zurück 20.2.1925, Freitag ID: 192502205

Das Camden Post-Telegram Nr. 9740 (The Morning Post, Camden, New Jersey) berichtet auf S. 15 vom Theaterstück "Der Musikant Gottes":
"     Ernst Decsey and Victor Leon have finished a lyrical work entitled "God's Musician," which has Anton Bruckner for the leading character. The score is founded on Bruckner music." (*).
 
Kurt Singer berichtet in der Konzertumschau "Orchester und Chor" im Berliner Volksblatt "Vorwärts" Nr. 86 auf S. 2 von einer Symphonie im Schatten Bruckners und der Aufführung der 9. Symphonie [am 12.2.1925]:
"[...]
     Eine Sinfonie B-Dur von Richard Wetz dirigierte Peter Raabe. Die langsame Einleitung und das Allegro interessierten durch Kraft der Gestaltung und formale Sicherheit, auch wenn die Bruckner-Farben keinen Augenblick aufgegeben wurden. [... Kritik an den Mittelsätzen ...]. Diese Synthese aus Bruckner, Brahms, Wagner und Oberfläche ist zur Unfruchtbarkeit verdammt.
     Bruckners größtes Werk, die 9. Sinfonie, stellte Georg Széll mit eindringlichen Strichen, durch effektloses Musizieren grade am besten wirkend, vor unser Ohr. Eine gewisse Krampfigkeit, die ihm und dem Orchester vorher anhafteten, verlor sich hier. Severin Eisenberger spielte das C-Moll-Konzert Mozarts duftig und empfindungsstark.
     Franz v. Hößlin, in Berlin kein Unbekannter, brachte das ehemalige Hoforchester Dessau zu uns und um für Kaminski zu werben. [...]." (**).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 192502205, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-192502205
letzte Änderung: Aug 04, 2026, 22:22