Brief von Familie Hirscher an Johann Hueber:
Ignaz Bruckner, dessen Bitte immer wieder zurückgewiesen worden sei, wohne nun doch im Stift St. Florian und versehe seine alte Stelle als Kalkant. Zuvor sei er sehr zuwider und grob gewesen, jetzt sei er wie umgewandelt (*).
Die Ostdeutsche Rundschau Nr. 309 kündigt auf S. 7 die Linzer Aufführung der 2. Symphonie am 27.11.1898 an (**).
Hans Puchstein konstatiert im Deutschen Volksblatt Nr. 3539 auf S. 7 eine Beziehung zwischen Hans Wagner und Bruckner:
"36. Gründungsliedertafel des Wiener Schubertbundes. Mehr als 3000 Personen waren am Samstag [5.11.1898] der Einladung des Schubertbundes [...] gefolgt. [...] Die große Sensation des Abends bildeten die zum Vortrage gebrachten Novitäten. Die erste derselben war die Chorballade von Hans Wagner „Gothentreue", eine Vertonung des bekannten Gedichtes aus Felir Dahn's „Ein Kampf um Rom". Der noch sehr jugendliche Componist, wenn ich recht unterrichtet bin, ein Schüler Anton Bruckner's (zum Mindesten weist seine Composition Züge auf, die unverkennbar auf Bruckner hindeuten), gebietet über ein sehr hervorragendes technisches Können und wird sicher einst auf dem Gebiete des Männergesanges von sich reden machen; sein Werk gefiel mit Recht sehr, dennoch möchten wir vor einer Ueberschätzung dieser Composition warnen. Martin PIüddemann, der leider so viel verkannte, [... gebührt der Vorzug ...über weitere Werke ...] mußte untcr brausendem Jubel wiederholt werden, ein neuer Beweis, wie zahlreiche Anhänger der gesunde deutschnationale Gedanke im deutschen Wien besitzt. H. P. " (***).
(Datierung im gedruckten Bericht des Oberösterreichischen Cäcilien-Vereins für das Vereinsjahr 1897/98 (mit Mitgliederliste) (°)).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 189811085, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-189811085letzte Änderung: Okt 26, 2026, 14:14