Die Linzer Tages-Post Nr. 234 berichtet auf S. 3, daß am 11.10.1898 in St. Florian anläßlich des Todestages ein feierliches Requiem abgehalten wurde:
" (Requiem für Dr. Anton Bruckner.) Man schreibt uns aus St. Florian: Am 11. d. M., als dem Todestage des vor 2 Jahren im Belvedere zu Wien verstorbenen Tonhelden, Hoforganisten Professor Dr. Anton Bruckner, fand, den testamentarischen Bestimmungen zufolge, in der hiesigen Stiftskirche ein feierliches Requiem statt, welches Herr Stiftsdechant Philipp Mayr mit zahlreicher Assistenz celebrierte und dem zahlreiche hiesige Andächtige, sowie auch mehrere Fremde beiwohnten, da hiebei auch die weltbekannte große Orgel gespielt wurde. Bekanntlich wurde die Leiche des berühmten Componisten am 15. October 1896 in der Gruft der hiesigen Stiftskirche unter großem Gepränge beigesetzt." (*).
Das Musikalische Wochenblatt meldet, daß der Wiener Stadtrat [am 6.10.1898] 4000 fl. für ein Bruckner-Denkmal bewilligt hat (**).
Bei der Geschäftsversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins hält anlässlich des Todestages Bruckners "Herr Dr. Max Vancsa einen Vortrag nach einem Artikel aus dem Werke Max Graf's "Deutsche Musik des 19. Jahrhunderts", worauf die Herren Emil Halauska und Ernst Koran das Adagio aus dem herrlichen Quintett zu Gehör brachten." (***).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189810135, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189810135letzte Änderung: Okt 25, 2026, 15:15