Brief von Göllerich [von fremder Hand, von Göllerich nur die Unterschrift am Ende] an Franz Gräflinger:
"Wolgeboren Herrn Franz Gräflinger.
Auf Ihre Zeilen wollte ich Herrn Hechl rufen lassen, derselbe ist jedoch sowohl bei Herrn Hellmann, als auch in den Hôtels, die er bewohnte, unauffindbar und bei der Polizei nicht angemeldet. [.. Hechle erkundigte sich bei G. nach einem möglichen Treffen Göllerichs mit Gräflinger in Graz ...] ich hätte mich gewundert dass Sie, von dem mir stets erzählt wird, dass er mich nicht ausstehen könne, auf der Reise in meine Gesellschaft sich begeben hätten. [... er halte nichts von Anbiederung und Tratsch und Böswilligkeit, weist den Vorwurf "infamer Lügen" zurück ... die Waldeck-Broschüre habe er nicht gelesen ...]. In der Kunst, Übelwollen mit Wohlwollen zu vergelten, habe ich einige Übung.
A. Göllerich
Linz aD, 19. Juni 1905."
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 190506195, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-190506195letzte Änderung: Feb 02, 2023, 11:11