zurück 20.11.1929, Mittwoch (Buß- und Bettag) ID: 192911205

Aufführung der 8. Symphonie durch das London Symphony Orchestra unter Otto Klemperer im 2. Courtauld-Sargent-Konzert in der Queen's Hall in London (*).
Die Programmerläuterungen stammen von Ernst Decsey (*a).
Der Symphonie geht eine Suite von J. S. Bach voraus (**).
Ernst Kurth schickt Kritiken zu diesem Konzert an Friedrich Goetz, der später davon an Mme. Marchand berichtet (**a).
Sie sollen im Gegensatz zur Zustimmung des Publikums schlecht ausgefallen sein (**b).
[nach dem 20.11.1929, nicht gesichert!]
Besprechung dieses Konzerts im Daily Telegraph auf S. 8: "[...] If you are not an upper Austrian [...] you are content to accept its often rather ponderous rhetoric as belonging to those spacious Teutonic days when every first-class composer not only demanded a big orchestra, but was generally oblivious to the possibilities of a small one." (**c).
 
Werke von Richard Strauss ("Feierlicher Einzug"), Bruckner (Adagio der 3. Symphonie) und Liszt werden durch die Berliner Philharmoniker unter Camillo Hildebrand aufgeführt bei der Feier zur Einführung des ersten Berliner Bischofs Dr. Christian Schreiber im Sportpalast in Berlin, der mit 12000 Katholiken voll besetzt ist.
Die Veranstaltung wird ab 15:00 Uhr vom Rundfunk übertragen (***).
Anwesend sind u. a. die Minister von Guérard, Schätzel, Stegerwald, Wirth und Schmidt-Steiger, Ex-Kanzler Dr. Wilhelm Marx, die Minister a.D. Bell, Giesberth, Hermes, Köhler und Wallraf, Diplomaten etc.; Ministerialdirektor Dr. Klausener,der Vorsitzende der Katholischen Aktion Berlin, hält die Begrüßungsansprache (°).
 
Der Rundfunksender Oslo bringt zwischen 20:00 und 21:15 eine "Soirée autrichienne (progr. internationale).", in der auch das Adagio der 7. Symphonie aufgeführt wird (°°).


Zitierhinweis:

Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 192911205, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-192911205
letzte Änderung: Aug 17, 2026, 21:21