderer Kenner Bruckners berufen schien, dessen siebente Symphonie vorzuführen, kam in die Lage, sich zu den großen Dirigenten der Vorabende in die Schranken stellen zu müssen. [...] Dr. Friedrich v. Hausegger." (***).
"[...] Das letzte der Concerte sollte besonders Wiener Componisten und Dirigenten gewidmet sein. Robert Fuchs, Eduard Schütt, Heuberger und Anton Bruckner sollten in demselben vertreten sein. Die Zeit zu den nothwendigen Proben reichte, wie mitgetheilt wurde, dazu nicht mehr aus, und so stellte die Noth eine selsame Vortragsordnung zusammen. Dem Triumph Tassos folgte der Concerterfolg Schütts, der Huldigung des Johann Strauß der Tod Isoldens. [...] Herr Ferdinand Löwe, welcher als besonderer Kenner Bruckners berufen schien, dessen siebente Symphonie vorzuführen, kam in die Lage, sich zu den großen Dirigenten der Vorabende in die Schranken stellen zu müssen. [...] Dr. Friedrich v. Hausegger." (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189704125, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189704125letzte Änderung: Aug 26, 2026, 19:19