Die Bruckner-Blätter II, Nummer 4 (Oktober - Dezember), enthalten u.a. die Festschrift und das Programm des 1. Internationalen Bruckner-Festes in München [ab 27.10.1930] (a).
S. 53:
Ehrenausschuss (Ministerpräsident Dr. Held, Staatsminister Dr. Goldenberg, OBM Dr. Scharnagl.
IBG: Ehrenpräsident: Franz Schalk, Präsidenten Max Auer (Wien-Vöcklabruck), Walter Braunfels (Köln) und Ernst Kurth (Bern), Schriftführer: Franz Moißl (Wien-Klosterneuburg)und Karl Krieser (Leipzig), Kassiere Dr. Benno Filser (Augsburg), Prälat Dr. F. X. Münch (Köln).
Ortsgruppe München der IBG (Festausschuss): Vorsitzende Siegmund von Hausegger und Ludwig Berberich, Schriftführer Wolfgang von Bartels [siehe die Anmerkung], Kassiere Reichsbahndirektor Dr. Wilhelm Rossmann, Vorstandsmitglieder: Arnold Clement, Hans A. Grunsky, Stadtrat Dr. Gebh. Hörburger, Bibl.direktor H. L. Held, Heinrich Knappe, GMD Knappertsbusch, Bibl.rat Dr. W. Krienitz, Dipl.Ing. Oskar Lang, Dr. Alfred Lorenz, Domorganist Jos. Schmidt und Freiherr H. W. Sartorius von Waltershausen.
S. 54: Liste der Mitwirkenden
S. 55: Gedicht "Anton Bruckner" von Robert Hohlbaum
S. 56-58: Festprogramm
S. 59-67: Artikel von Max Auer "Anton Bruckner und München" (mit Abbildungen von Franz Schalk, Siegmund von Hausegger, Ludwig Berberich und Adolf Mennerich)
S. 67-69: Artikel von Paul Ehlers "Der Münchener Dirigentenkreis und Bruckner" (mit einer Abbildung Ferdinand Löwes)
S. 70-75: Artikel von Max Auer "Anton Bruckners Große Messe in F moll"
S. 76-79: Artikel von Ludwig Berberich "Messe E moll von Anton Bruckner"
S. 80-82: Artikel von Franz Xaver Müller "Bruckners Requiem" (mit einer Abbildung von Josef Ruzek)
S. 82f: Artikel von Franz Gräflinger "Messe D moll von Bruckner"
S. 83f: Artikel "Streichquintett F dur" (Textpassage aus dem Buch von Ernst Kurth, mit einer Abbildung des Münchener Streichquartetts: Prof. Szanto, Saupe, Haass und Disclez)
S. 85: Abbildung der Radierung von Karl Reisenbichler (Stifterbrief für die Orgel in St. Florian)
S. 86f: Kleine Nachrichten: Ankündigung von Bruckner-Zyklen in Stockholm, Berlin (Rundfunk) und Wien. – Klavierzyklus 21.3.1930 - 7.7.1930. – Hinweis auf die Mitteilungen des Württembergischen Bruckner-Bundes. – Bericht der Musica Divina (Oktober 1930) über zyklische Aufführungen der Kirchenmusikwerke im Wiener Stephansdom. – Ankündigung der d-Moll-Symphonie ("Nullte") für Zürich.
– Aufführung der 4. Symphonie unter MD M. E. Thamm in Franzensbad. – Ankündigung der 3. Symphonie für Prag. – Katholikentag in Münster am 6.9.1930. – Erscheinen von Band 15 der Gesamtausgabe (mit Requiem und b-Moll-Messe). – Radierung von Karl Reisenbichler als Stifterbrief des Oberösterreichischen Brucknerbundes für die Orgel in St. Florian. – Erinnerungs-Plakette von August Bodenstein für 3.- RM bei Otto Bauer erhältlich. – Am 28.10.1930 Festaufführung von Wagners "Tannhäuser" im Nationaltheater. – Für IBG-Mitglieder freier Eintritt für die Aufführungen am 30.10.1930 (Requiem) und 1.11.1930 (e-Moll-Messe).
S. 88: Verlagswerbung Anton Böhm (Augsburg), Neuausgabe der Motetten und der d-Moll-Messe (insgesamt 12 Hefte) durch Ernst Fr. Schmid.
S. 89: Verlagswerbung Gustav Bosse (Bruckner-Literatur) (a1).
Bruckner-Meldungen in Heft 1 der »Musik« XXIII:
Roland Tenschert bemerkt in seinem Bericht über die Salzburger Festspiele im Abschnitt über die Konzerte des Domchors unter Joseph Meßner:
»die Einbeziehung von Anton Bruckners f-moll-Messe bedarf natürlich keiner Rechtfertigung.«
und über das dritte Konzert der Wiener Philharmoniker unter Franz Schalk:
»brachte Bruckners 9. Symphonie und die Eroica in dieser ungewohnten Reihenfolge.« (*).
Julius Mai (Bern) erwähnt lobend die 4. Symphonie unter Albert Nef in einem Volkskonzert (**).
Max Voigt berichtet aus Duisburg:
»Hausegger [...] ließ in Bruckners Neunter die enge Bindung zwischen verzweifeltem Ringen und gottergebenem Erdentrücktsein zwingend aufleuchten.« (***).
Für die städtischen Symphoniekonzerte unter Breisach in Mainz erwähnt Ludwig Fischer auch eine Bruckner-Aufführung [prov. WAB 86] (°).
Richard Scheffler schreibt in seinem Konzertbericht aus Scheveningen, wo das Residenz-Orchester aus den Haag unter Carl Schuricht spielte:
»Den krönenden Abschluß fanden die Schuricht-Konzerte mit einer Wiedergabe von Bruckners Neunter.« (°°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 193010006, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-193010006letzte Änderung: Nov 02, 2025, 12:12