zurück 12.3.1912, Dienstag ID: 191203125

Kritik (signiert »y.«) zur "gestrigen" Aufführung der 4. Symphonie [10.3.1912] in der Eisenacher Tagespost:
„[...] Den Schwergehalt des Abends brachte endlich Anton Bruckners romantische Es-dur-Symphonie (Nr. 4) […]. Daß Reger uns die Brucknersche Kunst bringen mußte, ist umso bemerkenswerter, als Bruckner einst als Gegenabgott der Wiener gegen Brahms proklamiert wurde und man Reger bisher als Brahmsinterpreten anzusprechen gewohnt war. Ein schöner Beweis für seine Unparteilichkeit in der Beurteilung klassischer Vorbilder. […]“ (*).

Aufführung der 4. Symphonie durch die Meininger Hofkapelle unter Max Reger im 6. Abonnementskonzert in Meiningen. Auf dem Programm stehen zuvor Regers Lustspielouvertüre, Haydns Cellokonzert D-Dur (mit dem Solisten Karl Piening) und Mendelssohns Sommernachtstraum-Ouvertüre (**).

Aufführung der 2. Symphonie durch das Wiener Konzertvereinsorchester unter Ferdinand Löwe im Großen Musikvereinssaal. Solist in Beethovens G-Dur-Klavierkonzert ist Ernst von Dohnányi (***).

In einer Konzertankündigung in The Wilkes-Barre Record (Wilkes-Barre, Pennsylvania) auf S. 8  wird Bruckner erwähnt:
"                      AMUSEMENTS
[...]
          Josef Stransky's Achievements
     Special interest attaches to the forthcoming concert by the famous Philharmonic Society of New York at Scranton, because of the fame of its new conductor, Josef Stransky. [...].
     A Bohemian by birth, [... Prag (Dvorak, Smetana) ... Abbildung Stransky ...]. His preparation was complete, comprising  a thorough course under Jadassohn at Leipzig, and under Fuchs and Bruckner at Vienna. After five years of remarkable successes in Prague, [... sieben Jahre Hamburg, Berlin (Blüthner-Orchester), jetzt New York ...]." (°).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 191203125, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-191203125
letzte Änderung: Aug 04, 2025, 17:17