In der Reichspost Nr. 196 erwähnt Gaigg von Bergheim in einer Buchbesprechung auch Bruckner:
" Stachel und Lorbeer.
Von August Ludwig. Berlin 1897.
Mit dem vielsagenden Titel: „Stachel und Lorbeer" hat der in der neuesten Zeit durch einige interessante Compositionen auch bei uns bekannt gewordene Musikkritiker August Ludwig ein inhaltsreiches Buch herausgegeben, in welchem er die wichtigeren Aufsätze, die er als Redacteur der „Neuen Berliner Musikzeitung" in drei Redactionsjahren (1894–1896) verfaßt hatte, gesammelt vereinigte und welches er uns mit der Bitte um Beurtheilung zugesendet hat. [... zuletzt über das vom Kaiser Franz Joseph enthüllte Mozart-Denkmal und die Rolle von Kaiser Josef zu Mozarts Zeit ...]. Mag damals Unverstand und unglücklicher Einfluß so manches verschuldet haben, unser Kaiser, der die Kunst und die Künstler durch Staatspensionen und vielfache Spenden und durch eigens geschaffene Auszeichnungen stets unterstützt, der ihre Interessen stets wahrnimmt, der beispielsweise den Lebensabend Bruckner's in so edler Weise verschönt hat, unser Kaiser steht in dieser Beziehung groß da! Und der Gedanke, in dem obersten Hüter des Staates zugleich den obersten Hüter des geistigen Staatslebens, also auch der Kunst, zu erblicken, mag Anderen kleinlich dünken – uns ist er groß! Gaigg v. Bergheim." (*).
Das Linzer Volksblatt Nr. 197 berichtet auf S. 3 von der Aufführung eines Tantum ergo [prov. WAB 48] beim Bernhardsfest [20.8.1897] in Schlierbach, datiert 23.8.1897: " Schlierbach, 23. August. (St. Bernhardsfest.) Wie alljährlich, so wurde auch heuer das Fest St. Bernhard, des Stifters der Cistercienser, feierlich begangen. [... Prälat von Kremsmünster ... Beethoven-Messe unter A. Neuhofer (mit Musikern aus Kremsmünster und Kirchdorf) ... Einlagen von Canonicus Joh. Burgstaller und Schulleiter Friedrich Arnleitner, Schöpf ... zum Geburtstag des Kaisers Schützengarde und Feuerwehr ...] Auch zum Nachmittags-Gottesdienste rückten diese wieder aus. Am Chore kam zur gelungenen Aufführung: Musikalische Litanei in A von Franz Witt und Tantum und Genitori von Meister Bruckner. Alles für vier Singstimme und Orgel. Möge auch in Zukunft ein derartiges freundliches Zusammenwirken – Gott zur Ehr' – möglich sein." (**).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189708285, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189708285letzte Änderung: Aug 29, 2026, 19:19