zurück 13.4.1897, Dienstag ID: 189704135

In den Berichten der Ostdeutschen Rundschau Nr. 103 auf S. 5 (*)
und der Reichspost Nr. 84 auf S. 4 (Gaigg v. Bergheim) (**)
über das letzte Konzert der Berliner Philharmoniker wird Bruckner erwähnt [Absage der 7. Symphonie am 10.4.1897].
(**) "     –  Berliner Philharmoniker. [...] Ebenso sicher und gediegen, ganz im Stile classisch gebildeter Meister, erschien im VI. Concert unser Professor am Conservatorium, Ferdinand Löwe, der hervorragende Liszt-Dirigent, am Pulte. – Wir können denselben [sic] in unserem kurzen Nachruf einen Mißton nicht ersparen. Derselbe bezieht sich auf das oftmalige Aendern des ursprünglich-ausgegebenen Programms. Ist dieser Vorgang an und für sich schon ein Unrecht gegenüber dem zahlenden Publicum, so war es ein  um so größeres, ja schreiendes Unrecht, in letzter Stunde die zur Aufführung bestimmte Symphonie von Bruckner abzusetzen und somit den Namen dieses größten Epigonen Richard Wagner's aus der Concertliste gänzlich zu streichen!       G. v. B." (**).

Das Gmundner Wochenblatt Nr. 15 meldet auf S. 6/152:
"     * Zu Ehren Bruckners und Johannes Brahms. Um das Andenken der beiden Tondichter Anton Bruckner und Johannes Brahms, welche viele Jahre ihres Lebens in Wien zubrachtcn, zu ehren, wurde im Wiener Sladtrathe der Antrag gestellt, es seien die städtischen Aemter zu be­auftragen, zwei der neuen Straßen in der Umgebung der Karlskirche nach dem Namen dieser beiden berühmten Todten zu be­nennen. Der Antrag fand im Stadtrathe die sympathischeste Aufnahme und wurde der geschäflsordnungsmäßigen Behandlung zugeführt." (***).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189704135, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189704135
letzte Änderung: Aug 26, 2026, 13:13