In der Zeitschrift "Der Kirchenchor" Nr. 5 wird auf S. 42 berichtet ("Zur Ehrung Ant. Bruckners."), daß am 10.3.1897 vom Linzer Gemeinderat die Errichtung eines Bruckner-Denkmals beschlossen worden sei. 13 geplante Volkskonzerte würden mit 300 Gulden unterstützt. Mit Theodor Reisch sei zu verhandeln, daß aus dem Nachlaß Sachen für ein Bruckner-Zimmer zur Verfügung gestellt werden (*).
Das Linzer Volksblatt Nr. 111 wiederholt auf S. 6 das gestrige Inserat:
"Zu verkaufen ist eine Orgel mit 9 Register
ganz neu, von dem voriges Jahr in Ried verstorbenen Orgelbauer Herrn Reppe erbaut. Diese Orgel wurde bereits von Fachmännern erprobt und dürfte der Ruf des Verstorbenen, dessen Werke wiederholt von den berühmten Componisten Bruckner und Habert revidiert und belobt wurden, auch dieses Werk, welches von dessen Witwe nur nothgedrungen zum Verkaufe gelangt, zum Ankäufe für Kirchen empfehlen. Adresse: Maria Reppe, Orgelbauers-Witwe, Ried (Innkreis), Schlossberg 6. (1287 3 1)." (**).
"Die Lyra" Nr. 16 (531) kündigt auf S. 6f/178f eine Aufführung des "Germanenzugs" am 5.6.1897 an: " Die Engelsbergfeier in Troppau. Die Pfingsttage sollen dem Troppauer Männer-Gesangvereine die Erfüllung eines langersehnten Wunsches bringen; in jenen Tagen wird nämlich das von diesem Vereine seinem Ehrenmitgliede, dem schlesischen Tondichter E. S. Engelsberg errichtete Denkmal feierlich enthüllt und der Stadtgemeind[e] Troppau in die Obhut übergeben werden. [...] Die Reihenfolge der einzelnen Veranstaltungen bei der Enthüllungsfeier ist folgende: Samstag den 5. Juni, Abends. Festaufführung des Troppauer Männer-Gesangvereines im Stadttheater (1. Musiknummern der städt. Musikkapelle. [...] und 9. Germanenzug von Dr. Bruckner.) Hierauf Begrüßungsabend [.,..]." (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189705155, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189705155letzte Änderung: Aug 28, 2026, 11:11