4. Badisches Bruckner-Fest in Pforzheim.
(*) Im ersten Konzert Aufführung der d-Moll-Symphonie (»Nullte«), der g-Moll-Ouvertüre, des Marsches [WAB 96] und der drei Orchesterstücke [WAB 97] unter Franz Moißl und des Intermezzo,
im 2. Konzert Aufführung der 4. Symphonie unter Kpm. Hans Leger und des 150. Psalms unter Oskar Baumann.
In den Kirchen werden Orgelstücke, die Windhaager Messe (in Meßners Bearbeitung, und Motetten, unter Baumann im Stadttheater), Chöre und (Cäcilienchor unter Oskar Baumann in der Franziskuskirche) die e-Moll-Messe aufgeführt; Karl Gresser improvisiert auf der Orgel.
Vorträge von Grüninger (»Die Persönlichkeit A. Bruckners und der Geist seines Schaffens«) und Grunsky (»Bruckner als deutscher Symphoniker«) in der Morgenfeier.
Einführungsvorträge von Moißl und Grüninger mit Klavieraufführungen durch Elisabeth und Klara Ernst (*).
In einem Bach-Bruckner-Abend in der evangelischen Stadtkirche spielt der dortige Organist Walter Hennig Orgelwerke Bachs, und der katholische Pfarrer Dr. Karl Kreß [Gresser?] improvisiert über Themen Bruckners.
Max Auer und Oberbürgermeister Kürz halten Ansprachen (*a).
Die Festschrift enthält nationalsozialistisch gefärbte Grußworte von Bürgermeister Dr. Bezler und Oberbürgermeister Kürz (**)
und ein anonymes Gedicht »Dem Genius Anton Bruckners« (**a).
Der Karlsruher Verlagsbuchhändler Karl Malsch hatte die Ausgestaltung der Festschrift unterstützt (***).
[ca. Februar 1935?] Auf Anregung von Chordirektor Baumann ist nach dem Bruckner-Fest die Gründung einer Ortsgruppe Pforzheim des Badischen Brucknerbundes geplant (°).
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 193411086, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-193411086letzte Änderung: Nov 05, 2025, 13:13