Brief von Franz Gräflinger an Franz Kinzl [bezugnehmend auf den Brief vom 9.3.1941]:
" [... Ratschläge für Konzertprojekte ... Kontakdaten Rudolf Nilius ... er sei mit Arbeit überhäuft (gilt in Wien als "Zuagroaster") ...bittet um Unterstützung von Viktorine Stigler in Linz (79 Jahre alt, verarmt, Witwe eines berühmten Operntenors) ... Mitarbeit an "Oberdonau" interessiere ihn ...] Wie St. Florian Bruckner behandelte, darüber kann ich wohl wie wenige ein "traurig Lied" songen. Den toten Bruckner ebenso unehrbietig behandelt wie den lebenden. Bin ehrenwörtlich verpflichtet vorderhand zu schweigen (Prof. Dr. Paltauf nahm mir das Ehrenwort ab, so fasste ichs wenigstens auf, als ich bei "Untersuchung in der Gruft" zugegen war. Meine zwei Brucknerbücher "Bosse und Hesse" erschienen werden sicher nicht abgelehnt. Haben Sie selbe gelesen?? Auch Briefband?? Beide sollen jetzt in Neuauflage erscheinen, aber wann arbeiten?? Rudigier hat Br. schon gefördert, ermöglichte "Ihm" Wienfahrten und bezahlte selbe, das ist Tatsache, anders steht es um St. Flor. Ja, lieber Herr Kinzl, an ein Buch "Musikgeschichte des Gaues Oberdonau" habe ich selbst schon vor Jahren gedacht [... wird Prof. Konrath anrufen ...]."
Zitierhinweis:
Franz Scheder, Anton Bruckner Chronologie Datenbank, Eintrag Nr.: 194103195, URL: www.bruckner-online.at/ABCD-194103195letzte Änderung: Jan 08, 2024, 13:13