In der Neuen Freien Presse Nr. 11799 veröffentlicht Hanslick (signiert "Ed. H.") auf S. 1f einen Briefwechsel mit gutachterlichen Stellungnahmen von Brahms.
" Johannes Brahms.
(Erinnerungen und Briefe.)
II.*)
[Fußnote: " *) Siehe Nr. 11797 der "Neuen Freien Presse" vom 27. Juni."]
Ed. H. [...] So mögen denn sieben solcher Gutachten aus der Zeit von 1875 bis 1895 hier Platz finden.
...]
"December 1884. [4.12.1884]
Unser Monte Testaccio enthält ein ganz merkwürdig erfreuliches, hübsches und gutes Quartett von Perger. Ich nahm es gestern [...] in die Hand [... über das Quartett von Perger ...] Aber lasse Perger nicht leer ausgehen! (Er erzählte mir gestern Abends mit strahlendem Gesicht, daß er sich verlobt habe – das muß doch mit dem ganz auffallend hübschen Quartett ein wenig zusammenhängen!) – Dann habe ich, wie gewöhnlich, einen tiefgehenden Aerger gehabt über die Sachen, die aus unserem Conservatorium hervorkommen. Es ist doch schändlich und unverantwortlich, daß da alle Jahre die paar talentirten Leute so gründlich und unheilbar ruinirt werden! August Förster's Wirksamkeit wie seine Arbeiten sind höchst anerkennenswerth – aber wir müssen wol die Sorge für ihn den Pfaffen überlassen. Vielleicht kannst du veranlassen, daß wir ihn gegen Bruckner und K. . . . austauschen?" (*).
Bei einem Konzert der Zöglinge des Fürsterzbischöflichen Knabenseminars in Oberhollabrunn unter Leitung des Präfekten Lehner wird u.a. auch ein Werk Bruckners aufgeführt (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189706295, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189706295letzte Änderung: Aug 28, 2026, 22:22